Rick Zabel über die Tour de France, den Zahlendruck des Profisports und warum er sich seine Leidenschaft fürs Rad bis heute bewahrt hat.
VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT
DIESER AUSGABE JUNI 2026
PHILIPP WIESELER
Ein Urlaub mit dem Rad bietet die Möglichkeit, die Zielregion auf einmalige Art und Weise zu erleben. Flexibel, aktiv und mittendrin. Egal ob in der Stadt oder in der Natur
PASCAL MÜLLER Das Fahrrad ermöglicht mir, meine Umgebung bewusst zu erleben. Es entschleunigt, schafft Abstand zum Alltag und sorgt gleichzeitig für Bewegung und neue Abenteuer.
MARIAM CHAHROUR Radfahren bedeutet für mich Freiheit, Bewegung und Vielfalt. Mit Windschatten – Der Radgeber zeigen wir die ganze Bandbreite dieser Leidenschaft.
VON BIKEPARKS BIS MITTELGEBIRGE
Nico Reuter über den Boom des Mountainbikens, nachhaltige Trailkonzepte und warum Naturverbundenheit sein größter Antrieb ist.
WIE RADVERKEHR ALLTAG, FREIZEIT UND TOURISMUS BEREICHERT
Text Christian Tänzler
Fahrradfahren macht Spaß. Den Fahrtwind im Gesicht, die Sonne auf der Haut. Dann die gleichmäßige Bewegung – treten, rollen, atmen. Schnell genug, um Strecke zu machen. Langsam genug, um Landschaft und Natur zu sehen, das Vogel zwitschern zu hören und das Leben zu genießen. Das macht den Kopf frei –nicht nur bei einem Fahrradausflug ins Grüne, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit oder Uni.
Kein Wunder, dass mehr Menschen Rad fahren und längere Strecken zurücklegen. 41 Prozent der Gesamtbevölkerung nutzen mehrmals in der Woche das Fahr rad. Im Schnitt werden dabei pro Weg 4,3 Kilometer zurückgelegt. Das E-Bike macht die Fahrt entspannter, einfacher und ist damit für viele eine echte Alternative zum Auto.
Das Fahrrad ist bereit, die Menschen auch. Einen deutlichen Anschub brauchen jetzt die Radwege, die einen entspannt und sicher von A nach B führen. Noch fehlen sie vielerorts oder sind marode und viel zu schmal.
Fahrrad fahren ist gesund, hilft beim Stressabbau, spart Geld und ist gut für die Umwelt – im Alltag und im Urlaub. Jetzt schon laden die vielen Radfernwege ein, Deutschland auf dem Fahrradsattel zu erkunden.
Ob am Fluss entlang oder die Berge hinauf, ob alleine, mit Freunden, mit den Kindern oder den Großeltern. Für jede Gelegenheit gibt es eine Radroute. 2024 haben laut ADFC-Radreiseanalyse 3,3 Millionen Menschen in Deutschland 4,6 Millionen Radreisen mit mehr als drei Übernachtungen gemacht. Besonders beliebt sind der Elberadweg, der Weser-Radweg und der Ostseeküstenradweg.
Wer dabei sicher sein möchte, dass die Radreise zu einem tollen Urlauberlebnis wird, setzt dabei auf eine der ADFC-Qualitätsradrouten. Wir prüfen die Radfernwege auf Wegbreite, Oberfläche, Wegweisung, Verkehrsbelastung und viele andere Kriterien. Nur die Besten bekommen unsere beliebten Sterne.
“FAHRRAD FAHREN IST GESUND, HILFT BEIM STRESSABBAU, SPART GELD UND IST GUT FÜR DIE UMWELT – IM ALLTAG UND IM URLAUB.“
Christian Tänzler ADFC-Bundesvorstand
Hier muss die Politik ran, im Bund aber auch in den Kommunen: neue Radwege bauen, vorhandene Instand halten. Auch die Fahrradmitnahme in der Bahn muss besser werden. Zu häufig ist sie unzuverlässig, umständlich oder nicht möglich. Dabei ist die Kombination Bahn und Rad die perfekte Mischung, um im Alltag oder im Urlaub unterwegs zu sein.
Aufsteigen, losfahren und gut ankommen –jederzeit und überall.
Spannende Tipps und tolle Radrouten gibt es hier: www.adfc-radtourismus.de
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Julia Schuler über ihre Leidenschaft fürs Rad fahren, den Weg zur größten Radsport-Creatorin Deutschlands und die Freiheit auf zwei Rädern.
Text Jonas Jäger
Du bist eigentlich Triathletin. Wann hat dich das Radfahren so gepackt, dass es dein Leben bestimmt? Am Anfang war das Radfahren für mich einfach nur eine der drei Disziplinen im Triathlon. Oft bedeutete das, dieselben Strecken immer wieder zu fahren und Berge mehrfach hoch- und herunterzurollen. Die wirkliche Begeisterung kam erst während unserer jährlichen Trainingslager in der Toskana. Dort habe ich das Radfahren von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Die langen Ausfahrten durch die sanften Hügel, die kleinen italienischen Dörfer, der ein oder andere Stopp an der Eisdiele und das Gefühl, stundenlang unterwegs zu sein, haben mich sofort fasziniert. Mit der Zeit wurde aus einer Trainingsdisziplin meine große Leidenschaft. Heute ist das Radfahren nicht nur Sport für mich, sondern auch Freiheit, Abenteuer und die Möglichkeit, immer wieder neue Orte zu entdecken.
