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GIB DEM BROT DIE SEELE ZURÜCK
AUSGABE N o 08 / 2019
Zufrieden scheint, wer achtsam ist und den Weg zur Langsamkeit gefunden hat. Dafür bedarf es ein wenig Übung. Bis es gelingt, die Aufmerksamkeit einzufangen und auf das Wesentliche zu richten. Ist das geschafft, folgt ihr die Energie. Beim Brotbacken ist das nicht anders. Wir kommen schließlich gar nicht umhin zu warten, bis der Teig von sich aus bereit ist für den Ofen. Und das ist gut so.
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VORWORT
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DICHTER UND DENKER Folke Tegetthoff erzählt allen immer Märchen. Nur Martin Auer nicht. Mit dem spricht er lieber über die Kunst des Geschichtenerzählens und warum seine Storys locker mit denen auf Instagram mithalten können. M A RT IN A UER T RIFF T FOL K E T EG E T T H OFF : EINE WA HRE G E S C HI C H T E .
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INTERVIEW
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Martin Auer & Folke Tegetthoff
Tokio, San Francisco und Jerusalem. Als Märchendichter und Erzähler war Folke Tegetthoff schon fast überall auf der Welt eingeladen. Oder anders gesagt: Mehr als 4.500 Gastspiele in über 42 Ländern hat er bisher ge geben. Heute lebt der gebürtige Grazer die meiste Zeit des Jahres im slowenischen Piran. Wenn er doch einmal in seiner Heimat ist, wohnt er in der Südsteiermark, in einem ehemaligen Kloster. Und das könnte, wenn man es nicht besser wüsste, genauso gut ein verzau bertes Schloss sein. Mit hohen Räumen, langen Tafeln und einem großen Garten. Passend, schließlich gilt Tegetthoff als der wohl bekannteste Märchenschreiber seit … Ja, seit Hans Christian Andersen. Apropos: Bevor das Gespräch beginnt, heißt es erst einmal „Tischlein, deck dich“. Folke Tegetthoff serviert am frühen Morgen Drinks. Aus frischem Spinat, einer Kaki, Ingwer, Nüssen, einer Avocado … Sehr grün und sehr gesund.
Brot ist das älteste Kulturgut, seitdem die Menschen sesshaft wurden. Etwas Starkes, das irgendwann einmal der Ökonomi sierung zum Opfer gefallen ist. Aber mit dem Märchen ist es ja ähnlich. Das hatte, so schien es, seine große Zeit auch hinter sich, bis du gekom men bist. M A RT IN A U E R -
Ich habe gesehen, dass ein wesentliches Gut unserer Menschheit droht, verdrängt zu werden: die bewusst erzählte Geschichte. Als ich 1979 mein erstes Buch „Der schöne Drache“ ge schrieben hatte, wollte es kein Verlag. Das Märchen sei tot. Es beginne mit dem Fernsehen gerade ein neues Zeitalter und es gäbe ohnehin die alten Märchen. Außerdem könne man mit 25 Jahren keine Mär chen schreiben. Dazu müsse man alt und weise sein. Ich war aber so überzeugt davon, dass ich mir eine Kopiermaschine gemietet und mit ein paar Freunden in einer Nacht eintausend Bücher kopiert habe. Dann bin ich mit einem selbstgebastelten Bauchladen von Buchhand lung zu Buchhandlung. Da war einfach so ein starkes Gefühl: Ich kann etwas völlig Neues in Gang setzen. FOLKE TEGE T THOFF -
Seither hast du mehr als 44 Bücher veröffentlicht und wurdest weltweit bekannt als Erzähler. M A RT IN A U E R -
„Das Wort ,Märchen‘ ist im deutschsprachigen Raum leider immer mit Lüge oder einem kleinen Schwindel verbunden.“
Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich dir nur einen Smoothie zum Frühstück anbiete. Aber seit vielen Jahren ernähre ich mich vegetarisch und seither mixe ich mir jeden Morgen frisches Obst und Gemüse. Und das einzige, also wirklich das einzige, was mir gigantisch abgeht – das passt thematisch auch gut –, ist Brot. Ich bin völlig verrückt danach. Für mich ist ein gutes Brot mit einer guten Butter das Höchste. FOLKE TEGE T THOFF -
FOLKE TEGE T THOFF
Das freut mich zu hören! Ich finde es nämlich schade, dass Brot und Weizen heute oft abgelehnt werden. Natürlich liegt das auch daran, dass Brot durch Backhilfsmittel oder Backmi schungen häufig unverträglich geworden ist. Das tut dem Körper klarerweise nicht gut. Darum backen wir ja zum Beispiel gänzlich ohne künstliche Zusatzstoffe – das ist auch die Geschichte, die wir erzählen möchten. Und da versuche ich, mir ein Beispiel an dir zu nehmen: Ich überlege mir, was für den Rezipienten interessant ist. M A R T IN A U E R -
Genau darum geht es beim Storytelling. Viele setzen die Geschichte und den Erzähler ins Zentrum, was nicht grundsätzlich falsch ist. Aber beides ist null und nichtig, wenn nie mand da ist, der zuhört. Der Rezipient muss im Zentrum stehen. Und das Ziel ist nicht nur ein Zuhören, sondern das Verstehen. So schaffst du es, dass deine Bäckerei als Gesamtes eine Botschaft ver mittelt – und dem Brot damit wieder Wertigkeit gibt. Etwas, das seit tausenden von Jahren unser Dasein bestimmt. FOLKE TEGE T THOFF -
Ich war viele Jahre lang der einzige prof essionelle Märchenerzähler, der sich auch so genannt hat. Zwar muss jeder Schriftsteller, der etwas auf sich hält, einmal ein Märchen geschr ieben haben, aber keiner hatte den Mut – und zwar bis heute nicht –, sich so zu nennen. Auch weil das Wort „Märchen“ im deutsch sprachigen Raum mit Lüge oder einem kleinen Schwindel verbunden ist. Als früher im Reisepass noch der Beruf angeführt war, stand bei mir „Märchenerzähler“. An der Grenze haben die Zöllner immer darüber gelacht und zuerst gefragt, ob ich Politiker bin und dann, ob ich meiner Frau Märchen erzähle. Diese Klischeebilder sind sehr stark verhaftet. Für mich war das eine Herausforderung. Ich wusste, mit Märchen kann man sensibilisieren, es ermöglicht eine tiefere Schau auf Dinge und erkennt sie in einer anderen Komplexität. Was mich begeistert hat: dass es losgelöst ist von Zeit und Raum, keine genauen Beschrei bungen kennt und dadurch etwas ewig Gültiges und Wahres hat. FOLKE TEGE T THOFF -
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INTERVIEW
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Martin Auer & Folke Tegetthoff
FOL KE T EGE T T H OFF V ERBINDE T IN SEINEN ER Z Ä HLUN G EN KL A S S I SC HE EL E MEN T E DE S M Ä RC HENS MIT EINEM G AN Z NEUEN ST I L.
Macht es denn einen Unterschied, ob man ein Märchen vorliest oder erzählt? Weckt die Erzählung mitunter nicht noch mehr Aufmerksamkeit?
es heute ist. Ich habe mir aber noch nie Notizen gemacht. Wenn etwas echt ist, dann reicht das. Das ist so viel näher und ich fühle mich dabei viel wohler, als wenn ich ein bestimmtes Ziel verfolgen würde. Einfach erzählen, wie wir denken und was wir tun.
