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Frauengesundheit

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.gesunder-koerper.info

Endometriose

Warum die Erkrankung so schwierig zu diagnostizieren ist und wie man Schmerzen lindern kann. 06

Menopause Influencerin Dorota Retterath über körperliche Veränderungen und gesundes Altern. 12

“KAUM JEMAND HAT ÜBER UNERFÜLLTEN KINDERWUNSCH GESPROCHEN.“ COVERSTORY

Content Creatorin und EndometriosePatientin Ana Johnson spricht über ihre Kinderwunsch-Reise.

FRAUEN

GESUNDHEIT

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT

DIESER AUSGABE MÄRZ 2026

IN DIESER AUSGABE

IMMACOLATA CIRILLO

Frauengesundheit braucht neue Perspektiven und die richtigen Fragen. Aufklärung schafft Verständnis und ist der Schlüssel für echte Veränderung.

GEBURT & WOCHENBETT

Hebamme Sissi Rasche über zwei intensive Erfahrungen im Leben einer Frau.

LIPÖDEM

Was auf Außenstehende unsportlich und dick wirken kann, ist in Wahrheit eine schmerzhafte chronische Fettverteilungsstörung.

Immacolata Cirillo (Project Manager) Natascha Wesiak (Business Development Manager) Henriette Schröder (Managing Director), Philipp Colaço (Director Business Development), Lea Hartmann (Head of Design und Illustrationen im Heft)

Cover: Ana Johnson ©Natascha Lindemann (Farblich verändert durch Mediaplanet)

Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

TERMINE FÜR

MESSEN

2026

Frauenkorper MÜSSEN

ERNST

GENOMMEN WERDEN

Es gab Zeiten, in denen Frauen nicht einmal direkt mit Ärzten sprachen, sondern ihre

Ehemänner über sie hinweg. Der Mann galt als rational, die Frau als zu emotional, um ihre Beschwerden korrekt zu schildern. Medizinische Kommunikation lief über ihn. Was als wichtig galt, wurde weitergegeben, was als übertrieben empfunden wurde, nicht.

Das ist paradox. Denn welche Frau kennt es nicht, als Mutter, Tochter oder Ehefrau den eigenen Vater, Ehemann oder Partner überhaupt erst zum Arztbesuch drängen zu müssen? Männer, die ihre Beschwerden kleinreden. Und Frauen, deren Beschwerden kleingeredet wurden. So hat fast jede Frau gelernt, ihren Schmerz zu relativieren.

„So schlimm ist es nicht.“„Das gehört halt dazu.“ Was wie Selbstdisziplin klingt, ist in Wahrheit kulturelles Training.

Diese Haltung wirkt bis heute nach. Noch immer fehlen vielen Frauen die Worte für ihren eigenen Körper. Begriffe wie „Schamlippen“ tragen Scham im Namen, andere werden verniedlicht. Wer Beschwerden nicht benennen kann, wird selten behandelt. Tabus sind kein kulturelles Detail: Sie wirken direkt auf die Gesundheit. Medizin beginnt mit Sprache. Frauengesundheit braucht ein Vokabular ohne Scham.

Vorsorge entscheidend. Und deshalb ist es wichtig, dass Frauen ihre Geschichten teilen. Nicht aus Mut, sondern aus Notwendigkeit. Weil Sichtbarkeit verändert, was ernst genommen wird. Weil andere Frauen sich darin wiederfinden und merken: Ich bilde mir das nicht ein. Und weil es ein Schritt hin zu einer Medizin ist, die Frauen ernst nimmt. Diese Fortschritte müssen wir nicht schönreden. Aber wir dürfen sie feiern. Denn jedes geteilte Erlebnis kann Forschung anstoßen und einer anderen Frau irgendwo Hoffnung schenken.

“ES IST WICHTIG, DASS FRAUEN IHRE GESCHICHTEN TEILEN. NICHT AUS MUT, SONDERN AUS NOTWENDIGKEIT. “

Sriusdiga Manivannan Autorin, Medizinerin & Content Creatorin

Gesund unterwegs – Die Messe für Reise, Wellness & Gesundhei t 14. März 2026, 10 Uhr, LVZ-Medienhaus www.lvz.de

Gesundheitsmesse Franken aktiv & vital 21. - 22. März 2026, brose Arena Bamberg www.franken-aktiv-vital.de

Babini – die Babymesse 10. – 12. April 2026, Messe Stuttgart, Halle 4 www.babini.family/stuttgart

gesund leben Messe 18. – 19. April 2026, Kongress Palais Kassel www.gesundleben-messe.de/kassel

Wenn wir lernen, besser auf uns zu hören

Zwei Lebensphasen, ein gemeinsames Gefühl Laura ist Ende 20 und beginnt gemeinsam mit ihrem Partner, über einen Kinderwunsch nachzudenken. Ein schöner Gedanke, der gleichzeitig viele Fragen mit sich bringt.

Das zeigt sich besonders dort, wo Frauen Schmerzen schildern und ihnen nicht geglaubt wird, etwa bei der Spirale. Dass lange kaum über Schmerzen aufgeklärt wurde, lag nicht daran, dass es sie nicht gab, sondern daran, dass die Erfahrungen vieler Frauen nicht als relevant galten.

Weitere Einblicke fi nden Sie auf dem Instagramprofi l von Sriusdiga Manivannan! @medsri @medsri

sondern

Über Jahrhunderte wurden weibliche Beschwerden nicht nur medizinisch beurteilt, sondern moralisch. Bei Fehlgeburten wurde fast ausschließlich die Frau verantwortlich gemacht. Heute wissen wir: Auch der Mann spielt biologisch eine Rolle. Wenn wir Schuld durch Wissen ersetzen, verschiebt sich der Fokus von Anklage zu Lösung. Wir hätten vieles früher verstanden, wenn wir die Lebensrealität von 50 Prozent der Menschheit nicht aus der Medizin gestrichen hätten. Wenn wir weibliche Körper ernst nehmen, gewinnen am Ende alle. Deshalb sind Aufklärung und

Warum Selbstfürsorge heute ein neuer Standard ist Der Alltag vieler Frauen ist voll: Job, Familie, soziale Verpflichtungen. Und irgendwo dazwischen bleibt oft wenig Raum für eines der wichtigsten Themen überhaupt: die eigene Gesundheit. Kleine Veränderungen im Körper werden verdrängt oder auf Stress geschoben. Dabei senden Körper und Psyche oft frühzeitig Signale.

Sie fühlt sich häufiger erschöpft, und manchmal begleitet sie ein diffuses Unwohlsein. Laura möchte ihrem Körper vertrauen können, doch nicht immer fühlt sich alles im Gleichgewicht an. Sabine ist Anfang 40. Ihr Leben wirkt nach außen stabil, und dennoch sendet ihr Körper neue Signale. Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen gehören plötzlich zum Alltag. Lange konnte sie diese Veränderungen nicht einordnen. Zu früh für die Wechseljahre oder vielleicht schon mittendrin? Beide Frauen spüren, dass sich etwas verändert.

Trotzdem werden Arzttermine aufgeschoben, aus Zeitmangel, aus Unsicherheit oder weil die Symptome schwer greifbar sind. Was beide verbindet, ist der Wunsch, den eigenen Körper besser zu verstehen und frühzeitig Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.

Buchtipp! Mit „Die unerforschte Frau“ zeigt Sriusdiga Manivannan, wie sehr der weibliche Körper in Medizin und Forschung lange übersehen wurde, und übersetzt aktuelle Studien verständlich in neues Wissen. Das Buch erscheint im Mai diesen Jahres und steht für mehr Aufklärung, Selbstbestimmung und Gesundheit von Frauen.

Immer mehr Frauen wünschen sich einen selbstbestimmten und diskreten Zugang zu Gesundheit. Selbsttests ermöglichen es, relevante Gesundheitswerte bequem von zu Hause aus zu überprüfen. Sie sind ein erster Schritt, um den eigenen Körper besser zu verstehen.

HomeVital bietet Selbsttests für mehr Gesundheit und ein gutes Körpergefühl. Wir glauben, jede Frau sollte sich in ihrem Körper sicher und wohlfühlen können. Unsere Selbsttests begleiten Frauen durch alle Lebensphasen, von der Intimgesundheit über den Kinderwunsch bis hin zur Menopause.

Entdecke unsere Produkte und erhalte mit dem Code FRAUp10“ 10% auf deine Bestellung!

Text Sriusdiga Manivannan

FASD – VERMEIDBAR UND OFT UNSICHTBAR

Die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft für das Kind sind immer noch weitgehend unbekannt und/oder unterschätzt. Dabei ist Alkoholkonsum in der Schwangerschaft die häufigste Ursache für nicht genetisch bedingte geistige und körperliche Schädigungen des Ungeborenen. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. Allein in Deutschland wird jede Stunde mindestens ein Kind mit FASD geboren. Mindestens 800.000 Menschen (konservative Schätzung) sind durch Alkohol in der Schwangerschaft ihr Leben lang beeinträchtigt. Die Dunkelziffer liegt wesentlich höher. FASD kann sich in seiner Ausprägung sehr unterschiedlich darstellen, was die Diagnostik oft erschwert.

Aber der eine Schluck schadet doch nicht?

Doch! Die Kinder können sich in Folge des Alkoholeinflusses während der Schwangerschaft nicht störungsfrei im Mutterleib entwickeln. Alkohol wirkt sich als Zellgift während der gesamten Schwangerschaft schädigend auf die Zell- und Organentwicklung aus, besonders auf das Gehirn und das zentrale Nervensystem! Grundsätzlich können jedoch alle Organe betroffen sein. Da nur etwa 30 % der Kinder die typischen Gesichtsmerkmale haben, zeigen sich die Folgen des vorgeburtlichen Alkoholkonsums häufig erst im Verlauf der kindlichen Entwicklung: Entwicklungsverzögerungen, Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie teils extreme Verhaltensauff älligkeiten sind typisch. Erfahrungsgemäß werden viele dieser Kinder lebenslange Unterstützung benötigen, um sich im Alltag zurechtzufinden.

Wichtig zu wissen ist, dass diese vorgeburtliche Alkoholschädigung nicht nur Kinder von Müttern mit einer Alkohol-Sucht-Problematik betrifft. Auch geringe Mengen Alkohol, nur gelegentlich konsumiert, können das

Ungeborene lebenslang schädigen. Nur durch vollständigen Verzicht auf Alkohol während der gesamten Schwangerschaft ist FASD vermeidbar.

“DER EINE SCHLUCK

SCHADET DOCH NICHT?

DOCH! DIE KINDER KÖNNEN

SICH IN FOLGE DES ALKOHOLEINFLUSSES

WÄHREND DER

SCHWANGERSCHAFT

NICHT STÖRUNGSFREI IM MUTTERLEIB ENTWICKELN.“

Frühe Diagnose – Warum?

