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Digitalisierung im Gesundheitswesen: Fortschritt, der auch bei Patient:innen ankommt
Dr. Franz Leisch zeigt, wo digitale Innovation die Versorgung bereits verbessert und was es braucht, damit sie über die Pilotphase hinaus wirken kann.
Seite 10-11
Wiener Privatklinik setzt mit Ausbau auf Medizin der Zukunft
Seite 12–13
Prof. Dr. Johannes Grillari Zwischen Labor und Praxis wo Innovation verloren geht
Seite 14
VERANTWORTLICH FÜR DEN
INHALT DIESER AUSGABE:

Schütz, B.Sc. Project Manager

Project Manager
Mediaplanet GmbH
IN DIESER AUSGABE

Dr. Wolfgang Christian Loidl, M.D
Wie Robotik und neue Technologien die Chirurgie im OP verändern
Project Manager: Nicole Schütz, B.Sc., Marlene Fertner, Igor Henninger M.Sc.
Business Developer: Julia Stempfer, MA
Business Developer: Paul Pirkelbauer, BA
Lektorat: Sophie Müller, MA
Grafik und Layout: Juraj Príkopa
Managing Director: Bob Roemké
Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock
Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU, 4759844 · FN 322799f FG Wien
Impressum: mediaplanet.com/at/impressum/
Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.
Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG
Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 676847785227
E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com ET: 31.03.2026
Bleiben Sie in Kontakt:


DI Dr. Günter
Schreier
Senior Scientist am AIT Austrian Institute of Technology und Thematischer Koordinator für „Predictive Health Information Systems“
Das heimische Gesundheitswesen ist dank des großen Engagements vieler Akteur:innen nach wie vor vergleichsweise leistungsfähig. Dennoch zeigen sich stellenweise strukturelle Herausforderungen. Welche Therapien sind geeignet, um das System zu stärken, bevor sich ernsthafte Erkrankungen und Versorgungsdefizite entwickeln? Es gibt einen zentralen Wirkbereich mit systemischer Hebelwirkung und erheblichem Potenzial für die nachhaltige Weiterentwicklung des Gesundheitswesens: Daten sind die Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen, effizienter Prozesse und zielgerichteter Innovation: von der Verbesserung von Diagnostik und Therapie durch den Einsatz von KI über die effizientere Steuerung von Patient:innenströmen bis hin zur optimierten Koordination von Versorgungsprozessen. Gleichzeitig spielen Daten eine bedeutende Rolle bei Qualitätssicherung in
Hygiene und Infektionsprävention, Planung und Ausbau von OPKapazitäten oder Steuerung von Ressourcen in Krankenhäusern.
Auch hier ermöglichen sie mehr Transparenz, bessere Entscheidungsgrundlagen und eine höhere Versorgungsqualität.
Die Transformation zu einem stärker datengetriebenen Gesundheitswesen erfordert jedoch Zeit, strategische Planung und vor allem ein klares, gemeinsames Commitment aller Beteiligten.
Orientierung in diesem Spannungsfeld zu bieten, ist das Ziel der dHealth-Tagung, die heuer am 12./13. Mai 2026 wie gewohnt im Tagungszentrum Schloss Schönbrunn stattfindet (www.dhealth. at).
Solche Initiativen sind essenziell, um den verantwortungsvollen Umgang mit Daten voranzutreiben und deren Potenzial für ein resilientes, zukunftsfähiges Gesundheitswesen gezielt zu nutzen.
Entgeltliche
Entgeltliche Einschaltung

OP-Infrastruktur von MEDAP

MEDAP sorgt dafür, dass kritische Medizintechnik im Krankenhaus zuverlässig funktioniert – von medizinischen Gasversorgungssystemen bis zur kompletten OP-Infrastruktur. Das Unternehmen begleitet Kliniken als technischer Partner von der Planung über die Installation bis zum laufenden Service, erklärt Manuel Gesson, Geschäftsführer der MEDAP im Interview.
Wofür steht MEDAP?
MEDAP steht für patient:innenund benutzer:innenoptimierte technische Lösungen im Gesundheitswesen. Wir planen, installieren und betreuen kritische medizintechnische Infrastrukturen in Krankenhäusern, Kliniken, ärztlichen Praxen und Labors. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf medizinischen Gasversorgungssystemen zur Versorgung mit Sauerstoff, medizinischer Druckluft, Vakuum oder CO 2 durch zentrale Anlagen und Rohrleitungssysteme in Intensivstationen oder Krankenzimmern. Sie müssen jederzeit zuverlässig funktionieren.
Welche Bereiche und Leistungen decken Sie ab?
Wir decken mehrere zentrale Bereiche der technischen Krankenhausinfrastruktur ab. Neben den medizinischen Gasversorgungssystemen realisieren wir technische Lösungen für Operationsbereiche. Dazu zählen OP-Leuchten, Deckenversorgungseinheiten sowie komplette OP-Fertigsysteme, bei denen verschiedene Komponenten zu einer funktionalen Gesamtlösung für moderne Operationssäle zusammen mit unseren Partnern integriert werden. So können wir unseren Kund:innen ein Rundumpaket bieten. Ein weiterer Bereich ist die
Druckluft- und Laborgastechnik. Hier planen und installieren wir Kompressoranlagen, Gasgeneratoren sowie Versorgungssysteme für medizinische, technische und industrielle Anwendungen.
Welche Rolle spielen Service und Betreuung bestehender Anlagen?
Wir übernehmen auch Wartungen, Service und sicherheitstechnische Überprüfungen bestehender Anlagen. Gerade im KH-Betrieb ist die kontinuierliche Betreuung entscheidend, da viele technische Systeme 24/7 verfügbar sein und hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Dazu gehören auch Erweiterungen und Modernisierungen bestehender Infrastruktur.
Wie wichtig sind die Partnerschaften mit Produzent:innen? Diese seit Jahrzehnten bestehenden Kooperationen ermöglichen den Einsatz bewährter Produkte mit hoher Qualität sowie langfristiger Ersatzteilversorgung. Z. B. müssen heute neue technische Entwicklungen deutlich mehr leisten. Gleichzeitig spielen ergonomische Bedienbarkeit, hygienegerechtes Design und hohe Zuverlässigkeit im KH eine zentrale Rolle. Bei neuen Technologien achten wir deshalb neben den technischen Leistungsdaten
auf die Integration der Systeme in bestehende OP-Strukturen und ihre Funktion im klinischen Alltag. Wie etwa bei OP- und Untersuchungsleuchten – ein von Entwicklung geprägter Markt, in dem wir seit vielen Jahren mit unserem innovativen Partner Dr. Mach zusammenarbeiten. Verlässliche und hochwertige Produzent:innen sind hier unerlässlich.
Was schätzen Kund:innen besonders an Ihrer Arbeit?
Sie schätzen die ganzheitliche Begleitung der Projekte. Gerade im KH-Umfeld ist Erfahrung besonders wichtig, da vieles im laufenden Betrieb umgesetzt werden muss. Technische Infrastruktur darf dabei nicht ausfallen und muss höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Darüber hinaus ist Zuverlässigkeit und Vertrauen ein zentrales Element.
Wohin entwickelt sich die medizinische Infrastruktur in Zukunft? Die technische Infrastruktur im Gesundheitswesen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Krankenhäuser modernisieren ihre Anlagen laufend, um Effizienz, Versorgungssicherheit und technische Standards zu verbessern. Wir verstehen uns dabei als langfristiger technischer Partner für medizinische Einrichtungen.

Manuel Gesson Geschäftsführer MEDAP
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EXPERTISE

