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Tierwohl

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.life-und-style.info

Haltung & Pflege mit Respekt TIERWOHL

Drinnen & Draußen

Influencerinnen Jenny (@coffeebunsdiary) und Maria (@gepunktet) über die Einrichtung eines artgerechten Heims und unvergessliche Outdoorabenteuer für Mensch und Tier. 04 – 05

Prävention & Schutz

Wie man gesundheitliche Probleme erkennt und vorbeugt – von Ernährung und Pflege bis hin zur Frage der Kastration. 06 – 07

coverstory 08 - 10

“TIERWOHL IST FÜR UNS NICHTS THEORETISCHES.“

und Nino erzählen von ihrem HofAlltag und wie wichtig artgerechte Haltung und Artenschutz für sie sind.

Sifkovits

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT

DIESER AUSGABE MÄRZ 2026

KATHARINA DENOCKE

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren beginnt bei uns Menschen –jedes Tier verdient Schutz und Respekt. Mit dieser Kampagne möchten wir genau dafür sensibilisieren.

Unser Team

& ihre Fellnasen

Katharina Denocke (Project Manager), Natascha Wesiak (Business Development Manager), Henriette Schröder (Managing Director), Philipp Colaço (Director Business Development), Lea Hartmann (Head of Design & Illustrationen im Heft), Cover: Cheyenne & Nino © Chianina Hof | Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekenn-zeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprach-formen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

VORSORGE BEGINNT BEIM TIER ZUM WOHL VON UNS ALLEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Vorsorge beginnt beim Tier – und damit bei uns allen. Tierwohl ist nicht nur eine ethische Verpflichtung gegenüber unseren Haustieren und Nutztieren, sondern eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und eine intakte Umwelt. Wer Prävention ernst nimmt, muss daher Tiere konsequent mitdenken.

Arzneimittelzulassung oder Antibiotikaeinsatz würden Schutzlücken schaffen – mit negativen Folgen für Tier, Mensch und Umwelt. In Deutschland geben deshalb Institutionen wie die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) klare Leitlinien vor. Auf europäischer Ebene sorgt das neue Tierarzneimittelrecht für harmonisierte Regeln.

Gerade bei Haus- und Heimtieren ist Vorsorge von entscheidender Bedeutung. Pferde, Hunde, Katzen und andere Heimtiere sind Familienmitglieder, Seelentröster und Begleiter – gleichzeitig können sie krank werden wie wir Menschen. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine ausgewogene Ernährung, Parasitenprophylaxe gehören deshalb zur verantwortungsvollen Haltung dazu.

Vor allem Schutzimpfungen zählen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen überhaupt: Sie verhindern schwerwiegende Erkrankungen wie Tollwut, Staupe, Parvovirose oder Katzenschnupfen und schützen nicht nur das einzelne Tier, sondern auch andere Tiere und letztlich den Menschen. Impfstrategien spielen hierbei eine Schlüsselrolle: Sie reduzieren Krankheitslast, mindern den Antibiotikaeinsatz und beugen Zoonosen vor, also Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. Neben klassischen Impfstoffen zur aktiven und passiven Immunisierung eröffnen moderne Ansätze wie RNA-Impfstoffe neue Möglichkeiten, weil sie sich schnell an veränderte Erreger anpassen lassen – ein entscheidender Vorteil in Zeiten von Globalisierung und Klimawandel.

Mehr dazu:

BPI-Themendienst Tierarzneimittel

Ergänzend gewinnen Tierkrankenversicherungen an Bedeutung, weil sie eine hochwertige medizinische Versorgung nicht an finanziellen Hürden scheitern lassen. Damit Vorsorge wirksam ist, braucht es einheitliche Rahmenbedingungen. Unterschiedliche Standards bei Impfempfehlungen,

TIERSCHUTZVEREIN & TIERHEIM BERLIN:

Sie huschen durch Hinterhöfe, leben unter Autos, in Lauben oder auf Industrieruinen. Rund 10.000 Straßenkatzen gibt es in Berlin. Sie sind keine Wildkatzen. Sie stammen von unkastrierten Freigängern ab. Ihr Leben ist geprägt von Hunger, Krankheiten und ständiger Angst. Tausende Katzenbabys sterben jedes Jahr, bevor sie sechs Monate alt werden. Geboren im Verborgenen, ohne medizinische Versorgung, oft geschwächt und unterernährt. Dieses Leid ist kein Naturgesetz. Es ist menschengemacht. Und es ist vermeidbar.

Der Tierschutzverein für Berlin übernimmt in der Hauptstadt Verantwortung für diese Tiere. Als Träger des größten Tierheims Europas, dem Tierheim Berlin, werden dort rund 1.300 Tiere versorgt. Doch der Einsatz endet nicht am Tierheimgelände. Gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen kümmert sich der Verein auch um die Straßenkatzen der Stadt. Mehr als 1.300 Kastrationen im Jahr, rund 90.000 Dosen Futter und unzählige gerettete Kitten zeigen, wie groß die Aufgabe ist. Bei Fixkosten von rund 13 Millionen Euro jährlich ist diese Hilfe nur mit Spenden dauerhaft zu sichern.

STOPPEN WIR DAS TIERLEID. IHRE SPENDE RETTET LEBEN. Spendenkonto Empfänger: Tierschutz Berlin

“TIERWOHL IST EINE ETHISCHE VERPFLICHTUNG GEGENÜBER UNSEREN HAUSTIEREN UND NUTZTIEREN UND EINE ZENTRALE VORAUSSETZUNG FÜR GESUNDHEIT, LEBENSMITTELSICHERHEIT UND EINE INTAKTE UMWELT.“

Prof. Dr. Jens Peters Geschäftsführer BPIvet beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

Da Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt untrennbar miteinander verbunden sind, bedeutet das auch für uns als Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und BPIvet –der Interessensvertretung der Tierarzneimittelbranche, Tierarzneimittel nicht isoliert zu betrachten. Wir leiten unser Handeln dabei vom One-Health-Ansatz ab und nehmen den gesamten Lebenszyklus von Tierarzneimitteln in den Blick –von der Forschung über die Zulassung bis hin zu Umweltverträglichkeit und Pharmakovigilanz. Die rund 60 pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland, die auf Tiere spezialisiert sind, sorgen dafür, dass geeignete, oft in vielen Jahren erforschte Produkte auf den Markt kommen. Vorsorge ist daher gelebtes Tierwohl – und zugleich ein Gewinn für uns alle.

Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.bpivet.bpi.de

Text Prof. Dr. Jens Peters
hC/IPB:otoF
Natascha Wesiak (Business Development Manager) mit ihrer Katze "Pazuzu"
Alejandro Villarreal (Finance Manager) mit seinem Hund "Hachiko"
Immacolata Cirillo (Project Manager) mit ihren Katzen "Amira" und "Luna"
Antonia Dupke (Business Development Manager) mit ihrem Kaninchen "Louie"
Alina Lehmann (Digital Campaign Manager) mit ihrer Katze "Miyu"
Nathalie Firch (Project Manager) mit ihrer Katze "Mia"
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Wer alles gibt, verdient alles zurück

Ein Hund entscheidet sich jeden Tag neu für seinen Menschen. Nicht weil er muss, sondern weil seine Liebe unerschütterlich ist. Wer einmal verstanden hat, was das bedeutet, wünscht sich für sein Tier einen genauso unerschütterlichen Schutz.

Wenn ein Hund erkrankt oder sich verletzt, zählt nur eines: dass er die bestmögliche medizinische Hilfe bekommt. Tierärztliche Leistungen können jedoch hohe Kosten verursachen. Niemand sollte im Ernstfall abwägen müssen, was er sich leisten kann. Mit ihrer neuen Hundekranken- und Hunde-OP-Versicherung setzt die Uelzener an diesem Punkt an.

Ein Tarif – alles drin

Für die Hunde-OP- und die Hundekrankenversicherung der Uelzener gibt es jeweils nur noch einen Tarif. Dadurch entsteht eine übersichtliche Struktur, die konsequent auf das ausgerichtet ist, was Hund und Mensch wirklich brauchen: Transparenz und Sicherheit. Bei beiden Produkten sind alle Operationen bzw. alle Erkrankungen versicherbar. Erstattet werden bis zu 100 Prozent der Tierarztkosten unabhängig vom Satz der Gebührenordnung für Tierärzte. So kann dem Vierbeiner die optimale Behandlung zuteilwerden.

