Das Magazin der Zentralbahn. Sommer 2019, Ausgabe Nr. 25
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Ausgabe41_40
8.4.2010
20:27 Uhr
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erwünschten 15-Minuten-Takt auch für Hergiswil Schlüssel und Hergiswil Matt per März 2020. Der Komfort und die Fahrplanstabilität werden durch das Vorhaben stark verbessert. Durch zwei Kurvenstreckungen kann auch das sogenannte Kurvenkreischen vermindert werden. In diesem Bereich setzt die Zentralbahn, nicht nur auf diesem Streckenabschnitt, eine neuartige Technologie ein. Die sogenannte Schienenkopfkonditionierung reduziert diese negative «Begleiterscheinung» des Bahnverkehrs und verbessert so die Lebensqualität der Anwohner. Die Zentralbahn positioniert sich als Freizeitbahn in einer einzigartigen und landschaftlich attraktiven Region. Mit unserem neuen Angebot «Foxtrail auf Schienen» schaffen wir ein spannendes Angebot für Gruppen und Familien und zeigen «hautnah», was sich alles auf dem Gleis und um die Schiene bewegen kann. Nutzen Sie dieses Angebot und erkunden Sie mit Ihren Freunden uns und unser Einzugsgebiet. Und wer weiss, eventuell finden Sie, wie Luke Gasser im Interview in diesem «mobil» erzählt, einen Süssigkeitenautomaten, der auf eine schlaue Art zu überlisten ist. Ihnen wünsche ich – ob auf dem Foxtrail oder beispielsweise bei der Fahrt zur Arbeit – spannende Erlebnisse mit uns und schicke Ihnen ein herzliches «Willkommen in der Zentralbahn».
Liebe Leserin, lieber Leser Zentralbahn Lernende bauen einen Zug – und zwar nicht irgendeinen, sondern einen FINKen als Gartenbahn. In Zusammenarbeit mit Stadler Rail wurde dieser Zug geplant und in den Werkstätten der Zentralbahn durch die Lernenden gefertigt. Am 22. Juni wird die neue GartenbahnStrecke im Verkehrshaus der Schweiz anlässlich der Rail Days eröffnet. Der «KleinFINK» wird neben vielen Kindern auch Erwachsene begeistern. Auf eine verständliche und einfache Art wird die Zahnradtechnik präsentiert und vermittelt. Eine längere Planung als die erwähnte neue Gartenbahn benötigte der Doppelspurausbau zwischen Hergiswil Schlüssel und Hergiswil Matt. Die ersten Postulate über eine Doppelspur Luzern – Hergiswil wurden bereits vor 36 Jahren durch die Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden verabschiedet. Das Projekt wurde mehrmals abgeändert und redimensioniert, gewährleistet jedoch den
Michael Schürch, Geschäftsführer
INHALT KURVENKREISCHEN: Lärm mit modernster Technik minimieren Seite 19
LERNENDE BAUEN ZUG: Ein «KleinFINK» für das Verkehrshaus Seite 4
Titlis 3238 m
AUSFLÜGE: Hin und weg in die Freizeit Seite 8
Sustenhorn 3503 m
Dammastock 3630 m
Wetterhorn Schreckhorn 3692 m 4078 m
Finsteraarhorn 4274 m
Eiger 3970 m
Mönch 4107 m
Grimselpass 2164 m Grimselwelt Sustenpass 2224 m
Titlis Rotair
Schilthorn 2970 m
Grimselsee Grimsel Hospiz
Gelmersee 1848 m
Stn. Eigergletscher
Stand 2428 m
Planplatten 2233 m
8
Mürren 1638 m Stechelberg
4-Seen-Wanderung T a nne ns e e
Brunnihütte SAC 1867 m Ristis 1599 m Brunni (Globi)
Mägisalp Käserstatt 1831 m
Me lc hs e e Kloster
Grindelwald Grund
13
Hasliberg Reuti
Lauterbrunnen Zweilütschinen
Reichenbachfall
Twing
Engelberg
geogr. Mittelpunkt der CH 3
Grafenort
Musenalp 1755 m Niederrickenbach
Lungern
Melchtal
Wolfenschiessen
Gummenalp 1578 m
Wirzweli 1220 m
Stanserhorn 1897 m
Kaiserstuhl
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Wiesenberg
Matten b.I.
Interlaken Ost
Giessbach
Brienz
Ringgenberg Niederried
Brienz West
Ebligen
Thunersee Unterseen Harderkulm 1305 m
Brienzersee
Oberried
19 Holzschnitzschule, Schule für Holzbildhauerei, Geigenbauschule, Bildhauerei-Museum 16
Giswil Sachseln
18
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Ewil Maxon
Dallenwil
Sörenberg
Sarnersee
2
Sarnen
Chälti
Buochs
Bönigen
Iseltwald
Brienzwiler
Ballenberg
Panoramastrasse
Flüeli
Stn. Niederrickenbach
Ennetbürgen
Brünigpass 1008 m Brünig-Safari-Wanderung Höch Gumme 2204 m Schönbüel Brienzer Rothorn 1008 m 2348 m Turren 1562 m Brienzer Rothorn 2252 m Lungerersee Fischen im Lungernsee 15
Flüeli-Ranft (Bruder Klaus)
Klewenalp
Wilderswil
17
Alp Älggi 1645 m
4
Oberrickenbach
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Brünig-Hasliberg
12 Stöckalp
Fell
Beckenried
Schynige Platte 1967 m
Meiringen Brunniswald 1313 m
Bannalp 1572 m
Grütschalp 1486 m
Wengen
Grindelwald 1034 m
Innertkirchen Bidmi
Aareschlucht
Melchsee-Frutt 1902 m
Walenpfad Kreuzhütte 1718 m
Birg 2684 m
Gimmelwald
Glogghüs 2534 m
E ng s tle ns e e
Trüebsee 1796 m
6
Kleine Scheidegg 2061 m
Handegg, Gelmerbahn
Jochpass 2207 m
Walenstöcke 2593 m
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Jungfrau 4158 m
Jungfraujoch 3454 m
7 Titlis Hängebrücke Klein Titlis 3032 m
Ruchstock 2814 m
Stans
Wichelsee
Sarnen Nord
Vitznau Alpnach Dorf Bürgenstock
Alpnachersee
Alpnachstad
Esel 2118 m
Stansstad
Glasi
Oberhaupt 2105 m
Tomlishorn 2128 m
Pilatus Kulm 2060 m Die Pilatus Bergbahnen werben mit de falschen Höhenangabe für Pilatus Kulm von 2132 m/7000 ft.
