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Migros-Magazin-51-2019-d-ZH

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Ausgabe Zürich, AZA 1953 Sion Response Zentral

migrosmagazin.ch | MM51, 16.12.2019

Interview

Ursula Nold über ihre ersten Monate als Präsidentin der Migros

Seite 29

Dossier

Schön essen und schön feiern – ganz ohne Stress

Wie schmuck bist du?

Ab Seite 14

Geschenktipp: Welche Konsole zu wem passt

Was der Bachelor und andere Promis ans Bäumchen hängen

Bild: Lea Meienberg; Styling: Miriam Vieli-Goll

Seite 55

Seite 84

Schwimmen bei 10 °C macht glücklich

Seite 36

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 561 53 23 / mitgliederdienst@gmz.migros.ch


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4 | 16.12.2019 | MEINE MIGROS

Happy Birthday, Nathanael Mit Kerzenglanz und Feuerzauber hat ­ athanael aus Thal SG kürzlich seinen N siebten Geburtstag gefeiert. «Sein Lieblingskuchen aus der M ­ igros durfte natürlich nicht fehlen», schreibt seine Mutter Barbara Breu zu diesem Schnappschuss.

Schicken auch Sie uns Ihr Migros-Bild. ­ Wird ­das Foto ­abgedruckt, gewinnen Sie einen ­Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang

Wer im neuen Jahr grüner ­leben möchte, sollte sich den Generation-M-Podcast «Chrut und Rüebli» anhören: In der aktuellen Ausgabe geht es um die Vermeidung von Abfall. Zu Wort kommen unter anderem Béa Johnson, eine Frontfrau der Zero-­Waste-Bewegung, und der Gründer eines sogenannten ­Unverpackt-Ladens. generation-m.ch/podcast

Das Wallis trifft Italien Ein heisses Thema auf der Migros-Kundenplattform Migipedia ist die neue Raclette­ pizza. Die Nutzer diskutieren, ob diese Kombination passt. User «sventynine» meint dazu: «Erst hatte ich Bedenken wegen Cornichonstückli und Silberzwibeli. Kommt mir aber demnächst sicher wieder in den Ofen.» migipedia.ch

Bilder: Manuel Wenk/ Digitec Galaxus, Langfilm, iStock, zVg

Weniger wegwerfen


MEINE MIGROS | 16.12.2019 | 5

Schon elf Digitec-Shops Die Migros-Tochter Digitec ist die führende S ­ chweizer Online­händ­lerin bei Elektronikartikeln. Das U ­ nternehmen betreibt aber auch immer mehr stationäre Shops: ­Soeben ist der elfte Laden in Langendorf SO eröffnet worden. Er ist die erste Digitec-Filiale, die in einem Einkaufszentrum der Migros unter­gebracht ist. Info: digitec.ch

2000 000 Rund zwei Millionen Packungen ­Weihnachtsguetzli, Lebkuchen und ­Tirggel bäckt die Migros-Tochter Midor im Advent 2019.

Migros verkauft Gries Deco Gruppe Wie im Juni angekündigt, veräussert die Migros ihre Mehrheitsbeteiligung am Dekorations- und Einrichtungsgeschäft Gries Deco. Mit Christian Gries hat es ­einen neuen Alleineigen­ tümer gefunden, der für Kontinuität bürgt und gleichzeitig das Unternehmen weiterentwickeln will. Über den Kaufpreis haben die Parteien wie üblich ­Stillschweigen vereinbart. Damit die in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätige Gries Deco Gruppe zuversichtlich in die Zukunft gehen kann, wird die Migros weitgehend auf eine Rückforderung der seit 2009 ­gewährten Darlehen verzichten. Das Migros-Gruppenergebnis 2019 wird dadurch voraussichtlich in der Grössenordnung von 400 Millionen Franken belastet. «Es ist uns wichtig, die Gries Deco Gruppe und ihre Mitarbeitenden mit ­einem guten Fundament in die Z ­ ukunft zu entlassen, auch wenn wir als Migros dadurch kurzfristig eine ­finanzielle Belastung in ­ Kauf nehmen müssen», sagt Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen.

WIEDERSEHEN MIT KLASSIKERN Wer sich über die Festtage gerne Schweizer ­Kinoklassiker ansehen möchte, wird bei den g­ rossen Streamingdiensten wie Netflix kaum ­fündig. Eine Alternative bietet die einheimische P ­ lattform Filmo: Von «Bäckerei Zürrer» bis «­ Höhenfeuer» (Bild) lassen sich hier alte und neuere Meisterwerke in HD-Qualität erleben. Die Plattform wird vom Förderfonds Engagement M ­ igros unterstützt. Infos: filmo.ch


Bild: Niels Ackermann / Lundi13

6 | 16.12.2019 | AUGENBLICK

18:42 Uhr

Letzte Probe vor dem MigrosKulturprozent-Classics-Konzert in der Victoria Hall: Dirigent Sir Antonio Pappano mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia aus Rom. Die Aufnahme ist am 7. November entstanden. Migros-Moment in Genf


AUGENBLICK | 16.12.2019 | 7


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INHALT | 16.12.2019 | 9

INHALT 10  Schoggi superfrisch Heimische Schoggiherstellung aus frischen Kakaofrüchten

Dossier: Festtagstisch

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Keiner will Stress, und dann passiert es doch. Wir haben Rezept- und Dekotipps für wirklich entspannte Festtage.

Komm spiel mit mir: Vier Spielekonsolen im Vergleich

14  Simpel und schön Ideen für attraktive Tischdekorationen 18  Einfach und kreativ Rezepte für Gerichte, die ­Eindruck machen 25 Verlosung 100-Franken-Gutscheine für Fondue chinoise zu gewinnen 27  1, 2 oder 3? 29  Präsidentin der Migros Ursula Nold im Interview über ihre ersten Monate im Amt 33 Leserforum

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 550 818 Ex. (WEMF 2019) Leserschaft: 2 291 000 (WEMF, MACH Basic 2019-2) Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00

Bilder: Claudia Linsi, Nik Hunger, Shutterstock

Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/impressum

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Ursula Nold ist seit sechs Monaten ­Präsidentin der Migros. Im Interview spricht sie über die Heraus­ forderungen der ­Migros in den kommenden ­Jahren und ihren ­persönlichen Konflikt beim Gurkenkauf.

36 Winterschwimmer Baden im Rhein, wenn andere dick verpackt am Ufer bibbern 51  Stadt, Land, Stutz 52 Powercoders Ein Verein organisiert Infor­ ma­tiklehrgänge für Flüchtlinge 55  Konsole als Geschenk Welches Teil darf es sein?­ 57  Youtube für Kids So sauber ist die App wirklich 58  Furz egal Was Sie schon immer über ­Blähungen ­wissen wollten ab 60  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

79  Rätsel und Spiele 82 Cumulus 84  Festlicher Ratespass Fünf Prominente, fünf ­Weihnachtsdekorationen: Wer gibt sich welche Kugel?

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10 | 16.12.2019 | GENUSS

Schoggi-Job von A bis Z Ist es möglich, in der eigenen Küche Schokolade von der frischen Kakaofrucht bis zur essfertigen Tafel komplett selbst herzustellen? Wir haben das Abenteuer gewagt. Das Ergebnis ist überwältigend. Text: Kian Ramezani  Bilder: Désirée Good

W

ir Schweizer sind Weltmeister: im Schokolade-­ essen. Mehr als zehn Kilogramm verdrücken wir jedes Jahr pro Kopf. Das entspricht fast einer halben Tafel pro Tag, und in der Weihnachtszeit dürfte es noch etwas mehr sein. Aber mal ehrlich: Was wissen wir eigentlich über dieses schweizerischste aller Schweizer Produkte? Oder anders gefragt: Wer wüsste, wie man aus einer Kakaofrucht Schokolade macht? Wir wagen ein Experiment: Schokolade selber zu Hause herstellen, und zwar von der frisch gepflückten Kakaofrucht bis zur genussfertigen Tafel. Und wir verwenden dabei nur Werkzeuge, die wir im Haushalt ­finden. Als Mentor steht uns Daniel Tännler zur Seite, Produkte-Entwickler bei der Migros-Tochter Midor und gelernter Chocolatier. Die Beschaffung des Rohstoffs stellt auch in der Schoggi-Nation Schweiz eine Herausforderung dar. Der Kakaobaum wächst hier nicht, sondern nur im heissen, feuchten

Prüfender Blick von Chocolatier Daniel Tännler: Die Kakao­ stückchen sind bereit für das Zerreiben im Mörser.

Die neun Arbeitsschritte im Bild Das brauchts • Frische Kakaofrüchte • Zucker • Einige Tage Zeit Nützliche Werkzeuge • Mörser • Tortenspachtel • Haarföhn • Giessform

Kakaofrüchte vorsichtig aufschneiden, zum Vorschein kommen Fruchtfleisch und Bohnen. Ersteres wäre essbar und durchaus schmackhaft – wird aber für den nächsten Schritt gebraucht. Darum: Finger weg!

Die Bohnen-Fruchtfleisch-Masse an ­einer warmen Stelle im Haus mit e­ inem Tuch zugedeckt einige Tage gären lassen. Die Feuchtigkeit des Fruchtfleischs hilft bei der Fermentation der Bohnen, bei der sich das Kakaoaroma entwickelt.

Nach der Fermentation sind die Bohnen etwas dunkler. In der industriellen Produktion würden sie nun in alle Welt verschifft, etwa in den Kakaohafen Amsterdam, wo über ein Fünftel der weltweiten Kakaoernte umgeschlagen wird.


GENUSS | 16.12.2019 | 11

Tropenklima in Äquatornähe. Bei der Blumenhändlerin seines Vertrauens wird Tännler fündig, denn frische ­Kakaofrüchte sehen sehr schön aus und werden deshalb gern als Dekoration benutzt. Wir bestellen also fünf Stück der edlen Criollo-Sorte aus ­Venezuela. Kostenpunkt 90 Franken, inklusive Lufttransport. Per Schiff ginge es zu lange, die Früchte würden verderben. «Das wird die teuerste Schokolade der Welt», lacht der Chocolatier. Aber wird sie auch gut? Von Schokoladengeschmack keine Spur

Beim Öffnen die erste Überraschung: Die Kakaobohnen sind von weissem Fruchtfleisch umhüllt, geschmacklich ­irgendwo zwischen Litschi und ­Me­lone. Durchaus schmackhaft, aber von S ­ chokolade keine Spur. Wie ­eigentlich alles Feine in der Welt – Käse, Wein, Kaffee – entsteht auch das einzigartige Kakaoaroma erst durch Fermentation. In den grossen Anbaugebieten Westafrikas und Südamerikas besorgen dies die Kakaobauern selbst, indem sie die Bohnen

Durch das Rösten erhalten die Kakaobohnen das typische Schoggi-Aroma. 20 Minuten im Ofen bei 120 Grad sollten reichen. Hier ist Vorsicht geboten: ­Röstet man zu lang oder zu heiss, sind die Bohnen ruiniert!

Nach dem Rösten die Bohnen etwas ­abkühlen lassen. Noch warm in einen Beutel geben und mit einem schweren Gegenstand, etwa der Schale eines ­Mörsers, brechen.

Die Bohnen können nun leicht von den Schalenteilen befreit werden. Tipp: Schüssel auf den Fenstersims stellen und einen Föhn draufhalten. Die leichtere Schale fliegt aus dem Fenster, und zu Hause gibt es keine Sauerei.


12 | 16.12.2019 | GENUSS

weggeblasen werden. Zurück bleiben die zertrümmerten Bohnenteile, die sogenannten Nibs. Nun folgt eine wei­ tere wichtige Zutat: Muskelschmalz. Die warmen Nibs müssen im Mörser von Hand zerrieben werden (in der indust­riellen Herstellung überneh­ men das mächtige Walzen). Dabei hilft es, die Arbeitsgeräte ab und zu in den warmen Ofen zu stellen. Mit der Zeit wird die Masse homogener und be­ ginnt zu glänzen, weil die Kakaobutter hervortritt. Je länger gemörsert wird, desto flüssiger die Konsistenz.

Kakaobohnen werden vor allem in Westafrika, ­Südamerika sowie Indonesien ­an­gebaut. Mit ­Abstand grösster Produzent ist die Elfenbeinküste.

«Man schmeckt die Frucht in der Schoggi ganz deutlich.» Daniel Tännler Chocolatier

nach der Ernte samt Fruchtfleisch mit Bananenblättern abdecken und an der Sonne einige Tage vergären lassen. In unseren Breitengraden, ­zumal im Winter, muss dies im ­geheizten Haus geschehen. Die in der Luft verbreiteten Hefebakterien ­leisten aber auch hier ganze Arbeit: «Irgendwann beginnt es nach Alkohol zu riechen», so Tännler. Untrügliches Zeichen, dass es funktioniert. Die Fermentierung ist nur der ­erste Schritt in der wundersamen

Ohne Schale bleiben die sogenannten Nibs zurück. Diese werden nun im ­Mörser zerrieben, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Am Schluss noch etwas Zucker dazu, weitermörsern, fertig!

­ eschmacksverwandlung der Kakao­ G bohne. Der zweite passiert beim Rös­ ten, ähnlich wie bei der Kaffeebohne. Nach 20 Minuten im Ofen bei 120 Grad macht sich ein feiner Kakaoge­ ruch breit. Anschliessend die Bohnen abkühlen lassen, in einen Beutel pa­ cken und mit einem schweren Gegen­ stand draufschlagen. Wir nehmen dazu die Schale des Mörsers, den wir später wieder brauchen. Durch die Schläge löst sich die Schale, die von Hand entfernt oder mit einem Föhn

Im noch warmen Zustand kann die Masse mit einem Tortenspachtel ­gleichmässig in eine Giessform verteilt werden. Dann ab in den Kühlschrank zum Aushärten.

Zum Schluss geben wir noch einen gehäuften Teelöffel Rohrzucker hinzu und mörsern weiter. Ganz flüssig wird die Masse nicht, das macht aber nichts. Fürs gleichmässige Abfüllen in eine Form reicht es. Nach 30 Minuten im Kühlschrank ist die Tafel ausge­ härtet und der ­Moment der Wahrheit gekommen. Zeit zum Probieren. «Man schmeckt die Frucht ganz deut­ lich», so Tännlers fachmännisches Urteil. Ganz l­ ogisch, denn die Früchte sind wenige Wochen zuvor geerntet worden. Der Geschmack ist intensiv, angenehm süss, aber nicht zu sehr, die Konsistenz leicht sandig. So wurde Schokolade im 19. Jahrhundert her­ gestellt, und so wird sie noch heute in Spanien und Mexiko gegessen. ­Fazit: Der Aufwand ist zwar ex­orbi­tant, aber nicht unbedingt über­trieben. Denn das Resultat zeigt, dass es möglich ist, zu Hause Schokolade von A bis Z selbst zu machen. Und sie schmeckt verdammt gut. MM Mehr Infos: thechocolatist.com

Nach einer halben Stunde kann die Tafel aus der Form gedrückt werden. Die wohl teuerste Schokolade der Welt schmeckt phänomenal: intensiv, ­an­genehm süss, aber nicht zu sehr.

