Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch
PETER BLASER I 8
Mit dem Ballon über Burma VON APÉRO BIS DESSERT I 37
Köstliches zu Weihnachten FAMILIE I 85
Wenn sich Grosi immer einmischt
Mops und Mühle
Bild: Gian-Marco Castelberg
Bluesmusiker Philipp Fankhauser betreibt neu eines der legendärsten Schweizer Musiklokale, die Mühle Hunziken. Und er hat einen neuen Freund: Baby-Mops Trevor. I 16
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
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| siehe Seite 86 | www.mittelthurgau.ch
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DIESE WOCHE 4 |
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INHALT
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor
Botschaften senden Immer das Gleiche: Der Vorweihnachtsstress treibt uns bis kurz vor den heiligen Tagen an. Die Geschenke sind noch nicht verpackt, verschnürt und beschriftet, die Kärtchen nicht geschrieben. Viel schlimmer: Bei vielen sind die Geschenke gar noch nicht gekauft. Schenken – muss das denn sein? Wo doch eine neue amerikanische Studie behauptet, Schenken sei Verschwendung von Ressourcen. Da nämlich der Beschenkte, gemäss Tests, den Wert des Geschenks im Schnitt etwa 10 bis 30 Prozent unter dem wirklichen Wert schätzt, wird effektiv Wert vernichtet. Würde man stattdessen Geld verschenken, könnte man dies verhindern.
Und wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, jetzt also im Verzug sind – die Spielkonsole für Göttibub Loris noch nicht gekauft, das Trampolin für Tochter Lara noch nicht abgeholt ist oder die göttliche Eingebung fürs Grosi weiter auf sich warten lässt –, nur keine Panik: Es bleiben Ihnen immer noch einige Tage Gnadenfrist. Sie hätten übrigens nicht per Zufall eine Idee, was man einer sympathischen Schwester mit grosser Leidenschaft für gutes Essen und ebensolche Kochkünste schenken könnte? Vorschläge einfach an unten stehende Mailadresse …
hans.schneeberger@migrosmedien.ch
30 | AKTUELL Familie Ratnagar könnte sich nie ein Wochenende in St. Moritz leisten. Die Spendenaktion der Migros macht es indirekt möglich.
MIGROS-WOCHE 6 | Aktuelles
MENSCHEN
8 | Heissluftballone über dem Urwald Der Emmentaler Peter Blaser organisiert im ehemaligen Burma seit 16 Jahren ein internationales Ballontreffen. 15 | Auf ein Wort 16 | Philipp Fankhauser Der Bluesmusiker haucht dem Musiklokal Mühle Hunziken in Rubigen BE neues Leben ein. 19 | So feiern wir Weihnachten Was am häufigsten unter dem Christbaum liegt und wie viele noch eine Krippe haben, zeigt eine grosse Umfrage. 22 | Interview Was ist ein gutes Geschenk? Womit blamiert man sich?Philosoph Christoph Quarch über die Kunst des Schenkens. 27 | Kolumne: Der Hausmann.
AKTUELL
30 | Die grosse Migros-Spendenaktion 35 | Der neue L-Gesamtarbeitsvertrag Interview mit dem Migros-Personalchef.
SCHAUFENSTER
37 | Drei Gänge für ein Hallelujah Jakobsmuschelsalat,Kalbsschulterbraten mit Lauchknödeln & Schoggi-Semifreddo. 45 | Wieso nicht Fisch zu Weihnachten? 59 | Der Sélection-Geschenkkorb 60 | Vier Rezepte für festliche Kaffees 63 | Zwetschgencrumble selber machen 65 | Umweltschonende Ananas 66 | Nützlich und fein
SAISONKÜCHE
68 | Festtagsmenü vom Meisterkoch
IHRE REGION
73 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
Bilder: Mirko Ries, Lukas Lienhard, Zoo Basel, Picture Alliance, iStockphoto, Keystone
Aber eben: Schenken ist nicht nur ein Akt des Gebens, sondern eine ganz spezielle Form der Kommunikation, eines Gesprächs, wie Philosoph Christoph Quarch im Interview Philosoph Christoph Quarch. mit dem MigrosMagazin sagt (siehe Seite 22). Wer schenkt, gibt eine Botschaft weiter: Sei es eine ganz spezielle, individuelle, sei es eine Botschaft der Verlegenheit («Es tut mir leid, aber mir ist nichts eingefallen»). Auch bei Geschenken gilt: Nicht kommunizieren ist unmöglich. Nur eines geht nach Meinung von Christoph Quarch nicht: Geld schenken. «Da wird das Schenken zu einer ökonomischen Transaktion.»
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
INHALT | 5
.ch
68 | SAISONKÜCHE O du fröhliche: Heribert Förtsch, Küchenchef im Kurhaus Bergün, zeigt, wie die Weihnachtsgans garantiert gelingt.
■ Nächste Runde: Online-Adventskalender Auch diese Woche geht auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff jeden Tag ein neues Türchen auf. Schauen Sie täglich vorbei und gewinnen Sie tolle Preise von Ex Libris, Bosch, Braun oder Lego Technic. Wir wünschen bei der Teilnahme viel Glück! ■ Achtung Absturzgefahr Sie sind kraftlos und ausgelaugt. Viele Mütter bewegen sich nahe am Abgrund, schreibt unsere «Mamma Mia!»-Kolumnistin.
80 | LEBEN Wurzelbehandlung im Basler Zoo: Löwe Kali muss auf den Zahnarztstuhl.
LEBEN
79 | Big Brother oder gute Sache? Wer in Schweden den Unterricht schwänzt, wird von der Schule den Eltern gemeldet. 80 | Der Zoodoktor: Löwe beim Zahnarzt. 83 | Migros-Bank-Ratgeber: Ist Schenken wirtschaftlich gesehen Unsinn? 85 | Familie: Wenn Grosi die Enkel verwöhnt, sind Eltern nicht erfreut. 87 | Digital: Tablet und Notebook in einem. 88 | Auto: Seat Leon ST 2.0 TDI 4x4.
MEINE WELT
102 | James Gruntz Der Gewinner des Basler Pop-Preises verrät, wie er den perfekten Filterkaffee braut und wo er gern zmörgelet.
RUBRIKEN
14 | Forum/Leserbriefe 91 | Leseraktion 93 | Rätsel und Spiele/Impressum 100 | Cumulus
■ Schwedisch schwänzen Im hohen Norden informieren Lehrer die Eltern per SMS, wenn Kinder schwänzen. Ist das in Ordnung oder geht das zu weit? ■ Volkstablet im Testvideo Tablet und Notebook in einem für unter 300 Franken: Sehen Sie unser Fazit im Testvideo und gewinnen Sie sechs Tablets.
■ Schenken Sie noch? Legen Sie noch Gschänkli unter den Weihnachtsbaum, oder haben Sie das Ritual abgeschafft? Ihre Meinung interessiert uns.
■ Skisaison ist eröffnet Die Skiregion Adelboden-Lenk startet in die Wintersaison, Saas-Fee offeriert im Dezember Preise wie vor 30 Jahren, und St. Moritz verkauft Tickets für das Gourmet Festival 2015.
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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MIGROS-WOCHE 6 |
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AKTUELLES
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Ensemble» holt Platin
Das Migros-Weihnachtslied wurde bereits knapp 38 000 Mal heruntergeladen. Für diesen Erfolg gab es jetzt eine Platin-Schallplatte.
Den Song und das Video dazu gibt es hier: www.migros.ch/spenden
Die Macher, zwei der 23 Künstler und ihre Trophäen: (v. l.) Roman Camenzind (Produzent und Komponist), Pepe Lienhard (Musiker), Luca Hänni (Sänger) und Georg Schlunegger (Produzent und Komponist).
Kinder brettern über die Pisten
Mit Schwung ins nächste Tor: Pistenspass beim GP Migros.
Mit dem GP Migros startet am 4. Januar das grösste Jugendski rennen Europas. Rund 7000 Kinder und Jugendliche werden für die ins gesamt 13 Qualifikationsrennen ihre Ski wachsen und während drei Mo naten in verschiedenen Skigebieten der Schweiz um Hundertstelsekun den kämpfen. Die drei Bestklassier ten jeder Alterskategorie qualifizie ren sich für das Finale vom 28. bis 29. März in Les Crosets VS. Ne ben dem Wetteifer stehen vor allem
auch der Spass und das Renner lebnis im Vordergrund. Mitmachen können alle Kinder und Jugend lichen im Alter von 8 bis 16 Jahren. Eine Teilnahme kostet 20 Franken. Auf einer verkürzten Strecke und ohne Zeitmessung dürfen auch sechs bis siebenjährige Kinder zum ersten Mal etwas Rennluft schnuppern. Anmeldung und Infos: www.gp-migros.ch
Bilder: Jorma Müller, Interhome, StockFood, Erwin Züger
A
nfang Dezember schoss der Migros-Weihnachtssong «Ensemble» direkt auf Platz 1 der Schweizer Hitparade. Jetzt erhält er Platinstatus. Rund 38 000 Mal wurde das Lied bisher heruntergeladen und damit die Spendenaktion der Migros unterstützt. Der Download-Erlös geht vollumfänglich an vier Hilfsorganisationen in der Schweiz. «In diesem Lied singe ich zum ersten Mal überhaupt berndeutsch. Das hat mich zwar Überwindung gekostet, aber ich freue mich sehr, dass der Song nun so erfolgreich ist», erzählt Sänger Luca Hänni. Aufgenommen wurde «Ensemble» mit 23 Künstlern in bloss zwei Tagen. «Unser Hauswart hat fast stündlich den Studioeingang gefegt, weil dauernd bekannte Gesichter auftauchten und er einen guten Eindruck hinterlassen wollte», erzählt Roman Camenzind. Zusammen mit Komponist Georg Schlunegger hat er den Song geschrieben und produziert. «Das Spezielle dabei war, dass wir das Lied für verschiedene Tonlagen komponieren und dabei jeder Stimme gerecht werden mussten», erzählt Schlunegger. Dass ihr Song nun eine Platinschallplatte erhalten hat, ist auch für die beiden erfolgreichen Musikproduzenten eine nicht alltägliche Geschichte.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
MIGROS-WOCHE AKTUELLES | 7
Versprechen eingelöst Am Escalade-Lauf in Genf überquerte Timon Chomarat (8) als 200 000. Migros-Läufer die Ziellinie. Speziell ist sein Zieleinlauf deshalb, weil die Migros damit ihr Generation-M-Versprechen erfüllte. Die Vorgabe lautete, jährlich bis Ende 2015 Laufveranstaltungen für 200 000 Sportler zu ermöglichen. Als Auszeichnung erhielten Timon und seine Familie einen Migros-Einkaufsgutschein im Wert von 1000 Franken.
Wer darf eine Woche ins Chalet? Wir verraten es online auf Migrosmagazin.ch
Weihnachtsfotowettbewerb: Die Sieger stehen fest! Fast 1200 Migros-Magazin-Leserinnen und -Leser nahmen an unserem Fotowettbewerb rund um die Themen Advent und Weihnachten teil und schickten uns ihre schönsten Fotos. Auch beim abschliessenden Voting war das Interesse gross: Die am besten bewerteten Bilder erhielten zahlreiche Stimmen. Sie möchten wissen, wer gewonnen hat? Auf Migrosmagazin.ch/Weihnachten finden Sie es heraus.
ZAHL DER WOCHE
80 000
Die Migros verkauft jedes Jahr rund 80 000 Christbäume in den grösseren Filialen und in den Fachmärkten von Do it + Garden. Dabei setzt die Detailhändlerin auf einheimische Herkunft: Insgesamt kommen heute gut zwei Drittel aller Christbäume aus der Schweiz. Die importierten Bäume stammen aus Dänemark.
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Exotischer Liebling
Süss, saftig, vielseitig – die Mango hat es in sich. Sie ist nicht nur pur ein Favorit, sondern auch der Star in vielen asiatischen Gerichten. Dank ihrer fast cremigen Konsistenz ist sie ideal für Smoothies und den indischen Joghurtdrink Lassi. Die Farbe der Mango sagt übrigens nichts über ihre Reife aus. Wenn die Frucht reif ist, duftet sie rund um den Stiel. Die Früchte werden in Ihrer Migros genussreif angeboten. Bei Zimmertemperatur sind sie dann rund zwei bis drei Tage haltbar.
MENSCHEN 8 |
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PORTRÄT
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Viel mehr als heisse Luft
Peter Blaser ist einer der besten Ballonfahrer Europas. Mit dem Heissluftballon hat er schon viele Länder bereist. Ende Dezember schwebt er wieder über dem ehemaligen Burma, wo er zum 16. Mal ein Ballontreffen organisiert hat.
W
enn der Emmentaler Peter Blaser (69) mit seinem Heissluftballon im burmesischen Bagan hoch über die Pagoden hinaufsteigt, so ist es gut möglich, dass ihn ein einheimischer Pilot anfunkt und begrüsst: «Hello Mister Peter, welcome back!» Denn den Berner kennt man im fernen Myanmar (ehemals Burma). Seit 1998 organisiert er jährlich ein internationales Ballonmeeting im asiatischen Land. Ab dem 28. Dezember steigen sie wieder während zwei Wochen an verschiedenen Orten von Burma in die Lüfte. Mit dabei: eine handverlesene Truppe von Ballonfahrern aus aller Welt. «Mit dem Ballon zu reisen, ist eine einzigartige Möglichkeit, ein Land zu entdecken», schwärmt Peter Blaser, der in seinem Haus in Hasle-Rüegsau BE am Esstisch sitzt. Durch die Glasfenster sieht man in den Garten, der Wind weht. «Man landet meist irgendwo in einem Dorf nebenan, fern vom Tourismus. So kommt man mit den Menschen viel unmittelbarer in Kontakt.»
Geschichte der Ballonfahrt Am 5. Juni 1783 lassen die Brüder Montgolfier erstmals einen Heissluftballon steigen. Im ersten Passagierflug, den sie Louis XVI demonstrieren, sitzen keine Menschen, sondern ein Schaf, eine Ente und ein Hahn. Strohballen und Wolle wurden verbrannt, bis er abhob. Nach damaligem Wissen dank dem Rauch.
1783
Als er mit seiner Frau Regina (70) das erste Mal Burma besuchte, war das Land wirtschaftlich vom Westen abgeschottet, die Militärjunta war an der Macht, Touristen waren selten, Autos ebenfalls, und Elektrizität war nicht einmal in den Städten rund um die Uhr selbstverständlich, Heissluftballone gab es im ganzen Land keinen einzigen. «Es war ein kleines Wunder, dass wir die Bewilligung erhalten haben», erinnert sich Regina. Sie ist bei den Abenteuern ihres Mannes meist als Passagierin und Fotografin dabei.
Blasers haben schon 40 Länder mit dem Ballon bereist Es ist die Herzlichkeit der einheimischen Bevölkerung, die ihr Herz erobert hat. Damals wie heute ist die offene, freudige Art der Burmesen überwältigend: Wo auch immer sie in Myanmar auftauchten, rennen Kinder dem Ballon nach, rufen begeistert «Hello!» hoch. Landet Peter Blaser mit dem Korb irgendwo in einem Feld, ist schnell das halbe Dorf da und hilft mit, den Ballon
1805 konstruiert der Berner Samuel J. Pauli einen Ballon in Fischform. Es ist das erste lenkbare Luftschiff der Welt. Es fliegt in Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes über die Pariser Champs Elysées.
1785 überqueren der Franzose Jean-Pierre Blanchard und der Amerikaner John Jeffries erstmals den Ärmelkanal in einem Ballon. Sie müssen bis auf ihre Unterhosen sämtlichen Ballast abwerfen, um nicht zu wassern.
1785
1805
1862 steigt ein Ballon in England erstmals auf 9000 Meter hoch. Zwei Meteorologen wollen Wettererscheinungen erforschen – ohne Sauerstoff und Druckanzüge.
1862
einzusammeln, ihn zu verpacken, und Korb, Propanflaschen und Brenner zur Strasse zu tragen, wo sie jeweils auf die Bodencrew warten, die sie abholen. Der Besuch in Myanmar ist auch immer wieder ein humanitäres Engagement: Während zweier Wochen verdient die etwa 30-köpfige einheimische Bodencrew einen guten Lohn, Regina Blaser kauft auf dem Markt Stoff und lässt von Schneiderinnen zahllose Mitbringsel für Freunde nähen, Ehemann Peter hat auch schon containerweise Stühle gekauft und exportiert, um dortige Produzenten unter die Arme zu greifen. Und sie unterstützen mit einem massgeblichen Beitrag die Berufsschule CVT in Yangon, die Lehren nach Schweizer Vorbild anbietet. Nicht nur das buddhistische Burma mit seinen vielen traumhaften Pagoden und Stupas (heilige Stätten der Buddhisten) hat es ihnen angetan. Sie haben schon etwa 40 Länder mit dem luftigen Gefährt bereist. Wie viele es waren, wissen sie selbst nicht mehr genau. «Brasilien, Indien, Qatar, Madagaskar», fängt
Der Schweizer Eduard Spelterini überquert als erster Mensch die Alpen – von Sitten nach Besançon (F) in 5 1/2 Stunden. Auf weiteren Fahrten nehmen Biologen, Geografen, Mediziner und Physiker teil, auch Ferdinand Graf von Zeppelin.
1898
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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PORTRÄT | 9
1. Stille Fahrt übers Wasser bei Loikow nahe der thailändi schen Grenze. 2. Heizen und aufsteigen: Peter Blaser ist in seinem Element. 3. Helfende Hände, wo immer die Ballonfahrer landen: Die Leute in Myanmar sind freundlich, hilfs bereit ... 4. ... und neugierig.
1
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Schweizer Tradition
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Zutaten: 24 Kartoffeln, Salz, 24 Tranchen Bratspeck, 8 Spiesse, 2 EL Olivenöl, 400 g Raclettekäse, Raclette-Gewürz, einige Cornichons und Silberzwiebeln. Zubereitung: Kartoffeln in Salzwasser 15–20 Minuten weich kochen. Abgiessen und etwas abkühlen lassen. Je 1 Specktranche um jede Kartoffel wickeln. Je 3 Kartoffeln auf einen Spiess stecken. Im Öl beidseitig ca. 2 Minuten anbraten. Mit geschmolzenem Käse anrichten. Mit Gewürz bestreuen und mit Cornichons und Silberzwiebeln servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 15–20 Minuten köcheln lassen
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
Peter Blaser an aufzuzählen. «… unsere Nachbarländer, dann Schweden, Portugal, die Tschechei, Estland, Lettland …», fährt er fort. Er hat auch schon den Roten Platz und den Kreml überflogen, ist der Chinesischen Mauer entlanggefahren und über die Wüste Marokkos geschwebt – immer wieder dicht über der Erdoberfläche, wenige Meter über Hausdächern, Baumwipfeln oder Sanddünen. «Man ist meist weniger als 100 Meter hoch in der Luft, so kriegt man etwas vom Land mit. Ab 500 Meter wird die Welt flach.»
«Ich war sicher, das Ballonfahren ist mir viel zu langsam» Die Leidenschaft fürs Ballonfahren hat Peter Blaser zufällig entdeckt. Vor 25 Jahren kaufte er einen Ballon für seine Firma Blaser Swisslube in HasleRüegsau, eine Firma, die Schmierstoffe für die Metallverarbeitung herstellt. «Wir sind so unscheinbar und versteckt inmitten der Hügel des Emmentals. Ich wollte, dass man uns sieht.» So stieg er 1989 mit dem ersten blau-weissen Blaser-Heissluftballon auf. Dass ihn damit das Ballonfieber befallen würde, hätte er nie für möglich gehalten. «Ich war sicher, das ist mir viel zu langsam», sagt er verschmitzt. Bis dahin war er regelmässig als Pilot mit einem Propellerflugzeug unterwegs. Doch kaum mit dem Ballon in der Luft, wars um ihn geschehen. Er erzählt, wie gut man mit der Zeit den Wind, die Luftschichten und Wetterverhältnisse kennen- und einschätzen lernt, wie er die Herausforderung liebt, die richtigen Winde aufzuspüren. Man spürt seine Leidenschaft, in den manchmal unberechenbaren Höhen zu navigieren. «Man kennt grob die Verhältnisse und muss in der Luft laufend
1900 wird in der Schwei zer Armee ein Ballon bataillon eingeführt, so wie es die meisten euro päischen Staaten besit zen. 1937 wird die Truppe wieder aufgelöst.
1900
1906 findet erstmals der Gordon Bennet Cup statt. 1908 gewinnt ein Schwei zer Team – sie fliegen in 73 Stunden von Berlin ins 1190 Kilometer entfernte norwegische Bergseth.
1906
Peter Blaser muss in einem Dorf in Myanmar zwischenlanden, weil er ein neues Funkgerät braucht.
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PORTRÄT | 11
entscheiden, wie weiter, das gefällt mir», sagt Peter Blaser. «Du kannst 100 Mal über das Emmental fahren, und jedes Mal ist es etwas Neues.» Wie damals im Winter, als er im stabilen Kaltluftsee im Mittelland abhob und auf 2500 Meter in einen schnellen Wind geriet und mit über 100 km/h in nordöstlicher Richtung fuhr und dreieinhalb Stunden später südlich von München problemlos landete. Lachend erzählt er, wie der Tower vom Flughafen Kloten bemerkte: «Du hast aber einen rechten Zacken drauf.» In welche Richtung es geht, bestimmt der Wind. Steuern kann der Pilot nur insofern, als er steigt und sinkt und so unterschiedliche Windrichtungen in den verschiedenen Luftschichten ausnützt. Mit dem Zünden des Gasbrenners steigt der Ballon, mit dem Öffnen des Parachute, eines Ventils im oberen Hüllenteil, sinkt er.
Einmal setzte er seinen Ballon auf einem Schiff im Fluss auf
In Yangon unterstützt das Ehepaar Blaser die Berufsschule CVT, die Burmesen Lehren nach Schweizer Vorbild anbietet.
1928 steigt das Luftschiff Graf Zeppe lin zum ersten Mal auf. Das Passagier schiff ist 236,6 Meter lang, es kann mit Gas oder Benzin angetrieben werden. Das Luftschiff umfährt 1929 die Erde.
1931 erreicht Auguste Piccard im selbst entwor fenen Ballon als erster Mensch die Stratosphäre, er steigt in eine Höhe von 15 785 Meter auf.