Weggis Hergiswil
Vierwaldstättersee Hergiswil Matt
Kastanienbaum Meggen
Zürich
Fräkmüntegg 1403 m
Luzern
1 Horw
Kriens Mattenhof Verkehrshaus-Lido
Flughafen Zürich
Basel
Luzern Allmend/Messe
Bern
Krienseregg
Engelberg
9
Interlaken
Die Zentralbahn Bergbahnen
Kapellbrücke
Luzern
Postauto Wanderweg
Genf Lugano
Löwendenkmal
3/2018
ENTLANG DER ZENTRALBAHN: Ressourcenorientierte Arbeitsangebote in der Seeburg Seite 20
LUKE GASSER, KÜNSTLER: Der Bahnhof Lungern als Spielwiese Seite 10
KURZ UND BÜNDIG: Die Zentralbahn empfiehlt Seite 21
DOPPELSPURAUSBAU HERGISWIL: Nach schwierigen Jahren bald ein glückliches Ende Seite 15
RÄTSEL: Gewinnen Sie mit der Zentralbahn Seite 22
Impressum Herausgeber: MetroComm AG, CH-9001 St. Gallen, Tel. +41 (0)71 272 80 50, info@metrocomm.ch, www.metrocomm.ch Gesamtleitung: Natal Schnetzer Produktion und Inseratemarketing: MetroComm AG Chefredaktor: Dr. Stephan Ziegler Konzept und Texte: Josef Roos, Christa Bieri, Stephan Ziegler, Peter Steiner Korrektorat: Julia Schwegler-Wieland, korrigiert.ch Fotos: Zentralbahn, Janmaat Fotografie Anzeigenleitung: Verena Mächler Gestaltung: Béatrice Lang Projektleitung zb Zentralbahn AG: Christa Bieri Auflage: 34 000 Exemplare Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der MetroComm AG. Gedruckt in der Schweiz. zb Zentralbahn AG, Bahnhofstrasse 23, CH-6362 Stansstad, Rail Service: 0848 44 66 88 (Lokaltarif), Telefon (Zentrale): +41 (0)58 668 80 00, Fax (Zentrale): +41 (0)58 668 80 01
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Lernende bauen Zug
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Ein «KleinFINK» für das Verkehrshaus Am 22. Juni 2019 wird im Verkehrshaus eine neue Attraktion stehen: Ein nachgebauter kleiner FINK im Massstab einer Gartenbahn zeigt fortan die für viele unbekannte Adhäsions- und Zahnradtechnik. Unter der Leitung der Zentralbahn wurde das spannende Projekt mit Zentralbahn Lernenden und Partnerfirmen umgesetzt.
Begonnen hatte das grosse Projekt mit einem Brain storming. «Als die Partnerschaft zwischen dem Verkehrshaus der Schweiz und der Zentralbahn begann, wurde diskutiert», erzählt Lokführer und Projektleiter René Blum, «was die Zentralbahn im grössten Schweizer Museum an Spannendem zeigen kann, das die Besucherinnen und Besucher interessiert.» Man kam schnell auf eine Thematik, die typisch für das Streckennetz der Zentralbahn ist: die Funktionsweisen der Adhäsions- und Zahnradtechnik. René Blum: «Noch heute hört man immer wieder Eltern, die ihren Kindern fälschlicherweise sagen: ‹Jetzt hat der Lokführer das Zahnrad runtergelassen.› Hier wollen wir Klarheit schaffen und die wahre Technik im Verkehrshaus zeigen.» Begeisterter Gartenbahn-Fan René Blum ist Lokführer und Projektleiter der Zentralbahn. In diesem Zusammenhang ist er Koordinator der Projekt umsetzung Gartenbahn «Kleiner FINK». Der ausgebildete Maschinenmechaniker und Lehrlingsinstruktor machte eine Ausbildung als Lokführer und arbeitet seit 2004 bei der Zentralbahn. «Meine Zusatzaufgabe als Projektleiter macht ungefähr 10 bis 20 Prozent meiner effektiven Arbeitszeit aus», so der in Stansstad wohnhafte Vater von zwei Kindern. «Weil ich zudem ein begeisterter Gartenbahn-Fan und Mitglied der grossen Liliputbahn Chärnsmatt bin, war das Projekt Gartenbahn ‹Kleiner FINK› natürlich wie ein grosses Geschenk, das ich mit Begeisterung in Angriff nahm.»
Schnell musste entschieden werden, welche Spurweite gebaut werden sollte. «Eigentlich besitzt das Verkehrshaus ja schon eine Gartenbahn – jedoch mit einer Spurweite von 9,5 Zoll, die nur noch am Katzensee gefahren wird», so Blum. «Da alle anderen Gartenbahnen in der Schweiz über 7,25 Zoll verfügen und wir nicht nur im Verkehrshaus damit fahren wollen, entschieden wir uns für das kleinere Mass.»
Demonstrationsstrecke im Verkehrshaus Für die Planung des Finken nahm man dessen Originalmasse und errechnete mit dem Massstab 1:5,4 einen um zehn Meter langen Zug. Schnell sah man, dass der «Kleine FINK» unförmig wird. «Wir machten deshalb die Komposition kürzer – reduzierten jedoch die Fenstermasse nicht, sondern eliminierten zwei davon», erklärt René Blum. «Dies ist eine gängige Praxis im Gartenbahnbau und wird von niemandem bemerkt.»
