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VIA AirportMagazin Frühling/Sommer 2026

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… habe fertig

Ecuador: Ein Land am anderen Ende der Welt

Ohne Umdrehungen: Regionale Null-PromilleKreationen

Monsieur Schabernack: „Nix Schockierendes”

Linienflüge direkt

Ferienflüge direkt

Die ganze Welt. Gleich ums Eck.

Im Sommer zu rund 35 Zielen direkt ab Graz fliegen und mit einmal Umsteigen 200 weitere Destinationen erreichen.

Alle Destinationen finden Sie hier graz-airport.at

Teneriffa

Sendeschluss

Es gab einmal eine Uhrzeit, die nicht verhandelbar war: Sendeschluss. Im ORF war am späten Abend Schluss, um 23 Uhr oder um Mitternacht. Das Programm endete, das Bild wurde still, und mit ihm wurde auch der Tag stiller. Die Welt zog sich zurück. Und wir mit ihr. Heute sendet immer irgendetwas. Nachrichten, Meinungen, Videos, Empörung, Unterhaltung. Nichts macht Pause. Nicht, weil alles so wichtig wäre, sondern weil wir verlernt haben, genug zu sagen und genug zu wissen. Das Problem ist längst nicht mehr der Mangel an Information, sondern ihr Übermaß. Der Sendeschluss war darum mehr als ein technisches Ende. Er war auch eine Haltung. Für heute reicht es. Mehr musst du jetzt nicht sehen, nicht hören, nicht aufnehmen. Geh schlafen, rede noch ein wenig, schau aus dem Fenster, genieße die Stille. Vielleicht fehlt uns genau das heute. Nicht als Sehnsucht nach

dem Testbild, sondern als neue Kunst der Begrenzung. Nicht alles senden. Nicht alles empfangen. Nicht jeden leeren Moment mit Bildschirmlicht füllen. Denn das Leben selbst spielt ja noch immer. Es läuft nur oft hinter dem Display vorbei. Das Abendlicht auf dem Balkon. Ein langes Gespräch ohne Nebenbei-Wischen. Das Klirren von G eschirr aus der Küche. Ein Spaziergang ohne Kopfhörer. Das Rascheln der Bäume. Das eigene Denken, das erst dann beginnt, wenn nicht dauernd etwas dazwischenfunkt. All das ist nicht spektakulär und doch erfüllend.

Vielleicht bräuchten wir wieder öfter Sendeschluss. Nicht im Fernsehen, aber in uns. Weniger Dauerbetrieb, weniger Verfügbarkeit, weniger Lärm. Dafür mehr Stille. Mehr Gegenwart. Mehr Leben offline. Manchmal beginnt das Wesentliche genau dort, wo endlich Schluss ist.

© KK

Wann

ist eigentlich der richtige Moment, um zu sagen: Es reicht. Es ist gut. Es ist getan. Wir leben in einer Zeit, in der dauernd noch etwas fehlt. Noch ein Termin, noch eine Korrektur, noch ein Feinschliff, noch ein Blick aufs Handy, noch ein letzter Versuch, alles unter Kontrolle zu bringen. Fertig ist man fast nie. Und wenn doch, dann meistens mit schlechtem Gewissen. Dabei liegt im Fertigwerden etwas ungemein Befreiendes.

„Habe fertig” ist deshalb weit mehr als ein schräger Satz mit Kultstatus. Es ist eine Haltung. Eine Einladung, Dinge zu einem guten Ende zu bringen. Nicht halbherzig. Nicht füchtig.

Sondern bewusst. Mit Mut zur Entscheidung. Mit Freude am Loslassen. Und mit der Einsicht, dass nicht das Endlose das Wertvolle ist, sondern oft gerade das Vollendete.

Der Frühling und der Sommer sind dafür die vielleicht schönste Zeit. Wir brechen auf, wir räumen auf, wir reisen los, wir kosten aus, wir denken neu. Wir verabschieden Ballast, alte Gewohnheiten, überladene To-do-Listen und manchmal auch die Vorstellung, alles müsse immer größer, schneller, perfekter werden. Manches darf bleiben. Manches darf gehen. Und manches darf endlich einfach fertig sein.

Diese Ausgabe erzählt von genau solchen Momenten: vom Aufbrechen und Ankommen, vom Reduzieren und Genießen, vom Abschließen und Weitergehen. Von Menschen, Orten, Ideen und Geschichten, die zeigen, dass in jedem Ende auch ein Anfang steckt.

Mögen die Seiten dieser Ausgabe Sie inspirieren, mutig etwas abzuschließen, das längst reif dafür ist. Und den wunderbaren Gedanken zuzulassen: Jetzt ist es gut.

Herzlichst

Ihr Harald Kopeter, Herausgeber VIA

VIA – das Magazin für reisen, genuss, Kultur und Wirtschaft

TrAVEl

10 ECUADor Auf den Spruen von Alexander von Humboldt

14 BoTSWANA Okavango – Wüste Wasser

18 KVArNEr Europäische KulinarikDestination 2026

22 WEIN-rEISEN Geunuss mit Aussicht

TASTE

28 VErKoSTUNg Null-Promille-Kreationen

36 PIlZE Zucht mit Zukunft

40 WIESENrArITÄTEN Nur nicht vorbeigehen

ToUCH

48 MICHAEl lEHoFEr Zu viel von Allem und zu wenig vom Nichts

54 BESoNDErHEITEN Städte der Steiermark

MoVE

60 NIX SCHoCKIErENDES Monsieur Schabernack

64 BÜCHErSoMMEr Erlesenes für die Auszeit

TrADE

70 FrESH CoNTENT Storytelling statt Faktenporno

74 grAND ClASS Was alles so passiert

Herausgegeben mit Bewilligung der Flughafen Graz GmbH, A-8073 Feldkirchen

Medieninhaber: Corporate Media Service GmbH, Am Eisernen Tor 2/46, 8010 Graz, Tel. 0 316/90 75 15, offce@cm-service.at Herausgeber/geschäftsführer: Harald Kopeter, harald.kopeter@cm-service.at

Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: Anja Fuchs, Sabine und Sepp Puchinger, Claudia Taucher, Tina Veit-Fuchs, Günter Spreitzhofer Produktion: Druck Styria GmbH & Co KG/Mediadesign, Art Direction: Brigitte Figura

Trotz sorgfältiger Bearbeitung wird keine Haftung für etwaige Fehler übernommen. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Zur leichteren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche verwendete Begriffe beziehen sich jedoch wertfrei auf beide Geschlechter. Die Verwendung der Texte und Bilder, auch auszugsweise, ist ohne Zustimmung des Herausgebers urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt auch für die Vervielfältigung, Übersetzung und für die Verbreitung mit elektronischen Systemen.

… habe fertig: Harald Kopeter, privat: Für mich beginnt der Winter nicht mit dem Kalender, sondern mit dem ersten Schwung. Heuer war das schon Anfang Dezember auf der Planai so. Und wie jedes Jahr war sofort dieses Gefühl da: Jetzt hat die Saison begonnen. Skifahren ist für mich weit mehr als Bewegung. Es ist ein Ritual, ein Freiwerden, ein Auftanken. Vielleicht liegt es an der Klarheit der Berge, vielleicht an der Luft, vielleicht an diesem herrlichen Gefühl, dass mit jedem Höhenmeter der Alltag ein Stück weiter unten bleibt. Oben zählt plötzlich etwas anderes: der Hang, das Licht, der Schnee, der Rhythmus. Meine persönliche Saison ist heuer im April auf der Turrach zu Ende gegangen. Noch einmal hinauf, noch einmal dieser Blick in die Berge – und dann mit dem guten Gefühl: Das war ein schöner Winter. Denn am Ende bleiben nicht nur die Abfahrten, sondern vor allem die Menschen, denen man begegnet ist.

Harald Kopeter
© Zoran Baki´c

TAUSCHE ANZUG GEGEN RENNANZUG

Der Red Bull Ring und die „beflügelnden Orte“ von TAUROA bieten ganzjährig den idealen Rahmen für Seminare, Firmen- und Weihnachtsfeiern und Business-Events. Inmitten der steirischen Landschaft entstehen inspirierende Räume für neue Ideen, Teamgeist und unvergessliche Erlebnisse.

gemeinsame Erlebnisse verbinden: TeambuildingEvents am red Bull ring garantieren einen einzigartigen Mix aus Business und Abenteuer.

Business & Seminare in atemberaubender Kulisse Das Motorsport-Herz Österreichs punktet das gesamte Jahr über mit Business-Events in atemberaubenden Locations, zum Beispiel dem Red Bull Wing. Tagungen, Konferenzen, Seminaren und Präsentationen sind auf 1.400 m2 mit einer 16 Meter breiten LED-Wall kaum Grenzen gesetzt. Seminar-Specials und Pauschalen locken ab Herbst wieder in die Steiermark und sind für November bis April des Folgejahres buchbar!

Teambuilding & Incentives mit Fahrerlebnis-Zugabe Als Ausgleich und zum Aufladen der Akkus geht es vom Seminarraum ins Freie. Die Auswahl an PS-Spielzeugen ist überwältigend. Besser geht Teambuilding nicht – ob bei Offroad-Incentives im steirischen Dschungel über Stock und Stein oder bei Fahrerlebnis-Specials auf der Grand-Prix-Strecke.

„Beflügelnde Orte“ von TAUROA als Event-Locations mit Wohlfühlfaktor

Die „beflügelnden Orte“ von TAUROA im Murtal bieten inspirierende Atmosphären für Seminare, Tagungen und Events aller Art von 2 bis 200 Teilnehmern. Ob Schloss Gabelhofen, Hofwirt oder Steirerschlössl – die architektonischen Juwele schaffen ein exklusives Ambiente mit exquisiter Kulinarik. Nach der Wiedereröffnung im Februar 2026 bietet der Schönberghof Spielberg mehr Raum, mehr Möglichkeiten und (noch) mehr Blick auf den Red Bull Ring.

Information

unter www.redbullring.com oder via Mail an anfrage@redbullring.com

Leichte Tage, luftige Ziele

Der Sommer steht in den Startlöchern und mit ihm die Lust aufzubrechen: ans Meer, in vibrierende Städte, zu ganz neuen Lieblingsorten. Von Tina Veit-Fuchs

die ihr ganz eigenes Versprechen uf der Haut und dieses wunderbare eln im Bauch. Plötzlich packt uns wieder he Lust, die Koffer zu packen und loszustarten, um neue Abenteuer zu erleben. Der neue Sommerflugplan des Graz Airport macht es leicht, sich 2026 reisefreudig treiben zu lassen.

Denn nur ein Blick auf die Abflugtafel und schon tanzen die Möglichkeiten wie die flirrende Hitze der Stadt über dem Asphalt: Da wäre zum Beispiel Paros – wo antike

Steine in der Sonne glühen und das Leben zwischen Tavernen, Meerblick und lauen Nächten pulsiert. Weitere sechs Ziele in Griechenland, von Heraklion über Karpathos und Skiathos bis Kefalonia, werden ab sofort wieder von der steirischen Hauptstadt aus angeflogen. Eine weitere verführerische Option: Sardinien. Smaragdgrüne Versuchungen zwischen versteckten Buchten, salziger Luft und endlosen Sommertagen, die nach Freiheit schmecken. Klingt verheißungsvoll, oder? Mit dem neuen Direktflug nach Olbia, dem Tor zur Costa Smeralda und in den Norden der Insel, erschließt sich eine weitere Feriendestination. Übrigens: Von den fünfzehn Ferienflug-Destinationen, die über mehrere Monate direkt ab Graz erreichbar sind, befinden sich gleich dreizehn auf Inseln! Keine Insel, aber als Feriendestination nicht minder schön: die Klassiker Antalya und Hurghada. Auch nur zwei Flugstunden entfernt wartet heuer Istanbul: faszinierend, lebendig, ein wenig rau – mit beeindruckender Architektur, lebhaften Straßenmärkten und einer

©VisionPlug/Pexels
london ruft: Ab in die britische Metropole mit Start am graz Airport!
© Heinz Klier/Pexels

Griechenland führt den Sommerflugplan 2026 mit den sieben Flugzielen Heraklion/Kreta, Karpathos, Kefalonia, Kos, paros, rhodos und Skiathos an.

©AlexandraCozmei/Unsplash

in olbia und Umgebung zeigt sich Sardinien von seiner schönsten, sonnenverwöhnten Seite.

Zwischen prachtvollen Moscheen, geschichtsträchtigen Gassen und pulsierendem Stadtleben: istanbul.

Hält der Sommer 2026 für Sie vielleicht Momente zwischen Franzbrötchen, Kaffee und diesem ganz besonderen Hamburger Lebensgefühl bereit?

ganz eigenen Energie, die sofort mitreißt. Zudem wäre da noch dieses vertraute, doch immer wieder aufregende Kribbeln, das London bereithält: Parks, Pubs, Royals. Tradition, Tempo, Fashion. Eine Stadt, in der man richtig viel Leben tankt.

Mit den Zielen Brač, Korsika, Gran Canaria (bis Ende April und ab Anfang Oktober), Palma de Mallorca und Teneriffa (bis Mitte Mai und ab Ende September) befeuert der Graz Airport zusätzlich Urlaubssehnsüchte. Egal, ob Fernreise oder Citytrip, mit einer großen Anzahl an Linienflügen ist eine Vielfalt interessanter Städte und ferner Länder unkompliziert und schnell ab Graz erreichbar. Über sechs große Umsteigeflughäfen geht es mit nur einmal Umsteigen zu weiteren mehr als 200 anderen Destinationen weltweit. Heißer Tipp am Rande: Dank der Koralmbahn sind Reisende aus Klagenfurt in nur einer Stunde per Zug am Graz Airport.

©alla-ivanova/Pexels

Sommerfugplan

Gleich sieben Flugziele in Griechenland und eine Reihe interessanter Sonderfüge u. a. nach Barcelona, Bologna, Bordeaux, Paris, Bilbao, Cantania, Malta und Valencia warten diesen Sommer auf reisefreudige Fluggäste.

Internationale Umsteigefughäfen wie Düsseldorf, Frankfurt, Istanbul, München, Wien und Zürich werden mehrmals wöchentlich angefogen. Ebenso die Städteziele Berlin, Hamburg und London. graz-airport.at

CHECK IN airport intern

Jürgen Löschnig und Wolfgang Grimus (v. l.), Geschäftsführer des Graz Airport

Wo geht die Reise hin?

Der Sommerflugplan ist Ende März angelaufen. Welche Tipps haben Sie für Reiselustige?

Grimus: Wir decken mit unserem abwechslungsreichen Portfolio alle Segmente ab, von den beliebten Badedestinationen über interessante Städtetrips bis hin zur Fernreise.

Stichwort Meer, welche Destination würden Sie in diesem Jahr besonders empfehlen?

Grimus: Das ist eine schwierige Frage, weil ich aus rund 15 interessanten Zielen wählen kann. Da wir mit Olbia einen Neuzugang haben, würde ich mich wohl dafür entscheiden. Sardinien hat einige der schönsten Strände weltweit und ist auch kulturell sehr interessant.

Sehr beliebt ist auch der kurze Städtetrip über das verlängerte Wochenende. Gibt es dafür einen Tipp vom Reiseexperten?

Löschnig: Keinen einzelnen, sondern gleich mehrere: London, Istanbul, Hamburg, Berlin und Zürich sind direkt ab Graz erreichbar und immer eine Reise wert. Und über die guten Verbindungen zu sechs großen Umsteigeflughäfen sind auch viele andere Metropolen schnell erreicht.

Die aktuelle geopolitische Situation ist auch für die Reisebranche sehr herausfordernd. Wie wird sie sich auf den Graz Airport auswirken?

Grimus: Das ist derzeit nicht einfach zu beantworten. Da viele beliebte Ferienziele in Asien schwerer erreichbar sind, kann die Nachfrage nach Mittelmeerdestinationen möglicherweise steigen. Gerade in diesem Bereich hat unser Flugplan viel zu bieten. Damit können Hotels und Flüge zu bestimmten Zeiten schnell ausgelastet sein. Es empfiehlt sich also, früh zu buchen.

© Foto Fischer

Fertig gepackt?

Koffer zu, Vorfreude an!

Doch wohin soll es gehen?

Nach einem grauen Winter wie diesem ist der Hunger nach Reisen, Sonne und Erholung bei vielen kaum zu bändigen. Die VIA-Redaktion serviert

Inspiration –mit ausgewählten Trip-Tipps rund um den Globus. Das Urlaubsbuffet ist eröffnet!

BlICK MEETS

CHIC. gesucht: atemberaubendes rocky-MountainsPanorama und Komfort, der keine Wünsche offenlässt? Dann gleich im rimrock Banff einbuchen: Nach umfassender renovierung eröffnet eines der schönsten luxushotels Kanadas im Sommer 2026 neu. rimrockresort.com

MIT AllEN SINNEN. Ein Parfümeur komponiert Düfte, ein Winzer arbeitet mit Aromen im glas. Beide Welten sprechen dieselbe sinnliche Sprache: Sie erzählen von Herkunft, Handwerk und Emotion. Die exklusiven Wine Workshops im Hotel royal Savoy in lausanne machen diese Verbindung auf eine besondere Ar t und Weise erlebbar. royalsavoylausanne.com

ECo lUXUrY. Hoch über den weiten landschaften des Addo Elephant National Parks in Südafrika thront mit dem Mantis Hiddn ein neues Eco-retreat, das seinesgleichen sucht. In seiner spektakulären lage auf einem abgelegenen Bergkamm vereint das Ultra-luxus-Hideaway Wellness, Wildnis und ein bewusstes Verhältnis zur Natur. mantiscollection.com

© Royal Savoy Lausanne (2)
© Mantis Hiddn in Addo/Mantis Collection

INSEloASEN. Mit dem Vestige Binidufà ist im unberührten Norden Menorcas ein neuer rückzugsort für ruhesuchende entstanden. Auf einem privaten, 800 Hektar großen Anwesen ergänzt das Boutique-Hotel das Schwesterhaus Son Ermità – zwei orte, geprägt von Weite, Abgeschiedenheit und Naturverbundenheit. vestigecollection.com

Kurz mal inseln

Versteckt zwischen jahrhundertealten Olivenhainen auf Dugi Otok hat Architekten-Urgestein Nikola Baši´c die Villa Nai 3.3 harmonisch mit der Natur verschmelzen lassen. Die großzügigen Suiten mit Blick auf die Adria, die edlen Spa-Behandlungen und die regionale Mittelmeerkulinarik sorgen dafür, dass der Alltagstrubel hier ganz schnell in Vergessenheit gerät. villanai.com

© Vestige Collection

Tukan-garantie gibt es bei einem mehrtägigen Durchwandern vom Mashpi reservat ganz sicher.

Über drei Monate brauchte Alexander von Humboldt, um auf seiner Amerikareise von Kolumbien nach Ecuador zu gelangen. Das Land am Äquator wurde ab 1802 zu seiner wissenschaftlichen Spielwiese - und Quito war der Ausgangspunkt.

Auf den Spuren von Humboldt und Darwin

Wenn Touristen heute Quito, Bergregenwälder und die Vulkane des Andenstaats Ecuador erkunden, wandeln sie auf den Spuren von Alexander von Humboldt. Text | Fotos: Sabine und Sepp Puchinger

Immer Frühling. „Die Geschichte der Hauptstadt liest sich wie ein Kriminalroman - wechselvoll, spannend, gegensätzlich“ erzählt Dom Hamilton, der als Lonely-PlanetAutor Welterfahrung sammelte und in Quito samt Familie seine neue Heimat fand. „Das Volk der Quitu wurde zwar von den Inka besiegt, aber die Stadt Quito entwickelte sich weiter, wurde zu einem der Zentren des Inkareiches und der späteren Kolonialherren aus Spanien. Die Stadt am Fuße des Vulkanes Pichincha wuchs zu einer der attraktivsten Hauptstädte Lateinamerikas, die Spanier errichteten protzige Kulturdenkmäler mit Palästen, 100 Kirchen und über 50 Klöstern.“ So ist heute der Spaziergang von der charmanten Plaza Grande zur blattgoldprotzenden Jesuitenkirche La Compania - das wohl kostbarste Juwel der Stadt - über die Plaza San Franzisco zu Quitos ältester Straße Calle de la Ronda ein Kunstgenuss erster

Klasse. 1978 wurde die Hauptstadt Ecuadors als weltweit erste Stadt mit dem UNESCO-Weltkulturerbe-Status geadelt! Also rein in die Welt der engen Gassen mit prall gefülltem Leben, rein in die Welt der Paläste, Patios und Plazas. Schleckermäulchen und Gourmets, aufgepasst: Der Besuch einer Schokoladenfabrik und das Genießen der ecuadorianischen Küche ist ein Muss. Die besten Überblicke über die 2,2-Millionen Metropole mit Centro Historico (Altstadt), modernen Hochhausbezirken und den Armenvierteln hat man vom Aussichtshügel El Panecillo inmitten der Stadt. Hier ist auch die enorme Schere zwischen Arm und Reich deutlich zu sehen. Noch eindrucksvoller ist es mit der Gondel (TeleferiQo) rauf auf atemraubende 4.000 Meter zu schweben, um dort einen Fünf-Sterne-Panoramablick zu ergattern. Mit viel Mühe hatte 1802 Alexander von Humboldt als einer der ersten Besteiger den 4.794m hohen Pichincha während eines Erdbebens erklommen.

