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Migros-Magazin-50-2019-d-BL

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

migrosmagazin.ch | MM50, 9.12.2019

Argentinien In diesem Land findet man fast die ganze Welt

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Digital macht Pause Dossier ab Seite 10

Heiligabend ohne Knatsch: Das kĂśnnen Sie dafĂźr tun

Bild: Michael Sieber

Seite 58

Klubschule: Sprachen lernen in der virtuellen Welt Seite 66 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch


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4 | 9.12.2019 | MEINE MIGROS

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75 e anniv ersaire de

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9.12.2019

Magazine » Une éditio n aux événeconsacrée men et aux gen s qui o ts ces décen nt marqué nies «Migros

Die Migros-Zeitung der Romandie wird 75 Jahre alt und erscheint zum Jubiläum in einer Sonderausgabe. Ursprünglich hiess sie «Le Pionnier» und enthielt viele politische Beiträge von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. Heute hat das Migros Magazine in der Westschweiz 646 000 Leserinnen und Leser.

Quand Migros arriva en Suisse romande

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Photo: Claud

Joyeux anniversaire Migros Magazine!

Dans les couliss de «Migroes de la fabricatio n s Magazin e»

5 300 000 5 300 000-mal wurden die Rutschbahnen im Säntispark seit der Eröffnung im November 2016 schon benutzt. Das grosse Erlebnisbad in Abtwil SG gehört zur Genossenschaft Migros Ostschweiz.

Bilder: Getty Images, zVg

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MEINE MIGROS | 9.12.2019 | 5

AUF INS JAHR 2020 Mit der Klubschule Migros gelingt es besser, Vorsätze fürs neue Jahr einzuhalten: Sportmuffel können mit Fitnesstrampolin- oder Pilateskursen in Bewegung kommen. Inneres Gleich­ gewicht lässt sich mit Tai Chi oder Yoga finden. Und wer in den nächsten Aus­land­ ferien nicht um Worte ringen möchte, wagt sich an eine der 55 unterrichteten Sprachen.

Was ist der Unterschied zwischen den Kinder-, Junior- und Erwachsenenzahnpasten der Migros? Der Fluoridgehalt in den Zahnpasten von Candida ist auf die verschiedenen Altersstufen abgestimmt. Die Kids-Zahnpasta für bis zu Sechsjährige ­enthält am wenigsten Fluorid. Die Aromen sind mild, und die Scheuerwirkung auf die Zähne ist gering, um den weichen Schmelz der Kinderzähne zu schonen. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist ­erreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/­kundendienst

Frisch verpflegt Das Migros-Start-up «snäx» liefert Firmen innovative Kühlschränke zur Verpflegung am Arbeitsplatz. Die Kühlschränke werden täglich aufgefüllt, die Mitarbeitenden erhalten alle ­Informationen rund um das ­Angebot via App. Sie können Snacks und Gerichte aus dem Kühlschrank nehmen und ­direkt mit der App bezahlen. «snäx» hat in der R ­ egion Z ­ ürich seine Pilotphase bestanden und bietet seinen Service nun schweizweit an. «snäx» ist ein Start-up der MigrosTochter Sparrow Ventures. Interessierte Firmen können sich via E-Mail hello@snaex.ch melden.

Orange Flotte Eine ganze Armada aus «Wägeli» hat Leser Martin Schüpbach aus Merligen BE in der Migros-Filiale Interlaken fotografiert. «Bereit für den Grosseinkauf» kommentiert er die gelungene Aufnahme. Schicken auch Sie uns Ihr Migros-Bild. W ­ ird d ­ as Foto abgedruckt, gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang


Bild:Â David Bittner

6 | 9.12.2019 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 9.12.2019 | 7

19:52 Uhr

Migros-Moment in Alaska USA Regisseur Roman Droux hat die Abendsonne im Gesicht und einen Grizzlybären vor der Linse. Sein Dokumentarfilm «Der Bär in mir» kommt am 12. Dezember in die Schweizer Kinos und wurde mit Unterstützung des Migros-Kulturprozents realisiert. Die Aufnahme ist während der Dreharbeiten am 20. September 2013 entstanden.


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INHALT | 9.12.2019 | 9

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INHALT Dossier: Offline-Zeit 10  Zurück zum Analogen Wie junge Menschen einem nostalgischen Flair frönen 15  Alles andere als smart Zwei Wochen ohne Whatsapp und Co. – das Experiment 16  Der Display-Check Haben wir die Bildschirmzeit im Griff – oder beherrscht sie uns? 18  Die digitale Flut Instagram, Facebook, Snapchat: Wir brauchen Auszeiten, sagt die Autorin Anitra Eggler 27  Adventskalender anders 30  Eule Mimi: Wettbewerb 35  1, 2 oder 3? 37 Wissensbissen 41  Genuss: Coquelets 55  Stadt, Land, Stutz 57 Gesundheit: 58  Fest der Zwietracht Wie man den weihnachtlichen Familienkrach vermeidet

Alle Jahre wieder … Zank unter dem Weihnachtsbaum? Wie das Familienfest nicht zum Familien­ fiasko ausartet – aus Sicht der Psychologin.

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Die längste Gebirgskette, die gewaltigsten Wasser­fälle, unendlich weite Steppen und ein kosmopolitisches Zentrum – Argentinien ­ ist ein Land der Kontraste und Superlative.

66  3-D in der Klubschule Virtual Reality belebt den Englisch-Auffrischungskurs ab 68  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News

Bilder: Loren Bedeli/Edelweiss, Roger Hofstetter; Illustration: Veronica Dall’Antonia/Figarophoto

75  Migros Bank Das Finanzwort des Jahres 78 Argentinien Im Land des leidenschaftlichen Tanzes und der endlosen Weiten 85  Den Tierarzt gefragt Knoten unterm Katzenfell

Digitale Ermüdung Das Smartphone ist eine tolle Erfindung, ein ­Riesengewinn. Es nimmt in unserem Leben entsprechend viel Raum ein. Zu viel? Die Digitalexpertin Anitra Eggler plädiert im Gespräch mit dem Migros-­ Magazin ­dafür, es häufiger auszuschalten und weg­ zulegen. Wir ­würden uns sonst zu Tode kommunizieren, sagt sie. Sind wir also auf dem Weg in eine Welt von digital Erschöpften? Dieser F ­ rage geht das Migros-Magazin im Dossier «Offline-Zeit» nach: Wir haben junge Menschen getroffen, die wieder Freude am Analogen ­haben. Menschen, die ihre Ferien am liebsten ­ im ­Reisebüro buchen oder Bücher auf Papier lesen. Fotografiert haben wir sie mit einer Analogkamera. Was das Smartphone mit uns macht und wie ein ­Leben ohne digitale Flut ist, lesen Sie ab Seite 10. Rüdi Steiner, stv. Chefredaktor ruedi.steiner@ mgb.ch

89  Rätsel und Spiele 92  Meine Welt Musiker Marius Baer

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­ Migros-GenossenschaftsBundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848

Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossen­ schafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 550 818 Ex. (WEMF 2019) Leserschaft: 2 291 000 (WEMF, MACH Basic 2019-2) Abonnemente: abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum: migrosmagazin.ch/ impressum

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10 | 9.12.2019 | OFFLINE-ZEIT

Die junge Lust auf alt pp-Nachricht, ­ Schallplatte statt Spotify, Postkarte statt Whatsa lären, warum und Reisebüro statt Web: Fünf junge Menschen erk n. wofür sie Smartphone und Laptop gerne weglege Michael Sieber Text: Lisa Stutz und Rahel Schmucki Bilder:


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Analoge Klänge Tillmann Ostendarp (26) Adi Eberhard (33)

«Es ist schön, Knöpfe und Schalter zu bewegen und damit Musik zu erzeugen.» Tillmann Ostendarp Musiker

Die zwei Männer stehen in der zweiten Etage ihres Holzhauses in Wattwil SG. Um sie herum gelbe, grüne, rote und blaue Kabel. Hunderte von kleinen far­ bigen Lichtern blinken in regelmässigem Rhythmus. Hier haben die Musiker ­Tillmann Ostendarp und Adi Eberhard ihr eigenes Tonstudio eingerichtet. Unter dem Namen «Skiclub Toggenburg» treten sie in Clubs als Live-Elektronikduo auf. Die Musik oder die «Töne», wie sie es nennen, erzeugen sie live. «Komplett ­darauf vorbereiten können wir uns nicht», sagt Ostendarp. «Es ist eher ein Sich-aufeinander-Einpegeln und ein ­Aufeinander-Hören», erklärt Eberhard. Mix aus alter und neuer Technologie

Die meisten verwendeten Geräte sind analog. Auf Tischen stehen verschiedene Synthesizermodule, die mit Kabeln ­verbunden sind. «Wir haben die Vorzüge ­alter und moderner Technologien mit­ einander kombiniert», so Eberhard. ­Aufnahmen mit ausschliesslich analogen Geräten etwa können teuer und auf­ wendig werden. «Da arbeiten wir lieber digital.» Ostendarp ergänzt: «Die Klänge produzieren wir aber alle analog.» Es ­sei einfach schön, Knöpfe und Schalter an­ stelle einer Maus zu bewegen und d ­ amit direkt Musik zu erzeugen. Ostendarp fährt den Bildschirm in der Mitte des Raums hoch. Eberhard stellt sich vor den einen Tisch, Ostendarp vor den anderen. Während Ostendarp einen Bassrhythmus einspielt, beginnt Eber­ hard, an den Knöpfen zu drehen. Aus den Lautsprechern erklingt «Minimal mit ­einem housigen Einschlag», wie sie es nennen. Mit ihrer Musik sind sie 20- bis 30-mal pro Jahr unterwegs. Sie spielen in Nachtclubs und setzen Projekte mit anderen Künstlern um. «Vor Kurzem ­haben wir mit dem Klangkünstler Andy Guhl gespielt. In nächster Zukunft ist ein Projekt mit dem Jugendmusikorchester ‹il mosaico› geplant», sagt Ostendarp und dreht die Musik auf. Die beiden ver­ sinken wieder ganz in ihrem Beat. Hörprobe «Skiclub Toggenburg»: migmag.ch/analog


12 | 9.12.2019 | OFFLINE-ZEIT

Erlebnis Vinyl Marco Barcellos (27), Zürich

Rundumpaket aus dem Reisebüro Jasmin Christen (34), Rapperswil-Jona SG

«Vor vier Jahren war ich für einen Sprach­ aufenthalt in Australien und buchte da ­meine anschliessende Reise in einem Reise­ büro. Das klappte so gut, dass ich seither nur noch so buche: Ich sage den Reisespezialis­ ten, was ich in dem betreffenden Land gerne sehen würde, und sie stellen mir eine Reise zu­sammen. Zusätzlich geben sie mir Tipps zu besonders guten Restaurants, Bars ­ oder ­Sehenswürdigkeiten. Vor der Abreise er­halte ich ein Paket mit allen Tickets und Bestätigungen. So muss ich mich vor Ort nicht mehr online informieren und kann ­ die letzten noch fehlenden Informationen in meinem Reiseführer lesen. Mein Smart­ phone ­benutze ich dann höchstens zur Orientierung in einer fremden Stadt oder als Navi im Auto.»

«Auf Reisen benutze ich das Handy nur als Navi in einer fremden Stadt.»

«Ich war schon immer ein Fan von Progressive Rock und habe früh angefangen, Musik zu ­sammeln – anfangs noch digitale. Meine erste Schallplatte hörte ich mit 18 oder 19 Jahren. ­Damals entdeckte ich den Plattenspieler meines Vaters; als ich die Platte auflegte, war ich richtig aufgeregt – und fasziniert. Seither kaufe ich ­meine Musik wenn möglich auf Vinyl. Wenn ich draussen unterwegs bin, benutze ich aber wie alle anderen auch Kopfhörer, die ans ­Handy angeschlossen sind. Viele fragen mich, ob die Musik von Schallplatten besser klinge. Meine Meinung: Sie klingt gleich wie die auf alten CDs – man hört viel mehr Details als auf neuen ­Tonträgern. Das liegt an der heutigen Auf­ nahmetechnik: Sie lässt viele Feinheiten untergehen. Und wenn man alle Tipps zur Reinigung der Platten befolgt, bringt man sogar das Knistern weg. Vor Kurzem erst bin ich von Brasilien in die Schweiz gezogen – meine Schall­ platten musste ich mit dem Schiff her­ schicken lassen. Es waren ziemlich viele Kisten: Ich besitze heute etwa 1500 Platten. Die meisten stammen von ­aktuellen Bands, die ihre Musik auf CD und Platte verkaufen. Die neuesten ­befinden sich jetzt im Wohnzimmer, aber den Grossteil muss ich im Estrich lagern. Ich höre Musik zu Hause fast aus­ schliesslich auf dem Plattenspieler. Ich mag es, eine Platte aufzulegen und sie von Anfang bis Schluss zu hören. So ist das für mich ein schö­ neres Erlebnis. Ich stöbere in der Plattensammlung, betrachte die schön gestalteten Cover und su­ che mir eine Platte aus.»

«Ich besitze ungefähr 1500 Platten. Den Grossteil muss ich im Estrich lagern.»


OFFLINE-ZEIT | 9.12.2019 | 13

«Ich mag das Rascheln der Seiten, ihren Geruch.»

Gedruckte Werte Fabian Grepper (20) studiert Wirtschaft an der Universität St. Gallen.

Sie ziehen Printprodukte den digitalen Pendants vor – zum Beispiel? Ich lese die Zeitung gern auf Papier. Zudem schmökere ich nur in rich­ tigen Büchern, ein E-Book zu kaufen, kommt für mich nicht infrage. Ich koordiniere meine privaten Termine mittels Papieragenda. Und Ferien­ grüsse verschicke ich lieber per Post­ karten als via Whatsapp. Warum? Ich betrachte es als ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Empfänger, eine echte Postkarte zu verschicken: Ich gehe in einen Laden, suche die schönste Postkarte aus, überlege mir einen Text und verfasse ihn von Hand. Das hat eine gewisse Wertig­ keit. Eine solche Wertigkeit hat auch eine gedruckte Zeitung oder ein Buch. Ich mag das Rascheln der Sei­ ten, ihren Geruch. Zu Hause nehme ich mir bewusst Zeit, um die Artikel und Geschichten zu lesen. Das ist für mich eine Auszeit von der ständigen Erreichbarkeit, der dauernden Be­ schallung.

Aber meist ist die digitale Variante doch bequemer. Ich bin der Meinung, dass digital und analog einander nicht ausschliessen – sie ergänzen sich. Natürlich lese ­ auch ich die Zeitung manchmal auf dem Smartphone, aber wenn ich zu Hause bin und entscheiden kann, wähle ich das Printprodukt. Diesen Schritt mache ich bewusst. Und ich bin auch bereit, dafür zu bezahlen. Fahre ich ­in die Ferien, lasse ich lieber ein, zwei Pullover daheim und packe dafür Bücher ein. Wie finden das Ihre Freunde? Ich bin damit durchaus ein Exot in meinem Freundeskreis (lacht). Meine Freunde verschicken eher selten Postkarten. Aber viele teilen zum ­Beispiel meine Vorliebe für gedruckte Bücher. Nachrichten lesen die meisten von ihnen allerdings online. Immer mehr Printangebote verschwinden. Wie ist das für Sie? Ich kann die Veränderung nicht ver­ hindern, und das will ich auch nicht. In 20 Jahren habe ich vielleicht andere Methoden, um mir kleine Pausen zu verschaffen. MM


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gewiss wieder. Und dann die zauberhaften Küstenstädte, die sich wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen: Trogir, Split, Zadar und natürlich Dubrovnik mit seiner unvergleichlichen

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Altstadt, die so schön ist, dass die UNESCO sie für schützenswert hält.