Bilder: zVg, Getty Images

Ein Aufwand, der sich lohnt


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14 | 16.12.2019 | FESTTAGSTISCH

Eine Form, viele Verwendungszwecke: Der Stern verleiht Blätterteig, Käse oder Glace weihnachtliches Flair – ein echter Hingucker auf jedem Teller. Rezeptideen dazu finden sich ab Seite 18.

Bereit für das Fest

Nicht nur der Weihnachtsbaum sorgt für festliche Stimmung in der Stube. Auch durch einfaches Dekor lässt sich mit kleinem Aufwand – und selbst in letzter Minute – eine grosse Wirkung erzielen. Damit das Fest der Liebe rundum ein Erfolg wird. Text: Dinah Leuenberger Styling: Petra Schläfli Bilder: Claudia Linsi

An Weihnachten für einmal etwas Handgeschriebenes – zu Ehren der Gäste. Auf einem edlen Stück Papier oder Packpapier das Menü auflisten oder ein weihnachtliches Gedicht notieren. Das sorgt garantiert für überraschte Gesichter.


FESTTAGSTISCH | 16.12.2019 | 15

Blumen als zusätzliche Deko zwischen den Kerzen verleihen dem ­gedeckten Tisch eine ­erfrischende Note, ohne überladend zu wirken. Stellen Sie einen Strauss auf den Tisch und er­ gänzen Sie ihn mit einzel­ nen Blumen in unter­ schiedlichen Flaschen und Fläschchen.

Die Geschenke sind verpackt – was tun mit dem übrig gebliebenen Samtband? Verwenden Sie es als Dekoelement für Tisch und Servietten.


16 | 16.12.2019 | FESTTAGSTISCH

Nur wenige Handgriffe, und die Serviette verwandelt sich in einen Tannenbaum: Falten Sie ­die Serviette zweimal in der Mitte, damit Sie ein Quadrat erhalten (Papierservietten sind bereits so gefaltet), mit den offenen Seiten unten. Falten Sie dann die Lagen einzeln nach oben und schieben Sie sie unter die obere Lage. Drehen Sie die Serviette danach auf die Rückseite und falten Sie beide Enden zur Mitte, um die Tannenbaumform zu erhalten.

Stehen zu Hause noch diverse Glas­ flaschen herum? Mit frischen Zweiglein in etwas Wasser werden sie zu einzigartigen Kerzenständern.

Duftender Ring: Rosmarin- oder Thymianzweige mit Haushaltsschnur zu einem Ring binden, der die Serviette zusammenhält. Der Kräuterring macht sich auch sonst gut als Schmuck: zum Beispiel um die Kerze gebunden, oder – aus einem etwas grösseren Zweig gefertigt – an der Wohnungstür.

Tischdecke 2.0:

Eine Rolle Geschenkoder Packpapier über den gesamten Tisch rollen und über die Kanten hängen lassen. Wer mag, verziert die Enden mit einer Zeichnung.

Besondere Aufmerk­ samkeiten erfreuen die Gäste. Statt das Tisch­ kärtchen aufzustellen, binden Sie ein schönes Band zusammen mit dem persönlichen Kärtchen um das Besteck.


FESTTAGSTISCH | 16.12.2019 | 17

Ein gewundener Ast als Wandschmuck: Befestigen Sie mit brauner Haushaltsschnur frische Zweige in unterschied­lichen Höhen und hängen Sie den Ast an die Wand. Für zusätzliche Farbakzente sorgen Weihnachtsbaumkugeln, die farblich zum Interieur passen.

Frische Äste und Zweige aus dem Wald, dem Blumenladen oder dem eigenen Garten sind Farbtupfer und verbreiten einen angenehmen Duft im Raum.


18 | 16.12.2019 | FESTTAGSTISCH

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Mehr Zeit für die Lieben Mit etwas Kreativität verwöhnen und beeindrucken Gastgeber ihre Familie und Freunde, ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Tipps und Rezepte von A wie Apéro bis Z wie Zitrusfrüchte. Text: Claudia Schmidt Rezepte: Andrea Pistorius Bilder und Styling: Claudia Linsi


FESTTAGSTISCH | 16.12.2019 | 19

Lauch-Kürbis-Suppe mit Jakobsmuscheln 300 g in Scheiben geschnit­­tenen Lauch in wenig O ­ livenöl andünsten. 10 g geriebenen ­Ingwer, 2 halbierte Zitronengrasstängel, 2 EL Currypaste und 500 g gekochte Kürbis­ würfel kurz mitdünsten. Mit 6 dl Bouillon ablöschen. 2,5 dl Kokosmilch zur Suppe giessen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, Zitronengras entfernen. Suppe fein pürieren. Jakobsmuscheln auf Zitronengrasstängel spies­ sen. Etwas Olivenöl erhitzen. Muscheln beidseitig anbraten. Mit Salz würzen. Suppe mit ­Kokosmilch und Lauchgrün ­anrichten. Etwas Chili darübermahlen. Mit den Spiesschen servieren.

Sieben Häppchen mit einem Extra Für den Apéro lässt sich das ­Knäckebrot ganz leicht in ­ Stücke brechen. Darauf kommen immer ein Aufstrich, ein Belag und ein Topping: eine Dreierkom­bination für Knabber-­Überraschungen ­deluxe. 1. Lachs

Frischkäse, Rauchlachs, Physalis

Käsesterne

Käsestücke in Sternform wirken gleich festlicher. Geübte bringen mit dem Guetzli-Ausstecher selbst Toastbrot für Canapés oder Gemüse wie Randen oder Karotten hübsch in Form.

2. Veggie

Streichcreme aus Randen und Meerrettich, Käse­sterne, ­Zwiebelsprossen 3. Fruchtig vegan

Paprika-Walnuss-Aufstrich, Mangoscheibe und Avocadoscheibe, frischer Dill 4. Vegan

Paprika-Walnuss-Aufstrich, ­Pekannuss, Gurkenscheibe, ­Koriander oder Dill 5. Forelle

Streichcreme aus Randen und Meerrettich, geräucherte Forelle, Zwiebelsprossen 6. Veggie mit Crunch

Frischkäse, Radiesli, Dill, 7. Exotische Flusskrebse

Mango-Senf, Flusskrebse, ­frische Mango, Koriander oder Dill

Rauchlachs mit ­Randen und ­Orangenschaum 100 g Meerrettichschaum mit 0,5 dl ungezuckertem Schlagrahm und ­etwas abgeriebener Orangenschale ­mischen. 250 g ­gekochte Randenwürfel mit dem Saft von 1 Orange und 3 EL Olivenöl ­mischen. Mit Salz, Pfeffer und Dill ­würzen. 200 g Rauchlachs auf ­Teller verteilen. Randenwürfel und Orangenrahm ­darauf verteilen. Mit ein wenig ­Randenmarinade beträufeln und mit Dill ­bestreuen.


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dörfern. Zum Abschluss des Tages kehren wir bei einem Bergbauer ein und geniessen lokalen Käse & Salami – gemütliche Stunden in guter Gesellschaft! Nachtessen im Hotel. 4. Tag – Ätna & Taormina Der 3340 m hohe Vulkan ist der höchst Europas. Durch herrliche Zitronenhaine, karge Berglandschaft und vorbei an erkalteten Lavaströmen erklimmen wir den Berg. Von der Aussichtsplattform in 2000 m Höhe geniessen wir dann einen atemberaubenden Blick über die Ostküste Siziliens. Am Nachmittag geht es nach Taormina. Flanieren Sie über den Corso Umberto und besuchen Sie die steil abfallenden Gärten und kleinen Handwerksläden. Ein Besuch des weltbekannten griechischen Theaters macht Ihren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nachtessen im Hotel. 5. Tag – Palermo & Monreale Am Morgen erkunden wir die lebhafte Hafenmetropole Palermo. Prunkvolle Paläste wechseln sich ab mit typisch südländischen

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FESTTAGSTISCH | 16.12.2019 | 21

Geröstete Karotten mit MandelTomaten-Salsa Zutaten für 4 Personen 500 g Karotten, z. B. bunte oder Bundkarotten Salz Pfeffer 6 EL Olivenöl ½ Bund Thymian 4 EL Mandeln 4 in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Karotten je nach Grösse längs halbieren. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Hälfte des Öls beträufeln. Etwas Thymian dazulegen. Karotten in der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. 2. Inzwischen Mandeln grob hacken. Im restlichen Öl in einer Bratpfanne rösten. Einige Thymian­ blättchen dazuzupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auskühlen lassen. ­Getrocknete Tomaten fein schneiden. Mit den Mandeln mischen. Karotten mit Mandel-Tomaten-Salsa servieren.

Sternetipp Blätterteig Das gekaufte Filet im Teig veredeln Sie mit Blätterteig­ sternen. Diese machen sich aber auch gut als Apéro-Snack. Dazu gehen Sie wie rechts beschrieben vor und bestreuen die Sterne vor dem ­Backen zusätzlich mit etwas Käse.

Aufgepepptes Filet im Teig Blätterteig ausrollen, mit Eigelb und wenig Wasser bestreichen und mit Mohn, Sesam und Fleur de sel bestreuen. Sterne ausstechen. Filetteig mit Eigelb ­bestreichen und mit den Sternen belegen. Das gekaufte Filet nach Packungsanleitung backen. Aus dem restlichen Blätterteig ebenfalls Sterne ausstechen und ca. 10 Minuten bei 200 Grad in der Ofenmitte goldbraun backen.


22 | 16.12.2019 | FESTTAGSTISCH

Schnell Guetzli herstellen – Fertig-Guetzli-Teig verwenden (hier Anna’s Best Choc-Herzli-Teig) Den Teig zur Rolle formen und in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Gemäss Packungsanleitung backen. Anschliessend mit weisser und dunkler Glasur verzieren, für feine Muster Glasur in einen Spritzsack füllen. Mit Dekoperlen und Sternen verzieren.

Zitrusfrüchtesalat mit ­ Glacesternen Die feinen Glacesterne lassen

sich gut vorbereiten. Dafür ein Backblech mit Backpapier belegen und tiefkühlen. Vanilleglace aus der Form heben und auf dem eiskalten Blech in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Mit wenig Zimt bestreuen. Mit Guetzliausstecher ­verschieden grosse Sterne ausstechen. Für den Salat von Orangen und Grapefruits je oben und unten einen Deckel abschneiden. Schale samt weisser Haut mit einem Messer wegschneiden. Früchte in Scheiben schneiden. Mandarinen schälen und in Scheiben schneiden. Zitrusfrüchte auf Tellern ­anrichten. Die vorbereiteten Glacesterne auf die Zitrusfrüchte legen. Mit gehackten Pistazien und etwas Pfefferminze bestreuen und sofort servieren.

TIPP

Damit die Glacesterne nicht zu schnell schmelzen, können Sie sie bereits im Voraus ausstechen und auf einem Blech im Tiefkühler lagern. Für eine süsslichere Note beträufeln Sie die auf dem Dessert angerichteten Sterne mit Dattelsirup und Honig.


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1, 2 ODER 3? | 16.12.2019 | 27

Teigschlacht 1, 2 oder 3? Meine Buben backen unheimlich gern. Ich muss nur «Grittibänz» sagen, und schon rasen sie in die Küche und schnappen sich ihre Schürzen. Bald ist es aber vorbei mit der Idylle. Jeder Arbeitsschritt ist hart umkämpft: Wer darf das Mehl in die Masse geben? Wer den Mixer bedienen?

Nachdem sich die Gemüter beruhigt haben und der Teig aufgegangen ist, machen wir uns daran, diesem Leben ­einzuhauchen. Der Grosse (9) kreiert liebevoll Teigmänn­ chen mit Hüten, Schals und Schuhen. Dem Kleinen (4) ist das zu kompliziert, und so produziert er eine Schlangen­ familie. Im Nu hat er drei Generationen geformt und denkt nicht ans Aufhören. Die Teigmenge schwindet ­rasant. Der Grosse fühlt sich nicht teiggerecht behandelt und disst die Schlangen des Kleinen. Worauf dieser seinen schönsten Bänz flachmacht. – Und jetzt? MM

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

1   Ich schreite ein und rette, was noch zu retten ist. Dann

Monica Müller (45) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

l­ assen wir den flachen Bänz einfach nochmals aufgehen. 2   Wir vernichten eine Generation Schlangen, um neues Grittibänz-Material zu schaffen. 3   Wir machen ein weiteres Kilo Teig, das fair aufgeteilt wird.

Antwort 2: Der Grosse ist so enttäuscht über die unfreund­ liche Geste des Kleinen, dass es sofort eine Lösung braucht. Und der Kleine hat die Übersicht über seine Schlangen-­ dynastie ohnehin längst verloren. Anzeige

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INTERVIEW | 16.12.2019 | 29

Zur Person Ursula Nold (50) wurde im März 2019 zur Präsidentin des Migros-Genossenschafts-Bunds gewählt und hat das Amt am 1. Juli angetreten. Zuvor war sie seit 2008 Präsidentin der Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bunds. Ursula Nold ist Mitglied in mehreren Verwaltungs- und Stiftungsräten und Dozentin an der Pädagogischen Hochschule in Bern.