Je früher die Diagnose steht und individuell angepasste Therapien beginnen, umso größer sind die Chancen, die verschiedenen Entwicklungsauff älligkeiten zu mindern und eine bessere Lebensqualität zu erreichen.

FASD wächst sich entgegen früherer Annahmen nicht aus, obwohl viele Erwachsene mit FASD auf den ersten Blick „normal“ wirken. Ihre Beeinträchtigungen fallen zunächst nicht auf. Sie sprechen normal, verhalten sich weitgehend normal und haben oft einen IQ im Normbereich. Statt Überforderungssituationen zu erkennen, nimmt das Umfeld sie häufig als faul, unmotiviert und aufmüpfig wahr. Hier muss dringend beachtet werden, dass der IQ als Kriterium für Leistungsfähigkeit völlig irrelevant ist. Die

Störung der Exekutivfunktionen ist fast immer der Grund, warum Menschen mit FASD in der Schule, im Alltag, in der Arbeitswelt, aber auch in der Freizeit oft scheitern. Werden die Eltern bzw. Hauptbezugspersonen jedoch früh darauf hingewiesen, lassen sich die Weichen anders stellen. FASD ist zwar nicht heilbar, aber mit Wissen über FASD, hoher Akzeptanz und viel Verständnis kann der Lebensalltag der Menschen mit FASD sehr viel besser gestaltet werden.

Aufklärung schafft Verständnis

FASD ist vermeidbar. Es braucht aber mehr Wissen über FASD, Verständnis für die individuellen Auswirkungen und verstärkte Präventionsarbeit. Dafür setzt sich der Verein FASD Deutschland e. V. seit mehr 20 Jahren ein.

Informieren Sie sich auf www.fasd-deutschland.de Geben Sie Ihr Wissen weiter, damit weniger Kinder mit dieser vermeidbaren Behinderung geboren werden.

Unterstützen Sie die Präventionsarbeit des Vereins mit einer Spende.

FASD Deutschland e. V. Sparkasse Emsland IBAN: DE77 2665 0001 1001 0237 77

BIC: NOLADE21EMS

Verwendungszweck:

Bitte notieren Sie in den Verwendungszweck auf jeden Fall das Wort „Spende“ sowie Ihren Namen und Ihre Anschrift.

Vielen Dank!

Schwanger? Nur alkoholfrei.

Mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten.

Alle Formen dieser vorgeburtlich entstandenen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. Sie sind vermeidbar.

Text Katrin Lepke,
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"Ich will zeigen: Man kann trotz einer Brustkrebs- erkrankung ein lebenswertes Leben haben."

Du wirkst wahnsinnig lebensfroh und mitreißend.

Warst du schon immer so?

Ich hatte schon immer viel Energie. Das hat sich aber schon verstärkt, erstmals durch die Diagnose und durch die Metastasen noch viel mehr. Ich will jeden Moment genießen. Früher war ich mehr auf materielle Dinge aus: shoppen, schönes Auto, Haus. Mit der Erkrankung wurde ich demütiger und dankbarer, dass ich überhaupt noch hier sein darf.

Du bist als @gewinnerbraut ein aktiver Teil der Brustkrebs-Community. Wie wichtig ist dieser Austausch für dich?

Das gibt mir sehr viel. Das Schreiben tut mir gut. Wenn ich was rauslasse, geht es mir danach besser. Und wenn dann Rückmeldungen kommen – von Patientinnen, aber auch von Gesunden – gibt mir das neue Kraft. Ich will zeigen: Man kann trotz dieser Erkrankung ein lebenswertes Leben haben. Aber auch mal: „Heute geht’s mir nicht gut. Ich habe Angst.“ Man darf nicht so tun, als wäre alles heile Welt. Krebs ist eine schlimme Diagnose.

Du hörst sicher oft, wie stark du bist. Was bedeutet Stärke für dich?

Ja, viele Menschen spiegeln mir das. Aber ganz ehrlich: Es bleibt mir nichts anderes übrig. Um weiterzuleben, musst du da durch. Therapien. Untersuchungen. OPs. Nebenwirkungen. Ob es dir passt oder nicht. Dieses Auf und Ab ist ein psychischer Kraftakt. Stärke heißt für mich: aus den Tiefs wieder hochkommen. Weitermachen. Nicht aufgeben. Und auch zu merken: Jetzt brauche ich eine Pause.

Was gibt dir konkret Kraft?

Nadja Seipel ist 49 Jahre alt, Mutter einer 15-jährigen Tochter, Ehefrau, Hundemama und Camperin. Seit mehr als fünf Jahren lebt sie mit metastasiertem Brustkrebs. Ihr Leben zu genießen und dankbar dafür zu sein, als metastasierte Patientin jeden Tag aufs Neue aufstehen zu dürfen: Das gibt ihr Kraft und Zuversicht, immer weiter zu machen. Im Interview erzählt sie, wie die Erkrankung sie verändert hat, wie sie immer wieder neuen Mut schöpft und warum sie ihren Weg mit anderen Betroffenen teilt.

speziell für metastasierte Patientinnen. Wir treffen uns

Meine Familie. Ganz klar. Und meine Selbsthilfegruppe speziell für metastasierte Patientinnen. Wir treffen uns einmal im Monat in Heidelberg in einem schönen Restaurant. Wir haben alle „das Gleiche an der Backe“: ähnliche Ängste, Sorgen, Nebenwirkungen. Da musst du nichts erklären. Wir lachen zusammen, wir weinen auch mal. Es ist ein Miteinander.

Die Gruppe für metastasierte Patientinnen hast du 2025 ins Leben gerufen. Warum war dir diese eigene Gruppe so wichtig?

Ich habe in Rehas gemerkt: Es ist ein Unterschied zwischen Ersterkrankung und Metastasierung. In Gruppentherapien saß ich mit Erstbetroffenen und wenn ich erzählt habe, habe ich in ihren Gesichtern die Angst gesehen. Das wollte ich nicht. Nicht für die anderen und nicht für mich. Ich kann den Krebs nicht mehr besiegen, der bleibt Teil meines Lebens. Ein dezidiertes Angebot für diese besondere Situation fehlt bisher – also hab ich es selbst in die Hand genommen.

Du lebst jetzt bereits fünf Jahre mit dem metastasierten Krebs. Wie geht es dir momentan?

Es geht mir gerade relativ gut. Vor einigen Wochen hatte ich diesen Termin, der mir viel Hoffnung gegeben hat: Bei einer Befundbesprechung sagte der Oberarzt: „Unser Ziel ist es, Sie von palliativ auf chronisch zu bringen.“ Da kamen mir sofort die Tränen. Das war wie: „Sie dürfen alt werden.“ Dieser eine Satz hat so viel in mir ausgelöst. Ich schöpfe daraus bis heute Kraft. Auch wenn man nie weiß, wie es kommt: Diese Perspektive macht Hoffnung.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Kammler Akademie GmbH entstanden.

YOGA ALS SANFTE UNTERSTÜTZUNG IN DER KREBSTHERAPIE

Viele wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von Yoga als begleitendem Verfahren in der Krebstherapie. Seit 2021 wird Yoga sogar offiziell in medizinischen Leitlinien empfohlen. Es kann während und nach der Erkrankung das Fatigue-Syndrom lindern, den Schlaf verbessern sowie Stress und Angst reduzieren – und vor allem dabei helfen, selbst aktiv zum eigenen Wohlbefinden beizutragen

“YOGA

KANN BEHANDLUNG UND GENESUNG SINNVOLL UNTERSTÜTZEN“

das Nervensystem und Entspannung unterstützt tiefe Regeneration und innere Ruhe.

Gaby Nele Kammler Gründerin der Kammler Akademie GmbH

Yoga ist für jeden Menschen geeignet, unabhängig von Beweglichkeit oder körperlicher Verfassung. Der ganzheitliche Ansatz stärkt Körper und Geist, denn eine Krebserkrankung betrifft nicht nur den Körper, sondern auch Gedanken und Gefühle. Sanfte Körperübungen fördern nach Operationen die Beweglichkeit, Atemübungen beruhigen

Eine durch Yoga kultivierte positive innere Haltung kann Behandlung und Genesung außerdem sinnvoll unterstützen.

Wichtig ist eine einfühlsam angeleitete, auf Krebs abgestimmte Praxis durch qualifizierte Yogalehrende mit medizinischem Hintergrundwissen.

Schon einfache Übungen können Nebenwirkungen der Therapie lindern, die Stimmung verbessern und neue Lebensqualität schenken.

Yoga ist damit sanfte Hilfe zur Selbsthilfe und ermöglicht es den Genesungsprozess aktiv zu unterstützen.

Infos, Videos und Yoga-Kurse für PatientInnen in ganz Deutschland: www.yoga-und-krebs.de

Weiterbildung für medizinische Fachkreise: www.yoga-in-der-onkologie.de

ZURÜCK

Text LA MESMA

Was ist deine Botschaft an andere – Gesunde und Erkrankte?

Für alle Menschen gilt: Verschiebt nichts auf später, was euch Freude macht. Verliert euch nicht aus den Augen. Und den Gesunden sage ich: Geht zur Vorsorge, tastet euch ab. Je früher, desto besser die Chancen. Und den Erkrankten: Sucht euch Gruppen, in denen ihr euch wohlfühlt. Und geht – so gut es geht – mit offenem, dankbarem Blick durchs Leben. Wir dürfen noch da sein.

Weitere Einblicke fi nden Sie auf dem Instagramprofi l von Nadja Seipel! gewinnerbraut

die.pink.Charity ist eine Initiative der gemeinnützigen Organisation Awareness Deutschland. Sie setzt sich dafür ein, dass Brustkrebs früh erkannt wird – und dass Menschen in der Erkrankungsphase nicht allein durch diese Zeit gehen müssen. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, Wissen zu teilen und Mut zu machen. Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.pink-charity.de

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der LA MESMA GmbH entstanden.

INS LEBEN – MODE NACH BRUSTKREBS NEU GEDACHT

LA MESMA hat es jetzt sogar bis nach New York zur New York Fashion Week geschafft.

