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Zeitschrift für Liechtenstein und die Region
Liechtensteins Wasserversorger sind gut aufgestellt ab Seite 6
schoeb-ag.ch
Energiefachstelle Liechtenstein energiebündel.li
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© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna
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Vorausschauend für die nächste Generation investieren
Als Familienunternehmen ist uns eine langfristige und ganzheitliche Perspektive wichtig. So wählen wir für Sie die besten Anlagemöglichkeiten aus und stellen Ihr Portfolio zukunftstauglich auf. lgt.com/li
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arbeitenden beschäftigen, erklärt er im Interview mit unserem Mitarbeiter Heribert Beck. (ab Seite 10) Die Eintragung ins Goldene Buch auf Schloss Vaduz ist eine traditionelle Ehrung für die besten Lehrabsolventinnen und -absolventen, die ihre Ausbildung mit einer Durchschnittsnote von 5,3 oder besser abgeschlossen haben. Der Anlass findet jährlich im Spätsommer auf Einladung des Erbprinzen statt. (ab Seite 13) Im Vorfeld der Schweizer Abstimmung über die Neutralitätsoffensive hat sich Gebhard Frick aus Schaan Gedanken zum Thema «Neutralität bietet grösstmögliche Sicherheit» gemacht. (ab Seite 18) Mit der Initiative für einen Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung an die Hauptlinien, die im engen Austausch mit der Schellenberger und Unterländer Bevölkerung und Fachleuten zustande kam, hat sich unser Mitarbeiter Johannes Kaiser an vorderster Front für einen Ausbau des ÖV eingesetzt. (ab Seite 20)
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iebe Leserin, lieber Leser
Mit dem meteorologischen Herbstanfang haben in Liechtenstein wieder erträglichere Temperaturen Einzug gehalten. Der Sommer war dieses Jahr besonders heiss, Meldungen von geknackten Hitzerekorden und grassierender Trockenheit prägten die Schlagzeilen. Während sich die Nachrichten über Wasserknappheit aus anderen Ländern über den Sommer häuften, war Liechtenstein in der glücklichen Lage, stets genug Wasser zu haben. Eine Knappheit drohte zu keinem Zeitpunkt, wie GWO-Präsident Christoph Beck und WLUGeschäftsführer Georg Matt erklären. (ab Seite 6) Mit den seit Jahren steigenden Gesundheitskosten und der langfristigen Sicherung der AHV hat Gesellschaftsminister Emanuel Schädler zwei öffentlichkeitswirksame Herausforderungen zu bewältigen. Wie er sie angehen möchte und welche anderen Themen ihn und seine Mit-
Vaduz wird sein Gesicht in den nächsten Jahren stark verändern. Bürgermeister Florian Meier erläutert im Interview mit Heribert Beck, was entstehen wird und welche Überlegungen hinter dem Gesamtprojekt stecken. (ab Seite 26) Der FC Vaduz ist in der Super League angekommen. Nach vier ärgerlichen Niederlagen zum Saisonstart war es in Runde 5 gegen GC Zürich so weit: Dank einer Galavorstellung im Rheinparkstadion wurde der Rekordmeister gleich mit 5:2 besiegt. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen der Redaktion, weiterhin alles Gute, eine schöne Spätsommerzeit und viel Freude bei der Lektüre der neusten Ausgabe der «lie:zeit».
Herbert Oehri, Redaktionsleiter
Liechtensteiner Winzerfest Samstag, 19. September 2026 15 – 22 Uhr Rathausplatz Vaduz
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Vaduz im:fokus
«Verbindung aus Notwendigkeit, Nutzen und Perspektive»
Regierungsrat Emanuel Schädler im Interview
AHV und Gesundheitskosten im Blick
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jugend:zeit mit Christopher Hilti
«Ich hoffe, dass dieser Beitrag eine Diskussion anstossen kann»
Eintrag ins Goldene Buch
Schritt in einen neuen Lebensabschnitt Impressum Verleger: Medienbuero Oehri & Kaiser AG, Essanestrasse 116, 9492 Eschen, +423 375 9000 · Redaktion: Herbert Oehri (Redaktionsleiter), Johannes Kaiser, Vera Oehri-Kindle, Heribert Beck · Beiträge/InterviewpartnerInnen: Michael Benvenuti, Regierungsrat Emanuel Schädler, Gebhard Frick, Dr. Norbert Obermayr, Pio Schurti, Bürgermeister Florian Meier, Christopher Hilti, Elia Vogt, Joel Hagelberger, Edion Fejzullahu, Sandra Büchel-Thalmaier, Margot Hassler, Andreas Krättli, Günther Meier, Chrisi Kindle, Villiam Pizzi, Patrick Winkler, Vito Troisio, Jule Insinna · Grafik/Layout: Carolin Schuller, Stephanie Lampert · Anzeigen: Vera Oehri-Kindle, Daniela Büchel · Fotos: Tatjana Schnalzger, Gregor Meier, Michael Zanghellini, Paul Trummer, Herbert Elkuch, Gemeinde Vaduz, Daniel Schwende-
ner, Jürgen Posch, Liechtensteinisches Landesarchiv, Roman Jäger, Adobe, ZVG · Urheberschutz: Die Texte und Bilder dürfen ohne vorherige Genehmigung des Herausgebers/Verlegers nicht kommerziell genutzt, weitergegeben oder veröffentlicht werden. · Meinungsvielfalt: Die lie:zeit gibt Gastautoren Platz, um ihre Meinung zu äussern. Dabei muss der Inhalt mit der Meinung der Redaktion und der Herausgeber nicht übereinstimmen. · Druck: Somedia Partner AG, Haag · Auflage: 22’500 Exemplare · Online: www.lie-zeit.li · Erscheinung: 5. September 2026 · «lie:zeit» nicht erhalten? Rufen Sie uns an: Tel. 375 90 03 (Vera Oehri), Zustellung erfolgt sofort. Nächste Ausgabe: 3. Oktober 2026
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58 Sandra Büchel-Thalmaier und Margot Hassler im Interview
Abschiedsfeiern so individuell wie das Leben
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Jule Insinna: «60 Meter sind ein realistisches Ziel»
62 Rückblick auf «150 Jahre Souveränität»
1956 feierte Liechtenstein seine Eigenstaatlichkeit
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Aus dem Inhalt Menschen in der FBP: Lukas Büchel
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«Neutralität bietet grösstmögliche Sicherheit»
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Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung der Hauptlinien: Optimierung des ÖV mit Rückhalt der Bevölkerung
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Heute eine Nacht – morgen zwei? Wie Gesellschaften ihre Grenzen verlieren
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Liechtensteins Energieversorgung und -verbrauch
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Zahltag mit dem Lernenden Elia Vogt
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FC Vaduz: In der Super League angekommen
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FC Balzers: Mit hohen Ambitionen
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FC USV: «Luft nach oben besteht immer»
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FC Ruggell: «Riesenerfolg, wenn wir uns in der Liga halten»
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Rätselspass
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Liechtensteins Wasserversorger sind gut aufgestellt Während sich die Nachrichten über Wasserknappheit aus anderen Ländern über den Sommer häuften und kommunale Sparmassnahmen sogar auf der Schweizer Seite des Rheins ergriffen wurden, war Liechtenstein in der glücklichen Lage, stets genug Wasser zu haben. Eine Knappheit drohte zu keinem Zeitpunkt, wie GWO-Präsident Christoph Beck und WLU-Geschäftsführer Georg Matt versichern. Text: Heribert Beck
«I
m Sorgenbarometer, das jeden Sommer vom ‹Liechtensteiner Vaterland› und vom Liechtenstein Institut erhoben wird, fehlen die Wasserversorgungen Liechtensteins gänzlich», sagt Georg Matt, Geschäftsführer der Wasserversorgung Liechtensteiner Unterland (WLU). 9 Prozent der Teilnehmenden hingegen nannten die steigenden Energiepreise als eine ihrer grössten Sorgen. Dass das wichtigste Grundnahrungsmittel trotz der grossen Sommerhitze der vergangenen Jahre aber mit keiner Silbe erwähnt werde, zeige deutlich: «Es ist bei uns zur Selbstverständlichkeit geworden, dass die Wasserversorgung ganzjährig unterbruchsfrei funktioniert.» Dass dem so ist, verdanken die Liechtensteiner Wasserkunden einerseits der glücklichen geografischen Lage des Landes zwischen Rhein und Quellen an den talseitigen Berghängen sowie im Alpengebiet. Sie verdanken es aber auch der stetigen Arbeit der Wasserversorger. Neben der WLU, in der alle Unterländer Gemeinden zusammengeschlossen sind, gehören dazu die Wasserwerke der sechs Oberländer Gemeinden. Sie sind dezentral organisiert, aber – mit Ausnahme von Planken, das über reichlich Quellwasser verfügt – über die Gruppenwasserversorgung Liechtensteiner Oberland (GWO) zusammengeschlossen. Die Netze sind so organisiert, dass sich die Gemeinden bei Knappheit oder temporärem Ausfall von Anlagen gegenseitig aushelfen können. Das gilt auch über den Scheidgraben hinweg. «Mit dem Netzverbund über Schaan ist die WLU mit
allen GWO-Partnergemeinden verbunden. Es könnte beispielsweise bei Bedarf und in Notlagen Wasser von Balzers nach Ruggell und umgekehrt geleitet beziehungsweise gepumpt werden», sagt der Triesenberger Vorsteher und GWO-Präsident Christoph Beck. In der Praxis fliesst das Wasser zwar tendenziell eher von Süden nach Norden, da die WLU nicht auf den Wasserreichtum des Oberlands zurückgreifen kann. Sollten im Oberland aber einmal bedeutende Anlagen ausfallen, kann die GWO genauso auf die WLU zählen wie umgekehrt.
Priorität: Nutzung von Quellwasser
Das Oberland verfügt aber nicht nur über mehr Wasser als das Unterland, sondern verbraucht aufgrund seiner Einwohnerzahl und Wirtschaftsstruktur auch deutlich mehr. Knapp 5,1 Millionen Kubikmeter waren es im Jahr 2025 – wobei gut 1,3 Millionen über die Selbstversorgung der Industrie gedeckt wurden. Die öffentliche Versorgung durch die GWO lieferte im vergangenen Jahr knapp 3,8 Millionen Kubikmeter Wasser an die Verbraucher. Sie greift dazu auf Quell- und Grundwasser zurück. «In erster Priorität wird das anfallende Quellwasser genutzt, das restliche benötigte Wasser wird durch Grundwasser gedeckt», sagt Christoph Beck. Im Jahr 2025 wurden 72 Prozent durch Quellwasser und 28 Prozent durch Grundwasser gewonnen. Im Juli 2026 betrug der Anteil des Quellwassers hingegen lediglich 45 Prozent, der des Grundwassers 55 Prozent. «Wobei der Quellertrag im heissen Juli deutlich geringer war als im Jahresschnitt und der Gesamtverbrauch naturgemäss höher lag.»
Zählt man die Höchstverbrauchstage aller GWO-Mitgliedsgemeinden zusammen, kommt man für 2025 auf 18’000 Kubikmeter, 2026 auf 24’000 Kubikmeter. «Wobei dies keine genaue Auswertung für die gesamte GWO ist, da die Höchstverbrauchstage der einzelnen Gemeinden nicht auf dasselbe Datum fallen müssen», sagt Christoph Beck. Was sich aber definitiv sagen lässt: «Der Gesamtverbrauch im Juni 2026 lag zirka 10 Prozent höher als im Vorjahr, jener im Juli 2026 rund 25 Prozent.» Der August war zum Redaktionsschluss noch nicht ausgewertet.
«Extrem war es in diesem Sommer nie»
Georg Matt wiederum relativiert den direkten Zusammenhang zwischen Hitzesommer und Extremverbrauch. Die WLU, die 2025 knapp 2,3 Millionen Kubikmeter Wasser an ihre Kunden lieferte, verzeichnete in den vergangenen zwei Monaten einen stetig hohen Verbrauch. «Er war jedoch nie extrem», sagt der Geschäftsführer. «Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass ein Grosskunde weniger Wasser bezogen hat und die meisten Abnehmer sorgsam und haushälterisch mit dem Wasser umgegangen sind. Recht herzlichen Dank dafür an unsere Kunden. Jedoch gab es auch einzelne Kunden, die ihren Verbrauch gegenüber den Wintermonaten um den Faktor 40 angehoben haben.» Georg Matt präsentiert ausserdem weitere Werte, die den Verbrauch im Sommer 2026 relativieren: «Am Höchstverbrauchstag im
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Titelstory
laufenden Jahr, am 26. Juni, bezogen unsere Kunden 9697 Kubikmeter Wasser. Dieser Wert wurde in den vergangenen 20 Jahren neunmal übertroffen.» Der Gesamtverbrauch für den Juli, wurde allein in den drei Vorjahren zweimal übertroffen. Eine Ausnahme bildet lediglich der verregnete Juli 2025. Und auch im Unterland unterliegt das Verhältnis zwischen Quell- und Grundwasser starken Schwankungen. «Im Jahresdurchschnitt seit 1961 betrug der Quellwasseranteil zwischen 75 und 30 Prozent, wobei bei den niedrigen Anteilen auch Ausserbetriebnahmen von Quellen infolge von Sanierungen oder ähnlichem zu berücksichtigen sind. Der Quellwasseranteil pro Woche schwankte 2025 zwischen 18 und 55 Prozent.»
GWO-Mitglieder und WLU planen für die Zukunft
Sowohl Christoph Beck als auch Georg Matt können bestätigen, dass im Sommer 2026 zu keiner Zeit eine Wasserknappheit drohte. Damit dies in Zukunft so bleibt, investieren die Mitgliedsgemeinden der GWO und die WLU stetig in die Zukunft. Schaan und Vaduz beispielsweise bauen derzeit gemeinsam ein Grundwasserpumpwerk südlich der Schaaner Sportanlage Rheinwiese. Das Pumpwerk Wiesen II ist auf eine Fördermenge
von rund 200 Liter pro Sekunde ausgelegt, soll bis Herbst 2027 fertiggestellt sein und dann seinen Beitrag leisten, die Versorgung zu stärken und zu sichern, selbst wenn der Klimawandel den Verbrauch erhöht und die Ergiebigkeit der Quellen senkt. Ein wichtiger Beitrag der WLU zur Versorgungssicherheit ist wiederum die Reduktion der Netzverluste durch Lecks. Seit sieben Jahren liegt er unter 2 Prozent, was einem aussergewöhnlich guten Wert entspricht. Georg Matt erklärt, wie dies gelingen konnte: «Dank Smart Metering wissen wir bei der WLU mittlerweile täglich, wie viel Wasser wir am Vortag ins Netz eingespeist und wie viel wir an die Kunden abgegeben haben. Wird diese Differenz unerklärlich gross, liegt ein Leck vor, das anschliessend gesucht und geflickt wird. Und das in relativ kurzer Zeit. Somit können die Verluste kleingehalten werden.» Warum dies der WLU so wichtig ist, rechnet der Geschäftsführer anhand eines Beispiels vor: «Wenn wir 30 Prozent Verlust hätten, wie noch 1986, wäre die Wassermenge am Höchstverbrauchstag 2026 auf 12’697 Kubikmeter gestiegen. Dies wäre für die WLU ein absoluter Rekord. Diese Verlustmenge ganzjährlich zu pumpen, würde Kosten in Höhe von rund 100’000 Franken verursachen.» Dann ergänzt Georg Matt:
«Aus Sicht der Geschäftsführung kann es auch nicht angehen, dass die WLU Wasser zukaufen muss, um die Löcher im eigenen Netz zu ‹versorgen›. Ausserdem wäre es ein Unding, die Kunden zum Wassersparen aufzufordern, um die Versorgung sicherzustellen, während wir das Wasser gleichzeitig über Leckagen verlieren.» Zudem bereitet sich die WLU seit 20 Jahren vorsorglich auf den Bau eines weiteren Grundwasserpumpwerks vor. In absehbarer Zeit wird sie ein Baugesuch einreichen, damit zu einem derzeit noch nicht vorhersehbaren Zeitpunkt kurzfristig ein Baustart erfolgen könnte. «Die Verbrauchszahlen der WLU sind derzeit im Jahrestotal rückläufig, womit dieser Bau im Moment nicht dringlich ist. Fehlmengen der WLU können ausserdem dankenswerterweise von der GWO respektive von Schaan bezogen werden. Die Verbrauchszahlen sind jedoch Schwankungen unterworfen, und daher kann es gut sein, dass die Wasserbeschaffung der WLU einmal andere Prioritäten erhält», sagt Georg Matt. So sorgen die WLU und die GWO mit ihren Investitionen und Planungen dafür, dass das Sorgenbarometer auch künftig frei von Ängsten vor einer Wasserknappheit bleibt. Und dies zu günstigen Konditionen.
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Seite der FBP
Menschen in der FBP
Mit Empathie, Tatkraft und Herz für Liechtenstein
Lukas Büchel Wer Lukas Büchel begegnet, spürt schnell, was ihn antreibt: eine ehrliche Freude an den Menschen und der Wunsch, dort anzupacken, wo Gemeinschaft entsteht. Text: Michael Benvenuti
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er 28-jährige Balzner ist Mitglied im Vorstand der Jungen FBP und vereint Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Organisationstalent. Ob im täglichen Pflegeeinsatz, beim Musizieren oder in der politischen Arbeit, für ihn gilt immer derselbe Grundsatz: zuhören, verstehen und sich mit vollem Einsatz engagieren. Geboren 1998 in Luzern und aufgewachsen mit zwei jüngeren Schwestern, schlägt in ihm auch ein Stück Tiroler Herz – seine Mutter stammt aus dem Nachbarland Österreich. Diese familiäre Verwurzelung und der Sinn für Verbundenheit prägen auch seinen Blick auf die Zukunft: Lukas wünscht sich später eine eigene kleine Familie mit ein bis zwei Kindern. An seiner Heimat schätzt er die Nähe und das Miteinander besonders: die kurzen Wege, die Tatsache, dass man fast jeden kennt, und das Bewusstsein, im für ihn schönsten Land der Welt zu leben. Diese Menschenbezogenheit spiegelt sich in seiner Berufswahl wider. Als Fachmann
Gesundheit bei der Familienhilfe Liechtenstein ist Lukas Büchel täglich mobil im Einsatz – aktuell vor allem in Schaan und Planken. Zwischen zehn und fünfzehn Klienten betreut er pro Tag. Seine Aufgaben reichen von Verbandswechseln und der Medikamentenabgabe bis hin zu Kontrollbesuchen. Doch für ihn zählt weit mehr als die medizinische Routine: «Ich bin gerne unter Leuten, helfe von Herzen und höre ihnen aufmerksam zu», betont er. Das Gespräch am Küchentisch, das offene Ohr und der zwischenmenschliche Zuspruch sind für ihn genauso wichtig wie die fachgerechte Pflege. Sein Engagement für das Gemeinwesen endet jedoch keineswegs nach Feierabend. Seit 15 Jahren ist Lukas Büchel Ministrant in Balzers und engagiert sich heute als Oberministrant sowie im Pfarreirat. Einen weiteren Ausgleich findet er in der Musik: Seit 2019 spielt er Posaune bei der Balzner Guggamusik Pföhrassler. Während der Fasnachtshochsaison ist er mit seinen Vereinskollegen oft bis in die frühen Morgenstunden unterwegs, pflegt Freundschaften
über die Landesgrenzen nach Österreich und in die Schweiz und tourte mit der Formation sogar schon bis nach Verona. Um nach intensiven Wochen wieder Kraft zu tanken, geniesst er gerne ruhige Momente beim Wellnessen. Sein Gespür für Organisation und sein Wille zur Mitgestaltung führten Lukas Büchel folgerichtig auch in die Politik. Seit 2023 bringt er sich aktiv im Vorstand der Jungen FBP ein, in dem er sein Organisationstalent unter anderem beim traditionellen Grillfest unter Beweis stellt. Zudem engagiert er sich im Vorstand der FBP-Ortsgruppe Balzers. Auf die Frage nach seiner Motivation findet er klare Worte: «Ich möchte aktiv anpacken, neue Impulse setzen und in Liechtenstein etwas bewegen.» Lukas Büchel verkörpert eine junge Generation, die Verantwortung im Alltag selbstverständlich mit gesellschaftlichem Engagement verbindet: nahbar, bodenständig und mit einem offenen Herzen für die Anliegen der Mitmenschen.
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«Die Sicherung der AHV eignet sich nicht für das Wechseln von politischem Kleingeld» Mit den steigenden Gesundheitskosten und der langfristigen Sicherung der AHV hat Gesellschaftsminister Emanuel Schädler zwei öffentlichkeitswirksame Herausforderungen zu bewältigen. Wie er sie angehen möchte und welche anderen Themen ihn und seine Mitarbeitenden beschäftigen, erklärt er im Interview. Interview: Heribert Beck
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err Regierungsrat, in wenigen Wochen werden die OKPPrämien für das Jahr 2027 verkündet. Um diese Kosten künftig zu dämpfen, haben Sie im Sommer eine Abänderung des Krankenversicherungs- und des Gesundheitsgesetzes mit einer Reihe von Massnahmen in die Vernehmlassung geschickt. Wie sind die Rückmeldungen? Regierungsrat Emanuel Schädler: Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv und enthalten auch konstruktive Kritik oder nützliche Anmerkungen. Grundsätzlich vermittelt ein Grossteil der Stellungnahmen, dass das Gesundheitswesen – beziehungsweise dessen Akteure – für Veränderungen bereit ist. Natürlich wird nicht alles von allen begrüsst. Es geht ja auch um die Streichung von gewissen Privilegien, die historisch gewachsen sind. Da werden die Diskussionen schnell einmal hart geführt oder es wird Lobbyismus betrieben. Ich denke aber, wenn wir in diesem Thema weiterkommen wollen, müssen wir Massnahmen ergreifen. Man kann nicht einerseits laufend fordern, dass die Gesundheitskosten nicht weiter ansteigen oder sogar sinken sollen, und andererseits überall Leistungen ausbauen und Tarife erhöhen. Darum stehen wir aktuell meines Erachtens an einer wichtigen Weggabelung. Mein Ziel ist es, die Qualität zu erhalten und das System effizienter zu machen. Wir
werden, wenn der Bericht und Antrag in den Landtag geht, sehen, ob die Abgeordneten dieses Ziel teilen. Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Es ist sehr anspruchsvoll, nun aus den vielen Rückmeldungen einen Bericht und Antrag zu erstellen. Ziel ist es, einen solchen noch dieses Jahr in den Landtag zu bringen. Dann wird intensiv diskutiert, sodass wir im ersten Halbjahr 2027 die zweite Lesung abhalten könnten, um ein Inkrafttreten der wichtigsten Massnahmen per 1. Januar 2028 zu schaffen. Können Sie das Sparpotenzial des Gesamtpakets in etwa abschätzen? Und auf welche Massnahmen setzen Sie besondere Hoffnung? Es klingt natürlich verlockend, einen konkreten Geldbetrag zu nennen und zu sagen: «Frankenbetrag X werden wir im Gesundheitswesen einsparen.» Wir haben versucht, die möglichen finanziellen Auswirkungen abzuschätzen und auch auf die Prämien umzurechnen. Solche Berechnungen sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und hängen von zahlreichen Faktoren ab. Deshalb sollten diese Zahlen mit der nötigen Vorsicht betrachtet werden. Unser eigentliches Ziel ist denn auch nicht,
kurzfristig eine möglichst hohe Einsparung auszuweisen. Entscheidend ist, an verschiedenen Stellen nachhaltige strukturelle Verbesserungen zu erreichen, die dazu beitragen, das Kostenwachstum im Gesundheitswesen langfristig zu dämpfen und die Finanzierung zu stabilisieren. Solche Veränderungen entfalten ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum und sind aus unserer Sicht dauerhaft sinnvoller als kurzfristige Sparmassnahmen. Entsprechend möchte ich auch bei den Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien keine Versprechen machen, die wir aufgrund der Umstände und Entwicklungen später nicht einhalten können. Einsparungen an einer Stelle im Gesundheitssystem führen nicht automatisch zu tieferen Prämien. Das System ist komplex. Der medizinische Fortschritt und die demografische Entwicklung werden die Kosten auch in Zukunft beeinflussen: Die medizinischen Möglichkeiten nehmen zu, und die Bevölkerung wird älter. Beides führt tendenziell zu höheren Gesundheitsausgaben. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Mittel möglichst effizient einzusetzen und Strukturen zu schaffen, die das Kostenwachstum langfristig bremsen. Um noch beim Thema Gesundheit zu bleiben: Wie steht es aktuell um die Bedarfsplanung und damit verbunden die ärztliche, insbesondere kinderärztliche Versorgung in Liechtenstein?