Adeliges Wohnen. In Eleganz lässt es sich am schönsten Platz der Stadt, der kolonialen Plaza San Franzisco, wohnen. „Über einem Inkatempel errichtet, residierten in diesem Haus einige Präsidenten, bevor es abbrannte und danach die Familie Gangotena mit dem Kauf und aufwendiger Renovierung den Niedergang stoppen konnte. Heute ist es ein Hoteljuwel im „Centro Historico“, erzählt uns Dom. Tatsächlich wandelt man in den Sälen und Innenhöfen der Casa Gangotena durch die kolonialen Jahr-

rechts: gold, gold – die Iglesia de Compania ist ein Schmuckstück des lateinamerikanischen Barocks.

Unten: Die Altstadt von Quito samt dem Aussichtspunkt der Virgen del Panecillo genießt UNESCo-Weltkulturerbe-Status.

hunderte. Der Ausblick von der Terrasse auf die San-Franziskus-Kirche und das Kloster mit seinem wunderschönen Kreuzgang - beide über Inkaruinen aufgebaut - lässt sich am besten von der Dachterrasse bei einem Pisco Sour zelebrieren. Natürlich fällt der Blick auch auf das Markttreiben am Platz, dort pulsiert der Alltag - Lateinamerika live! Und es sind nur wenige Meter in die Santa-Clara-Markthallen. Dort türmen sich Obstpyramiden an den Ständen, dort residieren die Kräuterhexen. Viele Quitenos konsultieren vor dem Arzt die Kräutersenoras. Gegen Lebensfrust und vieles mehr gilt die Zauberpflanze Ayahuasca als Allheilmittel. In Wasser kochen, den Sud schlürfen – und rein in die Welt der Halluzinationen.

Frösche, Kolibris & Co oder Die grüne lunge: Vorbei am Äquatordenkmal Mitad el Mundo, vorbei am 5.700 m hohen Riesenvulkan Cayambe, führt die Reise in den Berglanddschungel. Gut 100 Kilometer sind es von der Kapitale zum nördlich gelegenen Mashpi-Reservat, wo eine der schönsten Eco-Lodges von Südamerika zum Entde-

„Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die bereit ist, sich zu verändern.“
Charles Darwin (1809–1882)

cken lädt. Das geschützte Gebiet liegt auf 500 bis 1.000 Höhenmetern, ist Teil des Choco-Bergnebelwalds, der sich westlich der Anden von Panama bis in den Norden Ecuadors zieht. „Es ist ein Übergangsort von tropischem zu subtropischem Klima - ein lebendiges Ökosystem mit einer riesigen Artenvielfalt, ein Mikrouniversum an Fauna und Flora“, erklärt Guide Santiago. 400 der mehr als 1.600 Vogelarten Ecuadors leben hier, darunter allein 35 Kolibri-Arten. Vom Affen bis zur Gottesanbeterin, vom Pekari bis zum Puma versteckt sich hier alles. Star ist der kleine Mashpi-Baumfrosch, der hier entdeckt wurde. „Das Reservat ist jedenfalls viel mehr als ein schnell zu erreichender Amazonien-Ersatz in Ecuador“, verspricht Santiago und marschiert zum Kolibri Garden und zum Sky Bike, wo man am Seil hängend über den dampfenden Dschungel radelt. Im Sinne von Humboldt entdecken hiesige Wissenschaftler auch noch heute unbekannte Tierarten. Leider sind nur noch acht Prozent des Bergnebelwalds in Ecuador intakt, Tendenz sinkend. Zum Höhepunkt wird die Nachtwanderung. Der Wald lebt, die Geräusche des „Dschungelorchesters“ sind beeindruckend. Während wir Gäste nur „dunkel“ sehen, ist Santiago in seinem Element. Er ortet Frösche, Grillen und eine Baumschlange, Tausendfüßler und eine Tarantel – und erklärt alles mit viel Wissen.

Höhenluft am Cotopaxi. Schon am Weg zurück in den Süden nach Quito beherrscht ein Riesenvulkan das Blickfeld – der Cotopaxi. Durch seine klassische Kegelform mit der Eiskappe am Gipfel entspricht er dem Idealbild eines Stratovulkans. Den einheimischen Völkern galt der

Eine architektonische Zeitreise – in der Casa gangotena entschwebt der Besucher in vergangene Jahrhunderte.

Information

Anreise: airfranceklm.com. KLM fiegt über Amsterdam nach Quito, guter Service und unter Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe. Einreise: gültiger Reisepass, bis zu 90 Tage visumfrei reisen im land: HX Expeditions: travelhx.com/de, UNESCO-Quitotrip und Galapagos-Inselhopping kombiniert. metropolitan-touring.com: hochwertiger Veranstalter aus Ecuador, sorgt für das Komplettprogramm, auch Flüge werden organisiert.

Unterkunft:

Casa Gangotena: asagangotena.com, erstklassiges, kolonial geprägtes Hotel mit feiner ecuadorianischer Küche mit regionalen Zutaten an der historischen Plaza San Franzisco, ideale Lage im Centro Historico. Mashpi Lodge: mashpilodge.com, ökologisch ausgerichtete Lodge, hochwertige Touren vor Ort inkludiert.

Sehenswert:

Museen in Quito: museosquito.gob.ec Schokoladenfabrik/Shop Quito: cheztiff.net, Wissenswertes über Kakao in Ecuador. TeleferiQo Quito: teleferico.com.ec, die wohl spektakulärste Aussicht auf Quito

5.897 Meter hohe Vulkangigant schon vor dem Beginn der Inkaherrschaft im 15. Jahrhundert als heiliger Berg, als „Apu“ (Quechua „Herr“ oder „Gott“). Berge wurden als Regenspender und Fruchtbarkeitsgaranten verehrt. Am Fuß des 5.897m hohen aktiven Cotopaxi war Humboldt tätig, sammelte Gestein und war fasziniert von der baumlosen, halbwüstenartigen Hochlandsteppe, dem Paramo (übersetzt „schlechtes, baumfreies Land“). Beim Besteigungsversuch kam er auf 4.500 Meter. Wie viel leichter ist die Reise zum Cotopaxi heute. Durch den 1975 eingerichteten Nationalpark geht es mit dem Auto rauf auf 4.658m, bevor es für Bergfexe so richtig anstrengend wird. Auf 4.800 m Höhe befindet sich die José-Ribas-Schutzhütte für die Nächtigung, dann sind es ca. sechs atemraubende Stunden über den Gletscher rauf zum Kraterrand und zum Gipfel – wenn die Wettergötter mitspielen ...

oben: Der Vulkan Cotopaxi (übersetzt Hals des Mondes) galt schon den Völkern vor den Inka als heilig. Unten: Vollpension mit Nektarnahrung gibt es im Mashpi Kolibri garden.

Die verwunschenen Inseln. „Alles sieht aus“, schrieb der Entdecker Tomas de Berlanga, „als ob Gott hier vergessen hätte, Vegetation zu schaffen.“ Der spanische Gottesmann war 1535 auf dem Seeweg nach Peru hierher verschlagen worden. Er bestaunte riesige Schildkröten und furchterregende Echsen. Gold fand er nicht, bloß scheinbar wertloses Land. Er verließ die „Islas Encandadas“ (die verwunschenen Inseln), die fortan für Piraten als Versteck

dienten. Doch die Zeiten änderten sich. Spätestens Charles Darwin rückte mit seiner Evolutionstheorie die GalapagosInseln ins Rampenlicht. Und seit 1959 stehen gut 97 % der gesamten Landfläche des Archipels und 99 % der umgebenden Gewässer unter strengem Naturschutz - unter dem wachsamen Auge der UNESCO. Es ist jedenfalls ein wenig spooky, wenn die ersten Leguane bereits am Flugfeld über den Weg krabbeln, Pelikane auf Du und Du am Geländer sitzen und die Seelöwen am Hafenpier die internationale Gästeschar neugierig begaffen. Von hier pendeln die Zodiacs zum HX-Expeditionsschiff Santa Cruz II, das den wundersamen Inselarchipel befahren darf. Eine Reise in die Schöpfungsgenese zu Vulkaninseln und einer wundersamen Tierwelt darf beginnen.

Flugshow der Wale. Tags darauf ankert die Santa Cruz II vor der Insel Isabela im westlichen Archipel. Der Zodiacfahrer düst zu den Steilklippen, wo Blaufußtölpel, Galapagos-Pinguine und flugunfähige Kormorane leben und ihr Morgenkonzert geben. Heute stehlen allerdings in der Bucht kreisende Wale der Vogelwelt die Show. Genauso spektakulär ist der erste Schnorchelgang, wo wir in Greifdistanz zu Mondfischen, Meeresschildkröten und Seelöwen dahingleiten. „Wir verzichten an Bord auf Ani-

Aktiv über den Dschungel strampeln Besucher mit dem Sky Bike.

Wie zu Darwins Zeiten – per Schiff durch den galapagos-Archipel

mation, jeder Landgang ist eine Show“, erklärt Guide Veronica und lädt nachmittags zur Entdeckung von Fernandina, der jüngsten Insel des Archipels. Es ist das Eiland der schwarzen Urviecher, der Meeresleguane. Die teilen sich die Insel mit Tausenden Leichtfußkrabben und Pinguinen. Ein Respektabstand von zwei Metern wird dabei zu den Tieren eingehalten, die den Menschen auf Galapagos nicht als Aggressor und übermächtigen Feind erleben. lehrbuch der Urgeschichte. Die gelungene Mischung aus Tiersafari, Urlauben und „Wissen tanken“ begeistert alle. Dazu gehört auch die Trockenlandung auf der Insel Santa Cruz, Heimat der Charles-Darwin-Forschungsstation. 1964 errichtet, ist die Station heute Ausbildungszentrum für Naturführer und natürlich Aufzuchtstation für Riesenschildkröten (spanisch „Galapagos“). Hier fristete „Lonesome George“ sein einsames Dasein, er war der letzte Überlebende einer Riesenschildkröten-Unterart der Insel Pinta. „Fortpflanzungsversuche blieben erfolglos, George starb mit ca. 100 Jahren - und hat heute sein eigenes Mausoleum“, berichtet unser Guide. Dort stellt sich auch die Frage: Überlebt Galapagos in seiner Ursprünglichkeit? Die Encantadas sind für Ecuador längst keine „verwunschenen Inseln“, vielmehr ein exklusiver Devisenbringer. Veronica versucht zum Abschied die Antwort zu geben. „Der Weg ist klar. Die Inselwelt muss als Forschungsstation für die Menschheit erhalten bleiben.“

Mit TUI ab Graz in den Traumurlaub.

4x WÖCHENTLICH NACH KRETA

3x WÖCHENTLICH NACH RHODOS

3x WÖCHENTLICH NACH MALLORCA

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…UND NOCH MEHR!

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Okavango – Wüste Wasser

Das größte Binnendelta der Welt ist ein Paradies für Tiere. Und Menschen, die bisweilen mit Einbäumen und Buschfliegern in die archaischen Wasserwelten eintauchen – gut nur, dass Krokos und Hippos meist satt und sehr zufrieden sind.

Die Kalahari ist eigentlich eines der größten Trockengebiete der Erde. Im günstigsten Fall semi-arid und ganzjährig höchst niederschlagsarm, bildet das Flusssystem des versiegenden Okavango eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. 20.000 Quadratkilometer groß, würde es etwa ein Viertel der österreichischen Staatsfläche unter Wasser setzen. Das Okavango-Delta liegt im Nordwesten Botswanas. Im Süden wird es durch die Kunyere- und Thamalakane-Spalten bei Maun begrenzt, die als hydrologische Barrieren quer zum Okavango verlaufen und eine südliche Fortsetzung des Afrikanischen Grabenbruchs (Rift Valley) darstellen. Dort fächert sich der Okavango daher auf, verdunstet oder versickert im Kalahari-Becken an der Grenze zu Simbabwe und Südafrika.

Zwischen Pfannenstiel und Fächer

vor er sich in Botswana zu teilen beginnt. Hier verläuft der legendäre Caprivi-Streifen, mit Bilderbuch-Afrika in pittoresken Rundhütten, einem koloniales Erbe des einstigen Deutsch-Südwestafrika. Tiere gibt’s genug, vor allem Herden von Kühen, Ziegen und Eseln, die den asphaltierten Highway Richtung Victoria-Fälle so gelassen bevölkern, als hätte es hier nie wirklich wilde Tiere gegeben. „Auf der Straße fühlen sie sich sicher“, sagt Johann, der Viehtransporter voll beladen mit Rindern in zwei Etagen Richtung Windhoek steuert. „Erst außerhalb des Wildzaunes am Straßenrand sollten sie sich nicht blicken lassen. Ihr übrigens auch nicht.“

Johann ist hager und schütter blond, namibischer Staatsbürger und spricht sächsisch deutsch wie sein Uropa. Er hat eine Pistole neben sich liegen, mag deftige SpringbockSteaks lieber als Geschnetzeltes vom Zebra, und hält nicht viel von den Nachbarstaaten: „Man weiß nie, was hinter der nächsten Kur ve los ist.“ In Botswana war er noch nie, denn Tiere bevorzugt er gebraten oder gegrillt, was soll er also dort. Die Felsmalereien in den Tsodilo-Hills, UNESCO-Weltkulturerbe im staubigen Nichts gleich hinter Die

Eigentlich gibt es nicht nur ein Delta, sondern eine Reihe ökologisch unterschiedlicher Teilbereiche. Da ist einmal der Panhandle („Pfannenstiel“), wo der Okavango-Fluss über Hunderte Kilometer die Grenzzone zwischen Angola und Namibia bildet, be-

Text | Fotos Günter Spreitzhofer

Weiterkommen im Delta: Mokoros, einbäume aus dem Leberwurstbaum, sind das traditionelle Fortbewegungsmittel zu jeder Jahreszeit.

Der okavango-Fluss entspringt in Angola und versiegt schließlich. 1.600 km weiter südlich mitten in der Wüste. Dabei bildet er inmitten der semi-ariden Kalahari eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas, das so groß wie die Steiermark und das Burgenland zusammen ist: rundflüge mit Kleinflugzeugen sind ab Maun täglich mehrfach möglich.

raststation und Bushaltestelle am Highway 35, der westlich des okavango richtung Namibia führt.

der Grenze und nur für ausgefuchste Allradfahrer mit guten GPS-Kenntnissen zu empfehlen, interessieren ihn nicht die Bohne. Die einzige Nord-Süd-Transversale Botswanas, die weit westlich des Okavango über 400 Kilometer bis in die Delta-Metropole Maun verläuft, würde er überhaupt nicht mögen. Denn der schmale Highway A35 ist ab Divundo, kurz vor der Grenze, ein Sammelsurium erstaunlicher Schlaglöcher rund um tiefe Spurrillen im brüchigen Asphalt. Dafür sind die Rastplätze ausgiebig beschildert, auch wenn es sich nur um Ausweichen mit vollen Mülltonnen handelt, die nebenbei allerlei bunte Vögel interessieren: Manche sind auf zwei Beinen unterwegs und hüten Ziegen. Andere auf struppigen Pferden, die Cowboys der Savanne. Und der Rest kann wirklich fliegen. Oder hält lautlos Ausschau nach fetter Beute, wie die schwarzweißen Fischadler oben in den Wipfeln. Nach dem Knick Richtung Süden verlaufen die Okavango-Flussbetten auf botswanischem Territorium noch eine Zeit lang nahe beisammen und führen ganzjährig Wasser. Erst nach Nxamasili beginnt die deltaförmige Auffächerung und die Arme des Stromes verschwinden aus dem Blickfeld. Ein paar strohgedeckte Rundhütten in Flussnähe. Strahlend weiße Termitentürme, die drei Meter und höher über dürre Weiten aus staubigen Büschen und geduckten Bäumen ragen, wo Webervögel ihre gewaltigen Gemeinschaftsnester errichtet haben. In den Büschen am Straßenrand hängen handbeschriftete löchrige Wasserka-

nister und kaputte Reifen, die die Abzweigung zu Bushaltestellen und verborgenen kleinen Siedlungen anzeigen – diese sind oft nur mehr über enge Pisten durch Dornenstrauchland erreichbar, aus Sand oder Schlamm. Tankstellen sind so selten wie Gegenverkehr: Gut, dass die Geländewägen hier Doppeltanks mit 145 Liter Fassungsvermögen und oft auch Seilwinden haben. Der Höhenunterschied zwischen dem eigentlichen Beginn des Panhandle und dem Fuß des Deltas bei Maun beträgt lediglich 60 Meter, trotz einer Distanz von knapp 300 Kilometer. Trockenbereiche und Inseln erheben sich allerhöchstens drei Meter über die Umgebung – diese sind zwischen ein paar Quadratmetern und etlichen Quadratkilometern groß wie etwa Chief’s Island. Ihr Ursprung soll auf Kanalsysteme, Aktivitäten von Termiten und auch geologische Strukturen zurückzuführen sein. Aber genau weiß das nicht einmal Kain, der angeblich Hydrologie studiert hat und am Straßenrand Dörrfisch aus seinem Fishing Shelter bei Etsha vertreibt.

Es dauert, bis das Wasser kommt Und damit noch mehr Tiere. Und noch mehr Touristen. Wenn es hier regnet, dann von Dezember bis April. Oben am Panhandle, bei den Popa-Wasserfällen, hat der Okavango bereits im März seinen Höchststand erreicht, nach den Winterregen oben in Angola, im Quellbereich des Stromes. Es dauert dann rund vier Monate, bis die trägen Wassermassen den Thamalakane

bei Maun, am Südende des Deltas, erreichen. Die Wasserfläche wächst nunmehr auf 12.000 Quadratkilometer, etwa so groß wie Tirol. Manchmal sogar mehr. Und so drängt die Tierwelt vor allem dann ins Delta, wenn zugleich der Höhepunkt der Trockenzeit erreicht ist.

Manche sind immer da: 71 Fischarten, 33 Amphibienarten, 64 verschiedene Reptilienarten, 444 Vogelarten und 122 Säugetierarten – Wikipedia weiß es wie üblich genau. Andere kommen nur zur Trockenzeit rundum, wenn sich das Delta mit Wasser füllt: Elefanten etwa, Kaffernbüffel und Streifengnus. Das lockt natürlich auch allerlei Raubgetier – nicht nur Löwen und Leoparden, sondern auch Wildhunde und Hyänen feiern wilde Partys, was für durstige Wasserböcke und Spießböcke nur bedingt amüsant ist.

Manchmal werden sie sogar gefilmt dabei. „Die lustige Welt der Tiere“, ein Tierfilm des Regisseurs Jamie Uys mit Drehort Okavango, wurde 1975 mit einem Golden Globe als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet: Maulbrüter bringen dort ihren Nachwuchs bei Gefahr im schützenden Maul unter, Nashornvogelweibchen lassen sich zur Aufzucht der Brut in einer Baumhöhle einmauern. Und der Genuss gärender Früchte des Marula-Baumes berauscht Elefanten und anderes Getier, die dann plötzlich torkeln, gackern und hoppeln. Menschen haben andere Methoden dafür, nicht nur in den Luxusresorts im Delta, die oft nur mit Kleinflugzeugen erreichbar sind. Zumindest die Piloten dorthin sollten Marula-Likör meiden, denn die Landepisten sind holprig genug.

Das Wasser im Delta ist erstaunlich klar und hat sogar Trinkwasserqualität, was afrikanische Gewässer nicht häufig auszeichnet. Das ist erstaunlich, bringt doch der Okavango jährlich 500.000 Tonnen gelöste Salze ein. Zugleich verdunsten 95 % des Wassers, womit eine massive Versalzung naheliegend wäre. „Das liegt an der Verdunstung durch Pflanzen, salzig ist es vor allem entlang der paar Inseln“, erklärt einer der Ranger im Maun Environmental Education Centre.

Leberwurstbaum und Büffelzaun

Seit 2014 hat das Gebiet den Status eines UNESCO-Welterbes. Eine Erweiterung auf einen grenzübergreifenden Supernationalpark stromaufwärts, nach Namibia und Angola, wird politisch heiß diskutiert. Teil des grenzüberschreitenden Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area ist die Gegend jetzt schon. Maun ist die Hauptstadt von Botswanas North West District und der wichtigste

Startpunkt für Safaris in das Okavango-Becken. Rund um Riley’s Hotel & Garage hat sich eine boomende Streusiedlung mit rund 50.000 Einwohnern gebildet, die noch 1939 nicht mehr als ein britischer PatrouillenStützpunkt gegen deutsch-namibische Ambitionen war. Ein buntes Volk aus Buschpiloten und Campern, Tourveranstaltern und einigen schäbigen Hotels in der Nähe des –mittlerweile internationalen – kleinen Flughafens lebt vom und für den Tourismus. Dort starten Kleinflugzeuge zu Rundflügen aller Art, mit etwas Glück auch für Walk-in -Fluggäste. Flughöhe 150 Meter, da tun sich grandiose Blicke auf Elefantenherden und Hippos in hüfthohen Tümpeln und Kanälen auf, Giraffen und Wasserböcke auf den Trockenflächen dazwischen. Ein Netz aus Termitenhügeln erstreckt sich über die Weiten da unten, wo der Wirbel des Propellerflugzeuges die einzige Lärmquelle weit und breit ist. Menschen oder gar Dörfer sind im eigentlichen Delta selbst keine zu sehen. Das war nicht immer so, denn Wasser ist bekanntlich Mangelware im subtropischen Afrika. Doch wo Wasser ist, da blüht das Leben: Steinzeitliche Funde deuten auf menschliche Besiedlung vor über 100.000 Jahren hin. Das Okavango-Delta gilt als Ursprung der Sesshaftigkeit von Menschen und Ausgangspunkt der Viehzucht, was von Archäologen für 200 v. Chr. angenommen wird. Im

17. Jahrhundert wurde von mysteriösen Fluss-Buschleuten gemunkelt, etliche Jahrzehnte später wurden die Delta-Randzonen zumindest spärlich besiedelt – zu viel Malaria rundum, dazu Tsetse-Fliegen und die Schlafkrankheit: Eine boomende Siedlung wie Maun wäre hier ohne Tourismus nie entstanden.