Dr. Wolfgang Christian Loidl, M.D
Leiter des Programms für Roboterassistierte Chirurgie an der Wiener Privatklinik
Robotik, digitale Bildgebung und neue Teamstrukturen verändern den OP-Saal grundlegend. Moderne OP-Roboter ermöglichen präzisere Eingriffe und eröffnen neue chirurgische Möglichkeiten. Gleichzeitig bleiben Ausbildung, Erfahrung und Teamarbeit zentrale Faktoren für eine erfolgreiche Zukunft der Medizin.
Wo bringt Robotik im OP den größten Nutzen? Wo gibt es aktuell klare Grenzen?
Robotik im OP-Saal hat in Österreich ab 2020 eine breite Entwicklung durchlebt. Die Vorteile der heutigen Operationsroboter liegen in der direkten Anwendung: 3D-Bild in höchster Auflösung, zitterfreier Einsatz der 70 cm langen Instrumente, Beweglichkeit in sieben Freiheitsgraden auf engstem Raum, Verwendung von monopolarer und bipolarer Energie mit feinstem Instrumentarium und Einsatz von Klammernahttechnik in allen Variationen.
Dies führt dazu, dass OPs mit schwierigen Zugangswegen komplikationsärmer durchgeführt werden können, z. B. bei Speiseröhre, Prostata oder Harnblase. Vor allem Rekonstruktionen (Wiederherstellung einer anatomischen Kontinuität) können mit diesen Maschinen viel besser durchgeführt werden; Nähte werden perfekt positioniert und heilen dadurch besser ab. Es gibt körperliche Grenzen, z. B. durch notwendige schwierige Lagerungen oder extreme Verwachsungen durch Vor-OPs, die den laparoskopischen Zugang in Frage stellen. Technische Grenzen gibt es nur wenige.
Welche Kompetenzen sind künftig im OP essenziell, wenn Robotik und digitale Systeme weiter zunehmen?
(Weiter)bildung ist für eine erfolgreiche Zukunft am bedeutendsten; ebenso wie Innovationsbereitschaft: Entscheidend sind die kontinuierliche Durchführung robotischer OPs und die Überwindung einer individuellen Lernkurve durch Simulationsübungen, Komplikationsmanagement und Teamtraining. Außerdem ist das OP-Team essenziell. Der:die Operateur:in ist vom restlichen Team an der zu operierenden Person mehr denn je abhängig, weil er:sie nicht selbst am Tisch steht.
Auch spezialisierte Rollen, wie etwa Pflegekräfte mit spezieller Ausbildung, sogenannte operationstechnische Assistent:innen (OTA), gewinnen an Bedeutung. Sie tragen wesentlich zur Effizienz und Sicherheit der Abläufe bei. Zudem suchen junge Ärzt:innen attraktive Ausbildungsplätze – Kliniken mit Robotersystemen zählen dazu. Das ist in Anbetracht des Nachwuchsmangels sehr wichtig.
Wenn Sie an die nächsten drei bis fünf Jahre denken, welche Entwicklungen werden den OP-All-
tag am stärksten verändern?
Die Ressource Mensch wird uns im OP-Saal massiv beschäftigen. In Österreich wird man sich mit der Verkleinerung des OP-Teams beschäftigen müssen. Mitarbeiter:innen arbeitet umso effizienter, je besser sie ausgebildet ist. Steigende OP-Zahlen, immer älter werdende Patient:innen und höhere Anforderungen durch die rasant fortschreitende Technik benötigen eingespielte Teamarbeit in dichtem Zeitfenster.
Der Einzug von digitaler Technik in den OP wird sich beschleunigen. In der Konsole des OP-Roboters werden 3D-Röntgenbilder eingespielt, um Tumorerkrankungen besser zu erkennen. Die neue Generation an Roboter bietet taktile Möglichkeiten, um das Gewebe besser zu differenzieren. Wir stehen vor einer Miniaturisierung der Instrumente, dem Zugang über eine einzige Stelle (Single Port).
Im ‚Future OR‘ wird es Roboter geben, die OP-Schritte im Vorfeld erkennen und z. B. Nähte fein säuberlich autonom nähen können. Um die Konzentration aller Beteiligten zu erhöhen, werden Nebengeräusche im OP ausgeblendet und die Kommunikation der Akteur:innen optimiert.
Studieren, wo andere Urlaub machen, in herrlicher Weltkultur- und -naturerbelandschaft
Die Medizin durchläuft gerade einen grundlegenden Transformationsprozess, der sich auf verschiedenen Ebenen abspielt. Auf der technischen Ebene nimmt die Künstliche Intelligenz einen großen Einfluss auf die Medizin, indem die Medizin immer genauer wird und zugleich individueller. Sie entwickelt sich immer weiter weg von der reinen Kuration hin zu einer immer ausgefeilteren Prävention.
Auf der konzeptionellen Ebene entwickelt sich die moderne Medizin immer weiter weg von einer tunnelartigen Blickrichtung auf den Lokalbefund hin zu einer Betrachtung des gesamten Menschen. Sie entwickelt sich weg von einer mechanistischen Somatik hin zu einer Beachtung der Zusammenhänge von Körper, Seele und Geist. Damit rückt nicht nur die mentale Gesundheit neu ins Bewusstsein der Medizin der Zukunft, sondern das Augenmerk liegt immer mehr auf das Zusammenspiel und die Querverbindungen von Körper, Seele und Geist.
Der Mensch wird immer mehr als das Wesen gesehen, das dann

Prof.in h. c. Marga B. Wagner-Pischel, Präsidentin und CEO der DPU GmbH

cher Lebensvorgänge verwirklicht. Die Zukunft der Medizin wird somit getragen sein von einem integrativen Ansatz, bei dem das Fokale ersetzt wird durch das Interdependente. Für eine solche Entwicklung ist es notwendig, den Menschen in all seinen Facetten im Blick zu behalten und ihn nicht auf einen Befundträger zu reduzieren. Schon die Antike wusste, dass die Gesundheit eines Menschen ganz primär von seinen Lebensgewohnheiten und von seinen inneren Ressourcen abhängt und dass vor allem die Veränderung der Lebensumstände die Gesundheit erhalten kann.
Wichtig ist für die Zukunft somit ein Blick auf den ganzen Menschen in seiner individuellen Lebensführung wie in seiner sozialen Einbettung. Genau diesem Ziel hat sich die DPU verschrieben, indem sie den Studierenden der Human- und Zahnmedizin ein humanistisches Leitbild vermittelt, von dem aus naturwissenschaftliches Faktenwissen eingebettet wird in ein umfassendes Weltverständnis, bei dem Integrität und Verantwortungsbewusstsein leitend sind. So besticht die DPU durch Exzellenz in der technisch-naturwissenschaftlichen Forschung genauso wie in der visionären Ausarbeitung und Verwirklichung eines integrativen Ansatzes von Medizin, bei dem der Anspruch spürbar wird, in allem Bestreben von Forschung, Lehre und Krankenversorgung den ganzen Menschen im Blick zu behalten. Und genau in der Verwirklichung dieses Anspruchs liegt die Zukunft der Medizin.

Danube Private University (DPU)
Steiner Landstraße 124, 3500 Krems-Stein Österreich, Tel.: +43 676 842 419 305, E-Mail: Info@DP-Uni.ac.at
www.DP-Uni.ac.at
EXPERTISE Entgeltliche
Finanzielle Engpässe, fehlendes Personal und steigende Anforderungen setzen das Gesundheitswesen unter Druck. Michael Kazianschütz, Bereichsleiter Wirtschaft/ Logistik am LKH-Univ. Klinikum Graz, erklärt, wie Logistik mit Automatisierung, Robotik und Lean-Management zur tragenden Säule der Versorgungssicherheit wird.

Michael Kazianschütz
Bereichsleiter Wirtschaft/Logistik
LKH-Univ. Klinikum Graz
Welche zentralen Herausforderungen sehen Sie im österreichischen Gesundheitswesen? Wo besteht der größte operative Druck?
Finanzielle und personelle Ressourcen sowie der Wille zur notwendigen Veränderung sind wichtig. In meinem Bereich ist vor allem auch die digitale Transformation mit KI und Automatisierung eine Herausforderung. Bereits in der Coronapandemie gestaltete sich die Suche nach geeignetem Personal in Teilbereichen schwierig, etwa in der Reinigung – wobei gerade hier Hygienestandards bedeutend sind. In den letzten Jahren haben wir Automatisierung und Robotik deshalb stark forciert: Das Uniklinikum hat u. a. einen Kommissionierroboter in der Anstaltsapotheke, Tellerroboter in der Küche und eine ganze Reinigungsroboter-Flotte im Einsatz.
Wo entlasten moderne Logistik- und Robotiklösungen das Personal am stärksten – und wie beeinflusst das die Versorgungssicherheit?
Die Robotik ist am LKH-Univ. Klinikum Graz vor allem in der Reinigung gut etabliert. Wichtig ist die Akzeptanz der Mitarbeiter:innen, weshalb die Geräte Namen besitzen, um die Zusammenarbeit
zu erleichtern. Roboter sollen eine spürbare Unterstützung im Arbeitsalltag darstellen. Deshalb wurde auch ein autonomer, mobiler Roboter in der Logistik implementiert: Er transportiert Paletten von A nach B und entlastet Mitarbeiter:innen im Lager. Dadurch können Personalkosten eingespart werden und sich die Kosten schnell amortisieren.
Wie können Lean-Management und effiziente Krankenhauslogistik die Ressourcennutzung verbessern? Wo sehen Sie die größten Hebel?
Wir versuchen, die Lean-Philosophie in die Logistik aber auch den Wirtschaftsbereich zu übertragen. Am LKH-Univ. Klinikum Graz gibt es ein Lean-Team, Lean-Botschafter:innen und eine Prozesswerkstatt, wo Prozesse vor ihrer Umsetzung simuliert werden. Die Ergebnisse fließen in die praktische Planung ein, womit von Beginn an ‚leere Kilometer‘ und Fehler vermieden und Mitarbeiter:innen miteingebunden werden. Lean steht somit vor allem für das Vermeiden von Verschwendung.
Wie verbessert die Digitalisierung logistische Prozesse am LKH-Univ. Klinikum Graz?
Ein Transportleitsystem mit Track
& Trace ermöglicht die Sendungsverfolgung. Wir wissen also immer, wo Speisen, Sterilgut, Medikamente etc. unterwegs sind bzw. angeliefert wurden. Mitarbeiter:innen scannen zuvor die auszuliefernden Güter, womit sich wesentliche Effizienzsteigerungen in der Supply Chain ergeben. Zusätzlich setzen wir RFID bei der Dienstbekleidung ein, wodurch wir weniger Bekleidung einkaufen müssen und Prozesse über Entnahme und Rückgabe steuern.
Blicken wir fünf Jahre voraus: Wie sieht die ideale Logistik im Gesundheitswesen aus? Welche Innovationen sind umgesetzt? Automatisierung und Robotik mit KI sind gekommen, um zu bleiben: Aus demografischen Gründen haben wir uns dieser Herausforderung gestellt, nach dem Trial-andError-Prinzip gelernt und Innovationen nicht verteufelt – ohne den Menschen als wichtigste Ressource vergessen zu haben. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren außerdem humanoide Roboter in Reinigung und Logistik zum Einsatz kommen werden.
Medikamente mit Rohrpost
Entgeltliche Einschaltung

