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SOLARENERGIE
Potentiale nutzen, Ausbremsung verhindern 04 06


Mit dem Leckageschutz protectliQ Wasserschäden verhindern


WASSERSTOFF


Die Rolle in der industriellen Dekarbonisierung 08
ENERGIE IM WANDEL
Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz optimieren Prozesse.





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VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT
DIESER AUSGABE APRIL 2026
PHILIPP WIESELER
Auch wenn der mediale Fokus zuletzt anderen Themen galt, bleibt die Klimakrise die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die Energiewende ist dabei kein optionales Projekt, sondern eine strategische Notwendigkeit – ökologisch, ökonomisch und geopolitisch.

IN DIESER AUSGABE
Die Energiewende ist längst keine reine Klimafrage mehr – sie entscheidet über wirtschaftliche Stärke, technologische Souveränität und geopolitische Unabhängigkeit. Während andere Länder den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorantreiben, droht Deutschland durch zögerliche Debatten wertvolle Zeit zu verlieren. Innovative Unternehmen und klare politische Entscheidungen können jedoch den entscheidenden Impuls geben, um die Transformation erfolgreich zu gestalten.
Text Volker Quaschning
Seit 1990 hat Deutschland fast 2 Billionen Euro ohne große Diskussionen für den Import von Erdgas, Erdöl und Kohle ausgegeben. In Europa befinden sich nicht einmal mehr 2 % der weltweiten Öl- und Gasvorkommen. Rund 70 % unseres Energiebedarfs müssen wir in Deutschland importieren und werden damit immer abhängiger von anderen Ländern und erpressbar. Gleichzeitig verlieren wir immer mehr die Kontrolle über die Erderhitzung. Die riskante 1,5 °C-Grenze ist schon so gut wie gerissen. Die Alarmzeichen stehen auf dunkelrot und Gerichte fordern immer klarer das Handeln der Politik.
Umstieg auf die Elektromobilität. Die Chancen durch die Sektorkopplung und bidirektionales Laden müssen wir nutzen. Wir müssen auch die Wasserstoffwirtschaft voranbringen, aber nur dort, wo es Sinn macht: Für die Dekarbonisierung der Industrie, den Flug- und Schiffverkehr oder die Langzeitstromspeicherung, aber nicht zum Heizen und Autofahren. Die Wissenschaft kann uns klar sagen, welche Technologien Zukunft haben. Dafür müssen wir nicht mit Technologieoffenheitsdiskussionen wertvolle Zeit verlieren. Zum Glück haben wir immer noch viele innovative Unternehmen, die spannende Lösungen für unsere Zukunft entwickeln - Lösungen, die wir auch weltweit exportieren können.
ENERGIESPEICHER
Flexibilität als Voraussetzung der Netzinfrastruktur

Philipp Wieseler (Project Manager) Antonia Dupke (Business Development Manager) Henriette Schröder (Managing Director), Philipp Colaço (Director Business Development), Lea Hartmann (Head of Design)
Cover: Shutterstock 2216076089 (links), Unsplash Planet Volumes (mittig), Unsplash Benjamin Jopen (rechts)
Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com
Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
Doch statt schnellstmöglich eine unabhängige Energieversorgung mit erneuerbaren Energien aufzubauen, führen wir in Deutschland rückwärtsgewandte Diskussionen. Während Finnland und Norwegen schon mehr als die Hälfte ihrer Häuser mit Wärmepumpen heizen, diskutieren wir in einer schrägen Heizhammer-Diskussion, ob die Winter bei uns dafür nicht zu kalt wären. Einige kämpfen für Verbrennerautos nach 2035, während Norwegen heute nur noch Elektroautos neu zulässt, und dann wundern wir uns über die Probleme der deutschen Autoindustrie durch die chinesische Konkurrenz. Selbst unsere Vorreiterrolle beim Ausbau der Windkraft und Solarenergie verspielen wir leichtfertig, und manche diskutieren immer noch über eine angeblich bevorstehende Renaissance der Kernenergie, obwohl die letzten Kernkraftwerksprojekte in Europa allesamt ein finanzielles Desaster waren.
Wollen wir unseren Wohlstand erhalten und unser Land zukunftsfähig aufstellen, brauchen wir einen Ruck durch unser Land. Wir müssen den Ausbauturbo bei der Solar- und Windenergie zünden, die Netze fit machen, die Digitalisierung vorantreiben und Speicherlösungen schnellstmöglich umsetzen. Wir brauchen eine Wärmeversorgung unabhängig von Erdöl und Erdgas, mit modernen Wärmepumpenkonzepten und ein klares Bekenntnis zum
Ökologische Solarparks bieten Synergien für die Flächennutzung.
Wenn über die Energiewende diskutiert wird, geht es oft auch um die landwirtschaftlichen Flächen, die genutzt werden, um Photovoltaik-Freiflächenanlagen oder Windparks zu bauen. Die Energiewende steht in der Flächennutzung somit im stetigen Nutzungskonflikt mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz. Gerade in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland wird die Frage nach der effizienten Nutzung von Flächen immer zentraler – und genau hier setzen nachhaltige Solarpark-Konzepte an. Ökologische Solarparks stehen exemplarisch für diese Konzepte: Sie verbinden Energieerzeugung mit Flächenbewirtschaftung und schaffen so einen bewussten Mehrwert über die reine Stromproduktion hinaus.
Anders als bei konventionellen Freiflächenanlagen zielen ökologische Solarparks der Wattmanufactur darauf ab, Nutzungsmöglichkeiten zu vereinen, statt Konflikte zu verschärfen. Durch eine angepasste Bauweise und biodiversitätsfördernde Maßnahmen bleibt die Fläche unter und zwischen den Modulen aktiv nutzbar. Landwirtschaftliche Bewirtschaftung und gezielte ökologische Aufwertungen können parallel stattfinden. Auf diese Weise entstehen multifunktionale Flächen, die Energie erzeugen und gleichzeitig Ökosystemdienstleistungen erbringen.
„Indem wir unsere Solarparks in Einklang mit unserer Kulturlandschaft bringen, schaffen wir nicht nur nachhaltige Energie, sondern auch dauerhafte Akzeptanz. Genau das sind die entscheidenden Faktoren für eine tragfähige und langfristig erfolgreiche Investition.“ WM
Moderne Photovoltaiksysteme erzielen stetig höhere Wirkungsgrade und nutzen die Fläche somit immer effizienter. Wattmanufactur empfiehlt hier: In Kombination mit Speicherlösungen können erzeugte Überschüsse gespeichert und ins Netz eingespeist werden. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit, stärkt die Systemstabilität und reduziert den Bedarf an Infrastruktur.
Ökologische Solarparks leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu einer resilienten und wirtschaftlichen Energieversorgung. Sie zeigen außerdem, dass bei einer verantwortungsvollen Flächennutzung Synergien zwischen den Bereichen Energie, Landwirtschaft und Naturschutz entstehen können. Somit sind sie ein entscheidender Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft.
Mehr zu den Ökologischen Solarparks: wattmanufactur.de oder Linked In: Wattmanufactur
“WOLLEN
WIR UNSEREN WOHLSTAND ERHALTEN UND UNSER LAND ZUKUNFTSFÄHIG AUFSTELLEN, BRAUCHEN WIR EINEN RUCK
DURCH UNSER LAND.“
Volker Quaschning ist Professor für regernative Energiesysteme an der HTW Berlin und ist Mitbegründer von Scientists for Future. Er ist mehrfacher Buchautor und vielgefragter Redner.
Wenn wir die Chancen einer schnellen Energiewende nutzen, können wir damit Deutschland auch aus der aktuellen Krise holen. Machen wir‘s doch einfach!
Für weitere Informationen QR-Code scannen, oder besuchen Sie die Webseite: www.volker-quaschning.de