Mit über 700.000 Followern bist du Deutschlands größte Radsport-Influencerin. Hast du das jemals so geplant? Nein, überhaupt nicht. Bevor ich mit dem Radfahren angefangen habe, hatte ich ein ganz normales privates Instagram-Profil, auf dem ich vielleicht ein oder zwei Bilder pro Jahr aus dem Urlaub gepostet habe. Als ich meine Begeisterung für das Rennradfahren entdeckt habe, wollte ich einfach die schönen Momente und Landschaften meiner Ausfahrten teilen. Dass daraus einmal mein Beruf werden würde und mir Hunderttausende Menschen folgen würden, hätte ich niemals erwartet. Rückblickend war das Timing vermutlich perfekt. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben viele Menschen das Radfahren für sich entdeckt. Gleichzeitig gab es damals nur sehr wenige Creator in diesem Bereich und insbesondere kaum Frauen, die regelmäßig RennradContent produziert haben. Dadurch konnte ich mir über
die Jahre eine Community aufbauen, die meine Leidenschaft für den Sport teilt. Dass daraus Deutschlands größter Rennrad-Account entstanden ist, erfüllt mich bis heute mit großer Dankbarkeit.
Oft sind es sogar die Geschichten von ganz normalen Menschen, die mich besonders berühren: Menschen, die neben Beruf und Familie für ein großes sportliches Ziel trainieren, Rückschläge überwinden und trotzdem nicht aufgeben. Sie zeigen, dass Erfolg nicht nur aus Talent entsteht, sondern vor allem aus Leidenschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen.
Rennrad, Gravel oder MTB – welcher Biketyp passt zu welchem Fahrertyp? Ich liebe Geschwindigkeit, lange Ausfahrten und kurvenreiche Abfahrten – deshalb wird das Rennrad wahrscheinlich immer meine erste Wahl bleiben. Kein anderes Fahrrad vermittelt mir dieses Gefühl von Dynamik und Effizienz. Außerdem lassen sich mit dem Rennrad die längsten Strecken zurücklegen, wodurch man unglaublich viele unterschiedliche Regionen entdecken kann. Trotzdem haben auch Gravelbike und Mountainbike ihren ganz eigenen Reiz. Wer gerne Abenteuer erlebt, neue Wege erkundet und die Natur abseits des Straßenverkehrs genießen möchte, wird wahrscheinlich auf einem Gravelbike oder Mountainbike glücklich. Am Ende gibt es kein „besser“ oder „schlechter“. Jeder Fahrradtyp eröffnet eine eigene Welt und genau das macht den Radsport so vielseitig.
Gibt es einen Radsportler oder eine Radsportlerin, die dich inspiriert, und warum?
Mich inspirieren Sportler im Allgemeinen – vom disziplinierten Hobbysportler bis hin zum Profiathleten. Besonders beeindruckend finde ich Menschen, die sich langfristige Ziele setzen und konsequent daran arbeiten, unabhängig davon, ob sie auf einer großen Bühne stehen oder nicht.
Welche Route in Deutschland fordert dich wirklich heraus und was macht sie so besonders?
Eine einzelne Strecke herauszugreifen, fällt mir schwer. Die größten Herausforderungen sind für mich generell lange Touren mit vielen Höhenmetern. Gerade Strecken mit langen Anstiegen, wechselhaftem Wetter und vielen Stunden im Sattel verlangen einem körperlich und mental einiges ab. Gleichzeitig sind es aber genau diese Tage, die am meisten in Erinnerung bleiben. Oft sind die Touren, vor denen man vorher den größten Respekt hatte, am Ende die schönsten. Sie zeigen einem, was möglich ist, wenn man sich Schritt für Schritt durchbeißt.
Was gibt dir das Radfahren mental, das kein anderer Sport ersetzen kann?
Radfahren gibt mir die Möglichkeit, komplett im Moment zu sein. Sobald ich auf dem Rad sitze, verschwinden viele Gedanken des Alltags automatisch in den Hintergrund. Gerade auf technisch anspruchsvollen Strecken oder bei schnellen Abfahrten muss man sich voll auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Diese Mischung aus körperlicher Belastung, frischer Luft und Fokus wirkt für mich fast wie Meditation in Bewegung. Nach einer langen Ausfahrt komme ich oft nicht nur körperlich erschöpft, sondern auch mental erholt nach Hause. Das ist etwas, das ich in dieser Form bei kaum einer anderen Sportart erlebt habe. Lesen Sie das gesamte Interview online unter: reise-urlaub-abenteuer.info
Weitere Informationen & Einblicke gibt es auf dem
Instagramprofil von Julia @ juliaalinaschlr
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ZUM ALLTAG: RICK ZABEL HEUTE
Rick ist ehemaliger Rennradprofi – heute Influencer, Podcaster & YouTuber. Er gibt Einblicke in sein Leben als Profi im Peloton und erklärt, wie er heute abseits des Rennsports lebt.
Text Jonas Jäger
13 Jahre Profi, die härtesten Rennen der Welt. War das Rad immer deine Leidenschaft oder irgendwann auch Last?
Für mich ist das Rad 97 Prozent Leidenschaft, 3 Prozent Last. Ich war 13 Jahre lang Profi und davon haben mir die ersten zehn bis elf Jahre definitiv Spaß gemacht. In den letzten zwei bis drei Jahren war natürlich auch mal Last dabei. Man muss sich diesen ständigen Trainingsaufwand einmal vorstellen: Man fährt als Radsportprofi 30.000 bis 35.000 Kilometer im Jahr. Über das Jahr hinweg ergeben sich durchschnittlich etwa drei Stunden Training am Tag. Das hört sich für manche vielleicht gar nicht mal nach so viel an: Drei Stunden Sport pro Tag, wenn man nichts anderes zu tun hat. Aber das bedeutet natürlich auch, neben Reisetagen und Ruhetagen, an denen man gar nicht trainiert oder nur eine Stunde, dass viele Tage eben auch aus fünf bis sechs Stunden Training bestehen. Dazu kommt, dass nicht jeder Tag Sonnenschein und tolle Temperaturen bietet, man muss sich zum Beispiel im Winter in Deutschland auch oft dem schlechten Wetter aussetzen. Wie in jedem Job gibt es auch mal Tage, an denen man keine Lust hat. Also, Last war zwar dabei, aber zum Glück wirklich nur relativ wenig, weil ich es geschafft habe, mein Hobby zum Beruf zu machen. Ich habe es geliebt, deswegen war es für mich eine sehr coole Sache.
