CONSTRUCTIVE FUTURES ‹Transformation› Neue Programme in bestehenden Strukturen
Die Lehre am Institut Architektur steht im Zeichen von CONSTRUCTIVE FUTURES und widmet sich der Frage, wie wir in Zukunft planen und bauen werden. Eine konstruktiv motivierte Entwurfskultur soll neue Wege aufzeigen, wie wir verantwortungsvoll mit unseren begrenzten Ressourcen umgehen können.
Jedes Studienjahr fokussiert einen spezifischen Aspekt dieser Auseinandersetzung. Im Studienjahr 2025 / 26 beschäftigen wir uns unter dem Begriff ‹Transformation› mit dem Wandel innerhalb bestehender Strukturen.
Im Zentrum unserer Überlegungen stehen der Erhalt und die Weiternutzung gebauter Strukturen. Dabei beleuchten wir verschiedene soziale, ökonomische und ökologische Aspekte wie den demografischen Wandel, Erwartungen an Standards sowie Anpassbarkeit und Flexibilität. Die konkrete Vertiefung innerhalb der Projekte reicht von Überlegungen zu Nutzungsveränderungen und Transformationen von Bauten bis hin zu Materialrecycling und Bauteilwiederverwendung.
Institut Architektur
Semesterprogramm Frühjahr 2026
FP2: Schwerpunkt ‹Landschaft›
Bachelor in Architektur
Bachelor in Architektur
Das Bachelor-Studium
Das Bachelor-Studium in Architektur fokussiert seine Inhalte so, dass die Grundlagen der Architektur und der dazugehörigen Begleitfächer praxisnah vermittelt werden können. Der Abschluss des Studiums befähigt einerseits, als Architektin, als Architekt in einem Architekturbüro, auf einer Verwaltung oder in verwandten Berufen zu arbeiten, andererseits ist er Voraussetzung, um den ebenfalls angebotenen ‹Master in Architektur› besuchen zu können. So wird neben einer organisatorischen und personellen Verbindung auch eine inhaltliche Beziehung zum Master-Studiengang gepflegt.
Aufbau und Inhalt
Der Bachelor-Studiengang dauert sechs Semester – unterteilt in das Grundstudium (1. Jahreskurs) und das Aufbaustudium (2. und 3. Jahreskurs) – und schliesst mit der Bachelor-Thesis ab. Der Unterricht ist modular aufgebaut, wobei die Module aus verschiedenen Kursen bestehen können und jeweils als Einheit abgeschlossen und auch bewertet werden.
Der Unterricht im 1. Jahreskurs, dem Grundstudium, ist mehrheitlich linear aufgebaut.
Die Studierenden mit unterschiedlicher Vorbildung sollen sich solide Grundkenntnisse erarbeiten, welche dann für das weitere Studium die notwendige Basis bilden. Im nachfolgenden Aufbaustudium widmet sich der 2. Jahreskurs dem Wohnen, wobei das Herbstsemester mit dem Modul Typologie & Raum sich der Wohnkultur annimmt und das Frühjahrssemester mit dem Modul Haus & Kontext das Stadtwohnen thematisiert.
Der Einstieg in den 3. Jahreskurs erfolgt im Herbst über das Modul Struktur & Prozess, das darauffolgende Synthese-Semester schliesst mit der Bachelor-Thesis ab.
Zwischen den einzelnen Modulen und Kursen besteht ein Austausch. So können Dozierende anderer Module beratend beigezogen oder die Aufgabenstellungen aufeinander abgestimmt werden. Durch die Formulierung der Aufgaben und deren differenzierte Parameter wird vor allem innerhalb der Architektur-Module eine breite Palette möglicher Lösungen in Gruppen oder einzeln bearbeitet. Dadurch lernen die Studierenden nicht nur am eigenen Projekt, vielmehr sehen sie anlässlich der gemeinsamen Zwischen- und Schlusskritiken Alternativen zu den eigenen Arbeiten und können diese diskutieren. Dokumentierte Projektarbeiten sollen für die folgenden Semester, aber auch für die Praxis als Nachschlagewerk dienen.
Am Montag, Donnerstag und Freitag finden Vorlesungen statt. Der Dienstag und der Mittwoch sind für die Architektur-Module reserviert, zusätzlich können modulspezifische Veranstaltungen besucht werden.
Ortsspezifische Themen und nutzungstypische Anforderungen werden untersucht, sodass ein prägnantes, eigenständiges und konstruktiv-logisches Projekt entworfen werden kann.
Architektur – Haus & Kontext (4. Semester): Entwerfen im Spannungsfeld zwischen den Regeln der Nutzung und den typologischen Ausprägungen des Raums.
Kulturelle Grundlagen:
Geschichten und Theorien der Architektur | Architekturvorlesung | Sozialwissenschaften
Entwickeln komplexer Entwurfsgedanken unter Einbezug der konstruktiven und strukturellen Rahmenbedingungen im städtischen Kontext.
Architektur – Synthese (6. Semester):
Zusammenführen der im Grund- und Aufbaustudium erlernten Fähigkeiten und Kompetenzen. Erarbeiten eines anspruchsvollen architektonischen Projektes unter Berücksichtigung der relevanten Aspekte Kontext, Typologie, Struktur, Raum, Konstruktion, Technik und Nachhaltigkeit.
Bachelor-Thesis (6. Sem):
Vertiefte Bearbeitung der AEK-Semesterarbeit in den Bereichen Konstruktion, Statik und Haustechnik unter inhaltlicher Berücksichtigung der sozialen, ökologischen oder ökonomischen Nachhaltigkeit.
Kulturelle Grundlagen: Geschichten und Theorien der Architektur | Architekturvorlesung | Wahrnehmen Darstellen
Technische Grundlagen: Akustik | Bauphysik | Baurealisation | Haustechnik und Nachhaltiges Bauen | ZAB Projektbezogene Zusammenarbeit Architektur / Bauingenieurwesen
Bachelor in Architektur
Das Bachelor-Studium
Allgemeine Grundlagen: Studienreise
Vertiefung (Wahlfächer):
Die Wahlfächer bieten die Möglichkeit, persönliche fachliche Interessen zu vertiefen. Die Kurse können aus dem aktuellen Angebot frei gewählt werden.
Leistungsbewertung
In allen Modulen wird die Leistung der Studierenden nach den im aktuellen Semesterprogramm vorgegebenen Anforderungen kontrolliert und bewertet. Bei einer Leistungsbewertung gemäss 2er-Bewertungsskala müssen für eine Testaterteilung mindestens 80% der veranschlagten Lektionen besucht werden. Es gelten die Reglemente der aktuellen Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW (vgl. z. B. §11 Ziff 4 Entschuldigungsgründe).
Bachelor-Thesis
Die Bachelor-Thesis umfasst eine vertiefte Bearbeitung der AEK-Semesterarbeit in den Bereichen Konstruktion, Statik und Haustechnik. Wahlweise erfolgt eine mit dem Projekt korrespondierende inhaltliche Vertiefung bezüglich der sozialen, ökologischen oder ökonomischen Nachhaltigkeit.
Abschluss
Das erfolgreich bestandene Bachelor-Studium in Architektur berechtigt zum Tragen des eidgenössisch geschützten Titels ‹Bachelor of Arts FHNW in Architektur›.
Organisation
Die Institutsleiterinnen Prof. Ursula Hürzeler und Prof. Shadi Rahbaran sind zusammen mit der Leiterin Studierendenwesen Silvia Krenzer und dem Bachelor-Studiengangleiter Oswald Hari für die Organisation (Studienprogramm, Einschreibung, Lehraufträge, Stundenplan etc.), die Qualitätskontrolle des Unterrichtes und für die Koordination innerhalb des Instituts Architektur verantwortlich. Für jedes Modul gibt es eine modulverantwortliche Person. Diese ist für das Semesterprogramm, die inhaltliche Koordination und den Unterrichtsbetrieb verantwortlich. Die Assistierenden übernehmen Aufgaben im Unterricht (Begleitung der Studierenden) und die Organisation des Kurses.
Struktur & Prozess Vertiefung: Ökologische Nachhaltigkeit
Semesterstunden
6. Semester
Architektur –Synthese
Semesterstunden
Architektur – Bachelor Thesis mit Vertiefung
Semesterstunden
4 Bachelor-Thesis
Bachelor 1. Jahreskurs
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Raum & Detail
2. Semester
Dozentin
Prof. Friederike Kluge
Assistenz
Kora Balmer
Kevin Guida
Suna Petersen
Luca Riggio
ECTS 15
Bewertungsgrundlage Projektarbeit benotet
Form
Vermittlung von Grundlagenwissen (Vorlesungen, Inputs, Referate). Wochenübungen mit unterschiedlichem Fokus. Entwicklung eines architektonischen Projekts im begleiteten Selbststudium mit regelmässigem Austausch in unterschiedlichen Gruppengrössen und -konstellationen.
Der städtische Strassenraum als ungeborgener Schatz
Die Geschichte der Strasse ist die Geschichte der Technik und des Zusammenlebens. Von frühen Wegen und Gassen über mittelalterliche Markt- und Wohnstrassen bis hin zu den befestigten Strassen des 19. Jahrhunderts spiegeln Strassen die verfügbaren technischen Mittel ebenso wie gesellschaftliche Praktiken und Bedürfnisse. Mit der Verbreitung des Automobils im 20. Jahrhundert wurden auch kleine Stadtstrassen zunehmend zu reinen Verkehrsflächen umfunktioniert. Nutzungen wie Spiel, Aufenthalt und Bewegung wurden auf der Strasse seltener, ein Prozess, der die neue Vorrangstellung des motorisierten Verkehrs verdeutlichte. Das Queren der Fahrbahn wurde bei grösseren Strassen reglementiert und auf bestimmte Übergänge beschränkt. In Basel wurden ab 1950 die ersten Ampeln eingesetzt. Parallel dazu entstand der Spielplatz als eigener, geschützter Raum für das kindliche Spiel.
Im Frühlingssemester widmen wir uns dem Matthäusquartier in Basel, welches bereits heute mit nur 0,4 Autos pro Haushalt die niedrigste Autodichte Basels aufweist. Die Wohnfläche liegt bei durchschnittlich 32 m² pro Person, entsprechend hoch ist der Druck auf die Aussenräume. So rückt die Strasse wieder als öffentlicher Raum und als Ort des Zusammenlebens in den Fokus. Das Gebiet um die Matthäuskirche wurde 2025 zum ‹Superblock› erklärt und der zuvor von Autos und Parkplätzen beanspruchte Raum einmal mehr neu verhandelt. Er ist ein Prototyp, der Ideen generiert und Denkanstösse gibt, wie Formen des zukünftigen Zusammenlebens aussehen könnten. Und er demonstriert, wie die gebaute Umwelt reagiert, die zum grössten Teil bereits existiert, aber dennoch vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Die zentrale Frage lautet nicht mehr, wie neue Stadt entsteht, sondern wie das Vorhandene transformiert, weiter-
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
2. Semester
entwickelt und trotz mangelnder Ressourcen an zukünftige Anforderungen und veränderte klimatische Bedingungen angepasst werden kann.
Für den Semesterentwurf versetzen wir uns in das Jahr 2050. Dort sind in der Stadt zahlreiche Quartierstrassen vom motorisierten Individualverkehr befreit. Neue Mobilitätsformen, veränderte Lebensweisen und Logistiksysteme ermöglichen verkehrsberuhigte Strassenräume innerhalb bestehender Quartiere. Dadurch eröffnen sich neue räumliche Handlungsspielräume im dichten Stadtkörper. Der Strassenraum wird nicht länger primär als Transitraum verstanden, sondern als Teil eines feinmaschigen, flexiblen Gefüges von Aufenthalts-, Nutzungs- und Verknüpfungsräumen.
Er verbindet bestehende Qualitäten, ermöglicht neue Beziehungen und bringt bislang getrennte Nutzungen in Austausch. Der Fokus verschiebt sich vom Durchqueren zum Nutzen, vom Verkehrsraum zum Möglichkeitsraum, vom Trennenden zum verbindenden Sozialraum. Als Hilfestellung tauschen wir uns mit Personen aus, die sich auf unterschiedliche Art mit dem Themenfeld der Zukunft beschäftigen und entwickeln sowohl Visionen als auch konkrete Pionierbauten für das Matthäusquartier.
Block 1: Der Bestand als Vision | Analyse und Konzept
Im ersten Block analysieren wir das Matthäusquartier und seinen gebauten Bestand sowie die Strassenzüge mit Blick auf ihre räumlichen, sozialen und funktionalen Eigenschaften. Wir untersuchen Wohnstrukturen und öffentliche Räume, alltägliche Nutzungen, Arbeitsplätze und Routinen, die das Quartier prägen. Welche Qualitäten zeichnen den Ort aus, wo zeigen sich Überlagerungen oder Konflikte? Wo liegen räumliche Nähe und funktionale Trennung eng beieinander, wo bleiben bestehende Möglichkeiten ungenutzt, wo könnten neue Synergien entstehen? Ziel der Analyse ist es, ein vertieftes Verständnis für die Vielschichtigkeit des Quartiers zu entwickeln und daraus abzuleiten, wie das Quartier im Jahr 2050 aussehen und funktionieren könnte. In Gruppen werden Visionen entwickelt, wie verkehrsberuhigte Quartierstrassen künftig genutzt werden und welche räumlichen, sozialen und funktionalen Potenziale im bestehenden Gefüge aktiviert werden können. Dabei wird der Strassenraum als integraler Bestandteil des Quartiers verstanden, dessen Transformation weit über verkehrliche Fragestellungen hinausgeht.
Block 2: Raumprogramm und Intervention | Das Projekt
In diesem Block werden auf Basis der Quartiersanalyse und der Vision mögliche Interventionen sowie ein architektonisches Konzept für ausgewählte Orte entwickelt. Entworfen werden spekulative und dennoch konkrete Prototypen, Gebäude, die vom Bestand ausgehen, mit ihm interagieren oder ihn weiterdenken. Die Projekte werden nicht als isolierte Objekte verstanden, sondern als Teil eines räumlichen Netzwerks innerhalb des Quartiers. Sie ergänzen bestehende Strukturen, unterstützen neue Nutzungen oder transformieren vorhandene Räume und zeigen so auf, welche Poten-
Steven Holl, Vito Acconci: Storefront for Art and Architecture, New York City, 1992 – 1993
Foto: Gunnar Klark, 2003, CC BY-SA 4.0
Fassade MKG mit ‹Oase Nr. 7› von HausRucker-Co im Rahmen der Ausstellung Klimakapseln 2010, Hamburg
Foto: Dennis Conrad, CC BY-SA 3.0
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Raum & Detail
2. Semester
ziale ein Strassenraum mit sich bringt, der die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Pionierbau reagiert auf die spezifischen Bedingungen des Quartiers, stärkt vorhandene Qualitäten und ergänzt fehlende Funktionen. Sein Raumprogramm ist vorab nicht festgelegt, sondern entwickelt sich aus den analysierten Bedürfnissen, Akteur:innen und Möglichkeiten vor Ort. Architektur wird dabei als vermittelndes Element verstanden, das neue Beziehungen schafft und den Strassenraum als gemeinschaftlich nutzbaren Ort aktiviert. Im Fokus stehen Strategien des Weiter- und Umbauens sowie zirkuläre Ansätze, die Transformation als fortlaufenden Prozess begreifen.
Block 3: Konkreter Prototyp | Die Ausarbeitung
Im letzten Block werden die Projekte räumlich und konstruktiv ausgearbeitet. Raumfolgen, Übergänge, Schwellen und Hierarchien werden präzisiert. Im Zentrum stehen Themen wie Licht und Schatten, Öffnung und Rückzug, Wegeführung und Aneignung. Auch die Erkenntnisse aus dem letzten Semester über klimatische Einflüsse, die vom Grundriss aufgegriffen werden, spielen eine Rolle. Der Umgang mit dem Bestand, konstruktive Strategien des Weiterbauens sowie kreislauffähige Lösungen werden geübt und in die architektonische Ausarbeitung integriert. Die Projekte werden im Laufe des Semesters untereinander sowie mit unterschiedlichen Gästen aus Architektur, Stadtentwicklung, Soziologie, Ökologie und Ökonomie diskutiert. Auch dieses Semester geht es darum, möglichst ganzheitliche Projekte zu entwickeln und dabei den Umgang mit komplexen Fragestellungen zu erlernen.
Bachelor | Kulturelle Grundlagen I
Geschichten & Theorien der Architektur 2
2. Semester
Dozent
Prof. Dr. Erik Wegerhoff
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Selbständige Aufgaben, Prüfung
Form
Vorlesung, Exkursionen
Lernziele
– Kenntnis der Architektur von Antike und Mittelalter – Lesefähigkeit von Stadtplänen
Gipsabgussladen ‹Roma Antica› zwischen den Bögen des Aquädukts von Papst Sixtus V., Via Casilina Vecchia, Rom
Foto: Erik Wegerhoff, Herbst 2023
Form, Ritual, Topographie. Eine Geschichte der Architektur in Antike und Mittelalter
Dieser Kurs bildet den Einstieg in einen dreisemestrigen Zyklus über Geschichten und Theorien der Architektur von der Antike bis zur Postmoderne. In diesem Semester fokussieren wir zeitlich auf die Antike und das Mittelalter. Wir untersuchen, wie die natürliche Topographie durch Architektur überhöht und überschrieben wurde, beispielsweise anhand des Phänomens einer den Göttern geweihten ‹Akropolis› – auf dem Jerusalemer Tempelberg, aber auch auf dem Basler Münsterhügel –, und wie die Trennung von sakral und profan die Struktur mittelalterlicher Städte bestimmte.
Über das vergangene Semester hinausgehend setzen wir uns nun stärker mit Nutzung, Ritual und Bedeutung von Räumen auseinander und mit den politischen Strukturen oder Ambitionen, die Bauten erst ermöglichten und die sich umgekehrt in Architektur und stadträumlicher Ordnung ausdrücken. Zudem erstellen wir gemeinsam einen ‹Referenzatlas› mit Grundrissen von Bautypen, die aus der behandelten Epoche stammen und bis heute immer wieder aufgegriffen werden – etwa Basilika, Karawanserei oder Kartause.
Bachelor | Kulturelle Grundlagen I
Alles Transformation? Flug-, Hafen- und andere Geschichten einer Vorstadtgemeinde
Die Geschichte eines Ortes besteht aus einer Vielzahl von Geschichten. Egal ob gross oder klein, gemeinsam oder individuell: Die Erinnerungen daran bleiben, werden weitergegeben und prägen die Bau- und Lebenskultur. Doch vieles geht über die Jahre auch verloren. Es fällt Transformationsprozessen zum Opfer und wird überlagert von Neuem, das kein Zeugnis von Vergangenem zulässt. Wieviele Geschichten in einer Gemeinde sicht- und spürbar bleiben, ist mittlerweile ein Gradmesser für sorgsame Ortsplanung und eine hohe Baukultur. Das Bewusstsein dafür ist heute erfreulicherweise gestiegen und die guten Beispiele werden zahlreicher. In Agglomerationsgemeinden sind die Spuren, die die Erschliessung der autogerechten Städte hinterlassen hat, besonders deutlich, und die Herausforderung, den öffentlichen Raum wieder menschgerechter zu gestalten, ist besonders hoch. Am Beispiel von Birsfelden, für das zurzeit gleich mehrere Transformationsprojekte geplant sind, wollen wir erforschen, worin diese Hausforderung konkret besteht. Und wir möchten herausfinden, welche Rolle Geschichten dabei spielen könnten, denn davon gibt es in Birsfelden zuhauf!
Dozentinnen
Prof. Christina Schumacher
Barbara Lenherr
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Baukulturelle Analyse von Räumen mit Geschichte(n) in Wort, Bild und Film (Gruppenarbeit).
Form
Vorlesung, Seminar und Workshop
Lernziele
Den Begriff ‹Baukultur› verstehen und anwenden, Methoden sozialräumlicher Analysen vertiefen, Analysen stringent formulieren und in unterschiedlichen Formaten aufbereiten und präsentieren.
Bildnachweis:
Flugplatz Sternenfeld in Birsfelden: 1928 konnte sich die Bevölkerung an den Flugtagen für 12 Franken in die Lüfte erheben.
Foto: Archiv Euro-Airport
Bachelor | Kulturelle Grundlagen I
Wahrnehmen Darstellen 2
2. Semester
Dozent
Mathis Füssler
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Semesterabgabe
Form
Semesterprojekte
Lernziele / Fachkompetenz
– Entwicklung einer reflektierten gestalterischen Haltung
– Vertiefung der Wahrnehmungsund Analysefähigkeit
– Experimenteller Umgang mit Entwurfs- und Darstellungsmethoden
– Sicherer und bewusster Einsatz analoger und digitaler Medien
Das Modul setzt sich mit der Wahrnehmung von Landschaft auseinander und untersucht, wie räumliche Beobachtungen in gestalterische Konzepte übersetzt werden können.
Im Fokus stehen Prozesse des Sehens, Interpretierens und Darstellens im Spannungsfeld von Kunst, Architektur, Realität und Vorstellung.
Aufbauend auf den Grundlagen des ersten Semesters werden ausgewählte Texte, Projekte und Bildwelten analysiert. Zentrale Begriffe werden geschärft, gewohnte Sichtweisen hinterfragt und alternative Perspektiven erprobt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Strategien der Darstellung: von analytischen Zugängen bis hin zu spekulativen und imaginativen Entwürfen. Referenzprojekte aus Kunst und Architektur sowie narrative und räumliche Beschreibungen dienen als Impulse für eigene Arbeiten. Die Ergebnisse werden in Dossiers, Präsentationen und Diskussionen reflektiert.
Theoretische Inputs und Einblicke in das kulturelle Schaffen von Autor:innen, Gestalter:innen, Künstler:innen und Architekt:innen bilden den inhaltlichen Rahmen des Moduls.
Semester
Thermische Energie
Im zweiten Semester geht es um die klassische Betrachtung der energieeinsparenden Architektur, die um die solare (oder auch gewinnorientierte) Architektur erweitert wird.
Dozent
Prof. Roger Blaser
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Schriftliche Prüfung / Semesterarbeit
Lernziele / Fachkompetenz
– Die Zusammenhänge zwischen der Architektur und der Bauphysik erkennen und verstehen – Den Einbezug der bauphysikalischen Aspekte in den Entwurf, die konstruktive Ausbildung und Umsetzung bei der Planung fördern
– Erkennen von Schwachstellen in den Bauteilkonstruktionen, Detailausbildungen u.ä.
Methodenkompetenz
Selbständiges Erstellen und Beurteilen der erforderlichen Berechnungen zur fachgerechten Ausbildung von Bauteilkonstruktionen, Detailausbildungen u.ä.
Bildnachweis:
Sparrenauflage auf Schwelle im Übergang Aussenwand zu Steildach mit Luftdurchlässigkeiten
Bachelor | Technische Grundlagen I
Tragkonstruktion 2
2. Semester
Dozenten
Tobias Huber
Manuel Wehrle
ECTS
2
Bewertungsgrundlage Schriftliche Prüfung
Lernziele
– die Grundidee des Gleichgewichts einer Konstruktion verstehen
– das Kennen unterschiedlicher Tragwerkstypen und deren Tragverhalten
– wissen, welches Material sich für welche Art von Tragsystem eignet
– Entwurf und grobe Dimensionierung einer Tragstruktur.
Bildnachweis:
Bogenbrücke, Fredrikstad, Norwegen Foto: Arvid Høidahl auf Unsplash
Tragkonstruktion – Entwurf und Konstruktionsprinzipien Im zweiten Semester steht der Entwurf von Tragwerken im Zentrum.
Eine gute Tragstruktur setzt die jeweiligen Vor- und Nachteile der verwendeten Materialien gezielt und sinnvoll ein – architektonisch, ökologisch und ökonomisch.
Tragstrukturen werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines Gesamtkonzepts.
Zentral ist das Verständnis des Kräftegleichgewichts: Wie lässt sich dies konstruktiv erreichen? Es werden unterschiedliche Konstruktionsformen behandelt, wie Bogen- / Seiltragwerke, Fachwerke, Balken, Platten, Scheiben sowie Stützen und deren grobe Dimensionierung. Ziel ist die Entwicklung der Fähigkeit, konstruktive Prinzipien zu erkennen, anzuwenden und grob zu dimensionieren.
2. Semester
Virtual Design and Construction / VDC 1 + 2
Im Grundlagenkurs ‹VDC 1› werden die gängigen, architekturspezifischen CAD- und DTP-Programme vermittelt. Dabei stellt die programmübergreifende Arbeitsmethode den Kern des Kurses dar. Den Studierenden werden Mittel und Wege der Programminteraktion praxisnah aufgezeigt. Ziel ist, dass die Studierenden innerhalb der ‹Digitalen Architektur-Kette› ihre eigenen Arbeitsmethoden entwickeln, um künftig ihre Ideen unabhängig umsetzen und kommunizieren zu können.
Im Frühjahrssemester werden in ‹VDC 2› die verschiedenen Programmgruppen vertieft und ergänzt. Der programmübergreifende Datenaustausch bildet neben dem Erlernen der neu eingeführten digitalen Werkzeuge den Kern des Semesters.
Auswahl an Themen VDC 1 + 2:
– Algorithmische Entwurfsmethoden
– Digitale Prototypen und Fertigung
– Digitale Bauwerksmodelle erstellen
– Digitale Bauwerksmodelle visualisieren
– Präsentation digitaler Bauwerksmodelle
Dozent
Marc Wittwer Gastreferenten
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Selbständiges Lernen Entwurfsabgabe und Präsentation
Tests and examinations, assessment of written and spoken work.
Regular class attendance.
Vorkenntnisse
B1 level
Lernziele
Students will achieve a B2/C1 level (Council of Europe’s Common European Framework of Reference for Languages) after four semesters of English. This will enable students to fully participate academically or professionally in the field of architecture. Students will be introduced to multimedia resources to promote self-study and a lifelong use of the English language.
Unterricht
Classes are organized around student-centered activities (pair and group work), teacher-centered activities (lecture and presentation) and independent self-study.
