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Bibel-Info Frühling 2026

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bibelinfo

Inhalt

Editorial

Was ist ein farbiger Buchschnitt?

Von Jerusalem nach Costa Rica in den Amazonas-Regenwald…

Stand der Bibelübersetzung im Jahr 2025

Die Bibel in der Schule, für Teenies, in der Pariser Region…

Eine einzigartige Ausgabe

65 Jahre Zeugnis in Nancy

Ein Tag grosser Dankbarkeit

Eine neue, dem Bibeltext gewidmete Stiftung

Neue Perspektiven für die NGÜ

Ende 1940: die ganze Bibel soll gedruckt werden

Modernes Pharisäertum

Von der Bibelproduktion zur Begleitung junger Menschen in Not

Viel Grund zum Danken in Zürich!

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!

Matthäus 5,6

Wer herrscht heute über unser Leben?

Der Beginn des Jahres 2026 war geprägt von einer neuen Dynamik in den internationalen Beziehungen: das Recht der Stärkeren trat an die Stelle der bis jetzt international anerkannten Stärke des Rechts (auch wenn sie nie vollständig respektiert wurde). Während ich diese Zeilen schreibe, kann ich noch nicht absehen, welche Wolken sich bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie diesen Leitartikel lesen, zusammengebraut haben werden, aber die Feststellung, dass es um die Welt schlecht steht, wird sicherlich weiterhin aktuell sein.

Wie kann man also Abstand zu den Ereignissen gewinnen? Wie kann man angesichts einer solchen Perspektive für die Welt die richtigen Worte finden?

Auf der einen Seite bekräftigt Paulus: «…es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt» (Röm 13,1), und er ermutigt uns, «für Könige und alle, die in hoher Stellung sind», zu beten (1Tim 2,2). Andererseits befahl der HERR jedem König, der über das Volk Israel herrschte, eine Abschrift des Gesetzes für seinen eigenen Gebrauch anzufertigen, «dass sich sein Herz nicht über seine Brüder erhebt» ( 5Mo 17,20). Und zahlreiche Sprüche, ebenso wie die Propheten nach Salomo, betonen, wie wichtig

es für einen Herrscher ist, gerechte Entscheidungen zu treffen.

In diesem Sinne haben wir uns dem Projekt angeschlossen, französischen Parlamentsabgeordneten, die dies wünschen, eine Bibel anzubieten, damit sie das Evangelium (wieder) entdecken und das Mandat, das Gott ihnen anvertraut hat, aus seiner Perspektive betrachten können.

Demgegenüber verschweigt die Bibel nicht die Existenz tyrannischer und willkürlicher Mächte. Die Dynastie Herodes des Grossen ist ein trauriges Beispiel dafür, ebenso wie Nebukadnezar, bevor er die Souveränität des Allerhöchsten anerkannte.

Welche Überlegungen sind also in einer Zeit anzustellen, in der bestimmte Mächte zur Willkür neigen, und welche Stellungnahme können christliche Bürger dazu abgeben? Der Prophet Daniel gibt uns einen Teil der Antwort: Nachdem er aufeinanderfolgende Weltreiche in Form von Tieren beschrieben hat – als ob die menschliche Macht entmenschlicht wäre –, sieht er eine Szene, in der im Gegensatz dazu die ewige Herrschaft über alle Völker einem «Sohn des Menschen » übergeben wird (Dan 7,13­14), ein Titel, den Jesus in den Evangelien

«Freveltaten sind den Königen ein Gräuel, denn durch Gerechtigkeit wird ein Thron befestigt.» Sprüche 16,12 «Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!» Matthäus 5,6

verwendet. Die Erwartung dieser ewigen Herrschaft, die er durch seinen Tod für alle Menschen erlangt hat, kann unsere Prioritäten in Frage stellen: Wer herrscht heute über unser Leben?

Um diese Gedanken zu konkretisieren, möchte ich Ihnen einen Auszug aus einer Predigt vorstellen, die Pastor André Trocmé am 23. Juni 1940 vor seinen Gemeindegliedern in Le Chambon­sur­Lignon hielt, einem Dorf, das bekannt wurde, weil es Tausende jüdischer Kinder vor den deutschen Besatzern schützte: «Die Aufgabe der Christen ist es, sich der Gewalt, mit der ihr Gewissen geknechtet werden soll, mit den Waffen des Geistes entgegenzustellen. (…) Wir werden Widerstand leisten, wenn unsere Feinde von uns verlangen, dass wir uns Weisungen unterordnen, die im Widerspruch zu den Geboten des Evangeliums stehen. Wir werden das ohne Furcht tun, aber auch ohne Stolz und Hass. Aber dieser moralische Widerstand wird nicht möglich sein,

ohne dass wir mit einer Art innerer Sklavenhaltung brechen, die uns schon lange beherrscht. (…) Lasst uns lernen, Dinge aufzugeben, Schwestern und Brüder: unseren Stolz und unseren Egoismus, unsere Liebe zum Geld und unser Vertrauen in irdischen Besitz. Lasst uns lernen, uns Tag für Tag auf unseren Vater zu verlassen, der im Himmel ist, von ihm das tägliche Brot zu erwarten und es

mit unseren Brüdern zu teilen, die wir lieben sollen wie uns selbst.

Möge Gott uns von unseren Sorgen genauso befreien wie von falschen Sicherheiten, möge er uns seinen Frieden geben, den niemand seinen Kindern wieder nehmen kann, möge er uns in Trauer und Anfechtungen trösten und uns würdig erachten, Glieder der Kirche Jesu Christi zu sein, des Leibes

Christi, in Erwartung seines Reiches der Gerechtigkeit und der Liebe, in dem sein Wille geschieht – auf der Erde wie im Himmel.»

Mögen diese Worte uns in den turbulenten Zeiten, die wir heute durchleben, begleiten.

Christophe Argaud ca@bible.ch

Möglicherweise haben Sie diesen auf den ersten Blick technisch klingenden Begriff noch nie gehört. Wenn Sie jedoch in den letzten zwei Jahren an einer Buchhandlung vorbeigekommen sind, haben Sie höchstwahrscheinlich, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein, in den Schaufenstern Bücher mit einem solchen Seitenschnitt gesehen.

Auch wenn diese Technik in letz ter Zeit wieder stark in Mode gekommen ist, ist sie in

zunehmenden Verbreitung industrieller Tintenstrahldruckmaschinen auch für Druckerzeugnisse in grösseren Auflagen erschwinglich geworden. Der Druck erfolgt mit pigmentierten Tinten, die eine gute Haltbarkeit gewährleisten, ohne das Papier zu verändern. Ende letzten Jahres wollten auch die Teams der GBG­HdB dieses neue Verfahren nutzen, um insbesondere ein Bibelmodell mit Schreibrand und ein Andachtsbuch mit dem Titel Vivre en Christ (dt. Ausgabe: Meine Identität: in Christus!) hervorzuheben. Wir hoffen, dass die Leser diese Neuheit und die einzigartige ästhetische Dimension, die sie einem Buch oder einer Bibel verleihen kann, schätzen werden. Was

Wirklichkeit sehr alt, denn sie stammt aus dem 10. Jahrhundert. Dabei werden mehr oder weniger abstrakte dekorative Motive auf den Buchschnitt «gemalt»...

Lange Zeit war diese kostspielige Veredelung nur sehr schönen Büchern und limitierten Auflagen vorbehalten. Man bevorzugte, insbesondere für Bibeln, die Vergoldung oder das Aufsprühen von einfarbiger Tinte. Erst seit kurzem ist diese Verzierungstechnik dank der

Von Jerusalem in den AmazonasRegenwald …

Diejenigen, die uns schon länger folgen, erinnern sich vielleicht an ein Projekt zum Neuen Testament, das wir 2014 für ein Volk in Costa Rica unterstützt haben. Damals druckten wir 2.500 Exemplare, die für eine Bevölkerung von ca 12.000 Menschen bestimmt waren, die hauptsächlich in schwer zugänglichen Dörfern in einer sehr steilen Gebirgsregion leben.

