LUFT & lunge EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET Lesen Sie mehr auf www.gesunder-koerper.info
COVERSTORY
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“Es muss mehr über Therapiemöglichkeiten gesprochen werden.“ Cathy Hummels über ihr Leben mit Asthma und wie sie und ihr Sohn sich im Alltag schützen.
03 Saubere Luft ist keine Selbstverständlichkeit Extremsportler Jonas Deichmann erzählt, wie er auf eine möglichst gesunde Atemluft achtet.
02 | Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info
IN DIESER AUSGABE
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ATEMWEGSERKRANKUNGEN Wie COPD, Schlafapnoe und Influenza unseren Alltag beeinträchtigen und warum Wissen schützt. Noemi Sinka (Project Manager), Natascha Wesiak (Business Development Manager), Bob Roemké (Managing Director), Miriam Hähnel (Content and Production Manager), Lea Hartmann (Head of Design), Cover: Cathy Hummels ©Ulla Schreiber Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@ mediaplanet.com Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
Please recycle
WIE KLEINE ENTSCHEIDUNGEN EINEN GROßEN UNTERSCHIED MACHEN Text Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser
V
or gar nicht allzu langer Zeit gehörte Husten einfach zum Winter. Irgendjemand im Büro schniefte. Im Kindergarten brachte ein Kind den nächsten Infekt mit nach Hause. Im Supermarkt nieste jemand in die Armbeuge – oder leider auch nicht. Man steckte sich an, blieb ein paar Tage im Bett und machte anschließend weiter wie bisher. Dann kam Corona. Plötzlich sprach die ganze Welt über Viren. Über Ansteckungswege. Über Impfungen. Über Inzidenzen, Antikörper und Aerosole. Begriffe, die vorher fast ausschließlich Mediziner kannten, gehörten auf einmal zu unserem Alltag. Und egal, wie unterschiedlich wir diese Zeit erlebt haben – eines hat sie uns allen gezeigt: Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit.
Denn Prävention beginnt nicht erst in der Arztpraxis. Sie beginnt morgens, wenn wir entscheiden, ob wir krank zur Arbeit gehen oder zu Hause bleiben. Sie beginnt beim Händewaschen, beim Lüften eines Raumes, bei ausreichend Schlaf, Bewegung und einer gesunden Portion Gelassenheit. Und manchmal beginnt sie auch mit einer Impfung. Als Arzt erlebe ich immer wieder, wie wertvoll Aufklärung ist. Wer versteht, verliert oft die Angst. Wer informiert ist, kann selbstbestimmt entscheiden. Und genau das wünsche ich mir auch für Sie.
“ALS ARZT ERLEBE ICH IMMER WIEDER, WIE WERTVOLL AUFKLÄRUNG IST.“
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Alle acht Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an den Folgen von Atemwegserkrankungen. Lasst uns den diesjährigen Lungentag nutzen, um diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Jas mu n
NOEMI SINKA
@Mediaplanet_germany
Foto: Manfred
VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER AUSGABE SEPTEMBER 2026
linkedin.com/company/mediaplanet-germany
Genau darum geht es in dieser Kampagne. Diese Kampagne beschäftigt sich mit den großen Herausforderungen der Lungengesundheit – von allergischem Asthma bronchiale und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) über das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom bis hin zu Umwelt- und Schadstoffbelastungen sowie der Früherkennung von Lungenkrebs. Denn viele dieser Erkrankungen entwickeln sich schleichend, bleiben lange unbemerkt und lassen sich durch Wissen, Prävention und eine rechtzeitige Diagnostik positiv beeinflussen.
Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser (Doc Esser) Deutscher Facharzt, Fernseh-, Podcast- und Hörfunkmoderator, Autor, Unternehmer und Musiker
Wir möchten Ihnen erklären, warum Prävention so viel mehr bedeutet als Vorsorgeuntersuchungen. Warum unser Immunsystem manchmal Erstaunliches leistet, manchmal aber auch Unterstützung braucht.
Diese Kampagne soll keine Sammlung medizinischer Fachbegriffe sein. Sie soll ein verständlicher Begleiter sein – mit Antworten auf die Fragen, die sich viele Menschen stellen, mit wissenschaftlich fundierten Informationen und ganz praktischen Tipps für den Alltag. Denn Gesundheit ist kein Zufall. Sie ist auch das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen.
