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Zentralbahn 2/2018

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Das Magazin der Zentralbahn. Winter 2018 / 2019, Ausgabe Nr. 24


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Heraus­forderungen und Chancen Liebe Leserin, lieber Leser Schon wieder neigt sich ein sehr erfolgreiches Jahr dem Ende zu. Wir konnten noch mehr Fahrgäste als 2017 befördern und stossen damit an die Kapazitätsgrenzen unserer Züge. Eine von vielen Herausforderungen für die Zukunft! Im letzten Oktober feierte der erste «ADLER» bereits eine Million gefahrene Kilometer – und das nach nicht mal sechs Betriebsjahren, ein absoluter Spitzenwert. Durch den deutlichen Anstieg der Nachfrage besteht Bedarf an zusätzlichen Fahrzeugen. Zurzeit finden zusammen mit den Bestellern Gespräche über eine mögliche Beschaffung weiterer Züge statt. So könnten die Fahrzeuge im Luzern–Engelberg Express (LEX) ersetzt und dem Standard des Luzern–Interlaken Express (LIX) angeglichen werden. Im Weiteren sollen vermehrt Entlastungszüge am Brünig verkehren.

Neben der «Hardware» beschäftigt auch die Digitalisierung die Zentralbahn. Sie bietet eine Unmenge von Möglichkeiten; unter anderen grosse Chancen für eine Verbesserung von Kundenprodukten sowie für eine Steigerung von Zuverlässigkeit und Qualität. Zur Steuerung und Priorisierung der Projekte hat die Zentralbahn eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet; mit ihr können unsere Kräfte auf einzelne Projekte konzentriert werden. Die Digitalisierung ist auch eine Herausforderung für die Zentralbahn als Arbeitgeberin: Die Anforderungen an die Mitarbeiterkompetenzen verändern sich. Durch gezielte Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und deren Einbezug bei der Entwicklung von neuen Arbeitsmitteln kann die Zentralbahn aber sicherstellen, dass sie für die Zukunft bestens gerüstet ist. Ein weiteres wichtiges und gut sichtbares Projekt ist der Ausbau unserer Werkstätte in Stansstad. Sie bietet uns die Möglichkeit, ab 2020 modulare Revisionen der Fahrzeuge in Stansstad durchzuführen, was zu kürzeren Standzeiten führt. Für 2019 stehen also viele spannende Herausforderungen vor der Tür. Ich freue mich, diese zusammen mit unseren Mitarbeitenden anzugehen mit dem Ziel, unsere Kundinnen und Kunden positiv überraschen zu können. Gerhard Züger Leiter Produktion und Rollmaterial Mitglied der Geschäftsleitung

INHALT INSTANDHALTUNG STANSSTAD: Modulare Revisionen verlangen nach neuer Halle Seite 4

HISTORISCHES ROLLMATERIAL: Faszination Dampfbahn Seite 20

MATTHIAS GLARNER: Der «Zentralbahn Schwingerkönig» Seite 8

KURZ UND BÜNDIG: Die Zentralbahn empfiehlt Seite 21

LOKFÜHRER IN ZEHN MONATEN: Faszination, Freude und Verantwortung Seite 14

BETRIEBE ENTLANG DER ZENTRALBAHN: Suppen aus Sarnen Seite 25

REISEZENTRUM STANS: Bahnhof in Frauenhand Seite 18

RÄTSEL: Gewinnen Sie mit der Zentralbahn Seite 26

Impressum Herausgeber: MetroComm AG, CH-9001 St. Gallen, Tel. +41 (0)71 272 80 50, info@metrocomm.ch, www.metrocomm.ch Gesamtleitung: Natal Schnetzer Produktion und Inseratemarketing: MetroComm AG Chefredaktor: Dr. Stephan Ziegler Konzept und Texte: Josef Roos, Thomas Keiser, Stephan Ziegler, Peter Steiner Korrektorat: Julia Schwegler-Wieland, korrigiert.ch Fotos: Zentralbahn, Ballenberg Dampfbahn, Robertus Laan, Fotosolar Anzeigenleitung: Ernst Niederer Gestaltung: Béatrice Lang Projekt­leitung zb Zentralbahn AG: Thomas Keiser Auflage: 34 000 Exemplare Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der MetroComm AG. Gedruckt in der Schweiz. zb Zentralbahn AG, Bahnhofstrasse 23, Postfach 457, CH-6362 Stansstad, Rail Service: 0848 44 66 88 (Lokaltarif), Telefon (Zentrale): +41 (0)58 668 80 00, Fax (Zentrale): +41 (0)58 668 80 01

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Instandhaltung Stansstad

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Modulare Revisionen verlangen nach neuer Halle Damit die Zentralbahn auch in Zukunft die Zufriedenheit der Reisenden auf einem hohen Niveau halten kann, investiert sie in die Erweiterung der Werkstatt in Stansstad. Zugleich wird deren Vorfeld komplett erneuert. Damit erreicht sie eine höhere Flottenverfügbarkeit und eine effizientere Instandhaltung der Züge.