„Ich wusste, mit Märchen kann man sensibilisieren, es ermöglicht eine tiefere Schau auf Dinge und erkennt sie in einer anderen Komplexität.“
Grundsätzlich kann es jeder: rausgehen und erzählen! Aber es funktioniert nur, wenn jemand aufrichtig und ehrlich ist. Und bereit, einen Teil von sich herzugeben. Ich öffne mich und spreche mit dem ganzen Körper. Darin steckt das Geheimnis eines guten Erzählers. So motiviere ich mein Gegenüber, sich ebenfalls zu öffnen. Erst dann kann eine Geschichte lebendig werden. Gegenseitiges Wahrnehmen erschafft erst die Kraft der Geschichte. Wobei ich alles meine, was an Kommunikation zwischen uns stattfindet. Wenn wir reden, übermitteln wir Informationen. Wenn wir erzählen, packen wir Persönliches in unsere Rede.
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FOLKE TEGE T THOFF
Für mich persönlich gibt’s keinen Unter schied. Ich würde aber niemals auf die Idee kommen, meine Märchen auswendig zu lernen. Ich will so natürlich wie möglich auf mein Gegenüber zugehen, nur so kann ein Austausch von Worten und Energie möglich sein. Und das macht die Kunst des Erzählens aus. Ich gehe so lange mit dem Buch auf die Bühne, bis ich es dann irgendwann frei erzählen kann. Denn frei zu erzählen bedeutet, intensiveren Augen kontakt halten zu können, was die Intensität noch steigert.
FOLKE TEGE T THOFF -
FOLKE TEGE T THOFF -
Ist es dieses Persönliche, was einen Erzähler ausmacht und unterscheidet? Du hast heute starke Konkurrenz von Computern, Smartphones und digitalen Medien. Trotzdem veranstaltest du im Mai bereits zum 32. Mal das Internationale Storytelling Festival – auch in Graz –, wo wieder tausende Besucher erwartet werden. Woher kommt dieses große Interesse an der Erzählung? M A RT IN A U E R -
Es kommt von der Sehnsucht danach. Mein wohl meist zitierter Satz: Kein Kind sitzt freiwillig vor dem Fernseher. Es ist immer ein Ausdruck des Vermissens von Liebe, Zeit und Auf merksamkeit. Wenn ein Kind das ausreichend bekäme, hätte es keine FOLKE TEGE T THOFF -
Das kenne ich von mir. Ich fühle mich immer sehr geehrt, wenn ich eingeladen werde, über das zu erzählen, was uns ausmacht; wie sich unser Unternehmen zu dem entwickelt hat, was M A R T IN A U E R -
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INTERVIEW
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Martin Auer & Folke Tegetthoff
NI C H T NUR DA S ER Z Ä HL EN W IL L GEL ERNT SEIN . D A RU M H AT T E G E T T H O F F A U C H E I N E S C H U L E D E S Z U H Ö R E N S G E G RÜ N D E T.
Unser Programm im Schauspielhaus Graz dauert aber drei Stunden. Als wir mit dem Festival nach Niederösterreich gegangen sind, sollten wir keine englischsprachigen Erzähler präsentieren. Die meisten Er zähler, die unseren Qualitätsanspruch erfüllen, sind aber aus dem angelsächsischen Raum. So ist aus dem „Erzählkunstfestival“ vor zwölf Jahren das „Festival der erzählenden Künste“ geworden. Klingt nicht nach viel, war es aber. Wir zeigen jetzt alle erzählenden Künste, von Musik bis Pantomime, von Akrobatik bis Fußtheater.
Lust, sich mit Fernsehen zu beschäftigen. Auch Social Media ist nichts anderes als ein Ersatz dafür, wonach man sich eigentlich sehnt: den persönlichen Kontakt. Und diese Ur-Sehnsucht erfüllt unser Festival grazERZÄHLT. Wir präsentieren auf der Bühne keine aufwendige Bühnen- und Lightshow. Es geht um das Grundsätzliche: Einer steht auf und erzählt eine Geschichte. Ein Kontrapunkt zu allem, was sonst so auf den Bühnen passiert.
„Wir versuchen jedes Jahr, Menschen zu präsentieren, die keine Profis sind, um die besondere Kraft von Geschichten zu zeigen.“
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Wo findest du diese Künstler?
Achtsamkeit heute wieder steigt. Du hast das lange vor allen anderen gespürt. Man könnte sagen, du warst deiner Zeit 20 Jahre voraus.
Früher sind wir auf viele Festivals gefahren, mittlerweile entdecken wir etwa die Hälfte über Youtube. Heuer kommen zum Beispiel zwei Jungs aus Senegal, die noch nie außerhalb ihres Dorfes waren. Die machen mit Kugeln und leeren Plastikflaschen Musik. Der Klang hat uns so fasziniert, dass wir sie eingeladen haben. Wir hatten auch mal einen Trommler aus der iranischen Wüste. Das war irrsinnig schön und authentisch. Auch das Publikum spürt dabei sofort, dass etwas Außergewöhnliches passiert. Wir versuchen jedes Jahr – und das ist mir ganz wichtig –, eben auch Menschen zu präsen tieren, die keine Profis sind, um zu zeigen, welche besondere Kraft in der Geschichte und im Erzählen steckt, wenn man sich darauf einlässt.
Aber selbst wir mussten auf die veränderten Rahmenbedingungen der Rezeption reagieren. Die Leute haben immer weniger Zeit und bringen weniger Aufmerksamkeit mit. Ein Video, das länger als zwei Minuten ist, kann man heute nicht mehr präsentieren.
Das verstehe ich gut. Wenn man so von einer Sache eingenommen ist, kann man alles rundum vergessen. Ich freue mich auf solche Erlebnisse am kommenden Festival. Vielen Dank für das Gespräch!
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FOLKE TEGE T THOFF
M A R T IN A U E R - … und scheinbar einer der Bereiche, in dem die
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INTERVIEW
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DAS FÄNGT JA GUT AN 8
FRÜH S T Ü C K S T YPEN
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Das wussten schon die alten Ägypter. In jüngster Zeit denken sich das aber auch immer mehr Europäer. Anlass genug, sich einmal anzuschauen, wie aus dem Frühstück das wurde, was es heute ist: unser liebster Grund, morgens aufzustehen.
Die Geschichte des Frühstücks beginnt eigentlich recht spät. Wobei: So ganz genau weiß man gar nicht, wann und wie es dazu gekommen ist, dass gleich nach dem Aufstehen etwas aufgetischt wird. Was fest steht, ist: Unsere Vor-Vor-Vorfahren waren wohl eher damit beschäftigt, überhaupt etwas Essbares zu finden und haben das dann ohne großes Ritual an Ort und Stelle verspeist. Ein Schnellimbiss quasi. Verständ lich, es hätte ja schließlich jederzeit ein Säbelzahntiger um die Ecke kommen können. Aber auch als wir Menschen sesshaft wurden, traf man sich eher zum Abendessen als zum Frühstück. Tagsüber wurde die Zeit zum Jagen und Sammeln verwendet, bei Einbruch der Nacht wur de die Beute auf offener Flamme gegrillt. Lagerfeuer statt Morgenröte. Erst in der Hochkultur Ägyptens erkannte man das Kultpotenzial des Frühstücks. Forscher haben in Pyramiden Wandinschriften aus dem Jahr 2.500 vor Christus gefunden, wo erstmals drei Mahlzeiten am Tag erwähnt werden. Das Frühstück, so fand man heraus, wurde damals noch Mundwaschung genannt, weil man den Mund zu Beginn mit Wasser ausspülen musste, vergleichbar mit dem Zähneputzen von heute. Danach gab es verschiedene Arten von Gebäck, Brot, Früchten, Mandeln und Feigen. Also fast wie bei uns, mit dem kleinen Unterschied, dass die Ägypter dazu Bier und Wein reichten. Ein richtiges Zelebrieren war das, deshalb hatte der Pharao angeblich sogar eigene Beamte, die für die Zubereitung seiner morgendlichen Speisen verantwortlich waren. Vielleicht frühstücken wir heute ja deshalb wie ein Kaiser. Weil wir es uns vom ägyptischen Pendant, dem König, so abgeschaut haben.
