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Migros magazin 49 2014 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch

GLÜCKSKETTE PRÜFT HILFE I 11

Aceh – zehn Jahre nach dem Tsunami MIGROS-WEIHNACHTSLIED I 42

Musik geniessen und helfen! SCHULHUNDE I 108

Bild: Samuel Trümpy

Kinder lernen dank Hunden besser

Dipl. Schmutzli

Meist steht er im Schatten vom Samichlaus. Nun rückt der Schmutzli für ein Mal ins Rampenlicht. Um die braune Kutte tragen zu dürfen, musste Thomas Fetz einen Test bestehen. I 22

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Mandarinen Spanien, per kg


DIESE WOCHE 4 |

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INHALT

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EDITORIAL

30 | MENSCHEN Sie hatte Krebs, ihr Freund kam beim Basejumpen ums Leben: Im Dokumentarfilm «Freifall» erzählt Regisseurin Mirjam von Arx ihre berührende Liebesgeschichte.

Hans Schneeberger, Chefredaktor

Test auf Herz und Millionen Erst waren es nur Gerüchte. In Asien hätte ein schweres Erdbeben einen riesigen Tsunami ausgelöst, hiess es in den Newsdiensten. Mit welcher Wucht die Flutwelle am 26. Dezember 2004 Städte, Dörfer, ganze Landstriche überflutete und Hunderttausende in den Tod riss, wurde erst in den folgenden Tagen klar. Die Stadt Meulaboh in der indonesischen Provinz Aceh etwa hatte 120 000 Einwohner. Innert Minuten starben 40 000 oder wurden nie mehr gefunden. Das unermessliche Leid, die aufwühlenden Bilder aus Aceh, Thailand oder Indien lösten eine gewaltige Hilfswelle aus. 227 Millionen Franken an Spenden verzeichnete die Glückskette, eine Summe, die vorher und nachher nie zusammengekommen war. Auch die Migros-Gemeinschaft spendete über 1,5 Millionen.

57 | SCHAUFENSTER Am 6. Dezember ist es so weit: Der Samichlaus öffnet seinen Jutesack und belohnt brave Kinder mit vielen Leckereien.

AZA 3321 Schönbühl-Sh Ausgabe Aare,

bez. A 44631. DP AG Ent. oppyland. Psdg

Spenden ist das eine – kontinuierliche Hilfe das andere. Oft ergiessen sich Millionen über notleidende Regionen, versickern irgendwo, und ein paar Jahre später muss man feststellen, dass nichts passiert ist. Ein dramatisches Beispiel dafür ist die italienische Stadt L’Aquila, die auch fünf Jahre nach dem schweren Erdbeben fast einer Geisterstadt gleicht. In Südostasien wollte man derartige Helfen Sie mit! Fehler vermeiden. In gezielten PC 10-15 000-6 Programmen wurden Häuser und Spitäler gebaut und die Infrastruktur verbessert. Und die Glückskette lässt ihre Aktivitäten von internationalen Experten analysieren. Ein sechsköpfiges Team aus Belgien hat die Hilfsprojekte, die mit dem Glückskette-Geld finanziert wurDas MM themaden, einer mehrmonatigen Untertisierte das Unglück suchung unterzogen. Der SchlussAnfang 2005. bericht steht noch aus, der Respekt der Tester für das Vorgehen ist aber gross: «Es ist ausserordentlich selten, dass ein Hilfswerk zehn Jahre später analysieren lässt, was seine Hilfe wirklich gebracht hat.» Eine souveräne Geste der Glückskette (ab Seite 11).

NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

AKTUELL

MIGROS-WOCHE

e

wohl grösst och läuft die Morgen Mittw . n aller Zeiten Glückskette-Aktio

6 | Aktuelles

BAUER vormals WIR BRÜCKEN n.ch www.migrosmagazi 2005

MENSCHEN

BILD EPA/WEDA/KEYSTO

NE

Nr. 1, 4. JANUAR

Adressänderungen

am Postschalter

melden oder dem

enst: Telefon 031

regionalen Mitgliederdi

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

858 84 01

11 | Reportage Wie sieht es im Tsunami-Gebiet zehn Jahre nach der Katastrophe aus? Das Migros-Magazin war vor Ort. 22 | Porträt Ohne ihn kann Samichlaus nicht: der Schmutzli, treuer Gehilfe. 29 | Auf ein Wort 30 | Porträt Regisseurin Mirjam von Arx und ihre berührende Liebesgeschichte «Freifall». 37 | Kolumne: Der Hausmann. 38 | Interview Strafverteidiger Valentin Landmann zum Fall Geri Müller, dem umstrittenen Stadtammann von Baden AG.

42 | Spendenaktion der Migros 47 | Migros setzt auf Schweizer Fleisch 48 | Der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf feiert sein 40. Jubiläum

ADVENTSKALENDER

64 | Jetzt werden die ersten Türchen geöffnet!

SCHAUFENSTER 57 | 61 | 62 | 75 | 77 | 78 | 81 | 82 |

Süsses und Feines vom Samichlaus Hier entstehen die Grittibänzen Gluschtige Penne aus Bio-Quinoa Währschaftes von Bischofszell Snacks zum Fondue Chinoise Kaffeekultur, Teil 2 ‒ Barista Feine Pouletinspirationen Nachhaltiges Kalbfleisch von TerraSuisse

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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

INHALT | 5

.ch

■ Das Verteilzentrum im Video Der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf ist das grösste Logistikzentrum der Schweiz. Von der Nachbestellung aus der Filiale bis zum gelieferten Nachschub: Sehen Sie im Video, was in Neuendorf hinter den Kulissen geschieht.

108 | LEBEN Dank Pudel Balou lernen Kinder an einer luzernischen Schule konzentrierter und besser.

Allerlei Süsses und Knuspriges Noch mehr Mega-Jackpot-Gewinner Kultige Geschenke vom M-Fanshop Dufte Düfte für Exelia-Weichspüler Neues aus der Kosmetik

SAISONKÜCHE

MEINE WELT

IHRE REGION

RUBRIKEN

96 | Landfrau Ruth Breitenmoser Bei «SRF bi de Lüt» hat sie mit einem Rehrücken gewonnen, fürs MigrosMagazin macht Ruth Breitenmoser eine Heusuppe mit Pastete.

103 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

108 | Familie Schüler, die in Anwesenheit eines Hundes lernen, sind aufmerksamer.

134 | Duo Wolfman Das Zürcher Elektropop-Gespann Katerina Stoykova und Angelo Repetto über ihr neues Studio und das Sofa, auf dem der erste Song entstand.

9| 35 | 121 | 123 | 125 | 132 |

Leserbriefe Online-Mix Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel und Spiele/Impressum Cumulus

■ Eine haarige Sache Rita Dreher aus Zürich knüpft seit 42 Jahren Echthaarbärte für Samichläuse. Erfahren Sie, welches Tier dafür Haare lässt.

■ Zehn Jahre danach Migrosmagazin.ch reiste mit der Glückskette nach Thailand. Ein Film zeigt, wie das Land heute aussieht und was mit den Spendengeldern passiert ist.

117 | Digital Jetzt kommen die Smartwatches! 118 | Auto Der VW Passat geht in die achte Generation ‒ der Variant im Test.

