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Migros magazin 53 2015 d vs

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM53, 28.12.2015 | www.migrosmagazin.ch

Fritjof Capra: Der Ă–kopionier blickt optimistisch in die Zukunft. Seite 22

Bild: Christian Schnur

Jetzt gewinnen! Ein FamilienWochenende im Hotel Waldhuus in Davos. Seite 69

Nepal-Helfer Rocco Umbescheidt

Menschen, die uns 2015 beeindruckt haben. Seite 10

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MM53, 28.12.2015 | 5

E Editorial

Geschichte schreiben?

Ein weiteres Jahr vorbei – und aus allen Kanälen quellen die Rückblicke. Und überall die gleichen Gesichter. Obama, Putin, Hol­ lande, der neue Waadtländer Bundesrat ( ja, an den Namen Parmelin werden wir uns schon noch gewöhnen).

Es sind immer die grossen Männer (und einige wenige Frauen), die offenbar die Schlag­ zeilen machen. Irgendwie ermüdend. Dabei hatte doch schon Robespierre, der schnitt­ gewaltige, französische Revoluzzer, völlig zu Recht gewarnt: «Hütet euch davor zu glauben, dass die Geschichte der Völker von einigen Männern abhängt.» Er war überzeugt, dass das Leben der Menschen durch viele evolu­ tionäre und revolutionäre Veränderungen geprägt wird und nicht durch Königinnen, Helden und Päpste. (Gut, vielleicht wurde er gerade wegen dieser ketzerischen Meinung am Ende einen Kopf kürzer gemacht.)

Bild: Jurgen Frank/Corbis Outline

Unser Leben wird nicht von den grossen Namen geprägt. Deshalb halten wir vom Migros­Magazin uns bei unserem kleinen Jahresrückblick mehrheitlich nicht an die Menschen, die die fetten Schlagzeilen liefern, sondern an diejenigen mit den kleinen, bewegenden Geschichten. Nicht an die Leute vom Schlag eines Donald Trump, der mehr mit schlechter Frisur und lauten Sprüchen auffällt als mit guten Taten und genialen Einfällen. Sondern an Menschen wie Rahel und Michael Räber, die ihre Ferien in der Türkei verlängerten, um dort ankommende Flücht­ linge zu betreuen. Oder an den Unternehmer André Schäppi, der in seiner Firma Behinderten eine Chance gibt. An Menschen halt, die in schwierigen Zeiten ohne viel Aufhebens Grosses leisten, die helfen, motivieren, vorleben. Ihnen gebührt unse­ re letzte grosse Geschichte die­ ses Jahres («Menschen, die uns beeindruckt haben», Seite 10). Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich von Herzen ein wunderbares, erfülltes neues Jahr. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Menschen 6 Herbert Bolliger Frankenstärke, Terror und die Spendenaktion für bedürftige Kinder: Der Migros-Chef blickt aufs 2015 zurück. 10 Menschen 2015

Die Redaktion hat gewählt: Leute, die uns im vergangenen Jahr mit ihren Taten beeindruckt haben. 17 Bänz Friedli

20 Im falschen Körper Steffie wusste schon als Teenager, dass sie im falschen Körper geboren worden war: Geschichte einer schmerzhaften Selbstfindung. 22 Interview

22

Leben 59 Alltags-Knigge

Neujahrsgrüsse per SMS – ja oder nein? Philipp Tingler erklärt, was sich gehört.

Fritjof Capra, Vordenker der Hippies und Urvater der Ökobewegung, über die Energiewende und Drogen.

60 Nervende Autofahrer

Migros-Welt

62 Kinder

36 Stressfreier Silvester

Dank Tischgrill haben auch die Gastgeber etwas von der Nacht der Nächte. 38 Saisonküche

Südseefeeling statt Brummschädel: Prickelnde Drinks sind eine perfekte Alternative. 47 Nusszeit

Feines aus Indien, Chile, Südafrika, Vietnam und den USA. 48 Happy New Year!

Alles, was es braucht, damit es an Silvester so richtig kracht. 51 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen und Neuigkeiten aus Ihrer Migros-Genossenschaft

Sie ärgern uns täglich auf der Strasse: die Blender, Zauderer und Blocher.

Siri ist mit ihrer Familie nach Schweden ausgewandert – was die Neunjährige hier so alles erlebt. 65 Beauty

Hoch das Haar! So gelingt Ihnen die glamouröse Silvesterfrisur. 67 Migros-Bank-Ratgeber Was bedeutet das gegenwärtige Zinschaos für Sparer und Rentenbezüger? 69 Glücksgriff 71 Rätsel 75 Impressum 76 Cumulus 78 Meine Welt

Die Schauspielerin Suly Röthlisberger über ihre Enkel.

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


Bild: Vera Hartmann / 13 Photo

6 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN


MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 7

Stolz auf den Erfolg der Spendenaktion für bedürftige Kinder: Migros-Chef Herbert Bolliger.

Neujahrsgruss

Liebe Kundinnen und Kunden Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter

D

Den Startschuss gab Notenbankchef Thomas Jordan am 15. Januar. Ab dann war der Euro-Mindestkurs Geschichte, und wir waren einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Das abgelaufene Jahr fühlte sich an wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Die gesamte Migros-Gruppe bekam die Frankenstärke zu spüren. Der Einkaufstourismus nahm nochmals erheblich zu, und unsere exportierenden Industrieunternehmen verloren Kunden, die nicht mehr bereit waren, die Währungsdifferenz zu bezahlen. Trotzdem florierte unser Geschäft. Im Detailhandel konnten wir sogar Marktanteile zulegen und im Februar eine ganz besondere Auszeichnung entgegennehmen: Wir wurden zum weltweit nachhaltigsten Händler gekürt. Untersucht wurde das soziale und ökologische Engagement von 140 bedeutenden Unternehmen. Wir hatten mit Abstand das beste Resultat erzielt – eine Bestätigung unserer Strategie und festen Überzeugung, dass zum langfristigen ökonomischen Erfolg die Nachhaltigkeit als wichtiges Profilierungsmerkmal gehört. Es folgten der heisse Sommer und farbenprächtige Herbst, damit verbunden ein euphorisches Lebensgefühl, aber auch schwächere Umsätze. Gleichzeitig erreichten uns jeden Tag herzzerreissende Bilder von Menschen, die vor Assads Bomben und dem Terror des Islamischen Staats fliehen. Und vor sechs Wochen verbreiteten die Anschläge in Paris Trauer, Angst, Schrecken, Wut und Verunsicherung. Die Terroristen wollen das Lebensgefühl von Freude, Freiheit und Toleranz treffen. Diese Errungenschaften lassen wir uns aber nicht nehmen. Sorgen wir vielmehr gemeinsam dafür, dass sie für alle gelten. Auch für alle hier in der Schweiz. Deshalb sammeln wir dieses Jahr für bedürftige Kinder in unserer Nachbarschaft, denn ein Bericht der Unicef zeigt, dass bei uns jedes zehnte

Kind in Armut lebt. Auch diese armen Kinder sollen die Buntheit des Lebens geniessen können und zu den Gewinnern zählen. Bisher haben Sie, liebe Kundin, lieber Kunde, schon über 4,5 Millionen Franken gespendet. Das ist ein grossartiges Zeichen von Solidarität. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Die Migros wird diesen Betrag um eine Million aufstocken und das Geld an die Hilfswerke Caritas, Heks, Winterhilfe und Pro Juventute überweisen. Helfen hat bei der Migros Tradition. Das können wir aber nur, weil Sie uns mit Ihrer Kundentreue immer wieder von Neuem Ihr Vertrauen schenken. Auch dafür gebührt Ihnen mein herzliches Dankeschön! Vertrauen ist das Kostbarste, das ein Unternehmen besitzt. Diesen Schatz pflegen wir mit grösster Sorgfalt. Ich versichere Ihnen, dass wir auch im kommenden Jahr unser Bestes geben, damit Sie mit unseren Produkten und Dienstleistungen weiterhin zufrieden sein können. Verbunden mit der Hoffnung, dass es uns gelingen wird, Sie auch immer wieder mit charmanten Offensiven überraschen zu können. Nun wünsche ich Ihnen frohe Festtage und für 2016 alles erdenklich Gute. Möge es ein Jahr mit weniger Berg-und-Tal-Fahrten, aber vielen Höhenflügen in einer für alle friedlichen Welt werden.

Herbert Bolliger Migros-Chef


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Ihr Reiseprogramm Tag 1 Schweiz–Oslo. Flug via Kopenhagen nach Oslo. Stadtrundfahrt und Hotelübernachtung. Tag 2 Oslo–Bergen. Sie fahren mit der berühmten Bergenbahn von Oslo nach Bergen. Transfer und Hotelübernachtung. Tag 3 Bergen. Am Morgen haben Sie Zeit für eigene Unternehmungen. Stadtrundfahrt und Transfer zum Hafen. Um 20 Uhr legt Ihr Hurtigruten-Schiff ab. Tag 4 Ålesund–Geiranger/Geirangerfjord. Fahren Sie heute nach Ålesund, eine Stadt im Jugendstil erbaut. Weiterfahrt nach Geiranger. 800 m hohe steil abstürzende Wasserfälle und hohe Felsformationen verleihen dem Geirangerfjord ein faszinierendes Flair. Tag 5 Trondheim. Trondheim ist die ehemalige Hauptstadt Norwegens. Im Nidaros-Dom, Norwegens grösstem gotischen Sakralbau, in welchem seit 1988 die norwegischen Kronjuwelen gezeigt werden, und die alte Stadtbrücke. Die auf Holzpfählen gebauten Speicherhäuser sind genauso hübsch Jetzt bestellen: Katalog «Kreuzfahrten 2016»! N KREUZFAHRTE 2016–2017

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wie der im Rokoko-Stil eingerichtete Stiftsgården. Norwegens grösstem gotischen Sakralbau, werden seit 1988 die norwegischen Kronjuwelen gezeigt. Tag 6 Polarkreis und Lofoten. Am Morgen überqueren Sie zwischen Nesna und Ørnes den Polarkreis. Gegen Abend erreichen Sie Svolvær, den Hauptort der Lofoten. Tag 7 Tromsø. Während der Nacht navigiert Ihr Schiff durch den schmalen Wasserweg des Raftsunds bis nach Tromsø – auch das Tor zur Arktis genannt. Hier befinden sich die hölzerne Domkirche und die Eismeerkathedrale. Tag 8 Hammerfest und das Nordkap. Am frühen Morgen erreichen Sie Hammerfest, Europas nördlichste Stadt. Ab hier sind es nur noch 2100 km bis zum Nordpol. Besuchen Sie im Rahmen eines optionalen Landausflugs das Nordkap-Felsplateau. Tag 9 Kirkenes. Sie befinden sich nur wenige Autominuten von der russischen Grenze entfernt – in Kirkenes! Rundfahrt und Hotelübernachtung. Tag 10 Kirkenes–Schweiz. Transfer zum Flughafen und Flug via Oslo in die Schweiz.

Hurtigruten-Schiff**** Die über 2400 km lange Küste zwischen Bergen und Kirkenes gehörte schon im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Handelsrouten. Der Sommer ist die magische Zeit, um die nördlichen Regionen Norwegens auf einer arktischen Seereise mit Hurtigruten zu entdecken. Die 2-Bett-Kabinen sind modern und komfortabel ausgestattet mit Dusche/WC, Bettsofa, Föhn, TV, Minibar und sind zwischen 6–30 m2 gross. Die Küche zeichnet sich durch regionale Charakter und eine Vielfalt von Fischgerichten aus. Geniessen Sie hochwertiges Essen, zubereitet mit frischen Produkten und lassen Sie sich verwöhnen von den Köstlichkeiten der kreativen Köche an Bord. Willkommen an Bord!

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Darauf freuen wir uns Sinfonia Engiadina Musiker aus

ganz Europa treffen sich zum 30. Mal im Engadin zu musikalischen Leckerbissen. 28. bis 30. 12. Silvester-Trycheln Lautes Gebimmel vertreibt am 31. Dezember im Berner Oberland die bösen Geister des alten Jahres. Etwa in Ringgenberg oder Bönigen.

Unnützes Wissen

Prost! Es ist gefährlicher, jemanden mit einer leeren Bierflasche auf den Kopf zu schlagen als mit einer vollen.

Bilder: Trychler Goldswil, Reto Oeschger/Tagesanzeiger, Daniel Ammann

als Moderator von «Benissimo» und «Tell-Star» Schweizer TVGeschichte und moderiert neu «Vo A bis Z mit Beni» auf Radio Top.

Mein Bild der Woche «Der Wechsel von einem Jahr ins andere mag von Hoffnungen

und Ängsten begleitet sein, geschieht aber wie von selbst, man rutscht einfach hinüber. Für diese Leichtigkeit sollten wir eigentlich dankbar sein. Der Durchgang von einem Tal ins andere ist da bedeutend aufwendiger und bedarf zum Beispiel dieser Tunnelbohrmaschine S-947 mit einem Durchmesser von 14 Metern, wie sie derzeit am Belchentunnel zum Einsatz kommt. Etwas haben die beiden Überbeziehungsweise Durchgänge gemeinsam: Als Mensch kommt man sich ziemlich klein vor. Aber ein bisschen Demut tut uns ja allen gut. In diesem Sinn: Auf ein glückliches Neues Jahr!»

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Martina Fürrutter (28), Doktorandin aus Forchach im Tirol

a) «Die neuen Herrscher der Welt» von Jean Ziegler b) «European Union Sanctions and Foreign Policy» von Carla Portela c) «Origami – Blütenprojekte aus Papier» von Michael G. LaFosse

b) Das ist das Thema meiner Dissertation.

Bernard Thurnheer (66) schrieb

Die Iren trinken doppelt so viel Alkohol wie andere Europäer. Es gibt in Irland aber auch doppelt so viele Abstinenzler. Chicha, ein in den Anden getrunkenes Bier, wird hergestellt, indem Mais oder Maniok gekaut und wieder ausgespuckt wird – die Enzyme lassen den Brei dann gären. 15 Prozent der Weinflaschen weltweit haben einen Schraubverschluss.

Ein aus der Flasche herausploppender Sektkorken wird rund 40 km/h schnell. Quelle: Neon/Stern


10 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN

«Ja, der Terror hat mit dem Islam und uns Muslimen zu tun»,

schrieb Saïda Keller-Messahli in der «SonntagsZeitung» nach den Anschlägen in Paris im November. Öffentliche Kritik am Islam – das ist ein Sakrileg für strenggläubige Muslime und für manche Linksdenkende ein Verstoss gegen die Political Correctness. Die in Tunesien geborene KellerMessahli schert sich nicht um solche Kategorien. Seit Jahren kämpft die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, für eine moderne Auslegung des Korans und für die Emanzipation der Musliminnen. Und sie will noch mehr: weibliche Imame. Frauen könnten Gleichberechtigung in die Moscheen bringen, sich den Jungen anders nähern als Männer, meint die 58-Jährige. Mit solchen Aussagen weckt sie den Zorn mancher Muslime. Sich deswegen wegducken? Das kommt für die couragierte Frau nicht infrage. Remo Leupin (51), Produktionschef, Stv. Blattmacher


MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 11

Wer hat Sie beeindruckt? Erzählen Sie es uns!

Migrosmagazin.ch

Wie kann man behinderte Menschen integrieren? Seit Jahren diskutieren Politiker und Verbände, André Schäppi (54) tuts einfach: Seine Firma Sawi beschäftigt vier Handicapierte. Das bedeutet mehr Aufwand und manchmal weniger Gewinn. Doch der Firmeninhaber bezeichnet seine besonderen Mitarbeiter als Bereicherung. Yvette Hettinger (50), Redaktorin Reportagen

Geld und Geist: Diese Dorfge­

schichte könnte der Feder Jere­ mias Gotthelfs entstammen. Nur heisst der Ort des Gesche­ hens nicht Liebiwyl, sondern Oberwil­Lieli. In der reichen Aargauer Gemeinde kam es im Herbst zum Showdown zwischen SVP­Gemeindeammann Andreas Glarner und der smarten Sprach­ studentin Johanna Gündel. Der frisch gewählte Nationalrat wollte sich mit knapp 300 000 Franken von der Pflicht freikaufen, Flücht­ linge aufzunehmen. Doch er hatte seine kleinkrä­ merische Rechnung ohne Johanna von Oberwil gemacht. Sie, die sich im In­ und Ausland nicht weiter für ihre Herkunft schämen wollte, setzte sich in der Gemeindever­ sammlung durch: 176 stimmten für die Bedürftigen, nur 149 für den

Kurs des Unternehmers Andreas Glarner. Dass Oberwil- Lieli seither nicht mehr als die kälteste Gemeinde der Schweiz gilt, haben die Bewohner dem Mut der 24-Jährigen zu verdanken. Jeremias Gotthelf würde froh­ locken: «Es ist doch schön auf der Welt – wo Liebe ist!» Peter Aeschlimann (38), Redaktor Reportagen

Rückblick 2015

Menschen, die uns beeindruckt haben Bilder: Alessandro Della Bella/Keystone, zVg (3), Paolo Dutto

Sie helfen Bedürftigen, fordern die Mächtigen heraus oder leisten ganz im Stillen Gutes: Menschen, die etwas bewegen. Ein persönlicher Jahresrückblick der Migros-Magazin-Redaktoren.

Sennur Sümer (44) kriegte diesen Som­ mer die härtere Gangart der Zürcher Polizei zu spüren. Nach einer unbe­ willigten Flüchtlingsdemonstration wollte die Polizei einen Zug durch die Langstrasse verhindern. Die dreifache Mutter stellte sich mutig mit erho­ benen Händen vor die Polizei und wurde mit Pfeffer­ spray besprüht. Trotzdem sagte sie in einem Interview: «Die Schweiz ist und bleibt das Land, das meine Familie und mich aufgenommen hat und uns ein fried­ liches Leben ermöglicht.»