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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag – Anreise nach Opatija Fahrt im komfortablen Extrabus in die Region der zauberhaften Opatija Riviera. Mittagessen und Nachtessen unterwegs. Ankunft im Hotel am späten Abend. 2. Tag, Sonntag – Plitvice Nationalpark Die einmalige Traumkulisse des Plitvice Nationalparks war entscheidend für den Erfolg der berühmten Winnetou Filme. Die Sinfonie aus smaragdgrünen Seen, herrlichen Wäldern und spektakulär abfallenden Felswänden wird auch Sie auf unserer Besichtigung zu Fuss, per Boot und mit dem Panoramazug begeistern. Am Nachmittag Weiterfahrt an die adriatische Küste in unser Hotel im Raum Sibenik. 3. Tag, Montag – Sibenik & Krka Nationalpark Heute erleben wir mit den berühmten Krka-Wasserfällen im gleichnamigen Nationalpark eines der wohl schönsten Naturschauspiele der Welt und erneut unfassbar schöne Landschaftsbilder auf Schritt und Tritt. Später begeistert uns eine interessante Führung durch die Altstadt von Sibenik. Übernachtung im Raum Sibenik. 4. Tag, Dienstag – Trogir, Split & Makarska Riviera Entlang der dalmatischen Traumküste fahren wir weiter Richtung Makarska Riviera. Dabei erleben wir interessante Führungen im wunderschönen Küstenstädtchen Trogir und in der pulsierenden Stadt Split. Übernachtung an der Makarska Riviera.

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5. Tag, Mittwoch – Dubrovnik Heute unternehmen wir einen tollen Tagesausflug nach Dubrovnik, die Perle der Adria. Bei einer interessanten Stadtführung zeigen wir Ihnen sämtliche Höhepunkte. Freuen Sie sich auf die von einer 2.5 km langen Mauer umschlossene Altstadt – eine der schönsten Europas! Nutzen Sie den restlichen Nachmittag für eigene Entdeckungstouren. Rückfahrt in unser Hotel an der Makarska Riviera. 6. Tag, Donnerstag – Makarska Riviera - Zadar Wiederum erleben wir während unserer Fahrt entlang der Küste fantastische Bilderbuchlandschaften. Unser Tagesziel ist heute die schöne Hafenstadt Zadar, welche wir Ihnen bei eine Führung näher bringen. Übernachtung in Zadar. 7. Tag, Freitag – Zadar – Opatija Heute verlassen wir Dalmatien und fahren weiter entlang der beeindruckenden Kvarner Bucht nach Opatija. Das schönste der kroatischen Seebäder verzaubert uns zum Abschluss mit seinem ganz besonderen Charme. Übernachtung an der Opatija Riviera.

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9.12.2019 | 15

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Auf Smartphone-Entzug

Der Mediamatiker Karl Hofmann ist mit der Smartphone-Technologie aufgewachsen. Was fehlt, wenn man als Digital Native darauf verzichtet und sich mit einem 20 Jahre alten Handy begnügt? Ein zweiwöchiger Selbstversuch. Text: Karl Hofmann

Tag 1: Ich vermisse nichts, Eher fehlt meinen Kollegen etwas: Sie merken, dass ­ ich auf Whatsapp nicht erreichbar bin. Tag 2: Ich will Musik hören – aber wie? D ­ a bräuchte ich wohl ein Zusatzgerät. Also muss ich meinen alten iPod Classic wiederbeleben. Tag 3: Ich vermisse ernst­ haft etwas: den Kalender. Er scheint mein Lieblingstool zu sein, denn er fehlt ent­ sprechend oft. Tag 5: Mir fällt auf, dass ich viel seltener am Handy ­hänge. Klar, es gibt mit dem «neuen» Gerät ja auch nichts Spannendes zu se­ hen. Ich bin aufmerksamer bei Gesprächen und all­ gemein weniger abgelenkt.

Bilder: Roger Hofstetter (Montage)

Tag 6: Speicher voll. Ich muss Mitteilungen löschen, um neue Nachrichten zu empfangen. Ich frage mich: Haben die früher einfach weniger SMS geschrieben? Tag 8: Alle meine Kollegen und Freunde wissen inzwi­ schen, dass ich nur per SMS erreichbar bin. Ich erhalte entsprechend viele Nach­ richten. Es ist nicht einfach, auf dem kleinen Display den Überblick zu behalten.

So etwas wie einen Nach­ richtenverlauf gibt es nicht. Ich verliere zusehends den Überblick.

tionswerkzeug: Wenn ­ ich es aus der Tasche hole, ­ergibt sich sofort ein Gesprächsthema …

Tag 9: Die Post schickt mir per SMS einen Link, über den ich meine Sendung steuern kann. Ich tippe 90 Zeichen von Hand in ­den Computer – erstaunlicher­ weise beim ersten Mal ­fehlerfrei. Auch die Post rechnet wohl nicht damit, dass jemand noch etwas anderes als ein Smart­ phone besitzen könnte.

Tag 13: Es lebt sich ent­ spannter, und ich habe nicht mehr so oft das Gefühl, ­irgendjemandem noch dringend auf irgendetwas antworten zu müssen. Ich will einen Freund treffen, den ich noch aus der Schul­ zeit kenne, und verspäte mich. Eigentlich würde ich ihm jetzt gerne mitteilen, dass ich ein paar Minuten später komme. Das kann ich aber nicht, weil ich seine Nummer nicht gespeichert habe. Das schlechte Gewissen meldet sich.

Tag 10: Speicher schon ­wieder voll. Tag 11: Langsam nervts. Ich erkenne zusehends ­ die Vorteile eines Smart­ phones. Die vielen, wirklich praktischen Funktionen ­ wie SBB-App, Navigation, E-Mail und Kalender fehlen mir einfach. Tag 12: Ich versuche, auf die positiven Aspekte meiner Smartphone-Abstinenz zu fokussieren: Ich bin weniger abgelenkt; unangenehme Situationen kann ich jetzt einfacher bewältigen; man kann mich nicht auf allen Kanälen erreichen. Das fühlt sich ziemlich gut an. Mein Uralthandy ist auch ein prima Kommunika­

Tag 14: Der letzte Tag. Endlich. Ich gebe zu: Ich ­warte sehnlichst ­darauf, mein Smartphone wieder benutzen zu können. Fazit: Es ist einfach mega­ praktisch, dieses Smart­ phone. Allerdings ­haben mir nicht die Social-MediaApps, G ­ ames und sons­ tigen ­«Zeitvertreiber» ge­ fehlt, sondern die Dinge, für die das Smartphone ­eigentlich ­gemacht wurde: Apps, die den Alltag er­ leichtern, mich an Einkäufe erinnern, Einzahlungsschei­ ne scannen oder Termine verwalten. Ich werde den Versuch nicht so schnell wieder­holen. Trotzdem ist es schön zu wissen, dass es irgendwie auch ohne gehen würde.  MM

Karl hat 14 Tage gestemmt – ohne Smartphone, dafür mit einem Nokia-Modell (Bild: Gerät in Originalgrösse).


16 | 9.12.2019 | OFFLINE-ZEIT

Abschalten möglich? Auf vielen Smartphones lässt sich ablesen, wie lange man täglich aufs Display starrt. Wer hat eine Vorstellung von seiner persönlichen Bildschirmzeit? Wir haben auf der Strasse nachgefragt. Text: Dinah Leuenberger Bilder: Cyrill Krähenbühl

3 bis 4 Stunden 2,5 Stunden «Ich bin überrascht, wie stark meine Bildschirmzeit variiert: ­ In der vergangenen Woche waren es fünf Stunden. Ich ­nutze das Smartphone hauptsächlich, um zu kommunizie-­ ren – via Whatsapp, Facebook Messenger oder Line.» Ludwig Bauer (27) Consultant, München

30 Minuten 45 Minuten

«Ich schaue jeweils kurz, ­ dafür aber häufig auf mein Handy. Das kumuliert sich dann halt schon ... Meistens lese ich Zeitung auf dem Smartphone, und auf Reisen nutze ich oft GPS.» Daniel Bisig (51) Wissenschaftler, Zürich

1 Stunde keine Angaben «Ich besitze ein sogenanntes Shiftphone, also eine Art Fair-Phone. Zwar zeigt es keine Bildschirmzeit an, aber auf der Rückseite steht: ‹smartphones are dangerous time killers› – das ermahnt mich stets, nicht zu viel Zeit dafür aufzuwenden.» Isabel Lutz (37) Innenarchitektin, Dietikon ZH

2 bis 3 Stunden 3 Stunden, 6 Minuten «Das ist etwas länger als gedacht. Aber wenn man nur kurz aufs Handy schaut, ist einem das vielleicht gar nicht so bewusst. Ich nutze mein Smartphone vor allem für Instagram, Snapchat und Whatsapp.» Franca Soriano (16) KV-Lernende, Horgen ZH

mehrere Stunden keine Angaben «Ich verbringe viel Zeit am Handy, auch beruflich. Das kann bis zu 20-mal pro Stunde sein. Primär versende ich Nachrichten, aber ich bin auch häufig im Internet oder auf Youtube unterwegs.» Stephan Lutzke (59) Mathematiker Langnau am Albis ZH


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5 bis 6 Stunden keine Angaben «Mein Handy liefert keine Angaben zur Nutzung. Aber meine Nutzungsdauer ist wohl relativ hoch, weil ich das Smartphone auch beruflich verwende. Privat nutze ich vor allem das Internet.» Jennifer Ohm (35) HR-Managerin, Opfikon ZH

Etwa 4 Stunden Funktion deaktiviert «Ich habe bei meinem iPhone die Bildschirmzeit deaktiviert – bewusst, weil ich befürchte, dass es effektiv mehr Zeit ist, als ich vermuten würde.­ Ich nutze das Smartphone vor allem für Youtube und Instagram.» Cleo Ommerborn (15) KV-Lernende, Thalwil ZH

6,5 Stunden 6 Stunden, 15 Minuten «Ha! Tatsächlich weniger Zeit, als ich dachte. Aber das ist wohl trotzdem ein eher hoher Wert, weil ich das Handy auch beruflich verwende. Ich nutze oft Whatsapp – das ist mein Hauptkommunikationsweg.» Chris Kuonen (27) Kommunikationscoach Bremgarten AG

1,5 Stunden keine Angaben «Mein Smartphone gibt ­ die Bildschirmzeit nicht an. Ich ­vermute aber, dass es etwas mehr Zeit sein könnte, als ich geschätzt habe. Ich ­ nutze das Handy vor allem für Whatsapp und für die Zeitungslektüre.» Aliya Heinrich (39) Finanzcontrollerin, Aarau

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3 Stunden Funktion deaktiviert «Ich denke schon, dass ich ­relativ viel Zeit am Smartphone verbringe, vor allem auf ­Insta­gram und Youtube, aber es ist bestimmt nicht problematisch. Ich habe die Bildschirmzeitfunktion deaktiviert, weil es mich nicht besonders interessiert.» Noah Johnson (17) KV-Lernender, Thalwil ZH

Geschätzte Bildschirmzeit pro Tag Tatsächliche durchschnittliche Bildschirmzeit pro Tag

ungefähr 3 Stunden 1 Stunde, 25 Minuten «Ich bin überrascht: Es ist viel weniger Zeit, als ich geschätzt habe. Aber das macht Sinn. Ich nutze das Smartphone meistens, um Musik zu hören – dabei verwende ich aber den Bildschirm nicht.» Tristan Aufiero (21) Kommunikationscoach Pfäffikon SZ


18 | 9.12.2019 | OFFLINE-ZEIT

«Das Smartphone gibt den Menschen Liebe» Die Autorin und Digitalexpertin Anitra Eggler plädiert für eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Zeiten – auch wenn sie selbst eine Schwäche für Instagram hat. Text: Monica Müller und Sabine Lüthi Bild: Dan Cermak

Wie konnte es so weit kommen? Wir haben es mit profitorientierten Firmen zu tun, die uns gezielt ­ab­hängig machen. Google, Facebook, Amazon, Apple und Microsoft haben die wichtigsten digitalen Märkte

Mehr inneh

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eos ihnachten Vid e W zu tt ta S • ert unkommenti oder Comics le edia Grüsse im lt u m : n e it e weiter­l en und versend ln e st a b r e lb ot se und Bettverb h c is T s se • Rigoro efolgen , für Handys b utlos schalten la f u a s y d n a • Alle H ausschalten rm la sa n o ti ra Vib tos ximal zehn Fo • Pro Tag ma gefiltert teilen schiessen, un raustufenmodus en G • Handys in d geln, wie das geht). o versetzen (go

unter sich aufgeteilt und monopolisiert. ­Sie profitieren von unserer Internet- und Smartphone-Abhängigkeit und arbeiten daran, sie zu verstärken. Je mehr Daten wir liefern, je mehr Aufmerksamkeit wir geben, desto mehr klingeln ihre Kassen. Warum können wir so schlecht ­ mit Internet, sozialen Medien und Smartphones umgehen? Eingehende E-Mails und Nachrichten sind eigentliche Dealer. Das Dope heisst Dopamin. Unser Gehirn wird süchtig nach den Dopaminausschüttungen, die einen Aufmerksamkeitsreiz begleiten. Wir gehen diesen Ablenkungen nach, weil wir einfach nicht imstande sind, das ­abzuschalten. Wenn eine neue Nachricht reinkommt, müssen wir sofort wissen: Ist sie schön oder schrecklich? Das nennt man Thriller-Effekt. Der löst zusätzlich einen Adrenalinkick aus. Eigentlich wissen wir, dass die meisten Nachrichten äusserst unspektakulär sind. Diese Reaktion im Hirn war in der Steinzeit überlebenswichtig: Sobald es im Gebüsch raschelte, musste der Steinzeitmensch schnell reagieren – es hätte ja der Bär sein können. So rea­ gieren wir immer noch, auch wenn es um die dümmste E-Mail geht. Da­gegen können wir uns nicht wehren. Je mehr unser Hirn auf eine hohe Frequenz an Aufmerksamkeitsreizen angefixt wird, desto mehr davon will es. Für viele ist das Smartphone mehr als nur ein Gerät. Warum? Es gibt den Menschen das, wovon sie nicht genug kriegen können: Auf-

merksamkeit und Liebe. Du fühlst dich kurz allein und ungeliebt, also schreibst du in einen Gruppenchat – und 20 Menschen antworten dir. ­Obwohl du weisst, dass das nichts mit Liebe zu tun hat, fühlst du dich weniger einsam. Du findest, dass du eigentlich kein so schöner Mensch bist, also fotografierst du dein Essen und postest es auf Social Media. Auch wenn du weisst, dass das egomässig keinen Wert hat, fühlst du dich mit jedem weiteren Like ein bisschen mehr ­geliebt. Das Handy liefert Instant­ belohnungen in Nanosekunden. Auch Teenager suhlen sich gern im Meer der Likes. Auf Social Media lernen vor allem die Mädels, dass sie mehr Likes kriegen, je mehr sie sich entblössen. Niemand würde sein Kind im Bikini an einer Erotikmesse auftreten und von 10 000 Menschen bewerten lassen. Aber im Internet passiert das ständig. Viele Eltern unterschätzen die Bedeutung von Social Media im Leben ihrer Kinder total. Längst nicht alle Eltern sind auf Instagram. Die sozialen Medien, die für ihre Kinder so wichtig sind, gehören nicht in ihre Welt. Sie sind überfordert – und lassen die Kinder einfach machen. Vielleicht denken sie: Das sind Digital Natives, die wissen, was sie tun. Digital Native zu sein, bedeutet, ohne jegliche digitale Erziehung aufgewachsen zu sein. Ein Kind, das mit ­einem Süssigkeitenschrank allein ­gelassen wird, lernt nicht, die Süssigkeitenzufuhr selbst zu regulieren. ­ Es wird einfach süchtig. Das Smartphone ist kein harmloses Spielzeug,

Illustrationen: IStock

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ie schlimm steht es um die Menschheit? Es ist fünf nach zwölf. Nach 21 Jahren in der Internetbranche muss ich leider konstatieren: Der Menschenverstand ist auf der Strecke geblieben. Wir kommunizieren uns zu Tode, hängen öfter am Handy als an unseren Liebsten. Wir lassen uns vom Smartphone durch die Strassen führen. I­ n manchen asiatischen Metropolen spezielle Wege für Smartphone-Zombies …


9.12.2019 | 19

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rnetpio­ r (45) ist Inte Anit ra Eggle ­ eferentin R ltherapeutin», nierin, «Digita «Mail rs le s Best­sel und Autorin de scheint er r be . Dezem halten!». Am 16 Detox l, «Das ­Digital ihr neuer Tite tales pricht «ein digi Buch»: Es vers mit m am rogr Ernährungs­p n, te ep ez R ein­fachen g in in ra t s­ es Fitn oinklusive, Jo-J e­ sg au t Effek schlossen».


