EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET
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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET
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Rohstoffhunger als Klumpenrisiko
Circular Economy Expertin

Rebecca Tauer erklärt warum Materialverbrauch längst kein reines Umweltproblem mehr ist.
Seite 05 – 06

Mut in der Klimakrise –Wie gelingt echter Wandel? Klimaaktivistin und Publizistin
Luisa Neubauer im Interview
Seite 14
„Langfristiger Naturschutz beginnt nicht nur mit Wissen, sondern auch mit Verbundenheit.“


Förster, Naturschützer und Bestseller-Autor
Peter Wohlleben über den wahren Zustand unserer Wälder, die unterschätzte Kraft der Natur und die Frage, was sich in unserem Umgang mit ihr ändern muss.
Seite 10 – 12



VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER Ausgabe Juni 2026

IN
SARRA GLÄSING
“Eine lebenswerte Zukunft gestalten wir durch Entscheidungen, die wir heute treffen.“
Text Prof. Dr. Dirk Messner
RONE HEALTH
ZDF Terra X Moderatorin, Tierärztin und Artenschützerin Hannah Emde im Interview
Sarra Gläsing (Strategic Account Manager)
Henriette Schröder (Managing Director), Philipp Colaço (Director Business Development), Lea Hartmann (Head of Design)
Cover Peter Wohlleben ©Gaby Gerster
Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com
Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

ein rechnerisch war am 10. Mai Schluss: Zu diesem Zeitpunkt, dem sogenannten Erdüberlastungstag, hatten die Deutschen bereits so viele Ressourcen verbraucht, wie der Planet innerhalb eines gesamten Jahres regenerieren kann. Würden alle Menschen weltweit so konsumieren wie wir, bräuchten wir 2,8 Erden. Unser derzeitiges lineares Wirtschaftssystem funktioniert nach dem einfachen Prinzip: produzieren, konsumieren, entsorgen. Die Folgen sind zunehmender Ressourcenverbrauch, steigende Emissionen, überlastete Ökosysteme und wachsende Müllberge. Eine Antwort auf diese systemischen ökologischen Herausforderungen kann zirkuläres Wirtschaften sein. Zirkularität zielt darauf ab, Rohstoffverbräuche radikal zu reduzieren, durch Rohstoffeffizienz, Langlebigkeit von Produkten, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling. Im Gegensatz zur linearen "Wegwerfwirtschaft" werden Produkte und Produktionsprozesse so gestaltet, dass sie Ressourcen schonen, die Umwelt schützen, Stoffkreisläufe schließen, Rohstoffabhängigkeiten reduzieren – was heute noch „Abfälle“ sind, werden zukünftig „heimische Ressourcen“.
Als Vorbild dient die Natur selbst – ein funktionierendes System ohne Müll. Jeder Abfall, den eine Art produziert, bildet eine wertvolle Ressource für andere Lebewesen. Dieses Prinzip versucht die zirkuläre Wirtschaft auf Produktionsprozesse zu übertragen.
zirkuläres Wirtschaften einen wichtigen Beitrag zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit leisten: Geschlossene Materialkreisläufe reduzieren Abhängigkeiten von oft autokratisch regierten Staaten, verlängern Wertschöpfungsketten im Inland und stabilisieren Produktionssysteme gegenüber externen Schocks.
Zentrale Treiber dieser Transformation sind Innovation, Technologie und kreative Geschäftsmodelle. Unternehmen, die frühzeitig auf Zirkularität setzen, stärken nicht nur ihre Zukunftsfähigkeit, sondern erschließen neue Märkte und Wettbewerbsvorteile. Eine aktuelle Studie des BDI geht von einer zusätzlichen Wertschöpfung durch Kreislaufwirtschaft von 880 Milliarden Euro bis 2045 aus.

Deutschland und Europa haben in den vergangenen Jahren mit dem Ressourceneffizienzprogramm, der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie und dem Circular Economy Act, der momentan auf EU-Ebene erarbeitet wird, wichtige Schritte in Richtung Zirkularität unternommen. Dennoch stehen wir erst am Anfang: In Deutschland stieg die Zirkularitätsrate – der Anteil der recycelten Materialien im Verhältnis zum Gesamtverbrauch – von 2020 bis 2024 von rund 13 auf 15 Prozent. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.
Hochwertige Stoffkreisläufe sind bislang die Ausnahme, und wirtschaftliche Anreize begünstigen häufig immer noch den Einsatz von Primärrohstoffen und den Neukauf von Produkten, anstatt deren Reparatur oder längere Nutzung. Dabei kann
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Bauck GmbH entstanden.
Zirkularität zielt darauf ab, Rohstoffverbräuche radikal zu reduzieren, durch Rohstoffeffizienz, Langlebigkeit von Produkten, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling.
Prof. Dr. Dirk Messner Präsident des Umweltbundesamtes
Wenn es uns gelingt, den Ressourcenschatz zu heben, den wir heute noch weitgehend achtlos wegwerfen oder aufwendig entsorgen, können wir sowohl Lösungen für die geoökonomischen und -politischen Fragen, als auch für die ökologischen Probleme unserer Zeit finden. Dann würde deutlich, dass der jährliche Erdüberlastungstag kein Naturgesetz ist, sondern ein Designfehler, den wir korrigieren können.

Wo kommen eigentlich gute Bio-Lebensmittel her? Zum Beispiel aus Rosche, nahe der Lüneburger Heide. Dort steht eine der modernsten Mühlenanlagen Europas. Betrieben wird sie von der Bauck GmbH, die 1969 aus biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfen hervorging und bis heute familien- und mitarbeitergeführt ist.
Jährlich verarbeitet der Betrieb rund 50.000 Tonnen Getreide zu Mehlen, Müslis, Porridges, Backmischungen und Veggie-Mischungen – ausschließlich aus Rohstoffen in Bio- oder Demeter-Qualität. Rund 150 Produkte umfasst das Sortiment unter der Marke Bauck Mühle, ein erheblicher Teil davon glutenfrei, weizenfrei oder vegan. Seit 2005 ist der Betrieb mit einer eigenen Mühle, separaten Mischanlagen und eigenem Prüflabor auch auf die Produktion glutenfreier Produkte spezialisiert.
Bio direkt beziehen – B2B und B2C Vertrieben werden die Produkte unter anderem über den Lebensmitteleinzelhandel, den Fachhandel sowie über einen eigenen Onlineshop, der kontinuierlich ausgebaut wird. Dort können Endkunden das gesamte Sortiment bequem nach Hause bestellen. Auch Rezeptideen und
saisonale Rabattaktionen machen den Shop zum Anlaufpunkt für alle, die Bio-Qualität bewusst einkaufen möchten.
Neben dem Endkundengeschäft betreibt das Unternehmen inzwischen einen eigenständigen B2BBereich, über den gewerbliche Abnehmer wie Bäckereien, Gastronomien, Hotels, Kitas, Schulen, Fitnessstudios und Kantinen Bio- und Demeter-Produkte direkt und in höheren Mengen bestellen können. Neben Kleinpackungen stehen dabei auch große 25-kg-Sackgebinde zur Verfügung.
Das Angebot schließt eine Lücke im bisherigen Vertriebsmodell: Es positioniert den Betrieb zwischen dem klassischen Großhandel und dem Direktversand an Endkunden, ohne einen dieser Kanäle zu ersetzen. Ziel ist es, hochwertige Bio-Lebensmittel dort verfügbar zu machen, wo sie bislang schwerer zugänglich waren: im Außer-Haus-Bereich, also in Restaurants, Bildungseinrichtungen oder Beherbergungsbetrieben. Größeren Abnehmern ist es nun möglich, auf allen Absatzkanälen zu bestellen.
Vertragsanbau, Energie und Emissionen Um den hohen Rohstoffbedarf zu sichern, schließt der Betrieb mit den landwirtschaftlichen Betrieben langfristige Abnahmeverträge – teils bereits im Winter für die übernächste Ernte. Das gibt Erzeugern wirtschaftliche Planungssicherheit und sichert Anbauflächen für den ökologischen Landbau.
Ziel ist es, hochwertige Bio-Lebensmittel dort verfügbar zu machen, wo sie bislang schwerer zugänglich waren.
Auch darüber hinaus hat das Bio-Unternehmen beim Wirtschaften die Gesundheit des Planeten im Fokus: Beim Thema Energie wird der gesamte Strombedarf aus Ökostrom gedeckt, teils durch eigene Photovoltaikanlagen auf den Betriebsgebäuden. Über eine Kooperation mit einer benachbarten Biogasanlage kann vollständig auf Erdgas verzichtet werden, wodurch jährlich mehrere hundert Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden können. Der Fuhrpark wird schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt.
Engagement vor Ort
Außerdem engagiert sich das Unternehmen regional. Mit jährlichen Pflanzaktionen werden Lebensräume für Insekten und Kleintiere geschaffen. Die örtliche Tafel erhält jährlich zahlreiche Produktspenden; regionale Vereine werden mit Sach- und Geldmitteln unterstützt. Als offizieller Partner des 1. FC Nürnberg, der Werder Bremen Frauen und von Holstein Kiel sowie mit zwei eigenen Foodtrucks macht die Bauck GmbH ihre Produkte auch einem breiteren Publikum zugänglich.
besuchen Sie unsere webseite: www.bauck.de

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung e. V. entstanden.
Damit die großen Agrarkonzerne an ihrem Geschäftsmodell nichts ändern müssen, haben sie eine erhebliche Lobbymacht aufgebaut. Auf diese Weise nehmen Agrarund Ernährungskonzerne direkten Einfluss auf die Politik und verhindern oft Gesetze zum Schutz der Umwelt oder der menschlichen Gesundheit. So spielen global tätige Fleischkonzerne mit gekauften Studien gezielt den Beitrag der Tierhaltung zur Klimakrise herunter. Und Pestizidkonzerne versuchen immer wieder, auf die Zulassung ihrer Produkte Einfluss zu nehmen.
In Deutschland teilen sich vier Supermarktketten rund 88 Prozent des Marktes auf. Die konzentrierte Marktmacht ermöglicht es den Konzernen, Preise zu diktieren. Agrarbetriebe sind sogenannte Preisnehmer. Denn während etwa ein Supermarkt zwischen vielen landwirtschaftlichen Betrieben wählen und von den günstigsten kaufen kann, haben Landwirt*innen weit weniger Möglichkeiten, ihre Produkte zu vermarkten.
Mais, Weizen und Reis – darauf beruht Ernährung weltweit. Exportstarke Anbauländer und wenige Agrarkonzerne dominieren die Märkte, von den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln Saatgut, Pestizide, Düngemittel bis zum Einzelhandel. Sie diktieren die Preise, für die Bäuer*innen bleibt nicht genug übrig.
Text Lena Luig
Als im Februar 2022 die russische Vollinvasion der Ukraine begann, schossen nicht nur die Öl- und Gaspreise in die Höhe. Auch die Weizenpreise stiegen – in den ersten zwei Wochen nach der Invasion um fast 50 Prozent.
Vermögensverwaltungen trieben Investoren an, in Agrarrohstofffonds anzulegen. Die fünf größten Agrarhandelskonzerne konnten ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt verdreifachen. Gleichzeitig stieg die Zahl der hungernden Menschen um 65 Millionen. Diese Ernährungsunsicherheit war das Ergebnis einer Preiskrise – und nicht einer tatsächlichen globalen Knappheit.
Auch in Deutschland waren und sind die Auswirkungen dieser Preiskrise deutlich zu spüren: Zwischen 2020 und Oktober 2025 stiegen die Lebensmittelpreise um 36,1 Prozent. Die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung, hat herausgefunden, dass die verarbeitende Industrie und der Lebensmitteleinzelhandel ihre Preisaufschläge in den vergangenen Jahren erhöhen konnten. Bei Landwirt*innen kommt davon allerdings oft wenig an. Immer mehr Bauernhöfe müssen aufgeben.



Von der monatelangen Blockade der Straße von Hormus profitieren vor allem Düngemittelkonzerne: In den ersten beiden Monaten nach Ausbruch des Kriegs haben Insider des größten Ammoniakherstellers CF Industries Aktien im Wert von mehr als 50 Millionen US-Dollar verkauft, während das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen bereits im März davor warnte, dass durch den Konflikt rund 45 Millionen Menschen zusätzlich in akute Ernährungsunsicherheit geraten könnten.
Während die Profite also bei einer kleinen Gruppe von Konzernen und deren Anteilseigner*innen landen, müssen Erzeuger*innen und Verbraucher*innen die Kosten der Krisen tragen. Soziale Ungleichheit wird verschärft. Warum ist unser Ernährungssystem so anfällig für Krisen und Preisschocks? Wie sähen nachhaltige, soziale und gesunde Auswege aus? Das hat der Konzernatlas 2026 untersucht, eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung, des Bundes für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) und des Dachverbandes Kritische Aktionärinnen und Aktionäre.
Auch in Deutschland waren und sind die Auswirkungen dieser Preiskrise deutlich zu spüren: Zwischen 2020 und Oktober 2025 stiegen die Lebensmittelpreise um 36,1 Prozent.
Lena Luig
Referentin Internationale Agrarpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Lobby- und Preissetzungsmacht großer Agrar- und Ernährungskonzerne zementiert ein Produktionsmodell, das nicht nachhaltig ist: Es beutet Umwelt und Beschäftigte aus, befeuert die Klimakrise und bringt oft gesundheitsschädliche, pestizidbelastete Produkte hervor. Doch dass wenige Konzerne unseren Speiseplan diktieren, muss nicht so sein.
Mit dem Konzernatlas 2026 wollen wir auch aufzeigen, welche politischen Weichen gestellt werden müssen, um die Konzernmacht im Ernährungssystem zu beschränken. Dabei gibt es neben den großen politischen Stellschrauben auch auf kommunaler Ebene zahlreiche Möglichkeiten, wie sich Bürger*innen und Verwaltung für eine gemeinwohlorientierte Ernährungspolitik stark machen können – denn was auf unseren Tellern landet, sollten wir selbst bestimmen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Konzernatlas ! boell.de/Konzernatlas

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Ölmühle Moog GmbH entstanden.
„Mit jedem Essen entscheiden wir über die Zukunft unseres Planeten“
Ein Gespräch mit Judith Faller-Moog, Gründerin und Inhaberin der Öl-Marke BIO PLANÈTE, über die Grenzen unseres Planeten und wie wir unsere Welt mit einem einfachen Speiseplan besser machen können.
Text Antje Steglich
Essen ist für uns Menschen bekanntermaßen lebenswichtig. Warum sind Sie überzeugt, dass es genauso entscheidend für die Gesundheit unseres Planeten ist?
Wir alle essen jeden Tag, um zu leben, also unsere Energiezufuhr zu decken und um gesund zu bleiben. Mit etwas Glück schmeckt es auch. Doch alles, was wir 8 Milliarden Menschen essen, muss angebaut, verarbeitet, transportiert, gehandelt und zubereitet werden. Und nebenher entsteht natürlich auch Abfall. Dieses riesige, weltweite Ernährungssystem verursacht heute rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig beeinflusst es den Wasserverbrauch, die Artenvielfalt, Böden und Wälder. Essen ist also ein riesiger Hebel: für uns und für das Gleichgewicht unserer Umwelt.
Landnutzung, Treibhausgasemissionen und Biodiversität. Wir mussten erkennen, die Grenzen dieser fünf Erdsysteme wurden bereits überschritten, was nun auch mit dazu führt, dass es heißer wird, die Meeresspiegel steigen, Tierarten aussterben…

