Anna Adamyan spricht über Ängste, Rückschläge und Vertrauen in die eigene Kraft.
Dr. med. Juliette SchmidLossberg über Intimgesundheit
Seite 12
Juliette Riaudel über den Alltag mit prämenstrueller dysphorischer Störung
Seite 14
06
Karoline de Falco & Melina Wyss, Sexologinnen (M. A.), Sexualtherapeutinnen und Podcast-Hosts erzählen, warum Sexualität ein lebenslanger Lernprozess ist.
HPV-Infektion:
Ein Impf-Catch-up lohnt sich, solange Sie Sex haben.
Präsidentin der gynécologie suisse
Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)
Liebe Leser:innen!
Wie sorgen wir dafür, dass sich Frauen in besonders sensiblen Lebensphasen gut informiert und unterstützt fühlen? Gute Frage. Und ehrlich gesagt: eine, die wir uns viel öfter stellen sollten.
Denn zwischen erster Periode, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillzeit, mentaler Achterbahn und Wechseljahren passiert im Körper einer Frau ziemlich viel. Manchmal fühlt es sich an wie ein Update nach dem anderen – nur leider ohne verständliche Bedienungsanleitung.
ersetzt keine echte medizinische Beratung – und ganz sicher nicht das beruhigende Gespräch mit einer Fachperson, die sagt: «Das ist völlig normal.»
Gerade in sensiblen Lebensphasen brauchen Frauen deshalb vor allem eines: verlässliche Informationen, verständlich erklärt und ohne erhobenen Zeigefinger. Frauengesundheit sollte kein kompliziertes Puzzle sein, das man sich aus Google-Suchen und Kommentaren unter InstagramReels zusammensetzen muss.
Genauso wichtig ist das Gefühl, mit Fragen nicht allein zu sein.
10
Der Beckenboden im Fokus Lea Zbinden, Mitglied im Zentralvorstand des Schweizerischen Hebammenverbands, im Interview.
Project Manager: Sophie Steindl, BA
Business Developer: Julia Stempfer, MA
Lektorat: Joseph Lammertz
Grafik und Layout: Juraj Príkopa
Managing Director: Bob Roemké
Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock
Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU, 4759844 · FN 322799f FG Wien
Impressum: mediaplanet.com/at/impressum
Distribution: Medienart Annabelle AG
Druck: AVD GOLDACH AG
Kontakt bei Mediaplanet: Tel.: +43 676847785227
E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com
ET: 10.04.2026
Bleiben Sie in Kontakt:
Klar, heute gibt es unendlich viele Informationen. Ein kurzer Blick auf Social Media und plötzlich erklären uns zehn Influencerinnen, drei Podcasts und eine TikTok-Ärztin, was wir essen, fühlen, tracken oder unbedingt testen sollten.
Und dann wäre da noch die künstliche Intelligenz. Ein paar Stichworte bei ChatGPT eingeben und schon bekommt man Antworten auf alles: von «Warum bin ich plötzlich dauernd müde?» bis «Sind das schon die Wechseljahre oder brauche ich einfach nur Ferien?». Praktisch ist das schon. Aber auch die klügste KI
Denn egal ob es um Hormone, Schlafmangel, Stimmungsschwankungen oder körperliche Veränderungen geht – fast jede Frau denkt irgendwann: «Ist das eigentlich noch normal?»
Die gute Nachricht: in den meisten Fällen ja.
Genau hier möchten wir ansetzen: mit fundierten Informationen, neuen Perspektiven und Inputs, die Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen wirklich unterstützen – mit Wissen, Orientierung und gelegentlich auch einem kleinen Augenzwinkern.
Dr. med. Claudia Canonica
Endometriose und Kinderwunsch: Was Betroffene wissen sollten
Rund zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Trotzdem dauert es oft Jahre bis zur Diagnose. Dabei ist eine frühzeitige Abklärung besonders bei Kinderwunsch entscheidend. Die Cada Kinderwunschklinik in Zürich erklärt, wie sich Endometriose auf die Fruchtbarkeit auswirkt und welche Diagnose- und Behandlungsoptionen es heute gibt.
Was versteht man unter Endometriose?
Bei der Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, ausserhalb der Gebärmutter. Es kann sich etwa auf dem Bauchfell, an den Eierstöcken, in benachbarten Organen wie Darm, Blase oder Scheide oder in der Muskelwand der Gebärmutter ansiedeln.
Warum beeinträchtigt Endometriose die Fruchtbarkeit?
Verwachsungen und Narbengewebe können die Eileiter blockieren und den Transport der Eizelle verhindern. Chronische Entzündungen im Bauchraum beeinflussen die Eizellqualität und können die Einnistung des Embryos stören. Hormonelle Veränderungen, die mit der Erkrankung einhergehen, bringen oft den Eisprung aus dem Gleichgewicht. Sind die Eierstöcke betroffen, nimmt die Eizellreserve schneller ab als bei gesunden Frauen.
Welche Möglichkeiten der Diagnostik gibt es heute?
Die Diagnose war lange nur durch eine operative Bauchspiegelung möglich, heute gibt es zusätzliche Methoden. Bei Cada beginnen wir mit ausführlicher Anamnese und vaginalem Ultraschall, bei dem Endometriosezysten an den Eierstöcken erkennbar sein können. Ergänzend bieten wir den Endotest an, einen Speicheltest, der Endometriose zu 95 Prozent erkennt. Bei
Verdacht auf eine Organbeteiligung kann ein MRI weitere Herde sichtbar machen. Die Bauchspiegelung bleibt der Goldstandard, da hierbei Herde häufig direkt entfernt werden können. Wir raten betroffenen Frauen zu einer frühzeitigen Fruchtbarkeitsanalyse. Dabei wird der AMH-Wert bestimmt, um die Eizellreserve einzuschätzen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei konkretem Kinderwunsch?