WATTMANUFACTUR
Die Nr. 1 für ökologische Solarparks



ZAHLEN, DATEN, FAKTEN ZU ERNEUERBAREN ENERGIEN, WÄRMEWENDE, DIGITALISIERUNG, NETZAUSBAU, SPEICHERN UND E-MOBILITÄT
Text Katharina Steinl
Deutschland steht mitten in einer der größten Infrastrukturtransformationen seiner Geschichte. Die Energiewende ist kein Zukunftsprojekt mehr – sie ist messbare Gegenwart. Rekorde bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, eine Wärmepumpe als neuer Heizungsstandard im Neubau, boomende Batteriespeicher und ein rasant wachsendes Ladenetz für Elektrofahrzeuge: Die Zahlen erzählen eine Geschichte des Aufbruchs – aber auch des Nachholbedarfs.
Erneuerbare Energien: Der Strom wird grüner Im Jahr 2024 stammten 59,4 Prozent des in Deutschland erzeugten und ins Netz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein neuer Höchstwert nach 56 Prozent im Vorjahr. Rückenwind gab vor allem die Photovoltaik, die mit 63,3 Terawattstunden (TWh) ihren stärksten jemals gemessenen Jahresbeitrag leistete. Ende 2025 hatte die installierte PV-Leistung die Schwelle von 120.000 Megawatt überschritten – eine Verdopplung gegenüber fünf Jahren zuvor. Windenergie bleibt die wichtigste Einzelquelle: Windkraftanlagen lieferten mehr Strom als alle Braunund Steinkohlekraftwerke Deutschlands zusammen. Der Zubau an Land legte 2025 mit 4,5 Gigawatt deutlich zu; Rekordgenehmigungen von 17,9 Gigawatt legen den Grundstein für noch stärkere Folgejahre. Das Ziel der Bundesregierung: 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien bis 2030. Um es zu erreichen, braucht es neben weiterem Ausbau vor allem eine bessere Integration der fluktuierenden Erzeugung – durch smarte Netze, flexible Lasten und leistungsfähige Speicher.
Wärmewende: Der Neubau macht's vor Rund ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs entfällt auf Wärme – damit ist die Wärmewende genauso dringlich wie die Stromwende, hinkt ihr im Bestand aber noch hinterher. Im Neubau hat die Wärmepumpe als Heiztechnologie inzwischen eine klare Führungsposition: 69,4 Prozent der 2024 fertiggestellten Wohngebäude wurden primär mit Wärmepumpen beheizt – 2014 war es erst ein Drittel. Im Einfamilienhausbau liegt der Anteil bereits bei 74,1 Prozent. Nach dem marktseitigen Einbruch 2024, als politische Verunsicherung rund um das Gebäudeenergiegesetz nur 193.000 Absätze zuließ, belebte sich das Geschäft 2025 deutlich: 299.000 Wärmepumpen wurden verkauft,
ein Zuwachs von 55 Prozent. Im Gesamtbestand dominiert jedoch weiterhin Erdgas: Laut Zensus wurden zum Stichtag Mai 2022 über 53,9 Prozent aller Wohngebäude primär mit Gas beheizt, rund 24,7 Prozent mit Heizöl. Die eigentliche Herausforderung der Wärmewende liegt genau dort – in Millionen von Bestandsgebäuden, die auf klimafreundliche Technologien umgestellt werden müssen. Kommunale Wärmepläne, Förderanreize und faire Energiepreisrelationen werden dabei entscheidend sein.
“IM JAHR 2024 STAMMTEN 59,4 PROZENT DES IN DEUTSCHLAND ERZEUGTEN UND INS NETZ EINGESPEISTEN STROMS AUS ERNEUERBAREN QUELLEN.“
Digitalisierung: Das Nervensystem der Energiewende Ohne Digitalisierung keine Energiewende – das ist nicht Slogan, sondern systemische Notwendigkeit. Steuerbare Lasten, Echtzeitdaten, intelligente Netze: Nur wer Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit koordinieren kann, integriert Wind- und Solarstrom effizient. Herzstück ist der Smart-Meter-Rollout: Seit Januar 2025 ist der Einbau intelligenter Messsysteme für Verbraucher ab 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch verpflichtend; bis 2030 sollen mindestens 95 Prozent der Pflichtfälle ausgestattet sein. Doch die Realität hinkt dem Zeitplan noch nach: Stand September 2025 liegt die Durchdringung bei gerade einmal 3,8 Prozent – rund 2 von 54 Millionen Anschlüssen. Das Potenzial ist jedoch enorm: Einem Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge könnten nach vollständigem Rollout jährlich 1,5 bis 8,1 Milliarden Euro an Systemkosten eingespart werden, netzseitig zusätzlich bis zu 2,5 Milliarden Euro durch vermiedene Netzausbauinvestitionen. Wallboxen, Wärmepumpen und Heimspeicher, die über das Smart-Meter-Gateway steuerbar werden, sind zugleich Bausteine eines flexiblen, dezentralen Energiesystems.
Netzausbau: Das Rückgrat der Transformation Je mehr erneuerbare Energie erzeugt wird, desto größer werden die Anforderungen an das Stromnetz – in Transport, Steuerung und Flexibilität. 2024 flossen 13,4 Milliarden Euro in die Übertragungsnetze und 8,6 Milliarden Euro in die Verteilnetze, zusammen also rund 22 Milliarden Euro. Bis 2030 soll der jährliche Investitionsbedarf auf 16,4 Milliarden Euro in Übertragungs- und 15,4 Milliarden Euro in Verteilnetze steigen – der Anstieg spiegelt den massiven Transformationsdruck wider. Die Kosten für das Netzengpassmanagement (Redispatch) beliefen sich 2024 auf rund 2,78 Milliarden Euro.
“STROMSPEICHER SIND DER SCHLÜSSEL ZUR SYSTEMSTABILITÄT
– UND IHR MARKT WÄCHST RASANT.“
Dort, wo Wind- und Solarstrom nicht abtransportiert werden kann, muss er abgeregelt oder durch konventionelle Kraftwerke an anderer Stelle ersetzt werden –eine teure und ineffiziente Lösung. Neben physischem Leitungsbau braucht es deshalb dringend intelligentere Netze, bessere Steuerbarkeit dezentraler Anlagen und eine konsequente Nutzung von Flexibilitätspotenzialen durch Speicher, steuerbare Wärmepumpen und bidirektionales Laden.
Speicher: Die unverzichtbare vierte Säule. Stromspeicher sind der Schlüssel zur Systemstabilität – und ihr Markt wächst rasant. Ende 2025 waren in Deutschland 2,4 Millionen stationäre Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 25,5 Gigawattstunden (GWh) installiert, eine Verfünffachung gegenüber 2020. Im Jahr 2025 allein kamen rund 600.000 neue Systeme mit etwa 6,5 GWh Kapazität hinzu. Besonders dynamisch entwickelt sich das Segment der Großspeicher: Die installierte Großspeicherleistung überstieg 2025 erstmals 2 Gigawatt. Dennoch bleibt eine erhebliche Lücke: Experten des BSWSolar schätzen, dass die Gesamtkapazität bis 2030 auf rund 100 GWh vervierfacht werden muss – das erfordert mehr als eine Verdopplung der aktuellen Zubaurate. Szenarien des Netzentwicklungsplans 2025–2045 gehen sogar von einem Bedarf von bis zu 94 GW Großbatteriespeichern aus. Richtig eingesetzt könnten Speicher den Bedarf an neuen Gaskraftwerken um bis zu 9 GW reduzieren und im Jahr 2030 rund 6,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Für ihr volles Potenzial brauchen sie beschleunigte Netzanschlussverfahren, systemdienliche Regulierung und digitale Prozesse bei den Netzbetreibern.
E-Mobilität & Ladeinfrastruktur: Fahrt aufgenommen Elektromobilität und Ladeinfrastruktur nehmen gemeinsam Fahrt auf. Zum 1. Januar 2026 verzeichnete die Bundesnetzagentur 193.985 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland – ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Schnellladeinfrastruktur wächst überdurchschnittlich: Ladepunkte mit mindestens 50 Kilowatt legten um rund 34 Prozent zu. Die Gesamtnennladeleistung des öffentlichen Ladenetzes erreichte Ende 2025 rund 7,5 Gigawatt. Mit dem Deutschlandnetz investiert der Bund 1,9 Milliarden Euro in den Aufbau von 9.000 Schnellladepunkten –Fertigstellung ist für 2026 geplant. Auf der Fahrzeugseite erreichte der Marktanteil reiner Elektroautos bei Neuzulassungen 2025 knapp 20 Prozent. Deutschland produzierte in den ersten elf Monaten 2025 bereits 1,56 Millionen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge und festigt damit seine Position als einer der führenden globalen Fertigungsstandorte.
Die Zukunft der E-Mobilität liegt in der Vernetzung: Vehicle-to-Grid-Technologien (V2G) machen Elektroautos zu mobilen Speichern, die Netzschwankungen ausgleichen und überschüssigen Solarstrom aufnehmen können – ein Beitrag zur Systemintegration, der weit über das bloße Fahren hinausgeht.
Solarenergie ist die günstigste und populärste Art der Stromerzeugung. Dennoch plant das Wirtschaftsministerium, den Zubau neuer Solardächer zu bremsen. Die Pläne gehen zu Lasten der Versorgungssicherheit, werden zu steigenden Strompreisen führen und gefährden zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Speicherbranche.
Text Carsten Körnig
Die durch aktuelle geopolitische Krisen ausgelöste Explosion der Energiepreise öffnet vielen Menschen die Augen. Das Bedürfnis wächst, sich bei der Energieversorgung unabhängiger zu machen und die Abhängigkeit von teuren Gas- und Ölimporten zu reduzieren.
An einer Nutzung heimischer Erneuerbarer Energien führt längst kein Weg vorbei. Photovoltaik ist bereits heute eine tragende Säule der heimischen Stromversorgung. Landauf, landab produzieren mehr als fünf Millionen Solaranlagen sauberen und kostengünstigen Strom – und werden bald ein Fünftel unseres Strombedarfs decken. Mit beinahe 120 Gigawatt an installierter Leistung wurde inzwischen gut die Hälfte auf dem Weg zum für 2030 gesetzlich verankerten Photovoltaik-Ausbauziel erreicht. Die Erreichung des nächstesn Etappenziels ist jedoch kein Selbstläufer, sondern stark von politischen Weichenstellungen abhängig.
die Zustimmung sogar bei 86 Prozent. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Bundeswirtschaftsministerin den Ausbau der Bürger-Energie Nr. 1 nun deutlich bremsen will.
Aus einem kürzlich geleakten Gesetzesentwurf geht hervor, dass die Einspeisevergütung für private Solarstromanlagen, die ab 2027 neu in Betrieb genommen werden, komplett gestrichen werden soll. Das Bundeswirtschaftsministerium führt als Begründung an, dass kleine Photovoltaikanlagen auch ohne Förderung wirtschaftlich seien. Dabei ist die EEG-Einspeisevergütung nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme für die Mehrzahl neuer Solaranlagenbetreiber noch zwingend notwendig, um eine hinreichende Rentabilität sicherzustellen. Repräsentativumfragen ergaben, dass nur jeder dritte Hausbesitzer auch ohne EEGFörderung ein Photovoltaik-Dachanlage kaufen würde.
Resilienz steigern und Energiewende erfolgreich gestalten Um die politisch gesetzten Klima- und Energieziele zu erreichen, Resilienz und Versorgungssicherheit zu verbessern und dauerhaft die Versorgung mit günstigem und sauberem Strom zu gewährleisten, muss das Ausbautempo der Solar- und Speichertechnik in den nächsten Jahren nicht gebremst, sondern weiter gesteigert werden. Dafür bedarf es verlässlicher Rahmenbedingungen.

