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Migros-Magazin-52-2018-d-BL

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

MM52, 24.12.2018 migrosmagazin.ch

Ansgar Gmür: Menschenfischer statt Pensionär Seite 14

Bild: Tanja Demarmels/13 Photo; Illustration: Martin Haake

Weihnachtsgeschichte

Heiligabend mit Autorin Milena Moser Seite 22

Regionale Silvesterhits S. 30 | Katerfrühstück S. 33

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MM52, 24.12.2018  5

Bild der Woche

Am Fusse des Pferdes René Ruis, Zürich, Fotograf

«Wunderbare Stimmung im bündnerischen Weiler San Jon. Das erleuchtete Pferd inmitten der verschneiten Berge ist überraschend. Darunter gibt es Glühwein, wem das zu kalt ist, der kann im Bauch des Pferds feiern. Wie das legendäre trojanische Pferd kann man es über ein paar Tritte erklimmen. Dieser ungewöhnliche Glühweinstand ist einen Besuch wert.»

Bilder: René Ruis, iStock

Weitere Bilder zu Weihnachten von ­ausgewählten Fotografen ab Seite 6

Menschen

Leben

6 Weihnachtsbilder 12  Illustration Federers feiern 14 Interview Ansgar Gmür 21  Bänz Friedli 22  Milena Moser

57  «1, 2 oder 3?» 58  Vermischte Bräuche

Auf der Flucht vor Weihnachten

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Multikulti-Heiligabend 65  Stadt, Land, Stutz 66 Gesundheit Völlegefühl 69  Digitale Geschenke 71  Glücksgriff New-York-Reise 72  Rätsel und Spiele 76 Cumulus 78  Meine Welt Cathrine Steiner von «Das Zelt»

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6  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN

Mein Fest Weihnachten

Ein Bild sagt mehr als tausend Tannenbäume, Zimtsterne und Lichterketten zusammen. Wir haben Fotografen gebeten, ihr Lieblingsweihnachtsbild zu zeigen.

Franziska Frutiger, Erlach BE

Bild: iStock

In einer stillen Nacht «Die beiden Models habe ich in Zuoz GR inszeniert und fotografiert. Sind sie auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier? Oder haben sie das Fest noch vor sich? Für mich klingt die Melodie des Lieds ‹Stille Nacht› in dieser Inszenierung mit.»


MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  7

Stephan Bösch, Bühler AR

Let it snow!

«Ein Schneesturm fegt übers Appenzeller Hügelland. Nach einem langen Marsch erreiche ich die Höfe ausserhalb von Hundwil. Lichtschein aus der Stube des Hauses erhellt den Schnee. Durchs Fenster funkelt der Weihnachtsbaum. Ich marschiere weiter talwärts. Im Gasthaus im Dorf angekommen, wärmen mich Kaffee und ein Stück Biberfladen auf.»


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MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  9

Gabi Vogt, Zürich

Der Sound der Trychler «Das Klausjagen ist der Tag, auf den die Küssnachter Kläuse, Iffelen­träger, ­Chlepfer und Trychler sehn­süchtig warten. Stundenlang haben sie im Vorfeld Laternen gebastelt und Gewänder genäht. Am Eindrücklichsten für mich war der archaische Sound der Trychler.»

Samuel Trümpy, Ennenda GL

Bild: iStock

Die Kleine hilft dem Samichlaus «Meine Tochter Helena verteilt an die anderen Kinder die Geschenke des Samichlaus, beobachtet von Sämi im Rollstuhl. Leider war Helena vergangenes Jahr schon im Bett, als der Chlaus kam – darum freute sie sich diesmal umso mehr.»


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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Warschau. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich und Flug mit Swiss nach Warschau. Stadtführung in Warschau. 2. Tag: Warschau–Masurische Seenplatte. Besichtigung des Freilichtmuseums in Olsztynek. Fahrt zur Masurischen Seenplatte. 3. Tag: Masurische Seenplatte. Den heutigen Tag widmen wir der Masurischen Seenplatte. Wir besuchen Mikolaiken, das Kloster in Swieta Lipka sowie das ostpreussische Heimatmuseum in Zonder und fahren mit einem Stakenboot auf dem Fluss Krutynia.

4. Tag: Masurische Seenplatte–Vilnius. Besuch der gotischen Inselburg Trakai, die einzige erhaltene Wasserburg in Osteuropa. 5. Tag: Vilnius–Riga. Geführte Stadtbesichtigung in Vilnius. 6. Tag: Riga. Stadtbesichtigung in Riga inkl. Besuch des Bauernmarktes. Freie Zeit in Riga am Nachmittag. 7. Tag: Riga, fakultativer Ausflug Gauja Nationalpark.** Heute haben wir die Möglichkeit, den Nationalpark Gauja zu erkunden. Besuch der Burgruinen Turaida und Cēsis. 8. Tag: Riga–Rundale–Šiauliai–Palanga– Klaipeda. Besuch des Schlosses Rundale. Weiterfahrt mit einem Halt am Berg der Kreuze. Besichtigung des Bernsteinmuseums in Palanga. 9. Tag: Klaipeda und fakultativer Ausflug Kurische Nehrung.** Geführter Spaziergang durch die Altstadt von Klaipeda. Anschliessend fak. Ausflug ins Naturschutz- und Erholungsgebiet der Kurischen Nehrung. 10. Tag: Klaipeda–Kaunas. Stadtführung in Kaunas, der zweitgrössten Stadt Litauens. 11. Tag: Kaunas–Warschau. Fahrt über die Grenze nach Polen. 12. Tag: Warschau – Rückflug nach Zürich. Nachmittags Rückflug nach Zürich. Individuelle Heimreise.

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MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  11

Guillaume Peret, Neuenburg

Bebe macht Wirbel «Bebe ist der Schlagzeuger des Watchmaking Metropolis Orchestra und Fahnenträger für La Chaux-deFonds. Mit einem Trommbelwirbel kündigt er das neue Jahr an. Mit seiner Nacktheit möchte er ein Zeichen setzen und dazu einladen, sich des Überflusses zu e­ ntledigen.»

Ephraim Bieri, Bern

Bild: iStock

Zeh ziehen, bitte! «In Caracas, der Hauptstadt von Venezuela, werden zur Weihnachtszeit frühmorgens ganze Strassenzüge gesperrt, und die Menschen fahren mit den Rollschuhen in die Kirche zur Morgenmesse. Am Abend zuvor binden die Kinder eine Schnur um ihren grosse Zeh und hängen sie aus dem Fenster. Die Vorbeirollenden sollen daran ziehen, damit das Kind nicht verschläft. Der Ursprung des Brauchs: In Venezuela ist Rollschuhlaufen seit 1930 weitverbreitet. Zwischen den 50er- und 80er-Jahren wurden in ­Caracas die Hauptstrassen und Stadtplätze in der Weihnachtszeit von ­vielen Skatergruppen besetzt. Die Kundgebungen fanden wegen des ­Ölbooms und des stetig wachsenden Strassenverkehrs statt. Ich mag die Leichtigkeit, gleichzeitig die Power und den sozialen Gedanken dieser Tradition.»


Carte blanche Der Illustrator Daniel Müller (­Illumüller) ­zeichnet ­festfreudige Promis Teil 4

Weihnachten bei Roger Federer Was tun mit so vielen goldenen Pokalen? Na, an den Christbaum hängen! Bodenständig, wie sie sind, setzen Mirka und Roger auf Zweitverwertung. So zumindest feiert Familie Federer in unserer Vorstellung – inklusive Nannys und Nadal.

Illustration: illumüller

12  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN


MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  13


14  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN

«Ich bin ein gottbegnadeter Redner» Ansgar Gmür

Im Traum sagte man ihm voraus, dass er eines Tages Pfarrer werden würde. Bald ist es für Ansgar Gmür soweit: Der frisch pensionierte Chef des ­Hauseigentümerverbands ­ studiert Theologie. Blondinenwitze will der gewiefte Rhetoriker in der Kirche nicht e­ rzählen, seine biblische Botschaft spritzig rüberbringen hingegen schon. Text: Monica Müller, Lisa Stutz Bilder: Dan Cermak

Ansgar Gmür, was haben Sie vergangene Nacht geträumt? Letzte Nacht nichts. Vorletzte Nacht ­diskutierte ich mit diversen Leuten. Ich erinnere mich bloss, dass wir uns nicht einig waren. Schlafen ist übrigens mein Hobby. Unter acht Stunden Schlaf, da bin ich tot. Am Wochenende gern zwölf Stunden. Ich könnte hier gleich einschlafen. Wir hoffen sehr, Sie wachhalten zu ­können. Eines Nachts träumten Sie, dass Sie Pfarrer werden sollten. Ja, in diesem Traum war ich am Fischen. Sehr erfolgreich. Als der Teich leer war, dachte ich: Gut, jetzt bin ich fertig. Da hörte ich eine Stimme: «Es hat noch viel grössere Fische. Schau richtig hin.» Ich schaute genauer hin, sah die grösseren Fische und dachte: Was mache ich mit d ­ enen? «Du wirst Menschen-­ Fischer», sagte die Stimme. Ich dachte «aha» – und erwachte. Wie interpretierten Sie das? Es war eindeutig.

Helfen Sie uns. Die Fische, die ich an Land zog, waren ­materielle Fische. Als «Menschen-Fischer» hingegen sollte ich Menschen für den ­Glauben gewinnen. Ich befasste mich ­immer mit der Frage: Was mache ich nach der Pensionierung? Da ich ein ­gottbe­gnadeter Redner bin, wusste ich: Eines ­Tages werde ich dieses Talent für Gott ­einsetzen können, schliesslich hat er es mir verliehen. Ich will ja nicht, dass er mich, wenn ich oben ankomme, fragt: «Was hast du aus deinen Talenten gemacht?» Und ich ihm antworten muss: «Geld.» (lacht) Denn dann wird er zu Recht fragen: «Und für mich?» «Eigentlich herzlich w ­ enig», wäre die Antwort. Das wurde mir in dem Moment bewusst. Als Menschen-Fischer möchten Sie vor allem Geschäftsleute a ­ nsprechen. Warum? Geht ein normaler Pfarrer auf Geschäftsleute zu, denken die: Sie sind ja ein guter Typ, aber Sie mussten noch nie Umsatz und Gewinne bolzen. Ich aber verstehe die

Geschäftsleute. Auch ich musste jedes Jahr am 31. Dezember um Mitternacht die Zähler auf null stellen und loslegen. Den Geschäftsleuten kann ich sagen: Ich weiss, in welcher Situation ihr euch befindet. Was können Sie den Geschäftsleuten in der Kirche mitgeben? Es geht nicht bloss um den Mammon. Ich weiss auch, wie einfach man dem ­Ehrgeiz erliegt, Geld zu verdienen. Meine Frau nennt mich manchmal einen Getriebenen. Ich denke, das hat auch mit meiner ­Bio­grafie zu tun. Wir lebten auf einem Berg­heimatli und kannten nichts anderes als arbeiten, arbeiten, arbeiten. Den ­Geschäftsleuten in der Kirche würde ich ­sagen: Ihr wart erfolgreich. Aber seid ihr euch bewusst, dass es damit irgendwann vorbei ist? Ihr seid mit nichts gekommen und geht mit nichts. Geld verdienen ist nicht schlecht, reich sein auch nicht. ­Entscheidend ist, was ihr daraus macht. Was ist Ihre Aufgabe als Pfarrer? Ich möchte ein Hirte sein. Ich möchte das


MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  15

Sass in jungen Jahren auch mal an der ­Migros-Kasse: der angehende ­Pfarrer Ansgar Gmür


16  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN Zur Person

Evangelium rüberbringen und für die Leute da sein. Und nicht politisieren, wie es viele Pfarrer heute tun. Das finde ich völlig ­daneben. Denn im Evangelium findet sich nicht viel Politik. Die Leute wollen von Gott hören, wie sie leben sollen. Und nicht, wie sie ­abstimmen sollen. Das wissen sie bereits. Auch wenn es in der heutigen Zeit schwierig ist, eine Kirche zu füllen, glaube ich daran. Ihr Ziel ist eine volle Kirche? Ja, sicher. Aber nicht für mich. Auch wenn das meinem Ego schmeicheln würde. Meine Frau weist mich da immer wieder zurecht.

Vom Chemielaboranten zum Pfarrer Ansgar Gmür (65) ist auf einem Berg­ bauernhof in Amden SG aufgewachsen. Er absolvierte die Lehre zum Chemie­ laboranten, holte auf dem zweiten Bildungs­weg die Matura nach und machte anschliessend ein Ökonomiestudium. Von 2000 bis 2018 leitete er den Hauseigentümer­verband Schweiz. Seit Kurzem ist er pensioniert und studiert nun an der theologischen Fakultät Zürich, um Pfarrer zu werden. Gmür wohnt in ­Affoltern am Albis ZH.

Sie waren Nachtportier, Taxifahrer, ­Kassierer, Lehrer, Ausbildner, Richter, Bauchredner, Tenor, Direktor des ­Hauseigentümerverbands. Wo haben Sie am meisten gelernt? Ich habe überall gelernt – das ist eine Einstellungssache. Auch wenn ich als Kassierer bei der Migros einen Routinejob erledigte, lernte ich dabei, wie die Leute sind. Das war mein strengster Job.