Unterlagen
A Visual Dictionary of Architecture, second edition, by Francis D.K. Ching (ISBN 978-0-470-64885-8). Other materials to be announced on the first day of class.
Bildnachweis:
Castle Combe, Chippenham, UK
Foto: George Ciobra auf unsplash
Improve, revise, advance
The four skills of reading, writing, listening and speaking as well as grammar and vocabulary will be revised and expanded upon. Reading and writing: students will improve their abilities to read for detail and overall meaning by being exposed to a variety of technical and everyday English texts. They will produce a portfolio of written texts (emails, letters, reviews, compositions, CVs, etc.) which demonstrate clear improvement over four semesters. Speaking and listening: students will increase their confidence and fluency in managing spoken discourse in a variety of contexts, while being exposed to native and non-native varieties of English. Students will present to their peers on a technical subject. Grammar and vocabulary: students will learn technical terms related to architecture as well as preparing for working life.
Semester
Differentialrechnung und Vektorgeometrie
Im Grundstudium werden mathematische Grundlagen und ausgewählte Gebiete der höheren Mathematik behandelt. Voraussetzung für die erfolgreiche Absolvierung dieses Kurses ist die Entwicklung algebraischer Fertigkeiten, wie z. B. das Lösen von Gleichungen, und einer gewissen Sicherheit in ihrer Anwendung.
Im zweiten Semester beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Differentialrechnung und der Vektorgeometrie. Während die Vektorgeometrie die räumliche Vorstellungskraft schult, werden wir uns in der Differentialrechnung vor allem mit der Lösung von Optimierungsproblemen befassen, die wiederum für die Architektur interessante Anknüpfungspunkte liefern.
Dozent Nils Detlefsen
ECTS 1
Bewertungsgrundlage Schriftliche Prüfungen
Unterricht Vorlesungen, Übungen
Bildnachweis: Foto von David Underland auf www.pexels.com
ARCH_BA_FS26_Stundenplan_V8.xlsx
Bachelor 2. Jahreskurs
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Haus & Kontext
4. Semester
Dozierende
Prof. Maya Scheibler
Prof. Sylvain Villard
Assistenz
Robin Bader
Mathias Duffner
Slavcho Kolevichin
Isabel Schmid
ECTS 13
Bewertungsgrundlage Projektarbeit benotet
Form
Vermittlung von Grundlagen und Entwicklung eines architektonischen Projektes
Integration und Begleitung
Marco Merz, Konstruktion
Zwischenkritiken
Dienstag / Mittwoch 24. / 25.03.2026
Dienstag / Mittwoch 05. / 06.05.2026
Schlusskritik
Dienstag / Mittwoch 02. / 03.06.2026
Bildnachweis:
Historische Aufnahme Ziegelei Ost, Allschwil
ETH-Bibliothek
Zeit und Ziegel
Wohnen, Arbeiten und Produzieren stehen heute erneut in einem Spannungsfeld, das durch Verdichtung, Flächenknappheit und ökologische Verantwortung geprägt ist. Mit der Transformation ehemaliger Industrie- und Gewerbeareale rücken Orte in den Fokus, die lange Zeit funktional gelesen wurden, nun aber als komplexe Schnittstellen zwischen Stadt, Landschaft und Geschichte verstanden werden müssen. Das Areal ‹Ziegelei Ost› in Allschwil ist ein solcher Ort: ein sensibler Übergangsraum, an dem städtischer Alltag, industrielle Relikte und die ehemalige Lehmgrubenlandschaft unmittelbar aufeinandertreffen.
Die Ziegelei Ost ist kein leeres Blatt. Ihre Topographie, die baulichen Strukturen der Industriegeschichte und die eingeschriebenen Arbeitsprozesse prägen den Ort bis heute. Gerade diese Schichten machen das Areal zu einem Schlüsselgebiet der städtebaulichen Entwicklung entlang der Binningerstrasse. Gleichzeitig stellt der Umgang mit dem Bestand, mit angrenzenden Grossprojekten und mit langfristigen Planungsinstrumenten hohe Anforderungen an Entwurf und Haltung. Zwischen Masterplan, Quartierplan und Regelwerk entsteht ein Feld, das nicht auf abschliessende Antworten, sondern auf prozesshafte Weiterentwicklung ausgelegt ist.
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Haus & Kontext
4. Semester
Foto: Fotografie
Roman Weyeneth GmbH
Wohnen und Arbeiten wurden im Zuge der funktionalen Stadt über Jahrzehnte getrennt. Die Ziegelei Ost erzählt jedoch eine andere Geschichte: Produktion, Gewerbe und Alltag existierten hier stets nebeneinander und formten eine eigenständige Identität. Diese Identität steht im Zentrum des Semesters. Nicht als nostalgisches Bild, sondern als Ressource für eine zeitgemässe Weiterentwicklung. Anstatt bestehende Strukturen zu überformen, suchen wir nach Wegen, wie sie sowohl städtebaulich als auch typologisch und konstruktiv weitergedacht, ergänzt und umgedeutet werden können. In diesem Sinne orientiert sich das Semester an den Thesen von Lucius Burckhardt und am Prinzip des ‹kleinstmöglichen Eingriffs›: Nicht alles soll mit einer universellen Lösung kuriert werden, vielmehr gilt es, mit den Alltagserfahrungen der Betroffenen sorgfältig umzugehen und sich vor einmaligen, scheinbar sauberen Lösungen zu hüten. Entwerfen bedeutet hier, aufmerksam zu lesen, präzise zu reagieren und bewusst auch Offenheiten und Unschärfen zuzulassen.
Vorübung
Analyse Mauerwerkskonstruktion
Während einer Vorübung untersuchen die Studierenden in Einzelarbeit die Konstruktionsweise eines mit Mauerwerk gefertigten Baus. Analysiert werden die konstruktiven Prinzipien. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Konstruktion, Material und architektonischem Ausdruck verständlich herauszuarbeiten und darzustellen.
Zeit & Kontext
Entwicklungsstrategie
Im Anschluss an die Vorübung arbeiten die Studierenden in Gruppen an der übergeordneten städtebaulichen Setzung des Areals Ziegelei Ost. Im Fokus stehen die räumliche
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Haus & Kontext
4. Semester
Organisation, eine Entwicklungsstrategie über mehrere Jahre sowie ein Nachhaltigkeitskonzept mit besonderem Augenmerk auf Re-Use und zirkuläre Prozesse mit Backstein. Der Bestand wird dabei nicht als Einschränkung verstanden, sondern als zentrale Ressource. Die Analyse bestehender Hallen, Freiräume, Wegesysteme und Übergänge zur Landschaft bildet die Grundlage für alle weiteren Entwurfsentscheidungen.
Haus & Typologie
Aufbauend auf den erworbenen Erkenntnissen steigen die Studierenden mit dem erarbeiteten Städtebau und der Entwicklungsstrategie in das Semesterprojekt ein. In Zweiergruppen entwerfen sie ihr Projekt –im Gegensatz zum vergangenen Semester – von aussen nach innen. Typologische Fragen des Wohnens, Arbeitens und der Mischnutzung werden direkt aus den vorhandenen Strukturen heraus entwickelt. Bautiefen, Tragwerke, Fassadenrhythmen und Belichtungsstrategien des Bestandes geben dabei massgebliche Leitplanken vor. Unterschiedliche Umbaustrategien – vom minimalen Eingriff bis zur gezielten Ergänzung – werden geprüft und miteinander verglichen. Der Entwurf versteht sich als Weiterbauen am Vorhandenen, nicht als Ersatz.
Haus & Programm
Die Transformation der Ziegelei Ost in ein gemischt genutztes Quartier bringt zwangsläufig Reibungen mit sich. Wohnen, Gewerbe, öffentliche Nutzungen und Freiräume erzeugen unterschiedliche Bedürfnisse und Konflikte. Diese Spannungen werden im Entwurf bewusst genutzt. Ziel ist es, räumliche Qualitäten zu entwickeln, die gerade aus diesen Überlagerungen entstehen. Programme werden nicht schematisch verteilt, sondern aus der Logik des Ortes, seiner Geschichte und seiner zukünftigen Nutzungsperspektiven abgeleitet. Bestehende Nutzungen, mögliche Zwischennutzungen und neue Wohn- und Arbeitsformen werden als Teil eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses verstanden.
Atelier Beaufort, Tobias Grimm, 2023
Bachelor | Analyse,
Entwurf, Konstruktion
Haus & Kontext
4. Semester
Haus & Identität
Identität ist kein Entwurfsprodukt, sie ist das Ergebnis von Zeit, Nutzung und Aneignung.
Die Ziegelei Ost trägt eine starke, industriell geprägte Identität in sich. Das zeigt sich stark in der Materialität, dem Massstab und der zugrundeliegenden Topographie. Diese Identität soll nicht ersetzt, sondern weitergeschrieben werden. Spuren der Geschichte, robuste Strukturen und atmosphärische Eigenheiten dürfen auch bleiben. Der Entwurf sucht nach Möglichkeiten, wie diese Qualitäten in eine zukünftige Nutzung überführt werden können, ohne sie zu glätten oder zu neutralisieren.
Das Areal Ziegelei Ost soll als Labor verstanden werden. Zwischen Stadt und Landschaft, Bestand und Neubau, Strategie und Detail geht es darum, genau hinzuschauen –vielleicht zwei- oder dreimal – und im kleinstmöglichen Eingriff das grösstmögliche Potenzial zu erkennen.
Atelier Beaufort, Tobias Grimm, 2023
Bachelor | Kulturelle Grundlagen II
Geschichten & Theorien der Architektur
4
4. Semester
Dozent
Prof. Dr. Erik Wegerhoff
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Referat, Prüfung
Form
Vorlesung, Referate, Exkursionen
Lernziele
– Kenntnis der Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts – Bewusstsein für Aspekte von Modernisierung und Moderne nicht allein in formaler Hinsicht – Vertiefung der kritischen Interpretationsfähigkeit einzelner Bauten
Bildnachweis:
Apartmenthaus Highpoint 2 (1930er-Jahre), London, entworfen von Berthold Lubetkin mit Tecton Foto: Erik Wegerhoff, Oktober 2016
Modernisierung, Moderne, Postmoderne. Architektur und Architekturdiskurs im 19. und 20. Jahrhundert
Dieser abschliessende Kurs im dreisemestrigen Zyklus über Geschichten und Theorien der Architektur von der Antike bis zur Postmoderne widmet sich dem 19. und 20. Jahrhundert. Zentral ist die Frage, was wann als ‹modern› begriffen und wie das Moderne letztlich zu der Moderne wurde. Dabei interessieren Bauten ebenso wie Ideen oder auch Bauten als Ideen. Frühe Wolkenkratzer beispielsweise waren mit Aufzug und Stahlgerüstkonstruktion zweifellos technisch modern, stilistisch aber gern auch mal gotisch. Letztlich ist die Moderne nicht ohne antimoderne Strömungen denkbar. Diese gipfelten in der Postmoderne als Epoche, die sich im Danach definierte und Kulturgeschichte verwirrenderweise mit Blick in den Rückspiegel fortschrieb. Immerfort begleiten uns in diesem Semester die grossen kulturellen Determinanten, die nicht allein die Architektur beeinflussten: Industrialisierung und Deindustrialisierung, Maschinenbegeisterung und andere Glaubensrichtungen, politische Konkurrenzen. Letztlich soll so auch eine aktuelle Standortbestimmung versucht werden: Ist die heutige Architektur immer noch postmodern, schon wieder modern, oder jenseits dieser Modernen?
Bachelor | Kulturelle Grundlagen II
«Verantwortung übernehmen!»
Was kann Architektur beitragen?
Architektur schafft die Grundlagen für ein gutes Leben. Deswegen steht viel auf dem Spiel beim Architekturschaffen. Entwürfe und Projekte berühren Wohnen, Arbeit und Besitz ebenso wie den Umgang mit endlichen Ressourcen. Das ist herausfordernd, zuweilen überfordernd. Denn die Entscheidungen von Architekt:innen sind stets eingebunden in einen weiten Kontext.
Wir gehen den Fragen nach, was Architektur beitragen kann zu einer verantwortungsvollen Gestaltung der Umwelt, wie Moral und Ethik die Entscheidungsfindung unterstützen, wie eine zukunftsfähige Verantwortungskultur von Architekt:innen beschaffen sein könnte und wo ihre Grenzen liegen. Dazu experimentieren wir mit unterschiedlichen Formaten. Wir schreiben, lesen und diskutieren. Vorlesungen beleuchten das berufliche Selbstverständnis gestern, heute und morgen. Und auf ‹Lerncanapés› suchen wir den direkten Dialog mit jeweils zwei verantwortungsbewussten Gäst:innen, die aus ihrem Berufsalltag erzählen.
Als Semesteraufgabe entwickeln die Studierenden Führungen für OpenHouse Basel, die den Fokus darauf legen, wie die ausgewählten Projekte Verantwortungsbewusstsein zeigen.
Dozentinnen
Prof. Christina Schumacher
Barbara Lenherr
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Selbst entwickelte Führungen an OpenHouse Basel (Zweierarbeit)
Form
Lektüre, Debatte, Vorlesungen und Architekturführungen
Lernziele
– eine eigene Position als Architekt:in entwickeln, reflektieren und vertreten – Sicherheit im Auftreten vor Publikum gewinnen.
– Das (fach)sprachliche Repertoire erweitern und den Ausdruck schärfen
Bildnachweis:
Vorher einfach wohnen, nachher schöner wohnen: Abrissliegenschaft für das Projekt Tilia von H&dM, Badenerstrasse 682 in Zürich. Bild aus dem Abriss Atlas.
Bachelor | Kulturelle Grundlagen II
Architekturvorlesung 3 + 7
4. + 6. Semester
Dozenten
Prof. Axel Humpert
Prof. Tim Seidel
ECTS 1
Bewertungsgrundlage Präsenzkontrolle (Testat)
Bildnachweis:
Burnham & Root, Charles Atwood: Reliance Building, Chicago 1890 – 1895
Schwellenarchitekturen
In Zeiten des Übergangs und der Veränderung waren es immer wieder Pioniere unter den Architektinnen und Architekten, die übergeordnete gesellschaftliche, architekturtheoretische und technische Entwicklungen aufnahmen und daraus neue räumliche Konzepte entwickelten. Ihre architektonischen Experimente waren dadurch gekennzeichnet, dass sie technisch und / oder formal nie konsistent ausformuliert waren. Diese Mischungen aus Bautraditionen und Elementen neuer Raumvorstellungen entstanden nur während sehr kurzer Übergangsphasen zwischen zwei Epochen, bevor die Weiterentwicklung des Neuen die Spuren nun überholter Konzepte verdrängte.
In einer persönlichen Auswahl verfolgen wir architektonische Entwicklungslinien und ihre Wechselwirkungen mit der Stadt und der Gesellschaft anhand von neun Projekten aus unterschiedlichen Epochen und in unterschiedlichen Massstäben. Querbezüge zwischen verschiedenen Entwicklungsebenen wie auch zwischen den gewählten Projekten ermöglichen es den Studierenden, die grossen Zusammenhänge zu verstehen, unter denen Architektur und Stadt entstehen
Bachelor | Kulturelle Grundlagen II
Architekturvorlesung 4 + 8
4. + 6. Semester
Alte und neue Kulturlandschaften
An historischen sowie aktuellen Beispielen wird die vielgestaltige Überformung der Erde durch den Menschen aufgezeigt. Welche Landschaftstypen lassen sich unterscheiden?
Wie sind sie aus der Wechselwirkung zwischen Standortbedingungen, Bewirtschaftungs- und Gesellschaftsformen entstanden? Welche räumlichen Entwicklungsperspektiven oder Einschränkungen sind mit Landschaft verknüpft? Gibt es eine urbane Kulturlandschaft?
Um sich diesen oder ähnlichen Fragen anzunähern und um an der Schnittstelle von Architektur, Städtebau und Landschaft kompetent argumentieren zu können, werden in der Vorlesung wesentliche Landschaftstheorien und Positionen zu Landschaft vorgestellt und diskutiert. Anschaulich ergänzt wird dieses theoretische Fundament durch ausgewählte Best-Practice-Beispiele der Landschafts- und Freiraumgestaltung und durch zwei Praxisberichte.
Das Lesen der Landschaft und ihrer Strukturen wird in einer Expedition in die Landschaft geübt. Für das eigene Entwurfsprojekt werden unterschiedliche Konzepte und Darstellungsweisen des Entwerfens von Landschaft und Freiräumen aufgezeigt.
Dozent
Dr. Andreas Nütten
ECTS 1
Bewertungsgrundlage
Präsenzkontrolle (Testat)
Bildnachweis:
Landschaft der Po-Ebene bei Principato di Lucedio Foto: Andreas Nütten, 2015
Bachelor | Technische Grundlagen II
Haustechnik / Nachhaltiges Bauen 1
4. Semester
Dozenten
Haustechnik: Stefan Waldhauser
Nachhaltiges Bauen: Gregor Steinke
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Regelmässige Teilnahme am Unterricht, benotete Übungen (Integration der Haustechnik und der Nachhaltigkeit in Projektvorlagen, Analyse vom eigenen Umfeld)
Unterricht
Die in den Vorlesungen angesprochenen Themen sind im Selbststudium zu vertiefen und in Projektbeispielen umzusetzen.
Bildnachweis:
Hochinstallierte Deckenzone in einem Spital
Foto: Stefan Waldhauser
Haustechnik
Die Akzeptanz und Integration der haustechnischen Anliegen werden immer wichtiger und um die damit verbundenen Probleme zu lösen, ist die integrale Zusammenarbeit zwischen Architekt:in und Fachpersonen unabdingbar. Hier liegt der Fokus des Unterrichts. Unter dem Titel ‹rechtzeitige Integration der Haustechnik in die Architektur› sollen Grundlagen vermittelt sowie konkrete Methoden und Hilfsmittel für die Umsetzung der umfangreichen Anforderungen vorgestellt werden. Nicht zuletzt geht es aber auch um die Sensibilisierung für das Thema Haustechnik und Nachhaltigkeit als Teil des Entwurfsprozesses.
Nachhaltiges Bauen
Auch die Dringlichkeit des nachhaltigen Bauens und die damit verbundenen Herausforderungen nehmen laufend zu und verlangen ein fundiertes Grundwissen. Dieses wird in Vorlesungen und im Selbststudium vermittelt, wobei die gleichnamige Norm SIA 112/1 die programmatische Leitlinie bildet. Konkret ist der Unterricht folgendermassen aufgebaut:
Haustechnik / Nachhaltiges Bauen 1
4. Semester
– Einführung in das nachhaltige Bauen. Einschätzung der gegenwärtigen Situation im Baubereich bezüglich dieser Thematik und Überblick über die wichtigsten Dokumente und Instrumente für Architekt:innen.
– Der Energiebedarf und die Energiebilanz von Gebäuden: Wozu wird Energie gebraucht und wie lässt sich der Energiebedarf beeinflussen?
– Was ist die 2000-Watt-Gesellschaft und welche Gebäude erreichen diese Ziele? Was bedeuten: Der Effizienzpfad Energie des SIA, die Gebäudestandards von Minergie, der Gebäudeenergieausweis der Kantone?
Lernziele
Die Studierenden sollen lernen, wie sie Anforderungen von Fachplaner:innen, speziell in der Wettbewerbs-, Konzept- und Vorprojektphase eines Projektes in ihre Projekte integrieren können. Sie sollen einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen und Hilfsmittel haben und lernen, Wichtiges von weniger Wichtigem zu unterscheiden und abzuschätzen, wie weit die eigene Kompetenz reicht, und wann Fachwissen nötig ist.
Bildnachweis:
Natürlich belüftetes PassivBürogebäude
Foto: Stefan Waldhauser
Bachelor | Technische Grundlagen II
Konstruktion 2
4. Semester
Dozenten
Marco Merz
Dr. Christoph Wieser
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Regelmässige Teilnahme am Unterricht
Semesterübung
Lernziele
Die Studierenden verstehen Konstruktion in einem ganzheitlichen Sinn und als Mittel zum architektonischen Entwerfen. Sie können die Zusammensetzung und Bedeutung von Bauteilen im Kontext eines Gebäudes kritisch reflektieren und diskutieren.
Bildnachweis:
Kunsthalle Rotterdam, 1992, OMA Rem Koolhaas.
Foto: Christoph Wieser
Teil und Ganzes 2
Konstruktion und Materialisierung eines Bauwerks sind zentral: Angesichts der Klimakrise und Energiewende kann nicht mehr mit beliebigen technischen Mitteln ein gewünschtes architektonisches Bild erzeugt werden. Vielmehr steht die Angemessenheit einer Lösung und die dazu erforderlichen Mittel im Vordergrund. Denn gebaut wird mit Materie, die nur in begrenzten Mengen vorhanden ist. Deshalb sollen die räumlich-gestalterischen Ideen auf eine möglichst effiziente, materialsparende, nachhaltige und der Nutzung entsprechenden Art in eine konstruktive Form übersetzt werden. Vitruv prägte für die Hauptfaktoren, denen jedes Bauwerk genügen muss, die drei Begriffe Zweckmässigkeit, Festigkeit und Anmut. Diesen bei Vitruv noch gleichbereichtigten Dreiklang gilt es heute bei jeder Aufgabe neu zu definieren. Auch im Frühlingssemester sollen die vielfältigen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Bereichen diskutiert werden. Im Mittelpunkt steht weiterhin das Verhältnis zwischen Konstruktion und Ausdruck, das anhand von Bauteilen thematisiert und untersucht wird.
4. Semester
Tragwerksentwurf – Theoretische Vertiefung und praktische Anwendung
Dieser Kurs baut auf dem Herbstsemester auf und behandelt zusätzliche Themen wie Bauen im Bestand und erdbebensicheres Bauen, die als theoretische Grundlagen des Tragwerksentwurfs für Architekt:innen notwendig sind.
Neben der Vertiefung der theoretischen Kenntnisse zielt dieser Kurs darauf ab, die erlernten Grundlagen konkret anzuwenden, indem Varianten des Struktursystems eines aktuellen Projekts untersucht werden, dessen Baustelle während des Semesters besichtigt wird.
Das Ziel dieser Studien ist es, den Einfluss der Wahl eines strukturellen Entwurfs zu verstehen, insbesondere im Hinblick auf die Einsparung von Material, die Kosten und die ökologischen Auswirkungen.
Dozierende
Simon Guldimann
Anne Kucera
Arthur Randé
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Projektarbeit mit Präsentation
Lernziele
– Selbstständig ein Tragwerkskonzept erstellen und beschreiben können
– Vertiefung der theoretischen und praktischen Kenntnisse über Tragwerke (Erdbebenwiderstand, Bauen im Bestand usw.).
– Grundwissen zu qualitativer Analyse bestehender Tragstrukturen
Bei der BIM-Methode werden, fokussiert auf die zu erreichenden Ziele, disziplinübergreifende Bauwerksmodelle genutzt, bei Bedarf angepasst oder wenn nötig neu erstellt. Darauf aufbauend erfolgt die Datenausgabe und -auswertung, um neue Kenntnisse zu gewinnen. Dies erfolgt unter Anwendung darauf abgestimmter Prozesse und Organisationsformen.
In VDC 3 + 4 werden die Grundlagen des digitalen Bauens aufbauend auf den Vorlesungen VDC 1 + 2 vermittelt.
Im Fokus stehen die beiden Hauptthemen:
– Digitale Bauwerksmodelle (Konzeptionelle Logik I Regeln und Richtlinien zur BIM-Modellierung / Digitale Bauwerksmodelle austauschen, zusammenstellen, prüfen, klassifizieren und auswerten.)
– BIM-Methode (Bezugsrahmen für eine Orientierung innerhalb der BIM-Methode / Interkulturelle Zusammenarbeit)
Semester
Improve, revise, advance
The four skills of reading, writing, listening and speaking as well as grammar and vocabulary will be revised and expanded upon. Reading and writing: students will improve their abilities to read for detail and overall meaning by being exposed to a variety of technical and everyday English texts. They will produce a portfolio of written texts (emails, letters, reviews, compositions, CVs, etc.) which demonstrate clear improvement over four semesters. Speaking and listening: students will increase their confidence and fluency in managing spoken discourse in a variety of contexts, while being exposed to native and non-native varieties of English. Students will present to their peers on a technical subject. Grammar and vocabulary: students will learn technical terms related to architecture as well as preparing for working life.
Dozentin
Catherine Shultis
ECTS
1
Bewertungsgrundlage
Tests and examinations, assessment of written and spoken work. Regular class attendance.
Vorkenntnisse
B1 level
Lernziele
Students will achieve a B2/C1 level (Council of Europe’s Common European Framework of Reference for Languages) after four semesters of English. This will enable students to fully participate academically or professionally in the field of architecture. Students will be introduced to multimedia resources to promote self-study and a lifelong use of the English language.
Unterricht
Classes are organized around student-centered activities (pair and group work), teacher-centered activities (lecture and presentation) and independent self-study.
Unterlagen
A Visual Dictionary of Architecture, second edition, by Francis D.K. Ching (ISBN 978-0-470-64885-8). Other materials to be announced on the first day of class.
Vertiefung/Wahlmodule 0 siehe separates Programm V0 siehe separates Programm
Vertiefung/Wahlmodule 1 siehe separates Programm V1 siehe separates Programm
Vertiefung/Wahlmodule 2 siehe separates Programm V2 siehe separates Programm
Vortragsreihe des Instituts am 18.3.26 um 13h in der Aula VI diverse Gäste gemäss separatem Programm Ein Haus… 19.0021.00 Uhr Gare du Nord EH diverse Gäste gemäss separatem Programm Schlusskritiken 3. OG SK Semestereinführung, 9.00 Uhr Aula unterrichtsfrei mit Aktivitäten unterrichtsfrei ohne Aktivitäten
Studienreise / Exkursion Semesterstart gemäss separatem Programm 02.O.18
Bachelor 3. Jahreskurs
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Synthese
6. Semester
Dozent
Conrad Kersting
Assistenz
Anouk André
Amos Mauri
Micha Ringger
ECTS
13
Bewertungsgrundlage
Projektarbeit benotet
Form
Entwicklung eines architektonischen Projekts im begleiteten Selbststudium, Tischkritiken, Zwischenkritiken, Schlusskritik
Rudolf Maeglin (1892 – 1971), Skelettbau, 1938, Öl auf Leinwand, 117 x 177 cm, Baloise Corporate Collection
Vom
tätigen Leben
Anlass
Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum ist neben der Klimakrise wohl eine der zentralen Herausforderungen des zeitgenössischen Bauens. Während der Boden, auf dem unsere Städte gründen, als endliche Ressource begrenzt ist, ziehen immer mehr Menschen in urbane Räume. Die Folge sind steigende Immobilienpreise und ein zunehmender Entwicklungsdruck auf verbleibende Flächen und Grünräume.
