EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
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Österreichs Landwirtschaft
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Petutschnig Hons – Landwirt und Kabarettist „Für mich ist Landwirtschaft ein positives Thema, am liebsten würde ich ein Lied darüber singen“ Seite 08–09
Tradition trifft Innovation
Agri-PV im Überblick
Seite 04–05
Seite 06–07
Der digitale Bauernhof im Überblick
eco-tec stellt das „Projekt Duller“ vor
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Zukunftsperspektiven geben
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VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER AUSGABE:
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Paul Prieler Project Manager Mediaplanet GmbH
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Josef Moosbrugger Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich
Die Verbundenheit zur Landwirtschaft Was Conny Hütter stolz auf Österreichs Landwirtschaft macht
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12 Wahrer Genuss hat Heimat Andreas Döllerer über die Frage, wo die Qualität österreichischer Lebensmittel beginnt
Project Manager: Paul Prieler Business Developer: Anna Deisenhammer, BA Lektorat: Sophie Müller, MA Grafik und Layout: Juraj Príkopa Managing Director: Bob Roemké Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU 4759844 · FN 322799f FG Wien Impressum: mediaplanet.com/at/impressum/ Distribution: STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. Druck: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 (0) 1 236 34 38 0 E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com ET: 29.09.2026
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eltpolitische Turbulenzen verdeutlichen, dass neben allgemeiner Sicherheit auch Versorgungssicherheit unverzichtbar ist. Jeder Mensch braucht etwas zu essen und ein warmes Zuhause. Unsere Land- und Forstwirtschaft bietet mit Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen zentrale Grundlagen. Geben wir ihr auch die Wertschätzung und Wertschöpfung, die sie verdient. Das extreme Dürrejahr 2026 zeigt auch die Notwendigkeit, den Klimawandel einzudämmen und den Ausstieg aus fossilen Energien voranzutreiben. Gleichzeitig müssen wir die Land- und Forstwirtschaft anpassen und klimafit machen. Das reicht von Humusaufbau und Wasserrückhalt durch Bodenbedeckung über die Forcierung strukturreicher Mischwälder bis zu luftigen Ställen. Darüber hinaus muss
der Fokus auf ein effizientes Risikomanagement gelegt werden – von Risikostreuung durch eine vielfältige Bewirtschaftung der Höfe bis zu geeigneten Versicherungsmöglichkeiten. Immer mehr Bedeutung bei all dem gewinnt die Digitalisierung, wobei unsere Branche bis zu einem gewissen Grad analog und wetterabhängig bleiben wird. Insgesamt müssen wir jedenfalls auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer bäuerlichen Familienbetriebe im internationalen Umfeld achten. Nur mit echten Zukunftsperspektiven werden wir die Jugend motivieren können, die Höfe zu übernehmen und uns weiter mit unverzichtbaren Lebensgrundlagen zu versorgen. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und viele spannende Einblicke in unsere zukunftsweisende Landwirtschaft.
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Raiffeisen – Die Bank für Österreichs Landwirtschaft Die heimische Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Zwischen Klimawandel und technologischen Veränderungen müssen heimische Landwirt:innen täglich Entscheidungen für die Zukunft treffen.
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arüber hinaus ist ein landwirtschaftlicher Betrieb kein normales Unternehmen – es ist ein Lebenswerk, das oft über Generationen hinweg aufgebaut und weitergegeben wird. Bei all diesen Herausforderungen des Alltags benötigt es einen verlässlichen Partner, der die Sprache der Landwirt:innen spricht, vor Ort ansässig ist und flexibel auf individuelle Bedürfnisse reagiert. Hier kommt Raiffeisen ins Spiel. Mit rund 270 selbständigen Banken ist Raiffeisen die Bank für Österreichs Landwirtschaft. Für heimische Landwirt:innen heißt das: Sie haben einen Partner an ihrer Seite, der das Geschäft versteht, die jeweilige Region kennt und schnell handelt, wenn es darauf ankommt. Der Erfolg von Raiffeisen als Partner an der Seite der Landwirtschaft basiert auf vier zentralen Säulen, die exakt auf die Bedürfnisse von landwirtschaftlichen Betrieben zugeschnitten sind.
Kompetenz vor Ort Ein Bergbauernbetrieb in Tirol hat andere Anforderungen als ein Weinbaubetrieb im Burgenland. Standardisierte Finanzierungsmodelle werden dieser Vielfalt kaum gerecht. Kompetenz vor Ort bedeutet, dass Expert:innen dort
leben und arbeiten, wo auch die Höfe stehen. Die selbständigen Banken garantieren, dass mit Entscheidungsträger:innen zusammengearbeitet wird, die regionale Eigenheiten genau kennen. Diese Nähe schafft Vertrauen und ein stabiles Fundament.