Sie finanzierten Ihr Studium, indem Sie im Nebenjob Taxi fuhren. Wie war das? Ich hatte mit ganz unterschiedlichen Leuten zu tun: Prostituierte beschimpften mich, weil sie die Fahrkosten nicht zahlen wollten. Paare stritten sich bei mir im Taxi. Er: «Du bist nichts wert.» Sie: «Mein Freund ist ­besser im Bett als du.» Ein Erlebnis ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Ich fuhr einen reichen Herrn in eine herrschaftliche Villa. In der Einfahrt stand ein grosser Audi, und seine Frau hiess ihn mit den Worten ­willkommen, dass sie eine Zusatz­garage ­bräuchten. Die Fahrt kostete 16.80 Franken. Wie viel, denken Sie, hat er bezahlt?

Was haben Sie für den HEV erreicht? Als ich die Leitung übernahm, war der Hauseigentümerverband vielen unbekannt. Heute ist er allen ein Begriff. Durch die wachsende Bekanntheit und Grösse ist er politisch ­gewichtiger geworden. Dafür habe ich viel ­Hintergrundarbeit geleistet. Wirklich stolz bin ich, dass ich vor 16 Jahren das «Bankenmonopol» bei den Hypotheken brechen konnte. Davon profitieren heute alle Haus­ eigentümerinnen und Hauseigentümer. Jetzt sind Sie frisch pensioniert. Wie fühlt sich das an? Sehr speziell. Viele sprechen mich auf mein Theologiestudium an und gratulieren mir zu diesem Schritt. Dabei hätte ich ­erwartet, dass manche die Nase rümpfen würden. Für mich persönlich war es wichtig, nach dem 150-Prozent-Job ausgefüllt zu sein. Und das bin ich an der Uni. Sonst wäre ich zum Problemfall geworden.

Warum? Mit der einen Hand tippen Sie, mit der ­anderen tragen Sie Tonnen. Manche ­Hausfrauen studierten den Kassenzettel und herrschten mich dann an: «Da haben Sie 15 Rappen zu viel getippt!» Männer ­haben nie reklamiert, das war ihnen egal. Frauen waren schwieriger als Männer? Nein. Frauen sind genauer – und das ist auch gut so. Das ist ihre Stärke. Ich bin froh, dass meine Frau sehr genau ist, auch wenn das zu Konflikten führt.

erneuerte Zeitung ­herausgeben, riss viele Projekte an, die ich dann auch abschliessen wollte. Wie die Initiative zur Eigenmietwert-Abschaffung. Innerhalb von ­viereinhalb Monaten sammelten wir gut 140 000 Unterschriften.

Ihre Frau ist wohl nicht unglücklich, dass Sie beschäftigt sind? Nachdem meine Frau 20 Jahre lang zu ­Hause geblieben ist, schliesst sie in Kürze ihr Psychologiestudium ab. Jetzt löse ich sie ab. Ich bewundere das Mädchen.

«Ich möchte ein Hirte sein. Das Evangelium rüberbringen, für die Leute da sein. Und nicht politisieren, wie das viele Pfarrer heute tun.» Tanzen hat seine Zeit. Fragen Sie doch nach der besten Zeit.

16.80 Franken? Genau. Da lernte ich die Reichen kennen. Ein Büezer hätte auf 20 Stutz aufgerundet.

Die da war? Beim Textilverband. Ich war Vizedirektor und nicht Chef. Der musste den «Scheiss» erledigen. Ich konnte schön arbeiten und um 17 Uhr nach Hause zu meinen Kindern gehen. Diese waren damals klein – und es war toll, Zeit mit ihnen zu verbringen.

Welchem Job trauern Sie nach? Jeder hatte etwas Tolles. Nachtrauern tue ich keinem. Da halte ich mich an die Bibel, in der es heisst: Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und

Ein bewegtes Leben mit vielen Stationen. Wie konnte es sein, dass Sie 18 Jahre lang beim gleichen Arbeitgeber geblieben sind? Weil ich beim Hauseigentümerverband (HEV) viel bewegen konnte. Ich durfte eine

Mädchen? Na ja, sie sieht so jung aus. Wollen Sie ein Bild sehen? Sie ist 56 und sieht noch so toll aus! Unsere drei Töchter kommen alle nach ihr. Zum Glück. Zwei wohnen noch zu Hause, die Jüngste zog aus, als sie als ­Notfallärztin dienstete. Alle drei Töchter ­haben bald einen Doktortitel, und auch ­unser Hund will jetzt doktorieren – er will schliesslich nicht der letzte Tubel im Haushalt sein. ( lacht) Wenn ich sage, meine ­Töchter leben noch zu Hause, dann denken alle: Der muss hässliche Töchter haben. Aber sie haben die Schönheit und Intelligenz der Mutter. Was war noch mal die Frage? Wie Sie Ihre Pensionierung erleben. Es ist speziell, wieder Student zu sein. Ich habe bereits vor zwei Jahren mit Alt­ hebräisch an der Uni begonnen, das ist ­wirklich sehr schwierig. Dann habe ich mich durchs Altgriechisch gekämpft. Ich wollte diese Hürden vor dem Vollstudium nehmen. H ­ ätte ich die Prüfungen in den ­alten Sprachen nicht bestanden, wäre das Theologiestudium nicht infrage gekommen. Ich bin kein Sprachengenie und m ­ usste ­jeden Tag hinhocken und büffeln …


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18  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN

… um eines Tages Pfarrer zu werden. Ja, aber eine Gemeinde werde ich nicht übernehmen. Ich war 26 Jahre lang Chef, das reicht. Sie könnten sich einfach ausruhen, viel schlafen in Ihrem Zehn-Zimmer-Haus, Zeit mit Ihrer Frau verbringen. ­Wieso tun Sie sich das Bibelbüffeln an? Es gibt Leute, die «selbsternannte Pfarrer» sind. Das kann ich mir nicht vorstellen: Ich möchte die richtige Basis zum Predigen haben. Dafür muss ich wissen, was Luther, Zwingli, Kant und Aristoteles gesagt haben. Machen Sie auch mal Pause? Ja, dann schlafe ich, jasse mit der Familie oder gehe mit dem Hund raus. Ich habe seit Jahren nicht ferngesehen und gehe nicht ins Kino. Da nutze ich die Zeit lieber anders und bleibe lebendig. An der Uni ­sitzen immer die Alten mit den Alten und die Jungen mit den Jungen zusammen. ­Ausser mir: Ich setze mich zu den Jungen. Mit denen habe ich es lustig. Ich fühle mich nicht so alt, wie ich bin. Wie alt fühlen Sie sich denn? Höchstens Mitte fünfzig. Sehe ich die Zahl 65, fühle ich mich gebrechlich. Mit der ­Pensionierung ist mir meine Endlichkeit sehr bewusst geworden. Bestenfalls habe ich noch 20 Jahre. Der Gedanke, dass jetzt der letzte Abschnitt begonnen hat, fährt mir ein. Sie sind als jüngstes von sieben Kindern erzkatholisch aufgewachsen. Wie hat Sie das geprägt? Damals war die Katholische Kirche eine Angstreligion. Wir mussten in die Kirche ­gehen. Wir gingen aber nicht ungern, denn wir waren Ministranten, das war eine Art ­sozialer Anlass. Als Bergbauern mussten wir heuen, Gülle austun, zäunen. Viele Leute hatten eine schwierige Jugend, ich wahrscheinlich auch. Aber man kann nicht das ganze Leben sagen, dass man deswegen nicht weitergekommen ist. Man muss das Leben selbst in die Hand nehmen und etwas daraus machen. Mein Bruder war Strafanwalt und sagte jeweils: «Begehen wir einen Mord, ­kriegen wir nur bedingt – wegen unserer schweren Jugend.» Jetzt bin ich abgeschweift. Warum sind Sie als Erwachsener aus der Kirche ausgetreten? Wegen der Angst, die sie verbreitete. Ein Grundsatz missfiel mir sehr: Wenn du das und das machst, kommst du in die Hölle. Ich wünschte mir ein befreiendes, kein ­bedrohendes Evangelium. Wie wurden Sie wieder bekehrt? 1983 war ich zu Besuch bei den sogenannten Christlichen Geschäftsleuten. Ein amerika-

nischer Geschäftsmann hielt eine Predigt und sagte, wer an Gott und J ­ esus Christus glaube, solle aufstrecken. Ich erhob meine Hand. Er sprach mich als Gläubigen und als Geschäftsmann an – das entsprach mir. Sie wollen auch ein lustiger Pfarrer sein. Werden Sie in der Kirche Blondinenwitze erzählen? Nein, das liegt nicht drin. Ich versuche einen schwierigen Spagat: Ich möchte eine Botschaft vermitteln und doch lustig, fröhlich und spritzig rüberkommen. Das letzte Drittel meiner Predigt ist jeweils faktenreich und fadengrad. Ich will nicht mit einem Witz in Erinnerung bleiben. Hat Gott Humor? Ja! Woher wissen Sie das? Sehen Sie sich um: Wie er gewisse Tiere ­erschaffen hat, das zeugt auf jeden Fall von Humor. Ich denke da zum Beispiel an ­Hängebauchschwein, Tapir oder Nasenbär.

«Ohne Gottes Hilfe hätte ich nie eine solche Karriere gehabt, wäre materiell nicht so gut gestellt. Ich bin gesegnet.» Welches Verhältnis haben Sie zu Gott? Ein inniges. Eine Beziehung zu Gott sollte gepflegt werden wie eine Beziehung zu ­einem Freund. Nur an Ostern und Weihnachten in die Kirche zu gehen, genügt nicht. Führen Sie Zwiegespräche? Ja, jeden Morgen und Abend. Ich höre auch gern christliche Musik und singe mit. Und, kommt da etwas zurück? Ja, ich bin gesegnet. Ohne Gottes Hilfe hätte ich nie eine solche Karriere gehabt, wäre ­materiell nicht so gut gestellt. Mein Haus konnte ich mir nur leisten, weil die Bank eine Million abgeschrieben hat. Und auch den nigelnagelneuen Mercedes, den ich mit 40 Prozent Rabatt erstanden habe, verdanke ich Gott. Meine Überzeugung ist: Ich hätte nie so viel bekommen, hätte ich nicht auch so viel gegeben. Ich trete Gott seit Jahren den Zehnten meines Lohns ab, sprich: Ich spende ihn armen Leuten. Aber das sollte man nicht rausposaunen. Wie stellen Sie sich Gott vor? Darüber streiten sich auch die Theologen.

Niemand hat Gott je gesehen. Sähen wir nur einen kleinen Atemzug von Gott, sofern er denn atmet, wären wir tot. Gottes Gegenwart erträgt kein Mensch. Er ist so ­allmächtig, so allwissend, so gross. Könnte ich ihn mit meinem kleinen M ­ enschenhirn erfassen, wäre er nicht mehr so gross. Gott übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Wie feiern Sie Weihnachten? Als ich Kind war, beteten und sangen wir viel. Dann gab es irgendetwas Nütz­­liches als Geschenk, wie einen Schirm oder einen ­Wecker. Als meine Mutter starb, e­ rhielt ich erstmals ein Spielzeug ­geschenkt: eine Autobahn. Mit meiner Frau und den Kindern ­feierten wir im kleinen Kreis, bis unsere Töchter den Wunsch ­äusserten, einsame Menschen zur Feier einzu­laden. Letztes Jahr waren wir 34 Leute in der Stube – ein Rekord. Wir haben zwei ­Festbänke ­aufgestellt und einen Tag lang ­gekocht. Wie läuft der Heiligabend ab? Wir essen nur Teures: Das beste Filet, den besten Lachs, den besten Wein. Alles für unsere Gäste! Nach dem Essen setzt sich meine Tochter Angelina ans ­Klavier, meine Frau nimmt die Gitarre zur Hand, und wir singen christliche Lieder. Dann beten wir, und ­jemand erzählt die Weihnachtsgeschichte. Zum Schluss kommt die Bescherung: Jeder erhält fünf bis sechs Geschenke. Materielles scheint Ihnen ja doch nicht ganz unwichtig zu sein. (Lacht) Ich bin zu materiell, ich weiss. Das sollte ich ändern. Ich bin wohl so, ­ weil wir früher nichts hatten. Welchen Gedanken wollen Sie unseren ­Leserinnen und Lesern zu Weihnachten schenken? Weihnachten ist der Anfang der Erlösung der Menschheit, die dann über den Kreuzestod und die Auferstehung von Jesus beginnt. Lesen Sie doch wieder einmal ganz bewusst in der Bibel und denken Sie darüber nach. Statt noch turbulenter unterwegs zu sein, schaffen Sie an Weihnachten Zeit für Ruhe. Und seien Sie einfach dankbar. Das war jetzt eine kleine Predigt. Und was haben Sie für diejenigen, die jetzt einen Witz erwartet haben? Es ging einer in die Buchhandlung und sagte: «Meine Frau ist krank, ich möchte ihr ein Buch kaufen.» – «Wollen Sie ­Belle­tristik?» – «Nein, danke.» – «Einen ­Liebesroman?» – «Aus dem Alter ist sie raus.» – «Einen Krimi?» – «Nein, sie soll sich nicht aufregen.» – «Etwas Religiöses?» – «Nein, so krank ist sie nicht.» MM


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Ihr Reiseprogramm:

punkt unserer Reise – wir stehen am Nordkap und geniessen den Ausblick aufs ewige Eismeer!

