Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
migros.ch/magazin | MM53, 28.12.2020
WECKRUF Ist Corona ein Testlauf für die Krisen der Zukunft? Ein Interview Seite 18
Jeder nach seinem Gusto: An Silvester gibts Tex-Mex Seite 32
NeujahrsVorsätze: So schaffen Sie den Rauchstopp Seite 44
Es war auch ein gutes Jahr Wer 2020 trotz allem Luftsprünge machen konnte
Bild: Heiner Adams
Seite 10
Die beste Zeit für Lachs: Das müssen Sie wissen Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosaare.ch
Seite 31
Auf ein feines neues Jahr.
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4 | 28.12.2020 | MEINE MIGROS
Blickfang
Auf Entdeckungsreise
Der kleine Sohn von Leserin Helena Hennes aus Allschwil BL durfte zum ersten Mal mit in die Migros kommen. Als Passagier im Einkaufswagen sah er sich die neue Welt mit grossen Augen an. Schicken auch Sie Ihr M igros-Bild. Wird das Foto abgedruckt, gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang
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Ab ins Kistchen
Wie bleibt Brot am längsten frisch?
Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist e rreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/kundendienst
Wenn es um Streu geht, können Stubentiger wählerisch sein. Die Migros sucht bis 7. Januar 50 Katzenbesitzerinnen und -besitzer, die das Produkt Fatto Öko testen und bewerten. Es ist feinkörnig, staubarm und verhindert unangenehme Gerüche. Anmeldung: migipedia.ch
Bilder: Getty Images; zVg
Brot können Sie ganz einfach bei Zimmertemperatur in einer Papiertüte oder einem Baumwollbeutel aufbewahren. Gut geeignet sind auch Behälter aus atmungsaktiven Materialien – zum Beispiel eine Holzbox oder ein Brottopf aus unglasierter Keramik.
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Bio im Überfluss
MEINE MIGROS | 28.12.2020 | 5
Wer nach naturnah produzierten Lebensmitteln sucht, wird in der Migros schnell fündig: Rund 5000 Bioprodukte gehören zum vielfältigen Sortiment. Besonders beliebt sind bei den Kundinnen und Kunden zum Beispiel der Biokrustenkranz, das Biojoghurt Nature oder Alnatura Passata. An dieser Stelle bringen wir wöchentlich Beispiele dafür, wie die Migros das Leben der M enschen in der Schweiz einfacher macht.
Pflanzliche Ernährung ausprobieren Beim «Veganuary» geht es darum, im Januar eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Die Migros ist 2021 offizielle Unterstützerin und bietet mit der neuen Migros-Eigenmarke V-Love das p assende Sortiment. Wer sich auf veganuary.ch anmeldet, bekommt täglich einen Newsletter mit Tipps und Rezepten.
15 350 Pro Jahr bringen die Migros-Kundinnen und -Kunden 15 350 Tonnen Altmaterial zur Wiederverwertung in die Migros. Bei keiner anderen Detailhändlerin in der Schweiz wird so viel rezykliert.
Hinweis zu defekten Campingpfannen Bei Campingpfannen des Herstellers «Sea to Summit» kann bei der schwarzen Nylonverriegelung eine Schraube fehlen. Die Migros bittet ihre Kundinnen und Kunden, diese Pfannen zur Reparatur in eine SportXX-Filiale zu bringen oder mit dem Hersteller Kontakt aufzunehmen: productsafety@seatosummit.de
6 | 28.12.2020 | AUGENBLICK
16:20 Uhr
Das berühmte Panoramarestaurant auf dem Tessiner Ausflugsberg trägt den Namen Steinblume; um diese Jahreszeit gleicht es aber eher einer Eisblume. Das Foto ist am 9. Dezember entstanden. Migros-Moment auf dem Monte Generoso
Bild: Enzo Pfister
AUGENBLICK | 28.12.2020 | 7
Silvester vom Feinsten.
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INHALT | 28.12.2020 | 9
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INHALT
Schnipp, schnapp, Gewohnheit ab: Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Wir unterstützen Sie mit zwölf Tipps.
32
26 An der Front So erlebt Pflegefachexpertin Melanie Leutert in Winterthur die Pandemie 31 Keine Feier ohne Lachs Wissenswertes über den beliebten Speisefisch 32 Fiesta mexicana Fajitas und Enchiladas sind das perfekte Silvestermenü
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser
Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter migrosmagazin.ch/impressum
Bilder: Migusto, Dan Cermak; Illustration: iStock
Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund
Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 245 000 (WEMF, MACH Basic 2020-2)
17 1, 2 oder 3? 18 Wachgerüttelt Wir haben wenig Übung mit Unsicherheit, sagt Philosoph Yves Bossart. Darum war Corona ein Realitätsschock
Machen Sie aus Silvester eine Fiesta: Jeder füllt seine Tortilla so, wie es ihm gefällt. Raffinierte Gewürze und Kräuter sorgen für ein Feuerwerk an Geschmack.
Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner
10 Die frohe Botschaft Das Jahr 2020, eine einzige Katastrophe? Wir treten den Gegenbeweis an
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37 ¡Salud! Fruchtig-spritzige Drinks für die Nacht der Nächte 39 Wissensbissen 42 Der andere Blick Diese Woche: Gerda Portner 44 Endlich Nichtraucher Machen Sie jetzt Schluss mit der Qualmerei 47 Stadt, Land, Stutz
Blick in die Zukunft: Der Menschheit geht es heute besser denn je. Philosoph Yves Bossart plädiert für mehr heitere Gelassenheit – und weniger Überfluss.
52 Ihre Region Aktionen, Reportagen, News
59 Rätsel und Spiele 62 Migros-Lovestory Bei Trix Schaffner und O liver Rothaupt funkte es im Aerobic
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10 | 28.12.2020 | JAHRESRÜCKBLICK
Mir ist 2020 etwas Gutes passiert Corona sorgte dieses Jahr für viel Schatten, aber es gab auch Licht: Neun Menschen erzählen, was ihnen in der Pandemie-Zeit Schönes widerfahren ist. Text: Anne-Sophie Keller, Monica Müller, Lisa Stutz, Michael West
Sandro Bucher (28), Social Media Manager aus Winterthur, hat nach Plan 50 Kilo abgenommen – auf gesunde Art.
nie gemobbt. Aber man merkt, dass man anders aussieht als andere. Das hat schon auf die Psyche geschlagen.
Wie kamen Sie zum Übergewicht? Ich war von der vierten Klasse an übergewichtig, da ich lieber vor dem PC sass als Fussball spielte. Die Lehre zum Informatiker führte zu einem Teufelskreis: Man bewegt sich nicht, nimmt zu, fühlt sich weniger wohl, bleibt eher daheim, isst mehr, fühlt sich noch weniger wohl. Mein Höchst gewicht betrug 135 Kilo, lag somit im morbiden Adipositas-Spektrum. Gegen aussen ging es mir immer sehr gut. Ich bin extrovertiert, hatte Bezie hungen und wurde zum Glück auch
Wann haben Sie sich entschieden, etwas zu machen? Ende letztes Jahr. Mein Körper hat mir Signale gesendet, dass ich etwas machen muss. Ich bekam Rückenund Gelenkprobleme und kam beim Wandern enorm früh ins Schwitzen. Beim Einschlafen habe ich manchmal einen richtig starken Herzschlag ge spürt. Also wurde Abnehmen zum klassischen Neujahrsvorsatz. Im Gegensatz zu vielen anderen haben Sie ihn durchgezogen. Wie?
Ich habe nicht mehr gependelt und fand darum zu einem geregelteren Tagesablauf. Statt Take-away gab es selbst gekochtes Essen. Zudem wohne ich alleine und war somit allein dafür verantwortlich, was ich im Haus habe. Es hat niemand mehr Kuchen gebacken oder Bier angeschleppt. Auch Apéros und Feierabendbiere fielen weg. Und ich hatte Zeit für mich und meinen Körper: Ich habe mich jeden Tag zwei Stunden bewegt und e twas Krafttraining gemacht. Im J anuar war ich 118 Kilo schwer, nun bin ich bei 68 Kilo. Psychisch und physisch geht es mir dadurch so gut wie schon lange nicht mehr.
Bilder: zVg, Heiner Adams, Jimmie Jackson
Den Neujahrsvorsatz durchgezogen
JAHRESRÜCKBLICK | 28.12.2020 | 11
Den Traumjob ergattert Konstanze Weltersbach (41), Bibliotheks leiterin aus Zürich, hat in der Krise ihren Traum job gefunden. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von elf und sieben Jahren.
«Wir hatten wegen des Coronavirus enorme Schwierigkeiten, finanziell über die Runden zu kommen. Rund 40 Prozent unseres Familien-Einkommens fiel plötzlich weg, da mein Mann im Kulturbereich arbeitet. Am Wochenende vor dem Lockdown habe ich spontan eine Bewerbung abgeschickt. Es war der totale Traumjob: Bibliotheksleiterin in Zürich. Im April kam dann die Zusage, und ich glaube, nur deswegen haben wir den Sommer nervlich so gut überstanden. Wir wussten: Ab November wird es wieder besser. Dennoch war diese Zeit belastend. Plötzlich kamen Existenzängste hoch, weil wir die Miete nicht mehr ohne Hilfe bezahlen konnten. Als wir in der Badi keine Pommes mehr kaufen konnten, haben es auch die Kinder gemerkt. Ich habe zwei Uniabschlüsse, aber manchmal geht es ganz schnell. Unser Umfeld hat uns durch die Zeit getragen. Das hat mich beeindruckt: Unsere Freunde haben uns von sich aus Hilfe angeboten, bei uns im Haus gingen wir füreinander einkaufen und wir konnten die Kinder zu den Nachbarn schicken, wenn wir mal Ruhe brauchten. Der Sommer hat unsere Philosophie, dass Gemeinschaft wichtig ist, unglaublich bestätigt.»
Einen Riesenerfolg gefeiert Muhammed Kaltuk (30), Choreograf aus Basel, durfte im März an einem renommierten Wettbewerb teilnehmen: Beim «Internatio nalen Solo-Tanz-Theater-Festival» in Stutt gart traten Künstlerinnen und Künstler aus 48 Ländern an. Dafür hatte Kaltuk ein Stück entwickelt, in dem es um Trauer und Isolation geht: Ein einzelner Tänzer kämpft gegen unsichtbare Kräfte, er wird manchmal regel recht über die Bühne geschleudert. Deutschland beschloss den ersten Lockdown, als Kaltuk bereits in Stuttgart weilte. Plötzlich hiess es, man müsse die Wettbewerbsbeiträge online einreichen. Kaltuk reiste überstürzt in die Schweiz zurück.
Mit seinem Tänzer drehte er ein Video, als Ort wählte er das Zürcher «Tanzwerk 101», das zur Klubschule Migros gehört. Dort hatte er seine Ausbildung gemacht. Dann die Überraschung: Er setzte sich gegen 270 andere Bewerberinnen und Bewerber durch. Sein Stück wirkte vor dem Hintergrund von Corona besonders aktuell, er gewann damit den ersten Preis. «Nach der Auszeichnung bekam ich An gebote von mehreren Theatern, gleich zeitig wurden überall Aufführungen ab gesagt», erzählt der Choreograf. «Es ist, als hätten sich in diesem Jahr Tempo und Stillstand ständig abgewechselt.»
12 | 28.12.2020 | JAHRESRÜCKBLICK
Einen Take-away eröffnet Long Nguyen (37) und Wayne Hürlimann (31) haben sich in Zürich noch kurz vor dem Lockdown mit japanischer Küche und ihrem Gastrounternehmen «Angry Sumo» selbständig gemacht.
Wann haben Sie Ihren Laden eröffnet? Long Nguyen: Das war im März. Eine Woche später kam der Lockdown. An diesem Tag haben wir keine 70 Franken Umsatz gemacht, das war hart. Immerhin mussten Sie nicht gleich schliessen. Genau, die Take-aways waren von der Schliessung nicht betroffen. Aber normalerweise sind hier rund um die Langstrasse viele Leute unterwegs – plötzlich war da fast niemand mehr. Zum Glück hat die Nachbarschaft so gut mitgemacht und uns unterstützt. Wie hat sich das Geschäft entwickelt? Die Zahlen wurden immer besser. Vor allem am Mittag sind wir stark. Das Abendgeschäft könnte stabiler sein. Doch für diese schwierige Zeit ist es gut angelaufen. Sie sind zufrieden? Endlich können wir mit einem eigenen Laden die Qualität anbieten, die wir möchten. Wir gehen jeden Morgen gern zur Arbeit. Ja, wir sind zufrieden.