1928
1931
Nicht immer stimmen die Vorhersagen, und nie weiss Peter Blaser genau, was ihn in der Luft erwartet – trotz Vorhersagen und Wetterapps. Wie damals, als ihn der Wind bei einer Alpenüberquerung statt nach Turin ins Aostatal blies. Als der Wind auch noch abrupt änderte, blieb ihm nichts anderes übrig, als dort zu landen. «Das war holprig. Etwa 70 Meter schleifte es uns über den Boden», erinnert er sich. Der Wind blies mit 35 Kilometer pro Stunde (km/h) viel zu schnell – zum Landen gelten 15 km/h als unproblematisch. Ganz der Kapitän, liess er sich nie von solchen Unwegsamkeiten beeindrucken. Die wohl spektakulärste Landung ist ihm in Myanmar gelungen: Er hat auf einem Schiff im Fluss Irrawaddy aufgesetzt.
Die 1960erJahre sind das Revival der Heissluft ballone. Sie verdrängen die Gasballone fast voll ständig. Sie sind mobil, können überall starten, zur Erhitzung der Luft sind Gaspatronen er forderlich, die man gut transportieren kann.
1960
1971 vergibt das Eidge nössische Luftamt die erste Bewilligung zum Betrieb einer Schule für Heissluftballonfahrer. Die Schulungsunterlagen werden von etlichen Ländern übernommen.
1971
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der
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
«Der Wind hatte nachgelassen, ich war mitten über dem Fluss und kam nicht mehr ans andere Ufer.» Als ein Tanker unter ihm vorbeifuhr, gaben sich er und der Schiffskapitän Zeichen. «Er ist unter den Korb gefahren, und ich bin auf Deck gelandet», erzählt er fröhlich. «Wo sonst passiert einem schon so etwas?» «Beim Ballonfahren ist es wie beim Leiten der Firma», erklärt Regina Blaser. «Peter hat sich immer sehr gut in formiert, sich gut vorbereitet. Aber etwas Glück braucht es bei beidem, immer.» Peter Blaser schaut seine Frau liebe voll an. Seit über 40 Jahren sind sie verheiratet, Tag für Tag ist sie an seiner Seite und war während seiner ganzen Karriere als Geschäftsleiter für die Kom munikation der Firma zuständig. Auch heute noch ist sie es, die Mails beant wortet, Anfragen entgegennimmt und Fotos verschickt.
«Ich will helfen, dass junge Burmesen eine Chance erhalten.»
Auch Bertrand Piccard war beim Ballontreffen dabei
Bilder: Keystone (7), AKG (1), Ullstein Bild (2)
Ihr Mann gehört zu den versiertesten Piloten des Landes: Zweimal wurde er Schweizer Meister, 1993 und 1997, ein mal VizeEuropameister mit Othmar Hochreutener, 1998. Auch Bertrand Piccard war schon mit Blasers in Burma. Als er beim ersten Versuch, die Welt im Ballon zu umrunden, in Myanmar lan den musste, hatte er keine Gelegenheit das Land zu sehen. 1999, nachdem ihm die Weltumrundung endlich glückte, holte er das nach, und schloss sich Bla sers Ballontreffen kurzerhand an. Peter Blaser ist aber keiner, der mit Namen prahlt oder seine Erfolge an die grosse Glocke hängt. Im Gegenteil. Seine zu rückhaltende Art ist ein typischer Wesenszug von ihm: Lieber bewegt er etwas, als darüber zu sprechen.
1999 fahren der Waadtländer Bertrand Piccard und sein britischer Ballonfahrerkollege Brian Jones um die Erde: Sie starten mit einer Rozière, einer Kombination aus Heissluft- und Gasballon. Sie brauchen 19 Tage und 21 Stunden. 1972 werden in der Schweiz die ersten Heissluftballon-Pilotenbrevets ausgestellt.
1972
1999
Nicht nur in den Lüften, auch als Firmenchef war er ein erfolgreicher Kapitän. Er hat den Familienbetrieb, den sein Vater gegründet hat, zu einer international erfolgreichen Firma für Kühlschmiermittel in der Metallver arbeitung gemacht – mittlerweile gibt es 13 Tochterfirmen weltweit. Vor vier Jahren zog er sich dann in den Verwal tungsrat zurück und hat die Geschäfts leitung seinem Sohn Marc (39) über geben. Und natürlich spielt der Ballon auch im Geschäft eine wichtige Rolle. «Er ist ein Teil unserer Unternehmenskultur.» Und diese ist ansteckend.
Soziale Verantwortung gegenüber den Angestellten Die nordamerikanische Tochterfirma besitzt vier Ballone, Deutschland hat einen, in Indien ist man interessiert. In HasleRüegsau sind 70 Mitarbeiter – gut ein Viertel der Belegschaft – in der firmeneigenen Ballongruppe, zehn davon besitzen den Pilotenschein. Das Geschäft liegt einen Katzen sprung von Peter und Regina Blasers Zuhause entfernt an der Emme. Auf dem Firmengelände befindet sich der Start platz: Ein grosses grünes Stück Rasen direkt neben dem Gebäudekomplex mit Produktionshallen, Laborgebäuden, Fertigungsanlagen und Lagern. Mitten in den modernen Bauten steht ein herziges Häuschen mit Ziegeldach. «Hier bin ich aufgewachsen», sagt Peter Blaser stolz. Heute ist dies das Pförtner haus. So, wie das Häuschen stehen bleibt, so bleibt auch trotz des inter nationalen Erfolgs der Hauptsitz in HasleRüegsau bestehen. «Ich habe eine soziale Verantwortung gegenüber den Angestellten. Und sowieso: Nir gendwo sonst finden wir so gut ausge
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bildete Leute wie in der Schweiz. Sie sind die Basis des Erfolgs, und diese Basis behalten wir.» Sogleich kommt er wieder auf sein geliebtes Myanmar zu sprechen. Dort unterstützt er die Schweizer Stiftung und Berufsschule CVT: «Ich will helfen, dass junge Burmesen im harten Konkur renzkampf eine Chance erhalten.» Seit vier Jahren findet im Land ein Demokratisierungsprozess statt: Es wurde eine zivile Regierung eingesetzt, der Westen lockerte Handelsblockaden, und nun herrscht ein enormer wirt schaftlicher Aufschwung. Ausbildungs plätze sind dringend notwendig, denn Bildung wurde von den einstigen Macht habern systematisch verunmöglicht. Peter Blaser hat also trotz aller Höhenflüge mit dem Ballon und seiner Firma die Bodenhaftung nie verloren. Wenn er Gutes tun kann, so tut er es. Schon jetzt freut sich ein Team von gut 30 Burmesen, das im Winter während gut zwei Wochen als Bodencrew für «Mister Peter» arbeiten kann. Text: Claudia Langenegger Bilder: Ueli Christoffel
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Unterwegs in China, Myanmar, Marokko In kurzen Videos sehen Sie, was Peter Blaser auf seinen Ballonfahrten sieht und erlebt.
Heute besitzen in der Schweiz rund 300 Personen ein Ballonfahrer-Brevet. Es sind 318 Heissluftballone, 7 Gasballone und 9 Luftschiffe registriert.
2002 umrundet der amerikanische Abenteurer Steve Fossett die Erde mit einer Rozière im Alleingang. Er braucht 13 Tage und 8 Stunden.
2005 erreicht der Inder Vijaypat Singhania als Erster in einem Heissluftballon 21 291 Meter Höhe.
2010 unternehmen Schweizer Forscher eine Ballonfahrt über den Kilimandscharo. Sie untersuchen Gase und Aschepartikel des Vulkans.
2002
2005
2010
2014
FORUM
14 | LESERBRIEFE
MM 50: «Männer glauben an Liebesklischees», Interview mit Paarberater Christian Thiel
«Lieber ganz allein als zu zweit allein» Den vielen Witwen und Witwern gegenüber finde ich es einen Affront zu behaupten, es sei grauenvoll, das Leben allein zu bestreiten. Jeder kann so leben, wie er will, und glücklich sein.Es gibt ja auch noch Angehörige oder Freunde. Lieber ganz allein als zu zweit allein. Heidi Bär, 4665 Oftringen
Wir haben fast mehr Menschen, die allein leben als in Partnerschaften. Und die haben alle ein grauenvolles Leben? Sehr viele Frauen heiraten nach dem Tod des Ehemanns nicht mehr und geniessen diese neue Freiheit. Dass Ehepaare zusammenleben, heisst nicht, dass sie ein glückliches und erfülltes Leben haben. Susanne Dym Hagnauer, 3612 Steffisburg
Ab MM 47: «Zusammen feiern», Spendenaktion der Migros
«Wir sollten uns bewusst sein, wie schön wirs haben» Endlich merkt man, dass es auch in der Schweiz Menschen gibt, die Unterstützung jeglicher Art brauchen. Diese Idee
kann ich allen wärmstens empfehlen, den Song find ich ebenfalls sehr schön, danke! Anni Kälin-Abegg, 8836 Bennau
Der Song und das Video berühren mich sehr. Die Stimmung in dieser gemütlichen Berghütte rückt bis ins Herz vor. Wir sollten uns bewusst sein, dass wir an einem wunderbaren Ort leben dürfen, ein gutes Leben führen können. Lernen wir es wieder zu sehen und zu schätzen! Und denken an die Menschen, die warum auch immer dies nicht haben! Das Schicksal kann jeden von uns aus irgendwelchen Gründen einholen. Ich bin erstaunt, dass wir so viele gute Musiker mit Herz haben, und ich freue mich darüber, dass auch wir nun eine Art «We Are the World»-Song haben. Danke, liebe Migros! Danke schön, liebe Sänger und Sängerinnen und allen, die mitgemacht haben. Regina Fürst, online
Die Stars Fabienne Louves, Sebalter, Francine Jordi und Lina Button (v. l.) bei den Dreh arbeiten zum MigrosVideo «Ensemble».
Immer an Weihnachten kommen Spendenaufrufe. Gibt es nur an Weihnachten «arme» Menschen? Marlies Güttinger, 8552 Felber-Wellhausen
MM 50: «Vom Hamsterrad ins Cockpit», Porträt über den «Kaospiloten» Mario Grossenbacher
«Mit Kohle ist es einfacher, sich zu verwirklichen» Mehr Menschen sollten den Mut haben, diesen Weg zu gehen. Eine einfache Frage steht im Vordergrund: «Wie fühlen Sie sich, wenn jemand Sie fragt, was Sie beruflich machen?» Wenn Sie sich nicht freuen, machen Sie das Falsche. Hugo Bühlmann, online
Für einen Manager, der viel Kohle gescheffelt hat, ist es einfacher, sich zu verwirklichen, als für Elektriker, Schreinerinnen und Köche. Hans Nötig, online
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin. ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben. Anzeige
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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AUF EIN WORT | 15
25 JAHRE «THE SIMPSONS»
«Synchronisieren wird unterschätzt»
Neue Folgen mit der beliebtesten TV-Familie der Welt gibts ab 5. Januar auf Pro7.
Am 17. Dezember 1989 wurden «The Simpsons» erstmals im USFernsehen gezeigt. Fast genauso lang ist Norbert Gastell im Einsatz, die deutsche Synchronstimme von Familienvater Homer Simpson.
Bilder: TM Twentieth Century Fox Film Corporation, PDFilm Coropration, PD
Norbert Gastell, ahnten Sie, wie langlebig «The Simpsons» sein würden, als Sie 1991 die Synchronstimme von Homer übernahmen?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte keine Ahnung, was da auf mich zukam. Es ist, glaube ich, die längste Serie, die je auf Deutsch synchronisiert worden ist. Weshalb ist die Serie so erfolgreich?
Norbert Gastell (85) ist verheiratet und lebt in München.
Weil sie auf zwei Ebenen funktioniert. Die Jüngeren finden die Gags lustig, die Älteren wissen die clevere Satire auf den American Way of Life zu schätzen. Wie sind Sie damals zu dem Job gekommen?
Sie haben einen Typ gesucht, der so ähnlich aussieht (lacht). Nein, ich wurde angefragt, weil ich neben Theater- und TV-Rollen auch oft synchronisiere. Hat Homer sich in all den Jahren entwickelt?
Er hat sich kein bisschen verändert. Er bleibt ja auch immer 39 Jahre alt.
Und Ihre Arbeit, hat die sich verändert?
Oh ja. Früher waren wir mehrere Synchronsprecher, die gemeinsam arbeiteten, aber seit vielen Jahren stehe ich nun allein vor dem Mikrofon. Das kostet die Produzenten zwar weniger, aber ich finde, dass durch die mangelnde Interaktion auch etwas verloren geht. Spielen Sie hinter dem Mikrofon, oder sprechen Sie nur?
Eigentlich sind wir Synchronschauspieler. Wir erhalten das übersetzte Drehbuch und spielen unsere Rolle unter Anleitung eines Regisseurs – nur so kommt die Stimme überzeugend rüber.
Mit 85 sind die meisten pensioniert. Arbeiten Sie noch fürs Geld oder nur aus Spass?
Beides ein bisschen. Ich werde das sicher noch so lange machen, wie es geht. Was meinen Sie, was los wäre, wenn Homer plötzlich mit anderer Stimme spricht? Das Problem hatten wir mit Grossvater Simpson, weil uns gleich drei Synchronsprecher weggestorben sind. Der Regisseur hat mich gefragt, ob ich nicht den Grossvater auch noch sprechen könnte. Ich fand, lieber nicht, ich will noch ein bisschen hierbleiben (lacht). Interview: Ralf Kaminski
.ch
Wie lange sind Sie jeweils im Einsatz?
Pro Tag sind es 100 Takes, das dauert etwa fünf Stunden. Synchronisieren ist ziemlich anstrengend und wird leider oft unterschätzt. Es gibt viele Schauspieler, die das nicht können.
Scannen Sie den QR-Code oder besuchen Sie Migrosmagazin.ch/ Simpsons und sehen Sie Synchronsprecher im Video.
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PORTRÄT
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Die Legende lebt
Philipp Fankhauser ist schon seit 30 Jahren im Musikgeschäft. Sein Know-how stellte der bekannteste Bluesmusiker der Schweiz als Juror der Talentshow «Voice of Switzerland» unter Beweis. Nun übernimmt er eines der legendärsten Schweizer Musiklokale: die Mühle Hunziken.
Z
wei winzige Glupschaugen gucken aus dem schwarzen Schal: Trevor, der Baby-Mops, reckt den Kopf zu seinem neuen Herrchen. Mächtig im Grössenvergleich beugt sich Philipp Fankhauser (50) über das aktive Fellknäuel in seinen Armen. «So geliebt will ichmalwerden!»,sagtderBluesmusiker. Auf den ersten Blick wirkt er unnahbar, ernst, auch wenn er beteuert, «innerlich am Lächeln» zu sein. Immer wieder guckt er hinunter, mit derselben leicht geneigten Haltung, mit der er sich über seine Gitarre beugt, und streichelt sein Hündchen, das nun die Tournee begleitet. Philipp Fankhauser ist ein wenig besorgt: «Da muess i dir no Ohreschützli choufe.»
Die Mühle Hunziken soll wieder «das ehrwürdige Juwel» werden Derselbe Mensch twitterte nach einem jahrelangen, nun gewonnenen Rechtsstreit: «#schafseckel». Er mag nicht kommentieren, auf wen das gemünzt ist, aber beim Lesen des entsprechenden Links wird klar: Es geht um die Mühle Hunziken in Rubigen BE, deren neuer Betreiber Philipp Fankhauser ist. «Das hat irgendwie gepasst, ‹Schafseckel› ist ja nicht beleidigend: ein schönes, uriges Schweizer Wort», und er fügt an: «Es gibt deine, meine und die wirkliche Sicht der Dinge, das wusste schon Muddy Waters.» Aus der Mühle wird er mit den neuen Besitzern wieder «das ehrwürdige Juwel» machen, das sie einst war. Die Qualität der Konzerte im Club soll beibehalten und noch gesteigert werden. Mehr verraten möchte er nicht, dafür sei er ein bisschen zu abergläubisch. Gute Sachen pflegt er gern. Wie seinen Thorens-TD-124-Plattenspieler, der gleich alt ist wie er. Alle zwei Jahre lässt er ihn revidieren. «Ich bin aber kein Freak, was das anbelangt: Ich bete Altes nicht an.» Die Losung, ob etwas gefällt, ist simpel: Eine Gitarre muss gut in den
Händen liegen, ein Song berühren. «Eine sagenhafte Stimme allein bringt nichts, wenn sie nichts transportiert.» Seine rauchige Stimme pflegt er nicht. Wenn er morgens aufsteht, freut er sich auf vier, fünf Tassen Schwarztee und ebenso viele Zigaretten. Rauchen tue er «mit grossem Vergnügen. I love it». Sein aktuelles Album Home knüpft an die vorherigen an. «Die Motive und die Seele sind immer noch gleich.» Er sei aber selbstsicherer und gelassener geworden. «Heute bin ich so vom Glück geküsst, ich habe aus mir einen fröhlicheren Charakter werden lassen.» Tendenziell sei er zwar ein glücklicher Mensch, «doch ich erinnere mich an viel Melancholie, Selbstzweifel, niedere Selbstwertgefühle». Als Kind und Jugendlicher kannte er Tiefpunkte, dunkle Momente. Teils hätten die mit seinem «unattraktiven Äusseren» zu tun gehabt: «Ich habe mich ziemlich gehen lassen als Teenager.» Bis heute plage ihn manchmal das Gefühl, nicht sonderlich gut auszusehen. Umso befreiender war es, als er vor einem Jahr seinen neuen Partner kennenlernte, der sich in ihn verliebte, ohne zu wissen, wer er, Philipp Fankhauser, ist. «Auf der Bühne geht es mir gut: Da habe ich keine Selbstzweifel.» Live kommt er richtig aus sich heraus, lacht und scherzt mitten im langsamen Blues-Song: «Möget dr das überhoupt ghöre?» Nach dem dritten Song tanzt das Publikum am Konzert im Bierhübeli in Bern vor knapp einer Woche mit, pfeift, applaudiert. Er erzählt Geschichten, interagiert mit dem Publikum. «Ich muess ja geng Konzert gäh – aber ja, es git schlimmeri Schicksal.» Das unbändige Verlangen nach der Bühne und danach, diese Musik zu bringen, die Menschen vom Blues zu befreien, treiben ihn an. «Wenn es etwas gibt, was ich kann, ist es das: auf die Bühne stehen und den Blues singen.»
«Man muss schon mal mit den Boots in Texas gestanden haben.»
Philipp Fankhauser reiste 1993 auf Einladung von Johnny Copeland, dem amerikanischen Bluessänger aus Texas, nach New York, tourte als dessen Gast vier Jahre durch die USA und schlug sich als weisser Bluessänger mehr schlecht als recht durch. Oder als Harley-Davidson-Tourguide – um nur einen seiner Gelegenheitsjobs zu nennen. 1997 starb sein Freund und Mentor Johnny Copeland, drei Jahre später kehrte Fankhauser in die Schweiz zurück: Obwohl musikhistorisch ein Teil Amerikas in ihm steckt, kann er sich nicht mit der Lebensart der Amerikaner – und was ihnen von der Regierung angetan werde – identifizieren. Rückblickend sei es sicher förderlich gewesen, als Bluesmusiker durch die USA getourt zu sein: «Man muss schon mal mit den Boots in Texas gestanden haben.»
Ein Dickschädel mit grosser Liebe für Hund und Katze Von Berufs wegen empfand er eine Ausbildung als überflüssig: «Ein Bluesmusiker braucht keine Theorie, das muss von innen kommen.» Mit zwölf Jahren habe er gewusst: Ich werde Bluessänger. Dass er seine Vision verwirklicht hat, verdanke er seinem Dickschädel. Ebenso seinen neuen Hund: Am Samstag fiel der Entscheid, am Sonntag wurde Trevor gefunden, am Montag gekauft. «Ich bin ein totaler Tiernarr. Menschen hab ich – mit grossen Ausnahmen – nicht so gern.» Bis vor zwei Jahren leistete ihm Kater Bubi selig Gesellschaft. Ein Hund erfordert mehr Verantwortung und Zeit, und die brauchte er bis jetzt für sich selber. «Vielleicht ist das eine Art Kinderwunsch, der da in Erfüllung geht. Der Wunsch nach jemandem, der einem das Leben versüsst.» Text: Laila Schläfli Bilder: Gian-Marco Castelberg
www.philippfankhauser.com
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
MENSCHEN
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PORTRร T | 17
Ein Herz und eine Seele: Philipp Fankhauser, Baby-Mops Trevor und die Gitarre.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
FAMIGROS-WEIHNACHTSUMFRAGE | 19
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So feiern wir das Fest An Weihnachten wird Selbstgebasteltes am meisten verschenkt.
N
Texte: Bettina Leinenbach
SERIE
Bild: Zvg, Infografik: Migros-Medien/gm
Nah bei der Familie Die Kooperation zwischen dem * Migros-Magazin und Famigros, dem Familienclub der Migros, geht weiter. In den nächsten Monaten publizieren wir in loser Reihenfolge weitere Ergebnisse aus familienrelevanten Umfragen. Lesen Sie das nächste Mal alles rund ums Thema Kinderbetreuung. * Umfrage durchgeführt von der Migros Marktforschung im Auftrag von Famigros und Migros-Magazin
1
Selbst gebas teltes
SINJA HÖRTIG (6), ESCHENBACH SG
Sinja, bald kommt das Christkind. Wie weit seid ihr mit den Vorbereitungen?
Wir haben schon geguetslet und Geschenke gebastelt. Ausserdem hat das Mami unsere kleine Krippe schon aus dem Keller geholt. Ich mag die Figuren sehr. Und Engel mit ihren Flügeln.
3
Gesch
5
Kleidu ng Access und oires
Natürlich. Am liebsten versorge ich alle, also auch die Hirten und die Schafe, im Stall bei den anderen Leuten. Sie kommen alle vorbei und besuchen das Baby. Draussen ist es ja kalt. Sonst würden die alle frieren.
ü sfl Au
Und wann stellt ihr den Christbaum auf?
Der Papi holt ihn erst an Weihnachten in die Stube. Wir beide schmücken ihn dann gemeinsam, also ohne das Mami. Das machen wir jedes Jahr so. Und dann überraschen wir das Mami.
7
Ich hätte gern eine eigene Waschmaschine.
9
ie l isp oo e B Z m en , zu in d e g
Kosm e Parfü tik und m
Leb Süs e nsm i sw are ttel u nd n
10
Wozu brauchst du eine Waschmaschine?