In den letzten Jahren stieg die Anzahl Passagiere bei der Zentralbahn frappant. Und ein Ende ist nicht absehbar. Die Züge werden intensiv eingesetzt und müssen dafür eine hohe Verfügbarkeit haben. «Dies hat zur Folge, dass die Fahrzeuge künftig in kürzerer Zeit instand gehalten werden müssen», erklärt Stephan von Moos, Leiter Instandhaltung der Zentralbahn. «Die sogenannte modulare Revision der Fahrzeuge ermöglicht, schadhafte Komponenten auszutauschen. So wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge schnell wieder einsatzbereit sind und die Zentralbahn den Reisenden einen hohen Transportkomfort bieten kann. Dafür brauchen wir die neue Anlage.» Als Leiter Instandhaltung ist der 32-Jährige nicht bloss verantwortlich für die Werkstätten in Meiringen und Stansstad und somit Chef über 60 Mitarbeitende: Dem Vater von zwei Kindern ist auch das Teilprojekt «Neue Werkstatthalle» übertragen worden, das bereits von seinem Vorgänger geplant wurde. «Es ist faszinierend und spannend zugleich,

mit Architekten, Unternehmern, Mitarbeitern und weiter Involvierten an diesem zukunftsgerichteten Gebäude zu arbeiten», sagt von Moos. «Ich durfte den ganzen Submissionsprozess begleiten, verhandeln und Verträge abschliessen.» Mit dem Spatenstich vom 24. August 2018 und den Tiefbauarbeiten beginne jetzt alles zu leben. Im Januar 2020 will man fertig sein. Gesamtkosten von 22,3 Mio. Franken Die neue Betriebsinstandhaltungshalle, die an die alte Halle angebaut wird, erhält zwei Grubengleise mit einer Länge von 80 Metern und kostet 9,8 Mio. Franken. Das neue Gebäude wird gegen 80 Meter lang und 20 Meter breit. Projektleiter Stephan von Moos: «Ein wichtiges Merkmal ist, dass von Gleis zu Gleis eine grössere Distanz besteht, wodurch ein einfacheres Arbeiten der modularen Revisionen ermöglicht und eine generell bessere Fahrzeug Zugänglichkeit ergibt.» Zusätzlich ist vorgesehen, eine Drehgestellabsenkanlage einzubauen, damit in Zukunft die Drehgestelle nicht nur in Meiringen, sondern neu auch in Stansstad gewechselt werden können. In der neuen Halle entstehen zudem Büroräume für die Fahrzeugtechnik, Garderoben und ein Verpflegungsraum.

Beim Umbau des Depotvorfelds ist die Sanierung von Untergrund und Fundament eine Notwendigkeit. Die Schaltungen der gesamten Gleisanlage werden dabei erneuert und automatisiert. Alleine dieser Projektbereich kostet 12,5 Mio. Franken. «Gegenüber früher arbeiten wir heute völlig anders», weiss Stephan von Moos. «Früher reizte man ein Fahrzeug aus und arbeitete dann zwei Wochen am Stück, bis es dem Betrieb wieder übergeben werden konnte.» Damals setzte man Lokomotiven und Einzelwagen ein. Heute sind es Triebzüge, die permanent im Einsatz stehen müssen. «Deshalb sehen wir diese nur alle 30 Tage in der Werkstatt, reparieren und halten in etwa neun Stunden alles instand, was anfällt», so der Chef Instandhaltung.


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Stephan von Moos (links) und Peter Aregger (rechts) auf der Baustelle Stansstad.


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Modulare Revisionen brauchen andere Architektur Der Hauptgrund, weshalb die neue Halle benötigt wird, ist die modulare Revision. Grosskomponenten werden direkt um- oder ausgebaut. Die neue Komponente wird sofort eingebaut. Stephan von Moos: «Die Konsequenz daraus: Die Standzeit der Fahrzeuge wird wesentlich verkürzt und ermöglicht eine massiv grössere Frequenz von instand zu haltenden Triebzügen.» Damit diese Komponenten überhaupt Platz haben, Stapler durchfahren und wenden können sowie die Fahrleitung schwenkbar ist, hat’s in der neuen Halle genügend Platz neben den Gleisen. «Auch werden mehr Mitarbeiter am selben Wagen gleichzeitig arbeiten können», erklärt Stephan von Moos.

Da in der alten Halle nur ein Grubengleis vorhanden ist, waren viele Rangierbewegungen notwendig. Solche fallen in der neuen Halle weg und sorgen für eine bedeutende Zeitersparnis. Zusätzliche Mitarbeiter sind nicht nötig, da die bestehenden effizienter arbeiten können. Von Moos: «Erst 2021 wird voraussichtlich mehr Personal angestellt, weil dann die Komponenten von mehreren Triebzügen ausgetauscht werden müssen.» Reparatur von immer mehr Triebzügen Da sich die heutigen Triebfahrzeuge grundlegend von den alten Kompositionen unterscheiden, muss sich die neue Halle diesen Gegebenheiten anpassen. Früher befand sich die Technik meist unter dem Fahrzeug – heute auf dem Dach. «Somit ist dessen Zugänglichkeit entscheidend», betont der Projektleiter. «Es wird deshalb eine wegschwenkbare Fahrleitung eingebaut.»

Die Zentralbahn erfreut sich grosser Beliebtheit. «Gerade wegen dieses immer intensiveren Fahrgastaufkommens muss unsere Flotte zudem erweitert werden», ist Stephan von Moos überzeugt. «So werden zwei ADLER-Kompositionen und mehrere FINKen als Ersatz für alte Loks und

Wagen sowie den Ausbau der Flotte beschafft.» Wie viele es insgesamt werden, wird zurzeit evaluiert. Instandhaltungsstandort Stansstad garantiert Die neue Halle bietet der Zentralbahn die Gewähr, dass für die kommenden 50 bis 75 Jahre die Instandhaltung in Stansstad durchgeführt werden kann und somit Arbeitsplätze gesichert werden. Strategisch sei es ein idealer Zeitpunkt, diese Halle jetzt zu erstellen, meint Stephan von Moos. «Erst mit ihr ist man gewappnet für die Zukunft. Denn wenn immer mehr Menschen transportiert werden sollen, darf auch die Zentralbahn wachsen.»

Stephan von Moos freut sich sehr, einen Teil zur Umsetzung der neuen Halle beigetragen zu haben. «Es wird ein emotionaler Moment sein, wenn der erste Zug in die Halle fährt und wir unsere neuen Büros beziehen. Nur dank eines Superteams in der Planung und talentierten Mitarbeitenden an der Front können wir termintreu in der geforderten Qualität produzieren.»