JAHRESRÜCKBLICK | 28.12.2020 | 13
Im Livestream gesungen Nelly Gyimesi (40), Sängerin und Komponistin aus Bülach ZH, hat eine Online-Mitsingdisco lanciert, bei der sich täglich Hunderte Kinder in den Livestream zuschalten. Die Zahlen: • 2010 startete Gyimesi ihr erstes Kinderprojekt: Aus Liedern für ihren Sohn ent standen die Kinderband Tischbombe und die Musikschule Musikzwergli. • Sie spielt drei Instrumente: Klavier, Gitarre und Ukulele • Am ersten Tag des Lockdowns hat sie mit einem Livestream zum Singen und Tanzen für Kinder begonnen. • 2000 Menschen waren mal gleichzeitig zugeschaltet. Dann brach das Netz zusammen. • Ihr jüngster Zuschauer war eine Woche alt, 90 Jahre die älteste Zuschauerin: ein Grosi, das mit den Enkelkindern Geburtstag feierte. Mehr Infos: sing-mit-nelly.com
Ein Koala-Baby willkommen geheissen
Bilder: Taissia Kunz, Angelina Perin de Iaco/Zoo Zürich, zVg
Severin Dressen (32), Direktor des Zoo Zürich, freut sich über die Geburt des kleinen Koalas Uki.
Severin Dressen, in diesem Jahr ist im Zoo Zürich ein Koala-Jungtier geboren. Es hat für viel F reude gesorgt – was macht es so speziell? Uki ist der erste Koala, der in der Schweiz zur Welt gekommen ist. Koalas sind auch von der Biologie her sehr spannend. So haben zum Beispiel Koalamännchen einen gespaltenen Penis, mit zwei «Köpfen»; Koalaweibchen haben drei Vaginas und zwei Gebärmütter. Zudem geniesst die Tierart grosse Sympathie. Leider tragen Koalas aber das sogenannte Retrovirus in sich. Dieses kann das Immunsystem schwächen und zu Folgeerkrankungen führen. Umso schöner ist es, haben Jungtier und Mutter die ersten kritischen Monate geschafft.
Bei seiner Geburt war der Koala gerade einmal zwei Zentimeter gross. Jetzt, acht Monate später, ist der Kleine schon gross genug, um den Beutel der Mutter zu verlassen. Was macht er so den ganzen Tag? Er klammert sich auf dem Rücken der Mutter fest und macht erste Erfahrungen mit dem Fressen von Eukalyptus-Blättern. Noch ist Uki sehr auf seine Mutter fixiert und sucht den Körperkontakt. Aber er wird jeden Tag etwas selbst ständiger. Bald wird er wohl damit anfangen, sich auch mal von ihr zu entfernen. Was bedeutet der Nachwuchs- Erfolg in diesem speziellen Jahr? Ich denke, wir alle haben das Bedürfnis nach positiven Nachrichten. So wird aus etwas Schönem etwas noch Schöneres.
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JAHRESRÜCKBLICK | 28.12.2020 | 15
Viele Teiche gebaut Ruedi Weber (35) ist Teichbauer. Sein Handwerk war 2020 gefragt: Viele Hausbesitzer wollten ihr Heim verschönern.
«Niemand ging richtig in die Ferien, deshalb wollten sich die Leute zu Hause eine Oase bauen. Mein Team und ich hatten alle Hände voll zu tun. Manchmal hatten wir sogar ein schlechtes Gewissen, weil wir so fleissig sein konnten, während andere untätig zuhause sitzen mussten. Doch nur rosig war es nicht: Material aus China, Japan und Hol land konnte nicht geliefert werden, das war mühsam. Ein mal haben wir ein Grossaquarium gebaut, davon haben wir ein Video auf Youtube gestellt. Über 7 Millionen Mal wurde es angeklickt! Menschen aus der ganzen Welt kontaktier ten mich. Das zeigt: Unser Handwerk ist mega im Trend.»
Die grosse Liebe gefunden Neue Hobbys entdeckt Silvan Moos (21), Saftpresser aus Luzern, hat für sich das Beste aus der Pandemie gemacht.
Bilder: zVg
• Ich habe während des Lockdowns ein neues Hobby entdeckt und angefangen zu zeichnen. Darauf wäre ich sonst nicht gekommen. • Weil die Clubs zu waren, ging ich mit meinen Freunden in den Wald und habe dort mit Vitaparcours angefangen. • Weil ich viel Zeit hatte, habe ich dieses Jahr die Autoprüfung gemacht und erfolgreich bestanden.
Markus «Krusa» Sager (36), Personalberater aus Baar, und die Studentin Lisa Crescionini (26) aus Ottenbach haben sich während des Lockdowns ineinander verknallt. Er über sie: «Ich liebe ihre Offen
heit und ihre Einstellung. Die Art, wie sie sich ausdrückt und wie sie lacht. Ich schaue in ihre klaren blauen Augen und sehe einen für sorglichen und warmherzigen Menschen. Ihre chaotische Art gibt mir immer wieder die Möglichkeit, Dinge gelassener zu sehen. Ich mag ihre Standhaftigkeit in ernsten Diskussionen und gleichzeitig ihre Albernheit und ihren Sinn für Humor. Ich kann mit ihr alle meine Hobbys ausüben, da sie die gleichen Interessen pflegt: surfen, skaten oder ums Feuer tanzen. Ich schätze ihre Direktheit, auch bei unbeque men Gesprächsthemen, und die Ge wissheit, dass sie immer für mich da ist. Sie ist bereit, Dinge zu klären und nicht emotional zu reagieren, und gibt sich Mühe, mich zu ver stehen. Sie hat die geschmeidigste Haut, die ich je berühren durfte, und ihre Nähe lasst meinen Akku wie ein Turbolader wieder auffül len. Ich liebe ihren Körper, ihre Haare, ihren Geruch. Sie ist reflek tiert und wir wachsen mit jeder
Auseinandersetzung zusammen. Ich lerne durch sie und sehe so viel in ihr, was sie selbst nicht sieht.» Sie über ihn: «Er ist der Handy
man. Er packt die Dinge an und meint es ernst, wenn er sagt: ‹Wir müssen wieder mal etwas machen.› Und er richtet Grüsse aus. Ich liebe es, dass er an einen skatenden Punk aus den 1990ern erinnert – und das auch ist. Aber ein stets frisch riechender. Gleichzeitig ist er eben wie eine super romantische Zucker watte. Er mag es bunt, überall müs sen Sticker drauf: aufs Auto, aufs Bett, auf die Gitarre. Und das er hellt auch meinen Alltag. Über haupt ist er mega inspirierend. Er setzt sich intensiv mit sich und der Welt auseinander, schaut nach unseren Diskussionen Feminis mus-Dokus und bringt sich ständig selbst Dinge bei. Wenn er etwas tut, was er gerne macht, nimmt sein Gesicht diesen glücklichen, fre chen Ausdruck an. Dann stellt er irgendeinen Unsinn an. Dank seiner endlosen Kreativität fällt ihm stets etwas ein – wahrschein lich beschreibt er jetzt gerade in 1000 Zeichen meinen Hintern. Ich liebe seinen Humor, und dass er denkt, er sei nicht lustig, macht ihn noch lustiger.» MM
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KOLUMNE | 28.12.2020 | 17
Chillen 1, 2 ODER 3 ? Der Grosse (10) und der Kleine (5) waren immer bewegungs freudig. Trifft der Kleine morgens seinen besten Freund, sprinten sie zum Chindsgi. Er kann kaum eine Portion Pasta lang am Tisch still sitzen, lieber hüpft er auf dem Sofa, übt Purzelbäume oder rennt Papierfliegern nach. Auch der Grosse war bis vor Kurzem kaum zu bremsen. Jede freie Minute spielte er draussen Fussball oder drinnen Kniehockey. In den letzten Wochen hat sich sein Verhalten geändert. Mit seinen Freun den steht er nun auch manchmal einfach herum und quatscht. Sobald er wieder zu Hause ist, scheint seine Energie verpufft. Mit letzter Kraft schleppt er sich ins Wohnzimmer und fläzt sich auf den Teppich. Da bleibt er liegen wie ein erleg ter Eisbär und harrt der Dinge. Frage ich ihn: «Alles okay bei dir?», murmelt er: «Mami, ich chills.» Möchte ich nun mit dem Kleinen im Wald spazieren g ehen oder tschutten, runzelt auch er die Stirn. «Mami, ich chills», sagt er. Und jetzt? MM 1 Dieses faule Pack geht mir auf den Sack! Illustration: Lisa Rock
Ich verdonnere sie zum Vita-Parcours.
2 Endlich kann auch ich chillen. Yes! 3 Strecke ich dem Kleinen seine Goalie-
handschuhe hin, vergisst er, dass er so cool wie der Grosse sein wollte.
Monica Müller (45) hat zwei B uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Antwort 3: Immerhin einer bewegt sich eigentlich noch gerne. Zum Glück! Denn ich bin liebend gerne draussen unterwegs. Anzeige
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18 | 28.12.2020 | RÜCKBLICK 2020
«Verzicht ist etwas Befreiendes» Aus dem schwierigen Jahr 2020 lässt sich auch Positives mitnehmen, findet der Philosoph Yves Bossart. Ein Gespräch über den Umgang mit Corona, die Entwöhnung von Donald Trump und die hohe Kunst der Gelassenheit. Text: Ralf Kaminski Bilder: Dan Cermak
RÜCKBLICK 2020 | 28.12.2020 | 19
Yves Bossart beschäftigt sich beim SRF mit philosophischen Fragen des Alltags.
Y
ves Bossart, 2020 war ein Jahr, das viele gerne hinter sich lassen. Sehen Sie aus philosophischer Perspektive auch Vorteile, schwierige Zeiten zu durchleben? Durchaus. Einerseits kann ein solcher Reali tätsschock guttun – wir hier in der sicheren, wohlhabenden Schweiz erlebten plötzlich ein bisschen was von dem, was in vielen Tei len der Welt Alltag ist: Unsicherheit, Lebens gefahr, Produkteknappheit, die Unmöglich keit, länger im Voraus zu planen. Das hat uns von der Illusion befreit, dass uns solche Dinge nicht betreffen. Andererseits ver änderte sich plötzlich einiges, das in Stein gemeisselt schien: Homeoffice verbreitete sich, die CO2-Belastung ging zurück. Offen sichtlich sind unsere gesellschaftlichen Regeln gar nicht so starr, wie wir immer den ken, man könnte sie also auch sonst etwas lockerer nehmen. Gab es noch andere positive Effekte? Viele wurden wachgerüttelt, machten sich plötzlich Gedanken über das Leben und unsere Gesellschaft. Gut möglich, dass Hoch leistungskapitalismus und Globalisierung künftig verstärkt hinterfragt werden. Nicht zuletzt dürfte diese Pandemie auch ein Test lauf für die wesentlich grössere Klimakrise sein, die uns mutmasslich droht. Und auch sie ist ein Problem, das die Welt nur als Ge meinschaft lösen kann und wo sich Eingriffe erst zeitverzögert auswirken. Wie meinen Sie das? Bei jeder Corona-Massnahme dauerte es etwa zwei Wochen, bis sich die Wirkung zeigte – genauso funktioniert auch der Kampf gegen den Klimawandel. Wir müssen jetzt etwas unternehmen, damit wir in ein paar Jahren Schlimmeres vermeiden kön nen. Aber in weiser Voraussicht zu handeln, ist für den Menschen einfach schwierig. Wer wegen Corona geliebte Angehörige oder seinen Job verloren hat, den dürften diese positiven Nebeneffekte kaum trösten. Vielleicht hilft es ein wenig, sich bewusst zu machen, dass man mit dieser Situation nicht allein ist. Die schwierige Jobsituation ist für die meisten nur vorübergehend. Allenfalls
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g elingt es sogar, trotz allem dankbar zu sein für das viele, das wir hier immer noch haben im Vergleich zu anderen. Dennoch sollte man sich die Dinge nicht schönreden: Die Lage ist hässlich, und da müssen wir jetzt durch. Das zu tun, fällt leichter, wenn man es annimmt, statt innerlich zu rebellieren. Fast alle mussten zumindest zeitweise ihr Leben umstellen: Homeoffice, Homeschooling, keine Reisen, wenig Ausgang, wenig Spass. Fällt uns Verzicht besonders schwer, weil wir ihn nicht gewohnt sind? So ist es. Dabei ist Verzicht etwas Wunderschönes, etwas Befreiendes! Alles, was wir «brauchen», macht uns auch abhängig, seien es nun das Handy oder Facebook-Freunde. Genügsamkeit ist ein wesentlicher Bestandteil von Glück und Zufriedenheit. Letztlich ist es eine Frage der Übung – und wir hier haben davon sehr wenig. Wie lernen wir, mehr zu verzichten? Aufhören, sich mit anderen zu vergleichen, wäre ein guter Start. Der andere hat das neueste iPhone? Ist doch egal! Mir scheint aber, dass gerade unter den Jungen ein erfreulicher Bewusstseinswandel stattfindet, hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil.
