Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
MM49, 30.11.2015 | www.migrosmagazin.ch
Fahrplanwechsel 2015
SBB-Chef Andreas Meyer verspricht p端nktlichere Z端ge. Seite 40
Adventskalender Attraktive Preise, Tag f端r Tag! Seite 36
Was treibt junge Schweizer in die Arme von Terroristen?
Bild: Christian Schnur
Seite 19
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4 | MM49, 30.11.2015
Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
xx 10 DOSSIER ISLAM | MM38, 14.9.2015 | 11
MM22, 26.5.2015 | www.migrosmagazin.ch
Porträt
Adel Abdel-Latif (44)
«Manche ärztlichen Kollegen wandten sich von mir ab.» Adel Abdel-Latif
Nachbarn
Es stimmt mich traurig, dass ich mich andauernd für die furchtbaren Verbrechen einiger weniger Verrückter rechtfertigen muss. Ein Katholik muss auch nicht beweisen, dass er nicht pädophil ist, nur weil manche katholischen Priester Kinder missbraucht haben.
Bild: Daniel Auf der Mauer
Illustration: Badoux
Eine Sonderausgabe über die Menschen in unserer Nähe
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Arzt, Verhandlungsberater, Mister Schweiz 1996 «Fragte man mich vor zehn Jahren, ob ich als Muslim von Diskriminierung betroffen sei, war meine Antwort ein klares Nein. Heute ist es anders. Als 2009 über die Minarette abgestimmt wurde, war ich als Radiologe an der Hirslanden-Klinik St. Anna in Luzern tätig. Manche ärztlichen Kollegen wandten sich von mir ab, nachdem ich mich in den Medien gegen diese Initiative ausgesprochen hatte. Ausserdem erfuhr ich, dass mehrere Chemotherapiepatientinnen, die aufgrund ihres Haarausfalls Kopftücher trugen, auf der Strasse verbal angegriffen wurden, da man sie für Musliminnen hielt.
Aufgeheizt wird die Stimmung von Rechtspopulisten, die auf Stimmenfang sind. Aber viele Schweizer Bürger lassen sich nicht mehr so offensichtlich manipulieren. Wie das jüngste Beispiel zeigt, stellen sie Fragen und entlarven Politiker wie Christoph Mörgeli, die mit aus dem Zusammenhang gerissenen Bildern negative Stimmung und Werbung in eigener Sache machen wollen.»
Aufgezeichnet von: Andrea Freiermuth
G Editorial
Der grosse Tag
Grosse Ehre, grosses Lob: Eine internationale Jury hat dem Migros-Magazin und den MigrosMedien insgesamt vier renommierte Auszeichnungen verliehen. Der International Creative Media Award geht jedes Jahr an besonders schön gestaltete Zeitschriften, Zeitungen oder andere Medienprodukte. Das Migros-Magazin erhält 2016 je einen «Award of Excellence» für die herausragend gestaltete Ausgabe «Nachbarn» sowie für das Dossier «Islam» in Nummer 38. Gar die goldene Auszeichnung erhielt das Green-Gourmet-Kochbuch, das die Saisonküche im Auftrag des Migros-Genossenschafts-Bundes gestaltet hat. Herzlichen Dank allen Beteiligten, allen voran Art Directorin Doris Oberneder! Etwas weniger Grund zum Feiern hat SBB-Chef Andreas Meyer. Dem Herrn über 28000 Bähnlerinnen und Bähnler steht ein heikler Tag bevor: Am 13. Dezember wird in Zürich die Durchmesserlinie eröffnet und der umfassendste Wechsel der SBB-Fahrpläne der letzten 20 Jahre durchexerziert. Die Durchmesserlinie verkürzt die Fahrzeiten in Ost-West-Richtung noch einmal deutlich und bindet gleichzeitig die Ostschweiz näher an den Rest des Landes. Doch das ist noch lange nicht alles: Gleichzeitig muss Andreas Meyer, der sein erstes Geld bei den SBB in der Wagenreinigung verdient hat, bis 2020 rund 550 Millionen Franken einsparen. Im Interview mit Andrea Freiermuth und Remo Leupin erklärt er, wie er die Pendler bei der Stange und den Vater bei Laune halten will. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
24 xx
MM49, 30.11.2015 | 5
59
Menschen
54 Samichlausgaben 57 Schoggi ganz in Gold
8 Diese Woche Beim 21. Klimagipfel in Paris
59 Saisonküche
geht es um neue Klimaziele nach dem Kyoto-Protokoll. 10 Porträt
Schmutzli verzweifelt gesucht: Ein spezieller Personalmangel in der Adventszeit. 14 E-Sports
Kampf der Spielgiganten: Computerspieler Dennis Berg tritt an der WM in Seoul an. 19 Analyse
«Das Vertrauen der Kunden ist das höchste Gut.»
Von der Eulach an den Euphrat: Wenn junge Schweizer sich der Terrormiliz IS anschliessen.
84
Nachhaltiger Anbau in Italien.
Leben 103 Bewegung in der Schule
Im Stehen läufts besser.
Allein unter Nonnen: Fridolin Schwitter tritt im Frühjahr ins Kloster Notkersegg SG ein. 35 Leserforum 36 Adventskalender Vom 1. bis 24. 12. verlost das
Bilder: Kuster&Frey, Tina Steinauer, Claudia Linsi, Basil Stücheli
88 Soja
24 Reportage
105 Finanzwort des Jahres
«Frankenschock».
107 Burn-out-Syndrom Wie man sich schützen kann.
Migros-Magazin täglich Preise.
109 Sauerkrautzeit 111 Pflege für die Hände
39 Bänz Friedli
114 Kinder
40 Interview SBB-Chef Andreas Meyer über
14
Vier glückliche Gewinner.
95 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen, News aus den Genossenschaften
32 Porträt
40
69 Gewürzleitfaden 71 Sirup: Aproz Chai gewinnt 72 Poulet einmal anders 75 Allround- Bratbutter 77 Bouillon von Bon Chef 78 Feine Flans und Cremes 79 Knuspriges zum Apéro 81 Gut für die Zähne 82 Power für die Putzfee 84 10 Dinge, die Zeit sparen 86 Mega-Jackpot
22 Porträt Erziehungswissenschaftlerin Melanie Bolz über den Alltag in den Bildungskrippen.
Neue Nutzung bewahrt alte Schulhäuser vor dem Abriss.
Andreas Meyer, CEO der SBB
Würzige Weihnachtsbäckerei.
Mimosen: Die schreckhaften unter den Pflanzen.
Sparen, Sicherheit und den neuen Fahrplan.
117 Glücksgriff 119 Rätsel/Impressum 124 Cumulus
Migros-Welt
126 Meine Welt
51 Spendenaktion
Ferien für bedürftige Familien.
Das Komikerduo Lapsus alias Peter Winkler und Christian Höhener.
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM49
Darauf freuen wir uns Jubiläum Seit 40 Jahren enga-
giert sich die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (EKF) für die Rechte von Frauen und Mädchen. Samichlaus Am Sonntag bringen Samichlaus und Schmutzli Äpfel, Birnen, Mandarinen und Nüsse.
Unnützes Wissen
Aus der Welt der Adligen Mein Bild der Woche «Wir werden ins Bild gesetzt. Uns wird Bescheid gesagt. Wir
Bilder: Keystone, Ilya Naymushin/Reuters, Daniel Ammann
und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».
Leseprobe
Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Claudia Graf (36), Assistentin aus Herisau AR
a) «Ein ganz neues Leben» von Jojo Moyes b) «Verschwörung» von David Lagercrantz c) «Urfaust» von Goethe
Auflösung: a) Weil ich Frauenbücher einfach liebe.
Bettina Oberli (42) ist Autorin
werden über Ereignisse auf dem Laufenden gehalten. Pausenlos überfluten uns Bilder, Fotos, Schnappschüsse – in Zeitungen, im Internet, im Fernsehen. Unser Hirn ist permanent damit beschäftigt, visuelle Eindrücke zu verarbeiten. Auch diese Frau hier wurde ins Bild gesetzt – wortwörtlich. Das Foto irritiert, weil es wie eine Täuschung daherkommt. Man muss ein zweites Mal hinsehen: Die russische Künstlerin Maria Gasanova bemalt Körper und stellt diese in eine Szenerie, die wie ein Gemälde aussieht. So spielt sie mit unserer Wahrnehmung, die vor lauter Impulsen manchmal am liebsten die Augen schliessen würde.»
Der König des 3-Millionen-Volks der Ewe in Ghana heisst Céphas Bansah und betreibt eine Autowerkstatt in Ludwigshafen (D). Es dauerte weniger als einen Monat, bis nach der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton exakte Replika von Kates Hochzeitskleid zu kaufen waren. Die Queen benutzt ihre Handtasche, um ihren Angestellten Zeichen zu geben. Stellt sie die Tasche auf den Tisch, heisst das: «Mir reichts. Ich möchte gehen.» Quelle: Stern/Neon
8 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Welchen Einfluss hat die/der Einzelne aufs Klima?
Migrosmagazin.ch
Diese Woche
Die Schweiz macht sich fürs Weltklima stark Diese Woche beginnt in Paris der 21. Klimagipfel. Über 170 Staaten haben bereits verbindliche Klimamassnahmen versprochen, darunter die USA und China. Auch die Schweiz engagiert sich für einen neuen Klimavertrag. Text: Anne-Sophie Keller
Umfrage Vergangene Woche wollten wir wissen:
Haben Sie nach den Anschlägen in Paris (mehr) Angst? 42% Nein, für mich hat sich nichts geändert. Es gibt bei uns grössere Risiken als Terror. 41% Höchstens an öffentlichen Orten mit vielen Menschen. 16% Ja, ich habe generell mehr Angst, denn neu nimmt der IS nicht bloss Gegner ins Visier.
Das Klima in Zahlen
0,74
325
der weltweit insgesamt 351 Naturkatastrophen im Jahr 2009 hingen mit dem Klimawandel zusammen.
10
Meter im Durchschnitt sind die Gletscher seit 1980 kleiner geworden. Quelle: Climatecentre.org
Bizarrer Versuch, die Eisschmelze zu verlangsamen: Planen auf dem Rhonegletscher.
V
om 30. November bis 11. Dezember debattieren 196 Länder in Paris über das Klima. Die Uno-Klimakonferenz soll zu einem Nachfolgevertrag zum KyotoProtokoll führen, in dem 1997 verbindliche Ziele zum Treibhausgasausstoss der Industrieländer festgelegt wurden. Schon im Vorfeld der Konferenz haben bis jetzt 176 Staaten schriftlich Klimaziele festgelegt, darunter die grossen Klimasünder USA und China. Damit auch die Entwicklungsund Schwellenländer ihre Ziele er-
reichen können, haben die Industrieländer an Treffen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds 65 Milliarden US-Dollar zugesagt. Den Gipfel in Paris haben Diplomaten sorgsam vorbereitet, und Beobachter gehen derzeit davon aus, dass ein Klimaschutzabkommen zustande kommt – obwohl es eine Mammutaufgabe ist, bei 196 Staaten mit 196 verschiedenen Interessen einen Konsens zu finden. Umweltorganisationen bezweifeln, dass die Massnahmen des neuen Klimavertrags reichen wer-
den, um eine globale Erwärmung von über zwei Grad zu verhindern. Auch die Schweiz ist durch den fortschreitenden Gletscherschwund stark vom Klimawandel betroffen. Zudem verursacht die Schweiz rund 50 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund fünf Tonnen entspricht – der klimaverträgliche Ausstoss beträgt eine Tonne. Sie wird sich deshalb unter der Leitung von Bundesrätin Doris Leuthard für einen neuen Klimavertrag einsetzen. MM
Bilder: Peter Klaunzer/Keystone, Saskia Widmer, zVg
Grad Celsius wärmer ist das globale Klima in den vergangenen 100 Jahren geworden.
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 9
Strassenumfrage
Experteninterview
«Kein Land hat Freude am Energiesparen, darum braucht es ein gemeinsames Ziel» Gabi Hildesheimer, am Pariser Klimagipfel soll ein neuer Klimavertrag verabschiedet werden. Welches sind die grössten Hürden? Die Emissionen müssten bis 2050 global um mindestens 50 Prozent sinken. Das geht nur, wenn alle Verantwortung übernehmen. Kein Land hat Freude am Energiesparen, darum braucht es ein gemeinsames Ziel. Das Kyoto-Protokoll hat nur die Industrieländer in die Pflicht genommen; das Pariser Abkommen lädt nun alle Länder ein, einen Beitrag zu leisten. Zahlreiche Industrieländer haben bereits über 64 Milliarden USDollar Unterstützungsgelder für die Entwicklungsländer zugesagt. Wie werden diese eingesetzt? Die Beiträge sollen Entwicklungsund Schwellenländer dazu bewegen, ihre Massnahmen auch tatsächlich umzusetzen. Diese Länder brauchen Unterstützung, damit Umweltschutz ihre Entwicklung nicht behindert. Die Industrieländer stehen in einer historischen Verantwortung im Hinblick auf die aktuelle Situation. Bis 2020 will die Schweiz die Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent reduzieren. Was nützt das dem globalen Klima, wenn ein Land wie China 23,4 Prozent der Emissionen verantwortet? Die Schweiz ist für die Emissionen in China mitverantwortlich. Wir importieren sehr viele Güter und verursachen die Hälfte unserer Emissionen im Ausland, etwa durch die Produktion unserer iPhones und Autos. Zudem ist es für die Glaubwürdigkeit in der internationalen Politik essenziell, dass wir auch die Emissionen im eigenen Land reduzieren. Laut einer GfK-Umfrage fürchten sich 11 Prozent der Befragten vor Umweltproblemen – 1988 waren es noch 74 Prozent. Was bedeutet das für die Schweizer Umweltpolitik? Das Thema leidet unter einem Abnützungseffekt. Klimaprobleme sind schon so lange so dringend, dass die
Leute allmählich das Interesse am Thema verlieren. Auch Meldungen über stets neue Temperaturrekorde wie in den vergangenen Wochen verlieren an Bedeutung, wenn eine Nachricht die andere jagt. Zudem hat die Welt derzeit durch die Flüchtlingsdebatte andere Prioritäten. Würde in Paris ein neues Abkommen geschlossen, könnte das neuen Schwung in die Debatte bringen. Der Ständerat hat am 23. September das erste Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 angenommen. Welches sind die wichtigsten Schritte in den nächsten Jahren? Ein erster wichtiger Schritt ist die Erhöhung der Energieeffizienz. 40 Prozent des Stroms gehen ohne Nutzen verloren, beispielsweise beim Transport. Zudem müssten erneuerbare Energien ausgebaut werden. Am Dienstag dieser Woche befasst sich das Parlament mit der Vorlage «Grüne Wirtschaft». Der Bundesrat will, dass natürliche Ressourcen effizienter genutzt werden. Welchen Stand hat die Vorlage? Keinen leichten. Ich fürchte, das neugewählte, eher wirtschaftlich orientierte Parlament wird die positive Wirkung auf Wirtschaft und Umwelt noch weniger erkennen als das alte.
Was tun Sie, um unser Klima zu schützen?
Gabi Hildes heimer (59) nahm
als Mitglied der Schweizer Delegation an mehreren Klimakonferenzen teil und leitete 16 Jahre lang das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften (Öbu). Heute arbeitet sie bei FehrAdvice & Partners.
Nadine Caflisch (21), Fachan gestellte Gesundheit, Laax GR:
«Das Thema Klimaschutz ist bei mir mal mehr, mal weniger präsent. Ab und zu dusche ich zu lange, dann habe ich schon ein schlechtes Gewissen.»
Robert Riesen (40), auf Stellen suche, Bachenbülach ZH: «Ich habe
seit Längerem kein Auto mehr und benutze bei Bedarf Mobility. Zudem esse ich regionale Produkte – auch damit die Bauern überleben können.»
Schadet Umweltschutz der Wirtschaft? Nein. Umweltschutz erfordert zwar Investitionen, je nach den politischen Rahmenbedingungen rechnen sich diese aber früher oder später. Wenn die Unternehmen sich frühzeitig mit Umweltschutz befassen, schaffen sie sich sogar einen Wettbewerbsvorteil. Was tun Sie privat für das Klima? Ich ernähre mich möglichst saisonal, regional und verzichte auf Fleisch. Und ich werfe keine Lebensmittel weg. So kann man den ökologischen Fussabdruck halbieren. Zudem heize ich mit 100 Prozent Biogas, und kürzlich bin ich erstmals seit 30 Jahren wieder privat geflogen. MM
Vincent Bätscher (24), Student, Erlenbach ZH: «Ich trenne zum
Beispiel meinen Müll und recycle. Wenn jeder etwas Kleines beitragen würde, hätte das bestimmt einen positiven Effekt auf das Klima.»
10 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Lustig ist das Schmutzli-Leben und manchmal bedr端ckend. Thomas Fetz und sein Chlaus machen das Beste daraus.
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 11
1
1 Vorbereitung ist
alles: Neo-Schmutzli Fetz (vorne) studiert den Einsatzplan. 2 Titelgeschichte
Migros-Magazin Thomas Fetz zum Aufnahmetest. Porträt
3 Bei den dementen
Schmutzli, verzweifelt gesucht
Damen ist Schmutzli Fetz noch etwas unsicher und verhalten.
«Dipl. Schmutzli». Vor einem Jahr begleitete das
4 Im Seniorenheim
beginnt der gemütliche Teil des Schmutzlinachmittags.
5 Lausbub Dimitri 2
zwischen Herzklopfen und Übermut. Aber das Versli sitzt.
Um Leute wie Thomas Fetz reissen sich Klausgesellschaften im ganzen Land: Es herrscht ein akuter Mangel an Samichlausgehilfen. Der 51-jährige Schmutzli bestreitet in der Adventszeit mehrere Auftritte pro Abend. Text: Yvette Hettinger
Bilder: Tina Steinauer
3
S 4
5
amichlauszeit ist, wenn der Luft schutzkeller beim Strassenverkehrs amt Zürich in festlicher Dekoration erstrahlt. Wenn Tannenastgirlanden die Betonwände schmücken und Sami chläuse und Schmutzli durch die verwinkel ten Räume wuseln. Lämpli, Laternen und Lebkuchen an jeder Ecke, und über der gan zen Gemütlichkeit der Duft von Hackbraten. In der Einsatzzentrale der St. Nikolaus gesellschaft der Stadt Zürich hat sich Tho mas Fetz (51) gerade mit einem warmen Essen gestärkt und steht kaffeeschlürfend in mitten des emsigen Treibens, um die meter langen Einsatzpläne an einer Wand zu stu dieren. Er hat sich noch nicht umgekleidet und sieht mit seinem wilden Bart trotzdem schon aus wie der Schmutzli, in den er sich wenige Minuten später verwandeln wird. Es ist der 6. Dezember 2014 und Fetz’ erste Saison. Ein paar Tage zuvor hat der Speditionskaufmann aus Dielsdorf ZH das Rekrutierungsverfahren der St. Nikolaus gesellschaft bestanden und ist zum Schmutz li ernannt worden. Nun gilt es ernst.
Um halb vier sind Samichlaus, Schmutzli und Eseli bereit. Das Eseli von heute ist auf vier Rädern unterwegs und trägt eine rote Strickjacke. Immerhin, Haare und Schnauz sind eselsgrau. Das Trio quetscht sich in einen silberfarbenen Kleinwagen – das Eseli ans Steuer – und düst los in Richtung Zürich Höngg. Der Rest des Tages ist minutiös geplant, und das muss so sein, denn Chlaus und Gehilfen haben Einsätze im Stunden takt vor sich. Es hat nie genug Schmutzli und Samichläuse für alle Anfragen
Auch zum diesjährigen Samichlaus sind die Stadtzürcher Samichläuse und ihre Gehilfen gefordert. Über 30 Chläuse, 50 Schmutzli und ebenso viele Chauffeure leisten gegen 1000 Einsätze. Nur Kunden, die zeitlich flexibel sind, haben die Chance, jetzt noch einen Chlaus buchen zu können. Doch trotz aller Flexibilität müssen auch heuer wieder gut 150 Anfragen negativ beantwortet werden, deshalb sucht man in Zürich schon seit Jahren dringend Nach
n Das gibt es zu gewinne
Wettbewerbsfrage: Welche Form haben Eiskristalle?
Sternförmig Herzförmig Kreisförmig Wer kennt die richtige Antwort?
Europas Traumaufenthalt in ark itp ize Fre tem es bt belie lusive ink ark a-P Zwei Tage Europ in ck stü rüh g/F tun Übernach n Viereinem der parkeigene für zwei s tel ho nis Sterne-Erleb Kinder. ei zw d un ne se ach Erw
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 13
Wie sich Thomas Fetz 2014 als Schmutzli bewarb.
Migrosmagazin.ch
wuchschläuse und -schmutzli. Ein Blick über die Stadtgrenze hinaus zeigt: Anderen geht es nicht besser. Die Samichlausgesellschaft in Baar ZG sucht alle Arten von Helfern und «Dienerinnen» und rechnet vor, dass pro Abend nicht weniger als 40 Menschen gebraucht werden. In Ebikon LU nimmt man schon 13-jährige Chläuse und Schmutzli auf. In Winterthur ZH hat ein dreifacher Vater aus der Not heraus die eigene kleine Klausgesellschaft ins Leben gerufen und sorgt mit seiner Aktion Rent-aChlaus dafür, dass wenigstens ein paar Kinder mehr Herzklopfen bekommen. Das will auch Thomas Fetz: für Freude sorgen – und natürlich für ein bisschen Aufregung. An diesem Dezembernachmittag sitzt er in voller Schmutzlimontur im Wagen, späht durch die beschlagenen Scheiben in die Dämmerung hinaus und zupft seine Kapuze zurecht. Er sei dem Chauffeur dankbar, dass er die Heizung abgestellt habe, sagt er. Der Chauffeur seinerseits schimpft leise über andere Verkehrsteilnehmer. Der Samichlaus auf dem Beifahrersitz studiert ein paar Blätter mit Informationen zum ersten Ziel. Um vier trifft die Truppe in der Demenzabteilung eines Seniorenheims ein. Die Stimmung in der kleinen Cafeteria ist heiter bis ruhig. Eine ältere Dame sitzt scheinbar unbeteiligt am Tisch, eine andere schäkert übermütig mit dem Besuch. Chlaus und Schmutzli schütteln jeder einzelnen Frau die Hand, lächeln und bemühen sich, Heiterkeit zu verbreiten. Nicht ganz einfach. Kaum eine Stunde später sitzt das Trio wieder im Auto und macht eine Art Debriefing. «Am besten kannst du mich unterstützen, wenn du mir die Namen der Leute zuflüsterst», erklärt der Samichlaus. Dann diskutiert man über Handy-Abos und
Samichlaustage sind kräftezehrend. In der Einsatzzentrale stärken sich die Helfer.
Zeitungen. Der Chauffeur ärgert sich über eine Frau, die mit Kopfhörer über die Strasse huscht. Fetz ist still. «Solche Besuche machen mich nachdenklich», sagt er. Der Einsatz im zweiten Altersheim fällt ihm schon leichter. Er hat alle Namen im Griff und scherzt mit den Senioren. Eine Dame fragt keck: «Chömed er immer z zweit?» – «Ja!» – «Werum, händ er Angscht elleige?» Alle lachen, und Fetz gerät so sehr ins Plaudern, dass der Samichlaus zweimal mahnen muss: «Schmutzli, ez muesch echli ruig sii.» Dann gibts Brunsli und Gerstensuppe zum Probieren, und weiter gehts. Nach den ersten Auftritten ist das Eis gebrochen und der Schmutzli entspannt
In Dübendorf ZH wartet der kleine Dimitri. Im Licht einer grossen Kerze vor der Haustür stecken Samichlaus und Schmutzli nochmals die Köpfe zusammen und lesen, was sie in ihrem Buch über den kleinen Lausbuben
notiert haben. Drinnen hampelt der blonde Knabe aufgeregt herum. Er ist ganz schön beeindruckt, besonders vom grossen Mann in der braunen Kutte. Allerdings nicht so sehr, dass er sein Sprüchli nicht tadellos vortragen könnte. Zum Abschied klatscht er Samichlaus und Schmutzli kumpelhaft ab. Thomas Fetz entspannt sich. Besuche wie bei Dimitri seien ein unterhaltsamer Ausgleich zu anderen Aufträgen, resümiert er. Wobei ja auch die Vielfalt spannend sei. Bis zum Ende seiner ersten Schmutzlisaison wird er in der Strafanstalt Pöschwies schwere Jungs gesehen, im Waldhüsli Dutzende von Familien empfangen, Vereinsfeiern und weitere Kinder besucht haben. Zurück bleiben ein wenig Stolz auf den gelungenen Einstieg ins Schmutzlidasein und «eine tiefe Befriedigung», wie er sagt. Und die Gewissheit, dass er auch in diesem Jahr wieder als Schmutzli unterwegs sein will. MM
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14 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
E-Sports-WM
Der Kampf der Spielgiganten
Spitzen-Gamer und ihre Fans füllen heute ganze Stadien. Diese Woche treten die weltbesten Computerspieler an der E-Sports-WM in Südkorea an. Einer von ihnen ist der Informatiker Dennis Berg, Captain des Schweizer «League of Legends»-Teams.
