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lie:zeit Ausgabe 143

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Förderung der Medienvielfalt

Der Erbprinz plädierte in seiner Thronrede für weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen

ab Seite 6

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Liebe Leserin, lieber Leser

Seit das «Liechtensteiner Volksblatt» und Radio Liechtenstein verschwunden sind, ist die Medienlandschaft deutlich ärmer geworden. Die Diskussionen rund um die Medien und deren Förderung durch den Staat haben zugenommen. Ebenso die Frage, wie die Medienlandschaft in Zukunft aussehen könnte. Es fehlt an Vielfalt, Ausgewogenheit und finanzieller Unterstützung. Auch von privater Seite. Unser Mitarbeiter Günther Meier hat sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt.

Regierungsrat Emanuel Schädler, Minister für Gesellschaft und Justiz nimmt zu den Aufgaben in seinem Ressort Stellung. Er beantwortet Fragen unseres Mitarbeiters Heribert Beck im Zusammenhang mit dem Thema Landesspital sowie zu den Gesundheitskosten und zur Sicherung der AHV (ab Seite 10).

In der Rubrik «im:fokus» stellen wir dieses Mal die Gemeinde Mauren in den Mittelpunkt und befragen Gemeindevorsteher Peter Frick zu den wichtigsten Aufgaben und Projekten (ab Seite 24).

Seniorinnen und Senioren gestalten das Land aktiv mit, bringen Wissen ein und bereichern das gesellschaftliche Leben. Der demografische Wandel wird so zu einer gemeinsamen Zukunftsaufgabe, birgt aber auch viel Potenzial (ab Seite 38).

«Quo vadis ‹Landschtrooss›» nennt sich das neueste Buch von Michael Goop mit Aufnahmen der Landstrasse in allen Liechtensteiner Gemeinden. Historische Fotos stehen aktuellen Bildern gegenüber und zeigen die rasche bauliche Veränderung des Landes entlang der Hauptverkehrsachse. Johannes Kaiser hat mit Michael Goop ein Gespräch geführt (ab Seite 62).

Der Sportteil befasst sich in dieser Ausgabe neben dem unaufhaltsamen Streben des FC Vaduz in Richtung Super League ausführlich mit den Querelen beim Unterländer Erstligaverein USV. Der Liechtensteiner Cengiz Biçer verkündet seine Kandidatur als Präsident und berichtet von seinen Vorstellungen für den FC USV. Zudem wehrt sich USV-Trainer Michele Polverino gegen die Anfeindungen des USV-Präsidenten Speiser (ab Seite 66).

Liechtenstein schaffte 1868 das Militär ab. Als der Zollvertrag mit Österreich 1919 gekündigt wurde, entstand die Idee, einen eigenen Grenzschutz aufzustellen. Das Gesetz über eine bewaffnete Landwehr wurde zwar beschlossen, trat aber nie in Kraft (ab Seite 78).

Ich wünsche Ihnen auch im Namen der Redaktion weiterhin alles Gute und viel Freude bei der Lektüre der neuesten Ausgabe der «lie:zeit».

18

Regierungsrat Emanuel Schädler

«Wir müssen jetzt vorwärts schauen»

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Eva Maria Nicolussi-Vogt

Ein falsches Signal an Gemeinden und Bevölkerung

Zurück in die Zukunft oder vorwärts in die Vergangenheit?

Wohin geht es mit dem Landesspital?

jugend:zeit mit Eliah Uebersax 30

«Der Eintrag ins Goldene Buch – ein einzigartiges Erlebnis»

Impressum

Verleger: Medienbuero Oehri & Kaiser AG, Essanestrasse 116, 9492 Eschen, +423 375 9000 · Redaktion: Herbert Oehri (Redaktionsleiter), Johannes Kaiser, Vera Oehri-Kindle, Heribert Beck · Beiträge/InterviewpartnerInnen: Günther Meier, Regierungsrat Emanuel Schädler, Wilfried Marxer, Eva Maria Nicolussi-Vogt, Michael Benvenuti, Pio Schurti, Georg Kieber, Gemeindevorsteher Peter Frick, Eliah Uebersax, Andrea Maurer, Josef Thaler, Michael Goop, Benedikt Mündle, Christoph Kindle, Nicolas Hasler, Michele Polverino, Moritz Glauser, Philipp Oswald · Grafik/Layout: Carolin Schuller, Stephanie Lampert · Anzeigen: Vera Oehri-Kindle, Brigitte Hasler · Fotos: Roland Korner, Oliver Hartmann, Eddy Risch, Pamela Bühler, Michael Zanghellini, Brigitt Risch, Adobe, Carlos Martínez

Architekten AG / Can Isik / Faruk Pinjo, Verlag Eberle S. Triesenberg, ZVG · Urheberschutz: Die Texte und Bilder dürfen ohne vorherige Genehmigung des Herausgebers/Verlegers nicht kommerziell genutzt, weitergegeben oder veröffentlicht werden. · Meinungsvielfalt: Die lie:zeit gibt Gastautoren Platz, um ihre Meinung zu äussern. Dabei muss der Inhalt mit der Meinung der Redaktion und der Herausgeber nicht übereinstimmen. · Druck: Somedia Partner AG, Haag · Auflage: 22’500 Exemplare · Online: www.lie-zeit.li · Erscheinung: 7. März 2026 · «lie:zeit» nicht erhalten? Rufen Sie uns an: Tel. 375 90 03 (Vera Oehri), Zustellung erfolgt sofort. Nächste Ausgabe: 11. April 2026

Projektpräsentation «Haus der Freunde»

Haus der Freunde –

Zwei Mehrfamilienhäuser in Buchs SG

FC USV Eschen/Mauren

Cengiz Biçer

bewirbt

sich als USV-Präsident

12. – 14. MÄRZ 26 FRÜHLINGSAPÉRO

IM HOUSE OF ALLURE VADUZ

Aus dem Inhalt

Gemeinden – tragende Säulen des Staates 12

Menschen aus der FBP: Walter Fehr –Der Brückenbauer mit dem sozialen Kompass 17

Ist Neutralität für Liechtenstein von Bedeutung? 22

Mauren im:Fokus: «Die Arbeit mit meinem starken Team erfüllt mich mit Freude» 24

Zahltag mit Andrea Maurer und Josef Thaler 44 Vorsorgegelder, Urkundenfälschung und Verfolgung vor dem Landgericht 61

Buchvorstellung: Quo vadis «Landschtrooss» 62

FC Vaduz: Schritt für Schritt Richtung Super League 66

FC USV Eschen/Mauren: Starke Unterstützung für Polverino 68

Junioren-Grand-Slams als nächstes grosses Ziel 72

Zwei Brückenprojekte scheiterten am Widerstand in der Schweiz 76

Als man die Grenze mit einer militärischen Truppe schützen wollte 78

Erbprinz Alois sprach sich in seiner Thronrede 2026 für weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Medien aus. Die Medienlandschaft ist ohne Radio Liechtenstein und mit dem «Vaterland» als einziger Tageszeitung stark geschrumpft.

Medienlandschaft Liechtenstein

Wie die Medienvielfalt gefördert werden könnte

Mit dem Verschwinden des «Liechtensteiner Volksblatts» und von Radio Liechtenstein ist die Medienlandschaft deutlich ärmer geworden. Seither steht das vorher schon akute Thema Medienförderung verstärkt im Mittelpunkt von Diskussionen. Ebenso wird die Frage diskutiert, wie die Medienlandschaft in Zukunft aussehen könnte. Dazu hat die Stiftung Zukunft.li eine umfangreiche Studie erarbeitet.

Text: Günther Meier

Noch vor wenigen Jahren galt Liechtenstein, wenn es um Medien ging, als eine Art Modellfall. Den nur rund 40'000 Einwohnern standen mit dem «Volksblatt» und dem «Vaterland» zwei Tageszeitungen zur Verfügung,

während beispielsweise in den meisten Schweizer Kantonen nur noch eine Tageszeitung herausgegeben wurde – oft als Kopfblatt aus einem grösseren Medienhaus. Mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk «Radio Liechtenstein» und dem privaten Fernsehkanal «1FLTV» gab

Titelstory

es zwei weitere Medien, die täglich Informationen und Unterhaltung verbreiteten. Am Sonntag steckte die Sonntagszeitung «Liewo» im Briefkasten, jeden Monat zudem die «lie:zeit». Ausserdem bediente eine Reihe weiterer Publikationen die Bedürfnisse nach Informationen über Spezialinteressen.

Medienlandschaft ist zum Sanierungsfall geworden Aus dem ehemaligen Medien-Sonderfall Liechtenstein ist inzwischen ein Sanierungsfall geworden. Das «Liechtensteiner Volksblatt», mit weit über hundert Jahren die älteste Tageszeitung des Landes, wurde 2023 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Nur ein Jahr später verlor Radio Liechtenstein die gesetzliche Grundlage als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt und büsste damit die Finanzierung durch den Staat ein. Die Oppositionspartei Demokraten pro Liechtenstein hatte erfolgreich eine Initiative zur Aufhebung des öffentlich-rechtlichen Status lanciert, was Radio Liechtenstein den Todesstoss versetzte. Weniger Erfolg war dem Ansinnen der Initianten beschieden, es werde sich eine private Trägerschaft für die Bereitstellung und Finanzierung eines privaten Radiosenders finden lassen.

Während früher in der Bevölkerung gerne über die beiden «Käseblätter» und Radio Liechtenstein als «Dudelfunk» gelästert wurde, sind heute vermehrt Klagen über den Verlust an Medienvielfalt und die Verarmung der Medienlandschaft zu vernehmen. Aus den Parteizentralen drangen ebenfalls schon Bedauern über den Medienverlust und Vorschläge zur Linderung der Medienarmut an die Öffentlichkeit, die aber noch nicht zu konkreten Aktionen geführt haben – abgesehen von der Erhöhung der direkten und indirekten Förderung bestehender Medien sowie der Anschubfinanzierung für neue Medien.

Medienpolitik, Medienförderung und Medienvielfalt sind dennoch aktuelle Themen der liechtensteinischen Politik. Erbprinz Alois widmete der Medienpolitik in seiner jüngsten Thronrede ein paar grundsätzliche Gedanken. Positiv erwähnte er, dass der Landtag in der vergangenen Legislaturperiode die Rahmenbedingungen für die Medien verbessert habe. Aber, so fügte er an, es brauche weitere Verbesserungen, damit die Medien ihre für den Staat so wichtige Funktion auch künftig ausreichend wahrnehmen könnten. Der Erbprinz spannte den Bogen über die einheimischen Medien hinaus und warnte, Entwicklungen wie die negativen Begleiterscheinungen von Social Media und Künstlicher Intelligenz würden auch die Liechtensteiner Gesellschaft betreffen. Insbesondere, wenn sich immer mehr Menschen nur noch online oder auf Social Media informierten und dabei Gefahr liefen, durch den Algorithmus nur noch das zu hören, was sie bereits glauben oder was sie gerne hören möchten.

Studie der Zukunftsstiftung mit interessanten Lösungsansätzen

Seit die Stiftung Zukunft.li im vergangenen Herbst die Studie «Journalismus im Kleinstaat» vorgelegt hat, können sich Regierung und Landtag sowie interessierte Kreise bei der Suche nach Lösungen zur Behebung des Mediennotstands dort bedienen. Der Think-Tank für aktuelle liechtensteinische Themen der Wirtschafts- und Gesell-

schaftspolitik präsentiert in der Studie ein Bündel an Lösungsansätzen und Vorschlägen für eine «zukunftsgerichtete Medienlandschaft». «Wir fühlen den Wert der Dinge erst, wenn wir sie verlieren», bringt die Stiftung ein weit verbreitetes Unbehagen in der Öffentlichkeit über die ausgedünnte Medienvielfalt auf den Punkt. Diese Unzufriedenheit gelte es zu nutzen, als Anstoss für neue Ideen und Initiativen, welche die Unabhängigkeit der Medien sicherten und die Meinungsvielfalt stärkten.

Allein schon die Erhaltung der geschrumpften Medienlandschaft in Print, Radio und Fernsehen sowie Online-Kanälen wird ohne Zuschüsse des Staates nicht möglich sein. Ganz zu schweigen von der Verwirklichung von Vorstellungen über eine ideale Medienvielfalt in allen Bereichen. Im Rechnungsjahr 2024 flossen Fördermittel von 4,4 Millionen Franken an die Medienbranche. Bedenkt man, dass diese Summe nur etwa einem halben Prozent der gesamten Staatsausgaben entspricht, wäre noch etwas Luft nach oben zur weiteren Förderung vorhanden. Allerdings werden Regierung und Landtag mit Vorsicht an die Sache herangehen, denn im Zusammenhang mit der Radio-Abstimmung wurde ein wegweisender Pflock eingeschlagen. Die Initiative für die Privatisierung von Radio Liechtenstein war mit der Begründung eingebracht worden, der Staatsbeitrag an den Radiosender sei zu hoch. Eine Mehrheit unter den Stimmberechtigten konnte mit diesem Argument für ein Ja zur Privatisierung des Senders gewonnen werden, obwohl die Regierung vor der Abstimmung gewarnt hatte, die Initiative führe nicht zur anvisierten Privatisierung, sondern zur Abschaffung von Radio Liechtenstein. Eine Prognose, die sich kurz nach der Volksabstimmung schon bestätigte.

Eine «Stiftung für Meinungsvielfalt» von privaten Geldgebern

Die Studie der Zukunftsstiftung geht bei der Präsentation möglicher Medienmodelle realistischerweise davon aus, dass sich die Medienvielfalt nur mit der Förderung durch den Staat verbreitern lasse. Gleichzeitig aber wird auch der Finanzierung durch private Geldgeber ein grosser Stellenwert beigemessen. Als Idealkonzept, damit Medien unabhängig vom Einfluss des Staates oder einzelner Privatinteressen tätig sein können, schlägt die Stiftung einen «Schulterschluss privater Geldgeber» vor. Konkret die Gründung einer philanthropischen «Stiftung für Meinungsvielfalt» zur Verbreiterung der Trägerschaft für die derzeit einzige Tageszeitung, das «Vaterland», die einer Stiftung der Vaterländische Union gehört. Eine Änderung der Trägerschaft könnte den Weg für eine Forumszeitung ebnen, die glaubwürdig nicht mehr mit einer politischen Partei verbunden wird. Als Gegengewicht und Alternative zur derzeit einzigen Tageszeitung schlägt die Studie den Aufbau einer «zweiten Stimme» vor, also einer zweiten unabhängigen Redaktion, die in Konkurrenz zum «Vaterland» stehen und zur Stärkung der Meinungs- und Medienvielfalt beitragen würde.

Um dem Zielkonflikt des staatlichen Förderungssystems zwischen Zielgenauigkeit der Förderung und Unabhängigkeit der Medien zu entgehen, spricht sich die Studie für eine demokratische Fördervergabe anstelle der bisherigen Bürokratie aus. Nicht mehr eine staatliche

Titelstory

Institution sollte für die Zuteilung der Förderung zuständig sein, sondern die Einwohner: Jede steuerpflichtige Person könnte nach diesem Modell in der Steuererklärung angeben, welches Medium aufgrund seines Beitrags zur Vielfalt gefördert werden soll.

«Dialog-Plattform» für den Meinungsaustausch und «Agentur-Liechtenstein»

Unter den von der Zukunftsstiftung favorisierten Modellen befindet sich auch der Aufbau einer aus drei Komponenten zusammengesetzten Dialog-Plattform, um den Austausch von Informationen zu vereinfachen und zu fördern. Zur Verbesserung der Kommunikation mit der Bevölkerung könnte ein Kanal für Behördenkommunikation aufgebaut werden, der Mitteilungen und Dienstleistungen von Land und Gemeinden bündelt und damit zum Dialog zwischen der Bevölkerung und den Behörden beiträgt. Ein weiterer Kanal wäre gedacht als Plattform für die Zivilgesellschaft und als Vehikel für die Medien: Dort könnten Mitteilungen und Hinweise platziert werden, und Medien hätten die Möglichkeit, auf Inhalte vor und hinter einer Bezahlschranke hinzuweisen. Schliesslich schlägt die Studie als dritte Komponente ein Online-Forum vor, um die Bevölkerung für das Verfassen von Meinungsbeiträgen zu aktivieren – als Ergänzung zu den traditionellen Leserbriefen. Ziel des Modells sei nicht, unterstreicht die Studie, einen weiteren Kommunikationskanal einzurichten, sondern eine neue Plattform als «Spiegel der Meinungsvielfalt».

Ein weiteres interessantes Modell schlägt die Zukunftsstiftung mit der Schaffung einer Nachrichtenagentur vor. Im Unterschied zu den grösseren Ländern gibt es in Liechtenstein keine solche Agentur, die Informationen sammelt und an Medien zur Publikation weitergibt. Der Auftrag einer liechtensteinischen Nachrichtenagentur wäre laut Studie, umfassend und ausgewogen über das Geschehen im Land zu berichten sowie als Filter für Regierungs- und Behördenverlautbarungen oder von Mitteilungen von Interessenverbänden und Parteien zu wirken. Eine solche private Agentur, die durch Fördermittel des Staates mitfinanziert werden könnte, müsste in der Lage sein, das Basisangebot für andere Medien sicherzustellen. Diese hätten dann Zeit und Ressourcen, sich auf Inhalte zu fokussieren, mit denen sie sich von anderen Medien unterscheiden könnten.

Die derzeitige Unzufriedenheit für Neuerungen nutzen

Diese und andere Modelle schlägt die Zukunftsstiftung als mögliche Antwort auf die ausgedünnte Medienlandschaft in Liechtenstein vor, die zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt habe. «Diese Unzufriedenheit gilt es zu nutzen – als Anstoss für neue Ideen und Initiativen», fordert die Medienstudie. Dabei gehe es darum, die Rahmenbedingungen für die herkömmlichen Medien zu stärken, aber auch neue Wege zu beschreiten. Oder, wie es Erbprinz Alois in seiner diesjährigen Thronrede ausdrückte, auf die Entwicklungen von Social Media und Künstlicher Intelligenz zu reagieren – ganz besonders aber auf deren negative Begleiterscheinungen.

Studie «Journalismus im Kleinstaat: Für eine zukunftsorientierte Medienlandschaft in Liechtenstein»

Die Studie «Journalismus im Kleinstaat. Für eine zukunftsorientierte Medienlandschaft.»

Gerald Hosp, Theresa Goop, Thomas Lorenz (2025): «Journalismus im Kleinstaat. Für eine zukunftsorientierte Medienlandschaft.» Stiftung Zukunft.li. Ruggell.

Bestellung: info@stiftungzukunft.li

Download: www.stiftungzukunft.li

polit:zeit

«Wir

müssen jetzt vorwärts schauen»

Das Thema Landesspital hat die Arbeit des Ministeriums für Gesellschaft und Justiz in den vergangenen Wochen medial dominiert. Doch der zuständige Regierungsrat Emanuel Schädler hat noch eine Reihe weiterer zentraler Aufgaben zu erledigen. Bei der Eindämmung der Gesundheitskosten beispielsweise wird es dieses Jahr noch Neuigkeiten geben, und auch die Sicherung der AHV beschäftigt den Gesellschaftsminister.

Interview: Heribert Beck

Herr Regierungsrat, Sie haben den Landtag diese Woche über die Analyse der Stabsstelle für staatliche Liegenschaften zum Neubauprojekt Landesspital informiert. Wo liegen die Unzulänglichkeiten und Mängel, die der Bericht nennt?

Regierungsrat Emanuel Schädler: Der Bericht aus spitalbautechnischer Sicht wurde dem Landtag und den Medien zugestellt. Es sind in den Einzelheiten schon einige «Böcke» drin, beispielsweise ein grenzwertiges Gefälle beim geplanten Ausseneingangsbereich. Infrastrukturminister Daniel Oehry hat es aber recht treffend ausgeführt: Bei einigen Dingen war man sicher davon ausgegangen, dass man es im Laufe des Projekts noch wird hinbiegen können. Schade ist, dass das Vorprojekt nicht den bei der Stabsstelle für staatliche Liegenschaften üblichen SIA-Standards entspricht. Das ist sehr ärgerlich.

Wie geht es nun weiter?

Aus meiner Sicht müssen wir jetzt vorwärtsschauen. Es braucht weitere Abklärungen, damit wir definitiv abschätzen können, ob und wie die Mängel behoben werden können und zu welchen Kosten. Jedenfalls ist es entscheidend wichtig, dass die Stabsstelle für Staatliche Liegenschaften jetzt die Projektleitung übernimmt und das Land zum Bauherrn wird. Ein Projekt dieser Tragweite, in dem die Exekutive zwar die politische Verantwortung trägt, aber operativ nicht

federführend ist, ist doch sehr merkwürdig aufgestellt.

Welche allfälligen Mehrkosten kommen auf den Staat zu? Ist möglicherweise sogar Urnengang Nummer 4 zum Landesspital denkbar?

Das werden unsere Experten erst noch herausfinden. Dazu können wir derzeit noch nichts sagen.

Was bedeuten die Verzögerungen für die Gesundheitsversorgung in Liechtenstein?

Dass wir uns weiterhin auf das Bestandsgebäude am Landesspital verlassen müssen. Die Versorgung selbst ist gewährleistet.

Dass Sie den Projektstopp verfügt haben, liegt nun ein gutes halbes Jahr zurück. Ihr persönliches Fazit im Rückblick: War es die richtige Entscheidung?

Zweifellos. Die Zeit, die wir jetzt nochmals investieren, wird sich am Ende sowohl qualitativ als auch finanziell positiv auf das Projekt auswirken. Ich danke allen, dass sie so geduldig bleiben. Das ist nicht selbstverständlich.

In Ihrem Aufgabenbereich scheint es so, dass ein gerade akutes Thema die restlichen grossen Aufgaben in der öffentlichen Wahrnehmung für einige Zeit vergessen macht. So war es auch bei den Gesundheitskosten Ende des vergangenen Jahres.

Sie haben ein Bündel an Massnahmen zu deren Eindämmung angekündigt. Wie sind die Fortschritte?

Wir haben uns inzwischen intern auf die nächsten Schritte geeinigt und einen grossen Gesamtplan entworfen. Es ist nicht zu unterschätzen, dass für alle Beteiligten so ein Projekt als Mehrbelastung neben dem Tagesgeschäft herläuft. Im nächsten Schritt wollen wir die Akteure im Gesundheitswesen mit unseren einzelnen Ideen begrüssen und ihre Einschätzungen dazu einholen, bevor wir in die allgemeine Vernehmlassung gehen. Mein Ziel ist es, das bis Sommer zu schaffen. Aber auch im Herbst wäre es noch in Ordnung. Bei Zeitangaben bin ich mittlerweile vorsichtig geworden, da es oftmals auch externe Faktoren sind, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen. Aber ich bin überzeugt, dass wir in diesem Bereich nächstens einen grösseren Schritt vorankommen können.

Wenn im Frühling der neuste Geschäftsbericht der AHV vorliegt, dürfte es kurzzeitig ähnlich aussehen. Doch 2025 war immerhin ein gutes Börsenjahr. Rechnen Sie mit einer gewissen Verschnaufpause? Und wie sieht es mittelfristig mit weiteren Massnahmen zur Sicherung der AHV aus?

Dazu werden wir im ersten Halbjahr in die Vernehmlassung gehen. Wir haben jetzt die Zahlen aus dem Jahr 2025 bekommen, die in die Berechnungen einfliessen. Die politisch relevanten Stellschrauben sind bekannt:

Beiträge, Renteneintrittsalter, Staatsbeitrag. Jetzt finden wir noch eine Kombination, wie wir mit Konsens den gesetzlichen Vorgaben gerecht werden können.

Welche weiteren Themen beschäftigen Sie derzeit im Gesellschaftsbereich?

Wir sind intensiv dabei, das Psychiatriekonzept umzusetzen. Diesbezüglich läuft im Hintergrund einiges mit den Akteuren im In- und Ausland. Wir müssen grundlegende Dinge in diesem Dossier regeln, was man in den letzten Jahren nicht geschafft hat. Aber wir haben jetzt eine Vorstellung davon, wie wir die Versorgung sicherstellen können. Ebenfalls im Landtag war die Postulatsbeantwortung zur Therapie von Autismus-Spektrumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. In diesem Bereich engagiert sich mein Ministerium sehr bei der Erarbeitung von soliden Strukturen und Grundlagen. Die Umsetzung der Alters- und der Integrationsstrategie und deren Monitoring binden ebenfalls Ressourcen. Auch in Bezug auf Familie und Chancengleichheit haben wir einige Themen, die wir bearbeiten. Die Aufzählung ist nicht abschliessend.

