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Unsere Bäuerinnen. Unsere Bauern. Unsere Zukunft.

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Unsere Bäuerinnen. Unsere Bauern. Unsere Zukunft. Perspektiven für mehr Wertschöpfung und mehr Wertschätzung bis 2030


„Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeiten erkennen, bevor sie offensichtlich werden.“ Oscar Wilde


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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Perspektiven für mehr Wertschöpfung und mehr Wertschätzung bis 2030

Inhalt VO R WO R T E 4 UN S E R W E G Z U DE N P E R S P E KT IVE N BIS 2 03 0

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Z IE L F ÜR 2 030

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UN S E R W E G BE G IN N T !

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UN S E R E L AN D- UN D F O R ST W IR T S CHAF T HE U T E

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HE R AUS F O R DE R UN G E N DE R Z UK UN F T

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DA S P L ÄDOY E R DE R J UN G E N F ÜR DIE Z UK U NF T

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E X P E R T IN N E N - UN D E X P E R T E NR AT

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UN S E R E 8 KE R N FE L DE R

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DAN K S AG UN G E N & IM P R E S S U M

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VO RWORT

Gemeinsam stark in die Zukunft

4 ~

Wir wollen die Land- und Forstwirtschaft in Kärnten noch stärker machen. Dazu gilt es unseren bäuerlichen Familienbetrieben Chancen zu bieten und Perspektiven aufzuzeigen. Dieser Aufgabe hat sich die Landwirtschaftskammer Kärnten mit einem Zukunftsprozess gestellt. Über 2.000 Bäuerinnen und Bauern, Funktionärinnen und Funktionäre, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Forschung waren mit dabei und haben ihre Ideen eingebracht. Allen, die sich beteiligt haben, sage ich einen großen Dank! Die nun vorliegenden 31 Perspektiven und 151 Maßnahmen werden unsere Richtschnur für die Arbeit in der Landwirtschaftskammer in den nächsten Jahren sein. Sie sind auch eine Einladung an alle Verantwortungsträger im Land, sich daran zu orientieren, um die Land- und Forstwirtschaft zu stärken. Denn ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie sollen einen Beitrag zu mehr Wertschöpfung auf unseren Höfen und mehr Wertschätzung für unsere Arbeit leisten.

© Paul Gruber

Die Land- und Forstwirtschaft in Kärnten ist stark. Rund 17.500 bäuerliche Familien sorgen dafür, dass die Bevölkerung ernährt und das Land gepflegt wird. Sie tragen damit über 1 Milliarde Euro zur Wertschöpfung bei. Jeder zehnte Arbeitsplatz in Kärnten steht direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft in Verbindung. Das zeigt: Unser Land braucht seine Bäuerinnen und Bauern!

„ Wir wollen die Landund Forstwirtschaft in Kärnten noch stärker machen!“

Auf dem Weg in die Zukunft wollen wir keine Zeit verlieren. Deshalb wurden bereits während der Erarbeitung der Perspektiven bis 2030 gemeinsam mit Agrarlandesrat Martin Gruber erste Umsetzungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Viele weitere sollen und werden in den nächsten Monaten und Jahren folgen. Ich lade Sie ein: Gehen wir gemeinsam in die Zukunft. Damit auch unsere Kinder noch mit Freude und Leidenschaft Bäuerin und Bauer sein können! Herzlichst Euer Siegfried Huber LK-Präsident


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VO RWORT

Heute die Weichen für morgen stellen

Der Blick in die Zukunft zeigt: Mit dem Megatrend Regionalität tut sich eine neue Werthaltung in der Gesellschaft auf, die viele neue Perspektiven für mehr Wertschöpfung bietet. Aber auch abseits der Lebensmittelproduktion tun sich in zusätzlichen Standbeinen neue Chancen auf.

©LK/Ludwig Schedl

Wir haben uns in einem breitangelegten Zukunftsprozess damit beschäftigt, wie wir die Land- und Forstwirtschaft in Kärnten für die Zukunft stark aufstellen können. Es macht mich stolz, dass so viele Bäuerinnen mit dabei waren und ihre Ideen für 2030 eingebracht haben. Besonders erfreulich war für mich, dass sich die Jugend so intensiv eingebracht hat, denn ihr gehört die Zukunft.

„ Wertschätzung ist wichtig, aber sie muss sich am Ende des Tages auch in Wertschöpfung niederschlagen.“

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Der Prozess hat aber auch gezeigt, wie wichtig in Zukunft der Dialog mit der Gesellschaft ist. Bäuerinnen und Bauern genießen ein sehr großes Vertrauen in der Gesellschaft. Dieses Vertrauen ist die Grundlage für den Wunsch nach heimischen Lebensmitteln, und wir müssen sorgsam damit umgehen. Wir alle sind dabei gefordert, unsere Lebenswelt für die Konsumenten begreifbar zu machen, damit sie auch bereit sind, unsere Produkte zu einem fairen Preis zu kaufen. Denn Wertschätzung ist zwar wichtig, aber sie muss sich am Ende des Tages auch in Wertschöpfung niederschlagen. Für mich zeigen die Ergebnisse des Zukunftsprozesses in Summe ganz klar, dass wir uns noch mehr als bisher auf unsere Stärken konzentrieren müssen. Dafür gilt es heute die Weichen für morgen zu stellen.

~

Liebe Bäuerinnen und Bauern, mein tägliches Tun steht unter dem Motto: „Weil´s mitanond leichter geht“. In diesem Sinne freue ich mich auf viele gemeinsame Schritte auf dem Weg Richtung Zukunft.

Astrid Brunner Landesbäuerin


VO RWORT

LandwirtSCHAFFT Zukunft

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Warum ist dieser Prozess so wichtig? Weil Kärnten und unsere Gesellschaft eine funktionierende Land- und Forstwirtschaft und engagierte Land- und Forstwirte brauchen! Sei es, um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, Wertschöpfung in den Regionen zu ermöglichen, aber auch um Landschaften zu pflegen, die insbesondere während der Coronakrise verstärkt zu einem Erholungsraum der Bevölkerung geworden sind. In Kärnten haben wir schon vielfältige Vorarbeiten geleistet und sind in vielen Bereichen sehr gut aufgestellt. Ich denke hier an die Erfolge der ARGE Regionalität oder die vielen starken Initiativen in Richtung Qualität und Herkunftssicherung im Kulinarik-Bereich, in der Verarbeitung oder im Dienstleistungssektor, die sich bereits zu starken Marken entwickelt haben. Damit wir unsere nachhaltige Landwirtschaft weiter absichern und unsere Landwirte auch in Zukunft ein stabiles Einkommen erwirtschaften können, braucht es aber eine vorausschauende Strategie und einen gemeinsamen, mutigen Blick nach vorne.

© Büro LR Gruber/Bauer

Mit dem Prozess „Zukunft Land- und Forstwirtschaft – Perspektiven 2030“ hat sich in den letzten Monaten eine ganze Branche Gedanken um ihre Zukunft gemacht und dabei Ideen, Perspektiven und Visionen entwickelt, um diese Zukunft aktiv zu gestalten. Die hohe Beteiligung am Prozess und das hohe Interesse daran sind für mich sehr beeindruckend.

„ Die Zukunft unseres Landes hängt sehr stark mit der Zukunft unserer Landwirtschaft zusammen.“

Dafür hat dieser Zukunftsprozess einen wertvollen Beitrag geleistet. Auch ich werde die Ergebnisse in meine politische Arbeit als Agrarreferent einfließen lassen, z. B. wenn es darum geht, die Gemeinsame Agrarpolitik für die nächsten Jahre festzulegen, die Potenziale des Rohstoffs Holz noch mehr zu nutzen und für eine positive Entwicklung des ländlichen Raums zu sorgen. Die Land- und Forstwirtschaft betrifft nicht nur uns Bauern, sondern jeden Einzelnen in seinem Alltag. Die Zukunft unseres Landes hängt sehr stark mit der Zukunft unserer Landwirtschaft zusammen. Deshalb bedanke mich bei der Landwirtschaftskammer Kärnten für die Initiative für diesen Prozess sowie seine professionelle Umsetzung und bei allen, die sich aktiv beteiligt und ihre Meinung eingebracht haben. Martin Gruber Landesrat


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VO RWORT

Zukunft Bauernhof!

Wir wollten bewusst die Krise nutzen um uns strategisch Gedanken über die Zukunft des Sektors in Kärnten zu machen. Im wegen der Pandemie hauptsächlich übers Internet durchgeführten Zukunftsprozess haben sich viele Bäuerinnen und Bauern, viele Funktionärinnen und Funktionäre sowie Expertinnen und Experten mit ihrem Wissen und ihren Einschätzungen eingebracht. Ein großes Dankeschön allen die mit dabei waren für ihre Beiträge! So wie die Beschäftigung mit der persönlichen und der betrieblichen Zukunft für jeden einzelnen Bauernhof wichtig ist, so ist sie es das auch für das ganze Bundesland. Zukunft wird von uns täglich gestaltet, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht - Zukunft findet statt. Sie aktiv mitzugestalten, das ist bis 2030 und darüber hinaus unser Auftrag und unser aller Verantwortung.

© LK Kärnten

Im Frühsommer 2020 hat der Vorstand der Landwirtschaftskammer Kärnten entschieden, einen Perspektiven-Prozess zu starten, der bis zum Jahr 2030 die wichtigsten Handlungsoptionen für die Kärntner Land- und Forstwirtschaft aufzeigen soll.

„ Wir haben die COVID-Krise genutzt, um uns strategisch Gedanken über die Zukunft zu machen.“

Nur so wird es uns gelingen, unser wunderschönes Land mit all seinen Menschen noch vielfältiger und lebenswerter zu machen. Wir alle sind Kärntens Land- und Forstwirtschaft, wir alle ernähren, versorgen und gestalten dieses Land, das wir von unseren Kindern lediglich geliehen bekommen haben. Die Zukunft ist viel zu wichtig, um deren Gestaltung nicht selbst in die Hand zu nehmen. Herzlichen Dank allen, die an den Perspektiven für Kärnten mitgearbeitet haben und ein Danke im Voraus an alle, die an deren Umsetzung mitgestalten werden. Zukunft geht uns alle an, also gemma´s an!

Hans Mikl Kammeramtsdirektor

7 ~


ZUK UNF T SPROZE S S

Unser Weg zu den Perspektiven bis 2030 Ein gemeinsamer Aufbruch in die Zukunft unserer Landund Forstwirtschaft

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„Wohin soll sich die Kärntner Land- und Forstwirtschaft in den nächsten zehn Jahren entwickeln?“, war die Leitfrage, die den Prozess von Anfang an begleitet hat. Gestellt wurde sie denjenigen Personen, die hautnah die Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft miterleben und tagtäglich davon betroffen sind: Kärntner Bäuerinnen und Bauern, der bäuerlichen Jugend, den Hofübernehmern, Verbänden sowie Expertinnen und Experten des Agrar- und Forstsektors. Sie alle haben im Rahmen einer breiten Beteiligung ihre persönlichen Antworten gegeben und wurden dadurch zu Mitgestalterinnen und Mitgestaltern der FORSTWIRTSCHAFT Kärntner Land- und Forstwirtschaft.

Ein Rat aus Expertinnen und Experten begleitete den Zukunftsprozess (FETT). Vordere Reihe von links: Gerhard Hoffer (Leiter der Abt. 10, Ktn. Landesregierung), Johann Mößler (LK-Präsident a. D.), Barbara Wakonig (Obfrau Genussland Kärnten), Astrid Brunner (Landesbäuerin), Edith Weißnegger (Sprecherin Initiative Saugut), Michael Pachler (LandjugendLeiter Kärnten); hintere Reihe von links: Sebastian Auernig (Obmann caRINDthia), Christian Kresse (Geschäftsführer Kärnten Werbung), Peter Granig (Rektor FH Kärnten), Wolfgang Feistritzer alias Petutschnig Hons (Bauer, Kabarettist und Social Media-Star), Hans Kreschischnig (Obmann Bio Austria Kärnten), Hannes Royer (Geschäftsführer „Land schafft Leben“), Johannes Thurn-Valsassina (Obmann Forstverein). Nicht am Bild: Josef Fradler (Obmann ARGE Rind a. D.), Sarah Krall (Landjugend-Leiterin Kärnten), Sepp Obweger (Obmann Almwirtschaftsverein Kärnten)

Recherche und Auswertung: Zum vertieften Verständnis des Ist-Standes der Land- und Forstwirtschaft in Kärnten wurden verfügbare Daten analysiert und ausgewertet. Daraus abgeleitet zeichneten sich die aktuellen Bedürfnisse, zukünftigen Herausforderungen und zentralen Themenfelder ab. Diese Informationen bildeten das Fundament für den weiteren Prozess.

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START

EP

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1. RECHERCHEPHASE

Workshop der LandwirtschaftskammerFührungskräfte: Auf den vorhandenen Herausforderungen und Kernfeldern aufbauend wurden alle Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeiter um ihre Inputs gebeten. Mit den Referats-, Stabstellen- und Außenstellenleiterinnen und -leitern wurde in einem Workshop ebenfalls an den Zukunftsthemen gearbeitet, und Vorergebnisse wurden positivkritisch durchleuchtet.

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Tiefeninterviews: 10 namhafte Expertinnen und Experten aus der Kärntner Landund Forstwirtschaft sowie alle Fraktionssprecher der in der Vollversammlung vertretenen Parteien füllten in ausführlichen Interviews die Kernfelder mit Ideen und Perspektiven und gossen dadurch das Zukunftsbild in Form.

Workshop mit Kammerrätinnen und Kammerräten: Im Rahmen eines Workshops ergänzten die Kammerrätinnen und Kammerräte aller Fraktionen die Kernfelder und Perspektiven. Mit Durchführung dieses Prozessschritts war die Recherche- und Diagnosephase abgeschlossen.

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2021

Auftakt mit dem Expertinnenund Expertenrat: Aufbauend auf den vorhandenen Erkenntnissen wurde gemeinsam mit 15 Expertinnen und Experten aus dem landwirtschaftlichen Bereich ein Zukunftsbild definiert, das als Richtungsweiser für künftige Entwicklungen dient. Leitplanken zur Frage „Wohin soll sich die Kärntner Landund Forstwirtschaft in den nächsten zehn Jahren entwickeln?“ konnten dadurch bestimmt und die Kernfelder der Zukunft festgelegt werden.


Z UKUNF T S P R OZE S S

2. BETEILIGUNGSPHASE

Digitale Auftakt-Veranstaltung Die Online-Veranstaltung via Zoom und Facebook am 19. Jänner 2021 erzielte eine Reichweite von über 550 Bäuerinnen und Bauern. Gemeinsam kam man dem Weg in die Zukunft einen Schritt näher.

Kärntenweite Umfrage:

Kärntner Bäuerinnen und Bauern

2020

haben an der Umfrage zum Zukunftsprozess teilgenommen und eine Vielzahl an Vorschlägen und Meinungen eingebracht – und so mitgeteilt, was ihnen in Zukunft wichtig ist.

