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Niederösterreicherin Februar 2016

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NIEDER

FEBRUAR 2016 | 3. Jg. | Nr. 1 | € 4,00

ÖSTERREICHERIN WACHAUER BUHLSCHAFT

P.b.b., Zul.-Nr. 13Z039831 M, Neu-Media GmbH, Bahnhofplatz 2, 4600 Wels

Unser Cover-Star Barbara Kaudelka wie sie keiner kennt

Wird sie die erste Präsidentin? Irmgard Griss im Interview

SPITZENKLASSE

Shooting-Star Susanne Wuest zeigt coole Mode

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EDITORIAL

Amore mio!

J

a, meine lieben Leserinnen und Leser, Februar, eine Ausgabe ganz im Zeichen der Liebenden. Valentinstag. In den Auslagen und in der Werbung regnet es rote Herzen, langstielige Rosen wachsen zu überdimensionalen Größen heran, die Schmuckgeschäfte haben Hochsaison – wie auch die Bälle. Im ganzen Land wird getanzt, Frauen und Männer gehen auf Tuchfühlung, manch zarte Pflanze der Liebe wird gesät oder wiederbelebt. Meine unverzichtbare Redakteurin Viktória Kery-Erdélyi und ich hatten das Vergnügen, auf den 73. Bauernbundball eingeladen zu werden. Welch ein Fest! Ein bunter Reigen an wunderschön in Tracht gewandeter NiederösterreicherInnen, Trachtenmusi und zünftiger Volkstanz. Und dann: die verführerischspanischen Klänge der Tanzkapelle der Militärmusik NÖ, welche die links- wie rechtsgebandelten Schürzenträgerinnen in heißblütige Tänzerinnen transformierten: „Amor, Amor, Amor … nació de ti – nació de mí – de la esperanza”, schmachtete er ins Mikro, der heimische St. Pöltener Julio Iglesias. Sich zu den Klängen dieses romantischen Boleros wiegend und die Hüften kreisend, träumte nun (für mich spürbar) so manche Niederösterreicherin mit geschlossenen Augen wohl mehr von „Julio“ als von ihrem Hans oder Herbert.

Von einer Liebe, „aus den Liebenden und ihrer Hoffnung geboren“. Bis an der Stelle mit „nació del alma“ unweigerlich eine Drehung angesagt war – und sie musste, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, die Augen öffnen. „Chulio“ wisperte darauf wohl insgeheim die heimische IglesiasFraktion von Gramatneusiedl bis ins obere Mostviertel mit kastilischem Zungenschlag. Und manch eine versank dabei ins Reich der Wunschträume, wo ER mit Schmelzblick und schwarz gelockt und gelacktem Haar SIE bezirzt. Heiße Nächte und: Amor, Amor, Amor … Wie leicht liebt es sich doch auf Spanisch! Da hatten es später jene im anderen Saal, mit der deutschen Version von Bata Illic leichter. „Amor, Amor, Amor – Wie es geschah, dass ich Dich sah, kann ich nicht sagen.“ Aus der Traum vom Latin-Lover, und ich glaube, die Ballbesucherin ging daraufhin wieder gerne mit ihrem baumwollbestutzten, lederhosentragenden Hans oder Herbert nach Hause. Julio ist definitiv zu olio! Wie wunderbar, erotisch anregend und amüsant ist es doch, einen Raum für ungelebte Träume zu haben – in einer

Ballnacht. Und wie glücklich und zufrieden kann man sich mit schmerzenden Füßen dann in ein weiches Bett legen – den gewohnten Partner neben sich wissend. Die spanischen Eindrücke hinübertragend in die eigene Beziehung und sie damit belebend. Das ist Valentinstag. Geborgenheit. „Glückliche Paare“, so schreibt Pritchard, „können kleine Unterschiede in Stil und Gewohnheiten bestehen lassen, denn sie sind sich ja im Großen einig. Stimmen die Grundwerte, machen die kleinen Unterschiede richtig Spaß und den Beziehungsalltag bunt.“ Liebe LeserInnen, haben Sie viel Vergnügen mit unserer Niederösterreicherin – und genießen Sie jeden Moment der Liebe in ihrer vielfältigsten Form – nicht nur am Valentinstag! Ihre Angelica Pral-Haidbauer Niederösterreicherin | 3

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Inhalt

Februar 2016

08 Barbara Kaudelka

Foto:Chris Ecker

Menschen 08

Barbara Kaudelka Die vielseitige Künstlerin aus der Wachau

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Irmgard Griss Die Kandidatin für das höchste Amt im Interview

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Heiraten ist im Trend: Prominente Paare aus Niederösterreich über ihr Liebesglück

Mode & Schönheit 24

Shooting-Star Die Badenerin Susanne Wuest im oscarnominierten Streifen „Ich seh Ich seh“

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Valentines Beauty So zeigen Sie Ihre Sinnlichkeit

Wohnen 36

Caroline Vasicek Musicalstar, Mama & Heimwerkerin

36 Caroline Vasicek

Foto: Emmerich Mädl

Kultur & Freizeit 44

Ein Niederösterreicher in Portugal Joachim Hartl managt das Nobelhotel „Conrad“ an der Algarve. Ein Besuch

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Daniela Wandl Die „Bühne im Hof“-Intendantin beschreitet neue Wege

Genuss

44 Ein Niederösterreicher in Portugal 4_Inhalt_Februar.indd 4

Foto: Norbert Sternad

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Fisch verliebt Köstliche Rezepte von Maria Rosenberger, der Donauwirtin aus Weißenkirchen

Die nächste Ausgabe der NIEDERÖSTERREICHERIN erscheint am 26. Februar 2016. www.dieniederoesterreicherin.at

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| editorial

Es ist schwer, eine coole Socke zu sein ‌ den zu kĂśnnen („Echt, du hast noch keinen Drink Water Reminder am Smartphone? Den hab ich mir schon vor Jahren drauf geladen â€Śâ€œ). Und praktisch nie benĂźtzt. Wir sind ja nicht beim Militär, oder? Egal. Weil das mit dem Runterladen kompliziert ist, reichte ich das Handy meinem Sohn: „Kannst du mir schnell helfen?â€? Kinder beim FrĂźhstĂźck zu stĂśren ist pädagogosch so bedenklich, wie ihnen noch im hohen Alter die Socken anzuziehen. Seufzend erledigte er den Auftrag mit dem Hinweis: „Gut, dass du mich hast, sonst schaffst du das nie!â€? Wo er Recht hat ‌ Deal, also. Socken anziehen gegen digitalen Service. Hoffe, dass ich in den

nächsten Jahrzehnten zum digitalen Einstein werde, sonst bekommt der junge Mann vermutlich ein Problem mit seiner Frau ‌ In diesem Sinne: Bleiben Sie flexibel und kĂźmmern Sie sich nicht drum, was die anderen denken. Hauptsache, Ihnen geht‘s gut! Wir mĂśchten so viel wie mĂśglich zu Ihrem Wohlbefinden beitragen und wĂźnschen Ihnen viel Freude mit unserem neuen Heft! :-) Herzlichst, Ihre

Impressum

Mag. Andreas Eisendle Assistentin der Geschäftsfßhrung: Astrid Gruber, E-Mail: astrid.gruber@neu-media.at Bßroorganisation: Kerstin Starzengruber E-Mail: office@neu-media.at Lehrling: Melanie Heizinger Redaktionsleitung: Mag. Dr. Angelica Pral-Haidbauer, E-Mail: angelica@neu-media.at, Tel.: +43 (0)664 25 25 325 Redaktion: Mag. Viktória Kery-ErdÊlyi, Mag. Ulli Wright, Nicole Madlmayr, Denise Derflinger, Dr. Maria Russ Anzeigenleitung: Josef Rumer, E-Mail: anzeigen@neu-media.at Anzeigen: Lisa Becker, MBA, Andrea Hametner, Mag. Dietlinde Wegerer, Slavica Haminger, E-Mail: anzeigen@neu-media.at

Grafik: Celine Daliot, Karin Rosenberger, Ing. Anja Strobl-Gubo, E-Mail: celine.daliot@neu-media.at Fotos: Chris Ecker, Irina Gavrich, Isabella Abel, Emmerich Mädl, Shutterstock, Cityfoto, APAPicturedesk Verlags- und Herstellungsort: Bahnhofplatz 2, 4600 Wels Druck: NP Druck, 3100 St. PÜlten Vertrieb: Morawa Pressevertrieb Ges.m.b.H., 1011 Wien

NIEDERĂ–STERREICHERIN Das Gesellschaftsmagazin fĂźr NiederĂśsterreich Die Informationen zur Offenlegung gemäĂ&#x; § 25 MedienG kĂśnnen unter der URL http://www.dieniederĂśsterreicherin.at/de/impressum/651.html abgerufen werden. Herausgeber: Josef Rumer Co-Herausgeberin: Uschi Fellner-PĂśttler Medieninhaber und Hersteller: Neu-Media GmbH Bahnhofplatz 2, 4600 Wels E-Mail: office@neu-media.at, Tel.: 07242 / 9396 8100, Fax: 07242 / 9396 8110 GeschäftsfĂźhrung: Josef Rumer,

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eute frßh war es wie ßblich: Jßngsten Sohn aus dem Bett gescheut, ihm ausnahmsweise (und zum letzten Mal!) die Socken angezogen, einfach, weil jede Minute zählt. Und weil pädagogische Bedenklichkeiten (er ist elf ) um 7 Uhr frßh unter die Bagatellgrenze fallen. Während Junior seine Cornflakes mampfte, versuchte ich mir die neueste Fittness-App auf mein Smartphone zu laden. Unter uns: Nicht in erster Linie, um meine täglichen Schritte und Kalorien zu ßberwachen (Erbarmen!), sondern mehr aus Angebergrßnden. Man will ja eine coole Socke sein, schon um mitre-

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Barbara Kaudelka

DAS SPIEL AUS KIND DER WACHAU

Ihr Lächeln ist umwerfend, ihre Liebenswürdigkeit natürlich und verbindlich. Barbara Kaudelka ist eine der vielseitig begabtesten Künstlerinnen unseres Landes. Die Herzensheimat des erfolgreichen Serien-Stars ist und bleibt Weißenkirchen, weshalb ihr Debütroman – so viel sei bereits verraten - auch in der Wachau angesiedelt ist. „What else?“, meint sie – lächelnd. Niederösterreicherin | 9

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| menschen

DIE BUHLSCHAFT

Als Marcus Strahl mich gefragt hat, ob ich Lust hätte, die Rolle der Buhlschaft im „Wachauer Jedermann“ bei den Wachaufestspielen 2016 zu übernehmen, war die Freude naturgemäß groß. So schnell „Ja!“ hab ich wahrscheinlich zuletzt beim Heiratsantrag meines heutigen Mannes gesagt (lacht). Dieses Engagement stellt für mich persönlich auf vielen Ebenen etwas ganz Besonderes dar: zum einen liegen meine familiären Wurzeln ja in Weißenkirchen in der Wachau; hier ist meine Herzensheimat, für mich ist es das schönste Platzerl auf der Welt. Dass ich jetzt selber auf der Bühne des altehrwürdigen Teisenhoferhofs stehen darf, auf der ich als Kind selbst Sommertheater gesehen habe, ist schon irgendwie magisch. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, als ich dort als ganz kleines Dirndl die Mozartkinderoper „Bastien und Bastienne“ gesehen habe und wochenlang verzaubert war. Als angehende Jungjournalistin habe ich vor über zehn Jahren meine allererste Theaterkritik über ein Stück geschrieben, das auf ebendieser Bühne gespielt wurde, nämlich „Was ihr wollt“ unter der Intendanz von Peter Janisch. Es ist mir jetzt zudem eine große Ehre, mit Schauspielgrößen wie Waltraud Haas und Marcus Strahl zu arbeiten. Ich bin schon lange ein Fan von Marcus‘ Art, Theater zu machen, insbesondere seiner Regiearbeiten. 2001 habe ich im Ateliertheater in Wien seine Interpretation von Felix Mitterers „Kein Platz für Idioten“ gesehen, mit dem grandiosen Michael Duregger in der Titelrolle. Dieser Abend war für mich ein „game changer“! Ich war insgesamt dreimal in der Vorstellung, jedes Mal erschüttert bis ins Mark, verheult und glücklich darüber, wie sehr Theater imstande ist mich zu berühren. Da wusste ich, es kommt noch etwas auf mich zu, dieses Kapitel ist in meinem Leben noch nicht abgeschlossen. Nicht lange danach habe ich dann den Mut aufgebracht, an einer Schauspielschule vorzusprechen. Also: Hier bin ich jetzt und stehe im September als Buhlschaft auf der Bühne. So schließt sich der Kreis. 10 | Niederösterreicherin

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COPSTORIES

Die Dreharbeiten zu den beiden neuen Staffeln der ORF-TV-Serie „CopStories“ haben mich die letzten zwei Jahre auf Trab gehalten und riesigen Spaß gemacht. Die Figur der „Patrizia Kratzer“ ist mir richtig ans Herz gewachsen. Was ich an dieser Produktion so mag, ist, dass sie mutig ist, auch Problemthemen behandelt und man als Schauspieler dauernd gefordert ist. Das Tolle an unserem Beruf ist ja, dass man sich dauernd in unterschiedliche Köpfe hineinbeamen darf, sich in ungewohnte Situationen begibt und ständig Neues lernt – allein das Polizeitraining mit den Beamten der Inspektion Wattgasse war irrsinnig interessant. Einem Menschen wie mir, der einfach Zeit seines Lebens eine „Neugierdsnase“ und ein „Spielkind“ bleiben wird, kann eigentlich nichts Besseres passieren. Max Reinhardt hatte schon Recht, als er sagte: „Ein Schauspieler ist ein Mensch, dem es gelungen ist, seine Kindheit in die Tasche zu stecken und sie bis an sein Lebensende dort aufzubewahren.“ Nun bekomme ich fast täglich die Frage gestellt, wie es mit den „CopStories“ weitergeht. Die Antwort ist: Wir Schauspieler haben leider selber noch keine Infos, wann der Ausstrahlungstermin für den Start der Staffeln 3 und 4 angesetzt ist. Wir geben unseren Fans aber umgehend Bescheid, sobald wir mehr wissen. Was ich aber schon verraten darf, ist, dass die Cops-Familie 2016 keineswegs untätig sein wird: Ende des Jahres, rund um Weihnachten, finden die Dreharbeiten zu einem 90-minütigen „CopStories“-Spielfilm statt. Eine wundervolle Zeit um zu drehen, findest du nicht? (Zwinkert)

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MEIN ERSTER ROMAN

Ja, es stimmt, ich arbeite gegenwärtig am Manuskript zu meinem Debütroman. Das geschriebene Wort spielte schon immer eine zentrale Rolle in meinem Leben. In meinem Elternhaus wurde immer viel gelesen und vorgelesen, da war‘s fast vorprogrammiert, dass aus mir mal ein Bücherwurm wird. Ich hab schon sehr früh begonnen, mir Geschichten auszudenken. Zunächst hab ich sie vor versammeltem Stofftierpublikum vorgetragen, später dann folgten Kurzgeschichten, die ich auf Papas alter Schreibmaschine zu Papier gebracht habe. Mein allererster getippter Text war eine Nacherzählung vom „Hund von Baskerville“. Die Leidenschaft für Schreibmaschinen ist mir übrigens bis heute geblieben; mittlerweile sammle ich sie emsig. Geschrieben habe ich, solange ich denken kann. Gleich nach der Matura habe ich als Journalistin gearbeitet, und auch heute schreibe ich immer wieder Gastkolumnen für verschiedene Print- und Onlinemedien. Den Wunsch, einen Roman zu schreiben, schleppe ich schon eine Weile mit mir herum, allein am Zeitmanagement hat es bis dato gehapert. Den ersten ernsthaften Versuch habe ich Anfang 2015 gestartet, musste aber rasch feststellen, dass der Spruch, dass „es bloß einen guten Plot brauche, dann schreibe sich das Buch ganz von selber“, definitiv ins Land der Märchen gehört. Das geht leider nicht so easy neben Dreharbeiten oder Proben. Deshalb habe ich im Spätherbst 2015 mit mir selbst den Deal ausgehandelt, mir jetzt die Ruhe und Zeit zum Schreiben zu nehmen. Ich will nur soviel verraten: Die Geschichte spielt in der Wachau. What else? ;-) Wie es läuft? Es gibt Tage, an denen flutscht es und die Seiten füllen sich. Dann gibt es Phasen, wo ich das Gefühl habe, der deutschen Sprache nur so weit mächtig zu sein, wie dem Mongolischen des 17. Jahrhunderts. Und manchmal steckt mein Mann seinen Kopf durch die Tür meines Arbeitszimmers, weil er denkt, ich hätte mit ihm gesprochen, dabei halte ich Zwiegespräche mit meinen Charakteren.