Warum und wie sehr ist unsere Erde bereits aus dem Gleichgewicht geraten?
Um das zu erkennen, wurde das wissenschaftliche Konzept der »planetaren Grenzen« (planetary boundaries) entwickelt. Es besagt, dass es 9 große Erdsysteme gibt, die sich innerhalb ihrer maximalen Belastungsgrenzen befinden müssen, damit unsere Lebensgrundlage auf der Erde erhalten bleibt. Fünf davon werden von unserem Ernährungssystem beeinflusst: zum Beispiel
Alles, was wir acht Milliarden Menschen essen, muss angebaut, verarbeitet, transportiert, gehandelt und zubereitet werden.
Judith Faller-Moog Gründerin und Inhaberin der Öl-Marke BIO PLANÈTE
Können wir überhaupt noch etwas zum Positiven verändern?
Absolut. Und genau darin liegt für mich die wichtigste Botschaft: Forschende haben mit der sogenannten
»Planetary Health Diet« gezeigt, wie sich die Menschheit weltweit gut und gesund ernähren kann, ohne die planetaren Grenzen zu sprengen. Ich sehe darin eine Art Ernährungskompass. Der ist gar nicht kompliziert und ermöglicht es jedem von uns, unsere Zukunft mit Genuss positiv mitzugestalten.
Auf welche Lebensmittel würde dieser Kompass im Supermarkt zeigen?
Drei Dinge. Erstens: Bio-Produkte – am besten regional und saisonal. Sie greifen deutlich weniger in die Stickstoff- und Phosphorkreisläufe ein, schützen unser Grundwasser, und Bio-Flächen erhalten nachweislich mehr Biodiversität. Zweitens: Mehr pflanzliche als tierische Proteine, weil vor allem Massentierhaltung immer auch mit höheren Treibhausgasemissionen und Landverbrauch einhergeht. Und drittens: Frische und natürliche Lebensmittel. Viele hoch verarbeitete Nahrungsmittel enthalten deutlich mehr Zucker, versteckte Fette und unnötige Zusatzstoffe. Oder es können wie beim industriellen Raffinieren von Speiseölen wertvolle Fettbegleitstoffe wie Vitamin E verloren gehen. Es ist also eine Win-Win-Situation: Wenn wir uns mehr in die Richtung der »Planetary Health Diet« bewegen, entlasten wir nicht nur die Umwelt, sondern ernähren uns auch gesünder.
Sie selbst leiten die Bio-Ölmühle hinter der Marke BIO PLANÈTE. Warum engagieren Sie sich persönlich so stark für die planetare Gesundheit? Weil mich das Thema schon mein ganzes Leben begleitet. Meine Familie kaufte in den 1980er Jahren in Südfrankreich einen alten Bio-Bauernhof mit dem Namen »Domaine de la planète« – auf Deutsch in etwa »Landgut des Planeten«. Als wir damals unsere ersten Bio-Öle auf den Markt brachten, wollten wir zeigen: Lebensmittel können nicht nur satt machen, sondern auch positiv auf Umwelt und Gesundheit wirken. Deshalb heißt unser Leitmotiv bei BIO PLANÈTE #essenverändertdiewelt. Weil wir alle mit jedem Essen, mit jedem Einkauf den Zustand unseres Planeten und damit unsere Zukunft positiv mitgestalten können.

Essen ist eine bewusste Entscheidung. Für Geschmack, der inspiriert. Für Qualität, die man spürt. Für Menschen, die Verantwortung übernehmen. #ESSENVERÄNDERTDIEWELT
Deutschland verbraucht pro Kopf rund 16 Tonnen Rohstoffe im Jahr. Das ist das Gewicht von zehn Mittelklasse-PKW. Pro Person. Jedes Jahr. Wissenschaftlich tragfähig wären höchstens acht. Wir leben also auf Pump – bei der Natur, zukünftigen Generationen und den Weltmärkten. Wer das nur als Umweltproblem liest, hat die Hälfte verpasst.
Text Rebecca Tauer
Europa verbraucht ein Viertel der globalen Rohstoffe und fördert selbst nur einen Bruchteil davon. Bei kritischen Materialien wie Lithium, Kobalt oder seltenen Erden hängen wir am Tropf weniger Lieferländer. Der Krieg in der Ukraine oder chinesische Exportrestriktionen zu seltenen Erden haben gezeigt, was das bedeutet: explodierende Preise, unterbrochene Lieferketten, Produktionsstillstände. Hoher Rohstoffverbrauch ist deshalb längst nicht mehr nur eine ökologische Frage. Es ist ein Klumpenrisiko – ein strategisches Risiko für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Versorgungssicherheit.
Genau deshalb reicht Effizienz allein nicht mehr aus. Wenn Deutschland resilienter und unabhängiger werden will, muss der absolute Rohstoffverbrauch sinken. Hier setzt das 8-Tonnen-Leitziel der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie an.
Ende 2024 hat sich die damalige Bundesregierung dazu bekannt, den Pro-Kopf-Verbrauch bis 2045 zu halbieren. Das klingt ambitioniert, ist aber realistisch, wenn wir Kreislaufwirtschaft nicht länger auf Recycling reduzieren. Die neue Bundesregierung hat das Ziel bislang nicht explizit bekräftigt, umso wichtiger, dass
Unternehmen und Branchenverbände jetzt Druck machen, damit es nicht still beerdigt wird.
Die politische Aufgabe ist klar: steuerliche Vorteile für Reparatur und Secondhand, eine öffentliche Beschaffung, die zirkuläre Lösungen bevorzugt, und Preise, die ökologische Folgekosten realistischer abbilden.
Aus dem Werkzeug, der Waschmaschine, dem Bohrhammer wird ein Service. Aus dem Verkauf wird eine Kundenbeziehung. Wer Produkte zweimal vermietet statt einmal verkauft, braucht weniger Material und kann über die Laufzeit mehr verdienen als mit dem Einmalverkauf.
Die wirtschaftliche Logik dahinter ist in den Unternehmen angekommen. In Gesprächen mit Unternehmensvertretern geht es heute selten noch um das „Ob“, sondern um das „Wie“. Viele erproben bereits zirkuläre Geschäftsmodelle, Rücknahmesysteme oder Refurbishment-Angebote. Die eigentliche Herausforderung liegt woanders: Wie werden solche Modelle wirtschaftlich bewertet? Und wie kommen sie aus den Pilotphasen in die Skalierung?

Rebecca Tauer
Leiterin Kreislaufwirtschaft beim WWF Deutschland
Denn der eigentliche Hebel liegt vor dem Recycling: Produkte länger nutzen und gemeinsam nutzen, sie reparieren und wiederaufarbeiten.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der IFCO Management GmbH entstanden.
Kreislaufwirtschaft macht Lieferketten zukunftsfähig. Besonders relevant ist das dort, wo täglich große Mengen frischer Lebensmittel transportiert werden: vom Erzeuger über den Handel bis in die Supermärkte. Welche Rolle Digitalisierung dabei spielt und warum Cradle to Cradle Certified® ein wichtiger Maßstab ist, erklärt Iñigo Canalejo, Chief Sustainability Officer bei IFCO, im Interview.
Text Cornelia Weiss
Herr Canalejo, was ist der IFCO SmartCycle und warum ist er ein Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Praxis?
Unsere Mehrwegbehälter werden vor allem für Obst und Gemüse, aber auch für Fleisch, Fisch und Backwaren eingesetzt. Sie begleiten die Waren entlang der gesamten Lieferkette – vom Erzeuger über Logistik zentren und den Lebensmitteleinzelhandel bis in die Filiale.
Unsere Mehrwegbehälter begleiten die Waren entlang der gesamten Lieferkette.
nutzen die Behälter nach Bedarf, ohne die Verpackungen selbst kaufen, lagern oder verwalten zu müssen.
Warum ist dieses Modell nachhaltiger als Einwegverpackungen?

Einwegverpackungen werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt oder recycelt. Das verbraucht fortlaufend natürliche Ressourcen, Energie und Wasser und erzeugt Abfall. Mehrwegverpackungen werden immer wieder eingesetzt und am Ende ihres langen Lebenszyklus werden aus dem Material neue Behälter hergestellt.
Nach jeder Nutzung werden die leeren Behälter zusammengeklappt, gesammelt, in unseren Service-Centern gereinigt, desinfiziert und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Eine Lebenszyklusanalyse des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) zeigt, dass der Transport in IFCO-Mehrwegbehältern im Vergleich zu Einwegkartonverpackungen über 60 Prozent CO 2 einsparen kann. Gleichzeitig entstehen weniger Lebensmittelverluste, weil die Produkte besser geschützt sind.
Die Regulierung kommt so oder so. Die EU verschärft die Anforderungen an Reparierbarkeit, Ersatzteilverfügbarkeit, Haltbarkeit und Rezyklateinsatz in immer mehr Produktgruppen. Mit der neuen Ökodesign-Verordnung entstehen schrittweise neue Marktstandards. Seit Juni 2025 müssen Smartphones reparierbar sein, Ersatzteile sieben Jahre verfügbar bleiben, Akkus austauschbar. Der digitale Produktpass macht Materialherkunft und Reparierbarkeit für Käufer und Regulatoren transparent. Die Frage ist nur, ob deutsche Unternehmen den Markt definieren, oder ob es Anbieter aus Frankreich, den Niederlanden oder China sein werden, die uns entsprechend beliefern.
Das bedeutet: Wiederverwendbare Behälter werden zu digitalen Datenpunkten in der Frischelogistik – ohne dass zusätzliche Komplexität auf Kundenseite entsteht. Die digitale Steuerung des Mehrwegpools ist ein wichtiger nächster Schritt. Wenn wir wissen, wo sich Transportbehälter befinden und wie sie genutzt werden, lassen sie sich effizienter einsetzen und häufiger wiederverwenden. Gleichzeitig werden Warenströme transparenter – etwa durch bessere Routenplanung, Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette und die Überwachung der Kühlkette.
IFCO wurde zum dritten Mal Cradle-to-Cradle-zertifiziert. Was bedeutet dieser internationale Standard? Cradle to Cradle Certified® ist einer der weltweit anspruchsvollsten Standards für Produktzirkularität. Unsere aktuelle Rezertifizierung gemäß Version 4.1 bestätigt, dass unsere europäischen Lift-Lock-Mehrwegbehälter diese hohen Anforderungen erfüllen und sogar übertreffen. Sie bleiben die einzigen Mehrwegbehälter für frische Lebensmittel, die in drei zentralen Bewertungen jeweils Silber erreichen: in der umfassenden Produktprüfung, bei der Materialqualität und bei der Kreislauffähigkeit.
Für Händler und Erzeuger bedeutet die Zertifizierung vor allem Vertrauen und Transparenz. Sie bewertet den gesamten Lebenszyklus eines Produkts – von Materialsicherheit, Ressourcennutzung und Klimaauswirkungen bis hin zu sozialer Verantwortung. Damit erhalten Kunden eine wissenschaftlich fundierte Bestätigung, dass der IFCO SmartCycle Kreislaufwirtschaft konsequent umsetzt.
Über IFCO
Iñigo Canalejo Chief Sustainability Officer bei IFCO
Das Besondere daran ist unser Geschäftsmodell, der SmartCycle: Unsere Behälter können über hundertmal wiederverwendet werden. Unsere Kunden teilen und
Welche Rolle spielt die Digitalisierung? Die Digitalisierung hebt die Kreislaufwirtschaft auf die nächste Stufe. Der IFCO SmartCycle sorgt bereits heute dafür, dass Mehrwegbehälter im Umlauf bleiben. Mit IFCO Digital wird dieser physische Kreislauf zusätzlich zu einem intelligenten Netzwerk.
IFCO mit Sitz in Pullach bei München ist ein weltweit führender Anbieter von wiederverwendbaren Verpackungslösungen für frische Lebensmittel und befähigt Kunden in über 50 Ländern, an der Kreislaufwirtschaft teilzunehmen. Das Unternehmen betreibt ein globales Pooling-System von über 400 Millionen Mehrwegbehältern (Reusable Packaging Containers – RPCs), die jährlich für etwa 2,5 Milliarden Auslieferungen eingesetzt werden.
Weitere Informationen: www.ifco.com
Drei Argumente, warum Unternehmensführungen das Thema Kreislaufwirtschaft strategisch priorisieren sollten. Erstens Rohstoffsicherheit: Wer Material im Kreislauf hält, reduziert Abhängigkeiten und Preisschocks. Zweitens Kundenbindung: Wer ein Produkt zehn Jahre wartet, schafft langfristige Kontakte, Service-Umsätze und sammelt Daten. Drittens Vorsprung: Zirkuläre Modelle brauchen Investitionen in Partnerschaften, Reverse Logistics, Datensysteme, Produktdesign. Diese Lernkurve lässt sich nicht in zwei Quartalen aufholen.
Das Acht-TonnenZiel ist erreichbar. Aber nicht mit Effizienz allein.
Damit zirkuläre Geschäftsmodelle skalieren können, braucht es jedoch ein Marktumfeld, das zirkuläre Lösungen nicht länger systematisch benachteiligt. Heute ist es oft noch günstiger, neue Rohstoffe einzusetzen und Produkte schnell zu ersetzen, als sie zu reparieren, zurückzunehmen oder wiederaufzuarbeiten. Genau hier liegt die politische Aufgabe: Investitionen in Langlebigkeit, Wiederverwendung und zirkuläre Wertschöpfung wirtschaftlich attraktiver zu machen. Etwa durch steuerliche Vorteile für Reparaturen und Secondhand, durch öffentliche Beschaffung, die zirkuläre Lösungen bevorzugt, und durch Preise, die ökologische Folgekosten realistischer abbilden. Der Staat allein kauft jährlich für mehrere hundert Milliarden Euro ein und kann damit ganze Märkte
bewegen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob Kreislaufwirtschaft stattfindet. Sondern ob die wirtschaftlichen Spielregeln lineare oder zirkuläre Modelle belohnen. Das Acht-Tonnen-Ziel ist erreichbar. Aber nicht mit Effizienz allein. Wissenschaftliche Modellierungen zeigen klar, Technische Verbesserungen bringen uns runter auf elf Tonnen, aber nicht auf acht.
Das ist anstrengend. Es ist aber auch die nüchternste Antwort auf eine geopolitisch unruhige Welt. Resilienz, Versorgungssicherheit, Klimaund Naturschutz zeigen alle in dieselbe Richtung. Wer jetzt zirkulär wird, gewinnt drei Wetten gleichzeitig.