JÄN 2021

FEB 20 21

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MÄR 202 1

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587

Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 9 Workshops Aufbauend auf die Umfrageergebnisse wurde in 8 themenspezifischen, digitalen Workshops gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern, Vertretern von Verbänden und Genossenschaften sowie Kammerrätinnen und Kammerräten intensiv an den Zukunftsperspektiven und Maßnahmen für 2030 gearbeitet. Die Jungbäuerinnen und Jungbauern nahmen sich in einem weiteren Workshop Zeit für ihren Blick auf die 8 Themen der Zukunft. Insgesamt brachten 587 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 18 Expertinnen und Experten im Rahmen der Workshops ihre Inputs ein.

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Perspektiven-Sammlung Die agrarischen Verbände und Genossenschaften wurden gebeten, ihre Perspektiven für die Zukunft schriftlich in den Prozess einzubringen. Viele haben diese Möglichkeit genutzt und damit das Zukunftsbild weiter bereichert.

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3. VERDICHTUNGSPHASE

Vielfältige Blickwinkel Beteiligungsformate erzielen eine Vielzahl an Ideen und Ergebnissen, da unterschiedliche Meinungen erfragt und vielfältige Sichtweisen eingeholt werden. Die Ergebnisse aus der Recherche, den Interviews, der Umfrage sowie aus den Beteiligungs-Workshops wurden in dieser Phase zusammengefasst und aufbereitet. Danach wurde unter Einbeziehung des Rats aus Expertinnen und Experten der Abschlussbericht des Zukunftsprozesses erstellt. Dieser wurde im Rahmen nen. rin ue Bä der AbschlussveranstalUnsere uern. Unsere Ba nft. ku Unsere Zu tung am 5. Juli 2021 präsentiert. für mehr Perspektivenng und mehr Wertschöpfu bis 2030 ng Wertschätzu

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Richtung Zukunft!

Die Zukunft gehört jenen, die sie selbst in die Hand nehmen!

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HEUTE

8 Kernfelder 31 Perspektiven 151 Maßnahmen

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ZI E L 2030

Ziel für 2030 Kärnten hat eine starke Land- und Forstwirtschaft. Ihr Herzstück sind die bäuerlichen Familienbetriebe. Sie sind das Modell der Zukunft – denn sie stehen für ein Wirtschaften mit Verantwortung – über Generationen hinweg. Unser gemeinsames Ziel für 2030 sind starke Familienbetriebe – und Bäuerinnen und Bauern, die mit Freude ihrer Berufung nachgehen können.

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Um das zu erreichen, braucht es Perspektiven für mehr Wertschöpfung auf unseren Höfen und mehr Wertschätzung für bäuerliche Arbeit. Auf dem Weg dorthin wollen wir auf unsere Stärken setzen und ausbauen, was uns noch stärker macht!


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Das macht uns stark für 2030

1 % mehr an Absatz an regionaler Produktion bedeutet 2 Mio. Euro mehr Wertschöpfung für Kärntens Landwirtschaft.

Eine Vielzahl an kulinarischen Initiativen und eine leistungsfähige Lebensmittelverarbeitung stärken die Positionierung Kärntens als Kulinarik-Destination. Der Trend zur Regionalität ist ungebrochen. Wir wissen: Der Anteil heimischer Lebensmittel am Inlands-Konsum liegt erst bei rund 30 Prozent. Jedes zusätzliche Prozent an Absatz regionaler Produktion bedeutet zwei Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung für Kärntens Bäuerinnen und Bauern. Den Absatz und Konsum heimischer Lebensmittel zu erhöhen, ist daher das erklärte Ziel.

REGIONALITÄT

1. Regionalität 2. Vielfalt 3. Holz 4. Heimat 5. Wertschätzung

1. Regionalität macht uns stark

WIR WOLLEN KÄRNTEN ZUM „VORZEIGELAND FÜR REGIONALITÄT“ MACHEN UND BIS 2030 DEN ANTEIL HEIMISCHER LEBENSMITTEL AM INLANDSVERBRAUCH AUF 50 % ERHÖHEN. Wir wollen gemeinsam mit unseren Verarbeitungs- und Vermarktungspartnern in der Wertschöpfungskette konsequent auf Qualität setzen. Regionale Spezialitäten, Klimaschutz und Tierwohl sind Wünsche unserer Kundinnen und Kunden, die wir mit Wertschöpfung für die Betriebe erfüllen. Wir wollen das Bewusstsein für die Vorteile heimischer Lebensmittel stärken und dazu die Herkunftskennzeichnung auf allen Ebenen ausbauen. Durch die Stärkung der kulinarischen Initiativen und intensivere Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tourismus können heimische Erzeugnisse noch besser in Wert gesetzt werden. Für das alles spannt die konsequente Umsetzung der Regionalitäts-Charta des Landes den Bogen auf. Der heimische Erfolg unterstützt die Positionierung der Marke Kärnten in Europa: Bis 2030 sollen heimische Lebensmittel nicht nur in Kärnten, sondern in ganz Mitteleuropa noch besser punkten und die Agrarhandelsbilanz klar verbessern.

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Z IEL 2 0 3 0

2. Vielfalt macht uns stark

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Kärnten hat bereits jetzt den höchsten Anteil an Betrieben mit landwirtschaftlichen Nebentätigkeiten in Osterreich.

VIELFALT

Auf Grund seiner naturräumlichen Voraussetzungen ist Kärntens Landwirtschaft bereits jetzt eine der vielfältigsten in ganz Europa. Diese Vielfalt macht sie stark und krisensicher. Die Trends zum nachhaltigen Tourismus und zum Konsum biologischer Lebensmittel, das Erfordernis einer nachhaltigen Energiewende und der Bedarf an (sozialen) Dienstleistungen am Land bieten neues Potenzial für noch mehr Vielfalt in der Wertschöpfung bis 2030. Auch der Ausbau von innovativen Nischen-Produkten oder regionalen Spezialitäten schafft Wertschöpfung, vor allem in der Direktvermarktung. Diese Chancen passen nicht auf jeden Betrieb. Dennoch gilt es sie zu nutzen.

WIR WOLLEN UNSERE LANDWIRTSCHAFT NOCH VIELFÄLTIGER MACHEN UND BIS 2030 die Wertschöpfung in der Direktvermarktung um mind. 1 Mio. Euro/Jahr steigern, einen Zuwachs von Urlaub am BauernhofBetrieben um 20 % erreichen, den Bioanteil marktangepasst auf 30 % ausbauen, 3.000 bäuerliche Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen haben. Wir wollen die sich bietenden Chancen für die Betriebe noch stärker als bisher vor den Vorhang holen und mit Bildung, Beratung und Anreiz-Offensiven dafür sorgen, dass bestehende Potenziale genutzt werden können. Professionalität ist ein wichtiges Element, um die Kundinnen und Kunden mit unseren vielfältigen Leistungen begeistern zu können. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, wie das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, lassen die Land- und Forstwirtschaft zu einem zentralen Player in der Energiewende werden.


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3. Holz macht uns stark

Mit durchschnittlich 33 ha Wald je Betrieb liegt Kärnten im österreichischen Spitzenfeld.

HOLZ

In keinem anderen Bundesland hat die Forstwirtschaft eine so große Bedeutung für die bäuerlichen Betriebe wie in Kärnten. Eine starke und innovative Säge- und Holzindustrie schafft die Basis für eine regionale Verwendung von heimischem Holz. Auf dem Weg zum Bioökonomie-Bundesland im Sinne des Standortmarketings wird Holz eine strategische Ressource sein, die es zu nutzen gilt. Die Nutzung und Verwendung von heimischem Holz auszubauen ist daher ein Gebot der Stunde. Eine Steigerung der Wertschöpfung für die Betriebe, die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und ein Beitrag zum Klimaschutz müssen dabei Hand in Hand gehen.

WIR WOLLEN KÄRNTEN ZUM HOLZBUNDESLAND NUMMER 1 IN ÖSTERREICH MACHEN UND BIS 2030 die Holzverwendung am Bau von 0,68 Festmeter pro Kopf auf 1,0 Festmeter pro Kopf steigern, den Anteil von Energie aus Biomasse am Bruttoinlandsverbrauch von 32 % auf 45 % ausbauen. Wir wollen die Holzbau-Offensive vorantreiben, die Verwendung von Biomasse für die Strom- und Wärmeproduktion ausweiten und den Einstieg in die Holzdieselproduktion prüfen. Daneben gilt es die Walderschließung zu verbessern und den Vorrang für heimisches Holz sicherzustellen. Dafür braucht es eine Kennzeichnung von heimischen Holzerzeugnissen zur Stärkung der heimischen Waldwirtschaft.

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4. Eine lebenswerte Heimat macht uns stark

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Lebensmittel aus Kärnten haben schon jetzt die beste Treibhausgasbilanz in der EU.

HEIMAT

Kärnten zählt im internationalen Vergleich zu den nachhaltigsten Regionen in Europa. Die Basis dafür legt die flächendeckend nachhaltige Land- und Forstwirtschaft. Dieser Verantwortung fühlen sich die Kärntner Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft verpflichtet. Gleichzeitig steht der ländliche Raum in Kärnten vor massiven Herausforderungen, die insbesondere auch die bäuerlichen Betriebe fordern. Hier gilt es in Kooperation mit allen Partnerinnen und Partnern im ländlichen Raum an Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. Abseits der allgemeinen Daseinsvorsorge geht es darum, auch die für die Landwirtschaft relevanten Bereich zu sichern (z. B. tierärztliche Nutztiervesorgung).

WIR WOLLEN WEITERHIN DIE BASIS FÜR EIN LEBENSWERTES KÄRNTEN SEIN, EINEN STARKEN BEITRAG ZUR POSITIVEN ENTWICKLUNG DES LÄNDLICHEN RAUMS LEISTEN UND BIS 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung der Kulturlandschaft sicherstellen (85 % der Fläche im Agrarumweltprogramm) und die Abwanderung der bäuerlichen Jugend hintanhalten und zukünftige Betriebsausrichtungen stärken. Wir wollen die flächendeckende Bewirtschaftung sicherstellen und die Kreislaufwirtschaft ausbauen. Dazu gilt es die Instrumente der ländlichen Entwicklung für Kärnten bestmöglich zu nutzen. Das hilft auch dabei, Arbeitsplätze am Land zu sichern. Die bessere Vernetzung der Land- und Forstwirtschaft mit den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen stärkt regionale Kreisläufe. Die Ausund Weiterbildung der bäuerlichen Jugend orientiert sich an den strategischen Bedürfnissen der Zukunft. Starke Vereine, wie die Landjugend, dienen als „sozialer Anker“ für die bäuerliche Jugend.


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5. Wertschätzung macht uns stark

Wandern und Radfahren belegen Platz 2 und Platz 3 der Top-Aktivitäten von Sommergästen in Kärnten.

WERTSCHÄTZUNG

87 % der Kärntner Landesfläche werden von Bäuerinnen und Bauern bewirtschaftet und gepflegt. Die vielfältigen Leistungen der bäuerlichen Betriebe für ein lebenswertes Kärnten verdienen Anerkennung und Wertschätzung. Dazu braucht es ein neues Bewusstsein in der Gesellschaft für die wichtige Rolle der Land- und Forstwirtschaft sowie ein neues Bewusstsein für Respekt und Rücksicht für bäuerliches Eigentum. Weiterentwicklung von Naturschutz und touristischen Angeboten muss auf Augenhöhe und unter Einbindung von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern von Anfang an (z. B. Vertragsnaturschutz) erfolgen.

WIR WOLLEN DIE WERTSCHÄTZUNG FÜR DIE BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT STÄRKEN UND BIS 2030 den Dialog mit der Gesellschaft intensivieren und professionalisieren, Respekt und Rücksicht vor bäuerlichem Eigentum in der Gesellschaft stärken, zu einem starken bäuerlichen Selbstverständnis beitragen. Wir wollen die vielfältigen Leistungen der heimischen Bäuerinnen und Bauern noch stärker ins Bewusstsein rücken. Eigenverantwortung, Rücksicht und Respekt sollen zum Selbstverständnis werden, wenn Menschen bäuerlichen Grund und Boden betreten. Ein gutes Miteinander ist innerhalb klarer (gesetzlicher) Regelungen definiert. Wir selber gehen mit gutem Beispiel voran und bauen den aktiven Dialog mit der Gesellschaft aus. Die zwischen Tourismus und Land- und Forstwirtschaft geschaffenen Kommunikations-Strukturen ermöglichen bei touristischen Projekten einen Dialog unterschiedlicher Interessen von Anfang an.

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D I E ER STEN PRO JEKTE

Unser Weg beginnt! Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Auch unser Weg in die Zukunft beginnt mit ersten konkreten Projekten und Maßnahmen. Sie markieren den Beginn des Weges zu den Perspektiven 2030 mit mehr als 150 Vorhaben, die wir uns für die nächsten 10 Jahre vor­ genommen haben. Wir stellen vor: die ersten 10 Projekte auf dem Weg zu mehr Wertschöpfung und mehr Wertschätzung! 18 ~

1. Nachsaataktion für klimafitte Wiesen Unser Grünland ist die Grundlage für die Produktion von Milch 1 % mehr Eiweiß und Fleisch. Der Klimawanvom Grünland del bedeutet Stress für das bedeuten 1.500 to Grünland, insbesondere für weniger SojaKlee und Co. Die Protein-ErImporte! träge des Dauergrünlands sind auf Grund des Klimawandels in den letzten Jahren stark gesunken. Protein, das nicht vom Grünland geerntet werden kann, muss z. B. in Form von Soja zugekauft werden. UNSER PROJEKT: Durch eine DauergrünlandNachsaataktion machen wir das Grünland klimafit. Kleebetonte Mischungen helfen dabei, die Protein-Erträge wieder zu steigern.

2. Offensive für SelbstbedienungsHütten und Buschenschanken Regionalität liegt voll im Trend. Die Nachfrage nach Produkten direkt vom Bauernhof ist hoch. Kärntens Buschenschanken haben eine harte Zeit hinter sich, und bäuerliche Selbstbedienungshütten müssen sich vor der Konkurrenz der Handelskonzerne wappnen. UNSER PROJEKT: Mit dem Projekt In Kärnten gibt „Selbstbediees ca. 200 SB-Hütten, nungsladen in denen rund 1.000 professionell und Betriebe ihre Produkte digital“ unterstütverkaufen! zen wir Bäuerinnen und Bauern beim professionellen Aufbau ihrer SB-Hütte und helfen dabei, die ideale digitale Infrastruktur (Kassensystem) zu finden. Im Rahmen einer Buschenschank-Offensive werden Betriebe bei der Einführung eines Qualitäts- und Herkunftssicherungs-Systems unterstützt.


