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AT – Smart Factory & Smart Mobility

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Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

Embodied AI und die Renaissance der Hardware

Thomas Bauernhansl im Interview

Der Mensch macht den Unterschied

Thomas & Philip Welser über KI in der Industrie

Seite 17

Die Vorzüge von Mobility as a Benefit und Mobility as a Service für Unternehmen

Seite 18

Digitales Fuhrparkmanagement 2026

Seite 8

IN DIESER AUSGABE

Wenn Produktion zur Angriffsfläche wird

Alexander Leitner & Markus Fleischanderl im Interview

Effizientes

Flottenmanagement

Outsourcing ermöglicht Kosteneinsparung und Planungssicherheit.

KI im Unternehmen einsetzen Aber wo anfangen?

Project Manager: Paul Prieler & Stefan Lemmerer, BSc

Business Developer: Paul Pirkelbauer, BA

Lektorat: Sophie Müller,MA

Grafik und Layout: Juraj Príkopa

Managing Director: Bob Roemké

Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock

Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU4759844 · FN 322799f FG Wien

Impressum: mediaplanet.com/at/impressum/

Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 676847785223

E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com

ET: 25.03.2026

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VORWORT

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir bewegen uns gegenwärtig in äußerst dynamischen Zeiten. Entsprechend ist der Wunsch groß, all diese unterschiedlichen Entwicklungen in einen größeren Kontext zu setzen. Einen interessanten Kontext beschreibt Jeremy Ri in in seinem Buch „Die dritte industrielle Revolution“. Er sieht darin historische Epochen, in denen parallel erfolgende fundamentale Veränderungen in den Systemen Kommunikation, Energie und Mobilität zur Entwicklung einer gänzlich neuen Infrastruktur führen.

Die erste industrielle Revolution ist ihm zufolge die Zeit, in der Printmedien durch den Telegrafen, Holz durch Kohle und die Pferdekutsche durch die Eisenbahn abgelöst wurden. In der zweiten industriellen Revolution wurden Telefon sowie später Radio und TV zu den neuen Kommunikationsmedien, das billige Öl wurde zur neuen Energiequelle und das Auto, später noch das Flugzeug, zum neuen Transportmittel. Die zweite industrielle Revolution kennen wir auch als Zeitalter der Globalisierung. Dieses System hat 2006 beziehungsweise 2008 seinen Zenit überschritten, da zu diesem Zeitpunkt Peak Oil, also die maximale Fördermenge an Öl, erreicht wurde. Das System wird also nicht mehr in der Lage sein, mehr Menschen mit billigem Öl zu versorgen als zu jenem Zeitpunkt vor bald 20 Jahren. Entsprechend ist auch schon die Aufrechterhaltung der aktuellen Ölfördermenge unglaublich teuer und wird immer teurer werden. In dieser Entwicklung liegt auch die Wurzel der Finanzkrise, der auf sie folgenden Wirtschaftskrise und der anhaltend volatilen Märkte – lauter Krisen, die wir im Alltag dauernd spüren.

Die dritte industrielle Revolution ist schon in vollem Gange. Die Kommunikationsrevolution ist das Internet, das neun Milliarden Menschen rund um den Globus vernetzt und zu einer noch nie da gewesenen Demokratisierung von Information und Wissen führt. Die

Energierevolution ist der zunehmende Umbau der Energiesysteme hin zur Versorgung der Menschen mit Solar- und Windkraft. Diese zwei Revolutionen werden Jeremy Ri ins Ansicht nach noch mit einem revolutionierten Transport- und Mobilitätsnetz verschmelzen und so zur neuen Infrastruktur des 21. Jahrhunderts führen. Was haben diese Ausführungen mit der gegenwärtigen Ausgabe zu tun? Die Energierevolution hat Auswirkungen auf die Mobilität und insbesondere die E-Mobilität Prof. Andreas Herrmann geht auf Mobilität als Dienstleistung und als Nutzen ein. Die Kommunikationsrevolution und die zunehmende Kommunikation über das Internet bringen neue Anforderungen an die Sicherheit industrieller Systeme. In einem Artikel wird der Frage nachgegangen, was passiert, wenn die Produktion zur Angriffsfläche wird. In einem anderen Beitrag wird gezeigt, wie modulare Hardware in Kombination mit Cybersicherheit der Schlüssel zur Modernisierung wird. Eine Technologie, die alle Bereiche eines Unternehmens verändert, ist die künstliche Intelligenz, die zu einem mächtigen Werkzeug für Optimierung von Prozessen, im Einsatz in der humanoiden Robotik oder als KI-Coach am Arbeitsplatz wird, wie in einigen Artikeln eindrucksvoll gezeigt wird. In einem Beitrag wird darauf eingegangen, wie man vorgehen soll, um eine Anwendung der künstlichen Intelligenz im Unternehmen erfolgreich einzuführen. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie die KI autonom und gleichzeitig vertrauenswürdig im Einsatz sein wird, und in einem Interview zeigt ein Familienunternehmen der elften und zwölften Generation, wie ein Unternehmen der Metallbearbeitung voll auf KI setzt. Sie sehen, es gibt eine Vielzahl an Gründen, die vorliegende Mediaplanet-Ausgabe zu lesen, und das alles vor dem Hintergrund, dass dies Elemente eines fundamentalen Wandels sind.

Roland Sommer Geschäftsführung der Plattform Industrie 4.0

Entgeltliche Einschaltung

Raus aus dem Systemkäfig

Warum offene Schnittstellen, modulare Hardware und konsequent gedachte Cybersecurity zum Schlüssel für Modernisierung und Innovation in der Industrie werden, erklärt Jürgen Kitzler im Expertengespräch.

Industrieanlagen sind oft gewachsene Landschaften mit Technik verschiedener Hersteller:innen. Wo liegen die praktischen Hürden?

In Bestandsanlagen treffen häufig proprietäre Komponenten aufeinander. Hierfür braucht es passende Protokolle, Treiber und Schnittstellen, damit Maschinen direkt kommunizieren können – ohne ineffiziente Umwege. Das wird besonders schwierig, wenn Unternehmen weltweit Anlagen betreiben und je nach Region andere Hersteller:innen einsetzen. Wo keine durchgängigen Standards gewünscht oder verfügbar sind, bleibt Integrationsarbeit über spezifische Treiber oft unvermeidlich.

Womit kämpfen Betriebe konkret?

Wenn die Komponenten nicht aus einem Guss sind, entstehen Schnittstellenthemen fast automatisch. Viele Unternehmen wollen deshalb offene, erweiterbare Systeme, die Schnittstellen tief integriert haben. Am Markt herrscht gleichzeitig ein rasantes Tempo bei neuen Tools, EngineeringUmgebungen, KI-Integration und Kommunikations- und Datenbankmodulen. Ohne echte Offenheit bleibt man stark an ein geschlossenes Ökosystem gebunden und verliert Anschlussfähigkeit.

Sind offene Automatisierungsplattformen damit der Standard, auf den es hinausläuft?

In vielen Branchen, ja – wenn der Kosten- und Innovationsdruck steigt, reicht ein ‚Weiter wie bisher‘ nicht mehr. Offene Standards erhöhen die Geschwindigkeit in Entwicklung und Innovation, weil man Lösungen einfacher ergänzen,

austauschen und weiterentwickeln kann. Standards und Anforderungen nehmen laufend zu, und wenn die Hardware Sicherheitsvorgaben nicht erfüllt oder nicht mehr verfügbar ist, stoßen proprietäre Ansätze schnell an Grenzen. Cybersecurity muss von Entwicklung über Betrieb und Wartung bis zur Stillsetzung durchgängig gedacht werden. Ein:e einzelne:r Hersteller:in kann die Vielfalt der Anforderungen nicht alleine abdecken; Drittlösungen lassen sich nur über Standards sauber integrieren.

Viele Unternehmen wollen bestehende Anlagen dennoch nicht sofort komplett ersetzen. Wie geht man damit um? Sinnvoll ist eine schrittweise Modernisierung. Dabei hilft es, Software offen und Hardware modular zu denken. Funktionen lassen sich nachrüsten oder ersetzen, ohne alles auf einmal umzubauen. Mit einer offenen Plattform kann man über Container Anwendungen nach und nach ergänzen. Container schaffen klare Schnittstellen und erleichtern eine strukturierte Integration, sowohl zwischen Softwarekomponenten als auch zur Hardware.

Der Ansatz, mit u-OS auf ein offenes Betriebssystem für industrielle Anwendungen zu setzen, führt direkt Richtung Industrial IoT? Genau. Neben der klassischen, deterministischen Automatisierung geht es immer auch um Datensammlung, Visualisierung, Archivierung und zunehmend auch um Auswertung am Rand des Netzes. Die Plattform muss stabile Prozesssteuerung und

IoT-Funktionen vorweisen. Ein großes Thema ist Edge Machine Learning. Dabei werden Algorithmen effizienter gemacht, um sie dezentral auszuführen und den Datenverkehr zu reduzieren. Daten werden auch deshalb wichtiger, weil der Fachkräftemangel Domänenwissen schwerer verfügbar macht – und Wissen stärker in Daten und Modelle überführt werden muss.

Welche zentralen Gründe sprechen insgesamt für offene Standards?

Dafür sprechen vor allem Flexibilität und Innovationsfähigkeit, die schnellere Integration neuer Funktionen und weniger Abhängigkeit von nur einem herstellenden Unternehmen. Dazu kommt die Lieferfähigkeit: Wenn Komponenten knapp sind, hilft es, auf alternative Hardware ausweichen zu können. Mit containerisierten Anwendungen kann man Architektur und Geräte leichter wechseln, ohne das gesamte System neu entwickeln zu müssen.

Zum Schluss: Wohin geht die Smart-Factory-Reise?

Offene Software- und Hardwareplattformen werden essenziell. Hardware wird über standardisierte Schnittstellen erweiterbar, und Software soll mittelfristig hardwareunabhängiger werden, also auch auf Fremdhardware laufen können. Offenheit funktioniert außerdem nur im Ökosystem: Partner bringen Spezial-Know-how ein, und standardisierte Schnittstellen reduzieren den Integrationsaufwand. Ziel ist, Entwicklungszeiten für Software und Hardware deutlich zu verkürzen.