Bei leichterer Endometriose kann nach einer operativen Sanierung zunächst versucht werden, auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Das Zeitfenster dafür liegt bei sechs bis zwölf Monaten nach dem Eingriff. Führt dies nicht zum Erfolg oder liegt eine ausgeprägtere Endometriose vor, empfehlen wir eine IVF, bei der Eizellen entnommen und im Labor befruchtet werden. Verwachsungen oder blockierte Eileiter werden damit umgangen. Bei Cada kombinieren wir einen grossen Anteil unserer IVF-Behandlungen mit einer genetischen Untersuchung der Embryonen, um die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zusätzlich zu erhöhen und das Fehlgeburtenrisiko zu senken.
Und was ist mit Frauen, die noch keinen akuten Kinderwunsch haben?
Gerade für Frauen mit Endometriose kann wegen der schneller
abnehmenden Eizellreserve
Social Freezing, also das Einfrieren von Eizellen, sinnvoll sein. Hierbei werden Eizellen entnommen und mittels Vitrifikation bei minus 196 Grad eingefroren. So bleiben sie in der Qualität des aktuellen Alters erhalten. Bei Cada begleiten wir Frauen mit Endometriose von der ersten Abklärung über die Eizellentnahme bis zur sicheren Lagerung in unserem eigenen Labor.
Wann sollte man sich beraten lassen?
Frauen mit Endometriose oder Verdacht darauf sollten sich frühzeitig beraten lassen. Je früher wir die individuelle Situation einschätzen können, desto mehr Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Bei Cada bieten wir kostenfreie Erstberatungen zum Thema Kinderwunsch und Social Freezing an, bei denen wir gemeinsam die nächsten Schritte besprechen.
Die Cada Kinderwunschklinik in Zürich-Seefeld vereint modernste Technologie mit Expertenwissen. Sie bietet ein breites Spektrum an Fruchtbarkeitsbehandlungen wie IVF und Social Freezing, begleitet von umfassender Diagnostik und eigenem Labor – alles unter einem Dach.
Vereinbare jetzt ein Erstgespräch auf www.cada.com und lass dich beraten.
Selbstbestimmt zurück zum eigenen Körpergefühl
Schwangerschaft und Geburt können den weiblichen Körper nachhaltig verändern. Moderne plastisch-ästhetische Chirurgie kann helfen, Form, Funktion und Wohlbefinden wieder in Einklang zu bringen. Eine gut informierte und selbstbestimmte Entscheidung bildet dabei die Grundlage jeder Behandlung.
Die Geburt eines Kindes kann für viele Frauen das grösste Glück bedeuten. Gleichzeitig bringt sie körperliche Veränderungen mit sich, die oft dauerhaft bleiben. Erschlafftes Bindegewebe, veränderte Bauchform, Rektusdiastase oder Volumenverlust der Brust sind typische Folgen. Trotz gezielter Rückbildung und sportlicher Aktivität gelingt es nicht immer, die frühere Form zurückzuerlangen.
Gerade wenn diese Veränderungen das eigene Körpergefühl dauerhaft beeinflussen, entsteht bei manchen Frauen der Wunsch nach einer professionellen medizinischen Beratung. In der Clinique DELC, einem spezialisierten Kompetenzzentrum für plastische und ästhetische Chirurgie, Dermatologie sowie Venenerkrankungen mit mehreren Standorten in der Schweiz, werden hierfür ganzheitliche Behandlungskonzepte angeboten. Die Eingriffe werden von den Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie David Eyer, medizinischer Leiter der Clinique DELC, Prof. Dr. med. Holger
Erne und Dr. med. Inja Allemann, Belegärztin bei der Clinique DELC durchgeführt.
Typische Veränderungen nach der Schwangerschaft «Am häufigsten betreffen die körperlichen Veränderungen den Bauch- und Brustbereich. Viele Frauen berichten über eine
erschlaffte Bauchdecke, teilweise in Kombination mit einer ausgeprägten Rektusdiastase», sagt David Eyer. Auch die Brust verliere nach Schwangerschaft und Stillzeit häufig an Volumen und Spannkraft oder verändere ihre Form deutlich.
Typischerweise suchen Patientinnen ein bis zwei Jahre nach
Vorher
6 Wochen nach dem Eingriff
Bei der Bauchdeckenstraffung wird überschüssige Haut entfernt und die Bauchkontur wiederhergestellt. Die Narbe ist zunächst gerötet und verblasst mit der Zeit, wie bei dieser Patientin von David Eyer, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH.
der letzten Geburt das Gespräch. Besonders häufig besteht der Wunsch nach einer Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik). In den vergangenen Jahren ist zudem die Nachfrage nach Bruststraffungen, Brustverkleinerungen oder Intimkorrekturen gestiegen.
Sorgfältige Beratung als Grundlage
Bevor jedoch über konkrete Massnahmen entschieden wird, steht immer das persönliche Gespräch im Mittelpunkt. In der Clinique DELC beginnt jede Behandlung mit einer ausführlichen medizinischen Abklärung. Die Erstberatung dauert in der Regel rund 45 Minuten. Dabei werden die individuellen Wünsche, die körperlichen Voraussetzungen sowie mögliche Behandlungsoptionen besprochen. Ebenso wichtig ist die offene Aufklärung über Grenzen, Risiken und realistische Ergebnisse.
«Es kommt immer wieder mal vor, dass ich Patientinnen rate, sich nochmals sechs Monate zu bedenken und einen zweiten Beratungstermin zu vereinbaren», sagt David Eyer. Denn ein Eingriff sollte nicht aus einem spontanen Impuls heraus erfolgen, sondern auf einer reifen, selbstbestimmten Entscheidung beruhen. Viele Frauen bringen ihren Partner oder eine vertraute Person zum Gespräch mit, was die Entscheidungsfindung zusätzlich unterstützt.
Der richtige Zeitpunkt Neben der sorgfältigen Abklärung spielt auch das Timing eine entscheidende Rolle. Aus medizinischer Sicht sind zwei Punkte für den richtigen Zeitpunkt nach der Schwangerschaft wesentlich: Die Familienplanung sollte abgeschlossen sein, und der Körper braucht ausreichend Zeit zur Regeneration. «Wir empfehlen, mindestens eineinhalb bis zwei Jahre nach der Geburt beziehungsweise nach Abschluss der Stillzeit zu warten», sagt Facharzt David Eyer.
