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Migros magazin 50 2014 d vs

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Möchten Sie bei Ihrem nächsten Migros-Einkauf spenden? Kein Problem – die Spendencoupons finden Sie an jeder Kasse in Ihrer Migros, Micasa, SportXX, Melectronics oder Do it + Garden Filiale. Einfach abreissen und direkt an der Kasse abgeben. Übrigens: Auf der letzten Seite dieser Zeitung finden Sie ebenfalls drei Spendencoupons.

Senden Sie jetzt Ihren Spenden-Wunschbetrag mit dem Keyword «Migros» an die Nummer 455. Sie werden umgehend eine Nachricht zur Bestätigung erhalten. Die Spende wird direkt über Ihre Mobiltelefonrechnung abgebucht.

Überweisen Sie Ihre Spende unter Angabe des Betreffs: «Migros-Weihnachts-Spende» auf folgendes Konto:

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IBAN: CH75 0900 0000 3062 0742 6 Konto: 30-620742-6 BIC: POFICHBEXXX Migros-Genossenschafts-Bund Limmatstrasse 152 8031 Zürich


Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch

WETTEN, DASS …? I 12

Schweizer Wettkönige sagen Adieu SALZBURGER STIER I 26

Hausmann der Nation geehrt HOCHALPINE SKITOUR I 92

Bild: Christian Schnur

Über die Gletscher gleiten

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Gemeinsam mit 22 anderen Prominenten sammelt der ehemalige Fussballtrainer Gilbert Gress Geld für vier Schweizer Hilfsprojekte. Spenden auch Sie! I 40

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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

INHALT | 7

EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Ein Stier für den Hausmann

92 | LEBEN Eine unvergessliche Skitour vom Jungfraujoch bis ins Lötschental führt über die grösste Eisfläche der Alpen.

Er hat eine der bekanntesten Familien der Schweiz – dabei hat noch niemand weder seine Kinder Anna Luna und Hans noch seine Frau Barbara gesehen. Bänz Friedli, der Kolumnist des Migros-Magazins, schreibt über die Leiden und Freuden des Hausfrauenalltags, über Kindererziehung, weshalb man Fixleintücher nicht bügeln kann und weshalb Mürbeteig mit «Meertrübeli» das Grösste ist. Ab und zu geht der Macker mit ihm durch, vor allem wenn YB am Tschutten ist und auch seine Leidenschaft für Südstaatenrock und Elvis Presley dringt des Öftern durch. Bänz Friedli hat sich in den neun Jahren, in denen er uns sein Innerstes preisgibt, eine unglaubliche Fangemeinde erschrieben. Zeitweilig bezog sich die Hälfte der Leserreaktionen auf seine Kolumne. «Der Hausmann» gibt den Banalitäten des Alltags Tiefe. Unverkrampft und mit offenem Blick schafft er es, dem täglichen Leben etwas Philosophisches einzuhauchen. Damit hat er sich auch den Respekt seiner Kollegen erarbeitet: Seit Jahren gehört er für die Zeitschrift «Schweizer Journalist» zu den beliebtesten Kolumnisten. Das Geheimnis seines Erfolgs? Neben seiner Liebe zum Schreiben und seiner präzisen Beobachtungsgabe wohl etwas vermeintlich Banales, das doch so schwierig ist: Bänz liebt die Menschen, er liebt seine Leserinnen und Leser und er nimmt sie wirklich ernst. Bänz Friedli gewinnt den wichtigsten Kleinkunstpreis.

Letzte Woche wurde Bänz Friedli der «Salzburger Stier», die wichtigste Auszeichnung für Kleinkunst im deutschsprachigen Raum, verliehen. Lieber Bänz, wir gratulieren von Herzen (Seite 26).

MIGROS-WOCHE 8 | Aktuelles

MENSCHEN

12 | Adios, «Wetten, dass …?» 22 | Rettet den «Löwen» in Mulegns! Früher haben Päpste und Prinzessinnen dort genächtigt. Droht das Aus? 26 | «Salzburger Stier» für Bänz Friedli Der Migros-Magazin-Kolumnist erhält den begehrten Kleinkunstpreis. 28 | Kaospilot Mario Grossenbacher Der ehemalige Pharma-Manager wird sozialer Querdenker. 32 | Weltberühmte Holzschnitzkunst Die Holzfiguren von Hanspeter Stähli haben es bis in die USA geschafft. 34 | Interview Christian Thiel über Irrtümer der Liebe. 39 | Kolumne: Der Hausmann

AKTUELL

40 | Stars versteigern Persönliches 43 | Spendenaktion der Migros 49 | Hygiene in der Küche

Bilder: Salvatore Vinci, Thomas Senf

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

12 | MENSCHEN Er war 2004 ein Star bei «Wetten, dass …?»: Der Landwirt Bruno Isliker sprang mit seiner Kuh Sibylle über fünf Hürden und wurde prompt Wettkönig.

SAISONKÜCHE

78 | Bratapfelkuchen mit dem Kutscher Werner Wohlwend in Pontresina

IHRE REGION

85 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

WEIHNACHTSKALENDER

92 | Outdoor: Hochalpine Skitour 99 | Familie: Leichter auswendig lernen. 101 | Digital: Smartphone sichern

SCHAUFENSTER

MEINE WELT

56 | Schöne Preise zu gewinnen

50 | 55 | 66 | 69 | 70 | 73 | 75 | 77 |

Fondue Chinoise fürs grosse Fest Gut kochen mit LeChef-Gewürzen Pasta – einfach und schnell Mit Blévita ist der Apéro perfekt Fleischkauf ist Vertrauenssache Rassig, knackig und glutenfrei Den Schuppen den Garaus machen Gut gerüstet in den Winter

116 | Poetry Slammerin Hazel Brugger

RUBRIKEN 11 | 103 | 105 | 107 | 114 |

Forum Bitte melde dich Leseraktion Rätsel & Spiele/Impressum Cumulus


MIGROS-WOCHE 8 |

Yogamatte Die Migros ruft die «Bodyshape Yoga­ matte Zebra» wegen möglicher Gesundheitsgefahr zurück. Interne Kontrollen haben ergeben, dass das Produkt eine hohe Menge an Lösungsmitteln enthält. Diese können Beschwerden wie Übelkeit oder Kopfweh verursachen. Die Yogamatte mit Zebradruck war seit Oktober 2014 bei SportXX im Verkauf. Betroffen ist das Modell Bodyshape Yogamatte Zebra (Artikelnummer 4719.649) zum Verkaufspreis von 29.90 Franken. Die Migros bittet die Kundinnen und Kunden, die vom Rückruf betroffene Yogamatte ab sofort nicht mehr zu benützen. Die Kunden können die «Bodyshape Yogamatte Zebra» in eine SportXX-Filiale zurückbringen. Sie erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet. Bei Fragen können Kunden zudem die M-Infoline kontaktieren.

AKTUELLES

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Migros erneut top

Die Migros gewinnt einen weiteren Preis: Sie wurde zur beliebtesten Schweizer Detailhändlerin bei den Lebensmitteln gewählt.

I

m Rahmen der Umfrage Retailer of the Year bewerteten Kunden verschie­ dene Detailhändler nach Kriterien in den Bereichen Preis, Service und Sorti­ mentsgestaltung. Diese Erhebung gilt europaweit als eine der grössten Kundenbefragungen. In der Schweiz nahmen rund 5000 Konsumentinnen und Konsumenten an der Befragung teil

– in der Kategorie Lebensmittel belegt die Migros den ersten Platz. «Die Auszeichnung ist umso wert­ voller, weil sie direkt von unseren Kunden verliehen wird», freut sich Migros­Chef Herbert Bolliger. «Wir sehen uns bestärkt in unseren Bemü­ hungen für faire Preise und heraus­ ragenden Service für die Kunden.»

Die Migros belegt bei diversen Studien und Bewertungen immer wieder den Spitzenplatz: So erhielt sie bereits letztes Jahr den Award «Retailer of the Year». Zudem wurde sie unter anderem im Rahmen der Studie «GfK Business Reflector 2014» zum be­ liebtesten Unternehmen der Schweiz gekürt.

Mit Käse zum Weltrekord

Raclette­ Pfännchen, so weit das Auge reicht.

Der Migros-Industriebetrieb Mifroma lud am 30. November in Bern zum Weltrekordversuch mit dem längsten Raclette-Ofen der Welt ein. Dieser war über 100 Meter lang und fasste insgesamt 870 Raclette-Pfännchen. Ohne Strom, nur erhitzt von 26 000 Teelichtern, gingen beim Rekordversuch auf dem Bärenplatz insgesamt 25 000 Portionen Raccard-Raclette kostenlos an

rund 20 000 Besucher. Ob dieser einmalige Versuch nun zum Weltrekord wird und Aufnahme ins Guinnessbuch der Rekorde findet, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen. Der Raclette-Ofen wurde dafür vor dem Anlass notariell vermessen, und die Beglaubigungen werden von der Guinness-Organisation momentan geprüft.

Bilder: Marcel Bieri / Mifroma, Carlos Claramount Robredo, iStockphoto

RÜCKRUF

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MIGROS-WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

AKTUELLES | 9

FRISCH IN DER MIGROS

Lichtscheues Gemüse

Den Chicorée als Gemüse verdanken wir einem Zufall. Bauern deckten ihre Zichorien­ wurzeln – den beliebten Kaffeeersatz ‒ zum Schutz ab. Die dicken Knospen, die fast ohne Blattgrün aus der Erde wuchsen, erwiesen sich als leicht herb und äusserst schmackhaft. Seither wird Chicorée im Dunkeln angebaut. Er harmoniert im Winter perfekt mit Orangen, Mandarinen, Nüssen und Preiselbeeren. Rezepte: www.saison.ch. Miss Handicap 2012 Celine van Till während des Promi-Backens mit Kindern.

Guetsle für Spielplätze Der M-Industriebetrieb Jowa hat in seiner Backstube an der Messe Swiss Handicap für einen guten Zweck Weihnachtsguetsli gebacken und diese anschliessend versteigert. Der höchste gespendete Beitrag für einen Guetsli­ sack belief sich dabei auf 260 Franken. Das eingenommene Geld fliesst nun vollumfänglich an die Stiftung Denk

an mich für ihr Projekt «Spielplätze für alle». Gebacken wurden die Lecke­ reien von rund 400 Kindern und zahlreichen Prominenten wie Gilbert Gress oder Ex­Miss Schweiz Domi­ nique Rinderknecht. Zusammen ver­ arbeitet haben sie an zwei Messetagen insgesamt 288 Kilogramm Teig zu un­ terschiedlichsten Guetslivariationen.

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

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WÖCHENTLICHE UMFRAGE

Was muss eine Smartwatch bieten, damit Sie eine kaufen würden?

MM 49: «Lernhilfe auf vier Pfoten», Artikel über Hunde im Schulunterricht.

«Eine Behauptung – und schon ist der Schulhund Geschichte»  Danke für den Artikel, der mich als Hundeliebhaber und Lehrer natürlich interessiert. Es gibt dabei ein grosses Aber: Eine Mutter, die behauptet, ihr Kind leide unter Hundehaarallergie, und schon ist der Schulhund Geschichte. Den Wahrheitsbeweis muss sie nicht antreten. So sieht leider die Praxis aus. Klaus Künzi, 3439 Ranflüh

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Haben Sie im Winter mehr Angst, sich beim Küssen anzustecken?

 Auch mein Hund Lio ist ein Mal wöchentlich im Schulzimmer und für alle eine Bereicherung. Er sieht Balou sehr ähnlich und durfte ihn als Welpe kennenlernen. Doris Benz, online MM 49: «Leben nach der Flut», Reportage über die Tsunami-Hilfsgelder.

«Für Aussenstehende ist alles furchtbar»  Ich habe die Tragödie in der Schweiz verfolgt, aufs Intensivste. Bekannte von mir sind seither nicht mehr erreichbar. Wenn ich auf ihr Handy anrufe, kommt

bis heute der Polizeiposten von Chiang Mai, und die können nur Thai! Für Aussenstehende ist alles furchtbar. Ueli Leist, Online-Kommentar

Generell zum Migros-Magazin.

«Jede Woche einfach spannend und packend»

 Jede Woche aufs Neue ist das MigrosMagazin einfach spannend und packend. Super! Jasemin Zargar, 5012 Schönenwerd MM 47: «Vögel finden meist von allein genügend Nahrung, Artikel über Vögel in Gefahr.

«Sträucher und Bäume nicht jetzt schneiden»  Ich freue mich immer riesig über Artikel, die Hilfe für unsere Tierwelt bedeuten. Leider wurde nicht erwähnt, dass jetzt nicht alle Sträucher, Büsche und Bäume gestutzt werden sollten. Das ist ein Verlust von Lebensraum in der kalten Jahreszeit. Diana Kunz, per E-Mail

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an: Redaktion MigrosMagazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich. Via Mail an: leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.

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MENSCHEN

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WETTEN DASS ...

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Wetten, dass … … es bald zu Ende geht?

33 Jahre lang hat die grosse Samstagabendshow «Wetten, dass ...?» das TV-Publikum der deutschsprachigen Länder unterhalten. Am 13. Dezember ist nun Schluss. Das MigrosMagazin verabschiedet sich zusammen mit ehemaligen Schweizer Wettkandidaten. Texte: Ralf Kaminski, Bilder: Salvatore Vinci

Die Lampen-Balancierer Corina Birchler (34), Primarlehrerin aus Küssnacht am Rigi SZ Othmar Sidler (66), Leiter eines Sport­ geschäfts aus Küssnacht am Rigi Auftritt: 11. Dezember 2004 Moderator: Thomas Gottschalk Wette: Über 20 Neonröhren balancieren, ohne dass mehr als 3 kaputtgehen (gewonnen) Wettpate: Roger Federer Eigentlich wollte Othmar Sidler mit seinem Sohn auftreten. «Aber bei ihm gingen zu viele Röhren kaputt, also übernahm ich, die Quasi­ Schwiegertochter», sagt Corina Birchler. «Zu Beginn spotteten alle über Othmar und seine Idee, damit in ‹Wetten, dass …?› aufzutreten, aber als dort plötzlich Interesse signalisiert wurde, lachte niemand mehr.» Es reichte knapp zum Wettgewinn: Genau die drei erlaubten Röhren gingen kaputt. «Die Reak­ tionen waren überwältigend, wir waren in allen Medien, und wir kriegten SMS von Leuten, von denen ich nie gedacht hätte, dass die zu Hause sitzen und ‹Wetten, dass …?› schauen.»


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

MENSCHEN WETTEN DASS... | 13

Der Wein-Trickser

Bilder: Keystone, Youtube

Art Furrer (77), Ex-Skilehrer, Vater der Skiakrobatik, Bergsteiger, Hotelier aus Riederalp VS Auftritt: 21. September 1985 Moderator: Frank Elstner Wette: Ein Helikopter, geflogen von Pilot Bernd van Doornick, entkorkt eine Flasche Wein, füllt anschliessend vier Gläser damit (gewonnen) Wettpate: Boris Becker Die Wette hat Fernsehgeschichte geschrieben, weil sie gleich in zwei TV-Sendungen eine zentrale Rolle spielte. In «Wetten, dass …?» kam sie zunächst als ganz normale Wette daher, stellte sich am Ende jedoch als Streich von Kurt Felix für seine Sendung «Verstehen Sie Spass?» heraus. Hinter der Wettidee steckte Art Furrer, der mit Felix gut befreundet war. «Kurt wollte Frank Elstner schon seit Jahren reinlegen, und damit hat es dann endlich geklappt.» Furrer kannte den begnadeten Piloten Bernd van Doornick und schlug Felix eine Wette vor, die von «Wetten, dass …?» gebucht wurde. «Die Herausforderung war nicht, die Wette zu gewinnen, sondern Felix und ein Kamerateam seiner Sendung unbemerkt in den Saal zu schmuggeln.» Es gelang dem Team, Elstner vor laufender Kamera ein Glas «Wein» zu kredenzen – obwohl dieser vor und während der Sendung nie Alkohol trank. Als er einen Schluck nahm und Essig schmeckte, gab sich Felix zu erkennen, der bisher mit Helm verkleidet neben ihm auf der Bühne gestanden hatte. Furrer: «Elstner nahm es mit Humor.»


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Der Kuh-Reiter

Bild: Keystone

Bruno Isliker (66), Landwirt und Reitlehrer aus Winterthur ZH Kuh Sybille (20) Auftritt: 28. Februar 2004 Moderator: Thomas Gottschalk Wette: Eine Kuh melken und danach auf der Kuh mit gefüllter Tasse über fünf Hürden springen, ohne dass Milch verschüttet wird (gewonnen, Wettkönig) Wettpaten: Daniel Brühl und Jessica Schwarz Nicht er hat sich bei «Wetten, dass …?» beworben, die Fernsehmacher kamen zu ihm. Bruno Isliker war mit Sybille schon länger in der Schweiz und in Süddeutschland aufgetreten, als das ZDF auf ihn aufmerksam wurde. «Die uralte Sybille ist keine Kuh wie jede andere, der graue Alltag liegt ihr nicht so. Sie freut sich immer, wenn es etwas Besonderes zu tun gibt.» Auch Isliker und Sybille sind mit ihrem Auftritt prominent geworden. «Wir waren danach in vielen anderen Sendungen und Veranstaltungen, sogar ein US-Sender kam auf den Hof. Sybille ist die berühmteste Kuh der Nation.»

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Der Klopapier-Experte

Bild: Keystone

Roger Weisskopf (46), Geschäftsführer eines Malergeschäfts, Künstler und Erfinder aus Wädenswil ZH Auftritt: 17. Februar 2001 Moderator: Thomas Gottschalk Wette: Aus 30 WC-Papier-Rollen fünf Stück blind nur durch Tasten und Fühlen einer Marke und dem Herkunftsland zuordnen (gewonnen, Wettkönig) Wettpate: Michael Schumacher Roger Weisskopf wuchs mit «Wetten, dass …?» auf und träumte schon als Kind davon, einmal in der Sendung aufzutreten. Als er später WC-Deckel designte, reichte er zuerst dazu eine Wette ein, die aber abgelehnt wurde. Dann kam ihm die Idee mit dem WC-Papier. Mit Hilfe eines Herstellers kam er zu Hunderten von Rollen aus der ganzen Welt und übte damit. «Es gibt viele Unterscheidungsmerkmale: die Öffnung der Kartonrolle, das gesamte Volumen, die Länge des perforierten Einzelblatts oder die Anzahl Lagen.» In der Hauptprobe versagte er erst mal völlig, so nervös war er. «Ich ging ins Hotelzimmer und übte nochmals. In der Show selbst klappte es dann.» Die Sendung schaut er zwar schon lange nicht mehr, aber die Wirkung seines Auftritts hält bis heute an: Von einem Schweizer Klopapierhersteller erhält er lebenslang WC-Papier. Gratis.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Der Kampfkünstler

Bild: Keystone

Guido Kessler (48), Kampfkunstprofi und Schauspieler aus Galgenen SZ Auftritte: 7. Juli 2002 und 2. Oktober 2004 Moderator: Thomas Gottschalk Wette: Mit einem Schwert 120 Zucchini in 60 Sekunden so halbieren, dass die darunter liegenden rohen Eier heil bleiben (2002, ver­ loren). 300 Ballons in 60 Sekunden mit einem Nagel zum Platzen bringen (2004, gewonnen). Wettpaten: Catherine Deneuve (2002) und Sophia Loren (2004) Auch Guido Kessler wuchs mit «Wetten, dass …?» auf und mochte die Sendung sehr. Er kam während eines Kampfkunsttrainings auf die Idee, sich dort zu bewerben. Kessler hatte schon damals einige Erfahrung mit Bühnenauftritten, dennoch war die Teilnahme bei der Samstagabendshow etwas Besonde­ res. «Es war eine tolle Plattform für mich, und auch ein Riesenerlebnis, Thomas Gottschalk persönlich kennenzulernen.» Die hohen Einschaltquoten verschafften seiner Karriere weiteren Auftrieb. «Drei Monate lang war die Hölle los, alle kannten mich», sagt der Schau­ spieler, der gerade in Thailand den Actionfilm «Mystic Blade» abgedreht hat.

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Erstaunlich, dass es sich so lange halten konnte»

Jedes gute Format hat irgendwann ausgedient, sagt Medienforscher Uwe Hasebrink. Uwe Hasebrink (56) ist Professor für empirische Kommunikationswissenschaft beim Hans-BredowInstitut für Medienforschung an der Universität Hamburg.

migrosmagazin.ch

ONLINE Leider nein! Nicht alle ein­ gereichten Wetten waren tatsächlich im Fernsehen zu sehen. Wir listen die zehn skurrils­ ten Wetten auf, die es nicht schafften.

Uwe Hasebrink, wann haben Sie sich «Wetten, dass ...?» zuletzt angesehen?

Dieses Jahr ein paar Mal.

Zum persönlichen Vergnügen oder aus professionellen Gründen?

Das vermischt sich. Oft mache ich vorher noch etwas anderes und schalte dann rein, wenn die Sendung schon läuft. Aber persönliches Vergnügen findet dabei durchaus noch statt, bei einer tollen Wette zum Beispiel. Waren es vor allem die Wetten, die den Reiz ausgemacht und die Sendung so lange am Leben erhalten haben?

Ganz klar, sie sind die Substanz. Aber der langjährige Moderator Thomas Gottschalk hat sicher auch dazu beigetragen: Er sorgte für einen unverkrampften Glamourfaktor. Wenn er mit internationalen Stars herumschäkerte, nahm man ihm das ab. Wenn er die Show noch weiter gemacht hätte, würde sie jetzt nicht zu Ende gehen?

Vielleicht. Auf der anderen Seite hat auch jedes gute Format irgendwann sei-

ne Zeit hinter sich. Es war Gottschalks Verdienst, dass das nicht so stark auffiel. Wieso hat «Wetten dass ...?» so lange überlebt?

