Warum KMU von Startups lernen können und Zukunft aktiv gestalten müssen
"Startup-Grande-Dame" Selma Prodanovic im Interview über Innovation, Future-Oriented Capital, den "Selma Effekt" und den Mut, Veränderung als Chance zu sehen
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Österreichs Handel im Umbruch
Zwischen KI-Revolution, Innovation und neuen steuerlichen Herausforderungen
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Inklusion, die funktioniert: Was KMU von NEBA und IKEA lernen können
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IN DIESER AUSGABE 05
Exklusive Einblicke von AIT Experten Helmut Leopold und Mario Drobics
Warum Cybersecurity und Datensouveränität für KMU immer wichtiger werden.
Büroeinrichten einfach gemacht
Das neue Konzept Officebox by neudoerfler macht Büroeinrichten so schnell und unkompliziert wie noch nie! 12
80 Jahre Austria Gütezeichen "Österreichischer Musterbetrieb" Unternehmen, die ihre Qualität transparent machen, investieren nicht nur in ein Zertifikat, sondern in ihre Zukunftsfähigkeit!
Project Manager: Annika Heim, BA
Business Developer: Paul Pirkelbauer, BA
Lektorat: Sophie Müller, MA
Grafik und Layout: Juraj Príkopa
Managing Director: Bob Roemké
Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock
Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU 4759844 · FN 322799f FG Wien
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Druck: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG
Ein Mitglied der Austrian Cooperative Research (ACR) FOTO:
Die über 600.000 österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) müssen sich 2026 bereits das vierte Jahr in Folge in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Viele Unternehmen verzeichnen eine verhaltene oder gar rückläufige Umsatzentwicklung und eine – aufgrund der Kostenbelastung – geringe Rentabilität. Über 1.700 Unternehmen mussten im ersten Quartal 2026 Insolvenz anmelden, eine im Jahresabstand zwar leicht gesunkene, aber im langfristigen Vergleich immer noch hohe Zahl. Inflation und Kostensteigerungen sind nach nur kurzer Unterbrechung vor wenigen Monaten wieder zurückgekehrt.
Dennoch zeigt sich der KMU-Sektor insgesamt bislang erstaunlich resilient. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote im heimischen KMU-Sektor betrug laut Daten der KMU Forschung Austria zuletzt (Zeitraum 07/24 – 06/25) rund 38 % und ist im Vergleich zum Jahr davor um 1 %-Punkt gestiegen. Schwierigkeiten beim Zugang zu (externen) Finanzierungen werden nur von relativ wenigen KMU gemeldet. Freilich sind diese Werte zum Teil auch auf die geringe Investitionsneigung und Kreditnachfrage zurückzuführen.
Nicht zuletzt die in jüngster Zeit vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen eingetretenen oder möglichen Engpässe bei Energieträgern und Rohstoffen bringen das Thema der Kreislaufwirtschaft verstärkt zurück auf die Agenda. Die Bedeutung der kreislaufwirtschaftlichen Nutzung von Stoffen ergibt sich eben nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch aus dem Blickwinkel der Reduzierung ökonomischer Abhängigkeiten – und sie bietet großes wirtschaftliches Potenzial für heimische KMU: etwa im
Bereich der Wiederau ereitung von Gütern oder durch Recyclingdienstleistungen und Service- und Reparaturangebote, Stichwort „Product-as-a-Service“. Auch die nationale Industriestrategie setzt hier einen Schwerpunkt. Ein weiterer Einflussfaktor, der den KMU-Sektor mittel- bis langfristig tiefgreifend prägen wird, ist die KI. Mit zunehmendem Einsatz sind für KMU gleichermaßen Chancen und Risiken verbunden. KI ermöglicht es Unternehmen, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln sowie Produktivität und Effizienz signifikant zu steigern. Für KMU kann KI bisher gegenüber großen Unternehmen bestehende Nachteile – insbesondere im Bereich des internen Knowhows – ausgleichen. Vor allem in vielen wissensintensiven Branchen wird KI die klassischen Geschäftsmodelle der Unternehmen jedoch stark unter Druck setzen. Eine große Herausforderung in den kommenden Jahren resultiert auch aus der heimischen Demografie. Während sich der Fachkräftemangel konjunkturbedingt abgeschwächt hat, stehen in Österreich bis 2034 für rund 52.500 Unternehmen mit mindestens einer unselbständig beschäftigten Person die Übergabe von Eigentum und Führung und damit oft auch eine grundlegende Erneuerung an.
Die beschriebenen Anforderungen und Entwicklungen machen deutlich, dass Investitionen in Innovation, neue Geschäftsmodelle und Kompetenzentwicklung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der heimischen KMU unerlässlich sein werden. Mit all diesen Themen beschäftigt sich der vorliegende KMU-Ratgeber, ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
Ihr
Thomas Oberholzner
Entgeltliche Einschaltung
Ein Partner, der die Branche versteht
Wie sieht die Zukunft von Handel und Produktion aus? Irena Vulić, Leiterin Kompetenzzentrum Handel, Produktion & Mobilität in der Raiffeisen Stadtbank KMU, erklärt, worauf es ankommt.
Frau Vulić, welche Rolle spielen Produktion und Handel für die Volkswirtschaft?
Produktion und Handel sind zentrale Säulen unserer Wirtschaft: 2025 steuerten die Branchen Produktion (Industrie) rund 27 % und der Handel etwa 20 % zum österreichischen BIP bei. Beide Branchen sind entscheidend für Wachstum, Beschäftigung und Export in unserem Land.
Wo sehen Sie die größten Chancen für diese Branchen?
Aus vielen Gesprächen mit Kund:innen wissen wir, dass vor allem in der Digitalisierung und Automatisierung großes Potenzial steckt. Investitionen in KI, automatisierte Systeme und energieeffiziente Technologien steigern Produktivität und senken Kosten. Auch Investitionen in umweltfreundliche Technologien und energieeffiziente
Produktionsprozesse eröffnen neue Wachstumschancen – dementsprechend halte ich sie für besonders vielversprechend.
Wie können Unternehmen in der aktuellen Lage erfolgreich bleiben?
Wichtig ist die Balance zwischen kurzfristigem Reagieren auf Krisen und langfristiger strategischer Weiterentwicklung. Schnelle Marktanpassungen, verlässliches Liquiditäts- und Risikomanagement sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle sind für mich der Schlüssel zum Erfolg.