Ursula Nold beim Einkauf in «ihrer» Filiale in Köniz BE

«Die Migros muss vielen Ansprüchen gerecht werden» Mit Ursula Nold ist erstmals in der Geschichte eine Frau Präsidentin der Migros. Die Managerin über ihre ersten Monate im Amt, die Vor- und Nachteile der Genossenschaftsstruktur und die Gurkenfrage. Text: Patrick Stöpper Bild: Nik Hunger

U

rsula Nold, Sie sind seit einem halben Jahr Präsidentin der Migros. Haben Sie sich gut eingelebt? Dass ich die Migros schon aus meiner früheren Aufgabe gut kenne, hat mir in der Anfangsphase sehr geholfen. Ich habe in den Regionen viele und ­intensive Gespräche mit MigrosKader­leuten, Migros-Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden geführt, um mir ein umfassendes Bild machen zu können. Welches waren Ihre ersten Eindrücke? Ich habe ein ganz vielschichtiges Bild gewonnen. Das ist auch nicht erstaunlich in einer Zeit, in der so viel passiert. Trotz der vielen Veränderungen

und Herausforderungen habe ich mit Freude festgestellt, dass die Menschen in der Schweiz – ob Mitarbeitende oder Kunden – sich grundsätzlich mit der Migros verbunden fühlen. Das ist eine sehr gute Basis für den laufenden Veränderungsprozess der Migros in diesem umkämpften Markt und bei dem sich stets verändernden Konsumund Einkaufsverhalten. Wo zeigt sich das veränderte ­Konsum- und Einkaufsverhalten? Mit dem allgemein wachsenden ­Umweltbewusstsein spüren wir, dass immer mehr Menschen ökologischer einkaufen und konsumieren wollen. So steigt der Wunsch nach Alterna­ tiven zu Plastikverpackungen. Auch bequem beziehbare Fertigprodukte

und Online-Bestellmöglichkeiten ­entsprechen e­ inem stark wachsenden Bedürfnis. Diesen Tendenzen trägt die ­Migros Rechnung: Wir verdoppeln zum Beispiel den Offen­verkauf von Bioprodukten. Allein damit sparen wir 270 Tonnen Plastik. Sind das nicht nur reine Lippen­ bekenntnisse? Überhaupt nicht. Die Migros muss und will ganz vielen Ansprüchen ­gerecht werden. Die einen wollen möglichst günstige Produkte, die anderen wünschen sich möglichst hohe Qualität. Und wiederum andere sind froh, dass die Migros mit attraktiven Öffnungszeiten gleich um die Ecke ­ für sie da ist oder Waren mit LeShop nach Hause liefert. All den verschiede-


30 | 16.12.2019 | INTERVIEW

nen Bedürfnissen der Kunden zu entspre­ chen, ist natürlich oft eine Gratwanderung. ­ Das sehe ich auch bei mir selbst, wenn ich in «meiner» Könizer Migros einkaufe. Wie äussert sich das bei Ihnen? ( lacht) Ich fragte mich zum Beispiel beim Einkaufen diesen Sommer, ob ich nun die verpackte Biogurke oder die unverpackte konventionelle kaufen soll. Ich bin froh, dass unsere Fachleute an neuen Lösungen arbeiten. In den vergangenen Monaten war öfter ­ zu lesen, dass die Migros Stellen abbaue. Ist das wirklich notwendig? Zunächst darf man nicht vergessen: Die ­Migros ist mit fast 90 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz die grösste private Arbeitgeberin. Um dies langfristig ­sicherzustellen, muss die Migros sich jedoch zwingend auf das sich verändernde Umfeld und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Wir haben dieses Jahr zum Beispiel laufend die Preise der Lieb­

lingsprodukte unserer Kunden gesenkt und investieren viel in die Qualität, etwa bei ­«Migros Classics». Um bessere Preise an­ bieten zu können, müssen wir natürlich auch intern unsere Hausaufgaben machen und schauen, wo es Einsparpotenzial gibt. Hier ist ganz klar, dass wir schlanker und agiler werden müssen. Aber die Migros ist als Genossenschaft doch gar nicht gewinnorientiert … ​Diese Frage wird verständlicherweise im­ mer wieder aufgeworfen. Natürlich braucht die Migros auch als Genossenschaft einen vernünftigen Gewinn. Der wandert aber nicht in die Tasche von Aktionären. Die Migros investiert ihre Gewinne vielmehr wieder im Interesse der Genossenschafter und Kunden: moderne Läden, Produkt­ innovationen oder neue Angebote wie ­ der künftige Online-Supermarkt, wo man bequem auch mit dem Smartphone ein­ kaufen kann. Man muss sich vorstellen: ­ Die Migros investiert jedes Jahr rund 1,5 Milliarden Franken. Davon profitiert

«Unser freiwilliges Engagement ist nur möglich, wenn es der Migros gut geht.» Ursula Nold Präsidentin MigrosGenossenschafts-Bund

die Schweizer Wirtschaft in Form von zahl­ reichen Arbeitsplätzen. Auch das gesellschaftliche Engagement der Migros wäre ohne Gewinn wohl kaum möglich. Kann die Migros sich dies in Zukunft noch leisten? Es geht leider in den öffentlichen Diskussio­ nen immer wieder unter, wie viel die Migros für Kultur und Soziales leistet. Allein im ver­ gangenen Jahr waren es 136 Millionen Fran­ ken über das Kulturprozent und zwei spezi­ elle Fonds. Ob für die Bildung, für Konzerte, für die Parks im Grünen, die Klubschule

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INTERVIEW | 16.12.2019 | 31

oder für innovative Start-ups: Dieses frei­ willige Engagement ist nur möglich, wenn es der Migros gut geht. Deshalb kann ich diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Sie sagen, die Migros müsse agiler werden. Ist das mit zehn autonomen Genossenschaften überhaupt möglich? Unsere Struktur hat Vor- und Nachteile. ­ Die regionale Verankerung ist sehr wichtig. Nur so ist die Migros wirklich nah bei den Leuten. Andererseits verändern sich die Kundenbedürfnisse teilweise rasant. Da dauern unsere Entscheide manchmal etwas länger. Und leider gibt es Doppelspurigkeiten, weil jede Genossenschaft Dinge für sich tut, die wir mit vereinter Kraft einfacher und kosteneffizienter erbringen könnten. Was unternimmt die Migros gegen solche Doppelspurigkeiten? Wir sind daran, die Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften, dem MigrosGenossenschafts-Bund, den eigenen Indus­ triebetrieben und den Lieferanten auf allen

Ebenen zu verstärken. Auch die Genossenschaften rücken näher zusammen. Ein gutes Beispiel ist die Migros Zürich, die mit­ ihren Active-Fitness-Studios künftig auch die MFIT-Studios der Migros Ostschweiz betreibt. Die Fitnesskunden profitieren so von günstigeren Abopreisen. Eine besondere Herausforderung scheint die Genossenschaft Migros NeuenburgFreiburg zu sein, wo bei Bauprojekten Geld an Firmen des regionalen Verwaltungspräsidenten geflossen sind. Ist das ebenfalls ein strukturelles Problem? In der Migros-Gemeinschaft gibt es klare Verhaltensregeln hinsichtlich guter Geschäftsführung. Offensichtliche Interessenkonflikte haben bei uns keinen Platz. Das heisst: Die Spielregeln sind zwar klar, aber was getan werden kann, wenn jemand sie verletzt, ist leider nicht restlos geklärt. I­ n diesem Sinn hält uns der Fall in der Genossenschaft Neuenburg-Freiburg einen ­Spiegel vor. Es ist meines Erachtens nicht mehr zeitgemäss, dass Organvertreter über

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20 Jahre lang im Amt bleiben. Weiter zeigt der Fall, dass der Migros-GenossenschaftsBund (die Migros-Zentrale in Zürich, Anm. d. Red.) aufgrund der bestehenden recht­lichen und statutarischen Grundlagen nichts zur Konfliktlösung beitragen kann. Nun geht es darum, dass wir aus diesem ­ Fall die richtigen Lehren für unsere Organisa­tion ziehen. Und das werden wir tun.

Welches sind Ihrer Meinung nach die ­ drei grössten Herausforderungen für die Migros in den kommenden Jahren? Erstens, das Kerngeschäft zu stärken und ­ das beste Sortiment einfach und zu fairen Preisen anzubieten. Zweitens die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. ­Drittens, unsere internen Strukturen und die Governance anzupassen, um schneller, wirkungsvoller und kosteneffizienter zu werden. Dieser Weg wird nicht immer einfach sein. Aber ich werde mich dafür einsetzen, dass die Migros auch künftig wirtschaftlich erfolgreich ist und gleichzeitig ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt. MM


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Hans-Peter Köhli aus Zürich

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01, E-Mail: dienstleis

Ich unterstütze die Aussagen von Frau Rösler. Mir fehlt die Erwäh­ nung der handwerklichen und ­gestalterischen Fächer. Sie haben leider auch bei vielen E ­ ltern kei­ nen Stellenwert mehr, da sie keine Promotionsfächer sind. Ich finde die Schulung der Motorik und ­exaktes Arbeiten für die spätere Berufswahl sehr wichtig. Leider werden die angehenden Lehr­ kräfte an den Pädagogischen Hoch­schulen in diesen Fächern kaum geschult. Schade!

«Dagmar Rösler meint, ihr Vorgänger habe einen starken Lehrerverband aufgebaut.»

Kathrin Helbling via E-Mail

Frau Rösler meint, ihr Vorgänger habe einen starken Verband auf­ gebaut. Viele Lehrpersonen finden das eben gerade nicht. Gegen teil­

weise fragwürdige Reformen und die überbordende Administration hätte sich die Verbandsspitze mehr wehren sollen. Zum Beispiel, dass die Lehrpersonen der Schul­ leitung eine durchgetaktete Quar­ talsplanung, verlinkt mit Lehrplan 21, abgeben müssen, bringt viel Aufwand und dient primär als ein die Lehrfreiheit einschränkendes Kontrollinstrument.

Hans-Peter Köhli, Zürich

Bänz Friedli im Migros-Magazin 48/2019

Das war eine traurige Nachricht: Bänz Friedlis Abschiedskolumne. Prägnant, witzig, zeitnah und treffend schrieb er jahrelang, und

jetzt sollen wir Leser/-innen auf dieses wöchentliche Highlight verzichten? Ich weiss noch nicht, wie das zu schaffen ist. Herzlichs­ ten Dank für Ihre tolle Kolumne, Bänz. Ich werde sie vermissen. Susi Stehle via E-Mail

Die waren oft hilfreich, wenn man selber Kinder hat. Sie sehen, Sie können uns Fans nicht so im Alltag zurücklassen, ohne Ihre Unter­ stützung. Deshalb schlage ich vor, Sie schreiben einen Newsletter, den man abonnieren kann.

Mit Bestürzung lese ich vom Ende Ihrer Kolumne. Schon in jungen Jahren habe ich mich auf Ihre Pendlerregeln gestürzt, die selbst einem Morgenmuffel im überfüll­ ten Tram ein Lachen entlockten. Ihre Texte waren immer Aufsteller, oft herzerwärmend. Sogar den ­einen oder anderen Musiker habe ich durch Sie entdeckt. Vielen Dank auch für die Familienerleb­ nisse, die Sie mit uns geteilt haben.

Bänz, herzlichen Dank für deine humorvollen, manchmal ironi­ schen oder leicht bissigen, aber immer sehr menschenfreund­ lichen Kommentare. Mir haben sie sehr gefallen, sie haben das Migros-Magazin zu einem High­ light für mich gemacht. Freund­ liche Grüsse von Lea, 63 Jahre alt, falls dich das interessiert. Lea Hafner via E-Mail

Barbara Zeig via E-Mail

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder via Website: www.migmag.ch/leser Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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Erfrischt nach zehn M ­ inuten im zehn Grad kalten Wasser: Dora Moser, Torio Bauer mit seinem zum Turban gebundenen T-Shirt (Mitte) und Matthias Gorges (rechts)

Tipps Regelmässigkeit zahlt sich aus: Am Ende des Sommers weiterschwimmen … und dranbleiben Aufwärmen vor dem Schwimmen

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in nasskalter Wintertag in Basel, feiner Regen, bissiger Wind. Nur ein wenig kälter, und aus dem Nieseln würde Schnee. Dick vermummte Passanten bleiben auf der Kleinbasler Uferpromenade stehen und blicken auf drei Gestalten, die in Badehosen den Rhein aufwärts marschieren. Allen ist klar: Die wollen in den Rhein. Die wollen schwimmen. «Ihr seid ja Helden!», sagt ein Passant. «Ist es nicht kalt?» Die Frau im Trio lacht. «Natürlich ist es kalt! Es ist Winter!», sagt sie. Die Luft hat sechs, der Fluss zehn Grad. Doch für die Winterschwimmer Dora Moser (53), Torio Marvin Bauer (56) und Matthias Gorges (55) aus ­Basel und Umgebung gehört das mit zum Vergnügen. «Wir haben uns mit der Kälte angefreundet.» Oberhalb der Mittleren ­Brücke steigen die Schwimmer die Stufen zum Fluss hinab. Sie scherzen und sind aufgekratzt – wie Verliebte vor dem Date. Zügig waten sie ins Wasser und gleiten bis zum Hals hinein. Nach einem Kontrollblick zu den Kollegen schwimmen sie hinaus und mit der Strömung davon. Ende August vor vier Jahren fragte sich Dora Moser, die schon immer gern im Rhein schwamm,

wie lange man wohl im Fluss ­baden kann. Und so schwamm sie, als der Sommer vorbei war, einfach weiter. Bei 16 Grad waren längst keine anderen Schwimmer mehr im Wasser, bei 12 Grad machten dieMenschen am Ufer grosse Augen. Sie hatte Spass und fand es aufregend: Wie lange würde sie durchhalten? Das ­Wasser wurde kühler, war aber gut auszuhalten, und so schwamm sie bis zum Frühling durch. Begleitet von Torio Bauer, der bereits Erfahrung mit Tauch-

«Wir haben uns mit der Kälte angefreundet.» Dora Moser Winterschwimmerin

bädern im winterlichen Bodensee hatte. Bald stiessen weitere Schwimmer zur Gruppe, die sich RhyExtase nennt. Vor zwei Jahren auch Matthias Gorges. Die drei schwimmen auf die Mittlere Brücke zu, im Hintergrund malerisch Altstadt und Münster im Blick. Passanten

schiessen Handybilder, die Schwimmer winken und gleiten unter der mittelalterlichen ­Brücke hindurch. In kalten Ländern wie ­Russland und Finnland hat Schwimmen in Eiswasser eine lange Tradition. Auch hierzu­ lande gab es immer schon vereinzelt Winterschwimmer – jetzt wird es regelrecht zum Boom. Immer mehr Menschen steigen winters in kalte Fluten, alleine oder in Gruppen. In Schaffhausen gibt es die Pinguine, in Bern die Gfrörli, in Basel die RhyExtase und die Eisbären. Letztere zählen nur sechs Jahre nach der Gründung schon 40 Personen. Adrenalinkick mit Suchtfaktor

