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Feel Good Health Ausgabe 1

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LONGEVITY . PRÄVENTION . MENTAL HEALTH . BEAUTY . LIFESTYLE . TRAVEL . FOOD

01/2026

health & beauty

KREBS.

Das Ende einer Angst Lebensstil und Vorsorge als Schlüssel Dr. Hanna Heikenwälder

P R ÄV E N T I O N Regie für die Gesundheit übernehmen

LONGEVIT Y HEUTE Dr. Stephan Barth

REISEN Longevity-Hotels


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PFLANZLICHE INTELLIGENZ FÜR DIE HAUT: EXOSOME UND STAMMZELLEN AUS DOPPELTER PFLANZENPOWER

ZU AUTHENTIQUE


EDI TO RIAL Liebe Leserinnen & liebe Leser,

Gesundheit ist heute allgegenwärtig – und gleichzeitig erstaunlich fern. Wir messen, optimieren, tracken, vergleiKatja Momberg chen. Und doch wissen wir längst: Rund 50 bis 80 Prozent aller Erkrankungen ließen sich vermeiden, wenn wir Lebensstilfaktoren und Vorsorge ernster nehmen würden. Diese Zahl ist kein Alarmismus. Sie ist eine Einladung. Eine Einladung, Verantwortung neu zu denken – ohne Druck, ohne Dogmen, ohne Selbstoptimierungswahn. Was uns antreibt, ist nicht die Idee eines perfekten Körpers oder eines möglichst langen Lebens um jeden Preis. Uns bewegt die Frage: Wie können wir gesund leben –und dabei das Leben genießen? Mit gutem Essen. Mit Bewegung, die Freude macht. Mit Wissen, das nicht belehrt, sondern befähigt. Mit einer Haltung, die Genuss nicht als Gegenspieler von Gesundheit versteht, sondern als ihren Verbündeten. FEEL GOOD health ist ein Magazin, das verbindet: Wissenschaft und Alltag. Evidenz und Emotion. Tiefe und Leichtigkeit. Wir glauben an fundierte Informationen – sorgfältig recherchiert, verständlich erklärt, einordnend statt polarisierend. Und wir glauben ebenso an Ästhetik, an Sprache, an Bilder, an das gute Gefühl, sich mit einem Thema gerne zu beschäftigen, weil es berührt. Gesundheit ist kein Projekt für später. Und sie ist kein exklusives Privileg. Sie ist eine tägliche Entscheidung – eingebettet in gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Lebensrealitäten, Biografien. Genau dort setzen wir an: reflektiert, neugierig, offen für Widersprüche. Dieses Magazin ist auch eine Einladung zum Dialog. Wir möchten zuhören, lernen, diskutieren.

Cornelia Beier

Mit Expertinnen und Experten, mit Leserinnen und Lesern, mit all jenen, die Gesundheit nicht nur verwalten oder konsumieren, sondern gestalten wollen. Wenn FEEL GOOD health eines sein darf, dann ein Ort für Inspiration ohne Ideologie. Für Genuss ohne schlechtes Gewissen. Für Wissen ohne Überforderung. Und für die leise, aber kraftvolle Erkenntnis: Ein gutes Leben beginnt nicht mit Verzicht – sondern mit Bewusstsein. Willkommen bei FEEL GOOD health. Wir freuen uns auf alles, was wir gemeinsam entdecken. Ihre

Cornelia Beier & Katja Momberg

Gesundheit ist kein Projekt für später. Und kein Verzicht. 3


INHALT

01/2026

26

Krebs wird besiegbar

03

EDITORIAL

10

GESUNDHEIT IN ZAHLEN

07

WELCOME

12

08

SPECIALS FOR YOU

GESUNDHEIT NEU DENKEN Warum wir CEO unserer Gesundheit werden sollten

16

HEUTE JUNG, MORGEN FIT Warum gesundes Altern kein Zufall ist

23

WISSEN TO GO Mitochondrien kurz erklärt

25

HEALTH TO GO Podcast-Empfehlungen

40 Health to read

4

FEEL GOOD health 01/2026

www.feelgood-health.de


RUBRIK

64

12

Gesund neu denken

16 Heute jung, morgen fit

26

TITEL: KREBS WIRD BESIEGBAR Dr. Hanna Heikenwälder

32

GESUNDHEIT MIT AUSSICHT Buff Medical Resort

36

ZWEITMEINUNG BEI KREBS Warum eine Zweitmeinung den Blick auf das Ganze verändert

40 42 50

HEALTH TO READ Bücher WAS WIRKLICH FÜR DIE GESUNDHEIT ZÄHLT SCHÖNHEIT, DIE DAS GANZE LEBEN MITDENKT Gertraud Gruber (Advertorial)

Gesund älter werden ist kein Zufall

50

Schönheit, die das ganze Leben mitdenkt

56

HEALTH IS THE NEW LUXURY

60

DIE KUNST, LÄNGER GUT ZU LEBEN ZEM Wellness Clinic

62

LONGEVITY MIT LEICHTIGKEIT MY MAYR MED

64

GESUND ÄLTER WERDEN IST KEIN ZUFALL Turn Around Aging Conference

66

SONNENCREME IN JEDER JAHRESZEIT

68

10 FRAGEN AN STEPHANIE NEUREUTER

74

IMPRESSUM

5


Klarer sehen, was du wirklich willst. Drei Tage Abstand vom Gewohnten. Zeit für dich, neue Perspektiven und das, was als Nächstes kommt.

12. – 15. November 2026 Mallorca

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FEEL GOOD health

WELCOME

Wir freuen uns über diese erste Ausgabe – und über die Menschen, Themen und Ideen, die sie möglich machen. Mit FEEL GOOD health starten wir ein Magazin, das Gesundheit nicht als Pflichtprogramm versteht, sondern als Einladung: zu mehr Wissen, mehr Prävention, mehr Bewusstsein –und zu einem Lebensstil, der medizinische Substanz mit Freude, Stil und Alltagstauglichkeit verbindet. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Dr. Hanna Heikenwälder über ein Thema, das uns alle betrifft: Krebsprävention, Früherkennung und die Frage, wie viel Einfluss wir auf unsere Gesundheit tatsächlich nehmen können. Ihr Blick auf moderne Prävention zeigt, warum Wissen nicht verunsichern muss, sondern stärken kann. Mit Dr. Stephan Barth widmen wir uns dem großen Zukunftsthema Longevity: Was bedeutet gesundes Altern wirklich? Wo beginnt seriöse Wissenschaft – und wo endet das Versprechen der ewigen Jugend? Gerade in einem Markt voller Trends braucht es Orientierung, Einordnung und eine klare Haltung.

Auch die Haut steht im Fokus dieser Ausgabe. Denn gesunde Haut ist weit mehr als eine Frage von Schönheit. Sie ist Schutzorgan, Spiegel unseres Lebensstils und ein wichtiger Teil unseres Wohlbefindens. Wir stellen ausgewählte Produkte und Konzepte für eine gesunde Haut vor – mit Blick auf Qualität, Wirksamkeit und eine Pflege, die nicht überfordert, sondern unterstützt. Dazu kommen viele weitere Themen rund um Ernährung, Prävention, Balance, Bewegung, mentale Gesundheit und die kleinen Entscheidungen, die unser Leben langfristig verändern können. FEEL GOOD health möchte inspirieren, ohne zu belehren. Einordnen, ohne Angst zu machen. Und zeigen, dass Gesundheit nicht perfekt sein muss, sondern bewusst, klug und genussvoll gelebt werden darf.

FEEL GOOD health ist die „Gesundheitsschwester“ der FEEL GOOD und blickt damit bereits auf 20 Jahre redaktionelle Arbeit zurück.

No. 43

Das Lifestyle-Magazin

MALLORCA SPECIAL

LUXUS. LIFESTYLE. LEICHTIGKEIT.

Foto: KI-generiert

THAILAND

Chiva-Som HEALTH. SPIRIT. BALANCE.

Der Mann hinter der Kamera:

MIKE MEYER Fotograf, Produzent & Künstler

www.feelgoodmagazin.com 7


RU B RI K

B E AU T Y

HAUT UND DARM IM

EINKLANG

ALPINULIN MIDNIGHT MOISTURE Das hochwertige Nachtserum unterstützt die natürliche Regeneration der Haut über Nacht, spendet intensive Feuchtigkeit und sorgt für einen frischen Glow am Morgen. Mit QT40®, Ulva Lactuca sowie Edelweiß und Alpenrose fördert die Formulierung Spannkraft, Elastizität und eine gestärkte Hautbarriere. www.alpinulin.com

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Bio-Gerstengras statt Matcha: Das neue Daily Greens Collagen Porridge von Corridge kombiniert regionales Bio-Gerstengras mit Premium-Kollagen zu einem modernen Frühstück für einen bewussten Start in den Tag. Ohne Koffein, ohne künstliche Zusätze und ideal für alle, die Green Wellness und Longevity unkompliziert in ihren Alltag integrieren möchten.

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Foto oben: Adobe Stock, Acronym

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SPECIALS FOR YOU

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FEEL GOOD health 01/2026

www.feelgood-health.de


PRODUKTE

Haut in Bestform Drei Spezialisten, ein Ziel:

empfindliche Haut beruhigen, schützen und ihr neue Balance schenken. Wenn sensible Haut Alarm schlägt, braucht sie keine komplizierte Routine, sondern Pflege, die sie versteht. Allergika verbindet dermatologische Expertise mit Skincare-Komfort – als Trio für Lippen, Augenpartie und Gesicht.

NEU

Repair Lippenbalsam Der neue Repair Lippenbalsam hüllt trockene, rissige Lippen mit 25 Prozent Lipiden in einen schützenden Pflegefilm; Panthenol, Bisabolol und Glycerin beruhigen und schenken Geschmeidigkeit.

Augenlidcreme MED Die Augenlidcreme MED wurde zur kortisonfreien Behandlung von Lidekzemen entwickelt. Das Medizinprodukt sorgt für schnelle Linderung von Rötung, Schuppung und Hauttrockenheit.

Gesichtscreme MED Durch eine besondere Wasser-in-Öl-Formulierung regeneriert das Medizinprodukt die Hautbarriere. Ceramide, Squalan, Panthenol und 5 Prozent Glycerin machen die Gesichtscreme MED zum „BalanceBooster“ bei irritierter Haut.

Das Beste: Alle drei verzichten auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie häufige Allergene – Beauty, die sich einfach gut anfühlt. ERHÄLTLICHKEIT Allergika ist exklusiv erhältlich in Apotheken und wird von Dermatolog:innen empfohlen.

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Z AH LEN & FAK T EN

GESUNDHEIT IN ZAHLEN

80 %

der vorzeitigen Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Typ-2-DiabetesFälle gelten als vermeidbar.

Die WHO beziffert das Präventionspotenzial klassisch mit etwa 80 % für vorzeitige Herzkrankheiten und Schlaganfälle, 80 % für Typ-2-Diabetes und 40 % für Krebserkrankungen. Gemeint ist nicht: Jede Krankheit ist selbst verschuldet. Gemeint ist: Lebensstil, Umwelt, Früherkennung und Prävention haben eine enorme Hebelwirkung. www.who.int

37 %

Quelle: WHO – Global Health Observatory/NCD

Quelle: DKFZ

+10,7 JAHRE

aller neuen Krebsfälle in Deutschland sind auf vermeidbare Risikofaktoren zurückzuführen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum berechnete: 37 % der Krebsneuer­ krankungen in Deutschland hängen mit beeinflussbaren Risiko- und Umwelt­faktoren zusammen – darunter Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Bewegungs­ mangel, Ernährung, Infektionen und Umweltfaktoren. Mit Früherkennung, etwa Darmkrebs-Screening, könne der vermeidbare Anteil sogar auf 50 % oder mehr steigen.

JEDER 5.

mehr krankheitsfreie Lebenszeit für Frauen ab 50 –bei konsequent gesundem Lebensstil.

Eine große BMJ-Kohortenstudie zeigte: Frauen mit vier bis fünf gesunden Lebensstilfaktoren hatten ab 50 im Schnitt 34,4 weitere Jahre frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs – gegenüber 23,7 Jahren ohne diese Faktoren. Das entspricht rund 10,7 zusätzlichen krankheitsfreien Jahren. Bei Männern lag der Unterschied bei rund 7–8 Jahren.

der 18-bis 79-Jährigen in Deutschland hat Prädiabetes.

Laut RKI-Diabetes-Surveillance lag bei 20,8 % der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren ein Prädiabetes vor. Bei Männern waren es 24,4 %, bei Frauen 17,2 %. Prädiabetes bedeutet: Der Blutzucker ist bereits auffällig, aber noch nicht im Diabetesbereich. Genau hier ist Prävention besonders wirksam.

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FEEL GOOD health 01/2026

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Warum Prävention keine Moralfrage ist – sondern die größte Gesundheitsreserve unserer Zeit.

20 MILLIONEN

Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck. Die Deutsche Hochdruckliga nennt für 2024 etwa 20 Millionen Menschen zwischen 30 und 79 Jahren mit Bluthochdruck – rund 36 % dieser Altersgruppe. Jeder Fünfte weiß demnach nichts davon.

+9 JAHRE in Gesundheit könnten durch bewährte Gesundheitsinterventionen weltweit gewonnen werden.

Der McKinsey Health Institute Report 2026 schätzt, dass die konsequente Umsetzung bereits bekannter, kosteneffektiver Interventionen weltweit bis 2050 im Schnitt bis zu neun zusätzliche gesunde Lebensjahre ermöglichen könnte. Dazu gehören Prävention, bessere Versorgung, frühere Diagnostik, Impfungen, Mutter-Kind-Gesundheit, Infektionskontrolle und moderne Behandlungspfade.

FAKTEN 23–24 % 20,8 % 10,3 % 20 Mio. 21,9 % 48 % 11,2 30 %

adipös Prädiabetes diagnostizierter Diabetes mit Bluthochdruck depressive Symptome erreichen Ausdauerempfehlung Mio. rauchen der Bevölkerung sind 60+

12,5 BILLIONEN DOLLAR

wirtschaftlicher Gewinn durch bessere Gesundheit bis 2050. Der McKinsey-Report beziffert den möglichen globalen wirtschaftlichen Effekt besserer Bevölkerungsgesundheit auf 12,5 Billionen US-Dollar bis 2050 – durch weniger Krankheitskosten, mehr Produktivität und längere gesellschaftliche Teilhabe.

Quellen: WHO; Robert Koch-Institut (RKI); Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ); Statistisches Bundesamt (Destatis); Deutsche Hochdruckliga; Li et al., BMJ 2020; McKinsey Health Institute, The Health of Nations, 2026. 11


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H A LT U N G

WARUM WIR GESUNDHEIT NEU ERZÄHLEN MÜSSEN UND CEO UNSERER GESUNDHEIT WERDEN SOLLTEN

G

Gesundheit war lange etwas, das wir delegiert haben. An Ärztinnen und Ärzte. An Systeme. An Medikamente. An später.

HEUTE WISSEN WIR: DAS REICHT NICHT MEHR. Nicht, weil Medizin versagt hätte – im Gegenteil. Sondern weil sich das Krankheitsspektrum verändert hat. Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind keine akuten Infektionen, sondern chronische Erkrankungen: Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen. Sie entstehen nicht über Nacht. Sie entwickeln sich über Jahre – oft still, oft unbemerkt.

DIE GUTE NACHRICHT: EIN ERHEBLICHER TEIL DAVON IST BEEINFLUSSBAR. Lebensstilfaktoren, Vorsorge, Wissen über den eigenen Körper – sie entscheiden mit darüber, wie gesund wir altern. Und doch erzählen wir Gesundheit noch immer als Verzicht, Disziplin oder moralische Pflicht. Dabei müsste sie etwas anderes sein: eine Form von Selbstwirksamkeit.

Gesundheit neu zu erzählen bedeutet, die Kontrolle – oder besser: die Regie – wieder zu uns zurückzuholen. Nicht im Sinne permanenter Selbstüberwachung, sondern als informierte Beziehung zum eigenen Körper. Zu verstehen, was wir brauchen. Und wann. Denn Bedürfnisse verändern sich. Was mit 30 funktioniert, trägt uns mit 55 nicht automatisch weiter. Hormonelle Umstellungen, Muskelabbau, veränderte Stoffwechselprozesse, andere Stressprofile – all das ist kein Defizit, sondern Biologie. Wer das versteht, kann klüger entscheiden. Und entspannter.