Welche Unterstützung bietet die Raiffeisen Stadtbank Wien?
Wir wissen, was Handelsunternehmen und produzierende Unternehmen brauchen, und begleiten sie mit bedarfsgerechter Beratung, Finanzierung und Absicherung aus
einer Hand.
Mit unserer Branchenexpertise zu Förderungen unterstützen wir gezielt bei der Finanzierung nachhaltiger Investitionen, der Exporttätigkeit sowie Digitalisierung. Ergänzt wird das durch unser Know-how in Cash Management, E-Commerce-Lösungen sowie Währungs- und Zinsmanagement - für eine umfassende Betreuung der Unternehmer:innen.
NISG 2026: Warum Cybersicherheit jetzt auch für KMU geschäftskritisch wird
Viele kleine und mittlere Unternehmen fragen sich: Betrifft uns das überhaupt?
Ja, denn das NISG 2026 betrifft nicht nur große Unternehmen. Manche KMU können direkt unter die neuen Vorgaben fallen – etwa wenn sie in besonders wichtigen Branchen tätig sind. Noch häufiger sind KMU aber indirekt betroffen: als Lieferanten oder Dienstleister größerer Unternehmen. Diese müssen künftig stärker darauf achten, dass auch ihre Partner sicher arbeiten. Deshalb werden KMU immer öfter gefragt werden, wie sie ihre IT schützen, wie sie mit Daten umgehen und ob sie ihre wichtigsten Risiken im Griff haben. Wer darauf keine klare Antwort hat, kann bei Ausschreibungen oder bestehenden Kundenbeziehungen unter Druck geraten.
GENEHMIGTE ANLAGEN
Was müssen KMU konkret tun?
Der erste Schritt ist ein realistischer Überblick: Welche Daten, Systeme und Kundenbeziehungen sind wirklich wichtig? Wo wäre ein Ausfall oder Datenverlust besonders schmerzhaft? Danach braucht es solide Grundschutzmaßnahmen: sichere Passwörter und Mehrfaktor-Anmeldung, regelmäßige Updates, Backups, Schutz vor Schadsoftware, klare Zuständigkeiten und einen Plan für den Ernstfall. Wichtig ist auch, Mitarbeiter zu sensibilisieren und Dienstleister bewusst auszuwählen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern die wesentlichen Risiken nachvollziehbar zu erkennen und angemessen zu behandeln. Stichtag für das NISG ist der 1.10.2026.
Wie kann ein Unternehmen das nachweisen?
In der Praxis reichen bloße Selbstauskünfte oft nicht mehr aus. Kunden wollen belastbare, vergleichbare und möglichst unabhängige Nachweise. Genau dafür gibt es die Cyber Trust Labels. Sie zeigen, dass ein Unternehmen seine Cybersicherheit strukturiert umgesetzt und geprüft hat – vom einfachen Basissicherheitsnachweis bis zu einem umfassenden Sicherheitsniveau. Für KMU ist das ein pragmatischer Weg, Vertrauen zu schaffen und als verlässlicher Partner in der Lieferkette wahrgenommen zu werden.
In fünf Schritten zur NISG 2026 Compliance – Das Whitepaper: info.cyber-trust.at/ whitepaper/
Der schnellste Weg zu unseren Services.
Standort- und Betriebsanlagenservice Braucht meine Betriebsanlage eine Genehmigung? Muss ich sie überprüfen lassen? Welche Ausnahmen gibt es? Antworten auf diese Fragen finden Unternehmer:innen auf WKO.at – rasch und unkompliziert. WKO.at/betriebsanlagen
Thomas Stubbings Geschäftsführer
Cybersicherheit und Datensouveränität als Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit
Die beiden AIT-Experten Dr. Helmut Leopold und Dr. Mario Drobics erläutern, warum Cybersicherheit und digitale Souveränität für KMU längst zu zentralen Erfolgsfaktoren geworden sind – und weshalb beides heute untrennbar zusammengehört.
Die fortschreitende Digitalisierung macht die Verfügbarkeit von IT-Systemen sowie die Kontrolle über Daten und digitale Prozesse zu zentralen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Für KMU sind Cybersicherheit und Datensouveränität daher wesentliche Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Lieferfähigkeit.
Die aktuelle KPMG/KSÖ Cybersecurity Studie zeigt, mit welchen Herausforderungen Unternehmen zunehmend konfrontiert sind. Cyberkriminelle nutzen KI, um personalisierte Phishing-Mails, Deepfakes sowie gefälschte Audiound Videoanrufe für Betrugsversuche zu erstellen. Gleichzeitig nehmen Angriffe über weniger geschützte Zulieferer:innen und IT-Dienstleister:innen zu. Auch bislang unbekannte Schwachstellen werden durch KI-gestützte Werkzeuge immer schneller identifiziert und ausgenutzt.
Parallel dazu steigen die regulatorischen Anforderungen. Mit der europäischen NIS-2-Richtlinie und dem Cyber Resilience Act werden Unternehmen verpflichtet, Risiken systematisch zu bewerten, Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und Vorfälle innerhalb klar definierter Fristen zu melden. Große Unternehmen und Betreiber:innen kritischer Infrastrukturen müssen dabei auch die Sicherheit ihrer Zulieferer:innen berücksichtigen. Für KMU wird dies zunehmend
zum Wettbewerbsfaktor: Wer nicht nachweisen kann, dass Daten, ITServices und Sicherheitsprozesse kontrolliert und nachvollziehbar gemanagt werden, riskiert den Verlust von Aufträgen und Geschäftsbeziehungen. Cybersicherheit wird damit zur Managementaufgabe. Unternehmen benötigen Risikoanalysen, klare Verantwortlichkeiten, laufende Schulungen sowie etablierte Prozesse für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen. Gleichzeitig sollte Cybersecurity nicht länger als Kostenfaktor betrachtet werden, sondern als Investition in Stabilität, Vertrauen und langfristige Marktfähigkeit. Eine solide Cyberhygiene mit Multi-FaktorAuthentifizierung, regelmäßigen Sicherheitsupdates, sicheren Cloud-Diensten, wirksamen Backup-Strategien und klaren Notfallplänen bildet dafür die Grundlage. Ebenso wichtig ist digitale Souveränität. Unternehmen müssen selbstbestimmt entscheiden können, welche Technologien eingesetzt werden, wo Daten verarbeitet werden und unter welchen Bedingungen digitale Dienste genutzt werden. Wer kritische Prozesse oder Daten vollständig von einzelnen Anbieter:innen abhängig macht, verliert Handlungsspielraum und Flexibilität. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und wachsender Abhängigkeiten von internationalen Technologieplattformen bedeutet digitale
Souveränität nicht, auf globale Technologien zu verzichten, sondern Abhängigkeiten bewusst zu steuern und Wahlmöglichkeiten offen zu halten. Offene Standards und Open-Source-Technologien spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie schaffen Transparenz, reduzieren Lock-in-Effekte und ermöglichen unterschiedliche Betriebsmodelle – vom eigenen Rechenzentrum bis hin zu hybriden Cloud-Architekturen.