Hans Schneeberger (56), Chefredaktor

Mitte September in Athen: Für Rahel und Michael Räber aus Münsingen BE ist es der letzte

Ferientag. Sie begegnen dem Elend der über die Türkei ankom­ menden Flüchtlinge, erfahren, dass der Bedarf an Hilfe auf Lesbos besonders gross ist. Täglich kommen Dutzende Boote mit Flüchtlingen an. Spontan entscheiden sie sich, ihre Ferien zu verlängern: Sie tragen auf Lesbos Kinder aus ankommenden Booten, versorgen Flüchtlinge mit Wasser, Nahrungs­ mitteln, Medizin. Räber und seine Frau sind beispielhaft für die Solidaritätswelle für Flüchtlinge,

für die zahlreichen Helfer, die vor Ort anpacken, wo Hilfswerke und staatliche Stellen zu langsam sind. Daniel Schifferle (61), Verantwortlicher Ressort Leben


12 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN

Jean-Claude Biver ist nicht zu bremsen:

Richter mit Herz: Die USA haben dieses Jahr die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Dank Richter Anthony Kennedy, der als Mitglied des Obersten

Gerichts die entscheidende Stimme für das 5:4-Urteil lieferte. Dabei war es Ronald Reagan, der konservative Säulenheilige der republikanischen Partei, der Anthony Kennedy 1988 in den Supreme Court berief. Und ausgerechnet er, der übrigens mit der Präsidentenfamilie nicht verwandt ist, schliesst sich immer wieder mal seinen liberalen Richterkollegen an. So auch am 26. Juni 2015. «Keine Verbindung ist stärker als die der Ehe», schreibt er in seiner Begründung. «Sie symbolisiert die höchsten Ideale der Liebe, Treue, Hingabe, Aufopferung und Familie. Die Ehe ist

ein Grundpfeiler unserer sozialen Ordnung.» Dies gelte für alle Menschen. Knapp zwei Dutzend Länder haben die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Die Schweiz gehört nicht dazu und behandelt sie weiterhin als Bürger zweiter Klasse. Wie lange noch? Ralf Kaminski (46), Redaktor Reportagen

Mitten in Winterthur steht ein öffentlicher Kühlschrank. Sellerie, Bohnen, Bananen, Peperoni und Mandarinen liegen drin. Wer den dreistelligen Code des Vorhängeschlosses anfragt, kann nehmen, was er oder sie braucht. Gratis. Das ist das Schöne an der Restessbar: Sie steht allen offen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen. «Vertrauen hui, Polizei spielen pfui» lautet ihr Motto. 30 Freiwillige sammeln in Geschäften, bei Händlern oder Bäckereien Nahrungsmittel, die sonst weggeworfen würden. Mitgründerin ist die Winterthurerin Sarah Weibel (29, links). Mich beeindruckt ihr Einsatz gegen den Foodwaste.

Reto Vogt (30), Online-Redaktor

Der Chef der Marken TAG Heuer und Zenith ist so etwas wie das Schwungrad der Schweizer Uhrenindustrie. Das bewies er kürzlich wieder bei einem Auftritt in New York. Mit überbordendem Enthusiasmus präsentierte der 66-Jährige eine edle Smartwatch aus der Schweiz, die der Apple Watch Konkurrenz machen soll. Mich beeindruckt, dass der gebürtige Luxemburger unermüdlich Neues ausprobiert. Als Luxusuhren-Hersteller noch allenfalls Segelregatten und Golfturniere unterstützten, stieg er mit der Marke Hublot in grossem Stil ins FussballSponsoring ein. Und während andere die ewig gleichen Edelzeitmesser bauten, experimentierte er mit Gehäusen aus neuen Werkstoffen und liess sogar kratzfestes Gold entwickeln. Zugleich liebt er die traditionelle Uhrmacherei und glaubt an ihre Zukunft: «Eine bestimmte Technik mag im Augenblick modern sein, doch irgendwann ist sie überholt. Mechanische Uhrmacherei ist jedoch Kunst, und Kunst überdauert.» Ich hoffe, dass Biver der Schweizer Uhrenbranche noch lange erhalten bleibt – sie kann seine Leidenschaft und seine vielen Ideen gut brauchen. Michael West (52), Redaktor Migros-Welt

Ein Samstag im November, Heimtur-

nier für die Piccolos des Eishockeyclubs Illnau-Effretikon. Schiedsrichter Rico Rodi (12) hat sein Debüt. Im Herbst hat der Sechstklässler den Schirikurs absolviert. Drei Spiele à 30 Minuten, 8-, 9-,10-jährige Hockeyaner, auf einem Drittel Eisfeld. Hie und da ein verbotener Check: der Schiri pfeift. Letztes Spiel, letzte Spielminute, die Gäste sind im Hintertreffen. Ein Foul: der Schiri pfeift. Zwei Sekunden später die Sirene: Spielende. Doch der Schiri gibt den Penalty: Verschuss. Jubel bei den Siegern, lange Gesichter bei den Verlierern. Der Coach der Verlierermannschaft, ein bulliger Mittvierziger, eilt mit grossen Schritten

übers Eis. Baut sich vor dem Schiri auf. Rudert mit den Armen. Brüllt. Was, geht in der Durchsage des Speakers unter. Der Schiri, trotz seiner Schlittschuhe einen Kopf kleiner, zieht den Kopf ein. Ein weiterer Coach eilt herbei, redet auf den Tobenden ein, zieht ihn vom Eis. Der Schiri verschwindet stumm in der Kabine. Kurz darauf steht Rico Rodi am Ausgang und wartet auf seine Eltern. Die Spieler ziehen an ihm vorbei: «Gut gemacht, Rico! – Supi, Schiri! – Cool, Rico!». Bald wird er sein zweites Turnier pfeifen. Er freue sich. Der Coach hat sich übrigens nachträglich entschuldigt. Almut Berger (48), Online-Redaktorin


MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 13

Lukas Bärfuss (43), Autor und letzter Citoyen. Man nannte

Bilder: Bloomberg/Getty Images (2), Stephan Rappo, zVg, Trevor Clark/Red Bull Content Pool, SRF/Oscar Alessio, Daniel Winkler, Frédéric Meyer

ihn «Extremist», «Wut­ schreiber», «Genug­ haber». Er wurde mit Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt verglichen. Und er sorgte für den kontroversesten Artikel des Wahlherbsts. Am 15. Oktober veröffent­ lichte der Thuner Autor auf faz.de unter dem Titel «Die Schweiz ist des Wahnsinns» einen Gastbeitrag, der Wellen schlug. Auf fünf Seiten grub er eine tiefe Furche in die Gesellschaft.

Auf den ersten Blick scheinen die drei Frauen Esther Schönmann (72, Mitte), Maja Neuenschwander (35, oben) und Daniela Ryf (28) keine Gemeinsamkeiten

zu haben. Sie sind unterschiedlich alt, Esther Schönmann, die Randständigen in Langenthal BE hilft, ist körperlich ange­ schlagen. Maja Neuenschwander dagegen hat diesen Herbst in Berlin einen neuen Schweizer Rekord im Marathon aufgestellt und verbesserte ihre eigene Bestleistung um fast drei Minuten. Daniela Ryf gewann nur ein paar Wochen später den legendä­ ren Ironman auf Hawaii. Das ist im Triath­ lon mit einer Goldmedaille an Olympi­ schen Spielen vergleichbar. Die wirklichen Stärken der so unter­ schiedlichen Frauen zeigen sich aber gera­ de in deren Berührungspunkten: Schön­ mann, die «Heldin des Alltags» von Radio SRF 1, kämpfte gegen die Behörden, um

ihre Ideen durchzusetzen. Sie hat wie die beiden Ausdauerathletinnen einen unbän­ digen Willen. Neuenschwander verzichte­ te auf den geliebten Kaffee und spulte Wo­ che für Woche bis zu über 200 Trainingski­ lometer ab, Ryf ist seit 2007 Profi­Triathle­ tin und wendet jeden Tag bis zu sieben Stunden für Schwimmen, Velofahren und Laufen auf. Alle drei hätten es mit ihren Ausnah­ meleistungen verdient, in der Öffentlich­ keit mehr wahrgenommen zu werden. Doch Marathon und Triathlon sind Rand­ sportarten und helfende Engel wie Esther Schönmann arbeiten gern im Hintergrund. Die drei Frauen erreichten ihre Ziele dank jahrelanger Planung, Konsequenz, Beharr­ lichkeit, Entbehrungen und ohne Getöse. Sie sind deshalb meine wahren Heldinnen. Reto E. Wild (47), Redaktor Reportagen

Was dort zum Vorschein kam, stank Bär­ fuss gewaltig. Ein «Land von Zwergen» sei die Schweiz. Die Medien­ landschaft ohne Rück­ grat, die Politik mutlos, die Wirtschaft durch den Einkaufstourismus angeschlagen und die Zivilbevölkerung vor lauter populistischer Parolen verängstigt. Konkrete Verbesse­ rungsvorschläge lieferte Bärfuss keine, Verallge­ meinerungen einige. Über diese mit blinder Wut vorgetragenen Ver­ wünschungen liesse sich schwerlich debattieren, schrieb die NZZ am Fol­ getag. Doch genau das geschah. Von Roger Köppel bis hin zu Pedro Lenz war Bärfuss’ Text das Thema der Stunde. Man kann von Lukas Bärfuss halten, was man will. Doch er hat ein Land bewegt, das eine Debatte über die eigene Identität bitter nötig hat. Anne-Sophie Keller (26), Volontärin Reportagen


14 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN

Im vergangenen Jahr traf Fred Frohofer (52)

Ich bewundere Burkhard Varnholt für sein Engagement

für die Kids-of-Africa-Stiftung. Als Gründer und Betreiber eines Waisendorfes in Uganda setzt sich der Topbanker für Kinder ein. Den sportlichen Familienvater trifft man nicht an glamourösen Events, in schnellen Autos oder in einem Haus an der Goldküste, sondern am Rande eines Fussballfelds, auf dem Velo durch Zürich radelnd oder in Uganda, bei einem seiner zahlreichen Besuchen im Waisendorf. Weder Ebola noch die Eurokrise hielten ihn davon ab. Oft und gerne begleiten ihn dabei seine Ehefrau Salome Grisard und die

beiden Söhne. Als Burkhard Varnholt 1999 einen Bettelbrief aus Uganda erhielt, antwortete er mit einem kleinen Scheck, um die darin beschriebene Notlage zu lindern. Aus diesem unerwarteten Kontakt entwickelte sich eine Briefbekanntschaft. Burkhard Varnholt reiste nach Uganda, um sich vor Ort ein Bild zu machen. 2004 gründete er den gemeinnützigen Verein Kids of Africa. Heidi Bacchilega (48), Projektleiterin Migros-Welt

Rocco Umbescheidts (40) Motto lautet «Leben heisst handeln». Der «Aargauer des Jahres 2015» ist davon überzeugt, dass jeder mit seinem Handeln die Welt ein wenig besser machen kann. Seit 17 Jahren leistet der Lehrer ehrenamtlich humanitäre Hilfe in Nepal, baut Schulen und Häuser. Bei der Erdbebensoforthilfe im April 2015 koordinierte er Hilfsgüter für 36 000 Menschen. Anette Wolffram (50), Projektleiterin Migros-Welt

eine mutige Entscheidung: Er kündigte seinen Job in der Medienbranche. Künftig setzt er seine ganze Energie für eine bessere Welt ein. Als Vorstandsmitglied des Vereins Neustart Schweiz engagiert er sich etwa für gemeinschaftliche Nachbarschaften, welche die Vision der 2000-WattGesellschaft übertreffen sollen. Als Co-Präsident der Baugenossenschaft NeNa 1 in Zürich arbeitet er an der Realisation dieser Utopie. Um über die Runden zu kommen, hat der ehemalige Redaktor seine Ausgaben massiv gekürzt. Er lebt in einer Einzimmerwohnung, trägt vorzugsweise Secondhand und ernährt sich vegan. Einkünfte erzielt er über Workshops rund um Ökologie. Andrea Freiermuth (43), Redaktorin Reportagen


MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 15

Wenn von «Flüchtlingen» die Rede ist, geht es vor allem um eines: Kontingente – in ihrer

Abstraktheit jedoch unfassbar und damit immer auch fremd. Aber Flüchtlinge sind vor allem Menschen, die Not leiden und unfreiwillig ihre Heimat verlassen, oftmals sogar Traumatisches erlebt haben. Darauf hat uns Angela Merkel mit Vehemenz hingewiesen. Zugleich hat sie ein Statement gegen die vorherrschende Politik der Bequemlichkeit und Abschottung abgegeben. Für einmal hat sie den wirtschaftspolitischen Diskurs in einen sozialpolitischen verwandelt, der sich den Menschenrechten und der Nächstenliebe verpflichtet. Mit ihrer «Willkommenspolitik» hat sie an das Gute in uns appelliert und eine Welle der Sympathie mit den Menschen auf der Flucht ausgelöst. Denn wie wollen Flüchtende behandelt werden? Als Menschen unter Menschen. Doris Oberneder (43), Leiterin Gestaltung und Bild, Creative Director

Jesús Turiño (49) blickt auf die verlassenen Häuserzeilen vor seinem Bürofenster, die nun Meter für Meter niedergerissen werden. Die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL) realisiert an ihrer Stelle einen Neubau mit 250 Wohnungen. Im vergangenen Frühling mussten die letzten Bewohner ihr Zuhause verlassen. Als Leiter Soziales und Genossenschaftskultur bei der ABL stellte Jesús Turiño darauf Künstlern und Selbstdarstellern 60 leere Wohnungen zur Verfügung. Mehrere Wochen lang konnten sie darin ihre Werke gestalten und während eines viertägigen Abrissfests der Öffentlichkeit präsentieren. «Es war eine spon­ tane Idee. Ich hatte keine Ahnung, wie sich die Sache entwickeln würde.» Am Ende arbeiteten mehr als 200 Künstler in den Wohnungen. Dazu nutzten Beizer die Wohnungen als provisorisches Restaurant, Musiker spielten darin ihre Konzerte, und das Lokalradio sendete aus dem Keller. Die 80-jährige Siedlung wurde in ihren letzten Tagen zum Treffpunkt der ganzen Stadt. Anstatt – wie so viele – bloss nach mehr kulturellem Freiraum zu rufen, hat Jesús Turiño einen geschaffen. Zumindest für ein paar Tage. Thomas Tobler (36), Redaktor Migros-Welt

Bilder.: PD, Dominik Butzmann/laif/Keystone, zVg (2), Renate Wernli, Sophie Stieger, NDR/Thomas Pritschet

Christoph Homberger übt als Chorleiter

seit Herbst Schweizer Heimatlieder ein: mit Eritreern, Syrern oder Afghanen und einigen unterstützenden Einheimischen. Er will ein Zeichen für die Integration setzen, aber auch auf die prekäre Situation der Flüchtlinge aufmerksam machen. Jeden Montagabend probt der Flüchtlingschor im Zürcher Kirchgemein­ desaal Aussersihl. Dirigent Homberger, bekannter Solist in grossen Opernhäusern und Spezialist für deutsches Liedgut, hilft sogar mit, das grösste praktische Hindernis aus dem Weg zu räumen: Die Flüchtlinge könnten sich die An- und Rückreise mit den ÖV nie leisten. Auf der Crowdfounding-Plattform Wemakeit wurden gut 25 000 Franken dafür gesammelt. Mit ein paar Tausend Franken mehr findet das etwas andere Chorkonzert im Frühling statt. Reto Meisser (44), Online-Redaktor

Anja Reschke (43) zeigte Mut. Die ARD-Modera-

torin hat in einem «Tagesthemen»-Kommentar gegen die Ausländerhetze im Internet aufgerufen. «Diese Hassschreiber müssen kapieren, dass diese Gesellschaft das nicht toleriert», sagte sie im August am Bildschirm. Mit einer Vehemenz, wie wir sie hierzulande kaum kennen: «Dagegenhalten, Mund aufmachen. Haltung zeigen, öffentlich an den Pranger stellen.» Sie musste mit einem Shitstorm grösseren Ausmasses umgehen. «Die Antifa-Nigger-Muslim-Zigeunerhure» nannte sie ein Unbekannter. Auf Facebook & Co. schreiben Rassisten Sätze wie «Dreckspack, soll im Meer ersaufen». Nur Nippelfotos werden sofort gelöscht, Hetzkommentare bleiben oft stehen. Sabine Lüthi (45), Leiterin Reportagen


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MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 17

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Ob Freude erlaubt ist?

Wir haben uns erlaubt, Weihnachten trotzdem ein wenig zu geniessen. Wenns draussen finster ist und drinnen die Kerzen brennen, empfindet man stärker als sonst, wie gut es ist, ein Zuhause zu haben, nicht wahr? Aber ist es Ihnen auch irgendwie schwerer gefallen, diesmal, sich das feierliche Zusam­ mensein zu gönnen? War dies nicht vielleicht überhaupt das Jahr, in dem uns das Ver­ drängen zunehmend schwerfiel? Dass wir das Elend anderer ausblenden müssen, um das eigene Leben meistern zu können – das hatten wir längst gelernt. Doch wenn das Elend nah und näher kommt, wenn unweit der Schweizer Grenze unversehens ein Last­ wagen voller Leichen steht, wenn ein toter kleiner Bub an einen Badestrand gespült wird, ertrunken, wenn Jugendliche aus unseren Städten in den sogenannten «Heiligen Krieg» ziehen – welch Unwort! Kein Krieg ist heilig –, wenn ein Haufen Wahnsinniger in Paris beliebig Menschen abknallt, dann wird uns bewusst, wie sehr die Welt aus dem Lot ist.

Bänz Friedli (50) weiss nicht so recht.

Fast harmlos erscheint da die Frage, die uns vor zwölf Monaten bekümmerte: ob Griechenland aus der Eurozone ausscheiden würde. «Grexit» ist längst vergessen, selbst die Erdbeben in Nepal wurden bald zur Rand­ notiz, der Frankenschock war ein Schöcklein, gemessen am Terror, der uns in Angst und Schrecken versetzt, gemessen an der Flücht­ lingstragödie, die uns ohnmächtig macht.