Die Anforderungen an die Medikamentenlogistik in Kliniken und Pflegeeinrichtungen steigen stetig: Mehr Arzneiformen, strengere Dokumentationspflichten und Personalknappheit treffen auf höchste Verantwortung für fehlerfreie Versorgung – inklusive haftungsrechtlicher Konsequenzen bei Abweichungen.
Herr Limbüchler, wo stoßen klassische, manuelle Prozesse in der Medikamentenlogistik an ihre Grenzen?
Manuelle Prozesse, Medienbrüche und zusätzliche Laufwege sind unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht nur ineffizient, sondern ein reales Sicherheitsrisiko. Die steigende Komplexität in der Arzneimittelversorgung lässt sich mit klassischen Tablettenlogistik-Systemen kaum noch zuverlässig beherrschen. Moderne Unit-Dose-Lösungen müssen daher absichern, Personal entlasten und Medikationssicherheit systemisch gewährleisten.
Welche Rolle hat Sumetzberger bei modernen Unit-Dose-Systemen?
Medikamentenversorgung im Sinne einer Closed-Loop-Medikation. Jede Unit Dose wird eindeutig identifiziert und per Patient:innenscan sicher zugeordnet – Fehlmedikation wird dadurch dort verhindert, wo sie entsteht. Das heißt, Pflegeeinrichtungen werden ganzheitlich begleitet – von der Beratung und Planung über die Implementierung bis zu Service und Wartung. Ergänzend ermöglicht Sumetzberger Referenzbesuche in europäischen Kliniken und den direkten Erfahrungsaustausch mit Anwender:innen.
Was unterscheidet das Unit Dose System von klassischen Lösungen?
Wie sieht die Transportlogistik von Sumetzberger aus?
Medikamente mit Rohrpost
Mit langjähriger Erfahrung und starker regionaler Verankerung in Österreich verbindet Sumetzberger als Exklusivvertreter von Sinteco moderne Apothekenrobotik und Unit-Dose-Systeme mit Rohrpost- und Transportlösungen zu einer durchgängigen, digitalen
Medikamente mit Rohrpost

Das System ist für sämtliche relevante Arzneiformen ausgelegt – darunter Tabletten, Spritzen, Ampullen, Vials und Antibiotika. Die Medikamente verbleiben im Originalblister des herstellenden Unternehmens, werden also nicht entblistert. Jede Unit Dose ist softwareseitig eindeutig identifiziert, transportiert und vollständig rückverfolgbar – ein zentraler Faktor für Medikationssicherheit und haftungsrelevante Nachvollziehbarkeit.
Worin liegt der Vorteil des Verzichts auf Entblisterung?
Haltbarkeits- und Stabilitätsdaten bleiben unverändert, Haftungsund Stabilitätsrisiken entfallen. Nicht verabreichte Unit Doses können regelkonform in den Bestand zurückgeführt werden, was Verwurf reduziert und die Wirtschaftlichkeit erhöht. Zudem sind weder Reinräume noch Personal für manuelle Entblisterungsprozesse erforderlich.
Innerhalb von Kliniken und Pflegeeinrichtungen ist die Transportlogistik vollständig automatisiert eingebunden. Zeitkritische Transporte erfolgen über die integrierte Rohrpost und planbare Transporte über AMR-Systeme von Sumetzberger, die patient:innenspezifische Unit-Dose-Therapien sicher vom Pegasus-System bis zur Station bringen und dadurch Pflege sowie Apotheke von Laufwegen entlasten. Das modular aufgebaute System ist standortübergreifend einsetzbar: Unit Doses können zentral produziert und dezentral an weitere Kliniken oder Pflegeeinrichtungen verteilt werden. Nachhaltiges Verpackungsmaterial unterstützt dabei eine ressourcenschonende Medikamentenlogistik.
Wie lautet Ihr Fazit?
Sumetzberger ermöglicht eine durchgängige, sichere und effiziente Medikationslogistik, die Personal entlastet und Fehler nachhaltig reduziert.
GoCart mit Medikamenten


Gerhard Limbüchler Business Development Manager
Gerhard Limbüchler Business Development Manager g.limbüchler@ sumetzberger.at Mobil: +43 664 627 66 60 sumetzberger.at
GoCart mit Medikamenten
Entgeltliche Einschaltung

Eine zentrale Rolle in modernen Krankenhäusern spielt die Luftqualität. Innovative Lüftungsund Filtersysteme von TROX sorgen dafür, dass Patient:innen, medizinisches Personal und Besucher:innen bestmöglich geschützt sind.
TROX entwickelt maßgeschneiderte Technologien für sensible Bereiche im Gesundheitswesen, etwa Operationssäle, Isolierstationen oder Labore. Das Lüftungsgerät X-CUBE wurde für Umgebungen mit höchsten Standards entwickelt und lässt sich individuell von kleinen Anlagen bis zu sehr großen Luftmengen anpassen. Hochwertige Materialien, glatte Innenflächen und spezielle Hygienedesigns sorgen für saubere Luft und einfache Reinigung der Anlagen. Zusätzlich ermöglichen integrierte Wärmerückgewinnungssysteme einen energieeffizienten Betrieb.
In sensiblen Krankenhausbereichen kommen HEPA- und ULPAHochleistungsfilter zum Einsatz. Sie entfernen kleinste Partikel, Keime und Aerosole aus der Luft und sorgen so für höchste Luftreinheit – in Operationssälen, Intensivstationen oder Reinräumen. Je nach Filterklasse werden über 99,95 % – 99,99995 % aller Partikel aus der Luft entfernt.
Für Bereiche mit kontrollierten Druckverhältnissen, etwa Isolierstationen, hat TROX das System EASYLAB entwickelt. Es überwacht Raumparameter wie Luftwechselrate und Druck und reagiert innerhalb weniger Sekunden auf Veränderungen. Die Sicherheit
bleibt jederzeit gewährleistet.
Ganzheitliche Lüftungskonzepte verbinden Hygiene, Sicherheit und Energieeffizienz und sind zentral für die Qualität medizinischer Versorgung. In Österreich begleitet TROX Austria + CEE Projekte von der Planung bis Betrieb für höchste Anforderungen.


Entgeltliche Einschaltung

Krankenhäuser stehen unter hohem Effizienz- und Personaldruck. Fahrerlose Transportsysteme mit dem CAESAR Si zeigen, wie sich innerklinische Logistik zuverlässig, wirtschaftlich und zukunftssicher gestalten lässt. David Barluschke von der MLR System GmbH gibt Einblicke.
Transportsystem im Alb Fils
Klinikum Göppingen