Vor allem aber möchten wir zeigen, dass jeder von uns mit kleinen Maßnahmen einen großen Beitrag leisten kann – für die eigene Gesundheit und für die Gesundheit der Menschen, die uns wichtig sind.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen – und vor allem die Neugier, den eigenen Körper ein wenig besser kennenzulernen. Denn je besser wir verstehen, wie er funktioniert, desto besser können wir ihn schützen. Anzeige
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SAUBERE LUFT BEGINNT ZU HAUSE: Warum Innenraumhygiene so wichtig ist
Foto: A ndrej Bavchenkov
Text Antonia Steinbrück
“SAUBERE LUFT IST KEINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT“
JONAS DEICHMANN ÜBER EXTREMSPORT UND LUNGENGESUNDHEIT Ob Wüstenhitze, Höhenluft oder Großstadt-Smog: Extremsportler Jonas Deichmann kennt die Belastungen für seine Lunge wie kaum ein anderer. Im Interview erzählt er, wie er seine Atemwege auf Weltrekord-Touren schützt – und warum saubere Luft für ihn längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Text Mina Vesper
Du bist auf deinen Expeditionen unter den unterschiedlichsten Klima- und Umweltbedingungen unterwegs. Wann ist dir besonders bewusst geworden, welchen Einfluss Luftqualität auf deine Leistungsfähigkeit und Gesundheit hat? Ich bin auf meinen Radreisen schon durch viele sehr große Städte gefahren, und da merkt man die schlechte Luftqualität natürlich. Besonders schockierend ist, wenn man dann abends unter der Dusche schwarzes Wasser sieht und sich vorstellt, dass man das einatmet. Deine Lunge ist bei jedem Abenteuer dein wichtigster Motor. Wie sorgst du dafür, dass sie auch unter extremen Bedingungen leistungsfähig bleibt? Ich rauche nicht und gehe auch weg, wenn jemand in meiner Nähe raucht. Um mein Lungenvolumen zu erhöhen, trainiere ich Ausdauer und Intervalle. Welche Rolle spielen Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Hitze, Staub oder Höhenluft auf deinen
Touren – und wie gehst du damit um? Umweltfaktoren kann ich nicht beeinflussen. Vor Staub schütze ich mich z. B. mit einem Tuch vor dem Mund. In der Höhe – ich war schon mit dem Rad auf über 5.000 Metern – hilft es, langsam zu machen. Was möchtest du Menschen mitgeben, die ihre Lunge und saubere Luft im Alltag als selbstverständlich ansehen? Wer viel reist, weiß, dass sauber Luft keine Selbstverständlichkeit ist. Schäden durch schlechte Luftqualität, sowie aktives und passives Rauchen, entwickeln sich schleichend. Wer auch im Alter noch leistungsfähig sein möchte, sollte sofort und immer auf möglichst saubere Luft achten.
Weitere Einblicke finden Sie auf Instagram @jonas_deichmann
Wir verbringen bis zu 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen, doch die Qualität der Luft, die wir dabei einatmen, wird häufig unterschätzt. Dabei können Emissionen aus Baumaterialien, Klebstoffen, Bodenbelägen oder Abdichtungen die Raumluft längere Zeit belasten und die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Bei Renovierungen oder Neubauten gelangen sogenannte flüchtige organische Verbindungen, kurz VOCs, in die Raumluft. Diese unsichtbaren Schadstoffe entstehen beispielsweise beim Verlegen von Fliesen, beim Kleben von Parkett oder beim Abdichten von Duschen und können Kopfschmerzen, Reizungen der Atemwege und in manchen Fällen sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen.
“WER BEIM BAUEN UND RENOVIEREN AUF EMISSIONSARME PRODUKTE SETZT, INVESTIERT IN DIE EIGENE GESUNDHEIT UND DIE SEINER FAMILIE.“ Gute Innenraumhygiene beginnt deshalb bereits bei der Wahl der richtigen Bauprodukte. Emissionsarme Materialien, die strengen Prüfanforderungen genügen und regelmäßig durch unabhängige Labore kontrolliert werden, sind ein entscheidender Schritt zu einem gesunden Wohnklima. Verbraucher, Handwerker und Architekten sollten bei der Produktauswahl gezielt auf anerkannte Gütesiegel achten, die Transparenz über das Emissionsverhalten eines Produktes geben. Ein gesundes Zuhause ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen, angefangen bei den Materialien, die in Wände, Böden und Decken eingebracht werden. Wer beim Bauen und Renovieren auf emissionsarme Produkte setzt, investiert in die eigene Gesundheit und die seiner Familie.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der GEV entstanden.
EMISSIONSARM BAUEN UND RENOVIEREN Text Klaus Winkels
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as System EMICODE® hat s eit der Gründung der GEV - Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e. V. – 1997 das Ziel, den Verbraucher zu informieren und die Umwelt zu schützen – durch ein gut durchdachtes Orientierungssystem und immer mehr emissionsarme Bauprodukte. In drei Kategorien werden besonders emissionsarme Bauprodukte für den Innenbereich ausgezeichnet. Das bedeutet: deutlich weniger flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und dadurch spürbar bessere Raumluft. Die GEV arbeitet eng mit Gebäudezertifizierern wie DGNB, LEED und BREEAM zusammen. Emissionen und Schadstoffe werden kontinuierlich nach wissenschaftlichen Methoden bewertet und von unabhängigen Laboren getestet. Ausschließlich Produkte, die
strengste Emissionsansprüche erfüllen, dürfen mit dem Gütesiegel gekennzeichnet werden.