Fahrplan des Baus 2014: Beginn der Planung 2015: Plangenehmigungsverfahren 2016: Ausschreibung der Planer 2018: Submissionsausschreibung 2018, 24. Aug.: Spatenstich 2018, ab Aug.: Spezialtiefbau: Aushub Pfählung, Fundamentation der Halle mit Bodenplatte 2019, ab Jan.: Beginn Stahlbau 2019, März: Stahlbau mit Dach wird fertig sein. Danach Innenausbau und Büroräumlichkeiten und Einbau Fahrleitungen 2019, Sept.: Testphase 2019, Dez.: Eröffnung mit Tag der offenen Tür

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Matthias Glarner (links) an seinem ehemaligen Wirkungsort.

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Matthias Glarner

Der «Zentralbahn Schwingerkönig» Matthias Glarner erkämpfte sich am Eidgenössischen Schwingfest 2016 in Estavayer-le-Lac den Schwinger­­­könig­titel. Als ehemaliger Polymechanikerlehrling in der Werkstätte Meiringen hat ihn die Zentralbahn an seinen ehemaligen Arbeitsort eingeladen. Der 33-jährige Heimberger gibt einen Einblick in sein Leben.

Matthias Glarner, es ist acht Uhr morgens. Du hast das Morgenessen sicherlich schon genossen. Achtest du speziell auf die Ernährung? Ich schaue schon, aber ich wäge nicht auf das Gramm ab. Der einfache Grundsatz lautet ein halber Teller Kohlenhydrate, ein Viertel Fleisch und ein Viertel Gemüse. Dann stimmt das ganz gut mit der Ernährungspyramide. Stehen Schwingfeste an, achte ich während der Woche davor, dass die Kohlenhydratspeicher gut gefüllt sind. Wie bist du zum Schwingsport gekommen? Mein Grossvater hatte bereits geschwungen, Onkel und Cousin machten es ihm gleich. Als ich acht war, nahm mich mein Cousin mit in den Schwingkeller. Er war der Meinung, das sei doch etwas für mich. So habe ich die Tradition weitergeführt. Das Motto deines Vaters war: «Ihr müsst nicht, ihr dürft – aber wenn, dann macht ihr es richtig!» Inwieweit hat dich das geprägt? Ich stamme aus einer Fussballerfamilie: Mein Vater «tschuttete» und meine Mutter spielte gar in der Nationalliga A. Sie waren beide Juniorentrainer in Meiringen und nahmen meine Geschwister und mich jeweils in die Trainings mit. Also habe ich mit Fussball angefangen. Dann aber, zur Lehre, hat es sich von selbst ergeben, dass ich mich aufs Schwingen konzentrierte. Auch weil mein Vater immer gesagt hat, man soll etwas richtig machen. Hattest du Vorbilder für den Schwingsport? Meinen Grossvater, meinen Onkel und meinen Cousin. Und damals schaute ich hoch zu Christian von Weissenfluh. Er war nie König, aber der Beste aus dem Tal und für mich immer ein Vorbild. Du hast dich für eine Lehre als Polymechaniker bei der Zentralbahn entschieden. Was führte dich dazu? Zuerst wollte ich Kampfjetpilot werden. Das musste ich aufgrund der Voraussetzungen aber verwerfen; es wäre mit dem Schwingsport nicht vereinbar gewesen. Flugzeugoder Polymechaniker boten sich als Alternative an. Da mein Vater über 30 Jahre bei der Brünig- und der Zentralbahn

arbeitete, nahm er mich ab und zu in die Werkstatt mit. So hatte ich bereits einen Bezug zur Bahn. Ich wollte nicht ans Gymnasium, sondern etwas Handwerkliches machen. Also ging ich schnuppern. Die Bahn hat mich vollkommen überzeugt. Und welche Erinnerungen hast du an die Zentralbahn? Von der Lehrzeit ist mir sehr viel geblieben. Ich hatte einen sehr strengen, aber sehr guten Lehrmeister. Von ihm lernte ich sehr viel. Und natürlich die Unter- und Oberstifte, die teilweise noch heute bei der Zentralbahn arbeiten: Mit ihnen hatte ich immer viel Spass. Ich absolvierte zeitgleich die Berufsmatura – es waren vier sehr intensive und gute Jahre. Ich würde mich auch aus heutiger Sicht wieder dafür entscheiden. Du hast in dieser Zeit bereits intensiv geschwungen. Wie konntest du Lehre und Sport unter einen Hut bringen? Von zu Hause aus hatte die Lehre absolute Priorität. Die Freizeit investierte ich allerdings in den Sport. Viel Zeit für Ausgang und Erholung blieb da nicht mehr. Während meiner Lehrzeit von 2001 bis 2005 kannte man die Verbindung von Spitzensport und Schule oder Studium noch nicht wie heute. In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Jetzt können Schwinger gut eine Ausbildung in Kombination mit dem Sport absolvieren. Aber es war auch gut, wie es zu meiner Zeit war – man kannte ja nichts anderes. Während der Lehre hattest du Sportunterricht bei Konditionstrainer Roland Fuchs. Es kam zur Zusammenarbeit. Diese hat dich wahrscheinlich nicht nur sportlich, sondern auch als «Ganzes» geprägt. Inwiefern hat sich so das Training verändert? Bis zum Beginn meiner Lehre habe ich zweimal in der Woche Fussball gespielt, war in der Jugendorganisation (JO/ Skiclub) und trainierte im Schwingkeller. Tschutten und JO fielen dann weg, und so blieb mehr Zeit für den Schwing­ sport. Als es darum ging, Kraftraum ja oder nein, übernahm Roland Fuchs für mich die Entscheidung. Vorher traf man