Bilder: Riot Games, Basil Stücheli, zVg
Text: Ralf Kaminski
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 15
E
in Raunen geht durch den Saal, dann anerkennender Jubel und schliesslich freudiger Applaus. Auf der Leinwand im Zürcher Kino Stüssihof haben sich eben die fünf Kämpfer der KOO Tigers in einem cleveren Manöver auf jene der SK Telecom gestürzt, sie mit diversen fantastischen Computerspielwaffen niedergemacht und damit überraschend die Runde gewonnen. Nun steht es 2 zu 1 zwischen den beiden südkoreanischen Teams – zur Freude von Dennis Berg (22) und seinen Kollegen, die an jenem Samstag Ende Oktober gemeinsam mit rund 50 anderen Fans und Spielern zum Public Viewing des «League of Legends»-World Championship Finals in Berlin gekommen sind. Hätte sich das favorisierte SK-Team durchgesetzt, wäre der Final bereits zu Ende gewesen (wer als Erstes drei von fünf Runden gewinnt, siegt), so geht es mindestens nochmals eine Runde weiter. Computerspiele im Team
Grosse Show in der Berliner Mercedes-Benz-Arena: Das SK-Telecom-Team triumphiert im «League of Legends»-Final am 31. Oktober.
Was Berg da so begeistert schaut, nennt sich E-Sports – nichts anderes als zwei Mannschaften, die in einem Computerspiel gegeneinander antreten, vor Publikum. Inzwischen finden diese Turniere in gewaltigen Arenen statt, diese hier in der Berliner Mercedes-Benz-Arena, deren 17 000 Plätze innert Sekunden ausverkauft waren. Parallel dazu können die Fans an unzähligen Public Viewings rund um die Welt die Liveübertragung auf Grossleinwänden mitverfolgen, in Sportarenen, Kinos oder Pubs. Wie im klassischen Sport gibts Moderatoren, die atemlos jeden Zug kommentieren und einordnen, es gibt Fangemeinschaften, Spon soren, Preisgelder: ESports ist zu einem Milliardengeschäft geworden. Online-Kanäle wie Twitch.tv sind entstanden, auf denen man pausenlos solche Spiele verfolgen kann; die Seite hat ähnlich viele Zugriffe wie die Fifa. Beobachter der Szene erwarten, dass E-Sports in 10 bis 20 Jahren klassische Sportarten wie Fussball überholt haben und zum Freizeitsport Nummer eins aufsteigen wird. Dennis Berg ist aber nicht einfach ein x-beliebiger Fan, er gehört selbst zu den besten «League of Legends»Spielern (LoL) der Schweiz und tritt als Captain seines Teams Anfang Dezember an der E-Sports-WM in Südkorea für die Schweiz an. Auch deshalb interessiert ihn das Duell in
16 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Berlin, denn dort treten drei Superstars der Szene an, junge Südkoreaner mit globaler Fangemeinde, die von E-Sports leben können. «In der Schweiz kann das praktisch niemand», sagt Berg, «aber in Südkorea ist es ein gewaltiges Geschäft.» Die Präsenz der drei südkoreanischen Stars in Berlin ist ein bisschen so, wie wenn Federer, Djokovic und Nadal gleichzeitig in einem Tennismatch im Einsatz stünden. Die Fans in Südkorea hängen sich Poster ihrer Gamer-Idole zu Hause übers Bett, und das Siegerteam in Berlin kann sich auf eine Million Franken freuen. Bis im Halbfinal waren auch noch zwei europäische Mannschaften im Rennen, die hatten aber, wie so oft, keine Chance gegen die Südkoreaner. Und am Ende gewinnt das SK-Team 3 zu 1. Seine ersten Computergames hat Dennis Berg mit fünf Jahren gespielt, seit vier Jahren spielt er LoL, seit gut zwei Jahren nationale und internationale Turniere. Heute gehört er zu den Top Ten in der Schweiz. Dass er sich auf LoL spezialisiert hat, sei Zufall, aber das Spiel mache immer noch Spass. Dabei treten zwei fünfköpfige Teams gegeneinander an, jeder steuert einen Spielcharakter mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Waffen durch ein Fantasy-Spielsetting. Ziel ist es, die gegnerische Festung zu erobern, dazu braucht es einerseits strategisches Geschick, andererseits aber auch flinke Finger, um in den unvermeidlichen Kämpfen zu bestehen. LoL ist nur eines von diversen E-Sports-Spielen – fast alle erfordern eine ähnliche Mischung aus Strategie, Konzentration und Geschwindigkeit. In Seoul werden neben LoL auch Hearthstone und StarCraft II gespielt. Entwicklungsland Schweiz
«Mir liegt strategisches Denken, und ich bin ehrgeizig, das war schon früher beim Monopoly so», sagt Berg auf die Frage, weshalb er in diesem Spiel so erfolgreich ist. Hinzu kommt: spielen, spielen, spielen. In Vorbereitung auf die WM trainiert der Informatiker aus Dietikon ZH rund zwei Stunden täglich allein und etwa vier Stunden pro Woche mit dem Team. «Die Trainings und Absprachen sind extrem wichtig, denn LoL ist ein Teamsport. Ein ideales Training ist zum Beispiel, sich in schwierige Situationen zu bringen, die man normalerweise vermeidet – und dann zu versuchen, da heil wieder rauszukommen. Man muss laufend
E-Sports-Fans im Zürcher Kino Stüssihof. Unter ihnen auch Dennis Berg, der in Seoul für die Schweiz antritt (Bild rechts).
neue Strategien entwickeln, das macht es so interessant.» Berg gehört zwar zu den Besten in der Schweiz, aber die Schweiz ist im E-Sport nicht sehr bedeutend. «Die Lebenshaltungskosten hier sind so hoch, dass Gamer es sich nicht leisten können, nur zu spielen. In Osteuropa hingegen gibt es einige, die neben E-Sports keinen Job brauchen und viel mehr Zeit haben zu trainieren. Die spielen dann natürlich auf einem anderen Niveau.» Einsam an der Spitze steht jedoch Südkorea, wo man E-Sports schon seit über zehn Jahren betreibt. Die Schweiz sei demgegenüber geradezu ein Entwicklungsland, sagt Vinzenz Kögler, Präsident des Schweizerischen E-Sports-Verbands. «Der Stellenwert von E-Sports ist hier im Vergleich mit traditionellen Sportarten relativ gering, den meisten ist gar nicht bewusst, dass es für
Videospiele überhaupt einen professionellen Wettkampf gibt.» Generell haben Computerspieler im deutschsprachigen Raum nicht das beste Image. Doch das verändert sich langsam, denn unter Jugendlichen ist Gaming sehr beliebt, zunehmend auch bei weiblichen. Doping und Sexismus
Berg schätzt, dass 10 bis 20 Prozent im E-Sports Frauen sind. «Aber die meisten spielen nicht gut genug, um ganz vorne mit dabei zu sein.» Auch im Schweizer Team für Südkorea gibt es keine Frau. Zudem sind die Gamer auch immer wieder mal mit Sexismusvorwürfen konfrontiert. Berg relativiert: «Der Ton ist überall rau und sexistisch, wo viele 14-jährige männliche Jugendliche unterwegs sind. Auch ich muss mir immer wieder mal Beschimpfungen anhören, Sprüche wie ‹Mann, bist du hässlich›
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Faszinierende Welt des E-Sports im Video:
Migrosmagazin.ch
Das WM-Team
Sie treten für die Schweiz in Seoul an
Dennis Berg alias Koala (22), Informatiker aus Dietikon ZH
Spiel: League of Legends Turniere: seit 3 Jahren Training pro Monat: ca. 40 Stunden Spieleigenschaften: strate gisches Denken und Ehrgeiz
Adrian Aebischer alias Yama (27), Informatiker aus Freiburg
oder so was. Mit der Zeit ignoriert man das einfach.» Und ganz wie im klassischen Sport ist auch Doping ein Thema. Der Counter-Strike-Spieler Kory Friesen liess sich vor Kurzem zitieren, dass alle Spitzenspieler im E-Sports gedopt seien, mit konzentrationssteigernden Medikamenten wie Ritalin oder Adderall. Berg sagt, Doping sei im Schweizer E-Sports kein grosses Thema. «Ich glaube nicht, dass wir hier ein Problem damit haben.» Dennoch wird in der Branche derzeit diskutiert, ob künftig vor grossen Turnieren Tests stattfinden sollen. Tatsächlich ist eine gute Konzentration extrem wichtig bei E-Sports. Berg sieht zu, dass er vor Turnieren genügend schläft, etwas gegessen hat, aber nicht zu viel und nicht zu fettig. Und er analysiert Verhalten und Strategien der gegnerischen Teams. Die Gegner der Schweiz in Südkorea
werden vor Ort ausgelost – es nehmen 23 Nationen teil. Beim letzten grossen Turnier in Bukarest 2014 schaffte Berg es mit seinem Team bis ins Viertelfinal, dort scheiterten sie dann an Südkorea. Diesmal hofft er, dass sie es bis ins Halbfinal schaffen. Zu gewinnen gibts auf den ersten drei Plätzen insgesamt rund 20 000 Franken. Natürlich steht in Seoul das Turnier im Mittelpunkt, aber Berg war noch nie in Südkorea, und die Mannschaft wird schon ein paar Tage vorher anreisen. «Ein bisschen Sightseeing machen und mit anderen Spielern um die Häuser ziehen», sagt Berg. Denn das ist ein netter Nebeneffekt dieses Hobbys. «Man lernt viele Leute aus der ganzen Welt kennen und geht sich dann auch gegenseitig besuchen. Das ist schon sehr cool.» MM 7th E-Sports World Championship in Seoul, Südkorea: 2. bis 5. Dezember. Infos zum Schweizer Nationalteam: Sesf.ch
Spiel: League of Legends Turniere: seit 8 Jahren Training pro Monat: Ist eher ein Hobby, praktisch täglich Spieleigenschaften: Zeit management, göttliches Makro und Mikrospiel
Joshua Lim alias Wild Joshy (19), Informatiker aus Seon AG
Spiel: League of Legends Turniere: seit 2 Jahren Training pro Monat: schwer zu beziffern. Ich lese viel und mache auch Fitness, den ganzen Rest der Freizeit bin ich am Gamen, teils zum Spass, teils als Training Spieleigenschaften: Ehrgeiz, Fähigkeit zur Selbstkritik, Fleiss und die «richtige» Mentalität
Ali N. alias Lagyli (21), Informatiker aus Zürich
Spiel: League of Legends Turniere: seit 1 Jahr Training pro Monat: ca. 25 Stunden Spieleigenschaften: Intelligenz, Flair für das Spiel
Yannick Widmer alias younTheory (23), Informatik-Student aus St-Légier VD
Spiel: Hearthstone Turniere: seit knapp 1 Jahr Training pro Monat: ca. 150 Stunden Spieleigenschaften: Liebe zum Spiel, viel Erfah rung, gute Unterstützung durch mein Team Qualitas Helvetica
Eloi Minh-Dao Quach alias Elroye (19), Maturand aus Genf Spiel: StarCraft II
Turniere: seit knapp 3 Jahren Training pro Monat: seit Schulende 8 bis 12 Stun den pro Tag in Vorbereitung auf ein Turnier, ohne Turnier aber deutlich weniger Spieleigenschaften: viel Spielerfahrung, viel Training
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 19
Der Deutsche Valdet Gashi war ein erfolgreicher Thaiboxer, ehe er sich dem IS anschloss. In Winterthur bot er Kampfsporttrainings für junge Muslime an. Im Sommer dieses Jahres soll er bei einem amerikanischen Luftangriff bei Kobane ums Leben gekommen sein.
Dschihad
Von der Eulach an den Euphrat Junge Leute aus dem Umfeld einer Winterthurer Moschee haben sich der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak angeschlossen. Wie sie radikalisiert wurden, ist ungeklärt. Eine Schlüsselrolle dürfte der inzwischen verstorbene Thaibox-Weltmeister Valdet Gashi gespielt haben.
Bilder: Screenshot SRF, Facebook
Text: Peter Aeschlimann
E
ins der letzten Bilder, das der 18-jährige Christian auf seinem Facebook-Profil gepostet hat, zeigt ihn mit grüner Sturmmaske und zwei Sturmgewehren im Anschlag. Der junge Mann war, was der Schweizer Nachrichtendienst als «dschihadistisch motivierten Reisenden» bezeichnet – eine Person, die nach Syrien reist, um sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschliessen. Doch hinter dem technokratischen Begriff verbergen sich persönliche
Dramen. Wie das um Christian. Der junge Winterthurer mit italienischen Wurzeln kehrte seiner Heimat im Februar dieses Jahres den Rücken. Inzwischen soll er tot sein, vermutlich wurde er Opfer eines US-Raketen-Angriffs. Noch vor einem Jahr deutete nichts darauf hin, dass Christians Leben ein gewaltsames Ende finden würde. Der Teenager galt unter Freunden als sympathisch und lebenslustig. Er brachte gute Schulnoten nach Hause, spielte in der Freizeit Fussball.
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«Erschreckendes Unwissen»
Es sei erschreckend, sagt Kurt Pelda, wie wenig diese Menschen über die tatsächliche Situation in Syrien oder im Irak wüssten. So staune er immer wieder über den «Schwachsinn», den die MöchtegernGotteskrieger in den sozialen Medien teilten: meistens Verschwörungstheorien, die eigentlich leicht zu durchschauen wären. Nur: «Oft sind die Leute intellektuell nicht dazu in der Lage», so Pelda. Hinzu kommt, dass es bequemer sei, im Netz nach einer Bestätigung der eigenen Ansichten zu suchen statt nach einem Widerspruch. Einen Monat eher als Christian verschwand auch Valdet Gashi, 27-jährig, und bekann-
Plötzlich Dschihadist: Der 18-jährige Christian aus Winterthur präsentiert sich auf Facebook in Kriegermontur und -pose.
tester Dschihadreisender aus dem Umfeld der An’Nur-Moschee in Winterthur. Als zweifacher Weltmeister im Thaiboxen war der Deutsche mit kosovarischen Wurzeln ein gefeierter Medienstar in Asien. Hier lernte er auch seine spätere Frau kennen. Der zweifache Vater leitete in Winterthur muslimische Kampfsporttrainings, an denen auch Christian teilgenommen hatte. Nachdem die Medien Valdet Gashis Sympathien für den IS aufgedeckt hatten, brach er seine Projekte in Winterthur ab. Wie sein Zögling Christian soll er im Sommer bei einem amerikanischen Luftangriff in Syrien ums Leben gekommen sein. Rund ein halbes Dutzend junger Men schen ist von Winterthur aus in Richtung Wüste aufgebrochen, um den IS zu unter stützen. Auf deren Schicksale konzentriert sich die derzeitige Berichterstattung. Umstritten ist, ob es in Winterthur eine IS-Zelle gibt. Kurt Pelda ist von deren Existenz überzeugt und moniert, dass der Staat zu wenig dagegen unternehme. «Das ist Panikmache», widerspricht Extremismusexperte Samuel Althof: Wer ohne Beweise Gerüchte kolportiere, vergrössere die Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung. «Das ist kontraproduktiv im Kampf gegen den Terrorismus.» Seit den Terroranschlägen vom 13. November in Paris verzeichnet Althof als Leiter der Fachstelle Extremismus- und Gewaltprävention einen leichten Anstieg bei entsprechenden Anfragen. Ein Berufsschullehrer etwa suchte Rat, nachdem ein Schüler im Unterricht damit geprahlt hatte, wie toll er die Anschläge von Paris fände.
«Ein dummer Spruch, um bei den Kollegen zu punkten», sagt Althof. Doch wann ist die Sorge berechtigt? Wenn sich jemand abschotte, sein soziales Umfeld austausche und Beziehungen beende, so Althof, oder wenn sich jemand äusserlich verändere, sich einen Bart wachsen lasse und plötzlich Gewalt gutheisse. «Aber selbst dann bedeutet das noch lange nicht, dass eine Person auf dem Weg zum IS ist.» Falls der Verdacht begründet sei, müsse man mit den Betroffenen intensiv das Gespräch suchen und deren Umfeld ausleuchten. Den grössten Fehler, den man machen könne, sei ein Ausschluss. Also genau das, was Christian widerfahren ist, als er vom Vater rausgeworfen wurde. «Das ist die tiefste und am stärksten chronifizierbare Verletzung, die man einer Tochter oder einem Sohn zufügen kann», sagt Samuel Althof, «dann kann alles verloren sein.» Sein Tipp: auf keinen Fall die elterlich liebende Position aufgeben, sondern die eigenen Werte weitergeben, damit eine Person keinen Grund hat, abzureisen. Teenager auf Abwegen
Nichts von ihren Plänen abhalten konnte das Geschwisterpaar Visar (17) und Edita (15) aus Winterthur. Beide besuchten die Moscheen in Winterthur und Embrach; auch Visar nahm an Gashis Trainings teil. Im Winter vor einem Jahr schmiss er das KV und seine Schwester die Schule, um sich in Syrien dem IS anzuschliessen. Die Suche des Vaters nach den Kindern verlief bisher erfolglos. Es heisst, die Teenager hielten sich im syrischen Rakka auf, Edita sei inzwischen verheiratet. Neben Christian, Gashi, Visar und Edita sind drei weitere Personen bekannt, die zuerst in Winterthur gebetet und später Kontakte zum IS aufgebaut haben. Der dortige Moscheeverein lässt aber über diverse Medien verlauten: «Damit haben wir nichts zu tun.» In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagte der Präsident: «Valdet Gashi steckt hinter allem.» Es sei nicht primär die Gewalt, die auf Jugendliche anziehend wirke, sagt Kriegsreporter Kurt Pelda. Am Anfang hätten Dschihadreisende vermutlich den aufrichtigen Wunsch zu helfen, als Sanitäter oder Journalisten etwa. Die Motive, nach Syrien oder in den Irak zu reisen, seien also nicht unbedingt böse. «Dass sie dann etwas anderes machen müssen, lernen sie in der Regel erst vor Ort. Doch dann ist es zu spät.» MM
Bild: Screenshot SRF/Rundschau
Der Lehrmeister war mit dem angehenden Polymechaniker zufrieden. Dann, irgendwann im Herbst 2014, nach einer Sportverletzung und einigen Wochen Arbeitsunfähigkeit, war alles anders: Christian verkaufte seine Playstation und konvertierte zum Islam. Er besuchte fortan regelmässig die Moschee, betete fünfmal am Tag. Seine muslimischen Freunde waren zuerst begeistert vom neuen Glaubensbruder. Doch bald wandten sie sich von ihm ab. Er war ihnen fremd geworden, zu extrem. Chris tian brach die Lehre ab. Er liess sich einen Bart wachsen, hörte mit dem Trinken auf und vertrat immer radikalere Ansichten. Der Vater, ein Katholik, stellte seinen Sohn schliesslich vor die Tür. Nach einigen Nächten im Hotel fand Christian Unterschlupf bei einer Person aus dem Umfeld der Moschee – und dann war er plötzlich weg, über die Türkei nach Syrien abgereist, wo er sich unter dem Namen Abdul Malik al-Itali dem IS anschloss. Was bringt einen jungen Menschen dazu, von der sicheren Eulach an den brandgefährlichen Euphrat zu reisen? Kurt Pelda, Kriegsreporter und Träger des Schweizer Menschenrechtspreises, hält sich regelmässig in Syrien auf und hatte via Facebook Kontakt mit Christian. Er nennt mehrere Faktoren, die zu einer Radikalisierung führen können: Auffallend sei, dass es sich bei den jungen Dschihadreisenden oft um Schul- oder Lehrabbrecher handle, um «Nobodys, die von falschen Freunden Respekt erhalten, der ihnen sonst verwehrt bleibt». Die Manipulatoren trichterten ihnen ein, dass es ihre heilige Pflicht sei, den Muslimen in Syrien oder im Irak zu helfen. «Und dann spielt auch die Abenteuerlust eine Rolle. Die IS-Propaganda im Internet verfängt.»
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SchulpreisFinalisten und ihre Stärken:
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Schweizer Schulpreis 2015
«Kinder sollen entscheiden»
Bildung beginne vor dem Kindergarten, betonen die Organisatoren des Schweizer Schulpreises. Wie das im Alltag der 55 Bildungskrippen aussieht, erklärt die Erziehungswissenschaftlerin Melanie Bolz. Text: Yvette Hettinger
Schulpreis 2015
Auszeichnung für frühkindliche Bildung Zum zweiten Mal werden am 2. Dezember Schulen mit dem Schweizer Schulpreis ausge zeichnet. Er wurde 2013 erstmals vergeben und ging in den Hauptkatego rien an die Oberstufen schule Wädenswil ZH und die Gemeindeschu len von Martigny VS. Neu wird dieses Jahr eine Institution mit dem Schweizer Preis für Frühkindliche Bildung 2015 gekürt. Der Verein Forum Bildung hat diese Auszeichnung mit der Unterstützung des MigrosKulturprozents ins Leben gerufen. Finalisten: siehe Seite 23
Melanie Bolz, wie sehe ich einer Kindertagesstätte an, dass sie eine Bildungskrippe ist? Auf den ersten Blick vielleicht an den Räumlichkeiten. Es kön nen ungewöhnliche Dinge an den Wänden hängen, etwa Zei tungsartikel aus verschiedenen Ländern oder ein Bild vom Taj Mahal. Was man nicht sieht: Es gibt eine intensive und lange Eingewöhnung des Kindes, bei der ein Elternteil dabei ist. Sind die Spielsachen aufs Lernen angelegt? Natürlich gibt es bei uns die obligaten Legosteine und Bau klötze. Daneben aber vielleicht auch ein paar unförmige Äste, die sich nicht stapeln lassen. Was ist das Ziel der Bildungs krippe? Eine steilere Schul karriere? Nein. Wir wollen, dass die Kin der Freude am Lernen haben und sich diese erhalten können. Denn jedes Kind will lernen. Dafür braucht es eine anregende Umgebung und Erwachsene, die sich aufs Kind einlassen – und es nicht zum Singen zwingen, wenn es lieber malen will.
Das geht doch in normalen Krippen auch. Natürlich würde kein Erwach sener je sagen, dass er nicht auf die Wünsche des Kindes eingeht. Dennoch gibt es mancherorts ein Programm. Dann heisst es: «Heute machen wir dies und das.» Stellt sich die Frage: Wessen Bedürfnis wird damit befriedigt? Bei fixen Program men oft das der Erwachsenen. In der Bildungskrippe gilt der Wunsch des Kindes? Dort hat es so weit wie möglich die Wahl, zum Beispiel zwischen dem Mal, dem Bau und dem Bewegungsraum. Klar, gibt es auch Ausflüge in den Wald oder in den Park. Aber auch dort können die Kinder wählen, womit sie sich befassen wollen. Übrigens wird das in einzelnen Kindergärten und Schulen auch schon so gehandhabt. Und worin besteht die Rolle der Betreuer? Sie begleiten die Kinder und geben ihnen Hilfestellung oder Anregung, wenn sie das brau chen. Vielleicht sieht es so aus, als ob die Betreuer nur in einer
Melanie Bolz (37) ist Erziehungs wissenschaftlerin und Projekt leiterin von Bildungskrippen.ch.