“DAS ZIEL: DEN VERBRAUCHER ZU INFORMIEREN UND DIE UMWELT ZU SCHÜTZEN.“ Ziel des Verbandes ist es nicht, einzelne Produkte im Wettbewerb herauszustellen, sondern einen hohen Standard und Orientierung zu schaffen, von dem Architekten, Handwerker, Verbraucher und die Umwelt profitieren.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.emicode.com
04 | Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info coverstory Fotos: Ulla Schreiber
Gibt es Vorurteile oder Missverständnisse, die dir rund um Asthma und andere Atemwegserkrankungen immer wieder begegnen? Man muss sich immer erklären, weil gesunde Menschen sich einfach nicht vorstellen können, wie es ist, plötzlich keine Luft mehr zu bekommen. Auch dass bestimmte Allergene in der Luft für einen Asthmatiker ein lebensbedrohliches Problem werden können, nehmen viele nicht ernst genug. Deswegen ist es so wichtig, dass über Atemwegserkrankungen gesprochen und darüber aufgeklärt wird. Aber auch über Therapiemöglichkeiten muss gesprochen werden, da die Medizin heute viel weiter ist als früher. Man sollte sich stets über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten informieren, weil man mit der richtigen Behandlung gut mit der Erkrankung leben kann.
VON ANGST ZU FREIHEIT: CATHY HUMMELS ÜBER IHREN WEG MIT ASTHMA Mit sechs Jahren erlebte Cathy Hummels einen lebensbedrohlichen Asthma-Anfall – ein Erlebnis, das ihre gesamte Kindheit prägte. Heute ist sie beschwerdefrei, doch auch ihr Sohn machte bereits Erfahrungen mit Atemwegsproblemen. Im Interview spricht sie offen über Angst, Aufklärung und warum der richtige Umgang mit Atemwegserkrankungen entscheidend ist.
Warum ist es dir wichtig, öffentlich über Atemwegsgesundheit zu sprechen, und welche Botschaft möchtest du Betroffenen und ihren Familien mitgeben? Ich finde es so wichtig, dass man besonders betroffenen Kindern die Angst nimmt und mit ihnen spricht, denn ich wünsche mir, dass alle Kinder einen unbeschwerten Alltag haben können, auch wenn sie Asthma haben. Außerdem möchte ich auch Eltern die Angst nehmen und dazu ermutigen, sich zur Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Denn Asthma ist heute wirklich gut behandelbar. Dazu gehört es auch, dass das Umfeld Bescheid weiß und immer alles da ist, was es für den Notfall braucht, zum Beispiel in der Schule oder im Sportverein. Denn im Extremfall geht es um Sekunden. Wenn die Kinder selbst Bescheid wissen und auch ihr Umfeld geschult ist, können sie sich sicher fühlen und diese ständige Angst ablegen. Als Unternehmerin hat Cathy Hummels mit eigenen Eventformaten wie „Cathylates“ und dem „WiesnBummel“ erfolgreiche Marken aufgebaut. Letzterer hat sich mittlerweile als feste Größe in der Münchner Eventlandschaft etabliert.
Weitere Einblicke gibt es bei Instagram @eventsbych und @cathyhummels
Text Mriam Hähnel
C
athy, du lebst seit deiner Kindheit mit Asthma und hattest dabei auch einen lebensbedrohlichen Zwischenfall. Wie hat dich diese Erfahrung geprägt? Den ersten Asthma-Anfall hatte ich, als ich sechs Jahre alt war. Ich war bei einer Freundin zu Besuch, die ein Meerschweinchen hatte, auf das ich stark allergisch reagierte. Plötzlich bekam ich keine Luft mehr, es fühlte sich an, als würde ich durch einen zusammengepressten Strohhalm atmen. Das war sehr dramatisch und ich bin an diesem Anfall fast gestorben. Ich erinnere mich nur noch bruchstückhaft daran, da ich bewusstlos wurde. Ich wachte im Krankenhaus wieder auf und musste dort zwei Wochen lang bleiben, ganz allein, das war furchtbar.
Tierhaarallergie, aber der Körper verändert sich ja im Laufe der Zeit. Als ich 15, 16 Jahre alt war, habe ich begonnen, mich intensiv mit meiner Ernährung zu befassen. Ich verzichtete auf weißen Zucker, Milcheiweiß und Laktose, achtete darauf, viel Gemüse und Obst zu essen. Ich glaube, dass das maßgeblich dazu beigetragen hat, dass meine Beschwerden weniger wurden und irgendwann verschwanden. Ich brauchte irgendwann auch keine Medikamente mehr, heute habe ich keinerlei Symptome mehr.
