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ImmoPuls 2020

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www.leaderdigital.ch Februar / 2020 Preis Fr. 8.00

Das Messemagazin der Immo Messe Schweiz

Olma Messen St. Gallen 20.– 22. März 2020 www.immomesse.ch

Sonderschau «erneuerbar heizen» Das offizielle Messemagazin mit Hinweisen zur Messe ab S. 8 Ausstellerverzeichnis ab S. 78

Haus & Energie:

Nachhaltige Lösungen fürs Eigenheim Seite 16

Thomas Mesmer:

«An der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen» Seite 33

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Gutschein Immobilienbewertung

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Mein erstes Haus.

Meine erste Bank.

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Der Drang nach mehr Gestaltungsspielraum. Die Zukunft ausmalen. Ein eigenes Zuhause. Wer so denkt, ist bei der St.Galler Kantonalbank an der richtigen Adresse. Sie kennt den Immobilienmarkt und weiss aus langer Erfahrung, was sich wo mit welchem Modell sicher und preiswert finanzieren lässt. Das hat sie fßr viele zur ersten Bank gemacht. sgkb.ch


EDITORIAL www.leaderdigital.ch

Februar / 2020 Preis Fr. 8.00

Das Messemagazin der Immo Messe

Olma Messen St. Gallen 20.– 22. März 2020 www.immomesse.ch

Sonderschau «erneuerbar heizen» Das offizielle Messemagazin mit Hinweisen zur Messe ab S. 8 Ausstellerverzeichnis ab S. 78

Schweiz

Haus & Energie:

Nachhaltige Lösungen fürs Eigenheim Seite 16

Thomas Mesmer:

«An der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen» Seite 33

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Gutschein Immobilienbewertung

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ImmoPuls 2020 Eine LEADER-Sonderausgabe zum Thema Wohnen und Immobilien.

Magazin LEADER MetroComm AG Bahnhofstrasse 8 Postfach 1235 9001 St. Gallen Tel. 071 272 80 50 Fax 071 272 80 51 ­ leader@metrocomm.ch www.leaderdigital.ch Verleger:

Natal Schnetzer

Redaktion: Tanja Millius (Leitung) tmillius@metrocomm.ch Dr. Stephan Ziegler sziegler@metrocomm.ch Fotografie:

Thomas Hary

Titelbild:

Bauatelier Metzler Haus & Energie

Heraus­geberin, MetroComm AG Redaktion Bahnhofstrasse 8 und Verlag: 9001 St.  Gallen Tel. 071 272 80 50 Fax 071 272 80 51 www.leaderdigital.ch www.metrocomm.ch leader@metrocomm.ch Geschäftsleitung: Natal Schnetzer nschnetzer@metrocomm.ch Verlags- und Helena Renggli Anzeigenleitung: hrenggli@metrocomm.ch Marketingservice / Fabienne Schnetzer Aboverwaltung: info@metrocomm.ch Abopreis:

Fr. 60.– für 18 Ausgaben

Erscheinung:

Der LEADER erscheint 9 × jährlich mit Ausgaben Januar / Februar, März, April, Mai, Juni, August, September, Oktober, November / Dezember, zusätzlich 9 Special-Ausgaben

Gestaltung / Satz: Andrea Hohl ahohl@metrocomm.ch

LEADER ist ein beim Institut für geistiges Eigentum ­ ein­ge­­tragenes Markenzeichen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine H ­ af­tung.

ISSN 1660-2757

Der Mut, das Richtige zu tun Jeder von uns hat wohl schon vor der Situation gestanden, seine Wohn­ situation überdenken zu müssen oder für sein Unternehmen eine neue Lösung zu finden. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Lage, Verkehr­ sanbindung, Grösse und Ausgestaltung der Räume, Nachbarschaft, Preis. Für die Suche selbst gibt es heute eine Vielzahl praktischer digitaler Tools – und physische Messen wie etwa die Immo Messe Schweiz. Die Vorarbeit müssen hingegen andere machen: Einzonung und Erschliessung von Flächen etwa, auf denen das entstehen kann, was eine Gemeinde oder eine Stadt in einer idealen Mischung braucht. Wer eine lebendige Stadt, ein lebendiges Gebiet will, in der Einwohner und Gewerbe befruchtend koexistieren, der braucht bei diesen Vorarbeiten auch mutige Würfe. Es geht nicht darum, Städte zu «verbauen», sondern den ver­ änderten Bedürfnissen entgegenzukommen. Wer nicht uferlos nach aussen wachsen kann, braucht intelligente Lösungen zur inneren Verdichtung. Denn nie zuvor waren Private, aber auch Unternehmen so mobil wie heute. Selten ist die Wahl des Standorts oder Wohnorts ein reiner Herzensentscheid, immer geht es auch darum, sich praktische Wünsche zu erfüllen. Werden diese hier nicht erfüllt, geschieht dies vielleicht dort. Die Suche nach der richtigen Immobilie ist also auch immer ein Abwägen, ein Aufrechnen verschiedener Faktoren. Selten wird alles erfüllt, was man sich wünscht. Fragt man Experten, wo Immobiliensuchende am wenigsten Kompromisse machen, ist die Antwort allerdings klar: bei der Lage. Denn (fast) alles andere lässt sich beeinflussen oder verändern, die Lage ist gegeben. Wer im Wettbewerb der Standorte also nicht verlieren will, muss den Mut haben, das auf lange Sicht Richtige zu tun und aktive Arealentwicklung zu betreiben. So werden selbst aus Zonen, die historisch gesehen eine ganz andere Rolle spielten, plötzlich «Trendspots». Die Ostschweiz ist gut beraten, gerade bei der Planung der regionalen Zentren keine Nostalgie walten zu lassen, sondern gross zu denken. Die nächsten Generationen werden dankbar sein.

Natal Schnetzer Verleger

SPECIAL | Februar 2020

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Vorarlberg Museum, Bregenz

GROSSES LEISTEN –

AUCH ALS KLEINE BANK. WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS. Ihr Spezialist für die Finanzierung von Geschäfts-, Gewerbe- und Industrieimmobilien sowie Renditeobjekten. Zählen Sie dabei auf die persönliche Betreuung einer Regionalbank mit den Stärken und Möglichkeiten einer Grossbank. Hypo Vorarlberg Bank AG, Bregenz, Zweigniederlassung St. Gallen, Bankgasse 1 T 071 228 85 00, www.hypobank.ch


VORWORT

Natürlich nachhaltig – der Umwelt zuliebe Liebe Leserinnen und Leser Nachhaltigkeit ist heute mehr als ein Trend, es ist eine Art neues Credo – ge­ rade auch bei Immobilien. Wer heu­ te ein Eigenheim baut, seine Immo­ bilie umbaut oder saniert, denkt dabei auch an die Umwelt. Dazu gehören das Bauen mit natürli­ chen Materialien, die Energie­ effizienz und der Gedanke, der nächsten Generation eine nach­ haltige Immobilie weiterzugeben. Die aktuellen und künftigen Ener­ giegesetze tragen das Ihre dazu bei, dass Hauseigentümer sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinan­ dersetzen. In Bezug auf umweltfreundliches Bauen und Sanieren stellen sich viele Fragen: Welche nachhaltige Lösung ist die beste in der je­ weiligen Situation, was gilt es zu beachten, welche Vorschriften bestehen? Vermehrt steht bei Renovationen auch die Werterhal­ tung im Vordergrund: Nicht alles wird abge­ rissen und neu gebaut. Werterhaltung ist

wieder zunehmend wichtiger geworden, ganz nach dem Motto: Aus alt wird alt-neu. Die Immo Messe Schweiz beleuchtet dieses Jahr die Themen «Energie» und «Haus & Ener­ gie» auf vielfältige Weise. Aussteller können sich vorstellen und ihre Produkte und Dienst­ leistungen in den Fokus stellen. Besucherin­ nen und Besucher können sich persönlich informieren und beraten lassen. Bauen und Umbauen ist immer auch ein emotionales Erlebnis – da will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Der künftige Bauherr findet vor Ort viel mehr Inspiration und direktes Erleben als im Inter­ net. An der Immo Messe Schweiz kann Hand­ werk live erlebt werden und verschiedene Themeninseln laden zum Anfassen, Erleben und Staunen ein. Natürlich schön und nach­ haltig Wohnen ist möglich – überzeugen Sie sich selbst! Herzlich,

Olga Pelliccione Messleiterin Immo Messe Schweiz

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SPECIAL | Februar 2020

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Bewirtschaftung | Vermarktung – Ihr Partner in der Ostschweiz

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INHALT 22

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08 Immo Messe Schweiz 2020 Besuchererlebnis und Inspiration

54 Markus Scherrer, Schöb AG Glücklich leben auf engstem Raum

16 Haus & Energie Nachhaltige Energielösungen fürs Eigenheim

56 Tiny Houses Leben auf kleinem Fuss

22 Haus & Energie Nachhaltig heizen fürs Klima

58 Markus Signer, Markus Signer AG Aus Liebe zum Handwerk

28 Nicolo Paganini, Olma Messen St. Gallen «Begegnungsort für die Ostschweiz»

60 Sonderausstellung «Gallery» Blick in die schönsten St. Galler Lokale

33 Thomas Mesmer, SVIT «An der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen»

62 Sabeth Holland, Künstlerin Kunst am Bau soll emotional berühren

38 Huaxin Häni, Architektin Nachhaltige Materialien müssen nicht teurer sein

68 Simon Schönenberger, Architekt Energieeffizient und trotzdem komfortabel bauen

40 Michael Koller, Brädäx GmbH Nischenprodukt mit steigender Beliebtheit

70 Thomas Schneider, Securitas «Sicherheit ist keine Preis-, sondern eine Qualitätsfrage»

44 Thomas Eigenmann, HEV Verwaltungs AG «Beim Traumhaus rasch, aber nicht überstürzt zuschlagen»

74 Marktplatz Hier werden Sie fündig

49 Immobilienfinanzierung Unliebsame Überraschungen vermeiden

78 Immo Messe Schweiz 2020 Ausstellerverzeichnis nach Branchen

SPECIAL | Februar 2020

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IMMO MESSE SCHWEIZ 2020

Highlights der diesjährigen Immo Messe Die Immo Messe Schweiz präsentiert sich auch 2020 mit inspirierenden Ideen zum Thema Bauen und Wohnen. «Natürlich Schön Wohnen» Wer heute ein energieeffizientes Haus bauen möchte, interessiert sich vermehrt auch für natürliche Bau­ materialien. Am Gemeinschaftsstand «Natürlich Schön Wohnen» sind verschiedene Anbieter vor Ort, welche natürliche Produkte wie Lehm, Holz, Schurwolle etc. anbieten. Partner sind: Jud Ofen- und Cheminée­ bau, Herisau, Naturhuus, Herisau, Fiwo AG, Amriswil, Brädäx Gmbh, Appenzell und Lignum Holzkette St. Gallen. Einbruch & Sicherheit Wunsch nach Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist ein Grundbedürfnis. Am Gemeinschaftsstand können sich Besucher von der KAPO St. Gallen neutral beraten lassen und bei weiteren Partnern über Produkte im Sicherheits­ sektor beraten lassen. Tiny Houses Die Minihäuser oder Tiny Houses stossen auch in der Schweiz auf immer grösseres Interesse. An der Immo Messe können Besucher ein Tiny House der Schöb AG aus Gams live anschauen und sich über diese mimimalistische Wohnform informieren. Bagger Challenge Hier ist Geschicklichkeit gefragt! Gross und Klein können ihre motori­ schen Fähigkeiten beweisen und zeigen, wer der geübteste Baggerführer ist. Partner des Anlasses ist die Cellere Bau AG, St. Gallen. «Das Aussengelände pulsiert» Auf dem Freigelände F9 treffen die Besucher verschiedene Ausstellungs­ formen: Einen Container voller Parkett­ böden, ein vielseitiges Eventmodul, einen Showcar voller Bodenbeläge, den BORA-Truck mit seinem innovativen Bora-Dampfabzug und ein Hauselement aus Holz. Reinschauen und auspro­ bieren ist erwünscht!

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SPECIAL | Februar 2020

Immo Messe Schweiz – Besuchererlebnis und Inspiration Die grösste Schweizer Messe für Planung und Erwerb von Wohn­ eigentum stellt 2020 das Thema Energie in den Fokus und beleuchtet es mit Experten und Fachleuten auf vielfältige Weise. Zahlreiche Aussteller präsentieren innovative Produkte und beraten Besucher zum Thema Nachhaltigkeit bei Bau und Renovation. Attraktive Themen­inseln inspirieren und sorgen für nachhaltige Besuchererlebnisse.


IMMO MESSE SCHWEIZ 2020

Messethemen Immobilien – Planung, Neubau und Erwerb von Eigenheimen, Stockwerkeigentum – Architektur, Innenarchitektur – Fertighaus, Systemhaus – Finanzierung, Versicherung – Ferienhaus/-wohnung – Liegenschaft im Ausland – Landschaftsarchitektur – Facility Services – Investitionsobjekte

Wie sieht die Energie der Zukunft aus und was bedeutet das für Immobilienbesitzer? Antwor­ ten auf diese und viele andere Fragen erhalten die Besucher von zahlreichen Ausstellern im Energiesektor, aber auch von spezialisierten Un­ ternehmen beim Sonderthema «Haus & Ener­ gie». Die Sonderschau «erneuerbar heizen» vom Bundesamt für Energie in Zusammenarbeit mit der Energieagentur St. Gallen gibt zusätzliche Impulse für nachhaltiges Heizen.

Visionen entwickeln Die «Immobilien-Vision Ostschweiz» hat sich in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt von Politik, Wirtschaft und Gewerbe entwickelt. Die Immobilien-Vision am 20. März ist der Eröffnungsanlass der Immo Messe und wird mit den Patronatspartnern HEV und SVIT durchgeführt. Dieses Jahr werden aktuelle Fragen rund um die Energieversorgung und erneuerbare Energiequellen aufgegriffen.

Am IMMO-Forum und ENERGIE-Forum am Samstag 21. März und Sonntag 22. März erhalten die Besucher in verschiedenen kur­ zen Referaten Inputs rund ums Thema Im­ mobilien, Finanzierung und nachhaltige Heiz­ systeme. Der Eintritt zur Messe, der Immobilien-Vision und zu den Messeforen sind kostenlos. Für die Immobilien-Vision ist eine Anmeldung nötig.

Vielfältige Themeninseln Viel Inspiration rund um die Themen Bau­ en und Renovation bieten verschiedene Themeninseln, darunter «Natürlich Schön Wohnen» und «Einbruch und Sicherheit». Ein Highlight ist «Kunst am Bau»: Die be­ kannte St. Galler Künstlerin Sabeth Hol­ land stellt erstmals ihre «Spacers» der Öf­ fentlichkeit vor.

Bauen und Renovieren – Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen (Minergie, Passivhaus) und Sanieren – Bauberatung, Bauleitung – Baubiologie, -ökologie, -physik – Gebäudehülle (Dach, Fassade) – Wärme- und Schalldämmung – Fenster, Türen – Balkon, Wintergarten – Innenausbau, Boden, Wand, Decke – Küchen, Küchen-Einbaugeräte – Bad, Sauna, Pool – Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen – Gebäudeautomation – Elektro-, Sicherheits-, Informationsund Kommunikationstechnik Energie und Umwelt – Energieberatung – Erneuerbare Energie (Solarenergie, Bioenergie, Fernwärme) – fossile Energie (Heizöl, Erdgas) – elektrische Energie – Umweltschutz – Abwassertechnik Sonderschauen, Erlebniswelten und Themeninseln – Sonderthema «Haus & Energie» – Sonderschau «erneuerbar heizen» – Natürlich Schön Wohnen – Einbruch & Sicherheit – Das Aussengelände pulsiert – students@work – Gallery Architekturfotografie – Gallery Innensicht – Allee Sabeth Holland – Bau dir was und Kinderhort KidsHome – Handwerk Live – Bagger Challenge

SPECIAL | Februar 2020

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IMMO MESSE SCHWEIZ 2020

Fachveranstaltungen Freitag, 20. März 2020

Fachtagung «Mehr öffentliche Gebäude mit Schweizer Holz» und «Abgabe im Baurecht – Fluch oder Segen?» Welches Potential hat die Wald- und Holzwirt­ schaft, wie sieht die Zukunft des Holzbaus aus und wie die Wege zum Holzbau aus ein­ heimischem Holz? Das Vormittagsprogramm der Fachtagung gibt Antworten auf diese Fragen. Es richtet sich an die Vertreter der ganzen Kette vom Waldbesitzer mit Förster, über den Säger und Zimmermann bis zum öffentlichen Bauherrn mit seinem Planer. Am Nachmittag werden Bauherren, Investoren und Grundbesitzer, die sich mit Baurechten auseinandersetzen müssen, der Stand des Baurechts in der Schweiz und Entscheidungs­ grundlagen aufgezeigt. Veranstalterin der kostenpflichtigen Fachtagung ist die Verei­ nigung staatlicher und kommunaler Leiter Immobilien (VLSI). https://vsli-events.ch/tickets

Immobilien-Vision Ostschweiz / Eröffnung Immo Messe Schweiz Thema: Der Umbau zu erneuerbaren Energiequellen ist voll im Gange – aber wie stellen wir die Energieversorgung sicher? Alles soll grün werden – doch niemand will seinen Konsum einschränken. Der Referent Adriano Tramèr, Bereichsleiter Produktion bei der SAK, erklärt, weshalb das Haus immer mehr zu einem Kraftwerk wird und wie das Haus der Zukunft zum Produktionsort wird. Renato Tami, Geschäftsführer Elcom, zeigt auf, ob uns künftig im Winter eine Unterver­ sorgung mit Energie erwartet, in welchen Ab­ hängigkeiten sich die Schweiz befindet und wie die Verfügbarkeit von Strom auch in Zukunft gesichert werden kann. Beim anschliessen­ den Talk treffen die beiden Referenten auf die Präsidenten des SVIT Ostschweiz, Tho­ mas Mesmer, und HEV Kanton St. Gallen, Dr. Walter Locher, um die Einschätzungen weiter zu vertiefen. Der Anlass wird durch Aileen Zumstein moderiert. SVIT Ostschweiz, HEV Kanton St. Gallen und Olma Messen St. Gallen führen die Immobi­ lien-Vision Ostschweiz und die Eröffnung der Immo Messe Schweiz zusammen durch. www.immomesse.ch/immovision

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SPECIAL | Februar 2020

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IMMO MESSE SCHWEIZ 2020

Messeübersicht

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Halle 9.0 – Ausstellung – Sonderthema Haus & Energie, Stand 9.0.010 – Sonderschau «erneuerbar heizen» 9.0.032 – students@work (beim Sonderthema Haus & Energie), Stand 9.0.010 – Themeninsel Einbruch & Sicherheit, Stand 9.0.052 – Themeninsel Natürlich Schön Wohnen, Stand 9.0.024 – HandwerkLive, Stand 9.0.018 – Bau dir was, Stand 9.0.047 – Bagger Challenge, Stand 9.0.050 – Vortragsforen: IMMO-Forum und ENERGIE-Forum – Fachtagung VSLI / Lignum (Freitag Nachmittag im IMMO-Forum) – Pressecorner – Bar Aromatico – KidsHome Kinderhort (Samstag / Sonntag) Halle 9.1 – Ausstellung – Gallery Heimatschutz SG / AI, Stand 9.1.064 – Gallery Architekturfotografie GBS, Stand 9.1.010 – Pressecorner – Piazza-Bar Halle 9.1.2 – Restaurant Rosso (Samstag und Sonntag) – Immobilien-Vision Ostschweiz / Eröffnung Immo Messe Schweiz (geschlossene Veranstaltung) – Fachtagung VSLI / Lignum (Freitag Vormittag) Freigelände F9 – Ausstellung – Verpflegungsstände

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2– 9 Hallen Freigelände 8 Arena C – G Eingänge Freigelände M Zugang Messebüro P P Parking C – G Eingänge Messebüro M ZugangBancomat P P ParkingHaltestelle Postauto Bus Haltestelle Bancomat Haltestelle Postauto Bus Haltestelle

Öffnungszeiten Freitag, 20. März 2020: Samstag, 21. März 2020: Freitag, 22. März 2020:

14.00 – 19.00 Uhr 10.00 – 17.00 Uhr 10.00 – 17.00 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos.

Anreise / Parking Öffentliche Verkehrsmittel: Ab Hauptbahnhof St. Gallen mit Bus Nr. 3, 4 und 6 bis Haltestelle «Olma Messen». Ab Bahnhof St. Gallen – St. Fiden der Beschilderung folgen (ca. 5 Gehminuten). Autobahnausfahrt St. Gallen – St. Fiden. Parking auf dem Messegelände (Parkhaus Olma).