UND WELCHER FRÜHSTÜCKSTYP BIST DU? Rein vom medizinischen beziehungsweise körperlichen Aspekt her, könnten wir nämlich ganz gut auf das Frühstück verzichten. Jeder von uns kennt ja auch wen, der in der Früh keinen Bissen hinunterbe kommt. Das hat also scheinbar mit der Evolution zu tun. Auch wenn es die Oma natürlich schon immer besser wusste: Mit leerem Magen, so heißt es ja auch, lernt es sich schlecht. Die Menschen in der Renaissance wären da übrigens ganz ihrer Meinung gewesen. Im 15. Jahrhundert war es nämlich üblich, morgens zumindest eine Scheibe Brot zu essen. Daher kommt übrigens auch der Name Frühstück: vom Stück Brot in der Früh. Und die meisten von uns haben sich mittlerweile auch daran gewöhnt. Jeder aber auf seine ganz eigene Art. Denn beim Frühstück darf man endlich einmal man selbst sein. Minimalist oder Multitalent, Peter Pan oder Instakenner. (Mehr zu den unterschiedlichen Typen auf den nächsten Seiten.) Und weil es so viele verschiedene Frühstücks typen gibt – einer mag es süß, der andere salzig, der nächste isst sowieso alles durcheinander – bieten wir bei MARTIN AUER auch so eine große Auswahl an verschiedenen Frühstücken an. Wochentags bis 14 Uhr, an Wochenenden sogar bis 15 Uhr. Während es die Steinzeitmenschen eher immer eilig hatten mit der Nahrungsbeschaffung, lassen wir es gerne auch einmal gemütlich angehen. Denn selbst wenn die Schoko schnecke mit Vorsprung in den Tag startet, erwischt man sie heutzutage auch als Langschläfer noch ganz ohne Probleme.
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DER MINIMALIST
Bestellt nur einen Espresso. Am besten to go, damit er keine Zeit verliert. Der Minimalist ist nämlich maximal effektiv. Und das zeigt sich eben schon in der Früh beim Bäcker. Weil es schnell gehen muss, hat er auch keine Zeit für einen Snack. Nur manchmal nimmt er sich noch ein Croissant mit. Die duften nämlich immer so herrlich.
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DAS MULTITALENT
Schafft es, seinen täglichen Kalorienbedarf schon früh morgens vollständig zu decken. Bei ihm gibt es stets etwas Süßes und etwas Pikantes. Kleingebäck und Feingebäck. Und Brot. Einen Schokomuffin und … Moment, wer hat die Eierspeise weggestellt? Trinkt zum Frühstück natürlich am liebsten Tee und Kaffee. Und ist spätestens zu Mittag schon wieder hungrig.
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DER PETER PAN
Er denkt sich: Warum etwas ändern, was schon seit meiner Kindheit gut funktioniert? Darum besteht sein Frühstück, eigentlich seit er denken kann, aus einem Kakao und einem Kipferl. Angst vor Veränderung hat er aber keine. Deshalb isst er sein Kipferl seit einigen Jahren auch am liebsten mit reichlich Butter und Erdbeermarmelade.
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DER INSTAKENNER
Frühstückt am liebsten farbenfroh. Dazu gehören unter anderem: grüne Avocadotoasts oder Müslis mit Heidelbeeren. Das sorgt nämlich auch ohne Filter für viele Likes auf Instagram. Und das ist ihm wichtig. Denn frühstücken ist für ihn nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern Weltanschauung. Deshalb lässt er auch die ganze Welt daran teilhaben. #breakfastclub
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Die Kichererbse hat gut lachen. Schließlich finden sie alle richtig toll. Sogar der Minimalist vergisst bei Hummus, Gemüsesticks und bio Schwarzbrot kurz seine To-dos. So lässt es sich gemütlich frühstücken. Ganz in Frieden eben.
MULTITALENT
BRAINFOOD
STEIRERSPEIS’
PANTASTIC Fluffige Pancakes, frische Früchte, Schlag und Nougat-Krokant-Creme. Davon kann man sogar Peter Pan überzeugen. Ob es am gemeinsamen Namen liegt? Auch die Instakenner sind interessiert. Und machen sich deshalb gleich ein Bild davon.
VERONA
EASY MORNING
Käse erreicht seine besondere Würze durchs Reifen. Also Liegenbleiben. Wer unsere vier verschiedenen Sorten probieren möchte, muss hingegen erst einmal aufste hen. Das lässt sich das Multitalent nicht zweimal sagen. So ein Dreikäsehoch.
GIVE PEAS A CHANCE
Getoastetes bio Landbrot, cremige Avocado, etwas Limette. Das passt nicht nur geschmacklich gut, sondern farblich in jeden Instagram-Feed. Und in den Timetable des Minimalisten sowieso: Weil er nicht widerstehen kann, ist es nämlich immer ruckzuck weg.
Immer eine schlaue Wahl: unser Naturjoghurt mit Haferflocken, Weizenschrot, Roggenschrot, Leinsamen, Äpfeln, Nüssen und Honig. Ergibt – alles in allem – einen schönen Kontrast und tolle Bilder. Einen vollen Bauch übrigens auch.
CHEESE’S THE ONE
Mit Kürbiskernöl wird die Eier- zur Steirerspeis’ und damit besonders instagrammable. Das heißt: zu einem besonders beliebten FotoObjekt. Vor allem für Reisende. Nichts zeigt schließlich deutlicher, wo man gerade isst: Na, in der Steiermark!
PERFECT MATCH
Morgenstund hat bei uns nicht nur Gold im Mund. Sondern auch Müsli, Pancakes, Eierspeise, Avocados, Hummus … und natürlich immer frisches Brot. So ist garantiert für jeden das passende Frühstück dabei. Und wer schon in der Früh so gute Nachrichten bekommt, startet gleich viel besser in den Tag: nämlich mit einem Lächeln.
Eine Liebe wie zwischen Romeo und Julia ist heute selten. Nur beim Multitalent und seinem Frühstück geht es noch derart leidenschaftlich zu. Serviert man ihm Prosciutto, Salami, Mozzarella und Oliven, gibt es kein Halten mehr. „Ti amo“, ruft es dann von ganzem Herzen.
PETER PAN
MINIMALIST
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Eigentlich hat er wieder einmal keine Zeit fürs Frühstück. Aber hungrig wäre der Minimalist schon … Gut, dass ihm auf die Schnelle eine super Lösung einfällt: einfach einen Easy Morning genießen. Mit Semmel oder Brot, Butter und einem Ei.