Bilder: Jorma Müller, Elisabeth Real, zVg

87 | 88 | 91 | 93 | 95 |

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M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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MIGROS-WOCHE 6 |

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AKTUELLES

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Familienspass auf Ski

Am 14. Dezember starten die «Famigros Ski Days»: ein Tag auf der Piste für wenig Geld und die ganze Familie. Famigros-Mitglieder profitieren zusätzlich von einem Rabatt.

N

ach dem Jugendskilager Juskila und dem Grand Prix Migros enga­ giert sich die Detailhändlerin mit dem «Famigros Ski Day» für ein wei­ teres Projekt von Swiss­Ski zur Förde­ rung des Breitensports. Seine Premiere feiert der vom Migros­Familienclub Famigros unterstützte Schneesporttag am 14. Dezember auf dem Flumserberg SG. Gemeinsam absolviert jede Familie ein Plauschrennen und verbringt einen abwechslungsreichen Tag im Schnee. Die Kinder können dabei etwas Rennluft schnuppern, und ihre Eltern müssen dafür nicht einmal tief ins Portemonnaie greifen. Für 110 Franken kann eine Fami­ lie mit maximal drei Kindern einen Tag lang Ski fahren. Famigros­Mitglieder bezahlen für die Tageskarte sogar nur 85 Franken pro Familie. Im Preis inbegriffen sind neben der Tageskarte auch das Mittagessen für die ganze Familie, die Teilnahme am Plauschrennen, eine Erinnerungs­ medaille für alle Kinder und ein Über­ raschungsgeschenk. Zwischen Dezem­ ber 2014 und März 2015 findet der Ski­ tag in 15 verschiedenen Skiregionen der Schweiz statt, so unter anderem in Aro­ sa, Sörenberg, Bosco Gurin oder Mor­ gins. Eine schnelle Anmeldung lohnt sich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Der preiswerte Pistenplausch für Gross und Klein steht beim «Famigros Ski Day» im Mittelpunkt.

Anmeldung und Infos: www.famigros-ski-day.ch

App spricht Spanisch

Mit der neuen Sprachen-App lernt man auch unterwegs.

Mit der neuen Sprachen-App «PodClub» der Klubschule Migros kann man ab sofort auch abseits der Unterrichtsräume lernen. Alle 14 Tage gibt es echte Alltagsgeschichten in fünf verschiedenen Sprachen aus fünf verschiedenen Ecken der Welt. So meldet sich Gerry mit seinen Berichten regelmässig aus Wales, Marie aus dem Elsass und Owen in Englisch aus dem chinesischen Kunming. Neben Französisch und Englisch bietet die App auch Hörsendungen in Deutsch, Italienisch,

Spanisch, und sogar Beiträge auf Schweizerdeutsch stehen im Angebot. Der grosse Vorteil dabei: Die Sendungen können heruntergeladen werden und stehen anschliessend als Podcast auch offline zur Verfügung ‒ für unterwegs im Zug, Bus oder für zu Hause auf dem Sofa. Zur Unterstützung des Benutzers werden die gesprochenen Textpassagen auf dem Handybildschirm markiert. «PodClub» gibt es für Android- und iPhone ab sofort als kostenlosen Download.


MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

MIGROS-WOCHE

ZAHL DER WOCHE

1 Milliarde

FRISCH IN DER MIGROS

So viele Delizio-Kaffeeportionen haben Herr und Frau Schweizer in den letzten zehn Jahren konsumiert. Ein schönes Geburtstagsgeschenk pünktlich zum 10-JahreJubiläum der Delizio-Kapseln im Dezember 2014. Mittlerweile gibt es von Delizio nicht nur Kaffee, sondern auch Tee in vielen Variationen und Geschmacksrichtungen.

Kleine Kraftpakete

Zugegeben, ihre Hoch-Zeit haben Eier zu Ostern. Doch auch an Weihnachten kommt man ohne die kleinen Kraftpakete nicht aus. Ob Mürbeteig oder feine Makronen – ohne Eier sind viele Traditionsgebäcke undenkbar, denn Eigelb bindet Teige, und Eiweiss sorgt für luftige Leichtigkeit. Ihren grossen Auftritt bekommen Eier in Mayonnaisen und Dips, etwa einer Tartarsauce zum Fondue chinoise. Rezepte unter www.saison.ch

REGION AARE

Bilder: Getty Images (3), StockFood

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Sanfte Schneerose

Jetzt abstimmen!

Während der Winter die meisten Blumen ihrer Blüten beraubt, verzaubert die Christrose ihre Umgebung mit blühendem Charme in Weiss. Gerade jetzt, an grauen Tagen, verschönert sie Terrasse und Balkon mit ihrer sanften Erscheinung. Sobald der Boden im Frühling wieder weich ist, können die Christrosen im Garten gepflanzt werden. Sie bevorzugen nährstoffreiche Erde und einen geschützten, halbschattigen Standort – am liebsten unter einem Gehölz. Weisse Christrosen sind jetzt veredelt im Übertopf oder als Gartenpflanze in den Blumen­ abteilungen der Migros Aare erhältlich.

Rund 1000 Bilder haben die Besucher von Migrosmagazin.ch im Weihnachtsbild-Wettbewerb hochgeladen. Jetzt folgt die Abstimmung: Bis 10. Dezember kann man seine Stimme für die originellsten Weihnachtssujets und Bilder abgeben. Zu gewinnen gibts eine Woche in einem Chalet nach Wahl im Wert von 5000 Franken, neun Skitageskarten oder zehn Migros-Geschenkkarten. Unter allen Abstimmenden werden zusätzlich Geschenkkarten der Migros verlost.

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Zutaten: 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Peperoncino, 2 EL Olivenöl, 800 g Rindshackfleisch, 1 EL Korianderpulver, 1 EL milder Curry, Salz, Pfeffer, 2 Eier, 2 achteckig ausgewallte Kuchenteige à 270 g Zubereitung: Zwiebel hacken. Knoblauch in Scheiben schneiden. Peperoncino halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Alles im Öl ca. 2 Minuten dünsten. Fleisch dazugeben und 5 Minuten mitdünsten. Koriander und Curry dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch abkühlen lassen. Die Hälfte der Eier beifügen und gut mischen. Backofen auf 180 °C vorheizen. Einen Teig samt Papier ins Blech legen. Rand hochziehen. Mit einer Gabel einstechen. Fleischmasse hineingeben. Zweiten Teig entrollen, Backpapier entfernen und auf den Fleischkuchen legen. Ränder gut andrücken. Restliches Ei verquirlen und den Kuchen damit bestreichen. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 40 Minuten backen


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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

LESERBRIEFE | 9

MM 48: «Der Beter im Bundeshaus», Artikel über Beat Christen, den Lobbyisten Gottes.

«Beat Christen bringt Himmelswind ins Bundeshaus»

 Der Beter im Bundeshaus – wie er­ frischend! Ein Beter, der auch etwas Himmelswind ins Bundeshaus bringt. Das braucht Mut und Selbstlosigkeit, hat jedoch positive Auswirkungen. Ruth Fuss 4416 Bubendorf

sogar ein einziger Milliardär hätte es bezahlen können. Die Welt sagte Nein. Der Wald – mehr als der Atem der Erde. Wolfgang Reuss, 7000 Chur

 In einer Welt, wo vielerorts zu Hass aufgerufen wird und die Menschen­ verachtung zunimmt, ist dieser Bericht eine Wohltat. Dass sich Beat Christen im Bundeshaus aufhält, um für Menschen und ihre Anliegen zu beten, ohne sich zu profilieren und in der Politik mit­ zureden, finde ich grossartig. Ruth Buser 4132 Muttenz

MM 48: «1 Bub, 13 Milliarden Bäume», Artikel über einen engagierten Jungen, der Bäume pflanzen will.