Erfahren Sie mehr unter: weidmueller.at

Entgeltliche Entgeltliche Einschaltung

Cybersicherheit als Fundament für Innovation und globale Wettbewerbsfähigkeit

Cyberangriffe auf unsere Unternehmen nehmen rasant zu. Aktuelle Studien belegen eine Verdopplung der Angriffe innerhalb von einem Jahr. Im Kontext von Industrie 4.0 steht somit die Resilienz hochvernetzter, digitalisierter Produktionsumgebungen im Mittelpunkt digitaler Souveränitäts- und Cybersicherheitsfragen. Die immer stärkere Vernetzung aller Geräte sowie komplexer werdende Lieferketten schaffen neue Angriffsflächen für Cyberkriminalität, darunter auch terroristisch motivierte Cyberattacken durch die dramatische Veränderung der globalen Sicherheitslage. Gleichzeitig ist die Entwicklung von neuen datengetriebenen Geschäftsmodellen ein Gebot der Stunde. Ein effektiver Einsatz von KI bedarf eines sicheren und vor allem souveränen Datenmanagements. Weiters erfordert die zunehmende Verschmelzung von IT- und OT-Systemen – also klassische IT in Kombination mit immer intelligenterer Steuerelektronik in Produktionsumgebungen – ein Umdenken in der Unternehmenssteuerung und eine bewusstere Auswahl von IT-Zulieferer:innen. Sicherheitsstrategien müssen unbedingt beide Bereiche gemeinsam betrachten. Damit wird deutlich, dass die Integration von IT-, OT- und Cloud-Strukturen über komplexe Lieferketten hinweg eine grundlegende Transformation von Unternehmen notwendig macht. Produzierende Unternehmen sind im Zuge der digitalen Transformation zunehmend mit

„Make-or-buy“-Entscheidungen konfrontiert. Die zentrale Frage ist dabei, ob der Au au von Fähigkeiten für höhere Cybersicherheit und digitale Souveränität als Kostenfaktor oder als Investition in nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit verstanden wird. Nur eine souveräne digitale IT-/OT-Plattform, eingebettet in eine digital orientierte Unternehmensstrategie, kann zum Fundament für wirtschaftlichen Erfolg werden. Echte Innovationen im Rahmen der digitalen Transformation entstehen, wenn Cybersicherheit und digitale Souveränität als Investitionen in die Zukunft verstanden werden.

Dabei helfen auch neue regulatorische Anforderungen, die das Sicherheitsniveau für den Digitalstandort Europa wesentlich anheben und eine Grundlage für eine europäische digitale Souveränität bilden. Der Cyber Resilience Act (CRA) verlangt, dass Hersteller:innen ab Ende 2027 Sicherheitsaspekte über den gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigen. Die NIS-2-Richtlinie verpflichtet Betreiber:innen kritischer Infrastrukturen, ein umfassendes Risikomanagement und technische Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Dabei ist neben grundlegenden Cybersicherheitshygienemaßnahmen wie Netzwerksegmentierung, laufende Software-Aktualisierungen, der Verwendung sicherer Passwörter oder Multi-FaktorAuthentifizierung vor allem auch die Berücksichtigung des menschlichen Faktors ein wesentlicher Erfolgsaspekt. Schulungen zur Sensibilisierung für Phishing,

Social Engineering und sichere Passwörter bilden die Basis für ein sicheres Unternehmen.

Darüber hinaus geht es um den Au au von Fähigkeiten der Organisation, um Cyberresilienz und Souveränität zu gewährleisten. Es muss ein Notfallplan existieren, der klar vorgibt, wie im Ernstfall effektiv reagiert werden muss. Ebenso müssen entsprechende Wiederanlaufpläne für Produktionssysteme definiert und geprobt werden.

Cybersicherheit in der Industrie 4.0 erfordert eine Verzahnung von Technik, Organisation und Regulierung. Wer Sicherheitsprinzipien wie „Security by Design“ einführt, regelmäßige Trainings und Audits durchführt und die gesetzlichen Anforderungen smart erfüllt, stellt souveräne und resiliente I4.0-Produktionssysteme sicher und kann sich künftig im globalen digitalen Markt nachhaltig behaupten.

EU-Initiativen wie Gaia-X helfen dabei, strategisch und operativ ein sicheres und souveränes Datenmanagement für die KI-Zukunft sicherzustellen. Nationale Initiativen wie die Plattform Industrie 4.0 Österreich helfen, das Bewusstsein für digitale Souveränität und Cybersicherheit in Unternehmen zu steigern. Durch Informations- und Erfahrungsaustausch sowie Best-Practice-Beispiele kann voneinander gelernt werden, was die internationale Positionierung des digitalen Industriestandorts Österreich stärkt.

Helmut Leopold Head of Center for Digital Safety & Security, AIT Austrian Institute of Technology
Markus Fleischanderl, Senior Consultant bei UNINET sulting GmbH nebenberufl tor an der FH
Alexander Leitner, MSc Geschäftsführer, COO und Senior Consultant NET it-consulting
nebenberuflich Lektor
OÖ und 27001 Auditor

Entgeltliche Einschaltung

Wenn Produktion zur Angriffsfläche wird: Cybersecurity-Risiken in der Industrie

Industrie 4.0 vernetzt Produktionsanlagen, IT-Systeme und Cloud-Dienste und es entstehen neue Cyberrisiken, die durch Legacy-Anlagen und gewachsene IT/OT-Infrastrukturen verstärkt werden. Wie sich OT-Security im Spannungsfeld zwischen IT/OT-Konvergenz und neuen regulatorischen Anforderungen entwickelt, erklären Alexander Leitner und Markus Fleischanderl vom Linzer Beratungsunternehmen

UNINET it-consulting GmbH.

Alexander Leitner, MSc

Geschäftsführer, COO und Senior Consultant bei UNINET it-consulting GmbH, nebenberuflich Lektor an der FH OÖ und ISO/IEC 27001 Auditor

Markus Fleischanderl, MSc

Senior Consultant bei UNINET it-consulting GmbH und nebenberufl ich Lektor an der FH OÖ

Warum ist Cybersecurity heute im industriellen Umfeld ein strategisches – und kein reines IT-Thema mehr? Was sind die größten Risiken an den Schnittstellen in Produktionsunternehmen?

Sobald ein Sicherheitsvorfall die OT – also die operative Technologie – betrifft, sind die Kernprozesse eines Unternehmens unmittelbar betroffen. Steht die Produktion, steht auch die Wertschöpfung. Deshalb ist OT-Security heute ein klares C-Level-Thema. Durch Industrie 4.0 sind Produktionsumgebungen eng mit IT-Systemen, Cloud-Plattformen und externen Dienstleistern vernetzt. Risiken entstehen vor allem an diesen Schnittstellen, etwa durch unzureichend abgesicherte Remote-Zugänge, fehlende Netzwerksegmentierung oder Integrationsplattformen zwischen IT und OT. Cybervorfälle können daher direkt zu Produktionsausfällen führen – mit Auswirkungen auf Compliance, Vertragsbeziehungen und Reputation.

Gibt es in österreichischen Industriebetrieben typische Schwachstellen, die unterschätzt werden?

In vielen Unternehmen fehlt eine klare organisatorische Zuständigkeit für OT-Security. Gleichzeitig mangelt es oft an Transparenz und aktueller Dokumentation, wodurch Produktionsumgebungen zur „Blackbox“ werden. Hinzu kommt die lange Lebensdauer von Anlagen, die teilweise Jahrzehnte im Einsatz sind und sicherheitstechnisch nur begrenzt modernisiert werden können. Besonders kritisch sind zudem unkontrollierte Fernzugriffe sowie eine unzureichende

Segmentierung zwischen IT- und OT-Netzwerken.

Welche Auswirkungen hat die NIS-2-Richtlinie der EU auf OTSecurity in Österreich?

Mit der Umsetzung der NIS-2 Richtlinie durch das NISG 2026, welches ab 01.10.2026 in Kraft tritt, werden Industrieunternehmen verpflichtet, auch in Produktionsumgebungen Cybersecurity-Maßnahmen umzusetzen. Gefordert sind unter anderem Governance, Risikomanagement, Monitoring sowie Incident-Response- und Notfallstrukturen. Zudem gewinnt die Sicherheit der Lieferkette an Bedeutung. Die Umsetzung der NISG 2026 Vorgaben dauert je nach Reifegrad bis zu zwei Jahre und fordert vor allem kleinere Unternehmen.

Was ist ein sinnvoller strategischer Ansatz für Unternehmen, um OT-Security zu professionalisieren?

Am Anfang stehen klar definierte Verantwortlichkeiten und ausreichende Ressourcen für OT-Security. Dann gilt es, Transparenz über Systeme, Kommunikationsbeziehungen und Abhängigkeiten zu schaffen. Mithilfe einer BusinessImpact-Analyse lassen sich kritische Prozesse und erforderliche IT/OT Ressourcen identifizieren, worauf priorisiert CybersecurityMaßnahmen wie Systemhärtung, Berechtigungsmanagement oder Netzwerksegmentierung sicherzustellen sind. Ziel ist eine realistische Roadmap zur schrittweisen Verbesserung der Sicherheitslage.

Ist vollständige Cybersecurity realistisch oder ist Resilienz wichtiger?

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Cybersecurity muss immer risikobasiert und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden. Entscheidend ist daher die Resilienz eines Unternehmens – also die Fähigkeit, Vorfälle schnell zu erkennen, kontrolliert zu reagieren und den Betrieb rasch wieder aufzunehmen. Neben diesen reaktiven Prozessen braucht es aber auch präventive Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Backups, klare Zuständigkeiten sowie Übungen für den Ernstfall.

Wodurch zeichnet sich Ihr Beratungsansatz aus?

UNINET verfügt über langjährige Erfahrung im OT-Umfeld, unter anderem in kritischen Infrastrukturen wie Energie, Wasser, Gesundheitswesen sowie im produzierenden Bereich. Unternehmen begleiten wir dabei im Kontext regulatorischer Anforderungen, beispielsweise im Umfeld der NIS bereits seit über acht Jahren. Unser Ansatz ist pragmatisch und praxisnah: Wir starten häufig mit einer Business-Impact-Analyse zur Identifikation kritischer Systeme, führen darauf au auend eine Gap-Analyse durch und entwickeln eine umsetzbare Roadmap. Wir helfen beim Au au eines Managementsystems für Informationssicherheit mit erforderlichen Organisationstrukturen und bieten zielgruppenspezifische Security-Schulungen für den Produktionsbereich, für Integratoren/Hersteller und für Führungskräfte an. Zudem unterstützen wir bei Konzeption, Ausschreibung, Implementierung, Abnahmen und (Penetration-) Tests im IT- und OT-Bereich.

Erfahren Sie mehr unter: www.uninet.at/ it-security/

Entgeltliche Einschaltung

Raum für Verantwortung.

Der Volvo ES90

Premium beginnt dort, wo Menschen wirklich Platz haben.

Gerade Führungskräfte verbringen einen großen Teil ihres Tages unterwegs. Zwischen Terminen, Calls und Entscheidungen wird das Fahrzeug zum mobilen Arbeitsplatz. Es wird aber auch zum Rückzugsort, an dem man kurz durchatmen kann. Eine Premium-Limousine muss deshalb mehr leisten als nur komfortables Fahren. Sie muss Raum schaffen: für Menschen, für Ideen und für den Alltag moderner Unternehmen.

Eine neue Form der Premium-Limousine.

Der Volvo ES90 interpretiert das Konzept der Limousine neu. Seine fließende Silhouette verbindet die Eleganz eines Viertürers mit der praktischen Flexibilität eines Schrägheckmodells und der großzügigen Raumökonomie eines SUV. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das weder beim Design noch beim Platzangebot Kompromisse eingeht. Gerade für Unternehmen, die ihre Führungskräfte mobil und komfortabel unterwegs wissen möchten, entsteht so eine neue Kategorie: eine vollelektrische Premium-Limousine, die Repräsentation, Funktionalität und Nachhaltigkeit verbindet.

Executive-Komfort im Fond. Der lange Radstand von über drei Metern schafft außergewöhnlich großzügige Platzverhältnisse. Vor allem im Fond entsteht ein Raumgefühl, das man sonst eher aus der Business-Class kennt. Großzügige Beinfreiheit, hochwertige Materialien und eine ruhige, klare Gestaltung im typisch skandinavischen Design machen jede Fahrt entspannter.

Der Innenraum ist besonders leise. Akustikverglasung und

sorgfältige Dämmung reduzieren Wind- und Fahrgeräusche auf ein Minimum. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die konzentriertes Arbeiten ebenso ermöglicht wie entspannte Telefonate oder einfach eine kurze Pause zwischen zwei Terminen.

Platz für alles, was der Alltag verlangt.

Auch beim Stauraum zeigt der Volvo ES90 seine praktische Seite. Die große Heckklappe ermöglicht jederzeit komfortables Be- und Entladen. Der Kofferraum bietet ausreichend Platz für BusinessEquipment oder Reisegepäck. Werden die Rücksitze umgelegt, erweitert sich das Ladevolumen auf bis zu 1.427 Liter.

Technik, die mitdenkt.

Der Volvo ES90 basiert auf der modernen SPA2-Architektur und nutzt das sogenannte Superset Tech Stack von Volvo Cars. Herzstück ist ein leistungsstarkes

Core-Computing-System, das die Funktionen des Fahrzeugs steuert und kontinuierlich weiterentwickelt. So bleibt der Volvo ES90 dank Over-the-Air-Updates über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg technisch aktuell. Navigation, Konnektivität, Sicherheitssysteme und Energieeffizienz werden laufend optimiert – ein Vorteil auch für Unternehmen, die Fahrzeuge langfristig einsetzen.

Effizienz für eine neue Mobilität. Als vollelektrische PremiumLimousine steht der Volvo ES90 auch für eine neue Form der Unternehmensmobilität. Mit seiner 800-Volt-Ladetechnologie lädt er besonders schnell: in nur 22 min. von 10 – 80 %. Die Reichweite von bis zu 711 Kilometern (WLTP) spricht für sich. Gleichzeitig trägt der elektrische Antrieb dazu bei, lokale Emissionen zu vermeiden und die Nachhaltigkeitsziele vieler Unternehmen zu verwirklichen.

Premium, das Raum schafft. Im Volvo ES90 verbinden sich skandinavisches Design, großzügige Raumverhältnisse und modernste Elektrotechnologie zu einem Fahrzeug, das perfekt zu den Anforderungen moderner Fuhrparks passt. Das ist eine PremiumLimousine für Menschen, die es gewohnt sind, Entscheidungen zu treffen, – und für Unternehmen, die ihren Führungskräften genau den Raum geben möchten, den sie dafür brauchen.

Der Volvo ES90. Die Premium-Limousine.

Wofür sich Entscheider entscheiden.

Es gibt viele Arten, beruflich voranzukommen. Der vollelektrische Volvo ES90 ist mit Sicherheit die Stilvollste. Souveräne Fahreigenschaften, großzügige Beinfreiheit von Cockpit bis zum Fond und das elektrochrome Panoramadach sorgen für höchsten Komfort mit einzigartigem Raumgefühl. Skandinavische Exzellenz in Reinform.

Ab € 359,– / Monat.*

*Berechnungsbeispiel am Modell Volvo ES90 Single Motor RWD Core. Operating Leasing mit garantiertem Restwert ab € 359,–. Laufzeit 36 Monate, Laufleistung /Jahr 10.000 km, Sollzinssatz p.a.: 2,99 %. Angebot beinhaltet Anzahlung und Boni. Die Abwicklung erfolgt über Volvo Car Financial Service, ein Angebot der Santander Consumer Bank. Bankübliche Bonitätskriterien vorausgesetzt. Alle Preise sind unverb. empfohlene Richtpreise in Euro inkl. NoVA und USt. Gültig für Gewerbekunden bis 30. 06. 2026 oder bis auf Widerruf. Volvo ES90. Stromverbrauch: 15,9 – 18,5 kWh/100 km, CO 2 -Emission: 0 g / km, Reichweite: 554 – 700 km. Jeweils kombiniert, nach WLTP-Prüfverfahren. MY27. Symbolbild. Irrtümer, Fehler und Änderungen vorbehalten. Stand: März 2026.

Digitales Fuhrparkmanagement 2026: Effizienz steigern, Kosten senken

Elektromobilität, smarte Software und proaktives Schadenmanagement verändern das Fuhrparkmanagement grundlegend. Wer 2026 digitale Lösungen nutzt, spart Zeit, senkt Kosten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.

Österreichs Fuhrparks stehen 2026 vor zwei Herausforderungen: Nachhaltigkeit und Effizienz. Digitale Lösungen sind dafür kein Luxus mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, den Fuhrparkmanager:innen unbedingt nutzen sollten.

Elektrifizierung und Digitalisierung gehen Hand in Hand Elektrofahrzeuge erreichten 2025 bei den österreichischen Neuzulassungen einen Anteil von über 21 Prozent (+36 Prozent zum Vorjahr); im Flottenbereich nähert sich der Anteil bereits der 50-Prozent-Marke. Größere Batteriekapazitäten und lange Haltbarkeit machen Gebrauchtfahrzeuge attraktiver und senken die Total Costs of Ownership (TCO). Gleichzeitig ermöglichen digitale Technologien, dass viele Wartungsschritte „over the air“ erledigt werden, also ohne Werkstattbesuch. Moderne Fahrzeuge liefern zudem kontinuierlich Betriebsdaten, die vorausschauende Wartungsplanung ermöglichen.

Digitale Tools sparen Zeit und minimieren Risiken Österreichische Fuhrpark-Softwarelösungen sind heute flexibel, lokal angepasst und mittels „Payby-Use“ kostengünstig verfügbar. Sie bringen nicht nur mehr Übersichtlichkeit und behördenkonforme Daten, sondern schaffen auch einen konkreten Zeitgewinn: Die elektronische Führerscheinkontrolle ersetzt aufwendige manuelle Prüfungen durch einen volldigitalen, rechtssicheren Prozess – das ist auch für die Haftungssicherheit der Geschäftsleitung wichtig.

Der Fuhrparkverband Austria (FVA) vertritt die Interessen österreichischer Fuhrparkbetreiber:innen und bietet Beratung, Weiterbildung und Vernetzung. Lesen Sie mehr unter: www.fuhrparkverband.at

Präventive Maßnahmen wirken Schäden und Kosten entgegen Reparatur- und Versicherungskosten steigen überproportional: Moderne Fahrzeugtechnik verteuert Instandsetzungen; Versicherungsprämien ziehen massiv an. In vielen Unternehmen macht dieser Block bereits 30 Prozent der TCO aus. Die wirksamste Gegenmaßnahme ist proaktives Schadenmanagement (PASM): Durch präventive Maßnahmen, schnelle Schadensmeldungen und alternative Reparaturmethoden wie Spot- oder Smart-Repair lassen sich Schäden und Kosten um bis zu 50 Prozent senken. Denn: Selbst ein Bagatellschaden summiert sich mit

der Abwicklung schnell zu einem verlorenen Arbeitstag, während digitale Systeme diesen Prozess erheblich beschleunigen.

Fazit: Nutzen Sie die Chancen der Digitalisierung

Digitales Fuhrparkmanagement schafft Transparenz, spart Zeit und senkt Kosten nachweislich.

Fuhrparkleiter:innen, die heute auf integrierte Lösungen setzen – von der Telematik bis zum Schadenmanagement –, stärken damit direkt den Unternehmenserfolg. Spätestens jetzt ist der richtige Moment gekommen, bestehende Prozesse zu überprüfen und konsequent zu digitalisieren.

Erich Pomassl

Entgeltliche Einschaltung

Effizientes FlottenmanagementOutsourcing ermöglicht Kosteneinsparung und Planungssicherheit.

Viele Unternehmen benötigen und verfügen über einen Fuhrpark. Wie viele Fahrzeuge es auch sind - der interne Verwaltungsaufwand ist erheblich: Kosten abrechnen, Fahrzeuge tauschen, Reparaturen und Reifenwechsel organisieren u.v.m. Ein professioneller Flottenmanagement-Anbieter übernimmt diese Aufgaben; Unternehmer:innen können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Die Spezialist:innen von Wiener Städtische · Donau Leasing bieten langjähriges Know-How rund um das Thema Fuhrpark. Sie beraten markenunabhängig beim Fahrzeug-Einkauf und kümmern sich um die passende LeasingFinanzierung. Diese wird individuell durch Kilometerleistung und Laufzeit an die Bedürfnisse der Kunden:innen angepasst.

Doch die Leasing-Finanzierung ist nur ein Baustein von vielen. Wiener Städtische · Donau Leasing

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Mobilität in Österreich im Wandel: pragmatisch und vielfältig

Zwischen Innovation, Realität und Verantwortung

Österreichs Mobilität steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Klimaziele, steigende Kosten und neue Technologien erfordern Lösungen, die sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich tragfähig sind. Der Spagat zwischen Emissionszielen, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und individuellen Mobilitätsbedürfnissen erfordert neue Denkansätze – und vor allem pragmatische Lösungen. E-Mobilität spielt dabei eine zentrale Rolle – ist aber nicht die alleinige Antwort. Elektrofahrzeuge sind besonders im urbanen Raum und in Unternehmensflotten zunehmend attraktiv. Sinkende Betriebskosten, steigende Reichweiten und bessere Ladeinfrastruktur sprechen klar für ihren Einsatz. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Unterschiedliche

Anforderungen verlangen nach unterschiedlichen Lösungen. Neben E-Antrieben werden auch Plug-in-Hybride, moderne Verbrenner und Wasserstofflösungen ihre Berechtigung haben. Gerade auf langen Strecken oder bei fehlender Infrastruktur bleibt der Verbrennungsmotor trotz hoher Treibstoffpreise unverzichtbar. Entscheidend ist daher nicht ein „Entweder-oder“, sondern ein intelligentes „Sowohl-als-auch“. Parallel dazu gewinnt das Konzept Mobility as a Service (MaaS) an Bedeutung. MaaS ist ein besonders spannender Ansatz, denn es geht nicht mehr primär um den Besitz eines Fahrzeugs, sondern um den Zugang zur Mobilität. Statt eines fix zugeordneten Autos nutzen Mitarbeiter:innen flexibel verschiedene Verkehrsmittel – vom

Öffentlichen Verkehr bis zum Carsharing. Für Unternehmen bedeutet das mehr Effizienz und geringeren Verwaltungsaufwand. So innovativ und fortschrittlich neue Mobilitätslösungen auch sein mögen, ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt das Fahrgefühl. Komfort und Sicherheit sind kein „Nice-to-have“, sondern zentrale Faktoren für die Akzeptanz. Die Zukunft der Mobilität liegt in der Vielfalt. Entscheidend ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Technologie, Infrastruktur und Nutzer:innenbedürfnisse in Einklang bringt: ein intelligenter Mix aus Antriebsarten, kombiniert mit flexiblen Nutzungskonzepten – pragmatisch, effizient und orientiert an den realen Bedürfnissen von Menschen und Wirtschaft.