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Thomas Keiser (links) im Gespräch mit Matthias Glarner (rechts).

mich nie in einem Kraftraum. Das habe ich dann mit 16, 17 Jahren angefangen – und es hat sich ausbezahlt. Es war ein Glücksfall, dass ich ihn getroffen habe und nun seit 18 Jahren mit ihm zusammenarbeiten kann. Im Juni 2017 bist du während der Arbeit von einer Gondelkabine gestürzt. Deine mentale Stärke hat dich bei der Genesung unterstützt. Hast du diese durch den Schwingsport erreicht? Vieles nimmt man über den ganzen Weg mit. Man lernt von Sonntag zu Sonntag (damit sind die Schwingfeste gemeint), auch in mentaler Hinsicht. Als es nicht mehr weiterging vor dem Eidgenössischen in Frauenfeld, habe ich die Zusammenarbeit mit einem Sportpsychologen aufgenommen. Mit ihm arbeite ich im mentalen Bereich. Im Sport

ist der Kopf matchentscheidend. Meine Voraussetzungen waren und sind gut, aber es ist ein zusätzlicher positiver Impuls von aussen. Kannst du vom mentalen Training auch privat profitieren? Ja klar. Der Sportpsychologe steht nicht nur für Leistung, es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der im Vordergrund steht. Wir thematisieren auch das Private wie Familie, Freunde, Freundin, Arbeit und Erholung. Das sind übergreifende Themen. Es hilft einem überall. Auch bei der Verarbeitung des Unfalls war dieser Ansatz hilfreich. Wenn man so ein Ereignis «ummünzen» kann bzw. die Mittel dazu kennt, hilft das extrem.

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Matthias Glarner erinnert sich gerne an seine Zeit bei der Zentralbahn.

Du hast dich aufgrund von Problemen im linken Fuss Ende August nochmals einer Operation unterzogen. Ist jetzt alles wieder gut? Ich war zwei Wochen für die medizinische Rehabilitation in Magglingen. Angesagt waren viel Reha und intensive Fusspflege, aber auch schon wieder Rumpf-, Bein- sowie Oberkörpertraining. Es ist ein fliessender Übergang von der Reha zum ursprünglichen Training. Und so hoffe ich, dass ich gesund in die Vorbereitungen für das Eidg. Schwingfest 2019 in Zug gehen kann. Gibt es für dich ein Lieblingsschwingfest? Ja, eindeutig der Brünig-Schwinget. Der Ort strahlt etwas Spezielles aus und ist geschichtsträchtig. Als Meiringer hat dieser Platz eine besondere Bedeutung. Und natürlich ist die gegenseitige «Affiche» Innerschweiz/Berner Oberland seit eh und je ein Thema. Man schaut, auf welcher Talseite die Stärkeren sind; dies immer in einer friedlichen Stimmung. In dieser Arena hatte ich immer schöne Erlebnisse. Und die Energie ist gut spürbar. Wie ist denn dieses Verhältnis unter Konkurrenten? Sehr gut und familiär, die «Schwingerfamilie» wird gelebt. Es ist nicht so, dass man mit jedem eine Woche in die Ferien fahren würde. Aber es ist sehr viel Respekt untereinander spürbar. Wenn sich Schwinger treffen, ist es immer sehr entspannt. Das schätze ich sehr.

Und wie siehst du die Entwicklung des Schwing­ sports in Bezug auf die Kommerzialisierung? Es ist ein gutes Gemisch, so wie es jetzt ist. Einerseits gibt es Schwingfeste, die bereits mehr Event als Schwingfest sind, auf der anderen Seite gibt’s Feste, die sehr traditionell geblieben sind – wie beispielsweise das Bergfest auf dem Stoos. Aus meiner Sicht haben beide «Arten» Platz nebeneinander. Und der Boom ist für die Jungschwinger und den Nachwuchs wichtig: Heute gibt es beispielsweise 50 bis 60 Jungschwinger im Haslital, die keinen Bezug zum Schwingsport aus dem Eltern- oder Verwandtenkreis haben.

Der oder das Schwinget? Eindeutig «der Schwinget». Sogar in den Duden fand das Wort als Helvetismus (schweizerische Sprach­ eigentümlichkeit) Eingang: «Substantiv, maskulin. Sportliche Veranstaltung in festlichem Rahmen mit Wettkämpfen im Schwingen.»


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Alain Frutiger fährt nun sechs Tage Schicht und hat dann drei Tage frei.


Lokführer in zehn Monaten

Faszination, Freude und Verantwortung Alain Frutiger machte seinen Traum wahr: Der ausgebildete Zimmermann und Swisscoy-Soldat wagte sich an die Lokführerausbildung und erreichte sein Ziel im Juli 2017. Der Haslitaler fährt nun als Lokführer auf dem Streckennetz der Zentralbahn und ist überglücklich.

Wer eine Lokführerausbildung machen will, muss eine abgeschlossene Lehre oder gleichwertige Ausbildung vorweisen, belastbar und verantwortungsbewusst sein, technisches Flair besitzen, einen guten Umgang mit Menschen pflegen, gut sehen und hören können sowie psychisch stabil sein. Auch die Zentralbahn braucht in unregelmässigen Abständen neue Lokführer, die sie selbst ausbildet. Alain Frutiger gehörte zu jenen, die es geschafft haben, diese Ausbildung in Angriff zu nehmen. Dachdecker, Zimmermann und Soldat Alain Frutiger absolvierte eine dreijährige Dachdeckerlehre und schloss danach die Zweitlehre als Zimmermann erfolgreich ab. Da er in Krisenstaaten etwas bewirken wollte, entschloss er sich 2007, als Swisscoy-Soldat für ein Jahr in den Kosovo zu gehen. «Das war eine schöne Zeit mit guten Leuten», erinnert er sich. «Ich möchte diese Lebenserfahrung nicht missen.»