Weitere Informationen www.immomesse.ch Veranstalterin Genossenschaft Olma Messen St. Gallen Immo Messe Schweiz Splügenstrasse 12, 9008 St. Gallen Tel. + 41 (0)71 242 04 44 immomesse@olma-messen.ch SPECIAL | Februar 2020

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Öffentliche Vorträge

H alle 9.0 Samstag, 21. März 2020

IMMO-Forum

ENERGIE-Forum

10.30 – 11.00 Uhr

10.30 – 12.00 Uhr

Käuferbetreuung im Neubau von Stockwerkeigentum Thoma Immobilien Treuhand AG Lars Ullmann, Geschäftsleitung

Veranstaltung «erneuerbar heizen» Bundesamt für Energie und Energieagentur St.Gallen GmbH

11.15 – 11.45 Uhr

12.30 – 13.00 Uhr

Wertvolle Tipps zur Eigenheimfinanzierung St.Galler Kantonalbank AG Christian Dähler, Teamleiter Privatkunden

Fördergelder und energetische Sanierung – zum Festpreis Zili AG Marco Handermann, Geschäftsleitung

12.00 – 12.30 Uhr

13.15 – 13.45 Uhr

Garantierter Marktpreis dank digitaler Versteigerung RE / MAX Immobilien Jan Zürcher, dipl. Immobilienmakler

«erneuerbar heizen» – von Fördergeldern profitieren Energieagentur St.Gallen GmbH Philipp Egger, Geschäftsleiter

13.30 – 14.00 Uhr

14.00 – 14.30 Uhr

freier abend statt hypotheken vergleichen? Valiant Bank AG Pascal Studer, Geschäftsstellenleiter und Adeline Düing, Regionenleiterin

14.15 – 14.45 Uhr Vermittlung von Miteigentumsanteilen an Renditeliegenschaften / Crowdfunding 2.0 Crowdli AG David Holenstein, Leiter Vertrieb

15.00 – 15.30 Uhr Lohnt sich die Renovierung vor dem Verkauf? Tipps, Alternativen und Risiken VON POLL REAL ESTATE Ostschweiz Elöd A. Mata, Lizenzpartner und Geschäftsführer

GEAK: Das wirkungsvolle Instrument GEAK Eric Brandt, Geschäftsführer

14.45 – 15.15 Uhr Photovoltaik & Eigenverbrauch leicht gemacht solarmotion gmbh, Giovanni Mongello, Energieberater und Solar Manager, Andreas Kuhn, Geschäftsführer

15.30 – 16.00 Uhr Gebäude erneuern – von Fördergeldern profitieren Energieagentur St.Gallen GmbH Silvia Gemperle, Leiterin Energie und Bauen


Sonntag, 22. März 2020

IMMO-Forum

ENERGIE-Forum

10.30 – 11.00 Uhr

11.00 – 11.30 Uhr

Einbruchhemmende Massnahmen aus polizeilicher Sicht Kantonspolizei St.Gallen Urs Bücheler, Sicherheitsberater

Holzenergie, vielfältig + zukunfssicher / einfacher Umstieg auf Pelletheizungen Holzenergie Schweiz / Pro Pellets Christoph Rutschmann und Martina Caminada

11.15 – 11.45 Uhr

11.45 – 12.15 Uhr

Wertvolle Tipps zur Eigenheimfinanzierung St.Galler Kantonalbank AG Christian Dähler, Teamleiter Privatkunden

Gebäude erneuern – von Fördergeldern profitieren Energieagentur St.Gallen GmbH Silvia Gemperle, Leiterin Energie und Bauen

12.00 – 12.30 Uhr Lohnt sich die Renovierung vor dem Verkauf? Tipps, Alternativen und Risiken VON POLL REAL ESTATE Ostschweiz Elöd A. Mata, Lizenzpartner und Geschäftsführer

13.30 – 14.00 Uhr

12.30 – 13.00 Uhr MuKEn was nun? System Lösungen mit Wärmepumpen und Photovoltaik Viessmann (Schweiz) AG Martin Rauen, Leiter Akademie

freier abend statt hypotheken vergleichen? Valiant Bank AG Pascal Studer, Geschäftsstellenleiter und Adeline Düing, Regionenleiterin

13.15 – 13.45 Uhr

14.15 – 14.45 Uhr

14.00 – 14.30 Uhr

Stockwerkeigentum – Rechte und Pflichten einfach erklärt AFORIA Immobilien GmbH Adrian Frei, Inhaber & Geschäftsführer

Photovoltaik & Eigenverbrauch leicht gemacht solarmotion gmbh, Giovanni Mongello, Energieberater und Solar Manager, Andreas Kuhn, Geschäftsführer

Wärmepumpen-Systemmodul Fachvereinigung Wärmpumpen Schweiz FWS Referentin / Referent folgt

14.45 – 15.15 Uhr

H alle 9.0

«erneuerbar heizen» – von Fördergeldern profitieren Energieagentur St.Gallen GmbH Philipp Egger, Geschäftsleiter


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Was kosten Eigenheime im Thurgau? Wie haben sich die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen über die Zeit entwickelt? Gibt es regionale Unterschiede, und wie sieht die Entwicklung im schweizerischen Vergleich aus? Antworten auf diese Fragen liefert der Thurgauer Eigenheimindex in interaktiven Diagrammen und mit detaillierten Angaben zu allen Thurgauer Gemeinden unter www.tkb.ch/eigenheimindex

0,5 % Zinsrabatt für Familien Die TKB unterstützt Familien bei der Erfüllung ihres Haustraums mit einer attraktiven Zinsreduktion. Sparen Sie bis zu CHF 10 000.– an Zinskosten über die Laufzeit Ihrer Festhypothek. Mehr zu diesem Angebot erfahren Sie unter www.tkb.ch/familienhypo

Länger im Eigenheim wohnen Sind Ihre Ersparnisse nach der Rückzahlung der Hypothek in Ihrem Eigenheim gebunden? Reicht gleichzeitig das Renteneinkommen kaum aus, um den gewohnten Lebensstandard zu finanzieren? Die Lösung heisst «Immo-Rente». Erfahren Sie in unserem Erklärvideo mehr zu diesem Angebot und seinen Vorteilen unter www.tkb.ch/immorente

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SONDERSCHAU

Umsteigen lohnt sich Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf einheimische erneuerbare Energien ist derzeit das Thema. An der Immo Messe Schweiz erhalten Besucherinnen und Besucher an der Sonderschau «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz unter der Leitung des Bundesamtes für Energie praktische Tipps, wie dieser Umstieg gelingen kann.

Der Bundesrat will, dass die Schweiz ab 2050 unter dem Strich keine Treibhausga­ semissionen mehr ausstösst. 32,6 Prozent des gesamten CO2-Ausstosses entstam­ men aus den rund 2,3 Millionen Gebäuden in der Schweiz. Noch sind rund 900 000 Öl- und Gasheizungen in Betrieb. Sollen die Schweizer Gebäude ab 2050 kein CO2 mehr ausstossen, müssten ab 2020 jedes Jahr 30 000 Heizungen ersetzt werden, so Energie­Schweiz weiter.

tung «erneuerbar heizen» hilft ein Impuls­ berater vor Ort, die richtige Lösung zu fin­ den. Viele Kantone unterstützen dieses Angebot finanziell im Rahmen des Gebäu­ deprogramms. Ein Heizkostenrechner auf der Webseite des Programms «erneuerbar heizen» liefert zudem Angaben zu den Kos­ ten der einzelnen Technologien und deren Einsparpotenzial. Text: Tanja Millius Bild: 123rf.com

Handeln für die Umwelt Eine erneuerbare Heizung hilft, langfristig Kosten zu sparen, und wirkt sich positiv auf den Werterhalt der Liegenschaft aus. Wer mit einheimischer erneuerbarer Energie heizt, schaffe Arbeitsplätze in der Schweiz, betont EnergieSchweiz. Für jedes Haus gibt es ein passendes Heizsystem: Wärmepum­ pe, Holzheizung, Solarthermie, Pellethei­ zung oder ein Anschluss an einen Fernwär­ meverbund.

EnergieSchweiz Das Programm EnergieSchweiz wurde 1991 vom Bundesrat ins Leben gerufen und wird vom Bundesamt für Energie ge­ leitet. Es vereint die freiwilligen Mass­ nahmen zur Umgestaltung der Schweizer Energielandschaft. Im Fokus steht die Förderung von Wissen und Kompetenz durch Information und Beratung – ins­ besondere auch für Hausbesitzer – sowie durch Aus- und Weiterbildung von Fach­ kräften.

Viele Gebäudebesitzerinnen und Gebäude­ besitzer befassten sich oftmals viel zu spät mit einem bevorstehenden Heizungser­ satz, stellt EnergieSchweiz fest. Es empfeh­ le sich, mit den Abklärungen bereits ab dem zehnten Betriebsjahr zu beginnen, damit für die Finanzierung, Planung und Entscheid genügend Zeit zur Verfügung stehe. Hier setzt das Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz an, das am 14. Januar 2020 lanciert wurde. Mit der Impulsbera­

Sonderschau «erneuerbar heizen» Die Sonderschau zum Programm «erneu­ erbar heizen» des Bundesamtes für Ener­ gie und EnergieSchweiz finden Besucher am Stand 9.0.032.

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HAUS & ENERGIE

Nachhaltige Energielösungen fürs Eigenheim An der diesjährigen Immo Messe Schweiz geniesst ein Thema grosse Präsenz: die Energie. Das Sonderthema «Haus & Energie» beleuchtet Energie und Nachhaltigkeit beim Eigenheim und bei Unternehmen in seinen vielen Facetten. Verschiedene Aussteller geben den Besuchern Einblick ins Thema Energieeffizienz. Immopuls stellt sechs Unterneh­ men im Kurzporträt vor, die sich auf Energie und Nachhaltigkeit spezialisiert haben.

Erneuerbar heizen – clever für Klima und Kasse Fossile Energieträger zu «verheizen», ist mehr und mehr «out». Viele Haus- und Firmenbesit­ zer suchen heute erneuerbare Energielösun­ gen für saubere Wärme, welche die Umwelt schonen und langfristig auch das Portmonee. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem fundierten Wissen ist die Th. Inauen AG aus Waldkirch spezialisiert auf nachhaltige Heizund Energiesysteme. Welches Heizsystem ist das richtige für mein Haus? Die Energie­ berater von Th. Inauen prüfen Gebäudehül­ le, Fenster und Energiebedarf und entwickeln kostensparende Lösungen für Neubau- oder Modernisierungsprojekte.

«Wir analysieren, welche erneuerbaren Energien am effizientesten sind, ermitteln Sparpotenziale sowie Fördergelder, planen und realisieren die exakt aufeinander abge­ stimmten Massnahmen», sagt Geschäfts­ inhaber Thomas Inauen. Jede Energielösung ist dabei individuell und auf den Kunden zugeschnitten. Da der Kunde nur einen An­ sprechpartner hat, der die Gesamtverant­ wortung trägt, behält er zudem jederzeit den Überblick.

www.inauenheizung.ch

Solarpreis für Nachhaltigkeit gewinnen

Gewinner PEB-Solarpreis 2016.

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SPECIAL | Februar 2020

Die Solar Agentur Schweiz koordiniert den Schweizer und den Europäischen Solar­ preis. Sie strebt in allen 2600 Schweizer Ge­ meinden und Städten die Nutzung der Solar­ energie auf überbauter Fläche an. Der erste Schweizer Solarpreis wurde 1991 lanciert, der Europäische Solarpreis 1994. Die An­ meldefrist läuft jeweils bis am 15. April – an­ meldeberechtigt sind gut integrierte Solar­ anlagen sowie Gebäude, Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für die Solarener­ gie einsetzen. Bisher wurden gut 3650 Dos­ siers geprüft und 429 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.

tur 2009 weltweit erstmals den Norman Foster Solar Award, bzw. PlusEnergieBau (PEB)-­ Solarpreis. Er zeichnet sich durch eine ansprechende Architektur und CO2freie Solarstrom­ü berschüsse für den Ver­ kehr aus. Das PEB-­Energiepotenzial ist laut Bundesrat 4,3 Mal grösser als die gesamte Wasserkraft. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: «Das ist eigentlich das Beste, was man heute machen kann.»

Mit dem englischen Stararchitekten Lord Norman Foster lancierte die Solaragen­

Text: Tanja Millius

www.solaragentur.ch

Bilder: zVg


HAUS & ENERGIE

Innovation mit Energie «Immer mehr Menschen wollen zu Recht von den natürlichen Umweltressourcen profitie­ ren», sagen die Energieexperten der Heiz­ plan AG in Gams. Sie finden für Wohneigen­ tümer, die ein neues Haus planen oder ihr Haus sanieren möchten, aber auch für Ge­ werbe und Industrie massgeschneiderte Lö­ sungen für saubere, erneuerbare Energien von der Planung über die Installation bis hin zur Wartung. Ob Wärme aus dem Erdreich, aus der Luft oder aus Wasser, um das Eigenheim oder das Firmengebäude zu wärmen, sowie Ener­

gie aus der Sonne, um sauberen Strom zu er­ zeugen oder den Warmwasserbedarf zu de­ cken: Die erfahrenen Spezialisten in Gams bieten Gesamtlösungen für Photovoltaikund Solarthermie-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und LED-Beleuchtung aus einer Hand. Dabei werden die innovativen, umweltschonenden Technologien auf die in­ dividuellen Bedürfnisse zugeschnitten, ohne dabei auf den vollen Komfort zu verzichten. Für Heizplan stehen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit an oberster Stelle.

www.heizplan.ch

Gute Architektur ist energieeffizient Alte und neue Häuser, Landschaften, Räume, Proportionen, Materialien, raffinierte Konst­ ruktionen und überraschende gestalterische Lösungen sind die Leidenschaft des Frauen­ felder Architekturbüros Bauatelier Metzler. «Wir vereinen Aussen- und Innenraum, Pro­ portionen, Funktionen und Energieeffizienz in einer stimmigen Architektursprache», so

Inhaber und Architekt Thomas Metzler. Je­ des Gebäude wird individuell geplant und gebaut. Energieeffizienz, Wohngesundheit und Bauökologie sind dabei wichtige Anlie­ gen des Bauateliers. Bei vielen ihrer Häuser spielt die Begrünung eine wichtige Rolle, sei­ en es sorgfältige Umgebungsgestaltungen, begrünte Fassaden oder Dachgärten.

Das Bauatelier Metzler gehört zu den führenden Architekturbüros im Bereich des energieeffizien­ ten Bauens und wurde vielfach ausgezeichnet: Schweizer Solarpreise 2019, 2017, 2015 und 2011, Thurgauer Energiepreis 2011, 2008 so­ wie Europäischer Solarpreis 2015.

www.bauatelier-metzler.ch

SPECIAL | Februar 2020

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HAUS & ENERGIE

Energie speichern mit Salz Ein Hauseigentümer hat eine Photovol­ taik-Anlage auf dem Dach oder möchte generell Energie aus dem Netz oder an­ deren Quellen speichern. Eine umwelt­ freundliche und nachhaltige Möglichkeit, um Strom zu speichern, sind Salzbat­ teriespeichersysteme von innovenergy aus Meiringen. Die Technologie auf Kochsalz­ basis wird seit 20 Jahren erfolgreich in der Industrie eingesetzt und nun erstmalig

für den gewerblichen oder häuslichen Ge­ brauch angeboten. Das Produkt-Portfolio reicht von 9 bis 250 kWh und ist vielfältig einsetzbar. Bereits wurden über 50 Systeme instal­ liert und mehr als 180 Salzbatterien ver­ baut, etwa im Schanzentunnel bei Bern, auf Alpwirtschaften, in der SternGarage in Heerbrugg und in vielen Haushalten. Die

Lebensdauer der Salzbatterie beträgt laut innovenergy mindestens 15 Jahre. Die Salz­ batteriespeichersysteme sind absolut si­ cher (nicht brennbar), unempfindlich gegen­ über extremen Temperaturschwankungen, wartungsfrei und werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer zu 100 % recycelt.

www.innov.energy

students@work: Energieberatung mit Studenten der ibW Was genau macht ein Energieberater? Er übernimmt Verantwortung in der umfassen­ den energetischen Analyse eines Gebäudes und bietet den Kunden eine ganzheitliche Beratung in Bezug auf eine energieeffiziente Gebäudesanierung. Er stellt auch Gebäude­ energie-Ausweise aus sowie Fördergesuche und reicht diese bei der zuständigen Fach­ stelle ein. Der Energieberater informiert seinen Kunden zudem über Steuervorteile, die für umweltschonende Massnahmen ge­ währt werden. Angehende Energieberater Gebäude der Hö­ heren Fachschule Südostschweiz, kurz ibW, gewähren Besuchern an der Immo Messe Schweiz einen Einblick in ihr Schaffen. Die

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SPECIAL | Februar 2020

ibW hat zusammen mit dem Verein Polybau für den Bereich Energie einen einzigartigen Lehrgang geschaffen. Messebesucher ha­ ben die Möglichkeit, sich vor Ort über die energetischen Sanierungsmöglichkeiten ih­ rer Immobilie zu informieren und beraten zu lassen – und für welche Massnahmen sie Förderbeiträge erhalten.

www.ibw.ch

Am Stand 9.0.10 erhalten die Messe­ besucher von den sechs vorgestellten Unternehmen Informationen rund um das Sonderthema «Haus & Energie».


www.leaderdigital.ch

Februar / 2020 Preis Fr. 8.00

Schweiz Das Messemagazin der Immo Messe

Olma Messen St. Gallen 20.– 22. März 2020 www.immomesse.ch

Sonderschau «erneuerbar heizen» Das offizielle Messemagazin mit Hinweisen zur Messe ab S. 8 Ausstellerverzeichnis ab S. 78

14. St. Galler Festspiele 28. Juni bis 12. Juli 2019

«St. Galler bauen für St. Galler.»

Haus & Energie:

Nachhaltige Lösungen fürs Eigenheim Seite 16

Thomas Mesmer:

«An der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen» Seite 33

Bildsponsor:

«Brud erzwist» Die Begleitpublikation zu den 14. St.Galler Festspielen 2019

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LEADER ist eine Marke – und davon profitieren auch Sie! Der LEADER ist zum Label für ein starkes Unternehmertum mit Visionen geworden. Ob Firma, Verband oder Organisator einer Veranstaltung: Wir sind Ihr Partner und realisieren mit Ihnen ein Magazin, das vollumfänglich oder teilweise anzeigenfinanziert ist, professionell umgesetzt wird und direkt von unserer Marke profitiert. Bei Fragen stehen wir Ihnen per Telefon unter 071 272 80 50 oder via Email unter leader@metrocomm.ch gerne zur Verfügung. www.leaderdigital.ch

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priamos Das Installationsprogramm von modino. So individuell wie Sie.

• Grosse ergonomische Schaltflächen • Optimale Steckdosennutzung • Farblich auf die Wohnsituation abstimmbar

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PROFIL

modino priamos – den Schalter umlegen Sie fallen kaum auf, aber jeder fasst sie täglich oft an. Erst wer sich über Lichtschalter und Steckdosen Gedanken macht, merkt, wie sich ihr Design auf ihre Funktionalität und den Raum auswirkt. Dass es ästhetisch und funktional immer noch ein bisschen besser geht, zeigt die MAX HAURI AG mit dem neuen Steckdosen- und Schalterprogramm «modino priamos». Die Designlinie «priamos» überzeugt durch technische Raffinesse und dezente, auch nach der Montage veränderbare Farbanpassungen. Damit wird es möglich, technische Funktionalität und Innenarchitektur aufeinander abzustimmen und so eine Harmonie zwischen den Schaltern und Steckdosen und der Einrichtung im Wohnbereich zu schaffen.

schraublosen Anschlussklemmen ausgestattet. Die rückseitig im 45-Grad-Winkel angeordneten Klemmen sorgen zudem für mehr Raum zur Platzierung von Kabeln und Drähten. Dank der Normmasse ist das «modino priamos»-Sortiment auch bei Umbauten und Renovationen einsetzbar. Bestehende Installationen können problemlos ersetzt werden.

Dezente Farben für Dosen und Schalter Durch den Verzicht auf Zwischenrahmen können die Schaltflächen ausserordentlich gross gehalten werden. Das Design wirkt dadurch sehr edel und ermöglicht eine praktische und treffsichere Bedienung. Ein zentrales Element des Installationsprogramms

sind die austauschbaren Designprofile in verschiedenen, attraktiven Farben. Steckdosen und Schalter lassen sich damit farblich individuell auf die Umgebung abstimmen und ermöglichen dezente, individuelle Farbtupfer. Sogar eine fluoreszierende Variante, die in der Dunkelheit zum Schalter führt, ist verfügbar. Die Farbrahmen lassen sich jederzeit ganz einfach abnehmen. Dies ermöglicht eine einfache Reinigung der Produkte, ohne dass die dahinterliegende Wand verschmutzt.

Einfache Installation Auch an die zeitsparende Installation durch den Elektriker hat die MAX HAURI AG gedacht. Schalter und Steckdosen sind mit

Das Unternehmen beweist mit der «modino priamos»-Linie einmal mehr Innovationsstärke. Die individualisierbaren Komponenten im eleganten Design sorgen in jeder Umgebung für Aufsehen und frischen Wind. Alle Produkte der Linie fügen sich in ihrer Machart sehr gut in bereits vorhandene sowie in neue Wohnlandschaften ein.

MAX HAURI AG Weidstrasse 16 9220 Bischofszell Telefon 071 424 25 25 www.maxhauri.ch

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Jeder kennt das Problem: Oft decken Netzadapter oder Winkelstecker die anderen beiden Steckplätze ab. Mit der «modino priamos»- Linie der MAX HAURI AG ist dieses Ärgernis passé. Auf der technischen Seite bringen die 3xTyp13-Steckdosen mit der patentierten Dosenanordnung die Lösung dieses bekannten Problems. So ist jeder Steckplatz immer nutzbar.

Das «modino priamos» Programm umfasst alle für den Wohnbau benötigten Apparate. Neben den Schaltern und Steckdosen sind auch verschiedene Dimmer, Bewegungsmelder, Thermostate, integrierte USB-Charger, Dosen für die Datenkommunikation etc. erhältlich.

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HAUS & ENERGIE

Nachhaltig heizen fürs Klima Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, die eigenen vier Wände kostengünstig und umweltschonend zu heizen. Auch wenn fossile Brennstoffe noch immer eingesetzt werden, sind nachhaltige Heizsysteme mittlerweile konkurrenzfähig und längerfristig kostengünstiger. Wer beim Bau eines Eigenheims oder einer Renovierung nach der geeigneten Heizungslösung sucht, braucht vor allem eins: Eine gute Beratung.

Philipp Egger, Geschäftsleiter der Energieagentur St. Gallen:

«Es ist es wichtig, dass der Hausbesitzer viele kompetente Ansprechpartner für die passende Heizlösung hat.»

Wer sich für eine effiziente Energielösung in seinem Eigenheim entscheidet, hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern leistet auch einen Beitrag an das Klima. Längerfristig bietet eine nachhaltige Heizungslösung die Chance, die Heizkosten zu senken – und man ist dadurch weniger stark von fossilen Brennstoffen abhängig. Die Zahlen zeigen, dass in der Schweiz nach wie vor rund ein Drittel der Energie in den Haushalten für Hei­ zung, Klimatisierung und Aufbereitung von Warmwasser verbraucht wird.

Gute Beratung wichtig Bei der Anschaffung einer neuen Heizungsan­ lage gilt es viele Kriterien zu beachten. Sehr häufig ist der Preis das wichtigste Kriterium. Dabei müssen aber nicht nur die Anschaf­ fungskosten berücksichtigt werden, sondern auch die laufenden Betriebs- und Energiekos­ ten. Bei der Anschaffung ist eine Anlage, die mit Öl oder Gas betrieben wird, günstiger als beispielsweise eine Wärmepumpe. Schaut man aber die Energie- und Betriebskosten an, so ist eine nachhaltige Heizlösung bei einer Betriebsdauer von 12 Jahren günstiger als

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eine Ölheizung. Zudem bestehen gute Aus­ sichten auf einen Förderbeitrag. Um die passende Heizungslösung zu fin­ den, lohnt es sich, einen Experten beizuzie­ hen. «Hier ist es wichtig, dass der Hausbe­ sitzer viele kompetente Ansprechpartner hat», sagt Philipp Egger, Geschäftsleiter der Energieagentur St. Gallen. Dies hat auch der Bund erkannt und führt derzeit zusam­ men mit dem Gebäudetechnikverband su­ issetec eine Ausbildungskampagne für das Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Spenglergewerbe durch. Mit dieser Ausbildung ist der Installateur in der Lage, beim Hausbesitzer eine Impulsbe­ ratung durchzuführen. Die Energieagentur St. Gallen ist bei der Kampagne dabei und führt zusammen mit der Energieakademie Toggenburg diese Ausbildungskurse im Kan­ ton St. Gallen durch. «Je mehr gut ausgebilde­ te Installateure es gibt, die ohnehin bei den Kunden grosse Vertrauen geniessen, umso mehr können Installateure in ihrer Schlüssel­ rolle den Hauseigentümern die Vorteile bei­


HAUS & ENERGIE

Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie AG:

«Heute gibt es fast für jede Liegenschaft eine sinnvolle Lösung für die Nutzung von Sonnenergie.»

spielsweise einer Wärmepumpe aufzeigen und somit einen wichtigen Beitrag zur Reduk­ tion von CO2 leisten», sagt Philipp Egger.

Wärme aus erneuerbaren Energiequellen Mit einem Anteil von zirka 90 Prozent ha­ ben Wärmepumpen in der Schweiz bei Neu­ bauten die Nase vorne. Sie können im Zuge einer Gebäudesanierung auch in ältere Gebäude eingebaut werden. Durch die Kom­ bination Wärmepumpe und Photovoltaik-­ Anlage kann man sein Haus noch effizienter mit Energie versorgen und einen grossen Teil seines Strombedarfs selber abdecken.

Solarthermieanlagen lassen sich auch in Altbauten einsetzen. Sie wandeln die Son­ nenenergie in warmes Wasser um. In Ergän­ zung zu einer Öl- oder Gasheizung kann das Warmwasser den Sommer hindurch mit ­einer Solarthermieanlage aufbereitet werden. Da­ durch kann der Öl- oder Gasverbrauch stark reduziert werden. Um herauszufinden, wie die Sonnenenergie fürs eigene Heim entweder zur Stromproduk­ tion oder zur Warmwasseraufbereitung ge­ nutzt wird, empfiehlt sich der Beizug eines Experten. Zu den Spezialisten für nachhalti­

ge Energielösungen gehört die Säntis Ener­ gie AG. Geschäftsführer Marc Zysset erklärt, was es bei Solaranlagen zu beachten gilt: «Die eigenen Energiebedürfnisse und bau­ lichen Möglichkeiten sind entscheidend für die Auslegung einer Anlage zur Nutzung von Sonnenenergie (Photovoltaik oder Solar­ thermie). Heute gibt es fast für jede Liegen­ schaft eine sinnvolle Lösung.»