Hier sind wir zu finden. Die dunkel markierten Standorte sind jene, an denen wir Behandlungen nach der Schwangerschaft anbieten.
Risiken, Heilungszeit und realistische Erwartungen Je nach Eingriff unterscheiden sich Umfang, Heilungsdauer und Ausfallzeit deutlich. Eine Bauchdeckenstraffung mit Korrektur der Rektusdiastase erfordert eine längere Regenerationsphase als kleinere Straffungen. Wie bei jeder Operation bestehen Risiken wie Nachblutungen, Wundheilungsstörungen oder Narbenbildung. Deshalb ist die Durchführung durch erfahrene Fachärzte für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie entscheidend. Ebenso wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung: Ziel ist nicht ein künstliches Idealbild, sondern ein natürliches, harmonisches Resultat, das Funktion und Ästhetik vereint.
Sanfte Alternativen und ergänzende Verfahren Nicht immer ist jedoch ein operativer Eingriff notwendig. Im Bereich der sogenannten Soft-Ästhetik stehen verschiedene minimalinvasive Methoden zur Verfügung – etwa Laserbehandlungen bei Narben oder Dehnungsstreifen, Biostimulatoren zur Verbesserung der Hautqualität sowie Behandlungen mit Botulinumtoxin oder Fillern bei Volumenverlust und
Faltenbildung. Diese Verfahren können insbesondere bei leichteren Befunden eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung darstellen.
Selbstfürsorge ist kein Tabu Viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie sich überhaupt mit einem ästhetischen Eingriff beschäftigen «dürfen». Die Haltung in der Clinique DELC ist klar: Sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern, steht nicht im Widerspruch zur Mutterschaft. Der Wunsch, einen durch Schwangerschaft und Geburt veränderten Körper anzupassen, ist kein Ausdruck von Eitelkeit. Vielmehr kann er Teil eines bewussten und selbstbestimmten Umgangs mit dem eigenen Körper sein. Wesentlich ist, dass die Entscheidung frei von gesellschaftlichem Druck getroffen wird – getragen von fundierter medizinischer Beratung, Erfahrung und Vertrauen.
Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website www.delc.ch
Mit dem Code Selbstbestimmt bietet die Clinique DELC ein kostenloses Erstgespräch für den plastisch-ästhetischen Eingriff Ihrer Wahl an.
Biel
Grenchen
Zürich
Burgdorf Aarburg Murten
Sexualität ist lernbar – ein Leben lang
Karoline de Falco und Melina Wyss, Sexologinnen (M. A.),
Sexualtherapeutinnen und Podcast-
Hosts von «Sexologie – Wissen macht Lust»
Hier geht es direkt zum Podcast:
«Mit mir stimmt etwas nicht.»
Diesen Satz hören wir in unserer Praxis erstaunlich oft. Und fast immer geht es um Lust, die nicht so funktioniert, wie sie sollte.
Dabei ist Sexualität kein Talent, das man besitzt oder eben nicht. Sie ist ein Lernprozess und sie verändert sich mit unserem Körper, unseren Beziehungen und unseren Lebensphasen.
Viele Frauen stehen unter einem (subtilen) Leistungsdruck: Lust soll spontan kommen, der Körper funktionieren, Intimität leichtfallen. Gleichzeitig sind Alltag, Mental Load und Selbstoptimierung ständige Begleiter. Kein Wunder, dass Sinnlichkeit dabei leiser wird. Hinzu kommt, dass Sexualität – besonders in heterosexuellen Beziehungen – oft stark auf Penetration fokussiert ist. Weibliche Lust jedoch entsteht häufig aus Nähe, Sicherheit, Berührung und individuellem
Tempo. Lustlosigkeit ist deshalb nicht selten ein Hinweis darauf, dass der Kontext nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt. Sexualität beginnt mit Körperwissen. Viele Frauen hatten wenig Raum, ihre Erregung oder ihre Grenzen neugierig zu erforschen. Den eigenen Körper zu verstehen, ist Selbstermächtigung. Wer weiss, was sich gut anfühlt, kann es mitteilen – und wer Grenzen spürt, darf sie setzen. Selbstbestimmung braucht Wissen und Mitgefühl mit sich selbst.
Besonders kraftvoll kann der Austausch unter Frauen sein. Wenn wir hören, dass andere ähnliche Fragen oder Unsicherheiten kennen, reduziert sich Scham. Entwicklung wird möglich. Dennoch fällt es vielen schwer, offen zu sprechen. Weibliche Sexualität wurde lange bewertet, normiert oder tabuisiert. Sprache dafür zu finden, ist ein erster Schritt.
Was unterstützt den Lernprozess sonst noch?
• Den eigenen Körper bewusst wahrnehmen
• Sinnlichkeit im Alltag Raum geben
• Veränderungen nicht als Verlust, sondern als Entwicklung begreifen
• Sich Zeit für Erkundung und Entwicklung erlauben
Sexualität ist kein Leistungsfach. Sie ist Beziehung – zu sich selbst und zu anderen. Und sie darf sich verändern. Vielleicht beginnt Entwicklung mit einer leisen Frage: Was möchte ich eigentlich? Wer sie zulässt, schafft Raum für Nähe, Lebendigkeit und Vertrauen in den eigenen Körper. Lust muss nichts beweisen. Sie darf wachsen.
Karoline de Falco
Melina Wyss
Text
Doreen Brumme
HPV-Infektion: Ein Impf-Catch-up lohnt sich, solange Sie Sex haben
Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) verläuft oft harmlos. Sie kann jedoch auch zu hässlichen, lästigen Genitalwarzen, zu Krebsvorstufen und sogar zu lebensbedrohlichem Krebs führen, unter anderem an Gebärmutterhals und Anus sowie in Mund und Rachen. Eine Impfung schützt Menschen, die sexuell aktiv sind, nachweislich vor den gefährlichsten HP-Viren.