Ein Entscheid musste auch für die Streckenführung gefällt werden. Hier wurde entschieden, keine Rundbahn mit Tunnels, Brücken und Bahnhof zu bauen wie in der Chärnsmatt, sondern ganz einfach eine Demonstrationsstrecke. René Blum: «Der Zug rollt in die Zahnstange, fährt hinauf und wieder herunter.» Schliesslich wurde die Finanzierungsfrage aktuell. Die Zentralbahn erstellte Sponsoringbroschüren und fragte Lieferanten an. René Blum: «Uns wurden dadurch Geld und Arbeitsleistungen von mehreren Unternehmen gesprochen. Unter den namhaften Firmen war auch Stadler Rail, deren Lehrlinge die Drehgestelle errechneten und zeichneten.» Der Zentralbahn Lernendenbetreuer Silvan Schweizer bot danach René Blum an, dass seine Lernenden weitere Arbeiten übernehmen könnten. Verkabelung und Steuerung als Abschlussarbeit In Meiringen erstellten dann die Zentralbahn Lernenden das Drehgestell. «Damit wir sehen, ob das Drehgestell überhaupt seine Dienste vollzieht, bauten wir einen Testzug mit vier batteriebetriebenen Motoren, der zwar in der Länge, nicht aber im Aussehen dem FINKen glich», erzählt der Projektleiter. «Hier kam schliesslich die Lernende Sahra Goldschmid zum Zug, die die Verkabelung und Steuerung des Prototypen als Abschlussarbeit übernahm.»
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Adrian Steiner an der Arbeit.
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Adrian Steiner zeigt René Blum die Steuerung des «KleinFINK».
Für den 20-jährigen Adrian Steiner hatte die Überarbeitung der Prototypensteuerung eine noch grössere Bedeutung, da diese Arbeit als Vorbereitung der Abschlussprüfung erkoren wurde. «Mein Lernendenbetreuer Silvan Schweizer war es, der mir vorschlug, die Verkabelung und die Steuerung der Gartenbahn für meine Abschlussarbeit zu planen», erzählt der junge Mann. «Das war eine spannende und kreative Arbeit. Hier konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und sagte natürlich nicht Nein.» Gleichzeitig begann die Partnerfirma Gebrüder Meier AG mit der Konstruktion der neuen Kästen – eine filigrane Arbeit. «Aufgrund der von der Stadler Rail zur Verfügung gestellten Originaldaten stellte die Firma die Konstruk tionspläne für den ‹Kleinen FINK› her», erzählt René Blum. «In dieser Phase waren unsere Lehrlinge nicht dabei.» Daraufhin folgten im Herbst 2018 weitere mit dem Prototypen in der Chärnsmatt und das Okay für die Fertigung der Wagenkästen durch die Firma K. Schären AG. Grosser Erfolg mit der Prüfungsarbeit Schliesslich kam die Gartenbahn wieder in die Werkstatt Meiringen, wo sie nach dem Originaldesign gespritzt wurde. Der Projektleiter: «Ab hier waren wieder unsere Lernenden an der entscheidenden Arbeit.» Der Automatikerlernende Adrian Steiner kam mit seiner Abschlussarbeit in die entscheidende Phase. Er prüfte die eingebauten Leitungen, welche zwei Kollegen gemeinsam eingebaut
hatten. «Wichtig waren nach der Abschlussarbeit auch die Planung und die Umsetzung der programmierbaren Steuerung», erzählt er. «Dies wurde durch meinen Berufsbildner aktiv begleitet.» Am Ende wurden die Motoren kontrolliert, ob sie gleichmässig arbeiten. Es folgten weitere Testfahrten auf der Chärnsmatt, bis die Gartenbahn reibungslos funktionierte. Das Verkehrshaus seinerseits baute unterdessen in Eigenregie die Kurz strecke. Am 22. Juni findet die Einweihung des «KleinFINK» und der Bergstrecke statt. Adrian Steiner, dessen Prüfungsarbeit die Experten begeisterte, schliesst Ende Juli seine Ausbildung als Automatiker ab. «Ich freue mich schon jetzt auf die Einweihung», so der frischgebackene Berufsmann. «Ich bekam eine angenehme Prüfungsarbeit, die mir viel Freude bereitete. Zudem macht es mich sehr stolz, an einem Projekt mitgearbeitet zu haben, das in einem Museum eingesetzt wird und von dem ich sagen kann: ‹Hier habe ich auch mitgeholfen!›»
Einweihung der Gartenbahn «KleinFINK» Anlässlich der Rail Days im Verkehrshaus (21. – 23. Juni 2019) findet am 22. Juni 2019 die Einweihung des «KleinFINK» und der Bergstrecke statt.
Titlis 3238 m
8 Klein Titlis 3032 m
Sustenpas 2224 m
Ruchstock 2814 m Stand 2428 m
Fürenalp 1838 m
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Jochpass 2207 m
Walenstöcke 2593 m
Hin und weg in die Freizeit
Trüebsee 1796 m
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Brunnihütte SAC 1867 m Ristis R 1599 15 1 5 m
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Engelberg Kreuzhütte 1718 m
Brunniswald 1313 m
Bannalp 1572 m
5 Fell
Die Zentralbahn bringt Sie mit ihren zwei faszinierenden Panorama-Zugstrecken bequem und entspannt zu den schönsten Orten im Herzen der Schweiz – nämlich von Luzern nach Engelberg oder nach Interlaken. In den Zügen der Zentralbahn geniessen Sie einen modernen und angenehmen Komfort und einmalige Aussichten auf wunderschöne Seen, Berge, Flüsse und Wasserfälle. Aber auch entlang dieser beiden Strecken gibt es viel zu erleben und zu entdecken.
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Grafenort
Musenalp 1755 m Maria Rickenbach «Energiezentrale» Emmetten
Niederrickenbach Ni N i
Wolfenschiessen
Der Fuchs schleicht im und neben dem Zug umher, hinterlässt seine Spuren in den wunderschönen Landschaften und lässt seine Verfolger die ländlichen Gebiete und die Bahnwelt neu entdecken. Wer dem schlauen Tier dicht auf den Pfoten bleiben will, braucht Grips, Kreativität und eine gute Beobachtungsgabe. Verbinden Sie einen Ausflug in die Zentralschweiz mit einem Foxtrail und entdecken Sie auf spielerische Art die Zentralbahn und deren Einzugs gebiet. Lassen Sie sich von den vielen Ausflugsideen zu Ihrem Sommerausflug im Einzugsgebiet der Zentralbahn inspirieren. Weitere Ausflugsideen finden Sie auf www.zentralbahn.ch/ausfluege.