20 | 9.12.2019 | OFFLINE-ZEIT

Wann ist der Moment gekommen, wo wir abschalten sollten? Immer. Wer nicht bremsen kann, sollte auch nicht Auto fahren. Die ­Fähigkeit, das Gerät und das Hirn wieder einmal abzuschalten, ist ­genauso wichtig wie Bremsen beim Autofahren. Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer kann nur Gas geben und erkennt noch nicht einmal, dass es gefährlich ist – weil alle anderen auch Gas geben, auch die Minder­jährigen und die Omis und Opis.

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stumm n e g n itteilu ush-M tivieren P e ll A • f dem n, deak schalte edia-Apps au nd Heidi l-M n (u • Socia hone lösche rowser via p ­Smart ttdessen im B ta en) Klum s m stalk ktionen wie g) a r g a t s In kfun tigun rollfrea n (Lesebestä tsapp t n o K • äkche ei Wha blaue H tzt online» b le und «zu ren ie deaktiv ruppenchats l h G • Anza ximal drei auf ma n re M e hr a b reduzie s c ha l t e • E-Mail n -Öffnun gszeiten per Auto einfüh re man die ply kommunizie ren und re Po Zeiten a st nur noch zu g n, dass b • Auch f ruft und erledig ewissen ür What t sapp die Funktion A u tor a wissen a ktivieren und nu eplyuf die Na r zu ge­ • Die Bil dschirm chrichten reagie zeit wöc ren selbstkr hent it • Auf de isch auswerten lich m Leben sze wie viel Zeit man itrechner prüfen , m & Co. ve rgeudet: it Smartphone anitra-eg gler.com /lebensz eitrechn er

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sondern ein Datenbagger und ein ­Dopamindealer, der Glücksspiele, Porno und Gamen sozial toleriert und auch für Kinder verfügbar macht. ­Die Kinder kopieren, was ­ wir Erwachsenen vorleben. Und das ist ­ungebremster Konsum.

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«Work-LifeBalance ist heute Screen-LifeBalance.»

Wie werden wir medien­kompetent? Es ist ganz wichtig, dass man sich erst ­einmal die Zeit nimmt, die man gefühlt nicht mehr hat, und sich fragt: Was macht die ständige Beschäftigung mit dem Smartphone Anitra Eggler eigentlich mit mir? Autorin und Digitalexpertin Was fühlt sich gut an, was nicht? Was gibt mir Energie, was raubt sie mir? Wie viel Zeit verbringe ich Nano­sekunden antwortet, ist er nicht gleich der engagierteste Mitarbeiter – womit? Möchte ich j­ eden Tag auf 100 Whatsapp-Nachrichten ant­ sondern der Mail-Junkie, der sich ­ von seiner nächsten Unterbrechung worten? Was stresst mich? … Studien ­sagen lässt, was er priorisieren soll. zeigen, dass die ­Leute bereits ab­ gelenkt sind, wenn ihr Smartphone Work-Life-Balance ist heute ScreenLife-Balance. Und diese zu leben u ­ nd nur daliegt. Der durchschnittliche Smartphone-­Nutzer checkt 88-mal zu fördern, gehört zum Unternehmertum 2.0. Die Leute müssen mit pro Tag sein Handy. gutem digitalem Selbstmanagement gute Leistung bringen. Manche Arbeitgeber erwarten auch, dass ihre Angestellten immer erreichbar sind. Gibt es Smartphone-Fallen, in die Hier findet zum Glück ein Umdenken auch Sie tappen? Ich habe eine Schwäche für Heidi statt. In den meisten Firmen hat ­ Klum und stalke sie auf Instagram. man inzwischen gemerkt, dass stänWenn ich lange nicht auf ihrem ­ dige Erreichbarkeit zu mehr Burnouts und weniger Produktivität führt. Profil war, ertappe ich mich beim ­Gedanken: Was Heidi Klum wohl ­Nur weil ein Mitarbeiter innert

g­ erade so macht? Ich empfinde eine merkwürdige Faszination für sie ­ und die Art, wie sie sich darstellt. Aber Heidi Klum ist digitaler Fast Food. Davon gönne ich mir bewusst nur ein bisschen. Und ich habe meine Zeit im Blick und halte das, was ich sehe, nicht für die Wahrheit. Mit welchen Fakten überraschen Sie Ihr Publikum am meisten? Smartphones und die Digitalindustrie verbrauchen doppelt so viel CO2 wie der Flugverkehr, nur spricht keiner davon. Wenn wir weniger sinnlose Anfragen an Google stellen oder ­weniger Emojis in Gruppenchats raushauen, tragen wir damit etwas zum Klimaschutz bei. MM

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Weihnachten ist für die Familie ein Tag wie jeder andere.

Kim (7): «Niemand soll unsere Armut sehen»

Kinderarmut darf es nicht geben In der Schweiz leben rund 1,7 Millionen Kinder. 103 000 dieser Kinder sind von Armut betroffen. Mit anderen Worten: In jeder Schulklasse in der Schweiz gibt es durchschnittlich ein Kind, das aus einer armen Familie stammt. Armut beeinflusst die Lebensläufe der betroffenen Kinder stark. Wer arm ist, muss sich mit schlechten Wohnungen an verkehrsreichen Strassen begnügen. Das schränkt den Bewegungsradius der Kinder empfindlich ein. Auch Freizeitaktivitäten, Hobbys oder Sport in Vereinen können sich die Eltern armutsbetroffener Kinder häufig nicht leisten, was zu Ausschluss und Isolation führt.

Die siebenjährige Kim* gehört zu den über 100 000 Kindern in der Schweiz, die als arm gelten. «Ich hätte nicht gedacht, dass es Armut in der Schweiz gibt», sagt ihre Mutter. Doch dann hat die Familie schmerzlich erfahren, wie schnell es gehen kann, in existenzielle Not zu geraten. Früher ging es Kims Familie gut. Ihre Mutter Linn arbeitete Vollzeit. Dann aber wurde der Vater gewalttätig. Nicht nur gegen seine Frau, auch gegen die Kinder. Als Linn ihn verliess, stand sie auf einmal vor dem Nichts: «Ich wurde krank, verlor meine Stelle und die Wohnung.» Seit kurzem arbeitet sie Teilzeit und sorgt gleichzeitig für die Kinder.

«Meine Kinder wissen, dass wir uns wenig leisten können, weniger als andere Familien», sagt Linn. In die Ferien haben sie noch nie fahren können. Und Weihnachten ist für die Familie ein ganz normaler Tag. Für Geschenke und Dekoration fehlt das Geld. «Ich wünsche mir, dass meine Kinder Freizeitaktivitäten nachgehen können. Aber Fussball oder ein Instrument spielen ist nicht günstig», sagt Linn. «Wenn man in der untersten sozialen Schicht ist, spürt man das sehr gut. Man wird anders behandelt», stellt Linn fest. Wie viele armutsbetroffene Menschen in der Schweiz achtet auch sie darauf, dass die Armut der Familie möglichst unsichtbar bleibt. Das sei besser für die Kinder, ist sie überzeugt. Mit der KulturLegi der Caritas kann sich Linn für die beiden Kinder einen Pass für das Museum leisten, das fünfmal im Jahr Filmabende für Kinder anbietet. Und ganz neu hat Kim ein «Gotti», vermittelt über das Caritas-Angebot der «mit mir»-Patenschaft, das mit ihr in der Freizeit etwas unternimmt.*

Erfahren Sie mehr über Kim auf: dasrichtigetun.caritas.ch

* Zum Schutz von Kim und ihrem Bruder wurde dieses Porträt so gestaltet, dass sie unerkannt bleiben.

Caritas hilft betroffenen Familien mit Angeboten wie der KulturLegi oder dem Patenschaftsprojekt «mit mir». Sie bietet auch Sozial- und Schuldenberatung an. Und im Caritas-Markt erhalten Armutsbetroffene gesunde Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs zu stark vergünstigten Preisen. Spendenkonto: 60-7000-4 Für Online-Spenden: caritas.ch/schweiz-kinderarmut


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04.12.19 08:22


ADVENT | 9.12.2019 | 27

Beni Merk verteilt viele Pakete, seit er zum ­«umgekehrten Adventskalender» aufgerufen hat. Selbst macht er mit der Familie auch mit.

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Täglich ein Geschenk für Fremde Beni Merk füttert mit seinen Kindern im Dezember seinen «umgekehrten Adventskalender». Die Empfänger kennt die Familie nicht. Sie wünschen sich möglichst viele Nachahmer. Text: Manuela Enggist  Bilder: Désirée Good

iele Menschen leiden in der besinnlichsten Zeit des Jahres unter dem Gegenteil: Stress und Konsumwahn dominieren allzu oft die Adventszeit. Dieser Eindruck setzte sich auch bei Beni Merk immer mehr fest. Umso faszinierter war der Primar­lehrer und Illustrator aus Kreuzlingen TG, als er im vergangenem Jahr in einem Magazin von der Aktion «umgekehrter Adventskalender» las. Die Idee ist einfach: Ab 1. Dezember legt man jeden Tag eine Sachspende – ­etwa haltbare Lebensmittel wie Honig und Hygieneartikel wie Duschgels, Socken oder ­Kerzen – in eine Kiste. Kurz vor Heiligabend ist diese dann voll, und man kann sie ­jemandem schenken. «Diese Idee hat mich sofort angesprochen», sagt Merk, der im grauen Kapuzenpullover vor einer Tasse Cappuccino sitzt. «Statt selbst jeden Tag etwas auszupacken und dann nicht zu wissen, wohin damit, ist es doch viel schöner und sinnvoller, für jemand anderen, der es wirklich brauchen kann, etwas einzupacken.» Merk ergriff im letzten November die Initiative, schrieb seine Idee per Whatsapp an Freunde und überlegte, wohin er die Pakete bringen könnte. «Schliesslich macht diese Aktion nur Sinn, wenn man auch Abnehmer hat.» Er kontaktierte die Caritas Thurgau, die begeistert war und die Weitervermittlung der Pakete übernahm. Auch die Kinder machen mit

Beni Merk ging das Projekt mit ­seinen Kindern, Timon (13), Nick (11) und Nena (7), und ­seiner Frau Marina Biber (47) an. «Ich fand es auch für ­un­seren Nachwuchs eine gute S ­ ache», meint Merk. So seien sie auf die


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ADVENT | 9.12.2019 | 29

Grundbedürfnisse und die Selbst­ verständlichkeit zu sprechen ­gekommen. Auf Fragen wie diese: «Gehört eine Packung Nudeln in ein Päckcken, oder hat das wirk­ lich schon jeder?» Die Kinder hätten nicht immer nach­voll­ ziehen können, warum zum Bei­ spiel eine Flasche Essig auch Sinn macht, sagt der 45-Jährige. Damit die Pakete möglichst auf die Empfänger abgestimmt werden konnten, besorgten sich Merk und seine Kollegen einige Eckdaten über die Beschenkten: Etwa, ob es sich um eine allein­ stehende Frau mit Hund handel­ te oder um einen Teenager aus schwierigen Verhältnissen. «So kann man die Gaben anpassen, wenn man möchte.» Die Merks wussten also, dass sie eine ­Familie mit Kindern beschenken werden. «Meine Tochter bestand

deshalb darauf, dass wir auch Farbstifte ins Paket legten.» Freude an alltäglichen Dingen

Im Januar erhielt die Caritas Thurgau von Beschenkten ­Dankesschreiben, die sie an Merk weiterleitete. Einige ­schrieben, dass ihnen die Tränen gekommen seien – mit «so etwas» hatten sie nicht gerechnet. «Das war berührend. Auch für unsere Kinder», sagt der Initiant der ­Aktion. Es habe etwas in ihnen ausgelöst, als sie realisierten, dass Menschen an alltäglichen Dingen Freude haben. Früh war klar, dass die Merks auch 2019 wieder dabei sind. Dank ein wenig Werbung in den sozialen Netzwerken und Mundpropaganda sind diesmal noch mehr I­ nteressierte dabei. Ganze 60 Pakete muss der

Thurgauer jetzt koordinieren. «Das stellt mich vor neue ­Herausforderungen.» Da jedes Paket einen Empfänger braucht, hat Merk sein «Liefergebiet» aus­ geweitet. Neu gehen Pakete unter anderem an die Caritas Winter­ thur. Merk wird sie sammeln und den Organisationen übergeben. Für sieben Pakete gibt es bisher noch keine Empfänger. «Da muss ich noch ein paar Institutionen anschreiben.» Damit ist Merks Kapazität aus­ geschöpft. «Ich habe aber noch immer grosse Freude an der ­Ak­tion. Es ist toll zu sehen, wie sich die Leute Mühe geben.» Er und seine Familie wissen, dass sie in diesem Jahr ein Mädchen ­beschenken, das die dritte Primar­klasse besucht. Das lässt die ­Familie wieder innehalten im sonst so hektischen Advent. MM

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So können auch Sie mitmachen Initiative starten: Auf Face­ book, ­Instagram, Twitter oder im privaten Umfeld verkün­ den, dass man einen «um­ gekehrten Adventskalender» organisiert. Verteilen: Vorzeitig abklären, wer die Gaben abnimmt und verteilt, sei es einzeln oder mehrere auf einmal. Abnehmer finden: Das ­können Hilfswerke sein, ­Suppenküchen, Quartier­ vereine. Im Zweifelsfall bei der Gemeinde anfragen. ­Einzelne Kirchgemeinden ­organisieren selber etwas Ähnliches und freuen sich, wenn man sich beteiligt.


30 | 9.12.2019 | WETTBEWERB

Augen auf für Eule Mimi

Mehr Mimi-Bilder migros.ch/ migrosmagazinwettbewerb

Kleine Künstlerinnen und Künstler haben den Star aus dem Migros-Weihnachtsspot gezeichnet oder gebastelt. Im Mimi-Wettbewerb erhalten drei Gewinnerinnen eine Geschenkkarte im Wert von 100 Franken. Doch hier und online gibt es weitere Kunstwerke zu bestaunen.