Sport- und Bademode für Frauen mit Brustprothesen – hochwertig, funktional und ästhetisch zugleich, dafür steht LA MESMA. Aus eigener Erfahrung heraus begann Gründerin Esther Hirsch, neue Wege zu denken: Nachdem sie einen Großteil ihrer linken Brust verloren hatte, fehlte ihr passende Bademode mit sicherem Halt und ansprechendem Design. Vor zwei Jahren entstanden die ersten Entwürfe mit dem Ziel, Komfort, Qualität und moderne Gestaltung zu verbinden. Nach einer Brustkrebs-Operation erleben viele Betroffene nicht nur körperliche Veränderungen, sondern auch tiefe Verunsicherung. Der Blick in den Spiegel, der Gang ins Schwimmbad oder der Wiedereinstieg in sportliche Aktivitäten können von Selbstzweifeln begleitet sein. Herkömmliche Sport- und Bademode bietet häufig weder ausreichend Halt noch ein Gefühl von Sicherheit – und verstärkt damit das Empfinden, nicht mehr selbstverständlich teilnehmen zu können.

Umso wichtiger sind Kleidungsstücke, die sensibel auf diese Situation eingehen. Eine durchdachte Passform, weiche Materialien und funktionale Details können helfen, Druckstellen zu vermeiden und Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen. Integrierte Innentaschen oder unauff ällige Wechselmöglichkeiten für Prothesen erleichtern den Alltag und geben Bewegungsfreiheit zurück – beim Sport ebenso wie im Wasser. So entsteht Mode, die nicht nur praktisch ist, sondern Frauen dabei unterstützt, sich wieder wohler, sichtbarer und selbstbestimmter zu fühlen.

Mit LA MESMA verbindet sich der Anspruch, Frauen ganzheitlich zu unterstützen. Die Produkte sind online sowie bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich. Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.la-mesma.com

Text Gaby Nele Kammler
„ÜBER MENSTRUATION ZU SPRECHEN BEDEUTET, GESUNDHEIT ERNST ZU NEHMEN.“

Offene Gespräche über Menstruation sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Die Journalistin und Autorin Franka Frei erläutert im Interview, warum Aufklärung wichtig, richtig und politisch ist.

Du beschäftigst dich seit Jahren intensiv mit dem Thema Menstruation. Welche Wissenslücken begegnen dir dabei am häufigsten selbst bei menstruierenden Personen?

Ich spreche hier nicht nur journalistisch, sondern auch aus persönlicher Erfahrung. Ich bin selbst menstruierende Person und war lange überzeugt, gut informiert zu sein. Erst durch intensive Beschäftigung wurde mir klar, wie groß mein eigenes Wissensdefizit war – und wie tief viele Irrtümer sitzen. Ein Beispiel: Ich bekam mit 14 die Pille verschrieben und hielt die Blutung in der Pillenpause jahrelang für meine Menstruation. Tatsächlich ist es eine hormonell erzeugte Abbruchblutung. Unter der Pille gibt es keinen natürlichen Zyklus, da der Eisprung unterdrückt wird – und ohne Eisprung keine Menstruation, das ist vielen nicht bewusst. Ein weiterer Irrtum betrifft Schmerzen. Viele Menstruierende leiden regelmäßig unter starken Beschwerden, die gesellschaftlich als „normal“ gelten. Dabei sind Schmerzen ein Warnsignal. Studien zeigen, dass Frauen mit Schmerzen häufiger nicht ernst genommen werden und dass es große Forschungslücken gibt, etwa bei Endometriose, von der schätzungsweise 5–10 % der menstruierenden Personen betroffen sind. Hinzu kommt das Gefühl von Unreinheit – die Angst, zu riechen oder „schmutzig“ zu sein. Diese Vorstellungen sind kulturell tief verankert und politisch relevant. Aufklärung ist hier entscheidend.

prägt das nachhaltig das Selbstbild. Auch ohne offene Tabus bleibt oft die Botschaft: nicht leistungsfähig, nicht verlässlich. Weltweit hat mehr als ein Drittel der Menstruierenden schon einmal wegen der Periode die Schule oder die Arbeit verpasst – häufig wegen Schmerzen, aber auch wegen Stigmatisierung. Die Angst, öffentlich auszulaufen, ist anerzogen und führt zu Rückzug, Unsicherheit und geringerer Präsenz. Studien zeigen, dass Menstruation häufig mit Scham und Kontrollverlust assoziiert wird. Dabei ist sie ein Zeichen von Gesundheit. Dass sie dennoch negativ bewertet wird, ist das Ergebnis patriarchaler Sozialisation.

Es braucht mehr Forschung, politische Priorität, Aufklärung und Sichtbarkeit. Die Unsichtbarkeit der Menstruation setzt sich sonst selbst fort – in Medizin, Bildung, Politik und Arbeitswelt.

Verhütung gilt immer noch als Frauensache. Woran denkst du liegst das, und wie kann man Männer mehr in die Verantwortung nehmen?

Inwiefern beeinflusst die Art, wie wir über Menstruation sprechen oder sie verschweigen, das Körperbild und die Selbstwahrnehmung insbesondere junger Menschen?

Wenn Menstruation als etwas Störendes vermittelt wird,

“ES BRAUCHT MEHR FORSCHUNG, POLITISCHE PRIORITÄT, AUFKLÄRUNG UND SICHTBARKEIT.“

Franka Frei

Journalistin & Autorin

Warum fällt es unserer Gesellschaft so schwer, Menstruation als gesundheitliches Thema ernst zu nehmen, etwa wenn es um Schmerzen, Zyklusstörungen oder Endometriose geht?

Menstruation ist kulturhistorisch eng mit der Abwertung von Weiblichkeit verknüpft. Diese Abwertung hat auch die Medizin geprägt. Forschung orientiert sich bis heute überwiegend am männlichen Körper: Der Zyklus wird in Studien meist komplett ausgeschlossen. Die Folge ist, dass Medikamente bei menstruierenden Menschen anders wirken und Nebenwirkungen doppelt so häufig auftreten.

Die Gründe sind historisch, kulturell, medizinisch und wirtschaftlich. Die Entwicklung der Antibabypille hat zur Emanzipation beigetragen, aber auch dazu geführt, dass Verhütung zur „Frauensache“ wurde. Mädchen lernen früh, in die Gynpraxis zu gehen und Verhütungsarbeit zu übernehmen – für Männer fehlen vergleichbare Strukturen. Dabei steht der Zugang zu einer breiten Palette an Verhütungsmitteln allen Menschen zu, unabhängig vom Geschlecht. Auch Männer hätten ein Recht auf mehr reproduktive Entscheidungsfreiheit. Viele wären dazu bereit, Nebenwirkungen von Verhütung in Kauf zu nehmen, wenn es entsprechende Mittel gäbe. Allerdings fehlen Gelder, um neue Verhütungsmittel für Männer auf den Markt zu bringen. Was es braucht, sind politischer Druck und mehr Aufklärung – denn am Ende geht es um unser aller Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstbestimmung.

Weitere Einblicke gibt es auf dem Instagram- Profi l oder auf der

www.frankafrei.com

Text Christine Thaler
Fo to Leoni Wartenberg
Webseite von Franka Frei! frankafrei
Informiert euch zu Frankas Büchern & ihrer Arbeit.
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Mens-

Endometriose & Adenomyose

Endometriose und Adenomyose gehören zu den häufigsten, aber gleichzeitig am meisten unterschätzten gynäkologischen Erkrankungen. Viele Betroffene haben jahrelange Beschwerden, bevor überhaupt eine Diagnose gestellt wird. Das ist vor allem Folge struktureller Probleme, auch in der medizinischen Ausbildung.

Bei der Endometriose siedelt sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter an, zum Beispiel an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell. Auch seltene Befunde außerhalb des Bauchraums sind beschrieben. Es handelt sich damit um eine Erkrankung des gesamten Körpers. Die Adenomyose ist eng verwandt, unterscheidet sich aber darin, dass dieses Gewebe in die Muskelschicht der Gebärmutter einwächst. Beide Erkrankungen gelten als chronisch entzündliche Schmerzerkrankungen. Sie sind nach heutigem Wissen nicht heilbar und können die Lebensqualität massiv einschränken. Häufig, aber nicht immer, reagieren die Herde auf hormonelle Schwankungen.

Typische Symptome sind starke, oft krampfartige Schmerzen, die zeitlich mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen, etwa vor und während der Periode oder beim Eisprung. Die Schmerzen können in Rücken und Beine ausstrahlen und gehen deutlich über das normale Maß hinaus. Viele Betroffene berichten zusätzlich über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauch- oder Beckenbodenschmerzen. Ein normaler Alltag ist an diesen Tagen oft kaum möglich. Auch sehr starke oder verlängerte Blutungen sind typisch, vor allem bei der Adenomyose. Hinzu kommen nicht selten Erschöpfung, Verdauungsprobleme oder ein unerfüllter Kinderwunsch.

Warum ist die Diagnose so schwierig? Zum einen, weil Schmerzen während der Periode noch immer bagatellisiert werden. Aussagen wie „Das gehört eben dazu“ sind ein klassisches Beispiel für sogenanntes Medical Gaslighting. Zum anderen lassen sich Endometriose und Adenomyose im Ultraschall häufig nur schwer erkennen. Selbst moderne Bildgebung zeigt oft nur ausgeprägte Befunde. Lange Zeit war eine sichere Diagnose meist erst durch eine Bauchspiegelung möglich. Inzwischen ist bei typischer Symptomatik und entsprechender Bildgebung auch eine klinische Diagnose zulässig.

“WER DAS GEFÜHL HAT, DASS ETWAS NICHT

Aktuelle Studien zeigen zunehmend, dass Entzündungsprozesse und das Immunsystem eine größere Rolle spielen als lange angenommen. Die Behandlung ist individuell und hängt von Symptomen, Lebensphase und Kinderwunsch ab. Eine wichtige Basis sollten entzündungshemmende Maßnahmen sein. Dazu zählen eine antientzündliche Ernährungsmedizin und gezielte Nahrungsergänzungsmittel, etwa mit Omega-3-Fettsäuren oder Vitamin D bei nachgewiesenem Mangel. Diese Ansätze ersetzen keine Therapie, können Entzündungsprozesse aber positiv beeinflussen. Ergänzend kommen hormonelle Therapien, zum Beispiel Gestagene oder kombinierte hormonelle Verhütung, infrage. Schmerztherapie, Physiotherapie und ein multimodaler Ansatz sind ebenfalls wichtig. Operative Eingriffe können sinnvoll sein, sollten aber natürlich in Absprache mit den behandelnden Ärzten sorgfältig abgewogen werden.

Dr. med. Konstantin Wagner Facharzt für Gynäkologie und Geburtsmedizin

Was sich dringend ändern muss, ist die Aufmerksamkeit für zyklusabhängige Schmerzen. Starke Periodenschmerzen sind nicht normal. Ärztinnen und Ärzte müssen früher nachfragen, ernst nehmen und gegebenenfalls spezialisierte Zentren einbinden. Gleichzeitig braucht es mehr Forschung.