WISSEN IST DABEI KEIN SELBSTZWECK. ES IST EIN WERKZEUG. Zu wissen, wie Entzündungen entstehen. Warum Muskelmasse ein Schutzfaktor ist. Weshalb Schlaf nicht verhandelbar ist. Oder warum bestimmte Blutwerte – etwa Lipoprotein(a) – früh im Leben geklärt werden sollten, um Risiken realistisch einzuordnen. Der US-amerikanische Arzt und Longevity-Experte Peter Attia hat diese Perspektive geprägt: Nicht Krankheiten verwalten, sondern Risiken verstehen, bevor sie klinisch relevant werden. Doch all dieses Wissen verliert seinen Wert, wenn es Angst erzeugt oder in Perfektionismus mündet.

FACTS IN ZAHLEN

80%

CHRONISCHE ERKRANKUNGEN aller Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Typ-2-Diabetes-Fälle wären durch Lebensstilveränderungen vermeidbar (WHO 2023)

10+

JAHRE LEBENSSPANNE Regelmäßige Bewegung kann die gesunde Lebenserwartung um über ein Jahrzehnt verlängern

5

KERNFAKTOREN Schlaf, Bewegung, Ernährung, soziale Beziehungen und Stressregulation

150

MIN./WOCHE

Moderate Bewegung – die Dosis, ab der starke Schutzeffekte sichtbar werden

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HALT U N G

Foto: FEEL GOOD health

WIE WIR DIE REGIE FÜR UNSERE GESUNDHEIT ÜBERNEHMEN KÖNNEN

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H A LT U N G

GRUNDLAGEN & VORSORGE • • • •

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen Differenzialblutbilder in sinnvollen Abständen Lipoprotein(a) mindestens einmal im Leben bestimmen Blutzucker, Blutdruck, Entzündungsmarker im Blick behalten

KÖRPER & BEWEGUNG

Foto: KI-generiert

Gesundheit darf – ja, sie muss – Freude machen. Sie darf genussvoll sein. Sozial. Ästhetisch. Sie lebt von Gewohnheiten, nicht von radikalen Umbrüchen. Von Bewegung im Alltag statt Extremen. Von gutem Essen statt Diäten. Von Beziehungen statt Selbstoptimierung. Ein gesundes Leben ist kein Projekt mit Enddatum. Es ist ein Prozess. Einer, den wir gestalten können – neugierig, informiert und mit einer gewissen Gelassenheit.

• Gesundes Körpergewicht anstreben (BMI < 25, individuell einordnen) • dreimal pro Woche Krafttraining (je ca. 30 Minuten) • Tägliche Bewegung, idealerweise etwa 10.000 Schritte • Ergänzend moderates Ausdauertraining

ERNÄHRUNG & SUPPLEMENTE • Möglichst unverarbeitete Lebensmittel • Ausreichend Protein, gesunde Fette • Vitamin-D- und Omega-3-Status ärztlich prüfen lassen und eine Supplementierung individuell abstimmen.

REGENERATION & PSYCHE • 7–8 Stunden Schlaf pro Nacht • Mentale Resilienz kultivieren: Stress verstehen, nicht verdrängen • Soziale Beziehungen pflegen – sie sind ein messbarer Gesundheitsfaktor

Gesundheit beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Aufmerksamkeit. Mit dem Mut, Fragen zu stellen. Mit Lust auf Veränderung. Und mit der Erkenntnis, dass ein langes, gesundes Leben kein Zufall ist – sondern eine Summe guter, informierter Entscheidungen. 15


LO N G E V I T Y

HEUTE JUNG, MORGEN FIT – DARUM IST GESUNDES ALTERN KEIN ZUFALL „Wissenschaft wird erst dann zu gesundheitlicher Wertschöpfung, wenn sie für alle Menschen relevant, verständlich und praktisch nutzbar ist.“ BEITRAG VON DR. STEPHAN BARTH

www.drstephanbarth.com www.linkedin.com/in/dr-stephan-barth www.gesundheitsheldinnen.de

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FEEL GOOD health 01/2026

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LONGE VIT Y

„Ich wäre lieber tot, als mit 45 Jahren noch ‚Satisfaction‘ zu singen.“

Foto: KI-generiert

MICK JAGGER, 1975

Dieses Zitat aus dem Jahr 1975 stammt tatsächlich von Mick Jagger, im damals jugendlichen Alter von 32 Jahren. Ironischerweise singt er diesen Song heute mit über 80 Jahren immer noch. Und das nicht etwa altersgemäß leise und zurückhaltend, sondern noch immer mit einer vitalen Bühnenpräsenz, die den meisten 30-Jährigen Konkurrenz macht. Jaggers heutige Vitalität steht für mich stellvertretend für eine neue Haltung zum Altern. Sie ist Ausdruck von Anpassungsfähigkeit, physischer Leistungsfähigkeit und steht in Jaggers Fall auch für kulturelle und gesellschaftliche Relevanz. Altern wird eben nicht mehr als schicksalhafter Verfall und gesellschaftlicher Abstieg erlebt, sondern als Chance zur selbstbewussten Gestaltung von Gesundheit. Dafür ist sein Lebensstil alles andere als zufällig. Seit Jahrzehnten umfassen seine täglichen Routinen Gymnastik, Laufen, Kickboxen, Pilates, Ballett, Yoga und Tanz, mit teils zwei Workouts am Tag. Ist er auf Tour, läuft er auf der Bühne bis zu drei Kilometer pro Show. Auch seine Ernährung ist durchdacht: weitgehend pflanzlich-mediterran, viel Vollkorn, wenig Zucker und seine persönliche und ganz gezielte Ergänzung der Ernährung. Und seine psychische Balance unterstützt er durch Meditation, durch die Musik als einen klaren und sehr starken Lebenssinn und seine sehr aktive und positiv gelebte Haltung zum Leben und seine Wertschätzung und Pflege menschlicher Beziehungen. Gesundheit ist

eben kein Zufall! Was uns vielleicht nicht überraschen wird: Die wahre Grundlage für diese Art von Altersvitalität ist tief in der Biologie unseres Körpers verankert. In jeder einzelnen Zelle wirken fein abgestimmte Signal- und Steuerungsnetzwerke, die darüber entscheiden, ob wir regenerieren, widerstandsfähig bleiben, Energie effizient nutzen oder ob wir beschleunigt altern und chronisch erkranken. Die moderne Wissenschaft beschreibt diese Netzwerke als die „Hallmarks of Health“ (Schmauck-Medina et al. 2022). Je nachdem, welche Publikationen man dazu berücksichtigt, handelt es sich um mindestens zwölf zentrale Steuerungs- und Signal-Netzwerke, die Alterungsprozesse aktiv regulieren und nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auch geschlechtsspezifisch unterschiedlich funktionieren (Fritz García et al. 2024). Ich nenne sie die „Hallmarks of Health“, weil sie je nach Aktivierungszustand entweder Gesundheit im Alter bewahren oder kranke Alterungsprozesse beschleunigen können (Tartiere et al. 2024). Und genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche Geschichte von Longevity, die Gesundheitsspanne bis ins hohe Alter. Nicht als Spezialdisziplin der Schönen und Reichen, sondern als neues Gesundheitsverständnis, das wir alle für ein gesundes Leben bis ins hohe Alter nutzen können.

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LO N G E V I T Y

Nicht ein einzelner Faktor bestimmt, wie wir altern. Es ist das Zusammenspiel von Stoffwechsel, Genen, Immunsystem und Lebensstil.

NETZWERKE UND SYSTEME, DIE UNSERE GESUNDHEIT BIS INS ALTER STEUERN Um zu verstehen, warum gesundes Altern kein Zufall ist, müssen wir begreifen, dass unser Körper nicht aus zufällig zusammengestöpselten Organen besteht. Er ist vielmehr ein dynamisches Netzwerk, in dem alle Systeme funktionell interagieren und miteinander kommunizieren. Diese Kommunikation entscheidet mit, ob Zellen ihre Energie effizient nutzen, ob sie Entzündungen kontrollieren, Reparaturprogramme aktivieren oder ob sie in einen Zustand geraten, der Alterung und Krankheit sogar beschleunigt. Zu diesen Hallmarks of Health gehören z.B. unsere Mitochondrien, die berühmten Kraftwerke der Zellen, die eine sehr zentrale Rolle in unserem Energiestoffwechsel spielen. Sind sie fit und gesund, liefern sie Energie, recyceln Stoffwechselprodukte und senden reparierende Signale an andere Bereiche der Zellen. Doch verlieren sie an Effizienz und Fitness, produzieren sie plötzlich hohe Mengen schädlicher Moleküle (sog. Radikale). Diese reaktiven Substanzen können in hohen Mengen nicht mehr abgepuffert werden und beschädigen DNA und Eiweiße, was wiederum Entzündungsreaktionen verstärken kann. Plötzlich geraten dadurch gleich mehrere Netzwerke unter Stress. Dasselbe System, das Vitalität erzeugt, kann also auch zum Treiber der Alterung werden. Und auch unsere Gene können im Guten, aber auch im Schlechten für uns arbeiten. Die Stabilität der Gene und die Länge der Schutzkappen, sog. Telomere, am Ende der Chromosomen bestimmen mit, wie schnell unsere Lebensuhr abläuft. 18

FEEL GOOD health 01/2026

Lange dachten wir in der Wissenschaft, Gene seien unser unveränderliches Schicksal und wir letztlich nur deren Opfer, die an der ererbten „Veranlagung“ nichts drehen können und passiv akzeptieren müssen, was unser Erbe mit uns macht. Heute wissen wir aber, dass Gene keine unbeeinflussbaren Akteure sind, sondern flexible Schalter besitzen, die von außen beeinflussbar sind. So reagieren sie mit Aktivitätsänderungen als Reaktion auf unsere Umwelt, auf Ernährung, Schlaf, Bewegung, Stress. Das ist die berühmte Epigenetik, die sogar die Gene für uns beeinflussbar macht, z.B. damit Schutzprogramme aktiv bleiben und Zellen sich regelmäßig erneuern. Doch unter Dauerstress, durch fehlende Bewegung oder schlechte Ernährung werden Gene stillgelegt, die uns vor Schäden bewahren, während Programme hochgefahren werden, die Alterungsprozesse beschleunigen. Doppelt schlecht. Ein weiterer Knotenpunkt im Netzwerk ist die Fähigkeit unserer Zellen, Proteine aufzubauen, ihnen das korrekte Design zu geben und am Ende auch wieder zu recyceln. Diese Prozesse werden als Proteostase zusammengefasst. Funktioniert sie gut, werden beschädigte Proteine entsorgt und Bausteine wiederverwertet. Das hält Zellen jung und Gewebe straff. Gerät dieses System jedoch aus der Balance, häuft sich molekularer Müll an. Zellen verlieren ihre Leistungsfähigkeit, und das Altern beschleunigt sich und wird z.B. auch sichtbar in nachlassender Hautelastizität. Besonders spannend sind die sogenannten seneszenten Zellen. Das sind Zellen, die ihre Arbeit wegen großer Schäden und Fehlfunktion einstellen mussten. Üblicherweise werden sie dann mit www.feelgood-health.de


LONGE VIT Y

Unsere Zellen arbeiten nie allein. Gesundheit entsteht durch ihr fein abgestimmtes Zusammenspiel.

dem Prozess der Autophagie abgebaut und entsorgt. Läuft in diesem Prozess etwas schief, weigern sich seneszente Zellen, den Platz zu räumen. Statt sich dann sauber entsorgen zu lassen, senden sie als untote „Zombie-Zellen“ entzündliche und schädliche Signale in ihr Umfeld. Bleiben diese Zombies unkontrolliert aktiv, können sie ganze Gewebe drastisch altern lassen. Auch hier zeigt sich, wie fein die Balance dieser Netzwerke ist. Denn werden solche Zellen rechtzeitig erkannt und abgebaut, schützen sie uns und erhalten unsere Zellen und Organfunktionen. Bleiben sie hingegen dauerhaft bestehen, werden sie zu regelrechten Brandbeschleunigern, die im Organismus galoppierende Entzündungen machen und auch die Haut im Zeitraffer altern lassen (Franco et al. 2022). Diese altersbedingten stillen Entzündungen kennen wir auch als Inflammaging. Das sind chronische, unterschwellige Entzündungen, die nicht wehtun, aber langfristig Energie rauben und auch zelluläre Alterungsprozesse beschleunigen. Sie können ihre Ursache im gestörten Darmmikrobiom haben, in erschöpften Mitochondrien oder durch Störungen der zellulären Kommunikation entstehen. Und genau diese gesunde Zellkommunikation ist mitentscheidend für Gesundheit. Denn wenn Zellen präzise miteinander „sprechen“, harmonisieren sie Stoffwechsel, Reparaturprogramme und Immunreaktionen. Sind diese Signale jedoch gestört, laufen Programme unkoordiniert und chaotisch ab. Ein weiterer faszinierender Mechanismus ist die Fähigkeit unserer Zellen, Energieflüsse

aufzuspüren. Diese Nährstoffsensorik entscheidet, ob gerade Wachstum, Reparatur oder Ruhe angesagt ist. Aber ist das System ständig mit Zucker, Snacks und Kalorienüberfluss überfordert, „verlernen“ Zellen diese gesunde Anpassungsfähigkeit. Sie werden zu faulen Couchpotatoes. Anstatt sich zu regenerieren, bleiben sie in einem Dauerstressmodus, was Alterung beschleunigt. Die gute Nachricht ist, dass es zahlreiche Möglichkeiten in unserem Lebensstil gibt, diese Sensoren wieder zu sensibilisieren und Balance und Anpassungsfähigkeit herzustellen. Mit zunehmendem Alter erschöpfen sich auch unsere Stammzellen. Das sind definitiv die Alleskönner unter den Zellen. Sie sind der Reparatur- und Erneuerungstrupp für Haut, Muskeln, Knochen und eigentlich alle Organe in unserem Körper. Werden sie müde, verlangsamen sich auch Heilungsprozesse, die Haut verliert an Elastizität, und auch innere Organe regenerieren langsamer oder gar nicht mehr. Nicht überraschend ist, dass es auch hier Möglichkeiten gibt, die Aktivität dieser Stammzellen zu unterstützen. Last but not least darf bei den Steuerungsmechanismen des Alterns das Darmmikrobiom natürlich nicht fehlen. Denn ein vielfältiges und ausgewogenes Mikrobiom unterstützt die Verdauung, reguliert auch das Immunsystem und schützt vor chronischen Entzündungen. Gerät es jedoch aus der Balance – eine sogenannte Dysbiose entsteht – können schädliche Bakterien überhandnehmen, was die Zellkommunikation stört und Entzündungsprozesse sowie Alterung des Gewebes fördert. 19


LO N G E V I T Y

Was uns altern lässt – und wo wir heute ansetzen können

Grafik: KI-generiert

Zwölf biologische Schlüsselprozesse bestimmen, wie gesund wir älter werden.

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FEEL GOOD health 01/2026

www.feelgood-health.de


LONGE VIT Y

Foto: KI-generiert

Was ich bei der Betrachtung der Hallmarks of Health so faszinierend finde, ist, dass keines dieser Netzwerke, Systeme oder Mechanismen isoliert arbeitet. Diese Netzwerke funktionieren daher eindeutig nicht wie einzelne Schalter, sondern sie sind jeweils „Hubs“, d. h. wie Knotenpunkte eines riesigen, intelligenten Organismus. Innerhalb dieser Netzwerke scheinen die Mitochondrien eine übergeordnete Rolle zu spielen, indem sie wie Dirigentinnen im Orchester der Alterungsprozesse den Takt vorgeben. Sind sie fit und leistungsfähig, entsteht eine gesunde Lebensmelodie. Werden sie hingegen schlapp, schleichen sich immer mehr Dissonanzen ins Orchester ein und bringen das harmonische Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht (Lee-Glover et al. 2025). Gesundes Altern entsteht also definitiv nicht durch die Kontrolle eines einzelnen Faktors, sondern durch das harmonische Zusammenspiel vieler Programme. Das erklärt auch, warum die Pflege und Förderung unserer Gesundheit manchmal an Grenzen stößt und es diese eine „Wunderpille“ nicht gibt, die alle Alterungsprozesse in Zeitlupe ablaufen lässt oder sogar ganz stoppen kann. Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen stattdessen, dass unser Lebensstil wie ein

Wirkstoff die Hallmarks of Health sehr effektiv beeinflussen kann und dadurch auch unsere Gesundheitsspanne deutlich verlängert (Global Vascular Risk Consortium 2025, Li et al. 2018, 2020). Longevity beinhaltet daher den LebensWERT, bewusst, gesund und mit Spaß alt zu werden. In Balance, mit Rhythmus und mit der Fähigkeit, auch jenseits der 70 oder 80 Jahre Satisfaction zu empfinden und zu leben –so wie ein Mick Jagger.

