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Private banking maerz 2018

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Private Banking 9. März 2018

Kryptowährungen Sie sind jung und milliardenschwer

Gutes Gewissen Nachhaltige Fonds erreichen Höchststand

Tipps für Aktien Investieren statt spekulieren


Vermögen anvertrauen heißt für uns das Agieren dem Reagieren vorziehen.

DIE BANK FÜR ANSPRUCHSVOLLE PRIVATKUNDEN Vernunft, Verantwortung und Ertrag. Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Unsere Eigenständigkeit, Expertise und Erfahrung haben aber auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vielfach ausgezeichnete Portfolios hervorgebracht und uns kerngesund erhalten. Unternehmerische Unabhängigkeit, verlässliche Werte und ein Betreuungsteam, das Ihre individuellen Bedürfnisse versteht: das macht die BTV zur idealen Veranlagungsbank für anspruchsvolle Privatkunden. Ihrem Vermögen verpflichtet. Unserem Weg verbunden. Seit 114 Jahren.

Mehr über unsere Auszeichnungen auf btv.at/auszeichnungen

btv.at/privatkunden Aus Auszeichnungen und Erfolgen in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erfolge oder Wertentwicklungen geschlossen werden. Mehr Infos zu den Auszeichnungen erhalten Sie unter: www.btv.at/auszeichnungen. Diese Marketingmitteilung/Werbemitteilung ist keine individuelle Anlageempfehlung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten.


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Freitag, 9. März 2018 Extra

Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung der Welt. Die Bewertung des Bitcoins in Euro und US-Dollar hat seit seiner Einführung im Jahr 2009 extreme Schwankungen vollzogen.

Kryptowährungen auf Vormarsch Kryptowährungen sind zum einen jung, zugleich milliar­ denschwer und nicht mehr aufzuhalten. Das erläutert Roland Rupprechter MBA, Leiter Asset und Portfoliomanagement bei der Hypo Vorarlberg im Gespräch mit den VN. Und weiter: „Was alle Kryptowährungen verbindet, ist die Blockchain-Technologie, auf der sie basieren. Blockchain ist eine Technologie für sogenannte Peer-to-Peer-Transaktionen. Das bedeutet, dass jeder mit jedem innerhalb eines Netzwerkes direkt und ohne Intermediär unterschiedlichste Transaktionen durchführen kann. Neu ist, dass Transaktionen nicht mehr auf zentralen Datenbanken, sondern dezentral auf allen beteiligten Rechnern gespeichert werden. Bis heute ist von allen Blockchain-Anwendungen vor allem Bitcoin einer immer größer werdenden Öffentlichkeit ein Begriff. Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung der Welt.“

Roland Rupprechter.

Hat Bitcoin die Fähigkeit, eine gewichtige Parallelwährung von Euro und US-Dollar zu werden? Rupprechter: „Technologiebegeisterte Marktteilnehmer und Kritiker staatlicher Zentralbankmonopole neigen dazu, dies so zu sehen. Realistisch betrachtet stehen die Chancen dafür aber eher schlecht.“ Drei Anforderungen Damit eine Währung erfolgreich sein kann, muss sie drei Anforderungen erfüllen. Ers­ tens muss sie in ihrem Verwendungsbereich allgemein und vorbehaltlos als Zahlungsmittel akzeptiert sein. Diese Anforderung wird von Bitcoin nicht erfüllt, da sie nur von einer kleinen Zahl von Partnern als Zahlungsmittel entgegengenommen wird. Zweitens geht mit der Verwendung als generell akzeptiertes Zahlungsmittel praktisch immer die Rolle einer systemweit verwendeten Recheneinheit einher: Die Währungseinheit dient als einheitlicher Bewertungsmaßstab wirtschaftlicher Güter und Aktivitäten. Auch diese Funktion wird von Bitcoin nicht erfüllt. Dazu müssten Preise und Löhne in Bitcoins statt in Euro und Dollar angegeben bzw. bezahlt werden. Unternehmen und Haushalte müssten ihre Buchführung in Bitcoins machen, und Verträge aller Art würden in Bitcoins abgeschlossen. Wenn Bitcoin eine echte Währung wäre, würde nicht umgerechnet, sondern in Bitcoins gedacht und kalkuliert werden. Schließlich muss eine Währung als Wertaufbewahrungs-

mittel tauglich sein. Dies setzt voraus, dass sie eine möglichst hohe Kaufkraftstabilität für Güter und Dienstleistungen besitzt. Die wichtigste Aufgabe der Zentralbanken als Emittenten ihrer Währungen besteht darin, genau dafür zu sorgen. In diesem Punkt schneidet Bitcoin sehr schlecht ab. Die Bewertung des Bitcoins in Euro und USDollar hat seit seiner Einführung im Jahr 2009 extreme Schwankungen vollzogen. Von einem Kurs von 790 USDollar Mitte Jänner 2017 stieg sie bis Mitte Dezember 2017 auf über 18.700 US-Dollar an, nur um anschließend bis Anfang Februar 2018 wieder auf rund 7100 US-Dollar zurückzufallen. Gegenwärtig wird ein Bitcoin um 10.740 US-Dollar gehandelt. Da die Kaufkraft des US-Dollars gemessen am Konsumentenpreisindex in dieser Zeit ziemlich stabil blieb, wären also die Güter-

Bitcoin wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein kleines privates Netzwerk für Zahlungen bleiben. Roland Rupprechter Hypo Vorarlberg

preise – wären sie in Bitcoin gemessen – im Zeitraum Jänner 2017 bis Dezember 2017 um den Faktor 24 gefallen – was 2400 Geldeinheiten kostete, war knapp ein Jahr später für 100 Einheiten zu haben. Das entspricht einer unvorstellbaren Deflation der

Güterpreise, neben der die Deflation der Großen Depression in den 1930er-Jahren vollkommen verblasst. Danach folgten Inflation und Deflation im Wechselspiel. Für ein brauchbares Geld wären dies untragbare Eigenschaften.

­Eigentumsverhältnissen, Anlagezuständen (Asset Management), Herkunftsnachweisen, CO2- und Ökostromzertifikaten sowie Energieliefertransaktionen sind Einsatzmöglichkeiten denkbar“, meint Rupprechter.

Einsatzmöglichkeiten „Bitcoin wird daher mit großer Wahrscheinlichkeit ein ,kleines‘ privates Netzwerk für Zahlungen bleiben. Dennoch sind wir fest davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie eine große Zukunft vor sich hat: Neben der Nutzung im Finanzsektor lässt sie sich als Grundlage für Ablese- und Abrechnungsprozesse sowie Clearing einsetzen. Auch bei der Dokumentation von

Und in Bezug auf Anlagen? „Unsere Berechnungen bezüglich Rendite- und Risikoeigenschaften brachten außer­ gewöhnliche Resultate zutage. Werte, wie wir sie noch nie gesehen haben. Beispielsweise betrug die jährliche Schwankung der Preise (Volatilität) bei Bitcoin im Durchschnitt der letzten sechs Jahre 230 Prozent. Das ist mehr als das Zehnfache von Aktien. Auf der anderen Seite

Höhere Hürden für das Cyber-Kapital Die Schweiz unterwirft die Platzierung neuer Krypto­ währungen einer detaillierten Regulierung. Mit einer Richtlinie will die ­Finanzmarktaufsicht (Finma) eigenen Angaben zufolge Investoren schützen. Je nach Verwendungszweck muss die Kapitalaufnahme mithilfe sogenannter Initial Coin Offerings (ICO) unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Die Vorgangsweise Mit einem ICO wird auf Basis der Blockchain-Technologie in digitaler Form Kapital beschafft. Werde das Kapital als Zahlungsmittel eingesetzt,

müssten die Gesetze zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung erfüllt werden. Entsprächen die Vermögenswerte Anteile an Unternehmen, werde das ICO ähnlich wie etwa ein Börsengang behandelt. ICO haben 2017 sprunghaft angezogen. Bis September erreichten sie Angaben der Analysefirma Smith + Crown zufolge fast 3 Mrd. Dollar (2,4 Mrd. Euro). Davon sei rund ein Viertel auf die Schweiz entfallen. Gründe für die Attraktivität Ein Grund für die Anziehungskraft des Landes waren die bisher weitgehend fehlenden regulatorischen Leitplanken.