Eigenen Strom selber verkaufen Entschliesst sich ein Hauseigentümer für eine Photovoltaik-Anlage, lohnt es sich even­ tuell, sie mit einem Stromspeicher auszustat­

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HAUS & ENERGIE

Adriano Tramèr, Leiter Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung SAK:

«Die zeitgleiche Nutzung des ökologischen Stromes vom Dach ist heute günstiger als der Strombezug übers Netz.»

ten. In aller Regel werden im Haus nämlich höchsten 20 Prozent der gewonnen Elektrizi­ tät selbst verbraucht. Mithilfe des Stromspei­ chers kann die gewonnene Energie gespei­ chert und bei Dunkelheit oder wenn die Sonne nicht scheint, später im Haushalt verbraucht werden, dadurch muss weniger zusätzlicher Strom aus dem Netz bezogen werden. Seit 2018 sind Stromspeicher für Gebäude­ eigentümer, vor allem bei Mehrfamilienhäu­ sern oder Quartieren, mit einer Photovol­ taik-Anlage auch noch aus anderen Gründen finanziell interessant: Bisher mussten sie den Stromüberschuss ins Stromnetz ein­ speisen und wurden pro kWh vom Elektrizi­ tätsversorger dafür entschädigt. Neu kön­

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nen sie den Strom an andere Verbraucher verkaufen. Grundlage dafür bilden die im neuen Energiegesetz verankerten Zusam­ menschlüsse zum Eigenverbrauch, kurz ZEV. Adriano Tramèr, Leiter Produktion und Mit­ glied der Geschäftsleitung bei der St. Gal­ lisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK), erklärt, welche Vorteile diese Lösung für Ge­ bäudeeigentümer hat: «An einem Ort der Pro­ duktion können sich mehrere Grundeigentü­ mer zum gemeinsamen Eigenverbrauch des von ihnen selber produzierten Strom – über benachbarte Parzellen – zusammenschlies­ sen. Die zeitgleiche Nutzung des ökolo­ gischen Stromes vom Dach ist heute güns­ tiger als der Strombezug übers Netz. Ein

möglichst hoher Eigenverbrauch führt zu einer schnelleren Amortisation der PV-An­ lage. Und: Die Immobilien erfahren dadurch eine Wertsteigerung und sind somit für po­ tenzielle Käufer und Mieter attraktiver.» Ob beim Eigenheim der Ersatz der Heizan­ lage ansteht oder eine umweltfreundliche Ergänzung der bestehenden Heizanlage gesucht wird: Mit einer kompetenten Bera­ tung lässt sich die passende nachhaltige Lösung finden. Und dies kommt längerfris­ tig nebst dem Portemonee auch der Umwelt zugute. Text: Tanja Millius Bilder: zVg


PROFIL

PROFIL

Heizung ersetzen – Klima schützen – Geld sparen Das Programm «erneuerbar heizen» begleitet private und institutionelle Hausbesitzerinnen und -besitzer beim Umstieg von einem fossilen auf ein erneuerbares Heizsystem. Dafür hat der Bund mit der Impulsberatung «erneuerbar heizen» eine neutrale Beratungsdienstleistung geschaffen. An der diesjährigen Immo Messe Schweiz informiert die Energieagentur St. Gallen zusammen mit weiteren Fachpartnern umfassend zum Programm «erneuerbar heizen».

Mit dem Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz leistet der Bund ab 2020 einen wirkungsvollen Beitrag, indem es Ins­ tallateure und Beraterinnen bei ihrer tägli­ chen Arbeit mit Fakten und Hilfsmitteln unter­ stützt. Denn das Umstellen von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme ist auch für die Baubranche eine Herausforderung – und eine grosse Chance.

Frühzeitige Sensibilisierung der Gebäudebesitzer ist zentral Mit der Impulsberatung «erneuerbar heizen» hat EnergieSchweiz eine neutrale und profes­ sionelle Beratungsleistung für Einfamilien­ häuser und kleinere Mehrfamilienhäuser

geschaffen. Hausbesitzerinnen und ­besitzer können bei einem eigens dafür geschulten Impulsberater oder einer Impulsberaterin eine Beratung zu einem bevorstehenden Hei­ zungsersatz bestellen. Die Fachperson zeigt ihnen vor Ort auf, wie sie richtig vorgehen, welches die individuell beste Lösung ist, wie viel Kosten und wie viel CO2 sie sparen kön­ nen. Gemeinsam finden sie die passende er­ neuerbare Lösung.

Erneuerbar heizen reduziert langfristig die Kosten Ebenso zeigt das Programm auf, dass sich mit erneuerbaren Lösungen langfristig die Heizkosten senken und damit Kosten spa­ ren lassen. Der Betrieb einer erneuerbaren Heizung ist fast immer günstiger als jener einer fossilen Heizung. Zudem setzen erneuer­ bare Heizungen auf einheimische Energie­ träger wie Erdwärme, Holz, Wasser, Luft oder Sonne. Die Schweiz reduziert die Ab­ hängigkeit von Öl­ und Gasproduzenten im Ausland. Und es entstehen Arbeitsplätze in der Schweiz. Immo Messe 2020 An der Immo Messe Schweiz hat das Pro­ gramm «erneuerbar heizen» mit der Sonder­ schau einen grossen Publikumsauftritt. Die Energieagentur St. Gallen und weitere Fach­ partner beraten Hausbesitzerinnen und Haus­ besitzer an einem gemeinsamen Stand in der Halle 9.0. Nutzen Sie diese Gelegenheit und befassen Sie sich frühzeitig mit einem bevorstehenden Heizungsersatz. Sie erfah­ ren alles zum Heizungsersatz und zur Impuls­ beratung am Stand und im ENERGIE­Forum. www.energieagentur-sg.ch

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PROFIL

«Festigkeit, Nützlichkeit und Schönheit» Das Architekturbüro Bauatelier Metzler entwirft und baut individuelle Häuser. Einfache und schnörkellose, aber auch grosszügige, technisch innovative und fein gestaltete Wohnanlagen.

Seit der Gründung 2003 durch den Archi­ tekten und Gestalter Thomas Metzler und Caroline Nyffeler Metzler hat das inzwischen auf zehn Personen angewachsene Architekt­ enteam vom Bauatelier Metzler viele Häuser gebaut, immer mit besonderem Augenmerk auf Energieeffizienz und mit einem hohen Gestaltungsanspruch. Im Gespräch erklärt Architekt Thomas Metzler, inwiefern das The­ ma Energie heute die Gestaltung beeinflusst.

«Ein zeitgemässes, nützliches Gebäude ist auch ein höchst energieeffizientes Gebäude.» Thomas Metzler, ist Energieeffizienz das alles beherrschende Thema in der Architektur? Energieeffizienz ist ein sehr wichtiger As­ pekt der Architektur. Knapp 50 Prozent des Schweizer Energieverbrauches gehen auf den

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Gebäudesektor zurück. Hochenergieeffizi­ ente Neubauten sind Stand der Technik und sollten auch so gebaut werden. Bei älteren Liegenschaften ist die Sache komplexer, aber mindestens genauso wichtig. Energie­ effizienz ist aber nicht das einzig wichtige Thema in der Architektur. Schon der römi­ sche Architekt Vitruv hat im 1. Jh. n. Chr. die drei Hauptanforderungen an die Architektur folgendermassen formuliert: Firmitas (Fes­ tigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Diese Prinzipien haben bis heute Gültigkeit: Ein zeitgemässes, nützliches Ge­ bäude ist zugleich auch ein höchst energie­ effizientes Gebäude.

Führen diese Entwicklungen nicht zu gros­ sen Einschränkungen bei der gestalterischen Arbeit? Natürlich gibt es immer Einschränkungen. Nicht nur durch eine energieeffiziente Bau­ weise, sondern auch durch Kosten, Bauge­ setze, besondere örtliche Gegebenheiten und


PROFIL

vieles mehr. Energieeffizienz ist für uns ein selbstverständlicher Aspekt, der von Beginn an in den Entwurf einbezogen wird. Neue Technologien und Anforderungen an Gebäude bieten zudem immer auch Potenzial für eine gestalterische Weiterentwicklung.

Welche Entwicklungen der Energieeffi­ zienz werden uns in Zukunft am meisten beschäftigen? Die Speicherung des überschüssigen So­ larstroms von Plusenergiebauten ist das grosse Thema der Zeit. Aktuell setzen wir uns bei mehreren Projekten damit ausein­ ander. An erster Stelle stehen ein möglichst hoher Eigenverbrauch des produzierten So­ larstroms, interne Speicherung und Elektro­ mobilität. Optimierungspotenzial findet sich dabei schon bei den einfachsten Haushalts­ verbrauchern – wie zum Beispiel das Nutzen

der Waschmaschine bei Sonnenschein. Neben einer möglichen Teilautarkie soll überschüssige Energie aber auch ins beste­ hende Netz eingespeist werden. Alleine das Quartiernetz ist in der Lage, 20 bis 40 Pro­ zent seiner Gesamtkapazität zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, überschüssige Energie von Photovoltaikanlagen können in­

«Neue Technologien und Anforderungen bieten auch Potenzial für gestalterische Weiterentwicklung.» nerhalb des Quartiers für andere Nutzungen weiterverteilt werden. Infolgedessen ist es sinnvoll, übergeordnete Speichersysteme im Quartier anzubieten.

2015 wurde ein vom Bauatelier Metzler realisiertes Projekt mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet. Welchen Stel­ lenwert hat ein solcher Preis? Der Preis bedeutet uns natürlich sehr viel. Wir freuen uns, dass wir nach einigen kanto­ nalen und schweizerischen Auszeichnungen sogar europaweite Anerkennung erhalten durften. Aussenraumgestaltung und Bepflanzung ist in Ihren Projekten ebenfalls ein wichtiges Thema. Wir lieben die sinnliche Ausstrahlung von Pflanzen! Bei vielen von uns gebauten Häu­ sern spielt die Begrünung eine wichtige Rolle, seien es sorgfältige Umgebungsgestaltun­ gen, begrünte Fassaden oder Dachgärten. Wir schaffen Aussenräume in enger Verbin­ dung zur Architektur und ihrer Umgebung. Wir gestalten standortgerechte, langlebige und somit nachhaltige Pflanzungen und geben so der Natur etwas zurück. Caroline Nyffeler Metzler ist Pflanzgestalterin, Ihre Arbeit ist ein wichtiger Teil bei unseren Projekten. Wenn Sie auf Ihre bisher realisierten Pro­ jekte blicken: Welches davon spiegelt am besten die von Ihnen favorisierte Architek­ tur wider? Wir versuchen, bei jedem Projekt für die je­ weiligen Nutzer und Umgebung ein möglichst gutes Gebäude zu entwickeln. Dabei gewichten wir Gestaltung, Funktion und Energieeffizienz gleichermassen. Mit diesem Ansatz konnten wir in den vergangenen 17 Jahren vielfältige und interessante Projekte realisieren. Da­ runter finden sich auch einige interessante Umbauten von historischen Gebäuden. Den sorgsamen Umgang mit unserer Baukultur mit einer energieeffizienten Bauweise in Ein­ klang zu bringen, liegt uns besonders am Herzen.

Das Frauenfelder Bauatelier Metzler ge­ hört zu den führenden Architekturbüros im Bereich des energieeffizienten Bauens und wurde für seine innovativen Bauten mehrfach ausgezeichnet: – Europäischer Solarpreis 2015 – Schweizer Solarpreise 2011, 2015, 2017, 2019 – Thurgauer Energiepreise 2008, 2011 www.bauatelier­metzler.ch

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NEULAND

«Begegnungsort für die Ostschweiz» OLMA und OFFA sind jährliche Publikumsmagnete. Die Olma Messen St. Gallen führen auf dem Gelände aber viele weitere Eigenmessen durch, 2019 waren es 129 Anlässe. Um im Messebusiness flexibler agieren zu können und auch Grossanlässe aufs Olma-Gelände zu holen, wird mit dem ambitiösen 160-Millionen­ projekt «Neuland» die Halle 1 derzeit rückgebaut und mit einer neuen Multi-Event-Halle ersetzt. Im Interview spricht Olma-Direktor Nicolo Paganini über das Projekt, die Finanzierung und die Zukunft der Olma Messen St. Gallen.

Nicolo Paganini, die Infrastruktur der Olma Messen St. Gallen ist mit der Olma gewachsen, und jetzt muss man diese Grösse irgendwie rechtfertigen... Alleine für elf Tage Olma wäre die Infrastruk­ tur zu gross. Also hatte man angefangen, zusätzliche Messen zu kreieren. Die Offa haben wir unterdessen 43 Mal durchge­ führt, mit der Zeit sind weitere Produkte dazu gekommen, eigene wie die Tier & Tech­ nik, die Ferienmesse oder die Hochzeits­ messe. Dann sind Dritte gekommen und haben Messen bei uns veranstaltet, davon haben wir einige übernommen und zu Eigen­ messen gemacht, z. B. die Immo Messe Schweiz. Und schliesslich haben wir vor al­ lem mit der neuen Halle 9 den Bereich Kon­ gresse und Events gepusht. Inzwischen ist

Zur Person Nicolo Paganini ist seit über acht Jahren Direktor der Olma Messen St. Gallen und hat neulich seinen Rücktritt von diesem Amt per Ende Mai 2020 bekannt ge­ geben. Der Jurist kam in Herisau zur Welt, hat Thurgauer Bürgerrecht und vertritt seit 2018 als CVP-Politiker den Kanton St. Gallen im Nationalrat. Paganini ist ver­ heiratet und hat drei Kinder.

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unser Messegelände ein Begegnungsort für die Ostschweiz, der weit über die Bedeu­ tung der Olma und der Offa hinaus geht.

Die Olma hat in dem Fall eine Vorstellung, was in den nächsten 10 bis 15 Jahren im Messewesen passieren wird, sonst würden Sie aktuell nicht so viel investieren. Wir sind ein Messe-, Kongress und Event-­ Standort. Wir glauben an die Zukunft der Olma, der Offa und der Tier & Technik – das sind die drei Messen mit den grössten Deck­ ungsbeiträgen. Wir glauben auch, dass es weitere Messeformate gibt. Wir glauben an die Medizin- und weiteren Kongresse, und wir glauben an das Veranstaltungsgeschäft. Ich bin überzeugt, dass die Ostschweiz einen Ort braucht, wo man sich im grossen Mass­ stab treffen kann. Dafür soll auch die neue Halle 1 sorgen – ein ziemlich spektakuläres Projekt. Einverstanden, das Projekt «Neuland» ist schon sehr ambitiös. Wir stellten uns aber immer wieder die Frage: Was ist denn die Al­ ternative? Unsere jüngste Halle ist 20 Jah­ re alt, im Herbst 1999 wurde die Halle 9 eröffnet. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht schweizweit gesehen «der Standort der alten Hütten» werden. Also haben wir gesucht, wo wir eine grosszügige neue Hal­ le bauen könnten – ohne Stützen, denn die sind gerade im Event-Bereich störend und werden von den Veranstaltern nicht mehr akzeptiert. Das Grundstück der bestehen­ den, baufälligen Halle 1 ist mit seiner Drei­ ecksform schwierig. Wenn wir hier etwas gemacht hätten, hätten wir wieder mehrge­ schossig bauen müssen, und das bedeu­ tet: wieder mit Stützen. Für einen Bau ohne Stützen gibt es nicht viele Möglichkeiten – ausser die Autobahn, konkret das Ostportal des Rosenbergtunnels, zu überdecken. Wir

glauben, dass das längerfristig die beste Variante ist.

Wie bewältigen Sie so ein Grossprojekt? Ein 160-Millionen-Projekt, das so kompli­ ziert ist mit der Autobahnüberdeckung und der Statik, bringt uns von der Management­ kapazität und der Finanzierbarkeit an die Grenzen. Aber wir sind, soweit mir bekannt ist, die einzige mittelgrosse Messegesell­ schaft, die keinen Franken Schulden hat. Un­ sere Cash Flows bewegen sich in den letz­ ten Jahren zwischen acht und neun Millionen Franken. Das machte es erst möglich, dass wir ein so grosses Projekt andenken konnten. Was kann man künftig machen, was man heute nicht kann? Wir können bei der Olma und der Tier & Tech­ nik zusätzliche Flächen verkaufen, zumal wir dann Flächen in guter Qualität zur Verfügung haben. Und wir werden mehr Geschäft ma­ chen im Bereich Kongresse und Events, weil wir mehr Parallel-Veranstaltungen durchfüh­ ren können.

«Wir dürfen nicht Standort der ‹alten Hütten› werden.» Das geht heute nicht? Unser Problem ist, dass die meisten Veran­ staltungen zwischen Februar und Mai sowie zwischen September und November statt­ finden. Wenn die Offa läuft, kann parallel kein Medizinkongress und keine Generalver­ sammlung stattfinden. Heute müssen wir Veranstaltungen absagen, künftig können wir mehr machen. Zudem können wir Veran­ staltungen machen, die wir heute gar nicht durchführen könnten. Wir könnten sogar Da­


Neue Halle 1 über der Stadtautobahn.

viscup-Spiele austragen! Hätten wir diese Halle in den letzten 20 Jahren schon gehabt, dann hätten wir einmal Federer in St. Gallen gesehen, da bin ich ganz sicher.

Wollen Sie auch Kultur-Events in die Olma holen? Im kulturellen Bereich gibt es einige Möglich­ keiten, es ist aber schwierig, das jetzt schon genau zu definieren. Wir müssen schauen, wie wir die Halle auslegen können, wie wir die Haustechnik unterbringen, wo wir Flucht­ wege haben werden. Aber irgendwo zwi­ schen 8000 und 10 000 Konzertbesuchern müssten möglich sein. Das ist allerdings kein hochmargiges Geschäft, da haben wir auch keine hohen Gewinne eingesetzt in un­ serem Businessplan. Die neue Halle 1 soll also eine multifunktionale Eventhalle werden? Ja. Aber es wird trotzdem nicht eine eier­ legende Wollmilchsau. Es ist in erster Li­ nie eine Messehalle, die wir aber auch für

Events auslegen. Neue Möglichkeiten schaf­ fen wir uns nämlich auch im Messebereich: Um etwa die Swiss Skills durchzuführen, hatten wir nach Ansicht der Veranstalter bis jetzt immer zu wenig Fläche.

«Die Ostschweiz braucht einen Ort, wo man sich im grossen Massstab treffen kann.» Ist für die Baubewilligung für die neue Halle 1 bereits vorhanden - oder könnte das Projekt noch in letzter Minute gestoppt werden? Die Baubewilligung für die neue Halle 1 liegt noch nicht vor. Hingegen selbstverständlich jene für die Autobahnüberdeckung, für den Rückbau der Halle 1 und für den bereits ab­ geschlossenen Bau des Büroprovisoriums. Bei der neuen Halle 1 wurde der Projektwett­ bewerb plangemäss im Frühjahr 2019 abge­ schlossen. Es brauchte danach einige Mo­

nate Zeit, um das Projekt «baugesuchsreif» zu machen. Wir rechnen mit einer Baubewil­ ligung im ersten Halbjahr 2020. Rechtsver­ fahren können natürlich nicht ausgeschlos­ sen werden. Aber wir haben sehr sorgfältig darauf geachtet, dass das Projekt rechtlich «wasserdicht» ist. Ich bin also zuversichtlich, dass es höchstens zu Verzögerungen kom­ men kann.

Wann feiern Sie die Eröffnung der Halle? Ich persönlich werde die Halle ja nicht mehr als Direktor eröffnen können. Zum Zeitplan: wenn wir wie bei allen bisherigen Bewilligun­ gen ohne langwierige Rechtsverfahren zur Baubewilligung für die neue Halle 1 kom­ men, ist gemäss Bauprogramm bei gutem Bauverlauf eine Eröffnung im Herbst 2023 denkbar. Kommt es zu Verzögerungen, ist wohl eher eine Eröffnung im Herbst 2024 rea­listisch. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, zVg SPECIAL | Februar 2020

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Säntis Energie – Ihr Contracting-Partner für nachhaltige Energielösungen Dank den Contractinglösungen von Säntis Energie können Sie Ihre gesamte Energieerzeugung in kompetente und erfahrene Hände legen. Wir planen, finanzieren, bauen und betreiben Ihre Heizungs- oder Solaranlage und stellen dabei höchste Ansprüche an Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit. Mietlösung für Wärme und Solarenergie Das Energiecontracting bietet Ihnen die Möglichkeit, mit Energie versorgt zu werden, ohne die Anlage kaufen zu müssen. Wir planen, finanzieren, realisieren und betreiben Ihre neue Heizungs- und Solaranlage und bieten Ihnen damit ein Rundum-sorglos-Paket aus einer Hand. Sie bezahlen während der Vertragslaufzeit einen im Voraus definierten Preis und profitieren so von planbaren Kosten. Wir übernehmen die betrieblichen

Risiken, kümmern uns um den Unterhalt und holen das Optimum aus Ihrer Anlage heraus.

Massgeschneiderte Lösung Ihre individuellen Bedürfnisse und die objektspezifischen Rahmenbedingungen stehen beim Contracting immer im Mittelpunkt. Mit unserer Energieberatung bieten wir Ihnen eine umfassende Analyse und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen eine auf Sie zugeschnittene Energielösung. Im Zuge dieser Analyse wird immer auch der energetische Modernisierungsbedarf an der Gebäudehülle untersucht. Mit energetisch optimierten Fenstern, Dächern, Türen oder Aussenwänden können Heizenergie eingespart, das Wohlbefinden verbessert und Unterhaltskosten gesenkt werden. Die Vorteile von Energiecontracting • Weitsichtige Lösung – Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir das für Sie passendste Energiesystem. • Liquiditätsvorteile – Wir übernehmen die Finanzierung der Energieanlage. Sie können

die liquiden Mittel in Ihr Kerngeschäft investieren. • Kein Risiko – Die Betriebsrisiken sind durch uns abgedeckt. Somit werden Ihre Kosten planbar. • Sicher versorgt – Sie müssen sich nicht mehr um den Betrieb Ihrer Anlage kümmern. Wir stellen sicher, dass Sie jederzeit zuverlässig mit Energie versorgt sind. Wir sind Ihr Contracting-Partner für Wärme-, Solarenergie- oder Mobilitätslösungen für grössere Bauten. Vereinbaren Sie eine unverbindliche Beratung.

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SPECIAL | Februar 2020

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ENERGIEWENDE

«An der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen» Der Bundesrat will den Ausstoss von Treibhausgasen in der Schweiz insbesondere bei Gebäuden noch viel stärker reduzieren und hat dazu ein neues CO2-Gesetz ausgearbeitet. Nach dem Ständerat befasst sich dieses Jahr der Nationalrat mit dem Gesetz. Es geht viel weiter als die geltenden Mustervorschriften der Kantone (MuKEn) im Energiebereich. Was kommt auf Eigentümer von Immobilien und die Immobilienbranche zu? Thomas Mesmer, Präsident des Branchenverbandes SVIT Ostschweiz, schätzt die Situation ein und bezieht als Verband Stellung.

Wenn die Heizung saniert oder ersetzt werden muss, lohnt sich eine sorgfältige Evaluation.

Thomas Mesmer, der Bundesrat will das Energiegesetz weiter verschärfen. Worauf zielt das neue CO2-Gesetz genau ab? Ganz grundsätzlich will man die Treib­ hausgasemissionen reduzieren, das soll mit dem neuen CO 2-Gesetz erreicht wer­ den, welches auf mehreren Ebenen ein­ greift. Betroffen sind insbesondere Auto­ fahrer, Flugzeugpassagiere und eben auch Mieter und Hausbesitzer. Das Ge­ setz soll unter anderem zusätzliche Ab­ gaben auf Benzin und Heizöl, tiefere Grenzwerte sowie mehr Subventionen einbringen.