«Man sollte nicht von oben herab auf Menschen schauen, die eine andere Meinung haben.» Weshalb macht uns Neues eigentlich so viel Angst? Das hängt mit unserem Kontrollbedürfnis zusammen; deshalb planen wir auch so oft weit in die Zukunft, in der Hoffnung, sie damit in unserem Sinne zu beeinflussen. Das ist wohl ein Ersatz für fehlendes Vertrauen, dass es auch so schon gut kommt. Oder dass man auch mit Überraschendem fertigwerden kann. Leute, die ein solches Urvertrauen haben, vielleicht auch ein Gottvertrauen, haben sicherlich weniger Angst vor der Zukunft. Die Art der Massnahmen gegen Corona variieren von Land zu Land, doch vieler-
orts mobilisiert sich Widerstand. Wie geht man als Gesellschaft damit am besten um? Man sollte nicht von oben herab auf Menschen schauen, die eine andere Meinung haben – gefragt sind Respekt und ein Austausch auf Augenhöhe. Was ja eher nicht so passiert, oder? Klar zu wenig. Problematisch sind auch Tabu themen. Zu Beginn durfte man fast nicht laut aussprechen, dass die Medizin vielleicht schlimmer sein könnte als die Krankheit. So was ist nie gut: Es braucht offene, trans parente Kommunikation, auch zu heiklen Fragen. Nicht zuletzt ist ein gesundes Mass an Toleranz und Pragmatismus gefragt. In einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft muss man auch Meinungen aushalten können, die einem gegen den Strich gehen. Wie soll man reagieren, wenn gute Freunde sich plötzlich als Corona-Leugner erweisen und für rationale Argumente nicht mehr erreichbar sind? Das Gespräch suchen, zuhören, wohlwollend Fragen stellen. Bloss nicht dagegen argumentieren, das verhärtet die Lage nur. Stattdessen immer weiter Fragen stellen, um den Hintergründen dieser Haltung auf die Spur zu kommen, um herauszufinden, worum es ihnen eigentlich geht. Es wird sicher ein langes Gespräch, aber wenn es gelingt, die Ängste und Sehnsüchte auszuloten, die dahinterstecken, kann man dort vielleicht ansetzen. Die Pandemie hat die gesellschaftliche Polarisierung verstärkt: Wenn selbst geteilte Lebensgefahr uns nicht mehr zusammenbringen kann, was dann? Die Polarisierung wird von zwei Entwicklungen angetrieben: Durch das Internet und die sozialen Medien haben sich Echokammern gebildet, die in einigen Ländern sogar die Massenmedien erfasst haben – dadurch leben die Menschen tatsächlich in unterschiedlichen Informationswelten. Hinzu kommt die Zunahme moralischer Anforderungen, über die mit einem Eifer diskutiert wird, der an Religionsdebatten von früher erinnert. Zu oft fehlen Dialog- und Kompromissbereitschaft. Die müssten wir also zu stärken versuchen? Genau. Und da können wir von Aristoteles lernen. Einerseits gibt es bei der Moral viele Graubereiche – es ist nicht immer alles so eindeutig richtig oder falsch. Moral verlangt Urteilskraft. Andererseits braucht Veränderung viel Übung und Geduld. Kein Sexist oder Rassist wird von heute auf morgen zu einem besseren Menschen, er muss das erst lernen, und dafür muss man ihm etwas Zeit zugestehen.
«Genügsamkeit ist ein zentraler Bestandteil von Glück und Zufriedenheit.» Und wie kann man den teils offenen Hass in den sozialen Medien deeskalieren? Es ist ein gut untersuchtes Phänomen, dass am Bildschirm viel härter argumentiert wird, als wenn man einem Menschen direkt gegenübersitzt. Bei SRF können wir das Diskus sionsklima deutlich verbessern, wenn wir moderierend eingreifen. Es ist ein bisschen, wie wenn ein Erwachsener zu einer Diskussion unter Jugendlichen stösst, die reden dann auch plötzlich anders. In den sozialen Medien ist das natürlich schwieriger. Am vielver sprechendsten wäre eine Veränderung des Geschäftsmodells dieser Plattformen. In welche Richtung? Derzeit ist Streit gut fürs Geschäft, weil starke Emotionen mehr Leute anlocken, dank denen sich mehr Werbung verkaufen lässt. Eine Alternative wären Jahresgebühren oder eine Art öffentlich-rechtliche Finanzierung. Immerhin ist es ein Fortschritt, dass Twitter und Facebook problematische Beiträge inzwischen markieren oder verschwinden lassen – aber wollen wir wirklich, dass Angestellte einer Firma entscheiden, was Fakten sind und was nicht? Wir brauchen Kommunikationskanäle, die sich an Regeln halten, die wir demokratisch mitgestalten können. Neben Corona hat uns 2020 wohl niemand so sehr beschäftigt wie Donald Trump. Nun ist der grosse Polarisierer abgewählt, hilft das ein bisschen? Auf jeden Fall. Er war ein Zugpferd des glo balen Rechtspopulismus und hat den Politikstil und die Diskussionskultur stark geprägt. So schnell werden wir die wohl nicht los werden. Aber es besteht Hoffnung, dass die permanente Aufregung um ihn herum nachlässt und sich alles etwas beruhigt. Die Ur sachen für seinen Aufstieg verschwinden mit seiner Abwahl jedoch nicht. Dass sich viele abgehängt und verunsichert fühlen? Ja, diese Ängste sind oft berechtigt. Die etablierten Parteien müssen sie ernst nehmen, und eine Sprache finden, um diese Menschen zu erreichen und sie so in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden. In der
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Schweiz ist das dank der direkten Demo kratie und durch den Aufstieg der SVP ein Stück weit bereits passiert. Entscheidend ist auch, den Betroffenen zu helfen, die Um wälzungen in der Arbeitswelt zu bewältigen, die durch Globalisierung und Digitalisierung passieren. Trump hat diese Menschen erfolg reich angesprochen, ihnen jedoch nicht geholfen. Und er war noch in einer anderen Hinsicht interessant. Nämlich? Er kommt ursprünglich aus dem Reality-TV, wo sich Realität und Fiktion mit maximalem Unterhaltungswert vermischen. Genauso kommen mir auch diese vier Präsident schaftsjahre vor: Wir starrten alle wie gebannt und bestens unterhalten auf das Trump-Spektakel, das sich zwar in der Rea lität abspielte, von ihm jedoch pausenlos mit Fiktionen gefüttert wurde. Vielleicht auch, weil er selbst dazwischen nicht mehr unterscheiden kann. Wie können wir uns nun von ihm entwöhnen? Es würde helfen, wenn die Republikaner ihn fallen liessen. Und wir alle sollten uns bewusst werden, dass Politik keine Unter haltungsshow ist, sondern ernste Konse quenzen hat. Am Wirksamsten ist sie, wenn sie sich ganz langweilig mit der Suche nach Kompromissen beschäftigt – und in diese Richtung dürfte es nun auch in den USA wieder gehen. Viele Menschen sind sehr pessimistisch für die Zukunft, auch wegen der Folgen des Klimawandels. Kann die Philosophie Hoffnung machen? Es ist tatsächlich nicht leicht, positiv zu blei ben, angesichts der vielen schlimmen Nach richten, die pausenlos auf uns niederprasseln. Kein Wunder, dass dabei der Blick aufs grosse Ganze verloren geht, nämlich dass es der Menschheit noch nie besser ging als heute: Global gibt es mehr Wohlstand, bessere Ge sundheit, höhere Lebenserwartung und weni ger Gewalt als je zuvor. Der Klimawandel ist allerdings wirklich ein ernstes Problem. Ohne Verzicht wird es wohl nicht gehen – aber es gibt auch ein schönes, erfüllendes Leben ausserhalb des Überflusses. Und genau dafür brauchen wir dringend eine hoffnungsvolle, erstrebenswerte Zukunftsvision. Und wenn wir diese Kurve nicht kriegen? Dann kann man immer noch Schadens begrenzung betreiben. Alles, was man tut, trägt dazu bei, dass es nicht noch schlimmer wird und die ganz düsteren Szenarien nicht eintreffen.
riert. Am Ende können wir die Welt nicht ändern, nur unsere eigene Einstellung zu ihr. Aber es braucht Übung und Zeit, zu einer solchen Haltung der heiteren Gelassenheit zu gelangen.