Zum Weiterlesen: Kneipp Verlag ISBN 978-3-7088-0890-1 www.hugendubel.de 21


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Die Ageless Skin Formula –

für ein gesundes Hautmikrobiom caremare® vereint hochpotente marine Wirkstoffe mit aktivem Meeresschutz – und setzt mit der Ageless Skin Formula neue Maßstäbe in der Naturkosmetik. Das Herzstück der COSMOS-zertifizierten Marke ist die Ageless Skin Formula: Sie kombiniert beruhigende Pflanzenextrakte mit hochpotenten Algenwirkstoffen wie Astaxanthin, Spirulina und Rhodophyta. Diese schützen die Haut vor freien Radikalen, fördern die Zellregeneration und unterstützen die Kollagenproduktion – natürlich, wirksam, verträglich.

Die Recharge Hydra Mask (50 ml, 18,95 € UVP) bietet den Tiefenpflegemoment: Malachit-Extrakt wirkt entgiftend, Spirulina und Hyaluron regenerieren – für sichtbar frische, ausgeglichene Haut.

Das Hydra Glow Booster Serum (30 ml, 17,95 € UVP) versorgt die Haut mit 3-fach-Hyaluron und Spirulina mehrschichtig mit Feuchtigkeit und sorgt sichtbar für ein pralleres, ebenmäßigeres Hautbild.

Alle Produkte sind vegan, dermatologisch getestet und für jeden Hauttyp geeignet. Erhältlich im eigenen Onlineshop unter www.caremare.com sowie bei Müller.de und Galeria.de.

Das Anytime Hydra Spray (50 ml, 18,95 € UVP) erfrischt und schützt unterwegs – mit Astaxanthin, Bio Aloe Vera und Hyaluronsäure gegen freie Radikale und Feuchtigkeitsverlust.


WISSEN TO GO“

WISSEN TO GO

Foto: KI-generiert

MITOCHONDRIEN KURZ ERKLÄRT

Wenn sie gut funktionieren, fühlen wir uns oft leistungsfähiger.

Mitochondrien sind winzige Bestandteile unserer Zellen. Oft werden sie als „Kraftwerke der Zellen“ bezeichnet, weil sie aus dem, was wir essen und einatmen, Energie herstellen. Genauer gesagt: Sie verwandeln Nährstoffe aus der Nahrung und Sauerstoff in eine Energieform, die unser Körper direkt nutzen kann. Diese Energie heißt ATP – man kann sie sich wie die kleine „Batterie“ unseres Körpers vorstellen. Besonders viele Mitochondrien finden sich dort, wo viel Energie gebraucht wird: in den Muskeln, im Herzen, im Gehirn und in der Leber. Ohne gut arbeitende Mitochondrien könnten wir uns nicht bewegen, nicht klar denken, keine Körpertemperatur halten und viele Reparaturprozesse im Körper würden langsamer ablaufen. Mitochondrien sind aber nicht nur für Energie zuständig. Sie spielen auch eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel, bei der Zellgesundheit, bei Entzündungsprozessen und beim Altern. Wenn sie gut funktionieren, fühlen wir uns oft leistungsfähiger

und regenerieren besser. Wenn sie dagegen dauerhaft überlastet sind –zum Beispiel durch Bewegungsmangel, Schlafmangel, chronischen Stress, Rauchen, zu viel Alkohol oder eine sehr nährstoffarme Ernährung –, kann die Energieproduktion in den Zellen leiden. Das Gute ist: Mitochondrien reagieren auf unseren Lebensstil. Regelmäßige Bewegung, besonders Ausdauertraining und Krafttraining, kann die Bildung neuer Mitochondrien anregen. Auch guter Schlaf, eine nährstoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Eiweiß, gesunden Fetten und ausreichend Mikronährstoffen unterstützen ihre Arbeit. Ebenso können Pausen zwischen den Mahlzeiten, Tageslicht, Wärme- oder Kältereize und Stressreduktion helfen, die Zellenergie zu verbessern. Kurz gesagt: Mitochondrien sind kleine Energiefabriken in unseren Zellen. Je besser wir sie versorgen, desto besser kann unser Körper Energie bereitstellen – für Bewegung, Denken, Regeneration und ein gesundes Altern. 23


PODCAST

P ODCAST

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HEALTH TO GO

HOTEL MATZE

„Hotel Matze“ ist einer der bekanntesten deutschen Interview-Podcasts. Seit 2016 trifft Gastgeber Matze Hielscher Menschen, die ihn interessieren – aus Kultur, Medien, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Entstanden sind daraus persönliche, oft überraschend offene Gespräche über Lebenswege.

FEEL GOOD LIVE BETTER Stephanie Neureuter, CEO von Premium Medical Circle, spricht mit Medizinerinnen und Medizinern, Ernährungsund Mental-Health-Experten sowie weiteren spannenden Persönlichkeiten. Es geht um Health und Wellbeing und darum, wie wir ein glückliches, langes Leben führen können.

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HEALTH WISE

Foto: Adobe Stock, otofabrika

HEALTH WISE widmet sich der Frage, was wahre Gesundheit in unserer modernen Gesellschaft bedeutet, und beleuchtet dabei eine Vielzahl von Themen – darunter Medizin und Therapie, Bewegung und Regeneration, Ernährung sowie die emotionale Gesundheit. Jede Episode verspricht wertvolle Einblicke aus verschiedenen Gesundheitsbereichen. www.spotify.com

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wird besiegbar KREBSFORSCHERIN DR. HANNA HEIKENWÄLDER: KREBS. DAS ENDE EINER ANGST

Foto: © Henning Bergmann

„WIR ÜBERSCHÄTZEN DIE ROLLE DER GENE UND UNTERSCHÄTZEN SYSTEMATISCH DIE MACHT UNSERES ALLTAGS.“

Krebs gilt noch immer als Schicksalsschlag. Als etwas, das „passiert“. Doch die Wissenschaft erzählt längst eine differenziertere Geschichte. Eine, in der Lebensstil, Umwelt und Verhalten eine zentrale Rolle spielen. Im Gespräch erklärt Dr. Hanna Heikenwälder, warum Aufklärung der erste Schritt ist – und warum Veränderung nichts mit Angst, sondern mit Freiheit zu tun hat. 27


T I T E LT H E M A

KREBSPRÄVENTION NEU GEDACHT WARUM BIS ZU 70 PROZENT ALLER KREBSERKRANKUNGEN VERMEIDBAR WÄREN Bis zu 70 Prozent aller Krebserkrankungen könnten verhindert werden – nicht durch medizinische Wunder, sondern durch konsequente Anwendung dessen, was wir heute bereits wissen. Das schreibt Dr. Hanna Heikenwälder in ihrem Buch Krebs – Das Ende einer Angst. Eine Zahl, die aufhorchen lässt. Und zugleich eine, die Verantwortung verschiebt: weg vom ­reinen Schicksalsnarrativ, hin zu Aufklärung, Prävention und Selbstwirksamkeit. Dr. Hanna Heikenwälder, Molekularbiologin und Krebsforscherin, beschäftigt sich seit Jahren mit den biologischen Mechanismen von Krebs und Altern. Ihre zentrale These: Gene spielen eine Rolle – aber sie sind selten das letzte Wort. Der entscheidende Hebel liegt im Lebensstil. In Bewegung, Ernährung, Stoffwechselgesundheit, im Umgang mit Alkohol, Entzündung und chronischem Stress. Prävention ist für sie kein moralischer Appell, sondern eine wissenschaftlich fundierte Strategie. In unserem Interview spricht sie darüber, warum Krebsprävention heute realistischer ist als je zuvor, wie personalisierte Medizin und KI helfen können, Risiken frühzeitig zu erkennen – und warum ein krebsfreies Leben kein utopisches Ideal, sondern eine statistisch plausible Perspektive ist.

WARUM PRÄVENTION EINEN VÖLLIG NEUEN STELLENWERT BEKOMMT FEEL GOOD health: Sie sagen, Krebs sei keine Krankheit, sondern ein Prozess. Was meinen Sie damit? Dr. Hanna Heikenwälder: Mir ist bewusst, dass diese Aussage provokant ist – besonders für Betroffene. Aber sie ist zentral, wenn wir Krebs verhindern wollen. Eine Krankheit klingt zufällig, plötzlich, schicksalhaft. Ein Prozess beschreibt besser, was biologisch passiert. Krebs entsteht – ähnlich wie Altern – kontinuierlich. In jedem Menschen. In jedem Lebewesen. Auch bei Tieren und Pflanzen. Wenn wir verstehen, dass Krebs weniger eine Frage des Ob als des 28

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Wann und Wo ist, dann verändern sich unsere Prioritäten. Prävention wird plötzlich sinnvoll, greifbar – und gesellschaftlich relevant.

GENE, MUTATIONEN UND LEBENSZEIT FEEL GOOD health: Warum ist Krebs meist kein genetisches Schicksal? Dr. Hanna Heikenwälder : Nur etwa 5 bis 10 Prozent aller Krebserkrankungen gehen auf angeborene genetische Defekte zurück. Der überwiegende Teil entsteht durch genetische Veränderungen, die wir im Laufe unseres Lebens erwerben. Damit eine gesunde Zelle zu einer bösartigen Krebszelle wird, müssen mehrere Schutzmechanismen überwunden werden. In der Regel braucht es etwa fünf entscheidende genetische Veränderungen, bevor eine Zelle entgleist. Diese sammeln sich über Jahre an – beeinflusst durch Umweltfaktoren und Lebensstil. Bekannte Karzinogene wie Rauchen, UVStrahlung oder Alkohol spielen dabei eine Rolle. Doch sie erklären nicht das ganze Bild. FEEL GOOD health: In Ihrem Buch sprechen Sie von Krebsförderern – was bedeutet das? Dr. Hanna Heikenwälder: Was viele unterschätzen: Neben klassischen Krebsverursachern gibt es Krebsförderer. Sie verursachen keine genetischen Schäden, verhindern aber, dass geschädigte Zellen absterben – oder sie begünstigen deren Wachstum. Dazu zählen unter anderem Bewegungsmangel, eine chronisch ungünstige Ernährung, Insulinresistenz oder ein dauerhaft erhöhter

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der Krebsfälle wären vermeidbar www.feelgood-health.de


Zuckerstoffwechsel. Diese Faktoren wirken subtil, aber kontinuierlich –auf alle Zellen, die bereits einen Schaden tragen. Unabhängig davon, ob dieser angeboren, lebensstilbedingt oder zufällig entstanden ist. Genau hier setzt Prävention an. Während klassische Karzinogene oft Jahrzehnte brauchen, um Krebs auszulösen, wirken Krebsförderer tagtäglich – und sind damit besonders relevant für unseren Alltag.

gutartig sind und sehr gut behandelt werden können. Werden solche Veränderungen in diesem Zeitfenster erkannt und behandelt, lässt sich eine spätere, aggressive Erkrankung häufig verhindern. Wartet man zu lange, kann sich der Prozess verselbstständigen – dann wird Therapie deutlich schwieriger.

VORSTUFEN ERKENNEN, BEVOR SIE GEFÄHRLICH WERDEN – WARUM FRÜHERKENNUNG LEBEN VERÄNDERT

FEEL GOOD health: Immer mehr wird in den öffentlichen Medien über die Möglichkeiten der KI in der Medizin gesprochen. Welche Chancen sehen Sie persönlich? Dr. Hanna Heikenwälder: Ich sehe in der KI eine große Chance, besonders in der Onkologie. Wir haben heute unglaublich viele Daten –aus der Bildgebung, aus Gewebeproben, aus molekularen Analysen –, aber das menschliche Auge und auch das menschliche Gehirn können diese Komplexität nur begrenzt erfassen. KI kann helfen, Muster zu erkennen, die für uns nicht sichtbar sind. Gerade bei Krebs könnte das sehr wertvoll werden: zum Beispiel, um besser einzuschätzen, ob eine Zellveränderung harmlos bleibt oder sich zu einem aggressiven Tumor entwickeln könnte. Das würde Diagnostik, Früherkennung und Therapieentscheidungen deutlich präziser machen. Wichtig ist aber: KI ersetzt nicht die Ärztin oder den Arzt. Sie ist ein Werkzeug, das uns helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen – früher, individueller und auf einer viel größeren Datenbasis.

Foto: © Mosaik Verlag

FEEL GOOD health: Frau Dr. Heikenwälder, Sie sagen, viele Menschen tragen Krebsvorstufen in sich, ohne jemals zu erkranken. Das klingt erst einmal beunruhigend. Dr. Hanna Heikenwälder: Es ist vor allem eine wichtige Einordnung. Krebsvorstufen sind deutlich häufiger, als wir denken – und in den allermeisten Fällen harmlos. Etwa fünf Prozent der Männer um die 30 zeigen bereits Vorstufen von Prostatakrebs, im höheren Alter steigt dieser Anteil stark an. Ähnlich ist es beim Darm: Polypen sind weit verbreitet, aber nur ein kleiner Teil – etwa 10 bis 15 Prozent – wird tatsächlich bösartig. FEEL GOOD health: Was entscheidet darüber, ob aus einer Vorstufe Krebs entsteht? Dr. Hanna Heikenwälder: Der Zeitfaktor ist entscheidend. Jede Krebserkrankung durchläuft Phasen. Es gibt ein Stadium, in dem Veränderungen

KI ALS WENDEPUNKT IN DER KREBSFRÜHERKENNUNG

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FEEL GOOD health: Die große Herausforderung scheint zu sein, harmlose von gefährlichen Vorstufen zu unterscheiden. Dr. Hanna Heikenwälder: Genau. Und hier erleben wir gerade einen echten Paradigmenwechsel. Künstliche Intelligenz kann Muster erkennen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Bei Hautkrebs gibt es bereits Anwendungen, bei denen KI bestimmte Veränderungen präziser klassifiziert als erfahrene Dermatologen. FEEL GOOD health: Wie sieht das bei anderen Krebsarten aus? Dr. Hanna Heikenwälder: Nehmen wir die Mammographie. Bilddaten lassen sich heute mit Blutwerten, genetischen Informationen und Verlaufsdaten kombinieren. Wenn man diese Daten systematisch auswertet, entstehen hochpräzise Modelle, die vorhersagen können, ob ein Tumor wahrscheinlich aggressiv wird – oder eben nicht. FEEL GOOD health: Würde dies Übertherapie und Leid vermeiden? Dr. Hanna Heikenwälder: Exakt. Das Ziel ist nicht, mehr zu behandeln, sondern gezielter zu behandeln – und vor allem früher. Würden solche Systeme flächendeckend eingesetzt, könnten wir sehr viel Leid verhindern, bevor es entsteht. FEEL GOOD health: Hat Deutschland dafür die Voraussetzungen? Dr. Hanna Heikenwälder: Absolut. Wir haben in Tübingen eines der größten Forschungszentren für KI in Europa. Wir haben also die Möglichkeiten und müssen nicht darauf warten, dass diese Innovationen aus anderen Ländern kommen. Wir sind dafür verantwortlich, diese zu generieren. Wir müssen Krebs erkennen und leidvolle Therapien

„FAST JEDER ZWEITE MENSCH IN DEUTSCHLAND ERHÄLT IM LAUFE SEINES LEBENS EINE KREBSDIAGNOSE.“ 30

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DIE WICHTIGSTEN ALLTAGSREGELN ZUR KREBSPRÄVENTION

TIPP

1. Nicht rauchen. Und

Passivrauch vermeiden.

2. Alkohol reduzieren – am besten

deutlich. Für die Krebsprävention gibt es keine „gesunde“ Menge.

3. Täglich bewegen. Gehen, Trep-

pen, Krafttraining, weniger Sitzen. Jede Bewegung zählt.

4. Pflanzenbetont essen. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, Obst, Kräuter.

5. Stark verarbeitete Lebensmit-

tel begrenzen. Vor allem Wurstwaren, Fast Food, Softdrinks und sehr zuckerreiche Produkte.

6. Gesundes Körpergewicht anstre-

ben. Nicht über Crash-Diäten, sondern über stabile Routinen.

7. UV-Schutz täglich ernst nehmen.

Besonders im Gesicht, im Sommer und bei längerer Sonnenexposition.

8. Impfungen prüfen. Besonders HPV und Hepatitis B.

9. Früherkennung wahrnehmen. Und familiäre Risiken ärztlich besprechen.

10. Wissen aufbauen. Denn informierte

Menschen treffen bessere Gesundheitsentscheidungen – und lassen sich weniger von Angst, Mythen oder Wellnessversprechen leiten.

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verhindern. Mit Forschungs-standorten wie Tübingen verfügen wir über exzellente KI-Strukturen. Es fehlt weniger an Wissen als an Umsetzung. Dafür braucht es politische Unterstützung und ein gesellschaftliches Verständnis dafür, dass Prävention Teil moderner Gesundheitsversorgung ist.