INSTAKENNER
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WANDERER VON WELT Christian Hlade findet seinen eigenen Weg. Der Gründer von Weltweitwandern bereist mit seinen Kunden die Welt und entdeckt dabei nicht nur andere Kulturen, sondern auch die Vorteile der Langsamkeit.
Hier in Graz? Auf dem K3, dem Kerschkernkogel. Wenn ich nicht auf den Berg komme, werde ich unruhig. Das halte ich schlecht aus. Wie wird ein Grazer Architekt zum weltweiten Wanderer? Architekt bin ich deshalb geworden, weil es eine elterliche Baufirma im Hintergrund gab. Den Wanderer hat es schon viel früher gegeben. Ganz früher bin ich natürlich mit den Eltern gewandert, das muss ja fast jeder, das mochte ich nicht so gerne. Aber ich war dann zum Beispiel schon vor der Matura zum ersten Mal in Marokko. Der Wanderer war also schon vor dem Architekten da. Das Architekturstudium hatte ein bisschen den Zweck, meine Eltern zu befrieden, aber auch mich selbst. Es war ein Plan B – Ausbildung machen, bürgerliche Existenz aufbauen. Ich finde das gar nicht schlecht im Nachhinein und empfehle das auch weiter. Sie waren insgesamt – also in den letzten 30 Jahren – zwei Jahre im Himalaya. Was fasziniert Sie an dieser Region? Ich bin eigentlich über die Bücher dazu gekommen. Ich war immer schon ein Vielleser. Die Schulbibliothek war dann bald langweilig und die Bücher von Heinrich Harrer, Herbert Tichy, Sven Hedin, den HimalayaErforschern, haben mich fasziniert. Und ich war mit 17 in Marokko, das speist sich aus der gleichen Faszination: der maximale Unterschied zu unserer westlichen Welt. Die tibetischen Klöster sind einem ja auch so fremd. Durch die Entlegenheit der Himalaya-Region ist die Global isierung bis in die 80er, 90er Jahre dort nicht hingekommen und die Kultur war so ganz anders als unsere. Das hat mich immer total fasziniert. Es war spannend, das zu sehen und zu lernen. Um dann zu merken, dass wir Menschen schon alle ganz ähn lich sind. Dass der Bauer in Lingshed, 5 Tage abseits der nächsten Stadt, ein Freund werden kann. Und dass wir sehr ähnliche Sehnsüchte haben.
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Sie haben nach dem Studium im Himalaya eine Schule errichtet. Wie traut man sich so ein Riesenprojekt zu? Es ist schon ein bisschen die Sehnsucht, etwas Besonderes zu machen, durchaus auch etwas Großes. Das motiviert mich. Ich habe da auch bei meiner Firma zum Beispiel keine Angst. Wir haben jetzt 27 Mitarbeiter in Graz und 500 Menschen arbeiten weltweit für uns, und wenn es mal doppelt oder dreimal so viele werden – no problem! Das ist ein Orga nisationsproblem – klar! Und zu viel arbeiten will ich dann auch nicht (lacht). Aber diese Grenzen im Kopf habe ich nicht und ich glaube, die habe ich auch damals schon nicht gehabt. Mir etwas Herausforderndes vorzunehmen und das zu erreichen, das treibt mich an. Zurück zum Wandern. Ihr erstes Buch heißt „Wandern wirkt . Wogegen oder wofür wirkt Wandern? (lacht) Für alles oder gegen alles! Der Titel dient natürlich dazu, dass genau diese Frage auftritt. Und dass er neugierig macht. Und darum geht es ja auch beim Wandern. Wandern meint ja auch Erforschen. Wandern ist nichts Fertiges, Wandern wirkt auch bei jedem anders. Mancher ist ein Sportler, der sich beim Wandern auspowern will, ich dagegen bin eher der Erforscher, der etwas entdecken will. Wir haben unseren gemeinnützigen Verein dann auch Weltweitwandern Wirkt genannt, da geht’s dann eher darum, Wirken im Sinne von etwas aktiv bewirken zu verstehen. Da finanzieren wir mit unseren Gästen zum Beispiel große Bildungsprojekte in Nepal oder Marokko oder können unkompliziert Soforthilfe bei Katastrophen leisten. Unsere Gäste sehen ja selbst, dass es etwa in abgelegenen Regionen in Marokko an Bildung fehlt, und wollen helfen. Und wir sind ja vor Ort und können sicherstel len, dass jeder Euro auch dort ankommt, auch wirklich etwas bewirkt. ”
Waren Sie in letzter Zeit auf einem Gipfel? Ja, klar. Letzen Sonntag. Ich bin immer am Berg, wenn möglich.
Wir leben in einer Zeit, in der uns Mitteleuropäern mehr Zeit zur Verfügung steht als früher. Trotzdem scheint niemand mehr Zeit zu haben. Woran, glauben Sie, liegt das? Da muss ich ein bisschen widersprechen. Es gibt Studien, dass sich zum Beispiel Jäger und Sammler nur drei bis vier Stunden täglich mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt haben und auch die Bauern von
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AU F E N T D E C K U N G S R E I S E Christan Hlade nimmt seine Kunden mit auf Wandererlebnisse, zum Beispiel nach Marokko, Jordanien oder in den Himalaya.
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Im Jahr 2000 errichtete Christian Hlade gemeinsam mit den Dorfbewohner eine Schule in Lingshed. Sie ist noch heute international ein Vorzeigeprojekt.
früher haben, übers Jahr gesehen, auch nicht so wahnsinnig viel ge arbeitet. Im Winter war’s natürlich kalt und da war wenig zu tun. Und auch die Naturvölker arbeiten eigentlich nicht so viel. Da gibt es dann zum Beispiel sehr viele Feste. Aber das ist ja eben das Spannende am Reisen, man lernt sehr viel. Man sieht zum Beispiel, dass dieser west liche Zeitdruck in anderen Kulturen gar nicht so stark herrscht. Wir haben also eigentlich mehr Zeit, aber so im Detail ist es dann doch nicht so ganz klar.
Warum? Es gibt viele Zeitfresser. Das Selbstbuchen im Internet, Ikea-Möbel und so weiter, da wird auch sehr viel Arbeitskraft an den Konsumenten ausgelagert. Der sucht dann stundenlang im Internet, um zum Beispiel eine Reise zu buchen. Und das Smartphone natürlich. Wir verbringen sehr viel Zeit am Bildschirm. Aber auch der Arbeitsweg in Großstäd ten. Wobei es uns in der Hinsicht hier in Graz natürlich sehr gut geht. Wenn uns also doch vielleicht nicht so viel Zeit zur Ver fügung steht, warum gibt es dann diesen Trend zu mehr Langsamkeit? Beim Essen zum Beispiel gibt es ihn sicherlich, weil der Fastfood-Trend eben so stark ist, weil die Menschen so viel unterwegs sind. Da entsteht dann der Wunsch, wieder bewusst zu verlangsamen und wieder etwas Echtes, etwas Naturnahes zu haben.