Persönliche Beratung Raiffeisen setzt bewusst auf persönliche Beratung. Als Landwirt:in haben Sie eine feste Ansprechperson, die Ihren Hof oft über Jahre hinweg begleitet. Diese Kontinuität schafft Vertrauen. Ihr:e Berater:in versteht die Herausforderungen, etwa bei einer Hofübergabe, und denkt vorausschauend mit. Im gemeinsamen Gespräch wird die beste finanzielle Strategie für Ihre Modernisierung, Investition oder Absicherung erarbeitet.
Maßgeschneiderte Lösungen Kein Hof gleicht dem anderen. Eine Investition in einen neuen Stall, der Bau einer Photovoltaikanlage oder die Anschaffung moderner Maschinen erfordern maßgeschneiderte Finanzierungen. Raiffeisen entwickelt individuelle Lösungen, die genau auf die jeweilige Landwirtschaft abgestimmt sind. Das Spektrum reicht von Agrarkrediten über flexibles Leasing von Maschinen
bis hin zur gezielten Beratung bei Förderungen. So entsteht ein Finanzkonzept, das perfekt zu den individuellen Gegebenheiten eines Betriebes passt.
Kurze Entscheidungswege In der Landwirtschaft ist Zeit oft ein wichtiger Faktor. Wenn das Wetter umschlägt oder eine Investitionschance genutzt werden muss, können lange bürokratische Prozesse den gesamten Betriebserfolg gefährden. Hier liegt der große Vorteil von Raiffeisen: kurze Entscheidungswege. Weil die Banken selbständig agieren, werden Finanzierungszusagen direkt vor Ort in Ihrer Region beschlossen. Die Berater:innen haben die Vollmacht, rasch zu handeln. Das bedeutet maximale Planungssicherheit. Eine erfolgreiche Landwirtschaft erfordert heute mehr denn je Mut, Weitsicht und Flexibilität. Die Kombination aus Kompetenz vor Ort, persönlicher Beratung, maßgeschneiderten Lösungen und kurzen Entscheidungswegen macht Raiffeisen zum starken Partner der österreichischen Landwirtschaft. Sie haben einen Partner an Ihrer Seite, der Ihr Geschäft versteht, Ihre Region kennt und schnell handelt, wenn es darauf ankommt.
Sie wollen von den Vorteilen eines starken Partners profitieren? Dann vereinbaren Sie jetzt ein Beratungsgespräch auf raiffeisen.at/ firmenkunden
4 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info EXPERTISE FOTO : RWA /A I L / BA L B ER
Tradition trifft Innovation: Der digitale Bauernhof „Smart Farming“, „Präzisionslandwirtschaft“ oder „Landwirtschaft 4.0“: Diese Begriffe stehen für digitale Technologien, die bereits auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben zum Alltag gehören. Grundlage dafür sind Daten, die zu Wetter, Bodenbeschaffenheit, Pflanzen, Tieren oder Maschinen gesammelt und ausgewertet werden. Werden diese Informationen miteinander verknüpft, können Arbeitsabläufe verbessert sowie Zeit, Betriebsmittel und Kosten eingespart werden.
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Martin Hirt leitet das Referat „Digitalisierung und nachhaltige Betriebsentwicklung“ in der Landwirtschaftskammer Österreich.
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in Beispiel für digitale Technik sind automatische Lenksysteme. Sie führen Traktoren mithilfe von Satellitensignalen zentimetergenau über das Feld. Dadurch werden Überlappungen bei der Bearbeitung vermieden, Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger, Treibstoff oder Pflanzenschutzmittel gezielter eingesetzt und gleichzeitig die Arbeit erleichtert. Auch in der Tierhaltung hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Auf österreichischen Milchviehbetrieben sind bereits über 2.200 automatische Melksysteme (Melkroboter) im Einsatz. Diese ermöglichen Kühen den selbständigen Gang zum Melken. Gleichzeitig erfassen die Systeme wichtige Informationen über Milchleistung, Tiergesundheit und Verhalten der Tiere. So können Probleme frühzeitig erkannt und die Tiere individuell betreut werden. Darüber hinaus stehen den Betrieben zahlreiche digitale Anwendungen zur Verfügung. Wetter-Apps liefern zum Beispiel standortgenaue Prognosen, Programme unterstützen die Betriebsführung und moderne
Fütterungssysteme passen die Futterrationen an die Bedürfnisse einzelner Tiere an. Auch wenn digitale Technologien in manchen Bereichen zu höheren Erträgen oder einer gesteigerten Milchleistung beitragen können, liegt ihr größter Nutzen für viele Bäuerinnen und Bauern in der Arbeitserleichterung. Viele landwirtschaftliche Betriebe werden nach wie vor als Familienbetriebe geführt, oft zusätzlich zu einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit. Gerade deshalb sind Technologien gefragt, die körperlich anstrengende Arbeiten reduzieren, Arbeitsabläufe erleichtern und eine flexiblere Zeiteinteilung ermöglichen. Die genannten Beispiele zeigen dies deutlich: Automatische Lenksysteme erleichtern die Feldarbeit auch bei Dunkelheit oder schlechter Sicht. Melkroboter reduzieren fixe Arbeitszeiten im Stall und schaffen mehr Flexibilität im Tagesablauf. Digitalisierung wird daher vor allem dort eingesetzt, wo sie das Leben und Arbeiten am Hof spürbar verbessert. Dafür muss jedoch das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmen.