Und wie steht es im Geschäftsbericht Justiz?

Dort haben wir gerade die Stellungnahme zu Optimierungen im Strafrecht verabschiedet und gehen im April in die zweite Lesung. Die Optimierung des Trustrechts, die im Dezember vom Landtag in zweiter Lesung beraten und verabschiedet wurde, tritt am 1. Juli 2026 in Kraft. Auch im Stiftungsrecht planen wir Optimierungen.

Zu erwähnen ist ausserdem das Projekt Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, kurz ATSG, das derzeit in der Vernehmlassung ist. Das kommt zwar aus dem Sozialen, tangiert aber auch die Justiz, da die Rechtsmittelinstanzen für alle sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten vereinheitlicht werden sollen. Hierdurch wird in Zukunft eine einheitliche und koordinierte Rechtsprechung erwartet.

Das Thema «verwaiste Strukturen» beschäftigte uns stark, und wir haben gemeinsam mit dem Ministerium für Präsidiales und Finanzen sowie unseren Ämtern und den Verbänden gute Lösungen erarbeitet. Das ist sehr gutes Teamwork. So macht es dann auch Freude,

wenn man in sehr ernsten Themen gemeinsam gute Lösungen findet.

Bei den Digitalisierungsprozessen sind wir im Geschäftsbereich Justiz ebenfalls gefordert. Wir überlegen uns auch noch einige Reformen und grössere Projekte, das sind jetzt aber noch eher «grüne Bananen».

Wenig Arbeit hatten Sie in den vergangenen elf Monaten nicht. Blicken Sie dennoch positiv auf ein knappes Jahr in der Regierung zurück?

Auf jeden Fall. Ich habe für mich persönlich sehr viel gelernt und mitgenommen. Der Landtag hat sich nun auch eingearbeitet, und ich schätze diese politische Arena sehr. Ich denke, dieses Jahr haben wir jetzt alle gebraucht, besonders wir Neuen, um zur Bestform aufzulaufen. Ich bin nach wie vor sehr motiviert und freue mich auf die weiteren Aufgaben.

Der Redaktionsschluss der «lie:zeit» war, bevor sich der Landtag am Donnerstag dem Thema Landesspital angenommen hat.

Emanuel Schädler (rechts) und Daniel Oehry präsentierten den Medien Ende Februar die Ergebnisse der Analyse der Stabsstelle für staatliche Liegenschaften zum geplanten Neubau des Landesspitals.
Beitragsreihe zum Handbuch
«Das politische System Liechtensteins»

Gemeinden – tragende Säulen des Staates

Die elf Gemeinden Liechtensteins verfügen im internationalen Vergleich über relativ weitgehende Selbstbestimmungsrechte. Sie sind auch finanziell meist in einer komfortablen Lage. Politisch dominieren die gleichen Parteien wie auf Landesebene. Deren Macht und Einfluss kann allerdings mithilfe umfassender direktdemokratischer Rechte wie auch mittels staatlicher Aufsicht kontrolliert werden.

Text: Wilfried Marxer

Der Staatsaufbau Liechtensteins kennt neben der nationalen Ebene noch die kommunale Ebene, also die Gemeinden. In grösseren Staaten besteht meist noch eine dritte Ebene zwischen der nationalen und der kommunalen Ebene, so etwa die Kantone in der Schweiz oder die Bundesländer in Österreich. Oberland und Unterland stellen zwar zwei Wahlkreise dar, verfügen aber nicht über eigene Organe oder gesetzgeberische Kompetenzen.

Gemeindegebiet

Das Land Liechtenstein ist flächenmässig auf die elf Gemeinden aufgeteilt. Bei den meisten Talgemeinden erstreckt sich das Gemeindegebiet bis in Höhenlagen und schliesst teilweise auch Alpgebiet mit ein. Dadurch ist das Gemeindegebiet nicht unbedingt zusammenhängend. Mit 29,7 Quadratkilometern weist Triesenberg die grösste Fläche auf, gefolgt von Schaan und Triesen. Die kleinste Fläche hat Schellenberg mit 3,6 Quadratkilometern.

Die elf Gemeinden werden in der Verfassung namentlich aufgezählt. Grenzänderungen zwischen Gemeinden, die Schaffung neuer oder die Zusammenlegung bestehender Gemeinden benötigen einen Mehrheitsbeschluss der in den betreffenden Gemeinden wahlberechtigten

Landesangehörigen. Seit der Verfassungsrevision von 2003 haben die Gemeinden auch das Recht, aus dem Staatsverband auszutreten.

Eigener und übertragener Wirkungskreis

Ebenfalls in der Verfassung wird erwähnt, dass die Gemeinden über einen eigenen und einen übertragenen Wirkungskreis verfügen. Der eigene Wirkungskreis betrifft beispielsweise die Wahl der Gemeindeorgane, die Organisation der Gemeinde, die Verleihung des Gemeindebürgerrechts, die Verwaltung des Gemeindevermögens, aber auch die Förderung des sozialen, kulturellen und religiösen Lebens, die Errichtung und Erhaltung von Kindergärten und Primarschulen, die Ortsplanung, die Wasserversorgung und die Abwasser- und Abfallentsorgung.

Der Staat kann den Gemeinden weitere Aufgaben übertragen, muss dann aber auch die nötigen Mittel bereitstellen.

Gemeindeorgane

Oberstes Organ in der Gemeinde ist die Gemeindeversammlung. Tatsächlich werden aber Beschlüsse der Gemeindeversammlung nicht mehr in physischer Versammlung der Stimmund Wahlberechtigten gefasst, sondern in

Die Karte zeigt, welche Flächen zu welcher Gemeinde gehören. Das Alpengebiet verteilt sich auf mehrere Gemeinden. Quelle: https://historisches-lexikon.li/Gemeinde

Dr. Wilfried Marxer, ehemaliger Forschungsbeauftragter für Politikwissenschaft am Liechtenstein Institut, 2011–2018 auch Direktor, Mitherausgeber des Handbuchs «Das politische System Liechtensteins»

Form von Urnenabstimmungen. Dabei hat sich seit Längerem die Briefwahl durchgesetzt, der sonntägliche Gang an die Wahlurne wird nur noch von einer kleinen Minderheit praktiziert.

Die Kompetenzen der Gemeindeversammlung gehen sehr weit. Neben der Wahl des Gemeindevorstehers/der Gemeindevorsteherin, der weiteren Mitglieder des Gemeinderates und der Geschäftsprüfungskommission betrifft dies unter anderem auch die Gemeindeordnung, die Bewilligung von einmaligen und wiederkehrenden Ausgaben ab einer bestimmten Höhe, die Errichtung grösserer Gemeindeanlagen und Bauwerke und weiteres.

Der Vorsteher/die Vorsteherin und die weiteren Mitglieder des Gemeinderates werden alle vier Jahre gewählt, wobei die FBP und die VU auf Gemeindeebene noch stärker abschneiden als auf Landesebene. Die Zahl der Gemeinderäte kann je nach Grösse der Gemeinde von sechs bis zwölf Mitglieder variieren. Die Wahl der dreiköpfigen Geschäftsprüfungskommission hat innerhalb von sechs Monaten nach der Gemeinderatswahl zu erfolgen.

Grundsätzlich stehen die Gemeinden unter Aufsicht des Staates. Ein Beispiel hierfür ist, dass die Gemeinden gemäss Gemeinde-Fi-

nanzhaushaltsgesetz ihr Budget (Voranschlag) jeweils der Regierung zur Genehmigung vorlegen müssen.

Initiative und Referendum

Die Bürgerinnen und Bürger verfügen wie auf Landesebene auch auf Gemeindeebene über weitreichende direktdemokratische Rechte. So kann ein Sechstel der Stimmberechtigten ein Referendum gegen einen Finanzbeschluss des Gemeinderates ergreifen, wenn dieser – je nach Gemeindeordnung – einen Betrag von 100’000 bis 300’000 Franken überschreitet. Unabhängig vom Höchstbetrag kann auch gegen den Voranschlag, den Gemeindesteuerzuschlag, den Erlass von Zonenplan und Bauordnung und gegen weitere Beschlüsse das Referendum ergriffen werden, sodass hierüber die Gemeindeversammlung abstimmen kann. Ebenso kann ein Sechstel der Stimmberechtigten der Gemeinde zu den genannten Sachverhalten eine Initiative lancieren und einen Gemeindeversammlungsbeschluss erwirken.

Mittels gleichlautenden Gemeindeversammlungsbeschlüssen von drei beziehungsweise vier Gemeinden könnte auch landesweit eine Initiative oder ein Referendum ergriffen werden, statt diese mittels landesweiter Unterschriftensammlung anzustreben.

Das politische System Liechtensteins

Handbuch für Wissenschaft und Praxis Schriftenreihe des Liechtenstein-Instituts, 1. Baden-Baden: Nomos, 2024. Herausgegeben von Wilfried Marxer, Thomas Milic und Philippe Rochat.

Das Handbuch enthält in 23 Kapiteln Informationen zu Themen wie Souveränität, Regierung, Landtag, Parteien, Medien, Wahlen und Wahlsystem, Politische Kultur u. v. a.

Die Print-Ausgabe ist im Buchhandel erhältlich. Das ePDF kann kostenlos von der Website des Liechtenstein-Instituts oder des Nomos-Verlags heruntergeladen werden.

Mit dieser Beitragsreihe möchte das Liechtenstein-Institut das Handbuch «Das politische System Liechtensteins» näher vorstellen.

Heute zum Thema: «Gemeinden»

Der Beitrag «Gemeinden» von Wilfried Marxer im Handbuch «Das politische System Liechtensteins» gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung, die rechtlichen Grundlagen, empirische Befunde und die aktuelle Situation. Die Kapitel schliessen mit einem internationalen Vergleich, umfangreichen Literaturlisten und Internetlinks zu relevanten Websites.

Die inhaltliche Verantwortung für die einzelnen Beiträge liegt bei den jeweiligen Autoren.

Frage an …

SchwangerschaftsInitiative

Die Initiative hat zum Zweck, Abtreibung zu legalisieren. Dahinter stehen jedoch zwei gegensätzliche Interessen: Das Selbstbestimmungsrecht der Frau einerseits und der Schutz des ungeborenen Lebens andererseits.

Frage

Wie schätzen Sie das Risiko ein, dass der Vorschlag zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen eine neue Verfassungsdiskussion auslöst?

Im Sommer 2012 haben sich 76 Prozent der Stimmberechtigten in Liechtenstein gegen die Abschaffung des Vetorechts des Fürsten ausgesprochen – ein Ergebnis, das nichts an Klarheit zu wünschen übriglässt. Ich glaube nicht, dass sich in der Zwischenzeit so viel an der Haltung der Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner geändert hat. Auch heute steht die Bevölkerung zu unserer Verfassung, die eine Balance zwischen den beiden Souveränen Fürst und Volk herstellen will. Das Vetorecht ist dabei genauso ein Bestandteil wie die direktdemokratischen Elemente Initiative und Referendum, die – abgesehen von der Schweiz –europa-, ja weltweit ihresgleichen suchen.

Der Faktor Monarchie, der in Liechtenstein auch für Stabilität steht, gewinnt in einer wieder deutlich unsichereren und instabileren Welt vermutlich an Bedeutung. Man kann dabei aber nicht nur von den Vorteilen unserer Staatsform profitieren, sondern muss auch akzeptieren, dass es zu Situationen kommen kann, in denen das Fürstenhaus zu einem bestimmten Thema eine Haltung einnimmt, die vielleicht nicht der Haltung der Mehrheit der Bevölkerung entspricht. Das müssen wir aushalten, und ich bin überzeugt, dass wir das auch aushalten wollen.

Insofern denke ich nicht, dass das aktuell wieder aufgegriffene Thema einer Fristenlösung bei Schwangerschaftsabbrüchen zu einer erneuten Verfassungsdiskussion führen wird, nicht zuletzt auch, weil es seit 2015 für die betroffene Frau bereits eine Legalisierung gibt und sich die Rechtslage seit 2011 dadurch deutlich verbessert hat.

Ich sehe die Gefahr einer erneuten Verfassungsdiskussion und einer damit einhergehenden institutionellen Konfrontation sehr deutlich. Dass die Initiative ohne vorgängiges Gespräch mit dem Fürstenhaus eingereicht wurde, ist in meinen Augen kritisch. In der aktuell unsicheren internationalen Gemengelage dürfen wir nicht zulassen, dass sich die beiden Souveräne innenpolitisch auseinanderdividieren. Dies würde die Stabilität unseres Landes gefährden.

Weitreichende gesellschaftspolitische Änderungen haben in Liechtenstein nur dann Bestand, wenn sie von Volk und Fürst gemeinsam getragen werden. Um das Risiko einer Verfassungskrise abzuwenden, setzt die FBP deshalb konsequent auf den Dialog. Wir werden aktiv das Gespräch mit der Fürstenfamilie suchen, um die Tragfähigkeit einer Lösung seriös auszuloten. Ebenso werden wir den Austausch mit den Initianten suchen, um mögliche Kompromisse zu prüfen.

Inhaltlich muss dem Recht der Frau auf den eigenen Körper höchste Bedeutung zukommen, während wir gleichzeitig die Rahmenbedingungen so verbessern müssen, dass auch dem Recht des ungeborenen Lebens Rechnung getragen wird. Ein zentraler Aspekt ist für mich die medizinische und psychologische Begleitung im Inland, bei der ich gegenüber der heutigen Situation klares Verbesserungspotenzial erkenne.

Unser Ziel ist es, im Dialog einen Weg zu finden, der am Ende zu echter Rechtssicherheit führt und eine sanktionsfähige Lösung ermöglicht. Eine institutionelle Konfrontation gilt es unter allen Umständen zu verhindern.

Thomas Zwiefelhofer
Alexander Batliner

Die Initiative hat zum Ziel, eine klar definierte gesetzliche Regelung für den Schwangerschaftsabbruch innerhalb einer bestimmten Frist zu schaffen. Dabei ist unbestritten, dass zwei Schutzgüter berührt sind: das Selbstbestimmungsrecht der Frau und der Schutz des ungeborenen Lebens. Genau deshalb ist eine sachliche, respektvolle und differenzierte Diskussion wichtig.

Ich sehe keinen Anlass, daraus eine Verfassungsdiskussion oder gar einen Systemkonflikt abzuleiten. Die Initiative bewegt sich im bestehenden rechtlichen Rahmen und respektiert die geltende Verfassungsordnung. Sie verändert weder die institutionellen Zuständigkeiten noch stellt sie die staatliche Ordnung infrage. Es geht um eine punktuelle Anpassung auf Gesetzesebene, nicht um eine Grundsatzdebatte über unser Staatsmodell.

In einer direkten Demokratie ist es legitim, auch anspruchsvolle und sensible Fragen offen zu diskutieren. Entscheidend ist, dass wir die demokratischen Prozesse einhalten und unterschiedliche Positionen ernst nehmen. Das Heraufbeschwören von Systemkonflikten trägt aus meiner Sicht nicht zu einer konstruktiven Auseinandersetzung bei. Es verschiebt den Fokus weg vom eigentlichen Sachthema.

Unser Anspruch sollte es sein, eine fundierte Debatte zu ermöglichen und dem Souverän eine informierte Entscheidung zuzutrauen.

Unabhängig von der persönlichen Haltung zur vorgeschlagenen Fristenlösung ist festzuhalten, dass der Vorschlag erhebliches Potenzial für eine neue Verfassungsdiskussion birgt. Die Initiative ist in zentralen Punkten nicht ausreichend durchdacht und greift wenig reflektiert in das Strafgesetzbuch ein, ohne die systematischen Zusammenhänge und rechtlichen Konsequenzen nachvollziehbar darzulegen.

Das Weltrechtsprinzip wurde 2015 im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs aufgehoben. Seither sind im Ausland vorgenommene Abbrüche im Inland nicht mehr strafbar. Gerade deshalb wäre zu erwarten, dass die Initianten die Aufhebung des Weltrechtsprinzips und die Konsequenzen für die vorgeschlagene Fristenlösung klar einordnen. Mit der Einführung einer Fristenlösung müsste insbesondere die Strafbarkeit nach Ablauf der zwölften Woche neu und kohärent geregelt werden, was der Vorschlag der Freien Liste jedoch nicht tut. Zum staatlichen Schutz des ungeborenen Lebens –einer zentralen verfassungsrechtlichen Bestimmung – bleiben die Initianten konkrete Antworten schuldig.

Bereits 1984 hatte der Gesetzgeber das ungeborene Leben als besonders schützenswertes Rechtsgut qualifiziert. Jede weitere Liberalisierung berührt daher erneut die verfassungsrechtliche Balance zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und dem Schutzauftrag des Staates für das ungeborene Kind.

Da Regelungen für Schwangerschaftsabbrüche nach Ablauf einer allfälligen Zwölf-Wochen-Frist fehlen, droht Rechtsunsicherheit. Vor diesem Hintergrund birgt die Initiative tatsächlich das Risiko einer neuen Verfassungsdiskussion, da sie grundlegende Wertentscheidungen erneut zur Debatte stellt.

Die Frage, ob die sogenannte Schwangerschaftsinitiative eine neue Verfassungsdiskussion auslöst, lässt sich differenziert beantworten. Gesellschaftspolitische Debatten –gerade zu ethisch sensiblen Themen – sind kein Risiko im negativen Sinn, sondern Ausdruck direkter Demokratie. Dass ein solches Anliegen mittels Initiative eingebracht wird, ist legitime politische Partizipation.

Gleichzeitig betrifft der Schwangerschaftsabbruch ein fundamentales Spannungsfeld zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und dem Schutz des ungeborenen Lebens. Diese Abwägung berührt zentrale Rechtsgüter und staatliche Schutzpflichten. Auch wenn eine gesetzliche Anpassung nicht zwingend eine formelle Verfassungsänderung erfordert, wird sie in der öffentlichen Wahrnehmung rasch als verfassungsnah verstanden. Eine Grundsatzdebatte ist daher wahrscheinlich.

Hinzu kommt die Vorgeschichte: Bei der Abstimmung 2011 über «Hilfe statt Strafe» lehnte der Souverän eine Fristenregelung knapp ab. Eine Nachwahlbefragung des Liechtenstein-Instituts zeigte jedoch, dass die im Vorfeld angekündigte Sanktionsverweigerung durch das Fürstenhaus einen messbaren Einfluss auf die Beteiligung hatte. Ein erheblicher Teil der Nicht-Teilnehmenden begründete sein Fernbleiben entweder mit der angekündigten Vetoabsicht oder als Protest dagegen. Damit wurde nicht nur über den Inhalt, sondern auch über das institutionelle Gefüge diskutiert.

Vor diesem Hintergrund ist realistisch, dass eine erneute Legalisierungsinitiative wieder eine Verfassungs- und Staatsstrukturdebatte auslösen kann. Dies ist weniger als Gefährdung denn als Ausdruck einer lebendigen Demokratie zu verstehen – vorausgesetzt, der Diskurs bleibt sachlich und der Entscheidungsprozess wird als offen und ergebnisneutral wahrgenommen.

Ein falsches Signal an Gemeinden und Bevölkerung

Die Streichung der Buslinie 32 zwischen Schellenberg und Ruggell schlägt nach wie vor hohe Wellen. Mit einem Video der verwaisten Haltestelle inklusive Mitfahrbänkle ist der Landtagsabgeordnete Johannes Kaiser kürzlich in den Sozialen Medien viral gegangen. Die Schellenberger FL-Gemeinderätin Eva Maria Nicolussi-Vogt setzt sich sehr engagiert für die Reaktivierung der ÖV-Verbindung Schellenberg-Ruggell ein.

Text: Eva Maria Nicolussi-Vogt

Die konkrete Streichung der Buslinie 32 zwischen Schellenberg und Ruggell ist mehr als eine technische Anpassung im Fahrplan. Sie ist ein politisches Signal und wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Mobilität und damit der öffentliche Verkehr in einem modernen Land einnehmen soll. Der gleichzeitige Ausbau der Linie 35 mag ein Fortschritt sein und ist sehr erfreulich, doch er darf nicht dazu führen, dass andernorts ein unverzichtbares Angebot verschwindet, nur weil es fahrplantechnisch zu kompliziert war diese Strecke miteinzubeziehen.

In der Argumentation zur Abschaffung wird vor allem mit Zahlen operiert. Diese rein quantitative Beurteilung lässt aber die eminente Bedeutung dieser Verbindung aussenvor. Es geht nicht nur um Auslastung, sondern um Willen, Verantwortung und Zukunftsdenken. Öffentlicher Verkehr ist Teil der Grundversorgung und Ausdruck von Haltung und Wertschätzung gegenüber der Bevölkerung.

Gerade kleinere Gemeinden haben Anspruch auf gleichwertige Lebensverhältnisse. Mobilität darf kein Privileg dichter besiedelter Orte sein. Für Berufstätige, Seniorinnen, Familien, Kinder, Menschen mit Beeinträchtigungen oder gesundheitlichen Einschränkungen ist

die gesamte Linie 32 ein zentraler Bestandteil des Alltags. Die nächste Haltestelle ist 230 bis 400 Meter entfernt und nur über steile Wege erreichbar. Das ist nicht barrierefrei und für viele unzumutbar.

Barrierefreiheit ist kein Zusatzangebot, sondern ein Grundrecht. Mobilität ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, den Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung, Arbeit und sozialem Leben. Fällt diese Verbindung weg, steigt der Druck – zum Beispiel auf Familien, wieder Elterntaxis einzusetzen. Mehr Autoverkehr widerspricht jedoch Klimazielen, Verkehrssicherheit und einer nachhaltigen Entwicklung.

Die Linie 32 wurde von Einwohnerinnen und Einwohnern von Mauren und Ruggell ebenfalls genutzt und würde jetzt eine attraktive Anbindung Richtung Feldkirch bieten. Andere Buslinien sind ausserhalb der Stosszeiten ebenfalls schwach frequentiert, werden aber nicht infrage gestellt. Das wirft die Frage nach Gleichbehandlung auf und verstärkt den Eindruck, dass im konkreten Fall ein Exempel statuiert wurde.

Ausserdem ist nicht nur zu beachten, welche momentan vorhandenen Qualitäten aufgege-

ben werden müssten, sondern was besagte Verbindung auch in Zukunft bieten kann. Gerade in Anbetracht des begonnenen Baus des SZU II und der Planung des neuen Pflegeheims St. Fridolin in Ruggell würde die Linie 32 weitere Relevanz als Schulweg und bequemere Anbindung erhalten.

Besonders problematisch ist die fehlende Einbindung der Gemeinde. Entscheidungen dieser Tragweite brauchen Dialog und Transparenz. Innerhalb kurzer Zeit haben 152 Menschen mit ihrer Unterschrift gezeigt, dass das Unverständnis gross ist und die Ablehnung breit getragen wird.

Mit der Streichung der Linie 32 zwischen Schellenberg und Ruggell sendet die LIEmobil beziehungsweise das Land ein falsches Signal an Gemeinden und Bevölkerung. Statt das Vertrauen in den öffentlichen Verkehr zu stärken, wird es geschwächt. Mobilität war, ist und wird ein unabdingbarer Teil der vom Staat zu leistenden Daseinsvorsorge sein. Sie darf nicht zur Nebensache werden, sondern muss als Investition in soziale Gerechtigkeit, Lebensqualität und Zukunft verstanden werden.

Menschen in der FBP

Walter Fehr – Der Brückenbauer mit dem sozialen Kompass

Walter Fehr ist keiner, der sich in den Vordergrund drängt. Wer ihn kennt, beschreibt den 63-jährigen Eschner als ruhig, sachlich – aber mit einem sehr klaren inneren Kompass. Vielleicht passt gerade deshalb kaum jemand besser an die Spitze der FBP-Senioren als der langjährige Geschäftsführer der Stiftung Sozialfonds.