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MEINE LEHRTÄTIGKEIT

Auf diese neue Aufgabe freue ich mich sehr! Mein lieber Schauspielkollege und Freund Morteza Tavakoli eröffnete am 13. Jänner seine Schauspielschule „Acting Center Tavakoli“, an der ich Sprechtechnik und Basics für angehende SprecherInnen unterrichten werde. Das Schulsystem des ACT ist nach dem Modell der amerikanischen Acting Studios aufgebaut, das Kursangebot reicht von Camera Acting über Körperarbeit nach der berühmten Alexander Technik bis hin zur Basisausbildung zum Studiosprecher. Morteza und ich haben gemeinsam die ORF-Serie „Janus“ gedreht; er wusste, dass ich seit fast zehn Jahren als professionelle Sprecherin in den Bereichen TV, Hörfunk und Werbung arbeite. Da ist er kurzerhand auf mich zugekommen, hat mir bei einem Kaffeetratscherl sein Konzept vorgestellt und mich gebeten, in sein Team zu kommen. Ich war sofort überzeugt, das ist eine tolle Chance, mit großartigen Leuten vom Fach ein neues, junges und frisches Trainingsmodul im Bereich der Schauspielausbildung zu etablieren. Mein Mann ruft mich schon jetzt zum Spaß „Frau ‘Fessa“! Wen es interessiert: www.actingcentertavakoli.com

Text: Angelica Pral-Haidbauer Produktion: Angelica Pral-Haidbauer, Viktória Kery-Erdélyi Fotos: Chris Ecker Mode: Alle Modelle Lena Hoschek, das rückenfreie Spitzenkleid Couture by Benhard Gashi Schmuck: Kette von collections by joya, Armreif von Benhard Gashi Schuhe: Natalie Rox Style und Make-up: Dirk Nebel mit Produkten von Urban Decay

DIE ZUKUNFT

In diesem Jahr möchte ich mich in verschiedener Hinsicht auf Reise begeben. An Orte, an denen ich noch nie war und an die zu gelangen ich mir schon lange wünsche. Das beinhaltet geistige Orte, wie zum Beispiel jene Zone des kreativen Schreibprozesses, die jeder Buchautor für sich bereisen muss. Aber auch physische Orte sind damit gemeint: Heuer stehen Tokio, Schweden im Sommer, Grönland und Vermont zum Indian Summer auf der Liste. Niederösterreicherin | 13

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Ja!

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Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, strebt als unabhängige Kandidatin nach dem höchsten Amt.

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Text: Uschi Pöttler-Fellner Fotos: Stefan Joham

m Bauernhauf ihrer Eltern in der Steiermark lernte Irmgard Griss schon früh zwei Dinge: Erstens die einfachen Dinge des Lebens zu schätzen. Zweitens, anzupacken. Und das Leben so zu gestalten, wie es sich für einen selbst „richtig anfühlt”. Geht nicht, gibt’s nicht. Aber auch Demut gegenüber dem Schicksal, das die einfache Landwirtstochter zur „Studierten“ avancieren ließ. Es folgten eine BilderbuchKarriere, die späte Familiengründung („Ich war schon 38, als ich meinen ersten Sohn bekam”) und ein Leben als berufstätige Mutter und Patchwork-Mama (ihr Mann brachte drei Kinder in die Ehe mit). Das Interview mit der Frau, die (O-Ton) „ein Gegenentwurf zum Teflon-Politiker“ sein möchte. Denn: „Ich will Dinge bewegen und in Gang setzen, Probleme nicht unter dem Aspekt lösen, was PR-mäßig am meisten bringt …“ Frau Dr. Griss, viewiel Geld haben Sie für den Wahlkampf schon gesammelt? Wir haben jetzt etwa 330.000 Euro; um auch werben zu können, brauchen wir mindestens eine Million Euro. Das ist dann noch immer viel weniger als die anderen Kandidaten ausgeben werden.

Ich will

Sie fordern, die Persönlichkeit der Kandidaten müsse wahlentscheidend sein … Grundvoraussetzungen sind Integrität und Kompetenz. Integer sein heißt ehrlich sein, redlich sein, den Menschen nichts vormachen, die zu sein, die man ist. Die notwendige Kompetenz bringt eine Person mit, die weiß, was ihre Aufgaben sind, und die aufgrund ihrer Ausbildung, ihres Wissens und ihrer Erfahrung diese Aufgaben auch gut erfüllen kann. Ganz entscheidend sind aber auch der Respekt vor den Menschen und die Wertschätzung für sie. Die Begeisterung für Österreich und seine BürgerInnen. Nur wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist, wird man sie auch gut machen. Als erste Frau in diesem Amt würden Sie sicher auch einiges verändern … Ich war auch als Präsidentin des OGH die erste Frau in diesem Amt, und natürlich habe ich auch einiges verändert. Frauen gelingt es oft besser, sich in andere hineinzuversetzen, etwas auch mit den Augen der anderen zu sehen. Und da fällt es dann leichter, die besondere Situation von Frauen zu sehen, die ja oft stärker belastet sind als Männer und – das ist ganz wichtig – sich oft weniger zutrauen. Frauen sind viel zurückhaltender. Sie zu ermuntern, ihr Selbstvertrauen zu stärken, ist mir ganz wichtig.

Kritik kann hilfreich sein. Da muss sie aber von jemandem kommen, der einen schätzt und mit seiner Kritik helfen will. Kritik kann aber auch als „Waffe“ eingesetzt werden; man will jemanden verletzen und zermürben. Das versuche ich nicht an mich herankommen zu lassen. Es ist nicht immer leicht, aber dann denke ich mir, wenn ich mich dadurch verletzt fühle, räume ich dem Kritiker Macht über mich ein. Wie würden Sie sich mit drei Wörtern beschreiben? Ehrlich, mutig, kompetent. Was war in ihrem Leben ausschlaggebend für den Erfolg? Glück! Ohne Glück ist doch gar nichts möglich. Talent, Mut, Begabung sind wichtige Eigenschaften. Aber ich habe einfach auch immer viel Glück gehabt!

ZIELSTREBIG. Irmgard Griss, 69, war Präsidentin des OGH. Nun will sie als erste Frau in die Hofburg.

Braucht man in der Politik eine dicke Haut? Ja. Aber bei einer dicken Haut besteht auch die Gefahr, dass man abstumpft oder sich abschottet und den Draht zu den Menschen verliert, zu dem, was für sie wirklich wichtig ist. Das sind dann oft die Politiker, die als abgehoben wahrgenommen werden. Das heißt, Sie können sich gut gegen Kritiker abgrenzen?

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| gesellschaft

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Ein Stückchen Wald um den Hals Eine zauberhafte Damenspende, 6.000 Besucher und ein cooler Generationenmix – beim 73. NÖ Bauernbundball

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ährend Landeshauptmann Erwin Pröll und seine Frau Sissy unter tosendem Applaus ihren 45. Hochzeitstag zelebrierten, waren andere Gäste nicht einmal halb so alt: Beim 73. NÖ Bauernbundball reichten einander im wahrsten Sinne des Wortes sämtliche Generationen die Hand, um das Tanzbein zu schwingen. Rund 6.000 Gäste waren aus ganz Österreich nach Wien ge-

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pilgert, um die Mauern des Austria Center Vienna auf rund 20.000 Quadratmetern Tanzfläche quasi zum Beben zu bringen. Nicht zuletzt wurden dabei traumhafte und auch ungewöhnliche Dirndln ausgeführt; mit einem mit Comics bedrucktem Modell legte eine Lady eine heiße Sohle aufs Parkett. Ins Schwitzen konnte man aber auch beim „AMA Gütesiegel“-Melkwettbewerb oder beim Fotoshooting für den Jungbauernkalender kommen.

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Ladies durften sich übrigens über eine entzückende Damenspende freuen: Verschenkt wurde ein „Stückchen Wald“ als Medaillon einer Kette. Die kreative Idee ging aufs Konto der „Waldbesitzer Niederösterreichs“, die damit die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Naturnähe elegant in den Fokus rückten. Ein weiterer schöner Aspekt des Balles: Der Reinerlös kommt 300 SchülerInnen und StudentInnen aus der Land- und Forstwirtschaft zugute.

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Fotos: NÖ Bauernbund / Helmut Lackinger, Viktória Kery-Erdélyi

13 1 Traditionelle Eröffnungszeremonie mit den Ehrengästen am Ballabend 2 Auftakt zum Tanz: Farbenprächtiger Einzug der Fahnenträger 3 Die heimischen Königinnen & Prinzessinnen mit NÖ Bauernbund-Pressesprecher Michael Kostiha: Eveline, Romana II., Elfie, Theresa, Gwendolyne I., Rebecca, Birgit und Sandra (v.l.) 4 Verena und Markus Namjesky, Lille Wohlmuth, Jürgen Westermayr, Thierry und Karin Polt (v.l.) 5 Rund 6.000 Menschen aus ganz Österreich zog der NÖ Bauernbundball an. 6 NÖ Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner mit Ehemann Martin 7 Präsidentin „Hilfe im eigenen Land“ Sissy

14 Pröll, Landeshauptmann Erwin Pröll, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Niederösterreicherin-Chefredakteurin Angelica Pral-Haidbauer (v.r.) 8 Eis-Greissler Ehepaar Blochberger 9 Sissy Pröll, Präsidentin von „Hilfe im eigenen Land“, Veronika Schultes (stehend), Volkskultur-Managerin und Moderatorin Dorli Draxler 10 Zwei Schneerosenstöcke und noch mehr als Geschenk zum 45. Hochzeitstag für Sissy und Landeshauptmann Erwin Pröll: Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Bauernbundobmann Hermann Schultes, Dorli Draxler und Ballobmann Stefan Jauk gratulierten.

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15 11 Stallberg Musikanten 12 Zauberhafte Damenspende 13 Veronika Marinovic, Fanny Moser 14 Ausgezeichnete Stimmung bei den Gästen und dem eifrigen Tanzpaar Sissy und Erwin Pröll 15 Irene und Hans Blasge (Tulln) 16 Im Melkduell: Sigrid Hawlena (Königstetten) und Markus Schöller (Patzmannsdorf) 17 Hochmotiviert: Cornelia Fischer, Ricarda Windpassinger, Maria Zehetgruber, Lisa Zwick, Katharina Zehetgruber, Veronika Zehetgruber (v.l., aus den Bezirken Hollabrunn und Mistelbach)

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Verliebt, Verlobt,

verheiratet... Liebe LeserInnen, Sie können getrost die Taschentücher auspacken. Wir haben auf unsere Valentinstagsfragen die schönsten Antworten bekommen. Von lange und frisch Verheirateten, von Pärchen, die einander schon ein halbes Leben kennen, von Frauen wie Männern … Interviews: Marion Hauser, Viktória Kery-Erdélyi Fotos: Philipp Hutter, Alfred Pany, Kurat&Wiatschka

Schauspielerin Barbara Kaudelka und Musiker Peter Schönbauer feierten ihre Hochzeit 2014 in der Wachau. Ich liebe sie/ihn weil … (Darauf antworteten die beiden getrennt voneinander.) Peter: Weil sie einfach der Mensch ist, der auf allen Ebenen zu mir passt. Ich werde nie aufhören, neugierig darauf zu sein, wie es in ihr aussieht. Sie wird für mich immer die schönste Frau mit der allerschönsten Seele sein. Es ist faszinierend, wie positiv die Welt durch ihre Augen ist. Wir lieben einander so, wie wir sind, pfeifen auf Perfektion und lassen einander auch mal in Ruhe, wenn einer von uns beiden Zeit alleine braucht. Barbara: Peter ist der gütigste, selbstloseste und liebevollste Mann, dem ich je begegnet bin. Wir teilen denselben schrägen Humor und er begegnet mir stets auf Augenhöhe. Bei ihm kann ich locker lassen, ungeschminkt und echt sein. Ein seltener Segen heutzutage. Er ist aufrichtig, wir geben einander Freiraum und Unterstützung, können über alles reden und

auch gemeinsam schweigen. Er ist mein bester Freund und die Liebe meines Lebens. Und Hand aufs Herz: Er sieht verdammt gut aus (schmunzelt). Diesen Tag werden wir nie vergessen … Peter: Den 1. April 2011. Wir waren gerade mal vier Tage „zusammen“, die Situation war noch nicht eindeutig. Ich ertaste mein Gegenüber gerne über Humor. Je mehr Schmäh jemand verträgt, desto besser komme ich mit ihm aus. Also beschloss ich kurzerhand, ihr als Aprilscherz einen Heiratsantrag zu machen. Eigentlich ein No-go, aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass Babs und ich uns ja schon viele Jahre kannten und ich wusste, dass sie einiges verträgt. Babs hat mir auf meinen Scherzantrag dann

mit einem völlig unüberraschten „Ja“ dennoch die Schneid abgekauft. Damals war mir klar, sie muss die Richtige sein. Barbara: (Lacht) Ja, da bist du ins Schwitzen gekommen, gell? Ich für meinen Teil werde nie den 22. Februar 2011 vergessen, als dieses schreckliche Erdbeben in Christchurch war. Peter, der damals als Musiker an Bord eines Kreuzfahrtschiffes unterwegs war, lag dort vor Anker. Ich habe in den Nachrichten von der unglaublichen Zerstörung erfahren, viele Stunden nichts von ihm gehört und war krank vor Sorge. Der Gedanke daran, ihn nie wieder zu sehen, hat mir das Herz zerrissen. Da wusste ich: Hoppla, das ist nicht nur Freundschaft …

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menschen |

So sind wir uns begegnet: Wir haben beide Publizistik studiert; eine gemeinsame Freundin hat uns unabsichtlich verkuppelt. Andi hat jemanden gesucht, um gemeinsam Prüfungen zu schreiben – sie hat meine Nummer weitergegeben. Und das war‘s! (Schmunzelt) Wir sind seit 2005 ein Paar. Wann und wie habt ihr geheiratet? Standesamtlich im bunten Dirndl in

Stein an der Donau, kirchlich in Traunkirchen am Traunsee, weil Andi aus der Gegend stammt. Die Hochzeit war entspannt, lustig, herzlich mit einem traumhaften Chor, gutem Essen und Trinken. Was ist das Erfolgsgeheimnis eurer Beziehung? Das verraten wir in unserem Bestseller-Buch 2017! Spaß beiseite. Doch genau das ist es: Humor – und sich selbst nicht immer zu ernst zu nehmen. Das wünschen wir uns für die Zukunft … Dass es so bleibt, wie es ist. Diesen Tag werden wir nie vergessen … Eindeutig unsere Hochzeit. Der Tag war

Wo und wie habt ihr geheiratet? Die Hochzeit feierten wir bei Heinz Hanner in Mayerling. Mein Vater starb leider sehr früh; es war mir wichtig, unter freiem Himmel zu heiraten – auf diese Weise hatte ich das Gefühl, dass er dabei sein konnte. Dank unserer Familie und Freunde haben wir richtig traditionell geheiratet: Wir haben uns am Vortag das letzte Mal gesehen und dann erst wieder vor dem Altar. Meine beste Freundin Birgit verbrachte mit mir die „letzte“ Nacht. Es ist wie auf einem Jugendcamp: Man ist

nervös und freut sich auf seinen Partner. Dann sieht man ihn und verliebt sich gleich neu. Dann weiß man, dass man „bis dass der Tod uns scheidet“ zusammen sein will und dies macht diesen Tag zum schönsten. Weil man einander noch einmal begegnet und zueinander Ja sagt. Wie lautet das Erfolgsrezept eurer Beziehung? Verständnis, Vertrauen, Freiheit und Respekt. Wir sind in einem Alter, in dem wir wissen, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wir diskutieren nicht, wer wohin geht, wir informieren einander und wir erzählen uns danach, wie es war. Misstrauen gibt es nicht und wir sind auch nicht eifersüchtig. Warum soll Heiraten nie aus der Mode kommen? Heiraten ist ein Tag, den zwei Menschen miteinander verbringen, der ihnen jahrelang viele glückliche Erinnerungen und Stärkung geben soll, wenn es einmal

ORF Niederösterreich-Moderatorin Ursula Wares und Marketingmanager Andreas Pucher heirateten im Sommer 2015 und leben in Krems.