Spannend wird in den kommenden Jahren vor allem die weitere Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Sie könnte Bäuerinnen und Bauern beispielsweise bei der Dokumentation, bei Verwaltungsaufgaben oder bei betrieblichen Entscheidungen unterstützen. Individuell angepasste KI-Anwendungen könnten dabei helfen, Aufzeichnungen einfacher zu erstellen, Daten auszuwerten und Routineaufgaben zu automatisieren. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Arbeit mit Pflanzen und Tieren. Ob einfache Apps oder digitale Maschinen: Entscheidend ist, ob die neuen Technologien zur jeweiligen betrieblichen Ausrichtung und zu den vorhandenen Ressourcen passen. Die Landwirtschaftskammern unterstützen mit Partnern wie der Innovation Farm Betriebe dabei, neue Technologien zu testen, deren Praxistauglichkeit zu bewerten und die dabei gewonnenen Erfahrungen weiterzugeben. So können Bäuerinnen und Bauern fundiert entscheiden, welche digitalen Lösungen für ihren Betrieb sinnvoll sind.
6 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info Entgeltliche Einschaltung FOTO S : A R M I N WA LC H ER / EC O -T EC . AT
Agri-PV und das „Projekt Duller“ Wie lässt sich das Thema Beschattung von Weideflächen in den heißen Sommermonaten mit einem Zusatzeinkommen für Landwirt:innen und der Gewinnung sauberen Stroms verbinden? Genau: mit einer Agri-PV-Anlage. Die kritischen Stimmen waren anfangs gerade bei meinen Berufskollegen groß“, meint Alois Duller, Landwirt aus Landl in der Steiermark. „Es würde auf dem betreffenden Land nichts mehr wachsen. Meine Schafe könnten nicht mehr weiden, meine Hühner hätten keine Fläche mehr. Aber das hat sich als Irrglaube herausgestellt. Wenn ich jetzt durch die Reihen der PV-Module spaziere, kann ich das genaue Gegenteil beobachten. Durch die Beschattung wächst das Gras unter den Modulen stärker als auf freier Fläche. Das war gerade heuer ein großer Vorteil. Und
meine 300 Mutterschafe genießen das Zusatzangebot an Schatten.“ Aber was ist es, was den Schafen und Hühnern von Bauer Duller da so einen angenehmen Alltag und ihm ein lukratives Zusatzeinkommen ermöglicht? Fragen wir Adolf Aigner, Investor und in dieser Funktion auch Betreiber der PV-Anlage auf dem Land von Bauer Duller. „Errichtet habe ich mit meinem Partner, der eco-tec.at Photovoltaics GmbH, eine Freiflächen-PV-Anlage auf einer Fläche von rund 3,5 ha auf dem Hof von Alois Duller. Die Anlage hat eine installierte Leistung von rund 4 MWp und
einen erwarteten Jahresertrag von rund 4,2 Millionen kWh. Das entspricht rechnerisch dem jährlichen Stromverbrauch von ca. 1.000 Haushalten.“ Für Dipl.-Ing. Markus Helmhart von der Errichterfirma eco-tec steht das Projekt exemplarisch für den eingeschlagenen Weg des Unternehmens: „Freistehende Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutztem Grünland haben wir in den vergangenen Jahren ausschließlich als Agri-PVAnlagen umgesetzt. Entscheidend ist für uns, dass die landwirtschaftliche Nutzung erhalten bleibt und die Anlage so geplant wird, dass für
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eco-tec.at Photovoltaics GmbH Altirdning Öblarnerstraße 187 8952 Irdning-Donnersbachtal Kontakt: +43 3682 24 364-0 office@eco-tec.at Ihr verlässlicher Partner für schlüsselfertige Photovoltaik- und Speicheranlagen.