Auch Winterschwimmevents ­erfreuen sich enormer Beliebtheit. Innert Minuten war das diesjährige Zürcher Samichlausschwimmen in der Limmat ­ausgebucht, im Berner Oberland erging es dem Blauseeschwimmen ähnlich. Wie erklärt sich ­dieser Boom? «Abgesehen vom Gesundheits­aspekt ist da sicher der Reiz, aus dem Alltag auszubrechen, sich zu überwinden und Anerkennung zu geniessen», sagt ­Medbase-Arzt Roberto Noce. ­Ausserdem erlebe man mit wenig Aufwand einen grossen

Nicht reinspringen, sondern langsam eintauchen Den Kopf mit einer Mütze schützen und nicht tauchen: Ein Drittel der ­Körperwärme geht über den Kopf verloren. Auch Neoprenschuhe und -handschuhe schützen vor­ dem Auskühlen. Stets in Begleitung schwimmen Maximal so viele Minuten schwimmen, wie die ­Wassertemperatur an Grad Celsius ­anzeigt Danach langsam aufwärmen, ohne weitere sportliche Betätigung und ohne gleich warm ­zu duschen


38 | 16.12.2019 | SCHWIMMEN

Die Komfortzone überwinden

In einem nahen Café wärmen sie sich wenig später die schlotternden Hände an heissen Tassen und sinnie­ ren übers Winterschwimmen. «Ich liebe den Kontakt mit der Naturkraft mitten in der Stadt. Für mich bedeu­ tet Winterschwimmen Freiheit», sagt Dora Moser. Nicht nur das kalte Was­ ser tue ihr gut, auch das Überwinden der Komfortzone. Und mehr noch: «Ich kann mich hitzig ereifern», sagt sie. «Winterschwimmen klärt und kühlt meine Emotionen. Es braucht so wenig und bringt so viel.» Torio Bauer kam durch eine ­Lebenskrise zum Winterschwimmen. «So dunkel war es noch nie in mei­ nem Leben», erzählt er. Das Winter­ schwimmen brachte die Wende. «Ich entdeckte meinen Mut, meine Natur­ verbundenheit, mein Durchhalte­ vermögen und meine Dankbarkeit für mein Leben neu.» Auch Matthias Gorges fand in einer Lebenskrise zum Winterschwimmen. Er suchte

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

«Aufs Schlottern folgt anhaltende, wohlige Wärme»

Die drei «RhyExtase»-Helden beeilen sich nach dem Bad, um k­ eine Unterkühlung zu riskieren.

nach elementaren Erlebnissen und Intensität – und tauchte in den eis­ kalten Fluss. «Es war unglaublich: Als würde meine Seele neu geboren. Da­ bei härtete es mich nicht ab, sondern machte mich feinfühliger, offener für das, was kommt – im Wasser wie im Leben. Es war die beste Therapie ­gegen die drohende Depression und bereichert seither mein Leben.» Hand aufs Herz: Tut es gar nicht weh? Dora lacht: «Im ersten Moment prickelt die Haut, nach einer halben Minute weicht die Kälte woh­liger Wärme.» Ein halbes Grad weniger sei spürbar. Bei 10 Grad fühle sich das Wasser noch weich, darunter je­ doch hart, fast feindselig an. Winter­ schwimmen sei mehr als Planschen im kalten Wasser: Es brauche den ­Respekt vor der Naturgewalt des Flusses und der Reaktion des Kör­ pers. «Wir schwimmen ohne Ehrgeiz, dafür mit geschärften Sinnen, und gehen nie ans Limit.» Torio Bauer fügt an: «Wir sind weder Helden noch ­Masochisten, wir tun es für die Ge­ sundheit und weil es uns beseelt und glücklich macht. Jeden Tag neu.» Der Kaffee ist ausgetrunken, die Wärme kehrt in die Körper zurück. Langsam lässt das Zittern nach, das Leuchten in den Augen bleibt. MM

Sport im Winter Diese vier Dinge sollten Sie beachten. Mehr auf migros-impuls.ch/sport-im-winter

Was passiert beim Winterschwimmen mit dem Körper? Durch den Kälteschock verengen sich Gefässe in der Haut, und die Blutbahnen im Körperinnern weiten sich aus. So wird die Durch­ blutung der wichtigen Organe sichergestellt. Stresshormone wie Adrenalin kurbeln den Kreislauf an, indem sie Puls und Blutdruck in die Höhe jagen. ­Zugleich erzeugen ­Hormone wie Sero­ tonin ­Glücksgefühle. Welche positiven Auswirkungen sind dabei feststellbar? Die Durchblutung wird gefördert. Danach ist man wacher, präsenter, vitaler und schläft ­besser. Zudem soll die Immunabwehr gestärkt werden, wissenschaftliche Studien gibt es dazu allerdings kaum. Ausserdem sagt man dem Winterschwimmen gar eine gewisse antidepressive ­Wirkung nach. Wie oft sollte man schwimmen gehen , damit es gesund ist? Regelmässig, ideal wäre wöchentlich. Dann gewöhnt sich der Körper daran, und positive Effekte werden spürbar. Wie lange sollte man im eisigen Wasser verweilen? Die vernünftige Faustregel lautet: höchstens so viele ­Minuten, wie das W ­ asser Celsius-­ Grade hat. Keinesfalls länger, da man sich sonst unterkühlt.

Was passiert, wenn man unterkühlt ist? Es kann schnell ge­ fährlich werden. Wenn kaltes Blut zum Herzen gelangt, kann dies zu Herzrhythmusstörungen führen. Ein zu ­starkes Absinken der Körpertemperatur kann Muskelver­stei­ fung, Taubheits­gefühl und Verwirrung mit sich bringen. Erstes ­Anzeichen ist ein lähmendes Körpergefühl. Weshalb schlottert man nach dem Kaltwasserschwimmen? Um Unterkühlung zu verhindern, versucht der Körper, Wärme zu erzeugen – man zittert. Das Schlottern kann bereits im Wasser ­beginnen. Schwimmt man angemessen kurz, beginnt es erst an Land. Auf das Schlottern folgt anhaltende, wohlige Wärme. Für wen ist Schwimmen im kalten ­Wasser geeignet? Voraussetzung ist eine gute Gesundheit. Menschen mit HerzKreislauf-Problemen, hohem Blutdruck, ­Kälteasthma oder ­Kälteallergie sollten ­darauf verzichten.

Dr. med. Roberto Noce ist Sportarzt und Kardiologe bei Medbase in A ­ btwil und St. Gallen.

Bild: zVg

Adrenalinkick. Gratis. «Winter­ schwimmen kann sogar süchtig ­machen.» Nach zehn Minuten im kalten Wasser ist dann Schluss: Unterhalb der Brücke schwimmen Dora Moser, Matthias Gorges und Torio Bauer ans Ufer. Etwas steif steigen sie aus dem Wasser, mit krebsroter Haut und strahlenden Gesichtern. Beseelt und glücklich – tatsächlich wie Verliebte, diesmal nach dem Date. Matthias Gorges lacht: «Das sind die Glückshormone, die durch die Kälte im Körper ausgeschüttet werden. Ein herrlicher Effekt des Winterschwimmens. Genau wie das Wärmegefühl, das nach dem Schwim­ men für Stunden anhält.» Frieren die drei denn gar nicht? «Noch nicht!», präzisiert Torio Bauer. «Wir müssen uns mit Anziehen beeilen. Sobald wir schlottern, wird es schwierig, Knöpfe zu schliessen und Schnürsenkel zu binden.» Sagts, rubbelt wie seine ­Begleiter die taube Haut trocken und streift sich die vorab hier deponier­ ten Kleider über. Kaum angezogen, beginnt das grosse Schlottern.


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STADT, LAND, STUTZ | 16.12.2019 | 51

Düster bis bewölkt

Illustration: Rinah Lang

Kennen Sie Leute, die behaupten, es gäbe kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung? Die lügen. Selbstverständlich gibt es schlechtes Wetter! Wenn es grau ist und kalt und nass, dann ist das – sorry – schlechtes Wetter. An meinem wärmsten Wintermantel, den ­gefütterten Stiefeln und der Wollmütze ist überhaupt nichts falsch. Und doch be­wahren sie mich nicht vor der Kälte, der N ­ ässe und den grauen Gedanken.

Lisa Stutz (26) sucht die Balance zwi­schen urban und ländlich. Und pickt von ­beidem das Beste heraus.

Der Es-gibt-kein-schlechtes-Wetter-Spruch ist unehrlich, zumal er oft von Leuten kommt, die einem auf Geburtstagskarten «viel Sonnen­ schein» und «keine Regentage» wünschen. Die Gesellschaft hat sich längst darauf geeinigt, was schlechtes und was gutes Wetter ist. Oder kennen Sie vielleicht jemanden, der wandern, ­heiraten oder in die Ferien will, wenn der Him­ mel weint? Man kann sich bei vielem streiten, ob es gut oder schlecht ist: Pizza Hawaii, Flug­

reisen, Kommentare auf Facebook. Aber beim Wetter? Nein, der Fall ist klar. In den letzten Wochen bin ich morgens oft mit schnellen Schritten, hochgezogenen Schultern und einer Atemwolke vor dem Ge­ sicht zum Bahnhof geeilt. Auf dem Land leiden die Menschen doppelt, wenn Petrus schlechte Laune hat. In der Stadt ist die nächste Busoder Tramhaltestelle nie weit entfernt. Bei uns musst du schon mal sieben Berge überqueren und sieben Jahre warten, um ein tro­ckenes, warmes Verkehrsmittel zu betreten. Es gibt schlechtes Wetter, das müssen wir akzeptieren. Wie sonst sollen wir die Sonnenstrahlen schätzen? Das Vitamin D, das direkt ins Herz geht? Übrigens bin ich nur mit der Hälfte des Kein-schlechtes-Wetter-Spruchs nicht einver­ standen: Schlechte Kleidung gibt es tatsächlich. Etwa die mit Echtpelz dran. Oder Ugg-Boots. Aber das ist ein anderes Thema. MM

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52 | 16.12.2019 | POWERCODERS

Programm für ein besseres Leben Parwiz Rajabi ist vor vier Jahren aus Afghanistan in die Schweiz geflüchtet.

Nun, da sein Leben gerettet ist, will der junge Mann etwas daraus machen. Er verbringt viel Zeit in der Bibliothek und bildet sich weiter. Und er erhält seine Chance – mit dem Programmierlehrgang von Powercoders. Text: Benita Vogel  Bild: Cyrill Krähenbühl

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arwiz Rajabi (22) tippt auf der blau­ en Tastatur seines Notebooks. Seit einigen Monaten ist der viereckige Kasten sein ständiger Begleiter – und der Schlüssel für seine Zukunft. Als ­einer von 18 Männern und Frauen absolviert er in Zürich einen Informatiklehrgang von Powercoders. Der Verein will mit dem ­Programm anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen den Weg in die Arbeitswelt öffnen. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind von der Sozial­ hilfe abhängig; nach fünf Jahren in der Schweiz sind es immer noch 70 Prozent. «Wir wollen den geflüchteten Menschen die Unabhängigkeit zurückgeben», sagt Christina Gräni, Sprecherin des Vereins. Gleichzeitig will man die Sozialhilfe ­ent­lasten und dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegenwirken. Vor drei Jah­ ren hat Powercoders den Lehrgang initiiert. In einem dreimonatigen Intensivkurs ­lernen die Teilnehmerinnen und Teil­ nehmer die Basis des Programmierens, an­ schliessend folgt ein Praktikum (siehe Box). Wollte er leben, musste er fliehen

Für Parwiz Rajabi ist der Lehrgang «die Chance auf ein besseres Leben», wie er sagt. «Ich kann mein Glück, das anspruchsvolle Aufnahmeverfahren geschafft zu haben, kaum in Worte fassen.» Die Zukunft hat nicht immer so rosig ausgesehen für den jungen Mann aus Afghanistan. Vor fünf Jah­ ren stand er vor dem Nichts. Seine Eltern waren tot, von den Taliban umgebracht, sein ­Bruder und seine Schwester bereits nach Europa geflüchtet. «Ich hatte keine Wahl –

aber auch nichts zu verlieren», sagt er. Wenn er leben wollte, musste er fliehen. Die Flucht war indes keine Garantie zu ­leben. Nach der Flucht begann das lange Warten

Auf sich selbst gestellt, zog er zu Fuss in den Iran, danach in die Türkei. Dort lebte er mehrere Monate als Bettler, um die Über­ fahrt nach Griechenland finanzieren zu ­können. «Weil ich nicht viel Geld hatte, musste ich das Schiff steuern, mit dem wir nach Griechenland gelangen sollten», sagt er. 80 Menschen sassen gedrängt in einem Schlauchboot, das für die Hälfte bestimmt war. «Es war Nacht. Schwache Lichter, weit weg am Horizont, wiesen als Einzige den Weg», erinnert er sich. «Niemand konnte uns helfen, wir konnten nur beten.» Endlich in Griechenland angekommen, seien sie während Stunden einfach nur regungslos dagelegen – überwältigt davon, es überstan­ den zu haben. «Es war eine grosse Erleichte­ rung, als ich nach Österreich kam – da wuss­ te ich: Jetzt habe ich es geschafft.» Später, in Konstanz, wurde er verhaftet und im Oktober 2015, nach mehr als einem halben Jahr auf der Flucht, in die Schweiz in ein Bundesasylzentrum verlegt. Damit be­ gann das lange Warten – auf den Entscheid, ob er als Flüchtling aufgenommen würde. «Wir haben nur geschlafen, gegessen und gewartet, das hat mich krank gemacht.» Es gab ein Hin und Her um sein Alter. «Gemäss meinen ­Dokumenten aus Afghanistan war ich ­damals 16 – die Schweizer Behörden leg­ ten mein Alter aufgrund einer Handkno­ chenanalyse aber auf 19 Jahre fest», sagt Rajabi. Mit diesem Entscheid musste er

seine ­Hoffnung begraben, ein zehntes Schul­ jahr machen zu können. Unterdessen nach Neftenbach ZH verlegt, ging die Suche nach Sinn und einer erfüllten Zukunft weiter. «Ich habe auf Youtube ­Vorträge von Motivationstrainern geschaut, um das Warten und Nichts-tun-Dürfen ­auszuhalten.» Er habe es satt, Rechenschaft darüber abzulegen, wofür er sein Geld aus­ gebe, und von Fremden hören zu müssen: «Du bekommst Sozialhilfe? – Du hast ja ein cooles Leben.» Also besuchte er Deutsch­ kurse und fing an, in die Bibliothek zu gehen. «Ich verbrachte Montag bis Samstag stets mehrere Stunden dort. Die Bibliothek war meine beste Freundin», sagt er. Dort habe er Romane gelesen, mit Sprachbüchern Deutsch und Englisch gelernt – und sich in Sachen Informatik belesen.