Agroindustrie ist unbekannt, trotz über 1.300 Pflanzenarten im Delta: Gewaltige Papyrus-Bestände sprießen entlang der Kanäle, die fast immer Wasser führen. Draußen ein Mosaik aus offenen Wasserflächen und schwimmenden Inseln. Salzkrusten auf den paar dauerhaften Inseln mittendrin. Je trockener das Gebiet, desto mehr Vegetation: Kigelia africana etwa, besser bekannt als Leberwurstbaum, aus dem die Einbäume der San und anderer heimischer Volksgruppen geschnitzt wurden.

Heute gibt es fast zu wenig davon, Bäume nämlich. Denn ganze Dörfer außerhalb der eigentlichen Schutzzone leben mittlerweile nicht schlecht damit, täglich Tourgruppen mit Mokoros (Einbäumen) stunden- und tagelang durch das blaue Grün zu führen. Für diese Einbäume benötigt man intakte Stämme eines ausgewachsenen Baumes, und die reichen schon lange nicht mehr. Also gibt es die Modelle aus Hartplastik, die weniger Arbeitsaufwand in der Herstellung bedeuten und größeren Sitzkomfort bieten. Camping-

Die europäischen Sommermonate sind Trockenzeit: Ein Paradies auch für Nutztiere in den Außenzonen des Deltas Der Wasserstand ist jedoch immer hoch genug für eine Bootsfahrt ab Maun, dem jungen Touristenzentrum am Kalahari Highway.

Checkpoint für Nationalparkpermits: Trucks und Termitenhügel am Buffalo Fence, der Weide- von Wildtieren trennen soll.

plätze rund um Maun bieten auch bequemere Tagestouren (Moremi Game Reserve, Inner Delta) im Motorboot mit Sonnendach an: Zunächst geht es meist den Thamalakane ein Stündchen flussaufwärts bis zum Nationalpark-Eingang am legendären Buffalo Fence, der Wildtiere vom Weideland rund um Maun abhalten sollte, und dann erst wirklich hinein in die Wildnis.

Dort ist Zahlstation für Okavango Permits, dort warten ganze Busladungen von Naturfreunden darauf, jeweils zu zweit in einen Einbaum gesetzt und dann im Konvoi durch die Schilfstraßen bewegt zu werden. Das mag recht nachhaltig sein, ist jedoch für unruhige Geister denkbar ungeeignet – Aufstehen oder gar Aussteigen ist tabu, auch wenn das Wasser nicht tief ist.

„Seht ihr die Luftblasen? Da vorne taucht ein Nilpferd.“ Die Mokoro-Piloten staksen, stehen und sehen besser, was die Tierwelt hinter den Schilfgassen zu bieten hat. Zum Beispiel dösende Krokos auf Sandbänken. Elefantenbullen, die seelenruhig bis zum Bauch im Wasser stehen, ein wenig prusten und sich weiter nicht stören lassen. Ab und zu ein versunkener Lkw, dessen Fahrer in der Trockenzeit allzu mutig war und die Furtung der Deltakanäle unterschätzt hat. Keine Gegend für Trucker offenbar. Johann hat jedenfalls recht behalten. Und Springbock schmeckt wirklich gut.

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Wer unvergessliche Erholungsurlaube sucht, ist im Grandhotel Lienz richtig: Das 5-Sterne-Haus überzeugt durch luxuriöse Eleganz, maximalen Komfort, Stil und Charme – nicht zu vergessen die einzigartige Kulinarik! Zahlreiche Auszeichnungen zum Europe’s Leading Wellness Hotel machen das Grandhotel Lienz außerdem zum idealen Ort für einen gesunden „Ego-Trip“ unter der Osttiroler Sonne.

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Riba und Peka

Die Region Kvarner wurde längst zum Hotspot für Gourmets ernannt. Im Rahmen der „Europäischen Kulinarik-Destination 2026“ blicken wir auf jenen Landstrich, der ein ganz besonderes Lebensgefühl verdichtet. Von Tina Veit-Fuchs

Weniger als drei Autostunden von Graz entfernt gilt es heuer, kulinarische Schätze der acht verschiedenen Teilgebiete des Kvarner zu beleuchten, und wie funktioniert das am besten? A: Man fängt mal in Opatija an. B: Man muss sich durch die landestypische Küche kosten. C: Um die korrespondierende Weinauswahl darf man nicht verlegen sein. Die Köche der Region Kvarner können jedenfalls vor der Haustür aus dem Vollen schöpfen: „Unsere Region ist reich an Nahrungsmitteln und Speisen, die von der venezianischen, österreichischen, ungarischen und ein bisschen auch von der französischen und orientalischen Küche beeinflusst sind“, erzählt Tourismus-Direktorin Irena Peršić Živadinov. „Darüber hinaus sind die traditionellen Gerichte der Bauern, Fischer und Hirten allgegenwärtig!“

Das Fischerdorf volosko verzückt mit kleinen Cafés, Fischlokalen, Bars und typisch kroatischem Charme.

Feine Weinauswahl und herrliche Fischgerichte im restaurant Plavi Podrum direkt am Ufer der Bucht von volosko (l.), Besuch in der kleinen Kunstgalerie von Boris Kacˇic´in lovran (M.) und der lungomare, die einzigartige Küstenpromenade der region Kvarner (r.).

Zwischen mondäner Eleganz und stillen Buchten entfaltet sich etwa entlang der Riviera von Opatija ein genussvoller Mikrokosmos. Vom historischen Flair in Opatija über das charmante Fischerdorf Volosko bis hin zu den entspannten Küstenorten Ičići und Lovran reiht sich am Lungomare ein Geheimtipp an den nächsten. Frühmorgens lockt ein Cappuccino mit Meerblick ins Café Imperial, mittags überraschen fangfrische Scampi in einer unscheinbaren Konoba abseits der Promenade.

In Lovran duftet es nach Kräutern und Malvasia (Tipp: in der Weinbar und -handlung Peperoncino versumpert man gerne), während versteckte Badeplätze unterhalb der alten Villen zu kleinen Auszeiten am Wasser einladen. Wer sich treiben lässt, entdeckt hier nicht nur

So schön mondän zeigt sich Opatija mit habsburgischer villenpracht und mediterraner Frische. Der Mix aus wunderschöner architektur und der azurblauen adriaküste begeistert erfahrungsgemäß zu jeder Jahreszeit.

Von Princess Donats bis Pinze finden sich im Kaokakao in Volosko Konditorkünste und jede Menge süßer geheimnisse, die ohne künstliche Aromen auskommen. kaokakao.hr

exzellente Küche, sondern auch stille Momente zwischen Pinien, Steinen und salziger Luft. Grundsätzlich ist es keine schwere Übung, dem Schlendrian in Opatija und Umgebung zu verfallen. Der 12 Kilometer lange Lungomare lockt Einheimische wie Touristen beständig –vom Espresso zum Aperol, vom Kokoseis (ab in die aROMA Gelateria Boutique Lovran!) hin zur Trüffelpasta bevor man sich darüber streitet, welche Tischreservierung für das Abendessen ansteht. Wird es Pulpo oder Lamm von der Nachbarinsel Cres in der Villa Ariston, Muscheln bei Johnson in Mošćenička Draga oder doch ein Ausflug ins nahe gelegene Rijeka zu Sterneköchin Gabriela Filca

ins Nebo im 5. Stock des Hilton Costabella Hotels? Ein Besuch am Markt von Rijeka ist übrigens ein echtes Highlight. Wer es kulinarisch bodenständiger mag, setzt sich in Volosko in den rudimentären Gastgarten der Konoba Ribarnica. In dem kleinen, preisgünstigen Fischbistro sucht man den tagesfrischen Fang direkt an der Theke aus: Muscheln, Tuna, Sardellen – einmal alles bitte! Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wartet der nächste Tipp: die stimmungsvolle Taverne Valle Losca mit wenigen Tischen und angenehmem Service. Dessertliebhaber werden die Milenij Choco World lieben: handgefertigte Pralinen, Fondue, Torten und Gebäck vereint in einer Manufaktur im Zentrum von Opatija.

Wandern und Wellness

Opatija-Info

Der Tourismusverband der Stadt Opatija hat sämtliche Insiderinfos parat: visitopatija.com ©

Frischluft abseits des Meeres tankt man im Naturpark Učka. Auf dem höchsten Gipfel Vojak wurde ein Steinturm gebaut, der im Laufe der Zeit zu einem markanten Aussichtspunkt und zugleich ein Wahrzeichen von Učka wurde. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Rundblick auf

Pexels / Vladimir Srajber

die Hafenstadt Rijeka, die Kvarner-Inseln, Istrien und Platak. Einst verband der Lungomare Kurhäuser miteinander und diente im 19. Jahrhundert den Gästen als „Freiluft-Therapie“. Heutzutage ist die moderne Spa-Kultur ins Land gezogen. Das Hotel Navis etwa schmiegt sich spektakulär in eine Felsbucht nahe Opatija und verbindet intime Wellnesserlebnisse mit purer Meeresnähe. Im kleinen, feinen Spa-Bereich stehen Ruhe und Weitblick im Mittelpunkt: Sauna, Massagen mit Meersalz und ein direkter Zugang zum Wasser. Statt großer Spa-Welten setzt das Navis auf intime Entschleunigung und Design-Zimmer. Weitere Tipps zum Durchatmen und Abtauchen: der Eforea Spa & Health Club und die neu eröffneten Aminess Younique Vollo Hotel Residences mit ApartmentCharme.

Das mondäne Hotel Kvarner in Opatija gilt als Wiege des Adriatourismus und punktet 2026 mit einem neuen Außenpool auf der großzügigen Terrasse: 1884 eröffnet, vereint das Haus neoklassizistische Eleganz mit ordentlich k. u. k.-Flair. Hohe Säle, Meerblick und der legendäre Kristallsaal erzählen von glanzvollen Zeiten. Noch ein Traditionsknaller ist das Amadria Park Hotel Sveti Jakov inmitten einer grünen Parklandschaft. Parkettböden, Grammofone, private Whirlpools – Details, die den eleganten Rückzugsort zum echten Kleinod machen. Wie die Region Kvarner per se.

Mit Blick auf das Kvarner-Archipel genießt man beim Ankommen im Hotel Navis Austern und Sprudel. Abends dinniert man im JrE-restaurant des 5-Sterne-DesignHotels mit eigenem Kiesstrandzugang. hotel-navis.hr

IDEE = IDEE BIS JEMAND* SIE UMSETZT.

* Knapp 430 Patente werden Jahr für Jahr von der steirischen Industrie angemeldet und zu gefragten Produkten und Technologien weiterentwickelt.

Drei Reisen, ein Versprechen: Genuss mit Aussicht

Sauvignon Blanc

Welt.Meister.Tour

Südsteiermark | gamlitz und die 7 Weltmeister Weingüter

Mit 8 Weltmeistertiteln ist die Südsteiermark die erfolgreichste Sauvignon BlancRegion der Welt. In den malerischen Hügeln mit steilen Weinbergen, mildem Klima und mineralreichen Böden entstehen Weine von höchster Finesse und Eleganz. Die Winzer sind ebenso charakterstark – traditionell, präzise und im Einklang mit der Natur.

Ob fruchtig, elegant oder kraftvoll – die Vielfalt der steirischen Sauvignon Blancs begeistert jeden Weinliebhaber.

4 Tage / 3 Nächte

Hotel Ratscher Landhaus

30.4.–3.5.2026 // 22.–25.5.2026

11.–14.6.2026 // 3.–6.9.2026

24.–27.9.2026 // 8.–11.10.2026

ƒ 2 1/2 geführte Tagesweintouren

ƒ Sämtliche Transfers (bis zu 5 Transfers) innerhalb der Tagesweintouren

ƒ Begleitung von einem local Weinguide

ƒ Besuch von drei Weingütern pro Tagesweintour

ƒ Sortimentsverkostung bzw. bis zu 10 Weinproben pro Weingut (insgesamt 7 Verkostungen)

ƒ beeindruckende Points of Interests während des Transfers

ƒ Besuch eines Restaurants oder eines typischen Buschenschanks während der Tagestour

Details, Infos und Buchung auf www.magazinvia.at/weinreisen-2026

Es gibt Reisen, bei denen man viel sieht. Und es gibt Reisen, bei denen man wirklich etwas spürt. Den ersten Schluck unter südlicher Sonne. Die salzige Luft, die durch die Weingärten streicht. Die Ruhe eines Sees am frühen Morgen. Das Klirren von Gläsern, das mehr verspricht als bloßen Geschmack. Weinreisen sind keine Flucht aus dem Alltag – sie sind eine schönere Art, in ihm anzukommen. Drei Destinationen zeigen dabei, wie unterschiedlich Genuss klingen kann. Auf Mallorca wächst zwischen Meer, Mandelbäumen und mediterranem Licht eine junge, selbstbewusste Weinszene heran. Hier treffen autochthone Sorten wie Manto Negro und Callet auf moderne Kellerkunst, Tapas auf Panorama und Palma auf entspannten Inselrhythmus. Wer die Baleareninsel nur mit Strand und Sommer verbindet, wird überrascht sein, wie viel Charakter in ihren Weingütern, Kellern und Gläsern steckt. Am Gardasee wird der Wein leichter, die Farben weicher und das Lebensgefühl italienischer. Zwischen Desenzano, Sirmione und den sanften Ufern des Sees entfaltet sich eine Region, in der sich gleich mehrere kulturelle Handschriften begegnen: lombardisch, venezianisch, trentinisch. Der Lugana

bringt diese besondere Balance aus Frische und Wärme ins Glas, während in Franciacorta große Schaumweinkunst auf internationales Renommee trifft. Dazu Seeblick, Dolce Vita und das schöne Gefühl, dass ein guter Tag in Italien eigentlich immer viel zu schnell vergeht.

Und dann ist da noch die Südsteiermark –nah genug für ein spontanes Aufbrechen und doch immer wieder eine kleine Offenbarung. In den Hügeln rund um Gamlitz entstehen Sauvignon Blancs von Weltklasse, geprägt von mineralischen Böden, Präzision im Keller und einer Region, die Genuss nicht inszenieren muss, weil sie ihn lebt.

„Der Wein ist die Poesie der Erde.“
Mario Soldati, 1907–1999, Schriftsteller und regisseur

Buschenschank, Panoramazimmer, Weingartenrestaurant und Weltmeister-Weingüter – hier wird aus einer Reise eine Liebeserklärung an den Süden Österreichs. Was diese drei Weinreisen verbindet, ist nicht nur die Freude an großen Weinen. Es ist die Lust, Landschaft mit allen Sinnen zu erleben. Nicht hastig von Programmpunkt zu Programmpunkt zu eilen, sondern einzu-

kehren. Zu verkosten. Zu schauen. Zu plaudern. Und sich von Menschen begleiten zu lassen, die ihre Region kennen, lieben und genau wissen, wo aus einem schönen Ausflug ein unvergessliches Erlebnis wird. Drei Reisen also. Drei Handschriften. Drei gute Gründe, das Glas zu heben – auf den Süden, auf den Geschmack und auf das gute Leben.

Lago di Garda e Franciacorta

Wein, See und Dolce Vita

Es gibt viele gute Gründe, an den Gardasee zu reisen – die atemberaubende Landschaft, das milde Klima, das hervorragende Essen. Doch für Weinliebhaber gibt es noch einen besonders triftigen Anlass: die leichten, sommerlichen Lugana-Weine.

Am Gardasee treffen drei große Kulturen aufeinander: die Lombardei im Westen, Venetien im Süden und das Trentino im Norden. Jede bringt ihren eigenen Charakter mit, und die Vielfalt ist beeindruckend: Sowohl in der Kulinarik als auch beim Wein. Vom Lugana bis zum Groppello und Bardolino. Die Weine dieser Region spiegeln perfekt die Balance zwischen alpiner Frische und mediterraner Wärme wider.

Im Süden des Gardasees – rund um Sirmione, das Hoheitsgebiet des LuganaWeines, ist es beinahe unmöglich, eine Short List an Weingütern zu erstellen, zumal die Dichte an herausragenden und weltbekannten Weingütern schier unendlich ist ...

Mit den Lugana-Weinen haben wir bei dieser Weinreise noch lange nicht genug. Mit den international renommierten Schaumwein-Gütern wie z. B. Ca’ del Bosco in der Region Franciacorta ist der Vergleich zwischen den besten Schaumweinen Frankreichs und Italiens extrem spannend und vor allem ein Muss für alle „Sprudel-Begeisterten”.

Details, Infos und Buchung auf www.magazinvia.at/weinreisen-2026

Mallorca y el vino

Wein & Meer | Tapas | Naturerlebnis Mallorcas Weingüter – was für eine Erfolgsstory

Mallorca ist ein Paradies für Weinliebhaber! Über 2.000 Hektar Weinberge bieten eine Mischung aus internationalen Weinen und mallorquinischen Sorten wie Manto Negro und Callet. Dank des Klimas und der Böden entstehen Weine mit Charakter. Die Winzer kombinieren Tradition und moderne Techniken, was Weintouren auf der Insel zu einem Genuss für alle Sinne macht.

4 Tage / 3 Nächte

ƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer / Frühstück inklusive

ƒ 2 ganztägige und 2 halbtägige geführte Weintouren

ƒ Sprache: Deutsch, auf Anfrage auf Englisch möglich

ƒ Sämtliche Transfers inklusive

ƒ Die Tour wird von einem Mallorca- bzw. Wein- Experten begleitet und geführt

ƒ Besuch von insgesamt mind. 6 Weingütern

ƒ Verkostung von bis zu 7 Weinproben pro Weingut

ƒ Weingut- und Keller-Touren

ƒ Mittagessen in Form von Tapas direkt am Weingut oder in einem Tapas- Restaurant

ƒ Kulinarische Empfehlungen für das Abendessen werden im Vorfeld angeboten und auf Wunsch auch vorreserviert.

Abfüge ab Graz, Wien, Zagreb, München und anderen Flughäfen möglich.

Details, Infos und Buchung auf ww.magazinvia.at/weinreisen-2026

ABTAUCHEN, ANKOMMEN, AUFBLÜHEN: LE PRIMORE IN HÉVÍZ

Hévíz kann Kurort. Das weiß man – Schwefel in der Luft, der Thermalsee als Legende, das Versprechen von Heilwasser seit Generationen. Neu ist nur: wie luxuriös sich dieses Versprechen heute anfühlen darf.

Mit dem Le Primore Hotel & Spa *****superior ist 2025 in Westungarn ein Rückzugsort entstanden, der Wellness nicht als Programmpunkt versteht, sondern als Landschaft. Und zwar als eine, in der man sich verlieren darf – im warmen Wasser, im Duft exotischer Öle, in kulinarischen Abenden, die eher Premiere als Restaurantbesuch sind.

Eden Spa als eigenes Universum Wer hier „kurz in den Pool“ gehen will, muss umdenken. Die Wasserwelt ist keine Beilage, sie ist Bühne. Im Eden Spa wartet eine weitläufige Badelandschaft, die für alle Altersgruppen gedacht ist – und trotzdem nie nach Hallenbad klingt. Schon beim ersten

Schritt hinein merkt man: Hier geht’s um Regeneration mit Stil.

Da sind die Erlebnisbecken, in denen sanft massierende Wasserstrahlen den Körper auf „Urlaubsmodus“ stellen – da redet man sich gerne ein, dass das Panorama gerade therapeutisch wirkt. Dann die Whirlpools, die dieses herrlich einfache Argument liefern: Im warmen Wasser wird Loslassen plötzlich leicht. Für alle, die nicht nur schweben, sondern auch schwimmen wollen, gibt’s ein 25-Meter-Schwimmbecken – klar, ruhig, ideal, um ein paar Längen zu ziehen und den Kopf freizubekommen.

Das große Versprechen von Hévíz löst das Le Primore aber dort ein, wo es wirklich zählt: im Thermalbecken. Innen und außen,

gefüllt mit 34 bis 36 °C warmem Heilwasser aus eigener Quelle, mineralreich und wohltuend – genau diese Art von Wärme, die nicht nur die Muskeln, sondern auch die Stimmung weichzeichnet. Und wer Kneipp mag (oder es endlich mögen will), findet hier auch Kneipp-Tretbecken, die mit Warmkalt-Wechsel den Kreislauf munter machen. Ein Detail, das man als Qualitätsmerkmal lesen darf: Dieses Wellness- und Spa-Angebot ist ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Heißt in der Praxis: weniger Trubel, mehr Ruhe, mehr Platz fürs eigene Tempo.