In der Kultur ist jedes Konzept nur für eine bestimmte Zeit innovativ und mehrheitsfähig, dann kommen neue Ideen. Dass sich ein Format wie «Tatort» so lange halten kann, liegt daran, dass die Geschichten und die Form sich stets an die gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen lassen und deshalb nicht verstaubt wirken. Schauen Sie mal einen «Tatort» aus den 70er-Jahren an, das ist zum Schreien. Erstaunlich ist also nicht, dass es jetzt mit «Wetten, dass …?» zu Ende geht, sondern dass es sich so lange hat halten können. Aber die Basisidee war halt klasse. Der Samstagabend war einst die Zeit, wo sich die Familie vor dem Fernseher versammelte, um sich mit Spiel- und Quizshows zu vergnügen. Seit wann ist das vorbei?

Ein Datum gibt es nicht, aber einige parallel laufende Prozesse, die eine Rolle spielen. Wichtig war dafür sicherlich die

Individualisierung, also die Idee, dass jeder sein Leben selbst und nach eigenem Geschmack gestaltet. Dieser Anspruch passt nicht zu einem Massenvergnügen wie der Samstagabendshow im Fernsehen. Da muss etwas Besonderes passieren, etwas, das den Samstag adelt. Zudem gibt es sehr viel mehr Alternativangebote als früher. Dabei sind die medialen Angebote präziser auf bestimmte Milieus und Gruppen zugeschnitten. Es gibt also heute mehr, das einen perfekt anspricht, aber noch extrem viel mehr, mit dem man überhaupt nichts anfangen kann. «Wetten, dass …?» hatte innerhalb dieser Entwicklung noch immer eine integrative Funktion. Wenn man sich noch gemeinsam vor dem Fernseher versammelt hat, dann dafür?

Genau. Auch heutige Teenager haben die Sendung noch geschaut, einfach nicht mehr so viele wie früher. Aber bei «Wetten, dass ...?» haben immer noch mehr Jüngere zugesehen als bei allen anderen TV-Formaten. Und danach konnte man immer noch losziehen und den «richtigen» Samstagabend geniessen.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Der Blas-Weltmeister

Bild: Keystone

Jakob «Köbi, die Lunge» Schwitter (61), selbständiger Fugenabdichter aus Büren AG Auftritte: 27. 2. 1988, 28. 5. 1994, 11. 11. 2000, 6. 7. 2002, 3. 7. 2004 und 9. 11. 2013 Moderator: 5-mal Thomas Gottschalk, 1-mal Markus Lanz Wetten: 1. Einen Lastwagenschlauch aufblasen, bis er platzt (verloren, zu langsam, trotzdem Wettkönig) 2. Eine Gummibettflasche mit einem 90 Meter langen Feuerwehrschlauch aufblasen und zum Platzen bringen (gewonnen) 3. Einen Ballon mit einem aufgerollten sechs Kilometer langen Wasserschlauch aufblasen, bis er platzt (verloren, zu langsam, trotzdem Wettkönig) 4. Einen Ballon aufblasen und zum Platzen bringen mit einem Feuerwehrschlauch, auf dem 100 Personen stehen (verloren) 5. 60 Bierflaschen innert einer Minute durch eine dünne Holzwand durchschlagen (Idee von ihm, ausgeführt durch jemand anders, verloren) 6. Mittels eines aufblasbaren Hebesacks innert drei Minuten einen Formel3-Rennwagen hoch genug heben, damit dessen Räder gewechselt werden können (gewonnen). Wettpaten: Mütter der Skifahrerinnen Marina Kiehl, Heidi Zurbriggen und Anita Wachter, Kathleen Turner, Til Schweiger, Mario Adorf, John Cleese, Barbara Meier Er ist der Wettkandidat, der am häufigsten in der Sendung aufgetreten ist: ganze sechs Mal. Und bei der letzten Ausgabe am 13. Dezember wird er als Publikumsgast dabei sein. Praktisch immer ging es darum, etwas aufzublasen oder zum Platzen zu bringen, was Jakob Schwitter den Spitznamen «Köbi, die Lunge» einbrachte. Insgesamt hat er 13 Wetten eingegeben, 6 wurden genommen. «Mit der Zeit wird man schon ein bisschen mediengeil», gibt er offen zu. «Und man sucht immer verrücktere Wetten.» Die Sendung hat ihn prominent gemacht. «Ich habe in meinem Leben sicher rund 350 Auftritte gehabt, darunter auch in China und Japan, aber auch an privaten Festen in der Schweiz.» Allerdings hat er seinen Töchtern versprochen, mit 60 aufzuhören, der Gesundheit zuliebe. «Daran halte ich mich. Ich hatte wegen der Blaserei auch schon geplatzte Trommelfelle und zerrissene Bauchmuskeln.»

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Donata Willi ist Hausherrin, Ser­ vierdame, Zimmer­ mädchen, Küchen­ fee, Waschfrau, Raumpflegerin und Gärtnerin in Personalunion. «So lange, bis sie mich hier raus­ jagen», sagt sie.


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Das Hotel Löwen in Mulegns gehört zu den traditions­ reichsten Gast­ häusern im Kanton Graubünden.

Verfall oder Blüte?

Ihr Hotel ist eine Legende und sie eine grosse Kämpferin: Die 77-jährige Donata Willi möchte mit Neffe Andrin das Posthotel am Julier vor dem Verfall retten.

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onata Willi (77), die Wirtin des Posthotels Löwen an der Julier­ strasse in Mulegns GR, hofft, dass ihr in die Jahre gekommenes, geschichts­ trächtiges Postkutschenhotel bald in frischem Glanz erstrahlt. Damit Gäste dort auch künftig so königlich logieren können wie einst Prinz Charles’ Urur­ grossmutter oder Papst Paul VI. Eine Stiftung soll das Bijoux retten. Gut sieben Millionen Franken sind nötig, um das altehrwürdige, 1870 er­ baute Hotel im Bündner Bergdorf Mulegns direkt an der Julierpassstrasse wieder in Schwung zu bringen. Alle Hoffnungen ruhen auf Andrin C. Willi (38), dem Neffen, diplomierten Hotelier, der in Zürich als Chefredaktor das Gour­ metmagazin «Marmite» verantwortet. Das architektonische Bijoux ist würdevoll gealtert, der Fassadenputz blättert ab. Das Dach des Anbaus, in das es reinregnete, wurde jüngst mit Unter­ stützung des Bündner Heimatschutzes und der Denkmalpflege saniert. Im Ver­ gleich zum Hotelgebäude sieht man der attraktiven, unglaublich flinken Gast­ geberin Donata Willi die 77 Jahre nicht an. Mit «Ich bin die Donata!», begrüsst sie ihre Gäste im schmucken Arvenstüb­ chen. Braungebrannt ist sie, chic in einen schwarzen Anzug gekleidet, die langen,

naturfarbenen Haare zu einem Ross­ schwanz zusammengebunden. Bereits seit über 50 Jahren führt die Dame des Hauses zusammen mit der Familie das einstige Postkutschenhotel. Und versprüht mit ihrer jugendlichen Wendigkeit und vornehmen Eleganz fast noch mehr Charme als das spätklassi­ zistische Gebäude aus den Ursprüngen des Hotelbaus.

Weniger Gäste und Einwohner, mehr Durchgangsverkehr Für Glitter und Glamour sorgten in den goldenen Zeiten schillernde Persönlich­ keiten, nächtigte hier doch 1894 die englische Prinzessin Mary Adelaide, die Ururgrossmutter von Prinz Charles, samt ihrem Gefolge. Anfang 60er­Jahre machte der spätere Papst Paul VI. hier Mittagshalt. Und auch Berühmtheiten wie Albert Schweitzer und Wilhelm Conrad Röntgen liessen es sich im Post­ hotel gut gehen – vermutlich beim Hausgericht, den Julia­Forellen. Wer mit der Postkutsche via Julier­ pass zur Bäderkur ins Engadin fuhr, machte zur Blütezeit des Posthotels in Mulegns halt, um die strapaziöse Alpenreise angenehmer zu gestalten. Mehr als 22 000 Passagiere kutschierten im Jahr 1900 über den Julierpass. In

Mulegns waren bis zu 90 Pferde gleich­ zeitig eingestallt. Hier wurde das Pferdegespann gegen neue Tiere aus­ gewechselt. Und am nächsten Tag ging die Reise frisch gestärkt weiter. Auf der blumengeschmückten Terrasse sind eben Gäste eingetroffen. Donata Willi serviert Kaffee und Gipfel. Der Verkehr rauscht vor dem Haus vorbei. Jeden Tag quälen sich 4000 Fahrzeuge durch das Nadelöhr beim Hotel in Mulegns. «Die meisten fahren heute durch», sagt sie, «Ziel Engadin oder Italien. Mit der schnellen Strasse hat sich alles geändert.» Auch im Dorf, das gerade noch 26 Einwohner zählt. Das jähe Ende für den «Löwen» kam mit der Eröffnung der Albulalinie der Rhätischen Bahn im Jahr 1903, als sich die Reisezeit von Chur ins Engadin von 14 auf 4 Stunden verkürzte. Sodass das Hotel 1908 nur mehr 1527 Gäste zählte. Dank Vermarktung als Luftkurort mit «grossem Ozongehalt in der Luft» konnte sich Mulegns als «Touristenort» neu positionieren. Und dank des Baus des Marmorera­Staudamms zwischen 1950 und 1955 erlebte es nochmals eine Hochblüte. «Das war eine aufregende Zeit», erinnert sich Donata Willi an ihre Mädchenjahre im Hotel. Leute des Dammbaus, Ingenieure, Techniker,

Neffe Andrin C. Willi soll Spon­ soren für die Neubelebung des historischen Hotels gewinnen.


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Im Jugendstilsaal, der ein wenig später angebaut worden ist, sind rauschende Hochzeitsfeste gefeiert worden.

Maschinisten hatten sich bei ihnen einquartiert. 1959 starb ihr Vater Alois Willi, 1988 ihre Mutter Anna Willi. Donata führte das Hotel zwei gute Dutzend Jahre mit ihrem Bruder Reto Willi, und seit 2000 leitet sie das Etablissement ganz allein als Hotel Garni mit zehn Betten. Nun ist sie Servierdame, Zimmermädchen, Küchenfee, Waschfrau, Raumpflegerin und Gärtnerin in Personalunion. Ihre Gäste im Sommer sind vor allem Wanderer, Biker und Bergsteiger. Und im Winter Skifahrer, die in Bivio und Savognin auf die Pisten gehen, Skitourengänger, Einheimische sowie Gäste aus den Ferienhäusern in der Umgebung.

Zu teure Projekte und grosse Hoffnungen auf dem Neffen Mit den wenigen Übernachtungen genügend zu erwirtschaften für den Unterhalt des historischen Gebäudes, fällt der Hausherrin nicht gerade leicht. Darum hofft sie auf ihren Neffen Andrin C. Willi, der federführend ist bei der

Im Gegensatz zur Gastgeberin ist der Hotelküche das Alter anzusehen.


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Das Hotel liegt an der Passstrasse zum Julier. Wie durch ein Nadelöhr schlängelt sich der Verkehr heute an ihm vorbei, während früher Postkutschen mit illustren Gästen haltmachten.

geplanten Gründung der Stiftung zur Rettung des Posthotels. «Ich wünsche mir, dass der ‹Löwen› sanft renoviert und als historisches Hotel erhalten bleibt, mitsamt Originaleinrichtung», sagt die Gastgeberin. «Geführt mit guter Küche, aber nicht überhöhten Preisen, sondern echt und gut soll es sein. Kein Luxus.» Augenzwinkernd fügt sie an: «Doch wie kommen wir an Samih Sawiris heran?» An Ideen und Anregungen zur Um­ nutzung und Wiederbelebung des Hotels aus der Zeit des Klassizismus mangelt es jedenfalls nicht. Viele davon lagen schon auf dem Restauranttisch. So wünscht sich Ludmila Seifert, Geschäftsführerin des Bündner Heimatschutzes, «dass das bedeutende Kulturdenkmal aus der Blütezeit des Postkutschenbetriebs fachgerecht restauriert und als histo­ risches Hotel wiederbelebt wird». 2010 kam die Idee eines Sozialprojek­ tes mit Hotel­ und Gastrobetrieb aufs Tapet, wo Jugendliche hätten ausgebil­ det werden können. 2012 präsentierten Architekturstudenten der Universität

Liechtenstein Nutzungsvorschläge. Einige Modelle sind im ersten Stock in einer Kammer neben dem prunkvollen Jugendstilsaal ausgestellt. Darunter ein Vorschlag mit Pferden und Stallungen, eine Burn­out­Klinik oder ein römisch­ irisches Dampfbad. Im April 2013 präsentierten dann auch die Studenten der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern sechs Szenari­ en mit Albert­ Schweitzer­Zimmern und Queen­Marie­Suiten, wie der «Lö­ wen» in Zusammenarbeit mit dem Na­ turpark Parc Ela betriebswirtschaftlich tragbar geführt werden könnte. «Alle Ideen hochinteressant», findet Donata Willi, «doch alle stecken geblieben, ge­ scheitert am zu hohen Kostendach.» Und manchmal auch an ein bisschen zu viel Idealismus, findet die Hotelière. Wie die Idee, das ganze Dorf einzubin­ den, um es mit neuen Arbeitsplätzen zu retten und die Abwanderung zu stoppen. «Welche Schweizer arbeiten heute noch gern in der Hotellerie?», fragt sie, die den Kurs von Mulegns im Gemeindevor­

stand und als Präsidentin der Kirchen­ gemeinde mitbestimmt. Die Zukunft des Örtchens sieht sie eher als schmuckes Ferienbergdorf mit Umfahrungsstrasse, mit einem restaurierten «Löwen» und einigen Bergbauernbetrieben, die es hier immer geben werde. Der Ball liegt nun bei Andrin C. Willi, ihrem Neffen, und der breit abgestütz­ ten Stiftung, darunter dem Bündner Heimatschutz sowie dem Parc Ela. Noch vor Ende Jahr soll die Stiftung gegründet werden. Willi will eine Publikation mit Betriebskonzept lancieren, um Spon­ soren für die sanfte Neubelebung des Hauses zu gewinnen. «Wir wollen so viele Herzen wie möglich erobern. In­ vestoren sollen sich spontan in diesen Ort verlieben und ihn unterstützen wollen.» Bis es so weit ist, wirtet Donata Willi weiter. Sie sagt mit einer gehörigen Por­ tion Galgenhumor: «So lange, bis sie mich hier rausjagen.» Text: Daniela Schwegler Bilder: Lea Meienberg

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INTERVIEW

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich war zunächst sprachlos – das ist eine Riesenehre» Migros-Magazin-Kolumnist Bänz Friedli erhält den begehrten Kleinkunstpreis «Salzburger Stier». Der Hausmann im Gespräch mit «Mamma mia!»-Autorin Bettina Leinenbach. Bänz Friedli, du erhältst den bedeutendsten Kleinkunstpreis im deutschsprachigen Raum. Was ging dir durch den Kopf, als du erfahren hast, dass du den «Salzburger Stier» gewinnst?

Ich war zunächst mal sprachlos. Ganz platt. Ich meine, das ist eine Riesenehre, plötzlich in einer Reihe mit früheren Preisträgern wie Emil, Franz Hohler, Michel Gammenthaler und Ursus & Nadeschkin genannt zu werden. Die Leserinnen und Leser kennen dich vor allem als den «Hausmann». Wie wird aus einem Kolumnisten ein Kabarettist?

Geplant war das nicht, aber es ist ein Ge­ schenk, dass es sich so ergeben hat. Ich begann schon früh, meine Kolumnen vor Publikum zu lesen, mittlerweile sind es schon über 500 Auftritte. Die Bühne, die Interaktion mit den Leuten, das Spon­ tane, das liegt mir. Ich habe zunehmend mehr improvisiert und zuletzt gar nicht mehr vorgelesen. 2013 wagte ich dann erstmals ein abendfüllendes Kabarett­ programm in Mundart, und es schlug unglaublich schnell ein.

Gibt es jemanden, der dir auf die Finger guckt?

Erst hinterher. Die wertvollste Kritikerin ist meine Frau, weil sie so präzise und gescheit ist. Leider war sie ausgerechnet bei der Premiere von «Gömmer Star­ bucks?» beruflich unterwegs. Schade, denn bei ihr weiss ich, dass sie immer ehrlich ist. Wie wichtig ist die Familie?

Absolut zentral. Meine Frau und die Kin­ der, das macht mich aus. Ich lerne jeden Tag von ihnen. Gerade war ich an einem Konzert von Stromae, dem belgischen Rapper. Ich wäre nicht dorthin gegan­ gen, hätte die Tochter uns nicht mitge­ schleppt. Ich unterhielt mich mal mit einem älteren Künstler; der meinte, eine Familie würde einen nur ablenken, man brauche Freiheit, um in der Kunst voran­

Der Berner Bänz Friedli (49) war zehn Jahre lang Redaktor bei «Facts». Seine Pendlerkolumnen in «20 Minuten» waren Kult, seit 2005 schreibt er für das Migros-Magazin die Kolumne «Der Hausmann». Als Autor arbeitet er regelmässig für die «NZZ am Sonntag» und die Samstagssatire «Zytlupe» auf Radio SRF 1. 2011 präsentierte er mit «Sy no Frage?» sein erstes Kabarettprogramm. 2013 folgte «Gömmer Starbucks?», für das er nun mit dem «Salzburger Stier» ausgezeichnet wird.

zukommen. Quatsch. Für mich ist das Gegenteil der Fall.

die Welt von morgen. Wenn das gesell­ schaftlich nicht relevant ist, was dann?

Durch deine Kolumnen meinen die Leser nicht nur dich, sondern auch Anna Luna, Hans und deine Frau zu kennen …

Bist du ein politischer Mensch?

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, dass die Leute Woche für Woche unse­ ren Alltag verfolgen, fast so, als wären wir das englische Königshaus. Unlängst sass ich mit meiner Tochter im Tram. Da sagte eine ältere Dame zu uns: «Und du bist in dem Fall die Anna Luna! Ich weiss alles über dich.» Wie hat deine Tochter reagiert?

Erstaunlich abgeklärt. Sie lächelte höf­ lich. Später meinte sie trocken: «Sie weiss gar nichts.» Und sie hat recht. Wie viel Bänz Friedli kennt die Leserin?

Vielleicht 30, 40 Prozent. Dass ich im­ mer wieder mit dem Zopfteig und den Fixleintüchern hadere, dass ich YB­ und Elvis­Fan bin, stimmt zwar alles, aber …

Was bleibt unausgesprochen?

Es gibt intime und heilige Familien­ momente, die ich nie preisgeben würde. Zu Familienfotos haben wir all die Jahre stets Nein gesagt. Und meine Frau soll nicht «die Frau des Hausmanns» sein, wenn sie als Filmerin fürs Schweizer Fernsehen irgendwohin kommt. Sie ist eine eigenständige Persönlichkeit. Ist der Hausmann eine Kunstfigur?

Definitiv nicht. Ich schreibe zwar nicht alles. Aber alles, was ich schreibe, ist wahr. Ich war vor der «Hausmann»­ Kolumne Hausmann, bin es und werde es bleiben. In der Kolumne habe ich von Anfang an versucht, in der kleinen Welt die grosse zu spiegeln. Der Hausfrauen­ alltag ist nämlich nicht banal. Wir tref­ fen dauernd politische Entscheide. Kaufe ich Spargeln aus Südamerika oder nicht, kaufe ich «bio» oder «aus der Re­ gion»? Wer Kinder aufzieht, gestaltet

O ja. In der Kolumne greife ich politische Themen allerdings nur auf, wenn sie für den Familienalltag von Bedeutung sind. Wie kommt das an?

Sehr unterschiedlich. Als ich 47 war, echauffierte sich ein Leser: «Jetzt fängt dieser Friedli auch noch an zu politi­ sieren!» Ich musste schmunzeln, denn damit fing ich mit 20 an, ich war damals der jüngste Gemeinderat der Schweiz. Ein schräges Bild: Bänz bügelt ein Hemd – und politisiert dabei.

Du ahnst gar nicht, wie nahe diese Dinge bei mir beisammen liegen. Mein Büro befindet sich im Keller, neben der Waschküche. Während ich am Laptop arbeite, kann ich rasch mal nebenan ei­ nen Fleck vorbehandeln. Sehr praktisch. Verrate etwas aus deinem Schreiballtag!

Oje! Ich kreise die Arbeit stets ein, ma­ che zunächst alles Unwichtige, bis ich mich endlich aufraffe, mit dem Schrei­ ben anzufangen. Ich bin unkonzentriert, lasse mich von allem und jedem ablen­ ken. Das hat unser Hans von mir. Du machst jede Woche eine Kolumne für das Migros-Magazin, schreibst für das Radio, arbeitest an neuen Bühnenprogrammen. Wie schafft das ein Unkonzentrierter wie du?

Die Redaktion verlangt seit neuneinhalb Jahren eine Reservekolumne von mir, für den Notfall … Unter uns: Es gibt keine. Ich kann einfach nicht auf Vorrat schrei­ ben. Vielleicht brauche ich diesen Kick. Hast du eigentlich Lampenfieber?

Immer. Das ist ein Muss. Wenn das flaue Gefühl vor einem Auftritt fehlt, dann geht er bestimmt in die Hose. Interview: Bettina Leinenbach Bilder: Vera Hartmann


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LUST UND FRUST DES BÄNZ FRIEDLI Mein Motto: «Ich habe keines. Ausser, dass man Träume nicht unbedingt verwirklichen muss, weil es ja dann keine mehr sind.» Mein grösstes Glück: «Unsere Familie.» Mein grösster Frust: «Nein, ich sage jetzt nichts mehr zu YB …» Mein Lieblingssong: «‹Mystery› von den Indigo Girls.» Mein grösster Fehler: «… ist verjährt.» Meine grösste Leidenschaft: «Songs.» Meine schönsten Ferien: «Maine, USA.» Mein Ziel: «Maine, USA.» Mein Wunsch: «Den ‹Indian Summer› erleben, und zwar in … Erraten! Und dass unsere Kinder später mal tun können, was sie gern und mit Leidenschaft tun.» Mein peinlichster Auftritt: «Vielleicht, als ich in Herzogenbuchsee ‹Gueten Aabe, Münchenbuchsee› sagte? Konnte es dann aber häb, chläb als Witz tarnen.» Meine Lieblings­ beschäftigung: «Skate- und Snowboarden.» Mein grösster Konkurrent: «Konkurrenzdenken ist mir je länger, desto fremder.»