LEBENSSTILFAKTOREN UND VORSORGE SIND ENTSCHEIDEND FÜR DIE PRÄVENTION. FEEL GOOD health: Frau Dr. Heikenwälder, wenn wir über Krebsprävention sprechen: Was kann jeder Mensch ganz konkret im Alltag tun? Dr. Hanna Heikenwälder: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Wiederholung. Die stärksten Lebensstilfaktoren sind erstaunlich unspektakulär: regelmäßige Bewegung, ein normales Körpergewicht, möglichst wenig Alkohol, nicht rauchen, ausreichend Schlaf und eine überwiegend pflanzenbasierte, ballaststoffreiche Ernährung. Jeden Tag ein bisschen Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, gute Öle – und weniger stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und rotes oder verarbeitetes Fleisch. Auch Bewegung muss nicht immer Sport bedeuten: Spazierengehen, Treppensteigen, Krafttraining im Alltag, weniger Sitzen – all das wirkt auf Entzündungen, Stoffwechsel, Immunsystem und Hormone. Wichtig ist außerdem, Vorsorge ernst zu nehmen. Lebensstil kann viel verändern, aber er ersetzt keine Früherkennung. Die beste Prävention entsteht aus beidem: einem bewussten Alltag und dem Wissen, wann medizinische Kontrolle sinnvoll ist.

Foto: © DAS! Rote Sofa – ARD

FEEL GOOD health: Was wäre aus Ihrer Sicht die wichtigste Botschaft an Menschen, die beim Thema Früherkennung eher zögern oder Angst haben?

Dr. Hanna Heikenwälder: Ich glaube, wir sollten Früh-

erkennung nicht als etwas Bedrohliches verstehen, sondern als eine Form von Selbstfürsorge. Es geht nicht darum, ständig nach Krankheit zu suchen oder in Angst zu leben. Es geht darum, rechtzeitig zu wissen, ob etwas Aufmerksamkeit braucht – und genau dadurch Handlungsspielraum zu gewinnen. Früherkennung verändert den Blick auf Krebs. Sie nimmt der Erkrankung nicht jedes Risiko, aber sie verschiebt den entscheidenden Moment nach vorne –dorthin, wo Medizin oft noch verhindern, begrenzen und heilen kann. Wer Vorsorge nutzt, entscheidet sich nicht für Angst, sondern für Wissen, Klarheit und die Möglichkeit, rechtzeitig zu handeln.

PORTRÄT

Dr. Hanna Heikenwälder ist promovierte Naturwissenschaftlerin mit über 15 Jahren Erfahrung in der Krebsforschung und der Immunologie. Sie hat in Lübeck, den USA, Zürich und Heidelberg studiert. Heute arbeitet sie an der renommierten Universität Tübingen und setzt sich dort leidenschaftlich für die Etablierung einer personalisierten und modernen Krebsmedizin in Deutschland ein. In ihren Sachbüchern vermittelt sie komplexe wissenschaftliche Themen überraschend klar und unterhaltsam. Sie beleuchtet nicht nur aktuelle Forschungsergebnisse, sondern auch deren gesellschaftliche Relevanz – und regt damit zum Nachdenken und Handeln an. Sie lebt mit ihrer Familie in Tübingen. Instagram: dr.hannaheikenwaelder

Krebs – Das Ende einer Angst Verlag: Mosaik Verlag / Penguin Random House Verlagsgruppe Erscheinungsdatum: 2025 ISBN: 978-3-442-39443-2 Preis: 24,00 € (Deutschland), gebundene Ausgabe 31


GESUNDHEIT MIT AUSSICHT DAS BUFF MEDICAL RESORT AM BODENSEE Es gibt Orte, die man besucht, um Abstand zu gewinnen. Und es gibt Orte, die darüber hinaus etwas Entscheidendes verändern: den Blick auf den eigenen Körper, auf Energie, Regeneration und die Frage, wie gesundes Älterwerden heute eigentlich aussehen kann. Das Buff Medical Resort in Konstanz, direkt am Bodensee gelegen, gehört zu dieser zweiten Kategorie. Kein klassisches Wellnesshotel, keine kühle Klinik, sondern ein exklusives Medical Resort, das moderne Präventionsmedizin mit Ruhe, Natur und

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einer konsequent ganzheitlichen Haltung verbindet. Der Ansatz ist klar: Es geht nicht allein um ein längeres Leben, sondern um mehr gesunde, vitale und selbstbestimmte Jahre – um Healthspan statt bloßer Lebenszeit. Dafür verbindet das Resort präzise Diagnostik, individualisierte Medizin, Ernährung, Bewegung, Regeneration und komplementäre Verfahren zu Programmen, die je nach Ziel und Intensität von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen reichen können.

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L O N G E V I T Y- H O T E L S

Medical Luxury am Bodensee: Das Buff Medical Resort verbindet Präventionsmedizin, F.-X.-MayrErnährung, Höhenklima, Bewegung und Regeneration zu einem ganzheitlichen Healthspan-Konzept.

Am Anfang steht nicht das Standardmenü eines Spa-Aufenthalts, sondern eine medizinische Bestandsaufnahme. Hochauflösende Bildgebung von Herz und Hirn durch modernste MRT-Technologie, kardiologische und neurologische Diagnostik, Labor- und Hormonanalysen, Mikrobiom- und Stoffwechselchecks sowie funktionelle Bewegungsanalysen sollen ein möglichst genaues Bild davon geben, wo der Körper steht – und was er braucht. Das Resort beschreibt acht zentrale Therapiefelder: Diagnostik, Herzgesundheit, Gehirngesundheit, Stoffwechsel, Muskulatur und Bewegung, Höhenklima, Apherese sowie ganzheitliche Regeneration. Besonders spannend ist die Verbindung von medizinischer Präzision und sinnlicher Umgebung. Die Zimmer und Suiten sind ruhig, stilvoll und gesundheitsorientiert gestaltet; der Blick auf den Bodensee und die geschützte Lage inmitten eines privaten Parks direkt am Seeufer schaffen eine Atmosphäre, in der Regeneration nicht verordnet wirkt, sondern möglich wird. Statt Krankenhausästhetik: Holz, Licht, Wasser, Weite.

Ein eigenes Kapitel verdient das Höhenklima-Konzept. In allen ausgewählten Suiten und Zimmern kann nach individueller ärztlicher Verordnung ein simuliertes Höhenklima genutzt werden, das während der Nacht regenerative Prozesse unterstützen soll. Das Resort positioniert diese Technologie als Teil seiner Longevity- und Zellregenerationsprogramme, insbesondere im Zusammenhang mit mitochondrialer Aktivierung, Erholung und Schlafregeneration.

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Hans-Jürg Buff Gründer und CEO des Buff Medical Resorts

copyright alle Fotos: © Buff Medical Resort

Auch die Ernährung folgt keinem kurzfristigen Verzichtsnarrativ. Als zertifiziertes MayrPrevent® Zentrum steht das Buff Medical Resort für eine wissenschaftlich fundierte, präventiv-medizinisch ausgerichtete Anwendung der F.X.-Mayr-Kur – mit Fokus auf Mikrobiomdiagnostik, Darmgesundheit, Stoffwechselbalance, langfristige Lebensstilveränderungen und eine individuell abgestimmte Küche. Therapeutisches Fasten, leichte Kost, nährstoffreiche Gerichte und eine Longevity Cuisine sollen den Verdauungstrakt entlasten und gleichzeitig Genuss ermöglichen. So wird Ernährung nicht zur Disziplinierung, sondern zu einem therapeutischen Instrument – präzise, reduziert, aber keineswegs freudlos. Bewegung ist hier ebenfalls Teil eines medizinischen Gesamtkonzepts. Functional Movement Analysis, Personal Training, Kraftaufbau, Physiotherapie, Yoga und moderne Technogym-Ausstattung sollen helfen, Stabilität, Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit gezielt zu fördern. Gerade im Kontext von Longevity ist das entscheidend: Als das größte Stoffwechselorgan des Körpers sind Muskeln nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern eine der Selbstständigkeit, Stoffwechselgesundheit und Belastbarkeit. Dazu kommt ein Spa-Bereich, der weniger Inszenierung als Rückzug ist: Sauna, Pool, Kneipp-Anwendungen, Ayurveda, Aqua-Shiatsu, Breathwork und Mind-Body-Praktiken ergänzen die medizinischen Programme. Der Körper darf hier nicht nur gemessen und optimiert werden, sondern auch loslassen. Das macht den Unterschied: Die Medizin liefert Orientierung, die Umgebung schafft Vertrauen.

„Longevity bedeutet für uns nicht, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Gesundheit, Vitalität und Lebensqualität hinzuzufügen. Genau dort setzt unser medizinisches Konzept an.“

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L O N G E V I T Y- H O T E L S

Die besondere Qualität des Buff Medical Resorts liegt in dieser Balance. Hightech und Natur. Diagnostik und Intuition. Bodensee-Luft und medizinische Präzision. Ein Ort für Menschen, die Gesundheit nicht als Reparaturbetrieb verstehen, sondern als bewusste Lebensführung – mit wissenschaftlicher Tiefe, Ästhetik und einem Hauch von Stille. Am Ende bleibt vielleicht genau dieses Gefühl: Gesundheit kann luxuriös sein. Nicht laut, nicht überladen, nicht perfekt inszeniert. Sondern klar, individuell und wohltuend konsequent.

Ein Ort, an dem Longevity nicht nach Selbstoptimierung klingt, sondern nach Ruhe, Präzision und neuer Kraft. www.buff-medical-resort.com

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Warum eine Zweitmeinung manchmal den Blick auf das Ganze verändert Eine zweite Meinung kann helfen, eine Diagnose neu einzuordnen – und den eigenen Handlungsspielraum wieder klarer zu sehen.

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Foto links: KI-generiert, Foto rechts: Pohlmann

Gerade bei komplexen Erkrankungen schafft unabhängige Expertise Sicherheit und kann zusätzliche Therapieoptionen sichtbar machen. Eine Krebsdiagnose ist nie nur ein medizinischer Befund. Sie ist ein Einschnitt. Ein Vorher und Nachher. Sie verändert den Blick auf den eigenen Körper, auf Zeit, auf Entscheidungen – und auf die Frage, wem man in einem hochkomplexen Gesundheitssystem vertraut. Roy von der Locht kennt diese Situation aus zwei Perspektiven. Er war selbst Patient, seine eigene Krebserkrankung liegt Jahre zurück. Und er war Geschäftsführer eines Zweitmeinungstools im Bereich Onkologie – also eines Angebots, das Patientinnen und Patienten dabei unterstützte, ihre Diagnose und Therapieempfehlung durch unabhängige Expertinnen und Experten noch einmal überprüfen zu lassen. Gerade diese doppelte Erfahrung macht seine Sicht so wertvoll. Als Patient weiß er, wie verletzlich man nach einer Diagnose ist. Als ehemaliger Geschäftsführer weiß er, wie häufig medizinische Entscheidungen differenzierter werden, wenn Fälle noch einmal strukturiert, interdisziplinär und mit spezialisierter onkologischer Expertise betrachtet werden. Denn moderne Krebsmedizin ist heute Präzisionsmedizin. Sie besteht nicht mehr nur aus Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung. Sie umfasst molekulare Diagnostik, Immuntherapien, zielgerichtete Medikamente, individualisierte Therapiesequenzen, Studienoptionen und die Frage, welches Zentrum für welchen Fall die größte Erfahrung besitzt. Genau deshalb kann eine qualifizierte Zweitmeinung so wichtig sein: Sie schafft nicht automatisch eine andere Antwort – aber sie schafft eine fundiertere Entscheidungsbasis. In zertifizierten Tumorboards werden onkologische Fälle aus verschiedenen Fachrichtungen betrachtet: Onkologie, Chirurgie, Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie und weitere

Roy von der Locht, © Pohlmann

Spezialdisziplinen bringen ihre Perspektiven ein. Manchmal bestätigt sich der eingeschlagene Weg. Manchmal wird eine Therapie angepasst. Und manchmal ergeben sich tatsächlich andere Optionen – etwa eine zusätzliche Diagnostik, ein anderes operatives Vorgehen, eine modernere medikamentöse Strategie oder die Empfehlung, ein spezialisiertes Zentrum einzubeziehen. Für Roy von der Locht ist eine Zweitmeinung deshalb kein Zeichen von Misstrauen. Sie ist Ausdruck von Verantwortung. Gerade in einer Erkrankungssituation, in der Patientinnen und Patienten unter hohem emotionalem Druck stehen, kann eine unabhängige Einschätzung helfen, Entscheidungen klarer zu treffen. Nicht aus Angst. Sondern aus dem Wunsch heraus, wirklich zu verstehen, welche Möglichkeiten bestehen. Auch seine eigene Erkrankung hat verändert, wie er heute lebt. Prävention ist für ihn keine abstrakte Empfehlung, sondern Alltag. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, ein bewusster Umgang mit Belastung, Bewegung, Ernährung und ein möglichst stabiles mentales Fundament gehören für ihn dazu. Nicht im Sinne einer überhöhten Selbstoptimierung, sondern als Form von Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Leben. Denn onkologische Prävention beginnt nicht erst bei der Vorsorgeuntersuchung. Sie beginnt mit Wissen. Mit Aufmerksamkeit. Mit der Bereitschaft, den eigenen Körper ernst zu nehmen und nicht jede Erschöpfung, jede Veränderung, jedes Warnsignal wegzuerklären. Gleichzeitig bedeutet Prävention auch, nicht in permanenter Sorge zu leben. Es geht um eine kluge Balance: informiert sein, handeln können, aber die Lebensfreude nicht verlieren. 37


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andere Therapieempfehlungen durch Zweitmeinung

WAS ROY VON DER LOCHT HEUTE WICHTIG IST Regelmäßige Kontrollen wahrnehmen Nach einer Krebserkrankung wird Nachsorge zur festen Struktur. Sie gibt Sicherheit und hilft, Veränderungen früh zu erkennen. Eine Zweitmeinung nicht zu spät einholen Gerade bei schwerwiegenden Therapieentscheidungen kann eine unabhängige Einschätzung helfen, Optionen besser zu verstehen.

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Auf echte Spezialisierung achten Nicht jede onkologische Fragestellung ist gleich. Entscheidend ist, ob die Expertise zum konkreten Tumorbild passt. Tumorboards nutzen Interdisziplinäre Entscheidungen können den Blick erweitern – besonders, wenn verschiedene Fachrichtungen gemeinsam auf den Fall schauen. Unterlagen vollständig sammeln Befunde, Bildgebung, Pathologie, Arztbriefe und Laborwerte sollten geordnet vorliegen. Gute Entscheidungen brauchen gute Informationen. Lebensstil als Ressource verstehen Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stressbalance und soziale Beziehungen ersetzen keine Therapie, können aber Stabilität und Widerstandskraft fördern. Nicht passiv bleiben Fragen stellen, verstehen wollen, Unterstützung suchen: Patientinnen und Patienten dürfen aktiv Teil ihrer Behandlung sein. Zuversicht bewahren Ein positives Mindset ist kein medizinisches Versprechen. Aber es kann helfen, mit Klarheit, Kraft und Lebensmut durch schwierige Phasen zu gehen. www.livtwin.de www.feelgood-health.de

Foto: National Cancer Institute auf Unsplash

Das positive Mindset, von dem Roy von der Locht spricht, ist dabei kein naives „Alles wird gut“. Es ist eher eine innere Haltung: nicht in Schockstarre zu bleiben, Fragen zu stellen, sich Unterstützung zu holen und die eigene Rolle im Behandlungsprozess aktiv anzunehmen. Wer versteht, was geschieht, fühlt sich weniger ausgeliefert. Wer eine zweite Einschätzung einholt, gewinnt nicht nur medizinische Informationen, sondern oft auch innere Ruhe. Vielleicht ist genau das die moderne Bedeutung von onkologischer Prävention: Sie verbindet medizinische Wachsamkeit mit Selbstwirksamkeit. Sie bedeutet, Risiken zu reduzieren, Früherkennung zu nutzen, Therapieentscheidungen sorgfältig abzusichern und das eigene Leben so zu führen, dass Gesundheit nicht erst im Krankheitsfall wichtig wird. Roy von der Locht steht damit für eine Patientensicht, die weder dramatisiert noch verharmlost. Krebs bleibt eine ernste Diagnose. Aber Patientinnen und Patienten sind heute nicht mehr nur Empfänger von Entscheidungen. Sie können nachfragen. Sie können Unterlagen einholen. Sie können Expertise vergleichen. Sie können eine Zweitmeinung nutzen, um den nächsten Schritt mit größerer Sicherheit zu gehen. Am Ende geht es nicht darum, alles kontrollieren zu wollen. Es geht darum, gut informiert zu sein, rechtzeitig hinzuschauen und die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen – medizinisch, menschlich und persönlich.