Zehn Jahre später kontaktierte uns der Missionar Timothy Jones, ob wir bereit wären, uns an einer zweiten erweiterten Ausgabe zu beteiligen. Inzwischen arbeitet ein kleines Team weiter an der Übersetzung des Alten Testaments. Sobald die Bücher übersetzt sind, werden sie auf A4­Blättern ausgedruckt und intensiv für Bibelstunden genutzt.

Die Mitarbeiter hatten gedacht, bis zur Veröffentlichung der gesamten Bibel genügend Neue Testamente auf Lager zu haben, doch der Bedarf ist so gross, dass innerhalb von 10 Jahren alle Exemplare verkauft wurden! Man muss auch bedenken, dass das Papier in dieser tropischen

Ein viel genutztes Exemplar der 1. Auflage

Region durch die konstante Luftfeuchtigkeit stark beansprucht wird, insbesondere wenn die Bücher so intensiv genutzt werden wie diese. Da es noch einige Jahre dauern wird, bis die Übersetzung fertiggestellt ist, und die Nachfrage weiterhin sehr gross ist, hat das Team beschlossen, eine Zwischenausgabe herauszugeben – was für ein so kleines Volk sehr selten ist –, die die bereits übersetzten Bücher enthält (NT, Genesis bis 2. Samuel, Psalmen, Sprüche, Prediger).

Die Auswirkungen dieser Arbeit auf das Leben der Cabécar sind sehr bewegend, wie der folgende Ausschnitt aus einem Bericht von Timothy Jones zeigt, den er uns Ende letzten Jahres übermittelt hat. Es handelt sich um die Geschichte eines jungen Mannes, der noch nie von Jesus gehört hatte.

Eines Tages, als er weit weg von seinem Heimatdorf Kaffee pflückt, findet Melvin unter einem Kaffeebaum ein weggeworfenes Büchlein. Es ist das erste Mal, dass er ein Buch in seiner Sprache in den Händen hält! Tief fasziniert trocknet er

Timothy stellt der Cabécar­Gemeinde die neue NT-Ausgabe vor.

es am Feuer und vertieft sich in die Lektüre. Es handelt sich um das Johannesevangelium. Beim Lesen ist er so beeindruckt von Jesus und seinen Lehren, dass er sofort an ihn glaubt.

Einige Zeit später trifft er in der Stadt Turrialba auf einen Strassenverkäufer, der Lampen aller Art und… ein einziges Buch anbietet. Diesmal ist es ein Neues Testament (das 2014 veröffentlichte) in seiner Sprache! Ohne zu zögern kauft er es und beginnt zu lesen. Er selbst erzählt, wie es weiterging: «Ich kam zum Epheserbrief und las, was dort über unsere Lebensweise gesagt wird. Ich war damit nicht einverstanden. Also hörte ich auf zu lesen und ging zum nächsten Brief über, dem Philipperbrief, aber dort stand dasselbe! Dann las ich das Buch bis zum Ende, wo in der Offenbarung das Schicksal derer beschrieben wird, die «ausserhalb der Stadt» sein werden. Ich wurde von meiner Sünde überzeugt, gab mein Leben dem Herrn und gab meine alte Lebensweise auf. Das war schwer.»

Timothy lebt. Als sich Melvin eines Nachmittags nach einem dieser Treffen gerade auf den Weg in ein anderes Dorf machen will, um dort jemandem aus seiner Familie vorzulesen, bricht ein Gewitter los. Er beschliesst daher, Schutz zu suchen und nutzt die Gelegenheit, um sich den Ort anzusehen.

Da macht er eine wunderbare Entdeckung: Er erfährt, dass genau in diesen Räumlichkeiten das Neue Testament übersetzt wurde! Er nutzt die Gelegenheit, um alle möglichen Fragen zu schwer verständlichen Wörtern zu stellen und macht sogar äusserst treffende Vorschläge, die zur Klärung bestimmter Formulierungen beitragen! Sehr schnell wird er in das Übersetzungsteam für das Alte Testament aufgenommen.

In der folgenden Zeit stösst Melvin auf viel Widerstand und Verachtung seitens seiner ehemaligen Freunde und einiger Familienmitglieder. Sie halten ihn für verrückt, weil er Stunden damit verbringt, das Buch zu lesen, das er so sehr liebt. Trotzdem hält er durch. Er erlebt auch, wie seine Mutter, die selbst die mächtigsten Schamanen nicht heilen konnten, durch die Kraft Gottes gerettet wird.

Aber die Geschichte endet hier nicht! Er lernt andere Christen kennen, die ihn zu monatlichen Bibelstunden in das kleine Dorf einladen, in dem

Melvin predigt am Tag der Feier.

Timothy erzählt: «Durch seine Kenntnis und Liebe zum Wort Gottes verfügt er über eine besondere Fähigkeit, die uns hilft, schwierige Stellen zu formulieren. Vor allem aber sind es seine Liebe und Freude an Gott, die für uns ein Segen sind und das Team ermutigt haben.»

Kürzlich freuten sich die Übersetzer, als sie an den ersten Versen von Jesaja 60 arbeiteten. Sie erkannten nämlich, dass das Licht, das vor etwas mehr als 2000 Jahren in Jerusalem aufgegangen war, endlich bei den Cabécar leuchtete, tief im Amazonas­Regenwald, um «das tiefe Dunkel, das die Völker bedeckt», zu erhellen.

Luc Jouve

Besuchen Sie unsere Homepage https://midibible.org/de/ oder scannen Sie den nebenstehenden QR-Code .

Das Übersetzungsteam, von links nach rechts : David, Isaias, Harol, Zebedeo, Rudesindo, Ruth, Melvin, Elizabeth ; hinten : Timothy und Joel

Stand der Bibelübersetzung im Jahr 2025

Das Jahr 2025, das wir soeben hinter uns gelassen haben, markiert einen wichtigen Meilenstein. Das machte zwar keine Schlagzeilen, doch es stand für das äusserst ehrgeizige Ziel, das 1999 auf der Konferenz von Wycliffe International festgelegt worden war, nämlich die Initialisierung eines «Projekts zur Bibelübersetzung für jedes Volk, das dies noch braucht». Wo stehen wir heute, 26 Jahre später?

Das Ziel wurde nicht ganz erreicht, da es noch 540 Sprachen gibt, die von ca. 17 Millionen Menschen gesprochen werden, für die ein Übersetzungsbedarf festgestellt wurde, aber bisher noch kein Programm gestartet werden konnte. Dennoch gibt es für Gottes Volk viele Gründe zur Freude. Denn in der Zwischenzeit haben Bibelübersetzungsprogramme mehr als 4.600 Völker erreicht, das sind ca. 430 Millionen Menschen, die zuvor keinen Zugang zur Heiligen Schrift hatten.

weise eine neue Begeisterung geweckt, die so schnell nicht nachlassen wird. Tatsächlich werden immer mehr Initiativen, Kooperationen, Technologien und innovative Projekte ins Leben gerufen, um das Ziel weiter zu verfolgen und das Tempo in den kommenden Jahren sogar noch zu beschleunigen. Natürlich sind weder Statistiken noch Leistungen entscheidend, aber diese Daten helfen uns dabei, den bereits zurückgelegten und den noch vor uns liegenden Weg einzuschätzen. Das ermöglicht uns strategische Entscheidungen, um das Ziel, das Jesus uns gesetzt hat, bevor er zu seinem Vater zurückkehrte, bestmöglich und so schnell wie möglich zu erreichen: «So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker (…) und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.»

(Obenan, Aktivierungskampagne von Wycliffe Schweiz im Jahr 1999)

Auch wenn das gesteckte Ziel noch nicht vollständig umgesetzt wurde, hat es erfreulicherJungendliche aus dem Cabécar-Volk beim Bibelstudium

FÜRBITTE

Beten wir für die Einheit und enge Zusammenarbeit der Organisationen und ihrer Mitarbeiter, die sich für die Bibelübersetzung engagieren.

Beten wir für die Öffnung verschlossener Länder und für den Schutz derer, die Gott in diesen feindseligen Gebieten mutig dienen.

Beten wir, dass das Licht Jesu weiterhin die Finsternis unter den Nationen erhellt, damit sie ihrerseits «durch die Pforten der Stadt eintreten» können.