Die Gewinnerinnen

Julia Drollinger (7), Starrkirch-Wil SO

Lars Bühler (6), Neukirch an der Thur TG Anna Heller (6), Untersiggenthal

Larina Egi (7), Basel Malu Kägi (9), Zürich

Hannes Schnyder (7), Luzern

Larissa Grogg (8), Lostorf SO

Nora Vollenweider (10), Andwil SG

Imara Schumacher (9), Buttwil AG


Aktionen gültig bis 31.12.2019

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32 | 9.12.2019 | MEINE MIGROS

Mimis Abenteuer

Gerade als die kleine Eule Mimi und ihre Eltern am Frühstücken sind, werden sie durch ein lautes «Krawumm» erschreckt. – «Was kann das denn gewesen sein?», fragt der Vater, und schon stürzt Mimi zum Fenster: «Oh nein! Die alte Tanne auf der Lichtung ist umgekippt», berichtet die kleine Eule. Schon lange haben Mimis Eltern befürchtet, dass

der Baum wohl bald umfallen könnte. Einfach, weil er so alt und morsch ist. Und nun, mit dem ganzen Schnee und dem starken Wind, ist es passiert. Es dauert keine fünf Minuten, da klopft es auch schon an der Tür. Es ist Mimis Freundin Evi, das Eichhörnchen. «Hallo Mimi. Komm schnell, wir sehen uns die umgefallene Tanne mal näher

an. Edi und Lou sind schon da und warten auf uns.» «Ihr seid ja mal wieder schnell unterwegs!», meint die Mutter, und schon sind Evi und Mimi weg. Als sie beim umgekippten Baum ankommen, flattern ­einige Vögel aufgeregt herum und andere stehen auf dem ­Boden und betrachten die alte Tanne traurig. «Schaut euch das mal an», begrüsst sie Edi der Fuchs. «Ich wusste gar nicht, dass da noch so viele Vögel auf diesem Baum gewohnt haben.» Gerade als er das sagt, kommt eine kleine Tannenmeise vorbei­ geflogen und setzt sich zu ihnen. «Ist dieser Baum dein Zu­hause?», fragt Mimi die Tannenmeise. «Ja. Meins, das meiner Eltern und noch von ein paar anderen Vogelfamilien», antwortet die kleine Meise. Und nach einem kleinen Moment der Stille redet sie weiter. «Wir wussten ja, dass der alte Baum irgendwann um­ fallen könnte. Aber ausgerech­ net jetzt, im Winter!» «Hattet ihr denn in dem Baum all eure Sachen und das Futter für den Winter?», fragt Mimi die Tannenmeise. «Ja. Aber so wie der Baum gefallen ist, kommen wir da nicht mehr ran. Und neues Futter im Winter

zu suchen, ist schwer. Schon jetzt haben nicht alle Vögel ­genug», meint die Meise. Der kleinen Eule tun die ­Vögel leid. «Wir können doch helfen!», meint sie auf einmal freudestrahlend, und da kommt ihr auch schon eine Idee. «Wisst ihr was? Wir basteln eine Futter­ station, an die jeder Vogel leicht fliegen kann, wenn er Hunger hat. Und wir bitten einfach alle Vögel des Waldes, ein bisschen von ihrem Wintervorrat abzu­ geben. Das tun wir dann in die Futterstation. So haben alle ­genug.» Schnell laufen, springen und fliegen sie zu Mimi nach Hause. Dort basteln sie aus einer alten PET-Flasche, zwei Kochlöffeln und einer Schnur eine Vogelfut­ terstation. «Das sieht doch super aus!», freuen sie sich und ma­ chen sich auf den Weg, um von allen aus der Nachbarschaft ein bisschen Wintervorrat zu ­bekommen. Und alle Tiere ge­ ben gern ein wenig ab, um den Vögeln in Not zu helfen. Als Mimi, Evi, Edi und Lou die gut gefüllte Vogelfuttersta­ tion aufgehängt haben, kommen viele Vögel herbeigeflogen. Nicht nur die hungrigen, sondern auch die, die etwas von ihrem Winter­

Bilder: zVg

In der dritten Geschichte baut die kleine Eule Mimi mit ihren Freunden eine Futterstelle für Vögel. Wer gerne bastelt, sammelt beim Einkaufen in der Migros bis 24. Dezember Sticker und tauscht das volle Sammelheft gegen eine Bastelbox ein.


MEINE MIGROS | 9.12.2019 | 33

Mimis Abenteuer

vorrat gegeben haben. Gemeinsam freuen sich alle, dass sie füreinander da sein können und kein Vogel Hunger leiden muss. «Da kannst du mal sehen, wie viel Freude es bringt, anderen zu helfen», lacht die kleine Eule Mimi zufrieden, und die vier Freunde freuen sich über ihre gute Tat.

Nächste Woche folgt ein weiteres Abenteuer der kleinen Eule Mimi.

So einfach gehts Bis zum 24. 12. ­erhalten Sie pro Einkauf von Fr. 20.– in jedem M ­ igros Supermarkt und auf LeShop ­einen S ­ ticker – maximal 15 Sticker pro Einkauf. Das volle Sammelheft (20 Sticker) können Sie beim nächsten Einkauf ­gegen eine der fünf MimiBastelboxen eintauschen.

Mimis Abenteuer zum Ausdrucken, ­Video-Anleitungen zu den Bastelboxen, tolle Ideen zur weiteren Verwendung der Verpackungsbox und viele weitere Basteltipps auf migros.ch/bastelboxen

Die Vogelfutterstelle Wenn du auch eine Vogelfutterstelle basteln möchtest, brauchst du dazu nur eine PET-­ Flasche, zwei Kochlöffel, einen Folienstift, eine Schere, einen Faden, ein kleines ­Stöckchen und natürlich Vogelfutter.

1

Nimm dir eine PET-Flasche, entferne die Aufkleber und reinige die Flasche. Danach malst du den Umfang eines Kochlöffelstiels mit Folienstift auf die Flasche. Dies machst du zweimal. Einmal etwas weiter unten und einmal versetzt etwas darüber.

Schneekugel - Zauberhafte Mimi-Glitzer-Kugel

Eulenkostüm – Magische Verwandlung

2 Danach schneidest du die aufgemalten Kreise mit einer Schere aus. Auch auf der jeweils gegenüberliegenden Seite schneidest du Löcher in die ­Flasche. Diesmal etwas grösser – ­unten flach und oben mit einem Bogen (Bild), damit die Vögel dort die Körner rauspicken können. Jetzt ­passen die Kochlöffel in die Fasche.

3 Jetzt solltest du die Kochlöffel erst mal wieder herausnehmen. Dann bohrst du in den Boden der PET-Flasche und in den Schraubverschluss jeweils ein Loch. Lass dir dabei am besten von ­einem Erwachsenen helfen.

Fernrohr – Spannendes Entdeckerset

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4 Fädle die Schnur durch das Loch im Deckel und im Flaschenboden. Unter dem Flaschenboden knotest du die Schnur um ein Stöckchen. So kann die Schnur die Flasche halten. Oben, über dem Verschluss, machst du aus der Schnur eine Schlaufe, damit hängst du die Vogelfutterstelle auf.

5 Dann schiebst du die Kochlöffel wieder in die Löcher und kannst nun die Flasche mit Vogelfutter füllen. ­Danach verschliesst du die Flasche und hängst die Futterstelle an der Schlaufe an einen Baum oder auf dem Balkon auf. Möglichst so, dass sie nicht nass wird.

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In 19 Ländern stehen rund 250 Frauen und Männer im freiwilligen Auslandeinsatz. Als Angehörige der Schweizer Armee leisten sie einen Beitrag zum Frieden in Gebieten, die von Konflikten und Kriegen geprägt sind. Verantwortlich für die Umsetzung des Armeeauftrags «Friedensförderung im internationalen Rahmen» ist das Kompetenzzentrum SWISSINT in Stans-Oberdorf.

Kommando Operationen Kompetenzzentrum SWISSINT I1 Personal Kasernenstrasse 4 6370 Stans-Oberdorf Tel.: 058 467 58 58 rekr.swissint@vtg.admin.ch

Laufend rekrutiert das Kompetenzzentrum SWISSINT freiwillige Personen für verschiedene Missionen im Ausland. Interessierte Frauen und Männer können sich beim Kompetenzzentrum SWISSINT für einen Auslandeinsatz im Armeeauftrag Friedensförderung der Schweizer Armee bewerben. Informationen zur Bewerbung sowie zu den Missionen und Einsatzgebieten finden Sie unter: www.peace-support.ch

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KOLUMNE | 9.12.2019 | 35

Bastelwahn 1, 2 oder 3? Das Lieblingsfach des Grossen ist Handarbeit. Was er dort lernt, lebt er zu Hause aus. Da ich nicht so die Bastelqueen bin, spielt mir das in die Hände. Ich besorge die Materialien, er setzt um. Seine neueste Leidenschaft gilt dem Fingerstricken. Routiniert ­wickelt er drei Stränge Garn um seine Finger und legt los. Im Nu bilden sich farbige Bändel. Die ersten Werke fallen unter die Kategorie Schmuck, denn sie

muten an wie ein Hybrid aus Kette und Schal. Bald schon hat er flauschige Accessoires für die ganze Familie produziert. Je mehr er strickt, desto schneller wird er und desto länger werden seine Erzeugnisse. Die neueste Kreation ist rund acht Meter lang, und er denkt nicht ans Aufhören. Ich frage ihn: «Was wird das?» Er antwortet euphorisch: «Damit können wir unseren Christbaum einhüllen!» – Und jetzt? MM

2   Ich ermutige ihn, damit sein Hochbett für den Winter einzupacken. 3   Coole Idee! Das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude hätten das Projekt

nicht besser (und günstiger) umsetzen können.

Monica Müller (45) hat zwei ­Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 1: Der Götti schätzt Basteleien grundsätzlich sehr. Allenfalls wird er sich über die Grösse seines Geschenks wundern. Ich aber finde: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

1   «Das wäre doch ein tolles Weihnachtsgeschenk für den Götti», sage ich.

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GENUSS | 9.12.2019 | 37

Husten? winterfit

Produkt der Woche Schoggi am Bändel Einst schmückten den Christbaum Äpfel – als Zeichen der Vertreibung aus dem Paradies. Später hängte man sehr zur Freude der Kinder Süssigkeiten an den Baum. Heute ziert Baumschmuck aus Schokolade auch Gestecke und Geschenke.

1474 Illustration: Felice Bruno; Bilder: Getty Images, iStock, zVg

wurde der Christstollen aus Dresden erstmals schrift­ lich erwähnt – als Festtags­ gebäck ohne Butter.

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Kübelpflanzen winterfest machen Auch winterharte Kübelpflanzen profitieren in der kalten ­Jahreszeit von zusätzlichem Schutz. Da sie über ihre Blätter Wasser verdunsten, gilt es vor allem, ein Austrocknen zu ­ver­hindern. Ist nämlich die Topferde gefroren, wird der ­Wassertransport zum Blatt unterbrochen. Deshalb: Töpfe mit Luftpolsterfolie oder Jute umwickeln, die Pflanze falls nötig mit Flies. Flies ­eignet sich gut, weil es anders als ­Plastik das Kondensieren vermeidet. Bei Bedarf an ­ frostfreien Tagen giessen.

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MEINE MIGROS | 9.12.2019 | 39

Genuss schenken Pralinés gehören zu den beliebtesten Weihnachts­geschenken. Dank der grossen Auswahl an Sorten findet jeder Schoggiliebhaber das Passende: Die einen freuen sich besonders über die fünf beliebtesten Klassiker der Pralinés Prestige Création Exquises, die anderen liebäugeln mit den neuen Truffes Liqueur in den Geschmacks­ richtungen Cherry Brandy, Cointreau und Rum. Dritte bevorzugen die Pralinés du Confiseur Advent, vierte die beliebten Pralinés Prestige. Am besten kauft man mehrere: um sie zu verschenken, zu teilen oder sich selbst die Weihnachtszeit zu versüssen.

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GENUSS | 9.12.2019 | 41

Einfach edles Ofenglück

Coquelets sind leicht zuzubereiten und eine gute Alternative zu grossem Federvieh, das meist mehrere Stunden im Backofen garen muss. Die gewürzten Mistkratzerli werden mit Kartoffeln, Zwiebeln und Orangen knusprig gebraten. Rezept: Andrea Pistorius

Bild: MGB Fotostudio, Styling: Feride Dogum

Coquelets sind kleine Hühner, die nicht mehr als 750 Gramm wie­ gen. Sie werden auch als Mistkrat­ zerli bezeichnet.

Orangen harmonieren gut mit Huhn und geben dem Gericht eine frische Note.

Pesto rosso Die Paste aus getrock­ neten Tomaten sorgt für viel Würze.

Feine Weihnachtsrezepte migusto.ch/weihnachten

Coquelets mit Orange und Pesto rosso Zutaten für 4 Personen 700 g kleine Kartoffeln, z. B. blaue oder Raclette- Kartoffeln 4 rote Zwiebeln 2 Orangen 3 EL Pesto rosso 4 EL Olivenöl 2 Coquelets (Mistkratzerli) Salz ½ Bund Thymian

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Kartoffeln und Zwiebeln je nach Grösse längs halbieren oder vierteln. Hälfte der Orangen in Scheiben schneiden. Von restlicher Orange wenig Schale abreiben, Saft auspressen. Orangenabrieb und -saft mit Pesto rosso und Olivenöl mischen. Die Coquelets rundum mit der Marinade einreiben und mit Salz würzen. Etwas Marinade, einige Orangenscheiben und Thymianzweige in die Bauchhöhlen geben.

2. Restlichen Thymian sowie Orangenscheiben, Kartoffeln und Zwiebeln in einen grossen Bräter legen. Mit restlicher Marinade und Salz würzen. Die Coquelets darauflegen, in der unteren Ofenhälfte während ca. 35 Minuten knusprig braten.

Zubereitung ca. 20 Minuten  Einsteiger + ca. 35 Minuten braten Preis: gehoben

Pro Person ca. 36 g Eiweiss, 30 g Fett, 42 g Kohlenhydrate, 2550 kJ/610 kcal


42 | 9.12.2019 | MEINE MIGROS Aktion 20 % auf alle Apéro-Getränke der Marke Apéritiv

Entspannt anstossen Wenn Gäste kommen, hat man alle Hände voll zu tun. Immerhin mixen viele Gäste ­ihren spritzigen Drink aber gern gleich selbst. Warum also nicht einfach die ­Anleitung und die Zutaten auf einem ­Servierwagen oder Tablett bereitstellen? Mit dem Apéritiv-Sortiment von Aproz geht es spielerisch leicht. Die Basisgetränke ­ ­sorgen mit wenigen frischen Beigaben für kreative Kombinationen. Vor allem können so alle zusammen das Glas auf einen ­gelungenen Abend heben.

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Apéritiv Ginger Ale, 6 × 1 Liter * Fr. 5.75 statt Fr. 7.20 * in grösseren Filialen

Zwei Serviertipps: Für einen Apfeldrink den ­Apfelsaft und wenig Zimt in einem Glas verrühren. Mit E ­ iswürfel und Tonic Water ­auffüllen. Die Apfelschnitze und die Thymianzweige beigeben und servieren. Das Ginger Beer mit Limettensaft, Mineralwasser und Eiswürfel servieren. Ein Limettenschnitz dient als Deko.