16.12.2019 | 53

Programmierschule für Flüchtlinge Der Verein Powercoders wurde 2017 gegründet und betreibt Ausbildungsstandorte in Zürich und Lausanne. Im Frühjahr 2020 soll auch in Turin (I) ein Lehrgang lanciert wer­ den. In der Schweiz haben bisher 90 anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen den Programmierlehrgang begonnen oder abge­ schlossen. Um den Frauen­ anteil in den Kursen zu er­ höhen, führt Powercoders Programmier­workshops extra für F ­ rauen durch.

Viele Stunden täglich am Laptop: Parwiz Rajabi hat im Lehrgang von Powercoders die Basis des Programmierens gelernt.

Das war das Fach, das ihn am meisten interessierte. «Es war immer schon mein Traum, Informatikspezialist zu werden.» Er habe versucht, eine Praktikums- oder Lehrstelle in der Schweiz zu finden, ohne Erfolg. Umso grösser war die Euphorie, als er von der Ausbildung von Powercoders erfuhr. Es brauchte allerdings zwei Anläufe, bis Parwiz Rajabi ins Programm aufgenommen wurde. «Bei der ersten Bewerbung waren meine Programmierkenntnisse noch nicht gut g­ enug.» Er hängte ein Jahr Selbststudium in JavaScript und Python an, lernte noch besser Deutsch und bewarb sich ein weiteres Mal. Sein eigener Chef sein und anderen helfen

Inzwischen hat er den dreimonatigen Schulteil abgeschlossen und wird bald sein Prak­ tikum bei der UBS beginnen. Wenn alles gut

läuft, hat Parwiz Rajabi gute Chancen, eine Lehrstelle im Praktikums­betrieb zu bekommen. «Ziel ist, dass unsere Absolventen entweder in einer Lehre, einer Festanstellung oder einer Teilzeitanstellung, kombiniert mit einem Informatikstudium, eine langfristige Lösung finden», sagt Power­codersSprecherin Christina Gräni. Parwiz Rajabi hat sehr genaue Vorstellungen von seiner Zukunft. «Ich werde alles ­geben und hart arbeiten, um meine Ziele zu erreichen», sagt er. Nach einer Informatiklehre will er genügend Geld verdienen, um in einer eigenen Wohnung in Zürich zu ­leben. Und mit 35 Jahren möchte er sein ­eigener Chef sein und in seinem IT-Unternehmen Menschen ausbilden und be­ schäftigen, die wie er heute eine Chance ­benötigen.  MM

60 Prozent der Absolven­ tinnen und Absolventen haben eine Anschlusslö­ sung gefunden: Sie wurden fest angestellt, absolvieren eine Lehre oder haben eine Teilzeitanstellung und stu­ dieren nebenher an einer Fachhochschule. «Unsere Teilnehmenden sollen langfristig in der IT-Branche Fuss fassen können», sagt Sprecherin Christina Gräni. Die Aufnahmekri­ terien seien entsprechend streng. Neben einer schrift­ lichen Bewerbung führt ­Powercoders Interviews und Informatiktests durch; wer diese Stufen schafft, absolviert eine zweiwöchi­ ge Testphase mit vielfälti­ gen Aufgaben. Erst danach wird definitiv entschieden, wer aufgenommen ist.

Die Ausbildung besteht aus einem dreimonatigen Theorieunterricht und einem Praktikum von sechs bis zwölf Monaten. Dabei arbeitet Power­ coders mit rund 80 Firmen zusammen, darunter auch der Migros. Powercoders finanziert sich über Beiträge der ­öffentlichen Hand und der IT-Industrie. Das Kultur­prozent der Migros Aare beteiligte sich an der Anschub­finanzierung.


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DIGITAL | 16.12.2019 | 55

Jedem seine Konsole Gamefans versetzt eine Konsole oder ein Spielabonnement in fantastische Welten und virtuelle Abenteuer. Welches Angebot eignet sich für wen? Text: Philipp Rüegg

Für Retrofans: Sega Mega Drive Mini Für Teenies: PS4 Pro, Xbox One X – oder abwarten Für spielerfahrene Teenies oder Erwachsene empfehlen sich die Topmodelle von Sony und Microsoft. Zwar gibt es die beiden Konsolen auch in günstigeren ­Varianten, doch wer das beste Spielerlebnis sucht, greift zur PS4 Pro oder zur Xbox One X. Das ­Angebot an Games ist bei ­ beiden praktisch identisch, mit Ausnahme weniger Exklusivtitel.

+ Sony PS4 Pro: Mit «Marvel’s

Spider-Man» oder «God of War» liegen für die PS4 Pro Spiele vor, die es für die Xbox nicht gibt.

-

Beide Geräte sind in einem Jahr schon veraltet (siehe Tipp).

Für Gelegenheitsspieler: Apple Arcade Für Familien: Nintendo Switch Nintendo positioniert sich bis ­heute als Familienunternehmen. So überrascht es nicht, dass die Switch auch das familienfreundlichste Spieleangebot aufweist.

+ Die Switch-Welt bietet ex­

klusive Spiele wie «Mario Kart», «Zelda» oder «Pokémon». Auch ­Bewegungssteuerung – wie einst auf der Nintendo Wii – gibt es nur mit der Switch. Die Switch ist auch die einzige wirklich portable Spielkonsole. Sie lässt sich am TV und unterwegs verwenden.

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Die Grafik kann nicht mit PS4 oder Xbox One mithalten. Und das preiswertere Modell Switch Lite kann nicht an den Fernseher an­ geschlossen werden.

Es muss nicht immer eine Konsole sein. Apple bietet mit Arcade einen Dienst im Stil von Netflix an: Für sechs Franken pro Monat ­erhält man unbeschränkt Zugriff auf eine wachsende Bibliothek an Spielen. Aktuell sind es über 100.

+ Apple Arcade lässt sich auf

dem iPhone, dem iPad, dem Mac­ book und auf Apple TV ­verwenden. Für Letzteres benötigt man einen Controller. Der muss nicht von ­Apple sein. Auch einer der PS4 oder der Xbox One tut den Dienst klaglos. Die Spiele ­enthalten keine Werbung oder a­ ndere Bezahlmechaniken und bieten kurzwei­ lige Unterhaltung für die ganze ­Familie an.

Bilder: Shutterstock, zVg

Nintendo Switch kostet ca. 300, Switch Lite ca. 200 Franken.

+ Über 40 Spiele wie «Sonic

the Hedgehog» oder «Ghouls ’n Ghosts» sind vorinstalliert. Es braucht keine Spielkassetten wie beim Original. Und dank HDMI-­ Anschluss lässt sich das Gerät einfach an moderne TV anschliessen.

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Kein kabelloser Controller (eher kurzes Kabel), Spielauswahl kann nicht erweitert werden.

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Die Spiele sind zwar besser als typische Handygames, aber nicht so aufwendig gestaltet wie die der PS4 oder der Switch. Der Sega Mega ­Drive Mini ist ab 80 Franken erhältlich.

PS 4 Pro und Xbox One X kosten je ca. 300 Franken. TIPP: Ende 2020 bringen Sony und Microsoft Geräte mit gros­sen Leistungssprüngen auf den Markt. Vielleicht schenkt man jetzt ­einfach mal den Gutschein dafür.

Wer ein Faible für ältere Spiele hat, könnte am Sega Mega Drive Mini seine Freude haben. Wie es der Name sagt, ist es eine Miniversion der Spielkonsole, die 1990 auf den Markt kam.

Der Onlinedienst Apple Arcade lockt für 6 Franken pro Monat.

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.

GUT ZU WISSEN: Unter dem ­Namen Classic Mini gibt es auch für Nintendo-­Fans Retrokonsolen in den Versionen NES und SNES. Alle genannten Konsolen eignen sich sowohl für Einzelspieler wie auch für mehrere Personen.


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DIGITAL | 16.12.2019 | 57

Surfen ohne Sorgen Youtube Kids ist die Kinderversion der Youtube-App. Auf dem Kanal sollen Kinder gefahrlos surfen. Können Eltern sich nun entspannt zurücklehnen?

App-Tipps

Text: Philipp Rüegg

Im Bann der Bilder: Wenn Kinder Filme schauen, sind sie oft selbst Teil der Handlung.

Die Maus Die App enthält einerseits die kultigen Lach- und Sachgeschichten, also Video­ beiträge aus der ­Sendung mit der Maus. Daneben gibt es aber auch Spiele, oder man kann ein Selfie von sich machen und es mit Mausohren, ­Entenschnabel und Elefantenrüssel verzieren. Die App ist kostenlos für Android und iOS. www.migmag.ch/maus-ios

Bild: Rita Palanikumar

S

eit ein paar Monaten ist die Youtube-Kids-App auch in der Schweiz verfügbar. Sie richtet sich an Kinder bis zwölf Jahre und soll ihnen unbedenkliche Videos bieten, so dass die Eltern nicht konstant kontrollieren müssen, was sich die Kids anschauen. Eine erste Bilanz zeigt: Eltern sollten besser auch hier regelmässig ein Auge auf die konsumierten Inhalte werfen. Youtube Kids bezieht alle ­Filme von der regulären Youtube-­ Plattform. Ein Algorithmus ­filtert automatisch alle Videos raus, die nicht für Kinder geeignet sind. Neuerdings kuratiert zudem ein Team von Google-­ Mitarbeitern die Inhalte. Damit soll sichergestellt werden, dass es auf Youtube Kids nur Videos gibt, die für die jeweilige Zielgruppe angemessen sind. Genau wie in der Standard-Youtube-­

App gibt es zwischen den Videos Werbung – ausser man abonniert die Premium-Version. Die Eltern definieren das Profil

Vor der ersten Benutzung muss ein Erwachsener die App einrichten: Das ist die Person, die den Hauptaccount auf dem Smartphone innehat. Es wird das entsprechende Passwort verlangt. Anschliessend können mehrere Profile für Kinder unterschiedlichen Alters erstellt werden. Durch die Definition ­eines Profils wird bereits eine Vorauswahl der Inhalte getroffen. Diese können aber mittels eigener Profile auch selber definiert werden. Aus dieser Videosammlung können Eltern nun eine weitere Auswahl treffen. Die Kinder bekommen nur diese Inhalte zu sehen. In den Optionen lassen sich weitere Einstellungen definieren, etwa die

Suchfunktion deaktivieren, ­Kanäle sperren oder Zeitlimiten setzen. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen ist es nicht ausgeschlossen, dass ungeeignete oder gar schädliche Videos ihren Weg in die App finden. In vergangenen Jahren landete Youtube immer wieder in den Schlagzeilen, weil in die vermeintlichen Kinder­ videos unpassende Inhalte reingeschmuggelt wurden. Google hat zwar seither die Kontrollen verschärft, verschwunden ist das Problem damit aber nicht vollständig. Deshalb sollten Eltern nachfragen und selber gucken, was ihre ­Kinder auf Youtube Kids ­konsumieren. Die App ist zwar die wohl populärste Video-App für Kinder und besitzt die grösste Auswahl, aber es ist nicht die einzige. Zwei gute Alternativen stellen wir rechts vor. MM

www.migmag.ch/ maus-android

Kika-Player Der Kinderkanal von ARD und ZDF bietet eine eigene App an. Dort gibt es ganz ohne Werbung Reportagen und Serien wie Schloss Einstein oder das Sandmännchen. Wie bei Youtube Kids können Eltern verschiedene Profile für mehrere Kinder erstellen. Dort lassen sich Altersvorgaben oder Videozeit einstellen. Die App ist kostenlos für Android und iOS. www.migmag.ch/kika-ios

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.

www.migmag.ch/ kika-android


58 | 16.12.2019 | GESUNDHEIT

Warum Furzen durchaus normal ist

Alle tun es, keiner spricht darüber – pupsen. Unsere Expertin ­bricht das Schweigen: Was man über Blähungen wissen sollte, und wie Sie ohne Peinlichkeiten durch die Festtage kommen. Text: Maartje van Doormaal Illustration: Daniel Müller

Wie kommt es zu Blähungen?

Im Dickdarm zersetzen un­ gezählte Bakterien Nahrungs­ reste, die der menschliche Darm nicht abbauen kann. ­Dabei entstehen Gase. Was verursacht Blähungen?

Unsere Mütter haben uns aus gutem Grund «leises Essen» beigebracht. Beim Essen und Trinken schlucken wir Luft. Macht man beides gleichzeitig und noch dazu schnell, sam­ melt sich mehr Luft im Bauch. Kaugummi bläht ebenfalls, ­dabei wird Luft geschluckt, ­zudem enthält er meist Süss­ stoffe, die blähend wirken. Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Knoblauch, Zwiebeln, Kohl und Bohnen sind seit Langem dafür bekannt, bei manchen Menschen Blähungen hervor­ zurufen. Viele andere ­Nahrungsmittel dagegen ­führen von Mensch zu Mensch zu recht unterschiedlicher Gasproduktion. Der Darm und ­seine «Mitbewohner» sind ­genauso individuell wie ein Fingerabdruck. Was tun, wenn der Bauch drückt und man zum Festessen am Tisch sitzt?

Manchmal kann es helfen, sich Zeit zu nehmen, um sich auf

der Toilette zu entspannen. Wenn das nicht funktioniert, löst man am besten unauffällig den Hosenknopf, um dem Bauch etwas mehr Spielraum zu geben. Meist tut auch ein Spaziergang oder eine Nacht Schlaf gut. Ein oder zwei klei­ nere oder leichtere Mahlzeiten und eine Hauptmahlzeit hel­

Der Darm ist so individuell wie der ­Fingerabdruck. fen dem Darm, dass er nicht überlastet wird. Wichtig ist, dem Magen und dem Darm Zeit für die Verdauung zu ­geben. Das heisst, tagsüber und nachts Perioden von etwa fünf Stunden einlegen, in ­denen nichts gegessen wird. Viele Menschen haben den ­Eindruck, dass sie auf ­bestimmte Bestandteile in der Nahrung reagieren. Welche ­Unverträglichkeiten ­verursachen Blähungen?