Ein Bitcoin-Geldautomat in Zürich.

„Die Blockchain-Technologie bietet Innovationspotenzial für die Finanzmärkte und weit darüber hinaus“, erklärte Finma-Direktor Mark Branson. „Blockchain-Projekte, die analog zu bewilligungspflichtigen Aktivitäten funktionieren, dürfen aber nicht den bewährten regulatorischen Rahmen umgehen.“ Im Zusammenhang mit sogenannten Initial Coin Offerings gebe es die meisten Berührungspunkte mit dem Finanzmarktrecht in den Bereichen Geldwäscherei und Wert­ papierhandel, geht aus einem Bericht der Finma erstellten Leitfaden zu „digitalen Börsengängen“ hervor.

konnte mit Bitcoin im gleichen Zeitraum durchschnittlich 200 Prozent pro Jahr verdient werden. Aufgrund der extremen Preisschwankungen ist ein direktes Engagement aber hoch spekulativ. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und einen überschaubaren Betrag inves­ tieren will, soll diversifizieren, also auf mehrere Krypto­ währungen wie beispielsweise Bitcoin, Ethereum und Ripple setzen, und Börsen den ­Brokern vorziehen, da weitere Hebel (beispielsweise beim Einsatz von Differenzkontrakten, den sogenannten CFD’s) die schon sehr hohen bestehenden Risiken potenzieren“, so der Experte abschließend.

Milliarden für die SNB Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat laut Aussendung im v ­ergangenen Jahr dank milliardenschwerer Bewertungsgewinne auf ihr umfangreiches Devisenportfolio einen Gewinn von 54,37 Mrd. Franken (47,2 Mrd. Euro) verbucht. Dazu haben auch die Negativzinsen von minus 0,75 Prozent beigetragen, die die SNB ab einem gewissen Freibetrag von den Banken erhebt. Die Negativzinsen spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2,02 Mrd. Franken in die Kasse, nach 1,52 Mrd. Franken im Jahr 2016.


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Freitag, 9. März 2018 Extra

„Den Aufschwung in Österreich wird die Inlandsnachfrage tragen“ Das Wirtschaftswachstum in Österreich wird sich im ersten Quartal 2018 von der hohen Wachstumsdynamik der vergangenen Quartale nicht unter­scheiden. „Der Anstieg des BIP wird er­ neut bei rund drei Prozent im Jahresvergleich liegen. Damit wird eine ausgezeichnete Ba­ sis für ein weiteres starkes Jahr der österreichischen Wirt­ schaft mit einem überdurch­ schnittlichen Wachstums­ tempo gelegt.“ Das sagt der Konjunktur­ experte Walter Pudschedl von der Bank Austria in seinem aktuellen Konjunkturindika­ tor. Impulsgeber Inlandsnachfrage Demnach wird der Konjunk­ turaufschwung in Österreich auch 2018 die Impulse vorwie­ gend aus der Inlandsnachfra­ ge erhalten. Allerdings dürfte der Einfluss der Außenwirtschaft weiter zunehmen. Der Rückenwind für den Export steigt durch die Belebung des globalen Han­ dels, gestärkt durch den Auf­ wind in einigen Wachstums­ märkten, insbesondere in Asien, und der Konjunkturauf­ frischung in den USA als Folge

der Steuerkürzungen, tenden­ ziell an. Dämpfer für den Export Jedoch wird die zunehmende Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar das Export­ wachstum 2018 dämpfen. Der Außenhandel wird netto sei­ nen Beitrag zum Wachstum dennoch erhöhen, da auch der

Der Euro wird voraus­ sichtlich die Marke von 1,30 zum US-Dollar im Laufe des Jahres 2018 deutlich überschreiten. Walter Pudschedl Konjunktur­experte Bank Austria

zusätzliche Importbedarf nachlassen wird. Dazu wird sowohl die Verlangsamung der Investitions- als auch der Konsumdynamik beitragen. Ausrüstungsinvestitionen Der Investitionsaufschwung ist bereits im vierten Jahr an­ gekommen. Der ehemals be­ stehende Nachholbedarf ist daher mittlerweile gedeckt. Allerdings spricht der hohe Auslastungsgrad der hei­

Der hohe Auslastungsgrad spricht für weitere Investitionen.

Für 2019 sind die Aussichten für die österreichische Wirtschaft weiterhin günstig. mischen Wirtschaft für eine weiterhin starke Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen. „Die Inlandsnachfrage kann immer noch ein hohes Tempo vorlegen und die österrei­ chische Wirtschaft erhält starke Unterstützung aus dem Ausland. Trotz einer Vielzahl an geopolitischen Risiken wird 2018 voraussichtlich er­ neut ein starkes Jahr. Wir ge­ hen von einem Wirtschafts­ wachstum von 2,6 Prozent in Österreich aus“, stellt Pudschedl fest. Für 2019 sind die Aussichten für die österreichische Wirt­ schaft günstig. Doch sprechen die Abreifung des Konjunktur­ zyklus sowie die nachlassende globale Unterstützung aus den USA für eine Normalisie­

rung der Konjunktur auf einem sehr soliden Wachs­ tumsniveau um zwei Prozent. Weniger Arbeitslose Der Rückenwind wird 2018 das zweite Jahr in Folge einen Rückgang der Arbeitslosen­ quote in Österreich ermögli­ chen. Nach durchschnittlich 8,5 Prozent 2017 gehen die Konjunkturexperten der Bank Austria für 2018 von einer Ar­ beitslosenquote von nur noch 7,7 Prozent aus. Trotzdem wird der Anstieg von etwas unter zwei Prozent ausreichen, um die weiterhin kräftige Zunah­ me des Arbeitskräftepotenzi­ als, vorwiegend durch Zuwan­ derung aus anderen Ländern der EU, zu kompensieren und darüber hinaus die Anzahl der

Arbeitssuchenden zu verrin­ gern. Inflation über zwei Prozent Die Inflation in Österreich wird in den kommenden Mo­ naten weiter über zwei Pro­ zent im Jahresvergleich betra­ gen. Pudschedl: „Im Jahres­ durchschnitt 2018 erwarten wir eine Teuerung von 2,1 Pro­ zent.“ Und der Experte weiter: „Der Euro wird nach unserer Einschätzung die Marke von 1,30 zum US-Dollar im Laufe des Jahres 2018 deutlich über­ schreiten. Speziell in den USA, wo sich die Konjunktur am Ende eines langen Auf­ schwungs befindet, ist die ge­ stiegene Volatilität an den ­Finanzmärkten eine typische Begleiterscheinung. Dies wird

auch an den Märkten in Euro­ pa spürbar bleiben, allerdings in einem deutlich positiveren Wachstumsumfeld für die ­Realwirtschaft“, so Pudschedl.

Walter Pudschedl Konjunktur­ experte Bank Austria

Der Anstieg des BIP wird erneut bei rund drei Prozent im Jahres­ vergleich liegen. Damit wird eine gute Basis für ein starkes Jahr gelegt.