Bild und Styling: Veronika Studer

Apéritiv Bitter Lemon, 6 × 0,5 Liter * Fr. 5.25 statt Fr. 6.60


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STADT, LAND, STUTZ | 9.12.2019 | 55

Illustration: Rinah Lang

Mein neuer Freund Ich habe einen neuen Föhn. Also eigentlich ist es eine Rundbürste mit Einsteckkabel, ­ aus der Föhnluft weht. Richtig angewendet, entstehen dadurch schöne Zapfenlocken im Haar. Völlig langweilig, finden Sie? Da sind Sie anderer Meinung als meine Chefs. Nachdem ich den Föhn in der vergangenen Woche zum ersten Mal ausprobiert habe, fragt der eine: «Du hesch e neui Frisur, gäll?» – «Ja, es bitzeli l­ ockiger», antworte ich. Er hakt nach: «Lockestab?» – «Nein, nein, eifach en neue Föhn.» Daraus entwickelt sich ein viertelstündiges Gespräch über Frisuren und ­Föhne im Allgemeinen und über meine Frisur und meinen neuen Föhn im Speziellen. Bald gesellt sich noch ein anderer Chef dazu.

Lisa Stutz (26) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

Ein weiterer Chef doppelt ein paar Tage später nach. Im Lift fragt er: «Hesch übers Wuchenend en Zopf treit?» Ich verneine und erkläre: «Ich han en neue Föhn. De macht

Locke.» Er schaut mich ganz verdattert an. «Was isch?», frage ich, nun ebenfalls verwirrt. «Din noie Frönd macht Locke?» Oh weh. «Föhn, ned Frönd», kläre ich belustigt auf. ­ Es folgt ein weiteres Gespräch, in dem ich ­interessierte Fragen zur Funktion meines neuen Haargeräts beantworte. Ich verwende den Föhn nun schon seit ­Tagen und werde im Büro noch immer auf meine Frisur angesprochen. Folgende Einsichten steigen in meinen überhitzten Kopf: 1. Die Wörter «Föhn» und «Frönd» sollte man wegen Verwechslungsgefahr immer ganz deutlich aussprechen. Etwa wenn man fragt, ob man den Freund auch zur Party mitbringen dürfe. Oder wenn man erzählt, dass man gerne mit dem Freund baden gehe. 2. Männer merken offenbar doch, wenn sich auf dem Kopf ihres Gegenübers etwas verändert. 3. Ich habe verdammt viele Chefs. ­MM

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GESUNDHEIT | 9.12.2019 | 57

1

Wandern für Mailänderli Sie sind die beliebtesten Weihnachtsguetzli der Schweiz. Deshalb verhindern wir das Ansetzen von Hüftgold mit der hierzulande beliebtesten Bewegungsart: Wandern. Pro Stück (60 Kilokalorien) geht es 17 Minuten zu Fuss an die frische Luft. Vorschlag: ein Mailänderli zu Hause geniessen. Dann an einen Weihnachtsmarkt ­spazieren. Dort gibts in geselliger Runde ein zweites. Wieder nach Hause gehen.

500 Stufen für ein einziges Guetzli

Guetzli sind fatal für die schlanke Linie. Aber ohne ist der Advent nur halb so schön. Dann doch lieber Kalorien verbrennen als v­ erzichten. D ­ afür muss man noch nicht mal ins Fitnessstudio.

Bild: MGB Fotostudio; Styling: Salome Schwitter

Text: Silvia Schütz

3 iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

2

Staubsaugen für Brunsli Zusammen mit Mailänderli und Zimtsternen gehören Brunsli zum Guetzlipflichtprogramm im Advent . Die feinen Zuckerkristalle, die sie schmücken, rieseln beim Verzehr ­gerne zu Boden. Konsequenterweise stürzen wir uns auf den Staubsauger, um das Brunsli abzuarbeiten. Pro Stück (60 Kilokalorien) sind 14,4 Minuten staubsaugen nötig. Vorschlag: Jeder Gast, der ein Brunsli isst, schenkt dem Gastgeber pro ­verzehrtem Stück eine Viertelstunde staubsaugen im kommenden Jahr.

4 Joggen für Zimtsterne Ein Klassiker! Da die Originale im Freien am Himmel leuchten, verlieren wir die Energie des Zimtsterns draussen während einer Joggingrunde. Pro Stern (60 Kilokalorien) rennen wir sieben Minuten mit 7 km/h. Vorschlag: rauf auf die nächste Erhöhung und Ausschau halten nach dem Weihnachtsstern … wer weiss! Danach wieder zurücktraben in die warme Stube.

Treppensteigen für Vanille-Eulen Vanille-Guetzli im Eulendesign sind ­ so süss und fein, dass sie einem fast ­unbemerkt in den Mund fliegen. Wollen wir den Greif­vögeln in der freien Wildbahn näherkommen, müssen wir hoch hinaus. Also kompensieren wir die ­aufgenommenen Kalorien mit Treppensteigen. Pro Eule (50 Kilokalorien) stehen 500 Treppenstufen auf dem Programm. Vorschlag: Weihnachten in Köln ver­ bringen und den Kölner Dom mit 533 Tritten erklimmen. Vielleicht sieht man im Turm sogar eine Schleiereule? Diese nisten oft in Gebäuden und Kirchtürmen.

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58 | 9.12.2019 | FROHE WEIHNACHTEN

«Wo Familie ist, gibt es Reibereien – das ist einfach so»


FROHE WEIHNACHTEN | 9.12.2019 | 59

Weihnachten ist das Familienfest schlechthin, für viele jedoch das Fest des grossen Familienkrachs. Die Psychologin Barbara Beckenbauer gibt Tipps, wie man das verhindern kann. Text: Ralf Kaminski, Lisa Stutz  Illustration: Veronica Dall’Antonia/Figarophoto Bild: Cyrill Krähenbühl

W

eihnachten ist das Fest der Liebe, die ganze Familie kommt zusammen, man ­umarmt sich, die Stimmung ist harmonisch … oder? Das ist die grosse Hoffnung – es ist eine der typischen Erwartungen, die man an Weih­ nachten hat. Und das ist ja schön, aber auch ein Risiko. Wenn die Realität zu stark von den hohen Erwartungen abweicht, ist das ein Nährboden für Konflikte. Erwartungen ­müssen im Vorfeld gut gemanagt werden. ­Idealerweise weiss man, was einem wirklich wichtig ist und was gar nicht geht, und stimmt das rechtzeitig mit dem eigenen Partner und der Familie ab. Vor dem Feiern erst mal verhandeln? Genau. Ich selbst zum Beispiel habe Weih­ nachten als Kind immer als sehr schön ­erlebt, von dort auch gewisse Traditionen mitgenommen. Und ich habe das Glück, dass mein Mann kein Weihnachtsmuffel ist, ­sondern sich daran erfreut. Aber er ist Eng­ länder, und ihm ist deshalb wichtig, dass die Geschenke am 25. morgens ausgepackt ­werden, was für mich ungewohnt war, aber in Ordnung ist. Es gibt Familien, bei denen einer der Partner gar nichts mit Weihnach­ ten anfangen kann, da wird das Verhandeln komplizierter, ist aber umso wichtiger. Also ist Kompromissbereitschaft gefragt? Ja, man einigt sich dann zum Beispiel darauf, es dieses Jahr so zu machen, wie sie es ­möchte, und im folgenden Jahr dann so, wie er es möchte. Oder man beschränkt die Fa­ milienfeier auf drei Stunden. Oder trifft sich am 24. nur im engsten Kreis und macht dafür am 25. und 26. Treffen mit Teilen der Fami­ lie, wo die Beziehungen weniger eng oder harmonisch sind. Das Schlimmste, was man machen kann, ist, alles passiv auf sich ­zukommen zu lassen, in der Hoffnung, es gehe dann schon irgendwie gut. Im Grunde gilt das für alles im Leben. Gewisse Traditionen oder Erwartungen sind aber vielleicht nicht verhandelbar. Auch da findet sich meist eine Lösung. Wenn der eine meint, Weihnachten ohne Geschenk gehe gar nicht, derweil der andere sich über die alljährliche Konsumorgie nervt, kann man sich vielleicht auf einen Gutschein für ein edles Znacht einigen. Ein gewisses Ent­ gegenkommen braucht es natürlich – pas­ siert das nicht, ist die Enttäuschung gross, was das Risiko für Konflikte erhöht. Ganz

wichtig: All das muss früh genug dis­ kutiert werden und nicht erst am 23. im grössten Vorbereitungsstress. Manchmal entstehen Konflikte aber spontan, während des Treffens, trotz aller Absprachen. Klar, wo Familie ist, gibts Reibereien. Das ist einfach so. Dann muss man ­improvisieren. Innere Flexibilität hilft in so einer Situation sehr, man muss versuchen, kreativ das Beste daraus zu ­machen. Ein Mensch verändert sich nicht, nur weil Weihnachten ist. Es gibt den schwierigen Onkel, der mit seinen Sprüchen gern für Streit sorgt, und die Single-Tante, die sich jedes Jahr erneut darüber ärgern muss, dass irgendwer sie fragt, wann sie endlich einmal jemanden mitbringe. Aber auch das weiss man im Voraus und kann sich überlegen, wie man es entschärfen könnte. Etwa indem man sich vom schwierigen Onkel nicht in ein Gespräch verwickeln lässt. Kann man den schwierigen Onkel auch einfach nicht einladen? Das lässt sich schwer pauschalisieren. Besser wäre vielleicht die Lösung, mehrfach zu feiern – so ist er nicht vor den Kopf gestossen, aber kein Risko­ faktor mehr für die Hauptfeier am 24. Weshalb entladen sich gerade an Weihnachten so oft Konflikte? Es ist das Familienfest in unserer Kul­ tur. Und deshalb oft mit enormen ­Erwartungen und entsprechendem ­Enttäuschungspotenzial befrachtet. Es kommen meist besonders viele Familien­ mitglieder zusammen, was das Risiko für Spannungen erhöht. Familie ist nie nur Friede, Freude, Eierkuchen – Fami­ lie heisst: Wir versuchen es trotzt allem. Kein Fest ist so sehr geeignet wie ­Weihnachten, um sich in Liebe und ­Toleranz zu üben. Bei vielen Familien läuft das Weihnachtsfest jedes Jahr ähnlich ab – Konflikte entstehen dann eher aus den Gesprächsthemen als aus der Zusammensetzung. Hilft es, wenn man sich zu Beginn darauf einigt, heikle ­Themen wie Politik auszuklammern? Ach, Politik bringt vielleicht etwas ­Pfeffer in die Runde. Und wir sind hier zum Glück nicht so polarisiert wie in


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FROHE WEIHNACHTEN | 9.12.2019 | 61

den USA oder England, wo man die Themen Donald Trump und Brexit an Familien­ zusammenkünften wohl wirklich besser ­vermeidet. Generell scheinen mir persön­ liche Dinge heikler als Sachthemen, etwa ein ­Geschenk zu kritisieren oder die Erziehungs­ methoden anderer Eltern. Letzteres macht man generell besser nicht – und schon gar nicht am Weihnachtsabend. Aber was, wenn der Greta-Teenager mit dem Blocher-Grossvater zu zanken beginnt? So was gehört doch zur Familie. Und man­ che allzu steife Zusammenkünfte werden dadurch vielleicht belebt. Mein englischer Mann findet immer, dass wir Schweizer an Weihnachten wahnsinnig steif und ­humorlos sind, damit hat er schon nicht ganz ­unrecht. Am besten schickt man den Perfektionismus an Weihnachten in die ­Ferien – für sich selbst und als Anspruch ­gegenüber anderen.

Psychologin und Coach Barbara Beckenbauer (49) hat eine eigene psycholo­ gische Praxis in Zürich. Sie berät und coacht Menschen in allen Lebens­ lagen, insbesondere bei Krisen. Zudem schreibt sie regelmässig über psycho­logische Themen. Beckenbauer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Weitere Infos: barbarabeckenbauer.com

Was macht man, wenn einen ein Familienmitglied derart ärgert, dass man fast ­explodiert? Welche Methoden gibt es, um nicht auszurasten? Aus der Situation rausgehen, auf den Balkon raus, in der Küche helfen, kurz einen Spazier­ gang machen. Und sich überlegen, was man präventiv tun könnte, um das nächste Mal nicht wieder in die gleiche Situation zu gera­ ten. Denn ändern wird sich diese Person ziemlich sicher nicht. Letztlich muss man die psychische Reife entwickeln, eine gewis­ se Diskrepanz und Dissonanz auszuhalten. Weihnachten und Familie bietet immer ­beides: schöne und stressige Momente. ­Damit muss man umgehen lernen. Man muss schwierige Situationen also auch mal aushalten können? Genau. Und je besser man sich darauf vor­ bereitet, desto eher klappt es. Es kann sogar ansteckend auf andere wirken. Vielleicht können die Ausfälle des mühsamen Onkels dann plötzlich lustig sein. Denn es geht doch darum, miteinander eine gute Zeit zu ver­ bringen, trotz allem. Wie kommt man zu dieser Haltung? Das Alter hilft – man wird mit der Zeit meist abgeklärter und entspannter. Und man ­sollte sich selbst gegenüber weniger streng und perfektionistisch sein. Etwa indem man ­akzeptiert, dass man gewisse Dinge nicht so gut kann. Wer sich selbst mit mehr Liebe und Toleranz begegnet, kann das auch ande­ ren gegenüber. Das fängt bei kleinen Dingen an, etwa, dass man nicht das Gefühl hat, die Wohnung putzen zu müssen, bevor Gäste kommen. Dann rümpft die Schwiegermutter halt ein bisschen die Nase. Was solls. Dafür hatte ich keinen Stress.