Philosoph und Autor Yves Bossart (37) betreut bei SRF zusammen mit Barbara Bleisch die Sparte Philosophie. Auf Youtube diskutieren sie im neuen Format «Bleisch & Bossart» Alltagsfragen aus philosophischer Sicht. Bossart lebt in Zürich, ist verheiratet und hat zwei Töchter. «Bleisch & Bossart»: youtube.com/srfkultur
«Grosse Teile unseres Lebens liegen nicht in unserer Hand.» Läufts am Ende auf diesen alten Sinnspruch raus: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ä ndern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden? Das bringts tatsächlich auf den Punkt; darin steckt auch eine Grundeinsicht der stoischen Philosophie: Grosse Teile unseres Lebens liegen nicht in unserer Hand. Katastrophen, Krisen und Krankheiten gehören zum Leben. Wir dürfen es mit unseren Erwartungen nicht übertreiben, sonst sind wir nur frust
Auch die Migros hatte es nicht immer leicht dieses Jahr – die Ansprüche der Kundschaft sind hoch, ihr Ärger schnell geweckt. An welche Philosophie können sich Unternehmen halten? Eine offene, transparente Kommunikation ist wichtig. Dazu gehört, Fehler einzugeste hen, eine gewisse Gelassenheit und, wo ange messen, eine Prise Humor. Aber wir leben in moralisch aufgeladenen Zeiten, und die richtige Balance zu finden, ist eine Herausfor derung. Man sollte sich ausserdem von ex tremen Stimmen nicht zu sehr aus der Ruhe bringen lassen. Es melden sich ja vor allem die paar, die sich ärgern – von der grossen Masse der Zufriedenen hört man nichts. Ihr Arbeitgeber SRF baut um und ab. Bereitet Ihnen das Sorgen? Das Philosophie-Angebot wird eher gestärkt, mit neuen Formaten auf Youtube, wie etwa «Bleisch & Bossart». Online haben einzelne «Sternstunden» schon mal eine Million Videostarts; dieses Potenzial soll nun genutzt werden. Offensichtlich treiben die grossen Lebensfragen die Leute um, und wir können ein wenig Orientierung bieten. Welches sind Ihre Alltagssorgen in diesen Tagen? Ich bin in einer privilegierten Situation, habe einen sicheren Job, und meine Liebsten sind alle gesund – am ehesten ist da die Sorge um unsere Eltern, die altersmässig zur CoronaRisikogruppe gehören. Hilft Ihnen Ihr philosophisches Wissen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen? Inzwischen ja. Zu Beginn waren die philo sophischen Einsichten auch für mich eher abstrakt, aber vieles davon habe ich nun verinnerlicht. Die Philosophie beschäftigt sich mit Grenzsituationen und Krisen, bevor sie passieren. Das kann helfen, wenn es so weit ist. Allerdings falle auch ich mal in ein Tief oder verliere die Fassung, das gehört eben zum Leben. 2021 kann nur besser werden, sagen jetzt viele. Was denken Sie? Ich würde mal lieber nicht zu viel erwarten, dann kann man weniger enttäuscht werden ( lacht). Man sollte generell nicht zu weit in die Zukunft schauen, sondern versuchen, den Moment zu erleben. Das allein ist schwierig genug. MM
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26 | 28.12.2020 | CORONA
«Uns bleibt wenig Zeit für Trauer» Als Pflegefachexpertin erlebt Melanie Leutert die Folgen der Pandemie in den Alterszentren der Stadt Winterthur hautnah. Sie erzählt von Freundschaften, die sich allem widersetzen, und von Momenten der Ohnmacht und tiefen Trauer. Text: Manuela Enggist Bilder: Gian Marco Castelberg
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as Virus, es wird auch zu uns kommen. Es ist Frühling, und Melanie Leutert ist rasch klar, dass das Coronavirus nicht an der Schweizer Grenze Halt machen wird. In Italien breitet es sich explosionsartig aus, die Anzahl der Infizierten steigt unaufhaltsam. Pflegefachexpertin Leutert tritt just Anfang März ihre neue Stelle im Bereich Alter und Pflege der Stadt Winterthur an. Fünf Alterszentren sowie die Spitex gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Die 44-Jährige, die eben einen Masterabschluss in Pflegewissenschaften erworben hat, ist für die Weiterentwicklung der Fachthemen und die Unterstützung und Beratung von Pflegeteams verantwortlich. Sie arbeitet mit, wo sie gerade gebraucht wird. Zu diesem Zeitpunkt sind in der Schweiz bereits die ersten Fälle von Corona bekannt. «Ich hätte mir einen geordneteren Einstieg an meinem neuen Arbeitsort gewünscht. Uns war klar, dass die Zahlen auch in der Schweiz steigen werden. Aber was für ein Jahr auf uns zukommen würde, hat niemand von uns erwartet.» Leutert spricht und schüttelt dabei den Kopf, als sie kurz vor Weihnachten im Park des Alterszentrum Adlergarten steht, um über das vergangene Jahr zu berichten.
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Das Besuchsverbot, es ist da. Vom 16. März bis 30. April verordnet der Bundesrat die Schliessung aller Alterszentren. Deren Bewohnerinnen und Bewohner leiden unter der Abschottung. «Sie leben auf einer viel kleineren Fläche als wir zu Hause. Ihr sonst schon beschränkter Radius wurde nochmals enorm eingeschränkt. Es war schwer ihnen zu erklären, dass die Jassrunde mit den Kollegen derzeit verboten ist.» In zwei der fünf Einrichtungen kommt es zu Corona-Ausbrüchen. Im Brühlgut infizieren sich 14 Personen, in Neumarkt ist eine Person betroffen. Leutert und die Pflegeteams bemühen sich, den Menschen die Isolation leichter zu machen. Sie verteilen Spiele, erklären, wie das mit der Videotelefonie funktioniert. «Vielen ist die Kommunikation über das Handy schwergefallen.» Es ist eine Generation, die ohne Handy gross geworden ist. Dafür aber mit dem Krieg. «Manche fühlten sich durch die Isolation an den Zweiten Weltkrieg erinnert. ‹Das ist wie damals, als wir wegen den Fliegern nicht rausdurften›, hat manch einer gesagt.» Isolierung aus Freundschaft abgelehnt
Im schwierigsten oment angefangen: M Melanie Leutert arbeitet seit März 2020 als Pflegeexpertin in Alterszentren.
Die Bewohnerinnen und Bewohner, sie halten zusammen. Die Pflegenden versuchen, die Besuche der Familie und Verwandten zu ersetzen. «Uns war klar, dass wir da sehr präsent sein müssen. Wir waren während des Lockdowns die einzige Verbindung zur Aussenwelt.» Umso wichtiger waren auch die Kontakte der Bewohner untereinander. Besonders berührt ist die Pflegeexpertin von zwei älteren Herren, die sich seit Jahren ein Zimmer teilen. Als der eine positiv auf das Virus getestet wird, will der andere das Zimmer nicht verlassen. «Er meinte, dass er wegen sowas seinen Freund nicht alleine lassen wolle. Das sei ihm wichtiger als eine Ansteckung durch Trennung zu vermeiden. Anstatt sich zu isolieren, ist er auf dem Zimmer geblieben.» Der Beruf der Pflegefachfrau, er geht an die Substanz. Leutert kam im Laufe des Jahres wiederholt an ihre Grenzen. Einige Male sass sie bei ihrem Chef im Büro und bekam eine Kleenex-Box gereicht. «Es hilft, wenn man einfach mal drauflosreden kann.» Kraft gab ihr die gute Zusammenarbeit und die Solidarität unter den Mitarbeitenden, die sich abteilungsübergreifend gegenseitig halfen. Noch schwerer wurde es für Leutert vor allem, als die Schulen geschlossen wurden und ihre Eltern nicht mehr auf die Enkel aufpassen sollten. Leutert hat zwei Töchter, neun und zehn Jahre alt. Ihr Mann arbeitet als Geschäftsführer einer sozialen Institution. Homeoffice war für ihn zum Glück teilweise möglich. «Zusätzlich war ich unendlich dankbar, als uns Freunde ihre Hilfe anboten. Ich
konnte dieses Jahr nicht immer so da sein für meine Kinder, wie ich das wollte. Aber sie sind sehr stolz auf mich. Und das ist wiederum etwas, was mich antreibt.» Seit März lebt die Familie Leutert extrem zurückgezogen, reduzierte ihre Kontakte auf ein Minimum. «Als Pflegefachfrau habe ich eine hohe Verantwortung. Ich will das Virus auf keinen Fall in eines der Alterszentren tragen.» «Bewohnerinnen stehen für ihre Rechte ein»
Die zweite Welle, sie ist härter. Im Herbst steigen die Infektionszahlen. In den Alterszentren kommt es wieder vermehrt zu Ausbrüchen. «Im Gegensatz zur ersten Welle hat sich im Herbst mehr Personal angesteckt. Das war wohl, weil die Zahlen im Allgemeinen so hoch waren.» Immer wieder müssen ganze Stationen unter Quarantäne gesetzt werden. Den Bewohnerinnen und Bewohnern wird viel Disziplin abverlangt. Doch sie stehen für ihre Rechte ein. Bei der Erinnerung an zwei Bewohnerinnen, die seit Jahren eng befreundet sind, muss Leutert schmunzeln. «Die beiden sind unzertrennlich und durften sich
«Wir kennen die Personen, die sterben, meist seit Längerem und haben eine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Das ist hart.» wegen der Sicherheitsvorschriften nicht zu nahe kommen. Da sie für gewöhnlich jeden Nachmittag im Zimmer der einen Talkshows schauten, wehrten sie sich dagegen.» Leutert und ihr Team suchten und fanden eine Lösung: Die Freundinnen dürfen sich sehen, müssen aber mit einer Quarantäne rechnen, wenn eine infiziert ist. Und so schauten sie wieder gemeinsam Fernsehen, bis eine der beiden aufgrund des Verdachts auf eine Infektion in Isolation musste, die andere demzufolge unter Quarantäne gesetzt wurde. Leutert: «Die Vermutung bestätigte sich dann jedoch nicht. Sie nahmen es aber gelassen. Ich glaube, sie konnten von der gemeinsamen Zeit zehren.» Das Sterben gehört zum Alltagsleben
Die Todesfälle, sie drohen aus dem Fokus zu geraten. Durch die vielen Ausfälle von Personal, das sich in Quarantäne befindet, bleibt während der zweiten Welle wenig Zeit, sich um alle Bewohnerinnen und Bewohner zu
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Seit März lebt Melanie Leutert mit ihre Familie extrem zurückgezogen. Sie will niemanden anstecken.
Zahlen & Fakten
16 733
Patienten und Patientinnen wurden wegen Corona in der Schweiz hospitalisiert. (Stand 18. Dezember)
5000
Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten, haben sich bisher mit Coivd-19 angesteckt. 301 mussten hospitalisiert werden. Zahlreiche Ferientage mussten gestrichen, im Frühlingslockdown vorbezogen oder verschoben werden. (Stand Mitte Dezember)
71 kümmern. Wenn jemand im Alterszentrum stirbt, dann haben die Pflegeteams ihre Rituale, um das Ableben zu verarbeiten.» Sie zünden eine Kerze an. Und sie schreiben den Angehörigen einen Brief. «Doch das liegt wegen der hohen Arbeitsbelastung nicht mehr immer drin. Uns bleibt wenig Zeit für Trauer. Wir kennen die Personen, die sterben, meist seit Längerem und haben eine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Das ist hart.» Die Lehren aus der Krise, sie gibt es. Nach dem ersten Lockdown wissen Leutert und ihr Team: Noch einmal darf es nicht zu einem Besuchsverbot kommen. Das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Lebensqualität und Schutz vor Corona müsse auch ohne eine Schliessung der Alterszentren möglich sein. «Die Isolation kann massive Auswirkungen auf ältere Menschen haben.» Das Sterben gehört zum Alltagsleben
Die schönen Momente, sie sind kostbar. Melanie Leutert beobachtete vor wenigen Wochen wie die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Neumarkt mit Tränen in den Augen nach Wochen der Quarantäne und Isolation zum ersten Mal wieder gemeinsam im Speisesaal essen durften. Zwar mit Maske und Sicherheitsabstand, aber dafür wieder alle zusammen. «Alle Mitarbeitenden, die Zeit hatten,
«Im Gegensatz zur ersten Welle hat sich im Herbst mehr Personal angesteckt. Das war wohl, weil die Zahlen im Allgemeinen hoch waren.» s tanden an der Scheibe und haben das beobachtet. Sie winkten sich zu, sagten zueinander: ‹Schön, bist du noch da›. Das war ein ergreifender Moment, den wir alle dringend nötig hatten.» Die Zahlen, hinter denen sich Menschen verbergen: 16 von insgesamt 650 Bewohnenden sind in den fünf Alterszentren der Stadt Winterthur an Corona verstorben. Menschen, von denen Leutert dachte, dass sie es schaffen würden, taten dies nicht. Und andere überraschten. So zum Beispiel eine 106-jährige Dame, die nach einem positiven Test wieder vollständig genesen ist. MM
Prozent der Intensivbetten in der Schweiz sind besetzt. Das entspricht ungefähr der Auslastung in Zürich. Dort sind 154 von 217 Betten belegt, 90 davon mit Covid-19-Fällen. (Stand 21. Dezember)
100
Prozent der Intensivbetten in den Kantonen Freiburg und Zug sind belegt. In Freiburg gibt es total 24 Intensivbetten, davon sind 12 mit Covid-19- Patientinnen und -Patienten belegt. In Zug ist dies für 3 von 5 Betten der Fall. Anderseits sind in G raubünden zurzeit nur 9 von 22 verfügbaren Betten für eine intensivmedzinische Behandlung belegt, fünf davon mit Personen, die an Covid-19 erkrankt sind. (Stand 21. Dezember)
6000
Armeeangehörige haben wegen Corona 322 000 Diensttage geleistet, davon 215 000 für das Gesundheitswesen. Quellen: BAG, VBS, SGI
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GENUSS | 28.12.2020 | 31
7 Fragen zum Fisch der Fische Keine Festtagstafel ohne Lachs – Fakten zum schmackhaften Speisefisch, der vielleicht schon bald wieder auch in Schweizer Gewässern schwimmt. Text: Kian Ramezani, Claudia Schmidt, Dominik Véron
Woher kommt der Lachs? Der mit Abstand grösste Lachsproduzent der Welt ist Norwegen, gefolgt von Chile, Schottland, Kanada und den Färöer-Inseln. Rund 60 Prozent der Weltproduktion entfallen auf Zuchtlachs, 40 Prozent auf Wildfang.