Derzeit gelten für Immobilienbesitzer die MuKEn 2014, also die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Sie sind im Bereich Energieeffizienz bereits sehr streng – wieso noch ein CO2-Gesetz? Das CO2-Gesetz geht deutlich weiter als die MuKEn 2014. Es handelt sich dabei um eine massive Verschärfung, und das obwohl wir im Gebäudereich in den letzten Jahren schon einiges erreicht haben. Der Wärmebedarf ist dank der Energieeffizienz deutlich zurück­ gegangen. Das neue Gesetz ist das Ergebnis einer «grünen Welle» und greift nicht auf kan­ tonaler, sondern auf nationaler Ebene.

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ENERGIEWENDE

Was empfehlen Sie Immobilienbesitzern generell? Wenn die Heizung saniert oder ersetzt werden muss, lohnt sich eine sorgfältige Evaluation. Es ist notwendig, mit Fachleuten zu sprechen und sich ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten beraten zu lassen. Jede grös­ sere Gemeinde bietet inzwischen eine eigene kompetente Energiefachstelle an.

Wärmepumpen ersetzen immer häufiger Heizungen mit fossilen Energieträgern.

Was für eine weitere Verschärfung ergibt sich für Immobilienbesitzer, falls das neue CO2-Gesetz kommt? Sicher ist, dass der Druck und die Anforde­ rungen noch weiter steigen werden, Häuser besser zu isolieren und fossile Energieträger abzusetzen. Das könnte dazu führen, dass Immobilienbesitzer gezwungen werden, Ölund Gasheizugen zu ersetzen und das Haus gründlich zu sanieren. De facto läuft das Gesetz mit den neuen CO2-Grenzwerten auf ein Verbot von Gasund Ölheizungen hinaus – wie stellt sich der SVIT Ostschweiz dazu? Der SVIT Ostschweiz spricht sich generell ge­ gen solche Verbote aus. Wir finden es auch deshalb unnötig, weil gestiegene Energie­ preise und das gewachsene Umweltbewusst­

«Von Verbandsseite her wollen wir den Ausbildungs­ lehrgang Bautechnik lancieren um unsere Kompetenzen zu stärken und weiterhin am Ball zu bleiben.» sein sowieso schon seit Jahren zu einem Umdenken beigetragen haben. Die Immobilien­ besitzer tragen jetzt schon seit Jahren dazu bei, dass wir den CO2-Ausstoss senken konn­ ten. Mit oder ohne Gesetz – die Energiewende im Gebäudesektor ist schon lange angelau­ fen. Wir müssen aber auch ehrlich sein, an der Energiewende gibt es kein Vorbeikommen.

Wie sieht der Zeithorizont aus? Kann das Gesetz beim aktuellen Schweizer Gebäude­

park – Unternehmen und Eigenheime  – überhaupt in nützlicher Frist umgesetzt werden? Der Zeitplan ist aus unserer Sicht sehr sportlich. Wir setzen uns deshalb für eine rea­ listische Umsetzung des CO2-Gesetzes ein. Doch der Bund möchte möglichst rasch die Klimaziele im nationalen Recht durch­ boxen. Dabei wird gar nicht berücksichtigt, dass die Nachhaltigkeit in der Gebäudetech­ nik bereits seit Jahren ein fester Bestandteil in der Immobilienbranche ist.

Was bedeutet die Entwicklung im Energiebereich für die Immobilienbranche und für den SVIT in Bezug auf SVIT-Young, also die Nachwuchsabteilung des Immobilienverbandes – braucht es künftig noch mehr Fachspezialisten? Energieeffizienz wird auch bei uns von Jahr zu Jahr zu einem grösseren Thema. Das Be­ wusstsein für den Energiebedarf ist gewach­ sen und Immobilienprofis tun gut daran, ständig auf dem neusten Stand zu bleiben. Von Verbandsseite her wollen wir den Ausbil­ dungslehrgang Bautechnik lancieren um un­ sere Kompetenzen zu stärken und weiterhin am Ball zu bleiben. Energetische Sanierun­ gen und alternative Heizanlagen gehören da­ bei zum festen Programmpunkt. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, 123rf.com

Wie gross wird der Widerstand gegen das Gesetz Ihrer Meinung nach sein? Ich war selber überrascht, wie der Stän­ derat mit grosser Mehrheit diesen Bro­ cken gelupft hat. Im Nationalrat wird das bestimmt etwas anders aussehen. Auch von gewissen Wirtschaftsverbänden ist Widerstand zu erwarten. In der Bevölke­ rung sehe ich aber derzeit eine hohe Ak­ zeptanz. Die aktuelle Lage verunsichert Immobilien­ besitzer, die ihre bestehende Heizanlage jetzt ersetzen müssen. Sind Kombilösungen aus Öl- und Gasheizungen mit Solar­ thermie weiterhin möglich – wie sieht es hier in der Ostschweiz aus? Die Kombination der Öl- respektive Gas­ heizung mit einem erneuerbaren Energie­ träger wie der Sonne kann eine Lösung sein. Wenn es um die Heizung geht, gibt es viele Lösungsansätze und die Ent­ scheidung für das eine oder andere Sys­ tem ist nicht ganz einfach. Ganz allgemein beobachten wir jedoch eindeutig einen Rückgang der klimaschädlichen Heizun­ gen und mehr Investitionen in energeti­ sche Sanierungen.

Zur Person Der eidg. dipl. Immobilientreuhänder Tho­ mas Mesmer ist Präsident des SVIT Ostschweiz (Schweiz. Verband der Immo­ bilienwirtschaft). Der SVIT wurde 1934 ge­ gründet und zählt heute in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, beiden Appenzell so­ wie im Fürstentum Liechtenstein über 190 Firmenmitglieder. Sie bieten qualifizierte, transparente und korrekte Dienstleistun­ gen in Verkauf, Vermietung, Bewirtschaf­ tung, Facility Management, Bewertungen, Begründung und Verwaltung von Stockwerk­ eigentum sowie Bautreuhand an.

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PROFIL

Heizung ersetzen – Klima schützen – Geld sparen Erneuerbare Heizsysteme reduzieren den CO2-Ausstoss und sind langfristig kostengünstig. Damit Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer diese Chance beim nächsten Heizungsersatz nutzen können, bietet ihnen das Programm «erneuerbar heizen» eine Impulsberatung.

Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der Webseite energie-agenda.ch zu finden. Weitere Auskünfte erhalten Interessierte auch unter 058 345 54 80.

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In der Schweiz sind noch immer zwei von drei Bauten mit fossiler Energie, also mit Erdöl oder Erdgas, beheizt und tragen zum hohen CO2-Ausstoss des Gebäudeparks bei. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, muss ein Umstieg bei den Heizungen erfolgen. Dazu will das Programm «erneuerbar heizen»

mit einer Informationskampagne und Impulsberatungen einen Beitrag leisten. Diese haben zum Ziel, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz zu unterstützen und sie rechtzeitig über geeignete Alternativen zu fossilen Energieträgern zu informieren.


PROFIL

Zum Gebäude passende Lösung Im Rahmen einer Impulsberatung führen geschulte Fachleute vor Ort eine grobe Zustandsanalyse der Heizungsanlage und der Gebäudehülle durch und zeigen die Optionen für ein alternatives Heizsystem auf. Ihre konkrete Empfehlung berücksichtigt die baulichen Gegebenheiten und die Bedürfnisse der Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, sodass eine spezifische, zum Gebäude passende Lösung vorliegt. Wichtiger Bestandteil der Impulsberatung ist der Heizkostenrechner. Dieser berechnet für eine Liegenschaft, welches Heizsystem wie viel CO2 ausstösst und was es kostet. Er macht dazu eine Vollkostenrechnung und berücksichtigt Investitions- und Betriebskosten. So zeigt sich dem Hausbesitzer, dass erneuerbare Heizsysteme in der Anschaffung meist etwas teurer sind als Erdöl- oder Erdgasfeuerungen, sich über die Betriebsdauer betrachtet dank Förderbeiträgen aber auch finanziell lohnen. Als zeitgemässe und effiziente Heizsysteme stehen deshalb Wärmepumpen, Holzfeuerungen und, sofern vorhanden, Anschlüsse an Wärmenetze im Fokus. Alle diese Lösungen haben den weiteren Vorteil, dass sie den Wert einer Liegenschaft erhöhen und sie zukunftstauglich machen. Darüber hinaus leistet der Kanton Thurgau

Förderbeiträge beim Ersatz von Erdöl-, Erdgasund Elektroheizungen durch ein erneuerbares Heizsystem.

Bei Umstieg kostenlos Eine Impulsberatung kostet 100 Franken. Steigt ein Hauseigentümer innerhalb von drei Jahren nach der Beratung auf ein erneuerbares Heizsystem um, erstattet der Kanton den Betrag zurück. Wer sich für eine Impulsberatung «erneuerbar heizen» interessiert, kann sich bei den öffentlichen, neutralen Energieberatungsstellen melden. Diese Fachleute sind geschulte Impulsberater und stehen auch für Fragen rund um Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Gebäudesanierungen zur Verfügung: eteam-tg.ch Die Adressen weiterer Impulsberaterinnen und Impulsberater bietet das Programm von EnergieSchweiz: erneuerbarheizen.ch Informationen zum kantonalen Förderprogramm sind zu finden unter: energie.tg.ch

Infos an der Messe «inhaus» in Weinfelden Die Abteilung Energie des Kantons Thurgau und die Energiestadt Weinfelden sind an der «inhaus», der Ostschweizer Messe für Wohnen, Haus und Garten, in Weinfelden präsent. Lassen Sie sich vor Ort über die Chancen und Möglichkeiten eines Heizungswechsels und die Beratungs- und Förderangebote informieren. Die Messe findet vom 28. Februar bis 1. März 2020 statt. Sie finden uns in der Halle 2.2, Stand 27. Weitere Informationen finden Sie unter inhaus-messe.ch Ein weiteres Angebot bietet die «Sprechstunde Energie». Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Informationsangebot der Abteilung Energie und der kommunalen Energieberatungsstellen im Kanton Thurgau, dem «e-team». Sie findet am Montag, 2. März 2020, im Bildungszentrum Adler in Frauenfeld, am Donnerstag, 12. März 2020, im Alters- und Pflegezentrum in Amriswil und am Dienstag, 17. März 2020, im Rathaussaal in Dies senhofen statt. Der Anlass dauert jeweils von 19.00 bis 20.30 Uhr und ist kostenlos.

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WOHNDESIGN

Nachhaltige Materialien müssen nicht teurer sein Wie soll das künftige Haus aussehen, wie die renovierte Wohnung? Wer natürlich wohnen will, bevorzugt auch für Bau und Innenausbau nachhaltige Rohstoffe. Dass ökologisch zu bauen gleichbedeutend mit modern, schön und komfortabel ist, weiss die St. Galler Architektin Huaxin Häni. Sie ist mit ihrem Start-up auf Renovierungen und Umbauten spezialisiert, aber auch auf die Konzeption von Einfamilienhäusern. Im Gespräch spricht Häni über Trends und worauf es ihr bei Ästhetik, Design und Nachhaltigkeit ankommt.

Huaxin Häni, was bedeutet für Sie «Natürlich Wohnen»? Für mich bedeutet es, mit der Natur und sich selbst im Einklang zu leben und sich dabei wohlzufühlen. Klimaschutz ist das Thema derzeit: Wie wirkt sich das beim Bauen und Renovieren aus ? Das ist sehr individuell, je nach Persönlich­ keit und Weltanschauung. Zudem ist das Vor­ urteil immer noch weit verbreitet, dass alles, was ökologisch abbaubar ist, teurer ist als die bisher üblichen Baumaterialien. Das ist aber nicht per se so. Hier liegt es an uns Fachper­ sonen, die Bauherren gut zu beraten. Kommt nachhaltiges Bauen teurer – und wenn ja: Wieviel? Es kommt auf das Projekt an, ob es sich um einen Neubau oder eine Sanierung handelt, und auf die Ansprüche und den Geschmack der Bauherrschaft. Generelle Zahlen gibt es hier nicht. Es gibt viele nachhaltige Bau­ materialien, auch für Möbel, die nicht teurer sind als herkömmliche – zum Beispiel Hanf als Baustoff, Stroh- und Zellulose als Däm­ mung etc. Beim Neubau gibt es auch kosten­ günstigere Lösungen wie Fertighäuser mit wenigen Innenwänden und Türen. Was sind Ihre bevorzugten natürlichen Rohstoffe und Baumaterialien? Meine Favoriten sind Hanf und Bambus. Bambus ist eine umweltfreundliche Alter­ native zu Tropenholz. Qualitativ hochwertige Bambusmöbel sind ästhetisch und können, sofern sie nicht ständig Wind und Wetter ausgesetzt sind, gut 150 Jahre alt werden. Nicht umsonst gilt Bambus in China als Symbol für langes Leben – zudem lässt sich Bambus auch in der Südschweiz anbauen. Hanf ist CO² negativ und damit 100 Prozent natürlich. Es wächst auch in der Schweiz und

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circa 50 Mal schneller als Holz. Hanf ist ge­ nerell ein Multitalent und kann dank seinen vielfältigen Eigenschaften beispielsweise als Wärmedämmung, Wärmespeicher, Wär­ mereflexion, Schalldämmung, Akustikregu­ lation in Neubauten und bei Sanierungen eingesetzt werden.

Wohnen hat viel mit «sich wohlfühlen» und «sich zu Hause» fühlen zu tun: Was ist für Sie hier am Wichtigsten? Sicherheit und Geborgenheit sind die Grund­ bedürfnisse des Menschen. Ein gut einge­ richtetes Haus kann diese Bedürfnisse erfül­ len. Hier ist es für mich sehr wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden ein­ zugehen, sodass er sich in seinem Zuhause wohlfühlt. Welche Rolle spielen Ästhetik und Design? Eine sehr wichtige, denn alles, was wir wahr­ nehmen, beeinflusst unser Wohlbefinden.

Baudesign zeichnen moderne Arbeitstech­ niken und zukunftsorientierte Bauweise aus.

Was empfehlen Sie jemandem, der natürlich, aber modern wohnen möchte? Ich empfehle, sich über natürliche Baumate­ rialien und Rohstoffe zu erkundigen und dar­ über, was die Vorstellungen sind. Mit fast al­ len Holz- und Bambusstoffen, Wolle und Kork kann man modern und nachhaltig einrichten. Und was gilt es zu vermeiden? So wenig Kunststoff und Leder wie möglich oder ganz darauf verzichten. Zum Schluss: Was bedeutet das «Minimaei» in Ihrem Firmennamen eigentlich? «Minima» steht für Minimalismus, «ei» steht für Individualismus, denn kein einziges Ei ist gleich. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, 123rf.com

Welchen Ansprüchen muss eine Architektin heute genügen, wenn sie sich an die Planung eines Neu- oder Umbaus macht? Sie muss kundenorientiert und innovativ sein, sich sehr gut bei den Baumaterialien und den Kosten auskennen. Darüber hin­ aus wird die Baupsychologie immer wich­ tiger. Wie soll ein Raum sein? Soll er Le­ bendigkeit ausstrahlen? Oder ist das Ziel eine bessere Einschlafqualität im Schlaf­ zimmer? Auf Wunsch des Kunden entwerfe ich entsprechende Farbkonzepte, die unter­ stützend wirken. Die Ansprüche steigen stetig, dennoch haben Sie sich im August 2019 entschlossen, mit Minimaei Häni Baudesign Ihre ­eigene Firma zu gründen. Wodurch heben Sie sich von der Konkurrenz ab? Die Konkurrenz ist gross, das war mir klar, aber das ist in jeder Branche so. Minimaei

Zur Person Architektin Huaxin Häni ist Inhaberin von Minimaei Häni Baudesign aus St. Gallen und damit auf Renovierungen, Umbauten und Konzepte spezialisiert. Minimaei ist an der Immomesse in der Halle 9 zu finden.


Bambus ist eine umweltfreundliche Alternative zu Tropenholz.


WOHNDESIGN

Nischenprodukt mit steigender Beliebtheit Im Ohr trägt Michael Koller kein «Chüehli», sondern eine Breitaxt. Kein Zufall: In Appenzell Innerrhoden nennt man die Breitaxt im Dialekt «Brädäx» – sie war das frühere Werkzeug des Zimmermanns und sie ist zugleich der Firmenname von Michael Kollers Unternehmen. Der gelern­ te Zimmermann ist seit 13 Jahren selbstständig und unter anderem auf Blockhausbauten spezialisiert, auch weil ihn die Bauweise fasziniert.

Angefangen hatte alles mit einem Kurs für Blockbau in Finnland. «Die Bauweise mit ihrer hohen Handwerksanforderung und ihrer Echt­ heit hat mich so fasziniert, dass ich im Feb­ ruar 2007 beschloss, zusammen mit meiner Frau ein eigenes Unternehmen zu gründen, die Brädäx GmbH», sagt Michael Koller. Der Bau eines Blockhauses ist viel anspruchs­ voller als jener eines konventionellen Holz­ hauses – es braucht ein tiefes Wissen über das Holz. «Jeder Stamm muss gemäss sei­ nen Eigen­schaften begutachtet werden, um zu entscheiden, wie und wo er verbaut wird»,

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sagt Koller. Zudem brauche es ein grosses handwerkliches Geschick, um die verschiede­ nen Holzverbindungen abzubinden.

Gute Planung ist wichtig Der Bau eines Blockhauses will gut geplant sein. Im Herbst sollte die Baubewilligung vorliegen, damit im Winter das Holz geschla­ gen werden kann. Nach dem Entrinden im folgenden Frühling wird das Holz bis im Som­ mer gelagert, damit es antrocknen kann. Danach folgt der Abbund in Gonten. Das ge­ samte Haus wird vorgebaut, danach wieder


WOHNDESIGN

in Einzelteile zerlegt und auf dem Bauplatz wieder aufgebaut. Im Schnitt baut Koller ein Blockhaus pro Jahr und falls gewünscht, macht er auch den Innenausbau. Derzeit ist das 12. Haus im Bau. Der Blockhausbau ist aufwendig – und das hat seinen Preis. Je nach Grundrissform, Standort und Ausbaustandard muss mit zehn bis zwanzig Prozent Mehrkosten im Ver­ gleich zu einem üblichen Einfamilienhaus gerechnet werden. Koller bietet die ganze Palette von Zimmereiarbeiten an und auch die Architekturplanung mit Bauleitung bis Bauvollendung. «So hat der Bauherr alles aus einer Hand», sagt Koller.

Nachhaltigkeit wichtig Auch wenn der Blockhausbau in ganz Europa nach wie vor ein Nischenprodukt ist, erfreut sich diese Bauart nach Kollers Erfahrung einer steigenden Beliebtheit und Nachfrage. «Holz ist nachhaltig und heimelig», sagt Mi­ chael Koller. Und: «Das Leben in einem Mas­ sivholzhaus ist nachweislich gesund.» Es beeinflusst auch das Wohnklima stark: Die Luftfeuchtigkeit bleibt das ganze Jahr über hoch, Temperaturschwankungen bleiben aus, weil das Holz wie ein träger Speicher wirkt. «Es gibt keinen anderen Baustoff, der das kann», sagt Koller. Mit dieser Ansicht ist er nicht alleine, steigt doch der Holzanteil im Bauwesen an, stellt Koller fest.

«Ich setze bei den verwendeten Baustoffen von Anfang an auf Nachhaltigkeit, Ökolo­ gie und wohngiftfreies Bauen», sagt Koller. Wenn möglich werden die Materialien auch regional bezogen und verarbeitet. Gerne baut Koller auch mit «Mondphasen-Holz»: Es ist nachweislich ruhiger und reisst dadurch weniger. Durch den geringeren Saftanteil ist es auch weniger anfällig auf Insekten- und Pilzbefall.

«Die Bauweise mit ihrer hohen Handwerksanforderung und ihrer Echtheit fasziniert mich sehr.» «Der Blockbau verbreitet sich mit jedem Haus, das gebaut wird, mehr», ist Koller überzeugt. Ihm ist es wichtig, eine breite Pa­ lette an möglichen Formen und auch Misch­ formen im Blockbau anzubieten. «So können auch Bauherren angesprochen werden, de­ nen die rustikale Bauart eines Naturstamm­ hauses nicht zusagt, die jedoch die Vorteile der massiven Bauart nutzen wollen.» Es kön­ nen im Blockbau auch sehr moderne Bau­ stile und Häuser realisiert werden, es muss nicht immer rund sein. Text: Tanja Millius

Zur Person Michael Koller ist mit der Brädäx GmbH an der Immo Messe Schweiz vertreten bei der Themeninsel «Natürlich Schön Wohnen», Stand 9.0.024, wo er Ein­blicke in den Blockbau gibt – zusammen mit ­anderen Betrieben, die sich aufs Bauen mit natürlichen Materialien spezia­lisiert haben.

Bilder: Thomas Hary, zVg SPECIAL | Februar 2020

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PROFIL

Bestens beraten bei VON POLL REAL ESTATE Schon seit einigen Jahren ist VON POLL REAL ESTATE in der Schweiz präsent – und in Kürze finden Immo­ bilien­Eigentümer und Interessenten auch einen Shop im Rheintal und in der Bodensee­Region. Von dort aus betreuen Lizenznehmer Elöd Mata und sein Team die Ostschweiz. Schwerpunkte sind dabei die Regionen St.Gallen, Appenzell Vorderland, die Bodenseeregion, das Rheintal und das Fürstentum Liechtenstein.

«Wer mit dem Gedanken spielt, seine Immobilie zu verkaufen, ist bei uns genau richtig», so Elöd Mata. «Wir betreuen Immobilien-Eigentümer und Suchkunden kompetent und zuverlässig vom persönlichen Erstgespräch über die massgeschneiderte Vermarktung on- und offline bis zum erfolgreichen Vertragsabschluss beim Notar. Dazu berechnen wir kostenlos und unverbindlich den Wert Ihrer Immobilie und gestalten ausführliche Exposés mit Fotos vom Profi. Auf Wunsch erstellen wir 3D-Rundgänge oder bieten ein stilvolles Home Staging an. Spezialisiert sind wir auf die Vermittlung wertbeständiger Wohn- und Geschäftsimmobilien in bevorzugten Lagen. Das reicht von der Villa

und der Eigentumswohnung über die Doppelhaushälfte bis hin zur Ferienimmobilie.» Elöd Mata ist selbst in der Ostschweiz aufgewachsen. Seine Kindheit verbrachte er in Wittenbach und Walzenhausen. Er und sein Team kennen den Markt in der Region bestens und sind sehr gut vernetzt. «Professionalität, Zuverlässigkeit und Engagement für unsere Kunden stehen für unsere erfahrenen Immobilienexperten stets im Vordergrund», betont Mata. «Glücklich und zufrieden sind wir erst dann, wenn wir unseren Kunden kompetent helfen konnten, ihre Immobilienwünsche zu erfüllen.»

Über das Maklerhaus VON POLL IMMOBILIEN gehört zu den grössten Maklerhäusern Europas. Sitz der Zentrale ist Frankfurt am Main. In Deutschland ist das Haus nahezu flächendeckend vertreten. Elöd Mata erläutert weiter: «Europa­ weit verfügt das Unternehmen über mehr als 350 Shops. In der Schweiz und Liechtenstein agieren wir dabei unter dem Namen VON POLL REAL ESTATE und auch in Österreich, Spanien, Portugal, Griechenland, den Niederlanden, Luxemburg oder Bulgarien ist das Maklerhaus präsent und expandiert weiter».