Mit den Aktien investieren statt spekulieren Die Österreicher sparen wie die Weltmeister, aber ihr Vermögen wächst im Vergleich zu anderen Ländern nur unterdurchschnittlich. Dies ist vor allem darauf zu­ rückzuführen, dass die Öster­ reicher überwiegend in Bank­ einlagen und weniger in ­Aktien investieren. „Österreichische Haushalte haben durchschnittlich ledig­ lich eine Aktienquote von knapp fünf Prozent in ihren Depots. Deutsche Haushalte liegen bei zehn Prozent und

Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank Vorarlberg

Um die Vermögensent­ wicklung zu optimieren, sollten unsere Haushalte ihre Aktienquote mit dem Berater ermitteln und eventuell anpassen. finnische Haushalte halten bei einer Aktienquote von etwa 30 Prozent“, so Jürgen Rupp, Finanz-/Kapitalmärkte und Wertpapier Consulting bei der Raiffeisen Landesbank Vorarl­

berg, gegenüber den VN, der eine Reihe von wichtigen Tipps gibt. Goldenes Zeitalter Und Rupp fährt fort: „Die ver­ gangenen zehn Jahre waren für Aktienanleger ein gol­ denes Zeitalter. Zwischen Jän­ ner 2008 und heute konnten Anleger mit dem deutschen Aktienindex Dax 4,32 Prozent per anno (p.a.) und mit dem Dow Jones Index 9,50 Prozent p.a. verdienen. Und dies ob­ wohl sich die Aktienmärkte im Jänner 2008 mitten in ei­ ner scharfen Korrektur auf­ grund der internationalen Fi­ nanzkrise befanden, welche erst im März 2009 ihren Tief­ punkt erreichte. Wer aber am Tiefpunkt im März 2009 ein­ stieg, konnte sich beim deut­ schen Aktienindex Dax seit­ her über eine jährliche Rendi­ te 14 Prozent p.a. und beim Dow Jones Index von 19 Pro­ zent p.a. erfreuen.“ Chancen und Risiken Nach langen Aufschwungs­ phasen gehören aber auch Korrekturen zum alltäglichen Geschehen an den Aktienmär­ kten. Das Zauberwort bei der Aktienveranlagung heißt ein­ deutig „Langfristigkeit“. Un­ tersuchungen zeigen immer wieder, dass die Performance meist an wenigen Tagen ge­ macht wird. Da ungewiss ist,

sicht. Mit dem Kauf von Ak­ tien erwirbt man echtes Eigentum an real existie­ renden Vermögenswerten, de­ ren Wert durch gute Investiti­ onen sich wiederum nachhal­ tig erhöht. Es gibt sehr viele Beispiele von Aktiengesell­ schaften, die in guten, aber auch in schwierigen Konjunk­ turphasen für ihre Anteilseig­ ner bleibende Werte schaffen.

Wer langfristig agiert, den sollte das tägliche Auf und Ab an den Börsen nicht zu sehr beeinflussen. welche Tage das sind, sollte man besser investiert bleiben. Eine der obersten Regeln der Geldanlage lautet deshalb auch, der gewählten Strategie treu zu bleiben, auch wenn es an den Aktienmärkten turbu­ lenter zugeht. „An den Aktienmärkten sollten Anleger nicht spekulie­ ren, sondern investieren. Die täglichen Bilder aus den Han­ delsräumen mit den blinken­ den Börsenkursen und hek­ tischen Händlern deuten eher auf Spekulation hin und zei­ gen damit in eine falsche Rich­ tung. Langfristigkeit, Bestän­

digkeit und Ausdauer sind die Erfolgsrezepte an den Aktien­ märkten“, rät Rupp. Diese Tugenden verfolgt auch der erfolgreichste Investor ­aller Zeiten Warren Buffett. Er konzentriert sich auf das lang­ fristige Denken. Warren Buffet dazu: „Ich kaufe eine Aktie un­ ter der Annahme, dass die Börse am nächsten Tag für die nächsten fünf Jahre geschlos­ sen werden könnte.“ Gute In­ vestoren schauen über den Rand des Jahresendes hinaus. Sie treffen ihre Entschei­ dungen langfristig und inves­ tieren das Kapital mit Um­

Oft nur „Nebengeräusche“ Wer langfristig agiert, den sollte das tägliche Auf und Ab an den Märkten, auch wenn es mitunter recht heftig ist, aber nicht zu sehr beeinflussen. Es ist falsch, im Bullenmarkt risi­ kofreudiger zu werden bezie­ hungsweise im Bärenmarkt alles zu verkaufen. Langfristig, so hat es die Vergangenheit gezeigt, steigen die Aktien­ märkte und die ständigen Auf und Abs sind lediglich kleine­ re oder größere Neben­ geräusche auf dem Weg nach oben. Wer regelmäßig einen Teil seines Geldes in Aktien spart und die Investments auch breit über mehrere Titel streut, der sollte auf lange Sicht profitieren. Nach Prüfung sowohl der Risi­ kotoleranz als auch der Risiko­ tragfähigkeit kann nach grundlegenden strategischen Erwägungen die optimale Ak­ tienquote in der jeweiligen Veranlagung gewählt werden.

Der vermeintlich richtige Ein­ stiegszeitpunkt spielt bei ei­ ner langfristigen Anlage keine entscheidende Rolle, die Ren­ diteunterschiede sind nicht sehr groß. Je länger die Anla­ gedauer, desto unbedeutender wird das Timing. Viel wich­ tiger ist es, sich sowohl über Investitionshorizont und -ziel als auch über das Risikoprofil im Klaren zu sein. Erst dann sollte mit dem Aufbau eines breit gestreuten Depots be­ gonnen werden. Achten auf Megatrends Neben Standardwerten aus verschiedenen Branchen und Ländern sollten Anleger bei der langfristigen Veranlagung auch auf die zukünftigen Megatrends achten. Automa­ ­ tisierung, Demografie, Klima­ wandel, Nachhaltigkeit und Technologie sind die Zu­ kunftsthemen. Hier gilt es, die aussichtsreichsten Unterneh­ men herauszufiltern und sie hinsichtlich ihrer Zukunfts­ fähigkeit zu prüfen. „Gerade in Spezialbereichen wie diesen Megatrends sollten sich Investoren von der Exper­ tise von Fondsgesellschaften und ihren Managern bedie­ nen. Eine globale Aktienanla­ ge über den MSCI World Index brachte über die letzten drei Jahrzehnte eine Rendite von über sieben Prozent per anno“, so Jürgen Rupp abschließend.


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Freitag, 9. März 2018 Extra

Anlegen mit einem gutem Gewissen Immer mehr Anleger machen sich Gedanken, wie sie ihr Geld verantwortungsvoll anlegen können. Dazu Gerold Permoser, Leiter nachhaltige Investments bei der Ersten. Im Vorjahr erreichten Fonds und Veranlagungslösungen, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien einfließen, den his­ torischen Höchststand von 12,6 Milliarden Euro. Und das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht. Nachhaltige Geldanlagen Nachhaltige Geldanlagen ste­ hen laut den Vereinten Natio­ nen für eine Anlageform, die ausdrücklich die Bedeutung

Gerold Permoser Erste Asset Management

Wer nachhaltig anlegt, macht sich mehr Gedan­ ken. Was geschieht mit meinem Geld? Welchen ökologischen Mehrwert kann ich erzielen? von Umwelt-, Sozial- und Un­ ternehmensführungsfaktoren (ESG) betont sowie die Funkti­ onen und die langfristige Sta­ bilität der Finanzmärkte zu unterstützen sucht. Dieser „et­ was andere“ An­lageansatz be­ ruht auf der Erkenntnis, dass langfristige und nachhaltige

Erträge von stabilen, gut funk­ tionierenden und solide ge­ führten Unternehmen ab­ hängen. Verantwortung und Rendite Zahlreiche internationale Stu­ dien bestätigen, dass Verant­ wortung und Rendite keinen Widerspruch darstellen. Nach­ haltige Anlagen haben einen hohen Bekanntheitsgrad, erg­ ab eine Umfrage der Erste Group und Sparkassen: Be­ reits 46 Prozent der Österrei­ cherinnen und Österreicher haben davon gehört. Speziell Männer, höher Gebildete und Personen mit höherem Ein­ kommen können sich für eine Geldanlage im Einklang mit der Umwelt und sozialen Ge­ sichtspunkten erwärmen. 53 Prozent finden nachhaltige In­ vestments interessanter als andere Geldanlagemöglich­ keiten. Aber nur acht Prozent besitzen eine solche Variante der Geldanlage. Mehr als 15 Jahre Erfahrung Wichtigster Anbieter für nach­ haltige Anlage in Österreich ist laut eigener Aussage die Kapitalanlagegesellschaft Erste Asset Management, Partnerin der Vorarlberger Sparkassen. Schon mit regel­ mäßigen Beträgen ab 50 Euro im Monat kann man bei den Sparkassen in nachhaltige In­ vestmentfonds investieren. Die Erste Asset Management zählt in Österreich mit mehr als 15 Jahren Erfahrung zu den Pionieren im Bereich nachhal­ tige Geldanlage. Mit einem nachhaltig veranlagten Volu­ men von mittlerweile über fünf Milliarden Euro (2018)