Welche Aufgaben übernimmt der CAESAR Si im Klinikalltag?
In welchen Bereichen unterstützt er am stärksten?
Der CAESAR Si ist ein fahrerloses Transportfahrzeug für den automatischen Warentransport innerhalb eines Klinikums. Er übernimmt 24/7 wiederkehrende Transporte von Funktionsbereichen, z. B. Wäscherei, Küche und Apotheke, und versorgt OP und Bettenstationen mit den Gütern des täglichen Bedarfs. Die Logistik für Sterilgut, OP-Fallwagen und die Ver- und Entsorgung mit Speisen, Medikamenten, Wäsche und Müll wird mit dem CAESAR Si zuverlässig automatisiert.
Sein größter Nutzen zeigt sich bei hoher Transportfrequenz, langen Wegen und Personalknappheit, besonders mit strukturierter und geplanter Logistik, aber auch für Ad-hoc-Transporte. Der CAESAR Si verbessert den Klinikalltag – Abläufe werden planbar und Personal nachhaltig entlastet.
Welche Vorteile ergeben sich für Personal, Logistik und Management?
Pflegekräfte werden von nicht-pflegerischen Tätigkeiten entlastet und
gewinnen Zeit für Patienten; die körperliche Belastung sinkt. Die Logistik profitiert von planbaren, dokumentierten Prozessen und 24/7-Verfügbarkeit. Datenauswertungen ermöglichen zusätzliche Optimierung von Transportvolumen und -spitzen. Für das Management heißt das höhere Effizienz, stabile Kennzahlen, mehr Transparenz und nachhaltigere Prozesse. Gleichzeitig stärkt moderne Automatisierung die Arbeitgeberattraktivität.
Was ist das Alleinstellungsmerkmal von MLR?
Die MLR System GmbH integriert klinikspezifische Anforderungen wie Hygiene, Priorisierung, 24/7-Betrieb und Sicherheit konsequent in die Systemarchitektur. Wichtig ist nicht nur das Fahrzeug, sondern das ganzheitliche Logistikkonzept.
Einer unserer Unternehmenswerte ist die Wandlungsfähigkeit. Wir liefern nicht von der Stange, sondern passen den CAESAR Si technisch und organisatorisch den Anforderungen an. Der Prozess endet für uns nicht beim Fahrzeug. Wir setzen auf langfristige Partnerschaften mit Service- und
Betreibermodellen. Einige Kunden nutzen unsere Systeme seit den 70ern und schätzen die enge Zusammenarbeit. Zudem können alte und neue Fahrzeuge in einer Mischflotte betrieben werden. So lassen sich Modernisierungen ohne Stillstandzeiten im laufenden Betrieb umsetzen.
Haben Sie ein Erfolgsbeispiel des CAESAR Si?
Das Universitätsklinikum in Oslo: Dort wurden unsere 2011 gelieferten Fahrzeuge im laufenden Betrieb gegen die nächste Generation ausgetauscht. Der CAESAR Si überzeugte mit hoher Akkulaufzeit, Edelstahlgehäuse, umfangreichem Sicherheitskonzept, hoher Wendigkeit und moderner Technik. Er wurde außerdem von weiteren ausländischen Krankenhäusern sowie deutschen Kliniken bestellt oder bereits in Betrieb genommen.
Wie sieht die Zukunft der automatisierten Krankenhauslogistik aus? Wie bereitet sich MLR vor?
Die Automatisierung wird weiter zunehmen, durch Fachkräftemangel, Kostendruck, Digitalisierung, Vernetzung von Gebäuden und steigende Transparenzanforderungen. Das bedeutet höhere Autonomiegrade, KI-gestützte Routen- und Priorisierungslogik, stärkere Integration in Krankenhaus-IT-Systeme sowie die Kombination aus stationärer Fördertechnik und mobilen Robotern, besonders bei älteren Häusern. MLR entwickelt modulare, skalierbare Systeme weiter, baut Datenanalyse- und Monitoringfunktionen aus und arbeitet frühzeitig mit Kliniken in der Planung zusammen. Langfristig wird Automatisierung aus dem täglichen Klinikbetrieb nicht mehr wegzudenken sein.

Lesen Sie mehr unter rofa-group.com/ mlr/

Dr.
Franz Leisch, Vorstand der
für Telemedizin und E-Health,
zeigt
im Interview, wie digitale Innovationen die Versorgung bereits heute spürbar verbessern. Mit klaren Standards und gezielter Integration kann dieses Potenzial künftig noch stärker genutzt werden.
Herr Dr. Leisch, der Nutzen von Digitalisierung im Gesundheitswesen bleibt für Patient:innen oft abstrakt. Wo sehen Sie funktionierende Beispiele für den Weg von Health-Tech-Innovation zur besseren Versorgung?
Digitale Innovation im Gesundheitswesen passiert selten als großer ‚Knall‘, sondern als kontinuierliche Entwicklung –alles muss geprüft, zertifiziert und in bestehende Abläufe integriert werden. Deshalb sind viele Verbesserungen für Patient:innen nicht sichtbar.
Ein Beispiel: Das e-Rezept wird heute flächendeckend genutzt und erleichtert den Alltag spürbar. Andere Innovationen laufen im Hintergrund: Bilddaten werden digital übertragen, Systeme wie ELGA ermöglichen Zugriff auf Gesundheitsdaten und KI-gestützte Analysen unterstützen Ärzt:innen bei der Befundung. Der Nutzen ist real – schnellere Diagnosen, weniger Doppeluntersuchungen –, aber oft nicht unmittelbar wahrnehmbar.
Viele Innovationen schaffen es nie in den klinischen Alltag. Wieso scheitert der Transfer zwischen Health-Tech-Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen oft?
Innovation lohnt sich für Innovator:innen wirtschaftlich oft nicht. Unternehmen investieren in Lösungen, aber der Nutzen entsteht im System, etwa bei
Krankenhäusern oder Kassen. Gleichzeitig haben wir in Europa hohe regulatorische Anforderungen, z. B. für Medizinprodukte oder KI. Neue europäische Initiativen wie der European Health Data Space bringen viele Chancen, aber auch Komplexität in der Umsetzung. Was oft fehlt, sind klare Innovationsbudgets, die es gerade in Zeiten von demografischem Wandel und knappen Budgets bräuchte.
Wo kann Health Tech bereits medizinisches Personal entlasten und Abläufe effizienter gestalten?
Der größte Hebel liegt in der Entlastung von Routinetätigkeiten und der besseren Steuerung von Abläufen. KI kann bei der Befundung unterstützen, digitale Systeme helfen bei Termin- und Patient:innensteuerung, Daten ermöglichen bessere Planung und Prognosen. Damit lassen sich Wartezeiten reduzieren und Ressourcen gezielter einsetzen. Wichtig ist: Technologie ersetzt kein Personal, sondern schafft Freiräume für die Patient:innen-Pflege.
Verschiebt sich mit Telemedizin und Co. die Rolle der Patient:innen von Empfänger:innen medizinischer Leistungen hin zu aktiven Partnern im Gesundheitssystem?
Ja, aber nicht für alle gleich. Digitale Anwendungen geben mehr Einblick und Mitwirkung.
Außerdem entstehen mehr Kanäle, was System und Orientierung komplexer macht. Herausforderung wird sein, diese neuen Möglichkeiten so zu gestalten, dass sie echten Nutzen ohne zusätzliche Hürden bringen. Für das Gesund-
Wir brauchen klare Rahmenbedingungen, weniger Fragmentierung und vor allem einheitliche Standards – ohne sie funktioniert Digitalisierung nicht.
heitspersonal braucht es eine gute ‚User Experience‘, damit digitale Lösungen wirklich genutzt werden.
Was müsste sich im heimischen Gesundheitssystem ändern, damit digitale Innovationen effektiver bei Patient:innen ankommen?
Wir brauchen klare Rahmenbedingungen, weniger Fragmentierung und vor allem einheitliche Standards – ohne sie funktioniert Digitalisierung nicht. Das betrifft Datenformate, Schnittstellen und Governance. Gleichzeitig braucht es gezielte Finanzierung und strategische Steuerung. Digitalisierung muss Teil der Versorgung sein, nicht ein Zusatzprojekt, sonst bleiben viele gute Innovationen in der Pilotphase stecken.
Lesen Sie mehr unter EHDS ehds.at ÖGTelemed oegtelemed.at

Ausbau der Wiener Privatklinik
Die medizinische Versorgung steht vor einem strukturellen Wandel. Künstliche Intelligenz, molekulare und personalisierte Diagnostik und Therapie sowie robotergestützte Chirurgie verändern nicht nur einzelne Behandlungsschritte, sondern zunehmend auch die Organisation von Krankenhäusern. Damit rückt auch die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie ein zukunftsfähiges und gleichzeitig effizientes Gesundheitssystem gestaltet werden kann.

Thomas Ebm AE, MSc Geschäftsführer
Privatklinik
Gefragt sind Modelle, in denen Diagnostik, Therapie und Nachsorge eng aufeinander abgestimmt sind. Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein Ausbauprojekt in Wien: Die WIENER PRIVATKLINIK erweitert ihren Standort in der Mariannengasse und entwickelt sich zu einem vernetzten Medical Hub. Ziel ist es, medizinische Disziplinen, Technologie und Service stärker zu bündeln – und damit eine koordinierte, zunehmend individualisierte Versorgung zu ermöglichen.
Technologische Entwicklung verändert Diagnostik und Therapie Ein zentraler Treiber ist der Einsatz neuer Technologien. In der Radiologie unterstützt künstliche Intelligenz bereits die Befundung. „Künstliche Intelligenz fungiert als Copilot und hilft, komplexe Krankheitsbilder noch präziser zu analysieren“, sagt Doz. Philipp Peloschek vom Radiology Center in der WIENER PRIVATKLINIK.
Auch in der molekularen Diagnostik eröffnen sich neue Möglichkeiten: Blutbasierte Verfahren wie die sogenannte Liquid Biopsy erlauben es, Charakteristika von
Krebserkrankungen zu erfassen und präzise zu therapieren. Ein Beispiel für eine molekulare Risikoeinschätzung ist der Stockholm-3-Test, der als zusätzliches Instrument in der Diagnostik und Vorhersage der Entwicklung des Prostatakarzinoms eingesetzt wird. Parallel dazu gewinnen robotergestützte Verfahren in der Chirurgie an Bedeutung. Sie ermöglichen präzisere Eingriffe und verändern operative Abläufe – auch an der WIENER PRIVATKLINIK, wo unter anderem das Da-Vinci-System eingesetzt wird.