Ist Lachs gesund? Lachs ist reich an Eiweiss, Jod und Omega-3-Fettsäuren. Eiweiss trägt zum Erhalt der Muskelmasse, die Omega-3-Fettsäuren zu einer normalen Herzfunktion bei. Beim Einkauf wählt man besser nachhaltig gefischten oder gezüchteten Fisch.
Was unterscheidet Zucht- von Wildlachs? Das Auge isst bekanntlich mit: Wildlachs hat in der Regel eine intensivere Farbe als Zuchtlachs, weil der Raubfisch in Frei heit mehr Krustentiere frisst, etwa Crevetten und Krabben. Die sind reich an Karotinoiden (fettlöslichen Pigmenten). Der wild lebende Fisch enthält zudem meist weniger Fett als gezüchteter, dafür weist er einen höheren Anteil an wertvollen Omega-3-Fettsäuren auf. Ob es geschmackliche Unterschiede gibt? Da scheiden sich die Geister. Bei Blindtests schneidet Zuchtlachs jedenfalls mindestens so gut ab wie Wildlachs.
Bild: Getty Images
Gibt es auch Schweizer Lachs? Auch hierzulande wird in kleinen Mengen Lachs gezüchtet. Noch vor 100 Jahren gab es sogar Wildlachs, der aus dem Atlantik stromaufwärts zu den u rsprünglichen Laichplätzen im Rhein zurückkehrte. Doch dann versperrten Kraftwerke den Weg. Der WWF engagiert sich für Fischpassagen, damit Lachsen der Weg in die Schweiz wieder offensteht. Die am Rhein liegenden Staaten wollen die Hindernisse bis 2026 beseitigen.
Was passt zu Rauchlachs? Klassisch sind Kombinationen mit Zitrone, Dill, Frischkäse, Zwiebeln, Kapern und Meer rettichschaum auf geröstetem Brot. Lust auf Abwechslung? Ein Rauchlachs-Mango-Salat oder Rauchlachs mit Randen und Orangenschaum schmeckt überraschend und frisch. Auch Honig-Senf-Saucen – b ereits bekannt als Begleiter von Graved Lachs – erfreuen sich zum mild geräucherten Lachs zunehmender Beliebtheit. Diese und weitere Lachsrezepte finden Sie auf migusto.ch.
Ist Wild- oder Zucht lachs nachhaltiger? Kurz und pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Der WWF empfiehlt, auf Labels wie MSC, ASC und Bio zu achten. MSC-Wildlachs wird nur nach strikten Regeln gefischt. ASC-zertifizierter Zuchtlachs stammt aus Betrieben, die den Schutz der umliegenden Gewässer sicherstellen und ausschliesslich Futter verwenden, das nicht aus überfischten Beständen stammt. Der Biozuchtlachs erfüllt noch strengere Auflagen als ASC. Ausführlichere Infos zum Thema gibt es in der neuesten Ausgabe von «Chrut und Rüebli», dem Podcast von Generation M.
Was ist Flammlachs? Eine Spezialität von Migros Sélection für Fischliebhaber: Die Filetstücke aus norwegischer Zucht (ASC-zertifiziert) werden über den Flammen heiss geräuchert. Das sorgt für einen sehr intensiven Geschmack.
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Quinoa-Tortilla Hauptgericht für 4 Personen 1 Knoblauchzehe 2 dl Wasser Salz 150 g Quinoa Tricolore ½ Bund Kräuter, z. B. Thymian 300 g Tomaten Aromatico 1 Schalotte 2 Avocados 180 g saurer Halbrahm Pfeffer 4 Tortillas à ca. 40 g Zubereitung
Knoblauch hacken. Mit Wasser aufkochen. Salzen. Quinoa da zugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten quellen lassen, bis die Flüssigkeit auf gesogen ist. Auskühlen lassen. Inzwischen Thymianblättchen abzupfen. Tomaten vierteln. Schalotte in feine Ringe oder Streifen schneiden. Avocados halbieren, Kern entfernen. Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Mit 2 EL Sauerrahm und Thymianblättchen zu einer Creme verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Tortillas in einer Bratpfanne kurz anrösten. Mit Avocado creme, Quinoa, Zwiebeln, Tomaten und restlichem Sauerrahm füllen.
Das schwierige Jahr verdient einen starken Abschluss. Bei den unkomplizierten Tex-Mex-Klassikern können alle ihre Zutaten und Mengen für Tortillas oder Enchiladas selbst bestimmen. Rezepte: Claudia Schmidt
Bilder: Migusto
Ein Feuerwerk an Geschmack
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Fajitas mit Steak und Bohnen Hauptgericht für 2 Personen 2 Rindsentrecôtes à 120 g 1 EL Olivenöl 1 Dose Kidneybohnen, abgetropft 150 g ½ TL gemahlener Kreuzkümmel Salz, Pfeffer 1 rote Peperoni 4 Vollkorn-Tortillas 100 g Eisberg oder Mini-Lattich 1 Bund Koriander 1 Limette 4 EL saurer Halbrahm TIPP
Zubereitung
Aus den Tortilla-Resten
lassen sich im Handumdrehen Chips herstellen. Dazu schneidet man die Tortillas in Dreiecke und bestreicht sie mit einer Mischung aus wenig Olivenöl, scharfem Paprika, Knoblauchpulver und Salz. Dann auf mit Backpapier belegten Blechen verteilen und bei 200 Grad Umluft ca. 5 Minuten im Ofen knusprig backen.
Pikante Guacamole Guacamole ist schnell und einfach zubereitet. Zerdrückte Avocados mit Limettensaft erhalten ihre Schärfe durch die Peperoncini. Passt mit Tortilla-Chips zum Apéro. Rezept: migusto.ch
Backofen auf 100 °C vorheizen. Entrecôtes mit Öl bepinseln. In einer Grillpfanne beidseitig ca. 5 Minuten anbraten. Im Ofen auf einem Gitter ca. 5 Minuten ruhen lassen. Inzwischen Bohnen abspülen, mit etwas Wasser mit dem Stabmixer fein pürieren oder mit der Gabel grob zerdrücken. Mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen. Die Peperoni halbieren, entkernen und in ca. 2 cm grosse Stücke schneiden. Tortillas in der Grillpfanne kurz rösten, dann mit Bohnenpüree bestreichen. Mit Salatblättern, Peperoni und Korianderzweigen belegen. Fleisch in Tranchen schneiden und darüber verteilen. Limette in Schnitze schneiden. Saft darüberpressen. Tortilla mit Sauerrahm servieren.
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TEX-MEX-SILVESTER | 28.12.2020 | 35
Enchiladas mit Poulet Hauptgericht für 4 Personen 100 g Cheddarkäse oder milder Tilsiter 1 Zwiebel 280 g Maiskörner aus der Dose, abgetropft ½ Bund gemischte Kräuter 2 EL HOLL-Rapsöl 400 g Pouletgeschnetzeltes Salz, Pfeffer 280 g gehackte geschälte Tomaten, aus der Dose 4 Vollkorn-Tortillas 180 g Saurer Halbrahm Zubereitung 1. Backofen auf 200 °C vorhei
Bilder: Migusto
zen. Käse grob reiben. Zwiebel grob hacken. Maiskörner ab spülen und abtropfen lassen. Kräuter hacken. 2. Öl in einer Bratpfanne erhit zen. Poulet beigeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel beigeben, mitbraten. Mais und Tomaten dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles auf die Tortillas verteilen, gut die Hälfte der Kräuter darüber streuen. Die Tortillas einrollen und in eine Gratin form legen. Käse darüber streuen, ca. 8 Minuten in der oberen Backofenhälfte grati nieren. Mit Sauerrahm und restlichen Kräutern servieren.
TIPP
Mais- oder Weizentortilla? Wer selbst Tortillas zubereiten will, sollte mit der Weizenvariante beginnen. Nur die lässt sich dank des Klebers im Weizen auswallen. Klassische Maistortillas werden in einer Presse in Form g ebracht.
Gemüse-Fajitas mit Mango-Salsa Fenchel, Peperoni und Rosenkohl, mit Curry gewürzt und im Ofen gebacken, eignen sich mit Sauerrahm und Raclettekäse gut als Vegi-Fajita-Füllung. Dazu Mango-Salsa. Rezept: migusto.ch
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eit Ihr geliebter Hund als kleiner Welpe zu Ihnen kam, ist er Ihnen ein treuer Gefährte. Von einem Haustier ist er zu einem echten Familienmitglied geworden, das Sie bis zum Mond und wieder zurück lieben. Feiern Sie nun das Band der Liebe, das Sie mit Ihrem Hund verbindet, mit einem speziell auf Ihre Hunderasse massgeschneiderten Anhänger!
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TEX-MEX-SILVESTER | 28.12.2020 | 37
Auf ein Neues! Nach dem Tex-Mex-Menü stossen wir mit Drinks auf Passionsfrucht-Basis auf ein grandioses 2021 an. Hier drei schnell gemixte Varianten mit und ohne Alkohol.
Drinks mit Passionsfrucht Basis für zwölf Gläser à 3 dl
Zutaten 6 Passions- früchte Crushed Ice 3 dl Fruchtsaft, z. B. Mango oder Ananas 3 dl Mineral wasser mit Kohlensäure 4 dl Cassissirup Zubereitung
Mit Tequila
Bild: Migusto
Eine Limette in Schnitze schneiden. Tequila zur Basis giessen. Limetten schnitze dazugeben. Einmal umrühren. Mit Minze garnieren.
Mit Prosecco
Etwas Zitronenmelisse zwischen den Händen zerreiben und zum Basis-Drink geben. Prosecco dazugiessen. Mit Orangenscheiben dekorieren.
Ohne A lkohol
Je vier Deziliter Orangensaft und Rivella rot zum Basis-Drink geben, mit einem langen Rührstäbchen einmal umrühren.
Die Passionsfrüchte halbieren. Mark mit einem Löffel heraus lösen. Crushed Ice in die Gläser füllen. Das Passionsfrucht- Fleisch mit Fruchtsaft und Mineralwasser auf die Gläser verteilen. Den Sirup über einen Löffel vorsichtig dazu giessen. Cocktails am Ende in gewünschter Version (links) f ertig zubereiten.
Rezept auf migusto.ch/passionsfruchtdrinks
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GENUSS | 28.12.2020 | 39
Wissensbissen
Grapefruit
Annabelle Knaur hat die Zutaten für die Rezepte in ihrem neuen Buch «Annabelles Winterkochbuch – entspannte Ferien mit Familie und Freunden» in der Migros in Erlenbach ZH eingekauft. Und damit nach dem Wohlfühlessen keine Langeweile aufkommt, gibt es ausser den Rezepten als Beilage noch Spielanleitungen für eine vergnügliche Indoor-Olympiade.
Hätte es nicht so viele Kreuzungen unter den Zitrusfrüchten gegeben, wären wir um einige Früchte ärmer. Zum Beispiel die Grapefruit. Sie ist eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Letztere ist bei uns als Pomelo bekannt. Die einzelnen Schnitze einer Grapefruit sind miteinander verwachsen, deshalb lassen sie sich nur schwer vonaneinander trennen.
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Illustration: Felice Bruno; Bilder: iStock, zVg
Kohlendioxid-Bläschen machen ein Glas Champagner zum prickelnden Genuss – zumindest ungefähr. Erforscht hat das der Physiker Gérard Liger-Belair.
GARTEN
Zitruspflanzen vor dem Vertrocknen schützen Mit dem ersten Frost sind Zitronenbäumchen bereits in ihr Winterquartier umgezogen. Was oft vergessen wird: Ganz ohne Wasser kommen die Pflanzen nicht durch die kalte Zeit. In g eheizten Räumen schützt man sie vor dem Erfrieren. Wenn sie jedoch nicht r egelmässig etwas Wasser bekommen, drohen sie zu vertrocknen.