Diesem Trend steht die sinkende Nachfrage nach klassischen Büro- und Gewerbeflächen in gewisser Weise gegenüber. Der Leerstand solcher Immobilien nimmt Jahr für Jahr zu, und spätestens seit der Corona-Pandemie und der Etablierung des Homeoffice-Begriffs sind untergenutzte oder leerstehende Arbeitsräume verstärkt in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt. Die Umnutzung solcher Bauten zu Wohnzwecken ist seither fester Bestandteil des architektonischen Diskurses und der gebauten Praxis.
Solche Transformationsansätze verbleiben jedoch meist innerhalb bestehender räumlicher Kategorien: Sie zielen auf die technische Anpassung ehemals produktiver
Strukturen an eine konventionelle Wohnnutzung. Entsprechend stehen funktionale Fragen nach Belichtung, Erschliessung, Haustechnik oder Grundrissflexibilität im Vordergrund. Dabei wird jedoch eine grundlegendere Frage ausgeblendet: jene nach dem räumlichen Verhältnis von Wohnen und Arbeiten in unserer Gesellschaft.
Geschichte des Wohnens und Arbeitens
Wir sind es gewohnt, die Räume unseres täglichen Lebens in vermeintlichen Gegensätzen zu denken: Es gibt solche, in denen gewohnt wird, und solche, in denen gearbeitet wird. Diese beiden Raumkategorien werden wechselseitig im Rhythmus des (Arbeits-) Alltags zwischen Erwerbstätigkeit und Freizeit genutzt.
Diese räumliche Dialektik ist jedoch – wie ein Blick in die Geschichte zeigt – keine anthropologische Konstante, sondern ein relativ junges gesellschaftliches Konstrukt, das eng mit der Industrialisierung sowie der Organisation von Arbeit, Produktion und Effizienz verbunden ist. Erst mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Fabrikarbeit
Arbeit oder Wohnen?
Hugh Hefner in seinem Office-Bed, 1973
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Synthese
6. Semester
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor das Heim seine Funktion als Ort der Produktivität und wurde zum Gegenpol der Erwerbsarbeit: ein Raum der Erholung, der Reproduktion und des privaten Rückzugs.
Diese Trennung prägte nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Struktur unserer Städte: Produktionsstätten und Wohnquartiere wurden funktional separiert, Boden entsprechend seiner ökonomischen Verwertbarkeit organisiert. In diesem Prozess formte sich ein Wohnbegriff, der sich wesentlich über die Abwesenheit von Arbeit definierte. Wohnen wurde dabei als passiver Zustand verstanden, nicht als tätige, gesellschaftlich wirksame Praxis.
Der Schriftsteller Georges Perec beschreibt diese Reduktion pointiert, wenn er feststellt, dass in der Arbeiterwohnung des 20. Jahrhunderts «(…) Schlafzimmer kaum eine grössere Rolle spielen als der Besenschrank (in den Besenschrank kommt der Staubsauger; ins Schlafzimmer kommen die erschöpften Körper: beides verweist auf die gleichen Erholungs- und Pflegefunktionen).» Die funktionale Trennung von Arbeiten und Wohnen ist damit zugleich eine kulturelle wie räumliche Setzung, die bis heute in unseren Gebäuden und Städten fortwirkt.
Vom Arbeiten und Tätigsein
In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Praxis wird Arbeit meist stark verengt verstanden. Gemeint ist in der Regel produktive, wertschöpfende Arbeit – jene Form von Tätigkeit, die messbar ist, Einkommen generiert und sich in ökonomischen Kennzahlen abbilden lässt. Andere Formen des Tätigseins bleiben demgegenüber häufig unsichtbar oder werden nicht als Arbeit gelesen: Sorge- und Care-Arbeit, soziale und gemeinschaftliche Tätigkeiten, ehrenamtliches Engagement, informelle Netzwerke des Austauschs, der Bildung oder der gegenseitigen Unterstützung; so bezeichnen wir einen Menschen ohne Anstellung etwa als vermeintlich arbeitslos.
Die deutsch-amerikanische Philosophin Hannah Arendt hat diese Entwicklung in ihrem Werk Vita Activa oder Vom tätigen Leben grundlegend analysiert und kritisch hinterfragt. In diesem Buch analysiert sie die Bedingungen menschlichen Lebens aus einer gesellschaftlichen und politischen Perspektive und plädiert dafür, den engen Begriff der Arbeit zu überwinden und stattdessen ein umfassenderes Verständnis menschlicher Tätigkeit in den Blick zu nehmen. Sie unterscheidet zwischen drei grundlegenden Formen menschlicher Tätigkeit: Arbeiten als lebensnotwendiger, zyklischer Selbsterhalt (Kochen, Waschen, Putzen), Herstellen als Produktion dauerhafter Artefakte (Herstellen von Dingen, Maschinen, Möbeln…) und Handeln als soziales und politisches In-Beziehung-Treten zwischen
KI-Prompt: Stelle dir eine Szene aus einem Jaques Tati Film vor, in dem eine Familie in einem ChemieLabor lebt.
Menschen. Dabei plädiert sie dafür, das Leben als ein Tätiges In-der-Welt-Sein zu begreifen und die scheinbare Dichotomie von Arbeit und Freizeit zu überwinden. In ihrer Gesellschaftskritik warnt sie mit Bezug auf den von ihr vorhergesehenen Aufstieg der Maschinen:
«Was uns bevorsteht, ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige Tätigkeit, auf die sie sich noch versteht. Was könnte verhängnisvoller sein?»
Angesichts aktueller Entwicklungen im Bereich von Automatisierung und künstlicher Intelligenz, aber auch gesellschaftlicher Debatten um Post-Work-Societies, Vier-TageWochen oder Grundeinkommen wirkt diese Diagnose erstaunlich aktuell. Die neuen Zentren der Produktivität – automatisierte Labore, Logistiksysteme, Server- und Rechenzentren – kommen weitgehend ohne menschliche Präsenz aus. Arendts Konzept eines tätigen Lebens eröffnet damit nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
Synthese
6. Semester
räumliche Fragestellung: Welche architektonischen und städtebaulichen Strukturen ermöglichen es, Wohnen, Produzieren und Handeln nicht als Gegensätze, sondern als Facetten ein und desselben tätigen Lebens zu verstehen? Wie lässt sich Care- oder Beziehungsarbeit räumlich fördern, und welchen Ausdruck nimmt derweil eine Form von Arbeit an, die zunehmend ohne unmittelbares menschliches Zutun stattfindet und zugleich räumlich, energetisch und infrastrukturell höchst anspruchsvoll ist?
Aufgabe
Wir nehmen diese Fragen zum Anlass, um sowohl über die Transformation bestehender baulicher Strukturen als auch über gesellschaftliche und räumliche Konventionen nachzudenken. Als Experimentierfeld für diese Überlegungen dient der Novartis Campus im Norden der Stadt Basel.
Das Areal entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als industrieller Produktionsstandort der Firma Sandoz ausserhalb der damaligen Stadt. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich hier ein dicht bebautes Fabrik- und Forschungsareal, während die Stadt bis an die Tore des Firmengeländes wuchs. Nach der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz zur Novartis im Jahr 1996 wurde das ehemalige Industriegebiet zum globalen Hauptsitz eines inzwischen international operierenden Unternehmens.
Ab den 2000er-Jahren erfolgte eine umfassende Verdichtung und bauliche Weiterentwicklung auf Grundlage eines Masterplans von Vittorio Magnano Lampugnani, ironischerweise nach dem Vorbild der europäischen Wohnstadt des 19. Jahrhunderts. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Infrastrukturen erneuert, Produktionsbauten ersetzt und öffentliche Wege wie die Hüningerstrasse geschlossen und überbaut. Der Campus wurde damit zur räumlich abgeschlossenen Enklave der Privatwirtschaft. Lange Zeit war das Areal ausschliesslich für Mitarbeitende zugänglich. Erst seit 2022 erfolgt eine schrittweise Öffnung der Aussenräume und Erdgeschosszonen für die Öffentlichkeit.
Heute steht der Campus an einem Wendepunkt. Globale wirtschaftliche Verschiebungen, technologische Entwicklungen und veränderte Produktionsbedingungen stellen die langfristige Zukunft des Areals infrage. Die ursprünglich angenommene Zahl der Mitarbeitenden von weit über 7’000 Arbeitsplätzen wurde nie erreicht, der Masterplan nie vollendet. Mehrere Gebäude sind unternutzt, stehen leer oder sind vom Abriss bedroht. Zugleich werden überschüssige Büroflächen an Drittnutzende vermietet.
Bachelor | Analyse, Entwurf, Konstruktion
6. Semester
Damit steht der Campus – zwischen industrieller Vergangenheit, globaler Wissensökonomie und partieller Öffnung – exemplarisch für die Frage, wie Orte der Produktivität künftig Teil des urbanen Lebens werden können.
Für das Semester gehen wir von einer fiktiven, aber plausiblen Annahme aus: Die bisher zaghafte Öffnung des Areals wird vollständig vollzogen, das Gelände wird Teil des öffentlichen Stadtraums, und der ehemalige Campus transformiert sich schrittweise zu einem neuen Stadtquartier in prominenter Lage zwischen Rhein, Landesgrenze und St. Johann. Unter dieser Prämisse wird aus dem ehemaligen Firmengelände ein Quartier des tätigen Lebens.
Arbeitsweise
In einem ersten Schritt analysieren die Studierenden in Kleingruppen das Areal unter unterschiedlichen Gesichtspunkten und halten ihre Erkenntnisse in Form von Karten fest. Parallel dazu nähern wir uns mit Texten und Übungen der Frage des tätigen Lebens sowie den räumlichen Dispositionen von Wohnen und Arbeiten.
Im zweiten Schritt entwickeln die Studierenden in Grossgruppen drei Visionen für die Transformation des Areals. Dabei wird jedem Szenario eine andere Ausgangslage zugrunde gelegt. Ziel ist es, in verschiedenen Szenarien Vorstellungen davon zu entwickeln, wie aus dem heutigen Firmengelände ein Quartier des tätigen Lebens entstehen kann.
Im dritten Schritt entwickelt jede:r Student:in einen konkreten Baustein innerhalb des grösseren Szenarios und erarbeitet ein spezifisches Transformationsprojekt. Der Fokus liegt hierbei auf dem Umbau des Bestands, Neubauten sind jedoch in Übereinstimmung mit dem übergeordneten Konzept ebenfalls möglich.
Die jeweiligen Gebäude sollen zum Lebensort für mindestens 100 Personen und zu einem beispielhaften Baustein für eine Stadt des tätigen Lebens werden. Art, Form und Bedingungen dieser Tätigkeit sind nicht vorgegeben, sondern von den Studierenden selbst zu definieren, räumlich zu entwickeln und kritisch zu hinterfragen. Auch eine räumliche Integration von Produktionsstätten ist denkbar, aber nicht zwingend.
Ziel ist es, das Areal – vom Massstab des Städtebaus bis zum Grundriss – im Sinne eines tätigen Lebens neu zu denken und die tradierten Kategorien von Wohnen und Arbeiten zugunsten eines umfassenderen Begriffs von Leben zu überwinden.
Bachelor | Kulturelle Grundlagen III
Geschichten und Theorien der Architektur 6
6. Semester
Dozent
Prof. Dr. Erik Wegerhoff
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Selbständige Aufgabe, Präsenz in den Lehrveranstaltungen
Form
Seminar, Exkursionen
Lernziele
Ausbildung eines kritischen Reflexionsvermögens über Architektur und Berücksichtigung nicht allein des Fachdiskurses
Bildnachweis:
Das Pantheon bekommt auf Google Maps 4.8 Sterne.
Foto: Erik Wegerhoff, Januar 2025
Artikel, Songs und Filme. Formen der Architekturkritik Wenn das Pantheon bei Google Maps mit 4.8 Sternen bewertet wird («Die Architektur ist atemberaubend»), ist Architekturkritik längst kein Privileg einer etablierten Profession mehr. Bauten sind einer breiten Nutzerschaft ausgesetzt, und die hat offenbar auch Jahrtausende später noch so ihre Meinungen. Professionelle Architekturkritik hingegen mag Kaninchen und andere Maskottchen vergeben, doch ihr mangelt es im Gegensatz etwa zur Literatur- und Theaterkritik oft an Biss.
Dieses Seminar setzt sich mit professioneller und dilettantischer Architekturkritik, ihren Produktionsbedingungen und ihrer Geschichte auseinander. Popgrössen wie Adriano Celentano und Songwriter wie Malvina Reynolds attackierten schon in den 1960ern Versiegelung und Monotonie, Michelangelo Antonioni führt in La notte (1961) subtil die Melancholie des neuen Mailands vor Augen, Kelly Reichardt zeichnet in Wendy and Lucy (2008) ein tristes Bild der Autoorientierung amerikanischer Städte. Wir setzen uns mit all solchen Formen der Kritik auseinander und verfassen über das Semester hinweg selbst eine Architekturkritik. Fundiert, und gerne: kritisch.
6. Semester
Zum Stand der Dinge
Die Studierenden setzen sich mit gestalterischen Haltungen, Strömungen und Denkweisen der letzten hundert Jahre auseinander.
In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Werkbund SWB entsteht eine Publikation, die gestalterische Epochen der Moderne von den 1920er-Jahren bis heute untersucht. Im Fokus stehen weniger einzelne ikonische Werke als vielmehr die prägenden Strömungen, Kontexte und Haltungen der jeweiligen Zeiträume.
Durch Recherche und visuelle Analysen machen die Studierenden Gemeinsamkeiten, Brüche und Verschiebungen sichtbar und entwickeln eigene Lesarten. Das Semester endet mit einer Publikation, die neue Perspektiven auf gestalterisches Schaffen eröffnet, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und den sorgfältigen Umgang mit Ressourcen.
Dozent
Mathis Füssler
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Semesterabgabe
Form
Semesterprojekte
Lernziele
– Erkundung komplexer Systeme und Umgebungen
– Schulung des Sehens
– Umsetzung kreativer Ideen und abstrakter Denkweisen in angewandte Darstellungsformen
Unterricht
– Exkursionen
– Vorträge und Vorlesungen
– Aufträge und Besprechungen
– Gruppenarbeiten
Bildnachweis:
Plakat: Museum für Gestaltung
Zürich, Swiss Design Collection, Grafik: Norm
Bachelor | Kulturelle Grundlagen III
Architekturvorlesung 3 + 7
4. + 6. Semester
Dozenten
Prof. Axel Humpert
Prof. Tim Seidel
ECTS 1
Bewertungsgrundlage Präsenzkontrolle (Testat)
Bildnachweis:
Burnham & Root, Charles Atwood: Reliance Building, Chicago 1890 – 1895
Schwellenarchitekturen
In Zeiten des Übergangs und der Veränderung waren es immer wieder Pioniere unter den Architektinnen und Architekten, die übergeordnete gesellschaftliche, architekturtheoretische und technische Entwicklungen aufnahmen und daraus neue räumliche Konzepte entwickelten. Ihre architektonischen Experimente waren dadurch gekennzeichnet, dass sie technisch und / oder formal nie konsistent ausformuliert waren. Diese Mischungen aus Bautraditionen und Elementen neuer Raumvorstellungen entstanden nur während sehr kurzer Übergangsphasen zwischen zwei Epochen, bevor die Weiterentwicklung des Neuen die Spuren nun überholter Konzepte verdrängte.
In einer persönlichen Auswahl verfolgen wir architektonische Entwicklungslinien und ihre Wechselwirkungen mit der Stadt und der Gesellschaft anhand von neun Projekten aus unterschiedlichen Epochen und in unterschiedlichen Massstäben. Querbezüge zwischen verschiedenen Entwicklungsebenen wie auch zwischen den gewählten Projekten ermöglichen es den Studierenden, die grossen Zusammenhänge zu verstehen, unter denen Architektur und Stadt entstehen
Architekturvorlesung 4 + 8 4. + 6. Semester
Alte und neue Kulturlandschaften
An historischen sowie aktuellen Beispielen wird die vielgestaltige Überformung der Erde durch den Menschen aufgezeigt. Welche Landschaftstypen lassen sich unterscheiden? Wie sind sie aus der Wechselwirkung zwischen Standortbedingungen, Bewirtschaftungs- und Gesellschaftsformen entstanden? Welche räumlichen Entwicklungsperspektiven oder Einschränkungen sind mit Landschaft verknüpft? Gibt es eine urbane Kulturlandschaft?
Um sich diesen oder ähnlichen Fragen anzunähern und um an der Schnittstelle von Architektur, Städtebau und Landschaft kompetent argumentieren zu können, werden in der Vorlesung wesentliche Landschaftstheorien und Positionen zu Landschaft vorgestellt und diskutiert. Anschaulich ergänzt wird dieses theoretische Fundament durch ausgewählte Best-Practice-Beispiele der Landschafts- und Freiraumgestaltung und durch zwei Praxisberichte. Das Lesen der Landschaft und ihrer Strukturen wird in einer Expedition in die Landschaft geübt. Für das eigene Entwurfsprojekt werden unterschiedliche Konzepte und Darstellungsweisen des Entwerfens von Landschaft und Freiräumen aufgezeigt.
Dozent
Dr. Andreas Nütten
ECTS
1
Bewertungsgrundlage
Präsenzkontrolle (Testat)
Bildnachweis:
Landschaft der Po-Ebene bei Principato di Lucedio Foto: Andreas Nütten, 2015
Bachelor | Technische Grundlagen III
Akustik
6. Semester
Dozent
Martin Lienhard
1
Bewertungsgrundlage
Regelmässige Teilnahme am Unterricht
Schriftliche Prüfung
Bildnachweis:
Ingenieurin Im Tonstudio
Foto von ThisIsEngineering auf www.pexels.com
Bauakustik
Die Themen des Semesters sind Raumakustik, Luftschallund Trittschalldämmung, Geräusche von haustechnischen Anlagen und Bauen an lauten Lagen (Aussenlärm). Der Unterricht ist als Vorlesung gestaltet, in die nach Möglichkeit die aktuellen Projekte der Studierenden einbezogen werden sollen.
Raumakustik: Ausgehend von den Eigenschaften des Gehörs wird ein Verständnis für raumakustische Fragen entwickelt: Sprachverständlichkeit, Anforderungen an Räume für Musik, Lärmbekämpfung mit raumakustischen Mitteln, aber auch der Umstand, dass die akustischen Eigenschaften eines Raumes diesen stark charakterisieren und prägen – ebenso wie Farbe und Form. Wenn auch die akustischen Eigenschaften meist eher unbewusst wahrgenommen werden, werden sie doch wahrgenommen und sind ein wesentlicher Teil des Gesamteindrucks eines Raumes.
Luftschall- und Trittschalldämmung: Es werden die rechtlichen Aspekte beleuchtet, die Anforderungen der Norm erläutert und Möglichkeiten zur baulichen konstruktiven und materiellen Umsetzung besprochen.
Bauen an lärmbelasteten Lagen: Es werden die rechtlichen Aspekte im Rahmen einer Baubewilligung erörtert wie auch planerische und gestalterische Massnahmen zur Lärmreduktion.
Bachelor | Technische Grundlagen III
6. Semester
Planen und Bauen II «Bauen bedeutet Zerstören, zerstöre mit Verstand ... und Freude.» Luigi Snozzi
Planen beinhaltet die Fähigkeit der gedanklichen Vorwegnahme eines Prozesses. Der Planungsprozess wird durch unsere kognitiven Fähigkeiten, wie Erfahrung und Wissen, massgebend beeinflusst bzw. gesteuert, auch wenn unsere Aufgabe mehrheitlich durch rationale Strukturen definiert ist und letztlich eine abstrakte Handlung darstellt. Zu unseren Eigenschaften zählt zwar die Kompetenz, komplexe Aufgaben analysieren und werten zu können, bei der Gesamtbetrachtung unserer Arbeit sind intuitive Kriterien hingegen ebenso bestimmend.
Verteilt über zwei Semester werden wir versuchen, uns einen Überblick über die weichen und die harten Faktoren, die den Planungsprozess nachhaltig beeinflussen, zu verschaffen. Bereits während des Semesters soll eine gesamtheitliche Betrachtung in den architektonischen Planungsprozess einfliessen.
Dozenten
Marco Merz
Dr. Christoph Wieser
ECTS 2
Bewertungsgrundlage
Regelmässige Teilnahme am Unterricht
Semesterarbeit benotet
Bildnachweis:
Schulhaus St. Leonhard, St. Gallen, Clauss Kahl Merz, Baustelle 2017. Foto: Marco Merz
Bachelor | Technische Grundlagen III
Baurealisation 2
6. Semester
Konkret beschäftigen wir uns auch im zweiten Semester mit den Instrumenten einer Planung sowie der Organisation des eigentlichen Bauprozesses, ohne aber dabei die Nähe der physischen Realität zu vergessen. Nur so werden wir über den Verstand befähigt, der Zerstörung mehr abzuverlangen als das Notwendige
Schulhaus St. Leonhard, St. Gallen, Clauss Kahl Merz, Baustelle 2016. Foto: Marco Merz
Semester
Bauphysik in der Praxis
Nachdem in den ersten drei Semestern die Grundlagen der Bauphysik – und speziell zum Wärme- und Feuchteschutz – gelegt wurden, widmen wir uns im sechsten Semester der anwendungsorientierten Bauphysik. Hierzu werden nicht mehr einzelne Themen der Bauphysik in Grundlagen und Theorie betrachtet, Bauteile berechnet oder Nachweise erarbeitet, sondern Baukonstruktionen aus Sicht der Bauphysik kritisch hinterfragt und bearbeitet. Für die Bearbeitung stützen wir uns auf die allgemeinen Regeln der Bautechnik und unser physikalisches Grundverständnis.
Dozent
Prof. Roger Blaser
ECTS
2
Bewertungsgrundlage
Schriftliche Prüfung und Projektarbeiten
Lernziele / Fachkompetenz – Zusammenhänge zwischen Entwurf und Konstruktion sowie der Bauphysik erkennen und verstehen.
– Ermittlung der spezifischen, physikalischen Rahmenparameter in Abhängigkeit der Konstruktion – Verstehen und Anwenden der allgemein anerkannten Regeln der Baukunde in Bezug auf die Bauphysik
– Methodenkompetenz
– Selbstständiges Erarbeiten und Erstellen von Beurteilungskriterien – Nutzen einer planungsorientierten Qualitätssicherung
Bildnachweis:
Mock-Up einer Fassadenausbildung zur Bemusterung / Überprüfung der Machbarkeit. Foto: Roger Blaser
Bachelor | Thesis
6. Semester
Dozierende
Deniz Bilgin
Conrad Kersting
Marco Merz
Christina Schumacher
Gregor Steinke
Stefan Waldhauser
ECTS
4
Bewertungsgrundlage
Vertiefungsarbeit auf Basis des 6. Semesterprojekts, benotet
Form
Dokumentation des 6. Semesterprojekts, Vertiefungsarbeiten zu allgemeinen projektspezifischen Grundlagen, zur Konstruktion, zum statischen Konzept, zum haustechnischen Konzept und zur Nachhaltigkeit (soziale Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit, ökologische Nachhaltigkeit).
Bachelor of Arts in Architektur
Der Titel ‹Bachelor of Arts FHNW in Architektur› befähigt die Absolventen und Absolventinnen einerseits als Architekt, Architektin zu arbeiten und ist andererseits Voraussetzung für ein Masterstudium.
Grundlage der Arbeit bleibt der in den Semesterprojekten erprobte fächerübergreifende Projektunterricht. Die Verpflichtung auf dieses Prinzip ist in der Tatsache begründet, dass Architektur immer interdisziplinär betrachtet, entwickelt und realisiert wird.
Für die Bachelor-Thesis steht ein Zeitfenster von 3 Wochen im Anschluss an das Frühjahrssemester zur Verfügung. Basis bildet das Semesterprojekt Architektur ‹Synthese› im 6. Semester. Wenn dieses nachgebessert werden muss (Fx-Benotung), kann die Thesis erst im Anschluss an das folgende Herbstsemester im Januar erarbeitet werden.
Ein nicht bestandenes Semesterprojekt Architektur ‹Synthese› im 6. Semester (F-Benotung) kann erst im folgenden Frühjahrssemester wiederholt und die BachelorThesis im Anschluss daran im Juni erarbeitet werden.