«Der Wald ist mehr als der Atem der Erde»

Beat Christen im Bundeshaus.

 Bäumige Idee! Noch vor wenigen Jahr­ hunderten war die Welt fast ein einziger Wald, deshalb die Märchen vom «tiefen, tiefen Wald». Aber: Warum Milliarden Bäume pflanzen (Wo denn? Kein Platz!) und gleichzeitig Riesenwälder (in Kon­ text­Ökosystemen samt Tieren) vernich­ ten? Präsident Correa (Ecuador) wollte 2007 der Welt quasi den Regenwald ver­ kaufen – zum Schutz statt zur Erdölför­ derung (Zerstörung), das Land benötigte das Geld. Toller Vorschlag. Und billig,

MM 48: «In den Fussstapfen der Eltern», Artikel über Menschen, die den Beruf ihrer Eltern ergreifen.

«BeiunstrifftdasPhänomen deutlich auf»  Ich habe sogar die Berufe von Mutter und Vater gelernt. Nach der Schule Verkäuferin wie Mutter, Tante und Schwester. Später noch Zugbegleiterin wie mein Vater und meine zweite Schwester. Bei uns trifft das Phänomen also sehr deutlich auf. Elisabeth Eymann, 3762 Erlenbach

MM 47: «Genuss und Ekstase gehören zum Menschen», Interview mit Trendforscherin Judith Mair.

«Wir freuen uns über das Wechselspiel der Natur»

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im MigrosMagazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an: Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich. Via Mail an: leserbriefe@ migrosmagazin.ch. Und bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.

 Mein Mann und ich sind vor allem sehr zufrieden, ausgeglichen und freuen uns über einen prachtvollen Sonnenunter­ gang, über liebe Nachbarn, über ein gutes Buch oder geniessen das Wechselspiel der Natur. Wir sind inzwischen im Ruhe­ stand und leben von unserer Rente. Und wir lieben gutes Essen, guten Wein – und dann eine Zigarette. Brigitte Leemann 3903 Mund

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

Banda Aceh, 26.12.2004

MENSCHEN

Leben nach der Flut

Bild: Keystone

Vor zehn Jahren verwüstete ein Tsunami ganze Landstriche in Südostasien und löste die grösste Spendenaktion der Schweizer Geschichte aus: 227 Millionen Franken erreichten die Glückskette. Wie wurde das Geld eingesetzt? Ein Besuch in Indonesien.

Banda Aceh, 19.12.2009


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REPORTAGE

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Auch dank der vielen Spenden­ gelder hat sich das Leben in der Provinz Aceh im Norden Sumatras wieder norma­ lisiert. Nur an wenigen Orten sind noch Spuren der Zerstörung zu sehen (Bild rechts).

NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Infografik: Migrosmagazin/gm; Vectorstock

MENSCHEN 12 |


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

A

Banda Aceh

Meulaboh

Medan 20 km

Indonesien

ls am Morgen des 26. Dezembers 2004 die Erde bebte, war das ein Schock für die Menschen der indonesischen Kleinstadt Meulaboh an der Westküste Sumatras. Doch die Schä­ den hielten sich in Grenzen, und alle dachten erleichtert, sie seien noch ein­ mal davongekommen. 15 Minuten nach dem Beben kam die erste Wasserwand. Sie war über zehn Meter hoch, riss alles mit, brachte Tod und Zerstörung. Umi Sakdiah befand sich zu der Zeit in ihrem Haus nahe am Meer. Ihre Mutter war an jenem Morgen aus einem Nach­ barort angereist, um sich um eine kranke Enkelin zu kümmern. Sie war gerade eingetroffen, als das Wasser kam. Die Flut riss die Familie auseinander, Umi wurde landeinwärts gespült, verlor ihre Familie sofort aus den Augen. Sie kämpfte um ihr Leben, klammerte sich an einer Stromleitung fest und rettete sich schliesslich auf ein Hausdach. Dort sass sie fest und musste die Verheerun­ gen mitansehen, die das Wasser anrich­ tete, das sich in immer neuen Wellen dreckig und voller Material und Leichen landeinwärts wälzte. Als es sich endlich zurückzog, blieb eine Landschaft zu­ rück, die aussah wie nach einem Krieg. Und Umi begann zu suchen: nach ihren beiden Töchtern, ihrer Mutter, ihrer Schwester – erfolglos. Vor dem Tsunami hatte Meulaboh 120 000 Einwohner, 40 000 starben beziehungweise wurden nie gefunden, 70 000 verloren alles. Das Epizentrum des Bebens lag nur gerade 150 Kilometer

entfernt, direkt vor der Küste Meula­ bohs. Nirgendwo war das Wasser schneller, nirgendwo wütete es heftiger. Von den rund 230 000 Menschenleben, die der Tsunami in Südostasien forderte, starben 170000 in der indonesischen Provinz Aceh an der Nordspitze Su­ matras. Stark getroffen wurde auch die Provinzhauptstadt Banda Aceh, die zu rund einem Drittel verwüstet wurde.

Vier von fünf Kindern und die Frau an den Tsunami verloren Umi flüchtete sich in das Haus einer Schwester in einem Nachbarort, der ver­ schont geblieben war. Die geschiedene Frau suchte und suchte, bis sie sich irgendwann eingestehen musste, dass ihre Töchter und die Mutter wohl tot waren. Das alles erzählt die heute 38­Jährige ruhig und scheinbar unbewegt. Neben ihr in ihrem Beautysalon im neuen Stadt­ teil Blang Beurandang sitzt ihr zweiter Ehemann, der Lehrer Abdul Wahad (55). Er hat vier seiner fünf Kinder und seine Frau an die Welle verloren. «Wochenlang bin ich wie ein Wahnsinniger durch die Gegend gereist und habe sie gesucht.» Irgendwann aber hat auch er aufgegeben. Etwa zwei Jahre nach dem Tsunami hatten sie sich kennengelernt, zufällig, weil sie regelmässig das gleiche Café besuchten. Die Traumaberatung eines Hilfswerks half ihnen, den grossen Schmerz allmählich zu bewältigen. Und dank Schweizer Spendengelder und des Einsatzes der Caritas vor Ort bewohnen

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REPORTAGE | 13

Viele Familien leben von der Fischerei: Der Fischmarkt von Meulaboh an der Westküste Sumatras.


MENSCHEN 14 |

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So half die Migros Die Migros hat nach dem Tsunami schnell und unbürokratisch ihre Hilfe angeboten. Insgesamt hat die Detailhändlerin 1,5 Millionen Franken gespendet: Einerseits stellte sie sechs Hilfswerken total 500 000 Franken für gezielte Hilfe in den vom Tsunami betroffenen Gebieten zur Verfügung. In Calang in Aceh Jaya beispielsweise wurde ein Projekt von HEKS unterstützt, das 300 Tsunami-Witwen half, aus eigener Kraft den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern. Auch in Sri Lanka engagierte sich die Migros: Ihre Partnerin Helvetas baut dort 230 Wohnhäuser für obdachlose Familien, zudem Schulhäuser und Geschäftslokale für Kleinunternehmer. Andererseits hat die Migros die Arbeit der Glückskette mit einer Million Franken unterstützt.