Wirzweli 1220 m
Stanserhorn 1897 m
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Niederrickenbach Station N Dallenwil
Beckenried
Buochs
Chälti
Stans
Wichelsee
Rotzloch Alpnachersee
Bürgenstock KehrsitenBürgenstock Weggis
Stansstad Kehrsiten K Ke e
Hergiswil Matt 2
St. Niklausen
Meggen Meggenhorn Küssnacht Merlischachen am Rigi Hermitage
Alpnac
Alpnachsta
Hergiswil
Kastanienbaum
Vierwaldstättersee
Horw
Seeburg Verkehrshaus-Lido
Sa
3
Ennetbürgen
Greppen
Neuer Zentralbahn Foxtrail Seit Juni 2019 führen die Fuchsspuren auch ins Einzugsgebiet der Zentralbahn. Foxtrail ist ein abwechslungsreiches Freizeiterlebnis für Freunde und Familien, die gemeinsam etwas Neues entdecken möchten. Ob Geburtstagsfeier, Familienausflug, Polterabend oder Ausflug mit Freunden, das raffinierte Gruppenerlebnis eignet sich als Tagesausflug für alle Teilnehmer.
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Oberrickenbach
Kriens Mattenhof
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Luzern Allmend/Messe Luzern
Krienseregg Kriens
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1 Foxtrail «Hermes» events.foxtrail.ch
6 Globi-Reisli (Brunni) brunni.ch
2 Glasi Hergiswil glasi.ch
7 Kloster Engelberg kloster-engelberg.ch
3 Stanserhorn stanserhorn.ch
8 Titlis Cliff Walk titlis.ch
4 Wirzweli wirzweli.ch
9 Vier-Seen-Wanderung hoehenwanderung.ch
5 Walenpfad-Wanderung walenpfad.ch
10 Pilatus pilatus.ch
Sustenhorn 3503 m
Dammastock 3630 m
Wetterhorn 3692 m
Schreckhorn 4078 m
Finsteraarhorn 4274 m
Eiger 3970 m
Mönch 4107 m
Jungfrau 4158 m Jungfraujoch 3454 m
Grimselpass 2164 m
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Schilthorn 2970 m
Grimselsee Grimsel Gr G rim ri imse sel H Ho Hospiz ospiz sp piz z
Gelmersee 1848 m
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Planplatten 2233 m
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Gimmelwald
Glogghüs 2534 m
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Me l c h s e e Melchsee-Frutt elc lch hsee-F -Fru rutt tt 1902 m
Grindelwald Grund
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Hasliberg Reuti
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Reichenbachfall Schynige Platte 1967 m
Meiringen Alp Älggi 1645 m
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Stöckalp
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Brünig-Hasliberg Brünigpass 1008 m
Höch Gumme 2204 m 2 Schönbüel Ballenberg 1008 100 10 08 8m Turren Brienzer Rothorn ho h orn rn 1562 m 2348 m
Lungern
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Lungerersee
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Axalp
Wilderswil
Brienzwiler
Bönigen
Iseltwald Giessbach
Brienz
Brienzersee
Niederried
Brienz West
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Kaiserstuhl
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Lauterbrunnen
Aareschlucht
Twing
Grütschalp 1486 m
Wengen
Grindelwald 1034 m
Innertkirchen Bidmi
Mürren 1638 m
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Mägisalp Käserstatt 1831 m
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Kleine Scheidegg 2061 m
Handegg, Gelmerbahn
Thunersee
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Harderkulm 1305 m
Ringgenberg
Oberried
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Schönenboden 1265 m
Giswil Ewil Maxon
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Sarnersee
Sörenberg
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Paris Brüssel London Barcelona
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München
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Die Zentralbahn
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Genf Lyon Barcelona
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11 Flüeli-Ranft bruderklaus.com
15 Aareschlucht aareschlucht.ch
19 Giessbachfälle giessbach.ch/giessbachfaelle-naturpark
12 Lungerersee fischerparadies.ch
16 Reichenbachfälle grimselwelt.ch/bahnen/ reichenbachfall-bahn
20 Schweizer Holzbildhauerei Museum museum-holzbildhauerei.ch
13 Brünig-Wanderung zentralbahn.ch/ausflug/ bruenig-wanderung 14 Muggestutz zentralbahn.ch/muggestutz
17 Freilichtmuseum Ballenberg ballenberg.ch 18 Brienzer Rothorn brienz-rothorn-bahn.ch
21 Schifffahrt Brienzersee bls.ch
4/2018
Luke Gasser, Künstler
Der Bahnhof Lungern als Spielwiese
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Luke Gasser ist der bekannteste Künstler Obwaldens und zeichnet sich durch sein vielseitiges Talent aus. So wirkt der Lungerer nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Maler, Rockmusiker, Buchautor, Filmemacher und Schauspieler. Im Interview gibt Gasser Auskunft über seinen Werdegang, sein Kunstschaffen und seine Gefühle für die Zentralbahn.
Luke Gasser, haben Sie schon als Kind gespürt, dass Sie keinen herkömmlichen bürgerlichen Beruf lernen, sondern Künstler werden möchten? Ich erlebte eine schöne und völlig normale Kindheit auf dem Lande. Auch ich wollte Indianerhäuptling oder Ritter werden, später Pilot und Astronaut. Also das übliche Repertoire eines kleinen Jungen. Und dennoch: Bereits mit fünf Jahren wollte ich Schauspieler werden. Und wie hat sich dann gezeigt, dass Sie den künstlerischen Weg gehen wollen? Gezeichnet habe ich schon mit vier Jahren sehr gerne und exzessiv. Auch Aufsätze schrieb ich in der Primarschule überaus gerne und liebte Musik. Ich lernte Gitarre und schrieb als 13-Jähriger schon Songs. Ich ging schliesslich ins Gymnasium, brach es aber ab, da ich unbedingt kreativ mit den Händen arbeiten wollte. Ich hatte das Glück, dass ich in Lungern eine Bildhauerlehre bei Karl Imfeld machen durfte. Einerseits waren und sind Bildhauerlehrstellen Mangelware, andererseits kam ich zu einem jungen, vielseitigen Künstler, bei dem ich enorm viel lernte. Handwerklich war Imfeld so pedantisch genau, dass ich heute noch davon profitiere.