Das klingt vernünftig und rational. Aber dann ist Weihnachten, man trinkt ein paar Gläser Wein, und alle Vorsätze sind dahin. Alkohol kann in so einer Situation tatsäch­ lich problematisch sein, zurückhaltend ­genossen aber auch dazu beitragen, die Situa­tion besser auszuhalten. Man kann dann vielleicht eher über einen blöden Witz ­lachen. Aber jeder muss für sich selbst einschätzen, wo die Grenze liegt. Wäre es manchmal sogar besser, den Streit laufen zu lassen? Vielleicht entlädt sich dann endlich etwas, das schon lange mal raus musste, und danach ist gut. Ja, aber nicht am Weihnachtsabend. Das würde mit ziemlicher Sicherheit auch die nächsten Weihnachten nicht verbessern –

«Vielleicht kann der mühsame Onkel plötzlich lustig sein.» Barbara Beckenbauer Psychologin

ausser Sie planen, mit dieser Person nie ­wieder das Christfest zu feiern ( lacht). Wenn es so schlimm ist, dass Sie es gar nicht aushalten, wirklich lieber gehen. Für einen Bereinigungsversuch ist es der falsche Zeit­ punkt, damit würden Sie sich und anderen den Abend verderben. Machen Sie so was besser im August. Was, wenn zwei andere sich heftig ­streiten? Wie kann ich eingreifen? Wenn es ein aktiver Streit ist, dann deeska­ lieren. Versuchen, die beiden zu trennen oder den Streit auf die Metaebene zu holen und sie daran zu erinnern, dass die Familie zusammengekommen ist, um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Aber das ist eine wirklich schwierige Situation – ein ­Eingreifen erfordert Know-how und Mut. Gibts besonders heikle Familien­ konstellationen, die ein speziell hohes Streitrisiko in sich bergen? Für Patchworkfamilien ist Weihnachten ­definitiv eine Herausforderung, die im Vor­ feld besonders viele Absprachen und Koor­ dination erfordert. Kleine Kinder finden es meist super, weil sie dadurch mehrmals feiern dürfen und viele Geschenke bekommen,


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FROHE WEIHNACHTEN | 9.12.2019 | 63

aber von allen anderen ist viel Offenheit und Flexbilität nötig. Wann und wie versöhnt man sich am ­besten? Sofort, noch am gleichen Abend, auch wenn das vielleicht nicht leicht ist. Aber sonst setzt es sich nur unnötig fest. Dann lieber einen Schritt machen und sich entschuldigen, dabei fällt einem kein Zacken aus der Krone. Und wenn es grössere, wiederkehrende Konflikte sind, muss man die halt angehen. Notfalls holt man sich eine Fachperson hinzu. Das ist in der Regel kein monatelanger Prozess, ­sondern braucht zwei, drei Sitzungen. Am besten schon im Sommer, damit es an Weihnachten bereinigt ist? Genau, oder vielleicht besser schon im ­Frühling. Diese Vorstellung der perfekten, ­harmonischen Weihnachtsfeier wird

auch von den Medien und den sozialen ­Medien gefördert. Wie kann man sich dem entziehen? Das ist nicht leicht, aber auf diesem Weg ­haben sich auch Alternativen verbreitet: ­Feiernde etwa, die sich am Weihnachtsabend alle in ihre Pyjamas werfen, Pizza bestellen und zusammen gemütlich einen Film schauen. Und es ist heute auch völlig okay und s­ ozial akzeptiert, Weihnachten anders zu feiern. Der Druck zum Hochhalten von Traditionen hat stark nachgelassen. Viele Junge mixen das auch, erst feiern sie traditionell Weihnachten mit der Familie, dann gehen sie mit Freunden an eine Party. Also ruhig mal ein bisschen etwas wagen an Weihnachten? Unbedingt. Kreativ und verspielt sein, mal was anderes machen. Wer sich mit der Konsumorgie schwertut, könnte zum Beispiel in der Gassenküche oder im Schlafbus aushelfen. Das führt viel eher zu einer positiven, berei-

chernden Erfahrung, als sich drei Tage zu Hause einzuschliessen und sich von allem Weihnachtlichen abzuschotten. Haben Sie Streitigkeiten unterm Weihnachtsbaum schon persönlich erlebt? Nein, eigentlich nicht. Aber ich habe ziemlich steife Feiern erlebt. Als Kind habe ich den eher traditionellen Zugang meiner Eltern ­geliebt, in der Teenagerzeit wurde es dann schwieriger. Es gab auch Phasen, in denen ich Weihnachten stattdessen mit Freunden ­verbracht habe. Jetzt, als Mutter, ist es wieder traditioneller geworden. Wobei meine Schwiegereltern grosse Tierschützer und mittlerweile Veganer sind – also koche ich jetzt vegane Weihnachtsmenüs und finde das ziemlich toll. Stattdessen hätten Sie auch streiten und auf der Weihnachtsgans bestehen können. Genau, aber wozu? Es ist ein Kompromiss, aber einer, der bei allen gut ankommt. MM

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«Warum gibt es eigentlich kein

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«Gemüse und Früchte haben Rundungen, weil eigentlich die ganze ­Natur rund ist. Das liegt erstens an der Entstehung der Pflanze, also am Samen: Wenn dieser wächst, teilen sich die Zellen, und die neuen Zellen hängen sich aussen an die, die schon da sind. Das ergibt eine runde Form. Zweitens hält eine Haut die Frucht ­zusammen, und wenn diese Rundungen hat, verteilt sich der Druck von ­innen gleichmässiger auf die Haut. Wenn die Frucht eckig wäre, wäre der Druck an einer Kante grösser als auf der Fläche – das Gemüse oder die Frucht könnte platzen. Es gibt aber Ausnahmen: So sieht zum Beispiel ein Rhabarberstängel

Klara (5) aus Au SG

Gemüse?»

eckig aus. Oder Rucola- und Ahornblätter: Sie haben dreieckige Zipfel, aber nur fast.

Hast du auch eine Frage? Schreib an kinderfragen@ migrosmedien.ch

Interessant ist auch: Wenn man ein Gemüse in einem Gefäss wachsen lässt, das nicht viel grösser als das Gemüse ist, nimmt das Gemüse die Form des Gefässes an. Tatsächlich hat man das vor Jahren schon mit Wassermelonen getestet: Man hat sie in engen, quad­ ratischen Gefässen wachsen lassen. Das Ergebnis waren würfelförmige Wassermelonen. Das ist natürlich praktisch, wenn man die Früchte ­stapeln will. Dann braucht man weniger Platz. Aber die Natur hat das gar nicht so vorgesehen.» MM

Diese Frage be­ antwortet Reto ­Neuweiler, Leiter der Forschungsgruppe für Gemüsebau bei der Forschungsanstalt Agroscope. Info: agroscope.admin.ch

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66 | 9.12.2019 | SPRACHKURSE

Blitzschnell in Texas Bild: zVg

Die Klubschule Migros nutzt Zukunftstechnik: Die Teilnehmer eines neuen Englischkurses werden mit Virtual Reality in ferne Länder versetzt. Text: Michael West

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in Schweizer Tourist ­betritt in einem texani­ schen Kaff einen Saloon, setzt sich zwischen aus­ gestopften Bisons an ein Tisch­ chen und bestellt ein Bier. Lange bleibt er nicht allein: Ein Cowboy grüsst ihn mit einem herzlichen «Howdy», nimmt vis-à-vis Platz und will alles über die Ferien­ pläne des Fremden wissen. Diese Szene erleben Teilneh­ mer eines neuartigen Englisch­ kurses der Klubschule Migros hautnah: Dank Virtual-RealityBrillen sitzen sie mitten in der Kneipe; der Cowboy scheint sie direkt anzusprechen. Im Blick­ feld erscheinen jeweils verschie­ dene mögliche Antworten als kleine Texte. Werden sie mit ­einem Controller angeklickt, ­reagiert der Texaner darauf und setzt das Gespräch in seinem urchigen Englisch fort.

«Die Virtual Reality wirkt sehr unmittelbar», sagt Lehrer Jeremy Blanchard (38), der an der Klub­ schule Basel unterrichtet. «Das Sprachtraining ist so viel inten­ siver als etwa bei einem simplen Rollenspiel.» Blanchard war an der Entwicklung des Kurses be­ teiligt, der in der Deutschschweiz und der Romandie angeboten wird. Englisch in vielen Varianten

Das Zielpublikum sind Leute, die ihre Sprachkenntnisse vor einer Ferienreise auffrischen möchten. Die Kursleiter vermitteln auch Grammatik, doch im Vorder­ grund steht das Erleben von ­Alltagssituationen in fremden Städten und Landstrichen. ­Weitere 3-D-Videos versetzen die Teil­nehmer zum Beispiel in einen Tauchshop im australischen Cairns oder in ein Restaurant in Schanghai. «Wir möchten so

auch vermitteln, dass Englisch in zahllosen Varianten gesprochen wird», erklärt Blanchard. «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man auf einer Ferienreise auf ­Gesprächspartner trifft, die büh­ nenreifes Oxford English reden.» Wie verwirrend die Ankunft in einem fremden Kulturkreis sein kann, hat der Englischlehrer am eigenen Leib erlebt: Den grössten Teil seines Lebens hat er im US-Bundesstaat Connecticut und in der australischen Hauptstadt Canberra verbracht. Im Winter 2006 wanderte er wegen der ­Liebe zu seiner heutigen Ehefrau nach Basel aus und war zuerst schockiert über die Kälte und auch den Lärm bei der Fasnacht. Heute fühlt er sich hier zu Hause und versteht inzwischen prob­ lemlos «Baseldytsch». MM Info: klubschule.ch/virtual-reality

Blick durch die VR-Brille: Der Cowboy im ­Saloon erscheint dreidimensional und wirkt real.

Jeremy ­Blanchard hat den Kurs ­mitentwickelt.


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9.12.2019 | 69

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«What a feeling!» Aufregende Tanzszenen, innovative Lichtinstallationen und die berüh­rende Geschichte um einen grossen Traum: In «Flashdance – Das Musical» dreht sich alles um Schweisserin Alex, die Karriere als Tänzerin machen will. Vom

14. bis 19. Januar läuft das Stück am Theater Basel. CumulusKarteninhaber profitieren bei Migros-­ Vorverkaufsstellen und im Cumulus-­ Ticketshop von 20 Prozent Rabatt auf Tickets für 18. und 19. Januar.

Bis die Fetzen fliegen Rührend, witzig, giftig: Das Förnbacher Theater bringt mit dem Klassiker «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» einen fulminanten Ehekrieg auf die Bühne. Text: Moritz Weisskopf

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George (Matthias Klausener) und Martha (Kristina Nel) liefern sich ein bitterböses Duell.

Bilder: zVg

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dward Albee skizziert in seinem Jahrhundertwerk «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» einen bitterbösen Ehekrieg im Kraftfeld unerfüllter Lebensträume, zerstörter Illusionen und absoluter Selbstentblössung am Beispiel des Akademiker-­ ehepaars George und Martha. Eines Nachts empfangen sie spontan Gäste: Nick und Honey. Erst sind die beiden nur Zuschauer

ig el M s Ba

MUSICAL

der bösartigen Demütigungen und Beschimpfungen, lassen sich aber immer mehr in das Spiel der Gastgeber hineinziehen. Je mehr sich die Bar leert, desto bösartiger geht es zu im scho­nungslosen Fight zwischen Martha und George. So kommen die dunkelsten Abgründe, schmutzigsten Geheimnisse und bittersten Lebenslügen ans Licht. Noch bis Juni 2020 ist «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?»

für M-Genossenschafter auf alle Tickets für «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» an den MigrosVorverkaufsstellen

am Förnbacher Theater unter der Regie von Helmut Förnbacher zu sehen – mit Kristina Nel, Matthias Klausener, Falk Döhler und Noemi Schaerer in den Haupt­rollen. Migros-Genossenschafter pro­ fitieren von vergünstigten Tickets für alle Vorstellungen. MM Spieldaten und weitere Infos: foernbacher.ch

COMEDY

Wahrhalsig lustig Jedes Jahr im August spielt sich am Nachthimmel ein fulmi­ nantes Spektakel ab. Unzählige Sternschnuppen ziehen die Schlaflosen in ihren Bann und ver­ leiten selbst den aufgeklärtesten Geist zu einem Wunsch. Doch was wünschen? Gerechtigkeit für alle? Geld für eine neue Gusseisenpfanne? Oder die Erfüllung eines Kindheitstraums? Wahrheit, oder reicht es nicht schon, dass einem die anderen glauben? Der Appenzeller Komiker Simon Enzler (Bild) stellt diese Fragen in seinem Programm «Wahrhalsig», bis am Schluss nur eine Antwort übrig bleibt: Nicht alles, was wahr wird, war gewünscht. Am 16. Januar und 4. April ist Simon Enzler mit «Wahr­ halsig» im Theater ­Tabourettli zu Gast. Für Migros-Genossenschafter gibt es 15 Franken Rabatt auf die Tickets, erhältlich an der Theaterkasse oder im Onlineshop fauteuil.ch, Codewort «Enzler_Migros».


70 | 9.12.2019 | MIGROS BASEL

Unter Kolleginnen und Freunden Am traditionellen Pensionierten-Weihnachtsessen trafen sich auch in diesem Jahr rund 500 ehemalige Mitarbeitende zu Speis, Trank und Unterhaltung. Ein Rückblick auf einen stimmungsvollen Abend. Text und Bild: Moritz Weisskopf

GARTEN

O Tannenbaum Weihnachten naht, und damit auch die Zeit, in der man die Wohnung festlich dekoriert. Traditionellerweise darf da der Tannenbaum nicht fehlen. Bei der Migros Basel gibt es ihn frisch und in acht ver­ schiedenen Grössen, darunter auch Exemplare mit dem Label «Aus der Region.». In folgen-­ den Filialen sind Weihnachts­ bäume erhältlich: Aesch, Birsfelden, Breitenbach, Bubendorf, Claramarkt Basel, Dornach, Eglisee, Ettingen, Gartenstadt Münchenstein, Gelterkinden, Gorenmatt Binningen, Laufen, Liestal, Lutzert Muttenz, Mischeli Reinach, Moutier, MParc Dreispitz Basel, Neu­weiler, Oberwil, Paradies und Ziegelei Allschwil, Porrentruy, Pratteln, Reinach Zentrum, Riehen, Schönthal, Sissach sowie Migros-Partner Birsig­strasse, Grenzacherweg, Lehenmatt, Zürcherstrasse und Zollweiden.

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or einem Moment war es noch still, doch nun ist der Restaurantsaal in der Betriebszentrale in Münchenstein innert kürzester Zeit gefüllt. Hier ein Händeschütteln, dort eine Umarmung. Lange hat man sich nicht mehr gesehen. Im Saal herrscht eine freundlich-familiäre Stimmung – wie jedes Jahr am traditionellen Pensionierten-Weihnachtsessen. 480 Personen haben sich in diesem Jahr angemeldet.

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Einer von ihnen ist Heinz Gut. Seit fünf Jahren ist er pensioniert, seither hat er den Anlass jedes Mal besucht. «Es ist schön, die Leute wieder mal zu sehen», sagt Gut, während im Hintergrund das Servicepersonal vorbeihuscht und die Vorspeise – gebratenes Lachssteak auf Safranreis – serviert. «Das sind Kontakte, die ich aufrechterhalten will. Manche der Pensionierten treffe ich im Rahmen der Pensionierten-Wandergruppe, aber hier sehe ich nun

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auch wieder die, die noch in der Migros arbeiten.» Auch Mitarbeitende aus Logistik, Informatik, Administration und Werbung kümmern sich an diesem Abend um die Gäste, als würden sie tagtäglich nichts anderes tun. Viele von ihnen sind seit Jahren dabei. Manuela Conrads etwa wurde vor vier Jahren angefragt, ob sie mal aushelfen würde. Inzwischen macht sie jedes Jahr ungefragt mit. «Es macht Spass, hier zu arbeiten», sagt die In-


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4 1 Heinz Gut (blaues Hemd) kennt viele der servierenden Mitarbeiten­ den noch von früher. 2 Informatike­ rin Manuela Conrads hat Freude am Servieren.

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3 Hinter den Kulissen wird das Essen ­vorbereitet. 4 Zur Vor­ speise gibt es gebratenes Lachssteak auf Safranreis.