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Wir sind in einem sehr intensiven und guten Austausch mit dem Krankenkassenverband und der Ärztekammer. Gerade die anstehende Pensionierungswelle in der Grundversorgung sowie in der Pädiatrie ist sicher eine der Hauptherausforderungen. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmung ist die Bedarfsplanung Sache des Krankenkassenverbands und der Ärztekammer. Als Gesundheitsminister kann ich mit der Gesamtregierung «nur» Bedarfsstellen genehmigen und politische Wünsche äussern. Die Zuweisung von Bedarfsstellen und die Sicherstellung der qualitativen Arbeit liegen bei den Verbänden. Aber wir haben jetzt meines Erachtens ein gutes gemeinsames Verständnis darüber erreicht, wie wir weiter vorgehen wollen. Die Nachbesetzung der Kinderarztpraxis von Dr. René Kindli ist sicher sehr erfreulich, da wir so die Versorgungssicherheit in der Pädiatrie sicherstellen konnten. Und jetzt kom-
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Schon etwas länger zurück liegt die Vernehmlassung zur Anpassung des Sozialversicherungsrechts. Wie sahen dort die Rückmeldungen aus und wann darf das Volk mit welchen Anpassungen rechnen?
warten aber bereits lange auf diese Vorlage. Schilderungen zufolge war man schon über 15 Jahre – mit Unterbrüchen – mit dieser Vorlage beschäftigt. Der Vernehmlassungsbericht hatte über 550 Seiten. Nun können wir dem Ganzen zu einem Durchbruch verhelfen. Die Stellungnahmen waren zahlreich und bezogen sich überwiegend auf einzelne spezifische Themenbereiche. Die Vorlage als Ganzes wurde sehr positiv aufgenommen. Die eingegangenen Rückmeldungen werden gegenwärtig ausgewertet und für den Bericht und Antrag systematisch aufgearbeitet. Ich hoffe, dass wir die Vorlage im ersten Halbjahr 2027 in den Landtag bringen können.
Das Projekt zur Schaffung eines Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts, kurz ATSG, für Liechtenstein ist mir ein grosses Anliegen. Es ist zwar sehr stark auch sogenanntes Juristenfutter, die Betroffenen
Eine weitere Vernehmlassung läuft noch bis Mitte September: jene zur langfristigen Sicherung der AHV. Kann der Zeitplan mit erster Lesung im Landtag noch in diesem Jahr eingehalten werden?
men auch die Gemeinden ins Spiel: Einzelne haben jetzt begonnen – das prominenteste Beispiel ist wohl Ruggell –, sich für Ärzte attraktiv zu machen, indem sie Infrastruktur bereitstellen. Solche Bestrebungen gilt es zu honorieren, aber auch geeignet zu koordinieren. Wir wollen gemeinsam mit den Gemeinden und den Verbänden die optimale Versorgungsstruktur sicherstellen.
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Quelle: IKR/Tatjana Schnalzger
Wir werden alles daransetzen. Da unsere Vorlage eine Einmaleinlage in Höhe von 100 Millionen Franken vorsieht, wäre es wichtig, dass wir diese aufgrund der heuer noch günstigen Finanzprognosen noch in diesem Jahr verabschieden könnten. Was erwarten und erhoffen Sie sich von der Landtagsdebatte? Ich erwarte mir erstmals in dieser Legislatur eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Darauf freue ich mich, weil wir auf ein breites Stimmungsbild angewiesen sind. Ich erhoffe mir auch eine realistische Debatte. Wir waren sehr lange mit der Vorlage beschäftigt, haben alle Eventualitäten abgewogen und kamen zum Schluss, dass ein Massnahmenmix uns längerfristig am meisten bringt. Ich hoffe, der Landtag honoriert das. Meines Erachtens eignet sich das Thema der langfristigen Sicherung der AHV nicht für das Wechseln von politischem Kleingeld. Auch wenn es verlockend ist, die eine oder andere Massnahme vielleicht schlechtzureden. Aber für uns war besonders der Aspekt der gleichmässigen Verteilung der Massnahmenlasten zentral.
Gerade in Zusammenhang mit der Sicherung der AHV war immer wieder zu hören, dass die Massnahmen zu spät getroffen worden sind. Dieser Vorwurf kommt aus dem Landtag dann und wann auch bei anderen Themen aus Ihrem Ministerium. Woran liegt es? Ich gebe zu, dass wir dieses Massnahmenpaket mit Verzögerung eingebracht haben, aber dies aus guten Gründen. Zum einen, weil wir nach dem Legislaturwechsel die Stossrichtung breit in der Gesamtregierung abstimmen wollten, zum anderen, weil auch ein Mitdenken der Reform der Betrieblichen Personalvorsorge nötig war und ist. Was mein Ministerium angeht, ist mir wichtig zu betonen, dass neben dem Tagesgeschäft gerade in der aktuellen Legislatur viele parlamentarische Vorstösse eingebracht wurden. Die Ressourcen meiner Mitarbeitenden wurden dabei nicht erhöht. Der Landtag kann so auch ein wenig selbst steuern, ob ein Ministerium eher sachliche Arbeitsergebnisse erzielt oder sich mehr Fragen des Landtags widmet und für ihn Handlungsoptionen in Form von Postulaten abklärt. Kurzum: Wir haben gute
Leute, der Arbeitstag ist aber begrenzt und man kann nicht alles auf einmal bewältigen. Zum Schluss noch eine Frage zum Datenleck von Ende Juli im Amt für Justiz: Wie läuft die Aufarbeitung und wie sollen solche Cyber-Angriffe künftig abgewehrt werden? Cyberangriffe gehören mittlerweile leider zum Alltag. Auch die Tatsache, dass der eine oder andere die Sicherheitsmauern durchdringt, obwohl der Schutz hoch ist, wird sich nie ganz vermeiden lassen, weil die Technik immer fortschrittlicher wird und die kriminelle Energie in diesem Bereich besonders hoch sein kann. Der Angriff Ende Juli war klar kriminell und professionell ausgeführt. Unsere Verantwortung als Staat beginnt aber nicht erst bei der Strafverfolgung. Wir müssen laufend daran arbeiten, unsere technischen und organisatorischen Schutzmassnahmen noch weiter zu verbessern. Abwehren im Cyber-Raum heisst, möglichst immer auf dem neusten Stand zu sein, die Systeme regelmässig zu prüfen und die Sicherheit hochzuhalten.
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Diese 35 Absolventinnen und Absolventen durften sich auf Schloss Vaduz ins Goldene Buch eintragen.
Schritt in einen neuen Lebensabschnitt Die Eintragung in das Goldene Buch auf Schloss Vaduz ist eine traditionelle Ehrung für die besten Lehrabsolventinnen und -absolventen in Liechtenstein, die ihre Ausbildung mit einer Durchschnittsnote von 5,3 oder besser abgeschlossen haben. Der Anlass findet jährlich im Spätsommer auf Einladung von Erbprinz Alois statt. Text: Herbert Oehri
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erechtigt für einen Eintrag ins Goldene Buch sind Lehrabsolventinnen und -absolventen mit liechtensteinischem Lehrvertrag, solche, die wohnhaft in Liechtenstein sind und einen ausländischem Lehrabschluss ma-
chen oder Liechtensteiner Staatsbürger, die im Ausland wohnen. Weitere Kriterien sind eine betrieblich oder schulisch organisierte berufliche Grundbildung in einem staatlich anerkannten Lehrberuf, abgeschlossen mit einer Durchschnittsnote von 5,3 oder besser.
Weitere Möglichkeiten, sich den Eintrag zu verdienen, sind ein österreichisches Prüfungszeugnis mit der Beurteilungsstufe «mit Auszeichnung bestanden» oder «mit gutem Erfolg bestanden» und ein deutsches Prüfungszeugnis mit dem Gesamtergebnis «sehr gut».
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Erbprinz Alois mit Tobias Leandro Schläpper, Linda Anina Schlegel und Raphael Andreas Hilti (v. l.). Alle drei schlossen mit der Note 5,7 ab.
Eintrag ist Ausdruck des Erfolgs
In diesem Jahr durften sich 35 Absolventinnen und Absolventen auf Schloss Vaduz ins Goldene Buch eintragen. Eine grosse Ehre wurde ihnen zuteil, als sich Erbprinz Alois im Beisein ihrer Berufsbildner und von Vertretern der Wirtschaft und der Politik an die Absolventen wandte und ihnen sagte, dass sie stolz auf sich sein dürfen. Der Eintrag, so der Erbprinz, sei eine Anerkennung ihres Erfolges. Gleichzeitig hob er die Bedeutung und die erfolgreiche Entwicklung des dualen Systems in Liechtenstein besonders hervor. «Gerade in der heutigen Welt der Digitalisierung, künstlichen Intelligenz und des internationalen Wettbewerbs ist eine gute Ausbildung besonders wichtig.»
oder besser bedeute, dass 85 Prozent der Prüfungsfragen richtig gelöst worden seien. Er hob auch hervor, dass Erfolg Teamsache sei und rief die Absolventinnen und Absolventen auf, offen für Neues zu bleiben und kommende Chancen zu nutzen.
Glückwunsch der Regierung
Regierungsrat Hubert Büchel überbrachte die Grüsse und Glückwünsche der Regierung. Er sagte, dass gerade in den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels gut ausgebildete junge Personen essenziell für die Stärke und den Erfolg der Liechtensteiner Wirtschaft seien. Der Leiter des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung, Werner Kranz, betonte in seiner Rede, ein Notendurchschnitt von 5,3
Goldenes Buch
Den besten Abschluss holte sich mit einer Bestnote von 5,8 der Landwirt Dario Kalberer. Gleich drei Absolventen erzielten die Note von 5,7: Raphael Andreas Hilti (Informatiker), Tobias Leandro Schäpper (Recyclist) und Linda Anina Schlegel (Laborantin).
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Eintragung ins «Goldene Buch» 2025 Note 5,8
Beruf
Lehrbetrieb
Kalberer Dario, Wangs
Landwirt FZ
Lehrbetriebsverbund SG, AR, AI, FL, Salez
Hilti Raphael Andreas, Ruggell
Informatiker FZ
Innoforce Est., Ruggell
Schäpper Tobias Leandro, Schellenberg
Recyclist EFZ
Käppeli Umwelt AG, Sargans
Schlegel Linda Anina, Plons
Laborantin FZ
Ivoclar Vivadent AG, Schaan
Büchel Leonie Rebekka, Ruggell
Konstrukteurin FZ
Thyssenkrupp Presta AG, Eschen
Bühler Manuel, Gams
Informatiker FZ
Wirtschaftskammer 100pro! (Aviita und Innoforce)
Mair Laura, Mauren
Detailhandelsassistentin BA
Wirtschaftskammer Liechtenstein 100pro!, Schaan
Eberle Pascal, Balzers
Landwirt EFZ
Lehrbetriebsverbund SG, AR, AI, FL, Salez
Miller Mia Nadine, Schaan
Kauffrau EFZ
MPA Berufs- und Handelsschule, Buchs
Şaş Hasan, Buchs
Lebensmittelpraktiker BA
Hilcona AG, Schaan
Schierscher Elia, Triesenberg
Konstrukteur FZ
Hilti Aktiengesellschaft, Schaan
Angst Sandro Leo, Ruggell
Polymechaniker FZ
Thyssenkrupp Presta AG, Eschen
Eggenberger Filip Fritz, Buchs
Detailhandelsfachmann FZ
Liechtensteinische Kraftwerke, Schaan
Elkuch Daniel Martjin, Schellenberg
Informatiker FZ
Interum AG, Schaan
Matt Walter Mario, Vaduz
Reifenpraktiker BA
Best Drive Switzerland AG, Triesen
Oehri Jana, Vaduz
Kauffrau FZ
Hoval Aktiengesellschaft, Vaduz
Öhri Silvan Wenzel, Schaan
Informatiker FZ
LGT Financial Services AG, Vaduz
Schäpper Marvin Valerio, Schellenberg
Elektroniker EFZ
Brusa Hy Power AG, Buchs
Sprinz Alessa, Arbon
Mediamatikerin FZ
Digicube AG, Schaan
Wohlwend Finja Charlotte, Triesenberg
Fachfrau Apotheke FZ
Apotheke am St. Martins-Ring, Eschen
Züger Samuel Marcel, Planken
Konstrukteur FZ
Thyssenkrupp Presta AG, Eschen
Ajdari Ihsan, Trübbach
Informatiker FZ
OC Oerlikon Balzers AG, Balzers
Bartholet Leon Jan, Azmoos
ICT-Fachmann FZ
Hilcona AG, Schaan
Biedermann Cedrik Noah, Ruggell
Elektroinstallateur FZ
Gregor Ott AG, Eschen
Büchner Lillian Gemma Maria, Schaan
Automatikerin FZ
Thyssenkrupp Presta AG, Eschen
Fischli Lea, Gamprin-Bendern
Kauffrau FZ
Hilti Aktiengesellschaft, Schaan
Good Noah Christian, Walenstadt
Elektroniker FZ
Inficon AG, Balzers
Lampert Benedikt, Triesenberg
Sanitärinstallateur FZ
Ernst Vogt AG, Balzers
Lenherr Noel Silas, Ruggell
Heizungsinstallateur FZ
A. Vogt Gebäudetechnik AG, Triesen
Leuzinger Sharena Noemi Maria, Buchs
Detailhandelsfachfrau FZ
Ospelt Uhren und Schmuck AG, Vaduz
Note 5,7
Note 5,6
Note 5,5
Note 5,4
Note 5,3
Näscher Victoria Maria, Mauren
Centrum Drogerie AG, Eschen
Vallone Marco, Schaan
Sanitärinstallateur FZ
Vonbun Lethisha Aaliyah, Mauren
Assistentin Gesundheit/Soziales EBA Betagtenheim Wartau, Haus im Bongert, Azmoos
Ospelt Haustechnik AG, Vaduz
Walt Lenny, Ruggell
Polymechaniker FZ
Hilti Aktiengesellschaft, Schaan
Wysocki Hannah Nives, Mels
Fachfrau Gesundheit FZ
Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe, Vaduz
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Frage an … Thronfolge Fürstenhaus
Das Fürstenhaus Liechtenstein hat die Thronfolge grundlegend reformiert und das bisherige rein männliche Erstgeburtsrecht durch die absolute Primogenitur ersetzt. Künftig wird das jeweils erstgeborene Kind – unabhängig vom Geschlecht – den Thron besteigen, womit auch eine regierende Fürstin möglich wird. Zudem erhalten weibliche Familienmitglieder dieselben Mitwirkungsrechte in hausgesetzlichen Fragen.
Frage Wie haben Sie die Botschaft aufgenommen, dass künftig auch Frauen in der Erbfolge des Fürstenhauses einen Platz haben und wie beurteilen Sie das politische Signal nach innen und aussen?
Isabella Heeb
Eva-Maria Bechter
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung:
Die am diesjährigen Staatsfeiertag bekannt gewordene Öffnung der Thronfolge ist ein bedeutsamer und zukunftsweisender Schritt für die Weiterentwicklung unseres Staatswesens. Mit der Umstellung auf die absolute Primogenitur entscheidet künftig allein die Reihenfolge der Geburt über die Nachfolge an der Staatsspitze. Damit wahrt das Fürstenhaus die Tradition Liechtensteins und öffnet die Thronfolge zugleich für eine zeitgemässe Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Die Frauenunion freut sich sehr über die Reform des Hausgesetzes des Fürstenhauses. Künftig entscheidet bei der Thronfolge nicht mehr das Geschlecht, sondern die Geburtsreihenfolge. Damit geht das Fürstenhaus einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung und zeitgemässer Ausgestaltung seiner jahrhundertealten Traditionen. Wir freuen uns besonders darüber, dass damit auch die Rolle der Frauen im Fürstenhaus stärker zum Ausdruck kommt. Fürstin Marie und Erbprinzessin Sophie stehen bzw. standen stellvertretend für viele Frauen, die sich mit grossem Engagement, Verantwortung und Herzblut für unser Land und seine Menschen einsetzen bzw. eingesetzt haben. Dass eine solche Veränderung in einem über 400 Jahre alten Hausgesetz möglich ist, zeigt, dass sich auch lange bestehende Traditionen weiterentwickeln können. Inklusion, Gleichberechtigung und die Anerkennung der Leistungen von Frauen sind für uns wichtige Werte, und jeder Schritt in diese Richtung ist willkommen.
Für mich zeigt dieser Entscheid, dass Tradition und Fortschritt kein Widerspruch sind. Sie ergänzen sich, wenn man den Mut zu durchdachten Reformen hat. Gerade dort, wo bewährte Strukturen mit Augenmass weiterentwickelt werden, entsteht Vertrauen. Die Neuregelung trägt dem Grundsatz Rechnung, dass Eignung, fundierte Vorbereitung und die Bereitschaft zum Dienst am Land im Mittelpunkt stehen müssen – Werte, die von persönlicher Haltung und Qualifikation geprägt sind und nicht vom Geschlecht abhängen dürfen. Echte Stabilität bewahrt man nicht durch Stillstand, sondern durch zeitgemässen Wandel im richtigen Moment. Die deutliche Zweidrittelmehrheit im Fürstenhaus zeugt von Weitblick und Verantwortungsbewusstsein. Dieser Schritt stärkt das Vertrauen in unsere bewährte Staatsform und die verfassungsrechtliche Rolle des Fürstenhauses. Er setzt ein klares und ermutigendes Signal weit über das Fürstenhaus hinaus: für Frauen, für die kommenden Generationen und für ein modernes Liechtenstein, das seine Identität und Wurzeln achtet, während es seine Zukunft selbstbewusst und offen gestaltet.
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Valentin Ritter
Marion Kindle-Kühnis
Daniel Lathan
Dass künftig auch Frauen den Thron besteigen und in hausgesetzlichen Fragen mitwirken können, ist nach über 400 Jahren männlicher Erbfolge überfällig. Für die Bevölkerung verändert diese Reform allerdings vorerst nichts Konkretes.
Ich habe die Botschaft aus dem Fürstenhaus mit Respekt aufgenommen. Nicht als Zeichen von aussen, sondern als Entscheidung des Hauses selbst. In Liechtenstein sind Volk und Fürst gemeinsam souverän. Das Hausgesetz ist kein Landtagsbeschluss. Es ist das autonome Familienstatut des ersten Souveräns.
Wir begrüssen, dass Frauen und Männer künftig in der Thronfolge gleichgestellt sind. Gleichberechtigung sollte heute selbstverständlich sein. Wenn die Thronfolge nach dem Prinzip der Erstgeburt geregelt ist, gibt es keinen sachlichen Grund, dabei zwischen Frauen und Männern zu unterscheiden.
Neu folgt das erstgeborene Kind nach, unabhängig vom Geschlecht. Weibliche Nachkommen erhalten dieselben Mitwirkungsrechte. Für mich heisst das vor allem: Eine Fürstin kann dieses Land genauso gut führen wie ein Fürst. Es kommt auf Vorbereitung, Verantwortung und den Bezug zu Liechtenstein an, nicht auf das Geschlecht. Der Erbprinz sagte es an seiner Rede am Staatsfeiertag treffend: Es soll die Person regieren, die am besten auf die Aufgabe vorbereitet ist. Das können Söhne und Töchter sein, die in Vaduz aufwachsen.
Die unmittelbare politische Bedeutung der Reform sollte allerdings nicht überhöht werden. Sie verändert weder die Staatsform noch die heutige Thronfolge und vollzieht eine Entwicklung nach, die zahlreiche europäische Fürsten- und Königshäuser bereits vollzogen haben.
Bemerkenswert ist vor allem der Sinneswandel. Noch 2019 wurde die Öffnung der Thronfolge als Gefahr für die Stabilität des Landes bezeichnet. Nun ist sie offenbar doch möglich. Das wirft auch die Frage auf, was sich in wenigen Jahren so grundlegend verändert hat, dass eine solche Kehrtwende gerade jetzt vollzogen wird. Die Reform zeigt, dass auch das Fürstenhaus seine Positionen überprüfen muss und die Zeichen der Zeit erkennt. Die Förderung der Gleichstellung und Stärkung der Grundrechte kann sich aber nicht auf die Frauen der Fürstenfamilie beschränken. Sie müssen für alle Frauen in Liechtenstein gelten, ganz besonders dort, wo ihre Lebensrealität, ihre Gesundheit und ihre Sicherheit betroffen sind. Darum verbinden wir mit diesem Schritt auch die Hoffnung, dass ein Ja zur Fristenlösung anerkannt und das entsprechende Gesetz sanktioniert wird. Nur dann ist die Öffnung der Thronfolge mehr als ein symbolischer Fortschritt innerhalb des Fürstenhauses.
Nach innen ist das Signal klar: Das Haus gestaltet seine Zukunft selbst, ohne Zwang, mit Blick auf Stabilität. Die Regelung gilt nach vorne, nicht rückwirkend. Nach aussen zeigt Liechtenstein, dass Moderne und Monarchie sich nicht widersprechen müssen und unseren Töchtern geben wir mit: Ihr braucht Bildung, Können und den Mut zur Verantwortung.
Erbliche Privilegien und insbesondere die erbliche Weitergabe staatlicher Funktionen betrachten wir aus demokratischer Sicht grundsätzlich kritisch. Gleichzeitig sehen wir gerade in der besonderen liechtensteinischen Staatsordnung auch Potenzial. Das Zusammenspiel von Fürst, Volk, direkter Demokratie und Parlament unterscheidet Liechtenstein von vielen anderen Staaten. Entscheidend ist für uns deshalb weniger die Frage, ob die Staatsordnung modernen Vorstellungen entspricht, sondern wie wir ihre Besonderheiten für die Zukunft nutzen und weiterentwickeln. Wie schaffen wir es, demokratische Kontrolle mit langfristiger Strategie und schneller Handlungsfähigkeit zu verbinden? Wie sichern wir die staatliche Souveränität und vermeiden unnötige Abhängigkeiten? Und wie sorgen wir dafür, dass Liechtenstein auch künftig ein innovativer Wirtschaftsstandort und ein sicherer Hafen für seine Bürgerinnen und Bürger bleibt?
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«Neutralität bietet grösstmögliche Sicherheit» Im Vorfeld der Schweizer Abstimmung über die Neutralitätsoffensive hat sich Gebhard Frick aus Schaan Gedanken zu diesem Thema und seiner Bedeutung für Liechtenstein gemacht. Interview: Johannes Kaiser
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n der Schweiz wird Neutralität im Vorfeld der Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» zurzeit intensiv diskutiert. Was sind die Auslöser dieses Volksbegehrens? Gebhard Frick: Engagierte Personen aus Politik, Wirtschaft und anderen Gesellschaftskreisen halten fest, dass ihre Schweizer Neutralität erodiert respektive zu einer opportunistischen, flexiblen Neutralität tendiert. Diese Personen haben eine Neutralitätsinitiative lanciert. Am 27. September 2026 kommt sie zur Abstimmung. Der Kern zur Gründung des Schweizerischen Neutralitätsrats lag in der Entwicklung der politischen und militärischen Anbindung der Schweiz an NATO- und EU-Strukturen. Die frühere Stärke der Schweizer Diplomatie wird von Mitgliedern des Neutralitätsrats heute als angeschlagen oder sogar als bedeutungslos bezeichnet. Die in der Neutralitätsinitiative engagierten Personen sehen darin und in konkreten Aktivitäten eine Gefahr für die Schweizer Neutralität. Der Rat hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweizer Souveränität, die direkte Demokratie und die Friedenspolitik in einer zunehmend multipolaren Welt aktiv zu bewahren und zu stärken. Dazu soll die Bundesverfassung präzisiert respektive geändert werden. Welche Rolle spielen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten in Bezug auf die Initiative? Die Bedenken über mögliche Entwicklungen, zusammen mit den getroffenen Sanktionen gegen Russland oder den Iran, beeinflussen
deutlich die Überlegungen hinter der Initiative, im Besonderen das Hochschaukeln dieser Konflikte mit immer bedrohlicheren Auswirkungen – sichtbar auf dem Energiemarkt und in der Lebensmittelproduktion sowie in den traurig hohen Opferzahlen und den Infrastrukturschäden. Die Sanktionen der westlichen Welt gegen einzelne Länder widersprechen dem integralen Neutralitätsprinzip. Liechtensteins Nachbarstaat Österreich besitzt ebenfalls den Status der Neutralität. Wird die Thematik ähnlich wie in der Schweiz diskutiert? In Österreich wurde die Neutralität nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Basis eines Staatsvertrages zwischen Vertretern der Alliierten und Österreichs in einem Verfassungsgesetz geregelt. Auch dort finden sich Gruppierungen und Einzelpersonen, welche die Thematik Neutralität aus aktuellem Blickwinkel intensiv diskutieren. Es sind in der jüngsten Zeit zahlreiche Artikel publiziert worden, die sich mit einer Aufweichung der Neutralität in Österreich befassen. Sie fordern, noch vermehrt in der heutigen Zeit, ein klares Bekenntnis und eine klare Haltung zur verfassungsmässigen Neutralität. In den Diskussionen wird unter anderem die Befürchtung ausgesprochen, dass der Ukraine-Konflikt sich weiter auf Europa ausweitet, mit möglicherweise schlimmsten Folgen für Österreich und den ganzen Kontinent. Es wird ausserdem befürchtet, dass die österreichische Neutralität durch die EU ausgehöhlt wird, auch über militärische Aktionen der EU.