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Ich röste gern Mandeln zum Knabbern, nur die Prise Salz bleibt nie haften. Gibt es da einen Trick? Bei den meisten Rezepten für Knabbernüsse sorgt etwas Öl dafür, dass Salz oder auch Gewürze gut haften bleiben. Ganz ohne Fett gelingt es, wenn man die Mandeln in einer be-
schichteten Bratpfanne ohne Fett leicht röstet. Während die Mandeln in der Pfanne sind, löst man pro 250 Gramm Mandeln einen knappen Esslöffel Salz in gut zwei Deziliter war-
mem Wasser auf. Dies gibt man zu den Mandeln und lässt sie so lange köcheln, bis das Wasser verdampft ist. Die Mandeln sind dann mit einem feinen Salzfilm überzogen.
40 | 28.12.2020 | MEINE MIGROS
Starterkit für 2021
Dieses Jahr werden wir Silvester nicht an grossen Partys feiern, sondern im kleinen Kreis anstossen und das neue Jahr gebührend willkommen heissen. Die Migros hat alles, was es für den Jahreswechsel und den Tag danach braucht. Nur den Vorsatz, sich im neuen Jahr der Gesundheit zuliebe viel zu bewegen und ausgewogen zu ernähren, müssen Sie noch selber fassen – und natürlich umsetzen.
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MEINE MIGROS | 28.12.2020 | 41
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42 | 28.12.2020 | KOLUMNE
Fragen könnte helfen
DER ANDERE BLICK Wenn ich mich recht erinnere, gab es in diesem Jahr nur ein Jahrhun dertereignis. Zu diesem Schluss kam ich, als ich mir vorstellte, wie die Jahresrückblicke in den Medien aussehen könnten. Mein persönlicher Jahresrückblick fasst der folgende Witz recht gut zusammen: Sagt die 13: «Ich bin die Unglückszahl.» – «Nein», sagt darauf die 666, «ich bin wirklich, wirklich böse.» Darauf bricht die 2020 in schallendes Gelächter aus.
Wie Normales zu Ausser gewöhnlichem wurde, habe ich mir mühsam aneignen müssen. So wie wir alle. Die Herzlichkeit einer Umarmung fehlt, das gemeinsame Nahesein bei bedeutsamen Ereignissen wie einer Hochzeit oder einem
odesfall. Mit all dem umzu T gehen, mussten wir neu lernen, allzeit Gewehr bei Fuss für die Abwehr. Ach, hätten wir alle nur rechtzeitig verstanden. Nur war es oft schwierig, den Richtigen zuzuhören. Und man ist sicher gut beraten, den Kopf nicht nur zum Hütetragen zu benutzen, wie wir als Kinder von unserer Mutter hörten, wenn wir denkfaul über den Hausaufgaben sassen. Deu tungshoheit zu hinterfragen, habe ich vom Vater gelernt, indem ich mich mit Argumen ten an ihm reiben konnte und eine andere Meinung einfach eine andere Meinung war – kein Grund, wütend zu werden. An Verschwörungsgeschichten haben wir alle schon geglaubt.
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KOLUMNE | 28.12.2020 | 43
Die Illuminaten waren während meiner Jugend aktiv, danach habe ich den Glauben verloren. Wenn man nämlich nur glaubt und nie nachfragt, kommt man nie zu einer eigenen Meinung. Man folgt einer Meinung. Natürlich haben wir alle schon gewettert gegen die da oben. Skepsis ist immer gefragt, wenn über einen entschieden wird. Wer dann aber die Instrumente der Abwägung und Abklärung nicht zur Hand hat, wird sich wundern, wie schnell er auf dem Zug Richtung Verschwörungs erzählung sitzt. Und ich habe mit den Jahren gemerkt, dass die, die am lautesten schreien, oft nur ihr eigenes Wohlergehen im Sinn haben. Und die, die man kaum hört, am ehesten unsere Unterstützung verdienen.
Ich weiss, was es heisst, eine Ausbildung zu bekommen, einen Job zu machen, den man liebt, und dafür auch noch angemessen bezahlt zu werden. Ich weiss von Pflegefachfrauen, die sich für ihren Job aufopfern, aber nicht mal die Umkleidezeit bezahlt bekommen. Ich weiss von Gastronomen, die ver zweifelt versuchen, ihre Beiz über Wasser zu halten, viel Geld für Schutzmassnahmen und Take-away-Konzepte ausgegeben haben. Ich weiss von Musikern und Künstlern, die quasi noch die Nägel zum Kauen haben. Und ich weiss von Leuten, die glauben, dass Angela Merkel eine Echse ist, die Erde eine Scheibe – und dass dies unsere grössten Probleme seien. MM
Gerda Portner (62) wurde vor zwei Jahren frühpensioniert und fragt sich, wieso viele so wütend sind.
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44 | 28.12.2020 | RAUCHSTOPP
In jedem Raucher steckt ein Nichtraucher
Peter Schertenleib, praktischer Arzt, Leiter Gesundheitszentrum, Medbase Bern Zentrum
Neues Jahr, neues Glück: Wagen Sie ruhig den Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören. Unsere Anleitung in 12 Schritten hilft Ihnen dabei. Text: Peter Schertenleib
4. Setzen
1. Machen
Das Leben ohne Tabak hat eine Menge Vorteile. Bereits kurz nach dem Rauchstopp sind die Nase und der Geschmacks sinn viel feiner. Innerhalb von Monaten ver bessert sich die Lungenfunktion und damit auch die körperliche Leistung. Die Klei dung müffelt nicht mehr, und man braucht nicht bei Wind und Wetter in der «Raucher ecke» zu stehen. Schreiben Sie alle Vorteile auf, die Ihnen einfallen.
Sie sich einen Termin
2. Führen Sie ein Rauchertagebuch
Notieren Sie bei jeder Zigarette, wann Sie sie angezündet haben, welche Personen dabei waren und wie Sie sich in dem Moment gefühlt haben: gestresst, deprimiert, gelangweilt. Sie haben eine Pause gebraucht, wollten dazugehören? Notieren Sie auch, wie wichtig diese Zigi war. Und überlegen Sie, was Ihnen geholfen hätte, damit Sie darauf hätten verzichten können.
3. Lassen Sie sich beraten Eine kurze Beratung kann Ihre Chance für einen erfolgreichen Rauchstopp deutlich erhöhen. Noch grösser wird sie, wenn Sie sich be gleiten lassen, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt oder der Rauchstopplinie.
Legen Sie in der nächsten Woche einen Termin für den Rauchstopp fest. Warten Sie nicht ab, bis alles und jedes stimmt, sondern legen Sie los! Werfen Sie dann Aschen becher, Zigaretten und alles, was zum Rauchen gehört, weg.
5. Bitten Sie Ihre Freunde um Unterstützung Sagen Sie Ihren Kollegen, Freunden und Verwandten, dass Sie mit dem Rauchen aufhören, und bitten Sie sie um Unterstützung. Meiden Sie Personen, die Sie wieder zum Rauchen verführen möchten. Wenn es Ihnen zunehmend schwerer fällt, Ihr Vorhaben durchzuhalten, holen Sie sich frühzeitig Unterstützung bei Ihrem Hausarzt oder einer anderen Vertrauensperson. Gespräche, aber auch Nikotinersatzprodukte oder Medikamente können Ihre Chancen deutlich erhöhen.
Illustration: iStockphoto; Bild: zVg
Sie sich die Vorteile bewusst
RAUCHSTOPP | 28.12.2020 | 45
6. Machen Sie sich be-
wusst, was Sie behindert Welche inneren Zweifel behindern Ihr Vorhaben? Kaffee oder alkoholische Getränke können das Verlangen nach Tabak erhöhen und den Willen zum Rauchstopp schwächen.
7. Meiden Sie Orte, an denen geraucht wird
Machen Sie in der Anfangszeit einen Bogen um Orte, an denen Sie früher geraucht haben oder an denen geraucht wird.
8. Machen Sie einen Notfallplan Was können Sie in der Situation tun, in der Sie schwach werden könnten? Notieren Sie sich Ihre Strategien, damit Sie dann als Sieger aus diesem inneren Kampf hervorgehen. Wenn Sie zum Beispiel oft nach dem Essen geraucht haben, dann stehen Sie nun nach den Mahlzeiten rasch auf, und tun Sie etwas anderes.
Hilfe gibt es unter Telefon 0848 000 181 oder online auf stop-tabak.ch. Es gibt auch Gruppenkurse, etwa von der Lungenliga.
Rauchen kostet doppelt Erst geben Raucher jedes Jahr etwa 1500 bis 4000 Franken für die Zigaretten aus, später bezahlen sehr viele mit ihrer Gesundheit: mehr Herzinfarkte, mehr Krebs, mehr Schlaganfälle, faltigere Haut … Das kurze Vergnügen der Zigi von jetzt bedeutet für viele Raucher auch: Sie verlieren schöne, gesunde Lebensjahre.
Info Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Krebsliga: krebsliga.ch
Die gute Botschaft In jedem Raucher steckt ein Nichtraucher! Mit etwas Vorbereitung schaffen auch Sie das.
9. Lenken Sie sich ab Wappnen Sie sich rechtzeitig gegen die Momente, in denen Ihr Körper dringend nach einer Zigarette verlangen wird. Sie sind die Zeichen der Abhängigkeit, die Sie überwinden werden. Das Beruhigende ist: Solche Momente dauern maximal fünf Minuten, und diese fünf Minuten gilt es zu überbrücken: mit A blenkung, mit einem Gegenstand, der die Hände beschäftigt, mit einem Nikotin kaugummi, mit einem Gang an die frische Luft, mit einer Frucht, mit Entspannung, Gedanken an etwas besonders Schönes … Lassen Sie sich etwas einfallen, was Ihnen hilft!
11. Wenn es
zum Rückfall kommt … Werfen Sie nach einem Rückfall alle Zigaretten weg und setzen Sie Ihren Rauchstopp fort. Überlegen Sie, wie es zu dem Rückfall kam, und machen Sie einen Notfallplan für künftige, ähnliche Situationen.
12. Lassen Sie sich nicht entmutigen
10. Rechnen Sie mit dem inneren Schweinehund Er wird Ihr Vorhaben torpedieren wollen: Sie werden zunehmen, Sie werden reizbarer, Sie schaffen es sowieso nicht … Was immer der innere Schweinehund Ihnen zuflüstert – lassen Sie sich davon nicht beirren. Nach rund drei Monaten haben die meisten Ex-Raucher die körperliche Abhängigkeit vom Tabak überwunden, nicht aber die psychische. Deshalb besteht auch dann noch eine Rückfallgefahr.
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Im Durchschnitt brauchen Raucher mehrere Anläufe, um vom Tabak loszukommen. Manche schaffen es beim ersten Mal, andere erst beim zehnten Versuch. Deshalb: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Viel wichtiger ist, dass Sie es wieder versuchen. Denn: Viele Ex-Raucherinnen und Ex-Raucher können Ihnen bestätigen: Irgendwann klappts!
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KOLUMNE | 28.12.2020 | 47
Illustration: Rinah Lang
Meine Altjahrsvorsätze
Lisa Stutz (27) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.