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Brauchen wir wirklich Nahrungsergänzungsmittel – und wenn ja, welche? Bas Kast nimmt sich eines Themas an, bei dem zwischen wissenschaftlicher Evidenz, Lifestyle-Trends und großen Versprechen oft schwer zu unterscheiden ist. Dafür hat er aktuelle Studien zu Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Supplements ausgewertet. Ein umfangreicher, verständlich geschriebener Wegweiser für alle, die bewusster entscheiden möchten, was tatsächlich sinnvoll sein kann – und was man sich eher sparen kann.

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7 Punkte

für ein gesundes Leben

01 Schlaf ernst nehmen Täglich 20–30 Minuten 02 Bewegung 03 Ultra-verarbeitete Lebensmittel reduzieren Soziale Kontakte aktiv 04 pflegen 05 Krafttraining Sitzendes Verhalten 06 unterbrechen 07 Vorsorgeuntersuchungen

Die Wissenschaft der letzten Jahrzehnte zeigt klar: Wie wir leben, entscheidet über Jahrzehnte unserer Gesundheit. Kein Wundermittel, keine App – sondern ein paar fundamentale Dinge, die jeder tun kann. Der Markt für Gesundheitsversprechen ist riesig. Superfoods, Nahrungsergänzungsmittel, Biohacking-Protokolle –aber was sagt die wirklich gute Forschung? Was hat sich nach Jahrzehnten und Millionen von Studienteilnehmern als robust herausgestellt? Die Antwort ist etwas ernüchternd und gleichzeitig befreiend: Es sind nur wenige große Hebel; sie sind gut bekannt und kosten kaum Geld. Sie erfordern keine Willenskraft-Superhelden, keine perfekte Disziplin. Aber sie erfordern Kontinuität – und ein Verständnis dafür, warum sie wirken.

FACTS IN ZAHLEN

31 %

10–17 %

20–48 % 44 %

BEWEGEN SICH ZU WENIG Fast jeder dritte Erwachsene erreicht die empfohlenen Bewegungsziele nicht.

WENIGER RISIKO Krafttraining ist mit einem geringeren Risiko für frühen Tod und chronische Erkrankungen verbunden.

SCHLAFREGEL­ MÄSSIGKEIT ZÄHLT Regelmäßiger Schlaf war mit deutlich geringerem Gesamtsterberisiko assoziiert.

WISSEN ES NICHT

Quelle: WHO 2024

Quelle: BJSM 2022 PubMed

Quelle: Sleep 2024 PubMed

Quelle: WHO 2025, Daten 2024

Fast die Hälfte der Menschen mit Bluthochdruck kennt die eigene Diagnose nicht.

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Länger gesund und aktiv leben! www.feelgood-health.de


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BEWEGUNG DER STÄRKSTE BEKANNTE ANTI-AGING-WIRKSTOFF Bewegung ist Medizin – im wörtlichen Sinne Kein Medikament hat in klinischen Studien so konsistente positive Effekte gezeigt wie regelmäßige körperliche Aktivität. Sie senkt das Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Darmkrebs, Brustkrebs, Depression, Demenz und insgesamt vorzeitigen Tod. Wichtig: Die Dosis macht hier keine steile Kurve. Selbst ein Übergang von kompletter Inaktivität zu 30 Minuten zügigem Spazierengehen täglich zeigt enorme Schutzeffekte. Nach etwa 150–300 Minuten moderater Belastung pro Woche sind die größten Gewinne bereits erzielt.

MYTHOS "SPORT MACHT HUNGRIG UND ICH ESSE DANACH MEHR." Für moderates Ausdauertraining stimmt das kaum: Mehrere Studien zeigen, dass moderate Aktivität den Appetit eher hemmt als steigert. Erst bei sehr intensivem Training steigt die kompensatorische Nahrungsaufnahme deutlich.

Foto: KI-generiert

WAS ZÄHLT ALLES ALS BEWEGUNG? NEAT – Non-Exercise Activity Thermogenesis – also das allgemeine Bewegungsvolumen des Alltags (zu Fuß zur Arbeit, Treppe statt Aufzug) hat nachweislich große metabolische Effekte. Wer 8 Stunden sitzt und dann 45 Minuten ins Fitnessstudio geht, ist trotzdem ein "sedentärer Mensch" mit erhöhtem Risiko. Krafttraining: Muskelmasse schwindet ab dem dritten Lebensjahrzehnt. Der Erhalt durch Widerstandstraining 2× pro Woche reduziert das Sturzrisiko im Alter und verbessert den Blutzuckerstoffwechsel.

"Bewegung ist das einzige Werkzeug, das gleichzeitig Gehirn, Herz, Immunsystem und psychische Gesundheit stärkt – und das ohne Nebenwirkungen." PROF. JENNIFER HEISZ, MCMASTER UNIVERSIT Y / "MOVE THE BODY, HEAL THE MIND" 2022

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SCHLAF

MYTHOS „ICH KOMME GUT MIT 5 STUNDEN AUS.“ Studien zeigen, dass Menschen unter Schlafentzug ihre eigene Beeinträchtigung massiv unterschätzen. Nach 10 Tagen mit 6 Stunden Schlaf zeigen kognitive Tests ähnliche Werte wie bei 24 Stunden Wachheit – aber die Betroffenen fühlen sich subjektiv kaum müde.

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ERNÄHRUNG MUSTER STATT VERBOTE Es gibt keine beste Diät – aber es gibt schlechte Muster Das stärkste Ernährungsmuster in der Evidenz ist die mediterrane Diät – nicht weil sie eine Diät ist, sondern weil sie ein Lebensmuster beschreibt: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Olivenöl, Nüsse, Fisch; wenig verarbeitetes Fleisch und Zucker. Die PREDIMED-Studie (Spanien, über 7.000 Teilnehmer) zeigte eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. Was ist gesichert wirklich schlecht? Ultraverarbeitete Lebensmittel (UPF). Mehrere große Kohortenstudien (NutriNet-Santé, EPIC) zeigen konsistent: höherer UPF-Konsum korreliert mit erhöhter Gesamtsterblichkeit, Herzerkrankungen und Depression. Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch haben robuste Belege für kardioprotektive Wirkung. Ballaststoffe sind das am stärksten unterschätzte Thema: Sie ernähren die Darmmikrobiota, senken Cholesterin und das Darmkrebsrisiko. Die meisten Europäer nehmen die Hälfte der empfohlenen Menge zu sich. Nahrungsergänzungsmittel? Der Nutzen ist für die meisten Supplemente in kontrollierten Studien erschreckend schwach. Ausnahmen: Vitamin D (bei Mangel), Folsäure in der Schwangerschaft, Jod. www.feelgood-health.de

Fotos: KI-generiert

DAS UNTERSCHÄTZTE FUNDAMENT 7–9 Stunden – aber Qualität ist entscheidend Schlaf ist nicht passiv. Im Tiefschlaf reinigt das glymphatische System das Gehirn von Metaboliten, darunter Amyloid-Beta – ein Protein, das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird. Wer dauerhaft unter sieben Stunden schläft, zeigt erhöhte Entzündungsmarker, Insulinresistenz und ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Eine Metaanalyse über 1,3 Millionen Teilnehmer (Cappuccio et al., Sleep 2010) zeigte: Kurzer Schlaf unter 6 Stunden erhöht das Sterberisiko um 12 %, langer Schlaf über 9 Stunden um 30 % – ein Jförmiger Zusammenhang. Was wirkt? Konsequente Schlafzeiten – auch am Wochenende. Dunkelheit und Kühle im Schlafzimmer (unter 18 Grad ist ideal). Auf Bildschirmblaulicht 45 Minuten vor dem Schlafengehen verzichten, um die Melatoninproduktion nicht einzuschränken.


PRINT & DIGITAL So kulinarisch ist GOUR-MED: Auf unserer neuen Website servieren wir Ihnen nicht nur ständig kleine Appetithäppchen aus dem Magazin, sondern auch Inspirationen zu den Themen Medizin, Kulinarik, Reisen und Lebensart.

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SOZIALE GESUNDHEIT DER UNTERSCHÄTZTE RISIKOFAKTOR: EINSAMKEIT Soziale Isolation tötet – das ist keine Übertreibung Eine Metaanalyse von Holt-Lunstad et al. (2015) mit über 3,4 Millionen Teilnehmern zeigte: Einsamkeit und soziale Isolation erhöhen die Sterbewahrscheinlichkeit um 26–29 % – vergleichbar mit dem Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag. Die berühmte Harvard-Studie über erwachsene Entwicklung – die älteste laufende Längsschnittstudie über das menschliche Leben – identifizierte Beziehungsqualität als den stärksten Prädiktor für Gesundheit und Wohlbefinden im Alter. Nicht Reichtum, nicht beruflicher Erfolg. Mechanistisch wirkt soziale Verbindung über Stresshormon-Regulation, Immunmodulation und direkte neurobiologische Effekte. Das Gefühl, dazuzugehören, dämpft die Amygdala-Reaktion auf Bedrohung.

SUBSTANZEN WAS DIE DATEN WIRKLICH SAGEN Rauchen: der größte vermeidbare Risikofaktor Keine Grauzone: Rauchen ist der einzelne größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs, Herzerkrankung und COPD. Nach 10 Jahren Abstinenz ist das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte gesunken. Alkohol: Neuere Analysen – insbesondere mendelische Randomisierung – zeigen, dass der scheinbare kardioprotektive Vorteil moderaten Alkoholkonsums ein Artefakt sein könnte. Ein „sicheres“ Niveau gibt es laut aktuellem WHO-Konsens nicht.

STRESS & PSYCHE CHRONISCHER STRESS ALS STILLER KÖRPERSCHADEN Akut hilft Stress – chronisch zerstört er Kortisol ist nicht der Feind. Es mobilisiert in Gefahrensituationen Energie. Das Problem ist der Dauermodus: Chronisch erhöhtes Kortisol schädigt den Hippocampus, fördert Insulinresistenz, hemmt das Immunsystem und erhöht das kardiovaskuläre Risiko. Was hilft nachweislich? Körperliche Bewegung ist auch hier unter den wirksamsten Interventionen. Atemtechniken mit verlängerter Ausatmung aktivieren nachweislich den Parasympathikus. Achtsamkeitsbasierte Ansätze (MBSR) haben in kontrollierten Studien signifikante Effekte auf Stress und Angst gezeigt. Kontrollierbarkeit ist das Schlüsselwort in der Stressforschung: Gleiche Stressoren werden als weniger belastend erlebt, wenn man das Gefühl hat, handlungsfähig zu sein.

Sie ist das Ergebnis von Hunderten kleiner Entscheidungen über Jahrzehnte – und von Strukturen, die diese Entscheidungen leichter machen. Die Forschung zeigt nicht, 48

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dass Sie perfekt sein müssen. Sie zeigt, dass Richtung und Kontinuität wichtiger sind als Intensität und Strenge. Niemand, der gut lebt, denkt dabei ständig an Risikofaktoren. Er oder

sie hat Gewohnheiten kultiviert, die sich einfach gut anfühlen. Das ist das eigentliche Ziel: nicht Lebensverlängerung als abstrakte Zahl, sondern mehr Jahre in Vitalität und Verbundenheit. www.feelgood-health.de

Illustrationen: KI-generiert

GESUNDHEIT IST KEIN PROJEKT MIT ENDPUNKT.


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Z AHNPFLEGE W I R D J E T Z T Z U M B E A U T Y- R I T U A L

Ein strahlendes Lächeln ist mehr als ein Beauty-Statement – es ist Ausdruck von Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und moderner Selfcare. Genau hier setzt ELEVEN ELEVEN an: Die vegane Premiumzahnpflegeserie von Zahnarzt Dr. med. dent. Oliver Spitz verbindet fundierte Dentalexpertise mit innovativen Wirkstoffkombinationen und einem Design, das jedes Badezimmer stilvoll aufwertet. Ob Whitening Toothpaste mit Calcium-Peroxid, Coffee, Tea & Red Wine Toothpaste gegen hartnäckige Ablagerungen, die sanfte Gums Toothpaste mit Lactobacillus-Ferment oder das alkoholfreie Fresh & Clean Mouthwash – jede Rezeptur ist so durchdacht wie luxuriös. Hydroxyapatit pflegt den Zahnschmelz, ausgewählte Aromen schenken ein besonderes Frischegefühl. Vegan, tierversuchsfrei und made in Bavaria zeigt ELEVEN ELEVEN, wie schön anspruchsvolle Mundpflege heute sein kann.

Alle Produkte sind über www.eleven-eleven.cc sowie in der Zahnarztpraxis SALIN 11 in Rosenheim erhältlich.

„Ein schönes Lächeln beginnt für mich dort, wo fundierte Zahnmedizin, hochwertige Pflege und modernes Design zu einem täglichen Ritual verschmelzen.“ DR. MED. DENT. OLIVER SPITZ, GRÜNDER VON ELEVEN ELEVEN


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Porträt einer Haltung

SCHÖNHEIT,

DIE DAS GANZE LEBEN MITDENKT

Nicht jünger wirken um jeden Preis. Sondern gesünder, klarer, lebendiger altern.

seit 1955 Ganzheitskosmetik

Die Haltung, die diese Marke seit mehr als siebzig Jahren prägt.

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Als Gertraud Gruber 1955 am Tegernsee Europas erste Schönheitsfarm eröffnete, gab es das Wort Selfcare noch nicht. Über siebzig Jahre später liest sich ihre Idee wie ein Vorgriff auf alles, worüber wir heute unter dem Begriff Longevity sprechen.

E

Es gibt Marken, die Produkte verkaufen. Und es gibt Marken, die eine Haltung in die Welt gebracht haben, lange bevor diese Haltung einen Namen trug. Gertraud Gruber gehört zur zweiten Sorte. Was sie 1955 am Tegernsee begann, klang in den fünfziger Jahren nach einer stillen Gegenbewegung: ein Ort, an dem Frauen sich Zeit, Pflege und Regeneration zugestehen durften, zu einer Zeit, in der man sie selten dazu ermutigte. Sie nannte es Ganzheitskosmetik. Heute ließe sich dasselbe mit den Vokabeln der Präventionsmedizin beschreiben: Hautbarriere und Mikrozirkulation, Regeneration und Stressreduktion, Schlaf, Ernährung, Bewegung. Begriffe, die in Dermatologie und Longevity-Forschung selbstverständlich geworden sind. Der Gedanke dahinter ist erstaunlich modern geblieben – Schönheit entsteht nicht isoliert auf der Haut, sie ist der sichtbare Ausdruck eines Systems, das in Balance arbeitet.

Gruber selbst formulierte das früh und radikal einfach. Schönheit sei keine geschminkte Ansichtssache, sondern Selbstbewusstsein und Vitalität. In der heutigen Sprache des Hauses heißt diese Linie Pflege „mit Ursprung und Zukunft“: natürlich, wirksam, wegweisend – und getragen von der Idee, Körper, Geist und Seele zusammenzudenken, ohne daraus ein Versprechen auf ewige Jugend zu machen. Wer über Longevity spricht, spricht zwangsläufig über die Haut. Sie ist unser größtes Organ, sie schützt und kommuniziert, sie reguliert Temperatur und reagiert auf Hormone, auf Schlafmangel, auf Ernährung, auf Stress und Sonne. Nicht im Sinne ewiger Jugend wird sie damit zum Thema, sondern im Sinne von Widerstandskraft, Regeneration und funktioneller Integrität – Eigenschaften, die ein Leben lang trainierbar bleiben. Die moderne Dermatologie weiß: Hautalterung ist nie nur eine Frage des Geburtsjahres. Sie wird von inneren Prozessen geformt –Zellalterung, hormonelle Verschiebungen, der langsame Abbau von Kollagen –und ebenso von äußeren: UV-Licht, Rauchen, Luft, Schlafdefizit, chronischer Stress. Genau hier wird Kosmetik interessant. Nicht als medizinische Therapie, sondern als tägliche Praxis der Prävention, die die Hautbarriere stützt, Feuchtigkeit bewahrt, Reizung mindert und ganz nebenbei das Bewusstsein für den eigenen Körper schärft. Gruber hat diese Verbindung intuitiv verstanden, ehe sie messbar wurde. Ihre Schönheitsfarm verband Behandlungen mit Bewegung, mit gesundem Essen, mit Ruhe und echter Zuwendung – Faktoren, die die Longevity-Debatte heute als Erkenntnis verkauft und damals schlicht gelebt wurden.