Infektion und Verbreitung
Humane Papillomaviren werden bei Hautkontakt und damit häufig während des Geschlechtsverkehrs übertragen. Geschätzt infiziert sich jeder siebte bis achte sexuell aktive Mensch im Laufe seines Lebens einmal damit.1 Das Infektionsrisiko steigt mit der Zahl der Sexpartner:innen. Da HP-Viren mitunter aber erst Jahre nach einer Infektion aktiv werden, können auch Partner:innen in langjährigen, monogamen Beziehungen infiziert werden – eine Infektion muss demnach nicht Untreue bedeuten.
Gesundheitliches Risiko
Während eine Infektion mit HPV bei zwei von drei Infizierten keine Folgen hat, entwickelt ein Drittel Symptome.2 Bei HP-Virentypen mit niedrigem Risiko wuchern unangenehme Genitalwarzen. Bei Hochrisikoviren können
Krebsvorstufen entstehen, die zu einer Krebserkrankung führen können. In der Schweiz sind etwa 70 von 100 Frauen mit HPV infiziert, sechs von 100 Frauen entwickeln infolgedessen Krebsvorstufen und eine von 100 Frauen erkrankt tatsächlich an Gebärmutterhalskrebs1, der fünfthäufigsten Krebsart bei Frauen zwischen 20 und 49 in der Schweiz.
Impfung und Impfschutz
Eine Impfung gegen HPV vor Beginn sexueller Aktivitäten ist zwar am sinnvollsten, doch sie lohnt sich, solange jemand sexuell aktiv ist – insbesondere mit wechselnden Partner:innen. Denn dann ist das Infektionsrisiko einfach höher.
Da der aktuell verfügbare Anti-HPV-Impfstoff gegen neun gefährliche HPV-Typen schützt, nützt eine HPV-Catch-up-Impfung selbst nach einer Infektion
noch, da eine neuerliche Infektion mit einem anderen Virentyp nicht auszuschliessen ist.
Impfkosten und Kostenübernahme
Die HPV-Impfung wird Mädchen und Buben hierzulande zwischen elf und 14 Jahren vor dem ersten sexuellen Kontakt vom BAG empfohlen (bis 15 Jahre: zwei Impfdosen; ab 15 Jahre: drei Impfdosen). Im Rahmen kantonaler Impfprogramme übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Impfung für Mädchen und junge Frauen, Jungen und junge Männer (elf bis 26 Jahre) ohne Selbstbehalt (Franchise). Die Kosten der Impfung von Frauen zwischen 27 und 45 Jahren müssen selbst bezahlt werden. Sie lassen sich jedoch teils oder ganz mit gewissen Zusatzversicherungen decken.
«Es tut so gut, mich nicht verstecken zu müssen»
Endometriose wird noch immer häufig unterschätzt, und auch die Belastung eines unerfüllten Kinderwunsches wird kaum wahrgenommen. Model und Creatorin Anna Adamyan kennt beides. Im Interview spricht sie über gesellschaftliches Unverständnis, Vertrauen in die eigene Stärke und darüber, warum es für sie wichtig ist, offen mit Ängsten und Rückschlägen umzugehen.
Anna, wenn du auf deine Reise mit Endometriose und unerfülltem Kinderwunsch zurückblickst – welche Situationen und Emotionen kommen dabei als Erstes hoch?
Die Situationen, in denen mir nicht geglaubt wurde und ich förmlich alleine dastand. Mich immer wieder rechtfertigen musste, mit der stillen Angst, wieder nicht ernst genommen zu werden. Dieses Gefühl verfolgt mich bis heute – leider in so vielen Bereichen. Häufig ist da ein Gefühl des Unverständnisses, im Hinblick auf die Endometriose, aber auch den Kinderwunsch. Gleichzeitig kommt viel Stärke in mir hoch, weil ich mir und meinem Körper immer geglaubt habe und mich von Ärzt:innen, die all dem keinen Glauben schenken wollten, nicht abwimmeln liess. Die Reise bleibt also eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Zwölf künstliche Befruchtungen und zwei Fehlgeburten: Wie hast du es geschafft, nach diesen Schicksalsschlägen und Rückschlägen immer wieder neue Stärke zu finden?
Ich habe einen unfassbar tollen Rückhalt von meinem Umfeld, dafür bin ich sehr dankbar. Zu jedem Zeitpunkt waren Menschen für mich da. Das war unglaublich viel wert, zumal immer wieder Rückschläge kamen. Nach jeder gescheiterten künstlichen Befruchtung bin ich in ein kleines Loch gefallen, aber nie ganz alleine. Am meisten hat mir geholfen, Tränen und jegliche Trauer zuzulassen. Negatives Denken oder Empfinden bedeutet nicht direkt einen negativen Ausgang. Ich habe meine Gefühle zugelassen und ihnen Raum gegeben. Das tat unglaublich gut.
Du teilst deine Geschichte seither öffentlich. Was hat dir diese Offenheit gegeben, und was war weniger positiv daran?
Für mich war es damals die beste Entscheidung, sowohl über die Endometriose als auch den Kinderwunsch zu sprechen.
2017 begann ich, über die Endo zu sprechen, und 2019 habe ich erstmals erzählt, dass wir uns im Kinderwunsch befinden. Es tut so gut, mich mit alldem nicht verstecken zu müssen. Der Austausch mit anderen Betroffenen gibt mir so viel, und das Gefühl, nicht alleine zu sein, ist einfach Gold wert. Natürlich gibt es immer wieder Kommentare, die sehr verletzend sind. Vor allem bei Themen, die sehr emotional sind, sitzt es dann auch tiefer. Ich versuche mittlerweile, diese komplett auszublenden, und meistens motivieren sie mich, noch mehr aufzuklären.
Gibt es Dinge, die im Umgang mit Endometriose und unerfülltem Kinderwunsch noch immer falsch wahrgenommen werden? Um schwanger zu werden, benötigt es eben nicht nur eine Spritze. Entspannung und ein Urlaub sind nicht die Lösung. Und die Tipps der Nachbarin sollte sie besser für sich behalten. Das klingt hart, aber es ist so. Ein Kinderwunsch ist für viele absolut realitätsfern. Ich würde mir wünschen, dass diese Personen dann nicht die lautesten wären. Bei der Endometriose ist es genau das Gleiche: Sie ist weit mehr als nur Periodenschmerzen, sie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und kann Betroffene sehr belasten. Natürlich ist alles letztlich individuell, sicherlich gibt es Menschen, die besser damit zurechtkommen –das gilt aber nun mal nicht für alle. Ein offener Umgang von Betroffenen würde helfen, nicht Betroffenen einen besseren Einblick zu geben.