Sind Analysen und Gespräche auch aus Deutschland bekannt? In Deutschland wird Neutralität ebenfalls in kritischen Kreisen diskutiert, weil Deutschland durch die US- respektive NATOMilitärstützpunkte mit den Konflikten in der Ukraine sowie im Nahen Osten und der damit verbundenen Aufrüstung in Deutschland und in ganz Mitteleuropa vermehrt ins Zentrum strategischer Interessen gerückt sind. Engagierte Journalisten und Publizisten haben sich mit der Thematik Neutralität auseinandergesetzt und ihre Argumente und Ansichten jeweils auf wenigen Seiten in einem Buch dargelegt. Es trägt den Titel «Deutschland – Neutral – mit Sicherheit für Frieden». Einige der Kernaussagen der Autoren lauten wie folgt: «Zielsetzung wäre Souveränität und Neutralität für Deutschland; D-A-CH – plus Liechtenstein – kann das Dach liefern, um aus dem Blockdenken hinauszukommen, hin zu einem blockfreien Europa mit dem Gedanken: Neutralität bedeutet Sicherheit.» «Allein das Mühen um Neutralität bedeutet Sicherheit.» «Eine Rückbesinnung auf zentrale europäische Werte wie Humanismus und Aufklärung.» «Konzept einer friedensstiftenden Neutralität.» «Die Zeit ist reif für mehr sicherheitspolitische Unabhängigkeit. Das Völkerrecht ist längst dem Recht des Stärkeren gewichen. Es besteht Handlungsbedarf.» «Neutralität als gute Voraussetzung für Frieden.» Muss Liechtenstein auch für sich Stellung beziehen, wenn in seinen Nachbarstaaten
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Foto: Michael Zanghellini
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lic. oec. publ. Gebhard Frick, Schaan
ausführlich über Neutralität diskutiert und entschieden wird?
Disposition stehen. Der Souverän, Fürst und Volk, muss darüber entscheiden.
Liechtenstein ist relativ spät mit Fragen der Neutralität konfrontiert worden. Während des Ersten Weltkriegs verzichtete Liechtenstein auf Wunsch von Fürst Johann II. auf eine Neutralitätserklärung. Das Land wurde in der Folge in die Handelsblockade der Entente einbezogen, was gravierende wirtschaftliche Not in jener Zeit auslöste. Einen Tag vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, am 30. August 1939, erklärte Liechtenstein seine Neutralität, was fast alle Länder, auch das Deutsche Reich, respektierten.
Was kann Neutralität, was soll und was muss Neutralität im Allgemeinen?
Inzwischen ist Liechtenstein seit Jahren und immer mehr vom Strudel der kriegsbetrunkenen Eliten betroffen. Die kleinen und mittelgrossen Länder sind öfter politisch und wirtschaftlich im Würgegriff der Imperien. Das ist brandgefährlich. Die bisherige faktische Neutralität ist meiner Überzeugung nach in der Verfassung zu festigen. Im Zweiten Weltkrieg hat sie uns vor grösster Unbill bewahrt. Politik muss sich an den nationalen Interessen und einer Friedenspolitik orientieren. Das Neutralitätsgebot darf nicht zur
Der Begriff Neutralität ist weltweit mit der Schweiz verbunden. Ihre Neutralität ist über Jahrhunderte gewachsen. Sie ist ein Wert, der aus der Zeit der Aufklärung und des Humanismus erwachsen ist. Die Neutralität der Schweiz ist der wichtigste Grundsatz, die wichtigste Errungenschaft für ihre Aussenpolitik, namentlich bezüglich der guten Dienste und der Friedenspolitik. In der Schweiz finden sich unterschiedliche Religionen, ein Stadt-Land-Gefälle, unterschiedliche Sprachen und Kulturkreise. Die Neutralität der Schweiz fördert und festigt innenpolitisch das friedliche Zusammenleben. Dabei ist von einer ganzheitlichen, integralen und nicht von einer opportunistischen, differentiellen, flexiblen Neutralität die Rede. Eine geschichtlich und inhaltlich wichtige Grundlage in der Entwicklung der Schweizer Neutralität ergibt sich aus den Entscheidungen des Wiener Kongresses 1815.
Die damaligen Grossmächte Europas haben der Schweiz Souveränität gewährt, verbunden mit der Verpflichtung zur Neutralität, verbunden mit einer Sicherheitsaufgabe für Europa. Konkret sollte die Schweiz ihr Territorium verteidigen, was auch im Interesse der Grossmächte war. Man denke an die geografische Lage, umringt von Grossmächten, und an die Alpenpässe. Neutralität in dieser umfassenden Betrachtung und Definition eröffnet wesentliche Handlungsfelder nach innen und nach aussen. Grundlage bleibt als universell gültiges Prinzip eine Haltung zum Frieden, innenpolitisch die Unparteilichkeit der Behörden, das friedliche Zusammenleben bei unterschiedlichen Interessen, aussenpolitisch die Distanzierung von jedweder Konfrontationspolitik und das Anbieten der guten Dienste im Sinne einer Deeskalationspolitik, was schliesslich einer universellen Friedenspolitik gleichkommt. Eine integrale Neutralität ist auf den Dialog ausgerichtet. Sie ist eine Grundhaltung und Ausrichtung für eine Friedenspolitik in dieser Welt. Diese Neutralität, konsequent verfolgt, bietet auch grösstmögliche Sicherheit.
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Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung der Hauptlinien
Optimierung des ÖV mit Rückhalt der Bevölkerung Die vorliegende Initiative für einen «Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung an die Hauptlinien» ist im engen Austausch mit der Schellenberger und Unterländer Bevölkerung, aufgrund ihrer Tipps und Anliegen sowie nach intensiver Recherche und mit Beizug des Know-hows von Fachleuten und Praktikern an der Front entstanden. Aus der Bevölkerung erhielt ich sehr viele positive Feedbacks und zahlreiche wertvolle Inputs, die in diese massgeschneiderten ÖV-Rundkurs-Variante eingearbeitet sind. Text: Johannes Kaiser
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ochmals zum Ausgangspunkt, dem blauen Bänkle! Es steht als Symbol für die unfreundliche Kappung der Linie 32 – der ÖV-Verbindung Schellenberg-Ruggell – mit dem Fahrplanwechsel der LIEmobil Mitte Dezember 2025. Es folgten zahlreiche Interventionen in den vergangenen Monaten in Form von Zeitungsbeiträgen, Social-Media-Posts, einer Unterschriftensammlung in Schellenberg, einer Petition, die im Juni-Landtag eingebracht und debattiert wurde. Auf die wirklich realistischen Lösungsvarianten sind die LIEmobil und Regierung lange Zeit nicht eingegangen.
Interventionen der Schellenberger Bevölkerung tragen Früchte: Wiedereinführung der Linie 32 im 2027
Der Forderung der Schellenberger nach einer möglichst raschen Wiedereinführung der Linie 32 und Auflösung der Kappung der Ver-
bindung Schellenberg-Ruggell wurde von Seiten der Regierung am 31. August 2026 mit der Ankündigung stattgegeben, dass die Wiederaufnahme der ÖV-Verbindung zwischen Schellenberg und Ruggell in die Service PublicLeistungsvereinbarung aufgenommen und mit dem Fahrplan 2027 realisiert wird. Dafür danke ich der LIEmobil und Regierung – Verkehrsminister Daniel Oehry –, dass sie diese Benachteiligung der Einwohnerschaft von Schellenberg und auch Ruggell bezüglich der ÖV-Grundversorgung mit dieser wichtigen Verbindung zwischen diesen beiden Gemeinden künftig wieder aufheben.
Nächstes Ziel: Einführung des Unterländer ÖV-Rundkurses mit Anbindung der Hauptlinien
Schellenberg ist zwar wieder an den ÖV mit den Nachbargemeinden angeschlossen, doch ist aus den vielen Gesprächen mit Einwohnerinnen und Einwohner aus Schellenberg
und den weiteren Unterländer Gemeinden der immer wieder artikulierte Rundkurs rund um den Eschnerberg herausgewachsen. Das muss nun das nächste Ziel sein, nämlich die Optimierung des ÖV im Liechtensteiner Unterland in Form eines «Eschnerberg-Rundkurses» beziehungsweise eines klassischen «Unterländer ÖV-Rundkurses mit Anbindung zu den Schnittstellen der Hauptlinien». So wird einerseits die ÖV-Erschliessung von Schellenberg und Ruggell nicht nur wieder hergestellt, sondern wesentlich optimiert und für die Nutzer – Schulkinder, Familien, ältere Generation, Freizeitkunden sowie Arbeits- und Berufsklientel – attraktiver gestaltet. Andererseits wird das ganze Unterland nach dieser «Quartier-Erfassungssystematik» optimal erschlossen. Der ÖV-Rundkurs ist so angelegt, dass der Umstieg bei den Schnittstellen zu den Hauptlinien vollauf gewährleistet ist.
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Karte: OpenStreetMap
Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung zu den Schnittstellen der Hauptlinien
Umwelt- und klimabewusst, effizient, kundenfreundlich und attraktiv
Die Einwohnerinnen und Einwohner werden in Kleinbussen – 17-Plätzer – im Stundentakt und in beide Richtungen fahrend jeweils zu den Schnittstellen der Hauptlinien befördert.
Das ist umwelt- und klimabewusst, effizient, kundenfreundlich und ein hoher Attraktivitätsanreiz zum Umstieg auf den ÖV. Die Nachfrage sowie die Erwartungshaltung an die LIEmobil und Regierung ist sehr gross,
in enger Kommunikation mit den Unterländer Gemeinden den Realisierungs-Fokus zielgerichtet auf einen Unterländer ÖV-Rundkurs mit Anbindung an die Hauptlinien zu richten.
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Heute eine Nacht – morgen zwei?
Wie Gesellschaften ihre Grenzen verlieren In der «Liewo» vom 16. August wird «One Night Only» beworben. Es ist nur ein Film. Eine romantische Komödie. Eine absurde Geschichte. Und doch lohnt es sich, genauer hinzusehen. Gastkommentar: Dr. Norbert Obermayr
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er Film spielt in einer fiktiven Gesellschaft, in der vorehelicher Geschlechtsverkehr verboten ist. Nur an einem einzigen Tag im Jahr dürfen Singles Sex haben. Der Film macht aus dieser ungewöhnlichen gesellschaftlichen Ordnung eine romantische Komödie: Zwei Menschen versuchen, in dieser einen erlaubten Nacht Liebe zu finden. Warum sollte uns das interessieren? Weil Filme nicht nur unterhalten. Sie erzählen uns auch, was normal, lächerlich, erstrebenswert oder überholt sein könnte. Sie können Grenzen sichtbar machen – oder sie schleichend verschieben. Natürlich behauptet niemand ernsthaft, dass aus einem Film automatisch eine gesellschaftliche Veränderung entsteht. Aber gesellschaftliche Veränderungen beginnen selten mit einem grossen Knall. Häufig beginnen sie damit, dass eine bisher bestehende Grenze zunächst als übertrieben, dann als unmodern und schliesslich als sinnlos dargestellt wird.
Heute eine Nacht. Warum nicht zwei? Wenn zwei möglich sind, warum nicht sieben? Und wenn sieben möglich sind – warum überhaupt noch eine Grenze? Das ist die Logik der schrittweisen Normalisierung. Sie bedeutet nicht, dass jede Veränderung zwangsläufig in einen moralischen Verfall führt. Aber sie zwingt uns zu der Frage, ob wir noch wissen, warum eine Grenze ursprünglich existierte. Genau dort wird die Verbindung zur aktuellen Diskussion über die Fristenlösung interessant. Auch dabei geht es vordergründig um eine Grenze: eine bestimmte Schwangerschaftswoche. Innerhalb dieser Frist soll ein Schwangerschaftsabbruch unter bestimmten Voraussetzungen straffrei möglich sein. Doch eine gesetzliche Grenze ist niemals nur eine Zahl. Sie transportiert immer auch eine Wertentscheidung. Was darf geschehen? Was soll verhindert werden? Was gilt als schützenswert? Und was betrachten wir als eine Angelegenheit individuel-
ler Entscheidung? Die entscheidende ethische Frage lautet deshalb nicht allein: «Bis wann soll ein Schwangerschaftsabbruch straffrei sein?» Sie lautet auch:
«Was bedeutet es für unser gesellschaftliches Menschenbild, wenn wir die Beseitigung ungeborenen Lebens zunehmend als normale Lösung einer unerwünschten Schwangerschaft verstehen?»
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Darin liegt ein fundamentaler Unterschied zwischen einer rein juristischen und einer ethischen Betrachtung. Das Recht kann festlegen, dass eine Handlung nicht bestraft wird. Es kann damit aber nicht automatisch ihre moralische Qualität bestimmen. Doch Recht verändert Bewusstsein. Was heute Ausnahme ist, kann morgen Normalität sein. Was heute noch mit einer besonderen Begründung gerechtfertigt werden muss, kann morgen selbstverständlich erscheinen. Das gilt besonders dort, wo es um menschliches Leben geht. Eine unerwünschte Schwangerschaft ist zweifellos eine schwierige Lebenssituation. Frauen können unter enormem psychischem, sozialem oder wirtschaftlichem Druck stehen. Wer diese Realität ignoriert, macht es sich zu einfach. Aber ebenso einfach wäre es, die Lösung ausschliesslich in der Beseitigung des Problems zu sehen. Denn dann stellt sich die unbequeme Frage:
Beseitigen wir tatsächlich ein Problem – oder beseitigen wir dasjenige, durch das das Problem sichtbar geworden ist? Diese Frage ist unbequem, aber sie darf in einer freien Gesellschaft gestellt werden. Eine
humane Gesellschaft sollte Frauen nicht allein mit ihrer Schwangerschaft lassen. Sie sollte dafür sorgen, dass ein Kind nicht zum wirtschaftlichen oder sozialen Risiko wird. Sie sollte Alleinerziehende unterstützen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen und Frauen in Konfliktsituationen echte Alternativen eröffnen.
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Was geschieht, wenn jede Grenze zunächst als Unterdrückung und ihre Aufhebung als Befreiung erscheint? Vielleicht ist die entscheidende Frage deshalb nicht:
Vielleicht liegt darin die eigentliche Herausforderung der Fristenlösungsdebatte. Wir diskutieren über die Freiheit der Frau. Aber wir sollten ebenso über die Verantwortung der Gesellschaft sprechen. Und wir sollten über diejenigen sprechen, die in dieser Diskussion selbst keine Stimme haben: die ungeborenen Kinder.
«Welche Grenze wollen wir heute abschaffen?» Sondern: «Welche Grenze brauchen wir morgen noch, damit unsere Freiheit nicht irgendwann auf Kosten der Schwächsten geht?»
«One Night Only» ist Fiktion. Aber gerade deshalb kann der Film als Gedankenexperiment dienen. Was geschieht, wenn eine Gesellschaft ihre Grenzen nicht mehr als Ausdruck bestimmter Werte versteht, sondern nur noch als Hindernisse, die es zu überwinden gilt?
Denn Grenzen sind nicht grundsätzlich Feinde der Freiheit. Manche Grenzen schützen Freiheit. Und manche schützen diejenigen, die selbst noch keine Möglichkeit haben, für ihre eigene Freiheit einzutreten.
Denn wirkliche Selbstbestimmung bedeutet nicht nur die Freiheit, eine Schwangerschaft abzubrechen. Sie bedeutet auch die Freiheit, sich für ein Kind entscheiden zu können, ohne dadurch gesellschaftlich oder wirtschaftlich ins Abseits zu geraten.
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Energiepolitik
Liechtensteins Energieversorgung und -verbrauch Die Energiepolitik muss vieles leisten. Die Bevölkerung erwartet eine funktionierende und kostengünstige Energieversorgung. Energiepolitik ist mit der Landesversorgung eng verknüpft, nicht umsonst gilt eine Strommangellage als grösstes Sicherheitsrisiko für Liechtenstein. Die Energieversorgung hat zwei Seiten: die Bereitstellung von Energie und den haushälterischen Verbrauch, also das Energiesparen. Text: Pio Schurti
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en Daten des Amts für Statistik ist zu entnehmen, dass Liechtenstein 2025 pro Kopf 26,9 MWh verbrauchte, was einer permanenten Dauerleistung von ca. 3’070 Watt pro Person und damit etwa der Hälfte des Energieverbrauchs anderer westlicher Industrieländer (5’000 bis 6’000 Watt pro Kopf) entspricht.
Mobilität, Ernährung, Konsum und Infrastruktur. Mit ca. 3’070 Watt beansprucht Liechtenstein im Schnitt das 1,5-fache des Zielwerts – jede Person verbraucht 9,38 MWh zu viel pro Jahr. 2025 sank der Pro-Kopf-Verbrauch immerhin um 0,3 MWh (rund 34 Watt Dauerleistung). Bei diesem Tempo würde es aber über 30 Jahre dauern, bis das Ideal der 2’000-WattGesellschaft erreicht ist.
Liechtenstein steht im internationalen Vergleich also gar nicht so schlecht da, auch wenn die amtlichen Zahlen die «graue Energie» – Energie für Herstellung und Import von Lebensmitteln und Gütern – nicht einrechnen. Die Statistik sieht also schöner aus, als sie wirklich ist.
Der Stromverbrauch reduzierte sich 2025 um 0,6 Prozent, blieb aber mit 36,8 Prozent Anteil am Gesamtenergieverbrauch der wichtigste Energieträger, gefolgt von Erdgas/Biogas (18,2 Prozent), Fernwärme aus Kehricht (13 Prozent), Diesel (10,5 Prozent), Heizöl (8,4 Prozent) und Benzin (7,1 Prozent). Holz, Flüssiggas und Sonnenkollektoren erreichten zusammen 6 Prozent.
Die ETH hat mit der 2’000-WattGesellschaft ein Modell entwickelt, wie viel Energie jeder Mensch verbrauchen kann, um global gerecht und ökologisch nachhaltig zu leben. Die 2’000 Watt decken den gesamten Energiebedarf einer Person ab: Wohnen und Heizen/Kühlen,
Der Anteil einheimischer Energieressourcen an der Gesamtversorgung sank von 16,7 Prozent auf 16,3 Prozent. Die Stromselbstversorgung lag mit 33 Prozent um 1,4
Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die inländische Stromproduktion sank um 1,4 Prozent. Liechtenstein ist also weit von einer Eigenversorgung oder gar der 2’000-Watt-Gesellschaft entfernt.
Energiegewinn auf Kosten von Natur und Landschaft
In einem Leserbrief verglich der ehemalige Landtagsabgeordnete Herbert Elkuch Kosten und Nutzen von Windrädern. Für eine Verdoppelung der einheimischen Stromproduktion seien zehn bis 15 Windräder nötig. Als Referenzanlage gibt die Regierung ein Vestas-Windrad mit 285 Metern Höhe vor, die Nabenhöhe liegt bei 199 Metern. Elkuch zeichnete ein Windrad in Ruggell: Dessen Flügel wären vom Schellenberger Dorfplatz aus etwa auf Augenhöhe zu bestaunen. Die geplanten Windräder seien riesige Maschinen, die im Abstand von nur minimal 300 Metern zu Wohnhäusern in die Landschaft gestellt würden. Damit sie bei Stürmen nicht umkippen, brauche es ein grosses, schweres Betonfunda-
ment und einen stabilen Mast. Wegen Materialermüdung durch die dauernde Wechselbelastung rechne man mit einer Lebensdauer von 25 Jahren. Nicht nur Bau und Betrieb wären enorm teuer, auch Natur und Landschaft müssten dauerhaft «draufzahlen». Der Fokus auf Windenergie ist deshalb als Hype zu betrachten, ihr möglicher Beitrag – die Verdoppelung der heimischen Stromerzeugung – zum Gesamtenergieverbrauch ist gering. Solaranlagen und Wasserkraft bzw. deren Ausbau haben grösseres Potenzial. Auch Energiespeicher und Energiesparen können viel beitragen. Ende August hat die Athina Energie AG,Triesen, mit Partnern, als erste im Land einen Gross-Batteriespeicher erworben; Ziel ist, damit einen Beitrag zur Netzstabilität zu leisten.
Energiepolitik und direktdemokratische Entscheidungen
Während die Bereitstellung von Energie im Fokus steht, liegt das Energiesparen im Schattenbereich des Bewusstseins. Sollte sich
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Liechtensteins Dauerleistung von 3’070 Watt dem 2’000-Watt-Ziel annähern, müsste jede Person im Schnitt 25,7 kWh pro Tag einsparen. Das entspricht etwa 26 Waschgängen oder einer Fahrt von 143 Kilometern mit einem Elektroauto – täglich. Jeden Tag so viel Energie zu kompensieren, ist praktisch unmöglich. Kleine Verhaltensänderungen sind zwar sinnvoll, bewirken aber wenig. Massiv sparen lässt sich beim Heizen/ Kühlen, in der Mobilität und beim Konsum: mit dem Umstieg von Öl-/Gasheizung auf eine Wärmepumpe, vom Privatauto auf Fahrrad und ÖV sowie mit weniger (importiertem) Fleisch, weniger neuer Kleidung und eingeschränkter Nutzung moderner Elektronik (Cloud-Computing oder BitcoinVerwaltung verbrauchen riesige Strommengen). Ein Beispiel für wirksames Energiesparen ist das abgebildete Passivhaus in Zürich an der Badenerstrasse: Der Heizenergieverbrauch ist um bis zu 80 Prozent reduziert, warmes Wasser wird per Solaranlage auf dem Dach produziert, und dank ÖVAnbindung können die Bewohner
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leicht auf ein Privatauto verzichten. Im Januar 2024 hat das Liechtensteiner Stimmvolk die Vorlage zur Einführung einer PhotovoltaikPflicht mit 66,6l Prozent abgelehnt. Auch die Verschärfung der energetischen Vorschriften/ Gebäuderichtlinien wurde verworfen. Laut einer Umfrage des Liechtenstein-Instituts wurden die Vorlagen als zu starker Eingriff und als Ausdruck einer «Verbotskultur» gewertet. Mit diesem Abstimmungsergebnis hat sich Liechtenstein direktdemokratisch auch dafür entschieden, energiepolitisch Eigenverantwortung zu übernehmen. Inzwischen hat die Regierung eine abgespeckte Gesetzesvorlage in die Vernehmlassung geschickt (abgelaufen Ende Mai), das neue Regelwerk soll ab Mitte 2027 in Kraft treten.
Persönlicher Beitrag zur Energieversorgung und Sicherheit
Den Stromverbrauch in Schach zu halten, ist auch eine Frage der nationalen Sicherheit. Ein Stromausfall wäre für Wirtschaft und
Alltag schwieriger zu verkraften als eine Überschwemmung des Unterlandes bei einem Rheineinbruch. In der Nacht auf Sonntag, den 28. Juni, kam es in Höngg und Wipkingen (Zürich, Kreis 10) zu einem Stromausfall von 2 Stunden 24 Minuten, ausgelöst durch eine technische Störung an einer 22-Kilovolt-Leitung. Bemerkbar wurde er vor allem, weil aus der Kläranlage kurzzeitig ungeklärtes Wasser in die Limmat gelangte. Hätte sich ein ähnlicher Ausfall im Zentrum des Finanzplatzes Zürich zur Hauptarbeitszeit ereignet, entspräche dies einem Verlust von rund 30 bis 35 Millionen Franken (bei einer jährlichen Bruttowertschöpfung des Finanzplatzes von 30 bis 33 Milliarden Franken). Der reale Schaden – durch Lahmlegung von öffentlichem Leben, Handel und Verkehr – wäre um ein Vielfaches höher gewesen. Liechtensteins Volkswirtschaft erwirtschaftet gemäss Statistik-
portal eine Bruttowertschöpfung von rund 7,2 Milliarden Franken, wovon der Finanzdienstleistungssektor rund 17,3 bis 21,2 Prozent beisteuert, also ca. 1,25 bis 1,53 Milliarden Franken jährlich. Das entspricht 550’000 bis 680’000 Franken pro Stunde während der regulären Arbeitszeit. Ein zweieinhalbstündiger Stromausfall würde also rechnerisch einen Verlust von 1,5 Millionen Franken verursachen – obschon LGT, LLB und VP Bank über eine gute Notstromversorgung verfügen. Rechnet man Landesverwaltung und Dienstleistungssektor mit ein, wäre mit 5 bis 10 Millionen Franken Schadenspotenzial zu rechnen. Energie, insbesondere Strom, zu sparen schont also nicht nur das eigene Portemonnaie. Privatpersonen tragen damit auch zur Sicherheit des Landes bei. Energiesparen sollte deshalb nicht als Verzicht, sondern als aktiver Beitrag zur Landeseigenversorgung verstanden werden.