Etwa drei Viertel aller Men­ schen vertragen Milchzucker (Lactose) mit zunehmendem

Alter schlechter, weil ihre Zel­ len weniger von dem Enzym produzieren, das zum Abbau der Lactose nötig ist. Dann ­zersetzen die Darmbakterien den Milchzucker – mit den ­bekannten Folgen. Eine Un­ verträglichkeit kann übrigens auch auftreten, wenn die Darmflora z­ um B ­ eispiel nach einer Durchfall­erkrankung, bei grossem Stress oder infolge einer Antibiotikabehandlung ungünstig zusammengesetzt ist. Was ist mit Fruchtzucker?

Die Fruchtzucker-Unverträg­ lichkeit (Fructose) kommt ebenfalls häufig vor. Dieser ­Zucker befindet sich in hohen Konzentrationen zum Beispiel in Fruchtsäften und Trocken­ früchten. Auch in vielen Saucen wie Ketchup oder ­Salatsauce wird er verwendet. Und die Hälfte des Handels­ zuckers besteht aus Fruktose. Kann Gluten im Getreide auch blähen?

Übermässige Einnahme von Gluten, das sind Bestandteile im Weizen, führen bei man­ chen Menschen zu Blähungen. Wer sich probeweise glutenfrei ernährt und eine Verbesserung feststellt, hat aber nicht un­ bedingt eine Glutenallergie (Zöliakie). Es kann sein, dass


GESUNDHEIT | 16.12.2019 | 59

10- bis 20-mal am Tag wird gefurzt, um die Darmgase loszuwerden.

nur ein «Reset» des übermäs­ sigen Getreideverbrauchs ­nötig ist. Am besten nimmt man nach drei bis vier Wochen schrittweise wieder mehr Ge­ treideprodukte in die Ernäh­ rung auf, um zu sehen, ob sie nun besser verträglich sind. Ist dies nicht der Fall, würde ich empfehlen, den Arzt um einen Bluttest auf Zöliakie zu bitten

Stress spielt eine ­grosse Rolle bei der Entstehung von Blähungen.

Führen Ballaststoffe zu ­Blähungen?

Ballaststoffe sind sehr wichtig für einen regelmässigen und geschmeidigen Stuhlgang. Das Ziel sollten 30 bis 40 Gramm davon täglich sein. Das bedeu­ tet, dass man etwa 250 Gramm Gemüse und 200 Gramm Obst pro Tag essen sollte. Wer seine Ernährung verbessern und mehr Ballaststoffe zu sich neh­ men möchte, kann vorüber­ gehend mehr Blähungen be­ kommen, da sich der Darm an die Verarbeitung gewöhnen muss. Davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Am ­besten erhöht man die Ballast­ stoffzufuhr allmählich. Spielt die Psyche bei Blähungen eine Rolle?

Ja. Stress hat bei vielen Men­ schen einen grossen Einfluss. Nicht umsonst wird der Darm

Wir alle furzen, das ist ganz normal. Um die Darmgase ­loszuwerden, wird etwa 10- bis 20-mal am Tag gefurzt. Die ­Zusammensetzung der Bak­ terienflora ist sehr individuell. Manche Menschen haben mehr gasproduzierende Bakte­ rien als andere. Die Ernährung tut ein Übriges.

Der Geruch hat mit einer ­kleinen Menge an übelriechen­ den Gasen zu tun. Oft sind das Schwefelverbindungen. Sie riechen nach faulen Eiern und entstehen beim Abbau ­bestimmter Eiweissstoffe. Der eine pupst laut, der andere leise – weshalb?

Das hängt mit der Menge der geschluckten Luft zusammen und mit der Fähigkeit des Darms, Nahrungsbestandteile in Gas umzuwandeln. Es hat auch mit der Form des Schliess­ muskels zu tun: Wenn dieser an­gespannt wird, erzeugt er ­einen anderen Klang, als wenn er entspannt ist. MM

Maartje van Doormaal, Praktische Ärztin, Medbase Zürich Wiedikon

Haben Sie Fragen zum Thema? Bild: zVg

Ja, dazu tragen verschiedene Faktoren bei: An den Festtagen gibt es meist viel gutes Essen, viel Süsses und Fett. Die Essenszeiten sind anders als ­normal, und wir sind in einem anderen Rhythmus, was den Schlaf betrifft. Zudem trinkt man möglicherweise mehr Alkohol und bewegt sich weniger als sonst. Die gesellige Unterhaltung beim Abendessen kann einerseits dazu führen, dass man mehr Luft schluckt und andererseits, dass man es vielleicht nicht wagt, auf die Toilette zu gehen oder «Luft abzulassen».

Wieso pupsen manche ­Menschen mehr als andere?

Warum riechen manche Fürze so unangenehm?

und zusätzlich einen Ernäh­ rungsberater hinzuziehen.

Führt Schlemmen an den Festtagen zu Blähungen?

manchmal auch als «Spiegel der Seele» bezeichnet.

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

Unser Ärzteteam antwortet. Stellen Sie Ihre Frage auf migros-impuls.ch/experten


60 | 16.12.2019 | MIGROS ZÜRICH

«Unsere Aufgabe ist es, frei zu bleiben»

Seit Juni wirken Benjamin von Blomberg und ­ Nicolas Stemann als Co-Intendanten am Schauspielhaus. Im Interview schildern sie, wie sie Zürich kennenlernen, und wecken Neugierde auf ihre ersten Produktionen. Text: Lena Hilfiker Bilder: Julia Koller, Gina Folly, Zoé Aubry

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ls neue Co-Intendanten haben Sie sich mit Ensemble in Zürich vorgestellt, mit Ihren besten ­Arbeiten. «Hallo Zürich» war eine regelrechte Charmeoffensive. Wie viel Zürcher Charme kam denn zurück? Nicolas Stemann: Ach, die Leute sind sehr charmant. Wir wurden wirklich warmherzig aufgenommen. Ich habe mit viel mehr Kon­ frontation gerechnet, weil das, was wir hier versuchen, etwas Besonderes ist. An den Münchner Kammerspielen, wo wir zuletzt wirkten, hatten wir grosse Auseinanderset­ zungen mit konservativen Besuchenden und vor allem der Presse erlebt. Heute wird das Theater mit Preisen überhäuft .Verände­ rungen dauern halt etwas. Mit so was haben wir in Zürich bisher noch nicht zu kämpfen. Sind die Zürcher weniger konservativ als die Münchner? Oder weniger offensiv? Benjamin von Blomberg: Ich glaube, dass uns mit der Charmeoffensive, wie Sie es nennen, einfach etwas gelungen ist. Aber es ist auch viel einfacher, mit einem breiten Publikum in Kontakt zu treten, wenn viele verschie­ dene Menschen zusammenkommen und das Schauspielhaus repräsentieren. Wie Sie wissen, standen wir ja nicht allein vor dem Publikum. Mit uns standen sieben weitere Hausregisseurinnen und -regisseure da, die mit unterschiedlichen Biografien und Visio­ nen im Gepäck nach Zürich gezogen sind. Welchen Ruf hat Zürich denn im Ausland? Stemann: Es hiess «Ihr müsst wissen, das ist keine Theaterstadt, und schaut euch mal an, wie bislang mit Intendanten umgegangen wurde». Aber auch hier überwiegt die posi­

tive Überraschung. Seit ich hier lebe und ­arbeite, mache ich mir deutlich weniger ­Sorgen als noch in der Vorbereitungszeit. Von Blomberg: Das Schöne ist, dass alle ­Vorurteile, die uns im Vorfeld zugespielt wurden, im Moment nicht bestätigt werden. Die Menschen in der Stadt, aber auch die Presse reagieren zugewandt und auch ­begeistert. Selbst der Verwaltungsrat klopft uns auf die vielen Schultern. Stemann: Wir sind ja nicht völlig blauäugig zu diesem Job gekommen. Natürlich wird es auch Diskussionen geben, über Zahlen, Geld und Produktionen. Da hoffen wir, dass der momentan spürbare Kredit auch anhält. Von Blomberg: Ich bin überzeugt: Was die Schweiz und Zürich doch ausmacht und ­unserem Theaterverständnis so gelegen kommt, ist, dass die Menschen es hier ge­ wohnt sind mitzudiskutieren. Ständig haben sie den Auftrag, eine Haltung zu politischen Themen zu gewinnen und aktiv zu werden. Auch wir wollen, dass hier rund um unsere Arbeit Diskussionen entstehen, viele Men­ schen die Stücke schauen und sich unter­ schiedlichste Haltungen dazu entwickeln. Mit der heterogenen Zusammensetzung des heutigen Ensembles wird eine dis­ ziplinenübergreifende Zusammenarbeit ­angestrebt. Gelingt der Austausch bereits? Stemann: Wir haben im Vorfeld viel darüber geredet, dass wir Theater für die ganze Stadt machen und uns deshalb breit aufstellen wollen. Wir haben ein sehr heterogenes ­Ensemble von Hausregisseurinnen und -regisseuren, die kommen aus unterschied­ lichen Nationen, haben unterschiedliche Hautfarben und künstlerische Hinter­

gründe, Ausbildungen und Erfahrungen. Von Blomberg: Wenn aber auch das Publi­ kum das Gefühl erfasst, dass man ihm ­möglichst nahekommen möchte, wird es toll und aufregend. Und ich denke: einzig­artig. Die Menschen in Zürich werden ­spüren, dass ihre ­Themen auf der Bühne verhandelt werden. Wie wollen Sie denn die Zürcherinnen und Zürcher erreichen? Stemann: Ich glaube, bei mir läuft das vor ­allem darüber, dass ich auf unterschiedliche Art und Weise künstlerisch in Erscheinung trete. Natürlich ist es toll, alle 430 000 Stadt­ bewohner zu erreichen und zu begeistern – das ist eigentlich auch unser Anspruch. Aber es läuft auch über Vermittlung: Öffentlich­ keit hat ja in unserer Zeit auch viel damit zu tun, dass man zu Hause vor dem Computer sitzt und in den sozialen Netzwerken an ­Debatten teilnimmt, ohne körperlich ­präsent zu sein. Wir können mit Theater, Musik, Spass, Witz, Unterhaltung, Comedy und Kunst noch e­ inen grossen Teil des öf­


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Zum halben Preis ins Schauspielhaus

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fentlichen D ­ iskurses beeinflussen und prägen. Sie sind jetzt ein halbes Jahre hier. Hat ­Zürich überhaupt das Talent zur Muse? Stemann: Da ich erstmals Intendant bin, fällt es mir schwer, diese Erfahrung davon zu trennen, erstmals in Zürich zu wohnen. Bei­ des gefällt mir gut, und beides bekommt der Arbeit sehr gut. Es liegen auch hier Themen auf der Strasse, die ich gern aufgreife. Von Blomberg: Das Kinoangebot in Zürich ist einfach unglaublich. Es gibt so viele Kinos und Filme, die in der Originalsprache g­ ezeigt werden, das haut mich um – da kommt Deutschland, selbst Filmstädte wie München, einfach nicht ran. Aber auch die Theaterszene ist echt spitze und im Wandel: neue Leitun­ gen, Strukturen und Programme. Und der ­intellektuelle Diskurs ist in Zürich enorm reich, das Kulturangebot unfassbar dicht. Und die Kehrseite der Medaille? Stemann: Regeln und ihr Einhalten haben schon einen sehr hohen Stellenwert in der

1 Benjamin von Blomberg (l.) und Nicolas Stemann leiten seit Juni als Co-Intendanten das Schauspielhaus Zürich. 2 Benjamin von Blomberg (3. v. l.) und ­Nicolas Stemann (4. v. l.) mit ihrem Team 3 «Schneewittchen» nach den Gebrüdern Grimm feierte am 10. November unter der Regie von Nicolas Stemann am Schauspielhaus Premiere.

Schweiz. Irgendwie steht dahinter ein grosser Fetisch, zu erziehen und Regeln einzuhalten. Es gehört ja auch zum Klischee des Landes, dass die Spontaneität etwas darunter leidet. Von Blomberg: Aber auch das kann man wie­ der ins Positive drehen. Ich glaube, dass es zwischen uns und der Stadt so gut passt, hat nämlich genau damit zu tun: So ganz passen wir dann eben doch nicht zueinander (lacht)! Denn über unserem Theater steht genau das Gegenteil von Regeln und Ordnung: Impro­ visation, das Betonen eines Arbeitsprozesses und was dabei alles schiefgehen könnte. Und offensichtlich machen wir unserem Publikum damit ein Angebot, das es anspricht. Macht es besonders da Spass, frech zu sein, wenn alle anderen die Regeln einhalten? Stemann: Es ist ja ohnehin unsere Aufgabe – auch ausserhalb der Schweiz –, Regeln infrage zu stellen, frech und auf eine Art spontan zu sein, die verstörend ist. Wir sind ja auch die Hofnarren. Und das ist eine tolle Rolle, denn der Hofnarr kann die Wahrheit aussprechen unter dem Vorwand, dass es doch nur ein Witz

Am Theatermontag lohnt sich der Besuch besonders. Denn dank der Unterstützung des Kulturprozents der Migros Zürich kann man dann im Schauspielhaus Zürich Aufführungen zum halben Preis geniessen – so auch im neuen Jahr. Wie wäre es etwa mit «Früchte des Zorns» nach John Steinbeck, «Aufstand von oben – Der Streik» nach dem Roman von Atlas Shrugged oder Max Frischs «Der Mensch erscheint im Holozän»? Die Stücke sind neu inszeniert und versprechen unvergessliche Theatererlebnisse. Das Angebot gilt für die ganze Saison und sämtliche Tickets sowie für alle fünf Bühnen. Weitere Infos: schauspielhaus.ch

sei. In unserem Spiel können wir alles benen­ nen und haben alle Freiheiten. Und wir sind verantwortlich dafür, dass wir uns dieses ­Privileg erhalten und uns nicht allzu sehr ­daran orientieren, was andere von uns erwar­ ten. Unsere Aufgabe ist es, frei zu bleiben. Was zeichnet Ihre Co-Intendanz aus? Stemann: Einer der Gründe, weshalb wir uns dafür entschieden haben, liegt darin, dass wir schon zehn Jahre zusammengearbeitet haben. Es gibt eine Grundaufteilung, die dafür sorgen soll, dass ich als Künstler möglichst frei sein kann. Benjamin ist eher dafür verantwortlich, einen Rahmen zu schaffen und den adminis­ trativen Teil der Leitung auszuüben. Damit kommen wir bislang gut klar. Von Blomberg: Das Ganze wird davon ge­ tragen, dass wir klar definiert haben, welche ­Sachen wir nur zu zweit machen und wo wir uns allein eine Entscheidung zutrauen. Immer im Wissen darum, dass der andere irgendwie da ist und hinter einem steht. Stemann: Wir reflektieren und korrigieren uns auch gegenseitig – was ich sehr schätze. MM


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An Festtagen stehen viele Köstlich­ keiten auf dem Menüplan. Allerdings stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur gleichen Zeit eine sprung­ hafte ­Zunahme von Campylobacter-­ Erkrankungen fest. Schuld an diesem sogenannten Chinoise-Hoch ist das Bakterium Campylobacter, das in der Schweiz jedes Jahr Tausende von Le­bens­­mittelinfektionen verursacht – meist mit den Folgen Durchfall und Übel­keit. Oft liegt der E ­ rkrankung eine unsachgemässe ­Lagerung und Zubereitung roher Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, auch von Eiern und Gemüse zugrunde. Da die Speisen schon von Natur aus mit Keimen ­belastet sein können, ist eine gründ­ liche Küchenhygiene unabdingbar. Die Beachtung der folgenden drei Zubereitungsregeln helfen, Infek­tionen mit Campylobacter-­ Bakterien zu vermeiden:

Mit der richtigen Ausrüstung gewinnt das Schlitteln an Fahrt und Sicherheit .