den jeweiligen Betrieb möglichst große Synergien entstehen.“ Von einer großflächigen Bodenversiegelung könne keine Rede sein, betont Aigner. Bei Ablauf des Vertrages würde die Anlage vollständig rückgebaut und die Fläche wiederhergestellt. Und all die Genehmigungsverfahren, die notwendige Bürokratie? „Eine besondere Stärke von eco-tec liegt in der Begleitung der Genehmigungsverfahren“, meint der Investor. „Bei allen bürokratischen Hürden und
Verfahren steht eco-tec als Berater zur Seite, kümmert sich um die notwendigen Genehmigungen und Verfahren. Das nimmt viel Druck heraus.“ 2027 soll das „Projekt Duller“ um einen containerbasierten Batteriespeicher erweitert werden. Dieser soll einen Teil der tagsüber erzeugten Energie aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Das kann die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöhen und gleichzeitig zur
Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Für Dipl.-Ing. Markus Helmhart von eco-tec ist die Kombination ein wichtiger Baustein der Energiewende: „Photovoltaik und Batteriespeicher dürfen nicht als Alternativen betrachtet werden. Für die Energiewende brauchen wir beides: zusätzliche PV-Anlagen auf geeigneten Flächen und Speicher, die Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abstimmen.“
Mehr Informationen finden Sie unter: www.eco-tec.at
8 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info COVERSTORY FOTO S : S EBAST I A N K L A M P F ER ER
Petutschnig Hons - Landwirt und Kabarettist
Damit Österreichs Höfe Zukunft haben Für mich ist Landwirtschaft ein positives Thema, am liebsten würde ich ein Lied darüber singen, wie sehr ich meinen Berufsstand liebe. Leider werden mir und vielen anderen Landwirt:innen Steine in den Weg gelegt. Deshalb singe ich kein Lied, sondern schreibe diesen Text.
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ür unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft wird es finanziell immer schwieriger. Pro Tag sperren neun Höfe für immer zu. Wir bekommen Jahr für Jahr weniger Geld für unsere Produkte, während Betriebskosten und geforderte Investitionen steigen. Viele sagen irgendwann: „Das tu ich mir nicht mehr an.“ Dazu der Weltmarkt: Bei uns in Österreich gelten höchste Umwelt- und Tierwohlstandards, gleichzeitig importieren wir tonnenweise Lebensmittel aus Ländern, die Medikamente und Pflanzenschutzmittel einsetzen, die hier seit Jahrzehnten verboten sind. Konsument:innen bekommen schöne Bilder zum billigsten Preis – und werden dabei getäuscht. Unsere Nachfolger:innen merken das vom ersten Tag an. Der Preiskampf stutzt den Junglandwirt:innen die Flügel, bevor sie richtig angefangen haben. Dazu hat sich das Klima verändert: Trockenperioden bremsen das Wachstum, wir müssen immer öfter Winterfutter zukaufen. Danach kommen Regenereignisse, die Bäche überlaufen lassen und ganze Felder zerstören.
Ausgebrannte Wiesen, die wir aus dem Italienurlaub der 90er kennen, sind heute bei uns normal. Und trotzdem geben wir nicht auf. Wir bauen Sorten an, die mit Hitze zurechtkommen, säen früher, arbeiten den Boden schonender, damit er Wasser hält. Wir legen Zwischenfrüchte an, bauen Speicherteiche, setzen Photovoltaik aufs Dach, verkaufen ab Hof, im Automaten, online. Die Landwirt:innen von heute sind Tierhalter:innen, Techniker:innen, Buchhalter:innen, Marketingmenschen und Wetterfrösche zugleich. Kaum ein Berufsstand hat sich in 30 Jahren so verändert – und kaum einer hat von der geleisteten Arbeit so wenig profitiert. Zwei weitere Themen bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Erstens: Weit über die Hälfte aller Betriebe wird im Nebenerwerb geführt. „Ich habe den Hof umgebaut, damit ich nebenbei arbeiten gehen kann‘ – das hört man viel zu oft. Kein Mechaniker modernisiert seine Werkstatt, damit er nebenbei als Tischler arbeiten kann. Dazu kommt die psychische Belastung. Finanzielle Sorgen, Wetterextreme, keine freien Wochenenden
– Depression und Burnout sind unter Landwirt:innen deutlich häufiger als beim Rest der Bevölkerung. Darüber redet am Stammtisch keiner. Und trotzdem dürfen wir stolz sein. Wir haben eine der kleinstrukturiertesten und saubersten Landwirtschaften Europas: Familienbetriebe statt Konzerne, kurze Wege, Standards, um die uns ganz Europa beneidet. Made in Austria heißt für mich: Ich kenne die Person, die das Produkt hergestellt hat. Ich bin stolz darauf, dass bei uns noch ein Mensch am Hof steht – und kein:e Aktionär:in. Was man im Supermarkt nicht sieht: die Nacht im Stall bei einer Geburt; den Hagel, der in zehn Minuten ein ganzes Jahr Arbeit vernichtet, den Bauern, der um 4:00 Uhr aufsteht und um 6:00 Uhr in die Arbeit fährt. Man sieht nur den Preis am Regal. Deshalb meine Bitte: Schauen Sie hin. Drehen Sie die Packung um. Nehmen Sie das heimische Produkt, auch wenn es 30 Cent mehr kostet. Diese 30 Cent entscheiden, ob morgen neun weitere Höfe zusperren – oder doch keiner.
