«Ich hielt meinen Sohn und konnte ihn nicht halten»
NICHT VERPASSEN:
Lisa Akkaya spricht über den Tag, der ihr Leben veränderte.
Seite 08
«Ich beschloss, gesund zu sein – auch mit MS»
Eine Betroffene im Interview.
Seite 04
Faszinierender Familienausflug in den Walter Zoo in Gossau SG
Lass uns reden Psychische Erkrankungen in der Familie.
Seite 10
Frühe Pollen, intensive
Saison: Was der Klimawandel für Allergiebetroffene bedeutet
Roxane Guillod, Leiterin Fachdienstleistungen bei aha! Allergiezentrum Schweiz, ordnet ein.
Diese Kampagne wurde mitunterstützt von Dr. Falk Pharma AG
Project Manager: Sophie Steindl, BA
Business Developer: Julia Stempfer, MA
Lektorat: Joseph Lammertz
Grafik und Layout: Juraj Príkopa
Managing Director: Bob Roemké
Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock
Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU 4759844 · FN 322799f FG Wien
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ET: 26.06.2026
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Text Alessandra Dumartheray, Gründerin Bärnermamis
Familienleben zwischen Anspruch und Alltag
Was bedeutet heutzutage modernes Familienleben?
Vermutlich für jede:n etwas anderes. Für mich bedeutet es vor allem, dass jede Familie ihr eigenes Modell wählen darf und kann. Denn in Gesprächen mit anderen Mamas merke ich immer wieder, wie unterschiedlich die Vorstellungen davon sind – auch abhängig davon, ob man eher urban oder ländlich lebt.
Ich selbst habe nach der Geburt meines Kindes gemerkt, dass sich meine Prioritäten verändert haben und ich nicht beidem, Beruf und Mamarolle, in dem Mass gerecht werden kann, wie ich es mir wünsche. Dabei war ich in einer privilegierten Situation und habe viel Unterstützung von meinem Arbeitgeber erhalten. Doch andere Mamas berichten mir oft von ganz anderen Erfahrungen.
Familienleben ist heute sehr vielfältig, für viele Mütter aber auch mit grossem Druck verbunden. Vereinbarkeit, Haushalt und Mental Load – Herausforderungen, die oft weiterhin vor allem die Frau zu tragen hat. Der nur kurze Mutterschaftsurlaub verstärkt diese Belastung zusätzlich, auch finanziell.
Umso wertvoller ist daher gemeinsame Familienzeit.
Und damit meine ich vor allem die kleinen Momente im Alltag – gemeinsame Abendessen, Wochenenden und Ausflüge –, die uns verbinden.
Um Familien hierfür ein wenig Inspiration zu geben, habe ich den Instagram-Kanal @baernermamis gegründet – ursprünglich, weil ich selbst nach familienfreundlichen Orten gesucht habe. Denn ein guter Familienort bedeutet für mich nicht nur eine Spielecke, sondern echte Willkommenskultur für Kinder.
Scannen Sie den QR-Code mit Twint oder besuchen Sie www.joel-kinderspitex.ch für mehr Informationen und um zu spenden. Herzlichen Dank.
Inzwischen folgt dem Kanal eine grosse Community und es ist ein unglaublich tolles Team von vier Frauen entstanden, das Familien den Alltag erleichtern und Mental Load reduzieren möchte.
Gleichzeitig bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine grosse Herausforderung. Früher waren Rollen oft klarer verteilt, was nicht unbedingt besser oder schlechter, aber strukturierter und vielleicht weniger überfordernd war. Heute ist vieles «schwammiger». Beide
Entschleunigung, mehr Flexibilität und ein entspannteres gesellschaftliches Verständnis von Familienleben. Familien sollten ihren eigenen Weg gehen können, ohne Vergleich und ohne Druck. Mehr Ruhe und weniger Leistungsdruck wären zentral für mehr Lebensqualität und Leichtigkeit im Alltag. Denn ich merke immer wieder: Die Kinder werden so schnell gross. Und genau deshalb ist gemeinsame Zeit das Kostbarste, was wir haben. FOTO:
Elternteile stehen häufig unter dem Anspruch, beruflich präsent zu sein, eine aktive Elternrolle zu leben, den Haushalt zu organisieren und gleichzeitig Zeit für sich und als Paar zu finden. Dazu kommen hohe gesellschaftliche Erwartungen, die oft widersprüchlich sind und zusätzlichen Druck erzeugen: Alles soll funktionieren, aber bitte mühelos.
Mit Kindern merkt man schnell, dass Realität und Idealbild nicht immer übereinstimmen. Ich wünsche mir deshalb mehr
Die Bärnermamis (von links nach rechts): Nicole, Vanessa und Alessandra
Mehr Infos und Alltagstipps mit Kindern finden Sie hier: baernermamis.ch
«Ich beschloss, gesund zu sein – auch mit MS!»
Das sagt Ania Cupial (40). Im Interview berichtet sie, wie es zu ihrer Diagnose Multiple Sklerose (MS) kam und wie sie diese mit ihrem Kinderwunsch vereinbarte. Die zweifache Mutter spricht über ihre Erfahrungen zu Familienplanung, Geburt und Stillen mit der chronischen Autoimmunerkrankung.
Text Doreen Brumme
Ania Cupial MS-Betroffene und Mutter
Ania, wie kam es zu deiner MSDiagnose?
Vor 20 Jahren, ich lebte noch in Polen, war ich das erste Mal wegen Augenproblemen im Spital. Mir wurde eine Entzündung der Augennerven diagnostiziert, und diese wurde behandelt. Kein Wort von Multipler Sklerose. Bei der Entlassung las ich im Arztbrief, dass ich mich in der Neurologie vorstellen sollte. Das tat ich. Man entnahm mir sogar Liquor, also Nervenwasser – eine typische Massnahme zur MS-Diagnostik. Der Befund war laut den Ärzt:innen positiv, hätte aber für die Diagnose MS trotzdem nicht gereicht.
Ich lebte mein Leben weiter, heiratete, zog in die Schweiz, kletterte in den Bergen und wurde schwanger. Immer wieder mal machten die Augen Probleme, aber das bremste mich nicht. Aus der Rückschau waren das sicher MS-Schübe.
2018, ein Jahr nach der Geburt meines Sohnes, bekam ich grosse Probleme mit den Augen. Ich wollte das abklären. Beruflich kam ich an viele medizinische Studien ran, darin fand sich auch die Adresse eines Spezialisten mit polnischem Namen. Er praktizierte in Zürich. Ich rief an und erhielt nach Schilderung meiner
Symptome direkt einen Termin für den nächsten Tag. Ich nahm alle Dokumente mit und der Experte sichtete sie gründlich. Er sagte mir, dass ich MS habe und dass die Diagnose schon vor zwölf Jahren hätte gestellt werden können.
Im Nachhinein bin ich froh, dass es so lief – ich hatte zwölf «gesunde» und sehr coole Jahre. Nicht auszudenken, was ich mir wegen der Diagnose vielleicht nicht erlaubt hätte!
Du bist ein zweites Mal Mutter geworden – diesmal «mit MS». Wie hast du deinen Kinderwunsch mit deinen Ärzt:innen besprochen?
Ich habe ihn im Jahr 2019 direkt geäussert: bei meinem Neurologen, meiner Gynäkologin, meiner Hebamme. Der Neurologe sah kein Problem, er wies mich lediglich darauf hin, dass die MS-Therapie passend dazu gewählt und geplant werden sollte. Hätte er mir von einer Schwangerschaft abgeraten, wäre das auch in Ordnung für mich gewesen. Ich hätte sie nicht um jeden Preis durchgesetzt.