Von der Einzeldisziplin zur vernetzten Medizin
Mit der technologischen Entwicklung steigt auch die Komplexität medizinischer Entscheidungen. Diese werden zunehmend interdisziplinär getroffen – etwa in sogenannten Tumorboards, in denen Spezialist:innen unterschiedlicher Fachrichtungen gemeinsam Therapieoptionen bewerten. Ergänzt werden diese durch molekulare Analysen, die genetische Eigenschaften von Erkrankungen berücksichtigen und eine stärker individualisierte Therapie ermöglichen.
Für Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, ärztlicher Direktor der WIENER PRIVATKLINIK und Gründer des Cancer Academy Centers, liegt die Herausforderung vor allem in der Integration dieser Entwicklungen: „Die zentrale Aufgabe besteht darin, Forschungserkenntnisse, technologische Möglichkeiten und klinische Erfahrung so zu verbinden, dass daraus ein konkreter Nutzen für die Patient:innen entsteht.“
Neue Infrastruktur für neue Versorgungsmodelle
Der Ausbau der WIENER PRIVATKLINIK ist eine Reaktion auf diese veränderten Anforderungen. Mit zusätzlichen Ordinationsflächen, neuen hochmodernen Operationssälen und erweiterten Funktionsbereichen soll die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen erleichtert werden.

Geplant sind unter anderem sechs Operationssäle – teilweise als hybride OPs ausgelegt –, eine Intensivstation sowie zusätzliche Kapazitäten in der Nachbetreuung. Insgesamt entstehen rund 3.000 Quadratmeter zusätzliche Flächen für ärztliche Tätigkeit und interdisziplinäre Nutzung.
Solche räumlichen Konzepte gelten als zentrale Voraussetzung für moderne Versorgungsmodelle, in denen Abstimmung und kurze Wege eine größere Rolle spielen als bisher.
Ausbildung und Wissenstransfer gewinnen an Bedeutung
Parallel dazu rückt die Aus- und Weiterbildung stärker in den Fokus. Mit dem geplanten Medical Education & Innovation Training Center sollen neue Formate für medizinisches Training und fachlichen Austausch geschaffen werden.
Kooperationen mit internationalen Partnern und Unternehmen aus der Medizintechnik sollen dabei eine stärkere Verzahnung von Praxis, Forschung und technischer Entwicklung ermöglichen.
Digitalisierung als Teil des Ausbaus
Im Zuge des Ausbaus werden auch digitale Prozesse weiterentwickelt. Geplant ist, Terminvereinbarungen rund um die Uhr zu ermöglichen und Patient:innen bereits vorab mit Informationen und Formularen zu versorgen sowie automatisiert
zu erinnern.
Innerhalb der Klinik sollen digitale Lösungen die Orientierung erleichtern und Abläufe unterstützen. Ergänzend ist der schrittweise Au au einer Patient:innen-App vorgesehen, die Organisation, Information und Nachbetreuung bündeln wird. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig eine individuelle Betreuung zu unterstützen.
Investitionen als strategische Antwort auf den Wandel Mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größeren privaten Gesundheitsinvestitionen in Österreich. Es steht exemplarisch für eine Entwicklung, die im gesamten Gesundheitssektor zu beobachten ist: den Versuch, medizinischen Fortschritt nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch abzubilden.
Für Thomas Ebm, CEO der WIENER PRIVATKLINIK, liegt der Fokus auf der langfristigen Ausrichtung: „Medizin entwickelt sich rasant – entscheidend ist, dass Infrastruktur und Organisation mit dieser Dynamik Schritt halten.“
Ob sich solche integrierten Modelle langfristig durchsetzen, wird nicht zuletzt davon abhängen, wie gut es gelingt, Innovation, Effizienz und Versorgungsqualität in Einklang zu bringen – und daraus tragfähige Strukturen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem zu entwickeln.
Lesen Sie mehr unter wienerprivatklinik.com/

Im Labor entstehen ständig neue Ideen. Molekulare
Analyseverfahren, therapeutische Ansätze, datenbasierte
Diagnostik – Forschung schafft laufend neue Erkenntnisse. Der entscheidende Schritt kommt erst danach.
„Zwischen Grundlagenforschung und funktionierendem Produkt liegt das sogenannte Tal des Todes“, sagt Johannes Grillari, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Traumatologie.
Wissenschaftler:innen erhalten oft Förderungen, um neue Ideen zu entwickeln und erste experimentelle Ergebnisse zu zeigen. Doch wenn aus einer vielversprechenden Entdeckung eine echte Anwendung werden soll, etwa durch aufwendige klinische Studien oder technologische Weiterentwicklung, fehlt häufig das notwendige Folgekapital. Projekte, in die bereits Jahre wissenschaftlicher Arbeit und öffentliche Fördermittel geflossen sind, bleiben auf halbem Weg zur praktischen Umsetzung stehen.
Dabei gehört Österreich in den Life Sciences durchaus zu den wettbewerbsfähigen Forschungsstandorten Europas, besonders in der translationalen Forschung, die solide Grundlagenforschung mit konkreten Anwendungen verknüpft und die Tür für neue diagnostische Verfahren, Therapien und Medizinprodukte öffnet.
Auch die Finanzierung früher Forschungsphasen war lange Gegenstand intensiver Diskussionen. Mit den jüngst angekündigten
zusätzlichen Mitteln für die Grundlagenforschung zeigt sich hier eine positive Entwicklung. Entscheidend wird sein, ob diese Investitionen dauerhaft stabile Rahmenbedingungen schaffen.
Während wissenschaftliche Ideen also durchaus keimen, wird ihr Weg zur Anwendung häufig vom Faktor Kapital gebremst. „Europa hat kein Ideenproblem, sondern ein Kapitalproblem“, bringt es Grillari auf den Punkt. Besonders im Vergleich zu den USA oder Teilen Asiens steht deutlich weniger Risikokapital zur Verfügung. Für junge Hightech-Unternehmen bedeutet das langsameres Wachstum, längere Entwicklungszeiten und größere Unsicherheit in den ersten Jahren.
Trotzdem zeigt sich in Österreich eine dynamische Innovationslandschaft. Viele Start-ups entstehen direkt aus Universitäten und Forschungseinrichtungen heraus. Förderprogramme begleiten diesen Transfer; internationale Studien zeigen, dass österreichische Startups vergleichsweise häufig die kritischen ersten Jahre überstehen. Gerade bei Life Sciences kann daraus ein echter Standortvorteil entstehen. Wien etwa vereint Universitäten, außeruniversitäre
Forschungsinstitute, Kliniken und Biotechnologieunternehmen auf engem Raum – ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Ideen schneller den Weg in Anwendungen finden können.
Damit solche Innovationsökosysteme funktionieren, spielt auch die nächste Generation Forschender eine zentrale Rolle. „Wir haben großartigen Nachwuchs“, sagt Grillari. Gleichzeitig bleibt der Übergang vom Postdoc zur eigenständigen Forschungsgruppe eines der größten Nadelöhre des Systems. Junge Wissenschaftler:innen bringen neue Themen und Methoden in die Forschung ein, finden aber oft nur befristete Perspektiven. Wer langfristige Bedingungen sucht, orientiert sich daher oft international, Gründung eher ausgeschlossen.
Am Ende entscheidet also nicht allein wissenschaftliche Exzellenz über den Erfolg eines Innovationsstandorts. Kann ein System den Weg von der Entdeckung zum Produkt überbrücken, mit Kapital und humanen Ressourcen? Die Zukunft der Gesundheitsinnovation entsteht nicht nur dort, wo geforscht wird – sondern dort, wo aus Forschung auch Technologie wird.
Entgeltliche
Entgeltliche Einschaltung