COVERSTORY
Heute fährst du ohne Leistungsdruck. Was macht Radfahren jetzt für dich aus, was es als Profi nicht gab? Es ist nicht mehr mein Beruf, ich habe keinen Trainingsplan mehr und fahre nur noch aus Lust und Laune. Es gibt auch Tage, an denen ich sage: „Heute fahre ich mal wieder“, und im Verlauf des Tages merke ich, dass ich doch nicht will. Dann lasse ich es auch einfach sein – ganz ohne schlechtes Gewissen. Das ist für mich die größte Errungenschaft: Ich habe es geschafft, früh genug aufzuhören, um mir mein Hobby nicht zu versauen. Ich kenne auch andere Ex-Profis, die nach ihrer Karriere gar kein Rad mehr fahren können. Das ist bei mir zum Glück nicht so – ich hasse es nicht, weil ich es nicht übertrieben habe. Ich habe mir die Leidenschaft und den Spaß am Sport bewahrt. Ich fahre jetzt ohne Leistungsdruck und achte nicht mehr auf die Zahlen.
Was war der Moment in deiner Karriere, den du nie vergessen wirst?
Mein stolzester Moment: Die erste Tour de France 2017, die 21. Etappe mit der Zielankunft in Paris. Im zarten Alter von 23 Jahren zum ersten Mal für die Tour de France nominiert worden zu sein, war ein Riesenerfolg. Dann der Start in Düsseldorf – als Deutscher natürlich besonders cool, wenn die Tour in Deutschland startet. Ich hatte während der Rundfahrt auch ein bisschen Verletzungspech, habe mich aber bis Paris durchgeschleppt. Gerade mit meiner Familiengeschichte war das sehr besonders für mich: Ich war als kleines Kind sechsmal als Plus eins mit meinem Papa auf dem Podium und kenne die Etappe in Paris in- und auswendig. Früher habe ich dort mit meinem Papa mitgefiebert, wenn er versucht hat, die Sprints auf der Champs-Élysées zu gewinnen. Zehn oder zwölf Jahre später rolle ich selbst in diesem Feld dahin und habe es geschafft, die Tour de France zu Ende zu fahren. Das war für mich ein echter FullCircle-Moment: „Vom zuschauenden Kind zum Profi, der jetzt selbst dabei ist und die Tour finisht“. Es war ein unglaublich emotionaler und cooler Tag für mich.
Wenn ich fahre, ist mir völlig egal, was mein Fahrradcomputer anzeigt, ob ich 30, 31 oder 28 km/h fahre. Natürlich kommt manchmal noch der Ex-Profi in mir raus: Man will sich batteln, hat Ziele und möchte etwas erreichen. Ich werde nie wieder nach Trainingsplan trainieren und nie wieder Intervalle schrubben, weil ich es muss. Ich fahre einen Berg nur schnell hoch oder sprinte mit meinen Freunden um ein Ortsschild, weil ich es in dem Moment will. Das ist eine große Befreiung von diesem Zahlendruck: Stunden, Wattwerte, Geschwindigkeit, Durchschnittskm/h– von all dem Bumms habe ich mich befreit.
Hast du einen Geheimtipp für Raddestinationen, sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Fahrer?
Ich bin schon an vielen Orten auf der Welt Rad gefahren und Mallorca ist wirklich schwer zu schlagen. Leider ist es inzwischen sehr überlaufen, doch hat die Insel noch einige Vorteile: Mallorca ist aus Deutschland super easy erreichbar, die Airlines und die Leute vor Ort sind auch darauf eingestellt, Fahrräder mitzunehmen und damit ordentlich umzugehen. Gerade im Frühjahr und im Herbst ist die Insel mit ihren asphaltierten Straßen total auf Radfahrer ausgelegt und eignet sich für jedes Leistungsniveau. Man kann sich richtig viele Höhenmeter reinknallen oder auch einfach flach fahren, was natürlich deutlich entspannter ist. Das Radwegenetz ist super. Ich würde dazu raten, ein bisschen antizyklisch zu reisen, wenn man sich das zeitlich leisten kann – also nicht unbedingt zu den absoluten Stoßzeiten zu fahren. Für mich ist der Herbst auf Mallorca ein echter Geheimtipp, also vor allem Oktober und November.
Da ist das Wetter oft noch richtig schön, aber es ist nicht mehr so viel los, weil die Saison gerade vorbei ist, beziehungsweise abklingt. Dann macht das Radfahren dort besonders Spaß, sowohl für Einsteiger als auch für Profis. Weitere Tipps: Südtirol ist landschaftlich einfach wunderschön mit den Bergen, man muss nur schon ziemlich fit dafür sein. Ansonsten kann man auch in Deutschland sehr schön Radfahren, gerade an der Ostsee oder auch das Sauerland kann ich sehr empfehlen. Dort ist nicht so viel Verkehr. In der Gegend bin ich ja auch groß geworden. Ich glaube schon, dass Deutschland insgesamt ein schönes Land zum Radfahren ist, je nachdem wo man wohnt. Sicherlich auch Bayern und die ganzen Regionen dort.
