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AT – Österreichs Bauwirtschaft und Industrie

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Eine Kampagne rund um zwei zentrale Pfeiler der österreichischen Wirtschaft

Lesen Sie die gesamte Kampagne auf zukunftindustrie.info

Österreichs Bauwirtschaft

"Die Zukunft des Bauens liegt im Weiterbauen, Umbauen und Aktivieren vorhandener Strukturen."

Arch. DI Daniel Fügenschuh, Präsident der Bundeskammer der Ziviltechniker:innen

Seite 8

Wie gut ist die Industrie auf NIS-2 vorbereitet?

Cybersicherheitsexpertin

Verena Becker, Bundessparte Information und Consulting/WKO

Seite 4

Bestand oder Neubau –Was schafft den größten Wert?

Christoph Müller-Thiede, IG Lebenszyklus Bau

Seite 6

IN DIESER AUSGABE

"Pfusch am Bau" vermeiden

Günther Nussbaum über seine Erfahrungen

CONTENT-PARTNER:

Project Manager: Lena Dragoljic, MA, Igor Henninger, MSc

Business Developer: Julia Stempfer, MA, Paul Pirkelbauer, BA Lektorat: Sophie Müller, MA Grafik und Layout: Juraj Príkopa

Managing Director: Bob Roemké

Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock

Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien

Impressum: mediaplanet.com/at/impressum/

Distribution: STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. Druck: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 676847785216

E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com ET: 30.06.2026

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Mediaplanet Austria

VORWORT

Standort stärken, Investitionen beschleunigen

Wolfgang Hattmannsdorfer

Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus

Die Bauwirtschaft schafft Arbeitsplätze, sichert Wertschöpfung und ist wichtige Grundlage für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig verbindet sie Industrie, Innovation und Infrastruktur. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig sie für den Standort Österreich ist.

Damit Investitionen schneller umgesetzt werden können, braucht es einfachere Regeln und schnellere Verfahren. Unternehmen verlieren oft zu viel Zeit durch komplizierte Zuständigkeiten, lange Genehmigungen und aufwendige Berichtspflichten. Das kostet Geld, bindet Arbeitszeit und bremst Projekte.

Deshalb hat die Bundesregierung ein großes Entbürokratisierungspaket beschlossen. Österreich soll so schneller, einfacher und digitaler werden. Es sind viele kleine Verzögerungen, die Projekte verteuern und Investitionen bremsen. Weniger Papier und Wege und einfachere Abläufe sollen zur schnelleren Umsetzung von Genehmigungen und Projekten beitragen. Wenn Zuständigkeiten klar geregelt sind, profitiert der gesamte Standort Österreich.

Bauwirtschaft und Industrie müssen stärker gemeinsam gedacht werden. Moderne Industrie braucht leistungsfähige Infrastruktur, gute Energieversorgung und moderne Standorte. Umgekehrt profitiert die Bauwirtschaft von Innovationen, neuen Technologien und Investitionen der Industrie.

Mit der Industriestrategie Österreich 2035 soll Österreich bis 2035 wieder unter die Top 10 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften gelangen. Dafür setzen wir auf Innovation und wirtschaftliche Resilienz. Die Strategie definiert neun branchenübergreifende Schlüsseltechnologien und stellt bis 2029 ca. 2,6 Mrd. Euro im Rahmen des FTI Pakts bereit. Unternehmen investieren dort, wo Rahmenbedingungen und Verfahren verlässlich sind. Wir setzen auf Entlastung, Planungssicherheit und moderne Standortpolitik. Betriebe sollen keine Zeit mit Bürokratie verlieren, sondern bauen können.

Österreich hat starke Unternehmen, engagierte Mitarbeiter:innen und Innovationskraft. Mit den richtigen Rahmenbedingungen gewinnt unser Standort wieder an Stärke.

Entgeltliche

Entgeltliche Einschaltung

Alle unter einem Dach

Erhöhte Kosten, Verspätungen, Konflikte und Gerichtsprozesse gehören im Bauwesen zum Alltag. Projekte auf Grundlage von Allianzverträgen zeigen aber, dass es auch anders geht. Stephan Heid und Daniel Deutschmann von der Kanzlei Heid und Partner erklären, wie dieses Modell funktioniert.

Was zeichnet Allianzverträge aus?

Heid: Der Grundgedanke ist die Ausrichtung der Interessen aller Beteiligten auf gemeinsame Projektziele. Um dies zu erreichen, wird ein entsprechendes Vergütungsmodell vereinbart, das eine vom Erreichungsgrad abhängige Bonus-Malus-Regelung und ein weitgehend gemeinsam getragenes Risiko umfasst. Allianzverträge unterscheiden sich von ‚klassischen‘ österreichischen Bauverträgen insbesondere im Vergütungsmodell, der Risikoteilung, der Organisationsstruktur und der Konfliktbehandlung.

Welche Erfahrungen hat man damit bisher gemacht?

Deutschmann: Weltweit sehr gute – mit dem partnerschaftlichen Vertragsmodell des Allianzvertrags werden international seit fast 40 Jahren überdurchschnittliche Projektergebnisse erzielt. In vielen Ländern ist das Allianzmodell ein Standard-Vertragsmodell zur Abwicklung komplexer Projekte.

Und dennoch sind klassische Verträge in Österreich weiter die Regel?

Deutschmann: Das ändert sich seit einer Weile. Seit 2017 werden im DACH-Raum ebenfalls vermehrt

Allianzverträge eingesetzt. Große Infrastrukturauftraggeber:innen, wie zum Beispiel die ÖBB, ASFINAG, TIWAG, DB, Amprion oder

Stephan Heid (rechts) und Daniel Deutschmann (links) – Partner bei Heid und Partner Rechtsanwälte

SBB, setzen seit einigen Jahren vermehrt auf eine partnerschaftliche Projektabwicklung.

Das ist aber noch nicht die Mehrheit.

Deutschmann: Die Erfahrung zeigt, dass sich viele Auftraggeber:innen erst trauen, neue Vergabe- oder Vertragsmodelle umzusetzen, wenn sie sehen, dass es bei Projekten anderer funktioniert. Ohne grei are Praxisbeispiele bleibt ein Umstieg für viele Auftraggeber:innen oft zu ‚riskant‘. Wesentlich ist daher, weitere Pilotprojekte zu realisieren und die dabei gesammelten Erfahrungen transparent zu veröffentlichen.

Heid und Partner kann in der Hinsicht einiges berichten: Ihre Kanzlei hat 2017 den allerersten Allianzvertrag hierzulande umgesetzt, auf den weitere folgten. Wie fällt Ihre Bilanz bislang aus?

Heid: In Österreich wurden bisher unter der Begleitung von Heid und Partner 13 Allianzverträge für ein Projektvolumen von insgesamt rund 1,74 Milliarden Euro abgeschlossen. Sieben dieser Bauprojekte sind bereits beendet und bestätigen die internationalen Erfolge: überdurchschnittliche Projektergebnisse, hohe Zufriedenheit der Beteiligten auf der Baustelle und in der Führungsebene, keine Konflikte im Projekt, keine jahrelangen Streitigkeiten über Mehrkosten und keine Gerichtsverfahren.

Das ist eine im Bauwesen nicht unbedingt übliche Harmonie. Wie schaffen Sie das?

Heid: Bei Allianzverträgen werden einzelne Risiken oder daraus resultierende Schadensfälle nicht dem jeweiligen ‚Verantwortlichen‘ zugewiesen, sondern gemeinsam getragen. Der Großteil der Entscheidungen wird in einer durch Auftraggeber:innen und Auftragnehmer:innen gemeinsam besetzten Organisationsstruktur getroffen, die sich aus Board, Management und untergeordnetem Projektteam zusammensetzt.

Durch die Zusammenarbeit der Beteiligten steht somit eine höhere Lösungskompetenz zur Verfügung.