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3. Humusgehalte steigern Bodenuntersuchungsaktion

4. Regionalitäts-KompetenzZentrum Kärnten

Humus ist die Basis für die Bodenfruchtbarkeit und ein wichtiger CO2-Spei0,1 % mehr cher. Auf einer durchHumus bindet schnittlichen Ackerflä8,2 to CO2 che in Kärnten werden pro Hektar! bereits jetzt rund 200 Tonnen CO2 gespeichert. Humus wirkt sich auch günstig auf das Bodenleben, den Wärmehaushalt und das Wasserspeichervermögen aus.

Der Trend zur Regionalität führt zu vermehrter Nachfrage nach heimischen Lebensmitteln. Es steigt aber auch der Bedarf an Information für Kundinnen und Kunden sowie für bäuerliche Betriebe, u. a. auch in der Direktvermarktung. Die Weiterentwicklung bestehender Strukturen kann einen Beitrag dazu leisten, dieser verstärkten Nachfrage nachzukommen.

UNSER PROJEKT: Mit einem Humus-Schwerpunkt in der LK Kärnten tragen wir dazu bei, die Humusgehalte der Kärntner Ackerböden nachhaltig zu steigern. Eine geförderte Bodenuntersuchungsaktion liefert Aufschluss über die Humusgehalte der Böden.

5. Notstromversorgung am Bauernhof Die Gefahr von Stromausfällen Notstromsteigt, auch ein großflächiversorgung trägt ger Blackout ist eine reale zur VersorgungsBedrohung. Die Land- und Sicherheit bei! Forstwirtschaft muss sich für diese Fälle rüsten. Dabei gilt es vor allem die Eigenstrom-Versorgung am Bauernhof auszubauen und die Stromversorgung durch Notstromanschlüsse auf Bauernhöfen abzusichern. UNSER PROJEKT: Ausbau der VersorgungsSicherheit durch einen Zuschuss für Umbauten zur Notstromversorgung, damit die bäuerlichen Betriebe im Fall eines längeren Stromausfalls ihre systemrelevanten Funktionen aufrechterhalten können.

UNSER PROJEKT: Gründung eines Regionalitäts-Kompetenz-Zentrums, in dem sämtliche Agenden rund um Bildung, Beratung, Service und Information zum Thema heimische Lebensmittel für Produzentinnen Für 35 % der und Produzenten Bevölkerung sind sowie KonsumenHerkunft & Regionalität tinnen und Konsuin der Ernährung menten gebündelt besonders wichtig. werden.

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D IE ER S T E N P R O JE K T E :

7. Bildungs-Scheck für Jung-Über­nehmerinnen und Jung-Übernehmer

6. Referat für Agrarkommunikation in der Landwirtschaftskammer

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Durch eine professionelle Kommunikation kann das Bewusstsein für den Wert und die Leistungen der bäuerlichen Land- und Forstwirtschaft in der Gesellschaft gestärkt werden. Die Landwirtschaftskammer als Interessenvertretung ist hier zweifach gefordert: indem man nach außen hin professionell kommuniziert und in der Berufsgruppe den Boden für mehr Dialog-Kompetenz aufbereitet. Rund 30 % der Bevölkerung haben UNSER PROJEKT: Bündelung keinen direkten Kontakt der Öffentlichkeitsarbeit zu einem Bauern oder und Stärkung der Kampageiner Bäuerin. nenfähigkeit durch die Einführung eines Referats für Agrarkommunikation in der LK Kärnten.

Fachliche und unternehmerische Kompetenz Jährlich werden sind gefragt, um den 150 bis 200 Betriebe eigenen Betrieb übergeben. 100 % davon erfolgreich in die Zubrauchen eine klare kunft weiterentwickeln Strategie für ihre zu können. Gerade Zukunft! Jung-Über­nehmerinnen und Jung-Übernehmer sind gefordert, eine klare Strategie für ihren Betrieb festzulegen. UNSER PROJEKT: Ab Herbst 2021 erhalten alle Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer im Zuge der Übergabeberatung einen Bildungsscheck im Wert von 200 Euro für spezifische Bildungsangebote zur Stärkung der unternehmerischen Kompetenz.

8. Machbarkeits-Studie für Holzdiesel-Produktion Durch den Klimawandel ist in Zukunft mit mehr Energieholz zu rechnen. Mittels FischerTropsch-Verfahren kann dieses Holz zu Holzdiesel synthetisiert werden, der 90 % weniger CO2-Emissionen verursacht als herkömmlicher Diesel und für Traktor-Motoren problemlos einsetzbar ist. Eine Studie der TU Wien (2020) zeigt, dass Österreichs Landwirtschaft sich mit 9 dezentralen Holzdieselanlagen selbst mit Treibstoff versorgen könnte.

Aus 4 kg Holz kann 1 Liter Holzdiesel hergestellt werden.

UNSER PROJEKT: Im Rahmen einer Machbarkeits-Studie soll festgestellt werden, ob eine genossenschaftliche HolzdieselAnlage in Kärnten (und der Steiermark) sinnvoll wäre. Das trägt zur Positionierung Kärntens als Bioökonomie-Bundesland bei.


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9. Maßnahmenpaket „Tierärztinnen und Tierärzte am Land“ Wie die Statistik zeigt, droht Kärnten in den nächsten 10 Jahren eine Pensionierungswelle bei Nutztierärzten. Insbesondere in entlegenen Regionen wird die tierärztliche Versorgung eine zunehmende Herausforderung bis 2030.

Von 17.475 Betrieben halten mehr als 10.000 Nutztiere und sind auf tierärztliche Versorgung angewiesen.

UNSER PROJEKT: Gemeinsam mit allen Verantwortlichen wollen wir ein Maßnahmenpaket für auf den Weg bringen, das die flächendeckende tierärztliche Versorgung sicherstellt.

10. Schutz des Eigentums stärken Der Trend zum Wandern, Mountainbiken, Touren-Ski etc. birgt Konfliktpotenzial zwischen Freizeitsporttreibenden und Grundbesitzenden. Es braucht ein neues Bewusstsein in der BevölkeEigentum rung, dass es Respekt und braucht Schutz: Rücksicht braucht, wenn 87 % der Landesfläche das bäuerliche Eigentum werden von den – unsere Produktionsgrundbäuerlichen Betrieben lage – betreten wird. bewirtschaftet. UNSER PROJEKT: Einrichtung der Plattform „Respektiere deine Grenzen“ für mehr Respekt und Rücksicht in Kooperation zwischen Land Kärnten, Landwirtschaftskammer, Jägerschaft und alpinen Vereinen.

„Die einen warten zu, dass sich die Zeiten wandeln, die anderen packen an und handeln.“ Dante Alighieri

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S TAT US QUO

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Landwirtschaftsbericht 2019, Grüner Bericht 2020, KeyQuest, 2016

Unsere Land- und Forstwirtschaft heute So vielfältig die heimische Land- und Forstwirtschaft ist, so vielfältig sind auch die Herausforderungen, denen sich die Bäuerinnen und Bauern täglich stellen müssen. Klimawandel, Wettbewerbsdruck und steigende gesellschaftliche Ansprüche drängen viele Betriebe zum Um- bzw. Weiterdenken. „Wie kann mein Betrieb zukünftig mithalten?“, fragen sich viele Bäuerinnen und Bauern. Klar ist, dass Regionalität und Qualität in der Bevölkerung einen immer höheren Stellenwert einnehmen, das stellt eine gute Ausgangsbasis dar. Diversifizierung, d. h. neue Produkte und Dienstleistungen, bieten Chancen für zusätzliche Wertschöpfung und Stabilität des Betriebes. Ob im Voll- oder Nebenerwerb, bio oder konventionell, Ackerbau oder Viehhaltung – Kärntens Landwirtschaft ist von Vielfalt gekennzeichnet und von Qualität geprägt.

17.475 land- und forstwirtschaftliche Betriebe gemäß AgrarstrukturTeilerhebung 2016

39.288 Personen sind in der Land- und Forstwirtschaft tätig, 88,5 % davon sind Familienarbeitskräfte.

67 % Bäuerinnen und Bauern arbeiten im Nebenerwerb.

5,1 Personen leben im Durchschnitt auf Kärntens Höfen.

27 % weibliche Betriebsführerinnen Österreichischer Durchschnitt: 31 %

47 % der befragten Bäuerinnen in Kärnten haben einen Matura- bzw. Hochschul­ abschluss (österreichweit nur 34 %).


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

2 30

10.361

Neben der Urproduktion spielen auch der Fremdenverkehr (Urlaub am Bauernhof, Almhüttenvermietung, Freizeitaktivitäten), die Verarbeitung und der Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Direktvermarktung in allen Variationen) sowie die Lohnarbeit (Maschinenring, Kommunaldienst, Winterdienst) eine entscheidende Rolle. Kärnten hat den höchsten Anteil an Betrieben mit landwirtschaftlichen Nebentätigkeiten in Österreich.

INVEKOS-Betriebe, davon 1.869 biologisch bewirtschaftet. Mehr als zwei Drittel der Betriebe sind Bergbauernbetriebe, davon entfallen 36 % der INVEKOS-Betriebe auf die hohe Erschwerniskategorie 3 und 4.

Die Rolle der Bäuerinnen auf den Kärntner Höfen ist zentral. Sie sind nicht nur oft (Teil-) Eigentümerinnen, sondern als Ehepartnerin/ Lebensgefährtin z. B. auch wahlberechtigt zur LK-Wahl. Rund 2/3 der Bäuerinnen sind ausschließlich als Bäuerin tätig, und nur ca. 1/3 gehen einer außerbetrieblichen Tätigkeit nach. Rund die Hälfte der Kärntner Bäuerinnen engagiert sich ehrenamtlich in Organisationen.

16 % 55 %

29 %

Kärntens Landwirtschaft ist extensiv. Die Einkommenssituation laut Buchführungsergebnissen ist dadurch angespannt und liegt im langjährigen Vergleich unter dem Bundesmittel.

Betriebsformen der Kärntner Land- und Forstwirtschaft Forstwirtschaft Futterbau Andere

€ 2.400 agrarische Wertschöpfung je Hektar. Damit ist Kärnten Schlusslicht in Österreich.

€ 739,3 Mio. an Produktionswert erwirtschaftet die Kärntner Land- und Forstwirtschaft (414,5 Mio. Euro Landwirtschaft, 324,8 Mio. Euro Forstwirtschaft; Landwirtschaftsbericht 2019).

23 ~


STATUS QU O

57 %

144.374 ha

der Agrarstrukturbetriebe sind viehhaltend. Davon halten 38,8 % Rinder, 17,9 % Schweine, 11,8 % Schafe, 5,7 % Ziegen und 31,9 % Hühner. Die Mutterkuhhaltung nimmt in Kärnten seit 1998 einen hohen Stellenwert ein: Von den gehaltenen Kühen entfallen 57,5 % auf Mutterkühe und 42,5 % auf Milchkühe. Die Geflügelmast gewinnt zunehmend an Bedeutung. Von 2010 auf 2016 stieg die Anzahl der Mastgeflügelhalt um 29 % an.

Grünland inkl. Almfutterflächen und 59.273 ha Ackerland bewirtschaften Kärntens Bäuerinnen und Bauern (INVEKOS 2019). Der Großteil der Flächen dient als Futtergrundlage für die Tierhaltung. 37 % der Ackerflächen sind Feldfutterbau (13 % Silomais, 24 % sonstiger Feldfutterbau). Dominante Kultur im Ackerbau ist der Körnermais (16.024 ha), gefolgt von Futtergetreide (9.855 ha), Brotgetreide (4.369 ha) und Ölfrüchten (4.164 ha). 16 % der Landesfläche liegt im Almbereich. Von der gesamten Almfläche (151.000 ha) wird ein Drittel (50.249 ha) als Weidefläche ausgewiesen. 37 % der INVEKOS-Betriebe (3.810) treiben Tiere auf die Alm, davon entfallen rund 43 % (1.621) auf den Bezirk Spittal.

250

24 ~

Kärntens Agraraußenhandel nach Ländern 2018 (in Mio. EUR)

85 %

200

Für 85 % der Bevölkerung ist der Beruf „Bäuerin/ Bauer“ für die Gesellschaft besonders wichtig. Damit sind nur Ärztinnen/Ärzte mit 89 % relevanter für die Gesellschaft.

100

150

Import Export

50 DEU

ITA

SLO

94 %

4,6 %

der Bevölkerung sehen Landwirtschaft als positiv an, davon 34 % sogar als sehr positiv. Damit liegt Österreich im Vergleich mit anderen Ländern im Spitzenfeld.

der Bruttowertschöpfung Kärntens werden durch die Land- und Forstwirtschaft ausgelöst. Rund jeder zehnte Arbeitsplatz in Kärnten steht in Zusammenhang mit dem Agrar- und Forstsektor. Die öffentlichen Gelder für das Programm der ländlichen Entwicklung (ca. 20 Mio. Euro) bewirken eine Bruttowertschopfung von ca. 260 Mio. Euro.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

2 30

44 %

53 %

(324,8 Mio. Euro) des land- und forstwirtschaftlichen Produktionswertes entfallen auf die Forstwirtschaft. Im zehnjährigen Durchschnitt werden jährlich rund 2,5 Mio. Euro Erntefestmeter Holz geerntet. Das entspricht nur rund 70 % des Zuwachses. Die Schadensereignisse und damit der Schadholzanfall nahmen in den letzten Jahren vermehrt zu, was zu ökonomischen Einbußen (schlechter Durchschnittspreis) führte.

der thermischen Energie Kärntens stammen aus Biomasse. Bei der Verwendung von Holz als Energieträger liegt Kärnten österreichweit im Spitzenfeld.

Kärnten verfügt über eine ausgesprochen potente, aber sehr konzentrierte Sägeindustrie. Auch die holzverarbeitende Industrie (z. B. Leimbinder, KVH- und BSH-Holz) hat überregionale Bedeutung. Die Verwendung von Holz am Bau ist ausbaufähig.

62 % Mit 62 % der Landesfläche hat Kärnten nach der Steiermark den zweitgrößten Waldanteil in Österreich. Der Wald wächst um ca. 1.000 Hektar pro Jahr.

150

Die Produktionsstruktur folgt den naturräumlichen Gegebenheiten und Produktionsbedingungen. Oberkärnten kennzeichnet die Alm- und Grünlandwirtschaft und damit verbunden die Haltung von Raufutterverzehrern, insbesondere die Rinderhaltung. Veredelungsbetriebe (Schweine, Geflügel) sowie Ackerbau verbunden mit Rinderhaltung prägen die Region Mittelkärnten. Unterkärnten charakterisiert neben mannigfaltiger Viehhaltung (Rinder, Schweine, Hühner...) der Obst- und Ackerbau, auch die große Vielfalt, beispielsweise in Form von Spezialkulturen.