Über viele Jahre hinweg war Walter Fehr das Gesicht des Sozialfonds –jener Institution, die in Liechtenstein für Sicherheit im Alter und in schwierigen Lebensphasen steht. Als Geschäftsführer führte er die zahlenmässig grösste Pensionskasse des Landes, baute Strukturen auf und sorgte dafür, dass komplexe finanzielle Fragen für die Versicherten verständlich und verlässlich beantwortet wurden. Auch nach seinem Rücktritt aus der operativen Leitung im Jahr 2023 blieb er der Stiftung erhalten und verantwortet heute ITund Spezialprojekte.

Dass er sich in seiner Freizeit leidenschaftlich mit dem Programmieren von Software beschäftigt, kommt ihm dabei zugute. Es ist ein Hobby, das viel über seine Arbeitsweise verrät: Logik, Präzision und das Ziel, funktionierende Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Wenn er nicht gerade vor dem Bildschirm tüftelt oder sich in ein gutes Buch vertieft, geniesst der Vater zweier erwachsener Kinder die Ruhe in seiner Heimatgemeinde Eschen.

Wer so lange beruflich mit Menschen zu tun hatte, die auf eine solide Vorsorge angewiesen sind, entwickelt einen geschärften Blick für soziale Gerechtigkeit. Dieses tiefe Verständnis bringt er nun an die Spitze der FBP-Senioren ein. Seit Anfang 2026 steht er als Vorsitzender dafür, dass die Anliegen der älteren Generation innerhalb der Bürgerpartei nicht nur gehört, sondern aktiv mitgestaltet werden.

Dabei denkt Walter Fehr das Älterwerden als Querschnittsthema: Es geht ihm um moderne Wohnformen, die Pflege der Zukunft, aber auch um die digitale Teilhabe – ein Bereich, in dem er als IT-affiner Fachmann Brücken zwischen den Generationen schlagen kann. Er möchte aufzeigen, wie wertvoll die Erfahrung und das ehrenamtliche Engagement der Senioren für die gesamte Gesellschaft sind.

Typisch Fehr: Er sucht nicht den lauten Auftritt, sondern den sauberen Prozess. Zuhören, abwägen, Lösungen finden – diese Haltung prägte seine Karriere und prägt heute seinen politischen Einsatz. Walter Fehr steht damit exemplarisch für eine Generation, die Liechtenstein mitaufgebaut hat und ihre wertvolle Erfahrung weiterhin in den Dienst der Gemeinschaft stellt.

Text: Michael Benvenuti
Seite der FBP

Zurück in die Zukunft oder vorwärts in die Vergangenheit?

Wohin geht es mit dem Landesspital?

In Liechtenstein ist das Landesspital ein Dauerthema wie das Wetter: kapriziös und wechselhaft. Wie über das Wetter und das Landesspital geredet wird, ist selten schön. Als Gesprächsthema bevorzugt werden Sauwetter bzw. das Schlamassel rund ums Landesspital. Wettervorhersagen und Spitalplanungen sind in Liechtenstein vergleichbar, wobei viele geneigt sind, die Wetterprognosen für beständiger zu halten als die Planungen, die bisher, vor allem aber in den letzten zehn Jahrzehnten der turbulenten Geschichte des Landesspitals kaum «verhebt» haben.

Gastkommentar: Pio Schurti

Das Landesspital, wie es heute bekannt ist, ist vor gut 100 Jahren, also Anfang der 1920er-Jahre, entstand. Die Prognosen waren denkbar schlecht, nachdem der Landtag 1919 den Bau eines Krankenhauses auf Dux in Schaan abgelehnt hatte. Fürst Johann II. hatte zwar an Weihnachten 1918 angeboten, die Kosten für ein «landschaftliches Krankenhaus mit einem Belegraum von zwanzig Betten samt Einrichtung» zu übernehmen, doch der Bauplatz gab zu reden, und schliesslich machte die Geldentwertung am Ende des Ersten Weltkriegs das Bauvorhaben zunichte. Geld und Standort waren und blieben bis heute Konstanten in den Diskussionen rund ums Landesspital.

Erfreuliche Veränderungen trotz widriger Umstände Unverzagt und «in aller Stille» umging der

damalige Landesphysikus Felix Batliner das politische Gezänk und begann, Teile des 1892 erbauten Vaduzer Bürgerheims zur Krankenabteilung bzw. Geburtshilfestation umzufunktionieren, obwohl die Prognosen für ein neues Landesspital um 1920 mindestens so schlecht waren wie das Wetter. 1921 und 1922 lagen die Temperaturen unter dem jährlichen Durchschnitt. Im Jahr 1923 war die Witterung besonders mies, der Juni 1923 gilt bis heute als «Anti-Sommer», er soll extrem kalt und nass gewesen sein.

Wenigstens kamen die neuen Einrichtungen im Vaduzer Bürgerheim bei der Bevölkerung gut an. Ein Coup gelang Felix Batliner 1925, als auf seine Veranlassung hin eine erste Röntgenapparatur in Betrieb genommen wurde. Ab 1933 entwickelten die landesweit bekannten und angesehenen Ärzte Otto Schädler und Martin Risch das «Bürgerheim-Spital», wie es damals genannt wurde, erfolgreich weiter. Laut eines Zeitungsinserats ordinierte 1934 «im Landesspital Vaduz jeden zweiten Donnerstag ein österreichischer Facharzt für Augenheilkunde bei Augenerkrankungen und Augenoperationen sowie zur Brillenbestimmung». Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Dr. Rudolf Rheinberger «als erster Liechtensteiner neben der ärztlichen Allgemeinpraxis eine ausgedehnte chirurgische Tätigkeit am Spital Vaduz auf», wie er bei der Eröffnung des neu erbauten Krankenhauses 1981 berichtete, und Landesphysikus Dr. Martin Risch sorgte dafür, dass in den Bürgerheimen von Triesen und Eschen zur Entlastung der Gebärstation in Vaduz «vorbildliche Geburtsabteilungen» eingerichtet wurden.

Politische Stürme verursachen «politische Beschwerden»

Die Liechtensteiner erfreuten sich immer mehr an «ihrem» Spital. Ihr Vertrauen in die Institution stieg, wurde dann aber wieder enttäuscht. Heftige Böen begannen durch die Politik zu pfeifen. 1956 nahm der Landtag den 50. Geburtstag von Fürst Franz-Josef II. zum Anlass, in einer Resolution zu versprechen, sich der Spitalfrage anzunehmen. In Anlehnung an den bayrischen Komiker Karl Valentin hätte der Landtag auch mitteilen können, er hätte schon wollen mögen, aber dürfen habe er sich nicht getraut. Seine Resolution erwies sich als gar nicht so resolut, denn erst nach langem Zaudern, (gesundheits-)po -

litischem Hickhack und zögerlichem Planen konnte das neue Vaduzer Krankenhaus 25 Jahre später präzis zum 75. Geburtstag des Landesfürsten eröffnet werden.

1957, so schreibt Dr. Rudolf Rheinberger in seinem Bericht von 1981 zur Eröffnung des Vaduzer Krankenhauses, habe der Ärzteverein eine Spitalstudienkommission gebildet, welche «die Umrisse eines neuen Krankenhauskonzeptes an die Sanitätskommission zuhanden der Regierung» übermittelte. Von derselben Kommission sei der Regierung 1961 ein ausführliches Exposé über die ganze Krankenhausfrage vorgelegt worden: «Entscheidende Schritte der öffentlichen Hand folgten darauf aber nicht.» 1967 teilte die Landesspitalbau-Kommission mit, dass angesichts der bestehenden Situation wegen der zu erwartenden finanziellen Mehrbelastung die Errichtung eines Chefarztspitals in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Chefarztkrankenhäusern in Feldkirch und Grabs nicht sinnvoll sei. Liechtenstein solle in den nächsten Jahren – man rechnete bis zur Verwirklichung des Neubaus mit acht bis zehn Jahren – ein modernes Belegspital erhalten, «welches im Bedarfsfalle kurzfristig mit geringem Aufwand zu einem Chefarztspital umgewandelt» werden könne.

Politische Böen brachten in den 70er-Jahren die Kontroverse zum Auflodern. 1975 lautete die Frage «Zwei Krankenhäuser oder keines?» Die Gemeinde Vaduz hatte angekündigt, ein «Chronischkrankenspital» zu bauen, derweil um die Errichtung eines Landesspitals gerungen wurde. Der Landtagsabgeordnete Franz Beck (VU) zitierte Regierungschef Walter Kieber (FBP), der im November 1973 vor seiner Wahl zum Regierungschef (1974–1978) geschrieben hatte, zu einer «aktiven Gesundheitspolitik» gehöre «unzweifelhaft das liechtensteinische Landesspital mit Standort in Schaan». Noch 1977 wurde die Aussage Kiebers im Liechtensteiner Vaterland als «Zuckerbonbon» für die Wähler betitelt. Tatsächlich sei die Regierung aber nicht mehr bereit, das Projekt «Landesspital» weiterzuverfolgen, weil man sich von einem schweizerischen Gutachten habe überzeugen lassen, «dass ein Landesspital für Liechtenstein völlig überflüssig wäre». Die von der Gemeinde Vaduz beschlossene Renovierung und Erweiterung des Spitales mit Schwerpunkt für Chronisch- und

Alterskranke «konkurrenziere» nun eindeutig das Landesspital. Der Landtagsabgeordnete Herbert Kindle (VU) sprach von echten «politischen Beschwerden», die zweifellos in beiden Parteien bestünden.

Vom Krankenhaus zum Landesspital «Im Prinzip» wurde schliesslich, wie Dr. Rudolf Rheinberger 1981 festgehalten hatte, den Stimmbürgern 1977 das Exposé der Sanitätskommission von 1961 zur Abstimmung vorgelegt. Bereits im Juni 1977 entschieden die Vaduzer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in einer Gemeindeabstimmung, dass das bestehende Krankenhaus an seinem Standort erneuert werde, und zwar unter Heranziehung der dafür vorhandenen Mittel aus dem gemeindeeigenen Spitalbaufonds. Bei der Volksabstimmung auf Landesebene handelte es sich um ein fakultatives Referendum, in dem die Stimmbürger über einen vom Landtag beschlossenen Verpflichtungskredit und somit für das Spitalkonzept entschieden.

Die Volksentscheidungen 1977 betonten also die Verbesserung des bestehenden Krankenhauses in Vaduz, um die spitalärztliche Versorgung und insbesondere die Pflege von Alters- und Langzeitkranken im Land zu sichern. Im Oktober 1981 wurde das erneuerte Krankenhaus schliesslich eröffnet.

Erst im Jahr 2000 wurde das Krankenhaus Vaduz per Gesetz von der Gemeinde Vaduz unter dem Namen «Liechtensteinisches Landesspital» in eine Stiftung überführt. Doch ein neuer Name macht noch kein Projekt besser. Nachdem in den Nullerjahren zahlreiche Gutachten, Expertisen eingeholt und Abklärungen getroffen wurden, stimmte der Landtag im Sommer 2011 einem Neubauprojekt am bestehenden Standort zu. Gegen den dazugehörigen Finanzbeschluss bzw. Verpflichtungskredit in der Höhe von 77 Millionen Franken zuzüglich 6 Millionen als Reserven ergriff ein Komitee namens «Üsers Spitol» das Referendum. In der darauffolgenden Volksabstimmung im Oktober 2011 lehnten die Liechtensteiner den Neubau des Landesspitals ab.

Damit war Liechtenstein schon 2011 etwa so weit wie heute, obwohl es dazwischen zwei Volksabstimmungen über einen Neubau an

einem neuen Standort gegeben hat. Beide Male, 2019 und 2024, wurden Neubauprojekte gutgeheissen, obwohl Kritiker immer wieder auf konzeptionelle Mängel hinwiesen und den Standort am Rhein bei der Holzbrücke hinterfragten.

2019 wurden die Baukosten auf insgesamt 72,5 Millionen Franken berechnet, wovon die Gemeinde Vaduz 7 Millionen übernehmen würde. Somit konnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über einen Finanzbeschluss des Landtags von 65,5 Millionen Franken abstimmen. Im April 2022 konnten die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner den Medien entnehmen, dass für den Neubau des Landesspitals Mehrkosten von über 21,1 Millionen zu erwarten seien.

Das heisst, dass im Zuge der Konkretisierung des Neubauprojektes der zur Volksabstimmung vorgelegte Verpflichtungskredit um gut 30 Prozent überschritten wurde. Der 2019 zuständige Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini erklärte 2022, dass bereits zur Zeit der Abstimmung die «Schätzung der Baukosten einer Unsicherheit von +/- 15 Prozent unterlag». Die damalige Kostenermittlung sei nach bestem Wissen und Gewissen unter Beizug von erfahrenen Fachpersonen durchgeführt worden. Mehrkosten seien zu erwarten gewesen, «jedoch nicht in dieser Höhe».

Der Verweis auf «bestes Wissen und Gewissen» und «erfahrene Fachpersonen» war als schlechte Ausrede zu werten, weil bereits während des Abstimmungskampfes von Laien in Leserbriefen oder an öffentlichen Veranstaltungen darauf hingewiesen wurde, dass die Kostenberechnungen der Realität nicht standhalten würden, allein schon weil die Kosten für die Bereitstellung des Baugeländes, des Wille-Areals, nicht mit eingerechnet wurden. Erst im April 2022 bestätigte das zuständige Ministerium, dass die «Rahmenbedingungen auf dem Baugelände nun präziser ermittelt» worden seien.

Der zuständige Gesellschaftsminister Manuel Frick erklärte: «Als ich die Zahlen zum ersten Mal sah, erschrak ich auch.» Die neue Kostenberechnung habe er erst im März 2022 zu Gesicht bekommen. Kaum jemand konnte dies glauben. In der Öffentlichkeit wie auch im Landtag waren das Neubauprojekt und die

damit einhergehenden Kosten immer wieder ein Thema.

Von 83 auf 72 Millionen und wieder zurück auf 93 Millionen Politische Realität ist, dass die Politik sich wohl immer wieder überlegt, ob ein Projekt –sei es ein Gesetz oder ein Bauvorhaben –machbar ist, ob es überhaupt «durchgebracht» werden kann. So ist erklärbar, warum 2019 ein Neubauprojekt für insgesamt 72,5Millionen Franken zur Abstimmung vorgelegt wurde, das über 10 Millionen günstiger werden sollte als das Projekt, das 2011 in einer Volksabstimmung abgelehnt wurde. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger durften also davon ausgehen, dass die Kosten für einen Spitalneubau zwischen 2011 und 2019 aus taktischen Gründen kosmetisch abgespeckt und von 83 Millionen auf 72,5 Millionen Franken reduziert wurden. Der Verpflichtungskredit, der dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wurde, war völlig falsch. Er war weniger präzise als über den Daumen gepeilt.

Im Juni 2022 bestätigte denn auch ein «Audit» von externen Experten im Wesentlichen die Kritik der Projektgegner an der Kostenberechnung der «erfahrenen Fachpersonen» im Jahr 2019. Das vorliegende Projekt könne unmöglich innerhalb des vom Volk bewilligten Kredites realisiert werden.

Die Regierung verhängte einen Planungsunterbruch und überarbeitete das Projekt bis 2023. Der Landtag stimmte der Weiterverfolgung und Überarbeitung des bestehenden Projektes und 2024 einem entsprechenden Ergänzungskredit über gut 6 Millionen Franken zu. Ohne diesen Ergänzungskredit könne das 2019 beschlossene Projekt nicht umgesetzt werden und das Landesspital müsste weiterhin in der bestehenden, sanierungsbedürftigen Infrastruktur verbleiben, argumentierte die Regierung, nachdem das Referendum ergriffen worden war. In der Volksabstimmung vom Juni 2024 wurden die Finanzbeschlüsse des Landtags mit einer Mehrheit von 53,7 Prozent bestätigt. Somit wurde der Kredit für das Projekt auf etwas über 93 Millionen Franken erhöht.

Erheiternde Endlosschlaufen Trotzdem wurde nicht mit dem Neubau des Landesspitals begonnen. Das Projekt weise

gravierende Mängel auf, erkannte der ab Februar 2025 neu zuständige Gesundheitsminister und verfügte im September 2025 einen Projekt- und Planungsstopp, um das Vorhaben erneut im Detail überprüfen zu lassen. Man mag sich vorkommen wie im falschen Film, gefangen in einer Zeitschlaufe und gezwungen, dieselben Ereignisse immer wieder zu durchleben – wie der Wetteransager im Film «Und täglich grüsst das Murmeltier». Kann die Wiederkehr des Ewiggleichen eher erheitern als der «Murmeltiertag», der jährlich am 2. Februar stattfindet?

Jedenfalls berichtete das das «Liechtensteiner Vaterland», beim Neujahrsapéro des Landesspitals sei die Stimmung im Panoramarestaurant des Altbaus «fröhlich» gewesen. Ernüchtert von den Ende Januar und Februar 2026 bekannt gemachten Ergebnissen der Detailprüfung zeigte sich anscheinend nur Gesundheitsminister Schädler.

Man traute, so David Sele im «Vaterland», den Plänen, die die Vorgängerregierung hinterlassen hatte, nicht. Nach einer ersten Sichtung der Detailprüfung habe sich Gesundheitsminister Emanuel Schädler nun in seiner Skepsis bestätigt gefühlt: «Wir müssen heute sagen, dass es leider der richtige Schritt war, einen Stopp zu verhängen und die Grundlagen auf Qualität und Vollständigkeit zu prüfen», habe Schädler betont. Aus diffusen Befürchtungen seien nun belegte Fakten geworden, zitiert ihn das «Vaterland» weiter. Es gehe nicht mehr um vage Zweifel,

sondern um konkrete technische Unzulänglichkeiten. «Jetzt ist belegt, wo Unvollständigkeiten sind und teilweise leider wirklich auch Mängel», habe der Minister erklärt.

Auf die Frage, wie es wie es zu dieser Diskrepanz zwischen politischem Versprechen und Realität habe kommen können, habe Schädler dies auf die hohe Komplexität des Spitalbaus und eine fehlerhafte Projektstruktur zurückgeführt. Es habe zu viele Filter zwischen den Fachleuten an der Front und den Entscheidungsträgern gegeben. «Wenn einem ständig eingeflüstert wird, alles sei in bester Ordnung, glaubt man dies irgendwann», wird Gesundheitsminister Schädler im «Vaterland» zitiert. Er selbst habe als Bürger bei der Abstimmung 2024 ebenfalls darauf vertraut, dass die Hausaufgaben gemacht worden seien.

Das erinnert sehr an die Worte seines Vorgängers Manuel Frick, der 2022 erklärte, er sei ob der prognostizierten Kostenüberschreitungen erschrocken.

«So a Komedi»: Kapriolen ohne Ende Wer in die Geschichte des Landesspitals zurückblickt, den verwundert nicht: Aus dem verhängten Stopp wurde kein Schritt nach vorne. Anstatt wie geplant im Frühjahr 2026 mit dem Neubau des Landesspitals zu beginnen, soll nun bis Herbst 2026 geklärt werden, ob die wesentlichen Projektmängel behoben werden können und ob das Budget ausreicht. Mit einem Baubeginn könne man zu etwa 50 Prozent im Frühjahr 2027

rechnen. Die Chancen, dass dann das Wetter in einem Jahr gut oder schlecht sein wird, stehen wohl auch etwa bei 50 zu 50. Grössere Chancen hat, wer darauf wettet, dass Liechtenstein auch 2031, also 50 Jahre nach der Eröffnung des Vaduzer Krankenhauses, des heutigen Landesspitals, kein neues haben wird.

Dementsprechend hat sich, was das Landesspital betrifft, die Stimmung im Land quasi wetterbedingt drastisch verschlechtert. Das Murmeltier geht zurück in den Bau und wartet, bis die Bedingungen stimmen, um aus dem Winterschlaf zu kriechen.

Derweil schlägt sich der Unmut über die politischen Kapriolen in Leserbriefen nieder. Manche fragen sich, ob Regierung und Landesverwaltung überhaupt die Erfahrung für einen erfolgreichen Spitalbau hätten. Oder warum das aktuelle Projekt nicht besser als Generalunternehmungsauftrag ausgeschrieben werde? Für einen echten Neuanfang müsse man zurück an den Start, fordern andere. Doch wo oder wann kam es zum Fehlstart? Zurück zum Armenhaus oder Bürgerheim, zurück zum Krankenhaus oder zum Landesspital um die Jahrtausendwende?

Das wäre eine Art «Back to the Future», damit Liechtenstein endlich vorwärts kommt. Die turbulente Geschichte des Landesspitals ist filmreif, jedenfalls reifer als das Projekt. «So a Komedi» ist das.

Auf dem «Wille»-Areal soll das neue Landesspital entstehen.

Ist Neutralität für Liechtenstein von Bedeutung?

Liechtenstein besitzt keinen formalen Neutralitätsstatus, ist aber, so Georges Baur, «faktisch» neutral, obwohl Neutralität weder in unserer Verfassung, in völkerrechtlichen Akten noch in aussenpolitischen Berichten erwähnt ist. Es sind wohl die aktuellen geopolitischen Spannungen, die dem Thema derzeit in Wirtschaft und Politik Aufmerksamkeit verschaffen.

Gastkommentar: Georg Kieber

Neutralität verlangt unparteiisches Verhalten gegenüber Konfliktparteien und den Verzicht auf Teilnahme an bewaffneten Konflikten. Demgegenüber wird Neutralität mit dem Recht auf Unverletzlichkeit des Staatsgebiets verbunden, da neutrale Staaten nicht angegriffen werden dürfen. Politische Neutralität schliesst diplomatische Stellungnahmen und humanitäre Hilfe nicht aus, und sie erlaubt Liechtenstein als UNO-Mitglied die Umsetzung von Sanktionen des Sicherheitsrates.

Neutralität im olympischen Sport soll sicherstellen, dass die Spiele in einem politisch unabhängigen und fairen Raum stattfinden. Also: Gleichbehandlung aller Nationen und keine politischen Botschaften, Symbole oder Gesten. Dennoch wurden die Olympischen Komitees von Russland und Weissrussland sanktioniert, was mit Blick auf die Begrenzung auf diese beiden Länder an sich eine sehr politische Botschaft ist. Athleten dieser Länder durften jedoch «anonymisiert» an den Wettbewerben in Norditalien teilnehmen.

Neutralität versus Kriegsmaterial

Die Komfort-Zone im Bereich Neutralität wird trüb, wenn die Produktion und der Export von Patronenhülsen durch die Presta thematisiert wird. Das Unternehmen hat dafür,

so die Auskunft der Regierung im Landtag, die Bewilligung der Schweiz (SECO) gemäss Zollvertrag. Und die Presta bestätigte, dass sie mit diesen Patronenhülsen nur die Schweiz und Nato-Staaten beliefere. Doch Kugeln töten, und, man möchte hinzufügen, gleichgültig, ob sie aus dem Gewehr eines Guten oder eines Bösen kommen. Der führende Nato-Staat, die USA, führte von 1991 bis 2022 gemäss US-Kongress 251 militärische Interventionen durch. In der Schweiz zeigen Anwälte Aussenminister Ignazio Cassis beim Internationalen Strafgerichtshof an. Sie werfen ihm unter anderem Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Begründet werden die Vorwürfe mit der Lieferung von Kriegsgütern an Israel während des Gaza-Krieges.

Es wäre falsch, der Presta Profitgier vorzuwerfen, es geht wohl auch um das Unternehmen und um Arbeitsplätze. Damit ist zweifelslos schwieriges, wirtschaftliches, auch moralisches Abwägen gefordert, wenn die Regierung politisch oder rechtlich zu einer einschränkenden Regelung der Produktion von Kriegsmaterial eingeladen würde.

«Mischt euch nicht in fremde Händel» Der Politologe Nils Vogt verneinte an einer Veranstaltung der Erwachsenenbildung Stein

Egerta die Frage, ob Neutralität ein Auslauf modell sei und fügte hinzu, auch der Krieg in der Ukraine gehe zu Ende, und dann müsse man auch mit Russland wieder ins Gespräch kommen. Zur Frage, ob Neutralität Schutz bietet oder als Ausrede für politisches Schwei gen dient, ist ein Blick zurück hilfreich.

Während des Ersten Weltkrieges verzichtete Liechtenstein auf Wunsch von Fürst Johann II. auf eine Neutralitätserklärung. Dies hat te zur Folge, dass Frankreich, Russland und England liechtensteinische Staatsangehörige internierten und zum Teil deren Vermögen beschlagnahmten. Unser Land wurde in die Handelsblockade dieser Mächte einbezogen, was gravierende wirtschaftliche Not in jener Zeit zur Folge hatte. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, am 30. August 1939, erklärte Liechtenstein seine Neutralität, was alle Länder, auch Deutschland, respektierten.