Gewichtung
Dokumentation Semesterprojekt
Allg. projektspezifische Grundlagen
Konstruktive Vertiefung
(verantwortlich: Conrad Kersting)
Statisches Konzept (verantwortlich: Deniz Bilgin)
Haustechnisches Konzept (verantwortlich: Stefan Waldhauser)
Vertiefung
Ökonomische Nachhaltigkeit (verantwortlich: Marco Merz)
Ökologische Nachhaltigkeit (verantwortlich: Gregor Steinke)
Soziale Nachhaltigkeit (verantwortlich: Christina Schumacher)
Ausstellungsdauer Dienstag 22.09.2026 bis Montag 29.10.2026
Ausstellungsort Windfang EG Campus Muttenz
Diplomfeier
Datum / Ort Freitag 25.09.2026, Aula Campus Muttenz
V fm Mathis Füssler Vorlesung AEK 7 02.N.21 AEK7 st / hua Tim Seidel / Axel Humpert Vorlesung AEK 8 02.N.21 Start 6.3.2026 AEK8 na Dr. Andreas Nütten Baurealisation 2
siehe separates Programm
Vertiefung/Wahlmodule 0 siehe separates Programm
Vertiefung/Wahlmodule 1 siehe separates Programm V1 siehe separates Programm
Vertiefung/Wahlmodule 2 siehe separates Programm V2 siehe separates Programm
Gäste gemäss separatem Programm
3. OG
Semestereinführung, 9.00 Uhr Aula unterrichtsfrei mit Aktivitäten unterrichtsfrei ohne Aktivitäten Studienreise / Exkursion Semesterstart gemäss separatem Programm 02.O.18
Bachelor Vertiefung
Bachelor | Vertiefung
Architekturfotografie
4. + 6. Semester
4. Semester › 1 Vertiefungsfach
6. Semester › 2 Vertiefungsfächer
Dozent
Julian Salinas
ECTS 1
Bewertungsgrundlage
Testat (Präsenzkontrolle)
Ausdrucke und Vergrösserungen der besten Bilder
Lernziele
– Technische Aspekte – Grundlagen der Architekturfotografie
– Arbeiten mit analogen Kameras – Arbeiten im s/w-Labor – Bildbesprechung und -bewertung
Vorkenntnisse
Keine
Mitbringen
Falls vorhanden digitale oder analoge Spiegelreflexkamera
Bildnachweis:
Tramstation Freilager Foto: Samuel Bongartz / Kurs HS25
Digitale und analoge Fotografie
Wir beginnen den Workshop mit der analogen Fotografie, bauen unsere eigene Lochkamera und experimentieren mit der Camera Obscura. Es wird direkt auf Fotopapier fotografiert und die Negative können im SchwarzweissFotolabor vergrössert werden.
Inhaltlich bewegen wir uns auf dem Dreispitzareal, das strukturell und architektonisch eine breite Palette an Objekten zum Fotografieren bietet.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Bildbetrachtung mit Bewertung und Diskussion der eigenen Bilder. Gemeinsam werden wir nicht nur die technischen Aspekte der Fotografie erkunden, sondern auch die künstlerische Gestaltung und den individuellen Ausdruck besprechen.
4. + 6. Semester
Farbe und Ort
Wie wirkt Farbe im Raum?
Wie gestaltet man mit Farbe? Welche Farbsysteme werden bei der Farbgestaltung verwendet?
Auf einer Exkursion untersuchen und analysieren wir Farbe im gebauten Raum und gehen der Frage nach, welches Potenzial sie in der Architektur hat.
Im Atelier wird Farbe durch Farbabnahmen und das Mischen von Farben unmittelbar erfahrbar. In einfachen Raummodellen experimentieren und gestalten wir mit Farbe und erproben verschiedene Farbgebungen für ein eigenes oder fiktives Bauprojekt.
4. Semester › 1 Vertiefungsfach
6. Semester › 2 Vertiefungsfächer
Dozentin
Eva Molina
ECTS
1
Bewertungsgrundlage
Testat (Präsenzkontrolle)
Regelmässige Teilnahme
Lernziele
– Sensibilisierung für Farbe in der Architektur – Erlangen von mehr Sicherheit beim Gestalten mit Farbe – Kennen von Kriterien für den Einsatz von Farbe im Raum
Vorkenntnisse
Grundlagen der Farbtheorie (Farbkontraste nach Itten, Biologie des Farbensehens, Farbentstehung)
1 Woche Unterricht vor Ort, ev. kleine Vor- und Nachbereitungsarbeiten
Lernziele – Praxisbezogene Forschung (Kenntnisse zum Umgang mit Wiederverwendeten Bauteilen & Konstruktionsverständnis im Umgang mit dem Material Backstein gewinnen)
– Weiterentwicklung aus Semesterentwürfen (4.Sem. FS 26 AEK-Modul)
Vorkenntnisse
Teilnahme AEK-Modul 4.Semester von Vorteil aber nicht zwingend.
Zeichnung: Tons of Bricks, Noël Fischer
Das Wahlfach ‹Hands on Bricks› bildet den praktischen Höhepunkt des Forschungsprojekts Re-Use Wand Module (ReWaMo). In einem einwöchigen Workshop erproben Studierende der FHNW in Zusammenarbeit mit Studierenden der BFH die Wiederverwendung von Backsteinmauerwerk – von der Aufbereitung gebrauchter Bauteile bis zur baulichen Umsetzung im Massstab 1:1. Auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Passavant Iselin in Allschwil entstehen gebaute Prototypen, die unterschiedliche Fügungs-, Material- und Gestaltungsprinzipien sichtbar machen. Die Teilnehmenden arbeiten interdisziplinär mit Fachleuten aus Bau, Rückbau und Forschung zusammen, erwerben praktische Kenntnisse im Umgang mit wiederverwendeten Materialien und reflektieren den Bauprozess aus gestalterischer, konstruktiver und materialökologischer Perspektive. So entsteht ein gemeinsames Reallabor zirkulärer Baukultur, das Entwurf, Handwerk und wissenschaftliche Reflexion verbindet – mit dem Ziel, eine ressourcenschonende Baupraxis konkret erfahrbar zu machen.
Output: Gebaute Mockups aus wiederverwendetem Backstein, Erwerb handwerklicher Kompetenzen, Dokumentation und Ausstellung Reflexion zu Kreislaufprinzipien im Bauen
MiniMaxi: Zukunftsvisionen von heute
4. + 6. Semester
Science Fiction erweitert durch ihre Themen und ihre Auseinandersetzung mit unseren gemeinsamen gesellschaftlichen und kulturellen Anliegen unser Verständnis von Architektur, Urbanismus und Design. Dabei geht es nicht um ‹bold visions of the future›, sondern um fundierte Untersuchungen der kreativen und intellektuellen Impulse moderner Probleme. Wir nehmen unsere Zukunft vorweg, indem wir unsere Gegenwart auf den Kopf stellen.
Architektonischer und urbaner Raum verbindet Zeit, Raum und Menschen; im Film ist er viel mehr als nur Szenografie. Der künstlerische Wert grossartiger Architektur und Designs im und durch den Film liegt nicht nur in ihrer materiellen Existenz, sondern auch in den Bildern, Ideen und Emotionen, die sie beim Zuschauer hervorrufen. Letztendlich ermöglicht sie uns, die Vergangenheit zu verstehen, um für die Zukunft zu gestalten.
Vier Filme wurden ausgewählt, um sie anzuschauen, zu erkunden und zu diskutieren: Akira (Katsuhiro Otomo, Japan,1988), Brazil (Terry Gilliam, UK, 1985), Blade Runner 2049 (Denis Villeneuve, USA, 2017) und Jodorowsky's Dune (Frank Pavich, Frankreich/USA, 2013).
Regelmässiger Kursbesuch und aktive Teilnahme im Kurs. An den Unterrichtstagen werden abwechselnd Filme angeschaut (inklusive eines Textes zum Mitnehmen) und in der darauffolgenden Unterrichtsstunde aktiv über den Film und die Texte diskutiert.
Lernziele
Grundsätze und Theorien der Architektur, des Urbanismus und des Designs, wie sie in Filmen geschaffen, interpretiert und verstanden werden.
Welche Klänge ziehen dich an? Welche Klangräume stören dich? Wie kannst du den Klang deiner Umgebung gestalten?
Erforsche die akustische Dimension unserer Umwelt und öffne deine Ohren für neue Klangperspektiven und das Potenzial urbaner Klanggestaltung.
Entdecke herausragende Hörorte, beobachte aussergewöhnliche Klangphänomene und erlebe geführte Klangspaziergänge im Stadtraum von Basel.
Wir hinterfragen unsere Beziehung zu den städtischen Geräuschen und lernen, wie diese aktiv beeinflusst und gestaltet werden können. Gemeinsam erfassen wir Klänge, nutzen Tonaufnahmen als kreatives Gestaltungsmittel, komponieren eigene Klanglandschaften und erweitern unser Verständnis für die Soundscape der Stadt.
Kunst im öffentlichen Raum in der Stadt Basel
Im Kurs erkunden die Teilnehmenden bei gemeinsamen Spaziergängen Kunstwerke im öffentlichen Raum von Basel, die in den letzten 100 Jahren entstanden sind. Sie betrachten ausgewählte Werke, lernen teilweise auch die Künstler:innen kennen und beschäftigen sich durch Dokumentation und Recherche mit deren Bedeutung.
Bachelor | Vertiefung Spazieren
4. + 6. Semester
4. Semester › 1 Vertiefungsfach
6. Semester › 2 Vertiefungsfächer
Dozent
Michel Pfister
ECTS 1
Bewertungsgrundlage
Testat (Präsenzkontrolle)
– regelmässige Teilnahme an den Spaziergängen
– gemeinsame Dokumentation der besuchten Kunstwerke
Lernziele
– Bewusstes Wahrnehmen von Kunst in der Stadt Basel
– Austausch über die entdeckten Werke
– Entwicklung eines persönlichen Bezugs zu einem Kunstwerk
Abgabe eines Renderings basierend auf einem Entwurfsprojekt (hinsichtlich Schlussabgabe)
Lernziele
Selbstständiges Visualisieren mit Blender
Vorkenntnisse
Es muss ein fertiges 3-dimensional aufgebautes Projekt mitgebracht werden.
Bildnachweis:
Visualisierung Casa Celeste, Mexiko Architekturbüro fm unlimited GmbH
3D-Räume inszenieren
Der Kurs vermittelt die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten, um Blender – eine vielseitige 3D-Modellierungs-, Rendering- und Animationssoftware – effektiv in der architektonischen Arbeit einzusetzen. Das erste Modul verschafft einen umfassenden Überblick über die Software und deren Anwendung in der Architektur, mit Einführung in die Benutzeroberfläche und Navigation in 3D-Räumen. Danach lernst du, Materialien und Texturen zu erstellen und anzuwenden, um realistische Oberflächen zu erzeugen. Im dritten Modul behandeln wir die Themen Beleuchtung und Rendering, damit du deine architektonischen Szenen optimal beleuchten und erstellen kannst. Abschliessend gehen wir auf Kameraeinstellungen, Kompositionstechniken und die Nachbearbeitung von gerenderten Bildern ein.
Der Kurs wird durch praktische Übungen ergänzt, bei denen du das Gelernte direkt anwenden kannst. Um sicherzustellen, dass ihr das volle Potenzial von Blender für eure architektonischen Projekte ausschöpfen könnt, besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen sowie einzelne Themen zu diskutieren.
Frische Architekturkritik
Architektur braucht Öffentlichkeit und Reflexion – die Architekturkritik ist die lebendigste Form des schriftlichen Dialogs. Sie ist jedoch weitgehend aus der Tagespresse verschwunden. Dafür eröffnen uns jungen Berufsleuten und neue Medien die Chance, den öffentlichen Diskurs über Architektur zu beleben und so zu einer besseren Baukultur beizutragen.
Wir lernen, Architektur zu betrachten, zu beurteilen und unsere Position klar zu formulieren. Architekturkritik geht über die reine Beschreibung eines Bauwerks hinaus: Sie setzt es in einen thematischen und zeitlichen Kontext, etwa Umwelt- und Klimafragen, Ressourcenverbrauch oder gesellschaftliche Entwicklungen.
Gute Architekturkritik beleuchtet ein Objekt aus verschiedenen Perspektiven: Respektvoll, begründet und klar argumentiert. Ziel ist eine frische und überzeugende kritische Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt.
– Kreislaufgerecht Planen: Re-Use als Ressource nutzen
Institut Digitales Bauen
– Digitales Bauen gemeinsam erleben
Master in Architektur
Das Master-Studium
Der Master-Studiengang bietet die Gelegenheit, architektonisches Wissen und Fertigkeiten zu vertiefen und diese auf komplexere Fragestellungen anzuwenden. Ziel der Ausbildung auf Masterstufe ist es, die Studierenden auf eine selbständige, verantwortungsbewusste berufliche Praxis vorzubereiten. Die inhaltlichen Schwerpunkte unseres Unterrichts und unserer Forschung sind mit den drei Begriffen Haus – Siedlung – Landschaft umrissen.
Die Architekturausbildung auf Masterstufe unterscheidet sich in wichtigen Aspekten vom Bachelor-Unterricht, in ihrem Wesen verbindet sie aber auch die Idee des fächerübergreifenden Projektunterrichts. Die Verpflichtung auf dieses Prinzip ist begründet in der Tatsache, dass Architektur immer interdisziplinär betrachtet, entwickelt und realisiert wird. Die Masterkurse können – weil die Grundlagenvermittlung weitgehend abgeschlossen ist – auf die wirkliche Integration der verschiedenen Themenbereiche abzielen. Mit dieser Integration werden die Studierenden befähigt, sich komplexen, vielschichtigen Aufgaben zu stellen und diese strukturiert und zielgerichtet zu bearbeiten.
Zum zentralen Element der Ausbildung wird auf Masterstufe das begleitete Selbststudium. Mit der Vorgabe der beiden Projektarbeiten und der Vertiefungsarbeit wird ein methodischer und inhaltlicher Rahmen aufgespannt, in welchem die Studierenden eigenständig und diskursiv Projekte entwickeln. Die kontinuierliche und intensive Auseinandersetzung über die Arbeiten mit den Dozierenden und Assistierenden entwickelt bei den Studierenden Kritikfähigkeit, Durchsetzungskraft und Gesprächskultur.
Aufbau und Inhalt
Das Master-Studium ist in vier Semestern angelegt, es besteht aus drei Regelsemestern und einem Thesis-Semester (Abschlussarbeit). Die Master-Thesis wird jedes Semester angeboten. Der Unterricht ist modular aufgebaut, ein Regelsemester besteht aus sieben Modulen, welche als Einheiten abgeschlossen und allenfalls auch bewertet werden. Die Module können aus verschiedenen Kursen bestehen. Die Semester sind nicht konsekutiv aufgebaut und erlauben ein Einsteigen in das Studium in jedem Semester. Von den drei Regelsemestern ist eines an einer anderen Hochschule zu absolvieren. Studienaufenthalte an anderen Hochschulen sind vorgängig mit der Studiengangleitung abzusprechen.
Aufbau des Studiums
Fokusprojekt 1: Die Fokus-Projekte stehen als analytische und synthetisierende architektonische Recherche im Zentrum des Studiums und werden von Dozierenden verschiedener Disziplinen begleitet. Der Akzent liegt auf den Themenbereichen Haus, Siedlung oder Landschaft, wobei im Fokusprojekt 1 die architektonsiche Analyse im Zentrum steht.
Fokusprojekt 2: Auf der vorangegangenen Analyse aufbauend erarbeiten die Studierenden im Fokusprojekt 2 einen eigenen Entwurf. Die Vertiefung wird der jeweiligen Aufgabenstellung und dem Themenschwerpunkt angepasst.
Vertiefungsarbeit: Als gleichwertiges Modul konzipiert, bietet die Vertiefungsarbeit den Studierenden die Gelegenheit, während eines Semesters einer Fragestellung vertieft nachzugehen. Sie dient dazu, die systematische Beschäftigung mit theoretischen Fragen zu erlernen, sie fördert das analytische Denken und den kritischen Verstand. Zu Beginn des Semesters werden die Themenfelder vorgestellt. Die Arbeiten werden von zwei Dozierenden der Basisvorlesungen betreut, ein ergänzendes Seminar vermittelt die methodischen Grundlagen. Die Erarbeitung der Vertiefung erfolgt während des Semesters und wird mit einer Schlusskritik abgeschlossen.
Fokusveranstaltungen: An regelmässigen Fokusveranstaltungen vermitteln Dozierende und Gäste Inhalte, die in direktem Zusammenhang mit dem übergeordneten Thema des Semesters stehen. Dabei sind der Praxisbezug auf der einen und der interdisziplinäre Ansatz auf der anderen Seite wichtig.
Studienreisen: Die Reisen bilden im umfassenden Sinne und bieten vor Ort Einblicke in die Fragestellungen des Semesters oder in ausgesuchte architektonische Belange.
Keynote Lectures: Diese Veranstaltungen bieten Vorträge und Übungen von externen, erfahrenen Referentinnen und Referenten zu ausgesuchten Themen. Im Vordergrund stehen dabei weniger die fertigen Produkte als die vorgelagerten methodischen und strategischen Prozesse.
Basisvorlesungen: Die Vorlesungen bieten auf Masterstufe eine Erweiterung und Vertiefung des Fachwissens mit einer breiten Palette von Themen und Fragestellungen.
Behandelt werden architektonische Themen genauso wie Fragestellungen weiterer relevanter Fachgebiete.
Master-Thesis: Mit der abschliessenden Thesis erbringen die angehenden Architektinnen und Architekten den Nachweis ihrer methodischen und fachlichen Kompetenz. Die Spannweite der Fragestellungen geht dabei vom Städtebau bis zur Konstruktion.
Thesis-Theorie: Im Theoriemodul wird eine frei gewählte theoretische Fragestellung untersucht, die sich in der Regel auf das Thema der Master-Thesis bezieht.
Das Master-Studium
Einschreibung Schwerpunkte
Die Studierenden des Regelsemesters erhalten den Programmauszug zu den Schwerpunkten ca. zwei Wochen vor Semesterbeginn und melden sich für einen der drei Schwerpunkte an. Die Studiengangleitung entscheidet über die definitive Zuteilung.
Leistungsbewertung
In allen Modulen wird die Leistung der Studierenden nach den im aktuellen Semesterprogramm vorgegebenen Anforderungen kontrolliert und bewertet. Bei einer Leistungsbewertung gemäss 2er-Bewertungsskala müssen für eine Testaterteilung mindestens 80% der veranschlagten Lektionen besucht werden. Es gelten die Reglemente der aktuellen Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW (vgl. z. B. §11 Ziff 4 Entschuldigungsgründe).
Master-Thesis
Die Master-Thesis wird im letzten Semester absolviert. Als Thema kann entweder die vom Institut gestellte Aufgabe oder eine frei gewählte Fragestellung bearbeitet werden (Freie Thesis). Das freie Thema bedarf einer umfangreichen Vorbereitung durch die Studierenden. Das Programm muss dem Studiengangleiter spätestens zwei Wochen vor Semesterbeginn zur Genehmigung vorgelegt werden, zudem muss eine Dozentin, ein Dozent aus dem Pool bereit sein, die Arbeit zu begleiten. Zur Vorbereitung eines Programms kann die dritte Vertiefungsarbeit eingesetzt werden (siehe Modulübersicht nächste Doppelseite).
Unterrichtsfreie Zeit Abgabe Arbeitsprogramm KW04 – KW07 Regelsemester FS Beginn Master-Thesis KW08 – KW23
Abschluss
Das erfolgreich abgeschlossene Master-Studium in Architektur berechtigt zum Tragen des eidgenössisch geschützten Titels ‹Master of Arts FHNW in Architektur›.
Organisation
Prof. Axel Humpert und Prof. Tim Seidel sind als Co-Leitung des Studiengangs verantwortlich für die allgemeine Organisation (Studienprogramm, Einschreibung, Lehraufträge, Stundenplan etc.), die Qualitätskontrolle des Unterrichts und die Koordination innerhalb des Instituts Architektur.
Silvia Krenzer ist als Leiterin Studierendenwesen für die allgemeinen organisatorischen Belange des Institutes (Studienadministration, Auslandsemester, etc.) zuständig.
Master in Architektur
Modulübersicht Kernmodule Wahlpflichtmodule (einer der Schwerpunkte pro Semester)
1. Semester
Stunden / Sem. 450 ECTS-Punkte 30
2. Semester
Architektur
Schwerpunkt Haus
Fokusprojekt I (E) 6
Fokusprojekt II (E) 6
Fokus-Veranstaltungen (T) 3
Studienreise (T) 3
270 18
Architektur
Schwerpunkt Siedlung
Fokusprojekt I (E) 6
Fokusprojekt II (E) 6
Fokus-Veranstaltungen (T) 3 Studienreise (T) 3
270 18
Architektur
Schwerpunkt
Stunden / Sem. 450 ECTS-Punkte 30
3. Semester
Stunden / Sem. 450
ECTS-Punkte 30
4. Semester
Architektur
Schwerpunkt Haus
Fokusprojekt I (E) 6
Fokusprojekt II (E) 6
Fokus-Veranstaltungen (T) 3
Studienreise (T) 3
270 18
Architektur
Schwerpunkt Siedlung Fokusprojekt I (E) 6
II (E) 6 Fokus-Veranstaltungen (T) 3
(T) 3
18
Schwerpunkt Landschaft
I (E) 6
II (E) 6
(T) 3
(T) 3
18
Wahlpflichtmodule
Stunden / Sem. 450
ECTS-Punkte 30
Architektur
Schwerpunkt Haus
Fokusprojekt I (E) 6
Fokusprojekt II (E) 6
Fokus-Veranstaltungen (T) 3
Studienreise (T) 3
18
Architektur
Schwerpunkt Siedlung Fokusprojekt I (E) 6 Fokusprojekt II (E) 6 Fokus-Veranstaltungen (T) 3 Studienreise (T) 3 270 18
Kernmodule: Sie vermitteln die wesentlichen Fachkompetenzen. 102 Credits des Masterstudiums in Architektur und damit 85 % des Studienaufwandes entfallen auf Kernmodule.
Erweiterungsmodule: Sie ermöglichen den Studierenden, sich in Themen des erweiterten Bereichs des Berufes einzuarbeiten.
Zusatzmodule: Sie decken nichtfachliche Kompetenzen und Bildungsaspekte ab und befähigen die Studierenden, ihr Fachwissen und Handeln in gesellschaftliche, kulturelle, ethische und ökonomische Zusammenhänge einzuordnen.
* sofern man eine freie Thesis machen möchte, besteht die Möglichkeit, bereits vor dem letzten Regelsemester eine Ideenskizze zu erarbeiten und während des Semesters das Arbeitsprogramm anstelle einer Vertiefungsarbeit mit 6 ECTS Punkten anrechnen zu lassen.
** Option: freie Masterthesis -> siehe Bedingungen im letzten Regelsemester bei ‹Vertiefungsarbeit›
*** Das Austauschsemester ist obligatorisch und kann im 2. oder 3. Regelsemester absolviert werden. Es können max. 30 ECTS angerechnet werden.
Kernmodule Wahlpflichtmodule
Vertiefungsarbeit (E) 6
Vertiefungsarbeit (E) 6
Erweiterungsmodule Plichtmodule
Zusatzmodule Plichtmodule Austauschsemester
Vertiefungsarbeit (E) 6 oder Vorbereitung freie Masterthesis*
* Vorlesungen mit wechselnden Schwerpunkten, z.B.
– Nachhaltigkeit
– Kunst
– Tragkonstruktion
– Baukulturen
– Kulturlandschaft
– Konstruktion
– Sozialwisschenschaften / Ethik
– Geschichten und Theorien der Architektur
– Seminar Methodik
** Thematisch wechselnde Vorträge und Übungen, z.B.
– digitale Skills
– Farbe
– Stein, Glas, Putz, etc.
E = E100 studienbegleitende Leistungsbewertung (keine explizite Modulabschlussprüfung)
B Kunst Catherine Hürzeler Zwischen- und Schlusskritiken
Fokusveranstaltungen Keynote
C Tragkonstruktion Tom Boyle
Atelier Kritiken
Zwischen- und Schlusskritiken
B Kunst Catherine Hürzeler Zwischen- und Schlusskritiken
Atelier Keynote Lectures
Vertiefung
Atelier Keynote Lectures
C Tragkonstruktion Tom Boyle
C Tragkonstruktion Tom Boyle
Atelier Kritiken Keynote
Atelier Keynote Lectures D Baukulturen C. Haas, Dr. T. Korte
Vertiefung
Vertiefung
Vorträge IArch
Vorträge IArch
Vorträge IArch
Studienreise/Exkursion
Studienreise/Exkursion
Unterrichtsfreie Zeit mit Aktivitäten
Unterrichtsfreie Zeit mit Aktivitäten
D Baukulturen C. Haas, Dr. T. Korte
D Baukulturen C. Haas, Dr. T. Korte
Unterrichtsfreie Zeit mit Aktivitäten E Nachhaltigkeit Axel Schubert
Unterrichtsfreie Zeit ohne Aktivitäten
Unterrichtsfreie Zeit ohne Aktivitäten
E Nachhaltigkeit Axel Schubert
E Nachhaltigkeit Axel Schubert
F Konstruktion Dr. Christoph Wieser
F Konstruktion Dr. Christoph Wieser
G Soz'wissenschaften Prof. Christina Schumacher
G Soz'wissenschaften Prof. Christina Schumacher
Unterrichtsfreie Zeit ohne Aktivitäten F Konstruktion Dr. Christoph Wieser Studienreise/Exkursion G Soz'wissenschaften Prof. Christina Schumacher S Seminar Methodik Dr. Benjamin Adler
S Seminar Methodik Dr. Benjamin Adler
S Seminar Methodik Dr. Benjamin Adler
Keynote Keynote
Keynote Keynote
Tragkonstruktion Raum 11.O.08
Schubert
Input Ethik, Aula Raum 02.S.05 und 02.S.09 Haus von
/ 03.N.15 / Atelier 11.OG Raum 02.S.05 und 02.S.09
Methodik E2 Nachhaltigkeit Raum 11.O.08
Methodik E3 Nachhaltigkeit Raum 11.O.08
Sozialwissen11.O.08
Sozialwissen11.O.08
A2 G. & T. der Architektur extern
Gruppe 1, extern B2 Kunst, Gruppe 1, 13.45 - 15.15 extern
S3 Sem. Methodik Raum 11.O.08
E3 Nachhaltigkeit Raum 11.O.08
E4 Nachhaltigkeit Raum 11.O.08
Exkursion BA Studienreise MA
E4 Nachhaltigkeit Raum 11.O.08 Exkursion BA Studienreise MA Auffahrt
G4 Sozialwissenschaften 11.O.08
G3 Sozialwissenschaften 11.O.08
G4 Sozialwissenschaften 11.O.08
A3 G. & T. der Architektur extern
A4 G. & T. der Architektur extern
A3 G. & T. der Architektur extern A4 G. & T. der Architektur extern
B3 Kunst, Gruppe 1, 13.45 - 15.15 extern B3 Kunst, Gruppe 2, 15.30 - 17.00 extern
Ostern
Keynote 4 Ostern
Keynote 5
Keynote 5 Exkursion BA Studienreise MA Keynote 6 Tag der Arbeit Auffahrt
Exkursion BA Studienreise MA Keynote 6 Tag der Arbeit
Wegerhoff Hürzeler
Basisvorlesungen
Keynote Lectures
A G & T. d. Architektur Prof. Dr. Erik Wegerhoff
Keynote 1 Stricken 1, HGK
Keynote Lectures
Fokusveranstaltungen
Keynote 1 Stricken 1, HGK
T. Korte
Wieser
B3 Kunst, Gruppe 15.30 - 17.00
B3 Kunst, Gruppe 13.45 - 15.15 Gruppe 2, extern B2 Kunst, Gruppe 2, 15.30 - 17.00 extern
Fokusveranstaltungen Institutsvorträge
Institutsvorträge «Ein Haus»
Fokus 1 Vortrag u. Exkursion Monthey eHv1 Case
Fokus 1 Vortrag u. Exkursion Monthey eHv1 Case Design, Mumbai
Dr. Benjamin Adler (Methodik) Thesis-Theorie-Betreuung
Siedlung: Prof. Axel Humpert /Prof. Tim Seidel
Assistenz: Aimee Michelfelder
Assistenz: Aimee Michelfelder
Begleitung: Axel Schubert
Begleitung: Axel Schubert
Landschaft: Gastprof Céline Guibat
Landschaft: Gastprof Céline Guibat
Assistenz: Hannes von Kalau
Assistenz: Hannes von Kalau
Begleitung: Dr Andreas Nütten
Begleitung: Dr Andreas Nütten
Dr. Benjamin Adler (Methodik)
Dr. Benjamin Adler (Methodik)
Tom Boyle
Axel Schubert
Dr. Andreas Nütten
Christina Haas, Dr. Torsten Korte
Thesis-Theorie-Betreuung
Thesis-Theorie-Betreuung
Tom Boyle
Tom Boyle
Axel Schubert
Axel Schubert
Dr. Andreas Nütten
Dr. Andreas Nütten
Christina Haas, Dr. Torsten Korte
Christina Haas, Dr. Torsten Korte
Zum Beispiel Monthey – alte Industrien und neue Quartiere Transformationen begleiten uns in unterschiedlichen Sphären und auf verschiedenen Massstäblichkeiten, sei es als gesamte Gesellschaft oder in der Architektur.