Herausfordernd war für mich allerdings das Koordinieren meiner Behandler:innen. Ich trug die Meinung des einen zum anderen
und wieder zurück. Der Austausch lief über mich, das hätte ich gerne anders gelöst gehabt.
Ein Kinderwunsch ist sehr persönlich. Was rätst du anderen Betroffenen, wie sie dieses Gespräch mit den Ärzt:innen angehen sollen?
Ich habe mich vorab gründlich informiert. Ich las alle Studien, die ich fand. Besonders hilfreich waren Erfahrungen von anderen Betroffenen – damals noch rar im Netz, heute zuhauf auf Social Media.
Ich rate dazu, sich Fragen zu notieren, um in der Aufregung des Gesprächs nichts zu vergessen. Ausserdem sollte frau nicht alles glauben, was über MS kolportiert wird. Da sind eine Menge Mythen im Umlauf, zum Beispiel, dass MS per se eine Schwangerschaft ausschliesst. Oder dass ich nur per Kaiserschnitt hätte gebären können, weil der Druck auf die Augen unter der Geburt zu gross werden könnte.
Wie hast du deine zweite Schwangerschaft «vorbereitet»?
Meine damalige Therapie vertrug ich schon länger nicht mehr gut. Ich schluckte zweimal täglich eine Tablette und hatte arge Flushs:
Hitzewellen, rote und juckende Haut. Im Job habe ich viel mit Menschen zu tun, da hat mich das sehr gestört. Mein Neurologe und ich planten deshalb einen Wechsel der Therapie nach Geburt und Stillzeit.
Hast du dich gesorgt, deine MS zu vererben?
Ich weiss, dass das möglich ist. Doch es gibt auch noch vieles andere, was ich, ohne es zu wissen, hätte vererben können.
Bist du gleich schwanger geworden?
Ziemlich schnell, doch leider erlitt ich eine Fehlgeburt. Da machte ich mir schon Sorgen über die MSMedikamente und ihre Wirkung. Als ich dann wieder schwanger war, setzte ich die Medikamente wie geplant direkt ab.
Wie war die Schwangerschaft?
Schon meine erste Schwangerschaft war furchtbar. Und diese zweite unterschied sich da nicht. Die MS hätte das gar nicht mehr verschlechtern können.
Was passierte nach der Geburt?
Meine MS ist nicht typisch, ich habe aber Vernarbungen (Läsionen) im Gehirn und im Rückenmark. Der Krankheitsverlauf ist nicht progressiv, also nicht der schlimmste.
Der Plan war, mich eine Woche
WAS WÜRDEST DU EINER FRAU MIT MS UND KINDERWUNSCH HEUTE MITGEBEN?
• Vertrau deinem Körper!
• Hinterfrage, was Mediziner:innen sagen! Deren Expertise ist gross, doch es gibt vieles, was noch nicht medizinisch belegt ist.
• Frag dich, ob du dich mit jedem Kribbeln (klassisches MS-Symptom) beschäftigen musst –das stresst zusätzlich.
• Beschliess, gesund zu sein, auch mit MS – so wie ich!
nach der Geburt komplett untersuchen zu lassen, um zu sehen, ob Schwangerschaft und Geburt mein MS-Geschehen, insbesondere an den Augen, beeinflusst hatten – und falls ja, wie.
Das war eine Challenge: Ich hatte gerade entbunden und war noch im Wochenbett. Zugleich sollte ich die Termine mit der Neurologie, Radiologie, Gynäkologie und Hebamme machen. Leider gibt es keine Spezialist:innen, die alles abdecken. Selbst im MS-Zentrum fehlt es an der Gynäkologie.
Für die Magnetresonanztherapie (MRT) muss ein Kontrastmittel gespritzt werden. Was bedeutete das, so kurz nach der Geburt?
Das war unvereinbar mit dem Stillen. Also musste ich 24 Stunden überbrücken – mit einem sieben Tage alten Säugling, der dafür kein Verständnis hatte. Ich habe viel geweint. Abpumpen und das gestresste Baby füttern und beruhigen, das brachte mich an meine Grenzen.
Beim Thema Stillen mit MS hätte ich mir grundsätzlich mehr Beratung gewünscht. Die Neurologie liess mich gewähren – die Therapie wurde so lange ausgesetzt. Die Gynäkologie hielt sich eher bedeckt. Zum Glück hat sich meine Hebamme mit dem Thema auseinandergesetzt und mir beigestanden. Mein Sohn stillte sich mit drei Monaten von selbst ab. Ich startete mit der neuen Therapie, die ich gut vertrug.
Nach der Geburt steigt das Schubrisiko statistisch wieder an. Wie war das bei dir?
Etwa ein Jahr nach der Geburt meines zweiten Sohnes war ich extrem erschöpft. Die Frage war: Ist das die MS oder das Leben? Ich hatte durchaus die Option, das herauszufinden. Doch dann fragte ich mich, ob es mir hilft, die Antwort zu wissen. Ich entschied mich dafür, mich davon zu lösen – und habe mir einfach Gelassenheit ins Haus geholt.
Der Weg mit MS wirft viele Fragen auf. Wir möchten dir dabei helfen, Klarheit zu finden – mit verständlichen Informationen rund um die Erkrankung.
Jetzt QR-Code scannen und entdecken! fokus-mensch.roche.ch/ms
Oberärztin für pädiatrische Gastroenterologie
Alltag und Leben mit EoE
Die eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronische Erkrankung der Speiseröhre, die durch verschiedene Allergene ausgelöst wird und zu einer Entzündung der Speiseröhre führt. Typische Hinweise sind Schluckbeschwerden oder das Steckenbleiben von Nahrung. Bei jüngeren Kindern sind die Beschwerden oft unspezifischer. So können auch Nahrungsverweigerung und Gedeihstörung zu den Symptomen gehören.
Die Diagnose wird häufig verzögert gestellt, weil Betroffene sich erst spät ärztlich untersuchen lassen oder die Symptome nicht richtig erkannt werden. Sie wird durch Gastroenterolog:innen gestellt, indem bei entsprechenden Beschwerden eine Magenspiegelung mit Gewebsproben aus der Speiseröhre durchgeführt wird. Die histologische Untersuchung zeigt dann eine typische eosinophilenbetonte Entzündungsreaktion, die namensgebend für die Erkrankung ist. Zur Behandlung kommen neben Medikamenten auch Eliminationsdiäten zum Einsatz. Dabei werden mögliche auslösende Allergene aus der Ernährung entfernt. Als Komplikation können Verengungen und eine Versteifung der Speiseröhre auftreten. Das Risiko für die Entwicklung einer EoE ist insbesondere bei Menschen mit Allergien, atopischer Dermatitis oder Asthma erhöht. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Dies zeigt sich unter anderem durch eine deutliche familiäre Häufung, sodass bei erstgradigen männlichen Verwandten ein bis zu 64-fach erhöhtes Risiko beschrieben wird.
Die Erkrankung kann bereits im Kindesalter auftreten und wird anfangs oft verkannt. Kinder werden dann möglicherweise als wählerisch oder als Langsamesser wahrgenommen und es wird ein ungerechtfertigter Druck seitens der Familie aufgebaut. Wird die Diagnose dann erst nach Jahren gestellt, kann dies ein starkes
Schuldgefühl auslösen. Auch der Umgang zwischen Geschwisterkindern kann herausfordernd sein, wenn ein Kind durch eine notwendige Eliminationsdiät auf bestimmte Lebensmittel verzichten muss oder bestimmte Speisen nicht schlucken kann. Deshalb ist es empfehlenswert, offen, häufig und altersgerecht über die Gründe zu sprechen.