– dank unserer Familien und Freunde – fast schon kitschig perfekt!

Tanzschulbesitzerin und „Dancer Against Cancer“-Organisatorin Yvonne Rueff und ihr Robert gaben einander im Sommer 2015 in Mayerling das Jawort – ein Jahr nach einem sehr überraschenden Antrag bei einer Wüstensafari in Dubai. nicht so rosig ist. Heiraten verbindet intensiver als ein einfaches „Zusammensein“. Durch eine Heirat hebt man die Beziehung auf eine andere Ebene für sich selbst und nimmt sowohl Freuden als auch Probleme in Kauf, ohne sich sofort trennen zu können. Eine Hochzeit ist eine Entscheidung, die beide nur aus einem einzigen Grund treffen sollten: aus Liebe.

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Joesi Prokopetz und seine Karin feierten ihre standesamtliche Trauung nach knapp 13-jähriger Beziehung im Oktober 2015 in Mödling. Wie war der Antrag? Klassisch: „Willst du meine Frau werden?“ „Ja.“ Und dann hat Joesi – wir befanden uns zu diesem Zeitpunkt in Waidring – offiziell bei Karins Mutter, vor Zeugen, um die Hand ihrer Tochter angehalten. Warum war eure Hochzeit der schönste Tag eures Lebens? Für uns ist jeder Tag, an dem wir zusammen sind, der schönste. Wie lautet das Erfolgsrezept eurer Beziehung? Wir müssen nicht, wir brauchen nicht,

wir WOLLEN verheiratet sein. Warum soll Heiraten nie aus der Mode kommen? Ein Eheversprechen ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung. Die Exklusivität, die zwei Menschen miteinander haben, ist das Geheimnis der Liebe. Diese gibt Stabilität und Halt und erklärt das offizielle Zueinanderstehen. Welche Rolle spielt die Romantik in eurem täglichen Leben

Unsere romantischen Momente sind wirklich nur Momente, oft nur ein Blick, eine Umarmung, weil wir ja „antizyklisch“ leben, Lady Sunshine und Mister Moon. Karin arbeitet untertags, ich nachts. Darum genießen wir unsere gemeinsame Zeit umso mehr. Also Romantik nicht täglich und inflationär, sondern zu einer Zeit, die wir der Pflicht stehlen, um unsere Kür laufen zu können.

Katharina Brier, Geschäftsführerin und Inhaberin des edlen Möbelhauses Karner in Gänserndorf, und Andreas Brier, Sportmanager, sind seit 25 Jahren ein Paar und Eltern von drei Kindern.

So sind wir uns begegnet ... Katharina Brier: Wir haben uns beim Skifahren am Abend in einem Lokal durch Freunde kennengelernt – das war im Februar 1991. Im Herbst 1992 wurden wir ein Paar und kurze Zeit später musste Andreas für längere Zeit nach Gran Canaria. Wir haben uns unzählige Faxe geschickt und haben uns eigentlich so besser kennengelernt.

Andreas Brier: Ich habe meine Frau gesehen und mich sofort in sie verliebt, noch bevor wir uns richtig kannten. Wann haben Sie geheiratet? Katharina Brier: Ich wollte nie heiraten, solange ich kein Einkommen hatte und noch studierte. Der Heiratsantrag war zu Silvester 1995, meine Sponsion im Februar darauf – und im September 1996 haben wir geheiratet. Das Geheimnis unserer Partnerschaft: Katharina Brier: Absolutes gegenseitiges Vertrauen. Unsere Beziehung wird immer schöner, tiefer und interessanter. Ich liebe sie, weil ...

Andreas Brier: … sie einfach ein wunderbarer Mensch ist und ich ihr zu hundert Prozent vertrauen kann. Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Katharina Brier: Dass wir uns nie verlieren, immer versuchen, in die gleiche Richtung zu gehen, und dass wir immer Respekt voreinander haben. Andreas Brier: Gesundheit und Zufriedenheit.

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Liebe anno 1888 Anna & Albin. Das Paar lernte sich im 19. Jahrhundert kennen und lieben. Sie waren ab ihrer Hochzeit am 3. April 1888 bis Albins Tod unglaubliche 59 Jahre verheiratet.

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lbin war ein erfolgreicher Geschäftsmann, weshalb die beiden in angenehmem Wohlstand mit ihren beiden Kindern Anna und Albin lebten. Er war ein ausgesprochener Lebemann, der viel arbeitete und noch viel mehr Sport betrieb. Er ritt bis ins hohe Alter, fuhr im Winter Ski, spielte mit seiner Frau und den Kindern Tennis und segelte mit Leidenschaft. Anna hingegen liebte ihre Hunde und die langen Spaziergänge mit ihrem Mann. Der gemeinsame Urlaub wurde in Gastein, am Wörthersee und in dem damals sehr be-

Als Ehepaar auf der Kaiser Wilhelm-Promenade in Gastein

liebten und einfach mit der Südbahn zu erreichenden Abbazia, im heutigen Kroatien, verbracht. Nach fast 60 glücklichen Ehejahren, starb Albin 83-jährig. Anna folgte ihm mit 82 Jahren ein Jahr später nach.

Erstes Social Media

Eigentlich ersetzte das Schreiben von Briefen und Korrespondenzkarten die heutigen Social Media-Plattformen. Man kommunizierte vor der Erfindung des Telefons mit Telegrammen, Briefen, Kärtchen, Fotos und Zeichnungen meist täglich miteinander. Dafür nahm sich die (wohlhabende) Gesellschaft mehrere Stunden Zeit pro Tag. Meist wurde mit (Füll-)Feder, aber auch mit Bleistift geschrieben. Der Kugelschreiber setzte sich erst im 20. Jahrhundert durch. Auch das Überbringen der Botschaften brauchte seine Zeit. Wer er sich leisten konnte, die Briefe nicht über den Postweg zu übermitteln, nahm die Dienste eines Boten in Anspruch, der sofort und persönlich die geschriebenen Botschaften an die vornehmen Häuser überbrachte; aber selbst dies benötigte seine Zeit. Angelica Pral-Haidbauer

Albin beim BündlJagdritt 11.10.1935

Tennisspielen, ca. 1900

Anna

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Schrift Mit edler

Die erfahrene Werbefachfrau Barbara Snizek aus Riederberg erkannte das Potenzial von handgeschriebenen Schriftstücken und gründete kurzerhand ihr eigenes Unternehmen. Ihre „Handschreiberei“ hat seitdem das ganze Jahr Saison – nicht nur zum Valentinstag.

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ur Gründung ihres Unter- berInnen sind ausgeprägter und zeugen nehmens „Handschreiberei“ von viel Erfahrung. Die Jungen experiwurde Barbara Snizek durch mentieren gerne herum. Die Handschreidie Briefe ihres Ururgroßva- berei beschriftet Kuverts, Einladungen, ters inspiriert. Sie waren Menükarten, Tischkärtchen, Dankesnoch immer in Familienbesitz und karten und vieles mehr für Hochzeiten strahlten die gleiche Wärme und Intensi- und zahlreiche andere Events innerhalb tät wie vor 130 Jahren aus. Im Frühjahr weniger Tage. Das Sortiment reicht von 2015 fasst Barbara Snizek den Entschluss, geschwungenen kalligrafischen bis hin eine vermittelnde Plattform für einzigar- zu druckähnlichen Handschriften. Einzigartig und originell wie ihre Verfasser. tige Handschriften zu entwickeln. „Gerade in der schnelllebigen Zeit sind handgeschriebene Zeilen Rent a Writer ein Zeichen von WertDas neue Angebot der schätzung und Kreativität. Handschreiberei richtet Da vielen Menschen jedoch sich besonders an Gedie Zeit – und oftmals auch schäftsleute: eine hübsche Handschrift Das Unternehmen vermie– fehlt, um ihre Post pertet seine SchreiberInnen, sönlich zu schreiben, werdenn diese kommen ins den sie von unseren SchreiLokal und schreiben live berInnen unterstützt. vor Publikum. Egal ob Handgeschriebene Zeilen Kärtchen, Verpackung Barbara Snizek im Postkasten fallen auf oder Lesezeichen, alles beund laden zum Lesen ein. Das können kommt durch eine schöne Handschrift sich sowohl Privatpersonen als auch Un- eine ganz individuelle, persönliche Note. ternehmen zu Nutze machen. Die Nach- Die kleinen Kunstwerke werden je nach richten werden nicht nur gelesen, son- Vereinbarung mit dem Veranstalter entdern auch aufgehoben – wie der weder gratis oder gegen ein geringes EntLiebesbrief aus dem Jahr 1887“, erklärt gelt dem Käufer überreicht. die Unternehmerin ihre innovative Ge- Übrigens: Snizek gründete ihr Unterschäftsidee. Mittlerweile schreiben 30 nehmen, eine Werbeagentur, vor fünf Damen und Herren unterschiedlichen Jahren am 14. Februar – das kann kein Alters für die Handschreiberei. Die Zufall sein. Handschriften von älteren Schrei-

Ein Liebesbrief zum Valentinstag von der Handschreiberei

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Mode & Schönheit „Schönheit ist überall ein willkommener Gast.“ J.W. von Goethe

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Ob französischer Thriller, deutsches Historien-Drama oder die britische Serie „Judas Goat“: Susanne Wuest spielt in der internationalen Film-Oberliga.

DIE ÜBERFRAU Susanne Wuest

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ie drehte u.a. mit Olivier Assayas und Pipilotti Rist, ist in französischen Art-House-Filmen genauso zuhause wie in britischen Mystery-Thrillern und räumt mit dem Horrorstreifen „Ich seh Ich seh“, der als Austro-Beitrag auch für den Oscar eingereicht war, auf Festivals in der ganzen Welt gerade einen Preis nach dem anderen ab. Susanne Wuest (36) ist Österreichs international erfolgreichste Schauspielerin, was sich auch daran ablesen lässt, dass sie als einzige deutschsprachige Aktrice von jener Londoner Agentur vertreten wird, die auch Tilda Swinton, Emma Thompson oder Rupert Grint in der Kartei hat. Dass sie es in die große Filmwelt schaffte, verdankt die ätherische Schönheit neben ihrem Talent und ihrer Vielsprachigkeit vor allem ihrem eigenen Willen. Und ein wenig auch der Ignoranz heimischer Filmschaffender, die ihr am Anfang ihrer Karriere attestierten, sie habe „kein Fernsehgesicht“. Zum Glück! Hatten Sie manches Mal das Gefühl, wonach der Prophet im eigenen Land wenig gilt? Es stimmt sicher, dass es für jeden Menschen ein Stück Erde gibt, auf dem er besser oder schlechter gedeihen kann. Beides könnte nun auch das eigene Dorf sein. Der Satz stimmt also vermutlich nicht für jeden Propheten. Ich versuche mich damit gar nicht mehr auseinander zu setzen, weil schon das Nachdenken darüber blockiert. Heute sind Sie international sehr erfolgreich. Fühlt sich das nicht wie ein später Triumph an? Ha! Gegenüber ehemaligen Gymnasiallehrern trifft das sicher zu! Spaß beiseite, ich hatte es wirklich nicht leicht, das stimmt, aber auf das habe ich mich nicht konzentriert. Niemand, der Schauspieler wird, erwartet sich einen Spaziergang, und fast jeder muss zu Beginn damit rechnen, belächelt zu werden. Ich habe stets nach Künstlern Ausschau gehalten, zu denen ich passe – und woher diese Personen kommen, spielt für

„Kinder haben offensichtlich weniger Angst vor mir … aber fragen Sie mal die Erwachsenen.“ Susanne Wuest

mich keine Rolle. Was ich aber mitbekommen habe, waren fast zwei Jahre Arbeitslosigkeit nach „Antares“ obwohl auch dieser Film erfolgreich und für einen Oscar eingereicht war. Und ich bin sehr erleichtert, dass diese Situation der Vergangenheit angehört. Auch „Ich seh Ich seh“ wurde als Österreich-Beitrag für den Oscar nominiert. Wie fühlt sich das für die vielgelobte Hauptdarstellerin an? Weit weniger aufregend, als man vermutlich denkt. Das darf man nicht falsch verstehen – es freut mich natürlich sehr, wenn ein Film so viel Zuspruch erhält. Aber am glücklichsten bin ich immer noch nach einem gelungenen Drehtag, wenn man den ganzen Tag an einem Moment gebastelt hat, und am Ende gelingt er. Am Ende ist das Basteln auch wichtiger als die Beurteilung des Gebastelten. Ihre Rolle der mysteriösen bandagierten Mutter war im besten Sinne horribel. Haben Kinder nun Angst vor Ihnen? Kinder ganz offensichtlich weniger … aber fragen Sie mal die Erwachsenen. Im März kann man Sie im ARDZweiteiler „Marthes Geheimnis“ sehen. In welcher Rolle? Ich spiele Hedwig von Wettin – eine Markgräfin, die versucht, ihr Kind zu retten. Sie ist aber auch eine sehr engagierte

Politikerin – man kann sich vorstellen, dass Frauen im Mittelalter sehr gut überlegen mussten, wie sie ihre Anliegen durchzusetzen gedachten. Ich hatte großen Spaß, das ist eine wirklich tolle Figur! Im März wird übrigens auch die 200ste Folge „Soko Kitzbühel” ausgestrahlt, die wir vergangenen Sommer gedreht haben. Ihr elfenhaftes Aussehen macht Sie unverwechselbar. Ist das beruflich mehr Fluch oder Segen? Es war zu Beginn schwierig, ich habe oft gehört, ich wäre zu „speziell”, was auch immer das heißt. Ich glaube, es ist heute ein Segen. Ich wollte schon immer Märchen spielen. Eine Elfe spielen zu dürfen, das wäre doch fantastisch! Wenn ich darüber nachdenke: Eigentlich ist das überfällig. Man sah Sie 2015 bei einer BurberryShow in der front row. Welchen Stellenwert hat Mode für Sie? Mich interessiert diese Art von Kunst – und das ist Mode für mich – sehr. Ich muss aber, wenn man über die Wichtigkeit eines solchen Luxus spricht, immer ergänzen, dass Glück nicht davon abhängen sollte, ob man ein Paar Jimmy Choos besitzt oder nicht. Wirklich wichtig sind andere Dinge. Die obligatorische Abschlussfrage: What comes next? Hoffentlich etwas Spannendes. Als Elfe! Niederösterreicherin | 25

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Süße Versuchung

Strahlend schön und glowy – ein Look, der vor allem die natürliche Schönheit hervorstreicht und mit geschickt gesetztem Highlighter für frische Akzente sorgt. Tipp für den Strahleteint: „Naked Skin Liquid Make up“ mit lichtstreuenden Pigmenten von Urban Decay.

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V alentine? Von Amors Pfeil getroffen. Freier Lauf für romantische Gefühle – für uns präsentierte sich die TV-Beauty Chiara Pisati von ihrer verführerischen Seite: Drei herzhaft schöne Looks, welche die Stimmung am rosigsten Tag des Jahres besonders zum Knistern bringen …

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Im Liebesrausch

Akute Atemluft beim Herzbuben könnte dieser Look durchaus auslösen: Lippenklassiker Rot trifft auf sinnlich umrahmte Augen. Gelingt mit: „Lipstick Matte Revolution“ in der Nuance „Bad Blood“ von Urban Decay.

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Für die Beautystrecke schlüpfte Jungschauspielerin Chiara Pisati (20) in die Rolle der Verführungskünstlerin. In der Shootingpause verriet uns die bildhübsche Halbitalienerin ihre Schönheitsgeheimnisse.