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Vom Hamsterrad ins Cockpit

Mario Grossenbacher war ein erfolgreicher Pharma-Manager. Dann schmiss er seinen Job, um bei den «Kaospiloten» zu studieren. In seiner Ausbildung lernt er nun das soziale Querdenken.

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as muss sie sein, die Schmiede der Kreativität: eine alte Maschinenfabrik im Berner BreitenrainQuartier, irgendwie schäbig mit ihren Graffiti und den selbst gebastelten Türschildern. «Innovationsdorf» steht hier geschrieben, das Zuhause der Kaospiloten. Vor dem Eingang sind zwei junge Männer in ein Gespräch vertieft, einer von beiden dreht eine Zigarette. Weiter oben, im dritten Stock, stehen bunt zusammengewürfelte Möbel, die Wände sind vollgepflastert mit Post-its und Zitaten. Junge Menschen sitzen vor Laptops, kritzeln auf Plakate oder diskutieren bei einem Kaffee. Im Gruppenraum von «Team SUI 1», dem ersten Jahrgang der Schweizer Kaospiloten, ist gerade Projektbesprechung angesagt. Wortfetzen dringen in den Gang: «Exhibition», «Sokrates», «Kafi suufe», «Vision». Mal spricht man Berndeutsch, mal Englisch. Mit einem «Go for it!» wird die Sitzung geschlossen. Stühlerücken, zwei Studenten mit bunten Pullis, Bart und Nerdbrille schlurfen mit Notizbüchern unter dem Arm aus dem Raum. Der ehemalige Pharma-Manager Mario Grossenbacher (45) fällt optisch etwas aus der Reihe. Er trägt ein gebügeltes schwarzes Hemd und einen gepflegten Kurzhaarschnitt. Nur seine weisse Umhängetasche mit dem roten Kaospilot-Logo deutet auf seine Zugehörigkeit hin. In einem halben Jahr kann sich Mario Grossenbacher offiziell

Kaospiloten In Dänemark gibt es die alternative Business-Schule «Kaospiloten» schon seit über 20 Jahren. Seit Oktober 2012 kann man auch in der Schweiz Kaospilot werden: In der dreijährigen Ausbildung lernen die Studenten kreative Führung, verantwortungsvolles Unternehmertum und Projektdesign. Zu den Unterrichtsinhalten gehören unter anderem Gruppendynamik, Gesundheit, Psychologie, Körpersprache und Zeitmanagement. Nach dem Studium arbeiten Kaospiloten in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder machen sich mit ihrem Projekt selbständig.

«Kaospilot» nennen, obwohl das Diplom in der Schweiz noch nicht anerkannt ist. In Dänemark existiert die Schule bereits seit über 20 Jahren und ist landesweit bekannt als Ausbildungsort für Querdenker, «Social Entrepreneurs» und «Change makers». Was das heisst? «Wir sind kreative Führungskräfte, uns geht es immer um den Menschen», sagt Mario Grossenbacher.

Statt Leistung und Geld zählt hier Spass und der soziale Aspekt Vor drei Jahren sah das noch anders aus: Als Pharma-Manager bei Novartis zählten für ihn nur Resultate und der Erfolg. «Ich war auf Leistung konditioniert, bin rumgerannt von morgens bis abends.» Irgendwann wusste Mario Grossenbacher nicht mehr, wer er eigentlich war. Er kündigte und beschloss, bei den Kaospiloten zu studieren. «Eine Gehirnwäsche musste her. Ich war viel zu fremdbestimmt.» Die Gehirnwäsche hat er bekommen: «Früher war mein Leben von Angst dominiert, heute gestalte ich es freudig, gesund und sinnvoll.» Anfangs sei die Schule ein ziemlicher Kulturschock gewesen, «eine richtige Start-up-Schule eben. Als wir anfingen, hatten wir noch gar keine Schulungsräume», erzählt er und lacht. Eigentlich wollte Mario Grossenbacher nur ein Jahr bleiben, bis das Geld ausgeht. Nun fliegt er schon zweieinhalb Jahre als Kaospilot, und das Geld reicht noch immer. «Zwar nicht gut, aber es geht immer irgend-

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«Wir sind kreative Führungskräfte. Uns geht es immer um Menschen.»

«Ich bin so happy wie seit Jahrzehnten nicht mehr», sagt Mario Grossen­ bacher. Dabei hat er für seine Ausbildung Karriere, Haus und Besitz aufgege­ ben.

wie.» Dafür hat er seinen Besitz massiv reduziert, zog von einem grossen Haus in eine Zweizimmerwohnung in Basel. Job weg, Haus weg, Beziehung weg. «Ich habe Ballast abgeworfen und fühle mich viel leichter.» Heute lebt er in einer neuen Beziehung. Sein grösster Luxus ist momentan ein GA. «Ich bin so happy wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.» Und das, obwohl Mario Grossenbacher keine Ahnung hat, wie es weitergeht. In seiner Ausbildung hat er gelernt, mit genau dieser Ungewissheit umzugehen. «Das bedeutet für mich eine Chance. Ich entscheide selbst und bin nicht mehr fremdbestimmt.» Zumindest nicht ganz, fügt er hinzu, schliesslich müsse er ja auch noch Rechnungen bezahlen. Durch die Ausbildung zum sozialen Unternehmer wird Mario Grossen­ bacher immer wieder mit den Fragen konfrontiert: Wie willst du dein Leben leben? In welchen Gebieten willst du dich engagieren? Was macht dir Freude? Letzteres ist das Wichtigste für ihn: «Mein Ziel ist: Alles, was ich tue, will ich mit Freude machen. Ich will die Freude in die Wirtschaft bringen.»

Designbroschüren, Deko-Gläser, Dinnershows Ein Selbstfindungstrip für rund 50 000 Franken also? «Nein, so kritisch würde ich das nicht sehen. Aber ja, Selbst­ findung gehört auch zur Ausbildung», sagt der Solothurner. Nach drei Jahren Projektarbeit sollten die Kaospiloten


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«Früher war mein Leben von Angst dominiert, heute gestalte ich es freudig, gesund und sinnvoll.»

wissen, womit sie in Zukunft ihr Geld verdienen möchten. Von Anfang an heisst es hier: «Kaospiloten machen Wow-Projekte.» Für Mario Grossenbacher war das neu: «Bei Novartis hiess es: ‹Hier ist das Projekt XY, mach!› Ob ich das Wow oder No-Go fand, interessierte keinen Menschen.» Die Kaospiloten-Schule ist neben Ausbildungsplatz auch ein Unternehmen: Die Studenten sollen mit ihren Ideen Kunden akquirieren und mit konkreten Aufträgen Geld verdienen. So auch Mario Grossenbacher. Zu seinen Wow-Projekten gehörte während des Studiums definitiv der Aufenthalt in Südafrika. Dort arbeitete er bei einer Initiative mit, die Gefängnisinsassen auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Und auch aktuell ist Mario Grossenbacher nicht untätig: Er hat sich mit einer Beratungsfirma selbständig gemacht, unterrichtet an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, orga-

nisiert Dinnershows, Opern-Events oder Ausstellungen. Zudem coacht er Manager, die sich an einem ähnlichen Punkt befinden wie er vor drei Jahren. «Ich habe hier so profitiert, das möchte ich gern weitergeben», sagt er. Sein Herzensprojekt ist momentan aber der Vertrieb von solarbetriebenen Glaslampen, die er während des Austauschsemesters in Afrika entdeckt hat. Die «Sonnengläser» werden von ehemaligen Arbeitslosen aus südafrikanischen Townships hergestellt. Und was vermisst Mario Grossenbacher vom Pharma-Manager-Leben? Er grinst und sagt fast verlegen: «Wenn ich ganz ehrlich bin, war es schon auch nett, wenn die Leute das gemacht haben, was du gesagt hast.» Die meisten seiner Kaospilot-Mitstudenten könnten seine Kinder sein, fügt er an. Manchmal hapere es da noch mit der Professionalität, was das Einhalten von Terminen oder das Auftreten angehe. Dafür erlebt

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Mario Grossenbacher in der Kreativwerkstatt einen sehr bejahenden Geist. Hier hat er gelernt, dass nichts unmöglich ist. Die dänischen Kaospiloten zum Beispiel arbeiten für NGOs, verbessern die Arbeitsbedingungen von Minenarbeitern, züchten Pilze aus Kaffeesatz, entwickeln Spiele oder trainieren das tibetanische Fussballnationalteam. Ausgebildete Kaospiloten können sich selbst und andere durch das Chaos des Alltags navigieren. Aufräumen wollen sie das Chaos nicht. «Nur lernen, einen gesunden Umgang damit zu pflegen.» Über der Tür des Seminarraums von Team SUI 1 hängt ein Schild: «You cannot discover new oceans unless you have the courage to lose sight of the shore.» Zu Deutsch: Man kann keine neuen Ozeane erkunden, solange man nicht den Mut hat, das sichere Ufer hinter sich zu lassen. Text: Silja Kornacher Bild: Marco Zanoni

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PORTRÄT

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Marias und Josefs vom Brienzersee

Hanspeter Stähli ist der dienstälteste Holzbildhauer der Schweiz. Seine Figuren haben es bis in die USA geschafft. Ein Besuch in Brienz, dem Zentrum der heimischen Holzschnitzerei.

E

s weihnachtet sehr am Brienzersee. Tiefe Wolken hängen über dem türkisgrünen Gewässer und ver­ decken teilweise die verschneiten Berg­ gipfel. An der Hauptstrasse in Brienz BE steht das Haus der Holzbildhauerei Huggler, umgeben von Weihnachts­ beleuchtung und Kunstwerken aus Holz. Hinter dem Ladenlokal arbeitet Hans­ peter Stähli (58) an seiner Werkbank. In der Werkstatt, die dem Publikum offen steht, fällt ein von Stähli gezimmerter Spruch auf einem Holzbrettchen auf: «Senf gehört zur Bratwurst auch – wie die Saucisson zum Lauch!» Der Reim bringt seine Vorliebe für Wurstwaren auf den Punkt. Mit seinem kurzen Haar­ schnitt und seiner unaufgeregten Art hat der Berner Oberländer Züge eines buddhistischen Mönchs – wären da nicht seine dezente Designerbrille der Marke Diesel und dieser Spruch. Seit seiner Holzschnitzerlehre vor über 40 Jahren schafft Stähli aus Holz Menschenfiguren. In der Region von Brienz arbeiten noch rund 20 Holzbild­ hauer, die von diesem alteingesessenen Kunsthandwerk leben. «Als ich in die Lehre kam, waren wir allein in unserer Firma 15 oder mehr Schnitzler. Heute sind wir noch 6. Die Nachfrage ist stark zurückgegangen», sagt der Dienst­ älteste in der Holzbildhauerei, die seit dem Jahr 1900 mit verarbeitetem Holz Geld macht. Er begründet die Entwick­ lung mit den Terroranschlägen vom 11. September und der Dollarschwäche. Seither seien amerikanische Touristen nur noch seltene Gäste am Brienzersee und im Ladenlokal der Holzbildhauerei.

Dank den Holzschnitten zum Fan der USA geworden Sein Lehrer habe ihn motiviert, diesen Berufsweg einzuschlagen, «weil ich gut zeichnen konnte». Stähli gefällt an sei­

haben. «Ein Teil der Leute beschwerte sich, dass Lamas bei den Krippenfiguren nichts verloren haben», sagt Stähli. Am liebsten formt er aus dem am meisten verwendeten weichen Linden­ holz, das nahezu keine Äste und somit eine schöne Struktur aufweist, König Melchior. Aus einem einfachen Grund: Für den Berner Oberländer geht diese Figur am leichtesten von der Hand. Trotzdem: Wenn er sie anfertigt, ist er nur mit dem Holz beschäftigt und hat keinen Platz für andere Gedanken.

Die hölzerne Maria auf Esel mit Kind kostet 472 Franken

Die meisten Figuren sind aus weichem Lindenholz und 14 Zentimeter klein. Vom Rohling bis zur Figur dauert es drei Stunden.

ner Arbeit die Kreativität. Nicht ahnen konnte er, dass er durchs Holzschnitzen die Welt kennenlernen durfte. Als Schauschnitzer war er für die Swissair in Saudi­Arabien, danach für eine Som­ mersaison in den USA, genauer in New Glarus im Bundesstaat Wisconsin. «Dort habe ich entfernte Verwandte, die ich erst dank meiner Arbeit kennenge­ lernt habe», erzählt er. Obwohl Stähli für die Verwandlung vom Rohling bis zur Figur mit dem Holz­ hammer und 30 bis 40 verschiedenen Schnitzmessern nur drei Stunden benö­ tigt, schnitzt er bereits Anfang Jahr und selbst im Sommer Weihnachtsfiguren. «Das ist unser Brot. Wir müssen das machen, was bestellt wird», sagt er, wo­ bei das Unternehmen stets versucht, dem Publikum neue Figuren schmack­ haft zu machen. Eine Zeit lang waren Affen gefragt. Der neuste Brienzer Wurf sind Lamas und ihre Hirten, die aller­ dings auch erboste Reaktionen ausgelöst

Der König Melchior aus Lindenholz gehört zum Sortiment der Krippe Christnacht, dem Verkaufsschlager der Holzbildhauerei. Ihn gibt es für 283 Franken, die Maria auf Esel mit Kind für 472 Franken. Stähli weiss: «Im Herbst beginnt die Krippensaison. Dann besuchen uns die Leute, um einzukau­ fen.» Für ihn verkörpern Weihnachts­ krippen Tradition, verströmen Stim­ mung und sind «etwas Schönes, das Freude bereitet. Meine Frau hat sie sehr gern. Das ist ideal, denn so weiss ich, was ich ihr schenken soll», sagt er und lächelt. In seinem Zuhause in der Nach­ bargemeinde Hofstetten BE steht eben­ falls eine Christnacht­Krippe. Stähli schenkte seiner Frau jedes Jahr eine andere Figur, die er in seiner Freizeit geschnitzt hatte. Vergangene Weih­ nachten hat er ihr die letzte überreicht, die in der Sammlung fehlte. Der Schnit­ zer vom Brienzersee muss sich für diese Festtage ein anderes Präsent einfallen lassen. Text: Reto E. Wild Bilder: Annette Boutellier

«Weihnachten und Krippen»: Die Weihnachtsausstellung im Landesmuseum Zürich dauert noch bis zum 4. Januar 2015.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

MENSCHEN

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PORTRÄT

Hanspeter Stähli im Ladenlokal in Brienz: Vor 40 Jahren hat er seine Holzschnitzerlehre absolviert, und noch immer übt er seinen Beruf mit Passion aus.


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INTERVIEW

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Männer glauben an Liebesklischees»

Paarberater Christian Thiel räumt mit Irrtümern der Liebe auf und erklärt, warum Männer die wahren Romantiker sind. Übrigens, von Beziehungsarbeit hält der Deutsche nicht sehr viel.

Christian Thiel, wieso geht ein Paar zum Paartherapeuten?

Meistens, weil ein Paar sich im Alltag aus den Augen verloren hat. Die Partnerschaft wird oft hinten angestellt. Wir pflegen unsere Liebe nicht, wir gehen davon aus, dass sie Bestand hat, egal, wie wir miteinander umgehen. Das legt uns unsere Kultur nahe: Die Liebe ist wie ein Stein, den man finden muss. Wenn man ihn hat, dann hat man ihn. In Wahrheit ist die Liebe aber ein Brot, das man jeden Tag frisch backen muss. Wenn es keine Begegnung mehr gibt, keine Gespräche, kein Interesse am anderen, dann erodiert die Liebe schnell. Jede zweite Ehe wird geschieden. Macht das noch Hoffnung auf die grosse Liebe?

Mir schon. Das heisst ja im Umkehrschluss, dass jedes zweite Paar freiwillig zusammenbleibt (lacht). Statistiken beweisen, dass Ehepaare länger zusammen sind. In Europa leben wir, was Partnerschaft angeht, auf einer Insel der Glückseligkeit. Ein Grossteil dessen, was in der Liebe schiefgeht, liegt daran, dass die Partnerwahl nicht besonders klug erfolgte. Meistens lernt man durch eine gescheiterte Ehe. Das war bei mir so. Sie sagen, unsere Vorstellungen von Liebe werden durch Hollywood und TV-Serien verfälscht. Wie sieht es in der Wirklichkeit aus?

Menschen suchen die Liebe, sie fragen sich, wer zu ihnen passt, sie stolpern. Im Fernsehen sehen wir das nicht. Im Film zieht niemand die Schlussfolgerungen aus einer gescheiterten Beziehung, die Leute interessieren sich nur für Äusserlichkeiten: Die verlieben sich ja nur in das Lächeln. Die einzige Ebene, die es in Filmen gibt, ist diejenige der Erotik. Gibt es die Liebe auf den ersten Blick?

Ich würde da eher von einer erotischen Anziehungskraft sprechen. 10 Prozent Sympathie und 90 Prozent Erotik. Wir wissen binnen Sekunden, ob wir einen Menschen begehrenswert finden oder nicht. Kann daraus Liebe entstehen?

Klar! Erotik ist eine Grundvoraussetzung für eine langfristig stabile Partnerschaft. Aber nur eine von vielen. Die Zahl der Menschen, die zu mir passen, ist wesentlich geringer als die Zahl derjenigen, die ich erotisch anziehend finde. In Ihrem Buch räumen Sie mit Irrtümern über die Liebe auf. So kommt zum Beispiel raus, dass Männer die wahren Romantiker sind. Wie kommt das?

Männer handeln zwar nicht unbedingt romantisch, aber sie glauben an romantische Liebesklischees wie die ewige Liebe. Sie wählen ihre Partnerinnen wie

Frauen sind in der Partnerwahl wählerischer als Männer, sagt Christian Thiel.

im Hollywood-Film: Er sieht sie und ist völlig hin und weg – und das wars. Frauen sind wählerischer und fragen sich zum Beispiel: Kann der auch Windeln wechseln? Die Männer haben eher Kriterien wie: Sieht sie gut aus? Ist sie nett zu mir? Sollte man eher jemanden wählen, der einen ergänzt, oder jemanden, der gleich ist?

Es schadet sicher nicht, sich als unsportliche Person einen sportlichen Partner zu suchen. Wenn wir uns aber charakterlich zu sehr unterscheiden, kann das in einer Partnerschaft schnell kompliziert werden: Jeder sagt dem anderen nur noch,


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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INTERVIEW | 35

Therapeut, Autor, Referent Christian Thiel (53) hat Philosophie und Germanistik studiert und lange Jahre am «Institut für tiefen­ psychologische Indi­ vidualpsychologie» mitgearbeitet. Seit 15 Jahren berät er Singles und Paare und ist damit der «dienstälteste» Singleberater im deutschsprachigen Raum. Er hält Vor­ träge und Workshops rund um Partner­ schaft und schreibt als freier Autor für verschiedene Zeitun­ gen, Zeitschriften und Radiosender. Christi­ an Thiel ist verheira­ tet und lebt mit seiner Frau (51) und zwei Söhnen (12 und 9) in Berlin.

dass er falsch ist. Sind die Gegensätze moderat und ist beiden klar, dass sie von­ einander lernen können, funktioniert das gut. Ich zum Beispiel habe durch meine Frau gelernt, ordentlicher zu sein. Ist ein Altersunterschied ein Problem?

Ja, das fängt schon da an, dass man in der Kindheit von unterschiedlichen Dingen geprägt wurde. Mein Lieblingsbeispiel sind Prinz Charles und Diana. Ihr Alters­ abstand zum Zeitpunkt der Heirat war grotesk: sie war 20, er 32. In diesem jun­ gen Alter entscheidet man sich selten für den Richtigen. Die Wahrscheinlichkeit,

dass es zu einer Scheidung kommt, ist bei einer 30­jährigen Frau um 70 Prozent geringer als bei einer 20­jährigen Frau. Ihre Grundthese ist, dass Sexualität und Partnerschaft zusammengehören. Sind Beziehungen ohne Sex wirklich so unglücklich?

In der Liebe gibt es immer Ausnahmen. Bei einem Grossteil der Paare ist das Ver­ schwinden der Sexualität ein klares Zei­ chen für eine sterbende Partnerschaft. Was kommt zuerst? Das Problem oder die Flaute im Bett?

Das geht Hand in Hand. Einem negati­

ven Aspekt in einer Beziehung müssen immer fünf positive Aspekte gegenüber­ stehen. Wenn das nicht eingehalten wird, zeigt sich das meist in der Sexuali­ tät. Das wiederum verstärkt die Prob­ leme in der Beziehung, es ist also eine Abwärtsspirale. Zärtlichkeit und Sexua­ lität dagegen lösen Bindungshormone aus, das stärkt die Beziehung. Sie schreiben, dass Sie von Beziehungsarbeit nichts halten. Wieso?

Ich kann Paaren nur davon abraten, am Ende eines anstrengenden Tages darü­ ber zu diskutieren, was in der Beziehung


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

«Was Paaren wirklich hilft: jeden Abend 20 Minuten über den Tag zu sprechen.»

Job, Geld. Wer davon spricht, dass sich die Leute heutzutage nicht mehr festlegen möchten, irrt. Es passiert nur später. Heute verbringt man mehr Zeit mit der Ausbildung oder Praktika. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Zeitpunkt der Familiengründung um zwei Jahre nach hinten verschoben. Sie sind auch Singleberater. Wieso kommen Singles zu Ihnen ins Coaching?

alles schief läuft. Was hingegen wirklich hilft: 20 Minuten über den Tag sprechen. Jeder erzählt zehn Minuten von sich und seinen Erlebnissen. Die wichtigste Regel hier: keine Kritik, keine klugen Ratschläge. Dazu ein 5-Sekunden-Kuss zur Begrüssung und zur Verabschiedung und möglichst oft eine 7-SekundenUmarmung, und alles bleibt im Lot. Nach der Lektüre Ihres Buchs könnte man denken: Sex, Aufmerksamkeit, das Gespräch und Verständnis verhindern jegliche Beziehungskrisen. Stimmt das so?