Bei Jugendlichen und Erwachsenen verlagern sich die Einschränkungen auch in das öffentliche und soziale Leben. Ganz normale alltägliche Situationen wie Restaurantbesuche oder spontanes Auswärtsessen können zu Stresssituationen führen. Folgt der oder die Betroffene einer Eliminationsdiät, stellt sich die Frage, ob es passende Mahlzeiten gibt oder etwas Eigenes mitgenommen werden muss. Besteht eine Schluckstörung, werden
oft bestimmte Vorkehrungen getroffen, wie das stete Mitführen einer Trinkflasche und übermässiges Trinken, um das Risiko einer Essensblockade zu verringern. Dies geht teilweise so weit, dass manche Betroffene das Essen in der Öffentlichkeit komplett meiden.
Die gute Nachricht ist, dass die Lebensqualität mit einer frühzeitigen Therapie häufig wiederhergestellt werden kann und ein soziales Leben oft weitgehend uneingeschränkt möglich ist. Deshalb ist es wichtig, die Diagnose früh zu stellen und eine wirksame Therapie, zur Verhinderung von Komplikationen wie Verengungen, einzuleiten.
Neben den behandelnden
Gastroenterolog:innen steht unter anderem die Patientenvereinigung e-oe.ch zur Aufklärung zur Verfügung.
Ziel und Zweck der SVEoE, die im Jahre 2018 gegründet wurde, ist es, das Krankheitsbild der Eosinophilen Ösophagitis (EoE) bekannter zu machen, um so zu einer möglichst schnellen Diagnose beizutragen und den Leidensweg von Betroffenen zu verkürzen.
Das Hauptkommunikationsmittel des Vereins bildet die Website. Hier können sich Betroffene, Angehörige und Ärzt:innen umfassend über die EoE informieren. In Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich organisiert die SVEoE jährlich eine öffentliche Informationsveranstaltung. Mit dem digitalen Newsletter informiert der Verein seine Mitglieder mehrmals im Jahr über die neusten Entwicklungen rund um die EoE. Die eigene Podcastserie rundet das Informationsangebot ab.
Vom 6. bis 8. November 2026 nimmt die SVEoE erstmals an der precura (www.precura.ch), der Präventionsmesse im Hauptbahnhof Zürich, teil. Vor Ort stehen Ihnen Betroffene, Vereinsmitglieder sowie EoE-Spezialist:innen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
info@e-oe.ch
Dr. med. Katharina Guilcher
Duchenne-Muskeldystrophie: Ein Familienalltag zwischen Therapie und Normalität
Die Diagnose Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) verändert den Alltag einer Familie. Oliver Grübner, Präsident der Patientenorganisation Duchenne Schweiz, erklärt, wie man mit Therapien, Unterstützung und einer Portion Pragmatismus den Fokus auf das Wesentliche behält. Ein Gespräch über Organisation, Netzwerke und die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Wie kam es bei Ihrem Sohn zur Diagnose Duchenne-Muskeldystrophie?
Unser Sohn zeigte anfangs ein paar motorische Entwicklungsverzögerungen, wir machten uns deshalb aber keine grossen Sorgen, da bei den Regeluntersuchungen alles noch «im Rahmen» war. Mit drei Jahren wurden die Rückstände aber doch offensichtlicher und er hatte beispielsweise Mühe beim Treppenlaufen. Zur weiteren Abklärung sind wir dann im Kinderspital der Neurologie zugewiesen worden. Und kamen nochmals auf die Welt: Eine DMD-Diagnose bedeutet, dass unser Sohn im Teenageralter auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird, da die Muskelschwäche fortschreitet. Während andere Jugendliche selbstständiger werden, wird er im Alltag mehr Unterstützung benötigen. Zwar ist DMD nicht heilbar, doch dank medizinischem Fortschritt – etwa durch künstliche Beatmung und gezielte Therapien – liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heute bei etwa 35 Jahren.
Wie lässt sich damit umgehen?
Wie bei vielen DMD-Fällen traf auch uns die Diagnose unerwartet: Eine genetische Mutation führt dazu, dass der Körper kein
funktionstüchtiges Dystrophin mehr bilden kann – ein Protein, das für die Stabilität der Muskelfasern essenziell ist. Am Kinderspital wurden wir sehr gut aufgeklärt, und die psychologische Unterstützung hilft uns im Alltag sehr. Als Gesundheitswissenschaftler an der Universität Luzern beschäftige ich mich auch beruflich damit. Aus Studien wissen wir, dass die Diagnosephase, der Verlust der Gehfähigkeit und die Transition ins Erwachsenenalter viele psychosoziale Herausforderungen für die gesamte Familie mit sich bringen. Viele informieren sich, wie wir, während und nach der Diagnose im Internet und finden dann nicht immer unbedingt hilfreiche Informationen zum Thema.
Sie sind Präsident der Patientenorganisation Duchenne Schweiz – wie kann diese betroffenen Familien helfen?
Der Austausch mit anderen Duchenne-Familien hilft sehr und gibt Zuversicht. Wir informieren, unterstützen mit Rat und Tat, bieten Raum für Vernetzung und Austausch mit Fachleuten sowie mit anderen betroffenen Familien. Wir bilden eine Gemeinschaft, coachen Familien in Zusammenarbeit mit psychologischen Fachpersonen, unterstützen teils
finanziell und machen die Erkrankung gesellschaftlich sichtbar –bestes Beispiel: unser alljährlicher Spendenlauf «#Run4DuchenneBoys» am Zürcher Silvesterlauf in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Muskelgesellschaft. Wir setzen uns zudem für die Verbesserung psychosozialer Unterstützung ein und schauen, wie zum Beispiel digitale Plattformen dabei unterstützen können. Zusammen mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Praxis führen wir an der Universität Luzern Projekte durch und veranstalten Fachtagungen zum Thema.
Wie geht es Ihrem Sohn heute?
Er ist ein glücklicher Achtjähriger, der noch nahezu uneingeschränkt erlebt, was Kinder in diesem Alter erleben sollten. Wir sprechen offen mit ihm, der Situation entsprechend. Er weiss, dass in Zukunft ein Rollstuhl auf ihn wartet. Neben seiner Medikamente macht er wöchentliche Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie. Therapeutisch gilt es, seine Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten. Wir sind sehr dankbar, dass wir wunderbare Lehr- und Assistenzpersonen haben, die es ihm ermöglichen, in einem ganz normalen Schulsetting lernen zu dürfen.
Weitere Informationen finden Sie unter duchenne-schweiz. ch
Oliver Grübner
Präsident Duchenne Schweiz
Ein Hinweis, bevor du weiterliest: Dieses Interview thematisiert den plötzlichen Kindstod (SIDS) und die Trauer betroffener Eltern. Wir danken Lisa Straube für ihren Mut, diese Geschichte mit uns zu teilen.
«Ich hielt meinen Sohn und konnte ihn nicht halten»
Für Lisa Akkaya (25) und ihren Mann Furkan Akkaya («Akka», 25) brach am 9. Februar 2026 die Welt zusammen. Ihr Söhnchen Xavi (4 Monate) wachte morgens nicht mehr auf: plötzlicher Kindstod. Mit uns spricht die ContentCreatorin über diesen Tag und die ersten Monate ohne Xavi.
Lisa, erzähl uns bitte von Xavi. Wer war er? Was mochte er besonders gerne?