Statt im politischen Berlin für Verunsicherung durch Diskussionen über eine Kürzung oder Streichung der EEG-Förderung zu sorgen, sollte der Gesetzgeber weitere Marktbarrieren für eine noch systemdienlichere Integration von Photovoltaikanlagen ins Stromnetz abbauen.
IST NICHT NUR DIE GÜNSTIGSTE, SONDERN AUCH IN DER BEVÖLKERUNG
DIE MIT ABSTAND
BELIEBTESTE FORM DER STROMERZEUGUNG.“

Solaranteil im Strommix wirkt stark preisdämpfend Da Solaranlagen kaum Betriebskosten haben, verdrängen sie auf dem Strommarkt die teuren Gaskraftwerke und senken so die Börsenstrompreise nachhaltig. Insgesamt summieren sich die solaren Einsparungen für Haushalte, Gewerbe und Industrie dadurch bereits heute auf rund sechs Milliarden Euro pro Jahr.
Und auch in den nächsten Jahren werden Solaranlagen die Strompreise für die Wirtschaft und Allgemeinheit weiter drücken. Einer Enervis-Studie zufolge wird der Großhandelspreis für Strom allein durch den geplanten Photovoltaikausbau bis zum Jahr 2030 bereits um 21 Prozent niedriger liegen als ohne Solarstrom. Für Privathaushalte resultiert daraus eine jährliche Ersparnis von über 70 Euro im Jahr 2030. Ein Industriebetrieb mit einem Verbrauch von 10 Gigawattstunden wird um rund 180.000 Euro im Jahr entlastet.
Hinzu kommt die Vermeidung steigender Klimafolgekosten sowie Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Solarstrom und Batteriespeicher machen die deutsche Stromversorgung nicht nur günstiger und sicherer, sondern unabhängiger von Energieimporten, die unsere Wirtschaft derzeit jährlich mit rund 80 Milliarden Euro belasten.
Wirtschaftsministerium plant Ausbaubremse für Bürger-Solaranlagen
Photovoltaik ist nicht nur die günstigste, sondern auch in der Bevölkerung die mit Abstand beliebteste Form der Stromerzeugung. Vier von fünf Bürgern wünschen sich, dass das Tempo der solaren Energiewende beibehalten oder sogar erhöht wird. Bei Unionswählern liegt
Ähnlich schädlich sind die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, dass Betreiber neuer PhotovoltaikKleinanlagen den in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom künftig direkt an der Strombörse vermarkten müssen. Das Hauptproblem an diesem Plan: Derzeit beherrschen die Netzbetreiber die notwendigen massengeschäftstauglichen Marktkommunikationsprozesse noch nicht, die für eine Direktvermarktung von kleinen Anlagen notwendig wären. Auch fehlt es weiterhin nahezu flächendeckend am notwendigen Einbau von intelligenten Messsystemen. Eine Verpflichtung zur Direktvermarktung für ab 2027 neu in Betrieb genommene Solardächer würde daher den sinnvollen Betrieb kleiner Photovoltaikanlagen unmöglich machen.
Die geplanten Einschnitte treffen auf eine in den letzten zwei Jahren stark rückläufige PV-Nachfrage im Heimsegment. Wurden 2023 noch Photovoltaik-Dächer mit einer Leistung von rund acht Gigawatt neu installiert, so waren es 2025 nur noch rund fünf Gigawatt. Sollten die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, dürfte die Bürger-Energiewende weitgehend zum Erliegen kommen.
Der zu erwartende Markteinbruch hätte auch drastische Folgen für den Arbeitsmarkt. Nach Branchenschätzungen würden viele mittelständische Handwerksunternehmen und zehntausende Beschäftigte der Solarbranche den Rücken kehren. Dies wäre ein weiterer Konjunkturdämpfer für die deutsche Wirtschaft und ein herber Verlust für die Solar- und Speicherbranche.
Carsten Körnig ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. Der Verband vertritt die Interessen von über 1.000 Unternehmen der Solar- und Speicherbranche in Deutschland.
Potenziale von Speichern heben – Netzausbau vermeiden
Es ist nachvollziehbar, dass im Falle temporärer Netzüberlastungen die Einspeisung von Solarstrom ins Stromnetz vorübergehend unterbunden wird. Vollkommen unverständlich ist es aber, dass es in diesen Zeiten in der Regel auch nicht möglich ist, den selbst erzeugten Solarstrom vor Ort/eigenständig zu nutzen oder zu speichern.
Innovative Konzepte ermöglichen es, bestehende Stromnetze effektiver zu nutzen, zum Beispiel indem mehrere Energie- und Speichertechnologien hinter dem gleichen Netzverknüpfungspunkt installiert werden („Überbauung“).
Für die nächste Phase der Energiewende ist ein Hochlauf der inzwischen deutlich günstigeren Speicherkapazitäten von derzeit rund 25 GWh auf 100 GWh im Jahr 2030 erforderlich. Mithilfe von stationären und mobilen Batteriespeichern und einer beschleunigten Digitalisierung der Stromnetze können Stromerzeugung und Stromverbrauch in Einklang gebracht werden. Stromspitzen lassen sich kappen und Kosten für den Ausbau teurer Netze und Gaskraftwerke einsparen. “PHOTOVOLTAIK