Mit „Ulle & Rick" habt ihr einen erfolgreichen Podcast gestartet. Was macht aus euch so ein gutes Team? Uns vereint, dass wir beide Radprofis mit unfassbar viel Erfahrung sind, doch wir kommen aus verschiedenen Generationen und haben unterschiedliche Persönlichkeiten. Ulle hat ein goldenes Herz und ist ein liebevoller, cooler Typ. Ich bin immer für jeden Spaß zu haben. Ich glaube, genau diese Kombination macht es am Ende aus. Ulle ist der einzige Deutsche, der jemals die Tour de France gewonnen hat. Dadurch kann er sich gerade bei den großen Rundfahrten natürlich noch einmal anders und stärker in die Favoriten hineinversetzen. Er ist diese Rennen schließlich alle selbst gefahren. Ich hatte auch eine lange Karriere, aber bei der Tour war ich meistens eher im Besenwagen zu finden und nicht im gelben Trikot so wie Ulle. Daher würde ich sagen, dass genau dieser Mix gut funktioniert: Ich war lange dabei, liebe den Sport über alles und bin auch heute noch nah dran. Und wir beide haben einfach gute Connections in jeweils unterschiedliche Richtungen.
Lesen Sie das gesamte Interview online unter: reise-urlaub-abenteuer.info
Ulle & Rick
Rick Zabel und Jan Ullrich
Weitere Informationen & Einblicke: www.rickzabel.de und a uf dem Instagramprofil von Rick @ rickzabel
DAS BESTE MATERIAL FÜR DEIN BIKE IST LÄNGST STANDARD. WARUM NICHT AUCH FÜR DEIN GETRÄNK?
Carbonrahmen, elektronische Schaltung, Aero-Laufräder, Leistungsmessung. Wer Rad fährt, achtet auf jedes Detail.
Das Bike wird optimiert, die Ernährung abgestimmt, das Training analysiert. Viele SportlerInnen investieren täglich in ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Sie achten auf hochwertige Lebensmittel, die richtigen Elektrolyte, ausreichend Proteine und eine optimale Regeneration. Sie beschäftigen sich bewusst mit allem, was in ihren Körper gelangt.
Doch bei einem Detail machen viele noch immer einen Kompromiss: der Trinkflasche. Dabei ist sie das einzige Produkt an deinem Bike, dessen Inhalt direkt in deinem Körper landet. Während sich das Bewusstsein für Ernährung, Gesundheit und Mikroplastik in den letzten Jahren stark verändert hat, trinken viele Sportler noch immer aus Kunststoffflaschen.
Für immer mehr Menschen passt das nicht mehr zusammen. Wer bei seinem Bike auf modernste Materialien setzt, stellt sich irgendwann auch die Frage: Warum eigentlich nicht bei der Trinkflasche? Genau aus diesem Gedanken heraus entstand KEEGOdie erste quetschbare Metallflasche.
Die Sportflasche verbindet die Funktionalität einer klassischen Fahrradflasche mit den Vorteilen von Titan. Das Getränk kommt ausschließlich mit einer dünnen Ttanschicht in Kontakt – einem Material, das seit Jahrzehnten in der Medizintechnik, Luftfahrt und anderen High-Performance-Bereichen eingesetzt wird.
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WARUM MOUNTAINBIKEN MEHR IST ALS NUR SPORT
Im Interview spricht Nico Reuter über den Boom des Mountainbikens, nachhaltige Trailkonzepte und die besondere Verbindung zwischen Sport und Natur.
Text Jonas Jäger
Nico, du bist Bikepark-Experte, Jäger und Naturschützer in einem. Wie passt das zusammen? Für mich passt das sogar sehr gut zusammen, weil alle drei Bereiche auf derselben Grundlage basieren: meiner tiefen Naturverbundenheit. Genau deshalb bin ich Outdoorsportler geworden. Mountainbiken, Klettern oder Wandern haben mich immer fasziniert, weil sie draußen stattfinden und Menschen wieder mit ihrer Umwelt verbinden. Gerade in einer zunehmend digitalen Welt halte ich Outdoorsport für enorm wichtig. Nur was man schätzt, ist man auch bereit zu schützen. Wer regelmäßig Zeit in der Natur verbringt, entwickelt automatisch ein anderes Bewusstsein für Landschaft, Tiere und Ökosysteme. Aus dieser Leidenschaft heraus habe ich Umweltwissenschaften studiert und mich als Ingenieur stark auf Umwelt- und Naturschutzthemen spezialisiert. Dieses Wissen fließt heute direkt in meine Arbeit mit EcoParc Concepts ein, wo wir nachhaltige Outdoorsport- und Tourismuskonzepte entwickeln. Mein Bekenntnis zur Jagd sorgt auf meinen Social Media Kanälen oft für Diskussionen, gehört für mich aber konsequent dazu. Durch die Ausbildung und den Alltag im Revier habe ich gelernt, Natur nicht nur als Kulisse für Sport zu sehen, sondern als komplexes System, für das man Verantwortung übernimmt. Als Jagdpächter und staatlich ernannter Wolfsbeauftragter beschäftige ich mich täglich mit Themen wie Wildtiermanagement, Artenschutz und Nutzungskonflikten. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven helfen mir heute enorm bei der Planung von Trails, Bikeparks und touristischen Projekten. Ich kann mich sowohl in Naturschutz, Jagd, Tourismus als auch in die Mountainbike-Community hineinversetzen und dadurch Lösungen entwickeln, die langfristig funktionieren.
erfüllt genau diese Bedürfnisse. Gleichzeitig generieren attraktive Bike-Angebote für Regionen eine hohe touristische Wertschöpfung – besonders in Mittelgebirgen mit langen Sommersaisons. Ich glaube deshalb, dass Mountainbiken in den kommenden Jahren noch stärker eine Schlüsselrolle im naturnahen Tourismus einnehmen wird. Vor allem deutsche Mittelgebirge haben hier enormes Potenzial.
Welche Region in Deutschland hat aus deiner Sicht das größte unentdeckte Potenzial als MountainbikeDestination?
Grundsätzlich eignen sich viele deutsche Mittelgebirge hervorragend für Mountainbike-Tourismus.