Die Hunde-OP-Versicherung übernimmt die Kosten für chirurgische Eingriffe. Darin eingeschlossen sind drei Tage Vor- und 42 Tage Nachbehandlung. Die Hundekrankenversicherung umfasst zusätzlich stationäre und ambulante Heilbehandlungen. Vor- und Nachbehandlungen sind dabei im Fall einer OP zeitlich unbegrenzt abgedeckt.

Mehr Leistung, mehr Schutz

Die Uelzener bietet mit ihren neuen Hundeprodukten noch stärkeren Schutz. Vergiftungen durch Giftköder sind von der Diagnostik bis zur Operation vollständig abgedeckt. Muss eine Reise abgebrochen oder storniert werden, weil der Hund eine Operation braucht, übernimmt die Uelzener bis zu 1.000 Euro der Abbruchsoder Rücktrittskosten. Auch Suchkosten bei Verlust oder Diebstahl des Hundes werden bis zu 1.000 Euro übernommen.

Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch alternative und innovative Behandlungsmethoden – darunter Physiotherapie, Homöopathie und Goldakupunktur. Hilfsmittel und Orthesen werden bis zu 1.000 Euro erstattet.

Neu: Mehrhunde-OP- und Züchtertarif

Wer mehrere Hunde hält, kann diese über einen einzigen Vertrag absichern und sich vor hohen OP-Kosten schützen. Beim Mehrhundetarif gilt für alle Hunde eine gemeinsame Erstattungssumme und Selbstbeteiligung. Dadurch ergeben sich für Halter vorteilhafte Beiträge. Neben dem Eingriff sind ein Tag Vor- und 14 Tage Nachbehandlung inbegriffen.

Züchter profitieren von einem Züchtertarif mit zusätzlichen Leistungen: Welpen der versicherten Zuchthündin sind ab dem 31. Lebenstag bis zur 16. Woche mitversichert. Trächtigkeitsuntersuchungen und konventionelle Geburtshilfe werden jeweils mit bis zu 200 Euro pro Versicherungsjahr bezuschusst.

Individuell anpassbar

Die Hunde-OP- und die Hundekrankenversicherung der Uelzener lassen sich über eine wählbare Erstattungssumme und Selbstbeteiligung auf den eigenen Bedarf zuschneiden. Wer möchte, kann auch eine Absicherung ohne Jahreslimit und Eigenanteil wählen. Ergänzend stehen ein Sterbegeld- und Vorsorge-Baustein zur Verfügung – für unerschütterlichen Schutz in jeder Lebenssituation.

Hund & Katze:

WIE DIE BALANCE ZWISCHEN ALLTAG UND OUTDOOR-ABENTEUERN GELINGT

Bewegung, Spiel und gemeinsame Zeit gehören zu einem erfüllten Tierleben – doch wie viel ist genug? Influencerin Maria Bläser (@gepunktet) spricht über realistische Routinen, sinnvolle Beschäftigung und entspanntes Reisen mit Haustieren.

Wie viel Zeit sollte man im Alltag täglich bewusst für Bewegung und Spielen mit seinem Haustier einplanen? Und wie verbindest du das mit einem vollen Alltag mit Job, Familie und Freizeit?

Es ist schwierig, dafür eine feste Minuten- oder Stundenanzahl zu nennen, denn jedes Tier ist individuell – abhängig von Alter, Rasse und Gesundheitszustand. Daran sollte man sich in erster Linie orientieren. Wir versuchen zum Beispiel, unsere drei Hunde bewusst in den Alltag einzubinden. Wenn ich mich mit meiner Tochter beschäftige, trainieren wir gemeinsam mit den Hunden oder üben, dass sie ruhig im Kinderzimmer liegen, während neben ihnen gespielt wird. Auch das gehört zur Beschäftigung dazu. Wichtig ist außerdem, zu verstehen, dass Beschäftigung nicht Daueraktion bedeutet. Hunde sollten nicht permanent in Bewegung sein, da sie sonst schnell überreizt werden.

Was sind aus deiner Sicht die sinnvollsten Beschäftigungen für Hunde und Katzen und warum? Und wie erkennt man, ob das Haustier ausgelastet ist oder mehr Beschäftigung braucht? Sinnvolle Beschäftigung ist weit mehr als reine Bewegung. Gerade bei Hunden wird Kopfarbeit oft unterschätzt. Schnüffelspiele, Suchaufgaben oder kleine Tricks im Alltag lasten viele Hunde stärker aus als stundenlanges Laufen – und machen ihnen zusätzlich Spaß. Ebenso wichtig ist es, von Anfang an Ruhe zu trainieren, damit Hunde bewusst abschalten können und nicht dauerhaft unter Strom stehen.

“WICHTIG IST, DIE

EIGENEN ERWARTUNGEN REALISTISCH ZU HALTEN. OUTDOOR BEDEUTET NICHT AUTOMATISCH ACTION. MAN SOLLTE DAS EIGENE TIER GUT KENNEN UND SEINE BEDÜRFNISSE RESPEKTIEREN.“

Wie gestaltet sich das Reisen mit Haustieren – welche Tipps hast du für Outdoor-Abenteuer und was sollte man unbedingt beachten?

Reisen ist für Tiere zunächst etwas völlig Fremdes: neue Abläufe, Gerüche und Orte. Deshalb hilft es, Gewohntes mitzunehmen – etwa Decken, Rituale oder vertraute Gegenstände –, damit sie sich schneller anpassen können. Wichtig ist außerdem, die eigenen Erwartungen realistisch zu halten. Outdoor bedeutet nicht automatisch Action. Nach aktiven Tagen sollten bewusst ruhigere folgen, und nicht jede Aktivität passt zu jedem Hund. Man sollte das eigene Tier gut kennen und seine Bedürfnisse respektieren. Wir reisen zum Beispiel gern nach Österreich, machen dort kleinere Touren in den Bergen oder an Seen – angepasst an das Alter und die Kondition unserer Hunde.

Gibt es typische Fehler, die viele Tierhalter beim Spielen oder bei Outdoor-Aktivitäten machen – und wie kann man sie vermeiden?

Viele Fehler entstehen aus guten Absichten: Man möchte viel erleben und Erinnerungen schaffen. Für Tiere ist jedoch nicht „mehr“ entscheidend, sondern das richtige Maß. Ruhepausen sind enorm wichtig, damit sie nicht dauerhaft überfordert sind. Deshalb halten wir unsere Reisen bewusst eher kurz – meist vier Tage bis maximal eine Woche. Weniger kann für das Tier oft mehr sein.

Unsere Katzen hingegen sind viel draußen unterwegs und beschäftigen sich dort selbst. Im Winter sehen wir sie häufiger nachts im Haus, im Sommer eher tagsüber zum Ausruhen, Fressen oder Kuscheln. Sie holen sich ihre Aktivität draußen und suchen sich ihre Ruhephasen.

KLEINER SCHRITT MIT GROSSER WIRKUNG

Ob Hund oder Katze – Heimtiere sind auf Schutz, Fürsorge und verantwortungsvolle Haltung angewiesen. Ein zentraler Baustein dafür ist die Kennzeichnung und Registrierung. Anlässlich der neuen EU-Verordnung, nach der Heimtiere künftig verp ichtend gekennzeichnet und registriert werden sollen, rückt dieses Thema stärker in den Fokus. Ziel ist es, illegalen Handel einzudämmen, Tiere eindeutig zuzuordnen und ihre Rückverfolgbarkeit zu sichern. Wie wichtig das ist, zeigen aktuelle Zahlen der Tierschutzorganisation TASSO, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt: Allein im Jahr 2025 sind rund 120.000 Hunde und Katzen entlaufen. In etwa 96.500 Fällen konnte durch TASSO geholfen werden, Tier und Mensch wieder zusammenzubringen. Entscheidend dafür ist die Kombination aus Transponder-Kennzeichnung in der Tierarztpraxis und der anschließenden Registrierung in einem Heimtierregister. Denn auf dem Chip selbst sind keine Halterdaten gespeichert – erst die Registrierung ermöglicht die eindeutige Zuordnung. Nicht nur Freigänger, sondern auch Wohnungstiere sollten registriert werden. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt, und schon ist ein Tier verschwunden. Wird der Chip eines Fundtieres in einer Praxis oder im Tierheim ausgelesen, kann über das Heimtierregister schnell Kontakt zu den Halterinnen und Haltern aufgenommen werden – sogar noch Jahre später und über Ländergrenzen hinweg. Unabhängig von der zukünftigen gesetzlichen Registrierungsp icht gilt: Ist ein Tier gekennzeichnet und bei TASSO registriert, kann es im Ernstfall schnell online als vermisst gemeldet werden. Sobald das Tier gefunden ist, wird die Rückvermittlung unmittelbar angestoßen und der Vierbeiner kann zügig nach Hause gebracht werden. Außerdem steht die TASSONotrufzentrale rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr besorgten Tierbesitzerinnen und -besitzern zur Seite, gibt wertvolle Tipps für die Suche, nimmt auch Hinweise von Finderinnen und Findern entgegen und ruft sofort an, wenn das Tier gefunden wurde.