Fotos: © Gertraud Gruber Kosmetik

ERFAHRUNG ALS WIRKSTOFF

Bemerkenswert ist die schiere Übung, aus der diese Pflege gewachsen ist. Rund 30.000 Anwendungen finden nach Angaben des Hauses Jahr für Jahr in der Farm und in den Instituten statt. Die Zahl ist mehr als ein Leistungsnachweis. Sie erinnert

daran, dass Kosmetik hier nicht allein aus Laborformeln stammt, sondern aus Berührung, aus Beobachtung, aus jahrzehntelanger Hautpraxis. In einer Branche, die Beauty oft über virale Wirkstoffe und überfordernde Routinen

verkauft, liegt darin ein eigener Wert. Denn die Haut braucht selten mehr Schritte. Sie braucht Verständnis – wann ihr Lipide fehlen, wann sie gereizt ist, welche Rolle Hormone, Jahreszeiten und Lebensstil spielen. 51


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„Die Marke steht für mehr als Kosmetik – für eine ganzheitliche Lebensphilosophie, die Schönheit, Achtsamkeit und Mitgefühl in Einklang bringt. Ein bewusstes Gegenmodell zu höher, schneller, weiter.“ MATTHIAS KEFF, GESCHÄFTSFÜHRER GERTRAUD GRUBER KOSMETIK

Matthias Keff, Geschäftsführer Gertraud Gruber Kosmetik

Darin liegt die eigentliche Aufgabe der kommenden Jahre: ein großes Erbe nicht museal zu bewahren, sondern in eine modernere, wissenschaftlichere Ära zu übersetzen. Eine Marke, die aus Anwendungskompetenz kommt, muss ihr Wissen weitergeben – an Kosmetikerinnen, an Institute, an eine neue Generation gesundheitsbewusster Frauen.

GANZHEITLICHKEIT OHNE KITSCH

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Der Vorteil ist, dass Ganzheitlichkeit hier nicht erfunden werden muss. Sie ist der Ursprung. 1996 gründete Gertraud Gruber ihre KosmetikManufaktur, 2002 eröffnete sie mit dem Benediktushof ein konfessionsfreies Zentrum für Meditation und Achtsamkeit. Die gemeinnützige Gertraud und Josef Gruber Stiftung führt dieses Lebenswerk fort und engagiert sich in Kinderund Jugendhilfe, Altenpflege, Hospizarbeit und Tierschutz. So bekommt das Wort Schönheit eine selten gewordene Tiefe. Es meint dann nicht Perfektion, sondern Verantwortung. Nicht nur Glow, sondern Haltung. Gruber selbst verstarb 2022 im Alter von hundert Jahren –ihre Haltung aber liest sich heute aktueller als je zuvor.

„Longevity ist nicht nur Biohacking. Es ist auch die Fähigkeit, gut mit sich umzugehen.“ FEEL GOOD health www.feelgood-health.de

Foto links: © Matthias Erhardt

Das Portfolio reicht heute von revitalisierenden Seren über beruhigende Pflege bis zu antioxidativen Konzepten – Rezepturen, die naturbasierte Inhaltsstoffe mit Forschung verbinden und auf unterschiedliche Hautbedürfnisse antworten. Made in Germany, persönliche Beratung, die Verbindung von Schönheit, Gesundheit und Lebensfreude: Es sind die leisen Versprechen, die zur Marke passen. Die Modernisierung zeigt sich nicht nur in den Tiegeln. Seit Oktober 2025 gibt es eine neue dekorative Linie unter dem Motto „Einfach. Echt. Schön.“ – reduziert, pflegend, auf natürliche Wirkung hin gedacht. Seit Ende 2025 gibt es das erste Gertraud Gruber Spa außerhalb der Tegernsee-Region: mitten in München ist ein urbaner Rückzugsort entstanden, der die traditionsreiche Philosophie der Marke in die Großstadt überträgt. 2026 kam mit der Eröffnung einer modernen Trainingsakademie in Rottach-Egern ein weiterer wichtiger Baustein hinzu – als Ort für Ausbildung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung des ganzheitlichen Gesundheits- und Schönheitskonzepts.


„Streben Sie nach der goldenen Mitte. Das gilt für alle Lebensbereiche. Wer Sport treibt wie ein Wilder, hat vielleicht einen stählernen Körper, aber eben auch ein verbissenes Gesicht. Wer vor lauter Nachdenken völlig vergeistigt ist, vergisst womöglich, mal wieder zum Friseur zu gehen. Und wer nur darüber sinniert, möglichst gesund zu essen, schaut selten wirklich gesund aus.“ GERTRAUD GRUBER

Doppelte Pflanzenpower für vitale Haut Die AUTHENTIQUE-Serie kombiniert AlpenrosenStammzellen mit GojiExosomen. Gemeinsam unterstützen sie Zellschutz, Zellkommunikation und natürliche Regeneration.

Gertraud Gruber kommt in die Stadt Mit dem ersten Münchner Spa hat Gertraud Gruber Ende 2025 einen neuen urbanen Rückzugsort geschaffen. Die Philosophie aus dem Tegernseer Land trifft hier auf modernes Design, professionelle Kosmetik und kleine Auszeiten mitten in der Stadt.

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70 JAHRE

PIONIERARBEIT UND ERFAHRUNG Was als Refugium am Tegernsee begann, ist heute ein gewachsenes Behandlungssystem, eine eigene Produktwelt und ein Institutsnetzwerk – und steht an einem Punkt, an dem Tradition, Wirkstoffkompetenz und moderne Hautgesundheit enger zusammenrücken.

1955 – Der Anfang:

Gründung der ersten Schönheitsfarm Europas in Rottach-Egern am Tegernsee.

70 Jahre – Pionierarbeit:

Ganzheitskosmetik als gelebte Idee, von der Hautbarriere bis zur Achtsamkeit.

30.000 – Anwendungen pro Jahr:

Gelebte Haut- und Behandlungserfahrung in Farm und Instituten als eigener Wirkstoff.

2002 – Benediktushof:

Zentrum für Meditation und Achtsamkeit, Ganzheitlichkeit über die Pflege hinaus.

2025 – Neue Kapitel:

Dekorative Linie „Einfach. Echt. Schön.“ und das erste Gertraud Gruber Spa in München. Gertraud Gruber wusste von Anfang an, worauf es ankommt: Sie arbeitete selbst als Kosmetikerin und sammelte ihre Erfahrung direkt in der Behandlung. Dieses Wissen gab sie über Jahrzehnte an Generationen von Kosmetikerinnen weiter.

2026 – Akademie:

Neue Trainingsakademie in Rottach-Egern, Wissen, das an die nächste Generation weitergeht.

So betrachtet ist Gertraud Gruber keine Marke von gestern, sondern eine, deren Ursprung sich wieder als Vorsprung erweist. Siebzig Jahre Erfahrung treffen auf eine Zeit, in der Schönheit, Dermatologie und Prävention enger zusammenrücken – und in der Pflege wieder als das verstanden wird, was sie immer war: eine tägliche, freundliche Form der Vorsorge. Vielleicht liegt genau darin ihre Zukunft. Nicht in dem Wunsch, jünger zu wirken um jeden Preis, sondern in der leiseren, klügeren Idee, gesünder und lebendiger zu altern. Eine Einladung, Schönheit neu zu denken – als Ausdruck von Ganzheit. 54

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LICHTBLICKE FÜR GRAUE TAGE Wenn die Tage kürzer werden, wächst die Sehnsucht nach Licht, Wärme und neuer Energie. Moderne Lichttechnologien schaffen bewusste Momente der Regeneration und machen Wellbeing gerade in der dunklen Jahreszeit erlebbar. Der Sommer verabschiedet sich, die Tage werden kürzer und plötzlich findet ein großer Teil unseres Lebens wieder drinnen statt. Morgens bleibt es länger dunkel, abends wird es früher Nacht. Was dabei oft fehlt, ist nicht nur die Sonne selbst. Es ist dieses besondere Gefühl von Licht und Wärme auf der Haut, das wir ganz selbstverständlich mit Sommer, Energie und Wohlbefinden verbinden. Die dunkle Jahreszeit kann sich auf Stimmung und Energiegefühl auswirken. Umso wertvoller werden jetzt bewusste Momente der Erholung: Zeit, um abzuschalten, neue Energie zu sammeln und Körper und Geist eine Pause vom Alltag zu gönnen.

ROTLICHT TRIFFT REGENERATION Mit wellsystem RedWave Pure wird Licht zu einem modernen Wellbeing Ritual. Mehr als 4.400 Hochleistungs-LEDs kombinieren rotes Licht mit Nahinfrarotlicht und ermöglichen eine intensive Ganzkörperanwendung. Während rotes Licht für das

menschliche Auge sichtbar ist, liegt Nahinfrarot außerhalb unseres sichtbaren Spektrums. Die Anwendung ist auf Regeneration und körperliches Wohlbefinden ausgerichtet und verbindet moderne Lichttechnologie mit einer bewussten Phase der Erholung. Mit einer empfohlenen Anwendungszeit von 10 bis 20 Minuten lässt sich das Ritual unkompliziert in den Alltag integrieren: Hinlegen, die Augen schließen, zur Ruhe kommen und für einen Moment einfach abschalten. So wird aus Licht ein persönliches Regenerationsritual und aus wenigen Minuten eine wohltuende Auszeit, die sich gerade an kalten und grauen Tagen besonders gut anfühlt.

LICHT UND WÄRME IN DER DUNKLEN JAHRESZEIT Elements by Ergoline erweitert dieses Prinzip um ein ganzheitliches Lichterlebnis, inspiriert vom natürlichen Licht der Sonne. Die innovative LED-Technologie

verbindet UVA und UVB-LEDs mit Beauty und Nature Light und ermöglicht ein individuell wählbares Lichterlebnis.

Verschiedene Intensitätsstufen erlauben es, die Anwendung an persönliche Vorlieben anzupassen - vom sanfteren Lichterlebnis bis zur intensiveren Besonnung. Auch eine UV-freie Anwendung ist möglich. Gerade in der dunklen Jahreszeit kommt UVB-Licht eine besondere Bedeutung zu. Denn UVB-Strahlung ist jener Teil des natürlichen Sonnenlichts, der in der Haut die körpereigene Bildung von Vitamin D anstößt. Wie viel davon unsere Haut erreicht, hängt unter anderem von Jahreszeit und geografischer Lage ab. In unseren Breitengraden ist die für die Vitamin D Bildung verfügbare UVB-Strahlung während der Wintermonate deutlich reduziert. Elements verbindet dieses Lichterlebnis mit hohem Komfort Surround Cooling, eine großzügige Liegefläche, Cinematic Sound und individuell wählbare Einstellungen schaffen einen persönlichen Rückzugsort, in dem Entspannung und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen. Ein Moment um abzuschalten, neue Energie zu sammeln und das Gefühl von Licht und Wärme ganz bewusst zu genießen.

LICHT ALS TEIL MODERNEN WELLBEINGS Rotlicht, Nahinfrarot und ein vom natürlichen Sonnenlicht inspiriertes Lichterlebnis eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten, Licht bewusst in den Alltag zu integrieren. wellsystem und Ergoline verbinden innovative Lichttechnologien mit Regeneration, Entspannung und Wohlbefinden. Dabei geht es nicht darum, den Winterblues einfach wegzuleuchten. Vielmehr geht es darum, dem eigenen Wohlbefinden gerade in der dunkleren Jahreszeit bewusst Raum zu geben. Wärme spüren. Licht erleben. Regenerieren. Und neue Energie für den Alltag sammeln.

MEHR LICHT. MEHR REGENERATION. MEHR WELLBEING. wellsystem & Ergoline. Shaping the future of wellbeing. Für weitere Informationen oder Anfragen den QR-Code scannen.

Fragen oder Wünsche: www.wellsystem.com | info@wellsystem.com www.ergoline.de | info@ergoline.de


LO N G E V I T Y- H OT ELS

HEALTH IS THE NEW LUXURY Wie sich der Anspruch an Hotels gerade neu definiert

Exzellente Luxushotels stehen seit jeher für höchste Qualität, anspruchsvolles Design, makellose Sauberkeit, diskreten sowie aufmerksamen Service und kulinarische Raffinesse. Großzügige Zimmer, feinste Materialien und eine Atmosphäre, die Ruhe und Exklusivität vermittelt, gelten als selbstverständliche Standards.

DOCH DER ANSPRUCH DER REISENDEN VERÄNDERT SICH.

Verdala Wellness Hotel

Ein schönes Hotel allein genügt heute nicht mehr. Luxus wird neu definiert: Gäste erwarten heute Rahmenbedingungen, die Bewegung ermöglichen, echte Regeneration fördern und eine hochwertige, nährstoffreiche Ernährung selbstverständlich integrieren. Ein professionell ausgestattetes Gym, durchdachte Recovery-Möglichkeiten und eine Küche mit Substanz werden zunehmend zum Qualitätsmerkmal - nicht zum Zusatzangebot. Was sich hier vollzieht, ist mehr als ein Trend. Es ist ein Perspektivwechsel. Luxus wird nicht länger ausschließlich über Ästhetik und Service definiert, sondern zunehmend über Funktionalität für das eigene Wohlbefinden. Longevity auf Reisen

Celina Hiller ist Gründerin von The Longevity-Hotels - der ersten Plattform für gesundheitsbewusste Reisende. Sie verbringt jährlich über 100 Nächte in Hotels und kuratiert Häuser, die Design und Service

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mit einem klaren Longevity-Anspruch verbinden. Ihr Hintergrund als Leistungssportlerin prägt ihre Perspektive auf das, was unterwegs wirklich zählt: Bewegung, Regeneration und hochwertige Ernährung.

www.feelgood-health.de


L O N G E V I T Y- H O T E L S Alpenresort Schwarz Gym

Bewegung ist keine LifestyleGeste, sondern eine physiologische Notwendigkeit. Gerade auf Reisen, wenn wir viel sitzen und uns weniger im Alltag bewegen, wird sie zum entscheidenden Stabilitätsfaktor. Seit vielen Jahren reise ich intensiv – beruflich wie privat. Im vergangenen Jahr allein waren es über 100 Nächte in Hotels. Gleichzeitig lebe ich einen konsequenten Longevity-Lifestyle. Intervallfasten, tägliche Bewegung und gezielte Regeneration sind feste Bestandteile meines Alltags - unterstützt durch ein eigenes Home Gym, eine Sauna und eine ausgewogene, hochwertige Küche. Gerade durch diese Kombination aus hoher Reisetätigkeit und klaren Routinen wurde deutlich, wie entscheidend die Infrastruktur eines Hotels ist. Fehlt ein hochwertig ausgestattetes Gym, lässt sich das zwar organisieren - doch es bedeutet zusätzlichen Aufwand: externe Studios recherchieren, Wege einplanen, Zeitfenster verschieben. Gleiches gilt für die Regeneration. Wer regelmäßig sauniert oder gezielt Recovery-Tools nutzt, kann fehlende Angebote unterwegs nur mit erheblichem Zeit-und Organisationsaufwand ausgleichen. Alpenresort Schwarz Kletterwand

Aus dieser Erfahrung heraus entstand The Longevity-Hotels. Unsere Mission ist es, gesundheitsbewussten Reisenden Orientierung zu geben durch eine kuratierte Auswahl designorientierter Häuser, die hohe Standards in Bewegung, Regeneration und Ernährung erfüllen. Jedes Hotel wird sorgfältig geprüft und persönlich getestet, um sicherzustellen, dass es die Routinen eines Longevity-Lifestyles selbstverständlich ermöglicht und aktiv unterstützt. In der Longevity-Debatte werden unterschiedliche Modelle diskutiert - manche sprechen von vier, andere von fünf Säulen. Für das Reisen jedoch sind vor allem drei Faktoren infrastrukturell entscheidend: Bewegung, Regeneration und Ernährung. Emotionale Gesundheit sowie soziale Beziehungen lassen sich bewusst in den eigenen Alltag integrieren - auch unterwegs. Ein fehlendes Gym oder eine unzureichende Recovery-Infrastruktur hingegen ist deutlich schwerer auszugleichen. Genau deshalb stehen diese drei Säulen im Mittelpunkt unseres Auswahlprozesses.