Xavi kam im September 2025 auf die Welt. Sein Bruder Emilio war da schon fast ein Jahr alt. Xavi war recht laut und aufgeweckt. Er schaute uns und die Welt mit seinem «Resting Bitch Face» immer sehr ernst an. Er bekam viel mit und begann gerade, sich aktiv ins Familienleben einzumischen. Am liebsten mochte Xavi es, wenn wir sein Näschen kitzelten oder küssten.
Erinnerst du dich an die letzten Stunden, die du mit Xavi verbracht hast?
Nein, ich erinnere mich nicht mehr an den Abend. Das tut extrem weh. Ich hoffe, dass die Erinnerungen wiederkommen. Ich frage mich oft, was das Letzte
war, was ich ihm sagte. Ich versorgte ein Kleinkind und ein Baby und habe auch schon wieder gearbeitet. Natürlich war ich überfordert, erschöpft und müde. Was, wenn meine letzten Worte zu ihm genervt oder belanglos waren? Weiss er, dass ich ihn liebe?
Der 9. Februar 2026 – magst du uns mitnehmen in diesen Tag?
Wir hatten Pläne: Die Woche sollte mit der guten Nachricht an unsere Community starten, dass ich keinen Krebs habe. Akka und ich wollten an diesem Montagmorgen mit den Jungs einkaufen. Akka ging hoch, um Xavi zu wecken. Ich wartete im Wohnzimmer auf die beiden. Emilio schlief noch. Doch Akka stand plötzlich mit leeren Armen in der Tür und sagte: «Xavi ist tot. Xavi ist tot …» Mein Herz wurde schwer. Ich lief
los. Ich lag vor dem Babybett, zog mich daran hoch. Dann hatte ich Xavi im Arm, doch er war längst fort. Er war nicht mehr weich und warm, sondern fühlte sich wie feste Knete an. Ich rief den RTW. Akka nahm das Telefon, wandte Handgriffe zur Wiederbelebung an, die die Leitstelle ihm durchgab. Ich schrie ihn an: «Hör auf, du tust ihm weh!» Es war viel zu spät dafür. Ich rannte trotzdem mit Xavi auf die Strasse, dem RTW entgegen. Ich schrie hysterisch, brach zusammen und flehte laut zu Gott, ihn uns nicht zu nehmen. Dann wurde ich wütend und fragte Gott: «Wieso Xavi und nicht ich?» Wir hätten ihn in der Schwangerschaft schon fast verloren – und waren so froh, dass er es überhaupt zu uns geschafft hatte. Es war so sinnlos.
Die Strasse war plötzlich voll:
Rettungswagen, Notarztwagen, Polizei, Kripo, Feuerwehr, Seelsorge. Es war laut, wuselig. Wir mussten immer wieder schildern, was geschehen war – und kamen uns dabei wie Täter:innen vor. Ich fühlte mich wie ein Geist, der über allem schwebte und zusah.
Wie habt ihr den ersten Tag, die erste Woche ohne Xavi überlebt?
Ohne Emilio wäre uns alles egal gewesen. Wir hätten keinen Grund gehabt, aufzustehen, zu duschen, Essen zu machen, zu arbeiten. Für Emilio blieben wir stark. Er brauchte uns. Ebenso unsere Hunde, die sehr mitlitten. Wir hätten viel Unterstützung haben können, von Familie und besten Freund:innen, doch wenn immer jemand im Haus ist, ist es noch offensichtlicher, dass etwas nicht stimmt.
Als wir Xavi schliesslich aus den Händen geben mussten, lag ich weinend am Boden. Die Vorstellung, dass mein Baby allein in einem dunklen Kühlschrank liegen sollte, brach mir das Herz. Emilio gab mir Trost. Er streichelte und küsste mich immer und immer wieder.
Der plötzliche Kindstod ruft bei betroffenen Eltern auch Schuldgefühle hervor. Kennst du das? Akka macht sich bis heute Vorwürfe, weil er Xavi zu Bett gebracht hatte. Auch mich plagen Schuldgefühle, ich frage mich oft, ob ich eine «schlechte Mutter» bin. Das Schuldgefühl überfällt mich aus dem Nichts. Angst und Panik sind nie weit weg. Schlimm ist es, wenn Emilio abends ins Bett geht. Er ist sehr selbstständig, will keine Einschlafbegleitung. Mir kommen dann oft Erinnerungsblitze an Xavis leblosen Körper in meinen Armen. Doch die Expert:innen sagten uns nach der Obduktion von Xavi ganz klar, dass es ein Herzstillstand war – zu 99,99 Prozent ein plötzlicher Kindstod.
Habt ihr euch professionelle Hilfe geholt?
Ich bekam nach Wochen des Wartens einen Platz in einer
Familientherapie. Dorthin können mich auch Familienmitglieder begleiten, wenn sie Gesprächsbedarf haben. Akka wartet noch auf einen festen Einzeltherapieplatz. Meine Mutter besucht eine Trauerbegleitung und lässt uns daran teilhaben, was sie dort hört.
Tod des eigenen Kindes besprochen werden kann. Mir schrieb eine Mutter, dass sie aufgrund unserer Geschichte vorsorglich eine spezielle Socke gekauft hätte, die nachts Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung überwacht. Ihrer Tochter hätte die Socke gera-
Es ist uns wichtig, öffentlich über den plötzlichen Kindstod zu sprechen, der uns unseren Sohn Xavi nahm. Wir machen damit auf ein Thema aufmerksam, mit dem betroffene Eltern oft alleingelassen werden.
Lisa Akkaya
Ihr sprecht offen über Xavis Tod – warum? Mütter und Väter, die Ähnliches erlebten, schrieben uns. Als Content-Creator haben wir auf Insta bislang unser Leben geteilt und uns mit den Follower:innen ausgetauscht. Xavis Tod gehört zu unserem Leben. Darüber zu sprechen, fühlt sich richtig an. Wir möchten unsere Reichweite dafür einsetzen, aufzuklären und einen Raum zu schaffen, wo der
de das Leben gerettet. Allein dafür lohnt es sich, Xavis Geschichte zu erzählen.
Lisa, was möchtest du Eltern mitgeben, die wie ihr ein Kind verloren haben?
Es wird nicht weniger schmerzhaft, an den Tod des eigenen Kindes zu denken. Doch wir lernen, mit dem Schmerz umzugehen und mit ihm zu leben. Wir sind nicht allein.
PLÖTZLICHER KINDSTOD: DAS SOLLTEN SIE WISSEN
Das SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) ist der plötzliche, unerwartete Tod eines scheinbar gesunden Säuglings im Schlaf. Die genaue Ursache ist noch unbekannt. Häufig kommt es zu einem Sauerstoffmangel, auf den das Baby nicht mit selbstrettenden Reflexen reagiert, oder zu einem Herzstillstand. Die meisten Fälle treten im ersten Lebensjahr auf, mit einem Häufigkeitsmaximum zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen.
Als begünstigende Faktoren gelten:
1. Bauchlage beim Schlafen
2. Rauchen der Eltern in Gegenwart des Babys
3. zu warmer Schlafraum
Die Zahl der SIDS-Fälle pro Jahr sinkt in der DACH-Region seit Jahrzehnten. Zuletzt lag sie in Deutschland (2023) bei 831, in Österreich (2024) bei zehn2 und in der Schweiz (2024) bei zwei3
Wichtig: Nach jedem SIDS-Fall wird routinemässig ermittelt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, kein Zeichen des Verdachts. Für Eltern sind die Ermittlungen oft traumatisch, weil sie unter Schock stehen und gleichzeitig befragt werden.