Seit einem Vierteljahrhundert steht das deutsche Solarunternehmen BELECTRIC für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien – und für eine Erfolgsgeschichte, die ihren Anfang im Jahr 2001 nahm. Was damals mit der Gründung durch die drei Gesellschaften Beck Energy GmbH, S&F Umwelttechnik GmbH und Blitzstrom GmbH begann, entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der prägendsten Unternehmen der europäischen Solarbranche. Seit 2011 treten die Aktivitäten gebündelt unter der Dachmarke BELECTRIC auf – ein Name, der heute weit über Deutschlands Grenzen hinaus für großskalige Photovoltaiklösungen steht. Von Beginn an verfolgt das Unternehmen eine klare Vision: Solarenergie nicht nur als Nischentechnologie zu etablieren, sondern als tragende Säule einer nachhaltigen Energieversorgung. Dieser Pioniergeist zahlte sich aus. Als eines der am längsten durchgehend aktiven Solarunternehmen aus Deutschland mit einem klaren Fokus auf große Freiflächensolarparks im europäischen Markt hat BELECTRIC die Entwicklung der Branche maßgeblich mitgeprägt. Ein besonderer Meilenstein folgte im Jahr 2012, als das Unternehmen als weltweit erstes die Marke von einem Gigawatt installierter Solarleistung erreichte – ein historischer Moment für die internationale Photovoltaikindustrie.
Heute zählt BELECTRIC zu den führenden Dienstleistern in der Entwicklung, im Bau und im Betrieb von Solarkraftwerken und Batteriespeichersystemen in Europa. Rund 600 Mitarbeitende aus mehr als 20 Nationen arbeiten in neun Ländern an einer sicheren, nachhaltigen Energieversorgung. Mit insgesamt etwa sechs Gigawatt installierter Solarleistung weltweit und fast drei Gigawatt im Bereich Operations & Maintenance betreut das Unternehmen ein Portfolio, das Maßstäbe setzt. Mehr als 530 von BELECTRIC errichtete Photovoltaikanlagen liefern inzwischen sauberen Strom für Millionen Haushalte – ein greifbarer Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Versorgungssicherheit. Trotz dieser internationalen Ausrichtung mit Projekten in Spanien, Italien, UK, Dänemark oder den Niederlanden ist BELECTRIC fest in Deutschland verwurzelt. Der Sitz in Unterfranken, Bayern, steht sinnbildlich für den Ursprung eines der erfolgreichsten europäischen Solarunternehmen, das Innovation und Ingenieurskunst „Made in Germany“ in die Welt trägt. Ein weiteres wichtiges Kapitel in der Unternehmensgeschichte begann im Dezember 2021 mit dem Eintritt in die Elevion Group. Seit nunmehr fünf Jahren ist BELECTRIC Teil dieses europaweit führenden Anbieters für End-to-End-Lösungen zur Dekarbonisierung und Steigerung der Energieeffizienz.
Rund 16,8 % des deutschen Stroms stammen bereits aus Photovoltaik – mit steigendem PV-Ausbau wächst auch der Bedarf an Speichern, um Strom effizient zu nutzen.
Speicher ermöglichen die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien und steigern Versorgungssicherheit und Eigenverbrauch
Über 70 % der neuen PV-Anlagen (Privathaushalte) werden bereits mit Batteriespeicher installiert
Rund 1,5 Mio. Heimspeicher sind in Deutschland im Einsatz
� Installierte Heimspeicherkapazität liegt bei etwa 10–12 GWh – stark wachsend
Aktuell rund 3–5 GWh Groß- und Gewerbespeicher installiert
Zunehmend Großprojekte im Bereich von 50–100+ MWh pro Anlage
� Bis 2030 werden insgesamt 60–100 GWh Speicherkapazität für Wirtschaft & Industrie benötigt
� Speicher gewinnen wachsende Bedeutung für Lastmanagement, Eigenverbrauchsoptimierung und Netzstabilität

Die Zugehörigkeit zur Elevion Group stärkt die Position von BELECTRIC entlang der gesamten Wertschöpfungskette –von der Projektentwicklung über die Umsetzung bis hin zum Bau und langfristigen Betrieb nachhaltiger Energiesysteme und deren Wartung – ganz im Sinne des 360-GradAnsatzes von BELECTRIC.
Das 25-jährige Jubiläum markiert nicht nur einen Rückblick auf große Erfolge, sondern auch den Blick nach vorn: BELECTRIC bleibt seinem gewohnt hohen Qualitätsanspruch treu, innovative Lösungen für eine nachhaltige und klimafreundliche Energiezukunft zu entwickeln.
Sie haben Fragen? Dann besuchen Sie uns online oder kontaktieren Sie uns. Gerne helfen wir Ihnen weiter und informieren Sie in einem persönlichen Gespräch. belectric.com/de
Solarthermieanlage versorgt das Institut für Hören und Sprache in Straubing
Mit der Inbetriebnahme der neuen Solarthermieanlage auf dem Internatsgebäude des Instituts für Hören und Sprache am 22. Juli 2025 demonstriert der Bezirk Niederbayern eindrucksvoll sein Engagement für die kommunale Energie- und Klimapolitik der Zukunft. Diese Anlage versorgt den Gebäudekomplex des Instituts über das eigene Nahwärmenetz kontinuierlich mit sauberer Wärmeenergie aus Sonnenlicht und erzeugt dabei selbst keinerlei CO2-Emissionen.
Die Integration der Solarthermieanlage auf dem begrünten Flachdach erfolgte in perfekter Weise, ohne das Ökosystem zu beeinträchtigen. Darüber hinaus stellt sie eine natürliche Beschattung für die Pflanzen- und Tierwelt dar, insbesondere in Zeiten klimatischer Veränderungen. Die Besonderheit dieser Solarthermieanlage zeigt sich in ihren zahlreichen spezifischen und singulären technischen Eigenschaften. Sie präsentiert sich als ein kompakter Großflächenkollektor mit einer Bruttofläche von 130 m2, der an eine herkömmliche Vorlauf- und Rücklaufleitung angeschlossen ist. Für den Transport setzt sich dieser Kollektor aus zehn Teilfeldern zusammen, die "MEGA-Kollektor-Segmente" genannt werden.