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5 Werner Ammann, Denis Ginther und Waltraud Roniger (v. l.) freuen sich über das Wiedersehen. 6 «Losed si Frau Küenzi» – Salvo bittet zum Tanz. 7 Top Leistung: Küchenchef David Wit­ wicki und sein Team.

formatikerin, während sie drei Vorspeisen zu den Tischen trägt. «Es ist eine angenehme Abwechslung zum Büroalltag. Zudem sind die Leute sehr ent­ spannt und freuen sich, wenn wir sie bedienen.» Alte Bekannte wiedersehen

Kaum ist die Vorspeise im Magen, geht auch schon das Unterhaltungsprogramm los. Schlagersänger Salvo stürmt die Bühne, und wenige Sekunden später ist der Saal auf den Beinen und schunkelt mit. Für sein bekanntestes Lied, «Losed si Frau Küenzi», mit dem er 1989 die nationale Aus­

scheidung des Grand Prix der Volksmusik gewann, holt er ­sogar noch eine Tanzpartnerin aus dem Publikum auf die Bühne. Die Stimmung im Saal ist gut, dem pflichtet auch Denis Ginther bei. «Ich bin jedes Jahr dabei, die Unterhaltungseinla­ gen sind hervorragend und das Essen auch.» Links und rechts von ihm sitzen zwei «Neulinge». Waltraud Roniger und Werner Ammann wurden erst vor Kur­ zem pensioniert und sind zum ersten Mal dabei. «Es ist schön, wieder alte Bekannte zu sehen, die ein paar Jahre vor uns pen­ sioniert wurden und die man

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lange nicht mehr gesehen hat», sagt Waltraud Roniger und klopft Denis Ginther auf die Schulter. Nach dem Hauptgang – es gibt Königspastete mit Morcheln und Herbsttrom­ peten – beehrt Salvo die Gäste ein zweites Mal. Unterdessen macht die Küchenmann-­ schaft um Chef David Witwicki das Dessert parat. Doch bevor es serviert wird, gibt es nicht nur für Salvo, sondern auch für die Organisa­ tion des Anlasses sowie die vie­ len Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen einen wohlverdienten Applaus. MM

GENOSSENSCHAFTSRAT

Wahlvorbereitung und Logistik Am 12. November traf sich der Genossenschaftsrat der Migros Basel zur 362. Sitzung. Monika Guth, Präsidentin des Genossenschaftsrats, be­ grüsste die Anwesenden und führte durch den Abend. Betreffend Erneue­rungs­ wahlen für die Amtsperiode 2020 bis 2024 hat die Verwal­ tung den Genossenschaftsrat ersucht, sich i­ hrem Wahlvor­ schlag anzuschliessen. Der ­Genossenschaftsrat hat dem Antrag z­ ugestimmt und den Wahl­vorschlag zuhanden der Ur­abstimmung ver­­abschiedet. Rudolf Werdenberg, Präsident der Wahlvorbereitungskom­ mission des Genossenschafts­ rates, wies im Anschluss darauf hin, dass aufgrund von Amts­ zeitbeschränkungen und ­Austritten ein Drittel der Räte den Genossenschaftsrat ver­ lassen werden. Für die 2020 anstehenden Wahlen in den Genossenschaftsrat haben sich weitaus mehr Inte­ ressenten beworben als ­erforderlich. Den Abschluss des Abends machte Pierre Müller, Fach­ bereichsleiter Logistik, mit seinem Referat zum Thema «Die Logistik der Genossen­ schaft Migros Basel». Er zeigte auf, wie die Waren vom Pro-­ duzenten in die Regale der Filialen gelangen und wie Ver­ änderungen im Einkaufsver­ halten Auswirkungen auf die Logistik haben. «Nachhaltig­ keit ist auch in der Logistik ein Schlüsselelement», sagte Mül­ler zum Schluss und präsentierte den Genossen­ schaftsräten einen Plan, wie bis 2030 die gesamte LKW-­ Flotte der Migros Basel auf nachhaltige Antriebs- und ­Betriebstechnologien ­umgestellt wird.


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MIGROS BANK | 9.12.2019 | 75 Contentpartnerschaft

«Libra» ist das Schweizer Finanzwort 2019 Kaum ein Thema hat dieses Jahr die Finanzwelt so stark bewegt wie die Kryptowährung Libra. Eine Jury aus fünf Experten hat den Begriff zum ­Finanzwort 2019 gekürt.

Sie haben entschieden: Zur fünfköpfigen Jury gehören (von links) Schriftsteller Michael Theurillat, Fintech-Unternehmer Adriano B. Lucatelli, Finanz-Professorin Sita Mazumder, ­Thomas Pentsy, Markt- und Produktanalyst der Migros Bank, und finews.ch-­ Gründer Claude ­Baumann.

Bilder: Sabine Rock, Alamy

Das Ziel ist klar: Libra soll zur elekt­ ronischen Vollwährung werden, die weltweit einsetzbar ist. Ob auf dem Smartphone oder dem PC – allen soll es die Digitalwährung ermög­ lichen, unkompliziert Geld zwischen dem Libra-­System und anderen Wäh­ rungen zu tauschen und so rasch wie ­kostengünstig grenzüberschreitende Transaktionen auszuführen. Auch für Einkäufe in Onlineshops und ­Läden soll sie zum Einsatz kommen. Der Start von Libra ist für 2020 ­vorgesehen. Die in Genf ansässige Stiftung «Libra Association» wird die Digitalwährung herausgeben. Hinter der Stiftung steht vor allem der US-Technologiekonzern Facebook. Ähnlich wie Bitcoins beruht Libra auf der Blockchain-Technologie. Im Gegensatz zu anderen Kryptowäh­ rungen soll die neue aber keine ­grossen Kursschwankungen auf­ weisen. Das Zahlungsmittel ist als «Stable Coin» konzipiert, das heisst: Die Libra Association bindet ihren Kurs an einen Korb verschiedener Währungen. Dieser enthält voraus­ sichtlich den Dollar, den Euro, das

Pfund und den Singapur-Dollar. Libra wird vollumfänglich gedeckt sein: Für jede ausgegebene Einheit wird der Währungskorb erhöht, so­ dass der innere Wert der Krypto­ währung stets von entsprechenden «fremden» Devisen a­ bgesichert ist. Ob und wann sich Libra durchsetzt, weiss niemand. Aber die Kryptowäh­ rung hat das Potenzial, die Finanz­ welt umzukrempeln und zu einer neuen globalen Währung zu werden. Die Anzahl potenzieller Nutzer ist enorm. Allein Facebook hat mehr als zwei Milliarden Nutzer.

Libra fordert das bestehende Geldsystem heraus. Daher erstaunt es auch nicht, dass dem Projekt gegen­ wärtig wenig Liebe entgegenschlägt. So zeigen sich Politiker, Notenbanken und Finanzinstitute besorgt über die Pläne des Libra-Konsortiums. Sie ­befürchten unter anderem, dass die Kryptowährung zu schweren oder ­unkontrollierbaren Auf und Abs auf den Devisenmärkten führen könnte. Was ist Ihre Meinung zur neuen elektronischen Währung Libra? ­Diskutieren Sie auf der Website blog.migrosbank.ch mit. MM

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78 | 9.12.2019 | REISEN

Argentinien

Die grössten Wasserfälle der Welt im Regenwald, ein Riesengletscher im eiskalten Süden und viel Europa in der Megacity: Der südamerikanische Staat drei Mal ganz anders. Text: Yvonne Samaritani  Bilder: Loren Bedeli

1. Patagonien – die Weite Die Weite Argentiniens lässt sich besonders im südlichsten Teil des Landes erleben, in Patagonien. Das Steppengebiet, zu dem das Nachbarland Chile seine Südspitze hergibt, zeigt sich im Landeanflug als fast unfassbar grosses Paradies für Lamas, Greifvögel, Füchse, Pferde, Schafe – und die vier Millionen Touristen, die jedes Jahr herkommen, um zu trekken, klettern, fischen oder zu ­spazieren.


REISEN | 9.12.2019 | 79

Die wilde Weite in Patagonien zwischen Steppe und Eis (alle Bilder links). Die 15-Mil­lionenStadt Buenos Aires mit vielen euro­ päischen Einflüssen

Riesige natürliche Duschen: zwei von 275 Wasserfällen im Regenwald von Iguazú

Der Flug von Buenos Aires nach El Cala­fate dauert drei Stunden. Wenn der Pilot im Sinkflug meldet: «Welcome to the City of ­ El Calafate», geht ein Kichern durch die ­Reihen. Weit und breit ist kein Haus zu ­sehen, nur Füchse, die sich in ihren Bau ­zurückziehen, und Steppengras, das sich im Wind hinlegt, als wolle es schlafen. Das Städtchen El Calafate liegt 20 Kilometer östlich vom Flughafen. Im Jahr 2001 noch das Daheim von gut 5000 Einheimischen, leben inzwischen schon rund 20 000 Personen hier. Das Tor zum Perito-Moreno-Gletscher zieht Städter aus Buenos Aires an, die hier vom Tourismusboom profitieren wollen.

«In der Hochsaison arbeite ich sieben Tage die Woche», verrät Guide Lucas Etchegeray auf dem Weg ins Zentrum des Städtchens. Dafür kann er es sich leisten, sich im Juni, Juli und August, wenn in Patagonien mit null Grad Kälte herrscht, nach Buenos Aires zurückzuziehen. Diesen Luxus können sich nicht alle leisten. Vor dem Supermarkt in der Stadt sitzen drei Teenager. Die Mädchen fläzen sich im T-Shirt an der Sonne, während Touristen im Faserpelz an ­ihnen vorbeispazieren. Alle drei sind in El Calafate aufgewachsen. Sie wollen in Buenos Aires studieren. «Oder in Miami», sagt die Auf­ geweckteste, die fliessend englisch spricht.

Auf die Frage, worüber sie sich unterhalten, sagt sie: «Youtube und Serien: Man ist hier halt viel drinnen und hängt rum.» Sonnenschein zu erleben, ist in Patago­nien Glückssache. Nur rund 40 Tage im Jahr herrscht Postkartenwetter – Einheimische sprechen 20. Das Klima ist eher für Guanakos, die wilden Lamas, gemacht. Dafür sind in Patagonien einzigartige Naturspektakel zu bewundern: Etwa wenn der Perito Moreno, Teil des grössten Gletschergebiets der Anden, in den Lago Argentino kalbt. Was ständig passiert – er fliesst täglich zwei Meter. Patagonien ist nicht grün, sondern eher hellblau: vom Schnee, Eis und viel Steppen-


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gras. Und auch mal gelb, wenn im Frühsommer die Calafate blühen. Der Busch mit den herben Beeren hat dem Provinzstädtchen den Na­ men gegeben. Die Berberitzenart wird von den Einheimischen zu ­allem verarbeitet, was sie hergibt: Marmelade, Glace, Likör und ­Kompott. Das Gelée aus den Beeren pressen die Argentinier sogar ­zwischen die Alfajores, die Biskuits, die normalerweise mit Dulce de ­Leche gefüllt sind. Weil die Wiesen nicht grün sind, kommt in Patagonien auch eine grosse argentinische Ausnahme auf den Teller: Anders als überall sonst ist die Fleischspezialität hier nicht Rind, sondern Lamm. Drei Stunden lang wird es am Spiess über dem Feuer gegrillt – am liebsten hinter Glas mitten im Restaurant.

2. IguazÚ – der Regenwald Im nordöstlichen Zipfel des Landes, dort, wo der Rio Iguazú Argentinien von Brasilien und Paraguay trennt,

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sitzt eine Wolke über dem Regen­ wald. Sie bewegt sich nie weg. Es sind winzige Wassertröpfchen, die gen Himmel schiessen. Schon von Weitem verraten sie über den Baum­ wipfeln, wo der Wasserfall von ­Iguazú liegt. Hier tosen 7000 Ku­ bikmeter Wasser pro Sekunde in ­ 275 Fällen in die Tiefe – oder eben teilweise gen Himmel. So viel wie nirgends sonst auf der Welt. Besu­ cher, die auf Treppen und Gehwegen über die Wassermassen staunen und dabei versuchen, einigermassen ­trocken zu bleiben, bemerken zuerst den Gegensatz gar nicht: Über dem brachialen Getöse der Massen flat­ tern viele bunte Schmetterlinge und die ­flinken Russsegler. Fünf Wanderwege stehen zur Auswahl, um die Fälle auf der argen­ tinischen Seite zu erkunden. Am ­imposantesten wirken sie, wenn man mit dem Schnellboot den Fluss­ lauf hinaufdüsen darf. Am Bug des Boots ein Aufpasser mit Triller­ pfeife, am Heck ein Kapitän, ange­ zogen wie ein Hochseefischer. Die Warnung an die Kunden – «Achtung, Sie werden nass» – sieht er als Ver­ pflichtung und steuert das Boot

so behände, dass man die grösste ­Dusche der Welt geniesst – und froh ist, gar nicht auf die Idee ­gekommen zu sein, eine Regenjacke anzuziehen. Iguazú liegt zwei Flugstunden von Buenos Aires entfernt. Im feuchten subtropischen Gebiet gele­ gen, herrschen im Regenwald um die 30 Grad. Mückenspray und Sonnen­ creme werden neben dem Poncho zu den besten Freunden im Rucksack. Iguazú ist so tropisch, dass die Ein­ heimischen ihren Malbec gerne zu einem kühlen Drink mixen. Malbec, Pisco Schnaps, Apfelsaft, Zucker­ sirup, frische Limetten und jede Menge Eis: Fertig ist der Malbec Drink, der so erfrischend schmeckt wie ein Eistee. Man könnte glatt ­vergessen, dass er es in sich hat.

3. Buenos Aires – die Megacity Die europäischste Stadt in Südame­ rika oder das südamerikanische ­Italien: Buenos Aires trägt viele ­Namen. Dies auch zu Recht, denn

Als Vorspeise oder zwischendurch: Die Argentinier ­lieben Empanadas. Gerne zeigen sie ihren Gästen, wie die Teigtaschen ­gefüllt und gedreht werden.


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DAS LAND VOLLER KONTRASTE

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die 15-Millionen-Metropole ist ­vieles, nur nicht klar definierbar. Im Quartier Boca ist sie bunt, laut, nur zwei Stöcke hoch und voller Leben. In Puerto Madero schick wie das neue Hamburger Hafenviertel, in Palermo ist sie hip wie Berlin und spanisch wie Madrid, in Recoleta ist sie so edel wie St-Tropez. Und auf der Hauptverkehrsader der Stadt steht wie in Paris ein Obelisk. Der Mix an architektonischen Einflüssen widerspiegelt die ­Geschichte des Landes. Ein Grossvater aus Italien oder eine Urgrossmutter aus Deutschland: 90 Prozent der Argentinier ­haben europäische Vorfahren, vor allem aus Italien, Spanien und Deutschland. Viele tragen die Einwanderergeschichte noch

Argentinien Beste Reisezeit: Beson­ ders empfehlenswert ist Oktober bis Mitte Dezem­ ber (Frühling/Frühsom­ mer) und April bis Mitte Juni (Herbst/Frühwinter). Von Mitte Dezember bis Februar haben die Argen­ tinier selbst Urlaub, sie

im Familiennamen. Marcelo Lenz’ Urgrossvater wanderte von Deutschland nach Argen­ tinien aus. Er selbst war noch nie in Deutschland, spricht aber fliessend Deutsch. «So haben wir zu Hause gesprochen», erklärt der 43-jährige Touristenführer. Es lohnt sich, Buenos Aires Quartier für Quartier zu erkunden. Mit dem Leihvelo macht es am meisten Spass, und man sieht erst noch viel mehr von der Riesenstadt als zu Fuss. Ausserhalb der Stosszeiten kommt man auch im Taxi gut von einem Ort zum nächsten: Eine Fahrt von vier Kilometern kostet rund 150 argentinische Pesos. Abhängig von Kapriolen der stetig an Wert verlierenden Währung sind das weniger als drei Franken. MM

verbringen ihn meist im ­eigenen Land. Flugdauer: Edelweiss fliegt zweimal wöchentlich von Zürich nach Buenos Aires und zurück. 14 Stun­ den dauert der Direktflug. Währung: Argentinien steckt in einer Rezession.

Tango und Boca ­ ehören zu ­Buenos g Aires wie das Steak auf den argenti­ nischen Teller. Den Tanz kann man in vielen Shows be­ staunen, das Boca-Quartier ent­ deckt man in einem ausgedehnten ­Spaziergang.

Der argentinische Peso ist deshalb sehr fragil. 100 Pesos entsprechen derzeit gerade mal Fr. 1.70. Für das Reisen heisst das: Bargeld immer in kleinen Stückelungen auf sich ­tragen. Nie mit 100-PesoScheinen bezahlen – ­darauf hat kaum jemand Retourgeld.