Wie oft gehen Sie denn wander-meditieren? Ich gehe drei bis viel Mal die Woche zu Johann und Paul hier in Graz, da habe ich meine Lauf- und Walkingstrecke und dann schau ich so runter auf die Stadt oder auf die Berge in der Ferne, und einmal die Woche gehe ich auf einen Berggipfel. Das geht sich nicht immer aus, aber ich versuche es zumindest, so als Ausgleich. Ich bin aber bestimmt kein Fortschrittspessimist. Diese Glorifizierung des „natürlichen“ Lebensstils von „früher“ und dieses „Früher-war-alles-besser“-Denken, das viele Leute haben, ist überhaupt nicht mein Fall. Ich bin auch kein Mensch, der 365 Tage im Jahr wandern will, ich arbeite gerne, ich kommuniziere gerne auch digital, aber dann braucht es eben einen Ausgleich. Gibt es noch ein Ziel, das Sie gerne erwandern würden, das Ihnen noch auf Ihrer – sicherlich langen – Liste fehlt? Zum Glück gibt es wahnsinnig viele. Da würden wahrscheinlich drei Christian-Hlade-Leben nicht ausreichen. Und ich komme ja zum Glück sehr viel herum. Aber das nehme ich auch als Geschenk, dass diese Neugier in mir nicht aufhört. Noch eine letzte Frage: Was sagen eigentlich Ihre Kinder dazu, wenn sie mit den Eltern wandern gehen sollen? Wir haben sie wirklich viel mitgenommen, als sie klein waren. Im Moment haben wir da den Fuß vom Gas genommen. Aber mit 13 ist Wandern mit den Eltern ja auch fad, da sind andere Dinge wichtiger.
Und wie ist das mit dem Wandern? Beim Wandern ist es ganz klar. Die vielen Ablenkungen, die ständige Erreichbarkeit, ständig in Echtzeit kommunizieren – beim Wandern bin ich einfach nicht erreichbar. Und diese Langsamkeit, ich komme nur so weit, wie mein Körper mich trägt, in dem Tempo, in dem sich die Menschen seit Neandertaler-Zeiten bewegen, hat schon etwas für sich. Ich habe vor einigen Jahren mit Meditation angefangen und habe dann gemerkt, dass ich eigentlich schon seit 40 Jahren meditiere, weil ich wandern gehe. Dieser Rhythmus, das Atmen, das bringt einen so in das Hier und Jetzt, ganz ohne Achtsamkeitskurse. Es ist ein Raum, der dieser Erreichbarkeit und der ständigen Selbstoptimierung etwas entgegensetzt. Beim Wandern bin ich dann vielleicht ein bisschen ver schwitzt oder mir tut etwas weh. Ich bin einfach der, der ich bin und bekomme als Mensch wieder meinen Maßstab.
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CHRISTIAN HL ADE
D IE W E LT Z U F U S S EN T DECKEN MI T W E L T W E I T WA N D E R N
www.weltweitwandern.at
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EATING TRAVELLING READING GARDENING
IMMER MIT DER RUHE!
Am Anfang stand McDonald’s. Ganz im Ernst. 1986 eröffnete an der Spanischen Treppe in Rom eine Filiale des amerikanischen Fastfood-Riesen. Der Italiener Carlo Petrini war von diesem Sakrileg gegen die Cucina Italiana so wenig angetan, dass er eine Bewegung ins Leben rief. Das Slow Food Movement. Und damit das erste von vielen ähnlichen Movements. Mit einem Ziel: Kochen und Essen wieder „langsamer“ zu machen. Damit der Genuss wieder an den Gaumen zurückkehrt und das Pranzo wieder ein bisschen schmeckt wie bei Mamma.
SIND WIR SCHON DA?
Diese Frage muss man beim Slow Travelling nicht unbedingt länger ertragen. Vielmehr kämpfen die langsam Reisenden gegen das rasche Hierhin-DorthinFliegen und von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen, welches das Reisen vieler Erfahrungen beraubt. Niemand soll von seinem kommenden Städtetrip abgehalten werden. Nur Zeit sollte man sich eben nehmen, um tatsächlich etwas zu erleben, zu kosten, oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Und wer es ganz langsam mag, der geht einfach mal wandern.
LESEZIRKEL MAL ANDERS!
Wenn sich in einem Café in Berlin oder einer Buchhandlung in San Francisco die Langsamleser zum gemeinsamen Schmökern treffen, bleibt die digitale Welt für eine Weile draußen. Dann geht es nur um ein Buch und darum, seinen Inhalt zu entdecken und mit Gleichgesinnten vielleicht auch gleich darüber zu reden. Langsam gelesen wird alles, was Aufmerksamkeit verdient. Gedichte, Romane, Kurzgeschichten. Und keine Angst: Die Gebrauchsanleitung für die Waschmaschine darf weiterhin überflogen werden.
DEM GRAS BEIM WACHSEN ZUSEHEN?
Es stimmt schon, der Rasen lässt sich beim Wachsen sowieso nicht hetzen. Aber darum geht es auch gar nicht. Das Slow Gardening schenkt Zeit. Zeit, die man damit verbringen kann, den Garten zu genießen, ohne dauernd zu jäten oder zu gießen. Ein neuer Blick aufs Gärtnern, auf Sträucher, die man nicht schneidet und Gräser, die man nicht gießt, schafft Freiraum für andere Dinge. Lass mal wachsen, ist das Motto des Slow Gardeners und der Liegestuhl sein wichtigstes Werkzeug.
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ENTSCHLEUNIGUNG
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ZE IT
benötigt es, um einen mittelgroßen Striezel zu flechten.
115 TAUSEND
47+/-7
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HANDGRIFFE
BROT
So viele Rosinen sind in der Süßen Schnecke:
So viele glutenarme Brote haben wir:
ZWEI
MARTI N AUER Brotzeiten essen die Grazer pro Jahr.
20 0
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Z A H L E N & FA K T E N
50
280°C M•A
350
18
0
25 0
00
SO HEISS WIRD EIN BACKOFEN:
150
48 ST UN
R
IG E T
AT U R S A RN U E
€ 40 K
beträgt der Erlös aus PANE, der jedes Jahr wohltätigen Zwecken zugute kommt.
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VANILLEKIPFERL
Kilometer ist unser Mehl unterwegs zu uns.
A STE T NR U N
von Hand gemacht, essen die Grazer jedes Jahr im Advent.
SECHS
DE
55.000
Brot verspeist die Familie Auer pro Woche.
ZAHLEN UND FAKTEN ÜBER MARTIN AUER UND SEINE BROTE
8.4 KG
Z A H L E N & FA K T E N
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ALLES MUSS RAUS
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ALLES MUSS RAUS … ODER KANN WAS BLEIBEN?
GIB ACHT
Zu viel des Guten ist nicht unbedingt gut. Das weiß jeder, der beim Inder schon einmal extrascharf bestellt hat. Oder mit all seinen Büchern umgezogen ist. Zeit, sich wieder aufs Wesentliche zu besinnen, finden wir. Für mehr Platz, mehr Zeit und mehr Zufriedenheit.
Ausmisten ist aber nicht nur Bauchsache. Wie fast alles andere auch, fängt es im Kopf an. Weil man sich erst darüber klar werden muss, was Glück für einen selbst bedeutet, ehe man weiß, was einen wirklich glücklich macht. Man muss sich mit seinen Gefühlen beschäftigen und dabei auch lernen, den Moment wieder wertzuschätzen. Achtsamkeit nennen das die Profis. Wir leben nicht im Gestern, sondern im Heute. Und darum sollten wir uns auch nur mit den Dingen, Personen und Emotionen umgeben, die sich jetzt gut anfühlen.