Luke Gasser erzählt im Interview aus seinem spannenden Leben.
Wurde schon in Ihrer Kindheit von Ihren Eltern darauf geschaut, dass Sie die Liebe zu Kunst und Kultur entwickeln? Mein Vater war Bauingenieur, ging in die Politik und wurde Obwaldner Regierungsrat. Wir erlebten hitzige politische Diskussionen, weil ich mit einigem nicht einverstanden war. Andererseits hatten Kunst und Kultur in unserer Familie und der gesamten Verwandtschaft immer einen grossen
Stellenwert. Ich lebte in einem humanistischen Haushalt. Mein Vater war ein guter Pianist und Klassik-Fan, mein Onkel war ein schweizweit bekannter Sakralbildhauer, meine Mutter verehrte Kunstmalerei sehr. Bei uns galten Kunst und Kultur also sehr viel. Nie wurde geäussert, Kunst sei brotlos. Es existierte nie Zwang, sondern wurde gezeigt: Alles ist wichtig. Ihr Vater Hans-Heini Gasser war von 1973 bis 1986 Regierungsrat von Obwalden. Hätte er nicht gewünscht, dass Sie einen bürgerlichen Weg einschlagen? Natürlich wünschte er sich eine akademische Karriere von mir. Es war jedoch offensichtlich, dass ich für mathematische Belange kein Talent habe, sondern ganz einfach den künstlerischen Weg einschlagen möchte. Das sah er deutlich, weshalb er auch nie opponierte. Sie leben ja in einem bürgerlich normierten Kanton, in dem man sich kennt und einer auffällt, der aus der Reihe tanzt. Wie sieht Ihre Akzeptanz in Obwalden aus? Obwohl Lungern ein kleines Bergdorf ist, ist es doch eher progressiv und aufgeschlossen. Künstler werden in diesem Dorf geachtet. Aber auch im Kanton fühle ich mich gut aufgehoben und akzeptiert. Das gute Ergebnis bei meiner Nationalratskandidatur 2007 oder auch positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen die gute Akzeptanz. Aber es gibt auch Negatives. Der Neid etwa ist ein ständiges Thema.
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Haben Sie nie das Gefühl, dass man Sie ausserhalb Ihres Kantons eher als Künstler schätzt als zu Hause? Kann sein, dass ich ausserhalb Obwaldens als Künstler mehr wahrgenommen werde. Dennoch fühle ich mich hier wohl. Zudem ist von hier aus die ganze Schweiz so schnell erreichbar – egal ob Zürich, Basel, Bern oder Locarno. Und sicher lieben Sie auch die Obwaldner Landschaft … Ja, diesbezüglich sind wir hier einmalig gesegnet. Wir haben drei so saubere Seen zum Baden und wunderschöne Berge zum Skifahren und für Bergtouren. Eine grossartige Wohnqualität! Was sind Sie eigentlich für ein Mensch? Wie sehen Sie sich? Ich bin impulsiv und sehr spontan. Besonders beim Filmen zeigt sich das deutlich. Da können 60 Personen auf dem Set sein – wenn ich plötzlich eine bessere Idee habe, als es im Drehbuch steht, setze ich es um. Oftmals ist die zweite Idee sogar besser. Sie machten 1983 bis 1987 die Lehre als Bildhauer und besuchten die Schule für Gestaltung. Welche Motivation lag dahinter?
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wechsle die Kunstformen einfach dann, wenn sich mein Bedürfnis danach entwickelt hat. Ich bin in meiner Tätigkeit ziemlich erfolgreich, was heisst, dass ich mich offenbar nicht verzettle. Weshalb ist Ihnen die Musik so wichtig? Anfang der 80er-Jahre war Rock’n’Roll einfach alles. Ich habe mich seither mit Musik definiert. Ich bin gerne ein Teil dieser Musikkultur, die ich liebe. Deshalb wirke ich wohl auch auf der Bühne authentisch. Ich liebe und lebe es. Als Schauspieler spielt man eine vorgegebene Rolle. Als Rockmusiker ist man auf der Bühne sich selbst. Besonders liebe ich es, Songs zu schreiben und Alben zu produzieren. Ein unglaublich kreativer Akt!
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Die Kreativität und Vielseitigkeit der Bildhauerei faszinierten mich enorm. Im Endeffekt die Kreativität und Lust, sich auszudrücken. Egal ob es Bildhauerei, Malerei, Musik oder Film ist. Zudem war mir wichtig, dass ich das Handwerk beherrsche. Erst dann ist es möglich, sich künstlerisch auszudrücken. Heute sind Sie nicht nur Bildhauer, sondern auch Maler, Rockmusiker, Buchautor, Filmemacher und Schauspieler. Was ist die Intention, dass Sie in fast sämtlichen künstlerischen Bereichen tätig sind? Glücklicherweise blieb ich nicht nur bei der Bildhauerei, sondern begann, mich auch in anderen Kunstrichtungen zu artikulieren. Leider ist die bedeutende Bildhauerei in unserem Kanton so ziemlich zusammengebrochen; Kunst am Bau ist z. B. kaum noch ein Thema. Inzwischen ist es eine brotlose Kunst, und ich kann glücklich sein, dass ich mich schon früh diversifiziert habe. Verzetteln Sie sich mit dieser künstlerischen Fülle nicht etwas? Ich mache nur das, was ich auch wirklich kann. Und was ich mache, versuche ich gut zu machen. Davon zeugen meine Kritiken und die vielen Preise. Auch im Film. Ich
Und weshalb begannen Sie 1999 als Filmemacher? Mich verfolgte der Wunsch, zu filmen, schon lange. Ich wusste aber, dass das sehr teuer ist. Ich musste mir deshalb alles selbst aneignen. Ich sagte mir, wenn es die digitale Technik erlaubt, Filme auf Grossleinwand zu projizieren und ich das zahlen kann, dann mach ich es. 1999 war es schliesslich so weit, und ich drehte mit einem Freund ein Roadmovie. Die Kulturkinos wollten den Film nicht zeigen, das Maxx in Emmenbrücke aber schon. Sechs Wochen lief der Film dann dort mit grossem Erfolg. Diese erste Produktion, bei der wir alles selber gemacht haben, hat uns definitiv gepackt. Mystik und Religion spielen in Ihren Werken eine zentrale Rolle. Welche Bedeutung haben sie für Sie und Ihr Leben? Mystik und Religion spielen auch in meinem Leben eine grosse Rolle. Ich wuchs katholisch auf – aber nicht streng. In Lungern hatten wir einen grossartigen Pfarrer und einen differenzierten Religionsunterricht. Ich bin Kulturkatholik. Ein Christ, der weiss, dass es noch anderes gibt. Auch ein indianischer Medizinmann hat auf seine Weise recht. Der christliche Glaube ist mir am nächsten. Ich muss nicht nach Indien gehen und meinen Weg suchen, wenn ich ihn hier vor der Haustüre nicht finde.