Reifen im Fokus: Sicherheit, Innovation und der richtige Wechselzeitpunkt

Mit den warmen Tagen wird der Reifenwechsel wieder zum zentralen Thema. Reifen sind mehr als rund und schwarz. Sie sind die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße – und damit entscheidend für Sicherheit, Effizienz und Fahrkomfort. Mit steigenden Temperaturen verlieren Winterreifen deutlich an Leistungsfähigkeit. Ihre weichere Gummimischung und das spezielle Profil sind für kalte Bedingungen optimiert. Im Sommer führt das zu längeren Bremswegen und erhöhtem Verschleiß. Kurz gesagt: Winterreifen im Sommer zu fahren ist weder ratsam, noch wirtschaftlich sinnvoll. James Tennant vom VRÖ (Verband der Reifenspezialisten

Österreichs) rät zur frühzeitigen Terminvereinbarung zum Reifenwechsel, um Wartezeiten zu vermeiden „und optimal vorbereitet in die warme Jahreszeit zu starten“. „Sommerreifen sind darauf ausgelegt, eine bessere Performance bei höheren Temperaturen zu bieten“, so Tennant. Der rechtzeitige Umstieg auf Sommerreifen wird dringend empfohlen. Die Reifentechnologie entwickelt sich rasant weiter. Reifen sind intelligente Hightechprodukte, ausgestattet mit Sensoren, die in Echtzeit Daten liefern. „Reifen sind hochspezialisierte Produkte, die ihre maximale Leistung nur in ihrem speziellen Einsatzgebiet entfalten können“, erklärt James Tennant. Eine Alternative sind Ganzjahresreifen oder

Allwetterreifen. Sie können das ganze Jahr über gefahren werden, sind aber eine Kompromisslösung. Wer mit dem Auto ins Ausland reist, sollte sich unbedingt über die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen informieren. In vielen europäischen Ländern gelten unterschiedliche Vorschriften hinsichtlich des Einsatzes von Winterreifen. Mögliche Geldstrafen oder sogar der Verlust des Versicherungsschutzes können so vermieden werden. Reifen beeinflussen maßgeblich das Fahrverhalten, den Komfort und die Kosten eines Fahrzeugs. Wer auf die richtige Bereifung zur richtigen Zeit setzt und neue Technologien nutzt, profitiert langfristig.

James Tennant
Obmann VRÖ –
Verband der Reifenspezialisten Österreichs

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Ermittelt nach WLTP; nähere Infos unter www.mercedes-benz.at/wltp. Tippfehler vorbehalten. Abbildung ist Symbolfoto. * Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl

Fraunhofer IPA Stuttgart

Embodied AI und die Renaissance der Hardware

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Fraunhofer IPA Stuttgart

Unternehmen sind heute so kompetent wie die Menschen, die darin arbeiten. Wenn morgen alle Mitarbeiter:innen gehen würden, wäre das Unternehmen handlungsunfähig – weil Kompetenz in Köpfen steckt und nicht im Unternehmen selbst gespeichert ist. Das ändert sich gerade fundamental: Maschinen und Softwaresysteme werden kompetent, handeln selbständig und lernen dazu. Diese in Software gegossene Kompetenz ist handelbar – sie gehört jemandem, kann eingesetzt, skaliert oder verkauft werden. Das verändert auch, was ein Unternehmen wert ist. Embodied AI ist der entscheidende nächste Schritt – eine KI, die nicht nur im Rechner denkt, sondern physisch agiert, in Robotern, Fahrzeugen, Maschinen. Schauen Sie sich humanoide Roboter an: Man kann sie anlernen wie Kinder, ihnen etwas vorzeigen, und sie verstehen es. Oder Waymo-Robotertaxis in San Francisco: Sie lernen ebenso laufend dazu, dort sind 600 Fahrzeuge im Einsatz. Damit kommt Hardware zurück ins Zentrum. Jahrelang haben wir uns auf Software und Cloud konzentriert – und dort den Anschluss verloren. Aber Embodied AI braucht Sensorik, Aktorik, Mechanik, Materialien. Genau das können wir in Europa exzellent. Das nenne ich die Renaissance der Hardware. Für Fuhrparkleiter:innen bedeutet das: Fahrzeuge werden zu lernenden, vernetzten Systemen. Die Grenze zwischen autonomem Fahrzeug und gemanagtem Fuhrpark verschwimmt.

Herr Bauernhansl, welche Entwicklungen sehen Sie als wichtigste Treiber der industriellen Transformation?

Es ist ein sich selbst verstärkender

Prozess. Drei Treiber greifen ineinander: die Datenverfügbarkeit – wer Fabriken betreibt, erzeugt täglich Terabytes, die kaum genutzt werden. Die Rechenleistung – allein in den USA wurden im letzten Jahr 500 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren investiert. Und agentenbasierte KI – sie übernimmt Routineaufgaben und beschleunigt Prozesse massiv. Wofür früher ein ganzes Team einen Monat lang bezahlt werden musste, braucht heute eine einzelne Fachkraft mit KI nur noch einen Tag. Unternehmen, die KI-Agenten konsequent einsetzen und ihre Organisation anpassen, sparen 15 bis 30 Prozent Personalaufwand. Wer aber nur die Technologie einführt, ohne die Organisation zu verändern, nutzt dieses Potenzial nicht.

Welche Rolle kann Europa im globalen Wettbewerb rund um industrielle KI einnehmen? Wir können komplexe Systeme bauen und beherrschen – weltweit nach wie vor unerreicht. Ein deutsches Auto lässt sich in Tausenden Varianten konfigurieren und just in time produzieren. In China sehen wir eine deutlich geringere Komplexität. Diese Fähigkeit, hochkomplexe Systeme zuverlässig in den Markt zu bringen, ist unser stärkstes Argument – zusammen mit Präzision, Domänen-Know-how und Zugang zu realen industriellen Daten.

Unsere Schwäche lag in Software und Cloud – da haben wir einen Trend verpasst. Aber mit Embodied AI rückt Hardware wieder in den Mittelpunkt. Wenn wir unsere Stärken in Mechanik und Materialwissenschaft mit KI verbinden, können wir nicht nur au olen, sondern führen.

Was verändert sich organisatorisch, wenn KI stärker in die Produktion integriert wird?

Das unterschätzen viele. Nur 6 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, sind wirklich erfolgreich. Ihr Geheimnis: Sie verändern gleichzeitig ihre Organisation. Wer allen Mitarbeiter:innen KI-Agenten gibt, ohne die Prozesse neu zu denken, spart nichts. Man muss klären: Welche Rollen brauche ich noch? Welche Kompetenzen fallen weg, welche entstehen neu?

In den USA verlieren gerade Berufseinsteiger:innen ihre Chancen – Jurist:innen, Programmierer:innen, Berater:innen.

Anstellungen junger Leute sind in KI-exponierten Bereichen um 16 Prozent zurückgegangen. Erfahrene Fachkräfte mit Bewertungskompetenz sind weiter gefragt. Das bedeutet: Wir müssen Ausbildung verändern – hin zu mehr Praxis und Erfahrungssammlung.

Welche Chancen eröffnet die Verbindung von Digitalisierung und Elektromobilität für Fuhrparks – heute und bis 2035? Elektromobilität ist keine Frage des Ob, sondern des Wann – sie ist technologisch schlicht effizienter. In Verbindung mit Embodied AI entstehen Fahrzeuge, die lernen und als Teil eines Gesamtsystems agieren. Für Fuhrparks bedeutet das: datengetriebenes Flottenmanagement, vorausschauende Wartung, optimierte Auslastung. Bis 2035 sehe ich Fahrzeuge als vollintegrierte mobile Einheiten – Robotertaxis als Dienst, Firmenflotten autonom disponiert, Produktionsstandorte und Mobilität vernetzt. Das Fahrzeug wird zum fahrenden Agenten im Unternehmenssystem. Wer heute investiert, baut die Infrastruktur für dieses Modell.

#Drive Business – der Ladetarif für Ihre Flotte

Ein maßgeschneidertes Angebot für moderne Fuhrparks, das weit über klassisches Laden hinausgeht – genau hier setzt der Ladetarif

#Drive Business der EVN an.

Ein Tarif, der Flottenmanagement neu denkt

Mit #Drive Business bündeln Unternehmen alle wichtigen Funktionen für ihre Flotte auf nur einer Ladekarte. Das bedeutet: weniger administrativer Aufwand, mehr Kontrolle und maximale Kostentransparenz. Die Highlights im Überblick:

Laden an über 100.000 Ladepunkten im In- und Ausland.

Preiszonierung: Je mehr geladen wird, desto günstiger wird der Tarif für die gesamte Flotte.

Keine Standgebühr während des Ladevorgangs.

UTA-Akzeptanzstellen: Zugriff auf ein UTA-Netzwerk für zusätzliche Fahrzeugservices,um Fahrzeugwäschen, Maut

Kfz-Leasing

Alle Infos zum AngebotE-Mobilitätsder EVNevn.at/flotte

oder Wischwasser mit nur einer Karte beziehen zu können – ein echter Vorteil für Unternehmen.

Premium Reporting: Detaillierte Auswertungen zu Ladevorgängen, Kosten und Fahrzeugnutzung. Ideal für Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter, die jederzeit den Überblick behalten wollen.

Laden im größten Netz Österreichs –ohne Standgebühr

Mit über 3.700 eigenen EVN Ladepunkten und starken Partnern wie Hofer, Spar, ASFI NAG und XXXLutz bietet die EVN das größte Ladenetz des Landes. Für Unternehmen be deutet das: maximale Verfügbarkeit und plan bare Ladezeiten. All das reduziert Kosten und sorgt für eine faire, transparente Abrechnung.

*) Das Angebot gilt ausschließlich für Vertragsabschlüsse von PKWs, Motorräder und Wohnmobile, die im Zeitraum vom 02. März bis 30. April 2026 abgeschlossen werden und richtet sich an natürliche Personen ab 18 Jahren, die einen gültigen Führerschein besitzen und die den Leasinggegenstand ausschließlich für private Zwecke nutzen. Sie erhalten ausschließlich den EUR-Gegenwert der PKW-/ Motorrad-/Wohnmobil-Jahresvignette 2026 auf das von Ihnen bekannt gegebene Konto überwiesen.

Ladekarte

Entgeltliche Einschaltung

KI bei Semperit: „Der größte Hebel liegt am Shopfloor“

Smart Factory, KI und Robotik entscheiden zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen. Doch wo beginnt man konkret? Andreas Raml, Director Group IT bei Semperit, spricht über reale Use Cases und mutige Projekte und erklärt, warum Datenstrategie wichtiger ist als reine Kostensenkung.

Keine industrielle Transformation ohne Digitalisierung und KI. Wo sehen Sie bei Semperit aktuell die größten Hebel – in Produktion, Qualitätssicherung, Supply Chain oder Managemententscheidungen?

Der größte Hebel liegt ganz klar am Shopfloor, also in produktionsnahen Bereichen. Dort erzielen wir unmittelbare Effekte auf Effizienz und Kosten. Im Backoffice sind viele Unternehmen bereits sehr schlank, dort bringt KI zusätzliche Produktivität, aber keine großen Einsparungen mehr. KI ist hier der Enabler für zukünftiges Wachstum. In der Produktion hingegen wirken Verbesserungen direkt auf Wettbewerbsfähigkeit und Preise. Gleichzeitig haben wir das Problem, dass viele Tätigkeiten schwer zu besetzen sind – hier entsteht ein doppelter Nutzen aus Effizienzsteigerung und Sicherung der Produktionsfähigkeit.

In der Fertigung testen Sie neue Formen der Automatisierung, etwa humanoide Roboter. Welche Aufgaben können solche Systeme am Shopfloor künftig übernehmen, und wo bleibt menschliche Expertise unverzichtbar?

Wir wollen Robotik gezielt dort einsetzen, wo Tätigkeiten repetitiv, körperlich belastend und somit schwer zu besetzen sind, etwa beim Bestücken von Maschinen unter Zeitdruck und in engen Räumen. Solche Aufgaben lassen sich durch humanoide Roboter gut automatisieren und auch skalieren. Gleichzeitig bleibt der Mensch unverzichtbar, insbesondere bei komplexen Entscheidungen, bei der Prozessoptimierung und bei der Steuerung. Ich appelliere hier auch an die Kolleginnen und Kollegen in der

Industrie: Wir müssen mutig sein und Innovationen wie humanoide Roboter ausprobieren, andernfalls werden wir am globalen Markt abgehängt!

Ein weiteres konkretes KI-Anwendungsfeld ist die Qualitätskontrolle. Welche Effizienz- und Qualitätsgewinne lassen sich durch solche Anwendungen erzielen?

Ein Beispiel: Wir haben ein KIbasiertes System zur Erkennung von Leckagen implementiert. Der Clou ist, dass das System die Lecks durch Audio-Sensoren lokalisiert und nicht wie bisher üblich mittels optischer Prüfung. Das Monitoring erkennt selbst bei kleinsten Löchern im Schlauch eine spezielle akustische Signatur, die beim Austritt des Wassers entsteht . Das führt zu konsistenten Ergebnissen, weniger Ausschuss und höherer Produktqualität. Das sind heute bereits messbare Effekte.

Viele Unternehmen erwarten von KI vor allem Kostensenkungen. Was müssen Industrieunternehmen zunächst sicherstellen, damit KI tatsächlich Mehrwert schafft?

Die entscheidende Frage ist: Welchen Wert will ich aus meinen Daten generieren? Viele Unternehmen stellen sich fälschlicherweise die Frage: Wie kann ich meine Daten verwenden? Es braucht zuerst eine klare Strategie und eine Zielvorgabe, um nicht den Fokus zu verlieren. Der zweite Punkt ist Data Governance, also klare Verantwortlichkeiten und Qualitätsstandards für Daten. Ohne diese Basis bleibt KI nur Stückwerk. Technologisch ist vieles möglich, aber ohne saubere Daten entfaltet KI keinen nachhaltigen Mehrwert.

Andreas Raml, Director Group IT, Semperit AG Holding

Mit dem Projekt OneERP bauen Sie eine gruppenweite digitale Plattform auf Basis der SAP Public Cloud auf. Welche Rolle spielt eine solche integrierte Datenbasis, wenn Unternehmen KI in der Produktion oder im Management sinnvoll einsetzen wollen? Eine integrierte Datenbasis ist die Grundvoraussetzung für jeden sinnvollen KI-Einsatz. Wir kommen von 23 ERP-Systemen mit isolierten Daten und unterschiedlichen Prozessen. Mit OneERP schaffen wir eine standardisierte Prozess- und Datenwelt – eine „Single Source of Truth“. Erst wenn Daten konsistent, vergleichbar und vertrauenswürdig sind, kann KI darauf aufsetzen. Der eigentliche Schlüssel ist dabei die Standardisierung der Geschäftsprozesse, die Datenqualität ist die logische Folge.

Entgeltliche

Lesen Sie mehr unter semperitgroup. com

Entgeltliche

Entgeltliche Einschaltung

Industrial Agentic Prescriptive Analytics: Autonome, vertrauenswürdige KI für die Industrie von morgen

Rasant wandelnde Märkte, geopolitische Unsicherheiten und immer komplexere Produktionssysteme erhöhen den Entscheidungsdruck in der Industrie. Gefragt sind KI-Systeme, die aktiv bei der Gestaltung robuster, effizienter Prozesse unterstützen. Im Softwarepark Hagenberg entsteht dazu seit mehreren Jahren ein wachsender Forschungsschwerpunkt im Bereich Prescriptive Analytics.

Grundlagen: Secure Prescriptive Analytics (SPA)

Autoren:

FH-Prof. PD DI Dr. Michael Aff enzeller, Leiter des Projekts und akadem. Leiter der FH OÖ

Jan Zenisek, MSc BSc

FH-Prof. PD DI Dr. Stephan Winkler

Mit dem #upperVISION2030Projekt SPA – Secure Prescriptive Analytics wurden die Grundlagen gelegt: Erklärbare, vertrauenswürdige Machine-Learning-Modelle, wie z. B. Symbolic Regression Models, wurden mit Optimierungsverfahren kombiniert, um nachvollziehbare Handlungsempfehlungen zu generieren – sicher,

Entgeltliche Einschaltung

transparent und als Open-SourceTechnologien verfügbar.

Nächster Schritt: Auto Prescriptive Analytics (APA)

Darauf au auend entwickelt das #upperVISION2030-Projekt APA – Auto Prescriptive Analytics den nächsten Schritt zu Industrial Agentic Prescriptive Analytics. Im Zentrum stehen wissensbasierte Machine-Learning-Algorithmen, die Domänenwissen systematisch integrieren und als autonome KI-Agenten eigenständig Modelle erstellen und aktualisieren und Entscheidungsräume strukturieren können. Statt nur ein einzelnes Optimierungsziel zu verfolgen, bewerten diese Systeme mehrere, teils konkurrierende Zielgrößen und entwickeln innerhalb definierter Freiheitsgrade eigenständig tragfähige Szenarien.

Leitmotiv: KI-Souveränität

Ein zentrales Leitmotiv ist dabei

KI-Souveränität. Die entwickelten Methoden setzen auf transparente, nachvollziehbare Modellarchitekturen, geschützte Datenhaltung und erklärbare Entscheidungslogiken. Damit stärkt der Standort Oberösterreich seine Fähigkeit, industrielle KI-Systeme selbst zu entwickeln, zu verstehen und zu kontrollieren – unabhängig von proprietären Black-Box-Lösungen internationaler Technologiekonzerne. Getragen wird dieser kontinuierlich wachsende Forschungsschwerpunkt von der FH Oberösterreich, der RISC Software GmbH und dem Software Competence Center Hagenberg (SCCH). Gemeinsam positionieren sie den Standort als europäischen Kompetenzträger für autonome, vertrauenswürdige KI in der industriellen Entscheidungsunterstützung.

Erfahren Sie mehr unter: softwareparkhagenberg.at

KI im Unternehmen einsetzen – aber wo anfangen?

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für Industrie und Wirtschaft und ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Doch viele Unternehmen stehen vor einer ganz praktischen Frage: Wo bringt KI im eigenen Betrieb tatsächlich einen Mehrwert – und wo nicht?

Genau hier setzt „Test before Invest“ an – eines der Services des European Digital Innovation Hub (EDIH) AI5innovation. Unternehmen können neue Technologien gemeinsam mit Forschungspartnern des EDIHs testen und herausfinden, ob sie im eigenen Betrieb sinnvoll eingesetzt werden können. Die Projekte werden durch die Europäische Kommission und das österreichische BMWET finanziert und sind für Unternehmen kostenlos.

Ein Partner in diesem von der TU Wien koordinierten EDIH ist VRVis, Österreichs größtes COMET-Kompetenzzentrum für Visual Computing. Das Wiener

Forschungszentrum arbeitet seit vielen Jahren mit Unternehmen an der Entwicklung von KI- und Visualisierungstechnologien für reale Anwendungen.

VRVis hat in Test-before-InvestProjekten bereits an Themen gearbeitet wie der automatischen Erkennung von Schäden an technischen Anlagen oder Infrastruktur, der Analyse großer Mengen technischer Dokumentation sowie der Auswertung von 3D-Scans zur präzisen Dokumentation und Analyse von Bauwerken oder Baustellen.

Unternehmen bringen ihr praktisches Problem oder eine Idee ein – VRVis das Forschungs- und Technologie-Know-how. Gemeinsam wird geprüft, ob und wie sich KI im Betrieb sinnvoll einsetzen lässt. Ein fertiges KI-Projekt ist dafür nicht notwendig.

Ein Test-before-Invest-Projekt mit VRVis beginnt meist mit einer Analyse der Fragestellung und der verfügbaren Daten. Darauf au auend werden mögliche KI-Ansätze

Mit „Test before Invest“ können Unternehmen gemeinsam mit VRVis KI-Anwendungen unter realen Bedingungen testen – kostenlos dank EU- und nationaler Förderung.

getestet und prototypisch umgesetzt. So erhalten Unternehmen eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen. Der European Digital Innovation Hub AI5innovation unterstützt kleine und mittlere Unternehmen sowie Midcaps bei der digitalen Transformation – insbesondere bei der Anwendung von KI. Neben „Test before Invest“ bietet der Hub Trainings zu KI und Digitalisierung, Zugang zu europäischen Innovationsnetzwerken sowie Unterstützung bei der Finanzierung der Implementierung. Die Services des EDIHs sind kostenlos.

EXPERTISE

Patrick Barylla, MSc.

Wissenschaftlicher

Mitarbeiter bei Fraunhofer Austria

Vom Erfahrungsvideo zum KI-Coach am Arbeitsplatz

Pensionierungswellen stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen, auch deshalb, weil wertvolles Erfahrungswissen oft verloren geht. KI als digitale Mentorin wird in Zukunft beim Einschulen neuer Mitarbeiter:innen helfen und dabei das Potenzial von Videos nützen.

Verlassen erfahrene Mitarbeiter:innen ein Unternehmen, geht ein gewisser Wissensschatz häufig mit ihnen. Das trifft insbesondere auf das sogenannte stillschweigende Wissen (Tacit Knowledge) zu: Routinen, Daumenregeln und diagnostische Fähigkeiten, die sich über Jahre im Alltag eingeschliffen haben und nur schwer in Worte, Tabellen oder Formeln fassen lassen. Dazu gehören etwa das Gespür einer Instandhalterin, wann ein Keilriemen zu tauschen ist, oder die Erfahrung eines Anlagenführers, an heißen Sommertagen bestimmte Prozessparameter anders zu wählen, damit die Anlage stabil läuft. Dieses Wissen ist selten lückenlos dokumentiert – und klassische Übergaben reichen oft nicht aus, um es an neue Kolleg:innen weiterzugeben.

Digitale Assistenzsysteme bieten hier einen Lösungsansatz zur Weitergabe von Unternehmenswissen an neue Mitarbeiter:innen. Sie werden seit einigen Jahren intensiv erforscht, und innovative Unternehmen verfolgen den Ansatz bereits in Grundzügen. Vieles ist bereits möglich: KI-Chatbots können Dokumente durchsuchen und Wissensgraphen unterstützen dabei im Hintergrund, indem sie das Wissen strukturieren und die richtigen Zusammenhänge festlegen. Doch

Dokumente sind nicht alles. Und schriftliche Dokumentationen sind für die abgehenden Mitarbeiter:innen mühsam in der Erstellung.

Erleichterte Dokumentation per Video Ein Forschungsziel bei Fraunhofer Austria ist es daher, die Dokumentation – auch von anspruchsvollen und komplexen Tätigkeiten – zu erleichtern und dabei dennoch die volle Nutzbarkeit in KI-basierten Systemen sicherzustellen. Ein Medium, das dabei noch viel zu selten zum Einsatz kommt, ist das Video. Es gibt bislang noch kein breit etabliertes Framework für die systematische Nutzung von Videoaufnahmen als Wissensquelle in der Instandhaltung. Fraunhofer Austria entwickelt dazu Ansätze mit Vision Language Models (VLMs), um Videodaten und Sprache gemeinsam zu interpretieren und daraus strukturierte Arbeitsschritte, Objekte und Kontext abzuleiten – als Grundlage für Wissensgraphen (Knowledge Graphs) und eine dialogfähige digitale Assistenz für den Live-Einsatz. Der Vorteil von Erfahrungsvideos: Sie sind für Mitarbeiter:innen einfacher in der Erstellung als die schriftliche Dokumentation. Während gefilmt wird, erklärt die Person ihre Tätigkeit so, wie sie es auch neuen Kolleg:innen erklären

würde. Die Kamera könnte dafür am Körper montiert werden, z. B. als kleine Action- oder Body-Cam, um für freie Hände zu sorgen. Oder ein Screen Capture erfasst komplexe Tätigkeiten am Computer, während die erfahrenen

Mitarbeiter:innen erklären, warum sie die jeweiligen Schritte setzen. Das Video ist schnell aufgezeichnet und enthält zugleich Anweisungen und die visuelle Abbildung der jeweiligen Maschinen oder Oberflächen.

Mustererkennung durch KI

Das Identifizieren von Objekten und Tätigkeiten im Video ist dabei Aufgabe der KI und bereits State of the Art. Was durch aktive Weiterentwicklung demnächst hinzukommen könnte, ist das Ableiten von Vorschlägen aus dem Datenformat, sodass den neuen Mitarbeiter:innen ein videobasiertes Assistenzsystem zur Seite gestellt werden kann. Diese Technologie könnte es in Zukunft ermöglichen, aus kurzen Videoaufnahmen Daumenwerte, Faustregeln und Diagnoseschritte zu extrahieren. KI als digitale Mentorin für Onboarding, Troubleshooting und sichere Reparaturabläufe stellt das Wissen dann bereit – damit stilles Prozess-Know-how und kritisches Anlagenwissen im Unternehmen bleiben.

Erfahren Sie mehr unter: www.fraunhofer.at

Entgeltliche Einschaltung

Der Mensch macht den Unterschied – erst recht im KI-Zeitalter

KI ist aus keinem Industriebetrieb mehr wegzudenken. Bei Welser Profile gilt dennoch der Grundsatz: NI vor KI – natürliche Intelligenz vor künstlicher. Geschäftsführer

Thomas Welser setzt bewusst auf Mitarbeiter:innen, die Verantwortung übernehmen und KI als Werkzeug verstehen. Wie wichtig auch Veränderungsfähigkeit ist und was

Philip Welser, nächste Generation Welser, zur KI der Zukunft sagt, lesen Sie hier.

Welche Rolle spielt KI bereits im Unternehmen – und wo sehen Sie das größte Potenzial?

Thomas Welser: KI ist für uns ein Werkzeug, um vorhandenes Wissen besser nutzbar zu machen. Wir sammeln in vielen Bereichen Daten und können dadurch Muster erkennen, die uns helfen, Prozesse effizienter zu gestalten. Das eröffnet großes Potenzial für die Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig geht es uns nicht darum, KI einfach ‚einzuführen‘. Entscheidend ist, dass die Menschen im Unternehmen verstehen, wie sie sie sinnvoll einsetzen können. Deshalb arbeiten wir intensiv daran, Berührungsängste abzubauen und Bewusstsein zu schaffen: KI soll unterstützen und möglich machen – nicht ersetzen.

In welchen Bereichen der Produktion setzen Sie bereits datenbasierte Systeme oder KI ein?

Thomas Welser: Bevor man komplexe KI-Anwendungen einsetzt, muss man wissen, welche Daten man überhaupt hat und in welcher Qualität. Ein Beispiel ist unsere transparente Darstellung der Wertströme: Wir können sehr genau nachvollziehen, wie sich Material und Bauteile durch unsere Produktion bewegen und welchen Wert sie wann haben. Diese Daten verknüpfen wir miteinander und nutzen sie, um Prozesse zu analysieren und zu verbessern.

Neue Technologien müssen in bestehende Prozesse integriert werden. Wie gelingt dieser Wandel?

Thomas Welser: Der wichtigste Schritt ist, eine offene Haltung gegenüber neuen Technologien zu schaffen. Mitarbeiter:innen müssen ausprobieren dürfen und sehen, welche Möglichkeiten entstehen. Gleichzeitig braucht es klare Strukturen. Menschen haben Verantwortung für die Prozesse. Wir schauen mit der ‚KI-Brille‘ auf ihre Abläufe und überlegen, wo digitale Werkzeuge sinnvoll sind.

Digitalisierung verändert die Arbeit der Mitarbeiter:innen. Welche Kompetenzen werden wichtiger?

Thomas Welser: Gerade, weil Informationen heute so leicht verfügbar sind, wird die Fähigkeit zum eigenständigen Denken noch wichtiger. Neben analytischen Fähigkeiten gewinnen daher die sogenannten Human Skills stark an Bedeutung: Zusammenarbeit, Perspektivenvielfalt, Resilienz und der offene Austausch.

Welche Rolle wird KI künftig im Unternehmen spielen – auch mit Blick auf die nächste Generation?

Philip Welser: KI ist ein Werkzeug, das uns befähigt, mehr aus unserer Position zu machen: Wir werden mutiger, schneller und trauen uns mehr zu. Jede Veränderung birgt Risiken, aber auch große Chancen

– KI ist gekommen, um zu bleiben. Für die nächste Generation werden KI-Systeme daher unabdingbar sein. Den entscheidenden Unterschied wird dabei nicht die Technologie machen, sondern die Fähigkeit, in einer Welt mit einer Unmenge an Informationen die richtigen Entscheidungen zu treffen und als Team zusammenzuarbeiten. Sicherheit entsteht in Gemeinschaft.

Wo sehen Sie beide die industrielle Produktion durch KI in 5 bis 10 Jahren?

P. W.: Ich glaube, dass die Veränderungen im Produktionsbereich bzw. an der Produktionsanlage in den nächsten fünf bis zehn Jahren weniger spektakulär sein werden, als viele erwarten. Vielmehr befinden sich Unternehmen in einer Phase des Ausprobierens. Sie investieren verstärkt in Sensorik, Dateninfrastruktur und erste teilautonome Systeme. Die kommenden Jahre werden daher vor allem ein Herantasten sein – mit einzelnen größeren Sprüngen, aber vor allem mit vielen Lernprozessen, um herauszufinden, welche Daten, Technologien und KI-Anwendungen wirklich Mehrwert schaffen. T. W.: Entscheidend wird vor allem die Veränderungsfähigkeit der Menschen sein: Die Aufgaben werden sich verändern. Dabei werden gut ausgebildete Mitarbeiter:innen nicht ersetzt, sondern neue Rollen übernehmen. Lesen Sie mehr unter www.welser.com

Thomas Welser CEO und Member of the

Entgeltliche Einschaltung

Firmenflotten unter Strom: Das rechnet sich

Der Umstieg vom Verbrenner auf E-Mobilität hat gerade für Firmenflotten erhebliche Vorteile, sowohl wirtschaftlich als auch in der Praxis.

B2B-Kooperationen Elektromobilität

Österreichweit elektrifizieren Unternehmen derzeit ihre Flotten. Warum?

Die Gründe sind Kosten, Nachhaltigkeit und Regulierung. Unternehmen müssen ihre Emissionen senken, das spielt in der Berichterstattung und bei Finanzierungen eine wachsende Rolle. Der Fuhrpark ist oft der naheliegendste Hebel.

E-Mobilität ist dabei strategisch und wirtschaftlich relevant.

Welche Rolle spielen externe Vorgaben und Marktanforderungen?

Banken, Investor:innen und Auftraggeber:innen schauen auf den CO2-Fußabdruck. In Ausschreibungen wird Nachhaltigkeit mitgedacht. Wer die Flotte elektrifiziert, verbessert die Bilanz und Wettbewerbsfähigkeit. Am Ende ist das eine konkrete wirtschaftliche Frage.

Was müssen Unternehmen vorbereiten, bevor sie umstellen?

Entscheidend sind eine klare CarPolicy und Planung. Es braucht Regeln, wer wie lädt, wie abgerechnet wird und welche Fahrzeuge für welche Einsätze geeignet sind. E-Mobilität ist ein Gesamtsystem, das funktioniert, wenn Zuständigkeiten, Prozesse und Ziele intern abgestimmt sind. Es geht um das Fahrzeug, um Stromtarife, Ladeverhalten, Abrechnung, Rückvergütung, Standortplanung und Support. Unternehmen sollten nicht isoliert einzelne Bausteine einkaufen, sondern einen integrierten Ansatz wählen. Ein verlässlicher Partner, der alles aus einer Hand anbietet, spart Aufwand und reduziert Fehlerquellen.

Wie sieht eine sinnvolle Ladeinfrastruktur in der Praxis aus?