Was Mächte heute noch respektieren, ist eine andere Frage. Doch Neutralität entspricht Liechtensteins Kleinheit und Machtlosigkeit und schützt vielleicht doch vor Sanktionen, Boykott oder Zöllen. Seien wir zurückhaltend mit moralischen Belehrungen an die Welt und halten wir uns weiterhin an den Rat von Bruder Klaus: «Mischt euch nicht in fremde Händel.»

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Gemeinnütziger Verein für Ahnenforschung, Pflege der Kultur und des Brauchtums Mauren

im:fokus

Mauren

«Die Arbeit mit meinem starken Team erfüllt mich mit Freude»

Mauren ist eine aktive Gemeinde mit einem ebenso aktiven Vorsteher. Peter Frick konnte in den vergangenen drei Jahren mit Gemeinderat und Verwaltung vieles umsetzen, um die Wohngemeinde wie den Wirtschaftsstandort noch attraktiver zu gestalten. Er hat aber auch noch viel vor.

Interview: Heribert Beck

Herr Gemeindevorsteher, Ihre erste Legislaturperiode im Amt geht schon bald in ihr letztes Viertel. Wie lautet Ihre Zwischenbilanz?

Gemeindevorsteher Peter Frick: Mauren-Schaanwald entwickelt sich mehr und mehr in eine lebendige Wohngemeinde mit beachtlichem Wachstum auch in Industrie und Gewerbe. Die Themen, die angegangen werden müssen, sind erkannt, nun heisst es, bei einem nach dem anderen anzusetzen. Es bewegt sich daher einiges, und es freut mich sehr zu sehen, wie unsere gemeinsame Arbeit mit der Finanzstrategie, der Wirtschaftsstrategie und bald auch mit der anstehenden Liegenschaftsstrategie bereits erste Früchte trägt.

Zur erfolgreichen Maurer Gemeindearbeit gehören Projekte wie die Sanierung des Sportparks, aber auch Strukturen wie die sehr aktive Jugend- oder Seniorenarbeit. All dies ist sicher nicht ganz günstig – dennoch hat der Gemeinderat in der Budgetberatung 2026 im vergangenen November eine Senkung des Gemeindesteuerzuschlags beschlossen. Schneller als geplant. Wie kam es zu diesem Entscheid?

Bereits im Herbst 2024 wurde unsere Finanzstrategie im Gemeindesaal Mauren vorgestellt. Ziel war und ist die nachhaltige Gesundung der Gemeindefinanzen unter der Prämisse der Herabsetzung des Gemeindesteuerzuschlags auf 150 Prozent. Aus der Bevölkerung wurde in der Folge immer wieder die vermeintliche Inländerdiskriminierung betont.

Die Paula-Hütte, ein Maurer Wahrzeichen, hat kürzlich eine umfassende Sanierung erfahren.

Nachdem dann in der Gemeinde Balzers ein Referendum erfolgreich war und sich 2025 bei uns grössere Tiefbauinvestitionen verzögert haben, konnte für das Steuerjahr 2025 ein Zwischenschritt zur Herabsetzung auf 160 Prozent erfolgen. Der gesamte Gemeinderat konnte dies einstimmig verabschieden, da er dies im aktuellen Umfeld als eine vertretbare Lösung erachtet, gerade auch im Hinblick auf die ungebrochene Attraktivität als Wohngemeinde.

Lässt sich daraus schliessen, dass die Gemeindefinanzen gesund sind? Oder besteht weiter Handlungsbedarf?

Die Einnahmen- und Ausgabenseite der Gemeinderechnung werden auch in den kommenden Jahren für uns eine Herausforderung darstellen, und so können wir nicht ausschliessen, dass wir weiterhin auch mit Kreditaufnahmen budgetieren müssen. Immerhin haben wir mit der vom Gemeinderat beschlossenen Finanzstrategie eine verbesserte Planungssicherheit. Ausserdem erhoffen wir uns, aus eigener Kraft leicht wachsende Steuereinnahmen aus dem Bevölkerungswachstum wie auch aus dem Wachstum der Unternehmenszahlen zu erzielen.

Zu einigen konkreten Projekten: Mauren war im Jahr 2022 eine der ersten «Kinderfreundlichen Gemeinden» Liechtensteins. Demnach steht bald eine Re-Zertifizierung an. Wann soll diese erfolgen und was hat die Gemeinde alles unternommen, um das begehrte Unicef-Label erneut zu erhalten?

Wir sind eine sehr attraktive Wohngemeinde, gerade auch für Familien mit Kindern. Neben den Kindergärten und Primarschulen sowie der Jugendarbeit gibt es seit dem vergangenen Jahr den «ene-meneMura»-Familientreff im Wegacker mit integrierter Mütter- und Väterberatung unter einem Dach. An dieser Stelle ein grosses Kompliment

und Dankeschön an Gemeinderätin Mirjam Gantner-Posch und ihre Arbeitsgruppe «Frühe Förderung/UNICEF» für die geleistete Arbeit! Der Familientreff erfährt einen grossen Zuspruch von vielen dankbaren Eltern. Die Zusammenarbeit mit Unicef für die Rezertifizierung läuft ebenfalls bestens und wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 stattfinden.

Im kulturellen Bereich macht Mauren immer wieder von sich reden. Sei es durch das rege Vereinsleben oder das Kulturhaus «Rössle». Zum kulturellen Bereich gehört, aber natürlich auch das historische Erbe, das Mauren im vergangenen Jahr unter anderem mit der Sanierung der Paula-Hütte gepflegt hat. Was bedeutet dieses Bauwerk für Sie persönlich und warum war die Sanierung notwendig?

Die Paula-Hütte ist eines der Wahrzeichen unserer Gemeinde und seit jeher für Wanderer und Biker ein Geheimtipp mitten auf dem Maurer Berg. Nachdem die Schaawälder Funkenzunft die Hütte Anfang der 1980er-Jahre umfangreich in Fronarbeit erneuert hatte, nagte inzwischen der Zahn der Zeit wieder an ihrer Substanz. So mussten wir unter anderem das Dach komplett erneuern, den Boden und die Grundsubstanz sanieren. Diese Arbeiten sind abgeschlossen und die Paula-Hütte erstrahlt nun in neuem Glanz. Nicht zuletzt gibt es auch endlich wieder eine freie Sicht auf Mauren und jeder, der schon oben war, durfte sich an diesem besonderen Ausblick auf unsere Gemeinde erfreuen.

Zur Aussendarstellung einer Gemeinde gehört neben der Pflege des Erbes und vielem anderen mehr auch die Präsenz in den traditionellen wie neuen Medien. Was hat sich diesbezüglich in Mauren in der jüngeren Vergangenheit getan und wie sind die Rückmeldungen?

Dorfgemeinschaft wird in Mauren grossgeschrieben.

Gemeindevorsteher Peter Frick

Es ist mir dies ein grosses Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen einfach und in ihren Worten einbringen können und dann von mir und der Gemeindeverwaltung auch zeitnah fundiert geprüfte Antworten erhalten.

Peter Frick, Gemeindevorsteher von Mauren-Schaanwald

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In der Bevölkerungsumfrage ganz obenaus schwingt bis heute das Gemeindemagazin Muron, das im Mai bereits in der 135. Ausgabe ansteht. Alle Ausgaben seit Januar 1967 sind übrigens online einsehbar. Das grösste Wachstum jedoch haben die Kanäle der Sozialen Medien mit mehr als 3000 Followern. Es ist mir ein grosses Anliegen, auch auf diesem Weg die geschätzte Arbeit unserer Verwaltung und ihrer Abteilungen immer wieder aufzuzeigen.

Die IT-Umstellung der Gemeindeverwaltungen – digitale Signaturen, elektronische Rechnungslegung und so weiter – ist medial derzeit ein sehr präsentes Thema. Wie ist Mauren unterwegs?

Die Liechtensteiner Gemeinden haben schon länger erkannt, dass diesbezüglich immense Investitionen anstehen. Wenn auch jede Gemeinde ihre Eigenheiten entwickelt hat, so gibt es doch überwiegend viele Abläufe, die gemeinsam besser und günstiger angegangen werden können. Wir arbeiten dabei in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv mit. Als vor einigen Jahren unsere Homepage mit einem Chatbot versehen wurde, waren wir der Zeit definitiv voraus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir einen weiteren Anlauf nehmen werden. Kurzfristig werden wir aber auf jeden Fall eine grössere Zahl von Anträgen und Bewilligungen via mauren.li zur Verfügung stellen. Die entsprechende Programmierung erfolgt in diesen Tagen. Unabhängig davon erlebe ich tagtäglich den direkten Kontakt in der Verwaltung. Ein gewichtiger Teil der Bevölkerung schätzt auch weiterhin den persönlichen Austausch mit ihrer Gemeindeverwaltung vor Ort.

Wie steht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Gemeindeverwaltung und welche Art von Formularen wird elektronisch zur Verfügung stehen?

Wie gesagt: Unsere Chatbox auf der Homepage haben wir nach knapp zwei Jahren damals wieder eingestellt. Wahrscheinlich war die Zeit –in- und ausserhalb der Verwaltung – noch nicht reif dafür. Als nächster Schritt erfolgt nun die Einführung von leicht ausfüllbaren Antragsformularen in der Einwohnerkontrolle beziehungsweise dem Gemeindesekretariat und der Gemeindekasse, die dann auch elektronisch beantwortet oder bewilligt werden können.

Wie sehr Sie persönlich den von Ihnen angesprochenen persönlichen Kontakt mit der Bevölkerung schätzen, haben Sie immer wieder betont. Wie sind die Rückmeldungen aus dem Dorf zur politischen Arbeit der Gemeinde im Allgemeinen?

Vielen Dank für diese Frage – da bedanke ich mich quer durch die ganze Einwohnerschaft von Mauren und Schaanwald recht herzlich für das wohlwollende sowie durchaus vielfältige und direkte Feedback in den vergangenen drei Jahren! Es ist mir dies ein grosses Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen einfach und in ihren Worten mit gelebter Transparenz einbringen können und dann von mir und der Gemeindeverwaltung auch zeitnah fundiert geprüfte Antworten erhalten.

Was nehmen Sie aus diesen Kontakten mit und was möchten Sie bis zum Ende der Legislaturperiode noch konkret umsetzen oder in die Wege leiten?

Wir haben in der Gemeinde einige mehr oder weniger umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten. Dort möchte ich einen Schritt vorankommen und stelle mir etwas grösseres und doch grössenverträgliches vor. Diesbezüglich bestehen Kontakte, und Gespräche sind am Laufen, die mich recht zuversichtlich stimmen. Ob das Projekt bereits in dieser

Der Familientag beim Weiherring fand im Mai 2025 bereits zum dritten Mal statt.

Der aktive Einbezug der Bevölkerung in Gemeindeangelegenheiten ist Vorsteher Peter Frick ein grosses Anliegen.

Amtsperiode umgesetzt werden kann, steht dagegen noch nicht fest. Bereits beschlossen haben wir die Wirtschaftsstrategie für Mauren mit sechs zentralen Feldern und einem Steuerungssauschuss für die aktive Umsetzung. Beim Thema «Älter werden in Mauren» sind wir ebenfalls aktiv in der Ausarbeitung eines Bauprojekts und werden es mit einem externen Investor zusammen angehen. Und bei einem Immobilienbesitz im Wert von rund 100 Millionen Franken stünde es der Gemeinde gut an, sich eine Immobilienstrategie zu geben. Dazu werde ich den Gemeinderat noch vor der Sommerpause zu einem ersten Workshop einladen.

Sie haben es gelegentlich zwischen den Zeilen anklingen lassen, aber ganz konkret gefragt: Treten Sie bei den Gemeindewahlen 2027 nochmals an?

Selbstverständlich! Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, eine zweite Periode anzustreben. Die tatkräftige Umsetzung der aufgegleisten Projekte wie Wohnen im Alter, Nahversorgung, die immer wieder verschobene Birka-Leitung und die Ansiedelung von Unternehmen zusammen mit dem starken, motivierten Team in der Verwaltung wie im Gemeinderat erfüllen mich nach wie vor mit grosser Freude!

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jugend:zeit

«Der Eintrag ins Goldene Buch auf Schloss Vaduz

– ein einzigartiges

Erlebnis»

Eliah Uebersax aus Mauren ist 23 Jahre jung und hat seine Lehre als Automatiker FZ mit der ausgezeichneten Note von 5,6 abgeschlossen. Somit durfte er sich auf Schloss Vaduz ins Goldene Buch eintragen. Derzeit studiert Eliah Computational Biology an der Universität Basel. Im Interview berichtet er über die Schule, die Ausbildung und diverse Themen, die ihn besonders berühren und beschäftigen.

Interview: Johannes Kaiser

Eliah, du hast deine Lehre 2025 als Automatiker FZ bei der Ivoclar Vivadent AG sehr erfolgreich abgeschlossen. Was macht ein Automatiker FZ?

Eliah Uebersax Die Aufgaben sind von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Grundsätzlich geht es aber um die Entwicklung, die Produktion und das Programmieren von automatisierten Maschinen sowie deren Wartung. Ich persönlich hatte vor allem mit der Entwicklung von Brennöfen zu tun. Der Beruf des Automatikers ist sehr vielfältig und mit der Digitalisierung sowie mit KI nimmt er neue Dimensionen an.

Deine Berufsausbildung hast du mit der ausgezeichneten Note von 5,6 abgeschlossen. So durftest du dich ins Goldene Buch eintragen. Wie war dieses Erlebnis?

Es war ein einzigartiges Erlebnis, durch den Erbprinzen auf Schloss Vaduz eingeladen zu werden und sich ins Goldene Buch eintragen zu können. Was mich ebenfalls sehr beeindruckte, war die Führung durch das Schloss. Für mich war es der passende Abschluss einer unvergesslichen Lehrzeit.

Wo arbeitest du derzeit? Was sind deine weiteren beruflichen und persönlichen Ziele?

Ich studiere Computational Biology an der Universität Basel. Nach dem Bachelor will ich

noch einen Master machen und mich dann wieder ins Berufsleben stürzen.

Wenn du auf deine Schulzeit zurückblickst, kannst du heute sicherlich ausführen, was am Schulwesen deines Erachtens veraltet ist und welche Innovationen in der Ausbildung junger Menschen getätigt werden müssten?

Meiner Meinung nach liegt der Fokus zu sehr auf den Noten. Der dadurch entstandene Druck hat mir die Freude am Lernen genommen. Deshalb war für mich nach dem Gymnasium eine Berufsausbildung gut, da ich durch die Arbeit einen Ausgleich hatte.

Welche gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen dich als junger Erwachsener?

Momentan beschäftigt mich die Initiative zur Fristenlösung. Ich unterstütze sie und hoffe, dass sie erfolgreich sein wird. Beim Thema Schwangerschaftsabbruch hinkt Liechtenstein der Schweiz hinterher, und es wird Zeit, dass wir uns für die Rechte von Frauen einsetzen und ein klares Zeichen setzen.

Welches sind für dich die zentralen Anliegen, welche die zukünftige Welt der Jugend betreffen?

Ich denke, die grösste globale Herausforderung wird der Klimawandel sein. Dieses Thema beschäftigt mich persönlich sehr, weshalb ich aufgehört habe, Tierprodukte zu konsu-

mieren. Ich ernähre mich sehr gesund und ich gestalte meinen Lebensstil sehr umweltbewusst. In Liechtenstein sind wir uns oft nicht bewusst, welche Folgen der Klimawandel bereits heute in anderen Regionen der Welt hat. Vor allem wir jungen Menschen werden die vollen Auswirkungen des Klimawandels erleben müssen.

Werden die Jugendlichen in ihrer Meinungsbildung ausreichend gehört beziehungsweise ihre Ideen in die Entscheidungsprozesse aufgenommen?

Persönlich bin ich nicht politisch aktiv und kann deshalb nicht viel zu diesem Thema sagen.

Was machst du in der Freizeit – welches sind deine Hobbys?

Ich lese gerne, vor allem, wenn ich mit dem Zug zwischen Uni und Wohnung pendle. Seit meinem neunten Lebensjahr spiele ich auch Eishockey, was immer noch eine Leidenschaft von mir ist. Zu Hause haben wir eine Werkstatt, die ich gerne nutze, um kleine Projekte umzusetzen. Zuletzt habe ich Ringe aus Holz angefertigt.

Danke, Eliah, für das interessante, inspirierende und sehr sympathische Gespräch, in dem du uns einen vielfältigen Einblick in deine jugendliche Gedankenwelt gibst.

Foto: Michael Zanghellini
Johannes Kaiser im Gespräch mit Eliah Uebersax aus Mauren.

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Investieren Sie Seite an Seite mit unserer Eigentümerfamilie

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Energie neu gedacht: ultradünn, federleicht, flexibel und klebbar

BVD – Exclusiv Partner für Solarfolien von Heliatek

BVD Werbetechnik exklusiver Vertriebspartner

Die innovative Solarfolie HeliaSol®

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Die BVD Werbetechnik erweitert ihr Leistungsportfolio um eine zukunftsweisende Energielösung: organische Solarfolien von Heliatek. Diese Technologie ergänzt das Angebot der BVD optimal und fügt sich nahtlos in die strategische Ausrichtung des Unternehmens ein.

Als erfahrener Werbetechniker übernimmt die BVD die fachgerechte Verklebung der ultraleichten Solarfolien auf Dächern, Fassaden sowie auf anspruchsvollen Sonder- und Designflächen. Dank ihres geringen Gewichts und der selbstklebenden Rückseite kommen die Folien ganz ohne schwere Unterkonstruktionen oder aufwendige Montagesysteme aus. Die Installation erfolgt schnell, sauber und materialschonend – auch auf gekrümmten oder unregelmässigen Oberflächen.

Für den elektrischen Anschluss und die technische Gesamtkoordination arbeitet die BVD Werbetechnik eng mit den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) zusammen. Die LKW gewährleisten die fachgerechte Integration der Solarfolien in die bestehende Gebäudetechnik sowie den professionellen Anschluss an das Stromnetz. Darüber hinaus übernehmen sie die komplette Projektabwicklung. So bringt jeder Projektpartner seine Kernkompetenzen gezielt ein –effizient, zuverlässig und abgestimmt.

Im Gegensatz zu klassischen Solarmodulen eröffnen die organischen Solarfolien neue Einsatzmöglichkeiten dort, wo herkömmliche Systeme aus statischen,

Testinstallation beim Schulzentrum Resch: Solarfolien im Einsatz

Beim Schulzentrum Resch testen die Gemeinde Schaan und BVD Werbetechnik biegsame Solarfolien als innovative PV-Lösung. «Neue Technologien können die Energieversorgung nachhaltiger und unaufdringlicher machen», so Liegenschaftsverwalter Mani Konrad.

architektonischen oder gestalterischen Gründen an ihre Grenzen stossen. Ein direkter Leistungsvergleich ist daher nur bedingt sinnvoll: Während klassische Module bei optimalen Bedingungen höhere Wirkungsgrade erzielen, punkten die Solarfolien durch ihre Flexibilität, ihr geringes Gewicht und ihre Vielseitigkeit.

Im Durchschnitt liefern die Solarfolien rund ein Drittel der Leistung konventioneller Module, benötigen jedoch keinerlei Unterbau. Eine Folie misst 200 cm in der Länge und 43,6 cm in der Breite. Zudem basiert die Technologie auf umweltfreundlichen Materialien und verzichtet vollständig auf kritische Rohstoffe wie seltene Erden oder Schwermetalle – ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Energiezukunft.

Kontakt

BVD Werbetechnik

Im alten Riet 23, 9494 Schaan Tel. 236 18 35, www.bvd.li

Mehr Erfolg dank Crossmedia . In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entstehen erfolgreiche Ergebnisse. Wir beraten kompetent, vernetzen intelligent und produzieren exzellent. Fragen Sie nach unseren Referenzen: Tel. 081 255 52 52. www.somedia-production.ch

LEONIE LIESCH, DIREKTORIN, CHUR TOURISMUS

senioren:zeit

Zwischen hoher Lebensqualität und neuen Herausforderungen

In Liechtenstein wächst der Anteil älterer Menschen – und mit ihm die Chance, Erfahrung, Engagement und Zusammenhalt zu stärken. Seniorinnen und Senioren gestalten das Land aktiv mit, bringen Wissen ein und bereichern das gesellschaftliche Leben. Der demografische Wandel wird so zu einer gemeinsamen Zukunftsaufgabe mit viel Potenzial.

Liechtenstein zählt zu den wohlhabendsten und sichersten Ländern Europas. Diese Rahmenbedingungen wirken sich auch auf die Lebensrealität älterer Menschen aus. Die Seniorinnen und Senioren profitieren von einem gut ausgebauten Sozialstaat, kurzen Wegen, starken Gemeinden und einer aktiven Zivilgesellschaft. Gleichzeitig stellt der demografische Wandel Politik und Gesellschaft vor neue Aufgaben: Die Zahl älterer Menschen wächst, während familiäre Strukturen, Arbeitsmodelle und Pflegebedarfe sich verändern.

Demografische Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung

Wie in vielen europäischen Staaten steigt auch in Liechtenstein die Lebenserwartung kontinuierlich. Der Anteil der über 65-Jährigen nimmt zu, und immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter bei vergleichsweise guter Gesundheit. Diese Entwicklung ist Ausdruck medizinischen Fortschritts und guter Lebensbedingungen, erfordert jedoch vorausschauende Planung.

Doch Seniorinnen und Senioren sind in Liechtenstein weit mehr als eine Bevölkerungsgruppe mit Unterstützungsbedarf. Sie übernehmen wichtige gesellschaftliche Funktionen: Viele engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen oder sozialen Initiativen. Andere unterstützen ihre Familien bei der Kinderbetreuung und tragen damit wesentlich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. In einem kleinen Land mit starkem Gemeinschaftssinn ist dieses Engagement von unschätzbarem Wert. Erfahrung, Wissen und soziale Stabilität älterer Menschen bilden ein Fundament für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Zentrale Organisationen und Anlaufstellen

Eine bedeutende Rolle spielt der Liechtensteiner Seniorenbund. Als politisch und konfessionell neutrale Organisation vertritt er die Interessen älterer Menschen und fördert deren aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Angebot reicht von Bildungs- und Freizeitaktivitäten über Ausflüge und Vorträge bis hin zu Beratungsleistungen. Besonders wichtig ist die Informations- und Beratungsarbeit, die Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörigen Orientierung in Fragen zu Pflege, Wohnen oder finanzieller Unterstützung bietet.

Auf staatlicher Ebene ist das Ministerium für Gesellschaft und Justiz federführend für alterspolitische Fragen zuständig. Ein wichtiges Gremium ist dabei der Seniorenbeirat, der als Sprachrohr der älteren Generation fungiert und Anliegen direkt in die politische Diskussion einbringt. Der zuständige Regierungsrat Emanuel Schädler betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Dialogs mit den Seniorinnen und Senioren, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen. Solche Aussagen unterstreichen, dass Alterspolitik in Liechtenstein als Querschnittsaufgabe verstanden wird.

Pflege, Betreuung und Wohnen

Ein Kernbereich der Seniorenpolitik ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege. Das Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK) betreibt mehrere Alters- und Pflegeheime. Diese Einrichtungen bieten stationäre Pflege, betreutes Wohnen und verschiedene Unterstützungsangebote für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Ziel ist es, eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen und individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Ergänzend dazu ermöglicht die Familienhilfe Liechtenstein mit ihren Spitex-Diensten die Betreuung und Pflege zu Hause. Dieses Angebot ist besonders gefragt, da viele ältere Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben möchten. Ambulante Pflege, Mahlzeitendienste, Fahrdienste und soziale Besuchsdienste tragen dazu bei, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.

Auch alternative Wohnformen gewinnen an Bedeutung. Barrierefreie Wohnungen, generationenübergreifende Wohnprojekte und betreute Wohnanlagen bieten Möglichkeiten, Sicherheit und Eigenständigkeit zu verbinden. Gemeinden unterstützen entsprechende Initiativen und fördern altersgerechte Infrastruktur.