BEWEGUNG: ECHTE TRAININGSBEDINGUNGEN STATT SYMBOLIK Bewegung ist keine Lifestyle-Geste, sondern eine physiologische Notwendigkeit. Gerade auf Reisen, wenn wir viel sitzen und uns weniger im Alltag bewegen, wird sie zum entscheidenden Stabilitätsfaktor. 57


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Ein hochwertiges Hotelgym sollte daher nicht nur ein Laufband bereithalten. Es sollte Kraftund Cardiotraining gleichermaßen adressieren – funktionelles Equipment, ausreichend freie Gewichte, moderne Ausdauergeräte und gute Trainingsbedingungen. Krafttraining ist essenziell für Muskel- und Stoffwechselgesundheit, während Cardiotraining die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit unterstützt. Beide Komponenten sind entscheidend für langfristige Vitalität. Wie konsequent dieses Verständnis umgesetzt werden kann, zeigt etwa das Alpenresort Schwarz. Mit der Eröffnung seines neuen Fitness Towers setzt das Haus neue Maßstäbe: Eine Alpenresort Schwarz Reformer Pilates

Ein longevity-orientiertes Hotel vereint das, was Luxushotels ausmacht und erweitert es um eine neue Dimension: Gesundheit, die sich selbstverständlich in den Aufenthalt einfügt. Infrastruktur, die viele klassische Fitnessstudios übertrifft, ergänzt um eine Kletterwand im Garten sowie Reformer-Pilates-Angebote. Hinzu kommt ein vielfältiges Aktivitäten- und Fitnessanalyseprogramm, das Gästen ermöglicht, nicht nur zu trainieren, sondern ihre Leistungsfähigkeit gezielt zu verstehen und weiterzuentwickeln. Bewegung wird hier nicht als Zusatzleistung gedacht, sondern als Kernbestandteil des Aufenthalts. Solche Konzepte zeigen, wohin sich der Anspruch entwickelt: weg vom symbolischen Fitnessraum, hin zu echter Trainingsqualität und Inspiration.

REGENERATION: WENN ERHOLUNG SUBSTANZ BEKOMMT Neben klassischen Spa-Angeboten halten zunehmend spezialisierte Longevity-Tools Einzug in die Hotellerie: Kältekammern, IHHT (Intervall Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) oder Rotlicht-Therapie ergänzen Sauna- und Ruhekonzepte. Ob man bereits zuhause regelmäßig eine Cryo-Kammer bei –110 Grad nutzt oder diese Form der Kälteexposition erstmals im geschützten Rahmen eines Hotels ausprobieren möchte, sie ist inzwischen ein etabliertes Instrument im Kontext moderner Regeneration. Wie weit dieses Verständnis reichen kann, zeigt die ZEM Wellness Clinic in Altea. Das Haus setzt neue Maßstäbe, indem es medizinische Diagnostik, individuelle Beratung und spezialisierte Anwendungen wie HBOT (Hyperbare Sauerstofftherapie), Cryotherapie oder Brain Gym in ein ganzheitliches Konzept integriert. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Vielzahl von Spa-Anwendungen sowie ärztlich begleiteten Programmen, die individuell auf den Gast abgestimmt werden. Hier verschmelzen Hotellerie, medizinische Expertise und präventive Gesundheitsstrategien auf einem Niveau, das weit über klassische Wellnessangebote hinausgeht. 58

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Hotel MalisGarten, Restaurant

Regeneration wird nicht als flüchtiger Wohlfühlmoment inszeniert, sondern als Fundament für nachhaltige Veränderungen - mit Wirkung weit über den Aufenthalt hinaus. Ziel ist es, Impulse zu setzen, Routinen zu etablieren und dem Körper die bestmöglichen Bedingungen für langfristige Vitalität zu bieten.

ERNÄHRUNG: BEWUSSTE AUSWAHL FÜR EINE NEUE GENUSSKULTUR Auch in der Kulinarik verschiebt sich der Anspruch. Ein opulentes Buffet genügt nicht mehr als Qualitätsbeweis. Reisende achten zunehmend auf Nährstoffdichte, Proteinqualität, Zuckeranteil und Transparenz der Zutaten. Gleichzeitig gewinnt Regionalität an Bedeutung. Produkte aus der unmittelbaren Umgebung, saisonale Menüs und transparente Lieferketten stehen für Frische, Verantwortung und Authentizität. Wie zeitgemäß Genuss heute interpretiert werden kann, zeigt MalisGarten. Das Haus verfolgt ein konsequent durchdachtes Barkonzept mit Fokus auf Low-und No-Alcohol. Geschmacksund Konservierungsstoffe werden vermieden, ebenso Zitrusfrüchte und unnötige Dekoration wie Strohhalme. Das Ergebnis ist eine neue Form

des bewussten Genusses -sozial, hochwertig und zugleich schlaf- sowie regenerationsfreundlich. Ergänzt wird dieses Konzept durch ein Fine-Dining-Restaurant, das Regionalität und Qualität in den Mittelpunkt stellt. Ein kleines, fast symbolisches Detail: Zum Brot werden Microgreens gereicht, die Gäste selbst frisch abschneiden –ein subtiler Hinweis darauf, dass Frische hier nicht inszeniert, sondern gelebt wird. Auch das Verdala Wellness Hotel auf Malta setzt Akzente, indem es Funktionalität und Genuss verbindet. Neben dem klassischen Barista-Kaffee zum Frühstück wird unter anderem Mushroom Coffee angeboten. Auf der Barkarte finden sich Drinks mit Zutaten wie Ashwagandha oder Spirulina. Es geht nicht um Extreme, sondern um Wahlmöglichkeiten, die stabile Energie unterstützen und moderne Ernährungsansprüche selbstverständlich integrieren. Wie konsequent Ernährung schließlich als Teil eines ganzheitlichen Longevity-Konzepts gedacht werden kann, zeigt die ZEM Wellness Clinic in Altea. Hier ist die Kulinarik integraler Bestandteil medizinisch begleiteter Programme. Ein kuratiertes Menü stellt sicher, dass der Körper mit hochwertigen Proteinen, gesunden Fetten, essenziellen Mikronährstoffen und ausreichend Energie versorgt wird, um Regenerationsprozesse optimal zu unterstützen. Obst und Gemüse stammen von der hauseigenen, nur wenige Kilometer entfernten Farm; sämtliche Lebensmittel sind bio-zertifiziert. Ernährung wird hier nicht als isolierter Genussmoment verstanden, sondern als strategischer Baustein eines umfassenden Gesundheitsansatzes - wissenschaftlich fundiert, individuell abgestimmt und langfristig gedacht. Die Ernährung wird damit zu einem strategischen Faktor für die Konzentration, Schlafqualität und langfristige Vitalität und zugleich zu einem Ausdruck moderner Hotelkultur.

Denn moderner Luxus bedeutet heute vor allem eines: Rahmenbedingungen zu wählen, die die eigene Gesundheit selbstverständlich unterstützen. 59


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Die Kunst, länger gut zu leben Es gibt Orte, an denen man ankommt, um abzuschalten. Und es gibt Orte, die den Blick auf das eigene Leben verändern.

„Messen, um zu verstehen – verstehen, um zu handeln.“ – ZEM Wellness Clinic Altea Hoch über dem Mittelmeer, in den Hügeln von Altea an der Costa Blanca, gehört die ZEM Wellness Clinic zur zweiten Kategorie. Hier trifft Fünf-Sterne-Luxus auf medizinische Präzision. Im Mittelpunkt steht Longevity – mit der Frage: Wie können wir länger gesund, energiegeladen und mit Freude leben? Schon die Architektur scheint Teil der Therapie zu sein. Mediterranes Licht, warme Naturtöne und eine reduzierte Formensprache schaffen Ruhe. Die 95 Zimmer und Suiten, vom Deluxe Premium Room bis zur Presidential Altea Suite, sind elegante Rückzugsorte. Private Terrassen mit Blick auf Meer und Natur prägen das Wohngefühl. Luxus flüstert hier, statt laut aufzutreten. 60

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Doch ZEM ist kein klassisches Wellnesshotel. Mehr als 25 medizinische Fachbereiche arbeiten interdisziplinär. Diagnostik bildet die Basis für eine persönliche Health Journey, in der Prävention, Bewegung, Ernährung und Regeneration ineinandergreifen. Programme von Essential bis Prime Longevity werden an Biologie, Ziele und Lebensstil angepasst. Gesundheit wird zum Investment in die eigene Zukunft. Der Intimate Female Boost richtet sich an Frauen in Perimenopause und Menopause und verbindet Diagnostik mit modernen Verfahren für Beckenboden und Geweberegeneration. Nach den medizinischen Terminen wartet der über 4.000

Quadratmeter große Wellnessund Spa-Bereich. Hydrotherapie, Treatments, Fitness und Mindfulness unterstützen Regeneration, Schlaf und Stressreduktion. Dazwischen bleibt Zeit für den Pool und mediterrane Ruhe. Im Salvia Restaurant wird „Food as Medicine“ zu Fine Dining. Chefkoch Javier Díaz komponiert eine leichte, präventiv ausgerichtete Küche, die Genuss nicht mit Verzicht verwechselt. Ein großer Teil von Obst, Gemüse und Kräutern stammt von der eigenen, über 200.000 Quadratmeter großen Finca Althaya. Dinner wird so zum genussvollen Teil der Longevity-Philosophie. Besonders angenehm ist die Verbindung aus medizinischer Kompetenz und luxuriöser Hospitality. Das Team begleitet aufmerksam und persönlich, ohne dass sich der Aufenthalt klinisch anfühlt. Vielleicht ist das die schönste Definition von Longevity: nicht möglichst viele Jahre anzuhäufen, sondern den Jahren mehr Leben zu geben. In Altea trifft diese Idee auf mediterrane Leichtigkeit, Genuss und Wissenschaft. Man reist erholt ab – und mit dem Gefühl, etwas Wertvolles für die eigene Zukunft getan zu haben.

www.zemaltea.com www.feelgood-health.de


LO N G E V I T Y- H OT ELS

Longevity mit Leichtigkeit Auszeit im MY MAYR MED Resort

Es gibt Orte, an denen Gesundheit nicht nach Verzicht klingt, sondern nach einem neuen Luxus: Zeit für sich selbst. Das MY MAYR MED Resort in Bad Birnbach ist genau so ein Rückzugsort und verbindet mit dem Medical Spa Resort moderne Präventions- und LongevityMedizin mit der Philosophie der ­F.-X.-Mayr-Medizin – eine Auszeit, die weit über klassische Wellness hinausgeht. Schon beim Ankommen stellt sich Ruhe ein. Natürliche Materialien, harmonische Farben und ein angenehm reduziertes Ambiente prägen auch die Zimmer und Suiten. Modern und wohltuend unaufgeregt, werden sie zu echten Rückzugsräumen. Hier darf Schlaf wieder echte Regeneration pur sein. Denn Longevity bedeutet im MY MAYR MED nicht einfach, möglichst lange zu leben,

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sondern möglichst lange vital und in Balance zu bleiben. Das Konzept ruht auf fünf Säulen: Ernährung, Bewegung, Regeneration, Prävention und Zelloptimierung. High-End-Diagnostik, individuelle Therapiepläne und ärztliche Begleitung treffen auf moderne F. X. MayrKur, Vitalfasten, Höhentraining

und Mikronährstofftherapien. Stoffwechsel entlasten, mitochondriale Leistungsfähigkeit unterstützen, neue Energie aufbauen –Gesundheit wird hier vorausschauend gedacht.

www.feelgood-health.de


L O N G E V I T Y- H O T E L S

Auch kulinarisch überzeugt das Resort. Die MY MAYR Cuisine setzt auf saisonale und regionale Zutaten, viel Gemüse, Beeren, Hülsenfrüchte, Nüsse und wertvolle Öle. Frühstück und Mittagessen werden individuell abgestimmt, am Abend sorgt eine feine Suppe für wohltuende Leichtigkeit. Dinner wird zum bewussten Ritual: langsamer essen, intensiver schmecken, dem Körper zuhören. Im MY SPA setzt sich die Entschleunigung fort: finnische Sauna, Sanarium, Microsalt-Infrarotkabine, Infrarot-Lounger und Wärmebank mit Kneipp-Fußbädern schaffen Raum zum Loslassen. Wer Energie in Bewegung findet, trainiert im MY GYM oder entdeckt Yoga, Nordic Walking, Atemübungen und Entspannung. Medizinische Vorträge und Kochworkshops runden das Aktivprogramm ab. Besonders ist die Verbindung aus medizinischer Kompetenz und persönlicher Fürsorge. Statt eines starren Programms entsteht ein individueller Rhythmus aus Diagnostik, Therapie, Bewegung, Genuss und Ruhe. Und irgendwann merkt man:

Longevity ist kein abstraktes Versprechen für später. Es beginnt hier und jetzt – mit einem besseren Gefühl für den eigenen Körper und der Erkenntnis, dass gesundes Älterwerden überraschend schön sein kann. „Neue Kraft entsteht dort, wo der Körper professionell unterstützt wird.“ www.mymayr.de

LONGEVITY

STARTS HERE


RU B RI K

Gesund älter werden ist kein Zufall

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Was bedeutet es heute, gesund älter zu werden? Nicht nur länger zu leben, sondern länger leistungsfähig, beweglich, geistig klar und selbstbestimmt zu bleiben. Um genau diese Frage drehte sich die dritte Turn Around Aging Conference, die am 24. April im Münchner Künstlerhaus stattfand – rund 500 Teilnehmende, dreißig Vortragende, fünfundzwanzig Marken aus dem Feld der Prävention und Longevity. Initiiert von Quintus und Angela Dienst, Johannes von Mallinckrodt und Juana Schwan, versteht sich das Format als Plattform für eine Präventionsmedizin, die sich auf Evidenz beruft. Ihr Anspruch ist Orientierung in einem Gebiet, das voller Hoffnungen steckt und zugleich unübersichtlich

Dr. med. Jörg Puchta – Gynäkologe München

Nina Ruge (Moderatorin der Veranstaltung) und Judith Gerlach (Staatsministerin in Bayern für Gesundheit, Pflege und Prävention)

geworden ist. Zwischen Biomarker-Diagnostik, genetischer Vorsorge, Supplements, Schlafmedizin, künstlicher Intelligenz, Training und Stoffwechselgesundheit stellt sich für viele dieselbe Frage: Was ist wirklich relevant –und was nur gut vermarkteter Hype? Genau hier lag die Stärke der Veranstaltung. Sie inszenierte Longevity nicht als Versprechen, sondern als Gestaltungsaufgabe – gesellschaftlich, medizinisch und persönlich. Denn gesunde Lebenszeit entsteht nicht zufällig. Sie entsteht dort, wo Wissen, Diagnostik, Verhalten und Versorgung sinnvoll ineinandergreifen. www.turnaroundaging.com

„Prävention darf nicht auf dem Papier bleiben.“ JUDITH GERLACH

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www.feelgood-health.de


RUBRIK

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Fotos: Brauer / Turn Around Aging

Ein Signal setzte schon die Eröffnung durch Judith Gerlach, Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention. Ihre Anwesenheit war mehr als ein Grußwort. Sie machte deutlich, dass Vorsorge zunehmend als strukturelle Aufgabe verstanden wird – nicht als privates Hobby gesundheitsbewusster Menschen, sondern als notwendiger Baustein eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems. Prävention, so Gerlach, dürfe nicht auf dem Papier bleiben. Sie brauche Orte, Plattformen und Formate, an denen sie sichtbar und verständlich wird. Ihr persönlicher Longevity-Tipp fiel bewusst schlicht aus: guter Schlaf. Ein bemerkenswerter Hinweis, weil er zeigt, dass Vorsorge selten spektakulär ist. Sie beginnt bei den Grundlagen. Inhaltlich ruhte die Konferenz auf vier Säulen – Stoffwechselgesundheit, Herz-Kreislauf-Prävention, Gehirngesundheit sowie Krebs- und genetische Risikoprävention. Es sind jene Felder, die für gesundes Altern besonders entscheidend sind. Chronische Erkrankungen entstehen selten plötzlich: Insulinresistenz, stille Entzündungen, vaskuläre Risiken oder neurodegenerative Prozesse entwickeln sich über Jahre, ehe sie klinisch sichtbar werden. Genau darin liegt die Chance moderner Vorsorge – Risiken früh zu erkennen, einzuordnen und durch Lebensstil und Begleitung gezielt zu beeinflussen. Das Spektrum der Vortragenden war breit: Christian Haass zur Alzheimer-Forschung, Hanna Heikenwälder zu Altern und Krebs, Michael Ristow zu Supplements und personalisierter Medizin, Elke Holinski-Feder zur genetischen Prävention, Henning Wackerhage zu Biomarkern des Alterns und Michael Feld zum Schlaf als Gesundheitsquelle. Auch künstliche Intelligenz wurde verhandelt –nicht als Ersatz für Medizin, sondern als Werkzeug für bessere Risikoeinschätzung und eine neue Form von Health Intelligence.