Lass uns reden – Psychische Erkrankungen in der Familie
Angehörige und Vertraute von Menschen mit psychischen Erkrankungen leisten Grosses für ihre Lieben, für ihre Familien. Stand by You Schweiz (SBY) setzt sich für Angehörige und Vertraute ein, damit sie mit ihren Erfahrungen nicht allein bleiben und Solidarität und Unterstützung erfahren.
Psychische Erkrankungen gehören in der Schweiz zum Alltag vieler Familien. Laut der ersten repräsentativen Studie von SBY und Sotomo waren 4,3 Millionen Menschen in der Schweiz, also 59 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, bereits einmal Angehörige:r oder Vertrauensperson von jemandem mit psychischer Erkrankung.
Die Chance offener Kommunikation
Eine mitfühlende, offene
Gesprächshaltung baut Brücken – für Kontakt auf Augenhöhe und neue Wege.
Eine offene Gesprächskultur innerhalb der Familie wirkt entlastend und schützend. Die Studien zu jungen Angehörigen von SBY zeigen: Gut ein Viertel der Bevölkerung kennt die Angehörigenrolle aus jungen Jahren. Wer in seiner Familie über Sorgen und Bedürfnisse sprechen konnte, fühlt sich rückblickend deutlich besser unterstützt. Rund 80 Prozent dieser Befragten geben an, ausreichend Unterstützung erhalten zu haben. Diese Wahrnehmung verändert sich komplett, wenn nicht offen kommuniziert wurde. Offenheit ermöglicht also, Gefühle einzuordnen, Verantwortung zu teilen oder externe Hilfe beizuziehen.
Wird nicht offen gesprochen, entstehen Unsicherheit, Schuldgefühle und Überforderung. Auch langfristige Belastungen können die Folge sein. Das Risiko steigt, psychische Belastungen in der Familie weiterzugeben.
Stigmatisierung und Versorgung in der Schweiz Aber nicht alles liegt in der Macht der Familie. Trotz wachsender Aufmerksamkeit wirken psychische Erkrankungen in der Schweiz immer noch stigmatisierend. Betroffene und Angehörige fühlen sich von ihrem Umfeld oft missverstanden. Psychische Erkrankungen werden häufig moralisiert. Dabei übernehmen Angehörige oft über Jahre hinweg Verantwortung für ihre Lieben. Das Versorgungssystem arbeitet
an der Kapazitätsgrenze. Nicht selten fühlen sich Angehörige und Betroffene in ihren Bedürfnissen nicht gehört. Fachpersonen sind gefordert, individueller auf Menschen in psychischen Krisen und das soziale System einzugehen. Und wir alle sind als Teil der Gesellschaft gefordert, diese menschlichen Erfahrungen von Krisen anzunehmen und den betroffenen Menschen soziale Teilhabe zu ermöglichen.
Was kann helfen, einen unterstützenden Umgang in der Familie zu finden?
Eine offene Gesprächskultur bedeutet, Raum für Austausch zu schaffen und über das verschiedene Erleben und die Gefühle zu sprechen, die mit der Erkrankung verbunden sind. Wichtig ist dabei, nicht zu bewerten, sondern einander zuzuhören. Information hilft, sich zurechtzufinden, und Selbstfürsorge ist zentral, um als Angehörige:r nicht unterzugehen.
Stand by You Schweiz setzt sich deshalb dafür ein, dass die psychiatrische Versorgung in unserem Land menschlicher, nachhaltiger und so wirkungsvoller wird. Nicht nur Fachpersonen sind gefordert – es braucht das ganze «Dorf», um Menschen in psychischen Krisen beizustehen.
Mehr Infos findest du unter: Stand by You Schweiz: stand-by-you.ch Community: community. stand-by-you.ch
HelpLine: 0800840400, helpline@ stand-by-you.ch
Laura Regli Co-Präsidium Stand by You Schweiz
Wurzeln, um wachsen zu können
Wer bin ich? Bin ich wie meine Mutter oder wie mein Vater? Diese Fragen stellen wir uns irgendwann im Leben. Die Antworten darauf sind wichtig für unsere Identität. Jedes Kind hat zudem – auch laut Bundesverfassung – das Recht, seine Herkunft zu kennen. Auch Kinder, die durch Reproduktionsmedizin entstanden sind, haben dieses Recht. Doch wie kann ein Kind es wahrnehmen, wenn es mit einer anonymen Samenspende gezeugt wurde? Konkret betrifft dies Kinder, deren Eltern eine Samenspende aus einem Land bezogen, in dem diese anonym erfolgt. Ebenso Kinder, die in der Schweiz vor 2001 durch damals anonyme Samenspenden gezeugt wurden.
So wie Nathalie: Von ihrer Mutter erfuhr die damals 26-Jährige, dass ihr sozialer Vater nicht ihr biologischer ist. «Wer bin ich?«, fragte sie sich wütend und enttäuscht. Sie machte sich auf die Suche nach dem Samenspender – und fand statt ihres Vaters 22 Halbgeschwister! Die 44-Jährige möchte diesen Mann immer noch kennenlernen, schliesslich sei sie zur Hälfte er. Entscheiden sich Eltern bewusst gegen eine anonyme Samenspende, können Kinder später ihre Wurzeln suchen. Wenn Sie sich mit dem Thema Fortpflanzungsmedizin beschäftigen, können die Fachmitarbeiterinnen von PACH Sie bei diesem Prozess beraten und begleiten.
Sie mehr unter www.pa-ch.ch
An welche Erinnerungen blickt man als Kind im Sommer besonders gerne zurück?
Barfuss durch die Wiese laufen, lange Grillabende, den ganzen Tag im Freibad oder am See verbringen, nicht an Schule denken, mit Oma und Opa den nächsten Berg besteigen und dabei ein blitzblaues Eis vernaschen – all diese Momente verbinde ich mit meinen Sommern als Kind. Allein der Gedanke daran erfüllt mich
bis heute mit einem warmen, wohltuenden Gefühl. Doch das Leben erzählt nicht immer nur leichte Geschichten. Manche Familien erleben diese Unbeschwertheit über lange Zeit nicht mehr. Sie stehen vor Herausforderungen, die ihren Alltag prägen und einschränken. Beide Realitäten existieren nebeneinander.
Deshalb war es mir wichtig, in dieser Kampagne nicht nur die schönen Seiten des Familienlebens sichtbar zu machen, sondern auch Raum für jene Zeiten zu schaffen, in denen Trauer, Krankheit oder Schicksalsschläge zum Alltag gehören. Denn auch sie sind Teil des Lebens – und niemand sollte solche Phasen alleine durchstehen müssen.
New Family Special
Geniessen Sie entspannte Tage in den Bergen mit unserem Angebot für Familien mit Baby und Kleinkindern (bis 5 Jahre).
Freuen Sie sich auf 3 Übernachtungen im gemütlichen Familienzimmer sowie viele praktische Extras für einen sorgenfreien Aufenthalt. Halbpension für die Eltern und Leckeres aus der Kinderkarte für die Kleinen.
New Family Special 3 Nächte | ab CHF 589.www.gstaaderhof.ch
Das erwartet Sie: Kinder bis 5 Jahre übernachten gratis Babybett oder Extrabett Babyutensilien wie Babywanne, Fläschchenwärmer oder Wasserkocher
30 Minuten Massage für beide Eltern
Kinderspielzimmer im Hotel
Eintritt im Sportzentrum mit Kinderpool und Rutschbahn nur 300 Meter entfernt Alpenruhe Erlebnisspielplatz in Saanen
Buchungsanfragen und weitere Informationen
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Sophie Steindl, BA Senior Project Manager Mediaplanet
Roxane Guillod
Leiterin Fachdienstleistungen bei aha!