Aber auch dort sind sich doch sicher nicht immer alle Beteiligten einig?

Deutschmann: Für den Fall von Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten ist ein mehrstufiger standardisierter Konfliktlösungsprozess vorgesehen, der folgende Stufen umfasst: Problemlösung am Entstehungsort, Befassung der übergeordneten Instanzen, Mediation und Schiedsgericht. Optimierungsvorschläge werden im Rahmen der Partneringphasen gemeinsam diskutiert und festgelegt. So lässt sich auch in den folgenden Bauabschnitten ein hohes Maß an Kosten- und Terminsicherheit erreichen.

Lesen Sie mehr unter heid-partner.at

EXPERTISE

Verena Becker, Cybersicherheitsexpertin in der Bundessparte Information und Consulting / WKO und Co-Founderin Women4Cyber

Cybersicherheit

Cybersicherheitsexpertin Verena Becker, Bundessparte Information und Consulting/WKO, im Interview.

Das NISG (Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz) 2026 tritt am 1. Oktober in Kraft. Sind Industrieunternehmen darauf vorbereitet?

Der Großteil der betroffenen Unternehmen kennt die Vorgaben, aber Wissen allein reicht nicht. Die Umsetzung, allen voran ein strukturiertes Risikomanagement und darauf au auend Security-Maßnahmen werden häufig hinausgeschoben. Ab Oktober sind die Vorgaben einzuhalten, bis zum Jahresende müssen sich wesentliche und wichtige Einrichtungen registrieren.

Warum braucht es gesetzliche Vorgaben?

Unternehmen stehen unter starkem wirtschaftlichem Druck, Cybersicherheit wird oft fälschlich als Kostentreiber gesehen und erst nach einem Vorfall priorisiert. Die Industrie ist hochdigitalisiert, neue Technologien steigern Effizienz, aber auch Angriffsflächen. Gleichzeitig erfolgen Angriffe durch KI gezielter, professioneller und häufiger über weniger geschützte Dienstleister:innen. Cybersicherheitsvorfälle schaden oft nicht nur das eigene Unternehmen, sondern Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes.

Fallen alle Industrieunternehmen unter das NISG 2026?

Nicht pauschal, aber es sind vermutlich die meisten betroffen. Das NISG 2026 gilt z. B. für Lebensmittelindustrie, chemische Industrie oder verarbeitende Gewerbe wie

Wird Cybersicherheit als reines IT-Thema behandelt, wird die gesetzliche Dimension verkannt.

Maschinenbau. Entscheidend sind Sektortätigkeit und mittlere oder große Unternehmensgröße. Häufig wird die Einbeziehung verbundener und Partnerunternehmen bei der Größenberechnung nicht bedacht. Auch interne IT-Dienstleister:innen, die als Managed Service Provider unter das NISG 2026 fallen, werden oft übersehen.

Wie sollten Unternehmen vorgehen?

Strukturiert: Vorab sind Zuständigkeiten rechtlich zu klären. Danach folgt eine GAP-Analyse zur Identifikation des Handlungsbedarfs. Abhängig von der individuellen Risikoanalyse werden Maßnahmen umgesetzt, etwa Schulungen für Mitarbeiter:innen und Prozesse für den Umgang mit Cybersicherheitsvorfällen.

Was sind typische Stolpersteine? Das NISG 2026 adressiert ausdrücklich die Geschäftsleitung. Sie muss das Risikomanagement steuern, Ressourcen bereitstellen und auch selbst Schulungen absolvieren. Wird Cybersicherheit als reines IT-Thema behandelt, wird die gesetzliche Dimension verkannt.

Wie stellen sich Kosten und Nutzen der Maßnahmen dar?

Die Umsetzung ist ressourcenintensiv, sowohl finanziell, als auch personell. Gleichzeitig erhöhen die Maßnahmen das Sicherheitsniveau deutlich. Entscheidend ist, Cybersicherheit nicht nur als gesetzliche Pflicht, sondern auch als Investition in die Resilienz des Unternehmens und das Vertrauen von Kund:innen und Partner:innen zu verstehen.

Sie sind Co-Gründerin von Women4Cyber Austria zur Stärkung von Frauen in der Cybersicherheit. Welche Rolle spielt Diversität hier?

Cybersicherheitsrisiken sind komplex und hochdynamisch. Unterschiedliche Perspektiven verbessern Analysen und Entscheidungen. Ein Frauenanteil von nur rund 14 % in der Cybersicherheit ist ein strukturelles Defizit, das wir uns angesichts des Fachkräftemangels nicht leisten können.

Gezielte Förderung von Frauen, z. B. durch Mentoringprogramme oder ein bestärkendes Arbeitsklima im Unternehmen, schaffen echten Mehrwert.

Wie sollten Industrieunternehmen jetzt vorgehen?

Handeln: Zuständigkeiten klären, Maßnahmen strukturiert umsetzen, bei Bedarf externe Expert:innen einbinden. Informationen rund um das Thema sind auf https://wko.at/nis verfügbar.

Christoph MüllerThiede

Vorsitzender der IG Lebenszyklus Bau

Bestand oder Neubau – Was schafft den größten Wert?

Die Bau- und Immobilienwirtschaft muss klimafit, ressourcenschonend und wirtschaftlich tragfähig werden. Die Frage „Bestand oder Neubau?“ wird dabei oft zu einfach gestellt. Denn entscheidend ist nicht der Vergleich von Quadratmeterkosten. Entscheidend ist, welche Lösung über den Lebenszyklus hinweg den größten unternehmerischen, ökologischen und kulturellen Wert schafft. Bestand ist nicht automatisch günstiger. Sanierungen können komplex sein, Risiken bergen und hohe Anfangsinvestitionen erfordern. Aber Bestand ist fast immer zu wertvoll, um ihn vorschnell aufzugeben. In bestehenden

Entgeltliche Einschaltung

Gebäuden stecken graue Energie, Material, Tragstrukturen, Infrastruktur, Lagequalität und Identität – Werte, die in Kostenrechnungen oft unsichtbar bleiben.

Der blinde Fleck vieler Entscheidungen liegt genau dort: Betrachtet wird der Investitionsaufwand. Zu selten einbezogen werden Rückbaukosten, CO2 eines Ersatzneubaus, Materialverfügbarkeit, Genehmigungsrisiken, Zeit, Standortqualität und die Frage, wie schnell Flächen aktiviert werden können.

Es geht nicht um Sanierung um jeden Preis. Nicht jedes Gebäude ist erhaltenswert. Aber viele Gebäude sind entwicklungsfähig, wenn früh genug interdisziplinär gedacht

wird. Eine Lebenszyklusbetrachtung verbindet Kosten, CO2, Nutzungspotenzial, Machbarkeit, Identität und Transformationsfähigkeit. Sie zeigt, wann Sanierung sinnvoll ist, wann Weiterbauen neue Geschäftsmodelle ermöglicht und wann Neubau die bessere Lösung ist.

Der Bestand ist kein Hindernis auf dem Weg in die Zukunft. Er ist vielfach Ausgangspunkt für neue Wertschöpfung, für CO2-Reduktion, Ressourcenschonung, lebendige Quartiere und eine Bauwirtschaft, die nicht nur im Mehrbauen, sondern im Weiterbauen denkt.

Gold für die CU – Hochschule Kärnten

Die CU – Hochschule Kärnten wurde mit dem renommierten Sustainability Award 2026 in Gold ausgezeichnet. Prämiert wurde der Masterstudiengang Architektur für sein zukunftsweisendes Ausbildungskonzept „Fit für die BAUwende“, das Studierende gezielt auf die nachhaltige Transformation des Bauwesens vorbereitet.

Im Mittelpunkt stehen klimafreundliches Planen und Bauen, Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonende Materialstrategien, Bauen im Bestand sowie die Entwicklung lebenswerter Räume für kommende Generationen. Die Auszeichnung bestätigt den Anspruch der CU – Hochschule Kärnten, Nachhaltigkeit nicht nur zu lehren, sondern aktiv mitzugestalten.