Der gesellschaftliche Wandel – durch Bevölkerungswachstum, durch die Alterung der Gesellschaft oder durch den Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft – erfordert kluge Strategien des Wachstums wie der Schrumpfung. Die Anforderungen unseres ökonomischen Systems an den gebauten Raum entwickeln sich kontinuierlich. Während die physische Produktion vielerorts zurückgeht, verändern sich Arbeitsmodelle im Dienstleistungssektor. Und schliesslich stellt der ökologische Wandel unsere Gesellschaft vor immense Herausforderungen. Mit der Klimaerwärmung verändern sich Landschaftsbilder, aber auch die Anforderungen an städtische Aussenräume und Architekturen. Die Schonung von Ressourcen und die Reduktion von Emissionen, aber auch der Schutz vor Hitze und Extremwetterereignissen oder die Förderung der Biodiversität sind als neue, kollektive Aufgaben nicht mehr wegzudenken.
Die gebauten Räume von der Landschaft über die Siedlung bis zum einzelnen Bauwerk, in denen wir als Gesellschaft zusammenleben, müssen entsprechend neuen Anforderungen genügen. Die dazugehörigen Planungsprozesse und ästhetischen Ideale wandeln sich in diesem Zuge ebenfalls. Der gesellschaftliche Wandel zieht also auch eine Transformation von Werten und bebauter Umwelt nach sich.
Ein Paradebeispiel hierfür stellt die Umwidmung und Transformation obsolet gewordener Industrieareale dar. Als ehemalige Arbeitsstätten und Orte der Produktion sind sie Träger lokaler Identität und erzählen die Geschichten vergangener Epochen weiter. In ihrer Weiterentwicklung steckt neben diesem kulturellen Potenzial auch die Chance, Gemeinden nach innen zu verdichten und der Wohnungsknappheit zu begegnen. Durch Aufbrechen der oft versiegelten Oberflächen entstehen öffentliche Aussenräume mit eigenem Charakter. Die Weiternutzung von Substanz schont Ressourcen und verleiht Innenräumen gleichzeitig eine besondere Atmosphäre.
Anhand zweier ehemaliger Industriestandorte in der Walliser Gemeinde Monthey wollen wir uns mit diesen vielfältigen Fragestellungen der Transformation auseinandersetzen. Auf den verschiedenen Massstabsebenen des Hauses, der Siedlung und der Landschaft untersuchen wir, wie aus den einst hermetischen Produktionsstandorten neue, besondere Lebensräume werden können. Wie vernetzen sich diese neuen Quartiere mit dem umliegenden Siedlungsgewebe? Welche Aussenräume und Nutzungsmodelle schaffen lebendige Nachbarschaften? Welche Gebäudetypen passen sich gut in die vorgefundenen Strukturen ein? Und welche konstruktiven und gestalterischen Strategien erfordert dies im Umgang mit dem Bestand?
Im ersten Teil des Semesters besteht die Aufgabe in der Entwicklung eines strategischen Verdichtungskonzepts für die Industriebrachen Giovanola (70’000 m²) und Djeva (40’000 m²), die sich auf dem Gebiet der Stadt Monthey befinden. Vor dem Hintergrund eines starken Siedlungsund Bodendrucks im Raum des Genferseebogens steht die Stadt Monthey vor grundlegenden strukturellen Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des Mangels an bezahlbarem Wohnraum sowie an geeigneten Flächen für handwerkliche, gewerbliche und produktive Nutzungen. In diesem Kontext stellen die Industriebrachen potenzielle Flächenreserven dar, die eine nachhaltige, identitätsstiftende und sozial ausgewogene Stadtentwicklung ermöglichen.
Master
|
Regelsemester Analyse, Entwurf und Konstruktion
Fokusprojekt 1, Schwerpunkte Haus,
Siedlung, Landschaft
Die im vorangegangenen Semester durchgeführten Analysen des landschaftlichen Segments des Rhonetals bildeten die Grundlage für eine erweiterte territoriale Betrachtung. Diese Analysen machten die urbanen, landschaftlichen und wirtschaftlichen Dynamiken des Rhonetals sowie die spezifischen Charakteristika des Segments Monthey sichtbar. Aufbauend darauf konzentriert sich das kommende Semester auf die Stadt Monthey, mit einem vertieften Fokus auf die beiden Untersuchungsgebiete, die als strukturbildende Elemente des städtischen Gefüges verstanden werden. Ziel ist es, deren Identität, Standortlogiken sowie ihre Beziehungen zu Infrastrukturen, bestehenden Quartieren und angrenzenden Landschaftsräumen zu analysieren, um die Transformationspotenziale und möglichen Entwicklungsszenarien zu evaluieren.
Die Ausarbeitung des Verdichtungskonzepts erfolgt in einem kritisch-reflektierten Prozess, der auf der Analyse theoretischer Referenzen sowie zeitgenössischer Fallstudien basiert. Dichte wird dabei nicht ausschliesslich quantitativ verstanden, sondern als qualitatives Instrument urbaner Transformation, das in enger Beziehung zum bestehenden räumlichen und sozialen Kontext steht. Besondere Aufmerksamkeit gilt der programmatischen Ausrichtung, der funktionalen Durchmischung sowie der Organisation öffentlicher und privater Erschliessungen als zentrale Voraussetzungen für die Qualität der bebauten und unbebauten Räume. Der bauliche und räumliche Bestand wird als zentrale Ressource betrachtet – sowohl materiell als auch strukturell und identitätsstiftend –, die das Projekt massgeblich prägt und die Transformation in eine urbane und kulturelle Kontinuität einbettet.
In der Vertiefungsphase werden die Projekte auf unterschiedlichen Massstabsebenen –Landschaft, Stadt, Quartier und Architektur – individuell weiterentwickelt. Die zuvor kollektiv erarbeiteten Prinzipien werden in angewandte, eigenständige Entwurfsprojekte überführt. Diese zielen darauf ab, die strategische Rolle der beiden Areale im Verdichtungsprozess der Stadt Monthey zu definieren und zugleich eine eigenständige, klar lesbare Identität zu formulieren, die auf gegenwärtige soziale, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen reagiert. Die Projekte verstehen sich als Beiträge zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung im Sinne des öffentlichen Interesses.
– Untersuchung der identitätsstiftenden Potenziale der Stadt Monthey (Ressourcen im erweiterten Sinne)
– Atmosphärische Analyse und Interpretation des Ortes (Ressourcen im erweiterten Sinne)
– Leitbild für die nachhaltige Transformation der Areale im Sinne des Gemeinwohls und eines verantwortungsvollen Umgangs mit materiellen Ressourcen
– Verdichtungsleitplan für die Industriebrachen mit Definition zentraler und strukturierender Elemente (Ressourcen, Erschliessungen, Programm, Volumetrie)
– Pläne und Schnitte auf der Ebene der Stadt und der Industriebrachen
– Zusammenfassende Darstellung von Dichtekennwerten, Flächen, Volumina, Aussenräumen, Verkehrsflächen, Platzräumen, Belägen und Baukörpern
– Katalog der bestehenden baulichen Strukturen mit Zustandsbewertung
– Ideenskizzen zur Weiterentwicklung des Projekts auf den Massstabsebenen Haus, Siedlung und Landschaft
Master | Regelsemester
Analyse, Entwurf und Konstruktion Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Haus›
Fokusprojekt 2
Basierend auf dem im Fokusprojekt 1 erarbeiteten gemeinsamen Arealplan vertiefen wir im Fokusprojekt 2 die Thematik der Transformation im Bestand. Im Zentrum steht die Frage, wie das Vorgefundene konstruktiv weitergedacht werden kann. Dabei geht es sowohl um Materialität als auch um eine kulturelle und ökologische Auseinandersetzung mit dem Ort im Detail.
Den Auftakt des Fokusprojekts bildet eine Vorübung, die sich einem spezifischen Bauteil widmet: dem Fenster. Ziel ist es, ein Fenster aus dem Bestand heraus zu entwickeln und bis ins konstruktive Detail im Massstab 1:2 zu bearbeiten. Die bewusste Wahl des Fensters als Aufgabe beruht darauf, dass Öffnungen die Architektur unmittelbar in Beziehung zu ihrer Umwelt setzen. Form, Lage und Ausrichtung eines Fensters bestimmen den Lichteinfall und ermöglichen helle oder dunkle, offene oder gedrungene Räume. Zugleich stellt sich die Frage: Wohin richtet sich der Blick des Menschen, wenn er durch ein Fenster schaut?
Analyse, Entwurf und Konstruktion Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Haus›
Da im Bestand davon auszugehen ist, dass die Gebäudehülle gezielt ertüchtigt werden muss, ergeben sich sowohl konstruktive als auch bauphysikalische Herausforderungen. Darüber hinaus stellen sich grundlegende Fragen: Wird das Fenster innen, mittig oder aussen angeschlagen? Ist es festverglast oder öffenbar? Dient es als Sitznische, als Arbeitsplatz oder als reine Lichtquelle? Wie weit lässt es sich öffnen? Diese Überlegungen mögen auf den ersten Blick trivial erscheinen, sind jedoch entscheidend für die Wirkung eines Gebäudes – sowohl im äusseren Erscheinungsbild als auch in der räumlichen Atmosphäre des Inneren. Die Auseinandersetzung mit dem Fenster führt somit unmittelbar zur architektonischen Idee.
Das Fenster begleitet uns bis zum Abschluss der Arbeiten und bildet die Initialzündung für den Entwurf: die Transformation eines selbst gewählten Hauses, das sowohl als Einzelbau wie auch als Teil eines Konglomerats verstanden werden kann. Ob Erweiterung, Aufstockung, Rückbau oder Neubau – die jeweilige Massnahme bleibt offen und soll aus dem Ort heraus entwickelt werden.
Die im Fokusprojekt 1 für die beiden Areale entwickelten Masterpläne werden im zweiten Teil des Semesters auf der Ebene der Siedlung in individuellen Entwurfsprojekten überprüft und konkretisiert. Dabei bleibt die Rückkopplung mit den anderen Projekten der Gruppe aus dem ersten Fokusprojekt ein wichtiges Korrektiv, um die konzeptionelle Stringenz des Gesamtprojekts zu wahren und die übergeordnete gesellschaftliche Vision für den Ort nicht aus den Augen zu verlieren.
Im Zentrum der Entwurfsarbeit stehen die Überlegungen zur Bildung städtischer Nachbarschaften als soziale, aber auch räumliche und atmosphärische Einheiten – sowohl innerhalb der Areale als auch am Übergang zu den umgebenden Quartieren. Diese Nachbarschaften wollen wir wechselweise vom Ausssenraum wie vom Innern her denken. Insbesondere der Ausgestaltung der Schwellenräume und Übergänge soll dabei besonderes Augenmerk geschenkt werden, sind es doch diese, über die das Verhältnis von öffentlich zu privat und damit die Funktionsweise und die Atmosphäre des Quartiers justiert wird.
Analyse, Entwurf und Konstruktion Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Siedlung›
Auch ist die Frage zu untersuchen, welchen ausserordentlichen Beitrag ergänzende Neubauten oder gezielter Rückbau, im Gegensatz zur Umnutzung bestehender Strukturen, für die Vitalität und Dichte des neuen Quartiers jeweils leisten können.
Im Freiraum als gesellschaftlichem Kondensationsort werden Ansprüche an Ökologie, Stadtklima, Mobilität und sozialer Teilhabe verhandelt. Welche Beiträge vermag dieser gleichzeitig zu leisten zu Themen wie Biodiversität, Wassermanagement, Klimaadaption, Erschliessung für die verschiedenen Funktionen mit ihren spezifischen Bedürfnissen oder auch für individuelle und kollevtive Aneignung? Und wie lassen sich diese räumlich organisieren?
Über die Ausformulierung der Übergänge zur privaten Sphäre im Gebäudeinnern und die Programmierung der Bauten, vor allem der Erdgeschosse, sollen dosierte Wechselwirkungen zwischen Innen und Aussen erzeugt und damit die Charaktere der Nachbarschaften geprägt werden. Es gilt zu klären, welche Programme in der Raumstruktur des Masterplans Platz finden sollen und in welchem räumlichen und quantitativen Verhältnis Arbeiten, Wohnen, Freizeit und Gemeinschaftsangebote zueinander stehen.
Analyse, Entwurf und Konstruktion
Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Siedlung›
Und schliesslich stellt sich die Frage der konkreten baulichen Transformation des Bestands. Welche Nutzungen lassen sich überhaupt in die vorgefundenen Strukturen und Geometrien integrieren? Und welche typologischen Ansätze sind hierfür zielführend?
Wie lässt sich das erzählerische Potenzial der vorhandenen Substanz nutzen? Und wie können bauliche Ergänzungen im Dialog mit den alten Hallen in ihrer Organisation und Materialität eine atmosphärische Spezifizität entwickeln?
Abgabeleistung Modul Siedlung:
– Darstellung der architektonisch-städtebaulichen Konzeption der Transformation anhand von Skizzen und Schemas
– Erläuterungstext / Konzeptbeschrieb
– Situationsplan 1:500
– Grundrisse 1:200 (projektabhängig)
– Schnitte / Ansichten 1:200 (projektabhängig)
– Ausschnitte mit Vertiefungen zu Typologie, Struktur, Konstruktion etc. in 1:100 / 1:50 / 1:20 (projektabhängig)
Analyse, Entwurf und Konstruktion Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Landschaft›
Fokusprojekt 2
Aufbauend auf dem Fokusprojekt 1 werden die entwickelten konzeptionellen und räumlichen Prinzipien im zweiten Teil des Semesters auf die Massstabsebenen der Module Haus, Siedlung und Landschaft über tragen. Die Arbeitsgruppen bleiben bestehen, um die konzeptionelle Kohärenz des Gesamtprojekts zu gewährleisten, während die Entwurfsarbeiten individuell durchgeführt werden. Die einzelnen Module sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und ergänzen sich, sodass die individuellen Projekte Teil einer übergeordneten, kollektiven Vision bleiben.
Atmosphäre und räumliche Wahrnehmung auf der Massstabsebene des Menschen bilden den konzeptionellen Leitfaden aller drei Module. Ziel ist es, auf jeder Massstabsebene die Nutzererfahrung präzise zu definieren und jene räumlichen, programmatischen und konstruktiven Parameter herauszuarbeiten, die diese Erfahrung massgeblich beeinflussen. Die Entwurfsstrategie basiert dabei auf einem atmosphärenorientierten Ansatz, der Raumqualität, Materialität und Nutzung gleichermassen berücksichtigt.
Analyse, Entwurf und Konstruktion Fokusprojekt 2, Schwerpunkt ‹Landschaft›
Schwerpunkt Landschaft
Das Modul Landschaft operiert auf der erweiterten städtischen Massstabsebene. Es verknüpft die beiden Industriebrachen untereinander sowie mit der Stadt Monthey und dem grossräumigen Landschaftsraum. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Ausgestaltung der Schnittstellen und Übergänge zu den angrenzenden bebauten Strukturen. Das Modul definiert die räumliche Ausformulierung dieser Schwellenbereiche – hinsichtlich Begrenzung, Dimension und Proportion –, aktiviert vorhandene natürliche Ressourcen (Hydrologie, Topografie, Geologie, Luftströmungen) und präzisiert Materialität sowie Durchlässigkeit der Bodenflächen. Die Integration und Qualifizierung bestehender Verkehrs- und Wegenetze dient der räumlichen Vernetzung, Optimierung und Aufwertung der Freiräume. Das Projekt wird in Massstäben von 1:500 bis 1:20 bearbeitet und ermöglicht sowohl eine atmosphärische als auch eine konstruktive Lesart der entworfenen Räume.
Abgabeleistungen:
– Erläuterungstext / Konzeptbeschrieb / architektonische Idee
– Darstellung des landschaftsarchitektonischen und städtebaulichen Konzepts der angestrebten Transformation mittels Skizzen und Diagrammen
– Lageplan 1:1000 / 1:500
– Schnitte und Ansichten in den Massstäben 1:500, 1:200, 1:100, 1:50 und 1:20
– Räumliche und atmosphärische Skizzen mit fokussierten Vertiefungen zu prägenden landschaftlichen Elementen
– Konzeptionelle und atmosphärische Raumdarstellungen (z. B. Axonometrien, Perspektiven, projektabhängig)
Master | Regelsemester Vertiefungsarbeit
Dozierende
Dr. Benjamin Adler (Methodik)
Prof. Christina Schumacher (Sozialwissenschaften)
Prof. Dr. Erik Wegerhoff (Geschichten und Theorien der Architektur)
Dr. Christoph Wieser (Konstruktion)
ECTS
6
Bewertungsgrundlage Seminararbeit benotet
Form
Entwicklung einer theoretischen Arbeit im begleiteten Selbststudium, Gruppenarbeiten von zwei Studierenden, seminaristische Begleitung
Vertiefungsarbeit
Die Vertiefungsarbeit bietet den Studierenden die Gelegenheit, während eines Semesters einer spezifischen Fragestellung ausgiebig nachzugehen. Zu Beginn des Semesters werden die Themenfelder und Fragestellungen vorgestellt. Die Arbeit wird inhaltlich von den entsprechenden Dozierenden begleitet, für die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten werden zusätzliche Seminare angeboten.
Themen und begleitende Dozierende
Dr. Benjamin Adler (Methodik)
Prof. Christina Schumacher (Sozialwissenschaften)
Prof. Dr. Erik Wegerhoff (Geschichten und Theorien der Architektur)
Fokusveranstaltungen bestehen aus Vorträgen zum Semesterthema und anschliessender moderierter Diskussion, an der sich die Studierenden beteiligen.
Master | Regelsemester
Keynote Lectures
Dozierende
Merle Ibach
Darko Krsmanovic
Dr. Tina Ventura
Iva Wili
Ieva Zuklyte
Organisation
Fabio Gsell
Hannes Kalau
Aimée Michelfelder
ECTS
3
Bewertung
Testat
Form
Ganztägige Seminare
Inhalt
Die Keynote Lectures widmen sich dieses Semester dem Thema Textil.
Bildnachweis:
linke Seite: Schafwollwalze
rechte Seite: Textil
Fotos: Fabio Gsell
Keynote Lectures
Keynote Lectures sind ganztägige, workshopartige Veranstaltungen von Gastreferierenden, die Einblicke in ihre Praxis gewähren. Ziel ist die Förderung eines kulturellen Verständnisses, sei dies durch Beiträge technischer, künstlerischer oder handwerklicher Art.
Es wird bewusst auf einen Bezug zum Entwurfsprojekt verzichtet, in der Überzeugung, dass die Inspiration in einem gestaltenden Beruf wie dem unseren vielfältiger Natur ist.
Keynote Lecture 1
Dozentin Iva Wili
Thema Stricken
Ort HGK Basel FHNW, Freilager-Platz 1, 4142 Münchenstein, Raum A 3.08.2
Termin Freitag 27.02.2026, 09:00 – 16:00 Uhr
Keynote Lecture 2
Dozentin Iva Wili
Thema Stricken
Ort HGK Basel FHNW, Freilager-Platz 1, 4142 Münchenstein, Raum A 2.13
Termin Freitag 06.03.2026, 09:00 – 16:00 Uhr
Keynote Lectures
Keynote Lecture 3
Dozierende Dr. Tina Ventura und Darko Krsmanovic
Thema Von der Wolle zum Teppich
Ort Wollspinnerei, Silostrasse 12, 4950 Huttwil (Treffpunkt Huttwil, indiv. Anreise)
1. Vorlesung Stufengerechtigkeit: Regelwerke oder Architektur?
2. Vorlesung Versorgung: Vernetzung oder Autarkie?
3. Vorlesung Gestaltung: Einheit oder Vielfalt?
4. Vorlesung Anspruch: Leitbild oder Utopie?
Termine E1 19.02.2026 08:30 – 10:15 Uhr, 11.O.08
E2 19.03.2026 08:30 – 10:15 Uhr, 11.O.08
E3 02.04.2026 08:30 – 10:15 Uhr, 11.O.08
E4 09.04.2026 08:30 – 10:15 Uhr, 11.O.08
Master | Regelsemester Basisvorlesungen
Basisvorlesung F: Konstruktion
Dozent Dr. Christoph Wieser
Thema Stapeln, Schütten und Giessen
1. Vorlesung Thematische Annäherung
2. Vorlesung Stein auf Stein
3. Vorlesung Schütten und Verdichten
4. Vorlesung Flüssige Architektur
Termine F1 02.03.2026 13:30 – 15:15 Uhr, 11.O.08
F2 16.03.2026 13:30 – 15:15 Uhr, 11.O.08
F3 20.04.2026 13:30 – 15:15 Uhr, 11.O.08
F4 11.05.2026 13:30 – 15:15 Uhr, 11.O.08
Basisvorlesung G: Sozialwissenschaften
Dozentin Prof. Christina Schumacher
Thema What’s the Plan? Soziologie des Plan(en)s
1. Vorlesung Was ist der Plan? Zur Einführung
2. Vorlesung Sozialraumplanung: What the heck is that?
3. Vorlesung Wie plant die Planung?
4. Vorlesung Und sonst: Wer beteiligt sich an der Planung?
Termine G1 26.02.2026 10:30 – 12:15 Uhr, 11.O.08
G2 12.03.2026 10:30 – 12:15 Uhr, 11.O.08
G3 26.03.2026 10:30 – 12:15 Uhr, 11.O.08
G4 09.04.2026 10:30 – 12:15 Uhr, 11.O.08
Stadtmodell Basel mit Dreispitz, Walkeweg und Wolf-Areal
Foto: Axel Schubert
Master | Thesissemester
Master-Thesis
Inhaltliche Verantwortung und Moderation
Prof. Ursula Hürzeler
Prof. Shadi Rahbaran
Anne Ulbricht
Dozierende FHNW
Prof. Axel Humpert
Prof. Ursula Hürzeler
Prof. Friederike Kluge
Prof. Shadi Rahbaran
Prof. Dominique Salathé
Prof. Maya Scheibler
Prof. Tim Seidel
Prof. Sylvain Villard
Assistenz
Anne Ulbricht
Expertin / Experte N.N.
ECTS
21
Bewertung
Projektarbeit benotet
Form
Entwicklung eines architektonischen Projekts im begleiteten
Selbststudium
Bildnachweis:
linke Seite: Das Museumsquartier lädt zum Sommerfest
Bild: Museumsquartier Bern
rechte Seite:
Kostbare Fischsammlungen, Naturhistorisches Museum Bern
Bild: NMBE/Rodriguez
Museum im Wandel
Zwischen Archiv und Aktionsraum
Neue räumliche Konzepte für das Museumsquartier Bern
Im Rahmen der Thesisarbeit ist das Museumsquartier Bern als offener, sich über längere Zeit entwickelnder urbaner Kulturraum neu zu denken. Ausgangspunkt bildet das heutige räumliche Nebeneinander unabhängiger Museen, in dem die bisher primär inhaltliche Zusammenarbeit der autonomen Kulturinstitutionen in eine räumlich erfahrbare Struktur übersetzt werden soll. Die Projektarbeit untersucht, wie aus einer historisch gewachsenen Ansammlung einzelner Museumsbauten ein zusammenhängendes Quartier mit eigener Identität entstehen kann, ohne die Eigenständigkeit der Institutionen aufzugeben.
Zu entwickeln ist ein städtebauliches und freiräumliches Gesamtkonzept für den zentralen Bereich des Museumsquartiers, das Neubauten, Erweiterungen und bestehende Bauten in ein gemeinsames räumliches Gefüge integriert. Im Zentrum steht der Entwurf eines zukunftsweisenden, kollektiven Erweiterungsbaus mit zugehörigem Aussen-
raum. Der Freiraum soll dabei Ort der Begegnung, der Orientierung, der Aneignung und des informellen Aufenthalts sein, aber auch vermittelnde Schicht zwischen Architektur und Stadtraum. Der Garten wird nicht als abgeschlossener Park verstanden, sondern als räumliches Rückgrat des Quartiers und als Bühne für unterschiedliche Nutzungen, Atmosphären und zeitliche Überlagerungen.