Den Rest schaffen wir nur, wenn Wirtschaft und Politik strukturell anders denken: weg vom Verkauf einzelner Produkte, hin zu Geschäftsmodellen, die mit weniger Material mehr Wert schaffen.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG entstanden.
Warum eine Geschäftsidee von 1908 heute moderner ist als je zuvor
Kreislaufwirtschaft ist mehr als ein Schlagwort. Sie ist ein wirtschaftliches Konzept, das Rohstoffe schont, Emissionen reduziert und Unternehmen zukunftssicher macht. Doch was vielversprechend klingt, ist in der Praxis oft mit Herausforderungen verbunden.
Text Georg Sandmann
Für den Textildienstleister Mewa ist dies allerdings gelebte Praxis und Grundlage des Geschäftsmodells. Das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden gehört zu den Marktführern von textilen Mehrwegservices für Industrie, Handwerk und Gewerbe.
Wir setzen mit unserem Geschäftsmodell auf gelebte Kreislaufwirtschaft – mit langlebigen Produkten im Rundum-Service, reparaturfähigen Textilien und ressourcenschonenden Prozessen. So erleichtern wir es Unternehmen, nachhaltig zu wirtschaften.“

Als Weberei gegründet, stattet es heute über 200.000 B2B-Kunden in 26 Ländern mit Textilien für den Job aus. Arbeitskleidung, Putztücher und Matten liefert es in einem geschlossenen Kreislauf: Bereitstellung, Pflege, Kontrolle und Reparatur der Textilien gehören dazu. Anschließend erhalten die Kunden ihre Ausstattung frisch gewaschen zurück. So verbleiben Produkte lange in der Nutzung – oft über viele Jahre hinweg. Michael Kümpfel, CCO der Unternehmensgruppe, betont: „Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern unsere Verantwortung.
Der ökologische Ansatz geht weit über das Wiederverwenden hinaus: Die Umwelttechnik sorgt dafür, dass ausgewaschene Öle als Energiequelle für Trockner genutzt werden. Betriebliche Abwärme dient dem Heizen und das Wassermanagement spart 50 % Frischwasser. Auch bei der Produktion denkt man in dem familiengeführten Unternehmen nachhaltig: Recycelte Garne kommen in der firmeneigenen Weberei zum Einsatz, während Baumwollflusen als Dämmmaterial an die Autoindustrie weitergegeben werden.
Foto: MEWA
Ein Mehrwegputztuch kann bis zu 50-mal gewaschen werden. Das reduziert den ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu Einwegmaterialien um das Drei- bis Sechsfache und zeigt: Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend – sie ist eine Notwendigkeit und wirtschaftliche Chance zugleich. Soll der Kreislauf lückenlos funktionieren, rückt ein Aspekt in den Fokus: das Recycling. Hochwertige Berufskleidung besteht aus komplexen Mischgeweben und funktionalen Details wie Taschen oder Reflexelementen. Diese Qualität ist im Nutzungskreislauf ein Vorteil, macht das Recycling jedoch technisch anspruchsvoll. Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, engagiert sich der Dienstleister im europäischen Branchenverband European Textile Services Association und arbeitet dort im Rahmen einer Initiative mit dem polnischen Recyclingunternehmen PPHU TUR und weiteren europäischen Textildienstleistern daran, ausgediente Berufskleidung in den Kreislauf zurückzuführen. Die Textilien werden mechanisch recycelt und als Materialien etwa für Dämmstoffe im Bauwesen oder für Anwendungen in der Automobilindustrie weiterverwendet. Das reduziert Abfälle und bereichert gleichzeitig den Beschaffungsmarkt für recycelte Materialien im B2B-Bereich. Weitere Forschungsprojekte rund um Recycling und ökologische Nachhaltigkeit werden vorangetrieben. Im Rahmen des ehrgeizigen Förderprojekts „The Key“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, wollen Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft Polyester aus Mischfasern durch chemisches Recycling zurückgewinnen, damit daraus neue Textilien entstehen können. „Ein wirklich geschlossener Kreislauf endet nicht mit der letzten Nutzung“, so Diana Wolf, Projektleiterin und verantwortlich für den Bereich Forschung und Entwicklung für Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Mewa. „Er beginnt dort, wo gemeinsam neue Lösungen entstehen.“
Noch steht die Forschung am Anfang, doch das Ziel ist klar: Aus alten Textilien soll neue Kleidung werden. Sollte das gelingen, hätten die Projektpartner von „The Key“ ein Modell mit Zukunft geschaffen – für sich und die gesamte Branche.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.mewa.de

Dieser

Für viele Unternehmen ist Klimaneutralität noch immer ein Projekt für irgendwann. Bei Steinbeis Papier ist Nachhaltigkeit seit 1976 gelebte Realität. Das Jahr, in dem wir entschieden haben, unsere Produktion vollständig auf Recyclingpapier umzustellen – als konsequenter Ausdruck unserer Werte, nicht als spontane Reaktion auf einen Trend. Seitdem gehen wir unseren eigenen nachhaltigen Weg mutig weiter, immer in Richtung einer modernen, zukunftsfähigen, möglichst klimaneutralen Industrie. Immer TOWARDS ZERO.
TOWARDS ZERO ist die Beschreibung einer Haltung, die alle Aspekte unserer Fertigung erfasst: den Rohstoff, das Wasser, die Energie und unsere CO2-Bilanz. Jeder Schritt auf diesem Weg ist messbar. Und jeder Fortschritt ein Beweis dafür, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sein müssen – wenn man es wirklich ernst meint.
Beim Holz haben wir unser Ziel längst erreicht. Statt aus Frischfasern stellen wir unser Papier zu 100 % aus Altpapier her. Kein neuer Baum wird für unsere Produkte gefällt – stattdessen geben wir gebrauchtem Papier aus Haushalten und dem Gewerbe ein neues Leben als hochwertiges, grafisches Recyclingpapier, das nach seiner Nutzung wieder dem Kreislauf zugeführt werden kann. Wälder bleiben als aktive CO2-Speicher erhalten. Biodiversität wird geschützt. Was wie eine einfache Entscheidung klingt, ist in Wirklichkeit der konsequenteste Beitrag, den ein produzierendes Unternehmen zum Klimaschutz leisten kann.
Aber TOWARDS ZERO ist eine Vision, die alle Aspekte unserer Fertigung abdeckt. Unser Wasser zum Beispiel, mit eine der wichtigsten Ressourcen bei der Papierherstellung, beziehen wir ausschließlich von der Oberfläche der Elbe und nutzen es mehrfach in hocheffizienten, weitgehend geschlossenen Kreisläufen. Grundwasserreserven bleiben vollständig unberührt. Was nach dem Produktionsprozess verbleibt, reinigen wir in unserer eigenen vollbiologischen Kläranlage –auf höchstem ökologischen Niveau, bevor es in den Fluss zurückfließt. So benötigen wir im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier 79 % weniger Wasser in unserer Produktion.
Ähnlich klar sind die Zahlen beim Energieverbrauch. Dank Altpapier als Rohstoff, einer vollintegrierten Fabrik und jahrzehntelanger Investitionen in Effizienz benötigen wir 73 % weniger Energie als bei Papieren aus Primärfasern. Die Energie, die wir brauchen, produzieren wir nachhaltig in der eigenen Gruppe – in zwei eigenen Kraftwerken, die durch Kraft-Wärme-Kopplung mit Ersatzbrennstoffen und Biomasse betrieben werden. Durch diese intelligente Nutzung von Ressourcen sparen wir signifikant CO2 ein und bewahren gleichzeitig unsere Unabhängigkeit in einem immer komplexer werdenden Energiemarkt. Ab 2026 wird der Grünstromanteil rund 80 % – nachhaltig erzeugt in der eigenen Gruppe –betragen, bis 2030 sollen es 100 % Grünstrom sein.
So entsteht der ganzheitliche Corporate Carbon Footprint (CCF) – eine ehrliche und präzise Grundlage für alle unsere zukünftigen Entscheidungen. Denn nur was transparent gemessen wird, kann auch gezielt reduziert werden.
Für viele Unternehmen ist Klimaneutralität noch immer ein Projekt für irgendwann.
Die Vision, die diesen Entscheidungen zugrunde liegt, ist klar: Bis spätestens 2040 wollen wir Netto-NullEmissionen erreichen und klimaneutral produzieren. Unsere direkten Emissionen liegen heute bereits 82 % unter dem Niveau von 1990 – das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bis 2030 werden wir die Emissionen in Scope 1 und 2 um 96 % und gesamthaft über alle Scopes um 73 % reduziert haben. Dafür investieren wir weiterhin mutig in innovative Technologien, Grünstrom und in unsere Energieeffizienz. In der aktiven Zusammenarbeit mit unseren Partnern versuchen wir außerdem, alle Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette drastisch zu senken.

So schauen wir trotz der großen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. TOWARDS ZERO ist dabei kein Alleingang – es ist eine Einladung. An Kunden, die bewusste Entscheidungen treffen wollen. An Lieferanten, die unsere Werte teilen. Und an alle, die mit uns gemeinsam neue Maßstäbe setzen wollen. Schritt für Schritt TOWARDS ZERO.

Unser neuester großer Schritt TOWARDS ZERO ist ein Schritt in Richtung maximaler Transparenz. Um klar und deutlich zu wissen, wo wir stehen und wo wir in Zukunft noch nachbessern müssen, bilanzieren wir unsere Emissionen nach dem weltweit führenden Standard: dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Das heißt, wir erfassen nicht nur die Emissionen, die direkt in unserer Produktion entstehen (Scope 1), sondern auch die der Energie, die wir beziehen (Scope 2), sowie alle Emissionen entlang unserer gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3).
Erfahren Sie mehr über unseren Weg und wie Sie ihn mit uns gehen können unter: www.stp.de
Wie wird Recyclingpapier hergestellt?
QR-Code scannen, um einen kurzen Film bei Youtube über unsere Recyclingpapierherstellung zu sehen.
„Recycling allein reicht nicht aus“
Verpackungsmüll ist trotz steigender Recyclingquoten nach wie vor ein großes Umweltproblem. Im Interview mit Rebecca Kramer (Geschäftsführerin Sonett) sprechen wir über die Grenzen des Recyclings, die Chancen von Mehrwegsystemen und die Bedeutung geschlossener Materialkreisläufe für den Ressourcen- und Klimaschutz.
Texte Georg Sandmann
Wa rum gilt Verpackungsmüll weiterhin als eines der großen Probleme im Bereich Konsum und Haushalt?
Sowohl die enormen Mengen als auch die Qualität der am Markt verfügbaren Rezyklate sind ein großes Problem. Deshalb setzen einige Hersteller zunehmend auf eigene Mehrweg- und Recyclingsysteme, um Materialien länger im Kreislauf zu halten und den Verbrauch neuer Rohstoffe zu verringern.
Warum ist Recycling allein aus Sicht vieler Expert*innen nicht ausreichend, um Ressourcen langfristig zu schonen?
Auch Recycling ist endlich. Kunststoffe können nicht unbegrenzt ohne Qualitätsverluste recycelt werden. Um Ressourcen langfristig zu schonen, sollten Wiederverwendung und Wiederbefüllung von Verpackungen Priorität haben. Ebenso wichtig sind sortenreine Materialien, da sie eine hochwertige Wiederverwertung überhaupt erst ermöglichen.
Welche Vorteile bieten Mehrweg- und Wiederverwendungssysteme im Vergleich zu klassischen Einwegverpackungen?
Eine Verpackung, die viele Male genutzt wird, ersetzt zahlreiche Einwegverpackungen und spart dadurch große Mengen Kunststoff ein. In der Folge sinken auch

Energieverbrauch und CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mehrwegsysteme sind deshalb ein wichtiger Baustein, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Verpackungskreisläufe nachhaltiger zu gestalten.
Um Ressourcen langfristig zu schonen, sollten Wiederverwendung und Wiederbefüllung von Verpackungen Priorität haben.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Rückführung und Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen?
Rücknahmesysteme kommen bei Endkund*innen zwar in der Regel sehr gut an, und auch viele Naturkostfachgeschäfte sowie Bio-Großhändler beteiligen sich bereits aktiv an entsprechenden Systemen. Größere Bio- und Handelsketten halten sich jedoch zum Teil noch zurück.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Sonett GmbH entstanden.
Mit eigenem Mehrweg- und Recyclingsystem Kunststoffabfall reduzieren.
Mit seinem Mehrweg- und Recyclingsystem verfolgt Sonett das Ziel, Verpackungen möglichst lange im Kreislauf zu halten und wertvolle Ressourcen zu schonen. Im Interview spricht Geschäftsführerin
Rebecca Kramer über die Entstehung des Projekts, bisherige Erfolge und die nächsten Schritte.
Wie kam Sonett auf die Idee, ein Mehrweg- und Recycling-System zu entwickeln?
Sonett wurde 1977 aus Sorge und Verantwortung für das „Wasser als Träger alles Lebendigen“ gegründet. Dazu gehört neben unseren konsequent ökologischen Inhaltsstoffen gleicherweise die Nachhaltigkeit der Verpackungen. Unsere Bemühungen um alternative Bio-Kunststoffe zeigen bisher, dass diese für die Verpackung von Waschund Reinigungsmitteln nicht geeignet sind. Seit jeher bieten wir zu unseren Kleingebinden Nachfüllflaschen und -kanister an. Im Zuge des Aufkommens der neuen UnverpacktBewegung kam vor ca. 7 Jahren die Frage auf, Leerkanister zurückzunehmen und wieder zu befüllen. Bis zu 80 % der zurückgenommenen Kanister können so erneut genutzt werden. Kanister, die nicht wieder befüllt werden können, werden geschreddert und neuen Sonett Flaschen mit einem Anteil von bis zu 50 % zugemischt.
Wie funktioniert die Rückgabe und was passiert mit dem Kunststoff?
Die leeren Sonett Gebinde werden über den Bio-Großhandel oder über Mehrwegkartons von den Bio- und Unverpacktläden an uns retourniert, sortiert, gereinigt und entweder wieder befüllt oder mit einem Rezyklat-Anteil von bis zu 50 % neuen Flaschen beigemischt.

Bis zu 80 % der zurückgenommenen Kanister können so erneut genutzt werden.
Rebecca Kramer Geschäftsführung Sonett GmbH
Im nächsten Schritt haben wir unseren Bioläden angeboten, auch leere Kleingebinde von den Kund*innen zurückzunehmen. Dafür haben wir die Sonett Sammelboxen konzipiert, so dass wir unseren Kund*innen damit ein Wiederbefüll-System als auch ein Sonett-eigenes PE-Recycling-System anbieten können.
Warum will Sonett nur eigenes PE-Material im Kreislauf führen?
Weil wir nur so wissen, was in den Flaschen vorher enthalten war. So können wir uns sicher sein, dass unsere Verpackungen keine unerwünschten Reststoffe, wie z.B. synthetische Duftstoffe enthalten. Deshalb kommt für uns nur eigenes PE-Material in Frage.
Welche Erfolge konnten seit dem Start 2019 erzielt werden, wie viel Kunststoff konnte durch das Rückgabesystem eingespart werden?
Wir haben die Rücknahme 2019 zusammen mit damals 20 Unverpackt-Läden als kleines Pilotprojekt gestartet. Mittlerweile haben wir deutschlandweit etwa 640 Sammelboxen ausgegeben. Auch unsere Großhändler in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sind inzwischen Teil des Mehrweg- und RecyclingSystems und helfen bei der Rückführung.
In 2025 konnten durch die beiden Kreisläufe „Mehrweg“ und „Recycling“ 34,6 t Kunststoff eingespart werden – Tendenz steigend. Bis zu 80 % der Kanister können wieder befüllt werden, was nicht nur eine enorme Kunststoff-Einsparung, sondern zugleich auch eine erhebliche CO2-Reduzierung bedeutet.
Herausfordernd ist zudem die gesamte Logistik, also das Sammeln, Transportieren und Sortieren der Verpackungen. Hinzu kommen die technischen Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um eine markenspezifische und hochwertige Wiederverwertung des Kunststoffs überhaupt zu ermöglichen.
Warum ist die Qualität des recycelten Materials entscheidend für funktionierende Kreislaufsysteme? Um einen werterhaltenden Kreislauf zu kreieren, benötigt es hochwertige Kunststoffe wie z.B. HDPE. Hier ist die Wahrscheinlichkeit von Downcycling wesentlich geringer. In Rezyklaten aus dem Gelben Sack können sich Rückstände von künstlichen Duftstoffen oder anderen Störstoffen finden, die die Qualität des Materials erheblich verschlechtern. Außerdem besteht die Problematik der Kontamination, das bedeutet, dass in Rezyklaten Reststoffe des Ursprungsinhaltes verbleiben könnten und damit in neue Produkte übergehen könnten.
Welche Bedeutung haben geschlossene Materialkreisläufe für den Klima- und Ressourcenschutz? Geschlossene Materialkreisläufe erlauben eine ressourcenschonendere Rückführung gleicher Materialien. So können bei bestimmten Materialien Recyclingquoten von über 90 % erreicht werden. Im Gegensatz zu linearen Systemen, bei denen die Verpackungen in der Verbrennung landen, schafft ein Recyclingsystem Strukturen, in denen Materialien wiederverwendet oder als Rezyklat weiterverarbeitet werden können. Neben der Einsparung von Kunststoffen und damit CO2 erfordert die Wiederaufbereitung in geschlossenen Materialkreisläufen bis zu 75 % weniger Energie.
Warum tun sich viele Unternehmen bislang schwer damit, eigene Rücknahme- oder Mehrwegsysteme aufzubauen?
Die Recyclingwirtschaft ist auf Großmengen und standardisierte Prozesse eingestellt. Kleinteiligere Lösungen erfordern dagegen einen höheren technischen und logistischen Aufwand, sind enorm kostenaufwändig und bedürfen hoher Nachhaltigkeitsideale.