Krisen kommen in der besten Beziehung vor. Meistens sind sie verbunden mit gravierenden Lebensereignissen wie Arbeitslosigkeit, Tod oder Krankheit. Was ist Ihrer Meinung nach der grösste Beziehungskiller?

Weil sie aus ihrer letzten Niederlage in der Liebe Schlüsse für das nächste Mal ziehen möchten. Ich erarbeite mit ihnen, von wem sie in Zukunft besser die Finger lassen sollten. Nach einer langen Beziehung ist eine Singlephase Gold wert. Bei Singles lassen sich Verhaltensmuster leichter verändern. Können Sie in Ihrer eigenen Ehe umsetzen, was Sie Ihren Klienten täglich raten?

Ich bemühe mich. Morgens frage ich mich als Erstes, was ich meiner Frau Gutes tun könnte.

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Sie haben zwei Söhne. Halten Sie sich aus deren Liebesleben raus?

Ich spreche mit ihnen zwar über ihre Zukunftsvorstellungen, werde mich aber raushalten, wenn sie ihre ersten Beziehungen haben. Mehr als Zuhören ist nicht drin. Interview: Silja Kornacher Bilder: Kai Jünemann

Christian Thiel: «Wieso Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben. Die populärsten Irrtümer über Beziehungen und Liebe», Südwest Verlag, Fr. 18.30 bei Ex Libris

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Durch das Zusammenziehen schenkt man sich oft keine Aufmerksamkeit mehr. Man sitzt nur noch auf dem Sofa und starrt in den Fernseher. Sprechen wir einmal über die Treue. Sind wir Menschen wirklich für Monogamie gemacht?

Ja, meiner Meinung nach schon. Wir Menschen sind biologisch darauf angewiesen zusammenzubleiben, um Kinder grosszuziehen. Studien haben gezeigt, dass 85 Prozent der Menschen von Gefühlen berichten, wenn sie von Affären sprechen. Die Menschen irren, wenn sie glauben, Gefühle und Sex liessen sich auf Dauer trennen. Je älter wir werden, desto wichtiger wird eine Bindung. Das Leben allein zu bestreiten ist grauenvoll, besonders im Alter. Mingles, Menschen die zwar zusammen sind, es aber nicht Beziehung nennen wollen, sind anscheinend ein weit verbreitetes Phänomen. Macht diese Beziehungsform glücklich?

Menschen binden sich dann, wenn sie ein Fundament haben: fester Wohnsitz,

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

KOLUMNE | 39

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DER HAUSMANN

Uu huara Spass … Bänz Friedli ist ein Warmduscher.

Vermutlich haben Sie es geahnt: dass ich ein Warmduscher bin. Immer mor­ gens. Stets befestige ich den Duschvor­ hang, indem ich ihn benetze und seitlich an die Plättli «klebe», und zwar schräg nach innen verlaufend, auf dass er unten nicht über den Rand der Bodenwanne hinauswehe und das Wasser, das innen hinabperlt, nicht den Badezimmerboden verspritze … Mach ich seit gefühlten siebenundzwanzig Jahren so, man will ja hernach nicht alles aufputzen. Heute aber habe ich es irgendwie vergessen. Bin etwas in Eile und noch nicht ganz wach. Ich stelle mich also unter die warme Dusche und … Siehe: Der Vor­ hang wölbt sich von selbst nach innen; das Wasser tröpfelt nicht auf den Boden raus, sondern zurück in die Dusch­ wanne. Als wäre Magie im Spiel. «Hey, ich hab grad rausgefunden, dass ich all die Jahre den Duschvorhang für nichts und wieder nichts festgeklebt habe», erzähle ich den Kindern am Frühstückstisch, «der weht ja von sich aus nach innen …» Und ich habe kaum ausgeredet, schon erklärt Hans: «Phy­ sik, dänk! Das heisse Wasser wärmt die Luft, warme Luft steigt – so entsteht ein Unterdruck, der den Vorhang nach innen

zieht.» «Das ist der Bernoulli­Effekt», fällt Anna Luna ein, in der Früh sonst eher wortkarg und gewöhnlich nicht eben Physik­begeistert, «der Unter­ druck entsteht aber auch bei kaltem Wasser, weil die Tropfen von der Luft gebremst werden, was einen Luftwirbel verursacht, der …» Und während sie noch erläutert, bin ich nur noch baff. Was die alles wissen! Ich reiche ihnen die Böxli mit ihrem Mittagessen, und weg sind sie. Ab in die Schule. Schwester und Bruder besuchen dasselbe Gymi. Schon noch cool, dass jungen Frauen dasselbe offensteht: Bildung, berufliche Möglichkeiten, Verwirklichung. Für die Generation unserer Tochter ist dies so selbstverständlich, dass sie sich kaum Gedanken darüber macht. Anna Luna hat verinnerlicht, dass sie wird studie­ ren können, was sie will; dass sie Sport treiben kann, wie sie will; reisen, wohin sie will. Heuer war sie immerhin schon ein halbes Jahr allein in Amerika. Und mir wurden vorige Woche erfreulich viele mutige Berufswünsche gemeldet: Eine Neunjährige will Landmaschinen­ mechanikerin werden, ein weiblicher Polymech hat mich kontaktiert (Wie heisst das? Polymechin?), und aus Ilanz

mailte eine gelernte Landwirtin, die sich zur Fleischfachfrau weitergebildet hat, im Schlachthaus fürs Leben gern ausbeinelt und wurstet und momentan als Metzgerin in einem Laden tätig ist. «Nicht typisch für eine Frau», schreibt sie, «aber es macht mir uu huara Spass!» Statt Konventionen zu gehorchen, können junge Frauen tun, wonach ihnen der Sinn steht. Wir leben in einer guten Welt. Während des Abendessens grenzen wir diese Welt auf der Karte, die über un­ serem Küchentisch hängt, ein bisschen ein. In Pakistan, Afghanistan? Dürfen Mädchen oft nicht einmal zur Schule ge­ hen. In Saudi­Arabien? Ist Frauen das Autofahren verwehrt. In Dubai? Werden Frauen, die vergewaltigt worden sind, als «Ehebrecherinnen» verurteilt und ein­ gekerkert. In Uganda, Nigeria? Werden Lesben mit dem Tod bedroht. In Haiti? Haben Mädchen kaum Zugang zu medi­ zinischen Leistungen. In Russland und weiter östlich? Vergiss es! Und je weiter wir überlegen, desto kleiner wird die Welt, in der junge Frauen sich frei bewe­ gen und entfalten können. Vielleicht lernt Anna Luna ja nun ein bisschen lieber für die nächste Physikprüfung.

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AKTUELL 40 |

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SPENDENAKTION

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Schätze unter dem Hammer

Für die Weihnachtsaktion der Migros spenden 23 Schweizer Stars persönliche Gegenstände. Ab 11. Dezember werden sie versteigert. Die Musiker Peter Reber und Lina Button erzählen, was sie zum Mitmachen bewegt hat.

W

ie wäre es mit einem Saxofon der Big-Band-Legende Pepe Lienhard oder mit High Heels der Casting-Show-Gewinnerin Fabienne Louves? Auch ein Auftritt der Westschweizer Band Carrousel kann ersteigert werden – keine öffentliche Show, sondern ein Privatkonzert im Wohnzimmer des Meistbietenden. Am 11. Dezember startet im Rahmen der Migros-Weihnachtsaktion eine grosse Online-Auktion (siehe Box). Die 23 Schweizer Stars, die das MigrosWeihnachtslied «Ensemble» eingespielt haben, spenden für die Versteigerung persönliche Gegenstände, oder sie stellen sich für ganz spezielle Aktionen zur Verfügung. Der Erlös kommt wie alle Einnahmen aus der Migros-Spendenkampagne ausgewählten Hilfsprojekten von Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe zugute. Das Migros-Magazin sprach mit dem Berner Mundartliedermacher Peter Reber und der Thurgauer Blues-PopSängerin Lina Button über die Auktion. Peter Reber und Lina Button, was stellen Sie für die Versteigerung zur Verfügung?

Peter Reber: Eine klassische Konzertgitarre mit Nylonsaiten. Ich habe sie vor einigen Jahren gekauft, und sie ist auf meinen beiden letzten CDs zu hören. Der Meistbietende bekommt von mir auch eine private Gitarrenlektion in meinem Haus. Mir ist ein Anfänger ebenso willkommen wie ein fortgeschrittener Spieler. Wenn es ein Virtuose ist, lerne ich vielleicht in der Lektion selber etwas. Lina Button: Ich spende ein braunes Holzklavier der Marke Sabel. Es ist ein

So können Sie bei der Auktion mitbieten Auf www.migros. ch/auktion startet am nächsten Donnerstag, 11. Dezember, ab 8.30 Uhr die Online-Auktion. Auf der Website sind alle Gegenstände und Leistungen der 23 Prominenten aufgelistet. Nach einem einfachen Login kann jeder Interessierte für jene Dinge und Aktionen Gebote abgeben, die er gern ersteigern möchte. Am 23. Dezember um 16 Uhr endet die Auktion; dann entscheidet sich, welche Teilnehmer der Auktion die Zuschläge erhalten.

älteres Instrument mit etwas verblasstem Lack, aber es hat einen kräftigen Klang. Das Instrument stand bisher in der Wohnung meiner Mutter in einem Thurgauer Weiler auf dem Seerücken. Ich habe an dem Klavier oft meine Songs entwickelt, obwohl ich in Zürich wohne. Aber auf dem stillen Land kann ich mich besser auf meine Musik konzentrieren. Warum machen Sie bei der Migros-Weihnachtsaktion mit?

Peter Reber: Ich habe beim Lied «Ensemble» gern mitgesungen – es ist ein echtes Weihnachtslied mit einer klaren Botschaft: Wir wollen mit Menschen teilen, die weniger haben als wir. Die ausgewählten Hilfsprojekte nützen bedürftigen Menschen in der Schweiz. Die Winterhilfe unterstützt zum Beispiel mit ihren Möbelspenden Leute, die kein richtiges Bett haben. Das ist eine gute Idee, die jedem sofort einleuchtet. Lina Button: Ich glaube an die Kraft der Musik. Mit einem Lied kann man Herzen berühren und etwas bewegen. Darum habe ich mitgemacht. Die Weihnachtsaktion erinnert daran, dass es mitten in der reichen Schweiz Menschen in Not gibt. Besonders gut finde ich, dass die Notrufnummer 147 der Pro Juventute unterstützt wird. Ich kann mich gut an die Sorgen meiner eigenen Teenagerjahre erinnern. Es ist wichtig, dass sich Jugendliche rund um die Uhr anonym an ein Beratungsteam wenden können. Wie verbringen Sie dieses Jahr Weihnachten?

Peter Reber: Ich erfülle mir dieses Jahr schon vor Weihnachten einen alten


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AKTUELL

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SPENDENAKTION | 41

Diese zwei Stars trennen sich für die Auktion von Musikinstrumenten: Lina Button spendet das Klavier, an dem sie bisher ihre Songs entwickelt hat, Peter Reber eine Gitarre, die auf seinen beiden letzten CDs zu hören ist.

Wunsch. Meine Frau und ich haben viele Reisen unternommen, kennen aber Südamerika noch nicht so gut. In den kommenden Wochen reisen wir durch diesen Kontinent bis ans Kap Hoorn. Am 23. Dezember sind wir zurück, und an Weihnachten treffen wir uns mit unseren beiden erwachsenen Kindern. Die Familie versammelt sich in der Wohnung von Tochter Nina. Ich bin froh, dass wir bei ihr feiern – die Reisekoffer sind ja dann kaum richtig ausgepackt. Lina Button: Meine Eltern, meine Schwester und ich treffen sich in der Wohnung meiner Mutter. Bei uns wird an Weihnachten Musik gemacht – bisher sangen wir immer klassische Weihnachtslieder und Gospel-Songs, und ich spielte dazu Klavier. Weil das Klavier jetzt aber versteigert wird, fällt die Instrumentalbegleitung weg. Wir werden dafür umso kräftiger singen. Interview: Michael West Bild: Pia Zanetti


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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SPENDENAKTION | 43

DREI FRAGEN

«Dank Schulbildung dazugehören»

Hugo Fasel ist Direktor des Hilfswerks Caritas Schweiz. Hugo Fasel, was möchte Ihr Hilfswerk mit dem Projekt Schulstart+ erreichen? Bildung ist wichtig, um in einer Gesellschaft dazuzugehören. Unser Schulsystem ist komplex, und viele Migranten haben Mühe, sich darin zurechtzufinden. Die Kurse im Rahmen unseres Projekts Schulstart+ geben Migranteneltern wichtige Hinweise, worauf sie beim Schuleintritt ihrer Kinder, bei Schulübergängen und bei der Suche nach einer Lehrstelle achten müssen. Den Kindern wird auch ganz direkt beim Schuleintritt geholfen.

Während die Kinder im Familienzentrum Uster malen, besuchen ihre Mütter einen Kurs zum Schulsystem.

Damit Kinder ihren Weg finden

Die Migros unterstützt mit ihrer Weih­ nachtsaktion auch die Caritas­Märkte, die im ganzen Land Produkte zu sehr tiefen Preisen anbieten. Wer darf in diesen Märkten einkaufen? Die Caritas-Märkte sollen Familien, die in Armut leben, günstige Einkaufsmöglichkeiten für Güter des täglichen Bedarfs gewähren. Wer dort einkauft, muss sich ausweisen und eine Bestätigung der Sozialhilfe oder einen Ausweis der Caritas vorlegen, dass er einkaufsberechtigt ist. Die Märkte sind auch ein Ort der Begegnung: Armutsbetroffene werden aus der Isolation geholt, es findet ein Austausch statt, Probleme können besprochen werden. So entstehen neue Perspektiven für arme Familien.

Mit ihrer Spendenaktion fördert die Migros das Caritas-Projekt Schulstart+. Es hilft Migrantenfamilien, das Schweizer Schulsystem zu verstehen. der Mädchen und Buben. Bei Kurs­ leiterin Verbena Fanti, die aus Brasilien stammt, geht es heute um «Lesen und Sprachkompetenz». Auf Portugiesisch erklärt sie, wie Sprache im Schweizer Schulsystem unterrichtet wird, und wie die Eltern ihre Kinder am besten auf den Unterricht vorbereiten können. Später gehtsfüreineFührungindieStadtbiblio­ thek. Die Mütter stammen aus Portugal, Brasilien, Ecuador.

Ein Kompass für die Landschaft der Schweizer Schule Der Kurs im Familienzentrum Uster findet im Rahmen des Caritas­Projekts Schulstart+ statt. Die Migrantinnen und

Bild: Pia Zanetti

D

ie Treppe knarrt immer wieder. Mütter mit Kindern treffen im Obergeschoss des Familien­ zentrums Uster ein. Schuhe aus, Jacke an den Haken, dann gehen die Kinder ins Spielzimmer. Zunächst sind es nur zwei, drei. Später wird das Dutzend voll, und Betreuerin Vanda Hebecker aus Brasilien hat alle Hände voll zu tun. «Darf ich auf die Terrasse?», schreit Pablo* (4). «Ich habe Hunger», bettelt Céline (3). «Schau mal!», fordert Rico (4) und hechtet kopfvoran die kleine Rutsche runter. Während sich die Kinder austoben, beschäftigen sich ihre Mütter im Schu­ lungsraum gegenüber mit der Zukunft

Was bedeutet die Unterstützung der Migros im Rahmen ihrer Weihnachts­ aktion für die Caritas? Mit dieser Aktion trägt die Migros zur Unterstützung armer Familien bei, die es auch in der reichen Schweiz gibt. Dass die Migros dafür ihre Bekanntheit und Reputation einsetzt, ist grossartig und verdient Respekt. Interview: Michael West


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Gut betreut: Giorgio Fanti, Vanda Hebecker und Samantha Sengupta (von links) von Schulstart+ essen mit den Kindern Zvieri.

Migranten werden hier an acht Nachmittagen an das hiesige Kindergartenund Schulsystem herangeführt. 20 Franken kostet die Teilnahme. In der Regel kommen Mütter, manchmal Grossmütter, seltener Väter. «Wir wollen den Eltern helfen, ihre Kinder während der Schulzeit möglichst gut begleiten zu können», sagt Samantha Sengupta, Leiterin von Schulstart+ im Kanton Zürich. Die Kurse werden nicht nur im Kanton Zürich, sondern auch in den Kantonen Aargau, Freiburg und Graubünden angeboten, und zwar in Deutsch und mehreren Fremdsprachen. «Wir versuchen, allen Interessierten die Teilnahme am Kurs zu ermöglichen», erklärt Sengupta. Die Teilnehmenden eines Kurses

verbindet die Sprache und die Herausforderung, mit einem oft völlig fremden Schulsystem konfrontiert zu sein.

Das Angebot nützt Kindern, Eltern und der Schule So geht es etwa Elisabete Martins Pereira (40) aus Portugal. Sie ist vor fünf Jahren in die Schweiz gekommen. Während ihr Sohn in der Sek schnell Anschluss fand, hatte die Tochter im Kindergarten Probleme. «Sie fand keine Freunde. Oft bettelte sie darum, wieder nach Portugal zu gehen», erzählt Martins Pereira. Mittlerweile hat Martins Pereira auch noch Zwillinge bekommen. «Sie sollen nicht die gleichen Probleme haben. Deshalb besuche ich den Kurs.»

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Etwas anders ist die Situation von Raquel Ribeiro (24) aus Ecuador. Sie ist bereits als Kind in die Schweiz gekommen. Ihre Tochter ist vier Jahre alt und hätte diesen Herbst mit dem Kindergarten anfangen sollen. Doch sie habe grosse Mühe im Kontakt mit anderen Kindern gehabt. Hinzu seien gesundheitliche Probleme gekommen, sagt Ribeiro. «Also suchte ich Hilfe, um meine Tochter gut auf den verschobenen Kindergarteneintritt vorzubereiten», sagt sie. Deshalb sei sie hier. Die Themen der Kurse reichen von Erziehungsfragen bis zu Gesprächen mit Berufsberatern. «Wir vermitteln den Eltern viel Fachwissen», sagt Sengupta. Wichtig sei aber auch das informelle Wissen, das sie


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Zubereitung 1. Die THOMY Mayonnaise à la française, das THOMY Tomatenpüree und die Creme vermischen. 2. Die Schalotte schälen und fein hacken, wie auch die Essiggurke und die Kapern, alles vermischen. 3. Nach Belieben Salz und Pfeffer hinzufügen.

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AKTUELL

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in den Kursen abholen können. Die Eltern bekämen nach und nach ein Gefühl für das Schweizer Schulwesen. Und nebenher bauten sie ein wertvolles privates und schulisches Netzwerk auf. Für die Kurse arbeitet die Caritas mit den jeweiligen Gemeinden und Schulen zusammen. Die Finanzierung leisten die Gemeinden und das Hilfswerk ge­ meinsam. «Die Rückmeldungen der Eltern und gerade auch von Schulen, mit denen wir seit Längerem zusammen­ arbeiten, sind sehr positiv», sagt Sengupta. Auch im Familienzentrum Uster ist die Stimmung gut: «Ich bin sicher, dass ich meine Kinder durch den Kurs besser unterstützen kann», sagt Mutter Elisa­ bete Martins Pereira und ist sichtlich zufrieden. Text: Beat Matter

alles für ihre Gesundheit.

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Der Monats-Hit mit 20 % Rabatt ist erhältlich in allen 155 Amavita Apotheken. So können Sie eine Spende überweisen Das Migros-Weihnachtslied «Ensemble» hat auf Anhieb die Spitze der Schweizer Single-Charts erobert. Der Song wurde mit einem Chor aus Prominenten aufgenommen; im Video zum Song spielt Trainerlegende Gilbert Gress eine Schlüsselrolle. Mit dem Kauf des Lieds unterstützt man Hilfsprojekte von Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe – darunter das hier beschriebene Projekt Schulstart+. Der Download des Songs kostet bei ExLibris.ch 1.20 Franken, bei iTunes 1.10 Franken und bei Google Play 99 Rappen. Die Gebühr kommt den Hilfsprojekten zugute. Migros-Kunden können an den Kassen der Filialen Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen. Beiträge können ausserdem auf das Spendenkonto 30-620742-6 oder per SMS mit dem Text «MIGROS (BETRAG)» an die Nummer 455 überwiesen werden. Weitere Infos unter www.migros.ch/ weihnachten.

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5. Tag: Castries (Saint Lucia). Am Tag ist Saint Lucia erfüllt von gemächlichem Treiben: Palmengesäumte Strände laden zum Baden, exotische Fischerdörfer zum Entdecken, dichter Dschungel zum Wandern oder Jungle-Biken und bunte Korallenriffe zum

Schnorcheln und Tauchen ein. Eine Idylle von Ruhe und tropischer Natur. Aufenthalt von 8 bis 18 Uhr. 6. Tag: Point-à-Pitre (Guadeloupe). Zu den französischen Übersee-Départements gehört die karibische Insel Guadeloupe in den Kleinen Antillen. Der belebte Platz von Point-à-Pitre wird umsäumt von Kolonialhäusern mit schmiedeeisernen Balkonen oder durchlaufenden Veranden. Von der Place de la Victoire schaut man auf den alten Hafen La Darse. Aufenthalt von 8 bis 21 Uhr. 7. Tag: Philipsburg (St. Maarten). Die kleine Insel St. Maarten ist zweigeteilt. Der ruhige Norden gehört zu Frankreich und der lebhafte Süden zu den Niederlanden. Die Hauptstadt des niederländischen Teils ist Philipsburg, wo sich auch der Kreuzfahrthafen befindet. Spielcasinos, Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Ruhiger und naturbelassener ist es im Landesinneren, wo man auf den «Paradise Peak» wandern kann. Aufenthalt von 9 bis 15 Uhr. 8. Tag: La Romana (Dom. Republik)–Schweiz. Ankunft in La Romana gegen 13 Uhr. Anschliessend Ausschiffung, Transfer zum Flughafen und Rückflug via Paris nach Zürich. 9. Tag: Ankunft in Zürich. + Schiff auf Reede – Ausschiffung mit Tenderbooten (wetterbedingt).