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Die Verbundenheit zur Landwirtschaft – Was Conny Hütter stolz auf Österreichs Landwirtschaft macht. – passt deshalb auch ziemlich gut zur Landwirtschaft. Ich greife bewusst zu regionalen Lebensmitteln. Mir ist wichtig, zu wissen, wo etwas herkommt und wie es hergestellt wurde. Beim Steirischen Kürbiskernöl g. g. A., dessen Botschafterin ich mit großer Freude bin, sieht man besonders schön, was Herkunft bedeutet: regionale Identität, kontrollierte Qualität und viel handwerkliches Wissen. Und ja: Kernöl gehört für mich einfach dazu – vom Salat bis zum Vanilleeis. Als Spitzensportlerin ist Ernährung besonders wichtig. Lebensmittel sind Energie, aber Essen ist für mich auch Genuss und Lebensqualität. Regionalität schafft Vertrauen. Das verbindet mich auch mit meinem Kopfsponsor backaldrin und dem Kornspitz Sport Team. Ein österreichisches Familienunternehmen, das sich mit Brot, Getreide, Ernährung und Qualität beschäftigt, zeigt, wie eng Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und Leistung zusammengehören. Auch hinter einem Stück Brot steht eine Kette, die bei landwirtschaftlichen Rohstoffen beginnt.
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Conny Hütter Österreichische Skirennläuferin, Nebenerwerbs-Landwirtin und Unternehmerin
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ie österreichische Landwirtschaft ist für mich weit mehr als die Produktion von Lebensmitteln. Sie bedeutet Heimat, Verantwortung und Bodenhaftung – im wahrsten Sinn des Wortes. Ich bin in Kumberg in der Steiermark aufgewachsen und lebe dort bis heute auf einer kleinen Landwirtschaft. Zu meinem Alltag gehören Pferde und Ponys, Hochlandrinder, Hühner und Schweine. Wir bauen Kürbisse an, aus deren Kernen unser eigenes Kürbiskernöl entsteht. Mit unseren Ferienwohnungen dürfen wir auch Gäst:innen zeigen, wie schön es ist, mitten im steirischen Grün zu leben. Gerade weil ich als Skirennläuferin einen großen Teil des Jahres unterwegs bin, weiß ich diese Heimat besonders zu schätzen. Landwirtschaft prägt unsere Landschaft, unsere Dörfer und unsere Kultur. Was dabei oft vergessen wird: Hinter einem regionalen Lebensmittel stehen Menschen, die früh aufstehen, Verantwortung für Tiere und Böden übernehmen und deren Arbeit sich nicht nach Wochenende, Feiertag oder Wetter richtet. Davor habe ich großen Respekt. In der Landwirtschaft lernt man, dass sich nicht alles planen lässt. Das Wetter macht, was es will, Tiere brauchen Betreuung und eine Ernte gelingt nur, wenn vieles zusammenspielt. Diese Haltung kenne ich aus dem Sport: Man kann sehr viel investieren, aber Erfolg lässt sich nicht erzwingen. „Von nix kummt nix“ – mein Lebensmotto
Made in Austria bedeutet für mich deshalb mehr als ein Herkunftssiegel. Es steht für Menschen, die hier arbeiten, Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben und Qualität schaffen. Darauf können wir stolz sein. Mein Wunsch ist, dass wir beim Einkaufen öfter genauer hinschauen: Woher kommt das Produkt? Wer hat es erzeugt? Und was ist uns diese Arbeit wert? Wer regional kauft, unterstützt Betriebe, hält Wertschöpfung in der Region und trägt dazu bei, dass die Landschaft, die wir an Österreich so lieben, eine Zukunft hat. Landwirtschaft verdient nicht nur Wertschätzung in Worten – sondern ganz bewusst auch in unserem Einkaufskorb.