Wann wurde dir bewusst, dass freies Atmen keine Selbstverständlichkeit ist? Dieser erste Anfall war traumatisch. Wenn man einmal fast erstickt ist, dann prägt das einen stark. Ab diesem Moment war mein Leben ein anderes, weil ich in der ständigen Angst lebte, dass das wieder passieren könnte. Meine Kindheit war alles andere als unbeschwert. Ich konnte nirgendwo mehr hingehen ohne meinen Inhalator. Übernachtungen bei Freundinnen waren tabu, bei Ausflügen musste meine Mutter vorab alle informieren, worauf ich allergisch bin. Ich konnte in kein Zeltlager fahren, über keine grüne Wiese springen. Zu meinem allergischen Asthma kam noch ein psychisch bedingtes hinzu, weil mein Körper aufgrund der Angst vor einem Anfall in den Panikmodus schaltete, was dann auch wieder Atemnot auslöste.
“DEN ERSTEN ASTHMA-ANFALL HATTE ICH, ALS ICH SECHS JAHRE ALT WAR.“
Heute bist du beschwerdefrei. Was hat dir geholfen, deinen persönlichen Weg im Umgang mit Asthma zu finden? Ich hatte zwar weiterhin eine Pollen- und
Auch dein Sohn hatte bereits gesundheitliche Probleme mit der Lunge. Was ist passiert? Mein Sohn hatte zwei Mal das RS-Virus. Aufgrund meiner eigenen Vorgeschichte wusste ich, dass dadurch das Risiko steigt, dass er Asthma bekommen könnte.
Das hat mich wirklich stark getriggert und ich habe mir große Sorgen gemacht. Er war zwei Mal im Krankenhaus, weil es ihm so schlecht ging. Danach waren wir bei einer tollen Pneumologin in Behandlung, die uns erklärte, dass man Asthma mit der richtigen Behandlung sehr gut therapieren kann und man heute beschwerdefrei leben kann. Er wurde entsprechend behandelt, und seit einem Jahr hat auch er keine Beschwerden mehr. Natürlich habe ich trotzdem immer alles für den Notfall dabei, z. B. CortisonZäpfchen oder Cetirizin bei allergischen Reaktionen. Und ich muss sagen, dass jetzt jeder Infekt bei ihm sofort auf die Lunge schlägt und er dann wieder inhalieren muss. Ich höre das sofort, aber kann dann entsprechend reagieren.
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Chiesi GmbH entstanden.
ASTHMA: SIND SIE BESCHWERDEFREI ODER NUR DARAN GEWÖHNT? Foto: Push it! GmbH
Vier von fünf Menschen schätzen ihr Asthma als gut kontrolliert ein, obwohl sie noch Beschwerden haben. Drei Pneumologinnen erklären, warum möglichst wenig Beschwerden kein Extra ist und sich ein zweiter Blick auf den eigenen Alltag mit Asthma lohnt.
Text Anna-Lena Mahncke
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ie meisten Menschen mit Asthma führen heute dank moderner Therapien ein aktives Leben. Sie müssen sich im Alltag kaum Gedanken um ihre Erkrankung machen. Aber bedeutet das automatisch, dass ihr Asthma im Alltag wirklich keine Rolle mehr spielt? Offenbar nicht: Studien zeigen, dass vier von fünf Menschen ihr Asthma als gut kontrolliert einschätzen, obwohl sie noch Beschwerden haben.1 Sie merken erst auf den zweiten Blick, dass sie ihr Verhalten längst an ihr Asthma angepasst haben und diese Anpassungen nicht mehr hinterfragen. Gerade saisonale Verschlechterungen durch Pollen im Frühjahr und Sommer oder Hausstaub im Winter werden oft als „normal“ akzeptiert und nicht angegangen. Jetzt könnten Sie sich fragen: „Wenn es mich nicht weiter stört, warum sollte ich mich damit beschäftigen?“. Die entscheidende Frage ist aber nicht, ob die Beschwerden noch stören. Entscheidend ist: Möglichst wenige Beschwerden und eine gute Asthmakontrolle sind wichtige Therapieziele – auch, um die Atemwege langfristig möglichst gesund zu halten.2
„GERADE SAISONALE VERSCHLECHTERUNGEN DURCH POLLEN IM FRÜHJAHR UND SOMMER ODER HAUSSTAUB IM WINTER WERDEN OFT ALS „NORMAL“ AKZEPTIERT – SO SOLLTE ES ABER NICHT SEIN.“ Woran Sie erkennen, ob Asthma Ihren Alltag doch noch mehr mitbestimmt, als Sie denken, warum Beschwerdefreiheit wichtig ist und was Sie selbst tun