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Zentrumsentwicklung Vaduz
«Verbindung aus Notwendigkeit, Nutzen und Perspektive» Die Mitte von Vaduz wird ihr Gesicht in den kommenden Jahren stark verändern. Bürgermeister Florian Meier erläutert, was entstehen wird und welche Überlegungen hinter dem Gesamtprojekt stecken. Im Interview geht er ausserdem auf künftige Wohnformen und Chancen sowie Risiken der Digitalisierung in der Verwaltungsarbeit ein. Interview: Heribert Beck
H
err Bürgermeister, Vaduz hat 2025 24,2 Millionen Franken Gewinn gemacht. Dass Ihre Gemeinde mit schwarzen Zahlen aufwartet, ist nichts Aussergewöhnliches. Dieses Mal fiel das Ergebnis aber deutlich besser aus als budgetiert. Was waren die Gründe? Bürgermeister Florian Meier: Die Jahresrechnung 2025 bestätigt einmal mehr die stabile finanzielle Ausgangslage unserer Gemeinde. Dass das Ergebnis deutlich besser ausgefallen ist als budgetiert, ist
insbesondere auf höhere Steuereinnahmen sowie ein gutes Finanzergebnis zurückzuführen. Zusätzlich konnten wir die Kosten im betrieblichen Aufwand stabilisieren. Das gibt uns einen wichtigen finanziellen Handlungsspielraum. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, diese Mittel verantwortungsvoll und vorausschauend zu investieren – gerade mit Blick auf die grösseren Projekte, die in den kommenden Jahren anstehen. Projekte, für die das Geld eingesetzt werden kann, sind genügend
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Im Vaduzer Rathaus ist in jüngster Zeit eine Reihe zukunftsweisender Entscheidungen gefallen.
vorhanden. So haben die Stimmberechtigten im März mit über 90 Prozent für die Zentrumsentwicklung votiert. Wie ist der aktuelle Stand, wie geht es weiter und was erwartet die Bevölkerung und die Gäste von Vaduz am Ende? Zunächst ist mir wichtig festzuhalten: Abgestimmt wurde über den Verpflichtungskredit für den Marktplatz mit Mobilitätsdrehscheibe. Der Marktplatz ist damit der erste grosse Umsetzungsschritt innerhalb der gesamten Zentrumsentwicklung. Die deutliche Zustimmung
der Bevölkerung ist für uns ein starker Auftrag, diesen Weg weiterzugehen. Parallel arbeiten wir bereits intensiv an den nächsten Vorhaben, beispielsweise dem Rathausplatz. Nach dem Ja zum Marktplatz kann die Planung nun konkretisiert und der Architekturwettbewerb durchgeführt werden. Anschliessend folgen Projektierung und weitere Planung. Der Rückbau des heutigen Parkhauses ist für Herbst 2027 geplant, und die eigentlichen Bauarbeiten sind ab 2028 vorgesehen, die Fertigstellung soll nach heutigem Planungsstand Ende 2030 erfolgen. Aus dem stark vom Parkhaus geprägten Areal soll ein offener und
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Vaduz im:fokus
Digitalisierung kann vieles einfacher machen, sie kann Menschen aber auch überfordern. Deshalb bleibt die Gemeinde selbstverständlich eine persönliche Anlaufstelle. Wer mit uns direkt sprechen möchte oder Unterstützung benötigt, soll diese auch weiterhin erhalten. Digitalisierung darf niemanden ausschliessen. Florian Meier, Bürgermeister von Vaduz
Baumeisterarbeiten Hoch- und Tiefbau Allgemeine Arbeiten beim Kunden Beton bohren, fräsen und beissen Weg- und Umgebungsarbeiten Renovationen und Betonsanierungen gassnerbau.li
Visualisierung des künftigen Vaduzer Marktplatzes
attraktiver Platz entstehen, der auch ein verbindendes Element darstellt. Unter dem Marktplatz ist eine dreigeschossige Tiefgarage vorgesehen. Oberirdisch gewinnen wir dadurch wertvollen Raum für Begegnungen, Märkte und grössere Veranstaltungen. Dazu kommen Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie eine Gestaltung, die auch den Giessen, den Vaduzer-Saal und das angrenzende Gebiet einbezieht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Mobilitätsdrehscheibe mit einem modernen, barrierefreien ÖV-Busterminal, Fahrradabstellplätzen und öffentlichen WC-Anlagen. Über eine neue Fuss- und Fahrradbrücke wird das Gebiet direkt mit dem Städtle verbunden. Unser Ziel ist ein Ort, an dem Mobilität, Aufenthalt und Veranstaltungen sinnvoll zusammenspielen.
JWT Immobilien AG Tel. +423 237 56 00 immobilien@jwt.li www.jwt-immobilien.li
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Die Fussgängerzone im Städtle
Statt einer grossen baulichen Barriere im Zentrum wollen wir einen offenen Platz schaffen, während die Autos unterirdisch verschwinden. Das Ja zur Zentrumsentwicklung erstaunt aufgrund seiner Deutlichkeit, aber auch noch aus einem anderen Grund: Viele Jahre lang haben die Vaduzer Stimmberechtigten Projekte tendenziell blockiert, nun stehen regelmässig – fast – alle dahinter. Woran liegt dies Ihrer Ansicht nach? Das ist schwierig auf einen einzelnen Grund zurückzuführen, denn jede Abstimmung hat ihre eigenen Voraussetzungen. Natürlich freut
mich dieses deutliche Ergebnis sehr. Entscheidende Faktoren waren sicher der Dialog mit der Bevölkerung sowie mit den Anrainerinnen und Anrainern, die sehr sachlichen und konstruktiven Beratungen im Gemeinderat und der grossartige Einsatz der Gemeindeverwaltung. Beim Marktplatz konnten wir aus meiner Sicht sehr konkret aufzeigen, welchen Mehrwert das Projekt für Vaduz bringt. Wir schaffen deutlich mehr Aufenthaltsqualität, ohne auf die Möglichkeit zu verzichten, direkt im Zentrum zu parkieren. Gleichzeitig verbessern wir die Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, schaffen sichere und direkte Verbindungen für Fussgängerinnen, Fussgänger und Radfahrende und gewinnen einen neuen Platz für Märkte und grössere Veranstaltungen. Hinzu kommt,
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Rathausplatz und Rathaus von oben
dass das heutige Parkhaus ohnehin am Ende seiner Lebensdauer angelangt ist. Es geht also nicht einfach darum, etwas Neues zu bauen, sondern eine notwendige Erneuerung so zu nutzen, dass daraus ein Mehrwert für das gesamte Zentrum entsteht. Vielleicht war gerade diese Verbindung aus Notwendigkeit, konkretem Nutzen und langfristiger Perspektive für viele Menschen überzeugend. Spiegelt sich diese Geschlossenheit der Stimmberechtigten auch in der Gemeinderatsarbeit wider? Wie ist das Klima? Die Zusammenarbeit im Gemeinderat ist konstruktiv. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen und Diskussionen – das gehört zu einer funktionierenden politischen Arbeit dazu. Gleichzeitig besteht ein breiter Konsens darüber, dass wir Vaduz gemeinsam und mit Augenmass weiterentwickeln wollen. Das Wohl der Bevölkerung und eine langfristig gute Entwicklung unserer Gemeinde sind allen grosse Anliegen. Wenn man dieses gemeinsame Ziel vor Augen hat und bereit ist, sachlich um die beste Lösung zu ringen, kommt man auch vorwärts. Das zeigt sich bei vielen Projekten sehr deutlich. Der Gemeinderat vertritt letztlich immer die Einwohnerinnen und Einwohner. Wenn wir diese Aufgabe gut meistern, haben wir auch Erfolg. Um noch kurz bei der Entwicklung des Zentrums zu bleiben: Im April hat der Gemeinderat sich für eine Neugestaltung des Rathausplatzes ausgesprochen, Sie haben es bereits angeschnitten. Was darf die Bevölkerung sich diesbezüglich erwarten? Beim Rathausplatz sind die Arbeiten mittlerweile gut angelaufen. Derzeit wird die Machbarkeitsstudie erarbeitet. Die ersten Ergebnisse werden schon bald im Gemeinderat diskutiert. Ziel ist es, dass wir im ersten
Halbjahr 2027 die fertige Studie vorliegen haben, die anschliessend der Bevölkerung vorgestellt wird. Wichtig ist uns, dass wir die Bedürfnisse der späteren Nutzerinnen und Nutzer von Anfang an berücksichtigen. Deshalb wurden sowohl die Bevölkerung als auch eine Begleitgruppe bereits in die Überlegungen einbezogen. Die Stossrichtung ist klar: Der Rathausplatz soll ein attraktiver Treffpunkt für die Bevölkerung und ein gut nutzbarer Ort für Vereine sein. Dafür muss er im Alltag funktionieren – also ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält. Mehr Grün, schattenspendende Bäume, Sitzgelegenheiten und auch Wasser als Gestaltungselement spielen in den Überlegungen eine wichtige Rolle. Vorgesehen ist zudem eine flexible Überdachung, damit der Platz möglichst ganzjährig genutzt werden kann. Es geht letztlich um die richtige Balance: Der Rathausplatz soll funktional sein und sich architektonisch am Rathaus orientieren. Er soll ein einladender und multifunktionaler Ort für die Bevölkerung werden. Vor meinem geistigen Auge sehe ich immer wieder ein Platzkonzert der Harmoniemusik Vaduz anlässlich des Jahrmarkts, umgeben von einem gemütlichen Ambiente mit Blick auf Schloss Vaduz und die umliegenden Berge. Kulturell war über den Sommer auch in diesem Jahr wieder viel los in Vaduz. Inwiefern wird das kulturelle Angebot von der Zentrumsumgestaltung noch stärker profitieren? Heute haben wir die Situation, dass der Rathausplatz sehr stark beansprucht wird, während das Oberdeck des Parkhauses Marktplatz kaum als öffentlicher Aufenthalts- oder Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Mit der Zentrumsentwicklung wollen wir künftig zwei Plätze mit unterschiedlichen Qualitäten schaffen. Der Marktplatz soll der offene und grosszügige Platz für Märkte, grössere Feste und Veranstaltungen werden. Beim Rathausplatz steht dagegen der tägliche
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Aufenthalt im Vordergrund. Er soll ein einladender Begegnungsort sein, an dem man sich gerne aufhält und trifft. Gleichzeitig soll er so flexibel gestaltet sein, dass auch Vereine und kleinere gemeinschaftliche oder kulturelle Formate dort ihren Platz finden können. Diese Aufteilung eröffnet neue Möglichkeiten. Ausserdem können Auf- und Abbauzeiten besser organisiert und die Belastungen für die Anwohnenden reduziert werden. Es geht also ausdrücklich nicht darum, einfach immer mehr Veranstaltungen durchzuführen, sondern für unterschiedliche Formate die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Davon profitieren die Veranstalter, die Vereine, das Publikum und letztlich das gesamte Zentrum. In einigen Jahren sollte gemäss Ihren Worten auch noch ein anderes Problem behoben sein. Sie haben ein baustellenfreies Städtle in Aussicht gestellt. Wie realistisch ist dieses Szenario und wie kann es erreicht werden? Wenn wir es genau nehmen, wurde ich gefragt, wie ich mir das Städtle in ein paar Jahren vorstelle. Meine Gedanken waren dazu vor allem, dass die grossen Vorhaben beim Marktplatz, Rathausplatz und in der Infrastruktur umgesetzt sind. Natürlich wird es immer wieder kleinere Baustellen geben. Wir haben jedoch in den vergangenen Jahren sehr viel in unsere Infrastruktur investiert. Insbesondere der Ausbau von Fernwärme und Fernkälte hat dazu geführt, dass zahlreiche Strassen geöffnet werden mussten. Wo immer möglich, haben wir solche Arbeiten genutzt, um gleichzeitig Strassen zu sanieren und Werkleitungen zu erneuern. Das ist sinnvoll, führt während der Umsetzung aber natürlich zu einer hohen Baustellentätigkeit. Dieser Ausbau wird uns noch eine gewisse Zeit beschäftigen. Aber irgendwann sind diese grossen Arbeiten abgeschlossen – und dann wird sich die Situation auf den Gemeindestrassen entsprechend beruhigen. Aus Sicht der Gemeinde ist deshalb tatsächlich ein Ende dieser intensiven Bauphase absehbar. Ein ganz anderes Thema: Am 16. September findet in Vaduz eine Infoveranstaltung zum Leben und Wohnen im Alter statt. Was dürfen die Besucherinnen und Besucher erwarten und warum hat die Gemeinde sich dazu entschieden, das Thema auf diese Weise anzugehen?
Das Leben und Wohnen im Alter ist ein Thema, dem sich Vaduz annimmt.
Das Wohnen und Leben im Alter bringt für viele Menschen neue Fragen mit sich. Ein Haus oder eine Wohnung, die über Jahrzehnte ideal für eine Familie waren, entspricht im Alter möglicherweise nicht mehr den eigenen Bedürfnissen. Vielleicht ist die Wohneinheit zu gross, der Unterhalt wird aufwendig oder die Räume sind nicht hindernisfrei. Gleichzeitig möchten die meisten Menschen möglichst lange selbständig und in ihrem vertrauten Umfeld leben. Dafür braucht es passende und auch bezahlbare Wohnformen. Altersgerechte Wohnungen können einen solchen Schritt erleichtern und gleichzeitig dazu beitragen, soziale Kontakte und ein selbstbestimmtes Leben zu erhalten. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird dieses Thema weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb möchten wir frühzeitig wissen,
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welche Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen unsere Einwohnerinnen und Einwohner haben. Die Veranstaltung und die anschliessende Einwohnerumfrage sollen eine fundierte Grundlage für die weiteren Überlegungen schaffen. Wir wollen nicht an den Bedürfnissen der Menschen vorbeiplanen, sondern gemeinsam herausfinden, welche Voraussetzungen Vaduz für ein gutes Leben im Alter schaffen sollte. Dieser Überblick zeigt schon, dass die Aufgaben der Verwaltung nicht weniger werden. Wie nutzt Vaduz die Chancen der Digitalisierung, um sie zu bewältigen, wie steht es um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der täglichen Arbeit und wo sehen Sie weiteres Potenzial? Die Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie soll Abläufe vereinfachen, die Zusammenarbeit verbessern und den Zugang zu den Dienstleistungen der Gemeinde erleichtern. Wir investieren laufend in Schulungen und Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden, denn gerade beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz müssen Chancen und Verantwortung zusammengedacht werden. Nach aussen haben wir mit dem Chatbot auf unserer Website einen zusätzlichen digitalen Zugang zur Gemeinde geschaffen. Unsere Online-Formulare sind bereits seit längerer Zeit im Einsatz und werden von der Bevölkerung gut angenommen. Ein weiterer Schritt ist die digitale Rechnungslegung. Unternehmen und Privatpersonen können sich ab Anfang Oktober bei der Gemeinde melden, wenn sie freiwillig auf die digitale Variante umstellen möchten. Bei all diesen ressourcenfordernden Entwicklungen ist mir aber ein Punkt besonders wichtig: Digitalisierung kann vieles einfacher machen, sie kann Menschen aber auch überfordern. Deshalb bleibt die Gemeinde selbstverständlich eine persönliche Anlaufstelle. Wer mit uns direkt sprechen möchte oder Unterstützung benötigt, soll diese auch weiterhin erhalten. Digitalisierung darf niemanden ausschliessen. Sie haben einmal betont, dass Ihr Amt nicht aus einem bisschen Winken, sondern aus grossen Managementaufgaben mit entsprechendem Zeitaufwand besteht. Welcher Moment in den ver-
Bürgermeister Florian Meier
gangenen Wochen hat Ihnen besonders vor Augen geführt, dass sich dieser Aufwand lohnt? Das sind für mich weniger einzelne repräsentative Momente als vielmehr Situationen, in denen man sieht, was durch gute Zusammenarbeit möglich wird. Wir haben in der Gemeinde ein Verwaltungsteam mit sehr viel Fachkompetenz. Ohne diese Mitarbeitenden könnten wir die Vielzahl und die Komplexität der Projekte, die wir derzeit bearbeiten, gar nicht bewältigen. Es sind dann auch viel mehr die kleinen Sachen, die mir Freude bereiten, beispielsweise wenn ich von einem Kind eine Zeichnung bekomme oder einfach nur ein gemütliches Beisammensein an einem Dorfanlass geniessen kann.
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«Ich hoffe, dass dieser Beitrag eine Diskussion anstossen kann» Christopher Hilti ist 29 Jahre jung und wohnhaft in Schellenberg. Er hat sein Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich erfolgreich abgeschlossen und widmete seine Masterarbeit einem sehr interessanten Thema – einem Thema, über das alle wissen, dass es real in der Gesellschaft verbreitet ist, über das aber kaum offen gesprochen wird. Titel der Masterarbeit: «Von der Illegalität zur Regulierung – Einstellungen, Verhalten und Präferenzen im Wandel einer möglichen Cannabislegalisierung in Liechtenstein». In einem interessanten Gespräch gibt Christopher einen tieferen Einblick in diese Thematik. Interview: Johannes Kaiser
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Foto: Tatjana Schnalzger
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Johannes Kaiser im Gespräch mit Christopher Hilti (29) aus Schellenberg.
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hristopher, hast du nach der Matura gleich deine Wunsch-Studienrichtung gefunden?
Christopher Hilti: Nach der Matura habe ich zunächst eine verkürzte Lehre als Kaufmann im Treuhandbereich absolviert. Erst danach habe ich mich entschieden, an die Universität zu gehen. Bei der Studienwahl haben mich die Bereiche Architektur und Wirtschaft besonders interessiert. Nach einem kürzeren Praktikum in der Architekturbranche habe ich gemerkt, dass mein Interesse an wirtschaftlichen Themen deutlich grösser ist, und so habe ich mich schliesslich für ein Wirtschaftsstudium entschieden. Bei deiner Masterarbeit hast du dich einer interessanten und auch sehr sensiblen Thematik gewidmet, einer möglichen Cannabislegalisierung mit Schwerpunkt Liechtenstein? Wie bist du zu dieser Fokus-Frage gekommen? Für mich war eigentlich von Anfang an klar, dass meine Masterarbeit einen Bezug zu Liechtenstein haben sollte. Unter anderem finde ich, dass Liechtenstein aufgrund der kleinen Fläche und überschaubaren Bevölkerungszahl ein sehr interessantes Land ist, um neue Ansätze auszuprobieren und deren Auswirkungen zu untersuchen. Aus persönlichem Interesse hatte ich über zwei Themen nachgedacht, wobei ich mich ursprünglich mit erneuerbaren Energien
beschäftigen und der Frage nachgehen wollte, ob Liechtenstein langfristig energieautark werden könnte. Dafür standen mir von liechtensteinischen Unternehmen allerdings nicht genügend Daten für eine fundierte Analyse zur Verfügung. Als nächstes Thema widmete ich mich dem Drogenkonsum und der Frage, ob eine Regulierung gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoller sein könnte als eine reine Kriminalisierung der Konsumenten, wobei ich persönlich in einer sinnvollen Regulierung mehr Potenzial sehe. Mein Professor hat mir dann geholfen, dieses relativ breite Thema stärker einzugrenzen, und so bin ich schliesslich bei Cannabis und einer möglichen Legalisierung in Liechtenstein gelandet. Dieses Thema hat in gewissem Sinne eine Daueraktualität ohne Ablaufdatum. Ja, zweifellos. Es ist wirklich langzeitaktuell, da sich auch die Nachbarländer Schweiz, Deutschland und Österreich intensiv mit einer Form der Cannabisregulierung beschäftigen. Gerade die Entwicklungen in der Schweiz und in Deutschland könnten direkte Auswirkungen auf Liechtenstein haben. Cannabis-Konsum ist ein Thema, über das in der Gesellschaft nicht gerne geredet und somit unter der Decke gehalten wird. Wie kommt man da zu Daten, Zahlen, Fakten …?
Das war tatsächlich eine der grössten Herausforderungen bei meiner Arbeit. In Liechtenstein war und ist Substanzkonsum in Teilen der Gesellschaft ein Tabuthema. Viele Menschen sprechen nicht offen darüber, sei es aus Angst vor gesellschaftlicher Verurteilung oder weil sie negative Konsequenzen befürchten. Dadurch ist es schwierig, ein realistisches Bild der tatsächlichen Konsumrealität zu bekommen, was auch bei der liechtensteinischen Gesundheitsbefragung untergeht. Für meine Masterarbeit musste ich die Daten deshalb selbst erheben, und ich habe sehr viel Zeit dafür aufgewendet, Teilnehmer für meine anonyme Online-Umfrage zu finden. Gerade bei einem solchen Thema ist man darauf angewiesen, dass die Menschen bereit sind, ehrlich über ihre Erfahrungen und Einstellungen zu sprechen. Gleichzeitig hatte ich durch persönliche Gespräche rund um die Befragung auch mit sehr vielen Nicht-Konsumenten und Gegnern einer Legalisierung Kontakt. Dabei ist mir aufgefallen, dass vor allem persönliche Schicksalsschläge oder negative Erfahrungen mit Drogen im eigenen Umfeld, beispielsweise in der Familie, oft zu einer deutlich kritischeren Haltung gegenüber einer Regulierung führen. Das ist natürlich nachvollziehbar. Aus meiner Sicht bedeutet eine Regulierung aber nicht, dass man Konsum fördern möchte. Vielmehr hätte der Staat bessere Möglichkeiten, in einem kontrollierten Rahmen
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Qualität, Zugang und damit Jugendschutz zu regulieren und somit bei problematischem Konsum gezielt einzugreifen. Zudem besteht neben den sozialen und gesellschaftlichen auch eine finanzielle Komponente eine Regulierung. Gerade bei einem sensiblen Thema wie diesem halte ich deshalb einen offenen und faktenbasierten Umgang für sinnvoller als eine reine Verdrängung oder Kriminalisierung. Du hast eine anonyme Online-Umfrage mit Teilnahmeberechtigung ab 16 Jahren zum Thema Cannabis durchgeführt, um zu erfassen, wie die Bevölkerung in Liechtenstein darüber denkt. Und? Was denkt sie darüber? Das vielleicht auffälligste Ergebnis im Hinblick der Einstellung ist, dass rund 69 Prozent der Befragten einer möglichen Cannabislegalisierung grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass es den Menschen nicht einfach um ein «legal oder illegal» geht. Die konkrete Ausgestaltung einer Regulierung spielt eine wichtige Rolle, insbesondere kontrollierte Verkaufsformen, klare Regeln, Qualitätssicherung und Jugendschutz. Bei den Ergebnissen muss man allerdings eine gewisse Vorsicht walten lassen. Die Teilnahme war freiwillig, weshalb vermutlich Personen mit eigener Konsumerfahrung oder einer grösseren Nähe zum Thema eher bereit waren, an der Umfrage teilzunehmen. Das zeigt sich auch statistisch sehr deutlich, wobei Personen mit eigener Konsumerfahrung einer Legalisierung rund sechs Mal wahrscheinlicher zuzustimmen. Trotz dieser möglichen Verzerrung halte ich die 401 eingegangenen Antworten für interessant, weil sich daraus klare Tendenzen erkennen lassen und fast 1 Prozent der liechtensteinischen Bevölkerung abgebildet wurde. Natürlich kann man die Ergebnisse aufgrund der Selbstselektion nicht eins zu eins auf die gesamte Bevölkerung übertragen. Sie geben aber einen guten Einblick in die Einstellungen und Präferenzen der Personen, die an der Befragung teilgenommen haben.
Prozent, und selbst bei einem angenommenen Bias von 50 Prozent verbleiben etwa 18 Prozent aktuell Konsumierende. Damit zeigt sich, dass Cannabis auch bei einer eher vorsichtigen Betrachtung keine reine Randerscheinung in Liechtenstein ist. Ein bestimmtes Konsumentenklientel lässt sich hingegen nicht erkennen. Natürlich sind jüngere Personen unter den Konsumenten tendenziell stärker vertreten, grundsätzlich zieht sich der Konsum aber durch verschiedene Altersgruppen, Berufsgruppen und soziale Schichten. Es ist also nicht so, dass Cannabis nur in einem bestimmten gesellschaftlichen Umfeld konsumiert wird. Auffällig ist vielmehr die Bedeutung des sozialen Umfelds. 75 Prozent der Konsumierenden gaben an, Cannabis über Freunde zu beziehen, und gut die Hälfte konsumiert überwiegend mit Freunden in kleiner Runde. Gleichzeitig berichteten rund 60 Prozent von Mischkonsum mit Alkohol und 16 Prozent von zusätzlichem Konsum anderer Substanzen, wobei wir wieder zum Thema des generellen Substanzkonsums kommen.
Einblick in die Masterarbeit von Christopher Hilti Gerne lädt Christopher Hilti alle Interessierten dazu ein, einen Blick in seine Masterarbeit zu werfen. Kontakt: Via Social Media
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mehr Jugendkonsum führen würde. Interessant finde ich aber, dass über verschiedene Gruppen hinweg, also bei Konsumenten, Nicht-Konsumenten, Minderjährigen und Erwachsenen, etwa 80 Prozent angaben, auch nach einer möglichen Legalisierung nicht erneut konsumieren beziehungsweise Cannabis nicht ausprobieren zu wollen. Das relativiert für mich zumindest die Vorstellung, dass eine Legalisierung automatisch dazu führen würde, dass plötzlich ein grosser Teil der Bevölkerung mit dem Konsum beginnt. Wie geht es mit deiner wissenschaftlichen Analyse und deiner Masterthesis weiter. Kommt es auch zur politischen Diskussion – auf die Bühne des Landtags und der Regierung, für welche die Volksgesundheit ein zentrales Gut ist? Gute Frage. Bis jetzt hat sich daraus leider noch keine konkrete politische Diskussion ergeben. Während meiner Befragung gab es aber durchaus Berührungspunkte mit öffentlichen Institutionen. Über das Schulamt wollte ich beispielsweise einen besseren Zugang zu Jugendlichen und deren Eltern erlangen, was mir aufgrund bildungspolitischer Gründe aber verwehrt wurde. Ich hoffe deshalb, dass dieser Beitrag vielleicht eine Diskussion anstossen kann. Mir wäre wichtig, dass man in Liechtenstein offen und sachlich über die bestehende Konsumrealität und die Möglichkeiten einer Regulierung spricht, anstatt das Thema einfach auszublenden. Könnte Liechtenstein eine Vorreiterrolle einnehmen und könntest du dir diesbezüglich ein Engagement vorstellen?
chrig_hilti
Christopher Hilti
oder E-Mail an christopher.hilti@uzh.ch
Wie zeigt sich das Bild der Situation in Liechtenstein? Gibt es Cannabis-Points, welches ist das Konsumenten-Klientel, ist die Jugend besonders gefährdet?