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 23
In der Bildungskrippe können Kleinkinder lesen lernen, müssen aber nicht.
Neuer Preis für Kindertagesstätten
Die Finalisten – und was die Jury über sie sagt 1. Kindertagesstätte Frechdachs, Zürich:
«Diese Kita geht sehr kreativ mit den beengten Verhältnissen der Stadt um. Den tollen, wilden Kinderspielplatz im ansonsten cleanen Quartier hat sich die Kita hart erkämpft.» 2. Kinderhaus Imago, Dübendorf ZH:
«Uns hat die individuelle Betreuung gefallen, die teilweise eins zu eins stattfindet.»
Das Kinderhaus Imago betreut behinderte und nicht behinderte Kinder. 3. Kindertagesstätte Leuehöhli, Winter thur ZH: «Die Leuehöhli
ist auf die Betreuung von Kleinstkindern spezialisiert. Uns hat unter anderem die gemütliche Atmosphäre begeistert.» 4. KSA Zwärglihus, Kantonsspital Aarau:
Bild: Christine Bärlocher/Ex-Press
Ecke sitzen und nichts tun. Doch sie schauen genau hin und notieren ihre Beobachtungen. Ist ein Kind nicht überfordert, wenn es keine Anleitung bekommt? Nicht, wenn seine Signale rich tig gedeutet werden. Und Kinder zeigen sehr klar, was sie wollen und was nicht. Was passiert mit den Notizen über die Kinder? Die Betreuer tauschen sich über ihre Beobachtungen aus, um herauszufinden, was sie dem ein
zelnen Kind noch zusätzlich an bieten können. Manchmal sucht man aufgrund der Notizen auch das Gespräch mit den Eltern. Etwa, wenn man findet, ein Kind fühle sich nicht wohl in der Kita.
Was ist das Prinzip von «infans», dem Konzept der Bildungskrippen? Der wichtigste Leitsatz lautet «Keine Bildung ohne Bindung und Beziehung».
Was für Eltern bringen ihre Sprösslinge in die Bildungskrippe? Alle möglichen, auch solche mit Migrationshintergrund. Ihnen sind primär die Öffnungszeiten wichtig, die Erreichbarkeit und die Atmosphäre. Kriterien, die auch bei allen anderen Kinder tagesstätten relevant sind.
Was für Personal arbeitet in einer Bildungskrippe? Das gleiche wie in allen Krippen: Ein Teil hat den anerkannten eidgenössischen Abschluss, ein Teil ist in der Ausbildung. Bildungskrippen haben nicht mehr Betreuer und auch nicht mehr Geld als andere, zumal sie auch nicht mehr kosten. MM
«Das Zwärglihus hat viel Umschwung und passt seine Einsatzpläne so an die Schichten der Eltern an, dass die Kinder von ihren Bezugspersonen betreut werden können.» 5. Crèche intercom munale L’île aux Mômes, Vésenaz GE:
«Hier ist die Architektur besonders, mit einer offenen Treppe ohne Schranken.» www.schweizerschulpreis.ch
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Alte Schulhäuser
Eine gute Idee macht
Das schöne Gebäude einfach abreissen, wenn für immer Schulschluss ist? In Davos, Amriswil, Dürstelen und Hottwil haben ehemalige Schulhäuser eine neue Bestimmung gefunden: als wissenschaftliches Institut, Museum, Wohnhaus oder Gästeunterkunft. Text: Franziska Hidber
Bilder: Kuster & Frey
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 25
Schule
1 Thurgauer Schul-
geschichten sammeln und erzählen: die grosse Passion von Museumsleiter Hans Weber. 2 Einst fast abgeris-
sen, gilt das heutige Museumsgebäude mit dem seltenen Lehmmauerwerk als schützenswert.
1
2
Schulmuseum in Amriswil TG
Wo die Schulgeschichte lebt
Das Schulmuseum im ehemaligen Schulhaus Mühlebach in Amriswil TG versetzt Besucher in längst vergangene Zeiten.
Hans Weber (76) ist kein ängstlicher Mann. Aber um Mitternacht würde er das Schulmuseum nie aufsuchen. Er senkt die Stimme zu einem Flüstern: «Man sagt, das Fräulein Brauchli treibe dann ihr Unwesen!» Weber lacht herzhaft. Er ist Museumsleiter und Präsident der privaten Stiftung Schulmuseum Mühlebach. Aline Brauchli – auf das «Fräulein» legte sie grossen Wert! – war Lehrerin und unterrichtete 44 Jahre lang im Schulzimmer im ersten Stock, 66 Jahre verbrachte sie in der Lehrerwohnung im Erdgeschoss; ihr Foto hängt noch immer an der Wand. Hinter den Mauern aus dem Jahr 1846 schlummern unzählige Geschichten, und Hans Weber weiss sie zu erzählen. Wo das Fräulein Brauchli früher kochte und schlief, finden seit 2002 interaktive Wechselausstellungen statt, aktuell zum Thema «Ansichtssache – das Bild in der Schule». Und zu sehen gibt es vieles, zum Beispiel im historischen Schulzimmer. Hier können Kinder und Erwachsene in den alten Holzbänken die Feder ins Tintenfass tunken oder mit Milchgriffeln auf Schiefertafeln schreiben, Texte in historischer Schulschrift lesen, das Harmonium testen oder gar eine Lektion wie anno dazumal erleben. Wenn Weber erzählt, dass in diesem Raum einst bis zu 100 Kinder sassen, erntet er oft ungläubiges Staunen. Und manchmal bekommt er danach Post. Wie das Kärtchen, auf das ein Schüler mit Tinte und in schönster Kurrentschrift schrieb: «Ich fand das Schulmuseum saugeil.» Das Fräulein Brauchli hätte bestimmt seine helle Freude daran gehabt. www.schulmuseum.ch
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1 Das ehemalige Klassenzimmer der Gesamt-
schule ist heute Zentrum des Familienlebens: Hier wird gekocht, gegessen und gespielt.
2 Das Atelier im Dachstock nutzt die vierfache Mutter Jeanette Val, um ihre «Hügü», ihre Hüftgürtel, zu fertigen. 3 Aus dem Schulhaus in Dürstelen ist 2
ein charmantes Bijou geworden, aus dem Pausenplatz ein grosszügiger Garten.
3
Haben turbulente Jahre des Umbaus hinter sich: Jeanette Val (l.) und Michael Helbling (r.) mit den Kindern Maurice, Giana (u. l.) und Mary (nicht auf dem Bild: Tochter Yannik).
Wohnhaus in Dürstelen ZH
Von der Schul- zur Wohnstube «Läck, habt ihr eine grosse Stube!» Das bekommt Giana (10) öfters zu hören, wenn sie ein Gspänli mit nach Hause bringt. Gianas Mutter, Jeanette Val (47), sitzt am langen Holztisch. «Früher spielten die Kinder hier manchmal Versteckis.» Mit «hier» ist das ehe malige Klassenzimmer gemeint. Vom unveränderten Grundriss zeugt die Wandtafel, clever als Schranktür genutzt. Vater Michael Helbling (48) zeigt auf den Billardtisch im hellen, loftartigen Raum mit Original holzboden, vielen Fenstern und moderner Küche: «Wer kann schon so ein Ding in den Wohnbereich stellen?» Als der Kundenmaurer das erste Mal über diese Schwelle trat, verliebte er sich sofort. «Ich weiss noch, wie ich dachte: Wow, hier möchte ich wohnen!» Das war kurz nach der Schulschliessung 1998. Dann ging alles schnell: Im Jahr 2000 zogen Michael Helbling und Jeanette Val mit Yannik (heute 21) und Maurice (heute 18) als Mieter in die ehemalige Hauswartswohnung im ersten Stock ein. 2003 konnte die Familie das Schulhaus erwerben, 2004 begann sie mit dem Umbau – es war der Auftakt zu einer turbulenten Zeit. «Wir machten so viel wie möglich selber», sagt Helbling. Jeanette Val schüt telt den Kopf, wenn sie daran denkt: «Zwischendurch bestand die ‹Küche› aus einer einzigen Herdplatte, und das mit vier Kindern!» Mary (15) und Giana wuchsen von Anfang an im Schulhaus auf. Das Gebäude aus dem Jahr 1892 gilt als schutzwürdig, es gab gesetzliche Auf lagen. «Meine Träume von einer Terrasse oder einem Balkon blieben Schäume», sagt Jeanette Val.
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9. Tag, Mittwoch 13. Juli 2016 – Hohe Küste & Falun Das UNESCO Weltkulturerbe „Hohe Küste“ mit den fantastischen Granitklippen und die Kupferbergwerkstadt Falun begeistern uns heute. Übernachtung im Raum Falun. 10. Tag, Donnerstag 14. Juli 2016 – Dalarna & Vätternsee Durch die Provinz Dalarna erreichen wir am Nachmittag den wunderschönen Vätternsee mit seinem klaren Wasser. Übernachtung in Jönköping. 11. Tag, Freitag 15. Juli 2016- Kopenhagen Nach letzten Eindrücken vom Bilderbuchland Schweden fahren wir via Kopenhagen zurück nach Hannover. 12. Tag, Samstag 16. Juli 2016 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 29
1 «Hast du in der
Schule geschlafen?» In Hottwil AG ist diese Frage frei von Ironie: Aus dem ehemaligen Schulhaus ist eine Gästeunterkunft geworden. 2 Geri Keller
ist in Hottwil aufgewachsen. Gemeinsam mit Ehefrau Esther betreibt er mit viel Herzblut das Gästehaus Flösser. 3 Turnhalle und
Sportplatz stehen Einheimischen und Gästen gleichermassen zur Verfügung.
1
2 3
Gasthaus Bären, Hottwil AG
Übernachten im Schulhaus Geri Keller (55) ist ein Hiesiger. In der Turnhalle, wo immer mal wieder Theater gespielt oder Pilates gemacht wird, hat er selbst als Bub geturnt, in den Schulzimmern im ersten Stock das Einmaleins und die Schnürlischrift gelernt – wie seine beiden älteren Kinder. Der Jüngste aber hat hier nur noch ein Schuljahr erlebt, dann wurde die Schule im Sommer 2006 geschlossen – es gab zu wenige Schulkinder im 270-Seelen-Dorf zwischen Laufenburg und Brugg im Mettauertal. Geri Keller hatte von Anfang an eine Vision, was mit dem Gebäude geschehen könnte: «Das Schulhaus liegt mitten in der Natur und direkt am Flösserweg – ideal für eine Gruppenunterkunft.» Der Flösserweg ist quasi Kellers viertes Kind: Der Hottwiler hat den Anstoss zum beliebten ThemenWanderweg gegeben. Bis Ende des 19. Jahrhunderts diente er als Heimweg der Flösser zurück nach Stilli, nachdem sie ihre Flosse via Aare und Rhein nach Laufenburg gebracht hatten. Damals wie heute stärken sich die Wanderer im «Bären»: Hier ist Keller aufgewachsen, hier wirtet er heute mit seiner Frau Esther (49). Das Paar betreibt im Auftrag der Gemeinde Mettauertal auch das Gästehaus Flösser mit fünf Zimmern und 30 Betten: Aus der Vision ist Realität geworden. Seit der Einweihung im Juni 2013 läuft es rund. «Allein im letzten Jahr hatten wir 25 Gruppen hier», sagt Geri Keller und zählt auf: Schulen, Vereine, Sportklubs, Jodelchörli, Biker. Guggenmusiken, Jugendgruppen, Firmen. Studenten kamen zum Lernen, Radfahrer zum Trainieren, Familien zum Feiern. Keller gefällt, wie die Gäste das Dorf beleben: «Es gab bereits Turniere zwischen auswärtigen und einheimischen Gruppen.» www.baeren-hottwil.ch
30 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
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32 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Porträt
Fridolin und die sieben Schwestern
Als Wirtschaftsförderer machte Fridolin Schwitter Karriere. Dann suchte er nach einem neuen Sinn im Leben und trat auf Zeit dem Kapuzinerorden bei. Das geistliche Dasein liess ihn nicht mehr los: Nun versucht er sein Glück im Kloster Notkersegg in St. Gallen – bei sieben Ordensschwestern. Text: Andreas Bättig
Bild: Herbert Zimmermann
B
ruder des Kapuzinerordens zu sein, hat für Fridolin Schwitter (55) nicht nur geistliche, sondern auch welt liche Vorteile. Auf Zugfahrten ge niesst er gelegentlich im Speisewagen ein Glas Fendant. Dabei macht er mit seiner braunen Kapuzinerkutte offenbar Eindruck, zahlen musste er jedenfalls bislang nicht oft. «Einmal bat mich das Servicepersonal, als Gegenleistung den Speisewagen zu segnen. Das war kein Problem: Eine Segnung ist kein Sakrament. Also konnte ich das auch als Laienbruder tun», sagt Schwitter. Zu wenig Welt im Kloster
Schwitter sitzt an einem alten Holztisch in einem der vielen Räume des Klosters Wesemlin in Luzern. Er trägt seine braune Kapuzinerkutte. Darunter lugt der Kragen eines Businesshemds hervor. Seinen Job als Wirtschaftsförderer der Stadt Luzern gab er vor sechs Jahren auf, um als «Bruder auf Zeit» in den Kapuzinerorden einzutreten. «Ich war damals 49. Mir war bewusst, dass ich mehr als die erste Hälfte meines Lebens hinter mir hatte. Ich wollte umsteigen, etwas anderes machen.» Schon als Manager hatte er sich Auszeiten gegönnt und sich monatelang auf Reisen begeben. Eine solche Reise sollte seinen weiteren Lebensweg bestimmen. «In Laos war ich zu Besuch in einem Kloster. Ich sah, wie wichtig solche Einrichtungen in diesem Land sind. Das interessierte mich.» Er be gann, sich auch in Europa mit Klosterorden zu befassen. «Die Kapuziner sind ein sehr weltoffener Orden. Ich fand das Angebot gut, als Bruder auf Zeit eintreten zu können, be vor ich mich definitiv verpflichten musste.» Als bekannt wurde, dass der Wirtschafts förderer Schwitter Bruder Fridolin wird, war der Rummel um seine Person gross. «Es gab
einige Vorurteile. Viele meinten, dass man quasi eingesperrt sei, wenn man ins Kloster gehe. Das ist nicht der Fall», sagt Schwitter, er habe seine Zeit im Kloster frei gestalten können. Er lebte in den Kapuzinerklöstern Brig, Rapperswil, Fribourg und Luzern. Bei Letzterem leitete er die Spendenkampagne zur Sanierung des Klosters Wesemlin. Schwitter nahm also ein bisschen von sei nem alten Leben mit ins Kloster. Der Tag der Entscheidung, ob er nach der Zeitbruderschaft definitiv ins Kloster ein treten will, kam; Schwitter entschied sich dagegen. «Im Herzen hätte ich mir einen Eintritt eigentlich gewünscht. Die Ordens ausbildung bei den Kapuzinern ist in meinen Augen aber leider nicht auf der Höhe der Zeit», begründet er seinen Ent schluss. «Orden, die bekanntlich von der Kirche unabhängig sind, müssten sich zwin gend mit gesellschaftsrelevanten Fragen befassen und ihre Tätigkeit und Ausrich tung, auch in der Ausbildung, an diesen orientieren.» Damit meint Schwitter bei spielsweise die Frage nach dem Verhältnis des Christentums zu den anderen vier Welt religionen. Oder auch wie in der Kirche mit
Was machen Sie an Weihnachten? «Weihnachten verbringe ich unter anderem hier im Kloster. Da gehört natürlich das Kirchliche mit den Messen dazu. Dann bin ich bei meiner Familie, bei meinen Eltern, zu Gast. An Weihnachten bin ich sehr gerne draussen, gehe im Napfgebiet oder rund um den Pilatus wandern.»
Geschiedenen und gleichgeschlechtlichen Paaren umgegangen werden soll. Trotzdem wird Fridolin Schwitter dem Klosterleben nicht den Rücken kehren. Er wird ab Frühjahr 2016 im Kapuzinerinnen kloster Notkersegg in St. Gallen zu Hause sein. «Natürlich kann ich aus kirchenrecht licher Sicht dort nicht in den Orden ein treten. Aber ich werde die Klosterschwes tern im Alltag als Frater Familiaris zum Beispiel im Garten oder bei sonstigen hand werklichen Tätigkeiten und auch bei admi nistrativen Arbeiten unterstützen.» Er wolle mithelfen, dass solche Institutionen die Gegenwart bewältigen können, um so die Zukunft zu gestalten. Mit den Schwestern in die Pensionierung
Ursprünglich waren im Kloster Notkersegg 40 Schwestern zu Hause. Heute sind es noch 7, «mit einem hohen Durchschnitts alter», wie Schwitter sagt. «Die Schwestern leben ein sehr einfaches Leben. Das hat mich beeindruckt. Finanziell ist die Ent löhnung daher eher gering, die Lebensquali tät demgegenüber aber sehr hoch.» Ein kommerzieller Job sei für ihn nicht mehr infrage gekommen, sagt Schwitter. «Ich mache mir keine Illusionen. Auf einen 55Jährigen hat niemand gewartet.» Im Frauenkloster könne er sogar über das Pensionsalter hinaus bleiben. «Das ist ein Thema, mit dem ich als Kapuzinerbruder des Öfteren konfrontiert wurde. «Manche Menschen wissen nach der Pensionierung nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, und suchen Rat», sagt Schwitter. «Viele sind mit ihrem Beruf verheiratet.» Er selber hatte vor sechs Jahren den Mut, sich aus dieser beruflichen Ehe scheiden zu lassen. «Bereut habe ich dies bis heute nicht.» MM
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 33
Ist ab Fr端hjahr 2016 im Frauenkloster Notkersegg zu Hause: Bruder Fridolin.
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Neuheit 2016
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 35
Leserforum MM47 Dossier: «Auf Rechnungen gebettet»
«Kinderarmut verringern – sich für günstigere Krippenplätze einsetzen» Wie die Fakten im Bericht des Migros-Magazins beweisen, haben Alleinerziehende mit 16,5 Prozent das grösste Armutsrisiko, und die Krippen kosten von 19 Prozent des durchschnittlichen Brutto einkommens bei zwei Kindern sind in der Schweiz extrem viel höher als im europäischen Umland. Vier Fünftel der Allein erziehenden sind Frauen. Sie verdienen 20 bis 30 Prozent weniger als die Männer, und rund 8 Prozent dieser Lohn ungleichheit ist mit nichts ande rem zu erklären als mit reiner Diskriminierung. Wollen wir also die Kinderarmut in der Schweiz wirksam verringern, dann gilt es, sich für günstigere Krippenplätze und gegen die Lohndiskriminierung von Frauen einzusetzen. Helen Issler, Zürich, Co-Vizepräsidentin allianceF
wir sollten nicht vergessen, dass solche Anschläge fast täg lich auf der ganzen Welt passie ren. Wo bleibt unsere Solidarität diesen Menschen gegenüber? Sind Menschenleben aus der Nachbarschaft wertvoller als in anderen Weltregionen? Christoph Stuehn, Zürich MM48 Pflegende Angehörige:
«Unbezahlbare Hingabe»
Verzichtet auf vieles: Susanne Neuenschwander mit Diné (links) und Martin.
rität ihre FacebookProfilbilder mit einem TricoloreWasser zeichen hinterlegen, fragt man sich, wieso es erst einen An schlag «vor der Haustür» brauchte, dass die Menschen wach werden. Was in Paris passierte, ist unfassbar und aufs Schärfste zu verurteilen. Aber
MM48 Terror in Paris: «Wie man
jetzt die Hoffnung nicht verliert»
«Wo bleibt unsere Solidarität?» Nachdem nun immer mehr Menschen effektvoll aus Solida
«Automatisch einen Lohn» Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen hätten auch diese Leute automatisch einen Lohn und bräuchten sich nicht an besagte Anlaufstellen zu wenden, was mit Arbeit und Aufwand verbunden und zum Teil gar noch kostenpflichtig ist! Manuela Bregenzer, Rapperswil SG
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36 | MM49, 30.11.2015 |
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| MM49, 30.11.2015 | 37
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 39
E Bänz Friedli
Ein König in 3-D Eine meiner liebsten Geschichten über Elvis Presley ist diejenige, wonach … Wie bitte? Ich solle nicht schon wieder vom King anfangen? Aber hören Sie mal, es ist doch schon eine Ewigkeit her, seit wir es zuletzt von ihm hatten; mindestens drei Wochen. Also, eine meiner liebsten Elvis-Anekdoten geht so, dass der King hungrig war …
Bänz Friedli (50) über das Glück.
Doch in jener Nacht mochte er nicht mehr ins «Gridiron» fahren, sein Stammlokal am Highway 51. Also ging er einfach zu Fuss die Strasse runter in den nächstbesten Imbiss, er mit seiner Haartolle, der Pilotenbrille, womöglich gar noch im strassbesetzten Jackett, weil er eben erst von einem Auftritt heimgekehrt war, und orderte einen Cheeseburger mit vier Käsescheiben, Tomaten, reichlich Speck und einer Prise Knoblauchsalz. Als er auch noch zu erklären anhob, wie er das Brötchen gern hätte, nämlich in heisser Butter geröstet und hernach mit Erdnussbutter bestrichen, wurde der Wirt fuchsteufelswild. «Wie ich euch Typen hasse!», schrie er Presley an, «schert euch zum Teufel und lasst den armen Elvis endlich in Ruhe!» Alles Protestieren half nichts, Presley und seine Begleiter wurden mit Schimpf aus dem Lokal gejagt. Denn der arme Kerl von Wirt, ein glühender Verehrer Elvis’, war schon so oft von falschen Elvissen heimgesucht worden – von Pilgern und Nachahmern, die hier, in unmittelbarer Nähe zur Graceland-Villa des King, als Elvis
verkleidet lungerten und sich in der schäbigen 24-Stunden-Kneipe verpflegen wollten –, dass er nicht wahrhaben mochte, diesmal den wahren King of Rock ’n’ Roll vor sich zu haben. Er wollte sein Idol beschützen und jagte es zum Teufel. Weiss eigentlich gar nicht, weshalb ich das erzähle. Vielleicht, um daran zu erinnern, dass die Dinge manchmal nicht so sind, wie wir vermuten. Der kleine Bub fällt mir ein, der letzthin in der Weihnachtsaufführung im Stadttheater, sobald sich der Vorhang hob, begeistert zu seinem Vater sagte: «Wow, das ist ja in 3-D!» Und überhaupt sollten wir bei all den Unbilden der Zeit nicht vergessen, unser kleines Glück wahrzunehmen, wenn es uns denn begegnet. «Irgendeinisch fingt ds Glück eim», sangen Züri West. Mag sein, aber man muss es dann auch noch zu begreifen wissen! Und wen hat Superstar Adele vergangenes Wochenende von der Spitze der britischen Hitparade verdrängt? Ihn, Elvis Presley. Den echten. Immerhin 38 Jahre nach seinem Tod, stand er in England soeben für mehrere Wochen auf Rang eins der Charts. Das Album «If I Can Dream» enthält des Kings Stimme, neu untermalt vom Royal Philharmonic Orchestra. Ein bisschen sülzig, stellenweise, aber wunderbar gesungen. Denn: Niemand übertrifft das Original. MM
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Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Silvana und ihre Familie: www.dasrichtigetun.caritas.ch
Silvana Suter (32), Mutter von drei Kindern, Schweiz
40 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Andreas Meyer
«Wir wollen dort sparen, wo es die Kunden nicht spüren» SBB-Chef Andreas Meyer kämpft derzeit an zahlreichen Fronten: Er lässt die Bahnhöfe gegen Katastrophen versichern, muss 550 Millionen Franken einsparen und will den Komfort der Reisenden verbessern. Und dann ist da auch noch der neue Fahrplan, der am 13. Dezember in Kraft tritt. Interview: Andrea Freiermuth, Remo Leupin Bilder: Christian Schnur
MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 41
«Um die Pünktlichkeit kümmere ich mich nicht wegen des Bonus, sondern wegen der Kunden»: Andreas Meyer.