können, erklären die Pneumologinnen von PneumoPearls: Dr. Christiane Mölgen, Prof. Dr. Jessica Rademacher und Prof. Dr. Kathrin Kahnert. Wie kann ich erkennen, ob mein Asthma im Alltag doch noch eine Rolle spielt? Prof. Dr. Jessica Rademacher: Ein guter erster Schritt ist eine einfache Frage: Beeinträchtigt mein Asthma meinen Alltag vielleicht mehr, als mir bewusst ist? Viele Betroffene würden diese Frage zunächst verneinen. Wenn man jedoch genauer nachhakt, fallen oft doch Situationen auf, in denen sie ihren Alltag bereits an ihre eingeschränkte Atmung angepasst haben und das längst als selbstverständlich akzeptieren. Sie gehen bei Treppen oder Steigungen automatisch langsamer, verzichten auf bestimmte sportliche Aktivitäten oder überlegen vor einer Wanderung, ob die Luft reichen wird. Auch nächtlicher Husten, langandauernde Beschwerden bei Erkältungen oder die wiederholte Nutzung des Bedarfssprays werden oft als „normal“ akzeptiert. Genau solche kleinen Anpassungen oder vermeintlichen Selbstverständlichkeiten können Hinweise darauf sein, dass das Asthma den Alltag noch stärker beeinflusst, als man zunächst denkt.
Prof. Jessica Rademacher, Prof. Kathrin Kahnert und Dr. Christiane Mölgen (von links nach rechts auf dem Foto) sind Pneumologinnen und Gründerinnen der PneumoPearls. Unter @pneumopearls vermitteln sie auf Social Media evidenzbasiertes und verständlich aufbereitetes Wissen zu Asthma und anderen Lungenerkrankungen.
Die gute Nachricht: Für viele Menschen mit Asthma, die sich hier wiedererkennen, lässt sich mit der richtigen Behandlung eine gute Asthmakontrolle erreichen, bis hin zu weitgehender Beschwerdefreiheit im Alltag. Das gilt auch bei allergischem oder saisonalem Asthma. Deshalb lohnt es sich, früh darauf zu achten, ob noch Beschwerden bestehen.
„DAS ZIEL SOLLTE NICHT SEIN, MIT ASTHMA ZURECHTZUKOMMEN. DAS ZIEL SOLLTE SEIN, MÖGLICHST NICHTS MEHR VON SEINEM ASTHMA ZU MERKEN.“
Warum ist es wichtig, dass ich mich damit nicht zufriedengebe? Dr. Christiane Mölgen: Hinter Asthma steckt mehr als die beschriebenen Beschwerden. Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. In bestimmten Situationen können sich die Atemwege zusätzlich verengen, etwa bei Belastung, Infekten oder Allergien. Bleiben trotz Therapie Beschwerden bestehen, ist das oft ein Hinweis darauf, dass diese Entzündung nicht vollständig gehemmt oder auch „kontrolliert“ ist. Bleibt das über längere Zeit so, können die dauerhafte Entzündung und wiederholte Verengungen die Atemwege nach und nach verändern. Dadurch können sich das Asthma und auch die Lungenfunktion langfristig verschlechtern. In den meisten Fällen muss das heute aber nicht mehr sein: Das Ziel der modernen Asthmatherapie ist es, die Entzündung möglichst gut zu kontrollieren und die Erkrankung zur Ruhe zu bringen, sodass man das Asthma im Alltag möglichst wenig spürt.2 Gelingt es, kann das auch dazu beitragen, langfristige Veränderungen der Atemwege zu vermeiden.
Wenn ich mich hier wiedererkenne: Was kann ich jetzt tun, um mehr Beschwerdefreiheit zu erreichen? Prof. Dr. Kathrin Kahnert: Betroffene können selbst eine wichtige Rolle in der Therapie spielen. Der wichtigste Schritt ist, den eigenen Alltag bewusst zu hinterfragen: Muss ich wegen meines Asthmas auf etwas verzichten oder mein Verhalten anpassen? Bin ich wegen meines Asthmas im Alltag nicht so leistungsfähig, wie ich es gerne wäre? Solche Beobachtungen sollten im Arztgespräch angesprochen werden. Gemeinsam können Sie das Behandlungsziel festlegen und prüfen, ob die Therapie weiter optimiert werden kann.
Referenzen: 1 Price D. et al. NPJ Prim Care Respir Med. 2014 Jun 12;24:14009. 2 Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma, 2024. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-002
@pneumopearls findet man auf den Social Media Plattformen Instagram, Facebook und TikTok.