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TIPPS VOM TIERARZT | 9.12.2019 | 85

Fragen Sie den Tierarzt!

Die Katze hat Knoten Petra Ramseier, Rubigen BE

Antwort «Es wäre wichtig zu ­ issen, wo die Knoten sich w genau befinden. Sollten es ­nur ­Haarknoten sein, kann man d ­ ie ­Knubbel einfach auskämmen. Wenn sie jedoch wirklich unter dem Fell – also auf der oder gar unter der Haut – ­liegen, müssen ein paar ­ Fragen ­beantwortet werden: Wie ­viele ­Knubbel sind es, wo liegen sie und wie gross sind sie? Wann sind ­ sie zum ­ersten Mal a­ ufgetreten? Scheint d ­ ie Katze Schmerzen zu ­haben oder sich an d ­ en Knoten zu stören? Sind die Erhöhungen

­entzündet und ­beweglich? ­Treten sie phasenweise auf? Die Knoten können harmlos sein. Das ist ver­mutlich dann der Fall, wenn sie ­unbe­weglich sind und das Tier nicht zu schmerzen scheinen. Dann kann es sich um Talgdrüsenzysten ­handeln. Der Tierarzt kann ­diese durch einen kleinen chirurgischen E ­ ingriff leeren oder v­ ollständig entfernen. Mög­licherweise ­handelt es sich aber auch um den ­Beginn einer Haut­­reak­tion – etwa auf einen Insektenstich oder eine Ver­letzung – oder um eine a­ llergische Dermatitis. Im schlimmsten Fall e ­ rfordern die ­Knoten gar einen grösseren ­chirurgischen Eingriff.

Knoten haben bei Hauskatzen andere Ursachen als bei Frei­ gängern. Bei einem Tier, das sich draussen aufhält, können sie durch Zecken, Parasiten, Verletzungen nach Begegnungen mit anderen ­Katzen verursacht sein, oder es ­handelt sich um infektionsbedingte Abszesse. Wenn sie die Katze nicht beeinträchtigen, kann man die Ge­ schwulst unter Umständen ignorie­ ren. Leidet die Katze aber darunter, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Generell gilt: Katzen sind nicht leicht zu behandeln. Vorbeugen ist immer ­besser als heilen – egal, um welches Leiden es sich handelt.»  MM

Illustration: illumueller.ch

Frage Meine Katze hat kleine spürbare Knoten unter dem Fell. Was könnte das sein?»

Haben Sie auch eine tierische Frage? Kontaktieren Sie uns: tierarzt@mgb.ch

Hubert Gauderon, Tierarzt in Villars-surGlâne; cabinet-veterinaire-fribourg.ch

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Sudoku

Die schlaue Ecke

2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3 Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 530 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.12.2019, 24 Uhr

Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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RÄTSEL | 9.12.2019 | 91

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

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Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

«Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der ...» H Wald

G See

K Berg

Durch was wird vorwiegend eine Grippe ausgelöst? I

E Fibrillen

Mollusken

L Viren

Welcher Vogel zieht im Winter nicht in den Süden? A Uhu

R Storch

S Kuckuck

Auf welche Zeit gehen die heutigen Weihnachtsmärkte zurück? T Antike

I

U Spätmittelalter

Biedermeier

So nehmen Sie teil:

Wie hoch ist die Nordwand des Eigers? B ca. 1800 Meter

H ca. 2500 Meter

R ca. 3300 Meter

Wie heisst die unlängst gestartete einjährige wissenschaftliche Arktis-Expedition? O Icebear

A North Pole

E MOSAiC

Bimaru

Wie oder wodurch wird die Regierung in einer Demarchie bestimmt? N Losverfahren 1

2

3

T Wahlen 4

6

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 530 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.12.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

7 8 Kreuzworträtsel Lösung Nr. 49 4 5 3 9 6 2 1 Damit Sie fit durch den Winter kommen!

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6 9 3 2 7 1 5 4 8

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5 2 1 8 4 6 7 9 3

3 1 2 8 9 7 6 4 1 3 Sudoku 8 9 5 2 7 Lösung Nr. 49 9 3 6 4 1 2 8 1 6 5 4 5 7 3 2 Sudoku 1 2 8 9 4 Gewinner Nr. 48 6 Balogh, 7 3 5 8 Evi Bern; 5 4 9 7 6 Stephan Jäggi, Fulenbach SO

4 5 6 7 9 8 3 1 2

2 3

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

G Papst

5

Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 530 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/wettbewerbe (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 15.12.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

2 1 1 1 5 0 2 3 1

3

2

0

5

1

1

4

2

1

raetsel.ch 430198

Paroli Lösung Nr. 49

Quiz Lösung Nr. 49

AUSZEIT Paroli Gewinner Nr. 48

Quiz Gewinner Nr. 48

Susanne Durtschi, Thun BE; Noemi Hauri, Wimmis BE

Helene Mesmer, Muttenz BL; Hans Martin Roffler, Basel

Auflösung die schlaue Ecke Nr. 50 45 Bäume (45 x 45 = 2025) Es ist eine Zahl gesucht, deren Quadratsumme zwischen 2000 und 2100 liegt. 45 ist die einzige Zahl, die diese Bedingung erfüllt.


92 | 9.12.2019 | MEINE WELT

Mein liebstes Produkt aus der Migros «Als Strassenmusiker spielte ich an ­Sommerfestivals ­spontan auf M-Budget-­Bühnen. Mit den Essens­gutscheinen, die ich erhielt, kaufte ich mir Käse­ scheiben – ich liebe Käse.»

2

«Ich will es selber wissen»

3

Marius Bear begann seine Karriere als Strassenmusiker, jetzt bringt er sein erstes richtiges Album heraus. Der «Bär» aus ­Appenzell trägt seine Heimat am kleinen Finger und lässt sich bei seinen Ideen ungern dreinreden. Text: Benita Vogel Bilder: Cyrill Krähenbühl 1

4


MEINE WELT | 9.12.2019 | 93

Meine Gitarre: «Sie gehört eigent­ lich meinem Bruder. Ich habe sie ent­ deckt, als ich bei ihm einzog. Weil sie viel besser klingt als meine eigene, spiele ich nur noch auf ihr – auch wenn mich alle fragen, ob die nicht zu klein sei für mich.»

Name Marius Bear (26) Wohnort momentan in Winterthur Das läuft bei mir «Mitte Dezember kommt mein erstes Album ‹Not Loud Enough› auf den Markt. Ich habe als Kind zwar in einem Chor gesungen und Gitarrespielen gelernt. Richtig mit Musik angefangen habe ich aber erst vor fünf Jahren. Ein Kumpel im Militär sagte, ich solle doch Sänger werden mit meiner lauten und rauchigen Stimme. ­Danach zog ich einige Monate als Strassenmusiker durch Schweizer Städte, bis ein Radiomoderator auf mich aufmerksam wurde. Vor zwei Jahren ging ich nach London, um Songs zu schreiben und eine Produk­tionsausbildung zu machen. Im Februar habe ich den Swiss Music Award SRF 3 ‹Best Talent› gewonnen.»

2 Mein Sennenring: «Ich trage meine Heimat immer am kleinen Finger. Appen­ zell bedeutet für mich, die Erde unter den Füssen zu spüren. Wenn ich mal Kinder habe, sollen sie dort aufwachsen.» 3 Meine Hose: «Ich habe es nicht so mit Mode. Die Appenzeller-­Schnalle am ­Beinende ist aber mein Markenzeichen. Die Hose wurde extra für mich entworfen von Designer Paulo Viana.»

Bilder: zVg, Patrick Straub/Keystone

5

1 Salzhaus: «Im Winterthurer Konzert­ haus habe ich jüngst zum zweiten Mal gespielt. Es war mein erstes ‹eigenes› Konzert.»

4 Meine Freundin: «Die spärliche Zeit, die Moira und ich gemeinsam ­verbringen, kochen wir gerne, spielen Schach oder hängen einfach ab.» 5 Mein Rapid: «Mit dem Minitraktor transportierte ich früher Holz für die Heizung zu Hause. Heute ist es eine ­Attraktion, wenn ich meine Zürcher Freunde auf dem Ladewagen chauffiere.» 6 Mein Café: «Ich bin derzeit oft im ‹­ Portier› in Winterthur anzutreffen. In der Nähe liegt die Wohnung meines Bruders, die ich vorübergehend nutze.»

6

4 7

7 Mein Laptop: «Den habe ich immer dabei. Ich will meine Songs vermehrt selber produzieren, um den eigenen Stil stärker einzubringen. Wenn ich etwas will und andere sagen, das gehe nicht, habe ich Mühe damit. Ich will es selber ausprobieren und selber wissen.»  MM


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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Sonntag - Anreise Fahrt im komfortablen Gössi-Car nach Lieser an der schönen Mosel. Freuen Sie sich darauf, Bekanntschaft mit unserem zauberhaften Märchenschloss Lieser zu machen, unserem exklusiven 5-Sterne-Zuhause für die nächsten Tage. Nach dem Bezug der Schlosszimmer erwartet uns das prämierte Hotelrestaurant mit einem feinen Nachtessen. 2. Tag – Montag – Cochem & Beilstein Nach dem Frühstück fahren wir nach Cochem. Wir zeigen Ihnen die prächtige Altstadt mit den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Im Anschluss besuchen

wir die älteste Senfmühle der Welt. Am Nachmittag erwartet uns mit Beilstein das «Dornröschen der Mosel», ein postkartenschöner Weinort. Nachtessen in einem typischen Restaurant an der Mosel. 3. Tag Dienstag – Römerstadt Trier & Weinverkostung Heute zeigen wir Ihnen Trier, die älteste Stadt Deutschlands. Das Juwel wird geprägt von der römischen Geschichte – die vielen römischen Baudenkmäler gehören zum UNESCO-Welterbe! Nach dem Stadtrundgang Zeit zur freien Verfügung. Abends Besuch auf dem prämierten Weingut von Markus Molitor mit Verkostung von 6 Moselweinen und rustikalem Winzerteller. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

4. Tag – Mittwoch – Bernkastel-Kues & romantische Schifffahrt & Winzeressen Wir starten den Tag mit einer Stadtführung im malerischen Bernkastel mit seinen historischen Fachwerkhäusern. Danach erwartet uns eine schöne Schifffahrt auf der Mosel. Vorbei an den typischen Rebenhängen führt uns die Fahrt bis nach Traben-Trarbach, ein hübsches Jugendstilstädtchen. Abends sind wir wieder bei einem Winzer der Region zu Gast.

im Schlosshotel Lieser *****, Lieser Fr. 1199.Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 480.Saisonzuschlag Reise c & d: Fr. 50.-

Wählen Sie Ihren Bus-Einsteigeort: Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Thun, St. Gallen & Zürich

5. Tag – Donnerstag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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Casino Royal in Karlsbad

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18. - 22. März 2020

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1. - 5. April 2020

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Im legendären Grand Hotel Pupp in Karlsbad nächtigten früher Persönlichkeiten wie Napoleon, Goethe, Bach oder Beethoven.

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Fahrt im komfortablen Gössi-Extrabus nach Karlsbad, wo wir im legendären Grandhotel Pupp die stilvollen Zimmer beziehen. Nachtessen im Hotel.

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Besichtigung von Karlsbad, einem der schönsten Kurorte Europas. Im Anschluss Besuch des bekannten Becherovka-Museums & Kräuterlikörverkostung. Danach Freizeit.

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Besichtigungen von Franzensbad & Marienbad - die zwei Perlen des tschechischen Bäderdreiecks werden Sie begeistern.

4. Tag –

Am Vormittag flanieren wir durch das romantische Städtchen Loket. Nachmittags Freizeit in Karlsbad. Nachtessen im Hotel.

5. Tag –

Heimreise

Preis pro Person im Doppelzimmer

im Grand Hotel Pupp *****, Karlsbad Fr. 799.Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 299.Saisonzuschlag Reise c: Fr. 40.Wählen Sie Ihren Bus-Einsteigeort: Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Thun, St. Gallen & Zürich

4 Reisetage ab

Fr. 899.Leistungen - Alles schon dabei! Fahrt im modernen Gössi Bus – 3 Übernachtungen in der Albergo dell’Agenzia ****, Pollenzo – Willkommensdrink – 3 x Frühstück im Hotel – 3 x Nachtessen im Hotel mit ½ l Wasser & Espresso – Panoramarundfahrt Langhe – Stadtrundgang Alba – Eintritt Schloss Grinzane Cavour – Besuch Torroneladen mit Verkostung – Trüffelsuche mit Verkostung – Weinverkostung Barolo Gebiet – Schweizer Reiseleitung

Ihre Reisedaten:

Königlich im Piemont

Reise a)

14. - 17. April 2020

Reise b)

26. - 29. April 2020

Reise c)

12. - 15. Mai 2020

Willkommen auf dem neogotischen Schloss von Carlo Alberto, ehemaliger König von Sardinien-Piemont und Herzog von Savoyen. Umgeben von malerischen Parklandschaften und einer der eindrucksvollsten Weinsammlungen Europas verbringen wir wunderschöne Frühlingstage im stilvollen Ambiente.

Unser Schatzkisten-Preis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

1. Tag –

Fahrt im komfortablen Gössi-Extrabus nach Pollenzo im Piemont. Nachtessen in unserem romantischen Schlosshotel.

2. Tag –

Panoramafahrt durch eines der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt mit Besuch der Trüffelstadt Alba & der stolzen

im Hotel Albergo dell’Agenzia ****,

Burg Grinzane Cavour. Nachtessen im Hotel.

Pollenzo Fr. 899.-

3. Tag –

Wir begleiten ein Trüffelsucher mit seinem Hund, erfahren allerlei Interessantes über den Edelpilz und verkosten Erzeugnisse. Anschliessend Besuch einer bekannten Kellerei im Barolo Gebiet mit Weinprobe. Abends Degustationsmenü im Hotel.

4. Tag –

Heimreise

Jetzt buchen unter:

www. car-tours.ch

Tel. 0848 00 77 88

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 270.Saisonzuschlag Reise c: Fr. 40.Wählen Sie Ihren Bus-Einsteigeort: Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Thun, St. Gallen & Zürich


Jeden Ta g von unschlag baren Angebot en profitiere n.

S E G A T JOKE R Montag, 9.12.

50%

ab 2 Stück

Alle M-Classic Reis, 1 kg ab 2 Stück, 50% günstiger

Donnerstag, 12.12.

50% Alle Boncampo- und Exquisito-Kaffees, in Bohnen und gemahlen, 500 g, UTZ z.B. Boncampo Classico Bohnen, 2.35 statt 4.70

Dienstag, 10.12.

35%

Duo-Pack

Monini Olivenöl im Duo-Pack Classico oder Delicato, 2 x 1 Liter, z.B. Classico, 17.65 statt 27.20

Freitag, 13.12.

33%

11.– statt 16.55

M-Classic Kabeljaurückenfilet Wildfang aus dem Nordostatlantik, 360 g

* Angebote gelten auch für den jeweiligen Sonn- oder Feiertag in Filialen mit Sonntags- oder Feiertagsverkauf. Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. DIESE TAGES-JOKER-ANGEBOTE GELTEN AM ANGEGEBENEN DATUM IN HAUSHALTSÜBLICHEN MENGEN, SOLANGE VORRAT.

Mittwoch, 11.12.

30%

2.30 statt 3.30

Optigal Pouletschnitzel in Sonderpackung Schweiz, per 100 g

Samstag, 14.12.*

50%

ab 2 Stück

Gesamtes L’Oréal Sortiment (ohne Reisegrössen und Mehrfachpackungen), ab 2 Stück, 50% günstiger


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