.ch

Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie im Video, wie es in Indonesien zehn Jahre nach dem Tsunami aussieht. Dazu Amateurfilme des Unglücks aus dem Jahr 2004.

REPORTAGE

sie heute nicht nur ein hübsches kleines Häuschen weit entfernt vom Meer, Umi Sakdiah hat sogar eine Ausbildung als Coiffeuse und Kosmetikerin machen können – ein lang gehegter Traum. Seit vier Jahren hat sie ihren eigenen kleinen Salon, direkt ins Wohnhaus integriert. «Es geht uns heute sehr viel besser als vor dem Tsunami», sagt Umi. Natürlich sind sie und ihr Mann noch immer traurig, wenn sie an ihre verstorbenen Angehörigen denken, aber das Leben geht weiter. Und die beiden haben auch einen gemeinsamen achtjährigen Sohn, der die grosse Katastrophe nur aus Erzählungen kennt. Alle Erwachsenen jedoch, denen man in Aceh begegnet, sind Tsunami-Überlebende. Alle haben Furchtbares durchgemacht, Angehörige verloren, dramatische Geschichten zu erzählen. Aber bei allen ist das Leben weitergegangen, nicht zuletzt dank einer gewaltigen Welle von Hilfsbereitschaft, die nach dem Tsunami über die Provinz Aceh hereinbrach. Allein aus der Schweiz flossen rund 100 Millionen Franken dorthin – insgesamt sollen es rund 7 Milliarden Dollar gewesen sein. «Die Bevölkerung in der Schweiz sah die dramatischen Fernsehbilder aus Südostasien und spendete mit einer noch nie da gewesenen Grosszügigkeit», sagt Manolo Caviezel (39), Projektleiter für das Tsunami-Hilfsprogramm bei der Glückskette. Die Stiftung erhielt in den Wochen danach 227 Millionen Franken, die grösste Spendensumme der Schweizer Geschichte.

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Spenden geflossen waren. Caviezel reiste Ende August mit Schweizer Journalisten nach Aceh, um diesen Gelegenheit zu geben, sich vor Ort umzusehen und die Evaluatoren gegen Schluss ihres Indonesienbesuchs zu treffen. Ferf hat eine gute Woche in Meulaboh verbracht und ist des Lobes voll für die Glückskette. «Es ist ausserordentlich selten, dass ein Hilfswerk zehn Jahre später ergebnisoffen analysieren lässt, was

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seine Hilfe tatsächlich bewirkt hat und einem dabei so viel Zeit und Ressourcen zur Verfügung stellt.» Tatsächlich lässt sich die Glückskette diese Analyse 318 000 Franken kosten und ist bereit, sich auch einem kritischen Ergebnis zu stellen. Zum Zeitpunkt des Treffens in Meulaboh will sich Ferf jedoch noch auf keine Beurteilung einlassen, dafür sei es noch zu früh. Immerhin lässt er sich entlocken, er sei «positiv überrascht» von

«Was ich in Aceh gesehen habe, hat mich positiv überrascht.» Adriaan Ferf, Leiter des Evaluationsteams der belgischen Channel Research

Die Glückskette liess evaluieren, was die Spenden bewirkt haben «Die Herausforderung war nun, dieses Geld möglichst sinnvoll einzusetzen», sagt Caviezel, «was umso schwieriger war, als Hunderte von Hilfswerken mit Taschen voller Geld nach Aceh geströmt waren und teilweise regelrecht um Projekte rivalisierten.» Die Glückskette ist nicht selbst vor Ort aktiv, sondern leitet das Geld weiter an Hilfswerke wie die Caritas, Swisscontact oder das Schweizerische Rote Kreuz, die konkrete Projekte durchführen. «Zehn Jahre danach wollten wir nun wissen, was diese Projekte bewirkt haben, was funktioniert hat, und was wir bei anderen Projekten besser machen können.» Den Zuschlag für die Evaluation bekam die belgische Channel Research. Deren Team unter der Leitung des erfahrenen Holländers Adriaan Ferf (66) reiste im Sommer zwei Monate durch Indien, Indonesien und Sri Lanka, jene Länder, in die am meisten Schweizer

Im Auftrag der Glückskette vor Ort unterwegs: Evaluationsleiter Adriaan Ferf.


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MENSCHEN

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dem, was er in Aceh gesehen habe. Genaueres werde es erst im Dezember geben (siehe Box rechts). Ferf und sein fünfköpfiges Team wer­ den am Ende 370 Gespräche mit 500 bis 700 Personen in drei Ländern geführt haben. «Manchmal verbringen wir einen ganzen Tag mit einer Familie.» Entscheidend sei es, sich Zeit zu lassen, Vertrauen aufzubauen. Und natürlich trifft er auch Offizielle und Regierungs­

leute, um auszuloten, wie weit die diver­ sen Infrastrukturprojekte weitergehol­ fen haben. Mit den Spenden wurden auch Schulen wieder aufgebaut, Wasser­ werke modernisiert und Spitäler saniert. Klar sei, dass Hilfe immer auch unvor­ hergesehene Nebeneffekte habe, sagt Ferf. «So kommt es etwa vor, dass ein Fischer sein schönes, neues Boot lieber verkauft und mit dem Geld etwas ande­ res, dringend Benötigtes anschafft.»

«Als Hilfsorganisation braucht man einen langen Atem und viel Geduld.» Manfred Borer, Leiter von Swisscontact in Indonesien

Wirkungsanalyse Unabhängige Exper­ ten der belgischen Beratungsfirma Channel Research führten im Auftrag der Glückskette von April bis Dezember eine Wirkungsanalyse durch. Sie waren dafür in Indien, Indonesien und Sri Lanka unterwegs, wo über 90 Prozent der Spendengelder eingesetzt wurden. Die Untersuchung zeigte unter ande­ rem: Für die vom Tsunami betroffenen Menschen trug der Wiederaufbau ihrer Häuser massgeblich zur Entspannung der Situation bei. Sie konnten sich vor allem darauf kon­ zentrieren, das Ein­ kommen für den Lebensunterhalt selbständig zu erwirtschaften. Wie erfolgreich sie damit waren, hängt jedoch sehr stark von den bisherigen Kompe­ tenzen und Erfahrun­ gen der Menschen ab. Die Experten informieren am 11. Dezember über die Ergebnisse. Am gleichen Tag strahlt SRF 1 in der Sendung «Einstein» um 21 Uhr eine Reportage aus, in der auch der Leiter der Wirkungsanalyse, Adriaan Ferf, zu Wort kommt.

Unterstützt Kleinunternehmer in Aceh: Manfred Borer von Swisscontact.