“DIE NATUR RESPEKTIEREN, SPAß HABEN UND NIEMALS OHNE HELM FAHREN.“
Genau darin liegt heute die große Herausforderung moderner Trail- und Bikeparkentwicklung. Aus meiner Sicht braucht es künftig deutlich mehr legale und nachhaltig geplante Angebote. Gute Infrastruktur schützt am Ende oft mehr Natur, weil Besucherströme gezielt gelenkt werden können. Ich könnte mir vorstellen hier in Zukunft auch unsere touristischen Planungen mit wildökologischen Raumplanungen zusammen zu denken. Beide Themen sind sehr wichtig und müssten miteinander gedacht werden.
Ob Einsteiger oder erfahrener Rider: Was sind die drei wichtigsten Dinge, die jeder Mountainbiker wissen sollte, bevor er auf den Trail geht?
Die Natur respektieren, Spaß haben und niemals ohne Helm fahren.
Wie unterscheidet sich für dich das Fahrerlebnis zwischen E-Mountainbike und klassischem Mountainbike?
Mountainbiking soll laut dir bald Wandern und Wintersport als beliebteste Outdooraktivität ablösen. Was treibt diesen Boom gerade so stark an? Der Wandel im Tourismus ist längst spürbar. Viele Wintersportregionen stehen durch den Klimawandel unter enormem Druck. Beschneiung wird immer aufwendiger und teurer, während gleichzeitig der Wunsch nach naturnahen und nachhaltigen Freizeitangeboten wächst. Mountainbiken profitiert genau von diesem gesellschaftlichen Wandel. Moderne Bikes werden immer zugänglicher, der Trailbau hat sich professionalisiert und das E-Mountainbike ermöglicht inzwischen Menschen aller Altersgruppen einen einfachen Zugang zum Sport. Hinzu kommt, dass viele Menschen heute bewusster reisen und Erlebnisse suchen, die Natur, Bewegung und Gesundheit verbinden. Mountainbiken
Besonders großes Potenzial sehe ich aber im Pfälzerwald – vor allem in Kombination mit den angrenzenden Vogesen. Die Region bietet alles, was moderne MountainbikeDestinationen brauchen: abwechslungsreiche Topografie, beeindruckende Natur, lange Saisonzeiten und eine einzigartige Hütten- und Genusskultur. Gerade dort steckt enormes Potenzial in der Professionalisierung bestehender Angebote und in nachhaltigen Trailkonzepten. Viele Regionen unterschätzen noch immer, welche Chancen naturnaher Fahrradtourismus für ländliche Räume bieten kann. Auch in meiner saarländischen Heimat , dem Saarland und dem Nordpfälzer Bergland, arbeiten wir bereits mit einzelnen Gemeinden an ersten Projekten. Wenn dort bald erfolgreiche Pilotprojekte entstehen, werden viele weitere Regionen nachziehen.
Wie schafft man es, Bikeparks und Trails so zu planen, dass Natur und Sport wirklich in Einklang bleiben? Zunächst muss man akzeptieren, dass jeder Trail und jeder Bikepark immer auch ein Eingriff in die Natur ist. Genau deshalb braucht es von Anfang an viel Fachwissen, Verantwortung und eine intelligente Planung. Entscheidend ist vor allem die richtige Standortwahl. Naturschutz, Eigentumsverhältnisse, Forstwirtschaft, Jagd, Tourismus und die Bedürfnisse der Mountainbike-Community müssen gemeinsam gedacht werden. Wenn man sensible Bereiche meidet und Projekte professionell plant, lassen sich Natur und Sport sehr gut miteinander verbinden.
Das E-Mountainbike hat den Sport massiv verändert. Für viele Fahrer bedeutet es vor allem mehr Abfahrten in kürzerer Zeit und damit mehr Fahrspaß. Gleichzeitig macht die Technik den Sport deutlich breiter zugänglich. Menschen unterschiedlichster Fitnesslevel oder auch ältere Fahrer können heute Trails erleben, die früher kaum erreichbar gewesen wären. Das klassische Mountainbike bleibt natürlich sportlicher und fordernder. Wer dauerhaft nur im Turbomodus fährt, verliert schnell Fitness. Trotzdem wird das E-MTB die Zukunft des Sports stark prägen, weil die Technik immer besser, leichter und verspielter wird.
Was war dein bisher unvergesslichstes Erlebnis auf dem Bike und warum hat es dich so geprägt?
Die schönsten Momente auf dem Bike erlebe ich gemeinsam mit meinem Traildog und Jagdhund - der österreichischen Brandlbracke Braco. Diese Verbindung zwischen Mensch, Tier, Bewegung und Natur ist für mich etwas ganz Besonderes. Dabei spielt es oft gar keine Rolle, wo wir unterwegs sind, Entscheidend ist dieses Gefühl von Freiheit und absoluter Präsenz im Moment. Genau das macht Mountainbiken für mich bis heute so faszinierend. Und für Braco offensichtlich auch...
Weitere Informationen: www.ecoparc-concepts.de Instagramprofil von Nico Reuter @nicotherider
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Tourismus
DIE BERGSTRASSE: PARADIES FÜR RADLER
Burgen und Schlösser, romantische Parks und Gärten, lebendige Kulturlandschaft und lebensfrohe Weinregion: die malerische Bergstraße zwischen Heidelberg und Darmstadt lädt ganzjährig zum Radfahren ein. Ob als Naturerlebnis oder Sightseeing, ob als Solist oder in der Gruppe – ob gemütlich oder sportlich: auf dem Sattel lässt sich die Region mit ihrem milden Klima besonders schön erleben. Hier finden Radler eine reiche Auswahl an Strecken und Kombinationsmöglichkeiten für jeden Anspruch.
Zwei große Radwege verbinden die Bergstraße auf ihrer Nord-Süd-Achse. Die klassische Route führt über 84,5 Kilometer befestigte Wege durch sehenswerte Altstädte und vorbei an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, die sich gleich einer regionaltypischen Perlenschnur dicht aneinanderreihen. An vielen Punkten lohnt sich eine kulinarische Pause oder eine Stadtbesichtigung. Radfahrern bietet sich maximale Flexibilität bei der Routenplanung und viel Spielraum für individuelle Trips in die Umgebung.