Kärntens Agraraußenhandel nach Produkten 2016 (in Mio. EUR)

125 100 75 50 25

Import Fleisch- und Schlachterzeugnisse

Milch und Milcherzeugnisse

Getreide

Obst und Nüsse

Gemüse

Fisch

Export

25 ~


HE RAUSF ORDERUNG EN

Herausforderungen der Zukunft Die größten Herausforderungen für die Kärntner Land- und Forstwirtschaft – was bedeuten sie für unsere Bäuerinnen und Bauern?

26 ~

HERAUSFORDERUNG

Klimawandel Der Klimawandel ist eine der brennendsten Zukunftsfragen für die Land- und Forstwirtschaft. Für Kärnten wird bis zur Mitte des Jahrhunderts eine doppelt so hohe Klimaerwärmung prognostiziert wie für den globalen Durchschnitt. Die dadurch verlängerte Vegetationsdauer und die deutliche Zunahme von Niederwasser und Hitze- und Trockenheitsperioden sowie Unwetterereignissen mit Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen und der Infrastruktur im ländlichen Raum sind zentrale Veränderungen. WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern sehen uns im Kampf gegen den Klimawandel als wichtigen Teil der Lösung. Unsere heimischen Lebensmittel haben schon jetzt die beste CO2-Bilanz Europas. Unser heimisches Holz ist der klimaneutrale Rohstoff der Zukunft. Unsere Flächen liefern Energie und Rohstoffe für eine Wirtschaft ohne Öl und Gas. In vielen Bereichen sind wir von den Veränderungen des Klimas direkt betroffen und müssen uns an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Damit auch unsere nachfolgenden Generationen von unseren Tieren, Feldern und Wäldern leben können, brauchen wir klimafittes Grünland, klimafitten Ackerbau und klimafitte Wälder. Wir nehmen aber auch unsere Verantwortung wahr und leisten einen Beitrag im Kampf für eine klimafitte Zukunft.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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HERAUSFORDERUNG

HERAUSFORDERUNG

Versorgungssicherung

Wettbewerbsfähigkeit

Die Versorgungssicherung mit heimischen Lebensmitteln ist mit der Coronakrise seit langem wieder einmal in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Es gibt viele Produktgruppen, bei denen Kärnten eine geringe Selbstversorgung hat. Versorgungssicherheit bedeutet in Zeiten des Klimawandels und möglicher Krisenszenarien jedoch auch eine möglichst hohe Selbstversorgung. Zu ihrer Absicherung braucht es ein klares Bekenntnis von Gesellschaft und Politik, sowie die Unterstützung bei Auflagen, Zulassungen etc., um Versorgungssicherung auch zu ermöglichen.

Die heimischen Betriebe stehen wirtschaftlich unter Druck: Die Globalisierung, die kleinen Betriebsstrukturen mit oft extensiver Produktion im Nebenerwerb, die Lage in benachteiligten Gebieten, die nachteilige Stellung in der heimischen Wertschöpfungskette und hohe Auflagen und Bürokratie bei gleichzeitig offenen Märkten erschweren die Erwirtschaftung eines Haushaltseinkommens.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern wollen einen wesentlichen Beitrag zur Krisensicherheit leisten und die Kärntnerinnen und Kärntner mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und Rohstoffen versorgen. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, wollen wir als bäuerliche Familienbetriebe ein breites Angebot regionaler Produkte anbieten und gezielt durch Nischenprodukte den Selbstversorgungsgrad erhöhen. Wir wollen bei der Bevölkerung noch mehr Bewusstsein für die Bedeutung und den Wert einer starken regionalen Landwirtschaft schaffen. In diesem Zusammenhang müssen auch wir Bäuerinnen und Bauern als Vorbild dienen und unsere Produkte selbst regional einkaufen. Mit einer kreislauforientierten Produktion auf eigenem Grund und Boden und der Vorsorge gegen Energieausfälle wollen wir auch in Krisenfällen die Bevölkerung möglichst weitgehend aus den eigenen Ressourcen ernähren können.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen ein Familieneinkommen zum Leben. Um den ständigen Wettbewerbsdruck zu mindern, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen auf österreichischer und europäischer Ebene. Wir wollen den Trend zur Regionalität noch besser in bäuerliche Wertschöpfung umwandeln und heimische Lebensmittel gemeinsam mit unseren Verarbeitungspartnern in Wert setzen. Wir setzen auf die landwirtschaftliche Diversifizierung und Innovation. Gleichzeitig wollen wir den Dialog mit Kundinnen und Kunden suchen, um die In-WertSetzung der Mehrleistungen unserer Landwirtschaft nachhaltig sicherzustellen.

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H ER AU S F OR D E R U N GE N

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HERAUSFORDERUNG

HERAUSFORDERUNG

Lebensqualität Bauernhof

Druck auf das Eigentum

Hohe Arbeitsbelastung, wirtschaftlicher Druck, familiäre Verhältnisse und das Gefühl, es der Bevölkerung nicht mehr recht machen zu können, führen zu Resignation und mangelndem Selbstwert. Dazu kommen oft Mehrfachbelastung durch Berufstätigkeit und Nebenerwerb.

Der Druck auf das Eigentum steigt, der Respekt vor fremdem Eigentum sinkt. Konflikte durch Freizeitaktivitäten wie Mountainbiking, Tourengehen und Wandern (mit Hund) stehen mittlerweile auf der Tagesordnung. Große Beutegreifer (Wolf/Bär) bedrohen die Bewirtschaftung der Almflächen. Ein weiterer Punkt ist die mangelnde Wertschätzung und ausbaufähige finanzielle Abgeltung für die Arbeit in der Pflege der Natur- und Kulturlandschaft.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Auch wir Bäuerinnen und Bauern brauchen manchmal eine Auszeit und wollen auch einmal durchatmen können. Die tägliche Arbeitsbelastung trägt sich leichter, wenn sie gemeinsam geschultert wird. Dafür wollen wir vermehrt auf Kooperationen und Zusammenarbeit mit anderen Betrieben in Produktion, Veredelung und Vermarktung setzen. Mit den Jungen wollen wir in guten Austausch auf Augenhöhe treten, unsere Erfahrungen teilen und Zutrauen in die nächste Generation haben, damit wir unsere Betriebe und unser Lebenswerk einmal mit gutem Gewissen übergeben und unseren wohlverdienten Ruhestand genießen können. Die Wertschätzung für unsere tägliche Arbeit, die wir uns von der Gesellschaft wünschen, wollen wir uns auch selbst entgegenbringen und unsere Leistungen mit Stolz vor den Vorhang holen.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern wollen auch in Zukunft selbstbestimmt über unser Eigentum an Grund und Boden verfügen, das als Grundlage für unsere bäuerliche Familienlandwirtschaft dient. Wir wollen unsere wunderbare Kulturlandschaft auch weiterhin durch Bewirtschaftung pflegen und die natürlichen Lebensgrundlagen durch nachhaltige Produktion schützen. Wir wollen dafür eine gerechte Anerkennung und ein neues Bewusstsein für die erforderliche Rücksichtnahme, wenn Menschen auf unseren Eigentumsflächen zu Gast sind.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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HERAUSFORDERUNG

HERAUSFORDERUNG

Trend zu neuen Ernährungsmustern

Abwanderung und Demografie

Die regionale Herkunft hat bei Konsumentinnen und Konsumenten in ihrer Kaufentscheidung einen immer größeren Stellenwert. Auch die Themen Tierwohl und Bio werden immer wichtiger. Die Nachfrage nach Gemüse, Fisch, Geflügel, Wild etc. ist steigend, aber nach wie vor ein Nischenmarkt. Auf der anderen Seite geht jedoch die Nachfrage nach u. a. Schweinefleisch zurück, und die gestiegenen Qualitäts- und Haltungsanforderungen werden finanziell nicht genügend honoriert.

Kärnten ist das einzige Bundesland, für das in Zukunft ein Bevölkerungsrückgang prognostiziert wird. Bis 2040 wird nicht nur die Einwohnerzahl um 2,3 % sinken, sondern die Gesellschaft auch zunehmend veralten, Junge wandern ab. Der demografische Wandel trifft vor allem den ländlichen Raum – die Heimat der Land- und Forstwirtschaft. Die Daseinsvorsorge am Land (Basisdienstleistungen, Infrastruktur etc.) wird zunehmend in Frage gestellt.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern wollen die Herausforderung annehmen und den sich ändernden Ansprüchen der Gesellschaft an eine gesunde und umweltverträgliche Form der Nahrungserzeugung gerecht werden. Gleichzeitig fordern wir gegenüber der Gesellschaft aber auch ein, dass dieser Mehraufwand finanziell honoriert wird und unsere Lebensmittel transparent gekennzeichnet werden. Wir wollen mit neuen Produkten neue Ernährungstrends authentisch antizipieren und Konsumentinnen und Konsumenten in die Lebensmittelproduktion einbinden. Dazu wollen wir aktiv den Dialog mit der Gesellschaft suchen und bäuerliche Genussmittel in ihrer Vielfalt und Ursprünglichkeit der Bevölkerung zugänglich machen.

WAS HEISST DAS FÜR UNS BÄUERINNEN UND BAUERN IN KÄRNTEN? Wir Bäuerinnen und Bauern leben und arbeiten im ländlichen Raum und sind in unseren Regionen tief verwurzelt. Unsere Arbeitsplätze sind auch unser Zuhause. Als bäuerliche Familienbetriebe setzen wir alles daran, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Wir wollen auch unseren Kindern als jungen Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträgern in den ländlichen Regionen eine hohe Lebensqualität bieten. Dazu sind wir bestrebt, gemeinsam mit der Bevölkerung geeignete Rahmenbedingungen für einen attraktiven Lebensraum zu erarbeiten und umzusetzen.

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D I E JUG END

Das Plädoyer der Jungen für die Zukunft Eine erfolgreiche Zukunft für Kärntens Land- und Forstwirtschaft braucht die Tatkraft, den Mut und die Leidenschaft der bäuerlichen Jugend. Es ist daher besonders wichtig, die Stimme der Jungbäuerinnen und Jungbauern genau zu hören und damit den Boden für die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft in Kärnten zu bereiten.

30 ~

Gefragt nach den für sie persönlich wichtigsten drei Themen für die Zukunft der Kärntner Landund Forstwirtschaft wird die Vielfalt sichtbar, über die sich die bäuerliche Jugend Gedanken macht. Regionalität und Heimat sind dabei zentrale Werte, auf die sie eine erfolgreiche Zukunft aufbauen wollen. Mit viel Engagement zeigen sie ihre Ziele und den Weg dahin auf.

QUALITÄT: Unsere heimischen Produkte sind die Besten! Regionale Qualität braucht mehr Wertschätzung. Grundlage dafür ist noch mehr Bewusstseinsbildung für den Mehrwert heimischer Lebensmittel in der Gesellschaft. Abgestimmt auf das Alter von Kindern und Jugendlichen muss diese Bewusstseinsbildung schon in der Schule beginnen. Zielgerichtete Initiativen wie der Tag der offenen Stalltür, Urlaub oder Schule am Bauernhof eröffnen die Welt der Landwirtschaft auch für jene, die sie nicht wie wir vor der Tür haben. Mehr Aufklärung braucht es dafür auch in den eigenen Reihen: Die Bedeutung der Direktvermarktung für die regionale Landwirtschaft, die Verantwortung für die eigenen Produkte auch nach dem Hoftor, der Stolz auf die veredelten Produkte aus den eigenen Rohstoffen – all das sind klare Botschaften, mit denen wir


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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SCHÜTZEN

PRODUKTIV

HERAUSFORDERND LEBENSMITTEL

REGIONALITÄT

AUTHENTISCH DYNAMISCH KLIMASCHUTZ

EROSIONSSCHUTZ BIODIVERSITÄT

BIOLOGISCH

HERKUNFTSKENNZEICHNUNG

ZUSAMMENARBEIT ESSENZIELL

HEIMAT REGIONAL

VIELFALT

POSITIV DENKEN DIGITALISIERT

INNOVATIV

NACHHALTIG

BEWUSSTSEINSBILDUNG BILDUNG

EXTENSIV

KULTUR NÜTZEN

LANDWIRTSCHAFTSKAMMER

LANDJUGEND

FREUDE

KLIMAAKTIV

WAHRNEHMUNG TIERWOHL

ganz einfach schon in unserem Umfeld große Effekte erzielen können. Wir Bäuerinnen und Bauern selbst müssen die authentischen Botschafterinnen und Botschafter für unsere heimischen Produkte sein! HERKUNFT: Mehr Wertschätzung heißt mehr Wertschöpfung! Grundlage dafür ist die Erkennbarkeit von heimischen Lebensmitteln. Dazu braucht es eine verbesserte Herkunftskennzeichnung. Ihre Einführung bei verarbeiteten Lebensmitteln, Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie holt unsere Leistung und die Qualität unserer Produkte vor den Vorhang. Konsumentinnen und Konsumenten sind aufgerufen, transparente Herkunftskennzeichnung einzufordern: Wer im Gasthaus nachfragt, zeigt, dass das Interesse für die Herkunft vorhanden ist! Und erst wer weiß, wer hinter den Produkten steckt, bekommt Lust, auch beim eigenen Einkauf noch mehr auf die Herkunft zu achten. Selbstbedienungshütten, auch als Kooperation mehrerer Betriebe, sind ein

SPANNEND ZUKUNFTSSEKTOR

KLIMAFIT

MULTIFUNKTIONALITÄT

Erfolgsmodell! Sie bringen Bäuerinnen und Bauern mit Konsumentinnen und Konsumenten näher zusammen und ermöglichen uns, unsere Geschichten zu erzählen: Storytelling, originelle Fotos, kurze Transportwege oder die offene Stalltür fördern die Glaubwürdigkeit, das Flair und Ambiente für ein authentisches Einkaufserlebnis. Daher dürfen sie nicht von großen Handelsketten konterkariert werden! KLIMASCHUTZ: Die Klimaveränderungen sind Herausforderung und Chance zugleich! Der Klimawandel fordert uns im Wald, am Feld, im Stall. Mit klimaresistenten und standortangepassten Sorten und Arten sichern wir den Ertrag unserer Wiesen und Äcker und richten deshalb schon heute in Züchtung und Beratung unser Augenmerk auf wärmeliebende Kulturen wie Soja, Wein und Gemüse. Auch exotische Kulturen wie Melonen, Artischocken oder Ingwer halten Einzug auf Kärntens Feldern. Die neue Vielfalt auf den Ackerflächen federt gleichzeitig klimabedingte Ertragsausfälle ab. In der Forstwirtschaft begründen wir

31 ~


D IE JU GE N D

„ Die strategischen Optionen sind Spezialisierung, Differenzierung und die Erwerbskombination. Wir wollen die gesamte Vielfalt an Möglichkeiten unterstützen!“ Dipl.-Ing. Johannes Fankhauser, Sektionschef BMLRT