Würde eine Legalisierung zu mehr Jugendkonsum führen?
In meiner Stichprobe gaben 65 Prozent an, bereits mehrfach Cannabis konsumiert zu haben. Aufgrund der Selbstselektion ist dieser Wert jedoch wahrscheinlich überschätzt. Meine Hochrechnung der aktuellen Konsumierenden kommt wiederum, je nach Schätzmethode, auf rund 36
Bei Jugendlichen muss man mit den Ergebnissen meiner Studie vorsichtig sein, weil sie aufgrund von Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme in meiner Stichprobe deutlich unterrepräsentiert waren. Deshalb kann ich daraus nicht seriös ableiten, ob eine Legalisierung zu
Ich interessiere mich persönlich auch sehr für Politik und glaube, dass Liechtenstein bei neuen gesellschaftlichen Themen – wie auch bei diesem – durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen könnte. Auch kann ich mir vorstellen, mich in Zukunft stärker politisch zu engagieren. Mir ist auch bewusst, dass eine solche Diskussion bei uns nicht einfach ist. Selbst bin ich aber jederzeit offen dafür und würde mich auch gerne aktiv einbringen, wobei ich mich für Gespräche mit momentanen politischen Entscheidungsträgern gerne zur Verfügung stelle. Danke, Christopher, für dieses sehr interessante, engagierte und mit bemerkenswertem Know-how reflektierte Gespräch mit dir.
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petenzen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie bereits vorhandene Ressourcen optimal eingesetzt werden können. Die Laufbahnberatung bietet eine strukturierte Herangehensweise, um die eigene berufliche Situation zu reflektieren und die nächsten Schritte bewusst zu gestalten. Einen kostenlosen Beratungstermin können Sie beim Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) unter +423 236 72 00 vereinbaren.
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Bildung & Jugend
«Die Branche bietet noch sehr viel mehr Möglichkeiten» Am 31. Juli hat Joel Hagelberger die Ausbildung zum Solarinstallateur abgeschlossen – als erster seiner Zunft in Liechtenstein. Im Interview erklärt er, was er an seinem Beruf und seinem Lehrbetrieb, den Liechtensteinischen Kraftwerken, besonders schätzt. Interview: Daniela Büchel
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u bist der erste Lehrabsolvent für die Ausbildung Solarinstallateur. Weshalb hast du dich für diese Lehre entschieden?
Joel Hagelberger: Ich habe mich für die Lehre als Solarinstallateur entschieden, weil ich mich schon lange für erneuerbare Energien interessiere. Gleichzeitig wollte ich einen handwerklichen Beruf erlernen, bei dem ich praktisch arbeiten und am Ende des Tages sehen kann, was ich geleistet habe. Die Kombination aus Handwerk, Technik und erneuerbaren Energien hat mich deshalb besonders angesprochen.
Uhr. Danach wird das benötigte Material ausgefasst und gemeinsam alles für die jeweilige Baustelle vorbereitet. Anschliessend geht es zum Kunde, wo die verschiedensten Arbeiten rund um die Installation von Solaranlagen anfallen. Mein Arbeitsalltag besteht vor allem aus viel Sonne und frischer Luft, aber natürlich gehören auch Regen und Schnee dazu. Wir sind bei fast jedem Wetter draussen. Genau diese Abwechslung und die Arbeit an unterschiedlichen Orten machen den Beruf für mich spannend.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Als erster Absolvent dieser Ausbildung kannst du deinen Nachfolgern sicher Tipps für die Lehrzeit in deinem Beruf geben. Welche sind das und für wen eignet sich diese Lehre?
Unser Team trifft sich jeden Morgen um 7.30
Ich würde meinen Nachfolgern empfehlen,
offen und interessiert an die Ausbildung heranzugehen und möglichst viel von den Berufsbildnern und Arbeitskollegen mitzunehmen. Es gibt in diesem Beruf immer wieder Neues zu lernen, und gerade in der Solarbranche entwickelt sich die Technik laufend weiter. Die Lehre eignet sich meiner Meinung nach für alle, die gerne handwerklich arbeiten, Interesse an Technik und erneuerbaren Energien haben und gerne draussen sind. Man sollte ausserdem Freude an abwechslungsreicher Arbeit haben und sich nicht davor scheuen, bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zu arbeiten.
Meine Lehre. Meine Zukunft. Freie Lehrstellen 2027: Kauffrau / Kaufmann Montageelektriker/in Netzelektriker/in
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Elia Vogt aus Triesen
Zahltag mit dem Lernenden Elia Vogt Elia Vogt ist Automatiker im 4. Lehrjahr und arbeitet aktuell bei Oerlikon im Anlagenbau, in dem die Beschichtungsanlagen montiert werden. Oerlikon, weltweit führende Anbieterin von Oberflächentechnologien, entwickelt Lösungen und Anlagen und bietet Services, um die Leistung und Langlebigkeit von Präzisionsbauteilen und die Standzeiten von Werkzeugen für die metall- und kunststoffverarbeitende Industrie wesentlich zu verbessern.
Elia bei der Arbeit an der Beschichtungsanlage.
Wie viele Stunden arbeitest du pro Woche?
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Interview und Fotos: Vera Oehri-Kindle
Wie viele verschiedene Abteilungen hast du schon kennengelernt?
6 Wie viele Monate arbeitest du schon bei der Oerlikon?
Wie viele Tage pro Woche besuchst du als Lernender die Berufsfachschule?
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Einen Einblick in das Ausbildungszentrum.
Elia findet seine Arbeit sehr abwechslungsreich und spannend.
Wie viele Bewerbungen hast du vor Beginn deiner Lehre geschrieben?
Wie viele Minuten dauert eine normale Reinigung der Anlage?
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Wie viel Spass macht dir deine Ausbildung auf einer Skala von 1 bis 10?
Wie viele Personen arbeiten normalerweise gleichzeitig an der Beschichtungsanlage?
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Wie viele Minuten lernst du durchschnittlich für eine Prüfung?
Wie viele überbetriebliche Kurse besucht ein Automatiker während der Ausbildung?
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Bildung & Jugend
Viel Abwechslung und direkter Kundenkontakt Edion Fejzullahu ist im zweiten Lehrjahr bei der Oehri Eisenwaren AG und absolviert die Ausbildung zum Detailhandelsfachmann. Im Interview erzählt er von seinem abwechslungsreichen Arbeitsalltag, der Kundenberatung und davon, was ihm an seiner Ausbildung besonders gefällt. Interview: Daniela Büchel
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arum hast du dich für genau diese Ausbildung entschieden?
Edion Fejzullahu: Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich gerne mit Menschen arbeite und die Kunden gerne berate. Ausserdem interessiere ich mich für Werkzeuge und die verschiedenen Produkte aus unserem Sortiment. Ich finde es spannend, dass ich während der Lehre immer mehr über die Produkte lerne und mein Wissen weitergeben kann.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus? Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich. Ich berate Kunden und erledige verschiedene Aufgaben im Laden. Dazu gehört zum Beispiel: Produkte kontrollieren, Waren einräumen und Ordnung machen. Dadurch ist jeder Tag etwas anders, und es wird nie langweilig. Welche Aufgaben übernimmst du bereits selbständig?
Ich übernehme mittlerweile verschiedene Aufgaben selbständig. Dazu gehört das Beraten von Kunden, das Bearbeiten von Kundenaufträgen, das Fräsen von Schlüsseln und das Einräumen von Waren im Laden. Ausserdem gestalte ich Aktionenflächen mit. Dabei kann ich eigene Ideen einbringen und immer mehr Verantwortung übernehmen.
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GRAFIK . PR . KOMMUNIKATION . MARKETING . BÜCHER . FILME MEDIENBUERO Oehri & Kaiser AG
WIR VISUALISIEREN IHRE IDEEN. BRANDING | KOMMUNIKATIONSDESIGN
PRINTMEDIEN | EDITORIAL DESIGN
Um Ihre Ziele zu erreichen, planen wir für Sie eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie. Das visuelle Erscheinungsbild einer Marke hilft Ihrem Unternehmen, sich besser auf dem Markt zu etablieren und wiedererkannt zu werden. Das Medienbuero baut Ihre Marke gezielt auf und schafft dafür individuelle, kommunikative und visuelle Merkmale, die als Logo, Wort- und Bildmarke gesetzt werden.
Wir gestalten Magazine, Publikationen, Produktbroschüren, Flyer, Bücher, Jahres- und Geschäftsberichte, Jubiläumspublikationen, Kundenmagazine, Mitarbeitermagazine, Anzeigen, Plakate und kreieren Printmedien für jede Branche und jedes Thema. Wir sorgen für den Gesprächsstoff, der die Menschen interessiert.
MARKETING | INSERATESERVICE
EVENTS | KOMMUNIKATION
Der kostengünstigste Weg, neue Kunden zu erreichen. Erfolgreich kommunizieren – aber wie? Das Medienbuero geht Marken, Märkten und Zielgruppen auf den Grund. Wir verleihen Unternehmen und Institutionen ein klares Profil, definieren Medien und Massnahmen, die vom Briefing geradewegs zum Ziel führen. Und wir überprüfen, wie gut Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen.
Sie suchen eine externe Medienstelle, die Ihr Unternehmen in der Öffentlichkeit vertritt? Sie planen die Einführung einer Markt- oder Produktneuheit? Sie haben eine Geschichte zu erzählen, welche die Öffentlichkeit interessiert? Wir ebnen Ihnen den Weg zu einer erfolgreichen Öffentlichkeits- und Medienarbeit.
AUDIOVISUELLE KOMMUNIKATION In Zusamenarbeit mit AK DIGITAL MEDIA produzieren wir innovative Filme und Biografien, Firmenportraits, Podcasts und Videoclips.
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www.liezeit.li
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Förderung von Wärmedämmung bestehender Bauten Ein gut gedämmtes Gebäude ist nicht nur im Winter mit Hinblick auf Reduktion der Wärmeverluste wichtig, sondern auch gegen eindringende Hitze im Sommer relevant. Hohe Raumtemperaturen beeinträchtigen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit immens. Das Nachdämmen bei bestehenden Gebäuden bringt somit einen umfassenden Mehrwert über das ganze Jahr. Sie sanieren energieeffizient – wir fördern! Der Förderbetrag des Landes für die Dämmung von Flächen zu beheizten Räumen berechnet sich in Abhängigkeit der jeweilig sanierten Einzelbauteile und deren Flächen.
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Fenster | Aussentüren
CHF 100 + 100 = 200/m2
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Dach- bzw. Estrichboden
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Land + Gemeinde = Gesamt Die Gemeinden fördern gemäss ihren eigenen Beschlüssen und verdoppeln meist bis zu ihren jeweiligen Maximalbeträgen.
Energiefachstelle Liechtenstein Amt für Volkswirtschaft | Haus der Wirtschaft | 9494 Schaan T +423 236 69 88 | info.energie@llv.li | energiebündel.li | llv.li
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„Verwittertes Pflaster?! –Die Alternative zur Neuverlegung.“ Die Steinpfleger Schweiz-Ost, das Team im Interview:
Eine kurze Einleitung bitte. Was genau bieten Die Steinpfleger an? Wir haben uns darauf spezialisiert, Oberflächen im Außenbereich aufzubereiten und diese nachhaltig zu schützen. Im Grunde vergleichbar mit der Pflege eines Autos. Richtig geschützt hat man auch hier deutlich länger Freude daran und erhält zeitgleich den Wert. Kurz zum Ablauf, wie kann man sich einen Steinpflegerbesuch vorstellen? Zunächst schaut sich ein Mitarbeiter die Flächen an, legt eine Probereinigung, bspw. In einer Ecke an, und erstellt dann ein Aufmaßblatt inkl. Fotos. Dieses wird noch vor Ort an unser Büro versendet. Direkt im Anschluss erhält der Kunde ein schriftliches Angebot. Das Besondere bei uns: Bis hierhin ist alles kostenfrei und völlig unverbindlich. Für uns sind die Angebote verbindlich, es wird kein Cent mehr abgerechnet als vereinbart, auch wenn wir länger bleiben müssen. Und wie läuft so eine Aufbereitung, bspw. die eines Pflasters ab?
Wir reinigen mit bis zu 100°C heißem Wasser und einem angepassten Druck von bis zu 350 bar. Dabei saugen wir gleichzeitig das entstehende Schmutzwasser sowie das Fugenmaterial ab. Im Anschluss wird die Fläche einer umweltverträglichen Art der Desinfektion unterzogen. Damit entfernen wir selbst die kleinsten Rückstände und Sporen. Damit es aussieht wie neu verlegt und die Flächen ihre Stabilität behalten, werden diese neu verfugt. Im Anschluss imprägnieren wir die Flächen und schützen diese so langfristig. Warum sollte man die Steinpfleger beauftragen? Zum einen natürlich der Faktor Zeit. Ich denke, ein Garten ist in erster Linie ein Ort der Ruhe und Erholung. Wer möchte schon die wenigen Sonnenstunden damit verbringen, zu reinigen und Sachen von A nach B zu schleppen. Außerdem ist ja zu beachten, reinigt man selbst, ist das i. d. R. alle 3-4 Monate nötig. Dabei wird viel Dreck an Fenstern und Türen verursacht, teilweise werden die Fugen ausgespült, Pfützen entstehen und natürlich wird jedes Mal das Pflaster weiter angeraut. Dadurch ist das Pflaster im neuen Jahr noch schmutzanfälliger. Wenn wir da waren, bieten wir mit STEINPFLEGER Protect 4 Jahre Garantie, auch gewerblich! Und dank unserer hauseigenen festen
Systemfuge ist auch eine nachhaltige chemiefreie Unkrauthemmung möglich. Man hört und liest ja immer wieder von Drückerkolonnen, welche vor Ort direkt abkassieren und mit dubiosen Mitteln nachhelfen. Was unterscheidet Sie davon? Einfach alles! Das beginnt schon damit, dass wir Angebote ausschließlich schriftlich versenden, geht über unsere Auftragsbestätigungen bis hin zu einer ordnungsgemäßen Rechnung, welche auch zum Teil steuerlich geltend gemacht werden kann. Nicht zuletzt sind wir einfach vor Ort und mit offenem Visier am Kunden. Das gibt Sicherheit. Garantiert haben wir auch in Ihrer Nähe Referenzen zu bieten. Ein letztes Statement an alle Unentschlossenen, und wie man Sie erreichen kann! Testen Sie uns. Bis zu Ihrem „Go“ zur Durchführung der Arbeiten ist es kostenfrei und unverbindlich, Sie können nur gewinnen! Auf www.die-steinpfleger.ch haben wir ein informatives Video am Beispiel einer Auftragsdurchführung, telefonisch sind wir unter +41 71 510 06 40 erreichbar.
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SELBSTREINIGUNGSVERFAHREN FÜR BODEN, DACH UND FASSADE Koster Gebäudesanierung GmbH – Dach, Fassade, oder Steinbeläge von Moos und Algenbefall befreien? Eine schonende Behandlungsmethode verspricht Abhilfe und Kosteneinsparungen von bis zu 85%. Algenbefallene Fassaden und vermoos-
Selbstreinigendes Produkt
haltigkeit, bleiben die behandelten Fas-
te Dächer hinterlassen nicht nur einen
Die Fachleute lösen das Problem im
sadenflächen durchschnittlich 10 bis 15
schlechten Eindruck in der Nachbar-
Selbstreinigungsverfahren. Der Desinfek-
Jahre sauber.
schaft, sie werten die Immobilie insge-
tionswirkstoff entfernt zuverlässig organi-
samt ab und mindern die Attraktivität
schen Befall in Form von Algen, Moosen,
Eine sanfte und kosteneffiziente
für Bewohner und allfällige potenzielle
Flechten oder Schimmelpilz nachhaltig
Methode
Käufer.
von Fassaden, Dächern, Steinbelägen,
Die Methode besticht nicht nur durch
Terrassen oder Mauerwerk.
Kosteneffizienz, sondern auch durch
Wer hier nicht rechtzeitig handelt, ris-
Vorher: Putzfassade mit Flechten- und Algenbefall
schnelle Arbeitsabläufe. Somit wird die
kiert, dass eine grössere Sanierung
Ist der Wirkstoff erst einmal aufgetragen,
Mieterschaft nur minimal belastet. Die
unumgänglich wird. Denn unbehandelt
reinigt sich die Oberfläche nach einiger
Fachleute benötigen weder Gerüst noch
können diese Mikroorganismen die Le-
Zeit ganz von selbst. Das verwendete
Hochdruckreiniger. Die Anwendung ver-
bensdauer der Dach- und Fassadensub-
Produkt ist chlorund javelfrei, amtlich
ursacht keine negativen, unangenehmen
stanz massgeblich verkürzen. Das muss
geprüft, oberflächenschonend und ohne
Emissionen wie Staub, Lösungsmittelge-
nicht sein.
aggressive Wirkstoffe. Dank der Nach-
ruch usw. Das Produkt ist auf jegliche
Nachher: Fassade ca.1 Jahr später
Materialien im Aussenbereich anwendbar und muss weder abgewaschen, noch ab-
Speditiv, kostengünstig und
geschrubbt werden.
nachhaltig Die Fachleute sprühen in einer ersten
Vorher: Betonstützmauer mit Flechten- und Algenbefall
Tonziegeldach mit Schwarzalgenbefall.
Untergründe werden nicht durch Hoch-
Phase das oberflächenschonende Pro-
druck oder schrubben strapaziert. Die
dukt auf die befallenen Flächen. Das Auf-
Kosteneinsparung bei einer Fassadenbe-
sprühen des Selbstreinigungswirkstoffes
handlung beträgt bis zu 85% gegenüber
dauert nur wenige Stunden. Bereits nach
einem Neuanstrich. Da die Profis mit spe-
einer Einwirkungszeit von wenigen Tagen
ziellen Sprühlanzen – mit einer Reichwei-
beginnen sich in einer zweiten Phase die
te vom Boden bis zu 12 Metern – arbei-
Mikroorganismen von selbst aufzulösen.
ten, können sie auf teure Gerüstkosten
Wind und Regen tragen die abgetöteten
verzichten. Je nach Situation kommen
Partikel mit der Zeit gänzlich ab. Die
Hebebühnen zum Einsatz, um die befal-
komplette Selbstauflösung der Organis-
lenen Stellen problemlos zu erreichen.
men dauert je nach Befall rund vier bis zwölf Monate. Sollten nach spätestens 24 Monaten noch Reste des Befalls zu
Nachher: Betonstützmauer ca. 1 Jahr später
Das Dach circa ein Jahr später.
sehen sein, behandelt die Firma kostenlos nach.
Vorteile des Selbstreinigungsverfahrens • Oberflächenschonendes Produkt ohne aggressive Wirkstoffe. • Eliminiert Algen, Moose, Flechten oder Schimmelpilz auf Dach, Fassade und Bodenbelägen schonend, ohne das Material anzugreifen. • Kostenersparnis von bis zu 85% gegenüber konventionellen Methoden. • Kein teures, für die Mieterschaft störendes Fassadengerüst notwendig. • Emissionsarme Behandlung: keine Chlorgerüche, kein Staub. • Nachhaltigkeit bei Fassaden von durchschnittlich 10 bis 15 Jahren.
Koster Gebäudesanierung GmbH Kobelstrasse 7, 9442 Berneck Tel. 071 744 02 32 Filiale: 9230 Flawil, Tel. 079 255 82 55
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Tempo 30: Eine sachliche Diskussion und gute Lösungen verlangen fundierte Kenntnisse. Lärm stresst und macht krank
In der Schweiz ist etwa jede siebte Person von lästigem und schädlichem Verkehrslärm am Wohnort betroffen. Lärm schadet auch unterhalb der geltenden Grenzwerte. Übermässiger Strassenlärm verursacht in der Schweiz externe Kosten von rund zwei Milliarden Franken pro Jahr. Etwa 45 Prozent davon sind Lärmkosten auf Wertverluste von Immobilien. Tempo 30 ist eine wirksame Massnahme, um die Bevölkerung vor schädlichem Strassenlärm zu schützen, was so auch vom Bundesgericht anerkannt wird. Der Lärm reduziert sich im Durchschnitt um rund 3 Dezibel, was einer Halbierung der Verkehrsmenge entspricht. In der Nacht sorgt Tempo 30 für einen erholsamen Schlaf, weil dadurch auch die Lärmspitzen von einzelnen Autodurchfahrten stark reduziert werden. Wird die Lärmproblematik sich nicht von allein lösen, wenn alle Autos elektrisch unterwegs sind? Nein. Denn bei 50 Kilometern pro Stunde gibt es keinen hörbaren Unterschied, ob ein Auto elektrisch oder mit Verbrennungsmotor unterwegs ist. Der Grund liegt daran, dass ab 25 Kilometern pro Stunde die Roll- und Luftgeräusche dominieren, unabhängig von der Antriebsart.
Tempo 30 energieeffizienter als Tempo 50
Elektroautos benötigen in der Stadt bei Tempo 50 im Durchschnitt 16,5 Prozent mehr Energie als bei Tempo 30, wie die Deutsche Umwelthilfe in einer Studie belegte. Der Verbrauch hängt wesentlich davon ab, wie flüssig der Verkehr rollt. Bei häufigem Stop and Go steigt der Verbrauch. Die Schweizerische Vereinigung der Mobilitäts- und Verkehrsfachleute (SVI) hält in einem Forschungsbericht fest: «Auf die Leistungsfähigkeit (maximale Anzahl Fahrzeuge pro Stunde) hat eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h meistens keinen massgeblichen Einfluss. Innerorts liegt die maximale Leistungsfähigkeit üblicherweise bei einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h.»
Tempo 30 rettet Leben
Verkehrssicherheit: Weniger und weniger schwere Unfälle bei Tempo 30 als bei Tempo 50
In der SRF-Tagesschau vom 12. Januar 2025 wurde berichtet, dass die schweren Unfälle in den vergangenen 20 Jahren sehr stark zurückgegangen sind (2004: 230 getötete Insassen, 2024: 75). Diese Erfolgsmeldung bezog sich nur auf die Autofahrenden, die heute viel besser geschützt sind als vor 20 Jahren. Bei den schwer verunfallten Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Radfahrenden ist eine wenig erfreuliche Entwicklung zu beobachten. Der BFU-Sinus-Report besagt: Während die schweren Unfallzahlen bei Autoinsassen um ein Drittel zurückgegangen sind, gab es, wenn man Fuss-, Rad- und E-Bike-Unfälle zusammenrechnet, eine deutliche Zunahme im selben Zeitraum. Dies bedeutet: Während die Autofahrenden deutlich seltener schwer verunfallen, hat die Zahl der schweren Unfälle bei der Gruppe der verletzlichen Verkehrsteilnehmer zugenommen. Wie von der BFU belegt, zählt Tempo 30 zu den wirksamsten Massnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen: minus 38 Prozent schwere und tödliche Unfälle.
Copyright «Atelier Müller Lütolf»
Die Schulwege der Kinder sind über das gesamte Gemeindegebiet verteilt. Mit Tempo 30 sind die Kinder zu Fuss oder mit dem Fahrrad von zu Hause bis zur Schule deutlich sicherer unterwegs. Zusätzlich hat eine flächige Einführung die folgenden Vorteile: Das einheitliche Verkehrsregime wird von den Autolenkenden besser verstanden. Dadurch werden auch die Tempolimiten besser eingehalten, das Sicherheitsniveau steigt. Es ist auch im Interesse von Autofahrenden, wenn sie nicht zu Mitbeteiligten eines schweren Unfalles mit einem Schulkind oder Fussgänger werden. Eine Autofahrt verlängert sich in der Regel kaum spürbar. Für Hauptstrassen gilt laut Forschungsbericht der SVI: «Als Faustregel kann in Folge der reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h mit einer realen Fahrzeitverlängerung von 2s/100m gerechnet werden. Wird mittels Tempo 30 eine Verstetigung des Verkehrsflusses erreicht, kann dies sogar eine positive Wirkung auf die Reisezeit haben.» René Schaffhauser, emeritierter Professor für öffentliches Recht an der Universität St. Gallen: «Zum nötigen Schutze unserer Mitmenschen sollte es trotz einem Zeitverlust von 5 Sekunden kein Tabu-Bruch sein, eine Ortsdurchfahrt zu verlangsamen.»
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Männerfragen ist barrierefrei! Als niederschwellige und fachlich qualifizierte Anlaufstelle für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen ist es uns ein zentrales Anliegen, sie alle mit unseren Angeboten zu erreichen.