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Was tust du für dein Äußeres? Wenn man glücklich ist und sich akzeptiert, so wie man ist, dann hat man die schönste Ausstrahlung. Ich versuche einfach jeden Tag mit einer positiven Haltung und einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Hast du ein tägliches Beautyritual? Ich achte sehr auf eine schöne gesunde Haut und verwende jetzt schon Anti Aging-Produkte! (Lacht) Ich versuche mich möglichst gesund zu ernähren und trinke sehr viel Wasser. Jeden Morgen und Abend wasche ich mein Gesicht mit kaltem Wasser und nehme sogar eine eiskalte Dusche. Das sorgt für einen rosig frischen Teint und macht im Nu munter. Deine schönen langen blonden Haare sind dein Markenzeichen. Wie pflegst du sie? Für die Haare gilt dasselbe. Am Ende spüle ich sie immer mit kaltem Wasser ab, das regt die Durchblutung an und lässt sie schön glänzen. Wen findest du persönlich schön? Angelina Jolie! Was magst du an dir am meisten? Meine Brüste. (Lacht) Mit welchem Duft verdrehst du IHM den Kopf? Pssst, das ist mein Geheimnis, da habe ich eine Spezialmischung! ((Lacht) Ich mixe zwei bis drei Parfums zusammen. Meine Duftfavoriten sind Agent Provocateur, Lorenzo Villoresi und Faubourg.

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Wohnen

„Viele können ein Haus einrichten, aber nur wenige verstehen die Kunst, ein Zuhause zu kreieren.“ Unbekannt

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Die Wohlfühlmacher

Fotos: Junghanns Design, TCHIBO, WMF

nter diesem Motto, welches auch zugleich Qualitätssiegel ist, startete das Landesgremium des Elektro- und Einrichtungsfachhandels der WKNÖ eine neue Branchenkampagne. Gleich 1.400 Betriebe machen mit und rücken mit Gütesiegel und Werbemitteln ihre Stärken ins rechte Licht. Dabei wird ihre Kundennähe und die Umsetzung individueller Lösungen besonders von den Frauen, den wahren Entscheidern im Bereich Wohnen und

Einrichten und damit also die Hauptzielgruppe, besonders geschätzt. „Unsere Wohnfühlmacher sind regionale Experten und punkten mit persönlichem Kontakt und intensiver Beratung und schaffen mit individuellen Lösungen ein harmonisches Zuhause für die Kunden – einfach zum Wohlfühlen“, fasst Obmann Jursitzky die Stärken des NÖ Elektro- und Einrichtungsfachhandels zusammen. Infos: www.wohnfühlmacher.at

Aufgeräumt

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er kennt das nicht? Die Unordnung geht einem so ziemlich auf die Nerven, weil viele kleine Dinge, die immer griffbereit sein sollten, herumliegen. Da wirkt nur eines: sortieren, aufräumen und sinnvoll verstauen. Bei diesem guten Vorsatz finden wir derzeit bei Tchibo verschiedene Boxen – und Ordnersysteme, die uns dabei mit bereits frühlingshaftem Design unterstützen. Erhältlich in allen Tchibo-Filialen sowie online über www.tchibo.at

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Es werde

(Rampen)Licht!

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Daheim bei „Musical Mami“ Caroline Vasicek-Pfeifer: Wie es ist, wenn Künstler zum Handwerken die Ärmel hochkrempeln und an welchen neuen Projekten sie daheim und für die Bühne arbeitet, verriet sie der NIEDERÖSTERREICHERIN in ihrem Haus in Gablitz.

Fotos: Emmerich Mädl, Shutterstock

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ine weiße Treppe schlängelt sich aus dem Vorzimmer ins Obergeschoß; die strahlende Sonne aus dem großzügigen Dachfenster setzt sie majestätisch ins Rampenlicht. Abends erhellt dieselben Stufen eine rotorange Lampe mit gerafftem XXL-Schirm. Die Liebe zu ihrem Boris Pfeifer entstand vor 16 Jahren aus einer großen Freundschaft, in der nie die Gesprächsthemen, nie das Lachen ausgingen, verrät Caroline Vasicek. In die Lampe hat sie sich quasi im Vorbeigehen verschaut. „Ich habe nur auf den richtigen Raum für sie gewartet“, sagt sie mit einem Augenzwinkern (gekauft in der „Wohnzeile 4“, 1060 Wien). Wir pfeifen den staunenden Blick vom Ober- ins Erdgeschoß zurück. Viel Licht. Viel Luft. Wenige Wände im weiträumigen Wohnund Essbereich. In der Küche, im Badezimmer und auf der Veranda Zementfliesen mit prachtvollen Mustern, in fantastischen Farben. „Sie werden per Hand in Portugal hergestellt“, erklärt der handwerklich geschickte Hausherr.

80er-Jahre goes Vintage Den romantischen, historisch anmutenden Look hauchten die Musicalstars dem Gablitzer Haus aus Anfang der 1980er-Jahre selbst ein. Zeit spielt nur eine Nebenrolle; das inszenierende Zepter halten Geduld und Geschmack inne. Anders gesagt: Die Vasicek-Pfeifers haben immer irgendwo ein bissl Baustelle, arbeiten sich detailverliebt Raum für Raum vor. Um Umbau und Renovierungsarbeiten ranken sich in den vergangenen Jahren viele nervenaufreibende, aber auch – zumindest im Nachhinein – amüsante Geschichten. „Den Holzboden haben wir selbst gebeizt. Er wurde viel zu dunkel, erschreckend dunkel“, lacht Caroline Vasicek, die prompt zum Hörer griff, um die Herstellerfirma zu konsultieren. „Keine Sorge: Das bleibt nicht so“, hieß es dann. „Das dunkelt mit der Zeit noch nach“, lautete die skurrile Antwort. Glücklicherweise war es falscher Alarm (der Boden punktet mit wunderschönem Rotbraun), ebenso wie die erst nach getaner Arbeit gelesene Warnung vor schlimmen Hautirritationen …

Die Bühne: ein Geschenk Caroline Vasicek war zarte zehn Jahre alt, als sie das erste Mal auf der Bühne stand. Sicher nicht unaufgeregt, aber kaum „herzflatternd“, so leger, wie sie das erzählt. Dabei teilte sie schon damals die Bretter, die die Welt bedeuten mit viel Prominenz: mit In-

grid Thurnher (!), mit der sie gemeinsam die Erzählerin im Musical „Joseph“ verkörperte, Thomas Forstner und Oliver Baier. Zur damals traditionellen, jährlichen „Gablitzer Show“ hatten sie ihre Eltern gebracht. „Mein Papa arbeitete bei IBM, Mama war Physiotherapeutin. Aber als Hobby war ihnen die Musik immer sehr wichtig.“ Seit unglaublichen 30 Jahren steht Caroline Vasicek nunmehr auf der Bühne. Lange seien ihre Eltern, die übrigens im Nachbarhaus wohnen, „die gesunde Bremse“ für eine künstlerische Karriere gewesen. Auch sie selbst hatte ein Medizinstudium nach der Matura angepeilt. Die Aufnahmeprüfung an der Peter Weck-Musicalschule inklusive einen Sommer lang Vorbereitung wollte sie zuvor noch wagen. „Da waren 400 Anmeldungen, nur drei wurden genommen – und plötzlich war ich dabei“, erzählt sie, als könnte sie ihr Glück noch immer nicht fassen. „Ich bin da so reingeschlittert. Ich war nicht verbissen; all das, was ich erleben und erreichen durfte, war wie ein Geschenk.“ Sie wird schnell zum Aushängeschild nicht nur der heimischen Musicalszene: Sie spielt „Elisabeth“, „Grease“ und „Jesus Christ Superstar“. Als die Schöne in der deutschsprachigen Uraufführung des

DAS KLAVIER. Ein Herzstück im Hause Vasicek-Pfeifer (im Interview mit V. Kery-Erdélyi)

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| wohnen terrichtet. Die jüngsten Talente dürfen auch schon Bühnenluft schnuppern: mit der gerade entstehenden Eigenproduktion „Schneewittchen“.

Die Familie auf der Bühne Wenngleich die zuvor unstillbare Sehnsucht nach dem Rampenlicht ein Stückchen neuer Missionen wich, die Liebe, selbst aufzutreten, ist ungebrochen. Selbst ein Unfall, „der wirklich ein Riesenschock war“, wie Caroline Vasicek-Pfeifer beschreibt, zwang sie nur temporär zur Stimmschonung. Beim Skifahren

Fotos: Emmerich Mädl, Shutterstock

Disney-Klassikers „The Beauty and the Beast“ gelingt ihr der große Durchbruch. „Ich wurde so gehypt, fühlte mich wie im Rausch: so glücklich und stark“, schwärmt sie. Neu ist aber auch der Umgang mit der Presse, mit der Tatsache, dass Kritiker nicht nur Rosen streuen. „Ich musste auch lernen zu schlucken.“ Ihrer Karriere tut dies keinen Abbruch; zu den Musicals gesellen sich schnell Filmrollen – unter anderem in Franz Antels legendärer „Bockerer“-Trilogie. Oft als eine der jüngsten im Team fühlt sie sich gut aufgenommen und aufgefangen durch routinierte Kollegen. „Ob es nun Heinz Zuber oder Viktor Gernot, Sascha Wussow oder Ida Krottendorf waren: Ich bekam so viel Unterstützung, da konnte überhaupt nichts schiefgehen.“

Das Mamasein Geboren wurde sie – ebenso wie ihr Bruder – als kleines medizinisches Wunder nach gar nicht selbstverständlichen Schwangerschaften. Der Wunsch, selbst Mama zu werden, war ihr stets heilig. Mit knapp über 30 war es so weit: Zunächst wurde Marvie, heute zehn Jahre alt, dann Ben, sechs Jahre, geboren. Freilich erleb(t)en auch die VasicekPfeifers klassische Elternsorgen, durchwachte Nächte und immer neue Herausforderungen für ihre Beziehung. Doch gleichsam öffnete dieses neue Leben auch neue kreative Pforten für die Musicaldarstellerin. So entstanden zwei CDs für Kinder („Ich träum‘ von einer Kinderwelt“ und „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt’“) sowie Programme, mit denen sie – gefördert durch das Land NÖ – durch die Kindergärten tourt. Auch ihr Gesangsunterricht begann zu florieren. Zwischen sieben und 65 Jahre alt sind ihre SchülerInnen, die sie an ihrem Flügel zuhause un-

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Fotos: Emmerich Mädl, Shutterstock

FAMILIENPLATZ. Der Favorit für Gesellschaftsspiele ist der geölte Esstisch: Caro Vasicek und Boris Pfeifer mit ihren Kindern Ben, 6, und Marvie, 10

FUNDSTÜCK. Vor vielen Jahren um 50 Schilling beim Trödler erstanden und ins Herz geschlossen: der Lieblingssessel

LICHTDURCHFLUTET. Das Badezimmer mit per Hand hergestellten Zementfliesen aus Portugal

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| wohnen im Vorjahr war eine Ader am Hals geplatzt. Doch bereits im Sommer darauf stand sie voller Elan im Schloss Weitra auf der Bühne – in „Eine verrückte Brautschau“, einer musikalischen Komödie von Peter Hofbauer, laut Eigenbeschreibung sehr frei nach Shakespeare. „Seit die Kinder da sind, überlege ich sehr gut, wo ich zusage. Sie sollen aber auch sehen, dass ihre Mutter einen Beruf hat, der ihr wichtig ist, den sie sehr gerne macht.“ Parallel zu all ihren Projekten entdeckte Caroline Vasicek auch eine völlig neue Facette an sich: das Komponieren. „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann: Wenn Boris abends auftrat, teilweise auch im Ausland, und die Kinder schliefen, begann ich zu komponieren, Liedtexte zu schreiben. Es sprudelte nur so aus mir heraus“, schwärmt sie. Hinter dem Programmtitel „Liebestrunken“ verbirgt sich eine Reihe von berührenden, aber auch humorvollen Chansons. Ein Album ist in Arbeit, Konzerttermine in Planung.

MUSICAL MAMIS Unmittelbar bevor steht allerdings ein Auftritt, bei dem voraussichtlich gleich drei aus der kreativen Familie auf der Bühne stehen werden: die „Musical Mamis 2016“. So wird Boris Pfeifer als Moderator durch die Benefizgala im Wiener Metropol führen, seine Frau und seine Tochter Marvie werden das Familienleben besingen. Und zwar in bester Gesellschaft: Mit dabei sind prominente KünstlerInnen wie Monika Ballwein, die Kernölamazonen, Marika Lichter sowie das Musicalpaar Marjan Shaki und Lukas Perman. Der Erlös geht an die Einrichtung „YoungMum“, die schwangere Teenager und junge Mütter professionell betreut. Viktória Kery-Erdélyi IN FOBOX

Musical Mamis 2016 Montag, 15. Februar, 20 Uhr Wiener Metropol, 1170 Wien, Hernalser Hauptstr. 55 Eintritt: € 30, Ticket-Hotline: 01/407 77 407.

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rap CAROLINE VASICEK-PFEIFER Das bringt mich zum Lachen … das Leben an sich Das bringt mich zum Weinen … das Leben an sich Der schönste Tag … die Geburt meiner Kinder, also zwei Tage Der beste Film … All You Need Is Love Das schönste Musical … Les Misérables Meine beste(n) Eigenschaft(en) … Ich versuche positiv zu denken und viel zu lachen Das nervt mich an mir ... meine Ungeduld Ich würde nie … bungeejumpen Das wünsche ich meinen Kindern … Zufriedenheit, Glückseligkeit Die Ehe ist …Teil einer abenteuerlichen Reise durch dieses Leben Der unvergesslichste Patzer … auf einem scheuenden Pferd geschrien zu haben

BORIS PFEIFER Das bringt mich zum Lachen … Michael Niavarani Das bringt mich zum Weinen … die Politik Der schönste Tag… mit meiner Familie zu Hause Der beste Film … City of Angels Das schönste Musical … Les Misérables Meine beste(n) Eigenschaft(en) … ökonomisch zu denken Das nervt mich an mir ... ökonomisch zu denken Ich würde nie … bungeejumpen Das wünsche ich meinen Kindern … ein so unbeschwertes Leben, wie wir es haben Die Ehe ist … ein Papier, Liebe kann unendlich sein Der unvergesslichste Patzer … in der Schülerfußballmannschaft allein vor dem großen Tor dem Tormann in die Hände geschossen zu haben

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Freizeit & Kultur „Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben.“ Oscar Wilde

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KUNSTSTOFF „Wo die Kunst zuhause ist“. Locations und ihre Bedeutung – ist das Thema der 21. Ausgabe des „kunstSTOFF“, der Zeitung der Kulturvernetzung NÖ. Nach den Sonderausgaben mit Porträts und den Frauen in der Kunst sind es diesmal die Orte, an denen Kunst und Kultur stattfinden. Freunde der Zeitschrift können „kunstSTOFF“ 3 x jährlich kostenlos im Abo beziehen oder als e-paper lesen: www.kulturvernetzung.at/kunststoff.

Foto: wIsabella Abel

Fotos: www.buehneimhof.at, Edith Held und Jan Wirdeier, Kulturvernetzung NÖ

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ie „Bühne im Hof“ zeigt sich 2016 im neuen Kleid und unter dem Motto „Wie bisher und Neues dazu!“ auch mit neuem Spirit. Von Jänner bis Juni erwartet die BesucherInnen ein Feuerwerk an Höhepunkten und (Noch-)Geheimtipps: ein abwechslungsreiches Kinderprogramm jeden ersten Sonntag im Monat, junge Hüpfer und alte Hasen des Kabaretts, feines Musikalisches und ganz besondere Kleinkunst-Juwelen.

SERVUS PETER – OH LÀ LÀ MIREILLE!

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rsli & Toni Pfister, zwei Drittel der beliebten Formation „Die Geschwister Pfister“ reisen im Februar 2016 auf einer kleinen Tournee durch Niederösterreich. Herzschmerz und großes Theater, prickelnd wie Champagner – das sind die Zutaten, mit denen sie in ihrer Show die Idole ihrer Jugend ehren: Peter Alexander und Mireille Mathieu. Die beiden Pfisters bitten zum fast schon aus der Mode gekommenen Format der „Conférence“ voller Musik und Unterhaltung. Vorstellungen: 12.02. um 19:30 Uhr Danubium in Tulln; 13.02. um 20 Uhr Brunos, Brunn am Gebirge; 14.02. um 19:30 Uhr, Bühne im Hof, St. Pölten Niederösterreicherin | 43

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Ein Niederösterreicher

in

Portugal

Fotos: Norbert Sternad

Joachim Hartl managt das Nobelhotel „Conrad“ in der Algarve. Eine Geschichte über seine Karriere vom Tellerwäscher, über den jüngsten Oberkellner Londons, bis zum Spitzenmanager im Hiltonkonzern.