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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ÜBERNAHME | 49

DREI FRAGEN

Die Küchenhygiene ist wichtig

Blicken zuversichtlich in die Zukunft. Von links: Micarna­Chef Albert Baumann, der abtretende Verwal­ tungsratspräsident Johann Schär und der Geschäftsführer der Rudolf Schär AG, Christian Schär.

Zwei starke Partner

Der M-Industriebetrieb Micarna übernimmt den Ostschweizer Fleisch- und Wurstspezialitätenhersteller Rudolf Schär AG.

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er Familienbetrieb Rudolf Schär AG aus Thal SG steht für Re­ gionalität in Reinkultur: Seit über 60 Jahren stellt das Unternehmen, das zwischen den Ausläufern des Appen­ zellerlands und dem Bodensee gelegen ist, bekannte Ostschweizer Spezialitäten her. Dazu gehören zum Beispiel Appenzeller Mostbröckli, Rheintaler Bauernbratwurst und diverse Schinken­ spezialitäten.

Bild: Micarna

Die beiden Firmen pflegen seit Jahren eine enge Partnerschaft «Die Migros legt seit jeher grossen Wert auf regionale Verankerung», sagt Micarna­Unternehmensleiter Albert Baumann. «Das Know­how und hand­ werkliche Können der Rudolf Schär AG passen perfekt zur Firmenkultur der Micarna.»

Seit Jahren schon arbeiten die beiden Unternehmen eng zusammen. Die Spe­ zialitäten der Rudolf Schär AG gehören bereits heute im Rahmen des Programms «Aus der Region. Für die Region.» zum Sortiment ausgewählter Filialen der Migros Ostschweiz. «Die Fusion mit der Rudolf Schär AG ist nun ein logischer Schritt», hält Baumann fest. Der Ostschweizer Traditionsbetrieb wird als eigenständige Aktiengesell­ schaft in Thal weitergeführt. Alle 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Stelle. «Ein Partner wie Micarna gibt sehr viel Vertrauen und Sicherheit», sagt Christian Schär, aktueller und zukünftiger Geschäfts­ führer der Rudolf Schär AG. «Wir sichern so den Fortbestand unseres Traditionsunternehmens.» Text: Christoph Petermann

Angela Birchler, rund um den Jahreswech­ sel erkranken stets zahlreiche Schweizer an einer Infektion mit Campylobacter. Wie kann es zu einer Ansteckung mit diesen Bakterien kommen? Menschen stecken sich üblicherweise beim Essen von Fleisch, insbesondere Geflügel, mit diesem Erreger an. Dies in erster Linie, weil man zu Hause beim Kochen oder bei der Zubereitung von Fleisch in der Küche Angela Birch­ Hygieneregeln missachtet. ler, Leiterin Qualitäts­ Gerade Geflügelfleisch management wird während der Weih­ bei Micarna. nachtszeit oft und gern gegessen. Welche Regeln gilt es zu beachten, damit es zu keiner Ansteckung kommt? Für die Zubereitung von Geflügel ist es wichtig, separate Schneidbretter und Messer zu verwenden und beides danach gründlich mit heissem Wasser und Spülmittel zu waschen. Beim Fondue chinoise oder dem Tischgrill darf weder rohes Fleisch noch der Fleischsaft mit Beilagen oder anderen Lebensmitteln in Be­ rührung kommen – daher rohes Fleisch immer auf separaten Tellern servieren. Und natürlich muss das Fleisch gut erhitzt und durch­ gebraten werden, damit keine rosaroten Stellen mehr vorhanden sind. Wie gefährlich ist eine Campylobacter­ erkrankung für den Menschen? Sie kann Beschwerden mit sich bringen – zum Beispiel Durchfall, Fieber oder Kopf­ und Bauchschmerzen. Aber normalerweise heilt die Erkrankung von alleine und für den Men­ schen folgenlos aus. Interview: Thomas Tobler Mehr zum Thema Fondue chinoise lesen Sie auf Seite 50.


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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Gesellige Runde

Dünn geschnittenes Fleisch, fester Fisch, pikante Saucen: Beim Fondueplausch ist das kulinarische Angebot so vielfältig, dass jeder auf seine Kosten kommt – auch Bouillon-Liebhaber am Tag danach.

Fondue Chinoise Kalb, Fr. 8.60 per 100 g Fondue Chinoise Rind, Fr. 6.50 per 100 g Fondue Chinoise Schwein, Fr. 3.90 per 100 g M-Classic Chips Paprika, 280 g, Fr. 4.20 Lachsfilet, per 100 g, Tagespreis

Rindsbouillon und Gemüsebouillon: Rezepte siehe nächste Seite


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

Bilder: Jorma Müller; Styling: Monika Hansen; Bilder (Food) Veronika Studer; Projektleitung:Sonja Leissing

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em mit fest d h c is F und t sin früchte oder Lachsfile net. s e r e e Tipp: M ie Rotzungen- ehr gut geeig s w Fleisch ndue Chinoise Fo für das

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as Fondue Chinoise gilt als die Königin unter den Fondues. Kein Wunder, denn das in der würzigen Bouillon gegarte Fleisch zergeht wie Butter auf der Zunge – sei es dünn geschnittenes Rind-, Kalb-, Geflügeloder Schweinefleisch. Hervorragend geeignet sind aber auch Meeresfrüchte und festes Fischfleisch. Aromatische Saucen, verschiedene Gemüsehäppchen und kleine gekochte Kartoffeln verleihen der Tafel das gewisse Etwas. Und aus dem, was von den Bouillons übrig bleibt, lassen sich für den nächsten Tag kräftige Suppen zubereiten. Zwei spezielle Rezeptvorschläge dazu finden Sie auf der folgenden Seite und Empfehlungen für weitere festliche Gerichte auf www.migros.ch/rezepte.


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WEIHNACHTEN

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Bouillon mit Flädli und Schnittlauch

Rindsbouillon für Fondue Chinoise: 1,5 l kräftige Rindsbouillon mit 400 g in Stücke geschnittenem Gemüse (Sellerie, Rüebli, Lauch), 2 Zweigen Petersilie und 2 Lorbeerblättern aufkochen.

Vorspeise für 4 Personen ZUTATEN 50 g Weissmehl 1 Prise Salz 0,5 dl Milch 2 Eier Butter zum Backen Rindsbouillon vom Vortag, passiert ½ Bund Schnittlauch

Rezepte

NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

ZUBEREITUNG 1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. Milch und Eier verrühren. In die Mulde giessen und alles mit einem Schwingbesen verrühren. Teig zugedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen. 2. Wenig Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Die Hälfte des Teigs hineingiessen, unter Schwenken der Pfanne Teig dünn auslaufen lassen. Bei mittlerer Hitze Omelette 2–3 Minuten goldbraun backen, wenden und 2–3 Minuten fertig backen. Zweite Omelette backen. Omeletten auf­ rollen, in feine Streifen schneiden und in Suppenteller verteilen. Bouillon aufkochen, darüber­ giessen. Schnittlauch fein schneiden, darüberstreuen. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 10 Minuten ruhen lassen Pro Person ca. 6 g Eiweiss 5 g Fett 10 g Kohlenhydrate 470 kJ/110 kcal

Asiatische Nudelsuppe mit Crevetten Vorspeise für 4 Personen ZUTATEN 5 g getrocknete Judasohren Gemüsebouillon vom Vortag, passiert 2 EL Sojasauce 2 EL Limettensaft 2 TL Rohzucker 50 g Glasnudeln (Vermicelli) 125 g Chinakohl 200 g rohe geschälte Crevettenschwänze 4 Zweige frischer Koriander

ZUBEREITUNG 1. Judasohren in kaltem Wasser ca. 10 Minuten einweichen, abtropfen lassen, grob schneiden. 2. Bouillon mit Sojasauce, Limettensaft und Zucker aufkochen. Glasnudeln und Judas­ ohren beigeben, ca. 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln. Chinakohl in feine Streifen schneiden, mit den Crevetten darunter­ mischen, ca. 5 Minuten ziehen lassen. Suppe in Suppenschalen verteilen. Koriander fein hacken, darüberstreuen. Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten Pro Person ca. 10 g Eiweiss, 2 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 540 kJ/130 kcal

Gemüsebouillon für Fondue Chinoise: 1,5 l kräftige Gemüsebouillon mit 2 Stängeln zerquetschtem Zitronengras, 3 cm in Scheiben geschnittenem Ingwer, 1 in Ringe geschnittener Peperoncini und 2 Sternanissen aufkochen.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Mit Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Dinkel und Weizenmalzflocken: Pain Création Rusticobrot, 400 g, Fr. 3.80

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Das brauchen Sie für den Fondueplausch Schmeckt wie hausgemacht: Gourmet Tartare Sauce, Fr. 2.40

Crevetten runden das Fischfondue ab. Bio-Crevetten, gekocht, per 100 g, Fr. 6.10

Ideal für Fondue Chinoise und Bourguignonne: Fondueset London, Fr. 49.80

Der milde Currygeschmack passt bestens zu Fisch und Crevetten: Anna’s Best Fresh Dip Curry, Fr. 1.40 Prickelt am Gaumen, auch ohne Alkohol: Perldor Classic, 75 cl, Fr. 4.80

Wenn es schnell gehen muss: Bon Chef Rindsbouillon Paste, 12 Würfel, Fr. 3.– In Deutschland und Ungarn produziert: Fondue Chinoise Geflügel, per 100 g, Fr. 2.60

Mit einem leichten Dressing ist der Königssalat eine bekömmliche Beilage. Anna’s Best Königssalat, Fr. 3.90


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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LeCHEF | 55

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Selbst ist der Chef

Bild: Nik Hunger; Styling: Esther Egli

Man muss kein Sternekoch sein, um seine Kochkunst zu veredeln. Dafür gibt es die Gewürze der neuen Linie LeChef.

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ewürze sollen den Speisen eine besondere Note geben und gleichzeitig den Eigen­ geschmack der Zutaten unterstreichen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, für die sich die Produkte der neuen Gewürzlinie LeChef empfehlen. Deren Sortiment umfasst zehn Gewürze, aus denen sich vielfältige zusätzliche Aromen zaubern lassen. Dazu zählen neben Monogewürzen wie schwarzem Pfeffer und Meersalz auch exklusiv abgestimmte Mischungen. Selbst ungeübten Hobbyköchen fällt es damit leicht, klassischen

Fleisch­ und Geflügelgerichten, Raclette und Gra­ tin, Pizza und Pasta oder bunten Salatbouquets den letzten Pfiff zu verleihen.

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Alle Citterio Charcuterie-Produkte in Selbstbedienung, 20% günstiger, z.B. Salami Milano Maxi-Schale, Italien, per 100 g

40%

2.90 statt 5.20 Clementinen mit Blatt Spanien, per kg

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1.80 statt 2.60 Chicorée Schweiz, Beutel à 500 g

Karotten, Bio Schweiz, Beutel à 1 kg

30%

1.95 statt 2.80 Bananen lose Mittelamerika, per kg

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Endivien Lavata Italien, per kg

Genossenschaft Migros Wallis ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.12. BIS 15.12.2014, SOLANGE VORRAT

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Mangos Brasilien, pro Stück

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2.70 statt 3.70 Tomaten am Zweig Spanien, per kg


Marktfrisch. 30%

9.– statt 12.90

M-Classic Tortelloni Fleisch oder Ravioli Käse/Pesto im 3er-Pack z.B. Ravioli Käse/Pesto, 3 x 250 g

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9.90 statt 19.80

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Optigal Poulet ganz Schweiz, per kg, z.B. nature, 2 Stück

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Anna’s Best Fettuccine im 3er-Pack oder Gnocchi im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Fettuccine, 3 x 250 g

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Strauss Surprise Midi pro Strauss

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Optigal Pouletgeschnetzeltes Schweiz, per 100 g

14.40 statt 18.–

Räucherspeck, TerraSuisse Schweiz, 1/2, per kg

Atlantik-Rauchlachs Norwegen, 330 g

1.– statt 2.–

Schweinskoteletts Schweiz, per 100 g

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Appenzeller Surchoix per 100 g, 20% günstiger

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13.10 statt 16.40

Frischfondue Moitié-Moitié im Duo-Pack 2 x 400 g, 20% günstiger

–.70 statt –.90

Cantadou Frischkäse im Duo-Pack 2 x 125 g, –.90 günstiger, z.B. Kräuter

Alle Passion Joghurt 180 g 20% günstiger, z.B. Stracciatella

10.90 statt 12.90

1.80 statt 2.30

Minirosen, Fairtrade verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück, 15% günstiger

Alle M-Classic Kleinbrote abgepackt 20% günstiger, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 9.12. BIS 15.12.2014, SOLANGE VORRAT

3.95 statt 4.95

Alle Weihnachtsbiscuits im 500-g-Beutel (ohne Mischungen), 1.– günstiger, z.B. Mailänderli

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3.60 statt 4.50

Alle Farmer Getreidestängel z.B. Soft Choc Apfel, 290 g

10.80 statt 13.60

Alle Kellogg’s im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Choco Tresor, 2 x 600 g


chkeiten. 50%

8.50 statt 17.–

Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ z.B. Milch-Nuss, 10 x 100 g

4.05 statt 4.80

Alle Perldor und Kids Proseccoli 15% günstiger, z.B. Perldor Classic, 75 cl

2.45 statt 3.10

Alle Gran Pavesi, Olivia & Marino oder Roberto Apéro-Gebäcke 20% günstiger, z.B. Gran Pavesi gesalzen, 250 g

50%

2.85 statt 5.70

Alle Aproz im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter z.B. Classic

50%

7.20 statt 14.40

Finizza Pizza Prosciutto oder Mozzarella im 3er-Pack tiefgekühlt, z.B. Prosciutto, 3 x 330 g

3.60 statt 4.50

Alle Mister Rice Produkte 20% günstiger, z.B. Wild Rice Mix, 1 kg

20x PUNKTE

2.10 statt 2.50

Alle Fruchtkonserven und Apfelmus ab 800 g beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.40 günstiger, z.B. Pfirsich-Hälften, 510 g

4.– statt 5.–

Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g

2.35

Alle Spezialmehle (ohne Alnatura), z.B. Zopfmehl, TerraSuisse, 1 kg


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Twist Haushaltpapier in Mehrfachpackungen z.B. Style mit Schneemann-Sujet, FSC, 8 Rollen, gültig bis 22.12.

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Damen Thermo Leggings und Finken z.B. Leggings, gültig bis 22.12.

5.25 statt 6.60

6.05 statt 7.60

Diverse I am, Fanjo und pH balance Duschen in Mehrfachpackungen 20% günstiger, z.B. I am Shower Cremedusche Milk & Honey im 3er-Pack, 3 x 250 ml, gültig bis 22.12.

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Elan Waschmittel z.B. Pacific Dream, 2 Liter, gültig bis 15.12.

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. SOLANGE VORRAT

9.90

Alle Cucina & Tavola sowie Duni Servietten, Tischsets, Tischtücher und Tischtuchrollen aus Papier (ohne M-Budget) z.B. Serviette Herz auf Briefpapier, FSC, gültig bis 22.12.

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Hygo WC-Einhänger und WC-Reiniger im Duo-Pack 1.20 günstiger, z.B. WC-Reiniger Power Grapefruit, 2 x 750 ml, gültig bis 22.12.

I am und Belherbal Haarprodukte in Mehrfachpackungen 20% günstiger, z.B. I am Hairspray Aerosol Shine im Duo-Pack, 2 x 250 ml, gültig bis 22.12.

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. e t o e er t b A i e We ng FRÜCHTE & GEMÜSE

Anna’s Best Königssalat, 150 g 3.10 statt 3.90 20% Äpfel Gala, süsslich, Schweiz, per kg 2.40 statt 3.60 33% Blondorangen, Spanien, Netz à 2 kg 2.40 statt 4.80 50% Bananen lose, Mittelamerika, per kg 1.95 statt 2.80 30% Clementinen mit Blatt, Spanien, per kg 2.90 statt 5.20 40%

Alle Pain Création (ohne Kleinbrote in Selbstwahl), –.40 günstiger, z.B. Rusticobrot, 400 g 3.40 statt 3.80 Alle M-Classic Kleinbrote abgepackt, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g 1.80 statt 2.30 20% Alle Passion Joghurt 180 g, z.B. Stracciatella –.70 statt –.90 20% Appenzeller Surchoix, per 100 g 1.45 statt 1.85 20%

Thymian, Italien, Beutel à 20 g 1.90

Frischfondue Moitié-Moitié im Duo-Pack, 2 x 400 g 13.10 statt 16.40 20%

Chicorée, Schweiz, Beutel à 500 g 1.80 statt 2.60 30%

Caprice des Dieux, 300 g 4.35 statt 5.45 20%

Endivien Lavata, Italien, per kg 4.30

Cantadou Frischkäse im Duo-Pack –.90 günstiger, z.B. Kräuter, 2 x 125 g 4.20 statt 5.10

Mangos, Brasilien, pro Stück 1.95

Karotten, Bio, Schweiz, Beutel à 1 kg 2.50 Tomaten am Zweig, Spanien, per kg 2.70 statt 3.70 25%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40% Räucherspeck, TerraSuisse, Schweiz, 1/2, per kg 14.40 statt 18.– 20% M-Classic Trutenbrust im Duo-Pack, hauchdünn geschnitten, Frankreich, 2 x 144 g 4.90 statt 7.– 30% Alle Citterio Charcuterie-Produkte, in Selbstbedienung, z.B. Salami Milano Maxi-Schale, Italien, per 100 g 4.– statt 5.– 20% Optigal Poulet ganz, Schweiz, per kg, z.B. nature, 2 Stück, 6.60 statt 9.50 30% Schweinskoteletts, Schweiz, per 100 g 1.– statt 2.– 50% Optigal Pouletgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g 2.60 statt 3.30 20% Crevetten Tail-on gekocht, Bio, Zucht aus Ecuador, per 100 g 3.65 statt 6.10 40% * Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

BROT UND MILCHPRODUKTE

Jakobsmuscheln, MSC, Wildfang aus dem Nordwestatlantik, per 100 g 5.90 * Kabeljaurückenfilet, MSC, Wildfang aus dem Nordostatlantik, per 100 g 4.40 * Lachsfilet mit oder ohne Haut, Bio, Zucht aus Irland, z.B. ohne Haut, per 100 g 4.70 * Atlantik-Rauchlachs, Norwegen, 330 g 9.90 statt 19.80 50% Wildlachsfilet, MSC, Wildfang aus Alaska, per 100 g 5.– *

Minirosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 15% Strauss Surprise Midi, pro Strauss 8.90 statt 14.90 40%

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ, z.B. Milch-Nuss, 10 x 100 g 8.50 statt 17.– 50% Frey Baumschmuck aus Schokolade, UTZ, z.B. Baumbehang hohl, assortiert, 300 g 10x 7.80 10x PUNKTE gültig bis 25.12. Alle Weihnachtsbiscuits im 500-g-Beutel (ohne Mischungen), 1.– günstiger, z.B. Mailänderli 3.95 statt 4.95 Alle Kellogg’s im Duo-Pack, z.B. Choco Tresor, 2 x 600 g 10.80 statt 13.60 20% Alle Farmer Getreidestängel, z.B. Soft Choc Apfel, 290 g 3.60 statt 4.50 20% Alle Spezialmehle (ohne Alnatura), z.B. Zopfmehl, TerraSuisse, 20x 1 kg 2.35 20x PUNKTE

20x

Finizza Pizza Prosciutto oder Mozzarella im 3er-Pack, tiefgekühlt, z.B. Prosciutto, 3 x 330 g 7.20 statt 14.40 50% Buon Gusto Lasagne Bolognese 600 g, Cannelloni Fiorentina 360 g oder Lasagne Méditerranée 360 g, tiefgekühlt, z.B. Lasagne Bolognese, 600 g 5.20 NEU *,** 20x

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 22.12.