42 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Andreas Meyer, fühlen Sie sich noch sicher im Zug? Absolut sicher. Warum? Nach den Anschlägen in Paris fragen sich wohl einige Reisende, ob nicht auch die SBB ins Visier von Terroristen geraten könnten. Die Ereignisse in Paris sind schrecklich, aber wir sind in der Schweiz in einer recht kom fortablen Lage: Wir haben eine Bahnpolizei, ein Korps von über 260 Polizistinnen und Polizisten. Zudem arbeiten wir eng mit den Kantonspolizeien und dem Bundesnachrich tendienst zusammen. Und natürlich sind wir jetzt besonders wachsam. Wie gehen Sie mit solchen Tragödien um? Es gibt eine persönliche und eine professio nelle Seite. Aus professioneller Sicht inter essierte mich zuerst: Hat dies Auswirkungen auf unsere Kunden? Wie geht es unserem Personal in Paris? In solchen Situationen bin ich extrem froh, dass ich mich auf meine
Leute verlassen kann. Der Leiter des Sicher heitsdienstes informierte mich von sich aus innerhalb kürzester Zeit über die Lage und konnte mir berichten, dass keine SBBMit arbeitenden betroffen waren.
kritischen Zügen ein. Weil wir zu wenig Zugbegleiter hatten, war die zweite Person oft ein SecuritasMitarbeiter. Inzwischen haben wir genug Zugbegleiter, darum brau chen wir die Securitas nicht mehr.
Und welche Fragen stellten Sie sich persönlich? Ich fragte mich: Habe ich genug gemacht? Ist gut vorgesorgt? Ich bin froh, dass ich die Gründung der Transportpolizei forcierte und mich stark für ihre Bewaffnung einsetzte. In diesen Tagen kam die Meldung, dass sich Kunden vermehrt bei der Transport polizei für ihre Präsenz bedanken. Zudem ist erwiesen, dass das Sicherheitsempfinden viel höher ist, wenn unsere Leute die Züge beglei ten oder am Bahnhof patrouillieren.
Neu wollen Sie die Bahnhöfe versichern. Rechnen Sie also doch mit dem Schlimmsten? Die Bahnhöfe sind schon lange versichert. Aber wir haben seit einiger Zeit geplant, den Versicherungsschutz anzupassen. Vor Kur zem wurde diese Sache spruchreif, aber es gibt keinen direkten Zusammenhang mit den Ereignissen in Paris. Es ist heute völlig normal, dass man den Versicherungsschutz bei Immobilien periodisch überprüft.
Kürzlich war zu hören, dass Sie beim Sicherheitspersonal sparen wollen. Ist das das richtige Signal in diesen Zeiten? Das ist Unsinn. Tatsache ist: Vor einigen Jahren führten wir Zweierpatrouillen in
Gleichzeitig müssen Sie bis 2020 rund 550 Millionen Franken sparen. Wo setzen Sie den Rotstift an? Wir müssen nicht sparen, sondern wir wollen sparen. Für 2017 stehen zwar Tariferhöhun gen im Raum. Aber wir müssen umdenken.
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 43
Im Video: So reagieren die SBB auf die Kritik ihrer Kunden.
Migrosmagazin.ch
Wenn man die Preise ständig erhöht, leidet die Attraktivität der Bahn. Wir wollen dort sparen, wo es die Kunden nicht spüren. Wir setzen unter anderem auf Effizienz im Einkauf, und auch in der Verwaltung können wir Doppelspurigkeiten abbauen. Seit Ihrem Antritt haben sich die Stellen in der Verwaltung beinahe verdoppelt. Korrigieren Sie da Fehlentscheide? Von wegen. Vor meinem Antritt wusste man nicht genau, wie viele Personen etwa im Personal- oder Finanzbereich arbeiten. Ich schuf Transparenz. Natürlich haben wir auch Funktionen aufgebaut und professionalisiert, die vorher im Konzern verstreut waren – wie etwa die Personalbetreuung oder die Buchhaltung. Zudem sind es die Leute in der Verwaltung, die die Mobilität der Zukunft gestalten und die Fahrpläne machen. Der anstehende Fahrplanwechsel ist der planerisch anspruchsvollste seit 2004. Gibt es ein Worst-Case-Szenario?
Mit einem schlimmsten Fall rechnen wir nicht. Es kann sein, dass nicht alle Anschlüsse auf Anhieb klappen. Darum werden wir zusätzliches Personal aufbieten, um Kunden bei allfälligen Schwierigkeiten zu unterstützen. Künftig werden die Schnellzüge im Dreieck Basel–Bern–Zürich die Anschlüsse nicht mehr abwarten. Damit werden Sie Kunden verärgern. Ich habe diese Schlagzeilen auch gelesen, sie sind irreführend. Richtig ist: Wir werden den Betrieb so organisieren, dass weniger Leute ihren Anschluss verpassen – indem die Züge pünktlich losfahren. Sollte diese Massnahme dazu führen, dass sich die Situation verschlechtert, wird der Versuch abgebrochen. Pünktlichkeit ist für Sie bonusrelevant. Die Pünktlichkeit steht in meiner Zielvereinbarung mit dem Bund, das stimmt. Ich kümmere mich aber nicht wegen des Bonus darum, sondern wegen der Kunden.
Sie sind mit einem Lohn von einer Million Franken pro Jahr zum bestbezahlten CEO in bundesnahen Betrieben aufgestiegen. Wie erklären Sie Ihrem Personal die künftigen Sparmassnahmen? Ich entscheide nicht über meinen Lohn. Bei den SBB zahlen wir auf allen Ebenen marktgerechte Löhne. Kürzlich sah man Sie beim Abfallaufräumen auf den Geleisen. Können es sich die SBB leisten, ihren teuersten Mitarbeiter in den Putzdienst abzuberufen? Wir geben jährlich 160 Millionen Franken für die Sauberkeit aus. Wenn Sie den Kunden sagen, sie sollen weniger Abfall liegen lassen, können auch sie einen Beitrag zu einer günstigen und sauberen Bahn leisten. Dank meines Einsatzes konnten wir die Botschaft breit streuen. Zudem ist es eine Wertschätzung gegenüber den 3200 Angestellten im Reinigungsdienst, die zum Teil äusserst unappetitliche Dinge wegräumen müssen. Auch das gehört zu meinem Job – wie es zu
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44 | MM49, 30.11.2015 | MENSCHEN
Zur Person
Vom Wagenreiniger zum CEO der SBB Andreas Meyer (54) ist seit 2007 Vorsitzender der SBB-Konzernleitung und somit Chef von 28 000 Angestellten. Der Jurist aus dem Baselbiet begann seine Karriere als Rechtsberater bei der ABB. 1997 wechselte er zur Deutschen Bahn, wo er zuletzt Vorsitzender der Geschäftsleitung war. Meyer hat seit seiner Kindheit eine persönliche Beziehung zu den SBB: Sein Vater führte zuletzt die Betriebswerkstatt in Muttenz BL, und
auch sein Firmgötti arbeitete bei der Bahn. Meyer selber verdiente während der Studienzeit sein Geld als Wagenreiniger. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Muri bei Bern.
meinem Job gehört, mit Ihnen dieses Gespräch zu führen. Lassen Sie uns über die Zukunft sprechen: Wie sieht die Bahn im Jahr 2030 aus? Die SBB werden für Sie die Mobilität im Hin tergrund organisieren. So reisen Sie automa tisch mit dem jeweils besten Verkehrsmittel und via die beste Verbindung von Tür zu Tür. Das könnte dann also auch mit dem Privatauto sein? Über kurze Strecken durchaus. Wobei das dann eben auch ein selbstfahrendes Mobi lityAuto sein kann. An den Bahnhöfen der Zukunft werden diese verschiedenen Ver kehrsträger optimal miteinander verknüpft. Warum soll ich in Zukunft mit Bus und Zug von Zürich nach Zeiningen AG fahren, wenn ich das auch gemütlich im selbstfahrenden Auto tun kann? Weil Sie mit der Bahn viel schneller sein werden. Die Zürcher Letzigrabenbrücke
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MENSCHEN | MM49, 30.11.2015 | 45
etwa passieren wir schon bald mit bis zu 120 Kilometer pro Stunde. Die Züge, die ab 2017 durch die Durchmesserlinie fahren, haben 1200 Sitzplätze und sind 400 Meter lang. So viele Personen auf so engem Raum mit einem so hohen Tempo in die Zentren zu transportieren, schaffen Sie nur mit dem Zug. Wobei nach Zeiningen dereinst auch ein selbstfahrender Bus fahren könnte. Immer wieder ist von flexiblen Preismodellen die Rede. Werden die Tarife künftig je nach Strecke oder Uhrzeit variieren? Eines der höchsten Güter ist das Vertrauen der Kunden. Damit verbunden ist auch das Vertrauen in einen kalkulierbaren und fairen Preis. Darum sind wir sehr vorsichtig mit flexiblen Preismodellen. Heute wären die Pendler schon froh, wenn sie sich nicht in vollen Zügen drängeln müssten. Zum Teil ist veraltetes Rollmaterial unterwegs, und die Doppelstockwagen sind unbequem: Sogar im 1.-Klasse-Abteil
hat man das Gefühl, man sässe in der 2. Klasse. Haben Sie ein Qualitätsproblem? Ich frage Sie: Wofür ist ein Zug da? Um viele Menschen zu transportieren! Heute aber fühlen sich viele schon unwohl, wenn zwei weitere Personen im gleichen Abteil sitzen. Wir könnten jedem sein eigenes Abteil geben – nur wäre das nicht finanzierbar. Zum Rollmaterial: Hier investieren wir jedes Jahr rund eine Milliarde Franken. Wir haben 59 neue Doppelstockzüge für den Fernverkehr auf der Ost-West-Achse bestellt, die Ende 2017 im Einsatz stehen sollten. Mehr Kapazität wäre zu den Pendlerzeiten, also morgens zwischen 7 und 9 Uhr oder abends zwischen 17 und 18 Uhr, gefordert. Warum bauen Sie hier nicht aus? Im Schnitt haben wir bloss eine Auslastung von 30 Prozent. Viel sinnvoller wäre es, die Spitzen während der Rushhour zu dämpfen. Das ginge, wenn etwa die Schulen ihre Stundenpläne anpassen oder mehr Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten erlauben würden.
Das können Sie nicht beeinflussen. Nein, aber wir können Anstösse geben. Laut einer Studie wäre ein Sparbetrag von 100 Millionen möglich. Und die Kunden hätten erst noch mehr Komfort und Lebensqualität. Ihr Vater war Bähnler. Sprechen Sie mit ihm über Ihre Zukunftspläne? Wo ich hinkomme, sind die SBB immer ein Thema. In der Familie ist das nicht anders. Gibt er Ihnen auch Ratschläge? Selbstverständlich! Er macht mich auf Anschlüsse aufmerksam, die besser sein könnten. Oder er kritisiert die Medienberichterstattung. Früher hiess es manchmal am Mittagstisch: «Denen in Bern sollte man es mal sagen!» Heute hat mein Vater einen direkten Draht – und er nutzt diesen auch ( lacht). Und Ihre drei Teenager. Die sparen sicher auch nicht mit Kritik. Nein – aber sie glauben auch nicht alles, was in der Zeitung steht. MM
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Migros-Welt MM49
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Pauline Meyer (19), Jus-Studentin aus Aarau, erinnern Migros-Streusel an ihre deutsche Heimat. Eingekauft*
Konzert
Bilder: Mirko Ries, Tomas Dikk
Klassische Volkslieder aus aller Welt Jedes Volk hat sein eigenes Liedgut, das Komponisten gerne als Grundlage für ihre musikalischen Dichtungen verwenden. Wie das Ensemble «tacchi alti», das am 5. Dezember im Ackermannshof in Basel sein Programm «folksong» zu Gehör bringt. Neben dem renommierten Kerntrio mit Barbara Bossert (Flöte),
Kathrin Bertschi (Harfe) und Hannes Bärtschi (Viola) wirken die bekannten Musiker Astrid Leutwyler (Violine) und Dimitri Ashkenazy (Klarinette) sowie die Sängerin Sonja Leutwyler mit. Informationen: www.tacchialti.ch Mehr von der Migros Basel ab Seite 95
«Ich bin davon überzeugt, dass das Leben ohne Schoko streusel ein ganzes Stück fader wäre. In Norddeutsch land, wo ich herkomme, gehören die Streusel über all dazu. Und obwohl ich heute in Aarau lebe, halte ich an dieser Tradition fest. Natürlich liebe ich nicht nur die Streusel, sondern auch die Erinnerun gen, die ich da mit verbinde.» *in der Migros-Filiale in Aarau.
48 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
Auszeichnungen Ob Lebkuchen im Winter oder Spargeltarte im Frühling: Das Familienkochbuch «Green Gourmet Family» aus dem Verlag Migros-Medien hält 70 illustrierte Rezepte und viele Tipps für umweltbewusstes Kochen bereit. Dafür bekam das Buch an den 6. International Creative Media Awards (ICMA) in der Non-FictionKategorie die Goldmedaille. Für den Wettbewerb waren über 400 Publikationen aus 17 verschiedenen Ländern eingereicht worden. Mit dem Corporate-Design-Handbuch für die M-Industrie holten sich die Migros-Medien zudem einen weiteren ICMA-Award. Die Rezepte gibt es online auf
www.saison.ch/migros-welten
Zimt Studien belegen, dass sich Zimt günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.
Muskatnuss Das ätherische Öl Myristicin kann Halluzinationen bewirken – freilich nicht in geringen Mengen, wie wir sie mit der Nuss verwenden. Die Mystikerin Hildegard von Bingen schätzte Lebkuchen mit Muskatnuss als Stimmungsaufheller.
Tradition Weihnachtsgebäck stammt aus Klöstern, wo einst im Advent mit teuren Gewürzen gebacken wurde. Nur dann waren kostspielige Bäckereien erlaubt.
Würzige Weihnacht Wenn sich Vanille, Zimt, Anis und Kardamom zu einem betörenden Duftbouquet vereinen, ist das Fest nicht mehr weit. Dass wir gerade in der Zeit opulenter Festessen mehr Gewürze geniessen, hat einen positiven Nebeneffekt: Sie unterstützen uns bei der Verdauung deftiger Speisen. Rezepte für Gebäck mit Gewürzen auf Seite 60
Mundart-Rap
Dutti in der Hitparade Der MundartRapper Bligg hat
einen neuen Song in der Hitparade platziert: Er heisst «Lah sie redä» und handelt von grossen Pionieren, Im aktuellen Hit Visionären und von Rapper Bligg Revolutionären. kommt auch GottIn einem Atemzug lieb Duttweiler vor. mit Albert Einstein und Kolumbus würdigt Bligg MigrosGründer Gottlieb Duttweiler, der «ä Brugg zwüsche Konsumänt und Produzänt» gebaut habe. Alle Vordenker und Entdecker wie er seien erst ausgelacht worden und hätten dann die Welt verändert.
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 51
Artikelserie
Hilfe für bedürftige Kinder
Solch unbeschwerte Momente sind selten in ihrem Alltag: Cornelia Schönenberger und Sohn Devon vor dem Hotel Chesa Spuondas.
Benachteiligte Familien
Atempause im Engadin Mit dem Hotel Chesa Spuondas betreibt Pro Juventute beim Nobelskiort St. Moritz eine Herberge der anderen Art: Hier können bedürftige Familien Ferien machen. Die Migros unterstützt das Angebot mit ihrer weihnachtlichen Spendenaktion. Text: Beat Matter
Bild: Mirko Ries
A
m Suvrettahang, etwas ausserhalb von St. Moritz, nieselt es fein aus dem Nebel. Ein kleiner Hund bellt, eine fröhliche Kinderstimme ist zu hören. Devon (9) tollt mit seiner Mutter Cornelia Schönenberger (54) und Pinschermischling Cheyenne im ersten Schnee. Schuhe und Hosen sind längst durchnässt, doch Devon merkt das vor lauter Begeisterung gar nicht. «Schnee ist das Coolste überhaupt!», johlt er und wirft mit Scheebällen. «Du Lumpeburscht!», ruft seine Mutter scherzhaft. Das Trio aus Zürich verbringt ein Wochenende im Hotel Chesa Spuondas, das Pro Juventute gehört. Die Sorgen der Familien dürfen im Tal bleiben
Die Stiftung fördert seit mehr als 100 Jahren Kinder, Jugendliche und Familien. Über einen Ferien-
fonds ermöglicht sie Familien mit bescheidenen Mitteln einige Tage im Chesa Spuondas und eine Pause vom Alltag. Dieses Angebot zählt zu den ausgewählten Hilfsprojekten, die die Migros mit ihrer Weihnachtsspendenaktion unterstützt (siehe Box Seite 52). Pro Juventute hat das «Chesa Spuondas» vor über 50 Jahren als Legat bekommen. «Wir haben es mit dem Auftrag übernommen, Kindern und erholungsbedürftigen Müttern und Vätern erschwingliche Auszeiten zu ermöglichen», sagt Anita Gschwind, Geschäftsführerin des «Chesa Spuondas». Auch die Schönenbergers zählen zur Zielgruppe. Unterstützt durch den Ferienfonds, konnten Cornelia und Devon diesen Sommer und Herbst je eine Woche Ferien im Hotel geniessen. Finanziert war jeweils der Aufenthalt mit Halbpension.
Für Reisekosten und Mittagessen kamen die beiden Feriengäste selbst auf. «Wir wanderten, picknickten oder gingen bei schlechtem Wetter auch mal baden», schwärmt die alleinerziehende Mutter. Die Mutter muss für ihren kranken Sohn da sein
Cornelia Schönenberger ist seit rund neun Jahren auf die Sozialhilfe angewiesen, weil die gesundheitlichen Probleme ihres Sohnes die volle Präsenz der Mutter verlangen. «Devon hatte schon früh Schwierigkeiten mit dem Verdauungssystem», erklärt sie. Bis heute müsse er nach jeder Mahlzeit unter ihrer Anleitung Übungen machen, um mehr und mehr Kontrolle darüber zu bekommen. Devon könne darum weder Hort noch Mittagstisch selbständig besuchen. Und sie wiederum finde keine Arbeitsstelle,
Das Migros-Magazin widmet der Spendenaktion der Migros eine fünfteilige Artikelserie. 1. Teil: Interview mit Migros-Chef Herbert Bolliger 2. Teil, Pro Juventute: Im Hotel Chesa Spuondas können benachteiligte Familien Ferien machen. 3. Teil, Winterhilfe: Sie beschenkt Kinder unter anderem mit neuen SchulRucksäcken. 4. Teil, Heks: In einem Haus dieses Hilfswerks in Neuenburg finden Väter und Mütter Rat. 5. Teil, Caritas: Dank eines Patenschaftsprojekts können Kinder aus armen Familien in ihrer Freizeit mehr erleben.
52 | MM49, 30.11.2015 | MIGROSWELT
«Armut nimmt Mädchen und Jungen vieles weg, was sie mit der Familie erleben können. Zum Beispiel Ausflüge und Ferien. Es ist wichtig, den betroffenen Kindern solche Erlebnisse zu ermöglichen – etwa Familienferien in den Bergen.» Robert Schmucki, Direktor Pro Juventute
Spendenaktion
So können Sie mitmachen die ihr die nötige Flexibilität biete, um ihren Sohn begleiten zu können. Cornelia Schönenberger engagiert sich seit Jahren in der Nachbarschaftshilfe. Das ist ihr wichtig, bringt aber kein Geld ein. «Ich muss oft Nein sagen, gäll Devon», sagt sie mit einem Seufzen. Das Hotel als Treffpunkt in unkomplizierter Atmosphäre
Während die Mutter erzählt, springt der Sohn mit Cheyenne ausgelassen in der feudalen Hotelbibliothek umher. Die Brettspiele sind ordentlich verstaut, in den Regalen stehen schwere Bücher, vor dem Fenster glitzert der Champfèrer See. «Wir spielen gern Schach», sagt Devon und hechtet auf das Sofa.
Am liebsten möchte er wieder raus in den Schnee. Im «Chesa Spuondas» stehen 17 Zimmer zur Verfügung; 1600 Kinder und Erwachsene können darin jährlich übernachten. Der Anteil der Familien, die ermässigt oder sogar kostenlos Ferien im Haus verbringen können, hänge von der Höhe der verfügbaren Spendengelder und der Anzahl freier Zimmer ab, erklärt Hotelchefin Anita Gschwind. Cornelia Schönenberger schätzt das unkomplizierte Miteinander im Hotel: «Man ist per Du, plaudert, spielt zusam men, hilft sich aus, wenn etwas fehlt.» Deshalb steht für sie jetzt schon fest, dass sie wieder hierherkommen will, wenn es die Umstände erlauben. MM
Das gesamte Geld, das bei der Migros-Spendenaktion zusammenkommt, geht zu gleichen Teilen an Pro Juventute, Winterhilfe, Heks und Caritas. Die Hilfswerke setzen die Spenden für ausgewählte Projekte ein, mit denen benachteiligten Kindern in unserem Land geholfen wird. Am Ende der Aktion wird die Migros die Spendensumme mit bis zu einer Million Franken ver doppeln. So machen Sie mit: In den MigrosFilialen: An den Kassen gibt es bis 24. Dezember Schoggiherzen für 5, 10 und 15 Franken. Der Erlös kommt vollumfänglich den vier Hilfswerken zugute. Per SMS: Keyword «Kinder» und Spendenbetrag an die Nummer
455 senden. Für eine Spende von 50 Franken sendet man also «Kinder 50» an die 455. Die Spendenmöglichkeit besteht bis 31. Dezember. Per SongDownload: Das Migros-Weihnachtslied «Ensemble», das schon vor einem Jahr die Hitparade stürmte, kann wieder heruntergeladen werden. Der Song kostet bei Ex Libris 90 Rappen, bei iTunes Fr. 1.50 und bei Google Play 99 Rappen. Der Verkaufspreis fliesst in den Spendentopf. Online auf Migros.ch/spenden: per Kreditkarte oder Paypal Per Überweisung: Unter Angabe des Betreffs «Migros-Weihnachts-Spende» bis 31. Dezember auf das PC-Konto 30-620742-6
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Weihnachten: Samichlaus
Der Sack ist voll Am Abend des 6. Dezember kommt der Samichlaus mit dem Schmutzli aus dem tiefen Wald. Wer brav war und ein Verslein aufsagen kann, erntet Komplimente und wird mit Nüssen, Mandarinli und Schoggi aus seinem Sack belohnt. Text: Sonja Leissing
Bild: Daniel Aeschlimann
Styling: Monika Hansen
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Kinder Weihnachtsmann, 110 g Fr. 3.70 Solange Vorrat
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Glöckchen klingt von Haus zu Haus, heute kommt der Samichlaus. Wer am Vorabend des 6. Dezember seine Stiefel oder Finken vor die Türe stellt oder einen Strumpf an die Klinke hängt, wird über Nacht reichlich beschenkt. Chlaus und Schmutzli drehen ihre Runden und füllen die bereitgestellten Stiefelchen mit Schoggi talern, Nüssen, Lebkuchen und Mandarinli. Und wer Glück hat, bekommt sogar persönlich Besuch von den beiden.
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 55
Zuckerstange Peppermint, 28 g Fr. 2.10 Solange Vorrat
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M-Classic Spanische Nüssli, 400 g Fr. 2.50 Versli
De Samichlaus Frey Santa Moments Festliche Mischung, 1 kg Fr. 19.90 Solange Vorrat
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Grand-Mère Weihnachtsmischung, 380 g Fr. 6.–
Samichlaus, du guete Maa Ändlich bisch du wieder da! Chunnsch cho luege, was ich mache, wie’n ich singe, schpiele und lache. Tuesch mich lehra Herz verschänke Echli meh a anderi zdänke: So wird ich denn au sälber froh und d’Wienachten cha nöcher cho!
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 57
Frey
Aussen goldig, innen fein Die Pralinés von Frey kommen auch dieses Jahr zu Weihnachten in festlicher Verpackung daher. Wer die feinen Köstlichkeiten stilvoll verschenken möchte, bevorzugt die Pralinés Prestige Edition d’or und hat die vorteilhafte Wahl zwischen einer Gross- und Kleinpackung. Denn die aufwendig gestaltete Goldschachtel mit den ebenfalls goldig verzierten Pralinen gibt es jetzt auch in einer 110-Gramm-Version. Sie enthält sechs erlesene Kreationen: Perle Blanche (mit Mandelpralinés-Füllung), Triangolo d’or (mit Haselnussgianduja), Calice (mit Haselnusscreme und -splittern), Quadretta d’or (mit Haselnusskrokant), Rêve d’or (mit Trüffelfüllung) sowie Grand Marnier Truffes.