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Atmen ist für uns selbstverständlich – bis es schwerfällt. Dabei gehören Erkrankungen der Atemwege weltweit zu den häufigsten Ursachen für Krankheit, eingeschränkte Lebensqualität und vorzeitige Todesfälle. Viele dieser Erkrankungen lassen sich heute jedoch verhindern, früh erkennen oder wirksam behandeln. Voraussetzung dafür ist vor allem eines: Wissen.
Inhalation Text Prof. Jessica Rademacher, Prof. Kathrin Kahnert und Dr. Christiane Mölgen
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Besonders häufig sind chronische Erkrankungen wie Asthma und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Bei der COPD gehen wir davon aus, dass im Jahr 2030 ca. 7,9 Millionen Menschen in Deutschland daran erkrankt sein werden.
durch die 100 Hz Schall-Vibration entsteht ein in Schwingung versetztes Aerosol, das die feinen Engstellen passiert und bis in die Nasennebenhöhlen/Ohren (eustachische Röhre) gelangt, sodass das Medikament direkt am Ort der Entzündung wirken kann, ohne Gaumenschließmanöver.
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COPD bleibt trotz großer therapeutischer Fortschritte eine oftmals fortschreitende Erkrankung und eine der häufigsten Todesursachen weltweit, obwohl sie in vielen Fällen vermeidbar wäre. Rauchen ist in Deutschland nach wie vor der wichtigste Risikofaktor, doch auch Luftverschmutzung, berufliche Schadstoffbelastungen und genetische Faktoren spielen eine Rolle. Eine weitere regelhaft unterschätzte Erkrankung ist die obstruktive Schlafapnoe. Wiederholte Atemaussetzer während des Schlafs führen nicht nur zu Tagesmüdigkeit, sondern erhöhen langfristig auch das Risiko für Bluthochdruck, Herz-KreislaufErkrankungen und Verkehrsunfälle. Viele Betroffene wissen jedoch nichts von ihrer Erkrankung, weil sie nachts auftritt und sich oft nur durch Schnarchen oder ausgeprägte Müdigkeit bemerkbar macht. Die zunehmende Verbreitung von Smartwatches eröffnet zudem neue Möglichkeiten der Früherkennung, da sie nächtliche Sauerstoffabfälle erfassen können.
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Die Entzündungsreaktion im Körper erhöht vorübergehend auch das Risiko für Herzinfarkte. Impfungen, eine gute Kontrolle bestehender Lungenerkrankungen und einfache Hygienemaßnahmen gehören weiterhin zu den wirksamsten Möglichkeiten, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Seltener, aber für die Betroffenen oft besonders belastend sind Erkrankungen wie Bronchiektasen oder die Lungenfibrose. Beide führen häufig zu einer zunehmenden Einschränkung der Lungenfunktion und erfordern eine spezialisierte pneumologische Betreuung. Bei allen genannten Erkrankungen gilt: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher können moderne Therapien den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Und das Gute ist: noch nie standen so viele Möglichkeiten zur Erhaltung der Lungengesundheit zur Verfügung. Ein Rauchstopp senkt das Risiko für zahlreiche Atemwegserkrankungen deutlich. Regelmäßige Bewegung stärkt die körperliche Belastbarkeit. Impfungen schützen vor schweren Infektionen. Und moderne Medikamente ermöglichen vielen Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen heute ein aktiveres Leben als noch vor wenigen Jahren. Ebenso wichtig ist jedoch die Gesundheitskompetenz. Wer Warnzeichen wie anhaltenden Husten, zunehmende Atemnot, nächtliche Atemaussetzer oder wiederkehrende Atemwegsinfektionen ernst nimmt, sucht häufig früher ärztliche Hilfe, und verbessert damit oft seine Behandlungsmöglichkeiten. Die wichtigste Anlaufstelle bleiben Hausärztinnen und Hausärzte, sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Pneumologie. Gleichzeitig informieren sich immer mehr Menschen über digitale Medien. Wissenschaftlich fundierte Gesundheitsportale, seriöse Inhalte in sozialen Medien oder moderne KI-gestützte Informationsangebote können helfen, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln. Sie ersetzen das persönliche Arzt-Patienten-Gespräch keinesfalls, können es aber ergänzen.
Prof. Jessica Rademacher, Prof. Kathrin Kahnert und Dr. Christiane Mölgen sind Fachärztinnen für Pneumologie und Gründerinnen von PneumoPearls. Unter @pneumopearls vermitteln sie auf Social Media evidenzbasiertes Wissen zu Lungenerkrankungen verständlich und praxisnah.
Lungengesundheit beginnt deshalb nicht erst mit der Behandlung einer Erkrankung. Sie beginnt mit Wissen: darüber, wie unsere Lunge funktioniert, welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten und welche Möglichkeiten es heute gibt, Erkrankungen vorzubeugen oder erfolgreich zu behandeln. Denn gut informierte Menschen können ihre Gesundheit aktiv mitgestalten.