Denn die Region ist ein idealer Ausgangspunkt, um das verzahnte Streckennetz im UNESCO-Geo-Naturpark Berg-
FUN FACTS!
30-MAL WENIGER ENERGIE
Ein Fahrrad benötigt 30-mal weniger Energie als ein Auto, um eine Person von A nach B zu bringen.
CICLOVÍA: ÜBER
1,5 MILLIONEN RADFAHRER
In Bogotá, Kolumbien, werden jeden Sonntag über 120 Kilometer Stadtstraßen für Autos gesperrt – die sogenannte Ciclovía zieht wöchentlich über 1,5 Millionen Radfahrer an.
16 BIG MACS
straße-Odenwald zu erkunden. Das nahe Ried bis zum Lampertheimer Altrhein ins drittgrößte hessische Naturschutzgebiet Biedensand ist durch die Rheinschleife direkt angebunden und lädt mit seinen Wasserflächen, Auenwäldern und Streuobstwiesen. Die Rheinschleife eine ideale Ergänzung zu den Hauptradwegen. Für sportlich orientierte Radfahrer sind Berge und Täler des angrenzenden Odenwaldes eine Herausforderung.
Als „grüne“ Variante lockt die Route „Bergstraße naturnah“ in nahezu gleicher Gesamtlänge auf die Feld- und Waldwege etwas abseits der Hauptverkehrsadern. Hier geht es vorbei an Seen und Bächen, Wiesen und Obstgärten zu idyllisch gelegenen Rastplätzen, die zu einem genussvollen Picknick vor dem charakteristischen Bergstrassen-Panorama mit seiner sanften Hügellandschaft einladen. Alle Touren lassen sich in überschaubare Etappen gliedern und sind daher auch für gemütliche Radfahrer und Familien sehr gut geeignet. Durch die gut markierten Hauptrouten mit dem Bergstraßen-Symbol ist die Orientierung ein Kinderspiel. Für einen perfekten Aktivurlaub an der Bergstraße.
Weitere Infos: Tourismus Service Bergstraße e.V. info@diebergstrasse.de | www.diebergstrasse.de
1,6 MILLIARDEN FAHRRÄDER
Die Tour de France-Fahrer verbrennen pro Etappe bis zu 8.000 Kalorien – das entspricht etwa 16 Big Macs.
Mehr Komfort und Sicherheit auf dem Fahrrad? Wie wäre es mit Blinkern? Mit Blinken statt Winken? Seit Mitte 2024 dürfen auch an Fahrrädern Blinker betrieben werden. Wer als Umsteiger den Komfort aus dem PKW vermisst, kann nachrüsten. Dabei ersetzen Blinker das Handzeichen vollständig.
Das velorian Blinkerset bietet verschiedene BlinkerModelle, Blinker-Halterungen aus Aluminium oder Edelstahl, kann mit der e-Bike Batterie verbunden oder mit einem separaten Akku betrieben werden. Die große Stärke des velorian Blinkersets besteht in seiner Flexibilität. Wir bieten verschiedene MontageOptionen, um eine einfache Montage an
Weltweit gibt es ca. 1,6 Milliarden Fahrräder –mehr als doppelt so viele wie Autos.
FAHRRAD- AUTOBAHNEN & PARKHÄUSER
In Japan gibt es eigene Fahrrad-Autobahnen und mehrstöckige automatisierte Fahrradparkhäuser unter der Erde.
BRUTTO GLÜCKSPRODUKT
Bhutan, bekannt für sein Bruttoglücksprodukt, fördert Radfahren als offizielle Staatspolitik für Wohlbefinden und Nachhaltigkeit.
DAS LÄNGSTES FAHRRAD DER WELT?
Das längste Fahrrad der Welt ist 35,79 Meter lang und wurde in den Niederlanden gebaut.
für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Fahrrad, Liegerad, Lastenrad oder Dreirad zu ermöglichen. Ebenso können Anhänger mit Blinkern ausgerüstet werden.
Im velorian Onlineshop sind neben den e-Bike Angeboten vorkonfigurierte Blinkersets für gängige Liegerad-Modelle von Hase, HP Velotechnik oder ICE sowie Lastenrad-Modelle von Urban Arrow oder Riese&Müller zusammengestellt.
Wer ist velorian? velorian ist der Spezialist für Blinkersysteme für Fahrräder aller Art. Gegründet 2019 in Berlin entwickelt und vertreibt die velorian GmbH Fahrrad-Blinkersysteme
mit variablen Bedienkonzepten und verschiedenen Blinker-Modellen zur nachträglichen Installation oder zur Integration in die gesamte Lichtanlage. velorian steht dabei für Qualität, Innovation, Wertigkeit und Haltbarkeit.
Im September 2026 startet eine Finanzierungskampagne auf Kickstarter, mit der die Markteinführung für das lange getestete neue velorian Bio Bike Blinkerset ermöglicht werden soll.
Text Thomas Tritsch
SATTEL, STRECKE, SEHNSUCHT:
WARUM RADREISEN GLÜCKLICH MACHEN
Fahrradreisen boomen wie nie, und das aus gutem Grund. Ob gemütliche Flussroute mit der Familie, aufregendes Alpen-Abenteuer oder entspannter Genussradler-Urlaub: Das Rad macht jeden zum Entdecker.
Auf dem Fahrrad reist man anders. Kein Fenster zwischen einem und der Welt, kein Motorenlärm, einfach mittendrin. Man riecht den Raps auf den Feldern, hört den Fluss schon bevor man ihn sieht, und kommt in Dörfern an, die auf keiner Tourismusbroschüre stehen. Radreisen bieten das, was andere Urlaubsformen selten können: echte Entschleunigung ohne Stillstand.