Die Entwicklung des Museumsquartiers gilt es als Prozess zu begreifen. Entwurf und Strategie sollen auf eine Entwicklung über zehn bis zwanzig Jahre reagieren, und Etappierungen, temporäre Zustände sowie bauliche Zwischenphasen sollen nicht als Defizit, sondern als gestalterisches Potenzial behandelt werden. Gefragt ist ein robustes, zugleich präzises räumliches Konzept, das Veränderungen zulässt, ohne seine innere Logik zu verlieren. Sowohl Bauten wie auch Freiräume sind dabei integrativ zu denken, mit besonderem Augenmerk auf den Erlebniswert für Besucher:innen sowie auf die Wechselwirkungen zwischen öffentlichem Raum, kultureller Nutzung und Alltagsstadt.
Master | Thesissemester
Master-Thesis
ALPS, Alpines
Museum Bern
Bild: SACJahrbuch 1935
Entstehungsgeschichte und Kontext
Das Museumsquartier befindet sich am östlichen Rand der historischen Altstadt, im Übergang zum Kirchenfeldquartier. Es bildet eine bedeutende Schnittstelle zwischen der mittelalterlichen Stadtstruktur und den repräsentativen Stadterweiterungen des späten 19. Jahrhunderts. Seine Entstehung ist eng mit der Erschliessung des Kirchenfelds nach dem Bau der Kirchenfeldbrücke im Jahr 1883 verbunden, die eine gezielte Ansiedlung nationaler Bildungs- und Kulturinstitutionen ermöglichte.
In diesem Kontext entstanden mehrere Museumsbauten, die als freistehende Solitäre in grosszügige Freiräume eingebettet wurden. Trotz der räumlichen Nähe entwickelte sich das Quartier primär als Ansammlung autonomer Einzelbauten. Die hohe Dichte kultureller Institutionen und die zentrale Lage verleihen dem Museumsquartier jedoch eine wichtige kulturelle und städtebauliche Bedeutung über die Stadt Bern hinaus.
Wandel und Zukunft
In jüngerer Zeit hat sich einiges getan: Mit dem Erweiterungsprojekt des Historischen Museums, der geplanten Sanierung der Nationalbibliothek, dem Entwurf für die Neugestaltung des Helvetiaplatzes sowie den temporären Interventionen in den Freiräumen zeichnet sich ein Wandel vom institutionellen Ensemble hin zu einem stärker vernetzten, öffentlich wirksamen Kulturraum ab. Diese Entwicklungen markieren einen Prozess, in dem das Museumsquartier zunehmend als zusammenhängendes urbanes Gefüge neu verhandelt wird.
Monte Rosa Hütte SAC 2016
Bild: David Schweizer
Master | Thesissemester
Master-Thesis
Informationsveranstaltungen
Am Anfang des Semesters finden gemeinsame Informationsveranstaltungen mit Begehung und Beiträgen zur städtebaulichen Entwicklung statt: Mittwoch 18.02.2026 13:30 Uhr Museumsquartier Bern
Betreuung
Die Studierenden werden von einer Entwurfsdozentin oder einem Entwurfsdozenten ihrer Wahl sowie von den eingeladenen Expertinnen und Experten begleitet.
Expertin Master-Thesis:
Dozierende:
N.N.
Prof. Axel Humpert / Prof. Tim Seidel
Prof. Ursula Hürzeler / Prof. Shadi Rahbaran
Prof. Friederike Kluge
Prof. Dominique Salathé
Prof. Maya Scheibler / Prof. Sylvain Villard
maximal drei Studierende pro Dozent:in / Dozierendenteam (inkl. freie Thesis)
Die Wahl der Dozierenden erfolgt bis Freitag 20.02.2026 per Mail an Anne Ulbricht (anne.ulbricht@fhnw.ch)
Termine
Ausgabe Thesisaufgabe
Gemeinsame Begehung
1. Zwischenkritik
2. Zwischenkritik
Schlussabgabe Pläne
Dienstag 17.02.2026 13:15 Uhr, Raum 12.O.09
Mittwoch 18.02.2026 Museumsquartier Bern
Mittwoch 01.04.2026
Mittwoch 13.05.2026
Dienstag 09.06.2026 11:00 Uhr
Abgabe Modelle und Thesisbuch Montag 15.06.2026 16:00 Uhr
Schlusskritik
Schlussabgabe
Mittwoch 17.06.2026
Der genaue Umfang der Schlussabgabe wird bei der Ausgabe der Aufgabenstellung bekannt gegeben.
Sommerfest im Museumsquartier, Bild: Museumsquartier / Rodriguez
Master | Thesissemester
Theoriemodul
Dozierende
Tom Boyle
Christina Haas
Dr. Torsten Korte
Dr. Andreas Nütten
Axel Schubert
ECTS 9
Bewertung
Projektarbeit benotet
Form
Entwicklung einer theoretischen Arbeit im begleiteten Selbststudium als Einzelarbeit
Im Theoriemodul wird eine theoretisch-wissenschaftliche Fragestellung im Zusammenhang mit der Thesis-Arbeit untersucht, die sich entlang des Fächerkanons der Basisvorlesung in Verbindung mit dem Semesterschwerpunkt ergibt.
Es stehen folgende Dozierenden aus dem Modul der Basisvorlesung zur Verfügung, unter folgendem Vorbehalt: – maximal drei Studierende pro Dozent:in / Dozierendenteam (inkl. freie Thesis)
– der / die begleitende Dozierende darf nicht identisch sein mit der Begleitperson der Master-Thesis
Dozierende
Tom Boyle Tragkonstruktion
Axel Schubert Nachhaltigkeit
Christina Haas, Dr. Torsten Korte Baukultur
Dr. Andreas Nütten Kulturlandschaft
Die Wahl der Dozierenden erfolgt bis Freitag 20.02.2026 per Mail an Anne Ulbricht (anne.ulbricht@fhnw.ch).
Die Fragestellung, Form und Inhalte der theoretischen Arbeit werden in Absprache mit dem / der begleitenden Dozierenden entwickelt, welche / r die Arbeit auch bewerten wird.
Die Studierenden organisieren sich für die Bearbeitung des Moduls selbst. Sie stellen insbesondere sicher, dass die Begleitung durch die Dozierenden während des Semesters erfolgt und organisieren diese frühzeitig.
Korrekturen sind individuell mit der begleitenden Dozentin, dem begleitenden Dozenten abzusprechen. Die Arbeiten sind knapp und präzise zu halten. Bei den Zwischenkritiken wird jeweils ein Zwischenstand der Arbeit im Plenum präsentiert.
Anforderungen Abgabe Theoriemodul
– 20 – 30 Seiten
– Text und Illustrationen
– vollständiges Quellen-, Literatur- und Abbildungsverzeichnis
Thesisbuch
Mit der Schlussabgabe ist das Thesisbuch abzugeben, welches die Thesisarbeit reflektiert und sie in den Zusammenhang des Studiums stellt.
Anforderungen Thesisbuch
– Pläne Stand Master-Thesis
– Darstellung des Prozesses (Skizzen, Modellfotos, Analysen etc.)
– Darstellung der Theoriearbeit (mit begleitenden Dozierenden vorbesprochen)
– Format A4 stehend
Inhalt
– Aufgabenstellung: 2 Seiten
– Analyse und Schwerpunkte der Arbeit: 2 Seiten
– Prozess (Skizzen, Fotos etc.): 6 Seiten
– Projekt (Pläne, Modellfotos, Visualisierungen o.ä.): 12 Seiten
Teilnehmende müssen über einen gültigen Reisepass verfügen
Kosten
ca. CHF 960
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet.
Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Bildnachweise:
linke Seite: Camborne Countryside
Foto: Lewis Clarke, 2019
rechte Seite: Upper Lawn Pavilion
Foto: SEIER+SEIER, 2010
‹As found› in Südengland –vom Entwerfen mit dem Vorgefundenen Auf unserer Reise durch Südengland setzen wir uns mit der As-Found-Bewegung der 1950er-Jahre in Grossbritannien auseinander, die sich mit dem Vorhandenen und dem Alltäglichen beschäftigte. Wir besuchen Gebäude von Protagonisten wie Alison und Peter Smithson, die Materialien roh zeigen, Gebrauchsspuren und Zufälligkeiten bestehender Strukturen aufnehmen und Imperfektion oder Mängel in den Entwurfsprozess integrieren. Dabei erweitern wir die damaligen Themen der Nachkriegszeit um aktuelle Fragestellungen der Transformation, der Wiederverwendung von Bauteilen und der Suche nach traditionellen oder alternativen Baumaterialien.
«As found is a small affair: it is about being careful»¹
1 Peter Smithson, in «As Found –The Discovery of the Ordinary», ed. by C. Lichtenstein, T. Schregenberger, 2001, S. 198
Bei unserer Rundreise von Dover über Bath und Oxford geht es um das aufmerksame Beobachten, das Wahrnehmen mit allen Sinnen, das Lesen von Spuren, Materialien und Situationen und wie daraus etwas Neues entsteht. Beim Wandern, Reflektieren und Diskutieren möchten wir neue Erkenntnisse gewinnen und verstehen, wie die
örtliche Architekturpraxis mit bestehenden Gebäuden, städtischen Fragmenten und Landschaften umgeht, die durch Zeit, Nutzung, Klima und Anpassung geprägt sind.
Angeregt durch die Collagen der As-Found-Bewegung, die Idee des Sammelns und Neuarrangierens und die Frage nach einer stimmigen Verbindung von Neu und Alt verstehen wir die Architektur auf unserer Reise nicht als isolierte, formoptimierte Objekte, sondern als zusammengesetzte, prozesshafte Figuren: eine Assemblage aus Materialien, sozialen Praktiken, räumlichen Situationen, Lebensräumen, Topografien und Umweltbedingungen vor Ort. So kann etwas entstehen, das zugleich einfach, überraschend, irritierend oder auch ganz selbstverständlich wirkt.
Unsere Besuche – von historischen wie auch zeitgenössischen Gebäuden über Gärten bis hin zu Landschaften – folgen der Perspektive einer sorgfältigen Weiterentwickelung des Bestands. Sie führen uns vor Augen, wie aus dem Einfachen, aus Stein, der Landschaft, aus alltäglichen Objekten, sowie bestehenden Strukturen, durch Auseinandersetzung und Erfindungskraft Architektur entstehen kann.
Studienreise 2
London
Verantwortlich
Prof. Maya Scheibler
Prof. Sylvain Villard
Assistenz
Mathias Duffner
Slavcho Kolevichin
Isabel Schmid
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage
Teilnahme
Zeitraum
Hinreise: Montag 13.04.2026
Rückreise: Samstag 18.04.2026
Besonderes
Teilnehmende müssen über einen gültigen Reisepass verfügen
Kosten
ca. CHF 960
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet.
Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
‹At Home in London› «Londons Beitrag zur Architektur ist das Schlichte. Verglichen mit anderen Ländern hatte die prachtvolle englische Architektur in fast jeder Periode gewöhnlichen und konventionellen Charakter, während der englische Wohnbau immer seine eigenen Züge trug. Wenn andere Länder zunehmend zur Malerei, Bildhauerei, Musik oder brillanter Architektur beitrugen, kultivierten die Engländer alles im Zusammenhang mit dem Alltagsleben. Sie haben eine Kunst daraus gemacht, auf die richtige Art und Weise zu leben.»
London The Unique City – Steel Eiler Rasmussen, 1934
Unsere Reise führt uns nach London, wo wir 150 Jahre Wohnungsbau besichtigen. Diese bemerkenswerte Stadt entwickelte sich weder nach einer konkreten Stadtplanung noch wurde ihre Struktur von einer Machtfigur geprägt. Stattdessen ist London eine Stadt, die aus der Reibung zwischen ungebremster Entwicklung und Tradition entstanden ist.
Wir werden im Rahmen von Ortsbesichtigungen stadtprägende Typologien wie das English Terraced House und den Mansion Block untersuchen sowie herausragende Bauten der Nachkriegsmoderne analysieren. In einem Workshop, organisiert von Drawing Matter (einem der grössten Zeichnungsarchive), befassen wir uns mit den Skizzen und Zeichnungen bedeutender Architekten. Dabei werden wir von interessanten Persönlichkeiten begleitet.
Natürlich wird auf unserer Reise auch der Backstein eine Rolle spielen: Wir verfolgen den Einsatz dieses Materials, das sich durch alle Typologien zieht und mit Farbe, Textur und Fugenmuster das Stadtbild Londons nachhaltig prägt.
Last but not least werden wir mehrere zeitgenössische Beispiele betrachten. Wir sprechen mit deren Architekten, die Ende des 20. Jahrhunderts aus dem Schatten der Hightech-Architekten traten.
Studienreisen Bachelor und Master
Studienreise 3
Sizilien
Verantwortlich
Conrad Kersting
Assistenz
Amos Mauri
Micha Ringger
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage
Teilnahme
Zeitraum
Hinreise: Samstag 11.04.2026
Rückreise: Samstag 18.04.2026
Kosten
ca. CHF 790
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet. Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Bildnachweise:
Monte Pellegrino, Palermo. Fotografiert und koloriert von Leo Wehrli 1924.
Sizilien ist ein geologisches Labor: Auf der Grenze der eurasischen und der afrikanischen Platte ist es eine Bühne seismischer und vulkanischer Aktivitäten. Die Landschaft wird kontinuierlich neu geformt – Lavaströme bedecken Dörfer, Asche schichtet sich über Felder, neue Küsten entstehen. Diese Dynamik prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch Siedlungsformen, Landwirtschaft und Kultur.
Geschichte scheint hier nicht zu vergehen – sie lagert sich vielmehr übereinander, in Stein, in Boden, in Raum. Dabei stehen Architektur und Landschaft in einem fortwährenden Austausch: Städte entstehen nicht trotz, sondern mit der geologischen Dynamik. In einem Zyklus aus Erosion und Wiederaufbau sind die dadurch entstandenen Kulturen bis in die Gegenwart ablesbar. So wird sowohl neben als auch auf älteren Strukturen gebaut, griechische Tempel reihen sich an normannische Kathedralen, arabische Bögen rahmen barocke Fassaden, römische Mosaiken liegen unter mittelalterlichen Pflastersteinen. Keine Zeit verdrängt die andere – sie koexistieren, überlagern, ergänzen oder
konkurrieren. Es ist eine Baukultur der Fortschreibung und nicht der Ablösung. Die Architektur reagiert auf die Naturereignisse – und passt sich an, baut neu, integriert das Alte in das Neue. Dies ist kein Zufall. Es ist eine Kultur, die gelernt hat, mit Instabilität zu leben – und sie in Form, Raum und Material zu übersetzen.
Unsere Reise folgt diesem Wechselspiel: Wir betrachten, wie Architektur auf geologische Bedingungen reagiert – wie Städte auf vulkanischem Untergrund entstehen, wie Tempel auf tektonischen Brüchen errichtet werden, wie Menschen mit Erdbeben und Ausbrüchen leben. Wir suchen nicht nur die großen Monumente, sondern auch die Stellen, wo Natur und Baukunst aufeinandertreffen – wo Stein und Lava, Ziegel und Mineral, Mosaik und Gestein sich berühren. Hierfür fahren wir mit dem Zug quer durch Italien und mit der Fähre bis nach Sizilien, wo wir unsere Erkundungen in Palermo beginnen.
Studienreise 4
SaarLorLux
Verantwortlich
Gastprof. Céline Guibat
Prof. Axel Humpert
Prof. Tim Seidel
Assistenz
Robin Bader
Hannes Kalau
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage
Teilnahme
Zeitraum
Anreise: Sonntag 12.4.2026
Abschluss: Freitag 17.4.2026
Kosten
ca. CHF 500
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet.
Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Reallabor des Wandels –von Ludwigshafen bis Luxemburg
Der Transformationsprozess von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft ist in der Schweiz weitgehend abgeschlossen. Die Herstellung von Gebrauchsgütern erfolgt grösstenteils im Ausland und die ehemaligen Fabrikstandorte wurden grossflächig bereits neuen Funktionen zugeführt.
Anders stellt sich die Situation im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg dar, einer oft vergessenen Industrielandschaft. Zahlreiche Standorte bis hin zur Schwerindustrie sind dort noch produzierend aktiv, andere sind auf Manufakturmassstab geschrumpft. An manchen Orten ist der Strukturwandel in vollem Gange, hinterlässt seine räumlichen Spuren in Form von Leerstand und entvölkerten Städten. Die damit einhergehenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind noch lange nicht bewältigt. An wiederum anderen Standorten wurde die identitätsstiftende Funktion der industriellen Vergangenheit und ihrer baulichen Relikte erkannt und die obsoleten Räume wurden neuen Bestimmungen zugeführt.
Ehemalige Schuhfabrik Ludwig Kopp, Pirmasens, 1912
Entsprechend kontrastreich sind die Landschaften, die wir zwischen Rhein und Alzette besuchen werden – räumlich, atmosphärisch und sozial. In Ludwigshafen prägt bis heute BASF mit dem grössten zusammenhängenden Chemieareal der Welt das Stadtbild, eine verbotene Stadt mit einer aus den Produktionsprozessen entstandenen technoiden Anmutung.
Anders ist die Stimmung in Pirmasens, dem einstigen Zentrum der deutschen Schuhindustrie. Die Verlagerung der Produktionen ins Ausland seit den 1970er-Jahren führte zu einem Verlust an Arbeitsplätzen, einem Drittel der Einwohnenden und kollektiver Identität. Die einst 160 Schuhfabriken stehen grösstenteils leer und stellen ein – kaum nachgefragtes – Transformationspotenzial dar.
In und um Saarbrücken prägten der Steinkohlebergbau und die Schwerindustrie die Landschaft. Davon zeugen zum einen heute noch aktive Produktionsstandorte, aber auch das zum Landschaftspark transformierte Weltkulturerbe ‹Völklinger Hütte›, ein frühes Beispiel für den Erhalt von Produktionsanlagen als Zeugen einer regionalen Industriekultur. Andere Strategien des Wandels entdecken wir einige Kilometer weiter in Frankreich und Luxemburg. In Metz versucht der Ableger des Centre Pompidou die durch den Strukturwandel entstandene Lücke in der lokalen Identität mit Hochkultur zu füllen. Im finanzstarken Luxemburg hat sich der Universitätscampus Belval um ein ehemaliges Stahlwerk herum entwickelt. Mit den glitzernden Fassaden einer Wissensgesellschaft stellt dieser den Abschluss der gesellschaftlichen Transformation dar, deren verschiedene Aggregatszustände wir im Verlauf der Woche erkunden wollen.
Studienreisen Bachelor und Master
Studienreise 5
Saintonge Romane
Verantwortlich
Prof. Dominique Salathé
Assistenz
Fabio Gsell
Aimée Michelfelder
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage
Teilnahme
Zeitraum
Anreise: Montag 13.04.2026
Abschluss: Samstag 18.04.2026
Kosten
ca. CHF 750
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet. Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Einführung
Per Mail
Bildnachweis:
Quelque part
Foto: Dominique Salathé
Quelque part – Saintonge Romane
Wir folgen auf unserer Reise weniger den grossen Namen der Architekturgeschichte, sondern begeben uns auf die Entdeckung schöner Kirchen und anderer heute obsoleter Bauwerke. Gemeinsam erkunden wir die Region zwischen Bordeaux und La Rochelle, in der ehemaligen Provinz der Saintonge.
Im Mittelpunkt steht die eigentümliche Beziehung zwischen Architektur und Kultur, die wir gemeinsam vor Ort untersuchen, diskutieren und zu verstehen versuchen. Voraussetzung für die Teilnahme sind Neugier und Offenheit – denn das eigentliche Potenzial liegt darin, eigene Sichtweisen zu entwickeln und verborgene Perlen aufzuspüren. Das Skizzieren vor Ort ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der Reise.
Quelque part. Foto: Dominique Salathé
Studienreisen Bachelor und Master
Studienreise 6
Materialien in Mittelitalien
Verantwortlich
Prof. Erik Wegerhoff
Assistenz
Kora Balmer
Luca Riggio
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage
Teilnahme
Zeitraum
Hinreise: Samstag 11.04.2026
Rückreise: Samstag 18.04.2026
Kosten
ca. CHF 850
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet. Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Einführung per E-Mail
Bildnachweis:
Basaltpflaster zwischen Tufffelsen: eine antike Strasse mit flankierenden Gräbern (Via Amerina bei Cività Castellana)
Eine Reise für Gaumen, Hand und Auge Mittelitalien liegt zwar mitten in Italien, dennoch wird es von Reisenden meist übersehen. Zwischen den berühmten Zypressenalleen der Toskana im Norden und dem Touristenmagnet Rom im Süden hält kaum jemand an. Genau das wollen wir tun.
Ausgehend von Orvieto mit seinem Dom aus wechselnden Lagen von BASALT und TRAVERTIN erkunden wir Städte, die aus dem TUFF zu wachsen scheinen und Christian Norberg-Schulz zum Konzept des «genius loci» inspirierten, und Architekturen, die umgekehrt in den Stein gefräst wurden wie die jahrtausendealten etruskischen Hohlwege (‹vie cave›), oder einen Brunnen aus dem 16. Jahrhundert mit einer sich in den Fels schraubenden Doppelhelix. In der vulkanisch geprägten Landschaft westlich des Tibers baden wir im heissen SCHWEFELWASSER und am Strand mit SCHWARZEM SAND des Lago di Bolsena, wir wandern durch die unwirkliche Landschaft der ‹calanchi› – ausgewaschene Hügel aus LEHM – und lernen in einem Workshop, wie man daraus Wände und Putz herstellt. Gebrannt findet sich dasselbe Material allenthalben als
Studienreise 6
Materialien in Mittelitalien
‹Travetti›, ‹Pianelle›, Lehm, Terracotta. Zur Studienreise gehört auch ein Lehmbauworkshop vor Ort.
TERRACOTTA mit bis in die Antike zurückreichenden Ziegelformen wieder. Auch wenn wir herausragende Orte wie den Palazzo Farnese in Caprarola, den Garten des Künstlers Paul Wiedmer oder den irren Monsterpark von Bomarzo besuchen, liegt unser Interesse eher darauf, wie auch namenlose Architektur aus lokalspezifischen Materialien entsteht. Zu letzteren gehören auch kulinarische: Wir probieren den WEIN von Montefiascone, an dem sich ein deutscher Bischof einst zu Tode soff, den herben HONIG vom Erdbeerbaum, und wir picknicken mit dem PECORINO der Schafe, deren WOLLE auch architektonisches Isolationsmaterial sein kann.
Mittelitalien ist also eine Gegend für Kennerinnen und ‹connoisseurs›, für Wanderer, Betrachterinnen, Bauarbeiterinnen und Geniesser.
Studienreisen Bachelor und Master
Studienreise 7
Prag & Brno
Verantwortlich
Prof. Ursula Hürzeler
Prof. Shadi Rahbaran
Prof. Harald Stühlinger
Assistenz
Anouk André
ECTS
Bachelor: 1
Master: 3 (mit zusätzlicher Aufgabe)
Bewertungsgrundlage Teilnahme
Zeitraum
Anreise: Sonntag 12.4.2026
Abschluss: Samstag 18.4.2026
Kosten
ca. CHF 850
Die Reisekosten sind auch im Verhinderungsfall geschuldet.
Den Studierenden wird daher empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen.
Einführung per E-Mail
Bildnachweis:
Zelena Hora, Foto: Jan Santini
Von Prag nach Brno
Unsere Reise beginnt in Prag, der prunkvollen, tschechischen Hauptstadt, deren komplexes urbanes Gefüge geprägt ist durch das Zusammenspiel von Architektur, Macht und öffentlichem Raum.
Von Prag aus reisen wir weiter Richtung Osten und machen auf unserem Weg Halt in Kutná Hora und Žďár nad Sázavou. Hier liegt der Fokus auf einzelnen Bauwerken wie der Kathedrale von Santa Barbara und der Wallfahrtskirche auf dem Grünberg. In diesen Bauten verdichten sich Fragen von Form, Konstruktion und Symbolik zu einer eindrücklichen architektonischen Komplexität.
Brno bildet den inhaltlichen Schwerpunkt der Reise.
Die zweitgrösste Stadt Tschechiens bietet ein ideales Umfeld, um sich mit moderner und funktionalistischer Architektur sowie mit urbanen Transformationsprozessen des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen. Anhand von Wohnbauten – allen voran der berühmten Villa Tugendhat von Mies van der Rohe –, öffentlichen Gebäuden und städtebaulichen Ensembles werden wir Verbindungen zwischen Typologie, Nutzung, gesellschaftlichem Anspruch und stadträumlicher Einbindung herstellen.
Studienreise 7
Prag & Brno
Die Seminarreise findet zusammen mit Studierenden der TU Wien und Harald Stühlinger, Professor für Kunstgeschichte, statt. Sie verbindet architektonische und kunsthistorische Perspektiven zu einer kritischen und kontextbezogenen Lektüre sowie zu einem gemeinsamen Diskurs über Architektur.
Architekt:in zu werden, bringt eine Menge an Verantwortung und Verpflichtungen mit sich. Architekturstudierende sollen ‹eine Haltung entwickeln›, damit sie später im Beruf in der Lage sind, selbst dann Entscheidungen zu treffen, wenn sich ihnen moralische Zwickmühlen eröffnen. Doch wie begegnen wir den ‹wicked problems›, die für Architektur und Planung so typisch sind?
Der Architekt und Philosoph Martin Düchs findet Antworten über den Dreischritt von der Verantwortung, die Architekt:innen zugeschrieben wird, über die Moral des Berufsstands, bis hin zu einer Ethik, die dabei helfen kann, unser Handeln systematisch zu orientieren. Der Vortrag will zum Dialog und zur gemeinsamen Auseinandersetzung anregen. Studierende sind ebenso wie die Lehrenden eingeladen, ihre eigenen Fragen, Zweifel und Dilemmata mitzubringen.