32 ~

klimafitte Mischwälder, um langfristig den Anfall von Schadholz zu reduzieren. Bodenschonende und feuchtigkeitserhaltende Anbaumethoden, Winterbegrünungen und die Forcierung des Humusaufbaus sichern die Fruchtbarkeit des Bodens. Mit dem Ausbau der Eigenstromversorgung am Betrieb, z. B. durch Photovoltaik, leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit im Falle eines Blackout. Wir gehen mit gutem Beispiel voran, bauen mit Holz als CO2-Speicher und sehen den energieautarken Bauernhof als Modell der Zukunft! DIALOG: Eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Diskurs verbindet! Ob im direkten Gespräch, über analoge, digitale oder soziale Medien, in Text oder Bild, mit Fachkolleginnen und -kollegen oder Laien – Kommunikation ist die Basis für Bewusstseinsbildung. Wir nehmen unsere Rolle darin ernst und informieren gerne über den Mehrwert unserer wertvollen Lebensmittel und unsere Leistungen für die Umwelt, den Klimaschutz und die Kulturlandschaft. Wir diskutieren, warum es wieder mehr Achtung und Rücksicht der Gesellschaft zum Schutz des bäuerlichen Eigentums braucht und zeigen auf, dass ein gutes Mit-

einander möglich ist. Unterschiedliche Meinungen und festgefahrene Überzeugungen können beim „Bauchthema Landwirtschaft“ zu hitzigen Debatten führen. Für eine effiziente Kommunikation braucht es Anleitung, Training und Coaching. Auch Persönlichkeitsschulungen, Leitfäden und Argumentarien helfen, Missverständnissen vorzubeugen und Antworten auf die Fragen der Gesellschaft zu geben. Im Umgang mit Medien braucht es gezielte Schulungen. Durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit außerhalb der landwirtschaftlichen Bevölkerung wird das Verständnis für die heimische Land- und Forstwirtschaft verbessert! GENERATIONENWECHSEL: Hofübernahmen sind das gemeinsame Ziel von Jung und Alt! In die Fußstapfen der Eltern zu treten, ist Berufung und Herausforderung zugleich. Bewährtes soll weitergeführt und in eine wirtschaftlich sichere Zukunft gesteuert werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Handschrift, unser Know-how, Innovation und Kreativität einsetzen, Visionen und eigene Strategien verwirklichen. Dazu brauchen wir jede Unterstützung, die wir bekommen können. Das beginnt bei der Weiterentwicklung der Ausbildung, geht über gezielte Beratung und Begleitung bei Hofübernahmen bis hin zu einem attraktiven Jungbäuerinnen-/Jungbauern-Paket bei der Existenzgründung. Der Austausch zwischen jenen, die übernehmen wollen, und jenen, die das schon erfolgreich geschafft haben, ist von unschätzbarem Wert. „MeinHofMeinWeg“ ist eine tolle Plattform, die zeitgemäß dabei unterstützt. Bauen wir sie aus!


Expertinnenund Expertenrat Der Zukunftsprozess wurde von der LK Kärnten ins Leben gerufen und von 15 Expertinnen und Experten begleitet. Das Gremium bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der agrarischen und forstlichen Produktion und der bäuerlichen Jugend sowie Personen, die mit einem Blick von außen wertvolle Inputs liefern können bzw. für den „Dialog mit der Gesellschaft“ stehen. Die Expertinnen und Experten haben den Grundstein für den Zukunftsprozess gelegt und Herausforderungen und mögliche Schwerpunktfelder für eine zukünftige Entwicklung definiert. Auch in der Beteiligungsphase waren die Expertinnen und Experten intensiv eingebunden und haben die einzelnen thematischen Workshops mitbegleitet. Ihre Anregungen und Meinungen sind im Verlauf der Erarbeitung der Perspektiven und Maßnahmen in das Papier eingeflossen. Ein großes Danke dafür!

DANKE AN ALLE! DAS TEAM: Ing. Sebastian Auernig Obmann CaRINDthia ZVB Vizepräsidentin Astrid Brunner Landesbäuerin Wolfgang Feistritzer alias Petutschnig Hons ÖR Josef Fradler sen. Obmann ARGE Rind FH-Prof. Mag. Dr. Peter Granig Rektor FH Kärnten Dipl.-Ing. Gerhard Hoffer Abteilungsleiter Amt der Ktn. Landesreg. - Abt. 10 Sarah Krall Landesleiterin Kärntner Landjugend Johann Kreschischnig Obmann Bio Austria Kärnten Christian Kresse Geschäftsführer Kärnten Werbung Ing. Josef Obweger Obmann Almwirtschaftsverein Michael Pachler Landesleiter Kärntner Landjugend Hannes Royer Obmann Land schafft Leben Johannes Thurn-Valsassina Präsident Kärntner Forstverein ÖR Barbara Wakonig Obfrau Genussland Kärnten Edith Weißnegger Sprecherin Initiative Saugut

33 ~


K E RNFELDER

Unsere 8 Kernfelder

1

34 ~

Regionalität ist unsere Chance – Versorgung ist unser Auftrag

2

Unsere 8 Kernfelder sind das Ergebnis dessen, was uns in den vergangenen Monaten bewegt hat und der Ansporn dafür, was wir in den nächsten Jahren bewegen wollen.

3 Unsere Familien sind unsere Wurzeln

Qualität ist unsere Leidenschaft – Vielfalt ist unsere Stärke SEITE 36

4 Wertschätzung ist unsere Motivation

SEITE 44

SEITE 40

SEITE 47


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

2 30

Sie sind die strategischen Ansatzpunkte für die Zukunft und die zentralen Botschaften, die wir aus dem Beteiligungsprozess mitgenommen haben. Unsere 8 Kernfelder sind das Dach für 31 Perspektiven mit mehr als 150 Ideen, die wir auf dem Weg zu mehr Wertschätzung und mehr Wertschöpfung verwirklichen wollen.

5 Unsere Wälder sind unsere ZukunftsRessource

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Unsere 8 Kernfelder sind ein Angebot an alle, die Verantwortung tragen, in und für die Land- und Forstwirtschaft in Kärnten, Impulse in Richtung Zukunft zu setzen. Sie sind Inspiration für eine gemeinsam gestaltete, erfolgreiche Zukunft der Land- und Forstwirtschaft Kärntens.

7

Mehr unter: ktn.lko.at

Unser Eigentum ist unsere Kraft

Die Klimakrise ist unsere Zukunftsfrage

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8 Das Land ist unsere Heimat

SEITE 56

SEITE 53

SEITE 59

35 ~


1 K E RNFELD 1

Regionalität ist unsere Chance – Versorgung ist unser Auftrag „Wo kommen meine Lebensmittel überhaupt her?“ – diese Frage stellen sich zunehmend mehr Konsumentinnen und Konsumenten.

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Besonders die Coronakrise hat dazu beigetragen, dass sich ein ausgeprägtes Bewusstsein für hochwertige und regional hergestellte Produkte in der Bevölkerung verankert hat und der Trend zur Regionalität dadurch an Fahrt aufnehmen konnte. Dieser Schwung aus der Bevölkerung bietet die Chance, durch eine faire Preispolitik die Wertschätzung in Wertschöpfung umzuwandeln. Die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist die Kernkompetenz der heimischen Landwirtschaft. Dieser Verantwortung gerecht zu werden heißt auch, neue Ernährungstrends zu erkennen, um daraus einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen zu können.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Die Konsumentinnen und Konsumenten wissen um den (Mehr-)Wert der regionalen Lebensmittel und schätzen diesen. Das schafft Wertschöpfung für die Betriebe. MASSNAHMEN: → Stärkung des Bewusstseins für regionale Lebensmittelproduktion bei den Konsumentinnen und Konsumenten durch branchenweite Marketing-Aktivitäten (z. B. die Kampagne „Achten Sie auf die Herkunft“) → Weiterentwicklung von „Genussland Kärnten“ als Informations- und LogistikDrehscheibe für heimische Lebensmittel mit gesicherter Herkunft aus Kärnten – für Produzentinnen und Produzenten, Verarbeitende, Gastronomie, Handelspartner, Genuss-Schulen sowie Konsumentinnen und Konsumenten, aufbauend auf die Qualitätssicherung und die Marke „Gutes vom Bauernhof“, Bio und AMA-Genussregion → Aufbau eines Lebensmittelkompetenzzentrums, um Produzentinnen und Produzenten mit Konsumentinnen und Konsumenten zusammenzubringen und Aktivitäten aller zu bündeln → Einführung bzw. Ausbau des Themas „Lebensmittelwissen“ im allgemeinen Schulwesen und Stärkung der Rolle der Seminarbäuerinnen

„ Die Menschen hinter den Produkten müssen für die Konsumenten spürbar werden.“ Erwin Berger, Mountain Resort Feuerberg Gerlitzen

PERSPEKTIVE 2030:

Die öffentliche Hand setzt auf heimische Produkte – und sichert die Rahmenbedingungen für regionale Produktion. MASSNAHMEN: → Bevorzugter Einsatz von heimischen Lebensmitteln durch das Land Kärnten: Kärnten als Vorreiter im Einsatz heimischer Lebensmittel in der öffentlichen Beschaffung auf Landes- und Gemeinde-Ebene u.a. durch die konsequente Umsetzung der Regionalitäts-Charta, z.B. durch bevorzugten Einsatz heimischer Lebensmittel bei Veranstaltungen des Landes → Umsetzung einer „Kärntner KalbfleischStrategie“ (Kalb rosé) in den Küchen der öffentlichen Hand und der Gastronomie → Ausbau der gesetzlichen Regelungen gegen unlauteren Wettbewerb von Handelskonzernen, Verbot und Kontrolle von täuschenden Herkunftsangaben, massive Einschränkung von Aktionsangeboten im Lebensmitteleinzelhandel → Einführung eines Klimazolls beim Import von Lebensmitteln in die Europäische Union

37 ~


KER NF E LD 1

PERSPEKTIVE 2030:

Eine transparente Herkunftskennzeichnung ist auf allen Ebenen umgesetzt. Es steht drauf, was drinnen ist. MASSNAHMEN: → Umsetzung einer transparenten Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern auf den Speisekarten der Gemeinschaftsverpflegung und der Gastronomie sowie bei verarbeiteten Lebensmitteln → Verpflichtende Bioauslobung in Gastronomie und in der Gemeinschaftsverpflegung → „Genussland Kärnten“ und „Gutes vom Bauernhof“ sind die verlässlichen kulinarischen Wegweiser für heimische Produkte.

PERSPEKTIVE 2030:

Kooperation zwischen Landwirtschaft und Gastronomie/ Tourismus schafft Mehrwert für alle Beteiligten. MASSNAHMEN: → Ausbau von „Slow Food“ als Premium-Segment in der Gastronomie

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→ Weitere Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Hotellerie, z. B. Genussboxen für Gäste in Hotellerie/Tourismus promoten

~

→ Entwicklung und Umsetzung von professionellen (digitalen) Logistiklösungen, z. B. digitale Bestell- und Logistik-Plattform für Gastronomie „ Den Trend zur Regionalität bemerken wir seit Jahren. Ganz besonders aber seit dem Vorjahr!“ Barbara Wakonig, Obfrau Genussland Kärnten

→ Informations-Offensive, z. B. via GenussAkademie, zum Mehrwert heimischer Lebensmittel für Köchinnen und Köche sowie Gastronominnen und Gastronomen, z. B. Themen-Abende für Köchinnen und Köche am Bauernhof, „From Nose-to-Tail“-KochKurse → Entwicklung des Kulinarik-Tourismus gemeinsam mit den Tourismus-/Leader-Regionen: Vielfalt und Einzigartigkeit verschiedenster regionaler Produkte touristisch in Wert setzen


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

PERSPEKTIVE 2030:

Bäuerinnen und Bauern sind die wahren Nahversorger. Nischenprodukte bieten neue Möglichkeiten.

Auf Kärntens Bäuerinnen und Bauern ist Verlass. Die Abhängigkeit von nicht heimischen Lebensund Futtermitteln ist reduziert, die Krisen­sicherheit erhöht.

MASSNAHMEN: → Aufbau eines flächendeckenden und professionellen Versorgungsnetzwerkes mit bäuerlichen Selbstversorgungshütten und Bauernläden bis 2030

MASSNAHMEN:

→ Einführung gewerblicher SelbstbedienungsHütten im Schulterschluss mit den bäuerlichen Vermarktungsunternehmen

→ Ausbau der Öko-Stromproduktion am Bauernhof und Ausbau der Notstromversorgung, u. a. zur Blackout-Vorsorge – auch für die kommunale Ebene

→ Stärkung lokaler Vermarktungsinitiativen mit lokalen Handelspartnern und verarbeitenden Betrieben und Unterstützung gemeinsamer Lagerungs- oder Verarbeitungsanlagen → Ausbau der Vernetzung von Bäuerinnen und Bauern mit Konsumentinnen und Konsumenten durch neue Kooperationsmodelle, z. B. über FoodCoops, Bestell-Plattformen, FoodHubs etc. → Abbau bürokratischer Hürden für Direktvermarktung (z. B. Adaptierung Urprodukte-Liste) → Professionalisierungs-Offensive für Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter, z.B in den Bereichen Herkunfts- und Qualitätssicherung, Marketing etc. → Offensive für Buschenschanken und bewirtschaftete Almhütten → Ausbau der Produktion von profitablen Nischen-Produkten, z. B. Biogeflügel/Eier, Schaf/Ziege, Gemüse, Honig, Fisch, Öle etc. Erarbeitung einer „Nischen-Strategie“ und Schaffung von Anreizen für Neu-Einsteigerinnen und NeuEinsteiger.

→ Aufbau eines regionalen NahversorgungsNetzwerks für regionale Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten

→ Umsetzung einer Eiweiß-Strategie Kärnten zur Steigerung der Eiweißlieferung aus dem Grünland und zur Steigerung der Anbaufläche für Leguminosen am Acker um 30 % → Ausweitung des Gemüse- und Obstanbaus in Kärnten zur Steigerung der Selbstversorgung; Einstieg in den Anbau von neuen Kulturen, z. B. Reis und Weintrauben, und Ausweitung der Eigenproduktion bei tierischen Produkten mit Unterdeckung, z. B. Fische und Bienen → Ausbau von Lagerkapazitäten für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Absicherung der Schlachtkapazitäten in Kärnten und Ausbau von mobilen Schlachtkapazitäten, z. B. für Geflügel

39 ~


2 K E RNFELD 2

Qualität ist unsere Leidenschaft – Vielfalt ist unsere Stärke Kärntens kleinstrukturierte Betriebe punkten mit Qualität. Vor allem die Tierproduktion ist Kärntens Qualitäts-Aushängeschild und ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor.

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Zukünftig sollen neben der konsequenten Qualitätsorientierung auch Betriebs- und Produktdifferenzierungen zur Einkommenssteigerung beitragen. Vielfältige Chancen erwachsen aus der Umstellung auf biologische Landwirtschaft, der Nutzung innovativer Direktvermarktung oder tierwohlfreundlichen Initiativen. Es gilt darüber hinaus die kleineren und mittleren Betriebe dort zu unterstützen, wo es notwendig ist, um ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung sicherzustellen. Denn Betriebe, die Qualität säen und Innovation nutzen, werden langfristig Erfolge ernten.