Diese MEGA-Kollektor-Segmente haben eine Bruttofläche von 13 m2 und stellen die kleinste Einheit eines Großflächenkollektors, wie den MEGA-Kollektor. Dieser MEGAKollektor repräsentiert somit eine neue Generation in der Solarthermie, der mit seinem speziellen Sammlerrohr herkömmliche und aufwendige Feldverrohrungen überflüssig macht. Diese Innovation ist bis zu einer Bruttofläche von 390 m2 (auch größer) eines MEGA-Kollektors realisierbar. Durch die nicht mehr benötigte Feldverrohrung konnten Investitionskosten und Wärmeverluste signifikant reduziert werden.
Diese MEGA-Kollektoranlage beherbergt zudem eine Vielzahl hoche zienter Vollvakuumröhren, deren Glasoberfl ächen auf beiden Seiten mit einer Nanobeschichtung versehen sind. Dadurch wird eine Lichtabsorption von bis zu 97 Prozent erreicht, so dass das gesamte Sonnenlicht in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt wird. Ferner gewährleistet das Hochvakuum jeder Röhre eine einhundertprozentige Wärmeisolation. Der Einsatz dieser Technologie dient nicht nur dazu, die Leistungsfähigkeit dieser MEGA-Kollektoranlage zu demonstrieren, sondern verhindert gleichermaßen, dass unerwünschte Verlustwärmestrahlungen an die Umgebung abgegeben werden. Dadurch wird vermieden, dass sich das ohnehin schon thermisch belastete Klima noch weiter erwärmt.
Darüber hinaus ist diese MEGA-Kollektoranlage mit einer einzigartigen physikalischen Temperatursteuerung ausgestattet, wodurch eine aufwändige Systemabsicherung nicht mehr erforderlich ist. Dies trägt ebenfalls zu einer signifikanten Reduktion der Investitionskosten bei und gewährleistet eine maximale Systemsicherheit.
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Dr. Bernd Pitschak, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) e. V., erklärt, warum Wasserstoff nicht nur Klimaschutz, sondern auch Wirtschaftsmotor sein kann.
Welche Rolle spielt Wasserstoff bei der industriellen Dekarbonisierung und welche Chancen ergeben sich daraus?
Wasserstoff spielt in der industriellen Dekarbonisierung eine zentrale Rolle. Denn überall dort, wo man nicht mehr mit der reinen Elektrifi zierung arbeiten kann, weil man Stromnetzbegrenzungen hat oder die Prozesse sich nicht elektrisch umstellen lassen, kann Wasserstoff zum Einsatz kommen. Das treibt die Dekarbonisierung voran. Das betriff t zum Beispiel Hochtemperaturprozesse oder den Einsatz von Wasserstoff in der Stahl- oder Zementindustrie. Für Unternehmen eröff net sich dadurch also die Chance, CO2-intensive Prozesse strukturell umzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die benötigten Technologien sind bereits erprobt und verfügbar. Die Industrie kann Wasserstoff also bereits heute einsetzen und die Dekarbonisierung vorantreiben.
Wie tragen Power-to-X-Technologien zur Sektorenkopplung bei und welche Anwendungen sind aktuell relevant?
Power-to-X bezeichnet die Verbindung des Stromsektors mit dem Gassektor, also die Umwandlung von elektrischer Energie in Wasserstoff als molekularen Energieträger. Mit dem Wasserstoff haben wir dann wieder ein Gas vorliegen, das transportiert und gespeichert werden kann. So kann man elektrische Energie auch saisonal verschiebbar machen und der Wasserstoff steht dem ganzen
Industriesektor zur Verfügung, sei es in der Rückverstromung, in der Prozesswärmegewinnung oder in der direkten Anwendung z. B. als Antrieb in einer Brennstoffzelle im Schwerlastverkehr.
“WASSERSTOFF SPIELT IN DER INDUSTRIELLEN DEKARBONISIERUNG EINE ZENTRALE ROLLE.“
Welche Herausforderungen bestehen beim Aufbau von Wasserstoffi nfrastruktur?
Die Infrastruktur muss der Anwendung immer vorangehen. Mit dem Wasserstoff kernnetz haben wir einen klaren regulatorisch abgesicherten Industriepfad, um diese Infrastruktur aufzubauen. Aber wir brauchen parallel dazu auch entsprechende Wasserstoff abnahmeverträge. Infrastruktur und Abnahme müssen also immer gemeinsam gedacht werden.

Welche politischen Rahmenbedingungen und Förderstrategien sind entscheidend für Wasser-stoff projekte?
Dabei sind drei Punkte besonders wichtig:
1. Wir brauchen schnellere und standardisierte Genehmigungen.
2. Wir brauchen eine praxistaugliche Regulierung, insbesondere, wenn es um die Kriterien des Strombezuges geht.
3. Wir brauchen verlässliche Nachfrageimpulse, denn ohne Nachfrage wird keine Infrastruktur gebaut. Diese Impulse müssen gesetzt werden.
Dr. Bernd Pitschak Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) e. V.
Der große Vorteil dieses Systems ist, dass in verbrauchsschwachen Zeiten Energie sinnvoll genutzt und gespeichert werden kann und zu dem Zeitpunkt wieder verfügbar gemacht werden kann, wenn sie benötigt wird.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Nationale Wasserstoff-Förderprogramm für den Schwerlastverkehr, das Anfang 2026 seitens des Verkehrsministeriums auf den Weg gebracht wurde. Hier werden gleichzeitig der Aufbau eines öffentlichen Wasserstoff-Tankstellennetzes sowie die Anschaff ung von wasserstoff betriebenen Lkw finanziell unterstützt. Die Infrastruktur, die aufgebaut wird, hat also direkt einen Abnehmer, und der Abnehmer hat die Sicherheit, dass er auch mit Wasserstoff versorgt wird. So schaff t man ein Ökosystem, das sich gegenseitig befruchtet, und das müssen wir auch im großen Maßstab umsetzen.
Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.dwv-info.de
Erneuerbare Energien decken bereit über 50 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland.
Das genehmigte Wasserstoff-Kernnetz umfasst rund 9.000 Kilometer und soll bis 2032 Industriezentren und Speicher verbinden.
Etwa 60 % des Netzes bestehen aus umgestellten, ehemals für Erdgas genutzten Leitungen.
Die Bundesregierung stellt mehrere Milliarden Euro für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bereit.
Die Bundesregierung rechnet bis 2030 mit einem Wasserstoffbedarf von 95 bis 130 TWh pro Jahr.
Mit dem Hochlauf des Wasserstoffnetzes werden erstmals verbindliche Kapazitäten für Industrie und Energieversorger geplant und reserviert.
Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien wie Stahl, Chemie und Zement.



20. – 24. April



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Die Energiewelt wird digital – und klimaneutral. Während erneuerbare Energien die Wärmeversorgung transformieren, sorgen KI, Automatisierung und smarte Infrastrukturen für neue Dynamik im System. Dr. Kirsten Nölke spricht über Chancen, Herausforderungen und die nächsten Schritte im Transformationsprozess.
Welche Bedeutung hat Digitalisierung heute für Energieeffizienz und Wärmewende? Digitalisierung bedeutet im Kontext der Wärmewende vor allem Datentransparenz – für die Verbraucher wie auch für die Energiewirtschaft. Denn die Wärmeversorgung entwickelt sich rasant weg von Öl und Gas, hin zu Strom aus Erneuerbaren Energien. Und um den effizient nutzen zu können, braucht es Smart Meter, automatisiert steuerbare Wärmepumpen und Stromtarife, die niedrige Preise dynamisch weitergeben, sobald viel Solarund Windstrom ins Stromnetz drückt. Kunden können auf dieser Basis ihre Verbräuche optimieren und merklich sparen.
In welchen Bereichen der Energiewende bringen KI, Automatisierung und digitale Plattformen den größten wirtschaftlichen Nutzen?
Unsere Stromerzeugung in Deutschland ist zunehmend dezentral organisiert. Schon heute produzieren hierzulande mehr als 5 Mio. Photovoltaikanlagen und rund 30.000 Windräder Ökostrom. Hinzu kommen aktuell rund 2,4 Mio. Batteriespeicher und große Stromverbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen – ebenfalls millionenfach.
Woran scheitert die Wärmewende – und was brauchen Unternehmen und Kommunen für Transformationsentscheidungen?
Die Wärmewende scheitert nicht, sie ist in vollem Gange. Die Wärmepumpe ist in punkto Effizienz das Beste, das die Physik im Bereich der Heiztechnik zu bieten hat. Ihr Verkauf hat 2025 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent zugelegt. Im Neubau ist die Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe und Wallbox schon nahezu

“IM NEUBAU IST DIE KOMBINATION AUS PHOTOVOLTAIK, WÄRMEPUMPE UND WALLBOX SCHON NAHEZU STANDARD.“
Dr. Kirsten Nölke Bundesverband Neue Energiewirtschaft e. V., Vorsitzende des Vorstands
Diese Vielfalt bringt ein hohes Potenzial zur Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch mit sich. Ein Potenzial, das wir gerade erst in Ansätzen nutzen! KI wird künftig dabei helfen können es zu heben – beispielsweise, indem sie das Ladeverhalten von Elektroautos abhängig von Wetterdaten, Ladeständen, Börsenstrompreisen und weiteren Faktoren prognostiziert. Damit lassen sich signifikante Einsparungen für die Kunden erzielen. Außerdem müssen die Stromnetze weniger stark ausgebaut werden, wenn Erzeugung und Verbrauch besser gematcht werden. Davon profitiert letztlich die gesamte Volkswirtschaft.