Im Vorjahr erreichten Fonds mit ökologischen oder sozialen Kriterien einen historischen Höchststand. Gerold Permoser Erste Asset Management

und insgesamt zwölf nachhal­ tigen Publikumsfonds ist die­ se Gesellschaft Marktführer bei der nachhaltigen Geldan­ lage in Österreich. Seit zehn Jahren besteht eine enge Koo­ peration mit dem WWF Öster­ reich bei Umweltaktien, auf deren Basis bereits über zwei Millionen Euro für den Fluss­ schutz und für Klimaschutz­ projekte aufgebracht wurden. Geächtete Waffen Bei der Gesellschaft für nach­ haltige Investments arbeitet eines der größten Teams von Nachhaltigkeitsexperten in Zentraleuropa und der Region D e u t s c h l a n d - Ö s te r r e i c h Schweiz. Dadurch ist bei der Auswahl der Anlageinstru­ mente eine grundlegende Analyse von Nachhaltigkeits­ faktoren möglich. Die Anlageentscheidungen werden durch eine Reihe von Richtlinien geleitet: So wird nicht in Unternehmen inves­ tiert, die mit geächteten Waf­ fen in Verbindung gebracht werden. Ausgeschlossen sind auch Un­ ternehmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes aus dem Kohleabbau erzielen. Seit dem Vorjahr wird wegen Kar­ tellverdachtes auch in einige

Fonds mit ökologischem oder sozialem Hintergrund haben einen hohen Bekanntheitsgrad. Im Bild ein Rotorblatt – Prüfstand für Windenergieanlagen. bekannte deutsche Autoher­ steller nicht mehr inves­tiert. Qualitätskontrolle Im November hat das Forum für Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zehn nachhaltige In­ vestmentfonds der Erste Asset Management mit FNG-Güte­ siegeln ausgezeichnet. Das FNG-Siegel gilt als Standard für nachhaltige Investment­ fonds.

Hinweis Gesetzlicher Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapieren neben Chancen auch Risiken birgt. Die Rechtsdokumente (Prospekte, Kundeninforma­ tionsdokumente inkl. deren ­Abholstellen und Sprachversi­ onen) sind auf der Homepage www.erste-am.at abrufbar.

Dies ist eine Marketing-Mittei­ lung und keine Finanzanalyse. Sie wurde nicht unter Einhal­ tung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhän­ gigkeit von Finanzanalysen ­erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handelns im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Unser Land braucht Menschen, die an die nächste Generation glauben. Und eine Bank, die Werte über Generationen erhält. sparkasseprivatebanking.at


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Freitag, 9. März 2018 Extra

Die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt Liquidität der Banken soll gesteuert werden.

EZB-Leitlinien für Banken Die Bankenaufseher der EZB wollen Geldhäusern bei der Steuerung von Kapitalausstattung und Liquidität stärker auf die Finger schauen. Dazu sollen einheitliche Leitlinien für die Institute festgelegt werden, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Die neuen Vorgaben sollen dabei helfen, Schwachstellen im Management von Kapital- und Finanzpolstern zu beheben. Sie sollen ab 2019 zur Beurteilung der Institute herangezogen werden. Zur Krisenvorsorge Um Krisen überstehen zu können, müssen Banken über ausreichend Kapital und Finanzmittel verfügen. Entwürfe für die nun angekündigten Leitlinien sollen der Finanzbranche in Kürze zur Stellungnahme vorgelegt werden. Für den 24. April plant die EZB eine öffentliche Anhörung dazu. Die Konsultationen sollen bis zum 4. Mai dauern. Die EZB ist für die Überwachung der größten Geldhäuser im Euroraum zuständig. Inzwischen überwacht sie direkt 119 Institute, darunter ist beispielsweise auch die Deutsche Bank. Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Agenturbilder, Hans Zellhofer, Daniel Hinterramskogler, Erste Asset Management, Fotowerk Aichner, Shutterstock Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Die Bank für Tirol und Vorarl­ berg AG ist die Bank für eigen­ tümergeführte, exportorien­ tierte Mittelstandsunter­ nehmen und anspruchsvolle Privatkunden. Zum achten Mal in Folge zeichnete firstfive das BTV Vermögensmanagement für herausragende Ergebnisse aus. Es wird von Dr. Robert Wiesner geleitet. Das unabhängige Controlling- und Ratinginstitut wertet fortlaufend mehr als 250 reale Depots aus, die von Banken und Vermögensverwaltern des deutschsprachigen Raums gemanagt werden. Dabei ist neben der reinen Renditeentwicklung insbesondere auch die Rendite-Risiko-Relation (Sharpe-Ratio) zu beachten, um die Leistung von Vermögensmanagern zu bewerten. Das BTV-Vermögensmanagement erzielte jüngst herausragende Ergebnisse in beiden Kategorien der Risikoklasse „ausgewogen“. Wertung fünf Sterne In der Kategorie „Top-Renditen“ erhielten die BTV-Anlageexperten über den gemessenen Zeitraum von 60 Monaten wie die Grafik zeigt, fünf Sterne. Das Depot befindet sich in der Bewertungskategorie im obersten Fünftel der ausgewerteten Depots innerhalb einer Risikoklasse. Und auch in der Kategorie „Sharpe-

Dr. Robert Wiesner, Leiter Ver­ mögensmanagement.

Die neuen Räumlichkeiten der BTV Dornbirn bieten zahlreiche Möglichkeiten für eine zuvorkommende Kundenbetreuung. Ratio“ – die Kennzahl gibt Auskunft über die Rendite in Relation zum Risiko – zählt das BTV-Vermögensmanagement zu den Bestplatzierten, hier über die Zeiträume 36 und 60 Monate. Mehrere Vollbanklizenzen Ausgestattet mit einer Vollbanklizenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz, ist die BTV für ihre Kunden in einem der stärksten Wirtschaftsräume Europas da. Italienische Kunden werden von Lienz und Innsbruck aus betreut. Mit ihrem konservativen Geschäftsmodell orientiert sich die BTV ausschließlich an den Bedürfnissen ihrer Kunden und lebt das Bankgeschäft so wie es erfunden wurde – achtsam und vorausschauend mit klaren und nachvollziehbaren Entscheidungen. Leitlinie Eigenständigkeit Die Leitlinie dafür bilden die Eigenständigkeit der Bank und unternehmerisches Han-

deln im Sinne ihrer Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Gerade unter herausfordernden Rahmenbedingungen sind die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt für eine nachhaltige Geldanlage von größter Bedeutung. Strategie ausgewogen Jeder taktischen und strategischen Anlageentscheidung im BTV Vermögensmanagement liegt eine fundierte Analyse zugrunde. Die Investitionsstrategie verantwortet ein Expertenteam der BTV, das aus Spezialisten für die Anlageklassen Anleihen, Aktien und Rohstoffe besteht. Ein klar strukturierter Investmentprozess – einer der Grundpfeiler im Anlagegeschäft im BTV-Vermögensmanagement – mündet in der BTV-Anlagestrategie, die sich durch eine klare Meinung auszeichnet und zu transparenten, nachvollziehbaren Aussagen und Anlageentscheidungen führt.

Für eine konsequente Umsetzung der Investmententscheidungen sorgen drei Investmentstufen in der jeweiligen Anlage­klasse: • Vollinvestment, • Halbinvestment und • Vollausstieg. Dies ermöglicht eine dynamische Steuerung der Portfoliostruktur. Unser langfristiger Anspruch ist es, den realen Kapitalerhalt des Vermögens zu gewährleisten und das Vermögen unserer

Kunden zu vermehren. Bei all unseren Lösungen legen wir außerdem Wert darauf, das Risiko gering zu halten und so Wertschwankungen und mögliche Verluste zu minimieren. Dabei orientiert sich das BTV Ve r m ö g e n s m a n a g e m e n t nicht an Benchmarks, sondern agiert als aktiver Manager. Unsere Kunden sollen ruhig schlafen können.