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efko: traditionell mit der Natur verbunden
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it der Wertschätzung regionaler Produkte setzt efko ein Zeichen der Verantwortung gegenüber der Umwelt und ein Bekenntnis zu Qualität und Tradition. Rund 120 Landwirt:innen aus der Region bauen für efko Obst und Gemüse in bester Qualität und unter strengen Standards an. Die enge Zusammenarbeit mit den heimischen Landwirt:innen garantiert Frische und vollen Geschmack der Lebensmittel. So stärkt efko die österreichische Landwirtschaft und sichert wertvolle Arbeitsplätze vor Ort. efko bietet ein umfangreiches Sortiment: von süßen Musen über Krautspezialitäten und pikante Salate wie Rote Rübe bis hin zu
frischen Convenience-Produkten. Und natürlich – efko steht seit mehr als 80 Jahren auch für eine breite Essiggurkenvielfalt – von den klassischen Delikatess Gurken über die Schlemmer Gurken in verschiedenen Geschmacksrichtungen bis zur PUR-Linie, die ohne Zuckerzusatz auskommt. Heute wie damals steckt in jedem Glas efko Gurken viel Arbeit, Know-how und Engagement der Landwirt:innen und Mitarbeiter:innen. „Dank sorgfältiger Handarbeit und kurzer Wege vom Feld ins Glas bleiben die Gurken knackig und frisch im Geschmack. Bei efko setzen wir auf nachhaltig vernetzte Wertschöpfungsketten. Regionalität ist mehr als ein Trend – sie ist ein wesentlicher Bestandteil eines
Das
Gurkerl-Trio ist komplett! Inserat_DerStandard_Österr._Landwirtschaft_Gurkerl-Trio_200x89mm.indd 1
bewussten Konsumverhaltens geworden. In einer globalisierten Welt gewinnt die Herkunft der Lebensmittel zunehmend an Bedeutung“, so efko Geschäftsführer Mag. Thomas Krahofer.
efko Diavolos
Jetzt ganz neu im Angebot: Süß trifft scharf, knackig auf würzig. Die ausgewogene Rezeptur verleiht den neuen efko Diavolos ihren besonderen Charakter. Die feurig-süßen Gurkenräder bringen eine neue Geschmacksrichtung ins Gurkenregal und begeistern überall dort, wo gleichmäßige Gurkenscheiben gefragt sind, von klassisch zur Jause, über Sandwiches und die Leberkässemmel bis hin zu Salaten und Bowls oder als würzige Beilage zum Grillen.
Feurig Süß
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Wahrer Genuss hat Heimat: Wo beginnt die Qualität österreichischer Lebensmittel? Bevor ein Gericht auf den Teller kommt, beginnt seine Geschichte auf einem Feld, einer Alm oder in einem Stall – dort, wo Menschen mit Erfahrung, Geduld und Verantwortung Lebensmittel entstehen lassen. Als Koch darf ich dann am Ende dieser Kette daraus etwas Besonderes machen. FOTO : J O ER G L EH M A N N
Andreas Döllerer Haubenkoch
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er Gast soll die Region und ihre besten Lebensmittel kennen und lieben lernen, und genau deshalb ist die Zusammenarbeit mit unseren regionalen Produzentinnen und Produzenten für mich so wichtig. Wir haben das Glück, in Salzburg und in Österreich auf eine Landwirtschaft zurückgreifen zu können, die von kleinstrukturierten, vielfach familiär geführten Betrieben geprägt ist. Diese Struktur ist unserer eigenen sehr nahe. Auch bei uns im Haus wird Wissen von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Man kennt sich, vertraut einander und weiß, dass Qualität nicht von heute auf morgen entsteht. Das ist für mich der eigentliche Gedanke hinter „Wahrer Genuss hat Heimat“. Heimat ist kein Herkunftslabel, sondern eine Beziehung – zu einer Landschaft, zu den Jahreszeiten und zu den Menschen, die diese Landschaft bewirtschaften. Unsere alpine Küche ist genau daraus entstanden. Wir kochen mit dem, was unsere Region hergibt, und versuchen, ihre Besonderheiten auf den Teller zu bringen. Berge und Almen, Wälder, Seen und das Klima im Salzburger Land bestimmen, was wächst und wann es wächst. Diese Saisonalität ist ein großer Schatz: Sie zwingt uns, genauer hinzuschauen und aus jedem Produkt das Beste herauszuholen.