Herausfordernd bleibt die energetische Modernisierung des Gebäudebestands – aber nicht aus technischer, sondern eher aus regulatorischer Sicht. Planbarkeit ist hier das Gebot der Stunde. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz, das das sogenannte Heizungsgesetz ablösen soll, muss die Bundesregierung einen langfristig verlässlichen Rahmen schaffen.
Ein weiteres wichtiges Lenkungsinstrument ist die kommunale Wärmeplanung. Zum 30. Juni soll sie in den bundesweit rund 80 Großstädten abgeschlossen sein –und muss dann auch breit kommuniziert werden.
Nachhaltiges Heizen ist in aller Munde – aber wie genau macht man seine Wärmeversorgung zukunftssicher? Es handelt sich um eine wichtige Investition, dazu kommen individuelle technische Voraussetzungen sowie eine andauernde Debatte um gesetzliche Rahmenbedingungen. Mitsubishi Electric bietet hierzu regelmäßig qualifizierte Informationen, damit Bauherren und Modernisierer ihre Wärmewende erfolgreich umsetzen können. Es gibt viele Gründe, fossile Heizungen abzulösen. Neben dem Klimaschutz sind das vor allem steigende Energiepreise und Versorgungsunsicherheit bei Öl und Gas. Die Wärmepumpe ist dafür ideal, denn sie setzt Strom und Umweltenergie in Heizwärme um – und nutzt somit zwei Energieträger mit besten Zukunftsperspektiven. Dabei braucht sie nur etwa 25 % Strom, um rund 75 % der Energie aus der Umwelt zu gewinnen. Im Neubau ist die Wärmepumpe längst Standard – doch auch in Bestandsgebäuden ist der Umstieg auf eine hoche ziente Luft/Wasser-Wärmepumpe meist ganz einfach. Auch ohne Fußbodenheizung müssen oft nur einzelne Heizkörper getauscht werden, um den gewünschten Komfort zu erzielen. Da eine Wärmepumpe auch im tiefsten Winter zuverlässig Wärme liefert, kann sie eine fossile Heizung komplett ersetzen. Und Wärmepumpenprofis wie Mitsubishi Electric liefern auch für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeobjekte passende Konzepte.
Machen statt warten: Jetzt günstige Förderkonditionen nutzen! Technisch und gesetzlich spricht nichts gegen den Umstieg – im Gegenteil: Auch wenn die Gesetzeslage sich aktuell verändert, bleibt die staatliche BEG-Förderung wahrscheinlich erhalten. Das heißt, der Staat unterstützt Wärmepumpen aktuell mit bis zu 70 % der Investitionskosten (Stand: 3/2026). Das reduziert den finanziellen Aufwand deutlich und sorgt dafür, dass sich der Wechsel auch finanziell schnell auszahlt. Zusätzlich steigert eine Wärmepumpe den Immobilienwert und macht Mietobjekte durch geringere Nebenkosten attraktiver. Es lohnt sich also in jedem Fall, die aktuelle Fördersituation zu nutzen und möglichst bald auf ein 100%ig nachhaltiges Heizungssystem umzusteigen. Auf der Website von Mitsubishi Electric, einem Spezialisten für Wohlfühlklima, finden Sie umfassende Infos zu nachhaltiger Wärmeerzeugung, Fördermöglichkeiten, Referenzprojekten sowie eine Fachpartnersuche für ganz Deutschland
Starten Sie jetzt – und gestalten Sie Ihre Wärmewende mit Mitsubishi Electric!

Was muss passieren, damit Digitalisierung und Wärmewende zum Beschleuniger der industriellen Dekarbonisierung werden?
Die Wärmewende braucht einen verlässlichen regulatorischen Rahmen mit ambitionierten Zielen und einer langfristig angelegten, bürokratiearmen Förderkulisse. In punkto Digitalisierung muss vor allem der Ausbau der sogenannten Smart Meter, also der intelligenten Stromzähler, schneller vorankommen. Hier braucht es endlich ein wirksames Sanktionsregime, damit die deutschlandweit rund 850 teils sehr kleinen grundzuständigen Messstellenbetreiber ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen. Parallel muss die Rolle der wettbewerblichen Messstellenbetreiber gestärkt werden, sie treiben den Ausbau im ganzen Land voran. Überlegungen zu ihrer Abschaffung gehen komplett am Ziel vorbei. Wo sehen Sie aktuell die größten Effizienzverluste, die sich mit digitalen Lösungen beheben ließen?
Ein Effizienzverlust entsteht heute durch mangelnde Flexibilität auf der Nachfrageseite. Bei viel Wind- und Solarstrom wird weiterhin abgeregelt, weil Preissignale nicht ausreichend wirken. Smart Meter, dynamische Tarife und perspektivisch dynamische Netzentgelte können Angebot und Nachfrage nutzbringend zusammenbringen. Größer sind jedoch die Ineffizienzen im Netzbetrieb selbst. Verteilnetze werden oft mit zu geringer Transparenz über reale Auslastungen betrieben. Es liegen erhebliche Potenziale in höherer Netzauslastung, konsequenter Digitalisierung und Standardisierung der stark fragmentierten Strukturen. Beispielhaft ist eine Leitung mit 30% Auslastung im Endeffekt doppelt so teuer wie eine mit 60% Auslastung. Wir plädieren für weniger „Kupfer first“ und mehr datenbasierte Steuerung – das spart Netzausbau und damit Kosten.
Wo liegen die größten Effizienzpotenziale in Wärmesystemen – und welche Lösungen lassen sich am besten skalieren?
Das offensichtlich größte Effizienzpotenzial liegt im Übergang von einer brennstoffbasierten Heizung, deren Wirkungsgrad physikalisch auf maximal 100 Prozent begrenzt ist, hin zu einer Wärmepumpe, die durch Nutzung von Umweltwärme problemlos das Zwei- bis Dreifache an nutzbarer Wärme aus dem genutzten Strom bereitstellt. In vielen größeren Städten gibt es zudem nutzbare Wärmequellen wie etwa Abwasser in der Kanalisation oder Abwärme am Rechenzentrum. Hier sind sogenannte Großwärmepumpen die Technologie der Wahl. Im ländlichen Raum sind es hingegen kleinere Wärmepumpen, optimiert auf das jeweilige Haus. Auch die Wärmepumpen – kleine wie große – entwickeln sich stetig weiter und so kommen immer effizientere Modelle auf den Markt, auch für Altbauten mit schlechter Dämmung.
Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.bne-online.de