Um ein realistisches Bild in Bezug auf die Rückholung der Gebinde und den Klimaschutz zu gewinnen, haben wir 2021 eine Studie beauftragt, die dabei nicht nur CO2, sondern alle relevanten Klimagase mit einbezieht und in CO2-Äquivalente umrechnet. Das wird auf unserer Homepage ausführlich erläutert.
Wie geht es weiter mit dem Projekt – Ziele? Nachdem dieses Projekt nun eine eigenständige Abteilung geworden ist und die Prozesse Mehrweg und Recycling gut ineinandergreifen, wollen wir im nächsten Schritt den Bereich Recycling weiter ausbauen. Um aus gebrauchten Sonett Gebinden neue zu machen, muss das Material geschreddert, gewaschen, getrocknet und vermahlen werden. Bisher lassen wir die geschredderten Flakes noch extern waschen, sind aber intensiv daran, eine eigene FlakesWaschanlage zu entwickeln, so dass auch hier jeglicher Eintrag von Fremdstoffen ausgeschlossen ist. Wir sehen noch erhebliches Potenzial, die Rücknahme von Leergebinden auszuweiten, um noch sehr viel mehr wertvolles Polyethylen einsparen zu können.
Sonett Anwender*innen können eine Sammelbox für die Rückgabe nutzen. Wo findet man diese?
Die Sammelboxen finden sich im deutschen und niederländischen Biofachhandel – allerdings noch längst nicht flächendeckend. Sollte sich in Ihrem Geschäft vor Ort keine Sonett Sammelbox befinden, dürfen Sie sich gerne mit Angabe Ihrer PLZ an unsere Kund*innenberatung wenden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.sonett.eu

Dieser

Viele Wildbienen benötigen offene Bodenstellen zum Nisten. Ebenso wichtig sind natürliche Strukturen wie Totholz, Laubhaufen, Trockenmauern oder heimische Wildsträucher. Sie bieten Nahrung, Schutz und Überwinterungsquartiere.
Was als Engagement für

Wildbienen begann, entwickelte sich zu einer bundesweiten Bewegung für mehr biologische Vielfalt.


Text Corinna Hölzer
Wie die Stiftung für Mensch und Umwelt Menschen bewegt und Lebensräume zurückbringt
Die Berliner Stiftung für Mensch und Umwelt setzt sich seit 2010 dafür ein, Menschen für den Schutz der biologischen Vielfalt zu begeistern und dabei Zuversicht zu vermitteln. Für das Gründerpaar Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer ist dies eine Lebensaufgabe.
„Naturschutz gelingt dann, wenn Menschen Zusammenhänge erkennen und ihr eigenes Tun als sinnvoll erleben“, sagt Dr. Corinna Hölzer. Statt auf Verbote und Verzicht zu setzen, verfolgen sie mit ihrem Stiftungsteam den Ansatz: informieren, motivieren und aktivieren.
Klimakrise und Artensterben werden häufig getrennt diskutiert, sind aber zwei Seiten derselben Medaille. Intakte Ökosysteme speichern Kohlenstoff, kühlen ihre Umgebung und helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Biodiversität ist damit eine zentrale Grundlage für unsere Gesundheit, unseren Wohlstand und unsere Zukunft.
Nicht nur reden, sondern handeln Die Stiftung arbeitet bundesweit, hat ihre Wurzeln jedoch in Berlin. Dort entwickelt und realisiert sie seit vielen Jahren Modellprojekte für mehr Stadtnatur. Das Team plant Lebensräume, begleitet Wohnungsbauunternehmen und Kommunen bei der Umgestaltung ihrer Grünflächen und greift häufig selbst zum Spaten. „Wer Biodiversität fördern will, muss ihre Schönheit sichtbar machen“, sagt Cornelis Hemmer.
So entstehen Naturgärten, Trittsteinbiotope und sogenannte PikoParks. Heimische Wildpflanzen ersetzen monotone Rasenflächen, Totholz und Steine schaffen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Gleichzeitig entstehen attraktive Orte für Nachbarschaften und Begegnungen.
Deutschland summt! als bundesweite Bewegung Aus dieser Überzeugung heraus entstand 2010 die Initiative Deutschland summt!. Was als Engagement für Wildbienen begann, entwickelte sich zu einer bundesweiten Bewegung für mehr biologische Vielfalt. Heute beteiligen sich Kommunen, Unternehmen, Schulen, Kitas, Vereine und Privatpersonen in ganz Deutschland.
Ein Herzstück der Initiative ist der Deutschland summt!Pflanzwettbewerb. Er lädt Menschen dazu ein, neue naturnahe Lebensräume anzulegen und ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen.
„Viele Menschen möchten etwas für die Natur tun, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Wir zeigen ihnen, dass jeder Beitrag zählt und geben viele konkrete Handlungstipps auf unserer Kampagnen-Webseite.“
Sagt Projektleiterin Julia Sander.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen „Die Herausforderungen sind groß, aber die Möglichkeiten sind es auch“, sagt Hölzer. „Wir erleben jeden Tag, wie Menschen über sich hinauswachsen, wenn sie merken, dass ihr Einsatz Wirkung zeigt.“ Gleichzeitig wird es für gemeinnützige Naturschutzorganisationen zunehmend schwieriger, langfristige Förderpartner zu gewinnen. Um diese Arbeit fortzuführen, sucht die Stiftung für Mensch und Umwelt Unternehmen, Stiftungen und Förderer, die Biodiversität als Zukunftsaufgabe verstehen und langfristig Verantwortung übernehmen möchten.
Unsere Stiftungsarbeit ist abhängig von Spenden und Sponsoring. Es gibt leider kein großes Stiftungskapital, so die Stiftungsleitung. Umso wichtiger sind Menschen, Unternehmen und Institutionen, die unsere Vision teilen und langfristig Verantwortung übernehmen möchten.
Denn Biodiversität beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen: im Wohnquartier, auf dem Firmengelände, im Schulgarten oder im eigenen Garten.

Der Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb ist dabei weit mehr als ein Wettbewerb. Er schafft Aufmerksamkeit für gute Beispiele, stärkt engagierten Menschen den Rücken und zeigt, dass Veränderung möglich ist. „Wir wünschen uns, dass Naturgärten künftig als etwas Selbstverständliches wahrgenommen werden“, sagt Sander. „Ein Naturgarten ist keine ungepflegte Fläche, sondern ein bewusst gestalteter Lebensraum für Mensch und Natur.“
Was jeder selbst tun kann Wer einen Garten besitzt, sollte heimischen Wildpflanzen den Vorzug geben. Arten wie Natternkopf, Wilde Möhre, Hornklee, Wiesensalbei oder Glockenblumen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum.„Rund 90 Prozent unserer pflanzenfressenden Insekten sind auf heimische Pflanzen angewiesen“, erklärt Cornelis Hemmer. „Wer heimische Arten pflanzt, unterstützt ganze Lebensgemeinschaften.“ So nutzt die Glockenblumen-Scherenbiene nahezu ausschließlich Glockenblumen als Pollenquelle. Der Schwalbenschwanz legt seine Eier bevorzugt an Wilder Möhre ab.
Unterstützen Sie mit einer Spende!
Stiftung für Mensch

Deutschland summt! Pflanzwettbewerb
Wann? Ab sofort bis 31.07.2026

Wie? Möglichst als Gruppe.Mit heimischen Pfl anzen und insektenfreundlichen Strukturen. Anmeldung und Tipps: www.wir-tun-was-fuer.-bienen.de
9 Kategorien: Privatgärten (klein + groß), Kleingartenparzellen, Balkone, Firmengärten, Vereinsgärten und Liegenschaften, Schul- und Jugendclubgärten, Kita-Gärten, kommunale Flächen.
Alle Infos zur Stiftung für Mensch und Umwelt: www.stiftung-mensch-umwelt.de
Alle Infos zur Initiative Deutschland summt! : www.deutschland-summt.de
Zum Deutschland summt!-Pfl anzwettbewerb: wir-tun-was-fuer-bienen.de

“WIR VERLIEREN DEN WALD NICHT DURCH DEN KLIMAWANDEL,
Peter Wohlleben galt mit seiner Neugier für die Natur schon früh als das „grüne Schaf“ seiner Familie – eine Faszination, die ihn vom geplanten Biologiestudium schließlich zur Forstlaufbahn führte. Dort stellte er jedoch schnell fest, dass Förster oft eher wirtschaftlich als ökologisch arbeiten, und begann, sich eigenständig intensiv mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Wald zu beschäftigen. Dabei entdeckte er die komplexen Kommunikations- und Sozialsysteme von Bäumen – und entwickelte den Anspruch, dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Herr Wohlleben, der Zustand der deutschen Wälder wird seit Jahren als kritisch beschrieben. Wie dramatisch ist die Lage und wo wird sie Ihrer Meinung nach in der öffentlichen Debatte unterschätzt oder beschönigt?
Die Lage ist ohne Zweifel ernst – allerdings lohnt sich ein differenzierter Blick. Besonders stark betroffen sind jene Wälder, die über Jahrzehnte hinweg intensiv bewirtschaftet und in Monokulturen umgewandelt wurden. Naturnahe, alte Laubwälder hingegen zeigen eine überraschend hohe Widerstandskraft gegenüber Hitze und Trockenheit.
In der öffentlichen Debatte wird häufig der Klimawandel als Hauptursache genannt, doch ein erheblicher Teil des Problems ist hausgemacht: Durch intensive Holzentnahme verliert der Wald große Mengen an Kohlenstoff und wird selbst zur CO2-Quelle. Diese Entwicklung lässt sich in offiziellen Erhebungen nachvollziehen, wird aber oft verkürzt dargestellt. Stattdessen wird mitunter sogar ein höherer Holzeinschlag als Lösung propagiert – ein Ansatz, der die strukturellen Probleme eher verschärft, als sie zu lösen.
Sie betonen immer wieder, dass Wälder weit mehr sind als eine Ansammlung von Bäumen. Welche zentralen Funktionen erfüllt das Ökosystem Wald für Klima, Biodiversität und letztlich auch für uns Menschen?
Wälder sind hochkomplexe Ökosysteme, deren Bedeutung weit über Holzproduktion oder CO2-Speicherung hinausgeht. Sie wirken wie natürliche Klimaanlagen, indem sie durch Verdunstung große Mengen Wasser in die Atmosphäre abgeben und so die Umgebungstemperaturen deutlich senken.
Gleichzeitig beeinflussen sie die Bildung von Wolken und Niederschlägen – unter anderem mithilfe von Bakterien, die als Kondensationskerne fungieren.
Diese Prozesse sorgen dafür, dass Wasser in den Kreislauf zurückgeführt wird und Grundwasserspiegel stabil
bleiben. Werden Wälder großflächig zerstört, gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht: Landschaften trocknen aus, Hitzeperioden verstärken sich und Extremwetterereignisse nehmen zu. Diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich gut belegt, werden aber im öffentlichen Diskurs häufig unterschätzt.
Viele Initiativen setzen auf Aufforstung als Mittel gegen den Klimawandel.
Können diese Projekte den Klimawandel wirksam bremsen oder greift dieser Ansatz zu kurz?
Aufforstung kann ein wichtiger Baustein sein, greift aber oft zu kurz, wenn sie nicht strategisch umge setzt wird.
Viele Projekte konzentrieren sich auf Flächen, die ohnehin wieder aufgeforstet werden müssen – etwa nach Kahlschlägen. Hier fehlt der zusätzliche Effekt. Deutlich sinnvoller wäre es, landwirtschaftlich genutzte Flächen, insbesondere solche mit hoher Umweltbelastung, wieder in Wald umzuwandeln.
In welchem Zusammenhang stehen Extremwetter und Schädlingsbefall mit menschlichen Eingriffen in die Natur und ist das Waldsterben noch aufzuhalten?

Das derzeit beobachtete Waldsterben betrifft vor allem künstlich angelegte Plantagen. Viele der dort gepflanz-ten Baumarten stammen aus anderen Klimazonen und sind den heutigen Bedingungen nicht gewachsen. Sie reagieren empfindlich auf Hitze, Trockenheit und Schädlinge wie den Borkenkäfer.
Ein stärkerer emotionaler Zugang zur Natur kann dazu beitragen, dass Menschen deren Wert besser verstehen – und sie entsprechend schützen.
Peter Wohlleben Förster, Autor und Naturschützer
Gleichzeitig wird häufig unterschätzt, wie leistungsfähig natürliche Regenerationsprozesse sind: Wälder können sich aus eigener Kraft erneuern, wenn man ihnen Zeit und Raum gibt. Anstatt aktiv einzugreifen, wäre es vielerorts effektiver, die Natur arbeiten zu lassen.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland entstanden.
Wie der Schutz im Hwange-Nationalpark gestärkt werden soll
Einst durchstreiften bis zu 80 Spitzmaulnashörner die Region rund um den Hwange-Nationalpark. Heute leben dort nur noch etwa zehn Tiere. Ziel ist es, die kleine Population langfristig zu sichern und wieder wachsen zu lassen. Ihr Schicksal steht beispielhaft für den Zustand vieler bedrohter Wildtierpopulationen weltweit. Denn wo große Lebensräume verloren gehen, geraten ganze Ökosysteme unter Druck.
Nashörner spielen eine Schlüsselrolle für die Bewahrung der biologischen Vielfalt. Gemeinsam mit anderen großen Pflanzenfressern gestalten sie die Landschaft und erhalten das abwechslungsreiche Mosaik aus Waldund Grasland. Davon profitieren zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten. Der Hwange-Nationalpark liegt unweit der Victoriafälle in Simbabwe und ist Teil von KAZA, dem größten terrestrischen Schutzgebietsverbund der Welt. Über fünf Länder hinweg umfasst KAZA 36 Schutzgebiete, darunter 21 Nationalparks. Wildtierkorridore verbinden diese Landschaften miteinander und erhalten wichtige Wanderrouten sowie den genetischen Austausch zwischen Tierpopulationen. Nicht nur für die letzten Spitzmaulnashörner im HwangeNationalpark, sondern auch für Geparden, Löwen, Afrikanische Wildhunde und Elefanten gehören die Schutzgebiete in KAZA zu den wichtigsten Rückzugsräumen im südlichen Afrika. Doch Wilderei, Dürren und der wachsende Druck auf die Landschaft durch Landwirtschaft, Infrastruktur und Bergbau gefährden weiterhin viele Populationen.

wieder rund 80 Tiere durch die Landschaft. Seit Juni 2025 verantwortet die Naturschutzorganisation gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority zentrale Gebiete im Norden des HwangeNationalparks.
Der Schutz von Hwange ist kein kurzfristiges Projekt. Das bis 2050 angelegte Co-Management soll dazu beitragen, eine der bedeutendsten Wildtierlandschaften Afrikas auch für kommende Generationen zu bewahren.
Dr. William-Georges Crosmary Projektmanager Östliches und Südliches Afrika beim WWF Deutschland
Daher engagiert sich der WWF seit mehr als einem Jahrzehnt in KAZA. Wie wirksam dieser Einsatz sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem angrenzenden Namibia: In der Mudumu-Region lebte 2012 nur noch ein einzelner Löwe. Dank gezielter Schutzmaßnahmen streifen heute
Die auf 25 Jahre angelegte Partnerschaft schafft die Grundlage dafür, Schutzmaßnahmen, Infrastruktur und Management dauerhaft gemeinsam zu entwickeln. Damit verbessern sich die Chancen, die letzten Spitzmaulnashörner der Region zu schützen und die Population wieder aufzubauen. Gemeinsam mit Rangerinnen und Rangern sowie lokalen Partnern werden die letzten Tiere systematisch erfasst und besser vor Wilderei geschützt.
Gleichzeitig verstärken menschliche Eingriffe die Probleme: Der Einsatz schwerer Maschinen führt zu Bodenverdichtung, wodurch Wasser schlechter versickern kann. In der Folge trocknen Böden schneller aus und können bei Starkregen weniger Wasser aufnehmen – ein Faktor, der Extremwetter zusätzlich verschärft. Naturnahe Wälder zeigen hier ein deutlich robusteres Verhalten: Sie speichern Wasser, puffern Niederschläge ab und schaffen stabilere Mikroklimata. Das zeigt, dass das Waldsterben keineswegs unausweichlich ist, sondern stark von der Art der Nutzung abhängt.