Wenn nach der Endometriose-OP Beschwerden bleiben

Verwachsungen erkennen und gezielt vorbeugen

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Diese kleinen Gewebeinseln – „Endometrioseherde“ – verhalten sich wie die normale Gebärmutterschleimhaut und verursachen durch zyklusbedingte Blutungen immer wieder Entzündungen im Bauchraum. Das begünstigt die Bildung von Narbengewebe und kann zu Verwachsungen führen, die Schmerzen, Verdauungsprobleme und Schwierigkeiten beim Kinderwunsch auslösen.

Doch besonders kritisch wird es nach einer Operation: Wird Endometriosegewebe entfernt, entstehen im Bauchraum Wunden, die heilen müssen. Während dieser Heilungsphase besteht ein erhöhtes Risiko, dass benachbarte Organe und Gewebe durch Narbenbildung miteinander verwachsen – insbesondere, wenn sie während der Heilung in Kontakt kommen. So können postoperative Verwachsungen entstehen. Diese können erneute Beschwerden verursachen und sogar weitere Eingriffe notwendig machen.

Warum sind postoperative Verwachsungen ein Problem?

Viele Patientinnen hoffen nach der OP auf deutliche Besserung. Doch wenn neue Verwachsungen entstehen, kommt es oft zu anhaltenden Schmerzen, Verdauungsstörungen und erneuten Einschränkungen. Im schlimmsten Fall werden weitere Operationen notwendig, damit die Lebensqualität wieder steigt.

Was wird heute gegen solche Verwachsungen getan?

Kliniken setzen zunehmend auf minimalinvasive und gewebeschonende OP-Techniken, wie die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie, bei der nur kleine Schnitte notwendig sind, um das Risiko zu minimieren. Auch moderne Nahtmethoden und möglichst wenig Fremdmaterial kommen zum Einsatz. Dennoch bleibt das Risiko für Verwachsungen bestehen – ganz ausschließen lassen sie sich nicht.

Um noch mehr Schutz vor Verwachsungen zu bieten, gibt es die Möglichkeit, dass Ihr ärztliches Team sogenannte Barrieremittel wie 4DryField® PH einsetzt. Dieses Gel aus Pflanzenstärke wird während der Operation gezielt auf die Wundflächen im Bauchraum gegeben und bildet eine natürliche Barriere, damit die Organe während der Heilung nicht miteinander verkleben. Nach einigen Tagen wird das Gel vollständig vom Körper abgebaut (1). Barrieremittel sind bislang noch keine Standardanwendung bei diesen Operationen, können aber in bestimmten Situationen gezielt eingesetzt werden – und bieten eine echte Chance, postoperative Verwachsungen zu verringern.

Wissenschaftliche Studien zeigen: Mit dem Einsatz von 4DryField® PH entstehen nach einer Endometriose-Operation rund 85 % weniger postoperative Verwachsungen als ohne Barrieremittel. Zyklusunabhängige Schmerzen werden gelindert und die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft steigen deutlich (2, 3). Für Frauen bedeutet das: weniger Beschwerden, mehr Lebensqualität und neue Perspektiven im Alltag.

Mein wichtigster Rat: Wer das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, sollte dranbleiben. Schmerzen sind kein normales Begleitphänomen des Zyklus. Je früher Endometriose oder Adenomyose erkannt werden, desto besser lassen sich Beschwerden kontrollieren und Lebensqualität erhalten.

Weitere Einblicke fi nden Sie auf dem Instagramoder YouTube-Profi l von Dr. med. Wagner: gynaeko.logisch Gynäko.Logisch

Tun Sie den nächsten Schritt für Ihre Gesundheit

Wenn eine Endometriose-Operation bevorsteht, sprechen Sie Ihr ärztliches Team gezielt auf das Thema postoperative Verwachsungen und Barrieremittel wie 4DryField® PH an. Gemeinsam können Sie entscheiden, welche Möglichkeiten für Sie die besten sind – und aktiv dazu beitragen, nach der Behandlung schneller und mit mehr Wohlbefinden wieder in Ihren Alltag zurückzufinden.

1. Siehe aktuelle Gebrauchsanweisung

2. Krämer B et al., Langenbecks Arch Surg. 2021 Sep; 406(6): 2133–2143

3. Krämer B et al., J Clin Med., 2023 May 22; 12(10): 3597

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Text Dr. med. Konstantin Wagner

CHRONISCHE SCHMERZEN STATT„TYPISCHER REGELBESCHWERDEN“: DER

Ich war 17, als die Schmerzen so stark wurden, dass sie meinen Alltag bestimmten. Schule, später Arbeit und soziale Termine mussten sich meinem Zyklus unterordnen. Über Jahre hinweg wurden diese Schmerzen nicht ernst genommen. „Das ist normal“, hieß es. „Regelschmerzen gehören dazu.“ Ich glaubte es, weil mir nichts anderes blieb.

Mit 22 kam die Diagnose eher beiläufig als geplant. Bei einem operativen Eingriff wurden Endometrioseherde entdeckt und entfernt. Plötzlich hatte das Leiden einen Namen. Was fehlte, war eine Einordnung: keine ausführliche Aufklärung, kein Gespräch darüber, was diese Erkrankung bedeutet oder welche Konsequenzen sie für mein Leben haben würde.

Die Zeit danach war von Unsicherheit geprägt. Ich probierte aus, was mir angeboten wurde: Schmerzmittel und Hormontherapien. Vieles davon brachte Nebenwirkungen mit sich, die mein Leben zusätzlich erschwerten. Müdigkeit, emotionale Veränderungen, das Gefühl, mich selbst zu verlieren. Die Schmerzen waren zeitweise gedämpft, verschwanden aber nie vollständig. Zurück blieb ein permanenter Ausnahmezustand und die Frage, wie lange man so funktionieren kann.

Ich begann, mich intensiver mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Ich las Studien, sprach mit anderen Betroffenen und versuchte zu verstehen, was in meinem Körper passiert. In dieser Zeit brachte mein damaliger Partner einen Gedanken ins Spiel, der mir zunächst fern lag: Cannabis als Teil einer Schmerztherapie. Er arbeitet als Arzt in der Gynäkologie und kennt Cannabis aus der Schmerztherapie bei Krebspatient*innen. Als anerkannte Thera-

ALLTAG MIT ENDOMETRIOSE

Zunächst skeptisch, probierte ich Cannabis im Rahmen einer Selbstmedikation aus. Es folgte keine Wunderheilung, aber eine spürbare Veränderung. Die Schmerzen wurden erträglicher, mein Schlaf ruhiger, mein Körper weniger im Dauerstress. Vor allem gewann ich etwas zurück, das mir andere Therapien nicht geben konnten: Handlungsspielraum und das Gefühl, meinem Körper nicht ausgeliefert zu sein.

“AUS MEINER ERFAHRUNG KANN CANNABIS SCHMERZSPITZEN, SCHLAF UND ANSPANNUNG VERBESSERN.“

eine Rolle spielen kann und wo seine Grenzen liegen, sollte nicht aus dem Gefühl heraus diskutiert werden, sondern auf Basis von Daten, Forschung und medizinischer Erfahrung.

Was Melina schildert, sehe ich in der Praxis häufig: Endometriose ist keine „normale Regel“, sondern eine chronische Erkrankung, die Alltag, Schlaf und Psyche erheblich belasten kann. Etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter ist betroffen; bei der Mehrheit stehen Schmerzen im Vordergrund, etwa starke Regelschmerzen, Beckenschmerzen oder Schmerzen beim Sex.

Die Behandlung sollte individuell und stufenweise erfolgen. Medizinisches Cannabis kann dabei eine Option bei endometrioseassoziierten Schmerzen sein. Dass Cannabinoide in der aktuellen AWMFLeitlinie (S2k) im Kontext der Schmerztherapie genannt werden, ist ein wichtiger Fortschritt – medizinisch wie gesellschaftlich.

Mir ist wichtig zu betonen: Nicht für jede Patientin ist Cannabis eine geeignete Therapie. Für mich jedoch markierte es einen Wendepunkt, weil es mir half, mit einer

Aus meiner Erfahrung kann Cannabis Schmerzspitzen, Schlaf und Anspannung verbessern. Es bleibt eine symptomatische Therapie: Beschwerden können sinken, der Krankheitsverlauf wird nicht verändert. Entscheidend sind gute Aufklärung, passende Präparate und Applikationsformen sowie eine regelmäßige Nutzen-RisikoAbwägung.

Cannabinoid-Therapie:

Neu gedacht

Gut informier t . Ärz tlich begleitet .

Therapieentscheidungen gehören in er fahrene Hände.

Nordleaf steht für fundier te Information rund um medizinisches Cannabis – von der Einordnung wissenschaf tlicher Erkenntnisse bis zur Orientierung im Versorgungsprozess.

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Text Melina Tippel & Rolf-Wilhelm Schlüter
Melina Tippel

Von taglichen Angsten zu Vertrauen:

ANAS PERSÖNLICHER WEG DURCH KRANKHEIT UND KINDERWUNSCH

Endometriose betrifft viele Frauen, wird jedoch häufig erst nach Jahren erkannt. Ana Johnson spricht im Interview über ihren langen Weg zur Diagnose, wie die Endometriose ihren Kinderwunsch beeinflusst hat und darüber, warum sich die Erkrankung so unterschiedlich zeigen kann.

Text Christine Thaler

Liebe Ana, wie hast du deinen eigenen Weg zu einer klaren Endometriose-Diagnose erlebt?

Der Weg zur Diagnose war sehr steinig und schwer und hat etwa acht bis zehn Jahre gedauert. Schon in meiner Jugend hatte ich immer wieder hohe Entzündungswerte oder schmerzhafte Zysten, die ungeklärt blieben. Da ich aber nicht unter den sehr starken, typischen Schmerzen gelitten habe, wurde Endometriose bei mir immer ausgeschlossen.

Erst als ich einige Jahre lang einen unerfüllten Kinderwunsch hatte und wir bereits vieles an weiterer Diagnostik ausgeschlossen hatten, wurde mir eine Bauchspiegelung empfohlen, wodurch hochgradige Endometriose und Adenomyose festgestellt wurden. Endometriose kann bei jeder Frau anders aussehen und genau deswegen ist diese Erkrankung so tückisch!

Endometriose wird häufig auf Unfruchtbarkeit reduziert. Welche Auswirkungen auf den Alltag werden deiner Meinung nach zu wenig gesehen?

Endometriose KANN unfruchtbar machen - muss sie aber nicht. Ich kenne sehr viele Endometriosepatientinnen, die auf natürliche Weise und recht schnell schwanger geworden sind. Bei mir war dies leider nicht der Fall, da unter anderem meine Eileiter beidseitig durch Endometrioseherde verschlossen sind.