Allergiezentrum
Schweiz
Frühe Pollen, intensive Saison: Was der Klimawandel für Allergiebetroffene bedeutet
Die Pollensaison beginnt früher, dauert länger und wird intensiver. Der Klimawandel verschärft Heuschnupfen spürbar. Was bedeutet das für Allergiebetroffene? Roxane Guillod, Leiterin Fachdienstleistungen bei aha! Allergiezentrum Schweiz, ordnet ein.
Weniger beschwerdefreie Zeit
Mildere Winter und warme, sonnige Tage sorgen dafür, dass Pflanzen früher blühen. Dadurch startet auch die Pollensaison früher als noch vor wenigen Jahrzehnten. «Die Saison von Hasel und Erle beginnt heute etwa zwei bis drei Wochen früher als vor 30 Jahren», erklärt Roxane Guillod. Doch nicht nur der Start verschiebt sich, die Belastung dauert auch länger an. Gräser blühen dieses Jahr rund 20 Tage früher, und manche Pflanzen blühen bis weit in den Herbst hinein. Für Menschen mit Pollenallergie bedeutet das: weniger Zeit ohne Beschwerden und eine längere Phase mit Symptomen wie Niesen, verstopfter Nase und juckenden Augen. Das zeigt sich oft im Alltag: Kinder niesen morgens auf dem Schulweg, spielen draussen mit tränenden Augen oder schlafen wegen einer verstopften Nase schlechter. Auch Erwachsene spüren die längere Pollensaison bei der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit.
Heuschnupfen ernst nehmen
Heuschnupfen ist nicht harmlos. Wenn die Allergie nicht richtig behandelt wird, kann in manchen Fällen die allergische Entzündung auch die Bronchien betreffen
– der sogenannte Etagenwechsel –und sich zu allergischem Asthma entwickeln. «Betroffene sollten ihre Symptome ernst nehmen und frühzeitig handeln», betont Guillod.
Klimawandel verstärkt die Belastung Forschende gehen davon aus, dass milde Winter und frühere Blühzeiten weiter zunehmen. Gleichzeitig verändern Hitze, Luftschadstoffe und neue allergene Pflanzenarten die Pollensituation zusätzlich. Pollen können aggressiver wirken und die Atemwege stärker reizen. «Wir müssen davon ausgehen, dass die Pollensaisons in den kommenden Jahren intensiver werden», sagt Guillod.
Früh behandeln statt abwarten Eine frühe und gezielte Behandlung ist entscheidend. Eine regelmässige Therapie mit Antihistaminika sowie einem entzündungshemmenden KortisonNasenspray oder Augentropfen hilft, die Symptome zu kontrollieren. Wichtig ist, die Medikamente frühzeitig zu nehmen. «Wer erst behandelt, wenn die Symptome voll da sind, behandelt schon zu spät», sagt Guillod. Gerade bei Kindern lohnt sich eine frühe
Abklärung, damit Beschwerden Schlaf, Konzentration und Alltag nicht dauerhaft beeinträchtigen.
Pollenprognosen und Alltagstipps nutzen
Wer weiss, wann welche Pollen unterwegs sind, kann rechtzeitig reagieren. Ein täglicher Blick auf die Pollenprognosen – etwa mit der App «Pollen-News» oder über pollenundallergie.ch hilft bei der Planung. Zusätzlich helfen einfache Massnahmen: Wohnräume gezielt lüften, Wäsche nicht im Freien trocknen, getragene Kleider nicht im Schlafzimmer liegen lassen und vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Für Familien kann das heissen, Aktivitäten im Freien besser zu planen oder draussen getragene Kleidung direkt zu wechseln.
Wer stark betroffen ist, sollte mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt über eine allergenspezifische Immuntherapie, auch Desensibilisierung genannt, sprechen. Sie kann den Krankheitsverlauf langfristig positiv beeinflussen. Persönliche Fragen können auch kostenlos an die Expertinnen von aha! Allergiezentrum Schweiz gestellt werden: www.aha.ch/infoline
Besser leben mit Asthma
Asthma ist nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln. So können die allermeisten Betroffenen trotz der Erkrankung weitgehend ein Leben ohne Beschwerden führen.
Was ist Asthma?
Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege. Bei Asthmaanfällen reagieren die Bronchien überempfindlich, ziehen sich zusammen und die Schleimhäute schwellen an. Das Ein- und Ausatmen wird schwierig, es kommt zu Husten und Atemnot. Häufigkeit, Intensität und Dauer der Symptome sind sehr unterschiedlich. In der Schweiz leidet jedes zehnte Kind und jede 14. erwachsene Person an Asthma.
Was sind die Symptome von Asthma?
Menschen mit Asthma leiden unter Anfällen von Atemnot und Husten. Weitere typische Symptome sind pfeifende Geräusche beim Ausatmen, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust und eine Verschlimmerung der Symptome in der Nacht.
Was löst Asthma aus?
• Allergien: Asthma, das im Kindesalter beginnt, ist meist allergisch bedingt. Typische Auslöser (Allergene) sind Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilze.
• Andere Auslöser: Bei empfindlichen Bronchien können auch unspezifische Faktoren Asthma auslösen – kalte/trockene Luft, Staub, chemische und physikalische Reize, Ozon und Feinstaub, körperliche Anstrengung, Tabakrauch, Stress, Angst, Erkältungen oder Atemwegsinfektionen.
Wie wird Asthma behandelt?
Die Behandlung von Asthma stützt sich auf drei Säulen: Allergene meiden – sofern sie das Asthma auslösen –, Bronchien erweitern, Entzündung hemmen. Die Medikamente für die Erweiterung der Bronchien und gegen die Entzündung werden direkt in die Lunge eingeatmet. So gelangen sie direkt dorthin, wo sie wirken sollen. Durch das Inhalieren tritt die Wirkung schneller ein, es treten weniger Nebenwirkungen auf, und es benötigt deutlich kleinere Dosen als bei Tabletten.
Welche Rolle spielt das Inhalieren?
Um eine langfristige Asthmakontrolle zu erreichen und zu erhalten, ist die korrekte Einhaltung der ärztlich verordneten Therapie zwingend notwendig. Studien zeigen, dass sechs von zehn Asthmatikerinnen und Asthmatikern ihr
Medikament falsch nutzen. Das führt dazu, dass die Medikamente nur eingeschränkt oder gar nicht wirken und die Betroffenen unter Anfällen leiden, die vermeidbar wären.
Wie können Betroffene den richtigen Umgang mit ihrem Inhalator lernen?