„ Der wichtigste Aspekt für die Wettbewerbsfähigkeit wäre ein klares Bekenntnis der Gesellschaft zu einer produzierenden Landwirtschaft!“ Sebastian Auernig, Obmann der caRINDthia


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Qualitätsorientierung ist die Grundlage für die Positionierung Kärntens als „Feinkostladen“. MASSNAHMEN: → Verstärkung weiterer Produktdifferenzierungen auf allen Ebenen, auch im genossenschaftlichen Bereich (vgl. Biowiesenmilch, Kalb rosé etc.) → Positionierung von Kärntner Betrieben und Kärntner Produkten bei nationalen und internationalen Verkostungen und vermehrte Öffentlichkeitsarbeit über Kärntner Produkte in relevanten Medien → Unterstützung zur Verwendung der neuen Qualitätsmarke „Von der Alm“ zur weiteren Differenzierung von Bergmilch und Bergfleisch → Unterstützung zur Verwendung der Qualitätsmarke „Gutes vom Bauernhof“ auf Basis des Gütesiegels „AMA-Genussregion“

PERSPEKTIVE 2030:

Steigerung der Wertschöpfung aus der Tierhaltung und Stärkung der Positionierung am Markt. MASSNAHMEN: → Stärkung der bäuerlichen Zucht-, Erzeugungs- und Vermarktungsorganisationen durch organisatorische, personelle und finanzielle Unterstützung → Nachhaltige Steigerung der Produktion unter dem Blickwinkel von Tierwohl-Ökologie und Ökonomie, z. B. Lebensleistungszucht etc. → Ausbau der Weide- und Strohhaltung bei Rind und Schwein sowie In-Wert-Setzung durch Vermarktungsprogramme → Ausbau der Teilnahme an Qualitätsprogrammen, z. B. AMA-Gütesiegel, Qplus etc., beim Landeskontrollverband und beim Tiergesundheitsdienst → Schaffung von Anreizen zum tierwohlfreundlicheren Stallbau durch spezielle Invest-Förderungsmaßnahmen → Schrittweiser Ausstieg aus der Fütterung von Soja aus Übersee → Gesetzliche Regelungen gegen illegales Betreten von Ställen → Klare Kennzeichnung von Fleisch-Ersatzprodukten → Absicherung der tierärztlichen Versorgung bei Nutztieren in Kärnten

41 ~


KER NF E LD 2

PERSPEKTIVE 2030:

Betriebe nutzen die Möglichkeiten der Produkt- und BetriebsDiversifizierung zur Verbesserung ihres Einkommens. MASSNAHMEN: → Nutzung des Trends zu Regionalität durch Direktvermarktung zur Steigerung der Wertschöpfung, Sicherung der Qualität durch Bildung/Beratung und regelmäßige Verkostungen und Prämierungen → Nutzung lokaler und regionaler Marktchancen durch Innovationen bei Produkten, Verfahren und Geschäftsmodellen, z. B. Weinbuschenschank, Petfood-Angebote; regelmäßige Berichterstattung über Marktentwicklungen sowie Ernährungs- und Verhaltenstrends in bäuerlichen Medien als Basis für konsequente Marktausrichtung 42 ~

→ Förderung der Innovationsbereitschaft durch regelmäßige Bildungs-, Beratungsund insbesondere Exkursionsangebote → Volle Ausschöpfung der Möglichkeiten des Dienstleistungsangebotes, z. B. Urlaub am Bauernhof, Urlaub auf der Alm, Green Care Winterdienste über MR-Service, gestützt durch spezifische Anreizangebote im Bereich der Bildung und Beratung speziell auch für Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer → Ausbau von Urlaub am Bauernhof und Urlaub auf der Alm – Steigerung der teilnehmenden Betriebe um 20 % bis 2030; abgestimmte Qualitäts- und Professionalisierungs-Offensive zwischen Landeskammer und Verband sowie Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Steigerung der Verbandsmitgliedschaft

PERSPEKTIVE 2030:

Bio bietet Potenziale. MASSNAHMEN: → Marktangepasste Umstellung auf biologische Produktion (30 % Bioanteil bis 2030); Erarbeitung einer spezifischen Biostrategie Kärnten mit Marktstudien für jedes Segment (z. B. Biorindfleisch) → Forcierung des Bioanteils in der öffentlichen Verpflegung → Unterstützung der biologischen Betriebe im Rahmen der GAP sicherstellen → Verstärkte Sichtbarmachung der ökologischen Vorteile der Bioproduktion durch alle Beteiligten der Wertschöpfungskette


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

2 30

„ Wettbewerbsfähigkeit fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht durch motivierte Betriebsführer und Zusammenhalt in der Familie.“ Dipl.-Ing. Leopold Kirner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

PERSPEKTIVE 2030:

PERSPEKTIVE 2030:

Gemeinsam sind wir stärker – Kärntens Betriebe arbeiten bei Erzeugung, Veredelung und Vermarktung zusammen.

Stärkung kleinerer und mittlerer Betriebe.

MASSNAHMEN: → Ausbau der Kooperation in der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung zwischen landwirtschaftlichen Betrieben, z. B. Maschinenring, Getreideaufbereitung, mobile Schlachtanlagen, Selbstbedienungseinrichtungen mehrerer Direktvermarkter etc. → Stärkung der Kooperationen unter den Genossenschaften - Nutzung von Synergien bei Vertrieb und Marketing. → Ausbau der Kooperationen mit dem Lebensmittelhandel, z. B. im Rahmen spezifischer Projekte à la Biojungrind → Ausweitung der Vertragsproduktion überall dort, wo durch entsprechende Verträge die Wertschöpfungspartizipation zwischen Vermarktung und Bäuerinnen und Bauern fair geregelt ist

MASSNAHMEN: → Ausbau der finanziellen Mittel für die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023 und Ausbau von Förderanreizen für kleine und mittlere Betriebe → Unterstützung der Abholung von Milch aus entlegenen Gebieten → Entlastung insbesondere von Klein- und Mittelbetrieben in der Sozialversicherung – Evaluierung der Versicherungswerte nach dem BSVG; Einführung einer Abgabenbremse in der Sozialversicherung

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3 K E RNFELD 3

Unsere Familien sind unsere Wurzeln Der Familienbetrieb ist das Zukunftsmodell der bäuerlichen Landwirtschaft in Kärnten. Familiengeführte Betriebe stehen für Wirtschaften mit Verantwortung.

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Der Hof ist Arbeits- und Lebensmittelpunkt mehrerer Generationen. Diese Konstellationen machen einerseits die Stärke der Betriebe aus, bringen jedoch gleichzeitig auch spezielle Herausforderungen im Zusammenleben mit sich. Es stellt sich die zentrale Frage der Hofnachfolge und der damit einhergehenden Herausforderungen durch generationenübergreifendes Zusammenleben. Der wirtschaftliche Druck verlangt nach bestem Know-how und einer klaren Strategie. Soziale Faktoren gepaart mit der harten Arbeitsbelastung und ökonomischem Druck wirken als Stressfaktoren innerhalb der Familie. Ebenso sind die hohen gesellschaftlichen Erwartungen und die Vorurteile, denen Bauernkinder teilweise ausgesetzt sind, für viele eine weitere Bürde. Diese Sorgen sind ernst zu nehmen und die Bäuerinnen und Bauern bestmöglich zu unterstützen, damit das Zusammenleben mehrerer Generationen am Hof gelingt.

„ Familienbetriebe sind schneller, flexibler und krisenfester als große Einheiten.“ Markus Hillebrand, Genussbauernhof Hillebrand


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

2 30

PERSPEKTIVE 2030:

PERSPEKTIVE 2030:

Eine klare betriebliche Strategie ist die Grundlage für die Weiterentwicklung der Höfe.

Eine gute Aus- und Weiterbildung, gelungene Hofübergaben und beste Fördermaßnahmen sind die Basis für den Beruf als Bäuerin und Bauer.

MASSNAHMEN: → Ausbau der Bildungs- und Beratungsangebote zum Thema „Strategie-Entwicklung“ auf allen Ebenen der land- und forstwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung (LFS, Facharbeiterinnen/Facharbeiter, Meisterinnen/Meister, Betriebskonzept, Hofübernahme-Seminare etc.)

MASSNAHMEN:

→ Ausbau der Best-Practice-Plattform „MeinHof-MeinWeg“ und Einführung einer Exkursions-Plattform, Einführung von Prozess-Beratung in der BetriebsEntwicklung

→ Absicherung der qualitativ hochwertigen und praxisnahen agrarischen Ausbildung; Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Schulwesens, der Facharbeiterinnen-/Facharbeiter- und Meisterinnen-/ Meisterausbildung und des LFI Kärnten (Modernisierung aller Bildungs-Standorte, Anpassung der Lehrinhalte an aktuelle Herausforderungen, Abendschule etc.)

→ Forcierung des Austausches zwischen JungübernehmerInnen und Jungübernehmern und erfolgreichen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmern (z. B. Jungübernehmerinnen-/Jungübernehmer-Abende etc.)

→ Stärkung der unternehmerischen Kompetenz durch gezielte Bildungsangebote, Forcierung und finanzielle Attraktivierung von Facharbeiterinnen-/Facharbeiterund Meisterinnen-/Meisterkursen sowie Arbeitskreisen etc.

→ Modernisierung und Ausbau des Bildungshauses Schloss Krastowitz als wichtige Informations- und Bildungsdrehscheibe zur Weiterbildung des gesamten Sektors und der Konsumentinnen und Konsumenten, z. B. Krastowitz als Lebensmittel-Kompetenz-Zentrum → Unterstützung des Berufseinstiegs durch ein attraktives Jungbäuerinnen-Jungbauern-Paket in der Gemeinsamen Agrarpolitik (Existenzgründungsbeihilfe etc.) → Ausbau des Bildungs- und Beratungsangebots zur Hofübergabe/Hofübernahme in der Landwirtschaftskammer → Abbau der Vorbehalte gegen außerfamiliäre Hofübergaben durch Integration in die Übergabeberatung

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KER NF E LD 3

„ Die Jungen sind meist sehr gut ausgebildet und hoch motiviert, sie müssen sich beweisen dürfen.“ Wolfgang Feistritzer alias Petutschnig Hons

PERSPEKTIVE 2030:

Die Anerkennung der vielfältigen Leistungen der Bäuerinnen ist innerhalb und außerhalb des Berufsstandes hoch. Das Lebensmodell „Bäuerin“ ist attraktiv. MASSNAHMEN: → Stärkung von Bäuerinnen in den land- und forstwirtschaftlichen Institutionen durch die Umsetzung der Bäuerinnen-Charta 46 ~

→ Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit für die Leistungen der Bäuerinnen innerhalb der Berufsgruppe (z. B. Kärntner Bauer, Angebote der Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten etc.) → Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit außerhalb der Berufsgruppe für das „Lebensmodell Bäuerin“ – insbesondere, um junge Frauen außerhalb der Landwirtschaft anzusprechen → Stärkung der Bäuerinnen, z. B. durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch, spezifische Bildungs- und Beratungsangebote (z. B. ZAM-Lehrgang etc.) → Steigerung der Akzeptanz für außerlandwirtschaftliche Erwerbstätigkeit von Bäuerinnen in den bäuerlichen Familien und in der Berufsgruppe → Ausbau der sozialen Betriebshilfe nach dem Stichwort „Bäuerinnen helfen Bäuerinnen“

PERSPEKTIVE 2030:

Der Arbeitsplatz Bauernhof lässt Zeit für Lebensqualität. MASSNAHMEN: → Stärkung des Bewusstseins für das Potenzial von Kooperationen/Zusammenarbeit und die Notwendigkeit einer gesunden Work-Life-Balance in der Landwirtschaft (Best-Practice Beispiele vor den Vorhang holen, Bildung/Beratung etc.) → Ausbau von und Unterstützung für Möglichkeiten der Kooperation, z. B. Erwerb von Gemeinschaftsmaschinen, Vertrieb in der Direktvermarktung, Stärkung Maschinenring etc. → Schaffung von Möglichkeiten zur Bewältigung von Arbeitsspitzen und Hilfen in betrieblichen Ausnahmesituationen, insbesondere für Bäuerinnen, z. B. Umsetzung des Projekts „Hilfe für Bauernfamilien – freiwillig am Bauernhof“ auch in Kärnten etc. → Bessere Unterstützung der häuslichen Pflege am Bauernhof durch Familienangehörige in der Pflegereform, z. B. Einführung von Kurzzeit-Betreuung, Pflegegeld-Erhöhung, sozialversicherungsrechtliche Besserstellung, Auszeit von mind. einem Tag pro Monat etc. → Einführung eines Berufsschutzes für Bäuerinnen und Bauern


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ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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KE RNFELD 4

Wertschätzung ist unsere Motivation Artensterben, Klimawandel, Tiertransporte. Themen wie diese sind es, die oftmals die Medienlandschaft prägen, wenn es um die Lebensmittelproduktion geht. Essen geht alle etwas an, daher werden viele Konsumentinnen und Konsumenten bei solchen Schlagzeilen hellhörig. Es ist deshalb umso wichtiger, das vorhandene Interesse der Bevölkerung an der Lebensmittelerzeugung

aufzugreifen und mit der Gesellschaft in den Dialog zu treten, damit aufgezeigt wird, dass es nicht in Ordnung ist, die nachhaltig-bäuerliche land- und forstwirtschaftliche Produktion mit der Agrarindustrie in einen Topf zu werfen. Es braucht eine transparente, wertschätzende und ehrliche Kommunikation in allen Bereichen, um das positive Bild der heimischen Land- und Forstwirtschaft in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern und das Selbstbewusstsein der Bäuerinnen und Bauern zu stärken. 47 ~


KER NF E LD 4

„ Wer nicht kommunizieren kann, der wird auch nicht gehört. Kenne deine Botschaft und brenne für deine Leidenschaft als Bäuerin und Bauer!“

PERSPEKTIVE 2030:

Die Wertschätzung gegenüber den Kärntner Bäuerinnen und Bauern ist hoch. Die Bevölkerung weiß um die Realität auf den Kärntner Höfen Bescheid.