Zukunftssicher heizen – mit der richtigen Wärmepumpe. © Mitsubishi Electric
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Wie Unternehmen in Wirtschaft und Industrie ihre Energierechnung nachhaltig drücken können –von der eigenen Stromerzeugung über intelligentes Lastmanagement bis hin zu Förderungen und grüner Mobilität.
Energie ist für viele Unternehmen längst zum kritischen Kostenfaktor geworden. Industriestrompreise von durchschnittlich 16 Cent pro Kilowattstunde (Stand Januar 2026) belasten Produktions- und Dienstleistungsbetriebe gleichermaßen – und die Energie-Rechnung wird mit jedem Wachstumsschritt höher. Doch Unternehmen, die strategisch vorgehen, können ihre Energiekosten erheblich senken. Die Hebel reichen von eigener Stromerzeugung über digitales Lastmanagement bis hin zu gezielten Förderinstrumenten. Ein Überblick über die wirksamsten Ansätze.
Eigene Energie erzeugen: Unabhängigkeit als Strategie Der direkteste Weg zur Kostensenkung führt über die eigene Stromerzeugung. Gewerbliche PhotovoltaikDachanlagen produzieren Solarstrom zu Gestehungskosten von rund 5,7 bis 12,0 Cent pro Kilowattstunde – deutlich weniger als der Zukaufspreis aus dem Netz. Seit Juli 2025 können Unternehmen PV-Investitionen zusätzlich mit einer Sonderabschreibung von bis zu 30 Prozent im ersten Jahr steuerlich geltend machen; wird gleichzeitig der Fuhrpark elektrifiziert, erhöht sich dieser Wert auf bis zu 50 Prozent. Ergänzend bieten Blockheizkraftwerke (BHKW) die Möglichkeit, Strom und Wärme gleichzeitig zu erzeugen und damit die Energieausbeute pro eingesetztem Brennstoff erheblich zu steigern. Besonders lohnend: die konsequente Nutzung von Abwärme aus Produktionsprozessen, Kompressoren oder Serverräumen. Vielerorts verpufft diese thermische Energie ungenutzt – dabei ließe sie sich für Heizung, Prozesswärme oder als Einspeisung in lokale Wärmenetze nutzen.
Effizienz und Gebäude: Wo der größte Hebel liegt Energieeffizienz ist keine neue Idee – aber sie bleibt einer der wirksamsten Kostensenkungshebel. Besonders unterschätzt: Druckluftsysteme, die in vielen Produktionsbetrieben für 20 bis 30 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich
sind, aber durch Leckagen und veraltete Kompressoren oft erhebliche Verluste aufweisen. Deren Optimierung rechnet sich schnell. Hinzu kommen der Austausch auf energieeffiziente Maschinen und Anlagen sowie der Einsatz intelligenter LED-Beleuchtung und automatisierter Lichtsysteme. Auf der Gebäudeseite schaffen Wärmedämmung, moderne Heizsysteme und smarte Steuerung von Heizung, Lüftung und Klima weitere Einsparpotenziale. Wärmepumpen, die in Kombination mit eigenem Solarstrom betrieben werden, sind dabei besonders effizient. Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen ab 2,5 Gigawattstunden Jahresverbrauch seit 2024 zudem zur Durchführung und Umsetzung von Energieaudits – ein Instrument, das Sparpotenziale sichtbar macht und priorisieren hilft.
Lastmanagement & Digitalisierung: Spitzen kappen, Kosten steuern Ein oft unterschätzter Kostentreiber sind Lastspitzen: Netzbetreiber berechnen Leistungsentgelte auf Basis der höchsten gemessenen Leistungsabnahme innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls – und dieser Wert bestimmt die Netzkosten für das gesamte Jahr. Bis zu 40 Prozent der Stromrechnung können auf diese leistungsabhängigen Netzentgelte entfallen. Durch gezieltes Peak Shaving – also das Kappen von Verbrauchsspitzen durch Batteriespeicher oder smarte Laststeuerung – lassen sich hier fünfstellige Jahresbeträge einsparen, ohne den Produktionsprozess zu beeinträchtigen. Ergänzend ermöglicht Smart Metering eine transparente Echtzeitanalyse des Energieverbrauchs: Wer seine Verbrauchsdaten kennt, kann gezielt optimieren, Schwachstellen identifizieren und Prozesse automatisieren. Für Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mindestens 100.000 Kilowattstunden lohnt sich zudem der Übergang zu einem energie- oder umweltzertifizierten Managementsystem – Voraussetzung für verschiedene steuerliche Entlastungen.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Tengelmann Energie Renewables GmbH entstanden.
Energie vor Ort neu gedacht: Wie Unternehmen mit On-Site-PPAs ihre Stromkosten senken können
Tengelmann Energie Renewables (TER) Geschäftsführer Patrick Glenz stellt sich den Fragen zum Thema, wie PV-Lösungen auch für Unternehmen sinnvoll sein können.
Was ist ein On-Site-PPA PV-Modell? Bei diesem Modell wird eine Photovoltaikanlage direkt am Standort eines Unternehmens errichtet – meist auf dem Dach der Immobilie. Die TER plant, finanziert, baut und betreibt die Anlage, sodass der Kunde nicht selbst investieren muss – den erzeugten Strom jedoch direkt vor Ort zu einem langfristig planbaren Preis über ein Power-Purchase-Agreement (PPA) bezieht. Dies schafft Kostenvorteile, Versorgungssicherheit und unterstützt ESG-Ziele.
Was unterscheidet die TER von anderen Anbietern?
Wir denken nicht in maximalen Verkaufsvolumina, sondern in kundenspezifisch passenden sowie tragfähigen Energiekonzepten. Dabei sind wir stets auf eine langfristige Partnerschaft mit unseren Kunden ausgerichtet. Unser eigener wirtschaftlicher Erfolg hängt davon ab, dass die Anlage wirklich sinnvoll dimensioniert ist, sauber läuft und der Strom vor Ort optimal genutzt wird.
Welche Vorteile ergeben sich für Ihre Kunden? Die Energiekosten sinken, ohne dass unsere Kunden investieren müssen. Gleichzeitig wird der Eigenverbrauch von grünem Strom erhöht, was CO2-Emissionen reduziert. Gerade für Mieter von Gewerbeimmobilien löst das Modell ein bekanntes Dilemma: Auch ohne Eigentum am Gebäude und mit geringeren Mietvertragslaufzeiten können erneuerbare Energien trotzdem umgesetzt werden.
Woher kommt Ihre Expertise?
Als Tochter der Tengelmann Energie GmbH greifen wir auf jahrzehntelange energiewirtschaftliche Erfahrung zurück – etwa bei Lastgang- oder Verbrauchsanalysen.
QR-Code scannen und weitere Informationen unter www.te-renewables.com erhalten!
Energieeinkauf optimieren: Tarife, PPAs und Bündelung Auch auf der Beschaffungsseite schlummern erhebliche Potenziale. Ein regelmäßiger Vergleich von Anbietern und Tarifen ist Pflicht – denn die Preisunterschiede zwischen Versorgern können bei größeren Abnahmemengen signifikant sein. Zukunftsweisend sind Power Purchase Agreements (PPAs): langfristige Direktlieferverträge zwischen Unternehmen und Erneuerbaren-Anlagen, die Planungssicherheit bei den Energiekosten schaffen und gleichzeitig die Abnahme grünen Stroms sichern. PPAs werden auch für mittelständische Unternehmen zugänglich, wenn Energiemengen über Konsortien oder Energiegenossenschaften gebündelt werden. Produzierendes Gewerbe profitiert zusätzlich von der seit 2026 dauerhaft verankerten Stromsteuerrückerstattung von 2,00 Cent pro Kilowattstunde – gültig bereits ab einem Jahresverbrauch von 12.500 Kilowattstunden. Unternehmen, die bisher keinen Antrag gestellt haben, sollten dies umgehend prüfen.
Mobilität und Belegschaft: Die unterschätzten Hebel Die Elektrifizierung des Fuhrparks zahlt sich gleich mehrfach aus: Elektrofahrzeuge haben geringere Betriebskosten als Verbrenner, können mit eigenem Solarstrom geladen werden und – bei Nutzung von Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) – als mobile Zwischenspeicher dienen. Smarte Lademanagementsysteme am Unternehmensstandort verhindern zusätzlich, dass das gleichzeitige Laden der Fahrzeugflotte neue Lastspitzen erzeugt. Nicht zu vergessen: die Belegschaft. Energieeffizientes Verhalten der Mitarbeitenden – vom richtigen Umgang mit Maschinen bis zum Abschalten nicht benötigter Geräte – kann den Energieverbrauch messbar senken. Interne Sensibilisierungskampagnen und Schulungen kosten wenig und wirken nachhaltig, gerade wenn die Ergebnisse für alle sichtbar gemacht werden.
Förderungen & Contracting: Den Staat als Sparpartner nutzen Für nahezu alle der genannten Maßnahmen existieren staatliche Unterstützungsmöglichkeiten. Die KfW fördert Investitionen in Photovoltaik, Wärmepumpen und Gebäudedämmung durch zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse – insbesondere über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG NWG). Das BAFA bezuschusst Energieberatungen sowie die Anschaffung effizienter Technologien. Wer keine Investitionskosten vorfinanzieren möchte, kann auf Contracting-Modelle zurückgreifen: Dabei übernimmt ein externer Dienstleister Planung, Installation und Betrieb – etwa einer PV-Anlage oder eines Wärmesystems – und wird aus den erzielten Einsparungen vergütet. Unternehmen profitieren so ohne Kapitaleinsatz von modernster Energieinfrastruktur. Das Entlastungspaket des Bundes 2025 umfasst ein jährliches Volumen von rund 10 Milliarden Euro – wer die verfügbaren Instrumente nicht kennt und nutzt, lässt bares Geld liegen.