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Werden Sie weiterhin alle künstlerischen Disziplinen weiterverfolgen? Ja, ich werde weiterhin das machen, wonach es mir ist. Und das sind nun mal all diese Kunstdisziplinen. Ihre kommenden Projekte? Ich werde eine Tell-Verfilmung machen, die weder Patrioten beleidigt noch diejenigen rechts aussen bestärkt. Es wird eine archaische Geschichte. So, wie man den Tell noch nie gesehen hat. Einfach richtig mittelalterlich. Das Projekt ist gut aufgegleist. Dann mache ich einen Film für die Sendung Sternstunde über die Christianisierung der Schweiz im 7. Jahrhundert. Und Anfang April ist mit «Das Jericho-Prinzip» mein neues Buch erschienen. Sie wuchsen in Lungern auf und leben heute in Kägiswil. Beide Ortschaften liegen an der Linie der Zentralbahn. Haben Sie daran Kindheitserinnerungen?
Unser Haus lag direkt neben der Zentralbahnlinie in Lungern. Als Kind war die Bahn natürlich die Attraktion und diente als spielerisches Element. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir Angst um unsere Katze hatten, da sie vorzugsweise das Gleis überquerte, wenn ein Zug heranfuhr. Wir wuchsen in einer Zeit auf, in der wir noch nicht so mobil waren. Die Ausflüge mit den Grosseltern mit der Bahn waren immer ein schönes Erlebnis. Später benutzte ich die Bahn, um ins Kino nach Sarnen zu fahren. Der Bahnhof Lungern war oftmals unsere Spielwiese, weil es dort einen spannenden Güterschuppen und einen Süssigkeitenautomaten gab. Wir Kinder wussten: Mit einem speziellen Trick können wir alle Milky Ways auf einmal rauslassen. Die Bahn gehörte einfach zu uns. Benutzen Sie auch noch heute die Zentralbahn? Mindestens zweimal im Jahr, wenn ich auf den Brünig zum Brünigschwinget und nach Luzern zur Fasnacht fahre. Für diese Anlässe gehört die Zentralbahn traditionell einfach dazu. Sie ist eine Art Vorfreude auf den eigentlichen Anlass. Die Zentralbahn investiert viel in Rollmaterial und Infrastruktur. Ebenso baut sie die Frequenzen aus. Wie beurteilen Sie das? Meine Bekannten und ich sind der Meinung, dass inzwischen ein ausgezeichnetes Rollmaterial besteht. Auch den Taktfahrplan erachten wir als sehr gut. Die Bahnhöfe wie Lungern, Giswil und Sarnen Nord gefallen uns architektonisch leider nicht. Auch scheinen sie überdimensioniert zu sein. Schon heute gibt’s bei Barrieren – speziell in Sarnen – häufige und grosse Wartezeiten. Wenn dann noch der 15-Minuten-Takt kommt, muss man diesbezüglich was unternehmen. Ich konnte auch nicht verstehen, dass man damals die Brünigbahn zur Zentralbahn umtaufte. Die «Zentralbahn» hätte ja die Holding sein können. Mit dem Brünig hatte man eine Marke, mit der man beste Werbung hätte machen können. Es gibt nun mal keine Ortschaft «Zentralbahn». Die Jungfraubahn heisst ja auch nach dem Namen der Attraktion. Da scheint mir bei der Zentralbahn eine Chance vertan worden zu sein.
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Doppelspurausbau Hergiswil
Nach schwierigen Jahren bald ein glückliches Ende Was lange währt, wird endlich gut! Nach dem Beschluss von 1983, eine durchgehende Doppelspur von Luzern nach Hergiswil zu bauen, nach mehreren Planungsvarianten und gleich vielen Sistierungen hat man sich mit dem Doppelspurausbau Hergiswil 1. Etappe gefunden. Seit dem 4. Februar 2019 wird nun gebaut. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 werden die Züge auf der Doppelspur fahren. Die Haltestelle Matt geht im Frühling 2020 in Betrieb.
Schlüssel bis zur Haltestelle Matt und von dort eine später realisierbare unterirdische Weiterführung bis kurz vor den Bahnhof Hergiswil. Das Projekt hätte zusammen mit der Doppelspur-Tieflegung zwischen Luzern und Hergiswil realisiert werden und auf den Fahrplanwechsel 2013/2014 in Betrieb gehen sollen. «Aufgrund des massiven örtlichen Widerstandes mit 175 Einsprachen wurde das Projekt», so Projektleiter Florian Homma von der Zentralbahn, «das aus Hochwasserschutzgründen eine erhöhte Linienführung und damit auch erhöhte Lärmemissionen zur Folge gehabt hätte, durch die politischen Verantwortungsträger 2011 sistiert.»
Gesamtprojektleiter Florian Homma.
Seit dem 4. Februar 2019 sind die Bauarbeiter in Hergiswil an der Arbeit für die Umsetzung der Doppelspur. Was heute errichtet und 2020 dem Verkehr übergeben wird, fand seinen Anfang vor 36 Jahren: 1983 verabschiedeten die Parlamente der Kantone Obwalden, Nidwalden und Luzern sowie der Stadt Luzern die gleichlautenden Postulate für einen durchgehenden Doppelspurausbau von Luzern bis Hergiswil. Gescheiterte Projekte Es folgten über die kommenden Jahre hinweg verschiedenste Varianten- und Machbarkeitsstudien, ob oberirdisch oder unterirdisch, in verschiedenen Längen und Lagen.