Dazu kommt eine Besonderheit, auf die wir in Österreich stolz sein dürfen: der außergewöhnlich hohe Anteil an biologischer Landwirtschaft. Österreich zählt europaweit zu den Ländern mit dem höchsten Bio-Anteil, und gerade Salzburg nimmt hier eine besondere Stellung ein. Für mich ist Bio kein Selbstzweck und kein Qualitätssiegel, das allein über ein Produkt entscheidet. Es steht aber für eine Haltung, die gut zu unserer Küche passt: einen verantwortungsvollen Umgang mit Boden, Tieren und natürlichen Ressourcen. Über allem steht jedoch ganz klar ein Wort, und das lautet „Qualität“. Was ich an unseren Landwirtinnen und Landwirten besonders schätze, ist ihr Wissen. Sie wissen, wann ein Gemüse wirklich reif ist, welche Sorte auf welchem Boden am besten funktioniert oder wie ein Tier aufgezogen werden muss, damit ein hochwertiges Lebensmittel entsteht. Dieses Wissen ist genauso wertvoll wie jede technische Innovation. Auch Konsumentinnen und Konsumenten sollten wieder neugieriger sein: Woher kommt ein Produkt? Wer hat es erzeugt? Hat es gerade Saison? Wenn möglich, direkt beim Produzenten, auf Märkten oder im Fachhandel einzukaufen, kann einen großen Unterschied machen. Wir suchen nicht zwangsläufig das teuerste oder exotischste Produkt, sondern jenes mit dem
stärksten Charakter. Manchmal liegt das direkt vor unserer Haustür. Ein perfekt gereiftes Gemüse aus Salzburg kann spannender sein als ein Produkt, das tausende Kilometer zurückgelegt hat. Wie schmeckt unsere Heimat? Für mich nach Almkräutern, Wald, Getreide, Milch und Fleisch von Tieren, die unsere Landschaft geprägt haben. Nach Jahreszeiten, ehrlichem Handwerk und den Menschen, die dahinterstehen. Deshalb beginnt die Qualität eines Gerichts bei Döllerer lange vor dem ersten Handgriff in unserer Küche: bei der Landwirtschaft, den Familienbetrieben, der Natur und der Entscheidung, mit Respekt mit all dem umzugehen. Wir Köche und Köchinnen können das Produkt nur veredeln. Den Grundstein für großen Genuss legt jedoch die Landwirtschaft. In jedem Teller steckt deshalb mehr als Geschmack: Es stecken die Arbeit eines Menschen darin, die Kraft einer Landschaft und das Wissen vieler Generationen. Wenn wir diese Herkunft schmecken, erkennen wir, dass Heimat nichts Abstraktes ist. Sie ist greifbar, sie ist kostbar – und sie beginnt genau dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Wahrer Genuss hat Heimat, weil er Wurzeln hat – und weil man diese Wurzeln schmeckt.
Ra und
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Radieschen-Tarte mit Ziegenfrischkäse und BAD ISCHLER Salzzart ein Rezept von Andreas Döllerer Zart, cremig, knusprig und mit einer salzigen Note: Diese Radieschen-Tarte verbindet Ziegenfrischkäse mit der leichten Schärfe von Radieschen und einem knusprigen Mürbteig. Den besonderen Akzent setzt BAD ISCHLER Salzzart – die feinen Salzflocken verleihen der Tarte den letzten Schliff und zeigen, dass heimisches Salz auch in der gehobenen Küche seinen festen Platz hat.
Für die Ziegenkäsemousse: 475 g Ziegenfrischkäse vom Figerhof 450 g geschlagenes Obers 3 Blatt Gelatine etwas trockener Weißwein BAD ISCHLER Kristallsalz weißer Pfeffer
Für den bretonischen Mürbteig: 250 g Mehl 150 g Butter 6 g Zucker 15 g BAD ISCHLER Kristallsalz 50 ml Wasser 1 Eigelb
Für die Radieschen-Creme: 15 Radieschen, gewaschen Zuckersirup 1:1 BAD ISCHLER Kristallsalz weißer Pfeffer
Zum Anrichten: frische Radieschen Kräutersalat Blüten BAD ISCHLER Salzzart Schnittlauchöl Kaviar
Zubereitung Ziegenkäsemousse: Ziegenfrischkäse cremig rühren. Eingeweichte Gelatine im erwärmten Weißwein auflösen und rasch unter kräftigem Rühren in den Käse einarbeiten. Geschlagenes Obers unterheben
und abschmecken. Die Masse auf einem mit Folie ausgelegten Blech 2 cm hoch verteilen, mit Frischhaltefolie abdecken und tiefkühlen. Anschließend Kreise ausstechen und halbieren. Auf Backpapier setzen und im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Mürbteig: Alle Zutaten sorgfältig vermengen und mindestens zwei Stunden ruhen lassen. Dünn ausrollen und einfrieren. Im gefrorenen Zustand bei 180 °C ca. 12 Minuten backen. Halbkreise ausstechen. Radieschen-Creme: Radieschen im Zuckersirup kochen, bis sie vollkommen weich sind. Pürieren, abschmecken und zum Abtropfen auf ein Sieb geben. Tarte: Mürbteigboden mit Radieschen-Creme bestreichen. Ziegenkäsemousse mithilfe des Backpapiers verkehrt darauf stürzen und mit einer Nocke Kaviar toppen. Mit frischen Radieschen, Kräutersalat, Blüten und Schnittlauchöl anrichten und mit Salzzart vollenden.