2014 – er war 28 Jahre alt – ging Frutiger in Meiringen beim Chef Lokpersonal vorbei, fragte ihn, wie alles funktioniere, denn er interessiere sich für eine Ausbildung. Der Leiter Lokpersonal meinte, im Moment bestehe kein Bedarf. Es komme aber die Zeit, in der einige Lokführer in Meiringen pensioniert würden. Er solle deshalb die Zentralbahn nicht aus den Augen verlieren. Ausbildung von zehn Monaten Zwei Jahre später konnte man sich wieder für einen Ausbildungsplatz bewerben. «Ich machte das sofort, musste dann in Bern einen psychologischen Eignungstest absolvieren und meine Gesundheit überprüfen lassen», erinnert sich der Vater von zwei Buben im Alter von fünf und zwei Jahren. «Ich bekam das Engagement und begann mit der Ausbildung.»

Die Ausbildung dauerte rund zehn Monate. «Ich war einer von drei Lernenden bei der Zentralbahn und kam am Anfang mit Auszubildenden von verschiedenen Meterspur-

bahnen zusammen.» In Stansstad und Meiringen wurden alle Teilnehmer während vier Wochen von einem Ausbildungslokführer der Zentralbahn unterrichtet. Alain Frutiger: «Der Vorteil war, dass eine grössere Klasse entstand und wir mehr Fragen diskutierten.» Schliesslich wurden alle auch während vier Wochen in Brig von einem Ausbildner der Matterhorn-Gotthard-Bahn geschult. «In dieser Zeit lernten wir alles, was den Fahrdienst betrifft – vom Signal über die Elektrik bis zur Mechanik. Diese Ausbildung war toll.» Nach diesen Blöcken in Stansstad und Brig wurden die drei Zentralbahn Lokführeraspiranten nur in Stansstad und Meiringen von der Zentralbahn betriebsspezifisch unterrichtet. Frutiger: «Hier lernten wir die internen Weisungen, die Bahnhöfe und die diversen Gleise kennen und begannen, erfahrene Lokführer zu begleiten. So lernten wir auch die Eigenarten der Strecken kennen: Wir mussten permanent dem Lokführer die Signale, die Geschwindigkeiten sowie die speziellen Gegebenheiten melden.»

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gebildeter Lokführer.» Gleich nach der Prüfung wurde er Reservelokführer und übernahm jene Touren von Kollegen, die frei hatten, krank oder in den Ferien waren. Das ist am Anfang üblich. Zu Beginn war Frutiger in Luzern eingeteilt. Zuerst musste er mit dem Auto von Meiringen nach Luzern fahren und den Dienst starten. Nach Dienstschluss gab er seinen Zug in Luzern ab und fuhr wieder nach Hause. «Das war nicht optimal», sagt der Haslitaler. «Ich wusste aber, dass das nur auf Zeit so ist.» In der Tat dauerte es nur ein halbes Jahr, bis in Meiringen ein Lokführer pensioniert wurde und Alain Frutiger diese Stelle bekam. «Seit Januar 2018 starte ich nun mit dem Zug in Meiringen und gebe ihn dort auch wieder ab. Ich bin auch nicht mehr Reservelokführer, sondern fest in der Jahreseinteilung vorgesehen.»

Mit der Ausbildung zum Lokführer hat Alain Frutiger seinen Bubentraum wahr gemacht.

Trainingsfahrten im Linienbetrieb Danach kam die Fahrzeugkenntnis an die Reihe. «Trocken» bedienten die Aspiranten unzählige Male die Fahrzeuge. Wo sind die Bremsen, welche Funktion hat welcher Knopf, was zeigt jenes Display? «Die Kenntnisse wurden dadurch gefestigt», so der junge Lokführer. «Im Bahnhof Luzern und in Stansstad durften wir zum ersten Mal auf gesicherten Gleisen ein Triebfahrzeug fahren.» Es folgte nach insgesamt drei Monaten die Rangierprüfung. Alain Frutiger: «Sie befähigte uns, fortan selbstständig Rangiermanöver in den Bahnhöfen zu machen.»

Schliesslich kam die Ausbildung im Linienbetrieb. Anfänglich waren die Aspiranten mit den Ausbildnern unterwegs. Frutiger erinnert sich an seine allererste Fahrt, die es in sich hatte: «Ich sah an einem Bahnübergang eine winkende Frau, woraufhin ich das Tempo reduzierte. Und prompt stand im nächsten Übergang ein Lastwagen, der im Schnee auf den Gleisen stecken geblieben war. Glücklicherweise passierte nichts.» Das habe ihm gezeigt, welch enorme Verantwortung ein Lokführer trägt. Während dieses praktischen Lernens im Fahrbetrieb haben die Aspiranten genügend Zeit, alles intensiv zu trainieren – mit einem Ausbildner und Götti-Lokführer. Am Simulator üben sie auch Ereignisse, die nicht alltäglich auftreten, wie das Ziehen der Notbremse oder das Verhalten bei Brand im Fahrzeug. Erfolgreiche Abschlussprüfung Im Juli 2017 erfolgte die Abschlussprüfung, die aus einem Theorieblock und einer praktischen Prüfung bestand. Alain Frutiger: «Alles ging gut. Und so bin ich seit Juli 2017 aus-

Stolzer, glücklicher Lokführer Alain Frutiger erachtet seinen Einsatzturnus als ideal: «Ich habe in der Regel sechs Tage Frühschicht, dann drei Tage frei und schliesslich sechs Tage Spätschicht.» Gefahren wird auf dem gesamten Streckennetz.