Endometriose kann aber auch neben der Unfruchtbarkeit einen erheblichen negativen Einfluss im Alltag haben. Von wehenartigen Schmerzen bis hin zur Ohnmacht, Durchfällen, einem steinharten und aufgeblähten Unterleib, extrem starken Blutungen während der Periode, Übelkeit, Schwindel, Kreislaufproblemen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Darm- oder Blasenproblemen bis hin zu extremer Erschöpfung.

“WICHTIG IST ES ZU WISSEN, DASS ES NIE DAS GEHEIMREZEPT GIBT. JEDE FRAU UND JEDER KÖRPER IST UND REAGIERT ANDERS.“

Ana Johnson Content Creatorin

Unter diesen immer wiederkehrenden Belastungen ist ein Alltag teilweise kaum stemmbar. Viele unterschätzen, dass es sich um eine chronische, entzündliche Erkrankung handelt, die auch über die Periode hinaus körperlich und psychisch belastend sein kann.

Viele Betroffene können an manchen Tagen kaum normal funktionieren. Dazu k ommt die ständige Erschöpfung, das Gefühl allein zu sein und durch die nicht sichtbare Erkrankung nicht ernst genommen zu werden.

Kinderwunsch Institut Schenk: Medizinische Präzision und persönliche Begleitung

Dort, wo andere Urlaub machen, beginnt für viele Paare eine ganz besondere Reise – die Kinderwunschreise. Im grünen Herzen Österreichs befindet sich das Kinderwunsch Institut Schenk, eine Einrichtung, die reproduktionsmedizinische Expertise mit persönlicher Begleitung verbindet.

Kinderwunschbehandlungen verlaufen individuell. Während manche Paare bereits nach kurzer Zeit schwanger werden, benötigen andere mehrere Behandlungszyklen. Entscheidend ist in jedem Fall eine Betreuung, die medizinische Qualität mit menschlicher Nähe verbindet. Diesem Ansatz folgen Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Schenk und Claudia Schenk-Hauschka, die das Institut gemeinsam leiten.

Persönliche Betroffenheit war die Basis für das Kinderwunsch Institut Die Gründung des Instituts geht auf persönliche Erfahrungen zurück. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter Helene entschieden sich die beiden, anderen Paaren den oft als belastend empfundenen Weg der künstlichen Befruchtung möglichst zu erleichtern. Diese Motivation führte dazu, sich intensiv mit der Reproduktionsmedizin auseinanderzusetzen und 1999 ein eigenes Institut zu gründen.

Unter dem Leitgedanken „Entspannt schwanger werden“ setzt das Kinderwunsch Institut Schenk seither auf eine Verbindung aus moderner Medizintechnik und einer Atmosphäre, in der sich Patientinnen und Patienten gut aufgehoben fühlen.

Expertise & Erfahrung

Das medizinische Team rund um Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Schenk arbeitet mit modernen Verfahren der Reproduktionsmedizin. Als Universitätsdozent ist Schenk zudem in die Ausbildung angehender Medizinerinnen und Mediziner eingebunden. Regelmäßige Fortbildungen sowie Investitionen in neue Technologien sind fixer Bestandteil der Institutsstrategie. Im Laufe der Jahre hat sich das Kinderwunsch Institut Schenk zu einer anerkannten Forschungsund Ausbildungseinrichtung entwickelt. Zur Infrastruktur zählen heute unter anderem eine zertifi zierte Eizell- und Samenbank sowie das hauseigene Forschungszentrum F.R.E.D. Das Behandlungsspektrum reicht vom Zyklusmonitoring über In-vitro-Fertilisation (IVF) und ICSI bis hin zur Eizell- und Samenspende sowie zur genetischen Untersuchung von Embryonen. Welche Methode angewendet wird, hängt von der individuellen medizinischen Situation ab. Rund 300 Schwangerschaften pro Jahr werden am Institut verzeichnet, insgesamt sind bereits mehr als 6.000 Kinder nach Behandlungen im Kinderwunsch Institut Schenk geboren worden. „Auch unsere jüngste Tochter Hannah ist ein Glückskind unseres Instituts“, erzählt Michael Schenk.

„Den Traum vom Babyglück auch für andere Paare wahr werden zu lassen, ist ein zentrales Anliegen unserer Arbeit“, sagt Claudia Schenk-Hauschka.

Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten fi nden Interessierte auf www.kinderwunsch-institut.at . Unverbindliche Beratungsgespräche sind sowohl per Videotelefonie als auch persönlich vor Ort möglich.

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Foto: Florian
Lierzer

Welche Gedanken oder Fragen tauchen auf, wenn der eigene Körper nicht so funktioniert, wie man es sich wünscht?

In meiner Kinderwunschzeit habe ich oft nach dem Warum gesucht. Warum ich? Warum klappt es nicht? Warum schon wieder eine Fehlgeburt? Warum ist mein Körper so “kaputt”? Nach über vier Jahren unerfülltem Kinderwunsch, vielen Ärzte- und Klinikbesuchen, Spritzen, Medikamenten, Eingriffen und Co. hatte ich jegliches Vertrauen in meinen eigenen Körper verloren und sogar meine Weiblichkeit ein Stück weit in Frage gestellt, vor allem, während gefühlt “alle” um einen herum schwanger werden. Ich habe mich sehr allein gefühlt, weil zur damaligen Zeit kaum jemand über unerfüllten Kinderwunsch gesprochen hat.

Ich hätte mir in dieser Zeit von Freunden mehr Verständnis erhofft, bin aber auch auf viel Ahnungslosigkeit gestoßen, was für mich auch ein großer Grund war, unsere Geschichte öffentlich zu machen und meine Reichweite für Aufklärung zu nutzen. Ich habe oft erlebt, wie mein Gegenüber völlig überfordert war mit diesem Thema und nach “aufbauenden” Sätzen gegriffen hat, die leider genau das Gegenteil in mir ausgelöst haben. Sätze wie: “Wird schon!”, “Fahrt mal in den Urlaub.”, “Ihr seid doch noch so jung.” oder Ähnliche helfen leider überhaupt nicht und geben Betroffenen eher das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Was mir immer Kraft gegeben hat, waren Freunde, die mir einfach zugehört haben und so für mich da waren.

Welche Gefühle haben dich während deiner Schwangerschaft am meisten überrascht?

Ich dachte, wenn ich endlich schwanger bin, dann hab ich es geschafft und bin der glücklichste Mensch dieser Welt. Doch meine erste Schwangerschaft war von Anfang bis Ende geprägt von der Angst, das Heiligste in meinem Bauch, für das man so lange gekämpft hat, wieder zu verlieren. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Fehlgeburten erlebt hatte, kamen die Ängste natürlich nicht von ungefähr. Auch Fehlgeburten sind leider immer noch ein Tabuthema, über das kaum gesprochen wird.

Auch hier habe ich mich sehr allein gelassen gefühlt, obwohl so viele Paare und Frauen tagtäglich Fehlgeburten erleben müssen. Ich war fast alle ein bis zwei Wochen beim Ultraschall, weil ich mir sicher war, etwas würde nicht stimmen. Ich habe mich selbst nicht wiedererkannt und die täglichen Sorgen, schlaflosen Nächte und die dauerhafte Panik wurden zur echten Belastungsprobe. Als mein Sohn dann gesund und munter auf die Welt kam, hat mich dies ein Stück geheilt. Auch meine aktuelle zweite, völlig unkomplizierte Schwangerschaft hat mir das Vertrauen zu meinem Körper zurückgebracht. Ich befinde mich aktuell im dritten Trimester und kann die Schwangerschaft sogar richtig genießen!

Wie hast du gelernt, deinem Körper in dieser Phase zu vertrauen oder auch mit Momenten des Zweifels umzugehen?

Je weiter die Schwangerschaft voranschritt, desto sicherer fühlte ich mich, aber die Angst blieb tatsächlich bis zum Schluss.

Anfangs habe ich bei jeder Unsicherheit direkt online recherchiert, was mich noch mehr verunsicherte. Ich konnte diese Angewohnheit mit der Zeit ablegen und habe mich bei wirklich großen Ängsten bei meiner Ärztin oder Hebamme gemeldet, die mich immer mit Verständnis aufgefangen haben und mich meist auch beruhigen konnten. Dafür bin ich so dankbar! Ich habe ansonsten versucht, mich so gut es geht abzulenken, durch Arbeit, Kochen, Freizeit und Meditation. Welche Maßnahmen haben dir letztlich geholfen, schwanger zu werden?

Ich hatte insgesamt einen siebenjährigen Kinderwunschweg, sieben künstliche Befruchtungen, zwei verschiedene Kinderwunschkliniken, unzählige Termine, Eingriffe, Medikamente, Hormone, Spritzen und Co. und bin nun in wenigen Wochen Zweifachmama! In all den Jahren wurde sehr viel Diagnostik bei mir durchgeführt und festgestellt, dass ich neben Endometriose und Adenomyose noch eine Gerinnungsstörung und ein immunologisches Problem habe, was bei mir nicht nur zu Schwierigkeiten führte schwanger zu werden, sondern auch schwanger zu bleiben. Nach so vielen Jahren und vielem Ausprobieren haben wir wohl endlich den richtigen Weg für mich gefunden: eine IVF-Behandlung in einer Kinderwunschklinik, bei welcher mir Eizellen entnommen und befruchtet direkt in die Gebärmutter wieder eingesetzt wurden. Ab diesem Transfertag habe ich mir aufgrund der Gerinnungsproblematik bis zur Geburt täglich Blutverdünner spritzen müssen. Zudem hatte ich in den ersten zwölf Wochen alle drei Wochen eine Intralipid-Infusions-Therapie, um auch das immunologische Problem zu behandeln. Das scheint mein Schlüssel zum Erfolg gewesen zu sein. Wichtig ist es zu wissen, dass es nie DAS Geheimrezept gibt. Jede Frau und jeder Körper ist und reagiert anders.

Weitere Einblicke fi nden Sie auf dem Instagramoder TikTok-Profi l von Ana Johnson anajohnson

VIDA FERTILITY: WARUM VIELE FÜR IHREN KINDERWUNSCH

NACH SPANIEN GEHEN

Wenn Zeitdruck, gesetzliche Rahmenbedingungen und sprachliche Sicherheit eine entscheidende Rolle spielen, richtet sich der Blick vieler Patientinnen und Paare nach Spanien. Nataša Tuñon, Leiterin der Patientenbetreuung und in Deutschland aufgewachsen, sowie Dr. Katharina Spies, medizinische Direktorin und deutsche Ärztin, erläutern, was Betro ene dort erwartet – sachlich, persönlich und ohne Umwege.

Vida Fertility erö nete 2022 in Madrid und ist auch in Alicante vertreten. Was ist Ihr Ansatz?

