Frosch und Tigerente – motschnik / Janosch AutorIn: Ditta Rudle 11. Februar 2014
Die flämisch-österreichische Theatergruppe motschnik mit Regisseurin Melika Ramic und die beiden Darstellerinnen Marieke Breyne und Nele Van den Broeck haben die der 68er Generation bestens bekannte Geschichte des Erzählers und Zeichners Janosch vom „Frosch und der Tigerente“ mit vielen originellen Einfällen und dramatischen Ergänzungen für Kinder ab 5 auf die Bühne gestellt.
Einmal sagte der Frosch zu der Tigerente: „Ach bitte, darf ich dich ein wenig küssen?“ Die Tigerente antwortete nicht, denn sie war ja aus Holz. Da rutschte der Frosch näher zu ihr und stieß sie dabei mit der Pfote an. Sodass sie mit einem Rad quietschte: „Rühiiiit“ „Oh, sie hat JA gesagt“, und er fing sofort an, sie ein wenig zu küssen. Nach Art der Frösche ziemlich heftig. Die Tigerente ließ ihn gewähren (denn sie war ja aus Holz); so dass er meinte, sie habe sich in ihn verliebt, und darum fragte er sofort weiter, ob sie denn seine Frau werden wollte.
Der Frosch zieht ein grünes Sonntagshemd an, setzt seiner Braut den Schleier auf und schwört, sie bis zum Ende seiner Tage zu lieben. Die Hochzeitsreise führt durch die ganze Welt und die Tigerente macht stumm alles mit, was der abenteuerlustige Frosch im Sinn hat. Die Katastrophe folgt erst, als er seine über alles geliebte Frau nach Hause zu Vater und Mutter bringen will. Das Schloss des Froschkönigs ist unter Wasser und die Ente kann zwar auf dem Wasser schwimmen, will aber nicht unter Wasser bleiben. Der erste Ehekrach ist unvermeidlich, auch wenn die Tigerente eigentlich nur Atem holen will. Doch die Liebe des Frosches siegt. Er richtet ein gemütliches Heim ein, mit Couch und Stehlampe, Grünpflanzen und Champagner im Kerzenschimmer. Gleich daneben ist die Tauchstation. Und so lebten sie ziemlich lang und glücklich zusammen … … was den Frosch betraf.
Mit Spielfreude (Van den Broeck als grüner Frosch) und unglaublicher Contenance (Breyne als gestreifte unbewegliche Tigerente) erzählen die beiden Darstellerinen im abwechslungesreichen Bühnenbild die zu Herzen gehende Geschichte. Ist die Darstellerin der Tigente ganz auf ihr sparsames Mienenspiel und einige Armbewgungen reduziert, so darf sich Van den Broeck als Frosch sämtliche Facetten von Mimik, Gestik und sprachlichen Ausdruck (inklusive vieler Küsse für seine hölzerne Geliebte) erlauben und mit ihrem strahlenden Lächeln, Seligkeit und Entzücken sichtbar machen. Freuen sich also die kleinen
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