„Wir entwickeln belastbare Energielösungen für Unternehmen, Eigentümer und Mieter.“


Zudem ist unsere Muttergesellschaft wettbewerblicher Messstellenbetreiber. Auch das ist ein echter Vorteil in der Umsetzung.
Wieso sollten sich Unternehmen mit On-Site-PPAs beschäftigen?
Dieses Modell ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein pragmatischer Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit.
Wer Dachflächen wirtschaftlich nutzen, Energiekosten senken und gleichzeitig nachhaltig handeln will, sollte jetzt handeln und mit dem richtigen Partner sprechen.
Dass Strom jederzeit verfügbar ist, gilt als selbstverständlich. Ein stabiles Energiesystem ist aber keine Selbstverständlichkeit. Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Effizienz und die Fähigkeit, auf Störungen zu reagieren, sind zentrale Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Genau hier zeigt sich: Flexibilität ist eine Grundvoraussetzung – und Energiespeicher ihr entscheidender Baustein. Und das übrigens nicht erst seit heute. Bereits seit Jahrzehnten liefern etwa Pumpspeicher unverzichtbar und täglich Systemstabilität.
Energiespeicher sind die Versicherung eines modernen Energiesystems. Sie stärken die Resilienz, indem sie Schwankungen und unerwartete Ereignisse ausgleichen. Sie reagieren innerhalb von Sekundenbruchteilen auf Veränderungen im Netz und stabilisieren Frequenz sowie Spannung. So sichern sie im Hintergrund, dass Haushalte und Unternehmen jederzeit zuverlässig mit Energie versorgt werden.
Wie relevant diese Funktion ist, zeigen aktuelle Zahlen: 2024 mussten in Deutschland rund 30 Terawattstunden Strom im Rahmen von Netzengpassmaßnahmen verschoben oder reduziert werden. Die Kosten dafür lagen bei knapp 3 Milliarden Euro jährlich. Diese Eingriffe machen deutlich: Es fehlt nicht an Energie – sondern an Flexibilität im System.
Auch weiterhin werden jedes Jahr mehrere Terawattstunden Strom nicht genutzt, weil sie weder transportiert noch gespeichert werden können. Gleichzeitig müssen bei hoher Nachfrage teure Reservekapazitäten aktiviert
werden. Das verursacht vermeidbare Kosten und belastet die Versorgungssicherheit. Nicht mehr die Erzeugung entscheidet – sondern die Fähigkeit, Energie richtig zu nutzen.
Ein weiteres Beispiel sind Lastspitzen. Ohne Speicher müssen Netze auf seltene Extrembelastungen ausgelegt werden,
“ENERGIESPEICHER SIND DIE VERSICHERUNG
Energiespeicher wirken dezentral und vielseitig: Sie können Energie lokal bereitstellen, Abhängigkeiten reduzieren und das System robuster gegenüber Störungen machen. Auch in Industrie und kritischer Infrastruktur erhöhen sie die Betriebssicherheit und Planbarkeit.
Gleichzeitig stärken Investitionen in Energiespeicher die heimische Wertschöpfung. Von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Installation, Betrieb und Optimierung entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Arbeitsplätze und industrielle Kompetenz in Deutschland. Unternehmen aus Industrie, Mittelstand und Startups treiben Innovationen voran und sichern technologische Souveränität in einem zentralen Zukunftsfeld. Investitionen in Energiespeicher schaffen damit eine leistungsfähige und resiliente Infrastruktur als Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft.

Fest steht: Ein modernes Energiesystem muss nicht nur leistungsfähig, sondern auch anpassungsfähig sein. Energiespeicher machen aus einer starren Infrastruktur ein flexibles, belastbares System. Ohne Flexibilität wird Energie teuer – mit ihr wird sie effizient.
Urban Windelen
Geschäftsführer des Bundesverband
Energiespeicher Systeme e.V. (BVES)
die nur wenige Stunden im Jahr auftreten. Energiespeicher können diese Spitzen gezielt abfedern und ermöglichen es, bestehende Infrastruktur deutlich effizienter zu nutzen –ein zentraler volkswirtschaftlicher Vorteil.
Die Energiewende wird nicht allein im Energiesektor entschieden, sondern zunehmend im Verkehr. E-Mobilität entwickelt sich dabei zum strategischen Bindeglied zwischen Klimazielen, Wirtschaftlichkeit und technologischer Innovation.
Die Transformation des Verkehrssektors ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein zentraler wirtschaftsund klimapolitischer Faktor. Rund 20 Prozent der CO2Emissionen in Deutschland entfallen auf den Verkehr – ein Bereich, der bislang deutlich hinter den Reduktionszielen zurückbleibt. Für Unternehmen wie für anspruchsvolle Konsumentinnen und Konsumenten wird damit klar: Ohne eine konsequente Mobilitätswende ist die Energiewende nicht zu erreichen.
“WER
E-Mobilität übernimmt dabei eine doppelte Funktion. Sie reduziert nicht nur Emissionen im Betrieb, sondern ermöglicht auch die Integration erneuerbarer Energien in den Verkehrssektor. Elektrische Antriebe sind deutlich effizienter als Verbrennungstechnologien und schaffen die Grundlage für eine direkte Nutzung von Strom aus Wind- und Solarkraft – ein entscheidender Schritt hin zu mehr Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit.
Für Unternehmen eröffnet dies neue Perspektiven: von der Dekarbonisierung eigener Flotten über die Optimierung von Betriebskosten bis hin zur Positionierung als nachhaltiger Akteur im Markt. Gleichzeitig erwarten gut informierte
Endverbraucher zunehmend glaubwürdige, nachhaltige Mobilitätslösungen – ein Faktor, der Markenwahrnehmung und Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflusst.
Darüber hinaus wird E-Mobilität zum integralen Bestandteil eines vernetzten Energiesystems. Elektrofahrzeuge fungieren perspektivisch als flexible Speicher und können zur Stabilisierung der Stromnetze beitragen.
Damit sie ihr Potenzial entfalten können, braucht es klare Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit. Denn jeder Euro in Flexibilität stärkt nicht nur das Energiesystem – sondern sichert die Stabilität unseres Alltags und die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Insbesondere im Kontext steigender Anteile erneuerbarer Energien entsteht hier ein erhebliches wirtschaftliches und infrastrukturelles Potenzial.
Die Herausforderungen bleiben jedoch anspruchsvoll: Der flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur, beschleunigte Genehmigungsprozesse sowie verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen sind entscheidend, um Skalierungseffekte zu realisieren. Gleichzeitig braucht es Investitionen und Innovationsbereitschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Fest steht: E-Mobilität ist weit mehr als eine technologische Alternative – sie ist ein strategischer Baustein der Energiewende und ein klarer Wettbewerbsfaktor.
Wer heute handelt, sichert sich nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile in einem sich grundlegend wandelnden Marktumfeld.












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