Denn darum handelt es sich, auch wenn das Geschwätz von den «Wirtschaftsflüchtlin­ gen» diese Menschen zu Delinquenten stem­ peln will: um Abertausende menschlicher Tragödien. Sie flüchten vor Krieg, Armut, Aussichtslosigkeit. Darf ich Geld spenden und damit mein Gewissen beruhigen? Oder ist das zu billig? Darf ich einen Brief mitunterzeichnen, der die Wohnbaugenossenschaften des Quartiers auffordert, einer Flüchtlingsfamilie eine Wohnung zur Verfügung zu stellen? Oder ist das nur feige, weil es mich ja nichts kostet an Einsatz, an menschlicher Wärme? Würde ich selber Flüchtlinge aufnehmen? Nein. Weil der Platz fehlt, weil es an Zeit mangelt; Aus­ reden gibts immer. Dennoch denke ich in bangen Momenten: Was antworte ich meinen Enkeln, wenn sie fragen, was ich getan hätte in jenem Jahr. Dem Jahr, in dem das Verdrän­ gen schwieriger wurde. Wir wussten ja nicht mal, ob wir den unglaublich schönen Sommer geniessen durften – oder die Folgen des Kli­ mawandels fürchten sollten. Darf man sich überhaupt noch freuen? Über kleine Dinge, Nichtigkeiten gar? Lassen Sie uns die Balance versuchen, im neuen Jahr: Freude zu haben – und doch das Elend der anderen nicht zu vergessen. Zum Anfang hab ich mich schon mal kindlich königlich über die Elvis­Weih­ nachtsbaumkugel gefreut, die per Knopf­ druck wie wild rot zu blinken beginnt … MM

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20 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN

Transsexualität

Ich bin Steffi

Das Thema in einem neuen Kinofilm: «The Danish Girl».

Sie wusste schon als Vierjährige, dass sie im falschen Körper steckte. Doch erst nach einem jahrzehntelangen Versteckspiel fand Stefanie Hetjens den Mut, sie selbst zu sein. Text: Anne-Sophie Keller

Migrosmagazin.ch

Bild: Mara Truog

D

ass es nicht so weitergehen konnte, wurde Stefanie Hetjens bewusst, als sie im Zug sass. «Es war ein Donnerstagabend nach einer langen Woche. Ich war sehr, sehr müde. Zu müde, um mich weiterhin zu verstellen.» Das war am 13. September 2012. Sie schrieb ihrer Psychologin, dass sie über etwas reden müsse, das wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen werde als üblich, in den 60-minütigen Sitzungen. Stefanie Hetjens wurde im Körper eines Jungen geboren – und wusste schon bald: Ich bin ein Mädchen. Die 32-jährige Werberin wuchs in der Nähe von Düsseldorf auf; seit sechs Jahren lebt und arbeitet sie in Zürich. Ihre Lebensgeschichte ist geprägt von Verdrängung: «Schon mit vier Jahren spielte ich die Rolle eines Mädchens. Meine Oma mütterlicherseits sagte: Das darfst du nicht. Du musst damit aufören, sofort.» Zehn Jahre lang sprach Stefanie nie wieder über das Thema. Erst mit 14 vertraute sie sich ihrer Mutter an. «Sie sagte, das sei nur eine Phase. Das war schlimm für mich. Heute weiss ich, dass es keine böse Absicht war. Sie hatte wohl einfach nur Angst vor dem Unbekannten.» Zu sehr auf die männliche Rolle fixiert

Innerlich zerrissen, stürzte sich Stefanie Hetjens in die Arbeit. Sie trainierte sich «männliche» Verhaltensmuster an, zeigte sich stark und durchsetzungsfähig. Bis sie sich selbst nicht mehr erkannte. Mit 29 entschied sie sich für die Transition, die äusserliche Anpassung ihres Geschlechts. Ihr erster Schritt: Kerzen kaufen. «Das war für mich ein enormes Bekenntnis. Ich war so sehr auf die männliche Rolle fixiert gewesen, dass ich solche kleinen, für mich weiblichen Dinge nie getan hätte – aus Furcht, ich könnte auffliegen.» Nach und nach folgten weitere Schritte. Das Coming-out vor den Eltern sei am schwierigsten gewesen, sagt sie, denn als sie ihr gespieltes Ich hinter sich liess, verlor die Familie einen Sohn. «Eltern müssen sich Zeit zum Trauern nehmen. Erst dann können sie ihre neue Tochter willkommen heissen. Ich glaube, mein Verhältnis zu meiner Mutter ist jetzt besser. Wohl auch, weil es gut ausgegan-

gen ist, weil ich jetzt ich selbst bin.» Ihr Vater habe sie sofort akzeptiert. «Vielleicht hat ihn meine Grossmutter beeinflusst. Sie rief mich trotz Demenz kein einziges Mal beim alten Namen – ich war einfach ihre Enkelin.» Hetjens Geschichte ist nicht so einzigartig, wie man vermuten könnte. Hollän­ dische Forscher haben herausgefunden, dass einer von 200 Menschen sich nicht heimisch fühlt im Körper, in dem er geboren wurde. In der Schweiz dürften es demnach etwa 40 000 Betroffene sein. «Wer in der Schweiz sein neues Geschlecht im Pass vermerkt haben will, braucht die Bestätigung der Diagnose Transsexualität», sagt Udo Rauchfleisch. Der klinische Psychologe und Psychotherapeut hat sich auf das Gebiet Transsexualität spezialisiert und viele Publikationen zum Thema geschrieben. «Viele Zivilgerichte verlangen bei Transmenschen immer noch Gebär- und Zeugungsunfähigkeit, ehe sie die Änderung des Personenstandes erlauben.» Sofern ein medizinisches Gutachten vorliegt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Operation; zum Teil wird das Mindestalter 25 verlangt. «In meinem Pass steht noch mein alter Name. In Deutschland brauchst du für die Änderung des Vornamens zwei Atteste von Psychologen. Diese offizielle Bestätigung ist totaler Schwachsinn», sagt Stefanie Hetjens. Auch sonst müssten Transmenschen einiges preisgeben. Eine ständige Gratwanderung, auch für Stefanie: «Wie viele Infos muss ich teilen, damit ich verstanden werde? Wer ist bloss neugierig, wer interessiert sich wirklich für mich? Diese Fragen stelle ich mir ständig.» Schwierig werde es, wenn Leute beispielsweise ungeniert fragten, mit wem sie schlafe. «Das geht keinen etwas an.» Zwischen Verzweiflung und Hoffnung

Laut einer Studie der University of California haben 41 Prozent der Transmenschen in den USA einen Suizidversuch hinter sich. Hoffnungslosigkeit kennt auch Stefanie Hetjens. Verschwunden sei diese erst, nachdem sie sich für die Geschlechtsangleichung entschieden hatte. «Man muss sich darüber im Klaren sein, dass einiges auf einen zukommt. Ich habe mir damals über-

legt, ob meine Selbstverwirklichung es wert ist, den Job zu verlieren oder auf der Strasse ständig angestarrt zu werden. Ich habe mich entschieden, dieses Risiko einzugehen.» Seither steht Hetjens eine spezialisierte Psychologin zur Seite. Auch die Hormontherapie läuft. «In der Regel wird Testosteron geblockt und Östrogen hinzugefügt», sagt Udo Rauchfleisch. Östrogen fördert das Brustwachstum und strukturiert den Fettanteil im Körper um: Die Hüfte wird breiter, die Gesichtszüge verlieren das Kantige. Auch Stefanie Hetjens bemerkt gewisse Veränderungen: «Seither rieche ich beispielsweise anders, und ich habe eine zartere Haut.» Zudem verändern sich die Geschlechtsorgane. Viele sind bereits nach der Hormoneinnahme zufrieden und lassen keine geschlechtsangleichende Operation vornehmen. Andere wünschen dennoch einen Eingriff. «Dabei wird aus dem Penisgewebe eine künstliche Vagina erstellt. Diese muss dann ständig gedehnt werden, damit die Öffnung nicht zuwächst. Für die Empfindungsfähigkeit versetzt man Nerven der Eichel in die neue Klitoris», erklärt Udo Rauchfleisch. Ein verständnisvoller Chef

Eng verknüpft mit ihrer Entscheidung sei die Angst – sie sei ihre ständige Begleiterin. Heute ist es die Angst, dass die Haare nicht dicht genug wachsen. Früher war es die Angst vor dem Ende der Karriere, die sich jedoch als unbegründet erwiesen hat: «Mein damaliger Chef unterstützte meinen Weg zum Glück. Und im neuen Team bin ich einfach Steffi.» Ihr Dating-Alltag sei nicht weniger kompliziert und nicht weniger einfach als bei anderen. Manchmal müsse sie ihr Gegenüber halt ein wenig aufklären. Dass sie trotz ihrer breiten Schultern und der 193 Zentimeter Körpergrösse gut als Frau durchgeht, erleichtert ihr Leben sehr. «Gestern war ich beim Take-away. Die Kassiererin sagte bloss: ‹Sie sind aber eine grosse Frau!›» MM Unterstützung und weitere Informationen: Verein Transgender Network Switzerland; www.tgns.ch


MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 21

Stefanie Hetjens (32) hat sich f체r eine Geschlechtsangleichung entschieden: Nun ist sie auch 채usserlich eine Frau.


22 | MM53, 28.12.2015 | MENSCHEN

Fritjof Capra

«Politiker haben den kürzesten Horizont» Sein Buch «Wendezeit» wurde zur Bibel der Ökobewegung, und seine liberale Haltung zu bewusstseinserweiternden Drogen machte Fritjof Capra zum Vordenker der Hippiebewegung. Noch immer ist der 76-Jährige als Vortragsreisender unterwegs: Im Januar eröffnet er die 11. Schweizer Wissenschafts- und Technik-Biennale in Luzern. Text: Ralf Kaminski


Bilder: Jurgen Frank/Corbis Outline

MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 23

«Das systemische Denken, das nötig wäre, um die Probleme zu lösen, findet sich vor allem in der Zivilgesellschaft; ein wenig davon gibt es in der Geschäftswelt, am allerwenigsten in der Politik.»


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Fritjof Capra, Ihr Name ist untrennbar mit dem Buch «Wendezeit» verbunden, das 1983 herauskam und damals einen Nerv traf. Woran denken Sie heute beim Stichwort Wendezeit? Schon auch an mein Buch, das für mich der Anfang eines 30-jährigen Forschungsprozesses war. Im Zentrum steht der Übergang von einem mechanistischen zu einem ganzheitlich-ökologischen Weltbild. Das Buch war erfolgreicher, als ich mir das je hätte träumen lassen, brachte mich mit vielen Leuten aus allen wissenschaftlichen Disziplinen in Kontakt und führte dazu, dass sich mein Interesse von der Physik zu den Lebenswissenschaften verlagerte.

Fordert den ökologischen Wandel, vermisst aber den politischen Willen: Kultautor Fritjof Capra.

In «Wendezeit» haben Sie geschrieben, dass die Welt vor einer ganzheitlichökologischen Zeitenwende stehe. Die hat sich seither aber nicht wirklich ereignet. Leider. In den 80er-Jahren ging es zunächst in die richtige Richtung, insbesondere mit dem Entstehen der grünen Parteien. Was ich damals nicht voraussah, war die Informatikrevolution in den 90er-Jahren, die zu einem neuen Materialismus und Kapitalismus geführt hat. Inzwischen ist aber eine Gegenbewegung entstanden, eine globale Zivilgesellschaft aus Nichtregierungsorganisationen, Menschenrechtsund Umweltaktivisten, die grossen Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Mir scheint, dass wir in Bezug auf die von mir erwartete Zeitenwende wieder dort stehen, wo wir etwa 1989 waren. Dennoch war Ihr Buch von einem grossen Optimismus geprägt. Weniger optimistisch stimmt der Rückblick aufs Jahr 2015: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Flüchtlingsströme, Terrorangst. Sehen Sie als ganzheitlicher Denker einen Zusammenhang zwischen diesen Problemen? Absolut. Unser Wohlstand basiert auf einer Wirtschaft, die von fossilen Brennstoffen abhängt. Das führt zur globalen Erwärmung und zu anderen Klimakatastrophen. In Syrien etwa gab es die grösste Dürre der Geschichte; eineinhalb Millionen Menschen flüchteten vom Land in die Städte und trugen dort zu grossen politischen Unruhen bei. Trotz der prekären Klimasituation bohren die Energiekonzerne weiterhin nach Erdöl, was die US-Politik stark beeinflusst und die Kriege in Afghanistan und im Irak zumindest mitausgelöst hat. Letzteres hat im Nahen Osten eine grosse politische Instabilität bewirkt, die die Unruhen in Syrien verstärkt und zur Entwicklung des sogenannten Islamischen Staats geführt hat. Daraus speist sich nicht nur der Terrorismus, sondern auch die Flüchtlingskrise in Europa. Die Terrorgefahr wird noch verstärkt durch die mangelnde Integration und die hohe

Arbeitslosigkeit vieler ausländischer Jugendlicher in den europäischen Metropolen. Es rächt sich nun, dass man nicht mehr dagegen getan hat. Das sind systemische Probleme, die sich gegenseitig bedingen. Ist für 2016 Besserung in Sicht? Ich sehe leider nur wenige Fortschritte in Politik und Wirtschaft. Aus meiner Sicht gibt es heute drei Machtzentren: die Regierungen, die Geschäftswelt und die globale Zivilgesellschaft. Das systemische Denken, das nötig wäre, um die Probleme zu lösen, findet sich vor allem in der Zivilgesellschaft; ein wenig davon gibt es in der Geschäftswelt, am allerwenigsten in der Politik. Das liegt daran, dass die Politiker den kürzesten Horizont haben: Sie fokussieren vor allem auf die nächste Wahl und sind nicht willens, weiter in die Zukunft zu denken. Selbst wenn Politiker so denken würden: Stünde es überhaupt in ihrer Macht, diese grossen Probleme zu lösen? Sie könnten durchaus viel mehr tun. In Syrien zum Beispiel könnten sie eine ernsthafte Zusammenarbeit anstreben. Aber Präsident Obama scheint es wichtiger zu sein,

Wladimir Putin runterzumachen, als gemeinsam mit ihm eine Lösung zu suchen. Ich bin kein Putin-Fan, aber er hat grossen Einfluss auf Syrien und den Iran. Und mit Bombenangriffen kann man den Terrorismus nicht besiegen – sie verstärken ihn nur. Haben Sie Verständnis für die vielen Menschen, die nun eine andere Art Zeitenwende fürchten – weg vom stabilen Wohlstand und vom Frieden, der die westliche Welt jahrzehntelang geprägt hat, hin zu einer unsicheren Welt mit mehr Armen, mehr Gewalt und Fundamentalismus? Ich denke, das ist etwas zu düster gezeichnet. Und daran sind auch die Medien schuld, in denen schlechte Nachrichten immer überproportional widerhallen und all die vielen guten Nachrichten verdrängen, die es durchaus auch gibt. Gerade im Energiesektor, der für viele systemische Probleme unserer Welt zentral ist, finden positive Entwicklungen statt. Der Kipppunkt in Richtung erneuerbare Energien ist schon fast erreicht, es ist nur noch eine Frage der Zeit. So hat der Direktor des riesigen italienischen Energieversorgers Enel kürzlich in einem Interview angekündigt, dass sein


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MENSCHEN | MM53, 28.12.2015 | 27

Konzern von nun an keine Kohlekraftwerke mehr bauen und nicht mehr in fossile Brennstoffe investieren werde, weil sich das finanziell nicht mehr lohne. Und er fügte hinzu: «Sie werden sehen, die meisten Ener­ giekonzerne werden mir binnen eines Jah­ res folgen.» Die Energiewende ist in Sicht. In Paris hat gerade ein erfolgreicher globaler Klimagipfel stattgefunden. Sind Sie optimistisch, dass nun etwas geschieht, was den Klimawandel dämpft? Paris war ein Schritt nach vorne, aber man hat nur etwa die Hälfte dessen beschlossen, was eigentlich nötig wäre. Immerhin: Es bewegt sich etwas. Wir haben heute die Lösungen und Technologien; Studien zeigen, dass eine Energiewende bis 2050 realistisch ist und dass dabei mehr neue Arbeitsplätze entstehen als alte verschwinden – es braucht einfach den politischen Willen dazu. Dass dieser Wille immer noch fehlt, muss Sie doch frustrieren. Tut es auch – gerade weil die Energiewende eine systemische Lösung wäre, also mehrere Probleme gleichzeitig anginge: Sie wäre besser für das Klima, für unsere Gesundheit und für unsere Sicherheit. Es ist ein steter Kampf, dennoch merke ich persönlich, dass es auch vorwärtsgeht. Ich bin ja schon längst im Pensionsalter, aber gefragter denn je. Ich erhalte Einladungen aus der ganzen Welt, könnte dauernd herumreisen und Seminare geben, was mir aber zu anstrengend ist. Eine Einladung haben Sie nun aber angenommen: Im Januar treten Sie in Luzern an der Wissenschafts-Biennale zum Thema «Das Rätsel des menschlichen Bewusstseins» auf. Warum haben Sie hier zugesagt? Ich kenne den Organisator schon lange und habe auch schon früher einmal teilgenom­

Zur Person

Ökophilosoph, Systemkritiker, Wegbereiter Fritjof Capra (76) ist

Physiker, Philosoph, Ökologe, Autor und Gründungsdirektor des Center for Ecoliteracy in Berkeley (Kalifornien, USA). Gelegentlich unterrichtet er am Schumacher College in England. Der Österreicher lebt seit 1975 in Berkeley, ist in zweiter Ehe mit einer