«Wir werden mutig neue Ansätze für die Bibelübersetzung weiterentwickeln, um angemessene und qualitativ hochwertige Übersetzungen zu gewährleisten, die zu einer Veränderung im Leben der Menschen führen. Zu diesem Zweck werden wir uns weiterhin auf die Ausbildung und Ausstattung von Bibelübersetzern konzentrieren, (und) die Beratung verbessern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die gesamte Heilige Schrift, beide Testamente, übersetzt wird. Und da die Gemeinde eine zentrale Rolle bei der Übersetzung der Bibel spielt, werden wir die Gemeinde bis an die Enden der Erde tragen.»

Stephen Coertze, Generaldirektor der Wycliffe Global Alliance, in seiner Abschlussrede auf dem Weltkongress der Alliance letzten November in Johannesburg

WETTBEWERB BIBEL-INFO 1/2026

Wo wurde das Foto auf der Umschlagseite dieser Ausgabe aufgenommen?

Der erste Leser, der uns die richtige Antwort sendet (ohne Google zu Hilfe zu nehmen), erhält einen Preis!

Kontakt : bibel-info@bibelgesellschaft.com.

Das Foto auf der vorhergehenden Ausgabe wurde in Lutry, Schweiz aufgenommen .

STOP INFO

Falls Sie unsere kleine Zeitschrift versehentlich doppelt bekommen, sagen Sie uns bitte Bescheid! Geben Sie bitte dabei Ihre Kunden-Nr. an. Kontakt: info@bible.ch . Vielen Dank!

Die Bibel

…in der Schule

Seit etwas mehr als zwei Jahren finden in der Privatschule «La Chamarette» in Hochsavoyen während der Mittagspause Andachten für Kinder der Klassen 1 bis 5 statt. An diesen ca. 50minütigen Treffen nehmen etwa 40 Schüler teil. Es wird eine Geschichte aus der Bibel erzählt, worauf ein Lied folgt. Anschliessend können die Kinder beten, wenn sie möchten. Zum Abschluss gibt es eine Diskussionsrunde oder eine Aktivität, z. B. Basteln oder das Ausfüllen eines Arbeitsblatts. Im Laufe des Jahres finden sechs bis sieben solcher Andachten statt. Um eine kontinuierlichere Einführung in den Glauben zu ermöglichen, unterrichtet seit September 2025 eine Pastoralreferentin einmal pro Woche in den Klassen vom Kindergarten bis zur 5. Klasse. Die behandelten Themen sind vielfältig und beziehen sich vor allem auf biblische Geschichten und die Überlieferung der Bibel.

Der Verein Das Haus der Bibel und die Stiftung Genfer Bibelgesellschaft, die sich aus Spenden finanzieren, freuen sich darüber, weiterhin die Verbreitung von Gottes Wort im Rahmen verschiedener Verteilaktionen nah und fern unterstützen zu können. Im Folgenden ein paar Beispiele:

Angesichts dessen wurde deutlich, dass es notwendig war, die Schule mit mehr Bibeln und christlichen Büchern auszustatten, die sich für solche Stunden und die Schulbibliothek eignen. Wir sind dem Haus der Bibel zutiefst dankbar, dass es uns bei diesem Projekt mit einer Spende von Bibeln und Büchern unterstützt hat, und hoffen, dass viele kleine Herzen vom Evangelium berührt werden. Bitte beten Sie mit uns, dass die Saat Früchte tragen möge.

Die Mitarbeiter der Schule «La Chamarette»

…für Jugendliche

Letzten Sommer waren wir auf der Action BibliqueJugendfreizeit im Südwesten Frankreichs etwa 50 Personen, darunter 35 Jugendliche und 14 Erwachsene. Zum grössten Teil kamen die Teilnehmer aus verschiedenen Gemeinden, einige wenige hatten keinen christlichen Hintergrund. Ziel dieser Freizeiten ist es, dass junge Menschen das Evangelium hören und Gott kennenlernen, oder mit Ihm weiter im Glauben vorankommen. Dieses Jahr haben wir die Geschichte von Elia anhand eines eigens dafür vorbereiteten Heftes studiert. Am Ende konn­

ten wir den Jugendlichen dank des Hauses der Bibel «ein Jahr mit persönlichen Bibelandachten» anbieten. Während der Freizeit hatten wir sie nämlich dazu ermutigt, eine tägliche Routine mit Gott einzuführen. Deshalb war das Buch Lis. Réfléchis. Agis. (ein Jahresplan zum persönlichen Bibellesen für Jugendliche) ideal geeignet, u m sie zu motivieren, sich auch weiterhin jeden Morgen Zeit für den Herrn zu nehmen. Viele freuten sich über dieses Geschenk. Nochmals vielen Dank!

Clément Gutierrez

Paris

Die evangelische Baptistengemeinde von Marolles­sur­Seine östlich von Paris hat kürzlich ihren neuen Versammlungsraum eingeweiht. Zu diesem Anlass fragte ich bei JeanMarc Guyot nach, ob es möglich wäre, uns Bibeln zu spenden... und das Haus der Bibel schenkte uns freundlicherweise 100 Exemplare. Diese wollten wir an die bei der Einweihung anwesenden Per sonen verschenken.

Wir freuten uns sehr, an diesem Tag 50 Bibeln an Nichtgläubige verteilen zu können. Auch der Bürgermeister unseres Dorfes und sein erster Stellvertreter

erhielten ein Exemplar. Die übrigen Bibeln bekamen Gemeindeglieder, um sie an Menschen in ihrem Umfeld weiterzugeben, die noch keine besitzen, zusammen mit einem Zitat von Victor Hugo: «Es gibt nur ein Buch, das die gesamte menschliche Weisheit enthält, erleuchtet durch die gesamte göttliche Weisheit, ein Buch, das die Völker ‘das Buch’ nennen: die Bibel. Säen Sie die Dörfer mit Evangelien. Eine Bibel für jede Hütte!»

Dank dieser grosszügigen Spende konnte das Evangelium Jesu Christi in 100 Haushalte im Grossraum Paris gelangen.

…für die Zuschauer

Am Samstag, den 20. Dezember 2025, veranstaltete die evangelische Gemeinde Firm Founders International Ministries südöstlich von Paris zum ersten Mal ein Weihnachtsmusical für alle, um den Einwohnern der Stadt die Möglichkeit zu geben, Weihnachten einmal anders zu erleben.

Mit dem Titel «Und es ward Licht» erzählte das Stück auf originelle Weise von der Hoffnung und dem Licht Jesu aus der Sicht Johannes des Täufers. Mit rund 50 Schauspielern, Sängern und Freiwilligen verband es Musik, Erzählung, Humor und eine mitreissende Inszenierung in einer herzlichen Atmosphäre, die jeden ansprach. Die Veranstaltung zog im Laufe des Tages fast 300 Menschen an. Die meisten Zuschauer kamen nicht aus der Gemeinde. Es handelte sich um Verwandte, Freunde, Kollegen von Gemeindegliedern oder Einwohner der Stadt und der Umgebung. Viele waren nicht gläubig, und für einige war die Bibel, die sie an diesem Tag erhielten, die erste in ihrem Leben.

Dafür möchten wir Gott unsere tiefe Dankbarkeit bekunden und dem Haus der Bibel von ganzem Herzen unseren Dank aussprechen (Kolosser 3,16).

Das Haus der Bibel hat dazu beigetragen, dass diese Bibeln kostenlos verteilt werden konnten. Mit dieser Aktion wollten die Organisatoren die Weihnachtsbotschaft ohne Zwang vermitteln. Sie entschieden sich für eine bewusst einfache und verständliche Sprache und liessen jedem die Freiheit, nachzudenken, sich auszutauschen oder anschliessend Fragen zu stellen. Zu Beginn wurden die Zuschauer mit einer altersgerechten Geschenktüte empfangen. Diese enthielt unter anderem biblische Spielhefte, Weihnachtsdekorationen und Plüschtiere für die Jüngsten. In der Pause konnten sich alle bei einem Imbiss stärken und die Zeit in geselliger Runde verbringen. Eine der vielen Rückmeldungen, die wir zu diesem Tag erhalten haben, bringt den Grundgedanken der Veranstaltung besonders gut auf den Punkt: «Es war eine wahre Freude, Ihre Vorstellung mitzuerleben. Das Thema Weihnachten wurde auf sehr bewegende und originelle Weise behandelt. Ein besonderes Lob für den Empfang, die Geschenke und den Imbiss.»