Nein, nicht so eine grosse, sondern eine kleine mit Holzklappe. Für meine Puppenkleider. Soll ich die etwa nie waschen? Wer feiert wie? Mehr auf der nächsten Seite
4
6
, rte nze tc. o K e r ino s fü ket ater, K c i T The
Kommen echte Kerzen an den Baum?
Verrätst du mir deinen grössten Wunsch?
enkgut schein e und he r n Büc bware i e r Sch
Spielst du damit?
Ich finde die schön, aber dann muss man sehr gut aufpassen, dass kein Feuer kommt. Deswegen hat das Mami die elektrischen Lämpchen lieber.
n
n
«Und dann überraschen wir das Mami»
2 are el w Spi
BON
Obwohl jeder von uns eine Vorstellung davon hat, wie ideale Festtage aussehen sollen, fehlen exakte Zahlen. Deswegen führte Famigros in Zusammenarbeit mit dem Migros-Magazin eine gross angelegte Umfrage zum Thema durch. Von Ende August bis Anfang September dieses Jahres wurden 4864 Famigros-Mitglieder aus allen Landesteilen zu ihren Gewohnheiten rund um das Fest der Liebe befragt. Die Umfragemacher wollten zum Beispiel wissen, an welchen Tagen gefeiert wird, wer mit von der Partie ist, was unterm Christbaum liegt, was aufgetischt wird, wie stressig das Fest empfunden wird – um nur ein paar der Themenfelder zu nennen. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse dieser Umfrage für Sie ausgewählt und hier zusammengestellt.
Damit beschenken wir unsere Liebsten:
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Über 4800 Famigros-Mitglieder wurden befragt
DIE RANGLISTE
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icht mehr lange, dann ist endlich Weihnachten. Schon jetzt ist klar, dass auf das Christkind und den Weihnachtsmann – die beiden teilen sich in der Schweiz den Job – grosse Aufgaben warten: Sie müssen für eine besinnliche Stimmung sorgen und so den Geist der Weihnacht verbreiten, Familien zusammenführen –und natürlich unzählige Päckli ausliefern.
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MENSCHEN
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FAMIGROS-WEIHNACHTSUMFRAGE
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
90%*
haben einen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer.
64%*
basteln gemeinsam mit den Kindern die Weihnachts dekoration.
Für 21%*
ist das Hören von Weih nachtsmusik sehr wichtig.
Bild: Katharina Lütscher, Styling: Regula Wilson
73%*
basteln mit den Kindern Weihnachts geschenke.
* Prozentanteil aller Befragten
55%*
haben eine Krippe unterm Weih nachtsbaum.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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FAMIGROS-WEIHNACHTSUMFRAGE
82%*
feiern das Weihnachtsfest mit den Grosseltern.
76%*
haben einen Adventskalender.
83%*
backen und kochen mit den Kindern während der Weihnachtszeit.
60%*
versenden Weihnachtskarten an Bekannte, Freun de und Familie.
29%*
kaufen die meisten Geschenke «last minute».
71%*
sagen, dass sie für Weihnachts geschenke im Schnitt weniger als 100 Franken ausgeben.
41%*
kochen ein traditionelles Weihnachtsmenü, meistens Fondue Chinoise.
MENSCHEN 22 |
Grรถsse ist nicht alles. Ein Geschenk soll vor allem inspirieren.
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INTERVIEW
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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INTERVIEW | 23
«Schenken bedeutet, dem anderen etwas zu sagen»
Wieso schenken wir? Was ist sinnvolles Schenken? Und darf man ein Geschenk auch ablehnen? Philosoph Christoph Quarch hat sich mit dem Ritual eingehend beschäftigt und nimmt Stellung zu Fragen, die uns in der Vorweihnachtszeit beschäftigen.
Durchaus, aber nicht in einem pädagogisch massregelnden Sinn. Geschenke sollten eher wie ein Vorschlag funktionieren. Es liegt dann beim Beschenkten zu entscheiden, ob er diesen Vorschlag annehmen möchte oder nicht.
Christoph Quarch, Sie machen sich in Ihren Büchern stark für das Schenken. Dabei artet Schenken in der Weihnachtszeit oft in eine Konsumorgie aus.
Wenn ich für das Schenken plädiere, tue ich das, um diesem ganzen Konsumwahn etwas entgegenzusetzen. Wer die Kunst des Schenkens beziehungsweise des Sich-beschenken-Lassens beherrscht, konsumiert nicht. Geschenke sollen kein Konsum sein?
Wenn Sie Geschenke als Ware entgegennehmen – etwa, weil Ihnen jemand ein Geschenk macht, das sie sich ebenso gut selber hätten kaufen können –, dann konsumieren sie. Aber in diesem Fall ist etwas schiefgelaufen Wie schenkt man richtig?
Schenken bedeutet, dem anderen etwas zu sagen, und beschenkt werden, sich vom anderen etwas sagen zu lassen.
Bild: Getty Images, Picture Alliance
Schenken als eine Art Gespräch.
Genau. Schenken ist kommunizieren. In traditionellen Kulturen hatte das Schenken schon immer diese Bedeutung. Bei den Indianern etwa gab es den Brauch, dass die älteren den jüngeren bei ihrer Initiation einen Gegenstand überreichten. Dieses Geschenk war eine Aufgabe oder eine Herausforderung. Bestand das Geschenk zum Beispiel aus einer Gänsefeder, so konnte das für das Kind bedeuten: Mein Grossvater möchte, dass ich die Qualitäten einer Gans entwickle – wozu unter anderem Ausdauer gehört. Das klingt, als ob Geschenke auch eine er zieherische Funktion hätten.
Fan der alten Griechen
Christoph Quarch (50) ist Autor von über 30 Büchern. In seinen Publikationen beschäftigt er sich vor allem mit Religion, Spiritualität und dem Sinn des Lebens. Der Philosoph berät unter anderem Unter nehmen und tritt als Experte zu Lebens fragen auf. Er liebt es, die Philosophie der alten Griechen in die Moderne zu überset zen – insbesondere Platon hat es ihm angetan. Quarch lebt mit seiner Familie im deutschen Bundes land Hessen.
Ich habe meinem Freund vor ein paar Jahren Bücher geschenkt, die in die Kunst des Fahrradreparierens einführten, weil ich mir wünschte, er würde das beherrschen. Er hat sie nie aus dem Regal geholt.
Ihr Freund hat offensichtlich nicht verstanden, dass dieses Geschenk als eine Einladung gedacht war. Bei den Indianern hätte er die Bücher nicht annehmen dürfen, ohne sich dann auch auf die Herausforderung einzulassen.
Darf man das überhaupt: ein Geschenk nicht annehmen?
Es gehört in die Kunst des Sich-beschenken-Lassens mit hinein, sich zu fragen: Kann ich dieses Geschenk entgegennehmen oder nicht? Ich habe schon Badezusätze zu Weihnachten erhalten, dabei habe ich gar keine Bade wanne. Trotzdem habe ich mich bedankt.
Ja, weil Sie höflich sind – und weil Sie den Schenkenden nicht beschämen wollten. Das ehrt Sie und ist okay, solange es um Badezusätze geht. Ein kleines Geschenk, das nur sagt: Ich möchte dir eine Freude machen. Wenn Ihnen aber jemand für 100 Franken einen Fussball schenkt, weil er Sie dazu bringen möchte, mit Fussballspielen anzufangen, und Sie wissen genau, dass Sie das nicht tun werden – dann sollten Sie das Geschenk dankend ablehnen.
56 Prozent der Schweizer planen, über die kommenden Festtage Bücher zu verschen ken. Dabei hört man immer, es werde weniger gelesen.
Bücher eignen sich eben sehr gut als Inspiration oder Impuls. Natürlich nur, wenn man sich bei der Wahl etwas überlegt hat. Es kann passieren, dass sie über Jahre im Regal verschwinden und für den Beschenkten dann doch noch wichtig werden. Wenn er selber für das Geschenk reif geworden ist. Und was soll ich von den Pralinés halten, die bestimmt wieder für mich unter dem Weih nachtsbaum liegen werden?
Pralinés sind oft ein Verlegenheitsgeschenk. Damit drückt man aus: Ich weiss, ich sollte dir was schenken, aber mir ist nichts anderes eingefallen. Auf der anderen Seite sagt man damit auch: Mir ist zwar nicht viel eingefallen, aber ich habe an dich gedacht. Wenn man die Pralinés vom Partner bekommt, muss einem das natürlich zu denken geben – wenn sie von fernen Bekannten oder Kollegen kommen, darf man sich freuen.
Was halten Sie von Geld als Geschenk?
Geld schenken ist ein Ausdruck der Verlegenheit. Geld heisst im Prinzip: Ich habe keine Ahnung, was ich dir schenken könnte – aber ich muss dir was schenken, also gebe ich dir Geld, und dann kannst du dir was kaufen. Das ist eben gerade nicht ein Miteinander-inBeziehung-Treten, sondern eine Bekundung von Interesselosigkeit. Da wird Schenken zu einer ökonomischen Transaktion.
MENSCHEN 24 |
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INTERVIEW
Eine US-Studie hat Beschenkte nach dem subjektiven Wert des erhaltenen Präsents befragt und herausgefunden, dass dieser 10 bis 30 Prozent unter dem effektiven Preis lag. Ökonomisch rechnen sich Sachgeschenke also nicht.
Sehen Sie, schon die Studie verrät den ökonomischen Ungeist, der hier nichts verloren hat. Der Wert eines Geschenks lässt sich nicht monetär bemessen – denn es gibt keine Währung, in der sich Inspiration verrechnen liesse. Nicht umsonst nimmt man bei Geschenken das Preisschild weg. Denn wer bei einem Geschenk auf den Preis schaut, hat aus dem Geschenk eine Ware gemacht und verhält sich wie ein Händler.
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«Der Wert eines Geschenks lässt sich nicht monetär bemessen.»
Geschenk auffahren wird, aber vielleicht nicht gleichziehen wollen oder können?
Auch da wird die Kulturform des Schen kens entartet. Ein solches Konkurrenz denken weist darauf hin, dass die in volvierten Menschen die Kunst des Schenkens nicht beherrschen. Wer wirklich sinnvoll schenken will, muss sich immer fragen: Was löst das Ge schenk aus? Wie kann es dem Beschenk ten helfen, das in ihm schlummernde Potenzial zu wecken? Darin liegt die Verantwortung des Schenkenden und der Wert des Geschenks. Und da ist das neuste Smartphone nicht unbedingt sinnvoll.
Es wäre klüger, gemeinsam mit den Eltern zu überlegen, wie und welches Geschenk man machen kann, damit es kein böses Blut gibt. Aber wenn ein Geschenk letztlich dazu dient, die ande re Partei zu übertrumpfen, dann hat das mit Schenken nichts zu tun, sondern verkommt zur blossen Selbstdarstel lung.
Darf man für ein Geschenk eine Gegenleistung erwarten?
Nein, wenn man Schenken nur noch als Tauschhandel sieht, dann ist die Idee des Schenkens tot.
Was raten Sie Grosseltern, die wissen, dass das andere Grosselternpaar mit einem teuren
NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Wie reagieren Sie, wenn Sie an ein Fest eingeladen werden und explizit keine Geschenke gewünscht werden?
Wenn es mir ein Bedürfnis ist, etwas mitzubringen, dann halte ich mich nicht daran. Oft hört man: «Das wäre doch nicht nötig gewesen: Du musst mir doch nichts schenken.»
Das ist der heimliche Code für: Ich will dir aber nichts schenken. Man möchte nicht in die Abhängigkeit, in die Pflicht genommen werden, nun auch etwas zu rückzuschenken. Aber wer so denkt, hat die Idee des Schenkens eben missver standen. Jetzt haben Sie mich schon fast überzeugt, dass Schenken eine fantastische Sache ist. Aber trotzdem: Darf man sich überhaupt Weihnachtsgeschenke machen in einer Welt, in der alle zehn Sekunden ein Kind verhungert.
Den Umstand, dass es in dieser Welt Menschen gibt, die Not leiden, dürfen wir nie vergessen. Er sollte uns aber nicht davon abhalten, unseren Nächsten
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
eine Freude zu bereiten. Man kann nicht das eine gegen das andere ausspielen. Haben Sie selber die Weihnachtsgeschenke schon beisammen?
Teilweise. Da ich freiberuflich arbeite, mache ich mir schon immer sehr früh darüber Gedanken, was ich meinen Kunden und Geschäftspartnern schen ken kann. Mir ist sehr wohl bewusst, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten. Das heisst, das Geschäft kommt vor Ihren Liebsten?
Nein! Aber für Freunde und Familie warte ich noch auf die richtige Ein gebung. Wie gehen Sie vor, wenn Sie das Geschenk für Ihre Frau suchen?
Ich weiss, was meiner Frau gefällt und ihr Freude macht. Ich weiss auch, was sie sich selber nicht leistet, aber viel leicht trotzdem gerne hätte. Und natür lich überlege ich mir, ob ich sie mit dem,
was ich auswähle, auch irgendwie inspi rieren kann. Was haben Sie ihr letztes Jahr geschenkt?
Im vergangenen Jahr war sie total be geistert von der Schriftstellerin Jane Austen. Als ich mich umsah, habe ich ein Reisebuch gefunden, das auf den Spuren dieser Autorin durch England führt. Ich wollte meine Frau damit er mutigen, diese Passion fortzusetzen – und es war zugleich ein Wink, dass wir über Ostern gemeinsam mit den Kin dern auf Jane Austens Spuren durch England reisen werden. Sie haben eine Tochter und einen Sohn im Primarschulalter. Wie suchen Sie deren Geschenke aus?
Die beiden schreiben eine Wunschliste. In der Regel stehen da Legos drauf. Le gos finde ich super: Sie fördern die Kreativität und bleiben lange interes sant. Ich unterstütze mit diesem Ge schenk etwas, das ich in meinen Kindern sehe und bestärken möchte.
«Geld schenken ist eine Bekundung von Interesselosigkeit.»
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INTERVIEW | 25
Auf Wunschzetteln steht aber nicht nur Sinnvolles: Was halten Sie von Barbies oder Pistolen?
Wenn sie diese Dinge unbedingt haben wollen, dann kauft man sie halt. Aber ihnen etwas zu kaufen, ist eben was an deres als ihnen etwas schenken. Haben Sie auch schon eine Fehlentscheidung getroffen?
Ja, mein Sohn war einmal total ent täuscht, weil er ein Spielzeug bekam, das er sich ein Vierteljahr zuvor gewünscht hatte. Am Geburtstag hatte er sich aber schon weiterentwickelt und das Gefühl, mit Babykram beschenkt worden zu sein. Interview: Andrea Freiermuth www.migrosmagazin.ch
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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KOLUMNE | 27
DER HAUSMANN
Mit den besten Wünschen … Bänz Friedli wünscht sich Zeit.
Und dem sagen sie dann: «O du fröhliche!» Man wird ja dieser Tage zugeputzt mit Drucksachen, Wurfsendungen, Werbemails. Und kein Bettelbrief, keine glitzernde Firmenpost, keine als «Season’s Greetings» getarnte PR, die nicht mit den besten Wünschen für eine schöne, ruhige, besinnliche, feierliche, stille, erholsame und eine was-weissich-noch-alles Zeit schliesst. Wahrhaft ein Gemetzel an Adjektiven! Wohlklingend, allesamt, aber in der Summe völlig paradox: Wir bekommen im Advent mehr Lästiges aufgenötigt denn je – und dann wünschen sie einem alle, alle stets noch «Besinnlichkeit». Wo doch Hektik jeden Anflug von Besinnlichkeit verscheucht. Hat nicht der Veit in seinem Plattenladen seit dreieinhalb Wochen die Bob-DylanCD-Box für mich bereitgelegt? Und ich bin noch nicht mal dazugekommen, sie abzuholen. Muss doch zuerst Geschenke für meine Liebsten besorgen … Fragt sich nur, wann. Fröhliche Weihnachtszeit? Heiliger Bimbam! Was man alles noch sollte und wollte … Was man sich alles für das Jahr, das nun so plötzlich zur Neige geht, noch vorgenommen hatte… Stattdessen hier noch ein Schulbesuchstag, da noch ein Akkordeonkonzert mit Apéro (bitte Gebäck mitbringen!), dort noch eine Adventsfeier – gewiss alles wunderbar, einzeln betrachtet, aber in der Menge einfach too much. Nichts gegen Pfadiwaldweih-
«O du selige! Die Tage sind besinnungslos.» nachten und Betriebsfeste, Theateraufführungen und Konzerte, nichts gegen Jahresessen und Abschlussfeiern – aber warum müssen sie alle immer zur selben Zeit stattfinden? Zu der Zeit, da uns von überallher eingebläut wird, wie besinnlich wir nun zu sein hätten? Dabei bin ich der Erste, der für Besinnlichkeit zu haben wäre, Kitschbruder, der ich bin. Ehrlich! Kerzenlicht und Duftlämpchen, verträumte Songs und der Geruch von Mailänderli, frisch aus dem Ofen – das ist mein Ding. Eigentlich. Aber heuer will dieses warme Gefühl einfach nicht aufkommen. Muss wohl an mir liegen, dachte ich schon, da schrieb Franziska: «Wir stehen ja grad in der besinnlichen Adventszeit … Obwohl, in diesem Jahr mit dem zu Beginn des Jahres fehlenden
Winter und dem fehlenden Sommer und dem jetzt schon wieder nicht recht wollenden Winter ist es noch schwierig, sich in die richtige Stimmung zu versetzen. Mir zumindest geht es so.» Wie tröstlich das war! Bin ich also nicht der Einzige, der sich gestresst zwischen den viel zu eng aneinandergereihten Ständen des Weihnachtsmarkts durchzwängt und trotz allseits verströmten Wohlgeruchs nicht recht in Stimmung kommen kann. Zu wissen, dass man nicht allein ist, tut ohnehin immer gut. Achtundfünfzig Leute schrieben mir letzte Woche, sie hätten bis anhin gemeint, sie seien die Einzigen, die den Duschvorhang mittels Wasser seitlich an die Plättli «klebten»; dreiundzwanzig Mütter sahen im Migros-Magazin das Gestell mit all unseren Skateboards und mailten, sie seien erleichtert, dass auch andere Familien so viele Bretter besässen. (Und ich schrieb dann kleinlaut zurück, die sieben abgebildeten Boards seien, ähm … noch nicht alle, die wir hätten, im Fall.) O du selige, die Tage sind besinnungslos. Da lobe ich mir Irene. Am Donnerstag schloss sie eine Nachricht – wissend, dass meine Tage wie die ihren kaum besonnen sein würden, geschweige denn erholsam – mit den Worten: «Wünsche dir eine gute, möglichst ruhige, besonnene, erholsame … Vergiss es! Ich wünsch dir einfach eine … Zeit. So.»
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SPENDENAKTION
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In den Bergen Kraft tanken
Die Migros fördert mit ihrer Spendenaktion ein Hotel der Pro Juventute im Engadin: Hier können sich einkommensschwache Familien vom Alltag erholen.
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aisonstart in St. Moritz. Anfang Dezember herrscht Hochbetrieb im noblen Bündner Bergdorf. Vor den grossen Nobelhotels fährt ein Luxusauto nach dem anderen vor. Am Suvrettahang, etwas ausserhalb des Ferienorts, verbringt Familie Ratnagar aus Dietlikon ZH ein Wochenende im Hotel Chesa Spuondas. Die Stimmung auf dem Spielplatz beim Haus ist ausgelassen: Esther Ratnagar (38) hievt Laven (4) auf den Sitz der kleinen Kinderdrahtseilbahn. Die Brüder Tarek (15) und Yash (1) schauen vergnügt zu. Sudhir (41), Esthers Mann und Vater der jüngeren zwei Buben, macht Fotos. «Hier können wir Kraft tanken», sagt er. Die Familie lebt von der Sozialhilfe.
«Endlich füllt sich das Haus mit Leben und neuen Geschichten» Das Haus gehört Pro Juventute. Gemeinsam mit weiteren Organisationen unterhält die Stiftung einen Ferienfonds, der finanzschwachen Familien einen kostenlosen Aufenthalt in diesem Hotel ermöglicht. Pro Juventute hat das Herrschaftshaus vor 50 Jahren als Legat erhalten mit dem Zweck, weniger begüterten Familien Ferien zu ermöglichen. Vor der Eingangstür schmückt Anita Gschwind eine Tanne mit roten Weihnachtskugeln. Die Co-Geschäftsführerin des Hotels sorgt für den letzten Schliff zum Saisonstart. Am Nachmittag erwartet sie eine ganze Reihe von Gästen für die anlaufende Wintersaison. «Endlich füllt sich das Haus wieder mit Leben und mit neuen Geschichten», freut sie sich.
So können Sie eine Spende überweisen Mit einem Chor aus Schweizer Prominenten wurde das Migros-Weihnachtslied «Ensemble» aufgenommen. Wer das Lied kauft, unterstützt Hilfsprojekte von HEKS, Caritas, Pro Juventute und Winterhilfe – darunter das auf diesen Seiten beschriebene Projekt der Pro Juventute. Der Download des Songs kostet bei ExLibris.ch 1.20 Franken, bei iTunes 1.10 Franken und bei Google Play 99 Rappen. Die Gebühr kommt den Hilfsprojekten zugute. Die Kunden können an den Kassen der Migros-Filialen Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen. Beiträge können ausserdem auf das Spendenkonto 30-620742-6 oder per SMS mit dem Text «MIGROS (BETRAG)» an die Nummer 455 überwiesen werden. Weitere Infos: www.migros.ch/weihnachten
NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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SPENDENAKTION | 31
«Atempause für Familien»
Robert Schmuki ist Direktor der Pro Juventute. Die Pro Juventute ermöglicht Familien mit wenig Geld Ferien in ihrem Engadiner Hotel. Haben von Armut betroffene Eltern nicht dringendere Bedürfnisse? Wir helfen Familien in akuten Krisen; und gleichzeitig tun wir alles, dass es gar nicht erst zu Notlagen kommt. Mit den kostenlosen Ferien im Hotel verschaffen wir Menschen, die im Alltag unter grossem Druck sind, zumindest eine Atempause. Es ist für Kinder aus benach teiligten Familien wichtig, dass sie einmal Familienzeit verbringen und einfach draussen in der Natur spielen dürfen. Mit ihrer Spendenaktion unterstützt die Migros auch die Pro-JuventuteNotrufnummer 147 für Kinder und Jugendliche. Mit welchen Problemen ist das Beratungsteam konfrontiert? Oft geht es um ganz akute Notlagen. In meh reren 100 Fällen pro Jahr wenden unsere Berater einen drohenden Selbstmord ab. Die Gründe der Not sind vielfältig. Es kann um Liebeskummer gehen, oft aber auch um häusliche Gewalt, zu der es in der Weihnachts zeit häufig kommt.