Bali, aber ohne Langstreckenflug

Und dann ist da noch dieser zweite Pol der Entspannung: das Mewali Balinese SPA. Wer jemals in einem richtig guten Spa war, kennt den Unterschied zwischen „Massage“ und „Ritual“. Mewali setzt genau dort an – mit zertifizierten balinesischen Therapeuten und Behandlungen, die sich wie eine kleine Reise anfühlen: sanfte Dehnungen, präzise Druckpunktmassagen, fließende Bewegungen. Alles darauf ausgerichtet, Verspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen.

Die balinesischen Massagen arbeiten mit gezielten Griffen und aromatherapeutischen Ölen – sinnlich, warm, erdend. Wer tiefer eintauchen will, wählt die Rituale: exotische Techniken, duftende Ölanwendungen, traditionelle Zeremonien – das ist Wellness, die nicht nur entspannt, son-

die Aromen und Texturen wie eine Erzählung aufbauen – und genau das ist die Idee: Essen als sinnliche Reise.

Das eigentlich Besondere ist aber das Programm, das das La Vie regelmäßig in ein kleines Gourmet-Festival verwandelt: die „Gastronomischen Programme“. Unter dem Motto „Treffen der Köche“ wird monatlich ein Gastkoch eingeladen, der gemeinsam mit Küchenchef Attila Borda ein saisonales Menü kreiert. Da entstehen nicht nur neue Gänge, sondern auch diese seltene Stimmung, wenn echte Profis miteinander kochen – Respekt, Spieltrieb, Handwerk, alles auf einem Teller.

dern einen spürbar „neu“ zurücklässt. Und für alle, die Stress gern dort loswerden, wo er sich festsetzt, gibt’s eigene Kopf-, Handund Fußbehandlungen: Druckpunkte, sanfte Stimulationen, dieses schwer zu beschreibende Gefühl von Leichtigkeit danach.

Wenn ein Dinner zur Veranstaltung wird Wellness macht hungrig – und im Le Primore ist Essen kein Ausgleich, sondern Erlebnis. Das La Vie Gourmet Restaurant versteht sich als kulinarisches Atelier: saisonal, kreativ, modern gedacht. Neben à la carte gibt es vier- und siebengängige Chefmenüs,

Und weil das Le Primore dabei nicht nur an klassische Fine-Dining-Gäste denkt, wirken die Programmpunkte angenehm überraschend: etwa ein „Kid’s Only Gourmet Dinner“ für Kinder von sechs bis 14, bei dem Fine Dining spielerisch und farbenfroh erklärt wird. Oder ein „Flow & Glow“-Degustationsdinner rund um Eleganz und Frauentag. Dazu Abende mit klarer Haltung, etwa im Geist von SVÉT (Fokus auf heimische Zutaten, Nachhaltigkeit, zeitgenössische ungarische Küche) oder internationale Themen wie ein portugiesischer Vier-Gänge-Abend.

Hévíz, neu gelesen

Le Primore ist nicht „noch ein Wellnesshotel“. Es ist ein Ort, an dem Wasser viele Rollen spielt: Heilquelle, Erlebnis, Rückzug, Spielplatz. Dazu ein Spa, das Bali nicht kopiert, sondern mit echter Handschrift übersetzt. Und eine Küche, die nicht nur satt macht, sondern Geschichten erzählt – manchmal sogar in Form eines eigenen Abends. Wer hier eincheckt, reist nicht nur nach Ungarn. Er reist vor allem weg vom Lärm.

Le Primore

KNABBErglÜCK. Marco Baccili und Simon Sailer aus dem Innviertel sind die selbst ernannten „Edelmänner“ hinter ihren Brotlingen – Chips, die auf 60 Jahre alten Natursauerteigkulturen und 25 Prozent Altbrot-Anteil basieren. geschmacklich reichen die Varianten von puristisch bis intensiv, von Mohn bis Knoblauch. Selten haben wir so sexy vegan geknabbert. edelmaenner.at

HoMMAgE. ob mittags zur Stärkung im Büro oder um drei Uhr Früh als retter in der Nacht: Die genusshauptstadt graz kann auch Döner und das erfreulicherweise sogar auf organischer Baumwolle. meigraz.at

Fertig oder satt?

Wenn Bestsellerautorin Alina Bronsky über Essen schreibt, geht es ans Eingemachte: um Liebe, Hass, Verführung und Erpressung. Ein kurzweiliges, kulinarisches Lesevergnügen aus der LebenSerie von Hanser hanser-literaturverlage.de

MeiGraz/We
Hanser Liter aturverlage
© Edelmänner GmbH
„Es gibt niemanden, der nicht isst und trinkt, aber nur wenige, die den Geschmack zu schätzen wissen.“

Für Edelbrand brennen

Die Obstmanufaktur Jantscher in Gnaning hat sich dem Apfel verschrieben. Zwischen Saft und Essig führt der Weg von der Ernte über die Maische zum Destillat und dessen Veredelung. Der Williamsbrand mit 45 % Alkohol ist in drei Größen erhältlich. faja.at

DUFTIG GUT. Feigen vermitteln irgendwie ein Gefühl von Wärme, mediterraner Frische und Entspannung. Angelika Schadler lebt ihre Passion für die Pfanze in der Zucht und Veredelung aus. In Graz verarbeitet sie Feigen in kleinen Chargen zu Chutney und Tee. diesteirischefeige.at

Ohne Umdrehun g en

Ein völlig neues Genusskapitel?

Wir verkosten regionale Null-Promille-Kreationen, die weder Verzicht noch Kompromiss bedeuten, sondern vielmehr als Einladung verstanden werden wollen.

Virgins, feinste Nos, Zero Alc? Statt Wein ohne Promille zu imitieren, eröffnen heimische Winzer wie Michael Gross, Johannes Firmenich und Georg Regele neue Perspektiven abseits alkoholischer Getränke – ohne dabei auf Genuss und geschmackliche Komplexität zu verzichten. Saftladen? Von wegen. Sobershaming? Nicht mit ihnen, nicht mit uns! Aufgrund der zurückgehenden Nachfrage nach Getränken mit Alkoholgehalt und

Von Tina Veit-Fuchs | Fotos: Jimmy Lunghammer

des gesteigerten Gesundheitsbewusstseins vor allem auch in High-End-Genusswelten rüttelt man in der Südsteiermark an alten Denkmustern und baut neue Bühnen für alkoholfreie Alternativen, Proxies und besondere Getränke. Spaßbefreit ist das keinesfalls. „Bei den Alternativen, die wir produzieren, geht es immer um Handwerk, niemals um ein Laborgetränk“, zementiert Firmenich, bekannt als STIN-Gin-Produ-

zent und Hausherr der Gamlitzer Casa Firmenich – Austragungsort dieser VIA-Verkostung. Mit Justé von Weinbaukollege Alexander Sattler eröffnet sich der NullPromille-Kosmos für die achtköpfige Verkostungsrunde am Eckberg. Im Glas eine längst vergessene Quittensorte, eingemaischt und mit Bio-Kräuterauszügen wie Schafgarbe, Brennnessel und Linde versetzt. „Toller Honigtouch“, suggeriert Katharina

Tinnacher. „Wenig Süße und ein standhaftes Gerbstoff-Säure-Gerüst ist unsere Prämisse“, so Sattler, der aktuell an seinem Weingut an zwei weiteren Getränkealternativen tüftelt, die Justé ergänzen sollen. „Niemals wollen wir Wein ersetzen, stattdessen echte Alternativen bieten, die unserem Handwerk und unserer Haltung entsprechen“, stellt Tinnacher klar und schickt „Sabotage 0%“ und „Camouflage 0%“ ins Rennen. Ers-

terer enthält Sauvignon-blanc-Trauben, letzerer Gelber-Muskateller-Fruchtstand. Gemeinsam bilden sie die KTCN-Kollektion, einen Blend aus ihrem Weingut und dem ihres Mannes Christoph Neumeister. Der individuelle Mix aus rund 20 Kräutern gibt den Kreationen Struktur und eine willkommene Bitterkeit. „Wir lieben diese lebendige, bunte und teils provokative neue Spielwiese“, gesteht die Winzerin erfreut. Eine

Dynamik, die auch Michael Gross antreibt. Mit der Marke „Flein“ setzen er und seine Gattin Maria auf alkoholfreie Traubenvielfalt: sortenrein, prickelnd, in Rot und Weiß. Alles bio, natürlich und von Hand gepflegt. Die Haubengastronomie liebt die Produkte ob ihrer Rebsortentypizität und Gross exportiert mittlerweile in rund 20 Länder. „Je breiter unser Sortiment wird, desto besser versteht man, was wir mit unserer Zwischen Verjus Bubbles, Traube Zero und Sparkling Tea fanden sich Michael gross, Johannes Firmenich, Julian Zorn, Katharina Tinnacher, georg regele, Fabian Posch, Sonja grabner und Alexander Sattler (v. l.) am Eckberg in der Casa Firmenich in gamlitz ein.

„Niemals wollen wir Wein ersetzen, jedoch eine echte Alter native bieten.“

Katharina Tinnacher, Weingut lackner-Tinnacher

„Alles, was wir uns zuführen, wirkt organisch wie mental auf uns.“

Sonja grabner, Sein Ferment

Arbeit ausdrücken wollen“, so Gross. Kollege Regele nickt anerkennend: „Die Sorte Blaufränkisch möchte auf wunderbare Weise fast wie Wein wirken – so schön!“ Auch wir staunen: Die prickelnden FleinFizz-Editionen haben sogar ChampagnerErsatz-Potenzial.

„Als vor einigen Jahren mein Kollege Ewald Zweytick mit dem mittlerweile weltweit renommierten Copenhagen Sparkling Tea um die Ecke kam, dachte ich noch: So was braucht kein Mensch“, grinst Georg Regele, der seit über 20 Jahren für Sektproduktion nach der Méthode traditionelle steht. Nun produziert der Ehrenhausener selbst Sparkling Thee Bubblé, einen sprudeligen Weintraubenschalentee, versetzt mit Schwarztee, Grüntee und Verjus. „Fetzig trocken – wir

lieben das sehr“, offenbaren sich Julian Zorn und Fabian Posch, selbst Hersteller des Teegetränks Seven Tea Seven, als Anhänger. Ihr aktueller Rosé mit jeder Menge Fruchtkomponenten von Kirsche bis Erdbeere überrascht mit dezenter Süße. An große Schaumweine fühlen wir uns nicht erinnert, aber die Jungs schüren neue Erwartungen: „Wir tüfteln bereits an weiteren Alternativen.“ Auf florale Noten, Kräuteranklänge und subtile Teearomen setzt Johannes Firmenich. White Blossom, Herbal Garden und Blossing Rose bilden seine Tea-Royal-Kollektion. Ersterer ist im Holzfass angesetzt, in dem der weiße Tee eine Nacht zieht. Ein Sparkling aus Winzerhand, der echtes Sektgefühl auslöst. 1.500 Flaschen davon sind aktuell aufgerufen. Auch Regeles Thee Rosé

„Wenig Süße, stattdessen ein stabiles Gerbstoff-Säure-Gerüst.“

„Es geht immer um Handwerk und niemals um ein Laborgetränk!“

„All das zeigt die Innovationskraft, die sich in der Südsteiermark konzentriert.“

„Wir setzen auf Teebasis und frische Früchte aus Österreich.“
„Menschen suchen immer nach unterschiedlichen Optionen.“

georg regele, Weingut regele

Alexander Sattler, Weingut Sattlerhof
Julian Zorn & Fabian Posch, Seven Tea Seven
Michael gross, Vino gross
Johannes Firmenich, Casa Firmenich
Tea royal & STIN

Kostbringer

Casa Firmenich & Tea Royal firmenich.at maisontearoyal.com

Weingut Regele regele.com

Seven Tea Seven seventeaseven.at

Vino Gross & Flein vinogross.at flein.net

Sattlerhof sattlerhof.at

Sein Ferment sein-sein.at

Weingut Lackner-Tinnacher tinnacher.at

In der gaststube der Casa Firmenich – ein altes Herrenhaus, vormals als Bacchuskeller bekannt –hat die Buschenschank der Familie Firmenich ihre neue örtliche Heimat gefunden.

zum Drüberstreuen punktet mit sanfter Perlage und feiner Eleganz. Rassiger und trotzdem katerfrei ist der Blick ins Burgenland, wo die Brüder Max und Lukas Herczeg unter dem Label „Wilder Widerstand“ entalkoholisierten Uhudler salonfähig machen wollen. In Frizzante-Form schwimmt der Aperitivo definitiv gegen den Strom. Auch Bernd Menzls Raureif-Verjus aus Oberösterreich findet den Weg auf den südsteirischen Verkostungstisch. Die zwei

alkoholfreien Frucht-Cuvées Vogelbeere und Quitte erscheinen den Experten in der Runde etwas „zu gefällig“. Die selbstbewusstere Sparkling-Variante, ebenfalls mit Verjus und Quitte in Bio-Qualität, findet definitiv mehr Anklang.

Konträrer präsentieren sich die SeinFerments, eine vierteilige Serie aus sogenannten Holistic Drinks, inspiriert von Yoga und Ayurveda. Die Rezepturen aus bis zu 15 verschiedenen Bio-Obst- und -Ge-

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Der reihe nach: Mehr als 20 verschiedene 0-Promille-Kreationen wurden in der Südsteiermark verkostet. Vier davon waren nicht steirischer Herkunft, allerdings auch aus Österreich.

müsesorten, Kräutern und Gewürzen hat Sonja Grabner inspiriert von der fernöstlichen Denkweise mit Christof WinklerHermaden, Winzer und Molekularbiologie im steirischen Vulkanland, entwickelt. Drei Jahre Forschung und jede Menge Fermentation stecken in dem Projekt, das irgendwo

zwischen unkonventionell und MikrobiomSchmeichler angesiedelt ist. „Wir möchten mit diesem Getränk Menschen inspirieren, sich zu leben, bei sich anzukommen und ein gesundes Leben zu gestalten“, gibt Grabner preis. Der pro- und präbiotische Faktor irritiert die ansonsten vinophil geprägte Verkostungsrunde sichtlich, killt aber Offenheit und Neugier nicht. Denn auch für Österreichs wein- bzw. biererprobten Kollektivgaumen liegt der Reiz dieser Null-Promille-

Ihr Recht als Konsument

Alternativen genau darin: sich einzulassen. Nicht zu vergleichen, sondern zu entdecken. Welche Speisen begleiten diese neuen Pairings künftig auf der Genusslandkarte? Wie verändert sich ein Abend, wenn’s im Glas zwar funkelt, aber der Kopf klar bleibt? Welche Getränke erlebe ich verspielt und leichtfüßig, welche strukturiert und kontemplativ? Tenor der Runde: Genuss ist sowieso kein Entweder-oder, sondern ein weites Feld voller Möglichkeiten.

Ihr Schutz vor faulen Tricks, Fallen im Internet und Reiseärger.

Wenn Sie sich über den Tisch gezogen fühlen oder Fragen zu Konsumentenrechten, Betriebskostenabrechnungen, Gewährleistungen und Kontogebühren haben – wir beraten Sie gerne.

Gerechtigkeit muss sein.

IM ZENTRUM DES WEINGENUSSES

Der „Ausgezeichnete Buschenschank“ öffnet wieder seine Türen.

Mit dem Aufsperren der Buschenschänken beginnt eine der schönsten Zeiten im steirischen Weinland: Die Gläser füllen sich, die Tische werden gedeckt und der neue Jahrgang wartet darauf, entdeckt zu werden. Es ist die Einladung, sich Zeit zu nehmen – für Genuss, für Begegnungen und für unvergessliche Momente mitten in einer der reizvollsten Weinregionen Österreichs.

Wenn landschaftliche Schönheit, edler Wein, kulinarische Köstlichkeiten und herzliche Gastfreundschaft zu einer harmonischen Einheit verschmelzen, dann ist man angekommen – im „Ausgezeichneten Buschenschank“ der Steiermark.

Über 800 Weinbaubetriebe laden im steirischen Weinland zum Verweilen ein, doch nur 62 von ihnen tragen das besondere Prädikat „Ausgezeichneter Buschenschank“. Diese Betriebe sind zudem mit dem staatlich anerkannten Gütesiegel AMA GENUSS REGION zertifiziert – ein verlässliches Zeichen für geprüfte Herkunft, höchste Qualität und authentischen Genuss.

Der neue Jahrgang ist da –ein Erlebnis für alle Sinne

Gerade jetzt, wenn die Buschenschänken wieder öffnen, zeigt sich das Weinland von seiner genussvollsten Seite. Der neue Jahrgang präsentiert sich frisch, charaktervoll und voller Vielfalt. Von Welschriesling über Weißburgunder bis hin zu Sauvignon blanc, Morillon, Muskateller, Schilcher oder Traminer – kaum eine Region bietet eine solche Bandbreite an Weinen. Jeder Schluck erzählt von Handwerk, Herkunft und Leidenschaft.

Genuss erlebt man am besten vor Ort

Der „Ausgezeichnete Buschenschank“ steht für ein klares Motto: Man genießt dort am besten, wo alles entsteht. Erst im Zusammenspiel von Wein, regionaler Küche, gelebter Kultur und der einzigartigen Landschaft entfaltet sich das volle Potenzial des steirischen Weinlandes.

www.steiermark.wine/ buschenschank

www.steiermark.wine/ buschenschanksuche

Kulinarik mit Herkunft und Herz

Was auf den Tisch kommt, ist ehrlich, regional und mit Sorgfalt ausgewählt. Gäste dürfen sich auf Weine aus eigener Produktion sowie auf Jausenspezialitäten aus dem eigenen Betrieb oder aus der unmittelbaren Umgebung freuen. Klassiker wie die Brettljause, Käferbohnen, deftige Sulzerl oder fein abgestimmte Aufstriche treffen auf moderne, leichte Interpretationen der Buschenschank-Küche. Frische Salate aus dem Garten, hochwertige Fleischund Schinkenspezialitäten sowie ein liebevoll gefülltes Brotkörberl runden das Geschmackserlebnis ab.

Ein Ort für die ganze Familie

Auch die kleinen Gäste kommen nicht zu kurz: Hausgemachte Säfte, kindgerechte Speisen und Spielmöglichkeiten machen den Buschenschank zu einem Ort, an dem sich die ganze Familie wohlfühlt.

Herzliche Einladung

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, die Vielfalt des steirischen Weines neu zu entdecken. Die ausgezeichneten Buschenschänken haben wieder geöffnet und laden dazu ein, den neuen Jahrgang genau dort zu genießen, wo er entsteht –im Zentrum des Weingenusses. Kommen Sie vorbei, nehmen Sie Platz und lassen Sie sich begeistern.

ERLEBE DEN STEIRISCHEN WEIN LIVE…

bei den Präsentationen des Steirischen Weines, auf der VieVinum und bei den WinzerInnen.

Alle Events auf einen Blick:

Vom Seitling über den Shiitake bis hin zur Löwenmähne: Der Markt für Edelpilze wuchs in den letzten Jahren kontinuierlich an. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Einerseits steigt das Bewusstsein für Gesundheit und Ernährung weltweit an. Pilze enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen und dabei wenig Kalorien –was sie zum idealen Superfood macht. Zudem wachsen Pilze schnell und benötigen im Vergleich zu vielen anderen Nutzpflanzen oder zur Fleischproduktion deutlich weniger Fläche, Wasser und Energie – und sind durch spezialisierte Betriebe mittlerweile ganzjährig verfügbar.

Mehr als Champignons

Dabei sind die Zeiten, als man bei Zuchtpilzen ausschließlich zwischen braunen und weißen Champignons wählen konnte, zum Glück vorbei. Mittlerweile werden verschiedenste Sorten gezüchtet, die geschmacklich ein breites Spektrum abdecken und sowohl in puncto Aroma als auch hinsichtlich ihrer Konsistenz stark an Fisch oder Fleisch erinnern. Weshalb sie längst auch in Nobelküchen als Alternative zu Steaks, Jakobsmuscheln oder Ceviche angeboten werden – und zwar so zubereitet, dass man kaum noch einen Unterschied merkt. Neben den kulinarischen Benefits bringen Edelpilze aber noch weitere Pluspunkte mit sich: So deuten zahlreiche Studien auf einen positiven Effekt der Pilze auf Immun- sowie Herz-Kreislauf-System, Verdauung und Gehirnfunktion hin.

Ort des Wachsens

In der Steiermark gibt es mittlerweile mehrere spezialisierte Pilzzuchten, die neben frischen Pilzen auch Pilzzucht-Sets für den privaten Gebrauch sowie Workshops anbieten. Eine davon ist die Pilzmanufaktur GutBehütet in St. Stefan im Rosental. Hier setzt Michaela Friedl seit

Um Pilze zu genießen, kann man in den Wald gehen und selbst danach suchen – muss man aber nicht. Ein Blick in die bunte Pilzzucht-Szene der Steiermark.