Heute bist du Mutter eines gesunden Sohnes und erwartest dein zweites Kind. Merkst du Veränderungen an dir selbst, wenn du die beiden Schwangerschaften vergleichst?
Ich habe diesmal ein wenig mehr Vertrauen in meinen Körper und versuche, die Zeit mehr zu geniessen. Bei der letzten Schwangerschaft war ich bis kurz vor der Geburt unglaublich ängstlich. Das
hat meinen Alltag bestimmt und ich habe mir kaum etwas zugetraut. Auch diesmal sind Ängste da, und die werden sicherlich nie ganz weggehen, aber ich kann mehr ins Vertrauen gehen.
Was hat diese Reise mit deinem Selbstbild als Frau und mit deinem Vertrauen in deinen Körper gemacht?
Beides leider eher zerstört. Eine Zeit lang war das Vertrauen gar nicht da, und zu Zeiten des damals noch unerfüllten Kinderwunsches habe ich mich oft «nicht weiblich genug» gefühlt. Rational gesehen weiss ich, dass es absoluter Quatsch ist, und andere betroffene Frauen sehe
Ich habe meine
Gefühle
zugelassen und ihnen Raum gegeben. Das tat unglaublich gut.
ich natürlich nicht so! Deshalb ist es umso schlimmer, dass ich für mich selbst dieses Gefühl zugelassen habe. Es hat lange gebraucht, bis ich mich davon lösen konnte.
Und ja, dass mein Sohn bei uns ist und ich jetzt erneut schwanger bin, hat mich ein Stück weit «geheilt». Ich glaube leider, dass es völlig normal ist, bei alldem das eigene Vertrauen zu verlieren. Der unerfüllte Kinderwunsch und auch die Endometriose können enorm belastend sein. Schliesslich spürt man es Monat für Monat.
Welche Botschaft möchtest du Frauen mitgeben, die sich gerade ebenfalls in der Phase eines unerfüllten Kinderwunsches befinden?
Tut das, was euch guttut. Es ist völlig egal, was die Nachbarin sagt oder andere. Ihr seid toll so, wie ihr seid. Ich weiss, wie schwer sich dieser Weg anfühlt und wie verloren man sein kann. Gerade deswegen tragen wir alle eine unglaubliche Stärke in uns.
Mehr über Anna und ihre Reise erfährst du unter: instagram.com/ annaadamyan/
Der Beckenboden im Fokus
Frauengesundheit rund um Schwangerschaft und Geburt
Während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist der Beckenboden besonders gefordert. Fachliche Begleitung und gezielte Prävention sind entscheidend, um die Gesundheit der Frau nachhaltig zu fördern, erklärt Lea Zbinden, Mitglied im Zentralvorstand des Schweizerischen Hebammenverbands.
Warum ist der Beckenboden ein zentrales Thema der Frauengesundheit – insbesondere in der Schwangerschaft und nach der Geburt?
Der Beckenboden ist eine komplexe Struktur aus Muskeln, Bändern, Bindegewebe, Gefässen und Nerven. Als Teil der Rumpfmuskulatur stabilisiert er die Körpermitte, stützt Blase, Gebärmutter und Darm, sichert die Kontinenz und beeinflusst Sexualität und Wohlbefinden. Seine Gesundheit beeinflusst somit die Lebensqualität und ist zentraler Bestandteil der langfristigen Frauengesundheit. Rund um Schwangerschaft und Geburt ist der Beckenboden besonderen Belastungen ausgesetzt und verdient deshalb gezielte Aufmerksamkeit und fachliche Begleitung.
Wie verändert sich der Beckenboden in der Schwangerschaft, und wie können Frauen gegensteuern?
In der Schwangerschaft lassen hormonelle Veränderungen Muskeln und Bindegewebe des Beckenbodens weicher werden, zugleich steigt durch das wachsende Kind der Druck nach unten. Senkungsbeschwerden oder Inkontinenz können die Folge sein.
Wichtig ist deshalb, frühzeitig aktiv zu werden. Eine gute allgemeine Fitness mit täglich 20 bis 30 Minuten Bewegung bildet die Basis. Kontinuierliches Beckenbodentraining in der Schwangerschaft kann Inkontinenz und Senkungsbeschwerden vorbeugen oder lindern. Zudem können eine Dammmassage ab der 35. Schwangerschaftswoche, geeignete Geburtspositionen und wärmende Dammkompressen die Belastung des Beckenbodens während der Geburt reduzieren.
Was bedeutet Rückbildung fachlich betrachtet?
Die Rückbildung ist der mehrmonatige Prozess, bei dem sich der Körper nach Schwangerschaft und Geburt tiefgreifend regeneriert. Die Gebärmutter bildet sich zurück, der Beckenboden erholt sich, die Bauchmuskeln
stabilisieren sich und der Hormonhaushalt stellt sich um. Die Hebamme unterstützt die Frau in den ersten Wochen nach Kaiserschnitt oder vaginaler Geburt dabei, den Rumpf und damit den Beckenboden zu schonen, zu entlasten und behutsam zu stärken. Viel Ruhe sowie einfache Atem- und Gymnastikübungen unterstützen die Erholung. Nach einigen Wochen sollte ein Rückbildungskurs besucht werden. Er dient als wertvolle Grundlage, ersetzt aber nicht die kontinuierliche Integration in den Alltag.
Wie können Frauen ihre eigene Gesundheitskompetenz rund um Beckenboden und Rückbildung stärken?