DIGITAL …
Wir haben uns gefragt: «Wie zugänglich ist unsere Homepage wirklich?» Denn auch das Internet ist Lebenswelt und Alltag für viele von uns. Im Netz findet man alles: Beratung, Hilfsangebote, Kontaktmöglichkeiten, Unterhaltung, Wissen und vieles mehr. Beispielsweise auch unsere kostenlosen e-Ratgeber zu Themen wie «Trennung & Scheidung», «Konkubinat» oder «Gewaltschutz» mit wertvollen Informationen bis hin zu verwendbaren Word-Vorlagen. Für die meisten Menschen ist der Gebrauch des Internets selbstverständlich: «Wenn ich etwas nicht weiss, dann google ich oder frage die Künstliche Intelligenz.» Doch für andere ist es eine Herausforderung. Denn das Internet ist längst nicht so grenzenlos, wie es vielleicht scheint. Menschen mit Beeinträchtigung stossen schnell auf digitale Barrieren. Zu kleine Schriften, geringe Farbkontraste, komplexe Texte oder unklare Navigation können die Nutzung einer Website massiv erschweren. Was für viele nur eine kleine Hürde ist,
kann für andere den Unterschied ausmachen, ob Informationen überhaupt zugänglich sind.
wie Englisch, Französisch, Italienisch, Ukrainisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch …
Nach intensiver Recherche und dem Vergleich verschiedener Lösungen – wobei uns die Homepages von SOS-Kinderdorf Liechtenstein und gemeinnützig.li als Vorbilder dienten – haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit Eye-Able entschieden. Seitdem ist www.männerfragen.li mit einem Tool ausgestattet, das die Informationssuche für Menschen mit Beeinträchtigung erleichtert. Die drei Icons auf der rechten Seite sind leicht zu erkennen.
Alle Funktionen stehen auf PC, Tablet und Smartphone zur Verfügung!
Umfangreiche Funktionen für mehr Zugänglichkeit:
• Schriftgrösse individuell anpassbar • Kontrastmodus für bessere Lesbarkeit • Blaufilter zur Schonung der Augen • Vorlesefunktion für die gesamte Website • Bilderausblendung für klare Inhalte • Grösserer Mauszeiger für einfache Bedienung • Automatische Übersetzung in einfache Sprache • Automatische Übersetzung in Fremdsprachen
Barrierefreiheit ist besonders bei Beratungs- und Hilfsangeboten entscheidend. Wer in einer belastenden Situation nach Unterstützung sucht, sollte nicht an technischen, sprachlichen oder visuellen Hürden scheitern. Informationen zu Hilfsangeboten müssen einfach auffindbar und verständlich sein. Teste unsere Website selbst und gib uns gerne Feedback oder Verbesserungsvorschläge!
… wie auch ANALOG
Seit September 2025 ist unser Männercafé an der Feldkircherstrasse 50 in Schaan für die Öffentlichkeit zugänglich. Dort durften wir bereits über 400 Personen begrüssen. Niederschwelligkeit und Barrierefreiheit stehen auch beim Café im Fokus: Eine Vor-Ort-Beratung ist ohne Treppen möglich und Bushaltestellen befinden sich in unmittelbarer Nähe. Jeder ist willkommen – auf einen Kaffee, ein Wasser, ein gutes Gespräch …
Aktuelle Öffnungszeiten:
• Mittwoch & Freitag: 11 bis 12.30 Uhr • Männer*Stamm jeden dritten Donnerstag im Monat ab 18.30 Uhr nach Ankündigung zu speziellen Themen • Und immer wenn die Tür offen steht! Alle Infos zu Anfahrt, Kontakt, Öffnungszeiten (wir bauen sie aus!) und mehr findest du unter www.männerfragen.li. Zuständig für die Umsetzung einer barrierefreien Homepage sowie das Projekt «Männercafé» ist unser neuer Mitarbeiter Pascal Thaler.
Wir freuen uns auf deinen Besuch – virtuell oder analog!
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Sandra Büchel-Thalmaier, Dozentin Ethik und Religionen, und Margot Hassler, Hospizbegleiterin im Bereich Spiritual Care.
Persönlich gestaltete Abschiedsfeiern und Bestattungen
Abschiedsfeiern so individuell wie das Leben Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen, gehört zu den schwersten Momenten im Leben. Für viele ist es wichtig, diesen Abschied persönlich zu gestalten. Sie wünschen sich eine individuell gestaltete Abschiedsfeier, die persönliche Erinnerungen aufgreift und einen würdevollen Rahmen für das gemeinsame Abschiednehmen schafft. Dabei sollen die Persönlichkeit und das Leben des verstorbenen Menschen spürbar werden. Auch die Form der Bestattung kann Teil dieser persönlichen Gestaltung sein. Die Gruppe «Abschied in Würde» des Vereins für eine offene Kirche bietet verschiedene Formen von Abschiedsfeiern und Begleitungen bei Bestattungen an. Sandra Büchel-Thalmaier und Margot Hassler informieren über das Angebot und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Interview: Johannes Kaiser
W
ie haben sich die Wünsche und Bedürfnisse rund um Abschiedsfeiern in den vergangenen Jahren verändert?
Sandra Büchel-Thalmaier: Der Wunsch nach einer persönlichen Form des Abschiednehmens ist in den vergangenen Jahren deutlich stärker geworden. Viele Angehörige möchten die Ab-
schiedsfeier so gestalten, dass der verstorbene Mensch mit seiner Persönlichkeit, seiner Lebensgeschichte und den gemeinsamen Erlebnissen nochmals spürbar wird.
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Erinnerungen wie Fotos, Musik und Texte spielen dabei eine wichtige Rolle. Der Verein für eine offene Kirche hat dieses Bedürfnis aufgegriffen und die Gruppe «Abschied in Würde» einen Rahmen ausgearbeitet, in dem Abschiedsfeiern individuell und nach den persönlichen Vorstellungen der Angehörigen gestaltet werden können. Warum ist die Nachfrage zusehends gewachsen? Margot Hassler: Unsere Lebens- und Glaubenswelten verändern sich stark. Traditionelle Formen des Abschiednehmens, gerade in einem kirchlichen Rahmen, entsprechen nicht mehr für alle Menschen den eigenen Vorstellungen. Gleichzeitig ist das Bedürfnis gewachsen, Abschiedsfeier und Bestattung persönlicher zu gestalten und dabei das Leben und die Persönlichkeit des verstorbenen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Coronazeit hat zudem nochmals verdeutlicht, wie wichtig das gemeinsame Abschiednehmen im Kreis von Familie und Freunden ist. Unser Anliegen ist es, Angehörige dabei zu begleiten und gemeinsam mit ihnen eine Form des Abschieds zu finden, die für sie stimmig ist und dem verstorbenen Menschen gerecht wird. Wer gehört zur Gruppe «Abschied in Würde» und begleitet die Angehörigen bei der Vorbereitung und Gestaltung einer Abschiedsfeier? Sandra Büchel-Thalmaier: Wir sind von unserem Hintergrund her christliche Theologinnen und Theologen sowie Religionspädagoginnen und -pädagogen. Wir bieten unser Angebot aber allen Menschen, unabhängig von einer Religion, an und bereiten die Abschiedsfeier in persönlichen Gesprächen gemeinsam mit den Angehörigen vor. Dabei nehmen wir uns Zeit, ihre Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen und zu erfahren, was ihnen für den Abschied wichtig ist. Persönliche Texte, Fotos, Symbole, Musik und weitere Gestaltungselemente können in die Abschiedsfeier einfliessen. Wobei die Abschiedsfeier von der Bestattung auch getrennt werden kann. Manche wünschen nur eine Abschiedsfeier oder eine Bestattung, andere beides. So entsteht eine Form des Abschieds, die auf den verstorbenen Menschen und die Trauernden abgestimmt ist.
Todesfälle in einer Familie bilden einen emotionalen Ausnahmezustand. Margot Hassler: Nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen befinden sich die Angehörigen in einer emotional schwierigen Situation. In den Gesprächen geht es deshalb zunächst darum, zuzuhören und wahrzunehmen, was die Menschen beschäftigt und was sie in dieser Situation brauchen. In einem vertraulichen Rahmen besprechen wir ihre Wünsche und Vorstellungen und überlegen gemeinsam, wie Abschiedsfeier und Bestattung gestaltet werden können. Sandra Büchel-Thalmaier: Abschiednehmen ist ein wichtiger Teil der Trauerarbeit. Gemeinsam ausgewählte Musik – beispielsweise das Lieblingslied des verstorbenen Menschen –, der Lebenslauf, Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben, ein persönlicher Brief, Fotos aus verschiedenen Lebensphasen oder ein Gegenstand mit besonderer Bedeutung können Erinnerungen lebendig werden lassen und dem Abschied eine persönliche Form geben. Die Abschiedsfeier schafft dafür einen gemeinsamen Rahmen und gibt der Trauer Raum. Was ist euch in den Gesprächen mit den Trauerfamilien besonders wichtig? Sandra Büchel-Thalmaier: Die Gespräche mit den Angehörigen finden in einem vertrauensvollen und offenen Rahmen statt. Neben der konkreten Vorbereitung der Abschiedsfeier kommen dabei oft auch Fragen zu Leben und Tod, zu Glauben und persönlichen Vorstellungen zur Sprache. Für all das soll Platz sein, je nachdem, was die Familie wünscht. Gemeinsam schauen wir, was den verstorbenen Menschen ausgemacht hat und was davon in die Abschiedsfeier einfliessen soll. Manchmal haben Verstorbene selbst Wünsche für ihre Verabschiedung oder Bestattung geäussert. Diese Wünsche aufzunehmen und gemeinsam eine Form des Abschieds zu finden, die dem verstorbenen Menschen und den Angehörigen entspricht, kann vielen helfen, sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen und nach und nach mit der veränderten Lebenssituation umzugehen. Margot Hassler: Jede Familie geht anders mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen um. Deshalb ist es uns wichtig, zunächst
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herauszufinden, welche Art des Abschiednehmens die Angehörigen wünschen. Manche kommen bereits mit klaren Vorstellungen zur Abschiedsfeier und zur Bestattung, andere wünschen sich mehr Orientierung und konkrete Vorschläge. Darauf stellen wir uns ein. Wir zeigen verschiedene Möglichkeiten auf und entwickeln gemeinsam mit der Familie eine Feier, die ihren Bedürfnissen entspricht. Dabei können sich die Angehörigen natürlich jederzeit selbst einbringen – mit Texten, dem Lebenslauf, Musik oder eigenen Beiträgen. Was bedeutet es euch persönlich, Angehörige bei der Gestaltung eines würdevollen Abschieds zu begleiten? Sandra Büchel-Thalmaier: Menschen in einer so herausfordernden Phase ihres Lebens begleiten zu dürfen, bewegt mich sehr. In den Gesprächen entsteht ein Bild davon, was den verstorbenen Menschen und seine Persönlichkeit geprägt hat und welche gemeinsamen Erlebnisse und Erinnerungen für die Angehörigen von besonderer Bedeutung sind. Gemeinsam daraus eine Abschiedsfeier zu entwickeln, in der diese Verbundenheit und die gemeinsamen Erinnerungen zum Ausdruck kommen, empfinde ich als eine sehr sinnvolle Aufgabe. Margot Hassler: Mich berührt besonders das Vertrauen, das uns die Angehörigen in diesen Gesprächen entgegenbringen. Dabei kommen oft grundlegende Fragen zu Leben, Tod und Abschied zur Sprache – Fragen, auf die es nicht immer abschliessende Antworten gibt. Manchmal fehlen auch einfach die Worte. Dann können ein bestimmtes Lied, ein Text, ein Bild oder eine symbolische Handlung ausdrücken, was sich nur schwer sagen lässt. Gemeinsam eine Form des Abschieds zu finden, die für die Angehörigen stimmig ist und ihnen in ihrer Trauer hilft, ist für mich ein wichtiger Teil unserer Begleitung.
Kontakt Abschied in Würde (Verein für eine offene Kirche) Tel.: Abschied in Würde +423 789 00 99 E-Mail: verein@offenekirche.li
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Konzerte im Hagenhaus in Nendeln
Ein Herbst voller bunter Blätter und wunderbarer Musik Wenn es draussen früher dunkel wird, beginnt im Hagenhaus wieder etwas, das über den Sommer fast ein wenig gefehlt hat: Das Haus füllt sich mit Musik. Im Peter-Kaiser-Konzertsaal wird wieder geprobt, zugehört, gespielt und nach dem Konzert noch zusammengesessen.
Der Herbst kommt – und mit ihm ein September, der sehr viel wunderbare Musik nach Nendeln bringt. Wer das Hagenhaus kennt, weiss vielleicht schon, was die Dienstag- und Mittwochabende besonders macht. Wer noch nie da war, könnte überrascht sein: Es spielen junge Musikerinnen und Musiker, die an der Musikakademie in Liechtenstein studieren und als Stipendiatinnen und Stipendiaten ihren künstlerischen Weg weiterbeschreiten. Sie arbeiten mit internationalen Dozentinnen und Dozenten, proben Kammermusik und bereiten sich auf eine Laufbahn vor, die sie vielleicht einmal auf grosse Bühnen führen wird. Ein Teil dieses Weges ist öffentlich – und damit für alle erlebbar. Am Dienstag gehört der Abend der Kammermusik. Drei Konzerte im September führen von Streichquartetten zu Klaviertrios, von Beethoven und Mendelssohn über Schubert bis Tschaikowski. Das Spannende daran lässt sich nicht allein im Programmheft finden. In der Kammermusik entsteht etwas zwischen den Musikerinnen und Musikern: ein Blick, ein Atemzug, eine Reaktion, ein musikalischer Gedanke, der von einem Instrument zum nächsten wandert. Man sitzt dabei nicht weit weg vom Geschehen, sondern erlebt, wie Musik im Moment entsteht. Am Mittwoch wird es noch unmittelbarer: Bei den Solokonzerten steht jeweils eine Musikerpersönlichkeit mit ihrem Instrument im Mittelpunkt. Im September ist es zweimal das Violon-
cello und einmal das Klavier. Es sind kurze Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern, deren künstlerische Handschrift sich intensiviert. Vielleicht entdeckt man dabei einen Namen, den man einige Jahre später auf einem ganz anderen Konzertplakat wiederfindet. Die Reihe «Donnerstag im Hagenhaus» öffnet das Haus für Künstlerinnen und Künstler von ausserhalb der Akademie – und für Musik, die jedes Mal eine andere Tür öffnet. Am 10. September ist die britische Mezzosopranistin Anita Monserrat zu Gast. Ihr Abend führt von Carmen und Bizet über Berlioz, Mahler und Brahms bis zu Korngold und Montsalvatge. Eine Reise durch Oper, Lied und die Sehnsucht nach Spanien, begleitet am Klavier von Iain Burnside. Eine Woche später wird es rhythmischer: «Los Pitutos» bringen am 17. September Musik aus Chile und Kolumbien nach Nendeln. Bolero und Cumbia treffen auf Pop, Funk und mehrstimmigen Gesang. Musik zum Zuhören – und vielleicht auch zum innerlichen Mitschwingen. Zum Monatsende wird es sehr innig. Am 24. September singt der Schweizer Bariton Äneas Humm Schuberts «Winterreise». Die 24 Lieder erzählen von Abschied, Einsamkeit, Erinnerung und der Suche nach einem neuen Weg. Es ist Musik, die keinen grossen äusseren Aufwand
braucht. Stimme, Wort und Klavier genügen, um einen ganzen inneren Kosmos entstehen zu lassen. Begleitet wird er von Kit Armstrong am Klavier. Jeder Abend im Hagenhaus hat eine besondere Atmosphäre. Und nach dem letzten Ton muss auch niemand sofort nach Hause: Bei einem Getränk kann man mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen, Bekannte treffen oder neue Bekanntschaften knüpfen. So wird aus den Konzerten der Musikakademie und den Abenden im Hagenhaus ein Anlass der Gemeinschaft, an dem junge Musikerinnen und Musiker ihren Weg gehen dürfen und die Gäste ihnen dabei unmittelbar zuhören können. Ein Ort für grosse Musik in einem kleinen, persönlichen Rahmen. Und sicher ein guter Grund, an einem Herbstabend einen Ausflug nach Nendeln zu unternehmen.
Veranstaltungsort: Hagenhaus, Peter-Kaiser-Konzertsaal, Feldkircher Strasse 18, 9485 Nendeln. Weitere Informationen und das vollständige Programm: www.musikakademie.li und www.hagenhaus.li. Tickets und Anmeldung: +423 262 63 52, ticketing@hagenhaus.li
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«Musik aus Liechtenstein»
Geschichten, die verbinden Mit «Musik aus Liechtenstein» bringt podcasthus.li verschiedene Generationen der heimischen Musikszene zusammen. 2026 wächst das Format weiter: mit Produktionen rund um Pepis Folksfäscht, im Hagenhaus und im Schlösslekeller.
Begonnen hat das Jahr für podcasthus.li am 29. Januar im Hagenhaus in Nendeln. Bei «Made in Liechtenstein» waren «Rääs» sowie Marco Hoch und Beat Don Toblerone von der Band Naturtrüeb dabei. Marco Hoch war der erste Musiker überhaupt, der bei podcasthus. li zu Gast war. Mit dem Hagenhaus verbindet Andreas Krättli, Betreiber von podcasthus.li, auch eine persönliche Geschichte. Dražen Domjanić holte ihn als Intendant für den Abend nach Nendeln. Für Andreas Krättli war diese Einladung etwas Besonderes: Ausgerechnet sein früherer Klavierlehrer gab ihm viele Jahre später den Raum, einen eigenen musikalischen Abend zu gestalten. «Dafür bin ich Dražen bis heute sehr dankbar. Er hat mich schon als jungen Menschen musikalisch begleitet und später auch an mich als Intendant geglaubt. Das bedeutet mir persönlich viel», sagt Andreas Krättli.
Verschiedene Musikgenerationen
Ende August und Anfang September folgen drei LIVE-Musik-Podcasts rund um Pepis Folksfäscht. «The Peps» und Fabrizio Rotunno, Karin Ospelt und Emil Laternser sowie «VähHüater» und Johanna Falk treffen aufeinander. Die Idee ist einfach: Erfahrene Musikerinnen und Musiker begegnen einer jüngeren Generation. Es geht um Musik, persönliche Geschichten und die Frage, was weitergegeben wird und was sich verändert. Gespräch und Livemusik gehören zusammen. Die drei Produktionen werden von der Kulturstiftung Liechtenstein gefördert.
Vom Hagenhaus in den Schlösslekeller
Am 8. Oktober geht «Made in Liechtenstein»
im Hagenhaus weiter. Mit Antoine Lemaire, Heinz Mühlegg und dem Tanzclub Liechtenstein führt der Abend durch verschiedene Kapitel der regionalen Musik- und Mediengeschichte. Antoine Lemaire brachte als Konzertorganisator internationale Künstler wie Cat Stevens, Rod Stewart oder «Pink Floyd» ins Rheintal und war für Andreas Krättli früh ein Vorbild. Heinz Mühlegg ist ein langjähriger Wegbegleiter. Im Herbst folgen zwei weitere Ausgaben von «Musik aus Liechtenstein» im Schlösslekeller. Dort treffen «Fate of Faith» und «Bluebones» aufeinander, später folgen «Väh-Hüater» und Überraschungsgäste. Kurt Ackermann begleitet beide Abende als musikalischer Sidekick.
Wer hinter podcasthus.li steht
podcasthus.li, die digitale Medienplattform für Liechtenstein, wurde 2025 von Andreas Krättli und Cristini Krättli gegründet. Hinter der Plattform steht ihre gemeinsame AK Digital Media GmbH. Für beide ist podcasthus. li ein Herzensprojekt, in das viel Leidenschaft, persönliches Engagement und grosser Einsatz fliessen. Menschen aus Liechtenstein und ihre Geschichten sichtbar und hörbar zu machen, ist dabei der gemeinsame Antrieb. Wichtige Impulse kamen 2025 beim Ideencamp #35 des Ideenkanals. Der Austausch, neue Kontakte und Rückmeldungen halfen, die junge Plattform weiterzuentwickeln. Seit 2026 ist podcasthus.li Medienpartner des Ideenkanals. Bei Film und Technik unterstützen die Freelancer Florian Kindle und Marcus Martini das Podcasthus seit den Anfängen. Die LIVE Musik Podcasts «Musik aus Liechtenstein» werden von Andreas Krättli moderiert.
Termine 2026 28. August, 17 Uhr: «The Peps» & Fabrizio Rotunno, Alte Sennerei, Torkel 5, Triesen 4. September, 17 Uhr: Karin Ospelt & Emil Laternser, Guido Feger Saal, Triesen 5. September, 11 Uhr: «Väh-Hüater» & Johanna Falk, bei schönem Wetter Lindengarten, bei Schlechtwetter Alte Sennerei, Triesen 8. Oktober, 19 Uhr: «Made in Liechtenstein» mit Antoine Lemaire, Heinz Mühlegg & Tanzclub Liechtenstein, Hagenhaus, Peter Kaiser Konzertsaal, Nendeln 28. Oktober, 20 Uhr: «Fate of Faith» & «Bluebones», Schlösslekeller 16. Dezember, 20 Uhr: «Väh-Hüater» & Überraschungsgäste, Schlösslekeller Mehr unter: www.podcasthus.li
Andreas Krättli und Cristini Krättli gründeten 2025 gemeinsam podcasthus.li, die digitale Medienplattform für Liechtenstein.
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Historisches
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Umzug mit den Fahnen der Liechtensteiner Gemeinden am 8. September 1956; Quelle: Liechtensteinisches Landesarchiv / Vaduz; B 274/001/032
Rückblick auf «150 Jahre Souveränität»
1956 feierte Liechtenstein seine Eigenstaatlichkeit Liechtenstein gehörte 1806 zu den Gründungsmitgliedern des Rheinbunds. Diese Vereinigung von 16 Teilstaaten, die von Napoleon gegründet wurde, löste sich vom römisch-deutschen Reich. Die Staaten, darunter auch Liechtenstein, erhielten damit ihre Selbständigkeit. 1956 feierte Liechtenstein das Jubiläum «150 Jahre Souveränität» mit einem grossen Fest. Text: Günther Meier
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Umzug durchs Städtle am 8. September 1956; Quelle: Liechtensteinisches Landesarchiv / Vaduz; B 274/001/020
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m Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das bis 1806 bestand, gab es keine volle staatliche Souveränität für die Mitgliedsstaaten. Auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon wurde in jenem Jahr der Rheinbund gegründet. Die in diesem Bündnis vereinigten deutschen Staaten traten aus dem Deutschen Reich aus und erhielten damit die staatliche Souveränität. Das Ziel Napoleons, den Rheinbund zu einem Staatenbund auszubauen, scheiterte an der Uneinigkeit der unterschiedlichen Mitglieder. Dem Fürstentum Liechtenstein, das ebenfalls Aufnahme im Rheinbund fand, wurde damit die Eigenständigkeit als Staat zuerkannt. Liechtenstein trat 1813, nach der Niederlage Napoleons nach der Völkerschlacht bei Leipzig gegen Russland, Preussen, Österreich und Schweden, aus dem Rheinbund aus und vollzog 1815 den Beitritt zum Deutschen Bund, der sich am Wiener Kongress gebildet hatte. Auch bei diesem Beitritt wurde Liechtenstein die Souveränität zugesichert, womit Liechtenstein als einziges der ehemaligen Mitglieder des Rheinbundes und des Deutschen Bundes bis heute selbständig geblieben ist.
Der Rheinbund verlieh Liechtenstein die Souveränität
Das im Jahr 1719 gebildete Fürstentum Liechtenstein, nachdem das Fürstenhaus Liechtenstein die Herrschaft Schellenberg
und die Grafschaft Vaduz erworben hatte, gehörte geografisch nicht zum Raum der süd- und südwestlichen Kleinstaaten, die Napoleon zum Rheinbund zusammengefügt hatte. Dennoch nahm Napoleon das kleine Fürstentum am Alpenrhein in das Bündnis auf und verlieh ihm die staatliche Souveränität. Historiker haben herausgefunden, dass auf der Gründungsurkunde die Unterschrift von Fürst Johann I. fehlt. Napoleon habe das Fürstentum in die Allianz aufgenommen, weil er den Fürsten als Friedensunterhändler nach der Schlacht bei Austerlitz kennen- und schätzengelernt habe – die Aufnahme in den Rheinbund sei wohl als Ehrung für den Fürsten gedacht gewesen. Liechtenstein wurde mit der Mitgliedschaft im Rheinbund und durch die Person des Fürsten, wie Georg Malin in seiner Dissertation «Die politische Geschichte des Fürstentums Liechtenstein in den Jahren 1800–1815» schreibt, «eng mit dem Geschehen im Ausland verbunden». Die staatliche Souveränität war für die Zukunft des kleinen Landes von entscheidender Bedeutung. Im Land selbst aber herrschte bittere Armut, wie aus einer Schilderung des Chronisten Johann Georg Helbert hervorgeht: «Armselig sah es in dieser Zeit in unserem Ländlein aus, dass es nicht zu beschreiben ist. Im Mai 1800 mussten 300 Mann ab dem Eschnerberg über den Rhein, um die Haa-
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gerau auszureuten, damit die Österreicher auf die Strassen sehen konnten. Während die Franzosen in Sennwald und zu Werdenberg standen. Gross war der Jammer bei Frauen und Kindern, dass man ihre Gatten und Väter also blossstelle. Als die Franzosen ins Land kamen, nahmen die Requisitionen an Wein, Brot, Fleisch und anderem kein Ende. Unter dem Vieh brach die Klauenseuche aus. Mit jedem Monat kamen Forderungen an Geld oder Naturalien vom Schwäbischen Kreis und von Vorarlberg. Der Sommer war heiss und es gab viel Wein. Dagegen war das Jahr 1801 nass. Am 12. April fiel ein so tiefer Schnee, dass die Bäume brachen und im Heumond tat der Hagel grossen Schaden. Im Jahr 1802 reiste der Landvogt Menzinger nach Ulm, um dem Abschluss der Kreisrechnung beizuwohnen. Unsere Kriegsschuld ist so gross, dass Kind und Kindeskinder daran zu zahlen haben.»