HAB UND GUT
FREU(N)DE
Dies ist keine Geschichte des Verzichtens. Denn wer sich auf das Wesentliche besinnt, besinnt sich ja nur eines Besseren. Dafür muss man sich nicht einschränken und ab sofort fasten. Oder seinen gesamten Besitz auf 90 Gegenstände reduzieren. Es geht nämlich nicht darum, nichts zu besitzen, sondern das Richtige. Zugegeben: Aufräumen und aussortieren muss man dafür meistens trotzdem. Aber es heißt halt auch: Weniger ist mehr. Weniger Zeug ist mehr Platz, mehr Ordnung und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. In der Sonne sitzen und Kaffee trinken zum Beispiel.
Gerade wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht, tun wir uns besonders schwer, einen Schlussstrich zu ziehen. Schließ lich will niemand als schlechter Freund gelten. Nur: Wie gut ist eine Freundschaft, wenn sie sich wie Pflicht anfühlt? Weil man sich auseinandergelebt hat und einen nichts mehr verbindet. (Siehe dazu auch Hometrainer.) Zum endgültigen Schlussmachen, das steht fest, gehört auf alle Fälle Mut. Und die Einsicht, dass man eben nicht von allen geliebt werden kann.
ESSEN NICHT VERGESSEN
BABA BALLAST Aber woher weiß man, dass man die richtigen Entscheidungen trifft und sich nicht unabsichtlich vom Falschen trennt? Glaubt man der berühmten japanischen Organisationsberaterin Marie Kondo, ist das ganz einfach: Man spürt es. Macht ein Gegenstand Freude, darf er bleiben. Andere wiederum sind da viel pragmatischer. Hat man etwas ein Jahr lang nicht verwendet, kommt es weg. Ja, das gilt auch für den Hometrainer, der eigentlich eine super Kleiderstange abgibt. Und so wieso: Heute kann man eh alles mieten. Autos, Waschmaschinen und da, wo Marie Kondo herkommt, sogar Katzen.
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Zu allem Überfluss gibt’s auch in unseren Nahrungsmitteln vieles, auf das man locker verzichten könnte. Wenn man sich die ganzen E’s und Iiihh’s anschaut, kommt man erst drauf, dass es beim Lebensmitteleinkauf ebenfalls ganz gut wäre, sich auf das Wichtige und Wahre zu konzentrieren. Keine künstlichen Zusatzstoffe, das trägt mindestens genauso viel zum Wohlempfinden bei wie ein aus gemisteter Kasten. Für uns sogar noch ein bisschen mehr. Denn das größte Glück ist für uns eben immer noch, in eine frische Scheibe echtes Brot zu beißen.
ALLES MUSS RAUS
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STEIRERBIENE
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H BE AP E PY !
D W O O N’ RR T Y,
Manche Biene hat’s einfach gut. Zum Beispiel eine SteirerBiene. Um die kümmert sich nämlich Gerald Jaritz. Damit ihr auch bestimmt nichts fehlt. Und zum Dank gibt’s Honig von der glücklichen Biene. I N L A M B E RG B E I G R A Z G E N I E S S E N D I E S T E I RE R B I E N E N E I N E N S TA N D O R T M I T A U S S I C H T.
Wenn Gerald Jaritz über seine Bienen redet, wird schnell klar: Der Mann kennt sich aus. Begonnen hat er das Imkern schon früh. Schon als Jugendlicher hilft er im Betrieb eines befreundeten Imkers bei der Betreuung der Bienenvölker. Auch einen Teil seiner Ausbil dung finanziert der studierte Physiker mit der Imkerei. Vor drei Jahren dann das Revival. Er besucht einen Imkereikurs und eignet sich das Hintergrundwissen an. Gemeinsam mit seinem Schwager, der beruflich im Baumanagement aktiv ist, gründet Gerald Jaritz sein eigenes kleines Bienenreich: die SteirerBiene. So wird aus dem Mann, der in der Technologiebranche Karriere gemacht hat und zuletzt Chief Tech nology Officer war, der Chief Bee Officer. Klar ist von Anfang an, dass das Wohl der Biene über dem Profit steht. „Arbeiten für die Biene und zum Wohle der Biene“ ist das Motto. „Alles was aus der SteirerBiene erwirt schaftet wird, fließt zu 100 Prozent wieder zurück ins Projekt“, erklärt Gerald Jaritz. Und die SteirerBiene ist ein Selbermacherprojekt. In seinem Garten baut er die Bienenstöcke aus Bausatzteilen selbst. Drei bis vier Stunden muss er im Durchschnitt pro Woche in seine Bienen investieren – Bienenstock-Bauen nicht mitgerechnet. Besonders wenn der Schwarm trieb groß ist, muss der Imker einmal wöchent lich ausrücken, um die Teilung seiner Bienenvölker zu verhindern. Ein Honigbienenvolk ist auf sich allein gestellt langfristig nämlich nicht überlebensfähig.
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DER S MOKER UND SEIN R A U C H D I E N E N D A Z U, D I E B I E N E N Z U B E RU H I G E N .
„Hier oben haben wir ein Trachtangebot an Obstbäumen, Kastanien, Wiesenblumen. Zur Kirschblüte summt es hier unglaublich.“ GER A L D JA RI T Z
Weil die beiden Gründer der SteirerBiene auf Nummer sicher gehen wollen, dass nur das Beste in ihren Honig kommt, stehen die Bienenstöcke an Orten, an denen es von Frühjahr bis Herbst Nektar und Pollen gibt, die jedes Bienenherz höherschlagen lassen. Ganz ohne Spritzmittel oder Umweltbelastung. An drei Orten, auf zwei Biobauernhöfen in der Nähe und auf der Platte mit Blick auf Mariatrost, betreut Gerald Jaritz über 30 Völker der SteirerBiene und küm mert sich ganzjährig um ihr Wohlergehen.
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Glyphosat & Co seien übrigens nur einige der Probleme, mit denen die Bienen zu kämpfen hätten, erklärt der Chief Bee Officer. Es beginnt schon bei Kleinigkeiten. Viele Bauern mähen die Tracht – ihre Wiesen – zu Tageszeiten, an denen die Bienen sehr aktiv sind. Das kann ein Volk ganz schön belasten. Aber auch die Monokulturen und die feh lende Resistenz gegen den weltweit größten Bienenschädling, eine eingeschleppte Milbe mit dem klingenden Namen Varroa Destruc tor, machen so ein Bienenleben nicht unbedingt leichter. Und manchmal ist es auch schlicht der fehlenden Vernetzung oder zu wenig Fachkenntnissen der Imker geschul det, dass ein Volk erkrankt. Bei der SteirerBiene versucht man diesen Problemen aktiv zu begegnen. Mit sorgfältig ausgewählten Standorten, mit guter Pflege und mit viel Aufklärungsarbeit. „Hier oben“, erklärt Gerald Jaritz, wäh rend er den Stock von Königin Maja öffnet, „haben wir ein Trachtangebot an Obstbäu men, Kastanien, Wiesenblumen. Zur Kirsch blüte summt es hier unglaublich.“ Hier oben, das ist übrigens auf einem Biobauernhof in Lamberg.
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D I E S T E I RE RB I E N E N S I N D S E H R F RI E D F E R T I G . S C H U T Z K L E I D U N G I S T D E N N O C H R AT S A M.
Rund zehn Meter von den Bienenstö cken entfernt steht auch ein großer Kirsch baum. Und das schmeckt man dann auch. Der Honig der SteirerBiene hat nämlich zu jeder Jahreszeit und je nach Standort ein anderes Geschmacksprofil, je nachdem, was eben gerade blüht. M M H H , KÖ S T L I C H : C RE M E H O N I G V O N D E R S T E I RE RB I E N E .