Vorträge an der Immo Messe: Samstag, 21. März 2020, 15:00 – 15:30 Uhr, Halle 9.0 Sonntag, 22. März 2020, 12:00 – 12:30 Uhr, Halle 9.0 Kontaktdaten St.Gallen & Bodensee: 071 222 22 29 stgallen@von-poll.com Rheintal & Fürstentum Liechtenstein: 081 710 10 10 rheintal@von-poll.com

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In der Schweiz zählt VON POLL REAL ESTATE inzwischen sieben Immobilien- Shops, die von erfahrenen Profis in ihrem Gebiet geführt werden. Die Standorte sind untereinander gut vernetzt und die Zusammenarbeit funktioniert bestens. Das ist ein grosser Vorteil für die Kunden, denn über das Netzwerk haben die Makler des Hauses Zugriff auf Angebote und Kaufinteressenten in der gesamten Schweiz und darüber hinaus. So werden bei Elöd Mata auch Suchkunden, die beispielsweise nach einer Ferienimmobilie auf Mallorca, in Marbella oder auf Teneriffa Ausschau halten, fündig.

Hervorzuheben ist der hohe Qualitätsanspruch des Unternehmens: Kompetenz, Zuverlässigkeit und Bestleistung stehen hier im Vordergrund. «Unter anderem verfügen wir auch über eine hauseigene Schulungsakademie mit einem breiten Aus- und Fortbildungsangebot», so Mata. «Die Partner und Makler des Hauses sind eingehende Kenner ihres jeweiligen regionalen Marktes und vor Ort bestens vernetzt.» Bei VON POLL REAL ESTATE Ostschweiz sind Eigentümer und Suchkunden also in den besten Händen.


PROFIL

«Netzwerk, Kundenorientierung und Nachhaltigkeit» Elöd Mata ist seit kurzem Lizenzpartner für VON POLL REAL ESTATE in der Ostschweiz. Er stammt aus der Region und ist ausgesprochener Kenner der Marktlage vor Ort.

www.von-poll.ch/stgallen www.von-poll.ch/rheintal Elöd Mata, warum fühlen Sie sich unserer Region so verbunden? Ich bin in Wittenbach und Walzenhausen gross geworden und arbeitete mehrere Jahre in St.Gallen. Mein Vater war Kantonschullehrer in der Gallusstadt. Er hat auch den Basketballclub St.Otmar mitbegründet und mich schon als kleines Kind an Trainings und Spiele mitgenommen. Ich bin sozusagen mit dem Herzen und mit Erinnerungen in der Region sehr verwurzelt. Was gefällt Ihnen hier am besten? Ich schätze die Lebensqualität, und damals wie heute fasziniert mich die Landschaft. Sie bietet wunderbare Perspektiven: alpine Naturlandschaften, ferne Gipfel, weitläufige

Täler, natürlich nicht zu vergessen den Bodensee. Die gesamte Region ist weit über die Landesgrenzen bekannt für ihr vielfältiges Freizeit- und Erholungsangebot. Die Region St.Gallen zählt ausserdem zu den wirtschaftsstärksten der Schweiz.

Welche Lagen sind hier bei Käufern besonders beliebt? Dazu gehören neben St.Gallen auch die Blick- und Wasserlagen am und um Bodenund Walensee sowie die Hanglagen entlang dem Rheintal. Was hat Sie dazu bewogen, hier als Immobilienvermittler für VON POLL REAL ESTATE tätig zu werden?

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Schlussendlich waren es die starke Marke, das Netzwerk, die überdurchschnittlich hohe Kundenorientierung sowie die Nachhaltigkeit, die mich bei VON POLL REAL ESTATE überzeugt haben. Unsere Kunden profitieren zudem von professionell gestalteten Immobilienpräsentationen, kompetenten Kollegen sowie kürzeren Vermarktungszeiten durch unsere vielen qualifizierten Kaufinteressenten und unser grosses Netzwerk. Daneben ist der Umgang unter den Kollegen sehr familiär und herzlich. Dieses Gefühl geben wir auch unseren Kunden weiter.

Sind Sie auch auf der Immo Messe Schweiz in St.Gallen vertreten? Selbstverständlich. Wir möchten alle Messegäste herzlich einladen, uns dort zu besuchen. Sie finden uns am Stand 12 in der Halle 9.1. Falls Sie Interesse an unserem Vortrag im IMMO-Forum zum Thema «Lohnt sich eine Renovierung vor dem Verkauf?» haben, kommen Sie vorbei und erfahren Sie mehr über die Tipps, Alternativen und Risiken einer Renovierung vor dem Verkauf Ihrer Immobilie.

Mit dem abgebildeten Gutschein erhalten Sie bei uns eine kostenlose Bewertung Ihrer Immobilie. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine E-Mail für einen Bewertungstermin. Wir freuen uns auf Sie!

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IMMOBILIENMARKT

«Beim Traumhaus rasch, aber nicht überstürzt zuschlagen» Wohneigentümer müssen auch 2020 tiefer in die Tasche greifen. Allerdings steigen die Preise nicht überall gleich stark an. Gemäss dem Immobilien-Monitoring des Beratungsunternehmens Wüest Partner sind vor allem Eigenheime in der Nähe von grossen Städten gefragt. Wie sieht die Situation in der Ostschweiz aus? Im Gespräch gibt Thomas Eigenmann, Geschäftsführer HEV Verwaltungs AG, seine Einschätzung zur Preis­ entwicklung in der Ostschweiz, den Immobilienmarkt und darüber, ob und wo Wohneigentum in der Ostschweiz erschwinglich bleibt. Thomas Eigenmann, laut Wüest Partner liegt der schweizweite durchschnittliche Marktpreis für ein 5- bis 5.5-Zimmer-Ein­ familienhaus bereits heute bei 885  000 Franken. Ein Haushalt müsste also jährlich rund 160 000 Franken verdienen, damit er die entsprechende Finanzierung durch die Banken bekommt. Können sich nur noch Grossverdiener ein Einfamilienhaus leisten? Wir stellen fest, dass wir uns, gemessen an den durchschnittlichen Marktpreisen von Wüest und Partner, in der Stadt St. Gallen und deren Agglomeration in einem Markt von leicht überdurchschnittlichen Immobilien­ preisen bewegen. Heute ist es schwierig, ein freistehendes Einfamilienhaus zu finden, bei dem sich der Preis unter 900 000 Franken bewegt. Viele Ostschweizer können sich den Traum vom Eigenheim aufgrund der Tragbar­ keitsberechnungen der Finanzinstitute nicht mehr leisten – ausser es kann auf Mittel aus Erbvorbezügen oder Schenkungen zurück­ gegriffen werden. Das ist schade, denn wir gehen davon aus, dass weit mehr als die Hälfte der jungen Familien am Erwerb eines Einfamilienhauses interessiert ist.

Zur Person Thomas Eigenmann, Betriebsökonom FH, ist seit zehn Jahren bei der HEV Verwal­ tungs AG, seit fünf Jahren als Geschäfts­ führer. Das Unternehmen ist spezialisiert auf den Verkauf, Vermietung, Bewirt­ schaftung und Schätzung von Immobili­ en und beschäftig derzeit 45 Mitarbeiter an fünf Standorten im Kanton St. Gallen.

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Wie sieht es bezüglich der Entwicklung der Immobilienpreise in der Ostschweiz aus? Generell rechnen wir in der Ostschweiz mit einer Preisstabilisierung auf dem heutigen Niveau für Einfamilienhäuser und Eigen­ tumswohnungen. Im Bereich der Renditelie­ genschaften erwarten wir gar leichte Preis­ steigerungen – immer vorausgesetzt, die Hypothekarzinssätze verharren auf dem heutigen sehr tiefen Niveau. Und welches sind die Hochpreisgebiete in der Ostschweiz? Obwohl es in der Ostschweiz nicht ganz so dramatisch ist wie beispielsweise im Gross­

raum Zürich oder am Genfersee, zählen im Grossraum St. Gallen unter anderem Teufen, Mörschwil, Speicher, Gaiserwald, die Stadt St. Gallen selber und deren unmittelbare Ag­ glomeration zu den Hochpreisgebieten. Die­ se Aufzählung ist nicht abschliessend.

Auch in der Ostschweiz dürften 2020 die Preise für Einfamilienhäuser weiter steigen – schätzungsweise um 2,2 Prozent. Was heisst das für potenzielle Hauskäufer? Zunächst sollte mit dem Finanzinstitut sei­ nes Vertrauens das Budget für einen mög­ lichen Hauskauf ausgelotet werden. Sind die Eckwerte abgestimmt, kann mit der Su­ che nach einem geeigneten Eigenheim be­ gonnen werden. Hier führt kein Weg daran vorbei, das Angebot mittels Suchprofilen und Suchaufträgen im Internet tagtäglich zu beobachten und Augen und Ohren in der Wunschgemeinde offen zu halten. Ist ein Wunschobjekt verfügbar, empfiehlt es sich, den Kontakt mit dem Verkäufer oder Ver­ mittler zügig zu suchen und eine zeitnahe Besichtigung durchzuführen. Gefällt das Ob­ jekt, empfehlen wir, den Kaufprozess zügig voranzutreiben. Die Eigentumswohnungspreise sollen gemäss Wüest Partner schweizweit moderater steigen – in der Ostschweiz schätzungsweise um 0,8 Prozent. Schätzen Sie, dass die Nachfrage nach Wohnungen zuund nach Einfamilienhäusern abnimmt? Nein, wir gehen davon aus, dass die Nach­ frage nach Einfamilienhäusern in der Ost­ schweiz konstant hoch bleibt. Auch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen wird auf dem heutigen Niveau verharren. Damit jedoch das Preisniveau bei den Eigentums­ wohnungen gehalten werden kann, wird aus unserer Sicht je länger je mehr entschei­


Herr und Frau Schweizer wünschen sich häufig ein freistehendes Einfamilienhaus,, ausgestattet mit einem modernen Heizsystem und einer Wohnfläche von 140 bis 150 m2.

dend sein, dass das Produkt unter anderem attraktive Grundrisse bietet und dem Trend der Nachhaltigkeit entspricht.

vationsbedürftige als auch neuwertige, mög­ lichst vollvermietete Mehrfamilienhäuser auf der Suchliste vieler Investoren.

Geht der Trend in der Ostschweiz bei Einfamilienhäusern eher Richtung Doppel- oder Reiheneinfamilienhäusern oder sind mehrheitlich freistehende Einfamilienhäuser gefragt? Die Nachfrage nach freistehenden Einfami­ lienhäusern bleibt an der Spitze unserer aktu­ ellen Suchprofile – interessanterweise soll der Umschwung nicht zu gross und unterhaltsin­ tensiv sein. Das Angebot an derartigen Objek­ te ist aber äusserst knapp und die Finanzie­ rung für viele Leute nicht realisierbar. Deshalb weichen Kaufwillige oft auf tendenziell preis­ günstigere Doppeleinfamilien- oder Reihenein­ familienhäuser aus. Auch hier dürfte die Nach­ frage somit weiterhin hoch bleiben.

Was sind die beliebtesten Regionen – und wo besteht eher ein Überangebot? Die Nachfrage nach Wohneigentum in Städ­ ten oder grösseren, gut erschlossenen, steuergünstigen Gemeinden ist sehr hoch. In der Region St. Gallen sind dies die bereits erwähnten Gemeinden. Ein Überangebot ist zunehmend im Mietwohnungsmarkt in gros­ sen Teilen des Einzugsgebietes der Ost­ schweiz zu beobachten.

Welche Objekte in der Ostschweiz sind besonders gesucht? Das bei vielen Interessenten gesuchte «per­ fekte» Einfamilienhaus kann wie folgt be­ schrieben werden: Freistehendes EFH mit einem Kaufpreis von unter einer Million Schweizer Franken, ausgestattet mit einem modernen Heizsystem, einer Wohnfläche von 140 bis 150 m2 und einer Grundstücks­ fläche von 400 bis 500 m2. Bei den Eigen­ tumswohnungen zählen die Erschliessung mittels Lift sowie tiefe Nebenkosten zu den Muss-Kriterien. Zudem stehen sowohl reno­

«Weit mehr als die Hälfte der jungen Familien ist am Erwerb eines Einfamilien­ hauses interessiert.» Es wird immer wieder von der gefürchteten Immobilienblase gesprochen, die zu platzen droht – Hausbesitzer, die dann mit steigendem Zins ihr Haus nicht mehr finanzieren können. Wie schätzen Sie diese Gefahr derzeit ein? In der Langzeitbetrachtung werden die Prei­ se für Eigenheime in der Ostschweiz moderat steigen. In jenen Segmenten und Regionen, wo es Übertreibungen gibt oder geben wird,

erwarte ich, dass sich der Markt selbst re­ guliert und entsprechende Preiskorrekturen erfolgen. Dieser Prozess, so hoffe ich, wird jedoch in geordneten Bahnen ablaufen. Dem­ zufolge steht aus meiner Sicht unmittelbar kein Immobiliencrash in der Schweiz bevor.

Können Sie noch eine kurze Einschätzung zur Hypothekarzinsentwicklung abgeben? Kurzfristig rechne ich mit anhaltend tiefen Hypothekarzinsen. Mittel- bis langfristig wage ich keine Prognose. Fakt ist, dass der lang­ jährige Durchschnitt der Hypothekarzinsen wesentlich höher lag im Vergleich zum heu­ tigen historisch tiefen Niveau. Zum Schluss: Was ist Ihre persönliche Empfehlung an potenzielle Hauskäufer – abwarten oder kaufen? Wir raten im aktuellen Verkäufermarkt gene­ rell zum raschen, aber nicht überstürztem Kaufabschluss. Hat die Käuferschaft ihr Wunschobjekt gefunden, aber es bestehen noch letzte Zweifel betreffend der Höhe des Kaufpreises, so lohnt es sich vielfach, einen renommierten Schätzungsexperten, zum Beispiel von der HEV Verwaltungs AG, zu en­ gagieren. Das fundierte Schätzungsgutach­ ten kann dem Käufer die letzte Sicherheit vor dem Kauf geben. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, 123rf.com SPECIAL | Februar 2020

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PROFIL

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PROFIL

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FINANZIERUNG

Unliebsame Überraschungen vermeiden Der Trend bei Immobilien ist eindeutig: Wohneigentum wird auch dieses Jahr teurer, auch in der Ostschweiz. Zwar sind die Hypothekarzinsen nach wie vor sehr tief, ein entscheidender Faktor bei der Kreditvergabe ist aber die Tragbarkeit des künftigen Wohneigentums. Gerade für eine junge Familie kann dies zum Problem werden. Eine gute Vorbereitung erhöht die Aussicht auf ein erfolgreiches Kreditgesuch.

ter Privat- und Geschäftskunden Ost bei der St. Galler Kantonalbank (SGKB).

René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost bei der St. Galler Kantonalbank:

«Vielfach sehen Interessenten einfach die tiefen aktuellen Zinssätze und berücksichtigen die übrigen langfristigen Kosten zu wenig.» Wer ein Eigenfamilienhaus kaufen möchte, kann beim Kreditgesuch bei der Bank unter Umständen eine unliebsame Überraschung erleben. Dann nämlich, wenn sich die Kalku­ lation der Bank von der eigenen Berechnung unterscheidet und für das Wunsch­ objekt mehr Eigenmittel aufgewendet werden müssten. Die Banken rechnen mit soge­ nannt kalkulatorischen Kosten, welche die langfristige Belastung des Wohneigentums berücksichtigen. Neben dem erforderlichen Unterhalt, den Amortisationen rechnen die Banken mit Zinssätzen, die ein langfristi­ ges Zinsniveau abbilden – aktuell sind es fünf Prozent. «Vielfach sehen Interessen­ ten einfach die tiefen aktuellen Zinssätze und berücksichtigen die übrigen langfristi­ gen Kosten zu wenig», sagt René Walser, Lei­

Hilfsmittel wie Online-Rechner können hier einen ersten Anhaltspunkt liefern. «Jeder Fall ist aber individuell. Wir empfehlen dar­ um auch eine persönliche Beratung», sagt Daniel Kummer, Leiter Bereich Privatkun­ den bei der Thurgauer Kantonalbank (TKB). Um den Kaufpreis realistisch einschätzen zu können, lohne sich auch oftmals der Bei­ zug eines Experten – am besten eines aus der Region, der Land und Leute kennt, sei es nun eine Kantonalbank, eine Raiffeisen­ bank oder die Acrevis, die gerade in der Ostschweiz stark ist. Weniger infrage kom­ men spezialisierte Bankhäuser wie die Hy­ pobank Vorarlberg, die wohl einen Standort in St. Gallen hat, als Nischenplayer aber auf die Finanzierung von Renditeobjekten in der Höhe von drei bis dreissig Millionen Fran­ ken – und höher – spezialisiert ist. Selbstbe­ wohntes Eigentum ist nicht deren Segment.

Soft-Faktoren spielen mit Ein weiterer möglicher Fall: Die Bank schätzt den Wert des Wunschobjekts tiefer als der Verkäufer. TKB, SGKB und Valiant raten in diesem Fall nicht per se vom Kauf ab. Wich­ tig sei, dass der potenzielle Käufer wisse, worin der Preisunterschied bestehe und er das Objekt quasi bewusst «zu teuer» kau­ fe. Ein Objekt habe für den Käufer aber oft auch einen ideellen Wert. Ob der Kauf zu­ stande kommt, hängt in diesem Fall davon ab, ob der Käufer bereit und in der Lage ist, die Differenz aus eigenen Mitteln zu berap­ pen, heisst es beispielsweise bei der TKB und der SGKB. «Das hängt stark vom Einzel­ fall ab und sollte mit der Bank besprochen werden», sagt Adeline Düing, Regionen­ leiterin Privat- und Geschäftskunden der Valiant Bank.

Ein entscheidender Punkt bei der Kreditver­ gabe durch die Bank ist die Tragbarkeit des künftigen Wohneigentums: Hier sollten die kalkulatorischen Kosten grundsätzlich nicht mehr als einen Drittel des Einkommens aus­ machen. «Im Einzelfall kann mit geeigneten Massnahmen, etwa einer höheren Amortisa­ tion, der Spielraum etwas erweitert werden», sagt René Walser von der SGKB. Auch die Wahl und Laufzeit der Hypothek ist wichtig. «Hier zeigen wir Kunden die verschiedenen Möglichkeiten. Für Familien bietet die TKB zum Beispiel eine spezielle Familienhypo­ thek an», sagt Daniel Kummer. Ähnliches hat auch Valiant für Familien im Angebot. Und die Migros-Bank bietet neben günstigen Zinsen auch einen Onlinebonus, wenn man seine Hypothek übers Web abschliesst. Die WIR-Bank ihrerseits etwa, die auch in St. Gal­ len präsent ist, bietet neben klassischen

Daniel Kummer, Leiter Bereich Privatkunden bei der Thurgauer Kantonalbank:

«Ob sich ein Kauf lohnt, hängt immer von der persönlichen Situation ab.»

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FINANZIERUNG

CHF-Hypotheken auch WIR-Hypotheken an, sogar für Private – mit noch tieferen Zinssät­ zen als bei den Finanzierungen in Franken.

Eigenmittel entscheidend Um eine Hypothek bei der Bank zu erhalten, muss der Kaufwillige mindestens zwanzig Prozent des Kaufpreises selber aufbrin­ gen. Davon müssen mindestens zehn Pro­ zent «echte» Eigenmittel sein, also Gelder aus 3a-Vorsorge-Konten oder von einem Sparkonto. Pensionskassengelder sind für diesen Teil ausgeschlossen. «In der Pra­ xis treffen wir häufig auf Erbvorbezug oder Schenkung», sagt Daniel Kummer.

Adeline Düing, Regionenleiterin Privat- und Geschäftskunden der Valiant Bank:

«Kaufwillige sollten möglichst früh mit der Planung und Vorbereitung ihres Vorhabens beginnen.»

Keine Abstriche bei Wohnlage Wie sieht es aber mit Angebot und Nachfra­ ge aus? Im Thurgau ist der Preis für Wohn­ eigentum gemäss dem aktuellsten Thurgauer Eigenheimindex leicht gestiegen, dies we­ gen steigender Preise beim Stockwerkeigen­ tum. Im Kanton St. Gallen ist das Angebot an Einfamilienhäusern knapp, die Nachfrage hoch – entsprechend gestiegen ist auch hier das Preisniveau. Vor allem Städte und Orte mit guter öV-Anbindung sind gefragt und ent­ sprechend teuer. Deswegen Abstriche bei der Lage zu machen, sei nicht ratsam, sagen

die Banken. Und: «Die Lage ist nur ein Fak­ tor, den es bei der Auswahl einer Immobilie zu beachten gilt», sagt Daniel Kummer. Hier gelte es, alle Vor- und Nachteile in die Waag­ schale zu werfen, sind sich TKB, SGKB und Valiant einig. Was sind die persönlichen Tipps von TKB, SGKB und Valiant für Kaufwillige 2020? «Kaufwillige sollten möglichst früh mit der Planung und Vorbereitung ihres Vorhabens beginnen», rät Adeline Düing von Valiant. «Potenzielle Käufer sollten sich intensiv mit ihren eigenen Wünschen und Möglichkeiten auseinandersetzen, damit das geeignete Objekt gezielt gesucht und gefunden werden kann», sagt René Walser von der SGKB. «Man soll sich nicht von einem tiefen Zins­ niveau leiten lassen», sagt Daniel Kummer von der TKB. Ob sich ein Kauf lohne, hänge immer von der persönlichen Situation ab. Wichtig sei, sich nicht von Emotionen leiten lassen. In vielen Fällen sei bei der Objekt­ suche auch Geduld gefragt.

Text: Tanja Millius Bilder: zVg

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PROFIL

Der «Fördergelddschungel» einfach erklärt Für Bauherren, die Ihre Immobilien umbauen oder energetisch sanieren möchten, ist es oft schwierig, sich im Dschungel von Bauvorschriften und energetischen Anforderungen zurechtzufinden. Dies gilt insbesondere für die zahlreichen Förderbeiträge, die bei energetischen Sanierungen von verschiedenen Seiten gesprochen werden können.

«Es gilt abzuwägen, ob die Förderbeiträge den zusätzlichen Aufwand decken.»

Ein einfacher Grundsatz: Ein Bauherr, der Fördergelder in Anspruch nehmen möchte, muss diese zwingend beantragen, bevor er mit seinem Bauvorhaben begonnen hat. Wird die Förderung zu spät beantragt, gibt es keine Gelder mehr.

90 Prozent sind einfach Gemäss Energieberater Marco Hander­ mann und Fachplaner Markus Willi genügt bei den Altbauten meistens ein einfaches Verfahren, um Fördergelder auszulösen. Wenn Einzelbauteile (Dach, Aussenhülle oder Böden gegen Erdreich) neu gedämmt werden sollen, sind in der Regel Förder­ bei träge in einer Höhe unter CHF 10 000 zu erwarten. Gemäss Förderprogramm des Kantons St.Gallen werden bei bestehenden und beheizten Gebäuden, die vor 2000 be­ willigt wurden, vom Kanton CHF 40 pro qm sanierte Fläche gesprochen. Bei einer Fas­ sade mit Fläche von 200 qm kommt man

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so auf CHF 8000 Fördergelder. Hierfür ge­ nügt ein normaler Einzelbauteilnachweis mit Flächennachweis. Bei komplexen Sanierungen, bei denen mehrere Bauteile gemeinsam verbessert werden sollen, sodass man insgesamt auf Förderbeiträge von über CHF 10 000 käme, wird zwingend ein GEAK Plus (Gebäude­ energienachweis mit Beratungsbericht) ver­ langt. In diesem Beratungsbericht werden u. a. mögliche Energiekostensenkungen und ­verbrauchseinsparungen aufgezeigt und die approximativen Investitionskosten ermittelt. Die Auflistung verschiedener Sanierungs­ varianten dient zudem als Entscheidungshilfe. Dieses 80­ bis 100­seitige Dokument ist mit mehr Aufwand zu erstellen und kostet je nach EFH und Stand der Planunterlagen ab ca. CHF 2100. Da gilt es abzuwägen, ob die Förderbeiträge, die man dadurch auslöst, den zusätzlichen Aufwand decken.