Bildung, Teilhabe und Digitalisierung

Aktives Altern ist ein zentrales Ziel der Seniorenpolitik und -arbeit. Bildungsangebote, kulturelle Veranstaltungen und Bewegungsprogramme fördern Gesundheit und soziale Kontakte. Vortragsreihen, Computerkurse und Sprachkurse helfen Seniorinnen und Senioren, am

gesellschaftlichen und digitalen Leben teilzuhaben. Gerade die Digitalisierung birgt Chancen, aber auch Hürden. Online-Banking, digitale Behördengänge oder Telemedizin setzen Kompetenzen voraus, die nicht selbstverständlich sind. Entsprechend wichtig sind niederschwellige Schulungsangebote.

Die Einsamkeit im Alter ist ebenfalls ein Thema. Vereine, Gemeinden und kirchliche Organisationen reagieren darauf mit gezielten Angeboten, um Begegnung, Austausch und Teilhabe zu fördern. Gerade in einem überschaubaren Gemeinwesen wie Liechtenstein sind persönliche Kontakte zwar oft enger, doch Mobilitätseinschränkungen, gesundheitliche Probleme oder der Verlust von Partnerin beziehungsweise Partner können dennoch zu sozialer Isolation führen.

Viele Player engagieren sich Um dem entgegenzuwirken, setzen viele Gemeinden auf niederschwellige Treffpunkte wie Seniorencafés, Mittagstische oder Bewegungsgruppen. Solche Angebote ermöglichen regelmässige soziale Kontakte in vertrauter Umgebung. Auch Besuchsdienste, bei denen Freiwillige ältere Menschen zu Hause besuchen, leisten einen wichtigen Beitrag gegen die Vereinsamung. Sie schaffen nicht nur Gesprächsanlässe, sondern vermitteln auch das Gefühl, wahrgenommen und geschätzt zu werden.

Der Seniorenbund organisiert ebenfalls Gesprächsrunden, Ausflüge und kulturelle Veranstaltungen, die gezielt auf Gemeinschaft und Austausch ausgerichtet sind. Dabei geht es nicht nur um Freizeitgestaltung, sondern um soziale Integration und Prävention. Gemeinschaft stärkt das psychische Wohlbefinden und kann gesundheitlichen Problemen vorbeugen.

Politisch wird das Thema ernst genommen. Gesellschaftsminister Emanuel Schädler betonte in Bezug auf die Alterspolitik, dass gesellschaftliche Teilhabe ein zentrales Element der Lebensqualität sei und Isolation frühzeitig verhindert werden müsse. Die nationale Altersstrategie greift diesen Ansatz auf und definiert soziale Vernetzung ausdrücklich als Handlungsfeld.

Der Isolation im Alter begegnen Neben klassischen Begegnungsformaten gewinnt auch die digitale Teilhabe an Bedeutung. Schulungen im Umgang mit Smartphones oder On-

line-Diensten helfen Seniorinnen und Senioren, mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben – insbesondere, wenn Angehörige im Ausland leben. Digitale Kompetenzen werden somit nicht nur zur Unterstützung im Alter, sondern auch zu einem weiteren Instrument gegen Einsamkeit. Langfristig zeigt sich: Die Bekämpfung von Isolation im Alter erfordert das Zusammenspiel von Familie, Zivilgesellschaft und Staat. In Liechtenstein bestehen dafür gute Voraussetzungen, da Entscheidungswege kurz und Kooperationen eng sind. Dennoch bleibt es eine kontinuierliche Aufgabe, Angebote anzupassen, auf neue Bedürfnisse zu reagieren und insbesondere hochbetagte oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen gezielt zu erreichen.

So wird deutlich, dass Einsamkeit auch in einem kleinen, wohlhabenden Land keine Randerscheinung ist. Gleichzeitig zeigt das breite Engagement von Vereinen, Verbänden, Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, dass dem Thema aktiv begegnet wird – mit dem Ziel, ein würdevolles, eingebundenes und erfülltes Leben im Alter zu ermöglichen. Das gilt gleichermassen für die aktiven Jungsenioren al auch für die weniger mobilen und aktiven bis hin zu den Hochbetagten.

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EIN ERFAHRUNGS-BERICHT

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Sabine, 63 Jahre

Demenz Liechtenstein ist eine Initiative des Vereins für Menschen mit Demenz in Liechtenstein.

«DEMENZ BESSER VERSTEHEN»

AB

28. APRIL 2026 IN SCHAAN

Der Angehörigenkurs «Demenz besser verstehen» ist eine Kooperation von:

Die beiden Kooperationspartner:innen bieten diesen Kurs im Rahmen der Angehörigenberatung von Psychiatrie St. Gallen und des Gruppenangebots von Demenz Liechtenstein mit folgenden Inhalten an:

Einführung zum Krankheitsbild Demenz Umgang mit den alltäglichen Herausforderungen in der Begleitung von demenzkranken Menschen Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen

Kursleitung an allen Abenden:

Claudia Murk, Pflegefachfrau und Gerontobeauftragte Psychiatrie St.Gallen, Alters- und Neuropsychiatrie Sargans

Matthias Brüstle, Klinischer Psychologe und Geschäftsführer von Demenz Liechtenstein

Bitte um Beachtung: «Demenz besser verstehen» ist ein geschlossenes Angebot. Eine Anmeldung gilt für alle vier Abende. Wir vereinbaren Verschwiegenheit über die besprochenen Inhalte.

WEITERE AKTUELLE ANGEBOTE

Termine: jeweils Dienstag von 18.30 – 20.30 Uhr 28.4., 5.5., 12.5., 19.5.2025

www.demenz.li und

Di – Tagestreff Vergissmeinnicht für MenDo schen mit Demenz, Schaan, 9–17 Uhr

Di Bewegen & Wohlfühlen im Kunstmuseum, Vaduz, 14–15 Uhr

Fr Denkspaziergang bis 3. Juli und ab 21.8., Schaan, 13.45 Uhr

20.4. Info- und Austauschnachmittag Schaan, 14–17 Uhr

29.4. Lesung: Der alte König in seinem Exil Vaduz, 19 Uhr

27.5. 4. Liechtensteiner Vorlesetag im Tagestreff, Schaan, 12.30–14 Uhr

28.5. Vortrag: Wissenswertes zum Pflege-/ Betreuungsgeld. Schaan, 19 Uhr

2.6. Angehörigenabend: Offene Gesprächsgruppe, Schaan, 19 Uhr

29.6. Info- und Austauschnachmittag Schaan, 14–17 Uhr

3.8.– Sommerpause 16.8. Tagestreff Vergissmeinnicht

Hinweis: Im November 2026 findet ein weiterer Durchgang in Sargans statt.

Ort: Stützpunkt Demenz Liechtenstein Poststrasse 14, 2. Stock, 9494 Schaan

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.

Information und Anmeldung: Matthias Brüstle, Telefon: +423 / 230 34 45, Mail: kontakt@demenz.li

24.8. Info- und Austauschnachmittag, Schaan, 14–17 Uhr

1.9. Angehörigenabend: Offene Gesprächsgruppe, Schaan, 19 Uhr

16.9. Vortrag: Geistig fit bleiben, Schaan, 18.30 Uhr

20.9. Konzert «Vergissmeinnicht» zum Tag der Menschen mit Demenz, Schaan, 15 Uhr

Weitere aktuelle Angebote finden Sie unter:

Das eigene Zuhause ist mehr als nur ein Ort. Es ist Vertrautheit, Erinnerung und Geborgenheit.

Viele ältere Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Selbstständig und in der gewohnten Umgebung.

Doch mit zunehmendem Alter wächst auch das Risiko. Ein Sturz im Badezimmer, Schwindel beim Aufstehen oder ein Schwächeanfall in der Nacht.

In solchen Momenten ist rasches Handeln entscheidend, aber wer kann Ihnen helfen, wenn Kinder oder andere Personen gerade

nicht erreichbar sind? Genau hier setzt der ARGUS Hausnotruf an und sorgt dafür, dass Sie im Ernstfall nie alleine sind.

Ein einfacher Knopfdruck auf der «Notrufuhr» genügt und unsere 24/7 besetzte Notrufzentrale meldet sich sofort über die Freisprechfunktion des Basisgeräts. So können wir direkt mit Ihnen sprechen und die Situation klären.

Wenn wir Sie nicht erreichen können oder sofortige Hilfe erforderlich ist, kommt unser Mitarbeiter persönlich zu Ihnen nach Hause –innerhalb kürzester Zeit. ARGUS verfügt über Einsatzfahrer im Ober- und Unterland und ist somit schnell vor Ort.

Als Schlüsselträger haben wir die Möglichkeit, im Ernstfall Ihre Wohnung zu öffnen und bei Bedarf auch der Rettung den Zutritt zu ermöglichen. So werden wertvolle Sekunden gewonnen.

Der ARGUS-Hausnotruf verbindet Sicherheit mit Selbstständigkeit. Er gibt Ihnen die Freiheit, sicher zu Hause zu leben, und Ihnen und Ihren Angehörigen die Gewissheit, dass im Notfall rasch und zuverlässig gehandelt wird.

Sicherheit bedeutet, zu wissen, dass jemand da ist, wenn etwas passiert. Auf uns können Sie sich verlassen.

Seniorenkoordination Mauren

Zahltag mit Andrea Maurer und Josef Thaler

«Wir fördern in unserer Arbeit gezielt Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Dazu bieten wir eine Vielzahl an Aktivitäten an, die sehr gut von der älteren Bevölkerung angenommen wird. Wir verstehen uns als niederschwellige, unkomplizierte und in Altersfragen kompetente Anlaufstelle, die gerne aufgesucht wird. Zusammen mit unserem Freiwilligenteam erarbeiten wir eine zeitgemässe, gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit, die sich an die aktuellen Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Menschen in unserer Gemeinde orientiert.» So beschreiben Andrea Maurer und Josef Thaler, Seniorenkoordinatoren in Mauren, ihre Arbeit.

& Fotos: Vera Oehri-Kindle

Der/die älteste Senior/in ist wie viele Jahre alt? 98

Wie viele verschiedene Veranstaltungen bietet ihr den Senioren durchschnittlich im Monat an? 20

Wie viele Senioren nutzen durchschnittlich die Rikscha Ausfahrten pro Saison? 130

Auf wie viele freiwillige Helfer dürft ihr zählen? 25

An wie vielen verschiedenen Aktivitäten können die Senioren teilnehmen?

Interview
Das Team der Seniorenkoordination Mauren: Andrea Maurer und Josef Thaler.

Die Broschüre «gemeinsam aktiv» gibt einen Einblick in die verschiedenen Veranstaltungen für Senioren.

In welchem Jahr wurde die Seniorenkoordination ins Leben gerufen?

1999

An wie vielen Vormittagen ist das Büro geöffnet?

4

Wie viele Senioren nutzen durchschnittlich den Senioren-Mittagstisch?

45

Ziel der Seniorenkoordination ist es, für und mit der älteren Generation lebenswerte Strukturen und Netzwerke zu schaffen, um im eigenen Umfeld gut alt werden zu können.

Seit wann ist der/die älteste Senior/in bei euch?

2000

Wie viele Personen nehmen an euren fünf Fitnessangeboten teil?

60

Wie lautet der direkte Draht zu euch? 37710 35 377 10 37

oder

Palliative Care stellt das Leben in den Mittelpunkt

«Palliative Care lässt sich am besten mit dem Zitat von Cicely Saunders, Gründerin der modernen Hospiz- und Palliativbewegung, erklären: Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben», sagt Elisabeth Sommerauer, Fachexpertin Palliative Care bei der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe (LAK). Oft erlebt sie, dass Palliative Care mit Sterben gleichgesetzt wird. «Das stimmt so nicht. Palliative Care bedeutet nicht, dass jemand bald sterben wird. Menschen mit chronischen Krankheiten oder zunehmenden Einschränkungen profitieren besonders davon.»

Viele Erkrankungen wie Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Parkinson, Multiple Sklerose, Demenz, Multimorbidität oder zunehmende Gebrechlichkeit prägen oft über Jahre den Alltag. Deshalb beginnt Palliative Care in der LAK bereits beim Eintritt. «Alle Bewohnenden haben Bedürfnisse, bei denen wir unterstützen können – sei es, um Beschwerden zu lindern oder den Alltag angenehmer zu gestalten. Unser Ziel ist, immer eine möglichst gute Lebensqualität für sie und ihre Angehörigen zu bieten», erklärt Sommerauer.

Palliative Care ist Teamarbeit

Palliative Care ist Teamarbeit und umfasst alles, was das Leben trotz Krankheit leichter macht. Dazu gehört die Linderung belastender Symptome wie Schmerzen, Atemnot oder Übelkeit. Ebenso wichtig ist die Vorausplanung: offen zu besprechen, was einer bzw. einem Bewohnenden im Alltag und für die Zukunft wichtig ist. Was soll unbedingt sein? Was lieber nicht mehr? Und welche kleinen Wünsche machen das Leben schöner?

Lebensgeschichte ist «Richtig Wichtig»

Die LAK entwickelte dafür einen Gesprächsleitfaden sowie das Spiel «Richtig Wichtig – Mein Leben, meine Wünsche, mein Weg», das mit dem Viventis Pflegepreis ausgezeichnet wurde. Dabei spielt die Lebensgeschichte eine grosse Rolle. Wer einen Menschen in seiner Einzigartigkeit kennt – seine Geschichte und seine Werte – kann ihn so begleiten, dass seine Würde und Persönlichkeit im Mittelpunkt bleiben.

Lebensqualität zeigt sich oft in kleinen, aber bedeutungsvollen Momenten, z.B. wenn die Cafeteria-Mitarbeitende den Cappuccino mit einem Schuss kalter Milch zubereitet; wenn der Techniker den Rollstuhl so anpasst, dass jemand wieder selbständig fahren kann; wenn die Wäsche aufs Bett gelegt wird, weil die Bewohnende sie gern selbst einräumt oder wenn die Pflegeperson auf ein «Herein» wartet, bevor sie das Zimmer betritt. Und Lebensqualität zeigt sich auch, wenn Symptome spürbar gelindert werden – etwa, wenn eine angepasste Schmerztherapie wieder ruhigen Schlaf ermöglicht oder Atemnot mit einer guten Sitzposition und frischer Luft deutlich abnimmt. Solche Momente zeigen Respekt und lassen spüren: Hier werde ich als Mensch gesehen.

Elisabeth Sommerauer, Fachexpertin Palliative Care und Michael Rogner, Leitung Pflegeentwicklung präsentieren Fragen aus dem Spiel «Richtig Wichtig». Es regt dazu an, sich über seine Werte, Wünsche und Prioritäten Gedanken zu machen.

Individuelles Netzwerk

Damit Palliative Care gelingt, braucht es das Zusammenspiel vieler Berufsgruppen. Haus- und Fachärzte, Pflege, Therapeuten, Seelsorge, Sachwalter, Freiwillige und Ehrenamtliche der Hospizbewegung arbeiten eng zusammen. Die pflegerische Bezugsperson, die in der LAK den Menschen persönlich betreut, koordiniert dieses individuelle Netzwerk. Auch die Angehörigen sind wichtige Partner. «Sie kennen die Bewohnenden am längsten. Wir fragen uns immer: Was brauchen die Angehörigen, damit sie ihre Familienangehörigen bei uns gut aufgehoben wissen?», sagt Sommerauer.

Seit 2018 ist die LAK als erster Pflegeheimverbund mit dem Label «Qualität in Palliative Care» zertifiziert – ein sichtbares Zeichen für hohe Standards und gelebte Haltung. Regelmässige externe Audits unterstützen die Weiterentwicklung. «Wissen allein reicht nicht“, ist Sommerauer überzeugt. «Entscheidend ist auch die Haltung. Und bei uns steht die Lebensqualität klar im Mittelpunkt – unabhängig wie lange man noch lebt.»

GENERATIONEN-UNGERECHTIGKEIT?

Aktiv sein, geistig frisch bleiben

Die Angst geht um: die Angst vor der «Boomer»-Generation, die jetzt ins Rentenalter kommt, die in Massen aus der Arbeitswelt aussteigt, damit einen Fachkräftemangel verursacht und deren (Rest)-Lebenserwartung dann auch noch immer im Steigen begriffen ist.

Zumindest drängt sich einem dieser Eindruck auf, wenn man in den Medien auf Vorschläge stösst, wie etwa, Rentner zur Ableistung eines sozialen Jahres zu verpflichten oder zur Verhinderung einer Gerontokratie, einer Herrschaft der Alten, das Wahlrecht ab einem gewissen Alter zu streichen.

Fit im Kopf durch Training

Gehirntraining - wozu?

Wie eine Pflanze braucht auch unser Gehirn Pflege, damit es lebendig bleibt und gedeiht.

Schenken Sie deshalb Ihrem Gehirn die nötige Aufmerksamkeit.

✓ Klarheit und Wohlbefinden steigern

✓ Konzentration und Aufmerksamkeit stärken

✓ Sicherheit im Alltag erhöhen

✓ Motivation und Freude in der Gruppe erleben

✓ Abwechslungsreich und spielerisch trainieren

✓ Entspannt üben, ohne Leistungsdruck

✓ Leichtigkeit und Humor erleben

✓ Viele Aha Momente mitnehmen

Mein Angebot für Sie: Denkdünger Kurse, Vorträge & Workshops, Jonglieren lernen, Denkspaziergang

Während die erwerbstätige Generation befürchtet, dass sie nach dem Motto «die Alten profitieren, die Jungen zahlen» über Gebühr mit der Finanzierung von AHV, Gesundheits- und Pflegekosten belastet wird, beobachten Rentner kritisch einen Wandel der Arbeits- und Lebenswelt bei Millennials und Zoomern, denen Work-Life-Balance zunehmend wichtiger wird.

Der Zusammenhalt der Gesellschaft ist nur gewährleistet, wenn ein gemeinsames Verständnis von Generationengerechtigkeit besteht, Voraussetzung dafür ist ein ständiger generationsübergreifender Dialog.

Elke Nestler-Schreiber +41 79 450 21 92 Anmeldung, Fragen oder Schnupperstunde? Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

info@denkduenger.li www.denkduenger.li

wohn:zeit bau &

Samstag, 21. März, 9 – 15 Uhr

Roeckle AG – Terrassentag

Der Frühling steht vor der Tür und uns zieht es vermehrt ins Freie. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, Ihre Terrasse in eine kleine Wohlfühloase zu verwandeln. Am Terrassentag erfahren Sie, wie Sie Ihren Wohnraum nach draussen erweitern können.

Terrassenböden –Ihre Wohlfühloase im Freien

Unsere hochwertigen und langlebigen Terrassenböden schaffen Wärme, Wohnlichkeit und eine angenehme Atmosphäre. Ob Produkte aus Laub- oder Nadelholz, naturbelassen, thermisch veredelt oder aus einem Holz-Kunst-

stoff-Verbundwerkstoff in verschiedenen Farbvarianten – Ihren Wünschen sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Mit ihrer eleganten Optik sowie des hohen Laufkomforts verwandeln unsere Produkte Ihren Aussenbereich in einen erweiterten Wohn- und Erholungsraum.

Möchten Sie lieber Ihren Innenbereich neugestalten?

Neben Terrassenböden bieten wir Ihnen auch Parkettböden sowie Zimmer- und Haustüren an. In unserer 800 Quadratmeter grossen Ausstellung können Sie eine

vielfältige Auswahl an hochwertigen Holzprodukten entdecken.

Parkett: Parkettböden sind Naturprodukte aus Holz, die ein angenehmes Raumklima schaffen. Ein ästhetischer und hochwertiger Bodenbelag bildet die Grundlage für Wohnlichkeit und Wohlbefinden in Ihrem Zuhause.

Türen: Die Haustür ist die Visitenkarte Ihres Hauses. Sie sollte nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch wärmedämmend und einbruchsicher sein. Ebenso sollten Zimmertüren den jeweiligen Anforderungen entsprechen. Unsere Türen fertigen wir mass-

geschneidert und mit Klimazertifikat an.

Besuchen Sie uns am Terrassentag und lassen Sie sich inspirieren. Unser kompetentes Team berät Sie gerne unverbindlich. Wir freuen uns auf Sie.

„Verwittertes Pflaster?! –Die

Alternative

Die Steinpfleger Schweiz-Ost, das Team im Interview:

Eine kurze Einleitung bitte. Was genau bieten Die Steinpfleger an?

Wir haben uns darauf spezialisiert, Oberflächen im Außenbereich aufzubereiten und diese nachhaltig zu schützen. Im Grunde vergleichbar mit der Pflege eines Autos. Richtig geschützt hat man auch hier deutlich länger Freude daran und erhält zeitgleich den Wert.

Kurz zum Ablauf, wie kann man sich einen Steinpflegerbesuch vorstellen?

Zunächst schaut sich ein Mitarbeiter die Flächen an, legt eine Probereinigung, bspw. In einer Ecke an, und erstellt dann ein Aufmaßblatt inkl. Fotos. Dieses wird noch vor Ort an unser Büro versendet. Direkt im Anschluss erhält der Kunde ein schriftliches Angebot. Das Besondere bei uns: Bis hierhin ist alles kostenfrei und völlig unverbindlich. Für uns sind die Angebote verbindlich, es wird kein Cent mehr abgerechnet als vereinbart, auch wenn wir länger bleiben müssen.

Und wie läuft so eine Aufbereitung, bspw. die eines Pflasters ab?

Reinigung mit bis zu 100° C heißem Wasser (350 BAR Druck)

Gleichzeitige Absaugung von Fugenmaterial und Schmutzwasser

Wir reinigen mit bis zu 100°C heißem Wasser und einem angepassten Druck von bis zu 350 bar. Dabei saugen wir gleichzeitig das entstehende Schmutzwasser sowie das Fugenmaterial ab. Im Anschluss wird die Fläche einer umweltverträglichen Art der Desinfektion unterzogen. Damit entfernen wir selbst die kleinsten Rückstände und Sporen. Damit es aussieht wie neu verlegt und die Flächen ihre Stabilität behalten, werden diese neu verfugt. Im Anschluss imprägnieren wir die Flächen und schützen diese so langfristig.

Warum sollte man die Steinpfleger beauftragen?

Zum einen natürlich der Faktor Zeit. Ich denke, ein Garten ist in erster Linie ein Ort der Ruhe und Erholung. Wer möchte schon die wenigen Sonnenstunden damit verbringen, zu reinigen und Sachen von A nach B zu schleppen. Außerdem ist ja zu beachten, reinigt man selbst, ist das i. d. R. alle 3-4 Monate nötig. Dabei wird viel Dreck an Fenstern und Türen verursacht, teilweise werden die Fugen ausgespült, Pfützen entstehen und natürlich wird jedes Mal das Pflaster weiter angeraut. Dadurch ist das Pflaster im neuen Jahr noch schmutzanfälliger. Wenn wir da waren, bieten wir mit STEINPFLEGER Protect 4 Jahre Garantie, auch gewerblich! Und dank unserer hauseigenen festen

Neuverfugung mit unkrauthemmendem Fugenmaterial

Langzeitschutz dank Steinpfleger-Protect-Imprägnierung

zur Neuverlegung.“

Systemfuge ist auch eine nachhaltige chemiefreie Unkrauthemmung möglich.

Man hört und liest ja immer wieder von Drückerkolonnen, welche vor Ort direkt abkassieren und mit dubiosen Mitteln nachhelfen. Was unterscheidet Sie davon?

Einfach alles! Das beginnt schon damit, dass wir Angebote ausschließlich schriftlich versenden, geht über unsere Auftragsbestätigungen bis hin zu einer ordnungsgemäßen Rechnung, welche auch zum Teil steuerlich geltend gemacht werden kann. Nicht zuletzt sind wir einfach vor Ort und mit offenem Visier am Kunden. Das gibt Sicherheit. Garantiert haben wir auch in Ihrer Nähe Referenzen zu bieten.

Ein letztes Statement an alle Unentschlossenen, und wie man Sie erreichen kann!

Testen Sie uns. Bis zu Ihrem „Go“ zur Durchführung der Arbeiten ist es kostenfrei und unverbindlich, Sie können nur gewinnen!

Auf www.die-steinpfleger.ch haben wir ein informatives Video am Beispiel einer Auftragsdurchführung, telefonisch sind wir unter +41 71 510 06 40 erreichbar.