Alle Glacetta Eiscakes, Eistorten oder Portionendesserts, z.B. Cappuccino, 800 ml 4.– statt 5.– 20% Alle M-Classic Fondue Chinoise, tiefgekühlt, z.B. Rind, 450 g 22.40 statt 28.– 20% Red Bull Standard im 24er-Pack, 24 x 250 ml 29.70 statt 39.60 25% Alle Perldor und Kids Proseccoli, z.B. Perldor Classic, 75 cl 4.05 statt 4.80 15% Alle Aproz im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Classic 2.85 statt 5.70 50% Alle Mister Rice Produkte, z.B. Wild Rice Mix, 1 kg 3.60 statt 4.50 20% Salsa all’Italiana Bolognese 250 ml oder 500 ml, z.B. 500 ml 3.50 NEU *,**

BLUMEN & PFLANZEN

Backmischung Kaiserschmarrn, 250 g 4.50 NEU *,**

Gesamtes MSC/ASC TiefkühlSortiment, z.B. Pangasius in Zitronenpanade, ASC, 300 g 4.05 statt 5.10 20%

Alle Ponti Essige und Dressing, z.B. Balsamico di Modena, 50 cl 3.60 statt 4.50 20% Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20% Tartare, Bio, 170 g 2.80 NEU *,**

20x

Condy Cornichons Hot, 200 g 2.70 NEU *,**

20x

Alle Bon Chef Saucen, z.B. Currysauce im Beutel, 30 g 1.10 statt 1.40 20% Alle Fruchtkonserven und Apfelmus ab 800 g, beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.40 günstiger, z.B. Pfirsich-Hälften, 510 g 2.10 statt 2.50 Alle Gran Pavesi, Olivia & Marino oder Roberto Apéro-Gebäcke, z.B. Gran Pavesi gesalzen, 250 g 2.45 statt 3.10 20% M-Classic Frischback Silserbrötchen ungekühlt 3.40 NEU *,**

Gesamtes Catsan KatzenstreuSortiment, z.B. Hygienestreu, 10 Liter 6.30 statt 7.90 20% Gesamtes Vital Balance Hundefutter-Sortiment, z.B. Dog Adult Lamm Trockenfutter, 3 kg 12.55 statt 15.70 20% I am und Belherbal Haarprodukte in Mehrfachpackungen, z.B. I am Hairspray Aerosol Shine im Duo-Pack, 2 x 250 ml 6.05 statt 7.60 20% ** Gillette Basis Gel im Duo-Pack, 2 x 200 ml 6.35 statt 7.50 15% ** Diverse I am, Fanjo und pH balance Duschen in Mehrfachpackungen, z.B. I am Shower Cremedusche Milk & Honey im 3er-Pack, 3 x 250 ml 5.25 statt 6.60 20% ** I am Natural Cosmetics 3in1 Fussbalsam, 75 ml 20x 4.90 NEU ** Damen Langarm-Shirt mit Stehkragen im Duo-Pack, erhältlich in diversen Farben, Gr. S–XXL 29.80 ** Sloggi 100 Tai oder Basic Midi, 2 + 1 gratis, z.B. Damen Slip Mini 29.80 ** Damen Stulpen, z.B. rot 12.90 ** Damen Thermo Leggings und Finken, z.B. Leggings 9.90 ** Herren Shirt mit Stehkragen im Duo-Pack 29.80 ** Herren Socken in Mehrfachpackung, z.B. Socken, Bio, im 3er-Pack 9.90 ** Milette Baby Feuchttücher im 4er-Pack, z.B. Ultra Soft & Care Quattro, 4 x 72 Stück 9.80 statt 12.40 20% ** Mädchen Festtagskleid, violett, Gr. 98–128 29.– NEU *,**

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Elan Waschmittel, z.B. Pacific Dream, 2 Liter 6.95 statt 13.90 50%

Minitörtli im 4er-Pack, z.B. Linzertörtli, 4 x 75 g 3.90 statt 5.20 25%

Hygo WC-Einhänger und WC-Reiniger im Duo-Pack 1.20 günstiger, z.B. WC-Reiniger Power Grapefruit, 2 x 750 ml 5.60 statt 6.80 **

Tradition Salatsaucen im Duo-Pack, z.B. Sauce Française aux herbes, 2 x 450 ml 6.80 statt 9.80 30%

Twist Haushaltpapier in Mehrfachpackungen, z.B. Style mit Schneemann-Sujet, FSC, 8 Rollen 5.85 statt 8.40 30% **

M-Classic Tortelloni Fleisch oder Ravioli Käse/Pesto im 3er-Pack, z.B. Ravioli Käse/ Pesto, 3 x 250 g 9.– statt 12.90

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Anna’s Best Fettuccine im 3er-Pack oder Gnocchi im Duo-Pack, z.B. Fettuccine, 3 x 250 g 6.– statt 7.50 20%

NEAR-/NON-FOOD Alle Vital Balance Nassfutter in Mehrfachpackungen, beim Kauf ab 3 Produkten, jedes –.80 günstiger, z.B. Adult Huhn, 4 x 85 g 3.10 statt 3.90

Genossenschaft Migros Wallis

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20x

Gesamtes MSC TierfutterSortiment, z.B. Sheba Délicatesse Lachs, 100 g –.80 statt 1.– 20%

Cucina & Tavola Fondue Bourguignonne/Chinoise Set Stockholm, 23-teilig 59.– Sony Cybershot DSC W830, z.B. silber 99.90 statt 149.– 30% ** Alle Cucina & Tavola sowie Duni Servietten, Tischsets, Tischtücher und Tischtuchrollen aus Papier (ohne M-Budget), z.B. Serviette Herz auf Briefpapier, FSC 2.15 statt 4.35 50% **


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Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Migros-Medien sowie der beteiligten Partner sind nicht teilnahmeberechtigt. Mehrfachteilnahmen sind möglich, Computergesteuerte Massenteilnahmen sind ausgeschlossen.

Per Telefon: Wählen Sie die Nummer 0901 100 033 (Fr. 1.–, Anruf ab Festnetz), nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Wort KALENDER, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nr. 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: KALENDER Lösung Beat Muster, Musterstrasse 1, 9999 Musterdorf Online: www.migrosmagazin.ch/ad ventskalender

Beantworten Sie die folgende Frage und nehmen Sie teil, täglich zwischen 00.00 und 23.59 Uhr: Was wird in der Adventszeit und an Weihnachten angezündet?

Tägliche Gewinnchance

Wort PREIS, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nr. 920 (Fr. 1.-/SMS). Beispiel: PREIS Lösung Beat Muster, Musterstrasse 1, 9999 Musterdorf Online: migrosmagazin.ch/adventskalender Teilnahmeschluss: 14. Dezember 2014, 24 Uhr


SCHAUFENSTER 66 |

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SUBITO

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Pasta, einfach A

ppetit auf italienische Küche und keine Zeit zum Kochen? Mit Subito ist das überhaupt kein Problem, denn die Penne-Fertiggerichte schmecken so gut wie vom Italiener und sind im Nu zubereitet. Es braucht gerade mal drei Minuten in der Mikrowelle, und schon sind die Penne al dente. So eignen sich die vorgekochten Fertiggerichte sogar für den spontanen Genuss im Büro, gern auch zum Zmittag in geselliger Runde mit Arbeitskollegen. Alternativ kann man Sauce und Pasta auch mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser in eine Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Die schmackhaften Gerichte gibt es mit drei Saucen: Bolognese, all’arrabbiata und Basilico. Sie enthalten weder geschmacksverstärkende Zusatzstoffe noch Konservierungs- oder Farbstoffe. AW

Subito Penne Basilico, 350 g, Fr. 4.70

Subito Penne Bolognese, 350 g, Fr. 4.90 In grösseren Filialen

Bilder: Marvin Zilm

Subito Penne all’arrabbiata, 350 g, Fr. 4.70


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

SCHAUFENSTER

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SUBITO | 67

typisch italienisch

Statt in der Schale kann man das Gericht auch stilgerecht auf dem Teller anrichten.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehรถren auch die Pastagerichte von Subito.


n ü g

ÜBER 4 MILLIONEN EINKÄUFE BEWEISEN, DASS DIE MIGROS GÜNSTIGER IST ALS COOP. Vom 18. bis 24. November 2014 haben wir zusammen mit dem unabhängigen Institut LP Marktforschung den grössten Preisvergleich im Schweizer Detailhandel mit über 5000 Artikeln wiederholt: Dabei wurden über 4 Millionen effektiv getätigte Einkäufe mit Coop verglichen. Das Ergebnis: In der Migros kauft man 11,3% günstiger ein. Somit ist belegt, was unsere Kunden schon immer wussten: IN DER MIGROS GIBT’S IMMER MEHR FÜRS GELD.

MGB www.migros.ch W

r e üb % 1 0stiger


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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BLÉVITA | 69

Apéro-Tischlein deck dich

Wer Blévita daheim hat, kommt als Gastgeber für eine spontane Party nicht in Verlegenheit.

E

Bilder: Claudia Linsi

in spontaner Anlass ist oftmals viel unterhaltsamer als ein minutiös geplantes Beisammensein. Was aber tun, wenn man selbst in die Gastgeber­ rolle schlüpfen möchte und keine frischen Backwaren für den Apéro zur Verfügung hat? Wohl dem, der Blévita auf Vorrat daheim hat, denn die Mehrkorngebäcke sind mehr als nur eine Alternative. Zumal es die knusprigen, schmackhaf­ ten Cracker auch im Miniformat und in diversen Sorten gibt. Zur Auswahl stehen die Geschmacksnoten Paprika, Proven­ çale sowie Cream & Onion. Die mundgerechten Minicracker ent­ halten reichlich Dinkelmehl, wertvolle Ballaststoffe und hochwertiges Son­ nenblumenöl. Dank der praktischen, wiederverschliessbaren Beutel bleiben sie lange frisch und knusprig. Wenn es schnell gehen soll, belegt man die Blévita­Cracker einfach mit feinen Zutaten wie Rauchlachs, Trockenfleisch oder rezentem Käse. Man kann aber auch etwas Ausgefallenes kreieren: Serviertipp 1: Vegetarisch Kürbis und Rüebli sehr fein raffeln. Mit Kürbiskernöl, Salz, Pfeffer und Apfel­ essig abschmecken.Auf Blévita anrichten und mit Kürbiskernen bestreuen.Ziegen­ käse darüberbröckeln und servieren. Serviertipp 2: Fleisch Weisse Bohnen in Bouillon weichkochen. Mit einer Gabel zerdrücken. Mit Basili­ kum und angedünsteten Speckwürfeln mischen und auf Blévita anrichten. Serviertipp 3: Meeresfrüchte Avocado mit einer Gabel zerdrücken. Nach Belieben würzen und mit Limet­ tensaft beträufeln. Mit Sauerrahm und Minze mischen. Auf Blévita streichen. Mit gebratenen Crevetten belegen. AW

Blévita mini Paprika, 130 g, Fr. 2.75

Mit ein paar würzigen Dips und Toppings werden aus den Blévita-Crackern schmackhafte Apéro-Stars.

Blévita Dinkelgebäck Thymian-Meersalz, 6 Portionen, 228 g, Fr. 3.55

Blévita 5-Korn-Gebäck 6 Portionen, 228 g, Fr. 3.35

Blévita 5-Korn-Gebäck mit Sesam, Stange, 295 g, Fr. 3.30

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu zählen auch die Blévita-Cracker.


SCHAUFENSTER 70 |

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FRISCHFLEISCH

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Fleischkauf ist auch Vertrauenssache

Wer die Menüs für die Festtage plant, ist gut beraten mit einem Besuch an der Theke. Denn im Frischfleischverkauf ist die persönliche Beratung das grosse Plus. auf Wunsch. So liegen bei den meisten Stücken 5 Tage drin.

Herr Angst, wer kommt an die Theke?

Man kann fast von einem Trend sprechen: Chinoise,etwas dicker geschnitten. Oder kleinere Bourguignon-Würfel, die man dann ebenfalls in die kochende Bouillon tunkt. Das Schöne an der Theke ist doch, dass man selber die Mengen bestimmen und von einer Sorte auch mal nur wenig schneiden lassen kann.

Jeder, der einen Spezialwunsch hat: Senioren und Singles für Einzelmengen, Familienväter für selbst gemachte Hacktätschli, Fleischliebhaber für ein extradickes Entrecôte oder ehrgeizige Hobbyköche, die zur grossen Tavolata laden wollen. Und natürlich alle, die zum Fest etwas Besonderes auftischen möchten. Was ist das Besondere am Thekenfleisch?

Fast das gesamte Fleischangebot stammt aus der Schweiz und wird zum Beispiel unter dem Nachhaltigkeitslabel TerraSuisse oder in Bioqualität produziert. Zudem führen wir auch regionale Spezialitäten, die es in anderen Filialen nicht gibt. Ein weiterer Pluspunkt der Theke: Wir können jedes einzelne Stück noch etwas abhängen lassen, bis es den perfekten Reifegrad erreicht hat. Was sind die häufigsten Fragen?

Hauptsächlich werden wir um Zubereitungstipps gebeten. Häufig geht es aber auch um Aufbewahrung und Haltbarkeit. Herkunft und Nachhaltigkeit sind ebenfalls ein grosses Thema. Viele Kunden sind auch unsicher, welche Menge sie für das gewünschte Gericht benötigen. Wie lange kann man Frischfleisch lagern?

Je kleiner das Stück ist, umso kürzer ist die Lagerzeit. Gehacktes nur bis zum nächsten Tag. Ein Braten kann aber gut 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.Schweinefleisch sollte man rasch verbrauchen. Möchte jemand das Fleisch länger lagern, vakuumieren wir es gern

Kann man Fleisch einfrieren?

Ja klar, frisches Fleisch kann man problemlos einfrieren. So ist auch eine längerfristige Menüplanung möglich. Was empfehlen Sie für die Festtage?

Nehmen Sie Bestellungen auf?

Sehr gern. Speziell für grössere Mengen ist eine Bestellung sogar zu empfehlen. Chinoise zum Beispiel können wir meist nicht sofort schneiden. Mit einer Vorbestellung braucht der Kunde die Ware nur noch abzuholen und muss nicht warten. Auch gespickte und gebundene Braten machen wir bevorzugt auf Vorbestellung.

Als gelernter Metzger und Koch kann Christian Angst zu jedem Thema kompetent Auskunft geben. Das schätzen die Kunden.

WarumsprechendieKundenSiepersönlichan?

Weil sie mir vertrauen und ich meine Kunden kenne. Ich liebe es, Kochtipps zu geben oder gar zu einem neuen Menü zu inspirieren. Von vielen Kunden erhalte ich Rückmeldungen, wie ihr letztes Fleischgericht gelungen ist. Dabei ergeben sich oft tolle Kochgespräche. Ich empfehle den Kunden übrigens auch, immer zu demselben Metzger zu gehen. Was ist Ihr Lieblingsfleischrezept?

Wiener Schnitzel. Dazu nehme ich fein geschnittene TerraSuisse-Kalbsplätzli. Meine Kinder lieben sie.Für uns ist neben der Fleischqualität auch die artgerechte Tierhaltung sehr wichtig. Entsprechend achten wir auf einen verantwortungsvollen Fleischkonsum. Interview: Anna-Katharina Ris

Bilder: Paolo Dutto

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hristian Angst ist gelernter Metzger und Koch. Seinen Kompetenzen sind ihm als Chefmetzger der Migros-Filiale Metalli in Zug sehr hilfreich, denn wer für seinen Einkauf an die Theke geht, will fachspezifisch beraten werden. Das Migros-Magazin hat ihn zu den wichtigsten Themen befragt.

TIPP Den Braten eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Rundherum anbraten und je nach Grösse 1 bis 2 Stunden im Ofen bei 180 bis 200 oC schmoren.

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FRISCHFLEISCH | 71

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1 Braten mit Speck und Rosmarin belegen. 2+3 Garnschlaufen im Abstand von 2 cm um das Fleisch legen und festzurren. 4 Der Braten bleibt schön in Form und lässt sich nach dem Schmoren bequem schneiden.


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MIX FOOD | 73

GUT & GÜNSTIG

Schwarzwurzelsuppe Vorspeise für 4 Personen und circa Fr. 7.– ■ 2 EL Zitronensaft und 1 l Wasser in eine Schüssel geben. 500 g Schwarzwurzeln waschen, schälen und sofort ins Zitronenwasser legen, damit sich die Wurzeln nicht verfärben. 2 mehligkochende Kartoffeln ebenfalls schälen und zu den Schwarzwurzeln geben. ■ 1 mittlere Zwiebel fein hacken. In 3 EL Olivenöl glasig dünsten. Schwarzwurzeln aus dem Zitronenwasser heben, abtropfen lassen und in grobe Stücke schneiden. Zu der Zwiebel geben und ca. 3 Minuten mitdünsten. ■ Mit 1 dl Weisswein ablöschen und mit 6 dl Gemüsebouillon auffüllen. Circa 25 Minuten köcheln lassen. Suppe pürieren. 1 dl Vollrahm dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft würzen. Auf Teller verteilen und mit 1 bis 2 EL Schnittlauchröllchen bestreuen.

Mit Schwarzwurzeln, Zwiebeln und Vollrahm lässt sich eine schmackhafte Suppe zubereiten.

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Immer wieder frisch und knusprig

Die Migros-Bäckerei Jowa bietet neu klassisch geschwungene Zöpfli in glutenfreier Qualität an. Sie enthalten weder Gluten noch Weizen, Nüsse oder Laktose. Die Zöpfli sind bereits vorgebacken und schnell genussbereit. Ob mit Honig, Konfi oder Butter – da wird der Alltag zum Sonntag. aha! Zöpfli, Packung mit 2 Stück à 100 g, Fr. 4.80

Zum Apéro, für den kleinen Hunger zwischendurch oder zum Knabbern am gemütlichen TV-Abend bieten sich die neuen luftigen Mini-Cracker von Pic an. Es gibt sie als klassisches Salzgebäck oder mit Paprika gewürzt. Praktisch ist die Verpackung, denn der Stehbeutel lässt sich dank der Daumenlasche am oberen Rand bequem öffnen. Zudem ist er wiederverschliessbar, sodass die Cracker auch bei längerer Enthaltsamkeit stets frisch und knusprig schmecken. Pic Mini Crackers Paprika, 100 g, Fr. 2.10

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Raclette im Kräutermantel Für eine geschmackliche Abwechslung am Racletteabend sorgt eine Special Edition von Raccard: Bei der saisonalen Variante, die noch bis etwa Ende Januar erhältlich ist, umhüllt ein aromatischer Kräutermantel den Raclettekäse. Die Kräuter, unter anderem Thymian, Salbei, Bergminze, Basilikum und Majoran, stammen alle aus dem Wallis. Raccard Special Edition Kräuter, 200 g, Fr. 5.20

Bio-Dinkelpops sind wieder da Manchmal macht uns die Natur einen Strich durch die Rechnung. Wie bei den BioDinkelpops, die aufgrund von Ernteausfällen in den Migros-Regalen fehlten und durch Weizenpops ersetzt wurden. Doch jetzt sind sie wieder verfügbar. Mit Milch, Joghurt oder als Beilage zum Müesli ergeben die gerösteten Dinkelpops eine schmackhafte Mahlzeit zum Frühstück, Znacht oder einfach für zwischendurch. Bio Dinkelpops, 250 g, Fr. 3.70 In grösseren Filialen


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BIRCAL | 75

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Die Spezialpflege von Bircal Expertise wirkt dauerhaft gegen Schuppen und beugt Haarausfall vor.

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V Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Haarpflegemittel der Linie Bircal Expertise.

iele Menschen klagen über Schuppen oder genetisch bedingten Haarausfall, der vor allem bei Männern je nach Veranlagung sogar schon in jungen Jahren eintritt. Mit professioneller Haar- und Kopfhautpflege lassen sich beide Symptome lindern, wenn nicht sogar – zumindest im Fall der Schuppenbildung – komplett beseitigen. Mit Pflegemitteln, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist, kann hier Bircal Expertise punkten. Die Schweizer Spezialpflegelinie hält mehrere Produkte bereit, die für spezielle Haarprobleme entwickelt wurden. Wie das AntiSchuppen-Shampoo Classic, das bei regelmässiger Anwendung auch die Bildung neuer Schuppen verhindert.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Winterlich eingepackt

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RAPPENSPALTE

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Bild: Fabio Gloor

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Mia Aegerter (38) ist Schauspielerin und Sängerin. Seit 2003 war die Freiburgerin mit fünf Singles und vier Alben in den Schweizer Charts vertreten. Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

Mit Maiensingen in Dorfrestaurants. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Immaterielles: Freundschaft, Liebe oder das Gefühl, das Musik in mir auslöst. Wofür geben Sie gern viel Geld aus?

Für Reisen, Bücher und Musik.

Wo verbrachten Sie Ihre teuersten Ferien?

Vor Jahren auf den Seychellen.

Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?

Mein Fahrausweis, eine Tonne Plastikkarten, Aspirin und ein Plektrum. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

Ich habe bis heute keine anständige Buchhaltung zustande gebracht, für Spartipps bin ich also kaum die Richtige.

Leichtfüssig skiwandern Der Klassik-Langlaufski Fibre Crown von Fischer spricht den sportlichen Skiwanderer an, der Wert auf leichtes Material legt. Der Air-Channel-BasaliteGlasfiber-Holzkern mit eingefrästen Luftkanälen sorgt für eine Gewichtsersparnis gegenüber reinen Holzkernen. Vulkanische Basaltfasern machen den Ski noch leichter. Ein uneingeschränktes Gleiten ist gewährleistet durch die versetzte Prägestruktur im Bindungsbereich. Fischer Langlaufski Fibre Crown inkl. Bindung Touring Classic (NNN), Fr. 248.– In ausgewählten SportXX-Filialen

Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?

Für einen Finanzberater.

Was kann man für Geld nicht kaufen?

Trockenshampoo für mehr Volumen Das Trockenshampoo der Pflegelinie I am Professional verleiht dem Haar Frische und Volumen, ohne es zu waschen. Aus 20 Zentimeter Entfernung wird das Shampoo in Stössen auf den Haaransatz gesprüht. Dann lässt man es kurz trocknen und massiert es mit den Fingerspitzen ein. Nach sorgfältigem Ausbürsten wirkt das Haar wie frisch gewaschen. I am Professional Dry Shampoo, 200 ml, Fr. 6.80

Glück. Sobald die Grundbedürfnisse gedeckt sind, macht Geld allein nicht mehr glücklich. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Generell Menschen, die neue und eigene Wege gehen. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

Normalerweise hasse ich Shopping. Eine Tour mit Russell Brand jedoch stelle ich mir lustig und effizient vor. Er würde alle Kassiererinnen um den Finger wickeln, sodass ich überall Rabatt bekäme. Interview: Yannick Dolman


SAISONKÜCHE 78 |

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WERNER WOHLWEND

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Von Pferden und Äpfeln

Werner Wohlwend fährt im Winter Pferdeschlitten. Das Migros-Magazin brachte ihm warmen Kuchen.

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iena und Bonito stehen geduldig und warten auf ihren Einsatz. Die beiden Kaltblüter trotzen der Kälte in Pontresina GR. «Wir hatten hier auch schon wochenlang unter 30 Grad minus», erklärt Werner Wohlwend, der meistens einfach Wohli genannt wird und mit seinem Vollbart ein wenig aussieht wie der Engadiner Freilichtmaler Giovanni Segantini. «Darauf werde ich häufig angesprochen», sagt Wohlwend, der aber keine Bilder malt, sondern seit 2003 einen Kutschenbetrieb in Pontresina führt. Er fährt auf der Strecke vom Bahnhof in Pontresina ins Val Roseg, für besondere Anlässe lassen sich Rösser und Kutscher buchen. Dafür und für eine Reitschule hält Wohlwend mit seiner Frau Gina 50 Pferde in offener Herdenhaltung – «das Beste für Herdentiere». «Die Pferde sind schon eingespannt, jetzt kann ich sie nicht allein lassen»,

entschuldigt sich der Kutscher, als es die Gäste Richtung Küche drängt. Alle wollen später ein Stück vom Bratapfelkuchen, den sich «Saisonküche»-Köchin Anja Steiner ausgedacht hat. Gina Wohlwend zeigt uns die kleine Küche ihrer Wohnung in Bahnhofsnähe. «Hier übernachten wir, damit wir im Notfall schnell bei den Pferden sein können.»