Eine davon war die Variante «Tunnel kurz» und beinhaltete eine offene zweispurige Linienführung von Hergiswil
2016 – Durchbruch mit neuer Variante Die Odyssee der Varianten fand schliesslich ein Ende, nachdem sich alle Beteiligten auf einen offenen Doppelspurausbau ab Hergiswil Schlüssel bis zur Haltestelle Matt einigten – mit der Bedingung, dass ein Anschluss an ein allfälliges Folgeprojekt «Tunnel kurz» möglich ist. 2016 wurde das Projekt ausgearbeitet.
Ziel war, sämtlichen Problemen den Zahn zu ziehen und die Anliegen der «IG Lärm weg» zu berücksichtigen. Florian Homma: «Die Doppelspur-Gleislage wurde gegenüber dem ursprünglichen Projekt 1,5 Meter tiefer geplant und entspricht etwa der heutigen Höhe. Durch Kurvenstreckung kann eine Reduktion des Kurvenkreischens ermöglicht werden. Und schliesslich erfährt der Bachverlauf nur eine geringfügige Anpassung.» Dieses Vorgehen zeigte bei den Kritikern Erfolg. Der Landund Rechtserwerb konnte im Vorfeld zu 100 Prozent ohne Enteignungsverfahren abgeschlossen werden. «Dieser Umstand bestätigt, dass das vorliegende Projekt akzeptiert wird», betont Homma. Einziger Wermutstropfen: Eine Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht führte zu einer fünfmonatigen Verzögerung im Projekt.
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16 Visualisierungen neue Haltestelle Hergiswil Matt.
15-Minuten-Takt gewährleistet Die Gemeinde und der Kanton unterstützen das Projekt. «Bei den Anrainern waren zwar keine Begeisterungs-stürme zu spüren», erinnert sich Florian Homma. «Trotzdem wurden wir überall offen empfangen und konnten erfolgreich Vereinbarungen über den Land- und Rechts erwerb sowie bauliche Massnahmen im Zuge der Bau arbeiten abschliessen.»
«Unser Ziel ist die Realisierung des Doppelspurausbaus zwischen Hergiswil Schlüssel und Matt bis Mitte 2020», so der Projektleiter, «damit die neue Haltestelle Hergiswil Matt durch die S4 und S5 im 15-Minuten-Takt bedient und der heutige Bahnersatz zwischen Hergiswil Dorf und Matt (Mattbus) aufgehoben werden kann.» Die Hergiswiler können sich zudem über einen Neubau der Haltestelle Hergiswil Matt inklusive zentraler Personenunterführung freuen. Der Dorfteil Matt ist damit wieder vollumfänglich mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. «Und ganz nebenbei erreicht man damit eine Verbesserung der Fahrplanstabilität zwischen Luzern und Hergiswil», so Homma.
Die wichtigsten Neuerungen Das Projekt Doppelspurausbau Hergiswil, 1. Etappe, Schlüssel – Matt, umfasst im Wesentlichen die folgenden Elemente: • Doppelspurausbau in Hergiswil von Hergiswil Schlüssel bis nach der Haltestelle Hergiswil Mattt von insgesamt 830 Metern. • Neubau der Haltestelle Hergiswil Matt mit Rückbau der bestehenden Haltestelle. • Neubau eines Haus- und Aussenperrons mit 190 Metern Nutzlänge. • Neubau einer Personenunterführung mit beidseitigen Rampen- und Treppenzugängen. • Teilüberdachung der Rampen- und Treppenaufgänge sowie des Wartebereiches des Haus- und Aussenperrons. • Neubau des Gleisunterbaus inkl. Gleisent wässerung. • Umsetzung des Behindertengleichstellungs gesetzes BehiG. • Rückbau altes Haltestellengebäude. • Bau diverser Lärmschutzwände entlang des Trassees.
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Bauarbeiten laufen wie geplant Die Gesamtkosten des Grossbaus belaufen sich auf 38,4 Millionen Franken – 30,2 für den Doppelspurausbau und 8,2 für die Haltestelle Matt. «Die Möglichkeit zur Weiterführung des Doppelspurausbaus von Hergiswil Matt bis
Hergiswil Dorf in einem Tunnel (Variante ‹Tunnel kurz›) ist dadurch gewährleistet, wird aber nicht vor 2035 umgesetzt», so Projektleiter Florian Homma. Eine Beschwerde führte zu einer Verzögerung von fünf Monaten, weshalb das Bauprogramm komplett überarbeitet werden musste. Daraus resultiert auch die etappenweise Inbetriebnahme der Doppelspur und der Haltestelle Matt. Nach dem Baustart am 4. Februar 2019 folgten erste Vorbereitungsarbeiten wie die Einrichtung der Bauplätze. Inzwischen werden die zwei betroffenen Brücken erstellt, die alte Haltestelle Matt abgebrochen und mit dem Bau der neuen Haltestelle begonnen. Alles läuft mittlerweile wie geplant. In einem ersten Schritt wird die Doppelspur fertiggestellt und mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 in Betrieb gehen. «Um dieses Ziel zu erreichen, wird neben der vierwöchigen Sperre im Frühling 2019 eine weitere zweiwöchige Sperre im Herbst 2019 notwendig», erklärt Homma. «Die Fertigstellung der Haltestelle Matt inklusive fahrplanmässige Inbetriebnahme wird im März 2020 erfolgen.»
Gesamtprojektleiter Florian Homma (links) und Fritz Schürmann, verantwortlicher Bauführer der Marti AG.
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Volkmar Walz erklärt den Prüfstand für die Schienenkopfkonditionierung.
So trifft das Konditionierungsmittel auf die Schiene.
Kampf gegen das Kurvenkreischen
Lärm mit modernster Technik minimieren Das Problem ist so alt wie die Eisenbahn. Bis heute gehört es zu den unangenehmsten Begleiterscheinungen: das Kurvenkreischen. Die Reibschwingungen der Züge verursachen in den Kurven ein Quietschen von gegen 80 Dezibel. Nach intensiven Tests kann die Zentralbahn dieses Problem nun durch den Einsatz von Schmiermitteln auf ein Minimum reduzieren.