Durch den Rückzug von SAP aus der Krankenhaus-IT entstehen für Kliniken neben Kostendruck, Regulatorik und Fachkräftemangel zusätzliche Herausforderungen: Viele KH-Träger, aber auch einzelne Häuser evaluieren ihre zukünftige Krankenhausinformationssystem- (KIS) und Patient:innen-Administrationslandschaft neu. Ambitionierte Vorhaben treffen dabei auf enge Zeitfenster und begrenzte Budgets.
Thomas Wunderer hat im Vertrieb und Projektmanagement bei der Meierhofer Österreich GmbH sowie als hersteller:innenunabhängiger Berater bereits mehrere Digitalisierungsprojekte in österreichischen Krankenhäusern begleitet. Sein Fazit: „Ohne Standards geht es nicht.“ Sie sind nicht nur die Grundlage für vernetzte Versorgung, sondern auch für die Bewältigung der enormen Transformationslast bis 2030 ausschlaggebend. Denn nur bis Ende 2030 ist eine verlängerte Unterstützung für SAP IS-H / i.s.h.med in der aktuellen ERP-Landschaft vorgesehen.
Standards machen Transformationsprojekte planbarer und effizienter. „Sie reduzieren Aufwände und schonen das Budget, da Anpassungen nicht jedes Mal neue Sonderprojekte auslösen“, sagt Thomas Wunderer. Gerade die Krankenhauslandschaft in Österreich – geprägt von großen Trägerverbünden und komplexen Strukturen – kann davon erheblich profitieren.
Ein modernes KIS, das die Zukunft mitdenkt Standardisierte, interoperable Lösungen werden für Krankenhäuser zur strategischen Notwendigkeit, um zukunftsfähig zu bleiben. Mit dem M-KIS bietet Meierhofer ein modulares und zugleich offenes Krankenhausinformationssystem, das bereit für die Cloud ist. „Wir bringen jahrzehntelange Erfahrung aus Einführungsprojekten jeder Größe mit – vom spezialisierten Fachkrankenhaus bis zum Maximalversorger und zu großen Klinikverbünden“, sagt Thomas Wunderer. Auf Basis von fast 40 Jahren Erfahrung in komplexen Roll-out-Prozessen hat Meierhofer einen Implementierungsstandard

entwickelt, mit dem sich ein über die Jahre praxisbewährtes und vorkonfiguriertes KIS ressourcenschonend und effizient bei planbaren Kosten einführen lässt. „Die Zukunftsfähigkeit wird zudem durch flexible Betriebsmodelle – On Premise, Hybrid oder Cloud –gesichert, die wir bis 2030 vollständig unterstützen.“
Partnerschaft statt reiner Softwareeinführung
Meierhofer begleitet und unterstützt seine Kund:innen als mittelständisches Unternehmen partnerschaftlich und auf Augenhöhe in allen Phasen – von der Evaluierung über die Projektabschnitte bis hin zur Echtbetriebsumstellung. Darüber hinaus werden der laufende Betrieb sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lösungen gesichert.
Gemeinsam stärker: Meierhofer und T Systems Austria
Die künftigen Herausforderungen lassen sich kaum im Alleingang bewältigen – deshalb setzt Meierhofer auf strategische Partnerschaften. Durch die Kooperation mit T Systems Austria
erhalten österreichische Kliniken alles aus einer Hand – von der Anbindung bestehender Systeme über die Neueinführung und Umstellung bis hin zum stabilen 24/7-Betrieb: „Mit unserer Partnerschaft bündeln wir technologische Tiefe, Projekterfahrung und europäisches Hosting, das bereits heute alle regulatorischen Anforderungen erfüllt – eine ideale Kombination für das österreichische Gesundheitswesen“, sagt Mihaela Frenzel, Account Managerin Healthcare bei T-Systems Austria. Kliniken profitieren von vollständiger Datensouveränität und haben die volle Kontrolle über Sicherheit und Verschlüsselung. M KIS mit der tief integrierten IS H Nachfolgelösung TSHC (T Systems Solution for HealthCare), die sich nahtlos in bestehende SAP Umgebungen einfügt, deckt alle klinischen, kaufmännischen und regulatorischen Anforderungen ab. „Damit sind wir der ideale Partner, der Krankenhäuser bei ihren aktuellen Herausforderungen gezielt unterstützt“, so Wunderer.
EXPERTISE

Professorin für Radiologie, Leiterin der Kopf- und Halsbildgebung an den Genfer Universitätsspitälern sowie Chairperson des Board of Directors der ESR.
KI, vernetzte Daten und multimodale Systeme treiben die Radiologie in eine neue Ära: Diagnostik passiert präziser, individueller, schneller. Entscheidend im klinischen Alltag bleibt das Zusammenspiel von Technologie und Mensch.
Welche Veränderungen in der Bildgebung werden in den nächsten Jahren relevant?
In den nächsten 3 – 5 Jahren wird vor allem die tiefere Integration von KI in den radiologischen Alltag entscheidend sein – als Standard von Befundung, Priorisierung, Quantifizierung und Verlaufskontrolle. Zugleich wird die Bildgebung präziser, quantitativer und früher einsetzbar. Das wird Diagnostik individueller, vorausschauender und noch wertvoller machen.
Welche Entwicklungen sind derzeit die wichtigsten Treiber in
der Radiologie? Welche werden künftig entscheidend sein?
Die wichtigsten Treiber sind derzeit KI, strukturierte Daten und digital besser vernetzte Workflows. Bedeutend ist die Fähigkeit, Bilddaten, Befunde und klinische Informationen sinnvoll zusammenzuführen. Multimodale Systeme sind daher der nächste große Schritt und verbinden Radiologie noch enger mit klinischen Entscheidungen, Therapiebegleitung und personalisierter Medizin.
ECR 2026 Rückblick: An welche künftigen Themen zu Radiolo-
gie und Diagnostik erinnern Sie sich?
Mir ist die neue Reife der Diskussion über KI in Erinnerung geblieben: konkreter klinischer Nutzen, Qualität, Verantwortung und Alltagstauglichkeit. Ebenso wichtig ist die klare Botschaft, dass Radiologie ein klinisches Fach bleibt: Obwohl Technologie weiter an Bedeutung gewinnt, sind ärztliche Urteilskraft und Verantwortung entscheidend. Die Zukunft der Radiologie liegt in der Verbindung von Innovation, klinischer Exzellenz und menschlicher Verantwortung.

Entgeltliche
Univ.-Prof. Döbling, mit
Entgeltliche Einschaltung

Univ.-Prof. Dr. Christian Kainz, Ärztlicher Direktor der Privatklinik Döbling, mit dem neuen da Vinci-Xi-Operationssystem

Neben exzellenter medizinischer Qualität und moderner Infrastruktur zeichnet Mavie Med eine hohe Serviceorientierung aus
Wer privatmedizinische Versorgung auf höchstem Niveau sucht, ist in den Gesundheitsbetrieben von Mavie
Med in besten Händen. Dazu zählen Privatkliniken, Ärzt:innen- und Gesundheitszentren sowie Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen. Was alle Betriebe auszeichnet? Exzellente medizinische Qualität, moderne Infrastruktur und hohe Serviceorientierung, gepaart mit Herzlichkeit.
Im Mittelpunkt steht stets der Mensch. Rund 2.100 Mitarbeitende und ein Netzwerk aus Top-Ärzt:innen sorgen dafür, dass Patient:innen individuell betreut werden – mit Empathie, Kompetenz und der nötigen Zeit. Die Zusammenarbeit mit Belegärzt:innen ermöglicht es, sich von Ärzt:innen des Vertrauens behandeln zu lassen. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die Zahlen: 97 % der Patient:innen würden Mavie Med weiterempfehlen (Befragung 2024).
Innovationen für moderne Medizin
Mavie Med investiert kontinuierlich in Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation. Anfang 2025 wurde der neue Trakt der renommierten Privatklinik Döbling eröffnet – mit
Wir
schaffen ein modernes, medizinisch hochwertiges Umfeld – zum Wohl unserer Patienten, Mitarbeitenden und Partner.
Martin Fuchs, CEO Mavie Med
drei lichtdurchfluteten OP-Sälen, vier modernen Kreissälen und zusätzlichen Zimmern. Der Zubau wurde für seine nachhaltige Bauweise mit klimaaktiv-Gold-Standard ausgezeichnet. Ein weiteres Highlight: das Operationssystem da Vinci Xi, das roboterassistierte chirurgische Eingriffe ermöglicht und damit für noch geringere Belastungen und schnellere Genesungszeiten sorgt.
Mit der Privatklinik Wörgl kam erst kürzlich auch ein Standort in Tirol dazu. In Wien entsteht mit dem geplanten gemeinsamen Neubau der Privatkliniken Confraternität und Goldenes Kreuz (Fertigstellung 2028) eine topmoderne Privatklinik in nachhaltiger Bauweise und mit umfassendem Leistungsangebot. Während der Entstehung des Neubaus wird der
gemeinsame Betrieb der beiden Kliniken in der Privatklinik Goldenes Kreuz weitergeführt.
Gesundheit in allen Lebensphasen
Ob Vorsorge, Akutversorgung, geplante Operation, Geburt oder Rehabilitation – Mavie Med begleitet Menschen in allen Lebenslagen mit exzellenter medizinischer Versorgung. Das medizinische Spektrum ist umfassend und reicht von Chirurgie, Innerer Medizin und Orthopädie über Kinderwunsch, Geburtshilfe und Urologie bis hin zu Dermatologie, HNO und Augenheilkunde.
Lesen Sie mehr unter www.mavie-med.at
MED GESUNDHEITSEINRICHTUNGEN
• Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz
• Privatklinik Döbling
• Privatklinik Graz Ragnitz
• Privatklinik Wehrle-Diakonissen
• Privatklinik Wörgl
• Ambulatorium Döbling
• Arbeitsmedizinisches Zentrum
• Klinikum Malcherhof Baden*
• Gesundheitszentrum für Selbständige*
* im Public-Private-Partnership (PPP)-Modell gemeinsam mit der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) geführt
Entgeltliche Einschaltung
MAX 45k - Das automatisierte Verarbeitungsinstrument für hohen Durchsatz