Nataša Tuñon: Wir sind bewusst eine überschaubare Klinik, weil Kinderwunschbehandlungen für uns kein ‚Standardprodukt‘ sind. Viele Patientinnen kommen nach langer Vorgeschichte und wünschen sich klare Antworten, Struktur und schnelle nächste Schritte. Wir arbeiten mit individuellen Protokollen und begleiten unsere Patientinnen eng – organisatorisch, sprachlich und menschlich.

Warum entscheiden sich viele Patientinnen und Paare aus Deutschland für Spanien?

Nataša Tuñon: Aus deutscher Sicht spielen meist drei Faktoren eine Rolle: Gesetzeslage, Zeit und Kommunikation. Manche Verfahren, wie etwa die PID, sind in Deutschland nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Viele Patientinnen möchten zudem keine Zeit verlieren –gerade wenn die Familienplanung später beginnt, zählt jeder Monat.

„Viele Patientinnen wollen nicht einfach ‚noch einmal versuchen‘ – sie suchen einen klaren, realistischen Plan, der Zeit spart.“

Dr. Katharina Spies

Präimplantationsdiagnostik / PGT bzw. PID: Was sollte man wissen?

Dr. Katharina Spies: Bei genetischen Untersuchungen vor dem Embryotransfer ist Präzision entscheidend. In Deutschland ist die PID nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt und an ein Genehmigungsverfahren gebunden. In Spanien wird sie hingegen je nach Indikation, Zentrum und individueller Situation breiter eingesetzt. Dazu entnehmen wir nur wenige Zellen aus den Embryonen im Blastozystenstadium (5. Entwicklungstag). Bei 40-jährigen Patientinnen weisen etwa 80% der Eizellen genetische Au älligkeiten auf. So lässt sich die Lebensfähigkeit des Embryos prüfen und das Risiko für Fehlgeburten oder fehlgeschlagene Einnistung abschätzen. Übertragen werden ausschließlich Embryonen mit hohem Implantationspotenzial – das spart vor allem Zeit, falls ein Embryo nicht lebensfähig ist.

Dr. Katharina Spies: Medizinisch sehen wir häufig Patientinnen ab 38 oder 40 Jahren, bei denen die Eizellqualität abnimmt und das Risiko genetischer Au älligkeiten steigt. Dann wird entscheidend, den e zientesten Weg zu finden – wobei sowohl erlaubte Verfahren als auch ein schneller Behandlungsstart eine große Rolle spielen.

Wie hoch sind die Chancen, mit 40+ Mutter zu werden?

Dr. Katharina Spies: Die Erfolgschancen hängen stark davon ab, ob eigene Eizellen genutzt werden und wie die ovarielle Reserve ist. Grundsätzlich sinken sie mit zunehmendem Alter. Gleichzeitig gibt es heute mehrere individuell sinnvolle

Wege: IVF/ICSI mit eigenen Eizellen, PGT in ausgewählten Fällen oder Eizellspende, wenn die Reserve sehr niedrig ist. Entscheidend ist eine ehrliche Einschätzung: Was ist biologisch realistisch – und welcher Weg ist emotional und organisatorisch tragbar?

Wie läuft die Behandlung aus Deutschland organisatorisch ab?

Nataša Tuñon: Viele Schritte lassen sich so

organisieren, dass die Aufenthalte in Spanien möglichst kurz bleiben:

1. Erstgespräch (online möglich) und Erstellung eines individuellen Diagnostikplans

2. Monitoring in Deutschland – Ultraschall und Blutwerte erfolgen bei der eigenen Gynäkologin

3. Reise nach Spanien für Punktion und/oder Embryotransfer

4. Nachbetreuung bis in die Frühschwangerschaft –mit festen Ansprechpartnern auf Deutsch

Unser Ziel ist, dass Patientinnen sich nie ‚zwischen zwei Systemen‘ verloren fühlen.

Warum Spanien – und warum Vida Fertility?

• Rechtsrahmen: In Spanien sind sowohl die Eizellspende als auch genetische Tests am Embryo (PGT/PID) möglich

• Schneller Behandlungsstart: Keine langen Wartezeiten

• Komplette Betreuung auf Deutsch

• Planbarkeit: Viele Voruntersuchungen können wohnortnah erfolgen, so dass die Aufenthalte in Spanien kurz bleiben.

• Erfahrung & Technologie: Moderne Labormethoden, individualisierte Protokolle.

Vida Fertility – Standorte: Madrid & Alicante (Spanien)

Mail: contact@vidafertility.com

Mehr Info: QR Code oder vidafertility.com

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“Entscheidend ist, dass die Frau das Gefuhl hat, dass ihre Bedurfnisse wahrgenommen werden.”

Geburt und Wochenbett zählen zu den prägendsten Phasen im Leben einer Frau. Hebamme Sissi Rasche begleitet Frauen seit 17 Jahren durch genau diese Zeit – und spricht im Interview darüber, was Frauen wirklich brauchen, um sich sicher und gut unterstützt zu fühlen.

Welche Faktoren tragen aus deiner Sicht am stärksten dazu bei, dass Frauen sich während der Geburt sicher und ernst genommen fühlen?

Ganz klar: wenn sie wirklich begleitet werden, und zwar so, wie sie es in diesem Moment brauchen. Das bedeutet gar nicht immer, viel zu tun. Entscheidend ist, dass die Frau das Gefühl hat, gesehen zu werden und dass ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden. Ganz egal, wie diese nach außen wirken. Wenn sie sich sicher fühlt, kann sie unter der Geburt einfach sie selbst sein. Und unter diesen Bedingungen kann sie ihr Kind gut bekommen. Das kann im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause sein – wichtig ist nicht der Ort, sondern die Qualität der Begleitung.

Welche emotionalen Veränderungen beobachtest du bei Frauen in den ersten Wochen nach der Geburt am häufigsten?

Nach der Geburt erlebt der Körper in den ersten 24 bis 72 Stunden den größten Hormonabfall von Östrogen und Progesteron überhaupt. Das versetzt viele Frauen in einen emotionalen Ausnahmezustand – und der zeigt sich bei jeder Frau anders. Was ich immer wieder beobachte, ist vor allem diese enorme Intensität der Gefühle und eine

große Verletzlichkeit, besonders beim ersten Kind. Auf einmal trägt man Verantwortung für ein so kleines Wesen – und oft kommt damit eine Angst, die man vorher so nicht kannte. Mutterwerden ist ein Prozess. Nicht immer ist sofort diese überwältigende Liebe da, wie man es aus Filmen kennt. Oft muss man erst in diese neue Rolle hineinwachsen und sich mit all diesen neuen Gefühlen sortieren. Das ist vollkommen normal und gehört einfach dazu.

“GEZIELTE

RÜCKBILDUNG IST ENTSCHEIDEND FÜR DIE LANGFRISTIGE GESUNDHEIT VON FRAUEN.“

Sissi Rasche ist Hebamme und Autorin

Ich glaube, das Größte in dieser Zeit ist wirklich diese tiefe Verletzlichkeit: Man ist auf einmal so verwundbar, wie man es vorher noch nie war, weil man nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich ist. Man möchte einfach, dass es diesem Kind hundertprozentig gut geht und steckt dabei noch selbst mitten in der Heilung – und manchmal hat man für diese Gefühle kaum Worte. Das macht diese Phase so intensiv.

Mit welchen körperlichen Faktoren haben die meisten Frauen nach der Geburt Probleme? Geburtsverletzungen können sehr unterschiedlich aussehen und müssen nach der Geburt erst einmal heilen – von

Dammrissen verschiedenen Grades bis hin zu einer Narbe nach einer Sectio, die eine ernstzunehmende Bauchoperation ist. Und neben diesen äußerlichen Verletzungen hinterlässt auch die Plazenta eine wirklich große, innere Wunde, die erst einmal heilen muss. All das braucht Zeit, Ruhe und gute Versorgung. Dazu kommt, dass auch das Stillen erst gelernt werden muss. Es ist zwar natürlich, aber trotzdem eine körperliche Herausforderung für Mutter und Kind. Heilung, Anpassung und Regeneration sind für viele Frauen die zentralen körperlichen Themen in dieser Zeit. Und dafür braucht es vor allem eines: Zeit und gute Begleitung.

Welche Rolle spielt gezielte Rückbildung für langfristige körperliche Gesundheit und warum reicht Abwarten oft nicht aus?

Gezielte Rückbildung ist entscheidend für die langfristige Gesundheit von Frauen. Eine Frau trägt fast 40 Wochen –manchmal auch mehrfach – ein Kind. Das ist eine enorme Belastung für den Beckenboden, egal ob die Geburt vaginal oder per Sectio war. Der Beckenboden trägt unsere inneren Organe. Weil man ihn nicht sieht, wird seine Bedeutung oft unterschätzt – mit teils gravierenden Folgen wie Inkontinenz oder Senkungsbeschwerden.

Jede Frau bringt auch andere Voraussetzungen mit, aber solche Probleme haben hier ihren Ursprung. Deshalb braucht es gezielte Rückbildung durch Fachpersonen und echte Regeneration im Wochenbett. Abwarten allein reicht oft nicht aus, weil der Körper an dieser Stelle bewusst unterstützt werden muss.

Weitere Informationen fi nden Sie unter: www.sissirasche.de hebammesissirasche

Gemeinsame Nothilfe, die von Herzen kommt. Dank Ihrer Solidarität!

Aktion-Deutschland-Hilft.de

Bündnis der Hilfsorganisationen

Text Hanna Sinnecker
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Helios Kliniken GmbH entstanden.

SICHER DURCH DIE SCHWANGERSCHAFT

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Vorfreude und Neugier. Sie kann aber auch von Unsicherheit und Sorgen begleitet sein. In dieser Lebensphase spielt eine vertrauensvolle fachärztliche Begleitung deshalb eine wichtige Rolle. Das gilt umso mehr, wenn gesundheitliche Besonderheiten hinzukommen. Bei Vorerkrankungen der Mutter, Mehrlingsschwangerschaften oder zusätzlichen medizinischen Faktoren wie Schwangerschaftsdiabetes sprechen Medizinerinnen und Mediziner von einer Risikoschwangerschaft. In diesen Fällen begleiten Ärztinnen und Ärzte Mutter und Kind besonders aufmerksam.

„Risiko bedeutet nicht automatisch Komplikation“, erklärt Prof. Dr. med. Michael Friedrich, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Helios Klinikum Krefeld. „Die meisten Risikoschwangerschaften verlaufen unauff ällig. Gibt es doch einmal Auff älligkeiten, haben wir in der modernen Medizin zahlreiche Möglichkeiten, Mutter und Kind zu unterstützen“.