Auszeit am Ufer des St. Moritzersees: Sudhir Ratnagar mit den Kindern Yash, Laven und Tarek und seiner Frau Esther (von links).
Haben Ihre Berater heute mit Problemen zu tun, die früher in dieser Form nicht vorgekommen sind? Jugendliche können heute leichter Schulden machen. Oft erfüllen sich Teenager Wünsche auf Pump, anschliessend leiden sie jahrelang unter den Folgen der Verschuldung. Der Lebensstil mancher Stars hat hier eine negative Vorbildwirkung. Die Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass das Problem von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird. Wir haben unter anderem erreicht, dass das Thema Finanzkompetenz in den Lehrplan 21 aufgenommen wurde. Interview: Michael West
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SPENDENAKTION
Prächtiges Haus: Das Hotel Chesa Spuondas beherbergt jährlich 1600 Gäste.
Eine dieser Geschichten ist jene von Familie Ratnagar. Dank Unterstützung aus dem Ferienfonds war sie schon mehrmals zu Gast im Hotel. Der Aufent halt mit Halbpension wird jeweils vom Fonds finanziert. Die Reise und das Essen zahlt die Familie selbst. «In St. Moritz gibt es sogar einen Denner», sagt Tarek. Die Familie spaziert und wandert viel. Der kleine Laven rudert mit den Armen und erzählt, er habe ges tern am St. Moritzersee Enten gefüttert. «Die Tage hier sind für uns alle wertvoll. Es ist schön, dass die Kinder das erleben dürfen», meint Mutter Esther. Die Ratnagars tragen einen schweren Rucksack. Esther hat eine Scheidung
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hinter sich und den Tod eines Kindes. Ihr zweiter Sohn, Malik, erkrankte früh an Leukämie. Um ihn zu pflegen, gab Esther ihren Job in einem Callcenter auf. 2012 starb Malik fünfjährig. «Danach fehlte mir die Kraft, um wieder arbeiten zu gehen», sagt Esther. Halt gab ihr Sudhir. Ihr heutiger Ehe mann ist ein alter Schwarm, den sie sei nerzeit auf einer Indienreise kennen gelernt hat. Der Marketingexperte hat lange in Dubai gearbeitet. Als die Liebe zwischen ihm und Esther nach vielen Jahren wieder erwachte, zog er in die Schweiz. Trotz Referenzen und einer Schweizer Weiterbildung fand er hier bisher aber keinen Job.
Im Hotel begegnen sich ganz verschiedene Familien «1600 Kinder und Erwachsene können jährlich im Chesa Spuondas übernach ten», sagt Geschäftsführerin Gschwind und führt herum. 17 Zimmer stehen bereit. Im Haus herrscht ein herrschaft licher Stil. Im Gemeinschaftsraum mit
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Flügel oder der Bibliothek mit Kamin und Schachspiel wird jeder zum kleinen König. Auch die Aussicht über den Champfèrersee ist majestätisch. Die Anzahl unterstützter Familien hängt von der Belegung und der Höhe der Spendengelder ab, welche die Pro Juventute erhält. Teilweise sei das Haus bis zu einem Drittel mit unterstützten Familien belegt. «Zusammen mit den fi nanziell besser gestellten Familien ergibt dies eine gute Mischung, die im Haus für eine tolle Atmosphäre sorgt», betont Gschwind. Für Familie Ratnagar ist das Hotel ein Ort der Entspannung und Erinnerung. «Beim ersten Besuch im ‹Chesa Spuondas› war der kleine Malik noch dabei», sagt Esther. Ihm fühle sie sich hier nahe. Nun kündigen sich Verände rungen an. Drei Jahre nach dem schwe ren Verlust tritt Esther im Frühling eine neue Stelle an. Sie ist guter Dinge. «End lich haben wir Hoffnung auf ein norma les Leben», sagt sie. Text: Beat Matter Bild: Mirko Ries
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SPENDENAKTION | 33
Gute Tat im Supermarkt
Warum machen Migros-Kunden bei der Weihnachtsaktion mit und kaufen einen Spendencoupon?
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er Song zur Migros-Weihnachtsaktion ist ein echter Ohrwurm. Das Lied «Ensemble» hat sich auf Anhieb an die Spitze der Schweizer Hitparade gesetzt und eine PlatinSchallplatte gewonnen.
Doch der Download des Songs ist nur eine Möglichkeit, bei der Weihnachtsaktion mitzumachen. Wer will, kann auch an der Kasse einer Migros-Filiale Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen und so die aus-
gewählten Hilfswerke Caritas, Heks, Winterhilfe und Pro Juventute unterstützen. Sechs Kunden der Migros-Filiale Ebikon LU sagen, warum sie dies getan haben. Umfrage: Daniel Schriber
Roman Schärli (35), Bankangestellter aus Luzern: «Ich bin gerade von einer zehntägigen Reise aus Johannesburg zurückgekehrt. Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich Entwicklungsprojekte besucht. Die Schweiz ist natürlich mit Südafrika nicht zu vergleichen, trotzdem existiert auch hier Armut. Karitative Einrichtungen wie Heks oder Winterhilfe schenken den Betroffenen Hoffnung.»
Andrea Decker (38), PR-Redaktorin aus Meggen LU: «Auch in einem reichen Land wie der Schweiz gibt es viele Leute, die Weihnachten ohne geschmückten Baum, Festessen und Geschenke verbringen müssen. An diese Mitmenschen sollten wir in der Adventszeit denken.»
Carmen Steffen (54), Mutter und Hausfrau aus Wolhusen LU: «Ich weiss, dass es gerade auch im Luzerner Hinterland viele Leute gibt, die es schwer haben und nur das Aller nötigste besitzen. Die Winterhilfe unterstützt mit ihren Projekten genau solche Leute.»
Bilder: Sonja Ruckstuhl
Kim Templin (25), Architektin aus Luzern: «Für Menschen, die weder Familie noch Freun de haben, kann die Weihnachtszeit besonders schwer sein. Auch deshalb braucht es das Engagement der Hilfswerke in der Schweiz.»
Patrick Burri (29), Bankangestellter aus Ebikon LU: «Die Armutsschere klafft auch in der Schweiz immer weiter auseinander. Ich finde es sinnvoll, dass die Weihnachtsaktion der Migros einheimischen Bedürftigen zugute kommt.»
Peter Meier (51), kaufmännischer Angestellter aus Buchrain LU: «Beim Projekt der Winterhilfe weiss ich genau, dass mein Geld am richtigen Ort landet; darum habe ich einen Spendencoupon gekauft.»
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Goldene Partnerschaft
Mehr Urlaub für Väter Im Januar tritt der neue Migros-LandesGesamtarbeitsvertrag (L-GAV) in Kraft. Er gilt für rund 50 000 Mitarbeitende in 39 Migros-Unternehmen.
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ie Migros verlängert ihr Engagement für den Schwingsport. Zum vierten Mal in Folge tritt das Unternehmen als GoldPartner des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes auf. Gekrönt wird der nächste Schwingerkönig 2016 am Ufer des Neuenburgersees in Estavayer-le-Lac. Ein Jahr später trifft sich die Schwingerfamilie dann in Interlaken zum traditionsreichen Unspunnen-Schwinget 2017. Dort wie auch an zahlreichen kleineren Schwingfesten wird die Migros als Sponsorin wieder mit von der Partie sein.
Fabrice Zumbrunnen ist Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bunds und oberster Personalchef der Migros-Gruppe.
Fabrice Zumbrunnen, was bringt der neue Migros-Gesamtarbeitsvertrag den Mitarbeitenden?
Sie profitieren ab sofort von weiter ausgebauten Leistungen. So wird etwa der Mutterschaftsurlaub von bisher 16 auf 18 Wochen bei vollem Lohn verlängert. Und der bezahlte Vaterschaftsurlaub dauert künftig drei statt zwei Wochen. Zudem erfolgen weitere Verbesserungen in der Familienpolitik. Insgesamt wird der neue L-GAV auch in Zukunft Massstäbe im Schweizer Detailhandel setzen.
Geballte Athletik: Die «Bösen» im Sägemehl.
PREISBAROMETER
Was heisst das konkret?
Aktuelle Preisänderungen
Bilder: Erwin Züger, Lea Meienberg
* in Franken
NEUES AUS DER MIGROS | 35
DREI FRAGEN
Auch in Zukunft unterstützt die Migros den Schwingsport als Gold-Partnerin.
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Der neue L-GAV leistet etwa einen Beitrag zur Gleichstellung verschiedener Familien- und Lebensformen in mehreren Bereichen der Familienpolitik. So werden Stief- und Pflegeeltern neu den leiblichen Eltern, Konkubinate und eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften den Ehepartnern und adoptierte Kinder den leiblichen Kindern ausdrücklich gleichgestellt. Was zeichnet den Vertrag neben dem Engagement für Familien sonst noch aus?
Er garantiert vorbildliche Anstellungsbedingungen und funktioniert als einziger L-GAV in der Schweiz branchenübergreifend. Der Vertrag gilt also für die Mitarbeitenden der Migros-Industrie genauso wie für die Angestellten in der Logistik, der Migros Bank oder der Filialen. Zudem bietet er vorbildliche Sozialleistungen und ist dank einer Reihe von Vertragspartnern breit abgestützt: Dazu gehören der KV Schweiz, der Metzgereipersonal-Verband der Schweiz und die Landeskommission, welche die betrieblichen Sozialpartner vertritt. Interview: Christoph Petermann
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SCHAUFENSTER WEIHNACHTEN | 37
Willkommen, liebes Christkind
Bilder: Jorma Müller; Styling: Monika Hansen; Bilder (Food) Veronika Studer; Projektleitung: Sonja Leissing
Die Tafel ist festlich gedeckt. Passend zum weihnachtlichen Ambiente heben funkelnde Dekors die Vorfreude auf den feierlichen Gaumenschmaus, mit dem sich die Familie selbst beschenkt.
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WEIHNACHTEN
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Teamwork in der Vorbereitung – zum Beispiel beim Gemüseschneiden – trägt dazu bei, dass nachher alle entspannt das Weihnachtsmahl geniessen können.
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as schönste Geschirr liegt bereit, Gläser und Besteck sind auf Hoch glanz poliert, und die Tischwäsche erstrahlt in gestärktem Weiss. Wie jedes Jahr präsentiert sich bei Familie Bögli die Tafel für Heiligabend einladend und festlich. Das Menü wurde von A bis Z gemein sam geplant. Und weil alle anstehenden Arbeiten dafür bereits in der Vorberei tungsphase auf alle Familienmitglieder verteilt wurden, weiss jeder, was zu tun ist. Und Mutter Bögli muss nicht bis zur letzten Minute allein in der Küche stehen. Für das Hauptgericht ist Vater Bögli zuständig. Er hat sich für einen Kalbs rollbraten mit Wintergemüse entschie
den. «Der Vorteil eines Bratens ist, dass er bis kurz vor dem Anrichten im Ofen langsam vor sich hin schmort. Das ist bequem, weil man die Zeit für andere Vorbereitungen nutzen kann», bemerkt der Vater. Um die Knödel kümmert sich die Oma. Die Masse samt Pilzsauce hat sie bereits am Vortag zubereitet. So muss sie an Heiligabend die Knödel nur noch formen und aufkochen. Auch die Vorspeise ist schnell parat. Dabei hilft Sohn Lukas, indem er die Frischkäsebällchen im Blumenpfeffer wendet.Und das Schoggi dessert steht schon im Tiefkühler bereit. Christkind, du kannst kommen! SL Rezepte unter www.migros.ch/rezepte
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Lukas hilft bei der Vorspeise mit. Für die vegetarische Variante des Festtagssalats wendet er die Frischkäsebällchen sorgfältig im Blumenpfeffer und findet, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann: «Die sind richtig schön.»
Festtagssalat mit Orangensauce und Jakobsmuscheln Vorspeise für 4 Personen ZUTATEN 150 g Festtagssalat 4 EL Olivenöl 1 EL Orangenblütenhonig 3 EL Orangensaft 2 EL Weissweinessig Salz Olivenöl zum Braten 8 Jakobsmuscheln, frisch oder tiefgekühlt Blumenpfeffer ZUBEREITUNG 1. Salat auf Teller verteilen. Für die Sauce Öl, Honig, Orangensaft, Essig und Salz verrühren. 2. Jakobsmuscheln nach Bedarf auftauen, kalt abspülen und trockentupfen. Etwas Öl in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen, Jakobsmuscheln bei mittlerer Hitze beidseitig je 2 Minuten braten. Kurz ziehen lassen, salzen, in Blumenpfeffer wenden. Neben dem Salat anrichten. Sauce über den Salat träufeln. Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 15 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 750 kJ/180 kcal Vegetarische Variante
Frischkäsebällchen 100 g Feta fein zerdrücken und mit 100 g Frischkäse (z. B. Philadelphia nature) und 1 EL fein gehackter Petersilie verrühren. Zu 12 Kugeln formen und in Blumenpfeffer wen den. Je 3 Kugeln auf den Salaten anrichten. Rezepte
Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 8 g Fett, 1 g Kohlenhydrate, 420 kJ/100 kcal
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WEIHNACHTEN
«Schmorbraten ist Männersache», meint Vater Bögli. Deshalb kümmert er sich um den Kalbsschulterbraten mit Wintergemüse. «Rosenkohl, Randen und Pastinaken geben der Sauce Pfiff.»
Kalbsschulterbraten mit Wintergemüse Hauptgericht für 4 Personen ZUTATEN 1,2 kg Kalbsschulter, gebunden 1 TL Salz, Pfeffer Mehl zum Bestäuben 600 g Gemüse, z. B. rohe Randen, Pastinaken, Rosenkohl 4 Schalotten 1 EL Bratbutter 3 EL Ahornsirup 2 EL Rosmarinnadeln 4 dl Kalbsfond Salz, Pfeffer ZUBEREITUNG Backofen auf 180 °C vorheizen. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben. Gemüse in ca. 3 cm grosse Stücke schneiden, Schalotten halbieren. Bratbutter im Bräter erhitzen. Fleisch ca. 5 Minuten rundum anbraten. Gemüse und Schalotten dazu geben und ca. 5 Minuten mitbraten. Rosmarin fein hacken, mit Ahornsirup mischen. Über den Braten giessen, mit Fond ablöschen und in der unteren Ofenhälfte zugedeckt ca. 80 Minuten garen. Nach 30 Minuten der Garzeit Deckel entfernen. Fleisch hin und wieder mit Jus übergiessen. Braten aus dem Jus heben und 10 Minuten warm stellen. Gemüse und Jus mit Salz und Pfeffer abschmecken. Braten tranchieren, mit Gemüse und Jus anrichten. Dazu passen Lauchknödel. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 80 Minuten garen Pro Person ca. 70 g Eiweiss, 15 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 2060 kJ/490 kcal
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Oma Bögli: «Meine Lauchknödel mit Pilzrahmsauce sind eine raffinierte vegetarische Beilage.»
Lauchknödel mit Pilzrahmsauce ZUTATEN 200 g Lauch 1 EL Butter 150 g Ruchbrot 2 Eier 1 dl Milch 3 EL Mehl 50 g geriebener Sbrinz 1/2 TL Salz Pfeffer
Pilzrahmsauce: 50 g getrocknete Steinpilze 2 Frühlingszwiebeln 1 Knoblauchzehe 1 EL Butter 250 g braune Champignons 1 TL Salz Pfeffer 1 TL Paprika 1/2 Bund Petersilie 1 dl Gemüsebouillon 2 EL Ketchup 1,8 dl Saucenhalbrahm
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Hauptgericht für 4 Personen
ZUBEREITUNG 1. Lauch fein schneiden, in Butter ca. 4 Minuten dämpfen, auskühlen lassen. Brot in Würfelchen schneiden, mit Eiern, Milch, Mehl und Käse vermischen. Lauch dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ca. 15 Minuten ruhen lassen. Masse mit feuchten Händen zu 12 Knödeln formen. In Salzwasser unter dem Siedepunkt ca. 8 Minuten ziehen lassen, gut abtropfen, warm halten. 2. Für die Sauce Steinpilze in kaltem Wasser ca. 5 Minuten einweichen, gut abtropfen lassen. Zwiebeln samt Grün in feine Streifen schneiden. Knoblauch pressen. Zwiebeln und Knoblauch in Butter dünsten. Champignons vierteln, mit den Steinpilzen beigeben. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen, kurz weiterdünsten. Petersilie fein hacken, mit Bouillon, Ketchup und Rahm dazugeben, kurz aufkochen. Sauce auf Teller verteilen, Knödel darauf anrichten.
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten + ca. 15 Minuten ruhen lassen Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 25 g Fett, 33 g Kohlenhydrate, 1880 kJ/450 kcal
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WEIHNACHTEN
Mutter Bögli: «Das Schoggidessert mit Nusssauce ist bei uns der Hit. Und für das Weihnachtsmenü ideal, denn es lässt sich gut vorbereiten.»
Schokoladen-Semifreddo mit Nusssauce Dessert für 8 Portionen ZUTATEN 150 g Schokolade, z. B. Noir Spezial 72% 2 frische Eier 100 g Zucker 3 dl Vollrahm 50 g Nussmischung 0,5 dl Wasser 3 EL Quittengelee ZUBEREITUNG 1. Schokolade in Stücke brechen. In einer Schüssel über einem heissen Wasserbad schmelzen. Eier trennen. Eigelbe und die Hälfte des Zuckers mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Eiweiss und Rahm separat steif schlagen. Schokolade unter die Eigelbmasse rühren. Rahm und Eischnee unter die Masse heben. Masse in einen Spritzsack mit Sterntülle geben, in 8 Gläser spritzen. Zugedeckt ca. 2 Stunden tiefkühlen. 2. Nüsse grob hacken. Restlichen Zucker in einer beschichteten Bratpfanne goldbraun caramelisieren lassen. Pfanne vom Herd nehmen. Nüsse beigeben, im Caramel kurz schwenken. Wasser dazugiessen und Caramel ohne Rühren nochmals kurz aufkochen. Quittengelee daruntermischen, abkühlen lassen. Semifreddo ca. 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen, mit der Nusssauce garnieren. Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten + ca. 2 Stunden tiefkühlen Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 27 g Fett, 23 g Kohlenhydrate, 1500 kJ/360 kcal
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Köstliche Zutaten fürs Weihnachtsfest
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Edle Schokolade für süsse Momente: Frey Suprême Tafelschokolade Noir Authentique, 100 g, Fr. 2.70 Für alle, die keine Zeit zum Backen haben: Sélection Schokoladenkuchen, Fr. 8.60 Schmeckt herrlich auf dem Butterbrot oder in der Salatsauce: Sélection Orangenblütenhonig, 250 g, Fr. 5.20
TerraSuisse Kalbsschulterbraten, Tagespreis
In grösseren Filialen
Für zwischendurch oder zum Apéro: Sun Queen Premium Nuts, Nussmischung, 170 g, Fr. 4.40
Schweizer Champignons für Saucen, zum Garnieren und für schmackhafte Suppen: Champignons, 100 g, Tagespreis
Auftauen, kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und geniessen: Pelican, MSC Jakobsmuscheln roh, tiefgekühlt, 200 g, Fr. 8.30
Unverzichtbar in der Weihnachtsküche: Monini Olivenöl Extra Vergine, 1 l, Fr. 12.70
Damit lassen sich viele Gerichte dekorativ veredeln: Sélection Blumenpfeffer, 35 g, Fr. 5.–
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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FISCH | 45
Das gute Gewissen isst mit
Wer Label-Fisch kauft, trägt zum Schutz der Meere und der Umwelt bei. An der Frischtheke kann man blind zugreifen, denn das Angebot stammt vollständig aus nachhaltigen Quellen.
W
er seine Liebsten an den Fest tagen mit einem Fischgericht verwöhnen möchte, bezieht den Fisch dafür am besten an der Frischtheke. Hier gibt es neben praktischen Kochtipps vom Fachpersonal die Garantie, dass das Angebot ausnahmslos aus nachhaltigen Quellen stammt. Als nachhaltig gelten Fische und Meeresfrüchte der Labels Bio, MSC und ASC sowie solche, die der WWF als empfehlenswert oder akzep tabel einstuft. Jene Fischarten, die diese Kriterien nicht erfüllen oder gar vom Aussterben bedroht sind, hat die Migros aus dem Sortiment genommen. Die Sorge um die Gewässer, die den Speisefischen als Lebensraum dienen, ist berechtigt. Gemäss der Ernährungs und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind 30% der Bestände überfischt und 60% sämtlicher kommerziell bewirtschafteten Fische reien maximal genutzt.
Fürs Fischfondue empfiehlt Roman Schnyder, Thekenleiter der Migros-Filiale in Wädenswil, Fisch mit festem Fleisch – wie Lachsfilet aus Biozucht in Irland.
Die Migros setzt sich für die Meere ein und definiert klare Ziele Um dem Fischliebhaber die Entschei dung im Allgemeinen für einen verant wortungsvollen Konsum zu erleichtern, erfolgt die Auslobung der Produkte mit dem Hinweis auf die oben genannten Labels (siehe auch Box «Drei Labels, ein Ziel»). Dabei unterscheidet man zwi schen Fisch aus Wildfang und Zucht fisch. Beim Wildfang geht es vor allem darum, gesunde Bestände zu schützen, während bei der Zucht der Umwelt schutz im Vordergrund steht. Um der Überfischung entgegenzuwir ken, ist Zuchtfisch eine gute Alternative. Die betreffenden Aquakulturen müssen aber verantwortungsbewusst bewirt schaftet werden. Bio und ASCzertifi zierte Zuchtbetriebe gehen mit gutem Beispiel voran. Sie tragen zur Erhaltung regionaler Artenvielfalt bei, indem sie die natürlichen Lebensräume respektie ren. Die Verwendung von Futtermitteln aus nachhaltigen Quellen zählt ebenso dazu wie die Berücksichtigung von Umweltkriterien. Die Migros nimmt die prekäre Situa tion der Weltmeere ernst und hat ihr Versprechen im Rahmen der Kampagne
Generation M, bis 2020 nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen zu verkaufen, schon fast eingelöst: 94% des Angebots an Fischen und Meeresfrüchten erfüllen die Richtlinien. An der Frischtheke ist die Vorgabe bereits seit Februar dieses Jahres zu 100% umgesetzt. Das Thekenpersonal ist über das Thema Nachhaltigkeit bestens in formiert und gibt Auskunft, auf Wunsch auch bezüglich der Zubereitung. Zum Beispiel eines Fischfondues. Roman Schnyder, Thekenleiter in der Migros Filiale Wädenswil ZH: «Für das Fondue schneiden wir gern die Stücke vor. Geeignet sind Fische und Meeresfrüchte mit fester Konsistenz wie Lachs, Thun fisch, Jakobsmuscheln oder Crevetten.» Weitere Informationen rund um das Thema Fischfondue als Festtagsmenü gibt es auf der folgenden Doppelseite. Text: Anna-Katharina Ris Bilder: Paolo Dutto; Claudia Linsi
Generation M steht für das nach haltige Engagement der Migros. Die Umstellung auf nachhaltigen Fisch bis 2020 ist ein Teil davon.