Molekulare Allergiediagnostik liefert auf Anhieb ein vollständiges Bild – und entlastet ärztliche Praxen, Labore und das Gesundheitssystem gleichermaßen.
Das Allergenspektrum hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv erweitert – neue Pollenarten, Ernährungsgewohnheiten, versteckte Kreuzreaktionen. Für Ärzt:innen bedeutet das mehr Variablen, Unsicherheit und oft mehr Aufwand.
Das Wiener Unternehmen MADx hat sich auf molekulare Allergiediagnostik spezialisiert und setzt hier an: mit einem Test, einer Blutabnahme und dem vollständigen Bild aller Typ-I-allergischen Reaktionsbereitschaften von Patient:innen.
Traditionelle Allergiediagnostik basiert auf dem Erinnerungsvermögen von Patient:innen. Lässt die Anamnese Lücken, können Hauttests oder spezifische Antikörperbestimmungen möglicherweise nicht den entscheidenden Auslöser finden. Bei negativen Ergebnissen geht das Testen von vorne los.
Revolutionär hingegen: ALEX³ von MADx analysiert in nur einem Durchgang 300 Allergieauslöser (IgE) aus 85 Allergenfamilien, darunter 107 Allergene, die exklusiv in diesem Test verfügbar sind.
Ko- oder Kreuzsensibilisierung
Wer z.B. auf Birken- und Gräserpollen reagiert, könnte gegen beide sensibilisiert sein. Oder die Reaktion auf Gräser ist eine
Kreuzreaktion, was eine Immuntherapie (AIT) überflüssig/kontraproduktiv macht. Molekulare Allergiediagnostik macht genau diese Unterscheidung möglich: Sie zeigt, welche spezifischen Eiweißmoleküle im Körper eine Immunreaktion auslösen, und erlaubt so eine präzise Therapieentscheidung. Für die AIT ist das bedeutend, denn ist sie überflüssig, könnte sie neue allergische Reaktionen auslösen.
Auch die Risikoeinschätzung profitiert: Manche Eiweißmoleküle lösen nur leichte Beschwerden aus, andere schwere Reaktionen. Diese Information aus einer einzigen Blutprobe erlaubt es Ärzt:innen, gefährdete Patient:innen frühzeitig zu erkennen und Einschränkungen bei anderen zu vermeiden.
„Die Allergenmoleküle erlauben uns, das Risiko der Patient:innen vorherzusagen, eine schwere oder leichte Reaktion zu erleiden. Wir lernen über Kreuzreaktivitäten –und das in einer sehr umfassenden Form“, so Univ.-Prof.in Dr.in Erika Jensen-Jarolim, AllergyCare.at.
Weniger Aufwand
Ein Test mit 300 Allergenen ist eine große Ressource, aber auch eine Herausforderung: RAVEN² (im ALEX³ enthalten) verbindet Testergebnisse und
Krankengeschichte und liefert Hinweise zu Risikoprofil, Kreuzreaktionen und Therapieoptionen.
Bei ALEX³ entfallen Folgetermine für Blutabnahmen bei negativen Zwischenergebnissen. Patient:innen müssen vor dem Test keine Allergiemittel absetzen. Die benötigte Blutmenge ist mit 100 – 200 Mikrolitern sehr gering. Tätowierungen spielen bei Blutabnahme keine Rolle. Für Labore bietet MADx vollständig automatisierte Verarbeitungssysteme (MAX) an. „Wir sind überzeugt, dass molekulare Allergiediagnostik das Potenzial hat, das Leben von Millionen Allergiepatient:innen spürbar zu verbessern – und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten. Wir laden Ärzt:innen ein, offen für diesen Schritt zu sein. Die Technologie ist bereit“, sagt Christian Harwanegg, CEO MADx.
From Vienna to the World MADx wurde 2016 in Wien gegründet und ist international etabliert. ALEX³ und RAVEN² sind zertifiziert, validiert und erfüllen wissenschaftliche wie behördliche Standards.
In Österreich ist der Test bei ausgewählten niedergelassenen Ärzt:innen, in Laboren, Allergiezentren sowie an Universitätskliniken erhältlich.
Entgeltliche
Lesen Sie mehr unter madx.com
Entgeltliche Einschaltung

2.015 Österreicher:innen erhielten 2024 die Diagnose Malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs). Je früher dieser erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dkfm. Franz Schuller, Geschäftsführer der e-derm-consult GmbH, setzt deshalb auf Hautkrebsvorsorge und bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Belegschaft per Telemedizin screenen zu lassen.
Was hat ein Unternehmen und seine Mitarbeiter:innen von Ihrem Angebot zur Hautkrebsvorsorge?
Wir bieten Unternehmen und Gesundheitsakteur:innen wie Versicherungen ein niederschwelliges Angebot zur Gesundheitsvorsorge – und liefern deren Mitarbeiter:innen oder Versicherten innerhalb von zwei Wochen fachärztliche Befunde. Je nachdem, wie diese ausfallen, erhalten die gescreenten Personen Rat zur weiteren Abklärung ihrer Screenings.
Wie läuft das Hautscreening in einem Unternehmen oder an einem Thementag einer Versicherung ab?
Für das Unternehmen oder die Versicherung ist der Aufwand gering – wir brauchen lediglich einen Raum. Die Proband:innen registrieren sich vorab online auf unserer Plattform vorsorge. telederm.at und füllen dort einen dermatologischen Fragebogen aus. Am Untersuchungstag installiert unser e-derm-consult-Team das Aufnahmestudio. Die
Proband:innen werden dann fotografiert (360-Grad- und 3D-Aufnahmen) – und die Aufnahmen in der Datenbank der App gesichert. Anschließend sind sie zur Befundung abru ar. Das heißt, Dermatolog:innen der Universität Graz begutachten das Bildmaterial und speichern ihren Befund in der Datenbank. Die Proband:innen werden schließlich per E-Mail über den fertigen Befund informiert und können diesen sowie die Fotodokumentation in der App einsehen.
Jetzt VorsorgeEvent planen: franz.schuller@ edermconsult.com
Jetzt kostenlos die aktuelle Broschüre herunterladen und profitieren: www.leonhart-tpa.at/steuerspartipps/

Ernährung ist zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Spitäler tun sich aus unterschiedlichen Gründen oft schwer, ausgewogene Gerichte aufs Tablett zu zaubern.
Krankenhäuser sind keine Gourmettempel – das hat fast jede:r schon einmal am eigenen Gaumen erfahren. Dass das Essen dort aber häufig auch nicht unbedingt gesund ist, mutet fast ironisch an: Zu wenig Vitamine, zu viele tierische und weizenhaltige Produkte – so lautet das nüchterne Ergebnis einer Studie, die die Küche zweier deutscher Krankenhäuser analysierte. Die Gründe dafür liegen aber nicht am Unvermögen oder Unwillen des Küchenpersonals, sondern an den besonderen Herausforderungen, mit denen auch Küchen heimischer Spitäler und
Kliniken konfrontiert sind. Das Budget pro Mahlzeit ist oftmals eng kalkuliert, während gleichzeitig strenge Hygienevorschriften, Diätanforderungen und Allergenkennzeichnungspflichten eingehalten werden müssen. Dazu kommen die schiere Menge – große Häuser versorgen täglich Tausende Personen –, die eng getakteten Zeitfenster zur Bereitstellung der Mahlzeiten sowie die Vielfalt von Bedürfnissen: von Allergien über Schluckbeschwerden bis hin zu unterschiedlichen Ernährungspräferenzen. Lieferketten können kurzfristig wegbrechen und
saisonale und regionale Produkte sind in solchen Mengen schwer planbar. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es schwierig, gesunde, ausgewogene und vielleicht sogar noch abwechslungsreiche Mahlzeiten anzubieten.
Externe Dienstleister:innen leisten hier oftmals einen wichtigen Beitrag: Sie verfügen über entsprechende Personalressourcen und robuste Lieferketten, um die komplexe Produktionslogistik bei gleichzeitiger Einhaltung hoher hygienischer Standards und Rechtssicherheit meistern zu können.



Werden Menschen nach einer Therapie tatsächlich gesünder, ihre Schmerzen weniger? Können sie wieder arbeiten, am Alltag teilnehmen? Antworten darauf liefern klinische Daten und die Einschätzungen der Patient:innen selbst.