Jedes Jahr fordern zudem Atemwegsinfektionen unser Gesundheitssystem heraus. Infekte mit Erregern wie Influenza, SARS-CoV2 oder RSV verlaufen bei den meisten Menschen unkompliziert, können für ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen jedoch lebensbedrohlich werden. Schwere Atemwegsinfekte können weit mehr als die Lunge betreffen.
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01.09.2026 11:25:26
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Schutz von Anfang an: WARUM PRÄVENTION IM HERBST DIE GANZE FAMILIE BETRIFFT Text Dr. med. Barbara Weckler
Impfen als Baustein der Gemeinschaftsprävention Das Thema Impfen sollte dabei nicht isoliert, sondern als wesentlicher Teil einer verantwortungsvollen Gesundheitsvorsorge betrachtet werden. Ein aktueller Impfschutz schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern kann auch dazu beitragen, besonders gefährdete Menschen im Umfeld zu schützen. Indem Eltern, Großeltern und enge Kontaktpersonen ihren Schutz gegen Atemwegsinfektionen wie z. B. Pertussis oder Influenza aktuell halten, können Sie dazu beitragen, besonders gefährdete Familienmitglieder wie Neugeborene vor schweren Infektionsverläufen zu schützen. Besonderer Schutz für Risikogruppen Neben Kindern stehen vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Grunderkrankungen im Fokus der Prävention. Da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems mit dem Alter natürlicherweise abnimmt, steigt das Risiko für schwere Verläufe von Krankheiten wie Pneumokokken-
Erkrankungen oder COVID-19. Für Menschen mit Asthma oder COPD ist die Prävention von Atemwegsinfektionen besonders wichtig, da Infektionen Krankheitsschübe auslösen und zu schweren Verläufen führen können.
“WÄHREND WIR DIE KÜHLEREN MONATE OFT MIT GEMÜTLICHEN STUNDEN IM HAUS VERBINDEN, BEDEUTEN SIE FÜR UNSER IMMUNSYSTEM EINE HOCHSAISON DER HERAUSFORDERUNGEN.“ Dr. med. Barbara Weckler Pneumologin, Leiterin der Hochschulambulanz für Atemwegsinfektionen und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Lungenstiftung Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin, Sektion für Atemwegsinfektionen, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland Rechtzeitig handeln: Die Überprüfung des Impfschutzes im Herbst Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt je nach Alter, Vorerkrankungen und individuellem Risiko Schutzimpfungen gegen u. a. Influenza, COVID-19, Pneumokokken, RSV und Keuchhusten. Auch die Vorsorge gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) gehört zum Erhalt der Lebensqualität dazu. Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt für die Überprüfung des aktuellen Impfschutzes, damit der Körper rechtzeitig vor der ersten großen Infektionswelle eine stabile Immunabwehr aufbauen kann.
“EINE SCHWERE DIAGNOSE UND EIN WERTVOLLES LEBEN KÖNNEN GLEICHZEITIG EXISTIEREN“ Als Marie die Diagnose Lungenkrebs erhielt, veränderte sich ihr Blick auf Zeit, Kontrolle und Dankbarkeit. Im Interview spricht sie über Kraftquellen in der Krankheit, die Bedeutung von Aufklärung und molekularer Diagnostik – und warum eine schwere Diagnose und ein wertvolles Leben kein Widerspruch sein müssen. Text Mina Vesper
Mit deiner Geschichte machst du vielen Menschen Mut. Was hat dir in der Zeit deiner Erkrankung am meisten Kraft gegeben? Da kommt vieles zusammen. Ein wichtiger Weg war für mich die Spiritualität. Sie hat mir geholfen, mein Bedürfnis nach Kontrolle zu hinterfragen und mehr zu vertrauen. Eine schwere Erkrankung konfrontiert einen sehr unmittelbar damit, dass wir nicht alles kontrollieren können. Wir können uns aber entscheiden, wie wir der Erkrankung begegnen.
“ICH BIN DADURCH MUTIGER UND RISIKOBEREITER GEWORDEN, ABER AUCH KONSEQUENTER MIT MEINEN GRENZEN. GLEICHZEITIG EMPFINDE ICH EINE ANDERE DANKBARKEIT FÜR MEIN LEBEN.“ Marie Wiederschein Ausgebildete Heilpraktikerin Daneben sind es die kleinen Momente, mit Menschen, die ich liebe. Das Draußen-sein, Spaziergänge und das Reisen, was ich erst nach meiner Diagnose wieder ganz neu entdecken durfte. Auch meine Community auf
krisenheld.innen gibt mir viel Kraft. Wir erleben Krisen individuell, müssen sie aber nicht allein tragen. Eine Krebsdiagnose verändert den Blick aufs Leben. Was hat sich für dich seitdem am stärksten verändert? Vor allem mein Verhältnis zu Zeit und Sicherheit. Wir verschieben Wünsche auf irgendwann und gehen davon aus, dass noch genug Zeit bleibt. Meine Diagnose hat mir gezeigt, wie wenig selbstverständlich dieses „Irgendwann" ist.