Fakten zur Gesellschaft Name: Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft Gründungsjahr: 1904 VERMÖGENSVERWALTUNG (VV) 2,6 Mrd. Euro Assets under Management unter 10 % davon in eigenen Fonds etwa 50 % Portfolioanteil Mitarbeiter/Standorte 13/1 k. A. Kunden DIENSTLEISTUNGEN Individuelle Vermögensverwaltung Fondsbasierte Vermögensverwaltung

ab 500.000 Euro ab 35.000 Euro

Frauen möchten finanziell selbstständig sein Finanzielle Unabhängigkeit rückt stärker ins Bewusstsein – jedes zweite Paar führt streng getrennte Konten – Streitfaktor Geld: Fixkosten und Beitrag zum Haushaltseinkommen bieten Zündstoff. Knapp die Hälfte der in Beziehungen lebenden Österreicherinnen und Österreicher führt die Finanzen gemeinschaftlich. Finanzielle Entscheidungen werden mehrheitlich ebenso gemeinsam getroffen (67 Prozent). Dennoch trügt diese Harmonie, denn jedes zweite Paar

Karin Kiedler Leiterin Marktforschung

Rund die Hälfte der Männer legt für die Partnerin Geld auf die Seite. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert gestiegen.

streitet ums liebe Geld. Ein Grund dafür ist die finanzielle Abhängigkeit vom Partner, vor allem für Frauen. Sechs von zehn Österreicherinnen geben an, dass der Mann in der Beziehung der Hauptverdiener ist. Sieben von zehn dieser Frauen sagen zudem, dass sie ihren derzeitigen Lebensstandard alleine nicht halten könnten. Weiteres Manko dabei: Die so wichtige eigene finanzielle Vorsorge wird vernachlässigt. Jedem sein eigens Konto „In einer Beziehung sollte jeder sein eigenes Konto und seine eigene Altersvorsorge haben. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass der Staat oder der Lebenspartner einspringt“, betont Bianca Schwabl, Anlageexpertin der Erste Bank. Das wird den Österreicherinnen auch immer mehr bewusst. Frauen, die in Partnerschaften leben, würden finanziell gerne unabhängig sein, wie eine IMAS Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen zeigt. Acht von zehn Frauen ist diese Eigenständigkeit in einer Beziehung wich-

Frauen nicht auf ihre eigene finanzielle Vorsorge vergessen. Besprechen Sie dieses wichtige Thema mit ihrem Bankberater, er kann ihnen die Möglichkeiten aufzeigen“, so Karin Kiedler, Leiterin Marktforschung in der Erste Bank.

Finanzielle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. tig – dem gegenüber stehen sechs von zehn Männern. Vor allem streng getrennte Konten werden für Frauen in einer Partnerschaft bedeutsamer (+8 Prozent, 2018: 58 Prozent, 2017: 50 Prozent), während gemeinsame Konten für immer weniger in Frage kommen (2018: 18 Prozent, 2017: 23 Prozent). Auch dass Frauen mehr für sich selbst sparen, verdeut­

licht, dass sie finanziell auf eigenen Beinen stehen wollen. Diese Entwicklung wird den Männern zunehmend bewusst und von ihnen auch unterstützt. Rund die Hälfte der Männer legt für die Partnerin Geld zur Seite. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um +6 Prozent gestiegen (2018: 50 Prozent, 2017: 44 Prozent). „Diese Entwicklung ist positiv. Trotzdem sollten

Verbreitete Geldsorgen 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher hatten schon einmal Geldsorgen. Als Hauptgrund wird der „Verlust des Einkommens“ genannt. Auffällig dabei ist, dass öfter Frauen als Männer (42 Prozent zu 36 Prozent) davon betroffen waren. „Frauen haben aufgrund von Karenzzeiten und Teilzeitarbeit einen Nachteil im Verdienst. Und genau dieser Nachteil führt uns wieder retour zur Misere der finanziellen Abhängigkeit“, so Kiedler. Weitere Sorgen bringen die „hohen Kreditraten fürs Eigenheim“ (18 Prozent) oder „hohe unerwartete Kosten“ (15 Prozent). Aber auch „Krankheit“ (14 Prozent) wird als Grund angeführt. Kiedler: „Hier könnten Freizeitunfälle eine Erklärung sein, die noch im-

mer zu wenig abgesichert sind.“ Bei Fragen zu Geld und Finanzangelegenheiten ist für Herrn und Frau Österreicher der persönliche Kontakt wichtig. Der Bankberater ist für 78 Prozent der Österreicher(innen) die Anlaufstelle Nummer eins, gefolgt vom Partner (52 Prozent), Familie (46 Prozent), Freunden (34 Prozent). Internet (31 Prozent) und Medien (23 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle. Der Sparbetrag Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag bei Frauen liegt aktuell bei 220 Euro, der von Männern bei 269 Euro. Seit 2014 ist dieser bei beiden Geschlechtern kontinuierlich gestiegen. Top vier Sparmotive bleiben sowohl bei Herrn und Frau Österreicher der „Notgroschen“ (74 Prozent), die „finanzielle Absicherung“ (70 Prozent), das „Ansparen für größere Anschaffungen wie Haus, Wohnung oder Auto“ (53 Prozent) sowie die „Zukunftsvorsorge“ (52 Prozent). Bei den Spar- und Anlageprodukten setzen beide Geschlechter auf Sicherheit.


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Freitag, 9. März 2018 Extra

Mehr aus dem Vermögen machen Positive Konjunkturentwicklung, niedrige Zinsen, starke Aktienmärkte – es mangelt nicht an Daten zur aktuellen Wirtschaftslage. Doch was bedeuten sie für das eigene Vermögen? Einige Tipps helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen – vor allem hilft aber eine gute Beratung. Der Schock saß tief, als es vor wenigen Wochen an den Börsen rasant nach unten ­

Im Private Banking ist von der Stange nichts wert. Es geht darum auf die Situation des Kunden einzugehen. Doris Rosenegger Raiffeisenbank am Bodensee

ging. Die Talfahrt brachte für viele finanzielle Verluste. Vor allem aber machte sie eines deutlich: Wer sein Geld veran-

lagt, sollte eine gute Strategie haben. Es lohnt sich, über das eigene Portfolio zu schauen. Über kurz oder lang An den weltweiten Finanzmärkten ist eines gefragt: ein langer Atem. Viele haben ihn nicht. Auf der Jagd nach Erträgen schichten zahlreiche An­ ­ leger ihre Depots immer wieder um. Doch das kann teuer werden. Viele setzen auf kurzfristige Trends und vergessen den Blick in die Zukunft. Außerdem nehmen sie Gebühren bei Umschichtungen in Kauf. Das alles kann die Rendite schmälern. Christian Stadelmann, Leiter des Private-Banking Teams der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg betont: „Nachhaltige Strategien zählen. Man sollte sich als lang­fristigen Investor, der Unternehmen verstehen, nicht als Spekulant.“ Alles auf eine Karte Wer sein Vermögen einseitig veranlagt, kann mitunter in

Schieflage geraten. „Wer sein Vermögen streut, streut auch das Risiko“, fasst es Georg Gundolf, Vorstand und Betreuer im Private Banking der Raiffeisenbank Lech, zusammen. „Man sollte auf viele Pferde setzen.“ Zugleich warnt der Experte vor Geheimtipps zweifelhafter Berater: „Den einen Ratschlag gibt es nicht. Sicher geht, wer der Expertise erfahrener Spezialisten vertraut.“

Ratingagentur Fitch sieht Griechenland auf Erholungskurs Die Ratingagentur Fitch sieht Griechenland auf einem guten Weg und beurteilt die Kreditwürdigkeit des Euro-Krisenlandes nun positiver. Das entsprechende Rating sei von „B-“ auf „B“ angehoben worden, teilten die Amerikaner mit. Der Ausblick ist „positiv“, damit sind weitere Verbesserungen der Einstufung möglich. Mit der neuen Bewertung bewegt sich das Euro-Land zwar immer noch im „Ramsch“-­ Bereich, wird also weiterhin von konser­ vativen Anlegern gemieden. Allerdings ist es nun nur noch zwei Stufen von der mildesten Ausprägung dieser Anlageklasse entfernt. Fitch rechnet mit einer Reduzierung der politischen Risiken in Griechenland. Zudem dürften Gesetzesmaßnahmen bis 2020 wirken und den Zustand der Staatsfinanzen spürbar verbessern. Die Agentur erwartet zudem, dass die Eurogruppe im Jahresverlauf dem Land weitere Erleichterungen beim Schuldendienst gewähren wird.

beschäftigen will, kann die Aufgabe auch seiner Bank übertragen. Dort sitzen Spezialisten, welche die Entwicklungen an den Finanzmärkten im Blick haben.“ Qualität einfordern Georg Gundolf appelliert beim Private Banking auch an die Kunden: „Die Menschen sollten anspruchsvoll sein. Private Banking ist mehr als

V. l. Christian Stadelmann, Doris Rosenegger, Georg Gundolf.

VO

A R L B E RG

Private Banking.