Von Anja Fuchs

Zucht mit Zukunft

2020 auf Pilzzucht und Vertical Farming. „Damals stellte sich die Frage, wer den Hof meiner Eltern nach ihrer Pensionierung weiterführen sollte. Ich habe in dieser Zeit begonnen, mich mit Ernährungstrends zu beschäftigen, und bin schließlich über Pilze gestolpert. Nachdem die ersten Versuche in der Gästedusche gefruchtet haben, beschlossen mein Mann und ich, den Hof zu übernehmen und mit einer Pilzzucht zu starten. Bevor wir allerdings in die Umsetzung gegangen sind, habe ich noch ein

Pioppino

Innerhalb Europas zählt der südliche Schüppling –seiner flaumigen Haube wegen oft auch liebevoll „Samthäubchen” genannt – zu den ältesten Kulturpilzen überhaupt. Neben den Vitaminen B1, B2, C und D verfügt er über eine hohe Nährstoffdichte und liefert auf 100 Gramm 2,8 Gramm Eiweiß. In der Küche punkten Pioppinos mit ihrem herrlichen Waldpilzgeschmack, zu dem sich beim Braten süßlich-nussige Aromen gesellen. Zudem enthalten sie wenige schleimbildende Stoffe und bleiben beim Garen stets knackig. Feinschmecker schätzen den Pioppino auch in Essig und Öl eingelegt als Antipasti.

Austernseitling

Der helle, auch als Austern- oder Kalbfleischpilz bekannte Seitling enthält wertvolle Beta-Glukane, hochwertiges Eiweiß, einen hohen Gehalt an Mineralstoffen sowie Vitamine wie B1, B2, D und Folsäure. Dem enthaltenen Lovastatin wird ein positiver Effekt auf den Cholesterinspiegel nachgesagt. In der Küche ist der Austernseitling ein echter Allrounder: Die Kappen lassen sich braten oder panieren, in Streifen geschnitten geben sie Suppen und Saucen eine feine Tiefe. Fein gehackt eignet sich der Austernseitling gut für Sugo, Laibchen oder als Fülle für Strudel, Knödel und Pasta.

Shiitake

In China seit Jahrhunderten als immunstärkender und entzündungshemmender Heilpilz verwendet, zählt der Shiitake (auch Eichenholz- oder Pasaniapilz) weltweit zu den begehrtesten Speise- und Vitalpilzen. Neben allen wichtigen Aminosäuren ist er reich an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und punktet mit einem hohen Ballaststoffanteil. Durch die enthaltene Glutaminsäure verfügt der Shiitake über ein ausgeprägtes UmamiAroma, das ihn zusammen mit seiner festen Konsistenz zu einer vielseitigen Delikatesse macht – ob gebraten, gedünstet oder gekocht. Getrocknet und zu Pulver verrieben eignet sich der Shiitake ideal zum Würzen.

Igelstachelbart

Der aufgrund seines Aussehens auch als Pom-PomBlanc, Löwenmähne (englisch: Lion’s Mane) oder Affenkopf bekannte Pilz wird u. a. in der traditionellen chinesischen Medizin für seine besonderen Inhaltsstoffe – darunter die nervenschützenden und gedächtnisfördernden Erinacine – und seine verdauungsunterstützenden Eigenschaften geschätzt. In der Küche überzeugt der Igelstachelbart durch eine leichte, zitronige Note, den kaum vorhandenen Pilzgeschmack und die feste Konsistenz, die an Garnelen bzw. Hühnerfleisch erinnert. So wird er z. B. gerne als fleischlose Alternative zu Chicken Nuggets oder paniert als Schnitzelersatz verspeist – oder getrocknet und gemahlen als Würzmittel.

© azerbajan_Stockers/freepik
„Der Pilz scheint so still und bescheiden, und doch steckt in ihm eine ganze Welt.“
Henry David Thoreau

Frisch & veredelt

GutBehütet | Pilzmanufaktur im Vulkanland

Frische und veredelte Pilze, Online-Shop, Führungen, Workshops, Seminare und tolle Rezeptideen online.

Reichersdorf 3, 8083 St. Stefan i. Rosental offce@gutbehuetet.at gutbehuetet.at

Schilcherland Pilze

Frische Pilze, Pilzzucht-Sets im Online-Shop, Führungen

Ulrichsberg 1, 8530 Deutschlandsberg offce@schilcherland-pilze.at schilcherland-pilze.at

Pilzzucht Thomas Pfster

Frische Pilze, Online-Shop mit verschiedensten Pilzdelikatessen, Pilzzucht-Sets

Dirnegg 23, 8243 Pinggau tpfster@gmx.at fungi.at

Masterstudium an der FH Joanneum absolviert“, erzählt die einstige Diätologin. Sieben verschiedene Sorten bietet die im steirischen Vulkanland gelegene Zucht mittlerweile an. Die Bio-Pilze wachsen auf Stroh- bzw. auf einem Stroh-Sägespäne-Gemisch, werden laufend frisch geerntet und zum Teil auch getrocknet oder zu Aufstrichen verarbeitet.

Friedls persönliche Pilz-Favoriten? „Da gibt es zwei: den Igelstachelbart – übrigens Pilz des Jahres 2026 – der sich aufgrund seiner Struktur und des geringen Pilzgeschmacks hervorragend als Hühnerfleischalternative eignet. Und der Pioppino, ein kleiner, knackiger Italiener (schon die Römer haben ihn gezüchtet), der die Wärme liebt, sehr aromatisch und vielseitig einsetzbar ist.“

Pilze richtig lagern und zubereiten – so funktioniert’s:

WASCHEN? BESSER NICHT.

Bei allen Pilzen gilt: Wenn wirklich nötig, dann putzen statt waschen. Wasser verändert die Textur und kann das Aroma verwässern. Stattdessen die Pilze vor der Zubereitung vorsichtig mit einer Bürste oder einem Tuch säubern.

WOHL BEKOMM’S. Durch den Ballaststoff Hemicellulose sind Pilze ideale Sattmacher. Das in den Zellwänden enthaltene Chitin macht sie allerdings für viele Menschen schwer verdaulich. Was hilft: Je feiner geschnitten und besser durchgegart, desto besser verträglich werden die Pilze.

BITTE WARTEN. Salz entzieht Wasser – deshalb Pilze immer erst nach dem Erhitzen bzw. erst kurz vor dem Servieren salzen, damit sie nicht die Form verlieren und matschig werden.

HALTBAR MACHEN. Frische Pilze halten sich im Gemüsefach bei 2 bis 4 °C, luftig in einer Papiertüte oder einem Geschirrtuch verpackt, für etwa 3 bis5 Tage.

MEIN WOHNTRAUM IST MIR LIEB

Rundum sorglos mit den Profis von LIEB Bau Weiz

Jahrelange Erfahrung und fachliches Know-how in unterschiedlichen Gewerken machen LIEB Bau Weiz zum idealen Partner im Hausbau, ob Holzriegel- oder Ziegelmassivhaus. Der Bau eines Eigenheims ist eine Entscheidung fürs Leben, und die meisten Menschen haben genaue Vorstellungen davon. Damit diese Wünsche Wirklichkeit werden, braucht es einen kompetenten, verlässlichen Partner, der vom Erstgespräch bis zur Schlüsselübergabe begleitet. Bei LIEB Bau Weiz treffen Jahrzehnte Erfahrung und Baukompetenz in vielen Bereichen zusammen – dem Traumhaus steht nichts im Weg. Rundum-Service: Bei

LIEB Bau Weiz können Sie auf Profis zählen. Mit der hauseigenen Planungsabteilung realisieren Sie Ihr Traumhaus vom Dach bis zum Keller; externe Architektenpläne werden gern verarbeitet. Realisierbarkeit und Budget bleiben stets im Blick, sodass es keine unangenehmen Überraschungen gibt. Abschließend wird Ihr Haus je nach Wunsch schlüssel-, belags- und fassadenfertig oder als Rohbau übergeben.

LIEB Bau Weiz

Birkfelder Straße 40, 8160 Weiz

Tel. 03172/24 17-0

lieb@lieb.at | www.liebbauweiz.at

Menschen begeistern und Kunden gewinnen

Wir leben in volatilen Zeiten –mit den verschiedensten Krisen und Herausforderungen, einer hohen Infation, einer Kaufzurückhaltung bei Konsumenten und einer Investitionsbremse in vielen Unternehmen und Bereichen. Gleichzeitig sind Produkte und Dienstleistungen austauschbarer geworden, die Konkurrenz oder der Mitbewerb ist oft nur einen Mausklick entfernt.

Genau aus diesen Gründen ist es JETZT der richtige Zeitpunkt, sich intensiv mit den Themen Marketing, Sales und Kommunikation zu beschäftigen. Denn genau das sind die Punkte, in denen sich Unternehmen am besten von den anderen abheben kannst.

Eines ist klar – Menschen kaufen nicht die besten Produkte, sie kaufen die Produkte, die sie am besten verstehen.

In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der die Flut an Informationen täglich wächst, wird eine klare, präzise und wirkungsvolle Kommunikation zu einer essenziellen Fähigkeit. Im Business ist das eine enorme Herausforderung, denn Missverständnisse kosten Zeit, Geld und manchmal sogar Beziehungen. Kommunikation ist nicht nur eine Methode, um Informationen auszutauschen, Kommunikation ist vielmehr das Herzstück jeder Beziehung und jeder Entscheidung im Geschäftsleben – egal ob für Führungskräfte, Unternehmer, Selbstständige und Entscheidungsträger.

Menschen suchen keine Werbung, Menschen suchen nach Information, nach Inspiration, nach Führung und Unterhaltung

inform and guide me –hype and entertain me

Zum Autor: Harald Kopeter ist Unternehmer, Buchautor und Experte für Kommunikation, Storytelling im Business und Sales. Er wurde mehrfach mit dem Best of Corporate Publishing Award ausgezeichnet, zertifzierter Trainer und CERTIFIED E-Commerce & Social MEDIA EXPERT (WKO).

... das ist das Grundbedürfnis menschlicher Kommunikation und auch das Grundprinzip guten Storytellings. Wenn Sie dieses Prinzip im täglichen Business anwenden, werden Sie mehr Aufmerksamkeit erreichen, Sie werden mehr Kunden gewinnen und deutlich mehr Umsatz erwirtschaften.

Wüde, würzige Wiesn

Halten Sie Ihren Rasenroboter im Zaum! Steirische Wiesen verwandeln sich nämlich gerade wieder in delikate Speisekarten. Guter Geschmack, der uns so bedingungslos umgibt.

Irgendwo zwischen Löwenzahn, Schafgarbe und wildem Thymian beginnt ein Tag, der nach Erde, Wissen und einem Hauch von Abenteuer schmeckt. Wer in der Steiermark unterwegs ist, merkt schnell: Dieses Land ist mehr als Postkartenidylle. Seine Wiesen und Wälder gleichen einem lebendigen Wildkräuterbuch. Wir müssen bloß noch lernen, darin entsprechend zu lesen. Waltraud Fabsits unterstützt dabei.

Kräutermärchen für Kinder

Mit ruhiger Stimme und wachem Blick führt sie durch die Wiesen rund um ihr Gstaudawerk. Nur sammeln ist nicht. „Man muss verstehen, was da wächst, und bereits mit dem Gedanken unterwegs sein, wie und für was man die Kräuter und Blüten im Anschluss verwenden möchte“, erklärt sie. In ihrer Kräuter- und Blütenwerkstatt mitten im Thermen- und Vulkanland entstehen in nachhaltigen Workshops neben liebevollen Dekorationen je nach Saison aromatische Kräuterprodukte aller Art – von Kräutersalzen über Gewürzmischungen und Blütenzucker bis hin zu Tees, Badesalzen, Duftpotpourris. „Im Gstaudawerk werden ausschließlich unbehandelte Pflanzen aus eigenem Anbau und sorgfältigen Wildsammlungen verarbeitet“, erklärt Fabsits. Ihre Kräuterrallye für Kindergruppen mit bis zu 20 neugierigen Köpfen ist beliebt – riechen, sehen, schmecken, suchen, kochen und kosten –, sogar ein Kräutermärchen wird geboten.

Ein paar Schritte weiter bleibt Fabsits wieder stehen, kniet sich ins Gras und zeigt auf vermeintlich unscheinbare Blätter. Giersch. „Ein Kraut, das oft übersehen wird“, lässt uns die Expertin wissen. Genau darin liegt mitunter die Magie einer Wildkräuterwanderung: in der Entdeckung des Unscheinbaren. Automatisch wird auch unser Schritt langsamer, der Blick prüfender und unser Atem entspannter. Dank Fabsits ist nun klar: Der Giersch hat ein dreiteiliges Blatt und der Stängel der Pflanze ist ebenfalls dreikantig. Hat man den Giersch sicher bestimmt, dient er als Heilkraut, Salatbeigabe oder Spinatzugabe. „Er erweist gute Dienste für unsere Gesundheit“, unterstreicht die Ökologin. Es geht immer noch ein bisserl grüner: Der Feldbacher Haubenkoch Johann Reisinger zählt zu den Pionieren des „grünen“ Kochens in Österreich und schätzt Gärten, Äcker und Wälder als Projektionsflächen und

„Giersch ist ein Wildkraut, das oft übersehen wird.“
Waltraud Amesbauer-Fabsits, gstaudawerk

Waltraud Fabsits in ihrem Element inmitten ihrer Kräuter- und Blütenwerkstatt. Auf der gemeinsamen Erkundungstour pflückten wir in der oststeiermark, auch als garten Österreichs bekannt, günsel (ideal bei Magen-DarmBeschwerden), das kresseartige Wiesenschaukraut und den bitteren löwenzahn (r.).

© Gstaudawerk
©Gstaudawerk
©Gstaudawerk
©Gstaudawerk

Er nennt sich Culinary Pionier. Der Feldbacher Koch Johann reisinger steht für radikal natürliche Küche, kulinarische Innovation und die Erhaltung traditioneller lebensmittelvielfalt.

Im eigenen Garten

Wiesenkräuterprof Tina Wurzinger kommt auf Wunsch in Ihren Garten. Gemeinsames Entdecken kleiner, kulinarischer Köstlichkeiten und anschließende Zubereitung des Sammelguts garantiert. kraeuterwanderung.at

Experimentierfelder für einen bewussten Lebensstil. In der City Farm in Wien etwa bietet er aktuell im Verbund mit weiteren Gartenpädagogen kreatives Fermentieren mit Wildkräutern an und konzentriert sich auf eine radikal puristische Zugangsweise. „Meine Küche verwendet nur ursprüngliche und unverfälschte Elemente –Lebensmittel, bei denen nichts hinzugefügt, erzwungen oder korrigiert worden ist.“

Einige Kilometer weiter südlich hat sich Kräuterpädagoge Michael Flechl in Graz und Umland einen Namen gemacht. Er begegnet Pflanzen mit einer ansteckenden Mischung aus Wissen und Begeisterung. „Die meisten gehen achtlos an so vielen wertvollen Wiesenkräutern und -pflanzen vorbei“, gesteht Flechl und zeigt auf junge Brennnessel am Wegesrand. „Dabei steckt hier so viel Kraft drin.“ Die Faszination für Kräuter ist tief in ihm verwurzelt. „Ich kann einer Playstation nichts abgewinne, aber von Natur, Erde, Boden und all den Raritäten, die draußen wachsen, kann ich nie genug bekommen“, lä-

GRAZ. NAH. ERHOLT.

chelt der Steirer. Von den fast 3.500 Pflanzenarten in Österreich hält Flechl steirische SignaturePflanzen wie Bärlauch, Brennnessel, Dirndl und Schwarzen Holler hoch. „Die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Wildpflanzen fesseln mich. Sie halten ohne menschliches Zutun Klimaveränderungen aus und strotzen vor Facettenreichtum“, gerät der Kräu terpädagoge ins Schwärmen.

Auf seinen Wanderungen begleiten ihn Privatpersonen ebenso wie Firmengruppen und Schulklassen. „Es ist ein unheimlich verbindendes Erlebnis, gemeinsam Wertvolles zu sammeln, die Ästhetik der Natur mit allen Sinnen zu erfahren und anschließend das Sammelgut bei einem Picknick oder einer Einkehr in einem Wirtshaus obendrein veredelt zu verkosten.“ So entdeckt man im Kollektiv mit Flechl etwa am Schloßberg Mönchspfeffer und Wiesensalbei, am Speikkogel den Bauchschmeichler Kümmel und am Quellenweg in St. Radegund herrlich scharfe Brunnenkresse.

In Graz sind viele Aus ugsziele und Parks barrierefrei zugänglich. Das ermöglicht Naherholung für alle. Und darauf sind wir stolz.

© Michael Flechl
©MichaelFlechl
© Johann Reisinger

Wer Erlebnisse mit allen Sinnen sucht, begibt sich auf Entdeckungstour mit Kräuterprofi Michael Flechl (9. v. l.) am Schloßberg, bei der ruine gösting, am rosenhain und am Florianiberg, im leechwald oder in Mariatrost, am Schöckl und in St. radegund.

„Die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Wildpfanzen, die sie ohne menschliches Zutun an den Tag legen, fesseln mich.“

Michael Flechl, Kräuterpädagoge

Sammeltipps vom Prof Flechls Führungen sind alles andere als trockene Lehrstunden, sondern gut gelaunte Einladungen, die Natur (wieder) zu entdecken und erschmecken. Regionale Wertschöpfung inklusive. Seine Sammeltipps für Einsteiger: „Bitte nur Regionales und Saisonales pflücken und nur so viel sammeln, wie der Bestand hergibt, ohne ihn zu schädigen. Nachhaltigkeit und Achtsamkeit gegenüber der Natur wollen gelebt werden.“ Apps würden beim Sammeln teilweise unterstützen, aber: „Bitte niemals einer App blind vertrauen!“ Ebenso wesentlich: der Zeitpunkt der Ernte und die Intention, mit der gesammelt wird. „Die Frage, wie konserviere bzw. verarbeite ich das Sammelgut, begleitet mich auf jeder meiner Wanderungen“, akzentuiert Flechl, der etwa Geißfuß stampft und mit Apfelsaft und Zitrone zu einem Wiesendudler verarbeitet. Was sich seiner Meinung nach noch herumsprechen darf: „Vergesst Chiasamen und verwendet stattdessen Brennnesselsamen – das steirische, CO2-freundlichste Superfood!“

© Michael Flechl

Sanfte Hügel, große Weine, gelebte Gastfreundschaft:

Die Südsteiermark ist weit mehr als eine der schönsten Regionen Österreichs.

Zwischen Weingärten, Buschenschänken und weiten Ausblicken entfaltet sich ein Lebensgefühl, das aus Landschaft, Handwerk und echter Genusskultur wächst.

Es gibt Regionen, die man besucht. Und es gibt jene, die man spürt, noch bevor man sie wirklich kennt. Die Südsteiermark gehört zu letzterem Schlag. Sie empfängt nicht mit großer Geste, sondern mit etwas, das heute selten geworden ist: mit Echtheit. Mit einer Landschaft, die nicht geschniegelt wirkt, sondern gewachsen. Mit Menschen, die nicht gefallen wollen, sondern aus Überzeugung das tun, was sie tun. Und mit einem Lebensgefühl, das aus Boden, Handwerk und gelebter Gastfreundschaft entsteht.

Mehr als eine schöne Kulisse

Wer hier ankommt, merkt rasch, dass die Südsteiermark mehr ist als Postkartenidylle. Natürlich sind da diese sanften Hügel, die sich in langen Linien durch das Land ziehen, die Weingärten an den Hängen, die Wälder, Wiesen und Almen, die Aussicht bis weit über die Grenze hinaus. Doch die eigentliche Qualität dieser Region liegt tiefer. Sie steckt in der Haltung ihrer Menschen. In der Art, wie hier gearbeitet, produziert, gekocht und eingeschenkt wird.

Jeder Buschenschank, jedes Weingut, jede Manufaktur trägt eine eigene Handschrift.

SÜDSTEIERMARK WO DER GENUSS WURZELN SCHLÄGT

Nichts wirkt austauschbar, vieles ist über Generationen gewachsen. Gerade darin liegt der Reiz. Die Südsteiermark zeigt, dass Herkunft kein Marketingbegriff sein muss, sondern etwas, das sich schmecken, sehen und erleben lässt.

Der Wein als Herzschlag der Region

Der Wein ist hier weit mehr als nur ein Produkt. Er ist Ausdruck seiner Herkunft, Botschafter des Bodens und Herzschlag einer ganzen Region. Entlang der Südsteirischen,

der Sausaler und der Schilcher Weinstraße zeigt sich, wie eng Landschaft und Genuss miteinander verbunden sind. Frischer Welschriesling, charaktervoller Sauvignon Blanc, mineralischer Riesling oder der unverwechselbare Schilcher erzählen von Klima, Geologie und Sorgfalt. Sie sind keine Inszenierung, sondern Ergebnis von Erfahrung, Geduld und Leidenschaft. Vielleicht ist es genau das, was man hier so deutlich spürt: dass Qualität nicht laut sein muss. Sie entsteht dort, wo Men-

schen ihrer Sache treu bleiben und mit Respekt arbeiten – vor der Natur, vor dem Produkt und vor dem, was ihnen anvertraut ist.

Genuss, der selbstverständlich wirkt

Dass Genuss in der Südsteiermark so selbstverständlich wirkt, hat auch mit ihrer kulinarischen Dichte zu tun. Zwischen urigen Buschenschänken, in denen die Brettljause fast schon Kultstatus hat, traditionellen Wirtshäusern und ambitionierten Fine-DiningAdressen spannt sich ein Bogen, der selten so mühelos gelingt. Was all diese Orte verbindet, sind die Liebe zum Produkt und der Respekt vor dem, was die Region hervorbringt. G enuss wird hier nicht laut verkündet, sondern ruhig serviert. Ehrlich, bodenständig und mit feinem Gespür für Qualität. Gerade deshalb bleibt er in Erinnerung. Weil er nicht brav und glatt daherkommt, sondern aus einer Haltung entsteht, die sich durch die ganze Region zieht.