Barbara Kronberger, Journalistin und Bäuerin

MASSNAHMEN: → Erhöhung der Kampagnenfähigkeit des agrarischen Sektors und Forcierung der Vernetzung: Stärkere Bündelung der Kommunikation zwischen Kammer, Vereinen, Verbänden und anderen Stakeholdern → Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaftskammer Kärnten, z. B. durch Einführung eines Referats für Agrarkommunikation → Aktives Zugehen auf Medien, um themenspezifisch die Realität der Land- und Forstwirtschaft vor Augen zu führen, Verstärkung des Informationsangebotes 48 ~

→ Aktives Suchen der Kommunikation mit der Gesellschaft, z. B. Aufbau eines Netzwerks von Schau-Bauernhöfen, Umsetzung von Landwirtschafts-Erlebnistagen in den Bezirken, After-Work-Exkursionen, Grillkurse am Bauernhof etc. → Intensivierung der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Kunst/Kultur, z. B. Vernissagen, Theater, Kino am Bauernhof etc. → Deutlichere Kommunikation der Vorteile der bäuerlichen Landwirtschaft an die nichtbäuerliche Bevölkerung, z. B. durch Imagevideos mit Testimonials etc. → P roaktive Diskussion von „heißen Eisen“ mit der urbanen Bevölkerung Kärntens, z. B. Klimaschutz, Biodiversität, Tierwohl/ Pflanzenschutz, Großraubwild

PERSPEKTIVE 2030:

Bäuerinnen und Bauern verbinden Ernährung und Erklärung. Sie können ihren Mehrwert für die Gesellschaft auf den Punkt bringen. MASSNAHMEN: → Ausbau des Bewusstseins und der Kompetenz in der bäuerlichen Bevölkerung über die Notwendigkeit eines aktiven Dialoges mit der Gesellschaft → Integration des Lehrinhalts „Dialog Landwirtschaft und Gesellschaft“ und „Ernährung und Landwirtschaft“ in die Ausbildung des landwirtschaftlichen Schulwesens sowie die Facharbeiterinnen-/Facharbeiterund Meisterinnen-/Meisterausbildung → Stärkung der Kommunikations-Kompetenz von Bäuerinnen und Bauern durch Bildung und Beratungs-Maßnahmen, z. B. Erstellung von Argumentarien/Argumentations-Karten in Verbindung mit Webinaren zur Stärkung der Argumentations-Kompetenz, Kommunikations-Materialien etc. → Ausbildung von Bäuerinnen und Bauern zu Botschafterinnen und Botschaftern für z. B. Aktions-Tage in Schulen, Tage der offenen Stalltür und eintägige Freiwilligen-Einsätze, z. B. auf Almen → Stärkung der Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten als Kommunikationsprofis in den Gemeinden durch Argumentarien, Veranstaltungs-Konzepte etc.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Die Jugend weiß Bescheid. Die Bewusstseinsbildung in Schulen über den Wert der heimischen Land- und Forstwirtschaft ist ausgebaut. MASSNAHMEN: → Ausbau von „Schule am Bauernhof“ und „Schule auf der Alm“ mit dem Ziel, dass jedes Kind nach Verlassen der Pflichtschule einen Bauernhof besucht hat; Ausbau der Projekte „Schulobst“ und „Schulmilch“ → Ausbau des Unterrichtsfachs „Ernährung und Haushalt“ in den Mittelschulen und entsprechende Ausbildung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter → Ausbildung von Influencern am Bauernhof zur Sicherstellung eines professionellen Auftritts in relevanten Social-Media-Kanälen, z. B. Instagram, Youtube, TikTok etc. 49

→ Entwicklung von Bildungs- und Beratungsangeboten für Pädagoginnen und Pädagogen und deren Gewinnung als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für land- und forstwirtschaftliche Anliegen

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„ Im Gespräch mit Konsumenten gelingt es uns, authentische Auskünfte zu geben. Öffentlichkeitsarbeit darf aber nicht alleine an den Landwirten hängen bleiben!“ Edith Weißnegger, Sprecherin der Initiative Saugut


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Unsere Wälder sind unsere Zukunfts-Ressource Känten hat mit 62 Prozent den zweithöchsten Waldanteil aller Bundesländer. Holz ist daher neben der Sonne und dem Wasser eine wichtige strategische Ressource für Kärnten und gilt als zentraler Baustein der Bioökonomie – einem Wirtschaftskonzept, in dem fossile Ressourcen durch verschiedene erneuerbare Rohstoffe ersetzt werden.

50 ~

Eingebettet in das Standortmarketing Kärnten, bei dem die Bioökonomie eine zentrale Rolle spielt, muss der Einsatz von Holz am Bau und in der Energie massiv ausgebaut werden. Diese Anstrengung verlangt ein klares Bekenntnis der Landespolitik zur nachhaltigen Nutzung unserer Wälder. Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sichern nicht nur Wertschöpfung für die bäuerlichen Betriebe, sie sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum und spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Der Einsatz von Holz ist im öffentlichen und privaten Bereich weiter ausgebaut. Das sichert Wertschöpfung für die Waldbäuerinnen und -bauern, schafft Arbeitsplätze und schützt das Klima. MASSNAHMEN: → Umsetzung einer Holzbau-Offensive: Der Holzbau-Anteil im öffentlichen Bereich soll bis 2025 bei Neubauten, Aus- und Umbauten auf zumindest 50 % angehoben werden. → Vorrang für heimisches Holz: Ausbau der Beschaffung von Holz mit PEFC-Zertifizierung auf allen Ebenen und Einführung einer Kennzeichnung von heimischen Holzerzeugnissen zur Stärkung der heimischen Waldwirtschaft. → Attraktivierung der Wohnbauförderung für Holzbau, insbesondere durch Berücksichtigung von PEFC-zertifizierten Produkten, Definition eines Mindest-Anteils von Holz als Fördervoraussetzung und Förderung der Wärmedämmung durch biogene Rohstoffe, v. a. in der Sanierung

→ Ausbau der Informations-Offensive für den Holzbau im Rahmen von FHP und Positionierung von Holz als idealer Baustoff für Neubauten, Sanierungen, Erweiterungen und Umbauten → Weitere Forcierung des Holzbaus in der Land- und Forstwirtschaft, z. B. durch Kurse für Rundholzbauweise etc. → Stärkung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in der Vermarktung durch Ausbau der Beratung und Weiterbildung, z. B. zu Holzausformung, Laubholz-Offensive etc. → Stärkung kleinerer und mittlerer Säge- und Heizwerke – Nutzung als Einkommenschance in der Nische, z. B. mobile Wandersägen → Verbesserung der Erschließung der heimischen Wälder → Reduktion des Wildeinflusses auf die Forstflächen

„ Die Land- und Forstwirtschaft verbraucht 22 Petajoul Energie, stellt aber damit 230 Petajoul Bioenergieträger bereit. Wir können klar sagen, wir sind ein ganz wesentlicher Teil der Lösung für die großen Zukunftsfragen.“ Dipl.-Ing. Kasimir Nemestothy, Referatsleiter Energie, LK Österreich

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KER NF E LD 5

PERSPEKTIVE 2030:

Die Land- und Forstwirtschaft treibt die Energiewende an. Die Produktion erneuerbarer Energie trägt zur Wertschöpfung in den Betrieben bei. MASSNAHMEN: → Ausbau des Anteils von Biomasse am Bruttoinlandsverbrauch von 32 % auf 45 %

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„ Was mir teilweise noch abgeht, ist das klare Bekenntnis zum Holzland Kärnten!“ Johannes Thurn-Valsassina, Präsident des Kärntner Forstvereins

→ Ausbau der Eigenstrom-Versorgung in der Landwirtschaft, z. B. 3.000 Dächer-Programm Photovoltaik, grünes Gas aus Biomasse und landwirtschaftlichen Reststoffen, unbürokratische Revitalisierung von bestehenden Kleinwasserkraftwerken und vereinfachte bzw. praxistaugliche Bewilligungsverfahren für Kleinwasserkraftwerke

PERSPEKTIVE 2030:

→ Nutzung der Chancen des ErneuerbarenAusbau-Gesetzes zur Etablierung von Energie-Gemeinschaften, z. B. in Form von gemeinschaftlichen PV-Anlagen oder Holzverstromungsanlagen in Verbindung mit Nahwärmeversorgungsanlagen durch landwirtschaftliche Betriebe

MASSNAHMEN:

→ Nutzung von landwirtschaftlichen Reststoffen für Erzeugung von grünem Gas, Ausbau der Energiegewinnung aus Biomasse, z. B. Hackgut, Pellets etc.

Kärnten ist als BioökonomieBundesland positioniert. Die Landund Forstwirtschaft profitiert davon als Lieferant von Holz und anderen Roh- und Grundstoffen.

→ Positionierung Kärntens als Vorreiter: Erarbeitung einer „Bioökonomie-Strategie“ Kärnten mit allen wesentlichen Beteiligten in Regierung und Sozialpartnerschaft zur Nutzung der strategischen Ressourcen Holz, Sonne, Wasser sowie biogener Rohstoffe.


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ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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Die Klimakrise ist unsere Zukunftsfrage Mit einem Temperaturanstieg von 1,6 Grad Celsius bis Mitte des Jahrhunderts wird für Kärnten eine doppelt so hohe Klimaerwärmung prognostiziert wie im globalen Durchschnitt. Dieser Wert ändert die bisherigen Spielregeln der Landwirtschaft. Betriebe, die auf Planungsunsicherheiten flexibel reagieren, ihre Böden fit machen,

damit sie mit geringeren Wassermengen auskommen und ihr Sortiment um neue hitzeund trockenheitsresistente Sorten erweitern, wachsen an den Herausforderungen des Klimawandels mit. Die Auswirkungen des Klimawandels sind heute schon spürbar, jedoch gilt es alles daran zu setzen, die Grundlage der regionalen Lebensmittelversorgung und damit die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern langfristig zu sichern und dem Klimawandel entschlossen zu begegnen. 53 ~


KER NF E LD 6

„ Den Humusaufbau sehe ich als wesentlich an, um zukünftig gute und nachhaltige Erträge von den Böden zu erzielen.“ Johann Kreschischnig, Obmann Bio Austria Kärnten

PERSPEKTIVE 2030:

Kärntens Bäuerinnen und Bauern machen sich auf den Weg zur klimafreundlichsten Landwirtschaft Europas. 54 ~

MASSNAHMEN: → Umsetzung eines „Aktionsplans Humus“ zur Steigerung der Bodenhumus-Gehalte in den heimischen Acker- und Grünlandböden. Zielwert: 2030 haben 30 % der Böden einen höheren Humusgehalt (Ausbau von humusmehrenden Bewirtschaftungsmethoden durch Bildungs-/ Beratungsoffensive der LK; Anreize für vielfältige Fruchtfolgen, Begrünung von Ackerflächen im Winter sowie Mulch- und Direktsaat; regelmäßige Humus-Untersuchungen der Acker- und Grünlandböden) → Ausbau der Weidehaltung und Stallhaltung auf Stroh in der Rinderwirtschaft durch attraktive Anreize in der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 → Reduktion von Eiweiß-Importen durch Umsetzung einer Eiweiß-Strategie Kärnten: Steigerung der Eiweißlieferung aus dem Grünland um 10 % und Steigerung der

Anbaufläche für Leguminosen am Acker um 30 %; Pilotprojekt Luzernepellets → Reduktion des Einsatzes von fossilen Energieträgern und verstärkter Einsatz alternativer Energiequellen, z. B. durch Beratungsoffensive: 3.000 Dächer-Programm bei Photovoltaik; 100 % der Betriebe mit erneuerbarer Energie heizen; Einstieg in die Holzdieselproduktion → Weitere Optimierung der CO2-Bilanzen heimischer Lebensmittel durch Umsetzung von klimaschonenden Bewirtschaftungsmethoden; Einführung von einzelbetrieblichen Klimabilanzierungsmodellen als Beratungsinstrument → In-Wert-Setzen der positiven CO2-Bilanz der Kärntner Lebensmittel → Verankerung des Klimawandels als Querschnittsmaterie in der agrarischen Bildung und Beratung


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Kärntens Landwirtschaft rüstet sich gegen den Klimawandel und passt sich an die Folgen an. MASSNAHMEN: → Ausbau einer öffentlich unterstützten und leistbaren Risikovorsorge durch angepasste Versicherungslösungen in Ackerbau und Grünland → Öffentliche Unterstützung für vom Klimawandel verursachte Schadereignisse, wie Borkenkäfer, Dürre, Überschwemmungen etc.

„ Bis Ende des Jahrhunderts wird sich die Vegetationsperiode um 2 Monate verlängern und der Hitzestress für Pflanzen und Tiere deutlich zunehmen.“ Mag. Christian Stefan, Leiter ZAMG Klagenfurt

→ Sicherung der Wasserversorgung in der heimischen Landwirtschaft zur Aufrechterhaltung der regionalen Lebensmittelproduktion, z. B. Ausbau der Bewässerungsmöglichkeiten, Sicherung der Wasserversorgung für die Tierhaltung etc.

PERSPEKTIVE 2030:

→ Forcierung wassersparender Bewirtschaftungsmethoden und trockenheitstoleranter Kulturen im Ackerbau, z. B. Mulch/Direktsaat bzw. Luzerne

MASSNAHMEN:

→ Einsatz standortangepasster und klimaresistenter Kulturen, Sorten und Tierrassen sowie Stärkung der Kärntner Saatbau als regionaler Saatgut-Züchter → Umsetzung eines Beratungs-Schwerpunktes „Klimafitter Stallbau“ in der Landwirtschaftskammer Kärnten → Beratung und Unterstützungsmaßnahmen für die Begründung klimafitter Wälder wie die Aufforstung von stabilen Mischwäldern

Die Klimakrise als Chance sehen und ihre Möglichkeiten nutzen.

→ Positionierung der Kärntner Landwirtschaft als Vorreiter in Sachen Klimaschutz → Wahrnehmung der Chancen neuer Kulturen und Anbaumethoden; Etablierung neuer Kulturen im Ackerbau, wie z. B. Hirse, Luzerne, Reis etc. Umsetzung des Projekts „2. Ernte“: Versuchsanbau von Zweitfrüchten, z. B. Soja oder Buchweizen nach Gerste durch die Landwirtschaftskammer Kärnten → Steigerung des Einsatzes des klimafreundlichen Rohstoffes Holz am Bau und in der Energie: Holzbau-Offensive Kärnten und Ausbau der Spitzenreiterposition bei der Verwendung von Biomasse → Einstieg in die Produktion von Holzdiesel Durchführung einer Machbarkeits-Studie

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Unser Eigentum ist unsere Kraft Eigentum an Grund und Boden ist die Grundlage für die bäuerliche Familienlandwirtschaft. Eigentum bedeutet Verantwortung – heute und für die Zukunft.