Frey Pralinés Prestige Edition d’or, 256 g Fr. 14.80* statt 18.50 Solange Vorrat
*Aktion 20 % auf alle Frey-Pralinés in Schachteln oder Adoro (ohne Mehrfachpackungen) Vom 1. bis 14. 12.
Neu Frey Pralinés Prestige Edition d’or, 110 g Fr. 7.50* statt 9.40
Bild: Lucas Peters; Styling: Katja Rey
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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Pralinés Prestige von Frey.
So geschmackvoll, wie die goldene Schachtel der Pralinés Prestige Edition d’or gestaltet ist, so genussreich präsentiert sich ihr Inhalt.
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Gesamtes Frey Baumschmuck-Sortiment, UTZ z.B. Chlaus massiv, 130 g
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 59
Der Christstollen gilt als der Klassiker unter den Weihnachts broten. Eine beliebte Variante ist der Stollen mit Cranberries.
Herausnehmen und sammeln!
Zeitaufwand ca. 30 Minuten für 2 Christstollen
Saisonküche
So schmeckt der Advent Butterzarte Stollen, Nussstangen, Pfaffenhütchen und Zimtsterne versüssen uns die Vorweihnachtszeit. Das Geheimnis des Gebäcks liegt in den Gewürzen. Text: Claudia Schmidt
Bilder & Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Ciocco
Jetzt neu am Kiosk Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– Saison.ch/abo
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Cranberry-Christstollen
Quitten-Pfaffenhütchen
Schoko-Nussstängeli
Zeitaufwand ca. 40 Minuten für ca. 30 Stück
Zeitaufwand ca. 30 Minuten
Zeitaufwand ca. 30 Minuten
für 2 Christstollen
für ca. 45 Stück Zutaten für 2 Christstollen à ca. 15 Stück 150 g Cranberries, getrocknet 400 g Weissmehl 1 Beutel Trockenhefe à 7 g 45 g Zucker ½ Beutel Vanillezucker à 5 g 2 Prisen Salz 1 TL Bittermandelaroma à 4 g 100 g gemahlene geschälte Mandeln 1 Zitrone 2 Eier 0,8 dl Milch, lauwarm 140 g Butter, weich Mehl zum Formen 3 Rollen Marzipan à 80 g 100 g Butter zum Bestreichen 30 g Puderzucker zum Bestäuben Zubereitung
1. Cranberries hacken. Mit Mehl, Hefe, Salz, Zucker, Vanillezucker, Aroma und Mandeln mischen. Zitronenschale dazureiben. Saft auspressen, beigeben. Eier, Milch und Butter zugeben. Zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt 2 Stunden gehen lassen. 2. Ofen auf 180 °C vorheizen. Teig halbieren, zu Kugeln formen. Auf wenig Mehl oval ca. 2 cm dick auswallen. Längs, knapp neben der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Pro Oval 1 ½ Rollen Marzipan in die Vertiefung legen. Je die grössere Teighälfte über die kleinere klappen und festdrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In der unteren Ofenhälfte ca. 25 Minuten backen. Butter schmelzen. Stollen noch heiss mit Butter bestreichen. Dick mit Puderzucker bestäuben. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 2 Stunden aufgehen lassen + ca. 25 Minuten backen
Pro Stück ca. 4 g Eiweiss, 10 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 800 kJ/200 kcal
Zutaten
½ 120 g 120 g 2 Prisen 2 Prisen 1 1 300 g 2 150 g
Zitrone Butter, weich Zucker Salz Nelkenpulver Ei Eigelb Weissmehl Eigelb zum Bestreichen Quittengelee
Zubereitung
1. Zitronenschale fein abreiben. Butter, Zucker, Salz, Nelkenpulver, Ei und Eigelb dazugeben. Alles mit dem Handrührgerät zu einer hellen Masse mischen. Mehl dazu sieben und rasch zu einem Teig zusammen fügen. Teig in Folie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen. 2. Teig zwischen Backpapier ca. 3 mm dick auswallen. Rondellen à 7 cm Ø ausstechen. Ränder mit Eigelb bestreichen. In die Mitte je ca. 1 TL Quittengelee geben. Teigränder von drei Seiten her aufstellen und oben gut zusammendrücken, sodass in der Mitte noch eine kleine Öffnung bleibt. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit restlichem Eigelb bestreichen und ca. 30 Minuten kühl stellen. 3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Pfaffen hütchen mit Quittengelee in der Ofenmitte ca. 10 Minuten backen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 1 ½ Stunde kühl stellen + ca. 10 Minuten backen
Pro Stück ca. 2 g Eiweiss, 4 g Fett, 14 g Kohlenhydrate, 450 kJ/100 kcal
Zutaten für ca. 45 Stück 100 g Haselnüsse 100 g dunkle Schokolade, z. B. Crémant 47 % 125 g Butter, weich 150 g Zucker 2 Prisen Salz ½ TL Zimtpulver 2 Prisen Nelkenpulver 2 Eier 150 g gemahlene Haselnüsse 200 g Weissmehl 20 g Kakaopulver 100 g Kuchenglasur, dunkel Zubereitung
1. Haselnüsse rösten und grob hacken. Scho kolade in kleine Würfel schneiden. Butter, Zucker, Salz, Zimt und Nelkenpulver mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Eier nach und nach dazurühren. Gemahlene Haselnüsse, Mehl und Kakaopulver dazu mischen. Gehackte Haselnüsse und Schoko lade beigeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech ca. 1 cm dick ausstreichen. In der Ofen mitte 8 bis 12 Minuten backen. Heraus nehmen. In Stängeli à ca. 2 × 7 cm schneiden. Auskühlen lassen. 3. Inzwischen Kuchenglasur im Wasser bad schmelzen. Glasur mit einem Löffel im Fadenlauf über die Nussstängeli geben. Trocknen lassen. Die Nussstängeli sind in einer gut verschlossenen Dose an einem kühlen Ort ca. 4 Wochen haltbar. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + 8–12 Minuten backen
Pro Stück ca. 2 g Eiweiss, 8 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 500 kJ/110 kcal
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Weissberg Schneeschuh Alpin Alu* (inkl. Tragtasche), gültig bis 14.12.2015
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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Bio Rindshackfleisch, Schweiz, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% M-Classic Quick Poulet-Rollbrüstli, gekocht, Frankreich/Brasilien, per 100 g 2.40 statt 3.45 30% * Tradition Nuss-Schinkli im Brotteig, Schweiz, 1.2 kg 21.50 statt 31.– 30% * Quick Kalbszüngli, gekocht, Schweiz, per 100 g 2.45 statt 3.50 30% * Rapelli Chlauspastete mit Kalbfleisch, Schweiz, 500 g 9.90 statt 19.80 50% TerraSuisse Mini-Rollschinkli Stotzen, geräuchert, per 100 g 1.95 statt 2.95 33% * TerraSuisse Quick Mini-Rollschinkli Stotzen geräuchert, gekocht, per 100 g 2.10 statt 3.20 33% TerraSuisse Quick Mini-NussSchinkli geräuchert, gekocht, per 100 g 2.20 statt 3.30 33% * TerraSuisse Quick Nuss-Schinkli geräuchert, gekocht, per 100 g 1.90 statt 3.20 40% TerraSuisse Saucisson Tradition, per 100 g 1.25 statt 1.80 30% Waadtländer Saucisson, Schweiz, per 100 g 1.55 statt 1.95 20% Rindsfilet-Medaillon, Südamerika, per 100 g 5.40 statt 9.– 40% Nur gültig am 4.12.2015 Optigal Pouletflügel, nature oder gewürzt, Schweiz, z.B. nature, per kg 8.– statt 13.50 40% MSC Wildlachs Sockeye, Wildfang aus Alaska, 280 g 11.50 statt 19.30 40% Beinschinken, Schweiz, per 100 g 1.75 statt 2.95 40% M-Classic Fleischkäse zum Selberbacken, Schweiz, per 100 g 1.15 statt 1.70 30%
Optigal Pouletgeschnetzeltes im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 222 g 15.80 statt 22.60 30% MSC Kabeljau-Rückenfilets, Wildfang aus dem Nordostatlantik, per 100 g 2.90 statt 4.20 30%
BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora Vollrahm UHT, 2 x 500 ml 3.90 statt 6.50 40% Tradition Dessert Cremen im 4erPack, 4 x 175 g, z.B. Creme Choco 4.15 statt 5.20 20% Emmentaler Höhlengold, per 100 g 2.15 statt 2.70 20% Gesamtes Sélection Sortiment (ohne Geschenkkörbe), z.B. Brie de Meaux, 200 g 4.70 statt 5.90 20% ** Bio Rahmtilsiter, per 100 g 1.50 statt 1.90 20% Frischfondue Moitié-Moitié im 3erPack, 3 x 400 g 19.65 statt 24.60 20% Höhlengold Gruyère, per 100 g 2.10 statt 2.65 20% Raccard Tradition Block Pfeffer oder Knoblauch, per 100 g, z.B. Pfeffer 1.80 statt 2.30 20%
BLUMEN & PFLANZEN Amaryllisstrauss, pro Strauss 12.50 Weihnachtsstern, im 17-cm-Topf, pro Pflanze 14.90 Fairtrade Minirosen Trio, Bund à 20 Stück 10.40 statt 13.90 25%
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Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro Kugeln, UTZ (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.60 statt 15.80 20% ** Alle Frey Schokoladen-Kugeln im 500-g-Beutel, UTZ, z.B. Freylini Kugeln Mix 8.60 statt 10.80 20% Gesamtes Frey BaumschmuckSortiment, UTZ, z.B. Baumbehang Fondant-Mäuse, Noir assortiert, 506 g 10x 8.70 10x PUNKTE Alle Blévita, ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. 5-Korngebäck mit Sesam, 295 g 2.70 statt 3.30 Weihnachtsmischungen mit/ohne Chräbeli 500 g, z.B. ohne Chräbeli, 500 g 2.75 statt 5.50 50% Nur gültig am 1.12.2015 Exquisito und M-Classic Espresso 500 g Bohnen und gemahlen, z.B. Exquisito Bohnen, 500 g 3.45 statt 6.90 50% Nur gültig am 3.12.2015 Alle UTZ Instantkaffees im Beutel, z.B. Noblesse Exquisito Oro, 200 g 7.80 statt 9.80 20% Alle Klostergarten Tees, ab 2 Stück, jedes –.40 günstiger, z.B. Migros-Bio Fenchel, 20 Stück 1.15 statt 1.55 Alle Migros-Bio-Konfitüren oder -Honige, z.B. Extra Heidelbeerkonfitüre, 350 g 2.35 statt 2.95 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 14.12. Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1.12. BIS 7.12.2015, SOLANGE VORRAT
Gesamtes Kellogg’s Sortiment, z.B. Choco Tresor, 600 g 5.10 statt 6.40 20% Alle Backmischungen oder Dessertpulver (ohne Alnatura), z.B. Midor Backmischung Brownies, 490 g 4.25 statt 6.10 30% Delicious Pommes Duchesse 1 kg, tiefgekühlt 5.35 statt 7.65 30% Buon Gusto Lasagne Bolognese oder Cannelloni Fiorentina im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Cannelloni Fiorentina, 2 x 360 g 4.75 statt 6.80 30% Gesamtes Glacetta Sortiment, z.B. Vanilla, 800 ml 3.35 statt 4.20 20% M-Classic Fondue Chinoise Rind, tiefgekühlt, 600 g 18.65 statt 37.30 50% Nur gültig am 2.12.2015 Alle Coca-Cola im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter, z.B. Classic 7.80 statt 11.70 33% Alle 7up 6 x 1.5 Liter oder 7up H2Oh! 6 x 1 Liter, z.B. 7up Regular, 6 x 1.5 Liter 7.– statt 11.70 40% Migros-Bio Ice Tea Pflaumen-Zimt 1 Liter oder 6 x 1 Liter, 20x z.B. 1 Liter 1.70 NEU ** Ice Tea Pulver Alpine Herbs, Winter Edition, 70 g 1.20 NEU ** 20x Alle M-Classic Reis, z.B. Carolina Reis Parboiled, 1 kg 1.25 statt 2.50 50% Original Rösti im 3er-Pack, 3 x 500 g 4.05 statt 5.85 30% Alle Trockenpilze im Beutel, z.B. Steinpilze getrocknet, 30 g 2.85 statt 3.60 20% Alle Migros-Bio-Essige oder -Öle, z.B. Apfelessig, 500 ml 1.75 statt 2.20 20% Migros-Bio French Dressing, 450 ml 2.80 statt 3.55 20% Migros-Bio-Bratbutter oder -Fairtrade Kokosöl, z.B. Kokosöl, 200 g 5.50 statt 6.90 20% Thomy Thon Mayo mit Rosa Thunfisch, 170 g 3.95 NEU ** 20x Alle Bio-Senf, -Mayonnaise oder -Ketchup (ohne Alnatura), z.B. Migros-Bio Mayonnaise, 265 g 1.75 statt 2.20 20% Alle Bio Gewürze (ohne Alnatura), z.B. Migros-Bio Salatkräuter, 58 g 1.80 statt 2.25 20% Knorr Beutelsuppen im 3er-Pack, z.B. Fidelisuppe, 3 x 78 g 4.90 statt 6.30 20% Alle Bon Chef- oder Bon ChefPremium-Bouillons, z.B. Gemüsebouillon, 5 x 20 g 2.– statt 2.50 20% Gesamtes Subito Sortiment, z.B. Pasta all’arrabbiata, 160 g 2.15 statt 2.70 20% M-Classic Pommes Chips im XL-Beutel, Nature oder Paprika, z.B. Paprika, 400 g 3.– statt 6.– 50% M-Classic Frischback Semmeli 1 kg oder Weggli 600 g, z.B. Semmeli, 1 kg 4.30 statt 5.70 25% Tiroler- oder Financiercake, z.B. Financiercake, 330 g 2.60 statt 3.30 20% Alle Torten im 2er-Pack, 1.– günstiger, z.B. Schwedentorte/ Himbeer-Schwedentorte, 2 x 115.5 g 4.80 statt 5.80
Alle Anna’s Best oder Bio Antipasti, z.B. Anna’s Best Oliven mit Weichkäse, 150 g 3.40 statt 4.30 20% M-Classic Gnocchi im Duo-Pack oder Ravioli im 3er-Pack, z.B. Ravioli Käse und Pesto, 3 x 250 g 9.– statt 12.90 30% M-Classic Pizza im 4er-Pack, z.B. del Padrone, 4 x 370 g 11.50 statt 19.20 40% Anna’s Best Asia Snacks im DuoPack, z.B. Spring Rolls, 2 x 210 g 6.80 statt 8.60 20%
NEAR-/NON-FOOD Alle Gourmet-Gold oder -Perle Nassnahrungen im 8er-Pack, 6 + 2 gratis, z.B. Gold Pastete Mousse, assortiert, 8 x 85 g 6.– statt 8.– 25% Fructis-Shampoos oder -Pflegespülungen im Duo- sowie 3er-Pack, z.B. Nutri-Repair Shampoo im 3er-Pack, 3 x 300 ml 9.– statt 12.90 30% ** Nivea Hair Styling im Duo-Pack, z.B. Diamond Volume Spray, 2 x 150 ml 7.90 statt 9.90 20% ** I am Gesichts- oder Körperpflege im Duo-Pack, z.B. extra milde Gesichtsreinigungstücher, 2 x 25 Stück 6.20 statt 7.80 20% ** Alle Handcremen (ohne Mehrfachpackungen und Bellena), z.B. I am Hand- und Nagelbalsam, 100 ml 2.20 statt 2.80 20% ** Le Petit Marseillais Duschen oder Bodylotion im Duo-Pack, z.B. Duschcreme Vanille, 2 x 250 ml 6.15 statt 7.70 20% ** Primella Watterondellen oder -stäbchen im Duo-Pack, z.B. Watterondellen, 2 x 80 Stück 3.– statt 3.80 20% ** Gesamtes Damen-Tagwäscheoder BH-Sortiment (ohne Mey), z.B. Ellen Amber Soft Lace Slip Midi, Bio Cotton, weiss, Gr. S, pro Stück 5.85 statt 9.80 40% John Adams Herren-Knee-Highs oder -Socken mit Antirutschbeschichtung im Duo-Pack, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Socken mit Antirutschbeschichtung, anthrazit, Gr. 43–46 9.90 ** Gesamtes Milette BabypflegeSortiment, ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Baby Shampoo, 300 ml 2.20 statt 2.70 ** Gesamtes Baby-/Kinder-Bekleidungs-Sortiment inkl. Schuhe, z.B. Knaben-Pyjama mit FlanellHose 11.40 statt 19.– 40% Nur gültig am 5.12.2015 Manella Abwaschmittel im 3er-Pack, z.B. Citron, 3 x 500 ml 7.40 statt 9.30 20% ** Miobrill Reinigungsschwämme in Mehrfachpackungen, z.B. Synthetisch Strong, 3 x 3 Stück 3.35 statt 4.50 25% ** Cucina & Tavola, Brita, M-Classic oder BWT Kartuschen im 3erPack, z.B. Cucina & Tavola Duomax, 3 x 2 Stück 29.60 statt 44.40 3 für 2 **
Dessertklassiker
7.20
Frey Santa Moments Chläuse Crispies, UTZ 300 g
7.50 statt 9.40
Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro Kugeln, UTZ (ohne Mehrfachpackungen), 20% günstiger, z.B. Pralinés Prestige Edition d’Or, 110 g, gültig bis 14.12.2015
30%
4.25 statt 6.10
Alle Backmischungen oder Dessertpulver (ohne Alnatura), z.B. Midor Backmischung Brownies, 490 g
3.35 statt 4.20
Gesamtes Glacetta Sortiment 20% günstiger, z.B. Vanilla, 800 ml
10.40
Frey Santa Moments Chlaussäckli, UTZ 500 g
8.60 statt 10.80
Alle Frey Schokoladen-Kugeln im 500-g-Beutel, UTZ 20% günstiger, z.B. Freylini Kugeln Mix
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 1.12. BIS 7.12.2015, SOLANGE VORRAT
MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 69
Wissenswertes
Orientalische Grüsse
Weihnachtsgewürze
Auf das Aroma kommt es an Die klassischen Gewürze für die Verwendung in der Weihnachtszeit stehen oft monatelang unberührt im Regal. Damit sie ihr Aroma bewahren, lagert man sie an einem kühlen, dunklen Platz in luftdicht verschliessbaren Behältern. Gemahlene Gewürze verlieren ihr Aroma schneller als ungemahlene. Die meisten Gewürze kommen erst gegen Ende der Zubereitung zum Einsatz. Nicht so bei einem selbstgemachten Glühwein:
Mehr Rezepte unter Saison.ch
Im Mittelalter waren Gewürze aus dem Orient ein wertvolles Gut, weil sie über weite Wege importiert werden mussten. Deshalb verwendete man sie nur zu besonderen Anlässen. Doch Ingwer, Zimt & Co. duften und schmecken nicht nur fein, sondern sie dienen auch dem Wohlbefinden. Zimt aus der Rinde des Zimtbaums
Grüner Kardamom ist ein
Ingwergewächs. Die für das Aroma verantwortlichen ätherischen Öle verfliegen leicht, sodass man am besten ganze Kapseln kauft.
Orangen-Glühwein Zutaten (für 4 Gläser)
Sternanis Gewürznelken Zimtstange Wasser White Tea mit Mandarinenaroma oder Schwarztee 5 dl Rotwein ca. 60 g Rohzucker 2 EL Zitronensaft 2 Orangen Zubereitung 1. Sternanis, Zimtstange und Gewürznelken im Wasser aufkochen. Ca. 10 Minuten ziehen lassen. Wasser zu den Teebeuteln giessen. 3 Minuten ziehen lassen. Teebeutel entfernen. Wein, Zitronensaft und Zucker zugeben und erneut kurz aufkochen. 2. Inzwischen Orangen halbieren. Eine Hälfte auspressen und zum Glühwein geben. Restliche Orangenhälften in Scheiben schneiden und diese dritteln. Zum Glühwein geben. Nach Belieben süssen und heiss servieren. Bild: Stockfood
2 4 ½ 3 dl 2 Beutel
In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
ist aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken. Abgesehen davon, dass sein Aroma für viele Rezepte unverzichtbar ist, sollen sich seine Inhaltsstoffe positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Ohne Anissamen kommen die beliebten Chräbeli nicht aus. Ihren betörenden Duft verdanken die Samen dem Anisöl. Tipp: Einer faden Suppe kann man mit etwas Anis den letzten Schliff geben.
Ingwer verleiht
Gebäck und währschaften Gerichten eine aromatische, frische Schärfe. Die Volksmedizin empfiehlt Ingwer bei Erkältung und Reiseübelkeit.
Sternanis schmeckt
süss und lakritzartig. Er findet in Lebkuchengewürzen sowie in der chinesischen FünfGewürze-Mischung Verwendung. Im Glühwein kann man Sternanis nach Belieben etwas länger kochen lassen, denn im Vergleich zu anderen Gewürzen ist sein Aroma weniger flüchtig.
Gewürznelken verströmen
einen besonders aromatischen Duft, wenn man Orangen mit ihnen spickt. Die getrockneten Knospen des Gewürznelkenbaums enthalten Eugenol, das eine betäubende Wirkung hat. In der Volksmedizin wird deshalb das Kauen von Nelken bei Zahnschmerzen empfohlen.
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Maina gibts in Ihrer Migros
MIGROS-WOCHE | MM49, 30.11.2015 | 71
Aproz
Ein Sirup, der zum Winter passt Auf der Migros-Onlineplattform Migipedia durften die User über eine neue Sirup-Sorte von Aproz für die kalte Jahreszeit abstimmen. Dabei machte die Geschmacksrichtung Chai das Rennen. Sie behauptete sich mit 37 Prozent Zuspruch klar vor den Konkurrenten VanilleHimbeer, Mandel und Schoko-Kirsche. Schwarzteeextrakt und natürliche Aromen geben dem Sirup den typisch würzigen Chai-Geschmack. Einfach mit heissem oder kaltem Wasser verdünnt, wird daraus ein köstliches Getränk, das nach Belieben von innen wärmt oder erfrischt.
Special Edition für die Wintersaison 2015/16
Bild und Styling: Ruth Küng
Ob heiss oder kalt: Der Sirup Chai hat einen würzigen Geschmack.
Sirup Chai, 75 cl Fr. 3.50 In grösseren Filialen
Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Sirupe von Aproz.
72 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
Optigal
Feines Poulet Das fettarme und zarte Fleisch vom Schweizer Huhn liegt auf der Beliebtheitsskala gleich hinter Schweinefleisch auf Platz zwei. Kein Wunder, denn ob Satay-Spiessli aus Minifilets oder OrangenPoulet aus Schenkeln: Mühelos ist eine delikate Vorspeise oder ein Hauptgang zubereitet. Die Marke Optigal steht für Schweizer Geflügel, das den Ansprüchen der Kunden bezüglich Tierhaltung und Qualität gerecht wird. Unter anderem leben die Hühner in artgerechten Stallungen und haben Zugang zu einem gedeckten Aussenbereich.
Optigal Poulet ganz gewürzt, im Bratbeutel, per kg Fr. 10.40
Optigal Poulet ganz, per kg Fr. 9.50
Pro Person ca. 24 g Eiweiss, 17 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/270 kcal
Optigal Pouletflügel gewürzt, per 100 g Fr. 1.45
Pouletspiessli mit Erdnuss-Sauce Optigal Poulet Unterschenkel, per 100 g Fr. 1.50
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die PouletProdukte von Optigal.