Jenny Bassinet

Nicolas Bianco

Eine einzigartige Ausgabe VERBREITUNG

Was könnte man Menschen, die bereits alles haben, aber dennoch so einen grossen Bedarf an Weisheit und Frieden haben, Schöneres schenken als eine Bibel? Diese Überzeugung war zweifellos ausschlaggebend dafür, dass die Verantwortlichen des CNEF (Nationaler Rat der Evangelikalen Frankreichs) eine Initiative gestartet haben, um französischen Abgeordneten (gewählten Mitgliedern der Nationalversammlung und des Senats) eine Bibel zu schenken. Über Herrn Thierry Le Gall, den Leiter des Seelsorgedienstes des CNEF für Parlamentarier, erhielten wir im Laufe des letzten Jahres eine Anfrage bezüglich der Durchführbarkeit eines solchen Projekts. Die Idee, ein Geschenk von höchstmöglicher Qualität zu machen, führte dazu, dass sich der CNEF eine Sonderausgabe wünschte.

Nach Diskussionen, Überlegungen und der Prüfung verschiedener Möglichkeiten, insbesondere mit unserem Grafiker (Visuall Communication), haben wir einen Vorschlag gemacht, der auf einem Digitaldruck in kleiner Auflage basiert. Zufällig bietet eine neue Druckerei mit Sitz in den Niederlanden nun diese Möglichkeit an, die bis vor kurzem für den Druck auf dünnem Papier nicht verfügbar war (da die Tinte stärker durch das Papier dringt und es ausserdem Schwierigkeiten beim Falzen gibt).

Der ursprüngliche Plan sah vor, allen französischen Abgeordneten (etwa 1.000) ein Exemplar anzubieten. Angesichts des daraus folgenden hohen Budgets hat der Ausschuss des CNEF dieses

Um den Überraschungseffekt zu bewahren, können wir das ausgewählte Design noch nicht enthüllen. Als kleinen Trost gibt es hier jedoch die Skizze einer Möglichkeit, die wir mit unserem Grafiker durchgespielt haben…

Ziel jedoch nach unten korrigiert und beschlossen, nur 250 Exemplare zur Verfügung zu stellen. Diese Verringerung der Auflage hat natürlich eine erhebliche Erhöhung der Stückkosten zur Folge (die sich fast verdoppelt haben).

Die GBG hat sich daher verpflichtet, 200 weitere Exemplare dieser Ausgabe zu produzieren, um sie Partnern und, sofern dies bestätigt wird, Parlamentariern in der Schweiz zu schenken. Für dieses Projekt müssen noch rund 13.000 € / CHF finanziert werden, wofür wir auf Ihre Grosszügigkeit angewiesen sind.

Bitte beten Sie mit, dass der ausgestreute Same des Lebens in den Herzen Früchte trägt

Die Häuser der Bibel brauchen Sie !

In unseren Buchhandlungen Basel und Zürich sind wir immer dankbar für Verstärkung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die uns dabei helfen, unseren Dienst an der Verbreitung von Gottes Wort zu erfüllen. Wenn Sie sich berufen fühlen, und wenn Sie regelmäßig einige Stunden erübrigen können, dann melden Sie sich bitte bei uns!

Schon im Voraus herzlichen Dank! Kontakt: rh@bible.ch

Luc Jouve

65 Jahre Zeugnis in Nancy NACHRICHTEN

Vor 65 Jahren wurde in Nancy, der nach Einwohnerzahl zweitgrössten Stadt Lothringens, ein Haus der Bibel eröffnet. Von 1961 bis 1993 wurde die Buchhandlung von verschiedenen Verantwortlichen geleitet. Dann übernahm Jean­Lionel Perrot die Leitung und versah mehr als 20 Jahre lang treu seinen Dienst. Im Juli 2015, wenige Monate vor seinem Eintritt in den Ruhestand, erlebte die Buchhandlung einen Wendepunkt mit der Gründung des Vereins «Equilivre HdB Nancy», bestehend aus Ehrenamtlichen mit einer Leiterin und unterstützt von verschiedenen christlichen Gemeinden. Das Ziel war, diesen Ort christlichen Zeugnisses im Herzen der Stadt zu bewahren. In diesem Zusammenhang wurden wenig später Renovierungsarbeiten in den Räumlichkeiten durchgeführt. Anfang Januar 2016 konnte dann der Buchladen wieder eröffnen.

sein Enkel sie las. Er fand sie sehr interessant und wollte dieselbe haben! Oder die Mutter und ihr Sohn, die eine Bibel mit Kommentaren kaufen wollten, vorzugsweise in grosser Schrift, für den hundertjährigen Grossvater. Da Nancy eine der grössten Universitätsstädte Frankreichs ist, kommen auch viele Studenten zu uns. Diejenigen von ihnen, die aus dem Ausland kommen, schätzen besonders die zweisprachige Bibel (EnglischFranzösisch), die von der GBG herausgegeben wird. Andere Kunden kommen einfach nur, um sich zu unterhalten. Darüber hinaus lassen sich auch mehrere Partnergemeinden von uns beliefern während der Weihnachtszeit, für Taufen, Bibelstudien usw.

Bitte beten Sie mit uns, dass durch die Bibeln und christlichen Bücher, die unseren Laden verlassen, weiterhin Leben verändert werden.

Seitdem habe ich die Leitung übernommen, unterstützt von mehreren regelmässig mitarbeitenden Ehrenamtlichen – Chantal, Rosana, Hervé, Christiane, Pierre und Elisabeth – sowie von einigen anderen, die zeitweise verfügbar sind. Das ist für mich ein wahrer Grund zur Dankbarkeit! Wir als Team möchten bei uns Menschen willkommen heissen, die nach einem Sinn im Leben suchen. Die Besucher unserer Buchhandlung kommen nicht nur aus dem Grossraum Nancy, sondern auch aus der Maasregion, den Vogesen, Luxemburg und sogar aus Belgien. Die Menschen haben unterschiedliche Hintergründe. Dazu gehören evangelische Christen, aber auch viele Katholiken, da es in Nancy keine katholische Buchhandlung mehr gibt.

Wir dürfen sehr vielfältige und bereichernde Begegnungen erleben. Ich denke an jene Eltern, die wegen ihrer Kinder kamen und sagten: «Mein Kind stellt sich Fragen über Gott. Ich weiss nichts darüber, aber ich möchte ihm eine Bibel kaufen.» Oder an den Grossvater, der nach einer bestimmten Jugendbibel fragte, weil er gesehen hatte, wie

Und als letztes Gebetsanliegen: Wir stehen vor umfangreichen Arbeiten zur Bekämpfung des Hausschwamms (ein Pilz, der Holz zerstört).

Die Mauern unseres Ladens müssen gründlich behandelt werden. Wir hoffen, dass sich dies nicht zu lange hinzieht und wir unsere Gäste so schnell wie möglich wieder bei uns begrüssen können. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Anne Tromp
Ein Teil des Teams ; von links nach rechts : Rosana, Chantal, Anne, Christiane, Pierre

Ein Tag grosser Dankbarkeit

Wie wir Ihnen in der letzten Ausgabe der BibelInfo (4/2025) mitgeteilt haben, durften wir am 15. November 2025 das 100­jährige Bestehen des Hauses der Bibel in Paris feiern. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1925 konnten fast eine Million Exemplare des Wortes Gottes und zahlreiche Bücher, die biblische Wahrheiten vermitteln, verbreitet werden.