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Kryptowährung gegen die Wirtschaftskrise Wirtschaftlich ist Venezuela eines der Schlusslichter auf der Welt, beim Thema Kryptowährung prescht das Land nach vorne. Denn das krisengeplagte südamerikanische Land plant die weltweit erste staat­ liche Cyber-Devise. Der „Petro“ soll dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro zufolge mit je einem Barrel (159 Liter) der Rohölreserven besichert und Investoren zum selben Preis angeboten werden. Damit will er die Wirtschaft wieder ankurbeln, die laut Schätzungen des Internationalen ­Währungsfonds 2017 um zwölf Prozent abgestürzt ist. Die USA warnen unterdessen davor, Petro zu kaufen. Dies sei eine Verletzung der USSanktionen, weil es sich um einen Kredit für die venezolanische Regierung handle.

die Veranlagung an den Finanzmärkten.“ Für ihn ist ­ die ganzheitliche Betrachtung eines Vermögens entscheidend: Die Vorsorge und ­Ab­sicherung, eine Vermögensweitergabe und ein Immobilienservice gehören hier ebenso dazu wie anderes mehr. ­ Genau diese umfassende Betreuung sollten die Menschen einfordern, so der Experte.

Einzigartig wie man selbst „Im Private Banking ist von der Stange nichts wert“, unterstreicht Private-Banking-Betreuerin Doris Rosenegger von der Raiffeisenbank am Bodensee. „Es geht darum, auf die individuelle Situation des Kunden einzugehen. Hinzuhören und dann Lösungen zu ent­wickeln.“ Das

EN

Griechenlands Kreditwürdigkeit ist positiver.

dauert eine Zeit, doch genau diese sollten sich Betreuer nehmen. Das Geschäft ist ein komplexes, die Möglichkeiten sind vielschichtig und Entscheidungen oft kurzfristig gefragt. Raiffeisenbetreuer Christian Stadelmann kennt die Lösung: „Die Strategie gibt immer der Kunde vor. Doch wer sich selbst nicht täglich mit dem operativen Management des eigenen Vermögens

Gesundes Wachstum, nachhaltige Ernte.


8 Private Banking

Freitag, 9. März 2018 Extra

Dividendenrenditen vor einem erneuten Höhenflug Europäische Unternehmen werden heuer eine Rekord­ summe von 323 Milliarden Euro ausschütten – das sind ­ rund 23 Mrd. Euro bzw. 7,7 Pro­ zent mehr als im Vorjahr. China ist ein Problemland.

Abseits der klassischen Bankenwelt Immer mehr Kredit- und Finanzgeschäfte werden weltweit abseits der klassischen Bankenwelt abgewickelt. Laut einem Bericht des Finanzstabilitätsrats (FSB) bewegen sogenannte Schattenbanken ein zunehmendes Volumen von Vermögenswerten. In China ist das mittlerweile zu einem Problem geworden. Insgesamt wuchs 2016 der auf Hedge- und Geldmarktfonds, alternative Investmentfonds sowie spezielle Börsenhändler entfallende Teil der Finanzwirtschaft um 7,6 Prozent auf 45,2 Billionen Dollar (36,71 Billionen Euro). Das sind rund 13 Prozent der gesamten Finanzvermögen in den untersuchten 29 Ländern und Regionen. Diese stehen zusammen für rund 80 Prozent des globalen Bruttoinlands­ produkts (BIP).

Das erwarten die Experten von Allianz Global Investors. Eine aktuelle Untersuchung, welche die Rendite von Dividenden und Unternehmensund Staatsanleihen in 33 Staaten weltweit untersucht, ­ zeigt, dass die Dividendenrendite in Europa schon seit Jahren mehr als zwei Prozentpunkte über der Rendite von zehnjährigen deutschen Bundesanleihen liegt. „Starke Dividendentitel bescheren Anlegern ein laufendes Kapitaleinkommen, das gerade in turbulenten Zeiten stabilisierend wirkt. Wer nur auf das Sparbuch setzt, verliert mit Sicherheit Kaufkraft“, kommentiert Martin Bruckner, Vorstands­ mitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief ­Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die ­Ergebnisse. Österreich auf Platz 25 Wie ein Blick auf die durchschnittliche Dividendenrendite in den untersuchten Ländern aus dem Jahr 2017 zeigt, waren insbesondere europäische Unternehmen ausschüttungsfreundlich. Unter den Top 15 weltweit befinden sich zehn europäische

höchsten, gefolgt von Nord­ amerika (31,0 Prozent) und Asien-Pazifik (ohne Japan) mit 28,9 Prozent. Stabilitätsanker für Anleger Jörg de Vries-Hippen, Aktienchef Europa von AllianzGI und Portfoliomanager des Fonds „Allianz European Equity Dividend“, sieht weiterhin – vor allem europäische – Dividendentitel im derzeitigen Markt­ umfeld im Vorteil.

Auch Telekomwerte sind aus Dividendenperspektive laut Experten derzeit attraktiv. Aktienmärkte. Mit einer Dividendenrendite von 5,11 Prozent liegen neuseeländische Unternehmen an der Spitze, auf Rang 2 folgen russische (4,83 Prozent) und auf Platz 3 portugiesische Unternehmen. Dividendenkaiser des Jahres 2016 – rangieren aktuell auf Platz 5 (4,07 Prozent). Österreichische Unternehmen befinden sich mit einer durch-

schnittlichen Dividendenrendite von 2,22 Prozent im unteren Drittel, drei Plätze hinter deutschen (2,51 Prozent), aber noch vor japanischen (1,94 Prozent) und US-Unternehmen (1,89 Prozent). Wichtige Renditequelle „Auch auf lange Sicht stellen Dividenden eine wichtige Renditequelle dar und wirken

auch stabilisierend: Zwischen 1972 und 2017 trugen Dividenden zu rund einem Drittel der Gesamtperformance bei“, hebt Hans-Jörg Naumer, Head of Global Capital Markets Analysis and Thematic Research bei AllianzGI, hervor. Mit 38,2 Prozent ist der Anteil der Dividendenzahlungen an der annualisierten Gesamtperformance in Europa am

Positiver Ausblick für 2018 Der Ausblick für 2018 sei so gut wie lange nicht mehr: „Wir rechnen mit einem Gewinnwachstum von rund acht Prozent, das allerdings bei einem anhaltend starken Euro auch etwas geringer ausfallen könnte“, so der Experte. Die Durchschnittswerte bei den Renditen seien eine wichtige Orientierungsgröße und sagen einiges über die Bewertung der einzelnen Märkte aus. „Entscheidend ist aber die individuelle Höhe der Dividende und wie ein Unternehmen die erwarteten Cash Flows in eine nachhaltige ­Dividendenpolitik übersetzen kann. Unternehmen, die unseren Qualitätsansprüchen in beiden Dimensionen genügen, finden wir in nahezu allen europäischen Aktienmärkten“, so de Vries-Hippen. Insbesondere Öl-, Telekom- und Versicherungswerte seien aus Dividendenperspektive derzeit attraktiv.

Neuer Chef sieht Deutsche Börse „zum Wachsen verdammt“

Exklusiv für Sie. UNIVERS EXKLUSIV. Private Banking einer neuen Dimension.

Der neue Chef Theodor Wei­ mer trimmt die Deutsche Börse nach der geplatzten Fusion mit der Londoner ­ Konkurrentin LSE auf Wachs­ tumskurs – aber eine Num­ mer kleiner als sein Vorgänger.