Amerikanerin verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Capra eröffnet am 16. Januar die 11. Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik und Ästhetik. Thema: «Das Rätsel des menschlichen Bewusstseins» Infos und Anmeldung: www.neugalu.ch

men. Er lädt immer viele interessante Leute ein. Ein Grund ist allerdings auch, dass der Anlass im Januar stattfindet und ich ihn gleich mit Skifahren verbinden kann. Dazu habe ich hier sonst selten Gelegenheit. Sie fahren auch in der Schweiz Ski? Nein, ich habe noch immer eine Wohnung in Innsbruck, ganz nah bei den Skihängen. Früher war ich aber oft in der Schweiz: «Wendezeit» wurde damals vom Scherz­ Verlag in Bern herausgegeben. Ausserdem bin ich begeisterter Tennisspieler und ein grosser Fan von Roger Federer ( lacht). Worüber sprechen Sie an der Biennale? Über den Wandel der Welt von der Maschine zum Netzwerk. Und über die Verbindungen zwischen biologischen, sozialen und ökologischen Netzwerken mit kognitiven Prozessen. Apropos Bewusstsein: Im Westen der USA gibt es starke Liberalisierungstendenzen gegenüber bewusstseinserweiternden Substanzen, einige Bundesstaaten erlauben sogar deren Konsum. Eine gute Idee? Ich finde schon. Bewusstseinserweiterung durch Drogen ist Teil der menschlichen Kultur: Das gab es in allen Geschichtsepochen, weltweit. Schon wenn wir ein Bier trinken, ist das eine Bewusstseinsverände­ rung – wenn auch eine sehr milde. Genauso mild ist Marihuana, milder jedenfalls als Whisky. Von daher finde ich es richtig, den Konsum nicht mehr zu kriminalisieren. Sie haben die Hippiezeit in den USA erlebt: Haben Sie persönliche Erfahrungen mit einschlägigen Substanzen gemacht? Absolut. Mit Marihuana und LSD, heute kann man das ja sagen ( lacht). Das war für mich sehr bedeutungsvoll: Ich bin durch die Bewusstseinserweiterung zur Meditation gekommen. Aber mittlerweile trinke ich lieber ein Glas Wein. «Wendezeit» galt als New-Age-Bibel, aber so glücklich waren Sie nicht, dass die Esoterikbewegung Ihr Werk so vereinnahmte. Weshalb? Ich fand die Assosziation einfach nicht berechtigt, auch wenn das Buch ähnliche Themen angesprochen hat. Letztlich war mir New Age zu unpolitisch. Und als dann die Bewegung der Grünen in Deutschland entstand, fühlte ich mich dort viel eher zu Hause – obwohl ich die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität nach wie vor wichtig finde. Würden Sie sich als religiös bezeichnen? Nein, aber als spirituell. Es ist ganz wichtig, zwischen Religion und Spiritualität zu un­

terscheiden. Letzteres umfasst Erfahrungen, durch die man sich einem grösseren Ganzen zugehörig fühlt. Dabei überschreitet man die Trennung von Geist und Körper, von Ich und Welt. Das passiert auch in der Kunst oder im Sport. Plötzlich gelingt einfach alles, ohne dass man sich darum bemühen müsste. Es fliesst einfach. Religion hingegen ist der Versuch, diese spirituelle Erfahrung zu erklären und darauf eine Gemeinschaft mit moralischen Prinzipien zu gründen. Reli­ gion ist immer kulturell verankert, Spiri­ tualität jedoch ist unabhängig von Epochen oder Weltregionen; sie funktioniert univer­ sell. Ein Dialog zwischen Wissenschaft und Spiritualität ist möglich, zwischen Wissen­ schaft und Religion aber sehr schwierig. Sie sind jetzt 76 und noch immer sehr aktiv. Beklagt Ihre Familie nicht, dass sie Sie zu wenig sieht? Doch, aber ich nehme mir auch mehr Zeit für sie als früher. Mein neues grosses Projekt ist die Entwicklung eines Online­Kurses: zwölf Vorlesungen auf Englisch, die zusam­ menhängen mit meinem neuen Lehrbuch, «The Systems View of Life». Es ist quasi die Bilanz aus 30 Jahren Forschung. Im April geht es los; ich werde dabei auch jede Woche an Diskussionen teilnehmen. Das alles kann ich ganz bequem von zu Hause aus machen – was meine Familie sehr begrüsst. Ihre Wahlheimat sind die USA. In Europa verfolgt man derzeit staunend den Wahlkampf der Republikaner – weiter entfernt von Ihrem «Wendezeit»Weltbild kann man nicht sein … Genau, es ist schrecklich. Das intellektuelle Niveau dieser Leute ist ein Trauerspiel. Wer wird denn das Rennen machen? Insider glauben, dass Marco Rubio der Kandidat der Republikaner sein wird. Ich selbst bin ein Fan des demokratischen Kan­ didaten Bernie Sanders: Er ist der Einzige, der ein ganzheitliches Denken vertritt. Aber die Chancen sind gering, durchsetzen wird sich wohl eher Hillary Clinton, eine talen­ tierte, gute Politikerin, aber eher der Wall Street und dem Militarismus verbunden. Bei einer Wahl zwischen ihr und Rubio ist es aber keine Frage, wem ich den Sieg wünsche. Mitwählen dürfen Sie aber nicht? Nein, ich bin noch immer Österreicher und habe hier nur eine Green Card. Aber ich sage mir immer, dass ich dank meiner Bücher und Vorträge so viele Leute beeinflussen kann, dass ich meine einzelne Stimme hier nicht brauche. Ich fühle mich ausserdem noch immer sehr als Europäer und möchte das auch nicht aufgeben. MM Informationen über Fritjof Capras Online-Kurs: www.capracourse.net


Veloreisen – klassisch oder mit E-Bike

Böhmisches Bäderdreieck und die Oberpfalz Franzensbad, Karlsbad und Marienbad gehören zu den traditionsreichsten Kurbädern in Europa. Sie bilden das Herz des Böhmischen Bäderdreiecks, das nur einen Katzensprung von der deutschen Grenze entfernt liegt. Diese Städte vereinen eine Mischung aus altem historischem Glanz und schicker Moderne. Gleich nebenan laden die unberührte Natur, stille Wälder und faszinierende Flusslandschaften zum Velofahren ein. Unsere Touren führen uns durch die malerische Hochebene um Marienbad, durch menschenleeres Grenzland, tiefe Wälder mit stillen Moorseen und leicht hügelige Landschaften.

Die Höhepunkte Ihrer Reise

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Tagesetappen wählbar: Velowandern gemütlich Velofahren sportlich

Ihr Reiseprogramm Variante Velowandern – gemütlich 1. Tag: Schweiz–Marienbad. Hinreise im Komfortklasse-Bus via Bregenz, Ulm, Nürnberg zu unserem Hotel in Marienbad, wo wir während der ganzen Reise wohnen werden. 2. Tag: Rund um Marienbad mit Kloster Teplà. Unsere heutige Velotour beginnt direkt ab dem Hotel und führt durch eine malerische, von Wald und Wiesen geprägte Landschaft bis nach Teplà. Das Kloster Teplà wurde im Jahr 1193 gegründet und ist heute wieder von Mönchen bewohnt. Mit dem Velo fahren wir durch die verträumte Landschaft zurück zum Hotel. Zeit für einen Bummel durch Marienbad. Besonders sehenswert sind die beeindruckenden Licht- und Wasserspiele der Marienbader Kolonnaden. Am Abend fahren wir mit dem Car nach Kladska im schönen Naturschutzgebiet Kaiserwald und geniessen in einem Jagdhüttchen ein typisch böhmisches Abendessen. (Velostrecke ca. 45 km) 3. Tag: Wallenstein-Radweg. Fahrt mit dem Bus bis nach Eger. Hier beginnt unsere Velotour 2

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ca. 20–50 km ca. 65–85 km auf dem Wallenstein-Radweg. Er führt uns auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie über die Grenze zur Klosterstadt Waldsassen. Weiter geht es auf kaum befahrenen, asphaltierten Nebenstrassen und auf Radwegen durch das Flusstal des Fichtelgebirges via Mitterteich bis nach Markredwitz. Eingefasst von Äckern und blühenden Wiesen liegen beschauliche Dörfer. In Markredwitz steigen wir in den Bus und fahren zurück nach Eger. Eger gehört zu den ältesten und historisch wertvollsten Städten Tschechiens. Rückfahrt mit dem Bus zum Hotel. (Velostrecke ca. 45 km) 4. Tag: Teplà–Pilsen. Unsere heutige Velotour beginnt in Teplà und führt uns entlang von Wiesen und Feldern vorbei an Konstantinsbad bis zu unserem Tagesziel: Pilsen. Während einer Führung durch die Brauerei Pilsner Urquell erfahren wir Wissenswertes über den Herstellungsprozess, erhalten Einblick in den historischen Keller und haben die Gelegenheit, ein Lagerbier zu probieren. Anschliessend geniessen wir ein gemeinsames Abendessen im brauereieigenen Restaurant. (Velostrecke ca. 65 km) 5. Tag: Eger-Radweg, Königsberg–Karlsbad. Mit dem Bus fahren wir bis nach Königsberg und beginnen dort unsere Velotour auf dem neuen Eger-Radweg entlang des gleichnamigen Flusses. Wir radeln vorbei an Sokolov bis nach

Wohnen an ruhiger Lage in Marienbad Velofahren im deutschtschechischen Grenzgebiet Führung durch die Brauerei Pilsen

Schöne Radwege in der Oberpfalz


Kolonnaden in Marienbad

Karlsbad. Auf halber Strecke fliesst die Eger um Loket ihren schönsten Bogen. Unser Ziel Karlsbad ist malerisch in das Flusstal der Tepl eingebettet und ist mit seinen rund 50´000 Einwohnern der grösste Kurort Tschechiens. Freie Besichtigung der beeindruckenden Stadt. Wir verladen die Velos und fahren mit dem Bus zurück ins Hotel in Marienbad. (Velostrecke ca. 40 km) 6. Tag: Entlang des «eisernen Vorhangs». Unsere heutige Etappe beginnt im deutschen Mähring. Von hier fahren wir nach Bärnau und weiter auf dem Vizinal-Radweg im deutsch-tschechichen Grenzgebiet bis nach Tirschenreuth und weiter nach Wiesau. Der Weg auf dem Trasse einer historischen Nebenbahn durch die bezaubernde Naturlandschaft mit ihren 2´500 Teichen wird auch «das Land der tausend Teiche» genannt. In Wiesau verladen wir die Velos in den Bus und fahren zurück zum Hotel. Zum Abschluss unserer Reise geniessen wir einen böhmischen Abend in einem Brauerei-Gasthof. (Velostrecke ca. 45 km) 7. Tag: Marienbad–Schweiz. Heimreise zu den Einsteigeorten in der Schweiz.

Variante Velofahren – sportlich 1. Tag: Schweiz–Marienbad. Gemäss Variante Velowandern – gemütlich. 2. Tag: 2-Länder-Tour. Velostrecke ca. 85 km: Marienbad–Mähring–Neualbenreuth–zurück zum Hotel. 3. Tag: Wallenstein-Radweg. Velostrecke ca. 85 km: Eger–Waldsassen–Mitterteich– Markredwitz–Arzberg–Schirnding. 4. Tag: Marienbad–Pilsen. Velostrecke ca. 80 km: Marienbad–Teplà–Konstantinsbad– Pilsen. 5. Tag: Eger-Radweg, Eger–Karlsbad. Velostrecke ca. 60 km: Eger–Königsberg–Sokolov–Karlsbad. 6. Tag: Entlang des «eisernen Vorhangs». Velostrecke ca. 65 km: Marienbad–Mähring–Bärnau– Tirschenreuth–Wiesau. 7. Tag: Marienbad–Schweiz. Gemäss Variante Velowandern – gemütlich.

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08:00 Baden-Rütihof p 08:30 Zürich-Flughafen p 09:30 Wil p

Abfahrtsorte mit eigenem Velo 08:00 Baden-Rütihof p 09:30 Wil p 08:30 Zürich-Flughafen p

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• Budapest – «Königin der Donau» • Fahrt mit Wassertalbahn • Schloss Bran «Burg Dracula» Reisedaten 2016 Budapest–Bukarest 01.05.–08.05.

Bukarest–Budapest 25.09.–02.10.

Bahnfahrt mit Railjet (Abfahrt Zürich 10.40 Uhr) nach Budapest. Ankunft um ca. 21.15 Uhr. Transfer zum Hotel und Übernachtung. 2 Budapest Stadtrundfahrt durch die «Königin der Donau» mit Gellértberg, Freiheitsstatue, Zitadelle, Burgpalast, Matthiaskirche und Fischerbastei sowie Parlamentsgebäude und Nationaltheater. Am Nachmittag freie Zeit. Abendessen in einer Csarda. 3 Budapest–Baia Mare Busfahrt nach Baia Mare. Kurze Stadtrundfahrt. 4 Baia Mare–Viseu– Busfahrt nach Viseu. Ausflug in die Karpaten inkl. Mittagessen. Fahrt mit der von Bistrita einer Dampflokomotive gezogenen Waldbahn bis ins Wassertal. Diese gehört zu den letzten Schmalspurbahnen und wurde 1932 in Betrieb genommen. Nachmittagsausflug nach Bistrita mit Rundfahrt durch die alte Handelsstadt. 5 Bistrita–Moldovita– Fahrt über den Tihuta-Pass über Moldovita nach Piatra Neamt. In Moldovita BesichPiatra Neamt tigung des Frauenklosters. Anschliessend Fahrt mit der Waldbahn bis nach Argel. Besuch des Klosters Voronet. Dank der wunderschönen Fresken wird die Klosterkirche auch als «Sixtinische Kapelle des Ostens» bezeichnet (UNESCO-Weltkulturerbe). 6 Piatra Neamt–Bicaz Fahrt durch die Bicaz Klamm, die sich spektakulär durch die Ostkarpaten schlängelt, Klamm–Predeal vorbei am Roten See bis nach Brasov/Kronstadt in Siebenbürgen. Stadtrundfahrt mit Schwarzer Kirche, altem Rathaus und orthodoxer Kirche. Weiterfahrt nach Predeal. 7 Predeal–Bran/TörzAusflug zum Schloss Bran, auch bekannt als «Burg Dracula». Im Luftkurort Sinaia burg–Sinaia–Bukarest Besuch eines Klosters, in dem immer noch Mönche leben. Am Nachmittag Rundfahrt durch die rumänische Hauptstadt, auch «Paris des Ostens» genannt. Abschiedsessen. 8 Bukarest–Zürich Früher Transfer zum Flughafen. Flug nach Zürich. Individuelle Heimreise. Bukarest–Budapest Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge am 25.09.16

Preis pro Person in Fr. Doppelzimmer 1490 Zuschlag Einzelzimmer 190 Zuschlag 2. Klasse ohne ½-Tax-Abo/GA 30 Zuschlag 1. Klasse mit ½-Tax-Abo/GA 40 Zuschlag 1. Klasse ohne ½-Tax-Abo/GA 80 Zuschlag Flug Zürich–Budapest oder v.v. Economy inkl. Transfer zum Hotel, Taxen und Gebühren 190 Annullations-und Extrarückreiseversicherung 59

Schloss Dracula, Bran

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Unsere Leistungen • 7 Übernachtungen in 4-Sterne-Hotels mit Halbpension • 2 festliche Abendessen und 1 Mittagessen im Gebirge • Bahnfahrt 2. Klasse ab CH-Wohnort nach Budapest oder v.v., Basis ½-Tax-Abo • Flug Bukarest–Zürich oder v.v. in Economy Class • Alle Ausflüge und Transfers gemäss Programm Nicht inbegriffen: An-/Rückreise zum/vom Flughafen Zürich, individuelle Mittagessen, Getränke, Trinkgelder, Versicherung, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch )

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Migros-Welt MM53

Zitat der Woche

«Ich denke, wir Menschen sollten undogmatisch sein, in jeglicher Hinsicht.»

Alnatura-Firmengründer Götz Rehn in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» vom 20. Dezember. Die Migros führt die Bioprodukte von Alnatura.

Eingekauft*

Bilder: zVg, Mirko Ries

Die Direktionsassistentin Ramona Ammann (30) aus Härkingen SO kauft Total auch für ihren Mann.

«Geht es ums Waschmittel, kommt für mich kein anderes Produkt als das Flüssigwaschmittel von Total ins Haus. Das Mittel reinigt gut, es riecht fein und das PreisLeistungs-Verhältnis stimmt ebenfalls. Es gibt aber noch einen anderen Grund – und das ist der wichtigste: Mein Mann reagiert auf fast alle Waschmittel allergisch, nur dieses verträgt er völlig problemlos.» * in der Migros-Filiale in Aarau AG


32 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Melectronics

Engagement Migros

Kreativer Knall

70 mg Vitamin C 0,3 mg Eisen 10 mg Magnesium

ca. 76 kcal pro 100 g

Eine böse Geschichte mit gutem Ende

Auf den Konfettiregen folgt der Spielplausch.

Die Hauptsaison der Tischbomben naht – bald ist Silvester. Für Explosionen der etwas anderen Art sorgen die Künstlerinnen Nica Giuliani und Corina Zuberbühler.

Jede Tischbombe hat eigene Spielregeln und sorgt auch nach dem Knall für Unterhaltung. Unterstützt wurden die Macherinnen vom Creative Hub, der CoachingPlattform des Engagements Migros.

Litschis werden in China seit über 4000 Jahren

kultiviert und als Frucht der Liebe und Lebensfreude verehrt. Heute werden sie in vielen subtropischen Gebieten angebaut.

Aussen stachlig, innen zart: Litschis duften nach Rosen und schmecken angenehm süss-säuerlich. Man isst sie am besten unkompliziert mit den Fingern: Die Schale mit einem Messer einritzen, aufbrechen und wie ein Ei schälen. Aber Vorsicht: Der schwarze Kern ist ungeniessbar. Drinkrezepte mit tropischen Früchten auf Seite 38

Dem schwer behinderten Felix Illi wurde vor einigen Tagen der Rucksack von seinem Rollstuhl gestohlen. Zahlreiche Medien berichteten über die unschöne Geschichte. Im Rucksack des 16-Jährigen befanden sich Medikamente und auch sein iPad. «Mein Sohn ist untröstlich, das Tablet ist ihm sehr wichtig. Man sieht ihn kaum ohne», sagte die Mutter gegenüber «20 Minuten». Melectronics erfuhr von dem Vorfall und beschloss, das entwendete Gerät zu ersetzen. «Wir waren vom Vorfall sehr bewegt und entschieden uns spontan, Felix ein neues iPad zu besorgen», sagt Janine Rigg, Abteilungsleiterin Multimedia bei Melectronics. Entsprechend gross war die Freude über das Geschenk aus dem Hause Migros.

Zahl der Woche

500 000 Kunden hatte Hotelplan Suisse in seinem Jubiläumsjahr 2015 im In- und Ausland. Das ist eine Steigerung von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bilder: iStockphoto, zVg

Ihre Tischbombenkreationen Kawoom kombinieren Spiel und Design. Drei Modelle gibt es bisher: Tiertumult für die Kleinsten, Monsterpong für wilde Kinder und Erwachsene und das Ratespiel Kulturkabinett.

Felix Illi (16) für einmal ohne sein wichtiges Kommunika­ tionsmittel, das iPad.


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 33

Frage der Woche

Die Coca-Cola-Flasche gibt es fast unverändert schon seit 100 Jahren. Warum also muss die Migros immer wieder das Styling ihrer Verpackungen ändern?