PROFIL

Fördergelder von unterschiedlichen Stellen Im Kanton St.Gallen gibt es zusätzlich das Programm «Gebäudesanierung mit Konzept» mit entsprechenden Umsetzungsanreizen. Dieses Konzept müsse sehr gut aufgebaut sein und bedeute dadurch einen Mehrauf­ wand, sagt Marco Handermann. Bevor dieser

«Zili bietet diese Arbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung zum Festpreis an.»

Aufwand betrieben wird, macht die Zili AG aus Bronschhofen eine unverbindliche Abklä­ rung für den Bauherren. Anschliessend wird ein auf das Projekt abgestimmtes Förderkon­ zept ausgewählt. Bei der Abklärung der mög­ lichen Fördergelder kommt erschwerend

hinzu, dass neben dem Kanton auch Ge­ meinden, Stiftungen und auch Firmen Förder­ beiträge sprechen können. Es ist also auch ein Fördergeldkonzept nötig. Zili bietet diese Arbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung zum Festpreis an, was eine grosse Entlastung für die Bauherrschaft bedeutet. Zuerst wird eine unverbindliche Beurteilung vorgenommen. Anschliessend wird ein Fördergeldkonzept erstellt. Erst nach Einreichung der Beitragsgesuche re­ spektive Zusage der zuständigen Stelle kann mit den Sanierungen begonnen werden und die jeweiligen Fördergelder werden der Bau­ herrschaft gutgeschrieben. Jedes Projekt ist individuell. Da derzeit in den Kantonen unterschiedliche Regelungen gel­ ten, ist die Zusammenarbeit mit Fachleuten, die die aktuelle Gesetzeslage bestens ken­ nen, für den Bauherrn unerlässlich.

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Weitere Infos an der Immo-Messe St.Gallen

Samstag 21. März 2020, 12.30 Uhr im Vortragsforum Halle 9.0 Halle 9.1, Stand 9.1.027

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Glücklich leben auf engstem Raum Nachhaltig leben und dabei Platz sparen: Der Trend der «Tiny Houses», der Minihäuser, aus den USA, ist auch in der Schweiz angekommen. Die Lebensform, die sich dem Minimalismus verschreibt, findet auch in der Ostschweiz Anhänger und verschiedene Anbieter. So baut die Schöb AG in Gams, ein führender Anbieter von Holzsystembauten, auch Minihäuser. Im Interview erklärt Verkaufsleiter Markus Scherrer, was Tiny Houses besonders macht und worauf künftige Besitzer achten sollten.


TINY HOUSES

viel Platz möchten, dieser muss ja auch be­ wirtschaftet werden. Zudem ist ein Minihaus auch preislich attraktiv, um keine Verschul­ dung im Alter zu haben.

Ganz generell: Für wen eignet sich Ihrer Meinung nach ein Minihaus? Entweder für Singles oder ein Paar - für Fami­ lien ist es ungeeignet und man muss gene­ rell mit wenig Platz zufrieden sein.

Markus Scherrer, Verkaufsleiter Schöb AG.

Markus Scherrer, was zeichnet ein Mini­ haus aus? Leben auf kleinstem Raum ohne Einschrän­ kungen bezüglich Wohnkomfort und dank den sehr ökologischen Materialien natürlich auch mit einem grünen Fussabdruck. Die Firma Schöb AG realisierte bereits einige Minihäuser – was waren die Hauptbeweggründe der neuen Eigentümer, sich für diese Wohnform zu entscheiden? Bei den einen war es die Übergabe des Hau­ ses an die Kinder. Bei anderen aber auch die Identifikation mit dem Lebensmotto, auf kleinstem Raum zu Wohnen und die zudem auch noch das Glück hatten, über einen ge­ eigneten Bauplatz zu verfügen. Viele sagen einfach auch, dass sie im Alter nicht mehr so

Klein ist nicht gleich billig: Was kostet ein Minihaus im Schnitt und was gilt es hier alles zu beachten?

«Das Interesse an dieser Wohnform ist sehr hoch, der Kaufentscheid eher tief, da vielfach ein geeignetes Grundstück fehlt.»

Wir bieten es ab zirka 145 000 Franken ab Werk an. Die Bauvorschriften sind die glei­ chen wie bei einem normalen Haus. Ein wichtiger Aspekt ist die Logistik: Da das Mo­ dul zirka 14 Tonnen wiegt, brauchen wir ei­ nen grossen Pneukran für den Ablad sowie

einen Spezialtransport mit Überbreite. Wir lieferten auch schon ein Minihaus nach Ös­ terreich, wo wir über ein Haus in den Garten abladen mussten, da steigen die Logistik­ kosten sehr schnell an.

Wer ein Eigenheim kauft, schliesst in der Regel eine Hypothek ab. Ein Minihaus gilt bei Banken als bewegliches Vermögen, weil es schnell auf- und wieder abgebaut werden kann, und sie sind bei der Vergabe von Hypotheken zurückhaltend. Was sind hier Ihre Erfahrungen? In diesem Punkt ist die Durchmischung hoch, wir informieren die Kunden jedoch gleich immer zu Beginn über den Fakt, dass die Finanzierung durch eine Bank nicht im­ mer gewährleistet ist. Die Tiny-House-Bewegung ist derzeit noch eine Nische in der Baubranche – wie gross ist die Nachfrage nach solchen Minihäusern? Das Interesse an dieser Wohnform ist sehr hoch, der Kaufentscheid eher tief, da viel­ fach ein geeignetes Grundstück fehlt. Den­ noch haben wir aktuell einige Projekte, wo wir mit unserer hauseigenen Architekturab­ teilung im Vorprojekt stehen. Eines davon ist ein zweistöckiges Projekt, das andere ist in L-Form. Wieso hat sich die Schöb AG entschieden, ihr Angebot auf die Nische «Minihäuser» auszudehnen? Da wir in der modularen Vorfertigung kom­ plette Hotels mit 20 Zimmern oder mehr bauen oder auch sonst temporäre Bauten anbieten, ist dies eine Ergänzung zu dem be­ stehenden Angebot. Wo steht die Minihaus-Bewegung in fünf Jahren? Die Vereine sind sehr aktiv und ich denke, sie werden versuchen Vorstösse zu machen, um solche Siedlungen bauen zu können oder in den Städten die Verdichtung zu erhöhen. Es wird jedoch nach wie vor eine Nische bleiben. Interview: Tanja Millius Bilder: zVg

Besucher können sich an der Immo Messe­ Schweiz ein Bild eines Tiny House ma­ chen – im Aussenbereich direkt am Haupt­ eingang der Immo Messe oder am Stand 9.1.055 der Schöb AG in der Halle 9.1.

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TINY HOUSES

Leben auf kleinem Fuss Aus Amerika kommt der Trend zum Wohnen auf wenigen Quadratmetern. Tiny Houses heissen die reduzierten, oft mobilen Eigenheime. Doch hierzulande ist es gar nicht so einfach, einen Stellplatz für das Minihaus zu finden. Das gilt auch für andere Kleinwohnformen wie Bauwagen, Hausboot oder Wohncontainer.

aufgestellt werden. Die einzig legale Lösung besteht darin, eine Parzelle Bauland zu kau­ fen, ein Baugesuch zu stellen und einen Wasser- und Kanalisationszugang zu legen (was ziemlich teuer sein kann).

Viele Bewohner möchten ihr Leben vereinfachen.

Durchschnittlich bewohnt ein Schweizer 46 m2 Wohnfläche, in einem Tiny House sind es etwa 7 m2.

Die Tiny-House-Bewegung hat ihren Ursprung in den USA. Dort galt es vor einiger Zeit noch als Nonplusultra, möglichst grosszügig zu wohnen und grosse Häuser zu bauen, in de­ nen man all seine Besitztümer unterbringen konnte.

Positive Ökobilanz Doch gerade hier hat ein Sinneswandel statt­ gefunden: Denn grosse Häuser kosten viel. So­ wohl beim Bau als auch in der Unterhaltung. Tiny Houses hingegen sind nicht nur günstig in der Anschaffung, auch der Energiebedarf ist sehr gering, und durch die Verwendung umwelt­ freundlicher Technologien entsteht oftmals so­ gar eine positive Ökobilanz. Durchschnittlich bewohnt ein Schweizer 46 m2 Wohnfläche, in einem Tiny House sind es etwa 7 m2 pro Per­ son. Manche Mini-Häuser lassen sich sogar mehrstöckig stapeln und könnten damit eine Alternative zu Wohnblöcken sein.

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Aber nicht nur das macht die kleinen mo­ bilen Häuser so beliebt, sondern auch die Tatsache, dass viele Bewohner ganz be­ wusst ihr Leben vereinfachen möchten. Sie möchten sich «verkleinern», nicht mehr so viel besitzen, nur noch einen geringen öko­ logischen Fussabdruck hinterlassen und unabhängiger sein. Ein Trend, der auch in Europa angekommen ist – online zumin­ dest. Denn noch verhindern komplizierte Bauvorschriften, Genehmigungspflichten und Strassenverkehrsverordnungen die Ausbreitung von Tiny Houses oder anderen Kleinwohnformen.

Baugesuch nötig In der Schweiz etwa unterscheiden sich die Bauordnungen von Kanton zu Kanton. Wer sein Tiny House bei einem Bauern abstellt, riskiert eine Anzeige. In der Landwirtschafts­ zone dürfen nämlich nicht einfach so Bauten

Das gilt auch für andere Kleinwohnformen, also Wohneinheiten mit höchstens 40 m2 Gesamtfläche – etwa Minihäuser, Zirkus­ wagen, Wohncontainer, Jurten oder Haus­ boote. Sie steht nicht auf festen Funda­ menten, sondern entweder auf Rädern und / oder Punktfundamenten, sodass sie einfach verschiebbar ist. KWF müssen alle hygienischen Bedingungen erfüllen, sodass sie als Hauptwohnsitz genutzt werden kann. Der Verein Kleinwohnformen Schweiz setzt sich für eine einheitliche und unkomplizierte Bewilligungspraxis ein und will die diversen Kleinwohnformen in der Schweiz bekannt machen. Text: Stephan Ziegler Bild: zVg

Erlebbarer Minimalismus an der Immo Messe Schweiz Der amerikanische Trend des minimalis­ tischen Wohnens hat längst Europa er­ reicht. Deshalb wird ein Tiny House Villa­ ge beim Haupteingang der Immo Messe Schweiz 2020 in Szene gesetzt. Drei Anbieter werden ihre Minihäuser für die Messedauer nach St. Gallen bringen. Die Besucher können so das Gefühl von Woh­ nen auf kleinstem Raum erleben.


mehr Eleganz

Mehr Südseite, mehr Grünflächen, mehr Privatsphäre. Die drei am Hang liegenden Mehrfamilienhäuser «UNICO» in Teufen bieten Stockwerkeigentum mit traumhafter Aussicht auf den Alpstein. Mehr unter www.unico-teufen.ch

Immer 2 mal mehr ...

mehr Zuhause

Mehr Spielraum, mehr Nähe, mehr Familienglück. Stadtnah im «Ahornpark» in Uznach werden fünf Mehrfamilienhäuser mit 2 ½- bis 5 ½ -ZimmerWohnungen zum Kaufen und Mieten im nachhaltigen Energiestandard erstellt. Mehr unter www.ahornpark.ch

... und deshalb auch mehr Chancen. Durch höchste Ansprüche, wertvolle Erfahrung und leidenschaftliche Baulust setzt Mettler2Invest Immobilien-Projekte konsequent erfolgreich um. Von der Entwicklung bis zur Finanzierung ist jeder Schritt klar und transparent, so dass Bauherren und Investoren auf perfekte Ergebnisse bauen können. Fair und zuverlässig in der Zusammenarbeit, effizient und innovativ in allem. Für mehr Inspiration besuchen Sie uns auf www.mettler2invest.ch und überzeugen Sie sich von der Bandbreite unserer realisierten Projekte sowie durch das Feedback unserer Kunden. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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HANDWERKLIVE

Aus Liebe zum Handwerk Er lernte ursprünglich Möbelschreiner und entdeckte beim Umbau seines Eigenheims in Gonten AI seine Freude am Gipsen. Mit der Übernahme eines Geschäfts ging für Markus Signer vor fast sechs Jahren der Traum der Selbstständigkeit in Erfüllung. Im Gespräch spricht Signer über das oft verkannte Handwerk und erklärt, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit ist.

Markus Signer, eigentlich liegt das Gipserhandwerk bei Ihnen in der Familie – schon Ihr Grossvater führte ein Gipsergeschäft, und von Ihrem Onkel konnten Sie das Geschäft 2014 übernehmen. Wieso entschieden Sie sich nach der Arbeit mit Holz fürs Gipsen? Wenn einem das Handwerken grundsätzlich zuspricht, gibt es viele Berufe, an denen man Freude haben kann. Holz kann man in vielen Varianten bearbeiten, Holz ist jedoch nicht formbar. Gips kann man schon als Grund­ material formen und anschliessend weiter­ bearbeiten. Das ermöglicht noch mehr Spiel­ raum. Es ist also faszinierend, dass man aus einem Material, das als Gipsgestein abgebaut wird und zudem preiswert ist, mit reinem Handwerk etwas Hochwertiges und Wertvolles herstellen kann. Das Gipsen wird als Handwerk gerne verkannt und hat nicht immer den besten Ruf – wieso? Es gibt neben qualifizierten Betrieben leider auch solche, die sich nicht für hochwerti­ ges Handwerk entscheiden, sondern dafür, möglichst viele Meter in kurzer Zeit abzuar­ beiten. Da gehen die Nachhaltigkeit und der Berufsstolz schnell verloren. Die Fehler- und Mängelquoten solcher Betriebe sind ent­ sprechend hoch; sie bestehen dann oft auch nicht lange. Dies schadet dem Ruf des Gip­ sers enorm, da haben Sie recht. Und wie wirken Sie dem entgegen? Dank qualifiziertem und motiviertem Per­ sonal arbeiten wir stets überlegt und ge­ nau und legen Wert auf Details, welche die Nachhaltigkeit garantieren. Ich bin über­ zeugt, dass man langfristig besser und günstiger baut, wenn man von Anfang an auf qualifizierte Handwerker setzt. Wenn Garantie­ arbeiten durch schlecht ausge­ führte Arbeiten nicht mehr behoben werden können, weil der Unternehmer bereits Kon­ kurs ist, bleibt man oft auf hohen Kosten sitzen.

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Wie gross ist die Nachfrage nach qualifizierten Gipserarbeiten heute? Immer mehr Bauherren, Planer und Archi­ tekten setzen zum Glück vermehrt auf nach­ haltiges Bauen mit qualifizierten Betrieben. Fachkräfte garantieren Qualität und auch, dass der Handwerker ganzheitlich denkt – das wirkt sich auch positiv auf die Gesamt­ kosten aus.

«Immer mehr Bauherren, Planer und Architekten setzen auf nachhaltiges Bauen mit qualifizierten Betrieben.» In welchen Bereichen sind Sie vor allem tätig? Wir arbeiten oft im Umbau, weil dort gute Be­ ratung besonders wichtig ist. Kein Umbau ist wie der andere, und man muss oft täglich infolge neuer Situationen Entscheidungen treffen. Jeder Umbau ist ein «Einzelstück» und wir versuchen, ihn stets nach den Vor­ stellungen des Bauherrn zu realisieren. Das Wichtigste ist, dass ihm das Ergebnis gefällt und er sich darin oder damit wohl fühlt.

und die Schlussrechnung stimmen oft nicht mit dem überein, was ursprünglich be- oder gar versprochen wurde. Dies gilt übrigens für alle Berufsgattungen!

Wenn Sie wünschen könnten: Welche Gipser­arbeit würde Sie besonders reizen? Restaurationen in denkmalerisch wert­ vollen Gebäuden sind für mich die grösste Heraus­forderung und haben einen grossen Reiz. Es ist sehr spannend, herauszufin­ den, welche Arbeitstechniken und Materia­ lien damals angewendet wurden, sich diese dann anzueignen und die Objekte danach zu reparieren oder ergänzen. Anhand der Ar­ beiten kann man viel über die jeweilige Zeit und den Handwerker herausfinden. Dies hat mich bereits in der Antikschreinerei, in der ich meine Erstausbildung absolviert habe, fasziniert. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, zVg

Kommen auch ausgefallene Wünsche an Sie heran? Wir durften etwa einen Fassadenputz ma­ chen, der nach afrikanischem Handwerk aussehen sollte. Schliesslich haben wir den Putz von Hand aufgetragen und mit unseren Händen ohne jegliches Werkzeug bearbei­ tet. Noch mehr Handwerk geht nicht! Was raten Sie Eigenheimbesitzern, die ihr Heim mit einer Gipsarbeit verschönern wollen? Falls man selber keine Handwerker per­ sönlich kennt, ist es am besten, sich bei Bekannten, die bereits Erfahrung haben, zu informieren, ob sie mit den geleisteten Arbeiten zufrieden waren. Offerten sind schwierig zu vergleichen, denn das Ergebnis

Zur Person Markus Signer gibt Besuchern an der Im­ mo Messe Schweiz bei der Themeninsel «Handwerk Live» am Stand 9.0.053 einen Einblick ins Gipserhandwerk.


GALLERY

Blick in die schönsten St. Galler Lokale Cafés, Bars und Restaurants müssen sich immer wieder dem Zeitgeist anpassen. Oft gehen bei einer Sanierung oder einem Wirtewechsel wertvolle Stilelemente verloren. Das muss nicht sein: Die Sonder­ ausstellung «Gallery» des Heimatschutzes St. Gallen-Appenzell Inner­ rhoden zeigt an der Immo Messe Schweiz eine Auswahl besonderer Innenräume von St. Galler Lokalen, die in einer Serie im Kulturmagazin Saiten unter dem Titel «Innensicht» erschienen. Hier vier Beispiele.

Essen unterm Gewölbe: «Am Gallusplatz» Wie lange das Lokal, das im Volksmund «Gallusplätzli» genannt wird, seinen heuti­ gen Namen trägt, ist nicht bekannt. 1905 hiess es «Zum Lindenhof». Der alte und der aktuelle Name beziehen sich auf den nahen Gallusplatz mit seiner mächtigen Sommer­ linde. Mit der Erneuerung des Restaurants 2014 / 15 wurde das Tonnengewölbe neu ins­zeniert. Die frische Farbigkeit nimmt auf die historischen Malereien Rücksicht und die zeitgenössischen Leuchten lassen das Gewölbe hoch und leicht erscheinen.

Bier und Chäschüechli: «Zum Goldenen Leuen» oder «Naz» Das «Naz» heisst offiziell «Zum Goldenen Leuen». Altes Mobiliar prägt die Atmosphäre des Lokals: An der Wand maseriertes Brust­ täfer und darüber Illustrationen mit Gemsen und markigen Trinksprüchen – eine Stim­ mung wie in einem Münchner Bierkeller. Das Lokal heisst «Naz», weil hier anfangs des 20. Jahrhunderts das «Café National» war. «Nati­ onal» hiess es deshalb, weil gegenüber die Schweizerische Nationalbank ihre Nieder­ lassung hatte.

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GALLERY

Innensicht und Naturmuseum Die Gallery mit Innenräumen von ausgewählten St. Galler Lokalen finden Besucher am Stand 9.1.064. Spezielle Ansichten des Naturmuseums St. Gallen werden am Stand 9.1.010 anhand von Architekturfotos von ­Studenten der Schule für Gestaltung St. Gallen GBS gezeigt.

Die letzte Zunftstube: «Goldenes Schäfli» Die spätgotische Zunftstube, die letzte der Stadt, soll die grösste gewesen sein und jene mit den längsten freitragenden Balken der ganzen Altstadt. Dass das Lokal noch existiert, ist nicht selbstverständlich: In den 1950er-Jahren war die ganze Ecke Markt­ platz / Metzgergasse als Neubau­gebiet vor­ gesehen. Dank einer Petition und der Grün­ dung einer Genossenschaft wurde das «Goldene Schäfli» gerettet und findet sich heute in jedem Tourismusprospekt.

Unter Bundesschutz: «Schlössli» Spisertor Das «Schlössli» am Spisertor mit seinen Tür­ men und Erkern wurde im 16. Jahrhundert von einem Enkel Vadians erbaut. Vieles ist bis heute erhalten: Gewölbe- und Kasset­ tendecken, reich verziertes Täfer, Wandfres­ ken und Malereien zu religiösen Themen. Im Festsaal findet sich eine Arche-Noah-Dar­ stellung, in der Burgerstube hängen Wap­ pen, in der Rokokostube ein Leuchter aus Muranoglas. Das Schlössli gehört einer Frei­ maurerloge, steht unter Bundesschutz und ist im Inventar schützenswerter Ortsbilder. Infos unter www.heimatschutz-sgai.ch

Bilder: Monika Ebner und Emanuel Sturzenegger

SPECIAL | Februar 2020

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KUNST AM BAU

Kunst am Bau soll emotional berühren Die Rheintalerin Sabeth Holland gehört heute zu den etablierten Schweizer Künstlerinnen. Zu Ihren Werken gehören nebst Bildern, Skulpturen und Installationen auch verschiedene Projekte am Bau. Holland stellt regelmässig in Europa, Amerika und Asien aus – zuletzt 2019 in Hong Kong. Ihr Erfolg ergibt sich aus ihren unverkennbaren Werken, die etwas Märchenhaftes an sich haben. Die Malerei steht nach wie vor im ­Mittelpunkt, doch arbeitet sie heute auch multimedial. Im Interview spricht Sabeth Holland über Kunst im Zeitalter von Multimedia, Kunst am Bau und über Inspiration und Emotion.

Sabeth Holland, in Ihrer Anfangszeit als Künstlerin stand die Malerei im Vordergrund – heute sind Sie in ihrem Schaffen multimedial und nutzen auch die Sozialen Medien als Kanal – inwiefern beeinflusst die zunehmende Digitalisierung Ihr Schaffen? Mir eröffnete sie zu aller erst einmal neue Kommunikationswege und eine detaillier­ tere Visualisierung meiner Projekte. Sie reduzierte auch meine Reisetätigkeit und machte vieles direkter, schneller, leichter und kostengünstiger. Das inspirierte mich,

Zur Person Die international tätige Künstlerin Sabeth Holland ist neben den Bereichen «Male­ rei», «Skulpturen» und «Installationen» auch in «Kunst am Bau», «Digital Art», ­«Fotografie» und «Konzepte» tätig. Die einstige Primar- und Englischlehrerin wuchs im St. Galler Rheintal auf und hat ab 1989 die Kunst Schritt um Schritt bis zum Hauptberuf ausgebaut. Sabeth Holland arbeitet heute in zwei Ateliers in St. Gallen.

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SPECIAL | Februar 2020

ganz unbeschwert auch neue Formen der Kunst auszuprobieren. Manchmal sind das nur kleine, sehr spielerische Interventionen auf Social Media. Doch arbeite ich auch sehr gerne im Bereich Fotografie und Film zur Ver­ tiefung der Inhalte in meiner Malerei und dem skulpturalen Schaffen.

Wie zeigt sich das konkret? Im letzten Herbst wurde eines meiner Werke aus meiner Ausstellung in Hong Kong aus­ gewählt und nach Washington geholt. Das In­ teressante daran ist, dass die Sammler ein Jahr zuvor an der Pulse Art Fair in Miami mei­ ne Werke im Original betrachtet hatten und sich anhand dessen für ein ganz neues Lein­ wandbild entschieden, dass sie lediglich als Abbildung gesehen hatten. Ganz neu ist auch meine Zusammenarbeit mit der St. Galler On­ line-Galerie «next-art.com», wo es für mein Werk einen globalen Zugang via Internetshop gibt, der aber auch lokal genutzt wird. Ist das für Sie die logische Weiterentwicklung Ihrer Kunst? Meiner Ansicht nach wird durch die Digita­ lisierung alles Einmalige mit Seele und von Hand Geschaffene noch wertvoller. Unver­ kennbarkeit und Oberflächenstrukturen, die auch den Tastsinn einbeziehen erscheinen zunehmend noch faszinierender. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich moderne Tech­ nologien weiternutze und ausbauen und par­ allel dazu dem perfekt Unvollkommen, dass die Natur hervorbringt, ganz viel Raum gebe. Ziel meines Schaffens ist es nach wie vor, Werke zu schaffen, die einmalig sind und starke Emotionen hervorrufen. Wie hat sich Ihr Schaffen entwickelt in den letzten 30 Jahren? Angefangen habe ich mit Zeichnungen und Ar­ beiten in Gouache auf Papier, mein Atelier war der Küchentisch. Heute arbeite ich in einem

lichtdurchfluteten Malatelier mit Raum für Reflexion am Stadtrand, im Schutzanzug und Atemmaske in meinem Skulpturenatelier im Industriegebiet mit Kompressor und Spezial­ werkzeugen und am Computer. Ich habe heu­ te ein ganz breites Wissen und viele fundierte Kompetenzen, um meine Visionen und Ideen umsetzen zu können.