Auch europäische Initiativen wie Gaia-X, IPCEI-CIS (8ra) oder IPCEI-AI verfolgen das Ziel, vertrauenswürdige Datenräume, leistungsfähige Cloud-Infrastrukturen und europäische KI-Ökosysteme aufzubauen. Viele dieser Ansätze befinden sich noch im Au au, zeigen jedoch die strategische Bedeutung digitaler Unabhängigkeit für Wirtschaft und Gesellschaft. Letztlich entsteht nachhaltige Resilienz erst durch das Zusammenspiel von Cybersicherheit und digitaler Souveränität. Technische Schutzmaßnahmen, regulatorische Compliance und kontinuierliche Schulungen bilden die notwendige Basis. Entscheidend ist jedoch eine Unternehmenskultur, in der sicherheitsbewusstes und verantwortungsvolles Handeln selbstverständlich wird. Wer zugleich die Kontrolle über Daten, Technologien und digitale Abhängigkeiten behält, stärkt nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts insgesamt.
Dr. Helmut Leopold
Dr. Mario Drobics
COVERSTORY
„Zukunft entsteht dort, wo wir sie aktiv gestalten“
Wie verändert sich Unternehmer:innentum in Zeiten permanenter Transformation? Warum braucht Innovation neue Formen von Kapital – und weshalb ist Diversität ein entscheidender Wirtschaftsfaktor? Selma Prodanovic, Social Futurist, Senior Advisor und Keynote Speakerin, spricht über Future-Oriented Capital, die Zusammenarbeit von KMU und Startups und darüber, warum der „Selma-Effekt“ mehr Menschen ermutigen soll, die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Der KMU-Ratgeber feiert 30 Jahre – Sie gestalten seit über 30 Jahren Startup-Ökosysteme. Was hat sich in dieser Zeit im Unternehmer:innentum grundlegend verändert? Als die ersten Startup-Ökosysteme entstanden, war das Thema noch völlig neu. Zwei Entwicklungen haben diese Bewegung maßgeblich geprägt: einerseits die technologische Revolution, die es überhaupt erst möglich gemacht hat, digitale Unternehmen mit exponentiellem Wachstum zu gründen. Andererseits trug die Krise 2008/2009 dazu bei, dass Investor:innen neue Wege und Orte suchten, um Kapital zu investieren. Beides zusammen führte zu einem gesellschaftlichen Umbruch: Innovation und Investment verbreiteten sich weltweit. Heute leben wir in einer völlig anderen Zeit. Größe ist nicht mehr
der wichtigste Maßstab für Erfolg. Entscheidend sind Anpassungsfähigkeit, Lernfähigkeit und die Fähigkeit, die Zukunft aktiv mitzugestalten – gerade in Hinsicht auf den Umbruch mit KI und Co. Als Social Futurist arbeite ich genau an dieser Schnittstelle zwischen Innovation, Investment und der Zukunft unserer Gesellschaft. Es geht darum, wie Unternehmen und Menschen diesen Wandel aktiv mitgestalten können.
Warum sollten etablierte KMU heute enger mit Startups zusammenarbeiten – und welche Rolle spielen Investor:innen und neue Finanzierungsformen?
Etablierte Unternehmen haben Marktkenntnis, Struktur und Ressourcen. Startups bringen Geschwindigkeit, Lernfähigkeit, Innovationskraft und einen
anderen Blick auf Probleme mit. Im Idealfall arbeiten beide eng zusammen, um Innovation, neue Produkte und neue Märkte zu entwickeln. Und selbst wenn keine Kooperation entsteht, können KMU enorm vom Startup-Mindset lernen: von Agilität, Experimentierfreude und der Bereitschaft, Dinge neu zu denken.
Um diese Innovation zu ermöglichen, braucht es aber auch neue Finanzierungsformen. Corporate Venturing ist eine: Unternehmen investieren selbst in Startups oder gemeinsam mit Investor:innen und machen Innovation zu einem Teil ihrer Strategie. Nur an das Heute zu denken, reicht dabei nicht. Die entscheidende Frage lautet: Was wollen wir bewirken? Ein Fehler der Vergangenheit war der extreme Fokus auf kurzfristige Geschwindigkeit
und schnelle Ergebnisse – dabei wurde die Zukunftsfähigkeit oft vernachlässigt.
Hier kommt das „Future-Oriented Capital“ ins Spiel. Worauf sollten Unternehmen künftig dabei achten?
Future-Oriented Capital bedeutet, langfristig zu denken. Besonders Familienunternehmen kennen diesen Ansatz seit Generationen: Sie wollen ihr Unternehmen an die nächste Generation weitergeben. Dieser Gedanke war immer da – wir haben ihn nur zu lange verdrängt. Welche Zukunft wollen wir schaffen? Genau darum geht es: langfristige Wirkung statt kurzfristiger Rendite. Das bedeutet auch, den Return on Investment langfristiger zu betrachten und Impact als festen Bestandteil von Investment zu verstehen.
Nachhaltigkeit und Impact sind vom Nice-to-have zum Investmentkriterium geworden. Was bedeutet das für Unternehmen, die Kapital aufnehmen wollen?
Unternehmen mit starken Beziehungen zu ihren Kund:innen und Partner:innen sind deutlich resilienter durch Krisen gekommen, z. B. während der Coronapandemie. Gerade KMU profitieren davon: Wenn Vertrauen vorhanden ist, sind Menschen bereit, zu warten, zu helfen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Wir leben in einem neuen Zeitalter permanenter Veränderung. Unternehmen müssen lernen, strategisch mit dieser Realität umzugehen. In Transformationsprozessen geht es darum, Visionen zu entwickeln: Welche Ressourcen werden wir brauchen? Wie entwickelt sich die Welt? Und wie passen wir unser Unternehmen Schritt für Schritt an?