Weitere Einblicke gibt es auf Instagram gepunktet

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich TASSO für den Schutz von Heimtieren. Aktuell sind rund 11,5 Millionen registrierte Tiere vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Durch die Anbindung an eine internationale Meta-Suchmaschine ist zudem eine weltweite Transponderabfrage möglich, sodass Tiere auch über Ländergrenzen hinweg eindeutig zugeordnet werden können. Durchschnittlich alle fünf Minuten gelingt eine Rückvermittlung, ergänzt durch umfangreiche Services wie die Notrufzentrale oder Suchplakate, die alle kostenlos sind. Kennzeichnung und Registrierung sind damit weit mehr als Formalität – sie sind ein entscheidender Schritt für Sicherheit, Tierwohl und gelebten Tierschutz.

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

TASSO nanziert sich durch Spenden. Unterstützen Sie die vielfältigen Aufgaben von TASSO online oder per Überweisung.

TASSO-Spendenkonto: DE78 5105 0015 0238 0549 07 Chip ohne Registrierung ist wie Handy ohne Netzempfang www.tasso.net

Text Christine Thaler

Zwischen Außenhaltung

und Wohnzimmer: ARTGERECHTES LEBEN MIT HEIMTIEREN

Welche Tipps hast du für die Gestaltung eines tiergerechten Zuhauses, das sowohl sicher, funktional als auch optisch ansprechend ist?

Was hättest du gerne gewusst, bevor Tiere bei dir eingezogen sind?

Gerade bei Kaninchen ist es schwer, verlässliche Informationen zu finden. Viele orientieren sich an Tierhandlungen, obwohl Produkte und Tipps dort oft nicht artgerecht sind. Auch ich habe typische Fehler gemacht: Käfighaltung, falsche Ernährung und unterschätzter Zeit- und Kostenaufwand. Kaninchen brauchen dauerhaft frisches, geeignetes Futter – besonders im Winter wird das teuer. Ungeeignete Snacks können gesundheitliche Probleme verursachen. Wichtig ist außerdem das Thema Qualzucht, etwa bei Widderkaninchen mit häufigen Ohrproblemen. Ebenso entscheidend: Nicht jede Tierarztpraxis kennt sich mit Heimtieren aus, und Kaninchen dürfen niemals allein gehalten werden. Heute ist es zum Glück leicht, sich online fundiert zu informieren.

Was sollte man bei der Unterbringung von Kaninchen grundsätzlich beachten – zum Beispiel in Bezug auf Platzbedarf, Rückzugsorte und Bewegungsfreiheit?

Wie gestaltet man ein Zuhause, das sicher, schön und tiergerecht ist? Jennifer Mikolasch (@coffeebunsdiary) teilt ihre praktischen Lösungen und Erfahrungen.

Mindestens sechs Quadratmeter für zwei Kaninchen gelten als Richtwert, wenn sie zusätzlich Auslauf haben. Ansonsten geht die Empfehlung zu dauerhaft 10qm. Für jedes weitere Tier sollte es um zwei Quadratmeter vergrößert werden. Rückzugsorte sind essenziell, besonders bei Begegnungen mit anderen Haustieren. Zusammenführungen sollten langsam und stressfrei erfolgen. Obwohl Kaninchen Beutetiere sind, können sie durchaus dominant auftreten und andere Tiere verletzen. Entscheidend ist daher ein geschützter Bereich, in den sie sich jederzeit zurückziehen können.

Worauf sollte man bei der Haltung von unterschiedlichen Tieren – in deinem Fall Kaninchen und Katzen – im selben Haushalt achten?

Zentral ist das Verständnis der jeweiligen Körpersprache. Was für Katzen Spiel bedeutet, kann für Kaninchen Bedrohung sein. Jagdverhalten muss konsequent unterbunden werden, gleichzeitig brauchen alle Tiere Aufmerksamkeit und Sicherheit. Auch individuelle Charaktere spielen eine Rolle: Manche Kaninchen reagieren gelassen, andere sehr vorsichtig. Tiere lernen jedoch voneinander – positive Erfahrungen können Unsicherheiten reduzieren. Wichtig ist, Konflikte früh zu erkennen. Geduld, Zeit und Verständnis sind entscheidend, besonders bei der Vergesellschaftung. Mit Ruhe wächst das Zusammenleben Schritt für Schritt.

Ein Urlaub ist erst dann perfekt, wenn auch der beste vierbeinige Freund rundum glücklich ist – und genau dafür ist das MAREMÜRITZ Yachthafen Resort in Waren (Müritz) wie gescha en. Idyllisch zwischen glitzernder Müritz und dem Feisnecksee gelegen, erleben Sie mit Ihrem Hund Natur pur, endlose GassiRunden und Sonnenuntergänge am Wasser. Die modernen, hundefreundlichen Appartements bieten Komfort für Zwei- und Vierbeiner: hochwertige Näpfe, ein gemütliches Körbchen und bei längeren Aufenthalten sogar ein Begrüßungsgeschenk speziell für Vierbeiner und Besitzer. Direkt vor der Haustür beginnen abwechslungsreiche Spazier- und Wanderwege. Auch im Restaurant „Bella Riva“ sind Hunde willkommen – Genuss und Geselligkeit inklusive. Ob entspannt am Seeufer, beim Sport an der Mecklenburgischen Seenplatte oder beim Erkunden des Müritz-Nationalparks – hier wird Hundeurlaub zur gemeinsamen Auszeit voller Freude und Wohlgefühl.

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Ich nutze gern DIY-Lösungen wie Möbel mit Höhlen,Tunnel oder Futterbäume, die Funktion und Ästhetik verbinden. Innenhaltung schafft Nähe, bringt aber auch Schmutz und Nageschäden. Deshalb leben meine Kaninchen inzwischen ganzjährig in einem gesicherten Außengehege. Wichtig sind Zugschutz, isolierter Boden, genügend Bewegung sowie Schutz vor Hitze und Kälte. Stabiler Volierendraht verhindert Angriffe durch Räuber – auch von oben und unten. Zusätzlich müssen Gefahrenquellen wie Kabel, Fenster oder Greifvögel bedacht werden. Sicherheit bedeutet immer Rundumschutz im Innen- und Außenbereich.

“MIT RUHE WÄCHST DAS ZUSAMMENLEBEN SCHRITT FÜR SCHRITT.“

Abgesehen von den Outdoor-Kaninchen hast du noch zwei Indoor-Katzen – welche Tipps zur Katzenhaltung hinsichtlich Reinigung, Sauberkeit, Einrichtung und Futter hast du hier?

Wichtig sind hochwertiges Futter, ausreichend Beschäftigung und genügend Trinkmöglichkeiten – etwa durch einen Trinkbrunnen, da manche Rassen wenig trinken. Mehrere Katzenklos nach der Regel „Anzahl der Katzen plus eins“ reduzieren Stress – ob man sich nun für klumpendes oder nicht klumpendes Streu entscheidet, hängt von den Vorlieben der Halter und der Art bzw. des Alters der Katze ab. Bei der Fütterung setze ich auf eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter in guter Qualität. Grundsätzlich gilt: Ernährung sollte immer artgerecht sein – auch aus ethischer Sicht.

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Text Hanna Sinnecker
Fotos: Privat

Gepflegte Zähne

und gesunde Snacks FÜR VITALITÄT AUF VIER PFOTEN

Zahnpflege ist aktive Gesundheitsvorsorge – und auch bei Snacks zählt Qualität statt Kalorien. Wie gezieltes Kauen die Zahngesundheit von Hunden und Katzen unterstützt, erklärt der ZZF –Zentralverband der Heimtierbranche e. V.

Ein strahlendes Lächeln ist nicht nur beim Menschen ein Zeichen für Gesundheit – auch bei unseren vierbeinigen Begleitern verdient die richtige Pflege besondere Aufmerksamkeit. Gesunde Zähne sind entscheidend für Wohlbefinden, Futteraufnahme und Lebensqualität.

Wie beim Menschen kann sich bei Hunden und Katzen schnell Zahnbelag bilden. Bleibt dieser über längere Zeit bestehen, entsteht Zahnstein – ein Nährboden für Krankheitserreger, woraus schmerzhafte Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis) resultieren können. Eine regelmäßige Pflege beugt solchen Problemen vor und unterstützt die allgemeine Gesundheit des Tieres.

Am besten wird mit der Zahnpflege von klein auf begonnen: Schon Hundewelpen und junge Katzen lassen sich behutsam ans Putzen als Ritual gewöhnen. Spezielle weiche Tierzahnbürsten und Zahncremes mit Geschmacksrichtungen wie Fleisch oder Fisch erleichtern die Akzeptanz. Schritt für Schritt lernt das Tier mit positiver Verstärkung (Belohnung) das Maul zu öffnen und die Zähne außen wie innen säubern zu lassen.

Alternativ oder ergänzend zur aktiven Reinigung eignen sich funktionale Snacks und Kauartikel, die beim Kauen mechanisch Zahnbelag reduzieren. Wichtig dabei: Der Hund muss den Snack auch wirklich kauen und nicht einfach verschlingen. Nur durch intensives Kauen kann der Abrieb von Plaque unterstützt werden.

Snacks mit Mehrwert: Kauen mit Nutzen Der Snackmarkt hat in den vergangenen Jahren Funktionalität in den Fokus gerückt. Viele Produkte bieten nicht nur Genuss, sondern auch gesundheitsfördernde Effekte –sei es die Unterstützung der Zahngesundheit, ein frischerer Atem oder eine reduzierte Kalorienzufuhr.

Kalorienarme Kauartikel aus fettarmen Fleischsorten wie Pferd oder Hirsch ermöglichen ein Genusserlebnis ohne hohe Energiezufuhr – besonders wichtig für Tiere mit Gewichtsproblemen oder bei kontrollierter Fütterung. Solche Snacks sind häufig leicht verdaulich, proteinreich und lassen sich bewusst in die tägliche Futterration integrieren, ohne das Gewicht unnötig zu steigern.

Ebenso sinnvoll sind dental unterstützende Snacks –Leckereien, deren spezielle Form und Textur die Zähne beim Kauen reinigen. Bei Hunden regen sie zusätzlich den Speichelfluss an, was die natürliche Selbstreinigung fördert. Bei Katzen sollten Snacks überwiegend fleischbasiert sein, da sie als Fleischfresser besonders von proteinreichen Belohnungen profitieren.

Richtig dosiert: Belohnung und Balance Auch wenn Snacks gesund sind, ist die richtige Dosierung entscheidend: Sie zählen zur täglichen Kalorienzufuhr und sollten in die Gesamtfütterung einkalkuliert werden. Fachleute empfehlen, Leckerli gezielt als Belohnung im Training oder als sinnvolle Beschäftigung einzusetzen –nicht als dauerhaftes Extra zwischen den Mahlzeiten.

Bei Katzen gilt zusätzlich: Manche vermeintlichen Leckerbissen wie Milchprodukte oder stark fetthaltiger Fisch sind weniger geeignet, da viele Katzen Laktose schlecht vertragen oder empfindlich auf zu reichhaltige Nahrung reagieren. Ein Blick auf hochwertige, ausgewogene Rezepturen zahlt sich daher aus.

INTERZOO 2026 –WELTLEITMESSE DER HEIMTIERBRANCHE

Weil jedes Tier einzigartig ist –und die passende Ernährung täglich den Unterschied macht.

Wer mit einem Hund oder einer Katze lebt, weiß: Gemeinsame Momente bereichern den Alltag. Ob gemeinsamer Spaziergang, entspannte Stunden auf dem Sofa oder neugierige Streifzüge durch Garten und Park – solche Augenblicke entstehen, wenn sich Vierbeiner rundum wohlfühlen. Eine zentrale Grundlage dafür ist eine Ernährung, die Qualität, Verträglichkeit und individuellen Bedarf vereint.

„Du bist, was du isst“ gilt auch für Hunde und Katzen. Was täglich im Napf landet, beeinfl usst Vitalität, Bewegungsfreude und Ausgeglichenheit. Umso wichtiger ist Tiernahrung, die sorgfältig entwickelt, ausgewogen zusammengesetzt und auf die jeweilige Lebensphase abgestimmt ist.

Hochwertiges Tierfutter –von der Rohsto auswahl bis zum Napf Josera Petfood setzt auf hochwertige, sorgfältig geprüfte Rohsto e und klar defi nierte Qualitätsstandards. Jede Rezeptur wird mit dem Anspruch entwickelt, ausgewogen, gut verträglich und bedarfsgerecht zu sein.

Ein eigenes akkreditiertes Labor begleitet die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte. Rezepturen werden regelmäßig überprüft und optimiert. Gleichzeitig werden alle Schritte in der Herstellung sorgfältig kontrolliert – von der Auswahl der Rohsto e bis zum fertigen Produkt. So entsteht Tiernahrung, auf die sich Halterinnen und Halter verlassen können.

Für jeden Hund das passende Futter

Hunde haben je nach Alter, Größe und Aktivitätslevel unterschiedliche Bedürfnisse. Josera bietet speziell abgestimmte Rezepturen für Welpen, ausgewachsene Hunde und Senioren. Die klar strukturierten Hinweise auf den Verpackungen zeigen auf einen Blick, für welche Lebensphase und welches Aktivitätsniveau eine Sorte geeignet ist. Ergänzende Fütterungsempfehlungen helfen dabei, die richtige Menge entsprechend Körpergewicht, Bewegung und Konstitution zu bestimmen. So wird hochwertige Ernährung transparent und leicht umsetzbar.

Bei einer Futterumstellung – etwa vom Welpenzum Erwachsenenfutter oder bei einem Sortenwechsel – empfi ehlt sich eine schrittweise Anpassung über sieben bis zehn Tage. Das unterstützt die Verträglichkeit und erleichtert die Gewöhnung.

Feine Rezepturen für anspruchsvolle Katzen Katzen reagieren sensibel auf Veränderungen und stellen hohe Ansprüche an ihr Futter. Die Basis der Josera-Rezepturen bilden hochwertige Proteinquellen, ergänzt durch ausgewählte Fette, Vitamine und Mineralsto e. Ob energiegeladenes Kitten, aktive Wohnungskatze oder ruhiger Senior – die klar gekennzeichneten Verpackungen zeigen auf einen Blick, welches Futter für welche Lebensphase geeignet ist. So bietet Josera für jedes Alter, Aktivitätslevel und jede Vorliebe passende Trockenund Nassfutter. Die Kombination aus Nass- und Trockenfutter kann zudem dazu beitragen, dass Katzen ausreichend Flüssigkeit aufnehmen.

Weitere Tipps zur Heimtierhaltung: www.wirfuerstier.de

Die neuesten Produkte für Heimtiere gibt es auf der Interzoo 2026. Sie ist die führende B2B-Messe für Innovatoren und Entscheider aus der internationalen Heimtierbranche.

Interzoo, 12. bis 15. Mai 2026 in Nürnberg www.interzoo.com

Was für Hunde und Katzen wirklich wichtig ist Individuelle Tierernährung:

Qualität, die das Tier schmeckt

Qualität bedeutet bei Josera mehr als ausgewählte Zutaten. Sie steht für Erfahrung, kontinuierliche Weiterentwicklung und kontrollierte Herstellung. Als familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Deutschland verbindet Josera langjährige Expertise mit verantwortungsbewusstem Handeln.

Das Ergebnis sind durchdachte Rezepturen, die im Alltag überzeugen. So trägt hochwertige, individuell abgestimmte Tiernahrung dazu bei, dass Hunde und Katzen aktiv, ausgeglichen und mit Freude durchs Leben gehen – Tag für Tag.

Hochwertiges Tierfutter von Josera. Qualität, die überzeugt! www.josera.de

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Foto von Nina Wallenborn für Josera Petfood

HAUSTIERE RICHTIG SCHÜTZEN –UND WARUM DAS AUCH

STRAßENKATZEN HILFT

for Animals Deutschland

In mehr als 2.000 Gemeinden und Städten in Deutschland ist das bereits der Fall. Verantwortungsbewusste Tierhaltung kann also auch bedeuten, die eigene FreigängerKatze zu kastrieren, um so das Leid von Millionen anderer Tiere langfristig zu reduzieren.

Foto:JanProppe

Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Menschen in Deutschland und sind in Millionen Haushalten zu finden. Ihre Halterinnen und Halter fühlen sich mit ihren Samtpfoten und Fellnasen oft sehr tief verbunden. Sie sind ein Familienmitglied, für das ihre Menschen natürlich nur das Beste wollen. Obwohl sie nicht mit Menschen sprechen können, senden sie uns jeden Tag kleine Botschaften. Auch wenn manche Signale harmlos sind und für uns Menschen lustig oder seltsam wirken können, kann dahinter auch ein versteckter Hilferuf stecken.

Viele Tierhalterinnen und Tierhalter stellen sich Fragen wie: Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass mein Haustier krank sein könnte? Wie kann ich mein Tier bei extremem Wetter schützen? Und welche Vorsorgemaßnahmen helfen, ein langes und gesundes Leben zu gewährleisten?

KOSTENLOSER ERSTE-HILFELEITFADEN FÜR HAUSTIERE

Humane World for Animals (ehemals Humane Society International) ist eine der größten Tierschutzorganisationen der Welt. Seit über 70 Jahren kämpft die Organisation global gegen die Ursachen von Tierquälerei und Tierleid, um einen nachhaltigen Wandel zu erzielen. Sie ist in über 50 Ländern aktiv und arbeitet gemeinsam mit Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern an nachhaltigen Lösungen für die größten Probleme, denen Tiere weltweit gegenüberstehen.

Dazu gehört natürlich auch das Wohl der geliebten tierischen Begleiter, im Alltag ebenso wie in Notsituationen. Deswegen hat die Organisation einen Erste-Hilfe-Leitfaden für Haustiere erstellt, der kostenlos online erhältlich ist. Der Leitfaden enthält praktische Tipps, wie Sie:

• Verhaltenssignale erkennen, die auf gesundheitliche Probleme hinweisen,

• Ihr Tier vor extremer Hitze und Kälte schützen,

• und für alle Eventualitäten einen kleinen Notfallplan erstellen.

QR-Code scannen, um direkt zum Erste-Hilfe-Leitfaden zu gelangen!

Deutschlands verstecktes Tierschutzproblem Verantwortungsbewusste Haustierhaltung und Tierschutz haben viele Facetten. Dazu gehören:

• Informieren & Wissen aneignen

• Artgerechte Haltung (ausreichend Platz)

• Gesunde Ernährung

• Regelmäßige tierärztliche Versorgung

• Ausreichend Bewegung und soziale Kontakte (je nach Tierart)

• Zeit, Aufmerksamkeit, Pflege

• Vorsorge, z. B. Impfungen oder Kastration

Was viele Menschen nicht wissen: In Deutschland gibt es nicht nur Millionen Haus katzen, sondern auch rund zwei Millionen Straßenkatzen. Im Gegensatz zu den umsorgten Hauskatzen haben diese Tiere aber oft kein schönes Leben. Sie leben abgeschieden und versteckt, zum Beispiel in Schrebergärten, Industriegebieten oder Bauernhöfen. Außerdem sind sie oft krank, verletzt, hungrig beziehungsweise unter- und mangelernährt und werden nur selten tierärztlich versorgt. Viele müssen unter extremen Wetterbedingungen ums Überleben kämpfen. Zudem sind die meisten sehr menschenscheu. Obwohl diese Situation eine der größten Herausforderungen für den deutschen Tierschutz darstellt, ist das Problem hierzulande kaum bekannt. Deswegen wird es auch als Deutschlands verstecktes Tierschutzproblem bezeichnet.

Ein Teufelskreis aus Tierleid Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass streunende Katzen in Deutschland „Wildkatzen“ seien. In Wirklichkeit stammen die meisten von Hauskatzen ab. Wenn die geliebten Samtpfoten Freigang haben, ohne zuvor kastriert worden zu sein, können sie sich draußen unkontrolliert mit anderen Katzen fortpflanzen. So werden immer mehr Kätzchen auf der Straße geboren. Auch ausgesetzte oder entlaufene Katzen tragen dazu bei, dass die Zahl der Tiere auf der Straße wächst. Es sind also keine Wildkatzen. Für ein sicheres, gesundes und glückliches Leben sind sie deswegen auf die Menschen angewiesen. Besonders traurig an dieser Situation: Das Leid der Straßenkatzen ist vermeidbar. Die meisten der Tiere sind unkastriert. Sie vermehren sich nicht nur untereinander, sondern auch mit FreigängerKatzen.

“VERANTWORTUNGSBEWUSSTE TIERHALTUNG KANN AUCH BEDEUTEN, DIE EIGENE FREIGÄNGER-KATZE ZU KASTRIEREN, UM SO DAS LEID VON MILLIONEN ANDERER TIERE LANGFRISTIG ZU REDUZIEREN.“

Sylvie Kremerskothen Gleason vor Ort bei einer Katzenkastrationsaktion

Was wird dagegen unternommen?

Dr. Katherine Polak, Senior Vice President, Centers of Expertise, bei Humane World for Animals und Fachtierärztin für Tierschutz, sagt: „Wir arbeiten seit Jahrzehnten weltweit im Bereich des nachhaltigen Populationsmanagements für Straßentiere. Sogenannte „TrapNeuter-Return“-Programme (also Fangen-KastrierenFreilassen) sind mittlerweile als Standard etabliert, um das Wohl der Tiere zu verbessern, ihre Populationen auf humane Weise zu kontrollieren und das Leid von Millionen Straßentieren zu verringern.

Unsere weltweiten Erfahrungen zeigen, dass ein erfolgreiches Populationsmanagment nicht allein auf Kastrationsprogrammen setzen kann, sondern auch ausreichende finanzielle Mittel, Infrastrukturen und Unterstützung für lokale ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Tierschutzorganisationen braucht. Deswegen unterstützen wir seit 2024 auch in Deutschland an der Seite anderer lokaler und nationaler Tierschutzorganisationen Initiativen vor Ort, um einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tierwelt und zum nachhaltigen Populationsmanagement in Deutschland zu leisten“.

Mit finanzieller Unterstützung sowie Sachspenden in Form von Lebendfallen konnte die Tierschutzorganisation bereits dazu beitragen, tausende Katzen in fünf Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, RheinlandPfalz und Schleswig-Holstein) zu kastrieren. In den kommenden Jahren liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Infrastruktur von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und Kapazitäten von Tierärztinnen und Tierärzten. Außerdem setzt sich die Organisation auch weiterhin für eine nationale Kastrationspflicht ein, damit in Zukunft weniger Katzen in ein Leben auf der Straße geboren werden.

Das birgt nicht nur potenzielle Gefahren für die heimischen Samtpfoten, wenn diese mit kranken und ungeimpften Straßenkatzen in Kontakt kommen. Es sorgt auch für einen immer fortlaufenden Teufelskreis aus Tierleid. Deswegen wird in Tierschutzkreisen schon seit Jahren eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gefordert.

Weitere Informationen finden Sie unter: humaneworld.org/deutschland

Text Sylvie Kremerskothen Gleason, Landesdirektorin bei Humane World
Foto: Die scheuen Katzen werden mit Lebendfallen eingefangen ©Micki Rosi Richter

Am Chianinahof wird Verantwortung täglich gelebt

TIERWOHL MIT HERZ

& HALTUNG

Zwischen Stall und Weide zeigt sich, wie Cheyenne Ochsenknecht und Nino Sifkovits vom Chianinahof Tierwohl verstehen. Frische Luft, Licht, Bewegungsfreiheit und der respektvolle Umgang mit jedem einzelnen Tier prägen ihren Hofalltag. Sie möchten nachvollziehbar machen, wie Lebensmittel entstehen –Transparenz ist für sie dabei ein zentraler Baustein.

Was bedeutet „Tierwohl“ für euch persönlich –und wie hat sich euer Blick darauf durch das Leben mit eigenen Tieren verändert? Tierwohl bedeutet für uns Respekt vor dem Tier als Mitgeschöpf. Es geht nicht nur um Versorgung, sondern um Aufmerksamkeit, Beobachtung und Verantwortung. Durch das tägliche Leben mit unseren Tieren hat sich unser Blick geschärft: Man erkennt kleinste Veränderungen im Verhalten und entwickelt ein Gespür dafür, wann ein Tier sich wirklich wohlfühlt. Für uns zeigt sich Tierwohl ganz konkret in der Art der Haltung. Unsere Tiere leben im Offenstall mit viel Platz, frischer Luft und Licht. Sie haben strukturierte Bereiche zum Liegen, Fressen und Bewegen und regelmäßigen Zugang zur Weide. Wir haben uns bewusst für die Rasse Chianina entschieden, weil sie robust ist und gut zu unserer Form der Haltung passt. Tierwohl ist für uns nichts Theoretisches – wir sehen jeden Tag, wie sehr Platz, Ruhe und natürliche Abläufe das Verhalten der Tiere prägen.

Welche Rolle spielen Gesundheit und Prävention im täglichen Umgang mit Haus- und Stalltieren? Gesundheit beginnt im Alltag. Saubere Liegeflächen, hochwertiges Futter, ausreichend Bewegung und ruhige Abläufe sind die Basis. Wir kontrollieren unsere Tiere regelmäßig

und reagieren frühzeitig auf Veränderungen. Prävention bedeutet für uns vor allem, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Krankheiten möglichst gar nicht erst entstehen. Dazu gehören trockene und großzügige Liegeflächen, ausreichend Platz pro Tier und eine gute Stallluft.

“TIERWOHL BEDEUTET FÜR UNS RESPEKT VOR DEM TIER ALS MITGESCHÖPF. ES GEHT NICHT NUR UM VERSORGUNG, SONDERN UM AUFMERKSAMKEIT, BEOBACHTUNG UND VERANTWORTUNG.“

Cheyenne Ochsenknecht & Nino Sifkovits

Bewegung ist ein zentraler Faktor – genauso wie eine stressarme Umgebung. Wir arbeiten mit klaren Routinen und schauen genau hin, denn viele Veränderungen erkennt man früh, wenn man seine Tiere täglich begleitet.

KLEINE PFOTEN, GROßES LEID

HINTER DER FASSADE SÜßER

WELPENANZEIGEN IM NETZ

Kat zen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Die Nachfrage nach Hunde- und Katzenwelpen ist groß. Das treibt auch den illegalen Handel mit Welpen aus dem Ausland an.

Die meisten der illegal gehandelten Hunde stammen aus Welpenfabriken in Osteuropa. Dort vegetieren ihre Mütter und Väter in kleinen, dreckigen Verschlägen vor sich hin. Sie stehen und liegen oftmals in ihrem eigenen Kot und Urin. Die Tiere müssen häufig ohne Tageslicht und menschliche Zuwendung leben. In besonders schlimmen Fällen werden die Tiere auch mit Gewalt, wie Tritten und Schlägen zum Deckakt gezwungen. Schon nach wenigen Wochen entreißen die illegalen Tierhändler*innen die Welpen ihren Müttern. In dieser kurzen Zeit erfahren die Welpen meist keinerlei menschliche Fürsorge noch dringend notwendige tiermedizinische Versorgung.

Die frühe Trennung von ihrer Mutter und den Geschwistern, der quälend lange Transport und der wiederholte Wechsel ihrer Umgebung und ihrer Bezugspersonen finden nämlich während wichtiger Entwicklungsphasen der Welpen statt. Das hinterlässt Spuren. Mögliche Folgen können Verhaltensprobleme oder –störungen sein, die sich auch im Erwachsenenalter zeigen. Wenn sie es überhaupt erreichen.

2024 wurden in den von uns protokollierten Fällen von illegalem Welpenhandel in über 80 Prozent der Fälle kranke Tiere transportiert. Die Tiere werden über weite Strecken in engen Transportkisten verschleppt – hungrig, dehydriert, verängstigt, ungeimpft. Viele krank und traumatisiert. Nicht alle Tiere überleben diese Strapazen. Rein rechnerisch wurde in den vergangenen zehn Jahren etwa jeden dritten Tag ein Fall von illegalem Tierhandel in Deutschland aufgedeckt. Tierheime nehmen in solchen Fällen immer wieder ganze Wagenladungen beschlagnahmter und teils kranker Tiere auf. Schnell gelangen sie an ihre personellen, psychischen, räumlichen und auch finanziellen Grenzen. Nicht immer können sie alle Tiere retten. Doch der Handel geht unvermittelt weiter – solange sich weiter Menschen für den vermeintlich einfachen Tierkauf im Internet entscheiden. Und solange der Gesetzgeber nichts unternimmt, um den illegalen Welpenhandel zu stoppen, geht dieses Leid weiter.

Viele Tierhalter sind unsicher, wie artgerechte Haltung heute aussehen sollte. Worauf achtet ihr besonders, wenn es um Umgebung, Bewegung und Beschäftigung geht? Entscheidend sind Platz, frische Luft, Licht, strukturierte Bereiche im Stall sowie Weide- und Bewegungsmöglichkeiten. Ebenso wichtig ist die Herdenstruktur: Sozialkontakt und natürliche Abläufe fördern Ausgeglichenheit und Stabilität.

Deshalb kämpfen wir gemeinsam: mit direkter Hilfe für Tierheime, mit politischem Einsatz und mit Aufklärung. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, Hunde- und Katzenwelpen zu retten, die aus dem illegalen Welpenhandel kommen und im Tierheim versorgt werden müssen. Mit 20 Euro ernähren Sie einen Hunde- oder Katzenwelpen etwa eine Woche lang mit dringend benötigtem Spezialfutter. 50 Euro kostet ein Wärmekissen für Welpen und mit 70 Euro finanzieren Sie die tierärztliche Untersuchung, erste Impfung und Entwurmung eines beschlagnahmten Hundewelpen.

Jetzt spenden

SPENDEN GEHT GANZ EINFACH ONLINE ÜBER DEN QR-CODE ODER

DIREKT ÜBER UNSERE WEBSITE: www.tierschutzbund.de/tierheimen-helfen-1

Text Christine Thaler

Unser Offenstallkonzept ermöglicht den Tieren freie Bewegung. Sie können selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten – ob im Liegebereich, am Futtertisch oder draußen. Für uns ist wichtig, dass die Herde als Sozialverband bestehen bleibt, weil Rinder Herdentiere sind. Wir beobachten, dass stabile Gruppen und ausreichend Raum wesentlich zur Ruhe in der Herde beitragen.

“DAS WOHL DER TIERE SOLLTE SELBSTVERSTÄNDLICH SEIN

– NICHT AUSNAHME ODER TREND. WIR GLAUBEN, DASS WERTSCHÄTZUNG

FÜR LEBENSMITTEL EIN

ZENTRALER PUNKT IST. “

Habt ihr schon Erfahrungen mit stressempfindlichen Tieren, sensiblen Phasen, Veränderungen oder besonderen Situationen gemacht?

zwischen Produzenten und Konsumenten. Tierwohl sollte selbstverständlich sein – nicht Ausnahme oder Trend. Wir glauben, dass Wertschätzung für Lebensmittel ein zentraler Punkt ist. Wenn Herkunft, Haltung und Aufwand wieder stärker gesehen werden, verändert das auch den Blick auf Tierwohl.

WENN TIERLIEBE

WEITERLEBT:

Mit unserer Direktvermarktung möchten wir genau diesen Weg gehen: kurze Wege, Transparenz und Verantwortung für den gesamten Prozess vom Tier bis zum fertigen Produkt.

WIE TESTAMENTSSPENDEN DEN TIERSCHUTZ STÄRKEN

Testamentsspenden gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dafür, einen Teil ihres Nachlasses gemeinnützigen Organisationen zu vermachen, um über das eigene Leben hinaus Wirkung zu entfalten.

Geburten, Jungtieraufzucht, Futterumstellungen oder Wetterextreme erfordern besondere Aufmerksamkeit. In solchen Phasen sind Ruhe, klare Routinen und genaue Beobachtung entscheidend, um Stress zu minimieren. Gerade rund um die Geburt oder in der Aufzuchtphase achten wir besonders auf eine ruhige Umgebung. Auch bauliche Maßnahmen wie großzügige Bereiche im Stall helfen, Stress zu reduzieren. Wir sind überzeugt, dass viele Probleme gar nicht erst entstehen, wenn Tiere ausreichend Platz und stabile Abläufe haben. Sensible Phasen begleiten wir deshalb mit noch mehr Präsenz und Aufmerksamkeit.