Univ.-Prof. Dr. in
Tanja Stamm, PhD Professorin und Institutsleiterin für Outcomes Research an der Medizinischen Universität Wien und dem Ludwig Boltzmann Institut für Arthritis und Rehabilitation
Im Gesundheitswesen werden viele Maßnahmen umgesetzt, ihre Ergebnisse jedoch nicht immer systematisch überprüft. Ohne Outcome-Messung bleibt unklar, ob Behandlungen oder Programme den gewünschten Nutzen erreichen. Und angesichts begrenzter Ressourcen müssen finanzielle Mittel, Zeit und Personal besonders sorgfältig gesteuert werden. Die Outcome-Messung schafft hier eine zentrale Entscheidungsgrundlage.
Patient:innen-Perspektive ins Zentrum
Patient:innen als aktive Partner Patient:innen sollten nicht nur befragt, sondern aktiv in Forschung und Versorgung eingebunden werden. Sie können mitgestalten, welche Fragen gestellt und welche Ergebnisse als relevant betrachtet werden. Ihr Erfahrungswissen macht Forschung praxisnäher und relevanter.
Zugleich können Patient:innen ihre Outcomes zunehmend selbst digital erfassen, etwa über Apps oder Wearables. So wird Gesundheit kontinuierlicher und alltagsnäher messbar.
Datenschutz als Voraussetzung

Lange wurde der Behandlungserfolg vor allem von Fachpersonen beurteilt. Diese Sicht greift zu kurz, denn medizinische Ziele entsprechen nicht immer den Patient:innen-Bedürfnissen. Für manche steht Schmerzfreiheit im Vordergrund, für andere Mobilität, Selbstständigkeit oder soziale Teilhabe.
Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) ermöglichen es Patient:innen, ihren Gesundheitszustand, Beschwerden und ihre Lebensqualität selbst einzuschätzen. Diese Angaben ergänzen klinische Daten und zeigen, wie Behandlungen im Alltag wirken. Damit verbunden ist ein grundlegender Wandel hin zu einer stärker patient:innenorientierten Versorgung.
Auch in der Versorgung stärkt der Zugang zu eigenen Gesundheitsdaten ihre Rolle. Wer informiert ist, kann fundierter mitentscheiden und Therapien bewusster mittragen. Das ist auch ökonomisch sinnvoll: Gezielte Behandlungen verbessern Ergebnisse und vermeiden unnötige Maßnahmen.
Gesundheitsdaten helfen zudem, Muster zu erkennen: welche Therapien bei welchen Gruppen wirken, wo Nebenwirkungen auftreten und welche Versorgung effizient ist. So lässt sich Behandlung besser personalisieren.
Digitalisierung und KI als Motor Voraussetzung dafür ist eine funktionierende Digitalisierung. Viele Daten liegen heute verstreut und teils unstrukturiert vor. Um sie nutzbar zu machen, braucht es vernetzte Systeme und geeignete Analysemethoden. KI kann dabei unterstützen, große Datenmengen auszuwerten und Muster zu erkennen.
Initiativen wie der European Health Data Space sollen Gesundheitsdaten besser nutzbar machen – für Versorgung, Forschung, Innovation und Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellen sich berechtigte Fragen nach Zugriff und Missbrauch.
Datenschutz ist daher zentral für die Akzeptanz und das Vertrauen aller. Es geht um den Schutz der Patient:innen und um die richtige Interpretation enormer Datensätze im klinischen Kontext. Werden sie ohne ausreichende Fachexpertise analysiert, besteht die Gefahr von falschen Schlussfolgerungen und Fehlbewertungen der Qualität von Behandlungen.
Fazit
Messbare Outcomes sind der Schlüssel zu einer wirksamen, patient:innenorientierten und nachhaltigen Gesundheitsversorgung. Erst durch die kluge Nutzung von Daten und echte Einbindung der Patient:innen lässt sich Versorgung gezielt verbessern und verantwortungsvoll steuern.
EXPERTISE
Altern ist kein plötzlicher Zustand. Es ist ein Prozess, der sich über Jahre hinweg in unseren Zellen abspielt, oft unbemerkt, aber mit weitreichenden Folgen.

Prof. Dr. Johannes
Grillari
Direktor des Ludwig
Boltzmann Instituts für Traumatologie und Professor an der Universität für Bodenkultur FOTO:
Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte seneszente Zellen. Sie entstehen, wenn Zellen mit der Zeit au ören, sich zu teilen. Eigentlich ist das ein Schutzmechanismus: So verhindert der Körper, dass sich beschädigte Zellen unkontrolliert vermehren. Mit der Zeit wird dieses System jedoch zum Problem.
Seneszente Zellen verschwinden nicht immer einfach. Stattdessen können sie sich im Gewebe ansammeln und beginnen, entzündungsfördernde Botenstoffe auszuschütten. Dieser sogenannte „senescence-associated secretory phenotype“ (SASP) beeinflusst die Umgebung und kann gesunde Zellen in ihrer Funktion stören. Die Folge: chronische Entzündung, eingeschränkte Regeneration und ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Erkrankungen – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Arthrose bis hin zu neurodegenerativen Prozessen.
„Diese Zellen scheinen ein gemeinsamer Nährstoff vieler altersassoziierter Erkrankungen zu sein“, erklärt Johannes Grillari, Professor an der Universität für Bodenkultur und Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Traumatologie in Wien. Nicht einzelne Symptome behandeln, sondern einen
zentralen Mechanismus des Alterns selbst adressieren, ist der Gedanke hinter den Senotherapeutika. Das sind Wirkstoffe, um entweder die schädlichen Effekte seneszenter Zellen abzuschwächen (Senomorphika) oder diese gezielt zu entfernen (Senolytika). In präklinischen Studien zeigt dieser Ansatz beeindruckende Effekte. Wird die Anzahl seneszenter Zellen reduziert, gehen Entzündungsprozesse zurück, und die Regenerationsfähigkeit von Geweben verbessert sich deutlich – zumindest in Modellorganismen.
Die Übertragung dieser Ergebnisse auf den Menschen steht jedoch erst am Anfang. Erste klinische Studien liefern vorsichtig positive Signale, etwa bei Lungenfibrose oder chronischen Nierenerkrankungen. Die Datenlage ist jedoch noch begrenzt. Und darüber hinaus darf nicht außer Acht gelassen werden, dass seneszente Zellen manchmal auch wichtige Funktionen erfüllen, etwa bei der Wundheilung. Ein ungezieltes Entfernen könnte daher auch schaden.
„Am Ende ist eine Therapiegabe immer eine Frage der Risiko-Nutzen-Abwägung“, so Grillari. „Bei schweren Erkrankungen, bei denen es keine Alternativen gibt, kann ein neuer Ansatz schneller gerechtfertigt sein. Bei leichten Erkrankungen muss ein mögliches
Risiko praktisch gegen null gehen. In jedem Fall haben wir einen äußerst vielversprechenden neuen senolytischen Wirkstoff entdeckt, den wir in eine Firmenausgründung eingebracht haben.“
Ungeachtet der noch offenen Fragen wächst das Interesse an Senotherapeutika rasant – nicht zuletzt durch die zunehmende Aufmerksamkeit rund um „Longevity“ und gesundes Altern. Hier ist wissenschaftliche Einordnung entscheidend. Der Einsatz entsprechender Wirkstoffe außerhalb klinischer Studien ist derzeit jedenfalls noch nicht gerechtfertigt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich dieser Ansatz in der klinischen Praxis etablieren lässt. Entscheidend dafür ist es, diese Wirkstoffe in klinische Studien einzubringen, verlässliche diagnostische Marker, und entsprechende Sicherheitsdaten zu erheben. Es braucht also noch Forschung und Entwicklung, um Senotherapeutika sicher bei spezifischen Erkrankungen einsetzen zu können. Gleichzeitig ist das Potenzial groß: Sollten sich die bisherigen Ergebnisse bestätigen, könnten Senotherapeutika erstmals ermöglichen, altersassoziierte Erkrankungen nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich zu behandeln.

LogiPharma 2026 Konferenz
Austria Center Vienna 14.–16. April 2026 logipharmaeu.wbresearch.com/
Österreichkongress für Radiologietechnologie 2026
Steiermarkhof Graz 24.–25. April 2026 www.radiologietechnologen.at/ bildung/kongress/kongress-2026
67. Kongress für Krankenhausmanagement 2026
Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt 4.–6. Mai 2026 akmb.at/kkm-2026/
LAB-SUPPLY Wien 2026
VIECON – Vienna Congress & Convention Center 12. Mai 2026
www.lab-supply.info/besuchen/ wien
dHealth 2026, 20th Annual Conference on Health Informatics meets Digital Health Apothekertrakt
Schloss Schönbrunn 12.–13. Mai 2026 dhealth.at/
AHF Schladming 2026
congress Schladming 28.–30. Mai 2026
www.austrianhealthforum.at/ kongresse/schladming-2026/
Research Platform Medical Imaging (RPMI) Festival 2026
Van Swieten Saal
Wien
9. Juni 2026
rpmi.meduniwien.ac.at/rpmi-festival-2026
Das österreichische Gesundheitssystem Online via Zoom 15.–16. Juni 2026 www.imh.at/gesundheitsoekonom
Forum Krankenhaustechnik
Austria Trend Parkhotel Schönbrunn Wien 16.–17. Juni 2026
www.imh.at/events/forum-krankenhaustechnik
Führung und Betrieb von Laboren
Austria Trend Parkhotel Schönbrunn 09.–10. September 2026
www.imh.at/veranstaltungen/ seminar/fuehrung-und-betriebvon-laboren