«Morgens arbeiten und nachmittags Ski fahren. Der Schichtbetrieb ist durchwegs vorteilhaft», so der junge Lokführer. «Als Nächstes möchte ich zusätzlich die neu eingeführte Eidg. Berufsprüfung (höhere Berufsbildung) für Lokführer absolvieren. Später würde ich gerne eine interne Führungsposition übernehmen.» Alain Frutiger faszinieren die Technik, die vielen Tonnen, die er vorwärtsbewegt, sowie der Umgang mit Menschen. Und das eingebunden in die drei grossen Tourismuslandschaften Luzern, Engelberg und Interlaken. «Auch das ist es, was meinen Beruf so schön macht.»

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Reisezentrum Stans

Bahnhof in Frauenhand 18

Über den Winter 2017/2018 hat die Zentralbahn den Bahnhof Stans zu einem Reisezentrum umgebaut und die Informationsstelle von Tourismus Stans integriert. Gemanagt wird der attraktive öV- und Tourismus-Hotspot unterdessen exklusiv von Frauen.

Der Bahnhof Stans war einst eine Männerdomäne. Hier wurden Weichen gestellt, Barrieren bedient und Zugabfahrten freigegeben. «Diese Arbeiten gehören der Vergangenheit an – und das Team besteht heute ausschliesslich aus Frauen», sagt die Co-Leiterin Yvonne Infanger vom Reisezentrum Stans. Sie leitet zusammen mit Daniela Jacopino das Reisezentrum, das mit dem Bahnhof von einst kaum mehr etwas gemeinsam hat. Kompetenzzentrum fürs Reisen Der Bahnhof Stans ist jetzt ein eigentliches Kompetenzzentrum für das Reisen mit dem öffentlichen Verkehr, was mit der Umgestaltung der Räumlichkeiten, wie sie diesen Frühling abgeschlossen worden ist, auch optisch zum Ausdruck kommt. «Die Ausrichtung der transparenten Schalterhalle hin auf den Hauptstrom der Reisenden hat die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen merklich gesteigert», zieht Co-Leiterin Daniela Jacopino eine erste Bilanz und ergänzt: «Mit der klaren Kennzeichnung als touristische Auskunftsstelle sind wir jetzt auch ein stark frequentierter Anziehungspunkt für Touristinnen und Touristen geworden.» Tolles Team Die 415 Stellenprozente, die gegenwärtig dem Reisezentrum zur Verfügung stehen, teilen sich sieben Frauen mit Pensen zwischen zehn und 100 Prozent. Allesamt haben sie sich ihre Befähigung dazu in den Ausbildungslehrgängen der SBB bzw. der Zentralbahn geholt. Das Team ist altersmässig gut durchmischt und umfasst sowohl Personen mit langer Berufserfahrung wie auch eine Lehrabgängerin und eine Lernende. «Es macht grosse Freude, in einem so tollen Team zu arbeiten», schwärmt Claudia Michel, die den täglichen Umgang mit ganz unterschiedlichen Kundinnen und Kunden sehr schätzt. Und Sarah Kathriner, die sich neben der Arbeit bei der Zentralbahn zur Tourismusfachfrau weiterbildet und zudem dem Vorstand von Tourismus Stans angehört, verlängert ebenso gerne ein Strecken­ abonnement eines Pendlers, wie sie eine Rundreise durch Europa organisiert: «Der Beruf Reiseverkäuferin im Reisezentrum Stans ist sehr abwechslungsreich und bringt immer wieder spannende Aufgaben mit sich.»


Im Gespräch mit den Mitarbeitenden wiederholen sich zwei Aussagen: der Wille zur Dienstleistung am Kunden und das gute Einvernehmen im Team. Angela Kipfer kann darum ganz im Zentralbahn Stil überzeugend zusammenfassen: «Ich bin hin und weg vom neuen Reisezentrum Stans.»

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Yvonne Infanger (rechts) und Daniela Jacopino führen das Reisezentrum Stans.

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Historisches Rollmaterial

Faszination Dampfbahn Dampflokomotiven üben noch heute eine ungeheure Faszination aus. Auch auf der Brünigstrecke, die 1888 eröffnet wurde, verkehrten dereinst Dampflokomotiven. Der Verein «Ballenberg Dampfbahn» hat sich zum Ziel gesetzt, diese Ungetüme aus vergangenen Zeiten am Leben zu erhalten, zu restaurieren und für Spezialfahrten einzusetzen.

«Eine Dampflokomotive lebt – ja sie atmet –, wenn sie sich in Bewegung setzt und den Rauch aus den Schornsteinen bläst», erzählt Robertus Laan voller Begeisterung. «Mich fasziniert es immer wieder von Neuem, wenn ich solche schwarzen Ungetüme sehe.» Für Laan sind Dampflokomotiven mehr als nur ein Hobby: Der BLS-Mitarbeiter ist verantwortlich fürs Marketing im Verein «Dampfbahn Ballenberg», der das historische Rollmaterial und die Infrastruktur der Brünigbahn aus dem Dampfzeitalter erhalten will. Historische Denkmäler Der Verein «Ballenberg Dampfbahn» (VBD) hat seinen Sitz in Brienz und restauriert das historische Rollmaterial in der Remise Interlaken-Ost. Robertus Laan: «Unser Verein erhält das Rollmaterial, damit regelmässig Fahrten ausgeführt werden können. Lokomotiven und Wagen sowie das Depot sind als verkehrshistorisches Erbe der Brüniglinie nicht wegzudenken.» Um sicherzustellen, dass das Rollmaterial betriebsfähig bleibt, müssen Instandhaltung und Unterhalt gewährleistet sowie die benötigten Betriebsbewilligungen vorhanden sein.