FOTO S : L E X K A R EL LY
Zutaten für ca. 12 Tartes
Österreichs Antwort auf Fleur de Sel BAD ISCHLER Salzzart vereint traditionelle Salzsiedekunst mit modernem Handwerk. Pfannensiedesalz wird bereits seit Jahrhunderten hergestellt: Schon die Römer nutzten dafür Keramikpfannen. Heute erlebt die Pfannensiederei bei Gourmetsalz eine Renaissance. Dabei entstehen knusprig-feine Salzflocken, die in ihrer Konsistenz an Fleur de Sel erinnern. Am Dürrnberg bei Hallein wird das Salz mit reinem Quellwasser aus dem Gestein gelöst – dabei entsteht Natursole. Diese wird in der Salz-Manufaktur langsam erhitzt. An der Oberfläche bilden sich pyramidenförmige Salzflocken, die der Pfannmeister händisch mit einem Sieb abschöpft, damit ihre feine Textur erhalten bleibt. Erfahrung, Geduld und Liebe zum Salz sind dabei ebenso gefragt wie handwerkliches Können. Handwerkliches Können zählt auch in der Küche von Andreas Döllerer. Er ist Salzzart-Koch der ersten Stunde: "BAD ISCHLER Salzzart ist für mich Österreichs Antwort auf Fleur de Sel.
Mehr Inspiationen unter www.badischler.at
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Landwirtschaft und Handel: Gemeinsam stärker Hitze und Trockenheit setzen Österreichs Landwirtschaft massiv unter Druck. Im Obstbau wird heuer rund ein Drittel weniger Ernte erwartet, im Gemüsebau liegen die Ertragseinbußen im Schnitt bei 45 Prozent. Gleichzeitig zwingt Futtermangel manche Rinderbetriebe dazu, Tiere früher zu vermarkten. Das Wetterextrem führt damit gleichzeitig zu Knappheit bei pflanzlichen Produkten und Überangebot bei Rindfleisch. FOTO : K AT H A R I N A S C H I F F L
Rainer Will Geschäftsführer des Handelsverbands
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ier zeigt sich der Wert der engen Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelhandel. Langfristige Abnahmebeziehungen, Regional-, Bio- und Tierwohlprogramme sichern Absatz und Qualität. Der Handel braucht eine starke heimische Landwirtschaft – und die Landwirtschaft verlässliche Absatzpartner. Österreichische Herkunft ist schließlich auch für unsere Kund:innen ein entscheidendes Kaufargument. Doch das grundlegende Problem: Lebensmittel in Österreich zu produzieren und zu verkaufen
ist drastisch teurer geworden. Der österreichische Strom-Großhandelspreis ist im September 2026 fast viermal so hoch wie im September 2020. Hinzu kommen hohe Arbeits-, Betriebs- und Regulierungskosten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie sensibel Menschen auf Lebensmittelpreise reagieren. Höhere Kosten entlang der Wertschöpfungskette weiterzureichen wird zur Belastungsprobe. Wer österreichische Qualität zu leistbaren Preisen will, muss auch an der Kostenseite ansetzen. Die beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten um einen
Prozentpunkt ab 2028 ist ein wichtiger erster Schritt. Doch Österreich braucht weitere Entlastungen und dauerhaft wettbewerbsfähige Energiepreise. Wir müssen die heimische Lebensmittelkette stärken. Denn auf Österreichs Landwirtschaft können wir stolz sein: auf Qualität, hohe Standards und die Menschen, die dies auch unter schwierigen Bedingungen möglich machen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Qualität auch künftig in Österreich produziert werden kann und für die Bevölkerung leistbar bleibt.
MEDIAPLANET | 15 EVENTKALENDER
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xtrem Fem Agrar Austria Live.talk
Tag des Handels 2026
AGRARIA
Datum:
Datum:
Datum:
Link:
29. September 2026 Mit Maria Hötschl www.femagrar.at/ termine
Ort: Link:
8. – 9. Oktober 2026 Toscanapark 6, 4810 Gmunden www.handelsverband.at/ events/tag-des-handels/ tag-des-handels-2026/
Ort: Link:
25. – 28. November 2026 Messeplatz 1, 4600 Wels www.agraria.at
Fem Agrar Austria Live.talk
GENUSSWELTEN 2026
Agrarmesse Alpen-Adria
Datum:
Datum:
Datum:
Link:
18. November 2026 Mit Irene MösenbacherMolterer www.femagrar.at/ termine
Ort:
Link:
16. – 18. Oktober 2026 Palais Auersperg, Auerspergstraße 1, 1080 Wien www.genusswelten.at
Ort: Link:
15. – 17. Jänner 2027 Messeplatz 1, 9020 Klagenfurt www.kaerntnermessen. at/veranstaltungen/ agrarmesse/
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