“DAS ZIEL IST IMMER EINE INDIVIDUELLE GEBURTSPLANUNG.“

Prof. Dr. med. Michael Friedrich Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Helios Klinikum Krefeld

zentren der höchsten Versorgung – Level-1-zertifiziert sind und drei weitere als Level 2. Flächendeckend bedeutet das für Schwangere vor allem eines: ein hohes Maß an Sicherheit.

Warum spezialisierte Geburtshilfe wichtig ist In spezialisierten Geburtszentren stehen interdisziplinäre Teams mit klaren Abläufen und viel Erfahrung bereit. Geburtshilfe, Pränataldiagnostik, Neonatologie und Anästhesie stimmen sich eng ab und sind sofort zur Stelle, wenn sie gebraucht werden.

Bei Helios sind deutschlandweit beispielsweise 25 Kliniken auf die Versorgung sehr kleiner Frühgeborener spezialisiert. Acht dieser Standorte sind als Perinatal-

Moderne Diagnostik und persönliche Betreuung Um Risiken best- und frühestmöglich zu erkennen, begleiten Ärztinnen und Ärzte bei einer Risikoschwangerschaft sehr engmaschig, unter anderem mithilfe moderner Ultraschalltechnik. „Besonders wichtig ist uns die aktive Einbeziehung der werdenden Mütter“, so Prof. Friedrich. Er erklärt: „Wir informieren über jeden Schritt und treffen alle Entscheidungen gemeinsam. Das Ziel ist dabei immer eine individuelle Geburtsplanung.“

Wenn es anders kommt als geplant Auf die Geburt bereiten sich die spezialisierten Teams gemeinsam mit der Schwangeren vor. Im Hintergrund stellen sich Medizinerinnen und Mediziner so frühzeitig auf unterschiedliche Verläufe ein, während sich die werdende Mutter ganz auf den großen Moment konzentrieren kann.

KURZ ERKLÄRT

Von einer Risikoschwangerschaft spricht man bei folgenden Faktoren:

• Vorerkrankungen der Mutter, zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes

• Schwangerschaftsdiabetes

• Mehrlingsschwangerschaften

• höheres mütterliches Alter

• Komplikationen in früheren Schwangerschaften oder Geburten

• bestimmte Auffälligkeiten im Schwangerschaftsverlauf

In der modernen Medizin ist eine Risikoschwangerschaft in vielen Fällen gut zu begleiten. Spezialisierte Geburtshilfe bietet zusätzliche Sicherheit durch Erfahrung und strukturierte Abläufe. Interdisziplinäre Teams ermöglichen schnelle, abgestimmte Entscheidungen auch in herausfordernden Situationen.

Informieren Sie sich über moderne Geburtshilfe und individuelle Begleitung auch bei Risikoschwangerschaften. www.helios-gesundheit.de

Text Martin Pechatschek

Wechseljahre verstehen statt aushalten

Schwindel, Panikattacken, emotionale Überforderung – und keine Erklärung. Dorota Retterath beschreibt im Interview, wie sie lernte, die Signale ihres Körpers neu zu lesen, und warum die (Post-)Menopause für sie zu einem Wendepunkt wurde.

Die Postmenopause bringt oft tiefgreifende körperliche und emotionale Veränderungen mit sich. Welche davon haben dein Leben am stärksten beeinflusst?

Ich kam mit 40, ohne es zu merken, in die Postmenopause. Ich hatte zwar Symptome, diese aber nicht mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht, da ich durch die Hormonspirale keine Periode hatte.

Die Symptome wurden so massiv, dass ich meinen Bürojob kündigte, weil Arbeiten unter diesen Bedingungen nicht möglich war. Auch meine Ehe litt, mein Mann und ich trennten uns sogar für eine Zeit.

Als ich verstand, dass ich in der Postmenopause war, begann ich eine bioidentische Hormontherapie. Langsam kamen mein Leben und mein Körper zur Ruhe und mir wurde klar, dass ich darüber sprechen möchte. Das tue ich seit fast zehn Jahren auf meinem Blog und Instagram. Die Rückmeldungen von Frauen sind überwältigend.

Viele schrieben mir, dass sie sich zum ersten Mal gesehen fühlen. Aus meiner Krise ist etwas Größeres entstanden. Meine Arbeit bekam einen Sinn, der über mich hinausgeht. Indem wir heute offen über die Wechseljahre sprechen, ebnen wir einen neuen Weg.

Viele Frauen funktionieren lange weiter, obwohl ihr Körper klare Signale sendet. Gab es bei dir einen Moment, in dem dieses Funktionieren nicht mehr möglich war?

Ja, ich hatte Schwindelanfälle und Panikattacken, meist beim Autofahren auf der Autobahn, dabei musste ich jeden Tag 30 Kilometer zur Arbeit fahren. Mein Kopf fühlte sich an wie Watte, ich suchte nach Worten, machte Fehler im Job und war entweder traurig oder wütend. Ich war bei vielen Ärzt:innen, medizinisch schien alles in Ordnung. Irgendwann wusste ich, so kann es nicht weitergehen. Mein Körper forderte offensichtlich etwas ein. Ich entschied, die Zügel fest in die Hand zu nehmen und wieder die Herrscherin über mein Leben zu werden. Ich wollte wieder über den Dingen stehen, statt unter den Symptomen zu leben.

Du stehst seit vielen Jahren im Austausch mit Frauen aus deiner Community. Welche Sorgen oder Fragen begegnen dir im Zusammenhang mit den Wechseljahren besonders häufig?

Viele Frauen haben Angst, ernsthaft krank zu sein. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt, und finden keine Erklärung. Besonders häufig höre ich, dass Symptome nicht mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden, solange noch eine Periode da ist.

“VIELE SORGEN KÖNNTEN ENTSCHÄRFT WERDEN, WENN SYMPTOME FRÜHER EINGEORDNET UND ERNST GENOMMEN WÜRDEN.“

ENTWICKELT FÜR EXPERTEN

Qualität die Sie durch die Menopause trägt

Die wissenschaftlich fundierte Mikronährstoff-Begleitung für Frauen in den Wechseljahren:

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Text Hanna Sinnecker
Dorota Retterath Infl uencerin & Bloggerin

Stattdessen werden sie schnell der Psyche zugeschrieben, als wäre der weibliche Körper grundsätzlich anfällig für Einbildung.

“DIE

WECHSELJAHRE SIND

KEIN KOMPLIZIERTES SPEZIALTHEMA, SONDERN EIN NATÜRLICHER ÜBERGANG.“

Ein großes Thema ist auch die Unsicherheit rund um die Hormontherapie: Viele Frauen haben Sorge, dass ihr Brustkrebsrisiko steigen könnte, obwohl die Datenlage heute deutlich differenzierter ist als noch vor Jahren. Was hier fehlt, ist sachliche Aufklärung. Die Wechseljahre sind kein kompliziertes Spezialthema, sondern ein natürlicher Übergang. Viele Sorgen könnten entschärft werden, wenn Symptome früher eingeordnet und ernst genommen würden.

In öffentlichen Debatten über Wechseljahre geht es oft um Symptome und Lösungen. Was wird aus deiner Sicht dabei noch immer zu selten ehrlich benannt? Ich finde, was fehlt, ist der ganzheitliche Zusammenhang. Wir leben heute länger als frühere Generationen, sind aber oft kränker und erschöpfter. Das betrifft nicht nur Frauen, sondern Menschen insgesamt.

Die Wechseljahre zwingen einen dazu, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Lebensbereichen herzustellen. Dauerstress, wenig Schlaf, schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung.

Solange Hormone vieles abfedern, funktioniert das noch. Wenn sich das hormonelle Gleichgewicht verschiebt, wird der Körper weniger tolerant. Zu selten wird gesagt, dass diese Phase auch eine Chance ist, um gesünder zu altern.

Wenn du einer jüngeren Version von dir selbst kurz vor dieser Phase etwas mitgeben könntest, was wäre das?

Ich würde ihr die besten Bücher, Podcasts und InstagramAccounts empfehlen, damit sie vorbereitet in diese Phase geht und weiß, dass wiederkehrende Blasenentzündungen, Gelenkschmerzen, Herzrasen, erhöhter Blutdruck oder Brennen im Mund häufig hormonelle Ursachen haben können. Ich würde ihr auch sagen, dass sie ihr Leben als Ganzes betrachten soll.

Schlaf, Ernährung, Bewegung, Stress: viele Symptome tauchen gar nicht erst auf oder bleiben milder, wenn man gut für sich sorgt. Eine Gym-Mitgliedschaft bekommt eine völlig neue Bedeutung. Viele Veränderungen des Lifestyles sind eine Investition in langfristige Gesundheit und ein gutes Älterwerden.

Wer bei Wellnessangeboten Wert auf geprüfte Qualität legt, findet diese bei den mit den Wellness Stars zertifizierten Wellnessbereichen in Hotels, Thermen und Gesundheitsresorts. Das Qualitätssiegel gibt es bereits seit dem Jahr 2004. Es zeichnet deutschlandweit Hotels, Thermen und Resorts aus, die festgelegte Qualitätsstandards erfüllen. Die mit dem Qualitätssiegel Wellness Stars ausgezeichneten Häuser müssen strenge Anforderungen erfüllen und werden durch Prüfer vor Ort bewertet. So können Sie sich sicher sein, dass der Wellness-Bereich des Hotels oder der Therme hält, was er verspricht: ausgezeichnete Qualität mit 100-prozentigem Wohlfühlfaktor.

Wellnesshotels

Mit den Wellness Stars zertifizierte Wellnesshotels verbinden großzügige Spa-Bereiche mit einer Atmosphäre, die Ruhe und Achtsamkeit fördern kann. Sorgfältig gestaltete Räume, ein aufmerksamer Service und Angebote, die Erholung in den Mittelpunkt stellen, prägen das Gesamtbild. Umgeben von Natur, traditionsreichen Thermalquellen und gewachsenen Kurorten entstehen Orte, an denen Bewegung, Gesundheit und Entspannung auf natürliche Weise zusammenfinden.

Thermen

Thermen, die mit den Wellness-Stars ausgezeichnet wurden, überzeugen durch harmonisch gestaltete Wasserund Saunalandschaften sowie Wellness- und Beautyangeboten. Ob als Day Spa oder als aktives Erholungsangebot, eine wohltuende und gesundheitsfördernde Auszeit ist garantiert. Für das Qualitätssiegel werden Kriterien wie die Vielfalt und Ausstattung der Becken, die Anzahl der Saunen, Infrarotkabinen und Abkühlungsmöglichkeiten, die Angebotsvielfalt der Treatments und Anwendungen, die Angebotsvielfalt der Beautyangebote, die Serviceorientierung des Betriebes, die Sauberkeit und Sicherheit, die Architektur und die Lage in Bezug auf die Erreichbarkeit geprüft. Ergänzende Prüfungen durch unabhängige Tester stellen – wie im Hotel-Segment – sicher, dass die Qualität regelmäßig überprüft wird und Gäste eine Umgebung vorfinden, die Entspannung und Erholung sicherstellt.