Judith Gerlach

Dr. Hanna Heikenwälder

DER MASTERPLAN PRÄVENTION (BAYERN): 250 Maßnahmen, zehn Ziele, ein Kulturwandel Hinter Gerlachs Auftritt steht ein konkreter Fahrplan. Der bayerische Masterplan Prävention bündelt mehr als 250 Maßnahmen entlang von zehn strukturellen und zehn gesundheitlichen Zielen – Vorsorge soll früher, breiter und alltagsnäher gefördert werden. Vorgesehen sind ein landesweiter Präventionstag und digitale Plattformen, die bestehende Angebote sichtbarer machen; der Bogen reicht von Gesundheitskompetenz, Bewegung und Ernährung über psychische Gesundheit bis zu Infektionsschutz und klimabedingten Risiken. Die Botschaft: Prävention ist kein Randthema, sondern Infrastruktur. 65


HAU TG ESU N D HEI T

SONNENCREME IN JEDER JAHRESZEIT

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Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Entscheidend sind ein zuverlässiger UVA- und UVBSchutz, die passende Textur und die richtige Menge. Sonnencreme gehört zu den wirksamsten AntiAging-Produkten überhaupt. Sie schützt nicht nur 66

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vor Sonnenbrand, sondern auch vor vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken und langfristigen UV-Schäden. Konsequenter Sonnenschutz kann zudem das Risiko senken, dass sich durch wiederholte UV-Belastung Hautkrebs entwickelt. Die gute Nachricht: Eine wirksame Sonnencreme muss weder aus der Apotheke kommen noch besonders teuer sein. Auch in Drogeriemärkten gibt es sehr gute Produkte. Entscheidend sind nicht Markenname oder luxuriöse Verpackung, sondern ein hoher, ausgewogener Schutz und eine Formulierung, die wir gerne und großzügig verwenden. www.feelgood-health.de

Fotos: © FEEL GOOD health

WORAUF MÜSSEN WIR WIRKLICH ACHTEN?


HAU TGESU NDHEI T

LSF 30 ODER 50?

PIGMENTFLECKEN UND MELASMA

Für den Alltag ist mindestens LSF 30 sinnvoll. Für das Gesicht, bei heller Haut, Pigmentflecken oder längeren Aufenthalten im Freien ist LSF 50 oder 50+ meist die bessere Wahl. Der Lichtschutzfaktor schützt vor allem vor UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und fördern Falten, Pigmentflecken und Zellschäden. Deshalb sollte auf der Verpackung zusätzlich das UVA-Zeichen im Kreis zu sehen sein.

Wer zu Pigmentflecken neigt, sollte besonders auf einen hohen UVA-Schutz achten. Getönte Sonnencremes mit Eisenoxiden können zusätzlich vor sichtbarem Licht schützen, das Pigmentierungen verstärken kann.

WELCHE UV-FILTER SIND EMPFEHLENSWERT? Moderne Sonnencremes kombinieren meist mehrere Filter, um ein breites Schutzspektrum zu erreichen. Häufig verwendete, photostabile Filter sind beispielsweise Uvinul A Plus, Uvinul T 150, Tinosorb S, Tinosorb M sowie Mexoryl SX und XL. Auch mineralische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid können zuverlässig schützen. Sie sind jedoch nicht automatisch besser und können einen weißen Film hinterlassen.

WAS BRAUCHT EMPFINDLICHE HAUT?

Selbst die beste Sonnencreme schützt nur dann zuverlässig, wenn genug davon aufgetragen wird. Für Gesicht und Hals gelten etwa zwei Fingerlängen als praktische Orientierung. Für den gesamten Körper benötigt ein Erwachsener ungefähr 30 Milliliter. Nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen sollte nachgecremt werden. Bei längeren Aufenthalten im Freien ist eine Erneuerung etwa alle zwei Stunden sinnvoll.

REICHT MAKE-UP MIT LSF? In der Regel nicht. Make-up wird meist zu dünn aufgetragen, um den angegebenen Schutz tatsächlich zu erreichen. Besser ist es, zuerst Sonnencreme und anschließend das Make-up aufzutragen.

DIE BESTE SONNENCREME IST DIE, DIE WIR BENUTZEN Guter Sonnenschutz ist keine Frage des Preises. Auch günstige Produkte aus der Drogerie können die Haut sehr zuverlässig schützen. Wichtig sind ein hoher UVA- und UVB-Schutz, ausreichend Produkt und eine konsequente Anwendung. Denn die beste Sonnencreme ist am Ende immer die, die jeden Morgen auf unserer Haut landet.

Foto: KI-generiert

Bei sensibler oder trockener Haut sind parfumfreie, reizarme Produkte oft eine gute Wahl. Pflegende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Panthenol, Ceramide oder Niacinamid können die Hautbarriere unterstützen. Alkohol ist nicht grundsätzlich problematisch, kann auf gereizter oder sehr trockener Haut jedoch brennen. Entscheidend ist, ob sich das Produkt angenehm anfühlt und täglich verwenden lässt.

DIE RICHTIGE MENGE ENTSCHEIDET

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GESPRÄCH

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FRAGEN AN STEPHANIE NEUREUTER Von Beauty zu Wellbeing: „Gesundheit ist die Basis für Lebensqualität“

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Stephanie Neureuter hat sich schon immer für Menschen interessiert. Für das, was sie bewegt und was dazu beiträgt, dass sie sich gut fühlen. Viele Jahre arbeitete die Journalistin für GLAMOUR und VOGUE, vor allem im Bereich Beauty, zuletzt leitete sie die deutsche VOGUE. Heute steht die Gesundheit im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Stephanie Neureuter übernahm das von ihrem Vater aufgebaute Ärztenetzwerk Premium Kliniken & Praxen und entwickelte es zum Premium Medical Circle weiter – einem exklusiven Netzwerk ausgewählter Ärztinnen und Ärzte, das medizinische Expertise auf höchstem Niveau mit anspruchsvollem Gesundheitsjournalismus verbindet. Als Gastgeberin des Podcasts „Feel Good. Live Better“ trifft sie außerdem führende Medizinerinnen, Mediziner und Experten

und spricht mit ihnen über die Fragen, die viele von uns beschäftigen: Wie bleiben wir möglichst lange gesund? Was können wir selbst dafür tun? Und welche neuen Entwicklungen in Medizin und Forschung sind wirklich relevant? Was nach einem großen beruflichen Wechsel klingt, folgt bei genauerem Hinsehen einer erstaunlich konsequenten Linie. Im Interview spricht Stephanie Neureuter darüber, was sie aus ihren Jahren bei GLAMOUR und VOGUE mitgenommen hat, warum Schönheit, Wohlbefinden und Gesundheit für sie schon immer zusammengehörten – und weshalb sie gerade beim großen Longevity-Boom nicht jedem Versprechen glaubt. 1. Stephanie, Sie kommen aus einer Welt, in der sich sehr viel um Schönheit, Mode und Ästhetik gedreht hat. Heute ist Gesundheit Ihr großes berufliches Thema. War das ein Bruch – oder eigentlich eine logische Entwicklung? Für mich hat sich dieser Schritt weniger wie ein Bruch angefühlt, als es vielleicht wirkt. 69


G ES P R ÄC H

„Schönheit ist viel mehr als das, was wir von außen sehen.“

Schon während meiner vielen Jahre im Beauty-Journalismus war für mich immer klar: Schönheit ist viel mehr als das, was wir von außen sehen. Wie wir uns fühlen, wie viel Energie und Lebensfreude wir haben, wie wir mit uns selbst umgehen und wie gesund wir sind – all das gehört für mich genauso dazu. 2. Sie waren viele Jahre bei Condé Nast und zuletzt an der Spitze der deutschen VOGUE. Was haben Sie aus dieser Zeit in Ihre heutige Arbeit mitgenommen? Diese Jahre haben mich natürlich sehr geprägt. Ich habe bei Condé Nast gelernt, wie wichtig Qualität bis ins Detail ist, beim Inhalt genauso wie bei Bildsprache und Gestaltung. Aber auch, neugierig zu bleiben, ein Gespür für neue Themen zu entwickeln und Geschichten so zu erzählen, dass sie Menschen wirklich erreichen. Die Themen heute sind andere, aber mein journalistischer Anspruch ist der gleiche geblieben. Medizin wird oft kompliziert oder sehr nüchtern vermittelt, obwohl sie jeden von uns betrifft. Ich möchte sie so erzählen, dass man Lust bekommt, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen – fundiert, verständlich und auf eine Art, die einen wirklich erreicht. 3. Dann sind Sie in das von Ihrem Vater aufgebaute Ärztenetzwerk eingestiegen. Warum haben Sie 70

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„Wir beschäftigen uns oft erst dann intensiv mit unserer Gesundheit, wenn etwas nicht stimmt.“ sich entschieden, Gesundheit tatsächlich zu Ihrem neuen beruflichen Schwerpunkt zu machen? Ich habe sehr schnell gespürt, was für ein unglaublicher Schatz in diesem Netzwerk steckt: außergewöhnliche Ärztinnen und Ärzte, enormes Wissen und sehr viel Erfahrung. Und gleichzeitig kam bei mir die Frage auf: Wie können wir all dieses Wissen so weitergeben, dass es möglichst viele Menschen erreicht und ihnen wirklich etwas bringt? Das hat mich von Anfang an begeistert. Wir beschäftigen uns oft erst dann intensiv mit unserer Gesundheit, wenn etwas nicht stimmt. Mich interessiert aber mindestens genauso sehr die Zeit davor: Was können wir tun, um gesund zu bleiben und möglichst lange ein gutes Leben zu führen? 4. Was genau ist der Premium Medical Circle heute – und was unterscheidet ihn von einer klassischen Arztsuche? Im Kern ist der Premium Medical Circle ein kuratiertes Netzwerk exzellenter Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Wir wollen diese www.feelgood-health.de


GESPRÄCH

„Premium Medical Circle ist ein kuratiertes Netzwerk exzellenter Ärztinnen und Ärzte.“

besondere medizinische Expertise nicht nur bündeln, sondern auch den Austausch untereinander fördern und das Wissen für Patientinnen und Patienten zugänglich machen – durch fundierten Gesundheitsjournalismus und unsere verschiedenen Formate. Gesundheit lässt sich nicht in einzelne Fachgebiete aufteilen. Herz, Stoffwechsel, Schlaf, Psyche, Bewegung oder Ernährung beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb ist mir auch der interdisziplinäre Gedanke so wichtig: unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Medizin stärker als Ganzes zu betrachten.

„Für mich kann Schönheit auch eine Form von Selbstfürsorge sein, solange sie aus Freude entsteht.“ 5. Kommt aus Ihrer Beauty-Vergangenheit auch Ihre Überzeugung, dass Gesundheit etwas mit Ästhetik und Wohlbefinden zu tun haben darf? Unbedingt. Für mich haben Schönheit, Gesundheit und Wohlbefinden schon immer zusammengehört. Unser Äußeres ist nicht losgelöst davon, wie es uns geht. Schlaf, Stress, Hormone oder Ernährung können sich zum Beispiel an unserer

Haut zeigen. Und umgekehrt macht es natürlich etwas mit uns, ob wir uns in unserem Körper und mit unserem Aussehen wohlfühlen. Deshalb finde ich den Wunsch nach Schönheit oder Ästhetik auch überhaupt nicht oberflächlich. Aber mit der Zeit verändert sich vielleicht der Blick darauf. Für mich kann Schönheit auch eine Form von Selbstfürsorge sein, solange sie aus Freude entsteht und nicht aus dem Gefühl, sich ständig optimieren zu müssen. 6. Sie haben mittlerweile sehr viele Gespräche für „Feel Good. Live Better“ geführt. Hat der Podcast auch Ihr eigenes Gesundheitsverhalten verändert? Auf jeden Fall. Ich nehme aus fast jedem Gespräch etwas für mich mit. Je mehr ich mich mit Gesundheit beschäftige, desto mehr merke ich, dass es oft gar nicht die spektakulären Dinge sind, die den größten Unterschied machen. Bewegung ist für mich zum Beispiel noch wichtiger geworden. Ich versuche, sie ganz selbstverständlich in meinen Alltag einzubauen, mit Pilates, Reiten oder Spaziergängen. Gleichzeitig achte ich heute bewusster auf Schlaf und Regeneration und darauf, nicht immer nur im Funktionieren zu sein. Leider merke ich bei mir selbst immer wieder: Wissen ist das eine, es wirklich zu leben, noch einmal etwas ganz anderes. 71


G ES P R ÄC H

7. Gerade Menschen, die sich intensiv mit Gesundheit beschäftigen, können schnell das Gefühl bekommen, noch mehr optimieren zu müssen. Wo ziehen Sie persönlich die Grenze? Ich halte wenig davon, Gesundheit zu einem Vollzeitjob zu machen. Natürlich finde ich neue Erkenntnisse, Prävention und moderne Diagnostik spannend. Aber wir dürfen dabei die Lebensfreude nicht verlieren. Gesundheit sollte unser Leben ermöglichen und nicht beherrschen. Wenn jedes Essen, jede Nacht und jeder Gesundheitswert bewertet wird, kann daraus schnell neuer Stress entstehen. Für mich geht es um eine gute Balance: informiert sein, Verantwortung übernehmen und trotzdem das Leben genießen. 8. Trotzdem erleben wir gerade einen enormen Longevity-Boom. Was begeistert Sie daran – und wo sind Sie skeptisch? Mich begeistert, wie viel wir gerade über das Altern neu lernen. Wir verstehen immer besser, welche Prozesse dabei eine Rolle spielen und welche Faktoren wir tatsächlich beeinflussen können. Ich finde es unglaublich spannend, neue Forschung zu verfolgen und zu sehen, wie schnell unser Wissen darüber wächst. 72

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Gleichzeitig macht mich genau dieser Boom auch skeptisch. Wo das Interesse groß ist, entwickelt sich schnell auch ein großer Markt, mit Supplements, Biohacks und Therapien, die oft mehr versprechen, als sie halten können. Deshalb finde ich die Frage besonders wichtig: Was ist wirklich wissenschaftlich belegt, was ist vielversprechend, aber noch nicht ausreichend erforscht und was ist am Ende vor allem gutes Marketing? Genau hinzuschauen und einzuordnen, ist deshalb auch ein wichtiger Teil unserer Arbeit beim PMC. 9. Wenn Sie heute auf das Thema Schönheit zurückblicken: Hat sich Ihr persönliches Schönheitsideal verändert? Ich glaube, mein grundsätzliches Verständnis von Schönheit hat sich gar nicht so sehr verändert. Natürlich liebe ich schöne Dinge. Mode, Design, Kosmetik und Ästhetik gehören nach wie vor zu meinem Leben. Aber Schönheit war für mich eigentlich nie gleichbedeutend mit Perfektion. Mich haben immer Menschen fasziniert, die etwas Eigenes haben – Persönlichkeit, Ausstrahlung, Ecken und Kanten. Das empfinde ich heute genauso. Was sich mit dem Älterwerden vielleicht www.feelgood-health.de


GESPRÄCH

„Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie viel wir selbst für unsere Gesundheit tun können.“

verändert, ist der Blick auf sich selbst. Man wird gelassener und muss nicht mehr jeder Vorstellung davon entsprechen, wie man aussehen sollte. Und diese Gelassenheit hat für mich wiederum sehr viel mit Schönheit zu tun. 10. Wenn Sie unseren Leserinnen und Lesern etwas aus all den Gesprächen mit Ärzten und Experten mitgeben könnten: Was sollten wir für unsere Gesundheit im Alltag wirklich tun? Ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie viel wir selbst für unsere Gesundheit tun können. Dabei sind es oft die einfachen Dinge: sich regelmäßig bewegen, gut schlafen, vernünftig essen, Vorsorge ernst nehmen, Beziehungen pflegen und sich Zeit für das nehmen, was einem Freude macht. Was ich aus den vielen Gesprächen vor allem mitgenommen habe: Wir müssen nicht jedem neuen Trend folgen und auch nicht alles perfekt machen. Viel wichtiger ist, herauszufinden, was einem selbst guttut und was man langfristig beibehalten kann. Gesundheit ist kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist. Sie begleitet uns ein Leben lang und wir können jeden Tag etwas für sie tun.

INFO Premium Medical Circle vereint führende Spezialistinnen und Spezialisten aus dem deutschsprachigen Raum in einem exklusiven Netzwerk für Spitzenmedizin. Mit hochwertigem Gesundheitscontent, digitaler Sichtbarkeit und ausgewählten Formaten schafft Premium Medical Circle Vertrauen und Orientierung für Menschen, die bewusst in ihre Gesundheit investieren möchten. www.premiummedicalcircle.com/de 73


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