Es geht nicht darum, alles radikal neu zu erfinden – sondern das Beste aus dem Bestehenden zu
machen und gleichzeitig nachhaltig zukunftsfähig zu werden. Sie setzen sich stark für Gender Balanced Investing ein. Welche strukturellen Verzerrungen gibt es im Zugang zu Kapital – und welchen wirtschaftlichen Mehrwert bringt mehr Diversität?
Heute fließen nur 2 % des Venture Capitals, das investiert wird, in rein weibliche Teams – allein aufgrund ihres Geschlechts. Das muss sich ändern, durch radikale Innovation. Und radikale Innovation entsteht durch Vielfalt. Wenn alle gleich denken, entsteht nur inkrementelle Innovation. Wirklich neue Lösungen entstehen nur durch Diversität. Ein zentraler Grund für die Ungleichverteilung ist der sogenannte Unconscious Bias. Investor:innen investieren häufig in Menschen, die ihnen ähnlich sind. Da die Mehrheit der Investor:innen männlich ist, fließt auch das Kapital überwiegend in männliche Teams – nicht aus böser Absicht, sondern aus Vertrautheit. Gleichzeitig zeigen Studien: Frauenteams erzielen im Durchschnitt höhere Kapitalrenditen. Mehr Diversität ist daher nicht nur gesellschaftlich wichtig – sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Wenn wir investieren, sollten wir dort investieren, wo der größte Return of Investment entsteht.
Sie haben den „Selma-Effekt“ geprägt. Was bedeutet er für Unternehmer:innen? Und wie sieht Europa in zehn Jahren aus, wenn mehr Menschen diesen Ansatz leben?
Der Selma-Effekt beschreibt, wie ein einzelner Mensch Systeme verändern kann, und besteht aus drei Phasen:
1. Selbstwirksamkeit erkennen (start with you): Menschen erkennen, dass sie ihre Zukunft aktiv gestalten können.
2. Andere empowern (empower
others): Sie unterstützen andere dabei, ebenfalls aktiv zu werden.
3. Systemveränderung (change the system): So entsteht langfristig echter Wandel.
Der Name ist bewusst gewählt: Mein Vorname steht für die Sichtbarkeit von Frauen im Businessund Investmentkontext. Weibliche Namen sind in Führung, Entrepreneurship und Venture Capital noch immer unterrepräsentiert.
Der ‚Selma-Effekt‘ soll genau dieses Bewusstsein stärken und zeigen, dass Frauen selbstverständlich Teil der wirtschaftlichen Zukunft sind – als Gründerinnen, Investorinnen und Entscheidungsträgerinnen. Grundsätzlich lösen Unternehmer:innen Probleme – das ist die Essenz von Entrepreneurship. Jeder Mensch hat die Wahl: sich zurückziehen oder aktiv etwas bewirken. Für die nächste Dekade wünsche ich mir deshalb, dass wir weg von Angst und Unsicherheit kommen – hin zu einem proaktiven Mindset. Veränderung wird schneller und permanenter werden. Die entscheidende Frage lautet: Sehen wir Veränderung als Bedrohung – oder als Chance? Wenn mehr Menschen diesen Ansatz leben, werden wir Europa als einen Raum erleben, in dem Menschen ihre Zukunft bewusst gestalten – mutig, kollaborativ und lösungsorientiert.
Was wollen Sie weiblichen Unternehmerinnen auf ihrem Weg mitgeben?
An die bereits erfolgreichen Entrepreneurinnen am Markt: Durchbrechen Sie Ihre eigenen Grenzen – denken Sie größer, strategischer, auf internationaler Ebene. Die stetigen Veränderungen der letzten Jahre haben Sie auch gemeistert. Wir brauchen Sie.
Sehen Sie dies als Challenge, weg von der Angst und hin zu mehr
Entgeltliche Einschaltung
Büroeinrichten einfach gemacht.
Die Einrichtung eines Bürogebäudes wird oft als langwieriges Projekt gesehen. Doch das muss nicht sein. Mit vorkonfigurierten Büromöbel-Sets für alle Office-Bereiche ist
Büroeinrichten so schnell und unkompliziert wie noch nie. neudoerfler hat mit Officebox die besten Produkte für Sie zusammengestellt – Sie müssen nur noch auswählen.
Wer ein Büro einrichten möchte, kennt das Problem: zu viele Möbeldetails, zu viele Entscheidungen und am Ende zu wenig Klarheit beim Preis. Genau hier setzt das neue Konzept Officebox by neudoerfler an.
„Officebox macht
Büroeinrichten radikal einfach. Wir machen den Planungsmarathon zum Sprint.“
DI Maximilian Schubert, Managing Director, neudoerfler
Auswählen. Einziehen. Arbeiten. Mit 80 Jahren Büroplanungs-Expertise weiß neudoerfler worauf es wirklich ankommt. Vorkonfigurierte Büromöbel-Sets machen Büroeinrichten einfach, schnell und klar. Büros jeder Größe sind damit im Nu geplant. Und Überraschungen beim Preis bleiben aus.
EINFACH SCHNELL
KLAR
Employer Branding zählt.
In einem Büro, das passt, arbeiten alle gerne –und auch effizienter. Mit Officeboxen für Work, Call, Meet, Lounge, Store, Manage & Co. lässt sich in jedem Grundriss die richtige Arbeitsumgebung schaffen, die Arbeitgeber:innen und MItarbeiter:innen glücklich macht.
Drei, zwei, einfach. Ab die Box.
In 60 Minuten zum fertigen Officebox Angebot. Termin vereinbaren:
Neu: Flagshipstore in Wien. Wer die Officeboxen live erleben möchte, kommt am besten in den neuen neudoerfler Flagshipstore in der Ankerbrotfabrik in Wien. In einem persönlichen Beratungstermin erhalten Sie innerhalb von 60 Minuten Ihr persönliches Angebot für Ihre Officeboxen.
Diversity ist keine Kampagne, sondern eine Haltung
Diversität, Mitarbeiter:innenbindung und Employee Experience sind Schlagworte, die derzeit auf nahezu jeder HR-Veranstaltung und in jeder Fachpublikation auftauchen. Wenn ich heute zu einem Kongress eingeladen werde, schaue ich mir die Agenda genau an. Nicht selten habe ich das Gefühl, dass wir seit Jahren über dieselben Themen sprechen: Homeoffice, Employer
JOSEF „SEPP“ BUTTINGER:
Josef Buttinger, Executive Partner bei ADHARA GmbH, ist seit 25 Jahren als Manager im Bereich Human Resources tätig. Zuvor arbeitete er zehn Jahre in Non-Profit-Organisationen. Zusätzlich zum Studium der Theologie/Philosophie absolvierte er diverse Programme an der WU Wien. Als Gründer und Präsident der „hr-lounge. at“, einem Netzwerk von mehr als 300 PersonalleiterInnen, besitzt er gebündeltes Wissen aus dem Bereich Personalwesen und ist stets am Puls der Zeit, was die Entwicklung am Arbeitsmarkt betrifft.
INSIGHT
Branding oder die nächste Generation von Benefits. Das sind alles wichtige Themen, keine Frage.
Aber Human Resources ist weit mehr: vielfältig, dynamisch und vor allem menschlich. Es reicht nicht mehr, Prozesse zu managen. Gefragt sind Führungskräfte, die Menschen verstehen, unterschiedliche Bedürfnisse erkennen und Veränderungen begleiten können. Empathie und Transformationsfähigkeit zählen für mich zu den wichtigsten Kompetenzen unserer Zeit.
Das zeigt sich auch im Executive Search. Fachliche Qualifikationen bleiben wichtig, doch immer häufiger entscheidet die Persönlichkeit. Menschen, die Bestehendes hinterfragen, neue Wege gehen und Denkmuster au rechen, bringen Unternehmen voran. Oft sind es Quereinsteiger:innen oder Persönlichkeiten mit ungewöhnlichen Lebensläufen, die entscheidende Impulse geben. Gleichzeitig hat
sich der Arbeitsmarkt verändert. Mitarbeiter:innen wählen ihre Arbeitgeber:innen. Gehalt bleibt wichtig, doch viele Menschen suchen heute vor allem Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und wertschätzende Führung.
Auch beim Thema Diversity beobachte ich Missverständnisse. Vielfältigkeit bedeutet nicht, einmal jährlich im Juni das Unternehmenslogo in Regenbogenfarben einzufärben. Das kann ein sichtbares Zeichen sein, ersetzt aber keine Haltung. Entscheidend ist, ob Vielfalt tatsächlich in den Werten und im täglichen Miteinander verankert ist.
Employee Experience entsteht genau dort: durch Respekt, Zugehörigkeit und Wertschätzung. Diversity ist keine Kommunikationsdisziplin. Diversity ist eine Haltung. Und Haltungen erkennt man nicht an Hochglanzbroschüren, sondern am täglichen Handeln.
Innovationsgeist statt Digitalstrafen
Steuern statt Wachstum
Rainer Will Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands
Österreichs Handel erlebt die größte Transformation seit Jahrzehnten. KI, automatisierte Logistik und datengetriebene Geschäftsmodelle verändern Märkte in Echtzeit. Für KMU ist das Herausforderung und Chance zugleich.
Innovation made in Austria Österreichs Händler:innen investieren in digitale Vertriebskanäle, moderne Lieferketten, KI-Anwendungen und neue Services. Das Schwarz-Weiß-Denken zwischen stationärem Handel und E-Commerce ist überholt. Mit der Plattform AI4R, dem Fachforum für Innovation und KI und den Retail Startup Awards fördert auch der Handelsverband innovative Handels- und Technologielösungen. Für KMU bieten wir eine kostenfreie Mitgliedschaft. Die Rekordzahl an Einreichungen bei den diesjährigen Startup Awards zeigt: Innovationskraft ist da, passende Rahmenbedingungen fehlen.
Eindrücke aus China
Viele Entwicklungen, die in Europa noch diskutiert werden, sind z. B. in Shanghai bereits gelebte Praxis. Davon konnte ich mich bei einer EHI-Studienreise im Mai überzeugen. KI ist allgegenwärtig, Digitalisierung politisch gewollt und technologischer Fortschritt auf Wirtschaftswachstum ausgerichtet. Günstige Energiepreise und Bildung wirken ebenfalls als Innovationsbooster.
Gleichzeitig zeigt China die Kehrseite des innovationsgetriebenen Ansatzes. Datenschutz und -souveränität: fehlanzeige. An jeder Ecke finden sich Kameras, die eine totale Überwachung der Gesellschaft bedeuten.
Sieben der zehn wertvollsten Technologie/IT-Unternehmen der Welt stammen aus den USA, drei aus China. Österreich plant indessen neue Sondersteuern auf digitale Geschäftsmodelle. Mit der Paketsteuer sowie neuen Abgaben auf Audio- und Videostreamingdienste gehen wir ein Stück in die digitale Steinzeit zurück.
Die Paketsteuer würde direkt ca. 20 große, indirekt mind. 4000 KMU treffen. Für den heimischen Onlinehandel heißt das: Innovationsbremse. Laut Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung könnten durch die Paketsteuer ca. 300 Mio. € an BIP und 2400 Arbeitsplätze verloren gehen. Dabei muss die Politik jetzt Wachstum stärken, Investitionen fördern und die Konjunktur stabilisieren. Österreich leidet unter einer Steuer- und Abgabenquote von rund 45% und massiver Bürokratiebelastung.
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Josef Buttinger
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Inklusion, die funktioniert: Was KMU von NEBA und IKEA lernen können
Mithilfe des NEBA Betriebsservice schafft IKEA Austria Rahmenbedingungen, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich zusammenarbeiten. Claudia Papesch vom NEBA Betriebsservice sowie Nicole Steger und Anna Hyll von IKEA Austria erklären, wie Inklusion im Arbeitsalltag gelingt.
Frau Papesch, das NEBA Betriebsservice begleitet IKEA beim Thema Inklusion. Was zeichnet das Unternehmen hier aus?
CP: IKEA versteht Inklusion als Teil der Unternehmenskultur. Das Thema wird von der Führungsebene bis in die Teams getragen. Bemerkenswert ist die nachhaltige Bereitschaft, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie den individuellen Stärken und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen entsprechen.
NST: Für uns ist Vielfalt eine Voraussetzung für langfristigen Unternehmenserfolg. Unterschiedliche Perspektiven stärken Teams, sind innovativ und näher an den Bedürfnissen der Kund:innen. Daher investieren wir Zeit und Aufmerksamkeit in inklusive Strukturen. Das NEBA Betriebsservice unterstützt uns dabei.