Über 20 Millionen Radreisen werden jährlich in Deutschland unternommen, der Markt wächst kontinuierlich. Das Fahrrad verbindet Bewegung, Naturerlebnis und Freiheitsgefühl auf eine Art, die kein anderes Verkehrsmittel bietet. Und das E-Bike hat noch einmal einen völlig neuen Reisenden erschlossen. Menschen, die früher gezögert hätten, fahren heute entspannt Strecken, die sie sich nie zugetraut hätten. Gegenwind? Kein Problem. Hügel? Kaum spürbar.
Deutschland und Europa: Routen für jeden Geschmack
Deutschland ist Radreiseland. Wer sanfte Hügel, Kulturlandschaften und charmante Kleinstädte sucht, wird in den Flussregionen und Mittelgebirgslagen des Landes fündig. Wer lieber durch weite Parklandschaften und entlang naturbelassener Gewässer radelt, findet im norddeutschen Tiefland ideale Bedingungen für mehrtägige
Touren. Viele der schönsten Flussrouten des Landes sind flach, landschaftlich abwechslungsreich und ideal für Familien. Wer Europa erkunden möchte, sollte einen Blick auf das EuroVelo-Netz werfen: 17 Routen durchziehen den Kontinent, von der Atlantikküste bis ins Baltikum. Deutschland ist Schnittstelle von neun dieser Routen.
Geheimtipp: Nordamerika auf zwei Rädern Das Rad ermöglicht es, den eigenen Horizont zu erweitern, und das buchstäblich bis über den Atlantik. Kanada zählt zu den aufregendsten Radreisezielen weltweit: dichte Radwegnetze führen durch Ahornwälder, entlang gewaltiger Flussläufe und durch kulturell einzigartige Regionen, die sich von denen in Europa in Dichte und Charakter abheben. Eine Destination für alle, die von Fernweh und Fahrlust gleichermaßen angetrieben werden.
Gut geplant ist halb gefahren Moderne Routen-Apps mit Höhenprofilen, Oberflächeninfos und Offline-Karten machen die Tourenplanung heute zum Kinderspiel. Wer Gepäck loswerden möchte, bucht einen Gepäcktransportservice und fährt mit leichtem Rucksack von Unterkunft zu Unterkunft. Das Fazit ist simpel: Wer einmal eine Radreise gemacht hat, bucht die nächste noch auf dem Heimweg.
Warum Quebec zu den spannendsten Radreisezielen Nordamerikas zählt
Radreisen liegen im Trend und das nicht nur in Deutschland. Kein Wunder: Wer a uf zwei Rädern unterwegs ist, erlebt Landschaften intensiver, reist entschleunigt und bleibt gleichzeitig aktiv. Ob entspannte Genussroute, sportliche Rennradetappe, Gravel-Abenteuer oder anspruchsvoller Mountainbike-Trail, ein Radurlaub ist so vielseitig wie die Reisenden selbst. Die ostkanadische Provinz Quebec zählt zu den spannendsten Radreisezielen Nordamerikas. Über 12.000 Kilometer Radwege erschließen eine Provinz voller Kontraste – von weiten Flusslandschaften bis zu dichten Wäldern und charmanten Städten. Die sogenannte „Route verte“ ist ein weit verzweigtes Radwegenetz, das zu den größten und bekanntesten seiner Art weltweit zählt. Dabei durchquert sie etwa 18 touristische Regionen und verläuft durch mehrere hundert Gemeinden, wodurch ein dichtes Netz an Möglichkeiten für Radreisende entsteht.
Laurentides
Naturidylle auf dem „P’tit Train du Nord“
Nördlich von Montréal erstrecken sich die Laurentides, die sich hervorragend für Radreisen eignen. Herzstück ist der berühmte „P’tit Train du Nord“, eine der bekanntesten Radstrecken der Provinz. Auf der ehemaligen Bahntrasse führt sie durch dichte Wälder, vorbei an glasklaren Seen und durch kleine Orte mit typisch französischem Flair.
Steigungen, gut ausgebaute Wege und zahlreiche Einstiegsstellen machen die Route sowohl für Genussradler als auch für sportlich Ambitionierte attraktiv.
Unterwegs laden Cafés, regionale Restaurants und handwerkliche Produzenten, unter anderem in den ehemaligen Bahnhofsgebäuden, zu Stopps ein.
Die Kombination aus Naturidylle und kulinarischen Entdeckungen macht die Laurentides besonders vielseitig. Wer mag, erweitert seine Tour um Wanderungen oder Wassersport – die Region ist ein echtes Outdoor-Paradies und ideal für alle, die Bewegung und Erholung verbinden möchten.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Münsterland e.V. entstanden.
SCHLÖSSER, BURGEN UND MEHR
Willkommen in der Radregion Münsterland, einer der beliebtesten Fahrradregionen Deutschlands. Hier verbinden sich hervorragend ausgebaute Radwege, weite Kulturlandschaften und geschichtsträchtige Orte zu einem einzigartigen Reiseerlebnis. Auf einem dichten Wegenetz entdecken Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer DAS GUTE LEBEN in einer der schönsten Parklandschaften Europas. Die weitgehend ebene Topografie macht das Münsterland dabei zu einem besonders komfortablen und genussvollen Ziel. Wer das Münsterland mit dem Rad erkundet, erlebt herzliche Gastfreundschaft, regionale Spezialitäten und bewegte Geschichte. Zu den bekanntesten Radrouten der Region zählt die 100-Schlösser-Route. Auf rund 960 Kilometern führt sie über gut ausgebaute Wege, durch grüne Alleen, Wälder, Wiesen und reizvolle Orte. Entlang der Strecke warten mehr als 100 historische Bauwerke – darunter Burgen, barocke Schlossanlagen und gepflegte Herrensitze. Vier Rundkurse ermöglichen eine flexible Tourenplanung. Damit eignet sich die 100-Schlösser-Route sowohl für Tagesausflüge als auch für mehrtägige Radreisen. Ob mit dem Tourenrad oder E-Bike: Die Route vereint kulturelle Höhepunkte mit naturnaher Erholung. Radfreundliche Unterkünfte und gastronomische Angebote sorgen für einen komfortablen Aufenthalt im Münsterland.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.muensterland.com/radregion
Southern Quebec
Ein ideales Reiseziel für Gravel-Radfahren, Radtourismus und Erholung
In der Nähe von Montréal und des majestätischen Sankt-Lorenz-Stroms, unweit von Ontario und den Vereinigten Staaten, bieten drei benachbarte Regionen eine Vielzahl von Attraktionen für Liebhaber von Rad fahren, Gravel- und Mountainbiking. Weite Felder, sanfte Hügel und eine tief verwurzelte gastronomische Kultur prägen die Landschaft.
Die Route Verte bildet auch hier das Herzstück der Region. Für die meisten offiziellen Radwege eignet sich das Tourenrad oder Gravelbike besonders gut, da die Strecken zwischen asphaltierten Abschnitten und Wegen aus festem Sand wechseln. Besonders reizvoll sind die zahlreichen Themenrouten, die Outdoor-Erlebnisse mit Gastronomie verbinden. Einige bieten sogar Pauschalangebote an, wie beispielsweise die „Véloroute Gourmande“. Diese Touren führen die Besucher zu Obstgärten, Käsereien und CranberryFarmen, wo man die regionalen Spezialitäten direkt beim Erzeuger probieren kann.
Ob man nun die bewaldeten Laurentides oder die abwechslungsreichen Landschaften des südlichen Quebecs durchquert – Radfahren in der ostkanadischen Provinz Quebec steht für Vielfalt, Weite und das Eintauchen in die Natur.Die beste Reisezeit erstreckt sich von Juni bis Mitte Oktober. Die beste Reisezeit erstreckt sich von Juni bis Mitte Oktober. Ab Ende September bieten die leuchtenden Herbstfarben des Indian Summers eine besonders spektakuläre Kulisse.
Text Cornelius Glunz und Antonia Steinbrück
FAHRRAD IST LEBENSGEFÜHL IN BREMEN
Bremen ist Radurlaub mit vielen Gesichtern: mal entspannt entlang der Weser, mal kulturell durch historische Quartiere, mal sportlich auf Gravel-Strecken oder mitten hinein in die lebendige Fahrradszene der Stadt. Gerade diese Kombination macht den besonderen Reiz aus: kurze Wege, viel Kultur, Nähe zur Natur und eine lebendige Fahrradkultur.
Zwischen Radfernweg, Gravel-Abenteuer und Rennen für alle Bremen ist Radurlaub mit vielen Gesichtern: mal entspannt entlang der Weser, mal kulturell durch historische Quartiere, mal sportlich auf Gravel-Strecken oder mitten hinein in die lebendige Fahrradszene der Stadt. Gerade diese Kombination macht den besonderen Reiz aus: kurze Wege, viel Kultur, Nähe zur Natur und eine lebendige Fahrradkultur. Zwischen Radfernweg, Gravel-Abenteuer und Rennen für alle Wer Bremen besucht, merkt schnell: Das Fahrrad ist hier weit mehr als ein Verkehrsmittel. In der Stadt der kurzen Wege gehört das Radfahren zum Alltag, zur Freizeit und zur Identität der Menschen. Bremen versteht sich als Fahrradstadt – und bietet beste Voraussetzungen für alle, die auf zwei Rädern unterwegs sein möchten.
Idealer Ausgangspunkt für Radreisen Bremen ist nicht nur Fahrradstadt, sondern auch ein attraktiver Ausgangspunkt für Radreisen. Die Hansestadt liegt direkt am Weser-Radweg, einem der beliebtesten Radfernwege Deutschlands. Darüber hinaus kreuzen weitere überregionale Routen wie der TeufelsmoorWattenmeer-Radweg, die D-Route 7 (EuroVelo 3/Pilgerroute) oder der Mönchsweg die Region und machen Bremen zu einem wichtigen Knotenpunkt für Radreisende. Besonders reizvoll: Über den Weser-Radweg lassen sich Bremen und Bremerhaven auf rund 80 Kilometer miteinander verbinden – ein ganzes Bundesland auf zwei Rädern.
Themenrouten mit Geschichte und Charakter Wer Bremen intensiv erleben möchte, findet zahlreiche ausgeschilderte Tagestouren und Themenrouten. Die kostenlosen BIKE IT! Radtouren führen durch urbane Quartiere, entlang der Weser, ins grüne Blockland oder zu kulturellen Highlights der Region.
Mitfahren statt nur Zuschauen Bremen bietet nicht nur entspannte Touren, sondern auch sportliche Herausforderungen. Mit dem GFNY Bremen wird die Hansestadt zur Bühne für internationales Jedermann-Racing. Wer es weniger auf Bestzeiten als auf Abenteuer anlegt, findet mit dem BREMEN 555 ein außergewöhnliches Bikepacking-Event, das nach seiner erfolgreichen Premiere bereits zum zweiten Mal stattfindet und das Lebensgefühl des Gravel-Bikens perfekt widerspiegelt.
Fahrradkultur zum Mitmachen
In Bremen wird Radfahren nicht nur gefahren, sondern gefeiert. Über das ganze Jahr hinweg laden Veranstaltungen dazu ein, die vielfältige Fahrradkultur der Stadt selbst zu erleben. Vom familienfreundlichen BIKE IT! Festival bis hin zum Cargo Bike Race, dem wohl ungewöhnlichsten Radrennen der Stadt treten Lastenräder in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Hier stehen nicht Bestzeiten im Vordergrund, sondern Kreativität, Gemeinschaft und derSpaß am Fahrradfahren.