Im Zeichen von Psalm 126,3 – « Der Herr hat Grosses an uns getan, wir sind fröhlich geworden» –, bot dieser Tag die Gelegenheit, Gott für seine Treue während dieser 100 Jahre zu feiern! Es war ein gesegneter Tag, dessen Programm eine historische Ausstellung, Begegnungen mit Autorinnen, Gewinnspiele, eine musikalische Pause und eine Teeverkostung umfasste. Sobald die Türen an diesem Morgen geöffnet waren, konnten die Besucher auf einer Rückschautafel die wichtigsten Ereignisse unserer 100­jährigen Geschichte erkunden: die Entscheidung des Gründers Hugh E. Alexander, ein Haus der Bibel in der «Stadt der Lichter» zu gründen; die Einweihung der Buchhandlung

Die glücklichen Gewinner des Wettbewerbs «Minutenkorb»

in der Rue du Val­de­Grâce; die dunklen Jahre des Zweiten Weltkriegs; die verschiedenen Gelegenheiten (Messen, Ausstellungen, Strassenverkauf), das Wort Gottes zu verbreiten; und schliesslich die beiden Umzüge, 1978 in den Boulevard Saint­Michel, dann 2014 in die Rue Audubon.

Wir hatten das Vergnügen, Béatrice Maré, Autorin zahlreicher Romane für Kinder und Jugendliche (von denen einige beim Haus der Bibel erschienen sind), sowie Ludivine Laguerre, Gründerin des Blogs Ellecroit.com und Autorin mehrerer Gebets­ und Bibelandachtsbücher für Erwachsene, begrüssen zu dürfen. Beide erzählten aus ihrem Leben, wie Gott ihnen Türen öffnete und sie dazu führte, verschiedene Projekte in Angriff zu nehmen. Sie berichteten, inwiefern ihre Bücher dazu dienen, Christen zu ermutigen und zu stärken. Einige Besucher zeigten

Die historische Ausstellung

Christophe Argaud

sich begeistert, und es kam zu bereichernden Gesprächen während dieser Begegnungen. Zur Mittagszeit durchliefen die ausgewählten Teilnehmer des Spiels Panier ­ minute („Minutenkorb“) die Regale der Buchhandlung, um innerhalb von 60 Sekunden ihren Korb mit so vielen Büchern und Bibeln wie möglich zu füllen. Der Inhalt des Korbs wurde nämlich vom Haus der Bibel geschenkt. Um diese kostbaren Sekunden optimal zu nutzen, verfolgte jeder seine eigene Strategie: Eine der Gewinnerinnen kam einige Tage zuvor vorbei, um Fotos zu machen, eine andere kannte den Laden bereits gut, ein weiterer Gewinner kam frühzeitig, um sich die Bücher anzusehen, die ihn interessierten, und der vierte lernte die Buchhandlung erst in diesem Moment kennen! Es waren sehr gesellige und bewegende Momente. Besonders berührt hat uns die Geschichte eines der Gewinner, eines jungen Theologiestudenten, der extra aus der Schweiz angereist war und dank dieses Wettbewerbs mehrere für sein Studium notwendige Bücher bekommen konnte. Aus tiefer Dankbarkeit wollte er seinerseits zwei Bibeln an Menschen verschenken, die sie benötigten. Die Grosszügigkeit unseres Gottes fliesst über in die Herzen seiner Kinder!

Im weiteren Verlauf des Nachmittags genossen wir eine musikalische Pause, in der die junge Sängerin Aimie Chamard mehrere selbstkomponierte Lieder zusammen mit ihrer Schwester Laurie vortrug. Wunderschöne Augenblicke des Lobpreises für unseren Gott! Anschliessend wurde unseren Besuchern zum Abschluss der Feierlichkeiten eine Verkostung von Tees und

Der Feierliche Abend mit den Partnern und Mitarbeitern

Kräutertees des christlichen Unternehmens

Tea Notes angeboten, begleitet von einem kleinen Imbiss. Die sehr gesellige und herzliche Atmosphäre rundete diesen schönen Jubiläumstag mit unseren Kunden ab.

Am selben Tag war eine feierliche Abendveranstaltung mit den verschiedenen Mitarbeitern der Mission und einigen unserer Partner geplant, um Gott für seine Treue zu danken, die er seit 1925 gegenüber seinem Werk gezeigt hat. Anhand von Zeugnissen, Videos und Liedern durften wir auf die 100­jährige Geschichte des HdB Paris zurückblicken. Einen Teil davon finden Sie unter dem folgenden Link oder indem Sie den nachstehenden QR­Code scannen: https://paris.maisonbible. fr/100ans/

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns bei der Organisation dieses wunderbaren Tages geholfen haben, die uns in dieser intensiven Zeit im Gebet unterstützt haben, die speziell zu diesem Jubiläum gekommen sind, die «zufällig» vorbeikamen und an den Feierlichkeiten teilgenommen haben, sowie bei allen, die sich die Zeit genommen haben, uns eine Karte zu schicken oder uns eine Nachricht ins Gästebuch zu schreiben.

Schliesslich geben wir unserem Gott und Herrn Jesus Christus alle Ehre, ohne den all dies nicht möglich gewesen wäre. Wir preisen ihn für seine Gnade und seine grosse Treue. Und wir bitten ihn, sein Wort immer mehr leuchten zu lassen, nicht nur in unserer Hauptstadt, sondern in unserem ganzen Land.

Aline Bonnefoy

QR-Code zu den Videos

Jean-Marc Guyot, ehemaliger Leiter vom HdB Paris (links) ; Aline Bonnefoy, jetzige Leiterin (rechts) ; und Jean-Pierre Bezin, ehemaliger Leiter der GBG­HdB (Mitte)

Eine neue, dem Bibeltext gewidmete Stiftung

Nach reiflicher Überlegung haben wir beschlossen, eine zweite Stiftung zu gründen, um unsere Tätigkeiten klarer zu strukturieren. Diese wird sich mit der Übersetzung der Bibel ins Französische, Deutsche und Italienische sowie der Herausgabe des Bibeltextes in Minderheitensprachen (MiDi Bible) befassen. Dadurch werden wir einerseits diese Aktivitäten genauer von den anderen Arbeitsbereichen der GBG (wie der Verbreitung der Bibel) abgrenzen und andererseits den Status einer gemeinnützigen Organisation erlangen können. Somit werden wir dann wieder in der Lage sein, Spendenbescheinigungen für einen Teil unserer Tätigkeiten auszustellen. Die Übersetzung der Bibel ins Französische, Deutsche und Italienische entspricht der Vision des Gründers der GBG, Hugh E. Alexander: Die Bibel soll in den drei Hauptsprachen der Schweiz und für die europäischen Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden, verfügbar sein. In diesem Sinne veröffentlichen wir wörtliche Übersetzungen mit traditionellem Wortschatz, wie die NEG79, die Nuova Riveduta 2006 und die Schlachter 2000, bieten aber auch Übersetzungen mit zeitgemässem Vokabular an, wie die Segond 21, die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) oder die Nuova Traduzione Vivente (NTVi).

Parallel dazu wird die Herausgabe von Bibeln und Neuen Testamenten in Minderheitensprachen mit vier bis sechs Neuerscheinungen pro Jahr fortgesetzt. Seit der Gründung von MiDi Bible konnten wir demzufolge rund 60 Sprachgruppen weltweit versorgen. Diese neue Stiftung, nach Viviane André benannt, wird alle Aktivitäten bündeln, die darauf abzielen, die Bibel für möglichst viele Menschen in der Sprache ihres Herzens verfügbar zu machen, und zwar in einer aktuellen, klaren Ausdrucksweise.