STADT, LAND, STUTZ Letztes Jahr wollten wir abnehmen, aufhören zu rauchen, mehr Schritte machen und weniger in den sozialen Medien scrollen. Und dieses Jahr? Lachen wir über unsere Vergangenheits-Ichs und ihre Neujahrsvorsätze. Da hatten wir noch Problemchen. Wir freuten uns auf die goldenen Zwanzigerjahre 2.0, schmiedeten Pläne – doch das Schicksal machte uns einen Strich durch die Rechnung. Ich hätte es wissen müssen. «Der Hund hat auf den Balkon gepinkelt!» Das war der erste Satz, den ich im Jahr 2020 sagte. Wir veranstalteten eine Silvesterparty bei uns zu Hause, und ein Freundespaar hatte seinen jungen Hund mitgenommen. Um Punkt 24 Uhr, als das Feuerwerk am Himmel explodierte, machte der Welpe ein grosses Angstbisi auf unseren Balkonteppich. Eins ist sicher: Ein gutes Jahr startet nicht mit dem Wegputzen eines fremden Bisis. Ich hätte es wissen müssen. Und trotzdem
glaubte ich daran, in diesem Jahr mehr ins Gym zu gehen (was der Lockdown verhinderte) und in den Ferien das Smartphone mal im Hotelzimmer zu lassen (welche Ferien?). Dieses Jahr lasse ich mich nicht mehr auf Neujahrsvorsätze ein – wenn, dann habe ich Ansprüche an das neue Jahr. Doch Pläne, die mache ich nur noch in ganz kleinen Schritten. So habe ich ein paar Vorsätze für die letzten Tage in diesem Jahr: Ich will mich bewegen. Das ist durch das Homeoffice definitiv zu kurz gekommen – in den letzten Tagen möchte ich täglich spazieren und yogieren. Ich will mein Buch zu Ende lesen. 2020 habe ich so viel gelesen wie noch nie – so soll auch das Jahr ausklingen. Ich will den Backofen reinigen, nach dem ganzen Bananenbrot und Co. hat er es nötig. Und was wollen Sie in diesem Jahr noch tun? Machen Sie es unbedingt! Nur mit der Anschaffung eines Hundes, da würde ich bis nach Silvester warten. MM
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Das Fachkurhaus in Berlingen ist ein spezialisierter Erholungsort für komplementäre Medizin. Als Schwerpunkte wirken Ernährungs- und Stoffwechseltherapie. Die ganzheitliche Philosophie, moderne Behandlungs- und Schulungsmethoden sowie die idyllische Lage am Bodensee bieten perfekte Voraussetzungen für einen nachhaltigen Therapieerfolg. Ob bei Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterin, Darmproblemen, Stress oder einem angeschlagenen Immunsystem – seit mehr als 25 Jahren profitieren Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen von Intensiv-Kur(s)wochen im «Seeblick».
Tiefgreifend entgiften – Immunsystem stärken Um Ihre Gesundheit zu erhalten, hilft es sehr, Ihrem Körper eine Auszeit zu gönnen. Mit unserem EPD®-Ernährungsprogramm regen Sie Ihren Stoffwechsel an und entgiften tiefgreifend. Dazu ermitteln wir Ihren individuellen Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballast- und Aufbaustoffen. Parallel gleichen wir Defizite mit unseren massgeschneiderten HCK®-Mikronährstoffrezepturen gezielt aus. So bekommt Ihr Körper exakt, was er braucht. Schon nach kurzer Zeit spüren Sie die positive Wirkung und stärken sukzessive Ihr Immunsystem.
Wir machen keine Diät, sondern eine Stoffwechseltherapie
Eine starke Immunabwehr ist der beste Schutz Unsere Immunabwehr ist ein fein abgestimmtes, hoch leistungsfähiges biologisches System mit einer unvorstellbar grossen Zahl von Zellen. Alle Zellen patrouillieren ständig im Körper, werden erneuert, lernen dazu und stellen sich täglich neuen Herausforderungen. Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem und Ernährung stehen miteinander in enger Wechselbeziehung. Deshalb sind eine gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr nicht nur Voraussetzung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, sondern auch für ein funktions- und leistungsfähiges Immunsystem.
Dr. med. Padia Rasch Leitende Ärztin Fachkurhaus Seeblick
Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die Grundlage für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels. Im Problemfall werden Substanzen nicht mehr abgebaut und ausgeschieden. 13:33Wenn sie sich anreichern, können sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome sind vielfältig: ein nicht funktionierendes Immunsystem, Schlafstörungen, zu hohe Zucker-, Fett- und Leberwerte, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Erschöpfung oder rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie und Ihre offenen Fragen. Sie lernen bei unseren Fachvorträgen, wie Sie Ihre Ernährung soweit optimieren, dass Sie langfristige Erfolge erzielen.
Ziele des Aufenthaltes im Fachkurhaus Seeblick • Tiefgreifend entgiften • Rasch und gesund Depotfett abbauen • Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren • Körperfunktionen regenerieren und vitalisieren • Immunsystem gezielt stärken
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1 Woche im Doppelzimmer pro Person ab CHF 998.– statt CHF 1242.– 1 Woche im Einzelzimmer pro Person ab CHF 1279.– statt CHF 1470.– Im Preis inbegriffen sind: 6 Übernachtungen (Sa – Fr), Kurse und Vorträge, komplette Verpflegung (EPD®-Ernährungsprogramm) inkl. Getränke, Benutzung Whirlpool und Tepidarium, Morgengymnastik, FitnessCenter Kronenhof, Eintrittsund Austrittscheck.
Ich interessiere mich für eine Intensiv-Kur(s)woche
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Ernährungsmedizin Medical Wellness
Wieslistrasse 34 · Postfach 35 8267 Berlingen
Telefon +41 (0)52 762 00 70 Fax +41 (0)52 762 00 71 info@seeblick-berlingen.ch
www.seeblick-berlingen.ch www.facebook.com/ seeblickberlingen
MM 28.12.2020
Wenn das zu leise ist.
PUBLIREPORTAGE
«Miteinander, füreinander.» Einander zuhören und von den eigenen Lebenserfahrungen berichten, darum geht es an den Tischgesprächen mit Kurt Aeschbacher.
Tischgespräche für eine gesellige Winterzeit Neben prominenten Gästen wie Walter Andreas Müller, Vreni Brun oder Bea Petri diskutierten Rollstuhlfahrer und Senioren aus der ganzen Schweiz in geselliger Runde aktuelle Themen.
Genussvolle Mahlzeiten im Lockdown Die Zusammenarbeit von Migros und Aeschbi startete bereits im vergangenen Frühling. Denn besonders für alte und alleinstehende Menschen sind die Schutzmassnahmen einschneidend.
«Ich lebe in den Tag und geniesse es – jetzt ist es einfach schwieriger als vorher». Aeschbis Gäste beeindruckten durch ihren Mut und ihre Offenheit, mit der sie schwierige Situationen annehmen. Aeschbacher wiederum moderierte die Gespräche erfrischend herzlich, mit Anteilnahme und Zuversicht.
Kurt Aeschbacher entschloss sich darum, sich künftig bei Menu Casa zu engagieren. Der Mahlzeitendienst der Migros steht für qualitativ hochwertiges und dennoch erschwingliches Essen, das schweizweit ausgeliefert wird.
Mit dieser Initiative sorgte Menu Casa nicht nur dafür, dass man ein feines Essen zu Hause hat, sondern dass man auch ein offenes Ohr für die Gedanken seiner Mitmenschen hat. Die aufgezeichneten Videogespräche können auf www.menu-casa.ch/de/tischgespraech angeschaut werden.
Im Angebot: Orientalische Falafel-Pfanne für CHF 13.80
«Ich lebe in den Tag und geniesse es – jetzt ist es einfach schwieriger als vorher.» Menu Casa – so funktionierts Angehörige können dank dem Online-Shop ihre Liebsten mit feinen Menüs auch im Lockdown und mit Abstand verwöhnen. Feine Gerichte wie hausgemacht, die nur noch auf dem Teller im Backofen oder in der Mikrowelle aufgewärmt werden müssen, garantieren ein Genusserlebnis. Eine breite Auswahl von über 40 saisonalen und frischen Menüs lässt sich unkompliziert bestellen und per Post nach Hause liefern. Die Menüs werden attraktiv auf einem Teller
angerichtet, geliefert und sind gekühlt 5 Tage haltbar. Ab einem Bestellwert von 50 Franken ist die Lieferung gratis. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.menu-casa.ch oder kontaktieren Sie die Hotline Tel. 058 475 90 90.
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50 | 28.12.2020 | MEINE MIGROS
Kultiger Knuspergenuss 100 Jahre Wasa, 100 Prozent CO2-neutral* Schon seit Jahren reduziert das Unternehmen Wasa bei der Herstellung seiner Produkte die CO2-Emissionen – vom Getreidefeld bis zum Verkaufsregal. Die verbleibenden Emissionen werden durch die Förderung globaler Umweltschutzprojekte kompensiert. Konkret unterstützt Wasa das Projekt «SaurIndia», das ländlichen Regionen in Indien den Zugang zu Solarenergie ermöglicht, sowie das Projekt «Madre de Dios» zum Schutz des Regenwalds in Peru. Zudem trat Wasa 2019 unter dem Motto «Knäcke für eine grünere Welt» gegen den Klimawandel in Aktion und pflanzte gemeinsam mit der Stiftung «Plant-forthe-Planet» 8000 Bäume auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Familie, ein aktives Leben und eine Gesellschaft, die fortschrittlich im Einklang mit der Natur lebt – diese Werte zeichnen die schwedische Kultmarke aus und das schon seit über einem Jahrhundert: 2019 feierte Wasa den 100. Geburtstag. MM * CO2-Neutralität gemäss Standard PAS 2060:2014, erreicht sowohl durch Wasa- eigene Energie- und CO2- Einsparungsmassnahmen als auch durch finanziellen Ausgleich über zertifizierte Projekte des Verified Carbon Standard-Programms
Die Knäckebrote von Wasa schmecken mit allerlei Toppings und bleiben bis zum letzten Bissen knusprig. Nachhaltig agiert auch das Unternehmen selbst – Wasa reduziert den CO2-Ausstoss und investiert in den Klimaschutz.
Wasa Vollkorn mit Dörrtomatentapenade 180 g abgetropfte Dörr tomaten grob hacken, mit 1 TL Sambal Oelek, 1 EL Pinienkernen und etwas Basilikum zu einer Tapenade cuttern. Knäckebrot damit bestreichen und mit Rucola und grünen Oliven garnieren.
Wasa Gluten Free Classic mit Frischkäse
Knäckebrot mit Frischkäse nature oder Hüttenkäse bestreichen, mit Radieslischeiben und Schnittlauch darauf anrichten.
MEINE MIGROS | 28.12.2020 | 51
Wasa Sesam mit Hummus
Knäckebrot mit Hummus bestreichen, Granatapfelkerne und Sesam darüberstreuen, mit wenig Olivenöl beträufeln. Nach Belieben mit frischen Minzeblättern dekorieren.
Wasa Vollkorn, 260 g Fr. 1.90
Wasa Original mit eingemachten Zwiebeln
1 rote Zwiebel in dünne Ringe schneiden, in ein Glas geben. 0,75 dl Wasser mit 0,75 dl weissem Essig, 2 TL Honig und 1 gestrichenem TL Salz aufkochen. Über die Zwiebeln giessen, bis sie bedeckt sind. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Knäckebrot mit Meerrettichfrischkäse bestreichen, Rauchlachs, Zwiebeln und Dill darauf anrichten.