Unterwegs im eigenen Rhythmus

Doch die Südsteiermark erschöpft sich nicht im Kulinarischen. Wer sich zu Fuß oder mit dem Rad aufmacht, erlebt eine Landschaft, die entschleunigt, ohne stillzustehen. Hinter jeder Kuppe öffnet sich ein neuer Blick, jede Strecke wird zur Einladung, langsamer zu werden. Themenwege, Genusswande-

Tourismusverband

Südsteiermark

Hauptplatz 40 8530 Deutschlandsberg Tel. 0577 30 offce@suedsteiermark.com suedsteiermark.com

rungen, Pilgerpfade oder Radrouten führen vorbei an Weingärten, Kürbisfeldern, kleinen Höfen und schattigen Wäldern. Bewegung ist hier keine sportliche Pflicht, sondern eine Form des Ankommens. Man ist unterwegs und kommt doch näher zu dem, was diese Region ausmacht: Ruhe, Weite und die Kunst, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Ein Lebensgefühl, das nachklingt

Auch kulturell zeigt die Region Haltung. Museen, Schlösser, Burgen und zeitgenössische Architektur erzählen von einer Ge-

schichte, die weit zurückreicht und dennoch lebendig geblieben ist. Die Südsteiermark versteht es, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verweben, ohne gekünstelt zu wirken.

Am Ende ist sie kein Ort, den man einfach abhakt. Sie bleibt, weil sie berührt. Weil hier Genuss, Bewegung, Kultur und Landschaft nicht nebeneinanderstehen, sondern ein Ganzes bilden. Und weil man selten so deutlich spürt, dass das Schöne oft dort entsteht, wo etwas verwurzelt ist. Die Südsteiermark ist deshalb nicht nur eine Region. Sie ist ein Lebensgefühl. Eines, das nachklingt.

©MeinFellkind,Minimali

FÜR SENSIBLE BEGLEItER. Ideal für hunde mit unverträglichkeiten: hundeleckerlis mit ausschließlich pfanzlichen Zutaten, glutenfrei und ohne Zusätze. hergestellt in Wien, erhältlich in Graz bei Minimali Mindful Living. minimali.at

NAchhALtIG

Sandra Kolarik und Patrick tomelitsch aus Wien wollen mehr als beim Reformer-Pilates gut aussehen: Ihre 2024 entwickelte, supersofte Activewear von Kadoo Bali besteht aus alten Fischernetzen und PEtFlaschen. Sie wird in kleinen Serien auf Bali unter fairen Arbeitsbedingungen in handarbeit hergestellt. Aktuell sind Modelle für Frauen erhältlich. kadoo-bali.com

Habe fertig? Niemals.

Es geht nicht um Performance oder darum, etwas „richtig zu machen“, sondern darum, abseits von Masken und Mustern in die eigene Essenz zu kommen: Die neuen Temple Nights von Heartspace Graz versprechen mehr Lebendigkeit. heartspace-graz.at

MooR StAtt MEER. Bei der Premiere des südsteirischen Make-it-Matter-Festivals entdeckt und für genial empfunden: Naturkosmetik aus Österreich von Natalie Dietrich und Maria hösch, u. a. aus heilmoor und fermentiertem Amaranth. marlie-fengg.com

VIELE DIMENSIoNEN. Für Anna Reiss hat Schönheit viele Dimensionen. Eine davon ist Schmuck als beständiger Begleiter. Die Kreationen der Klagenfurterin, die auch Schmuck-Workshops ab einer Person anbietet, sind aus recyceltem Edelmetall. annareiss.com

fpoTrevilO©
© Anna Reiss

Perfekte Schiefage

Der grazer Designer Martin Breuer- Bono nennt sein Bücherregal bewusst „Schlagseite” – ein perfekter Treffpunkt für unsere romanhelden und all die weisen Worte, mit denen wir uns gerne umgeben. breuerbono.com

„Ob gut, ob schlecht das Jahr auch sei, ein bisschen Frühling ist immer dabei.“

Fritz Mauthner, Philosoph aus Österreich

© Breuer Bono

Der Prozess der Konstitution des eigenen Selbst währt ein ganzes Leben.

Um uns zu uns selbst zu entwickeln, müssen wir in Ruhe gelassen werden und nicht immer irgendwer sein müssen.

Entwickeln heißt, sich ins Eigentliche auszuwickeln.

So lernen wir, mit uns selbst zu leben

Michael Lehofer ist ein Mensch der Zwischentöne profund erkennt und unverklärt hinter die Fassaden des Menschseins blickt. Als klinischer Psychologe und Psychiater zeichnet ihn die Fähigkeit aus, komplexe seelische Prozesse verständlich zu machen. Sein neues Buch dient als ein Spiegel unserer Zeit, die geprägt ist von Überforderung, Sehnsucht und der stillen Hoffnung, verstanden zu werden. Von Tina Veit-Fuchs

© GRAY/AdobeStock

Wovon haben wir zu wenig und wovon zu viel? Verstehen wir eigentlich, was aktuell in uns vorgeht, was uns zusammenhält und was uns auf lange Sicht zerreißt? Nicht nur in Zeiten mannigfaltiger Krisen braucht es für Brennendes auf der Seele einen entsprechenden Übersetzer, der auch mal weniger angenehme Fragen stellt. Michael Lehofer ist so einer. Der renommierte Grazer Psychiater thematisiert in seinem neuesten Buch „Zu viel von allem und zu wenig vom Richtigen“ eine Lebenshilfestellung für eine aktuell übersättigte und frustrierte Gesellschaft, die teilweise schlichtweg zu verwöhnt sei, um wirklich glücklich zu sein.

Dabei bleibt Lehofer nicht bei kulturkritischen Allgemeinplätzen stehen. Vielmehr seziert er präzise die Widersprüche einer Zeit, in der scheinbar alles verfügbar ist und doch so vieles fehlt. Es ist die Diskrepanz zwischen äußerem Überfluss und innerer Leere, die sich wie ein roter Faden durch seine Analyse auf 190 Buchseiten zieht. Wenn wir reflektiert in uns hineinhören, spüren wir, dass der

Zugriff auf all die unzähligen Möglichkeiten, Entscheidungen und Reize im Außen nicht mehr nur mit Freiheit, sondern oft mit Überforderung und Orientierungslosigkeit verknüpft zu sein scheint. Manch einer von uns ersticke geradezu daran. „Der Mensch hat die Pflicht, sein Leben zum Blühen zu bringen“, adressiert Lehofer wohltuend radikal. Doch wie kann das gelingen? Und warum macht uns erst das „Wunder der Begegnung“ wirklich lebendig?

Michael Lehofer beschreibt eine Gesellschaft, die verlernt habe, mit Mangel umzugehen – und damit auch, Wert(e) zu schätzen. Glück werde zunehmend als dauerhafter Zustand missverstanden, als etwas, das jederzeit abrufbar sein müsse. Bleibt dieses Gefühl aus, wachse schnell Frustration. Die Folge: ein ständiges Hinterfragen des eigenen Lebens, ein Vergleichen mit anderen, ein diffuses Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“, ohne genau benennen zu können, was eigentlich fehlt. Doch was, wenn hinter all den Rollen, Ansprüchen

© Christian Jungwir th, Styriabooks

Lesetipp

Michael Lehofer: „Zu viel von allem und zu wenig vom Richtigen”, erschienen im Kneipp-Verlag. styriabooks.at

und Gewohnheiten ein viel größeres Selbst wartet und das, was uns tatsächlich im Leben nährt, längst in uns bereitliegt?

Schutzpanzer ablegen

Innezuhalten, was wir eigentlich wirklich brauchen, und gleichzeitig mutig weiterzugehen, ist eine der Kernbotschaften in Lehofers Buch und gleichzeitig rät er dazu, das Eigentliche wiederzufinden: Begegnung, Lebendigkeit und ja, die Liebe (zu uns und anderen). „Man muss sich den Rufen des Lebens schon stellen und nicht versuchen, irgendwelche Selbstverwirklichungschecklisten abzuhaken. Wir sollten uns vom Leben ins Leben hineinziehen lassen“, so der Psychotherapeut, dessen Gedanken an Gewicht gewinnen, weil sie ohne Moralisierung auskommen. Er schreibt aus der Perspektive eines Arztes, der täglich mit den Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen konfrontiert ist – mit Menschen, die funktionieren, aber sich selbst kaum noch spüren. „Das Leben ist Entwicklung und entwickeln heißt, sich selbst ins Eigentliche auszuwickeln. Entwicklung kann nicht stattfinden, wenn sich

Der Zustand der Verheißung ist wie eine Trance, aus der wir nicht aussteigen können.

kein Auswickeln vollzieht, sondern eine Schicht auf die andere kommt, bis man so eingewickelt ist, als müsste man in einer eiskalten Winternacht vor die Türe gehen“, thematisiert der Experte individuelle Schutzpanzer, die uns „bloß unempfindlich gegenüber den Entwicklungsherausforderungen des Lebens machen“. Für Lehofer ist eines sonnenklar: „Entwicklung ist das einzige Zeichen der

Die Kunst der Massenkultur

23.Mai bis 23. August 2026

Steirisches Feuerwehrmuseum

Kunst & Kultur Marktstraße 1, 8522 Groß St. Florian www.feuerwehrmuseum.at office@feuerwehrmuseum.at Tel.: 03464/8820

Die Stille ist alles

andere als ein Ort der Bedrohung und des Schmerzes. Sie ist ein freier Raum, der von der Ewigkeit begrenzt ist.

Lebendigkeit, das es gibt.“ Und um uns selbst entwickeln zu können, müssten wir in Ruhe gelassen werden und „nicht immer irgendwer sein müssen“. Masken fallen lassen und die vor allem in sozialen Netzwerken omnipräsente Empörung, die Lehofer als „Kind der Sorge“ bezeichnet, zügeln – bestenfalls gar fallen lassen. „In Wahrheit ist es klug, sich die eigenen Empörungen nicht gefallen zu lassen. Denn Empörung ist die feindliche Übernahme des Menschen durch sein eigenes Ego“, konstatiert Lehofer und geht noch einen Schritt weiter: „Empörung ist die Grundlage für jede Diktatur, sie gibt ihr eine Stimme.“ Denn ein empörter Mensch sei immer auch ein Mensch, der seine eigene Machtlosigkeit spüre. Ein nährender Boden für Manipulation.

Lebensspender Begegnung

Mit Gelassenheit an die Herausforderungen der Welt heranzugehen, sei die einzige Möglichkeit, von der Vielfalt der Welt zu profitieren. Zentral ist für Lehofer dabei die Idee der echten Begegnung – nicht als flüchtiger Kontakt, sondern mit einem tiefgehenden

Gegenüber, das Resonanz erzeugt. In einer Zeit, in der Kommunikation oft auf Schnelligkeit und Oberfläche reduziert sei, gehe genau das verloren: das aufmerksame Zuhören, das Aushalten von Stille, das ehrliche Interesse am anderen.

Begegnung bedeute für ihn, sich selbst für einen Moment zurückzunehmen und dem Gegenüber ohne Wertung, ohne Zweckorientierung Raum zu geben. So entstehe etwas, das über den eigentlichen Austausch hinausgeht: Vertrauen, Verbundenheit, vielleicht sogar ein Gefühl von Sinn. Was nach einem romantischen Ideal anmutet, ist schlichtweg psychische Notwendigkeit. „Denn ohne Resonanz gibt es keine Lebendigkeit. Begegnungen bleiben lebenslang ein kreativer Impuls und ein Lebensspender“, beschwört der Psychiater.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Reflexion ist der Schlüssel. Was tut mir gut und was vielleicht nicht, obwohl es jederzeit verfügbar wäre? Vielleicht liegt grundlegend das Problem ohnehin nicht darin, dass wir zu wenig haben. Sondern darin, dass wir zu selten fragen, was wirklich zählt.

Zum Beispiel auf der Dachstein Himmelsleiter, auf der Treppe ins Nichts oder im Dachstein Eispalast.

Kleine Stadt, große Seele

Vom Bergbauzentrum über die Holzstadt bis hin zum Wallfahrtsort: neun besondere Orte in der Steiermark, die es sich lohnt zu entdecken –perfekt für einen Tagesausflug!

Ob der Schloßberg mit seiner legendären Schloßbergbahn und dem ikonischen Uhrturm, das extravagante Kunsthaus, die futuristische Murinsel oder das majestätische Schloss Eggenberg: Als Hauptstadt der Steiermark ist Graz für seinen Reichtum an Sehenswürdigkeiten, kulturellen Highlights und architektonischen Schätzen weithin bekannt.

Aber auch abseits der Murmetropole warten zahlreiche kleinere Städte und Orte, die es sich lohnt zu erkunden – alle für sich mit ganz eigenem Charme und einem Potpourri an kulturellen und historischen Besonderheiten, umgeben von der üppigen, weitläufigen Natur, von der die Grüne Mark ihren Namen hat. Neun dieser Orte samt ihren Besonderheiten stellen wir hier vor – wohlbemerkt mit dem Zusatz, dass es natürlich noch weit mehr bezaubernde Orte in der Steiermark gibt, die es sich zu entdecken lohnt – allesamt gelistet auf steiermark.com.

HArTBErg. gegründet 1122, war Har tberg einst zentraler gerichtsort und Treffpunkt des bunten, reichen Adels –damals sogar bedeutender als graz.1286 wurde der or t erstmals „civitas”(Stadt) genannt, 2009 in die CittàSlow-Vereinigung der lebenswertesten Städte weltweit aufgenommen. Als Mitglied dieses in Italien gegründeten Netzwerkes hat sich die Kleinstadt mit rund 7.000 Einwohnern der Nachhaltigkeit, der lebensqualität und der Pflege der Kultur verschrieben. Dolce Vita ist hier ein leichtes – nicht umsonst ist Har tberg auch als „steirisches Meran” bekannt. Tipp für Kunstfans: Die Murals – 31 Werke von Street-Art-Künstlern aus aller Welt, eindrucksvoll präsentiert an verschiedensten Fassaden der oststeirischen Kleinstadt.

© STG / Tom Lamm

DEUTSCHlANDSBErg. Die weststeirische Bezirkshauptstadt gilt auch als Hauptstadt des Schilchers –dank des milden Klimas gedeiht die Blaue Wildbacher rebe hier besonders gut. Die Kombination aus genuss und Natur erlebt man am besten bei der Wanderroute „Vom gletscher zum Wein” oder bei der Weinland-Steiermarkradtour. Neben Kulinarik wird in Deutschlandsberg auch Kultur großgeschrieben: Zu den Highlights zählt die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg Deutschlandsberg, die im Burgmuseum Archeo Norico tief in die Vergangenheit blicken lässt –und vom Aussichtsturm bis nach Slowenien.

Immer mehr Produkte buhlen sich um immer weniger Aufmerksamkeit.

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JUDENBUrg. Einst bedeutendste Handelsstation zwischen Venedig und Wien, hat sich die ehemalige Kaufmannssiedlung ihre charmant-mediterrane Atmosphäre inmitten der historischen Stadtmauern bis heute bewahrt. In Judenburg verschmelzen Tradition und Zeitgeist auf natürliche Weise, während die Volkskultur mit Märkten und Events das ganze Jahr über lebendig bleibt. Ein Must-visit: der imposante Stadtturm, mit 75 Meter Höhe einer der höchsten Stadttürme Österreichs, der noch dazu ein Planetarium in sich beherbergt, das mit spannenden Shows für groß und Klein begeistert. Ebenfalls einen Besuch wert: das Museum Murtal, das archäologische Funde aus der Hallstattzeit zeigt.

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© STG / Herbert Raf falt

LeoBeN. in der zweitgrößten Stadt der Steiermark trifft historische Montantradition auf kulturelle vielfalt: Als tor zur Steirischen eisenstraße blickt Leoben auf eine lange Bergbautradition zurück, die auch in den zahlreichen Museen und Ausstellungen der Stadt erlebbar wird. Wahrzeichen wie der Schwammerlturm, das prachtvolle Stift Göss und das aus dem 16. Jahrhundert stammende Hackl-Haus mit seiner eindrucksvollen Barockfassade prägen das Stadtbild. Weitere kulturelle Highlights Leobens: das KulturQuartier, das Gösser Braumuseum und das älteste durchgehend bespielte Stadttheater Österreichs.

WeiZ. in der 13.000-einwohner-Stadt inmitten des oststeirischen Hügellandes greifen Geschichte und innovation eindrucksvoll ineinander: Architektonische Schönheiten wie die taborkirche und die Basilika am Weizberg erzählen von der vergangenheit, während die Stadt gleichzeitig zu Österreichs wichtigsten Zentren für energietechnik und innovation zählt. einen einblick liefern spezielle Stadttouren mit Abstechern zum Drehsolarhaus Gemini, dem Fungergypark und dem innovationszentrum W.e.i.Z. Wer danach noch ins Grüne möchte, findet in der raabklamm oder in der tropfsteinhöhle Katerloch eindrucksvolle Naturerlebnisse.

MUrAU. Die im Norden des Murtals direkt an der Mur gelegene 3.300-einwohner-Gemeinde gilt als Holzhauptstadt Österreichs. Bis heute ist Murau von der seit 1495 gepflegten Brautradition geprägt: in der „Brauerei der Sinne” wird der entstehungsprozess des Bieres hautnah erlebbar. ein Spaziergang durch die historische Altstadt begeistert mit prächtigen Fassaden verschiedenster Baustile und international preisgekrönter Architektur. Auch die Murpromenade beweist die vielseitigkeit der Stadt: Der am Wasser gelegene Spazierweg zeigt die Holzveranden der alten Bürgerhäuser und ist gesäumt von diverseh Kunstwerken, darunter die Bronzeskulptur der Flussgöttin Murna. im Schloss Murau eröffnen sich einblicke ins Schlossleben und die Geschichte der Herrschaft Murau und des Hauses Schwarzenberg, ergänzt durch eine erlesene Kunstsammlung.

Traisch

BrUCK AN DEr MUr. Wo Mur und Mürz zusammenfinden, liegt Bruck an der Mur – eingebettet in eine landschaft, die seit Jahrhunderten Wege und Handel verbindet. Bereits im 9. Jahrhundert gegründet, entwickelte sich der or t früh zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt. Vom einstigen Wohlstand erzählen noch heute prächtige Bürgerhäuser mit ihren Innenhöfen und Arkaden. Ein spektakuläres Wahrzeichen: das Kornmesserhaus mit seiner von venezianischer Baukunst inspirierten Fassade.

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• Täglich zwischen 11 und 20 Uhr

• KULINARISCH

z. B. Wild Berry, Sanddorn, Zitronengarten

• PFLEGEND

z. B. Mandelblüten, Meersalz, Lavendel

• ENTSPANNEND

z. B. Freier Atem, Klangreise, Meridiane

BAD rADKErSBUrg. In der südöstlichsten Ecke der Steiermark schließt Bad radkersburg direkt an die slowenische grenze an. In der historischen Altstadt des 3.200-Einwohner-or tes, geprägt von der renaissance und dem italienischen Baumeister Domenico dell’Allio, zeugen imposante Bauwerke wie das Palais Herberstorff mit seinem Arkadenhof und das alte Zeughaus von südländischen Einflüssen. letzteres beherbergt heute das Stadtmuseum. Wer Entspannung und Wellness sucht, findet sie in der Parktherme: Seit 1975 Kurort, nutzt Bad radkersburg zwei Thermalquellen mit bis zu 36 grad warmem Heilwasser.

Die Grüne Mark hautnah

111 Orte in der Steiermark, die man gesehen haben muss

Spoiler: Das grüne Herz Österreichs hat noch weit mehr sehenswerte Ecken zu bieten! Ein perfekter Leitfaden für alle, die die spannendsten Winkel der Steiermark erkunden möchten. emons-verlag.de

MArIAZEll. Als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas ist das obersteirische Mariazell weit über die region hinaus bekannt. Im Zentrum erhebt sich die prachtvolle Basilika, deren geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. In der gnadenkapelle befindet sich die „Magna Mater Austriae” (große Mutter Österreichs), eine romanische Marienstatue aus dem Jahr 1157. Die Basilika diente übrigens als Vorbild für die erste Schneekugel, entwickelt um 1900 vom Wiener Mechaniker Erwin Perzy. Wissenswertes über geschichte und Natur des Mariazellerlandes erfährt man im Heimathaus. Must-visit mit Nostalgie-Charme: der nah gelegene Erlaufsee, erreichbar über eine historische Museumstram.

DEIN MOMENT IM AUSSEERLAND SALZKAMMERGUT

Die Schönheit der Berge, die sanften Hochplateaus, herrlich grüne Landschaften und glasklares Wasser schenken Energie, geben viel Kraft und wunderbare Glücksmomente. Und wer sich ausreichend Zeit nimmt, um die Region zu entdecken, dem zeigt sich das Ausseerland zu jeder Jahreszeit von seiner schönsten Seite.

Aktiv auf den Bergen

Aus einem anderen Blickwinkel – nämlich aus der Vogelperspektive – lässt sich die Region beim Wandern betrachten. Am Gipfel angekommen, liegt einem das Ausseerland zu Füßen. Besonders schön ist der Ausblick vom berühmten Loserfenster, das den malerischen Rahmen für ein traumhaftes Bergpanorama bildet. Ein Hochgefühl für Seele und Geist ist die 6-Seen-Wanderung auf der Tauplitzalm. Eine gemütliche Blumenwanderung führt zu Bergseen und Hütten am größten Seenhochplateau Mitteleuropas auf 1.650 Meter Seehöhe.