Räumlichkeiten
Beide Studiengänge werden am Campus Muttenz an der Hofackerstrasse 30 durchgeführt. Die Büros des Lehrkörpers, der Studiengangleitung, der Institutsleitung und des Institutssekretariats befinden sich im 11.OG Ost.
Die Vorlesungen finden in Hörsälen und Seminarräumen auf anderen Stockwerken des Gebäudes statt.
Ateliers
Bachelor und Master-Thesis: 11.OG Nord und Süd
Master Regelsemester: 7.OG Ost
Werkstätten
11.OG Mitte und 2.UG Nord
Plotterräume
11.OG Mitte und 7.OG Mitte
Grossformat-Scanner
7.OG Mitte
Materialbezug
Diverses Modellbaumaterial
U2.N.01
Bibliothek Campus Muttenz
3.OG West
Öffnungszeiten
Während des Semesters:
Mo – Fr 08:00 – 19:00 Uhr (bibliothekarische Beratung bis 18:00 Uhr)
Sa 09:00 – 15:00 Uhr (bibliothekarische Beratung bis 12:00 Uhr)
Während des Zwischensemesters:
Mo – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa geschlossen
Weitere Bibliotheken in der Nähe
– Bibliothek für Gestaltung, Fachbereiche Architektur, Typographie und Design https://www.bibliothekfuergestaltung.ch
– Universitätsbibliothek, alle Fachbereiche https://ub.unibas.ch/de
– Bibliothek des Kunstmuseums Basel, Fachbereich Kunst https://kunstmuseumbasel.ch/de/forschung/bibliothek
Materialsammlung FHNW
Bibliothek Campus Muttenz 3.OG West
Öffnungszeiten
Während des Semesters:
Mo – Fr 08:00 – 19:00 Uhr
(bibliothekarische Beratung bis 18:00 Uhr)
Sa 09:00 – 15:00 Uhr
(bibliothekarische Beratung bis 12:00 Uhr)
Während des Zwischensemesters:
Mo – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa geschlossen
Bildnachweis:
linke Seite: Screenshot
https://materialarchiv.ch
rechte Seite:
Foto: Julian Salinas
Als jüngstes Mitglied des Vereins Material-Archiv seit Anfang 2023, ist die ehemalige Mustersammlung des Instituts Architektur 2022 in die Räumlichkeiten der Bibliothek am Campus Muttenz umgezogen.
Gegenwärtig umfasst die Sammlung 400 Exponate, Tendenz steigend. Inhaltlich getragen wird die Materialsammlung vom Institut Architektur und vom Institut für Nachhaltigkeit und Energie am Bau INEB. Aufgrund des gemeinsamen Interesses an der Transformation der Baubranche liegt der Fokus auf Materialmustern aus dem gesamten Bereich der Baukonstruktion mit Schwerpunkt ‹nachhaltige Baumaterialien›. Der Bestand der Materialsammlung soll sich entlang der thematischen Schwerpunkte Nachhaltigkeit und Zirkularität sukzessive weiterentwickeln.
Materialsammlung
Bibliothek Campus Muttenz 3.OG West
Alle Muster können während der Öffnungszeiten an der Infotheke der FHNW Bibliothek Campus Muttenz ausgeliehen werden. Der Bestand der Sammlung ist über den Bibliothekskatalog auch online einsehbar. Über die Datenbank des Netzwerkes Material-Archiv sind umfassende Informationen über die Muster abrufbar – entweder durch Scannen des aufgedruckten QR-Codes oder Auflegen auf die Materialstation. Auf der Webseite materialarchiv.ch sind rund 4’000 Datensätze erfasst und im Detail beschrieben: das Material selbst, seine Herkunft oder Herstellung, aber auch die zugehörige Materialgruppe, mögliche Anwendungen und gebaute Referenzen. Aktuell werden in Zusammenarbeit zwischen Material-Archiv und INEB auch die Kriterien zur Beschreibung der Nachhaltigkeit erfasst. So werden zukünftig auch die materialspezifischen Daten und Informationen zu den Materialien in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit auf materialarchiv.ch zur Verfügung stehen.
Mitarbeitende Leitung | Administration
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
Campus Muttenz
Institut Architektur
Hofackerstrasse 30, CH-4132 Muttenz
Tel +41 61 228 66 00 architektur.habg@fhnw.ch
Co-Leitung Institut Architektur
Prof. Ursula Hürzeler
Tel +41 61 228 51 56 ursula.huerzeler@fhnw.ch
Co-Leitung Institut Architektur
Prof. Shadi Rahbaran
+41 61 228 52 69 shadi.rahbaran@fhnw.ch
Leitung Bachelor-Studiengang
Oswald Hari
Tel +41 61 228 54 67 oswald.hari@fhnw.ch
Co-Leitung Studiengang Master
Prof. Axel Humpert
Tel +41 61 228 53 92 axel.humpert@fhnw.ch
Co-Leitung Studiengang Master
Prof. Tim Seidel
+41 61 228 53 89 tim.seidel@fhnw.ch
Leitung Studierendenwesen
Silvia Krenzer
Tel +41 61 228 63 45 silvia.krenzer@fhnw.ch
Institutsarchitektin
Anne Ulbricht
Tel +41 61 228 57 13 anne.ulbricht@fhnw.ch
Publikationen
Barbara Lenherr
Tel +41 61 228 54 45 barbara.lenherr@fhnw.ch
Administration Institut
Martina Baer Simonett
Tel +41 61 228 62 73 martina.baersimonett@fhnw.ch
Susanne Attinger
Tel +41 61 228 54 31 susanne.attinger@fhnw.ch
Sybil Weishaupt
Tel +41 61 228 53 56 sybil.weishaupt@fhnw.ch
Dr. Benjamin Adler, Dr. phil. I Seit 2009 Dozent für wissenschaftliches Arbeiten | Master Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Basel. Bis 2009 Assistent am Lehrstuhl für Ethik und politische Philosophie an der Universität Fribourg und Dissertation zu narrativen Selbstkonzeptionen. Mitinhaber eines Geschäfts für Vintage Design in Basel und freie journalistische Tätigkeit im Bereich Design, Architektur und Kunst. benjamin@benjaminadler.ch
Pablo Berger, MFA und MAS Design, Basel und Chicago Seit 2022 Dozent Vertiefungsfach | Bachelor Partner und Creative Director bei berger + Co., Basel. Spezialisiert auf die Bereiche Film, Print-, Digital- und Ausstellungsgestaltung. pablo@bergerand.co
Deniz Bilgin, Dipl. Arch. (TU) / Dipl. Bauing. (TU)
Seit 2023 Begleitung Tragkonstruktion | Bachelor Studium der Architektur (2009 – 2014) sowie Bauingenieurwesen (2011 – 2016) an der TU Kaiserslautern. Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre im Fachbereich Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung (TU Kaiserslautern, 2015 – 2017) sowie im Fachbereich Massivbau (FHNW, 2021 – 2022). Seit 2019 Projektleiterin bei Schnetzer Puskas Ingenieure AG in Basel. deniz.bilgin@fhnw.ch
Prof. Roger Blaser Zürcher, dipl. Architekt FH SIA STV, dipl. Bauleiter HFP SBO, Bauphysiker M.BP
Seit 2004 Dozent für Bauphysik | Bachelor Berufslehre als Hochbauzeichner, Studium der Bauleitung (mit eidg. Diplom), der Architektur (HTA Bern) und der Bauphysik (Uni Stuttgart). Inhaber der ingBP Ingenieurgesellschaft für Bauschadensanalytik und Bauphysik mbH in Kiesen. Programmleiter DAS Bauphysik und MAS Bauleitung an der FHNW Hochschule für Architektur Bau und Geomatik. roger.blaser@fhnw.ch
Thomas Boyle, Master in Civil Engineering
Seit 2006 Dozent für Tragwerksplanung | Master
1983 Bachelor of Civil Engineering an der National University of Ireland in Cork. Masters Degree in Civil Engineering 1985 am Georgia Institute of Technology in Atlanta, USA. 1988 Umzug in die Schweiz, Arbeit im Ingenieurbüro Walt + Galmarini in Zürich. 1990 Wechsel zum Ingenieurbüro Robert Henauer (später Henauer Gugler AG). 1996 Abschluss des Nachdiplomstudiums Betriebswissenschaft an der ETH Zürich. 2004 Gründung des eigenen Ingenieurbüros in Zürich. thomas.boyle@fhnw.ch
Nils Detlefsen, Physiker und Musiker
Seit 1997 Dozent für Mathematik | Bachelor Studium der Musik am Konservatorium für Musik und Theater in Bern mit Diplom im Fach Violine. Studium der Physik und Mathematik an der Universität Basel mit Diplom in Experimentalphysik. Seit 1997 Lehrer für Mathematik und Physik am Gymnasium Oberwil. Schwerpunkt der selbständigen wissenschaftlichen Arbeit: Verbindungen von Kunst und Mathematik. nils.detlefsen@fhnw.ch
Mitarbeitende
Dozierende
Mathis Füssler, Stadtplaner MAS RP ETH und Dipl. Grafiker SfG
Seit 2009 Dozent für Wahrnehmen und Darstellen | Bachelor
Seit 1998 eigenes Atelier. 2001 – 2007 Dozent Schule für Gestaltung, Basel. 2007 – 2014 Dozent F+F Schule für Kunst und Mediendesign, Zürich. 2008 Gastdozent Universität Lichtenstein, Architektur und Raumentwicklung, BA. 2014 Gastdozent HGK Basel, Institut Visuelle Kommunikation, BA MA. 2017 – 2024 Präsident Werkbund Zürich. Seit 2023
Stiftungsrat Ikea Stiftung Schweiz. Seit 2024 Stiftungsrat Bob + Kathrin Gysin Stiftung. Seit 2024 Geschäftsführer Schweizerischer Werkbund SWB. mathis.fuessler@fhnw.ch
Céline Guibat, dipl. Architektin ETH SIA BSA
Seit 2025 Gastprofessorin für Architektur | Master Architekturstudium an der EPFL Lausanne, Diplom 2002 bei Prof. Inès Lamunière. Mehrjährige Berufserfahrung im Ausland. Seit 2005 als selbstständige Architektin in der Schweiz tätig. 2012 Gründung des Büros Mijong architecture design mit Carole Pont. Parallel dazu Lehr- und Forschungstätigkeit mit Schwerpunkt auf sozialer und ökologischer Transformation sowie der Vermittlung von Architektur. Projektarbeit mit Fokus auf kollektive Raumwahrnehmung und Klimafragen, u. a. im Rahmen von Vallée Archipel. Zwischen 2019 und 2022 Dozentin für Entwurf und Konstruktion im Joint Master der Berner Fachhochschule. Seit 2019 Stiftungsrätin des Schweizerischen Architekturmuseums S AM. Seit 2021 Mitglied des Swiss Architecture Yearbook (SAY). Seit 2023 Engagement für die CSA, internationale Vertretung von SIA und BSA. Weiterbildungen an der London School of Economics (Climate Change), der ETH Zürich (CAS Raumplanung) sowie der Kaospilot University Aarhus (Creative Leadership und Nachhaltigkeit). celine.guibat@fhnw.ch
Simon Guldimann, MSc Bauingenieur ETH Zürich
Seit 2024 Dozent für Tragwerksentwurf | Bachelor 2016 Bachelor Bauingenieur ETH Zürich. Praktikumsjahr mit Praktika bei Schnetzer Puskas und Aegeter & Bosshardt in Basel und Van Rossum in Rotterdam (NL). 2019 Master Bauingenieur ETH Zürich. Seit 2020 als Bauingenieur bei Schnetzer Puskas Ingenieure. Weiterbildung (CAS) in Erdbebenüberprüfung und Erdbebenertüchtigung ETH Zürich. simon.guldimann@fhnw.ch
Christina Haas, MSc Architektin EPFL Seit 2024 Dozentin für Baukulturen | Master Architekturstudium an der HCU Hamburg (2008 – 2011) und an der ETH Lausanne (2012 – 2014). Mehrjährige Mitarbeit in den Architekturbüros RHW Architekten (Hamburg), Dorte Mandrup Architects (Kopenhagen), Clavien Rossier Architectes (Genf), futurafrosch (Zürich) und GWJ Architekten (Bern). 2018 – 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sektion Baukultur des Bundesamts für Kultur und 2021 – 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim SNFForschungsprojekt ‹Baukulturen in der Schweiz 1945 – 1975› am Institut Architektur FHNW. Seit 2025 Projektleiterin Baukultur und Planungsprozesse im Amt für Raumplanung, Kanton Basel-Landschaft. christina.haas@fhnw.ch
Tobias Huber, Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen SIA Seit 2019 Dozent für Tragkonstruktion | Bachelor 1998 – 2004 Studium Bauingenieurwesen an der TH Stuttgart. 2005 Diplom am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) bei Prof. Sobek. 2005 – 2011 Projektleitung bei Dr. Deuring+Oehninger AG, Winterthur. 2011 – 2016 Associate bei Knippers Helbig Advanced Engineering GmbH, Stuttgart. Seit 2016 Projektleitung bei ZPF Ingenieure und seit 2019 Partner, seit 2024 Mitglied der Geschäftleitung der ZPF Structure AG. tobias.huber@fhnw.ch
Prof. Axel Humpert, Dipl. Architekt ETH
Seit 2025 Co-Studiengangleitung Master gemeinsam mit Prof. Tim Seidel 2022 – 2025 Co-Institutsleitung gemeinsam mit Prof. Tim Seidel | Seit 2015 Dozent für Architektur 1998 – 2004 Studium der Architektur an der TU Graz und der ETH Zürich. 2005 Gründung des Architektur Magazins ‹Camenzind› zusammen mit Benedikt Boucsein und Tim Seidel. 2004 – 2007 Mitarbeit bei Meili, Peter Architekten Zürich / München. 2007 Gründung BHSF Architekten, Zürich und 2022 BHSF Architekten München zusammen mit Benedikt Boucsein und Tim Seidel. 2007 – 2010 Entwurfsassistent im Bachelor und Master bei Gastprofessor Felix Claus an der ETH Zürich. 2014 Entwurfsassistent im ersten Jahreskurs bei Prof. Annette Spiro an der ETH Zürich. 2014 und 2023 Lehrauftrag an der Hochschule Luzern. Seit 2023 im Vorstand des Architekturrat der Schweiz. Seit 2024 Mitglied des Fachausschuss Bau- und Aussenraumgestaltung der Stadt Thun. axel.humpert@fhnw.ch
Catherine Hürzeler, Kunsthistorikerin lic. phil. I Seit 2004 Dozentin für Kunst | Master Studium an der Universität Basel. 1998 – 2001 Dozentin an der Schule für Gestaltung Basel. Seit 2000 Kunstvermittlerin am Kunstmuseum Basel. catherine.huerzeler@fhnw.ch
Prof. Ursula Hürzeler, Dipl. Architektin ETH SIA BSA
Seit 2025 Co-Studiengangleitung zusammen mit Prof. Shadi Rahbaran | Seit 2019 Dozentin für Architektur Architekturstudium an der ETH Zürich. Mehrjährige Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Spanien und der Schweiz, unter anderem bei AV62 in Barcelona und Herzog & de Meuron in Basel. 2011 Gründung Rahbaran Hürzeler Architekten. 2011 – 2014 Assistentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FHNW. 2018 Gastdozentin für Entwurf und Konstruktion an der Hochschule Luzern. 2017 Aufnahme in den BSA und in die Arealbaukommission Basel-Landschaft. ursula.huerzeler@fhnw.ch
Conrad Kersting, MSc Architektur AAM
Seit 2025 Dozent für Architektur am Institut Architektur FHNW 2008 – 2017 Studium der Architektur an der RWTH Aachen und an der Accademia di Architettura in Mendrisio. Seit 2020 selbständige Projekte und Wettbewerbe in wechselnden Kooperationen und aktives Mitglied von Countdown2030. 2020 – 2022 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Stadt und Wohnen, KIT Karlsruhe bei Prof. Christian Inderbitzin. 2023 – 2024 Gastprofessur FHNW (Countdown 2030), Leitung eines Entwurfsstudios im Masterstudiengang Architektur. 2022 – 2025 Wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Architekturtheorie, ETH Zürich bei Prof. Laurent Stalder. 2025 Veröffentlichung des Buchs Hammer 1 (Park Books, Zürich) über den ersten Wohnungsbau von Diener & Diener Architekten. conrad.kersting@fhnw.ch
Prof. Friederike Kluge, Dipl.-Ing. Architektin BSA SIA
Seit 2022 Dozentin für Architektur Architekturstudium an der Universität Karlsruhe und Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, Chile. 2007 – 2012 Mitarbeit bei Buchner Bründler Architekten, Basel. 2012 – 2014 selbständige Tätigkeit als Architektin. 2013 – 2019 Assistentin / Lehrbeauftragte bei Prof. Spiro, Architektur und Konstruktion, ETH Zürich. 2014 Gründung Alma Maki Architektur, Basel, zusammen mit Meik Rehrmann. 2019 – 2022 Professorin für Baukonstruktion und Entwerfen, Hochschule Konstanz. 2019 Gründungsmitglied Countdown 2030, Kollektiv für zukunftsfähige Baukultur. Tätigkeit als Expertin und Fachjurorin, u.a. Mitglied des Vorstands BSA Basel, des Basler Bauforums und der Stadtbildkommission Bern sowie Basel. friederike.kluge@fhnw.ch
Mitarbeitende
Dozierende
Dr. Torsten Korte, Kunsthistoriker
Seit 2024 Dozent für Baukulturen | Master 2006 – 2012 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Bonn und Venedig. 2021 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zu Giambattista Tiepolo. Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung und des Deutschen Studienzentrums Venedig. Lehraufträge an der Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Fresenius Hamburg, Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2024 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern. Forschungsschwerpunkte: Frühneuzeitliche Bildgeschichte, Geschichtskonstruktionen, Kostümgeschichte, Architekturtheorie. 2021 – 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Architektur FHNW (SNF-Projekt ‹Baukulturen der Schweiz 1945 – 1975›). torsten.korte@fhnw.ch
Anne Kucera, Msc Bauingenieurin
Seit 2024 Dozentin für Tragwerksentwurf | Bachelor 2013 – 2020 Studium Bauingenieurwesen an der Universität Stuttgart. 2015 – 2016 Auslandsstudium Civil Engineering an der University of Calgary (CA). Seit 2020 Projektleiterin bei Schnetzer Puskas Ingenieure, Basel und seit 2026 Associate. anne.kucera@fhnw.ch
Christina Leibundgut, Architektin MA FH SIA, MAS ETH GTA Seit 2026 Dozentin Vertiefungsfach | Bachelor
Seit 2018 Selbständige Tätigkeit, knüselleibundgut architektur gmbh. Seit 2022 Redaktionsmitglied Architektur Basel, seit 2017 freie Autorin, Kommentare in der Zeitschrift Hochparterre Wettbewerbe, seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin ArchitekturWerkstatt, OST. 2012 – 2016 Architektin bei jessenvollenweider architektur, Basel, 2009 – 2010 Praktikum Miller & Maranta, Basel, 2014 – 2016 MAS in Geschichte und Theorie der Architektur ETHZ, 2010 – 2012 Master in Architektur FHNW, Gastsemester ETHZ bei Prof. Hans Kollhoff und Erasmussemester ENSA Val de Seine Paris, 2006 – 2009 Bachelor in Architektur FHNW, 2001 – 2006 Berufslehre Hochbauzeichnerin mit gestalterischer Berufsmatura. leibundgut@architekturbasel.ch
Barbara Lenherr, dipl. Architektin ETH, Fachjournalistin BR Seit 2025 Co-Dozentin Sozialwissenschaften, seit 2024 Dozentin Vertiefungsfach | Bachelor Seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin – Publikationen und Kommunikation Studium an der Uni Basel (1987 – 1989 Kunstgeschichte) und der ETH Zürich (1990 – 1996 Architektur). Mehrjährige Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Basel, Genf und Zürich, u.a. bei Baur & Komai Architekten, Grenier & Vallat Architectures, Ackermann Architekten und Anarchitekton. 2000 – 2002 Redaktorin beim Trend Verlag Basel, diverse Ausstellungsprojekte im Messebereich und Pressearbeit für die IEU AG Liestal. 2003 – 2005 Weiterbildungen am MAZ Luzern und der Medienschule Nordwestschweiz. 2020 Weiterbildung CAS Baukultur an der Hochschule Luzern. Seit 2002 freie Architekturjournalistin. barbara.lenherr@fhnw.ch
Martin Lienhard, dipl. Physiker ETH Seit 1997 Dozent für Akustik | Bachelor Studium an der ETH Zürich und University of Dublin, Trinity College. Arbeit als Physik- und Mathematiklehrer an diversen Gymnasien. Ausbildung als Musiker (Violine und Komposition) sowie in Traumatherapie (Somatic Experiencing, SE). Seit 1987 Arbeit als selbständiger Akustiker mit Schwerpunkten Raumakustik, Bauakustik und Lärmschutz. akustik@bluewin.ch
Fabienne Maritz, BA Interior Design HSLU, MA Architecture HSLU
Seit 2023 Dozentin Vertiefungsfach | Bachelor 2005 – 2009 Ausbildung Hochbauzeichnerin. 2010 – 2013 Bachelor of Arts in Interior Design, HSLU. 2013 – 2015 Master of Arts in Architecture, HSLU. 2015 – 2017 Burkard Meyer Architekten, Baden. 2017 – 2018 Herzog & de Meuron Basel. 2018 – 2021 Bauherrenvertretung | Projektmanagement für Jacques Herzog & Pierre de Meuron als Privatpersonen. 2021 Gründung fmunlimited. Seit 2021 selbstständige Tätigkeit als Architektin. 2021 – 2022 Wissenschaftliche Assistentin für Architektur am Institut Architektur FHNW. fabiennemaritz@gmx.ch
Marco Merz, dipl. Architekt HTL Seit 2016 Dozent für Konstruktion | Bachelor Architekturstudium an der Hochschule für Technik und Architektur HTA, Luzern. 1997 selbständiger Architekt, Sierre. 1998 – 1999 Mitarbeit bei Aschwanden & Schürer, Zürich. 1999 – 2007 Mitarbeit bei sabarchitekten, Basel. 2005 – 2006 Assistent an der EPFL Lausanne. Seit 2006 selbständiger Architekt. 2007 – 2012 Assistent für Architektur am Institut Architektur FHNW. 2011 Gründung Clauss Kahl Merz, Atelier für Architektur + Städtebau GmbH, Basel. 2018 Aufnahme in den BSA. marco.merz@fhnw.ch
Eva Molina, dipl. Textilgestalterin SfG Basel, Farbgestalterin IACC Seit 2020 Dozentin Vertiefungsfach | Bachelor Seit 1994 tätig in Textilfachklasse und Bildungsgang Textildesign HF, Schule für Gestaltung Basel. Leitung Siebdruckwerkstatt Textil, Unterricht im Bereich Farbe, Material und Trends und Entwurf. Kurse und Workshops in verschiedenen Fachrichtungen an der Schule für Gestaltung Basel. Farbberatung im Bereich Architektur, Textil- und Produktdesign. Entwicklung von Farb- und Materialkonzepten für Architektur (Innen- und Aussenraum). Farbgestaltungen von Wohn- und Gewerbebauten, Bauten für Industrie, Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport. info@evamolina.ch
Mark Moyses, dipl. Architekt ETH Seit 2018 Dozent für Digitales Bauen I Bachelor Studium der Architektur an der EPF Lausanne und der ETH Zürich. 1997 – 2000 Mitarbeit Architekturbüros in Basel und Zürich. 2000 – 2003 Project Manager für webbasierte Informationssysteme. 2003 – 2017 Senior Software Consultant im Bereich CAD und Bausoftware. 2016 – 2017 Gastdozent an der SfG Basel, HF Visual Merchandising Design. 2013 – 2019 Dozent für Digitale Medien am Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK. Seit 2017 Dozent für Digitales Bauen in den Bachelor-Studiengängen der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik (HABG) und Fachexperte mit Fokus Digitale Bauwerksmodelle im Master of Science FHNW in Virtual Design and Construction (VDC). Leiter Ausbildung VDC Bachelor am Institut Digitales Bauen der HABG. mark.moyses@fhnw.ch
Dr. Andreas Nütten, Dipl. Ing. Architekt Seit 2012 Dozent für Kulturlandschaft Am Institut Architektur tätig in Forschung und Lehre, mit Forschungsschwerpunkten ‹Raumerkundung und Raumbild› sowie ‹Gartenstadt 21 – landschaftsbasierte Entwicklungskonzepte für Stadtregionen›. Studium mit Schwerpunkt Städtebau an der TH Karlsruhe und der EPFL. 2001 – 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Karlsruhe, Institut Landschaft und Garten bei Prof. Bava. 2017 – 2019 Lehrbeauftragter im Rahmen des internationalen Doktorandenkollegs ‹Forschungslabor Raum› an der TU München. Seit 2019 Partner des Städtebaubüros Yellow Z Urbanism Architecture in Basel, bewegt sich sein Schaffen in der planerischen Praxis wie im Forschungs- und Lehrkontext stets an der Schnittstelle von Architektur, Städtebau und Landschaft. andreas.nuetten@fhnw.ch
Mitarbeitende
Dozierende
Michel Pfister, Bildhauer HGK Basel
Seit 2014 Dozent Vertiefungsfach | Bachelor 1991 – 1995 Freie Kunstklasse Schule für Gestaltung und Kunst Basel. Seit 1995 freischaffender Künstler. Aufenthalte in New York und Paris. 2004 – 2006 Nachdiplomstudium Bildnerisches Gestalten. Verschiedene Unterrichtstätigkeiten auf Sekundar- und Gymnasialstufe, seit 2012 an der Schule für Gestaltung und Kunst Basel im Vorkurs / Propädeutikum. Realisierung zahlreicher Projekte, Ausstellungen und Kunst am Bau-Aufträge. mail@michelpfister.com