Meistens ist ein Mix am besten: Laden am Firmenstandort, zuhause und unterwegs. Am Standort kann mit PV-Strom intelligent geladen werden, zuhause profitieren Mitarbeiter:innen von günstigen Tarifen. Öffentliches Laden ergänzt den Bedarf. Wichtig ist, die Infrastruktur passend zum Einsatzprofil zu planen. Gute Planung spart hier bares Geld.

Welche Lösungen bietet der ÖAMTC an?

Mit ÖAMTC ePower und ÖAMTC ePower.Business begleiten wir Unternehmen ganzheitlich – von Planung und Installation über Betrieb bis hin zu Abrechnung der Ladevorgänge. Zusätzlich bieten wir maßgeschneiderte Angebote wie Ladekarten sowie -lösungen für Unternehmensstandorte und Mitarbeiter:innen zuhause. Wir unterstützen Unternehmen beim Au au und übernehmen das Management ihrer Ladepunkte, sodass für sie kein administrativer Aufwand entsteht. Zusätzlich kümmern wir uns um die Abwicklung und Auszahlung der THG-Prämie für unsere Kund:innen.

Viele Betriebe fragen zuerst nach der Wirtschaftlichkeit. Zu Recht?

Absolut. Man muss auf die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) achten. Elektrofahrzeuge profitieren von niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten, steuerlichen Vorteilen sowie klaren Regeln für die Rückvergütung beim Laden zuhause. Wenn man Firmenstandort, Heimladen und öffentliches Laden intelligent kombiniert, ist E-Mobilität in vielen Fällen schon heute günstiger als Diesel oder Benzin.

Welche Förderungen sind in der Praxis derzeit relevant?

Ein wichtiger Hebel ist die THG-Prämie. Sie schafft einen zusätzlichen wirtschaftlichen Anreiz, weil Unternehmen für geladene Strommengen Geld zurückbekommen. Dazu kommen Förderungen, vor allem bei der Infrastruktur. In der Praxis sehen wir erfolgreiche Modelle in sehr unterschiedlichen Branchen, von Versicherungen bis zu Logistikunternehmen. Das wichtigste Learning: Wer früh plant, integriert denkt und Ladeinfrastruktur intelligent nutzt, hat ökologische und wirtschaftliche Vorteile.

Entgeltliche

Lesen Sie mehr unter: oeamtc.at/oeamtcepower/oeamtcepower-business/

Entgeltliche Einschaltung

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch: Der Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensflotte

Elektromobilität ist nicht mehr nur ein Trend, sondern eine zukunftsweisende Lösung – insbesondere für Unternehmen, die ihre Fuhrparks umstellen möchten. E-Fahrzeuge bieten erhebliche betriebliche Einsparungen und Steuervorteile und tragen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks bei. da emobil begleitet Unternehmen auf diesem Weg mit maßgeschneiderten Lösungen in eine emissionsärmere Zukunft.

Elektromobilität beschränkt sich nicht nur auf E-Pkw, denn auch immer mehr E-Lkw, E-Transporter und E-Busse kommen auf den Markt. Sie bieten Unternehmen eine breite Palette an elektrischen Fahrzeuglösungen und damit die Möglichkeit, nahezu jeden Bereich einer Firmenflotte auf elektrische Antriebe umzustellen.

Betriebe, die in Elektromobilität investieren, leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Sie profitieren zudem von zahlreichen Vorteilen: Obwohl die Anschaffungskosten für E-Fahrzeuge höher sein können, sind die Betriebs- und Wartungskosten deutlich geringer als bei Verbrennern.

Elektrofahrzeuge bieten außerdem steuerliche Vorteile wie den Entfall der NoVA und die Befreiung von der Sachbezugsbesteuerung. Attraktive Förderprogramme für den Kauf von Elektrofahrzeugen und den Au au der notwendigen

Infrastruktur bieten weitere Anreize.

Individuelle Ladelösungen da emobil bietet Unternehmen individuelle Lösungen an, um ein erfolgreiches E-Mobilitätsprojekt umzusetzen. Die fachkundige Unterstützung reicht dabei von Konzept über Lieferung hochwertiger Wallboxen und Schnellladestationen, Realisierung, Betrieb, Abrechnungssoftware sowie Supporthotline bis hin zur Wartung. Oberstes Ziel ist hierbei, ein reibungsloses Zusammenspiel aus Laden am Arbeitsplatz, zuhause und unterwegs mit minimalen Wartezeiten zu ermöglichen. Für die Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz entwickelt da emobil die passende Lösung oder übernimmt den Betrieb für bereits angeschaffte Ladestationen. Mit dem Software-Angebot „Heimladen“ können Dienstwagen bequem zuhause geladen werden. Alle Ladevorgänge werden verbrauchsgenau

aufgezeichnet und können direkt mit der:dem Arbeitgeber:in abgerechnet werden.

Bequem laden und viele Vorteile nutzen

Mit der Ladekarte von da emobil und GUTMANN erhalten

Kund:innen Zugang zum größten öffentlichen Ladenetz Österreichs sowie zu vielseitigen Tank- und Serviceangeboten an über 100 GUTMANN- und disk-Tankstellen. Eine monatliche Gesamtrechnung aller Ladevorgänge erleichtert die Administration erheblich.

We love the way you move. Als führender Anbieter in der Elektromobilitätsbranche und größter CPO (Ladenetzbetreiber) in Österreich strebt da emobil danach, E-Mobilität mit umfassendem Know-how und maßgeschneiderten Angeboten für alle zugänglich zu machen. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.da-emobil.com

Nikola Marijokovic

Fahrschullehrer in Wien.

Neben seiner täglichen Arbeit in der Fahrausbildung beschäftigt er sich intensiv mit Verkehrssicherheit. Auf Social Media vermittelt er Wissen rund um den Straßenverkehr und typische Fahrsituationen.

Berufsverkehr ist kein Privatrisiko – sondern Unternehmensverantwortung

Die gefährlichste Strecke ist oft nicht die unbekannte Landstraße, sondern der tägliche Weg zur Arbeit. Auf unbekannten Straßen fahren viele Menschen vorsichtiger als sonst, reduzieren das Tempo, konzentrieren sich. Auf vertrauten, alltäglichen Wegen passiert häufig das Gegenteil: Die Aufmerksamkeit sinkt – und die Risikobereitschaft steigt.

Nicht Fahranfänger:innen stellen im Berufsverkehr das größte Risiko dar, sondern Vielfahrer:innen. Fahranfänger:innen fahren meist defensiver, wählen geringere Geschwindigkeiten und überschätzen ihre Fähigkeiten seltener. Wer hingegen seit Jahren täglich unterwegs ist, läuft Gefahr, Routine mit Sicherheit zu verwechseln. Genau hier beginnt Selbstüberschätzung: „Ich kenne die Strecke.“ „Ich fahre seit 20 Jahren unfallfrei.“ Und plötzlich ist das Handy doch einen Blick wert, der Sicherheitsabstand etwas geringer oder das Überholmanöver knapper kalkuliert.

Als Fahrlehrer bin ich täglich acht bis zehn Stunden im Straßenverkehr unterwegs. Dabei konzentriere ich mich nicht nur auf meine Schüler:innen, sondern analysiere mit ihnen auch Fehler anderer Verkehrsteilnehmer:innen. Gerade im dichten Stadtverkehr zeigt sich, wie oft Ablenkung, Zeitdruck oder Selbstüberschätzung zu riskantem Verhalten führen. Unachtsamkeit und Ablenkung zählen seit Jahren zu den häufigsten Unfallursachen im österreichischen

Straßenverkehr. Zudem ereignen sich jährlich tausende Unfälle mit Personenschaden auf dem Arbeitsweg. Der Berufsverkehr ist damit kein Randthema, sondern ein relevanter Sicherheitsfaktor. Hinzu kommen Zeitdruck und Müdigkeit. Enge Terminpläne verleiten zu Tempoüberschreitungen oder riskanten Entscheidungen. Monotone Strecken führen zu Erschöpfung, die häufig unterschätzt wird. Während im Schwerverkehr strenge Lenk- und Ruhezeiten gelten, bleibt Müdigkeit im Pkw-Bereich oft eine Frage der Eigenverantwortung. Deshalb beginnt genau hier auch die Verantwortung von Unternehmen. Wer Verkehrssicherheit als Privatsache abtut, unterschätzt ein zentrales unternehmerisches Risiko. Verkehrsunfälle bedeuten Fahrzeugausfälle, Krankenstände, steigende Kosten und Produktivitätsverluste. Gerade im Berufskraftverkehr, wo Fachkräfte ohnehin knapp sind, kann sich kein Unternehmen leisten, erfahrene Lenker:innen durch vermeidbare Unfälle zu verlieren. Dienstfahrzeuge sind zudem rollende Visitenkarten. Gefährliches

Fahrverhalten beschädigt nicht nur Fahrzeuge, sondern auch das Image.

Prävention ist daher keine freiwillige Zusatzleistung, sondern wirtschaftliche Vernunft. Regelmäßige Fahrsicherheitstrainings – idealerweise mit unternehmenseigenen Fahrzeugen – helfen, physikalische Grenzen realistisch einzuschätzen. Klare Regelungen zur Handynutzung, verpflichtende Freisprecheinrichtungen, realistische Zeitplanung und bewusst eingeplante Pausen reduzieren Risiken spürbar. Wer Bonusmodelle schafft, die indirekt Zeitdruck belohnen, sendet ein falsches Signal.

Assistenzsysteme wie Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Abstandstempomat oder Müdigkeitserkennung sind wertvolle Sicherheitsnetze – aber kein Autopilot für Verantwortung. Technik unterstützt. Entscheiden muss immer noch der Mensch. Verkehrssicherheit ist keine Kostenstelle, sondern aktives Risikomanagement – und ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens.

youtube.com/ @FahrlehrerNiko

instagram.com/ fahrlehrerniko

facebook.com/p/ Fahrlehrer-Niko61555302561003

Neues NISG 2026 und NIS-2-RL 13.04.2026, Online www.forum-akademie.at/ neues-nisg-2026-und-nis-2-rl/

Workshop ChatGPT und Microsoft Copilot: Richtig prompten im Berufsalltag 30.04.2026, Online www.forum-akademie.at/ workshop-chatgpt-und-microsoftcopilot/

Mit individuellen GPTs zur persönlichen Assistenz 20.05.2026, Online www.forum-akademie.at/ mit-individuellen-gpts-zurpersoenlichen-assistenz/

KI rechtssicher nutzen 29.05.2026, Online www.forum-akademie.at/ ki-rechtssicher-nutzen/

ChatGPT für Einsteiger 01.06.2026, Online www.forum-akademie.at/ chatgpt-fuer-einsteiger/

KI-Manager:in 02. - 25.06.2026, Online www.forum-akademie.at/ ki-manager/

Lehrgang Zertifizierter Produktionsleiter

13.04.2026 - 15.04.2026

Austria Trend Hotel Savoyen, Wien www.imh.at/produktionsleiter

Cybersecurity Update laufend, Online www.imh.at/cybersecurity-online

F&E-Verträge

13.04.2026 - 14.04.2026

Renaissance Wien Hotel, Wien www.imh.at/forschung-vertrag

FutureHub: Straßeninfrastruktur & Verkehrtechnik 15.04.2026, Impact Hub Vienna, Wien www.imh.at/futurehub-strassen

Service- und Wartungsverträge 19.05.2026, Doubletree by Hilton Vienna Schönbrunn, Wien www.imh.at/wartung

Entgeltliche

Kalorien statt Sprit verbrennen

Im Frühling steigen wieder viele auf das Fahrrad um, um zur Arbeit zu kommen – aus guten Gründen. Die Vorteile für Beschäftigte, aber auch für Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt sind vielfältig.