«Unser Verein hat rund 700 Mitglieder», so Robertus Laan. «Viele helfen aktiv an monatlichen Arbeitswochenenden und Dampffahrten mit. Die nichtaktiven Mitglieder sind aber auch wichtig, weil sie mental und finanziell den Verein unterstützen.» Wegen Grossbrand beinahe alles verloren Nachdem ein verheerender Grossbrand 2013 das gesamte Depot mit dem bereits restaurierten Rollmaterial zerstört

hatte, galt es, alles wieder aufzubauen und zu retten, was noch zu retten war. «Inzwischen steht das neu aufgebaute Depot wieder, ist SUVA-konform und kann auch für Veranstaltungen gemietet werden», freut sich Robertus Laan. «Und nach dreijähriger Arbeit an unserer Lok 208 wurde diese 2018 wieder in Betrieb genommen.» Damit der Verein «Ballenberg Dampfbahn», der unsere historischen Schweizer Industrie-Kulturgüter am Leben erhält, auch weiterhin die noch anstehenden Renovationen an Dampflokomotiven und Personenwagen vollziehen kann, ist er auf Spenden angewiesen. Laan: «Wir sind dankbar für jede Unterstützung.»

Spenden sind jederzeit willkommen: BBO – Bank Brienz Oberhasli, Konto Lok 1068, CH32 0852 1021 2369 7314 5. Möchten Sie dabei sein? – Begeistern Sie Dampflokomotiven und historische Wagen? – Haben Sie Freude an Mechanik oder Holzarbeiten? – Sind Sie pensioniert oder wollen Sie Ihre Zeit sonst sinnvoll nutzen? Wenn Sie diese Fragen mit ja beantworten können, sind Sie die / der Richtige für die Revision von Dampflokomotiven und Eisenbahnwagen. www.ballenberg-dampfbahn.ch


Kurz und bündig Samichlausfahrt am Samstag, 8. Dezember 2018 21

Haben Sie Lust, am Samstag, 8. Dezember 2018, im historischen, festlich geschmückten Extrazug von «zb Historic» von Luzern auf den Brünig zu fahren und dort eine Sami­chlausfeier mitzuerleben? Vor und nach dem Samichlausbesuch können Kinder spannenden Märchen lauschen oder in der Bastelecke selber basteln. Auch für die Verpflegung im Restaurant Waldegg ist gesorgt. Wir freuen uns, Sie und Ihre Familie im Extrazug zu begrüssen. Weitere Informationen über den Fahrplan, die Preise sowie die Reservationsmöglich­ keiten finden Sie im Internet oder bei allen Zentralbahn-Verkaufsstellen. www.zentralbahn.ch/samichlausfahrt

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Park+Rail-Parkplätze der Zentralbahn per App bezahlbar Seit dem 1. September 2018 sind alle Park+Rail-Parkplätze der Zentralbahn via SBBApp «P+Rail» bezahlbar. Mit «P+Rail» wählt der Kunde die Park+Rail-Anlage aus, bucht und zahlt die gewünschten Tage – entweder von zu Hause aus, von unterwegs oder nach dem Parkieren vor Ort. Parkplätze sind jedoch nicht reservierbar; es gibt keine Garantie für einen freien Platz. Die SBB-App «P+Rail» ist im Google Playstore oder im App Store downloadbar.

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Hin und weg.

FIS-Skisprung-Weltcup Engelberg: Nachtspringen am Samstag

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Auch 2018 gastieren die weltbesten Skispringer am 15./16. Dezember auf der grössten Skisprunganlage der Schweiz in Engelberg. Die Wettkämpfe auf der Titlis-Schanze sind für die Skispringer der letzte grosse Formtest vor der Vierschanzentournee und versprechen Hochspannung pur. Erleben Sie die weltbesten Skispringer auf ihrer Weitenjagd auf der Titlis-Schanze hautnah. Die Wettkämpfe auf der grössten Skisprunganlage der Schweiz sind ein sportliches Highlight. Der Nacht-Event vom Samstag ist für Schneesportbegeisterte ein absolutes Muss. Krönen Sie einen unvergesslichen Skitag in Engelberg mit dem Besuch der FIS-Skisprung-Weltcupveranstaltung am Abend und geniessen Sie die einmalige Stimmung am Fusse der Titlis-Schanze. Für Unterhaltung wird auch neben dem eigentlichen Event gesorgt. Neu gibt es neben dem legendären Partyzelt ein Ländlerzelt, wo mit Sicherheit Skichilbistimmung aufkommen wird. Und damit sich auch die kleinen Gäste wohlfühlen, gibt es am Sonntag ein spezielles Kinderangebot. www.weltcup-engelberg.ch

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Modernisierter Bahnhof Alpnachstad eingeweiht 23

Der Bahnhof Alpnachstad stellt das Bindeglied zwischen dem öffentlichen Verkehr und den touristischen Attraktionen mit den Pilatus-Bahnen und der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees im Herzen der Zentralschweiz dar. In der ersten Jahreshälfte wurden die Gleis- und Perronanlagen sowie die Fahrleitungsanlage komplett erneuert. Die Personenunterführung ist dank drei neuen Rampen barrierefrei ausgebaut. Nebst werterhaltenden Instandsetzungsmassnahmen wurden zwei Bachdurchlässe den Anforderungen des Hochwasserschutzes angepasst und die Park-and-Ride-Anlage saniert. Zeitgleich konnte für die zb Historic entlang des ostseitigen Perrons ein Anschluss an das Streckennetz der Zentralbahn wiederhergestellt werden.