Schnee, Sport, Spass Mit einer grossen Auswahl an Winterbekleidung und Sportausrüstung bietet SportXX alles, was es für das nächste Winterabenteuer braucht. Text: Julia Koller

Bild: zVg

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it Freunden einen verschneiten Hang hinunterschlitteln, auf Ski die ersten Schwünge in den Schnee zie­ hen oder auf dem Schulweg eine Schneeballschlacht an­ zetteln: Solche Kindheitserin­ nerungen möchte niemand missen. Damit die Generation von heute auch die Freude am Wintersport entdeckt, bietet SportXX eine grosse Auswahl an kindergerechter Sportaus­ rüstung. Ob Schlitten, Schlitt­ schuhe oder Snowboard – alles

gibt es auch im Kleinformat. Um die passende Ausrüstung zu finden, steht das SportXX-­ Fachpersonal gerne beratend zur Seite. Da Kinder schnell wachsen, bietet der Sportfach­ markt Ski, Snowboard und Ski­ schuhe auch zur Miete an. Funktional und trendig

Neben der Ausrüstung sollte die Winterbekleidung natür­ lich ebenfalls richtig sitzen. ­Jacken und Hosen sollen be­ quem sein, warmhalten und den Kindern nicht zuletzt

g­ efallen. Bei den Jungen liegen knallige Farben im Trend, bei den Mädchen dominieren ­Pastelltöne. Helle und auffäl­ lige Farben erhöhen an den dunklen Wintertagen die ­Sicherheit. Und um die Sicht­ barkeit weiter zu erhöhen, legt die Migros-Eigenmarke ­Trevolution besonderes ­Augenmerk auf Reflektoren an Hosen, Jacken oder Hand­ schuhen. Das nächste Schnee­ abenteuer kann kommen. MM Mehr Infos: sportxx.ch

Konsequent trennen: Halten Sie sich an das Zwei-Teller-Prinzip: Rohes Fleisch und Fleischsaft gilt es konse­ quent von zubereiteten, bereits ge­ kochten Speisen (Beilage) zu trennen. Ausreichend garen: Das Fleisch ­stets auf mindestens 70 Grad erhitzen. Speziell bei Geflügel darauf achten, dass es keine roten Stellen aufweist. Gründlich waschen: Verwenden Sie beim Zubereiten von Geflügel und anderen Lebensmitteln separate Schneidebretter und Messer. Hände und Utensilien nach jedem Vorgang gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und abtrocknen. Mehr Infos: sichergeniessen.ch


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An Heiligabend haben unsere SupermarktFilialen generell bis 17 Uhr für Sie geöffnet.

Die Öffnungszeiten werden in jeder Filiale und auf www.migros.ch/zh kommuniziert. Am 22.12.2019. Ausgenommen sind Gastronomie, Gebührensäcke und -marken, Vignetten, Depots, Taxkarten, Ersatzteile, Service- und Dienstleistungen, E-Loading, iTunes/App-Karten, SIM-Karten, Gutscheine, Geschenkkarten, Smartboxen sowie Alkohol (Alnatura).

10.00 – 18.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 12.00 – 17.00 Uhr 12.00 – 17.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 08.00 – 21.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr 11.00 – 18.00 Uhr 12.00 – 17.00 Uhr 10.00 – 17.00 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr


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66 | 16.12.2019 | BASTELBOX

Mimis Abenteuer Mit der kleinen Eule ist immer etwas los: In der letzten Geschichte rettet sie Fuchs Edi mit einer grossen Kerze aus einem Baumstamm. Wer gerne bastelt, sammelt beim Migros-Einkauf bis 24. Dezember Sticker und tauscht das volle Sammelheft gegen eine Bastelbox ein.

D

iese Höhle ist ja rie­ sig!», meint die kleine Eule Mimi begeistert, als sie mit Edi, dem Fuchs, auf einem Ast sitzt und in ein Loch im Baumstamm schaut. «Was meinst du wohl, wie tief es da runtergeht?», fragt Edi. «Ich habe keine Ahnung. Aber der Baum ist recht gross und ziem­ lich alt. Es kann schon sein, dass der ganze Stamm hohl ist», ant­ wortet Mimi, und beide freuen

sich drauf, die Höhle im Baum bald erkunden zu können. Heute haben sie aber keine Zeit mehr dafür. Mimi hat ihrem ­Vater versprochen, noch bei der Weihnachtsdekoration zu helfen. Und auch Edi sollte ­eigentlich bald nach Hause. Während Mimi schon mal nach Hause fliegt, ist Edi immer noch unentschlossen. Er ist viel zu neugierig und ungeduldig, um noch einen Tag auf die Erkun­

dung der Höhle zu warten. «Da muss man doch irgendwas sehen können», spricht er leise vor sich hin, als er den Kopf noch einmal in das Loch im Stamm steckt. Leichtsinnig beugt er sich noch etwas weiter nach vorn. Gerade als er erkennt, dass der Stamm tatsächlich komplett hohl ist, verliert er das Gleichgewicht und stürzt mit einem lauten «Oh nein!» in den Baum. Das hätte schlimm ausgehen können. Aber zum Glück ist ausser ein paar Schürfwunden nichts weiter passiert. Doch raus aus dem hohlen Baum kann er jetzt nicht mehr. Dafür ist die Öffnung viel zu weit oben, und unten ist es viel zu dunkel. Also macht Edi, was wohl jeder machen würde. ­«Hilfe! Hiiiiilfe!», ruft er. Und das immer wieder. Als seine Freunde Evi, das Eichhörnchen, und Lou, der Hase, an dem alten Baum vor­ beigehen, erkennen sie sofort seine ­Stimme. «Das klingt doch wie Edi!» «Du hast recht», ant­ wortet Lou und ruft dann selber: «Edi, bist du das? Wo bist du?» «Ich bin hier im Baum», ruft Edi und erklärt seinen Freunden das Missgeschick. Blitzschnell klettert Evi, das Eichhörnchen, zum Ast mit dem Loch im

Stamm. «Ui!», meint Evi. «Das ist aber wirklich ganz schön dunkel. Wir brauchen bestimmt ein Seil, und eine Kerze wäre auch nicht schlecht.» Schnell läuft Lou, der Hase, los, um ein Seil und eine Kerze zu holen. Und er weiss genau, wer so ­ etwas haben könnte: die kleine Eule Mimi. Bei Mimi angekommen, ­erklärt Lou, was passiert ist. «Oh nein! Der arme Edi. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert», meint Mimi. «Das Seil ist kein Problem, das habe ich hier. Aber die Kerze, ich finde hier nur alte Kerzenwachs­ reste.» Doch dann kommt Mimi eine Idee. «Ich habs! Wir schmelzen die Kerzenwachs­ reste ein und machen daraus eine neue, grosse Kerze. Die Kerze ist schnell gemacht und brennt bestimmt auch lang ­genug, um Edi da rauszuholen.» Nach kurzer Zeit haben Mimi und Lou tatsächlich aus alten Kerzenwachsresten, einem Baumwollfaden und einem ­leeren Milchkarton eine Kerze gemacht. Mit der Kerze und dem Seil machen sich Mimi und Lou schnell auf den Weg zu Edi, um die Rettungsaktion zu starten. «Da sind sie schon», ruft Evi, um


BASTELBOX | 16.12.2019 | 67

So einfach gehts

den Fuchs in der Höhle zu beruhigen. Gemeinsam befestigen sie oben das Seil, lassen es runter und scheinen mit der Kerze in die Höhle. «Hast du es?», will Mimi von Edi wissen. «Nein. Das Seil ist zu kurz.» Aber durch den Kerzenschein kann Edi sehen, dass da ein Absatz ist, auf den er raufsteigen kann, um das Seil zu greifen. «Jetzt hab ichs. Ihr könnt mich raufziehen!» Nach der Rettung ist die ­Freude bei ­allen gross, und sie nehmen sich in die Arme. «Das nächste Mal warte ich wohl lieber auf euch, bevor ich mich in ein Abenteuer stürze!», lacht Edi, und alle ­lachen erleichtert mit.

Bis 24.12. ­erhalten Sie pro Einkauf von Fr. 20.– in j­ edem ­Migros Supermarkt und auf LeShop ­einen S ­ ticker – maximal 15 Sticker pro Einkauf. Das volle Sammelheft (20 Sticker) können Sie noch bis 31. 12. ­gegen eine der fünf «Mimis Bastelboxen» eintauschen.

Mimis Abenteuer zum Ausdrucken, ­Video-Anleitungen zu den Bastelboxen, tolle Ideen zur Verwendung der Ver­ packungsbox und viele weitere Basteltipps gibts auf migros.ch/bastelboxen.

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Bastelanleitung für die Kerze Aus Kerzenresten und einem Docht bastelst du mit einem Tetra Pak, einer Haushaltsschere und einem Kochtopf im Nu eine neue Kerze.

1 Sammle Kerzenstummel und ­befreie sie gründlich von Staub und Schmutz. Dies kannst du mit ­einem Löffel oder Schäler machen.

2 Dann sicherst du dir einen leeren Tetra Pak, wäschst ihn aus und schneidest ihn in der Mitte mit einer Schere entzwei.

5

4 Danach giesst du das geschmolzene Wachs in die untere Hälfte des Tetra­ Paks. Achtung: Das Wachs ist sehr heiss! Lass dir dabei von einem ­Erwachsenen helfen.

Eulenkostüm – Magische Verwandlung

3 Nun gibst du die Kerzenreste in e ­ ine genügend breite und hohe Pfanne und bringst sie auf dem Herd zum Schmelzen. Jetzt nimmst du dir einen Docht. Am unteren Ende beschwerst du ihn, ­bequem geht es etwa mit einer Büroklammer. Am besten fixierst du ihn mit ­einem Essstäbchen und e ­ iner ­Wäscheklammer. ­Danach wartest du, bis das Wachs erkaltet und die Kerze fest geworden ist. Dann kannst du den Tetra Pak öffnen und die fertige K ­ erze ­herausholen.

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Offen 365 Tage

Diese Apotheken sind täglich geöffnet – auch über die Feiertage. Aarau

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MEINE MIGROS | 16.12.2019 | 69

Teig-Helden Mit ein paar Handgriffen zu einem beeindruckenden Ergebnis: Auch unsere drei Testpersonen überzeugen die Butter-Kuchen- und Butter-Blätterteige von Anna’s Best, denn sie verschaffen ihnen Zeit fürs festliche Beisammensein mit den Liebsten. Text: Dinah Leuenberger

Schweinsfilet-Pie mit Champignons Zutaten für 6 Personen 1 Schweinsfilet à ca. 550 g, 1 Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 6 EL Olivenöl, 250 g geschnittene Champignons, 2 TL Lebkuchengewürz, 2,5 dl Rahm, 1 Bund glattblättrige Petersilie, Salz, Pfeffer, Butter zum Ausstreichen, 2 rund ausgewallte Butter-Kuchenteige à 300g, 1 Ei Zubereitung

1. Filet längs halbieren. In 3 cm breite Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Die Hälfte des Öls in einer Bratpfanne erhit­ zen. Filet rundum bei hoher Hitze ca. 1 Minute anbraten. Aus der Pfanne heben und beiseitestellen. In derselben Pfanne im restlichen Öl Zwiebel, Knoblauch und Pilze anbraten. Lebkuchengewürz bei­ geben und mischen. Mit Rahm ­ablöschen, ca. 5 Minuten einköcheln lassen. Petersilie hacken und dazu­ geben. Mit Salz und Pfeffer ab­ schmecken, auskühlen lassen. Backofen auf 200 °C vorheizen.

Petra Hinz (61) Hausfrau, Mutter und Grossmutter, Leibstadt

Bild: Fotostudio-MGB, Styling: Esther Egli

TIPP Pie-Deckel nach Belieben mit rosa Pfeffer garnieren

Hat mit dem Butter-Kuchen­ teig einen ­gedeckten Pie mit Schweinsfilet und Champignons gebacken: «Dank genauer Angaben im Rezept ist es mir mühelos und stressfrei gelungen, den Pie vorzubereiten. Er ist ein i­ deales Gericht, wenn man Gäste hat: Sind sie einmal da, muss ich den Pie nur noch in den Ofen schieben. Der Teig geht schön auf, und der Deckel wird ­knusprig – genau wie er sein soll. Das Resultat macht richtig Eindruck, ­optisch und geschmacklich. Zum Highlight auf dem Tisch serviere ich grünen Salat.»