Drei Labels, ein Ziel MSC (Marine Stewardship Council) steht für eine zerti fizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang. MSC leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Ressourcen – der Fische und ihrer Umwelt – in den Weltmeeren. Migros Bio steht für eine naturnahe, nachhaltige Zucht. Die Fische und Meeresfrüchte erhalten biologisches Futter und leben in grosszügig bemessenen Gehegen im Süss oder Salzwasser. Die Zucht unterliegt unabhängiger Kontrolle und hat die Zertifizie rung für nachhaltige, biologische Aquakultur. ASC (Aquaculture Stewardship Council) steht für eine zertifizierte, verantwortungs volle Zucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss.
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FISCH
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Fondue-Variante Fisch
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Kabeljaurückenfilet
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MSC-Wildfang aus dem Nordostatlantik. Fischbestände werden geschont. Der delikate Salzwasserfisch ist neutral im Geschmack. Damit er nicht zerfällt, tunkt man ihn am besten mit einem kleinen Sieb in den Sud.
2
Lachsfilet
Biozucht aus Irland. Falls kein Lachs ohne Haut erhältlich ist, schneidet der Thekenmitarbeiter die Haut gern ab. Bei der Vorbereitung ist darauf zu achten, dass alle Gräten entfernt wurden.
1
2 3
Crevettenschwänze
Biozucht aus Vietnam. Man entfernt den Panzer und schneidet mundgrosse Stücke. Im köchelnden Sud wird das Fleisch rot.
4
Jakobsmuschel
MSC-zertifizierter Wildfang aus dem Nordwestatlantik. Bestände werden geschont. Falls nötig das Muschelfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Es sollte nicht zu lange in der Bouillon garen und darf innen noch glasig sein.
3
5 Illustration: Anton Fluri
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Gelbflossenthunfischfilet
Handleinenfang aus den Malediven. Um die Bestände zu schonen, werden die Fische einzeln mit der Angel gefangen. Der frische Thunfisch wird nur kurz in die Bouillon getaucht, sodass er innen roh bleibt. Lässt man ihn ganz durchgaren, wird er trocken.
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Fondue Swiss-Style Moitié-Moitié und Tradition im Duo-Pack, z.B. Swiss-Style Moitié-Moitié, 2 x 800 g 22.40 statt 28.– 20%
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Linsoft Kosmetik- und Taschentücher in Mehrfachpackungen, z.B. Kosmetiktücher Box im 3er-Pack, FSC, 3 x 150 Stück 4.55 statt 5.70 20%
Le Gruyère Surchoix, per 100 g 1.60 statt 2.– 20%
Alle Crème d’or in Dosen 750 ml und 1000 ml, z.B. Vanille Bourbon, 1000 ml 7.80 statt 9.80 20%
Hausschuhe für warme Füsse, z.B. Gäste-Slipper-Set 14.90
Raccard Tradition Block und Scheiben, z.B. Maxi-Block, per 100 g 1.80 statt 2.25 20%
Alle Pepsi und Schwip Schwap im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Pepsi Regular 5.50 statt 11.– 50%
Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück 37.60 statt 56.40 3 für 2
Alle Apéro-Getränke (ohne alkoholfreie Schaumweine), z.B. Tonic Water, 6 x 50 cl 4.80 statt 6.– 20%
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Kartoffeln Amandine, Schweiz, Tragtasche à 1,5 kg 2.85 statt 4.80 40% Ananas, Costa Rica, pro Stück 2.15 statt 3.60 40% Datteltomaten, Italien/Spanien, Schale à 250 g 1.40 Broccoli, Italien, per kg 2.70 statt 3.90 30% Fenchel, Italien, per kg 2.50 Nüsslisalat, «Aus der Region.», Schale à 125 g 2.90 statt 4.40 30% Avocado, Spanien, pro Stück 1.40 statt 1.80 20% Kiwi, Italien, per kg 2.40 statt 3.50 30% Litschis, Madagaskar, per 100 g –.80 Clementinen, Spanien, Netz à 2 kg 3.60
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Lammnierstück, Neuseeland/ Australien, per 100 g 3.75 statt 5.40 30% Rapelli Hinterschinken Puccini geschnitten, aha!, Schweiz, per 100 g 2.35 statt 3.40 30% Bratspeck geschnitten, TerraSuisse, per 100 g 1.60 statt 2.30 30% Festtagspastete mit Kalbfleisch, Schweiz, 500 g 14.90 statt 29.80 50% Rapelli Morchel-Terrine im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 130 g 5.35 statt 8.95 40% Schweinsfilet im Teig, Schweiz, 800 g 19.95 statt 39.90 50% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.70 statt 3.30 15% Atlantik Rauchlachs, Zucht aus Norwegen, 330 g 9.90 statt 19.80 50% Buonissimo Pastete Kalbfleisch, Morcheln und Entenleber, Frankreich, 500 g 17.– statt 28.50 40% «Val d’Hérens» Wurst, Schweiz, per 100 g 3.10 statt 3.90 20% Rinds-Bourguignon, Schweiz, per 100 g 3.50 statt 5.90 40% Lachsfilet mit oder ohne Haut, z.B. ohne Haut, Zucht aus Norwegen, per 100 g 2.90 statt 4.20 30% * Rindsfilet, Schweiz und Import, per 100 g 5.40 statt 9.– 40%
BLUMEN & PFLANZEN Rosenzauber, Fairtrade, Stiellänge 40 cm, Bund à 30 Stück 13.50 statt 19.50 30% Rosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 50 cm, Bund à 15 Stück 14.90 Festtagsstrauss Olivia, pro Strauss 19.90 Festliches Gesteck mit Cymbidium, pro Gesteck 13.90 Glücksklee Oxalis dekoriert, pro Stück 3.90 Phalaenopsis mit 3 Rispen, im Übertopf, dekoriert, pro Pflanze 23.90 statt 34.90 30% Weihnachtsstern mit Pailletten, «Aus der Region.», im 13-cm-Topf 8.90 statt 9.90
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Napolitains assortiert im 1-kg-Beutel, UTZ 10.50 statt 21.05 50% Alle Halspastillen im Duo-Pack, mit Gratisdose, z.B. Cassis, 2 x 220 g 8.60 statt 10.80 20% Alle Frey Truffes, UTZ, z.B. Marc de Champagne, 220 g 12.95 statt 16.20 20% gültig bis 25.12. Alle Créa d’Or Biscuits, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger, z.B. Bretzeli, 100 g 1.75 statt 2.35 Alle Weihnachtsmischungen (ohne Sélection), 1.40 günstiger, z.B. Weihnachtsmischung, 500 g 4.10 statt 5.50 Alle Cafino oder Noblesse, UTZ, z.B. Cafino, im Beutel, 550 g 7.55 statt 10.80 30% Alle Klostergarten Tees in Beuteln, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.40 günstiger, z.B. Albertus, 20 Beutel 2.– statt 2.40
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
Auswahl vom Feinsten
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SÉLECTION | 59
Premiumpräsent für Feinschmecker: Sélection Geschenkkorb gross*, Fr. 145.–
Ein Geschenkkorb, gefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten, kommt als Überraschung im Advent oder zum Fest gut an.
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Bild: Daniel Ammann; Styling: Mira Gisler
as Schenken hat Hochkonjunktur. Nicht erst an Weihnachten, auch schon in den Wochen davor möchte man lieben Verwandten,guten Freunden, geschätzten Arbeitskollegen und treuen Geschäftspartnern gern mit einer Über raschung eine Freude bereiten. Ein Geschenkkorb von Sélection im stilvollen Design ist dafür genau das Richtige. Je nach Budget stehen verschie dene Kompositionen zur Auswahl. Dabei haben alle eines gemeinsam: Sie sind gefüllt mit Spezialitäten von Sélection. Das hochwertig gestaltete Sortiment überrascht durch Vielfalt. Wer zum Beispiel den grössten Korb geschenkt bekommt, entdeckt darin erlesene Köstlichkeiten wie den spritzigen, alkoholfreien Moscato und die Pralinés Tentation Noire sowie feine Gewürze und Zutaten für die anspruchsvolle Küche wie Fleur de sel, Blumenpfeffer, Pesto Genovese, Feigensenf und Rosma rinhonig. Dazu eine Rezeptbroschüre mit ausgewählten Weihnachtsrezepten. Aber auch die anderen Körbe haben einiges zu bieten. Weil die Körbe nicht nur schön anzu schauen, sondern auch robust sind, kann man sie nach dem Verzehr der Produkte auch sehr gut für Aufbewahrungszwecke verwenden. Das macht sie als Präsent noch attraktiver. JV
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KAFFEE
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Kaffee, weihnachtlich in Szene gesetzt Espresso, Cappuccino und Latte macchiato eignen sich gut zum Veredeln – und sind so eine willkommene Überraschung für Gäste oder Familie.
Caramel-Popcorn-Macchiato Ergibt 4 Gläser à 2,5 dl Zutaten: 6 weiche Caramels, z. B. Micamu, 8 dl Milch, 4 Espressi, 20 g Caramel-Popcorn Zubereitung: Caramels grob hacken. Milch aufkochen. Caramels in die Gläser verteilen. Gläser zu zwei Dritteln mit Milch füllen. Umrühren, bis die Caramels aufgelöst sind. Restliche Milch schaumig rühren, dazugiessen. Ca. 30 Sekunden warten. Je 1 Espresso vorsichtig zur Milch giessen. Restlichen Milchschaum auf die Kaffees verteilen. Mit Popcorn bestreuen. Servieren. Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Lebkuchen-Kaffee Ergibt 4 Tassen à ca. 2,5 dl Zutaten: 4 dl Halbrahm, 4 TL Lebkuchengewürz , 4 dl Kaffee Zubereitung: Rahm mit der Hälfte des Lebkuchengewürzes halbsteif schlagen. Kaffee in die Tassen verteilen. Rahm mit einem Löffel daraufgeben. Mit restlichem Lebkuchengewürz bestreuen. Sofort servieren. Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
SERIE
Kaffeekultur (3)
Marshmallow-Kaffee
Die faszinierende Welt des Kaffees vom Anbau in Südamerika bis zur Swiss Coffee Championship. Heute: Kaffeerezepte
Ergibt 4 Tassen à 2,5 dl Zutaten: 30 g Marshmallows, 6 EL Kakaopulver, 8 dl Kaffee Zubereitung: Marshmallows je nach Grösse in Stücke schneiden. Kakao in die Tassen verteilen. Mit heissem Kaffee aufgiessen. Umrühren. Mit Kakaopulver und Marshmallow bestreuen und sofort servieren. Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Exquisito Bohnen, 500 g, Fr. 7.50
Café Royal Espresso Forte, 10 Kapseln, Fr. 3.80
Chahan Yeretzian, ZHAW, Wädenswil
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hahan Yeretzian (54) ist an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil seit rund sieben Jahren als Professor für Ana lytische Chemie tätig. Unter seiner Ägide hat sich in Wädenswil ein Kompetenzzentrum für Kaffee ent wickelt, wo das Knowhow gebündelt wird. Für mich muss ein guter Kaffee zu einem Moment höchsten Genusses führen. Dies bedeu tet ein Espresso, der frisch geröstet und zubereitet ist, mit einer ausgeprägten Röstnote und Körper, entweder mit einer nur leichten zitrusähnlichen erfrischenden Säure oder je nach Kaffee einer süsslichen Kakaonote. Insbesondere der Geruch ist für mich zentral. Wenn Kaffee zu dunkel geröstet wird und/oder überextrahiert ist, machen sich die Bitternoten ver stärkt bemerkbar. Diese werden von vielen oft als unangenehm empfunden. Welche Aromen passen gut zu Kaffee?
Für mich sind Röst und Kakao noten, vor allem bei Kaffee mit starkem Körper, sehr passend. Kaffee mit einem leichteren Körper verbindet sich auch sehr gut mit einer frischen Zitrusnote.
Delizio Espresso Caramello, 12 Kapseln, Fr. 5.60
Rezepte
EXPERTE
Warum schmeckt Kaffee teilweise bitter?
Ergibt 4 Tassen à ca. 1 dl
Zubereitung: Kardamom und Nelken in 4 Tassen verteilen. Kaffee heiss aufgiessen. Kurz ziehen lassen. Gewürze mit einem Löffel herausnehmen. Kaffee sofort servieren. Zubereitungszeit: ca. 5 Minuten
KAFFEE | 61
Wie definiert sich guter Kaffee?
Arabischer Kaffee Zutaten: 8 Kardamomkapseln aus dem Delikatessgeschäft, 8 Gewürznelken, 4 dl starker Kaffee
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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch ein grosser Teil des Kaffeesortiments.
Wird der Kaffeegeschmack durch Zugabe von Zucker und/oder Milch «verdorben»?
Nicht zwingend. Es kommt auf den Kontext an. Vor allem Robusta oder Robustareiche Mischungen sind sehr geeignet für Milchkaffee getränke, da die starke Röstnote und der Körper durch die Milch hindurch wirken und einen volleren Kaffeecharakter erlauben als mancher feine ArabicaKaffee.
Interview: Heidi Bacchilega Bild und Styling: Claudia Linsi
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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BISCHOFSZELL | 63
Fruchtig, süss und knusprig
Ein delikater Crumble gelingt auch ohne frische Früchte. Als Alternative bietet sich Zwetschgenkompott an.
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rumbles passen wunderbar in die Weihnachtszeit – in der man alles hat, bloss keine Zeit. Sie lassen sich einfach und im Hand umdrehen zubereiten. Frisch aus dem Ofen, fruchtig und knusprig, ist die Süssspeise ein wahrer Seelenwärmer in der kalten Jahreszeit. Erst recht mit einer Kugel Vanilleglace als Krönung. Dass in den Wintermonaten keine frischen Früchte verfügbar sind, ist kein Problem. Denn einen klassischen Crumble kann man auch mit einem der Kompotte von Bischofszell zube reiten. Sie empfehlen sich dafür mit einem hohen Fruchtanteil – 90% beim Zwetschgen und Aprikosen bzw. 84% beim Rhabarberkompott – und der Tatsache, dass nur Schweizer Früchte verarbeitet werden. Zudem enthalten sie weder künstliche Aro men noch geschmacksverstärkende Zusatzstoffe. AW Mit dem Zwetschgenkompott von Bischofszell lässt sich ein Crumble der Extraklasse zubereiten.
Rezept
Zwetschgencrumble Dessert für 4 Personen. Für 4 ofenfeste Förmchen
Bild: Claudia Linsi1
Bischofszell Zwetschgenkompott, 310 g, Fr. 2.90 Bischofszell Rhabarberkompott, 310 g, Fr. 2.90 Bischofszell Aprikosenkompott, 310 g, Fr. 3.– Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Kompotte der Marke Bischofszell.
ZUTATEN 40 g Butter, 50 g Mehl 40 g Rohzucker 1 Prise Salz, ½ TL Zimt 20 g Haferflocken 150 g Biskuitboden oder Zopf in Scheiben 1 dl Orangensaft 2 Gläser Zwetschgenkompott à 310 g Puderzucker zum Bestäuben 4 Kugeln Glace, z. B. Vanille
ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Butter, Mehl, Zucker, Salz und Zimt im Cutter oder zwischen den Händen bröselig reiben. Haferflocken untermischen. Biskuit in grobe Stücke zupfen und auf den Förmchenböden verteilen. Orangensaft über das Biskuit träufeln. Kompott darüber verteilen. Streusel über das Kompott bröseln. Crumble in der oberen Ofenhälfte ca. 20 Minuten backen. 2. Crumble herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Warm mit Puderzucker bestäuben und mit Vanilleglace servieren. Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + ca. 20 Minuten backen Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 13 g Fett, 91 g Kohlenhydrate, 2150 kJ/520 kcal
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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ANANAS | 65
Ananas werden reif geerntet. Auf den Farmen von Del Monte erfolgt die Ernte von Hand. Die Reifezeit der Früchte beträgt sechs Monate. Sie werden nicht durch Saat, sondern durch Setzlinge vermehrt. Dazu setzt man die Krone in die Erde, woraus eine neue Pflanze entsteht.
Rücksichtsvoller Anbau Del Monte Ananas, pro Stück, Tagespreis
Die Migros bezieht ihre Ananas aus Costa Rica. Auf den Farmen ihres Lieferanten Del Monte wird die beliebte Frucht umweltschonend kultiviert.
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it ihrem saftigen Fruchtfleisch und ihrer erfrischenden Süsse passt die Ananas hervorragend in Fruchtsalate, Kuchen und Getränke und verleiht pikanten Fleisch-, Fischund Geflügelgerichten eine feinherbe, exotische Note. Gut zu wissen, dass die Tropenfrucht, die in der Migros erhältlich ist, in Costa Rica verantwortungsbewusst produziert wird.
Bild: Getty Images
Verantwortungsbewusste Bewirtschaftung Lieferant der Migros ist das amerikanische Unternehmen Del Monte, das seine Ananas nach den internationalen Richtlinien für gute Agrarpraxis gemäss GlobalGAP* anbauen und seine Farmen entsprechend zertifizieren lässt. Doch damit nicht genug: Bezüglich Boden-, Pflanzen- und Gewässerschutz, Artenvielfalt und sozialverträglicher Arbeitsbedingungen wird Del Monte höheren Ansprüchen gerecht.
Pufferzonen zwischen Gewässern und Anbauflächen sind in Costa Rica gesetzlich vorgeschrieben und daher auch auf den Farmen von Del Monte Standard. Darüber hinaus achtet man dort darauf, dass für die Entwässerungsgräben möglichst wenig Boden abgetragen wird. Um den Sedimenttransport zu reduzieren, werden natürliche Barrieren aus Pflanzen, Holz oder Steinen errichtet. Die Schädlingsbekämpfung erfolgt nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes, wobei der Einsatz von Nützlingen eine wichtige Rolle spielt. Auch das Entfernen von Unkraut mit der Hand trägt dazu bei, dass sich die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf ein Mindestmass beschränkt.
Bewaldete Ausgleichsflächen zur Förderung der Artenvielfalt Zu einer rücksichtsvollen Flächenbewirtschaftung gehört für Del Monte auch der Schutz natürlicher Lebens-
räume. So findet man zwischen den Ananaskulturen bewaldete Ausgleichsflächen, die in erster Linie der Förderung und Erhaltung der biologischen Artenvielfalt dienen.
Von Hand geerntet und zwei Wochen auf hoher See Was die Sozialstandards betrifft, zahlt Del Monte seinen Beschäftigten mehr als den landesüblichen Mindestlohn und gewährt Zusatzleistungen, die jeweils gewerkschaftlich ausgehandelt werden. Und wie gelangt nun die Ananas in die Schweiz? Von Hand geerntet, gesäubert und sortiert, werden die Früchte zum Hafen transportiert. Nach einer etwa zweiwöchigen Schiffsreise im Kühlcontainer sind sie in der Migros verfügbar. Text: Dora Horvath
* GlobalGAP ist ein privates, weltweit angewandtes Qualitätssicherungs- und Zertifizierungssystem für die Landwirtschaft und der Name einer Organisation, die dieses System definiert und betreibt.
SCHAUFENSTER 66 |
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FOOD
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
GUT & GÜNSTIG
Blätterteigstangen Für circa 24 Stück und circa Fr. 4.50 ■ Backofen auf 200 °C vorheizen. 1 Butterblätterteig entrollen. In ca. 1 cm dicke Streifen schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. ■ 1 Ei verquirlen. Teigstreifen damit bestreichen. ■ Teigstreifen nach Belieben separat mit Sesamsamen, Mohn, Kümmel, Kreuzkümmel oder wenig Fleur de sel bestreuen. Teigstreifen zu Spiralen drehen. ■ In der Ofenmitte 9 bis 10 Minuten backen. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen. Noch warm servieren. TIPP Für süsse Blätterteigstangen Teigstreifen mit Zimt und Zucker bestreuen.
Blätterteig, Ei und Saaten: Mehr braucht es nicht für ein feines Apérogebäck.
Popcorn im Chips-Format Tatar, ganz vegetarisch Jetzt ist der beliebte Festtagsklassiker auch als vegetarische Variante zu haben, und erst noch in Bioqualität. Das Vegi-Tatar besteht aus Okara, dem hochwertigen Sojakuchen, Gemüse und Gewürzen. Es enthält keine Zusatzstoffe. Gut möglich, dass es auch unter den Nichtvegetariern schnell neue Fans findet. Bio Vegetarisches Tatar, 160 g, Fr 5.90
Es duftet wie Popcorn, und es schmeckt auch so. Aber es sieht nicht so aus. Dass Popcorn auch eckig sein kann, beweist Kelly mit seinem neuen Knabberhit. Die dünnen Popcorn-Chips sind gesalzen und haben das typische Aroma, das die Fans des knusprigen Maissnacks so lieben. Kelly’s Popcorn Chips, 110 g, Fr. 2.40
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Wie frisch aus der Backstube Wer zum Apéro oder Brunch knusprige Käse-Laugenbrötchen anbieten möchte, muss sich nicht mehr an die Frischtheke bemühen und darauf hoffen, dass sie noch in ausreichender Stückzahl verfügbar sind. Denn jetzt kann man die würzigen Weggli auch aus dem Kühlregal beziehen und bequem zu Hause selbst aufbacken. Geschmacklich lässt das Laugengebäck keine Wünsche offen, denn nicht nur seine Oberfläche, sondern auch der Teig ist mit Käse verfeinert. Käse-Laugenbrötchen, 200 g, Fr. 3.90 In grösseren Filialen
Nachhaltiger Fischgenuss Als erste Detailhändlerin in der Schweiz hat die Migros Rauchlachs mit dem Nachhaltigkeitssiegel ASC im Sortiment. ASC ist die Abkürzung für Aquaculture Stewardship Council. Es steht für eine zertifizierte, verantwortungsvolle Fischzucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss. M-Classic ASC Rauchlachs, 200 g, Fr. 9.90
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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NONFOOD | 67
Bild: Weltklasse Zürich/Urs Jaudas
RAPPENSPALTE
Kariem Hussein (25) lief über 400 Meter Hürden in Zürich überraschend zu EM-Gold. Nur drei Läufer waren in diesem Jahr weltweit schneller über diese Distanz – was Hoffnungen nährt auf eine WM-Medaille 2015.