Gesundheitskompetenz bedeutet, den eigenen Körper zu verstehen und Warnzeichen ernst zu nehmen. Nach der Geburt geht es darum, neu zu lernen, wie sich ein aktiver und gleichzeitig entspannter Beckenboden im Alltag anfühlt – beim Heben, Husten, Tragen oder Sporttreiben. Frühzeitiges, gezieltes Training kann langfristige Beschwerden deutlich reduzieren, unabhängig davon, ob Frauen vaginal oder per Kaiserschnitt gebären. Beckenbodengesundheit ist jedoch kein kurzfristiges Thema rund um die Geburt, sondern begleitet Frauen durch alle Lebensphasen. Anhaltende Schmerzen, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, ein Druckgefühl oder Inkontinenz sollten in jedem Fall fachlich abgeklärt werden.
Welche besondere Rolle kommt Hebammen in der präventiven und langfristigen Begleitung von Frauen zu?
Von Beginn an gehört eine Hebamme an die Seite jeder schwangeren Frau. Sie betreut eigenständig, erkennt Risiken frühzeitig und arbeitet eng mit anderen Fachpersonen zusammen. Ihr präventiver und ganzheitlicher Ansatz schützt Becken- und Rumpfgesundheit, fördert Selbstkompetenz und trägt dazu bei, dass Frauengesundheit langfristig – bis ins hohe Alter – erhalten bleibt.
Lea Zbinden Mitglied im Zentralvorstand des Schweizerischen Hebammenverbands
Lesen Sie mehr unter www.hebamme.ch
Mit freundlicher Unterstützung von Calista GmbH
Frauengesundheit: Starker Beckenboden, mehr Lebensqualität
Interview mit Dr. Anne Speierer, Winterthur
Dr. Anne Speierer Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Ein kleines Malheur beim Niesen oder Sport – viele Frauen kennen das. Häufig steckt eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur dahinter. Harninkontinenz kann in unterschiedlichen Lebensphasen auftreten, etwa nach Schwangerschaft und Geburt oder durch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren. Doch wichtig zu wissen: Blasenschwäche ist gut behandelbar. Dr. Anne Speierer erklärt, warum sie entsteht und welche modernen Lösungen Frauen dabei unterstützen, ihre Lebensqualität aktiv zurückzugewinnen.
plötzlichem starkem Harndrang. Wichtig ist: Es gibt wirksame Möglichkeiten zur gezielten Stärkung.
Warum ist der Beckenboden so wichtig, und wie beeinflussen Schwangerschaft oder Menopause seine Kraft?
Der Beckenboden vor, während und nach der Behandlung mit dem EMSELLA
In welchen Lebensphasen ist Blasenschwäche besonders häufig, und warum entsteht sie? Blasenschwäche entsteht meist dann, wenn der Beckenboden seine stützende und verschliessende Funktion nicht mehr vollständig erfüllen kann. Er hält Blase und Harnröhre in der richtigen Position und sorgt dafür, dass der Urin kontrolliert zurückgehalten wird. Wird diese Muskulatur durch Schwangerschaft, Geburt, hormonelle Veränderungen in der Menopause oder den natürlichen Alterungsprozess geschwächt, kann es zu ungewolltem Urinverlust kommen. Man unterscheidet vor allem Belastungsinkontinenz, etwa beim Husten oder Sport, und Dranginkontinenz mit
Der Beckenboden ist das stabile Fundament unserer Körpermitte. Er trägt die Organe, unterstützt die Blasenkontrolle und beeinflusst Haltung, Stabilität und Sexualität. Während einer Schwangerschaft wird er stark gedehnt und belastet, bei hormonellen Veränderungen – wie in der Menopause – verliert das Gewebe an Elastizität und Durchblutung. Dadurch kann die Muskelkraft abnehmen. Mit gezieltem Training oder modernen Therapien wie EMSELLA lässt sich die Muskulatur jedoch wieder aktivieren und stärken.
Wie funktioniert EMSELLA, und was schätzen Patientinnen besonders an der Behandlung?
EMSELLA ist eine nicht invasive Therapie zur Stärkung des Beckenbodens. Man sitzt vollständig bekleidet auf einem speziellen Stuhl, während elektromagnetische Impulse die Muskulatur intensiv trainieren, und das stärker, als wir es bewusst könnten. Die Behandlung dauert 28 Minuten, ist schmerzfrei und
kommt ohne Medikamente oder Ausfallzeit aus. Patientinnen berichten über spürbare Verbesserungen und mehr Lebensqualität im Alltag.
Warum setzen Sie EMSELLA besonders gerne in Ihrer Praxis ein?
Weil wir Frauen damit eine effektive und wissenschaftlich belegte Möglichkeit bieten, selbstbestimmt etwas für ihre Gesundheit zu tun. Viele kommen mit Unsicherheit und gehen mit neuer Stärke. EMSELLA kann übrigens auch bei Männern eingesetzt werden, etwa bei Inkontinenz, Erektionsstörungen oder nach Prostataoperationen.
EMSELLA bietet die Chance, die eigene Körpermitte aktiv zu trainieren und langfristig etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Mehr Informationen finden Sie unter: calistamedical.ch/ produkt/emsella/
Intimgesundheit stärken und Beschwerden vorbeugen
Dr. med. Juliette
Schmid-Lossberg
Fachärztin für
Gynäkologie und Geburtshilfe, FMH
Medizinische
Leitung, Expertin für Myomtherapie
Juckreiz im Intimbereich, Brennen oder unangenehm riechender Ausfluss
– viele Frauen kennen diese Beschwerden. Dahinter steckt häufig eine gestörte Vaginalflora.
Die Symptome können im Alltag sehr belastend sein, doch es gibt heute gute Möglichkeiten, Ursachen abzuklären, Beschwerden zu lindern und Infektionen vorzubeugen.
Wenn die Vaginalflora aus der Balance gerät
Die Vaginalflora besteht überwiegend aus Milchsäurebakterien, die ein leicht saures Milieu schaffen und so vor Infektionen schützen. Nimmt ihre Zahl ab, steigt der pH-Wert an und schädliche Keime können sich leichter vermehren. Mögliche Auslöser sind Antibiotika, hormonelle Veränderungen, übertriebene Intimhygiene, Vaginalduschen, neue oder häufig wechselnde Sexualpartner, Stress,
Rauchen oder enge, synthetische Kleidung. Folgen sind oft veränderter Ausfluss, unangenehmer Geruch, Juckreiz oder Brennen.