Mit dem Namen dieser Stiftung möchten wir Viviane André und all ihren Verdiensten im Bereich der Bibelübersetzung bei der GBG unseren Respekt erweisen. Von 2001 bis zu ihrem Ausscheiden im Jahr 2022 war sie zunächst federführend an der Übersetzung Segond 21 (erschienen 2007) beteiligt und anschliessend Referentin für die Übersetzungsentscheidungen der NGÜ und der NTVi. Sie begleitete die Übersetzungsteams bei diesen beiden umfangreichen, noch immer laufenden Projekten. Da sie sich wünschte, dass jeder den Bibeltext und seinen Kontext verstehen kann, leitete sie die Herausgabe verschiedener Studienbibeln auf Französisch («Begegnung fürs Leben», Archäologische Bibel, Thompson­Bibel Auswahl). Sie verfasste auch Erläuterungen zu den Überset­

zungsentscheidungen in Artikeln unter der Rubrik «Le coin du traducteur» («Die Ecke des Übersetzers»), die von den Lesern der französischsprachigen Bible­Info sehr geschätzt wurden. Schliesslich hinterliess sie eine Vielzahl von Anmerkungen zur Textkritik und Übersetzung, die in der französischen Bibel mit Referenzangaben veröffentlicht wurden, und leistete einen sehr wichtigen Beitrag zum noch laufenden Projekt der «Challenge»­Studienbibel. Viviane diente ihrem Herrn unermüdlich und treu. Mit grosser Hingabe setzte sie sich dafür ein, die Botschaft der Bibel für alle Menschen ihrer Generation zugänglich zu machen. Ihre Zeit in unserer Mission und ihr Heimgang in die Herrlichkeit erinnern uns daran, dass unser Engagement im Dienst des lebendigen und ewigen Wortes Gottes vergänglich ist – doch dieses Wort bleibt ewig (1. Petrus 1,23­25).

Jean­ Gabriel Hammerschlag & Pierre ­ David Pfister

Um die Bibelübersetzung zu unterstützen, können Sie die Einzahlungsscheine mit QR ­ Code verwenden, die in der Mitte der Zeitschrift eingeheftet sind.

Viviane André

Neue Perspektiven für die NGÜ

In einer der vorherigen Ausgaben der Bibel-Info haben wir bereits berichtet, dass wir durch den Einsatz neuer Mittel schneller mit der NGÜ (Neue Genfer Übersetzung ) vorankommen möchten. So wurden vor einigen Monaten drei Übersetzer hinzugezogen, um das Übersetzungsteam von Christa Just und Uli Probst zu verstärken. Für Manfred Dreytza, Rolf Schäfer und Ulrich von Siebenthal ist die NGÜ alles andere als unbekannt, da sie bereits in der Vergangenheit stark am Projekt beteiligt waren, entweder in der Supervision oder in der Betreuung der Übersetzer. Mit diesem neuen Team haben die Arbeiten an den Büchern Hiob und Jeremia erhebliche Fortschritte gemacht, zudem konnten die historischen Bücher fertiggestellt werden. Jetzt müssen noch 10.000

Verse des Alten Testaments übersetzt werden. Der Abschluss der Übersetzung ist bis 2029 vorgesehen.

Die Genfer Bibelgesellschaft unterstützt diese Übersetzungsarbeit finanziell, neben weiteren Partnern, insbesondere der Stiftung Peter Schoeffer aus Deutschland. Somit decken wir die Gehälter von zwei zusätzlichen Übersetzern sowie das von Christa Just, die seit etwa zwanzig Jahren für die NGÜ arbeitet.

Um die neue Dynamik zu begleiten, sind wir jedoch erneut auf Spenden angewiesen.

Wenn Ihnen dieses Projekt am Herzen liegt, können Sie dazu beitragen, indem Sie die neu gegründete Stiftung Viviane André unterstützen (siehe Artikel nebenan), die nun für alle Übersetzungsarbeiten der Bibel zuständig ist. Und um Ihnen eine Grössenordnung zu vermitteln: Die Übersetzung eines Verses kostet ca. 100 € (oder 94 CHF).

Die immer näher rückende Fertigstellung der Übersetzung motiviert uns sehr. Die Geschichte der NGÜ reicht bis in die 1980er Jahre zurück. Bereits 1988 wurden die ersten Teilbände des Neuen Testaments veröffentlicht, bevor es im Oktober 2009 vollständig erschien. Die Übersetzung des Alten Testaments begann 2004 unter der Leitung der Genfer Bibelgesellschaft mit dem Buch der Psalmen. Zwei Jahre später übernahm die Deutsche Bibelgesellschaft die Verantwortung für das Projekt. 2011 erschien eine Ausgabe des Neuen Testaments mit den Psalmen, 2015 folgten die Sprüche. Im gleichen Jahr wurde der Brunnen-Verlag ein weiterer Partner des Projekts. Schliesslich, im Jahr 2019, veröffentlichten wir die Bücher Genesis und Exodus.

Zwei Ausgaben des NGÜ-NT mit Psalmen und Sprüchen

Seitdem liegt die Verantwortung für die Fortsetzung der Übersetzung bei der Genfer Bibelgesellschaft und dem Brunnen-Verlag, die auch die Koordination des Projekts übernommen haben. Im Jahr 2021 wurde die Übersetzung der fünf Bücher Mose abgeschlossen, zu Beginn dieses Jahres sind die Fertigstellung der historischen Bücher sowie die Fortschritte bei anderen Büchern sehr ermutigend.

Laut der Deutschen Bibelgesellschaft legt die NGÜ besonderen Wert auf Originalgetreue in einer zugleich verständlichen und zeitgemässen Sprache. Der derzeitige Projektleiter Uwe Bertelsmann (Brunnen Verlag, Gießen) betont, dass diese Übersetzung höchsten wissenschaftlichen und sprachlichen Ansprüchen genügt. «Viele Menschen berichten uns, dass sie dank der NGÜ einen ganz neuen Zugang zum Wort Gottes gefunden haben», sagt er.

Christophe Argaud

HISTORISCHER RÜCKBLICK

Ende 1940 : die ganze Bibel

soll gedruckt werden

Es folgt ein sechster Ausschnitt aus dem Buch « Combattant la famine de la Parole de Dieu pendant la guerre» [«Im Kampf gegen den Hunger nach Gottes Wort während des 2. Weltkriegs»; HdB, 1947], der zeigt, wie Gott die GBG und die HdB während des 2. Weltkriegs gebraucht hat!

Das Neue Testament wird in der Schweiz gedruckt! Noch während sich diese gute Nachricht verbreitet, häufen sich gegen Ende des gleichen Jahres (1940) die Anfragen, nicht nur nach dem Neuen Testament, das gerade herauskommt, sondern auch nach einer gesamten Bibel. Prediger und Christen aus Frankreich wenden sich an das Haus der Bibel und beschreiben den Hunger nach dem Wort Gottes: «Wir haben keine Bibeln mehr, die wir den frischverheirateten Paaren geben könnten; wir begnügen uns damit, ihnen einen Gutschein für eine Bibel zu geben, den sie in besseren Zeiten einlösen können!»

Ein für elsässische Flüchtlinge verantwortlicher Pastor berichtet, dass es in seiner Gemeinde nur eine einzige Bibel gibt – diejenige, welche für den Sonntagsgottesdienst verwendet wird. Die Flüchtlinge mussten so überstürzt aufbrechen und konnten nur so wenig Gepäck mitnehmen, dass sie den grössten Schatz der Welt nicht mitnahmen!

All die kleinen Vorräte, die hier und da entdeckt wurden und zum Auffüllen der mit so viel Ausdauer angesammelten Bestände dienten –all das, was die Häuser der Bibel zusammensuchen konnten, geht aufgrund der steigenden Nachfrage schnell zur Neige. Die Tragik der Lage wird immer deutlicher und erfordert einen neuen Akt des Glaubens. Ein Telegramm geht nach London, adressiert an die British and Foreign Bible Society; die Antwort erreicht H.E. Alexander am 25. Dezember 1940: Unsere herzlichsten Weihnachtsgrüsse. Wir sind einverstanden, dass Sie die Heilige Schrift drucken.

Er begibt sich daraufhin nach Bern zur Druckerei Wyss, um seine Entscheidung mitzuteilen, die gesamte Bibel mit einem Umfang von über 1000 Seiten zu drucken. So schildert er die Situation: – Der Krieg hat die Verhältnisse umgekehrt, sodass England nicht mehr in der Lage ist, die französische Bibel zu drucken. Ich glaube, dass diese Ehre wieder der Schweiz zukommen wird. Dann fügt er einfach hinzu:

– Wir haben keinerlei Mittel für dieses Vorhaben… Nach einem Augenblick des Nachdenkens kommt die Antwort:

– Herr Alexander, wir vertrauen Ihnen.

– Und wir, wir vertrauen auf Gott.

Es ist keine Übertreibung, die Hindernisse, die sich der Veröffentlichung der Bibel in den Weg stellen, mit einem grossen Berg oder sogar mehreren Bergen zu vergleichen!