Linderung für spröde Lippen Der Lippenbalsam Carmex aus den USA ist jetzt auch in der Migros erhältlich. Die Mischung aus Kampfer und Menthol dringt tief in die Lippen ein und sorgt für Feuchtigkeit mit einem kühlenden Effekt. Lanolin und Kakaobutter pflegen spröde Lippen. Der Sonnenschutzfaktor 15 beugt dem Altern vor. Carmex Lippenbalsam, 4,25 g, Fr. 4.20 20-fache Cumulus-Punkte bis 22. 12.
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In grösseren Filialen
Wofür geben Sie gern viel Geld aus?
Für feines Essen. Da spare ich nicht. Welche waren Ihre teuersten Ferien?
Meine letzten Strandferien in Ägypten. Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?
Diverse Karten, von denen ich allerdings die wenigsten brauche. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?
Sich nicht von jeder Aktion verleiten lassen. Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?
Für gutes Essen.
Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?
Sport hat generell noch Potenzial. Ganz wichtig ist, die bereits vorhandenen Gelder für Sport und Kultur effizienter einzusetzen. Was kann man für Geld nicht kaufen?
Gefühle und Erinnerungen. Unbezahlbar sind die Momente, die ich mit meiner Familie und meinen Freunden im Letzigrund geniessen durfte. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?
David Beckham.
Interview: Yannick Dolman
SAISONKÜCHE 68 |
Beim Tranchieren beginnt Heribert Förtsch immer mit der Brust.
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HERIBERT FÖRTSCH
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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SAISONKÜCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
HERIBERT FÖRTSCH | 69
Gans in Weiss
Wenn Bergün im Schnee versinkt, wird im Kurhaus die alte Küche eingeheizt. Fürs Migros-Magazin bereitete Chefkoch Heribert Förtsch ein Weihnachtsmenü zu.
I
m Schnee versinkt man in Bergün GR an diesem Vormittag zwar noch nicht, doch der wird schon noch kommen im Albulatal. Dann sorgt der Ofen in der alten Küche des Kurhauses Bergün für wohlige Wärme. Die alte historische Küche ist der ganze Stolz von Küchenchef Heribert Förtsch. In den Wintermonaten findet in der geräumigen Küche eine Table d’hôte statt. Bis zu 34 Gäste nehmen an zwei langen Tafeln Platz, können dem Koch zuschauen, wie er die bis zu fünf Gänge zubereitet. Die Gäste vom Migros-Magazin fühlen sich aber auch jetzt schon angezogen vom heimeligen, meterhohen Ofen. Der Haustechniker hat ordentlich eingeheizt, denn gleich soll die Weihnachtsgans in den Ofen. Heribert Förtsch ist gebürtiger Bayer. «Eigentlich hätte ich die Gans jetzt mit Beifuss eingerieben, aber hier ist das Kraut zum Würzen unbekannt. Auch andere Kräuter haben fantastische Aromen», sagt er und stopft die Gans mit klein geschnittenen Äpfeln, Zwiebeln und Thymian.
Eine Glasflasche hilft beim Garen im Ofen Die Gans wird auf Äpfeln und Zwiebeln in einen Bräter aus Kupfer gebettet. Alle Töpfe sind hier aus Kupfer. «Die habe ich von meiner alten Arbeitstätte mitgebracht», erzählt Förtsch. «Da wurde auf Induktionsherde umgestellt, und die alten Pfannen wanderten in den Keller. Ich habe sie den Besitzern abgekauft, um sie in der alten Küche zu verwenden.» Die Töpfe fügen sich harmonisch in die Küche ein, sie sehen aus, als hätten sie schon mehreren Generationen von Küchenchefs gute Dienste geleistet. Die Gans ist noch nicht ganz gefüllt, Heribert Förtsch steckt eine kleine Glasflasche in die Gans. «Das Problem bei den grossen Vögeln: Sie garen ungleichmässig. Die Keulen sind oft nicht gar, während die Brust schneller gart. Durch die Flasche wird die Hitze viel besser an die Keulen weitergeleitet.» Jetzt darf die Gans in den Ofen. Regulieren lässt sich die Temperatur im grossen Ofen, der mit Holz befeuert wird, nicht. Das liegt im
Gefühl und der Erfahrung des Kochs. Während die Gans im Ofen vor sich hin brät, bereitet der Koch die Vorspeise zu. Die Zutaten fürs Dressing sind schnell verrührt, das Caramelisieren der Birnen in der Pfanne eine kleine Routine. Für die knackige Caramelschicht auf dem Ziegenkäse hat Förtsch einen Tipp: «Ich streue den Zucker nicht auf den Käse, sondern drücke den Käse auf einen Teller mit braunem Zucker.» Dann caramelisiert er den Zucker mit einem Brüllierbrenner, mit dem man auch einer Crème brûlée zur Caramelschicht verhilft. Das Arbeiten in der historischen Küche war für Förtsch ausschlaggebend, als er sich für den Posten des Küchenchefs bewarb. «Es ist schon etwas Besonderes, hier zu arbeiten. Damit die alte Küche auch so richtig gut zum Einsatz kommt, hat sich der Koch mit der Hotelleitung
die Table d’hôte ausgedacht, für die er mit Produkten aus der Region kocht. Das fordert vom Koch viel Kreativität. So geht er sogar kreativ mit dem Birnbrot einer Bäuerin um. «Das habe ich zur Füllung in einem Topfenknödel verarbeitet», erinnert er sich. Gut über 100 Rezepte sind so schon entstanden, die Förtsch zu einem Buch verarbeiten möchte.
Er hatte sogar schon eigene Wollschweine Doch fürs Schreiben der Rezepte fehlt dem Koch die Zeit. Zu verlockend sind die vielen kulinarischen Möglichkeiten, die er gern selbst ausprobiert. So hatte er sogar schon eigene Wollschweine, die er so gern gezüchtet hätte. Aber das war neben der Arbeit als Koch einfach nicht möglich. «Die Schweine haben wir dann geschlachtet und hier im Hotel zu
AUFGETISCHT
Heribert Förtsch, Küchenchef im Kurhaus Bergün Die erste Kochlehre nach dem Abitur brach Heribert Förtsch (38) ab – wie viele andere im gleichen Hotel. Erst nach einem Maschinenbaustudium nahm er den Kochtraum wieder auf. Seit drei Jahren ist er im Kurhaus Bergün Küchenchef. Die alte Küche des Kurhauses, das 2012 zum «Historischen Hotel des Jahres 2012» gekürt wurde, hat es dem Koch angetan – er möchte nirgendwo anders arbeiten.
Was haben Sie immer auf Vorrat? Ein gutes Rindssteak oder Wollschwein, Fleur de sel und Kohle zum Grillieren. Wie oft kochen Sie pro Woche? An meinen freien Tagen koche ich eigentlich nicht. Ein Mal pro Woche grillieren wir, wobei meine Frau auch da alles kocht – ausser dem Fleisch natürlich. Kochen ist für Sie …? … ein Schritt auf einer langen Reise vom Keim bis zum fertigen Gericht. Es ist Handwerk, Leidenschaft und Glück. Was würden Sie niemals essen? Bis jetzt habe ich noch alles probiert. Diese Neugierde ist ja auch ein Teil unseres Berufs. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit meinen Grosseltern.
«Vorbereitung ist an Weihnachten das A und O.»
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HERIBERT FÖRTSCH
feinen Gerichten verarbeitet.» Auch Bier hat der Koch schon selbst gebraut, jedoch eher zum Spass. Ein Tag müsste für den passionierten Herdkünstler gut doppelt so lang sein, damit er alle seine kulinarischen Projekte auch am Leben erhalten könnte. Ein kurzer Blick in den Ofen verrät: Die Gans ist noch nicht gar, aber Kontrolle bekanntlich notwendig, und die Gans wird zum wiederholten Mal begossen. Ein Koch muss in der Küche den Überblick behalten. «Die Gans braucht noch eine ganze Weile», sagt Förtsch und widmet sich dem Dessert. Eine Mousse aus Sauerrahm, Schlag rahm und Orange. Kaum Zucker. «Das ist der Clou. Die Mousse ist säuerlich und kühl. Süsse kommt durch die Orangenfilets und die Preiselbeeren ins Spiel.»
Für Gäste am besten Gerichte kochen, die man gut kennt Für den Koch ist die Zubereitung für Menüs Tagesgeschäft, jahrelang eingeübte Abläufe, die sich beliebig abändern lassen. Wie kann man als Laie da mithalten und ebenso lässig ein Menü zubereiten? Dafür hat Förtsch ein paar Tipps parat: «Am besten kocht man für Gäste Gerichte, die man schon einmal gekocht hat und gut kennt.» Im Hotel können bei einer Hochzeitsgesellschaft schon einmal
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100 Gäste kommen. Das ist selbst mit drei Köchen eine Herausforderung. «Vorbereitung» lautet Förtschs Zauberwort. «Das ist das A und O. Zum Beispiel indem man ein Dessert wählt, das man schon zwei bis drei Tage vorher zubereiten kann», rät der Profi. Was Hobbyköche gern vergessen: das Aufwärmen der Teller. Damit stellt man bei grösseren Fest tagstafeln sicher, dass das Essen nicht so schnell auskühlt.
Die Notwendigkeit von guten Küchenwerkzeugen Weitere Tipps gefällig? Wie jeder Profikoch unterstreicht auch Förtsch die Notwendigkeit von guten Küchen werkzeugen. Allen voran das scharfe Messer. Sein Messer wurde hand geschmiedet. Das kann sich sicher nicht jeder leisten, doch auch das Nachschärfen – nicht das Schleifen – bewirkt manchmal wahre Wunder. Das Essen ist fertig, und die Gäste sind voller Vorfreude. Förtsch tran chiert die gebratene Gans mit seinem Messer. Die Gäste blicken versonnen nach draussen. Wenn jetzt noch Schneeflocken vor dem Fenster tanzen, kann das Christkind kommen. Text: Claudia Schmidt Bilder: Lukas Lienhard
www.kurhausberguen.ch
Salat mit caramelisiertem Ziegenkäse und Birne ZUTATEN 1 Birne, 1 EL Butter, 1 EL Puderzucker, 1 Zweig Rosmarin, 150 g gemischte, saisonale Salate, z. B. Nüsslisalat, 4 Ziegenfrischkäse à ca. 80 g, 2 EL feiner Rohzucker, Crema di balsamico für die Garnitur
Das Herzstück der alten Küche im Kurhaus Bergün: der grosse Herd, der mit Feuer und heute auch mit Gas betrieben wird.
Dressing: ½ Schalotte, 1 TL milder Senf, 3 EL Aceto balsamico, 4 EL Gemüsebouillon, 4 EL Rapsöl, 1 Prise Puderzucker, Salz, Pfeffer
Vorspeise für 4 bis 6 Personen
ZUBEREITUNG 1. Für das Dressing Schalotte fein hacken. Alle Zutaten für das Dressing verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pro Person bei 4 Personen ca. 11 g Eiweiss 26 g Fett 17 g Kohlenhydrate 1500 kJ/350 kcal
2. Birne vierteln und entkernen. In Schnitze schneiden. Butter mit Puderzucker in einer Bratpfanne schmelzen. Rosmarinzweig kurz darin schwenken. Birnenschnitze in der Pfanne leicht caramelisieren lassen. Pfanne vom Herd ziehen. 3. Salat in einer grossen Schüssel mit dem Dressing vermischen. Auf Teller verteilen. Ziegenkäse auf einer Seite in braunen Zucker drücken. Mit einem Gasbrenner hellbraun caramelisieren. Käse und Birnenschnitze auf die Salatteller verteilen. Salatteller mit Crema di balsamico garnieren.
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
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Gebratene Gans ZUTATEN 1 küchenfertige Gans à ca. 3,2 kg, 2 rote Zwiebeln, 2 Äpfel, Salz, Pfeffer, 2 Zweige Thymian, 1 EL Tomatenpüree, 1 dl Rotwein, 6 dl Geflügelfond oder -bouillon ZUBEREITUNG 1. Gans innen und aussen kalt abspülen und trockentupfen. Zwiebeln schälen. Zwiebeln und ungeschälte Äpfel achteln, Kerngehäuse entfernen. Die Gans innen mit ca. 1 TL Salz und Pfeffer würzen. Die Hälfte der Äpfel und der Zwiebeln sowie Thymian in die Bauchhöhle geben. Nach Belieben eine leere gewaschene 0,33-l-Glasflasche in die Bauchöffnung schieben, damit die Gans gleichmässiger gart. Gans mit Küchenschnur zusammenbinden. Aussen mit Salz und Pfeffer würzen. Mit restlichen Zwiebeln und Äpfeln in einen Bräter geben. 2. Backofen auf 160 °C vorheizen. Gans ca. 1 cm hoch mit Wasser umgiessen. Im Ofen ca. 2¼ Stunden garen. Gans gelegentlich wenden, dabei auch auf die Seite legen. Für die Garprobe den Schenkel anstechen. Wenn der austretende Saft klar ist, ist die Gans gar. Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen. Gans mit dem ausgetretenen Gänsefett bepinseln. Ca. 15 Minuten weiterbraten, bis sie schön knusprig ist. Gans herausnehmen und warm stellen.
Hauptgericht für 6 Personen Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + ca. 2 Stunden 30 Minuten garen Pro Person bei 6 Personen ca. 54 g Eiweiss 40 g Fett 8 g Kohlenhydrate 2600 kJ/620 kcal
3. Für die Sauce Früchte und Zwiebeln aus dem Bräter entfernen. Das Fett abschöpfen und nach Belieben für andere Gerichte verwenden. Tomatenpüree im Bräter andünsten. Wein und Fond dazugeben. Flüssigkeit aufkochen und auf ca. 3 dl einkochen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Sauerrahm-Mousse mit Orangen
TIPP Heribert Förtsch serviert dazu gebackene Kürbisschnitze, Quitten und Rosmarinkartoffeln.
ZUTATEN 2½ Blatt Gelatine, 0,25 dl Orangensaft, 1 TL Honig, 200 g Crème fraîche, 200 g Vollrahm, 2 Orangen, 1–2 EL Grand Marnier, 2–3 EL Preiselbeeren aus dem Glas, 2 TL gehackte Pistazien für die Garnitur ZUBEREITUNG 1. Gelatine ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Orangensaft und Honig in einer kleinen Pfanne erhitzen. Gelatine gut ausdrücken und in der erhitzten Flüssigkeit auflösen. Mischung unter die Crème fraîche rühren. Rahm sehr steif schlagen. Unter die Crème fraîche heben. In eine Form von 20 × 20 cm geben, glatt streichen. Mousse zugedeckt mindestens 2 Stunden – oder über Nacht – kühl stellen.
Dessert für 4 Personen Zubereitungszeit: 25 Minuten + mindestens 2 Stunden kühl stellen
Pro Person bei 4 Personen 5 g Eiweiss 36 g Fett 3. Einen Esslöffel in heisses Wasser tauchen, von der Mousse 20 g Kohlenhydrate Nocken abstechen. Auf Teller geben. Mousse mit Orangenfilets 1800 kJ/430 kcal und Preiselbeeren anrichten. Mit Pistazien garnieren. 2. Von den Orangen Schale samt weisser Haut wegschneiden. Filets mit einem scharfen Messer aus den Trennwänden herauslösen. Orangenfilets mit Grand Marnier marinieren.
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Reisen erweitert den Horizont
WALLIS
Mit den Travel-Kursen der Klubschule Migros trainiert man gezielt die mündliche Kommunikation, um sich mit einfachen sprachlichen Mitteln am Flughafen, im Hotel, im Restaurant, beim Einkaufen und unterwegs zu verständigen. Man erhält wertvolle Tipps und Hintergrundinformationen für ein besseres Verständnis von Land und Leuten.
Die Klubschule bietet ab Januar 2015 Chinesisch, Italienisch, Englisch, Spanisch in Brig und in Leuk sowie Thai-Travel-Kurse an.
Weitere Informationen in der Migros Klubschule Brig unter Tel. 027 / 720 66 50
Wenn man die Landessprache eines Reiseziels beherrscht fällt alles leichter.
Hilfe für arme Kinder bietet der Verein SOS enfants de chez nous, indem er für einen «sozialen Walliser Himmel» sorgt.
Bilder: Kost, zVg
Für strahlende Kinderaugen
Am 17. Dezember nimmt die Migros Wallis am grossen Spendentag teil: Ein Prozent des Tagesumsatzes wird an das Hilfswerk SOS enfants de chez nous gehen.
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ragt man die Walliser Bevölkerung, was Dezemberkälte für sie bedeu tet, denken die meisten an Winter sport, gemütliche Abende eingemum melt in einer Decke und an feine tradi tionelle Wintergerichte. Doch für einige Familien bedeutet das Wort pure Ver zweiflung. Das war der Grund, warum MarieJoseph Gaillard vor 21 Jahren den Verein Noël enfants de chez nous grün dete, heute bekannt unter dem Namen SOS enfants de chez nous. Unter dem dynamischen Präsidium von Felix Car ruzzo und Béatrice Jordan hat der Verein an immer grösserer Bedeutung gewon
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Für die Präsidentin Béatrice Jordan, und die Mitglieder André Frachebourg (Mitte) und Max Fellay (rechts) basiert die Vereins idee auf Hilfe, aber auch auf dem Ver trauen zwischen Mitgliedern, Part nern und Gebern.
nen. Da man sich rasch bewusst wurde, dass ein Plüschtierli zu Weihnachten die Not bedürftiger Kinder nicht lindern könnte, wurde die Hilfsaktion ausgeweitet. Notleidende Menschen können jetzt das ganze Jahr über unterstützt werden.
Eine Portion Sorglosigkeit für arme Kinder Die Hilfsaktion SOS enfants de chez nous kann in drei Worten zusammengefasst werden: Hilfe, Kinder und Wallis. Trotz der guten Wirtschaftslage in der Schweiz haben manche Familien Mühe, den Kopf über Wasser zu halten. Viele dieser armen Menschen schämen sich und sprechen nicht über ihre grosse Not. Befindet sich eine Familie in einer solchen Situation, überträgt sich die Verzweiflung der Eltern oft auf das Kind. Daher handelt SOS enfants de chez nous konkret in Form einer kurzfristigen finanziellen oder materiellen Unterstützung und hat die gesunde soziokulturelle Entwicklung des Kindes zum Ziel. Der Verein verschenkt Spielzeug, Kleider, Schulmaterial, Winterausstattung, und ermöglicht Ferienlager oder Kurse. Es beginnt bei den Kleinigkeiten, diesen kleinen verpassten Freuden. So wird versucht, den Kindern einige Träume zu erfüllen und ihnen ein bisschen Sorglosigkeit zu schenken, die für eine ausgeglichene Entwicklung wichtig ist. Jedes Jahr können dank grosszügiger Spenden rund 2000 Kinder und mehr als 1000 Familien unterstützt werden. Béatrice Jordan betont, «dass es dank der fantastischen Arbeit der freiwilligen Helfer und Partnerunternehmen gelingt, jeden gespendeten Franken weiterzuschenken.» Seit mehreren Jahren wird in der Weihnachtszeit ein grosser Sammeltag durchgeführt, der vom Radiosender Rhône FM und von der Zeitung Le Nou-
velliste koordiniert wird. Medien, Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik und Kunst, Unternehmen, Freiwillige und Freunde, im ganzen Wallis werden die Menschen aktiv. An diesem Tag sind die Studios von Rhône FM geöffnet, um spendenfreudige Gäste zu empfangen. Per Telefon kann ebenfalls gespendet werden. Das Team ist ab sechs Uhr morgens rund um die Uhr im Einsatz, die Präsidentin nimmt persönlich den Hörer ab. «Es gibt immer eine Person, die um sechs Uhr morgens anruft», erzählt sie. Der Tag sei anstrengend, aber die leuchtenden Augen und lachenden Gesichter stünden im Verhältnis dazu. «Wir haben manchmal unglaublich rührende Anrufe. Einmal rief ein Kind an, das sein Kässeli geleert hatte, um einem mittellosen Freund seine Ersparnisse zu spenden.»
Hilfe von sicherem Wert: Eine Geschenkkarte der Migros Seit letztem Jahr nimmt die Migros Wallis als Partnerin des Vereins ebenfalls an der Spendenaktion teil und überweist ein Prozent ihres Tagesumsatzes in Form von Geschenkkarten. Unter allen Geschenken sind diese anonymen und diskreten Karten besonders beliebt. «Sie stellen einen sicheren Wert dar», erklärt Béatrice Jordan. «Mit den Geschenkkarten können Eltern zusätzlich zur Sozialhilfe Produkte des Grundbedarfs wie Milch oder Windeln kaufen.» Hört man die Vereinsmitglieder, dann ist Freude schenken ganz simpel. Die Vereinsidee basiert auf Hilfe, aber auch dem Vertrauen, zwischen den Mitgliedern, Partnern und all jenen, die ihren Beitrag zu diesem magischen «sozialen Walliser Himmel» leisten, wie Frau Jordan ihre Hilfsaktion gerne nennt. Text und Bild: Estelle Dorsaz
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS WALLIS, 1920 Martigny, Tel. 027 720 42 59. E-Mail: mitglieder.register@migrosvs.ch www.migroswallis.ch
Ballett ist nicht nur etwas für kleine Ballerinas, sondern auch für Erwachsene jeden Alters (grosses Bild). In wenigen Kurs stunden auf einem ansprechenden Niveau: Tanzlek tion an der Klub schule Migros (unten).
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Beschwingt ins neue Jahr
Einst fanden dank Gesellschaftstänzen Liebespaare zueinander. Kein Wunder, denn Tanzen macht Freude. In der Klubschule gibt es zahlreiche Tanzkurse, auch für Leute, die gerne alleine tanzen.
F
rüher, als es noch keine Handys und kein Internet gab, kein Facebook und kein WhatsApp, war Tanzen die beste Gelegenheit für junge Männer, eine Frau kennenzulernen. So oft wie möglich traf man sich am Wochenende zum Tanz, mal hier, mal dort. Wer gut tanzen konnte, hatte beste Chancen, die Angebetete für sich zu gewinnen – oder ihr zumindest für ein paar Lieder nahe zu sein. «Tanzen ist Träumen mit den Beinen», lautet ein finnisches Sprichwort.