Cantucci mit Marzipan verknetet – «eine raffinierte Füllung» Aufmerksam schaut sie zu, wie sich die Köchin ans Backen macht. «Das ist eine raffinierte Füllung», bemerkt sie, als Anja Steiner die Cantucci mit dem Wallholz in einem Plastikbeutel zerbröselt, bevor sie sie mit weichem Marzipan zu einer Füllung verknetet. «Die Bratäpfel müssen wir vorgaren, sonst sind die Äpfel noch roh und der Kuchen schon fertig», sagt die Köchin und schiebt

AUFGETISCHT

Werner «Wohli» Wohlwend, Pferdekutschenbetreiber Als Bub schaut Werner Wohlwend (51) den Kutschern in Pontresina zu, fährt häufig mit. Er lernt Elektriker, doch die Leidenschaft für die Pferde bleibt. Als er seine Frau Gina, eine Pferdenärrin, kennenlernt, ist klar, dass die Zukunft auf vier Hufen daherkommt. Die Strecke von Pontresina ist autofrei, Wohlwend und seine Kutscher fahren mit dem «Pferdeomnibus» nach Fahrplan .

Flexibler Kutscher: Werner Wohlwend kann während der Fahrt von Rädern auf Kufen umschalten.

Was haben Sie immer auf Vorrat? Beefsteak Tatar. Und Käsefondue muss immer griffbereit sein.

Je liebevoller man es macht, desto grösser die Freude.

Wie oft kochen Sie? Selten. Weil ich sonst die Küche aufräumen muss.

Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit meiner Frau in der Natur. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Kochen ist für Sie …? … Vorfreude aufs Essen.

Was würden Sie nie essen? Scampi und Meeresfrüchte.

Von Köchin Anja Steiner beschenkt: Für Werner Wohlwend ist der Brat­ apfelkuchen «genau das Richtige jetzt». Auch seiner Frau Gina gefällts. 1


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

1. Für einen guten Kuchen brauchts nicht viele Zutaten: Mehl, Eier, Zimt, Äpfel, Mandeln, eine Orange. Nicht im Bild, aber notwendig: Butter und Quark. 2. Für die Füllung der Bratäpfel verknetet man Marzipan und zerbröselte Cantucci. 3. Die im Ofen vorgegarten Äpfel werden in die Form gesetzt. So sind sie zum richtigen Zeitpunkt mit dem Kuchen gar.

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WERNER WOHLWEND | 79


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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WERNER WOHLWEND | 81

eine Form mit Bratäpfeln in den Ofen. «Da wird sich der Wohli freuen», ist sich Gina Wohlwend gewiss. Dass ihr Mann die meiste Zeit des Tages in der Kutsche oder bei den Pferden verbringt – wie sie sonst auch –, ist normal. So normal, dass die Wohlwends lange Jahre gar keinen Urlaub machten. Bis die Kinder drängten, dass sie auch einmal weg­ fahren möchten. «Da fiel dem Wohli und mir erst auf, dass wir lange nicht weg waren.» Inzwischen hat die Köchin den Teig schon fertig aufs Kuchenblech gegeben und setzt die vorgegarten Bratäpfel drauf. Der Kuchen braucht nur 30 Minuten im Rohr. Doch diese halbe Stunde wird immer länger. Die Köchin wundert sich, denn der Kuchen ist auch nach einer gefühlten Ewigkeit noch nicht fertig. Dann dämmert es ihr, und Gina Wohl­ wend bestätigt: «Wir sind hier oben auf 1800 Metern. Der Luftdruck ist niedriger als am Meer, und so fängt das Wasser schon an zu kochen, wenn es 94 Grad hat. Heisser wird es nicht. Also brauchen selbst weiche Eier länger, meist sechs Minuten.»

25 Kilo Heu und 7 Liter Kraftfutter braucht ein Zugpferd pro Tag Mit warmem Kuchen und einer Ther­ moskanne Tee im Gepäck machen sich die Gäste auf den Weg zum Kutscher. Der hatte derweil Zeit, die Pferde zu putzen und Futter zu verteilen. «Ein Zugpferd frisst am Tag zwischen 20 und 25 Kilo Heu. Plus 7 bis 8 Liter Kraftfutter für die Arbeitstiere. Ein Pferd legt täglich rund 30 Kilometer zurück – verteilt auf zwei Einsätze –, der Höhenunterschied auf der Strecke beträgt 200 Meter. Da müs­ sen die Pferde gut im Futter stehen», erklärt der Kutscher und beisst herzhaft in ein Stück warmen Bratapfelkuchen. Auch der Kutscher braucht viel Energie in der Kälte. «Genau das Richtige jetzt», sagt er zufrieden. Für Siena und Bonito hat die Köchin, selbst pferdebegeistert, in weiser Vor­ aussicht ein paar Äpfel mehr eingekauft und füttert die Pferde mit den willkom­ menen Leckerli. Die beiden Zugpferde kauen lustvoll und scheinen die kleine Pause auszukosten, bevor sie weiter durch den Engadiner Schnee Richtung Val Roseg traben. Die Gäste vom Migros­ Magazin geniessen die Fahrt durch den Schnee, eingewickelt in dicke Schaf­ felle. Und gut gewärmt vom Apfel­ kuchen. Text: Claudia Schmidt Bilder: Andreas Eggenberger

Bratapfelkuchen ZUTATEN 2 Stück Cantucci, z. B. Sélection Cantucci alle mandorle 80 g Backmarzipan ½ TL Rum-Aroma 2 TL Zimt 6 kleine säuerliche Äpfel, z. B. Red Love Butter für die Form 1 Orange 180 g Butter 100 g Rohzucker 4 Eier 150 g Mehl 2 TL Backpulver 120 g gemahlene Mandeln 150 g Magerquark Puderzucker

2. Form ausbuttern. Orangenschale fein abreiben. Mit Butter und Zucker schaumig schlagen. Eier nacheinander dazurühren. Mehl, Backpulver, Mandeln und restlichen Zimt mischen. Abwechslungsweise mit dem Quark unter die Masse rühren. Teig in der Form verteilen. Heisse Äpfel mit der Öffnung nach unten auf dem Teig verteilen und leicht hineindrücken. Kuchen im Ofen ca. 30 Minuten backen. Auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Für 1 Kuchenblech à 26 cm ∅ Ergibt 8 Stück Zubereitungszeit: 20 Minuten + ca. 45 Minuten backen + auskühlen lassen Pro Stück ca. 14 g Eiweiss 34 g Fett 47 g Kohlenhydrate 2300 kJ/550 kcal

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ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Cantucci in einem Plastikbeutel grob zerstossen. Marzipan klein zupfen. Cantucci, Marzipan, Rum-Aroma und die Hälfte des Zimts mischen. Von den Äpfeln mit dem Apfelausstecher von unten das Kerngehäuse entfernen. Mit Cantuccimasse füllen. Mit der Öffnung nach oben in eine ofenfeste Form geben. Im Ofen ca. 15 Minuten backen.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

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kommuniziert per Email und lernt die Vielfalt des Internets kennen. Der nächste Kurs startet am 7. Januar 2015 und findet jeweils am Mittwoch von 8.30 bis 11.30 Uhr in der Klubschule Migros in Brig statt. Weitere Informationen in der Migros Klubschule in Brig unter: 027 720 66 50.

Es ist viel einfacher als man denkt, mit einem Computer umzugehen.

Im Restaurant des Briger MigrosSupermarktes ist alles wie neu.

Aktion zur Eröffnung

Um den Abschluss der Arbeiten zu feiern und den Kundinnen und Kunden für ihre Geduld und Treue in diesen turbulenten Monaten zu danken, gewährt die Migros Brig am 12. und 13. Dezember zehn Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment.

Im neuen Kleid am alten Ort

Bilder: Didier Bérard, Anna Omelchenko | 123rf.com

Nach einigen Monaten umfassender Bauarbeiten hat der Migros-Supermarkt in Brig seine Verwandlung abgeschlossen. Kaum wiederzuerkennen, aber leicht wiederzufinden, denn die Adresse ist geblieben.

B

rigerinnen und Briger kennen die Adresse seit mehr als 60 Jahren: Am 6. Februar 1953 eröffnete die Migros eine Filiale an der Belalpstrasse 1, gegenüber dem Bahnhof. Der Standort ist immer noch der gleiche, nicht jedoch der Supermarkt, und diese erfreuliche Metamorphose wird demnächst gefeiert. Schluss mit Rosarot, mit dem 1. Stock und dem Retrolook der 80er-Jahre: Jetzt präsentiert sich das Sortiment auf einer einzigen Etage, was das Einkaufen deutlich vereinfacht. Der Supermarkt ist modern und komfortabel eingerichtet, die Wände sind in modernen Farben gestri-

chen und dank der gut durchdachten Einrichtung kommen die Produkte toll zur Geltung. Spaziert man durch die Tür, wird man von Früchte- und Gemüseauslagen mit frischer und farbenfroher Ware empfangen, und hat das Gefühl, auf einem Markt zu sein. Eine Hausbäckerei, in der den ganzen Tag Brot gebacken wird, verstärkt dieses Gefühl. Sehr praktisch ist, dass der Supermarkt jetzt mit Subito, dem Self-Scanning- und Self-Checkout-System der Migros, ausgerüstet ist. Kundinnen und Kunden haben also die Wahl, an eine traditionelle Kasse zu gehen, oder die Pro-

dukte selber einzuscannen und den Betrag bargeldlos zu bezahlen.

Die Filialen am Bahnhof und im «Simplon Center» ergänzen sich Die Renovierung des Supermarkts war zweifellos nötig, da dieser stark in die Jahre gekommen war. Sie folgte auf die Modernisierungsarbeiten in der Filiale in Brig-Glis im «Simplon Center». Im neuen Shoppingcenter befinden sich 24 Geschäfte, darunter ein 3600 Quadratmeter grosser Migros-Supermarkt, die Fachmärkte SportXX und Melectronics sowie die Bijouterie Carat.


IHRE REGION 86 |

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MIGROS WALLIS

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Der Briger Supermarkt wurde zu einer modernen Filiale umgebaut.

NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Abendverkauf und Öffnungszeiten

Stressfreies Einkaufen während der Feiertage.

Das Sortiment in Brig bietet jetzt alles für den täglichen – und nicht alltäglichen – Bedarf und wird gewiss auch die anspruchsvollsten Konsumentinnen und Konsumenten glücklich machen.

Gemütlichkeit und Geselligkeit wie gewohnt an der Café-Bar

Text: Mélanie Zuber

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS WALLIS, 1920 Martigny, Tel. 027 720 42 59. E-Mail: mitglieder.register@ migrosvs.ch www.migroswallis.ch

Bilder: 123rf.com, Mélanie Zuber, zVg

Die Arbeiten sollten rasch und effizient ausgeführt werden, doch die Einkaufsmöglichkeit sollte bestehen bleiben: So entschied man, im ersten Stock ein Supermarktprovisorium einzurichten, während das Erdgeschoss umfassend renoviert wurde. Diese Lösung verlangte eine minutiöse Organisation, auch weil die Bauunternehmen grosse Rücksicht auf die Kundschaft nehmen und die Lärmbelastung so gering wie möglich halten mussten. Im Zuge dieser Renovierung wurde auch das Restaurant modernisiert. Durch den grossen Tisch, der die Raummitte dominiert, ist es jetzt viel gemütlicher. Die bei den Gästen sehr beliebte Café-Bar wurde ebenfalls renoviert. Mit ihrem grossen Angebot an Getränken und Kuchen ist sie ein wunderbarer Ort zur Entspannung und Begegnung. Sogar Kinder haben nun ihren eigenen Bereich mit einem Spielplatz, wo auch Geburtstagspartys gefeiert werden können. Mit diesen Modernisierungen von zwei Verkaufsstellen im Abstand von wenigen Monaten haben die Einwohner der Gemeinde Brig nun ideale Bedingungen für ihre Einkäufe.


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

MM Visp Mittwoch, 17. Dezember Samstag, 20. Dezember Sonntag, 21. Dezember

bis 21 Uhr bis 21 Uhr 13 bis 17 Uhr

Visp Restaurant Mittwoch, 17. Dezember Samstag, 20. Dezember Sonntag, 21. Dezember

bis 21 Uhr bis 21 Uhr 11 bis 17 Uhr

MM Brig Freitag, 19. Dezember Sonntag, 21. Dezember Dienstag, 23. Dezember

bis 21 Uhr 13 bis 18 Uhr bis 21 Uhr

Brig Restaurant Freitag, 19. Dezember Sonntag, 21. Dezember Dienstag, 23. Dezember

bis 21 Uhr 11 bis 18 Uhr bis 21 Uhr

MMM Glis Simplon Center Freitag, 19. Dezember Sonntag, 21. Dezember Dienstag, 23. Dezember

bis 21 Uhr 13 bis 18 Uhr bis 21 Uhr

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MIGROS WALLIS | 87

Glis Simplon Center Restaurant Freitag, 19. Dezember bis 21 Uhr Sonntag, 21. Dezember 11 bis 18 Uhr Dienstag, 23. Dezember bis 21 Uhr

Die Migros Wallis wünscht frohe Festtage! M Leukerbad* Sonntag, 14. Dezember Mittwoch, 24. Dezember Donnerstag, 25. Dezember Mittwoch, 31. Dezember Donnerstag, 1. Januar

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MM Zermatt Sonntag, 14. Dezember Mittwoch, 24. Dezember Donnerstag, 25. Dezember Mittwoch, 31. Dezember Donnerstag, 1. Januar

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M Saas Fee* Sonntag, 14. Dezember Mittwoch, 24. Dezember Donnerstag, 25. Dezember Mittwoch, 31. Dezember Donnerstag, 1. Januar

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*Die Geschäfte von Leukerbad und Saas-Fee sind vom 20. Dezember bis 3. Januar durchgehend von 8.15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

MIX | 91

Küssen macht fit

Beim Küssen werden Millionen von Bakterien übertragen. Krank wird man davon aber nicht. Im Gegenteil.

G

Bild: Getty Images

erade im Winter haben viele Menschen Angst, sich mit einer Krankheit anzustecken. Vor allem wenn es ums Küssen geht, sind viele zurückhaltend. Beim Küssen kribbelt es im Bauch, die Knie werden weich, man vergisst die Welt um sich herum. Weniger romantisch ist, was niederländische Forscher in einem Kussexperiment herausgefunden haben: Bei einem 10-sekündigen Zungenkuss werden bis zu 80 Millionen Bakterien übertragen. Krank machen diese aber kaum. «Erstaunlich wenig Krankheiten werden durch das Küssen übertragen. Man steckt sich zum Beispiel eher beim Händeschütteln an», sagt Beda Stadler (64), ehemaliger Direktor des Instituts für Immunologie am Inselspital Bern. Bakterien übernehmen wichtige Funktionen im Körper und fordern das Immunsystem. «Schon wenn die Eltern

Weniger riskant als Händeschütteln: Beim Küssen steckt man sich kaum an.

uns als Baby küssen, übertragen sie Bakterien und prägen so unsere Bakterienflora», erklärt der Experte. Diese spielt später bei der Partnerwahl eine Rolle. «Wir fühlen uns besonders von Menschen angezogen, die sich immungenetisch stark von uns unterscheiden.» Dies prüft unser Immunsystem beim Küssen. Ist die Mundflora anfangs noch verschieden, so wird sie bei Paaren, die sich häufig – mindestens neun Mal pro Tag – küssen, immer ähnlicher. Küssen stärkt zudem die Bindung, mindert Stress und regt Glückshormone an. «So fühlen wir uns zufriedener und gesünder.» Und

wer sich küsst, bekämpft sich nicht. «Küssen ist also friedensstiftend», sagt der Immunologe und rät: «Küssen Sie! Küssen Sie so, wie es Ihnen Spass und Freude macht!» Text: Priska Plump

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LEBEN 92 |

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OUTDOOR

Im ewigen Eis

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Die hochalpine Skitour vom Jungfraujoch bis ins Lötschental führt über die grösste Eisfläche der Alpen bis zum Ende des Langgletschers. Der wird jedes Jahr kleiner. Wie lange kann sich das ewige Eis noch halten?


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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OUTDOOR | 93

GRENZTOUREN Das Migros-Magazin geht an die Grenze. Sei dies die Staatsgrenze, Kantonsgrenze, Schneegrenze, Sprachgrenze, Stadtgrenze oder etwa gar die Schmerzgrenze: Wir unternehmen Touren in der Natur, die an oder sogar über die Grenze gehen. Dieses Mal: Eisgrenze.

U

nser Bergführer kauert am Boden, während die Rotorengeräusche immer lauter werden. Der Rettungshelikopter HB-ZEF der Air Zermatt löst einen Sturm aus, wirbelt den Schnee auf. Bergführer Hansueli Klossner mit seiner orangen Jacke dient dem Piloten in diesem weissen Tornado als Orientierungspunkt – dort ist der Boden. Der Helikopter setzt sanft auf, die Schiebetür schnellt nach hinten, eine Ärztin in Bergschuhen und mit weissem Helm springt heraus. Vor einer Stunde erst sind Bergführer Hansueli (47), Sabine (48), Andreas (48) und ich (45) beim Jungfraujoch auf 3454 Metern mit unseren Ski zur Tour über die Lötschenlücke nach Blatten losgefahren. Knallblauer Himmel, gleissende Sonne, aber blöder Schnee: Bruchharsch – eine nur oberflächlich harte Schneedecke, die immer wieder unerwartet einbricht. Elegantes und befreites Skifahren ist kaum möglich. Ausserdem müssen wir hier auf dem Jungfraufirn des Aletschgletschers auf Spalten achten, weshalb Hansueli uns aufgefordert hat, mit einem Minimalabstand von 15 Metern voneinander zu fahren und nie mehr als zwei Meter von seiner Spur abzuweichen. Trotz Spaltensturzgefahr und Bruchharsch breitet sich bei uns schnell Begeisterung aus: der endlose Eisstrom vor uns, die Hängegletscher an den

Im leichten Sulzschnee schwingt Hansueli vorbei an einem Gletscherabbruch in Richtung Lötschental.

Auf den Einsatz des Rettungs­ helikopters hätten wir gern verzichtet.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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OUTDOOR | 95

Beim Gletschertor des Langgletschers angelangt. Dieser hat sich in den letzten 40 Jahren um 500 Meter zurückgezogen.

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Karte: WSGrafik

Andreas steigt in den Hubschrauber, das Rotorengeräusch schwillt an, wir­ belnder Schnee, eine Minute später verschwindet die HB­ZEF mit Ziel «Spital Visp» aus unserem Blickfeld. Ruhe herrscht wieder. Und nach einer kurzen Abfahrt befinden wir uns bereits auf dem Konkordiaplatz, wo wir die Felle auf unsere Ski ziehen. Hier fliessen Jungfraufirn, der Grosse Aletschfirn und das Ewigschneefeld

LÖTSCHENLÜCKE: EIN KLASSIKER

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Nur ein vorübergehender Rückgang?

zum Grossen Aletschgletscher zu­ sammen. Unter unseren Füssen befindet sich eine rund 900 Meter dicke Eis­ schicht. Obwohl dies der grösste Glet­ scher der Alpen ist, könnte er aufgrund der Klimaerwärmung in gut 100 Jahren bereits verschwunden sein. Diese Meinung hat der Glaziologe Martin Funk von der ETH Zürich jedenfalls 2006 gegenüber «10 vor 10» vertreten. Er prognostizierte, dass es in rund 100 Jahren, wenn überhaupt, Gletscher nur noch auf Höhen über 4000 Metern geben könnte. Andere wiederum weisen darauf hin, dass es vorübergehende Gletscherschwunde schon immer ge­ geben habe. Dazu zählt etwa der Berner Geologe Christian Schlüchter, der im SAC­Magazin «Alpen» kürzlich die These konstatierte, dass es seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 12 000 Jah­ ren in den Alpen zwölf Phasen gegeben hätte, in denen die Gletscher deutlich kleiner waren als heute. Hansueli nimmts fatalistisch: «Uns Bergführern bleibt derzeit nichts anderes übrig, als uns den Gegebenheiten anzupassen.»

Ju

steilen Bergflanken links und rechts, die Einsamkeit im kalten Schnee. «Ein weisser Orgasmus», bringt es unser Grindelwaldner Bergführer grinsend auf den Punkt. Und dann vermissen wir Andreas. Er ist gestürzt und hat lange auf sich warten lassen – bis er blut­ tropfend angefahren gekommen ist. Eine Rissquetschwunde über den Lippen. «Muss innerhalb von zwei Stunden genäht werden, sonst bleibt eine häss­ liche Narbe», sagt unser Bergführer. Und deshalb der Anruf bei der Air Zermatt.