Dafür werden Rangerstützpunkte, solarbetriebene Funkmasten und Wasserinfrastruktur ausgebaut, um Patrouillen besser zu koordinieren und schneller auf Bedrohungen reagieren zu können. Perspektivisch soll die Population auch durch die Umsiedlung weiterer Nashörner aus anderen Gebieten gestärkt werden. Solche langfristigen Naturschutzpartnerschaften sind nur möglich, weil Menschen den WWF als „Global Protector“ unterstützen. Mit ihrem Engagement helfen sie, weltweit bedeutende Schlüsselregionen der Artenvielfalt dauerhaft zu schützen.
Mehr erfahren: 030 311777-578 | globalprotector@wwf.de wwf.de/protectorweltweit

Diese Ausgabe steht unter dem Motto „Mensch, Tier und Umwelt in Einklang“. Was müsste sich konkret in unserem Umgang mit Natur und Ressourcen ändern, damit dieses Gleichgewicht wieder realistischer wird?
Ein zentrales Problem liegt in unserer Perspektive: Natur wird häufig als Ressource betrachtet, die es möglichst effizient zu nutzen gilt. Notwendig wäre jedoch ein Umdenken hin zu einem systemischen Ansatz, der die Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in den Mittelpunkt stellt. Denn stabile Ökosysteme sichern grundlegende Ressourcen wie Wasser und saubere Luft. Holz spielt dabei eine deutlich geringere Rolle, als oft angenommen wird – insbesondere, wenn ein Großteil direkt energetisch genutzt wird. Wenn es gelingt, den Ressourcenverbrauch insgesamt zu reduzieren und alternative Technologien stärker zu nutzen, könnten Wälder wieder ihre ursprünglichen Funktionen erfüllen und einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung unserer Umwelt leisten.
In Ihrem neuen Buch „Bakterien als heimliche Helfer“ lenken Sie den Blick auf eine oft übersehene Welt. Welche Rolle spielen Mikroorganismen im Wald und warum sind sie möglicherweise entscheidend für dessen Zukunft?
Bakterien sind ein oft unterschätzter, aber zentraler Bestandteil des Waldes. Sie beeinflussen nahezu alle Prozesse – von der Photosynthese über die Nährstoffaufnahme bis hin zur Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren. Einige Bakterien können beispielsweise dazu beitragen, dass Bäume besser mit Trockenheit umgehen oder sich gegen Krankheitserreger behaupten. Gleichzeitig ist unser Wissen über diese komplexen Zusammenhänge noch begrenzt. Gerade deshalb spricht vieles dafür,

natürliche Prozesse stärker zu respektieren und Eingriffe zu reduzieren. Denn je weniger wir diese Systeme stören, desto besser können sie ihre stabilisierende Wirkung entfalten.
Wo sehen Sie die wichtigsten Hebel für echte ökologische Veränderungen?
Zu den wichtigsten Hebeln zählt der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien, um den Druck auf Wälder als Energiequelle zu verringern. Ebenso entscheidend ist eine veränderte Flächennutzung: Eine Reduktion des Fleischkonsums könnte große Flächen freisetzen, die für Renaturierung oder Wiederbewaldung genutzt werden könnten. Darüber hinaus braucht es unabhängige Kontrollstrukturen in der Forstwirtschaft, um wirtschaftliche Interessen und ökologische Verantwortung klar zu

Nicht zuletzt spielt auch Bildung eine zentrale Rolle: Ein stärkerer emotionaler Zugang zur Natur kann dazu beitragen, dass Menschen deren Wert besser verstehen – und sie entsprechend schützen.
Denn langfristiger Naturschutz beginnt nicht nur mit Wissen, sondern auch mit Verbundenheit.
Weitere Informationen finden sie auf der Webseite: www.peter-wohlleben.de
Oder auf Instagram peter_wohlleben
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der PLAN-B NET ZERO AG entstanden.
Wann haben wir eigentlich aufgehört, Ansprüche an unsere Energie zu stellen?
Text Julia Schnitger
Ansprüche: an alles andere stellen wir sie. Wir wechseln die Streaming-Plattform, wenn die Oberfläche nervt. Wir kündigen die Bank, wenn die App nicht funktioniert. Wir vergleichen, bewerten, optimieren – Lebensmittel, Versicherungen, Urlaubsflüge. Nur beim Strom machen wir seit Jahrzehnten dasselbe: einmal im Jahr eine unverständliche Abrechnung öffnen, kurz erschrecken, und weitermachen wie bisher. Streaming hat die Musikindustrie verändert. Digitales Banking die Finanzwelt. Und der Strom? Der schickt noch Briefe.
Was der Energiemarkt nie gebaut hat „Der Energiemarkt stagniert seit Jahren in der Commodity-Falle“, sagt Bradley Mundt, CEO und Gründer von PLAN-B NET ZERO. „Strom ist technisch, komplex und ohne echten Mehrwert geworden. Dabei hätte es längst anders sein können.“ Die Zahlen geben ihm recht: Nur drei Prozent der deutschen Haushalte haben heute einen Smart Meter. In Österreich sind es 97 Prozent. Dynamische Tarife, automatische Optimierung – technisch längst möglich, praktisch kaum vorhanden. Was fehlt, ist ein System, das all das für Menschen zusammenbringt.
Eine App, die Strom begreifbar macht
Die Neo App ist der erste Schritt, Energie so selbstverständlich zu machen wie Mobile Banking, und sie wächst mit jedem Update.
Zählerstand melden per Klick, Abschlag selbst anpassen, Rechnungen jederzeit abrufen. Wer eine Frage hat, erreicht echte Menschen per persönlichem Rückrufservice.
Bezahlt wird so, wie man heute eben bezahlt – mit Apple Pay, Kreditkarte, Klarna oder Amazon Pay. Wer seine Energiekosten noch direkter im Griff haben will, nutzt die Neo Wallet: Deutschlands erste Prepaid-Lösung eines Stromanbieters. Guthaben aufladen, Verbrauch im Blick behalten, keine Nachzahlung am Jahresende.
Darüber hinaus sammeln Nutzer durch das Beantworten kurzer Umfragen Kilowattstunden-Boni – echtes Stromguthaben, das direkt mit der Rechnung verrechnet wird. Mit
Buchtipp!
“Bakterien –die heimlichen Helden“
Wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinfl ussen

Peter Wohlleben hat unser Wissen über Bäume revolutioniert. Genauso anschaulich führt er uns nun durch das überraschende Reich der Bakterien.
Ein ideales Buch für alle, die an Alltagswissen interessiert sind und biologische Abläufe verstehen möchten.
Denn Bakterien begegnen uns überall, rund um die Uhr. Wenn man weiß, dass sie schlau sind, kommunizieren und gemeinsame Aktionen planen, allerdings so klein sind, dass wir sie nicht sehen können, dann ist dieses Buch nicht nur wie ein Mikroskop, sondern wie eine Türe in ihr Reich.
Fundiert und spielerisch leicht leitet Peter Wohlleben, Autor des Millionen-bestsellers „Das geheime Leben der Bäume“, durch diese überraschende Welt.
ISBN:978-3-89029-611-1
Quelle: www.piper.de/buecher/bakterien-die-heimlichen-helden
Was wirklich zählt

den Power Units kommt ein eigenes Belohnungssystem dazu, das Energiesparen greifbar und lohnenswert macht. Energie, die sich für dich einsetzt, nicht andersherum. „Zahlungsprozesse so einfach wie Online-Shopping – das sollte bei Energie längst Standard sein", sagt Mundt.

Mehr als ein Vertrag
Hinter der App steckt eine größere Idee. Energie nicht als isoliertes Produkt, sondern als System, das mit jedem neuen Nutzer, jeder neuen Partnerschaft präziser und günstiger wird. In der Community-Funktion können Nutzer Freunde einladen, gemeinsam den Verbrauch tracken und an Challenges teilnehmen. Nicht als spielerisches Beiwerk, sondern weil Veränderung einfacher wird, wenn man sie konkret sehen kann: Diese Woche durch klügeren Verbrauch 4 € gespart. Das Netz stabiler. Die Kosten für alle ein bisschen niedriger. Das Prinzip dahinter nennt sich „More is Less“: Je mehr saubere Energie ins Netz kommt, desto weniger fossile Träger werden gebraucht. Je mehr Menschen mitmachen, desto stabiler und günstiger wird das System. Kein Paradox, sondern die Logik jeder guten Plattform, angewendet auf Strom. „Mit jeder neuen Nutzerin, jedem neuen Partner gewinnt das System an Effizienz“, sagt Mundt. „Wir bauen nicht das nächste Energieunternehmen – wir bauen, was danach kommt.“
Sauberer Strom ist heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Was den Unterschied macht, ist nicht das Woher der Energie – sondern das Wie.
Die
Energiewende wird nicht gewonnen, indem wir alle mehr darüber reden. Sondern indem wir aufhören, sie kompliziert zu machen.
Bradley Mundt
CEO und Gründer von PLAN-B NET ZERO
Wie transparent sie ist. Wie einfach sie zu verstehen ist. Und ob das System, das dahintersteckt, mit seinen Nutzerinnen und Nutzern wächst oder sie einmal im Jahr mit einer Rechnung überrascht. „Die Energiewende wird nicht gewonnen, indem wir alle mehr darüber reden. Sondern indem wir aufhören, sie kompliziert zu machen.“ sagt Mundt.
Über PLAN-B NET ZERO PLAN-B NET ZERO ist ein Neo Energy-Scale-Up mit Sitz in Zug, Schweiz. Das Unternehmen wurde im April 2023 von Bradley Mundt gegründet und ist Pionier der neuen Industrie-Kategorie Neo Energy – einem ganzheitlichen Ansatz, der saubere Energie mit digitaler Intelligenz, Datentransparenz und vernetzten Services verbindet. PLAN-B NET ZERO transformiert nachhaltige Energie von einer Commodity in ein intelligentes, nutzerorientiertes System. Die Plattform erweitert klassische Energieversorgung um digitale Services, Software und Licensing – und schafft durch datenbasierte Optimierung und nutzerzentrierte Funktionen ein integriertes Energieerlebnis, das mit jeder Nutzerin, jedem Partner und jeder Partnerschaft stärker wird.
Weitere Informationen finden Sie unter: planbnetzero.com
“Heizen mit Öl und Gas wird zur Wette gegen die Zukunft“
Volatile Gaspreise sind kein vorübergehendes Phänomen – sie sind das neue Normal. Wer heute in eine neue Gasheizung investiert, schreibt sich langfristige Unsicherheit ins Lastenheft. Es gibt einen besseren Weg, erläutert Dror Peled, Deputy Division Manager, Living Environment Systems bei Mitsubishi Electric Europe B.V.
Der steigende Gaspreis erzeugt bei vielen Verbrauchern ein mulmiges Gefühl. Dabei sind die aktuellen Preise kein kurzfristiger Ausreißer, sondern Ausdruck struktureller Veränderungen im Energiemarkt.
Drei Kostentreiber, die bleiben Erstens: Der Preis für CO2-Emissionen steigt seit 2021 kontinuierlich – erst als nationaler Festpreis, ab 2028 dann – davon sind Experten überzeugt – im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems ETS 2. Zweitens: steigende Netzentgelte. Immer mehr Haushalte wechseln ihr Heizsystem, die Kosten für die Gasnetze verteilen sich dadurch auf weniger Nutzer. Drittens: Der globale LNG-Markt bleibt volatil. Deutschland importiert heute überwiegend Flüssiggas aus Norwegen, den USA und Katar. Das verbessert zwar die Versorgungssicherheit, macht die Preise aber anfälliger für internationale Krisen und Nachfrageschwankungen.
Warum Strom als Energiebasis stabiler ist Strom ist dagegen breiter aufgestellt. Er stammt aus einem Mix aus Wind, Solar, Wasser, Kernkraft und fossilen Quellen. Gleichzeitig wächst der Anteil heimischer Erzeugung. Mit Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher können Verbraucher einen Teil ihrer Energie selbst erzeugen – eine Unabhängigkeit, die Gas strukturell nicht bietet.
Welche Alternativen sind heute wirklich einsatzfähig?
Als Alternativen zu Gas werden meist Wärmepumpe, Fernwärme, Biomasse und Wasserstoff diskutiert. Fernwärme ist attraktiv, wo sie bereits existiert oder

ausgebaut wird. Doch nicht jedes Gebäude wird künftig angeschlossen werden können. Biomasse ist etabliert, verliert aber durch steigende Rohstoffpreise und strengere Emissionsvorgaben an Attraktivität.

Mit Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher können Verbraucher einen Teil ihrer Energie selbst erzeugen.
Deputy Division Manager, Living Environment Systems bei
Wasserstoff gilt zwar als technologisch interessant, spielt im Gebäudebereich aber auf absehbare Zeit kaum eine Rolle. Das geplante Wasserstoffkernnetz richtet sich vor allem an die Industrie.
Die Wärmepumpe ist derzeit die einzige Lösung, die breit verfügbar ist. Im Neubau ist sie längst Standard, doch auch viele Bestandsgebäude lassen sich ohne große Umbauten umrüsten. Ihr Funktionsprinzip macht die Wärmepumpe effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Dadurch liegen die Betriebskosten oft unter denen einer Gasheizung.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Mitsubishi Electric entstanden.
Wohlig warm in Übergangszeit und Winter, angenehm kühl im Sommer und einfach komfortabel an 365 Tagen im Jahr. So ein Raumklima wünschen sich viele! Eine Klimaanlage wie die M-Serie von Mitsubishi Electric ist hierfür die perfekte Lösung – und die erste Wahl für alle, die Wohlfühltemperatur, Wohnkomfort und Nachhaltigkeit wirtschaftlich in Einklang bringen wollen. Lesen Sie hier, warum immer mehr Modernisierer sagen, dass ihre nächste Heizung eine Klimaanlage wird – und welche Vorteile das im Einzelnen eröffnet!
Maximale Flexibilität zieht ein Eine Luft/Luft-Wärmepumpe ist eine Klimaanlage, die zusätzlich auf hocheffizientes Heizen spezialisiert ist. Das heißt, sie nutzt elektrische Energie, um Wärme bzw. Kälte aus der Umgebungsluft zu gewinnen. Die gewonnene Energie gibt sie direkt an die Raumluft ab, ganz ohne Anbindung an ein wassergeführtes Heizsystem. Bei der Installation müssen die Innen- und Außeneinheit lediglich durch Kältemittelleitungen miteinander verbunden werden.