Maja und ihr Volk waren in diesem Jahr durch den milden Februar schon sehr früh aktiv. Heuer war der Honig schon einen Monat früher als eigentlich üblich in den Waben eingetragen. Wenn alles gut läuft, gibt es schon bald den ersten „Heurigen“: Honig-Cuvée von Maja, Elisabeth, MetteMarit und ihren Untertanen. Die summen den Hoheiten der SteirerBiene sind nach royalen Persönlichkeiten benannt: Maja ist da die Ausnahme. Die Bienen haben aber nicht nur ihre eigenen Namen, sondern auch ihren eigenen Charakter. Manche Völker sind ruhiger, andere sind aufgeweckter. Manche sind aggressiver, andere friedlicher, gewisse haben einen starken Schwarmtrieb oder sind besonders produktiv. Und der erfahrene Im ker kennt die kleinen Macken seiner Bienen genau. Dass der Chef der SteirerBiene andere Leute zu seinen Bienenstöcken mitnimmt, kommt mittlerweile sehr häufig vor. Eigent lich sei er ja kaum mehr allein bei seinen Bienen, sagt der oberste Bienenhüter. Mal sind es Freunde, Bekannte oder die Familie – und immer öfter kommt Gerald Jaritz auch mit Firmen her, die ihre Mitarbeiter zum Imkern schicken. Das ist übrigens auch das neueste Projekt des Unternehmensberaters mit Schwerpunkt auf Human Resources. Es heißt „Teambeelding“ und nutzt die Tatsache, dass der Umgang mit Bienen Ruhe, Gelassen heit und Konzentration braucht, zum Team building. Und ganz nebenbei bringt er noch sein Wissen unter die Leute. Und das alles, obwohl der Chief Bee Officer eigentlich gegen das Bienengift allergisch ist.
STEIRERBIENE Reinhard Machold Straße, 8075 Hart bei Graz Für mehr Informationen über die fleißigen Bienen, ihren Honig und alles rundherum: www.steirerbiene.at
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AUF EIN BROT MIT ...
KARIN AUER Bei den Auers liegt die Liebe zu richtig gutem Brot bekanntlich in der Familie. Darum probiert Martin Auers Mama Karin auch immer gerne neue Kreationen aus der Backstube am Dietrichsteinplatz. Am Ende ist aber ein Klassiker ihr absoluter Favorit: das Landbrot. Das gibt’s dann im Hause Auer gleich morgens zum Frühstück. Am allerliebesten mit Butter und Wildheidelbeermarmelade.
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AUF EIN BROT MIT
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VOM ZUHÖREN
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FEINES FÜR DEN FRÜHLING
BIO S CHWEIZ ER FENCHEL BROT Wir haben getan, was wir nicht lassen können und wieder ein köstliches Brot entwickelt. Diesmal haben wir uns in der Schweiz Inspiration geholt. Nämlich beim Sankt Galler Brot. Und wir haben daraus ein echtes MARTIN AUER bio Brot gemacht. Mit dunkler Kruste, viel Charakter und – wie der Name schon verrät – natürlich Fenchel.
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KLEINES FEINES
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POCKE T CAKE Mmmhh ... Kuchen! Und auch noch handlich zum Mitnehmen. Ganze acht Zentimeter hat das Taschenformat. Wie man so schön sagt: short and sweet! Genau die richtige Größe für den kleinen Hunger auf Himbeerküchlein, Zitronenkuchen und Schoko-Orangen-Kuchen. Da nehmen wir doch vielleicht gleich zwei mit ...
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KLEINES FEINES
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G WAR DAS N NOCH NOCH EINES N GIBT ES N SATZ. EGINN IST MACHT. Eine Geschichte über das Beginnen und fünf bemerkenswerte Anfänge.
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Aller Anfang ist leicht. Nein, wirklich! Wer gerade erst mit etwas anfängt, dem verzeiht man doch fast alles. Im Beruf, beim Autofahren, in der Liebe. Die erste Sachertorte schmeckt auch, wenn sie eigentlich daneben gegangen ist. Das erste Date, egal wie nervös wir auch sind, hat seinen ganz besonderen Zauber, an den wir uns noch lange erinnern.
Nie ist es so einfach, mit kleinen Fauxpas davonzukommen. Ganz ohne Ausre den. Und nie ist es so schön, Erfolg zu haben, wie am Anfang. Das erste Tor beim Fußball spielen, die erste Skiabfahrt ohne Hinfallen, das erste „Sehr gut“ in der Schule oder der erste Lohn für die eigene Arbeit oder wenn dem ersten Date gleich ein zweites folgt. Im Anfang steckt die Verheißung, die Sehnsucht nach Neuem, Spannendem, Unentdecktem. Schade, dass der Volksmund dem Anfangen einen schlechten Ruf angedichtet hat. Wer gesagt hat, dass aller Anfang schwer sei, muss sich schon sehr geplagt haben. Klar, manchmal sind Anfänge eben etwas holprig. Aber eben nur manchmal. Und nur wer schon Profi ist, dem wird die Holperei dann nicht mehr verziehen. Der Anfänger dagegen darf sich noch vieles erlauben. Natürlich gibt es auch Anfänge, die sind einfach nur richtig gut. „Ilsebill salzte nach“, schrieb Günther
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Grass ganz an den Beginn seines Romans „Der Butt“. Selten war ein erster Satz so ver heißungsvoll, einfach und ungewöhnlich. Selten ein Anfang so perfekt. So gut war dieser Einstieg, dass er zum besten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur gewählt wurde. Noch vor Kafkas „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem unge heueren Ungeziefer verwandelt“. Und der ist auch ziemlich gut. Es kann aber auch richtig kompliziert werden, ganz am Anfang. 20 Züge für Weiß gibt es auf dem Schachbrett zu Beginn. Eine Entscheidung muss her. Und die Frage, welche denn die beste wäre, beschäftigt die Kontrahenten im Spiel der Könige seit jeher. Hunderte Jahre und tausende Schachbücher später gibt es immer noch keine eindeutige Antwort. Ge spielt wird trotzdem. Gewonnen, verloren oder remisiert auch. Recht bekommt, wer gewinnt. Bis zum nächsten ersten Zug, wenn alles wieder neu beginnt. Manche Anfänge müssen auch ein bisschen verrückt sein. Gut verrückt. Wie die Franzosen die Brüder Montgolfier angesehen haben, als sie den ersten Heißluftballon gebaut haben, verrät die Geschichte nämlich nicht. Und sie hüllt sich auch in Schweigen über die meisten Gedanken zum ersten Auto. Man darf sich beides aber vorstellen. Wie wenig gnädig die Fachmeinungen mit den Erfindern des World Wide Web umgegangen sind, ist da gegen gut dokumentiert. Wird sich auch wirklich ganz bestimmt nicht durchsetzen, dieses Internet. Eine Portion Mut, die braucht es eigentlich meistens, ganz zu Beginn. Nicht nur zum Verrücktsein. Nur wer sich traut, macht den ersten Schritt. Zu einem neuen Lieblingslokal oder nach New York in ein
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neues Leben oder in einen neuen Beruf, in dem man dann vielleicht das entdeckt, das einem bisher gefehlt hat. Da gehört schon was dazu. Wie zum Beispiel bei Martin Auer, als er vor 8 Jahren anfing, doch Bäcker zu sein, damit das Brot seine Seele wiederbe kommt und Graz gutes bio Brot. Und den Mut bereut man eigentlich selten. Hin und wieder kann es am Anfang dann auch etwas länger dauern. Für das erste echte „Selfie“ von 1839 zum Beispiel musste sein Fotograf noch richtig lange still sitzen. 10 –15 Minuten dauerte das. Sitzfleisch und Stehvermögen waren gefragt. Besonders viele Likes hätte Robert Cornelius mit seiner SchwarzweißFotografie und dem ernsten Blick wohl nicht gesammelt. Dass wir aber heute lockerer in die Linse lachen können, ist eben auch dem Sitzfleisch und Stehvermögen der ersten Fotografen zu verdanken. Manchmal aber scheitern Anfänge dann auch. Weil sie das dürfen. Das liegt schließlich im Wesen des Anfangs. „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better“, schrieb der irische Nobelpreisträ ger Samuel Beckett über die Kunst des Schei terns. Anfangen, scheitern und so weiter. Das gehört auch dazu. Und wer einmal öfter anfängt als er scheitert, bleibt auf der Gewin nerseite. Und verdient sich dann meistens auch noch das Prädikat „zäh“. Und das ist, wenn man es nüchtern betrachtet, eigentlich ein richtig schönes Kompliment. Wer gar nicht erst loslegt, kann na türlich nicht scheitern. Aber nur wer anfängt, kann die erste Liebe finden oder den großen Erfolg oder einfach nur ein Happy End. In jedem Anfang steckt eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit für etwas Tolles. Und eigentlich ist das Beginnen doch auch ganz einfach. Es fehlt immer nur der erste Schritt.