Welche Maßnahmen tragen bei IKEA dazu bei, dass Inklusion im Arbeitsalltag gelingt?
NST: Inklusion beginnt im Recruiting. Wir haben Prozesse entwickelt, die Menschen einen möglichst barrierefreien Zugang zu Bewerbung/Onboarding ermöglichen. Das NEBA Betriebsservice wird frühzeitig eingebunden, damit individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden.
AH: Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung aller Mitarbeiter:innen. Inklusion gelingt nur, wenn Offenheit, Verständnis und wertschätzende Kommunikation gelebt werden. Unser Ziel sind Rahmenbedingungen, in denen Menschen langfristig erfolgreich zusammenarbeiten.
Welche positiven Effekte entstehen, wenn Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten?
AH: Unterschiedliche Perspektiven bereichern die Teams und stärken den Zusammenhalt. Gleichzeitig erleben wir eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre.
NST: Unsere Belegschaft spiegelt die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Das macht uns als Arbeitgeberin attraktiver und stärkt die Beziehung zu den Kund:innen.
Von welchen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit IKEA können KMU lernen?
CP: Der wichtigste Erfolgsfaktor ist Haltung. Inklusion braucht Menschen, die das Thema vorantreiben. IKEA zeigt auch, dass es nicht um perfekte Lösungen geht. Entscheidend sind Offenheit, Lernbereitschaft und der Wille, individuelle Potenziale zu erkennen.
Mit welchen Anliegen wenden sich Betriebe am häufigsten an den NEBA Betriebsservice?
CP: Häufig geht es um Unterstützung nach längeren Krankenständen, also den Wiedereinstieg in den Beruf von Menschen mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen. Unternehmen informieren sich über barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung, Unterstützung rund um das Thema Arbeit und Behinderungen oder das Finden von geeigneten Bewerber:innen.
Welche Unsicherheiten zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen bestehen?
CP: Aufgrund mangelnder Erfahrung befürchten manche Unternehmen organisatorischen Mehraufwand. Viele Vorbehalte verschwinden, sobald persönliche Begegnungen stattfinden. Entscheidend ist, die Kompetenzen der Menschen kennenzulernen.
Wie unterstützt das NEBA Betriebsservice Unternehmen, Menschen mit Behinderungen einzustellen und langfristig erfolgreich zu beschäftigen?
CP: Wir begleiten Unternehmen entlang des gesamten Prozesses bis zur nachhaltigen Inklusion im Arbeitsalltag. Durch das Netzwerk berufliche Assistenz (NEBA) haben wir Kontakt zu Menschen mit Behinderungen/chronischen Erkrankungen und vielen Expert:innen in den Trägerorganisationen der umfangreichen NEBA-Angebote. Besonders bewährt haben sich Arbeitstrainings und -erprobungen, bei denen beide Seiten prüfen können, ob die Zusammenarbeit funktioniert.
Warum ist Inklusion auch ein wirtschaftlicher und strategischer Vorteil für Unternehmen?
NST: Unternehmen profitieren von vielfältigen Teams, unterschiedlichen Perspektiven, einer stärkeren Bindung der Mitarbeiter:innen und dem erweiterten Zugang zu qualifizierten Fachkräften.
AH: Ca. 25 % der heimischen Bevölkerung lebt mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung. Diese Menschen sind Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Teil unserer Gesellschaft. Wer Inklusion lebt, stärkt Vertrauen, Attraktivität und Zukunftsfähigkeit.
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Claudia Papesch Key Account Managerin des NEBA Betriebsservice
Zuhause kennt man das Problem: Wohin mit den Flaschen? Lange Schlangen vor dem Pfandautomaten. Auch im Büro sammelt sich Leergut schneller, als man „Pfandbon“ sagen kann. Das neue Pfandsystem hat vieles verändert, nur eines nicht: Die Flaschen sind immer noch da. In Meetingräumen zeigt sich oft das gleiche Bild: halbvolle Flaschen stehen auf den Tischen und prägen viele Besprechungsräume.
Dabei geht es auch einfacher, ganz ohne Flaschen. Moderne Wasserspender liefern gefiltertes Leitungswasser auf Knopfdruck, still, prickelnd oder heiß. Kein Flaschenlager, kein Sammeln, kein Pfandstress. Einfach trinken und nachfüllen.
„Immer mehr Unternehmen erkennen, dass es sinnvoller ist, das Problem gar nicht erst entstehen zu lassen und völlig auf Flaschenwasser zu verzichten“, sagt Robert Stolz, Geschäftsführer von Culligan Austria.
Culligan bietet leitungsgebundene Wasserspender, die gefiltertes Wasser direkt am Arbeitsplatz bereitstellen. Ohne Flaschen, ohne Pfand, ohne Rückgabeaufwand.
Kontakt
Culligan Austria GmbH
Brunner Straße 77 – 79 1230 Wien
Tel.: +43 (0) 800 800 735
E-Mail: kontakt@culligan.at Web: www.culligan.at
Mehr als Wasser
Leitungsgebundene Wasserspender von Culligan liefern gefiltertes Wasser auf Knopfdruck. Das Leitungswasser wird im Gerät au ereitet. Mehrstufige Filtersysteme reduzieren Kalk, Chlor sowie Mikroplastik und Ewigkeitschemikalien (PFAS). Diese gelten als potenziell gesundheitsschädlich und können etwa über alte Leitungen oder industrielle Einflüsse ins Trinkwasser gelangen. Je nach Bedarf stehen unterschiedliche Wasseroptionen zur Verfügung: gekühlt, heiß oder prickelnd. „Gefiltertes Wasser direkt am Arbeitsplatz sorgt für mehr Sicherheit für Mitarbeitende und ist ein klarer Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge“, so Stolz.
Einfach, sicher, vorausschauend Für eine dauerhaft hohe Wasserqualität setzt Culligan auf smarte Technologie. Die C-Sense-Technologie überwacht laufend den Filterzustand und die Geräteleistung. Wartungen erfolgen vorausschauend, noch bevor ein Eingreifen erforderlich ist. Ergänzend sorgen BioCote und Firewall für ein konstant hohes Hygieneniveau im täglichen Betrieb. Für Unternehmen
bedeutet das eine zuverlässige Versorgung ohne organisatorischen Mehraufwand.
Ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich klug Leitungsgebundene Wasserspender machen Flaschen überflüssig. In einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden kann ein einzelnes Gerät jährlich bis zu 22.500 Wasserflaschen ersetzen. Pfandhandling entfällt, Lagerflächen werden frei und interne Abläufe vereinfachen sich. Culligan setzt auf ein transparentes Mietmodell. Im Preis enthalten sind Lieferung, Installation, Service, Wartung und der regelmäßige CO2-Tausch für prickelndes Wasser. Die Kosten sind fix kalkulierbar. Investitionen entfallen, OPEX statt CAPEX wird zum Plus für die Bilanz.
Jetzt testen, kostenlos und unverbindlich Ob Büro, Werkstatt oder Empfangsbereich: Culligan bietet passende Lösungen für unterschiedliche Anforderungen, vom Tischgerät bis zum Standmodell. Interessierte können die Geräte im Unternehmen oder für den privaten Gebrauch kostenlos testen.
Mehr Infos unter www.culligan.at/ kostenlos-testen
Tanja Graf Generalsekretärin Wirtschaftsbund
Wettbewerbsfähigkeit von KMU richtig stärken
Österreich ist ein KMU-Standort: 99,7 % aller Unternehmen sind KMU. Sie beschäftigen 2,46 Mio. Menschen, bilden 52.200 Lehrlinge aus und erwirtschaften 56 % der Bruttowertschöpfung der marktorientierten Wirtschaft. Drei Hebel für ihre Wettbewerbsfähigkeit sind jetzt besonders wichtig.
Entlastung
Mit der Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 geschieht ein wichtiger Schritt für wettbewerbsfähige Arbeitskosten. Entlastung brauchen wir auch bei der Bürokratie. 83 % der österreichischen KMU sehen administrative/ regulatorische Anforderungen als Problem. Das erste Entbürokratisierungspaket mit 113 Maßnahmen ist ein notwendiger Schritt, der rasch umgesetzt werden muss. Gleichzeit brauchen wir einfachere Verfahren, weniger Berichtspflichten, durchgängige Digitalisierung und ein Ende von Gold-Plating und Überregulierung.
Entgeltliche Einschaltung
Arbeitskräfte
Unsere KMU sind auf erstklassige Fachkräfte angewiesen; 78% der Betriebe sind allerdings vom Fachkräftemangel betroffen. Mit der Weiterentwicklung der Lehre setzen wir wichtige Schritte. Mit der Aktivpension eröffnen wir KMU neue Arbeitskraftpotenziale. Flächendeckende Kinderbetreuung verbessert die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf und sichert ebenfalls neue Arbeitskräfte. Neben der Steigerung der Mobilität von Arbeitskräften in Österreich müssen unsere KMU auch besseren Zugang zu gut qualifizierten internationalen Fachkräften bekommen.
Berechenbarkeit
Besonders wichtig für wettbewerbsfähige KMU sind stabile und berechenbare Rahmenbedingungen am Standort Österreich. Dazu gehört, dass Betriebe nicht durch ideologische Vermögens- und Erbschaftssteuerdebatten verunsichert und vom Investieren abgehalten werden; die Unterstützung für Forschung und Innovationen gesichert ist; und neue Bürokratiemonster wie die EU-Entgelttransparenzrichtlinie gezähmt werden. Die Politik ist in der Pflicht, die Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit der KMU gezielt und nachhaltig zu stärken.
80 Jahre Austria Gütezeichen
Warum Qualität heute wichtiger ist denn je
Das Austria Gütezeichen wurde 1946 ins Leben gerufen und hat in der Zeit wesentlich zum Wiederau au Österreichs beigetragen. Es steht für überdurchschnittliche Qualität, Verlässlichkeit und österreichische Wertschöpfung. Der anerkannte Qualitätsnachweis hat sich weiterentwickelt und zeichnet heute nicht nur heimische Produkte, sondern seit über 30 Jahren auch Unternehmen als „Österreichischer Musterbetrieb“ aus. Gerade KMU stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Der Wettbewerbsdruck nimmt zu, qualifizierte Fachkräfte sind schwer zu finden und gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch gesetzliche Vorgaben, Dokumentationspflichten und neue Themen wie Nachhaltigkeit, Informationssicherheit und Compliance.
In diesem Umfeld bietet der „Österreichische Musterbetrieb“ weit mehr als eine repräsentative
Auszeichnung. Das Gütezeichen unterstützt Unternehmen dabei, ihre Leistungsfähigkeit strukturiert darzustellen und gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sichtbar zu machen. Wer heute langfristige Geschäftsbeziehungen au auen möchte, muss die Einhaltung von Standards, gesetzlichen Anforderungen und verantwortungsvollem Wirtschaften nachvollziehbar dokumentieren können. Für viele KMU wird dies zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Der „Österreichische Musterbetrieb“ kann in bestimmten Fällen als Qualitätsnachweis auf Kundenplattformen bei Geschäftspartnern und bei Ausschreibungen akzeptiert werden. Die Begutachtung kann auch mit regulären ISO-Audits kombiniert werden. Unternehmen, die ihre Qualität transparent machen, investieren nicht nur in ein Zeichen oder ein Zertifikat, sondern in ihre Zukunftsfähigkeit.
80 Jahre Austria Gütezeichen zeigen: Qualität ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine nachhaltige Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Und sie wird auch in Zukunft einer der entscheidenden Faktoren bleiben, um sich im Markt erfolgreich zu positionieren.
Entgeltliche Einschaltung
Mobilität für KMU: Transparent, planbar, effizient
Für KMU ist Mobilität ein entscheidender Erfolgsfaktor – die Fahrzeugflotte dabei oft ein erheblicher Kostenblock. Unvorhersehbare Ausgaben für Wartung, Reparaturen oder Wertverlust belasten Budgets und erschweren die Planung. Moderne Full-ServiceLeasinglösungen machen Mobilitätskosten planbar, transparent und effizient steuerbar.
Dela Cruz Geschäftsführerin Leasys Austria GmbH
Frau Dela Cruz, welche Rolle spielen planbare Mobilitätskosten für die Effizienz, Sicherheit und Kostenkontrolle in KMU?
Für KMU ist Mobilität ein entscheidender Erfolgsfaktor – sei es in Vertrieb, Service oder der Logistik. Gleichzeitig stellt die Fahrzeugflotte oft einen erheblichen Kostenblock dar. Unvorhersehbare Ausgaben für Wartung, Reparaturen oder Wertverlust können Budgets belasten und die Planung erschweren. Genau hier setzen moderne Leasing- und Full-Service-Mobilitätslösungen an: Sie machen Mobilitätskosten planbar, transparent und effizient steuerbar.