Die Mission ist ein Glaubenswerk. Ihre Unternehmungen waren alle umkämpft; sie waren immer die Erfüllung bestimmter Verheissungen Gottes und Gegenstand beständiger Gebete. Genährt durch sein Wort hat der Glaube gesiegt. Doch die Erfahrungen der Vergangenheit, so segensreich sie auch sein mögen, können den Glauben nicht nähren. Was ihn inspiriert – die Verheissungen Gottes – muss ständig erneuert werden.

Angesichts dieser neuen Aufgabe der Herausgabe der Bibel, angesichts der Berge von Hindernissen und Schwierigkeiten, die mit klarem Verstand und Weitsicht angegangen werden müssen, kann nur der Glaube an Gott genügen. Und Gott sei gepriesen, die Berge werden ins Meer geworfen werden, denn die Verheissungen der Bibel haben nichts an ihrer Wirklichkeit und Kraft eingebüsst!

Zunächst ist die allgemeine Lage zu betrachten: Europa versinkt gerade in einem unbeschreiblichen Chaos. Im Frühjahr 1941 steht der Balkan trotz seines heldenhaften Widerstands kurz davor, vor dem Angreifer zu fallen. Russland selbst wird bald die Schrecken der Invasion und die abscheulichsten Kriegsmethoden erleben. Und die Schweiz leidet unter den Auswirkungen der weltweiten Lage. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nehmen in allen Bereichen zu, ebenso wie die Transportprobleme. Ein weiterer «Berg» ist die finanzielle Frage: um 50.000 Bibeln herauszugeben (das Minimum, um

dem Bedarf gerecht zu werden) und gleichzeitig weiterhin Evangelien und Neue Testamente zu drucken, muss ein neuer Fonds eröffnet werden –der Fonds zur Veröffentlichung von Bibeln –, auf der Grundlage eines Betrags von 300.000 Schweizer Franken. Aber ist das der richtige Zeitpunkt angesichts einer Zukunft voller Bedrohungen und drängender persönlicher und nationaler Sorgen, um ein solches Unterfangen in Angriff zu nehmen? Aus menschlicher Sicht sicherlich nicht!

In dieser Zeit der Entscheidungen, die sein Reich der Finsternis bedrohen, ist der Teufel äusserst geschickt darin, Gedanken einzuflüstern, die auf

den ersten Blick so vernünftig und umsichtig erscheinen! Aber wer seine Anweisungen von oben erhält, hält sich nicht mit solchen Überlegungen auf. In Anbetracht des Unvorhersehbaren verlässt er sich auf die Verheissungen des Gottes, der nicht lügen kann: « Ich will die Blinden auf einem Weg führen, den sie nicht kennen, und auf Pfaden leiten, die ihnen unbekannt sind; ich werde die Finsternis vor ihnen zum Licht machen und das Hügelige zur Ebene. Diese Worte werde ich erfüllen und nicht davon lassen» (Jes 42,16 ).

Fortsetzung folgt.

Modernes Pharisäertum REZENSION

Diese Neuerscheinung Modernes Pharisäertum ist kein nüchtern­kühles Sachbuch oder Nachschlagewerk. Es ist ein leidenschaftlicher und mutiger Appell zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Hier wird ein äußerst aktuelles und notvolles Problem aufs Korn genommen, das in vielen «bibeltreuen» und «bekennenden» Gemeinden in Deutschland immer deutlicher erkennbar wird.

Ein heißes Thema, worüber man meist nur mit vorgehaltener Hand spricht und wie in ein wütendes Wespennest sticht, wenn man es wagt, nach eigener Selbstprüfung den oder die «Gesalbten des Herrn» anzutasten.

Die folgenden Überschriften über Kapitel oder Themen geben einen guten Einblick in das Anliegen des Autors: «Wenn Hingabe entgleist: vom guten Start zum kalten Herzen»«Absonderung: Göttlicher Auftrag oder menschliches

Rückzugsprogramm?» ­ «Die Pharisäerfalle: Wenn der Zaun heiliger wird als der Garten»«Vom schmalen Weg auf die schiefe Bahn: Gefangen im Traditionalismus?» ­ «Wenn der Lack glänzt, und das Herz fault» ­ «Wer Gottes Like hat, braucht keinen Fanclub»«Einheit in Christus braucht keine Uniform!»

Dem Autor geht es um «Authentizität statt religiöser Masken», um «Heilige Absonderung ohne hochmütige Isolation». Es geht darum, ob wir überhaupt noch kritikfähig sind oder als Hirten oder Verantwortliche in der Gemeinde, uns für unantastbar halten und jedes Hinterfragen als ein Rütteln an unserem selbstgezimmerten Status verurteilen und verdammen.

Wer den Mut und die Demut besitzt, sagen zu können «Ich habe mich geirrt!» wird vielleicht Fans verlieren, aber an

Glaubwürdigkeit und Achtung gewinnen.

Svetlik hat sich mit diesem Aufschrei eine Last vom Herzen geschrieben. Sehr emotional, aber auch selbstkritisch und mit einer Portion Humor, die das Lesen leicht und spannend macht, obwohl es um schwere Brocken geht. Vielen Dank, Philip!

Wolfgang Bühne Mit freundlicher Genehmigung aus Fest und Treu 4/2025 entnommen

Von der Bibelherstellung zur Begleitung junger

Menschen in Not

Für diese Ausgabe haben wir Luc Jouve interviewt, der sich nach langjähriger Mitarbeit in der GBG nun in einer neuen Organisation für Menschen in Not engagiert.

Luc, du warst 17 Jahre lang bei der GBG tätig. Was hat dich damals dazu geführt, in diesem Missionswerk mitzuarbeiten und welche Aufgaben hattest du in all diesen Jahren?

Als ich mich 2009 für eine Tätigkeit bei der GBG entschied, hatte mich Gott durch die Überschrift der Stellenanzeige dazu geführt: «Projektleiter für die Bibelherstellung gesucht». Obwohl ich nicht genau wusste, worum es sich dabei handelte, sprachen mich diese Worte an, da sie meinem Wissen (ich hatte eine technische Ausbildung und einige Jahre Erfahrung in der Industrie) und dem, was ich liebte (der Bibel), zu entsprechen schienen. Zunächst lernte ich die Geheimnisse des Berufs von Philippe Eicher, der bereits ein Experte für die Gestaltung und Herstellung von Bibeln war, und wurde dann selbst für diesen Bereich verantwortlich.

Welches Erlebnis hat dich am meisten geprägt ?

Als ich 2012 das Vorrecht hatte, eine Teilzeitstelle in dem

kleinen Team von MiDi Bible anzutreten, einer unabhängigen Organisation, die damals von Paul­André Eicher geleitet wurde und sich 2017 mit der GBG zusammenschloss. Dadurch entdeckte ich die Welt der Bibelübersetzung in Minderheitensprachen, was mir die Augen und das Herz für all diese Völker öffnete, die Gott noch nie in ihrer eigenen Sprache gehört haben, bzw. in der Sprache, die das Herz berührt.

Was wird dir am meisten fehlen, und warum?

Mit Sicherheit die gemeinsamen Andachts­ und Gebetszeiten mit den Kollegen zum Tagesanfang. Ich habe dieses professionelle, familiäre und wohlwollende Arbeitsumfeld sehr geschätzt.

Was hat dich zu dieser Neuorientierung geführt und worin wird deine Tätigkeit bestehen?

Ich habe schon seit einiger Zeit über eine berufliche Neuorientierung nachgedacht. Dabei suchte ich nicht nach einer Tätigkeit, die für mich sinnvoller wäre, da das, was ich all die Jahre getan hatte, für mich bereits vollkommen sinnvoll war. Aber ich sehn­

«Mir ist klar, dass ich mich ganz auf seine Kraft verlassen muss, und nicht auf die meinige.»

te mich nach einer praktischen und bodenständigen Tätigkeit, wo ich auch dem Nächsten direkt dienen konnte. Als ich von dieser Stiftung hörte, für die ich mich jetzt einbringe und die durch die Arbeit in der Landwirtschaft versucht, orientierungslosen Jugendlichen wieder einen Sinn und Hoffnung zu geben, hat das etwas in mir ausgelöst. Ich wagte es kaum zu glauben (oder nur ganz wenig!), trotzdem wollte ich mehr darüber erfahren und begann, einmal pro Woche ehrenamtlich an den Aktivitäten dort teilzunehmen. Nach einigen Monaten öffnete sich dann eine Tür, die mir die Möglichkeit bot, mich stärker zu engagieren. Nachdem ich mit meiner Frau gebetet hatte, waren wir beide überzeugt, dass es der Herr war, der uns den Weg ebnete. Meine Aufgabe wird es sein, Workshops zu organisieren, mit Jugendlichen zu arbeiten,

Viel Grund zum Danken!