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Besucht man heute Orte wie Meulaboh oder Banda Aceh, kann man nur stau­ nen. Beides sind blühende Städte mit funktionierender Infrastruktur, voller geschäftiger Menschen und neugieriger Kinder, die jede Gelegenheit nutzen, ihre paar Brocken Englisch zu üben. Auch in der Inshafuddin Boarding School in Banda Aceh, die mit Hilfe des Schweize­ rischen Roten Kreuzes (SRK) neu aufgebaut wurde, wird das Schweizer Journalistengrüppchen rasch an­ gesprochen. Fünf Teenagermädchen mit Kopftüchern wollen wissen, wie alle heissen, woher man kommt und was man von Indonesien hält. Sie selbst gehören zu den glücklichen, knapp 600 Schülerinnen und Schülern, die das Internat aufgenommen hat, das eigentlich nur für 500 konzipiert wäre. Aber das Institut ist begehrt: Wer die sechs Jahre Mittelschule erfolgreich abschliesst, hat nachher gute Chancen auf ein Studium oder einen guten Job. Die 17­jährige Fahad Buyung zum Bei­ spiel würde gern Englisch studieren, am liebsten in Australien, dafür aber muss sie in einem Jahr einen guten Abschluss schaffen. Wie jede Schule in der islami­ schen und zutiefst frommen Provinz legt auch das Inshafuddin­Internat grossen Wert auf religiöse Bildung. Dennoch be­ tont Schulleiter Abdullah Usman (63), dass die Mädchen genau die gleiche Schul­ und Ausbildung erhalten wie die Jungen, «und oft sind sie auch klar bes­ ser, gerade im Englisch», erklärt er mit Hilfe eines Übersetzers.

Nach dem Tsunami haben viele Hilfswerke einfach mal losgelegt Ebenfalls vor Ort ist der ehemalige Aus­ landsleiter des SRK, Martin Fuhrer (60), der die Projekte in Banda Aceh eng begleitete. Er freut sich zu sehen, wie gut sich die Schule entwickelt hat. «Die Hilfsaktion nach dem Tsunami war die grösste in unserer Geschichte.» Allein in Aceh hat das SRK rund 20 Millionen Franken für Hilfsprojekte ausgegeben. Das Geld istvor allem in Schulen, Kran­ kenhäuser und Wasserwerke geflossen. «Die Lage unmittelbar nach dem Tsunami war extrem schwierig und chaotisch», erinnert sich Fuhrer. «Teil­ weise haben Hilfswerke einfach mal wild irgendwo losgelegt.» Manchmal kam es zu echten Konflikten, welche Organi­ sation nun dieses Spital oder jene Schule wieder aufbauen durfte. «Unseren Platz in diesem Durcheinander zu finden war wirklich schwierig, aber wir fanden ihn», sagt Fuhrer. «Und die Not war echt und gross. Es war richtig, das


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durchzustehen und sich hier zu enga­ gieren. Aus heutiger Sicht haben wir sinnvolle Projekte unterstützt, mit denen wir den Menschen hier geholfen haben.» Manfred Borer (40), Leiter von Swiss­ contact in Indonesien, sieht das auch so. Swisscontact ist eine unabhängige Stiftung, die auf wirtschaftliche, so­ ziale und ökologische Entwicklung fokussiert und in der Provinz Aceh vor allem Kleinunternehmen unterstützt. In Indonesien ist die Organisation bereits seit 1973 aktiv, in Aceh erst seit dem Tsunami. Bisher hat sie dort etwa 25 Millionen Franken in die Privatwirt­ schaftsförderung investiert.

Es fehlen nach wie vor Mittel und qualifizierte Leute Die Herausforderungen für die beiden Helfer waren zahlreich. «Ein grosses Problem war, genügend qualifizierte Leute zu finden und sie zu halten, einige der Organisationen zahlten höhere Löh­ ne als wir», sagt etwa Martin Fuhrer. Problematisch war auch die kompli­ zierte Bürokratie Indonesiens, die noto­ rische Korruption und die regelmässigen Änderungswünsche seitens der Regie­ rung. «Man braucht einen langen Atem und viel Geduld», so Manfred Borer. Heute orten die beiden andere Schwie­ rigkeiten: «Die Infrastruktur steht nun zwar, aber sie wird oft nicht gut genug gemanagt und unterhalten, teils fehlen die Mittel, teils aber auch schlicht Wille und Kompetenz», sagt Fuhrer. Und es gab auch Fehlinvestitionen. So wurden mancherorts von Hilfsorganisa­ tionen Häuser hingestellt, die heute leer stehen. «Doch so was kann überall pas­ sieren, der neue Flughafen in Berlin funktioniert schliesslich auch noch nicht», sagt Borer. Mehr Sorgen macht ihm die zunehmende rigide Religiosität. «In Aceh gilt die Scharia. Das macht es fast unmöglich, eine Tourismusindustrie aufzubauen, obwohl es hier zahlreiche Traumstrände gibt und man diese Ein­ nahmen gut brauchen könnte.» Alles in allem jedoch empfinden beide die Entwicklung der Region positiv. «Es gab einen Riesensprung vorwärts», sagt Borer. Dazu beigetragen hat auch, dass der vor dem Tsunami schwelende Kon­ flikt zwischen einer Unabhängigkeits­ bewegung in Aceh und der indone­ sischen Regierung beigelegt worden ist. Die Katastrophe schockte die Streitpar­ teien so sehr, dass ein Kompromiss mög­ lich wurde. Seither hat Aceh mehr Auto­ nomie, und es herrscht Frieden. Auch Annina Feller (36) ist positiv überrascht. Sie lebte als Delegierte für

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Im neuen Stadtteil Blang Beurandang von Meulaboh hat die Caritas über 1000 Häuser gebaut. Davon konnten auch Umi Sakdiah und ihr Mann Abdul Wahad profitieren (Bild unten rechts).

die Caritas Schweiz von 2008 bis 2010 in Meulaboh und koordinierte den Aufbau von neuen Häusern für die Bevölkerung. 201 wurden am ursprünglichen Ort, nahe am Meer, neu gebaut, 1049 weitere im Landesinnern. «Für uns war damals die grosse Frage, ob die Umsiedlung der Leute von der Küste in den neuen Stadtteil funktionieren würde», sagt Feller. «Es ist schön zu sehen, dass das geklappt hat und sich die Menschen hier ein neues Leben aufgebaut haben.» Die Herausforderungen waren auch für Feller damals zahlreich. Zu den grössten gehörte die Auswahl der Begünstigten für die Häuser. Viele andere Hilfswerke bauten am gleichen Ort, und einige Familien bewarben sich bei verschiedenen Organisationen für Häuser. «Es galt zu vermeiden, dass eine Familie plötzlich mehrere Häuser besitzt und andere leer ausgehen.» Spricht man

«Es geht uns viel besser als vor dem Tsunami.» Umi Sakdiah, Coiffeuse in Meulaboh

heute mit den Bewohnern des neuen Stadtteils Blang Beurandang, hört man viel Lob für die Caritas-Häuser. Diese seien qualitativ besser als jene anderer Hilfswerke. Überhaupt ist die Dankbarkeit gross. «Bitte richten Sie dem Schweizer Volk unseren Dank aus», hören die Journalisten gleich mehrmals. Auch Umi Sakdiah und ihr Mann sind froh um die Hilfe, die ihnen neuen Lebensmut und eine Zukunft gegeben hat. Umis Traum ist, später einen grösseren Beautysalon zu eröffnen, der etwas zentraler in der Stadt liegt und mehr Kunden anzieht. Und Abdul Wahad hat sich vom Erfolg seiner Frau inspirieren lassen: Er will seinen Lehrerjob in ein paar Jahren an den Nagel hängen und einen Herrensalon eröffnen. Texte: Ralf Kaminski Bilder: Samuel Trümpy

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Den Tsunami überlebt

Familie Hänzi war an Weihnachten 2004 im thailändischen Khao Lak, als der Tsunami kam. Vater und Sohn erzählen, wie sie die Katastrophe verarbeitet haben.