1. Tag – Anreise Hannover Fahrt im komfortablen Extrabus nach Hannover. 2. Tag – Dänisches Seeland Via die sonnige Ostseeinsel Fehmarn, die Faröbrücke und das wunderbare dänische Seeland erreichen wir am Abend Schweden. Übernachtung in Växjö. 3. Tag – Stockholm Fahrt nach Stockholm mit tollen Landschaften und Inga Lindström-Romantik. Danach zeigen wir Ihnen die Höhepunkte Stockholms. Am Abend legt unsere Fähre Richtung Finnland ab. Übernachtung an Bord. 4. Tag – Helsinki & finnische Seenplatte Von Turku geht es in die finnische Hauptstadt Helsinki, wo wir zur Stadtführung erwartet werden. Später Fahrt durch die finnische Seenplatte – Traumlandschaften in grün und blau! Übernachtung im Raum Kuopio. 5. Tag – Rovaniemi & Lappland Durch die unendlichen Weiten der finnischen Wälder erreichen wir Rovaniemi, Stadt am Polarkreis und Heimat des Weihnachtsmanns. Übernachtung im Raum Levi.

7. Tag – Nordkap – Alta - Tromsö Die Samenstadt Alta mit den berühmten Felszeichnungen und das grandiose Panorama der Lyngenalpen säumen heute unseren Weg nach Tromsö. 8. Tag – Tromsö - Lofoten Durch die zerklüftete nordnorwegische Küstenlandschaft und vorbei am schäumenden Wasserfall Malselvfossen gleiten wir in die Traumlandschaften der Vesteralen und der Lofoten ein. 9. Tag – Lofoten - Bodö Ein Tag wie im Bilderbuch inmitten der atemberaubenden Bergspitzen und malerischen Fischerdörfchen der Lofoten. Im Verlauf des Nachmittags geht es mit der Fähre zurück aufs Festland. 10. Tag – Bodö – Umea Vorbei an herrlichen Fjorden geht es über den Junkerdalpass mit grandioser Aussicht über den Nationalpark Saltfjell bis nach Umea. 11. Tag – Hohe Küste & Falun Heute überqueren wir eine der längsten Hängebrücken der Welt und erreichen entlang dem fantastischen UNESCO Weltkulturerbe „Hohe Küste“ unseren Übernachtungsort im Raum Falun.

6. Tag – Nordkap Wir erreichen Norwegen und die legendäre NordHöhekapinsel. Am Abend erleben wir hier den Höhe

12. Tag – Dalarna & Vätternsee Durch die Provinz Dalarna erreichen wir am Nachmittag den wunderschönen Vätternsee mit seinem klaren Wasser. Übernachtung in Skövde. 13. Tag – Skövde-Hannover Nach letzten Eindrücken vom Bilderbuchland Schweden fahren wir via Kopenhagen zurück nach Hannover. 14. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir heute die Heimreise an.

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Musik- & Eventreisen

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Städtereisen & Preiskracher

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MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  21

Bänz Friedli

Kandidatin Mimi

Bild: Vera Hartmann

Was am Ende eines Jahres übrig bleibt? Etwa die Begegnung mit Mimi. Eher zufällig war ich zum Zeitpunkt der amerikanischen Zwischenwahlen in Louisiana und geriet an ihre Wahlparty. Ja, eine Party wars, mit Live­ band – wenn auch keine Siegesfeier: Dass Mimi die Wahl ver­lieren würde, hatte von vornherein festgestanden. Als «America’s toughest cop» war der Kon­gressabgeordnete ihres Bezirks bekannt geworden, als angeblich taffster Polizist der Nation. Captain Clay Higgins jagte Kleindealer und Ladendiebe mittels Youtube-Videos, in denen er sich breit­ beinig vor seinem Korps aufstellte, umringt von Einsatzfahrzeugen und Uniformierten mit Maschinenpistolen und Scharfschützen­ gewehren, und donnernd in die K ­ amera sprach. Er zeigte Bilder von Überwachungs­ kameras, bezeichnete zur Fahndung ausge­ schriebene Jünglinge als «Hunde» und «Tiere», wobei die Verdächtigten stets schwarzer ­Hautfarbe waren. Die krude Mischung aus ­Nationalismus, Machogehabe und unverhoh­ lenem Rassismus verfing: Verängstigte ältere Menschen wählten ihn 2016 nach Washington.

Bänz Friedli (53) erinnert sich an eine beeindruckende Frau.

Gegen den taffen Cop, der nun zur Wieder­ wahl stand, trat Mimi Methvin an, 65, ehema­ lige Richterin, alleinstehende Mutter z­ weier ­Söhne, Mediatorin und Yogalehrerin, die noch locker den Spagat schafft. Statt Delikte anzu­ prangern, wollte sie deren Ursachen bekämp­ fen: die Schulen verbessern, ­den Mindestlohn

anheben und die Küstenlandschaft schützen, wo viele Fischer wegen der Ölverschmutzung ihr Auskommen ver­loren haben. Für Gleichbe­ rechtigung und Menschenwürde stand sie ein. Spenden von Unternehmen lehnte sie ab, und als die ­#MeToo-Welle aufbrandete, erzählte sie einer Reporterin, wie ein Mitstudent am College einst versucht hatte, sie z­ u verge­wal­­ tigen, und wie er sie Tage ­später vom Velo her­ ab angegrinst habe, als wäre nichts geschehen. Mimi und ich unterhielten uns gerade bei ­einem Glas Weisswein, als die Nachricht ­ihrer Niederlage eintraf. Warum sie den Amtsin­haber nie angegriffen habe, ­fragte ich. «Wir wollten eine positive Kampagne führen», sagte sie, trat ans Mikrofon und dankte ihren Leuten. In heiterer Gelassenheit, ­ohne ein Wort der Bitterkeit. Recht hatte sie. Man soll sich nicht anstecken lassen von d ­ er Dreck­ schleuderei, die Donald Trump ange­zettelt hat und die inzwischen auch in der Schweiz grassiert, wo die eine Jungpartei die Präsiden­ tin der anderen als «fette, arrogante, klein­ wüchsige blöde Kuh» titulierte und wo ein ­Gemeindeschreiber im Aargau Asylbewerber verhöhnt: «Tja, die Handys der Flüchtlinge ­saufen nicht ab, komischerweise verlieren aber alle ihre Ausweise während dem Bööteln über das Meer», hämte er auf Facebook. Ich wünsche uns ein gutes neues Jahr. Und viele Mutige wie Mimi. MM

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22  MM52, 24.12.2018 | MENSCHEN

Lebt mittlerweile in Santa Fe im US-Staat New ­Mexico, kehrt aber ­regelmässig in ihre Heimat zurück: Milena Moser am Ufer des Zürichsees


MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  23

Weihnachtsgeschichte

Nicht allein

Die Zürcher Bestsellerautorin Milena Moser erzählt eine nachdenkliche Geschichte. Von Sandra, die Weihnachten einst über alles liebte. Doch dieses Jahr ist alles anders. Sie verdrückt sich nach Santa Fe in den USA. Eine Flucht mit ungeahnten Folgen. Illustration: Martin Haake

Bild: Tanja Demarmels/13 Photo

D

ie Lichter verschwimmen vor ihren Augen. Ihre Wangen sind ­eingefroren. Das sind ­keine Tränen, sagt sie sich. Das ist nur der eisige Wind, der ihr ins Gesicht peitscht. Sie wird nicht weinen. Nicht an Weihnachten. Sandra lässt sich von der ­Menschenmasse weiterschieben. Sie schlittert und rutscht in ihren idiotischen Cowboystiefeln, die ausserdem viel zu dünn sind. Ihre Zehen spürt sie schon lange nicht mehr. Die Strasse ist mit Lichtern geschmückt, braune ­Papiertüten, in denen Teelichter flackern. Man nennt sie Faro­litos. Das hat sie in ihrem Reiseführer gelesen. Die Läden und Galerien sind offen, überall winkt jemand mit Keksen, mit Leuchtschlangen, mit Pappbechern. Kinderwagen sind mit Lichterketten d ­ ekoriert, Hunde tragen blinkende Rentiergeweihe. «In Santa Fe bist du nicht ­allein. In Santa Fe feiert die ­ganze Stadt gemeinsam auf der Strasse.» Das hat sie in einem Buch gelesen, und das hat ihr ­gereicht. Sie hat den Flug gebucht, das Hotel, jetzt ist sie hier. Es ist nicht ihr Jahr. Seit der Scheidung feiert sie nur noch

j­ edes zweite Weihnachtsfest mit ihren Kindern, jeden ­zweiten Geburtstag, jedes zweite Neujahr. Nichts Besonderes: Sandra ist selber so aufgewachsen. Und gerade deshalb wollte sie es ihren eigenen Kindern ­ersparen. Sie hat alles richtig ­gemacht, und doch ist es falsch herausgekommen. «Glühwein?» Jemand drückt ihr einen Pappbecher in die Hand. Dankbar nimmt sie ihn an. Die Wärme dringt durch ihre dünnen Handschuhe. Sie nimmt einen Schluck, es schmeckt wie ein Grippemedikament. Sie wird sich noch bis zur nächsten ­Strassenecke schieben lassen und dann auf den Gratisbus warten, der sie zu ihrem Hotel zurückbringt. Denn laufen kann sie in diesen Stiefeln nicht länger. Weihnachten war ihr Fest gewesen. Jedes Jahr hatte sie sich selber übertroffen. «O Christmas tree, o Christmas tree …» Sie bleibt stehen. Vertraute Klänge, fremde ­Ak­zente. Alle paar Meter bilden sich diese improvisierten Chöre, die mehr oder weniger harmonisch Weihnachtslieder in die eisige Nacht schmettern. «O Tannenbaum», singt sie leise auf Deutsch mit. Jetzt fängt sie

doch an zu weinen. Wie hat s­ ie Weihnachten geliebt. Das Staunen der Kinder, wenn sie den Baum sahen, die Lichter. Die ­Geschenke. Sandra hat alles für dieses Staunen getan, sie hat sich jedes Jahr selbst übertroffen. Der schwere, stinktierartige Geruch von Marihuana hängt in Luft und erinnert Sandra an Eddy. Und daran, dass es nicht allein an der Scheidung liegt. Die Kinder sind keine Kinder mehr. Lola boykottiert Fleischkonsum und Materialismus, Eddy ist meist so zugedröhnt, dass er Weihnachten nicht von Donnerstag unterscheiden kann. Die Erleichterung ihrer ­Kinder, als sie ihre Reisepläne ­verkündete. Auch das hatte sie ihnen ersparen wollen: das schlechte Gewissen, das ihre ­eigene Kindheit durch­zogen hatte, das ständige Gefühl, ­entweder den einen oder den ­anderen Elternteil zu verraten. «Ich fliege nach Santa Fe. Dort feiert niemand allein!» «Super, Mama. Cool!» Von wegen! Eingeklemmt in dieser Masse von Menschen fühlt sich Sandra einsamer, als sie es für möglich gehalten hätte. Einsamer als vor zwei ­Jahren, als sie Weihnachten zum


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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Fahrt in die Region Lens. 2. Tag: Fährüberfahrt nach Grossbritannien. Fahrt nach Taunton. 3. Tag: Den heutigen Tag widmen wir dem kleinsten Nationalpark von England, dem Exmoor Nationalpark, sowie der Atlantikküste. In Tintagel geniessen wir einen typisch englischen Cream Tea mit Scones (Hefegebäck). Abends Ankunft in Plymouth. 4. Tag: Fak. Ausflug in den Nationalpark Dartmoor, der als letztes Stück Wildnis Südenglands gilt, und nach Exeter. Abends fak. Fisch-Abendessen am Hafen von Plymouth. 5. Tag: Ausflug nach Land’s End, dem südwestlichste Zipfel Englands, und in den malerischen Künstlerort St. Ives. Abendessen im Fischerdörfchen Looe. 6. Tag: Besuch im Küstenstädtchen Torquay. In Paignton besteigen wir den Dampfzug, der uns entlang der Küste in die Hafenstadt Dartmouth führt. 7. Tag: Fährüberfahrt von Dover nach Calais. Übernachtung in Calais. 8. Tag: Rückfahrt in die Schweiz. Ihre Hotels Wir wohnen vier Nächte im zentral gelegenen guten Mittelklasshotel Crowne Plaza Plymouth T-U U U+ (off. Kat. ****). Auf der Hin- und Rückreise übernachten wir je eine Nacht in guten Mittelklasshotels in der Region Lens, Taunton und Calais.

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22.06.–29.06. 29.06.–06.07. 06.07.–13.07. 13.07.–20.07. 20.07.–27.07. 27.07.–03.08. 03.08.–10.08. 10.08.–17.08.

Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardatum mit Komfortklasse-Bus · Unterkunft in guten Mittelklasshotels · Mahlzeiten: 6 x Halbpension, davon 1 x Abendessen in lokalem Restaurant (5. Tag), 1 x Frühstücksbuffet (4. Tag) · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflug und Abendessen 4. Tag) · Deutschsprechende Lokalreiseleitung (3.–6. Tag, 4. Tag fak.) Pro Person Katalog-Preis* Sofort-Preis 8 Tage im DZ 1750 1575 Einzelzimmerzuschlag 325 Spardatum in Komfortklasse Reise 6 1295 Reduktion Reise 15 und 16 – 100 Nicht inbegriffen Fak. Ausflug Dartmoor und Exeter 60 Fak. Fisch-Abendessen 35

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Grosse Irland-Rundreise Höhepunkte Ihrer Reise ✔✔ Frei wählbar: Pub-Lunch ✔✔ Frei wählbarer Ausflug Ring of Kerry ✔✔ Frei wählbares Siamsa Tire Theater

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Fahrt nach Düsseldorf. 2. Tag: Stadtführung Düsseldorf. In Amsterdam-Ijmuiden Einschiffung auf ein Linienschiff. Übernachtung an Bord. 3. Tag: Schiffspassage Stranraer–Belfast. 4. Tag: Stadtrundfahrt Belfast und Besichtigung des fantastischen Giant´s Causeway. 5. Tag: Besuch vom Glenveagh Nationalpark im Herzen Donegals. 6. Tag: Das hügelige, wild-romantische Connemara ist für seine Steinmauern und mit Reet gedeckten Hütten bekannt. 7. Tag: Fahrt durch das Burren Gebiet zu den Cliffs of Moher. 8. Tag: Ausflug auf die Dingle Halbinsel. 9. Tag: Fakultativ: Panoramafahrt Ring of Kerry und Siamsa Tire Theater, Darbietung des National Folk Theatre of Ireland. 10. Tag: Wir besuchen das Kilkenny Castle. 11. Tag: Stadtrundfahrt in Dublin. Besuch der original Guiness-Fabrik (fakultativ). 12. Tag: Schiffspassage nach Holyhead und Busfahrt nach Hull. Abends Einschiffung in Hull und Übernachtung an Bord. 13. Tag: Rückfahrt ab Rotterdam zurück in die Schweiz. Ihre Hotels Elf Nächte in Mittel- bis Erstklasshotels T-U U U bis T-U U U U. Zwei Übernachtungen auf modernen Linienschiffen (Amsterdam-Ijmudien–Newcastle und Hull–Rotterdam).

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Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus · Unterkunft in Mittel- bis Erstklasshotels · Mini-Kreuzfahrt gem. Programm, Doppel-Innenkabine (Betten übereinander) · Tages-Schiffspassagen gem. Progr. · Mahlzeiten: 9 x Halbpension, 1 x Frühstück (11. Tag), 2 x Schiffspassage mit Frühstück · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflüge 9. und 11. Tag) · Deutschsprechende Lokalreiseleitung in Irland Pro Person Katalog-Preis* Sofort-Preis 13 Tage im DZ 2970 2675 Einzelzimmerzuschlag 380 Reduktion Reise 1 – 100 Nicht inbegriffen Kabinenzuschläge (Fähren): – Doppel aussen (Betten unten) 55 – Einzel innen 140 Fakultative Ausflüge: – Ring of Kerry 55 – Siamsa Tire Theater (Vorausbuchung notwendig) 35 – Guinness Storehouse mit Pub-Lunch 45 null null

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MENSCHEN | MM52, 24.12.2018  25

ersten Mal ohne ihre Kinder ­verbrachte. Eine Gruppe Jugendlicher überholt sie, rempelt sie im ­Vorbeigehen an, es ist nicht bös gemeint. Sie sind betrunken. So betrunken, dass einer stol­ pert, in die Knie geht. Unwillig tritt Sandra zur Seite. Die Menge stockt. Der Junge streckt sich auf der vereisten Strasse aus, ­seine langen Glieder zucken. ­Seine Freunde lachen erst, dann weichen sie zurück. Sandra geht in die Knie. Sie sieht Schaum zwischen den blassen Lippen hervortreten und weiss, dass das nichts Gutes bedeutet. «Hilf mir», sagt eine Stimme, und Sandra schaut auf. Eine ­ältere Fau mit grauen Zöpfen und – natürlich – einer blinkenden Lichterkette um den Hals drängt sich durch die Menge und beugt sich über den Jungen. «Halt ihn fest», sagt sie zu Sandra. Und Sandra gehorcht. Ohne zu überlegen. Sie dreht den Jun­ gen auf die Seite, drückt s­ eine Schultern zu Boden. Denkt an ­ihren eigenen, kleineren, leicht übergewichtigen Sohn und ­vermisst ihn mit einer Heftig­ keit, die ihr den Atem raubt. Die grauhaarige Frau rammt eine Spritze durch die dünnen

Jeans in den mageren Ober­ schenkel. «Naloxon», erklärt sie. «Der Sheriff verteilt diese S ­ pritzen recht freizügig. Wir ­haben eine Epidemie hier, weisst du.» Sandra weiss nicht, aber sie nickt. Hält die Frau sie für eine Einheimische? Der Junge schaudert, schnappt nach Luft, setzt sich auf. «Scheisse, Mann!» «Gern geschehen», sagt die grauhaarige Frau trocken. Dann schaut sie ihn genauer an. «Hey», sagt sie. «Ich kenne dich. Du bist Eddy.» «Eddy!», rutscht es Sandra ­heraus. «Kennst du ihn auch?» «Nein, aber mein Sohn heisst Eddy.» Sie streckt die Hand aus. «Sandra.» «Mary.» Er versucht aufzustehen, die beiden Frauen helfen ihm, stützen ihn. Sandra schaut sich um: Eddys Freunde haben sich aus dem Staub gemacht. «Hast du ein Auto?» Sandra schüttelt den Kopf. «Ich bin Touristin.» «Oje! Willkommen in Santa Fe!» Mary lacht. Sie überlegt ­einen Moment, dann sagt sie: «Wir bringen ihn zu mir

nach Hause. Ich wohne nicht weit.» Sie führt sie zwischen den Häusern hindurch in eine ruhigere Seitenstrasse. Eddy zieht die Füsse nach. Immer ­wieder knicken seine Knie ein. «Er war mein Schüler», ­erzählt Mary. «Nicht der erste, den ich in diesem Zustand ­antreffe. Und es wird auch nicht der letzte sein.» Über Eddys Kopf hinweg schaut sie Sandra an. «Ich hab meinen eigenen Sohn so verloren. Damals gab es noch kein Naloxon.» «Hm.» Sandra weiss nicht, was sie darauf sagen soll. «Du hast doch keine Ahnung! Überleg mal, was Weihnachten wirklich bedeutet», hat ihr Lola letztes Jahr ins Gesicht ­geschleudert. Als alles besonders perfekt sein sollte, besser als i­ m Jahr zuvor. «Sei ehrlich», sagt Mary ­später, als sie in ihrem gemüt­ lichen Wohnzimmer vor dem ­Feuer sitzen, Wein trinken und auf Eddys Mutter warten. «Das ist das schlimmste Weih­ nachtsfest deines Lebens!» Sandra schluckt ihre ­­Rührung herunter. «Vielleicht das zweitschlimmste», sagt sie ­trocken und hebt ihr Glas. «Wir sind nicht allein.» MM

Milena Moser (55) hat mehrere Bestseller verfasst, darunter «Die Putzfraueninsel», mit dem die Zürcherin 1991 den internationalen Durchbruch schaffte. Seit 2004 leitet sie zudem Schreibworkshops in Amerika und in der Schweiz. 2015 zog die Mutter zweier erwachsener Söhne nach Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico.


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mit luxuriöser MS Frédéric Chopinbbbbk 1. Tag Schweiz–Berlin–Potsdam Im ICE nach Berlin. Kurze Stadtrundfahrt (inkl.). Einschiffung, Abfahrt. 2. Tag Potsdam–Brandenburg–Calvörde Rundgang(1) durch die interessante Flussinselstadt Brandenburg. Weiterfahrt über das Elbe-Wasserstrassenkreuz. 3. Tag Calvörde–Peine–Hannover Ab Peine Ausflug(1) nach Hannover mit Wahrzeichen wie dem Rathaus oder den prachtvollen Herrenhäuser Gärten. 4. Tag Hannover–Minden–Nienburg Busausflug(1) ab Minden zum Schloss Bückeburg. Rundgang(2) durch die 1000-jährige Fachwerkstadt Nienburg. 5. Tag Nienburg–Bremen Nachmittags Rundgang(1) durch Bremen mit Marktplatz, Rathaus, Rolandstatue, Schnoor-Viertel und Bremer Stadtmusikanten. 6. Tag Bremen–Oldenburg–Kampe–Dörpen Besichtigung(1) von Oldenburg mit der ältesten Fussgängerzone Deutschlands.Fahrt auf dem Küstenkanal. 7. Tag Dörpen–Groningen Weiterfahrt auf der Ems. Besuch(1) der Papenburger Meyer-Werft, wo die grossen, bekannten Kreuzfahrtschiffe gebaut werden. 8. Tag Groningen–Lemmer Rundgang(1) Groningen. 9. Tag Lemmer–Den Helder Ausflug(1) zu den historischen Friesenstädten. Fahrt über das IJsselmeer. 10. Tag Den Helder–Alkmaar–Amsterdam Rundgang(1) durch das dank seines Käsemarktes bekannte Alkmaar mit reizvoller Altstadt. In Amsterdam romantische Grachtenfahrt(1) am frühen Abend. 11. Tag Amsterdam–Schweiz Ausschiffung und Bahnfahrt mit dem ICE via Frankfurt in die Schweiz.

Panorama-Salon

Amsterdam–Berlin Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge mit kleinen Anpassungen. 1 Tag länger in Leer (Ostfriesland) mit Ausflug Emssperrwerk(2), am 11. Tag Stadtrundfahrt Potsdam(2). MS Frédéric Chopinbbbbk Das für die norddeutschen Wasserstrassen konzipierte Schiff bietet den 80 Passagieren viel Komfort und Ambiente. Alle Kabinen sind mit Dusche/WC, Föhn, Musikkanal, TV, Safe, Minibar, Bordtelefon und individuell regulierbarer Klimaanlage ausgestattet. Die ca. 12 m² grossen, aussen liegenden 2-Bettkabinen verfügen entweder über ein Doppelbett (1.50 × 2.00 m) mit zwei Matratzen oder über ein Sofabett und ein feststehendes Bett. Eine der beiden Deluxe Kabinen (ca. 13 m²) besitzt ein Doppelbett mit zwei Matratzen, die andere ein Sofabett sowie ein quer stehendes Bett. Die 1-Bettkabinen (ca. 9 m²) verfügen über ein Sofabett. Alle Kabinen auf dem Oberdeck mit französischem Balkon, auf dem Hauptdeck mit nicht zu öffnendem Fenster. Im gemütlichen Restaurant werden internationale Spezialitäten und regionale Speisen zu einer Tischzeit serviert. Zur Bordausstattung gehören Panorama-Salon mit Bar, Souvenir-Shop sowie Sonnendeck mit Sonnensegel, Liegestühlen und Tischen. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt).

Reisedaten 2019 Es het solangs het Rabatt Berlin–Amsterdam, 11 Tage Amsterdam–Berlin, 12 Tage 01.06.–11.06. 200 11.06.–22.06. 200 06.07.–16.07. 200 16.07.–27.07. 200 27.07.–06.08. 200 06.08.–17.08. 200 17.08.–27.08. 200 27.08.–07.09. 200 Leistungen: Flusskreuzfahrt mit Vollpension an Bord, Bahnfahrt 2. Klasse ab/bis CH-Wohnort, Basis ½-Tax-Abo inkl. Platzreservation, Transfers Bahnhof–Schiff–Bahnhof mit kurzer Stadtrundfahrt in Berlin, alle Schleusenund Hafengebühren, Thurgau Travel-Reiseleitung, Zugbegleitung bei An-/Rückreise, Audio-Set bei Ausflügen Preise p. P. in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck hinten 2-Bettkabine Hauptdeck 2-Bettkabine Deluxe Hauptdeck 2-Bettkabine Oberdeck franz. Balkon 1-Bettkabine Hauptdeck 1-Bettkabine Oberdeck franz. Balkon Zuschlag Alleinbenutzung Hauptdeck(5) Zuschlag Alleinbenutzung Oberdeck Zuschlag 2. Klasse ohne ½-Tax-Abo Zuschlag 1. Klasse mit ½-Tax-Abo Zuschlag 1. Klasse ohne ½-Tax-Abo Zuschlag Flug Ausflugspaket (10 Ausflüge) Annullations-/Assistance-Versicherung

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Migros-Welt

17:05 Uhr

Metallbauer Emilio Lattarulo veranstaltet ein kurzzeitiges Feuerwerk in der Mechanischen Werkstatt des Verteilzentrums Schönbühl. Über diese Logistikplattform versorgt die Genossenschaft Migros Aare täglich rund 130 Supermärkte und 70 Gastrobetriebe zwischen Gstaad und Spreitenbach mit Frischeartikeln.

Bild: Nik Hunger

Migros-Moment in Schönbühl BE


30  MM52, 24.12.2018 | MIGROS-WELT Festtagsmenü

Kulinarischer Rutsch Was isst man in der Schweiz zwischen den Jahren? Neben nationalen Klassikern wie Raclette und Fondue chinoise gibt es regional einige Überraschungen, was die Leute in der Migros einkaufen. Text: Andreas Dürrenberger

Basel

Aare

Wienerli: Zum Jahreswechsel gehen die Verkaufszahlen von Wienerli bei der Migros Basel ab wie eine Silvesterrakete. Die Würstchen sind ein beliebter Snack nach Mitternacht.