Fair und seriös - schriftliche Angebote und Topbewertungen

ca. 75 % günstiger als eine Neuverlegung

Förderung für Haustechnikanlagen

Idealerweise wird der Einbau einer energieeffizienten und ökologischen Haustechnikanlage mit einer gut gedämmten Gebäudehülle kombiniert.

Sie heizen energieeffizient – wir fördern!

Der Einbau von z. B. Wärmepumpen und Holzheizungen in Wohn-, Industrie- und Gewerbebauten wird gefördert.

Der Förderbeitrag des Landes basiert auf der Energiebezugsfläche sowie der Art der Haustechnikanlage.

Wärmepumpe – Luft

Wärmepumpe – Erdwärme

Pelletsfeuerung

Zentrale Holzheizung (+ Speicher)

CHF 6'352 + 6'352 = 12'704

CHF 7'544 + 7'544 = 15'088

CHF 7'714 + 7'714 = 15'428

CHF 9'758 + 9'758 = 19'516

Fernwärme bis zu 100 % der Mehrkosten

Land + Gemeinde = Gesamt

Beispiel für bestehende Gebäude mit bis zu 500 m2 Energiebezugsfläche (EBF). Die Gemeinden fördern gemäss ihren eigenen

Beschlüssen und verdoppeln meist bis zu ihren jeweiligen Maximalbeträgen.

Energiefachstelle Liechtenstein

Amt für Volkswirtschaft | Haus der Wirtschaft | 9494 Schaan T +423 236 69 88 | info.energie@llv.li | energiebündel.li | llv.li

STERAKTION 2026

Oster-Gewinnspiel 2026

Sammle vom 23. März – 4. April 2026, in den Geschäften von einkaufland liechtenstein, bei jedem Einkauf einen Stempel und gewinne Gutscheine im Wert von CHF 100.–

Projektpräsentation «Haus der Freunde»

Haus der Freunde –Zwei Mehrfamilienhäuser in Buchs SG

In Buchs ist ein aussergewöhnliches Wohnprojekt entstanden: zwei Mehrfamilienhäuser, die nicht nur durch ihre sinnliche Architektursprache auffallen, sondern auch durch eine konsequent nachhaltige Bauweise. Geprägt ist das Projekt von der philanthropischen Haltung der Bauherrschaft – sichtbar in der sorgfältigen Materialwahl, in der Art zu bauen und im respektvollen Umgang mit dem Ort.

Ausführung der Fassadenarbeiten.

Wir waren mit Freude dabei.

Fotos: Carlos Martínez Architekten AG / Can Isik / Faruk Pinjo

Haus Holz

Das Haus Holz steht quer zur Quartierstrasse und erinnert mit seinem Satteldach an traditionelle Bauformen – jedoch neu interpretiert. Es ist in Holzbauweise errichtet, ergänzt durch einen keilförmigen, metallverkleideten Baukörper, der das Treppenhaus und gemeinschaftlich nutzbare Aussenräume aufnimmt.

Die Fassaden nehmen Bezug auf das Ortsbild: zur Strasse hin mit Horizontallattung, Friesen und Klappläden, auf der Rückseite in einer modernen Ausführung mit vertikaler Holzlattung und Schiebeläden. Die offene Holzschalung besteht aus sägeroher, dunkel lasierter Schweizer Tanne. Im Innern sorgen natürliche Materialien wie Schilfrohr, Kalkputz und Holz für eine angenehme Atmosphäre. Das Gebäude beherbergt drei Mietwohnungen und eine Loftwohnung.

WELLNESSEINRICHTUNGEN S Schreinerei Holzbau

Wir danken der Bauherrschaft herzlich für den geschätzten Auftrag und das entgegengebrachte Vertrauen. www.planing.li

Haus Lehm

Das nördlich gelegene Haus Lehm ist ein Pionierbau. Dort kommen Recyclingbeton (Zirkulit) und vorfabrizierte Stampflehmelemente zum Einsatz – eine Premiere in der Ostschweiz. Die schweren Lehmelemente wurden aus regionalem Erdmaterial gefertigt und verleihen dem Gebäude eine archaische, kraftvolle Präsenz.

Die Fassade ist vielschichtig aufgebaut: aussen Lehm, innen eine Holzkonstruktion mit ökologischer Dämmung. Fenster aus Eichenholz mit bronzenen Metallzargen und Ziegelleisten betonen die horizontale Gliederung. Auch im Innern wird vollständig auf Kunststoffe und andere künstliche Materialien verzichtet. Das Haus umfasst fünf Mietwohnungen und ein Penthouse.

Ein Projekt mit Haltung

Das Haus der Freunde zeigt, wie ökologische Verantwortung, hohe Handwerksqualität und zeitgenössische Architektur zusammenfinden. Es ist ein Statement für eine menschengerechte Baukultur – mutig, bewusst und zukunftsorientiert.

Auftragsart Direktauftrag

Auftraggeber Katvan Immo AG

Standort Buchs/CH

Nutzung Wohnen

Einheiten 10 Wohnungen

Planungszeit 2020-2021

Bauzeit 2021-2023

Gebäudevolumen (SIA 416) 11'000 m 3

Geschossfläche (SIA 416) 3'300 m2

Ein Bauprojekt lebt von Planung, gutem Handwerk und Vertrauen. Doch auch die beste Planung schützt nicht vor allen Risiken auf der Baustelle. Beim Projekt Haus der Freunde durfte ARGUS genau dort ansetzen und mit professioneller Baustellenbewachung für Sicherheit sorgen.

Mit dem täglichen Öffnungsdienst haben wir sichergestellt, dass jeder Arbeitstag auf der Baustelle problemlos beginnen konnte. Der abendliche Schliessdienst stellte sicher, dass

Sicherheit für das Haus der Freunde

die Baustelle nach Arbeitsende vollständig gesichert war. Unbefugte Personen und mögliche Gefahrenquellen wurden ausgeschlossen, sodass am nächsten Morgen alles ordnungsgemäss und unverändert vorgefunden wurde.

Ein weiterer Vorteil ist die Prävention von Bauschäden. Durch das regelmässige Lüften während der Bauphase reduzierten wir Feuchtigkeit gezielt und verhinderten mögliche Schimmelbildung. Diese Massnahme schützt die Bausubstanz nachhaltig und trägt wesentlich zur Qualität und Einhaltung des Zeitplans teil.

Die ARGUS Baustellenbewachung bedeutet mehr als Kontrolle. Sie schützt Investitionen, reduziert Verzögerungen, minimiert Folgekosten und entlastet die Bauleitung. Wir freuen uns, dass wir beim Haus der Freunde zeigen konnten wie eine professionelle Baubewachung zum Erfolg des Projektes beitragen kann. Vielen Dank an unseren Auftraggeber für das Vertrauen.

Z A H L E N & F A K T E N «Haus der Freunde»

meine:zeit

Vorsorgegelder, Urkundenfälschung und Verfolgung vor dem Landgericht

Im Februar hatte sich unter anderen eine Firma wegen eines Vergehens gegen das Gesetz über die betriebliche Personalvorsorge zu verantworten. In Abwesenheit wurde ein Rumäne wegen der versuchten Einreise mit gefälschtem Führerausweis verurteilt. Gespannt erwartete man Verhandlungen über das Verbrechen des sexuellen Missbrauchs bzw. des Deliktes der beharrlichen Verfolgung.

Ein Arbeitgeber im Unterland wurde von der FMA gemeldet und in der Folge angezeigt, weil er bzw. sein Unternehmen die Beiträge zur beruflichen Vorsorge nicht rechtzeitig an die Vorsorgeeinrichtung entrichtet hatte. Bei der Strafverfolgung handelt es sich um eine Verknüpfung von Arbeitsrecht/Sozialversicherungsrecht (BPVG) mit dem Strafrecht (StGB), um Vorenthaltungen von Vorsorgegeldern durch Firmen zu sanktionieren.

Der Arbeitgeber gestand, Vorsorgegelder verspätet einbezahlt zu haben, nachdem seine Firma in Geldprobleme geraten war. Ein Mitarbeiter hatte eine grössere Summe veruntreut, wofür dieser auch verurteilt wurde. Allerdings wurde das veruntreute Geld als uneinbringlich erklärt. Obwohl der Unternehmer mit der Pensionskasse in Kontakt war und diese über die notgedrungen verspätete Einzahlung informiert hatte, wurde er angezeigt.

Unter diesen Umständen entschied sich das Gericht mit dem Einverständnis der Staatsanwaltschaft für eine Diversion. Das Strafverfahren wurde für ein Jahr Probezeit eingestellt. Der schuldige Arbeitgeber hat zudem einen Pauschalkostenbeitrag von 500 Franken zu bezahlen.

Unterwegs mit gefälschtem Führerschein Ein Rumäne wurde am Zoll mit gefälschtem Führerschein in einem Mercedes erwischt und dementsprechend wegen des Vergehens der Urkundenfälschung sowie der Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes angeklagt.

Der Beschuldigte erschien nicht vor Gericht. Der gefälschte britische Führerschein, den er im Internet bestellt hatte, wurde eingezogen. Zur Strafe errechnete das Gericht einen Betrag von 1800 Franken – 120 Tagessätze zu 15 Franken. Die Busse hatte der Angeklagte sofort an Ort und Stelle noch bezahlt. Die Verfahrenskosten wurden für uneinbringlich erklärt. Übrig blieb eine Strafe von 140 Franken. Deren Bezahlung kann wohl nicht erwartet werden.

Sexueller Missbrauch, beharrliche Verfolgung

Die Öffentlichkeit, grösstenteils vertreten durch die Medien, erwartete mit Spannung eine Strafverhandlung beim Kriminalgericht wegen des

Verbrechens des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person. Die ganztägig angesetzte Verhandlung wurde jedoch kurzfristig abberaumt. Es wurde nicht bekannt, wie es mit dem Fall weitergeht.

Eine nicht mehr ganz so junge Frau hatte sich gemäss Paragraf 107a StGB der «beharrlichen Verfolgung» schuldig gemacht. Beharrlich verfolgt eine Person, wer in einer Weise, die geeignet ist, sie in ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen, also beispielsweise im Wege einer elektronischen Kommunikation oder unter Verwendung eines sonstigen Kommunikationsmittels oder über Dritte Kontakt zu ihr herstellt. Wer eine Person derart widerrechtlich beharrlich verfolgt, ist laut Gesetz mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen. Dieser Tatbestand war erfüllt. Die Angeklagte hatte auch Marihuana konsumiert, was ein Stück weit ihr Verhalten erklären, wenn auch nicht entschuldigen konnte.

Da die Beschuldigte geständig war und sich bereit zeigte, für ihr Tun Verantwortung zu übernehmen, verhängte das Gericht eine Strafe von 3000 Franken. Offen fügte der Richter an, das Urteil solle ihr eine Lehre sein. In einem kleinen Land sei es leicht möglich, dass man sich zufällig treffe, aber vor Gericht wolle er sie nie wiedersehen.

Quo vadis «Landschtrooss»

Bildbände über Liechtenstein gibt es viele – doch manche stechen aus der Masse ganz besonders heraus. Ein Beispiel dafür ist Michael Goops Werk mit Aufnahmen der Landstrasse in allen Liechtensteiner Gemeinden. Historische Fotos stehen aktuellen Bildern gegenüber und zeigen die rasche bauliche Veränderung des Landes entlang der Hauptverkehrsachse.

Interview: Johannes Kaiser

Wie bist du auf die Idee gekommen einen Bildband über die Landstrasse der Jahrzehnte von 1900 bis 1960 zu veröffentlichen?

Michael Goop: Mein Vater hat mir eine grosse Sammlung von historischen Ansichtskarten und Fotos von Häusern und Strassenzügen aus allen Liechtensteiner Gemeinden hinterlassen. Die eindrucksvollen Bilder von früher wollte ich als Erinnerung an das Liechtenstein von damals für die Nachwelt festhalten.

Welche weiteren Absichten, welche weiteren Ziele verfolgst du mit deinem Bildband?

Ich möchte das Liechtenstein der alten Tage aufleben lassen und aufzeigen, wie sich unser Land entlang der Landstrasse in verhältnismässig kurzer Zeit sehr verändert hat. Mit der Gegenüberstellung von alten Ansichten und Gegenwartsbildern kann sich auch die jüngere Generation orientieren und die historischen Impressionen besser zuordnen.

Die Benderer Strasse ist seit 1847 eine direkte Verbindung nach Schaan. Das Bild zeigt die noch nicht asphaltierte Landstrasse zwischen Schaan und Bendern um 1935.
Foto: Verlag Eberle S. Triesenberg. LILA B11S.0/068.

«Quo vadis ‹Landschtrooss›» im Überblick

Bildband: Quo vadis «Landschtrooss»

Format: A4

Umfang: 320 Seiten

Herausgeber: Michael Goop, Triesen

Gestaltung: Mathias Marxer Est, Triesen

Druck: BVD, Schaan

Bindung: Thöny AG, Vaduz

Verkaufspreis: CHF 45.–

Copyright: 2025, Michael Goop

Erhältlich bei: Poststellen in Ruggell, Mauren, Balzers und Triesenberg, die Buchhandlungen Omni in Schaan und Eschen, Bücherwurm in Vaduz, die Papeterie Feger in Triesen, Marxer in Eschen und Hoi-Laden in Vaduz

Sag bitte ein paar Sätze zum Inhalt: Was erwartet die Leserschaft?

Eine spannende Zeitreise durch die elf Gemeinden Liechtensteins. Im Buch wechseln sich neben grossformatigen Fotos mit ortsspezifischen Inhalten, Zeitungsberichten, Bildlegenden sowie unterhaltsamen Anekdoten ab. Hinzu kommen jeweils zum Abschluss der Kapitel über eine Gemeinde kurze Erzählungen von Pfarrer Fridolin Tschugemell, der 1896 in Vaduz geboren wurde und von 1924 bis zu seinem Tod im Jahr 1981 als Geistlicher in Liechtenstein wirkte. Er berichtet von seiner Kindheit und Jugend, in denen er sich an die von ihm geliebte Landstrasse des frühen 20. Jahrhunderts erinnert.

Der Bildband «Quo vadis ‹Landschtrooss›» ist vor zwei Monaten erschienen. Welche Rückmeldungen hast du bisher bekommen?

Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, ich habe viele Komplimente erhalten und die Nachfrage war vor Weihnachten vor allem im Oberland sehr gross. Aktuell kann der umfangreiche Bildband an mehreren Verkaufsstellen erworben werden. An dieser Stelle danke ich der Kulturstiftung Liechtenstein und anderen Stiftungen herzlich für ihr Vertrauen und die grosszügige Unterstützung.

Michael Goop Autor

sport:zeit

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FUSSBALL IST TEAMGEIST.

MBPI. In Liechtenstein. Für Liechtenstein.

Landstrasse 105, Postfach 130, 9495 Triesen

Telefon + 423 399 75 00, info @ mbpi.li, www.mbpi.li

Radkriterium um den Weiherring Mauren zum 47. Mal Mauren im Zentrum des Radsports

Am 1. Mai 2026 wird Mauren zum 47. Mal zur Rennarena: elf Rennen, Nachwuchs, Herren-Elite und Damen auf dem Weiherring. Neu sorgt ein angepasstes Punktesystem in den lizenzierten Kategorien für noch dynamischere und taktischere Rennen. Festwirtschaft und Familienprogramm bleiben bewährt.

Text: Benedikt Mündle

-Länder-Cup & Nachwuchs eröffnen den Renntag

Traditionell fällt um 9 Uhr der Startschuss mit dem 4-Länder-Cup. Junge Talente aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein kämpfen auf dem anspruchsvollen Rundkurs um Punkte. Die Rennen sind geprägt von hohem Tempo, mutigen Attacken und grossem Ehrgeiz. Im Anschluss folgen weitere Nachwuchskategorien, darunter das U17-Rennen, bei dem sich die nächste Generation ambitionierter Fahrerinnen und Fahrer präsentiert.

RVM Schüler Cup:

Rennluft für alle Kinder

Ein fester Bestandteil des Programms ist auch der RVM Schüler Cup um 12.15 Uhr. Dabei dürfen alle Kinder aus der Region – ganz ohne Lizenz – auf abgesperrter Strecke Rennerfahrung sammeln. Die Distanzen sind altersgerecht angepasst (U9: 2 Runden, U11: 4 Runden, U13/U15: 5 Runden). Der Schüler Cup steht für gelebte Nachwuchsförderung und bietet jungen Sportbegeisterten die Möglichkeit, Teil eines internationalen Rennanlasses zu sein.

Special Olympics Liechtenstein:

Gelebte Inklusion

Auch 2026 wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Special Olympics Liechtenstein weitergeführt. Die Athletinnen und Athleten mit

Beeinträchtigung tragen ihr Rennen erneut auf der offiziellen Rennstrecke aus. Ihr Einsatz, ihre Freude und ihre Leidenschaft sorgen jedes Jahr für bewegende Momente und zeigen eindrücklich, wie verbindend Sport sein kann.

Piccolo Race:

Die Kleinsten ganz gross

Um 14 Uhr gehört die Strecke den jüngsten Teilnehmern der Kategorie U7. Beim Piccolo Race steht der Spass im Vordergrund. Die kleinen Radfahrer starten in der Zielkurve und fahren unter grossem Applaus bis zur Ziellinie. Jedes Kind ist ein Sieger und erhält eine Medaille sowie eine kleine Überraschung vom Gabentisch.

Lizenzkategorien: Neuer Rennmodus, zusätzliche Spannung

In den lizenzierten Kategorien wird 2026 ein angepasster Rennmodus eingeführt. Durch häufigere Punktevergaben entstehen zusätzliche Wertungen innerhalb der Rennen. Dies erhöht die Dynamik, verlangt taktisches Geschick und sorgt für noch intensivere Positionskämpfe. Zuschauer dürfen sich auf abwechslungsreiche Rennverläufe freuen, bei denen Angriffe und Strategiewechsel das Geschehen prägen.

Sportliche Höhepunkte bleiben das Damenrennen im Rahmen des Internationalen Frauen Cups sowie das Kriterium der Herren-Elite.

Den krönenden Abschluss bildet wiederum das Ausscheidungsfahren der besten Fahrer, das Spannung bis zur letzten Runde garantiert.

Festwirtschaft und Begegnung

Neben hochklassigem Radsport lädt die bewährte Festwirtschaft entlang der Strecke zum Verweilen ein. Regionale Spezialitäten und thailändische Köstlichkeiten sorgen für kulinarische Vielfalt. Das Radkriterium ist nicht nur Sportanlass, sondern auch Treffpunkt für die gesamte Region.

Am 1. Mai 2026 wird Mauren also erneut zum Zentrum des Radsports – mit Leidenschaft, Tempo und echter Rennatmosphäre.

Tagesprogramm 2026 & Anmeldung

www.rvm.li/ tagesprogrammanmeldung/

Schritt für Schritt Richtung Super League

Elf Runden sind noch zu spielen in der Challenge League, und der FC Vaduz steht in Sachen Aufstieg nach wie vor auf der Pole-Position.

Text und Interview: Christoph Kindle

Vor dem gestrigen Auswärtsspiel gegen Rapperswil-Jona (fand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe der «lie:zeit» statt) führte der FC Vaduz die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf Aarau an. Die Zuversicht bei den Spielern, dem Umfeld und den Fans ist spürbar, auch schon eine gewisse Vorfreude auf Gegner wie Thun, St. Gallen, Basel, YB etc. in der kommenden Saison.

Noch aber ist es nicht so weit. Es müssen noch etliche Punkte eingefahren werden, bis der Aufstiegstraum wahr wird. Auch stehen noch zwei direkte Duelle mit dem grossen Rivalen im Aufstiegskampf, dem FC Aa-

rau, auf dem Programm. Für die Vaduzer spricht die imposante Heimstärke. Aus den zwölf Partien im Rheinparkstadion holte das Team um Trainer Marc Schneider 34 Punkte. Die beiden 1:0-Siege zuletzt gegen Xamax Neuchâtel und Stade Nyonnais waren zwar nicht berauschend, aber der FCV gewinnt in dieser Saison eben auch Partien, bei denen es nicht so gut läuft. Das könnte am Ende entscheidend sein.

Interview mit FCV-Captain Nicolas Hasler

Der einzige Liechtensteiner, der momentan einen Stammplatz im Vaduzer Team hat, ist der rechte Aussenverteidiger Nicolas Hasler.

Er ist Captain des Tabellenführers und zeigt in dieser Saison konstant gute Leistungen.

Du hast deinen Vertrag nochmals um ein Jahr verlängert. Wie gross ist der Anreiz nochmals in der Super League zu spielen?

Nicolas Hasler: Sehr gross. Das war auch einer der Hauptgründe, warum ich nochmals beim FC Vaduz unterschrieben habe. Ich glaube an diese Mannschaft, an den Staff und an das Umfeld. Wir haben etwas kreiert, und ich denke, das sieht man auch auf dem Platz. Wir spielen in dieser Saison einen guten und erfolgreichen Fussball, und die Chancen stehen sehr gut, dass wir in die Super League

Der FC Vaduz befindet sich weiter auf Kurs Richtung Aufstieg in die Super League.
Foto: Michael Zanghellini

Das Restprogramm des FC Vaduz

Freitag, 13. März: 20.15 Uhr

Aarau – Vaduz

Freitag, 20. März: 20.15 Uhr

Vaduz – Yverdon

Freitag, 3. April: 20.15 Uhr

Xamax – Vaduz

Dienstag, 7. April: 19.30 Uhr

Vaduz – Bellinzona

Freitag, 10. April: 20.15 Uhr

Yverdon – Vaduz

Sonntag, 19. April: 14.00 Uhr

Vaduz – Rapperswil

Freitag, 24. April: 20.15 Uhr

Nyon – Vaduz

Samstag, 2. Mai: 18.00 Uhr

Vaduz – Stade Lausanne

Freitag, 8. Mai: 20.15 Uhr

Etoile Carouge – Vaduz

Montag, 11. Mai: 20.15 Uhr

Vaduz – Aarau

Freitag, 15. Mai: 20.15 Uhr

Wil – Vaduz

aufsteigen. Es war schon bei meiner Rückkehr zum FC Vaduz vor ein paar Jahren mein Ziel, mit diesem Verein aufzusteigen, und ich denke, wir sind auf gutem Weg.

Du hast es angesprochen, es läuft sehr gut in dieser Saison. Wo siehst du die Stärken der Mannschaft?

Der Zusammenhalt im Team spielt eine grosse Rolle, das ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Dazu kommt eine gewisse Fussball-Intelligenz der Spieler, die es erlaubt, die Vorgaben des Trainers optimal umzusetzen. Diesbezüglich konnten wir uns im Vergleich zur letzten Saison deutlich steigern. Es macht extrem viel Spass, mit dieser Mannschaft auf dem Platz zu stehen, weil jeder Spieler die gleiche Idee hat und wir nicht zuletzt deshalb auch erfolgreich sind.

Auffallend in dieser Saison ist die imposante Heimstärke des FC Vaduz mit elf

Siegen und einem Unentschieden. Wie erklärst du dir diese erfolgreichen Auftritte im Rheinpark-Stadion?

Ich glaube, wir haben diese Heimstärke mit jedem Spiel aufgebaut. Wichtig dabei war bereits der Sieg im allerersten Saisonspiel gegen den Super League-Absteiger Yverdon. Das hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. So haben wir uns in der Folge Schritt für Schritt das Vertrauen erarbeitet und gehen nun mit einer gewissenrroganz auf den Platz mit dem Vorsatz, dass wir das Spiel gewinnen werden. Unterdessen spüren wir auch, dass die Gegner in Vaduz viel Respekt zeigen und nicht gerne gegen uns spielen. Das hilft uns ein wenig bei unserem Spiel.

Freue mich für den FC Thun

Der FC Thun hat letzte Saison noch in der Challenge League gespielt und steht jetzt unmittelbar vor dem Schweizer Meistertitel.

Zudem stehen mit Yverdon und Stade Lausanne zwei Teams aus der Challenge League im Halbfinale des Schweizer Cups. Offenbar ist der Unterschied zwischen diesen Spielklassen gar noch so gross?