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ie viele andere Badegäste stand auch die Familie Hänzi stau­ nend am Strand von Khao Lak, als sich am Morgen des 26. Dezember 2004 das Meer plötzlich zurückzog. Markus (48) und Manuela Hänzi (45) waren mit ihren drei Kindern Stève, Jan und Nadine bereits zwei Wochen dort, hatten den Strand und die Wärme genossen, Weihnachten in den Tropen gefeiert. Für die Familie aus Busswil BE waren es die grossen Ferien des Jahres, sie hatten darauf gespart und sich gefreut. Und das, obwohl Vater Markus sich vorher noch den Fuss gebrochen hatte und mit Gips unterwegs war. «Das Verrückte war: Ich realisierte, dass ich so was schon mal gesehen hatte, in einem Dokumentarfilm über Tsu­ namis», sagt Markus Hänzi. «Aber ich schaltete nicht.» Doch ganz traute er der Sache nicht. Während viele hinausliefen auf den vom Wasser freigelegten Strand, pfiff er seinen Sohn Jan (damals 8 Jahre alt) zurück, als er das auch tun wollte.

Die Tochter war erst drei und konnte noch nicht schwimmen «Und dann sahen wir hinten am Hori­ zont erste Schaumkronen», erzählt Stève Hänzi (heute 21). «Das sah am Anfang noch recht harmlos aus, aber als wir das erste Fischerboot kippen sahen, rannten wir.» Die Familie flüchtete sich auf die Aussentreppe des oberen Stocks ihres zweigeschossigen Bungalows und glaubte, dort vor dem Wasser sicher zu sein. Zunächst sah es auch so aus. «Die erste Welle spülte unsere Sachen aus dem unteren Stock des Bungalows, von der zweiten wurden unsere Füsse nass», sagt Markus Hänzi. «Die Hotelanlage war geflutet, aber das Schlimmste schien überstanden.» Dann drehten sie sich wieder Rich­ tung Meer. «Und da kam eine gewaltige, hohe Wasserwand auf uns zu.» Sekun­ den später war die ganze Familie weg­ gespült, und jeder kämpfte verzweifelt ums Überleben. «Nadine war ja erst drei und konnte nicht schwimmen.» Als Markus Hänzi sich in der dreckigen Brühe voller Material wieder an die Oberfläche gekämpft hatte, sah er keine

Markus Hänzi (rechts) und sein ältester Sohn Stève.

Spur mehr von seiner Tochter, seine Söhne entdeckte er in einiger Ent­ fernung im Wasser, bis auch sie ver­ schwanden. Einzig zu seiner Frau behielt er stets Blickkontakt. Beide konnten sich auf nahegelegene Hausdächer retten und dort ausharren, bis sich das Wasser zurückzog. «Ich habe keine Ahnung mehr, wie lange wir dort sassen, viel­ leicht 15 Minuten, vielleicht 30.»

«Und da kam eine gewaltige Wasserwand auf uns zu.» Markus Hänzi

Stève hingegen glaubt, es seien eher ein bis zwei Stunden gewesen, «aber in so einer Situation verliert man jegliches Zeitgefühl». Ihm war es gelungen, sich auf einen Baum zu retten. «Aber der war klein und dünn und schwankte furcht­ bar.» In der Nähe befand sich ein we­ sentlich höherer, stabilerer Baum, auf den sich schon ein paar andere Men­ schen geflüchtet hatten. Das Wasser strömte noch immer unter ihm, aber es hatten sich einige Bretter ineinander

verkeilt, die so eine Art Brücke zum an­ deren Baum bildeten. Kurz entschlossen sprang Stève runter auf die Bretter und balancierte hinüber auf die andere Seite. «Ein Kurzschlussentscheid war das, reiner Instinkt», sagt er heute. «Dort kletterte ich so hoch es nur ging, einfach so weit weg vom Wasser wie möglich.» Was mit seinen Eltern und Geschwis­ tern passiert sein könnte, habe ihn zu dem Zeitpunkt nicht beschäftigt, sagt er. «So hart das klingt. Ich habe das gar nicht realisiert, das kam erst später.» Seine Eltern waren derweil in heller Panik. Als das Wasser anfing, sich zu­ rückzuziehen, begannen sie zu suchen, der Vater hinkend mit seinem verletzten Bein. Den Gips hatte die Wucht des Wassers weggespült. Jan fanden sie relativ schnell, er hatte sich ebenfalls auf einen Baum in der Nähe retten können. Doch ihre anderen beiden Kinder blie­ ben verschwunden. «Dann kamen Fahrzeuge, die uns in ein provisorisches Lager brachten», erinnert sich Hänzi. «Wir suchten alles ab. Ich stand gerade an einer Strasse, als plötzlich ein Thai mit meiner Tochter an der Hand herbeispazierte. Einfach so. Nicht nur war sie völlig unversehrt, sie war auch gebadet und frisch frisiert!» Hänzi schüttelt den Kopf. «Wir wissen bis heute nicht, wie sie es geschafft hat


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zu überleben. Der Thai hatte sie schliesslich gefunden. Er kannte uns, und er wusste, dass sie zu uns gehört.» Nun fehlte nur noch Stève, und die Eltern befürchteten das Schlimmste. Ihr damals Elfjähriger schlug sich jedoch tapfer. Als sich das Wasser zurückzog, kletterte er vom Baum und half als Einziger einer verletzten Deutschen, die ebenfalls dort gesessen hatte. «Alle anderen hatten Angst, es käme nochmals eine Welle, und rannten los. Ich half ihr, ohne gross nachzudenken.» Sein Vater lächelt. «Wir haben versucht, ihn so zu erziehen, dass man Menschen in Not hilft. Das hat offenbar gefruchtet.» Stève und die Frau schlossen sich einer Gruppe Überlebender an. Dort nahm sich ein deutscher Familienvater seiner an und wollte wissen, wo seine Eltern sind. Plötzlich realisierte Stève, dass der Rest seiner Familie möglicherweise nicht mehr lebte. «Da erst habe ich zum ersten Mal geweint», erinnert er sich.

Ein Deutscher half Stève, seine Familie zu finden Der Strand von Khao Lak im Moment, als die erste Tsunami-Welle anrollt. Die Wucht des Wassers spülte alles weg – auch die Familie Hänzi aus Busswil, die sich in den oberen Stock ihres Bungalows geflüchtet hatte.

«Als wir im Januar in Zürich ankamen, hatte ich noch immer nur meine Badehose und ein T-Shirt an», sagt Stève. «Wir hatten ein Riesenglück, gerade auch verglichen mit so vielen anderen, die nicht oder nur schwer verletzt überlebt hatten», sagt Markus Hänzi. «Es war das Gefühl, eine zweite Chance bekommen zu haben. Ohne dieses Erlebnis hätte ich vermutlich den Mut nicht gehabt, mich selbständig zu machen.» Heute ist er Mitbesitzer eines Unternehmens, das Kleinteile für medizinaltechnische Geräte herstellt.