Zopf: «Züpfe» in allen Variationen stehen bei vielen Kundinnen und Kunden der Migros Aare auf dem Einkaufszettel.

Waadt Krustentiere: Sie gehören zu den fünf meistverkauften Pro­ dukten der Migros Waadt. Angeführt wird die Liste allerdings von Rauchlachs.

Genf

Neuenburg Truthahn: Im Fleisch­ sortiment der Migros Neuenburg-Freiburg ist der Truthahn weit v­ orne. Noch beliebter sind aller­ dings die Klassiker Fondue chinoise und Tischgrill.

Wallis Rauchlachs: Besonders gut verkauft sich zu Silvester bei der Migros Wallis der Rauchlachs. Sowieso das ganze Jahr beliebt ist Raclette.

Bilder: Getty Images(13), zVg (2)

Gratin de Cardon: In Genf kommt zu ­Silvester eine Spezia­ lität auf den Tisch, die es nur dort gibt: Gratin de Cardon. ­Cardon, zu Deutsch Kardy, ist ein artischo­ ckenähnliches Gemüse. Die Stengel werden als Gratin gebacken. Cardon ist das einzige Gemüse der Schweiz mit AOC-Herkunfts­ bezeichnung.


MIGROS-WELT | MM52, 24.12.2018  31

Zürich Austern: Sie sind nicht jedermanns Sache, aber zu Silvester bei der Migros Zürich sehr gefragt.

Klassiker

Die Lieblinge der Schweiz

Luzern Hummer: In der Zentral­ schweiz mag mans offenbar edel und gönnt sich zum Jahreswechsel Hummer. Er führt bei der Migros Luzern die Hitliste im Bereich Tiefkühlsortiment an.

Ostschweiz Krustenkranz: Ein knuspriges Brötli vom Krustenkranz passt zum Wienerli, das wie in Basel auch in der Ostschweiz grossen Anklang findet.

Raclette: Der Name ­leitet sich vom französi­ schen Wort «racler» ab, was «schaben» heisst. Deshalb ist für Walliser die Variante mit Pfänn­ chen und Ofen auf dem Tisch auch kein richtiges Raclette. Richtig gehts so: Die Schnittkante eines halben Käselaibs wird angeschmolzen und nach und nach abge­ schabt – nur das ist für Walliser ein Raclette, das diesen Namen verdient.

Fondue chinoise: Dünn geschnittenes Fleisch, ein Rechaud, ein Topf mit Bouillon und verschiedene Sösseli – fertig ist der Festtags­ klassiker schlechthin. Der Name Fondue chinoise verweist tat­ sächlich auf die chine­ sischen Wurzeln dieses Gerichts. Der Hotpot oder Feuertopf ist in China seit dem 5. Jahr­ hundert bekannt. In der Schweiz verbreitete sich Fondue chinoise seit den 1970er-Jahren.

Tessin Sushi: Die gemischte ­Aufschnittplatte als Vorspeise bekommt im Tessin Konkurrenz: Sushi wird immer beliebter. Um Mitternacht gibt es dann aber wieder traditionell Tessiner ­Zampone oder Cotechino, zwei Wurstspezialitäten.

Käsefondue: Es ist DAS Schweizer National­ gericht. Dass es diesen Status erreicht hat, ver­ dankt das Käsefondue den findigen Köpfen der Schweizerischen Käse­ union. Sie lancierte in den 50er-Jahren eine breit angelegte Werbe­ kampagne mit dem Slogan «Fondue isch guet und git e gueti Luune» – kurz «FIGUGEGL».  MM


32  MM52, 24.12.2018 | MIGROS-WELT

Tragtaschen

Migros stellt auf Recyclingpapier um Die Papiertragtaschen der Migros werden zukünftig ausschliesslich aus Recyclingpapier hergestellt. Die Trag­ taschen aus recyceltem Papier gibt es ab 1. Januar 2019 an allen Migros-Kassen der Schweiz zu kaufen. Der Preis der Taschen bleibt unverändert und beträgt auch in Zukunft 30 Rappen.

Blickfang

Gratis ins Museum Der «colourkey» ist e ­ ine höchst attraktive Freizeitkarte für Jugendliche und junge E ­ rwachsene bis 25 Jahre. Sie profitieren von über 200 Vergün­s-­ ti­gungen und mehr als 50 Gratis­angeboten. Die Karte e ­ rmöglicht es, Konzerte, ­Tanzstunden, Theater u ­ nd vieles mehr auszuprobieren, neu zu ­entdecken oder z­ um ­ermässigten ­Preis zu ­besuchen. Zum Angebot zählen ­ auch 25 Museen, zum ­Beispiel das Kunstmuseum, die Fondation Beyeler und das Haus der elektro­ nischen Künste (Bild oben). Mit ­«colourkey» ist der ­Eintritt gratis. Weitere Angebote und aktuelle Specials auf colourkey.ch oder auf Instagram: @_colourkey_

Mehr von der Migros Basel ab Seite 49

Wichtelhaus «Unser Sohn Sandro (6) hatte die Idee, für Finn ein Wichtelhaus aus Lego zu bauen. Ihm geht es bei uns wunderbar. Wir freuen uns, auch den anderen Wichteln ein Zuhause zu geben.» Sabrina Zweifel, Degersheim SG

Hochladen: www. migmag.ch/blickfang

Frage der Woche

Stimmt es, dass die Migros das Verfallsdatum auf Lebensmitteln erfunden hat? Die Migros hat das aufgedruckte Datum auf Produkten nicht erfunden, aber in der Schweiz lange vor allen anderen Detailhändlern eingeführt: Sie kennzeichnete schon in den 30er-Jahren verderbliche Waren mit einem Stempel. 1967 folgte das umfassende Migros-Data-­ System: Die Produkte trugen von nun an ein Datum, bis zu dem sie verkauft werden durften. Ältere Kunden erinnern sich teilweise noch an die einprägsame Kampagne zur Einführung des Systems: Werbespots und Plakate zeigten eine Frau, der eine Augenbinde abgenommen wurde.  MM

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar ­unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben ­genannte Nummer sind gratis.

Bilder: zVg

Migros Basel

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-­ Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.

Weiterhin aus sogenanntem Frischfaserpapier hergestellt werden die beiden Traggriffe der Tasche. Das Papier ist dank seiner längeren Fasern etwas reissfester als recyceltes Papier. So gibt es bei den ab Neujahr erhältlichen Recycling-Tragtaschen keine Einschränkungen beim Transport, und sie vertragen dasselbe Warengewicht wie Tragtaschen aus normalem Papier.


MIGROS-WELT | MM52, 24.12.2018  33

Katerfrühstück Migusto

Ausgiebig gefeiert und verkatert aufgewacht? Jetzt muss ein währschafter Zmorge her! Wir zeigen, wie man Eier, Käse und Gemüse in grosse Brötchen büschelt. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder: Martina Meier Rezept: Andrea Pistorius

Herausnehmen und sammeln!

Brunchen rund um den Globus Feine Rezepte aus aller Welt auf migusto.ch/Brunch

Das Kochmagazin der Migros Für Clubmitglieder gratis per Post. Jetzt anmelden: migusto.ch

Brötchen oder ­Frischback-Flûtes ­werden mit ­einem Gemüse-­Ei-Käse-Mix gefüllt.


34  MM52, 24.12.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step

Gemüse-Brötchen mit Ei    1

Backofen auf 150°C vorheizen. Pilze halbieren und in Scheiben schneiden. Die Tomate und den Käse fein würfeln. Frühlingszwiebeln samt Grün in Ringe schneiden, wenig vom Grün für die Garnitur beiseitelegen.

5

Je 1 Ei vorsichtig in die Mulde gleiten lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. 15–20 Minu­ ten in der unteren Ofenhälfte garen, bis das ­Eiweiss gestockt ist. Vor dem Servieren mit bei­ seitegelegtem Zwiebelgrün bestreuen.

2

Für den Deckel den oberen Teil der ­Brötchen abschneiden. Brote aushöhlen, auf ein Backblech. Deckel und ausgehölte ­Brötchen in der Ofenmitte ca. 2 Minuten ­erwärmen.

Zutaten für 4 Personen 100 g Champignons 1 grosse Tomate 100 g Käse, z. B. Greyerzer 2 Frühlingszwiebeln 4 grosse Brötchen à ca. 100 g 1 EL Olivenöl 2 EL Kapern Salz Pfeffer Paprikapulver 4 frische Eier

3

Inzwischen Olivenöl erhitzen. Frühlings­ zwiebeln, Champignons und Tomatenwürfeli ­anbraten, Kapern dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Käsewürfel beigeben.


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MIGROS-WELT | MM52, 24.12.2018  47

Profi-Tipp

Trinken, essen, laufen 4

Andrea Pistorius, Rezeptautorin

Auf eine feuchtfröhliche Nacht folgt anderntags oft das Elend. Viel (Anti­ alkoholisches) trinken und ein nährstoff­reiches Früh­ stück helfen, den Kater zu kurieren, denn beides gleicht den Elektrolytund Wasserhaushalt ­wieder aus. Eiweissreiche Kost sowie S ­ aures, zum ­Beispiel Rollmops, helfen nur indirekt – sie v­ erstärken den Durst. Von weiterem Alkohol­ genuss ist ­abzuraten, er verlängert den Kater nur. Was helfen kann: eine kalte Dusche, um den Kreislauf anzuregen, eine eiweissreiche Mahlzeit mit einem isotonischen Getränk oder einem Kräutertee, der die Leber­ funktion unterstützt. ­Danach gehts für einen ­längeren Spaziergang an die frische Luft. Das lüftet den Kopf. MM

Brötchen aus dem Ofen nehmen. Gemüsemischung sofort in die vorgewärmten Brötchen verteilen, in der Mitte eine Mulde formen.

TIPPS Statt Brötchen ­können auch Frischback-Flûtes (kleine Baguettes) mit ­Gemüse und einem Ei gefüllt ­werden. Die erste Backzeit vor dem ­Befüllen dauert fünf statt zwei Minuten. ­Herausgezupftes Brot trocknen lassen und für Paniermehl verwenden.

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MIGROS-WELT | MM52, 24.12.2018  49

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für die A ­ ufführung am 25. Februar (19.30 Uhr) Teilnahme: E-Mail mit Stichwort «Drummeli» bis 3. 1. an verlosung@­migrosbasel.ch

Vorfasnacht

Die Stimmung steigt Das «Drummeli» weckt die Vorfreude auf die «drey scheenschte Dääg». Zwei Wochen vor dem Morgestraich lädt das Fasnachts-Comité ins Musical Theater Basel ein: zur Zeitreise «5000 Joor Fasnacht».

Bild: zVg

Text: Moritz Weisskopf

Das «Drummeli», die vom Fasnachts-Comité organisierte Vorfasnachtsveranstaltung, ist die grosse Leistungsschau der Stammvereine. Jeweils 14 Tage vor der Fasnacht – 2019 vom 23. Februar bis 1. März – präsentieren über 1300 Mitwirkende ihr ­Können; von klassischen Fasnachtsmärschen über originelle Arrangements bis zu avant­gardis­ tischen Neukompositionen. Zwischen den Cliquen-­ Auftritten nehmen Schauspieler in «Raame­stiggli» das Zeit­geschehen aufs Korn. Zum ersten Mal in der «Drummeli»-Geschichte zieht sich ein roter Faden durch das Programm. Unter dem Motto «5000 Joor Fasnacht» beziehen sich alle Darbietungen auf historische Ereignisse.

Die Akteure nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Weltgeschichte der vergangenen fünf Jahrtausende – mit starkem ­Bezug zu ­Basel. Ob Neandertaler, Römer, Brückenbauer, Indus­ trielle oder Zünfte: Passend zum Motto wird das Zunftspiel «E. E. Zunft zu Safran Basel» als Gast auf der «Drummeli»-Bühne stehen. Stammvereine von A wie «Alti Glaibasler» bis W wie «Wettstai-­Clique», die Schnitzelbängg «Wanderratte» und «Stroossewischer» sowie das Schauspiel­ensemble sorgen für einen amüsanten Abend, der ganz sicher Vorfreude auf die Basler Fasnacht weckt. MM Info und Tickets: drummeli.ch


50  MM52, 24.12.2018 | MIGROS-WELT

Gesundheit

Gute Besserung Die Einkäufe erledigen und nebenbei gleich noch ein Medikament besorgen: Im Migros Claramarkt ist das seit einem halben Jahr möglich, denn die S­ hop-in-Shop-Apotheke «Zur Rose» ergänzt das Supermarktangebot. Text und Bilder: Moritz Weisskopf

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ie Mitarbeitenden der «Zur Rose»-­ Apotheke im Migros Claramarkt haben in der kalten Jahreszeit alle Hände voll zu tun. Grippe und ­Erkältungen bescheren ihnen mehr Kundschaft als üblich. Viele klagen über eine ­verstopfte Nase, einen schmerzenden Hals oder Husten und erkundigen sich nach ­Medikamenten und anderen Mitteln, um ihre Beschwerden zu lindern. Im Juni eröffnete im Migros Claramarkt die erste «Zur Rose»-Shop-in-Shop-Apotheke der Nordwestschweiz. Deren Kundinnen und Kunden stehen verschiedene Bezugs­ kanäle offen: Sie können die gewünschten Produkte online vorbestellen und während ihres Einkaufsbesuchs im Claramarkt in der Filiale abholen, direkt in der Apotheke beziehen oder auch bequem nach Hause ­liefern lassen. Ob mit oder ohne Rezept: Für Medikamente zahlen sie vergleichsweise günstige Preise. Z ­ udem gibt es auch für Waren aus der Apotheke Cumulus-­ Punkte. Die geschäftsführende Apothekerin ­Anabel Felix berichtet von einem erfolg­ reichen ersten halben Jahr: «Die Kundin-­ nen und Kunden freuen sich, dass sie ihre ­Medikamente in der Migros-­Filiale beziehen und bequem mit dem Einkauf des täg­ lichen Bedarfs verbinden können.» Und das nicht nur wegen der räumlichen Nähe und der vor­teilhaften Preise, sondern auch, weil

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MIGROS-WELT | MM52, 24.12.2018  51

1 Nicht nur Kranke, Kränkelnde und alle, die sich gegen Husten und Schnupfen wappnen wollen, werden im Claramarkt fündig: Das Sortiment umfasst auch eine reichhaltige Auswahl an klas­sischen Artikeln für die Körperpflege. 2 Ganz wie es den ­Kundinnen und Kunden beliebt: Die online bestellten Medikamente ­können sie in der Apotheke a ­ bholen oder nach Hause ­liefern lassen. Zudem erhalten sie auch für alle Waren aus der Apotheke Cumulus-­ Punkte.

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3 «Unsere Kundschaft schätzt die persön­ liche B ­ eratung», so das positive Fazit der geschäftsführenden Apothekerin Anabel Felix ein halbes Jahr nach der Eröffnung.

sie gern vom Angebot der persönlichen ­Beratung G ­ ebrauch machen. «Es ist schön, dass viele nicht nur ihre Medikamente ­abholen kommen, sondern sich auch informieren wollen. Das gibt uns die Möglichkeit, zusätzliche Empfehlungen zu geben», sagt Anabel Felix. So wüssten etwa viele ­Leute nicht, dass sie eine Halsentzündung nicht mit zu heissem Tee kurieren sollten, oder dass ein Husten schneller gelindert werden kann, wenn ­neben Hals und Rachen auch die Nase behandelt wird. Erkältung ist nicht gleich Erkältung

Jahreszeitlich bedingt, kommen zurzeit viele Personen wegen einer Erkältung in die Apotheke. Erkältungen verliefen oft nach einem bestimmten Muster, das allerdings v­ ariieren könne, erklärt die Expertin. «Je nach Erkältungsphase klagen manche Kunden über Symp­tome wie Schnupfen oder Halsschmerzen, andere leiden an beidem.» Damit Anabel ­Felix und ihr Team eine passende Empfehlung geben können, müssen sie aber nicht nur die Symptome kennen, sondern auch über die gesundheitliche Verfassung der ratsuchenden Person im Allgemeinen Bescheid wissen. Nimmt sie oder er weitere Medikamente ein? Leidet sie/er an einer chronischen Krankheit? Sind Arzneimittelunverträglichkeiten bekannt? Informationen, die unter Umständen dazu führen, dass das «Zur Rose»-Team einen Arztbesuch empfiehlt. «Es gibt bestimmte Symptome, bei deren Auftreten wir die ­betroffene Person zum Arzt weiterleiten. Zum Beispiel, wenn offensichtlich eine Bindehautentzündung vorliegt», sagt Anabel Felix. Grundsätzlich sei es jedoch gut, sich erst mal in der Apotheke beraten zu lassen. Zu viele Menschen würden mit einem simplen Husten den Arzt oder gar eine Notfallpraxis aufsuchen. «Wer sich für die kalte Jahreszeit prophylaktisch rüsten will, wird bei uns natürlich ebenfalls fündig», erklärt Anabel Felix. Die Grippesaison dauert voraussichtlich noch bis Ende Februar. Dem «Zur Rose»-­ Team dürfte es aber auch danach nicht langweilig werden, denn: Im Frühling beginnt der Pollenflug. MM


Heiligabend bis 16 Uhr geöffnet Geschätzte Kundinnen und Kunden, damit unsere Mitarbeitenden rechtzeitig im Kreis ihrer Lieben Weihnachten feiern können, schliessen wir am 24. Dezember unsere Filialen um 16 Uhr. Die Migros Basel wünscht schöne Weihnachten.

eiten Öffnungsz hof hn Migros Ba– 20 Uhr

0 24.12., 6.0 0 – 22 Uhr .3 8 25.12., 0 – 22 U h r 26.12., 7.3


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Christa Rigozzi Botschafterin für Excellence Flussreisen

Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

NEU 2019 – Die Donau & die Musik mit dem Schweizer Luxus-Flussschiff Excellence Princess Ihr Reiseprogramm Tag 1 Schweiz > Linz Busanreise nach Linz. Um 19 Uhr legt die Excellence Princess ab. Tag 2 Wien Stadtrundfahrt* mit Besuch eines klassischen Wiener Kaffeehauses. Am Abend Fahrt zum Steinbruch St. Margarethen. Sie erleben die Oper «Die Zauberflöte» unter freiem Himmel. Liebe Flussreisen-Freunde Die Flusslandschaften der Donau kann man immer wieder neu entdecken. Keine Reise ist wie die andere. Hingegen eine Donaureise für Musikfreunde mit Klängen in eindrucksvollen Kulissen wie Mozarts «Zauberflöte» im Steinbruch St. Margarethen, Lehárs «Land des Lächelns» an den Seefestspielen Mörbisch unter freiem Himmel, dazu – Konzerte auf dem romantischen Schloss Grafenegg – dies alles lässt das Herz aller Musik-Freunde höher schlagen. Ich freue mich, Ihnen heute diese besondere Flussreise anzubieten. Dies zu einem erstaunlichen Preis, denn mit der Excellence Princess ist ein elegantbehagliches Luxusschiff Ihre Gastgeberin. Willkommen auf der Donau. Wir, die Schweizer Schiffsreisenmacher der ersten Stunde haben eine fantastische Route für Sie kreiert. Flussreise bei der alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Herzliche Grüsse, Ihr THEMEN 2019 FLUSSREISEN r · Winterzauber Sport · Gourmet

Stephan Frei Geschäftsleiter

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Unterwegs mit Experten und Gleichgesinnten

Tag 3 Wien > Tulln Heute haben Sie die Möglichkeit zu einem erlebnisreichen Ausflug ins Burgenland (Fr. 48). Die Excellence Princess kreuzt nach Tulln. Auf Schloss Grafenegg erleben Sie das European Union Youth Orchestra (Mozart Klarinettenkonzert). Tag 4 Budapest Ihr Schiff erreicht die ungarische Hauptstadt. Am Abend laden wir zu einem Folkloreabend – natürlich mit typisch ungarischem Gulasch (Fr. 65).

Tag 8 Bratislava > Wien Altstadtführung* in Bratislava, der charmanten Hauptstadt. Vorbei an den Weinbergen der Wachau, kreuzt die Excellence Princess ins Burgenland. Am Abend Besuch der Seefestspiele Mörbisch mit der Operette «Das Land des Lächelns» von Franz Lehár. Tag 9 Dürnstein Auf einem Rundgang* lernen Sie das bezaubernde Donaustädtchen Dürnstein kennen. Im ehemaligen Klosterstift Dürnstein lauschen Sie einem kleinen Orgelkonzert. Tag 10 Passau > Schweiz Ankunft in Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise. * Ausflugspaket

Tag 5 Budapest Stadtrundfahrt* in Budapest. Staunen Sie über die prachtvollen Gebäude. Am Nachmittag führen wir Sie in die nahe gelegene Apajpuszta zu einer traditionellen Czarda (Fr. 48). Tag 6 Budapest Gegen Mittag legt die Excellence Princess Richtung Krems ab. Tag 7 Krems Geniessen Sie die Ufer des Donautals von Bord. Abends präsen präsentiert das Tonkünstler-Orchester auf Schloss Grafenegg Beet Beethoven Violinenkonzert und Schostakowitschs Symphonie No. 6.

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Musikprogramm Oper «Die Zauberflöte» von W. A. Mozart Die schroffe Felslandschaft des Steinbruchs bietet die atemberaubende Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und Vernunft. Konzert «EU Youth Orchestra» Das European Union Youth Orchestra setzt sich aus Talenten aus allen 28 EU-Staaten zusammen und erfüllt seit mehr als 40 Jahren die Aufgabe als klingender EU-Botschafter. Konzert «Tonkünstler-Orchester» 1907 fand im Wiener Musikverein das erste Konzert des Wiener Tonkünstler-Orchesters statt. 2003 richteten sie eine eigene Abteilung für Musikvermittlung ein. Operette «Das Land des Lächelns» Die imposante Seebühne inmitten der atemberaubenden Naturkulisse des Neusiedler Sees verspricht einen Abend, der lange in Erinnerung bleibt. Ihre Begleitung – Heinz Weber Lange war er Geschäftsleiter unserer Schwesterfirma Twerenbold, immer war er ein Liebhaber der klassischen Musik. Heinz Weber teilt mit Ihnen gerne seine Leidenschaft und sein Wissen über die österreichische Klassikszene auf dieser Musikreise.

Die Excellence Princess bietet Platz für 186 Reisegäste. Die 81 Komfortkabinen und 12 Junior Suiten befinden sich aussen, sind erstklassig-exquisit ausgestattet: Dusche/WC, Sat.-TV, Minibar, Safe, Föhn, Haustelefon, individuell regulierbare Klimaanlage, Heizung und Stromanschluss (220 V). Entree mit Lobby und Rezeption. Zwei Restaurants: Das stilvoll-elegante Panorama-Restaurant und das À-la-carte-Restaurant am Schiffsheck. Glasüberdachte Sky Lounge mit Bar, Sonnendeck mit Golfputting-Green, Fitnessbereich, geheiztem Whirlpool, Liegestühlen, Sitzgruppen und Schattenplätzen. Wellnessbereich mit Sauna. Willkommen an Bord!

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Leben MM52

Umfrage

Kleiden Sie sich an Weihnachten festlich? Wir geben uns viel Mühe, kaufen aber nicht nur dafür etwas Neues.

59 %

O ja, wir kaufen ­etwas und putzen uns so richtig fein heraus. 1, 2 oder 3?

Monica Müller (44) hat zwei B ­ uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Ich bin es nicht. Aber es gibt sie. Sie heisst Lily und wohnt bei uns im Haus. Seit der Grosse (8) sie kennt, schwärmt er von ihr. Schimpfe ich, weil er zum tausendsten Mal ein Glas Wasser ­verschüttet hat, sagt er: «Lily würde einfach finden: Es ist nichts passiert.» Schreie ich etwas zu laut, weil ich eine Aufforderung zum achten Mal wiederhole, stellt er fest: «Lily hätte das netter ­gesagt.» Kürzlich, an einem Samstagmorgen um acht Uhr, begleite ich den Grossen ins Hockey. Auf dem Heimweg fährt das Tram ­wegen einer Störung nicht. Ich schultere die Einkäufe und ziehe die Hockeytasche vier Stationen bergaufwärts. Als wir – ich atemlos, er beschwingt – bei unserer Station ankommen, steht da Lily. Der Grosse teilt ihr mit, dass sie vergebens aufs Tram wartet. Dann verkündet er: «Lily ist die liebste Mutter.» Und jetzt?

26 %

Nein, wir fühlen uns in unseren normalen Alltagskleidern am wohlsten.

10 % Wir feiern auf die ­witzige Tour: in ­kitschigen Weihnachtspullovern ...

5 % 1   Ich lasse mich gehen und breche in Tränen aus. 2   Ich schreibe Lily ein SMS und gebe das Kompliment weiter. 3   Ich fische nach einem Kompliment für mich.

170 Abstimmende famigros.ch Eine Umfrage von

Antwort 2: Lily ist wirklich nett: Sie antwortet sehr belustigt und schreibt: «Meine Buben würden etwas anderes sagen.» Wir vereinbaren bei Gelegenheit einen Kindertausch. Ich hoffe, der Realitätscheck fällt zu meinen Gunsten aus.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Die perfekte Mutter


58  MM52, 24.12.2018 | LEBEN

Familie Diggelmann aus Thailand und der Schweiz

Weihnachten feiern will gelernt sein Für Weihnachtszauber sorgen: Jesse und Manuel Das essen wir am liebsten: Wir essen nicht immer das Gleiche, aber wir mögen alle Voressen. Was es dieses Jahr gibt, wissen wir noch nicht. Aber wohl etwas Schweizerisches. Bauen Sie buddhistische Bräuche ein? Nein. Wir leben in der Schweiz und möchten darum ein authentisches Weihnachtsfest feiern. Das lustigste Erlebnis: Typische Silvestergirlanden mit der Weihnachtsdeko verwechseln. Oma Helena hat es bemerkt, da haben wir ganz schön gelacht. Lieblingsweihnachtslied: «I Wish You a Merry Christmas» von Bing Crosby Lieblingsguetsli: Alle mit Schoggi und Nüssen

Jesse 40 Jahre

Manuel 37 Jahre

Nilo 2,5 Jahre

Mio 4 Jahre


LEBEN | MM52, 24.12.2018  59

Weihnachtsfest

Mailänderli meets Pekingente Viele Menschen feiern Weihnachten, obwohl sie keine Christen sind. Wir wollten von drei Familien aus unterschiedlichen Kulturen wissen, was sie vom Tannenbaum halten, welche Köstlichkeiten auf den Tisch kommen und wie sie ihre Herkunft ins Festritual einfliessen lassen. Text: Dinah Leuenberger  Bilder: Désirée Good

D

ie Liebe führte Jesse Diggelmann in die Schweiz. Sie lernte ihren Mann Manuel in ihrer Heimat Thailand kennen, seit vier Jahren wohnt sie mit ihm in Schaffhausen. Das Schweizer Weihnachtsfest war ihr bis dahin komplett fremd, die hiesigen Tradi­tionen kamen ihr reichlich verwirrend vor. ­Den Weihnachtsbaum etwa kannte sie zwar auch von Thailand her: «Aber der wird dort e­ infach so aufgestellt, und ­niemand weiss genau, warum.» Eine grosse Hilfe bei der Einweihung in die Festrituale sei ihr vor ­allem Oma ­Helena gewesen, die a­ nfänglich alles ­organisierte, ­erzählt ­Jesse ­Diggelmann. «Zuerst habe ich die D ­ ekorationen von ­Helena ­kopiert. Weil ich es lernen wollte.» Mittlerweile schmückt sie den Christbaum gemeinsam mit ihren Söhnen. Und ­ dadurch, dass ihr ­älterer Sohn Mio (4) im Kinder­garten die religiösen Zusammen­ hänge des Weihnachtsfests lernt, habe sie diese nach und nach auch verstanden. Familie wird hier grossgeschrieben

In der Weihnachtszeit guetslet nicht nur der gelernte Bäcker-Konditor Manuel, sondern die ganze Familie.

«Heute freue ich mich g­ enauso auf Weih­ nachten wie m ­ eine beiden Jungs.» Sie liebt es, dass man dann Zeit f­ üreinander hat, ­gemeinsam ­dekoriert und etwas Feines isst. In Thailand sei der Familienzusammenhalt an religiösen F ­ esttagen nicht so gross wie hier. Dabei ist Religion für Jesse grund­ sätzlich wichtig, sie gehört dem Buddhismus

an. Ihre thailändische F ­ amilie feiert ­buddhistische Traditionen und Bräuche. Die wichtigsten thailändischen ­Feiern ­begeht Jesse nach wie vor auch in ­ihrer ­neuen H ­ eimat, wie zum Beispiel das Songkran-Wasser-Festival im April, an dem ­Buddhastatuen mit Wasser ­ begossen werden. Ihrer Vergangenheit in Thailand trauere sie indes nicht nach: «Ich lebe im Moment.» Und weil ihre Söhne dereinst in der Schweiz zur Schule gehen ­werden, möchte sie ihnen ein authentisches Weih­ nachtsfest bieten: Wenn alle von Geschen­ ken und Weihnachtsbäumen s­ prechen, ­sollen das ihre Söhne auch tun können. «Ich will, dass sie integriert sind. In ­diesem Moment ist es mir egal, welcher Religion ich ­an­gehöre.» Mio tritt dieses Jahr sogar im Weihnachts­musical der Kirch­ gemeinde auf. So wird die ganze Familie den Weihnachtsgottesdienst besuchen. Neben dem Weihnachtsbaum gehören für Jesse inzwischen Geschenke ebenso zum Fest wie feines Essen. Und selbst in die hohe Kunst der «Guetslete» wurde sie ­eingeweiht – von Manuel, dem gelernten ­Bäcker-Konditor, höchstpersönlich. Übrigens: Gesungen wird an Weihnach­ ten auch bei Familie Diggelmann: «Wir ­tanzen und lachen und sind bestimmt nicht die Leisesten. Aber das g­ ehört doch dazu!» Weitere Porträts auf den Seiten 61 und 63


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LEBEN | MM52, 24.12.2018  61

Patrick Wu 8 Jahre Junli Hu 48 Jahre Jing Wu 46 Jahre

Leo Wu 18 Jahre

Zhenying Hu 80 Jahre

Familie Wu-Hu aus China

Zeit für die Familie Für Weihnachtszauber sorgen: Patrick und Leo Das ist komisch an Weihnachten: Wir kennen eine ­Familie, die an Weihnachten ­wandern geht. Aber dafür ist es doch zu kalt!

F

Kefei Liu 76 Jahre

Das essen wir am liebsten: ­ Fondue, Raclette und Grittibänze. Leo bäckt Schoggitorte oder Brownies. Patrick­ ­assistiert, und er kann sehr gut d ­ ekorieren.

amilie Wu-Hu lebt schon lange in der Schweiz. Vater Junli kam vor über 20 Jahren hierher, um zu studieren. Seine Eltern folgten, und auch seine Frau Jing wohnt mittlerweile seit zehn ­Jahren in Zürich. Die Familie ist gut integriert: «Das Wichtigste ist die Sprache. Und wir sind auch sehr offen, darum haben wir schnell Freunde gefunden», sagt Mutter Jing. Inzwischen hat die Familie die Schweizer Bräuche und Traditionen angenommen und feiert vor allem gern Weihnachten.

Bauen Sie chinesische Bräuche ein? Ja, beim Essen. Wir essen oft Peking­ente und ­Fondue­ chinoise. Nicht immer am s­ elben Tag, aber ­generell in der ­Weihnachtszeit.

Das lustigste ­ Erlebnis: Der Schneemann vom letzten Jahr war ­ grösser als Jing Wu. Und er wollte und wollte einfach nicht schmelzen.

«Es ist vergleichbar mit dem chinesischen Neujahrsfest, das wir hier aber nicht mehr feiern», erzählt Junli Hu. Im Vordergrund steht die gemeinsame Zeit, religiöse Rituale interessieren die Familie weniger. «Ich finde das kein Widerspruch. Für uns ist es wichtig, dass wir zusammenkommen und Zeit füreinander haben», sagt er. Ohne Hektik geniessen sie die freien Tage, machen Spiele oder Wellness. Sie kochen ­gemeinsam und beschenken sich. Auch Leo freut sich: Er ist zuständig für die gross­

Lieblingsweihnachtslied: «Last Christmas» von Wham! Lieblingsguetsli: Mailänderli

an­gelegte Guetsliproduktion. Seine Gross­ eltern Zhenying und Kefei wiederum freuen sich auf das Turnen im Senioren- Sportklub, wo sie die zusätzlichen Guetsli­pfunde wieder verbrennen. «Und ich gehe dieses Jahr zum ersten Mal Ski fahren», ruft Patrick v­ oller Vorfreude. Vorher dekoriert er aber noch den Weihnachtsbaum und übt Weihnachtslieder: Er singt im Chor – zur ­grossen Freude seiner Mutter Jing Wu: «Im Vergleich zu China ist es in der Schweiz sehr ruhig. Ein bisschen Musik schadet also nicht.»


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LEBEN | MM52, 24.12.2018  63

Vedat 34 Jahre

Yagmur 28 Jahre

Familie Tapan aus der Türkei und der Schweiz

Das Beste aus beiden Kulturen Für Weihnachtszauber sorgt: Yagmur Das ist komisch an Weihnachten: Bis jetzt nichts – aber wir kennen ja noch nicht alle Einzel­heiten.

E

Kuzey 4 Jahre

Poyraz 2 Jahre

Das essen wir am liebsten: Wir kochen mit Y ­ agmurs Arbeits­kollegin m­al schweizerisch, mal ­türkisch. Uns schmeckt alles, Hauptsache, wir sind zusammen.

in Haushalt, zwei Kulturen: So lebt Familie Tapan aus Basel. Yagmur (28) ist in der Schweiz aufgewachsen, ihr Mann Vedat (34) kam vor fünf Jahren aus der Türkei hierher. Beide ­gehören der islamischen alevitischen Glaubensgemeinschaft an. Die Religion ist ihnen wichtig. Weil sie in der Schweiz leben, ­wachsen die Kinder mit zwei Kulturen auf: «Es wäre komisch, wenn ich meinen Kindern die Schweizer Bräuche vorenthalten würde», sagt Yagmur. Später sollen sie selbst

Bauen Sie türkische Bräuche ein? Ja, wir mischen beide ­Kulturen, schliesslich wachsen unsere ­ Kinder auch mit zwei ­K­ulturen auf.

Das lustigste Erlebnis: Als Vedat den Samichlaus spielte, dabei aber den Bart vergass. Kuzey erkannte ihn ­natürlich sofort.

entscheiden können, welcher R ­ eligion sie angehören möchten. Dass es zwischen dem Christentum und dem Islam Unterschiede gebe, habe der Ältere, Kuzey, ­bereits erkannt, auch weil die Familie mehrmals in der Türkei Urlaub gemacht hat. Die Tapans zelebrieren Bräuche aus beiden Religionen. Sie fasten für 12 Tage, wie es die Aleviten tun, feiern Ostern und Weihnachten. «Meine absolute Lieblings­tradition! Auch, weil es in der ganzen Stadt schön leuchtet.» Sie möge die D ­ ekorationen und

Lieblingsweihnachtslied: «Stille Nacht, heilige Nacht» Lieblingsguetsli: Selbst­gebackene, v­ erzierte ­Mailänderli

die besinnliche Zeit mit der Familie, sagt ­Yagmur. Ihre ­Eltern leben zwar auch in der Schweiz, aber Weihnachten feiern die Tapans vor allem mit Yagmurs Arbeitskollegin, die Christin ist. Mit ihr ging sie auch schon in die Kirche. ­Abwechselnd findet das Fest bei ihr oder bei den Tapans statt. Alle kochen und ­essen zusammen – mal schweizerisch, mal türkisch –, die Kinder packen Geschenke aus und singen gemeinsam Weihnachtslieder. «Ich singe auch, aber mein Mann ist noch nicht sattelfest», sagt Yagmur und lacht. MM


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LEBEN | MM52, 24.12.2018  65

Stadt, Land, Stutz

Illustration: Rinah Lang

Kopfnuss für den König

Lisa Stutz (25) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

Josef hat seinen Text vergessen, und Maria hält das Jesuskind kopfüber. Der Engel winkt seinem Opa, und der Hirte gibt einem der Heiligen Drei Könige eine Kopfnuss. Ein Mal im Jahr – am Abend des 24. Dezember – bin ich in der Kirche. Und da gehen ­jedes Mal die Apostel, äh, geht die Post ab.

Er fühlt sich in dem Moment wie der US-amerikanische Filmer Michael Moore und geht mit ernst-wichtiger Miene gebückt die ­Kirchenbänke entlang, um seine Sophia als Schäfchen für die Nachwelt festzuhalten. Fraglich, ob sich jemand dieses Video tatsächlich nochmals anschauen wird.

Sie müssen wissen: Mein Gotti ist Reli­gions­ lehrerin. Immer an Heiligabend führt sie mit ihrer Klasse ein Krippenspiel in einem nahegelegenen Dorf auf. Weil ich ein vorbild­liches Gottenkind bin, gehöre ich in der kleinen Kirche zu den Stamm­gästen. Obwohl die Kinder und Eltern jedes Jahr andere sind, bietet sich immer das gleiche Schauspiel: Die Kinder sind süss und t­ ollpatschig, mein Gotti ein bisschen nervös und die ­Eltern, nun ja, die werden ganz g­ spässig. Es gibt immer den einen Vater, der das ­ Krippenspiel mit der Klappkamera filmt.

Es gibt die topgestylte italienische Mutter, die mit ihrer Familie sofort eine royale Hochzeit besuchen könnte. In den hinteren Reihen sitzen die Senio­rinnen, die trotz Hörgerät kein Wort ­davon verstehen, was die Kinder erzählen – und natürlich trotzdem begeistert sind. Nicht zu vergessen die Geschwister der Schauspieler, die unruhig auf der Kirchenbank hin und her r­ utschen; sie können die Bescherung zu Hause kaum e­ rwarten. Und dann gibt es noch das Gottenkind der Religionslehrerin, das staunt und schmunzelt – und ganz betrübt ist, wenn alles wieder vorbei ist. MM

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66  MM52, 24.12.2018 | LEBEN

Torten satt: Kirsten Dunst als französische Königin Marie ­Antoinette im gleich­ namigen Film von ­Sofia Coppola

Gesundheit

Zu viel des Guten

An den Feiertagen folgt ein üppiges Mehrgangmenü dem nächsten. Kein Wunder, wenn der Bauch drückt und saures Aufstossen uns den Schlaf raubt. Wir haben Tipps und Hausmittel, die dem Wohlgefühl dienen. Text: Susanne Schmid Lopardo


LEBEN | MM52, 24.12.2018  67

Gut zu wissen

Nein sagen

Bauch massieren

Sich gar nicht erst zu über­ essen, ist am besten. Das be­ deutet: Auch beim Festessen auf seine In­tuition hören und Nein sagen, wenn der Gast­ geber oder die Gastgeberin nachschöpfen will und man ­bereits genug hat. Egal, wie ­ gut das Filet im Teig oder die Gemüselasagne schmecken. Die Alternative: aufs Dessert verzichten oder dieses auf später verschieben.

Eine leichte Bauchmassage ­ regt die Verdauung an. Etwas Massage- oder Kümmelöl ­ auf die Finger träufeln und ­ mit leichtem Druck im Uhr­ zeigersinn kreisförmig um ­ den Bauchnabel ­einmassieren. ­ Mit jeder Umrundung den ­Massageradius etwas ver­ grössern und dann wieder in der Mitte beginnen.

Zu Kräutern und Gewürzen greifen Die ätherischen Öle sind es, ­ die Pfefferminz- und Fenchel­ tee zu einer ausgezeichneten Verdauungshilfe machen. Kann gerade kein Tee aufgebrüht werden: Wenig Fenchel­samen in den Mund nehmen und ­ gut kauen. Oder zwei Tropfen naturreines, ­äthe­risches Pfef­ ferminzöl in e ­ twas lauwarmes Wasser g­ eben und langsam trinken. Das Kauen von ein paar Kümmelsamen hilft eben­ falls gegen Blähungen.

Ein bewährtes Hausmittel ­gegen saures ­Aufstossen ist Natron. Eine Messerspitze ­davon in ein Glas lauwarmes Wasser geben und trinken. ­Gegen s­ aures Aufstossen hilft auch Basenpulver, aufgelöst in ­lauwarmem Wasser.

Bilder: United Archive/Keystone, iStockphoto (4)

Eine Runde drehen Wer bereits zu viel gegessen hat, dem tut ein Spaziergang nach dem Essen gut. B ­ ewegung hilft, die Verdauung anzuregen. Warm eingepackt und unter­ wegs mit der Familie kann ein abendlicher Winterspaziergang gemütlich sein und für gute Stimmung sorgen.

Ingwer kauen Ein bewährtes Hausmittel ­gegen ­Blähungen ist Ingwer. ­ Ein Stück frische Ingwerwurzel in den Mund nehmen und ­einige M ­ inuten kauen. Wem der rohe Ingwer zu scharf ist, der kann einen Tee brauen. Ein kleines Stück frischen Ingwer schälen, reiben und in eine Tee­ kanne geben, heisses Wasser darüber giessen und zehn ­Minuten ­ziehen lassen.

Gelegentliches Völlegefühl nach einer grossen Mahlzeit, Blähungen oder saures Aufstossen allein sind kein Grund zur Sorge. Häufige Ursachen für gelegentliches Unwohlsein sind üppiges Essen sowie fette und schwere Speisen. Auch blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln können Beschwerden auslösen.

Zu schnelles und hektisches Essen kann, weil dabei Luft geschluckt wird, Blähungen verursachen. Stress, zu wenig Bewegung und Rauchen können die Darmtätigkeit verlangsamen, was ein Völlegefühl zur Folge hat.

Schnaps weglassen

Natronwasser trinken

Harmlos oder nicht?

Auch wenn manche Leute darauf schwören: Schnaps ­nach dem Essen bringt die Ver­ dauung nicht in Schwung. Im ­Gegenteil: Alkohol verlangsamt den Verdauungsprozess und belastet den Stoffwechsel. Das bedeutet: Das Essen liegt uns noch länger auf. Wer dennoch nicht auf einen Digestif verzich­ ten will, wählt am besten einen Kräuterlikör. Er enthält äthe­ rische Öle und Bitterstoffe, ­ die Blähungen und Völle­gefühl zu lindern helfen.

Allerdings sollten diese Beschwerden nicht zu häufig auftreten und nicht lange anhalten. Immer wiederkehrende Verdauungsprobleme sind zwar nicht zwangs­ läufig ein Hinweis auf eine schwere Erkran­ kung. Sie sollten trotz­ dem ärztlich untersucht werden.

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LEBEN | MM52, 24.12.2018  69

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etwa auf Papier, das bunt und etwas ­dicker ist als das konventionelle. Auf Foto­papier kommt der ­Gutschein besonders gut zur Geltung. Zeitaufwand: ca. 30 Minuten

Ist etwas Persönlicheres oder Preisgünstigeres gefragt, bietet sich eine eigene Leistung an. Wie wärs mit einem selbstgekochten Fünfgangmenü oder einer Massage? Mit spark.adobe.com oder flyeralarm.com lassen sich Gutscheine bequem online gestal­ ten. Beide Sites bieten eine breite Palette an kostenlosen Vorlagen. Besonders Kreative (mit entsprechendem Zeit­ budget) beginnen aber bei null und wählen alle

Elemente selber aus. Vorsicht: den Gutschein optisch nicht überladen! Es ist schwieriger, mit vielen Elementen ein stimmiges Bild zu erstellen als mit schlichten Motiven, die nur aus ­einer Grafik und etwas Text bestehen. In ­Sachen Papierformat empfiehlt es sich, nicht über A5 ­hinauszugehen. Und ­bezüglich Papierqualität gilt das Gleiche wie ­ bei Gutscheinen vom Online-Anbieter. ­So oder so: In einem hübschen, liebevoll ­beschrifteten Couvert machen sich auch Präsente aus dem Drucker – und auf den letzten ­Drücker – gut unter dem Weihnachtsbaum. Zeitaufwand: ca. 1 Stunde

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LEBEN | MM52, 24.12.2018  71

Glücksgriff

Das Migros-Magazin und Ascot Elite verlosen eine fünftägige Reise für zwei Personen nach New York im Wert von 3000 Franken.

Verlosung

Preisfrage Welche zwei Schauspieler spielen das Liebespaar in «Life Itself»?

So machen Sie mit:

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Eine Liebe in New York «Life Itself» erzählt eine Geschichte über die Liebe, das Leben und das grosse Glück. Im Zentrum steht ein Paar, dessen Liebesgeschichte Generationen beeinflusst, von den Strassen New Yorks bis ins ländliche Spanien.

Ein einziger schicksalshafter Moment löst sowohl auf einer Olivenplantage in Spanien als auch in New York eine Kettenreaktion aus.

Abby (Olivia Wilde) wartet ungeduldig darauf, dass Will (Oscar Isaac) sie endlich auf ein Date einlädt. Doch für Will ist der richtige Moment entscheidend, denn Abby ist die Frau seines Lebens. Als die beiden schliesslich heiraten und Abby schwanger wird, scheint das Glück perfekt. Doch dann verknüpft sich ihr Schicksal mit dem von Dylan (Olivia Cooke), einer jungen Frau, die einen Weg aus ihrer Leidensgeschichte zu finden sucht, und dem von Mr. Saccione (Antonio

Banderas), der in Spanien eine Olivenplantage besitzt. Regisseur Dan Fogelman, der sich mit der amerikanischen Erfolgsserie «This Is Us» und der Liebeskomödie «Crazy, Stupid, Love» einen Namen gemacht hat, liefert mit «Life Itself» einen herzerwärmenden wie überraschenden Ensemblefilm. Zum Filmstart am 3. Januar verlosen wir eine fünftägige Reise für zwei Personen im Wert von 3000 Franken an einen der Hauptdrehorte des Films: New York! Der Preis beinhaltet Direktflug ab Zürich sowie vier Übernachtungen (Blackoutdaten: 28.6. – 15.8.19 und 19.12.19 – 15.1.20). MM Infos zum Film: ascot-elite.ch

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Schnapsidee

W Weinidee

2. Wann findet das Finalspiel des Spengler-Cups jeweils statt? P Stephanstag

I

A Neujahrstag

Silvester

3. Wie heisst der Berner Hausberg? S Gurten

N Seile

R Taue

V Germanen

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.12.2018, 24 Uhr

4. Wie nannten die Römer die Kelten? F Angelsachsen

3 × 100 Franken zu gewinnen

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

B Gallier

5. Welches Tier wird auch Waldgiraffe genannt? L Okapi

E

Sumatra-Nashorn

S

Nasenaffe

6. Was ist ein Dampfhorn? O Trompetenart

U Kerzenlöscher

R Lokomotivenart

Auflösung Nr. 51:

7. Wie heisst ein wöchentlich in Nigeria erscheinendes Magazin? M Tell

N Willy

I

Ruetli

E

Kleist

8. Unter welchem Namen ist der Glattbutt auch bekannt? S

T

Nietzsche

Schiller

Lösungswort : 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

MARZIPAN Gewinner Nr. 50: Madlen Friedli, Oberburg BE; Pascale Peter, Twann BE; Walter Durrer, Regensdorf ZH

3 × 100 Franken zu gewinnen

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.12.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 51: LILIE

Gewinner Nr. 50: Karl Galliker, Hägendorf SO; Ernst Luginbühl, Spreitenbach AG; Erminia Dassi, Berneck SG


VON ITALIEN NACH SINGAPUR

Begleiten Sie die Costa Fortuna auf ihrer interessanten Reise und reisen Sie aus dem Mittelmeer bis nach Asien. Durch den Suezkanal geht es in Oman. Weiter geht es über den Indischen Ozean, wo Sie Indien und Sri Lanka einen Besuch abstatten. Die herrlichen Strände in Malaysia und Thailand sind ihre nächsten Stationen bevor Sie die asiatische Millionenmetropole Singapur erreichen.

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LEBEN | MM52, 24.12.2018  75

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Sudoku

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5 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

Auflösung Nr. 51: 351

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Gewinner Nr. 50: Therese Erb, Biel BE; Gabi Hartmann, Chur; Daniel Di Gregorio, MarinEpagnier NE; Heidi Zwicky, Neftenbach ZH; Stéphanie Brossard, Saignelégier JU

Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.12.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 2 5 3 2 1 mehr als zwei Linien

2 Auflösung Nr. 51:

3 6

2

5

2

1

4

4

4

6 4

1 1

2

4

2

Auflösung Nr. 51: 3 4

5

2

1

4 2

3

4

2

1

3 3 1

2 1 3 2

1

4 4 2

4 2 3 4 4

3 4 2

2 2 2 2

1 2 5 4

2 5 4 4 2

© raetsel.ch 1324

© raetsel.ch 1325

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 711 Ex. (WEMF 2018) Leserschaft: 2 371 000 (WEMF, MACH Basic 2018-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Publizistische Gesamtleitung Sarah Kreienbühl

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Yvonne Samaritani

Leitung Business Thomas Brügger Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner Leitung Redaktionen Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00


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1

78  MM52, 24.12.2018 | LEBEN

2

Mein Lieblingsprodukt «Die Knusperstäbchen Cornatur machen mich immer wieder fleischlos glücklich. Das Beste in diesem Bereich!»

5

Meine Welt

«Wir sind uns sehr nah»

Als Eventmanagerin heuerte Cathrine Steiner einst beim Tourneetheater «Das Zelt» an. ­Heute geniesst sie das Zusammensein mit ihren Kindern und fördert die Schweizer ­Kulturszene. Ende Jahr tritt sie als Sängerin auf – in der Rockshow «This is Rock». Text: Johannes Kornacher Bilder: Kostas Maros


LEBEN | MM52, 24.12.2018  79

1 Mein Glück «Josephine (10) und Nico­ las (12) sind mein Ein und Alles. Ich habe meinen Vollzeitjob aufgegeben, um die Zeit mit meinen Kindern zu geniessen. Wir musizieren oft zusammen, schmu­ sen und lachen. Wir sind uns sehr nah und haben es schön zusammen.» 2 Meine Schmusekatze «Molly ist ­eineinhalbjährig. Wir haben eine echte Be­ziehung. Sie entschleunigt mich.»

3

3 Mein Duft «Das erdige Aroma von ­Rosmarin fasziniert mich. Ein Muss für meine Sugos oder nur mit Olivenöl und Knoblauch genossen.»

4

«This is Rock» ab 29.12. in Bern, Zug, Chur und Zürich, daszelt.ch

Name Cathrine Steiner (46) Sternzeichen Jungfrau Lebenslauf «Aufgewachsen bin ich in Horgen ZH. Während der Schule hatte ich Klavierunterricht und später Gesangsstunden. Alles drehte sich ums Musische: Kreativität, Musik, Malen, Theater. Mein erster Auftritt: Direktorin im Kinderzirkus Pipi­ strello. Ich absolvierte eine KV-Lehre. Arbeitete in Hamburg und New York beim Film, im Musik- und Event­ bereich. 2003 kam ich zu ‹Das Zelt›. 2005 wurden dessen Chef Adrian Steiner und ich ein Paar. Wir leben in Basel. 2010 stand ich erstmals als Gast­geberin und Sängerin auf der Bühne von ‹Das Zelt›. Ich habe eher eine weiche Country-Stimme. Doch nun trete ich in ‹This is Rock› auf, mit Schweizer Rock-Haudegen – das wird ein Riesenspass!» 6

7

4 Mein Energiespender «Der Wasser­ turm Bruderholz ist mein Kraftort zu ­jeder Jahreszeit: zum Schlitteln, während der 1.-August-Feier, wenn der Quartier­ zirkus sein Zelt aufschlägt oder als Aus­ gangspunkt für Spaziergänge.» 5 Meine Lektüre «Ich blättere immer wieder in Frischs ‹Fragen zum Leben›. Sie sind herrlich unkonventionell und treffen das Wesentliche. Ein Favorit: Welche Probleme löst die gute Ehe?»

Bild: Mischa Christen (1)

6 Mein Mann «Adrian und ich ergänzen uns wunderbar. Er ist mein bester Freund, ermutigt mich, er denkt gross, uns verbindet etwas Karmisches.» 7 Meine Gefährtin «Diese Messingfigur habe ich beim Entrümpeln im Keller ­einer alten Villa gefunden. Sie steht für Achtsamkeit und symbolisiert den Blick für das Schöne.» MM


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