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Fotos: Norbert Sternad

enn man durch die imposante Palmenallee zum Entree des Fünf-Sterne-Luxushotels Conrad in der Algarve in Portugal fährt, nimmt man wohl kaum an, dass der Generalmanager dieses Urlaubsparadieses ein Niederösterreicher ist. Er stammt aus Echsenbach im Waldviertel und ist ein Spross der größten Fertighausdynastie Österreichs, der Familie Hartl. Dass Joachim Hartl aber nicht im Management von Hartl-Haus landete, sondern in der Hotellerie, zeichnete sich schon in jungen Jahren ab. Die Liebe zum Umgang mit Menschen war dem heute 42-Jährigen in die Wiege gelegt worden, und so war es praktisch selbstverständlich, dass er die Hotelfachschule in Krems absolvierte. Bereits mit 17 Jahren war ihm klar: Mit spätestens 35 Jahren will er Generalmanager in einem Hotel sein. Nach der Schule zog es ihn sofort ins Ausland, zuerst nach Frank-

reich und dann nach London, wo er mit 25 Jahren im dortigen Claridges zum jüngsten Oberkellner der Hotelkette ernannt wurde. Es folgte die Beförderung zum Food- and BeverageManager im London Hilton on Park Lane und schießlich zum großen Sprung in das Hilton nach Athen. Dass dort im Jahr 2004 die Olympiade stattfand und das IOC Hauptquartier im Hilton eingerichtet wurde, war sicherlich nicht von Nachteil für den österreichischen Jungmanager. Denn da wurde man auf sein außergewöhnliches Organisationstalent aufmerksam. So lag die Betreuung von acht Königsfamilien in seiner Hand. Die Vorstände von Hilton beförderten Hartl daraufhin zum Direktor für Food and Beverage für Europa und Afrika. Im Speziellen war er für die Eröffnung und Planung von neuen Projekten der Hotelkette, die insgesamt 4.500 Hotels in Europa und Afrika umfasst, zuständig.

Das Fünf-Sterne-Luxusresort Conrad in der Algarve wird von einem Niederösterreicher als Generalmanager geleitet. Rund 250 Angestellte hören auf sein Kommando.

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Die Terrasse des Hotelrestaurants „Gusto“. Hier sorgt DreiSterne-Koch Heinz Beck für die kulinarische Linie.

Bis zu 5.500 Euro kostet eine Suite im Conrad.

Joachim und Ute Hartl, ein Powerpaar aus Niederösterreich Die Familie Hartl hat in der Algarve ein Stück Heimat gefunden.

Zum Glück gibt‘s eine Niederösterreicherin Neben dem beruflichen Erfolg war Hartl aber auch privat das Glück hold. Bereits in Österreich in der Höheren Bundeslehranstalt für Fremdenverkehrsberufe in Krems hatte er seine Frau Ute, eine Niederösterreicherin aus Eggenburg kennengelernt. Das erste der beiden Kinder, die heute sieben und zehn Jahre alt sind, wurde in Athen geboren. Was dann folgte, war die Erfüllung des Jugendtraumes: Mit 35 Jahren wurde Joachim Hartl zum Generalmanager des neuen Conrad-Hotels in der Algarve ernannt. Diese zur Hiltongruppe gehörende Marke steht für modernen Luxus und ist die am schnellsten wachsende Marke innerhalb des Konzerns.

Das Conrad, ein Hotel der Superlative Nur wenige Kilometer vom traumhaften naturbelassenen Strand gelegen, mitten im Naturschutzgebiet und umgeben von dutzenden Top-Golfplätzen, erfüllt das Hotel Urlaubsträume. Unter den 154 Zimmern und 20 Suiten bedarf die 300

Quadratmeter große Roof Garden Suite besonderer Erwähnung. Sie bietet dem Gast für wohlfeile 5.500 Euro pro Nacht eine fantastische Aussicht und einen eigenen Pool auf der Terrasse und natürlich Butlerservice. Für den entsprechenden Komfort im Conrad Algarve sorgen zudem eine riesige Spa-Anlage, beheizbare Indoor- und Outdoorpools, drei Restaurants und vier Bars. Gourmets zieht es besonders in das „Gusto“, wo der mit drei Michelin-Sternen dekorierte Koch Heinz Beck, ein gebürtiger Bayer, für eine hochklassige, mediterrane Küche sorgt. Da muss man schon einen Tisch Monate im Voraus reservieren, um in den Genuss der Beck‘schen Kochkunst zu kommen.

Ein zweites Stück Heimat Die Hartls haben sich mittlerweile – nach fünf Jahren – in Portugal eingewöhnt, und sie betrachten die Algarve als ein zweites Stück Heimat. „Die Portugiesen und die Österreicher sind sich in der Mentalität sehr ähnlich“, sagt Joachim Hartl. Die Kinder gehen hier in die Schule, während sich das Ehepaar im Conrad um die Gäste und um rund 250 Angestellte kümmert. Fast die Hälfte der Gäste kommt aus England, der Rest aus Portugal und der ganzen Welt. Darunter immer mehr Österreicher, für die 2016 die

Anreise noch bequemer wird, da Eurowings direkt ab Wien die Algarve anfliegen wird. Dass das Klima an der Algarve besonders angenehm ist, vergrößert den Wohlfühlfaktor. Immerhin beträgt die winterliche Durchschnittstemperatur angenehme 18 Grad. Die Familie Hartl wohnt in der Nähe des Hotels und nutzt natürlich auch die Möglichkeit, auf den besten Golfplätzen der Welt ihre Freizeit zu verbringen. So schaffte es Joachim Hartl, sein Golf-Handcap innerhalb von 18 Monaten auf 25 zu verbessern. Sollte aber doch das Heimweh zu groß werden, so jettet die Familie in das heimatliche Niederösterreich, wo der passionierte Jäger auf dem seit 120 Jahren familieneigenen Jagdgut seiner zweiten Leidenschaft nachgehen kann. Dies geschieht rund sechsmal im Jahr. Hartl schätzt das Arbeiten in einem Konzern wie dem Hilton. Die Weltoffenheit und die vielen Möglichkeiten haben in das Leben des Niederösterreichers eine neue Lebensqualität gebracht. Zudem locken den Spitzenmanager auch weitere Aufstiegschancen. So hat Hilton derzeit rund 1.500 Hotelprojekte auf der ganzen Welt in Planung. Da wird sich sicher eine interessante Herausforderung für Hartl finden, wenn er einmal der Algarve überdrüssig werden sollte. Hoteleröffnungen sind immerhin die Spezialität des sympathischen Niederösterreichers … Norbert Sternad Angelica Pral-Haidbauer

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Der Frauen-Check Flirtfaktor: Ein Wagen, der eindeutig in die Kategorie Familienauto fällt, wird nie der große Reißer werden – muss er aber auch gar nicht :-) Familienfreundlichkeit: Besonders das „MyKey“-System (im Text erklärt) lässt besorgte Mama-Herzen höherschlagen. Shoppingtauglichkeit: Gut! Wer mehr Platz braucht, der ordert den Grand C-Max, der 14 Zentimeter länger ist und über eine optionale dritte Sitzreihe verfügt. Das gefällt uns zum C-Max: die neue DS Dream von Certina um 395 Euro.

Der rundumerneuerte C-Max hat sich in unserem Testzeitraum als zuverlässiger Begleiter bewährt.

Der Familienfreund Außen moderner, innen aufgeräumt: Der Ford C-Max zeigt sich seit dem Sommer von seiner besten Seite. DATEN & FA K TEN

Ford C-Max 1,0 l EcoBoost, 125 PS/92 kW, Normverbrauch (Stadt & Land kombiniert): 5,1 l/100 km, Testverbrauch: 6,2 l/100 km; Testmodell: 30.738,11 Euro.

Foto: Oberösterreicherin

Den C-Max gibt es als Benziner mit 85, 100 oder 125 PS ab 19.450 Euro oder als Diesel-Modell mit 95, 105, 120, 150 oder 170 PS ab 22.550 Euro.

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er C-Max aus der umfangreichen Van-Familie von Ford wurde voriges Jahr rundumerneuert. Das neue Design mit dem mittlerweile typischen Kühlergrill im Aston-Martin-Look ist moderner und passt ihm ausgezeichnet. Bieder war gestern! Im Innenraum haben die Ingenieure aufgeräumt: Viele Funktionen werden jetzt über einen Touchscreen gesteuert. Die

Folge: Deutlich weniger Knopferl und Schalter sorgen für Übersicht, sodass sich die Fahrerin auf Anhieb gut zurechtfindet. In unserem Testwagen verrichtet ein 125 PS starker EcoBoost-Motor leise, ordentlich und zuverlässig sein Werk. Durch die verbesserte Dämmung ist die Geräuschkulisse beim Fahren äußerst angenehm. Als Mama ist mir die Sicherheit in einem Wagen immer besonders wichtig. Auch hier kann der C-Max punkten: Viele Assistenzsysteme wurden verbessert. Etwa das automatische Bremssystem, das Auffahrunfälle bis zu einem Tempo von 180 km/h verhindern soll. Oder die Notbremsfunktion, die jetzt bis 50 km/h statt bisher bis 30 km/h reagiert und im Notfall völlig selbstständig eine Vollbremsung einleitet. Einziger Wermutstropfen: Die meisten dieser Helferleins sind nur gegen Aufpreis erhältlich. Für mich ist es dennoch eine lohnende Investition. Si-

cher ist sicher – auch wenn es die Familienkasse schmälert! Apropos Familie: Kommen die Kinder in das Alter von L17 & Co., werden die Eltern mit dem „MyKey“-System ihre Freude haben (der Nachwuchs eher weniger). Damit kann der Zusatzschlüssel nämlich so programmiert werden, dass die Fahranfänger bestimmte Funktionen des Wagens nicht oder nur eingeschränkt nützen können. Zum Beispiel lässt sich eine Höchstgeschwindigkeit einstellen, die nicht überschritten wird, oder eine maximale Lautstärke des Audio-Systems. Es verstummt sogar ganz, wenn einer der Mitfahrer seinen Sicherheitsgurt nicht angelegt hat. Zudem ist es nicht möglich, Sicherheits-Assistenz-Systeme, wie das ESP oder die elektronische Traktionskontrolle, zu deaktivieren. Da freut sich das besorgte Mama-Herz! Nicole Madlmayr Niederösterreicherin | 47

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| gesellschaft

Vereint für die Flüchtlinge United Hearts in Krems: Mehr als 500 Gäste beim Benefizfestival der drei Hochschulen – mit Piccanto, Empty Flags und vielen anderen bei waren unter anderem „Piccanto“, die Stürmer der ORF-Show „Die große Chance“ sowie die jungen Durchstarter „Empty Flags“. Drei Hochschulen in Krems zogen dabei an einem Strang: die IMC Fachhochschule Krems, die DonauUniversität Krems sowie die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften stellten das Konzert auf die Beine. Das Motto: „We are all hu-

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mans of Krems“. Die freiwilligen Spenden kommen dem Verein „Impulse“, der Koordinationsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe zugute. „Ein Dach über dem Kopf ist erst der Beginn eines neuen Lebens, das von vielen helfenden Händen gestützt werden muss. Ohne Vorurteile, mit offenen, gemeinsamen Herzen – United Hearts“, betonten die Konzertinitiatoren.

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8 1 Das zauberhafte Logo für Initiative und Festival kreierte die Schülerin Hannah Ammesreiter. 2 Campus Chor Choryphäen 3 Künstlerinnen und Therapeutinnen von der IMC FH Krems, Studiengang Musiktherapie: Anna Kristina Stekl, Barbara Koppensteiner und Milena Wendt (v.l.) 4 Judith Bauer, Leiterin Eventmanagement der Donau-Universität Krems,

9 im Gespräch mit dem engagierten Unternehmer Matthias Heimberger 5 Carina Ratzer vom Marketingteam der IMC FH Krems 6 Tina Weiss, stellvertretende Marketingleiterin der IMC FH Krems (l.) und Manuela Leoni, Geschäftsführerin des Vereins „Impulse“ 7 In der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander: Flüchtlingsfamilie beim

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10 Benefizevent 8 Durchstarter aus Neudörfl: „Empty Flags“ 9 Katharina Zwickl vom Marketingteam der IMC FH Krems, Logo-Designerin Hannah Ammesreiter, Petra Frings vom Marketingteam der IMC FH Krems, Eva Maria Gruber, Leiterin Kommunikation, PR und Marketing der Karl Landsteiner Privatuniversität (v. l.) 10 Gelebtes Festivalmotto: „United Hearts“

Foto: Andrea Reischer, Joachim Schulze

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lüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak leben seit Kurzem auch in Krems. Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung flüchteten und auf ein Leben in Frieden hoffen. Als Zeichen der Solidarität und um die Arbeit der HelferInnen zu unterstützen, stieg noch vor dem Jahreswechsel das große Benefizfestival „United Hearts“. Mit da-

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entgeltiche Einschaltung

Foto: Herbert Stoschek

Noch sind diese beiden Tigerbrüder namenlos. Namensgeber sind gesucht und willkommen.

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Junge Tiger im Tierpark beobachten

m Herbst des vergangenen Jahres wurde die neue Tigeranlage feierlich eröffnet und bedauernswerterweise starb wenige Wochen später die Tigerin an Herzversagen. Der Tod seiner Artgenossin machte den verbliebenen Tiger, der den Namen „Ivan Egi“ führt, sichtlich traurig. „Man möge es nicht für möglich halten, doch war dem Tiger dies anzusehen“, wie die Tierpfleger es täglich miterleben mussten. Mit großem Engagement versuchte der zoologische Leiter Dr. med. vet. Karl Auinger, in anderen Zoos und Tierparks Tiger für den Haager Tierpark

zu finden. Glücklicherweise wurden vor rund einem Dreivierteljahr im deutschen Naturtierpark Ströhen zwei Tigerbuben geboren, die vor wenigen Wochen nach Haag übersiedelt wurden. Die jungen Tiger brauchten eine geraume Zeit, um ihre neue Umgebung kennenzulernen und die entsprechenden Markierungen anzubringen, die für den Lebensraum dieser Raubkatzen enorm wichtig sind. Jetzt ist es enorm spannend, die Tiere in der abwechslungsreich gestaltenen Tigeranlage zu beobachten. Die beiden Tiger sind noch namenlos. Wenn Sie Inte-

resse haben, den Tierpark zu unterstützen und einem der Tiger einen Namen geben wollen, wenden Sie sich an tierpark@ haag.gv.at.

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| freizeit & kultur

„Die perfekte

,WORKING MOM’ ist ein Mythos“

Daniela Wandl ist neue künstlerische Leiterin der „Bühne im Hof“ in St. Pölten. Wir sprachen mit einer sehr enthusiastischen, ehrlichen und experimentierfreudigen Intendantin und Mama.