Die Folgen des Tsunami-Dramas wirken bis heute nach Als Folge des Tsunamis sieht Markus Hänzi auch die Trennung von seiner Frau. «Es ist schon seltsam, alle Paare, die wir kennen und die den Tsunami überlebt haben, sind heute getrennt», sagt Sohn Stève – auch jene Frau, der er vom Baum geholfen hatte, sowie der Deutsche, den er als «meinen zweiten Vater» bezeichnet und zu dem weiterhin ein enger Kontakt besteht. Mit dem Thema gehen Vater und Sohn heute relativ entspannt um, auch der Rest der Familie habe kein grösseres Trauma davongetragen, versichern sie. «Allerdings schrecke ich manchmal auf,

wenn ich ein bestimmtes Geräusch höre», sagt Markus Hänzi. «In den wenigen Sekunden, bevor uns die Wasserwand wegspülte, hörte ich ein tiefes, seltsames Donnern. Und wenn ein Flugzeug tief über das Haus fliegt, klingt das recht ähnlich. Da gibt es dann immer diese Schrecksekunde.» Stève träumt manchmal nachts noch davon. Und er glaubt, dass das Erlebnis ihn geprägt hat. «Aber natürlich weiss ich nicht, wie ich heute wäre, wenn wir das nicht durchgemacht hätten. Bei mir war ja seither immer was los: Schule, Lehre, Pubertät, Freundin, Job. Da konnte ich mich nicht allzu sehr hintersinnen», sagt der junge Elektriker. Was ihn nervt, sind spöttische oder ungläubige Reaktionen. «Niemand, der so was nicht erlebt hat, kann sich vorstellen, was man da durchmacht.» Beide Hänzis fühlen auch jedes Mal mit, wenn es irgendwo eine Naturkatastrophe gibt. Einfach, weil sie sich nur zu gut vorstellen können,was die Menschen dort gerade durchmachen. Aber beide haben sich auch versöhnt mit dem Meer, sagt Markus Hänzi. «Wir meiden es nicht. Aber ab und zu schaut man dann doch hinaus aufs Wasser, ob wirklich noch alles so ist, wie es sein sollte.» Bild: Daniel Rihs

Bild: Keystone

Die Familie nahm ihn auf. «Sie behandelten mich wie ihren Sohn, kümmerten sich um mich, trösteten mich, wenn ich traurig war.» Und der Vater versicherte ihm: «Falls wir deine Eltern nicht finden, kommst du mit uns nach Deutschland, und dann fahre ich mit dir in die Schweiz und bringe dich zu deiner Familie.» Aber er machte ihm auch stets Hoffnung, dass es schon noch gelingen werde, seine Familie zu finden. Und so war es schliesslich auch. Die Hänzis wurden nach einer unruhigen Nacht im Krisengebiet per Flugzeug via Phuket nach Bangkok transportiert, Stève und seine «Adoptivfamilie» fuhren per Bus ebenfalls dorthin. «Nach Bangkok zu reisen ohne Stève, das war sehr, sehr hart», sagt Hänzi. Aber was blieb ihnen anderes übrig? «Wir klapperten alle Krankenhäuser ab, wühlten uns durch unzählige Listen von Vermissten und Gefundenen, schauten uns die Toten an – alles in der Hoffnung, Stève irgendwo lebend zu finden.» Auch der Vater der deutschen Familie suchte, und er war es schliesslich, der den Aufenthaltsort von Stèves Eltern auf einer Liste entdeckte – ein Hotel in Sichtweite des eigenen. «Er kam freudestrahlend in unser Zimmer und eröffnete mir, er habe meine Familie gefunden», erzählt Stève. Die Wiedersehensfreude nach drei Tagen Ungewissheit war überwältigend. Kurz darauf flogen die Hänzis zurück nach Zürich, mit nichts als ihrer Kleidung und provisorischen Pässen.


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Kostümprobe: Schon optisch hat Thomas Fetz definitiv das Zeug zum Schmutzli.

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Aufnahmeprüfung zum Schmutzli: Thomas Fetz muss eine Vielzahl an Fragen beant­ worten, um seine Tauglichkeit unter Beweis zu stellen.

Bart, aber herzlich Zehn bis zwölf Besuche absolviert ein Samichlaus pro Abend. Ohne Hilfe vom Schmutzli schafft er das nicht. Was so ein Gehilfe alles können muss, erfährt Thomas Fetz bei seiner Bewerbung.

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ie Hosenbeine dürfen nie unter der Kutte hervorlugen. Ein Fläschli Leim muss immer im Stoffbeutel mitgetragen werden – für den Fall, dass der Bart des Samichlaus nicht hält. Keinen Alkohol im Dienst. Nicht vergessen, sich für die Sprüchli zu bedanken und – sehr wichtig – nie ein Kind blossstellen. Niemals! Das Regelwerk eines Schmutzlis ist ganz schön umfangreich, wie Thomas Fetz gerade feststellt. Es ist Freitagabend, 19 Uhr, und der 50-Jährige sitzt im weihnachtlich geschmückten Schulungsraum der St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich. Hier hat der Speditionskaufmann aus Dielsdorf ZH heute eine Art Vorstellungsgespräch, denn er möchte Schmutzli werden. «Eine Kollegin meinte, ich sei direkt dazu geboren», sagt er. Und als er hörte, dass man in Zürich Leute wie ihn suche, entschloss er sich zur Bewerbung. Nun lauscht er aufmerksam den Worten des Präsidenten Dölf Hitz (72) und

des Schulungschefs Hansernst Weber (57), beides langjährige Samichläuse. Per Beamer präsentieren Hitz und Weber ihre Gesellschaft auf einer Leinwand. Traktandiert sind unter anderem das Anforderungsprofil für einen Schmutzli, Infos und Tipps zu den Einsätzen mit dem Samichlaus und eine Vorstellungsrunde – wobei diese kurz ausfällt, denn Fetz ist der einzige Kandidat. Drei waren angemeldet, einer meldete sich ab, und einer tauchte erst gar nicht auf.

Die Stadtzürcher Chläuse machen rund 1000 Besuche pro Jahr Die Stadtzürcher Chläuse gehen die Rekrutierung ihres Personals genauso professionell an wie die Einsätze bei Familien, in Altersheimen oder bei Firmen. Anders gehts auch gar nicht: Jährlich organisiert die Gesellschaft 1000 Besuche und schickt dafür innert weniger Tage etwa 32 Chläuse, 50 Schmutzli und 50 Fahrer in die Stadt und die angrenzenden Gemeinden hinaus. Als

Einsatzzentrale dienen die Katakomben einer ehemaligen Zivilschutzanlage in Zürich. Dort meldet sich jeder Chlaus und jeder Schmutzli zum Einsatz, stärkt sich mit Essen und Getränken und fasst sein Kostüm sowie den Marschbefehl. 1200 Mahlzeiten werden während der Adventszeit angeliefert und verdrückt. Im Lager, wo die braunen Kutten und roten Mäntel fein säuberlich aufgereiht hängen, pflegen Helferinnen die Bärte und Schnäuze und drehen die Perücken jeden Abend neu auf Lockenwickler. Weitere helfende Hände füllen an den langen Tischen jedes Jahr 1500 Chlaussäckli mit Mandarinli, Nüssen und Süssigkeiten. Insgesamt 280 Frauen und Männer stehen wochenlang ehrenamtlich im Einsatz. Etwa 15 von ihnen, darunter Präsident Hitz, sind vom 3. November bis zum 12. Dezember jeden Tag in der Zentrale anzutreffen, wo sie unter anderem Einsatzpläne schreiben, die in ihrer Komplexität jenen eines mittleren Speditionsunternehmens entsprechen.