1956 – Gedenken und Feier zur Erlangung der Souveränität
Rund 150 Jahre später sah es anders aus im Land. Während zwei Tagen, am 8. und 9. September 1956, feierte Liechtenstein das Jubiläum «150 Jahre Souveränität» mit einer Reihe von Festivitäten, die das Historische mit dem Aktuellen zu verbinden suchten. Der damalige Regierungschef Alexander Frick schrieb in einem Beitrag über die Entstehungsgeschichte Liechtensteins, bezugnehmend auf das Überleben des Landes trotz «grossen Einschmelzungsprozessen», womit er wohl die Kriege im 19. Jahrhundert und vor allem die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert meinte: Manche sehen darin einen Zufall, andere eine Laune der Geschichte. Wir Liechtensteiner wissen, dass wir unsere Eigenstaatlichkeit nicht klugen Politikern, nicht der Tapferkeit unserer Vorfahren, sondern der gütigen Vorsehung Gottes zu verdanken haben. Sie lenkte vor mehr als einem Vierteljahrtausend die Aufmerksamkeit des mächtigen, edlen Fürstengeschlechtes der Liechtensteiner auf das kleine Erdenfleckchen am oberen Rhein, und dieses Fürstenhaus hatte dank seiner ruhmreichen Vergangenheit und dem ständig anhaltenden Ansehen genug Einfluss auf die Politik beim Kaiserhof in Wien, dass sein Land am jungen Rhein stets als Staat respektiert wurde.» Im Rahmen der Feierlichkeiten gestaltete jede Gemeinde in einem grossen Festumzug ein
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anderes geschichtliches Ereignis, was in der Gesamtheit ein anschauliches Bild der Staatswerdung von den Römern bis in die Neuzeit ergab. Die «Landesgruppe» präsentierte das Wappen des Fürstenhauses, zeigte Soldaten beim letzten Feldzug des liechtensteinischen Heers von 1866 und die Goldene Kutsche, den Prunkwagen, in dem Fürst Wenzel 1760 am Hofe Ludwigs XV. in Versailles einfuhr, um Prinzessin Isabella von Parma für die Hochzeit in Wien abzuholen. Eingeleitet wurden die Festlichkeiten für die Bevölkerung mit einem Kinderfest. Über 2600 Kinder hatten sich auf dem festlich geschmückten Vaduzer Marktplatz eingefunden und unterhielten die Festbesucher mit ihren Darbietungen. Eindrücklich der Umzug durch Vaduz, bei dem die Mädchen und Buben in Einheitskleidung blau-rote und gold-rote Fähnchen schwenkten. Beim eigentlichen Festakt erinnerte Landtagspräsident Alois Ritter an die Aufnahme Liechtensteins in den Rheinbund, die im Land anfänglich auf Skepsis gestossen sei. Erst spätere Generationen hätten den Wert der Souveränität erkannt. Am Jubiläum könne Liechtenstein mit Dankbarkeit auf die Erlangung der Souveränität vor 150 Jahren zurückblicken, denn damit habe das Fürstentum trotz seiner Kleinheit seine Eigenständigkeit erhalten können. Auch Regierungschef Alexander Frick schlug in seiner Ansprache den Bogen von der Situation von 1806 in die aktuelle Zeit, die aber ebenso Herausforderungen mit sich bringe. Er zählte notwendige Reformen auf und appellierte an den Zusammenhalt der Bevölkerung: «Wir sind eine winzig kleine Nation und könnten es uns nicht leisten, dass sich unser Völklein in einander sich bekämpfende Klassen aufteilen würde.» Fürst Franz Josef II. rief in seiner Dankesrede dazu auf, in grosser Dankbarkeit den Vorfahren zu gedenken, die mit unerschütterlichen Treue und Vaterlandsliebe den Grundstein gelegt hätten – den Grundstein, auf dessen festem Boden man zum Wohl des Landes weiterbauen könne.
Liechtenstein – Souveränität bis heute
Die Zuerkennung der staatlichen Souveränität im Jahr 1806 sicherte Liechtenstein die
Eine weitere Impression vom Umzug am 8. September 1956 / Urheber: Baron Eduard von Falz-Fein, Vaduz; Quelle: Liechtensteinisches Landesarchiv / Vaduz; B 274/001/061
Existenz als Staat. Gleichzeitig erhielt es die Möglichkeit, Verträge mit anderen Ländern abzuschliessen oder Bündnissen beizutreten. Ohne die Öffnung gegenüber der übrigen Staatenwelt wäre das Überleben eines so kleinen Landes kaum möglich gewesen. Schon 1852 schloss Liechtenstein mit dem Nachbarland Österreich einen Zollvertrag und wurde damit in das österreichische Wirtschaftsund Währungssystem eingebunden. Als die Donaumonarchie nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel, ersuchte Liechtenstein um den wirtschaftlichen Anschluss an die Schweiz. Mit Erfolg, denn seit 1923 bestehen sehr enge Wirtschaftsbeziehungen zwischen den zwei Nachbarländern. Die nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzenden Integrationsbestrebungen führten zu Sonderlösungen für Liechtenstein, die aber die Grundkonstruktion des Zollvertrags nicht beeinträchtigten. So wurde das Verhältnis zur EFTA mit einem separaten Protokoll geregelt: Die Freihandelszone besteht für Liechtenstein so lange, wie der schweizerischliechtensteinische Zollvertrag besteht. Auch beim Beitritt Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), den die Schweiz in einer Volksabstimmung zuvor abgelehnt hatte, wurde aufgrund der Souveränität Liechtensteins eine Sonderregelung gefunden werden: Liechtenstein konnte dem EWR beitreten und gleichzeitig die Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz beibehalten. Den Beitritt
zum Europarat und zu den Vereinten Nationen als Vollmitglied ermöglichte nicht zuletzt die international anerkannte Souveränität des Fürstentums Liechtenstein.
Fürst Franz Josef II. und Fürstin Gina bei der Feier 150 Jahre Souveränität / Urheber: Walter Wachter, Schaan; Quelle: Liechtensteinisches Landesarchiv / Vaduz; SgAV 01 N 031/386
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Tag der offenen Tür Sportanlage Rheinwiese mit LFV-Campus Samstag, 5. September 2026, 11 – 16 Uhr Rundgang mit spannenden Einblicken Verpflegung durch den FC Schaan Bitte den Shuttledienst ab Bushof Schaan nutzen. Vor Ort stehen keine Parkplätze zur Verfügung.
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Foto: Michael Zanghellini
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Jubel bei den Spielern des FC Vaduz nach dem 5:2 Sieg gegen die Grasshoppers.
Der FC Vaduz ist in der Super League angekommen Vier Spiele, keine Punkte, dazu noch das Aus in der Conference League gegen das finnische Team Inter Turku. Ein missglückter Saisonauftakt für den FC Vaduz, könnte man meinen. Doch es war eine reine Ergebniskrise. Die Vaduzer zeigten grundsätzlich sehr gute Leistungen, verpassten es aber, sich auch zu belohnen. In Runde fünf der Super League war es dann aber so weit: Dank einer Gala-Vorstellung im Rheinparkstadion gegen Rekordmeister Grasshoppers wurden am vergangenen Sonntag endlich auch die ersten Punkte eingefahren. Text: Chrisi Kindle
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rei Tage nach dem Triumph gegen GC gab es für die Vaduzer allerdings wieder einen bitteren Rückschlag. Im Auswärtsspiel gegen Luzern kassierte der Aufsteiger eine 1:2-Niederlage, wobei das Siegtor für die Innerschweizer in der Nachspielzeit fiel. Julian Stark hatte Vaduz gleich nach der Pause in Führung gebracht, Dantas erzielte in der 59. Minute den Ausgleich. Und dann, kurz vor Schluss, traf Toggenburger zum Luzerner
Sieg. Mit drei Punkten aus sechs Spielen rutscht der FC Vaduz wieder ans Tabellenende ab.
Noch fehlte die Belohnung
Der FC Vaduz erhielt für seine Auftritte in den ersten vier Super League-Runden von allen Seiten viel Lob. Sowohl gegen Lugano als auch gegen St. Gallen, Sion und YB war der Aufsteiger mit den favorisierten Teams auf Augenhöhe, doch Punkte gab es keine. Die Elf von Trainer Marc Schneider
legte jeweils engagierte und mutige Auftritte an den Tag, es fehlte in allen vier Spielen wenig zur Überraschung. Knackpunkte waren zum einen die Schwächen in der Defensive und zum anderen die fehlende Effizienz in der Offensive. Der Unterschied zur Challenge League in der vergangenen Saison war offenkundig: Selbst leichte Fehler in der Abwehr werden in der höchsten Spielklasse vom Gegner gnadenlos bestraft, und die nicht verwerteten Chancen im Angriff
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Foto: Michael Zanghellini
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Torhüter Leon Schaffran (Vaduz) gegen Bujar Pllana (GC) beim Spiel FC Vaduz - Grasshopper Club Zürich am vergangenen Sonntag.
rächen sich in der Endabrechnung. Diesbezüglich mussten die Vaduzer in der Anfangsphase der Meisterschaft, nicht ganz unerwartet, Lehrgeld zahlen. Trotzdem war zu erkennen, dass sich der Liganeuling von Spiel zu Spiel an den höheren Rhythmus gewöhnen konnte und die Punkte nur eine Frage der Zeit waren.
Gala-Vorstellung gegen die Grasshoppers
Am vergangenen Sonntag war es dann so weit. Gegen den Schweizer Rekordmeister Grasshoppers (27 Titel, der letzte liegt aber schon 23 Jahre zurück) zeigte der FC Vaduz endlich auch die nötige Effizienz und fegte die Zürcher gleich mit 5:2 aus dem Rheinparkstadion. Während die erste Hälfte noch völlig ausgeglichen war – GC konnte die Vaduzer Führung zweimal egalisieren –, dominierten die Platzherren nach dem Seitenwechsel nach Belieben. Je zwei Tore gingen auf das Konto von Dominik Schwizer und von Juan Cabrera, einmal traf der einmal mehr überragende Lutfi Dalipi. Die 20-jährige Leihgabe von den Young Boys zeigt bislang eine überragende Saison. Er glänzt sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker. Auch Juan Cabrera erweist sich immer mehr als Vaduzer Top-Transfer im offensiven Mittelfeld. Der 23-jährige Doppelbürger (Uruguay/Deutschland) kam vom deutschen Zweitligisten Greuther Fürth zum Liechtensteiner Aufsteiger. Gegen
GC machte im Übrigen auch Dominik Schwizer wieder auf sich aufmerksam. Der Linksverteidiger musste seinen Platz im Team zuletzt einige Male an Malik Sawadogo abtreten, doch am vergangenen Sonntag zeigte Schwizer, dass auf ihn nach wie vor Verlass ist. Der 30-Jährige traf herrlich zur 2:1-Führung und verwandelte nach der Pause einen Strafstoss zum wichtigen 3:2 – wie immer eiskalt. Positiv zu vermerken beim Triumph gegen GC: In der zweiten Halbzeit wirkte endlich auch die Vaduzer Defensive stabil. Das war in den Partien zuvor nicht der Fall.
Auch gegen YB mitgehalten
Gegen die Berner Young Boys beispielsweise kassierte der FC Vaduz eine Woche vor dem Erfolg gegen GC gleich vier Gegentreffer. Spielerisch und kämpferisch konnte die Schneider-Elf dem Favoriten im Wankdorfstadion vor über 20‘000 Fans Paroli bieten, doch in der Defensive klafften zu viele Lücken, die von der Berner TopOffensive gnadenlos und zum Teil sehenswert ausgenützt wurden. Das entscheidende 4:2 für YB fiel allerdings erst in der Schlussphase. Bis dahin durften sich die Vaduzer zu Recht noch Hoffnungen auf den ersten Punkt machen. Am Ende standen sie aber zum vierten Mal mit leeren Händen da. Das Schulterklopfen von allen Seiten für eine erneut gute Leistung war ein schwacher Trost.
Aus in Runde drei der Conference League
Ähnlich wie in der Super League lief es für den FC Vaduz auch in der Qualifikation zur UEFA-Conference League. Nachdem sich die Liechtensteiner in der zweiten Runde gegen Escaldes aus Andorra mit dem Gesamtergebnis von 6:0 problemlos durchgesetzt hatten, wartete in Runde drei das finnische Team Inter Turku. Obwohl die Nordländer zuvor überraschend den türkischen Vertreter Basaksehir Istanbul ausgeschaltet hatten, durften sich die Vaduzer durchaus Hoffnungen auf das Erreichen der Play-offs machen. Im Hinspiel in Turku entwickelte sich eine völlig offene Angelegenheit, der FCV verlor etwas unglücklich mit 1:2, trotzdem wahrte er sich die Chance aufs Weiterkommen im Rückspiel im Rheinparkstadion. Und tatsächlich stellte Vaduz bei heissen Temperaturen früh die Weichen in Richtung eines Erfolgs. Simani traf schon in der 4. Minute zur Führung, somit herrschte Gleichstand. Die Finnen reagierten aber und glichen in der 13. Minute durch Tuominen aus. In der zweiten Halbzeit erhöhte Vaduz noch einmal das Tempo und ging durch Dalipi abermals in Führung. Zur Verlängerung oder gar zum Vaduzer «Lucky Punch» kam es aber nicht. Conteh schaffte in der 76. Minute das für die Finnen goldene 2:2, der FC Vaduz war somit knapp mit dem Gesamtergebnis von 3:4 ausgeschieden.
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Foto: Michael Zanghellini
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Milos Cocic (Vaduz) gegen Luka Mikulic (GC) beim Spiel FC Vaduz - Grasshopper Club Zürich im Rheinpark-Stadion.
Nächstes Heimspiel gegen Lausanne
Weiter geht es für die Vaduzer an diesem Samstag (18 Uhr) im Rheinparkstadion gegen Lausanne Sport. Es ist die dritte Partie für den FCV innert sechs Tagen, nach GC am vergangenen Sonntag und Luzern am Mittwochabend. Für Vaduz ist es das dritte Heimspiel in dieser Saison. Die Zuschauerzahlen bisher dürfen sich sehen lassen.
Gegen St. Gallen war das Rheinparkstadion mit 6800 Fans voll, und auch gegen GC war die Kulisse mit offiziell 4400 Zuschauern stattlich. Die nächsten Aufgaben warten dann am Sonntag, 13. September (14 Uhr), auswärts gegen den FC Zürich und eine Woche später, am 20. September (14 Uhr), zu Hause gegen den amtierenden Schweizer Meister FC Thun.
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Foto: Jürgen Posch
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Spielertrainer Pizzi Villiam, FC Balers – FC Frauenfeld 1 am 29. August 2026
Der FC Balzers mit hohen Ambitionen Der FC Balzers hat sich nach dem Weggang von acht Spielern für die neue Saison neu aufgestellt. Geblieben ist die Hoffnung, erneut ein Wörtchen bei der Aufstiegsfrage mitreden zu können. Dieses Ziel will der Verein mit Villiam Pizzi und Co-Trainer Aydin Demirci erreichen. Pizzi, langjähriger, gefährlicher Erstliga-Stürmer beim FC USV, ist Spielertrainer, und seine Ambitionen sind hoch. Interview & Text: Herbert Oehri
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illiam, du wurdest nach dem Wegzug vom FC USV Eschen/ Mauren, bei dem du mehrere Jahre in der ersten Mannschaft gespielt hast, Spielertrainer des FC Balzers. Wie hast du dich eingelebt und wie fühlst du dich bei deinem alten/neuen Verein?
Villiam Pizzi: Ich habe mich sehr gut eingelebt und fühle mich bei meinem Stammverein überaus wohl. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und mir daher die Rückkehr auch in etwas veränderter Funktion erleichtert. Wir haben gemeinsame Ziele, die vom ganzen Team gelebt und vom Verein unterstützt werden. Das fühlt sich
richtig gut an – jetzt geht es darum, dies zusammen auf den Platz zu bekommen. Du und dein Assistent Aydin Demirci führen die Mannschaft des FCB in der 2. Liga Interregional in Personalunion. Was muss man sich darunter vorstellen? Kannst du uns die Aufgabenaufteilung schildern?
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Foto: Jürgen Posch
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Sascha Djokic im Spiel FC Balzers – FC Frauenfeld 1, 5:0 am 29. August 2026
Wir handhaben das sehr unkompliziert. Es ist für mich sehr wichtig ist, nach wie vor vollständig als Spieler in den Trainingsprozess integriert zu sein. Auch stelle in den Spielen jederzeit eine wichtige und entscheidende Option für den FC Balzers auf dem Feld dar. Daher ist es sehr wichtig zu verstehen, dass viel im Voraus kommuniziert und abgesprochen wird, sodass wir unseren gemeinsamen Plan aus dem Staff heraus optimal umsetzen und vermitteln können. Dabei sind Organisation und Disziplin in der Aufbereitung von Trainingsinhalten und taktischen Prinzipien entscheidend. Es muss vorab alles im Detail besprochen und durchgegangen sein, sodass der Trainingsrhythmus stets aufrechterhalten bleibt und ich mich während der Übungen ganz auf meine Rolle als Spieler konzentrieren kann. Das taktische Coaching und die Korrekturen während einer Übungseinheit obliegen so natürlich mehrheit-
Das neue Führungsduo in Balzers: Co-Trainer Aydin Demirci (links) und Villiam Pizzi.
lich meinen Co-Trainern, die das Geschehen von aussen deutlich besser überblicken und unsere gemeinsam gesetzten Ziele und Erwartungen für die Einheit im Auge behalten, während ich mich auf das Führen auf dem Platz konzentrieren kann. Welche Vereine sind die potenziellen Gegenkandidaten im Kampf um den Liga-Aufstieg in die erste Liga? Es ist erneut eine sehr ausgeglichene Gruppe mit sehr guten Aufsteigern und erneut einem Absteiger aus der 1. Liga. Seefeld und Weesen, die beide auch letzte Saison bereits vorne mitgespielt haben, treten mit einem nochmals stärker besetzten Kader an. Dardania kann für jede Mannschaft ein Stolperstein sein, und auch Rorschach, Linth und Uzwil haben sich in der Sommerpause verstärkt. Die Tagesform
der jeweiligen Mannschaften und auch das Verletzungspech können in einer Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann, sehr viel entscheiden. Wo soll der Verein am Saisonende stehen? Welches sind die Ziele des FC Balzers? Wir wollen den Kampf um den Aufstieg so lange wie möglich offen gestalten und dabei möglichst bis zum Ende auch selbst ganz oben mitspielen. Dies hängt jedoch von vielen Faktoren ab, die allesamt ineinandergreifen und funktionieren müssen. Neben der Zielsetzung für die Tabellenplatzierung wollen wir aber auch einfach als Mannschaft und Team weiter zusammenwachsen, unseren Spielplan erarbeiten und weiterentwickeln, um so eine Identität für unser Spiel zu schaffen, wie wir Fussball spielen wollen und was uns auszeichnen soll.
Der FC Balzers ist auf Kurs Es ist schon länger bekannt, dass beim FC Balzers nach dem Ausscheiden von Gerardo Clemente ein kompletter Staff-Refresh vollzogen wurde. Villiam Pizzi bildet zusammen mit Aydin Demirci und Francesco Di Gianvito das neue Coaching-Team des Interregionalisten. Das Trio hat ganz klare Vorstellungen auf den Meisterschaftsverlauf: Balzers möchte bei der Vergabe des Titels ein gewichtiges Wort mitreden. «Wenn am Ende der Meisterschaftsgewinn herausschaut, dann haben wir unsere Arbeit gut gemacht», meint das Trainerteam. Und in der Tat: Die Chancen des FC Balzers auf den Gewinn der Meisterschaft in der 2. Liga Interregional (Gr. 5) stehen für die laufende Saison ausserordentlich gut. Nach dem starken Saisonauftakt führt das Team die Tabelle an und untermauert seine Ambitionen, am Saisonende ganz vorne zu stehen.
Balzers mit makellosem Start
Der FC Balzers hat einen makellosen Start hingelegt. Mit zwei Siegen aus den ersten zwei Spielen (Seuzach und Frauenfeld), sechs Punkten und einem Torverhältnis von 6:0 steht die Mannschaft an der Tabellenspitze. Das Team verfügt über die nötige Reife und individuelle
Klasse, um die Liga zu dominieren. Acht Neuzugänge kompensieren die ebenso vielen Abgänge, sodass die Mannschaft spielstärker als in der vergangenen Saison eingestuft werden kann. Die Defensive steht stabil und der Angriff agiert effizient.
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Aus der Vorsaison gelernt
Wie man weiss, waren die Balzner ganz nah dran am Aufstieg, verpassten diesen jedoch aufgrund mangelnder Kadertiefe in der Rückrunde. Die sportliche Führung hat daraus gelernt und den Kader in der Breite verstärkt, um verletzungsbedingte Ausfälle und Leistungsschwankungen junger Spieler besser abzufedern.
Richtungsweisende Ligaspiele
In diesem Monat warten wichtige Spiele, um die Tabellenführung zu verteidigen. Am heutigen Samstag, 5. September, tritt Balzers in Weesen an, gefolgt am Mittwoch, 9. September (20 Uhr), vom Derby gegen den FC Altstätten und drei Tage später, am Samstag, 12. September, ebenfalls zu Hause, gegen den FC Rorschach-Goldach.
Das neue Führungsduo in Balzers
Der FC Balzers versucht, mit Willy Pizzi und Co-Trainer Aydin Demirci wieder an erfolgreiche Tage anzuknüpfen. Die beiden sind als
eine ideale Kombination aus aktiver Vorbildfunktion und strategischer Kontinuität einzustufen. Pizzi ist der verlängerte Arm auf dem Platz und führt nicht nur von der Seitenlinie, sondern als aktiver Offensivspieler direkt auf dem Rasen. Er besitzt das B-Diplom und wagt den ersten Schritt ins Trainerbusiness. Sein Trainerkollege Aydin Demirci, der bereits in der zweiten Saison als Co-Trainer beim FC Balzers fungiert, kennt die Mechanismen des Vereins. Als ehemalige Spielertrainer bringt er enormes Wissen im Coaching mit und gibt entscheidende taktische Anweisungen und Anpassungen durch. Demirci gilt als Analyst, der Probleme direkt anspricht, was grossen Einfluss auf den Erfolg haben kann. Das Zusammenspiel funktioniert hervorragend, weil der Staff, ergänzt durch den zweiten Co-Trainer Francesco Di Gianvito, bewusst breit aufgestellt ist. Der gesamte Staff geniesst absoluten Respekt bei den Spielern.
Für die Saison 2026/27 in der 2. Liga interregional verzeichnete die erste Mannschaft des FC Balzers umfangreiche Kadermutationen.
• Villiam Pizzi Hängende Spitze, vom USV Eschen/Mauren • Mitko Gjorgjievski Mittelstürmer, vom USV Eschen/Mauren • Fabio Luque-Notaro Mittelstürmer, von 1. FC Schweinfurt 05 • Filip Degen Innenverteidiger, vom FC Rorschach-Goldach 17 • Ardit Destani Linksaussen, von Rabotnički Skopje / ehemals FC Vaduz U23 • Suad Gerzic Innenverteidiger, vom FC Landquart • Alessandro Hossmann Linker Verteidiger, vom USV Eschen/Mauren • Rafael Blumenthal Mittelstürmer, vom FC Vaduz II [1, 2]
3. Runde 2. Liga Interregional Samstag 5. August 2026 16:00 Uhr FC Frauenfeld – FC Uzwil 16:00 Uhr FC Rorschach-Goldach – FC Ruggell 17:00 Uhr FC Seuzach – KF Dardania St. Gallen 17:00 Uhr FC Seefeld ZH – FC Stäfa 1895 17:30 Uhr FC Weesen – FC Balzers 18:00 Uhr SV Schaffhausen – FC Linth 04
2. LIGA INTERREGIONAL - GRUPPE 5
Zu- und Abgänge
Zugänge
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Abgänge
• Sandro Wolfinger Rechter Verteidiger, Karriereende • Stefan Cavigelli Linker Verteidiger, Karriereende • Aljaz Kavcic Innenverteidiger, zu SV Fussach • Maurice Wunderli Mittelstürmer, zu SV Fussach • Dario Clasadonte Offensives Mittelfeld, zum FC Ruggell • Justin Pires Linker Verteidiger, zum FC Ruggell • Ivano Lucic Offensives Mittelfeld, Leihe zum FC Vaduz II • Kevin Bentele Mittelstürmer, vereinslos
Verein
Spiele Tore Pt.