Was müsste sich eurer Meinung nach ändern, damit Tierwohl und eine gute Zukunft für Mensch und Tier selbstverständlich wird?

Mehr Bewusstsein für Qualität statt Quantität, mehr Transparenz in der Landwirtschaft und mehr Dialog

WAS MAN LIEBT, DAS SCHÜTZT MAN

Mit den Folgen des Klimawandels wird immer sichtbarer, wie wichtig der Schutz von bedrohten Tierarten und ihren Lebensräumen ist. Darum kümmert sich der WWF, eine der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen weltweit, seit vielen Jahren.

Sich mit den Themen Erbe und Nachlass zu beschäftigen, fällt vielen nicht leicht. Dabei kann es eine wunderbare Gelegenheit sein, die Zukunft aktiv mitzugestalten: in einem Testament werden die eigenen Wünsche festgehalten und das Erbe kommt dort an, wo man es möchte.

Wichtige Vorüberlegungen

Ein Testament zu machen, braucht Zeit. Es ist ein Prozess, der immer wieder Fragen aufwirft, die einen bewegen. Was gehört zu meinem Nachlass? Wem möchte ich was

Wichtig ist uns vor allem mehr Bewusstsein dafür, wo unsere Lebensmittel herkommen und unter welchen Bedingungen Tiere gehalten werden. Außerdem finden wir persönlich wichtig, dass der Erhalt alter und seltener Nutztierrassen stärker in den Fokus rückt – sie sind ein wich tiger Teil der biologischen Viel alt in der Landwirtschaft und damit auch ein Beitrag zum Artenschutz.

alt in der Landwirtschaft und

Für Tiere in Not kann diese Form der Unterstützung einen entscheidenden Unterschied machen. Gerade im Tierund Artenschutz sind Organisationen auf langfristige Hilfe angewiesen. Testamentsspenden ermöglichen den Betrieb von Tierheimen, medizinische Versorgung verletzter Tiere, Aufklärungsarbeit gegen Tierquälerei und den Schutz bedrohter Arten. Anders als einmalige Spenden schaffen Nachlässe finanzielle Stabilität und Planungssicherheit.

Mamma mia Chianina!

Weitere Einblicke von Cheyenne & Nino, und ihrem Chianinahof in der Steiermark in Dobl gibt es auf ihrer Webseite www.chianinahof.at Wer Lust hat, kann auch die neue Staff el “Unser Hof“ auf Sky anschauen und verfolgen, wie die beiden jeden Tag Artenschutz und Tierliebe leben!

Schaut mal rein! Ab Ende April läuft die 5. Staff el „Diese Ochsenknechts“

Rechtlich lassen sich Testamentsspenden klar regeln und flexibel gestalten – ob als Vermächtnis oder Erbeinsetzung. Organisationen beraten transparent und respektieren den Willen der Spenderinnen und Spender. So wird aus einem letzten Wunsch eine dauerhafte Hilfe: für Tiere, die selbst keine Stimme haben, aber dringend auf Schutz und Fürsorge angewiesen sind.

Wer sich für Testamentsspenden interessiert, sollte frühzeitig das Gespräch mit einer vertrauenswürdigen Organisation oder rechtlichen Beratung suchen. So lässt sich sicherstellen, dass der eigene letzte Wille genau dort wirkt, wo er am meisten gebraucht wird – zum Wohl der Tiere.

“Wir sorgen dafür, dass die Haustiere ein neues Zuhause bekommen, ordnen die Papiere, geben unerledigte Steuererklärungen in Auftrag.“

Désirée Goertz, Fachanwältin für Erbrecht, ist Referentin für Nachlassabwicklung und Syndikusanwältin beim WWF.

Frau Goertz, was ist zu Lebzeiten wichtig, wenn jemand den WWF als Erben einsetzen will?

Die Grundlage ist immer ein Testament, damit der WWF erbt. Wir freuen uns, wenn die Menschen zu Lebzeiten mit uns Kontakt aufnehmen, damit wir ihre Wünsche so gut als möglich kennenlernen und später umsetzen können. Das ist unsere oberste Maxime.

Sie kümmern sich dann im Todesfall um alles, auch um die Nachlassabwicklung?

Ja, wenn wir als Erben eingesetzt werden, ob allein oder mit anderen zusammen. Dann fahren wir bundesweit zum Ort des Verstorbenen und kümmern uns um alles: Wir sorgen dafür, dass die Haustiere ein neues Zuhause bekommen, ordnen die Papiere, geben unerledigte Steuererklärungen in Auftrag. Auch um die Bestattung kümmern wir uns, soweit notwendig.

Schutzgebiete südlich der Sahara sichern den Löwen ihr Überleben. Erfolgsrezepte: Schutz von Wanderkorridoren, Ausbildung von Löwenwächtern und Bau von mobilen Zäunen zum Schutz der Nutztiere, um Mensch-Tier-Konflikte zu mildern.

geben? Wie kann ich sicherstellen, dass mein Haustier gut versorgt bleibt? Und dann ins Tun kommen: Muss ich zum Notar oder kann ich den letzten Willen auch handschriftlich verfassen? Wo ist es sicher aufbewahrt? Schritt für Schritt entsteht das Testament, das zur Lebenssituation und den eigenen Vorstellungen passt.

Wie kann der WWF unterstützen? Der WWF begleitet seit vielen Jahren Menschen, die sich mit ihrem Testament für den Artenschutz und bedrohte Lebensräume einsetzen möchten: kompetent, individuell und vertraulich. Es gibt viele, auch sehr emotionale Themen, die Menschen bei der Nachlassregelung zu bewältigen haben. Dank einer langjährigen Erfahrung können wir auf unterschiedlichste Fragestellungen reagieren: mit unserem juristischen Netzwerk, das bei erbrechtlichen Fragen unterstützt, und persönlichen Gesprächen, um das Vorgehen und offene Fragen zu klären.

Muss der WWF das Erbe versteuern?

Nein, als Stiftung ist der WWF von der Erbschaftsteuer befreit.

Machen Sie den ersten Schritt und bestellen

Sie jetzt den kostenfreien Testamentsleitfaden inklusive des persönlichen Nachlassplaners.

WWF Deutschland Tel. 030 311 777-730

Mail: testament@wwf.de wwf.de/testamente

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WIR HABEN CHEYENNE UND NINO GEFRAGT, WIE SIE AUF IHREM HOF ARTENSCHUTZ UMSETZEN!

Artenschutz und Hilfe für Tiere in Not werden gesellschaftlich immer wichtiger. Warum ist es euch ein Anliegen, auch über Haustiere hinaus Verantwortung zu übernehmen?

Cheyenne & Nino: Tierwohl und Artenschutz enden nicht am Hoftor. Wer täglich mit Tieren arbeitet, erkennt ihren Wert und ihre Verletzlichkeit. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, Bewusstsein zu schaffen, Wissen weiterzugeben und nachhaltige Kreisläufe zu stärken.

“TIERWOHL UND ARTENSCHUTZ ENDEN NICHT AM HOFTOR. “

Cheyenne Ochsenknecht und Nino Sifkovits

Warum Artenschutz uns alle betrifft

Der Schutz der biologischen Vielfalt gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Laut dem Weltbiodiversitätsrat IPBES sind weltweit rund eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Hauptursachen sind Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft, Klimawandel, Umweltverschmutzung sowie illegaler Wildtierhandel. Artenschutz ist daher längst kein Randthema für Naturschutzorganisationen, sondern betrifft Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gleichermaßen.

Artenvielfalt bildet die Grundlage stabiler Ökosysteme. Diese erbringen sogenannte Ökosystemleistungen, von denen der Mensch direkt profitiert. Bestäubende Insekten sichern beispielsweise einen erheblichen Teil der globalen Nahrungsmittelproduktion. Wälder, Moore und Meere speichern große Mengen Kohlenstoff und tragen damit zum Klimaschutz bei. Sauberes Wasser, fruchtbare Böden und die natürliche Regulierung von Schädlingen hängen ebenfalls eng mit funktionierenden Ökosystemen zusammen. Geht Biodiversität verloren, geraten diese komplexen Systeme zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Die Folgen dieses Verlustes betreffen letztlich auch den Menschen. Der Rückgang von Bestäubern kann langfristig die Lebensmittelproduktion gefährden, während zerstörte Lebensräume die Stabilität ganzer Ökosysteme schwächen. Wissenschaftliche Studien zeigen zudem, dass eine hohe Biodiversität entscheidend für die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen gegenüber Umweltveränderungen ist. Je vielfältiger ein System ist, desto besser kann es auf Störungen reagieren.