St. Pölten, Donnerstag, 10 Uhr: Die Feiertage sind vorbei, für Daniela Wandl startet nach ihrem Urlaub nicht nur ein neues Jahr. Die Mailbox geht über, es stapeln sich die Anfragen und dennoch lässt die frischgebackene künstlerische Leiterin der „Bühne im Hof“ keinen Funken Stress im Interview aufkommen. Sie schweift aber auch nie ab, bleibt stets präzise. Und es wird Antwort für Antwort klar, dass Daniela Wandl nicht für sich Werbung macht, sondern vielmehr ein Liebesgeständnis für ein Kulturinstitut formuliert, an dem sie mit Leib und Seele hängt: „Für mich ist mit dieser Position ein Traum in Erfüllung gegangen.“ Warum gerade die „Bühne im Hof“ (BIH)? Ich bin in St. Pölten zur Schule gegangen und fand die „Bühne im Hof“ seit ihrer Gründung spannend. Sie hat mit rund 400 Sitzplätzen eine ideale Größe, um Kleinkunst in ihrem Facettenreichtum zu präsentieren. Hier das künstlerische

Programm zu gestalten, ist echt cool! Ich fühle mich angekommen. Mimi Wunderer leitete mehr als 25 Jahre die BIH. Wie war die Übergabe? Dieses Haus hat mit und dank Mimi Wunderer sehr viele Sternstunden erlebt. Sie ist nun in Pension und ich arbeite seit einem halben Jahre am neuen Programm. Ich werde nicht alles umdrehen; aber es wird neue Dinge geben, es geht um eine Weiterentwicklung. Neben Vitasek, Düringer und Co. werden auch Newcomer auftreten. Das birgt mehr Risiko, das Haus vollzukriegen. Warum die Wagnis gleich im ersten Jahr? Eine etablierte Bühne hat auch die Aufgabe, jungen Künstlern eine Plattform zu bieten. Gerade in der Kleinkunst haben wir viele neue, talentierte Leute. Es ist ein Experiment und ich hoffe sehr, dass es vom Publikum angenommen wird. Es wäre doch fantastisch, wenn es später

über prominente Leute hieße: „Ich habe sie in der Bühne im Hof schon gesehen, als sie noch unbekannt waren.“ Wie finden Sie diese Talente? Ich lese viel, versuche möglichst viel anzuschauen und tausche mich viel aus. Und wenn ein Niavarani ein sehr gutes Feedback über einen Otto Jaus gibt, dann hat das schon etwas zu bedeuten. Der Vorverkauf für Otto Jaus lief prima, wir haben nur noch Restkarten. Unter dem Motto „Jung & Saugut“ werden auch andere Bereiche abgedeckt; beispielsweise Musik – etwa mit den genialen „Marina & the Kats“. Die BIH förderte stets den Dialog zwischen den Kulturen. Wird diese Schiene fortbestehen? Das bleibt ein Schwerpunkt. Zwei Programme sind fixiert: Am 28. Jänner sind der Asylrechtsberater Daniel Zipfel mit seinem ersten Roman „Eine Handvoll Rosinen“ sowie ORF-Korrespondentin

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DAS HAUS. Die „Bühne im Hof“ in St. Pölten

VOLLER VORFREUDE. Daniela Wandl fühlt sich in der „Bühne im Hof“ angekommen. Das Rampenlicht widmet sie der Kleinkunst in allen Formen, die Bühne reserviert sie für namhafte KünstlerInnen und für talentierte Newcomer.

Fotos: Florian Schulte, Antonia Renner, Bühne im Hof

Mathilde Schwabeneder zu Gast. Mitte April führen wir mit „MoZuluArt“ einen musikalischen Dialog – mit afrikanischer und klassischer Musik. Sie möchten den Fokus auch auf die Jüngsten richten. In welcher Form? Ich gehe mit meiner Tochter Emma – sie ist acht Jahre alt – für mein Leben gern ins Theater. Es gibt in St. Pölten tolle Produktionen, wie etwa die des Landestheaters, die immer schnell ausverkauft sind. Ich finde, dass da noch mehr geht. Also werden wir jeden ersten Sonntag im Monat für Kinder Kleinkunst in gemischten Formen, etwa mit Clownerie und Musik, haben. Montags bieten wir diese Programme dann Schulen und Kindergärten an. Zudem bringen wir „Boys Awakening“ für Jugendliche, eine viel gelobte Koproduktion von Dschungel Wien und Theater Foxfire. Wie lassen sich Ihre Position und das Mamasein vereinbaren? Wir lassen es auf uns zukommen (lacht)! Die „working mom“, die alles perfekt

BIG BAND IM MINIFORMAT. „Marina & the Kats“ swingen am 22. April in der BIH.

schupft, ist ein Mythos. Als ich die Zusage bekam, habe ich mich unbeschreiblich gefreut. Dann haben mein Mann und ich zwei Nächte fast durchgeredet, ob und wie wir das schaffen. Emmas Oma, mein Mann und ich werden uns die Nachmittage aufteilen. Und ich setze mich, wenn es nötig ist, abends noch einmal an die Arbeit bzw. werde ich abends auf Veranstaltungen sein. Wichtig ist: Mir macht dieser Job so großen Spaß, dass ich auch gut drauf bin, wenn ich heimkomme.

mutigt und ich bekam ein Stipendium vom Wissenschaftsministerium. So durfte ich ein halbes Jahr in Rio verbringen. Ich betrieb Feldforschung, arbeitete mit den Straßenkindern, mit den Menschen in den Favelas. Eine unvergessliche Zeit! Ich habe Rio de Janeiro ins Herz geschlossen … Programm unter: www.buehneimhof.at

Sie haben mit dem fantastischen Theatermacher Augusto Boal in Brasilien gearbeitet. Wie kam es dazu? Das war großartig! Ich habe ihn bei einem Workshop in Südtirol kennengelernt. Dort hat er von seinem „Legislativen Theater“ erzählt, das auf seinem „Theater der Unterdrückten“ basierte (Formen des politischen Theaters, die konkret auf reale Veränderungen abzielen, Anm.). Ich war gefesselt – und ohnehin gerade auf der Suche nach einem Thema für meine Diplomarbeit. Mein Professor Ulf Bierbaumer hat mich er-

Daniela Wandl wurde 1968 in Bad Ischl, OÖ, geboren. Bis 2014 leitete sie das „St. Pöltener Höfefest“ und war seit 1985 federführendes Mitglied der Initiative „Theater Perpetuum“. Zuletzt arbeitete sie bei der NiederösterreichWerbung sowie beim NÖ Donaufestival. Das Studium der Theaterwissenschaft schloss sie mit ausgezeichnetem Erfolg ab (Diplomarbeit: „Com Coragem de ser feliz. Das Teatro Legislativo des Augusto Boal“, Daniela Panfy). Sie ist verheiratet, Mama einer achtjährigen Tochter und lebt in Obergrafendorf.

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HOCHZEITSFOTOS ERINNERUNGEN AN EINE HOFFNUNGSVOLLE ZUKUNFT

Foto: Hörmandinger Maria

Und noch etwas: Diese feierlichen Augenblicke in der Kirche und am Standesamt – lassen Sie sich diese Highlights nicht durch dutzende Fotografierende stören. Es genügt Ihr Profi-Fotograf, der diskret und unauffällig Ihre wichtigen Momente festhält (ohne dass ihm jemand gerade ins Bild rutscht).

Foto: Lechner Gerald

Die Entscheidung, einen Berufsfotografen mit der wichtigen Dokumentation zu beauftragen, ist leicht gefällt – nur durch seine Erfahrung gibt es auch die Sicherheit, dass die Aufnahmen einen entsprechenden Erinnerungswert haben werden. Seine Ausbildung und sein Equipment geben ihm die Möglichkeit, Ideen umzusetzen, deren Kreativität oftmals Staunen macht.

entgeltiche Einschaltung

Foto: Müllegger Michael

Es handelt sich um einen der schönsten und wichtigsten Tage im Leben eines Menschen. Da spart man nicht am Fotografen. Da ist es wichtig, viele Einzelheiten festzuhalten, für Jahrzehnte der Erinnerungen. Natürlich sollen Gäste auch fotografieren. Aber lassen Sie Gäste einfach Gäste sein. Der Fotograf arbeitet in Ihrem Auftrag, Sie wissen, die wichtigs-

Foto: Sanz Philip

Stimmungen und Emotionen richtig einzufangen, Studiobilder zu kreieren, die ihresgleichen suchen, diskrete und doch geschmackvolle Bilder aufzunehmen, dazu gehört mehr, als nur den Kamerauslöser zu betätigen.

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Foto: Schörg Christian

Vielerlei Vorbereitungen müssen getroffen werden, angefangen vom Brautkleid über Saalmiete, Verköstigung, Einladungen, Bereitstellung der Unterkünfte, der Fahrzeuge (Hochzeitskutsche?) bis hin zum professionellen Fotografen muss vieles bedacht, gekauft und organisiert werden.

ten Erinnerungen werden in guten Händen sein.

Foto: Schober Silvia

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er Entschluss, mit einem Partner zusammenleben zu wollen, ja mit ihm sogar den Bund der Ehe einzugehen, gehört wohl zu den wichtigsten Schritten im Leben eines jeden Menschen. Der Hochzeitstag wird dementsprechend auch als einmalige Sternstunde gefeiert.


Tipps von der Landesinnung für Berufsfotografen Niederösterreich

Foto: Bösendorfer Michael

Foto: Hörmandinger Maria

Wie und wo? - Ein naheliegender erster Schritt, um den „richtigen“ Hochzeitsfotografen zu finden, wird wohl zum „bewährten Profi am Platz“ sein, - Oder aber hat man sich beim Durchblättern von Hochzeitsalben von Freunden schon entschlossen, auch diesen Fotografen auszuwählen, - und darüber hinaus: Heutzutage gibt einem das Internet noch eine fantastische Möglichkeit zu sehen, ob die Art der Fotografie des jeweiligen Ateliers Ihren Vorstellungen entspricht Wann? Fixieren Sie so schnell als möglich die Aufnahmetermine bei dem Berufsfotografen Ihrer Wahl, denken Sie bitte daran, dass Ihre Hochzeit vermutlich nicht die einzige an diesem einen Tag ist. Professionelles Angebot? Ein persönliches Gespräch mit Ihrem Hochzeitsfotografen ist unbedingt notwendig, Sie haben gewisse Vorstellungen und der Fotograf hat möglicherweise Vorschläge, von denen Sie nicht einmal zu träumen wagten.

Foto: Lechner Gerald

Die Angebote sind vielfältig und gehören genau – so wie der Ablauf der Hochzeit – besprochen: Wollen Sie eine Reportage und durch den ganzen wunderbaren Tag fotografisch begleitet werden? Genügen Ihnen die Bilder vom Standesamt, oder möchten Sie doch diese exquisiten Studioaufnahmen, später ein ganzes Album? Outdoor-Aufnahmen?

Foto: Schörg Christian

Foto: Müllegger Michael

DER HOCHZEITSFOTOGRAF – DEN RICHTIGEN FINDEN !

Vielleicht finden Sie im vorgelegten Hochzeitsfotoalbum ein paar Einstellungen, die sie UNBEDINGT haben wollen – zum Beispiel für ein hübsches privates Poster im Schlafzimmer? Überlegen Sie bitte, möglicherweise brauchen Sie Bilder nicht nur für Ihre Erinnerung, viele Verwandte und Bekannte möchten auch noch bedacht werden. Kosten? - Mit einem Betrag von 500,- Euro sind Sie schon dabei, dafür gibt es beispielsweise eine Studioserie, nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt, eine umfassende Reportage, Außenaufnahmen, das „JAWORT“, der Ring-Wechsel, das Anschneiden der Hochzeitstorte, der erste Tanz, die Braut-Entführung – alles ist möglich, fotografisch gesehen. Nein, es ist nicht wirklich teuer Ein Berufsfotograf bietet Ihnen die Sicherheit der gelungenen Aufnahmen, er verbringt eine Menge Zeit bei der notwendigen Nachbearbeitung der Bilder, bei der Vorbereitung der Präsentation, ob das nun Alben sind oder Einrahmungen. Er hat die Last der Steuern, Sozialabgaben und Mieten zu tragen; sein fotografisches Equipment alleine kostet so viel wie ein Neuwagen. Vergessen Sie nicht: Sie bekommen ausgezeichnete professionelle Arbeit für Ihr gutes Geld! Niederösterreicherin | 53

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Weltfremd? Mit dem Buch „Weltfremd?“ und seinem gleichnamigen neuen Programm fasst Roland Düringer fünf Jahre Vortragsarbeit zusammen. Herausgekommen ist ein 400 Seiten dicker Mutmacher und Wachrüttler.

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W

BUCHTIPP:

issen Sie, was ich am 8. Dezember 2015 gemacht habe? Nein, ich war nicht shoppen. Ich habe mich mit Roland Düringer in St. Florian getroffen, wo die Oberösterreich-Vorpremiere seines neuen Programmes „Weltfremd?“ über die Bühne gegangen ist. Im Interview hat mir der Kabarettist und Schauspieler Einblicke in seinen sanften Ausstieg aus dem System gegeben und mich zum Denken angeregt. Genauso wie sein neues Buch, das ebenso den Titel „Weltfremd?“ trägt und das der 52-jährige Philosoph von der ersten bis zur letzten Zeile selbst geschrieben hat.

Fotos: Lukas Beck

Sie haben vor drei Jahren einen Selbstversuch gestartet und so gut wie möglich auf Dinge wie Auto, Handy und Einkaufen im Supermarkt verzichtet. Was hat sich seither verändert? Eigentlich nichts. Ich wollte einfach ausprobieren, was passiert, wenn man Dinge, auf die die meisten Menschen angewiesen sind, einfach weglässt. Dort, wo es sinnvoll ist, kann man ja auf diese allgemein gültigen Werkzeuge zurückgreifen. Man muss sich allerdings immer die Frage stellen: Wann dient das Werkzeug mir und wann diene ich dem Werkzeug. Man muss herausfinden, wo der Punkt ist, wo es kippt? Vom Benzinbruder zum Systemkritiker: Führen Sie heute ein „gutes“ Leben? Ich führe immer ein gutes Leben. Auch vor 20 Jahren habe ich ein gutes Leben geführt. Damals war es halt für mich ein gutes Leben, wenn 600.000 Besucher einen Kinofilm mit mir gesehen haben oder wenn ich die Wiener Stadthalle zweimal füllen konnte. Aber irgendwann sagt dir dein Körper: „He Moment, so ist das nicht!“ Und mir ist es nicht mehr gut gegangen dabei. Daher musste ich mir etwas anderes überlegen.

NÖ-Premiere Roland Düringer – WELTFREMD? 10. Februar 2016, 19.30 Uhr Bühne im Hof, St. Pölten Auftrittstermine unter: www.dueringer.at

Fotos: Jeff Mangione

Herr Düringer, wie sind Sie nach Sankt Florian angereist? Heute mit dem Auto und zwar deswegen, weil die Feiertagsverbindungen in Österreich sehr schlecht sind. Es wäre eine Weltreise gewesen, daher bin ich mit dem Auto gefahren.

Mit „Weltfremd?“ fasst der Roland Düringer fünf Jahre Vortragsarbeit zusammen, ergänzt, erweitert, bringt komplexe Zusammenhänge auf den Punkt. Er fordert zu kritischem Denken und Selbstreflexion heraus und sucht dabei stets den Dialog mit den Lesern. edition a, ISBN: 978-3990011362, Preis: € 21,90

Entspanntes In

War es schwierig, plötzlich zu verzichten? Das habe ich nicht so empfunden. Ich hatte zwar Dinge wie Autos, Handy und so weiter irrsinnig gerne, aber ich wollte die Erfahrung machen, wie ist es, wenn es diese Dinge nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt gibt. Wenn es notwendig ist, benutze ich ein Handy oder fahre mit dem Auto. Aber ich kaufe in keinem Supermarkt mehr ein. Das ist etwas, was ich bis heute beibehalten habe. Da muss man dann plötzlich überlegen, wo man seine Lebensmittel herbekommt und man sucht Alternativwege. Welche Wege haben Sie gefunden? Ich bin größtenteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß unterwegs. Der Vorteil dabei ist, dass man die Umgebung und Ortschaften ganz anders wahrnimmt als ein Autofahrer. Was die Lebensmittel betrifft, so habe ich schon vor meinem Selbstversuch Gemüse im Garten angebaut. Bei den anderen Lebensmitteln muss

terview im A

lten Kino in St

. Florian

man sich halt informieren, wo was verkauft wird. Es gibt Bauernläden und mittlerweile habe ich auch den Jagdschein gemacht und halte Schweine. Ist das nicht ein extremer Zeitaufwand? Natürlich, der bequemere Weg ist, ins Auto zu steigen, zum Billa zu fahren, bei der Kassa die Vorteilscard reinzustecken und so weiter. Aber wenn man im Supermarkt ein Semmerl kauft, dann zahlt man 30 Prozent Zinsen ans Bankensystem und unterstützt damit genau jenes System, das die meisten Menschen in die Arbeitssklaverei treibt. Weil sie arbeiten müssen, um Zinsen zu bezahlen. Nicht nur, wenn sie selber Schulden gemacht haben, sondern weil in jedem Produkt die Schulden bereits drinnen sind. Will ich das unterstützen, gehe ich in den Supermarkt. Wenn nicht, dann kümmere mich gerne um die Pflanzerl. Da weiß ich, wofür ich das mache.