Foto: Eigene Darstellung, erstellt unter Verwendung von ChatGPT (OpenAI)
Unser Rat für diesen Herbst: Nutzen Sie die kommenden Wochen für ein Beratungsgespräch in Ihrer hausärztlichen Praxis. Ein Blick in den Impfpass hilft dabei, Lücken rechtzeitig zu schließen und mit einem guten Gefühl für die gesamte Familie in die kalte Jahreszeit zu starten. Literatur 1. Ständige Impfkommission (STIKO). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026. Epidemiologisches Bulletin. 2026;4. Robert Koch-Institut. 2. Ewig S, Hinze CA, Vogelmaier C, Stierl M, Rademacher J. Empfehlungen für die Impfung Erwachsener für Pneumologen [Recommendations for vaccination of adults for respiratory physicians]. Pneumologie. 2026 Jan;80(1):21-26. German. doi: 10.1055/a-2732-6651. Epub 2025 Dec 10. PMID: 41371248; PMCID: PMC12823218. 3. Crooke SN, Ovsyannikova IG, Poland GA, Kennedy RB. Immunosenescence and human vaccine immune responses. Immun Ageing. 2019 Sep 13;16:25. doi: 10.1186/s12979-019-0164-9. PMID: 31528180; PMCID: PMC6743147. 4. Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD). Global Strategy for the Diagnosis, Management, and Prevention of COPD. 2026 Report.
Molekulare Diagnostik zeigt heute genauer, welche Eigenschaften eine Krebserkrankung hat und welche Behandlung dazu passen könnte. Zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien ermöglichen einem Teil der Betroffenen, auch mit fortgeschrittener Erkrankung, länger und mit guter Lebensqualität zu leben. Was möchtest du Menschen mitgeben, die selbst gerade die Diagnose Lungenkrebs erhalten haben oder einen Angehörigen auf diesem Weg begleiten? Vor allem, dass sie nicht sofort wissen müssen, wie sie mit dieser Diagnose leben sollen. Außerdem würde ich empfehlen, sich ein gutes medizinisches Team zu suchen, Fragen zu stellen und auf eine umfassende molekularpathologische Diagnostik zu achten. Auch eine zweite Meinung kann sinnvoll sein. Und etwas, das ich selbst erst lernen musste: Eine schwere Diagnose und ein wertvolles Leben können gleichzeitig existieren. Eine Krebsdiagnose verändert das Leben fundamental. Sie bedeutet aber nicht, dass darin keine Lebendigkeit stattfinden kann.
Ich bin dadurch mutiger und risikobereiter geworden, aber auch konsequenter mit meinen Grenzen. Gleichzeitig empfinde ich eine andere Dankbarkeit für mein Leben. Nicht für die Diagnose – auf die hätte ich gerne verzichtet. Aber für das, was heute da ist. Welche Bedeutung haben aus deiner Sicht Früherkennung, Aufklärung und der offene Umgang mit Lungenkrebs? Eine essenzielle Rolle. Lungenkrebs ist noch immer stark mit dem Thema Rauchen und damit schnell auch mit der Frage nach persönlicher Schuld verbunden. Dabei betrifft die Erkrankung auch jüngere Menschen. Dieses Bewusstsein fehlt aber teilweise noch – auch dort, wo jüngere Menschen mit ersten Beschwerden Hilfe suchen. Bei mir waren es Schmerzen durch eine Knochenbeteiligung, mit denen ich zunächst in der Orthopädie gelandet bin. Umso wichtiger sind Aufklärung, Aufmerksamkeit für mögliche Symptome und eine gute Diagnostik. Auch das Bild vom Lungenkrebs als Todesurteil entspricht so pauschal nicht mehr der medizinischen Realität.
Fotos: Privat
R to: Fo
FOTO Marburg ING
Der Herbst markiert den Beginn der Saison für Atemwegsinfektionen und ist damit der ideale Zeitpunkt, um über umfassende Prävention nachzudenken. Während wir die kühleren Monate oft mit gemütlichen Stunden im Haus verbinden, bedeuten sie für unser Immunsystem eine Hochsaison der Herausforderungen. Prävention beginnt dabei bereits bei den Kleinsten: Infektionen wie das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) oder Keuchhusten (Pertussis) können insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden und führen in den Herbst- und Wintermonaten regelmäßig zu zahlreichen Krankenhausaufenthalten.
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