Was tun bei bakterieller Vaginose?
Die häufigste Störung der Scheidenflora ist die bakterielle Vaginose. Typisch hierfür ist ein dünnflüssiger, grauweisser Ausfluss mit «fischigem» Geruch. Viele Frauen beobachten die Beschwerden zunächst selbst und greifen zu frei verkäuflichen Produkten, in der Hoffnung, das Problem diskret zu lösen. Halten Symptome länger als einige Tage an, treten sie wiederholt auf oder bestehen sie in der Schwangerschaft, sollte unbedingt eine gynäkologische Abklärung erfolgen. Zur Untersuchung gehören Anamnese, pH-Messung und gegebenenfalls ein Abstrich. Behandelt wird meist mit Antibiotika (vaginal oder oral), oft
ergänzt durch Präparate zum Wiederaufbau der Vaginalflora, um Rückfälle zu vermeiden.
Richtige Intimpflege: Weniger ist mehr
Sinnvoll für die tägliche Intimpflege sind die schonende Reinigung der äusseren Genitalregion mit lauwarmem Wasser, bei Bedarf eine milde, pH-saure, unparfümierte Intimwaschlotion sowie atmungsaktive Baumwollunterwäsche. Eher schädlich sind Vaginalduschen, parfümierte Sprays, aggressive Seifen, dauerhafte Nutzung parfümierter Slipeinlagen und «Hausmittel» wie Essigspülungen. Wichtig ist: Scham ist fehl am Platz – bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden ist die frühzeitige ärztliche Abklärung der wichtigste Schritt, um Klarheit zu schaffen und die Intimgesundheit langfristig zu stärken.
Gynofit Milchsäure Vaginal-Gel
• Bei bakterieller Vaginose und Scheidenpilz
• Gegen Jucken, Brennen und unangenehmen Geruch
• In Zusammenarbeit mit Gynäkolog / innen entwickelt
• Medizinprodukt
Swiss Development
Wie Hormone die Haargesundheit beeinflussen
Wenn das Haar von Frauen in der Schwangerschaft an Fülle gewinnt und nach Geburt oder Stillen, in den Wechseljahren und im Alter an Fülle verliert, liegt das meist an den Hormonen.
Haarfülle in der Schwangerschaft – Haarausfall nach Geburt und Stillzeit
In einer Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel im Blut der Schwangeren stark an. Das weibliche Sexualhormon verlängert die Wachstumsphase der Haare – es fallen weniger aus. Nach Geburt und Stillzeit sinkt der Östrogenspiegel schnell wieder. Dadurch fallen viele Haare auf einmal aus. Dies kann bis zu einem Jahr anhalten und legt sich, wenn der Hormonhaushalt sich stabilisiert.
Schwangere ernähren sich meist sehr gesund. Das wirkt sich positiv auf die Haare aus, denn der Haarfollikel wird dann von besonders nährstoffreichem Blut versorgt.
Doch manche Frauen verlieren in der Schwangerschaft auch viele Haare, weil ein Nährstoffmangel, beispielsweise an Eisen, Vitamin B7 (Biotin), Vitamin D, Selen und/ oder Zink, Schilddrüsen- und damit Hormonstörungen oder auch Stress die Wachstumsphase ihrer Haare verkürzen.
Haarausfall in den Wechseljahren
Ab Ende 30, Anfang 40 stellt sich der weibliche Körper von fruchtbar auf unfruchtbar um. In den Wechseljahren wird immer weniger Östrogen produziert und männliche Sexualhormone wie Dihydrotestosteron (DHT), die auch jede Frau besitzt, spielen plötzlich eine stärkere Rolle.
Mit sinkendem Östrogenspiegel verlangsamt sich ausserdem der Stoffwechsel.
All dies sind natürliche Ursachen, die das Haarwachstum beeinträchtigen und Haarausfall begünstigen.
Hormonell oder genetisch bedingter Haarausfall Vom oft plötzlich auftretenden hormonbedingten Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall zu unterscheiden. Er entsteht, weil die Haarwurzeln aufgrund einer genetischen Veranlagung empfindlich auf DHT reagieren, und führt bei Frauen meist schleichend zu einem lichten Scheitel.
Was bei Haarausfall wirklich hilft
Wer Haarausfall bekämpfen möchte, sollte dessen Ursachen kennen und viel Geduld mitbringen. Nährstoffmängel und Hormonstörungen lassen sich in medizinischer Begleitung gezielt «von innen» beheben. «Von aussen» sorgt eine kopfhaut- und haargesunde Pflege für optimale Wachstumsbedingungen. Und es ist sogar ein Kraut gegen Haarausfall gewachsen: Rosmarin. Ein Öl daraus wirkt nachweislich entzündungshemmend und fördert die Durchblutung der Kopfhaut* und damit die Versorgung der Follikel. Wer Rosmarinpflege regelmässig einmassiert, kann von diesem positiven Effekt profitieren.
Bewährte Qualität. Erfunden in der Schweiz.
Text Doreen Brumme
Mein Leben mit PMDS
Zyklusbedingte Stimmungsschwankungen kannte ich schon lange. Ich habe mich viel mit PMS beschäftigt und war überzeugt, dass ich einfach eine sehr starke Form davon habe – von PMDS hatte ich vorher noch nie gehört.
Erst als eine YouTuberin darüber sprach, wie sie PMDS erlebt, kam ich damit in Berührung. In ihren Erzählungen habe ich mich komplett wiedergefunden. Es war befreiend zu merken, dass man mit diesen Erfahrungen nicht allein ist.