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In Ihrem Buch schreiben Sie auch über Erziehung. Sie haben eine Tochter im Teenageralter. Hat sie einen Fernseher und ein Handy? Ja sicher, denn alles andere wäre ja ein Diktat. Es kann jeder machen, was er will, solange er niemand anderem damit schadet. Schlimm ist für mich dieser Einheitsbrei, denn dann kann man mit der Einheitsbreimasse machen, was man will. Da gibt es auch keinen Widerstand mehr, weil es eh jedem wurscht ist. Würden Sie sich als Philosoph bezeichnen? Ich habe in meinem Freundeskreis Philosophen, und die sagen, Philosophie ist nichts anderes, als über das Leben nachzudenken und sich auszutauschen. Geht es nach dieser Definition, dann bin ich ein Philosoph. Ein Teil meines Berufes ist es, Menschen zu beobachten, zu verstehen und Fragen zu stellen. Wenn man an den Punkt kommt, wo man über das Denken nachdenkt, befindet man sich in einer Sackgasse. Und an diesem Punkt sind wir. Darum sehnen sich die Menschen danach, Erfahrungen im Leben zu machen oder Momente zu erleben, wo das Denken kurz aussetzt. Das kann man sich über Mediation holen. Das ist aber eine schwere Übung. Es passiert aber auch manchmal durch ein Ereignis oder bei einem Orgasmus. Wenn man zum Beispiel in den Süden fährt und nach einer langen Fahrt das erste Mal das Meer sieht, dann

„WIR DENKEN UND BEWERTEN ZU VIEL.“

wird es plötzlich ruhig im Auto. Solche Momente sind überall, man muss nur genau hinschauen. Das Problem ist, wir denken und bewerten zu viel. Wie sehen Sie die Zukunft? Es gibt nur jetzt. Ich kann mir zwar Gedanken über die Zukunft machen, aber es wird anders sein als jetzt. Was man allerdings bereits merkt, ist, dass es für alle Menschen immer enger wird. Die Räume werden enger, wir werden mehr überwacht und wir müssen mehr arbeiten, um uns alles leisten zu können. Irgendwann wird eine gewisse Gruppe sagen: „Jetzt geht es nicht mehr, wir müssen was unternehmen“. Irgendwann bricht die Illusion zusammen und dann ist es vorbei. Was heißt „vorbei“? Werden wir anders leben? Sicher sogar. Das, was ich freiwillig mache, werden dann viele machen müssen. Die Versorgung vom System wird höchstwahrscheinlich wegbrechen. Ob es die Energieversorgung ist, die Lebensmittelversorgung, was auch immer. In den nächsten Jahrzehnten werden sich struk-

Fotos: Lukas Beck

Ihr Buch und Ihr neues Programm tragen den Titel „Weltfremd?“. Warum haben Sie sich für diesen Titel entschieden? Den Titel habe ich deswegen verwendet, weil mich viele Menschen ansprechen und meinen: „Ein bisschen weltfremd ist das schon, was Sie machen.“ Da habe ich mich gefragt, was bedeutet „weltfremd“ eigentlich? Die Menschen können aber nicht die Welt allgemein meinen, ich nehme ja die Welt nur aus meiner Sicht wahr. Ein anderer wiederum aus seiner Sicht. Und das, was ich sehe, verteidige ich. Wir verteidigen praktisch jeder seine eigene Sichtweise.

turelle Dinge verändern. Aber wie oder wann, das weiß ich nicht. Ob es sozialen Unfrieden geben wird, Bürgerkrieg oder ob es global krachen wird – der dritte Weltkrieg ist ja womöglich schon in Gang –, das kann ich nicht sagen. Sie sind mit einem großen Talent gesegnet. Was möchten Sie den Menschen vermitteln? Ich habe das Talent, dass ich vor vielen Menschen reden kann und sie mir zuhören. Und wenn man ein Talent hat, dann hat man die Verpflichtung, daraus etwas Sinnvolles zu machen. Ich verstehe das, was ich jetzt mache, als Dienst an der Gesellschaft. Auch wenn es ein minimaler Dienst ist und auch wenn die Menschen, die in meine Vorstellungen kommen, nicht glücklich sind, wenn sie rausgehen. Trotzdem haben sie es gehört. Das hat noch nichts bewirkt. Wenn sie aber eine Woche später etwas Ähnliches in einem Buch oder im Internet lesen, dann fängt das irgendwann zu greifen an. Und wenn diese Menschen dann umdenken, haben wir schon gewonnen. Ulli Wright

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Geniale Ursula Marlene „Wachau in Echtzeit“ war sechsmal ausverkauft. Ursula Strauss erntete alias Marlene Dietrich tosenden Applaus – und bleibt auch 2016 künstlerische Leiterin. Heimatverliebt und mit viel Herzblut.

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5 1 Fantastisches Ambiente: Klangraum Krems Minoritenkirche 2 Ursula Strauss glänzte als Sängerin. Im Hintergrund: musikalischer Allrounder Klemens Bittmann 3 Die Mimin mit Matthias Bartolomey 4 „Sag mir, wo die Blumen sind“ – Strauss verknüpfte unvergessliche Lieder mit mal berührenden, mal pointierten Auszügen aus der Biografie von Marlene Dietrichs Tochter (Maria Riva, „Meine Mutter

BartolomeyBittmann die große Marlene in all ihren Facetten zu zeigen: als eine unsichere, von Zweifeln und emotionalen Wirrungen heimgesuchte Frau ebenso wie als einen umjubelten Weltstar mitsamt seinen Affären. Tosenden Applaus und Standing Ovations gab es es für „Marlene – Schräg! Eine Diva im Frack!“. Der krönende Abschluss für das Festival „Wachau in Echt-

zeit“, für dessen künstlerische Leitung Ursula Strauss verantwortlich zeichnet. Sie hatte für zwölf Programmpunkte viele bekannte KünstlerkollegInnen in ihre geliebte Wachau gelockt. Die Hälfte der Veranstaltungen war restlos ausverkauft, weitere sechs zu 90 Prozent. Ursula Strauss wird dem Festival auch 2016 die Treue halten.

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6 Marlene“) 5 Bei edlen Tropfen aus NÖ wurde im Anschluss an den Marlene-Abend noch lange geplaudert. 6 Begeisterte BesucherInnen baten um persönliche Widmung – für die neu erworbene CD „Neubau“ von BartolomeyBittmann (im Bild: Klemens Bittmann) 7 Irene Weiderbauer (2.v.l.), Walter Schneck, Hannelore Schneck, Andreas Niederer, Lena Weiderbauer, Heidegund

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Niederer, Emmerich Weiderbauer (v.l.) und Gäste 8 Landesrat Karl Wilfing, Elisabeth Weigand, Geschäftsführerin Wachau Kultur Melk, Landtagsabgeordneter Emmerich Weiderbauer, Künstlerische Leiterin Ursula Strauss, Musiker Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann sowie Alexander Hauer, Künstlerischer Koordinator (v.l.)

Foto:Daniela Matejschek

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eine einzige Sekunde wanderten die Gedanken woanders hin. „Ich singe nun auch“, sagte die wunderbare Ursula Strauss im Vorfeld. „Ich pfeif‘ mir da nix mehr.“ Und sie pfiff sich nix. Maximal wie die Dietrich auf Konventionen. Der großartigen Mimin gelingt es kürzlich, im Klangraum Krems Minoritenkirche mit dem kongenialen Musikerduo

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Fotos: Martin Parzer

Waterloo, Robert o Blanco produzent Martin und MusikSeimen

DA STIMMT DIE CHEMIE: Waterloo und Roberto Blanco bei den Aufnahmen

„Brauner Bär & Weiße Taube“ Roberto Blanco und Waterloo starten mit einer Coverversion des Songs „Running Bear“ von Johnny Preston voll durch.

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m planetm-Studio von Musikproduzent Martin Seimen in Traun war Mitte Jänner im wahrsten Sinn des Wortes der Bär los. Mit Roberto Blanco und Waterloo trafen sich dort zwei echte Schlagergrößen und nahmen gemeinsam den Song „Brauner Bär und Weiße Taube“ auf. Das Lied ist eine Partykracher-Coverversion des 1959 veröffentlichten Songs „Running Bear“ von Johnny Preston. Für die Version mit Roberto Blanco und Waterloo haben Martin Seimen und Profimusiker Gery Moder einen neuen Text kreiert.

hatte ich auf der A9 die Idee zum Song „Brauner Bär & Weiße Taube“ mit Roberto Blanco und Waterloo. Das würde perfekt passen, noch dazu hat Waterloo seit Längerem als besonderes Markenzeichen eine weiße Strähne im Haar“, erzählt Seimen. Roberto Blanco war sofort live dabei: „Ich kenne den Hansi alias Waterloo schon seit Ewigkeiten, da wir uns des Öfteren bei Fernsehauftritten getroffen haben“, so Roberto Blanco, der seit Kurzem mit seiner Frau Luzandra einen Wohnsitz in Mondsee hat.

Idee zum Song auf der Autobahn Die Idee zu einem gemeinsamen Song hatte Martin Seimen vergangenen Sommer am Weg nach Bad Radkersburg, wo bei der Jubiläumsparty des Vitalhotels Stars wie Jürgen Drews, Waterloo, Jazz Gitti, Greg Bannis oder die Band Steirerbluat für Stimmung sorgten. „Als ich erfuhr, dass auch Roberto Blanco vor Ort sein würde,

Gute Gene Beim Einsingen des Songs gaben die beiden Altmeister der Schlagermusik ihr Bestes. Kaum zu glauben, dass Waterloo erst vor Kurzem seinen 70er gefeiert hat und Roberto Blanco mittlerweile 78 Lenze zählt. „Ich esse gerne gut, trinke mäßig und nicht regelmäßig, rauche nicht und spiele mit Leidenschaft Tennis – alles Wei-

tere sind gute Gene, mit denen mich der Liebe Gott gesegnet hat“, verrät Roberto Blanco seinen jugendlichen Elan. „Ich werde den Song nun Sony in München und Universal in Wien anbieten. Weiters werden wir noch ein Video produzieren. Läuft alles nach Plan, soll der Partykracher ‚Brauner Bär und Weiße Taube’ noch vor Sommer dieses Jahres auf den Markt kommen“, erklärt Seimen. Meet & Greet: Ulli Wright und Anja Strobl-Gubo von der Oberösterreicherin mit den Schlagergrößen

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Genuss „Geselliges Vergnügen, muntres Gespräch muss einem Festmahl die Würze geben.“ William Shakespaere

Monika Rosenfellner

Michael Kolm, Top-Wirt 2015

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Ein Fest der Wirte

Fotos: Rita Newman, Rosenfellner Mühle, KISSA

ie Wirtinnen und Wirte der Niederösterreichischen Wirtshauskultur bieten ihren Gästen seit über 20 Jahren kulinarisch höchst anspruchsvolle Sinnesreisen. Im Rahmen der Gala-Veranstaltung „Ein Fest für die Wirte“ werden in der ehe-

maligen Reitschule von Schloss Grafenegg die Besten des Landes für ihre kulinarischen Verdienste prämiert. Die Nominierten stehen fest – die Spannung steigt. Die Kochelite fiebert der Wahl zum „Top-Wirt des Jahres“ entgegen.

TEA FOR VALENTINE Double Green Teas sind eine Teeinnovation von KISSA Tea. Edle Grüntee-Blattsorten werden dabei von feinstem Matcha-Teepulver geküsst. Die vereinten Kräfte aus dem Superfood Matcha und Grüntee sorgen für den doppelten Teegenuss, einen Genuss der völlig neuen Art. Zudem kann das Trendgetränk Matcha so einfach im Teesieb – ohne Matcha-Besen – zubereitet werden.

Bio aus NÖ bei dm

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ertifizierte Bio-Produkte aus reinem österreichischen Getreide – dafür steht die Rosenfellner Mühle aus St. Peter/Au im Mostviertel, die von Müllermeisterin Monika Rosenfellner in dritter Generation betrieben wird. Nun feiert der Familienbetrieb einen Meilenstein, denn mit dm drogerie markt konnte ein großer Vertriebspartner gewonnen werden. In 300 ausgewählten Filialen sind 16 auserlesene Produkte erhältlich, darunter traditionell auf Stein vermahlene Mehle, einige Kuchen-, Pizza- und Brotbackmischungen sowie kleine Snacks. Ab Februar kommen weitere vier glutenfreie Backmischungen dazu. „dm ist ein optimales Präsentationsumfeld für unsere Marke und ein Partner, der sich auch auf einen familiär geführten, regionalen Produktionsbetrieb einstellen will“, freut sich Monika Rosenfellner. Niederösterreicherin | 59

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Wieder unter

DER HAUBE Zum zehnten Mal erhält der „Donauwirt“ in Weißenkirchen eine Haube. Das Erfolgsgeheimnis? Ein symbiotisches Trio: die temperamentvolle Köchin Maria Rosenberger und ihre Männer Anton Michael und Michael Anton.

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genuss |

Foto: Rita Newman

s hat eigentlich zweifach etwas Gutes, wenn eine passionierte Köchin von sich selbst sagt, das Herz auf der Zunge zu tragen. Zum einen ist ihr eben diese Eigenschaft vermutlich beim Verkosten eigener Kreationen dienlich, zum anderen aber auch ihren Gästen, die sie vielleicht ab und an davon abhalten kann, sich für gaumenunfreundliche Kombinationen zu entscheiden. Die Rede ist von Maria Rosenberger alias „Donauwirtin“, die – laut Eigenbeschreibung – mit „ihrer großen Liebe“ und dem gemeinsamen Sohn ein wunderbares Lokal inklusive Hotel in der Wachau, genauer in Weißenkirchen, führt. Die kulinarischen Versprechen auf der Speisekarte halten auf dem Gaumen. Zum zehnten Mal in Folge wurde dem idyllisch am Donauufer gelegenen Restaurant eine Haube verliehen. „Das macht mich schon sehr stolz“, sagt Maria Rosenberger, der wir für ein authentisches, unvergesslich emotionales Interview danken dürfen. Denn viele schmerzhafte Erfahrungen liegen hinter der heute temperamentvollen Wirtin. „Und ich bin auch durchaus nahe am Wasser gebaut“, sagt sie dann später schon lachend, nachdem die Tränen um ihre vor rund zwei Jahren gestorbene Mama getrocknet sind. Ihren Papa verlor sie bereits mit knapp über 20. An der Donau Die Lage des Hotels und Restaurants ist traumhaft schön; die Nähe zum Wasser bescherte der Familie aber auch schon viele Sorgen. Bereits zehnmal trat die Donau weit über ihre Ufer; zweimal richtete das Hochwasser im „Donauwirt“ einen existenzbedrohenden Schaden an, erzählt Maria Rosenberger. Freilich grüble man da oft, ob der Elan für weitere Baustellen reicht. „Aber all das hier, das ist unser Leben“, sagt die Chefin, deren Winterpause abermals von Hämmern und Bohren untermalt ist. Schließlich gäbe es immer etwas zu erneuern, in so einem altehrwürdigen Haus, das bereits seit fast 150 Jahren – 2017 ist Jubiläums-

jahr – im Familienbesitz ist. Vor Jahren schon fiel die Entscheidung gegen die Quantität und zugunsten der Qualität: Das Lokal schrumpfte von 150 Sitzplätzen auf 50. 14 Zimmer, darunter auch zauberhafte Suiten und Appartements mit Donaublick laden zum Übernachten ein. Romantischer Rückblick Die Leidenschaft zu kochen, die hätte sich schon im Sandkasten abgezeichnet. „Mama hat mir erzählt, dass ich ständig in einer uralten, kleinen Pfanne gekocht und mit einem stumpfen Messer Gras klein geschnitten habe, weil man doch auf eine Suppe Schnittlauch streut“, lacht die heutige Wirtin. Und bereits in der Volksschulklasse glückte ihr erster Versuch mit Oma in einer Königinnendisziplin: Sie backte eine Biskuitroulade. Große Ehre und Glück seien ihr zuteil geworden, dass sie im renommierten Haubenbetrieb Holzapfel in der Wachau ihre Lehre absolvieren konnte. „Und wenn ich heute von der Chefin oder dem Chef spreche, wissen alle, dass ich noch immer die Holzapfels meine“, schmunzelt sie. Ihre Ausbildung rundeten schließlich ein Zweihaubenlokal in Seefeld sowie zwei nicht minder wichtige Jahre bei Lisl Wagner-Bacher ab. So groß die Liebe zum Kochen auch war, einen Wirt wollte sie niemals heiraten. Freilich traf dann exakt das ein. Viele Jahre hindurch verbanden die gebürtige Langenloiserin und Anton Michael Rosenberger eine ehrliche, innige, mit viel Spaß gespickte Freundschaft. Bis ein winzig kleiner Kuss, untermalt von einem „Lamourhatscher“ in der Disco die große Liebe besiegelte. Bereits ein Jahr später wurde aus Überzeugung geheiratet, „und mein Mann ließ mich in 25 Jahren nie daran zweifeln, dass unser Sohn und ich die wichtigsten Menschen in seinem Leben sind“. Das Kochen Einen Logenplatz in ihrem Herzen hat neben ihren Männern Toni und Michael freilich das Kochen. „Wenn du nicht von deiner Arbeit in der Küche besessen bist, bist du nicht gut“, sagt sie. Ein paar Ab-