Chance’ für Frankfurt“, sagte Weimer. Ähnlich hatte schon sein Vorgänger Carsten Kengeter argumentiert, der erst die Fusion mit der LSE begraben musste und dann über eine Insiderhandel-Affäre stolperte.

„Das ist die Logik unseres Geschäfts: Wir sind zum Wachsen verdammt“, sagte Theodor Weimer in Frankfurt. „Wir können uns nicht zu Tode sparen.“

Den Marktanteil steigern Insgesamt werden pro Tag Derivatetransaktionen in einem Volumen von einer Billion Euro verrechnet. Nach den Worten von Finanzchef Gregor Pottmeyer will die Börse ihren Marktanteil bis Ende kommenden Jahres auf 25 Prozent steigern – bislang spielt sie in dem Geschäft nur eine ­Nebenrolle. Dass ein Teil des Clearings nach dem Austritt von Großbritannien aus der EU von London nach Kontinentaleuropa abwandern wird, ist Experten zufolge absehbar. Politik und Finanzwirtschaft in Deutschland dürften dieses Geschäft nicht

Geld für Akquisitionen Ausbauen will der 59-jährige gelernte Investmentbanker, der zuletzt auf dem Chefsessel der Münchener HypoVereinsbank saß und Anfang des Jahres zur Börse wechselte, etwa das Geschäft mit Daten, Finanzderivaten und Indizes, aber auch den Anleihehandel. Größere Übernahmen plant Weimer nicht, will jedoch kleinere Gelegenheiten nicht liegen lassen, wenn sie die Börse sinnvoll verstärken. Für Akquisitionen stünden rund 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung. An der Börse bekam Weimer Zustimmung für seinen Kurs. Clearing von Derivaten Ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie ist für Weimer das Clearing von Derivaten. Dahinter verbirgt sich die Abrechnung und Abwicklung von Handels­ geschäften, was bislang fast ausschließlich in London passiert. „Der Brexit biete hier aber eine ,einmalige

Paris überlassen, forderte Weimer. Er werde seinen Beitrag dazu leisten: „Ich will das nach Frankfurt z­ iehen.“ Übernahme undenkbar Dass die Deutsche Börse nach dem gescheiterten Fusionsversuch mit der LSE selbst von einem Konkurrenten geschluckt werden könnte, befürchtet Weimer nicht. Dank des Vetorechts der hiesigen Aufseher sei gegen deren Willen und den Willen der Börse keine Übernahme denkbar. Kengeter hatte wiederholt gewarnt, der Börsenkonzern könne schnell selbst zum Ziel werden, sollte die Fusion mit der LSE scheitern. Die Übernahme einer größeren internationalen Börse will Weimer umgekehrt aber auch nicht angehen. Dazu sei die Deutsche Börse ungeachtet ihrer starken Ausgangsposition schlicht nicht in der Lage.

Theodor Weimer erntet Zustimmung für seinen Kurs.


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Freitag, 9. März 2018 Extra

35 Jahre vorausgedacht: Dem Wandel begegnen Nicht nur die Verteilung der globalen Wirtschaftskräfte, das Klima und die Demografie befinden sich im Wandel, sondern auch die mehrere Jahrhunderte alte Bankbranche. Neue regulatorische Anforderungen und Gesetzgebungen sorgen dafür, dass sich Kunden – vielerorts unbemerkt – einem drastisch reduzierten Produktuniversum gegenübersehen. Im Private Banking der Volksbank Vorarlberg hat man den Entschluss gefasst, diesem Wandel mit einem langfris­ tigen und einzigartigen Plan zu begegnen: Mit einem individuell angepassten Angebot aus den besten Produkten, vorausschauenden ­e iner ­Anlagepolitik im Einklang mit internationalen Klimazielen sowie höchster Nachhaltig-

keitskompetenz. Mit den neuen regulatorischen Anforderungen aus „MiFID II“ erfolgte mit Jahresbeginn 2018 in der Eurozone für Banken und Kunden eine der größten Veränderungen im Wertpapiergeschäft der letzten Jahrzehnte. MiFID II – mehr Bürokratie Die aus MiFID II resultierende Bürokratie und die damit verbundenen höheren Prüfungsanforderungen an die von Banken beratenen Wertpapiere führten dazu, dass viele Banken ihr Produktangebot deutlich verkleinerten. Darunter leidet in erster Linie die Qualität der Beratungsdienstleistung. Eine Standardisierung mag in vielen Bereichen gut und richtig sein, doch ist es Aufgabe der Berater, die Interessen und Wünsche ihrer Kunden zu erken-

nen und diese in die Sprache der Veranlagung umzusetzen. Seit 2005 folgt das Private Banking der Volksbank Vorarlberg dem „Best-in-Class“-Leitsatz: Dies bedeutet, dass den

Dr. Petra Stieger.

Kunden nur die besten Produkte aus der globalen Produktwelt angeboten werden. Freiheit in der Auswahl „Die Freiheit in der Produktauswahl ist ein hohes Gut und mittlerweile eine Besonderheit“, betont Bereichsleiterin Dr. Petra Stieger und ergänzt: „Beste Beratung und in weiterer Folge ein zufriedenstellendes Anlageergebnis sind nur dann möglich, wenn in der Umsetzung der Veranlagung die Freiheit besteht, die Ertrags- und Risikowünsche im Kundenportfolio durch die Wahl der weltweit besten Produkte zu berücksichtigen. Ich freue mich sehr über diesen Weg, denn nur so kann den Kunden auch unter MiFID II Beratung und nicht ausschließlich Produktverkauf angeboten werden.“

Aber nicht nur der Wandel im Bankgeschäft beschäftigt Dr. Stieger, sondern auch die langfristigen globalen Herausforderungen. Globale Herausforderungen Der Klimawandel spielt sozial und politisch eine immer wichtigere Rolle und führt zu großen Umbrüchen in der Art und Weise, wie Unternehmen ihr Geld verdienen. Extreme Wetterlagen, die Verknappung von Wasser in vielen Regionen, wirtschaftliche Schäden in Folge von Stürmen sowie in weiterer Folge eine Vielzahl an Klimaflüchtlingen führen zu stärkeren Verwerfungen – auch an den internationalen Kapitalmärkten. Die Auswirkungen betreffen sowohl den Konsumenten im täglichen Leben als auch alle Unternehmen. Auf Basis dieser Überlegungen entwickelte die Volksbank Vorarlberg ihr „achtsames Anlagekonzept“, welches 35 Jahre vorausdenkt: Dank der Mitberücksichtigung von internationalen Klimazielen, wie der Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter zwei Grad wird den Portfolios ein langfristiger

Zielhorizont auferlegt, welcher sich durch höhere Erträge bezahlt machen soll. „Unternehmen, die weiterhin auf Kohle, Öl und hohe CO2Ausstöße setzen, leiden zunehmend unter einer geringeren Kapitalversorgung durch Investoren und offerieren auf Grund der bedrohten Geschäftsmodelle geringere langfristige Erträge“, erklärt Dr. Stieger und unterstreicht: „Höchstes Know-how im Nachhaltigkeitsbereich sowie international führende Partner ermöglichen es uns, für unsere Kunden klimafreundliche und risikooptimierte Portfolios zu gestalten.“ Zahlreiche Auszeichnungen Die Volksbank Vorarlberg belegte 2017 im „Performanceprojekt V“ des FuchsbriefeVerlags mit der Performance der beiden hauseigenen, nachhaltig gemanagten Fonds den ersten Platz. Gleichzeitig wurde der Aktienfonds „Premium Selection“ vom liechtensteinischen Nachhaltigkeitsspezialisten „CSSP AG“ unter die Top 100 der ESGFonds in Österreich und Deutschland gewählt.