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Stadtrundfahrt durch die Kaiserstadt.* Die Kaiserin und das Burgviertel: Sissi’s Krönungskirche und Lieblingsorte.• Ausflug zur prächtigen Staatsoper und Besuch Café New York (fak.). Ausflug «Budapest bei Nacht»(fak.). 5. Tag Budapest–Donauknie

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6. Tag Bratislava

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Rüdesheim–Mannheim

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

Wir sind nun im Aufstieg zur Lötschen­ lücke. Viele sind hier wohl schon der optischen Täuschung erlegen, dass der vergletscherte Gebirgspass im Nu erreicht sein wird. Erst wenn man die stecknadelkopfkleinen Menschen in der Nähe der Lötschenlücke ausmacht, wird klar, warum der Weg dorthin gut zweieinhalb Stunden dauern wird. Zeit genug, um die fantastische Szenerie zu geniessen: links die riesigen weissen Steilwände von Dreieckhorn und Aletschhorn (4193 m), rechts diverse von Spalten durchzogene Gletscherabbrü­ che. Oben angekommen, geht der Blick über den Langgletscher ins Lötschental und zu den dahinter liegenden Gipfeln. Hansueli führt uns in eine abschüs­ sige Traverse und über einen holprigen Lawinenkegel zu einem mit 40 Grad sehr steilen Hang. Kaum haben wir die Angst überwunden und uns in den Hang gestürzt, wird klar, weshalb ein gebiets­ kundiger Bergführer Gold wert ist: Wäh­ rend sich eine andere Gruppe auf der Normalroute über den Bruchharsch abmüht, schwingen wir in schönstem, leicht sulzigem Tiefschnee. Die Abfahrt führt uns immer wieder an Gletscher­ abbrüchen vorbei mit den typischen Séracs – bizarr geformte Eistürme. Wem hier nicht Freudenjauchzer über die Lippen kommen … Und dann stehen wir an der Eisgrenze – am Gletschertor des Langgletschers. Weiss­grau­blau schimmert die knapp zehn Meter hohe Eiskaverne. «Viel, viel weiter unten» sei das Gletschertor

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OUTDOOR | 97

Acht Jahre unterwegs

Nach zweieinhalb Stunden Aufstieg gratuliert man sich auf der Lötschenlücke (von links): Üsé, Sabine, Hansueli.

letztes Jahr noch gelegen, sagt Hansueli. Tatsächlich ist der Langgletscher in den letzten 40 Jahren um rund 500 Meter geschrumpft. Auf dem letzten Stück Abfahrt bis nach Blatten, dem obersten Dorf im Lötschental, mischt sich des­ halb etwas Wehmut zum Hochgefühl. Wie lange werden wir diese ausser­ gewöhnliche Gletscherwelt noch be­ gehen und bestaunen können? Um den eigenen Genuss möglichst wenig zu schmälern, ist man an Tagen wie heute versucht, jenen Glauben zu schenken, die den derzeitigen Gletscherschwund nur für ein vorübergehendes Phänomen halten. Text: Üsé Meyer

Dies ist die letzte Reportage von Üsé Meyer in der Rubrik «Outdoor», die 2015 in neuer Form erscheint. Während acht Jahren hat Üsé Meyer für uns 4000er-Gipfel bestiegen, im Iglu Outdoor-Spezialist übernachtet, ist auf Üsé Meyer bockenden Pferden geritten und über hohe Pässe gewandert. Wir danken unserem Outdoor-Spezialisten für die fesselnden und humorvollen Texte. Mit der einen oder anderen Reportage wird er dem Migros-Magazin auch in Zukunft erhalten bleiben. Eine Auswahl der beliebten Reportagen von Üsé Meyer finden sich in den Büchern «Abenteuer Winter» und «Abenteuer Sommer», beide erschienen im Werdverlag. Bestellen bei www.exlibris.ch für je Fr. 28.70.

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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FAMILIE | 99

Auswendig lernen nicht vergessen

Natürlich können wir Informationen heute im Internet abrufen. Doch Auswendiglernen erleichtert uns den Alltag, und es ist keine Hexerei.

W

er kennt Goethes Gedicht «Erl­ könig»? Damals in der Schule auswendig gelernt, hat Susanne (47) die Zeilen heute noch im Kopf. «Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind», sagt Gottibub Tim (12). Er hat den Text schnell auf seinem Handy im Internet rausgesucht. Dabei ist Auswendiglernen auch im Onlinezeitalter wichtig: Ver­ trauliches, Passwörter oder Kontonum­ mern hält man besser nicht schriftlich, sondern im Kopf fest. Manchmal ist das leichter gesagt als getan. Auswendig­ lernen bereitet uns insbesondere deshalb Mühe, weil es eine extreme Form des Lernens ist. Klaus Oberauer, Professor für Allgemeine Psychologie: «Unser Gedächtnis ist darauf programmiert, sich das Relevante und vor allem die Kernbedeutung zu merken.» Details wie einzelne Wörter oder genaue Formu­ lierungen werden bald einmal gelöscht.

Was nicht wiederholt wird, erachtet das Hirn als unwichtig

Auswendiglernen – so gehts 1. Sich einen Überblick verschaffen und Relevantes merken 2. Sinnzusam­ menhänge herstellen und verstehen 3. Text mit Bildern verknüpfen 4. Pausen machen, um den Erinnerungs­ effekt zu verstärken

Bild: Getty Images

5. Den Text Mit ein paar Tricks fällt uns das Aus­ abdecken und wendiglernen jedoch leichter. Zu Beginn laut für sich lesen wir den Text und merken uns aufsagen

grundsätzlich die relevantesten Zu­ sammenhänge. «Es ist hilfreich, Sinn­ zusammenhänge herzustellen und zu verstehen», erklärt Klaus Oberauer. So erhalten wir einen Überblick, und der Text wird uns vertraut. Unser Gedächtnis arbeitet stark mit Verknüpfungen. Zum Beispiel sind Bil­ der hilfreich als Ergänzung zu Wörtern und Texten. «So wird die sprachliche Information durch eine zusätzliche nichtsprachliche Information erweitert, und wir können Zusammenhänge im Text visualisieren», erklärt der Pro­

Grosser Auftritt vor Publikum: Wenn jetzt bloss nicht die Erinnerung versagt.

fessor. Je verrückter die bildhaften Gedankenspiele sind, desto leichter lassen sie sich auswendig lernen. Be­ sonders wichtig beim Lernen sind Wiederholungen und Pausen. «Am besten liest man den Text ein, zwei Mal und macht dann eine Pause. Diese kann fünf Minuten oder einen Tag dauern. Dann liest man den Text ein drittes und viertes Mal», rät der Experte. Hilfreich ist auch, den Text abzudecken und laut für sich aufzusagen. Das verbessert die Erinnerung. Leider bleiben auch einmal gelernte Vokabeln einer Fremdsprache nicht für immer im Kopf. Auch hier ist Wieder­ holung zwingend, wobei die Pausen

zwischen den Wiederholungen immer länger werden: von einer Woche über einen Monat bis zu einem halben Jahr. «So signalisieren wir unserem Gedächt­ nis, dass die Information relevant ist und nicht gelöscht werden darf», sagt Klaus Oberauer. Text: Priska Plump

.ch

Scannen Sie den QR­Code und sehen Sie die Tipps von Gedächtniswelt­ meisterin Christiane Stenger im Video.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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DIGITAL | 101

So sichern Sie Ihr Smartphone

Kriminelle fokussieren sich statt auf Computer immer mehr auf Handys. Diese sechs Tipps schützen Smartphonebesitzer vor den gängigsten Gefahren. 1. Zugang schützen Richten Sie eine Zugangssperre für das Handy ein. Entweder mittels Finger­ abdruckleser oder einer Zahlenkom­ bination. Zudem sollte die SIM­Karte unbedingt mit einem PIN­Code geschützt sein. 2. Updates laden Nur ein aktuelles Smartphone ist ein geschütztes Smartphone. Installieren Sie alle Updates für das Betriebssystem und für jede geladene App. Noch besser: Automatische Updates aktivieren.

Bild: Supertotto/2 Agenten

.ch

Scannen Sie den QR-Code und lesen Sie, wie Sie die Tipps auf Android- und iPhones Schritt für Schritt umsetzen.

3. Daten sichern Moderne Handys sind nichts anderes als tragbare Computer und können einen Virus einfangen oder abstürzen. Nur wer regelmässig (ein Mal pro Woche!) ein Backup seiner Datenschätze erstellt, muss sich darüber nicht ärgern. 4. W-Lans meiden Offene W­Lan­Hotspots sind eigentlich eine gute Sache. Aber theoretisch kann der Anbieter Surfaktivitäten nachvoll­ ziehen. Deshalb ungeschützte W­Lans meiden und ja kein E­Banking darüber erledigen.

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Aufgepasst: Ungeschützte Smartphones sind leichte Beute für Cyber-Piraten.

5. Viren suchen Android­Handys können sich beim Surfen im Netz mit einem Virus in­ fizieren (iPhones sind dagegen besser geschützt). Es ist deshalb ratsam, einen Virenscanner zu laden, zum Beispiel «Antivirus & Mobile Security» von TrustGo.

6. Apps kontrollieren Grösster Gefahrenherd für Smartphones sind Apps. Sie können Viren enthalten oder Handydaten ausspionieren. Nutzen Sie also nur offizielle Downloadquellen und prüfen Sie, worauf die Apps Zugriff erhalten. Text: Reto Vogt


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

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 Gesucht wird: Schulklas­ se aus dem Film «Ber­ nina», Guarda und Sama­ den, 1957. Die Urania Film Zürich hat im Jahr 1957 den Film «Der König der Ber­ nina» nach dem Bestseller von I.C. Heer in Guarda und Samaden im Engadin als Schweizer Farbfilm gedreht. Dabei hat eine Schulklasse mitgewirkt und die zwei Lie­ der «Der König der Bernina» und «Die Berge sind frei» gesungen. Da wir nächstens eine DVD dieses Films her­ ausbringen werden, bitten wir die Schüler, die dabei wa­ ren, sich bei uns zu melden. Erwin C. Dietrich E-Mail: erwin@elitefilm.ch

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LESERAKTION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

MALEDIVEN | 105

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Weg aus dem Wintergrau und ab auf die Malediven!

Im Preis inbegriffen: Direktflug Zürich–Male retour mit Edelweiss Air in der Economy-Class, Transfer Flughafen Male–Eriyadu Island Resort retour mit dem Schnellboot, 7 Übernachtungen, Doppelzimmer inkl. Halbpension im Eriyadu Island Resort***

Inseln wie Smaragde

Das Migros-Magazin offeriert seinen Leserinnen und Lesern traumhafte Badeferien auf den Malediven zum Spezialpreis.

D

as Ferienparadies der Malediven besteht aus 1200 Inseln und Insel­ chen, die wie Smaragdtropfen im Indischen Ozean liegen. Als beste Reise­ zeit gelten unsere Wintermonate: Vom Januar bis März herrscht Trocken­ zeit,und die Temperaturen erreichen knapp 30 Grad. Auf einer der Inseln, genauer auf dem Nord­Male­Atoll, befindet sich das Eriyadu Island Resort. Die Bungalows mit Doppelzimmern sind nahe am Strand gelegen und verfügen über Ter­ rassen mit Sicht auf das Meer. Die Tauchplätze des Drei­Sterne­Resorts sind kaum besucht und unberührt. Am

Hausriff kann die Unterwasserwelt direkt vor der Insel erkundet werden. Das Nord­Male­Atoll ist ideal für Gäste, die das friedliche, unkomplizierte Ambiente schätzen. Wer es aber trotzdem sportlich mag, findet ein breites Angebot: Von Tisch­ tennis über Badminton bis Volleyball können die Gäste gratis die unter­ schiedlichen Sportarten betreiben. Entspannen kann man anschliessend bei Massagen und Schönheitsbehand­ lungen im Spa. Weitere Informationen zum Hotel: www.hotelplan.ch/h-12181

Nicht inbegriffen: Kombi-Versicherungspaket Evtl. Bearbeitungsgebühren der Buchungsstelle Optional: Zuschlag All inklusive: ab 364 Franken Zuschlag Alleinbenützung: ab 308 Franken Verlängerungswoche inkl. Halbpension im Doppelzimmer: ab 742 Franken, im Einzelzimmer: ab 1092 Franken Buchungen und Informationen: Hotelplan, Direktverkauf, Telefon: 0848 82 11 11 Es gelten die Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen der MTCH AG. Änderungen bleiben vorbehalten. Für dieses Angebot steht eine limitierte Anzahl Plätze zur Verfügung. Gültig nur für Neubuchungen ab 8. 12. 14 bis 22. 12. 14.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

UNTERHALTUNG | 107

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Ihr Reiseprogramm in bester Gesellschaft: 1. Tag, Freitag 27. Februar 2015 – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus an die Blumenriviera, wo uns die Küche unseres Hotels mit einem feinen Nachtessen erwartet.

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2. Tag, Samstag 28. Februar 2015 – Karneval in Nizza Nach dem ausgiebigen Frühstück führt uns eine wunderschöne Panoramafahrt entlang der berühmten Corniches bis nach Nizza. Dabei erleben Sie die wohl schönste Küste Europas mit atemberaubender Aussicht auf malerische Buchten und Orte. Nizza empfängt uns dann mit den typisch farbigen Häusern, den bekannten Blumenmarkt und den vielen hübsche Cafés, Restaurants & Boutiquen. Die „Promenade des Anglais“ mit dem berühmten Casino ist Mittelpunkt des jährlichen Karnevals, dessen Geschichte auf das Jahr 1294 zurückgeht. Freuen Sie sich auf den wunderschönen Blumencorso mit den bunten Blumenwagen, fröhlich kostümierten Menschen und Figuren aus einer scheinbar anderen Welt! Wir haben für Sie tolle Tribünenplätze reserviert. Am Abend Nachtessen im Hotel! 3. Tag, Sonntag 1. März 2015 – Monaco, Bioves Gärten & Zitronenfest in Menton Den heutigen Tag beginnen wir mit einem Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken Sie dabei die pittoreske Altstadt auf eigene Faust und tauchen Sie in eine Welt voller Glamour und Lebensgefühl ein. Später fahren wir nach Menton – geschützt durch die Seealpen im Hintergrund erfreut sich das Städtchen dem mildesten Klima an der Côte d’Azur. Gerade deshalb bezaubert der Ort mit vielen wunderschönen Gärten, in denen schon früh Orangen und Zitronenbäume wachsen. Davon können Sie sich bei unserem Besuch in den bekannten Bioves Gärten überzeugen. Auch die hübsche Altstadt erwartet uns mit fantastischen Nachbildungen und Mosaike aus Zitronen und Orangen. Abschliessender Höhepunkt bildet dann der fantastische „Korso der goldenen Früchte“! Lassen Sie die gigantischen - mit Orangen und Zitronen geschmückten - Umzugswagen an sich vorbeiziehen – Sie werden begeistert sein. Am Abend Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Montag 2. März 2015 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Frühlingseindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 109

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie nennt man einen gerissenen Gauner? B Karabiner

W Berliner

H Schlawiner

So nehmen Sie teil

2. Was gilt als Vorläufer der Kerze? E

Talglampen

I

Taschenlampen

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

A Gaslampen

3. Der Dezember 2014 beginnt mit demselben Wochentag wie der …? C August 2014

D Mai 2014

I

September 2014

4. Wann wurde die religiöse Erweckungsbewegung der Adventisten gegründet? E

16. Jhd.

H 17. Jhd.

L

19. Jhd.

T

Süssgras

5. Was gilt als Nationalpflanze von Australien? I

Gold-Akazie

S Eukalyptus

Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.12.2014, 24 Uhr

8. Wie nennt man hohe Schnee- und Eispyramiden im Hochgebirge der Tropen?

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Z

Auflösung Nr. 49: EURASIEN

6. Wofür verwendeten die alten Römer einen Chorobat? U Schiffsnavigation

G Landesvermessung

A Steinschleuder

7. Mit was werden Verkehrsknoten des öffentlichen Verkehrs ausgezeichnet? E

FLUX-Preis

R Knotenmedaille

Eisschwerter

R Büsserschnee

L

Stern-Pokal

M Schneehüte

Gewinner Nr. 47: Heidi Schneider-Blaser, Biel BE; Karin Rabensteiner, Au SG; Josef Gasser, Stetten AG

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

E

5

3 1 4 2

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1

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Auflösung Nr. 49: ILTIS Gewinner Nr. 48: Verena Hermann, Erlenbach ZH; Alfredo Conti, Minusio TI; Trudi Schaad, Heimberg BE

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

UNTERHALTUNG | 111

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BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 2 3 5 3 cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. 1 www.raetsel.ch/bruecken

4 1 3 2 0 1

Auflösung Nr. 49:

1 1 1 6 4

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3 Auflösung Nr. 49:

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Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der

06/2014

Die Energie richtig einsetzen: Wie Bienen erfolgreich überwintern Weshalb Trampolinspringen gesund ist für Körper und Geist

Vivai, das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der Migros, inspiriert mit Ideen und Trends.

Das volle Programm: Wie man schöner älter wird

Macht warm ums Herz:

Heimat

Auf dem Gipfel der Gefühle

In der aktuellen Ausgabe kommen heimatliche Gefühle auf. Wir erklären, warum Heimat in vielen Lebensbereichen so wertvoll geworden ist. Ausserdem stellen wir die vier wichtigsten Trends im Bereich des Anti-Agings vor und verraten, wie man ohne viel Zeitaufwand gesund kochen kann. Abonnieren Sie Vivai jetzt kostenlos: www.migros.ch/vivai, per E-Mail an abo.vivai@migrosmedien.ch oder Tel. 0800 180 180


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 113

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 8

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

8 6 Auflösung Nr. 49: 152 So nehmen Sie teil 4 7 1 3 5 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 4 3 9 1 5 2 7 8 6 Gewinner Nr. 48: 7 8 2 3 6 9 1 4 5 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 9 3 Margrith Zimmermann, 6 1 5 4 8 7 9 2 3 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 2 9 4 5 7 3 6 1 8 Chur; Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 4 5 7 6 2 3 6 7 8 2 1 4 5 9 Lore Köhle, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 1 5 8 6 9 4 2 3 7 9 7 1 2 3 5 8 6 4 Ilanz GR; 8 1 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 5 2 6 9 4 8 3 7 1 Nancy Donzé, 8 4 3 7 1 6 5 9 2 Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.12.2014, 24 Uhr Morges VD; 7 6 4 8 2 Gabrielle Pasche, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 2 3 Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Genf; 9 Fredy Birrer, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden 4 5 schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Dachsen ZH 7

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,

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MEINE WELT 116 |

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HAZEL BRUGGER

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NR. 50, 8. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Wir schicken uns ständig Smoothie-Fotos» Zum Poetry Slam kam sie wegen eines verpassten Zugs, heute hat Hazel Brugger jedes Jahr über 100 Auftritte. Die Slammerin erklärt, warum sie mit Whiskey nichts mehr anfangen kann und welche seltsame Leidenschaft sie mit Viktor Giacobbo verbindet. Wieso leben Sie in Zürich?

Das übertrieben Snobistische macht irgendwie Spass. Und man ist schnell wieder weg. Ein Ort ist ja auch immer nur so gut, wie die Zeit, die man braucht, um ihn zu verlassen. Wo würden Sie gern leben?

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Die Kaugummi von Migros-Budget sind so scharf, dass ich immer dreimal niesen muss. Und die Verpackung ist so hässlich, dass sie schon fast wieder schön ist.»

In Hamburg oder San Francisco. Hamburg, weil es die PoetrySlam-Hauptstadt Europas ist. Und San Francisco, weil ich die Mentalität dort mag. Die Kalifornier sind viel risikobereiter als die vorsichtigen Schweizer. Beruf und Lebenslauf:

In San Diego geboren und als Tochter eines Schweizers und einer Deutschen in Dielsdorf ZH aufgewachsen. Seit 2011 mache ich Poetry Slam, eine Art moderner Vortragswettbewerb. Eigentlich bin ich nur dazu gekommen, weil ich den Zug verpasst und mir im Zürcher Schiffbau die Zeit

vertrieben habe. Ich sah einen Slam und dachte mir, das könnte ich auch probieren. Es kam gut, nun mache ich jährlich an rund 100 Slams mit. Daneben studiere ich im dritten Semester Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Mein Ziel:

Ich will nie in eine Position kommen, in der ich nicht mehr über mich selbst lachen kann. Mein Lebensmotto:

Das letzte Hemd hat keine Taschen. Es nützt also nichts, wenn ich als Milliardärin, aber unglücklich sterbe. Mein Glücksmoment:

Dinge wiederfinden, welche die Zeit versteckt hat. Zum Beispiel einen alten Skipass in der Jackentasche. Was ich mag:

Manager, die in Pfützen springen. Und wenn jemand einen

Termin absagt und ich ohne schlechtes Gewissen zu Hause im Pyjama bleiben kann. Was ich nicht mag:

Menschen, die nicht zuhören, aber erwarten, dass man ihnen zuhört. Was ich an mir mag:

Ich bin gut darin, mich für irgendein Thema zu begeistern. Ich könnte also mit jeder Gruppe Menschen auf einer Insel stranden und hätte den Plausch. Was ich an mir nicht mag:

Ich bin immer der einzige Grund, wieso ich gestresst bin. Meine Macke:

Ich kann nur in Multiplen von Acht klatschen. Mein Lieblingsautor:

Markus Werner. Das sage ich so oft, dass es schon wieder langweilig ist. Text: Silja Kornacher Bilder: Paolo Dutto

MEIN LIEBLINGSORT

«Der Zürcher Hauptbahnhof ist ein spannender Schmelztiegel aller möglichen Menschen. Wir Slampoeten haben ja im Leben nicht viel ausser einem GA, weil wir ständig unterwegs sind.»

MEIN LIEBLINGSGERÄT

«Da ich nicht Auto fahren kann, brauchte ich einen Ersatzmotor. Viktor Giacobbo hat auch so einen Mixer, wir schicken uns ständig Smoothie-Fotos.»


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 50, 8. DEZEMBER 2014

HAZEL BRUGGER | 117 MEINE SAMMLUNG

«Wer einen Poetry Slam gewinnt, be­ kommt eine Flasche Whiskey und öffnet sie direkt auf der Bühne. Jetzt habe ich lauter angesabberte Flaschen, die ich gar nicht trinken will.»

MEINE LIEBLINGSBAR

Name: Hazel Brugger (21) Sternzeichen: Schütze Wohnort: Zürich

MEINE BÜHNE

«Das Beste an der Bühne ist, dass sie einem das Recht gibt, nicht einmal so tun zu müssen, als wäre das Leben immer nur echt und wichtig.»

MEIN ZWEITES ZUHAUSE

«In der Adventszeit stehe ich jeden Abend im Casino­ theater für das Din­ ner­Spektakel ‹Stille Kracht› auf der Büh­ ne. Hier läuft immer etwas, und trotzdem ist das Theater klein genug, dass du den Beleuchter kennst.»

«Im Zürcher Acapul­ co veranstalte ich je­ den zweiten Montag im Monat mit Kilian Ziegler und Phibi Reichling eine Lese­ bühne. Wir probieren alles aus: von Power­ point bis Klamauk.»

MEIN WEGGEFÄHRTE

«Immer wenn ich meinen Hund Harry (11) bei meinen Eltern besuche, ist er wieder etwas grauer. Man sagt bei Hunden ja oft: ‹Der tut nichts›. Bei ihm ist es aber wirklich so. Er würde sich wahrscheinlich sogar über einen Einbrecher freuen.»

MEINE BUCHHANDLUNG

«Meine Bücher hole ich immer in der Buchhandlung zum Geeren in Dielsdorf ZH. Die Buchhändle­ rinnen lachen nicht über mich, egal, wie gestört das Buch ist, das ich bestelle. Ich mag sehr gern Kinderbücher.»


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