Damit ist die Klimaanlage sowohl im Neubau als auch in bestehenden Gebäuden im Rahmen einer Heizungs-
modernisierung schnell und flexibel installierbar. Die möglichen Einsatzbereiche reichen dabei von einzelnen, intensiv genutzten Wohnräumen über ganze Ferienhäuser und Büroräume bis zu Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus– ganz einfach überall, wo höchster Wohnkomfort gewünscht ist.
Hocheffizient und komfortabel – zu jeder Jahreszeit Moderne Klimaanlagen von Mitsubishi Electric setzen, genau wie hocheffiziente Wärmepumpen, auf durchdachte Invertertechnologie, um die Leistung des Systems immer möglichst exakt an den benötigten Wärme- bzw. Kältebedarf anzupassen. Das Ergebnis ist ein besonders wirtschaftlicher Betrieb, bei dem die Klimaanlage mit Hilfe einer Kilowattstunde Strom bis zu vier Kilowattstunden Wärmeenergie aus der Umgebungsluft gewinnen kann. Die Vorzüge gehen allerdings weit über die Heizungsperiode hinaus. Denn im Frühjahr und Sommer versorgt sie Räume ebenso hocheffizient mit angenehmer Kühle – und sorgt auch in der Hitze des Hochsommers für erholsame Nachtruhe. Sowohl im Heiz- als auch im Kühlmodus arbeitet sie nahezu geräuschlos und ist damit selbst für Schlafzimmer bedenkenlos geeignet. Die Sorge vor Zugluft gehört dabei übrigens auch der Vergangenheit an. Denn je nach Modell erkennen intelligente Sensoren, wo Personen sich aufhalten und lenken den Luftstrom stets gezielt in eine andere Richtung. So ist sichergestellt, dass die Bewohner nicht direkt von ihrer Klimaanlage „angepustet“ werden.
Nicht alle Wärmepumpen sind gleich Wichtig ist die Wahl des richtigen Systems. Am weitesten verbreitet ist die Luft/WasserWärmepumpe. Sie entzieht der Außenluft Wärme und speist sie in das Heizsystem ein. Die Genehmigung ist einfach, die Installation schnell und flexibel. Moderne Luft/Wasser-Systeme funktionieren auch mit klassischen Heizkörpern und können außerdem auch die Trinkwarmwasserbereitung übernehmen. Damit können sie fossile Heizungen vollständig ersetzen.
Die Luft/Luft-Wärmepumpe gibt Wärme direkt an die Raumluft ab. Sie eignet sich besonders für Gewerbegebäude oder Sanierungen, bei denen keine neue Heizungsinfrastruktur installiert werden soll. Gleichzeitig kann sie im Sommer kühlen. Das macht sie zu einer flexibel nachrüstbaren Lösung mit hohem Komfortfaktor.
Erdwärmepumpen arbeiten effizienter, weil die Bodentemperatur konstanter ist als die Außenluft. Sie entziehen dem Erdreich über Sonden oder Kollektoren Wärme und übertragen diese über ein Wassernetz ins Gebäude. Die Erschließungskosten und Genehmigungsverfahren machen sie aufwendiger. Für Neubauten und größere Sanierungsprojekte mit entsprechendem Vorlauf sind sie dennoch attraktiv.
Die Entscheidung wird nicht leichter Während die Politik noch um die finalen gesetzlichen Regelungen ringt, ist die Lage für Verbraucher klar: Ausgereifte Technologie und stabile Energiekosten machen die Wärmepumpe zur einzigen Alternative, die in der Breite verfügbar, staatlich gefördert und vor allem mit Blick auf Klimaschutz und die Reduktion von Treibhausgasemissionen zukunftsfähig ist.

Komfortplus für alle, die frische Luft lieben Echter Wohnkomfort hängt von mehr als der gewünschten Temperatur ab. Die Qualität der Raumluft spielt hierfür eine entscheidende Rolle. Die Klimaanlagen der M-Serie von Mitsubishi Electric sind dafür mit hochmoderner Filtertechnologie ausgerüstet. Sie kann neben Gerüchen vor allem auch Schadstoffe wie Viren, Bakterien und Schimmel aus der Luft entfernen. Und auch Feinstaub und Allergene können durch entsprechende Ausstattung zuverlässig durch die Filtersysteme zurückgehalten werden. Damit leistet die Klimaanlage für Allergiker und alle anderen, die Wert auf saubere Atemluft legen, einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Wohlbefindens.
Jetzt informieren und smart modernisieren Auf der Website präsentiert der Hersteller umfassende Infos zu zukunftssicherer Wärmeerzeugung, Fördermöglichkeiten und Referenzprojekten. Für alle, die den nächsten Schritt gehen wollen, findet sich hier auch direkt eine Fachpartnersuche mit qualifizierten, auf Klimatechnik und Wärmepumpen spezialisierten Handwerksbetrieben in ganz Deutschland.
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Zwischen politischem Zögern und gesellschaftlicher Unsicherheit steht eine zentrale Frage: Wie gelingt echter Wandel? Klimaaktivistin und Publizistin Luisa Neubauer gibt darauf klare Antworten.
Text
In deinem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ sprichst du von mehr gesellschaftlichem Mut im Umgang mit der Klimakrise. Was bedeutet „Mut“ konkret für politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland?
Mut bedeutet zuerst, die Realität anzuerkennen. Viele politische Entscheidungsträger relativieren die Klimakrise bis heute oder behandeln sie wie ein fernes Problem, obwohl ihre Folgen längst sichtbar sind – etwa bei Extremwetter oder steigenden Risiken für ganze Regionen. Es braucht Ehrlichkeit darüber, dass fossile Abhängigkeiten nicht nur teuer sind, sondern unsere Lebensgrundlagen gefährden. Gleichzeitig müssen Lösungen konsequent umgesetzt werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme oder die Anpassung unserer Städte sind keine optionalen Maßnahmen, sondern zentrale Zukunftsfragen. Entscheidend ist dabei Verlässlichkeit: Wer große Ziele verkündet, darf sie nicht im nächsten Moment durch gekürzte Budgets unterlaufen. Ohne klare, langfristige Strategien fehlt Vertrauen –sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich.
Du beschreibst die Klimakrise vor allem als Machtund Gerechtigkeitskrise. Warum fällt es unserer Gesellschaft so schwer, diese Perspektive anzunehmen, obwohl die Fakten längst bekannt sind? Vor allem fehlt oft ein überzeugendes Zukunftsbild. Wenn Menschen nicht sehen, wie ein gutes, sicheres und gerechtes Leben in einer klimafreundlichen Gesellschaft aussehen kann, verdrängen sie das Problem eher, als sich ihm zu stellen.
Wie lässt sich aus deiner Sicht ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen unterschiedlicher Gruppen

Was wären drei Veränderungsansätze die jede*r von uns sofort im Alltag umsetzen könnte?

umsetzen, ohne gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen? Ein zentraler Denkfehler ist, Menschen in gegensätzliche Gruppen einzuteilen. Der Autofahrer vs die Fahrradfahrerin. Der Söder-Ultra vs. die Veganerin. In Wirklichkeit vereinen die meisten von uns verschiedene Interessen. Sind mal auf Auto, mal aufs Rad angewiesen, sind an wirtschaftlicher Stabilität und einer sicheren Zukunft für die eigenen Kinder interessiert. Wenn wir diese Mehrdimensionalität anerkennen, wird klar, dass viele Konflikte konstruiert sind. Statt gegeneinander zu argumentieren, sollten wir Lösungen suchen, die mehrere Bedürfnisse gleichzeitig erfüllen – etwa bessere Alternativen zum Auto oder klimafreundliche Arbeitsplätze. So entstehen echte Win-winSituationen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, nachhaltiger zu werden, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Welche Denkfehler beobachtest du hier häufig und was wären aus deiner Sicht mutige, aber realistische Schritte?
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Klimaschutz sei ein Sonderweg. Tatsächlich passiert weltweit gerade ein massiver Umbau hin zu erneuerbaren Energien und elektrifizierten Systemen. Wer hier früh investiert, sichert sich langfristig Wettbewerbsvorteile. Unternehmen sollten Nachhaltigkeit deshalb nicht als Belastung sehen, sondern als strategische Chance. Kurzfristige Kosten stehen langfristigen Gewinnen gegenüber – wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Wichtig ist, nicht aus Frust oder politischer Stimmung heraus notwendige Veränderungen zu blockieren, sondern aktiv mitzugestalten.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e. V. entstanden.
Deutschland steht wirtschaftspolitisch an einem Wendepunkt. Die Modernisierung hin zu Klimaneutralität, Elektrifizierung und neuen industriellen Wertschöpfungsketten ist in vollem Gange – global, technologisch und ökonomisch. Gleichzeitig haben die strukturellen Krisen der letzten Jahre dem Standort zugesetzt: das Wachstum geht zurück, Energiepreisschocks verteuern die Herstellung, die Folgen der Klimakrise werden sichtbarer.
Text Prof. Dr. Katharina Reuter
Jetzt abzuwarten, ist keine Lösung. Laut Weltwirtschaftsforum sind die Top-Drei-Risiken der Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren Extremwetter, Biodiversitätsverluste und der Kollaps von Ökosystemen sowie der kritische Wandel der Erdsysteme. Klimaschocks könnten das globale BIP zwischen 2070 und 2090 um bis zu 50% einbrechen lassen. Damit ist klar: Sicherheit und Wachstum gewinnen wir nur, wenn die Wirtschaft sich bewegt. Und die Wirtschaft ist in Bewegung! Das zeigt das repräsentative Sustainable Economy Barometer 2026. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Sustainable Economy gGmbH durchgeführt. Befragt wurden privatwirtschaftliche Entscheider*innen in Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden (Stichprobe 2.500). Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen (65,1 %) sehen in Nachhaltigkeit die treibende Kraft für den Unternehmenserfolg. Dass die nachhaltige und klimaneutrale Wirtschaft eine hohe Bedeutung bei der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland zukommt, bestätigen 56,4 Prozent der Befragten. Weitere 53,7 Prozent prognostizieren, dass Unternehmen ohne Nachhaltigkeitsstrategie nicht langfristig wettbewerbsfähig sind.
Wirtschaft als wichtig. Diese Zwei-Drittel-Mehrheit ist ein klares Mandat für die politischen Entscheidungsträger*innen, Klimaschutz und Modernisierung im Unternehmenskontext durch marktbasierte Instrumente und Ordnungsrecht voranzutreiben.

Jedes dritte Unternehmen hat bereits in erneuerbare Energien investiert.
Prof. Dr. Katharina Reuter
Geschäftsführerin des Bundesverbandes Nachhaltige Wirtschaft e. V.
Erstens: die eigene Arbeit reflektieren. Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens im Beruf – dort entscheidet sich, ob wir zur Lösung beitragen oder bestehende Probleme verstärken. Zweitens: sich einbringen. Gespräche führen, andere inspirieren und gemeinsam Initiativen anstoßen – gesellschaftlicher Wandel entsteht oft im direkten Umfeld. Drittens: Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Das betrifft politische Entscheidungen genauso wie Konsum, Engagement oder Investitionen. Jede dieser Ebenen hat Einfluss darauf, wie unsere Zukunft aussieht.
Buchtipp!
Was wäre, wenn wir mutig sind?
Wie wächst Mut in harten Zeiten?

Seit Jahren kämpfen Menschen um die künftige Bewohnbarkeit unseres Planeten. Luisa Neubauer ist eine von ihnen. Doch bis heute scheitert die Welt daran, den notwendigen Klimaschutz demokratisch zu organisieren. Warum passiert nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind? Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten? Warum sorgen selbst die sichtbaren Klimakatastrophen nicht für ein gesellschaftliches Umdenken? Luisa Neubauer analysiert die Machtkämpfe hinter der Klimakrise, sie legt die fossilen Wurzeln unserer Demokratie frei und zeigt, wie eine realistische Utopie auf unserem Planeten aussehen kann. Quelle: www.rowohlt.de/buch/luisa-neubauer-was-waere-wennwir-mutig-sind-9783499014963
Weitere Informationen finden sie auf Instagram: luisaneubauer

Um langfristig zu gewinnen und zu wachsen, geht es jetzt darum, die übrigen Unternehmen zu bewegen. Lösungen müssen skaliert und Best-Practice-Modelle in die erste Reihe gestellt werden.
Gleichzeitig sollte die Politik einen Ordnungsrahmen stecken, der Unternehmen vom Business-Case-Nachhaltigkeit überzeugt, ihn anreizt und entlohnt. Gezielte Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz bieten Chancen für mehr Wachstum, mehr Unabhängigkeit, mehr Resilienz, mehr Arbeitsplätze.
Alle Ergebnisse des Sustainable Economy Barometers 2026 finden sie Hier!
Über den BNW
Mehrheit der Wirtschaft wünscht Führungsrolle der Politik beim Klimaschutz Gerade in Zeiten hoher Unsicherheit wird die Führungsrolle der Politik wichtiger, auch für die Wirtschaft. 65,8 Prozent der Befragten bewerten die Rolle der Politik für das Erreichen einer klimaneutralen und nachhaltigen
Tatsächlich ist der Business-Case-Nachhaltigkeit bereits bei vielen Unternehmen angekommen. Mehr als die Hälfte der Befragten bestätigen, bereits Effizienzmaßnahmen, zum Beispiel zur Energieeinsparung, ergriffen zu haben. Mehr als jedes dritte Unternehmen (38,6 Prozent) hat bereits in erneuerbare Energien investiert oder Maßnahmen zur Ressourceneffizienz getroffen (37,3 Prozent). Nachhaltige Mobilitätslösungen setzen bereits 35,6 Prozent der Unternehmen durch.
Der Aufbruch ist geschafft
Das erste Drittel hat sich auf den Weg gemacht. Die kritische Schwelle zu mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ist überschritten.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e. V. (BNW) bringt die Stimme der progressiven Unternehmen direkt ins politische Berlin. Seit der Gründung 1992 setzt sich der BNW e. V. als unabhängiger Unternehmensverband für Umwelt-, Klimaschutz und soziale Nachhaltigkeitsaspekte ein. Mit seinen 700 Mitgliedsunternehmen steht der Verband für mehr als 200.000 Arbeitsplätze; Großunternehmen sowie Mittelstand sind in dem branchenübergreifenden Netzwerk genauso vertreten wie Cleantech-Startups und Social-Entrepreneurs.
Weitere Informationen finden Sie online! www.bnw-bundesverband.de

Kalkhoff ist als einer der ersten großen Fahrradhersteller nach dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifiziert.
Text Georg Sandmann
Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist kein Sprint. Vielmehr handelt es sich um eine Reise – oder in unserem Fall eine Radreise. Die Parallelen sind offensichtlich: Eine nachhaltigere Zukunft erfordert eine klare Route, Ausdauer und das richtige Setup – genau wie eine ausgedehnte Etappenfahrt mit dem Rad. Und damit nicht genug: Wer nachhaltig unterwegs sein will, braucht Orientierung, den Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen, und die Fähigkeit, sich an wechselnde Bedingungen anzupassen.
Eine nachhaltigere Zukunft erfordert eine klare Route, Ausdauer und das richtige Setup –genau wie eine ausgedehnte Etappenfahrt mit dem Rad.
Amelie Möller & Dennis Heymann CSR-Team bei Kalkhoff
Die Kalkhoff Werke GmbH, einer der Pioniere im europäischen E-Bike-Markt, hat einen entscheidenden Meilenstein auf ihrem Weg zu einer zukunftsfähigen Mobilität erreicht: Das Unternehmen wurde offiziell nach dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifiziert. Die gute Nachricht lief kurz vor Weihnachten beim norddeutschen E-Bike-Produzenten ein. Die erfolgreiche Zertifizierung bestätigt einen nachhaltigen Lern- und Entwicklungsprozess auf Unternehmensebene. Kalkhoff sieht ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung nicht als Reaktion auf Trends, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur und der strategischen Ausrichtung. „Die Zertifizierung ist deshalb so bedeutend, weil sie ein ganzes System an Prozessen bestätigt, in denen eine nachhaltige Entwicklung ganzheitlich verankert ist“, erklärt Amelie Möller, Managerin Unternehmens-
entwicklung. Darin findet nicht nur der Standort in Deutschland Berücksichtigung, sondern auch Stück für Stück die gesamte Wertschöpfungskette.
Vom Prozess zur Performance: Kalkhoffs messbare Erfolge

Über den ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften Der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften ist ein zertifizierbares Managementsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, Nachhaltigkeit praxisnah umzusetzen. Er wurde vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke entwickelt. Ganzheitlich denken: Der Standard berücksichtigt alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit und bricht internationale Anforderungen wie die SDGs für den Unternehmensalltag verständlich herunter. Praxis statt Perfektion: Zertifiziert wird nicht die Nachhaltigkeit eines Unternehmens, sondern der kontinuierliche Lern- und Entwicklungsprozess. Der ZNU-Standard wirkt vor allem nach innen, indem er eine positive Dynamik im Unternehmen auslöst. Er fordert, dass Unternehmen klare Ziele formulieren, Maßnahmen umsetzen und deren Wirksamkeit überprüfen. Für weitere Informationen zum ZNUStandard: www.mehrwert-nachhaltigkeit.de/znu-standard Dieser Artikel
Kalkhoff versteht nachhaltiges Wirtschaften ganzheitlich und orientiert sich am ZNU-Standard, bei dem das Management-System selbstverständlich alle Dimensionen der Nachhaltigkeit umfasst. Im Fokus steht also auch das gelebte Engagement für Vielfalt und Inklusion. Respektvolles Miteinander und familienfreundliche Strukturen prägen die Zusammenarbeit und die Unternehmenskultur bei Kalkhoff. Sichtbar wird diese Verantwortung unter anderem in der langjährigen Kooperation mit dem Caritas-Verein: Beeinträchtigte Menschen erfahren in einem geschützten, professionell geführten Raum berufliche Teilhabe und eine erfolgreiche Reintegration in den Arbeitsmarkt. Ergänzend setzt das Engagement in Kooperation mit der Heinrich-Kalkhoff-Stiftung Akzente, indem insbesondere Jugendliche durch gezielte Mobilitätsund Bildungsangebote unterstützt werden.
Diese soziale Verantwortung erstreckt sich zeitgleich über die Wertschöpfungskette. Das Unternehmen fordert die Zulieferer auf, soziale und ökologische Standards einzuhalten. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet der Premium-Hersteller kontinuierlich an innovativen Lösungen, um faire Arbeitsbedingungen entlang der Lieferwege zu optimieren. Das Ziel bleibt eine zukunftsfähige Mobilität, die die Lebensqualität aller Menschen langfristig verbessert. Am Montageband in Emstek wird so tagtäglich ganz konkret an einer integrativen Zukunft geschraubt.

Über Kalkhoff
Kalkhoff entwickelt und produziert seit 1919 hochwertige, langlebige Fahrräder für die Segmente City, Trekking und Allroad. Das Traditionsunternehmen mit Sitz in Emstek bei Cloppenburg bekennt sich fest zu seiner norddeutschen Heimat und treibt die Mobilitätswende mit Innovationen „Made in Germany“ konsequent voran.
Der Zertifizierungsprozess beleuchtet die Fortschritte des Unternehmens in den drei zentralen Dimensionen des ZNU-Standards Nachhaltiger Wirtschaften: Umwelt, Soziales und Wirtschaft. Diese messbaren und kontinuierlichen Verbesserungen, von denen etwa die Reduktion der Emissionen am Standort und die Stärkung der sozialen Verantwortung zeugen, sind in Kalkhoffs 2025 erstmals veröffentlichtem Nachhaltigkeitsbericht detailliert nachzulesen. Das ZNU-Zertifikat ist nicht das Ende, sondern die offizielle Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette, beispielsweise durch den Einsatz von emissionsreduziertem Aluminium, zu senken und die Kreislaufwirtschaft zu stärken“, kündigt Kalkhoff an.
Unternehmerische Verantwortung Kalkhoff verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Mobilität aktiv mitzugestalten. Dieser Leitgedanke prägt die Marke bereits seit 1919, als der damals 16-jährige Heinrich Kalkhoff in seinem Cloppenburger Elternhaus mit Fahrradteilen und Gebrauchträdern zu handeln begann. In über 100 Jahren entwickelte sich das Unternehmen vom kleinen Familienbetrieb zu einer der führenden Fahrradmarken Europas. Mit der neuen Unternehmensvision strebt Kalkhoff danach, eine Welt zu erschaffen, die Menschen über das Fahrradfahren verbindet, Grenzen zwischen Generationen und Fitnessleveln überwindet und das echte Fahrerlebnis mit digitaler Intelligenz vereint. Durch die Verschmelzung von deutscher Ingenieurskunst und smarter Vernetzung soll grenzenloser Komfort für alle entstehen. Kalkhoff stellt sich der damit einhergehenden Verantwortung gegenüber Umwelt, Mensch und Gesellschaft und nimmt die Herausforderung an, ganzheitlich noch nachhaltiger zu agieren. Da Fahrräder eine zentrale Rolle in der Mobilitätswende spielen, ist der Hersteller stolz darauf, mit langlebigen E-Bikes seinen Teil beizutragen – wohlwissend, dass die Produktion nicht frei von Umwelteinflüssen ist.
Von der Vision zur Tat: Der erste Kalkhoff Nachhaltigkeitsbericht
Die Reise zu einer nachhaltigeren Zukunft wird bei Kalkhoff nicht als Sprint, sondern als Marathonfahrt verstanden. Das Unternehmen präsentiert daher nun seinen ersten offiziellen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser bietet detaillierte Einblicke in die Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen, der Förderung fairer Arbeitsbedingungen sowie der Fertigung besonders langlebiger E-Bikes.

Hier geht es direkt zum gesamten Nachhaltigkeitsbericht!
Weitere Informationen finden Sie online! kalkhoff-bikes.com/de
Tierärztin, Artenschützerin und Moderatorin Hannah Emde spricht mit uns im Interview, wie die Zerstörung natürlicher Lebensräume das Risiko für Zoonosen erhöht und warum es höchste Zeit ist, unsere Beziehung zur Natur zu überdenken.
Sie setzen sich für den “One Health“-Ansatz ein, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als Einheit betrachtet. Was kann man sich darunter vorstellen?
„One Health“ bedeutet, dass wir die Gesundheit von Menschen, Tieren und Natur gemeinsam denken müssen. Menschen und Tiere sind abhängig von einer intakten Natur, die uns saubere Luft zum Atmen, Nahrung, sauberes Trinkwasser und vieles andere bietet – sonst werden wir krank. Und spätestens seit der Pandemie haben wir am eigenen Leib erfahren, welche enormen Auswirkungen Zoonosen, also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, auf unsere Welt haben können. Wir Menschen müssen uns wieder als Teil des Netzwerks der Natur verstehen. Wenn wir in Natursysteme eingreifen, Lebensräume zerstören oder aus dem Gleichgewicht bringen, hat dies immer auch Auswirkungen auf uns.
Was sind die Hauptursachen dieser so genannten Zoonosen und wie können sie eingedämmt werden? Krankheitserreger, die von Tieren auf Menschen überspringen können, gibt es viele. Besonders bekannt ist bei uns die Tollwut, oder auch die aviäre Influenza (Vogelgrippe), die gerade in Deutschland wieder aktuell ist. Dabei gibt es unterschiedliche Übertragungswege: Nutzund Haustiere, Mücken oder Zecken oder eben Wildtiere. Letztere spielen dabei eine zentrale Rolle, obwohl sie nur noch drei Prozent aller Säugetiere ausmachen. Wildtiere tragen ein großes Reservoir unerforschter Krankheiten in sich. Würden sie weiterhin in ihren intakten Ökosystemen, ohne Kontakt zum Menschen leben, wäre dies kein

Grund zur Sorge. Problematisch wird es erst, wenn Menschen mit ihren Nutz- und Haustieren den Wildtieren zu nahekommen. Das kann auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sein oder durch Siedlungen, die an den Lebensraum der Wildtiere grenzen. Das kann aber auch bei der Jagd, auf Wildtier märkten und- farmen, durch den Wildtierhandel oder durch den Tourismus sein. Die Kontaktpunkte nehmen stetig zu. Und die Globalisierung durch Handel und Tourismus sowie der Klimawandel sorgen dann für eine unkontrollierte Verbreitung der Krankheitserreger. Wie können wir als Gesellschaft ein Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes von Wildtieren und ihren Lebensräumen schaffen, um sowohl die Biodiversität als auch die menschliche Gesundheit zu fördern?
Bewusstseinsbildung und Aufklärung sind bereits wichtige Schutzmaßnahmen. Das gilt auf der einen Seite für die Länder, in denen viele Wildtiere leben und für ihr Fleisch gejagt oder für den globalen Wildtierhandel verkauft werden. Wenn hier viele unterschiedliche Tierarten auf engsten Raum unter Stress gehalten werden, dann öffnen wir damit den Erregern das Tor zur großen weiten Welt. Ein häufiges negatives Beispiel sind Flughunde, die oft lebend für ihr Fleisch gehandelt werden. Fledertiere haben ein enorm gutes Immunsystem und tragen deshalb ein großes Reservoir an Infektionskrankheiten in sich, ohne selbst krank zu werden. Das heißt, überlebt ein Virus in ihnen, kann es relativ leicht auf andere Säuger, also auch auf uns Menschen, überspringen.
Aber genauso wichtig, ist die Aufklärung vor unserer eigenen Haustür. Der Biodiversitätsverlust, also die Zerstörung von Lebensraum, der Verlust von Artenvielfalt und der Klimawandel spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung von Zoonosen. Denn in ihrem natürlichen Lebensraum sind die Krankheitserreger von Flughund, Tigermücke & Co unbedenklich. Erst wenn sie dieses intakte System verlassen müssen oder die Menschen in ihren Lebensraum eindringen, können sie als Zoonose auf uns Menschen überspringen und gefährliche Krankheiten wie Ebola oder AIDS auslösen. Auch die steigenden Temperaturen als Folge des Klimawandels erhöhen das Risiko für Infektionskrankheiten. Mehr Wärme sorgt dafür, dass sich krankheitserregende Bakterien besser vermehren können. Außerdem begünstigen die milden Winter und warmen Sommer die Ansiedlung neuer Virus-Überträger wie Mücken und Zecken, für die bisher die klimatischen Bedingungen in Deutschland nicht ideal waren. So können Krankheiten wie Zika, Dengue-Fieber oder das West-Nil-Virus auch in Deutschland zum Problem werden. Es ist also ein WinWin, wenn wir Ökosysteme geschlossen halten, wenn wir Arten und Lebensräume schützen, wenn wir die Wildnis wieder Wildnis sein lassen, wenn wir in Klimaschutz investieren – um diesen Planeten und uns gesund zu halten.
Lesen Sie das gesamte Interview auf: sozialeverantwortung.info
Weitere Infos über Hannah Emde!
- Nepada Wildlife e.V., Gründerin, Verein für Artenschutz und Umweltbildung, www.nepadawild.life
- "Terra X: Faszination Erde", Moderatorin und Host der Sendung, alle Folgen gibt es in der ZDF-Mediathek www.hannahemde.com
Besuchen Sie auch Instagram @hannahemde

Als „Global Protector“ unterstützen Sie den WWF dort, wo die biologische Vielfalt besonders bedroht ist. Gemeinsam schützen wir ausgewählte Ökoregionen – die artenreichsten und zugleich gefährdetsten Lebensräume der Erde.
Seien Sie mit 84 Euro monatlich „Global Protector“ und sichern Sie mit dem WWF eine Zukunft, in der Mensch und Natur in Einklang leben.
SI E HABEN FRAGEN oder wollen direkt „Global Protector“ werden?
Wir informieren Sie gern!
Telefon +49 30 311777-5 78 · globalprotector@wwf.de


Die Naturlandschaften des Grünen Spaniens auf verantwortungsvolle Weise erleben.
Hoch im Norden Spaniens gibt es einen Landstrich, in dem sich das intensive Grün der Berge mit dem tiefen Blau des Atlantischen Ozeans und des Kantabrischen Meeres vereint. In dieser traumhaft schönen Umgebung werden noch alte Traditionen gepflegt, aber auch die Moderne hat hier ihren Platz. Nur wenige wissen, dass es ein Spanien jenseits der Stereotypen gibt. Ein atlantisch geprägtes Spanien, ein grünes Spanien, in dem Biodiversität, Kultur und nachhaltiger Tourismus Hand in Hand gehen. Es gilt die Geheimnisse dieser grünen Küste zu entdecken, eine Route, die entlang unberührter Strände, malerischer Dörfer, großer Naturparks und Biosphärenreservate führt, auf dem Nördlichen Jakobsweg durch die Regionen Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland.
Schon in der Antike und auch noch viele Jahrhunderte danach endete an der galicischen Küste die bekannte Welt: Finisterrae – das Ende der Welt. Und trotz seiner Abgelegenheit hat Galicien eine tiefe Spur bei der Entstehung Europas hinterlassen. Bekanntestes Zeugnis dafür ist sicher die Kathedrale in Santiago de Compostela.
historischen Städten, die zu Steilklippen, Stränden und einsamen Buchten am Kantabrischen Meer hin ausläuft. In Asturien zeugen fünf Höhlen, die zum Welterbe gehören, davon, dass hier bereits während der frühen Steinzeit Menschen gelebt haben. Die Geschichte der Region kann man auch auf den verschiedenen Varianten des Jakobsweges nachempfinden.




Denn hier, in Santiago de Compostela, endet am Grab des Apostels der Jakobsweg, der berühmte Camino de Santiago, der viele Pilger aus Europa nach Galicien brachte. Der Jakobsweg selbst wird von zauberhaften, im Nebel verhüllten Wäldern geprägt, die sich zum Ozean mit seinen schroffen Küsten und wunderbaren Sandstränden hin öffnen. Das Meer und die fruchtbare Erde haben viele Köstlichkeiten hervorgebracht: Galicien ist ein wahres Paradies für Liebhaber von Meeresfrüchten und Fisch. Und auch der Weinanbau ist hier durchaus erfolgreich. Wer Galicien durchquert, kommt durch mittelalterliche Ortschaften und Fischerdörfer, Enklaven mit endemischen Spezies und zahlreichen Monumenten, die zum Welterbe gehören, eine Natur, die einen unwillkürlich gefangen nimmt. Hier wandert man zwischen Legenden und uralten Geschichten – und findet gleichzeitig einen tiefen inneren Frieden.
Asturien bewahrt den Charme und das Geheimnis eines mehr als 1000 Jahre alten Königreichs. Schon beim ersten Besuch begeistern die Gastfreundschaft der Einwohner und die faszinierenden Landschaften dieser Region, die von einzigartiger Schönheit sind. Von den hohen Kalksteingipfeln der Picos de Europa bis zum Golf von Biskaya bietet sich dem Besucher das Panorama einer Berglandschaft mit tiefen Tälern, dichten Wäldern, Flüssen und Wasserfällen, Dörfern, Weilern und

Die bekanntesten davon sind die Höhlen von Altamira mit ihren prähistorischen Höhlenmalereien. Besonders sehenswert sind auch der Naturpark von Cabárceno, die Seilbahn in Fuente Dé inmitten des Nationalparks Picos de Europa oder der Camino Lebaniego, der bis zur Klosteranlage Santo Toribio führt, wo der Legende nach das größte Stück vom Kreuz Jesu Christi aufbewahrt wird. Kantabrien begeistert alle Besucher, die gerne in Landhotels unterkommen und in der Natur aktiv sind.
Hoch im Norden
Spaniens gibt es einen Landstrich, in dem sich das intensive Grün der Berge mit dem tiefen Blau des Atlantischen Ozeans und des Kantabrischen Meeres vereint.
Das Baskenland mit seiner eigenen Sprache und Kultur entwickelt einen ganz eigenen Charme. Hier verbinden sich Tradition mit Moderne, Natur mit Kultur zu einer besonderen Symbiose. Ursprünglich bekannt für seine Seefahrer und Walfänger, war das Baskenland lange Zeit das industrielle Zentrum Spaniens, hat aber seine ländlichen und bäuerlichen Traditionen immer bewahrt und gepflegt. Diese Kontraste machen das Baskenland so interessant.


Der ursprüngliche Weg verläuft von Oviedo nach Santiago. Hier sind noch viele vorromanische Bauwerke erhalten, die ebenfalls zum Weltkulturerbe zählen. Das Herz Asturiens schlägt in Covadonga und im Nationalpark Picos de Europa mit seinen malerischen Seen von Covadonga und dem geheimnisvollen Pico Urriellu. Natürlich sollte man hier unbedingt auch den frisch gekelterten Apfelwein, den köstlichen Käse und die vielen Spezialitäten aus dem Meer und von den Äckern der Region kosten.
Kantabrien steht für Natur. Auch hier findet man hohe Gipfel und grüne Täler direkt neben Stränden mit feinem Sand. Gemeinsam bilden sie eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Neben den Naturschönheiten hält Kantabrien auch ein reichhaltiges architektonisches Erbe bereit, das sich quer durch alle Epochen zieht: Von der Romanik bis zur Gotik, wie man sie an der Küste findet, bis zum Modernismus, dem spanischen Jugendstil, und der Avantgarde, wie sie im Centro Botín in Santander zu bewundern ist. Und wer gerne unter die Oberfläche schaut, findet in Kantabrien die besten Voraussetzungen dafür: Über 9.000 Höhlen gibt es hier, zehn davon sind prähistorischen Ursprungs und wurden von der UNESCO zum Welterbe deklariert.
Seinen ganzen Charme entfaltet das Baskenland aber in seinen dichten Wäldern, Bergen und Tälern, märchenhaften Ortschaften und Stränden, die inmitten einer faszinierenden Küstenlandschaft zu Aktivitäten in der Natur einladen. Die traumhaft schönen Dörfer und Hafenstädte wie San Sebastián oder Hondarribia kontrastieren mit pulsierenden Metropolen wie Bilbao. Das Ganze wird gekrönt von einer Gastronomie, die sich auch international einen Namen gemacht hat. Dazu serviert man einen Wein, der seinesgleichen sucht, denn das Baskenland bietet die besten Voraussetzungen für den Anbau hervorragender Trauben. Die Städte sind voller Museen, Flaniermeilen, historischer Stadtviertel und nicht zuletzt Geschichten, die einen mitreißen und weit über den Horizont hinausschauen lassen.
Karte: Shutterstock, 1399569536

POSITIV FÜR NATUR, UMWELT UND NACHHALTIGEN TOURISMUS: CLUB ECOTURISMO
Der Club Ecoturismo in Spanien vereint 18 Naturschutzgebiete und 470 Unternehmen, die sich aktiv für den Naturschutz und lokale nachhaltige Entwicklung außergewöhnlicher Landschaften und Lebensräume engagieren. So besucht man Naturschutzgebiete und lernt sie durch Aktivitäten und Erlebnisse kennen, die im Einklang mit der Natur stehen und von lokalen Unternehmen angeboten werden. Mit dieser Art zu Reisen trägt der Besucher aktiv dazu bei, Landschaften, Flora, Fauna sowie traditionelle Berufe und Lebensformen zu erhalten und zu fördern. Im Grünen Spanien laden mehr als 100 Aktivitäten von lokalen Anbietern dazu ein, Biodiversität, Kultur und die Ruhe dieser außergewöhnlichen Landschaften im Norden Spaniens intensiv zu erleben. Ein unvergessliches Angebot für alle, die nach authentischen Erlebnissen in der Natur suchen.
WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE UNTER: www.ingreenspain.es | www.soyecoturista.com | www.spain.info
Wie Testamentsspenden Kinder und Familien weltweit unterstützen können, die Folgen der Klimakrise zu bewältigen
Alles ist miteinander verbunden – niemand weiß das besser als Alison, Mutter von sechs Kindern auf Malaita, einer der Salomon-Inseln. Ihr Land ist ein Spiegelbild der Klimakrise: Stürme und steigende Fluten zerstören Mangrovenwälder, die früher als natürlicher Schutz dienten, und überschwemmen Gärten, auf die viele Familien angewiesen sind.
Vor einiger Zeit zerstörte ein starker Wind alle Häuser in der Gegend. „Unser eigenes Haus wurde ebenfalls umgeweht“, erinnert sich Alison. „Wir entkamen nur mit Kleidern, die wir am Leib trugen.“ Für Alison, ihre Kinder und die Zukunft ihrer Insel ist das eine existenzielle Bedrohung – eine, die kurzfristige Hilfen wie Essenslieferungen allein nicht lösen können. „Ich möchte nicht, dass meine Kinder das noch einmal erleben. Ich will sie davor schützen“, sagt sie.
sagt Nicole Santiana Jansen, Ansprechpartnerin für Erben & Vererben bei Save the Children in Deutschland. Im Interview mit ihr und ihrer Kollegin Jasna Lohr erklären die beiden, wie das funktioniert. Denn die Menschen, die sich bei ihnen melden, wünschen sich auch nach ihrem eigenen Leben eine lebenswerte Zukunft für Kinder in Not.
Frau Santiana Jansen, warum setzen sich viele Menschen gerade heute mit dem Thema Vererben auseinander?
Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Frage, was sie langfristig bewirken und weitergeben möchten. Dabei geht es nicht nur um die eigene Familie, sondern auch um Verantwortung in einer sich verändernden Welt. Viele möchten dazu beitragen, dass Kinder – gerade angesichts globaler Herausforderungen wie der Klimakrise –geschützt sind und eine lebenswerte Zukunft haben.

Save the Children arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort, um Familien zu helfen, sich anzupassen und ihre Lebensgrundlagen zu sichern. Im Rahmen eines Projekts lernen Alison und andere Familien, Bienen zu züchten. Diese bestäuben die Mangroven, die wiederum Schutz vor Stürmen bieten und Ökosysteme wie Fisch- und Krebsbestände sichern. Gleichzeitig produzieren sie Honig, den Familien verkaufen können. Mit diesem Einkommen kann Alison die Schulgebühren für ihre Kinder bezahlen und ihnen so Chancen auf eine gute Zukunft ermöglichen. Sie kann auch dafür sorgen, dass sie gut ernährt sind –selbst wenn starker Regen in Zukunft unvermeidlich ihren Garten beeinträchtigt.
Solche langfristigen Projekte sind entscheidend, um den Folgen der Klimakrise zu begegnen – und sie brauchen verlässliche Unterstützung. Diese ist nicht nur durch Spenden zu Lebzeiten möglich, sondern auch durch die Berücksichtigung von Save the Children im Testament. Die sogenannten Testamentsspenden sind ein Weg, die eigenen Werte weiterzugeben und damit sowohl mit schneller und effektiver Nothilfe als auch über langfristige ProjekteKinder in Not zu unterstützen. So wird Mitgefühl zu etwas Dauerhaftem.
„Viele Menschen wünschen sich, etwas Bleibendes zu hinterlassen als Ausdruck ihrer Werte, ihrer Fürsorge und ihrer Beziehung zu den Menschen, die ihnen wichtig sind“,
Mit einem Testament wird festgehalten, was genau mit dem Nachlass passieren soll und schafft damit Klarheit über die eigenen Wünsche. Das gibt auch nächsten Angehörigen Sicherheit und kann Streitigkeiten verhindern.
Was passiert, wenn kein Testament vorhanden ist? Wird kein Testament hinterlassen, tritt in Deutschland die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Diese ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und in sogenannte Ordnungen unterteilt.
Erbberechtigt sind danach sowohl die Person, mit der eine Ehe oder Lebenspartnerschaft besteht als auch Verwandte. Lebensgefährten, Stiefkinder oder Patenkinder werden demnach aber nicht bedacht. Gibt es keine Verwandten dieser Ordnungen oder sind diese nicht auffindbar, erbt der Staat das gesamte Vermögen.
Welchen Unterschied kann eine Testamentsspende machen?
Zusätzlich zur eigenen Familie ist es auch möglich, gemeinnützige Organisationen im Testament zu berücksichtigen – sei es als Erbe, Miterbe oder mit einem Vermächtnis.

Testamentsspenden eröffnen die Möglichkeit, über das eigene Leben hinaus Wirkung zu entfalten – und Kinder langfristig zum Beispiel vor den Folgen der Klimakrise zu schützen.
Dabei kommt jeder Cent bei uns an, da wir als gemeinnützige Organisation von der Erbschaftssteuer befreit sind. Als älteste und größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt haben wir ein Ziel: Eine Welt, die die Rechte aller Kinder achtet. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass Kinder sicher und gesund aufwachsen und lernen können – unabhängig davon, wo sie geboren werden.
Frau Lohr, welche Anliegen haben Menschen, die sich an Sie wenden?
Oft geht es um ganz persönliche Fragen: Wie beginne ich überhaupt damit, ein Testament zu schreiben? Was muss ich regeln? Kann ich mein Testament noch einmal ändern? Manche möchten Angehörige bedenken und gleichzeitig etwas Gutes bewirken. Andere haben keine nahen Verwandten und wünschen sich, dass ihr Vermögen sinnvoll eingesetzt wird. Unser Ziel ist es, auf all diese Fragen ruhig, vertraulich und ohne Zeitdruck einzugehen.
Wie unterstützt Save the Children Menschen, die ein gemeinnütziges Testament erstellen möchten?
Wir bieten kostenlose und unverbindliche Beratung an – persönlich, telefonisch, per E-Mail oder auch per Brief. Außerdem gibt es unseren kostenlosen Testamentsratgeber mit hilfreichen Informationen zum Thema Erben & Vererben, Formulierungshilfen sowie Mustertestamenten, der bestellt werden kann.
Worauf sollte man bei der Auswahl einer Organisation achten?
Grundsätzlich gilt: Wer auf der Suche nach einer passenden Organisation für eine Testamentsspende ist, sollte sie anhand von drei Kriterien prüfen: Transparenz, Wirkung und Vertrauen. Dabei hilft das DZI-Spendensiegel, das einen nachprüfbaren Umgang mit Geldern bescheinigt. Bestenfalls sollte jede spendende Person schon zu Lebzeiten Kontakt zur Organisation suchen, sich informieren und im Gespräch die eigenen Wünsche äußern.
Wer auf der Suche nach einer passenden Organisation für eine Testamentsspende ist, sollte sie anhand von drei Kriterien prüfen: Transparenz, Wirkung und Vertrauen. Dabei hilft das DZISpendensiegel, das einen nachprüfbaren Umgang mit Geldern bescheinigt.
Save the Children wurde 1919 gegründet und ist heute die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Im internationalen Verbund setzt die Organisation sich dafür ein, dass Kinder gesund aufwachsen, eine gute Grundbildung erhalten und vor Gewalt geschützt sind. Hand in Hand mit lokalen Mitarbeitenden und Partnerorganisationen kann durch die umgesetzten Projekte das Leben von Kindern in rund 110 Ländern nachweislich verbessert werden – ohne Wenn und Aber.
Ihr Vermächtnis für Kinder in Not. QR-Code scannen und mehr mehr über Nachlass Spenden erfahren! Ihr Testament für Kinder.
KONTAKT
Nicole Santiana Jansen und Jasna Lohr
Ansprechpartnerinnen Erben & Vererben
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Weitere Informationen unter: www.savethechildren.de/testamente
Entzündete Augen, Schmerzen beim Blinzeln und am Ende Blindheit. Die schreckliche Augenkrankheit Trachom bedroht weltweit fast 100 Millionen Menschen. Dabei ließe sich Trachom mit einem einfachen Mittel bekämpfen: sauberes Wasser! Doch das ist in vielen armen Ländern knapp.
Es beginnt mit Fliegen, die sich in die Augenwinkel setzen. Sie übertragen einen Erreger, der zunächst eine bakterielle Entzündung hervorruft. Dann biegen sich die Augenlider nach innen und die Wimpern kratzen über die Hornhaut. Jedes Blinzeln verursacht unvorstellbare Schmerzen. Unbehandelt führt die Infektion zur Erblindung.
In vielen armen Ländern leiden die Menschen unter der schrecklichen Augenkrankheit Trachom – oft, weil sie kaum sauberes Wasser haben! Die gute Nachricht ist: Wir können Trachom besiegen –weltweit und für immer!













Für dieses Ziel setzt sich die Christoffel-Blindenmission (CBM) gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis 2030 ein.
Sauberes Wasser ist der beste Schutz Regelmäßiges Waschen von Händen und Gesicht ist der beste Schutz vor einer Ansteckung. Das klingt einfach! Aber in armen Ländern wie Äthiopien ist das gar nicht möglich. Denn dort gibt es viel zu wenig zugängliche Wasserstellen.
Deshalb baut die CBM mit ihren Projektpartnern vor Ort Brunnen – wie in einem Dorf im Distrikt Butajira. Bis zu 600 Personen bekommen so Zugang zu sauberem Wasser. Zudem setzt sich die CBM für Aufklärung über Hygiene ein, verteilt Antibiotika, um die Infektion zu stoppen und führt Augenlid-OPs durch, die Erkrankte vor Blindheit retten.
Viele Länder befreit Rund 30 Länder sind von der Krankheit befreit worden. Dazu hat die CBM mit ihren Projekten beigetragen –und wir machen weiter, bis niemand mehr unter dieser Krankheit leiden muss.



























Mehr Infos unter www.cbm.de/vererben-stiften











Mehr über unsere Trachom-Arbeit erfahren Sie im kostenlosen Webinar „Was wird aus meinen Kindern, wenn ich erblinde?“ unter: www.cbm.de/mediathek

Wassermangel, Armut und Erblindung gehen oft Hand in Hand! Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine internationale christliche Entwicklungsorganisation. Sie verbessert die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt. Dazu gehört, Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu gewährleisten, um Trachom für immer zu beseitigen. Doch möglich ist unsere Arbeit erst durch unsere Spenderinnen und Spender, die uns mit ihren Nachlässen oder Stiftungen tatkräftig unterstützen. Mit einem Vermächtnis oder einer Stiftung hinterlassen Sie Bleibendes!