Prof. Shadi Rahbaran, Dipl. B. Arch. BSA
Seit 2025 Co-Studiengangleitung zusammen mit Prof. Ursula Hürzeler | Seit 2019 Dozentin für Architektur Architekturstudium an der University of Toronto, Kanada. Mehrjährige berufliche Tätigkeit unter anderem bei Bruce Mau Design, Toronto und O.M.A. Office for Metropolitan Architecture in Berlin und Porto. 2004 Gründung Architekturbüro Shadi Rahbaran in Düsseldorf, 2011 Gründung Rahbaran Hürzeler Architekten in Basel. 2006 Gastdozentin an der Cornell University, 2007 – 2013 Lehr- und Forschungstätigkeit am ETH Studio Basel mit Prof. J. Herzog und P. de Meuron und 2013 Leitung des Studio Abroad der Harvard Graduate School of Design. Seit 2015 Lehrtätigkeit an der Universität KYOTO Design Lab, Kyoto Institute of Technology. 2017 Aufnahme in den BSA und 2018 in den Vorstand des BSA Basel. shadi.rahbaran@fhnw.ch
Arthur Randé, M.Sc Bauingenieur, M.Arch Architekt Seit 2024 Dozent für Tragkonstruktion | Bachelor 2013 – 2015 Studium der Mathematik und Physik in CPGE Lycée Sainte Geneviève, Versailles (FR). 2015 – 2019 Masterstudium in Ingenieurwesen, École Centrale Lyon (FR). 2015 – 2021 Masterstudium in Architektur, École Nationale Supérieure d’Architecture de Lyon (FR). 2017 Architekturpraktikum bei Junya Ishigami + Associates, Tokyo (JP). 2018 Bauingenieurpraktikum bei Jun Sato Structural Engineers, Tokyo (JP). 2019 Bauingenieurpraktikum bei BYUK, London (UK). 2020 Architekturpraktikum bei Michel Juen Architecte DPLG, Altkirch (FR). Seit 2021 Bauingenieur bei Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel. arthur.rande@fhnw.ch
Prof. Dominique Salathé, dipl. Architekt ETH BSA SIA
Studium an der ETH Lausanne. 2005 – 2006 Gastdozent an der ETH Lausanne. Seit 1992 selbstständige Tätigkeit als Architekt. 1997 Gründung sabarchitekten, ab 2016 Salathé Architekten Basel. Mitarbeit in verschiedenen Gremien, Tätigkeit als Experte und Fachjuror. dominique.salathe@fhnw.ch
Julian Salinas, Fotograf
Seit 2013 Dozent Vertiefungsfach | Bachelor 1989 – 1993 Ausbildung zum Fotografen, Besuch der Kunstgewerbeschule Basel, Abteilung Fotografie. Seit 1995 eigenes Studio in Basel. Arbeiten für Magazine und Ausstellungen im In- und Ausland. Kommerzielle Arbeiten für diverse Werbeagenturen. info@juliansalinas.ch
Prof. Maya Scheibler, Architektin MA FH, BSA, SIA / Professorin BFH Burgdorf Seit 2023 Dozentin für Architektur | Bachelor 2003 – 2007 Architekturstudium FHNW Muttenz. 1998 – 2002 Berufslehre als Hochbauzeichnerin. 2007 – 2008 Auslandaufenthalt in Japan, Studium Tokyo University. 2008 – 2009 Master of Arts in Architecture FHNW. 2009 – 2012 Mitarbeit bei Miller & Maranta AG in Basel. Seit 2012 Scheibler & Villard GmbH. 2012 – 2016 ETHZ, Assistentin Lehrstuhl Prof. Andrea Deplazes. 2016 – 2020 Mitglied Vorstand BWA Zürich. Seit 2017 Mitglied der Arealbaukommission Kanton Basellandschaft. 2019 – 2023 Professorin für Entwurf & Konstruktion, Berner Fachhochschule. 2019 – 2023 Mitglied der Ortsbildkommission der Gemeinde Riehen BS. 2020 Aufnahme in den BSA, Ortsgruppe Basel. Seit 2020 Tätigkeit als Expertin in Fachjurys. maya.scheibler@fhnw.ch
Anne-Catherine Schröter, MA Art History and Cultural Heritage
Seit 2024 Dozentin für Baukulturen | Master 2011 – 2017 Studium der Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Denkmalpflege und Monumentenmanagement an der Universität Bern. 2015 Austauschsemester an der Freien Universität Berlin. 2017 – 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Inventarisation, Denkmalpflege Kanton Zürich. 2019 – 2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sektion Baukultur, Bundesamt für Kultur. 2021 – 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin SNF-Projekt ‹Baukulturen der Schweiz 1945 – 1975›, FHNW. Seit 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Kunstgeschichte, Abteilung für Architekturgeschichte und Denkmalpflege, Universität Bern. annecatherine.schroeter@fhnw.ch
Axel Schubert, Dipl.-Ing. arch., Bauassessor, Stadtplaner FSU/SRL Seit 2020 Dozent für Nachhaltigkeit | Master Studium der Architektur und Stadtplanung, Universität Stuttgart, Landesstipendium an die University of Oregon. Diplom zu Planungstheorie und Nachhaltigkeit. 2002 – 2004 Referendariat Städtebau, Land Hessen / Frankfurt am Main. 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Uni Darmstadt, Fachgruppe Stadt. 2005 – 2017 Projektleiter im Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt, Arealentwicklung und Nutzungsplanung, Experte in div. Forschungsvorhaben zu Nachhaltigkeit. 2017 – 2018 Dozent, Projektleiter, Co-Studiengangsleiter MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Institut für Soziokulturelle Entwicklung. Seit Herbst 2021 Fachbereichsleitung Nachhaltige Raumentwicklung am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW. axel.schubert@fhnw.ch
Prof. Christina Schumacher, Soziologin lic.phil I Seit 2010 Dozentin für Sozialwissenschaften | Bachelor und Master | Leitung Forschung seit 2014 Als Partnerin von ‹sofa*p | Soziologie für Architektur und Planung› in Zürich Begleitung interdisziplinärer Planungsteams zu Fragen des Sozialraums; Jurymitglied und Expertin in qualitätssichernden Verfahren, Co-Präsidentin von ‹créatrices.ch I Frauen gestalten die Schweiz›, bis 2022 Präsidentin der Stiftung für eine hindernisfreie Architektur. Werdegang: 1986 – 1993 Studium Soziologie und Geschichte, Univ. Zürich und Bologna; 1996 – 1998 Zusatzstudium ‹qualitative Methoden›, FU Berlin und IRS Erkner; 2017 – 2019 DAS Raumplanung, ETH Zürich. 1993 – 2001 Forschungstätigkeit in Zürich, Berlin und Bern; 2001 – 2010 Co-Leitung Dozentur Soziologie, Departement Architektur der ETHZ. christina.schumacher@fhnw.ch
Mitarbeitende
Dozierende
Prof. Tim Seidel, Dipl. Architekt ETH
Seit 2025 Co-Studiengangleitung Master gemeinsam mit Axel Humpert 2022 – 2025 Co-Institutsleitung gemeinsam mit Axel Humpert | Seit 2015 Dozent für Architektur 1999 – 2005 Studium der Architektur an der TU Darmstadt und der ETH Zürich.2005 Gründung des Architekturmagazins ‹Camenzind› zusammen mit Benedikt Boucsein und Axel Humpert. 2006 – 2009 Mitarbeit bei Meili, Peter Architekten Zürich. 2007 Gründung BHSF Architekten, Zürich und 2022 BHSF Architekten München zusammen mit Benedikt Boucsein und Axel Humpert. 2014 Lehrauftrag an der Hochschule Luzern. tim.seidel@fhnw.ch
Catherine Shultis, B.A., M.A. (ELT) Seit 2007 Dozentin für Englisch | Bachelor 1990 Bachelor of Arts (Anthropology), University of British Columbia, Kanada. Seit 2002 Dozentin für Englisch an der FHNW. 2013 Master of Arts (English Language Teaching), University of Reading, UK. 2017 CertICT: Certificate in Teaching Languages with Technology, The Consultants-E, UK. 2025 TALL (Technology-Assisted Language Learning) Certificate, NILE Associates, UK. catherine.shultis@fhnw.ch
Gregor Steinke, Dipl. Ing. Architekt TH und Energieingenieur NDS FH Seit 2013 Dozent für Nachhaltiges Bauen | Bachelor Studium der Architektur an der RWTH Aachen. 1999 – 2003 Mitarbeit bei Petzinka Pink Architekten, Düsseldorf. 2003 – 2010 freie Mitarbeit am Institut für Nachhaltiges Bauen IBN, Köln. 2004 – 2005 Nachdiplomstudium Energie FHNW. Seit 2005 Forschung und Lehre am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW, Fachgruppe nachhaltiges und zirkuläres Bauen. Seit 2020 Leitung des CAS Energie am Bau. gregor.steinke@fhnw.ch
Denim Szram, Master of Arts Leadership in Creative Industries, Klang- und Medienkünstler Seit 2023 Dozent Vertiefungsfach | Bachelor 2017 schloss er den interdisziplinären Masterstudiengang ‹Leadership in Creative Industries› an der Hochschule Darmstadt ab und spezialisierte sich im Bereich Audio Design. Seine künstlerische Arbeit oszilliert zwischen Komposition, Performance, multimedialen Installationen und immersiven Umgebungen. Als Musiker schafft er Kompositionen für Räume, Tanz und Theater. Er ist Experte im Bereich des 3DAudio und die akustische Inszenierung von Architektur. denim.szram@gmail.com
Prof. Sylvain Villard, Architekt MA FH, BSA, SIA Seit 2023 Dozent für Architektur | Bachelor 1998 – 2002 Berufslehre als Hochbauzeichner. 2003 – 2006 Bachelor of Arts in Architecture FHNW. 2004 – 2008 verschiedene Praktika: Kengo Kuma Tokyo, Atelier BowWow Tokyo, Galli & Rudolf Architekten ZH, Tschuppert Architekten LU, Mitarbeit bei Silvia & Reto Gmür BS. 2006 – 2009 Master of Arts in Architecture FHNW. 2007 Austauschsemester, Universität der Künste UDK in Berlin. 2007 – 2008 Austauschjahr, Tokyo Institute of Technology, Japan, Geisendorf-Stipendium. 2009 – 2012 Mitarbeit als Projektarchitekt bei Burkard Meyer Architekten, Baden. Seit 2012 Scheibler & Villard GmbH. 2012 – 2014 Kursleitung Überbetriebliche Kurse Zeichner:innen EFZ Fachrichtung Architektur. 2016 – 2018 Mitglied SIA Fachkommission Städtebau und Architektur. 2020 Gastdozent für Entwurf & Konstruktion an der Berner Fachhochschule. 2020 Aufnahme in den BSA, Ortsgruppe Basel. sylvain.villard@fhnw.ch
Dozierende
Stefan Waldhauser, dipl. HLK-Ing. HTL
Seit 2012 Dozent für Haustechnik (Heizung, Lüftung, Klima) | Bachelor Studium an der HTL Luzern. 1998 – 2002 Projektingenieur und -leiter bei Arup in London, England. 2002 – 2007 Projektverantwortlicher bei Waldhauser Haustechnik AG in Münchenstein. 2007 – 2012 Abteilungsleiter Haustechnik bei Beca in Wellington, Neuseeland. Seit 2012 zuständig für Energetische Betriebsoptimierungen bei Waldhauser + Hermann AG in Münchenstein, seit 2014 Verwaltungsrat und Mitinhaber, seit 2017 Mitglied der Geschäftsleitung. stefan.waldhauser@fhnw.ch
Prof. Dr. Erik Wegerhoff, Architekturhistoriker
Seit 2024 Dozent für Geschichten und Theorien der Architektur | Bachelor und Master Architekturstudium an der TU Berlin und der AA in London, anschliessend dreimonatige Grand Tour per Vespa. Doktorat an der ETH Zürich über nachantike Interpretationen und Nutzungen des Kolosseums, dazu 2006 – 2009 Stipendien der Bibliotheca Hertziana in Rom und der Gerda Henkel Stiftung. 2010 – 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München, 2017 – 2021 Oberassistent am gta der ETH Zürich, dort Habilitation über das Auto in Architekturdebatten des 20. Jahrhunderts. 2021 – 2023 Redaktor der Schweizerischen Bauzeitung TEC 21. Zahlreiche Architekturkritiken, wissenschaftliche Aufsätze, gelegentliche Feuilletons. Bücher im Verlag Klaus Wagenbach, zuletzt ‹Automobil und Architektur: Ein kreativer Konflikt› (2023). erik.wegerhoff@fhnw.ch
Manuel Wehrle, MSc ETH Bauingenieur SIA
Seit 2019 Dozent für Tragkonstruktion | Bachelor 2007 – 2011 Masterstudium Bauingenieurwesen FHNW Muttenz. 2011 – 2014 Masterstudium in Bauingenieurwesen an der ETH Zürich. Seit 2014 Projektleitung bei ZPF Ingenieure und seit 2015 Partner, seit 2024 Mitglied der Geschäftsleitung der ZPF Structure AG. manuel.wehrle@fhnw.ch
Dr. Christoph Wieser, Architekturtheoretiker, dipl. Architekt ETH Seit 2013 Dozent für Konstruktion | Bachelor und Master Diplom, Nachdiplom, Assistententätigkeit und Lehrauftrag an der ETH Zürich, Promotion an der ETH Lausanne. 2003 –2009 Redaktor der Zeitschrift werk, bauen + wohnen. 2006 – 2014 Dozent an der ZHAW in Winterthur, 2009 – 2013 ebenda Leiter Institut Konstruktives Entwerfen. 2014 – 2021 Dozent im Masterstudiengang Architektur der HSLU. Seit 2015 Erstellung denkmalpflegerischer Gutachten. christoph.wieser@fhnw.ch
Marc Wittwer, dipl. Architekt HTL Seit 2016 Dozent & Leiter VDC Architektur | Bachelor 1991 – 1995 Hochbauzeichnerlehre bei Atelier 5, Bern. 1996 – 1999 Architekturstudium Berner Fachhochschule. 1999 – 2000 Mitarbeit Atelier G+S, Burgdorf. 2006 – 2024 Lehrbeauftragter für CAAD an der Berner Fachhochschule. 2000 – 2020 CAD-Consultant bei ComputerWorks AG. 2008 – 2009 Ausbildung zum Dipl. Sicherheitsingenieur EKAS. 2009 – 2014 Sicherheitsingenieur bei Wittwer Safety Engineering. 2010 – 2017 Jurymitglied Foundation Award. 2013 – 2016 Experte für CAAD Architektur am Institut Architektur FHNW. Seit 2020 Leiter BIM Consulting bei ComputerWorks AG / Vectorworks Schweiz. marc.wittwer@fhnw.ch
Mitarbeitende
Wissenschaftliche Assistierende und Mitarbeitende
Anouk André, MA FHNW in Architecture
Seit 2024 wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Bachelor 2012 – 2015 Bachelor an der ENSA Paris Val-de-Seine, Paris. 2016 – 2017 Praktikum bei Stump & Schibli, Basel. 2017 –2018 Praktikum bei Herzog & de Meuron, Basel. 2019 – 2024 Mitarbeit bei Bachelard Wagner Architekten, Basel. Seit 2024 selbständige Tätigkeit als Architektin. anouk.andre@fhnw.ch
Robin Bader, Msc Arch USI AAM SIA
Seit 2023 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2007 – 2013 Studium an der Accademia di Architettura di Mendrisio. 2010 – 2011 Austauschjahr an der Mackintosh School of Architecture der GSA, Glasgow. 2008 – 2009, Zvi Hecker Architekt, Berlin. 2014 – 2019 BGM Architekten, Basel. 2020 Gründung atelier ba.le mit Constance Leroy in Basel. robin.bader@fhnw.ch
Kora Balmer, MA FHNW in Architecture Seit 2025 Wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Bachelor 2008 – 2015 Studium an der FHNW für Architektur. 2013 Austauschsemester an der HCU in Hamburg. 2015 – 2017 Mitarbeit Staehelin Meyer Architekten, ETH SIA. 2017 Mitarbeit Aebli Zimmermann AG. 2018 – 2023 Mitarbeit Luca Selva AG, ETH BSA SIA. 2023 Gründung Studio Palermo mit Cedric Odermatt in Basel. 2024 Vorstandsmitglied Wohngenossenschaft Zimmerfrei, Basel. kora.balmer@fhnw.ch
Mathias Duffner, Architekt MA / SIA Seit 2023 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2001 – 2017 Mitarbeit Zimmerei Holz- & Systembau, Haslach im Kinzigtal. 2009 – 2010 Studium Betriebswirtschaftslehre, HTWG Konstanz. 2010 – 2016 Studium Architektur, HTWG Konstanz. 2012 – 2013 Mitarbeit, Oskar Leo Kaufmann & Albert Rüf, Dornbirn. 2017 – 2020 Mitarbeit, Alma Maki, Basel. 2020 Gründung, Atelier für Holzbau + Architektur, Basel. 2021 – 2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Berner Fachhochschule. mathias.duffner@fhnw.ch
Fabio Gsell, MA FHNW in Architecture Seit 2023 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Master 2009 – 2016 Lehre und Tätigkeit als Hochbauzeichner, Koch AG, Büttikon. 2013 – 2016 Bachelorstudium, HSLU Horw. 2014 Summer school Ifakara, Tansania. 2014 – 2015 Angela Deuber Architects, Chur. 2016 Porto Academy, FAUP Porto. 2017 Japan, Vietnam, Myanmar, Bangladesh, India. 2017 – 2019 Burkard Meyer Architekten BSA, Baden. 2019 – 2021 Masterstudium, FHNW Muttenz. 2020 Auslandsemester UMINHO Guimarães, Portugal. 2019 – 2022 Angela Deuber Architects, Zürich. 2021 – 2022 Assistent, Gastprofessur Angela Deuber, ETH Zürich. 2024 Gründung Fabio Gsell Architects in Baden. fabio.gsell@fhnw.ch
Kevin Anthony Guida, MA FHNW in Architecture Seit 2024 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2008 – 2012 Lehre als Hochbauzeichner EFZ, Münchenstein. 2012 – 2015 Mitarbeit als Hochbauzeichner in verschiedene Architekturbüros, Basel. 2015 – 2018 Bachelor in Architektur, FHNW Muttenz. 2018 – 2022 Mitarbeit bei Aebli Zimmermann. 2017 – 2023 Mitarbeit Schweizerisches Architektur Museum, Basel. 2022 – 2024 Master in Architektur, FHNW Muttenz . 2023 – 2024 Studentische Mitarbeit Institut Architektur, FHNW Muttenz. 2024 Vorstand SIA Sektion Basel Studentischer Einsitz. 2024 Mitarbeit Salathé Architekten. kevin.guida@fhnw.ch
Wissenschaftliche Assistierende und Mitarbeitende
Hannes Kalau vom Hofe, M.Sc. Architektur und Stadtplanung
Seit 2022 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Master 2010 – 2017 Studium Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. 2013 Praktikum bei Cobe in Kopenhagen. 2015 Praktikum bei SO-IL in New York. 2017 – 2022 Mitarbeit bei jessenvollenweider Architektur, Basel. Seit 2023 eigene Projekte in wechselnden Kooperationen. hannes.kalau@fhnw.ch
Slavcho Kolevichin, Dipl.-Ing. Arch. TUM / SIA
Seit 2025 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2007 – 2013 Studium Architektur an der TU München. 2010 – 2011 Praktikum bei Herzog & de Meuron, Basel. 2014 – 2022 Architekt und Projektleiter bei jessenvollenweider Architektur, Basel. Seit 2022 selbständige Tätigkeit als Architekt. slavcho.kolevichin@fhnw.ch
Constance Leroy, Architektin MSc USI AAM Seit 2025 wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Master 2007 – 2010 Bachelor an der ENSA Toulouse. 2010 – 2011 Praktikum bei office haratori, Zürich. 2011 – 2103 Master an der Accademia di architettura di Mendrisio. 2014 – 2015 Architektin bei Morger Dettli, Basel. 2015 – 2020 Architektin bei Baumann Lukas Architektur, Basel. 2020 Gründung atelier ba.le mit Robin Bader in Basel. constance.leroy@fhnw.ch
Amos Mauri, MSc. Arch. AAM USI Seit 2025 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2013 – 2020 Studium Architektur an der Accademia di Architettura di Mendrisio USI, 2015 – 2016 Praktikum bei ValdesHagemann Arquitectos, Santiago, Chile. 2018 – 2019 Praktikum bei EMI Architekt:innen, Zürich. 2020 – 2022 Mitarbeit bei Meier Hug Architekten, Zürich. 2022 – 2025 Mitarbeit bei Office JCFA, Zürich. 2024 Mitgründung Meisel Mauri Arch., Zürich. amos.mauri@fhnw.ch
Aimée Muriel Michelfelder, Architektin M.A. Universität der Künste Berlin Seit 2026 wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Master 2016 – 2019 Bachelor-Studium an der FHNW Muttenz. 2019 – 2022 Master-Studium an der Universität der Künste Berlin. Seit 2020 selbstständig mit ammi.studio, seit 2022 Mitarbeit bei undjurekbrüggen, 2025 Mitgründung AFEA (Association For Ecological Architecture) 2025 – 2026 Lehrbeauftragte an der TU Berlin Prof. Nanni Grau und UdK Berlin Prof. Bettina Götz aimee.michelfelder@fhnw.ch
Suna Petersen, Architektin, M.Arch Seit 2025 Wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Bachelor 2009 – 2013 Bachelor in Architektur, TU Innsbruck. 2017 Praktiktum bei Snøhetta, Studio Innsbruck. 2016 – 2019 Master in Architektur, Akademie der bildenden Künste, Wien. 2019 MItarbeit Atelier Rainer Köberl, Innsbruck. 2020 Assistentin Entwurf, Institut für experimentelle Architektur, TU Innsbruck. 2020 – 2024 Mitarbeit Herzog & de Meuron, Basel. 2024 – 2025 Mitarbeit Studio Trachsler Hoffmann, Zürich. 2025 CAS in Regenerative Materialien, ETH Zürich. suna.petersen@fhnw.ch
Mitarbeitende
Wissenschaftliche Assistierende und Mitarbeitende
Micha Ringger, MSc Arch ETH Zürich Seit 2024 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2010 – 2018 Studium Architektur an der ETH Zürich und CEPT Ahmedabad Indien. 2012 – 2018 Praktika u.a bei Sauter von Moos, Christian Kerez, AGPS, Gruppe. 2019 – 2024 Projektleitung bei Weyell Zipse Architekten GmbH. Seit 2024 selbstständige Tätigkeit als Architekt. Seit 2024 Mitglied der Architekturgenossenschaft C/O. Seit 2024 Mitglied der Bau- und Planungskommission Birsfelden. micha.ringger@fhnw.ch
Luca Riggio, Architekt MSc ETH Seit 2023 wissenschaftlicher Assistent für Architektur | Bachelor 2008 – 2012 Berufslehre als Hochbauzeichner EFZ. 2012 – 2013 Tätigkeit als Hochbauzeichner. 2013 – 2015 Stv. Gf. Gipsergeschäft Riggio GmbH, Binningen. 2015 – 2018 Bachelor in Architektur, FHNW Muttenz. 2018 – 2021 Mitarbeit Schweizerisches Architektur Museum, Basel. 2018 – 2022 Master in Architektur, ETH Zürich. 2019 – 2021 Hilfsassistent Studio Boltshauser, ETH Zürich. 2021 Mitgründung Koya Architektur GmbH, Zürich/Basel. luca.riggio@fhnw.ch
Isabel Schmid, Architektin MSc EPFL Seit 2026 wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Bachelor 2012 – 2019 Studium an der EPF Lausanne. 2015 Praktikum bei pool Architekten, Zürich. 2016 Praktikum bei moarqs, Buenos Aires. 2019 – 2021 Architektin bei Strasser Architekten, Bern. 2021 – 2023 Architektin bei Rolf Mühlethaler Architekten, Bern. 2024 Gründung soft Architektur GmbH mit Jonas Müller in Bern. isabel.schmid@fhnw.ch
Laura Schneider, Dipl. Arch. ETH Seit 2026 wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschung 2021 – 2026 wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Master 1998 – 2004 Architekturstudium an der ETH Zürich. 2004 – 2009 Mitarbeit bei Christ & Gantenbein Architekten, Basel. 2009 Gründung Haberstroh Schneider Architekten, Basel. 2009 – 2011 Entwurfsassistentin bei Prof. Christian Kerez an der ETH Zürich. 2012 Gründung Studiozurich. laura.schneider@fhnw.ch
Julia Strömland, MA Arch Royal Danish Academy Seit 2025 Wissenschaftliche Assistentin für Architektur | Bachelor 2013 – 2019 Studium Architektur an der Royal Danish Academy, Kopenhagen und McGill University, Montreal. 2017 – 2020 Praktika u.a. bei Paulo Moreira Architectures, Porto und White Arkitekter, Göteborg. 2020 – 2021 Studium Kunstgeschichte an der Uppsala Universitet. 2020 – 2022 Projektarchitektin bei Atelier Tomas Dirrix, Rotterdam. Seit 2021 selbständige Tätigkeit in Architektur und künstlerischer Forschung. 2023 Leitung eines Entwurfstudios im Bachelorstudiengang, Rotterdamse Academie van Bouwkunst. Seit 2024 Projektleitung bei MacIver-Ek Chevroulet, Zürich. julia.stroemland@fhnw.ch
Anne Ulbricht, Dipl.-Ing. Architektin Seit 2021 Institutsarchitektin und wissenschaftliche Mitarbeiterin | Master 2001 – 2007 Architekturstudium an der Technischen Universität Dresden, Diplom bei Prof. Ivan Reimann. Ab 2005 Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Dresden und Basel, davon 2007 – 2021 bei jessenvollenweider Architektur, Basel. anne.ulbricht@fhnw.ch
Bildspur
Stills aus animierten Visualisierungen von Max Kresse, Schwerpunkt Haus Fokusprojekt ‹Plot
Twist›, HS25
Folgende Hochschulen der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW bieten Weiterbildungen an:
– Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
– Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW