Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631
MM52, 27.12.2016 | www.migrosmagazin.ch
Das Finale: Giacobbo/Müller im Interview Seite 32 So klappts mit den guten Vorsätzen Seite 10
Gewinnen Sie ein Skiwochenende im Wallis für 2 Personen
Illustration: Mario Wagner/2 agenten; Bilder: Getty Images, Keystone
Seite 95
Der etwas andere Rückblick: Die Aufsteller 2016 Seite 18 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)71 – 493 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch
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22
Editorial
Schüchterne Meister
S
Sie sind die Meister des eleganten Strichs. Die Hohepriester der Reduktion. Sie vereinen den feinen Humor des Politkabarettisten mit den präzisen Zeichnungen des Künstlers … Spätestens jetzt würde Silvan Wegmann ein schreiten: «Jetzt übertreib mal nicht!» Genau, das kommt bei den meisten guten Karikatu risten noch dazu: Sie sind ausgesprochen bescheiden und schüchtern. Karikaturisten gehören für Zeitungen zu den seltenen Gewächsen: Sie sind nicht leicht zu finden und wenn man sie hat, darf man sie nie mehr loslassen. Sie brauchen Pflege, Aufmerksamkeit, viel Liebe – ach ja, eine faire Bezahlung gehört auch dazu. Denn gute Karika turisten brauchen Zeit: Die Ideen kreisen ihnen nicht permanent um den Kopf, und sie müssen sie nur pflücken. Sie müssen belesen sein und sich in ein Thema einarbeiten. Sie müssen ein gutes Allgemeinwissen haben, gspürig und neu gierig sein – und ein bisschen schräg sein hilft allemal. Und sie leiden. Denken. Brüten. Ver werfen. Fangen neu an, knurren und verwerfen wieder. Momoll, kreativ sein ist harte Arbeit.
Illustration: Silvan Wegmann
Die Schweiz hat ein ansehnliches Repertoire an grossartigen Karikaturisten. Einer von ihnen, der Westschweizer Patrick Chappatte, zeichnet gar für die renommierte «International Herald Tribune». Einen besonders guten Überblick über das karikaturistische Schaffen hierzulande erhält man an der Ausstellung «gezeichnet 2016» im Berner Museum für Kommuni kation (16.12. bis 29.1.). 60 Cartoonisten und Karikaturistinnen stellen dort ihre treffendsten Zeichnungen aus. Das Migros-Magazin hat zwei der bekanntesten zum Gespräch gebeten. Und allein das Fotoshooting mit Silvan Wegmann und Felix Schaad wäre schon einen Artikel wert gewesen. Aber schauen und lesen Sie selbst (Seite 36). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger @migrosmedien.ch
16
MM50, 12.12.2016 | 5
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Menschen
53 Saisonküche Marzipan 69 Warme Biosuppen 74 Zartes Dry Aged Beef 77 Fondue chinoise 79 Backen mit Valflora 81 Praktische Backbleche 83 Feiner Duft für Wäsche 84 Das gefällt den Kleinsten 86 Wirkungsvolle Päckli
8 Diese Woche
Arbeitnehmer klagen über zunehmenden Leistungsdruck 10 Auslandschweizer
Vier heimatbewusste junge Frauen helfen vereinsmüden Landsleuten auf die Sprünge
88 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News
16 Werner Aeschbacher
Mit dem Örgeli vor der Brust kreuz und quer durch Louisiana 21 Bänz Friedli
Leben
22 Weihnachten in aller Welt
95 Kolumne 1, 2 oder 3?
26 Genussreiche Festtage
96 Familie Was tun, wenn pubertierende Teenies den Aufstand proben?
Showdown im überfüllten Tram
Die meisten feiern irgendwie ähnlich und doch ganz anders
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Facharzt Mark Fox empfiehlt: «Langsam essen und nicht immer nur an die Taille denken»
101 Migros Bank Frohe Botschaft für Mieter
30 Adventskalender
103 Ernährung Wie das Jod ins Salz kam
Bis Heiligabend täglich einen attraktiven Preis gewinnen
104 Kinder
34 Leserforum
Warum gibt es Jahreszeiten?
36 Karikaturisten-Interview
106 Auto
Bilder: Michael Sieber, Paolo Dutto, Christine Benz, Illustration: Martin Burgdorff
Felix Schaad, Silvan Wegmann und Donald Trump: «Wilder Ritt für die USA und auch für uns»
Skoda Octavia im Familientest
Migros-Welt
109 Glücksgriff 111 Rätsel/Impressum 116 Cumulus
48 Spendenaktion
118 Meine Welt
Unterstützung für Angehörige von Demenzkranken
Sportmoderatorin Steffi Buchli gibt Einblicke in ihr Heim
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 7
Neujahrsgruss
Liebe Kundinnen und Kunden Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter
W Wenn «Der Spiegel» auf der Titelseite das Ende der Welt ankündigt, lässt das aufhorchen. Auch wenn natürlich nicht der Weltuntergang gemeint ist, sondern das Ende jener Welt, wie wir sie bisher kennen.
Stehen wir tatsächlich vor einem Paradigmenwechsel? Es gab noch nie so viele Terroranschläge wie 2016, die Engländer stimmten für den Austritt aus der Europäischen Union, in Deutschland sind die fremdenfeindliche Pegida und AfD im Vormarsch, in der Schweiz schlagen wir uns mit der Masseneinwanderungsinitia tive herum, und das mächtigste Land wird neu von einem Mann regiert, der den Frei handel einschränken will und Hass predigt.
Statt sich darüber zu freuen, dass seit dem Ende des Kaltes Krieges und dem Mauerfall Grenzen an Bedeutung verloren haben, misstrauen wir zunehmend allem, was uns fremd erscheint. Wir haben Angst vor Ver lust, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor der Freiheit. Es ist die Gegenreaktion auf die Globalisierung, verbunden mit der Sehnsucht nach der vertrauten Vergangen heit. Wir glauben und hoffen, dass wir die alte Welt mit Handelshemmnissen und der Errichtung von Zäunen zurückholen kön nen. Das ist jedoch ein Irrtum.
Bild: Vera Hartmann/13 Photo
Das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Wir brauchen andere Antworten auf die an spruchsvollen Herausforderungen einer vernetzten, zusammengerückten Welt. Wir brauchen eine Politik, die allen dient – auch denen, die meinen, auf der Verlierer seite zu stehen, auch den wirklichen Verlie rern und auch den Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Und wir brauchen eine Wirtschaft, die nicht von Gier getrie ben ist, sondern für alle Menschen da ist. «Der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Kapital» lautet einer der Leitsätze von MigrosGründer Gottlieb Duttweiler. Visionär, wie er war, hat er dieses Credo bereits 1950 in den 15 Thesen festgehalten. Der Mensch, nicht der Schweizer, steht da. Unsere Zahlen und Fakten machen deut lich, dass wir uns an diesem Vermächtnis orientieren. Denn in der Migros leben wir längst ein globalisiertes Leben – mit der Vielfalt der Hautfarben, Sprachen und
Kündigt die Lancierung einer digitalen Gesundheitsplattform an: Migros-Chef Herbert Bolliger
Religionen. Bei uns arbeiten mehr als 100 000 Menschen aus über 130 unter schiedlichen Nationen friedlich zusammen und geben für Sie, liebe Kundinnen und Kunden, jeden Tag ihr Bestes. Dank dieses Engagements und Ihrer Treue als Kunde können wir wiederum auf ein gutes MigrosJahr zurückschauen.
2015 und 2016 haben wir uns intensiv mit dem Thema Gesundheit auseinander gesetzt. Nicht nur, weil das gesellschaft liche Bewusstsein für Gesundheit immer ausgeprägter wird, sondern weil auch das ein Auftrag Duttweilers ist. Die Migros fördert die Gesundheit der Bevölkerung, hat er in den Statuten verankert. Nachdem wir zuerst die Sportkliniken Medbase, dann von der Krankenkasse Swica 23 SantémedPraxen übernommen haben, gehören nun auch 35 Gesundheits zentren zur MigrosGruppe. Diese Akquisitionen sind eine konsequente Ergänzung zu den inzwischen 92 Fitness centern und Fitnessparks, die wir in der Schweiz betreiben.
Neben dem Gesundheitstrend existiert ein weiterer Megatrend, der uns derzeit sehr beschäftigt: die Digitalisierung. Wir werden beide Bedürfnisse kombinieren, in dem wir in den nächsten Tagen die digitale Gesundheitsplattform Impuls lancieren, die Sie mit einer attraktiven App auch auf Ihr Handy laden können. Das neue Online angebot vereint die Themen Ernährung, Fitness, Sport und Wohlbefinden und wird Sie bei der Umsetzung Ihrer Aktivitäten für ein gesundes Leben unterstützen. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen fürs kommende Jahr von Herzen Gesundheit! Santé! Salute! Möge es ein Jahr geprägt von Freude, Freiheit und Toleranz werden! Gleichzeitig bedanke ich mich herzlich für Ihre Treue zur Migros.
Ihr Herbert Bolliger
Menschen MM52
Darauf freuen wir uns Neujahrskonzert Geiger
Aleksey Igudesman und Pianist Hyung-ki Joo (Bild) kombinieren in der Tonhalle Zürich Humor mit klassischer Musik und Popkultur.
Big Bang An der Silvesterparty in der BernExpo kann man mit Alan Walker, Mr.Da-Nos und anderen ins neue Jahr tanzen.
Unnützes Wissen
You name it! Das finnische Wort für Mann ist «mies».
Mein Bild der Woche «Wir Schweizer haben so viel. Dennoch rennen wir nach den
Regula Bührer Fecker (38) ist
Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.
Festtagen in einer landesweiten Panik zum Einkaufen. Als würden wir verhungern mit dem, was wir haben. Bevor Sie jetzt auch lossausen: Analysieren Sie Ihren Kühl- und Küchenschrank, machen Sie kulinarischen Kassensturz! Nehmen Sie Pasta-, Reis-, Bohnenreste heraus – Dinge, die immer da sind, die Sie aber nie essen. Stellen Sie alle lampigen Gemüse dazu. Dann noch die obligaten Saucenrelikte. Jetzt die Denksportaufgabe: Was könnte das hergeben? Egal, was: Es wird eine völlig individuelle Mahlzeit sein. Sie werden sich kreativ, aufgeräumt und dankbar fühlen. Und das nächste Festmahl umso mehr geniessen.»
Leseprobe
Gaby Landolf (61), Lehrerin, Zürich a) «Reportagen» von der Puntas Reportagen AG b) «The New Yorker» aus dem Condé Nast Verlag c) «Der Revolutionär» aus der Reihe NZZ Geschichte
Antwort c) Ich bin geschichtlich interessiert. Diese Ausgabe ist dem Reformator Huldrych Zwingli gewidmet.
Bilder: Marco Zanoni, Julia Wesely/zko
Entschuldigung, was lesen Sie gerade?
Eine Dating-Website für türkische Singles heisst asikiss.com. Das Pendant zum Billy-Regal von Ikea heisst beim Konkurrenten Mömax «Killbill». Caput Mortuum hiess im 18. Jahr-
hundert eine rote Farbe mit Lilastich. Sie wurde ursprünglich aus zermahlenen ägyptischen Mumien hergestellt. Die Kennzahl für Schwangerschaftsübelkeit wird medizinisch «Puqe-Score» genannt – «to puke», identisch ausgesprochen, heisst kotzen. Quelle: Stern/Neon
10 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
Wie halten Sie es mit der Einhaltung von Vorsätzen? www.migmag.ch/ gutervorsatz
Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:
Neujahr
Auch gute Vorsätze brauchen einen Plan Fast jeder Zweite fasst gute Vorsätze fürs neue Jahr. Warum erscheint uns gerade der Jahreswechsel ideal, um mit alten Gewohnheiten zu brechen? Und was gilt es zu beachten, damit wir die neuen Ziele auch tatsächlich erreichen? Text: Andrea Freiermuth
Wie verbringen Sie die Festtage? 63% Ich feiere die Feiertage durch, und zwar mit dem ganzen Programm. 20% Ein Kerzli im Fenster, ein schönes Buch, ein Glas Wein: Das ist mir besinnlich genug. 3% Ich haue ab, dorthin, wo statt Weihnachtsbäume Palmen stehen. 13% Ich arbeite über die Feiertage.
Zahlen und Fakten
40%
der Deutschen fassen gemäss einer ForsaStudie zum Jahresbeginn gute Vorsätze.
nehmen sich vor, Stress zu vermeiden beziehungsweise diesen abzubauen. Auch mehr Zeit für die Familie oder Freunde zu haben sowie mehr Sport und Bewegung sind Spitzenreiter.
88%
schaffen es gemäss einer britischen Studie nicht, ihre guten Vorsätze einzuhalten. Quellen: Forsa 2016, «Spiegel»
Werde ich es endlich schaffen, meine Vorsätze umzusetzen? Mit einem Wenn-dann-Plan könnte es gelingen.
S
ie gehören zu Silvester wie der Christbaum zu Weihnachten: Vorsätze. Psychologen sprechen vom «Fresh Start Effect». Er beschreibt das Phänomen, dass der Start einer neuen Zeiteinheit oft mit dem Wunsch nach einer Verhaltens änderung verbunden ist. Dies zeigt auch eine Analyse von Daten des Suchdienstes Google: Immer vor Beginn einer Woche, eines Monats oder eben eines Jahres rufen User Begriffe wie etwa «Diät» oder «Fitnessstudio» überdurchschnitt lich oft auf.
Marie Hennecke (34), Oberassis tentin am Psychologischen Institut der Universität Zürich, hat eine Erklärung dafür: «Der Jahreswechsel markiert eine Grenze. Das schafft Orientierung und erzeugt gleichzeitig eine zeitliche Distanz. Das neue Jahr scheint weit weg – und so scheint es uns leichter, sich etwas Schwieriges vorzunehmen.» Motivationspsychologin Hen necke macht aber auch auf die nega tiven Seiten der zeitlichen Distanz aufmerksam: «Da der Termin so weit weg erscheint, verpassen wir
es, uns genau zu überlegen, wie wir das Ziel erreichen wollen. Wir tendieren in dieser Phase dazu, in einer rosigen Zukunft zu schwelgen. So stellen wir uns etwa vor, wie es sein würde, wenn wir schlanker oder sportlicher wären.» Dieses Schwelgen könne wie eine vor gezogene Belohnung wirken und uns vom gewünschten Verhalten abhalten. «Viel sinnvoller ist es, sich auch mit allfälligen Hindernissen auf dem Weg zum Ziel auseinander zusetzen und sich einen Plan zu rechtzulegen, wie man diese über winden will.» MM
Bild: iStockphoto
62%
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 11
Strassenumfrage
Veronika Brandstätter
«Misserfolge gehören dazu. Lassen Sie sich dadurch nicht demotivieren» Britische Forscher haben nach gewiesen, dass wir 88 Prozent der Vorsätze nicht umsetzen. Was läuft schief? Es beginnt meist schon bei der Formulierung. Viele nehmen sich zu abstrakte Ziele vor – etwa, weniger Stress haben, sich mehr Zeit für die Familie nehmen oder mehr Sport machen. Wie macht man es besser? Die Formulierung sollte das Wie, Wo und Wann bereits beantworten. Etwa: Ich steige täglich drei Tramstationen vor dem Arbeitsplatz aus, damit ich morgens 15 Minuten zu Fuss gehe. So wird das Ziel viel genauer und damit auch leichter überprüfbar. Was, wenn es trotzdem nicht klappt? Dann kann es auch daran liegen, dass Sie sich ein unrealistisch hohes Ziel gesetzt haben. Als Bewegungsmuffel werden Sie es wahrscheinlich nicht schaffen, dreimal pro Woche joggen zu gehen. Wichtig ist auch, dass Sie ein attraktives Ziel wählen. Wenn Sie beim Joggen nur leiden, suchen Sie sich lieber einen anderen Sport oder bauen die Bewegung in den Alltag ein. Konkrete, realistische, attraktive Ziele: So schaffe ich es, meine Vor sätze umzusetzen? Nicht ganz. Studien zeigen, dass sich die Erfolgsquote damit zwar verdoppelt. Aber Sie können trotzdem scheitern, denn auf dem Weg zum Ziel werden Ihnen Hindernisse begegnen. Welche Hürden sind zu nehmen? Oft scheitern die Leute am Zeitmangel. Da hilft es, wenn man sich die Bewegung oder die Zeit mit der Familie als festen Termin in der Agenda einträgt. Bei ständigem Stress sollte man sich auch mal mit Zeitmanagement beschäftigen – und etwa Zeitfresser analysieren oder Pufferzonen für Unvorhergesehenes einrichten. Was, wenn ich abends müde bin und lieber auf dem Sofa fläze? Es ist gut, wenn Sie bereits erkennen, was Ihre Stolpersteine sein könnten.
So können Sie sich mental darauf vorbereiten. Etwa, indem Sie sich sagen: Wenn ich nach Hause komme, dann ziehe ich mich gleich um und mache mich gleich wieder auf. Oder: Wenn es regnet und ich mich nicht überwinden kann, dann mache ich Übungen auf der Yogamatte. Studien zeigen, dass solche Wenn-dann-Sätze sehr effektiv sind. Was, wenn ich dennoch auf dem Sofa lande? Dann kann es sein, dass sie kapitulieren, nach dem Alles-oder-nichtsPrinzip. Genauso, wie wenn man sich vornimmt, keine Guetsli mehr zu essen. Wenn man dann trotzdem damit beginnt, futtert man am Schluss die ganze Packung weg. Hier muss man wissen, Misserfolge gehören dazu. Lassen Sie sich dadurch nicht demotivieren. Das sagt sich einfach. Betrachten Sie das Scheitern als Chance dazuzulernen. Fragen Sie sich: Warum hat es nicht geklappt? Was könnte ich anders machen? Sie entdecken dann vielleicht, dass Sie sich durch soziale Kontakte motivieren können, und suchen sich einen Joggingpartner. Oder Sie sagen sich: Okay, Joggen ist nicht das Richtige für mich, ich probiere es mit Fitness – und gehe vielleicht direkt von der Arbeit ins Studio, damit ich gar nicht erst am Sofa vorbeikomme.
Welche Vorsätze haben Sie für 2017 gefasst?
Veronika Brand stätter (53) ist
Professorin für Allgemeine Psychologie mit Schwerpunkt Motivation an der Universität Zürich.
Denfer Dizon (19), Coiffeuse, Erlen bach ZH «Ich möchte viel für die Teil
prüfung im zweiten Lehrjahr lernen. Einen Plan, wie ich vorgehe, habe ich noch nicht. Ich muss zuerst heraus finden, was genau gefragt ist.»
Paul Gheorman (22), Messtechni ker, Solothurn «Ich will mit dem
Rauchen aufhören. Jede Woche etwas weniger. So darf ich in der ers ten Woche noch täglich vier rauchen, in der zweiten drei und so weiter.»
Setzen Sie als Expertin Ihre eigenen Vorsätze eigentlich immer um? Ich bin in vielen Bereichen recht diszipliniert. Ich schaffe es allerdings selten, mich regelmässig zu bewegen. Auch ich habe nicht ausgelernt. Warum haben Sie die Motivation als Schwerpunkt gewählt? Weil mich interessiert, was Menschen bewegt. Zudem ist die Selbstregulation ein boomendes Forschungsgebiet – wahrscheinlich, weil wir heute keine vordefinierten Lebensentwürfe mehr haben und theoretisch alles erreichen können, was wir wollen. MM
Kordula Zacarias (54), Bank angestellte, Dübendorf ZH «Ich will
mehr ins Fitness gehen, glaube aller dings nicht wirklich dran, dass ich das umsetze. Am Anfang ist man topmoti viert, aber das hält leider nicht an.»
12 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
Alan Roura
In 78 Tagen um die Welt
Alan Roura ist der jüngste Teilnehmer in der Geschichte der Vendée Globe. Der 23-jährige Schweizer bestreitet die härteste Einhandsegelregatta mit minimalem Budget – und einem alten Secondhandboot. Text: Claudia Langenegger
S
chon im zarten Alter von acht Jahren sah er die Boote der Segelregatta «Mini Transat» auf ihrem Zwischenstopp bei den Kanarischen Inseln ankommen. Da wusste Alan Roura: «Das will ich mal machen.» Der Junge war damals schon selbst mit dem Schiff unterwegs, mit seinen Eltern und den älteren Geschwistern von Frankreich zu den Kanaren gesegelt. Nun ist der Genfer der jüngste Teilnehmer an der Vendée Globe, dem weltweit härtesten Segelwettbewerb: allein auf einem 18-Meter-Segelboot rund um den Globus. 29 Segler sind am 6. November im westfranzösischen Les Sables-d’Olonne gestartet, 22 sind zurzeit noch dabei: Havarie, Mastbruch oder Ausfall der Elektronik haben sieben Segler zum Aufgeben gezwungen. Am 21. Dezember, bei Redaktionsschluss, war Alan Roura bereits 46 Tage unterwegs, weitere 50 Tage wird die Fahrt schätzungsweise noch dauern. Er hat soeben das Kap der Guten Hoffnung passiert und navigiert allmählich in die eisige Kälte des südlichen Indischen Ozeans. «Ein Monat auf See, und es ist nichts Gravierendes passiert – ich klopfe auf Holz –, mein Schutzengel ist noch
Bilder: Christophe Breschi
immer da», sagt der sympathische Genfer, dessen Bart mit jedem Tag etwas länger wird: Erst ein Mal hat er sich rasiert – das war am 13. November, am siebten Tag, als das Wetter heiss und der Wind flau war. Nun ist die See rau und gefährlich. Wellen türmen sich bis zu zehn Meter hoch, das Wasser schäumt eisig, die «Fabrique», Rouras Segelboot, taumelt immer wieder. An manchen Tagen konnte Roura kaum schlafen, keine zwei Minuten am selben Platz verbringen, so stark schaukelte es. «Der Indische Ozean ist der Ozean des Teufels», sagte er am Tag 40, als er sich mit 55 Knoten in den Segeln durch das Unwetter kämpfte. Zeit für eine Liebeserklärung
Eine erste kleine Panne hat Alan Roura allerdings schon hinter sich: Seine Antenne, die ihn mit dem Festland, dem Wetterbericht und allen erforderlichen technischen Daten verbindet, gab am 13. Tag den Geist auf. «Sie hatte wohl Wasser abgekriegt.» Segeln geht auch ohne hochmoderne Technik, ein paar Tage später hatte er aber das Notkommunikationssystem zum Laufen
gebracht und war wieder mit dem Festland verbunden. Seither kann er wieder Selfies und News übermitteln, die seine Freundin Aurélia Mourand, Sportjournalistin und Leiterin des Projekts, online postet. Einen romantischen Moment hat er mit der Weltöffentlichkeit geteilt: Am 14. Dezember, am Tag des dreijährigen Bestehens seiner Beziehung, sandte er eine Liebeserklärung an Aurélia über den Äther. Alan Roura schläft pro Nacht nur vier bis fünf Stunden, jeweils 20 bis 30 Minuten am Stück. «Schlafen kann ich, wenn der Wind stabil ist – und wenn keine Transporter in der Nähe sind», sagt er. «Ich stelle jeweils den Bordalarm. Der weckt mich, ich kontrolliere, ob alles okay ist. Danach lege ich mich wieder schlafen.» Das Schiff fährt dann mit Autopilot. Das Nachtlager besteht aus einem grossen Sitzsack, der als Bett oder Sessel dient. Seine Kabine ist etwa sechs Quadratmeter klein. Hier schläft und navigiert er nicht nur, sondern hört auch mal Musik oder «kocht»: Er wärmt Fertiggerichte auf, knabbert Picknickwegzehrung oder bereitet Astronautenfutter zu – Gefriergetrocknetes, das mit Warmwasser essbar gemacht
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 13
«Ich will ankommen»: Alan Roura auf seiner 18 Meter langen «Fabrique» – das Segelboot zählt bereits 16 Jahre und wird nicht mit den Ersten mithalten können.
14 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
1
2
1 Ein Sitzkissen in der sechs Quadratmeter
kleinen Kajüte muss als Schlafplatz reichen. 2 Alles in greifbarer Nähe: Alan Roura ist auf seiner «Fabrique» ganz auf sich allein gestellt. 3 Die Schaltzentrale an Bord: Dank neuester Technik ist Alan Roura stets auf dem Laufenden bezüglich Wetterprognosen, Windstärken und Kurse der Konkurrenten.
3
wird. Kaffee ist Luxus: 150 Liter Süss wasser hat er an Bord. Zähne putzen, Körperpflege – das passiert draussen, damit möglichst keine Feuchtigkeit ins Innere dringt. «Manchmal reicht es nur für eine Minikatzenwäsche mit Feuchttüchern», sagt er. Wichtig ist anderes: die abenteuerliche Fahrt zu überstehen. «Wir riskieren täglich unser Leben», sagte Roura vor der Abfahrt. Für ihn ist klar: «Sicherheit geht über alles. Ich will ankommen.» Der Genfer hat mehr als sein hal bes Leben auf dem Wasser verbracht. Mit acht Jahren ging es los auf grosse Fahrt mit Eltern und Geschwistern. Auf dem familieneigenen Schiff «Lud milla» segelten sie zu den Kanaren, in die Karibik, weiter zu den Inseln vor Venezuela, Brasilien und wieder zu rück in die Karibik. HomeSchooling war angesagt – im Alter von 13 war für Alan Roura Schluss mit Schule: Er heuerte mit seinem Vater als Skipper und Hafenarbeiter an, denn er wollte schnell Geld für ein eigenes Schiff verdienen. Mit 14 startete er an ersten Regatten in der Karibik. Mit 17 über querte er gemeinsam mit dem Vater den Atlantik – mit 20 allein. Damit verwirklichte er sich einen Kind heitstraum: «Ich liebe es, allein auf dem Meer zu sein. So fühle ich mich lebendig.» Angst scheint Roura fremd zu sein. Auf seinen Touren hat er schon Wind stärken von bis zu 60 Knoten im orkanartigen Meer erlebt. «Das ruft dir in Erinnerung, dass du nicht unbesieg bar bist, und lehrt dich Demut gegen über der Natur.» Auf dieser Fahrt hatte er sogar Angst – um seine «Fabrique». An der Vendée Globe ist er gut im Wind: Er liegt auf Platz 15, mit 5330 Seemeilen Rückstand auf den Ersten. «Gewinnen kan ich mit meinem Boot nicht, es ist schon 16jährig – das ist alt. Es hat schon die vierte Weltumseglung hinter sich.» Für sein Abenteuer hat er ein ver gleichsweise kleines Budget zur Verfü gung: Während andere mit modernsten Booten und Budgets in Millionenhöhe unterwegs sind, konnte er «nur» 370 000 Franken ins Projekt investieren – dank Sponsoring und Crowdfunding. Ein ganzes Jahr lang hat er mit seinen Leuten am Boot ge arbeitet, um es Vendéetauglich zu machen. Sollte Roura im Februar 2017 das Ziel erreichen, wird er sich zwar auf sein Zuhause im bretonischen Lorient freuen. Aber die Lust, wieder hinaus aufs Meer zu segeln, wird ihn wohl nicht lange ruhen lassen. MM
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 15
Vendée Globe
Hart am Wind Vendée Globe – die Route Auf sich allein gestellt, segeln die Skipper über 45000 Kilometer, vorbei an gefährlichen Landspitzen: Kap Hoorn, Kap der Guten Hoffnung und Kap Leeuwin.
Die Segelregatta wurde 1989 ins Leben gerufen und findet alle vier Jahre statt. Die Teilnehmer segeln 24 000 Seemeilen (45 000 Kilometer) weit von der französischen Atlantikküste um den Globus. Nach Havarien und Todesfällen wurden die Sicherheitsbestimmungen verschärft.
Les Sables d’Olonne (Start und Ziel) Europa Amerika
AZORENHOCH «DOLDRUMS»
Asien NORDOSTPASSAT
Bisherige Rekordzeit: 78 Tage, 2 Stunden, 16 Minuten, 40 Sekunden
Afrika SÜDOSTPASSAT
ST.-HELENAHOCH
Bester Schweizer:
Australien
Segelroute
Dominique Wavre
Segelroute Kap der Guten Hoffnung
Kap Hoorn
Beste Frau:
Kap Leeuwin
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Fluss- und Veloreise auf der Seine in die Normandie Programm Velowandern – gemütlich 1. Tag: Schweiz–Paris. Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus nach Paris. Einschiffung auf unser Hotelschiff Excellence Royal. 2. Tag: Paris–Conflans-Ste-Honorine. Die französische Hauptstadt Paris ist in der ganzen Welt für ihre Schönheit bekannt. Auf einer geführten Stadtbesichtigung entdecken wir Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Champs-Elysées und das Quartier Montmartre. Anschliessend fahren wir mit dem Bus nach Colombes und starten unsere erste Veloetappe. Entlang den Ufern der Seine gelangen wir nach Saint-Germain-en-Laye, ehemaliger Wohnsitz des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Durch eine grossartige Parkanlage und den Forêt de Saint-Germain fahren wir via Maisons-Laffitte nach Conflans-Ste-Honorine. Wiedereinschiffung. (Velostrecke ca. 40 km) 3. Tag: Vernon–Giverny–Gisors. Über Nacht erreicht die Excellence Royal Vernon. Mit den Velos fahren wir nach Giverny und besuchen den Garten und das Wohnhaus des grossen Impressionisten Claude Monet. Unsere Fahrt geht weiter nach Gasny, wo wir auf dem berühmten Voie Verte, einem stillgelegten Eisenbahntrasse, nach Gisors radeln. Zeit zur freien Verfügung. Verlad der Velos. (Velostrecke ca. 40 km)
Impressionen von Unterwegs.
4. Tag: Lisors–Lyons-la-Forêt–Les Andelys. Die heutige Veloetappe führt uns ab Lisors durch eine typisch normannische, leicht hügelige Landschaft und jahrhundertealten Buchenwald nach Lyons-la-Forêt. Hier spüren wir inmitten liebevoll gepflegter Fachwerkhäuser die Atmosphäre längst vergangener Zeiten. Über Vascoeuil und Charleval fahren wir weiter nach Les Andelys. Am Abend nimmt die Excellence Royal Kurs auf Caudebec-en-Caux. (Velostrecke ca. 55 km) 5. Tag: Caudebec-en-Caux–Honfleur– Étretat (velofreier Tag). Vormittags fahren wir mit dem Bus nach Honfleur, das den wohl schönsten Hafen der Normandie mit einer einzigartigen Lage an der Blumenküste, der Côte Fleurie, besitzt. Anschliessend besuchen wir die Alabasterküste mit ihren hoch aufragenden Kreideklippen und den faszinierenden Steilfelsen. Das Seebad Étretat lädt zu einem Bummel durch die mittelalterlichen Gassen oder einer Wanderung entlang der Küste ein. 6. Tag: Caudebec–Pont Authou–Rouen. Mit dem Bus fahren wir nach Pont Authou. Unsere Velostrecke führt uns durch das liebliche Vallée de la Risle und durch den Forêt Brotonne zurück nach Caudebec-en-Caux. Am späteren Nachmittag geniessen wir die Fahrt auf der Excellence Royal durch die Windungen der Seine bis nach Rouen. Nach dem Abendessen haben wir die Möglichkeit
auf einer geführten Besichtigung die ehemalige normannische Hauptstadt zu entdecken. (Velostrecke ca. 45 km) 7. Tag: Abtei Jumièges–Rouen. Am Morgen bringt uns der Bus zur Abtei Jumièges. Entlang der Seine und der Route des Fruits mit ihren grosszügigen Obstplantagen fahren wir mit dem Velo bis nach Sahurs. Am Nachmittag verlässt die Excellence Royal Rouen und nimmt Kurs Richtung Süden (Velostrecke ca. 35 km) 8. Tag: Paris–Schweiz. Ausschiffung. Rückfahrt mit dem Bus zu den Einsteigeorten. Programm Velofahren – sportlich 1., 5. & 8. Tag: gemäss Velowandern – gemütlich 2. Tag: Paris–Conflans-Ste-Honorine. Unsere erste Veloetappe starten wir in Paris und passieren hautnah Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, den Louvre und die Kathedrale Notre Dame. Via St. Denis und Saint-Germain-en-Laye, durch eine grossartige Parkanlage und den Forêt de Saint-Germain erreichen wir Conflans-Ste-Honorine. (Velostrecke ca. 70 km) 3. Tag: Vernon–Giverny–Gisors. Besuch in Garten und Wohnhaus von Claude Monet. Mit den Velos fahren wir via Gisors nach Magny-en-Vexin. (Velostrecke ca. 60 km) 4. Tag: Lisors–Lyons-la-Forêt–Les Andelys. Veloetappe von Lisors durch eine leicht hügelige Landschaft via Lyons-la-Forêt, Vascoeuil und Charleval zurück nach Les Andelys. (Velostrecke ca. 65 km) 6. Tag: Caudebec–Pont Audemer–Rouen. Velofahrt durch das Vallée de la Véronne, Vallée de la Risle und den Forêt Brotonne nach Caudebec-en-Caux. Am Abend geführte Stadtbesichtigung von Rouen. (Velostrecke ca. 75 km) 7. Tag: Abtei Jumièges–Rouen. Entlang der Seine und der Route des Fruits fahren wir mit den Velos von der Abtei Jumièges zurück nach Rouen. (Velostrecke ca. 55 km) Programmänderungen bleiben vorbehalten.
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18 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
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Rückblick 2016
Die Aufsteller des Jahres
Terroranschläge, Flüchtlingselend, politische Radikalisierung: Das zu Ende gehende Jahr hat viel Schlimmes gebracht. Doch nicht alles war schlecht. Ein Rückblick auf 50 Menschen und Ereignisse, die uns Hoffnung geschenkt und Freude bereitet haben. Text: Anne-Sophie Keller Illustrationen: Mario Wagner / 2 agenten
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 19
1.
Bewohner im indischen Uttar Pradesh haben während 24 Stunden 50 Millionen Bäume gepflanzt.
2. 87 000 Schweizer Babys feierten dieses Jahr ihren ersten Geburi – so viele wie seit 1992 nicht mehr. 3. Eine Frau wurde britische Premierministerin. 4. Hillary Clinton hat den Weg für eine zukünftige amerikanische Präsidentin geebnet und als Hoffnungsträgerin Frauen auf der ganzen Welt inspiriert. 5. Der Tigerbestand erholt sich. 6. «Harry Potter» ging in die Fortsetzung. 7.
Nach 6,5 Milliarden zurück gelegten Kilometern erreicht die Raumsonde Rosetta den Kometen Tschurjumow. Mit an vorderster Front der zehn jährigen Mission: die Berner Astrophysikerin Kathrin Altwegg.
8. Ein Gen, das mit der Krankheit ALS in Verbindung steht, wurde gefunden – ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Krankheit. 9. Erfolgreiche Impfungen gegen Lungen- und Hirnkrebs rücken näher. Durchbrüche in der Chemotherapie haben die 5JahreÜberlebensrate für Pankreaskrebspatienten von 16 auf 27 Prozent erhöht. 10. Die Kindersterblichkeit ist auf weltweit auf einem Tief und sinkt weiter.
Bilder: Getty Images, Keystone
11. Kultmaler Bob Ross kann man jetzt auf Netflix bestaunen. 12. Basketballlegende Michael Jordan spendete zwei Millionen Dollar für Organisationen, die sich um einen Ausgleich zwi schen den USEthnien bemühen. 13. Pokémon Go!
20 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
14. An den Paralympics gewann Marcel Hug zwei Medaillen und schrieb Schweizer Sport geschichte. 15. Stan Wawrinka siegte am US Open. 16. Die Initiative zur Heiratsstrafe ist nicht durchgekommen. 17. Junge Menschen rund um die Aktion Libero haben erfolgreich die Durchsetzungsinitiative bekämpft. 18. Bundespräsident Johann SchneiderAmmann brachte unfreiwillig eine ganze Nation zum Lachen. C’est bon pour la santé! 19. Der Sommer kam doch noch und war wunderschön. Das Wallis, die Genferseeregion und das Tessin etwa erlebten den wärmsten Spätsommer seit Messbeginn 1864. 20. Der «Islamische Staat» (IS) ist so schwach wie noch nie. 21. H&M hat erstmals mit Trans gendermodels geworben. 22. Eine GalapagosSchildkröte namens Diego hatte so viel Sex, dass er seine ganze Spezies gerettet hat. 23. In Zürich und Winterthur gibt es genug Kinderbetreuungs plätze, sodass fast alle Familien zum Zuge kommen. 24. Endlich beschlossen: Ehemalige Verdingkinder erhalten eine Wiedergutmachung von total 30 Millionen Franken. 25. Für ein britisches Schiff wurde via Public Voting ein Name gesucht. Gewonnen hat Boaty McBoatface – übersetzt «Bötchen McBootsgesicht». 26. Starbucks hat ein neues Essens spendeprogramm lanciert.
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 21
27. Eine neue Behandlung kann Symptome von Multiple Sklerose rückgängig machen. 28. Leonardo DiCaprio hat endlich seinen Oscar gewonnen. 29. Die Queen hat ihren 90. Geburtstag gefeiert. In style, of course. 30. In Zürich gibts jetzt ein Unisex-WC für Leute aller Geschlechtsidentitäten. 31. Durch die End-zu-EndVerschlüsselung wurde Whatsapp etwas sicherer. 32. Ein Grüner wurde Bundespräsident von Österreich. 33. Anlässlich der Aktion «Farbe bekennen» haben zahlreiche Menschen für Flüchtlinge gespendet und sich solidarisch gezeigt. 34. Popsängerin Taylor Swift hat endlich neue Musik veröffentlicht. Der Song «I Don’t Wanna Live Forever» toppte innert Stunden die iTunes-Charts von 77 Ländern. 35. Robin Wright, Hauptdarstellerin der beliebten US-Serie «House of Cards», ist auf die Hinterbeine gestanden und verdient nun so viel wie ihr männlicher Serienkollege Kevin Spacey. 36. Fabian Cancellara schloss seine glorreiche Karriere mit einer Goldmedaille in Rio ab. Überhaupt war die Schweizer Delegation deutlich erfolgreicher als vor vier Jahren in London. 37. Mit der Wirtschaft gehts «obsi». Die Schweizer Konjunktur ist trotz Loslösung vom Euro auf Erholungskurs – entgegen aller Prognosen. 2016 rechnet das Seco mit einem Wachstum von 1,5 Prozent.
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MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 23
38. Laut Forschern des Weltwirt schaftsforums ist die Schweiz zum achten Mal in Folge das wettbewerbsfähigste Land der Welt. 39. Erstmals überhaupt verleiht die «Schweizerische Weinzeitung» einem Wein 20 von 20 mög lichen Punkten. Dieses Kunst stück gelang Martin Donatsch aus Malans GR mit seinem Pinot Noir Unique 2013. 40. Die SocialMediaPlattform Twitter wurde zehn Jahre alt. 41. Auguri! Alle Schaltjahrkinder konnten dieses Jahr ihren Geburtstag feiern. 42. Jon Snow, der beliebte Charakter der Serie «Game of Thrones», ist doch nicht tot. 43. In Kolumbien wurde ein Friedensvertrag abgeschlossen. 44. Eltern in Schweizer Regen bogenfamilien dürfen bald die Kinder ihrer Partner adoptieren. 45. Die Zahl der Gewaltdelikte ist bei jungen Männern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren innerhalb von fünf Jahren um 40 Prozent zurückgegangen, wie aktuelle Zahlen der Suva zeigen. 46. Die Schweiz hat eine für die EU akzeptable Lösung in der Umsetzung der Masseneinwan derungsinitiative gefunden. 47. USUnternehmer und Investor Elon Musk gab den Startschuss für menschliche Kolonien auf dem Mars. 48. Für Frühling 2017 wurde eine «Star Trek»TVSerie angekündigt. 49. Die amerikanische Musikikone Beyoncé beehrte die Schweiz. 50. Brad Pitt ist wieder single.
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Die e Kamelien in den Hügeln von Lucca L gehören zu den ältesten Europas. Schon im 18. Jahrhundert führen Luccheser Händler die farbenprächtige Kamelie ein und verbreiten diesen Baum in den Gärten der historischen Villen des Landes. Alljährlich im März, zur Blütezeit des Baumes, wird hier die grösste italienische Kamelienausstellung abgehalten. Erleben Sie bei dieser schönen Reise das Frühlingserwachen wie aus dem Bilderbuch!
Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Donnerstag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus in das hübsche Montecatini Terme, unserem idealen Ausgangsort für die nächsten Tage. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Freitag - Villa Torrigiani – Montecarlo Halten Sie heute Ihren Fotoapparat bereit. Der beginnende Frühling bringt die schönsten Seiten der traumhaften Hügellandschaften rund um Lucca hervor. Hier finden sich historische Villen und Gärten wie aus dem Bilderbuch. Die bekannte Villa Torrigiani öffnet für uns heute ihre Tore. Freuen Sie sich auf die beeindruckende Architektur und natürlich auf die Kamelien in der zauberhaften Parkanlage – ein wunderschöner Anblick, nicht nur für Gartenliebhaber. Mit dem Örtchen Montecarlo erwartet uns später ein echtes toskanisches Kleinod. Ent-
sprechend werden unsere Gaumen in einer kleinen Fattoria mit einem Imbiss und einer Weindegustation verwöhnt. Frisch gestärkt unternehmen wir eine Besichtigungstour durch das hübsche Dorf, die in der bekannten Festung von Montecarlo mit spannenden Geschichten und einer atemberaubenden Sicht auf das Val di Nievole ihren Höhepunkt findet. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Samstag – Kamelienfest in Sant Andrea di Compito/Lucca Heute besuchen wir in Sant’Andrea di Compito das legendäre Kamelienfest und damit auch die grösste Kamelienausstellung Italiens. Bestaunen Sie die Farben- und Formenvielfalt der jahrhundertealten Pflanzen. Die ursprünglich in China und Japan beheimatete Kamelie wurde sowohl als Teepflanze als auch wegen der Schönheit ihrer Blüte hoch verehrt und kam im 18. Jahrhundert nach Europa. Vor allem in der Toskana erfreute sie sich grosser Beliebtheit, so dass
Lucca
Villa Torrigiani
Sie hier einen grossen Teil an Pflanzen bewundern können. Am Nachmittag begeben wir uns dann in Lucca auf eine geführte Zeitreise durch die italienische Architektur. Aus der Römerzeit sind ein Amphitheater und der alte Marktplatz übrig geblieben. Die zahlreichen Kirchen der Stadt Lucca sind ebenfalls Zeitzeugen der verschiedenen Epochen. Am Abend werden wir im Hotel zu einem feinen Abschiedsessen erwartet. 4. Tag, Sonntag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken die Heimreise in Richtung Schweiz an!
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E Bänz Friedli
So reden Männer halt
Ein wunderschöner Ort am Meer wars. Ich lag auf einem Massagetisch, hatte tags zuvor am Fernsehen den Konvent der US-Republikaner verfolgt. Nichts als Häme und Hass war zu hören gewesen. Die Gegenkandidatin, Hillary Clinton, wurde als Hexe verunglimpft, als Lügnerin und Mörderin. Positive Botschaften? Lösungen? Visionen? Hatte der Kandidat der Republikaner keine anzubieten.
«Dieser Trump …», hebe ich bäuchlings an. «He is gonna save us!», fällt Masseurin Margaret mir ins Wort, «he is a leader!» Ein Retter, ein Anführer sei der. Und das Gespräch, das folgt, macht mir klar: Die Wahrheit spielt keine Rolle. Die Leute sehen in Trump, was sie in ihm sehen wollen. Kleine Leute wie Margaret, vom Leben betrogen: Sie ist über 70, muss aber, weil die Pension nirgends hinreicht, noch immer verwöhnte Feriengäste wie mich massieren. Ihren eigenen Sohn? Hat sie seit Jahren nicht gesehen. Er kehrte traumatisiert aus dem Irakkrieg heim, seither fehlt von ihm jede Spur. Der andere Sohn? Lebt sechs Flugstunden entfernt in Arizona und meidet den Kontakt. Ich hätte ihr gern erläutert, wie egal dem Mann, den sie zum Präsidenten wählen wollte, Menschen wie sie sind. Aber sie mochte es nicht hören.
Bänz Friedli (51) ärgert sich über Herrn Trump.
Dieser Jahreswechsel ist auch ein Abschied. Von Barack Obama, den ich gemocht und trotz all der Kompromisse, die er eingehen musste,
stets verteidigt habe; von seinen Töchtern und seiner grossartigen Frau Michelle. Der Nachfolger wird wohl das wenige, was Obama erreichte, zunichtezumachen versuchen: den Umweltschutz, die Gesundheitsversicherung für alle – gerade für Menschen wie Margaret. Wie verheerend Trumps Wirken fürs Klima und die Weltwirtschaft werden dürfte, haben gescheite Experten längst erklärt. Eins aber will ich nicht auf uns Männern sitzen lassen. Als «locker room talk» tat Trump seine herabsetzenden, furchtbar primitiven Worte über Frauen ab, als Umkleidekabinengeschwätz. So redeten Jungs nun mal in der Sportgarderobe. Nein und nochmals nein, wir reden nicht so. Meine Fussballkollegen und ich, wir reden beim Umkleiden über Gemüsebrei, Eltern-und-Kind-Schwimmkurse und: «Sag mal, Bänz, wie hast du das jeweils gemacht mit dem Schoppen?» Und als Mitspieler Flo uns nach dem letzten Training vor Weihnachten verriet, er werde im Juli zum ersten Mal Vater – haben wir da vulgär gejohlt? Nein, alle waren gerührt. Es fielen Worte der Zärtlichkeit und des Mitgefühls. Okay, manchmal reden die Kameraden und ich auch über ihren FCZ und meine Young Boys. Und über unsere Gewichtsprobleme. Aber das tun die Frauen, glaub ich, auch. MM
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26 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
Dieter Flury
Dernière auf 14 Karat Gold
Über 50 Millionen TV-Zuschauer in aller Welt verfolgen am 1. Januar 2017 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Im Orchester spielt zum letzten Mal auch ein Schweizer: Vor seiner Abschiedsgala kommt bei Starflötist Dieter Flury Wehmut auf. Text: Reto E. Wild
K
onzentriert sitzt er hinter seinem Notenpult, die Augen auf den Dirigenten gerichtet. Dieter Flury (64) bläst in seine Querflöte. Sie ist mit 14 Karat Gold veredelt. Kostenpunkt: 70 000 Euro. «Schweres Material entwickelt weniger Eigenschwingungen, die den Klang stören.» Der Zürcher probt an diesem Morgen in der Wiener Staatsoper an der Ringstrasse, mitten im Stadtzentrum. Vier Stunden dauert das Einspielen mit den Orchesterkollegen, dazwischen eine kurze Pause. Flury gehört seit fast 40 Jahren zum Orchester der Wiener Philharmoniker. Seine Querflöte ist für Flury «wie ein Körperteil, mit dem man zusammenwächst». Bis Sommer 2016 hat er 25 Jahre lang auf demselben Instrument gespielt. Dann wurde es ihm in einem Wiener Kaffeehaus gestohlen. «Das war ein totaler Schock.» Flury ist der einzige Schweizer Musiker in der bald 175-jährigen Geschichte des weltberühmten Orchesters, das nur die Besten der Besten anstellt. In den fast vier Jahrzehnten arbeitete er mit Stars wie Herbert von Karajan, Carlos Kleiber oder Leonard Bernstein zusammen. Diese grossen Dirigenten seien auf jedes der 147 Mitglieder der Philharmoniker individuell eingegangen. Die Philharmoniker sind Weltklasse. «Die Qualität stimmt nur, wenn diese von jedem Pult aus kommt. Ich musste strampeln, um mitzuhalten.» 50 Opern muss er auftrittsreif spielen können. Man dürfe mit einem Auftritt nie zufrieden sein, weil der nächste stets noch besser werden soll. Und wenn die Leistung nachlasse,
Bild: Regina Hügli
wird im Orchester darüber geredet. Auch heute noch übt er täglich, wenn auch manchmal nur eine halbe Stunde. «Das Orchester hat eine hohe soziale Kompetenz. Wenn ein Mitglied mal eine schwächere Phase hat, wird es mitgetragen und wieder aufgebaut.» Trotzdem ist es auch schon vorgekommen, dass man für ein Mitglied der Philharmoniker eine andere Aufgabe finden musste. Dieter Flury weiss dies, weil er von 2005 bis 2014 zusätzlich als Geschäftsführer des Wiener Staatsopernorchesters unter anderem für die Qualität verantwortlich war. Vom Mathematiker zum Flötisten
Die Flöte hat Dieter Flury durch die ganze Schulzeit begleitet. Wegen seiner Zahnstellung war er aber alles andere als prädestiniert für eine Karriere als Flötist – eine Spange löste das Problem. Ihn faszinieren die Klangfarben der Flöte und dass das Instrument sehr direkt durch den Atem einen Ton erzeugt. «Emotionen bestimmen den Atemfluss, also die Gestaltung und die Weite des Tons. Die hohen Töne kann man selbst dann noch spielen, wenn man wütend ist – sogar besonders leicht.» Sein französischer Hauptfachlehrer André Jaunet an der Musikhochschule Zürich habe ihn tief geprägt, er habe seinen Schülern das Potenzial der Flöte aufgezeigt und erklärt, «wie man mit ihr eine eigene Stimme bilden kann». 1976 schloss Flury mit dem Solistendiplom ab. Vier Jahre zuvor hatte er noch Mathematik an der ETH Zürich studiert. Eine Freundin erzählte ihm von der offenen Stelle bei der Wiener
Staatsoper. Er durfte vorspielen – hinter einem Vorhang. «Eine lähmende Erfahrung. Ich weiss heute noch nicht, weshalb ich es trotzdem in die zweite Runde geschafft habe.» Er musste Mozarts Flötenkonzert Nummer 1 für die zweite Runde vorbereiten – und erhielt die Stelle. Mit seiner Frau Marianne (65), einer Thuner Psychologin, beschloss Flury, «mal für ein Jahr nach Wien zu gehen. Dann nahm es mir den Ärmel so richtig rein, weil ich realisierte, was es wirklich heisst, in diesem Orchester zu spielen.» Nächstes Jahr geht Flury in Pension, er wird aber noch mindestens drei Jahre an der Kunstuniversität Graz unterrichten. Dem neuen Lebensabschnitt schaut er mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits schätzt es der vierfache Vater, dann nicht mehr dem Leistungsdruck der Philharmoniker ausgesetzt zu sein. Andererseits würden ihm die Auftritte bestimmt auch fehlen. «Gewisse Ereignisse nehme ich jetzt schon bewusster wahr, etwa meine letzte Japanreise mit dem Orchester diesen Herbst oder das Neujahrskonzert. Da kommt schon Wehmut auf.» Für Dieter Flury ist klar, dass er auch nach der Pensionierung mit seiner Frau am Stadtrand von Wien leben und nicht in die Schweiz zurückkehren möchte; seine Freunde, sein Zuhause seien hier. «Ich könnte mir die Schweizer Lebenskosten nur mit Mühe leisten.» Zum Schluss fügt Dieter Flury mit einem Augenzwinkern an: «Die Österreicher sagen über Zürich: Die Stadt ist vielleicht doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof aber nur halb so lustig.» MM
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 27
Hörprobe und Porträt von Flötist Dieter Flury
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Hauptsponsor
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MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 29
Leserforum MM51: Interview mit Alain de Botton «Die Religionen fordern uns auf, freundlich zu sein»
«Trotz grossen Aufwands ist das Resultat nicht befriedigend» Alain de Botton philosophierte im Migros-Magazin über den Sinn des Glaubens.
Mit grossem Interesse habe ich das Interview mit Alain de Botton gelesen. Dabei bin ich an seinem Kursthema «How to fill the God-shaped Hole» hängen geblieben. Mir kommt das Puzzle meiner Kinder in den Sinn: Ein Teil ist verloren gegangen, wir versuchen, es zu ersetzen. Mühsam schneiden wir es aus dickem Karton aus und bemalen es sorgfältig. Trotz grossen Aufwands ist das Resultat nicht befriedigend. Wir müssen das Original wieder finden. Schon der weise Salomo hat darüber philosophiert, dass die Sehnsucht nach dem, was ewig ist, ins menschliche Herz gelegt ist. Mein «God-shaped Hole» ist gefüllt. Jesus passt perfekt! Silvia Bolli, 9320 Arbon TG
Ich frage mich ernsthaft, ob in der Schweiz, niemand mehr zu finden ist, der an Gott glaubt? Weihnachten ist demzufolge nur noch Kommerz und ein Fest der Ungläubigen. Als kleine Ergänzung die Geschichte, wie wir als Ehepaar zu Gott fanden: An der Hochzeit unserer Tochter starb auf einem unbewachten Bahnübergang, vor den Augen der ganzen Hochzeitsgesellschaft, unser achtzehneinhalbjähriger Sohn und mit ihm der Fahrer des Hochzeitscars. Unser Sohn lebte noch zwei Stunden im eingeklemmten Fahrzeug. Da mein Geld, meine Kraft und mein Wissen mir nicht mehr helfen konnten, versuchte ich es mit dem bis jetzt unbekannten Gott. Wir konnten trotz des Verlusts unseres Sohns mit der Hilfe von Gott glücklich weiterleben. Auch das eine Weihnachtsgeschichte. Alice und Gerhard Trüssel, 3455 Grünen BE
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Migros-Magazin allgemein
«Spannend wie ein gutes Buch» Ich wollte Euch schon so lange sagen, dass ich Euer Magazin einfach super finde. Die Zeit-
schrift ist interessant, lehrreich, spannend wie ein gutes Buch. Armida Sulser, 9500 Wil SG
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Korrigendum: MM50 Kinder
Warum gibt es Jahreszeiten?
«Erde wandert um die Sonne»
Rauchfrei ins neue Jahr?
Der Grund für die Jahreszeiten ist, dass die Erde einmal im Jahr um die Sonne wandert, und ihre Achse schräg ist und nicht, wie Sie schreiben, «weil sich unser Planet um seine eigene schräge Achse drehe» – so entstehen nämlich die Tageszeiten. Martin Isler, 5454 Bellikon AG
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MM49: Kinder «Eine Moschee sieht aus wie ein Märchenschloss»
«Es hat Moscheen und Kirchen» Sie schreiben, dass es im Libanon statt Kirchen Moscheen hat. Das ist nicht richtig, denn im Libanon hat es Moscheen und Kirchen. Laut Wikipedia sind heute noch 41 Prozent der Bevölkerung Christen. Früher waren es über die Hälfte. Erika Tohmé, per E-Mail
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Tag 11 Belgrad–Novi Sad. Am Nachmittag Stadtrundfahrt* in der Universitätsstadt Novi Sad mit Besuch des Klosters Krusedol.
Tag 2 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole. Abends klassisches Konzert (Fr. 75).
Tag 13 Komarno–Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava.
Ihr Reiseprogramm Donaudelta (15 Tage)
Tag 3 Budapest. Stadtrundfahrt* in Ungarns lebensfroher Hauptstadt. Liebe Flussfahrt-Freunde Die Flusslandschaften der Donau kann man immer wieder neu entdecken. Keine Reise ist wie die andere. Die Donauländer auf dem Weg zum faszinierenden Delta am Schwarzen Meer erfinden sich immer neu. Auch das Wetter und die Jahreszeit zeigen den Fluss in stets neuem Licht. Ich freue mich, Ihnen heute zwei besondere Flussreisen anzubieten. Dies zu einem erstaunlichen Preis, denn mit der Excellence Melodia ist ein Flussschiff mit innovativer Twincruiser-Technik Ihre Gastgeberin. Willkommen auf der Donau. Wir, die Schweizer Schiffsreisenmacher der ersten Stunde haben zwei fantastische Routen für Sie kreiert. Flussreisen wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Herzliche Grüsse, Ihr
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Tag 4 Kalocsa–Mohacs. Ab Kalocsa Ausflug* in die Weiten der Puszta, Besuch einer Czarda und des Paprikamuseums. In Mohacs gehen Sie wieder an Bord. Tag 5 Belgrad. Rundfahrt* durch die Hauptstadt Serbiens. Nachmittags Ausflug in die idyllischen Landschaften um Topola und Oplenac mit Besichtigung der Kirche des HI. Georgs (Fr. 35).
Tag 12 Kreuzen auf der Donau. Tag an Bord.
Tag 14 Krems–Melk. Entdecken Sie die Schönheiten der Wachau auf einem Ausflug (Fr. 35). Nachmittags Besuch* des barocken Benediktinerstifts in Melk. Tag 15 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 20%. Buchung einzelner Ausflüge an Bord möglich.
Tag 6 Passage Eisernes Tor. Die Excellence Melodia passiert das Eiserne Tor – ein Höhepunkt dieser Reise. In einmaliger Landschaft ragen steile Gebirgszüge auf, es folgt eine Fahrt durch die Ausläufer der Karpaten. Tag 7 Rousse. Am Morgen Ankunft in der bulgarischen Hafenstadt Rousse – das «Tor zur Welt» zwischen Okzident und Orient. Hier erreicht die Donau eine beeindruckende Breite von 1,3 km. Stadtrundfahrt*. Tag 8 Sulina-Kanal/Donaudelta–Tulcea. Die Excellence Melodia passiert Stromkilometer Null. Nachmittags Bootsfahrt* im Delta ab Meile 35. Tag 9 Oltenita–(Bukarest)–Giurgiu. Ankunft in Oltenita. Überlandtour per Bus nach Bukarest und Stadtrundfahrt*. Ihr Hotelschiff erwartet Sie in Giurgiu.
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Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Melodia ab. Tag 2 Melk–Wien. Morgens erreichen Sie Melk. Sie besichtigen das Benediktinerstift* mit seiner schönsten Barockkirche nördlich der Alpen. Entspannen Sie nachmittags an Bord. Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Klassisches Konzert (Fr. 75). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole mit den bekannten Sehenswürdigkeiten Wiener Prater, das Riesenrad aus dem Filmklassiker «Der dritte Mann» oder der 137 m hohe Steffel. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 20).
Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, deren Geschichte und Gegenwart von Kelten, Römern, Deutschen, Magyaren, Juden und Slowaken geprägt wurde. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein liegt inmitten von Weinbergen der Wachau. Rundgang* im Städtchen. Die Wachau sonnt sich in einem besonders milden Klima und heisst zu Recht Marillen- und Weinland. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 20%. Buchung einzelner Ausflüge an Bord möglich.
Tag 4 Budapest. Vormittags Ankunft in der Hauptstadt Ungarns. Ausflug* in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda. Am Abend Ausflug Budapest by Night (Fr. 40).
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32 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
Viktor Giacobbo und Mike Müller
«Humor erlaubt uns, gewisse Leute bei ihrem Tun zu stören» Die Satiresendung «Giacobbo/Müller» ist Vergangenheit. Doch Viktor Giacobbo und Mike Müller planen auch künftig gemeinsame Projekte. Ein Gespräch über satirische Fehltritte, das Humorpotenzial von Populisten – und Freundschaft. Text: Ralf Kaminski, Monica Müller
Bilder: Dan Cermak
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 33
«Wir sind Rampensäue»: Mike Müller und Viktor Giacobbo fühlen sich im Scheinwerferlicht wohl.
Giacobbo und Müller über ihre Highlights
34 | MM52, 27.12.2016 | MENSCHEN
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Mike Müller und Viktor Giacobbo, das Jahr 2016 ist zu Ende und damit auch die Satiresendung «Giacobbo/Müller». Werden Sie diese Zusammenarbeit vermissen? Viktor Giacobbo: Wir sind ja gute Freunde und haben bereits gemeinsame Pläne für die Zukunft. Da ist es vielleicht sogar befruchtend, wenn wir mal nicht jede Woche neue Ideen aushecken müssen. Mike Müller: Genau. Am Ende einer Staffel waren wir schliesslich immer ganz froh, zwei, drei Tage nicht miteinander telefonieren zu müssen ... Giacobbo: ... wenn nicht sogar vier oder fünf Tage. Müller: Dann gabs aber Streit, weil es so lange gedauert hatte. Giacobbo: Mehr als acht Tage waren es jeden falls nie. Wie wirkt es sich auf die Zusammenarbeit aus, wenn man gut befreundet ist? Ist es dann leichter zu sagen, dass man den anderen mal nicht so witzig fand? Giacobbo: Wir haben die Kritik institutio nalisiert: Es war immer klar, dass man es dem anderen sagen konnte, wenn man etwas nicht so gut fand. Dann wurde diskutiert. Und wenn das nichts brachte, gab es ein Vetorecht, und die Idee wurde verworfen. Kam das häufig vor? Giacobbo: Nicht häufig, aber es kam vor. Müller: Während der Sendung war es enorm nützlich, sich so gut zu kennen: Da mussten wir manchmal spontan und schnell Entschei dungen treffen, und das konnte jeder von uns quasi blind – im Wissen, dass der andere auch so entschieden hätte. Wir sahen einander auch immer an, wenn einer einen Hänger hatte, und konnten schnell einspringen. Giacobbo: Auch wenn der gerade an was ande res dachte, etwa an den Kühlschrank daheim. Müller: Und das war nicht immer nur ich! Giacobbo: Überhaupt nicht, das hat auch nie mand behauptet. Müller: Doch, das ist wieder typisch, wir sind noch keine fünf Minuten hier und schon ... Giacobbo: ... jetzt fühlt er sich gleich wieder angegriffen! Ihr Zusammenspiel funktioniert ja prima ... Giacobbo: Genau. Es gibt in der Branche natürlich viele talentierte Kolleginnen und Kollegen, aber das gemeinsame Improvisieren funktioniert nicht mit jedem. Müller: Wir kennen uns ja auch schon lange. Ich bin über «Viktors Spätprogramm» quasi schleichend in die Branche hineingeraten. Giacobbo: Ein blutjunger Newcomer war er. Eigentlich wollte er Schlosser werden, aber ich sagte: Nein, werde Kabarettist. Müller: Er hat mich als Verdingbub aus einem Kohlebergwerk gerettet. Jedenfalls wurde aus der Zusammenarbeit nach und nach eine be
rufliche Freundschaft und später auch eine persönliche. Mit vielen arbeitet man zusam men, ohne dass dabei eine Freundschaft entsteht. Bei uns hingegen ist die Liebe über die Jahre sehr stark gewachsen. Giacobbo: Wir haben auch intensiv daran gearbeitet. Müller: Und wir planen jetzt, ein Buch darü ber zu schreiben ... Giacobbo: ... über Paarberatung. Es hilft auf jeden Fall, die Macken des anderen zu kennen, sympathische wie schwierige. Wie oft kam es vor, dass Leute sich bei Ihnen über bestimmte Beiträge beklagt oder den SRF-Ombudsmann angerufen haben? Müller: Es kam regelmässig vor. Wir erhielten dann eine Kopie vom Bericht des Ombuds manns. Meist waren es fundamentalkatho lische Kreise oder Leute rechts von der SVP. Giacobbo: Oder linke Minoritätenkreise. Fanden Sie jemals: Hm, doch, das war vielleicht ein bisschen zu heftig? Giacobbo: Grundsätzlich finden wir es ver ständlich, dass sich jemand daran stört, wenn wir Witze über ihn machen. Und es kam auch vor, dass wir im Nachhinein unzufrieden mit uns waren. Nicht, weil wir zu weit gegangen, sondern weil wir zu ungenau waren. Müller: Wenn man geschludert hat, muss man auch dazu stehen können. Die Schweiz ist in diesen Dingen aber zum Glück sehr liberal: Satiriker geniessen grosse Freiheiten. Im Frühling hat die Trans-Community sich medienwirksam über einen Beitrag beklagt. Wie beurteilen Sie die Sache heute?
Zu den Personen
Satiriker und Schauspieler Viktor Giacobbo (64) ist Autor, Kabarettist, Schauspieler und Moderator. Seit 1990 ist er mit seiner politischen Satire und seinen Kunstfiguren eine ComedyInstanz im Schweizer Fernsehen. Zudem hat er Kolumnen geschrieben und Filmregie geführt («Der grosse Kanton», 2014). Viktor Giacobbo ist Verwaltungsratspräsident des Casinotheaters Winterthur, wo er auch immer wieder selbst auf der Bühne steht. Er wohnt in Winterthur. Mike Müller (53) ist Autor, Kabarettist
und Schauspieler. Er begann seine Bühnenkarriere in «Viktors Spätprogramm» und tritt regelmässig in Theater, Film und Fernsehen auf. Seit 2012 spielt er die Hauptrolle in der SRF-Serie «Der Bestatter», deren 5. Staffel ab 3. Januar 2017 ausgestrahlt wird. Mike Müller lebt mit seiner Lebenspartnerin in Zürich.
Giacobbo: Wir betonen stets, dass wir mit dem Beitrag nicht auf Transmenschen gezielt haben, sondern auf SPFrauen, die ihren Namen neu mit * ergänzen, um ihre Offenheit gegenüber Transmenschen zu signalisieren. Dabei verwendeten wir tatsächlich einige zu saloppe Ausdrücke. Müller: Das haben wir aber auch korrigiert. Giacobbo: Jedenfalls gab es ein «Shitstörmli», weil diese Community sehr gut vernetzt ist. Einige von ihnen teilten aber auch mit, dass sie durchaus lachen mussten. In einer späte ren Sendung hatten wir dann eine tolle Transfrau als Gast, die sich mit viel Humor gut geschlagen hat ... Müller: ... und das Sternchen einigermassen bescheuert findet. Giacobbo: Wir fanden bemerkenswert, dass etwas anderes offenbar niemandem aufgefal len ist: Diese Minderheit scheint lediglich bei den SPFrauen willkommen zu sein. Nähme die Partei Transmenschen richtig ernst, müss te sie sich doch generell mit einem Sternchen schmücken – also SP*, nicht wahr? Der Sender, für den Sie neun Jahre lang gearbeitet haben, steht politisch unter Druck. Wie erleben Sie das? Giacobbo: Mike, sag doch mal was Gutes. Müller: Dafür brauchen wir dann aber zwei Stunden ... Interessant ist ja, dass ausgerech net die Zeitungsverleger, die zunehmend auf Autoverkaufsanzeigen im Internet setzen, so eifrig gegen die SRG schiessen. Aber klar, der Sender muss sich überlegen, wie er sich im Zeitalter der Digitalisierung positionieren und verändern muss. Wir hatten eigentlich nie den Eindruck, dass wir bei einem Sender arbeiten, der mit Geld um sich wirft – das gilt übrigens auch für «Der Bestatter», der trotz Schweizer Löhnen 10 bis 20 Prozent günstiger produziert wird als vergleichbare Formate in Deutschland. Giacobbo: Auch publizistisch kann man die SRG gut in Schutz nehmen: Der Sender ist nun wirklich ausgewogen. Es klagen regel mässig beide politischen Lager, die Beiträge seien zu einseitig – solange das der Fall ist, macht man dort definitiv etwas richtig. Und wir konnten ohnehin immer tun, was wir wollten, sogar unsere eigenen Chefs nament lich kritisieren. Ich kenne keinen anderen Medienbetrieb in der Schweiz, der so liberal ist wie die SRG, ganz sicher nicht Ringier, Tamedia, NZZ oder AZ Medien. Über welche Medienkanäle informieren Sie sich? Giacobbo: Ich lese die wichtigsten Schweizer Tageszeitungen, zusätzlich elektronisch den britischen «Guardian», die «New York Times», den «Spiegel». Und ich sehe mir TVNews sendungen an. Müller: Das gehört ein Stück weit zum Job. Ich lese ausserdem «Die Zeit» und höre mir
MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 35
«Bei uns ist die Liebe über die Jahre sehr stark gewachsen»: Mike Müller und Viktor Giacobbo gehen glatt als altes Ehepaar durch.
auch gern die Informations- und Talksendungen von Radio SRF an. Giacobbo: Das Schöne ist, dass sich hier persönliche Interessen und Arbeit praktisch komplett überschneiden. Müller: Man kann seine Newsjunkie-Beschäftigung immer als Arbeit rechtfertigen. Medienkonsumenten halten vermehrt nur noch das für wahr, was dem eigenen Welt bild entspricht – der Rest gilt als «Lügen presse». Erleben Sie das auch so? Giacobbo: Ein bisschen macht das ja jeder. Mich interessiert aber schon, was die «Weltwoche» findet oder Erdogan. Die Tendenz zu Filterblasen und zu «fake news» finde ich aber tatsächlich erschreckend. Müller: Wir sind natürlich auch ältere, konservative Mitgenossen und zahlen noch für Medien. Natürlich bin ich auch auf Facebook – ich käme aber nie auf die Idee, mich nur hier zu informieren, das wäre mir viel zu einseitig. Zudem gibt es noch immer Medienmarken, die für etwas stehen, auch wenn der Print unter Druck steht und die Qualität teilweise sinkt. Selbst wenn man sich so informiert, wie wir das tun, muss man aufpassen, dass man nicht in einer Blase landet. Die elektronischen Medien haben dieses Risiko verstärkt. Linke und Liberale befanden sich 2016 wohl in einer solchen Blase: Die meisten wurden vom Brexit und von Trumps Wahlsieg völlig überrascht. Für Satiriker aber bedeutet das
jede Menge wunderbares Material – wie blicken Sie als linksliberale Satiriker auf das Jahr zurück? Giacobbo: Natürlich sind Leute wie Trump für uns attraktiv. Auf der anderen Seite halte ich die politische Entwicklung wirklich für bedenklich. Wir stammen noch aus einer Zeit, in der man sich links oder rechts einordnete, aber diese Kategorien verlieren zunehmend an Bedeutung. Ich kann mich selbst auch nicht mehr so leicht der einen oder anderen Seite zuschlagen. Populismus kommt genauso von ganz rechts wie von ganz links, und der Kampf um die «Büezer» ist voll entbrannt, obwohl es davon gar nicht mehr so viele gibt. Müller: Es heisst ja, krasse Zeiten oder ein gemeinsamer starker Gegner seien gut für die Satire. Das stimmt natürlich. Andererseits muss man auch zugeben, dass einem bei Figuren wie Donald Trump nach zwei, drei Monaten nicht mehr so viel Neues einfällt. Man kann sich nicht ewig über ihn lustig machen. Und in der Schweiz? Man könnte argumen tieren, dass wir sehr erfahren sind mit der rechtspopulistischen Bewegung, die nun andere Länder erfasst und erschreckt. Giacobbo: Da gibt es schon Unterschiede. Die SVP ist ziemlich gut in die Institutionen eingebunden, auch wenn sie immer wieder verbal randaliert. Die Partei hat bei uns einiges absorbiert, was in anderen Ländern nun Gefahr läuft, ausser Kontrolle zu geraten. Müller: Das hat sie selbst ja auch stets betont.
Giacobbo: Kommt hinzu, dass wir mit der direkten Demokratie ein grosses Korrektiv haben. Es kann sich einfach nicht so viel aufstauen wie in Ländern, in denen grosse Bevölkerungsschichten nur ein geringes Mitspracherecht haben. Müller: Und die SVP ist Teil der Elite dieses Landes, auch wenn sie das bestreitet. Sie hat zwei Sitze in der Regierung, stellt 30 Prozent der Richter. Das ist schon ganz anders als bei der FPÖ oder Marine Le Pen. Immerhin lässt sich sagen: In ganz Europa sind derzeit nationalistische Tendenzen im Aufwind, von daher sind wir gute Durchschnittseuropäer. Demnach ist der Zeitpunkt, die Satire sendung zu beenden, eigentlich ungünstig, oder? Es gäbe so viel Material. Müller: Wir haben mit Trump vereinbart, dass wir aufhören, wenn er gewinnen sollte ... Giacobbo: Es gibt nie schlechte Zeiten für die Satire. Es passiert immer etwas, was man verwerten kann. Ist es einfacher, solche Entwicklungen mit Humor zu nehmen, wenn man Komiker ist? Giacobbo: Humor hilft in jeder Lebenslage, auch um sich und seine Situation objektiver zu betrachten, quasi von aussen. Das ist häufig eine Erleichterung. Müller: Wenn man Komiker ist, nimmt man sich selbst vielleicht nicht so ernst, aber man wird nicht zwingend vom Pessimisten zum Optimisten.
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MENSCHEN | MM52, 27.12.2016 | 37
Giacobbo: Nein, aber Humor erlaubt uns, gewisse Leute mit Witz bei ihrem Tun zu stören.
grosse Kanton», zugleich eine Politkomödie. Viel mehr kann ich noch nicht sagen.
Wann haben Sie gemerkt, dass Sie andere zum Lachen bringen können? Giacobbo: Ich habe schon in der Schulzeit gern Lehrer imitiert und rasch gemerkt, dass ich mit meiner frechen «Schnurre» weiter komme als mit Fussball oder Handball. Müller: Auch bei mir waren es Lehrerimitationen. Den Französischlehrer nachahmen, während man mit ihm spricht und ohne dass er es merkt – das kommt an. Natürlich spielt auch Aufmerksamkeit eine Rolle: In unserem Job geht es auch darum, sich auszustellen. Das erfordert eine gewisse Eitelkeit. Giacobbo: Wir sind Rampensäue.
Was wünschen Sie sich selbst, der Schweiz, der Welt für das kommende Jahr? Giacobbo: Da kann man doch nur Banalitäten nennen: Friede, Fortschritt, Glück, Liebe. Für mich ausserdem viele tolle Frauen. Geld. Müller: Kalorienfreie Mayonnaise ...
Sie werden ja nicht verschwinden: Sie, Herr Müller, sind im Januar wieder als «Bestatter» zu sehen. Und ab 2018 haben Sie beide ein gemeinsames Bühnenprojekt – was steht uns bevor? Giacobbo: Ein Theaterstück, in dem wir uns und die Sendung «Giacobbo/Müller» thematisieren, deren Verlust uns angeblich zu schaffen macht. Es wird auf einer Metahumorebene spielen, mit etwas Medienkritik und ein paar Elementen aus der Sendung, jedoch live. Sie planen zwei Filme, Viktor Giacobbo? Müller: Ja, das erzählt er allen, dass er einen Film macht. Ich bin halt nur Seriendarsteller. «Fium» heisst das übrigens richtig, «Fium». Giacobbo: Okay, ich mache einen «Fium». Einen Dokumentarfilm im Stil von «Der
Das war jetzt Ihr Missenmoment. Giacobbo: Freedom for the World! (lacht) Müller: Wie im Film von Roger Moore. Giacobbo: Was? Nein, das ist der BondDarsteller. Du meinst Michael Moore. Müller: Ja, genau. In seinem Dokumentarfilm über Schönheitsköniginnen hatten die doch ebenso Tiefgründiges zu sagen. Geht es jetzt ab in die Ferien? Müller: Ich nehme mir eine Auszeit von zweieinhalb Monaten, um ein neues Soloprogramm zu schreiben. Mit 30 Sendungen «Giacobbo/Müller» und sechs Folgen «Bestatter» pro Jahr war das nicht machbar. Diese Freiheit nutze ich nun. Verraten Sie uns, wohin die Reise geht? Müller: Nein. Giacobbo: Ich weiss es. Ich sage es Ihnen gegen ein fettes Honorar. Sorry, der Topf ist leer. Machen auch Sie eine Pause? Giacobbo: Vielleicht spanne ich mal ein paar Tage aus, bin konzentriert faul und lese. Aber
ich habe noch ein paar Auftritte, etwa am Humor-Festival Arosa. Und dann überlege ich mir, an welches Projekt ich mich als Erstes machen werde. Geplant sind auch noch zwei Kurzaufenthalte im Ausland. Müller: Einkaufen in Konstanz? Giacobbo: Genau! (lacht) In einem Einkaufszentrum, wo es nur Schweizer gibt. Die sagen dann: «Ha, Herr Giacobbo, Sie sind auch da?!» Ernsthaft: Sie können sich wohl schwer bewegen, ohne erkannt zu werden? Giacobbo: Man kennt uns natürlich. Aber das lässt sich auch ein bisschen steuern: Ich esse etwa abends nicht alleine in einem Lokal. Müller: Es kommt auch sehr auf den Wochentag und die Uhrzeit an. Tagsüber kann ich zum Beispiel gut in der Migros am Limmatplatz einkaufen. Sagt mir dann eine Kassiererin, sie stamme aus Syrien, ihr 12-jähriger Sohn sei ein Fan unserer Sendung und bei ihnen daheim sei Politik ein grosses Thema – dann ist das eine schöne Begegnung. Sind die Begegnungen mehrheitlich positiv? Giacobbo: Ja, die Leute sind nur selten aufdringlich. Müller: Etwa dann, wenn Alkohol im Spiel ist. Und die Jungen machen gerne Selfies mit uns. Sie sind schon mal aufdringlich – aber sehr ehrlich. Da machen wir gerne mit. Giacobbo: Viele Junge in den 30ern sagen mir, sie seien mit meinen Sendungen aufgewachsen und hätten so angefangen, sich für Politik zu interessieren – das ist doch ein schönes Kompliment. MM
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Migros-Welt MM52
Zahl der Woche
118
Über 118 Tonnen Zimtsterne, hergestellt vom MIndustriebetrieb Midor, hat die Migros bis kurz vor Weihnachten verkauft. Auf Platz zwei folgen Mailänderli mit 85 Tonnen, auf Platz drei Brunsli mit 77 Tonnen. Davoser Schlitten
Die Schlittenbauer: ValidaMitarbeiter Pascal Haller, Werkstattleiter Patrick Nauer und Clemens Marquart (v.l.n.r.)
Rund 30 Jahre lang haben Cle mens Marquart und sein Team für die Migros Davo ser Schlitten ge baut. Nun geht der Unternehmer aus Romanshorn in Pension. Doch auch künftig gibt es bei SportXX Schlitten aus Schweizer Pro duktion – dank Clemens Mar quart, der die Firma Valida für den Schlittenbau gewinnen konnte. Valida ist ein so ziales Unterneh men in St. Gallen, das Menschen mit Beeinträchtigung an deren Arbeits platz unterstützt. Das Holz für die Schlitten ist FSCzertifiziert und stammt aus schonender Waldwirtschaft.
Swiss Snow Walk & Run Arosa
Bild: Stephan Bösch
Sportlicher Spass im Schnee Am Samstag, 7. Januar 2017, geht in Arosa der 13. Snow Walk & Run über die Bühne. Der beliebte Breitensport-Event bietet in zahlreichen Kategorien ein unvergessliches Erlebnis. Auf Distanzen zwischen 6,1 und 21,1 Kilometern kommen Sportler aller Leistungsstufen auf ihre Kosten. Dank des Swiss-Runner-Läufertickets der SBB ist die Anreise nach Arosa kostenlos.
Interessierte können sich online bis Mittwoch, 4. Januar 2017, nachmelden und erhalten ihre Startnummer direkt am Eventtag im OK-Büro bei der Startnummernausgabe ausgehändigt. Weitere Infos: www.snowwalkrun.ch
Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 79
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 41
Rückruf
Die Migros ruft zwei L’EtivazKäse zurück Frische Köstlichkeiten: Sushi Mania SA gehört jetzt zur Migros.
Bei einer internen Kontrolle wurden Glassplitter im L’EtivazKäse entdeckt. Vom Rückruf betroffen sind folgende Käsesorten:
Bilder: Aurélie Murris, Berthold Steinhilber/laif/Keystone
• AOP L’Etivaz 1/8 (Art. Nr. 2101.280.075.00) bis und mit dem Datum «mindestens haltbar bis 4.1.2017». Dieser Käse wurde regional in grösseren MigrosFilialen an den Käsetheken angeboten. • L’Etivaz Bergkäse (Art. Nr. 2101.280.240.00) bis und mit dem Datum «mindestens haltbar bis 25.12.2016». Dieser Käse wurde als Selbstbedienungsartikel regional angeboten. Aus Sicherheitsgründen werden die Kunden gebeten, die beiden Käse nicht zu konsumieren. Die Käse können gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in alle Migros-Filialen zurückgebracht werden.
Übernahme Die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina), ein Unternehmen der M-Industrie,
hat per 13. Dezember 2016 die Mehrheit an der Firma Sushi Mania SA übernommen. Sushi Mania hat sich auf die japanische Küche und asiatische Gastronomie spezialisiert und beliefert Grossverteiler in der ganzen Schweiz. 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen im freiburgischen Vuadens täglich mehr als 40 000 Sushi her. Das Unternehmen wird mit allen Mitarbeitenden in die Bina-Gruppe integriert. Die Produktion wird am bestehenden Standort weitergeführt.
Recycling
Wertvoller Elektroschrott Zwischen Weihnachten und Neujahr entsorgen viele Kunden ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte. Die Migros tut etwas dafür, dass diese Produkte nicht im Abfall landen: Alle Filialen, die selber solche Geräte im Angebot haben, nehmen beim Kundendienst kostenlos alte Apparate zurück. So können die Geräte von spezialisierten Firmen fachgerecht zerlegt und rezykliert werden. Mehr als 75 Prozent der Bestandteile der elektrischen und elektronischen Geräte lassen sich wiederverwen-
den. Dazu gehören vor allem wertvolle Metalle wie Kupfer, Aluminium, Zink, Messing und Eisen, aber auch Kunststoffe und Glas. In der Schweiz setzt sich die Organisation SENS eRecycling dafür ein, dass Elektrogeräte wiederverwertet werden. Die Migros ist dabei Partnerin. Das Thema Elektroschrott ist während des ganzen Jahres aktuell. Denn in der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik werden die Modellzyklen immer kürzer. Weitere Infos unter: www.erecycling.ch
Ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte wie etwa Fernseher lassen sich rezyklieren.
42 | MM52, 27.12.2016 | MIGROS-WELT
Karikaturen
Büchis Kunst darf nicht verschwinden Mit seinen Karikaturen amüsierte Werner Büchi einst die Leser der Migros-Zeitungen «Die Tat» und «Wir Brückenbauer». 17 Jahre nach dessen Tod möchte seine Tochter Lilly Brodersen-Büchi seinen Nachlass für die Zukunft bewahren. Text: Michael West
bereicherte der Zeichner mit seiner Arbeit, etwa den «Nebelspalter» oder den «TagesAnzeiger», wo er der Vor gänger des Karikaturisten Nico war. Liebenswürdiger Vater mit Humor
Doch wie war der enorm produktive Künstler als Privatmann? Seine Tochter Lilly BrodersenBüchi (66) hat ihn als liebenswürdigen und humorvollen Mann in Erinnerung. Die Schulhefte und sogar die Zeug nisse des Mädchens verzierte er bis weilen mit witzigen Sprüchen und kleinen Zeichnungen. Er konnte aber auch sehr in sich gekehrt sein. Manchmal sagte er während eines Mittagessens kaum ein Wort, weil er in Gedanken schon bei der nächsten Karikatur war. Seine Familie konnte er mit seinen vielen Zeichnungen gut erhalten. Für die Tochter war es in der Kindheit eine Selbstverständ
lichkeit, dass der Vater keinem Büro job oder Handwerk nachging, sondern zu Hause mit Tusche, Feder und Pinsel arbeitete. «Erst später begann ich, über sein Talent zu staunen», sagt BrodersenBüchi heute. Rund 1500 Zeichnungen sind ihr von ihrem Vater geblieben. Sie sind sorgfältig sortiert in Boxen verwahrt. Doch Lilly Brodersen-Büchi macht sich Gedanken darüber, was später einmal aus dem Lebenswerk wird. Die Sammlung soll nun einen neuen Besitzer finden, damit sie auch in Zukunft erhalten bleibt. Die Tochter des Künstlers sucht zurzeit nach einer geeigneten Institution oder einem Sammler, der die Karikaturen zu schätzen weiss. MM Interessenten könnten via E-Mail mit Lilly Brodersen-Büchi Kontakt aufnehmen: tholibro@bluewin.ch
Bild: Bildarchiv Migros-Genossenschafts-Bund; Illustrationen: Werner Büchi
E
in Beamter will eine Wahlurne leeren, um Stimmzettel aus zuzählen. Doch aus dem Kas ten fällt kein Papier, sondern ein schrill läutender Wecker mit dem Gesicht von MigrosGründer Gottlieb Duttweiler statt eines Zifferblatts. Unter der Zeichnung steht der Satz: «Das Volk wünscht keine Schläfer in Bern!» Mit solchen Karikaturen erheiterte der Zürcher Künstler Werner Büchi (1916–1999) ab Ende der Vierziger jahre die Leser der MigrosZeitung «Die Tat». Oft kritisierte er Beamte, die der aufstrebenden Migros mit willkürlichen Massnahmen Steine in den Weg legten. Dabei hatten Büchis Figuren stets klare und kräftige Kon turen. Er zeichne so, «dass man draus kommt», beschrieb er einmal seinen unverwechselbaren Stil. Zu Gottlieb Duttweiler hatte er regelmässig Kontakt. Für Dutti waren Karikaturen ein wichtiges Element der Zeitung und darum Chefsache. Immer wieder rief er Büchi – auch am Sonntag – an, wenn er der Meinung war, dass «Die Tat» ein politisches Ereignis mit einer Zeichnung kommentieren müsse. Für die MigrosWochenzeitung «Wir Brückenbauer» erfand Büchi die Figur des Brügglipuurs – eines Männ chens mit Schnauz und Hut, das sich über das neumodische Verhalten der Stadtbewohner wundert. Auch viele andere Zeitungen und Zeitschriften
MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 43
Für die Migros-Zeitung «Die Tat» zeichnete Werner Büchi zum Beispiel Gottlieb Duttweiler als Wecker, der verschlafene Beamte in Bern erschreckt (links). Für den «Brückenbauer» erschuf er die Figur Brügglipuur, die jede Woche die Leser amüsierte (oben).
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Budapest–Wassertal–Tihuta Pass–Brasov–Bukarest 8 Tage ab Fr. 1590.– (pro Person im Doppelzimmer, inkl. Halbpension, alle Ausflüge) 1. Tag Zürich–Budapest Bahnfahrt mit Railjet (Abfahrt Zürich 10.40 Uhr) nach Budapest. Ankunft in Budapest um ca. 21.15 Uhr. Transfer zum Hotel und Übernachtung. (A) 2. Tag Budapest Es erwartet Sie eine interessante Stadtrundfahrt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kettenbrücke, die älteste Brücke der Stadt. Auf der westlichen Donauseite Buda befinden sich der felsige Gellértberg mit Freiheitsstatue und Zitadelle. Nachmittags Zeit für eigene Erkundungen. Typisch ungarisches Abendessen. (F, A) 3. Tag Budapest–Baia Mare Busfahrt über die ungarische Tiefebene mit Mittagessen auf einem Weingut. Weiterfahrt nach Baia Mare. Während der Stadtrundfahrt beeindruckt der Stephansturm aus dem 15. Jahrhundert. (F, M, A) 4. Tag Baia Mare–Viseu–Bistrita Busfahrt nach Viseu. Ausflug inkl. Mittagessen in den Karpaten und 46 km lange Fahrt mit der Waldbahn bis ins malerische Wassertal. Der Nachmittagsausflug führt nach Bistrita. In der im Norden Transsilvaniens gelegenen alten Handelsstadt sind die gotische evangelische Kirche und viele mittelalterliche Bauten bei einer Rundfahrt zu bewundern. (F, M, A) 5. Tag Bistrita–Moldovita–Piatra Neamt Über den Tihuta-Pass in den Ostkarpaten führt der heutige Reiseabschnitt nach Piatra Neamt. In Moldovita faszinieren die weltbekann-
ten Aussenmalereien des Frauenklosters. Der Besuch des KlostersVoronet ist ein weiterer Höhepunkt desTages. Dank der wunderschönen Fresken wird die Klosterkirche auch als «Sixtinische Kapelle des Ostens» bezeichnet. (F, M, A) 6. Tag Piatra Neamt–Bicaz Klamm–Predeal Fahrt durch die Bicaz Klamm und vorbei am Roten See. Ankunft in Brasov/Kronstadt in Siebenbürgen. Stadtrundfahrt mit Besichtigungen der Schwarzen Kirche, dem alten Rathaus und der orthodoxen Kirche. Weiterfahrt nach Predeal. (F, A) 7. Tag Predeal–Bran/Törzburg–Sinaia–Bukarest Ausflug am Morgen zum Schloss Bran, auch bekannt als «Burg Dracula». Weiterfahrt in den Luftkurort Sinaia, wo Sie das atemberaubende Schloss Peles¸ besuchen. Rundfahrt durch die rumänische Hauptstadt auch «Paris des Ostens» genannt. Die Besichtigung der Patriarchenkirche bildet den Abschluss der Stadtrundfahrt. Das Abschiedsessen, begleitet von einem Folkloreprogramm, beendet den Tag. (F, A) 8. Tag Bukarest–Zürich Nach dem Frühstück Besuch der Innenstadt von Bukarest mit Freizeit. Am Mittag Transfer zum Flughafen. Flug nach Zürich. Individuelle Heimreise. (F)
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 45
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Auf Entdeckertour Kiwi und Ananas haben ihren Exotenstatus schon lange verloren. Dagegen führt die Papaya in unserer Kochkultur immer noch ein Schattendasein. Drei Rezepte mit der gelben Tropenfrucht laden zu einer kleinen kulinarischen Expedition ein.
Herausnehmen und sammeln!
Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Katja Näf
Raffinierte Rezepte mit der tropischen Unbekannten
Ein Zmorge mit einem Hauch von Exklusivität: Papaya, gefüllt mit Joghurt und Flocken
46 | MM52, 27.12.2016 | MIGROS-WELT
Raffiniertes Dessert
Exotisches Frühstück
Alkoholfreier Longdrink
Papaya-Granita
Papaya mit Joghurt gefüllt
Drink mit Papaya-Spiess
Zutaten für 4 Personen 3 Papayas 1 EL Limettensaft 1 EL Wasser 4 EL Zitronensirup 20 g Pekannüsse
Zutaten für 4 Personen 2 Papayas 2 EL Sirup, z. B. Orangensirup 100 g 5-Korn-Flocken 1 EL Zucker 20 g Butter 500 g Joghurt nature 1 Zweig Pfefferminze
Zutaten für 4 Gläser à 2 dl 2 Papayas 2 EL Kokosraspel wenig Chilipulver 3 EL Limettensaft 2 EL flüssiger Honig 1 dl Kokosmilch, gekühlt 3 dl Wasser, kalt Eiswürfel zum Servieren
Zubereitung
1. Papaya halbieren, mit einem Löffel die Kerne herauskratzen. Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Mit Limettensaft, Wasser und Sirup mischen. Mit dem Stabmixer fein pürieren. Masse ca. 3 cm hoch in einen Tiefkühlbehälter füllen und ca. 1 Stunde tiefkühlen. Masse danach alle 30 Minuten mit einem Esslöffel oder einem stabilen Schwingbesen durchrühren. Je öfter gerührt wird, desto feiner wird die Granita. 2. Nüsse in einer Bratpfanne leicht anrösten. Auskühlen lassen und grob hacken. Granita anrichten. Mit Nüssen garnieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 3 Stunden gefrieren lassen
Pro Person ca. 2 g Eiweiss, 3 g Fett, 13 g Kohlenhydrate, 350 kJ/85 kcal
Zubereitung
1. Papayas ungeschält halbieren, mit einem Löffel die Kerne herauskratzen. Mit einem Kugelausstecher Fruchtfleisch in Kugeln ausstechen, dabei einen Rand von ca. 5 mm stehen lassen. Papayakugeln mit Sirup mischen und etwas ziehen lassen. 2. Flocken in einer weiten Pfanne bei mittlerer Hitze hellbraun rösten. Zucker und Butter beigeben. Unter Rühren hell caramelisieren. Auskühlen lassen. 3. Joghurt in die Papayahälften verteilen. Papayakugeln und Flocken daraufgeben. Mit Minze garnieren. Sofort servieren.
Tipp Joghurt erst unmittelbar vor dem Servieren mit der Papaya mischen, weil Milchprodukte durch die Enzyme in der Frucht bitter werden können. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten
Pro Person ca. 8 g Eiweiss, 9 g Fett, 35 g Kohlenhydrate, 1100 kJ/260 kcal
Zubereitung
1. Papayas halbieren, mit einem Löffel die Kerne herauskratzen. Für die Spiesse eine Papayahälfte schälen, in Würfel schneiden und auf Spiesse stecken. Kokosraspel auf einen flachen Teller geben. Chili daruntermischen. Papaya spiesse im Kokosraspel wenden. 2. Restliches Fruchtfleisch mit dem Löffel aus der Schale lösen. Mit Limetten saft und Honig mischen und pürieren. Kokosmilch und Wasser dazugeben und gut mischen. Mit Eiswürfeln in Gläser verteilen. Spiess dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Pro Person ca. 2 g Eiweiss, 7 g Fett, 11 g Kohlenhydrate, 460 kJ/110 kcal
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 59
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Hintergrund
Rund um die Papaya Saison
Papayas haben das ganze Jahr über Saison. Sie stammen zumeist aus Südamerika oder Südafrika. Botanik
Die Papayapflanze erreicht imposante Höhen von bis zu zehn Metern, ein Baum ist sie deshalb aber nicht. Dazu müsste der Stamm holzig sein. Ein Strauch ist sie aber genauso wenig, sodass sich Botaniker bisweilen darauf verständigen, dass die Bezeichnung «baumartiges Kraut» zutreffend ist.
Wissenswertes
Süsses mit Pfeffer Oft wird die Papaya als Baummelone bezeichnet. Dabei ist weder die Bezeichnung «Baum» noch «Melone» botanisch korrekt. Einig ist man sich indessen über ihren Geschmack und das, was in ihr steckt.
Kerne Die Samen der Papaya sehen Pfefferkörnern nicht nur ähnlich, sie schmecken auch leicht pfeffrig – allerdings mit einer scharfen Note, die an Kapuzinerkresse erinnert.
Lagerung
Am besten kauft man Papayas zur sofortigen Verwendung, da sie – einmal reif – schnell verderben. Im Kühlschrank hält sich aber auch eine reife Frucht rund eine Woche. Papain
Die grüne Schale und die essbaren Kerne der Papaya enthalten das Enzym Papain. Es spaltet Eiweiss. Das hat unterschiedliche Auswirkungen: Im menschlichen Körper unterstützt der Stoff die Verdauung. In der Küche nutzt man den Effekt ganz gezielt, indem man die gemahlenen Kerne als Weichmacher für Fleisch verwendet.
Bild: Getty Images
Gut zu wissen Bei roh verwendeter Papaya werden Milchprodukte bitter. Gelatinehaltige Desserts werden durch das Papain nicht fest.
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Geschmack Das Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Zuckermelonen. Auch Aromen von Aprikose und Himbeere kann man herausschmecken. Ein Spritzer Zitrone oder Limette aufs Fruchtfleisch lohnt sich, denn die Säure intensiviert das Aroma.
Reife Unreife Papaya sind grün. Wenn sie noch keine gelben Flecken oder Streifen haben, reifen sie auch nicht nach. Unreifes Fruchtfleisch lässt sich aber wie Gemüse dünsten oder in Ofengerichten verarbeiten.
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 61
Fabrice Zumbrunnen will mit dem Kulturprozent den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern.
1957 Serie: Migros-Pioniere
Seit 60 Jahren macht das Migros-Kulturprozent das Leben in der Schweiz abwechslungsreicher. Fabrice Zumbrunnen (47) ist Chef einer weltweit einmaligen Einrichtung, des Migros-Kulturprozents. Diese Institution ermöglicht unzählige kulturelle und soziale Projekte: von der Förderung von Kulturschaffenden bis zu den Aufführungen des grossen Tanzfestivals «Steps», von den vielen Kursen der Klubschule Migros bis zu den Parks im Grünen. Der Migros-Genossenschafts-Bund und die regionalen Genossenschaften finanzieren das Kulturprozent. Seit der Gründung im Jahr 1957 sind über 4,4 Milliarden Franken in dieses Engagement geflossen. Zumbrunnen ist Mitglied der Generaldirektion des MigrosGenossenschafts-Bundes und von der Notwendigkeit des Kulturprozents überzeugt: «Damit fördern wird den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.» Ins Leben gerufen und in den Statuten verankert hat das Kulturprozent Gottlieb Duttweiler vor 60 Jahren. Damit wollte Dutti den Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht «die kaltschnäuzige Rechnung mit dem Franken». MM
Ein Teil von
Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.
Frage der Woche
Die Migros bietet an den Kassen noch immer Einwegsäcklein an, die aus Plastik bestehen. Wären Säcklein aus einem anderen Material nicht ökologischer?
Bild: zVg
Die Einwegsäcklein an den Migros-Kassen bestehen neu zu 100 Prozent aus rezykliertem Plastik. Diese Lösung ist besonders umweltfreundlich und weist von allen möglichen Materialien die beste Ökobilanz auf. Das Plastik gelangt in der Schweiz kaum in Gewässer, weil Kehricht in unserem Land verbrannt und nicht in offenen Deponien entsorgt wird. Grundsätzlich möchte die Migros ihre Kunden dazu motivieren, Mehrwegtaschen zu verwenden, weil diese für die Umwelt die beste Lösung sind. Aus diesem Grund sind die Einwegplastiksäcklein seit November nicht mehr gratis, sondern kosten pro Stück fünf Rappen. MM
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
62 | MM52, 27.12.2016 | MIGROS-WELT
Silvester
Aus dem Pfännchen oder vom Grill Fisch und Meeresfrüchte vom Tischgrill sind eine ebenso schmackhafte wie bekömmliche Alternative zu Fleisch und Wurst. Ob als Spiess grilliert oder im Pfännchen gegart: Rotzunge, Kabeljau, Lachs, Crevetten und Jakobsmuscheln sorgen am Silvesterabend für einen kulinarischen Höhepunkt.
Mit Speck umwickelt ist das Rotzungenfilet besonders schmackhaft.
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Fisch nach Wahl mit Tomatensauce und Gemüsebrunoise im Pfännli kurz garen.
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 63
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Migros-Bio Crevetten Tail-on, gekocht, Zucht aus Ecuador, per 100 g Fr. 5.50
Wer es würzig mag, kann die Crevetten mit etwas Chiliöl beträufeln.
Kabeljaurückenfilet MSC, Wildfang Nordostatlantik per 100 g aktueller Tagespreis
Klein geschnittenes Gemüse lässt sich perfekt im Pfännchen zubereiten. Tiefkühlgemüse vor Gebrauch auftauen, anrichten und dann erst würzen.
Zu den Fischspiessli passen ein Chili-Mango-Chutney und etwas Limettensaft.
Lachs- und Rotzungenfilet sowie Crevetten eignen sich aufgrund ihrer festen Konsistenz ausgezeichnet für die Zubereitung auf der Grillplatte.
Rotzungenfilet, Wildfang Nordostatlantik per 100 g aktueller Tagespreis
Migros-Bio Lachsfilet mit Haut, Zucht aus Norwegen, per 100 g aktueller Tagespreis
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Migros-Bio
Auch die gibts in Bio! In der Migros-Filiale am Limmatplatz in Zürich probierten Kunden die neuen Biomandeln mit Thymian und Rosmarin. Lesen Sie, wie sie ihnen schmeckten. Text: Heidi Bacchilega
Bilder: Paulo Dutto (Porträts); Ruth Küng (Food)
Entdecken Sie laufend neue Bioprodukte in der Migros
Adrian Frischknecht:
«Das sind ganz klar Mandeln mit einer Gewürzmischung. Ich tippe mal auf Thymian und Meersalz.» Migro-Bio steht für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Das Biosortiment umfasst über 1300 Produkte. Ein Teil von
Die ThymianRosmarin-Mandeln in Migros-Bio-Qualität werden von der Delica AG in Birsfelden BL, einem Unternehmen der M-Industrie, verarbeitet und abgepackt.
MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 65
Migros-Bio-Sortiment
Vielfalt und Abwechslung Anfänglich waren es nur Früchte und Gemüse – heute gibt es fast alle Lebensmittel auch in Bioqualität. Das Migros-Bio-Sortiment sorgt mit immer wieder neuen Produkten für mehr Abwechslung auf dem Biospeiseplan.
Roger Studer:
«Die Mandeln schmecken nach Kräutern aus der Provence. Die wären für mich ein perfekter Fernsehsnack.»
Marlene Beck:
«Die Mandeln sind schön knusprig und würden gut zum Aperitif passen. Sie sind eine gute Alternative zu Salznüssen.»
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Migros-Bio Anna’s Best Vegi Ravioli Marroni-Steinpilz, 250 g Fr. 5.90
Kibrab Keleta:
«Mmh, die Mandeln sind fein! Ich mag sie. Die würden bestimmt auch zu einem Glas Wein passen.
Dora Frey:
«Die schmecken gut, sind für meinen Geschmack aber zu weich. Ich würde sie noch in den Ofen schieben.»
Lesen Sie nächste Woche:
Degustation von Butter mit Rapsöl
Migros-Bio Thymian-Rosmarin Mandeln, 170 g* Fr. 5.40 * in grösseren Filialen
66 | MM52, 27.12.2016 | MIGROS-WELT
Haben Sie es gewusst?
Im Kühlschrank ist es unten am kühlsten, nach oben steigt die Temperatur an. Darum gehören empfind liche Produkte wie Fleisch und Wurstwaren in den unteren Teil. Für Milch produkte ist die Mitte der ideale Aufbewahrungsort.
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Schokoladenlebkuchen und Mailänderli eignen sich besonders gut für einen Kuchenboden.
Text: Sonja Leissing Bilder: Lukas Lienhard
Illustration: Rahel Eisenring
Rezepte: Janine Neininger
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Wiederverwertet
Festen mit Resten
Ob Guetsli, Lachs oder Käse: Was an den Feiertagen nicht verspeist wurde, ist viel zu schade für den Abfall. Denn aus den Resten lassen sich interessante neue Gerichte zaubern, die überraschen und geschmacklich verblüffen. Cheesecake
Pasta mit Kräuter-Käse und Lachs
1+3
1+2 Zutaten für 8 Personen Für 1 Springform à 24 cm Ø 70 g Butter ca. 180 g Weihnachtsguetsli 400 g Frischkäse und 100 g Joghurt oder 500 g Quark
1–2 ca. 100 g wenig 2 EL 1–2 EL
Eier Zucker Vanillezucker oder Vanillepaste Maisstärke Konfitüre oder Gelee, z. B. Erdbeere, Himbeere oder Aprikose
Zubereitung
1. Springformboden mit Backpapier belegen. Butter schmelzen. Guetsli in einen Beutel geben und mit einem Wallholz zerbröseln. Guetslibrösel mit Butter mischen. Auf dem Springformboden verteilen, dabei einen Rand von 2 cm hochziehen. Masse gut andrücken und Form ca. 15 Minuten kühl stellen. 2. Backofen auf 170 °C vorheizen. Frischkäse, Eier, Zucker, Vanillezucker und Maisstärke zu einer glatten Masse verrühren. Auf den Guetsliboden verteilen. Konfitüre glatt rühren, darüberträufeln und die Masse damit marmorieren. In der Ofenmitte ca. 45 Minuten backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen. Zugedeckt ca. 2 Stunden kühl stellen.
Zutaten für 4 Personen 400– 500 g Teigwaren, z. B. Spaghetti Salz ½ – 1 Bund Kräuter, z. B. Schnittlauch, Dill ca. 150 g Brie ca. 1 dl Halbrahm 150–200 g Rauchlachs Pfeffer Zubereitung
Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Kräuter hacken. Brie in Würfel schneiden, mit dem Rahm mischen. Brierahm bei kleiner Hitze langsam erwärmen, bis der Brie zu schmelzen beginnt. Spaghetti abgiessen und zurück in die Pfanne geben. Briesauce und Kräuter unter die Spaghetti mischen. Etwas Lachs dazuzupfen. Mit Pfeffer würzen. Spaghetti zusammen mit restlichem Lachs servieren. Tipp Rahm und Brie nicht zu stark köcheln lassen, sonst scheidet die Sauce. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 45 Minuten backen + ca. 135 Minuten kühl stellen. Auf www.generation-m.ch/kochen-mit-resten
finden Sie die Videoanleitung zu diesen und vielen weiteren Resterezepten.
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Tipps
Fantasievoll umgesetzt Aus Weichkäse wie
Brie, Camembert oder Frischkäse aus Ziegenoder Kuhmilch sind schnell kleine Kugeln geformt. In einem Mantel aus Blumenpfeffer oder frischen Kräutern eignen sie sich ausgezeichnet für das Silvesterbuffet. Viele Weichkäsesorten lassen sich mit Crème fraîche oder Quark verfeinern und zu einem Dipp verrühren, um dann in Kombination mit Gemüsestängeln aufs Neue serviert zu werden. Härtere Käsesorten sind übrigens meist über das Haltbarkeitsdatum hinaus geniessbar und können problemlos am Stück oder gerieben eingefroren werden. Geräucherter Lachs
passt praktisch zu allen Teigwaren. Die Streifen sollte man aber immer erst ganz am Schluss auf die Pasta geben, damit sich der Lachs nicht verfärbt. Zum Brunch ein Rührei auf Toastbrot mit Rauchlachs und Zwiebelsprossen gefällig? Oder doch lieber ein Lachstatar mit fein gehacktem Dill und Schalotten? Guetsli sind im Tiramisù
oder in einem Schichtdessert ideal wiederverwertet. Aus übriggebliebenem Weihnachtsgebäck lassen sich Streusel auf Vorrat herstellen. Zu Paniermehl gerieben und eingefroren, eignen sie sich gut für die Zubereitung einer Bratapfelfüllung. Brunsli schmecken übrigens exzellent über ein Kürbissüppchen gestreut.
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Götterinsel Sizilien Cefalù, Agrigento, Taormina und Siracusa Mosaike von Piazza Armerina Fak. Ausflug Aeolische Inseln Lipari und Vulcano
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Fahrt via Gotthard nach Genua. Geführte Panorama-Stadtrundfahrt, abends Einschiffung. 2. Tag: Ankunft in Palermo–Santa Flavia. Abends Ankunft in Palermo und Fahrt nach Santa Flavia. 3. Tag: Ausflug Monreale und Palermo. Monreale ist vor allem durch seine Kathedrale bekannt und zusammen mit dem Kloster ein «klassisches» Ziel jeder Sizilienreise. Anschliessend Führung durch das historische Zentrum der sizilianischen Hauptstadt Palermo. 4. Tag: S. Flavia–Segesta–Selinunte– Agrigento. Fahrt in den Westen der Insel, nach Segesta und Selinunte. Wir bewundern einige der besterhaltenen Tempelanlagen Siziliens. Anschliessend fahren wir nach Agrigento. 5. Tag: Agrigento–P. Armerina–Roccalumera. Geführte Besichtigung im «Tal der Tempel», das einer der bedeutendsten griechischen Komplexe ausserhalb Griechenlands ist. Später Fahrt zur Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina und geführte Besichtigung im ehemaligen rö-
mischen Landsitz Villa Romana del Casale mit seinen prächtigen Bodenmosaiken. Am Abend Ankunft in Roccalumera. 6. Tag: Ausflug Ätna und Taormina. Panoramafahrt entlang der Flanken des Ätna, dem grössten aktiven Vulkan Europas. Anschliessend kurze Fahrt nach Taormina. Das Städtchen liegt hoch über dem Meer und bietet ein einzigartiges Panorama auf den Ätna und die Küstenregion. 7. Tag: Ausflug Siracusa. Fahrt dem Meer entlang nach Siracusa. Beeindruckende Bauwerke und Ausgrabungen aus der griechischen und römischen Antike erwarten uns. Geführte Besichtigung. 8. Tag: Fak. Ausflug Aeolische Inseln. Vor der Küste Siziliens liegen die Aeolischen Inseln. Fahrt zur Hafenstadt Milazzo und Ausflug mit dem Boot zur Insel Lipari. Anschliessend Besuch der Nachbarinsel Vulcano mit ihren Vulkanlandschaften. 9. Tag: Roccalumera–Palermo – Einschiffung. Wir machen Halt im romantischen Fischerstädtchen Cefalù. Abends Einschiffung. 10. Tag: Auf See – Genua–Alessandria. Erholsamer Tag auf See.Abends Ankunft in Genua.Ausschiffung und Fahrt zu unserem letzten Übernachtungsort Alessandria im Piemont. 11. Tag: Alessandria–Schweiz.
Schiffspassagen Genua–Palermo und Palermo–Genua (je eine Nacht) mit einem modernen Fährschiff der «Grandi Navi Veloci». Dauer der Überfahrt ca. 20 Stunden. Ihre Hotels Wir wohnen vier Nächte im Erstklasshotel Main Palace T- (off. Kat. ****+) in Roccalumera. Das Hotel wurde 2012 neu gebaut und ist nur durch eine Strasse vom Meer getrennt. Vier weitere Übernachtungen in guten Mittelklasshotels in Santa Flavia, Agrigento und Alessandria.
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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Catania – Acireale Direktflug nach Catania und Transfer zu Ihrem Hotel in Acireale. 2. Tag: Acireale – Ätna – Taormina – Lipari Von Ihrem Hotel aus machen Sie sich auf den Weg zum Ätna, dem höchsten aktiven Vulkan Europas. Auf 1900 Meter über Meer durchwandern Sie den erloschenen Silvestri Krater. In Taormina machen Sie einen kurzen Halt und können das beeindruckende griechische Theater individuell erkunden. Anschliessend erreichen Sie mit der Fähre die Insel Lipari.
Filicudi Alicudi
Strompoli
Santa Marina Salina
Panarea
Besichtigung Weinkellerei
Besuch Feuerzunge
3. Tag: Lipari – Panarea – Stromboli – Lipari Nach dem Frühstück entdecken Sie die kleinste bewohnte Insel der Liparen. Nachdem Sie die schönen Strände und Buchten von Panarea, die von der italienischen Schickeria wieder entdeckt wurden, besucht haben, fahren Sie weiter nach Stromboli, wo Sie einen entspannten Spaziergang unternehmen können. Spät Nachmittags fahren Sie mit dem Schiff bis zur Feuerzunge. Dort rollen häufig Lava und glühende Gesteinsbrocken ins Meer. 4. Tag: Lipari – Salina – Lipari Vorbei an Canneto, dem Bimssteinstrand, erreichen Sie mit dem Boot Santa Marina auf Salina. Anschliessende Weiterfahrt nach Lingua. Von hier aus können Sie den kleinen See sehen, aus dem früher Salz gewonnen wurde und der Insel ihren Namen gab. Zurück auf Lipari erkunden Sie die Hauptinsel und dessen Geschichte. Der Tag wird mit der Besichtigung einer Weinkellerei abgerundet, wo Sie bei einer atemberaubenden Aussicht den Wein kosten können. 5. Tag: Lipari – Alicudi – Filicudi – Lipari Von Lipari fahren Sie mit dem Ausflugsboot über Filicudi, an den Felsklippen Pietra Lunga und Pietra
Menalda vorbei nach Alicudi. Vom kleinen Hafen aus haben Sie genügend Zeit für einen Spaziergang auf der Insel. Wie ein Kegel ragt Alicudi aus dem Meer, wo die Häuser wie Schwalbennester an den Hängen kleben und der Esel das einzige Transportmittel ist. Anschliessend geht es mit dem Boot zurück nach Filicudi. Vom Hafen aus besichtigen Sie eine prähistorische Siedlung. 6. Tag: Lipari – Vulcano – Lipari In der griechischen Mythologie war Vulcano die Werkstatt des Feuergottes Hephaistos, der die Waffen der Götter schmiedete. Die aufsteigenden Dämpfe und warmen Schlammbäder zeigen auch heute noch die Aktivität des Vulkans. Auf Wunsch können Sie ein Schlammbad nehmen, bevor Sie bei einer Wanderung den Gran Cratere (391 Höhenmeter) besteigen. 7. Tag: Lipari – Milazzo – Acireale Bevor es wieder nach Sizilien geht haben Sie noch etwas freie Zeit auf Lipari. Im Verlauf des Tages erfolgt die Fahrt mit der Fähre von Lipari nach Milazzo, von wo aus Sie zu Ihrem Hotel in Acireale gebracht werden. 8. Tag: Acireale – Zürich Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich.
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 71
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Dreifach gut Nichts Extravagantes, sondern einfache, natürliche Basiszutaten aus biologischem Anbau stecken in den drei Salatdressings der Linie «a Tavola». Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl verleihen ihnen einen ausgewogenen Geschmack. Die Sorten French, French mit Kräutern und die mit Balsamico verfeinerte Italian-Sauce schmecken wie hausgemacht. Ein weiteres Plus der drei ungekühlten Fertigsaucen: Sie enthalten weder Konservierungsstoffe noch Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Salatdressings von «a Tavola».
Migros-Bio steht für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Das Biosortiment umfasst über 1300 Produkte.
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Alles griffbereit 2017 ist der Start für mehr Ordnung im Büro daheim. Die Migros bietet alles, was den Büro-Alltag leichter macht: Ordner, Mappen, Zeigetaschen und Co. ersetzen Papierstapel und sorgen für einen aufgeräumten Schreibtisch.
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Übersichtlich und aufgeräumt: So lässt sich kreativ und strukturiert arbeiten.
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Silvesterbräuche
Auf ein Neues
In der Schweiz und in Deutschland ist Fondue ein Silvesterklassiker: Cucina & Tavola Fondue Caquelon Rot Edelweiss, auch für Induktion geeignet, Ø 22 cm* Fr. 49.80
Ob beim romantischen Tête-à-tête, an der stilvollen Feier im Familienkreis oder an der zünftigen Party in grosser Gesellschaft: In der Silvesternacht lassen alle die Korken knallen. Gespannt richtet sich dann der Blick in die Zukunft. Um dem Schicksal ein wenig unter die Arme zu greifen, zelebrieren viele zum Jahreswechsel so manch eigenwilliges Ritual. Nicht nur im Appenzell, wo Silvester chläuse von Haus zu Haus ziehen, um den Bewohnern Glück zu wünschen, oder in Italien, wo die Farbe der Unterwäsche bedeutend ist: Rot muss sie sein, sonst droht Ungemach!
Wer an Silvester unten drunter Rot trägt, wird dafür nach italienischem Brauch mit Glück, Gesundheit und Liebe belohnt: Lilly Lane Slip, Gr. S–L, 2 Stück* Fr. 19.80
In Mexiko kommt zu Reichtum, wer sich in der Silvesternacht die Hände mit Zucker wäscht. Cristal FeinkristallZucker, 1 kg Fr. 1.–
Wiener tanzen den Walzer auch zum Jahreswechsel gern, natürlich im festlichen Gewand: Ellen Amber Strumpfhose Stay up look 50 Denier, schwarz, Gr. S–XL* Fr. 9.80
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 77
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Kleine Glücksbringer sind zum Jahreswechsel in allen Ländern dieser Erde beliebt: Legna Creativa Kleeblätter, 8 Stück Fr. 6.50
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Die Griechen vertreiben sich die Zeit bis zum Countdown am liebsten mit Spielen: Carlit 12 Reisespiele im Etui* Fr. 29.80
Dänen springen um Mitternacht vom Stuhl ins neue Jahr: Stuhl «Totti», Eiche massiv, geölt, Kunststoffschale gepolstert, Kunstleder Fr. 99.90 In der Micasa
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MIGROS-WELT | MM52, 27.12.2016 | 79
Wissen aus der Region
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24 Bauernfamilien liefern ihre Milch an die Käserei Preisig in Sternenberg ZH, wo unter anderem auch die AdR-Raclette-Scheiben mit Chili hergestellt werden. Aus einem ganzen Laib Chili-Paprika-Käse lassen sich 192 Scheiben Raclette schneiden.
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Neues aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz
Am Grand Prix Migros ist Schnellsein nicht das Wichtigste.
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Konflikte lösen «Wenn Sie merken, dass Ihr Gegenüber in der Kommunikation
Wintersport
Der Start ist das Ziel Am 21. Januar findet in Obersaxen das erste Ostschweizer Grand-PrixMigros-Skirennen der Saison statt. Text: Natalie Brägger
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Bild: Erwin Zueger
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einen ersten Halt in der Ostschweiz macht der Grand Prix Migros diese Saison in der Heimat von Carlo Janka. Am 21. Januar sind alle Kin der und Jugendlichen mit den Jahrgängen 2001 bis 2009 zum Qualifika tionsrennen in Ober saxen willkommen. Die jüngeren Kinder mit den Jahrgängen 2010 und 2011 dürfen beim Mini race starten und erste Rennluft schnuppern. Obwohl beim Grand Prix Migros immer wieder hoffnungsvolle Nach wuchstalente entdeckt werden, ist Schnellsein nicht das Wichtigste bei diesem Rennen. Das Motto heisst «Der Start ist das Ziel». Den Teilnehmenden
wird im Zielgelände ein spannendes Rahmen programm geboten, bei dem die Migros als Hauptsponsorin für Spiel und Spass sorgt. Nach Obersaxen macht der Grand Prix Migros am 5. März in Wildhaus und am 19. März in Arosa Halt. Insgesamt finden in der ganzen Schweiz 13 Aus scheidungsrennen statt. Die besten drei Skifahrerinnen und Skifahrer pro Kategorie und Qualifikationsrennen qualifizieren sich für das grosse Finale am 1./2. April in Adelboden. Für den Grand Prix Migros anmelden kann man sich jeweils bis zwei Wochen vor dem ent sprechenden Rennen auf www.gpmigros.ch. MM
sauer oder wütend reagiert, nützt es nichts, mit sachlichen Argumenten überzeugen zu wollen. Dann hilft vielleicht: ‹Es tut mir leid, dass ich dich verärgert habe. Was hätte ich anders sagen oder tun sollen?› Manchmal können solch kleine Dinge Wunder bewirken.» Tipp von Carolyn Pini, Kursleiterin Leadership an der Klubschule Migros Winterthur. Dieser Lehrgang richtet sich an Führungskräfte. Sie set-
zen sich dabei mit Kommunikations- und Führungskompetenzen auseinander. Der Lehrgang kann mit dem Zertifikat «Leadership» der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF) abgeschlossen werden. Infos: www.klubschule.ch
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Jahresabschluss
Danke schön!
Eine überaus treue Kundschaft, motivierte Mitarbeitende und viele neue Verkaufsstellen prägen den Jahrgang 2016 der Migros Ostschweiz. Zum Jahresabschluss erzählen Verantwortliche aus verschiedenen Formaten, wie ihre neuen Angebote bei den Kunden ankommen, welche besonderen Reaktionen sie erlebt haben und was sie sich für das neue Jahr vornehmen. Text: Andreas Bühler
«Dass SportXX neu auch in Frauenfeld zu Hause ist, wird von unserenKunden sehr geschätzt. Auf rund 1000 Quadratmetern können wir ein breites Sortiment präsentieren. Besonders nachgefragt war in den letzten Wochen unsere Skivermietung. Ich freue mich sehr über positive Rückmeldungen zu unserem Angebot, unserem Laden und unserer Beratung. Am meisten gefreut hat mich kürzlich die Rückmeldung eines Vaters, der seinem Sohn einen Skihelm mit Brille gekauft hat. Am Tag darauf hat er mir auf meinen Facebook-Account ein Bild gesendet, sich für die sehr gute Beratung bedankt und erwähnt, dass sein Sohn den Helm gar nicht mehr abziehen wolle. Wir bedanken uns bei allen Kunden, die bis jetzt zu uns gekommen sind, und wünschen ihnen einen guten Start ins neue Jahr. Wer im neuen Jahr den SportXX Frauenfeld besucht, darf ein äusserst motiviertes Team von Mitarbeitenden erwarten.»
Catherine Zimpfer, Leiterin Freizeit Säntispark, Abtwil SG «Die neue Rutschenwelt löst bei unseren Gästen Begeisterung aus. Wir erhalten nicht nur zu den einzelnen Rutschen, sondern vor allem auch zu den Ton- und Lichteffekten sehr viele Komplimente. Gerührt hat mich, als eine langjährige Stammkundin für ihre Enkelin ein Bad-Abonnement gekauft hat, sodass sie jede Woche Zeit miteinander im Säntispark verbringen können. Unseren Gästen möchte ich danken für ihre Treue zum Säntispark und für ihr Vertrauen, ihre freie Zeit bei uns zu verbringen. Wir wünschen ihnen einen guten Rutsch in ein bewegungsreiches und entspannendes 2017. Sie dürfen von uns auch im neuen Jahr eine hohe Erlebnis- und Erholungsqualität erwarten, sei es in der neuen Kinderbadewelt, in der Saunawelt oder auf den Rutschen.»
Bilder: zVg
Adrian Neuhauser, Leiter SportXX Frauenfeld TG
MIGROSWELT | MM52, 27.12.2016 | 81
Über die gemalte Glückwunschkarte einer vierjährigen Kundin haben sich Daniel Pfiffner und sein Team der Migros Churwalden ganz besonders gefreut.
Carl Herzog, Leiter Migros Beringen SH «Unsere Kundin nen und Kunden haben grosse Freude an unse rer neuen Ver kaufsstelle in Be ringen. Das breite Sortiment wird sehr geschätzt und ge lobt. Besonders gefreut haben wir uns über Grittibänzen, die uns Kunden als Dankeschön vorbeigebracht haben. Solche Dinge bestätigen mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Für die hohe Akzeptanz und die tolle Aufnahme in der Gemeinde Beringen sind wir sehr dankbar! Unsere Kundinnen und Kunden dürfen sich bei uns auch 2017 auf ein abwechslungsreiches und der Saison angepasstes Angebot freuen und natürlich auch auf ein herzliches Willkommen in der Migros Beringen.»
Antje Kliem, Leiterin MFIT Trainings zentrum Arbon TG
Daniel Pfiffner, Leiter Migros Churwalden GR «Unsere Kundinnen und Kunden zeigen sich immer wieder erstaunt darüber, was für ein breites Sortiment und was für eine gross zügige Einrichtung sie in unserer nur knapp 400 Quadratmeter grossen Filiale vorfin den. Über die durchwegs positiven Rückmel dungen freue ich mich sehr. Einen einmaligen Moment haben wir erlebt, als wir von einem vierjährigen Mädchen eine selbst gemalte und gestaltete Glückwunschkarte erhalten haben. Unseren Kundinnen und Kunden möchte ich für ihre Besuche herzlich danken. Ich wünsche ihnen viel Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit im Jahr 2017. Ich verspreche, dass wir auch im neuen Jahr jeden Tag unser Bestes geben, immer frische Waren anbieten und sehr gern beim Einkauf behilflich sein werden.»
«Unsere Kundin nen und Kunden sind vom neuen MFIT Arbon begeistert und fleissig am Trainieren. Freude bereiten mir und meinem Team, dass unsere Beratung und Betreuung sehr geschätzt werden. Besonders schön sind die Rückmeldungen unserer Mitglie der, die schon ihre ersten Ziele erreicht haben, etwa wenn die Rückenschmerzen dank des Trainings spürbar nachgelassen haben oder wenn eine Reduktion des Körpergewichts dazu führt, dass die Hose wieder besser passt. Wenn ich unseren Kundinnen und Kunden etwas für das neue Jahr mitgeben darf, dann das: Macht weiter so! Kommt regelmässig ins Training und nähert euch immer weiter eurem Ziel an. Nutzt auch unser Kursangebot zusammen mit Freun den. Regelmässiges Training stärkt das Immunsystem. Für das kommende Jahr wünsche ich allen beste Gesundheit. Erwarten darf man eine weiterhin tolle Trainingsatmosphäre und eine kompeten te Betreuung. Ausserdem werden wir auch mit speziellen Events aufwarten, erstmals schon am 14. Januar, anlässlich der hundertsten BodyPumpLektion.» MM
82 | MM52, 27.12.2016 | MIGROS-WELT
Bei den Familienkonzerten des Musikkollegiums Winterthur ist Mitmachen angesagt.
Konzert
In die Welt der Musik eintauchen Das Musikkollegium Winterthur präsentiert am 28. Januar ein musikalisches Rätsel: Im Schlüsselspiel machen sich Orchester, Publikum, eine Erzählerin und ein Dirigent auf die Suche nach verschwundenen Schlüsseln. Text: Natalie Brägger
U
Bild: Manfred Höin
m Kindern und Jugendlichen klassische Musik näherzubringen, braucht es neben Instrumenten auch ganz viel Kreativität. Das Musikkollegium Winterthur hat sich in den vergangenen Jahren stark für die Vermittlung von klassischer Musik an Kinder und Jugendliche engagiert – mit sehr innovativen Projekten. Ein wichtiger Pfeiler dieser Jugendarbeit des Musikkollegiums Winterthur sind die Familienkonzerte. Ein Konzert der ganz besonderen Art spielt das Musikkollegium Winterthur am 28. Januar. Der aktuelle «Hauskomponist» Richard Dubugnon hat dazu ein Werk
komponiert, das dem Publikum ermöglicht, die Welt der Musik auf spielerische Art zu entdecken: das Schlüsselspiel, ein interaktives Musikspiel für Orchester, Publikum, eine Erzählerin und einen Dirigenten. Es eignet sich für Kinder ab fünf Jahren. Auf der Suche nach Schlüsseln
Seit jeher verwenden die Musiker sieben Notenschlüssel, um die Türen zu sieben Zimmern eines geheimnisvollen Schlosses zu öffnen, in dem ein ganzes Orchester wohnt. Aber seit Kurzem ist dieser Satz Schlüssel verschwunden und die Musiker sind in ihren Zimmern eingesperrt. Wohin sind der Violinschlüssel und
der Bassschlüssel verschwunden? Und wo sind die schönen Alt- und Tenorschlüssel, die C-, F- und G-Schlüssel geblieben, dank denen das Orchester immer so wunderbar klingt? Mithilfe eines Zauberspiels machen sich die Kinder und ihre Eltern auf die Suche nach den verschwundenen Schlüsseln, um so die Musiker zu befreien. Erst dann kann das Orchester in seiner ganzen Fülle auf der Bühne erklingen und den letzten Satz des Werks zum Besten geben. MM
Das Konzert findet im Stadthaus Winterthur statt. Es dauert rund 75 Minuten. Beginn ist um 17 Uhr. Weitere Informationen und Tickets: www.musikkollegium.ch
Verlosung
Tickets gewinnen Das Migros-Kulturprozent unterstützt die Familienkonzerte des Musikkollegiums Winterthur. Es verlost für das Konzert am 28. Januar 15 × 2 Tickets. Für die Teilnahme an der Verlosung eine Postkarte senden an: Migros Ostschweiz, Migros-Kulturprozent, Stichwort Familienkonzert, Industriestrasse 47, 9201 Gossau. Teilnahmeschluss ist am 9. Januar.
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Zauberhaftes Cornwall Küstenlandschaft bei Land’s End und St. Ives Nostalgische Dampfzugfahrt Paignton–Dartmouth Nationalpark Dartmoor und Exeter (fak.)
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Region Lens. 2. Tag: Region Lens–Taunton. Fährüberfahrt nach Grossbritannien. Auf englischem Boden angekommen, setzen wir unsere Fahrt fort bis zum Städtchen Taunton. 3. Tag: Taunton–Plymouth. Den heutigen Tag widmen wir dem kleinsten Nationalpark von England, dem Exmoor Nationalpark, sowie der Atlantikküste. Saftige Wiesen in kleinen Tälern wechseln ab mit Heide- und Grasmoore, die bis an die dramatische Küste heranreichen. Sehenswert ist der romantische Küstenort Clovelly. Fahrt zum Tintagel Castle, wo – der Legende nach – König Artus gelebt hat. Abends Ankunft im Hotel in Plymouth. 4. Tag: Plymouth, fakultativer Ausflug Nationalpark Dartmoor–Exeter. Der Nationalpark von Dartmoor gilt als das letzte Stück Wildnis Südenglands. Unsere Dartmoor-Rundfahrt führt nach Widecombe-in-the-Moor, dem idyllischen und wohl meist besuchten Ort der Region. Am Nachmittag besichti-
gen wir das Städtchen Exeter mit seiner grossartigen Kathedrale. Abends Möglichkeit zur Teilnahme beim fak. Abendessen am Hafen von Plymouth. 5. Tag: Plymouth, Ausflug Land’s End und St. Ives. Ziel unseres heutigen Ausfluges ist Land’s End, der südwestlichste Zipfel Englands. In dieser Region spielen auch zahlreiche Geschichten der Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher. Am Nachmittag erreichen wir den Künstlerort St. Ives. Abendessen auf dem Rückweg nach Plymouth im Fischerdörfchen Looe. 6. Tag: Plymouth, Ausflug Torquay und Paignton–Dartmouth im Dampfzug. Besuch im Küstenstädtchen Torquay und freier Aufenthalt. Weiterfahrt nach Paignton. Hier besteigen wir den Dampfzug der Paignton and Dartmouth Steam Railway, der uns entlang der Küste in die historische Hafenstadt Dartmouth führt. Individueller Aufenthalt. 7. Tag: Plymouth–Dover–Region Calais. Mit der Fähre verlassen wir England ab Dover und erreichen bei Calais den Kontinent. Übernachtung in der Region Calais. 8. Tag: Region Calais–Schweiz.
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Leben MM52
Familienumfrage Was machen Sie mit gebrauchten Spielsachen?
1 Das meiste verschenken wir an Freunde und Bekannte. 53%
2 Wir versuchen, die Spielzeuge per Internet oder via Kinderbörse zu verkaufen. 24% 3 Wir bewahren die Sachen für Enkelkinder auf. 23%
In Zusammenarbeit mit
1, 2 oder 3?
Om – das Energiebündel ist los Wie würden Sie entscheiden?
Klein, aber oho. Oder: Obacht. Flitzt der Kleine (1) mit seinem Babyrollator durchs Wohnzimmer, schlägt er eine Schneise der Zerstörung: Zeitungen wirbeln durch die Luft, Spielsteine schleudern aus farbigen Kisten, Stühle fallen zu Boden. Der Grosse (6) ist beeindruckt, was sein Brüderchen schon schafft. Er nickt anerkennend und sagt: «Wenn er in den Kindergarten kommt, wird er noch mehr Strafen erhalten als ich.» Und jetzt, was tun? 1, 2 oder 3? 1 2 3
Ich erkläre bestimmt, dass man Strafen vermeiden sollte. Ich rufe die Kindergärtnerin des Grossen an und verlange eine sofortige Erklärung, weshalb mein Sohn bestraft wird. Ich packe den Kleinen in eine wattierte Hose, setze ihm einen Velohelm auf und platziere ihn beim Unihockey-Spiel des Grossen im Goal.
Antwort 3: Ich finde, die Predigt bringt nichts. Und was die Kindergärtnerin sagen würde, will ich gar nicht so genau wissen. Je eher der Kleine mit dem Grossen mithält, desto besser. Dann kann ich mich an den Spielrand setzen, die Ohrstöpsel montieren und sphärische Chill-out-Musik hören, während die Buben sich balgen und ihnen Bälle um die Ohren fliegen.
Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis
hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Wenn man den Gefrier schrank abtaut und enteist, spart man Strom und damit Energie. Falsch:
www.migmag.ch/ 12oder3
Monica Müller (42)
Richtig oder falsch?
Eine Eisschicht im Gefrierschrank führt nicht zu einem Mehrverbrauch an Strom und Energie. Im Gegenteil: Das Eis führt sogar zu einem minimalen Energiegewinn. Den Gefrierschrank abzutauen, ist nicht falsch, aber erst nötig, wenn das Eis stört oder die Gefrierfachtür nicht mehr schliesst. Der Winter ist dafür ideal: Wenn es draussen eiskalt ist, kann man Lebensmittel auf dem Balkon zwischenlagern. Weil sie danach schön kalt in den geputzten Gefrierschrank zurückwandern, braucht es keine Extraenergie, um die Lebensmittel herunterzukühlen. Darum gilt:
Enteisen muss man nur, wenn die Eisschicht stört. Wer Energie sparen will, lässt Lebensmittel möglichst gut abkühlen, bevor sie in den Kühl- oder Gefrierschrank kommen. So muss der Kühlschrank keine extra Energie fürs Kühlen aufwenden.
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2 1
Reisen
Die Öko-Insel der Karibik Aruba ist das ideale Reiseziel für alle, die bei sommerlichen Temperaturen überwintern wollen – und in einer ganz anderen Hinsicht einzigartig im Karibischen Meer: Das kleine Paradies macht Ernst in Sachen Nachhaltigkeit. Text: Inge Jucker
W
er an die Karibikinsel Aruba denkt, träumt von langen, weissen Sandstränden, türkisfarbenem Meer, wolkenlosem Himmel, strahlendem Sonnenschein, bunten Häuschen, glücklichen Menschen. Womöglich lauscht er im Geiste den typischen Akkordeon- und Steeldrum-Klängen und beginnt federnd zu Rhythmen im ReggaeTakt zu wippen. Fakt ist: Die Wirklichkeit steht der Vorstellung in nichts nach. Aruba ist eine der drei sogenannten ABCInseln, Bonaire und Curaçao komplettieren
Bilder: Heinz Jucker
das Inseltrio. Und Aruba strotzt vor Lebensfreude. In der Hauptstadt Oranjestad findet jede Woche jeweils am Dienstag im Hof des historischen Forts Zoutman das BonbiniFestival statt. «Bonbini» heisst willkommen. Mit Geschichten, Musik und Tanz vermitteln die Einheimischen ihren Gästen einen Einblick in die kulturellen Besonderheiten ihrer Insel. Zur Karnevalszeit fällt das Festival besonders bunt und fröhlich aus. Intensiv kitschig rosarot leuchtet auch der Zuckerbäckerbau der Royal Mall ganz in der Nähe des Hafens.
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 87
Aruba
Südamerika
1000 km
Vor der Küste Venezuelas liegt Aruba, das zu den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curaçao) zählt.
3
1 Kakteen und Heilpflanzen
im Arikok-Nationalpark 2 Flamingo am Strand der Renaissance-Insel 3 Der berühmteste Strand: Baby Beach 4 Das moderne Arutram fährt durch Oranjestad. 5 Ranger Julio Beaujon aus dem Arikok-Nationalpark
4 5
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Tipps
Was, wie, wo? Anreise Mit KLM Airlines via
Amsterdam oder mit Swiss via Miami. Vor Ort
Am schönsten ist es, mit dem gemieteten Auto oder Moped die Insel zu erkunden. Fürs Velo fahren ist es meistens zu heiss. Es verkehren auch Busse und Taxis. Beste Reisezeit
Aruba ist eine Ganz jahresdestination mit gemässigtem, tropi schem Klima südlich des Hurrikangürtels. Täglich sieben bis neun Sonnenstunden und Tagestemperaturen um 29 Grad sind normal.
1 Niederländisch:
Häuser im Zuckerbäckerstil in Oranjestad
2 Alles auf dem Buffet im Restaurant The Kitchen ist frisch zubereitet. 3 Von oben hat man
einen schönen Blick auf den Hooiberg und die Gegend um Oranjestad.
4 Auf der abenteuer lichen JeepSafari werden die Teilnehmer ordent lich durchgerüttelt.
1 2
3
4
Strände
Die Aufzählung ist unvollständig und nicht objektiv: Arashi Beach*, Boca Catalina*, Malmok*, Eagle Beach, Manchebo Beach, Mangel Halto Beach* und Boca Grandi*. *Hier lohnt sich das Schnorcheln. Sehenswertes
ArikokNationalpark Parkzentrum San Fuego 70, Santa Cruz, www. arubanationalpark.org Segel, Schnorchel oder OffRoadTouren: www.depalmtours.com Aruba Aloe Factory Museum and Store Pitastraat 115, Oranjestad www.arubaaloe.com Unterkunft
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Wenn die Passagiere von drei Kreuzfahrtschiffen gleichzeitig in die Stadt strömen, ist das Zen trum rappelvoll. Und genauso das Arutram, das einzige Tram der Welt, das mit Wasserstoff zellen betrieben wird. Es fährt – wen wundert es – durch die Ein kaufsmeile von Oranjestad. Traumstrände und Wüsten
Gäste des Resorts Renaissance Aruba am Yachthafen sollten Boot und Flugzeugfans sein, denn ihr Badeparadies liegt auf einer Insel vor dem Flughafen. Dafür teilen sie sich den Strand mit fünf Flamingos. Alle Traum strände erstrecken sich entlang der Westseite der Insel, wo das Meer ruhiger ist. Von Nord bis Süd, vom windigen Arashi Beach bis zum seichten Baby Beach, hat man freie Auswahl. Alle Strände Arubas sind öffentlich zugänglich und lassen keine Wünsche offen. Dem vergleichsweise rauen Charakter der Ostküste ist es vermutlich zu verdanken, dass die Entdecker die Insel als wert
los einstuften. «Nur Kakteen, Wüste und Ziegen», spotteten die geldgierigen Spanier und übersahen ironischerweise die Goldvorkommen. Sie wurden erst viel später entdeckt und geschürft. Heute sind von diesen Anlagen nur noch von Kakteen überwucherte Ruinen übrig, die man besichtigen kann. Wer sich für die Botanik inter essiert, besucht den National park, der 18 Prozent der Insel fläche einnimmt. Beeindruckend ist unter anderem die Vielfalt und Verwendung der Kakteen arten, über die die Parkranger kompetent Auskunft geben. JeepSafaris sind in Aruba empfehlenswert. Sie führen zu den Hauptsehenswürdigkeiten wie dem Natural Pool, einem klei nen, ruhigen Meerbecken inner halb einer Felsformation aus Vulkangestein an der Ostküste. Auch die Natural Bridge, eine der grössten nicht von Men schenhand geschaffenen Brü cken weltweit, die ehrwürdige, im Jahr 1750 erbaute römisch
katholische Alto Vista Chapel und der CaliforniaLeuchttum, ein Leuchtfeuer aus der Zeit der ersten indianischen Siedler auf der Insel, sind allemal einen Abstecher wert. Schnorcheltrips mit dem Katamaran gehören ebenfalls zum Angebot, wobei der Partycharakter auch dank des reichlich ausgeschenkten NationalCocktails Aruba Ariba ziemlich ausgeprägt ist. Viele Innovationen, eine Vision
Trotz allem ist das Leben auf «One Happy Island» nicht ganz sorglos. Denn auf einer Fläche, die kaum grösser ist als der Kanton Appenzell Innerrhoden, wohnen 106 000 Menschen, zu denen sich jährlich rund eine Million Feriengäste gesellen. Dazu kommen bis zu 600 000 Tagesgäste von Kreuzfahrtschif fen. Was für eine Herausforde rung an die Infrastruktur! Umso dringender ist die Realisierung von Arubas Vision, bis zum Jahr 2020 Strom und Wasser erdölfrei zu produzieren.
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Unterstützung bekommt die Regierung durch Sir Richard Bransons Klimaschutzorganisation «Carbon War Room» und die National Geographic Society, die Aruba 2015 den «World Legacy Award» für seine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit verliehen hat. Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle des Landes, das zum Königreich der Niederlande gehört und seit 1986 autonom ist. Amtssprachen sind Niederländisch und Papiamento, die Sprache der Kreolen. «Bonbini» (willkommen), «Bon Dia» (guten Tag) und «masha danki» (vielen Dank) lernt man schnell, aber glücklicherweise sprechen die meisten Insulaner auch Englisch. Juliette Carvalhal (43) ist Koordinatorin der Green Agenda von Arubas Regierung. Sie berichtet, dass zum 1. Januar 2017 Plastiksäcke verboten werden. Händler, die sie trotzdem noch abgeben, müssen mit empfindlichen Bussen rechnen. Aller-
dings wissen noch die wenigsten Arubaner, was auf sie zukommt, weil die Kommunikation nur schleppend in Gang kommt. Bianca Peters (37), die im Innovationsbüro der Regierung arbeitet, träumt schon lange von einer nachhaltigen Welt. Jetzt laufen bei ihr alle Projektinfos zusammen, die Aruba zu Nachhaltigkeit verhelfen sollen. Die Kommunikationsfachfrau klingt begeistert, wenn sie von LEDStrassenbeleuchtung und Projekten mit Schulen spricht. Sie ist davon überzeugt, dass Aruba bis 2020 punkto Energie umweltfreundlich sein wird, «wenn alle mitmachen». Hier sind auch die Hoteliers gefordert. Wie der Schweizer Jürg Brändli (49), der vor zwei Jahren die luxuriöse Villen- und Suitenanlage Swiss Paradise Aruba aufgebaut hat. Er setzt beispielsweise auf eine Dämmung, damit die MultiSplit-Klimaanlage nicht zum Dach und zu den Fenstern hinauskühlt. Und er hat ausschliesslich LED-Leuchten installiert – von der Pool-Illumination bis zur Nachttischlampe. «Im Frühling kommt endlich eine 80-kW-Solaranlage aufs Dach», erzählt der Hotelier stolz. Eigentlich hatte der gebürtige Aargauer andere Pläne, als ein Hotel auf Aruba zu betreiben. Doch weil er Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, besitzt er nun ein kleines Bijou. Die Frage, ob Aruba alle seine ökologischen Ziele bis 2020 tatsächlich auch erreichen könne, beantwortet er allerdings mit Skepsis. Hotelier als Umweltpionier
Ähnlich sieht es der Südtiroler Hotelbesitzer Ewald Biemans (71), ein Umweltpionier, der seit 23 Jahren mit Gästen und Schülern einmal im Monat die Strände reinigt. Für sein Resort Bucuti & Tara Beach hat er schon viele Auszeichnungen erhalten. Und man mag es kaum glauben: Die Nachhaltigkeit in Biemans’ Resort geht auf ein Bier im Plastikbecher zurück, das ein deutscher Gast im Jahr 1988 unappetitlich fand. Von da an war Schluss mit Plastikbechern.
Und seither wird in dem für karibische Verhältnisse vorbildlichen Resort auch der Abfall getrennt entsorgt. Doch wie ist es um die Abfallwirtschaft in den privaten Haushalten bestellt? Freddy Kelkboom (58), Geschäftsführer von EcoGas Aruba, hat darauf eine Antwort. Seine Firma sammelt 30 Prozent des Inselabfalls; 70 Prozent holt die staatliche Abfallentsorgung ab und füllt damit eine Deponie. EcoGas hingegen trennt den Müll, entfernt Wiederverwertbares wie Glas und Aluminium und produziert aus dem Rest Naturgas, das für die Entsalzung von Meerwasser verwendet wird. Ab 2018 soll der ganze Inselabfall mit dieser Methode verwertet werden, damit für die Wasseraufbereitung kein Schweröl mehr benötigt wird. Trinkwasser aus jeder Leitung
Apropos Wasser: Weil es auf Aruba kein Quellwasser gibt, fliesst aus jeder Wasserleitung reines Trinkwasser, das aus Meerwasser hergestellt wurde. Es schmeckt erstaunlich gut, man erkennt den Ursprung nicht im Mindesten. Natürlich wird in Aruba auch Sonnenenergie genutzt, zum Beispiel gut sichtbar auf dem Autoparkplatz des Flughafens. Ebenso wichtig ist Windenergie, denn hier weht der Wind Tag und Nacht recht konstant. Im Südosten der Insel steht Arubas erster Windpark, der bereits knapp ein Fünftel des gesamten Energieverbrauchs abdeckt. Betrachtet man also einzig die Energieerzeugung, wird Aruba das Ziel, ab 2020 für die Wasser- und Elektrizitätsproduktion kein Erdöl mehr zu verwenden, wohl erreichen. Und wenn die Nachhaltigkeit weiterhin derart gefördert wird, machen auch die Gäste – von der Anreise einmal abgesehen – umweltfreundliche Ferien in einem gastfreundlichen Land. Bonbini! MM Diese Recherchereise wurde durch Aruba Tourism Authority ermöglicht. de.aruba.com
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Migros-Bank-Ratgeber
Was bringt uns das neue Jahr? Meine Devise lautet: «Ich weiss, dass ich nichts weiss.» Denn auch das Nichtwissen ist von Nutzen.
Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.
Prognosen sind also notorisch unzuverlässig. Heisst das nun, dass es keinen Sinn macht, sich überhaupt mit der Zukunft auseinanderzusetzen? Auf keinen Fall! Aber statt mit starren Voraussagen oder Hypothesen sollte man vielmehr in Szenarien denken. Konkret: Anstatt zu behaupten, dass uns ein gutes oder schlechtes Börsenjahr bevorstehe, lautet eine viel nützlichere Konklusion:
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Jährlicher Verlauf der Schweizer Börse (Swiss Performance Index) seit 1988 160
Top: 1997
150 140 130 120 110 100 90 80
«Mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent werden Ihre Aktien bis Ende Jahr einen Verlust einfahren. Nach fünf Jahren indes sinkt dieses Risiko auf nur noch 10 Prozent.» Eine schöne Visualisierung dieses Denkens in Szenarien bietet die Grafik, die schon fast an ein Gemälde erinnert. Sie zeigt den Jahresverlauf der Schweizer Börse seit 1988. Gerade in unsicheren Zeiten wie heute verspüren wir ein generelles Verlangen nach Kontrolle und Gewissheit. Trotzdem sollten Sie der Anziehungskraft von eingängigen
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Besonders jetzt zum Jahreswechsel übertrumpfen sich so manche Ökonomen mit detaillierten Vorhersagen zur Börse, den Zinsen oder den Währungen. Doch sowohl bei der Brexit-Abstimmung als auch bei der Wahl von Donald Trump lagen die meisten dieser Prognostiker falsch. Was allerdings passiert, wenn eine grosse Mehrheit etwas zu wissen glaubt, was in Wirklichkeit falsch ist, haben wir in der Schweiz beim Frankenschock vom Januar 2015 eindrücklich erlebt.
Riesige Unterschiede von Jahr zu Jahr
Jan
Mark Twain war einer der grössten amerikanischen Schriftsteller. Von Ökonomie allerdings hatte er keine Ahnung. Und doch stammt von ihm ein geistreiches Zitat, das sich jeder Ökonom hinter die Ohren schreiben sollte: «In Schwierigkeiten bringt uns nicht das, was wir nicht wissen. Es sind diejenigen Dinge, die wir zu wissen glauben, die in Wirklichkeit aber falsch sind.»
Prognosen und Erklärungsmustern widerstehen. Diese spiegeln Ihnen bloss eine falsche Sicherheit vor. Wenn Sie dagegen das eigene Nichtwissen anerkennen, so sind Sie vor einer gefährlichen Selbstüberschätzung gewappnet – und treffen letztlich die besseren Entscheidungen. Oder wie es der Investor Charlie Munger einmal formuliert hat: «Wahre Kompetenz besitzt derjenige, der weiss, an welchem Punkt diese endet.» In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches 2017. Aktuell auf blog.migrosbank.ch: Meine Lektion für das Jahr 2017
Mamma mia
Bumm! Krawumm! Gäääähn …
Was? Schon wieder Silvester? Mann, das hatten wir doch erst! Der 31. 12. ist der blödeste Tag im Jahr. Ich fürchte mich weder vor Böllern noch vor Luftschlangen – tröööt! Ich habe mich daran gewöhnt, dass manche Partygänger scheinbar den Weihnachtsbaum plündern, um ihr Outfit aufzuhübschen. Aber, Leute, müssen wir das wirklich mitten in der Nacht veranstalten? Ich quäle mich doch schon, wenn der «Tatort» wegen
einer Sondersendung eine Viertelstunde später anfängt. Am letzten Tag des Jahres ist Couchsurfen aber ein No-Go. Genau zur rechten Zeit kam bei uns die «Wir haben Babys und können leider nicht mitfeiern»-Phase. Seit Ida und Eva keinen Brei mehr bekommen, sind wir wieder dabei beim alljährlichen Silvesterspiel. Mist! Der Jahresausklang mit guten Freunden und aufgedrehten Kindern ist jeweils
gesetzt. Die Etikette wurde gelockert. Auf unseren Ü-40Partys muss sich beispielsweise niemand betrinken (obwohl es lustiger ist …). Es gibt nur noch eine Regel: bedingungsloses Wachbleiben bis zum zwölften Glockenschlag. 2015 übermannte mich die Müdigkeit nach dem Raclette um 22.03 Uhr. Sekundenschlaf. Als ich aufschreckte, hingen Käsefäden aus meinen Haaren. MM
Bettina Leinenbach (40)
ist Journalistin und zweifache Mutter.
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Kinder
Der Weltmeister der Schlafmützen Er verschläft mehr als die Hälfte des Jahres. Aber wenn der Siebenschläfer wach ist, dann geht die Post ab. Text: Andrea Fischer
Bilder: bunterhund.ch
Wissenswertes
Natürliche Feinde Siebenschläfer haben ein paar natürliche Feinde. Um sie abzu wehren, nutzen die kleinen Nager einen besonderen Trick: Wenn sie verfolgt werden, können sie zur Ablenkung ein Stück ihres langen Schwanzes abwerfen. Waldkauz
Baummarder
Die Siebenschläfer verbringen sieben bis neun Monate im Jahr schlafend. Katzen
Vielleicht kennst du das: Wenn
du an dunklen Wintermorgen auf stehen musst, möchtest du dich am liebsten umdrehen und weiterschla fen. Siebenschläfer tun das. Die klei nen Nagetiere schlafen nämlich sieben bis neun Monate im Jahr. Damit sind sie Weltmeister unter den Säugetie ren. Wenn es kühler wird, graben sie ein Loch im Boden und rollen sich dort
zusammen. Manchmal schlafen sie in Häusern. Sobald sie im Frühling auf wachen, müssen die kleinen Tiere mit den grossen Augen sich schnell satt und rund fressen, einen Partner fin den und ein Nest suchen. Im August kommen dann vier bis sechs Junge zur Welt, die nur etwa vier Gramm wie gen. Sie haben nur sechs Wochen Zeit, um sich Winterspeck anzufuttern.
Darum fressen sie vor allem Fettiges wie Haselnüsse, Eicheln und Kastani en. Siebenschläfer sind gute Kletterer und suchen ihr Futter überall. Sie ha ben sogar eine Art Saugnäpfe an ihren Pfötchen. So kommen sie an versteck te Orte und durch kleinste Löcher, zum Beispiel auf Bäume und Dachböden. Sie können übrigens ganz schön laut sein. Vor allem nachts. MM
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 93
Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede
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Janis (7), St. Margarethen TG
Die Angst ist wie ein Hund: Sie macht uns wachsam und kann uns beschützen. Sie kann uns aber auch in Anspannung versetzen. Im schlimmsten Fall beisst sie sich an uns fest. Ob man sie als schützender Begleiter oder als Angreifer erlebt, hängt davon ab, wie man ihr begegnet. Eine «gute» Angst warnt uns vor Gefahren. Sie ruft zum Beispiel: «Stopp! Spring nicht von diesem Turm runter, sonst tust du dir weh.» Sie drängt uns dazu, kopflose Pläne aufzugeben. Hätten wir Menschen keine Angst, könnten wir nicht
leben. Wir würden Dinge wagen, die tödlich enden. Andererseits können wir auch nicht leben, wenn wir uns zu sehr und zu oft fürchten. Wenn uns die Angst angreift und Macht über uns gewinnt, werden wir starr und lieblos. Überfällt sie uns nachts im Dunkeln, macht sie uns steif und raubt uns den Schlaf. Also sollten wir die Angst «er ziehen» und geschickt mit ihr umgehen. Frage sie doch mal ganz
freundlich: «Hallo, was willst du mir eigentlich sagen?» Sie wird zahmer, wenn man mit ihr redet. Auch hilft es, wenn du das, was dich ängstigt, auf ein Blatt malst. Du kannst die Angst auch an die Leine nehmen, indem du singst. Dann atmest du wieder frei. Im Dunklen reicht schon ein kleines Licht, um sie zu zügeln, oder ein amüsanter Gedanke, der deine Fantasie wieder hell macht. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch
Eine Mutter erklärt die Welt:
Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.
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Rä tsels pass SILVESTER-SUDOKUS So spielst du Sudoku: In der Tabelle sind einige Zahlen eingetragen, je nach Schwierigkeitsgrad sind dies wenige oder viele. Das Ziel: Du füllst die leeren Kästchen mit den Zahlen 1 bis 4, wobei jede Zahl nur einmal in einem der vier Quadrate, in einer Zeile und einer Reihe vorkommen darf.
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MM 12/16
Datum/Unterschrift
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 95
Wettbewerb
Mitmachen und gewinnen
Gewinnen Sie 3 x 1 Wochenende für 2 Personen im Wallis im Wert von 1000 Franken.
Glücksgriff
Ein Ski-Weekend auf dem Dach der Schweiz Lust auf Abfahrten in traumhafter Natur? Mit rund 2400 Pistenkilometern bietet das Wallis ein fast grenzenloses Skivergnügen. Wer es ruhiger mag, kommt auf Schneetouren im Vallon de They auf seine Kosten: Das Migros-Magazin verlost 3 x 1 Wochenende für 2 Personen.
Bild: Jean-Baptiste Bieuville
D
Beantworten Sie folgende Frage: Welche Höhe (in Metern) erreichen die Buckel auf der Piste «Chavanette» in Champéry? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.
Das Wallis bietet Skibegeisterten traumhafte Abfahrten vor atemberaubender Kulisse.
as Wallis ist ein einzigartiges Winter paradies. Die majes tätischen Viertausen der prägen das Panorama und bilden gleichzeitig eine einzig artige Erlebniswelt für den Win tersport. Ob Skifahren, Snow boarden, Schlitteln oder Wan dern und Schneeschuhlaufen: Die Möglichkeiten sind grenzenlos, und Schnee ist garantiert. Denn im Wallis liegen die höchstgelegenen Skigebiete der Schweiz: Rund 2400 Pisten kilometer stehen zur Auswahl. Suchen Sie den Nervenkitzel? Die Walliser Abfahrten sind bis zu 17 Kilometer lang und bieten ein fast endloses Vergnügen – ohne einen Skilift benützen zu müssen. Von den hohen Gipfeln bis hinunter
Das Migros-Magazin und Valais/Wallis Promotion verlosen 3 x 1 Wochenende für 2 Personen im Wallis im Wert von 1000 Franken. Im Preis inbegriffen sind die Übernachtungen (inkl. Frühstück, ohne Anreise).
ins Tal: Geniessen Sie diese Momente weit weg vom Alltag. Der Winter im Wallis lässt die Herzen der Abenteurer höherschlagen. Legendäre «Schweizer Mauer»
Die 600 Kilometer Pisten des Skigebiets Portes du Soleil bieten Abfahrten, die bei Abenteuer lustigen besonders beliebt sind. Die «Chavanette», auch bekannt als «Schweizer Mauer», zählt zu den steilsten und schwierigsten Abfahrten der Welt. Sie hat auf einem Kilometer Länge ein Gefälle von 40 bis 55 Grad, und die Buckel auf der Piste erreichen eine Höhe von zwei Metern. Die schwarze Piste «Didier Défago», benannt nach unserem AbfahrtsOlympiasieger von Vancouver, bietet einen extrem
steilen Start und erstreckt sich über zwei Kilometer. Adrenalin und Tempo sind hier garantiert. Traumhafte Schneeschuhrouten
Auch für Leute, die es gemütlicher mögen, ist die Region ein Paradies. In Morgins, Châtel und La Chapelle d’Abondance erwarten Sie über 80 Kilometer markierte Schnee schuhrouten. Oder gehen Sie auf Entdeckungsreise ins Vallon de They: Themenpfade, Brücken über die Vièze und die Quelle des Eau Rouge sind nur einige Höhepunkte. Durchstreifen Sie auf einem ein stündigen Spaziergang oder einer vier bis fünfstündigen Wanderung die Winterlandschaft und geniessen Sie bei der Ankunft ein Fondue in der «Cantine de They». MM Weitere Infos: www.wallis.ch
Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Wallis», Postfach, 8099 Zürich. Online: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 1.1.2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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Kreuzworträtsel
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …
Gesamtwert 750 Franken!
… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.1.2017, 24 Uhr
Treppenlifte
CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80
www.hoegglift.ch
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.1.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
BLEIBEN SIE MOBIL! MIT UNS.
HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04
Auflösung Nr. 51: ADVENTSKRANZ
Die Gewinner Nr. 50 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 97
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie heissen Tage, die zwischen einem Feiertag und einem Samstag liegen? L
Lückentage
M Krückentage
K Brückentage
2. Eine Bauernregel sagt: Ists an Silvester hell und klar, ist am nächsten Tag …? A Neujahr
O irregulär
I
wunderbar
3. Das Migros-Magazin hiess bis 2004 «… Brückenbauer». L
Wir
S
Ihr
R Mein
So nehmen Sie teil
4. Wie heisst eines der bekanntesten Hochhäuser Londons? A Karotte
U Banane
E
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.1.2017, 24 Uhr
Gurke
5. Welcher Schriftsteller verbrachte seinen Lebensabend im Onsernonetal? S
Bertolt Brecht
N Alfred Andersch
L
Heinrich Böll
A destilliertes Wasser
D Salzwasser
6. Was leitet Strom am besten? O Süsswasser
7. In Japan ist es Brauch am Neujahrstag … zu versenden. M Süssigkeiten
N Rosen
E
Postkarten
T
1492
8. In welchem Jahr spielt der Film «Running Man»? R 2017
S
1984
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
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Gewinner Nr. 49: Markus Ineichen, Kloten ZH; Ursula Fürer, Jona SG; Edith Ozsvàth, Bern
Aufl ösung Nr. 50: Auflösung GESCHENK
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
E
3
2 4 1
Aufl ösung Nr. 51: Auflösung REIBE Gewinner Nr. 50: Ursula Müller, Lengnau AG; Eiko Gastaldi, Bülach ZH; Anni Urwyler, Wiedlisbach BE
5
AMN E S T I E B EME I E RN E I NGANGS ESELSOHR GEL I EBTE I SRAEL I T L E I NBACH POEBELE I UNBE L EGT WU RMT I E R Lösungswort: 1
2
3
4
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.1.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
5
TRÄUME AUS LICHT UND FARBEN
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Bereits seit 1987 steht BUGANO für Feuerwerk der Spitzenklasse. Leidenschaft für das Produkt und das Streben nach Perfektion sind unser Antrieb. Ob farbenfrohe Batterien, oder unsere original Swiss made Vulkane, mit Feuerwerk von BUGANO erhalten Sie immer kompromisslose Qualität und Sicherheit.
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SPINAS CIVIL VOICES
«Wenn ich nicht mehr weiter weiss, …
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 99
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
2 5 9 4 6 7 3 1 6 3 9 1 8 8 2 5 3 3 2 4 8 7 1 5 2 1 7 6 2 6
Auflösung Nr. 51: 475 3 2 8 9 1 4 6 5 7
5 7 4 2 3 6 1 8 9
6 1 9 8 7 5 2 3 4
1 8 6 3 4 9 7 2 5
9 5 3 7 8 2 4 1 6
7 4 2 6 5 1 8 9 3
4 6 5 1 2 3 9 7 8
8 9 1 5 6 7 3 4 2
2 3 7 4 9 8 5 6 1
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.1.2017, 24 Uhr
Gewinner Nr. 50: Carmen Stalder, Herdern TG; Clara Rindlisbacher, Zweisimmen BE; Ernst Höhn, Zürich; Monique Zwicky, Pully VD; Monique Zutter, Bussigny VD
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 4 3 2 miteinander verbunden 1 2 sein. Verboten: Kreuzun2 1 1 3 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
3 1 4 0 2 2
Auflösung Nr. 50
2 0 1 5 3
1
0
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3 2 1
1 2 4
2 1
4 1 2
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Auflösung Nr. 50: 2
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2 4
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3
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1 1 2 2
3 2
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1 1
2 4 4
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti
Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser
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Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG
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SHADOWLAND 2 «Evita» ist eines der grössten Stücke der Musical-Geschichte.
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Datum: 4. und 5.2.2017 Ort: Zürich und Basel Preis: Fr. 41.25 bis Fr. 75.– (statt Fr. 55.– bis Fr. 100.–), je nach Kategorie
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THE BEST OF JOHN WILLIAMS
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Die Filmmusik der grössten Blockbuster Hollywoods kommt ins Hallenstadion.
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Claudio Vandelli
Legendäre Filmmomente
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102 | MM52, 27.12.2016 | LEBEN
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Meine Welt
«Ich bin extrem ehrgeizig» Mit seinen 18 Jahren ist Andri Ragettli bereits im Olymp der Sportler angekommen. Die Vitrine in seinem Zimmer erinnert ihn täglich an seine steile Freeski-Karriere. Text: Silja Kornacher Bilder: Andreas Eggenberger
LEBEN | MM52, 27.12.2016 | 103
1 Mein Trockentraining «Ein Freund
von mir ist Zimmermann – er hat mir eine kleine Trainingsrampe gebaut. Damit kann ich direkt vor der Haustür trainieren, auch im Sommer.» 2 Meine Büsis «Obwohl unsere Katzen
Mutter und Tochter sind, mögen sie sich überhaupt nicht. Mira ist eher die Gemütliche, Laila die Raubkatze – sie hat sogar mal einen Hasen nach Hause gebracht.»
3 Meine Geschwister «Mein Bruder Gian (21) und meine Schwester Christina (24) sind meine wichtigsten Berater. Wir diskutieren immer als Familie, was
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Name Andri Ragettli (18) Sternzeichen Löwe Lebenslauf «Aufgewachsen bin ich
in Flims. Als Zweijähriger stand ich zum ersten Mal auf den Ski. Meine Mutter brachte es mir bei. Ich fuhr Skirennen, bis ein Bekannter meiner Mutter mir Freeski zum Ausprobieren anbot – es zog mir so richtig den Ärmel rein. Mit 13 kam ich ins Kader des Swiss-Freeski-Teams, seither bin ich fast nonstop unterwegs: in den USA, Südkorea, Norwegen. An den X-Games 2016 im amerikanischen Aspen gelangen mir in der Disziplin Slopestyle als erstem Freeskier überhaupt zwei aufeinanderfolgende Dreifachsaltos. Einen Monat später gewann ich den Gesamtweltcup. Neben Trainings und Contests absolviere ich bald meine Matura im Sportinternat in Engelberg.»
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auf meinen Social-Media-Profilen veröffentlicht werden soll.» 4 Mein Idol «Roger Federer ist ganz
klar mein Vorbild, nicht nur sportlich – ich bewundere auch seinen perfekten Umgang mit den Medien.»
Bild: Philipp Ruggli
Mein Lieblingsprodukt
«In Flims gibt es leider keine Migros. Unsere Grossmutter kauft aber immer in Ilanz ein. Bei ihr habe ich die Excellence-Joghurts kennengelernt. Mein Favorit ist das mit Pralinégeschmack.»
5 Meine Trophäen «Ich bin extrem ehrgeizig und verliere manchmal den Blick für das, was ich alles schon erreicht habe. Meine Mutter fand, eine Vitrine mit all meinen Preisen würde mir meine Erfolge besser vor Augen führen.» 6 Meine Ausbildung «Die Schule ist
für mich eine Absicherung für den Fall, dass es mit dem Sport mal nicht mehr rundlaufen sollte. Derzeit kämpfe ich mich durch Goethes ‹Faust› – nicht meine bevorzugte Lektüre. Mein Lieblingsfach ist Englisch; darin bin ich gut, weil ich mich oft in den USA aufhalte.»
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Zutaten: 250 g Silvester-Rauchlachs, 1 Stück Gurke, 200 g Frischkäse nature, 100 g Meerrettichmousse, 2 Blätter Gelatine, 1 Limone, 65 g Weissmehl, 1 Ei, 1.5 dl Vollmilch, 25 g Butter flüssig, ½ Bund Petersilie gekraust, ½ Bund Dill, 1 Glas Lachs- oder Seehasenroggen, Salz, Pfeffer aus der Mühle
Donnerstag, 29.12.
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Silvesterlachs Orangen & Kräuter Zucht aus Schottland, 280 g, gültig am 29.12.2016
BEI DIESEM ANGEBOT SIND M-BUDGET- UND BEREITS REDUZIERTE ARTIKEL AUSGENOMMEN. DIESES TAGES-JOKER-ANGEBOT GILT AM ANGEGEBENEN DATUM IN HAUSHALTSÜBLICHEN MENGEN, SOLANGE VORRAT.
Zubereitung: Für den Crêpeteig das Mehl, die Milch, das Ei sowie die flüssige Butter in einem Massbecher gut vermixen. Die gewaschene Petersilie dazugeben und nochmals gut mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einer mit wenig Olivenöl eingeriebenen Bratpfanne goldbraune Crêpes ausbacken und auf einem Teller auskühlen lassen. Die Meerrettichmousse mit dem Frischkäse mischen und mit Saft der Limone sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einen Löffel davon in einem kleinem Topf schmelzen lassen und die zuvor etwa fünf Minuten in kaltem Wasser eingeweichten Gelatineblätter darin auflösen. Zur Masse geben und gut verrühren. Etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Die abgekühlte Crêpe auf ein Stück Klarsichtfolie auslegen und mit der Mousse bestreichen. Die Gurke mit Hilfe eines Sparschälers fein hobeln, auf einem Haushaltspapier gut trockentupfen und auf die Crêpes auslegen. Den Lachs darauf verteilen, nochmals mit Mousse bestreichen und satt einrollen. Zur Stabilisation der Rouladen nochmals satt in Alufolie einwickeln und im Kühlschrank für etwa eine Stunde kaltstellen. Zuletzt mit einem scharfen Messer aufschneiden und mit dem Fischroggen sowie etwas Mousse und Dill ausgarnieren. Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten Tipp: Der Crêpeteig kann nebst Petersilie auch mit gehack ten Nüssen oder anderen Kräutern ergänzt werden.