Gesundheitsresorts

Ausgezeichnete Medical-Wellness-Hotels oder Gesundheitsresorts verbinden ein auf die Gäste abgestimmtes Gesundheitsangebot im Wohlfühlambiente mit medizinisch-therapeutischer Betreuung unter ärztlicher Aufsicht. Neben qualifiziertem Fachpersonal kommen ortstypische Heilmittel wie Moor, Sole oder Thermalwasser zum Einsatz,

Weitere Einblicke fi nden Sie auf dem Instagramprofi l von Dorota Retterath!

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Wohlfühlmomente in geprüften Hotels, Thermen und Gesundheitsresorts

die in vielen Wellnessbehandlungen angewandt werden. So entsteht eine Verbindung aus Erholung, Prävention und gezielter Gesundheitsförderung.

Rundum sorglos

Lassen Sie sich von den Wellness Stars geprüften Häusern mit einzigartigen Wohlfühlritualen verwöhnen. GuteLaune-Fitness, neue Gesundheitskonzepte und Schlemmen ohne Reue machen Sie fit für die Herausforderungen des Alltags. Den Wellness Stars Prüfern liegt es am Herzen, dass Sie sich in den Wellnesslandschaften der Hotels, Thermen und Gesundheitsresorts rundum wohlfühlen und entspannen.

Fo to : Johannes Huesch/HUESCHCO

Schwere, druckempfindliche Beine mit deutlicher Umfangszunahme machen vielen Frauen mit Lipödem den Alltag schwer. Schmerzen, eingeschränkte Bewegung und Gewichtszunahme verstärken sich gegenseitig und belasten soziale Aktivitäten und das psychische Wohlbefinden. Obwohl in Deutschland jede 20. Frau betroffen sein soll, ist das Lipödem selbst unter Medizinern wenig bekannt und unzureichend erforscht.

Die meisten Lipödem-Betroffenen warten jahrzehntelang auf die Diagnose. Dies ist Teil eines größeren Problems: Dem Gender Health Gap – also der Unterschätzung von Gender-Unterschieden in der Medizin. Erkrankungen, die vor allem Frauen betreffen (z. B. Lipödem oder Endometriose) wurden kaum adressiert.

In jüngster Zeit rückt das Lipödem endlich in den Fokus - nicht zuletzt durch die Gesetzesänderung des Gemeinsamen Bundesausschusses, die seit Oktober 2025 die Fettabsaugung – unter gewissen Voraussetzungen – zur Kassenleistung macht.

Was ist ein Lipödem?

Es ist eine Fettgewebserkrankung, die fast nur Frauen betrifft. Es lagern sich Fettansammlungen vor allem an Beinen, Hüfte und ggf. Oberarmen an. Lipödem-Gewebe ist schmerzhaft, knotig, und entwickelt schnell blaue Flecken. Die Ursachen sind wenig verstanden, allerdings scheint es genetische Anteile zu geben. Auch hormonelle Einflüsse werden vermutet, da Erkrankungsschübe vermehrt in der Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause auftreten.

„ICH BIN NICHT DICK ODER EMPFINDLICH, ICH LEIDE AN LIPÖDEM!“

Die Schwere des Lipödems kann von wenig Fettvermehrung bis hin zu überhängendem Gewebe reichen. Der Schmerz korreliert nicht mit der Umfangsvermehrung. Begleitend treten häufig Schilddrüsenunterfunktion, Depression, orthopädische Erkrankungen, Übergewicht und Essstörungen auf.

Die Behandlung beruht auf mehreren Bausteinen. Zentral sind die manuelle Lymphdrainage und das Tragen von Kompressionswäsche: Sie helfen, Flüssigkeit und entzündliche Stoffe aus dem Gewebe abzuleiten. Der Zugang zu diesen Therapien wurde erleichtert, da sie als besonderer Verordnungsbedarf gelten und vom Hausarzt außerhalb des Budgets verordnet werden können. Ergänzend spielen eine entzündungshemmende, zuckerarme Ernährung und regelmäßige Bewegung eine wichtige Rolle. Viele Betroffene empfi nden gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Aquafitness als besonders gut verträglich.

Kommt es zu keiner Besserung, kann in allen Stadien die Fettabsaugung jetzt als Regelleistung der Krankenkasse erfolgen, wenn u. a. keine ausgeprägte Adipositas mit BMI > 32 vorliegt. Die Operation bringt den meisten Patientinnen Linderung, ist jedoch mit Risiken verbunden und garantiert keine Heilung. Begleitend ist die Vernetzung in Selbsthilfegruppen wertvoll.

An der Schnittstelle von Betroffenen, Selbsthilfegruppen und ÄrztInnen leistet die Lipödem-Gesellschaft einen zentralen Beitrag durch seriöse Informationsvermittlung, Vernetzung und Veranstaltungen.

Mehr Lebensqualität Schritt für Schritt: Operative

Optionen beim Lipödem

Als sie zum ersten Mal in der Sprechstunde sitzt, spricht die Patientin nicht über Stadien oder Therapiepläne. Sie schildert, dass sie ihr Kind kaum noch auf dem Schoß halten kann, dass selbst kurze Wege schmerzen und Sport fast unmöglich ist. Für Dr. Marc André Quambusch, Chefarzt des Contilia Lipödemzentrums, sind solche Berichte Alltag. „Viele Betroffene haben einen langen Leidensweg hinter sich und verlieren über Jahre an Lebensqualität“, sagt er.

Voraussetzungen für den Weg zur Operation Der Termin im Zentrum ist mit großen Erwartungen verbunden – und mit umfangreicher Vorarbeit. Die Patientinnen haben zuvor konsequent konservative Maßnahmen wie Kompressionstherapie, Bewegung und Lymphdrainage umgesetzt. Diese Schritte sind therapeutisch wichtig und Voraussetzung für eine mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkassen. „Die Betroffenen müssen zahlreiche Kriterien erfüllen. Welche das sind, haben wir in einer Checkliste zusammengefasst“, erläutert Quambusch. Erst danach kommt die Liposuktion als operative Option infrage.

Realistische Ziele statt Heilungsversprechen Gleichzeitig warnt der Mediziner vor falschen Versprechen. „Das Lipödem ist eine chronische, hormonabhängige und genetisch mitbedingte Erkrankung. Die Operation ist kein Heilmittel“, betont er. Ziel sei vielmehr eine Remission, also ein langfristiger Stillstand durch die Entfernung des krankhaft veränderten Fettgewebes. In erfahrenen Zentren zeigt sich dann eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit mit einer Rückfallquoten von unter zehn Prozent. „Mit der Zahl der Eingriffe wächst die Sicherheit und die Nachhaltigkeit der Ergebnisse“, so Quambusch.

Planbarer Eingriff mit strukturierter Nachsorge Die Liposuktion gilt als etabliertes Verfahren mit überschaubaren Risiken. Vorübergehende Schwellungen oder Flüssigkeitsansammlungen gehören zum Heilungsverlauf und sind gut behandelbar. „Nach den Liposuktionen kann befundabhängig überschüssige Haut verbleiben, die manche Patientinnen als störend und einschränkend empfinden. Auch diesbezüglich werden die Patientinnen für eine mögliche Straffungsoperation im Lipödemzentrum beraten, betreut und unterstützt, diese ist allerdings erst nach dem sogenannten Heiljahr sinnvoll“.

Langfristige Eigenverantwortung bleibt entscheidend Auch nach erfolgreicher Operation bleibt ein aktiver Lebensstil wichtig. Regelmäßige Bewegung und Gewichtsstabilität tragen dazu bei, das Ergebnis zu sichern. „Viele Patientinnen können konservative Maßnahmen deutlich reduzieren, manche benötigen Kompression nur noch zeitweise oder gar nicht mehr“, so Quambusch.

AUCH DIE FORSCHUNG MACHT HOFFNUNG; Studien zeigen, dass mediterrane und ketogene Ernährung Beschwerden und Gewicht beim Lipödem mindern können. Aktuell forscht unter anderem das Team um Dr. Sonja Dahmann und Dr. Dr. Lena Busch an der Klinik für Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Münster unter Leitung von Prof. Hirsch an Ursachen, Diagnostik und neuen Therapien.

Wissenschaft und neue Gesetze geben LipödemBetroffenen Hoffnung, auch wenn der Weg zu einer optimalen Versorgung noch Öffentlichkeitsarbeit und mehr Forschungsförderung bedarf und die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in der Praxis oft noch deutliche Hürden aufweisen.

Regionale Selbsthilfegruppen als wichtige Ansprachpartner Betroffene können Informationen austauschen und die Krankheit besser bewältigen – so hilft das Gefühl „ich bin nicht allein“ sehr und sie erhalten wertvolle PraxisTipps oder Zugang zu erfahrenen Ärzt:innen und Therapeut:Innen. Eine Übersicht der regional tätigen Selbsthilfegruppe für Lip-/Lymphödem Betroffene und viele weitere Informationen finden Sie auf der Website der Lipödem Gesellschaft: www.lipoedem-gesellschaft.de

einem spezialisierten Zentrum mit erfahrenen Operateur:innen liegt die Rückfallquote nach Liposuktion bei unter zehn Prozent. ©Contilia/Alexandra Roth

Messbarer Erfolg im Alltag Was sich verändert, zeigt sich im Alltag: „Die meisten berichten schon nach dem ersten Eingriff von mehr Energie, weniger Schmerzen und deutlich gesteigerter Lebensqualität“, sagt Quambusch. Die Patientin aus der Sprechstunde kommt nach der Liposuktion Monate später zur Kontrolle, erzählt von einem Ausflug auf den Spielplatz und davon, dass ihr Kind wieder auf ihrem Schoß sitzt. Für Quambusch ist das der eigentliche Maßstab des Erfolgs: „Es geht nicht nur um Zentimeter oder Volumen. Es geht darum, dass die Frauen ihr Leben zurückbekommen.“

Hier geht es zur Zentrumsseite:

Text Dr. Sonja Dahmann, Dr. Dr. Lena Busch, Dr. Stefan Rapprich, Univ. Prof. Dr. Tobias Hirsch – von der Lipödem Gesellschaft
Dr. med. Marc André Quambusch Chefarzt, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Die operative Behandlung eines Lipödems erfordert meist mehrere Eingriffe.
Im Contilia Lipödemzentrum werden die Patientinnen von Anfang an gut beraten und oft über viele Jahre betreut. ©Contilia/Alexandra Roth In

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