Junge Männer beginnen oft erst vor der Hochzeit zu tanzen Heute ist es anders. Heute muss man nicht mehr zwingend Foxtrott beherrschen, Tango oder Wiener Walzer, um eine Frau kennenzulernen. «Viele junge Männer besuchen erst dann einen Tanzkurs, wenn die eigene Hochzeit bevorsteht. Schade, denn Tanzen ist pure Lebensfreude», sagt Gilbert Tscherry. Seit bald 20 Jahren bringt er in der Briger Klubschule Oberwalliserinnen und Oberwallisern das Tanzen bei und tanzt in seiner Freizeit begeistert Salsa.
Tanzen fördert die geistige und körperliche Fitness Für Tanzlehrer Gilbert Tscherry ist Tanzen reine Lebensfreude.
Tatsächlich finden sich in Tanzstunden oft mehr Frauen als Männer. Nicht, weil diese weniger Talent hätten, keinesfalls. «Männer fürchten sich vielleicht eher als Frauen, sich zu blamieren. Dabei bringt es nach ein paar Kursstunden jeder und jede auf ein ansprechendes Niveau.» Egal wie gut die eigene Fitness ist oder die Koordination. Auch im Alter ist Tanzen ideal, denn es fördert die geistige und körperliche Fitness, ohne die Gelenke zu belasten. Und die paar Stunden in der Gesellschaft mit Gleichgesinnten sind sozusagen das
Tüpfli vom Eins-zwei-Tupf oder Schottisch, wie der Tanz eigentlich heisst.
Tanzpartner finden über die Tanzpartnerbörse Find & Dance Die Klubschule bietet verschiedene Tänze à acht bis zwölf Lektionen an, etwa den Kurs Gesellschaftstanz, in dem man die Grundschritte vom langsamen Walzer, Wiener Walzer, Tango, Foxtrott und Schottisch lernen kann, den Kurs Lateinamerikanische Tänze oder den Kurs Disco Fox/Disco Swing Basic. «Wer diesen beherrscht, kann zu fast allen Musikstilen tanzen», sagt Gilbert Tscherry. Im Basiskurs erlernen Anfänger die Grundelemente mit Variationen, einfachen Platzwechseln, Drehungen und Führungstechnik. Wer einen Tanzkurs besuchen möchte, aber keinen Partner dafür hat, kann über die Tanzpartnerbörse Find & Dance der Klubschule einen finden.
Ballett für Erwachsene tut auch älteren Menschen gut Wer lieber alleine in der Gruppe tanzt, kommt in der Klubschule ebenfalls auf seine Kosten: im Kurs Meditatives Tanzen, in dem verschiedene Kreistänze geübt werden oder im beliebten Kurs Ballett für Erwachsene. Für Luftsprünge und Pirouetten ist man nie zu alt, im Gegenteil: Gerade für ältere Menschen eignet sich Ballett sehr gut, weil es die Konzentration und Beweglichkeit fördert und die Muskulatur trainiert. Kurz: Tanzen, egal welcher Stil, hält jung und lässt bestenfalls die Schmetterlinge fliegen. Text: Denise Jeitziner
Alle Tanzangebote der Klubschule Migros in Brig sind zu finden auf www.klubschule.ch, unter Tel. 027 720 66 50, oder auf eclub.brig@migrosvs.ch. Tanzpartner finden: www.findanddance.ch
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LEBEN
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WILDS WELT
Von Löwengebrüll in den Schlaf gewiegt
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild
Zum Wohl des Kindes? In Schweden benachrichtigt die Schule Eltern, wenn deren Kind nicht erscheint.
Schwänz-Alarm!
Wer die Big Five (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard) in einem malariafreien Gebiet sehen will, sollte unbedingt das MadikweReservat in Südafrika besuchen. Die Fahrt vom Flughafen Johannesburg bis zum Madikwe dauert bloss vier Stunden. ■ Madikwe ist ungefähr so gross wie der Kanton Solothurn und zählt beispiels weise 1100 Elefanten, 54 Löwen und 6 Geparde. Aus Angst vor Wilderern sind keine Zahlen zu Nashörnern verfügbar.
Sollen Eltern ein SMS bekommen, wenn ihr Kind in der Schule fehlt? Schwänzer-SMS können sinnvoll sein, sagt der Lehrerverband, warnt aber vor dem «gläsernen» Schüler.
Bilder: iStockphotos, Reto E. Wild
L
iebe Eltern. Ihr Sohn Nicklas ist heute unentschuldigt dem Unter richt ferngeblieben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Klassen lehrer. Mit freundlichen Grüssen, die Schule». In Schweden erhalten Eltern automatisch ein SMS, wenn ihr Kind in der Schule fehlt. Seit fünf Jahren werden Absenzen in einem Register eingetragen, das die Eltern im Internet einsehen kön nen. Gleichzeitig können sie ihr Kind per HandyApp krankmelden. Das System sorgt für Disziplin und deutlich weniger Schulschwänzer. «Das passt zur Kultur der nordischen Länder, wo sich Schule und Eltern sehr nahe stehen», sagt Jürg Brühlmann (60) vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH). Mit dem SMSSystem werden Schüler jedoch auch stark überwacht. «Man spricht vom gläsernen Schüler», so Jürg Brühlmann. «Man sollte aber darauf achten, dass die Privatsphäre des Kindes dennoch ge schützt ist.» «In der Schweiz sind wir zurückhal tender», erklärt der Experte. Aber auch bei uns ist es sehr wichtig, dass Schule und Eltern in Kontakt stehen. Gerade bei
jüngeren Kindern geht es dabei um die Sicherheit. «So sollten Eltern rasch in formiert werden, wenn das Kind nicht zur Schule kommt», rät Brühlmann. Auch die Eltern von älteren Kindern sollten kontaktiert werden. «Vor allem wenn die Absenzen über längere Zeit andauern, da ein Zusammenhang zwischen Schulabsenzen und späteren Problemen besteht.» Es liegt aber auch an den Eltern, auf die Lehrperson zu zugehen und sich nach Auffälligkeiten zu erkunden. Der Fachmann: «Halten Sie Kontakt, um ihr Kind vom Schule schwänzen und den damit verbundenen Gefahren und Problemen abzuhalten. Sprechen Sie mit Ihrem Kind wie auch mit der Lehrperson – egal, ob per SMS, Telefon oder persönlich.» Text: Priska Plump
www.migrosmagazin.ch
STIMMEN SIE ONLINE AB Überwachung oder Privatsphäre? Möchten Sie als Eltern informiert werden, wenn Ihr Kind die Schule schwänzt?
■ Im noch wenig bekannten Wild
schutzgebiet (kein Massentourismus!) auf 1200 Meter über Meer stehen rund 30 Unterkünfte zur Auswahl. Die beste heisst Rhulani Safari Lodge im Grenz gebiet zu Botswana und besteht aus neun Chalets und einem Haupthaus mit einer guten Küche. Die Lodge gehört seit 2013 dem in São Paulo lebenden Schwei zer SwissReDirektor Rolf Steiner (45), der sich in Afrika seinen Kindheitstraum erfüllt hat. Die Safaris starten täglich um 5.30 und 16 Uhr. Nachts wird man zur Unterkunft begleitet, weil Raubkatzen herumschleichen können. Brüllende Löwen hört man oft mitten in der Nacht. ■ Gut zu wissen: Regenzeit November bis Januar. Ebola: Die westafrikanischen Länder, die unter der Epidemie leiden, sind näher zur Schweiz als zu Südafrika. Angst ist fehl am Platz. Trinkgeld: zehn Dollar pro Tag und Person für Safari guide. Bildgalerie mit Tierfotos: www.migrosmagazin.ch/wildswelt
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1. Maulinspektion am schlafenden Löwen: Die Unterkiefereckzähne haben Löcher. 2. Der Junglöwe wird für die Operation vorbereitet.
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In der Maulhöhle des Löwen
Kali plagen starke Schmerzen. Der Untersuch zeigt: Der Junglöwe hat faule Zähne. Eine Wurzelbehandlung ist unumgänglich.
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Bilder: Zoo Basel
Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.
Der elastische, tapsige Gang und die unbändigen Raufspiele mit seinen drei halbstarken Brüdern lassen nicht erahnen, dass der zehn Monate alte Junglöwe Kali starke Schmerzen haben muss. Tierpfleger Max Christen hat beobachtet, dass Kali am Unterkiefer zwei haarlose Stellen hat und neuerdings oft gähnt. Zudem erscheint das rechte Auge kleiner als das linke, und die rechte Lefze (Lippe) hängt hinunter. Der Zeitpunkt für eine Abklärung unter Narkose ist ideal. Die letzte grosse Mahlzeit des Löwenrudels liegt drei Tage zurück, sodass Kali sicher nüchtern ist. Wir untersuchen das Milchgebiss und begutachten die Röntgenbilder. Schnell wirdklar,dassKalisUnterkiefereckzähne faul sind. Beide Zahnspitzen haben Löcher, von denen aus sich bereits eine Infektion in die Wurzel ausgebreitet hat. Die haarlosen Stellen am Unterkiefer erweisen sich als Eiterausführgänge. Beim Spülen dieser Gänge bewegt sich der Löwe plötzlich. Jetzt wird es kurz ungemütlich, denn reflexartig zerbeisst der 63 Kilogramm schwere Kraftprotz den in die Luftröhre vorgeschobenen Beatmungsschlauch. Zum Glück habe ich Medikamente zur Vertiefung der Narkose stets griffbereit, und Kali fällt nach
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der Injektion einer Notfalldosis wieder in den Tiefschlaf. Die angegriffenen Zähne haben eine beachtliche Grösse und sitzen felsenfest. Deshalb entscheide ich, die Zähne nicht gleich zu ziehen, sondern Kali aufzuwecken und die Befunde mit Tierzahnarzt Stefan Grundmann zu besprechen. Das Vorgehen zahlt sich aus. Stefan Grundmann erklärt sich bereit, mich tatkräftig zu unterstützen. Die Zeit drängt, denn in unmittelbarer Nähe der faulen Zähne sind bereits die bleibenden zweiten Eckzähne angelegt. Drei Tage später liegt Kali auf dem Operationstisch bereit. Die Zahnwurzeln liegen tief und sind schon in Auflösung begriffen. Dies macht die Operation kompliziert, sie dauert ganze zweieinhalb Stunden. Nur dank mehrfachem Kontrollröntgen gelingt es uns, alle Wurzelfragmente zu entfernen. Kali erholt sich gut vom grossen Eingriff. Die Ursache für das verkleinerte rechte Auge und die hängende Lefze bleibt unklar. Vermutlich hat der Infekt auch Gesichtsnerven erreicht und zur vorübergehenden Lähmung der rechten Gesichtshälfte geführt. Mittlerweile ist Kali wieder topfit und tobt mit seinen Brüdern herum, als wäre nichts gewesen.
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LEBEN
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GEFÄLLT MIR
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«Bei Tunein Radio werde ich bedient» Marco Epper (29), Teamleiter/ Küchenchef, Migros-Restaurant, Buchs SG
3. Die Entfernung der Milcheckzähne bedeutet Filigranarbeit. 4. Tierzahnarzt Stefan Grundmann (im blauen Kittel), Zoo-Tierarzt Stefan Hoby (links) und zwei Helfer tragen den schlafenden Junglöwen nach dem Kontrollröntgen wieder auf den Operationstisch. 4
n Welches ist Ihr Favorit im Bereich Internet-Radio? Tunein Radio – eine riesige Auswahl an Radiostationen. Ob Musik, Sport oder News: Hier wird man bedient. n Welches Musikstück holt Sie aus der Krise? «Atemlos durch die Nacht» von Helene Fischer. n Welcher Film rührt Sie zu Tränen? «Green Mile», ein guter Mensch muss aufgrund seiner Hautfarbe sterben. n Welches ist Ihre genialste App? Die Rega-App hilft im Notfall per Knopfdruck. n Mit welchem Game haben Sie bis jetzt am meisten Zeit verbracht? Mit Fifa 14. Weil ich selber im Team 3 in Widnau Fussball spiele. n Handy, Tablet, Laptop: Womit surfen Sie am liebsten im Web? Seit der letzten Weihnacht mit meinem iPad, es ist handlich und einfach zu bedienen. n Twittern Sie? Ja, das ist ein idealer Ort für den Austausch mit Menschen, welche die gleichen Hobbys haben wie ich. n Auf Twitter verfolge ich ... …das Sauber-Formel-1-Team. Die twittern live aus dem Rennstall. n Welches ist Ihre liebste Fanseite auf Facebook? Ich mag Facebook nicht, es geht zu viel über diese Seite. n Wo holen Sie sich Ihre News? Mit der Blick-App. Weil diese Seite alle drei Stunden aktualisiert wird, lese ich den Blick mehrmals pro Tag.
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
MIX
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MIGROS-BANK-RATGEBER
Vom (Un-)Sinn des Schenkens Die immer grössere Flut an Geschenken zu Weihnachten beurteile ich skeptisch. Dieser Brauch führt doch zu einer Verschleuderung von Ressourcen. Was ist Ihre Meinung dazu?
Bild: Getty Images
Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank
In einem Punkt muss ich als Ökonom Ihnen recht geben: Aus einer reinen Kosten-Nutzen-Sicht macht Schenken wenig Sinn. Wissenschaftliche Experimente zeigen, dass die Leute den erhaltenen Geschenken im Durchschnitt einen 20 Prozent tieferen Wert zuschreiben, als sie effektiv gekostet haben. Auch wenn wir uns beim Auswählen noch so bemühen: Dass wir mit den Pralinen, Parfüms oder Pullis genau den Geschmack der Beschenkten treffen, ist meistens Zufall. Ökonomisch betrachtet wäre es daher effizienter, wir würden uns einfach Geld unter den Weihnachtsbaum legen. Doch weshalb schenken wir uns dann Dinge, wenn diese in den Augen der anderen Person an Wert verlieren? Gemäss der Logik des Homo oeconomicus könnte man argumentieren: Wir denken beim Schenken nicht primär an den Empfänger, sondern an den eigenen Vorteil: Mit einer prächtigen Gabe steigere ich mein
persönliches Prestige. Ausserdem kann ich mit einem Geschenk jemanden diskret zu einer Änderung seines Verhaltens drängen, etwa bei der Wahl seines Parfüms. Gewiss verfolgen wir beim Schenken auch das eine oder andere egoistische Ziel. Aber eben nicht nur! Denn das Modell des nutzenmaximierenden Homo oeconomicus kann das menschliche Verhalten nur zum Teil erklären. Daneben lassen wir uns ebenso von altruistischen – also uneigennützigen – Motiven leiten. Zum Beispiel beim Spenden oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. (Solche Formen von Altruismus sind übrigens sonst nirgendwo in der Tierwelt zu beobachten.)
Wir haben das Bedürfnis zu selbstlosem Handeln
menschlichen Drangs nach selbstlosem Handeln. Es ist doch schön, dass beim Schenken – im Gegensatz zu so vielen anderen Bereichen im Leben – für einmal nicht das nüchterne KostenNutzen-Denken dominiert. Zugegeben, mitunter überborden unsere Schenkrituale schon etwas. Was auf einen weiteren, durchaus menschlichen Wesenszug deutet: die Selbstüberschätzung. Die meisten von uns sind weit weniger begabt, die Wünsche unserer Nächsten zu erahnen, als wir dies gern wahrhaben möchten. Allein mit dieser simplen Einsicht könnten wir bereits etliche Fehltritte mit allzu extravaganten Geschenken vermeiden. Aber deswegen den Brauch gleich abschaffen? Die Welt wäre um viele freudige Ahs und Ohs ärmer …
Dass wir an Weihnachten die ökonomische Wertvermehrung ausser Acht lassen und uns mit Geschenken überhäufen, sehe ich ebenfalls als Ausdruck des
Diskussion auf blog.migrosbank.ch: Was halten Sie vom Brauch des Schenkens? Zudem finden Sie auf dem Blog der Migros Bank sieben Buchtipps – auch für Geschenke.
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Neujahrs-Konzert 120 Jahre Twerenbold
Im 2015 sind es genau 120 Jahre her, dass mein Grossvater Jakob aus Hünenberg ZG in Baden eine Fuhrhalterei gegründet hat. Auf eine solche traditionsreiche Familiengeschichte zurückblicken zu dürfen, erfüllt mich mit Glück und Stolz. Ich erachte es nicht als selbstverständlich, dass es meiner Firma, der Familie und meinen Mitarbeitenden seit vielen Jahren so gut ergeht. Unser Jubiläumsjahr nehmen wir darum zum Anlass auch an jene Menschen zu denken, die vom Leben nicht immer so reich beschenkt worden sind. Aus diesem Grund sowie aus meinem persönlichen Bezug zu Ägypten, dem Heimatland meiner Frau, lade ich das Blindenorchester Al Nour Wal Amal persönlich für eine Konzertreihe in die Schweiz ein. Meine Firma, Twerenbold Reisen, übernimmt kostenlos die An- und Rückfahrt zu den Konzerten. Mit dem Kauf einer Konzertkarte oder der Teilnahme am Charity-Dinner unterstützen Sie unser Vorhaben, die Stiftung und das Orchester zu fördern. Ich danke Ihnen dafür! Herzlich, Ihr
mit dem ägyptischen Blindenorchester im Trafo Baden
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Das Kammerorchester Al Nour Wal Amal (Licht und Hoffnung) besteht aus 38 blinden, ägyptischen Mädchen und Frauen und begeistert weltweit das Publikum mit europäischer Klassik und orientalischer Musik. Die 1954 in Cairo gegründete Stiftung setzt sich zum Ziel, sehbehinderten Mädchen und Frauen freien Zugang zu Bildung zu ermöglichen sowie musikalische Talente zu fördern. Über 20 Jahre lang wurde das Orchester von Maestro Ahmed Abul Eid dirigiert, welcher spezielle Techniken und Methoden entwickelte, um das Spiel ohne Noten und Dirigentenstab zu ermöglichen. Heute leitet Dr. Ali Osman das Orchester.
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13:30 Wil p, 13:45 Burgdorf p, 13:55 Winterthur, 14:00 Basel, 14:15 Zürich-Flughafen p, 14:35 Aarau, 15:15 Baden-Rütihof p
Programm 1 – Sonntag 18.01.2015 An- und Rückreise mit dem Bus nach Baden ins Kultur- und Kongresszentrum Trafo Baden. Neujahrs-Konzert. Programm 2 – Samstag 17.01.2015 An- und Rückreise mit dem Bus nach Baden ins Kultur- und Kongresszentrum Trafo Baden. Neujahrs-Konzert und Charity-Dinner.
Unsere Leistungen ■
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An- und Rückreise nach Baden mit modernem Komfortklasse-Bus Neujahrs-Konzert gemäss Programm, Karte Kategorie 2 Pausen-Cocktail Beim Programm 2: Charity-Dinner inkl. Mineral, Kaffee, Wein und Spende an das Orchester
Abfahrtsorte
Information und Anmeldung 056 484 84 84 www.twerenbold.ch Internet-Buchungscode: tneuk
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FAMILIE | 85
Wenn das Grosi nervt
Die Geburt eines Enkels ist für Grosseltern eine wunderbares Ereignis. Doch gerade jetzt ist es wichtig, Privatsphäre und Erziehungsregeln der eigenen Kinder zu respektieren.
S
Bild: Getty Images
chon wieder ist das Grosi unan gemeldet aufgetaucht, ärgert sich Tina. Ausgerechnet am Mittwoch, wenn rund um den Feierabend immer Stress ist. Doch vor allem hat sie die gel tende Regel ignoriert: Schon wieder hat sie den Kleinen heimlich mit Süssig keiten eingedeckt, obwohl ich es ihr aus drücklich untersagt habe, denkt Tina und schmettert die Dreckwäsche in den Korb. Ihre Mutter scheint ihren ganzen gesunden Menschenverstand irgendwo liegen gelassen zu haben, seit die Enkel auf der Welt sind. Das nächste Mal muss ich wohl laut werden, sagt sich Tina. Ob das wohl etwas nützt? «Wenn Grosseltern geltende Regeln missachten, sollte man am besten sofort darauf reagieren», sagt Dominik Schöbi (42), Direktor des Instituts für Familien forschung an der Universität Freiburg. «Schliesslich will man ja, dass diese es verstehen und ihr Verhalten ändern.» In diesen kritischen Situationen gilt aber auch vor allem eine goldene Regel: Ru hig Blut bewahren, auch wenn einem die Grosseltern innerlich noch so schnell an die Decke gehen lassen. «Reagiert man hässig, ist dies meist kontraproduktiv, weil man Unverständnis bei der älteren Generation weckt», weiss Dominik Schöbi.
Grenzen setzen Tipps für Eltern, wenn sich die Grosseltern einmischen: Sofort reagieren, freundlich bleiben und deutlich machen, was einem warum nicht passt. Die Regeln klar darlegen und den eigenen Standpunkt aufzeigen.
Ratschläge in der Erziehung kommen meistens schlecht an
Grosseltern verwöhnen gern: Das passt aber nicht immer ins Konzept der Eltern.
Meist ist es kein böser Wille, wenn sich Grosseltern über die Erziehungskom petenzen hinwegsetzen. «Grosseltern haben es vielfach gar nicht auf ihrem Radar, dass andere Regeln herrschen», erklärt der Psychologieprofessor. «Und es ist eher ein Automatismus als ein Feh len von Respekt.» Natürlich müssen Grosseltern die Vorgaben ihrer eigenen Kinder respek tieren, was die Erziehung der Enkel betrifft. Es gehört aber auch dazu, dass sie den Enkeln mehr erlauben, als diese zu Hause dürfen – bei den Grosseltern gibts einen Zuckerrutsch zum Zvieri statt eines Apfels. «Die ältere Generation ist in einer komfortablen Rolle, sie haben keine oder zumindest weniger Verantwortung für
die Erziehung und können die Kleinen verwöhnen.» Wie sehr, ist eine Frage des Masses. «Wenn sie einem Kind mit Diabetes zum Dessert zwei Glacen er lauben, geht das natürlich nicht.» Am weitaus häufigsten kommt es zu Konflikten, wenn die ältere Generation der jüngeren vermeintlich gute Rat schläge in Sachen Erziehung erteilen will. Diese kommen fast durchwegs schlecht an: Sie werden als Vorwurf ver standen. «Erziehungstipps zu geben ist sehr heikel. Dies wird meist als Ein mischung empfunden, während die ältere Generation findet, sie habe es doch nur gut gemeint.» Und am Ende hat keiner etwas davon: Die Eltern sind betupft, die Grosseltern fühlen sich zurückgewiesen.