Zutaten für 4 Personen
1 EL Sojasauce ca. 1 EL Limettensaft Salz, Pfeffer
1 EL 1 EL
Poulet-Minifilets Holzspiesschen Salz, Pfeffer Sweet-Chili-Sauce Erdnussöl
Zubereitung
Sauce 1 dl 4 EL 3 EL
Kokosnussmilch Erdnussbutter Crunchy Sweet Chili Sauce
8 8
1. Für die Sauce Kokosmilch leicht erwärmen. Erdnussbutter, Sweet Chili Sauce und Sojasauce unterrühren, mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auskühlen lassen. Poulet-Minifilets auf je
ein Spiesschen stecken. Mit Salz, Pfeffer und Sweet-Chili-Sauce würzen. Im Öl bei mittlerer Hitze rundum ca. 8 Minuten braten. Sauce dazuservieren. Dazu passt Salat aus fein geschnittenem Chinakohl, Rüebli und Weisskabis. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + auskühlen lassen
MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 73
Orangen-Poulet mit Mandeln Zutaten für 4 Personen
2 4
2 EL 2 4 100 g 1 dl
Orangen Pouletschenkel Salz, Pfeffer Cayennepfeffer, granuliert Olivenöl rote Zwiebeln Knoblauchzehen geschälte Mandeln Apfelwein Pfefferminze oder Petersilie nach Belieben
Zubereitung
1. Schale in Zesten von den Orangen abziehen, Frucht auspressen. Poulet in der Hälfte des Safts ca. 30 Minuten mari nieren, restlichen Orangensaft beiseitestellen. Poulet aus dem Saft nehmen, trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer und Cay
ennepfeffer würzen. In einem Bräter im Öl anbraten. 2. Backofen auf 180 °C vor heizen. Zwiebeln in Schnitze und Knoblauch in Scheiben schneiden. Beides mit den Mandeln zum Poulet geben und kurz mitdünsten. Orangen schale dazugeben. Mit Apfel wein ablöschen. Im Ofen ca. 45 Minuten braten. Por tionenweise mit beiseite gestelltem Orangensaft über giessen. Herausnehmen. Pfefferminze oder Petersilie darüberzupfen. Sofort servieren. Dazu passt Couscous oder Reis.
Optigal Poulet Schnitzel, per 100 g Fr. 3.30
Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 30 Minuten marinieren + ca. 45 Minuten braten
Pro Person ca. 45 g Eiweiss, 45 g Fett, 14 g Kohlenhydrate, 2750 kJ/650 kcal
Optigal Poulet Minifilet, per 100 g Fr. 3.65
Bild und Styling: Veronika Studer; Rezeptautorin: Katrin Klaus
Optigal Poulet Schenkel, per 100 g Fr. 1.30
Rezepte www.saison.ch
Optigal Poulet Geschnetzeltes, per 100 Fr. 3.40
Reisen in guter Gesellschaft
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Reiseprogramm
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1. Tag: Hinflug Zürich–Málaga – Fahrt nach Granada. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Direktflug mit Swiss nach Málaga. Begrüssung an Bord unseres Twerenbold-Busses und Fahrt nach Granada. 2. Tag: Granada. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen Granadas und seiner berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist vor allem bekannt für die Alhambra, den berühmten maurischen Palast und die Generalife-Gärten. Nach lebhafter Geschichte, die bis ins 9. Jh. zurückgeht, wurde das Bauwerk 1870 zu einem nationalen Denkmal erklärt. Von unserem Hotel erreichen wir in nur zwei Minuten den Eingang der dominant über der Stadt gelegenen Alhambra mit den schönen Generalife-Gärten. Granada begeistert aber auch dank seiner herrlichen Lage am Fuss der Sierra Nevada. Ebenfalls sehenswert ist der faszinierende Stadtteil Albaicín, den wir am Nachmittag besuchen. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Córdoba. ** Tagesausflug nach Córdoba. Die Stadt ist mit ihren weissgetünchten Häusern und zauberhaften Innenhöfen eine weitere andalusische Perle. Die wechselhafte Geschichte hat auch hier ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört die herrliche Moschee (Mezquita), die zu beiden Seiten von Hofgärten mit Orangenbäumen flankiert ist. Das prunkvoll geschmückte Innere besticht durch das Rundbogengewölbe und Mosaike. Auf einer geführten Stadtbesichtigung sehen wir ausserdem das jüdische Viertel, ein malerischer Stadtteil, Veranden und Springbrunnen. Danach freie Zeit für individuelle Entdeckungen.
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Linienflug mit Swiss und Reise mit Twerenbold Komfortklasse-Bus Fünf Übernachtungen in Granada Alhambra und GeneralifeGärten Fakultatives Ausflugspaket: Córdoba, Ronda, Panoramatag Alpujarra und Costa Tropical
Ihr Hotel Wir wohnen fünf Nächte im modernen, guten Mittelklasshotel Alixares T-U U U+ (off. Kat. ****), das sich an Panoramalage oberhalb des Stadtzentrums und in unmittelbarer Nähe des Parkgeländes der Alhambra befindet. Die 200 Zimmer sind komfortabel eingerichtet und verfügen über Bad oder Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage, Minibar, Mietsafe. Weitere Einrichtungen: Restaurant, Bar, Lounge, Freiluftschwimmbad (saisonal geöffnet).
4. Tag: Fakultativer Ausflug Panoramatag Las Alpujarras – Costa Tropical. ** Auf unserem heutigen Panoramaausflug entdecken wir die landschaftlichen Schönheiten der Region von Las Alpujarras. Entlang der Hügelketten sehen wir eine Reihe von malerischen Dörfern und Weilern. Aus dieser Region stammen auch viele kulinarische Köstlichkeiten, wie der berühmte Jamón de Serrano. Unterwegs zur Costa Tropical durchqueren wir eine der fruchtbarsten Regionen Spaniens. Hier herrscht das perfekte Klima für den Anbau von tropischen Früchten wie Zimtäpfel, Papayas, Avocados und Mangos. Bei Salobreña, einem Dorf mit weissen Häusern, geniessen wir ein grossartiges Panorama auf die umliegenden fruchtbaren Ebenen und Strände der Costa Tropical, bevor wir nach Granada zurückkehren. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Ronda. ** Landschaftlich eindrückliche Fahrt nach Ronda, das in atemberaubender Lage, umgeben von Bergen und am Rand einer tiefen Schlucht liegt. Den besten Panoramablick hat man von der Neuen Brücke aus. Die typisch andalusische Stadt Ronda ist weiter wegen ihrer weissgetünchten Häuser und den maurischen Ruinen eine Augenweide. Berühmt ist auch die zweitälteste Stierkampfarena Spaniens. All diese Sehenswürdigkeiten lernen wir auf einem gemütlichen Stadtbummel kennen. 6. Tag: Granada–Málaga – Rückflug nach Zürich. Wir verlassen Granada und fahren zurück nach Málaga und Rückflug mit Swiss nach Zürich. ** Das Ausflugspaket mit drei Ausflügen ist im Voraus buchbar. Sie sparen min. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich.
*SOFORT-PREISE ca. 50 % der Plätze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum KATALOG-PREIS.
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Pro Person in Fr. 6 Tage gem. Programm Reduktion Reise 9 und 10
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Reisedaten 2016 (So – Fr) 1: 13.03.–18.03. * 2: 20.03.–25.03. 3: 27.03.–01.04. 4: 03.04.–08.04. 5: 10.04.–15.04.
6: 7: 8: 9: 10:
17.04.–22.04. 24.04.–29.04. 01.05.–06.05. 08.05.–13.05. 15.05.–20.05.
* Kein Einzelzimmer-Zuschlag (Die Anzahl der Zimmer ist beschränkt)
Unsere Leistungen ■
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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus ab/bis Málaga Linienflug mit Swiss Zürich–Málaga–Zürich in Economy-Klasse 1 x 23 kg Freigepäck Aktuelle Treibstoffzuschläge sowie Flughafen- und Sicherheitstaxen Unterkunft im guten Mittelklasshotel Alixares Mahlzeiten: – 2 x Halbpension – 3 x Frühstücksbuffet (2., 3. und 5. Tag) Eintritt und Besichtigungen Alhambra, Generalife-Gärten und Albaicín Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur ab/bis Málaga
Nicht inbegriffen ■
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Einzelzimmerzuschlag 130.– Fak. Ausflugspaket mit drei Ausflügen (muss im Voraus gebucht werden) 160.– Annullierungskosten- und AssistanceVersicherung 29.–
Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch
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MIGROS-WOCHE | MM49, 30.11.2015 | 75
Bratbutter
Eine für alles Die Bratbutter Gourmet aus der Migros wird aus reiner Schweizer Butter hergestellt. Sie ist höher erhitzbar als Tafelbutter und eignet sich zum Braten, Dünsten, Garen und Backen. Das hochwertige Naturprodukt verleiht Gebäck, Saucen und allen Gemüseund Fleischgerichten einen buttrigen Geschmack. Hergestellt wird sie, indem normale Butter aufgekocht wird, um Wasser, Milcheiweiss und Milchzucker zu entfernen. Das macht die Bratbutter ohne Kühlung haltbar und gut verträglich.
Bild und Styling: Ruth Küng
Bratbutter Gourmet, 450 g Fr. 7.70
Bratbutter Gourmet, 250 g Fr. 4.85
Die Bratbutter machts besser: weihnachtliches Lammgigot mit Knoblauch.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Bratbutter.
Adventsfrühstück 40%
11.50 statt 19.30 MSC Wildlachs Sockeye Wildfang aus Alaska, 280 g
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M-Classic Frischback Semmeli 1 kg oder Weggli 600 g 25% günstiger, z.B. Semmeli, 1 kg
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Emmentaler Höhlengold per 100 g, 20% günstiger
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Amaryllisstrauss pro Strauss
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Bio Kaki Persimon Spanien, Schale à 4 Stück
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 77
Bon Chef
Natürliche Zutaten, und nichts anderes * Aktion 20 % auf alle Bouillons von Bon Chef vom 1. bis 7.12.
Die Bouillons von Bon Chef setzen neue Massstäbe für den Schweizer Markt. Denn alle Sorten der Marke enthalten weder geschmacksverstärkende noch konservierende Zusatzstoffe. Zudem gibt es mit den Produkten der neuen Premium-Linie jetzt auch Bouillons, die mit reinem Olivenöl und Meersalz hergestellt sind. Damit das unverfälschte, würzige Aroma noch intensiver zur Geltung kommt, wurde in allen Sorten der Gemüse- bzw. Fleischanteil erhöht. Ob Würfel, Granulat oder Paste: Sämtliche Bon-Chef-Bouillons werden nur mit natürlichen Zutaten in der Schweiz produziert.
Bon Chef Bouillon Rind, fettfrei, 225 g Fr. 5.–* statt 6.30
Bon Chef Premium Bouillon Rind, 8 × 10 g Fr. 2.40* statt 3.–
Bild und Styling: Veronika Studer
Für das Fondue Chinoise eignet sich die kräftige Premium-Rindsbouillon.
Bon Chef Premium Bouillon Gemüse, 205 g Fr. 4.95* statt 6.20
Bon Chef Premium Bouillon Hühner, 8 × 10 g Fr. 2.40* statt 3.–
78 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
Tradition
Für Schleckmäuler
Aktion 20 % auf alle Dessert-Cremes von Tradition im 4er-Pack, 4 × 175 g Fr. 4.15 statt 5.20
Da sind sich wohl die meisten einig: Das Dessert gehört zu den himmlischsten Erfindungen der Menschheit. Damit auch jedes Schleckmaul auf seine Kosten kommt, hält die Migros ein breites Dessert-Sortiment bereit. Darunter finden sich auch feine Flans und Cremes der Linie Tradition wie der Flan Vanille mit Sauce Caramel, die Crème Chocolat au lait oder die Crème Brûlée. Mit feinen Zutaten hergestellt, schmecken sie wie hausgemacht.
Vom 1. bis 7. 12.
Tradition Flan Vanille, 125 g* Fr. –.80 Tradition Crème Chocolat au lait, 175 g Fr. 1. 30 Tradition Crème Brûlée, 2 × 100 g* Fr. 2.85 * in grösseren Filialen
Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Desserts von Tradition.
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 79
Blévita
Blévita Mini Paprika, 130 g Fr. 2.75
Knusperhäppchen zum Apéro Blévita ist mehr als nur ein beliebter Pausensnack. Die knusprigen Mini-Cracker lassen sich einfach und schnell in schmackhafte Apéro-Häppchen verwandeln. So harmoniert zum Beispiel die Sorte Sesam mit geräuchertem Lachs, während die Fünfkorn-Cracker besonders gut zu einem kräftigen Gorgonzola passen. Die Mini-Blévitas Nature oder Paprika dagegen überraschen in Kombination mit würzigen Dips aller Art.
Bild und Styling: Claudia Linsi
Die Mini-Blévitas sind schnell als belegte Knusper-Häppchen aufgetischt.
Blévita 5-Korngebäck Sesam, 295 g Fr. 3.30
Blévita Sandwich Nature, 4 Portionen, 216 g Fr 5.30
Blévita 5-Korngebäck mit Folsäure, 6 Portionen, 228 g Fr. 3.35
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 81
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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu zählt auch der M-Classic-Kaugummi.
82 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
Potz und Migros Plus
So sieht sauber aus Allzweckreiniger von Potz und Migros Plus sorgen für hygie nische Sauberkeit auf sämtlichen abwaschbaren Oberflächen im gesamten Wohnbereich. Und wer verhindern möchte, dass sich der Schmutz erst gar nicht so schnell wieder festsetzt, nutzt die Produkte mit der kraftvollen Power-ProtectFormel. Auch Nachwischen und Trockenreiben ist bei Allzweckreinigern wie «Potz 1 for all» nicht mehr nötig. Alle professionellen Haushaltshelfer aus dem MigrosSortiment sind biologisch gut abbaubar, die Produkte der MigrosPlus-Linie sogar zu 99 Prozent.
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 83
Bild: Getty Images
Glatte Oberflächen glänzen wie neu, wenn sie mit dem passenden Allzweckreiniger gesäubert und gepflegt werden.
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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Putzmittel von Potz und Migros Plus.
84 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 85
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86 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
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CoiffeurAssistentin aus Uster ZH gewann Fr. 22 537.80 «Ich habe den Kassenbon mit dem Gewinncode von meiner Schwiegermutter erhalten. Ich gab den
Code gleich zu Hause am Computer ein und rechnete damit, dass da steht: leider kein Gewinn. Ich konnte mein Glück nicht fassen, als es anders kam. Ich rief sofort meinen Mann an, um es ihm zu erzählen. Jetzt können sich unsere Kinder auf tolle Weihnachtsgeschenke freuen und meine Schwiegermutter bekommt natürlich auch einen Teil des Gewinns.» Magbule A. (43)
Raumpflegerin aus Köniz BE gewann Fr. 50 000.–
Versuchen Sie Ihr Glück
… auf www.megajackpot.ch oder auf der Migros-App und geben Sie die Win-Codes ein. Bis zum 28. Dezember hat jeder Kassenzettel Win-Codes auf der Rückseite.
Westside. Hier erhielten wir auch unseren Glücksbon. Nach der Eingabe des Codes realisierte ich zuerst gar nicht, was passiert war. Seit zwei Jahren waren wir nicht mehr in den Ferien. Jetzt können wir uns eine Reise gönnen, vielleicht nach Griechenland, in die Türkei oder eine Kreuzfahrt. Wir planen zudem, in eine neue Wohnung zu ziehen, und könnten eine neue Einrichtung gut gebrauchen. Unseren beiden Kindern werden wir auch eine Freude machen.»
Bilder: Kaspar Isler
«Donnerstags machen wir immer Grosseinkauf im Einkaufscenter
MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 87
Herzliche Gratulation!
Romeo O. (58)
Bäcker-Konditor aus Niederlenz AG gewann Fr. 50 000.– «Erst als mich die Migros anrief, konnte ich glauben, dass ich tatsächlich gewonnen habe. Den Kassabon
habe ich in Lenzburg erhalten, wo meine Frau und ich regelmässig einkaufen. Welchen konkreten Wunsch wir uns mit diesem Gewinn erfüllen, wissen wir noch nicht. Eins ist sicher, es werden Tauchferien sein, da ich passionierter Taucher bin. Natürlich werde ich mit dem Geld auch anderen eine Freude machen und meiner Tochter einen Teil des Gewinns schenken.» Antoine M. (45)
Geschäftsmann aus Genf gewann Fr. 50 000.– «Meine Frau Déolinda hat mich erst überzeugen müssen mitzumachen. Den Kassabon
habe ich in der Filiale Chêne-Bourg erhalten. Den Code habe ich über die Migros-App auf meinem Smartphone eingegeben und war zunächst natürlich total baff. Eigentlich mache ich bei solchen Gewinnspielen fast nie mit und hatte bisher auch nie so viel Glück dabei. Jetzt darf sich meine ganze Familie auf schöne Weihnachtsgeschenke freuen. Wir werden auch einer wohltätigen Organisation für benachteiligte Kinder Geld spenden.»
Diese Gewinner* haben den Jackpot geknackt: Claudia A., Le Lignon GE: Fr. 1002.30 Sylvette E., Ittigen BE: Fr. 1027.50 Sonja M., Dintikon AG: Fr. 1009.80 Suzanne F., Opfikon ZH: Fr. 2033.20 Vanessa B., Bernex GE: Fr. 3718.30 Giosué P., Lausanne VD: Fr. 6589.20 Drago B., Kriens LU: Fr. 50 000.– Christele N., Cheseaux VD: Fr. 1043.50 Martha F., Oberriet SG: Fr. 34 582.30 Sebastian S., St. Gallen: Fr. 1003.70 Jennifer G., Landquart GR: Fr. 1045.70 Thilde I., St. Gallen: Fr. 1253.10 Philippe S., Altdorf: Fr. 5429.80 Viviane P., Yverdon VD: Fr. 12 259.20 Constantin K., Dübendorf ZH: Fr. 8764.80 * bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe
Jetzt mitmachen! Bis zum 28. Dezember trägt jeder MigrosKassenzettel WinCodes auf der Rückseite. Zu gewinnen gibts Geschenkkarten im Wert von insgesamt 1 Million Franken. Der Jackpot beginnt bei 1000 Franken und steigt bis auf maximal 50 000 Franken. Jedes Mal, wenn der Jackpot bei Eingabe des Win-Codes nicht geknackt wird, erhöht sich dieser um 10 Rappen. Kostenlose Win-Codes und weitere Infos auf www.megajackpot.ch
88 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT 1
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3
1 Bohnen mit hohem Eiweissgehalt: Soja
dominiert das Landschaftsbild des italienischen Orts Camisano Vicentino. 2 Ein Spross der Gründerfamilie: Giovanni
Fanin beim Rundgang durch die Fabrik. 3 Nach dem Mixer wird die Feuchtigkeit
der Bohnen mit einem Laser gemessen.
C Kleine Bohnen Sojaanbau
unter Aufsicht
Die eiweissreiche Sojabohne ist ein begehrter Rohstoff für Tierfutter. Ihr Anbau ist aber besonders in Südamerika problematisch für Mensch und Natur. Der M-Industriebetrieb Micarna bezieht seine Soja deshalb neu von einem Produzenten aus Italien. Text: Alessandro Zanoli
Bilder: Martino Lombezzi
amisano Vicentino ist ein kleiner Ort in der Ebene Venetiens im Nordosten Italiens. Die Landschaft ist anmutig, darin eingebettet thronen die zahlreichen Palladio-Villen. Der fruchtbare Boden ist bekannt für die gute Qualität von Trauben, Mais und anderen Obst- und Gemüsesorten, die traditionell hier angebaut werden. Seit den 90er-Jahren werden in diesem Landstrich westlich von Venedig auch Sojabohnen kultiviert. Sie sind im Laufe der Jahre zum eigentlichen Erfolgsprodukt des Gebiets avanciert. Auf Initiative der Cousins Mauro und Paolo Fanin entstand in Camisano Vicentino vor 32 Jahren mit Cereal Docks einer der grössten Anbau- und Verarbeitungsbetriebe für Sojabohnen in Europa. Zur Erntezeit von September bis November fahren täglich rund 200 Lastwagen zur Abladestation des
MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 89
Es ist Erntzeit auf den Sojafeldern: Lastwagen um Lastwagen trifft mit Soja beladen bei Cereal Docks ein.
Unternehmens – mit je 30 Tonnen Sojabohnen auf der Ladefläche. Keine Soja aus dem Regenwald
Für die Kultivierung der pflegeleichten Pflanze sind die Klimabedingungen in der Region westlich von Venedig optimal. Der Anbau stellt keine hohen technischen Ansprüche an die Bauern. Soja deckt ihren Bedarf an Stickstoff, dem Hauptnährstoff, zu grossen Teilen selber und benötigt dementsprechend weniger Düngung. In den kleinen Bohnen steckt dafür eine ganze Reihe wertvoller Nährstoffe. Dank ihres hohen Eiweissgehalts ist Soja ein wichtiger Rohstoff für die Herstel lung von Futtermitteln für Nutz tiere wie Schweine oder Geflügel. Entsprechend stark ist die globale Nachfrage: Rund 250 Millionen Ton nen Soja werden jährlich weltweit produziert – und die Anbauflächen
besonders in Südamerika sind immer weitläufiger. Die Gefahr, dass durch diese Ausdehnung der Anbauflächen tropische Regenwälder und arten reiche Savannen zerstört werden, ist akut. 2010 hat die Migros deshalb gemeinsam mit anderen Organisatio nen und Unternehmen das Schweizer SojaNetzwerk gegründet. Dessen Ziel ist es, für das Futter von Nutztie ren keine Soja aus Regenwaldgebieten mehr zu verwenden, sondern nur noch verantwortungsbewusst produ zierte Soja. Die Soja aus Italien reduziert so die Abhängigkeit von Südamerika und leistet einen Beitrag zur europäi schen Eiweissversorgung. Diesen Vorteil macht sich das MIndustrie unternehmen Micarna seit Jahres beginn zunutze und führt den Soja schrot für das Futter ihrer Geflügel marke Optigal nur noch aus Venetien
ein. Für die MirgosTochter hat diese direkte Beschaffung den Vorteil, dass man die Qualität und die Produktions verfahren bestens kennt und die Verarbeitung in Italien gut kontrollier bar ist. Zudem sind die Transport wege kürzer, wodurch sich auch die Umweltbelastung verringert. Über 20 000 Tonnen Sojaschrot wird Cereal Docks jährlich an die Micarna liefern. Jede Lieferung ist rückverfolgbar
Zertifiziert sind der Anbau und die Produktion der Sojabohnen aus Italien durch die Richtlinien des Vereins Donau Soja. Diese gemein nützige Organisation arbeitet eng mit dem Schweizer SojaNetzwerk zusammen und steht für eine umwelt und sozialverträgliche Sojaproduktion in ganz Europa. Den Mitgliedern werden strenge Vorschriften für
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 91
Bernhard Kammer
ist Leiter Bereich Umwelt & Tierwohl beim MigrosGenossenschaftsBund. Interview
«Aus Italien haben wir qualitativ gute Soja» Täglich werden in diesen Maschinen bei Cereal Docks 2000 Tonnen Soja getrocknet.
sämtliche Produktionsprozesse – vom Anbau der Pflanze bis zur Verarbeitung – auferlegt. Dazu gehören externe Kontrollen, regelmässige Qualitätsproben der Ernten und die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit. «Wir können die Soja nicht nur bis zum Produzenten zurückverfolgen, sondern bis auf den Tag genau auch jeder einzelnen Lieferung zuordnen», sagt Giovanni Fanin von Cereal Docks. Wichtig ist diese Transparenz natürlich auch für die Micarna. Das Unternehmen behält so die Kontrolle über die Herkunft seines Rohstoffs. «Molekularer Schwangerschaftstest»
Die Produktionsprozesse bei Cereal Docks dürfen die natürlichen Eigenschaften der Sojabohnen nicht verändern. Bei der Ankunft wird der Rohstoff deshalb zuerst einer Qualitätskontrolle unterzogen. Überprüft werden Gewicht, Feuchtigkeit und Temperatur sowie die chemischen Eigenschaften der gelben Bohnen. Dabei handelt es sich um eine komplexe Analyse, eine Art «molekularer Schwangerschaftstest», bei der nach Spuren von gentechnisch veränderten Organismen gesucht wird. Absolut gentechnikfreie Produkte sind ein Hauptmerkmal von Cereal Docks und eine Bedingung, um von Donau Soja zertifiziert zu werden. Anschliessend folgt das sogenannte Crushing. 2000 Tonnen Sojabohnen
werden jeden Tag erst getrocknet, dann zu Flocken gemahlen und warm gepresst, um am Ende eine dickflüssige, klebrige Masse zu erhalten. Diese wird mit einem Lösungsmittel gereinigt, damit sich der fettig-ölige vom eiweiss- und faserreichen Teil trennt. Aus diesem Prozess entstehen etwa 75 Prozent Sojaschrot, 18 Prozent Sojaöl und 0,6 Prozent Lezithin. Das Öl dient zur Produktion verschiedener Nahrungsmittel wie Tofu oder Sojamilch. Lezithin ist ein wichtiger Inhaltsstoff für die Industrie, wo es zur Textilfärbung oder für Kosmetika verwendet wird. Das Sojaschrot schliesslich tritt seinen Weg in die Schweiz an und wird hier als Futtermittel für die Optigal-Poulets der Micarna verwendet. MM
Optigal
Die Geflügelmarke der Micarna 1961 gründete das M-Industrieunternehmen Micarna die Schweizer Geflügelmarke Optigal. Die Geflügelprodukte werden nach strengen Richtlinien in der Schweiz hergestellt. Den Sojaschrot für das Futter der Tiere bezieht die Micarna neu ausschliesslich aus Italien.