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Die Migros besitzt ihre eigenen Kultprodukte, deren Namen und Logos sie seit vielen Jahren bewusst kaum verändert hat. Denken Sie etwa an die Seehund-Vanilleglace, den klassischen Ice Tea oder das Abwaschmittel Handy in der orangen Flasche.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8–18 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr

Es tauchen im Migros-Sortiment aber auch zwangsläufig neue Verpackungen auf – etwa, weil die M-Industrie neue Produkte entwickelt. Hinzu kommen die ökologischen Verbesserungen von Verpackungen, die auch Auswirkungen auf das Design haben können.

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36 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Silvester

Jetzt wird gefestet

Unkompliziert soll es am Silvesterabend sein. Da ist ein Tischgrill mit diversen Fleischsorten und würzigen Dips genau das Richtige. Der Aufwand hält sich für die Gastgeber in Grenzen, sodass genügend Zeit bleibt, auf das neue Jahr anzustossen. Text: Sonja Leissing

Bilder: Jorma Müller

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Für den Silvesterhöck mit Freunden eignet sich ein Tischgrill besonders gut. Das Fleisch ist schon geschnitten, Dip-Saucen gibt es zum Beispiel in den Geschmacksrichtungen Curry, Tartare und Cocktail zu kaufen, weitere Beilagen wie Chips, Brot, Würstli und Salat sind schnell parat. Wer Lust hat, kann Ananas und Birnenschnitze mit gehackten Peperoncini, etwas Olivenöl und wenig geriebener Zitronenschale marinieren und dazu servieren.


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 37

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38 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Saisonküche

Prickelnde Früchte

Alkoholfreie Drinks mit schmackhaften Säften aus tropischen Früchten erfrischen Körper und Geist, anstatt einen brummenden Schädel am Morgen danach zu hinterlassen. Bilder & Styling: Christine Benz Rezepte: Margaretha Junker

Herausnehmen und sammeln!

Text: Anna-Katharina Ris

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Noch mehr Rezepte Fruchtige Drinks ohne Alkohol sind während der Festtage eine willkommene Abwechslung.

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44 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Mandel-Früchte-Drink

Moscato-Clementine

Grapefruit-Bitter

Drink Cremig für 4 Personen

Drink Spritzig

Drink

für 4 Personen

Fruchtig für 4 Personen Ergibt 4 Drinks à ca. 3 dl

Ergibt 4 Drinks à ca. 2 dl

Ergibt 4 Drinks à ca. 1,8 dl

Zutaten 2 kleine Bananen 8 dl ungesüsster Mandeldrink, gekühlt 2 Orangen, ca. 1,5 dl Saft 1,5 dl Mangonektar ca. 4 EL Sirup, z. B. Zitronen-Ingwer-Honig Eiswürfel

Zutaten

4 Pink Grapefruits 2 Grapefruits 4 Passionsfrüchte 4 Zweige Pfefferminze Crushed Ice 4 Flaschen Sanbitter à 1 dl, gekühlt

Zutaten

Zubereitung

Zubereitung

Bananen in Stücke schneiden und zum Mandeldrink geben. Mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangen auspressen. Orangensaft und Mangonektar unter den Mandel-Bananen-Drink rühren. Mit Sirup nach Belieben süssen. Einige Eiswürfel in Gläser verteilen. Mandel-Früchte-Drink darübergiessen. Sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro Drink ca. 4 g Eiweiss, 7 g Fett, 20 g Kohlenhydrate, 950 kJ/220 kcal

Grapefruits auspressen. Saft durch ein feinmaschiges Sieb absieben. Passionsfrüchte halbieren, Fruchtmark herauslöffeln und durch das Sieb zum Grapefruitsaft streichen. Saft in Gläser verteilen. Je 1 Pfefferminzzweig und viel Eis dazugeben. Mit Sanbitter aufgiessen. Sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

Pro Drink ca. 2 g Eiweiss, 0 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 750 kJ/180 kcal

8 Mandarinen 4 EL Grenadinesirup ca. 5 dl alkoholfreier Moscato, gekühlt Zubereitung

½ Mandarine ungeschält in vier Schnitze schneiden. Schnitze ca. 2 Stunden tiefkühlen. Kurz vor dem Servieren restliche Mandarinen auspressen. Sirup in Gläser verteilen. Mandarinensaft dazugiessen. Mit Moscato auffüllen. Gefrorene Mandarinenschnitze anstelle von Eiswürfel in den Drink geben. Sofort servieren. Tipp

Auch andere gefrorene Früchte eignen sich zum Dekorieren und Kühlen von Drinks, zum Beispiel Zitrusfrüchte oder Beeren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten

+ ca. 2 Stunden gefrieren lassen Pro Drink ca. 1 g Eiweiss, 1 g Fett, 30 g Kohlenhydrate, 550 kJ/130 kcal


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 45

Wissenswertes

Hintergrund

Rund um Südfrüchte Gesundheit

In den Wintermonaten lechzen wir geradezu nach sonnengereiften, süssen, tropischen Früchten, die nur so strotzen vor Vitaminen. Anhänger der chinesi­ schen Ernährungslehre jedoch stehen dem Verzehr in unseren Breitengraden kritisch gegenüber. Besonders rohe Südfrüchte sollen auf den Organismus kühlend wirken, was asiatischen Ernährungs­ experten im euro­ päischen Winter wenig sinnvoll erscheint.

Mehr Rezepte unter Saison.ch

Sonnengereift Südfrüchte sind nicht nur zuverlässige Vitaminspender, sie machen

auch gute Laune, weil sie an Ferien erinnern. Sie schmecken pur, finden aber auch in der Küche vielseitige Verwendung.

Wissenswertes

In der Küche

Ananas

Das eiweissspaltende Enzym Bromelain von frischen Ananas wirkt verdauungsfördernd. Daher sind Ananas eine wohltuende Nachspeise nach einem Fondue, oder man isst sie gar als Brotersatz dazu. Tipp: Bei reifen Ananas lassen sich die grünen Mittelblätter mühelos entfernen.

Besonders gut passt Ananas in pikante Gerichte mit süssen und sauren Komponenten. Ihre feste Konsistenz verliert sie auch beim Erhitzen nicht. Vorsicht: Ananas vertragen sich schlecht mit Milchprodukten; die Kombinationen werden bitter, wenn sie nicht sofort verzehrt werden.

Banane

Bananen werden in den Herkunfts­ ländern grün geerntet, da sie sonst mehlig werden. Zu Hause immer separat lagern. Bananen sondern besonders viel Ethylen ab, das an­ dere Früchte vorzeitig zum Reifen bringt. Bananen ertragen keine Temperaturen unter 13 Grad.

Die Banane ist ein unkomplizierter, nahrhafter Snack für unterwegs. In der Küche ist sie beliebt als Zutat für Smoothies; sie süsst und macht die Mixgetränke wunderbar cremig. Gekochte Bananen sind Geschmack­ sache, legendär sicher im Schwei­ zerischen Riz Casimir.

Drachenfrucht, Pitahaya

Ihr Anbau ist anspruchsvoll: Erst wenn die Pflanze 20 Jahre alt ist, reifen die ersten Früchte. Zudem blüht sie nur eine Nacht und muss genau dann bestäubt werden. Wenn die Frucht reif ist, lässt sich die pinkfarbene Schale leicht von Hand ablösen.

Das Aroma der Drachenfrucht ist sehr mild und erinnert ein wenig an Kiwi oder Erdbeere. Sie ist ein Blickfang in Fruchtsalaten. Erhitzt verliert die Dra­ chenfrucht ihren zarten Geschmack. Die schwarzen Kerne wirken verdau­ ungsfördernd, besonders wenn man sie zerkaut.

Mango

In Indien, der Heimat der Mango, ist die Frucht heilig. Die Liebe geht so weit, dass Inder das Jahr in zwei Abschnitte einteilen: Die Monsunzeit und die Mangozeit. Es soll rund 1000 Sorten geben, wovon aber nur wenige für den Handel relevant sind.

Mangos schmecken intensiv und un­ verwechselbar herbsüss. Sie kommen in der Küche vielfältig zum Einsatz: etwa roh in Desserts oder gekocht in Curries. Wer keine frischen hat, kocht gedörrte Früchte mit. Mangolassi (Mangos vermixt mit Naturejoghurt) passt zu scharfen indischen Gerichten.

Passionsfrucht

Die Passionsfrucht hat ihre ideale Reife erreicht, wenn sich ihre Schale dunkelviolett verfärbt und leicht schrumpelig wird. Ein guter Trick, um Passionsfrucht­ fleisch und ­saft haltbar zu machen: in Eiswürfelbehältern einfrieren.

Pur schmecken Passionsfrüchte erfri­ schend sauer. Das Fruchtfleisch einfach auslöffeln oder mit etwas Zucker im Naturejoghurt geniessen. Sie harmonie­ ren aber auch mit Pfirsich oder Aprikose in Konfitüren. Wer die Kerne nicht mag, streicht das Fruchtfleisch durch ein Sieb; so bleibt der Saft übrig.

Papaya

Das in Papayas enthaltene Papain vermag Fleisch zarter zu machen. Die scharfen Kerne würzen Speisen wie Pfeffer, wenn man sie trocknet und in einer Gewürzmühle zermahlt. Weltreisende schwören auf den Verzehr frischer Kerne, da diese Darmparasiten fernhalten sollen.

Grün und unreif werden sie als Gemüse verwendet, etwa im scharfen thailändi­ schen Papayasalat Som Tam. Die reifen Früchte passen zu allerlei Süssem, wie einem deftigen Schokoladekuchen. Davor am besten mit wenig Zitronen­ saft beträufeln. Papaya schmeckt aber auch mit Blattsalaten.

Lagerung

Die meisten Südfrüchte reifen bei Zimmertem­ peratur nach. Ist der ideale Reifegrad erreicht, können sie noch einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Dabei sollte die Temperatur aber 7 Grad nie unter­ schreiten. Nachhaltigkeit

Die meisten Südfrüchte werden unreif geerntet und kommen per Schiff nach Europa, nur wenige Sorten werden vollreif eingeflogen. Alternativen sind tropische Früchte in Konserven, in getrock­ neter Form oder als Püree. Bezüglich Nach­ haltigkeit schneiden saisonale Früchte aus der Region besser ab. Tropische Früchte geniesst man daher am besten als Delikatesse. Gelierte Süssspeisen

Bilder: Istockphoto

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Schiffspassagen Genua–Palermo und Palermo–Genua (je eine Nacht) mit modernem Fährschiff der «Grandi Navi Veloci». Dauer der Überfahrt ca. 20 Stunden.

Fährpassage mit Grandi Navi Veloci

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Fahrt via Gotthard nach Genua. Auf einer geführten Panorama-Stadtrundfahrt lernen wir die Sehenswürdigkeiten von Italiens grösster Hafenstadt kennen. Abends Einschiffung auf ein Fährschiff der «Grandi Navi Veloci». 2. Tag: Ankunft in Palermo–Santa Flavia. Abends Ankunft in Palermo und Fahrt zu unserem Hotel in Santa Flavia. 3. Tag: Santa Flavia, Ausflug Monreale– Palermo. Monreale ist vor allem durch seine Kathedrale bekannt und zusammen mit dem Kloster ein «klassisches» Ziel jeder Sizilienreise. Anschliessend Führung durch das historische Zentrum der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 4. Tag: Santa Flavia–Segesta–Selinunte– Agrigento. Fahrt in den Westen der Insel, nach Segesta und Selinunte. Wir bewundern einige der besterhaltenen Tempelanlagen Siziliens. Anschliessend fahren wir nach Agrigento. 5. Tag: Agrigento–Piazza Armerina– Roccalumera. Besuch und geführte Besichtigung im «Tal der Tempel», das einer der bedeutendsten griechischen Komplexe ausserhalb Griechenlands ist. Später Fahrt zur Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina und geführte Besichtigung im ehemaligen römischen Landsitz Villa Romana del Casale mit seinen prächtigen Bodenmosaiken. Am Abend Ankunft in Roccalumera, ein Ferienort in der Region Taormina direkt am Meer. 6. Tag: Roccalumera, Ausflug Ätna– Taormina. Am Vormittag Panoramafahrt entlang der Flanken des Ätna, dem grössten aktiven Vulkan Europas. Anschliessend kurze Fahrt nach Taormina. Das Städtchen liegt hoch über dem Meer

und bietet ein einzigartiges Panorama auf den Ätna und die Küstenregion. 7. Tag: Roccalumera, Ausflug Siracusa. Fahrt dem Meer entlang nach Siracusa. Beeindruckende Bauwerke und Ausgrabungen aus der griechischen und römischen Antike erwarten uns. Geführte Besichtigung im archäologischen Park und in der Altstadt. 8. Tag: Roccalumera, fakultativer Ausflug Aeolische Inseln Lipari und Vulcano. Vor der Küste Siziliens liegen die Aeolischen Inseln. Fahrt zur Hafenstadt Milazzo und Ausflug mit dem Boot zur Insel Lipari. Anschliessend Besuch der Nachbarinsel Vulcano mit ihren Vulkanlandschaften. 9. Tag: Roccalumera–Cefalù– Palermo – Einschiffung. Wir machen Halt im romantischen Fischerstädtchen Cefalù. Freie Zeit, um durch die Gässchen der mittelalterlichen Altstadt zu schlendern. Abends Einschiffung auf ein Schiff der «Grandi Navi Veloci» in Palermo. Übernachtung an Bord. 10. Tag: Auf See – Ankunft in Genua– Alessandria. Erholsamer Tag auf See. Abends Ankunft in Genua. Ausschiffung und Fahrt zu unserem letzten Übernachtungsort Alessandria im Piemont. 11. Tag: Alessandria–Schweiz. Ihre Hotels Wir wohnen vier Nächte im Erstklasshotel Main Palace T-� � � � (off. Kat. ****+) in Roccalumera. Das Hotel ist neu renoviert und nur durch eine Strasse vom Meer getrennt. Die Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC, Telefon, Sat.-TV, W-LAN, Klimaanlage, Minibar, Haartrockner und Safe. Vier weitere Übernachtungen in guten Mittelklasshotels in Santa Flavia, Agrigento und Alessandria.

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07:00 Zürich-Flughafen 07:20 Aarau 08:00 Baden-Rütihof 08:50 Arth-Goldau kgoet


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 47

Sun Queen

* Aktion 20 % auf alle Sun Queen Premium Nuts Bis 4.1.

Jedem sein Nüssli Bei dieser Auswahl kommt jeder Nuss-Fan ins Schwärmen: Das reichhaltige Sortiment der Premium Nuts von Sun Queen empfiehlt sich als Knabberspass für den Apéro, weil jeder Gast garantiert sein Lieblingsnüssli findet. Bleiben trotzdem Reste übrig, lassen sich die Nüsse bequem im wiederverschliessbaren Beutel aufbewahren und sind beim nächsten Anlass ebenso knackig wie nach dem ersten Öffnen. Die Nüsse für Sun Queen stammen aus Indien, Südafrika, Chile, Vietnam und den USA, wo sie jeweils ausgereift geerntet und schonend weiterverarbeitet werden.

Sun Queen Nussmischung, 170 g Fr. 3.65* statt 4.60

Sun Queen Cashewkerne, 170 g Fr. 3.–* statt 3.80

Sun Queen Rauchmandeln, 170 g Fr. 3.10* statt 3.90

Bild und Styling: Claudia Linsi

Sun Queen Pistazien, 175 g Fr. 4.70* statt 5.90

Erfrischende Drinks und würzige Nüsse: Viel mehr braucht es nicht für einen gelungenen Apéro.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte von Sun Queen.


48 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Klassiker zu Silvester: Pastetli Blätterteiggebäck, 4er-Packung, 130 g Fr. 1.90

Gibt garantiert keinen Kater: Perldor Hugo, 3 × 20 cl Fr. 5.10 In grösseren Filialen

Silvesterparty

Wir lassen es krachen!

Da wird jede Nacht zum Tag: Party Classics, diverse Interpreten, 5 CDs Fr. 20.90 Im Ex Libris

Ein Must zum feinen Lachs: M-Classic Meerrettich Creme, 180 g Fr. 2.65

Blick in die Zukunft: Bleigiessen, 6 Figuren Halbhohlblei mit Löffel und Deutung Fr. 4.50

Bild: Stocksy

Was kümmert uns das alte Jahr, wenn wir mit feinem Essen, coolen Drinks und schwungvoller Musik das neue begrüssen dürfen! Die grosse Sause beginnt zum Beispiel mit einer bombastischen Tischbombe. Die traditionellen Pastetli mit Bratkügeli dürfen genauso wenig fehlen wie die Lachsbrötli. Und sollte der DJ den Termin verpasst haben oder nach dem traditionellen Orakeln die Flucht ergreifen, legen wir die Partyhits selbst auf. Und tanzen ab ins neue Jahr …


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 49

Mehr als nur ein Hauch von Luxus: ASC Rauchlachs, herzhaft geräuchert, 100 g Fr. 7.– In grösseren Filialen

Stilvoll «aufs Neue» anstossen: Champagner-Glas Cucina & Tavola «Superiore», 3 Stück Fr. 14.80 In grösseren Filialen

Begleiter für die Mitternachtssuppe: Olivia & Marino Sfilati mit Pomodoro, 200 g Fr. 4.20 In grösseren Filialen

Das neue Jahr mit Knall begrüssen: Tischbombe Maxi Mega Party, 1 Stück Fr. 14.80 Feine Unterlage: Silserli Frischback, ungekühlt, 300 g Fr. 3.40 In grösseren Filialen


50 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

Im Dezember erรถffnete die Migros Wallis ein Einkaufszentrum in Sembrancher.


MIGROS-WELT | MM53, 28.12.2015 | 51

Rück- und Ausblick

Schwerpunkt «Aus der Region. Für die Region.»

Vom Kalender 2015 sind die letzten Zettel bald abgerissen. Max Alter, Geschäftsleiter der Migros Wallis, liefert eine erste Bilanz des Jahres. Text: Mélanie Zuber

Bilder: Linda Photo, zVg

Seit 10 Jahren dabei: Max Alter, Geschäftsleiter der Migros Wallis.