Wasa Original, 205 g Fr. 1.70
Wasa Gluten Free Classic, 240 g Fr. 3.80
Wasa Sesam, 200 g Fr. 1.70
52 | 28.12.2020 | MIGROS AARE
Mutig und weitsichtig Aus aktuellem Anlass konnte die geplante Genossenschaftsratssitzung von Anfang Dezember nicht stattfinden. Stattdessen wurde für die Ratsmitglieder eine Videobotschaft ausgestrahlt. Text: Noè Jeanne Freiburghaus
I
n der Ansprache schau ten die Präsidentin des Genossenschaftsrats, Anja Fischer, der Prä sident der Verwaltung, Dr. Thomas Aebersold, und Anton Gäumann,Geschäfts leiter der Migros Aare, auf ein bewegtes Jahr zurück und gaben einen Ausblick auf die Zukunft der Genos senschaft Migros Aare. Solid unterwegs
«Das Coronavirus stellt un sere Gesellschaft vor riesige Herausforderungen. Die Migros Aare hat immer ver sucht, vorausschauend zu handeln», sagte A nton Gäu mann. «Sie ist ein s olides Schiff auf guter Fahrt in schwierigen Gewässern», ergänzte Anja Fischer. Be reits Anfang Februar hat der Krisenstab seine Arbeit aufgenommen, und die Schutzkonzepte seien lau fend der aktuellen Situation angepasst worden. «Dank der engagierten Mitarbeitenden an der
Front konnte die Versor gung der Bevölkerung mit Produkten des täglichen Bedarfs stets sichergestellt werden.» Anton Gäumann ist stolz auf die Solidarität und Flexibilität, die sich dieses Jahr mehr denn je in der Migros Aare zeigte. Ge nau diese Qualitäten wür den immer wichtiger, damit das Unternehmen die vom heutigen Markt geforderte Agilität besitze und der «in unserem Wirtschaftsgebiet stärkste Detailhändler» bleiben könne. Dr. Thomas Aebersold führte aus, wie die Migros als Gesamtsystem und die Genossenschaft Migros Aare auf aktuelle Heraus forderungen antworten. Dabei schaffte er den Bezug zu Gottlieb Duttweilers Geschäftsmodell von 1925: «Heute würde man es als disruptiv bezeichnen.» Die Migros müsse auch in der Gegenwart wieder den Mut und die Weitsicht für neue Ansätze aufbringen. MM
«Ich bin sehr stolz auf unsere Mitarbeitenden: Sie haben einen ausserordentlichen Einsatz geleistet.» Anton Gäumann Geschäftsleiter der Migros Aare
28.12.2020 | 53
os
r ig re M Aa
Liebe Genossenschafterinnen, liebe Genossenschafter, liebe Kundinnen, liebe Kunden Das Jahr 2020 war geprägt von einem für uns alle neuen und enorm herausfordernden Thema, dem Coronavirus. Dieses stellte und stellt unsere Gesellschaft vor riesige Herausforderungen. Nach wie vor befinden wir uns in einer ausser ordentlichen Situation. Die Migros Aare hat diese Entwicklung früh er kannt. Bereits Anfang Februar hat der Krisenstab seine Arbeit aufgenommen. Nach und nach wurden alle Direktionsbereiche und relevanten Abteilungen miteinbezogen. Die Umsetzung der Schutzkonzepte, wie Zählsysteme und Plexiglaswände, war mit einem enormen Mehr aufwand verbunden. Ganz besonders gefordert waren während des gesamten Jahres auch alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ins besondere jene in den Filialen und der Logistik – auf alle bin ich sehr stolz: Sie haben einen ausser ordentlichen Einsatz geleistet. Denn besonders die Nachfrage nach Produkten des täglichen Bedarfs war während des Lockdowns zeitweise bis doppelt so gross. Auch war das 2020 das Jahr der Konserven: Die Migros-Industrie hat allein für die Migros Aare im März die sechsfache Menge an Konservendosen produziert. Und, Einkäufe wurden vermehrt auch
online getätigt. Deshalb hat die Migros Aare schnell reagiert und das Angebot des Onlineshops «myMigros» kontinuierlich ausgebaut wie auch die Online-Videoberatung in den Fach märkten. An dieser Stelle geht somit mein Dank auch an Sie, liebe Genossenschafterinnen und Genossen schafter, liebe Kundinnen und Kunden: Sie haben uns mit Ihren Einkäufen auch in diesem schwierigen Jahr die Treue gehalten und uns un terstützt. Dafür gebührt Ihnen ein grosses Merci. Wir werden auch im kommenden Jahr alles dafür tun, unseren Versorgungsauftrag sicherzu stellen und Ihnen weiterhin zusammen mit un seren lokalen Produzentinnen und Produzenten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Wünschen wir uns ein neues Jahr, in dem wir neue Ideen umsetzen und zu einer neuen Nor malität zurückfinden können. Bleiben Sie gesund. Ihr Anton Gäumann Geschäftsleiter Migros Aare
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,
Die Migros Aare wünscht Ihnen einen erfreulichen Start ins neue Jahr und gute Gesundheit. An folgenden Tagen sind wir bereits ab 7.00 Uhr für Sie da:*
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Aktualisiert am 28.10.2020
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RÄTSEL | 28.12.2020 | 59
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Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2021, 24 Uhr
60 | 28.12.2020 | MEINE MIGROS
Alkoholfreie Apéros In diesem besonderen Jahr verlegen wir die Bar in die eigenen vier Wände. Wer im Trend liegen möchte, befüllt sie mit einer Auswahl alkoholfreier Apéritiv-Getränke. Das Ginger Beer mit würzigem Ingwer-Chili-Extrakt ist pur ein erfrischender Drink, erhitzt macht es im Mixgetränk dem Glühwein Konkurrenz (Variante siehe «Hot»). Das zuckerfreie Tonic Water Zero eignet sich h ervorragend zum Mischen fruchtiger Kaltgetränke (Variante siehe «Cool»). Dies gilt selbstverständlich auch für das G inger Ale, das mit einer dezenten Ingwernote überrascht. Experimentieren erlaubt!
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Trüben Apfelsaft mit I ngwer, Sternanis und Orangenschale kurz aufkochen und etwas ziehen lassen. Noch warm mit Ginger Beer aufgiessen. Mit Apfelschnitz und Zimtstange servieren.
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Apéritiv Ginger Ale, 0,5 l Fr. –.80* statt 1.15
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RÄTSEL | 28.12.2020 | 61
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Quiz
Paroli
2 × 100 Franken zu gewinnen
2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Was wünscht man sich an Silvester? K Guten Trip
N Guten Rutsch
D Gute Tour
Was wird zuweilen am Silvesterabend veranstaltet? A Silberkippen
I
E Bleigiessen
Eisenschütten
In welchem Kanton liegt St. Silvester? R Waadt
U Freiburg
S Jura
Weihnachtsinsel
M Japan
1 1
E Chile
Welcher Physiker stellte den ersten Gummiballon für seine Experimente her? A M. Faraday
N M. Planck
T N. Bohr
G Oberwallis
H Allgäu
1
2
T Attikon 3
4
6
7
Lösungswort
So nehmen Sie teil:
5 2
2 2
3 3
4 4
5 5
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Bimaru Lösung Nr. 52
Sudoku Lösung Nr. 52
Was
koche ich heute? migusto.ch
E 4
Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Kreuzworträtsel Lösung Nr. 52
E 3 1
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
R Panopticon
5
3
2 1
Bimaru
Wie heisst ein Konzept zum Bau eines Gefängnisses? S Kabinett
5
So nehmen Sie teil:
Wo wird die Tradition des Neujahrsschreiens gepflegt? L Ostfriesland
4
Lösung: Lösung:
Wo wird Silvester weltweit zuerst gefeiert? J
ALLERLE I EUROSTAR ANF L EHEN F ESSE LND BORUSS I A F I NAL I ST BOTSUANA RGOTT HER D E Z I MA L E N LT OA RN O S ST KF A E I AM EN E LT A R A ET M G RU EWE G R E NI S SE FGLAS S CH AG LA S E EE N ER TE TEESORTE URKANTON WE L TWE I T
G E M E B L A S S H E B E N Paroli
S I T Z E Lösung Nr. 52C K E ES S I G
G L A S E R E I
E R M I S C H T A M E R G E R I N Quiz
T R E U D O Lösung Nr. 52 O F LAMETTA
Sudoku Gewinner Nr. 51
Paroli Gewinner Nr. 51
Quiz Gewinner Nr. 51
Rita Arnold, Staldenried VS; Grégory Zumthurm, Prilly VD
Elsbeth Fehlmann, Reinach BL; Heidi Göldi, Muhen AG
Annelies Baumann, Ganterschwil SG; Ueli Marti, Luterbach SO
62 | 28.12.2020 | MILOVE
«Ich fand diese Frau super anziehend»
uch Haben a e im b ie L Sie Ihre ersum iv n U Migros Mailen Sie n? gefunde hichte an sc e G e Ihr . mgb.ch aufruf@ n uns e Wir freu darauf!
Wochenlang warfen sich Trix Schaffner und Oliver Rothhaupt im Aerobic schmachtende Blicke zu. Ein frecher Spruch änderte das schlagartig.
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O
thhaupt heirateten na r Ro e ch v li
s ist der 13. Juli 1996, ein Samstag. Trix Schaffner und Oliver Rothhaupt schwitzen im Power- Aerobic-Kurs der Klubschule Migros in Aarau. Aufgefallen sind sie einander schon seit Längerem. Doch mehr als kurze, verstohlene Blicke gab es nicht. Das soll sich an diesem Tag ändern. Trix geht nach dem Kurs auf Oliver zu. Sie unterhalten sich, und sie sagt spontan: «Du gfallsch mer!» Sie wisse gar nicht mehr, was sie da überkommen habe, sagt Trix heute rückblickend. Der Konsequenzen ist sie sich in diesem Moment nicht bewusst. Denn Oliver macht Nägel mit Köpfen:
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ehung. Bezi ren Jah
Trix Sch affn er un d
Text: Manuela Enggist
«Ich fand diese Frau super anziehend und wollte sie endlich kennenlernen.» Er nutzt die Chance und lädt sie zu e inem Kaffee ein. Aus einem Getränk werden viele. «Das Knistern lag schon vorher in der Luft und durch diesen ersten Kontakt wurde die Flamme zwischen uns entfacht», sagt Trix. Am Abend besuchen sie eine Vorstellung des Zirkus Knie. Dieser Tag soll zu ihrem Jahrestag werden. An Neujahr 2013 um 13 Minuten nach Mitternacht hält Oliver um die Hand von Trix an. Und am Samstag, dem 13. Juli 2013, feiern die beiden auf Schloss Wartenfels ihre Hochzeit. MM
Sie über ihn «Neben seiner Ruhe und Besonnenheit schätze ich an Oliver, dass ich bei ihm wirklich so sein kann, wie ich bin. Er nimmt mich auf humorvolle Weise ernst.»
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MILOVE | 28.12.2020 | 63
Er über sie «Trix und ich gehen sehr respektvoll miteinander um. Wir geben uns beide die Möglichkeit, uns in unserem Leben zu entfalten. Sie ist temperamentvoll, bodenständig und für mich wie ein Fels in der Brandung.»
«Ich hätte nie gedacht, dass ein Treppenlift so günstig ist!» Für viele ältere Menschen kann das Treppensteigen im eigenen Haus zum Problem werden. Weil die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis wird, bleibt oft nur der Umzug in ein Heim. Doch es gibt eine Alternative – und die ist erst noch viel günstiger: der Treppenlift.
nen ünscht Ih ge w g a r e H stta werte Fe unbesch Oliver Rothhaupt (49), Product Manager bei Delica, und seine Frau Trix Schaffner (61), Leiterin MA-Shop bei Chocolat Frey, sind in Küttigen AG zu Hause. Die Wochenenden verbringen die beiden meist in ihrem Tessiner Ferienhaus. Aus einer früheren Beziehung hat Oliver einen Sohn und seit 2016 auch eine Enkelin.
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ie Rechnung ist schnell gemacht. Die reinen Aufenthaltskosten in einem Altersheim belaufen sich auf rund 6500 Franken pro Monat. Ein guter, gerader Treppenlift kostet nur eine Monatsmiete in diesem Rahmen; ein Kurvenlift vielleicht zwei. Somit ist ein Treppenlift schon nach ein bis zwei Monaten amortisiert. Cheftechniker Beat Mühlemann vom Treppenlifthersteller Stannah sagt: «Viele unserer Kundinnen und Kunden sind geistig topfit, führen ihren Haushalt seit Jahrzehnten selbständig und haben Freunde und Verwandte in der Nähe. Nun müssten sie ihr geliebtes Zuhause aus einem einzigen Grund aufgeben: weil die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis wird. Ein Treppenlift behebt dieses Problem auf einen Schlag.»
Bild unten: Ferien in Malta im Januar 1999
Die 76-jährige Erna Bruppacher (Name geändert) ist begeistert: «Der Treppenlift gibt mir viel Lebensqualität zurück. Ich kann in meinem Haus wohnen bleiben, sorgenfrei und in der Nähe meiner Tochter und Enkel. Ich hätte nie gedacht, dass ein Treppenlift so günstig ist, und habe wieder richtig Freude am Alltag.»
Bilder: zVg
Beat Mühlemann hat in der Schweiz schon Tausende Treppenlifte installiert. Er sagt: «Ein Anruf genügt und wir kommen vorbei, schauen uns die Situation an und unterbreiten ein Angebot nach Mass. Denn jeder Treppenlift wird auf die Gegebenheiten im Haus abgestimmt.»
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Alle Apéro-Getränke der Marke Apéritiv
erhältlich in diversen Sorten und in Sonderpackung, z.B. Rosmarin, 300 g, 4.45 statt 5.60
z.B. Tonic Water, 500 ml, –.80 statt 1.15
Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 28.12.2020 bis 4.1.2021, solange Vorrat