Ein besonderer Vorteil für Studierende und Praxispartner ist der Campus Spittal: Hier sind mit

Lesen Sie mehr unter ig-lebenszyklus.at

Architektur, Bauingenieurwesen, Nachhaltigem Immobilienmanagement und Digital Construction Management sämtliche Studienrichtungen der Bauwertschöpfungskette unter einem Dach vereint. Diese interdisziplinäre Ausbildung schafft genau jene Kompetenzen, die die Bauwirtschaft für die Herausforderungen der Zukunft benötigt.

Die Jury des Sustainability Awards würdigte insbesondere den ganzheitlichen Bildungsansatz und den Beitrag zur Ausbildung jener Fachkräfte, die die BAUwende in Österreich aktiv vorantreiben werden.

CU – Hochschule Kärnten. Gemeinsam die Zukunft des Bauens gestalten.

Erfahren Sie mehr unter

Entgeltliche Einschaltung

35 Jahre Drees & Sommer Österreich:

Vom Projektmanager zum ganzheitlichen Projektpartner

Vor 35 Jahren eröffnete Drees & Sommer seinen ersten österreichischen Standort in Wien. Heute ist das Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen bundesweit tätig – mit rund 150 Mitarbeiter:innen an sechs Standorten und dem Anspruch, Bau-, Immobilien- und Infrastrukturprojekte voranzubringen und erfolgreich umzusetzen.

Als Drees & Sommer 1991 sein erstes Büro in Wien eröffnete, standen klassische Projektmanagementleistungen im Mittelpunkt. Heute begleitet das Unternehmen Bau-, Immobilien- und Infrastrukturprojekte entlang ihres gesamten Lebenszyklus beginnend bei Strategie und Planung über Projektmanagement und -steuerung bis hin zu Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsthemen.

Der Anspruch, Veränderungen früh zu erkennen und aktiv voranzutreiben, prägt Drees & Sommer seit der Gründung 1970. Bereits damals beschäftigte sich das Unternehmen mit Nachhaltigkeit – lange, bevor das Thema gesellschaftlich im Fokus stand.

Vom Wiener Büro zum österreichweiten Netzwerk „Einer der bedeutendsten Entwicklungsschritte war die Transformation zu einem österreichweit tätigen Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen“, sagt Gerald Herndlhofer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Drees & Sommer Österreich. Seit dem Markteintritt 1991 hat sich Österreich zu einem wichtigen Markt, Innovationsstandort und

Brückenkopf in Richtung Mittelund Osteuropa entwickelt. Mit der Erweiterung des Leistungsportfolios, dem Au au der Generalplanung sowie des Baumanagements entwickelte sich Drees & Sommer zu einem Partner für die ganzheitliche Abwicklung komplexer Bau-, Immobilien- und Infrastrukturprojekte. Heute erhalten Auftraggeber:innen strategische Beratung, Planung, Projektmanagement, Baumanagement und Nachhaltigkeitskompetenz aus einer Hand. Für die kommenden Jahre sieht Herndlhofer große Transformationsaufgaben: die Modernisierung von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die Energiewende sowie den Ausbau nachhaltiger Mobilitäts- und Infrastrukturprojekte. „Entscheidend wird sein, unser Know-how zu vernetzen und Projekte schneller, nachhaltiger und wirtschaftlicher umzusetzen.“

Drees & Sommer ist neben Wien auch in Linz, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck und Dornbirn vertreten. „Diese Regionen verfügen über starke Unternehmen, spannende Projekte und eine hohe Innovationskraft“, erklärt Geschäftsführerin Nicole Rumpler. Die Verbindung von regionaler Nähe und dem internationalen Know-how von mehr als

6.500 Mitarbeiter:innen der Drees & Sommer Gruppe ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Transformation erfolgreich umsetzen

Für Georg Stadlhofer, Geschäftsführer von Drees & Sommer Österreich, ist die Entwicklung der vergangenen Jahre vor allem das Ergebnis konsequenter Weiterentwicklung und starker Teams: „Besonders stolz macht mich die kontinuierliche Erweiterung unseres Leistungsportfolios von der Projektsteuerung bis hin zur ganzheitlichen Projektabwicklung.“ Möglich wurde diese Entwicklung durch Mitarbeiter:innen, die Verantwortung übernehmen, ihr Wissen teilen und gemeinsam mit Kund:innen Lösungen entwickeln.

35 Jahre Drees & Sommer Österreich stehen für die Fähigkeit, komplexe Projekte und Transformationen von der Konzeptphase bis zur Fertigstellung erfolgreich umzusetzen. Der Anspruch, Veränderungen früh zu erkennen, Innovationen voranzutreiben und Zukunftsthemen aktiv mitzugestalten, prägt das Unternehmen seit dem Markteintritt 1991. Und genau dieser Anspruch wird auch die kommenden Jahrzehnte bestimmen.

Ganzheitliche Planung: Nachhaltigkeit und leistbarer Wohnraum sind kein Widerspruch

Leben, arbeiten, wohnen: Was immer wir tun – wir sind umgeben von gebauter Umwelt, die entworfen, geplant und errichtet wurde. Angesichts der komplexen Herausforderungen unserer Zeit kommt Ziviltechniker:innen als unabhängigen Planer:innen eine Schlüsselrolle zu.

Der Gebäudesektor verursacht mit 38 % einen erheblichen Anteil der globalen Treibhausgasemissionen, macht 40 % des europäischen Energiebedarfs aus und ist in Österreich für 75 % des Abfallau ommens verantwortlich. Die gebaute Umwelt ist damit ein zentraler Hebel für eine sichere und nachhaltige Zukunft, den es zu nutzen gilt. Zudem verwenden wir einen immer größeren Anteil unseres Einkommens für das Wohnen. Das ist baukulturell betrachtet grundsätzlich gut – jedoch nicht, wenn die höheren Kosten durch steigende Bau- und Energiekosten sowie Bürokratie entstehen.

Aufgrund der aktuellen Situation ergibt sich ein Mangel an leistbarem Wohnraum, während viele Häuser teilweise leer stehen. Für uns Ziviltechniker:innen ist klar: Die Zukunft des Bauens liegt im Weiterbauen, Umbauen und Aktivieren vorhandener Strukturen. Die Wiederbelebung von Ortskernen, die Mobilisierung von Leerständen und Brachflächen sowie eine konsequente Stärkung der Umbaukultur sind zentrale Bausteine einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung, die den angesprochenen Herausforderungen gerecht wird. Dabei war das Bauen selbst lange Teil des Problems – und muss jetzt

auch Teil der Lösung werden. Planer:innen sind gefordert, neue Wege zu entwickeln, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Bedürfnisse miteinander verbinden. Nur so kann echte Nachhaltigkeit gelingen, die Klimaschutz und Leistbarkeit im Wohnbau vereint. Als hochqualifizierte Expert:innen in den Bereichen Architektur und Ingenieurwesen wissen wir, dass kreative und qualitätsvolle Lösungen immer wichtiger werden, wenn es darum geht, Strukturen weiterzuentwickeln und maßgeschneidert und bedürfnisorientiert zu bauen.

Entgeltliche Einschaltung

Baukosten und Klimaziele im Gleichgewicht von Anfang an –NEVARIS Build

Wie öffentliche Bauherr:innen mit NEVARIS Build schneller zu sicheren

Entscheidungen kommen

Steigende Baukosten, komplexe Fördervorgaben und ambitionierte Klimaziele erhöhen den Druck auf öffentliche Bauherr:innen. Der vermeintliche Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit lässt sich heute jedoch besser steuern – wenn beide Aspekte von Beginn an gemeinsam betrachtet werden. Genau hier setzt NEVARIS Build an und verknüpft Kosten, Mengen und Ökokennwerte in einer integrierten Entscheidungslogik.