Ihre Werke sind märchenhaft und bunt– ein Kontrast zur häufig nicht wirklich märchenhaften Realität, in der wir uns alle befinden? Ich befasse mich definitiv mit einer Art Ge­ genwelt. Ich liebe meine fröhlichen, lebens­ bejahenden Werke, weil es so wunderbar ist, sie zu schaffen und mich mit ihnen umgeben zu dürfen. Doch ich sehe die Realität und be­ finde mich keineswegs in einer Traumwelt. Im Gegenteil, ich habe viel erlebt und durch­ gestanden und dennoch nie den Mut verlo­ ren, eine Zauberin der Farbenfreude und For­ menvielfalt zu bleiben. Und von der Kunst leben zu können erfordert viel Fleiss, Diszi­ plin, Ausdauer und eine realistische Selbst­ einschätzung.

«Ich habe nie den Mut verloren, eine Zauberin der Farbenfreude und Formenvielfalt zu bleiben.» Sie realisieren auch immer wieder Kunst am Bau – so zum Beispiel die «Schatzinsel» für den Verwaltungsneubau von Greiner in Diepoldsau. Was bedeutet für Sie Kunst am Bau? Wer mich für sein Projekt am Bau holt, kennt meinen Ausdruck, meinen Stil und erwartet, überrascht und verzaubert zu werden. Auch am Bau gehe ich sehr methodisch vor und analysiere zuerst einmal die Ausgangssitu­


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KUNST AM BAU

ation und entwickle daraus eine Art Vision, die ich dann konkretisiere. Immer ist es mir ein Anliegen, etwas zu schaffen, das Sinn stiftet, wohltut und sich vielleicht auch in ir­ gendeiner Form als Instrument nutzen lässt.

Wie viel künstlerische Freiheit haben Sie bei der Realisierung von Werken für Kunst am Bau – das sind ja Auftragswerke… Ja, zum Glück sind sie das! Es gibt einen Vertrag mit Rahmenbedingungen wie Kos­ tendach und Zeitfenster. Dies entlastet mich sehr und hat bei mir jedes Mal zu so viel Schaffensfreude geführt, dass ich da­ bei über mich hinausgewachsen bin. So sind unter anderem meine Transformationen, «Lovables», «Antedels», «Flowerfloats» und letztlich auch die ganz neuen «Spacers» ent­ standen. In meinem Schaffen wurde ich nie eingeschränkt. Im Gegenteil, man wollte mich in jedem Fall genauso wie ich bin.

Spacers sind Figuren, die als Personen oder als Objekte aus der Natur betrachtet werden können, mit abstrahierten Augen, denen man begegnen kann und viel Glitzer. Das Besonde­ re: Es sind Skulpturen, die sich vielfältig ins­ tallieren lassen. Ihnen liegt ein digitales Kon­ zept zugrunde, das die Möglichkeit offenlässt, die Skulpturen den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten anzupassen. Dies eignet sie auch hervorragend für Kunst am Bau.

auch digital. Ich vertraue darauf, dass mein grosses Engagement sich weiterhin bewährt und meine Familie, Sammler und Freunde sich an mir und meinem Werk freu­ en können. Gerne wäre ich eine Künstlerin von der man sagt, dass sie sich stetig treu ist und sich dennoch immer wieder neu er­ findet. Interview: Tanja Millius Bilder: Thomas Hary, zVg

Wo steht Sabeth Holland in fünf Jahren? Hoffentlich immer noch täglich in meinen Ateliers und am Arbeiten. Vorzugsweise immer noch mit überquellendem Herzen, enormen Schaffensdrang und der ent­ sprechenden Anerkennung, gesund, ohne Selbstüberschätzung, mit noch mehr Er­ fahrung, Gelassenheit und stark vernetzt,

«Spacers & Lovables» von Sabeth Holland sind an der Immo Messe in der Allee der Halle 9.1. zu sehen. Die Künstlerin ist während der ganzen Messe vor Ort.

Was bringt Kunst am Bau dem Nutzer? Da streiten sich die Geister. In Wittenbach gestaltete ich den Kreisel, und da gab es neben vielen Kreisel-Begeisterten auch kri­ tische Stimmen. Als ich ihnen erklären konn­ te, dass ich mit den 51 Buntsäulen eine Art Denkmal für die Vielseitigkeit Wittenbachs geschaffen habe und Themen wie Familie, Landwirtschaft, Industrie und Geschichte miteinbezogen hatte, waren viele beruhigt. Meine Art der Kunst am Bau erweitert und ergänzt, erfreut und bereichert. Zumindest wünsche ich mir das so.

«Meine Art der Kunst am Bau erweitert und ergänzt, erfreut und bereichert.» Was reizt Sie an Kunst am Bau? Die Dimensionen, das vertiefte Schaffen und ganz stark der Austausch mit den Auftrag­ gebern. Wenn das Magische und Einmalige an die Oberfläche drängt, und so ein «Glücksfall» sichtbar gemacht werden kann, dann habe ich mich selber übertroffen. Die einst definierten Grenzen sprenge ich gerne und freue mich am Staunen und der Beachtung. Kunst am Bau kommt vielen, auch unvorbereiteten Men­ schen zu Gute und hat eine stark nichtmate­ rielle Komponente. Das brauchen wir. An der Immo Messe Schweiz zeigen Sie als Premiere eine ganz neue Art von Skulptur – die «Spacers». Was ist die Idee? SPECIAL | Februar 2020

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PROFIL

In den Ausstellungen von Sanitas Troesch warten aktuelle Badtrends wie «Alterna uma» darauf, entdeckt zu werden (Fotos: Sanitas Troesch).

Sanitas Troesch Simonstrasse 5, 9016 St. Gallen Tel. 071 282 55 55 st.gallen@sanitastroesch.ch sanitastroesch.ch

Küchenexpress Simonstrasse 5, 9016 St. Gallen Tel. 071 282 55 03 kuex-st.gallen@sanitastroesch.ch kuechenexpress.ch «Alterna bo» steht für den frischen, nordischen Stil, der nach wie vor sehr gefragt ist.

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SPECIAL | Februar 2020


PROFIL

Badausstellung mit vielen Plus Ein neues Bad will sorgfältig ausgesucht sein. Die beste Grundlage dafür bietet Sanitas Troesch dank den inspirierenden Ausstellungen mit den aktuellsten Trends und kompetenter Beratung. In den Ausstellungen von Sanitas Troesch taucht man regelrecht in die Bäderwelt ein. Jede Koje ist wohnlich eingerichtet und gibt Ideen mit auf den Weg, wie man sein Bad einrichten könnte. Die Badmöbel – das Sortiment reicht vom preiswerten Bad bis zum Top-Segment – sind modern und bieten für jeden Geschmack und jede Budgetvorstellung etwas. Doch in den Ausstellungen von Sanitas Troesch kann nicht nur geschaut werden: Spüren, Ausprobieren und Berühren ist erwünscht. Alle erhältlichen Farben und Oberflächen können angefasst und miteinander verglichen werden. Die WCs und insbesondere auch die Dusch-WCs sind angeschlossen, so dass die Spülungen getätigt und etwa deren Lautstärke überprüft werden kann. Beratungstermine nach Feierabend Sanitas Troesch führt die Sortimente aller bekannten Badhersteller wie Laufen, Duravit oder Villeroy & Boch. Zusätzlich aufgewertet

wird die Auswahl durch die beliebte Eigenmarke Alterna, welche mit von bekannten Designern entworfenen Produkten Design ins Bad bringt. Damit die Besichtigung der Ausstellung zu einem echten Einkaufserlebnis wird, stehen den Kunden kompetente Berater zur Seite. Sie kennen sich mit allen Komponenten des Bads aus und spüren die Wünsche der Bauherrschaft heraus. Gerne können auch Beratungstermine ausserhalb der Öffnungszeiten am Abend nach Feierabend gebucht werden. Termingerechte Lieferung Ist das neue Traumbad ausgesucht, können sich die Kunden darauf verlassen, dass ihre ausgesuchten Produkte rechtzeitig an den richtigen Ort geliefert werden. Dank der hauseigenen Logistik ist die termingerechte Lieferung eine Selbstverständlichkeit und rundet so das umfassende Dienstleistungsangebot von Sanitas Troesch ab.

Kleiner Küchenumbau mit grosser Wirkung Hier und dort klemmt ein Küchenschrank und immer wieder fällt ein Gerät aus, das repariert werden muss. Ein totaler Umbau wäre aber trotzdem zu radikal: Der Küchenexpress bringt mit nur kleinen Veränderungen eine enorme Aufwertung. Dank viel Erfahrung können die Servicetechniker vom Küchenexpress hilfreiche Lösungsvorschläge bringen, wie eine Küche mit wenigen Eingriffen wieder in Schwung gebracht werden kann. In diesem Beispiel wertete der Küchenexpress innerhalb nur zweier Tage die Küche aus den 1990er-Jahren stark auf. Bis auf den Dunstabzug wurden alle Elektrogeräte durch neue, energieeffiziente Apparate ersetzt. Der Abzug soll zusammen mit der Rückwand im nächsten Jahr ausgewechselt werden – denn durch das Splitten der Arbeiten erschaff t sich die Familie steuerliche Vorteile. Auch die Fronten wurden ausgetauscht. Die Bauherren wählten aus den mitgebrachten Mustern eine bräunliche Nuance in Glanz, welche edel wirkt und wie gewünscht pflegeleicht ist. Hohe Kosten und eine lange Lärm- und Staubemission blieben der Bauherrschaft erspart. Stattdessen konnte sie sich nach nur kurzer Zeit an einer kostengünstigen und dennoch fast neuen Küche erfreuen.

Diese Küche wirkt nach einer kostengünstigen Renovation, bei der neue Geräte und Fronten eingebaut wurden, frisch und modern. (Foto: Küchenexpress).

Profi – nicht nur im Apparatetausch Der Küchenexpress von Sanitas Troesch ist vor allem bekannt für seine Dienstleistungen rund um den Apparatetausch oder die Reparatur von defekten Geräten in Küche und Waschraum. Zu seinen Kompetenzen zählt aber auch die Instandhaltung oder Ergänzung von Küchenmöbeln und Abstellflächen. Dank der 11 Niederlassungen in der ganzen Schweiz ist der Küchenexpress immer nahe und damit auch schnell beim Kunden. SPECIAL | Februar 2020

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ENERGIEEFFIZIENZ

Energieeffizient und trotzdem komfortabel bauen Energieeffizienz und Ästhetik – ein Widerspruch? Das neue Energiegesetz verlangt, dass Energieeffizienz und erneuerbare Energien gesteigert werden. Dem Architekten fällt dabei eine wichtige Rolle zu – er muss die Nachhaltigkeitskriterien in seinem Entwurf berücksichtigen. Was das in der Umsetzung bedeutet, und dass nachhaltig zugleich ästhetisch sein kann, erklärt der Wiler Architekt Simon Schönenberger im Interview.

darauf spezialisierten Architekten beizieht und die Ziele definiert. Vielfach ist auch ein Abwägen zwischen schön gestalteten De­ tails, gutem Preis und bester Effizienz hilf­ reich. Mittels Modellrechnungen können wir die Ergebnisse solcher Abwägungen prüfen und so den schlauen Mittelweg finden.

Simon Schönenberger, dipl. Architekt FH / SIA, Geschäftsführer Schönenberger Architektur Immo­bilien GmbH, Wil.

Simon Schönenberger, was sind für Sie die wichtigsten Punkte bei der Energie­ effizienz, die aus Sicht des Architekten bei einem Neu- oder Umbau beachtet werden müssen? Zunächst muss man sich Gedanken ma­ chen, welcher Energiestandard erreicht werden soll. Es geht schliesslich um Inves­ titionen, die 20 bis 30 Jahre oder gar län­ ger halten sollen. Die Schweiz hat sich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ge­ gen null bis ins Jahr 2050 entschieden. Es geht also darum, welche Gebäude wir an die nächste Generation weitergeben wollen. Wenn diese nicht nach bestmöglichem Stand­ ard – heute noch mit Fördergeldern – gebaut, umgebaut oder saniert werden, könnte das in Zukunft teuer werden. Ästhetik spielt beim Bau eine wichtige Rolle – wie verträgt sich das mit Energie­ effizienz? Das ist wirklich ein Problem. Viele Anbieter wollen einfach eine möglichst gute Wärme­ dämmung, ohne auf die Gestaltung zu ach­ ten. Das ist schade und besonders bei Bau­ denkmälern schwierig. Dabei ist im Umgang mit aktuellen Bau- und Dämmstoffen ästhe­ tisch ansprechendes Bauen sehr wohl mög­ lich. Wichtig ist, dass man frühzeitig einen

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SPECIAL | Februar 2020

«Das Haus der Zukunft ver­ braucht keine Energie, sondern hat eine Null oder ein Plus auf dem Energiekonto.» Wie sieht für Sie eine gelungene Kombination von Ästhetik und Energieeffizienz aus? Ein ganz schönes Beispiel ist ein von uns gebautes Mehrfamilienhaus in Wil. Das hat Ende Jahr mehr Energie produziert als ver­ braucht. Es wurde als Ersatz für ein maro­

des Zwei-Familienhaus erstellt, weil eine Sanierung finanziell nicht interessant war. Heute bestehen sechs Wohnungen mit be­ zahlbaren Mietzinsen und sehr tiefen Neben­ kosten.

Was zeichnet für Sie das Haus der Zukunft aus? Das Haus der Zukunft wird in der Abrech­ nung Ende Jahr keine Energie verbraucht haben, sondern eine Null oder gar ein Plus auf dem Energiekonto haben. Dies lässt sich bereits heute erreichen – und die Kun­ den müssen dabei auch auf keinerlei Kom­ fort verzichten. Wenn man schon etwas mehr Geld für Energieeffizienz ausgibt, soll der Komfort auf keinen Fall zu kurz kom­ men. An den Einsparungen freut man sich dann umso mehr. Interview: Tanja Millius Bilder: zVg

Das Wiler Mehrfamilienhaus produziert mehr Energie, als es verbraucht.


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«Sicherheit ist keine Preis-, sondern eine Qualitätsfrage» Die Technik schreitet stetig voran und so werden Sicherheitssysteme immer komplexer und digitaler. Was steht bei Neubauten von Privaten und Unternehmen beim Thema Sicherheit im Vordergrund? Im Inter­ view blickt Thomas Schneider, Direktor der Securitas Regionaldirektion St. Gallen, auf aktuelle Sicherheitstrends und gibt gleichzeitig Tipps, wie Hausbesitzer die Sicherheit des Eigenheims erhöhen können.

Thomas Schneider, hat das Bedürfnis von Hausbesitzern, ihr Eigenheim vor Einbrechern zu schützen, in den letzten Jahren zugenommen, was stellen Sie hier fest? Gemäss unseren Spezialisten an der Front ist dieser Trend spürbar. Baulich wie tech­ nisch bietet der Markt immer mehr Mög­ lichkeiten. Sei es professionell vom Fach­ mann montiert oder als günstige Lösung aus dem Baumarkt für ein Self-Monitoring. Das Sicher­heitsbedürfnis ist in der Schweiz auf einem hohen Niveau. Daher ist es nicht ver­ wunderlich, dass auch die Bedürfnisse und damit das Marktangebot sich stetig entwi­ ckelt haben.

«Das Sicherheitsbedürfnis ist in der Schweiz auf einem hohen Niveau.»

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SPECIAL | Februar 2020

Gibt es Unterschiede zwischen eher ländlichen Regionen und städtischen Gebieten  – oder anders ausgedrückt: Fühlen sich ländliche Bewohner «sicherer» als jene in Städten in der Ostschweiz? Sicherlich lässt sich immer noch klassisch eine unterschiedliche Wahrnehmung der re­ alen Gefährdung zwischen Stadt und Land feststellen. Die Gründe dafür sind sehr unter­schiedlich und schwinden zunehmend. Dörfliche Überschaubarkeit mit einer wa­ chen Nachbarschaft kann die Abschreckung von potentiellen Tätern ermöglichen. Im Ge­ genzug kann eine städtische Anonymität ein ‹aktives Wegschauen› begünstigen. Die­ se beiden Klischees des Landidylls und der stressigen Städte trifft für die überschau­ bare Schweiz meines Erachtens immer we­

niger zu, als beispielsweise für Länder mit grossen Metropolen. Es gibt je nach Quartier grosse Unterschiede.

Was ist Eigentümern derzeit punkto Sicher­ heitstechnik bei Neubauten von Einfami­ lienhäusern und Eigentumswohnungen besonders wichtig? Wir stellen fest, dass Bauherrschaft und Un­ ternehmer den Aspekt der Sicherheit stär­ ker gewichten. Immer mehr Kunden wählen bewusst Bauteile, die auch Sicherheitsele­ mente beinhalten: Hauseingänge mit Mehr­ fachverriegelung, stabile Fenster und Bal­ kontüren, bessere Schliesssysteme und ein stetig steigender Automatisierungsgrad und Vernetzung. Die Kosten bleiben da­ bei ein wichtiges Kriterium für die endgül­ tige Realisierung. Daher verwundert es uns auch nicht, dass insbesondere die eigentli­ che Sicherheitstechnik meist erst nachträg­ lich verbaut wird. Wenn aber die Möglichkeit besteht, sollte man zumindest die Option eines zukünftigen Sicherheitssystems (Ka­ belschacht, Platzierung, etc.) in der Planung berücksichtigen. Eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht… Klar, ein Haus lässt sich kaum zur 100 pro­ zentigen Festung umbauen. Es ist eigent­ lich ein Verdrängungskampf. Ist die Hürde, in mein Haus einzudringen eher zu hoch, dann versucht ein Einbrecher sein Glück vermutlich woanders. Hohe Sachwerte wer­ den aber nach wie vor mit spezieller Sicher­ heitstechnik abgesichert. Dazu gehören Alarmierung und Intervention. Alles Bau­ steine, welche die Securitas aus einer Hand anbieten kann.


Bauherrschaften gewichten den Sicherheitsaspekt immer stärker, damit solchen Szenen nicht passieren.


SICHERHEIT

Thomas Schneider, Direktor Securitas Regionaldirektion St. Gallen:

Gute Sicherheitslösungen finanzieren sich im Idealfall selber.

Welche Bedürfnisse haben Unternehmen punkto Gebäudesicherheit vornehmlich? Ein Unternehmen sieht sich in der Regel mit ganz anderen Herausforderungen kon­ frontiert. Fremdzutritte durch Kunden, Liefe­ ranten und Handwerker sind alltäglich. Ge­ setzesvorschriften zum Beispiel im Bereich Brand, Arbeitssicherheit und Gesundheits­ schutz sind umzusetzen. Der Schutz von Leib und Leben, das Sichern von Geschäfts­ geheimnissen und grösseren Sachwerten oder das Verhindern von Produktionsaus­ fällen nimmt das Management viel stärker in die Verantwortung als in den eigenen vier Wänden. In welche Richtung geht die Entwicklung beim Bereich Sicherheit in naher und ferner Zukunft? Klare Trends sind die immer stärker wer­ dende Vernetzung der täglichen «Dinge» und die aktive Auseinandersetzung mit neuen Gefahren. Wenn ich anstelle eines klassischen Schliesssystems mittels Mo­biltelefon oder biometrischen Hürden den Zutritt ermögliche, muss meine Si­ cherheitstechnik auf dem neusten Stand sein, um neuen Angriffsarten standzu­ halten. Immer mehr Eigenheimbesitzer setzen wie Unternehmen auch auf Video­ technik  – je nach Bedürfnis ein sehr gutes Mittel. Wichtig ist es, den Ablauf komplett durchzudenken: Wofür benötige ich die Vi­ deoüberwachung und was soll sie im Ge­ samtablauf bewirken (Remote-Einblick, Vorwarnung, Abschreckung, Nachverfolg­ barkeit, etc.).

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SPECIAL | Februar 2020

Die Securitas bietet privaten Kunden und Unternehmen als eine ihrer Dienstleistungen ein «integrales Sicherheitsmanagement an» – worum geht es hier und wieso lohnt sich das für ein Unternehmen? In unserer Methodik basieren wir auf einem umfangreichen Risikokatalog und betrach­ ten den Kunden in seiner Gesamtheit, mit möglichst allen Schnittstellen und Gefahren­ herden. Der integrale Ansatz basiert auf einer möglichst umfassenden Landkarte und soll dem Unternehmen helfen, Schwachstellen strukturiert aufzudecken und zu beheben. Dank unserer grossen Erfahrung in unter­ schiedlichsten Branchen gelingt es uns, entsprechende Benchmarks zu setzen und dieses Wissen massgeschneidert für Unter­ nehmen anzuwenden.

«Wir stellen fest, dass Bau­ herrschaft und Unternehmer den Aspekt der Sicherheit stär­ ker gewichten.» Eine umfassende Sicherheitslösung ist für ein Unternehmen immer auch eine finanzielle Investition: Ist das Angebot auch für kleinere und mittlere Unternehmen interessant oder können es sich nur grosse Unternehmen leisten? Meine simple Lieblingsantwort lautet: «Wo nichts ist, ist wenig viel.» Bereits mit güns­ tigen, aber gezielten Massnahmen, lassen sich sehr gute Resultate erreichen. In gewis­

sen Fällen sind moderne KMU’s oder auch Privathaushalte in ihrem Risikoverhalten weiter als grössere, teils traditionelle Un­ ternehmen. Es ist in beiden Fällen ein ähn­ liche Entscheidungsgrundlage: Was ist mir meine persönliche Absicherung und Ruhe wert? Und welchen Gefahren müssen die Massnahmen genügen? Sollte mein Risi­ ko gar nicht abgedeckt sein, dann kann es im Endeffekt erst richtig teuer werden. Jede Massnahme muss in erster Linie eine quali­ tative Absicherung bieten. Damit sind gute Lösungen keine Kostenfrage, sie finanzieren sich im Idealfall selber (zum Beispiel weni­ ger Ausfälle, Diebstahlprävention, etc.).

Zurück zum Privathaus: Nicht jeder Eigenheimbesitzer will oder kann sich gleich eine komplette Sicherheitsanlage leisten. Welche Massnahmen empfehlen Sie hier, um das eigene Heim dennoch sicherer zu gestalten? Kostenlos ist Disziplin und Achtsamkeit. Nachbarschaftlich aufeinander zu achten und eigene Fenster und Türen korrekt zu schliessen. So sind zugängliche schräg ge­ stellte Fenster für Einbrecher eine mögliche Einladung. Investieren würde ich privat in erster Linie in die Gebäudehülle. Eine stabi­ le Eingangstüre und qualitativ gute Fenster und Storen. Dabei sollte man den Hinterein­ gang nicht vergessen. Und kein Einbruchs­ werkzeug zur Verfügung stellen (z. B. zugäng­ liche Gartengeräte). Interview: Tanja Millius Bilder: 123rf.com, Thomas Hary


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MARKTPLATZ

Hier werden Sie fündig In der Ostschweiz werden zurzeit zahlreiche Miet- und Eigentumswohnungen gebaut. Der Traum vom Erstbezug muss also keiner bleiben, er könnte schon bald Realität werden. Immopuls hat sich umgeschaut und stellt eine  – nicht abschliessende – Auswahl interessanter Projekte vor.