Es gibt unterschiedliche Inhalationsgeräte, die jeweils anders bedient werden. Bei der Abgabe der Medikamente in der Arztpraxis oder in der Apotheke wird den Patientinnen und Patienten die korrekte Handhabung der Inhalatoren erklärt. Auf der Website der Lungenliga gibt es zudem Erklärvideos: lungenliga.ch/inhalieren
Ein Grossteil der kantonalen Lungenligen bietet Asthmaberatungen an. Erkundigen Sie sich bei der Lungenliga in Ihrer Nähe: lungenliga.ch/kll
ASTHMAKONTROLLTEST
Finden Sie mit dem Onlinetest heraus, wie gut Sie Ihr Asthma unter Kontrolle haben und welche Punkte Sie noch verbessern können. lungenliga.ch/asthmakontrolle
E-Learning Asthma
Das E-Learning «Besser leben mit Asthma» vermittelt Betroffenen und Angehörigen wertvolle Informationen rund um Asthma. lungenliga.ch/asthma-elearning
Asthmatagebuch
Dokumentieren Sie Ihre Symptome im Asthmatagebuch. Die Aktionspläne helfen dabei, Verschlechterungen zu erkennen und darauf zu reagieren. Das Tagebuch muss vorgängig mit der Ärztin / dem Arzt besprochen werden. lungenliga.ch/asthma-tagebuch
Thomas Graf Fachspezialist Heimtherapie Lungenliga Schweiz
Die warmen Monate locken uns ins Freie. Doch während Sonne und Bewegung Körper und Seele guttun, bleibt die Belastung durch UV-Strahlen oft unterschätzt. Besonders Kinder brauchen konsequenten Schutz.
Prof. Dr med. Dr sc.
nat. Olivier Gaide
Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Chefarzt und medizinischer Leiter des Zentrums für Hauttumore am CHUV Lausanne
Der Sommer steht für schönes Wetter, Wärme und Sonne. Es ist die Zeit, in der wir uns leichter kleiden und so Körper und Haut atmen lassen – und zugleich vor Schäden bewahren müssen. Denn Sonnenstrahlen, insbesondere ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen), haben sowohl gute als auch schädliche Auswirkungen.
Sich im Freien aufzuhalten, hat viele positive Effekte: Bewegung fördert die Gesundheit von Muskeln, Herz und Lunge. Sonnenlicht wirkt entzündungshemmend auf die Haut und regt die Produktion von Vitamin D an, das wichtig für die Knochengesundheit ist. Schon wenige Minuten reichen aus, um diese Wirkungen zu erzielen. Hält man sich aber zu lange in der Sonne auf, kann die Haut einen Sonnenbrand erleiden und langfristig sogar schwerwiegendere Schäden davontragen.
Da unser Körper nicht unmittelbar spürt, dass er UV-Strahlen ausgesetzt ist, müssen wir unser Sonnenverhalten den äusseren Bedingungen anpassen, etwa im Gebirge oder bei reflektierenden Oberflächen wie Sand, Wasser oder Schnee. Während der heissesten Stunden des Tages sollte man sich möglichst im Schatten aufhalten oder schützende Kleidung tragen – einen Hut, eine Sonnenbrille und geeignete Textilien. Andernfalls bekommen die Hautzellen zu viel UV-Strahlung ab. Einige sterben ab, was eine Entzündung hervorruft, die sich durch Hautrötung und Schmerzen, also einen
Sonnenbrand äussert. Die Zellen, die zwar geschädigt werden, aber nicht absterben, können Veränderungen im Erbgut entwickeln. Diese Mutationen begünstigen die Entstehung von Hautkrebs, oft erst viele Jahre später. Kinder sind besonders empfindlich gegenüber Sonnenstrahlung, da ihre Haut dünner ist und ihre Pigmentzellen weniger aktiv sind. Dadurch können UV-Strahlen leichter in die Haut eindringen. Ausserdem ist die Fähigkeit, geschädigte Zellen zu reparieren, bei Kindern noch nicht vollständig entwickelt. Sie haben noch viele Lebensjahre vor sich, in denen sich Mutationen negativ auswirken können. Deshalb müssen Kinder besonders gut geschützt werden. Hier sind Erwachsene und die Gesellschaft insgesamt in der Verantwortung. Denn wir können von Kindern nicht erwarten, dass sie sich eigenständig vor etwas schützen, das sie weder spüren noch verstehen. Wie bei Erwachsenen erfolgt der Schutz vor allem durch Schatten und Kleidung. Zusätzlich sollte Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens LSF 30 und einem UV-A-Symbol verwendet werden. Die Sonnencreme muss grosszügig aufgetragen werden und möglichst 15 Minuten einwirken können, ohne Reibung oder Wasserkontakt. Seit Jahrzehnten setzen wir uns für einen massvollen Umgang mit der Sonne ein. Erste Erfolge zeigen sich bereits, insbesondere in Australien, wo die Zunahme von Hautkrebs bei jüngeren Menschen
gestoppt werden konnte. Dennoch bleibt weiterhin viel zu tun.
Die Unterscheidung zwischen «rotem» und «schwarzem»
HÄUFIGE MYTHEN
1. Ein Sonnenbrand ist ein Signal des Körpers, dass es Zeit ist, Schatten aufzusuchen. Das ist falsch - wenn ein Sonnenbrand sichtbar wird, ist es zu spät und die Haut ist schon stark durch die UV-Strahlung geschädigt. UV-Strahlung kann vom Körper nicht wahrgenommen werden, deshalb sollte man sich schützen, bevor die Haut reagiert und rot wird.
2. Sonnencreme schadet mehr, als sie nützt. Auch das ist falsch, denn ihr Nutzen ist klar belegt–auch wenn er begrenzt sein mag –, während mögliche Nebenwirkungen minimal oder rein theoretisch sind. Deshalb empfehlen wir ihre ergänzende Verwendung. Zuerst gilt: Schatten aufsuchen und die Haut bedecken, wenn man der Sonne ausgesetzt ist.
Hautkrebs ist medizinisch wenig sinnvoll. Manche Hautkrebsarten erscheinen rot, andere weiss, gelb oder schwarz, ohne dass dies etwas über ihre Gefährlichkeit aussagt. Der Krebs der pigmentbildenden Hautzellen (Melanozyten) wird allgemein als «schwarzer» Hautkrebs bezeichnet. Häufiger, aber meist weniger gefährlich, ist der sogenannte Basalzellkrebs der Keratinozyten, der oft als «weisser» oder «roter» Hautkrebs bezeichnet wird. Glatzköpfige Menschen sollten besonders vorsichtig sein. Die Kopfhaut ist äusserst empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Zudem sind chirurgische Eingriffe in diesem Bereich oft schwieriger durchzuführen.
S A F E & S U N N Y
Sicher im Wasser. Geschützt in der Sonne.
Kinder lieben Wasser, Sonne und Bewegung.
Damit sie den Sommer unbeschwer t geniessen können, brauchen sie Schutz, Aufmerksamkeit und positive Er fahrungen. Wenn Sicherheit im Wasser und Schutz in der Sonne zusammenkommen, entsteht Raum für das, was wirklich zählt: Freude, Leichtigkeit und gemeinsame Familienmomente.
Sonnencreme & UV-Schutzkleidung
UV-Schutzkleidung mit UPF 50+ schützt Kinderhaut besonders zuverlässig beim Spielen und Baden. So müssen nur noch die sichtbaren Hautstellen wie Gesicht, Hände und Füsse eingecremt werden – einfacher und sicherer für die ganze Familie.
4 T I P P S
Sicherheit & Ver trauen entstehen Schritt für Schritt
Kinder entwickeln Sicherheit und Ver trauen im Wasser durch Zeit, Wiederholung und positive Er fahrungen. Ruhe, Aufmerksamkeit und aktive Begleitung helfen Kindern, sich wohlzufühlen
Aufmerksamkeit
macht den Unterschied
Kinder brauchen Erwachsene, die präsent begleiten – am Wasser genauso wie im Sommeralltag. Aufmerksamkeit, Nähe und klare Absprachen helfen Kindern, sich sicher und frei zu fühlen.
SMILE: für sichere Sommer tage mit Kindern
S = Schatten
M = Mehr trinken
I = Immer cremen
L = Lange UV-Kleidung
E = Extras: Hut & Sonnenbrille
Mit Safe & Sunny begleiten H₂O Wasser erleben und KINDISCH Familien durch den Sommer – mit Wissen, Tipps und Inspirationen rund um Wasserkompetenz und Sonnenschutz.