WER NICHT WAGT, DER NICHT GEWINNT.
Fünf Anfänge & ihre Geschichten
FOTO
MARTIN AUER BROT
Bio Franciscus und das bio Keinmehlbrot und so viele andere tolle bio Brote, Weckerl und Kipferl sind der Beweis, dass sich das Anfangen ganz köstlich entwickeln kann. Auch wenn der erste Schritt groß war: „In drei Jahren wird sich unsere Bäckerei entweder komplett gewandelt haben, oder es wird sie nicht mehr geben“, hat Martin Auer seinen Eltern zu Beginn gesagt. Und die Zeit hat ihm recht gegeben.
Das allererste, heute noch erhaltene Foto zu machen, hat wahrscheinlich zwischen acht Stunden und mehreren Tagen gedauert. Robert Corne lius hat für sein Selbstporträt 1839 nicht ganz so lange gebraucht. Zehn Minuten sind aber immer noch eine ganz schön lange Zeit, um sich überhaupt nicht zu bewegen.
SCHACH
Wer im Schach in einer Partie den Anfang macht, hat wie oft auch anderswo im Leben einen Vorteil. Weiß gewinnt häufiger als Schwarz. Das hat sich über die Jahrhunderte nicht verändert, sogar der Computer hat bessere Chancen, wenn er beginnt. Anzugsvorteil nennt das der Schachspieler.
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HEISSLUFTBALLON
Die Montgolfiere trägt noch heute den Namen zweier er folgreicher Anfänger. Fast zwei Kilometer weit schwebten die Brüder Joseph Michel und Jacques Étienne 1783 durch die Luft und verhalfen der Luftfahrt zu einem ersten Erfolg und ihrem Familien namen zu einem Platz in der Geschichte.
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G U T Z U W I S S EN
UND ACTION! Wenn es dafür mal keine Goldene Palme gibt! Verdient hätte er es, der neue Unternehmensfilm von MARTIN AUER. Allein schon wegen der schicken Locations und der tollen Mitarbeiter, die Regisseur David Köhlmeier von dkmotion vor seine Kamera bringt. Aber auch wegen der spannenden Shooting-Tage, die unser engagiertes Team damit verbracht hat, die ganze Welt von MARTIN AUER einzufangen. Vor allem aber, weil der Film zeigt, worum es bei MARTIN AUER jeden Tag geht: um die Freude am gemeinsamen Schaffen und den respektvollen Umgang miteinander. Und wenn das die Jury in Cannes alles nicht überzeugt, schicken wir ihr einfach ein bisschen frisches MARTIN AUER bio Brot.
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Darauf trinken wir erst einmal
„KWAS AM MORGEN, VODKA AM ABEND. So lautet ein russisches Sprichwort. Typisch Russland: Kwas bezeichnet keinen Kaffee, sondern ein Bier. Und das hat in etwa 1,44 Promille Alkohol– eignet sich also super, um gut (und leicht beschwipst) in den Tag zu starten. Außerdem soll es Verdauung und Stoffwechsel anregen. Na dann: Nastrovje!
B ROT U B ER BO RD Zur Strafe gibt’s kein Brot mehr.
Als Bäcker können wir gar nicht anders, als stets das Schöne im Brot zu sehen. Damit sind wir aber nicht alleine: Wer #KunstGeschichtealsBrotbelag googelt, wird Augen machen. Wahrlich keine brotlose Kunst. P RE T T Y & G OOD
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GUT ZU WISSEN
Auf der See geht’s mitunter rau zu. Bis vor Kurzem wurden Matrosen der US Navy deshalb auch noch mit echt harten Strafen belegt. Für drei Tage hinter Gitter, einzige Verpflegung: Wasser und Brot. Einige der alten Kapitäne verstehen gar nicht, warum das jetzt abgeschafft wurde. Man konnte ja eh so viel Brot und Wasser haben, wie man wollte. Oder anders gesagt: Auch wer Kohldampf hatte, wurde stets satt. Alles klar Schiff bei der US Navy
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Es ist soweit! MARTIN AUER kommt nach Fernitz. Wir bringen natürlich ganz viel Brot, Leidenschaft und Spaß bei der Arbeit mit. Und wir haben noch ein bisschen Platz für neue Gesichter in unserem Team. Du hast Lust, die neue Filiale in Fernitz mit uns zu roggen? Dann freuen wir uns über deine Bewerbung mit Lebenslauf an welcome@martinauer.at
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IMPRESSUM: Herausgeber und inhaltliche Verantwortlichkeit: MARTIN AUER GmbH, Dietrichsteinplatz 13, 8010 Graz, Austria, www.martinauer.at · Designed with passion by moodley brand identity, www.moodley.at · Illustration: Elisabeth Schagerl · Lettering: una.kritzolina S. 27 Fotografie: Mia Feline: Cover, S. 2 – 12, 22 – 25, 28, 35, Lumikki Photography: S. 13, Michael Königshofer: S. 13, S. 29, Press material by Christian Hlade S. 15–16, Alex Krischner: S. 26, dkmotion: S. 34, Text: Sabrina Luttenberger, S. 4 – 13, 21, 34, Folke Tegetthoff: S. 27, Lektorat: moodley brand identity Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H. · Mit Rücksicht auf bessere Lesbarkeit wird davon abgesehen, Personenbezeichnungen grundsätzlich in männlicher und weiblicher Form zu verwenden · Änderungen und Druckfehler vorbehalten · Graz, April 2019
FERNITZ, WIR KOMMEN!
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GIB DEM BROT DIE SEELE ZURUCK.
E S J E D E N TA G B E S S E R Z U M A C HE N, I S T N U R M Ö G L I C H, IN D E M W IR Ü B E R S B A C K B L E C H HIN A U S D E N K E N . IN D E M W IR Ü B E RL E G E N, WA S BROT I ST. WA S SI C HER REINKOMM T UND WA S A U F K E IN E N FAL L RE IN KO M M T.
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