Vor Arbeitsbeginn Sport machen, das geht sich für viele nicht aus. Am Arbeitsweg lässt sich ein gesundes Bewegungspensum hingegen einfacher integrieren. Gerade in Zeiten zunehmenden Bewegungsmangels ist Radfahren ideal, um regelmäßig aktiv zu bleiben. Immer mehr Menschen in Österreich nutzen diese Möglichkeit deshalb am Arbeitsweg. Das Potenzial ist groß: Mehr als die Hälfte der Arbeitswege beträgt weniger als 10 km – eine Distanz, die sich gut mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen lässt.

Zu letzterem gibt es erfreuliche

Nachrichten: Eine gemeinsame

Studie der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz Universität Hannover zeigt, dass regelmäßiges E-Bike-Fahren das Herzinfarktrisiko um 40 %, das Krebsrisiko um 30 % und das Risiko für Stoffwechselerkrankungen um 50 % senkt.

Auch Unternehmen profitieren: Immer mehr Betriebe unterstützen ihre Mitarbeiter:innen mit steuerlich begünstigten Leasingrädern – besonders in Zeiten steigender Spritpreise ein echter Vorteil. Zusätzlich zu gesünderen und zufriedeneren Beschäftigten benötigen Fahrräder auch deutlich weniger Stellfläche als Autos. Je nach System passen acht bis 16

Fahrräder auf einen einzigen AutoParkplatz. Wer den Öffentlichen Verkehr nutzt, braucht gar keinen. Unternehmen können hier ebenfalls aktiv unterstützen: bei der Standortwahl auf gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr achten oder Beschäftigten ein steuerlich begünstigtes Klimaticket zur Verfügung stellen. Für jene, die weder mit dem Fahrrad noch mit Bahn oder Bus zur Arbeit gelangen, helfen Apps beim Bilden von Fahrgemeinschaften.

Mehr umweltverträgliche Mobilität auf dem Arbeitsweg ist gesund, kostengünstig und trägt nachhaltig zur Stauvermeidung bei.

Mobility as a Benefit und Mobility as a Service

Ca. 40 % der Verkehrsleistung entfallen in Österreich auf Arbeitswege, denn die Mobilitätsangebote heimischer Unternehmen, wie Bike-Leasing, Car-Sharing oder Pendler:innenticket, werden von Arbeitnehmer:innen als Benefits wahrgenommen. Allerdings befindet sich berufliche Mobilität durch Homeoffice und variable Arbeitszeiten im Wandel.

Diese Veränderungen wirken sich auf die Mobilitätsstrategien von Unternehmen aus. Sie bieten ihren Mitarbeiter:innen unterschiedliche Mobilitätsoptionen, erhöhen so ihre Attraktivität und helfen, das Verkehrsau ommen zu reduzieren und die Parkflächennutzung zu verbessern.

Digitales Parkraummanagement steuert die Effizienz vorhandener Parkflächen und vermeidet Engpässe. Mobilitätsbudgets und Auto-Alternativen senken den Bedarf an Stellplätzen, reduzieren Mobilitätskosten und dienen Nachhaltigkeitszielen. Die Mobilität

der Zukunft ist also multimodal, autonom, datenbasiert, integriert und bedürfnisorientiert.

Auch Shared Mobility gewinnt an Bedeutung, jedoch wird sich das Firmenauto nicht überall ersetzen lassen. In ländlichen Regionen und für Mitarbeiter:innen im Außendienst bleiben individuell nutzbare Fahrzeuge wichtig. Gleichzeitig lässt sich aber vor allem bei Jüngeren beobachten, dass der Besitz eines Fahrzeugs weniger wichtig ist als Wahlfreiheit und Flexibilität.

Das Mobilitätsbudget stößt daher bei vielen Beschäftigten auf Interesse: Eine Studie des Instituts für Mobilität der Universität St.

Gallen hat ergeben, dass 73 % der Teilnehmer:innen ein Mobilitätsbudget nutzen und zu 83 % ausschöpfen, wobei 93 % der Leistungen auf den Öffentlichen Verkehr entfallen. Hierbei ist besonders das Dienstrad zu nennen: leicht zugänglich, hoher Nutzen, steuerlich attraktiv. Auch Car- und Bike-Sharing funktionieren, wenn sie ein Problem lösen, etwa auf der letzten Meile oder Betriebsfahrten. Die Maßnahmen sind aber nur in ein Mobilitätskonzept eingebettet effektiv, mit Zielen, Zuständigkeiten und Daten.

Professor Dr. Andreas Herrmann
Direktor Institut für
Mobilität an der Universität St. Gallen
Christian Gratzer Sprecher der Mobilitätsorganisation
– Mobilität mit Zukunft

Entgeltliche Einschaltung

„Full-Service-

Leasing macht auch bei kleinen Flotten Sinn“

Der Mobilitätsmarkt für Unternehmen befindet sich im Wandel: Steigender Kostendruck, neue Antriebstechnologien und wachsender administrativer Aufwand stellen vor allem KMU vor Herausforderungen. Genau hier setzt Leasys an – mit Full-Service-Leasing als ganzheitlichem Ansatz.

„Viele glauben, dass sich Full-Service-Leasing erst ab 50 oder 100 Autos lohnt – das stimmt so nicht“, sagt Pamela Dela Cruz, Geschäftsführerin von Leasys Austria. „Gerade in kleinen Betrieben kann eine optimierte Lösung viel bewirken: weniger Aufwand, mehr Planungssicherheit, bessere Konditionen.“

Seit dem Marktstart 2023 hat das Unternehmen seine Flotte in Österreich rasch aufgebaut. Bis 2024 wuchs sie auf rund 2.000 Fahrzeuge – ein Ergebnis deutlich über dem Marktdurchschnitt. Für Dela Cruz ist dies ein Beleg dafür, dass der Bedarf vorhanden ist: „Full-Service-Leasing macht auch bei kleinen Flotten Sinn.“

Das Prinzip von Leasys ist einfach: Unternehmen zahlen eine monatliche Rate, in der sämtliche Leistungen gebündelt sind – von Wartung über Versicherung bis zum Reifenservice. „Wir setzen stark auf Beratung, Effizienz und einfache Prozesse“, so Dela Cruz. Ziel sei es, den administrativen Aufwand für Kund:innen und Fahrer:innen möglichst gering zu halten.

Gerade im Mittelstand zeigt sich laut Leasys häufig Optimierungspotenzial. „Oft stellen wir fest, dass Unternehmen Fahrzeuge einsetzen, die gar nicht mehr zum Bedarf

passen“, erklärt Dela Cruz. „Unsere Aufgabe ist es, die passende Fahrzeugstrategie zu entwickeln – kosteneffizient und zukunftssicher.“

Dabei spielt auch die Elektromobilität eine zentrale Rolle.

Bereits rund 30 Prozent der Flotte bestehen aus elektrifizierten Fahrzeugen. „Wir wollen, dass der Umstieg nicht zur Belastung wird, sondern zur sinnvollen Entscheidung“, betont Dela Cruz. Beratung zu Reichweiten, Ladeinfrastruktur und Förderungen ist daher fixer Bestandteil des Angebots.

Neben der strategischen Beratung rücken digitale Services zunehmend in den Fokus. Mit Plattformen wie „My-Leasys“ erhalten Kund:innen mehr Transparenz über ihren Fuhrpark und können Prozesse effizient steuern. Gleichzeitig werden Schnittstellen zu Handelspartnern ausgebaut, um Angebote schneller und einfacher verfügbar zu machen.

Auch aus operativer Sicht bringt das Modell Vorteile. Weniger Kapitalbindung, planbare Kosten und hohe Flexibilität sind zentrale Argumente, wie auch die Erfahrungen aus dem Markt zeigen. Laufzeiten lassen sich anpassen, Fahrzeuge früher tauschen – ein Vorteil in wirtschaftlich volatilen Zeiten.

Unterstützt wird das Angebot durch die Einbindung in den Stellantis-Konzern, wodurch Fahrzeuge unterschiedlicher Marken und Antriebsarten verfügbar sind – vom Kleinwagen bis zum Nutzfahrzeug. Das ermöglicht es, sehr unterschiedliche Anforderungen abzudecken, vom kleinen Gewerbebetrieb bis zum internationalen Konzern.

Für Dela Cruz ist klar, wohin die Reise geht: „Wir wollen weiterhin wachsen – sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Bekanntheitsgrad.“ Das Ziel: Leasys soll sich in Österreich langfristig unter den Top 3 Mobilitätsanbieter:innen etablieren.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Fuhrparkmanagement wird zunehmend strategisch – und damit auch für kleinere Flotten ein Thema, das sich professionell zu organisieren lohnt. Damit wird der Fuhrpark zunehmend vom reinen Kostenfaktor zum strategischen Steuerungsinstrument. „Entscheidend ist, den tatsächlichen Bedarf zu verstehen – dann lassen sich nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen umsetzen“, so Dela Cruz.

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*Symbolfoto. Stand 01.01.2026. Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP. Verbrauch kombiniert: 5,4 - 11,1 l/100km; CO2-Emission kombiniert: 142 - 291 g/km. Für BEV: Verbrauch kombiniert: 18,5 – 54,7 kWh/100km; Reichweite: bis zu 215 - 378 km; Verbrauchs- und Emissionswerte wurden gemäß der WLTP ermittelt und sind nur als Richtwerte zu verstehen. Aktionspreis exkl. Ust bei Finanzierung über Stellantis Financial Services oder Barkauf. Opel Investitionsbonus entspricht Endkundenpreisvorteil. Gültig bei Kaufvertrag bis 31.03.2026 bei teilnehmenden Opel Partnern. Angebot von Stellantis Financial Services - ein Service der Stellantis Bank SA Niederlassung Österreich für Unternehmer - unterliegt nicht dem VKrG. Angebot inkl. Garantieverlängerung gratis für 48 Monate/120.000 km und 4 Winterkompletträder (exklusive Montage und Radbolzen), (gemäß den Bedingungen der FCA Austria GmbH). Details bei Ihrem Fiat Händler. Druck- und Satzfehler vorbehalten.

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