Auch die Zentralbahn hat mit dem Kurvenkreischen zu kämpfen. «Da uns zufriedene Anrainer unserer Strecken wichtig sind», erzählt Volkmar Walz, «entwickelten wir in unzähligen Tests im Auftrag des Bundes eine Methode, mit der wir das Quietschen der Züge massiv reduzieren können.» Walz ist Mitarbeiter des Flottenmanagements der Zentralbahn und zuständig für die Flottentechnik. Kurvenquietschen entsteht beim Befahren von engen Gleisbögen, wenn die Räder aufgrund der Kurvenradiendifferenz der beiden Schienen gleichzeitig unterschiedlich lange Wege zurücklegen müssen. Walz: «Da sie starr über eine Achse verbunden sind, kann dies nicht schlupffrei geschehen. Dies zwingt das Innere zum Schlupf, und das Rucken bringt das Rad in Kurven wie eine Glocke zur Resonanz.» Einsatz von ökologischem Schmiermittel Am lautesten tönt es bei kalter Trockenheit. «An heissen Tagen ist das Quietschen weniger intensiv», so Volkmar Walz. «Regnet es, laufen die Räder meist wie geschmiert auf den
Schienen.» Viele Faktoren seien für den Lärm verantwortlich: Geschwindigkeit, Bauart der Drehgestelle sowie das Alter des Zugs. «Solange aber starre Achsen existieren, bleibt ein gewisser Lärm erhalten.» Die Zentralbahn hat sich entschieden, mit einem speziellen Schmiermittel – einem Fett mit Gleitpartikeln –, das ökologisch abbaubar ist, dem Kreischen den Garaus zu machen. «Bei ausgewählten Stellen sprüht man während der Fahrt von oben ein Konditionierungsmittel auf die Oberseiten der Schiene», erklärt der Ingenieur. «Wenn der Zug nun über diesen dünnen Fettfilm fährt, verhindert dieser die Schwingungen und somit den Lärm.» Computergesteuerter Einsatz Das System ist ausgeklügelt – der Lokführer muss dabei keinen Spritzbefehl erteilen. Alles läuft computergesteuert und automatisch. Volkmar Walz: «Auf der Schiene kurz vor einer Kurve befindet sich ein Kontaktstreifen mit einer Adresse. Die Lok fährt darüber und reagiert computer gesteuert mit dem Sprühen. Natürlich nur auf einer kurzen Strecke. Und auch nicht jedes Mal, da der Fettfilm für mehrere Kompositionen reicht.»
Die Tests der Zentralbahn waren rundum erfolgreich. «Der mobile Einsatz der Schmiermittel hat keinen negativen Einfluss auf das Anfahren oder Bremsverhalten», betont der 48-Jährige. «Auch die lärmgeplagten Anrainer zeigen sich erfreut. Wir sind nun daran, sämtliche Kompositionen einer Fahrzeugflotte mit dieser Technologie zu bestücken.»
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Betriebe entlang der Zentralbahn
Ressourcenorientierte Arbeits angebote in der Seeburg Fährt man mit der Zentralbahn von Luzern ins Berner Oberland, steht kurz vor dem Bahnhof Interlaken Ost das Verwaltungsgebäude der Seeburg. Das Sozialunternehmen ist seit 32 Jahren im Berner Oberland engagiert.
Institutionsleiter Adrian Zmoos zur Ausrichtung der Seeburg: «Eine unserer Kernkompetenzen ist die berufliche Integration. In diesem Bereich sind wir regional führend. Wir fördern und begleiten Menschen auf ihrem Weg in die Erwerbsfähigkeit. Als Instrumente zur Umsetzung der berufsintegrativen Aufgaben führen wir im Raum Interlaken in unterschiedlichen Branchen eigene Betriebe und Dienstleistungsbereiche.»
geeignetes Arbeitsumfeld. Damit haben diese wieder in einen Arbeitsprozess integrierten Personen weiterhin die Möglichkeit, einer befriedigenden Tätigkeit nachzugehen. Die Begleitung im Arbeitsalltag erfolgt durch pädagogisch geschultes Personal. Nicht die Arbeitsleistung und das Arbeitstempo stehen dabei im Vordergrund, sondern die Gewährleistung einer Tagesstruktur und die Einbindung in soziale Leistungs- und Erfolgsprozesse.
Er ist überzeugt: «Arbeit als ein für jedermann zugängliches Gut entwickelt sich immer deutlicher zu einer sozialpolitischen Notwendigkeit. Arbeiten zu können, bedeutet für Menschen unserer Gesellschaft nicht nur Erwerbseinkommen, sondern auch Sinn, Struktur, Identifikation und Teilhabe.» Unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten im Angebot Hier liegt das Engagement der Seeburg. Menschen, die aufgrund einer Leistungseinschränkung aus dem privaten Arbeitsmarkt ausgeschieden sind, soll der soziale Arbeitsmarkt offenstehen. Dieser Zielgruppe bietet das Sozialunternehmen in seinen Betrieben und Dienstleistungs bereichen ganz unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten an, deren Herausforderungen den individuellen Fähigkeiten der Mitarbeitenden entsprechen. Programmpunkte sind Neigungs- und Ressourcenabklärung, fachbezogene Einarbeitung in die Tätigkeit und die Platzierung in ein
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Kurz und bündig Entdeckungen im Luzerner Untergrund Luzern ist immer eine Reise wert, und dabei gibt es auch auf der «Rückseite der Kalenderbilder» manch Spannendes zu entdecken. Der Verein UntergRundgang hat sich zum Ziel gesetzt, abseits der touristischen Hotspots Geschichten zum Arbeiterquartier Untergrund zusammenzutragen und zu präsentieren – unterlegt mit historischen Bildern. Auf mittlerweile sieben Touren kann man eintauchen in die vielfältigen Lebenswelten an der Basel- und Bernstrasse. Wohnen und Arbeiten, Beizen und Bocciabahnen, Kaffee- und Pastaproduktion, über 70 Nationalitäten auf engem Raum beieinander und natürlich die Geschichte der Eisenbahn sind einige der Stichworte; im neusten Programm ergänzen ein legendärer Elefant und ein Bär das Panoptikum. www.untergrundgang.ch
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