Das Team des HdB Zürich möchte sich für alle Gebete betreffs unserer Mitarbeitersuche bedanken. Wir haben nämlich letzten Herbst im Verkauf und Versand Verstärkung erhalten! Im Jahr 2025 durften wir fast 9’800 Bibeln, Neue Testamente und Evangelien verkaufen. Möge Gottes Wort bei den Kunden und Kundinnen und denen, die sie allenfalls beschenkt haben, auf offene Herzen treffen! Schon zum vierten Mal war letzten Herbst ein engagiertes Team von 17 Mitwirkenden mit Bibelgutscheinen für das Haus der Bibel am Stauffacher unterwegs.

Ein Erlebnis aus diesem Einsatz bleibt uns noch in Erinnerung: Ein junger Mann näherte sich unserem Kartenständer mit den Gutschein-Flyern. Ver wundert fragte er, ob es wirklich stimme, dass er eine kostenlose Bibel bekommen könne. Am Abend zuvor hatte er sich nämlich gerade entschieden, eine zu kaufen. Einige seiner Freunde sind Christen und ihr lebendiger

«Mit strahlenden Augen holte er sich seine erste Bibel ab. Ein Moment, der zeigt, wie Gott wirkt!»

Glaube weckte in ihm die Neugier, mehr über Gott und Jesus zu erfahren. Dieser wunderbare «Zufall » verblüffte ihn zutiefst!

Mit strahlenden Augen holte er sich dann seine erste Bibel ab. Ein Moment, der zeigt, wie Gott wirkt!

Es war herrlich und so mutmachend zu erleben, dass 70 Personen zum ersten Mal einen Schritt in die Buchhandlung setzten, um sich gratis eine Bibel zu holen – und viele mit Dankbarkeit!

Nächstes Jahr vor Ostern planen wir wieder eine ähnliche Aktion. Dafür suchen wir Unterstützer –sei es im Gebet, vor Ort oder finanziell. Das gesamte Projekt sollte etwa 700 CHF kosten. Wir freuen uns auf Ihr Mitwirken und bedanken uns herzlich im Voraus! (Kontakt: 044 201 29 41 zh@hausderbibel.ch).

Vor kurzem erhielten wir eine anonyme Spende mit einer wunderbaren Botschaft: Für die beste und wichtigste Buchhandlung in Zürich. Diese Worte berühren uns. Sie zeigen: Unsere Arbeit hat Bedeutung; Menschen erkennen, dass wir einen wichtigen Dienst erfüllen.

Wir sind dankbar für Ihr Mitbeten, damit wir Weisheit für unseren Dienst haben und Gott den Menschen in Zürich und darüber hinaus grossen Hunger nach seinem Wort schenkt.

Das Winterschaufenster über das Thema «Hoffnung»

die sich in diesen verschiedenen praktischen Bereichen (Gemüseanbau, Viehzucht, Verarbeitung, Imkerei...) neu orientieren, ihnen ein offenes Ohr zu schenken und ihnen die Liebe Gottes zu vermitteln.

Hast du ein spezielles Gebetsanliegen bezüglich deines nun

beginnenden neuen Lebensabschnitts?

Mir ist klar, dass ich im Rahmen dieser neuen Tätigkeit im Alltag noch viel mehr Gottes Weisheit brauchen werde und dass ich mich ganz auf seine Kraft verlassen muss, und nicht auf die meinige.

Die GBG bedankt sich ganz herzlich bei Luc für das, was er im Rahmen seiner Tätigkeit in der Bibelherstellung geleistet hat, aber auch für das, was er in der Mitarbeiterschaft des Missionswerks gewesen ist!

Interview : Olivia Festal

Poste CH SA

GEBETSANLIEGEN

HdB LYON

Dank: für unser zuverlässiges und engagiertes Mitarbeiterteam – die Freude, gemeinsam mit anderen Gemeinden und christlichen Werken in der Region Lyon im Dienst des Evangeliums zu arbeiten – Gebetsanliegen: Weisheit für die Begleitung der Personen, die wir im Rahmen der Bibeltreffen für Anfänger betreuen – der Bibel­Stand Ende März auf der internationalen Messe von Lyon.

HdB GENF

Dank: die schöne Atmosphäre während der Weihnachtszeit mit guten Gesprächen und Gelegenheiten zur Verkündigung des Evangeliums –Signierstunde im Januar mit einem unserer Autoren – Gebetsanliegen: Wiederaufnahme des Betriebs nach dem Jahresende, Vorbereitungen für Ostern, Frühjahrsangebote.

HdB PARIS

Dank: die gute verlaufene Weihnachtszeit – die zu Jahresbeginn vorgenommenen Arbeiten, die ordnungsgemäss durchgeführt wurden – die vielen Menschen, die zum ersten Mal in die Buchhandlung kommen und die Bibel kennenlernen –Gebetsanliegen: neue Kraft für das Team – dass das HdB Paris weiterhin eine Anlaufstelle für diejenigen bleibt, die die Bibel entdecken oder ihren Glauben stärken möchten.

HdB TURIN

Dank: eine etwas bessere Geschäftsentwicklung als 2024 – das gute Feedback zur NTVi und den Vorträgen über die Geschichte der Bibelübersetzung – Gebetsanliegen: eine Nachfolge für Giacomo in der Logistik – neue Kraft für das Übersetzerteam, das an der Revision des AT der NTVi arbeitet.

FORUM DU LIVRE HAGENAU

Dank: das gute Miteinander im Team und das treue Engagement jedes Einzelnen – eine neue

Ehrenamtliche ist zur Unterstützung gekommen – die Treue der Kunden – unsere Strasse wurde hübsch saniert – Gebetsanliegen: neue Kraft für das Team nach der anstrengenden Zeit zum Jahresende – eine erfolgreiche Einarbeitung unserer neuen Mitarbeiterin – Weisheit hinsichtlich neuer Projekte zur Belebung der Buchhandlung.

HdB

ROMANEL

Dank: für die zahlreichen Bibeln, Bücher und Kalender, die während der Zeit zum Jahresende verbreitet wurden – für die Fortschritte bei der Arbeit an der «Challenge»­Bibel – Gebetsanliegen: Weisheit bei der Vorbereitung der digitalen Inhalte, die mit dieser Bibel für Jugendliche verbunden sein werden – für Luc, der nach 17 Jahren im Dienst der GBG einen neuen beruflichen Lebensabschnitt beginnt.

IMPRESSUM

Verlag und Redaktion

Stiftung Genfer Bibelgesellschaft

Chemin de Praz­Roussy 4 bis 1032 Romanel­sur­Lausanne, Schweiz T : +41 (0)21 867 10 10 info@bibelgesellschaft.com ­ www.bibelgesellschaft.com

Vierteljährliche Publikation

Jahresabo: 5 CHF (in der ersten Spende für die GBG inbegriffen). Diese Zeitschrift ist in Frankreich kostenlos.

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Alle Rechte vorbehalten.

Bilder: S. 1 © AdobeStock, Gerald Villena ­ S. 4, oben © Panegyrics of Granovetter ­ S. 6, oben © Onyekachi­JohnS. 7, Hütten © Ji­Elle ; Fischer © Padonou Dotou

VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG

In der Schweiz: Stiftung Genfer Bibelgesellschaft

Chemin de Praz­Roussy 4bis, 1032 Romanel­sur­Lausanne

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Im Ausland: Fondation Société Biblique de Genève

Société Générale ­ Agence Annemasse

IBAN: FR76 3000 3001 0100 0372 6343 741

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