Die Relevanz dieses Ansatzes zeigt auch die Auszeichnung mit dem buildingSMART BIM Champion 2026 für das Projektteam rund um Ucaneo, B.I.G. Holding SE, Vollack Gruppe und NEVARIS. Prämiert wurde das Projekt „Baukosten und Ökoziele im Einklang mit Target Value Design am Projekt Ucaneo und B.I.G. in Berlin“ in der Kategorie „Von der Planung bis in den Betrieb“, bei dem ökonomische und ökologische Ziele konsistent im BIM-Prozess zusammengeführt werden.

Im Zentrum steht dabei ein weiterentwickelter TargetValue-Design-Ansatz: Während TVD klassisch die Einhaltung von Zielkosten als verbindliche Steuerungsgröße definiert, werden hier zusätzlich lebenszyklusbezogene CO2e-Zielwerte gleichrangig integriert. Zielkosten und ökologische Anforderungen fließen früh in Planung, Vergabe und Ausführung ein. Für öffentliche Bauherr:innen wird so aus einem Spannungsfeld ein messbarer und aktiv steuerbarer Prozess, denn: „Nur, was sich messen lässt, lässt sich auch steuern“, so Ruth Schiffmann, CEO NEVARIS Bausoftware GmbH. In der Praxis scheitern diese Prozesse oft an Insellösungen: AVA-Systeme, Excel und separate Ökobilanzierungs-Tools erschweren konsistente und frühe Entscheidungen. NEVARIS Build bündelt dagegen IFC-Modell, Leistungsverzeichnis, Kalkulation und CO2-Auswertung über alle Projektphasen hinweg in einem System und schafft so eine durchgängige Datenbasis.

Besonders bei der Variantenbewertung entsteht dadurch ein Vorteil: Unterschiedliche Bauweisen können bereits in frühen Phasen wirtschaftlich und ökologisch fundiert verglichen werden. Das schafft Transparenz bei Entscheidungen, die sowohl förderfähig, als auch politisch und wirtschaftlich tragfähig sein müssen. Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkung schließen sich dabei nicht aus. Statt des niedrigsten Preises rückt der beste Gesamtwert in den Fokus – ein entscheidender Mehrwert für öffentliche Auftraggeber:innen. Angesichts wachsender Berichtspflichten und Nachhaltigkeitsanforderungen wird eine zentrale Datenbasis immer wichtiger. NEVARIS Build macht nachhaltiges Bauen so zu einem integrierten Bestandteil der Projektsteuerung – nicht zu einer nachgelagerten Zusatzaufgabe. Wer wirtschaftlich bauen und zugleich ökologische Anforderungen verlässlich erfüllen will, findet in NEVARIS Build die passende digitale Grundlage.

EXPERTISE

Mit Planung und Koordination „Pfusch am Bau“ vermeiden

Wer in der Sendung „Pfusch am Bau“ landet, hat möglicherweise im vorvertraglichen Umfeld schlecht bis gar nicht geplant und auf der Baustelle Koordination mit Kooperation verwechselt.

Bau-Sachverständiger

Bekannt aus der erfolgreichen Sendung „Pfusch am Bau“

Doch wer koordiniert die Gewerke untereinander? Eine Detailbesprechung ist nötig, da die meisten Bauschäden und -fehler gewerksübergreifend passieren. Muss der Installateur auf den fehlenden Glattstrich am Planziegelmauerwerk hinweisen? Hat der Kellerbaumeister die Pflicht, den Bemessungswasserstand zu erkunden?

Ein Planer und die örtliche Bauaufsicht (ÖBA) decken derartige Risiken ab und kümmern sich darum, dass Schnittstellen funktionieren und die benötigten Leistungen zum richtigen Zeitpunkt geliefert und fachgerecht umgesetzt werden. Planung und ÖBA funktionieren aber nur dann, wenn deren Aufgaben exakt beschrieben werden. Nachdem es keine Norm für die Pflichten der ÖBA gibt, muss der Bauherr:innenwunsch im Vorfeld genau definiert werden.

Kaum eine Planung schafft es, einen Detailplan für alle Gewerke vorzulegen. Wer eine untaugliche Detailplanung vorlegt, riskiert teure Nachträge. Fehlerhafte, nicht ausführbare Leistungen werden günstig kalkuliert. Planer:innen erhalten ein Honorar und investieren viel Zeit in die Vorbereitung. Warum sollte ein:e Kalkulant:in Tage mit der Prüfung der Planunterlagen verbringen? Anbieter:innen müsssen wirtschaftlich denken – unklare oder fehlerhaft beschriebene Positionen werden daher häufig mit niedrigen Ansatzpreisen versehen. Damit steigt die Chance, als Bestbieter:in den Auftrag zu erhalten. Erst nach der Vergabe erfolgt die genaue Prüfung. Werden dabei Planungsfehler, Widersprüche oder fehlende Leistungen erkannt, können – gestützt auf die Warnpflicht und die vertraglichen Regelungen – Nachträge geltend gemacht werden.

Günther Nussbaum

Entgeltliche Einschaltung

Hochwertiger Individualdruck für Fassaden und Innenräume

Mit Individualdruck überträgt Fundermax Motive, Logos und grafische Konzepte auf Fassaden- und Innenraumplatten. Die Klimt-Fassade an der Medizinischen Universität Wien zeigt, welche Detailtiefe im großen Format möglich ist.

Am Anna-Spiegel-Forschungsgebäude der MedUni Wien ist Gustav Klimts „Die Medizin“ als 411 m2 großer Fassadendruck zu sehen. Fundermax setzte das Bild hochaufgelöst auf Max Compact Exterior Platten um. Im Fassadenbereich bietet das Unternehmen als einziger Anbieter Individualdruck in dieser Qualität an. Die Motive erscheinen mit hoher Bildschärfe auf Platten, die UV-Strahlung, Niederschlag, Temperaturwechsel und mechanischer Belastung standhalten.

Diese Individualdruck-Technologie ist seit 20 Jahren im Einsatz. Eigene Motive, Logos, Designs

oder Leitsysteme lassen sich direkt auf Max Compact Exterior Platten sowie auf Interior Platten umsetzen. Corporate Design, künstlerische Gestaltung oder Wegeführung prägen damit dauerhaft Fassaden und Innenräume, etwa in Bildungsund Gesundheitsbauten, Hotels oder an Unternehmensstandorten.

Vom Gemälde zur bedruckten Fassade

Für die Klimt-Fassade rekonstruierten das Belvedere und Google Arts & Culture das verloren geglaubte Fakultätsbild von Gustav Klimt digital. Rund ein Jahr lang begleitete Fundermax das Projekt. Das Team bereitete das Druckbild

für das große Format vor und stimmte bauliche Details, Sicherheit sowie Brandschutz mit den Projektpartnern ab. Als Weltmarktführer für hochwertige Fassadenplatten bringt Fundermax Erfahrung aus Fassaden- und Innenraumanwendungen in den Individualdruck ein. Die Ausgangsbasis für Max Compact Exterior Platten sind Kraftpapiere aus Zellulosefasern. Die verwendeten Holzrohstoffe stammen von FSC®- oder PEFCzertifizierten Lieferant:innen.

Durch Imprägnierung und Verpressung entstehen daraus besonders langlebige und widerstandsfähige Platten.

Ein Meisterwerk für die Ewigkeit: Klimts „Die Medizin“:

Sie brauchen Beton, der mehr kann. Wir bieten die passende Lösung.

Lesen Sie mehr unter: fundermax.com

Gemeinsam besser

Baumit BauMinator® ressourcenschonendes, automatisiertes und individuelles Bauen

Der Baumit BauMinator® ist eine innovative 3D-Beton-Drucklösung für die Bauindustrie, die automatisiertes, präzises und ressourcenschonendes Bauen ermöglicht und neue gestalterische Freiheiten eröffnet.