Bernhard Kammer, wie viel Prozent der impor tierten Soja stammt bei der Migros aus nachhal tigem Anbau? Die Migros selber beschafft wenig Soja, und diese kommt bereits heute aus verantwortungsvoller Quelle. Zum Beispiel die europäische Soja für die Migros-Marke Optigal. Der grössere Teil der Soja wird nicht von der Migros direkt beschafft, sondern für die Fütte rung von Nutztieren verwendet. Diese Tiere oder deren Produkte kauft dann die Migros für die weitere Verarbeitung. Damit wir in diesem Bereich mehr Einfluss nehmen können, haben wir mit Dritten das Soja-Netzwerk Schweiz gegründet. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, keine Soja aus Regenwaldgebieten mehr für die Schweizer Nutztierfütterung zu verwenden. Wurde dieses Ziel erreicht? Das Soja-Netzwerk unter dem Vorsitz der Migros hat das Ziel in diesem Jahr nachweislich fast zu 100 Prozent erreicht.
Weshalb nur fast? Ein entscheidender Grund, weshalb es noch nicht 100 Prozent sind, ist, dass wir momentan nicht alle Soja-Importeure in das Netzwerk einbinden konnten. Daran arbeiten wir. Die Grossen und Relevanten sind aber dabei. Donau Soja bietet eine Alternative zu Süd amerika. Was sind die Herausforderungen beim SojaAnbau in Europa? Soja braucht für das Wachstum genügend Wärme und Wasser. So haben wir aus Italien qualitativ gute Soja. In Nordeuropa ist der Anbau dagegen nicht mehr möglich. Weiter braucht es eine verkehrsmässig gute Anbindung – vorzugsweise an die Bahn. Ausserdem braucht es Mühlen wie Cereal Docks, die aus der Sojabohne Öl gewinnen und das Nebenprodukt Sojaschrot für die Tierfütterung bereitstellen. Diese Infrastruktur ist zum Beispiel in Osteuropa, wo eigentlich günstige klimatische Bedingungen herrschen, nicht überall vorhanden. MM
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 93
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Frage der Woche
Gibt es in der Migros veganen Käse? Die Migros plant, Anfang des nächsten Jahres veganen Käse ins Sortiment aufzunehmen. Er wird voraussichtlich in grösseren Filialen erhältlich sein. Es gibt heute verschiedene Arten von veganem Käse – von Frischkäse und Mozzarella bis zu Halbhartkäse. Für die Herstellung dieser Produkte werden unter anderem Cashewnüsse, pflanzliche Öle und Kartoffelstärke verwendet.
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Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
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MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 95
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel
Vergünstigte Tickets für Vorstellungen am 10., 23. und 31. 1. 2016 Das PfyfferliEnsemble sorgt auch 2016 wieder für ein unterhaltsames Programm.
Vorverkaufsstellen: MParc Dreispitz und Claramarkt.
Fasnacht
Die Vorfasnacht naht Top-Schnitzelbänke und musikalische Leckerbissen – das «Pfyfferli» ist auch 2016 ein absolutes Muss. Die Migros Basel offeriert vergünstigte Tickets. Text: Moritz Weisskopf
W
er Karten für das Pfyfferli 2016 ergattern wollte, musste bereits im Herbst die Kassen des Theater Fauteuil stürmen. Innert kürzester Zeit waren nur noch wenige Karten übrig. Wen wunderts? Das «Bijou der Basler Fasnacht» bietet auch im kommenden Jahr amüsante Rahmenstücke, pointierte Schnitzelbänke und musikalische Beiträge der Extraklasse.
Das Pfyfferli-Ensemble setzt sich 2016, ähnlich wie im letzten Jahr, aus Urs Bihler, David Bröckelmann, Charlotte Heinimann, Roland Herrmann, Salomé Jantz und Myriam Wittlin zusammen. Des Weiteren darf natürlich mit ausgewählten Schnitzelbänken sowie Pfeifer- und Tambourenformationen gerechnet werden. Zu Gast sind abwechselnd Doggter FMH, Heiri, Peperoni, Singvogel,
Spitzbueb und Tam Tam. Man darf also gespannt sein. Wer sich die Vorfasnachtsveranstaltung keinesfalls entgehen lassen will und noch keine Karten hat, muss nicht verzweifeln – im Gegenteil: Die Migros Basel offeriert ihrer Kundschaft Tickets für insgesamt drei Vorstellungen im Januar mit Vergünstigungen bis zu 13 Franken. MM Weitere Informationen sowie reguläre Tickets auf www.fauteuil.ch
96 | MM49, 30.11.2015 | MIGROS-WELT
Nikolaus
Santichlaus in den Filialen «Santi Niggi Näggi, hinterem Oofe stegg i … wie ging das noch gleich?» Keine Sorge. Es bleiben noch ein paar Tage Zeit, um die Versli auswendig zu lernen. Doch spätestens am 5. Dezember sollten sie sitzen. Dann stattet der Santichlaus nämlich verschiedenen Migros-Filialen in der Region einen Besuch ab. Damit auch jedes Kind eine Überraschung erhält, hat er
extra seinen grossen Sack auf den Esel gepackt. Vorbeikommen lohnt sich also. Der Santichlaus kommt in folgende Filialen: Liestal, MParc Dreispitz,
Claramarkt, Laufen, Pratteln, Bubendorf, Oberwil, Lutzert, Sissach, Muttenz, Porrentruy, Drachen, Delémont, Riehen, Moutier, Mischeli, Birsfelden, Schönthal, Gundelitor, Paradies, MParc Delémont.
Fleisch
Mehr Frische und mehr Auswahl
Frisch vom Stück geschnittenes Fleisch und neue Spezialitäten: Die Charcuterie-Abteilungen der Migros rüsten auf, und neue Lieblingsprodukte kommen in die Auslage. Text und Bilder: Moritz Weisskopf
MIGROS-WELT | MM49, 30.11.2015 | 97
Stéphanie Gerber, Fachleiterin Charcuterie Migros Oberwil, mit den beliebten SaltufoKugeln. Die Salamiwürste und Speckseiten werden frisch vor Ort geschnitten.
Rezept
Saltufo Carpaccio Zutaten:
Bild: Bedford
W
er in den letzten Wochen in der Migros einkaufen war, blieb vielleicht kurz vor der Fleischtheke stehen und hat festgestellt, dass sich etwas verändert hat. Wo vorher fertig geschnittene Schinken- und Salamischeiben zu sehen waren, liegen jetzt ganze Salamiwürste, Speckseiten und Schinken. Nach dem neuen Konzept werden die Fleischwaren direkt vor Ort frisch geschnitten. So kann die Kundschaft genau sehen, was für sie eingepackt wird. Abgesehen davon, dass Speck und Co. vor Ort frisch vom Stück geschnitten werden, bietet die Charcuterie noch weitere Neuheiten. So haben verschiedene neue Fleisch-
spezialitäten ihren Weg ins Sortiment gefunden. Von diversen Schinken- und Specksorten, über Calvadosoder Steinpilzpasteten bis hin zu kleinen Salamikugeln. Das Trio von Salami, Parmesan und Sommertrüffel
Insbesondere diese kleinen Saltufo-Kugeln der Firma Bedford haben es der Kundschaft angetan. «Die Kundin nen und Kunden interes sieren sich immer für Neues, und wenn sich wie in diesem Fall ein Produkt durch Optik und Geschmack so stark hervorhebt, erst recht», so die Erklärung von Stéphanie Gerber, Fachleiterin Charcuterie der Migros Oberwil. Doch was versteckt sich in dieser beliebten Kugel? «Der Saltufo ist eine Schweinefleischsala-
mi mit Sommertrüffeln und einer Kruste aus Parmigiano Reggiano», so CharcuterieSpezialistin Gerber. Das klingt schon ziemlich gut, schmeckt aber noch viel besser. Das Würzige der Salami mit dem Herben des Trüffels und dem Salzigen des Parmesans machen aus dem genussreichen Ganzen eine äusserst spannende Kombination von Aromen. Diese verschiedenen Nuancen machen die handlichen Saltufo-Kugeln vielseitig einsetzbar und wohl deshalb auch so beliebt. Egal, ob einfach so als Snack, für den Salat, in einem Sandwich, als salzige Ergänzung von Fruchtspiessen oder als Carpaccio: der Saltufo gibt jeder Speise das gewisse Etwas. MM
2 Saltufo 1 Schalotte 2 EL Pinienkerne 2 EL Balsamico Bianco 1 EL Olivenöl 1 TL grober Senf 1 Orange Salz und schwarzer Pfeffer 1 Prise Zucker 50 g Ruccola 50 g Parmigiano Reggiano Zubereitung:
1. Saltufo in dünne Scheiben schneiden und die Schalotte fein würfeln. 2. Eine halbe Orange filetieren und die andere Hälfte auspressen. 3. Pinienkerne in einer Pfanne anrösten. 4. Balsamico, Öl, Orangensaft und Senf verrühren, Schalottenwürfel hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Fertig ist die Vinaigrette. 5. Salami kreisförmig auf einem Teller anrichten, Ruccola in der Mitte drapieren und die Orangenfilets darübergeben. Mit der Vinaigrette beträufeln, Parmesan darüberhobeln und mit Pinienkernen dekorieren.
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Bei hartem Wasser müssen Boiler alle vier Jahre entkalkt werden.
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Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Neulich erreichte mich folgende Frage: ‹Wenn jemand eine Verlinkungsanfrage aus mir unbekannten Gründen nicht be antwortet, darf ich sie nach einiger Zeit nochmals stellen? Und wenn ja, wie lange muss ich warten?› Verlinkungsanfragen sind Einladungen per Mail, sich über soziale Netzwerke zu verbinden. So eine Anfrage begründet keinerlei Antwortpflicht oder sonstige soziale Verpflichtung, selbst wenn man den Absender kennt. Der Absender sollte sich bewusst sein, dass viele Empfänger derartige Anfragen gar nicht anschauen oder sogar als eine Art Spam betrachten. Falls also aus welchem Grund auch immer kei ne Antwort erfolgt, sollte man von einer erneuten Anfrage abse hen. Wenn man mit der angefragten Person leidlich gut bekannt ist, kann man sich natürlich persönlich erkundigen. Aber bitte ohne das Gegenüber in einen Rechtfertigungszwang zu bringen.»
Wird Wasser erwärmt, bilden sich Kalkablage rungen. Diese ver ursachen einen Mehr verbrauch an Energie für das Erhitzen des Wassers. Bereits bei 1 Millimeter Kalk auf den Heizstäben wird 8 Prozent mehr Strom benötigt, bei 10 Milli metern sind es ganze 50 Prozent. Damit der Warmwasserboiler nicht unnötig Energie verschwendet, aber auch um seine Lebensdauer zu ver längern, lohnt es sich, ihn regelmässig vom Spezialisten entkalken zu lassen. Je härter das Wasser, umso öfter sollte der Boiler entkalkt werden. Daher gilt:
Boiler regelmässig entkalken, bei sehr hartem Wasser min destens alle vier Jahre.
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LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 103
Darum lohnen sich Stehpulte auch im Büro:
Migrosmagazin.ch
Begeistert die Kids nicht, fördert aber die physische und mentale Fitness: Stehpult-Unterricht an der Kantonsschule Wil SG. Tipps Schule
Im Stehen läufts besser Wer geistig viel leisten muss, sollte hin und wieder am Stehtisch arbeiten – das entlastet den Körper, fördert die Bewegung und kurbelt die Konzentrationsfähigkeit an. Text: Thomas Vogel
A
Bild: Daniel Ammann
n der Kantonsschule Wil SG lernen Schüler seit sieben Jahren im Stehen. «Wir haben ein Zimmer mit Stehpulten», erklärt Rektorin Doris Dieter Schuppli. Und dabei bleibt es vorderhand. «Die Schüler brechen nicht in Begeisterungsstürme aus, wenn sie im Stehen lernen sollen», sagt sie, «obwohl sie wissen, dass es gesünder wäre. Am Pult zu sitzen, ist schliesslich bequemer.» Studien belegen, dass Lernen im Stehen viele Vorteile hat. Dazu gehören nicht nur die Stärkung der Rückenmuskulatur und die Verbesserung der Körperhaltung. «Schüler an Stehpulten verbren nen rund 15 Prozent mehr Kalorien als ihre sitzenden Mitschüler», erklärt Mark Benden, Professor am Texas A&M Health Science Center. Im Rahmen einer Studie begleitete
er 500 Schüler durch ein Schuljahr. Die Schüler konnten im Unterricht an ihrem erhöhten Schreibtisch stehen, sich zwischendurch aber auch auf ihren Stuhl setzen. Wer steht, nimmt aktiver teil
Mark Benden hält Stehpulte in Verbindung mit mehr körperlicher Bewegung für wichtige Mittel, um die Übergewichtsproblematik in den Griff zu bekommen. Ähnlich sieht das Sarah Uwer, Leiterin des Programms «Schule bewegt» beim Bundesamt für Sport: «Mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag wäre ideal.» Im Rahmen des Programms «Schule bewegt» geschieht das mit speziellen, in den Unterricht inte grierten Bewegungsblöcken. Als längerfristiges Ziel möchte Sarah Uwer bei den Lehrpersonen ein Umdenken erreichen, damit Bewe
gung im Unterricht selbstver ständlich und bereits bei der Vor bereitung des Unterrichtsstoffs miteinbezogen wird. Als positiven Nebeneffekt fördert das auch die Leistungs fähigkeit der Schüler. «Erfahrun gen zeigen, dass Erstklässler nur gerade 15 Minuten lang still sitzen können», sagt Sarah Uwer. In der neunten Klasse erhöht sich das Aufmerksamkeitsfenster auf unge fähr 30 Minuten. Wenn Kinder sich mehr bewegen, sind sie engagierter und aufmerksamer. Das zeigen Mark Bendens Untersuchungen in Texas. Erkennbar war das unter anderem daran, dass sie sich häu figer meldeten und Fragen beant worteten, aktiver an Diskussionen teilnahmen und weniger dazwi schenredeten. MM www.schulebewegt.ch
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Bewegung in den Alltag einbauen und es ins Tagebuch eintragen. Ebenfalls gute Dienste leistet ein Ernährungs tagebuch. Seitwärts auf den Stuhl sitzen und Beine hochhalten, sodass es möglich ist, mit den Füssen den Namen in die Luft zu schreiben. Etui zwischen die Oberschenkel klem
men und mit den Mitschülern um die Wette laufen.
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LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 105
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«Frankenschock» heisst das Finanzwort des Jahres Am 15. Januar, um 10.30 Uhr, liess die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Bombe platzen: Sie hob den Euro-Mindestkurs von Fr. 1.20 per sofort auf. Damit wertete sich der Franken – schockartig – um über 15 Prozent auf. Obschon die SNB stets versprochen hatte, den Mindestkurs mit «unbegrenzten Mitteln» zu verteidigen, war sie nun eingeknickt. Der Ausdruck «Frankenschock» steht als Sinnbild für diese dramatische Kehrtwende und die daran anschliessenden Befürchtungen, wonach die Schweizer Wirtschaft in eine tiefe Krise fallen würde. Deshalb hat die Jury aus fünf Experten den Begriff zum Schweizer Finanzwort des Jahres 2015 gewählt. «Der Frankenschock hat uns vor Augen geführt, dass die Macht der Notenbanken viel weniger gross ist, als diese uns vorgeben», begründet Jurymitglied Oswald Grübel die Wahl. Der ehemalige CEO von UBS und Credit Suisse hatte den Euro-Mindestkurs bereits zu einem frühen Zeitpunkt als nicht nachhaltig kritisiert: «Jeder, der Gott zu spielen versucht, wird irgendwann scheitern.»
Claude Baumann, Chefredaktor des Finanzportals Finews.ch, verweist auf den hohen Überschuss in der Leistungsbilanz mit dem Ausland, den die Schweiz trotz Aufwertung auch 2015 erzielte. «Deshalb sehe ich keine gegensätzlichen Interessen zwischen dem Finanz- und dem Werkplatz. Beide profitieren von der Stabilität in unserem Land – diese ist untrennbar verbunden mit einer harten Währung.»
Die Jury (von links): Michael Theurillat, Claude Baumann, Oswald Grübel, Sita Mazumder und Albert Steck.
Nach Ansicht der Finanzprofessorin Sita Mazumder hat die SNB mit dieser abrupten Korrektur stark an Glaubwürdigkeit verloren: «Über Jahre bekräftigte die Nationalbank, sie könne für «Planungssicherheit» sorgen. Wenn sie diese hochgesteckten Erwartungen aber enttäuscht, muss sie dafür eine überzeugende Begründung liefern. Das ist ihr nicht gelungen.» Der Schriftsteller und Ökonom Michael Theurillat erinnert da-
U
ran, dass die Frankenaufwertung vor allem in den Medien zu einem Schockereignis hochstilisiert wurde. Am meisten Gehör erhielten jene Politiker und Meinungsführer, die einen massiven Einbruch der Wirtschaft voraussagten. «‹Das Ende der Schweiz als Zukunftsmodell›, titelte eine Tageszeitung. Doch dass der starke Franken eben auch die Kaufkraft der Konsumenten erhöht, blieb in der medialen Aufregung meist unerwähnt», so Theurillat.
Albert Steck, bei der Migros Bank für die Markt- und Produktanalyse verantwortlich, betont, dass der Status des Frankens als unabhängige Währung seit dem 15. Januar wieder klar ist. «Der enorme Wert einer souveränen Währung ist uns wenig später anhand der Griechenlandkrise eindrücklich demonstriert worden», sagt Steck. «Eigentlich haben wir 2015 keinen Frankenschock erlebt, sondern einen Euroschock – der überdies noch lange nicht ausgestanden ist.» MM Die Wahl zum Finanzwort des Jahres wird organisiert von der Migros Bank und Finews.ch. Die Jury wählte aus über 250 eingereichten Vorschlägen aus. Was ist Ihre Meinung zum «Frankenschock»? Diskutieren Sie mit auf www.blog.migrosbank.ch
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Kein Ernährer «Ursi, hast du einen Moment?» «Klar, Chef, du willst wissen, wie das Meeting lief? Prima, der Kunde ist sehr zufrieden.» «Äh, gut …» «Aber?» «Du weisst, dass wir einen anderen Grosskunden verloren haben. Da nun ein Teil der Finanzierung wegbricht, wird es Veränderungen geben.» «Verstehe. Welche denn?» «Leider müssen wir deinen Arbeitsvertrag kündigen.»
«Bitte? Ich bin neun Jahre dabei, meine Zahlen sind exzellent. War ich je zu spät?» «Nein, natürlich nicht. Ich hatte auch immer Verständnis dafür, dass du abends jeweils pünktlich gehen musstest.» «Wie meinst du das?» «Als Mutter von drei Kindern ist man nicht mehr so flexibel. Und ich muss auch an die anderen Mitarbeiter denken. Du hast doch deinen Mann.» «Was hat der damit zu tun?»
«Er ist doch Banker …» «Findest du, dass meine Arbeit weniger wertvoll ist?» «Nein, aber er ist der Ernährer. Nimm es nicht persönlich. Es hat doch auch was Gutes: mehr Zeit für die Familie. Wie alt ist dein Kleinster? Zwei?» «Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Ich liebe meinen Job …» «Mach dir keine Sorgen. So jemand wie du, der findet schnell wieder was.» MM
Bettina Leinenbach (38)
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LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 107
Interview: Arbeitgeber sind in der Pflicht.
Migrosmagazin.ch
Gesundheit
Die Gesichter des Burn-outs
Tipps
Müde, ausgelaugt und ohne Antrieb? Diese Symptome kennt jeder. Aber je mehr der betroffene Mensch und sein Umfeld darunter leiden, desto mehr wird es zu einer Krankheit, die behandelt werden muss. Text: Hans-Ulrich Backes
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s sind meist die Perfekten, die es trifft, diejenigen, die möglichst exakt und termingetreu ihre Aufgaben erledigen und dann an sich selbst scheitern. Weil sie den Druck nicht mehr ertra gen, weil ihnen der rege nerierende Ausgleich fehlt und sie die Anspan nung nicht mehr loslässt. Kaum jemand hört dann die nicht immer offen sichtlichen Hilferufe. «Ich bin ausgebrannt und habe keine Energie mehr» tönt viel harmlo ser als «ich bin depressiv, antriebslos und traurig». Wo aber liegt die Grenze, wer von uns leidet nicht unter Stimmungsschwankungen, ist mal müde oder hat Probleme mit Stress am Arbeits platz oder im persön lichen Umfeld? Unter dem Burnout Syndrom versteht man in erster Linie ein arbeits bezogenes Erschöpfungs syndrom. Es trifft aber nicht nur Chefs und Angestellte, ebenso kann das überforderte Kind in Schule und Freizeit betroffen sein, die ermüdete Mutter oder der Sportler beim Aus üben seiner Lieblings beschäftigung Sport.
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Warnzeichen erkennen
Verschiedene Anzeichen können ein Burnout ankündigen. Je früher ein Risiko erkannt wird, desto eher kann der Pro zess gestoppt werden. Die Auflistung (Quelle: Staatssekretariat für
So vermeiden Sie ein Burn-out
Sie sie auch zu Ende, reduzieren Sie aber Ihr Tempo.
Schauen Sie auf Ihr persönliches Gleichgewicht bezüglich Anstrengung und Er holung, denken Sie dabei auch mal daran, sich selbst zu belohnen. Gönnen Sie sich das Recht auf Freizeit, und kosten Sie diese auch mit Freude aus. Vermeiden Sie
unnötige Bürokratie und Widersprüche.
Denken Sie an die soziale Unterstützung und Wertschätzung Ihrer Arbeit, setzen Sie Prioritäten. Gönnen Sie sich Zeit für Weiterbildung.
Denken Sie an Mitbestimmung bei wich tigen Entscheidungen. Es kann auch Mütter treffen: Ständig an der Belastungsgrenze zu sein, schadet der Psyche.
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· Mühe, sich für die Arbeit zu motivieren · Neigung zu Sarkasmus und Zynismus · Negative Bewertung der Arbeitsergebnisse · Vermehrter Konsum von Substanzen, die wach und leistungsfähig machen Je mehr Warnzeichen und je häufiger sie zutreffen, desto wahr scheinlicher sind Sie von einem Burnout betrof fen. Dann benötigen Sie professionelle medizini sche oder psychologische Hilfe. MM
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Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Manuelle Medizin und Sportmedizin, CoLeitung Medi zin, Medbase St. Gallen
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1. Tag, Samstag 30.4.16 - Anreise nach Plitvice Fahrt im komfortablen Extrabus in die wunderschöne Region von Plitvice, wo wir zum Nachtessen erwartet werden.