Full-Service-Leasing verwandelt komplexe, variable Kostenstrukturen in transparente und kalkulierbare Ausgaben – ein strategischer Hebel für alle KMU
Pamela Dela Cruz
Warum ist das besonders für KMU relevant?
KMU verfügen meist über begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Große Investitionen in Fahrzeugflotten binden Kapital, das im Kerngeschäft fehlt. Leasingmodelle ermöglichen es, Fahrzeuge zu nutzen, ohne sie zu besitzen – und gleichzeitig Liquidität sowie Kreditlinien zu schonen.
abgewickelt werden. Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet das eine spürbare Entlastung im Tagesgeschäft.
Was macht planbare Mobilität heute zu einem echten Wettbewerbsvorteil für KMU? Planbare Mobilitätskosten sind für KMU ein strategischer Hebel, um Effizienz zu steigern und finanzielle Risiken zu minimieren.
Full-Service-Leasing, wie es etwa Leasys bereitstellt, verwandelt komplexe und variable Kostenstrukturen in transparente sowie kalkulierbare Ausgaben.
Doch was bedeuten „planbare Mobilitätskosten“?
Planbare Mobilitätskosten basieren in der Regel auf einem klar definierten, monatlichen Fixbetrag. Anstatt hoher Einmalinvestitionen und schwankender Betriebskosten zahlen Unternehmen eine konstante Leasingrate, in der – je nach Modell – bereits zahlreiche Leistungen inkludiert sind.
Full-Service-Leasing-Anbieter:innen wie Leasys verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der Finanzierung werden auch operative Aufgaben und Risiken rund um den Fuhrpark übernommen. Das führt zu einer deutlichen Vereinfachung im Kostenmanagement und erhöht die Planungssicherheit.
Darüber hinaus entfällt ein Großteil des administrativen Aufwands, da viele Leistungen zentral über Leasinganbieter:innen
Insbesondere in einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld profitieren Unternehmen von dieser Planbarkeit. Sie gewinnen finanzielle Freiräume, reduzieren administrativen Aufwand und sichern gleichzeitig ihre betriebliche Mobilität auf einem hohen Niveau.
VORTEILE PLANBARER MOBILITÄTSKOSTEN IM ÜBERBLICK
Kostenplanungssicherheit
Fixe Monatsraten, volle Transparenz über Total Cost of Ownership, kein Überraschungsrisiko
Liquidität schonen
Keine hohe Anfangsinvestition, Eigenkapital bleibt erhalten, Leasingraten steuerlich absetzbar
Full-Service inklusive
Wartung, Reifen, Pannenhilfe und Versicherung aus einer Hand – ein:e Ansprechpartner:in für alles
Weniger Verwaltung
Outsourcing des Fuhrparkmanagements, digitale Prozesse, deutlich reduzierter Koordinationsaufwand
Risikominimierung
Kein Restwertrisiko, Auslagerung von Reparaturkosten, Stabilität auch bei wirtschaftlichen Schwankungen
Flexibilität & E-Mobilität
Flotte skalierbar, Zugang zu neuen Technologien, einfache Integration nachhaltiger Lösungen
„Wer Mobilitätskosten planbar macht, gewinnt finanzielle Freiräume und kann sich ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren“, so Dela Cruz
Pamela
Entgeltliche Einschaltung
Smarte Flottenmobilität aus einer Hand
Die Porsche Bank vereint als ganzheitlicher Mobilitätspartner persönliche Beratung, digitale Lösungen, flexible Finanzierungsmodelle und maßgeschneiderte Services zu effizienten Mobilitätskonzepten für Unternehmen.
Mit steigenden Anforderungen durch Nachhaltigkeitsziele und veränderte Mobilitätsbedürfnisse wächst auch die Komplexität im Flottenmanagement. Die Porsche Bank begegnet diesen Herausforderungen mit über 60 Jahren Erfahrung, fundierter Expertise im Bereich E-Mobilität, innovativen digitalen Tools und einem breiten Leistungsspektrum.
Die Basis für effizientes Flottenmanagement wird bereits bei der Fahrzeugbeschaffung gelegt: Über den Flotten-Car-Configurator (FCC) lassen sich Dienstfahrzeuge online konfigurieren – inklusive Car Policy, attraktiven
Finanzierungskonditionen und schnellem Freigabeprozess.
Darüber hinaus bietet die Porsche Bank umfassende Mobilitätslösungen aus einer Hand. Von passgenauen Versicherungspaketen über Service- und Wartungsleistungen, Überbrückung kurzfristiger Mobilitätslücken bis hin zur professionellen Fuhrparkbetreuung profitieren Unternehmen von einem Angebot, das auf ihre individuellen Anforderungen abgestimmt ist. Persönliche Ansprechpartner:innen sorgen dabei für eine kompetente Beratung und begleiten Unternehmen während des gesamten Mobilitätszyklus.
Unterstützt werden Fuhrparkverantwortliche auch durch
PAKETSERVICE FÜR ALLE
Pakete zuverlässig und einfach versenden.
post.at/businesspaket
digitale Services, die den administrativen Aufwand auf ein Minimum reduzieren: Die Porsche Bank Flotten App bündelt zentrale Funktionen wie Kilometererfassung, digitalen Führerscheinnachweis, Tankkartenmanagement sowie Schaden- und Unfallmeldungen. Ergänzt wird sie durch das Fuhrpark-Informations-System (FIS), das sämtliche Flottendaten in Echtzeit zusammenführt und übersichtlich in individuell anpassbaren Dashboards und Berichten darstellt.
So können sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren – mit der Gewissheit, dass ihre Mobilität in den besten Händen ist.
Egal wie groß Ihr Unternehmen ist, unsere Paketlösungen vereinfachen Ihren Versand. Profitieren Sie von unserem starken Logistik-Netzwerk, unseren flexiblen SB-Lösungen für Ihre Kund*innen und Alles-aus-einer-Hand Services für Sie. Mit passenden Versandlösungen, unserer praktischen Paket-Versandsoftware, kostenlosen Plugins für Online-Shops und intelligenten Reporting-Tools unterstützen wir Ihr erfolgreiches E-Commerce-Geschäft.
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