Schärfere Regeln für Investmentfonds Die europäischen Risikowächter wollen Investmentfonds stärker an die Leine nehmen. Dies sei wegen der immer größeren Bedeutung solcher Fonds erforderlich, empfahl der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB). Es gebe Befürchtungen, dass Investmentfonds zu einer Verschärfung künftiger Finanzkrisen beitragen könnten. Die Empfehlungen der Risikowächter sind zwar nicht bindend. Sie sollen aber die EU und die Länder zum Handeln bewegen. Die Investmentfondsbranche ist in den ­Jahren seit der Finanzkrise in der EU rasant gewachsen. Seit 2008 hat sich laut ESRB ­deren Nettovermögen bis Ende des dritten Quartals 2017 auf 15,3 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Unter anderem empfahlen die Risikowächter schärfere Stresstests für die Fonds. Zudem solle das Berichtswesen für solche Gesellschaften in der EU stärker harmonisiert werden.

Österreich bleibt Bausparland Nummer eins.

Bausparkassen hoffen auf Darlehensplus Die heimischen Bausparkassen erhoffen sich heuer – trotz gestiegener Bankenkonkurrenz – erneut einen leichten Zuwachs bei den Darlehensvergaben, die die Basis ihrer Erträge darstellen. Zudem wollen sie sich gegen den Abwärtstrend bei den Neuabschlüssen stemmen und 2018 annähernd so viele Verträge einheimsen wie voriges Jahr. Von der Politik wünschen sie sich eine Modernisierung des Bausparsystems. Der 2017 erneute Rückgang im Neugeschäft um 9,7 Prozent von 773.629 auf 698.571 Verträge sei auch den Niedrigzinsen geschuldet, sagte Raiffeisen-Bauspar-Chef Manfred Url als Sprecher des Arbeitsforum Österreichischer Bausparkassen (AÖB). Auch seien die Kleinsparverträge mit weniger als 30 Euro Einzahlung pro Monat in den letzten Jahren verschwunden, da die Gebühren die Einlagezinsen auffressen würden. Die Zahl der Bausparkonten sank um 3,7 Prozent von 4,728 auf 4,552 Millionen, doch sei Österreich in Europa „das Bausparland Nummer eins. Ein Bausparvertrag gehöre fast zur Grundausstattung.

WIR GEBEN 8 AUF IHR GELD. UND AUF DIE WELT. Das erste nachhaltige Anlagekonzept Österreichs. Immer mehr Kunden achten bei Investments nicht nur auf wirtschaftliche, sondern auch auf ökologische und soziale Kriterien. Unser nachhaltiges Anlagekonzept (8) berücksichtigt diese Wünsche, investiert gezielt in nachhaltige Segmente und vermeidet Investments in unethische Branchen wie die Waffen- und Tabakindustrie. Ergebnis: Gute Erträge mit gutem Gewissen. Erfahren Sie mehr über die acht Prinzipien der nachhaltigen Geldanlage: Auf www.private-banking.at oder in unserem Private Banking Standort in Dornbirn am Marktplatz.


10 Private Banking Pensionskassen mit höheren Erträgen Überbetriebliche Pensions­ kassen haben im Vorjahr deutlich höhere Veranla­ gungserträge erwirtschaf­ tet als betriebliche Kassen, geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens Mercer hervor. Zwischen den überbetrieb­ lichen Kassen waren die Unterschiede in den einzel­ nen Anlagekategorien hoch. Mercer spricht sich für eine Novelle des Pensionskas­ sengesetzes aus. Die Pen­ sionskassen haben im Vorjahr im Durchschnitt ­ Veranlagungserträge von 6,13 Prozent und damit mehr als im Jahr 2016 mit 4,18 Prozent erwirtschaftet. Die Performance der über­ betrieblichen Kassen lag 2017 laut Mercer bei 6,34 Prozent, jene der betrieb­ lichen Kassen bei 4,07 Pro­ zent. Die APK Pensionskas­ se und die VBV-Pensions­ kasse hätten je zwei erste Plätze belegt.

Michaela Plank, Mercer.

Freitag, 9. März 2018 Extra

Eiszeit an den Aktienmärkten? Angesichts des jüngsten Rückschlags an den Börsen sprachen die VN mit Hypo-Vorarlberg-Vorstand Dr. Johannes Hefel über aktuelle Einflussfaktoren an den Finanzmärkten und mögliche Anlagealternativen für die Kunden. Ist die Korrekturphase an den Börsen vorbei? Nach einer starken Entwick­ lung zum Jahresauftakt haben die internationalen Börsen an der Wall Street Anfang Februar eine scharfe Korrektur voll­ zogen. Auch der DAX gab in der Spitze mehr als 1000 Punkte ab und liegt im Ver­ gleich zum Jahresbeginn nun­ mehr im Minus. Wenn man die Höhe des Rückgangs betrachtet, könnte die Korrekturphase bereits vorbei sein, von der üblichen Dauer einer Kurskorrektur her ist jedoch noch Vorsicht an­ gebracht. Eine zweite Korrek­ turwelle ist eher wahrschein­ lich. Denn was ein wenig be­ denklich stimmt, ist, dass die Mehrheit der Marktteilneh­ mer von einer gesunden tech­ nischen Korrektur spricht. Es sollte noch mehr Angst spür­ bar sein. Was haben die Anleger zu beachten? Kurzfristig müssen sie vor allem die Markttechnik beob­ achten. Dabei stellt sich die Frage, ob der zu hohe Optimis­ mus bereits abgebaut ist. Für den US-Aktienmarkt ist dies noch nicht ausreichend der Fall. Mittelfristig ist die Inflation als Haupteinflussfaktor für die Zinsen zu beachten. Sie spielt

eine große Rolle für die Zins­ politik der Notenbanken, die ihrerseits wiederum entschei­ dend für die weitere Kursent­ wicklung ist. Der Anstieg der Dr. Johannes Hefel Hypo V ­ orarlberg Vorstand

Ausgesuchte Unterneh­ mensanleihen sind weiterhin relativ attrak­ tiver als Staatsanleihen und bieten Chancen auf Diversifikation. Inflationserwartung in den USA hat dann wohl auch die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt und dürfte der Hauptgrund für die aktuellen Kursrückgänge sein – aus heu­ tiger Sicht eine markttech­ nische Korrektur. Was spricht dennoch für ein Investment in Aktien? Positiv zu bewerten ist, dass nach erfolgter Kurskorrektur insbesondere die Werte an den europäischen Börsen auf ein faires Niveau gefallen sind und bei anhaltend guter Ge­ winnentwicklung berechtigte Kurschancen zu erwarten sind. Bei US-Aktien schaut dies anders aus: Die Aktienrück­ käufe der Unternehmen, die geplante Steuersenkung und die verbesserten Exportge­ winne durch die Dollarschwä­

Die Wallstreet in New York ist die wichtigste Aktienbörse der Welt. che sind zwar positive Fak­ toren für die Wall Street, sind aber schon wesentlich in den gestiegenen Bewertungen enthalten. Lediglich die durch die Steuerreform möglichen erhöhten Aktienrückkäufe durch die Unternehmen selbst lassen weitere Kursanstiege der US-Aktien erwarten. Welche Alternativen gibt es aktuell für die Kunden?

BERGAUF UND BERGAB,

DAMIT KENNEN WIR UNS AUS.

WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS. Damit es für Sie bei Ihrer Anlage eher bergauf als bergab geht, brauchen Sie mehr als nur Glück. Sie brauchen die exzellente Beratung der Hypo Vorarlberg, die genauso achtsam wie ambitioniert ist. Wie wir Vorarlberger eben so sind. Hypo Vorarlberg – 17 x in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at

Stuben am Arlberg

Die Zinsen für kurzfristige Einlagen dürften noch längere Zeit auf unattraktiv niedrigem Niveau bleiben. Aufgrund der zum Teil negativen Renditen und der hohen Kursanfällig­ keiten lang laufender Anlei­ hen sollten diese bis zur Fällig­ keit gehalten und im Portfolio eher untergewichtet werden. Ausgesuchte Unternehmens­ anleihen sind weiter relativ attraktiver als Staatsanleihen

und bieten Chancen zur Diver­ sifikation. Gold könnte sich stabiler halten als die Aktien­ märkte. Der anhaltend negati­ ve Realzins in den USA, Euro­ pa und Japan sollte längerfris­ tig positiv für den Goldpreis sein. Aktien sind auf noch et­ was tieferem Niveau als heute – insbesondere in Europa und hier vor allem an der deut­ schen Börse – als Investment wieder attraktiv.


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