Meiner Ansicht nach war der Unterschied zwischen Super League und Challenge League schon in den vergangenen Jahren nicht gross. Ich bin davon überzeugt, dass aktuell der FC Vaduz, Aarau, Yverdon und Stade Lausanne in der Super League durchaus bestehen könnten. Natürlich konnte niemand ahnen, dass Thun das Ding in der Saison so durchziehen würde, aber es freut mich für meinen Ex-Club riesig. Ich bin davon überzeugt, dass sie sich den Schweizer Meistertitel holen werden. Sie haben den Kern der Aufstiegsmannschaft behalten, ziehen ihre Spiele genauso durch wie im vergangenen Jahr in der Challenge League und das mit grossem Erfolg.

FCV-Captain Nicolas Hasler (hier beim Spiel gegen Xamax) lobt den grossen Zusammenhalt im Vaduzer Team.
Foto: Michael Zanghellini

Der USV-Trainer lobt den tollen Support durch die Spieler, den Staff und die Fangemeinde

Starke Unterstützung für Polverino

Seit zwei Jahren ist Michele Polverino umsichtiger Trainer der USV-Erstliga-Mannschaft. Seine Stärke als höchstdiplomierter Cheftrainer ist seine Treue zum Verein. Auch wenn es kürzlich zu Differenzen mit dem Präsidenten gekommen ist, glaubt der Liechtensteiner an ein gutes Ende. Dies schon im Interesse des grossen Unterländer Fussballclubs, den er vor dem Abstieg bewahren will.

Interview: Herbert Oehri

Michele, der FC USV EschenMauren hat im Winter mehrere Spieler verloren und die Schlagkraft der Erstliga-Mannschaft, ihr Durchsetzungsvermögen etwas gelitten. Die Vorbereitung war herausfordernd?

Michele Polverino: Wir hatten über weite Strecken einen sehr kleinen Kader und konnten teilweise nur mit acht bis zehn Spielern trainieren. Unter diesen Umständen war es schwierig, Inhalte in der gewünschten Intensität und Qualität umzusetzen. Zudem mussten wir zwei Freundschaftsspiele absagen, was

den Rhythmus zusätzlich beeinträchtigt hat. Es war insgesamt alles andere als eine optimale Vorbereitung. Dennoch haben die Jungs unter den gegebenen Bedingungen sehr professionell gearbeitet. Jetzt gilt es, als Gruppe noch enger zusammenzurücken und Schritt für Schritt die nötige Stabilität und Durchschlagskraft wieder aufzubauen.

Zum Meisterschaftsauftakt in die Rückrunde besiegte die Mannschaft das Spitzenteam Taverne aus dem Tessin, am vergangenen Wochenende verlor sie gegen die U-21 des FC St. Gallen 2:0. Wie schätzt du diese Resultate ein?

Zum Auftakt gegen Taverne haben wir eine topdisziplinierte Leistung abgerufen. Jeder hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt, wir waren taktisch sehr geschlossen und haben mit viel Herz und Leidenschaft verteidigt. Am Ende ist der Sieg sicherlich auch etwas glücklich zustande gekommen, das müssen wir ehrlich sagen. Aber die Einstellung war überragend. Gegen die U21 des FC St. Gallen war es aus meiner Sicht ebenfalls ein gutes Spiel von uns. Man darf nicht vergessen, dass St. Gallen mit acht Spielern aus der ersten Mannschaft angetreten ist –das hebt das Niveau natürlich deutlich an. Trotzdem haben wir gut dagegengehalten

Jubel nach dem 1:0-Sieg gegen AC Taverne am 21. Februar 2026. Tessiner geknickt.
Foto: Michael Zanghellini

Foto: Michael Zanghellini 1. LIGA – Classic – GRUPPE 3

Mitko Gjorgjievski USV, 1:0-Sieg am 21. Februar 2026 gegen Taverne.

und waren absolut im Spiel. Mit etwas mehr Konsequenz in unseren Aktionen wäre ein Unentschieden definitiv möglich gewesen. Beide Spiele zeigen mir, dass die Mannschaft lebt. Jetzt geht es darum, Konstanz in unsere Leistungen zu bringen.

Mit dem jetzigen Kader von 20 Mann kannst du keine grossen Sprünge machen. Zudem sind nicht alle Spieler fit, und die Strafsonntage für gelbe Karten kommen wahrscheinlich noch. Keine guten Voraussetzungen?

Natürlich sind es im Moment keine optimalen Voraussetzungen. Wir haben aktuell einen 20-Mann-Kader an Feldspielern, aber nicht alle sind fit, und ein paar Verletzungen bremsen uns zusätzlich. Dazu kommen die angesprochenen, noch ausstehenden Sperren durch die gelben Karten, das ist eine Situation, die wir im Hinterkopf haben müssen. Trotzdem bringt es nichts, Ausreden zu suchen. Wenn wir in den nächsten Wochen

vom Verletzungspech verschont bleiben, sollten wir von der reinen Anzahl her wieder konkurrenzfähig sein. Entscheidend wird sein, dass wir als Einheit auftreten, unsere Energie auf den Platz bringen und die vorhandene Qualität maximal ausschöpfen.

Was ist momentan deine grösste Sorge und erhältst du entsprechende Unterstützung?

Meine grösste Sorge ist aktuell weniger die Tabelle, sondern dass wir personell stabil bleiben und kontinuierlich arbeiten können. Mit einem kleinen Kader ist man einfach anfälliger für Ausfälle, und Konstanz ist in unserer Situation extrem wichtig. Was mich aber sehr positiv stimmt: Ich erhalte vom Staff, von den Spielern und auch von unserer Fangemeinde tollen Support. Das gibt enorm viel Kraft und Energie, um konzentriert weiterzumachen. Wir spüren, dass wir zusammenstehen, und genau dieses Zusammengehörigkeitsgefühl ist in Phasen wie dieser entscheidend.

Sa 07.03.2026

15:00 Uhr USV Eschen/Mauren – FC Winterthur U-23

1. SC YF Juventus 17 47:16 42 2. FC Tuggen 17 41:29 34 3. AC Taverne 17 27:17 32

4. FC Wettswil-Bonstetten 16 36:20 30

5. FC Freienbach 16 34:25 27

6. FC Baden 1897 17 39:28 27

7. FC Dietikon 17 31:24 27

8. FC Collina d'Oro 17 34:27 25

9. FC Kosova 17 26:26 22

10. FC Winterthur U-21 17 35:38 21

11. USV Eschen/Mauren 17 24:30 19

12. FC Mendrisio 17 21:26 18

13. FC St. Gallen 1879 U-21 17 25:41 16

14. SV Höngg 17 19:32 15

15. FC Widnau 17 18:38 15

16. SV Schaffhausen 17 14:54 3

An diesem Samstag ist die U21 des FC Winterthur zu Gast im Sportpark. Wie ist die Marschrichtung und welche Spieler fehlen sicher?

Am Samstag gegen die U21 des FC Winterthur U21 wollen wir im Sportpark wieder als kompakte Einheit auftreten. Die Marschrichtung ist klar: mutig spielen, defensiv stabil stehen und mit derselben Leidenschaft auftreten wie gegen Taverne. Gerade zu Hause wollen wir zeigen, dass wir als Team funktionieren und uns weiterentwickeln.

Personell müssen wir weiterhin auf ein paar verletzte Spieler verzichten, zudem steht Fernando Timbo nach seiner vierten Gelben Karte nicht zur Verfügung. Mit dem vorhandenen Kader werden wir aber alles investieren, um ein konkurrenzfähiges Gesicht zu zeigen. Definitiv fehlen Fernando Timbo mit der angesprochenen Gelbsperre und Filip Radojicic aufgrund einer Verletzung. Andri Zimmermann ist fraglich. Er hat sich in St. Gallen verletzt.

Ein Präsident aus den eigenen Reihen:

Der Liechtensteiner Cengiz Biçer übernimmt Verantwortung

Der USV braucht Vertrauen, Struktur und klare Führung

An der Generalversammlung vom 20. März 2026 kandidiert Cengiz Biçer für das Amt des Präsidenten des USV Eschen/Mauren. Der Ex-Profifussballer, Eigengewächs des Vereins und ehemalige liechtensteinische Nationaltorhüter bezeichnet die aktuelle Situation als richtungsweisend für die Zukunft des Clubs. Er übernimmt Verantwortung in einer entscheidenden Phase.

«Der USV steht an einem kritischen Punkt. Jetzt entscheidet sich, ob wir passiv bleiben und zuschauen – oder ob wir mit klaren Strukturen, Transparenz und einer gemeinsamen Vision die Zukunft unseres Vereins aktiv gestalten», sagt Cengiz Biçer.

Er begann seine Laufbahn als F-Junior beim USV, durchlief sämtliche Nachwuchsstufen und führte die 1. Mannschaft 2008 als Torhüter zum Meistertitel in der 2. Liga interregional – einer der erfolgreichsten Abschnitte der Vereinsgeschichte. Nach 14 Jahren Profikarriere, unter anderem in der Türkei bis in höchste Spielklassen, kehrte er vor zweieinhalb Jahren als Torhüter und Torhütertrainer zu seinem Heimatverein zurück.

Beruflich ist Biçer heute im Sport- und Fussballbereich mit sozialem Schwerpunkt tätig. Er verfügt über ein breites internationales Netzwerk sowie fundierte Fachkompetenz, die er gezielt in eine nachhaltige Weiterentwicklung des Vereins einbringen möchte. «Es wird kein einfacher Weg. Doch aus meiner sportlichen Laufbahn und meiner Erfahrung im Sportmanagement weiss ich, wie professionelle Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und gegenseitiges Vertrauen einen Verein stärken. Genau diese Grundlagen müssen wir alle gemeinsam beim USV rasch wiederherstellen.»

Klare Kritik an Struktur und Führungsmodell

Kritisch beurteilt Cengiz Biçer die Einführung eines bezahlten geschäftsführenden Präsidenten an der letzten ausserordentlichen Generalversammlung – erstmals in der Vereinsgeschichte –, und dies in einer kritischen Phase, in der gleichzeitig über finanzielle Stabilität und einschneidende Sparmassnahmen diskutiert wurde. Nach seiner Einschätzung wurden Sparmassnahmen strategisch nicht optimal abgestimmt und teilweise an sensiblen Stellen umgesetzt. Dies habe sowohl das Vereinsleben als auch die sportliche Leistungsfähigkeit spürbar geschwächt.

Zudem sei in den bestehenden Statuten keine Funktion eines geschäftsführenden Präsidenten vorgesehen. Die Aufgaben des Vorstands seien klar ehrenamtlich definiert. Diese Linie werde er im Falle seiner Wahl konsequent weiterführen. «Ein traditionsreicher Regionalverein wie der USV braucht eine klare strategische Führung – keine Vermischung von operativer und strategischer Verantwortung in einer Funktion oder Person.»

Statt einer strukturellen Neuausrichtung seien nach der ausserordentlichen Generalsversammlung Zuständigkeiten vermischt, Funktionen übergangen und Entscheidungen zunehmend zentralisiert worden. «Wenn

klare Kompetenzabgrenzungen fehlen, entstehen interne Spannungen, die sich nach aussen tragen. Diese Dynamik schadet heute dem Verein», sagt Biçer. Für ihn steht fest: Die Mitglieder sind das oberste Organ des Vereins. Transparenz ist keine Option, sondern Pflicht.

Sportliche Verantwortung als Kernauftrag

In den vergangenen Monaten habe der Verein spürbar an Vertrauen verloren – bei Sponsoren, Fans und im Umfeld. Gleichzeitig sah sich die 1. Mannschaft infolge massiver Sparmassnahmen grossen personellen Herausforderungen gegenüber. Mehrere Spieler verliessen den Verein, ohne dass frühzeitig gleichwertiger Ersatz eingeplant wurde. Dies führte dazu, dass in der Rückrundenvorbereitung zeitweise Trainings und sogar zwei Freundschaftsspiele abgesagt werden mussten.

Besonders kritisch bewertet Biçer die öffentliche Aussage, sportlicher Erfolg sei nicht prioritär und ein möglicher Abstieg werde akzeptiert. «Ein Abstieg kann in jedem Verein passieren. Doch ein Club wie der USV –einer der wichtigsten Akteure im regionalen Fussball und ein bedeutender Partner für die Nationalmannschaft – darf seine sportlichen Ambitionen nicht relativieren. Die Zugehörigkeit zur 1. Liga ist über Jahre hart erarbeitet

worden. Ein Abstieg hätte weitreichende Folgen in sämtlichen Bereichen des Vereins.»

Nach der Eskalation mit Trainer Michele Polverino Ende Januar übernahm Biçer auf Wunsch des Vorstands ab Anfang Februar interimistisch und ehrenamtlich die Funktion des sportlichen Leiters. In kurzer Zeit aktivierte er sein Netzwerk und arbeitete intensiv daran, gemeinsam mit dem Staff eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Rückrunde zusammenzustellen. Dabei galt strikte Budgetdisziplin – trotz fehlender direkter Einblicke in die Finanzstruktur. Cengiz Biçer hält fest: «Es war eine sehr intensive Phase, die viel Zeit und Engagement erfordert hat. Ich danke insbesondere den neu verpflichteten Spielern für ihr Vertrauen in meine Person und in den USV.»

Gesprächsbereitschaft –aber klare Haltung Biçer betont, dass er mehrfach das Gespräch mit dem Vorstand und dem Präsidenten gesucht und eine gemeinsame Neuausrichtung unter Einbindung aller bisherigen Funktionsträger angeboten habe. Dieses Angebot sei ohne vertiefte Begründung abgelehnt worden.

Seine Kandidatur habe er transparent, fristgerecht und korrekt eingereicht. «Ich danke dem gesamten Vorstand für den offenen Austausch. Am Ende entscheiden die Mitglieder demokratisch über die zukünftige Führung des Vereins», sagt Biçer. Für ihn stehe das Vereinswohl über persönlichen Ambitionen. Sollte sich bis zur Generalversammlung eine Persönlichkeit mit noch stärkeren finanziel-

len Möglichkeiten und Perspektiven für den USV zur Verfügung stellen, wäre er sofort bereit, seine Kandidatur im Sinne des Vereins zurückzuziehen.

30’000 Franken als starkes Vertrauenssignal Mehrere bestehende und neue Sponsoren haben verbindliche Zusagen in Höhe von insgesamt 30’000 Franken gemacht. Weitere Gespräche sind im Gange. Diese Mittel sind an Cengiz Biçers Wahl geknüpft und würden dem Verein zusätzliche finanzielle Stabilität verschaffen. «Dieses Engagement ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass Vertrauen und Investitionsbereitschaft vorhanden sind –wenn Strukturen, Transparenz und Glaubwürdigkeit stimmen», sagt der Kandidat für das Präsidentenamt.

Er setzt nicht auf reine Sparpolitik, sondern auf aktives, innovatives Handeln, neue Einnahmequellen durch gezielte Projekte sowie professionelle Sponsoring-Strategien. Eine verantwortungsvolle Finanzführung sei zentral – sportlicher Erfolg hänge jedoch nicht allein vom Budget ab, sondern von nachhaltiger Planung, klaren Konzepten und der konsequenten Entwicklung von Nachwuchs- bis Aktivmannschaften.

Der USV ist eine Gemeinschaft –kein Einzelunternehmen

«Ich möchte den USV nicht verwalten, sondern gemeinsam mit engagierten Menschen weiterentwickeln – zu einem Verein mit klarer Identität und Vorbildfunktion im regionalen Fussball», sagt Cengiz Biçer. Er sieht struk-

turellen Handlungsbedarf im Nachwuchsbereich, in der Organisation, im Personalwesen, in den Finanzen sowie bei den drei Aktivmannschaften. Insbesondere im Nachwuchs müsse wieder langfristig gedacht und investiert werden, um nachhaltig Breite und Qualität in den oberen Kategorien zu sichern und die Abhängigkeit von auswärtigen Spielern zu reduzieren. «Wir tragen Verantwortung für die nächste Generation. Diese Verpflichtung verlangt, dass wir im Sinne des Vereins handeln – und uns nicht über ihn stellen.»

#kumhomzumUSV – gemeinsam nach vorne Als Eigengewächs streckt Biçer in dieser herausfordernden Phase bewusst die Hand aus. «Was geschehen ist, lässt sich nicht ändern. Jetzt geht es darum, gemeinsam nach vorne zu schauen. Vertrauen, Zusammenhalt, Identifikation und Loyalität können wir zurückgewinnen – aber nur miteinander. Der USV gehört uns allen.» Biçer ruft daher alle Mitglieder auf, an der Generalversammlung vom 20. März 2026 persönlich teilzunehmen, seine Vision anzuhören, Fragen zu stellen und demokratisch über die zukünftige Ausrichtung des Vereins zu entscheiden. «Es geht nicht darum, wer den USV führt – sondern wie er geführt wird. Ich bin bereit, in dieser anspruchsvollen Situation ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen – mit voller Überzeugung für unseren Verein und unsere Farben. Denn wenn der USV gewinnt, gewinnen wir alle. Wenn der USV verliert, verlieren wir alle.»

#kumhomzumUSV

Cengiz Biçer bewirbt sich als USV-Präsident.
Blick auf den Sportpark Eschen-Mauren

Der Triesenberger Tennisspieler Moritz Glauser peilt als nächstes die Top 100 in der Junioren-Weltrangliste an.

Junioren-Grand-Slams

als

nächstes grosses Ziel

Das Liechtensteiner Tennis-Ausnahmetalent Moritz Glauser befindet sich weiter auf dem Vormarsch.

Der 17-jährige Triesenberger peilt nun die Top 100 in der Junioren-Weltrangliste an, und schon Ende dieses Jahres oder zu Beginn des nächsten Jahres möchte er sein erstes Turnier Grand-Slam der Junioren bestreiten. Derzeit arbeitet Glauser noch mit dem Vorarlberger Ex-Profi Philipp Oswald zusammen, doch der nächste Schritt zur Weiterentwicklung steht bereits bevor.

Interview: Christoph Kindle

Konkret ist noch nichts entschieden, aber aufgrund der in Liechtenstein für einen Tennisprofi eher schwierigen Rahmenbedingungen erwägt Moritz Glauser den Schritt in eine professionelle Tennisakademie im Ausland. Damit würde dann auch die Zusammenarbeit mit dem derzeitigen Coach Philipp Oswald enden.

Fünf Fragen an Moritz Glauser

Moritz, du figurierst derzeit im internationalen Junioren-Ranking auf Position 260. Wo möchtest du am Ende dieses Jahres stehen?

Mein Ziel ist es, dass ich am Ende dieses Jahres unter den Top 100 der ITF U18-Juniorenweltrangliste stehe. Dafür gebe ich alles.

Was sind generell deine Ziele im Jahr 2026? Welche Turniere stehen im Vordergrund?

Meinen Fokus für das Jahr 2026 lege ich ganz klar auf mein Ranking, denn eine Top 100 Platzierung ist die Voraussetzung für die Qualifikation der Junioren Grand Slam-Turniere. Mein Ziel ist es, mit einer Top 100 Platzierung die Qualifikation für die Junioren Grand

Foto: : Michael Zanghellini

Slams zu schaffen. Um das zu erreichen, werde ich höhere Turnier-Kategorien spielen, daher stehen J100er-, J200er- und J300er-Turniere im Vordergrund.

Seit knapp anderthalb Jahren hast du mit Philipp Oswald einen professionellen Coach. Wie läuft die Zusammenarbeit und wo siehst du seine Stärken?

Die Zusammenarbeit läuft gut. Er bringt jahrelange Erfahrung von der ATP-Tour mit. Dieses Wissen ist für mich spannend und sehr wertvoll. Er weiss genau, worauf es auf höchstem Niveau ankommt. Das hilft mir sehr, das Spiel besser zu verstehen. Ausserdem haben wir intensiv an meiner Technik gearbeitet, und ich merke, wie viel konstanter und sicherer ich geworden bin. Trotz der guten Zusammenarbeit mit Philipp werde ich in absehbarer Zukunft einen professionelleren Weg einschlagen, um mich sportlich bestmöglich weiterzuentwickeln. Denn man kann ehrlich sagen, dass in Liechtenstein Strukturen und Rahmenbedingungen für eine Profikarriere leider nicht gegeben sind. Dieser nächste Schritt wird eventuell im Rahmen einer professionellen Tennisakademie erfolgen.

In welchen Bereichen siehst du bei dir noch Verbesserungspotenzial?

Bei meiner Rückhand und sicher auch im mentalen Bereich. Meine Rückhand ist stark, hat aber noch Verbesserungspotenzial. Zum Beispiel, wenn ich im Match unter Druck stehe, wird sie manchmal unsicher oder zu passiv. Ich möchte konstanter werden und die Rückhand noch offensiver einsetzen, also mehr selbst Druck machen. Der Mentalbereich ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, denn dieser ist im Tennissport von grosser Bedeutung. Oftmals entscheidet der Kopf über ein ganzes Match. An meiner mentalen Stärke arbeite ich seit einiger Zeit, und ich konnte dadurch schon viel stabiler werden, besonders in engen Situationen während eines Matchs.

Wann wird für Dich die Teilnahme an einem Junioren-Grand-Slam-Turnier zum ernsthaften Thema?

Ein ernsthaftes Thema ist es schon länger, denn ich habe die Teilnahme an Junioren-Grand-Slams als mein grosses Ziel festgelegt. Zeitlich gesehen denke ich, dass es im

Herbst 2026 oder dann ab Januar 2027 konkret werden kann.

Fünf Fragen an Coach Philipp Oswald

Philipp, wo siehst du aktuell die Stärken von Moritz und wo hat er noch Defizite?

Moritz hat viele Stärken in den unterschiedlichsten Bereichen, die ihn auszeichnen. Tennisspezifisch hat er eine schnelle Hand, einen guten Zug in seinen Schlägen, und sein Grundlinien-Game ist schon sehr gut. Das hat er natürlich auch seiner physischen Stärke und seiner Beinarbeit zu verdanken, weil sein Speed und seine Explosivität schon aussergewöhnlich gut sind. Hinzu kommen noch sein Kampfgeist und die Fähigkeit, abzurufen, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht. Wenn wir über Defizite reden, würde ich es eher als Potenzial bezeichnen. Da hat er natürlich mit gerade mal 17 Jahren überall noch ein paar Prozente, die er rausholen kann. Grundsätzlich ist für mich sein grösstes Potenzial im Kopf – da steht er sich ab und zu selbst im Weg, wenn sein Perfektionismus und seine Ungeduld Überhand nehmen. Es fehlt ihm manchmal die nötige Lockerheit und natürlich Erfahrung.

Du betreust Moritz seit Sommer 2024. Wie hat er sich in dieser Zeit entwickelt?

Als Tennisspieler neigt man dazu, seine Entwicklung im Ranking zu bewerten. Für mich als ist das nicht so wichtig, sondern eher die Richtung, die Moritz eingeschlagen hat. Und da hat er sich in allen Bereichen stark entwickelt, weil er auch bereit war, an sich zu arbeiten. Seine Schläge haben sich allesamt verbessert. Er spielt jetzt mit viel mehr Variation und kann Punkte mit offensivem Tennis abschliessen. Er reflektiert Matches und Trainingseinheiten viel reifer als zu Beginn und kann Niederlagen sowie Tiefschläge, die dazugehören, viel besser verarbeiten.

Ganz realistisch betrachtet: Wie weit kann es für Moritz im Junioren-Ranking nach vorne kommen?

Da will ich ihm nur ungern ein Limit setzen oder eine Prognose abgeben, die auf sein Ranking basiert. Auf Englisch würde man sagen «sky is the limit» und so sehe ich das auch. Er muss die Erfahrungen jetzt auf der internati-

Foto: : Michael

Moritz Glauser zusammen mit seinem Noch-Coach Philipp Oswald vor einer Trainingseinheit in Triesenberg.

onalen Tennisbühne machen, und dann wird man sehen, wie weit die Reise geht. Eine Tenniskarriere ist kein Sprint, sondern ein Marathon, bei dem man täglich hart für seinen Erfolg arbeiten muss und es keine Garantien gibt. Moritz hat es selbst in der Hand, aber ich traue ihm alles zu.

Wie würdest du Moritz als Sportler und als Mensch charakterisieren?