Den Radenthusiasten präsentiert sich das Ausseerland als Eldorado für abwechslungsreiche Trails. Doch auch gemütliche Radfahrer und E-Biker kommen auf den Radwegen auf ihre Kosten.

Sommer an den Seen

Herrlich erfrischend verbringt man den Sommer an den wunderbaren Seen im Ausseerland Salzkammergut. Vom Grundlsee, dem steirischen Meer, dem tiefblauen Altausseer See, dessen Farbton gerne mit dem eines Tintenfasses verglichen wird, bis zum Toplitzsee, der in einer riesigen Felswan-

ne liegt: Das Ausseerland ist reich an eindrucksvollen Naturjuwelen. Bei Schifffahrten lassen sich die verschiedenen Blautöne des Wassers und die Spiegelung der Berge in den Seen wohl auf die schönste Art erleben. Vom Badevergnügen über Wassersportarten bis hin zum Fischen: Die Seen im Ausseerland bieten ihren Besuchern ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm.

Erlebnis-Tipp: Plättenroas –Kulinarik auf dem See Ein ganz besonderes Erlebnis bietet die Plättenroas auf dem Altausseer See. Während eine traditionelle Plättenfahrt durch die atemberaubende Kulisse führt, genießen die Gäste ein exklusives Menü aus regionalen Spezialitäten – untermalt von musikalischen Klängen heimischer Gruppen. Mehr Infos: kultur.ausseerland.at

Narzissenfest 2026

Von 28. Mai bis 31. Mai 2026 ist es wieder so weit: Das Ausseerland steht ganz im Zeichen der Narzisse! Erlebe das weiße Blütenmeer selbst! www.narzissenfest.at

Information

Tourismusverband

Ausseerland

Salzkammergut

Pratergasse 388 8990 Bad Aussee Tel. +43 3622 540 40-0 info@ausseerland.at www.ausseerland.at

© Narzissenfestverein/Martin Huber

CoACHING. Der Grazer Thorsten Urschler ist überzeugt:

„Die wichtigste Frage beim Fotograferen ist nicht das Wie, sondern das Warum.” Denn die Welt brauche keine besseren Bilder, jedoch echte menschen dahinter. Coaching für Fotografen: theportrait.club

Am BeRGSee. Sommerkonzerte und die mariazeller Bürgeralpe sind eine wirklich feine Kombination. Heuer gastiert am 26. August Austropop-Legende Gerd Steinbäcker mit Band am Bergsee auf 1.270 metern. Gänsehautmomente inklusive. buergeralpe.at

KLASSIKeR. eine der vermutlich romantischsten Liebeskomödien der 90er-Jahre gastiert als musical erstmals in Österreich! Ab Juli 2026 schwingt man zu den Klassikern der Filmmusik von Pretty Woman in der oper Graz mit. oper-graz.buehnen-graz.com

Ver/Ent/Wurzelungen

Die Brasilianerin Daniela Brasil lebt seit 2010 in Graz und beschäftigt sich auf poetische Weise mit Prozessen von Transfer und m igration. Bis e nde o ktober 2026 lädt ein von ihr gestalteter Heilgarten im Skulpturenpark Premstätten ein, bei m igrantenpflanzen zu verweilen, ihre Wirkkraft zu spüren und von ihren Anpassungen zu lernen. museumjoanneum.at/skulpturenpark

„Jedes Kunstwerk ist eigentlich eine Skizze, die erst durch unsere Fantasie vollendet wird.“

Sigmund Graff, Dramatiker

Imperfektion perfekt inszeniert

Etwas fertig zu haben, obwohl es vermeintlich nicht perfekt ist? Kunst kann das. Die Steirerin Nicole Wogg forciert als Visual Artist die Imperfektion ganz bewusst. nicolewogg.com

PROZESSVERLIEBT. „Jedes meiner Bilder ist eine Momentaufnahme der Balance zwischen Zeit und Existenz”, konstatiert Maret Amtmann. In St. Georgen an der Stiefng erschafft sie ihre tiefgründige Kunstvarianz: von Rapidografken über Collagen bis Installationen. art-maret.at

© Ursula Greger, Maret Amtmann
© Daniela
Brasil, Ver/Ent/Wurzelungen,
2025, Collage mit Johann Christian Mikan, Michael Sandler und Thomas Ender

Schockierendes ...“

„Nix

Verspielt, ironisch, humorvoll und dabei diszipliniert und voll engagiert – wie geht das zusammen? Monsieur Schabernack macht’s möglich.

In der Mitte des Raumes glänzt das wahrscheinlich noch heiße, vielleicht sogar glosende Streichholz fast mannshoch schwebend vor weißem Hintergrund. Der typische Schwefelgeruch hängt in der Luft ... Und dann dieses rosa Mascherl, das die perfekt inszenierte Illusion bricht! Achja, daneben der Künstler, der das Bild hält und sich wie eine weitere Ebene der Realität in unser Bewusstsein schiebt.

Kunst erschafft erlebbare Welten, die unsere Sinne täuschen, und sie kann mit einem Pinselstrich verwirren und in eine Szene grätschen, als wollte sie sich über uns lustig machen oder uns zum Lachen bringen. Christoph Zeugswetter alias Monsieur Schabernack macht seinem gewählten Namen alle Ehre und präsentiert sein Atelier mit Ölgemälden, die allesamt für Lächeln, Staunen, Vergnügen und auf alle Fälle für Neugier und Lust auf mehr sorgen. Sie springen dem Betrachter mit einer starken 3-D-Komponente förmlich entgegen. Und verblüffen und überraschen durch einen malerischen Realismus, der unter anderem mit Schrift gebrochen wird und durch Motive, deren Zusammenstellung beliebig oder schlicht und ergreifend absurd erscheint.

Von Eishockey zu Street-Art

Bewegung war immer das spezielle Element, in dem sich der gebürtige Wiener Christoph Zeugswetter besonders wohlfühlte. Ab seinem fünften Lebensjahr (bis zu seinem 26.) fegte er als Eishockeyspieler durch die Hallen und das Studium der Sportwissenschaft begleitete ihn auch für ein ganzes Jahrzehnt. Aber: Da war in frühen Jahren auch seine bewusste Begegnung mit Street-Art und Graffiti, worüber man in Wien schon dort und da „stolpern“ kann. Christoph Zeugswetter hatte für diese Kunstform nicht nur

Trotz teilweise deutlich sichtbarer Pinselstriche und abstakter Elemente schafft es Monsieur Schabernack, die Illusion von Fotorealismus herzustellen. FÜr DICH, Öl/leinwand, 80 x 110 cm, 2025

„Arbeit mit KI macht für mich null Sinn –warum sollte ich das? Wir Menschen können selbst Spaß haben und Eigenständiges kreieren.“

Christoph Zeugswetter alias Monsieur Schabernack

offene Augen, sondern brachte auch ein weit geöffnetes Herz mit. „Ich war fasziniert von der Technik“, erzählt der Künstler, der sich in der Folge auch das Airbrushing aneignete. Die Leidenschaft für Graffiti hat bleibende Spuren in der Biografie des Künstlers hinterlassen, seine Wandgestaltung am Wiener Donaukanal ist aber mittlerwei-

le leider bereits eine Erinnerung, die unter neuen Farbschichten begraben ist. Seine Begeisterung für Street-Art führte schließlich zu seiner Ausbildung in Linz: An der HTL für Kommunikationsdesign schloss Zeugswetter mit Diplom ab und war in der Folge auch einige Jahre als Grafiker in der Werbebranche tätig.

Monsieur Schabernack in Graz

Seinen Traum als freischaffender Künstler zu leben, wagte er schließlich erst in Verbindung mit seiner Übersiedlung nach Graz („Es ist so schön da!“) im Oktober 2023. Als Monsieur Schabernack folgte er seinem vorangegangenen Bruder nach und beschäftigte sich intensiv mit der Ölmalerei, seiner favorisierten Technik. Hier kamen ihm die sportlichen Tugenden, die er schon als

© Zeugswetter

Klassische Ölmalerei wird mit Street-Art kombiniert. THE TRUTH, Öl und Dripstick auf Leinwand, 60 x 170 cm, 2024

Kind im Eishockey ausbildete, absolut entgegen: Disziplin, Ausdauer und volles Engagement treiben auch heute noch seine künstlerische Entwicklung voran. „Try and error“ waren zu Beginn, so der Künstler, die Begleiter beim Erlernen der Maltechnik mit Ölfarben: „Wenn man Sitzfleisch hat, kann man sich vieles selbst beibringen“, ist er überzeugt.

Handwerk, Kunstwerk, Dada „Das Handwerk muss man draufhaben“, ist Monsieur Schabernack überzeugt, „braucht aber Zeit.“ Wohin seine künstlerische Reise geht, entwickelte sich aus seiner Liebe zum Dadaismus, zum Unsinnigen, zum Absurden in der Kunst. „Es hat mich total fasziniert – schon in der Schule.“ Absurd auch, weil der Mensch das Fehlerhafte ins Leben

Monsieur Schabernack

Grafkdesigner und Künstler

Christoph Zeugswetter

Geb. 1984 in Wien

HTL für Kommunikationsdesign, Linz Grafker in Salzburg

Lebt seit 2023 in Graz

Gruppen- und Einzelausstellungen: München, Stuttgart, Wien, Graz, Attersee

Lehrtätigkeit: Kunstvolkshochschule in Wien, Volkshochschule Steiermark und im eigenen Atelier

Galerie/Atelier: Feuerbachgasse 10, 8020 Graz Besuch nach Voranmeldung

Instagram: @monsieur_schabernack

E-Mail: hello@monsieur-schabernack.com monsieur-schabernack.com

und ins Tun mitbringt. Das verlangt geradezu nach Leichtigkeit, nach Humor, nach Spaß. Ernst wird Monsieur Schabernack, wenn es um KI in der Kunst geht – hier bezieht er klar Stellung: „Arbeit mit KI ergibt für mich null Sinn, wieso sollte ich das? Wir haben ein Leben, in dem wir Spaß haben und Eigenständiges kreieren können!“ Dass dem Künstler Inhalt „nicht so arg wichtig“ ist, sieht man, tut der Begeisterung aber keinen Abbruch. „Motive können mich sehr faszinieren.“ „Ikonische Bilder“ aus einer vergangenen Zeit wie etwa ein Wählscheiben-Telefon. Der bekennende RetroFan nimmt gerne kleine (Alltags-)Dinge ins Visier – „Nix Schockierendes“ – und mag es, sie „aufzublasen“. Wir erinnern uns an das faszinierende Streichholz, „frisch“ abgebrannt auf Leinwand gebannt.

„Ich bin ein Retro-Fan.“

christoph Zeugswetter alias Monsieur Schabernack

Auch der feiste Barockengel bekommt einen frechen „Anstrich”. pUtto, Öl und Dripstick auf Leinwand, 80 x 100 cm, 2024

FIT IN DEN FRÜHLING

Zeit, um wieder in Bewegung zu

kommen!

the artist – Monsieur Schabernack lädt am 6. Juni 2026 ab 10 Uhr zum Ar tBrunch ins neue Atelier, Feuerbachgasse 10/2 in Graz.

Künstler und Begleiter

Mit seiner Leidenschaft für die Kunst zündet Christoph Zeugswetter alias Monsieur Schabernack auch gerne andere Menschen an. In Zeichen- und Malkursen der (Kunst-) Volkshochschule gibt der Wahlgrazer seine Kenntnisse über figurative Kunst und Ölmalerei gerne weiter und begleitet künstlerische Prozesse.

Sein neues Atelier in der Grazer Feuerbachgasse ist außerdem nicht nur ein Kunstshop und sein Arbeitsplatz, es ist auch ein Treffpunkt für Kunstbegeisterte, beispielsweise bei ArtBrunches, und es steht zu fixen Terminen offen für alle, die sich im authentischen Rahmen kreativ ausprobieren wollen: einfach, weil wir alle Spaß daran haben, wenn wir Eigenständiges kreieren!

pop-Art lässt grüßen, Dadaismus treibt den Künstler an. rUStY GooFY, Öl und Dripstick auf Leinwand, 90 x 140 cm, 2024

Wenn die Tage länger werden und die ersten warmen Sonnenstrahlen die Natur zum Leben erwecken, spüren auch wir die neue Energie in uns. Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs – nicht nur draußen, sondern auch in unserem Inneren. Nach den ruhigeren Wintermonaten erwacht unsere innere Kraft wieder aufs Neue und schenkt uns frische Motivation.

Die B e wegungsfreude kehrt langsam zurück und macht es leichter, wieder aktiv zu werden. Jetzt ist der perfekte Moment, um neue Routinen zu starten, sich Ziele zu setzen und Schritt für Schritt wieder in Bewegung und in Form zu kommen. Machen wir uns fit für den Sommer – egal ob für den Strand, die Berge oder das Bike. Die beste Zeit, um zu beginnen, ist JETZT!

Dein Uwe Maninger, CEO INJOYmed Graz

© Zeugswetter
(4)
Meet

Bettina Messner

Ich habe eine Meise

Bei ihrem zweiten Anekdotenband, in dem Bettina Messner „die Welt mit Käse überbacken möchte”, handelt es sich um kreativ-humorvolle Zwischenräume, die sich bei scheinbar nebensächlichen Alltagsbeobachtungen auftun.

Ihre Situationskomik ist dabei auch immer (Über-)Lebensstrategie, um tragische oder ärgerliche Situationen rückblickend mit Humor zu infiltrieren. Und dabei lässt sich die Grazer Schriftstellerin einmal mehr in keine literarische Schublade stecken.

„Ich habe eine Meise” erscheint im Mai 2026. bettinamessner.at

Ronald Fricke

Lales Lied

Thomas Nettelbeck, einst Kommissar in Bremen, versucht sich als Privatdetektiv. Sein erster Fall führt ihn auf die raue Insel Langeoog, wo die Sängerin Lale Anderson anonyme Drohbriefe erhält. Erst scheint es keine Hinweise zu geben, dass Lale tatsächlich in Gefahr schwebt – bis schließlich ihre Hündin verschwindet. Schon bald führt ihn die Spur zurück in Lales Vergangenheit – und zu „Lili Marleen”, einem Lied, dessen dunkler Nachhall aus der NS-Zeit bis in die Gegenwart reicht. gmeiner-verlag.de

Nur noch ein Kapitel

... und schon sind ein paar Stunden vergangen. Wer neuen Lesestoff sucht, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, ist hier richtig.

Honor Jones

Schlaf

Als ihre Mutter im Sterben liegt, kehrt Margaret mit ihren Töchtern ins Elternhaus zurück – ein Ort voller schmerzhafter Erinnerungen. Elizabeth hatte Stil und klare Vorstellungen – und als Mutter war ihr Kontrolle wichtiger als Fürsorge. In diesem Sommer beginnt Margaret, sich nicht nur von ihrer Mutter zu lösen, sondern auch von den Schatten ihrer Kindheit: von Blicken, die zu früh zu viel wollten, von einem Bruder, der Grenzen verwischte. Von einer Mutter, die sich selbst zurücknahm – und dasselbe von ihrer Tochter verlangte. Und von jenem Moment im Pool, der damals alles veränderte. ullstein.de

Andrea Nagele

Grado im Traum

In der norditalienischen Lagunenstadt Grado meint ein Mann im Rausch ein Gespräch über einen Mord mitzuhören. Kurz darauf wird tatsächlich eine Frau getötet. Die Polizei schenkt ihm zwar wenig Glauben – doch schon bald verdichten sich die Hinweise. Commissaria Maddalena Degrassi ermittelt in einem Fall, in dem Alpträume Wirklichkeit werden und der Täter seine Spuren längst verwischt hat. Andrea Nagele beweist in Band 11 der DegrassiReihe (alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden) abermals ihr Gespür für vielschichtige Plots und fesselnde Psychospannung. emons-verlag.de

© Kathrin Reisinger
© emons Verlag
© Ullstein
Buc hverlage
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Verlag

Katharina Herzog-Pötz

Klaudia Blasl Gärten, Gift und kalte Rache

Das Dorf Oberdistelbrunn setzt neuerdings auf Blüten, Vielfalt und sanften Tourismus. Doch statt Bienensummen liegt plötzlich Unruhe in der Luft. Der Fund eines Hundeskeletts wird zum Auftakt einer rätselhaften Mordserie: Ein Mensch nach dem anderen stirbt durch Gift. Während die Polizei im Dunkeln tappt, wird im Dorf der Ruf nach Selbstjustiz laut. Also greifen die Hobbygärtnerinnen Berta und Pauline ein –und kommen der Wahrheit näher, als ihnen lieb ist. Ein schwarzhumorig-spannender Mix aus Cosy Crime, Pflanzenwissen und Mörderjagd. emons-verlag.de

Es ist okay, durchschnittlich zu sein

In einer Welt, die Perfektion verspricht und permanent einfordert, wächst der Druck – im Job, im Privaten, im Spiegel und im digitalen Vergleich. Aber: Ständige Selbstoptimierung erschöpft mehr, als sie erfüllt. Katharina Herzog-Pötz zeigt einen Ausweg aus dem Teufelskreis und entwirft eine ebenso klare wie wirksame Gegenbewegung: die eigenen Ansprüche bewusst senken – und damit Zufriedenheit gewinnen. Warmherzig ermutigt sie dazu, sich selbst anzunehmen und den eigenen Maßstab über fremde Erwartungen zu stellen. Ein Plädoyer gegen den Erfolgswahn und für ein ganz normales Leben. editionkeiper.at

Küchengefüster

Restaurantkritikerin Tilda Kaufmann schreibt ihre gefürchteten Verrisse unter dem Pseudonym „Emil Fürst”. Doch diesmal geht sie zu weit: Die Besitzerin des Grazer Sternelokals „Wolf” wehrt sich juristisch, ihr Chefredakteur bringt die Kündigung ins Spiel. Um sich zu rehabilitieren, arbeitet sie zwei Monate undercover in der Küche des bekannten Spitzenkochs Magnus Lehner – exakt in dem Restaurant, das sie zuvor gnadenlos zerrissen hat. Als schließlich die Wahrheit ans Licht kommt, sind die beiden längst ineinander verliebt. droemer-knaur.de

„Bauen wir das Zukunftsland Steiermark.“

Manuela Khom, landeshauptmann-Stv.in

Steirische Volkspartei:

„WIRTSCHAFT IST EIN SCHICKSALSTHEMA FÜR DIE STEIERMARK.“

Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für sichere Arbeitsplätze und ein erfolgreiches Zukunftsland Steiermark. Deshalb setzt die Steirische Volkspartei heuer einen klaren Schwerpunkt auf Wirtschaft, Jobs und Standort. Beim Wirtschaftsforum am 29. Jänner in Graz diskutierten Vertreterinnen und Vertreter

aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Forschung über Herausforderungen und Perspektiven für das Land. Dabei wurde klar, dass der Standort Innovationsmut und verlässliche Rahmenbedingungen braucht. LandeshauptmannStv.in Manuela Khom betonte: „Die Wirtschaft ist ein Schicksalsthema für unsere Steiermark.“

Silvia Trippolt
Knaur

Mirella

Kuchling

Mörderische Liebespaare

Mit ihrem neuesten Werk liefert die Grazerin Mirella Kuchling eine True-CrimeSammlung über Paare, die gemeinsam mordeten. In zehn Fällen quer durch Zeiten und Länder zeichnet sie nach, wie aus Beziehungen tödliche Allianzen werden. Im Zentrum steht die Dynamik zwischen den Partnern: Was meist mit einer belasteten Kindheit beginnt, entfacht durch die Begegnung mit dem passenden Gegenüber seine zerstörerische Energie. Aus Fantasien werden Taten, aus Nähe Komplizenschaft im Verbrechen. Werden die mordseifrigen Duos gefasst, zeigen sie selten Einsicht. Auch die Bemühungen von Justiz und Psychologen laufen meist ins Leere. editionkeiper.at

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Stefan Maiwald Espresso unter Sternen

Wird der Alltag zum Hamsterrad, braucht es keine Pause, sondern laut Autor Stefan Maiwald eine „Anderszeit”: Raum, um Neues zu entdecken, verborgene Leidenschaften zu wecken und Menschen wieder offen zu begegnen. Abseits seines Heimatorts geht er im lebhaften Triest der Frage nach, ob sein persönliches Glück auch anderswo trägt. Zwischen Piazzas und Palästen stolpert er in skurrile Begegnungen – dabei wird die italienische Hafenstadt zur Bühne für eine humorvolle Selbstfindung und für jede Menge amüsanter Geschichten. goldegg-verlag.com

Das Grüne

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Denkgefängnisse

Wir halten uns für freie Wesen. Dabei folgen wir oft Regeln, die wir nie selbst gewählt haben. Es sind stille Übereinkünfte, alten Ideen und unsichtbare Strukturen. In ihrem neuen Buch lädt Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz ein zu einer Reise durch die Denkarchitekturen unseres Alltags – und macht dabei sichtbar, was unsere Kultur und damit uns im Innersten lenkt und wie wir beginnen können, uns aus Denkgefängnissen zu lösen. Ohne Rebellion, aber mit Bewusstsein. Denn alles, woran wir glauben, musste irgendjemand irgendwann einmal erfinden. Und alles, was erfunden wurde, kann auch verändert werden. goldegg-verlag.com

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Ab in die Zukunft

Am 14. und 15. Oktober 2026 macht das ILS Main Event erstmals für zwei Tage in der Helmut-List-Halle Station –damit schlägt die „Independent Logistics Society” ein neues Kapitel für eine der prägenden Plattformen für Zukunfts- und Transformationsthemen im deutschsprachigen Raum auf. Das Leitthema des Events lautet „Digital Confirmation – die nächste Phase digitaler Reife”, das in Keynotes und Gesprächen, inspirierenden Panels, lebendigen Diskussionsformaten und experimentellen Zugängen auf mehreren Bühnen beleuchtet wird. ils365.at

glANZSTÜCK. Für den ring „TogETHEr” wurde Schullin kürzlich mit dem german Design Award 2026 ausgezeichnet. Zusammen getragen, symbolisieren die drei aus 18-Karat-gold, rubinen und Diamanten gefertigten Schmuckstücke Zusammenhalt und zeigen die Farben der österreichischen Flagge. schullin.at

V. l.: Michael gradischnig, leiter Werbung Steiermärkische Sparkasse, Dr. gernot reiter, generaldirektor-Stv. grAWE, Mag. Jörg Ehtreiber, gF und Intendant des Kindermuseums Frida & freD, Mag. Barbara gartner-Hofbauer, gemeinderätin, Simone-Stefanie Steinberger, Deputy Market Manager IKEA, Dr. Markus ritter, obmann der Sparte Industrie und gF Marienhütte, Mag. Mark Perz, MA, MBA, Vorstandsdirektor Sparte Mobilität & Freizeit Holding graz

Ausgelernt?