█ Neue Architektur durch individuelle Formen

█ 31 % weniger CO2

█ 45 % leichter als konventionelle Decken

Hier geht’s zum Baumit BauMinator® Video:

Baumit. Ideen mit Zukunft.

Bauhof Bludenz

Entgeltliche Einschaltung

Transparenz: Der Hebel für nachhaltigeres Bauen

Giv Noori-Khadjavi von Holcim Österreich erklärt im

Interview, wie CO2-optimierte Baustoffe und transparente

Umweltproduktdeklarationen die Bauwirtschaft klimafit machen.

Giv Noori-Kjhadjavi

Holcim Österreich

Marketing und Produktmanager

Die Bauwirtschaft steht massiv unter Druck, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Welche Rolle spielen klinkerreduzierte Zemente und CO2-optimierter Beton dabei?

Nach Wasser ist Beton das am zweithäufigsten verbrauchte Material auf der Erde und der wichtigste Baustoff der modernen Zivilisation. Mehr als 80 % des Treibhauspotenzials eines Kubikmeters Beton entstehen durch das Bindemittel Zement. Ein wesentlicher Hebel zur Dekarbonisierung liegt daher in der Weiterentwicklung von Zement und Beton.

Klinkerreduzierte Zemente spielen dabei eine zentrale Rolle, da der Klinkeranteil den größten Einfluss auf die CO 2 -Bilanz hat. Deshalb ersetzen wir einen Teil des Klinkers durch Zumahlstoffe wie Hüttensand. In Kombination mit innovativen Produktionstechnologien senken wir so Emissionen deutlich, ohne Qualität oder Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Holcim positioniert sich mit Produkten wie ECOPlanet und ECOPact als Vorreiter. Wo liegen die größten Hebel für die CO2Reduktion?

Der größte Hebel liegt in der Kombination aus Materialinnovation und Prozessoptimierung. Neue Zementrezepturen mit geringerem Klinkeranteil, alternative Energieträger und Kreislaufmaterialien reduzieren Emissionen deutlich. Unsere ECOPlanet-Zemente

ermöglichen mindestens 30 % weniger CO2 im Vergleich zur Branchenreferenz und erfüllen die Kriterien der EU-Taxonomie. Im Betonbereich bieten wir mit ECOPact CO2-optimierte Lösungen, die Reduktionsstufen bis zu mehr als 50 % ermöglichen. Gleichzeitig stärken wir die Kreislaufwirtschaft: Einige unserer Zemente bestehen heute zu über 50 % aus Sekundärmaterialien.

Ein großes Thema sind Umweltproduktdeklarationen (EPDs). Warum sind sie wichtig?

EPDs schaffen Transparenz, sie zeigen die Umweltauswirkungen eines Produkts über den gesamten Lebenszyklus und liefern belastbare Daten für Architekt:innen, Planer:innen sowie öffentliche und private Auftraggeber:innen. So lassen sich etwa die CO2-Emissionen eines Gebäudes bilanzieren. Deshalb stellen wir EPDs für unser gesamtes Zement- und Betonportfolio bereit.

Holcim setzt auch auf CSC-Zertifizierungen. Wie wichtig wird nachvollziehbare Herkunft künftig?

Die Herkunft von Baustoffen wird zunehmend wichtiger. CSC schafft Transparenz entlang der Lieferkette – von der Rohstoffgewinnung bis zur Produktion – und ist vergleichbar mit einem Nachhaltigkeitsnachweis für Beton und Zement. Solche Zertifizierungen gewinnen für Finanzierung und

Werthaltigkeit an Bedeutung. Holcim betreibt die einzigen beiden Platin-zertifizierten Zementwerke Österreichs sowie zwei Gold-zertifizierte Betonwerke.

Wie gelingt der Spagat zwischen Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit?

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit greifen zunehmend ineinander. Nachhaltigkeitskriterien fließen immer stärker in Finanzierung, Ausschreibungen und Risikobewertungen ein. Wer früh auf CO2-optimierte Baustoffe setzt, kann regulatorische Anforderungen besser erfüllen, Risiken reduzieren und sich Wettbewerbsvorteile sichern.

Welche Entwicklungen werden die Bauwirtschaft in den nächsten 5 – 10 Jahren am stärksten verändern?

Regulatorik, Transparenz und Digitalisierung: Mit der neuen Bauprodukteverordnung samt digitalem Produktpass und strengeren Anforderungen an Gebäudeemissionen wird Transparenz auf Produkt- und Gebäudeebene zunehmend verpflichtend. Ab 2028 müssen öffentliche Gebäude mit einer Fläche von mehr als 1000 m² als Nullemissionsgebäude geplant werden. Gleichzeitig setzt die Branche verstärkt auf kreislauff ähige Materialien, CO2-optimierte Baustoffe und datenbasierte Planung.

Lesen Sie mehr unter holcim.at

Entgeltliche Einschaltung

Bauen mit Betonfertigteilen: Effizient, ökonomisch und nachhaltig

13.000 Gleistragplatten, 160.000 Tübbinge (vorgefertigte Bogensegmente) mit einem Gesamtgewicht von 1,12 Mio. Tonnen, was dem Gewicht von 14.000 Taurus-Lokomotiven entspricht – Zahlen, die beeindrucken. Die Rede ist vom jüngst eröffneten Koralmtunnel, dessen Bau zum überwiegenden Teil mit Betonfertigteil-Produkten ausgeführt wurde.

Anton Glasmaier

VÖB-Geschäftsführer

Fertige Bauteile aus Beton werden nicht nur im Tunnelbau eingesetzt. Sie kommen nahezu überall zum Einsatz, wo nachhaltiges und effizientes Bauen gefordert ist. Bei Infrastruktureinrichtungen wie Brücken, in der Abwassertechnik oder im Wohnbau. Auch bei der Gestaltung von Plätzen und Gärten werden vorgefertigte Betonerzeugnisse wie Pflastersteine und -platten eingesetzt. „Beton selbst war aufgrund seiner Langlebigkeit schon in der Antike ein beliebter Baustoff. Man denke nur an das Pantheon in Rom, welches im 2. Jahrhundert nach Christus fertiggestellt wurde und noch heute steht“, erklärt Anton Glasmaier,

nicht-ohne-beton.at

Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB).

Langlebig, effizient und nachhaltig

Zur Langlebigkeit des Baustoffes gesellt sich durch die Systembauweise mit Betonfertigteilen auch ein bedeutender NachhaltigkeitsEffekt. Der Materialeinsatz kann dank Vorfertigung deutlich gesenkt werden. „Unsere Produkte sparen durch schlankes Design, vorgespannte Bewehrung oder Hohlkörper bis zu 40 % Beton je Bauteil“, sagt Glasmaier. Durch die schnellere Bauzeit werden die Emissionen gesenkt, die Anrainer profitieren von einer weit geringeren

Lärm- und Staubbelastung und einem deutlich reduzierten

Baustellenverkehr. Viele Module sind so konstruiert, dass sie am Ende ihrer Nutzungsdauer demontiert und wiederverwendet werden können – Stichwort

Re-Use. „Die Environmental Product Declaration (EPD) - zu Deutsch Umweltproduktdeklaration - erfasst die Umweltauswirkungen unserer Betonfertigteilprodukte über den gesamten Lebenszyklus. Planer, Bauphysiker, Nachhaltigkeitsverantwortliche und alle Interessierten können diese Ökobilanzdaten auf unserer Website abrufen“, sagt Glasmaier.

WIE SCHAFFEN WIR WEGE, OHNE BETON?

Entdecken Sie, wie Beton unsere Zukunft sichert!

Intelligente Produktion dank präziser Messung

Ob Halbleiter, Batterien oder feinmechanische Produkte: Moderne Produktion muss komplexe Produkte in hoher Qualität und mit möglichst geringem Ressourceneinsatz herstellen. Dafür müssen Prozesse nicht nur automatisiert, sondern verstanden, überwacht und geführt werden.

Der Schlüssel dazu sind Messsysteme, die relevante Prozess- und Produkteigenschaften zuverlässig erfassen. Sie liefern die Datenbasis für Automatisierung, Digitalisierung und den Einsatz von KI.

Niemand kann präziser produzieren, als man messen kann. Moderne Produktionssysteme müssen Variantenvielfalt, kurze Taktzeiten, schwankende Materialeigenschaften, Energieeffizienz und Qualität gleichzeitig bewältigen. Qualität kann nicht erst am Ende geprüft werden; sie muss möglichst früh im Prozess abgesichert werden. Dazu sind Eigenschaften oft im Mikro- oder Submikrometerbereich zu erfassen – schnell, robust und unter realen Produktionsbedingungen.

Präzise Inline-Messdaten ermöglichen Qualitätsregelkreise, in denen Prozesse laufend nachgeführt, Abweichungen früh erkannt und Ausschuss reduziert werden können.

Hochgenaue Qualitätskontrolle findet vielfach noch außerhalb der Linie statt: Stichproben werden entnommen, in Messräume gebracht und dort geprüft. Für Referenzmessungen bleibt das wichtig. Für echtzeitnahe Prozessführung und geschlossene Qualitätsregelkreise ist dieses Vorgehen jedoch häufig zu langsam. Liegen Messergebnisse erst vor, wenn größere Mengen produziert wurden, kommt die Information für unmittelbare Korrekturen zu spät.

Hier setzen Inline-Messsysteme an. Die Herausforderung besteht darin, Laborpräzision in industrielle Umgebungen zu übertragen: zu bewegten Werkstücken, vibrierenden Anlagen, wechselnden Temperaturen und hohen Durchsätzen. Solche Systeme müssen Relativbewegungen zwischen Messsystem und Werkstück erfassen und in Echtzeit kompensieren

oder rechnerisch korrigieren. Für Freiformflächen und große Variantenvielfalt (High-Mix, LowVolume) braucht es 3D-Messfähigkeit, Vielseitigkeit und flexible Messpositionen.

Das gelingt nicht durch eine Einzeltechnologie allein. Entscheidend ist die Integration mehrerer Domänen: Optik, Mechatronik, Regelungstechnik, Signalverarbeitung und Datenanalyse. Dadurch werden bei der Entwicklung von InlineMesssystemen gezielt Innovationen an den Grenzen technischer Disziplinen geschaffen. Wer das System ganzheitlich versteht, kann mehr Leistung herausholen, Daten besser interpretieren und Prozessregelungen effizienter machen.

Die Chancen sind erheblich. Präzise Inline-Messdaten ermöglichen Qualitätsregelkreise, in denen Prozesse laufend nachgeführt, Abweichungen früh erkannt und Ausschuss reduziert werden können. Das verbessert die Produktqualität und kann Materialverbrauch und Energieeinsatz senken. Zugleich schaffen solche Messsysteme die Grundlage für datengetriebene Methoden. Mit Domänenwissen kann KI industrielle Produktion deutlich verbessern, vorausgesetzt, die Datenbasis stimmt. Unvollständige oder schlecht kontextualisierte Daten führen nicht zu intelligenter Produktion, sondern zu automatisierter Unsicherheit. Entscheidend ist daher „Good Data“: präzise Daten mit bekannter Qualität und ausgewiesener Unsicherheit, um Robustheit und Vertrauen im 24/7-Betrieb sicherzustellen. Für Österreich liegt darin strategisches Potenzial. Industrielle Wettbewerbsfähigkeit wird langfristig weniger über niedrige Kosten entstehen; und mehr über Qualität, Präzision, Systemverständnis und die Fähigkeit, anspruchsvolle Produkte technologisch souverän und wirtschaftlich herzustellen.

Associate Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ernst Karl Csencsics Institut für Mechatronik und Leistungselektronik, TU Wien

EXPERTISE

Maschinenbau: Kostendruck und Transformation

Der österreichische Maschinen- und Anlagenbau zählt mit knapp 100.000 Beschäftigten zu den tragenden Säulen der heimischen Industrie. Er ist innovationsstark, exportorientiert und für einen großen Teil der industriellen Wertschöpfung verantwortlich.

Gerade diese internationale Ausrichtung mit einer Exportquote von 85 % macht die Branche jedoch anfällig für aktuelle geopolitische Verwerfungen. Sie brechen über einen geschwächten Standort herein, dessen Kostenbasis sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert hat.

Vor allem die stark gestiegenen Lohnstückkosten der letzten fünf Jahre sowie hohe Energiepreise haben die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Österreich gemindert. Hinzu kommen steigende Bürokratiekosten, umfangreiche Meldepflichten und regulatorische Anforderungen. Die geopolitische Lage schwächt das Exportgeschäft. USA und China als Absatzmärkte

verhängen Zölle oder nicht-tarifäre Handelshemmnisse, Kriege und anhaltende Störungen in Lieferketten bremsen Investitionen und verschieben Aufträge. In Folge sind Umsätze im heimischen Maschinenbau seit 2023 rückläufig. Die Antwort darauf: höhere Produktivität bei besseren Standortbedingungen. Unternehmen müssen ihre Investitionen in Automatisierung, Digitalisierung, KI und verstärkte europäische Zusammenarbeit bei Forschung und Innovation beschleunigen. Gleichzeitig bedarf es einer wirtschaftspolitischen Entlastung durch niedrigere Lohnnebenkosten, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine spürbare Reduktion bürokratischer Lasten.

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BUWOG: 75 Jahre glücklich wohnen

Seit 75 Jahren steht die BUWOG für leistbaren, qualitätsvollen Wohnraum in Österreich. Gegründet in den Nachkriegsjahren aus der Not heraus, Wohnungen für Beamte zu schaffen, hat sich das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg zu einem der führenden privaten Wohnbauunternehmen des Landes entwickelt. 2026 feiert die BUWOG Jubiläum – und blickt dabei nicht zurück, sondern entschlossen nach vorne.

Heute verfügt die BUWOG über ein Immobilienportfolio von rund 36.800 Mieteinheiten und verwaltet insgesamt rund 55.000 Wohnungen, Gewerbeobjekte und Stellplätze. Gleichzeitig übernimmt das Unternehmen auch in herausfordernden Zeiten Verantwortung für den Wohnungsmarkt: 2026 starten in Österreich die Bauarbeiten für rund 1.500 Neubauwohnungen, zusätzlich werden rund 450 Wohnungen fertiggestellt. Ein starkes Signal in einem Markt, in dem Wohnraum dringend gebraucht wird.

Mehr als ein Wohnbauunternehmen

Neben dem Neubau und der Bestandsbewirtschaftung bietet die BUWOG im Geschäftsbereich Property Sales Einzelwohnungen, ganze Objekte sowie Portfolios zum Verkauf an. Darüber hinaus setzt die BUWOG auf die laufende Erweiterung ihrer Serviceangebote: Mit dem Rundum-Service-Paket können Eigentümer:innen, institutionelle Investor:innen, Family Offices etc. auf das Know-how des Unternehmens zurückgreifen – von Verwaltung und Vermietung über Instandhaltung bis zur Vermarktung. Damit positioniert sich die BUWOG noch stärker als verlässliche Partnerin entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus. Als Teil eines der führenden europäischen Wohnungskonzerne verbindet die BUWOG internationale Erfahrung mit einem tiefen Verständnis für die österreichischen Wohnbedürfnisse – und denkt Wohnen seit 75 Jahren ganzheitlich.

Wachstum verantwortungsvoll gestalten – durch Neubau, Bestand und Services Die BUWOG setzt auch unter anspruchsvollen

Rahmenbedingungen auf Neubau und bringt wieder Projekte in großem Volumen auf den Weg. Durch gezielte Bestandsankäufe stärkt das Unternehmen sein Portfolio und verbessert gleichzeitig die energetische Qualität seiner Gebäude. Mit der Verwaltung tausender Wohnungen sorgt die BUWOG tagtäglich für Sicherheit, Qualität und ein funktionierendes Zuhause. Der Ausbau des RundumService-Pakets erschließt immer wieder neue Kundengruppen und erhöht die Servicequalität.

Innovation, die Wohnen besser macht

Zeitgemäße Architektur und durchdachte Grundrisse schaffen Wohnraum, der sich an moderne Lebensrealitäten anpasst. Homeoffice-taugliche Konzepte, flexible Wohnlösungen und moderne Mobilitätsangebote gehören dabei längst zum Standard. Digitale Services wie die Kunden-App „Meine BUWOG“ erhöhen Transparenz, Effizienz und Servicequalität.

Nachhaltig bauen, zukunftsfähig wohnen

Energieeffiziente Bauweisen und klimafreundliche

Die Geschäftsführer der BUWOG (v.l.): Andreas Holler und Kevin Töpfer

Versorgungssysteme machen BUWOG-Projekte zukunftssicher. Begrünte Freiräume, Urban Gardening und biodiversitätsfördernde Maßnahmen steigern die Lebensqualität in der Stadt. Ressourcenschonung und verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden stehen im Fokus jeder Entwicklung.

Wohnraum schaffen – Stadtentwicklung mitdenken Als aktive Partnerin von Städten und Gemeinden engagiert sich die BUWOG in der Quartiers- und Stadtentwicklung. Frühzeitige Projektentwicklungen in Stadterweiterungsgebieten schaffen lebendige Nachbarschaften mit Perspektive. Laufende Modernisierungen sorgen dafür, dass auch der umfangreiche Wohnungsbestand dauerhaft zeitgemäß bleibt.

75 Jahre BUWOG bedeuten 75 Jahre Verantwortung für Menschen und Städte. Mit Erfahrung, Innovationskraft und einem klaren Werteverständnis gestaltet das Unternehmen den Wohnungsmarkt auch in Zukunft aktiv mit – für glücklich wohnen heute und morgen.

Weitere Informationen unter www.buwog.at

Terrazza22, 1220 Wien freifinanzierte Eigentumswohnungen

HWB 25–26 kWh/m²a, fGEE 0,75

viéno, 2331 Vösendorf freifinanzierte Mietwohnungen

HWB ca. 30 kWh/m²a, fGEE 0,70

Südtiroler Quartier, 5020 Salzburg Liefering freifinanzierte Mietwohnungen

HWB 30 kWh/m²a, fGEE 0,63

drygalski, 1210 Wien freifinanzierte Eigentumswohnungen

HWB ca. 30 kWh/m²a, fGEE ca. 0,7

FAVORITE TOWER, 1100 Wien freifinanzierte Eigentumswohnungen

HWB 21 kWh/m²a, fGEE 0,71

MY.TURN, 1150 Wien freifinanzierte Mietwohnungen

HWB 21-39 kWh/m²a, fGEE 0,55-0,73

Entdecken Sie unsere zahlreichen Neubau-Angebote.

Unverbindliche Visualisierungen, Änderungen vorbehalten

EXPERTISE

KI als Schlüssel zur Industrie von morgen

KI entwickelt sich rasant zur treibenden Kraft industrieller Innovation. Welche Chancen sich daraus für Österreichs Unternehmen ergeben und wie der Weg von der Idee in die Praxis gelingt, lesen Sie im Interview.

Dr. Eva Eggeling

Leiterin Fraunhofer Innovationszentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz KI4LIFE

Welche Rolle spielt KI aktuell bei der Transformation industrieller Prozesse in Österreich?

KI ist sicher die disruptivste Technologierevolution, die wir bisher erlebt haben. Sie bietet enorme Chancen für die österreichische Industrie – natürlich nur bei Beachtung der möglichen Risiken und mit entsprechenden Kontrollmechanismen für die Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit der Lösungen. Es gilt, diese Chancen zu nutzen, denn andere werden es in jedem Fall tun.

Wo sehen Sie derzeit das größte Potenzial für KI in der Industrie, insbesondere hinsichtlich Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit?

Meiner Meinung nach stehen wir noch am Anfang von dem, was möglich sein wird. Jede datenintensive Branche bringt Potenzial mit sich. Die größten Hebel sehe ich im Bereich Life Sciences und in der Fertigung, wo KI ganze

Wertschöpfungsketten revolutionieren kann.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Integration von KI in bestehende Industrie- und Produktionsumgebungen?

Wir beobachten immer wieder, dass es für Unternehmen schwierig ist, die Schwelle von der prototypischen Lösung in den Produktivbetrieb zu überschreiten. Das gelingt nur, wenn die KI-Anwendung nicht parallel läuft, sondern vollständig integriert wurde. Man sollte dies von vornherein in die Planung einbeziehen – wie in jedem guten Change-Prozess.

Wie können Forschung, Industrie und Technologieunternehmen Innovationen schneller in die Praxis bringen?

Konkrete Use Cases helfen dabei, KI-basierte Lösungen in der Praxis umzusetzen. Am besten beginnt man mit einem kleineren überschaubaren Use Case, auch um

Prozesse zu lernen und Schnittstellen zu definieren. Jedoch sollte man die mittelfristigen Anwendungen zeitnah mitdenken, um strategisch zu planen und Synergien zu nutzen.

Welche technologischen Entwicklungen werden die österreichische Industrie künftig besonders prägen – und welche Rolle spielt KI dabei?

Die Entwicklung wird von der Assistenz-KI zu einer ‚Kolleg:innen-KI‘ führen – das verändert die Art, wie der Mensch KI-Systeme nutzt. Es wird nicht mehr nur darum gehen, einzelne Prozesse zu beschleunigen, sondern darum, Prozessketten oder Systeme auf Effizienz, Nachhaltigkeit usw. zu analysieren und diese im Zweifel völlig umzugestalten. Zukünftig agiert nicht nur Mensch mit KI, sondern auch KI mit KI. Wenn Österreich sich gut darauf vorbereitet, wird uns das einen großen Nutzen bringen.

TU Wien

Leiter Forschungsgruppe Immobilien und Facility Management

KI im Immobilienwesen:

Gamechanger und Gefahr zugleich?

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Die Meinungen dazu sind sehr kontrovers: von Jobkillerin bis hin zur Wohltäterin existieren unterschiedlichste Ansichten. Lassen Sie mich zwei Perspektiven von KI im Immobilienbetrieb herausgreifen.

KI wird verstärkt unsere Arbeitswelten verändern, da sie nicht nur viele Routinetätigkeiten übernimmt, sondern auch Input im kreativen Bereich liefert. Das heißt, das Aufgabenfeld von Menschen ändert sich stark – und damit auch der Bedarf an Infrastruktur. Das Büro wird vor allem als Ort der Kommunikation und Kreativität dienen. Das bedeutet nicht nur weniger, sondern vor allem andere Flächen – solche, die Teambuilding und Innovation fördern. Das wird zur Folge haben, dass ihre Nutzung weiter abnimmt. An Montagen und Freitagen sind die Büros schon jetzt fast leer – wohingegen in der Wochenmitte die

Auslastung am höchsten ist. Die Frage ist nun: Unterstützen Ihre Haustechnik und vor allem die Regelungstechnik diese Flexibilität? Wie können Prozesse optimiert werden? Dafür sind Prognosen für die Nutzungsintensität in Abhängigkeit von Datum, Wetter etc. nötig. Genau hier kann KI helfen. Sie kann aus bekannten Nutzungsdaten Prognosemodelle erstellen. Diese können direkt an die Steuerung weitergegeben werden. Sie haben keine Nutzungsdaten, keine speziellen Sensoren? Dann nutzen Sie doch KI, um diese zu gewinnen. Ziemlich sicher besitzen Sie Sicherheitskameras. KI kann den Online-Videostream analysieren und daraus die aktuelle

Anzahl an Nutzer:innen – gemäß der Datenschutzgrundverordnung – bestimmen. Dabei ist immer darauf zu achten, wer die KI trainiert hat. Ich würde nur eine KI für Prognosen oder Berechnungen verwenden, deren Trainingsdaten ich kenne, womit ich abschätzen kann, wie sie ‚reagiert‘. Weiters ist zu beachten, ob die Modelle auf einem lokalen Rechner laufen oder in nicht-europäischen Rechenzentren oder nach Hause ‚telefonieren‘.

Sie sehen, KI kann beides sein: Gamechanger in der Arbeitswelt und Heilmittel im Bereich Optimierung des Betriebs.

Lesen Sie mehr unter tuwien.at/mwbw/ im/ie/ifm

ao. Univ.-Prof. Dr. Alexander Redlein

Baukultur stärkt Gemeinden

Der Begriff der Baukultur umfasst die qualitätsvolle Gestaltung unseres Lebensraums – von Ortskernen, Wohnbau und öffentlicher Infrastruktur bis hin zu Freiräumen, Mobilität, Klimaresilienz und sozialem Zusammenhalt.

Baukultur verbindet funktionale, ästhetische, ökologische und gesellschaftliche Anforderungen und prägt damit wesentlich die Lebensqualität sowie die Identität einer Gemeinde. Bürgermeister:innen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, da zentrale Entscheidungen zu Ortsentwicklung, Flächenwidmung, Verkehr, Wohnbau oder öffentlichen Gebäuden überwiegend auf kommunaler Ebene getroffen werden.

Als wesentliches Instrument einer strategischen und zukunftsorientierten Gemeindeentwicklung hat sich die integrierte Entwicklungsplanung etabliert. Dieser prozessorientierte Ansatz ermöglicht es, unterschiedliche Fachbereiche zusammenzuführen, ressortübergreifend zu planen und Synergien gezielt zu nutzen. Themen wie Klimaschutz, Mobilität, leistbares Wohnen und Infrastruktur erfordern interdisziplinäre Lösungen, um Ressourcen effizient einzusetzen, Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Entwicklungen zu fördern. Daraus entstehen lebenswerte Ortszentren, kurze Wege, ein sparsamer Umgang mit Boden sowie attraktive öffentliche Räume. Ebenso zentral sind qualitätsvolle Beteiligungsprozesse unter Einbindung der Bürger:innen, Expert:innen sowie lokalen Interessengruppen. Sie schaffen Transparenz, stärken das Vertrauen in politische Entscheidungen und erhöhen die Akzeptanz kommunaler Projekte. Gleichzeitig fördern partizipative Verfahren innovative Lösungen und stärken den sozialen Zusammenhalt.

Zur Kompetenzerweiterung bieten zahlreiche Bundesländer baukulturelle Lehrgänge für Gemeinden an. Ergänzend dazu stellt das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) ab Herbst 2026 einen kostenfreien Leitfaden zu integrierten Entwicklungskonzepten zur Verfügung.

Elias Molitschnig Leiter der Abteilung für Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe im BMWKMS

DI Beate Engelhorn Referentin, Abteilung für Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und UNESCO-Welterbe im BMWKMS

Lesen Sie mehr unter bmwkms.gv.at

EVENTKALENDER

ARCHITECT@WORK Vienna

Exklusive Fachveranstaltung für Architekt:innen, Innenarchitekt:innen und Planer:innen mit kuratierten Produktinnovationen, Fachvorträgen zum Thema Transformation und Sonderschauen.

16.-17. September 2026

Ort: Wiener Stadthalle www.architectatwork.at

SOLID Konferenz. Bauen im Umbruch

Bestand digitalisieren. Neubau neu denken – das Treffen für die Österreichische Bau- und Digital-Community

08. Oktober 2026

Wolke 19, Ares Tower, 1220 Wien solidkonferenz.at

ÖGNI Symposium „Sustainability: Turning Intentions into Impact“

Ein hochkarätiger internationaler Speaker und Expert:innen aus der DACH-Bau- und Immobilienbranche treffen sich im Herbst zu Impulsen, Lösungen und Austausch.

22. Oktober 2026

Ort: Ronacher Theater Wien www.ogni.at/symposium

Herbstkongress 2026 der IG Lebenszyklus Bau

Wie wird der Gebäudebestand wirtschaftlich transformiert und dekarbonisiert? Welche neuen Modelle, Rahmenbedingungen und Tools braucht es dafür?

03. November 2026

Ort: Hochschule Campus Wien www.ig-Lebenszyklus.at/kongress

Immobilienbuchhaltung

01.10.2026 forum-akademie.at/ immobilienbuchhaltung

Experte für Örtliche Bauaufsicht

ISO-zertifiziert 01.-21.10.2026 forum-akademie.at/expertefuer-oertliche-bauaufsicht

Schimmel in Gebäuden 03.11.2026 forum-akademie.at/schimmelin-gebaeuden

DIGITAL PUBLIC Summit Austria

Die Zukunft von Smart Government gestalten

08. September 2026

Haus der Ingenieure, Wien lsz.at/konferenz/digital-publicsummit-austria

Cyber Crime Forum

Meetup für IT-Security Experts. Innovate. Secure. Lead.

22. September 2026 Steiermarkhof, Graz lsz.at/forum/cyber-crime-graz

CIO-Kongress „Co-Intelligence“

Von der Vision zur autonomen Wertschöpfung. Drei Tage, um den Spagat zwischen Legacy, Cyber-Resilienz und Agentic AI zu meistern.

11.-13. Oktober 2026

Loipersdorf www.ciokongress.at/

Mit dem BIMcert Handbuch (Grundlagenwissen openBIM) wurde ein wichtiger Beitrag Österreichs zur internationalen Digitalisierung der Baubranche geleistet. Hier geht’s zum Download (in mehreren Sprachen).

Steigende Temperaturen sind längst mehr als ein Sommerproblem Sie gefährden die Gesundheit vieler Menschen und verursachen laut einer Studie der Allianz in der Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe jeden Hitzetag durch Produktivitätsverlust. Österreich hat reagiert mit der Hitzeschutzverordnung Da bekannte Maßnahmen oft nicht ausreichen, wird dort auch Kühlkleidung empfohlen Eine innovative Möglichkeit den Körper zu kühlen - Indoor & Outdoor

KÜHLWESTEN COOLING VEST

KÜHLSHIRTS COOLING SHIRTS

01 02 06 03 05 04

KOPFKÜHLUNG HEAD COOLING

E COOLINE ist die patentierte Kühlkleidung für Menschen, die bei Hitze leben und arbeiten Die intelligenten Textilien sorgen für aktive Kühlung und helfen, Leistungsfähigkeit, Konzentration und Wohlbefinden auch bei hohen Temperaturen zu erhalten – ideal für Industrie, Logistik, Handwerk, Bau und andere Hitzearbeitsplätze.

Die innovative Lösung auch privat, im Sport und für Menschen mit Vorerkrankungen.

BEINKÜHLUNG LEG COOLING

ARMKÜHLUNG ARM COOLING

NOTFALLKÜHLUNG EMERGENCY COOLING

Mit der neuen COOLINE 5.0 Hybridtechnologie kombiniert E.COOLINE intelligente 3DKühltextilien mit moderner Steuerungstechnologie. Die Kühlleistung passt sich in drei Stufen an Hitzesituation und körperliche Belastung an – für flexible, bedarfsgerechte Kühlung privat, im Arbeitsalltag bis hin zur Extrembelastung.

Ein Hitzenotfallkoffer mit Sofortkühldecke rundet das Programm ab.

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