striche hinsichtlich ihres Temperaments hinter den Kulissen habe sie aber mittlerweile schon gemacht, verrät die engagierte Köchin schmunzelnd. Und freilich stehe und falle alles mit einem guten Team. Kompromisslos ist sie hingegen bei der Qualität der Produkte. „Schon das Wort Nahrungsmittelindustrie hasse ich“, sagt sie. „Es muss LEBENSMITTEL heißen.“ Gemüse, Obst, Kräuter, Teigwaren und vieles mehr kommen auch aus der hauseigenen Produktion, Fleisch und Fisch aus der Region – von bekannten, teilweise befreundeten Lieferanten. Mit viel Respekt begutachte und behandle Maria Rosenberger stets neue Ware. „Eine schöne Beiried etwa … Schneiden Sie doch eine ganz dünne Scheibe, etwa so stark wie ein Messerrücken, herunter, verzichten Sie auf Salz und Pfeffer und braten sie sie beidseitig kurz an. Schließen Sie nun die Augen und kosten Sie. Das ist etwas Herrliches!“, schwärmt sie, die fast ohne kreative Schaffenspause stets neue Gerichte zu entwickeln vermag. „Da reicht es oft, wenn ich in einem Kochbuch blättere, schon rattert es in meinem Kopf“, sagt die Donauwirtin. Früher habe sie auch das eine oder andere vergessen, „heute weiß ich, dass es besser ist, zunächst alles aufzuschreiben“. Prominente Lorbeeren Zufriedene Gäste – ein schöneres Kompliment gäbe es für die leidenschaftliche Köchin gar nicht. Zu diesen zählte vor ein paar Jahren das belgische Königspaar, das inkognito und von diskreten Security-Leuten bewacht, beim „Donauwirt“ speiste. Einen Marchfelder Spargel und ein Kalbsgulasch ließen sich Paola und Albert II. schmecken. Und so geschmeichelt sich Maria Rosenberger von ihren Komplimenten auch fühlte, in bis dato schönster Erinnerung blieb ihr eine große, alles andere als betuchte Familie. „Das Ehepaar kam mit fünf Kindern; eine der Töchter hatte sich nichts sehnlicher als ein Essen bei mir gewünscht“, schildert sie. „Das berührt mich bis heute sehr. Das ist für mich eine sehr große Ehre.“ Viktória Kery-Erdélyi Niederösterreicherin | 61

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FISCH-verliebt KÜstliche Rezepte aus Maria Rosenbergers Kßche – zum Nachkochen daheim – fßr jeweils vier Personen

KROSS GEBRATENES ZANDERFILET MIT MUSKATKĂœRBIS-ERDĂ„PFELPĂœREE UND FEINEN ZUCKERERBSENSCHOTEN ZUTATEN

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KĂźrbis entkernen, schälen und grob wĂźrfeln. In etwas Salzwasser weichdämpfen, im heiĂ&#x;en Backrohr ausdampfen lassen. In der Zwischenzeit Salzwasser zustellen und geschälte Erdäpfel zugeben und weichkochen. Ebenfalls im Backrohr ausdampfen lassen. KĂźrbis und Erdäpfel durch eine Erdäpfelpresse drĂźcken, nach Belieben abschmecken und eventuell im Wasserbad bis zum Anrichten warmstellen. Die Zuckererbsenschoten flott, aber vorsichtig waschen, abschĂźtteln und in feine Streifen schneiden. Zur Seite stellen und kurz vor dem Anrichten fertig machen. Die Hautseite der Zanderfilets vorsichtig einschneiden, die Filets wĂźrzen, einen Hauch mehlieren und ĂźberschĂźssiges Mehl abklopfen. Auf der Hautseite in einer Pfanne knusprig braten. Sobald das Filet glasig schimmert, Temperatur zurĂźckdrehen und auf der Hautseite fertig braten. Währenddessen eine kleine beschichtete Pfanne mit etwas Butter und OlivenĂśl warm werden lassen, die fein geschnittenen Zuckererbsenschoten hineingeben, mit Salz und frischgemahlenem Pfeffer aus der MĂźhle kurz durchschwenken.

Das Pßree in der Mitte auf einen warmen Teller geben, Zanderfilet mit der Haut nach oben draufsetzen, zum Abschluss mit Erbsenschoten anrichten. Eventuell KßrbiskernÜl als Deko auf den Teller träufeln lassen.

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WALDVIERTLER KARPFENFILET IM LARDOMANTEL AN SCHUPFNUDELN AUF RAHMKRAUT ZUTATEN

Schupfnudeln: ēƎøƎ'#Ǝ)!$(%#!Ǝ . >,"!( Karpfenfilet: ēƎ (6 ēƎøƎ#!/ $.¼,"0!/Ǝ ( 2%!.0(!.Ǝ ēƎøƎ %

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Schupfnudeln Am Vortag die geschälten Erdäpfel in Salzwasser kochen, gut zugedeckt ßber Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag durch die Erdäpfelpresse drßcken. Mit der zerlassenen Butter, Ei, Salz, Mehl und Muskatnuss zu einem Teig verarbeiten. Arbeitsfläche mit Mehl bestauben, zu einer dßnnen Rolle formen; mit einer Teigkarte kleine Stßcke abstechen und fingerlange Wßrstel formen. In genßgend kochendes Salzwasser geben; sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar. Noch etwas im Wasser ziehen lassen, dann mit einem LochschÜpfer aus dem Wasser auf ein Kßchentuch heben, gut abtropfen lassen. Vor dem Anrichten in Butter braten.

Rahmkraut

Am Vortag Kraut putzen, vierteln, Strunk entfernen, Kraut feinnudelig schneiden. Wasser, Essig, Ă–l, GewĂźrze aufkochen, Kraut mit der fertigen Marinade ĂźbergieĂ&#x;en und zugedeckt etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Speck in kleine WĂźrfel schneiden, in einem groĂ&#x;en Topf ohne Fett anrĂśsten. Kraut samt Marinade dazugeben, zugedeckt etwa acht Minuten dĂźnsten. Das Kraut sollte bissfest sein, aber nicht zu hart. Ăœber Nacht ziehen lassen. Obers mit etwas Salz erhitzen, den Speckkrautsalat dazugeben. Aufkochen lassen, abschmecken und eventuell mit Erdäpfelmehl binden.

Foto: donauwirt.at

Karpfen

Das geschrĂśpfte Karpfenfilet in etwa 2 bis 3 Zentimeter breite Streifen schneiden, nur ein wenig wĂźrzen (Lardo ist gewĂźrzt!) und mit Lardo umwickeln. Ein paar Tropfen RapsĂśl in eine Pfanne geben und flott fertig braten.

Kraut in die Mitte eines warmen Tellers geben, Karpfenfilets aufschichten und die Schupfnudeln rundherum dekorativ verteilen. IN FOBOX

Hotel-Restaurant Donauwirt $ 1/0. Ăą!ƎÝÞƎ úýøáƎ !%Ăą!*'%. $!*ÄŽ $ 1 !(Ä?Ä?ƎáÚÞøßĎÚÚÝÞ www.donauwirt.at

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| buchtipps

Die Nacht, als ich sie sah

Die vielen Leben des Harry August

All die verdammt perfekten Tage

In einer Nacht, kurz nach Neujahr 1944, führt eine Gruppe von Tito-Partisanen Veronika Zarnik und ihren Mann Leo aus ihrem Schloss in Slowenien ab, von da an verlieren sich ihre Spuren. Der Offizier, die Mutter, der deutsche Wehrmachtsarzt, die Haushaltshilfe, der Partisan berichten von einer unbändigen Lebensfreude, die jenseits des politischen Geschehens ein privates Idyll aufrechtzuerhalten sucht. Bis der Strom der Geschichte diese Illusion mit sich fortreißt.

Harry August stirbt. Mal wieder. Und er weiß genau, wie es weitergehen wird: Er wird erneut im Jahr 1919 geboren werden, mit all dem Wissen seiner vorherigen Leben. Harry hängt in dieser Zeitschleife fest, auch wenn er nicht weiß, wieso. Doch dann steht plötzlich ein Mädchen an seinem Sterbebett und überbringt ihm eine Botschaft: Der Untergang der Welt steht bevor! Harry, der bald wieder im Jahr 1919 sein wird, muss nun nicht weniger tun, als diese Zukunft zu verhindern ...

„Ist heute ein guter Tag zum Sterben?“, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben.

Drago Jancar Folio Verlag, € 19,90 ISBN: 978-3-85256-670-2

Claire North Bastei Lübbe, € 20,60 ISBN: 978-3-431-03930-6

Jennifer Niven Limes Verlag, € 15,50 ISBN: 978-3-8090-2657-0

Fotos: Shutterstock

Lesestoff

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buchtipps |

Achtung, Artgenosse!

Das gierige Bündnis

Dietmar Wischmeyer hat sich auf die Suche begeben: Gibt es das überhaupt – menschliches Leben? Oder haben wir es nicht vorrangig mit Wichtigtuern, Nervbratzen und anderen Bekloppten zu tun? Zumindest könnte dieser Eindruck entstehen, wenn man dem Großmeister der ätzenden Satire durch sein neuestes Werk folgt. Darin begegnen wir unter anderem: Online-Helden, AggroRentnern, Tierfreunden, Hochzeitsgästen, Landbewohnern und Vorstadt-Strizzis.

Egal ob bei der Mülltrennung, der Fassadendämmung oder dem Bildungssystem – eine Allianz aus staatlichen Einrichtungen und Privatunternehmen bereichert sich durch überflüssige Abgaben, sinnlose Verordnungen oder gezielte Täuschungsmanöver am verunsicherten Verbraucher. Wie das gefräßige Bündnis arbeitet, und wie man sich dagegen schützen kann, das enthüllt Dieter Könnes in diesem Buch.

Dietmar Wischmeyer Ullstein extra, € 15,50 ISBN: 978-3-8649-3037-9

Dieter Könnes Eichborn, € 20,60 ISBN: 978-3-8479-0598-1

Kinderkrankheiten

Cop Town

Wenn Ihr Kind krank ist, wollen Sie als Eltern alles richtig machen. Dabei ist der hunderttausendfach bewährte GU-Ratgeber „Kinderkrankheiten“ eine wertvolle Unterstützung: Eine erfahrene Kinderärztin und Mutter bietet Ihnen übersichtlich und leicht verständlich Rat und Hilfe zu den häufigsten Erkrankungen bei Kindern - vom Baby bis zum Pubertierenden. Diagnosetabellen leiten Sie schnell und sicher vom Symptom zu den möglichen Ursachen und Erkrankungen sowie zur richtigen Behandlung.

Kate Murphy fürchtet, dass ihr erster Tag beim Police Department gleichzeitig ihr letzter sein könnte. Denn ein Killer terrorisiert die Stadt – seine Opfer sind ausschließlich Cops. Als würde das nicht reichen, machen auch Kates männliche Kollegen ihr den Job zur Hölle. Ihnen ist jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen. Und plötzlich befindet sich Atlanta im Ausnahmezustand – denn die Cops beginnen eine brutale Menschenjagd und werden so gefährlich wie der Killer selbst.

Ursula Keicher GU, € 19,99 ISBN: 978-3-8338-4456-0

Karin Slaughter Blanvalet, € 15,50 ISBN: 978-3-7645-0551-6

lesensWERT Buchtipp von Redakteurin Denise Derflinger Wasser ist mehr als nur die Flüssigkeit, die unser Körper zum Leben braucht. Und mehr als nur ein MuntermacherElixier, wenn wir morgens in die Dusche steigen. Es prägt unseren Planeten wie keine andere natürliche Kraft auf der Erde, schafft atemberaubende Kunstwerke, ist der Quell allen Lebens auf unserem Planeten. Dieser wunderschöne Fotoband von Bernhard Edmaier zeigt die Schönheit des Elements aus einzigartigen Blickwinkeln und die klimatischen Veränderungen auf besonders mitreißende Art und Weise. Mein Fazit: Einmal in die Hand genommen, kann man sich stundenlang in den Bildern verlieren. Schöner kann ein Bildband nicht gestaltet sein! Wasser Bernhard Edmaier, Angelika Jung-Hüttl Prestel Verlag, € 60,70 ISBN: 978-3-7913-8164-0

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look! into my life von USCHI FELLNER

Das neue Jahr beginnt für mich mit einer gewissen Unruhe. Basierend auf einem lieben Geschenk …

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Ich rüttelte Schatzi wach. Womöglich die letzte Gelegenheit, ihn in die Arme zu schließen …

NEU. Uschi Fellners neues Buch „Chanel hat Tiffany heute ins Ohr gebissen“, echomedia buchverlag; www.amazon.de

u Weihnachten bekam ich „Das große Buch der Körpersignale“ geschenkt. „Harmlos oder gefährlich? So verstehen Sie die Zeichen Ihres Körpers“, steht auf dem Cover. Noch in der Weihnachtsnacht begann ich, darin zu blättern, man will ja wissen, wie dramatisch es um einen steht. Durch Zufall schlug ich „Z“ wie Zunge auf. „Eine glatte, leicht gerötete Zunge kann ein Warnzeichen für perniziöse Anämie, auch bekannt als Morbus Biermer, sein“, las ich. Diese Störung könne im Ernstfall zu einem Zusammenbruch des Immunsystems führen. Ich streckte mir im Spiegel die Zunge entgegen. Sie war glatt und leicht gerötet. Außerdem zuckte sie ein wenig. Ich schaute sofort unter „Zungenzucken“ nach: „Eine langsam fortschreitende Bewegungsstörung, die auf multiple Sklerose hindeuten kann …“ Irgendwie fühlten sich meine Füße kalt an. Also schlug ich unter „Kalte Füße“ nach. Gewiss würde mir das Buch ein wärmendes Teerezept empfehlen. „Kalte Füße können auf das sogenannte Raynaud-Syndrom hindeuten, das bei Frauen leider oft mit dem Fibromyalgiesyndrom einhergeht, welches im schlimmsten Fall zu Amputationen der betroffenen Gliedmaßen führt …“ Irrte ich mich oder wurde mir ein wenig heiß? Mit flatternden Händen blätterte ich zum Kapitel „Hitzegefühle“. „Plötzlich auftretende Hitzegefühle können lebensbedrohlich sein für Menschen, die ansonsten nur schwer schwitzen …“ Ich schwitze praktisch gar nicht. Setzt mich in eine Sauna bei hundert Grad und mir platzt eher die Birne vor Hitze, als dass ich schwitze. Klappte das Buch zu. Draußen wurde es langsam hell. Der beste Ehemann von allen grunzte wohlig im Schlaf. „Schlafgeräusche: ein erster Hinweis darauf, dass die Atemwege kollabieren können. Es kann zu Atemstillständen kommen …“ Ich rüttelte Schatzi wach. Womöglich die letzte Gelegenheit, ihn in die Arme zu schließen. Mein Mann hat es nicht besonders geschätzt, am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem hysterischen „Lebst du eh noch?!“ von mir geweckt zu werden. Dabei will ich doch auch nur meine Ruhe. Gähn! Ein reiner Akt der Selbstquälung, dass ich – nur ganz kurz – unter „Gähnen“ nachschlug: „Kann auf das Lou-Gehrig-Syndrom hindeuten, eine neurologische Störung, die durch Schock ausgelöst wird …“ Welcher Schock? Vom Grübeln bekam ich Schluckauf. „Schluckauf: Heftiger Schluckauf kann einen Schlaganfall ankündigen …“ Unter „Schlaganfall“ steht übrigens, man spüre davor häufig nicht das Geringste. Keine Schmerzen. Rein gar nichts. Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir eiskalt auf, dass ich im Moment nicht die geringsten Schmerzen habe. Mein Gott! Liebe Leserinnen: Ich spüre überhaupt nichts! Null! Vielleicht ist das das Ende. Schreiben Sie mir Ihre Meinung: uschi.fellner@bundeslaenderinnen.at

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