2. Blech mit Butter ausstreichen. Die Hälfte des Teigs ins Blech legen, Rand hochziehen. Filet und Sauce auf den Teig verteilen. Vom restli­ chen Teig eine Öffnung in der Mitte ausstechen. Pie mit dem Teig zude­ cken. Mit einer Gabel oder mit dem Finger den Rand gut andrücken. Ei verquirlen. Teig damit bestreichen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. In der Form servieren. Zubereitung ca. 30 Minuten  Geübte + ca. 30 Minuten gratinieren Preis: mittel

Pro Person ca. 30 g Eiweiss, 53 g Fett, 45 g Kohlenhydrate, 3250 kJ/790 kcal

Butter-Blätterteig, 280 g Fr. 3.40

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MEINE MIGROS | 16.12.2019 | 71

Kürbissuppe mit Blätterteighaube Zutaten für 6 Personen 400 g Kürbis, z. B. Knirps, gerüstet gewogen 1 Schalotte 2 EL Olivenöl 5 dl Gemüsebouillon ½ Bund Thymian 1 Briefchen Safran 1,5 dl Halbrahm Salz Pfeffer 1 rechteckig ausgewallter Butter-Blätterteig à 280 g 1 Ei 1 EL Kürbiskerne Zubereitung

1. Kürbis in Stücke schneiden. Schalotte hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotte und Kürbis dazugeben und dünsten. Mit Bouillon ablöschen. Thymian und Safran dazugeben. Zugedeckt ca. 25 Minuten weich kochen. Thymian entfernen. Rahm dazugeben, aufkochen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Suppe abkühlen lassen. 2. Teig entrollen. Rondellen, die ­etwas grösser als die Suppentassengrösse sind, ausstechen. Suppe in die Tassen füllen. Mit Teigrondellen zudecken. Mit einer Gabel Teig am Tassenrand andrücken. Aus dem restlichen Teig kleine Sterne ausstechen und darauf­ 563legen. Ei verquirlen. Teig mit Ei ­bestreichen. Mit Kernen belegen. In der Ofenmitte ca. 20 Minuten backen. Sofort servieren. Zubereitung ca. 30 Minuten  Geübte + ca. 20 Minuten gratinieren Preis: mittel

Pro Person ca. 5 g Eiweiss, 20 g Fett, 25 g Kohlenhydrate, 1300 kJ/310 kcal

Oliver Hinz hat der Suppe mit dem Butter-Blätterteig eine Haube verpasst: «Will ich Gäste beeindrucken, bereite ich als ­Vorspeise diese Suppe mit ­Deckel zu. Denn die wenigsten haben so etwas schon serviert bekommen. Den Teig nehme ich kurz vor der Bearbeitung aus dem Kühlschrank – so lässt er

sich gut verarbeiten. Für eine ­persönliche Note verziere ich die Deckel individuell mit einem Herz oder mit Buchstaben. Auch geschmacklich überzeugt mich der Teig: Man spürt die Butter. Das Rezept gelingt immer und schnell. Darum reicht es zuvor noch für eine Biketour auf dem Zürcher Uetliberg.»

Oliver Hinz (40) Unternehmer, Schlieren


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MEINE MIGROS | 16.12.2019 | 73

BlätterteigApfelrosen Zutaten für 5 Rosen Für 1 ­Muffinform à 7 cm Ø

Butter für die Form 1 Zitrone 2 rote Äpfel, z. B. Pink Lady 1 rechteckig ausgewallter Butter-Blätterteig 3 EL Hagebuttenkonfitüre 1 TL Zimt 2 EL Zucker 2 EL Puderzucker Zubereitung

1. Form mit Butter ausstreichen. Zitrone auspressen. Saft in eine Pfanne geben. Apfelkerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen. Apfel ungeschält halbieren. Hälf­ ten in feine Scheiben schneiden. Zum Zitronensaft in die Pfanne geben. Kurz aufkochen, bis die Apfelscheiben etwas weich wer­ den. Auskühlen lassen. 2. Backofen auf 190 °C vorheizen. Teig entrollen. Teig längs in 5 gleich breite Streifen schneiden. Konfitüre mit Zimt mischen. Teigstreifen damit bestreichen. Apfelscheiben längs, leicht über­ lappend auf der oberen Teig­ hälfte aufreihen, sodass die Apfel­ scheiben oben etwas über den Teig hinausschauen. Untere Teighälfte auf die Apfelscheiben klappen. Zucker darüberstreuen. Streifen zu einer Rose aufrollen. In Muffinformen verteilen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. Aus den Formen lösen und mit Puderzucker bestreuen. Zubereitung ca. 20 Minuten  Geübte + ca. 30 Minuten gratinieren Preis: mittel

Pro Stück ca. 4 g Eiweiss, 11 g Fett, 49 g Kohlenhydrate, 1350 kJ/320 kcal

Olivia Meier (36) Objektleiterin, ­Koblenz

Olivia Meier hat aus dem Butter­-Blätterteig süsse ­Apfelrosen gezaubert: «Ich ­liebe es, neue Rezepte auszuprobieren und meine Familie damit zu verwöhnen. Da ich aber vor ­allem Zeit mit meinen Kindern verbringen will, bevorzuge ich R ­ ezepte für schnell zubereitete Gerichte mit grosser Wirkung. Genau dazu gehören die Blätterteig-Apfelrosen. Auf den ersten Blick sehen sie kompliziert aus, doch sie gelingen ganz einfach und in kürzester Zeit. Dass sich der Blätterteig von Anna’s Best so einfach ­bearbeiten lässt, überzeugt mich immer wieder von ­Neuem. Am liebsten backe ich die Rosen, wenn ich Gäste habe. Ich serviere sie mit ­Vanillesauce oder -glace – eine perfekte Kombination.»


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SORTIMENT | 16.12.2019 | 75

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Mit garantiertem Kuschelfaktor: Damen Pyjama grau Fr. 39.95

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Kommando Operationen Kompetenzzentrum SWISSINT I1 Personal Kasernenstrasse 4 6370 Stans-Oberdorf Tel.: 058 467 58 58 rekr.swissint@vtg.admin.ch

Laufend rekrutiert das Kompetenzzentrum SWISSINT freiwillige Personen für verschiedene Missionen im Ausland. Interessierte Frauen und Männer können sich beim Kompetenzzentrum SWISSINT für einen Auslandeinsatz im Armeeauftrag Friedensförderung der Schweizer Armee bewerben. Informationen zur Bewerbung sowie zu den Missionen und Einsatzgebieten finden Sie unter: www.peace-support.ch

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2 2 6 5 3

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6 1 1 5 7

2 5 1 2 2

4 1 7 2 3

Welchen Weg müssen Sie einschlagen, um die grösste Summe zu erhalten, wenn Sie alle Zahlen auf Ihrem Weg zusammenzählen?

Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


Weihnachtsbäume aus der Region Zürich.

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RÄTSEL | 16.12.2019 | 81

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

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Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ein kleines Papierchen, auf das man Notizen aufschreibt, ist ein ... B Saufblättchen

K Essschnipselchen E Fresszettelchen

Eine beliebte Zimmerpflanze nennt sich … I

Weihnachtsstern A Adventskrone

R Dezemberlilie

Was ist bei industriell hergestelltem Papier wichtig? S Laufrichtung

N Stossrichtung

T Sprintrichtung

Welches Land hat die gleiche Flagge wie Monaco? R Georgien

B Indonesien

O Tschad So nehmen Sie teil:

In welchem Kanton liegt das Schwarzbubenland? A Solothurn

I

Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 530 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.12.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

S Aargau

Bern

Wo kommt ein Zentralzylinder vor? O Astronomie

E Botanik

U Schiffsbau

Welcher Fisch ist weltweit lediglich im Walen- und Zürichsee verbreitet? N Walez 1

2

T Kroper 3

4

R Hägling

5

6

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

Bimaru

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 50 TreppenlifTe

9620 Lichtensteig teL. 071 987 66 80

w w w. h o e g g l i f t . c h

4 9 7 1 5 8 2 3 6

raetsel.ch 7813

8 3 2 7 6 9 4 1 5

5 7 9 2 6 8 4 2 5 1 Sudoku 6 3 1Nr. 50 8 9 Lösung 9 2 8 4 5 7 1 4 3 8 3 5 6 1 7 Sudoku 1 6 7 9 3 Gewinner Nr. 49 4 5 6 2 Rosa 9 Baschung, Oberbüren 2 8 3SG;7 4 Pia Mark, Davos Platz GR

3 7 4 6 9 2 5 8 1

1

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 530 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.12.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

1 6 5 3 2 4 8 7 9

1 5 0 3 3 1 3 2 1 3

2

1

3

3

1

3

1

0

3

raetsel.ch 430185

Paroli Lösung Nr. 50

Quiz Lösung Nr. 50

GLAUBEN Paroli Gewinner Nr. 49

Quiz Gewinner Nr. 49

Edith Walther, Winterthur ZH; Eduard Maurer, Zweisimmen BE

Dominik Steiner, Au SG; Isabelle Huser-Bernhart, Recherswil SO

Auflösung die schlaue Ecke Nr. 51 Summe 34

2 2 6 5 3

3 3 1 3 2

6 1 1 5 7

2 5 1 2 2

4 1 7 2 3


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84 | 16.12.2019 | MEINE WEIHNACHTSWELT Das sagt die Besitzerin oder der Besitzer: «Ich habe viele Sachen, meistens beginne ich schon im November mit Schmücken. Ich mag gesam­melte ­Stücke aus der Natur, etwa Tannenzapfen oder Nüsse. Aber ich kaufe auch gerne ­etwas ­Neues. Mit den ­meisten Dingen verknüpfe ich eine schöne Erinnerung.»

1

2

3

4

5

Die Schmuckkisten 2 bis 5 finden Sie auf den nächsten Seiten. Ebenso die Auflösung, welche Nummer zu wel­ chem ­Buchstaben gehört.

A

Patricia Boser (52)

Rat mal, wer hier schmückt?

Am 24. Dezember treffen sich bei der TV- und Eventmoderatorin Familie und Freunde. Alle Gäste tragen kulinarisch etwas bei; zur Hauptspeise gibt es Filet im Teig. Um die Geschenke wird im Anschluss gewürfelt. «O Tannenbaum» oder «Let it snow»? Weder noch. «Last ­Christmas» ist mein abso­ luter Favorit, das läuft bei uns zu Hause rauf und runter. Zimt- oder Vanilleduft? Elf Monate im Jahr Vanille, im Dezember Zimt. Festlich oder im Pyjama? Festlich. Aber es muss auch bequem sein. Dein Geschenktipp? Selbstgemachte Guetzli oder Meersalz zum Kochen


MEINE WEIHNACHTSWELT | 16.12.2019 | 85

Vor den Festtagen holen auch Prominente ihren Weihnachtsschmuck aus dem Keller. Fünf Bekannte verraten uns, womit sie Baum und Wohnung dekorieren. ­Erraten Sie, wem welche Kiste gehört? Text: Lisa Stutz Bilder: Lea Meienberg, Jorma Müller Styling: Miriam Vieli-Goll

E

B

C Peach Weber (67)

Der Komiker ­feiert Weihnachten am 25. Dezember daheim in Hägglingen AG. Da trifft sich die Patchworkfamilie zu F ­ ondue chinoise und ­bourguignonne. Lichterkette oder Kerzen? Kerzen. Ich zünde sie am liebsten mit einem ­Holzzündhölzli an. Gold oder Silber? Gold gefällt mir besser. Ich war ja mal Spitzensportler. Christkind oder Weihnachtsmann? Das Christkind. Der Weihnachtsmann gehört für mich nicht in unsere G ­ egend. Dein Geschenktipp? Meine Kinderbücher rund um Zwerg Stolperli. Dazu gibt es auch ein lustiges Spiel zu kaufen.

D Bea Petri (64)

An Weihnachten lädt die Schminkbar-Gründerin ihre Familie nach Steckborn TG ein. Es gibt Champagner, einen ­feinen Apéro, ihr Mann kocht. Es folgt die Bescherung – die hält sich aber in Grenzen, seit Petri sich sozial in ­Afrika engagiert. Glaskugeln oder Schokoladetannenzäpfen? Glaskugeln. Als Kind war das ­natürlich umgekehrt. Flötenkonzert oder Stereoanlage? Flötenkonzert. Von meinen drei Grosskindern wird wohl noch einiges zu hören sein.

Patric Haziri (29)

Der aktuelle Bachelor feiert bei seinen Eltern oder bei den Grosseltern zu Hause. Dieses Jahr sitzt vielleicht ­jemand Neues am Familientisch, denn Patric entscheidet sich im Finale (16. Dezember, 20.15 Uhr, 3+) für seine ­Auserwählte. Fondue chinoise oder Weihnachtsbraten? Weder noch. Ich esse selten Fleisch.

Rentier oder Eseli? Rentiere gefallen mir sehr.

Melanie Oesch (32)

Die Sängerin von «Oesch’s die Dritten» feiert mehrmals: mal in kleinerer, mal in ­grös­serer Runde – und ganz traditionell mit Tannenbaum und Fondue chinoise. «Drei Haselnüsse für ­A schenbrödel» oder ­« Kevin – Allein zu Haus»? «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» ist mein ­Lieblingsweihnachtsfilm. Zimtsterne oder Mailänderli? Zimtsterne. Ich mag Zimt – nicht nur an Weihnachten.

Glühwein oder heisse Schokolade? Glühwein – herrlich!

Kleine Feier oder grosse Party? Grosse Party: Es ist laut, es wird getrunken und viel gegessen. Das mag ich.

Schneeballschlacht oder Waldspaziergang? Spaziergang, ist entspannter.

Dein Geschenktipp? Mein neues Kinderbuch ‹Bia ­entdeckt Afrika›.

Dein Geschenktipp? Ein Wellnessgutschein geht immer.

Dein Hörtipp? Unser n ­ euer Weihnachtssong ‹Weihnacht beginnt i­ m Herzen›.


86 | 16.12.2019 | MEINE WEIHNACHTSWELT

«Oluptati opti occulle ctature rspidis dit, qui omnis eum endusamet» 253_LT_stumpf_ohne GR_QS_x08 oreribusda

2 Das sagt die Besitzerin oder der Besitzer: «Ich zelebriere das Schmücken, es ist für mich wie Yoga. Mein Stil ist klassisch, ich mag es hell und in Naturtönen. Es darf auch ein bisschen funkeln und glitzern. Farbige Bäume mag ich nicht so gern.»

4 Das sagt die Besitzerin oder der Besitzer: «Meinen Stil würde ich als nostalgisch ­bezeichnen. Ich kaufe nicht oft neue Stücke, in meinem Sortiment sind noch viele ­Kugeln meiner Eltern. Ich schmücke jedes Jahr am 24. Dezember. Der Baum und der Esstisch sollen schön festlich aussehen.»

3

Das sagt die Besitzerin oder der Besitzer: «Ich peppe meine sonst schlichte, ­stylische Einrichtung ­Anfang Dezember weihnachtlich auf. Das gehört für mich dazu. Ich über­treibe dabei aber nicht und verteile nicht Schneeflocken in der ganzen Wohnung.»


MEINE WEIHNACHTSWELT | 16.12.2019 | 87

5 Das sagt die Besitzerin oder der Besitzer: «Ich schmücke meistens in der Woche vor Weihnachten. Meine Deko ist ein Sammelsurium von Dingen, die sich über die ­ Jahre angesammelt haben. Ich ­kaufe nicht oft Neues, manchmal ­bekomme ich etwas geschenkt.»

Lösung: A2, B5, C4, D3, E1


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