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Der übergeordnete Auftrag ist es, das betriebliche Vermögen zu erhalten, bestmöglich zu bewirtschaften und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Der Druck auf das Eigentum von außen wächst jedoch zusehends, ebenso das Ungleichgewicht zwischen Fremdbestimmung und freier Verfügungsgewalt an Grund und Boden. Um dahingehend wieder eine Balance herzustellen, ist es wichtig, künftige Entwicklungen und Veränderungen in der land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung eigenverantwortlich bestimmen und gestalten zu können. Dazu muss sich ein neues Bewusstsein in der Gesellschaft etablieren, in dem ein gutes Miteinander auf Respekt und Rücksicht vor fremdem Eigentum begründet ist.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Bäuerliches Eigentum hat Rücksicht und Respekt verdient. Den Menschen ist bewusst, dass es Regeln gibt, die auf fremdem Grund und Boden einzuhalten sind. MASSNAHMEN: → Auf- und Ausbau der Plattform „Respektiere deine Grenzen“ als Instrument zur Bewusstseinsbildung und BesuchendenLenkung für alle Freizeitsport-Treibenden → Stärkung der gesetzlichen Regelungen zum Schutz des Eigentums, z. B. Aufnahme der Verschmutzung mit Müll/Hundekot oder des unbefugten Eindringens in Stallungen als Strafbestände im Landessicherheitsgesetz → Stärkung der Einbindung der Grundeigentümer in die Entwicklung neuer touristischer Angebote, z. B. durch die Einführung einer Stakeholder-Plattform am Beispiel „Bergwelt Tirol erleben“ als Steuerungsgremium im Land Kärnten → Stärkung der Kompetenzen von Grundbesitzerinnen und Grundbesitzern durch Schulungsmaßnahmen → Aufbau von partnerschaftlichen Bewusstseinsbildungs-Maßnahmen, z. B. Wissensvermittlung in Hunde-Schulen, Einbindung des Sportartikel-Handels etc.

„ Freie Fahrt auf Forst­ straßen, das ist das Letzte, das wir in der Tourismuswirtschaft haben wollen!” Mag. Christian Kresse, Kärnten Werbung

PERSPEKTIVE 2030:

Perspektive 2030: Kärntens Betriebe bewirtschaften das Land weiterhin flächendeckend. Der Wert der Kulturlandschaftspflege wird den Bauern abgegolten. MASSNAHMEN: → Umsetzung von Bewusstseinsbildungsmaßnahmen, die den Wert der Kulturlandschaft für ein lebenswertes Kärnten kommunizieren, als Basis für die In-WertSetzung der Leistungen → Ausbau der Abgeltung für Kulturlandschaftspflege, z. B. als höhere Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, v. a. für kleinere Betriebe und Betriebe höherer Erschwernis → Verbesserung der In-Wert-Setzung der Kulturlandschaftserhaltung durch neue Modelle mit Tourismus und Gemeinden

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KER NF E LD 7

PERSPEKTIVE 2030:

Bäuerliche Bewirtschaftung schützt die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Land- und Forstwirtschaft ist als Bewahrerin eines lebenswerten Kärntens anerkannt. MASSNAHMEN: → Sicherstellung des Schutzes der Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Klima, Artenvielfalt durch eine flächendeckende Teilnahme am Agrarumweltprogramm ÖPUL. Zielwert: 85 % der Fläche → Einführung der Ökobilanzierung in der agrarischen Bildung und Beratung (z. B. Projekt FarmLife) → Stärkung der ordnungs- und zeitgemäßen Bewirtschaftung im Kärntner Naturschutzgesetz

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→ Faire Abgeltung der erbrachten Naturschutz-Leistungen, z. B. Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in Form von Vertragsnaturschutzmodellen; Einbindung von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie deren Vertretungen in geplante Naturschutzmaßnahmen von Anfang an → Stärkung der fachlichen Naturschutzkompetenz in der Interessenvertretung als Gegengewicht zum fachlichen Naturschutz der Behörden → Wirksamer Schutz der traditionellen und kleinstrukturierten Alm- und Weidewirtschaft vor der Rückkehr des Großraubwildes; Schaffung von praktikablen gesetzlichen Möglichkeiten für eine wirksame Regulierung/Entnahme. Schaffung des Bewusstseins bei allen Stakeholdern, dass Herdenschutz im alpinen Gelände keine Alternative ist

„ Es gibt zunehmend Personen, die sich den Grundregeln für ein respektvolles Miteinander bewusst widersetzen. Gesetzliche Grundlagen wären eigentlich vorhanden, helfen jedoch wenig, wenn sie in der Praxis nicht kontrolliert werden!“ Josef Obweger, Obmann Kärntner Almwirtschaftsverein


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ZUKUNFT

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Das Land ist unsere Heimat Kärntens Bäuerinnen und Bauern haben über Generationen den ländlichen Raum urbar gemacht und besiedelt. Er ist ihre Heimat und der Lebensraum vieler Kärntnerinnen und Kärntner. Was wäre Kärnten ohne seine Bäuerinnen und Bauern? Sie bilden das Rückgrat der ländlichen Wirtschaft, pflegen das Antlitz des Lebensraums und prägen das heimische Brauchtum. So, wie das Land die Landwirtschaft braucht,

brauchen die Bäuerinnen und Bauern einen lebendigen ländlichen Raum als Daseinsgrundlage. Stimmen die Prognosen, die eine Überalterung sowie Abwanderungs- bzw. Zentralisierungstendenz vorhersagen, so wäre die bäuerliche Besiedelung und damit die flächendeckende Landwirtschaft in Kärnten gefährdet. Die Erhaltung eines vitalen ländlichen Raums, der Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt mit attraktiver Infrastruktur für Jung und Alt verbindet, ist daher ein Kernanliegen für die kommenden Jahre. 59 ~


KER NF E LD 8

„ Wenn Menschen Hoffnung haben, dann bleiben sie. Wenn sie keine haben, dann gehen sie!“ Roman Schmid, Regionalentwicklung Vulkanland

PERSPEKTIVE 2030:

Gute Infrastruktur ist die Basis für unser Leben und Wirtschaften in den Regionen. 60 ~

MASSNAHMEN: → Erhaltung des ländlichen Wegenetzes, insbesondere durch neue Ansätze in der Sanierung und Besserstellung in den Richtlinien des Kärntner Nothilfswerks nach Katastrophenschäden → Absicherung der Basisdienstleistungen am Land von medizinischer Versorgung über den Schulbereich bis hin zu Kinderbetreuung und Pflege sowie der Nahversorgung → Ausbau eines schnellen, stabilen Internetanschlusses (Breitband-, Glasfaserausbau) auch für Bauernhöfe, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können → Absicherung einer flächendeckenden tierärztlichen Nutztier-Versorgung → Erhaltung/Schaffung praxistauglicher Regelungen beim Stallbau (Raumordnung und Bauordnung)

→ Ausbau von Lagerkapazitäten für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Absicherung der Schlachtkapazitäten in Kärnten, Ausbau von mobilen Schlachtkapazitäten (z. B. Geflügel); Erhaltung der dezentralen Struktur des Agrarproduktehandels → A bsicherung der Infrastruktur für die Stromeinspeisung durch PV-Anlagen, Kleinwasserkraftwerke und BiomasseKraftwerke → A bsicherung des land- und forstwirtschaftlichen Schulwesens (LFS) und der Landwirtschaftskammer-Außenstellen in den Bezirken → A bsicherung der Errichtung stationärer und mobiler Anlagen für die Aufbereitung von Soja, Getreide, Gras und Kräuter, Pellets etc.


ZUKUNFT

LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

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PERSPEKTIVE 2030:

Aufrechterhaltung des sozialen Lebens und des Brauchtums. MASSNAHMEN: → Ausbau der Unterstützung und der Wertschätzung für das Ehrenamt, z. B. Einsatzentschädigung für Feuerwehreinsätze auch für Vollerwerbs-Bäuerinnen und -Bauern und Verbesserung von gesetzlichen Rahmenbedingungen → Forcierung des Bereichs „Soziale Landwirtschaft“, u. a. durch Schule am Bauernhof, Betreuung am Bauernhof etc. → Stärkung der Landjugend als größte Jugendorganisation und als zentraler Träger der Volkskultur im ländlichen Raum PERSPEKTIVE 2030: „ Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels. Jetzt gilt es den ländlichen Raum in Kärnten in seiner Vielfalt neu zu positionieren und zukunftsfit zu gestalten.“ Dipl.-Ing. Gerhard Hoffer, Leiter der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum im Amt der Kärntner Landesregierung

Wohnortnahe Arbeitsplätze sichern bäuerliche Nebenerwerbsbetriebe. MASSNAHMEN: → Unterstützung und Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Hof durch Homeoffice → Aktive Arbeitsmarktpolitik für den ländlichen Raum durch öffentliche Unterstützung von Betriebsansiedelungen insbesondere in peripheren Regionen

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Danksagung Den Expertinnen und Experten des Expertenrats: Ing. Sebastian Auernig (CaRINDthia Zuchtverband eGen), Astrid Brunner (Landesbäuerin), ÖR Josef Fradler sen. (BVG Obmann a. D.), Dipl.-Ing. Gerhard Hoffer (Abteilung 10 des Amtes der Kärntner Landesregierung), Johann Kreschischnig (Bio Austria Kärnten), Michael Pachler (Landjugend Kärnten), Sarah Krall (Landjugend Kärnten), Ing. Josef Obweger (Kärntner Almwirtschaftsverein), Johannes Thurn-Valsassina (Kärntner Forstverein), ÖR Barbara Wakonig (Genussland Kärnten), Mag. Dr. Peter Peter Granig (FH Kärnten), Wolfgang Feistritzer (Bauer, Kabarettist und Social Media Influencer), Christian Kresse (Kärnten Werbung), Hannes Royer (LandschafftLeben), Edith Weißnegger (Initiative Saugut)

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Den Interview-Partnerinnen und Partnern: Helmut Petschar (Kärntner Milch), Mag. Norbert Marcher (Marcher

Fleischwerke), Josef Fradler jun. (BVG Kärntner Fleisch), Dr. Karl Feichtinger (Wech Geflügel), Dr. Franz Sinabell (WIFO), Dipl.-Ing. Christian Benger (Land- und Forstbetriebe Kärnten), Dipl.-Ing. Rudolf Grünanger (Landw. Genossenschaft Klagenfurt-St.VeitRosental eGen), Petra Pobaschnig (Krappfeld Eis), Ing. Karin Schabus (Urlaub am Bauernhof), Hermann Schluder (Kärntner Bauernbund), Manfred Muhr (Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft), Franz Matschek (SPÖ-Bauern Kärnten), Franz-Josef Smrtnik (Gemeinschaft der Südkärntner Bäuerinnen und Bauern, Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov, SJK), Reinhard Stückler (Grüne Bäuerinnen und Bauern) Den externen Expertinnen und Experten in den Beteiligungsworkshops Erwin Berger (Mountain Resort Feuerberg), Sektions-Chef Johannes Fankhauser (BMLRT), Markus Hillebrand (GenussBauernhof Hillebrand), Prof. Dr. Leopold Kirner (Hochschule

für Agrar- und Umweltpädagogik), Christian Kresse (Kärnten Werbung), Sabine Kronberger (Journalistin und Bäuerin), Dipl.-Ing. Kasimir Nemestothy (Landwirtschaftskammer Österreich), Mag. Christian Stefan (ZAMG Klagenfurt), Roman Schmid (Regionalentwicklung – Vulkanland) Ein Dank ergeht an alle agrarischen und forstlichen Verbände und Genossenschaften, die sich aktiv in den Beteiligungsprozess eingebracht haben. Allen Kammerrätinnen und Kammerräten, Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LK Kärnten die im Prozess involviert waren. Besonderer Dank ergeht an die Landjugend Kärnten, die Kärntner Jungzüchter und die ARGE Meister Kärnten für die intensive Teilnahme und Mitarbeit im Beteiligungsprozess.

Impressum HERAUSGEBER: Landwirtschaftskammer Kärnten, Museumgasse 5, 9020 Klagenfurt am Wörthersee PROJEKTKOORDINATION & REDAKTION: EWC EDELWEISS CONSULTING GmbH FOTOS: Achim Mandler, LFI Österreich, Landjugend Kärnten, Urlaub am Bauernhof Kärnten, Stefan Seelig, Wilfried Pesentheiner, Michael Stabentheiner, Netzwerk Kulinarik/Martina Siebenhandl, Genussland Kärnten, BMLRT/Martina Siebenhandl, Franz Laimboeck PixelTech, Agrarfoto, Wolfgang Feistritzer, Markus Wenzel, Kasimir Nemestothy, Johannes Thurn-Valsassina, Igor Stevanovic, Johann Kreschischnig, Helge Bauer, Kärnten Werbung, Christoph Gruber, Bernhard Bergmann, Gerhard Hoffer, LK/ Ludwig Schedl, Paul Gruber, Büro LR Gruber/Bauer, LK Kärnten, AdobeStock/WavebreakmediaMicro, AdobeStock/Bits and Splits, © AdobeStock/carinthian, www.shutterstock.com GRAFIK: Tom Ogris, MAJORTOM.at DRUCK: Satz und Druck Team, Klagenfurt Konzeption und Begleitung des Gesamtprozesses durch EWC EDELWEISS CONSULTING GmbH Alle Rechte vorbehalten. Klagenfurt, Juli 2021


Quellenverzeichnis: • Agrarmarkt Austria Marketing GmbH (2019): RollAMAMotivanalyse August 2019 • Amt der Kärntner Landesregierung (2020): Landwirtschaftsbericht 2019. Bericht über die wirtschaftliche Lage der Land- und Forstwirtschaft in Kärnten • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2019): Perspektive Landwirtschaft. Agrarpolitische Standortbestimmung • Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (2020): Grünber Bericht 2020. Die Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft • Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (2021): Aktuelle Herausforderungen für die Landund Forstwirtschaft. Über Klimawandel, Biodiversitätsverlust und gesellschaftliche Ansprüche • DLG Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (2017): Landwirtschaft 2030. 10 Thesen. • HBLFA Raumberg Gumpenstein (2021): Langzeitauswirkungen differenzierter Bewirtschaftungsintensität von Dauerwiesen unter besonderer Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Effekte • IHS Institut für höhere Studien (2019): Ökonomische Bedeutung der Kärntner Land- und Forstwirtschaft für Kärnten und Österreich • Kärnten Werbung (2019): T-Mona Gästebefragung • KeyQuest (2021): Bild der Landwirtschaft in der Gesellschaft

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• Leip et al. (2010): Beitrag des Tiersektors zu den

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Treibhausgasemissionen der EU • Netzwerk Zukunftsraum Land (2019): INNOVATIONSANALYSE FÜR DIE ÖSTERREICHISCHE LANDWIRTSCHAFT SCHWERPUNKT WERTSCHÖPFUNG • Netzwerk Zukunftsraum Land (2019): INNOVATIONSANALYSE FÜR DIE ÖSTERREICHISCHE LANDWIRTSCHAFT SCHWERPUNKT KLIMAFREUNDLICHE LEBENSMITTEL • Ökosoziales Forum Europa (2018): Sustainability Check of European Regions 2018 • Österreichischer Biomasse-Verband (2019): Bioenergie Atlas Österreich 2019 • Umweltbundesamt (2019): Österreichische Treibhausgasbilanz • Statistik Austria (2019): Österreichische Außenhandels-Statistik • WIFO (2020): Die Wertschöpfungskette von Agrargütern und Lebensmitteln in Österreich • Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Klagenfurt (2021): Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf Kärnten • Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Klagenfurt (2016): KLIMASZENARIEN FÜR DAS BUNDESLAND KÄRNTEN BIS 210


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