25 x um die Welt Im Jahr 2012 wurden die ersten Triebzüge des Typs «ADLER» bei der Zentralbahn in Betrieb genommen. Seit Inbetriebnahme des neuen Rollmaterials konnten die Personenkilometer auf der Strecke Luzern–Interlaken Ost um 54% gesteigert werden. Der erste «ADLER» hat am 22. Oktober 2018 eine Million gefahrene Kilometer erreicht. Gefeiert wurde dieser «ADLER» im Bahnhof Luzern. Der Name «ADLER» ist Programm: Denn diese Buchstaben stehen für alpiner, dynamischer, leiser, edler Reisezug. Die vier siebenteiligen und längsten Meter-Triebzüge der Schweiz rollen seit Mitte 2012 von Luzern über den Brünig nach Interlaken Ost und bieten rund 300 Sitzplätze, davon 30 im Bistrowagen. Die vollklimatisierten Fahrzeuge begeistern die Gäste mit Panoramafenstern, Kundeninformationssystemen und Niederflureingängen. In der Hochsaison werden die «ADLER» durch dreiteilige «FINK» Triebzüge verstärkt.

Die Zentralbahn Tageskarte – ein guter Zug Weihnachten – Zeit der vielen Freuden und guten Gefühle. Auch Bahnfahren ist ein gutes Gefühl. Bescheren Sie Ihren Liebsten einzigartige Erinnerungen mit einer Zentralbahn-Tageskarte. Diese berechtigt zu einer Bahn­reise nach freier Wahl während eines x-beliebigen Tages im Jahr 2019 auf dem ganzen Streckennetz der Zentralbahn. Schenken Sie zum Beispiel einen Tagesausflug im neuen Luzern–Interlaken Express über den Brünig, eine Bahnfahrt zum Shopping in die Leuchtenstadt Luzern, eine atemberaubende Bahnreise durch das Engelbergertal oder eine eigene Bahnreiseroute zu einem ganz persönlichen Ausflugsziel. Preise: 2. Klasse 1/1 CHF 52, 1/2 CHF 26, 1. Klasse 1/1 CHF 88, 1/2 CHF 44 Die Tageskarte ist bis 31. Dezember 2018 an unseren Verkaufsstellen erhältlich. www.zentralbahn.ch/geschenke


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Betriebe entlang der Zentralbahn

Suppen, Saucen und Vitamine aus Sarnen In Sarnen befindet sich eine Firma, die man in der ganzen Schweiz kennt und die zugleich international tätig ist: die Nahrin AG. Seit 1954 steht Nahrin für hochwertige Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel. Wer kennt schon die Nahrin-Gewürze oder -Bouillons nicht?

Die Nahrin AG ist ein Sarner Familienunternehmen, das seit 1954 Nahrungsmittel entwickelt und fertigt. «Für uns spielen Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und hochwertige Qualität der Rohstoffe eine zentrale Rolle», sagt Betriebsleiter Markus Hochstrasser. «So entstehen Nahrungsmittelspezialitäten, die gut tun und zugleich ausgezeichnet schmecken.» Nahrin beschäftigt 300 Mitarbeitende – 200 im Aussendienst, 100 in der Produktion und Administration. Das Nahrin-Produktesortiment umfasst einerseits Küchenprodukte wie Bouillons, Gewürze, Suppen und Saucen. Andererseits bietet es Gesundheitsprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel, Proteinshakes oder vitaminreiche Produkte an. Ohne Palmfett und für Allergiker geeignet «Nahrin steht für Innovation und produziert Produkte von höchster Qualität», so Markus Hochstrasser. «Dafür werden nur hochwertige Rohstoffe, wenn immer möglich aus Schweizer Produktion, eingesetzt und zu den bekannten Nahrin-Produkten verarbeitet.»

Die Produkte von Nahrin enthalten etwa kein Palmfett. Viele sind für Allergiker geeignet, gluten-, laktose-, fett- oder glutamatfrei. Hochstrasser: «Wir reduzieren den Salz- und Zuckergehalt auf ein Minimum. Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und Farbstoffe lassen wir wann immer möglich weg.»

Direktverkauf als Chance Nahrin ist heute eines der grössten Direktverkaufsunternehmen der Schweiz. Über 200 Verkaufsberater sind täglich schweizweit unterwegs und beraten über 600 000 Kunden zu den Themen Küche und Wohlbefinden. «Dank dem Dialog mit unseren Kunden können wir sehr flexibel auf Trends und Wünsche eingehen», sagt Markus Hoch­ strasser. «Dieser Direktverkauf wird bereits seit den Anfängen praktiziert und zeichnet die Nahrin aus.»

Die Firma zieht dieses Konzept durch und verkauft denn auch keines ihrer Produkte in Lebensmittelläden. Markus Hochstrasser: «Neben der direkten Beratung profitieren mittlerweile viele Konsumenten von unserer Onlineplattform www.nahrin.ch. Die Bedürfnisse unserer Kunden verändern sich. So versenden wir zum Beispiel seit Kurzem alle Produkte ohne Versandkosten.» Der Direktvertrieb Schweiz macht bei Nahrin ein Volumen von rund 35 % aus. Der Export ist interessanterweise der grösste Markt und umfasst etwa 40 %. 20 Länder werden dabei über Agenturen beliefert. Schliesslich folgt mit 25 % der dritte Markt – Private Labels und Handelsmarken. Hier entwickelt und produziert Nahrin Kosmetika, Nahrungs­ ergänzungs- und Lebensmittel für andere Unternehmen.


WETTBEWERB Rätsel

1. Preis Eine Führerstandsfahrt auf der Strecke Luzern – Interlaken. 2. Preis Zwei Tageskarten (1. Klasse) für die GoldenPass Line Luzern – Interlaken – Montreux.

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3. Preis Zwei Tageskarten (1. Klasse) für das gesamte Streckennetz der Zentralbahn. 4. – 10. Preis Je zwei Tageskarten für das Zentralbahn-Streckennetz, 2. Klasse.

Einsendeschluss: 31. Januar 2019, per Post an zb Zentralbahn AG, Bahnhofstrasse 23, 6362 Stansstad, oder per E-Mail an mobil@zentralbahn.ch

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