Mehr Informationen dazu auf Instagram: @kindisch.world oder @firstflow letsswim
Schwimmkurse für Babys & Kinder: www.wassererleben.ch Schweizer Bademode mit UV-Schutz für Kinder: www.kindisch.ch
BRANDREPORT
Sanfter Sonnenschutz für empfindliche Kinderhaut
Kinderhaut ist besonders empfindlich gegenüber Sonne, Hitze und äusseren Einflüssen. Gerade im Sommer braucht sie deshalb einen besonders sanften und zuverlässigen Schutz.
BRANDREPORT
Die Haut von Babys und Kindern ist deutlich dünner und sensibler als die Haut von Erwachsenen. Sonne, Wind, Chlor oder Salzwasser können sie schnell austrocknen oder irritieren. Deshalb achten immer mehr Familien bewusst auf besonders verträgliche Pflege- und Sonnenschutzprodukte.
Die Marke Pioupiou Cosmetics wurde in der Schweiz entwickelt und begleitet Familien mit einer minimalistischen, sanften und sicheren Pflegeroutine – von Geburt an und auch während der
Schwangerschaft.
Besonders im Sommer ist ein zuverlässiger Sonnenschutz essenziell. Die Mineral Sunscreen SPF 50 von Pioupiou schützt empfindliche Kinderhaut mit 100 Prozent mineralischen UV-Filtern vor UV-A- und UV-B-Strahlen. Die Formel wurde speziell für sensible Haut entwickelt und ist bereits ab Geburt geeignet.
Dabei setzt Pioupiou bewusst auf eine besonders sanfte Formulierung ohne Kompromisse bei Hautverträglichkeit und Schutz. Die Sonnencreme lässt sich angenehm auftragen, schützt
zuverlässig im Familienalltag und respektiert gleichzeitig die empfindliche Hautbarriere von Babys und Kindern.
Neben dem Sonnenschutz spielen auch einfache Gewohnheiten eine wichtige Rolle: Schatten, leichte Kleidung, Hüte und regelmässiges Eincremen helfen dabei, Kinderhaut im Sommer optimal zu schützen.
Für Pioupiou steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: Familien im Alltag mit sicheren, verträglichen und liebevoll entwickelten Produkten zu begleiten.
Sommer, Spass und Familienzeit im Splash & Spa Tamaro
Wenn die Sonne den Sommer von seiner schönsten Seite zeigt, wird das Splash & Spa Tamaro zum perfekten Ausflugsziel für Familien. Nur 15 Minuten von Lugano entfernt erwartet Gross und Klein eine einzigartige Wasserund Erlebniswelt voller Action, Entspannung und Feriengefühl – ideal für einen unvergesslichen Sommertag im Tessin.
Im grossen Wasserpark sorgt das Wellenbad für echtes
Meeresfeeling, während das Innenbecken mit integrierter Poolbar zum Entspannen und Geniessen einlädt – hier kann man sich direkt im Wasser mit einem erfrischenden Getränk verwöhnen lassen. Auch die Kleinsten kommen auf dem interaktiven Wasserspielplatz auf ihre Kosten. Wer den Nervenkitzel sucht, erlebt auf sieben spektakulären Wasserrutschen rasante Kurven und schnelle Abfahrten – Attraktionen wie die «Cannon Bowl»
oder der «Gravity Killer» machen jeden Besuch zu einem echten Abenteuer.
An warmen Sommertagen geniessen Gäste auf der grosszügigen Panoramaterrasse die Sonne, ein erfrischendes Getränk von der Bar und den Blick auf den Monte Tamaro. Das Panorama-Aussenbecken mit Massagestationen und Geysiren sorgt zusätzlich für entspannte Ferienmomente. Erwachsene, die Ruhe und Erholung suchen, finden im SpaBereich ihre Wohlfühloase. Verschiedene Saunen, der Hamam,
das Jodsolebecken im Spa-Garten sowie die Ruhebereiche laden ein, neue Energie zu tanken. Der Zutritt zum Spa ist ab 16 Jahren erlaubt oder ab 14 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Ob actionreicher Familienausflug, entspannte Stunden am Wasser oder ein Sommertag voller Genuss – das Splash & Spa Tamaro verbindet Spass, Erholung und Ferienfeeling unter einem Dach. Attraktive Familienpakete runden das Erlebnis ab.
FOTOS: ZVG
Spezielle Orte zum Abkühlen im Sommer
30 Grad im Schatten, die Luft flirrt – doch in den sieben Regionen der Kinderregion ist für Abkühlung gesorgt. Auch dort, wo man sie nicht erwartet: zwischen Bären und Sikahirschen, mitten in der Grossstadt, tief unter der Erde oder im Bergdorf.
Im Natur- und Tierpark Goldau machen es die Tiere vor: Während Bären durchs Wasser streifen und Enten im Teich Bahnen ziehen, hüpfen Kinder durch den Springbrunnen oder planschen am Bachspielplatz. Ganz anders, aber genauso erfrischend: die Wolkendusche im Aussenbereich des Swiss Science Center Technorama in Winterthur. Zwischen hohen Stahlwänden schweben Nebelschwaden aus Hunderten Düsen durch die Luft. Familien rennen lachend hindurch – und halten plötzlich inne, wenn nebenan der weltgrösste Wassertropfen zu Boden platscht und alle nass spritzt.
Auch Zürich versprüht urbane Sommerfrische: Auf dem Sechseläutenplatz tanzen Kinder barfuss durch die Fontänen, während ringsum das Stadtleben pulsiert. Ruhiger geht es im Naturschutzgebiet gelegenen Katzensee zu, wo ein 80 m langer Badestrand zum Sonnen und Spielen einlädt. Und auch am Tobelweiher von Pfäffikon entstehen zwischen Staudämmen Feriengefühle.
Weiter oben in den Bergen wird Wasser zum Abenteuerspiel. Auf dem Stoos wird am Spielplatz beim Seeli gestaut und gepumpt, während nebenan der Grill zischt und im Kneippbecken müde Füsse abtauchen. Am fjordartigen Klöntalersee gibt es Camping mit Bergpanorama und das wohl ungewöhnlichste Glacé der Region – geliefert per Boot ans Ufer.
Wer statt in die Höhe lieber in die Tiefe will und Gänsehaut nicht scheut, taucht in die Höllgrotten bei Baar hinab: konstante 10°C, tropfendes Wasser, schimmernde Stalaktiten und kleine Seen verleihen der Höhlenwelt etwas Mystisches – eine Gegenwelt zum Rivertubing in Brunnen oder dem Wakeboarden in Stäfa, wo das Wasser seine wilde Seite zeigt.
Ob Fontäne, Kneippbecken, Höhle oder Welle – in der Kinderregion kann der Sommer kommen!
Diese und viele weitere inspirierende Erlebnistipps gibt es auf kinderregion.ch. Das Ideenportal informiert Eltern, Grosseltern, Gottis und Göttis über bekannte Ausflugsziele und verrät Geheimtipps. So kommt bei kleinen Wundernasen, Wasserratten und Wanderfritzen sicher keine Langeweile auf!
Jetzt alle SommerAusflugstipps entdecken.
Pläne schmieden leicht gemacht
Beyond the limits of sight, an entire world unfolds within the human body. Martin Oeggerli journeys into it as both scientist and artist. Presented at the Novartis Pavillon, the exhibition explores the hidd en landscapes within us.