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses musste sich der Schwei­ zer Detailhandel im letzten Jahr durch turbulente Zonen winden. Die Detailhändler verdoppeln ihre Bemühungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich an die neuen wirtschaftlichen Bedingungen anzu­ passen. Interview mit Max Alter, Chef der Migros Wallis, über das vergangene Geschäftsjahr und die bevorstehenden Herausforderungen. Max Alter, wie läuft das Geschäft? Gut – trotz eines schwierigen Um­ felds. Durch die Modernisierung un­ seres Verkaufsnetzes, die wir 2014 ab­ geschlossen hatten, konnten wir an Attraktivität zulegen und den Umsatz auf Vorjahresniveau halten. Das für den Detailhandel einschneidendste Ereignis des Jahres 2015 war die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank. Welche Folgen hatte diese Intervention für Ihre Genossenschaft? Sie führte zu drastischen Preissen­ kungen bei zahlreichen Produkten, einschliesslich Schweizer Produkten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu er­ halten. Es kommen weniger europäische Touristen in die Schweiz, und diese geben weniger Geld aus.

Der Einkaufstourismus hingegen hat zugenommen. Wir müssen unsere Margen maximal drücken, während der Umsatz im Wachstum gebremst wird. Warum kann die Schweiz ihre Preise nicht an die Preise im EURaum angleichen? Weil die Löhne nicht identisch sind. Ob wir jetzt von den Löhnen der Personen reden, die in unseren Ver­ kaufsstellen angestellt sind, oder von den Löhnen derjenigen, die die Waren herstellen. Andere Faktoren spielen hier ebenfalls eine Rolle, wie zum Beispiel die Kosten der Ver­ kaufsflächen und die Rohstoffpreise. Trotz dieser Schwierigkeit war 2015 ein besonderes Jahr. Sie haben nämlich das 60. Jubiläum der Migros Wallis gefeiert. Ja, richtig. Und wir wollten unsere Kundinnen und Kunden mit in die Feier einbeziehen und ihnen eine Freude machen. Daher konnten sie von vielen aussergewöhnlichen Aktionen profitieren, wie zum Bei­ spiel von einer Geschenkkarte im Wert von 15 Franken pro 100­Fran­ ken­Einkauf oder einem 15­Prozent­ Rabatt, den wir am 6. November in allen Verkaufsstellen gewährten. Einige Produkte trugen mehrere

Wochen den gleichen Look wie in den 1950er­Jahren, andere wurden zum selben Preis wie 1955 verkauft. Welche Bedeutung hat dieses Jubiläum für Sie? Es ist die Gelegenheit, den beein­ druckenden Weg zu bewundern, den die Genossenschaft zurückgelegt hat. Unsere ersten drei Märkte kamen nicht einmal gemeinsam auf 100 Qua­ dratmeter. Heute haben wir ein beeindruckendes Verkaufsnetz, aus rund 50 Verkaufsstellen. Im Laufe der Jahre hat die Migros Wallis ein grosses Know-how und vor allem eine hervorragende Kenntnis des Walliser Marktes erworben. Das sind sichere Trümpfe. Der Kanton Wallis hat ebenfalls einen wichtigen Geburtstag gefeiert. Inwiefern haben Sie an diesem Jubiläum teilgenommen? Wir haben als Partner am Sternen­ projekt des Idiap, «Valais*Wallis Digi­ tal», teilgenommen, das zum Ziel hat, das kollektive Gedächtnis des Kan­ tons Wallis zu digitalisieren. Damit die Bevölkerung darauf aufmerksam wird, haben wir Sammelkarten für ein Gesellschaftsspiel verteilt. Es ermöglicht, die historisch bedeuten­ den Ereignisse der letzten 200 Jahre im Wallis (wieder) zu entdecken.


Köstliche

Feiertage 40%

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9.90 statt 19.80

3.30 statt 5.50

Rauchlachs Atlantik, ASC Norwegen 330 g

5.90 statt 7.50

Auf das ganze Sushi Sortiment z.B. Sushi Tobiko importiert 160 g

Genossenschaft Migros Wallis

4.35 statt 5.45

Boursin apéritif 100 g

Schweinsfilet Schweiz 100 g

20%

20%

2 5%

11.90 statt 15.90 Entenleber mit Mini-Lyra Frankreich 120 g

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3 0%

3.90 statt 5.70

Krevetten Tail-On, ASC Vietnam Schale von 500 g per 100 g


40%

5.35 statt 8.95

4.20 statt 6.20

Morchel-Terrine 2 x 130 g

Rindsfleisch Fondue Chinoise Schweiz 100 g

3 0%

2.90 statt 4.15

Zuchtlachsfilet ohne Haut Norwegen 100 g

3 0%

3 0%

3.75 statt 5.40

Lammfilet Neuseeland / Australien Großbritannien 100 g

20%

15%

2.80 statt 3.30

3.10 statt 3.90

Poulet-Tischgrill Schweiz 100 g

Rinds- und Schweinefleisch - Tischgrill Schweiz 100 g

3 0%

14.80

«Marc de champagne» Baumstamm 340 g

1.95 statt 2.80

Tomaten Cherry Zweig Italien / Spanien 500 g

2.80

Mango Peru / Brasilien Stück


54 | MM53, 28.12.2015 | MIGROS-WELT

1

1 Zum zweiten Jahr in Folge konnten Lernende eine Filiale einige Wochen

lang selbständig leiten. Es handelte sich um die Migros Naters.

anerkannt und ausgezeichnet.

Während dieser Mania erhielten alle Kundinnen und Kunden im April pro 20-Franken-Einkauf ein Sachet mit vier Spielkarten. Was waren letztes Jahr die wichtigsten Veränderungen im Verkaufsnetz? Die Migros Partner in Champéry und Ovronnaz wurden auf Entscheid der Ladenbesitzer hin geschlossen. Wir eröffneten ein Einkaufszentrum in Sembrancher. Es ist erst seit einigen Wochen offen, es hat aber schon erfreulich viel Erfolg. Wir haben ebenfalls entschieden, einen Supermarkt in Grimisuat zu eröffnen. Die Bauarbeiten werden im Laufe des Jahres 2016 beginnen. Können Sie uns einen Ausblick auf die Zukunft geben? Die Geschäftsleitung und die Verwaltung haben eine Strategie für die Jahre 2016–2020 ausgearbeitet. Damit sollen die bevorstehenden Herausforderungen gemeistert werden, zum Beispiel die Zunahme der Online-Einkäufe. Die Strategie legt den Fokus ebenfalls auf die Kernpunkte unserer Tätigkeit beziehungsweise auf den Verkauf und den Kundenservice. Und worauf werden Sie 2016 den Schwerpunkt legen? Auf unsere Stärke, das Label «Aus der Region. Für die

Region.», das wir vor fünfzehn Jahren in unser Sortiment eingeführt haben. Die Migros Wallis ist der einzige Grossverteiler mit Sitz im Kanton. Dadurch sind wir nahe bei unserer Kundschaft und kennen die Erwartungen der Walliserinnen und Walliser bestens. Wir arbeiten mit vielen lokalen Lieferanten zusammen und heben in unseren Regalen mehr als 800 regional hergestellte Produkte hervor. Reden wir jetzt über den Arbeitgeber Migros Wallis. Die Genossenschaft gehört immer noch zu den grössten Stellenanbietern des Kantons. Ja, genauer gesagt ist sie der zweitgrösste private Stellenanbieter des Wallis. Der grösste Stellenanbieter zu sein, ist an sich aber nicht interessant, wir möchten lieber zu den bemerkenswertesten Arbeitgebern gehören. Und wie das? Indem wir unseren Mitarbeitenden beneidenswerte Arbeitsbedingungen bieten. Diese Bemühungen sind anerkannt: Dank eines mit der Suva durchgeführten Projekts erhielten wir letzten Februar bei den Grands Prix Suisse «Gesundheit im Unternehmen 2015» den zweiten Preis, verliehen von der Europäischen Vereinigung für

2

die Förderung der Gesundheit (AEPS). Und im April stufte das Magazin «Bilanz» die Migros Wallis als zweitbesten Arbeitgeber der Westschweiz in der Kategorie Grossunternehmen ein. Sind Sie nicht enttäuscht, immer nur auf dem zweiten Podestplatz zu stehen? Überhaupt nicht. Ein zweiter Platz ist bereits eine sehr beachtliche Auszeichnung. Erste Plätze kann ich Ihnen aber auch nennen: Wir waren das erste Walliser Grossunternehmen, das das Friendly-WorkSpace-Label erhielt. Das zeichnet Arbeitgeber aus, die für ihre Mitarbeitenden ein solides Gesundheitsmanagement entwickeln. Wir sind ebenfalls der grösste private Lehrbetrieb im Kanton. Bleiben wir gleich bei diesem Thema: Welche Wichtigkeit hat für Sie Berufsbildung? Wir begleiten fast 150 Jugendliche auf ihrem Ausbildungsweg, und ich glaube, sagen zu können, dass sie verwöhnt sind. Sie profitieren von einem erfahrenen und effizienten Berufsbildungsdienst. Dieses Jahr durften Lernende aus dem Oberwallis drei Wochen lang den Supermarkt Naters selbständig leiten. Durch diese Erfahrung konnten sie ihre Fähigkeiten eindrucksvoll entwickeln. Ich

möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Erfolgsquote bei den Lehrabschlussprüfungen 98 Prozent betrug und dass wir 26 dieser diplomierten Jugendlichen eine Stelle angeboten haben. Die Migros-Gruppe hat für 2016 eine Lohnerhöhung angekündigt. Zieht die Migros Wallis mit? Ja, wir erhöhen die Lohnsumme 2016 um 0,5 Prozent, obwohl wir ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld haben, und trotz eines Preisrückgangs von 1,4 Prozent. Sie stehen jetzt seit zehn Jahren an der Spitze der Migros Wallis. Haben Ihre Arbeit und Ihre Prioritäten sich stark verändert, seitdem Sie diesen Posten angenommen haben? Das Hauptziel bleibt das gleiche, nämlich Zufriedenheit bei unseren Kundinnen und Kunden zu erzeugen mit Qualitätsprodukten zu attraktiven Preisen und mit kompetentem und kundenfreundlichem Personal. Das ist die Grundlage unseres Geschäfts, und das wird sich nicht ändern. Die Umgebung verändert sich jedoch sehr schnell, wir haben eine sehr starke Konkurrenz, seit fünf Jahren konstante Preissenkungen, und der Einkaufstourismus und der Online-Verkauf nehmen ständig zu. MM

Bilder: Didier Bérard (links), Fabian von Unwerth (rechts)

2 Das Engagement für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wurde


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Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

Donau und Donaudelta 2016 mit dem Schweizer Luxus-Flussschiff Excellence Princess 2. Tag: Wien. Wien steckt voller Charme. Entdecken Sie die Donaumetropole auf einer Stadtrundfahrt (*). Am Abend Klassisches Konzert (Fr. 75.–). 3. Tag: Budapest. Das malerische Budapest, eine Stadt voller Lebensfreude, erleben Sie auf einer Stadtrundfahrt (*). 4. Tag: Vukovar. Ab Vukovar haben Sie die Möglichkeit zu einem Ausflug (*) in den Naturpark Kopacki rit .

Liebe Flussfahrt-Freunde Die Flusslandschaften der Donau kann man immer wieder neu entdecken. Keine Reise ist wie die andere. Die Donauländer auf dem Weg zum faszinierenden Delta am Schwarzen Meer erfinden sich immer neu. Auch das Wetter und die Jahreszeit zeigen den Fluss in stets neuem Licht. Ich freue mich, Ihnen heute zwei besondere Flussreisen anzubieten. Dies zu einem erstaunlichen Preis, denn mit der Excellence Princess ist ein elegantbehagliches Luxusschiff Ihre Gastgeberin. Willkommen auf der Donau. Wir, die Schweizer Schiffsreisenmacher der ersten Stunde haben zwei fantastische Routen für Sie kreiert. Flussreisen wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Herzliche Grüsse, Ihr

Stephan Frei Geschäftsleiter

FLUSSREISEN 2016

5. Tag: Belgrad. Eine Stadt macht sich auf in die Moderne. Erleben Sie Belgrad auf einer Rundfahrt (*). Nachmittags Ausflug nach Topola und Oplenac (Fr. 35.–). 6. Tag: Passage Eisernes Tor. Ein genussvoller Tag an Bord der Excellence Princess und Passage des «Eisenen Tors». Geniessen Sie die ruhige Fahrt vom Sonnendeck aus und lassen Sie die landschaftlich reizvolle Kataraktstrecke an den Ausläufern der Karpaten an Ihnen vorbeiziehen. 7. Tag: Rousse. Entdecken Sie die viertgrösste Stadt Bulgariens mit dem grössten Donauhafen des Landes auf einer Stadtrundfahrt (*). 8. Tag: St. Georgs-Kanal/Donaudelta–Tulcea. Am Morgen passiert die Excellence Princess den Stromkilometer Null der Donau. Der St. Georgs-Kanal ist der längste, windungsreichste und einer der schönsten Mündungsarme im Delta. Nachmittags Bootsfahrt im Donaudelta ab Meile 35 (*). 9. Tag: Oltenita–(Bukarest)–Giurgiu. Auf der Überlandtour fahren Sie mit dem Bus nach Bukarest – in das «Paris des Ostens». Die Stadtrundfahrt führt vorbei an der Patriarchie, dem Parlamentsgebäude und dem Freiheitsdenkmal (*). 10. Tag: Kreuzen in der Walachei. Die Donau strömt breit und gemächlich durch die Walachei. Auf der rumänischen Seite ist die Landschaft flach und reich an

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schilfreichen Ufern. Auf der Seite Bulgariens erheben sich beeindruckende Steilküsten. Auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer hat die Donau gewaltige Hindernisse zu überwinden. Sie hat sich in Millionen von Jahren durch Gebirgsbarrieren genagt und so den spektakulären Durchbruch erschaffen – die berühmte Kataraktstrecke. 11. Tag: Novi Sad. Unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt (*) mit Besuch des Klosters Krusedol. 12. Tag: Fajsz–Ordas. Ab Fajsz starten Sie einen Ausflug in die Puszta mit Besuch einer Czarda und dem Paprikamuseum (*). 13. Tag: Bratislava. Entdecken Sie die von vielen Kulturen geprägte Altstadt Bratislavas auf einer Führung (*). 14. Tag: Krems–Melk. Ausflug Wachau (Fr. 35.–). In Melk besichtigen Sie das hoch über der Donau liegende Benediktinerstift (*). Die Stiftskirche gilt als die schönste Barockkirche nördlich der Alpen. 15. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise zu Ihrem Abfahrtsort. (*) Ausflüge des Ausflugspakets. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mind. 20 %. Buchung von einzelnen Ausflügen an Bord möglich.

TSCHECHIEN

Passau

Dürnstein

SLOWAKEI

Melk Wien Bratislava

ÖSTERREICH

Esztergom Budapest

UNG ARN

Fajsz

Vukovar

RUMÄNIEN

Bukarest

Novi Sad Eisernes Tor

KROATIEN

Belgrad

Tulcea elta

1. Tag: Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17.30 Uhr legt die Excellence Princess ab.

Donau

Giurgiu

Oltenita

Don aud

Ihr Reiseprogramm Donaudelta (15 Tage)

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Donau: 26.06.–03.07.16 17.07.–24.07.16 14.08.–21.08.16 Donaudelta: 21.08.–04.09.16

Kreuzfahrt

Guide Award 2015

Excellence Princess Reisebüro Mittelthurgau

• 03.07.–10.07.16 • 10.07.–17.07.16 • 31.07.–07.08.16 • 07.08.–14.08.16 • 04.09.–11.09.16 • 02.10.–09.10.16 • 11.09.–25.09.16

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Schweizer Schiff · Bus zum Fluss Feinste Küche · Exklusive Landausflüge 100% Swiss made

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Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis* Donau: 2-Bett-Kabine Hauptdeck 1995.– 1455.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon Mitteldeck 2555.– 1895.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon Oberdeck 2865.– 2155.– Junior Suite, frz. Balkon Mitteldeck 2995.– 2255.– Junior Suite, frz. Balkon Oberdeck 3375.– 2555.– Kab. zur Alleinbenützung Hauptdeck 2495.– 1850.– Donaudelta 2-Bett-Kabine Hauptdeck 3745.– 2755.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon MD 4995.– 3995.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon OD 5615.– 4295.– Junior Suite, frz. Balkon Mitteldeck 5995.– 4995.– Kab. zur Alleinbenützung Hauptdeck 4495.– 3550.– * 3-Bett-Kabine wird mit Zusatzbett ausgestattet (Basis 2-Bett-Kabine)

Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit Zuschläge Donau

Ihr Reiseprogramm Donau (8 Tage)

Abreise: 26.06., 07.08., 14.08., 04.09. Ausflugspaket mit 6 Ausflügen 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung Mittel-/Oberdeck Königsklasse-Luxusbus

1. Tag: Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17.30 Uhr legt die Excellence Princess ab. 2. Tag: Melk–Wien. Am Vormittag Ankunft im Städtchen Melk. Besuch Benediktinerstift (*). Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35.–) oder ein Klassisches Konzert (Fr. 75.–).

125.– 184.– 795.– 255.–

Zuschläge Donaudelta Ausflugspaket mit 11 Ausflügen 412.– 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung Mittel-/Oberdeck 1895.–

3. Tag: Wien. Entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt (*). Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation (Fr. 45.–). Abends Weiterfahrt Richtung Budapest.

Unsere Leistungen • An-/Rückreise im Komfort-Reisebus • Excellence-Flussreise mit Vollpension an Bord • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

4. Tag: Budapest. Vormittags Ankunft in Budapest. Stadtrundfahrt (*). Nachmittags Ausflug in die nahe gelegene Apajpuszta (Fr. 50.–). Abends Ausflug Budapest by night (Fr. 25.–).

Nicht inbegriffen

5. Tag: Budapest–Esztergom. Das malerische Budapest erleben Sie auf einer Rundfahrt (*). Am Nachmittag Ausflug (*) zum Donauknie mit Besuch von Esztergom mit Basilika.

• Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen und Getränke • Trinkgelder, Ausflüge • Kombinierte Annullations- und Extrarückreiseversicherung (auf Anfrage) • Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe

6. Tag: Bratislava. Morgens Ankunft in Bratislava und Führung (*). Am späten Nachmittag geht die Fahrt weiter Richtung Dürnstein. 7. Tag: Dürnstein. Am Vormittag erreichen Sie Dürnstein, die «Perle der Wachau». Entdecken Sie die Schönheiten des Städtchens auf einem Rundgang mit Besuch des imposanten Stifts (*). Am Mittag Weiterfahrt Richtung Passau.

Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf p; 06:45 Basel SBB; 07:20 Aarau SBB; 08:00 Baden-Rütihof p; 08:30 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal p; 08:55 Winterthur-Wiesendangen SBB; 09:15 Wil p

8. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise zu Ihrem Abfahrtsort.

Reiseformalitäten, Wissenswertes Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.

Gratis-Buchungstelefon

0800 86 26 85

Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

Internet Buchungscode www.mittelthurgau.ch

Donaudelta: eppas1 Donau: eppas2

2348

Die Excellence Princess****+ bietet Platz für 186 Reisegäste. Die 81 Komfortkabinen und 12 Junior Suiten befinden sich aussen, sind erstklassig-exquisit ausgestattet: Dusche/WC, Sat.-TV, Minibar, Safe, Föhn, Haustelefon, individuell regulierbare Klimaanlage, Heizung und Stromanschluss (220 V). Entree mit Lobby und Rezeption. Zwei Restaurants: Das stilvoll-elegante Panorama-Restaurant und das Excellence Steakhouse am Schiffsheck. Glasüberdachte Sky Lounge mit Bar. Sonnendeck mit Golfputting-Green, Fitnessbereich, geheiztem Whirlpool, Liegestühlen, Sitzgruppen und Schattenplätzen. Wellnessbereich mit Sauna. Willkommen an Bord!


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Familienumfrage Kinder können die Eltern in peinliche Situationen bringen. Wie gehen Sie damit um? 1. Ich nehms gelassen und habe nichts zu verbergen 66% 2. Ich sehe zu, dass ich schnellstens aus dieser Situation rauskomme 18% 3. Ich versuche, Peinlichkeiten zu minimieren 11% 4. Ich tue so, als ob das nicht mein Kind wäre 5%

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Knigge reloaded

Wie verschicken Sie Ihre Neujahrsgrüsse: per SMS oder Postkarte?

Ist es unmanierlich, Neujahrsgrüsse per SMS zu versenden?

Migrosmagazin.ch

Richtig oder falsch?

Der Detailhandel ist der Hauptverursacher von Food Waste. Falsch!

Rund ein Drittel aller Lebensmittel landet im Müll statt auf dem Teller. Die Lebensmittelabfälle der Detailhändler machen jedoch nur fünf Prozent der Ver­ luste aus. Den weitaus grössten Anteil, näm­ lich knapp die Hälfte, verursachen die Haus­ halte: 320 Gramm pro Person, also fast eine ganze Mahlzeit, landen pro Tag und Person im Abfalleimer.

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Darum gilt:

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Stellt sich die Frage der Manierlichkeit einer Handlungsweise noch, wenn Hunderttausende ihr nachgehen? Ja, erst recht! Neujahrsgrüsse per SMS werden rege praktiziert, sind aber eben deshalb etwas glanzlos und also verpönt, besonders wenn es sich um unpersönliche Gruppentexte handelt. Neujahrswünsche sind an sich schon eine Banalität, und – auf diese Weise versandt – werden die Grüsse geradezu zur Störung. Denn für den ge­ sellschaftlichen Umgang gilt: Banalitäten müssen entweder geist­ reich präsentiert werden oder unterbleiben. Insofern besteht für Neujahrswünsche per SMS auch keinerlei Antwortverpflichtung. Denn die persönliche Zuwendung bewegt sich hier ungefähr auf dem Niveau, wie wenn einen jemand aus dem Taxi anruft – zwischen Videokonferenz und Pilatesstunde, um zu fragen, wie es geht: Man spürt die Sympathie, vor allem aber das Multitasking.»

Nur so viel einkaufen, wie man auch verwer­ ten kann und überschüssige Lebensmittel tiefgefrieren und später verwen­ den. Zahlreiche leckere Rezepte für die Reste­ verwertung findet man unter www.zugut­ fuerdietonne.de

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60 | MM53, 28.12.2015 | LEBEN

Auto

Nervtöter der Landstrasse

Trödler, Blender, Drängler – wir begegnen ihnen täglich im Strassenverkehr. Die zehn mühsamsten Autofahrertypen auf einen Blick.

Text: Timothy Pfannkuchen

Illustration: illumueller.ch

Die Ungern-Blinker Beim Spurwechsel, Rechtsabbiegen oder auch beim Abfahren von der Autobahn blinken ZuspätBlinker oft – verbotenerweise – sowieso nicht. Falls doch, dann fast immer zu spät. Doch Blinken ist für andere vor allem als Ankündigung des Manövers, nicht als dessen Krönung wichtig. Wer erst beim Manöver selbst – ob Abbiegen, Kreiselverlassen oder Spurwechsel – blinkt, der kann es genauso gut auch lassen.

Die Einfahrt-Trödler Gemütlich wechseln sie mit weniger als Landstrassentempo auf die Autobahn. Aber Beschleunigungsstreifen heissen eben gerade so, weil man hier kräftig Gas geben soll, bevor (!) man idealerweise im Tempo des Fliessverkehrs auf die Autobahn einschert. Ein «Recht auf Lücke» gibt es nicht. Denn für den Verkehr auf der Autobahn gilt: Platz schaffen sollte man Einscherenden nur, wenn das keine brüsken Manöver braucht.

Die Prinzip-Schleicher Sie fahren ihr Wohlfühltempo und wähnen sich im Recht. Sind sie auch – aber ebenso in der Pflicht. Es ist völlig in Ordnung, langsamer als erlaubt zu fahren. Aber ständig Langsame haben Schnellen auch ein Überholen zu ermöglichen , zum Beispiel durch Fahrt am Rand, Zwischenstopp oder indem sie an freien Stellen Überholgelegenheit bieten statt Gas zu geben. Sonst sind gefährliche Manöver vorprogrammiert.

Die Mittelspur-Schläfer Auf zweispurigen Autobahnen fahren sie häufig links, auf dreispurigen kleben sie beständig auf der Mittelspur – Argument: «Rechts ist für LKWs, und ich muss in fünf Kilometern eh in die Mitte.» Dieser Fahrstil wirkt auf den Verkehrsfluss wie ein Pfropf und provoziert das Rechtsüberholen – und kann auch gebüsst werden. Unabhängig vom Tempo gilt: Ist die rechte Spur zu gut hundert Metern frei, dann bitte ab nach rechts.

Die Amok-Lichthuper Sie grüssen mit der Lichthupe die Nachbarn, feuern sie auch gerne jenen hinterher, die mal einen Fehler machen oder auch nur völlig korrekt überholt haben. Wozu eigentlich? Denn alle aufgezählten Verhaltensweisen sind nicht korrekt: Die Lichthupe ist ein Warnsignal. Gelichthupt soll und darf werden, wenn es die Sicherheit fördert, also etwa vor dem Überholen warnen, ans Lichteinschalten erinnern oder auf Vortritt verzichten.


LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 61

Die Nebellicht-Blender Beim ersten Regentropfen oder Dunstschleier schalten sie Nebellampen ein – und für den Rest der Fahrt nicht mehr aus. Wissen die, dass Nebelscheinwerfer tagsüber nichts bringen und in der Kolonne gar blenden? Egal. Zur Erinnerung: Erlaubt sind beide erst bei «erheblicher» Sichtbehinderung (Nebel, Schnee, Regen). Eine verbindliche Sichtweite gibt es nicht – ab etwa 100 Meter Sicht sind Nebellampen und -scheinwerfer Unsinn.

Die Rotlicht-Kriecher Wir werden sie niemals begreifen: Am Rotlicht stoppen sie mit fünf Meter Abstand zum Vordermann, um während der Rotphase ganz langsam eine Wagenlänge nach vorne zu schleichen. Im Stau lassen sie die Lücke vor sich auf 15 Meter anwachsen, ehe sie weiterfahren. Macht doch nichts? Macht eben doch etwas: Der verschenkte Verkehrsraum fehlt hinter ihnen und verlängert so den Stau nach hinten.

Die Dauer-Drängler Sie hängen selbst dann an der Stossstange, wenn sie weder schneller fahren wollen noch können als das Fahrzeug vor ihnen. Unheilsam wirkt sich dabei der Boom der SUV aus: Wer höher sitzt und über die «normalen» Autos guckt, fährt oft unbewusst dichter auf. Tipp: Öfters mal an die «Zwei-Sekunden-Abstand»-Regel denken – und daran, dass auch kein Trödler schneller wird, nur weil man einen Auffahrunfall riskiert.

Die Kreisel-Blocher Sie haben nicht begriffen, dass der Kreisverkehr auf dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme basiert. Klar nerven auch Einscherende, die zum Abbremsen zwingen – zumal sie laut den Verkehrsregeln warten müssten. Aber der Kreisel ist umgekehrt keine Rennbahn: Einfahrende haben das Tempo zu verringern und Rücksicht zu nehmen. Grundsätzlich ist im Kreisel mehr Fehlertoleranz unter den Verkehrsteilnehmern erwünscht.

Die Lücken-Choleriker Wehe, man will vor ihnen einscheren: Selbst, wenn man alles korrekt macht – also etwa im Stau auf der endenden Spur bis vorne fährt, um dort im Reissverschluss einzufädeln, oder sich offensichtlich verfahren hat – sie machen zornig jede Lücke zu. Zwar haben wir auf die kein Recht. Aber die «Strafe» des Lücken-Cholerikers trifft weniger den blockierten Einscherer als vielmehr den Verkehrsfluss, der nun noch mehr stockt.


62 | MM53, 28.12.2015 | LEBEN

Ausgewandert

Vom Knonaueramt nach Lappland Siris Eltern betreiben das Erlebnis-Unternehmen Outdoor Ticket. Sie sind vor acht

Jahren mit ihren Kindern aus Ebertswil ZH in die dünn besiedelte Region Lappland ausgewandert, die sich zwischen Norwegen, Schweden, Finnland und Russland aufteilt. Im tiefsten Winter scheint die Sonne da nur während 4,5 Stunden pro Tag. Dennoch ist es während einigen Stunden faszinierend hell, weil überall Schnee liegt. Bei Siri ist immer etwas los: Sie baut mit ihren Brüdern Balz (11)

und Luzi (8) gerne riesige Schneemänner, fährt Schlitten oder Ski, spielt Unihockey und Fussball in der Halle und geht jede Woche ins Hallenbad. Sie geniesst fast so viele Freiheiten wie die Kinder aus den Lindgren-Geschichten.

Siri (9) hat schon Fische gefangen und liebt die Polarhunde ihrer Familie.

Kinder

«Blutpudding würde ich niemals probieren»

Siri (9) ist mit ihrer Familie nach Schweden ausgewandert. Sie begleitet ihren Vater gerne auf Hundeschlitten-Touren und geht mit der Schule Eisfischen.

Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek

«Morgens fahre ich in zehn Minuten mit dem Bus zur Schule. Andere Kinder müssen fast eine Stunde im Bus sitzen, weil sie so weit weg wohnen. Die Schule dauert bis um drei, darum esse ich dort zu Mittag. Meistens ist es fein. Nur etwas, das man hier isst, würde ich niemals probieren, weil ich es so schlimm finde: Salziger Blutpudding aus echtem Blut! In unserer Gegend stösst man manchmal auf Elche und Rentiere,

und im Frühjahr ziehen Wildgänse vorbei, wie bei Nils Holgersson. Meine Nonna sah auch mal einen Bären. Jedes Jahr gibt es auch einen Wettkampf in der Schule: Die Klasse, die am meisten Fische aus dem Eis fischt, bekommt einen Pokal. Dafür bohren einige Väter Löcher

ins Eis, und wir fischen mit der Rute und einem Wurm am Haken. Ich habe es vor zwei Jahren geschafft, meinen ersten Fisch zu fangen. Aber am liebsten spiele ich mit unseren Polarhunden. Bei der Geburt der Weibchen Tory und Aruna durfte ich zuschauen. Manchmal begleite ich meinen Vater auf Hundeschlitten-Touren. Das mache ich sehr gerne.» MM


LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 63

Elena (15)

Das Mittelchen kann kurzfristig faszinierende Effekte erzielen: Wer Krafttraining macht, baut mit Anabolika schneller Muskeln auf als ohne. Auch ein schmalbrüstiges Kerlchen kann so innert kurzer

Zeit ein paar Muckis präsentieren. Anabolika sind künstliche Formen des berühmten «Männlichkeitshormons» Testosteron, das für Kraft und Potenz sorgt. Die künstliche Kopie hilft übrigens auch, die körperliche Leistung zu steigern. Deshalb sind Anabolika das am häufigsten verwendete verbotene Doping im Spitzensport. Fitness, Sexiness und Jugendlichkeit sind in unserer Gesellschaft angesagt. Während die Jungs auf

R ätse lspas s

2

Gabriela Bonin (48) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (15, 10, 7).

Hilf Hugo, den Weg zur Rakete zu finden.

-RÄTSEL L E F F O T PAN e n au g toffeln sind n Tobis Pan vo l lne e ze tt ri in e D i Z we ie viele W . te lf ä H ie ls d fünf mehr a esitzt Tobi? b ln e Pantoff

GARTENRÄTSEL

Tobi will in seinem 10 M eter langen Gart enbeet Sala te pflanzen. D ie Salate pfl anzt er immer im Abstand vo n 1 Meter. Wie viele Salate ha ben in Tobis Garten Platz ?

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

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Lösung: 1. 30 Pantoffeln 2. 11 Salate

1

Muskeln und Mackergehabe setzen, bretzeln sich Mädchen mit Make-up auf. Nur: Euer Make-up könnt ihr am Abend wieder abwaschen, aber die Anabolika bleiben im Körper der Konsumenten. Auf Dauer richten sie schwere Gesundheits- und Wachstumsschäden an und bewirken genau das, was echte Kerle als Letztes wollen: Pickel (sogenannte Anabolika-Akne), wachsende «verweiblichte» Brüste, schrumpfende Hoden – und Potenzprobleme. MM

SILVESTER-LABYRINTH

C Lösung: A

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Kennst du Jungs, die sich damit aufpumpen? Anabolika sind ein grosses Versprechen und ein völliger Bluff. Immer mehr junge Männer fallen darauf herein. Sie wollen mit Hilfe dieses Präparats ihre Sixpacks vergrössern.

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LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 65

Tipps für festliche Frisuren im Video:

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Beauty-Tipp

Beauty

Hoch das Haar! Die Canapés munden, der Champagner perlt. Und die Frisur? Die muss sitzen. Drei glamouröse Silvester-Frisuren, die ganz einfach zu stylen sind. Text: Andrea Vogel

Illustrationen: Nina Tiefenbach / Kombinatrotweiss

Die Haare ab dem Hinterkopf toupieren und schon entsteht aus einem alltäglichen ein festlicher Rossschwanz.

Der Dutt im Messy-Look ist angesagt: Mit wenigen Handgriffen entsteht eine feierliche Variante dieser eleganten Frisur.

Stark toupiert, mit Wicklern und viel Haarspray behandelt, wird diese Kurzhaarfrisur zum Hingucker an jeder Silversterparty.

Aufgepimpter Rossschwanz

Charmanter Chignon

Kurzhaar-Klassiker

Langes Haar bindet man oft zu einem Rossschwanz. Damit es jedoch eine glamouröse Variante wird, braucht es zwei wichtige Utensilien: einen Toupierkamm und einen Lockenstab. Der Schwanz selbst soll eine vollendet geschwungene Form haben

und nicht in wirren Strähnen herabfallen. «Das kriegen Sie einfach hin, indem Sie den Oberkopf toupieren und den Rossschwanz mit einem Lockenstab in Form zwirbeln», sagt die Zürcher Hairstylistin Sandra Bögli von «B you. B unique».

3 2

Der klassische Dutt mal anders. Toupieren Sie zuerst Ihre Haare, um mehr Volumen zu bekommen. Dann binden Sie am unteren Hinterkopf einen Rossschwanz, ziehen die Haare jedoch nur zur Hälfte durch den Haargummi. Was bleibt, ist eine Haarschleife. Hinter diesem sogenannten «Loop» stecken Sie nun Ihre Haarspitzen mit Haarnadeln fest. Zupfen Sie die Schlaufe mit den Fingern leicht auseinander und

fixieren Sie mit Haarspray. Tipp von der Hairstylistin: «Es soll nicht zu streng und perfekt aussehen, erst ein individueller Messy-Look macht diese Frisur interessant.»

Toupieren Sie, was das Zeug hält. Danach bringen Sie weiche Formen in die Frisur mit Heisswicklern. Schütteln Sie danach Ihre Haare und bringen Sie sie mit Haarspray in Form. Ein dramatischer Look ist so garantiert. Oder aber: Sie bürsten Ihre Haare mit reichlich Gel nach hinten.

«Das Haar sollte dabei noch leicht feucht sein und benützen Sie dazu einen grobzinkigen Kamm», rät Hairstylistin Sandra Bögli, «das Gel lässt sich so gleichmässiger verteilen.» Stecken Sie sich eine schöne Brosche ins Haar. Damit wird jede Frisur, ob kurz oder lang, gegelt oder voluminös, zum Hingucker.

Geschmeidig in den Silvester Das wollen wir auch bei unseren Haaren. Der Smooth & Glossy-Hair Spray von I am Professional hat genau diesen Effekt auf unsere Haare. Er glättet Strähnen und sorgt für einen Anti-Frizz-Effekt. Die Rezeptur mit schimmernden Pigmenten sorgt für einen extra schönen Glanz.

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LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 67

Migros-Bank-Ratgeber

Was bedeutet der gegenwärtige «Zinswahnsinn» für die Sparer? Am deutlichsten zeigen sich die Folgen bei der Altersvorsorge. Was passiert, wenn es keinen Zins mehr gibt? Noch vor Kurzem hätte man eine solche Frage als «wahnsinnig» abgetan. Inzwischen ist es Realität: Die Zinsen sind weltweit entweder extrem niedrig oder gar negativ. Was das effektiv bedeutet, ist vielen Leuten zu wenig bewusst. Erstens kommt es zur paradoxen Situation, dass der Staat mit dem Schuldenmachen Geld verdienen kann. Neben der Schweiz gilt das bereits für zahlreiche andere Länder in Europa. Zweitens verliert der Zins seine Steuerungsfunktion. Diese sorgt nämlich dafür, dass das Kapital in Investitionen fliesst, welche zu­ künftig einen Mehrwert schaffen können. Ohne eine solche Lenkung dagegen versickert das Geld in nutzlosen Projekten. Und drittens hat der Wegfall der Zinsen zur Folge, dass sich das Sparen nicht mehr lohnt.

Albert Steck

ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Was das konkret heisst, möchte ich anhand der Mindestverzinsung in der beruflichen Vorsorge aufzeigen. In der 2. Säule haben Herr und Frau Schweizer ein Vermögen von 800 Mil­ liarden Franken angespart – es geht also um enorme Summen. Während Jahren, von 1985 bis 2002, wurde dieses Geld mit 4 Prozent verzinst. Dank dem Zinseszinseffekt konnte man sein Vorsorgekapital somit in­ nerhalb von 18 Jahren verdoppeln,

K

Sparen lohnt sich immer weniger Mit dem neuen Mindestzins der 2. Säule von 1,25 Prozent dauert es 56 Jahre, bis sich Ihr Kapital verdoppelt. Bei 4 Prozent Zins bräuchte man nur 18 Jahre. 200000

175000

Zinssätze in % n 4,00 % n 3,50 % n 1,75 % n 1,25 %

150000

125000

100000

10

20

wie auch die Grafik verdeutlicht. Über das gesamte Berufsleben hin­ weg konnte man sein Erspartes sogar vervierfachen. Sank der Zins von 4 auf 3,5 Prozent, dann erhöhte sich die Verdoppelungsdauer nur gering­ fügig von 18 auf 20 Jahre – eine Diffe­ renz von zwei Jahren. Welche Folge hat nun die aktuelle Senkung der Mindestverzinsung von 1,75 auf 1,25 Prozent per Anfang 2016? Die Zeitdauer, bis sich Ihr Kapital verdoppelt, erhöht sich damit von 40 auf 56 Jahre! Obwohl der Zins ebenfalls um 0,5 Prozent reduziert wird, beträgt der zeitliche Unter­

30

40

50

56

schied nicht mehr 2 Jahre wie im obigen Beispiel, sondern 16 Jahre. Das zeigt: Je tiefer der Zins bereits liegt, desto brutaler wird die Auswirkung einer weiteren Zinssenkung. Der Grund ist der fehlende Zinses­ zinseffekt. Albert Einstein wurde einst gefragt, welches die stärkste Kraft im Universum sei. Seine spon­ tane Antwort lautete: «der Zinses­ zins». Auch die Zentralbanken, ins­ besondere die Europäische Zentral­ bank, sollten sich wieder einmal an diese Kraft erinnern. MM Aktuell auf Blog.migrosbank.ch: «4 Milliarden Franken Ertragseinbusse in der 2. Säule».

Mamma mia

Schreihälse

Kinder brüllen oft, ausdauernd und gerne. Mal ist ihnen langweilig, mal sind sie hässig, mal wollen sie etwas Uner­ reichbares. Plärren geht bei meinen beiden immer. Klar, dass das Crescendo Nicht­ eltern verstört. Wer mit Hin­ gebung brüllt, muss leiden, oder? Liegt der Nachwuchs gerade unter der Playmobil­ Guillotine oder wird von Bar­ bie­Pferden niedergetrampelt?

Die Zeiten, in denen ich beim ersten Aufjaulen kopflos ins Kinderzimmer gerauscht bin, sind jedoch vorbei. Mittler­ weile höre ich nur noch kurz hin, um den Brüllton ein­ sortieren zu können. Frust? Wut? Oder zeugt er doch von Angst und Schmerz? In neun von zehn Fällen ignoriere ich das Gezeter anschliessend und mache die Kinderzimmertür zu. Von aussen.

Mein Gefahrendetektor funktioniert dennoch. Neulich hörte ich durch das geschlos­ sene Fenster ein Heulen – von weit her und merkwürdig vertraut. In Finken stürmte ich in den Regen, in Richtung Spielplatz. Dort hing meine Kleine hoch oben am Kletter­ gerüst. Ihre Arme zitterten vor Anstrengung. Es ist eben gut, dass Kinder oft, ausdauernd und gerne brüllen. MM

Bettina Leinenbach (39)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


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LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 69

Glücksgriff

Wochenende im Schnee Das Migros-Magazin und das Sheraton Davos Hotel Waldhuus verlosen zwei Pauschalwochenenden für Familien – inklusive einem Eintritt zu einem Hockeymatch des legendären HC Davos.

Gewinnen Sie Ein FamilienWeekend im Hotel Waldhuus in Davos.

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Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und das Sheraton Davos Hotel Waldhuus verlosen zwei FamilienPauschalwochenenden, inkl. Eintritt zu einem Match des Hockey Clubs Davos: • 3 Übernachtungen (2 Erwachsene, 2 Kinder bis 14 Jahre) • Frühstück • 4-Gang-Abendessen • Kostenlose Nutzung des Wellnessbereichs • Eintritte für einen Match des HCD • Vom 4. Januar bis 28. März 2016 nach Verfügbarkeit buchbar. Wettbewerbsfrage:

Beantworten Sie folgende Frage: Wie heisst der legendäre Hockeyclub aus Davos? Das «Waldhuus» in Davos: Idealer Ausgangspunkt für verschiedene Winteraktivitäten.

D

irekt am Waldrand und inmitten der traumhaf­ ten Davoser Winterland­ schaft liegt das Hotel Waldhuus. Nach einer erholsamen Nacht im grosszügigen Familien­ zimmer und einem ausgiebigen Geniesserfrühstück am reich­ haltigen Buffet heisst es für die ganze Familie: ab in den Schnee! Erste Versuche auf den Lang­ laufskiern wagen, den grössten Schneemann bauen oder schlitteln am Rinerhorn: Das «Waldhuus» ist der ideale Ausgangspunkt für verschiedene Winteraktivitäten in der Natur. Langlaufloipen starten direkt beim Hotel und mit dem kostenlosen «Waldhuus»­ Shuttle gelangen Gäste bequem zu den Skigebieten Jakobshorn und Parsenn.

Die Jüngsten erleben im Familien­ hotel Waldhuus auch ohne Mama und Papa ihre Abenteuer. Während die Eltern beim Skifahren, Schneeschuhwandern oder im Wellnessbereich entspannen, kommen Kinder von 3 bis 12 Jahren im Globi Kids Club auf ihre Kosten. Individuell betreut, spie­ len und basteln sie mit Globi oder erkunden mit ihm bei saisonalen Aktivitäten die Umgebung. Wellness auf 700 Quadratmetern

Nach einem Tag an der frischen Bergluft lässt es sich im 700 Quad­ ratmeter grossen Wellnessbereich mit glasüberdachtem Pool, Sauna, Sanarium und Aroma­Dampfbad wunderbar entspannen. Für das kulinarische Wohl sorgt das «Waldhuus »­Team. Aus markt­

frischen einheimischen Produkten kreiert die Küchenbrigade täglich neue, raffinierte Speisen, und die Gäste kommen in den Genuss eines köstlichen Vier­Gang­ Menüs. Gemütlich ausklingen lässt man den Wintertag im «Wald­ huus» bei Pianomusik vor dem Kamin in der Matta Bar. Seit mehr als 90 Jahren prägt der legendäre Hockey Club Davos (HCD) die Schweizer Eis­ hockeyszene – 31 Meistertitel und 15 Spengler­Cup­Siege gehen mittlerweile auf das Konto der Bündner. Der Besuch eines HCD­ Matchs in der Vaillant Arena darf deshalb beim Familienwochen­ ende im «Waldhuus» auf keinen Fall fehlen. MM Weitere Informationen: www.sheratondavoshotelwaldhuus.com

So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf)

und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Hotel Romantik», Postfach, 8099 Zürich. Online: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 03.01.2016. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeiter der der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Ihr Hotel Wir wohnen vier Nächte im zentral gelegenen guten Mittelklasshotel Holiday Inn Plymouth T-� � �+ (off. Kat. ****). Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, TV, Telefon und Wasserkocher ausgestattet. Weitere Einrichtungen: Restaurant, Bars und Wellness Center mit Fitnessraum, Hallenbad, Dampfbad und Sauna. Hin- und Rückreise Wir übernachten je eine Nacht in guten Mittelklasshotels in der Region Lens, Taunton und in der Region Calais.

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Region Lens. 2. Tag: Region Lens–Taunton. Ab Calais Fährüberfahrt nach Grossbritannien. Auf englischem Boden angekommen, setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen über Maidstone, Reading und Bristol das Städtchen Taunton. 3. Tag: Taunton–Plymouth. Den heutigen Tag widmen wir dem kleinsten Nationalpark von England, dem Exmoor Nationalpark, sowie der Atlantikküste. Saftige Wiesen in kleinen Tälern wechseln ab mit Heideund Grasmoore, die bis an die dramatische Küste heranreichen. Sehenswert ist der romantische Küstenort Clovelly, wo heute noch Güter mit Holzschlitten und Packeseln durch die engen Gassen transportiert werden. Weiter südlich liegt Tintagel. Im Tintagel Castle, welches auf der Steilklippe über dem Meer thront, hat – der Legende nach – König Artus gelebt. Abends Ankunft im Hotel in Plymouth. 4. Tag: Plymouth, fakultativer Ausflug Nationalpark Dartmoor–Exeter. Der Nationalpark von Dartmoor gilt als das letzte Stück Wildnis Südenglands. Es grasen Schafherden und wilde Dartmoor-Ponys zwischen prähistorischen Steinkreisen. Unsere Dartmoor-Rundfahrt führt nach Widecombe-in-the-Moor, dem idyllischen und wohl meist besuchten Ort der Region. Am Nachmittag besichtigen wir das Städtchen Exeter mit seiner grossartigen Kathedrale. Abends Möglichkeit zur Teilnahme beim fakultativen Abendessen am Hafen von Plymouth. 5. Tag: Plymouth, Ausflug Land’s End und St. Ives. Ziel unseres heutigen Ausfluges ist Land’s End, der südwestlichste Zipfel Englands. An der wilden Küste mit ihren steil abfallenden Klippen brechen sich die Wellen des Atlantiks und bie-

ten ein grandioses Naturschauspiel. In dieser Region spielen auch zahlreiche Geschichten der Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher. Am Nachmittag erreichen wir den Künstlerort St. Ives mit der bekannten Tate Gallery (individueller Besuch). Wir geniessen einen Bummel durch die blumengeschmückten Gassen, zur Kirche und dem Fischerhafen. Abendessen auf dem Rückweg nach Plymouth im Fischerdörfchen Looe. 6. Tag: Plymouth, Ausflug Paignton– Dartmouth im Dampfzug. Besuch im Küstenstädtchen Torquay und freier Aufenthalt. Unternehmen Sie einen Spaziergang zum romantischen Hafen oder besuchen Sie im Torre Abbey das Museum (individueller Besuch), das an die berühmte Romanautorin Agatha Christie erinnert, die in der Stadt geboren wurde. Weiterfahrt nach Paignton. Hier besteigen wir den Dampfzug der Paignton and Dartmouth Steam Railway, der uns entlang der Küste in die historische Hafenstadt Dartmouth führt, deren enge, pittoreske Gassen oft als Filmkulisse dienen. Individueller Aufenthalt. 7. Tag: Plymouth–Dover–Region Calais. Wir verlassen Cornwall und fahren über Bristol zum Ärmelkanal. Mit der Fähre verlassen wir England und erreichen bei Calais den Kontinent. Übernachtung in der Region Calais. 8. Tag: Region Calais–Schweiz.

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Arbeit und Integration


Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wenn man jemanden zurückhält, hält man ihn in …? M Domino

T

Halma

A Schach

2. Wann ist im Jahre 2016 der Schalttag? O 28. Februar

N 29. Februar

R 1. März

3. Wie heisst ein italienischer Salat mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum? U Margaritha

F

Caprese

I

Ciabatta

So nehmen Sie teil

4. Was hat Papst Silvester I. mit dem 31. Dezember zu tun? S

Geburtstag

T

nichts

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2016, 24 Uhr

A Todestag

5. Wie nennt man spontane Gruppen-Aktionen, die via Internet zustande kommen? E

Flashmob

H Shitstorm

L

Partyplace

I

Gin Ale

6. Was trinkt man in Schottland an Silvester? A Black Bun

N Hot Pint

7. Wo ist es üblich an Silvester vor Mitternacht zwölf Trauben zu essen? H Bulgarien

S

Italien

G Spanien

8. Welches ist, neben Rivaz (VD), die flächenmässig kleinste Gemeinde der Schweiz? T

Lungern

E

Kaiserstuhl

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

N Dulliken

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 50: Astrid Müller, Kottwil LU; Vreni Lüdi, Thun BE; Stefanie Ruffatto, Ruffatto, Wetzikon ZH

Auflösung Nr. 51: Auflösung CHRISTEN

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 2

I

3 5

Aufl ösung Nr. 52: Auflösung SALUT Gewinner Nr. 51: Erika Frey,Rubigen BE; Joe Felder, Siebnen SZ; Franz Maurer, Kirchleerau AG

4

E I SESS I G ESTANZ I A I MP E R I E N I SOL I ERT PART I TUR PLAST I DE SEESE I TE SUL TANAT UNBE TONT WI LDENTE 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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In der neuen Ausgabe:

ERNÄHREN Alle reden von Quinoa, Chia und anderen Superfoods – wir haben die einheimischen Alternativen dazu

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Das schmeckt: Wie Geschmack entsteht und warum er neuerdings ein Statussymbol ist Das wirkt: Superfoods gegen einheimische Pflanzen und Früchte: Sind Quinoa und Co. wirklich nährstoffreicher?

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Das entspannt: Warum plötzlich Faszien trainiert werden und was das überhaupt ist

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

9

8

1 8

5 2

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1 4 7 3

3 6

8

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4

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7 6

Auflösung Nr. 52: 748 9 4 1 6 3 8 7 2 5

7 6 2

4

5 7 6 4 2 1 3 9 8

3 2 8 7 5 9 6 1 4

7 1 5 2 6 4 9 8 3

4 3 9 1 8 5 2 6 7

8 6 2 3 9 7 4 5 1

1 9 3 8 4 6 5 7 2

6 8 4 5 7 2 1 3 9

2 5 7 9 1 3 8 4 6

So nehmen Sie teil

Gewinner Nr. 51: Irene Fonseca, Corsier-sur-Vevey VD; Gustav Winkler, Bülach ZH; Danielle Antoniazzi, Le Sentier VD; Marcelle Viande, Cottens VD; Pierre-André Berthoud, Bretonnières VD

3

Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.1.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 3 5 2 miteinander verbunden 1 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 4 8 2 3 2 und mehr als zwei Linien.

5 0 4 1 3 3

Auflösung Nr. 51

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2 4

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2

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2

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5

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Auflösung Nr. 51: 3 1

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor)

Ressort M-Aktuell: Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

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«Best of Musical Starnights» bringt die bekanntesten Musicals auf eine Bühne.

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78 | MM53, 28.12.2015 | LEBEN

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Mein Lieblingsprodukt «Käse ist mein Verhängnis: Ich liebe Käse in all seinen Varianten – ob als Fondue, Raclette oder einfach so mit einem Stück Brot. Da bin ich durch und durch schweizerisch, wie mir gerade auffällt.»

Meine Welt

«Mit den Enkelinnen ist es laut und lustig» Im Januar beginnt die vierte Staffel der SRF-Erfolgsserie «Der Bestatter». Suly Röthlisberger stellt darin die mütterliche Erika Bürgisser dar. Eine Rolle, die passt: Auch privat ist die Zürcher Schauspielerin ein Familienmensch. Text: Claudia Langenegger Bilder: Gabi Vogt 1


LEBEN | MM53, 28.12.2015 | 79

1 Meine Enkel «Meine Tochter Eva (36) lebt in London. Ich besuche sie dort so oft wie möglich. Wenn sie mit den wunderbaren Enkelinnen Abigail (4) und Zoey (2½) in der Schweiz zu Besuch ist, ist es laut und sehr lustig.» 2 Mein Ausgleich «Ich gehe sehr oft spazieren, dabei kann ich meine Gedanken gut sortieren und schweifen lassen. Manchmal spiele ich dabei auch eine Rolle durch.» 3 Mein Andenken «Mein Vater war 3

Bühnenbildner am Zürcher Opernhaus. Mit ihm habe ich die erste Theaterluft

4

Name: Suly Röthlisberger (66) Sternzeichen: Steinbock Beruf und Lebenslauf: Ich bin in

Zürich aufgewachsen, habe am Konservatorium Gesang studiert und in Hamburg die Schauspielschule absolviert. Danach war ich an verschiedenen Häusern engagiert, unter anderem am Stadttheater Lübeck, bei den Kammerspielen Düsseldorf und zuletzt am Theater Krefeld. Nach 38 Jahren in Deutschland kehrte ich zurück in die Schweiz, wo mir eine Rolle in der SF-Soap «Tag und Nacht» angeboten wurde. Seither spiele ich regelmässig in Filmen mit, etwa im «Tatort» oder in «Der Teufel von Mailand». Ab dem 5. Januar sieht man mich wieder als Erika Bürgisser im «Bestatter», an der Seite von Mike Müller. Das Theater ist aber nach wie vor meine grosse Leidenschaft. 5

geschnuppert. Er hat auch Kostüme entworfen und seine Ideen gemalt.» 4 Meine Laube «Mein überdachter Balkon ist einmalig, von hier habe ich einen wunderbaren Blick auf die Limmat. Im Sommer habe ich hier sogar geschlafen.» 5 Mein Rückzugsort «Ich ziehe mich 6 7

gerne in meine vier Wände zurück. Daheim, am Rande der Badener Altstadt, finde ich Ruhe und kann auftanken.» 6 Mein Ritual «Am Morgen nach dem Aufstehen bereite ich als Erstes eine Kanne Ingwertee zu. Kaffee trinke ich erst später am Vormittag.» 7 Mein Erinnerungsstück «Beim Anblick

dieses Brieföffners werde ich immer etwas nostalgisch. Ich benutze ihn oft und mag es, mich dabei an meinen verstorbenen Vater zu erinnern.»


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