Ich würde ihn als ruhigen und bodenständigen Teenager beschreiben, der eher introvertiert ist und sich im Rampenlicht noch nicht so wohl fühlt. Er ist definitiv kein Angeber oder jemand, der grosse Töne spuckt, ganz im Gegenteil. Ihm fehlt sogar ab und zu dieses freche «Ich bin der Grösste»-Gen und die Selbstüberzeugung – das alles muss er sich hart erarbeiten, weil er immer sein grösster Kritiker sein wird. Er befindet sich mit seinen 17 Jahren wie jeder Teenager in einem Prozess, in dem er gerade dabei ist, seine Persönlichkeit zu entwickeln und die grosse weite Welt zu entdecken.

Ursprüngliches Ziel von Moritz war, unter die Top 100 in der Weltrangliste zu kommen. Wird er das schaffen?

Ich glaube, sein grösster Traum ist, es zu den Jugendbewerben der Grand-Slams zu schaffen. Für diesen Traum müsste er sogar ein bisschen besser denn als 100. im Ranking stehen. Ich traue ihm, wie schon gesagt, alles zu. Von seiner Leistungsfähigkeit und seinem Potenzial ist dieser Traum ein absolut realistisches Szenario. Ich würde mich sogar eher wundern, an was es denn gescheitert ist, wenn ich ihn nächstes Jahr nicht bei den Jugend-Slams im Draw finde.

Zanghellini

festival Musik:Arte

4.–8. April 2026

samstag, 4. April 2026, 19 uhr

Hagenhaus, Peter-Kaiser-Konzertsaal Perlen (Eröffnungskonzert)

sonntag, 5. April 2026, 17 uhr

Kapelle St. Sebastian, Nendeln Strahlkraft

montag, 6. April 2026, 19 uhr

Hagenhaus, Peter-Kaiser-Konzertsaal Glanzlichter

dienstag, 7. April 2026, 19 uhr

Hagenhaus, Peter-Kaiser-Konzertsaal Grenzenlos

mittwoch, 8. April 2026, 19 uhr

Hagenhaus, Peter-Kaiser-Konzertsaal Abschied (Abschlusskonzert)

Online: www.ticketing.li

Telefon: +423 262 63 52 • Fax: +423 262 63 54

E-Mail: hagenhaus@ticketing.li

Intendantin: Sara Domjanić

Werke von Beethoven, Mozart und Dvořák

Werke von Bach, Mozart und Dvořák

Werke von Schubert und Beethoven

Sárközy Collective

Werke von Brahms und Dohnányi

üsre woarzla Historisches

Keine Rheinbrücke in Triesen

Zwei Brückenprojekte scheiterten am Widerstand in der Schweiz

Triesen ist die einzige liechtensteinische Anliegergemeinde, die keine eigene Brücke über den Rhein besitzt. Zwei Projekte, die in den Jahren 1991 und 2003 geplant wurden, scheiterten aus unterschiedlichen Gründen am Widerstand in der Schweiz.

Text: Günther Meier

1991

– Das Oberland richtete den Blick auf das im folgenden Jahr bevorstehende Jubiläum «650 Jahre Grafschaft Vaduz». Die Gemeinde Triesen wollte zu dieser Feier einen besonderen Beitrag leisten. Etwas, was Bestand haben sollte für fast ewige Zeiten: eine Rheinbrücke, eine Verbindung für Fussgänger und Radfahrer über den Rhein in die Schweiz, ein Näherrücken zu den Nachbargemeinden Wartau und Sevelen. Das Projekt hatte auch einen symbolischen Charakter, denn mit dieser Brücke würde Triesen gleichziehen mit den anderen Gemeinden entlang des Rheins, die über eine Brücke mit der Schweiz verbunden sind: Ruggell, Gamprin-Bendern, Schaan, Vaduz und Balzers. Die Triesner wollten mit der neuen Brückenverbindung auch an frühere Zeiten anschliessen, denn nach Überlieferungen gab es einst eine Rheinbrücke in Triesen – schon lange bevor in den anderen Gemeinden die Brücken erstellt wurden.

Keine Subvention des Kantons –keine Brücke über den Rhein Während die anderen Gemeinden auf der schweizerischen Rheinseite jeweils eine Gemeinde als Ansprechpartner hatten, die an einem Brückenbau interessiert war, fehlte diese Voraussetzung in Triesen. Wer vom Triesner Rheindamm in die Schweiz blickt, hat ein grosses Landwirtschaftsgebiet vor Augen, das

sich die Gemeinden Wartau und Sevelen teilen. Als die Triesner Gemeindebehörden die Brückenpläne in den Ratsstuben von Sevelen und Wartau vorstellten, wurde die Vorstellung eines gemeinsamen Brückenschlags über den Rhein positiv aufgenommen. Die Planung vergaben die Behörden an eine gemischte Arbeitsgemeinschaft aus den beiden Ländern. Die Vorgaben lauteten: Errichtung einer Rheinbrücke für Fussgänger und Radfahrer in schlichter Bauweise – «weder ein Monument noch ein gigantisches Bauwerk». Die Brücke sollte sich nach den Ideen aus den Gemeinden unaufdringlich in die Landschaft einfügen, bei der Planung müsse «allergrösste Rücksicht auf die ökologische Vielfalt» genommen werden, was konkret hiess: «So wenig Eingriffe in die Natur wie möglich!»

Die ersten Kostenberechnungen und die Diskussionen über die Finanzierung habe allerdings die anfänglichen Optimismus über den Brückenbau etwas gedämpft, verlautete aus der Triesner Ratsstube. Weil die Idee des Brückenschlags eng mit dem Jubiläum «650 Jahre Grafschaft Vaduz» verknüpft wurde, setzte sich Triesen dennoch mit Nachdruck für eine Realisierung ein. Breiten Raum bei den folgenden Diskussionen erhielt die Frage, aus welchem Material die Brücke gebaut werden sollte: Holz, Beton oder Eisen? In einer ersten Runde wurde eine Eisenkonstruktion aus Kosten- und Unterhaltsgründen favorisiert, doch das Herz der Triesner schlug mehrheitlich für

eine Holzbrücke. Genauere Abklärungen ergaben dann, dass eine Holzkonstruktion nur unwesentlich teurer sei als eine Eisenbrücke. Die Kosten für die knapp 138 Meter lange Brücke wurden mit 1,567 Millionen Franken berechnet. Die Gemeinden Triesen sowie Sevelen und Wartau hofften, dass sich der Kanton St. Gallen und das Land Liechtenstein im Sinne einer Subvention für ein bedeutendes Projekt für den Langsamverkehr an diesen Kosten beteiligen würden.

Diese Hoffnung zerschlug sich allerdings, wie die Gemeinde Triesen im Herbst 1992 der Öffentlichkeit mitteilte. Das Baudepartement St. Gallen hatte den Gemeinden Sevelen und Wartau mitgeteilt, dass eine Zusage für eine Mitbeteiligung des Kantons nicht gegeben werden könne. Ein Kantonsbeitrag könne nur in Anspruch genommen werden, wenn eine geplante neue Wegverbindung von kantonaler oder zumindest regionaler Bedeutung sei. Weiter gab das Departement zu verstehen, die Radweg-Planung im Bezirk Werdenberg sei noch nicht abgeschlossen. Ausserdem stelle sich die Frage, ob es sinnvoll sei, das auf Schweizer Seite gelegene Gebiet «Cholau», das zu den schützenswerten Lebensräumen gehöre, durch eine neue Verbindung zu erschliessen. Mit dieser Stellungnahme war das Projekt aus schweizerischer Sicht vorerst nicht realisierbar, während es von Triesner Seite hiess: aufgeschoben, aber nicht aufgehoben!

Beitrag aus dem «Liechtensteiner Volksblatt» vom 10. Februar 2003.

Auch zweite «Jubiläumsbrücke» im Jahr 2003 scheitert

Diese Hoffnung der Triesner erfüllte sich nur teilweise. Zum Jubiläum «200 Jahre Kanton St. Gallen», das im Jahr 2003 gefeiert wurde, gab es die nächste Planung für eine Brückenverbindung zwischen Triesen und Wartau/ Sevelen. Alles war bestens vorbereitet, die Finanzierung der Kosten von 2,2 Millionen Franken gesichert, doch dann gab es sowohl in Wartau als auch in Sevelen ein Referendum gegen den Finanzbeschluss der Gemeinderäte. Während die Seveler dem Brückenprojekt zustimmten, lehnten die Wartauer ab – damit konnte das Projekt nicht verwirklicht werden.

Die Gemeinden Triesen, Sevelen und Wartau hatten sich 1999 darauf geeinigt, zum St. Galler Jubiläum eine Brücke zu erstellen. Wie schon beim abgelehnten Projekt von 1992 planten die Gemeinden eine Verbindung für Fussgänger und Radfahrer über den Rhein, die von der Triesner Blumenau zur Wartauer Cholau führen sollte. Die kühne Konstruktion war eine Mischung aus Stahl und Holz. Die Trägerkonstruktion bestand aus zwei durchhängenden Tragseilen aus Stahl, die Fahrbahnplatte war hingegen aus Holz geplant. Im damaligen Baubeschrieb hiess es: «Von der einen Krone des Rheindamms soll die Brücke in eleganter Leichtigkeit die 140 Meter bis zur gegenüberliegenden Dammkrone überwinden und mit einer transparenten Geländerkonstruktion für einen harmonisch

in die Landschaft integrierten Anblick sorgen.»

Zusätzlich war von einem «Brückenschlag zwischen hüben und drüben» die Rede, womit die alten Beziehungen zwischen den benachbarten Gemeinden auf der schweizerischen und der liechtensteinischen Rheinseite erneuert werden könnten. Nachdem bei der ersten Brückenplanung noch Vorbehalte aus St. Gallen gegenüber dem Standort der Brücke vorhanden waren, konnten diese Einwände von den planenden Gemeinden ausgeräumt werden. Der Brückenstandort sei mit dem Planungsamt des Kantons St. Gallen, Abteilung Natur- und Landschaftsschutz, besprochen worden, verlautete aus den Ratsstuben. Das Amt habe ausserdem aus naturschützerischen Überlegungen keine Einwände gegen das Projekt oder den Standort vorgebracht. Kurzum: Die Brücke gefährde das auf Wartauer Seite geplante Familien- und Naturparadies nicht, weil sie ja nur Fussgänger und Radfahrer benützen könnten.

Die damaligen Gemeindepräsidenten von Sevelen und Wartau, Beat Tinner und Hans Leuener, sprachen sich für die Brücke aus. Tinner betonte in einem Interview, die Hängebrücke könnte zu einem «Wahrzeichen für die Region» werden, während Leuener davon sprach, die Brücke wäre ein Symbol der Zusammenarbeit über den Rhein. Ganz anderer Ansicht waren die Gegner, die sich in Wartau

und Sevelen formierten. Einer der prominentesten Gegner, Johann Jakob Litscher, lehnte das Projekt mit dem Argument ab, die Brücke würde zu einem überdimensionierten Denkmal für Tinner und Leuener. Die geplante Verbindung bringe weder einen Nutzen noch bestehe ein Bedarf dafür. Einen Nutzen verspreche sich wohl nur die Gemeinde Triesen von der Rheinbrücke, denn Triesen habe die Landreserven bis an den Rheindamm überbaut. Damit fehle den Triesnern der Naherholungsraum: «Nun wollen sie einfach mit ihren Hunden in unseren Auenwäldern spazieren.»

Die Argumentation von Litscher, die Auenwälder auf der schweizerischen Seite zu schützen, verfing offenbar bei vielen Stimmberechtigten in Sevelen und Wartau. Am 9. Februar 2003 erteilten die Wartauer dem Brückenbau mit 941 Nein gegen 568 Ja eine klare Abfuhr. Die Seveler brachten zwar mit 551 Ja gegen 500 Nein eine knappe Zustimmung zustande, doch das Projekt konnte damit nicht verwirklicht werden. Der damalige Triesner Vorsteher Xaver Hoch zeigte sich in einer ersten Stellungnahme am Abstimmungssonntag überrascht vom Abstimmungsergebnis, insbesondere von der Ablehnung in Wartau. Gleichzeitig aber gab er die Hoffnung nicht auf, dass es doch noch eine Brückenverbindung geben könnte: «Vielleicht finde man doch noch eine Lösung für einen Brückenbau.»

Vor 105 Jahren – Gesetz für eine Landeswehr

Als man die Grenze mit einer militärischen Truppe schützen wollte

Liechtenstein schaffte 1868 das Militär ab. Als der Zollvertrag mit Österreich im Jahr 1919 gekündigt wurde, entstand die Idee, einen eigenen Grenzschutz aufzustellen. Der Landtag beschloss 1921 ein Gesetz über eine bewaffnete Landeswehr, das aber nie in Kraft gesetzt wurde.

Der Landtag stimmte am 24. August 1921 einstimmig einer neuen Verfassung zu, die Prinz Karl von Liechtenstein am 5. Oktober unterzeichnete. Das Grundgesetz wurde damit an diesem Tag in Kraft gesetzt. Liechtenstein bildet demgemäss eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage. In der Verfassung legte der Landtag damals auch fest, dass «die Staatsgewalt im Fürsten und im Volk verankert» sei. Neben dieser Definition der Staatsform enthält die Verfassung zudem eine Bestimmung über die Pflicht zur Landesverteidigung: «Jeder Waffenfähige ist bis zum zurückgelegten 60. Altersjahr im Falle der Not zur Verteidigung des Vaterlandes verpflichtet.» Eine Bestimmung, die weniger bekannt ist und nicht näher umschreibt, was konkret die Waffenfähigen zu machen hätten im Fall einer Bedrohung von aussen.

Interessant ist, dass es zur gleichen Zeit, als über eine neue Verfassung diskutiert wurde, auch eine Diskussion über Grenzschutz und Verteidigung der Grenzen gab. Der Landtag stimmte am 12. März 1921 einem Gesetz über die Errichtung einer bewaffneten Landeswehr» zu. Dieses Gesetz trat am 29. März 1921 in Kraft, doch schon Ende 1925 wurde es vom Landtag wieder aufgehoben, weil es bis dahin nicht umgesetzt worden war. Ausgangspunkt für das Gesetz bildete die Kündigung des Zoll- und Wirtschaftsvertrags mit

Österreich nach dem Ersten Weltkrieg. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit suchte Liechtenstein einen neuen Partner, kündigte am 2. August 1919 den Vertrag mit Österreich und nahm gleichzeitig Kontakt mit der Schweiz in Bezug auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit auf. Österreich reagierte auf die Kündigung anders, als Liechtenstein erhofft hatte. Statt eines stufenweisen Abbaus der Zollverbindungen verfügte Österreich schon einen Monat später, Liechtenstein gelte fortan als Zollausland. Liechtensteinische Unternehmer mussten deshalb eine Importbewilligung anfordern, wenn sie Waren nach Österreich liefern wollten. Der vorher freie Warenverkehr zwischen Österreich und Liechtenstein war unterbrochen, der Warenaustausch wurde mit einer Zollgebühr belegt.

Die Gründung einer Bürgerwehr scheiterte im Landtag Doch damit nicht genug! Österreich zog seine Zöllner von der liechtensteinischen Grenze ab, womit Liechtenstein gezwungen war, seine Grenzangelegenheiten selbst zu regeln. Die Regierung rekrutierte in aller Eile eine eigene Grenzwacht und stellte dem Landtag das Begehren, eine Bürgerwehr zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung aufstellen zu können. Mit der Bildung einer freiwilligen Bürgerwehr wollte die Regierung den Abzug der österreichischen Finanzwache kompensieren. Im Landtag war der Antrag umstritten, doch nach einer längeren Debatte stimmten

11 von 15 Abgeordneten dem Regierungsantrag zu. Wie die geplante Bürgerwehr konkret aussehen sollte, wurde der Regierung übertragen, die schon im November 1919 dem Parlament eine Vorlage unterbreitete. Während der Landtagssitzung vom 25. November kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Vorlage. Die Befürworter unterstrichen die Bedeutung von Ruhe und Ordnung in einer unsicheren Zeit, die Gegner kritisierten das Fehlen einer klaren Umschreibung des Aufgabengebietes einer Bürgerwehr. Die Regierung hatte den Antrag damit begründet, ausser wenigen Polizeibeamten stünden für die Sicherheit keine Schutzmannschaften zur Verfügung, weshalb eine Bürgerwehr dringend nötig sei. Die Bürgerpartei stellte sich hinter den Regierungsantrag, während Vertreter der Volkspartei das fehlende Vertrauen der Regierung in die Bevölkerung kritisierten.

Das Thema Bürgerwehr beschäftigte nicht nur Regierung und Landtag, sondern auch viele in der Bevölkerung. Im Unterschied zu sonstigen Landtagssitzungen, die meist mit wenig Besuchern über die Bühne gingen, hatten sich erstaunlich viele engagierte Bürger eingefunden, um sich ein Bild über die Stimmung im Landtag und zwischen den beiden Parteien zu machen. Einige sorgten selbst mit Zurufen für Stimmung, was den Landtagspräsidenten veranlasste, die Zuschauer um Ruhe zu bitten. Als die präsidiale Aufforderung

Nach der Kündigung des Zollvertrags 1919 errichtete Österreich eine Zollgrenze zu Liechtenstein, das seine Grenze mit einer Bürgerwehr oder einer Landeswehr schützen wollte.

nicht fruchtete, griff er zum äussersten Mittel, wie das «Liechtensteiner Volksblatt» damals berichtete: «Da trotz wiederholter Aufforderung zur Ruhe in dem Zuschauerraum wieder Lärm entstand, verordnete der Vorsitzende die Räumung desselben.» Trotz längerer Debatte zeichnete sich im Landtag keine Einigung ab, sodass der Landtagspräsident die Beratung ohne Beschlussfassung vertagte. Mit dem Ergebnis, dass das Thema Bürgerwehr für einige Zeit aus dem Parlament verschwunden blieb.

Statt der Bürgerwehr wollte man eine Landeswehr schaffen

Eine Wende brachte die Demonstration gegen die Briefmarkenpolitik der Regierung am 26. Februar 1921 vor dem Regierungsgebäude in Vaduz. Unter dem Eindruck der Kundgebung brachte Peter Büchel, Abgeordneter der Fortschrittlichen Bürgerpartei, am 8. März im

Landtag einen Antrag zur Aufstellung einer bewaffneten Landeswehr ein. Statt der früher geforderten Bürgerwehr sollte nach seinen Vorstellungen eine Truppe mit dem Namen Landeswehr geschaffen werden. Peter Büchel untermauerte seinen Vorschlag mit einem Hinweis auf eine wenige Tage vorher stattgefundene Versammlung von etwa 700 wahlberechtigten Bürgern: «Die Versammlung spricht den Wunsch aus, dass zum Schutz der Regierung und zur Aufrechterhaltung der Ordnung ehestens eine bewaffnete Bürgerwehr organisiert werde.» Der Zweck der Truppe sei nichts anderes als die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung sowie die wirksame Bekämpfung von Unruhen. Im Unterschied zu der früher geforderten Bürgerwehr, die vor allem dem Grenzschutz dienen sollte, lag bei der Landeswehr der Schwerpunkt auf der Sicherheit im Inland.

Die Regierung legte einen Gesetzesentwurf vor, eine schlanke Vorlage mit nur 7 Paragrafen, dessen Zweckartikel lautete: «Die Landeswehr dient unter Ausschluss jeder Unterstützung parteipolitischer Bestrebungen nur zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in jenen Fällen, in denen die der Regierung sonst zu Gebote stehenden Machtmittel als hiezu nicht ausreichend erscheinen, insbesondere zur Abwehr und Beseitigung gewaltsamen Widerstandes gegen Anordnungen der Regierung.» Die Aufnahmebedingungen waren genau definiert: Die Bewerber mussten das 20. Lebensjahr überschritten haben, die körperliche Eignung für eine solche Truppe mitbringen und sich durch Unbescholtenheit sowie durch tadelloses Verhalten auszeichnen. Eine Entschädigung der «Soldaten» war nur bei einem von der Regierung verordneten Einsatz vorgesehen. Das Gesetz legte ausserdem fest, dass Waffen und Munition durch das Land Liechtenstein zu beschaffen seien. Dies brachte die Regierung in Schwierigkeiten, denn die dafür anfallenden Kosten waren in der Bevölkerung umstritten. Die Beschaffung der Bewaffnung in Österreich wurde deshalb aufgeschoben. Bei einer Besprechung mit Fürst Johann II. erwähnte Regierungschef Joseph Ospelt die Schwierigkeiten zur Finanzierung der Waffen. Fürst und Regierungschef kamen deshalb überein, das Gesetz vorerst nicht zur Anwendung zu bringen, obwohl es mit 11 der 15 Abgeordnetenstimmen beschlossen worden war.

Geldmangel und Abneigung gegen eine Truppe

Der befristete, zeitliche Aufschub für die Anwendung des Gesetzes wurde jedoch zum Dauerzustand. Geldmangel und die Abneigung in der Bevölkerung gegenüber einer solchen Truppe liess die Regierung vorsichtig agieren. Dann kamen die Wahlen im Jahr 1922: Die Volkspartei, die gegen die Landeswehr im Landtag opponiert hatte, gewann und zeigte keine Lust, das Gesetz umzusetzen. Auf ihren Antrag beschloss der Landtag am 30. Dezember 1925, wie bereits erwähnt, die Aufhebung des Gesetzes. Die Bürgerpartei, die eine Landeswehr aufstellen wollte, zeigt sich enttäuscht. Die «Liechtensteiner Nachrichten», die eng mit der Volkspartei verbunden waren, jubelte hingegen: Endlich habe der Landtag diesen «Schandfleck in unserem öffentlichen Leben» aus dem Weg geräumt.

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• Eliminiert Algen, Moose, Flechten oder Schimmelpilz auf Dach, Fassade und Bodenbelägen schonend, ohne das Material anzugreifen.

• Kostenersparnis von bis zu 85% gegenüber konventionellen Methoden.

• Kein teures, für die Mieterschaft störendes Fassadengerüst notwendig.

• Emissionsarme Behandlung: keine Chlorgerüche, kein Staub.

• Nachhaltigkeit bei Fassaden von durchschnittlich 10 bis 15 Jahren.

haltigkeit, bleiben die behandelten Fassadenflächen durchschnittlich 10 bis 15 Jahre sauber.

Eine sanfte und kosteneffiziente Methode

Die Methode besticht nicht nur durch Kosteneffizienz, sondern auch durch schnelle Arbeitsabläufe. Somit wird die Mieterschaft nur minimal belastet. Die Fachleute benötigen weder Gerüst noch Hochdruckreiniger. Die Anwendung verursacht keine negativen, unangenehmen Emissionen wie Staub, Lösungsmittelgeruch usw. Das Produkt ist auf jegliche Materialien im Aussenbereich anwendbar und muss weder abgewaschen, noch abgeschrubbt werden.

Untergründe werden nicht durch Hochdruck oder schrubben strapaziert. Die Kosteneinsparung bei einer Fassadenbehandlung beträgt bis zu 85% gegenüber einem Neuanstrich. Da die Profis mit speziellen Sprühlanzen – mit einer Reichweite vom Boden bis zu 12 Metern – arbeiten, können sie auf teure Gerüstkosten verzichten. Je nach Situation kommen Hebebühnen zum Einsatz, um die befallenen Stellen problemlos zu erreichen.

Speditiv, kostengünstig und nachhaltig

Die Fachleute sprühen in einer ersten Phase das oberflächenschonende Produkt auf die befallenen Flächen. Das Aufsprühen des Selbstreinigungswirkstoffes dauert nur wenige Stunden. Bereits nach einer Einwirkungszeit von wenigen Tagen beginnen sich in einer zweiten Phase die Mikroorganismen von selbst aufzulösen. Wind und Regen tragen die abgetöteten Partikel mit der Zeit gänzlich ab. Die komplette Selbstauflösung der Organismen dauert je nach Befall rund vier bis zwölf Monate. Sollten nach spätestens 24 Monaten noch Reste des Befalls zu sehen sein, behandelt die Firma kostenlos nach.

Koster Gebäudesanierung GmbH

Kobelstrasse 7, 9442 Berneck

Tel. 071 744 02 32

Filiale: 9230 Flawil, Tel. 079 255 82 55

www.koster-gs.ch

info@koster-gs.ch

Vorher: Putzfassade mit Flechten- und Algenbefall
Vorher: Betonstützmauer mit Flechten- und Algenbefall
Tonziegeldach mit Schwarzalgenbefall.
Nachher: Betonstützmauer ca. 1 Jahr später
Das Dach circa ein Jahr später.
Nachher: Fassade ca.1 Jahr später

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