1. FC Stäfa 1895 1
2
5:3
6
2. FC Balzers 1
2
6:0
6
3. FC Seefeld ZH 1
2
12:1
4
4. KF Dardania St. Gallen
2
6:2
4
5. FC Rorschach-Goldach 17 1
2
4:2
3
6. FC Schaffhausen 2
2
2:4
3
7. FC Uzwil
2
2:5
3
8. FC Frauenfeld 1
2
2:6
3
9. FC Linth 04
2
2:1
3
10. FC Ruggell 1
2
2:2
3
11. FC Weesen 1
2
1:1
3
12. FC Altstätten 1
2
3:15
0
13. SV Schaffhausen
2
0:3
0
14. FC Seuzach 1
2
0:2
0
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Medin Murati, daneben sein Bruder Emir
«Luft nach oben besteht immer» Mit einer nahezu komplett neu zusammengestellten Mannschaft ist der USV Eschen-Mauren in die neue ErstligaSaison gestartet. Das Durchschnittsalter von nur 22,2 Jahren unterstreicht, welchen Weg der Verein eingeschlagen hat: junge Spieler entwickeln, regionale Talente integrieren und gleichzeitig den Ligaerhalt schaffen. Cheftrainer Patrick Winkler zieht eine erste Zwischenbilanz und erklärt, worauf es in dieser Saison besonders ankommt.
P
atrick, die bisherigen Ergebnisse mit einer fast komplett neuen ErstligaMannschaft lassen den Schluss zu, dass noch Luft nach oben ist. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf? Und was war deine vordringlichste Aufgabe? Patrick Winkler: Luft nach oben besteht immer. Eine neue Mannschaft braucht Zeit, um sich zu finden – speziell, wenn man eine so junge Truppe hat wie wir. Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden, und wir sind auf dem richtigen Weg. Die reinen Ergebnisse als alleinigen Parameter für den Erfolg zu nehmen, entspricht nicht unserem Ziel. Die Integration der neuen Spieler und insbesondere die Entwicklung der jungen Spieler stehen ebenso im Fokus.
Foto: Michael Zanghellini
Interview: Herbert Oehri
guten Charakteren zusammenzustellen. Das Team steht im Zentrum, und das sehe ich auch als unsere grösste Stärke. Wir wissen aller auch, dass wir in der Offensive noch grosses Potenzial haben. War die Zusammenstellung eines erstligafähigen Teams angesichts des grossen Umbruchs schwierig?
Patrick Winkler, Cheftrainer FC USV Eschen-Mauren
Die Mannschaft ist sehr jung. Wo siehst du ihre grösste Stärke und wo gibt es noch Baustellen? Wir können nur im Kollektiv erfolgreich sein. Wir haben versucht, eine Mannschaft mit
Ja, das war eine grosse Aufgabe. Da hat unser Sportchef einen super Job gemacht! Mit einem Durchschnittsalter von 22,2 Jahren gehört der USV wahrscheinlich zu den jüngsten Mannschaften der 1. Liga Classic, Gruppe 3. Vom Alter ist das beinahe eine Junioren-A-Mannschaft. Ist die Qualität vorhanden, um sich in der 1. Liga zu halten?
sport:zeit
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1. Liga - Classic - Gruppe 3 Samstag 5. August 2026 16:00 Uhr FC Gossau – FC Tuggen 16:00 Uhr FC Baden 1897 – FC Wettswil-Bonstetten 16:00 Uhr FC Thalwil – FC St. Gallen 1879 U-21 16:00 Uhr FC Kosova – USV Eschen/Mauren 17:00 Uhr AC Taverne – FC Dietikon 20:00 Uhr FC Locarno – FC Widnau
Foto: Michael Zanghellini
Sonntag 6. August 2026 16:00 Uhr FC Mendrisio – FC Freienbach
1. LIGA - GRUPPE 3 Verein Giosue Schulthess im FC USV-Spiel gegen FC Thalwil, 0:0 am 29. August 2026
Ja, natürlich glaube ich das. Die Jungs arbeiten jeden Tag daran, besser zu werden, und es macht grosse Freude, sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Der Verein hat seine Ziele bereits zu Saisonbeginn klar formuliert. Wo soll die Mannschaft am Ende der Saison stehen? Es sind immer noch die gleichen Ziele, die wir bereits zu Beginn der Saison kommuniziert haben: der Ligaerhalt, das LFV-Cup-Finale und die Integration junger regionaler Spieler.
Jung, entwicklungsfähig und als Team zusammenwachsen? Patrick Winkler blickt diesem Prozess mit grosser Zuversicht entgegen und sieht vor allem im gemeinsamen Auftreten eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Saison. Die ersten Wochen der Saison stehen beim FC USV Eschen-Mauren damit ganz im Zeichen des Entwicklungsprozesses. Die Mannschaft soll sich finden, junge Spieler sollen Verantwortung übernehmen, und gleichzeitig soll die nötige Konstanz entstehen, um die sportlichen Ziele zu erreichen.
Spiele Tore Pt.
1. FC Tuggen
4
12:4 12
2. FC Baden 1897
4
10:4 10
3. FC Thalwil
4
5:3
7
4. FC Dietikon
4
6:6
7
5. FC St. Gallen U-21
4
7:8
7
6. FC Winterthur U-21
4
6:5
6
7. FC Kosova
4
6:5
6
8. FC Gossau
4
5:5
5
9. FC Collina d‘Oro
4
4:4
5
10. AC Taverne
4
8:9
4
11. FC Wettswil-Bonstetten
4
5:7
4
12. USV Eschen/Mauren
4
4:6
4
13. FC Mendrisio
4
3:4
3
14. FC Freienbach
4
5:8
3
15. FC Locarno
4
6:9
1
16. FC Widnau
4
2:7
1
FUSSBALL IST TEAMGEIST. MBPI. In Liechtenstein. Für Liechtenstein.
Landstrasse 105, Postfach 130, 9495 Triesen Telefon + 423 399 75 00, info@mbpi.li, www.mbpi.li
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Vordere Reihe v. l.: Simon Maag, Colin Haas, Florian Allgäuer, Claudio Mayer, Gian Andri Bischof, Jari Keijnemans, Valerian Scheidl, Philipp Ospelt, Seyhan Yildiz Mittlere Reihe v. l.: Felipe Becegato, Enes Ismaili, Ferhat Saglam, Coach Sandro Guntli, Trainer Vito Troisio, Sportchef Olcay Gür, TW-Trainer Reuf Durakovic, Co-Trainer Laurin Schwendener, Co-Trainer Memo Eriten, Yuri Gomez, Endre Kepenyes, Sandro Wieser Hintere Reihe v. l.: Noah Biedermann, Gabriel Brilhante, Deniz Mujic, Ivan Ivic, Dario Ivic, Matias Antunovic, Dario Clasadonte, Justin Pires, Matheus Favali
«Riesenerfolg, wenn wir uns in der Liga halten» Der FC Ruggell hat am 14. Juni 2026 durch einen souveränen 4:1-Auswärtssieg beim FC Rüthi den Meistertitel in der 2. Liga errungen und ist zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die 2. Liga interregional aufgestiegen. Es war Cheftrainer Vito Troisio, der das Team zum historischen Triumph führte. Die Fussballfans dürfen sich auf spannende Derbys mit dem FC Balzers freuen, der den Aufstieg in die 1. Liga anpeilt, während sich der FC Ruggell in der stark umkämpften 2. Liga Interregional behaupten will. Die Transfers mit dem einen oder anderen ehemaligen Profikicker zeigen deutlich den Willen des FC Ruggell, nicht nur mitzuhalten, sondern auch eine gute Rolle in der höheren Liga zu spielen. Interview: Herbert Oehri
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Fotos: Michael Zanghellini
Ruggell kann eine gute Rolle spielen Nach gezielten Einkäufen in der Folge des historischen Aufstiegs kann der FC Ruggell auch in der 2. Liga Interregional eine gute Rolle spielen. Das beweist der zweite Spieltag, an dem die Mannschaft von Trainer Vito Troisio gegen das starke Weesen auf der heimischen Widau einen 1:0-Erfolg feiern konnte. Aus den ersten Partien holte Ruggell bereits wichtige Punkte, was zeigt, dass die Liechtensteiner Unterländer durchaus auf dem Niveau der Liga angekommen sind. Die 2. Liga Interregional ist stark, sodass die neun Zugänge (gleichviele Abgänge) durchaus vertretbar sind. Es handelt sich bei den allermeisten um Verstärkungen des FCR-Kaders. Nach dem Ex-Profi Wieser hat die Vereinsleitung weitere namhafte Spieler verpflichtet, so u. a. Ferhat Saglam, Matheus Favali, Endre Kepenyes, Dario Clasadonte oder Ex-Erstliga-Torhüter Claudio Majer. Im Aufgebot stehen 23 Spieler, darunter einige routinierte mit Erfahrung aus höheren Ligen, die in engen Spielen den Unterschied machen können.
Nächste Bewährungsprobe heute gegen Rorschach
Heute, Samstag, 5. September, steht die nächste Bewährungsprobe für den Liga-Neuling auf der Agenda. Ruggell muss gegen Rorschach-Goldach antreten, das zuletzt in Linth 2:0 verloren hat. Die Bodenseestädter sind ein starkes Team, das als sehr heimstark gilt. Jubel beim FC Ruggell nach Sieg gegen Weesen am 29.8.2026
V
ito, du bist mit dem FC Ruggell erstmals in die 2. Liga Interregional aufgestiegen. Was war für dich als Trainer ausschlaggebend für den grossartigen Aufstieg? Der FC Montlingen war lange ein hartnäckiger Gegner. Vito Troisio: Wir haben als Team sehr gut funktioniert, konnten uns Woche für Woche steigern und für Probleme stets eine Lösung präsentieren. In harten Zeiten sind wir noch mehr zusammengewachsen, und schliesslich haben wir als Team den Aufstieg gemeistert. Es war der Erfolg von uns allen. Die 2. Liga Interregional ist eine sehr starke Liga und setzt einen entsprechenden Kader voraus. Welche neuen Spieler sind vom Verein verpflichtet worden und welche haben den Verein verlassen? Und aus wie vielen Spielern setzt sich der Kader zusammen?
Wir haben einen 23-Mann-Kader, hatten neun Abgänge und gleich viele Zugänge. Zu den gewichtigsten Abgängen gehören sicherlich Zeqiri, Oezüyer, Mehmedagic oder Puljic. Auch Torhüter Vonbruel muss studienbedingt aufhören. Neu haben wir mit Saglam einen namhaften Spieler geholt und mit Becegato, Favali, Kepenyes, Antunovic, Clasadonte, Pires und Torhüter Majer den Kader verjüngt verstärkt. Wir haben einen spannenden Mix im Team und sind gespannt, wie wir funktionieren.
Welche Zielsetzungen hat der Verein für die Premierensaison in der 2. Liga Interregional? Es wäre in meinen Augen ein Riesenerfolg, wenn wir die Liga halten. Alles andere wäre vermessen.
Wie verlief die Vorbereitung? Die Vorbereitung war nicht optimal. Wir hatten schlichtweg durchs Band zu viele Absenzen. Ohne Mithilfe der zweiten Mannschaft und der Senioren hätten wir diverse Testspiele absagen müssen. Das letzte Testspiel gegen Balzers hat gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können, aber auch, wo wir uns unbedingt rasch verbessern müssen.
Mit Trainer Vito Troisio gelang dem FC Ruggell erstmals der Aufstieg in die 2. Liga Interregional.
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Foto: Roman Jäger
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Die Teilnahme an der EM kürzlich in Birmingham war für Jule Insinna ein eindrückliches Erlebnis.
Jule Insinna
«60 Meter sind ein realistisches Ziel» Jule Insinna hat sich in den vergangenen Monaten zu Liechtensteins Aushängeschild in der Leichtathletik entwickelt. Die 22-jährige Schaanerin ist aktuelle Schweizer Meisterin im Diskuswerfen und vertrat das Land kürzlich an der EM in Birmingham. Jule Insinna trainiert und studiert in Ulm. Sportlich peilt sie die 60-Meter-Marke im Diskuswerfen an, beruflich steht die Liechtensteinerin vor dem Bachelor-Abschluss in der Molekularen Medizin. Interview: Chrisi Kindle
W
ie sie ausgerechnet zum Diskuswerfen gekommen ist, wie sie sich in ihrer WahlHeimat Ulm zurechtfindet, was sie in ihrer Freizeit tut und welche Ziele sie in den kommenden Jahren erreichen will, verrät Jule Insinna im Interview.
Jule, wie bist du zur Leichtathletik gekommen und warum ausgerechnet zum Diskuswerfen? Jule Insinna: Meine Familie hatte schon immer eine Verbindung zur Leichtathletik. Meine jüngere Schwester war ebenfalls lange
Zeit beim LC Schaan aktiv. Ich wollte es im Grundschulalter dann auch einmal ausprobieren. Nach dem ersten Schnuppertraining war ich aber nicht so begeistert, da wir so viel rennen mussten, und habe wieder aufgehört. So richtig angefangen hat es dann erst mit ungefähr 14 Jahren. Wir konnten in
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der Realschule wählen, ob wir neben dem regulären Sportunterricht eine zusätzliche Doppelstunde Sport besuchen möchten – und das habe ich getan. Unser Sportlehrer war damals Günter Wenaweser, der, wie es der Zufall will, auch Leichtathletik-Trainer beim LC Schaan ist. Er hat mich dann in einer Sportstunde angesprochen und gefragt, ob ich nicht einmal einen Diskus werfen möchte. Nach ein paar Würfen hat er mir gesagt, dass ich Talent hätte und doch mal im Training vorbeischauen solle. Dort habe ich anfangs auch noch andere Disziplinen trainiert, es war jedoch sofort klar, dass das Diskuswerfen mal meine Hauptdisziplin werden wird. So bin ich praktisch durch das Diskuswerfen zur Leichtathletik gekommen, aber laufen tue ich auch heute noch nicht gerne (lacht).
EM als eindrückliches Erlebnis Mit der Qualifikation für die EM in Birmingham hast du kürzlich erstmals die Atmosphäre eines Grossanlasses kennenlernen dürfen. Welche Eindrücke sind dir geblieben und wie zufrieden warst du mit deinem Abschneiden? Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon an einigen internationalen Wettkämpfen hatte starten dürften, unter anderem auch an der U23-EM vergangenes Jahr in Norwegen, war mir vieles bekannt. Somit konnte ich recht entspannt anreisen, da die Abläufe immer sehr ähnlich sind. Trotzdem habe ich gemerkt, dass es dieses Mal doch etwas Besonderes war. Alle Athleten um mich herum waren die Besten Europas in ihren jeweiligen Disziplinen, und das ist schon ein tolles Gefühl. Ich habe einige Sportler gesehen, die ich bis dahin nur aus dem Fernsehen und von Social Media kannte. Diese dann jeden Morgen beim Frühstück zu sehen und zu merken, dass es auch nur Menschen sind, war cool. Mit meinem Abschneiden bin ich im insgesamt zufrieden. Die Weite hätte natürlich mehr sein können. Ich war «guat zwäg», und das Ziel beim Saisonhöhepunkt ist es natürlich immer, Bestweite zu werfen, was ich mit 51,22 Metern nicht ganz geschafft habe. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, da ich auf den Wettkampf fokussieren und meine Leistung abrufen konnte. Ich konnte alles aufsaugen und richtig geniessen.
Seit Ende Juli darfst du dich Schweizer Meisterin im Diskuswerfen nennen. Wie stolz macht dich dieser Titel? Ich habe den Titel bereits in den Nachwuchskategorien gewinnen können, und auch bei den Aktiven stand ich schon einige Male auf dem Podest, aber halt nie ganz oben. Dass es dieses Jahr dann, nach so einer konstant guten Saison, endlich gereicht hat, bedeutet mir viel. Kurz nach dem Wettkampf habe ich auch erfahren, dass ich seit 30 Jahren die erste Liechtensteinerin bin, die in der Leichtathletik einen Schweizer Meistertitel bei den Aktiven ins Land holt. Das macht mich schon sehr stolz – auch dass dadurch die Leichtathletik wieder mehr Beachtung findet. Sicher braucht es auch keine weiteren 30 Jahre mehr, bis der nächste Schweizer Meistertitel zu uns ins Land kommt, ob von mir oder einem der anderen talentierten Liechtensteiner Leichtathleten. Bei diesen Titelkämpfen hast du deinen eigenen Liechtensteiner Landesrekord auf 53,85 Meter verbessert. Siehst du die 60-Meter-Marke irgendwann als realistisches Ziel? Ja, die 60 Meter sind auf jeden Fall ein realistisches Ziel für die nächsten Jahre. Wenn ich gesund weiter trainieren kann und meine Lebenssituation weiterhin so bleibt, dass ich so viel in den Sport investieren kann, sehe ich mich in Zukunft auf jeden Fall bei über 60 Metern.
Ideale Rahmenbedingungen in Ulm Mit Beginn deines Studiums hast du deinen Lebensmittelpunkt nach Ulm verlagert, trainierst und startest für den SSV Ulm. Wie erlebst du die Bedingungen dort und als wie hilfreich siehst du den Wechsel nach Deutschland für deine sportliche Karriere? In Ulm habe ich sehr gute Rahmenbedingungen für die duale Karriere. So habe ich einerseits zu den unterschiedlichsten Tageszeiten Zugang zum Trainingsgelände und kann die Trainingseinheiten somit sehr individuell gestalten. Zudem habe ich neben meinem Haupttrainer Michael Lischka auch die Möglichkeit, bei einem Athletiktrainer
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des Vereins zweimal pro Woche ein Kraftund Stabilisationstraining zu absolvieren. Andererseits lässt sich das Training auch gut mit dem Studium vereinbaren. Ich bin als Spitzensportlerin an der Uni eingeschrieben und konnte somit bei Kursen, die sich abends mit dem Training überschnitten haben, mit der Studienkoordinatorin passende Lösungen finden. Von ihr wurde ich, so weit es ihr möglich war, zu 100 Prozent unterstützt. Jetzt bin ich mit allen Univeranstaltungen im Bachelor-Studiengang, die eine Anwesenheitspflicht haben, fertig. Somit geht ab jetzt alles noch ein wenig einfacher. Einer der Hauptgründe für den Wechsel nach Deutschland war auch, dass die Deutschen schon immer sehr gute Diskuswerfer hatten und ich von diesem System profitieren wollte. Mit meinem Trainer habe ich einen ehemaligen WM-Teilnehmer an meiner Seite, der mir sowohl im Diskuswerfen als auch bei allem drum herum viel beibringt. Somit war der Schritt nach Deutschland aus meiner Sicht ein sehr wichtiger für meine sportliche Karriere. Konzentrierst du dich voll und ganz auf das Diskuswerfen oder versuchst du dich auch noch in anderen Disziplinen? Das Diskuswerfen ist meine Hauptdisziplin. In den vergangenen Jahren habe ich nebenher auch immer noch ein bisschen Kugelstossen trainiert. Dieses Jahr wollten wir den Fokus komplett auf den Diskus legen, und das hat sich ausgezahlt. Im nächsten Jahr findet allerdings wieder eine europäische Team-Meisterschaft statt. Neben dem Diskuswerfen könnte ich dort das Team Liechtenstein mit Kugelstossen unterstützen, was ich natürlich gerne machen würde. Das heisst: Ich werde in den kommenden Monaten sicher wieder einmal eine Kugel in die Hand nehmen. Ansonsten probiere ich mich in meiner Saisonpause gerne auch in allen möglichen anderen Disziplinen aus, das dann aber nur zum Spass und aus Freude an der Bewegung. Das LOC unterstützt dich in Form eines Sport-Stipendiums. Inwiefern kannst du davon profitieren und wie sieht diese Unterstützung konkret aus? Genau, das LOC hat mir die Chance gegeben, mich beim Internationalen Olympischen Komitee auf ein Stipendium zu bewerben, das
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mich auf dem Weg zu den Olympischen Spielen begleitet. Die Unterstützung ist finanziell, sodass ich die Ausgaben, die der Leistungssport so mit sich bringt, decken kann. Von Physiotherapie, über neue Ausrüstung bis hin zu Trainingslagern und Reisen zu Wettkämpfen hilft mir das Stipendium sehr.
Los Angeles ‘28 als grosses Ziel Für jeden Sportler und jede Sportlerin ist die Teilnahme an Olympischen Spielen das Grösste. Ist Los Angeles 2028 für dich ein Traum, der wahr werden könnte? LA28 ist auf jeden Fall ein Ziel, auf das ich hinarbeite. Wenn ich weiterhin solche Fortschritte machen kann, wie in den vergangenen Jahren, ist es ein erreichbares Ziel (klopft auf Holz). Was sind grundsätzlich die nächsten Ziele von Jule Insinna, zum einen sportlich und zum anderen beruflich?
Foto: Roman Jäger
Sportlich gesehen ist das nächste Jahr ein wichtiges. Es gibt viele internationale Wettkämpfe, bei denen ich gerne dabei sein möchte. Neben den europäischen TeamMeisterschaften wird es 2027 auch eine Weltmeisterschaft bei den Aktiven geben, die ein nächstes grosses Ziel ist. Auch die Kleinstaatenspiele werden nächstes Jahr wieder durchgeführt. Zudem möchte ich mich in der Weltrangliste weiter nach vorne arbeiten, was auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele wichtig ist. Am besten gelingt das an Wettkämpfen, die höher gewertet sind, wie zum Beispiel bei Teilen der Continental Tour. Ich durfte dieses Jahr schon an zwei Continental Tour Bronze-Meetings starten und würde nächstes Jahr gerne auch an Silber- Meetings teilnehmen. Beruflich ist auf jeden Fall der Bachelor-Abschluss in der Molekularen Medizin eines meiner grossen Ziele. Zudem ist es ein kleiner Traum von mir, mein Hobby etwas mehr zu meinem Beruf zu machen und mich in der Liechtensteiner Sportwelt stärker zu engagieren. Als Mitglied in der Athletenkommission von Liechtenstein Olympic und Ambassador gegen Spielmanipulation habe ich diesbezüglich bereits erste Erfahrungen gesammelt.
Dank Jule Insinna ging nach 30 Jahren wieder einmal ein Schweizer Leichtathletik-Meistertitel nach Liechtenstein.
Der aktuelle Landesrekord steht bei 53,85 Metern, Jule Insinna hält eine Steigerung auf über 60 Meter für möglich.
Bleibt für dich neben Studium und Sport auch Zeit für andere Dinge und was sind deine Hobbys? Auf jeden Fall. Viele meiner Freunde sind auch Sportler und wissen also, was das bedeutet. Da trifft man sich auch mal nach dem
Training noch zum gemeinsamen Essen oder zu Spieleabenden. Ich geniesse es sehr, Menschen um mich herum zu haben, die mich unterstützen und verstehen, was ich mache. Zudem lese ich gerne und ich backe gerne, wenn ich freie Tage habe – zur Freude meiner Mitbewohnerin.
lie:zeit
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Meeresströmung (Wind)
englische Schulstadt
medizinisch: Grippe
BahamaInsel
chem. Zeichen für Barium
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geflügelte Liebesgötter banalisieren
Gesamtheit der Gene
Südosteuropäer
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Interessensvertretung
englisches Wollgewicht
zum Verzehr geeignet
griechische Unheilsgöttin
europ. ärztliche Freihandelszone Bescheinigungen (Abk.)
Laienbruder eines Ordens USRegisseur (Spike)
US-Schauspielerin, Model † Sharon ...
kleine Hütte
dt. Tennisprofi (Mischa)
lustiger Unfug eh. russ. Schachweltmeister
müde
Abk.: zur Ruhe
10 Firmenvermögen
griechiStadt im Flächen- scher Süden AnisArmemaß schnaps niens
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Tiere fett füttern
schneidern
2 lateinisch: Göttin
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Kunststil im MA.
Lutscher (ugs.)
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dt. Schauspieler (Götz) †
Körperausstrahlung
dt. Schauspieler (Götz) †
nachgiebig
int. Kfz-K. Litauen
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Labans Tochter (A.T.)
Aspirant
Flugnavigator
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Sonderpolizeieinheit (Abk.) Abk.: ab ovo
schneidern
buhlen, preisen
österr.: Sellerie
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rumän. Staatsmann † 1940
skandinavische Hauptstadt
Ereignisgrund
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Universitätsstadt in Polen
Stadt in Michigan (USA)
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WIR DANKEN FÜR DEN GESCHÄTZTEN AUFTRAG
Initialen der Loren
Form von ‚sein‘ (2. Person)
französische Polizisten
Kunststil im MA.
2
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Lehre vom Göttlichen
1
3
DIE KÜCHE AG . AUSTRASSE 49 . 9490 VADUZ TELEFON +423 230 15 15 . INFO@DIEKUECHE.LI
Erzbischof v. Canterbury
1
Seebad in Irland
Marotte (engl.)
Skatausdruck
Staat in Nordostafrika
Schlange im ‚Dschungelbuch‘
Hauptstadt des Libanon
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Hörfunkempfänger (Mz.)
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ein Wildgericht
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König von Sardinien
Schafdarm
und so weiter (latein. Abk.)
ein Wildgemüse
libysche Währung
polynesische Insel
jemen. Kaffeehandelszentrum
Rätselspass
beachtOberlich, fläche beeinunseres druckend Planeten
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Initialen Carrells †
Aspirant
raetselstunde.com
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Sudoku mittel
Sudoku leicht
Sudoku leicht Sudoku mittel
Kreuzworträtsel: S T A A T S F E I E R T A G
raetselstunde.com
der lie:zeit Nr. 147, August 2026
lateinisch: Göttin Initialen Carrells †
Lösungen
Sudoku: Trage die Zahlen 1 bis 9 so in das Raster ein, dass jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3×3-Block genau einmal vorkommt.
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