Dass diese Situation ausweglos ist, hat auch damit zu tun, dass Eltern und Grosseltern eine völlig unterschiedliche Perspektive auf das Familiengefüge haben.
Grosseltern sehen den Enkel als Nachwuchs in der eigenen Familie Während für die jüngere Generation die Geburt des Kindes die Gründung einer neuen Familie bedeutet, ist dies für die Grossmutter und den Grossvater bloss die Erweiterung der schon bestehenden Familie. «Sie betrachten den Enkel als Nach wuchs in ihrer Familie und haben es teil weise schwer, die Grenzen zu sehen und zu berücksichtigen.» Text: Claudia Langenegger
Tipps für Grosseltern: Sich nicht in die Erziehung der Enkel einmischen. Das gibt nur Konflikte. Die Familie der jüngeren Generation als eigene Einheit mit ihren eigenen Regeln und Grenzen respektieren.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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Unglücklich: Die Neigung des Bildschirms lässt sich nicht frei einstellen.
kostet 80 Franken im Jahr). Beides belegt von der Speicherkapazität von 32 GB rund ein Drittel, eine spätere Erhöhung ist per Micro-SD-Karte jedoch problemlos möglich. Die Hardware überzeugt. Sie reicht für Büroarbeiten und Spiele aus dem
App Store problemlos aus. Einzig der Akku ist nicht zauberhaft. Er braucht bereits nach vier Stunden wieder eine Dosis Strom. Nichtsdestotrotz bietet das bei Melectronics für 279 Franken erhätliche Gerät ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Text: Reto Vogt
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AUTO
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Mit 4x4 sicher im Herbstwetter unterwegs (von links): Giulia, Fabienne und Andreas Gamma mit dem neuen Seat Leon ST 4Drive in Surüti zwischen Wassen und Gurtnellen UR.
STECKBRIEF
CO₂-RICHTWERTE
Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive
Seat Leon ST 2.0 TDI 4Drive
Antrieb: R4-Turbodiesel, 1968 cm3, 150 PS, 320 Nm bei 1750/min, 6-GangGetriebe, Allrad. Fahrleistungen: 0–100 km/h in 8,7 s, Spitze 211 km/h. Abmessungen: L/B/H 4,54/ 1,82 /1,45 m, Laderaum 587 bis 1470 l, Gewicht 1474 kg. Verbrauch: 4,8 l/100 km = 124 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte), Energieeffizienz B. Preis: ab 35 450 Franken (Basis-LeonST: 1.2 / 86 PS, 4x2, ab 20 950 Franken).
Stilvoll, aber praktisch: Im Seat Leon gibt es viel Ablageflächen.
Im Jahr 2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur 130 g/km CO2 ausstossen und wohl 2021 nur noch 95 g/km. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung vom letzten ermittelten Wert (2013: 145 g/km) bis 2015 aus, bedeutet das für 2014 einen Richtwert von 137 g/km. Der Testwagen liegt mit 124 g/km etwas tiefer. Weitere Informationen zu dem Bewertungssystem gibt es unter www.migrosmagazin.ch.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
Auf allen vieren ins Gelände
Als Kombi wird der Seat Leon zum Familienwagen. Familie Gamma aus Wassen testet die 4x4-Version.
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ür uns Bergler ist Allrad unverzichtbar», bringt es Andreas Gamma (31) auf den Punkt. Hier, in Wassen UR an der Rampe zu Gotthard- und Sustenpass, erschwert das einer dreiköpfigen Familie schon etwas die Autowahl. «Trotz 4x4 will ich ja kein Hausfrauenpanzer-SUV, das in keine Parklücke passt», sagt Fabienne Gamma (25) und verrät: «Aber nächsten Sommer sind wir zu viert und brauchen mehr Platz als im Suzuki Swift.» Daher soll sich ein Kombi zum Subaru Forester der Familie gesellen. Da kommt der Familientest also gerade recht. Ein Highlight des Seat Leon ist für Familie Gamma das coole Styling, das den Spanier von den Technikbrüdern Skoda Octavia und VW Golf abhebt. «Sehr elegant», urteilt die Familienfrau und Teilzeitangestellte. Die hübschere Dachlinie kostet zwar ein paar wenige Liter Laderaum. Andreas Gamma stört das nicht: «Von aussen kann man sich kaum vorstellen, dass er innen so enorm geräumig ist. Sogar hinten. Zudem bietet das feine Cockpit viele Ablagen.» «Man kommt selbst am Berg zügig voran», lobt Fabienne Gamma den durchzugstarken 150-PS-Diesel.
150 140 130 120
Texte: Timothy Pfannkuchen Bilder: Holger Salach
EXPERTE
170 160
Schmunzelnd fügt ihr Gatte, von Beruf Maschinist, an: «Für einen Diesel läuft er sehr ruhig; dagegen klingen ältere Diesel wie Traktoren.» In der Testwoche benötigt Familie Gamma im Schnitt 6,2 Liter – angesichts der Urner Topografie wenig. Auch das Fahrgefühl stösst auf Gegenliebe. «Harmonische Federung, super Lenkung, sicher und spassig in Kurven», freut sich Fabienne Gamma. Die Kritik hält sich in engen Grenzen. «Das Gepiepse der Parksensoren nervt mich eher, als dass es mir bei einem ohnehin leicht zu parkierenden Auto hilft», meint Fabienne Gamma, und Andreas Gamma ergänzt: «Vorn wäre mehr Höhe wünschenswert, das würde den Einstieg erleichtern.» Und was meint die dreijährige Giulia dazu? Ihr gefällt jedenfalls die Farbe. Wird der Allradler – den es inzwischen auch als Geländekombi namens X-Perience gibt – zum neuen Familienkombi? «Noch nicht», resümiert Fabienne Gamma: «Für uns kommt er erst als Occasion infrage. Schade eigentlich, denn er ist schnittig, seine Grösse ideal, und sein Preis-Leistungs-Verhältnis hätte uns voll überzeugt.»
Treibstoff aus der Luft
161 155 151 144 137
124/km
130
110 100 90 80 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Kurt Egli, Umweltberater
Der VW-Konzern will Autofahren nachhaltiger machen. Dazu zählen Bemühungen zur Dekarbonisierung (CO2-Befreiung) der Treibstoffproduktion. Audi betreibt in Deutschland die weltweit erste Anlage, die aus überschüssiger Windenergie Treibstoff produziert: Strom, der bei niedriger Nachfrage nicht abgenommen würde, wird mittels Elektrolyse zu Wasserstoff und dann unter CO2-Beigabe in Methan umgewandelt. Mit diesem CO2-neutralen Gas werden 1500 Erdgas-Audis betankt. Dafür erhielt Audi den Innovationspreis 2015 der VCS-Auto-Umweltliste.
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Das Migros-Magazin sucht eine Testfamilie für den Mitsubishi Outlander PHEV 4x4. Bewerben Sie sich bis spätestens am So., 21. 12. 2014, auf www.migrosmagazin.ch – und fahren Sie von Do., 8., bis Do., 15. 1. 2015, den ersten SUV mit Plug-in-Hybridantrieb und bis zu 52 Kilometern E-Reichweite. Sie haben einen Garagenplatz mit Stromanschluss, sind eine mindestens dreiköpfige Familie und bereit, im Migros-Magazin zu erscheinen. Wir wählen die Familie aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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LESERAKTION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
GÜNSTIG ÜBERNACHTEN | 91
Ob in den Bergen oder in der Stadt: «freedreams» bietet Übernachtungen in rund 2500 Hotels in ganz Europa an.
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Busfahrt in der Nacht vom 21./22.11. nach Venedig, Auslaufen um 17.00 Mo. 23.11.15 Bari, Italien Di. 24.11.15 Erholung auf See Mi. 25.11.15 Piräus/Athen, Griechenland Do. 26.11.15 Kreta, Griechenland Fr. 27.11.15 Rhodos, Griechenland Sa. 28.11.15 Erholung auf See So. 29.11.15 Ashdod, Israel Mo. 30.11.15 Port Said, Ägypten Mo. - Di. Suezkanal 30.11.-01.12.15 Passage Mi. 02.12.15 Akaba/Petra, Jordanien Do. - So. Erholung 03.-06.12.15 auf See
Die MSC Musica – Ihr Erstklass-Schiff
Mo. 07.12.15 Di. 08.12.15 Mi. 09.12.15 Do. 10.12.15 Fr. 11.12.15 Sa. 12.12.15
Salalah, Oman Erholung auf See Muscat, Oman Khor Fakkan, VAE Dubai, VAE Dubai, VAE, Ausschiffung, Stadtrundfahrt, Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich
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Ihr Traumschiff MSC Musica**** Ihr luxuriöses und modernes Schiff verfügt über 4 Restaurants, 16 Bars/Lounges, 2 Swimmingpools, 4 Whirlpools, grosser Wellness- und SpaBereich, Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Internet-Bereich, Diskothek und Einkaufsgalerie. Die 1275 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, und Minibar, teilweise Balkon. Die MSC Musica wurde 2006 in Dienst gestellt, ist 294 m lang, 32 m breit, hat 92'000 BRZ und bietet Platz für max. 3'223 Passagiere.
So viel ist inbegriffen: • Busanreise Schweiz– Venedig • Erlebnis-Kreuzfahrt • deutschsprachige Bordhostess • Vollpension an Bord, bis zu 5 Mahlzeiten täglich • Unterhaltungsprogramm • Stadtrundfahrt Dubai, Transfer Hafen–Flughafen • Direktflug mit Emirates Dubai–Zürich • 30 kg Freigepäck. Nicht inbegriffen: • Getränke und persönliche Auslagen • Landausflüge • oblig. Serviceentgelt (€ 8,50 p.P. Tag), Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
UNTERHALTUNG | 93
KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN
ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.12.2014, 24 Uhr
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So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.12.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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Auflösung Nr. 50: TEILHABER Gewinner Nr. 49: Rudolf Schneeberger, Bülach ZH; Leonie Weber, Zeiningen AG; Maria Mathys, Uffikon LU; Monika Infanger, Kerns OW; Julia Schärer, Oberbottigen BE Gewinner «Zusatz» Nr. 49: Tamara Specker, Wellhausen TG; Beatrice Bosshard, Kloten ZH; Irene Haslebacher, Oeschenbach BE; Margrit Gander, Beckenried NW; Klaus Küderli, Greifensee ZH
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 95
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was ist kein klassisches Weihnachtsgebäck? G Magenbrot
U Zimtsterne
T
Christstollen
E
Schneeengel
So nehmen Sie teil
2. Was hängt man nicht an den Weihnachtsbaum? N Lametta
O Glaskugeln
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
3. Wo findet am 22. Dezember die traditionelle Weihnachtslotterie statt? S Spanien
G Deutschland
N Frankreich
4. Bei welcher Form der Zellteilung wird die Chromosomenzahl halbiert? H Lactose
E
Osmose
C Meiose
5. Ein mittelalterlicher Rechtsbegriff ist …? A Stund und Tag
R Tag für Tag
H Jahr und Tag
Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.12.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
6. Zu was wird alljährlich in Turku, Finnland, am Heiligen Abend ausgerufen? E
Weihnachtsfrieden
A Geschenkumtausch
L
Lichtfest
7. Wo kann das Lamettasyndrom vorkommen? L
Bartträgern
D Coiffeusen
N Fichten
8. Wie viele Landschaften tragen weltweit den Namen Schweiz? E
ca. 25
K ca. 190
S ca. 300
Auflösung Nr. 50: HEILIGER Gewinner Nr. 49: Irène Nagel, Eschlikon TG; Hanspeter Höglin, Riehen BS; Beat Steinmann, Dagmersellen LU
Lösungswort: 1
2
3
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5
6
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8
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
5 1 2 4
I 3
CH I LL I ES EXPERT I N FUSSP I LZ I NTU I T I V KORPORAL PONT I F EX R A UMS I N N R E A L T I ME SPERL I NG Z I NSSATZ
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.12.2014, 24 Uhr
1
2
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5
Auflösung Nr. 50: HADES Gewinner Nr. 49: Christian Manhart, Walenstadt SG; Lea Stamm-Mohl, Schleitheim SH; Alfred Zbinden, Kirchenthurnen BE
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
UNTERHALTUNG | 97
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BIMARU
BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 5 2 2 cken und Verbindungen mit mehr 3 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 www.raetsel.ch/bruecken
1 1 2 0
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Auflösung Nr. 50:
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2 Auflösung Nr. 50:
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KINDEREGGE
WINTER SUDOKU
WO SIND DIE GESCHENKE?
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Lösungen:
Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs
Lösung: Im roten Haus.
«Das ist ja entsetzlich!», ruft Nina und blickt erschrocken vom Zeitungsartikel hoch. «Was ist passiert?», fragt Hugo neugierig. Nina liest vor: «Gestern Nacht brachen Räuber ins Haus vom Samichlaus ein, sie hatten sämtliche Geschenke gestohlen.» Mit deiner Hilfe kann der Samichlaus alles wieder zurückbekommen. Findest du heraus, in welchem Haus die Räuber die Geschenke versteckt halten? Folge den Spuren im Schnee.
1
4
4
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Fülle die Zahlen von 1 bis 4 in die Felder ein. In allen Reihen (waagrecht und senkrecht) und allen Kästchen kommt jede Zahl genau ein Mal vor.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 99
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 9
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2 3 1 6 9
8 4 5 9 6 4
7
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7
7 6 9 2 3
8 1 7 3 9 5
1
2
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
So nehmen Sie teil
Auflösung Nr. 50: 851 3 1 5 2 9 6 7 8 4 Gewinner Nr. 49: 7 2 9 5 8 4 3 1 6 Käthi Nölly, 6 8 4 7 1 3 5 2 9 4 7 3 8 5 1 9 6 2 Ibach SZ; 8 6 2 3 7 9 4 5 1 Jean-Claude Maurin, 5 9 1 4 6 2 8 3 7 1 3 7 6 4 8 2 9 5 Peseux NE; 9 4 8 1 2 5 6 7 3 Margrit Nüesch, 2 5 6 9 3 7 1 4 8 Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.12.2014, 24 Uhr Heerbrugg SG; Gaby de Preux, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Venthône VS; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Karin Nef, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Schwellbrunn AR Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Das Richtige tun
Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Dessie Abate (65), Witwe aus Äthiopien
IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild
Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Online: Reto Meisser, Reto Vogt
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi
Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz
Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72
Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,
Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann
Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: DZB Druckzentrum Bern AG
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. SHREK – EIN FRECHES, FARBENPRÄCHTIGES MUSICAL Shrek und seine geliebte Prinzessin Fiona begeistern weltweit ein Millionenpublikum. Nun erobert der tollkühne Held die Musicalbühne. «Shrek – Das Musical» ist ein farbenprächtiges, fröhlich-freches Showerlebnis für die ganze Familie mit mitreissender Musik – wie der KultHymne «I’m A Believer». Termin: 18. Februar bis 1. März 2015, Zürich Preis: Fr. 23.– bis Fr. 87.– statt Fr. 29.– bis Fr. 109.–, je nach Datum (gültig jeweils am Mittwoch sowie am Samstag- und Sonntagnachmittag) Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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DER KLEINE PRINZ – EIN MUSIKALISCHES ERLEBNIS Endlich kommt die weltberühmte Geschichte über Freundschaft, Wunder und Geheimnisse in einer perfekten Symbiose aus Schauspiel und Tanz auf die Bühne. «Der kleine Prinz» mit Anatole Taubman feiert im Januar 2015 in Bern seine Schweizer Premiere. Termin: 21. Januar, Bern / 22. und 23. Januar, Zürich / 24. Januar 2015, Basel Preis: Fr. 20.– bis Fr. 72.– statt Fr. 25.– bis Fr. 90.–, je nach Ort, Kategorie und Alter Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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JAMES GRUNTZ
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NR. 51, 15. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Musik ist, wenn jemand anderes deine Gedanken fühlt» Bei der fünften Nomination hats endlich geklappt: Anfang November hat Pop- und Soulmusiker James Gruntz (27) den Basler Pop-Preis erhalten. Seine Maxime: Qualität ist alles. Sei es beim Komponieren, beim Filterkaffeebrühen oder bei der Apfelschorle. Wieso leben Sie in Zürich?
Hier kommen Freundschaften und Berufliches zusammen. Plus: Für einen Musiker ist es gut, zentral zu wohnen. Wo würden Sie gern leben?
Ab und zu hab ich die romantische Vorstellung vom Leben auf einer Insel: wenig Land und viel Wasser rundherum. Beruf und Lebenslauf:
Name: James Gruntz (27) Sternzeichen: Krebs Wohnort: Zürich
Aufgewachsen bin ich in Biel, mit 16 habe ich in Basel das Gymnasium besucht. Dort habe ich Schlagzeug spielen gelernt. Im Rahmen der Maturarbeit entstand meine erste CD. Zu Hause bei meinem Freund Maxime, der die Technik zum Aufnehmen hatte. Wir machten weiter, einfach zum Spass – es ging nie darum, dass das jemand hörte. 2007 luden wir einen Song auf die Mx3-Site von Radio DRS. Und plötzlich lief er im Radio! Dann ist es losgegangen: Wir produzierten eine weitere CD und brachten sie eigenhändig in die Geschäfte oder schickten sie an Radiostationen. Als verschiedene Stationen unsere Songs spielten, kamen die Labelanfragen. Mein berühmter Grosscousin:
Der verstorbene Jazzpianist George Gruntz ist mit mir verwandt. Ein Mal standen wir sogar gemeinsam auf der Bühne – und für seine letzte Veröffentlichung hat er einen meiner Song arrangiert und aufgenommen. Mein Ziel:
MEIN LIEBLINGSPRODUKT
«Apfel ist das Beste für die Stimme, egal in welcher Form. Die Schorle der Migros ist perfekt: bio und erst noch billig.»
Den absolut perfekten Song zu schreiben. Ein Traum, der wohl nie in Erfüllung gehen wird, weil ich die Messlatte mit jedem Song höher setze. Was ich mag:
Wenn sich Leute Gedanken machen und Ideen umsetzen. Sei das, etwas zu produzieren oder etwas herzustellen – egal was. Der gemeinsame Nenner ist: Es muss gut gemacht sein. Will heissen, von dauerhafter Qualität. Diese Maxime gilt bei mir bis zur Zahnbürste.
Was ich nicht mag:
Doppelmoral finde ich ganz schwierig. Einfach grundsätzlich, wenn Leute etwas anderes machen, als sie sagen. Meine beste Eigenschaft:
Kontinuität und Loyalität. Genau diese Eigenschaften schätze ich auch an meinem Freund und Bandkollegen Maxime.
Meine Lieblingsmusik:
Ich höre nichts, was vor dem Jahr 2000 herausgekommen ist. Was heute passiert, ist viel spannender. Und überhaupt: Alte Einflüsse hört man in aktuellen Liedern ja immer noch. Mein bester Entscheid:
Man kann nie sagen, ob ein Entscheid gut war. Nur, dass auf einen Entscheid etwas Positives oder Negatives gefolgt ist. Inwiefern die Folge mit dem Entscheid selber zu tun hat, weiss man im Nachhinein nicht. Mein Morgenritual:
Aufstehen, duschen, Müesli mit Apfel essen, Kaffee trinken. Dafür stehe ich früh auf. Gern auch um sechs, wenn ich um acht Uhr einen Termin habe. Meine Leidenschaft:
Nebst dem Aufnehmen dicker Beats ist das Trinken von Filterkaffee eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich bin ein überzeugter Filterkaffeetrinker. Mein Trick: Ich überbrühe den Kaffee aus grosser Höhe kreisförmig mit heissem Wasser, das gibt einen super Schaum. Meine Sprache:
Alle meine Songtexte sind auf Englisch. So fällt es mir leichter, Gefühle auszudrücken. Je unkonkreter man formuliert, desto klarer kann sich jeder rausnehmen – oder hineininterpretieren –, was er will. Auf Englisch kann man so schön unklar bleiben. Der Text vermittelt Gedanken, die Melodie Gefühle. Musik ist, wenn jemand anderes deine Gedanken fühlt. Text: Laila Schläfli Bilder: Gerry Nitsch
MEIN DING
«Das ist der Basler Pop-Preis, den ich vor einem Monat gewonnen habe. Ich sehe ihn als Anerkennung der Basler Szene. Das freut mich mega. Gerade, weil diese Szene sehr eigen und Kommerz gegenüber kritisch eingestellt ist.»
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 51, 15. DEZEMBER 2014
MEINE WELT
MEIN LIEBLINGSORT
«Das unschöne Industriedings finde ich viel spannender als die idyllische Natur, denn dort muss nichts mehr gemacht werden. Roher Beton ist moti vierender. Auch die Sicht von oben gefällt mir: Der Blick auf die Hardbrücke – oder von dort runter auf die Geleise, mit den Alpen im Hintergrund.»
MEIN ZUHAUSE
«Da ich bereits an neun verschiedenen Orten gewohnt habe, ist ‹zu Hause› für mich ein relativ abstrakter Begriff. Der Bandraum ist seit Längerem der gleiche – darum ist er am ehesten mein Zuhause.»
MEIN FALTRAD
«Das Velo ist das schnellste und ‹gäbigste› Fortbe wegungsmittel. Nur Singen geht nicht so gut wie im Auto oder auf dem Töff. Mein Faltrad ist das per fekte Pendlervelo: in vier Handgriffen zusammengeklappt. Oft habe ich es im Auto dabei und fahre dann damit, wenn ich parkiert habe.»
MEIN LIEBLINGSRESTAURANT
«Ein guter Freund wohnte mal neben dem ‹Zum guten Glück› in Zürich Wiedikon. Da entdeckte ich, dass man hier gut frühstückt: Der Zmorge mit den Omeletten ist super!»
MEIN BESTER FREUND
MEINE SAMMLUNG
«Mikrofone nehmen Musik auf, wandeln sie um, formen den Klang. Das ist ein spannendes Feld. Darum besitze ich insgesamt 40 Mikro fone. Auch hier achte ich auf Qualität.»
«Maxime (27) kenne ich schon über zwölf Jahre, wir sind zusammen ins Gym nasium gegangen. Er ist sehr entspannt und konstant, das mag ich. Seit 2006 spielen wir zusam men in der Band.»
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