“WENN LEBENSRÄUME ZERSTÖRT WERDEN, VERSCHWINDEN NICHT NUR EINZELNE ARTEN, SONDERN GANZE ÖKOLOGISCHE ZUSAMMENHÄNGE.“

Artenschutz bedeutet daher auch, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu sichern. Neben politischen Maßnahmen und internationaler Zusammenarbeit spielt gesellschaftliches Engagement eine wichtige Rolle. Viele Naturschutzprojekte werden von Stiftungen, Organisationen oder ehrenamtlich engagierten Menschen getragen, die sich für den Schutz von Lebensräumen, nachhaltige Landnutzung oder die Rettung bedrohter Arten einsetzen.

zeigen,

Uns ist wichtig, transparent zu zeigen, wie Landwirtschaft heute aussehen kann. Wir möchten Einblicke geben, erklären und den Dialog suchen. Viele Vorurteile entstehen aus Unwissenheit – deshalb sprechen wir offen über unsere Arbeit und unsere Entscheidungen. Verantwortung bedeutet für uns auch, regionale Kreisläufe zu stärken und nachvollziehbar zu machen, woher Lebensmittel kommen.

Der weltweite Rückgang der Artenvielfalt zeigt sich besonders deutlich an einigen Tierarten, deren Bestände dramatisch geschrumpft sind. Zu den am stärksten bedrohten Arten zählen etwa der Amur Leopard, das Java-Nashorn, der Sumatra-Tiger, der Berggorilla, sowie der Sumatra-Orang-Utan. Ihr Rückgang steht exemplarisch für eine globale Entwicklung: Wenn Lebensräume zerstört, Wälder abgeholzt oder Meere überfischt werden, verschwinden nicht nur einzelne Arten, sondern ganze ökologische Zusammenhänge.

Auch im Alltag kann jede und jeder zum Schutz der Biodiversität beitragen – etwa durch bewussten Konsum, die Unterstützung von Naturschutzprojekten oder naturnahe Gärten und Balkone, die Insekten und Vögeln Lebensraum bieten. Artenschutz ist damit weit mehr als der Schutz einzelner Tiere oder Pflanzen. Er ist eine Investition in stabile Ökosysteme, eine nachhaltige Zukunft und die Lebensqualität kommender Generationen.

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Citizen Conservation Foundation gGmbH entstanden.

ARTENRETTER GESUCHT!

Haltung rettet Arten: Im Netzwerk von Citizen Conservation züchten private Tierhaltende in Zusammenarbeit mit Zoos vom Aussterben bedrohte Fische, Amphibien und Reptilien.

Text Heiko Werning, Citizen Conservation

Pátzcuaro-Querzahnmolch, Dreistreifen-Scharnierschildkröte, Mangarahara-Buntbarsch oder Psychedelischer Felsengecko ... Was klingt, wie ein wundersames Bestiarium fantastischer Tierwesen, lebt tatsächlich in den Wohnzimmern und Hobbykellern von engagierten Tierfreunden – und hat dort seine letzte Zuflucht in einer Welt gefunden, in der immer mehr Arten auszusterben drohen. Abgeholzte Regenwälder, trockengelegte Feuchtgebiete, Klimawandel oder eingeschleppte Invasoren führen dazu, dass in den nächsten Jahrzehnten ein bis zwei Millionen Spezies für immer zu verschwinden drohen. Auch wenn Wirtschaftskrisen und Kriege das Thema aktuell überlagern, gilt der Verlust der Biodiversität neben der Klimakrise als die größte Gefahr für den Fortbestand der Menschheit, weil ganze Ökosysteme und damit unsere Lebensgrundlage zusammenzubrechen drohen.

Für viele Arten ist die einzige realistische Option derzeit das Überleben in menschlicher Obhut. Durch gezielte Zucht in Zoos zum Beispiel, die sich längst zu effektiven Artenschutzzentren entwickelt haben. Doch angesichts der schieren Masse bedrohter Arten brauchen wir dringend sehr viel mehr Kapazitäten für solche Erhaltungszuchten. Die gibt es: Zahlreiche Privatpersonen stellen bereitwillig Platz, Zeit, Arbeitskraft und Geld zur Verfügung, um Fische, Amphibien oder Reptilien zu Hause zu pflegen und zu vermehren. Sie haben ein beeindruckendes Wissen über die von ihnen gepflegten Arten angesammelt, das nur noch für den Artenschutz nutzbar gemacht werden muss. Solche Enthusiasten – ganz gleich ob erfahrene Recken oder begeisterte Neueinsteiger – zu aktiven Artenschützern zu machen, die in Zusammenarbeit mit den Zoos bedrohte Tiere durch koordinierte Zucht erhalten – das ist die Idee des 2018 gegründeten Projekts Citizen Conservation (CC).

Allein in Deutschland stehen in Privathaushalten zwei Millionen Aquarien und 1,1 Millionen Terrarien. Wenn es gelingt, nur einen kleinen Teil davon für bedrohte Arten zu nutzen, werden wir die zur Verfügung stehenden Kapazitäten für Erhaltungszuchten vervielfachen. Genau da kommt der eingangs erwähnte Mangarahara-Buntbarsch ins Spiel: Es müssen ja nicht immer Goldfisch oder Guppy sein, die im heimischen Aquarium schwimmen.

“ABGEHOLZTE REGENWÄLDER, TROCKENGELEGTE FEUCHTGEBIETE, KLIMAWANDEL ODER EINGESCHLEPPTE INVASOREN FÜHREN DAZU, DASS IN DEN NÄCHSTEN JAHRZEHNTEN EIN BIS ZWEI MILLIONEN SPEZIES FÜR IMMER ZU VERSCHWINDEN DROHEN.“

Wer über das nötige Wissen und entsprechende Haltungsmöglichkeiten verfügt, kann Tiere von einer der inzwischen 40 hoch gefährdeten Arten bekommen, für die CC ein Erhaltungszuchtnetzwerk aufbaut. Er oder sie wird damit Teil der Gemeinschaft von Zoos, Naturkundemuseen, Schulen und Privatper sonen, die eine über Jahrzehnte genetisch gesunde Population der betreffenden Arten in menschlicher Obhut aufbaut.

Koordiniert wird alles von der gemeinnützigen Citizen Conservation Foundation, die passende Zuchtgruppen zusammenstellt, Tiere verteilt, Daten sammelt, die Gesundheit der Bestände überwacht und den Haltenden bei Fragen zur Seite steht. Unterstützt wird CC dabei von ausgewiesenen Fachleuten aus Zoos, Wissenschaft, Tiermedizin und privater Tierhaltung. So werden nicht nur die Arten, sondern auch Optionen für die Zukunft erhalten. Damit eines Tages über die Partnerprojekte der Zoos Tiere wieder in ihren natürlichen Lebensräumen angesiedelt werden können. Wie es in der Vergangenheit schon für zahlreiche Arten vom Wisent bis zum Waldrapp, von der Partula-Schnecke bis zum Przewalski-Pferd gelungen ist. So können mit Hilfe von Citizen Conservation auch Pátzcuaro-Querzahnmolch, DreistreifenScharnierschildkröte und Psychedelischer Felsengecko wohlbehalten ins nächste Jahrhundert kommen!

Kontakt & Unterstützung

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Bild oben: Artenschutz im Wohnzimmer: Bei Citizen Conservation werden Tierhalter zu Artenrettern. Bild unten: Der Lemur-Laubfrosch ist vom Aussterben bedroht – in den Terrarien von Citizen Conservation findet er eine sichere Zuflucht ©Benny Trapp, Frogs & Friends

TIERWOHL BEGINNT MIT EINER BLÜTE

Mit einer Blühpatenschaft schaffen Sie Lebensräume für Bienen und viele weitere Bestäuber.

Ihre Blühpatenschaft wirkt hier

• für artenreiche Blühflächen in ganz Deutschland

• gemeinsam mit Landwirten und regionalen Partnern

• mit heimischem Saatgut für Bienen und Schmetterlinge

• für mehr Vielfalt in unserer Landschaft

Werden Sie Blühpate www.bluehpate.de

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