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2. Tag, Sonntag 1.5.16– Plitvice Nationalpark Die einmalige Traumkulisse des Plitvice Nationalparks war entscheidend für den Erfolg der berühmten Winnetou Filme. Die Sinfonie aus smaragdgrünen Seen, herrlichen Wäldern und spektakulär abfallenden Felswänden wird auch Sie auf unserer Besichtigung per Boot und mit dem Panoramazug begeistern. Am Nachmittag Weiterfahrt an die adriatische Küste in unser Hotel im Raum Sibenik. 3. Tag, Montag 2.5.16 – Sibenik & Krka Nationalpark Heute erleben wir mit den berühmten Krka-Wasserfällen im gleichnamigen Nationalpark eines der wohl schönsten Naturschauspiele der Welt und erneut unfassbar schöne Landschaftsbilder auf Schritt und Tritt. Später begeistert uns eine interessante Führung durch die Altstadt von Sibenik. Übernachtung im Raum Sibenik.
4. Tag, Dienstag 3.5.16– Trogir, Split & Makarska Riviera Entlang der dalmatischen Traumküsten fahren wir weiter Richtung Makarska Riviera. Dabei erleben wir interessante Führungen im wunderschönen Küstenstädtchen Trogir und in der pulsierende Stadt Split. Übernachtung an der Makarska Riviera.
5. Tag, Mittwoch 4.5.16 – Dubrovnik Heute unternehmen wir einen tollen Tagesausflug nach Dubrovnik, die Perle der Adria. Bei einer interessanten Stadtführung zeigen wir Ihnen sämtliche Höhepunkte. Freuen Sie sich auf die von einer 2.5 km langen Mauer umschlossene Altstadt – sie gehört zu den schönsten Europas! Nutzen Sie den restlichen Nachmittag für eigene Entdeckungstouren. Rückfahrt in unser Hotel an der Makarska Riviera. 6. Tag, Donnerstag 5.5.16 – Makarska RivieraZadar Wiederum erleben wir während unserer Fahrt entlang der Küste fantastische Bilderbuchlandschaften. Unser Tagesziel ist heute die schöne Hafenstadt Zadar, welche wir Ihnen bei eine Führung näher bringen. Übernachtung in Zadar. 7. Tag, Freitag 6.5.16 – Zadar – Opatija Heute verlassen wir Dalmatien und fahren weiter entlang der beeindruckenden Kvarner Bucht nach Opatija. Das schönste der kroatischen Seebäder verzaubert uns zum Abschluss mit seinem ganz besonderen Charme. Übernachtung an der Opatija Riviera. 8. Tag, Samstag 7.5.16 - Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir die Heimreise an.
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Tipps
Von Sauerkraut bis Chinakohl Bereiten Sie Kohlgemüse schonend zu,
Dämpfen und Dünsten sind ideal. Langes Sieden in viel Wasser kann den Anteil an Glucosinolaten um mehr als 75 Prozent verringern! Auch im Wok gehen wenig Glucosinolate verloren.
Ernährung
Geben Sie sich Saures Es ist Sauerkrautzeit. Greifen Sie zu, der Gesundheit zuliebe. Und falls Ihnen dieses Kraut nicht schmeckt: Es gibt schmackhafte Alternativen. Text: Marianne Botta
Bevorzugen Sie rohes Sauerkraut oder
mischen Sie etwas rohes unter das gekochte Kraut. Essen Sie zu grilliertem Fleisch einen Rucola- oder Gartenkressesalat. Dadurch können im Grillgut vorhandene (möglicherweise) krebserregende Stoffe neutralisiert werden. Geben Sie den Kohlgerichten etwas Kümmel, Wacholder oder Fenchelsamen bei, dies beugt Blähungen vor.
Bild: Jamie Watson/StockFood
Hier schreiben die VivaiExperten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta. In Zusammenarbeit mit
Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.
H Virtueller Appetit
Hochladen und anschauen – den ganzen Tag über immer wieder. Gemeint ist die Bilderflut in den sozialen Netzwerken. Bei Facebook und Instagram fallen mir zwei Themenfelder auf: Alle Arten von Selbstporträts und Bilder von Essen – auch das in allen Varianten. Ersteres finde ich persönlich eher nervig, ganz im Gegensatz zu den Foodbildern.
Schon probiert? Sauerkraut ist auch ohne weitere Zutaten ein Genuss.
Broccoliröschen, China- und Federkohl
blähen kaum und sind leichter verdaulich als andere Kohlsorten. Je satter die Farbe der Gewächse, desto höher der Nährstoffgehalt. Gelb verfärbter Broccoli hat die Reife überschritten. Grünkohl enthält von allen Gemüsesorten am meisten Vitamine und Mineralstoffe. Eine Portion deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und enthält die Kalziummenge von 2 dl Milch.
So is(s)t die Jugend
B
lumenkohl, Broccoli, Romanesco, Rosenkohl, Chinakohl, Grünkohl, Wirz, Kohlrabi, Rot- und Weisskohl, aber auch Rucola, Rettich, Radieschen, Senf, Meerrettich, Garten- sowie Brunnenkresse – haben eines gemeinsam: Sie sind alle Kohlgewächse und gehören zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Viele Studien zeigen, dass häufiger Genuss von Kohlgewächsen das Krebsrisiko senkt. In jedem Vertreter stecken mehr als 100 schwefelhaltige Stoffe, die sogenannten Glucosinolate wie Indole und Isothiocyanate. Sie mobilisieren das Immunsystem und fördern ein rasches Ausscheiden krebserregender Substanzen. Im Idealfall kommt drei Mal pro Woche ein Kohlgewächs auf den Tisch. Varianten gibt es genug.
Ein Lightprodukt voller Vitalstoffe
Einer der bekanntesten Vertreter der Kohlgewächse ist das Sauerkraut. Mit 20 mg Vitamin C pro 100 g deckt eine Portion die Hälfte des täglichen Vitamin-C-Bedarfs. Das mittels Milchsäurebakterien vergorene Kraut war
jahrhundertelang fast die einzige haltbare Gemüsekost im Winter. Wahrscheinlich spürten unsere Vorfahren, dass es dank seiner verdauungsfördernden Wirkung optimal zu fetten, gepökelten Wurst- und Fleischwaren (Berner Platte) passt. Doch nicht nur das: Sauerkraut hemmt die Bildung krebserregender Nitrosamine aus den Nitritpökelsalzen, mit denen die Fleischwaren haltbar gemacht werden. Das heisst: die Berner Platte mit Sauerkraut zu essen, ist um einiges besser als ohne. Das saure Kraut macht fit. In ihm stecken grosse Mengen an Vitamin B (mehr als in frischem Kohl), Kalzium, Kalium und Eisen. Mit nur 17 kcal pro 100 g ist Sauerkraut ein richtiges Lightprodukt. Auch Vitamin B12 ist im Sauerkraut enthalten, das macht es zu einem wichtigen Lebensmittel für Veganer. Vitamin B12 wird ausschliesslich von tierischen Organismen, aber eben auch von Milchsäurebakterien gebildet. Kommt hinzu, dass Sauerkraut ein probiotisches Lebensmittel ist. Das heisst, es unterstützt das Wachstum der nützlichen Darmbakterien und hemmt die Vermehrung von Krankheitserregern. MM
Je nach Interesse surfe ich nach Profilen, die über gesunde Ernährung posten. Auch schmackhafte Desserts und alles, was einfach selber zu machen ist, findet vor meinem Auge Gnade. Und ich gebe zu, auch ich lade hoch. Die Essensbilder, die ich ab und zu poste, haben vor allem Erinnerungswert für mich selbst, sie sollen aber auch meine Freunde inspirieren. Eine Seite, die ich regelmässig besuche, ist Fitmencook.com– hier sammle ich Ideen. Und vor allem kann ich die Rezepte einfach nachmachen. Wenn mir ein Gericht gelungen ist, fotografiere ich es und poste es: zum Anschauen. Satt wird man davon ja nicht.
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Wohltat für die Hände Trockene Luft, geheizte Räume: Im Winter brauchen Hände besonders intensive Pflege.
Text: Andrea Vogel
D
raussen klamm und kalt. Drinnen warm und wohlig. Wie gemütlich! Die Haut, unser grösstes Sinnesorgan, leidet jedoch unter diesen Extremen. Allen voran unsere Hände. Sieben Tipps, wie Hand und Nagel den winterlichen Witterungen trotzen.
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Bild: Getty Images
Benützen Sie eine milde pH-hautneutrale Seife und tupfen Sie danach die Hände behutsam trocken. Anders gesagt: Behandeln Sie Ihre Hände wie Ihr Gesicht – da rubbeln Sie ja auch nicht herum, als wäre es ein Millionenlos.
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Die Haut braucht Feuchtigkeit – von innen wie von aussen. Trinken Sie darum viel Wasser
und ungesüssten Früchtetee. Aber das wissen Sie ja schon längst. Selbstverständlich wissen Sie auch, dass Sie bei trockener und kalter Luft Ihre Hände reichlich eincremen sollten. Es ist wichtig, dass reichhaltige Wachse und Öle in der Creme enthalten sind, beispielsweise natürliche Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Bienenwachs oder Sesamöl. Diese natürlichen Ingredienzen finden Sie beispielsweise in der Sofort-PflegeHandcreme von I am.
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Tipp: Hände vor dem Schlafengehen reichlich einfetten und feine Baumwollhandschuhe darüberziehen. So kann sich die Wirkung über Nacht entfalten. Das Einfetten über Nacht hat noch einen weiteren Vorteil: Es ist die beste Pflege für brüchige Nägel. Denn die Gleichung ist simpel: Eine trockene Nagelhaut führt zu brüchigen Nägeln.
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Pflegen Sie darum besonders intensiv Ihre Nagelhaut. Als Schutzschild des Nagels schützt sie diesen vor Bakterien und Viren. Darum sollte sie auch nicht verletzt werden, da die Erreger sonst leichter in den Nagel dringen können. Weichen Sie ein Mal pro
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Sollten bereits Risse in den Händen entstanden sein, hilft nur noch Fett. Zum Beispiel in Form von stark rückfettenden Cremes. Einfacher, jedoch wirkungsvoller
Sorgt für Feuchtigkeit: Sofort-Pflege-Handcreme von I am.
Woche die Nagelhaut mit reichlich Öl ein und schieben Sie diese zurück.
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Zu guter Letzt: Tragen Sie draussen konsequent Handschuhe! Damit Ihre Hände so wenig wie möglich der Kälte ausgesetzt sind. MM
Schauspielerin Tonia Maria Zindel ist im «Schellen-Ursli» zu sehen.
Mein bestes Schönheitsrezept ist: Schlaf und Mandelöl! Das kostet nicht viel, ist unparfümiert, zieht schnell ein und macht schöne Haut und Nägel. Gerade auch nach einem Bad. Da schütte ich übrigens drei Kilo Salz hinein, so habe ich etwas Meer in der Wanne und werde entschlackt. Wichtig ist: nicht zu heiss baden und sich danach hinlegen – wegen des Kreislaufs. Was zu einer schönen Ausstrahlung beiträgt: Spazierengehen oder Schwimmen. Das ist für mich wie Fliegen und macht mich glücklich. Sowie nach dem Aufstehen heisses Wasser trinken. Diesen Tipp habe ich von meiner Mutter. Sie benützte nie Make-up, was ich schade fand. Aber ehrlich gesagt: Im Moment hab ich auch grad eine natürliche Phase und gebe zu, es fühlt sich gut an.
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114 | MM49, 30.11.2015 | LEBEN
Kinder
Schreckhafte Dame Die Mimose ist eine sensible Pflanze und eine clevere: Sie kann auf Befehl in Ohnmacht fallen. Diese Verteidigungsstrategie ist so wirksam wie bei anderen Pflanzen die Dornen. Text: Patricia Brambilla,
Jean-Luc Pasquier Illustration: bunterhund.ch
Im Gegensatz zu ihrer Cousine, der Falschen Mimose (Acacia deal bata), hat die Mimose keine gelben Blüten, sondern rosafarbene und strubbelige Pompons.
Die Mimose hat eine ganz besondere Fähigkeit: Sie faltet ihre Blätter zusammen, wenn es dunkel wird. So schützt sie sich vor nächtlichen Angreifern. Man nennt das nyktinastische Bewegungen.
Schamhafte Sinnpflanze, Rührmichnichtan – die Mimose hat mehrere Über namen. Alle weisen darauf hin: Es ist eine be sonders empfindliche Pflanze. Deshalb nennt man auch sensible Menschen manchmal Mimosen. Und wie bei den Menschen sieht man der Mimose deren Reaktion an, wenn man sie erschreckt: Sie klappt ihre Blätter innert weniger Sekunden zusammen und sieht dann
Die Mayas machten aus den Blättern der Mimose Tee, denn sie hat eine entspan nende und antidepressive Wirkung. Ausserdem kön nen die Wurzeln der Pflanze abgekocht werden. Der so gewonnene Sud ist gut gegen Halsschmerzen.
ein wenig aus, als wäre sie in Ohnmacht gefal len. Die raffinierte Schauspielerin macht sich damit unappetitlich für Feinde, die sie fressen möchten. Das tut sie immer, wenn sie von Wind, Regen, einer menschlichen Hand oder dem Maul eines Wiederkäuers berührt wird. Was bei einem solchen Ohnmachtsanfall passiert: An den Ansätzen der Blattfiedern hat es Stellen, die mit Wasser gefüllt sind. Fühlt sich die Mimose
bedroht, leert sie rasch diese verdickten Stellen, sodass die Blätter schlaff hinunterhängen. Ist die Gefahr vorbei, erwacht die Mimose wie der und nimmt ihre gewohnte Gestalt an. Die sensible Dame stammt aus Brasilien und hat es gern warm und feucht. Hat man sie also drinnen stehen, darf die Erde nie austrocknen. Dann ist sie zufrieden. Erst recht, wenn man sie nicht allzu oft erschreckt. MM
LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 115
(Elena, 15)
Man liest davon in Zeitgeistforen, die uns raten, Nutztiere wieder mehr zu achten und weniger Fleisch zu essen. Darüber sann ein kalifornischer Professor der Biochemie nach. Er überlegte, wie sich Massentierhaltung und Ressourcenverschleuderung vermindern liessen. Wie man zugleich viel Geld verdienen und womöglich die globale Food-Industrie revolutionieren könne. Er machte sich daran, Pflanzenblut zu erfinden. Kapitalgeber unterstützten ihn dabei mit über 100 Millionen Franken, Wis-
senschaftler, Köche, Ingenieure und Bauern mit ihrem Fachwissen. Nach vierjähriger Entwicklungszeit rann ein blutroter Saft durch die Reagenzröhrchen seines Labors: ein Elixier aus verschiedenen Gewächsen, das so schmeckt, riecht und reagiert wie Tierblut. Diesen High-Tech-Trank mengte er unter eine vegetarische Burgermasse. Die Testesser staunten: Der Hamburger schmecke wie echt, liessen sie vermelden. Bald schon will der Erfinder seine Neuheit auf
den Markt bringen. Skeptiker verspotten sie als «Frankenburger» für Vegi-Vampire. Weltverbesserer wittern Morgenluft. Was denkst du? Was macht eigentlich echtes Blut jenseits seiner Moleküle aus? Das Original zeugt von Kampf und Opfer, Mysterium und Heiligkeit, Schmerz und Brüderlichkeit. Welchen Geist birgt da die Kopie aus dem Laboratorium? Mein Labor ist die Küche. Da ist es einfach: Man nehme gute Ware, füge Hingabe und ein Lächeln bei. Dann schmeckts «echt» gut. MM
Gabriela Bonin (48) beantwortet
die Fragen ihrer Töchter (15, 10, 7).
BASTELN MIT DEN LILIBIGGS
Räts elspa ss
Nina, Hugo und Tobi basteln für die Weihnachtszeit eine festliche Dekoration. Aber Obacht, da haben sich einige Dinge in das Haus verirrt, die da gar nicht hingehören. Findest du die sieben Gegenstände, die nicht ins Bild passen?
SAMICHLAUS AUF FINNISCH
Andere Länder, andere Sitten: Wer bringt wo die Geschenke? Ordne den Namen dem richtigen Land zu!
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a) Niederlande
2) Santa Claus
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c) Finnland
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Wettbewerbsfrage: Wie viele Gault-MillauPunkte hat das Restaurant PUR? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039
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Gourmetrestaurant PUR bietet eine wunderbare Aussicht auf den See. Eine weitere Attraktion ist die offene Küche – hier ein Essen am Chef’s Table zu geniessen, ist ein grandioses Vergnügen. Willkommen also im «PUR»: Für die Gäste gibts ein Menü mit acht kleinen kreativen Gängen, und der Sommelier empfiehlt dazu jeweils den passenden Wein. MM Die Hotelcard kann ebenfalls zum Spezialpreis bestellt werden unter: www.hotelcard.com/migrosmagazin
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Zürich
M Herrliberg
T
Rom
2. Wo befindet sich die höchste Staumauer Europas? E
Innerschweiz
R Wallis
A Graubünden
3. Was für ein Getreide ist Grünkern? N Hafer
O Dinkel
U Roggen
So nehmen Sie teil
4. An welchem See ist der Schweizer Meister im Wasserball 2015 beheimatet? T
Luganersee
L
Bodensee
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5. In welchem Jahr erhielt der Bundesrat erstmals eine Frauenmehrheit? W 2007
P 2010
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6. Wie heisst der wichtigste Börsenindex Frankreichs? E
CAC 40
U FTSE
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7. Von welchem lateinischen Wort wird der Name Muskel abgeleitet? S
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R Bällchen
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Mäuschen
8. Wie wird eine Freiform-Architektur auch noch genannt? F
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Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
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A 2
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338-6
LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 123
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
5
2
9 3 7
8 1 5 3 9 6
5 6 7 2 1 9 8 4 3
9 6 2 3 1 7 4 8
3 9 1 7 5
2 6
Auflösung Nr. 48: 673
8
1 4 8 6 7 3 5 9 2
2 9 3 4 8 5 7 6 1
6 2 4 3 9 8 1 7 5
7 1 9 5 4 2 3 8 6
3 8 5 1 6 7 9 2 4
4 7 2 8 5 1 6 3 9
9 3 1 7 2 6 4 5 8
8 5 6 9 3 4 2 1 7
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.12.2015, 24 Uhr
Gewinner Nr. 47: Greti Hofer, Trimbach SO; Marcelle Claude, Meyrin GE; Christiana Camenisch-Maier, Rhäzüns GR; René Brügger, Fétigny FR; Rico Weber, Chur
6
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 4 4 1 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 1 sein. Verboten: Kreuzun4 4 3 2 gen, diagonale Brücken 1 und mehr als zwei Linien.
2 2 3 1 4 0
2
Auflösung Nr. 47
2 2
3
1 3 4
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2
1
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0
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1
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3 3
2
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2 2
2
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2
Auflösung Nr. 47: 2
4
2 3
3
3
4
3
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1
4
1 2
4
2
2
2
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4 4 4 2
3
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3 2 1 3 3
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3 4 3
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
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Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG
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Das Museo Cantonale d’Arte und das Museo d’Arte di Lugano haben fusioniert und bieten seit Mitte September einen neuen Ort der Künste. Das Museo d’arte della Svizzera italiana bietet in den beiden Ausstellungsgebäuden LAC und Palazzo Reali regelmässig bedeutende Ausstellungen mit Werken aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert. Wechselausstellungen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Video- und Fotokunst, Grafik und Architektur runden das Angebot ab. Aktionsdauer: 1. bis 31. Dezember 2015
Profitieren: Sie erhalten bis zu 30% Ermässigung auf – die Zugfahrt nach Lugano und zurück – den Eintritt in beide Ausstellungsgebäude (LAC und Palazzo Reali) Preis: Beispiele pro Person in der 2. Klasse Kombi-Angebot
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126 | MM49, 30.11.2015 | LEBEN
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Meine Welt
«Das ist unsere Denise Biellmann»
Mein Lieblingsprodukt
Mit seinen schrägen Spässen strapaziert das Komikerduo Lapsus seit über 20 Jahren unsere Lachmuskeln. Für eine gute Nummer schrecken Peter Winkler (l.) und Christian Höhener vor keiner Verrenkung zurück – und auch nicht vor dem Zünseln. Text: Laila Schläfli Bilder: René Ruis
1
Peter: «Die KoalabärSchokoglace ass ich schon als Kind. Von dem Design hab ich sogar T-Shirt und Unterhosen.» Christian: «Ich bin absolut glacesüchtig, am liebsten mag ich die CowboyWasserglace – ich esse diese auch im Winter.»
LEBEN | MM49, 30.11.2015 | 127
1 Unsere Eiskönigin «Die Figur soll an
Denise Biellmanns Pirouette erinnern. Tägliches Stretching ist angesagt, sogar eine Operation haben wir uns schon überlegt: Die Schönheit ist da, einfach die Gelenkigkeit nicht.» 2 Unser Fluchtort «Wenn ein neues
Programm ansteht, sind wir am Brainstormen. Dabei tut es gut, Pausen einzulegen und der Limmat entlangzugehen.» 3 Unser Sport «Unser Atelier ist in
Christians Haus. Kommen wir gedanklich nicht weiter, machen wir kurz etwas anderes – etwa Hockeyspielen.»
2
Namen: Peter Winkler (46),
3
4 6
Christian Höhener (46) Beruf und Lebenslauf: Wir lernten uns 1991 in der Dimitri-Schule im Tessin kennen und fanden uns sofort, denn wir waren nicht gerade die lässigsten dort: verlorene Landeier unter Künstlern mit farbigen Kleidern. Unsere erste Nummer war eine Schwingerparodie. Später entstand «Hitzig und Bruno». Den Durchbruch schafften wir 2007, als wir erstmals mit dem Circus Knie tourten. Ende Jahr treten wir in der «Comedy Christmas»-Show auf. Und im kommenden Jahr touren wir mit unserer 20-Jahre-Jubiläumsshow mit «Das Zelt» durch die Deutschschweiz. Zudem moderieren wir ab 3. Dezember zum vierten Mal das Arosa Humorfestival. 4 Unsere Arbeitsweise «Wenn wir tex-
ten, schreiben wir direkt ins Textbook, das wir beide parallel bearbeiten: Peter tippt, Christian korrigiert die Schreibfehler. Manchmal schreibt auch einer und der andere löscht gleich wieder. Texten ist eine Auseinandersetzung.» 5 Unser Stolz «Es war uns eine Ehre, als wir 2012 den Zentraleuropäischen
Kleinkunstpreis aus Winterthur gewannen: eine Ficus-Pflanze. Leider schenkten wir ihr zu wenig Aufmerksamkeit, nachdem wir den ArosaHumor-Füller-Preis bekommen hatten.» 6 Unsere Leidenschaft «Für unsere
Shows am ‹Comedy Christmas› und Arosa Humorfestival sind wir am Experimentieren mit Feuer. Wir tüfteln gern und haben Lust, etwas Witziges zu zeigen, Leute zu überraschen. So wurde unser gemeinsames Hobby zum Beruf.»
Rezept und Foto: saison.ch
Aussen knusprig, innen saftig.
–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Honig-Schinkli im Teig Hauptgericht für 4—5 Personen
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Zutaten: 1 Quick-Schinkli à ca. 800 g, 350 g Halbweissmehl, 0,5 TL Salz, 15 g Hefe, 30 g Butter, 1,7 dl Milch, 1 Ei, 3 EL Honig, 0,5 TL Nelkenpulver, Mehl zum Auswallen, Milch zum Bestreichen Zubereitung: Schinkli im Beutel mit Wasser bedeckt ca. 30 Minuten am Siedepunkt (80-90 °C) garen. Für den Teig Mehl und Salz mischen. Hefe darüberbröseln. Butter schmelzen, Milch dazugiessen. Mit dem Ei zum Mehl geben. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten aufgehen lassen. Schinkli aus dem Beutel nehmen, trockentupfen und abkühlen lassen. Honig mit Nelkenpulver mischen. Schinkli damit bestreichen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem 5 mm dicken Rechteck auswallen. Wenig Teig wegschneiden und daraus beliebige Formen für die Garnitur ausstechen. Schinkli im restlichen Teig einpacken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit den ausgestochenen Formen garnieren. 15 Minuten ruhen lassen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Teig rundum mit Milch bestreichen. In der unteren Ofenhälfte ca. 40 Minuten backen. Vor dem Tranchieren 10 Minuten ruhen lassen. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + 55 Minuten aufgehen und ruhen lassen + ca. 40 Minuten backen