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ZentrumSitz Altstätten Die zwei Mehrfamilienhäuser werden im Min­ ergiestandard mit Photovoltaikanlagen er­ stellt. Entsprechend hochstehend ist auch der Ausbau der 23 2½-, 3½- und 4½-Zimmer-­ Mietwohnungen. zentrumsitz.ch

Schmitterpark Diepoldsau In Diepoldsau wird am Ortsrand ein neues Quartier entwickelt. Projektiert sind sieben Mehrfamilienhäuser mit 75 Miet- und Eigen­ tumswohnungen, die sich harmonisch ins Areal einfügen. leven-property.ch/projekte/diepoldsau

Horn West Nachdem in der 1. Etappe 107 Wohnungen sowie Geschäfts- und Retailflächen reali­ siert wurden, sind in der 2. 43 Eigentums­ wohnungen, 38 Mietwohnungen und 7 Ge­ werbeeinheiten entstanden. horn-west.ch

Breeze Arbon An und unverbaubarer Lage direkt am Bo­ densee entstehen in Arbon die Eigentums­ wohnungen Breeze. Die Überbauung bietet insgesamt 63 Wohnungen in zwei Häusern. breeze-arbon.ch

Feldhof Flawil Mit feldhof-flawil.ch entsteht eine moderne Wohnüberbauung im ländlichen Flawil – 27 Mietwohnungen mit einem breiten Mix aus 1½- bis 4½-Zimmern. feldhof-flawil.ch

Uptown Mels In historischen Fabrikgebäuden entstehen loftartige Eigentums- und Mietwohnungen mit industriellem Ambiente und modernem Wohnkomfort. Das Angebot wird mit Neu­ baubauwohnungen ergänzt. uptownmels.ch

Breiterhof Arbon Direkt angrenzend zur Altstadt Arbons und in Seenähe wird per Frühling 2020 die Wohn­ überbauung Breitehof mit elf Miet- und 40 Eigentumswohnungen in vier Wohnhäusern fertiggestellt. breitehof-arbon.ch

Sägewies III Heiden Am südlichen Dorfrand von Heiden entsteht die neue Wohnüberbauung «Sägewies III» mit 15 EGT-Wohneinheiten, verteilt auf drei identische kubische Baukörper. leven-property.ch/projekte/heiden

Neubauprojekt Neuhaus Es entstehen vier sonnig gelegene Terras­ senwohnungen mit südlicher Ausrichtung. Die vier EGT-Wohnungen verfügen über 155 m2 bis 192 m2 Wohnfläche. neubauprojekt-neuhaus.ch

SPECIAL | Februar 2020


MARKTPLATZ

Kindergartenweg Niederuzwil Am Kindergartenweg in Niederuzwil werden 55 Mietwohnungen für Singles und Paare, für Familien und Senioren realisiert. kindergartenweg.ch

Zwinglistrasse St. Gallen «Zwinglistrasse – la vie urbaine» steht für 17 einmalige EGT-Stadtwohnungen und ein Reihenhaus – dort, wo früher das Kino Rex stand. zwinglistrasse.ch

Seegang Uttwil Am Ufer des Bodensees, auf einem rund 3000 m2 grossen Grundstück, werden 15 Eigentumswohnungen in zwei Apartment­ häusern erstellt. seegang-uttwil.ch

Haselbach Roggwil Hier entstehen 7 Mehrfamilienhäuser mit 77 Eigentumswohnungen im Minergie-Standard. Der Wohnungsmix der naturnahen Überbau­ ung beinhaltet 2½ - 5½-Zimmer-Wohnun­ gen. haselbach-roggwil.ch

Sägenpark Sennwald In Sennwald entstehen zwei Wohnhäuser mit insgesamt 15 Eigentums- und 18 Miet­ wohnungen. Der Wohnungsmix beinhaltet 1½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen auf vier Wohngeschossen. sägenpark.ch

Ahornpark Uznach Im «Ahornpark» entsteht ein Wohnungsmix aus 2½- bis 5½-Zimmer-Eigentumswohnun­ gen in fünf Mehrfamilienhäusern.

Löwengarten Quartier Rorschach Singles, Paare und Familien finden im Löwen­ garten höchste Wohn- und Lebensqualität. 89 Wohnungen mit 2.5, 3.5 und 4.5 Zimmern – davon 81 im Minergie-Standard – erwarten die neuen Mieter. loewengarten-quartier.ch

Unico Teufen Östlich des Teufener Dorfkerns entstehen an der Speicherstrasse drei Mehrfamilien­ häuser mit insgesamt 18 Eigentumswoh­ nungen. unico-teufen.ch

Mülibach Wagenhausen Die Überbauung «Am Mülibach» besteht aus vier Mehrfamilienhäusern mit Einstellhalle. Die Häuser C & D mit 14 Eigentumswohnun­ gen sind fertig ausgebaut und bezugsbereit. muelibach-wagenhausen.ch

Bernhardswies St. Gallen Im Westen der Stadt St. Gallen entstehen an der Hechtackerstrasse vier Mehrfamilien­ häuser mit 147 familienfreundlichen 2½bis 6½-Zimmer-Mietwohnungen im Minergie­Standard. bernhardswies.ch

Zentrumswiese Tübach Verteilt auf sieben Mehrfamilienhäuser ent­ stehen 31 attraktive Eigentums- und 45 Mietwohnungen mit guter Anbindung nach St. Gallen und an den Bodensee. zentrumswiese.ch

Neualtwil Wil In Wil entsteht die familiäre Überbauung Neualtwil. Die erste Bauetappe umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit 39 2.5-, 3.5-, 4.5und 5.5-Zimmer-Eigentumswohnungen. neualtwil-wohnen.ch

ahornpark.ch

SPECIAL | Februar 2020

75


PROFIL

STIA – Leidenschaft für Gesamtlösungen aus Holz Die Leidenschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STIA Schweiz AG aus Diepoldsau ist: Holz. Als Schweizer Experten auf diesem von Natur aus faszinierenden Gebiet realisiert das Unternehmen für Architekten, Handwerker, Bauherren, öffentliche Institutionen, Unternehmen und private Auftraggeber Gesamtlösungen aus Holz, die einem hohen Anspruch an Qualität und Design gerecht werden.

Boden, Wand und Decke Ursprünglich auf Naturholz-Parkett spezialisiert, bietet STIA auch Treppenlösungen, Wandelemente, Türen sowie akustische und visuelle Raumgestaltungselemente an. Alles in Naturholz, das aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern stammt. Inzwischen sind die Admonter Landhausdielen durch ihre unverwechselbare Ästhetik und konsequente Natürlichkeit auf der ganzen Welt begehrt.

76 2

SPECIAL | Februar 2020

A propos Admonter: STIA bezieht Holz vor allem vom Wirtschaftsbetrieb des Benediktinerklosters Admont in Österreich. STIA ist die Abkürzung von Stift Admont, das die Grundlage für die Produktlinie Admonter legte. 2006 wurde in Diepoldsau die STIA Schweiz AG gegründet. Die beiden Mitglieder der Geschäftsleitung, Nadja Manser und Markus Lüchinger, sind seither auf dem gesamten Schweizer Markt aktiv.


Acht Mitarbeiter, zwei Parkettstudios und vier Partnerausstellungen Durch die steigende Nachfrage ist das Team auf acht Personen angewachsen. Um die Kunden noch besser beraten und betreuen zu können, realisierte die STIA an ihrem Sitz in Diepoldsau ein über 300 m2 grosses Parkett-Studio. Hier können die Besucherinnen und Besucher authentisch nachvollziehen, wie die verschiedenen Holz-Oberflächen in ihrer Beschaffenheit und Farbe wirken. Kürzlich eröffnete das innovative Unternehmen ein weiteres STIA Parkettstudio in Rossens FR und ist mit Partnerausstellungen in Thun, Rothenburg LU, Zürich und Uetendorf präsent.

Aber auch im Bereich Akustik gibt es Innovationen: Das Akustikelement ACOUSTICs DOT ist optimal für den tiefen und mittleren Frequenzbereich und besonders für den Einsatz in Sport- bzw. Mehrzweckhallen geeignet. Wer sich von der Begeisterung für Holz anstecken lassen möchte, dem sei ein Besuch im STIA Parkett Studio im St.Galler Rheintal nahegelegt.

STIA Parkett Studio Werkstrasse 2 CH-9444 Diepoldsau Tel. + 41 71 737 70 90 www.stia.ch

Produkte und Innovationen In den STIA PARKETT STUDIOS findet man auch eine weitere einmalige Spezialität: die Produktlinie Ethnofloor. Wie Admonter entsteht auch sie aus nachhaltig erzeugtem europäischem Holz. Die in der ParkettManufaktur gefertigten Langdielen werden in Längen bis zu 15 Metern in verschiedenen Holzarten zugeschnitten. So ist für jeden Geschmack und Anwendungsbereich das Richtige dabei. Verschiedene Oberflächenbehandlungen sorgen für eine breite Farb auswahl und zahlreiche haptische Struk turmöglichkeiten. SPECIAL | Februar 2020

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IMMO MESSE SCHWEIZ 2020 / AUSSTELLER

Ausstellerverzeichnis nach Branchen Die aktualisierte Version finden Sie unter www.immomesse.ch.

Sonderthema

Morgenegg Gervasi AG

Arbon

Bauatelier Metzler Architekten

Frauenfeld

9.0.010 f

S. Müller Architektur

Wil

Heizplan AG

Gams

9.0.010 a

Schöb AG

Gams

9.1.062 F9.005 / 9.1.055

ibw Höhere Fachschule Südostschweiz

Chur

9.0.010 g

Spirig Partner AG

Widnau

9.1.038

Inauen Heizung

Waldkirch

9.0.010 e

Zili AG

Bronschhofen

9.1.027

Innovenergy Gmbh

Meiringen

9.0.010 c

PP Autotreff AG

Wittenbach

9.0.010 b

Solar Agentur Schweiz

Zürich

9.0.010 d

Aufzüge

St. Galler Stadtwerke

St. Gallen

9.0.041 h

Liftsupport Haug GmbH

Abwassertechnik

78

9.1.048

St. Gallen

9.0.027

Bäder, Sauna, Pool

Kanalprofis GmbH

Mörschwil

9.0.046

Bad und Raum GmbH

Tübach

ASA-Service AG

St. Gallen

9.1.047

Gilbarco-Olymp GmbH

Baar

9.1.075 9.0.072

Klafs AG

Baar

9.1.072

LaPreva AG

Diepoldsau

9.1.071

Architektur

Saniplan AG

Sennwald

9.0.037

Bauatelier Metzler Architekten

Frauenfeld

talsee AG

Hochdorf

9.1.051

Jörg + Kuster AG

Degersheim

Türmlihuus Lombriser AG

Flawil

9.1.032

MartyDesignHaus

Wil 9.1.011

Viterma AG

Thal

9.1.056

SPECIAL | Februar 2020

9.0.010 f F9.006


IMMO MESSE SCHWEIZ 2020 / AUSSTELLER

Banken, Versicherungen, Finanzierung, Fördergelder

Hubacher Engineering

Engelburg

Basler Versicherung AG

St. Gallen

9.1.005

ibw Höhere Fachschule Südostschweiz

Chur

9.0.060

Dein Finanzberater GmbH

Winterthur

9.1.044

Innovenergy Gmbh

Meiringen

9.0.010 c

Hypohaus GmbH

St. Gallen

9.1.004

Solar Agentur Schweiz

Zürich

9.0.010 d

9.0.010 g

MoneyPark AG

Pfäffikon

9.1.016

St. Galler Stadtwerke

St. Gallen 9.0.028 / 9.0.041 h

Raiffeisenbank St. Gallen

St. Gallen

9.1.023

Umwelt und Energie Stadt St. Gallen

St. Gallen

St. Galler Kantonalbank AG

St. Gallen

9.1.061

Valiant Bank AG

St. Gallen

9.1.049

9.0.028

Fenster, Spezialverglasungen, Wintergarten Bauberatung, Bauplanung, Bauleitung

Alpstein Dachfenster AG

Appenzell

9.0.002

Edelweiss Fenster AG

Wil

9.0.030

felix hausbau GmbH

St. Gallen

9.1.002

glas + raum ag

St. Gallen

9.0.057

Umbauvisionen GmbH

Bernhardzell

9.1.067

Klarer Fenster AG

St. Gallen

9.0.034

Bildungsinstitution

Fertighaus, Systembau, Fertiggaragen

Akademie St. Gallen

St. Gallen

9.1.047

Fullwood Wohnblockhaus

Wolfhalden

9.1.046

GBS St. Gallen

St. Gallen

9.1.010 a / b

Gächter & Co. AG

Rüthi

9.0.043

Hanse Haus GmbH & Co.KG

D-Oberleichtersbach 9.1.042

Freshhaus

Wil 9.1.011

Bodenbeläge, Gehbeläge Jordan Suisse AG

Buchs

F9.003

Naturo Kork AG

Sursee

9.0.068

Primewood.ch GmbH

Safenwil

F9.002

Swiss-Sani GmbH

Tübach

9.1.075

Gebäudehülle (Dach, Fassade), Spenglerarbeiten Beat Brönnimann GmbH

St. Gallen

9.0.031

Eternit (Schweiz) AG

Niederurnen

9.0.009

merz + egger ag

St. Gallen

9.0.057

Energieberatung Bundesamt für Energie BFE

Ittigen

9.0.032

Energieagentur St. Gallen GmbH

St. Gallen

9.0.056

Generalunternehmen

Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS

Bern

9.0.060

Kobelt AG

Marbach

9.1.028

SPECIAL | Februar 2020

79


IMMO MESSE SCHWEIZ 2020 / AUSSTELLER

Immobilien AFORIA Immobilien GmbH

Dozwil

AZ Immobilien

Diepoldsau

9.1.033 9.1.039

Business Media AG

St. Gallen

9.1.043

CROWDLI AG

Frauenfeld

9.1.003

Delucaimmo GmbH

St. Gallen

9.1.037

Engel & Völkers St. Gallen

St. Gallen

9.1.017

Fortimo AG

St. Gallen

9.1.015

Goldinger Immobilien AG

St. Gallen

9.1.024

HEV Verwaltungs AG

St. Gallen

9.1.036

Hugo Steiner AG

St. Gallen

9.1.013

Immo Revolution AG

Wilen b. Wil

9.1.063

Immo-Baufach GmbH

Speicherschwendi

9.1.040

Immotion c/o 2be Design GmbH

Niederuzwil

9.1.029

IT3 St. Gallen AG

St. Gallen

9.1.047

Müller Family Office AG

St. Gallen

9.1.034

Relesta AG

Zuzwil

9.1.026

RE/MAX Immobilien – Region Ost

St. Gallen

9.1.014

Renuel RealEstate GmbH

Oberegg

9.1.018

S + L Architektur AG

Widnau

9.1.054

SVIT Ostschweiz

Gossau

9.1.047

SVIT Young Ostschweiz

St. Gallen

9.1.047

THOMA Immobilien Treuhand AG

Amriswil

9.1.025

VON POLL REAL ESTATE Ostschweiz

Zizers

9.1.012

Elektro-, Informations- und Kommunikationstechnik, Gebäudeautomation Hauswartung, Liegenschaftsunterhalt, Reinigung FassadenFix GmbH

Gams

9.0.063

eSMART Technologies AG

Renens

9.0.059

Nucom AG

Widnau

9.0.016

Innenarchitektur

Heizung, Lüftung, Sanitär, Gebäudetechnik Engie Services AG

Zürich

9.0.062

Heimatschutz St. Gallen / Appenzell I.RH.

St. Gallen

9.1.064

Hälg & Co. AG

St. Gallen

9.0.062

minimaei häni baudesign

St. Gallen

9.1.006

9.1.020

Thomas Sutter AG

Appenzell

9.0.006

Haustechnik Eugster AG

Arbon

Inauen Heizung

Waldkirch

9.0.010e

Meier Tobler AG

Schwarzenbach

9.0.062

NeoVac ATA AG

Oberriet

9.0.060

Küchen, Küchen-Einbaugeräte

Stiebel Eltron AG

Lupfig

9.0.062

Fels Küchen & Bäder AG

Weinfelden

suissetec St. Gallen

St. Gallen

9.0.060

Obwegeser AG

Schaanwald

9.1.073

Viessmann (Schweiz) AG

St. Gallen

9.0.020

Quooker Schweiz AG

Bachenbülach

9.1.020

Suter Inox AG

Schinznach Bad

F9.004

Türmlihuus Lombriser AG

Flawil

9.1.032

9.0.053

Holzbau

80

Blumer-Lehmann AG

Gossau

9.1.035

Brädäx GmbH

Gonten

9.0.024b

Gebr. Giezendanner AG

Ebnat-Kappel

9.0.076

Aqua Smart

Gossau

9.0.036

Holz Stürm AG

Goldach

9.0.023

Gartengestaltung Andreas Jakob GmbH

Mörschwil

9.1.075

Kaufmann Oberholzer AG

Schönenberg

9.1.001

Rogger Naturgarten GmbH

Ebnat - Kappel

9.0.076

Kobelthaus

Marbach 9.1.028

Lignum Holzkette St. Gallen

Wattwil

9.0.026

Lignum Ost

Weinfelden

9.0.026

Nägeli AG

Gais

S. Müller Holzbau AG

Wil

Schneider Holzbau AG

Degersheim

Schöb AG

Gams

Wohlgensinger AG

Mosnang

SPECIAL | Februar 2020

F9.001 / 9.0.025

Landschaftsarchitektur, Gartenbau

Ofenbau, Cheminéebau Tiro Ofenbau AG

St. Gallen

9.1.057

9.1.062 F9.006 9.1.055 / F9.005 9.1.021

Renovierung, Sanierung Angelo Bauer

Gossau

9.0.055


IMMO MESSE SCHWEIZ 2020 / AUSSTELLER

Bau und Renovation

Gossau

9.0.042

Sonnenschutz, Rollläden, Storen, Insektenschutz

Fassadenprofi Kreuz

Gossau

9.0.004

bbinsektenschutz gmbh

Neu St. Johan

9.0.074

Kobelthaus

Marbach 9.1.028

Schanz Rollladensysteme GmbH

Rothrist

9.0.001

Tobena GmbH

Appenzell

9.0.029

Wolf Storen AG

Sennwald

9.0.054

Schreinerarbeiten Schöb AG

Gams

F9.005 / 9.1.055

Verpflegung, Gastronomie Pädi's Confiserie GmbH

Rebstein

F9.007

Sicherheits-, Schliessanlagen, Einbruch-, Brandschutz Action-One Services AG

Bronschhofen

Humbel Sicherheitstechnik GmbH

Rheineck

9.0.052 b

9.0.041

Kantonspolizei St. Gallen

St. Gallen

9.0.052 a

Wand-, Deckenoberflächen Malergeschäft Palatini AG

St. Gallen

9.0.066

Markus Signer AG

Gonten

9.0.018

Solartechnik, Photovoltaik, Sonnenkollektoren Action-One Services AG

Bronschhofen

9.0.041

Wärmedämmungen, Isolierungen

AWS Solar AG

Mosnang

9.0.017

Fiwo

Amriswil 9.0.024c

9.0.011

Flumroc AG

Flums

Hansesun Photovoltaik Swiss GmbH

Kriessern

Heizplan AG

Gams

9.0.060

9.0.005 / 9.0.010 a

Innovenergy Gmbh

Meiringen

MBRsolar AG

Wängi

9.0.010 c

solarmotion gmbh

St. Gallen

9.0.057

Wasseraufbereitung

Swiss Photovoltaik GmbH

Kriesser

9.0.022

WPR Quellwassersysteme GmbH

9.0.008 Herisau

9.0.003

SPECIAL | Februar 2020

81


PROFIL

Energiewende in den eigenen vier Wänden Im 2050 soll die Energiewende geschafft und die Schweiz CO2-neutral sein. Dies hat die Schweizer Bevölkerung mit der Annahme der Energiestrategie 2050 klargemacht. Den zahlreichen Herausforderungen stehen valable Möglichkeiten gegenüber, die fürs Gelingen des Systemwechsels von enormer Bedeutung sind. Dabei bietet der Gebäudebereich für den Ausbau der erneuerbaren Energien wertvolle Potenziale auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele.

produziertem Strom attraktiver als heute. Denn Fakt ist: Der Strom vom Dach ist im Schnitt 20 bis 40 Prozent günstiger als der Strom aus dem Netz.

Die Schweizer Bevölkerung will keine neuen Kernkraftwerke mehr. Dies haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit der Annahme des revidierten Energiegesetzes im Frühling 2017 klargemacht. Doch wie lässt sich die wegfallende Energie kompensieren? Immerhin sichert die Kernenergie hierzulande rund ein Drittel des jährlichen Strombedarfs. Hier setzt die Energiestrategie 2050 an. Sie sieht vor, den Ausstieg mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und anderseits mit Energieeffizienzsteigerung zu kompensieren.

Sektorkopplung im Gebäudebereich Im Ausbau der erneuerbaren Energien markiert der Gebäudebereich einen wichtigen Hebel. Das Stichwort lautet: Sektorkopplung. Der Begriff steht für die Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität. Schon heute gehen erneuerbare Energielösungen weit über nur installierte Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Gebäudedächern hinaus. Es geht vielmehr auch um Energieeffizienz, um die Art und Weise der Wärmeerzeugung und um skalierbare E-Mobilitätslösungen. Und nicht zuletzt um die intelligente Kopplung der einzelnen Energiesektoren.

82 1

SPECIAL | Februar 2020

Systemwechsel: vom Energiebezug zur Bereitstellung Der Weg des Stroms führte in der Vergangenheit von den Bereitstellern zu den Bezügern fast ausschliesslich über die Netze der Energieversorger. Mit den technologischen Entwicklungen, mit denen Privathaushalte zunehmend selbst zu Kraftwerken mutieren, ändert sich das: Die Energiebereitstellung wird dezentralisiert, was neue Herausforderungen an die Stromversorgung stellt. Denn im Stromnetz ist Stabilität essenziell. Wenn also zunehmend mehr Energie aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz eingespiesen wird, werden Speichermöglichkeiten, die das notwendige flexible Gegengewicht schaffen können, unabdingbar. Strom, Wärme, E-Mobilität und Kommunikation Dank der rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung steht schon heute eine Vielzahl massentauglicher Lösungen bereit, die neben der Umwelt längerfristig auch das Portemonnaie schonen. Bestes Beispiel ist die Preisentwicklung bei den PV-Anlagen: Noch nie war die Nutzung von eigens

Doch erst mit der intelligenten Vernetzung der einzelnen Lösungen lassen sich die wertvollen Potenziale maximal nutzen. Das Verhältnis zwischen Eigenproduktion und Eigenverbrauch hat direkten Einfluss auf die Rentabilität. Neben Einfamilienhausbesitzern setzen zunehmend Stockwerkeigentümerschaften und Verwaltungen von Mehrfamilienhäusern auf nachhaltige Energielösungen. Die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) bietet Unternehmen und Privaten innovative Kombinationslösungen aus ihrem Angebotsportfolio von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektroautos an.

Sparen Sie Kosten mit erneuerbaren Energien Die Preise für Photovoltaik, Wärmepumpen und Ladestationen sind in den letzten Jahren massiv gesunken. Investitionen in erneuerbare Energien lohnen sich. Die SAK berät Sie kostenlos, individuell und umfassend zu sämtlichen Technologien und Produkten für Ihre Immobilie. + 41 71 229 50 00 | energiemission@sak. ch www.sak.ch/energiemission

St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG Vadianstrasse 50 | Postfach 2041 CH-9001 St. Gallen + 41 71 229 51 51 | info@sak.ch | sak.ch


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