Bei mir zeigt sich PMDS vor allem emotional. In der zweiten Zyklushälfte werde ich sehr reizempfindlich. Geräusche oder ein voller Alltag fühlen sich plötzlich überwältigend an. Ich erlebe starke Stimmungsschwankungen,
BUCHTIPP: VERRÜCKTE TAGE
Erscheint am 4.5.2026
Selbstzweifel und teilweise ein verzerrtes Selbstbild. Tatsächlich ist es bei mir nicht jeden Monat gleich stark. Manche Zyklen sind intensiver – vor allem wenn ich viel Stress habe. Mit dem Einsetzen meiner Periode ist es dann so, als würde jemand einen Schalter umlegen. Die Symptome verschwinden, und ich fühle mich wieder wie ich selbst. Was mir hilft, ist vor allem Bewusstsein. Zu wissen, was in meinem Körper passiert, nimmt Druck raus. Ich versuche in dieser Phase, Stress zu reduzieren, weniger einzuplanen und klarer Grenzen zu setzen. Ausserdem hilft es mir, mein Leben stärker an meinen Zyklus anzupassen. So schwierig manche Phasen sind, hat mich PMDS auch gelehrt, stärker auf mich und meine Bedürfnisse zu achten. Seit ich
bewusster auf meinen Zyklus höre und hormonfreundlicher lebe, ist es besser geworden – auch wenn manche Zyklen noch sehr herausfordernd sind.
Ich habe gelernt, diese Tage nicht mehr gegen mich zu bewerten, sondern mir mehr Verständnis zu schenken. Meinem Umfeld erkläre ich offen, wie sich diese Zeit für mich anfühlt. Die Reaktionen waren verständnisvoll. Trotzdem glaube ich, dass es schwer zu greifen ist, wenn man es selbst nicht erlebt – und genau deshalb fühlt man sich schnell allein damit. Als ich auf Social Media darüber gesprochen habe, haben mir viele Frauen geschrieben, dass sie sich darin wiedererkennen. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, offen über PMDS zu sprechen und das Thema sichtbarer zu machen.
Dr. med. Jael Bosman ist Fachärztin für Gynäkologie und gilt als die führende PMDS-Spezialistin in Österreich. In ihrem Buch «Verrückte Tage» bricht sie das Tabu rund um die psychischen Auswirkungen des weiblichen Zyklus und zeigt ganzheitliche Wege auf, wie betroffene Frauen ihren Leidensweg verkürzen können.
Mehr über Juliette und ihre Reise erfährst du unter: instagram.com/ juliette_xr/
Juliette Riaudel Content-Creatorin und Betroffene von PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung)
PMS – mehr als nur schlechte Tage
Bis zu 90 Prozent der menstruierenden Frauen kennen das Unwohlsein an den Tagen vor Einsetzen der Regelblutung. 20 bis 30 Prozent von ihnen leiden am prämenstruellen Syndrom (PMS). Doch keine Frau muss sich damit abfinden.
Das PMS bezeichnet Beschwerden, die regelmässig in der zweiten Zyklushälfte auftreten und mit dem Einsetzen der Blutung nachlassen. In welchem Ausmass sie sich zeigen, variiert von Monat zu Monat und von Frau zu Frau.
Körperlich äussert sich PMS häufig mit Spannungsgefühlen in den Brüsten oder Kopfschmerzen. Psychisch kommen Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, nervliche Angespanntheit oder Verstimmungszustände hinzu.
Sobald die Beschwerden den Alltag spürbar einschränken, ist ärztliche Begleitung sinnvoll und richtig. Denn PMS ist behandelbar. Je nach Beschwerdebild stehen verschiedene Wege offen: Ernährungsanpassungen, Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium oder Vitamin B6, pflanzliche Arzneimittel mit Mönchspfeffer sowie Bewegung. Um das individuelle Beschwerdemuster sichtbarer zu machen und so den Weg zur richtigen Diagnose und Behandlung zu ebnen, kann ein PMS-Tagebuch helfen.
Dabei sollten über einen Zeitraum von 2-3 Menstruationszyklen sowohl die Monatsblutung als auch die auftretenden Beschwerden sorgfältig in einem Kalender festgehalten werden. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge zwischen den Symptomen und dem Zyklus besser erkennen. Die Dokumentation der Symptome kann zudem eine wertvolle Grundlage für einen Arzttermin sein, um Beschwerden gezielt beschreiben zu können.
Kopfschmerzen
Hautprobleme
Reizbarkeit
Brustspannen
Müdigkeit
Schlafprobleme
Stimmungsschwankungen
Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Max Zeller Söhne AG, 8590 Romanshorn
Blasenentzündung –typisch Frau?
Jede zweite Frau leidet in ihrem Leben mindestens einmal an einer Blaseninfektion. FEMANNOSE ® N hilft – rasch und ohne Antibiotika.
Die Blasenentzündung ist die häufigste Infektionskrankheit der Harnwege. Männer sind deutlich seltener davon betroffen. Die Ursache dafür liegt vor allem in der unterschiedlichen Anatomie von Frauen und Männern. Während die Harnröhre des Mannes relativ weit entfernt von dem Darmausgang liegt, beträgt der Abstand von Harnröhre zu After bei Frauen hingegen lediglich drei bis vier Zentimeter. Das führt schnell dazu, dass Bakterien aus dem Darm bis zur Harnblase gelangen und dort zu einer Infektion führen.
D-MANNOSE WIRKT BESONDERS GUT
Bestimmte Stoffe haben sich als besonders wirksam bei der Behandlung von akuten Blasenentzündungen bewährt. Der natürliche Einfachzucker D-Mannose bindet sich an die entzündungsverursachenden E. coli Bakterien und verhindert so, dass diese sich an die Blasenwand heften können. Dadurch werden die Bakterien inaktiviert und mit dem Urin ausgeschwemmt. D-Mannose ist zum Beispiel enthalten in FEMANNOSE® N.
FEMANNOSE® N – RASCHE HILFE, GANZ OHNE ANTIBIOTIKA
FEMANNOSE ® N eignet sich für die Akutbehandlung einer Blasenentzündung und tiefdosiert auch zur Vorbeugung. Bei ersten Anzeichen direkt mit der Einnahme starten, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
FEMANNOSE® N wirkt rasch in der Blase und hat einen sehr guten Geschmack. Das Medizinprodukt ist ausserdem vegan, glutenfrei, laktosefrei und damit auch sehr gut verträglich.
Zur Akutbehandlung und Vorbeugung von Harnwegsinfekten