In Zukunft wohl eher nicht: Studien zufolge müssen bis 2030 hundert Millionen Menschen neue Skills lernen, vor allem im Bereich KI. Fähigkeiten, die am Arbeitsmarkt künftig besonders gefragt sein werden: analytisches Denken, Kreativität und Resilienz. Der wichtigste Job der Zukunft wird demnach sein, sich ständig neu zu erfinden.

STATT TEMPo. Die IT leaders Experience (17. und 18. Juni, Waidhofen an der Ybbs) ist kein klassisches Conference-Konzept, sondern ein völlig neues Format für IT-Entscheider, Teamleads und Digital leader – mit echtem Tiefgang, Fokus auf Teamwirkung und raum für Zukunftsthemen. lsz.at

gEMEINSAM ZUKUNFT gESTAlTEN. In der Saison 2026/27 bietet das Kindermuseum Frida & freD erneut vielfältige Erlebnisse für junge Besucher – von spannenden Ausstellungen bis hin zum Mitmach-Theater. Der Sparefroh Club der Steiermärkischen Sparkasse bleibt dabei auch weiterhin ein verlässlicher Partner. sparkasse.at

„Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen.“
Thomas Edison

EXKlUSIV NETZWErKEN. Der Executive Summit des Premium leaders Club bringt im Juni ausgewählte CEos, geschäftsführer und Top-Entscheider in graz zusammen. Highlight des Abends: der Vortrag von Extremsportler Christian redl zum Thema „leben im grenzbereich”. Ein exklusive Business-Event mit starkem Netzwerk, inspirierenden Impulsen und raum für echten Dialog. Qr-Code scannen und anmelden!

TIEFE
Warum starke Kommunikation und gutes Storytelling zu den härtesten Businessfaktoren unserer Zeit gehören.

Fresh

Führungskräfte und Unternehmer stehen heute unter massivem Druck: Märkte verändern sich rasant, Orientierung wird zur Führungsaufgabe und Aufmerksamkeit ist knapper denn je. Die FRESH CONTENT Serie greift genau diese Realität auf. Im Zentrum stehen Bücher, die Kommunikation nicht als Nebensache behandeln, sondern als entscheidenden Erfolgsfaktor. Besonders „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ und „Storytelling statt Faktenporno“ zeigen, worauf es heute ankommt: Klarheit, Haltung und die Fähigkeit, Menschen mit Worten in Bewegung zu bringen.

Bücher, die nicht dekorieren, sondern wirken Es gibt Businessbücher, die füllen Regale. Und es gibt Businessbücher, die schärfen den Blick für das, was im Alltag von Führung und Markt wirklich zählt. Die FRESH CONTENT Serie gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Die Reihe richtet sich an Menschen, die Verantwortung tragen: an Unternehmer, an Führungskräfte, an Entscheider, die verstanden haben, dass sich wirtschaftlicher Erfolg nicht allein aus Zahlen, Strategien und Prozessen ableitet. Denn selbst die beste Idee bleibt schwach, wenn sie schlecht kommuniziert wird. Selbst die klügste Strategie scheitert, wenn sie intern nicht verstanden und extern nicht wirksam vermittelt wird.

Die FRESH CONTENT Serie widmet sich deshalb jenen Kompetenzen, die im Unternehmensalltag oft unterschätzt werden und doch über Wirkung, Vertrauen und Wachstum entscheiden: Kommunikation, Marketing, Storytelling, Positionierung und Sales. Nicht als akade-

mische Theorie, sondern als Werkzeug für die Praxis.

Die beiden Titel treffen dabei den Nerv der Zeit: „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ und „ Storytelling statt Faktenporno“. Beide Bücher zeigen auf unterschiedliche Weise, warum Worte in Unternehmen längst kein Beiwerk mehr sind, sondern strategische Führungselemente.

Wenn die Lage unruhig wird, entscheidet Sprache Krisen, Umbrüche und Unsicherheiten legen schonungslos offen, wie gut ein Unternehmen wirklich kommunizieren kann. In stabilen Zeiten lässt sich kommunikative Schwäche oft kaschieren. In schwierigen Phasen nicht. Dann zeigt sich schnell, ob Führung Orientierung geben kann oder bloß Informationen verteilt. Genau hier setzt „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ an. Das Buch versteht Kommunikation nicht als schöne Verpackung für Entscheidungen, sondern als Teil der Führung selbst. Denn wenn Mitarbeiter verunsichert sind, wenn Kunden Fragen haben und wenn Märkte sich schneller verändern, als Pläne geschrieben werden können, braucht es mehr als Statusberichte und Sprachregelungen. Es braucht Klarheit.

Die besondere Stärke dieses Buches liegt darin, dass es Kommunikation nicht im Idealzustand beschreibt, sondern unter realen Bedingungen: unter Druck, mit unvollständigen Informationen, bei Widerstand, in dynamischen Situationen. Also genau dort, wo Führung heute ständig stattfindet.

Dabei macht der Titel einen entscheidenden Punkt deutlich: Menschen erwarten in schwierigen Zeiten nicht makellose Antworten, sondern ehrliche Orientierung. Sie wollen nicht angelogen, beruhigt oder mit Worthülsen

Content

abgespeist werden. Sie wollen wissen, was Sache ist, was noch offen ist und welche Richtung eingeschlagen wird. Das klingt selbstverständlich, ist in der Realität aber selten. Viele Unternehmen sind operativ exzellent, sprachlich jedoch erstaunlich schwach aufgestellt. Sie können Prozesse steuern, aber keine Bedeutung vermitteln. Sie können Zahlen berichten, aber keine Sicherheit im Denken erzeugen. Genau diese Lücke benennt das Buch mit großer Klarheit.

Gute Kommunikation beschwichtigt nicht –sie ordnet

Einer der stärksten Gedanken des Buches ist die Unterscheidung zwischen bloßer Informationsweitergabe und echter Führungskommunikation. Informationen allein beruhigen niemanden. Führungskommunikation dagegen schafft Einordnung. Sie macht Komplexität nicht kleiner, aber verständlicher. Sie benennt Risiken, ohne Panik zu erzeugen. Und sie vermittelt Zuversicht, ohne in leere Motivation abzurutschen. Gerade für Unternehmer und Führungskräfte ist das hochrelevant. Denn die Art, wie in angespannten Situationen gesprochen wird, prägt nicht nur die Stimmung, sondern die Kultur eines Unternehmens. Wird Verantwortung übernommen? Werden Probleme klar benannt? Ist die Sprache konkret oder weichgespült? Wird um den Kern herumgeredet oder Klartext gesprochen? „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ zeigt, dass solche Fragen keine kosmetischen Kommunikationsfragen sind. Sie betreffen die Qualität von Führung. Das Buch liefert damit keine dekorativen Formulierungen, sondern ein belastbares Verständnis dafür, wie Vertrauen sprachlich entsteht.

„In stürmischen Zeiten erwarten Menschen nicht Perfektion, sondern Ehrlichkeit, Klarheit und Richtung.“

Schluss mit Bulletpoints, die niemanden bewegen Wenn „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ die kommunikative Seite von Führung in unsicheren Lagen beleuchtet, setzt „Storytelling statt Faktenporno“ an einer anderen Schwachstelle an, die in Unternehmen fast flächendeckend zu beobachten ist: der Überforderung durch Fakten.

Der Titel ist provokant, und genau das ist seine Stärke. Denn er benennt ein Problem, das viele kennen: Präsentationen voller Zahlen, Meetings voller Stichworte, Pitches voller Leistungsmerkmale – und am Ende bleibt beim Gegenüber erstaunlich wenig hängen. Es wird geredet, erklärt, dokumentiert und aufgezählt. Aber es entsteht keine Wirkung.

„Storytelling statt Faktenporno“ rechnet mit dieser Unsitte ab. Nicht indem es Fakten abwertet, sondern indem es ihren Stellenwert neu ordnet. Fakten sind wichtig, aber sie entfalten ihre Kraft nicht von allein. Erst wenn sie in einen Kontext gestellt werden, wenn sie eine Bedeutung bekommen, wenn sie in eine nachvollziehbare Dramaturgie eingebettet sind, werden sie überzeugend.

Das Buch macht damit etwas sehr Wertvolles: Es holt Storytelling aus der Ecke des modischen Marketingbegriffs und zeigt es als strategische Kernkompetenz. Wer verkaufen will, wer Mitarbeiter mitnehmen will, wer Investoren überzeugen oder Veränderung auslösen möchte, muss Geschichten erzählen können. Nicht erfunden, nicht kitschig, nicht künstlich – sondern präzise, relevant und glaubwürdig.

Warum Menschen keine Fakten kaufen, sondern Bedeutung

Einer der zentralen Gedanken dieses Buches ist ebenso simpel wie wirksam: Menschen erinnern sich selten an Datensätze, jedoch an Bilder. Sie folgen nicht automatisch Argumentlisten, sondern Entwicklungen. Sie kaufen selten nur ein Produkt, sondern das, was dieses Produkt für sie bedeutet.

Das gilt weit über Marketing hinaus. Es betrifft Vertriebsgespräche ebenso wie Führungskommunikation, Recruiting ebenso wie Positionierung. Unternehmen, die nur senden, was sie tun, bleiben oft austauschbar. Unternehmen, die erzählen können, warum das wichtig ist, bleiben im Kopf. Gerade in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit zur knappsten Ressource geworden ist, wird das entscheidend. Wer heute kommuniziert, konkurriert nicht nur mit Mitbewerbern, sondern mit einem permanenten Strom aus Inhalten, Reizen und Ablenkungen.

Mehr Material hilft hier nicht. Mehr Klarheit schon.

„Wer alles sagt, sagt oft nichts, das hängen bleibt. Wirkung entsteht nicht durch Masse, sondern durch Relevanz.“

„Storytelling statt Faktenporno“ ist deshalb auch eine deutliche Kritik an der Folienkultur vieler Unternehmen. Zu viele Charts, zu viele Unterpunkte, zu viele Nebensätze – und zu wenig Relevanz aus Sicht des Gegenübers. Das Buch fordert einen Perspektivenwechsel: weg vom Senderstolz, hin zur Wirkung beim Empfänger.

Zwei Bücher, ein gemeinsamer Kern

So unterschiedlich die Schwerpunkte der beiden Titel auch sind, im Kern verfolgen sie dasselbe Anliegen: Unternehmen sollen wieder lernen, verständlich, wirksam und menschlich zu kommunizieren.

„Kommunikation in stürmischen Zeiten“ veranschaulicht, dass Sprache unter Druck Orientierung schafft.

„Storytelling statt Faktenporno“ zeigt, wie Inhalte so erzählt werden, dass sie Relevanz bekommen und im Gedächtnis bleiben.

Zusammen entfalten beide Bücher die eigentliche Stärke der FRESH CONTENT-Serie: Sie betrachtet Kommunikation nicht als freundliche Oberfläche, sondern als harten Businessfaktor. Sprache wird hier zum Führungsinstrument, Storytelling zum Verkaufsverstärker, Klarheit zum Wettbewerbsvorteil.

Das macht die Reihe besonders wertvoll für all jene, die in Unternehmen nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen. Für Menschen also, die wissen, dass Autorität heute nicht mehr allein aus Hierarchie entsteht, sondern aus Verständlichkeit. Dass Vertrauen nicht durch Titel wächst, sondern durch Glaubwürdigkeit. Und dass Überzeugungskraft nichts mit Lautstärke, aber sehr viel mit Klarheit zu tun hat.

Klartext statt Kommunikationskosmetik

Was die FRESH CONTENT-Serie zudem angenehm von vielen anderen Businessreihen unterscheidet, ist ihr Ton. Hier wird nicht in Beraterfloskeln gesprochen, nicht in leeren Trendbegriffen, nicht in akademischer Distanz. Stattdessen dominiert ein Stil, der direkt, praxisnah und auf Wirkung ausgerichtet ist.

Gerade das dürfte viele Leser ansprechen. Denn im Führungsalltag fehlt oft die Zeit für abstrakte Theorien. Was gebraucht wird, sind Denkwerkzeuge, die sich unmittelbar anwenden lassen. Die Bücher der Serie liefern genau das: keine Patentrezepte, sondern klare Maßstäbe für wirksame Kommunikation.

Ist das klar?

Ist das relevant?

Ist das erinnerbar?

Und vor allem: Erzeugt es Wirkung?

Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Reihe. Und sie treffen einen wunden Punkt in vielen Unternehmen: fachlich stark, kommunikativ aber unter ihren Möglichkeiten.

Die FRESH CONTENT-Serie trifft einen Nerv der Gegenwart, weil sie Kommunikation dorthin zurückholt, wo sie hingehört: ins Zentrum unternehmerischen Handelns. Besonders „Kommunikation in stürmischen Zeiten“ und „Storytelling statt Faktenporno“ machen deutlich, dass Worte in Unternehmen längst keine Nebensache mehr sind. Sie schaffen Orientierung, transportieren Haltung, stiften Sinn und entscheiden mit über Vertrauen, Verkauf und Veränderung. In einer Wirtschaft, die von Unsicherheit, Tempo und wachsendem Wettbewerbsdruck geprägt ist, ist das kein weicher Faktor – sondern ein harter Vorteil.

Weitere

Bücher der Serie:

Die 7 Sekunden Positionierung

Der Preis ist keine Zahl. Der Preis ist eine Story

Pitch Perfect

Die Kunst des klaren NEIN

PREMIUM LEADERS CLUB: GEMEINSAM WACHSEN, ERFOLG REICH SEIN

Als dynamisches Business-Netzwerk setzt der PLC auf Innovation und stetige Weiterentwicklung.

Der Premium Leaders Club vereint erfolgreiche Unternehmer, Führungskräfte und Experten in einem einzigartigen Business-Netzwerk. Als größte Business Community ist der PLC bereits in sechs Ländern vertreten: Südtirol, Deutschland, Schweiz, Österreich, Mallorca und Dubai. Im vergangenen Jahr wurde der PLC zudem mit dem Deutschen Netzwerk Award ausgezeichnet und in diesem Jahr als „Unternehmen der Zukunft“ prämiert. Mit seinen fünf zentralen Säulen – Business Network, Premium Events, Leaders Learning, Marketplace und Media – bietet der PLC seinen Mitgliedern ein exklusives Leistungsspektrum, das sie beruflich und persönlich weiterbringt.

Unten: Im PlC-Videocast „Biz & Beyond” mit Ulrich reitz und Sandra Navidi werden aktuelle Wirtschafts- und Zukunftsthemen diskutiert –dazu gibt es interaktive Q&A-Sessions mit Exper ten. Erste liga: Der

Auftakt nach Maß: 2026 startet mit dem Highlight Hahnenkammrennen Ein besonderes Highlight stellte erneut das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel Anfang des Jahres dar, das als eines der traditionsreichsten Sportevents weltweit gilt. Rund um dieses internationale Sportereignis organisierte der PLC die Veranstaltung „Kitz & Business“. In diesem exklusiven Umfeld konnten Mitglieder des PLC nicht nur ein sportliches Großereignis hautnah erleben, sondern auch den persönlichen Austausch und die Vernetzung innerhalb der Community intensivieren. Mit bis zu 200 Netzwerkveranstaltungen setzt der PLC in diesem Jahr ein starkes Zeichen für aktives Networking.

Leaders Learning:

Exklusives Wissen für Mitglieder Mit Leaders Learning baut der PLC sein Angebot im Bereich Wissenstransfer und persönliche Weiterentwicklung kontinuierlich aus. Bereits etablierte Formate wie Workshops, Masterclasses, Expertenvorträge, Podcasts, Interviews, Female-Mentoring -Programme und das Angebot zum Fernstudium ermöglichen Mitgliedern den direkten Austausch mit erfahrenen Unternehmern, Führungskräften und Fachexperten zu aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen. Ergänzt wird dieses Angebot durch ein Business-Coaching sowie weitere

interaktive Lernformate, die sowohl live als auch digital stattfinden und über die PLCApp flexibel abrufbar sind. In den vergangenen Monaten wurde dieses Portfolio zudem gezielt um neue digitale Wissensformate erweitert. Ein Beispiel dafür ist der PLC-Videocast „Biz & Beyond“, mit Ulrich Reitz und Sandra Navidi, der spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus Wirtschaft, Unternehmertum, Politik und Finanzen bietet. Das Format schafft eine zusätzliche Plattform für Inspiration und Austausch und macht Expertenwissen auch über die klassischen Eventformate hinaus für die Community zugänglich. Ein entscheidender Vorteil: Alle diese Leistungen sind für Mitglieder kostenfrei und bieten damit einen einzigartigen Mehrwert innerhalb der PLC-Community.

Info

Interessierte können sich unter office@premium-leaders.club oder auf der Website www.premium-leaders.club informieren und Teil dieses exklusiven Netzwerks werden.

rund um das Hahnenkammrennen organisierte der PlC das Event „Kitz & Business”.

Wetter, Krise, whatever:

So resilient und fexibel ist der Graz Airport.

Am 13. Jänner wurden aufgrund von Wetterkapriolen inklusive Eisregen innerhalb kurzer Zeit sieben Flugzeuge (eine Boeing 787, eine Boeing 767, drei Boeing 737, zwei Airbus 320) nach Graz umgeleitet. Um dieses ungeplante Zusatzaufkommen bei schlechten Wetterverhältnissen und parallel zum geplanten Flugverkehr gut abwickeln zu können, muss die Arbeit verschiedener Bereiche perfekt ineinandergreifen.

Der Vorfeldkoordinator kümmert sich um Fragen rund um die Positionierung der Flugzeuge, damit möglichst viele Stellpositionen zur Verfügung stehen. Zudem gilt es abzuklären, welche Flugzeuge aufzutanken sind und welches Equipment (z. B. Passagiertreppen und -busse, Push-back, Highloader oder Flugzeugenteisung) wo für die Flugzeugabfertigung benötigt wird. Darüber hinaus sorgt er für einen möglichst effzienten Einsatz des Vorfeldpersonals.

Der Ramp-Dienst kümmert sich u. a. um die Flugzeuge von der Landung bis zum Abheben sowie den Winterdienst auf der Airside. Er weist ein, bringt Passagiertreppen, fährt die Passagierbusse, lädt das Gepäck aus u. v .m.

Das Operations Offce und die Flughafeninformation sind die Zentrale am Graz Airport. Sie sind oft die ersten Ansprechpersonen für Passagier:innen und Kund:innen bzw. fungieren als (Kommunikations-)Bindeglied zwischen den internen Bereichen. Beide halten alle relevanten Stellen über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden.

Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Situation kam außerdem aus den Werkstätten und der Verwaltung des Graz Airport. Sowie von der Austro Control und der am  Graz Airport stationierten Grenzpolizei.

Die Graz Airport Bodenservices sind das Bindeglied zwischen Flughafen, Airline und den Passagier:innen. Sie kümmern sich – je nach Auftrag der Airline – um die Versorgung der Fluggäste vor Ort und den Weitertransport bzw. stehen in ständiger Kommunikation mit der Airline und der Crew.

Stichwort Reinigung: Flugzeuge, die, wie in diesem Fall z. B. aus Washington oder Dubai kommen, sprich Langstreckenflüge hinter sich haben, müssen aufgeräumt und gereinigt werden. Das ist aufgrund der Größe der Flugzeuge eine zusätzlich zum Tagessoll zu bewältigende Herausforderung.

© Graz Airport (3), Lichtmeister, Miri TV

General

Mein Graz Airport.

Der Graz Airport ist nicht nur Ihr direkter Weg in die Welt, hier finden Sie auch ein Restaurant, Cafés, einen Supermarkt und Räumlichkeiten für Konferenzen, Seminare und Groß-Events.

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