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Links: Die Kostüme sind bereit, fehlen nur noch die Chläuse und Schmutzli – das Kostümlager der Stadtzürcher St. Nikolausgesellschaft. Unten: Dölf Hitz (links) und Hansernst Weber sind Chläuse mit Leib und Seele.

Und doch reicht es nicht, um alle Aufträge zu bewältigen. «Jedes Jahr müssen wir etwa 150 Anfragen abschmettern», sagt Dölf Hitz und zuckt bedauernd die Schultern. Vielen anderen Samichlausgesellschaften in der Schweiz gehts nicht besser. «Es ist Jahr für Jahr eine Lotterie», sagt Maurizio Peloso, Präsident der Samichlaus-Gesellschaft Wald ZH, «interessierte Männer zu finden, ist nicht einfach.» Die Chlausgruppe St. Martin in St. Gallen hatte vor zwei Jahren noch einen grossen Mitgliedermangel zu beklagen. Dann hat man potenzielle Chläuse aktiv angesprochen, und innert kürzester Zeit über zehn neue Mitglieder gewonnen. Nur braucht es jetzt vier neue Gewänder, und dafür rund 18 000 Franken. Also sucht man in St. Gallen zurzeit zwar keine Chläuse, dafür Sponsoren. Die Gründe für die Chlausknappheit vermutet man einerseits bei zugewanderten Familien, die gerade den alten Brauch neu entdecken, und anderseits bei einer weit verbreiteten gesellschaftlichen Tendenz: Niemand will sich mehr so richtig verbindlich in einem Verein engagieren. Früher sei es klar gewesen, dass man sich die nötigen Tage reservierte, sagt Thomas Betschart von der St. Niklausgesellschaft St. Michael/ St. Johannes in Zug. Oft überzeugt dann der Hinweis darauf, dass man als Chlaus hilft, eine geliebte Tradition aufrechtzuerhalten. Und dass die meisten Chlausgesellschaften ihre Einnahmen für wohltätige Zwecke verwenden.

Hier ist das ganze Jahr über Advent: Das Zuhause der Stadtzürcher Samichläuse.

Auch in Bern hat es immer zu wenig «Chlöise und Schmutzli», wie ein «Samichlous» von der Samichlouszunft Bärn berichtet. Immerhin: Dort melden sich immer wieder Interessierte, die gern als Samichlausgehilfe einsteigen würden. Nach einer bestimmten Zeit des Schmutzlidaseins können sie zum Samichlaus aufsteigen. Auch Thomas Fetz hätte in Zürich nach zwei Jahren die Chance, zum Chlaus befördert zu werden. Er weiss aber noch nicht, ob er dieses Fernziel anstrebt. «Zuerst mach ich jetzt mal den Hilfssheriff», sagt er und kichert, während er sich über ein paar Papierbogen beugt.

Es ist jetzt 21 Uhr,und er hat eine Führung durch die labyrinthähnlichen Räumlichkeiten der Nikolausgesellschaft hinter sich sowie erstmals ein Schmutzligewand anprobiert – eine schweisstreibende Angelegenheit. Dann kommt der Schmutzli in spe zu den Fallbeispielen, er muss Fragen beantworten, wie: Warum soll ein Samichlaus nicht rauchen? Genau, weil er sonst vielleicht den Bart abfackelt. Was kann er gegen olfaktorische Unannehmlichkeiten aller Art tun? Ersatzkleider, Kaugummi mitnehmen. Darf ein Schmutzli vor den Kunden mit dem Samichlaus streiten? Natürlich nicht. Als Abschluss bekommt Fetz zum Üben ein


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paar von Eltern ausgefüllte Bögen mit dem Titel «Samichlaus Info» – frü­ her auch «Sündenliste» genannt. Da­ rauf haben die Eltern alles notiert, was Samichlaus und Schmutzli für ihren Besuch wissen müssen: Wie heisst das Kind, wie alt ist es, welches ist in der Schule sein Lieblingsfach? Und dann die wichtigsten Fragen: Was hat der Bub oder das Mädchen seit dem letz­ ten Chlausbesuch besser gemacht, und wo gibt es noch Handlungs­ bedarf? «Nicht klauen am Kiosk», steht dazu auf einem der Zettel. Tho­ mas Fetz, selber Vater eines Sohns und einer Tochter, beweist das nötige Feingefühl und findet: «Das würde ich als Schmutzli nicht thematisieren.»

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Das schönste Samichlausversli

Ein richtiger Samichlaus trägt einen Büffelhaarbart Büffeln oder Yaks. Es ist deutlich Rita Dreher aus Zürich weiss, stabiler. Vor allem aber entwas dem Sankt Nikolaus am besten zu Gesicht steht: Sie spricht es optisch viel eher knüpft seit 42 Jahren Echthaardem Barthaar. Ein gewichtiges bärte. Dazu greift sie nicht zu Argument, kontrollieren die Kinder doch immer als Erstes, Menschenhaar, sondern zu ob der Bart auch echt aussieht. Brusthaaren von mongolischen

Bild: Giorgia Müller

Text: Yvette Hettinger Bilder: Samuel Trümpy

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Einen künstlichen Schnauz ankleben? Nicht Fetz’ Problem Kurz nach 22 Uhr ist die Bewerbung abgeschlossen. Schulungschef Weber bescheinigt Thomas Fetz Schmutzli­ tauglichkeit und begrüsst ihn als neues Mitglied bei den Stadtzürcher Chläusen. Dann gibt er ein paar Anek­ doten aus dem Chlausleben zum Bes­ ten und schliesst mit der Bemerkung: «Das ewige Ablösen und Aufkleben des künstlichen Schnauzes tut irgendwann mehr weh, als wenn man ihn gleich am Anfang anbostichen würde.» Über das Problem kann Thomas Fetz nur lächeln.

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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AUF EIN WORT | 29

FRAU DER WOCHE

Einsatz für Kinder Der Schweizer Ruedi Lüthy (73) ist HIV-Spezialist und war in den 80er-Jahren Mitgründer des Sterbehospizes «Lighthouse» in Zürich.

NEUE LEITUNG FÜR SCHWEIZER AIDS-KLINIK IN SIMBABWE

«Ruedi Lüthys Persönlichkeit ist prägend» Entwicklungshelfer Matthias Widmaier übernimmt neu die Leitung der Newlands Clinic in Simbabwe. Sie gehört der Stiftung des Schweizers Ruedi Lüthy.

Bilder: Pia Zanetti, Patrick Rohr, Linda Pollari, Die Südostschweiz

Matthias Widmaier, als Sporttherapeut leiten Sie jetzt die Newlands Clinic der Stiftung Swiss Aids Care International in Harare. Können Sie den Gründer Ruedi Lüthy ersetzen?

zentrale Person, mit einem unersetzlichen historischen Wissen über Aids. Seine Persön­ lichkeit ist prägend. Wie äussert sich das?

Nur zum Teil. Ich bin für Ruedi stellt stets die die Verwaltung, das Menschen ins Zentrum, Personal und die Finan­ Patienten wie Mitar­ zen zuständig. Unter Matthias Widmaier beiter. Dieses Weltbild transportiert er zurück­ anderem muss ich das (47) ist Leiter der haltend und gleichzeitig Budget effizient ein­ Newlands Clinic in setzen, das für nächstes Simbabwe. entschieden. Das ist eine Jahr etwa 4,6 Millionen grosse Kunst, damit hat Franken beträgt. Damit therapieren er die ruhige und respektvolle Ar­ wir rund 6000 Patienten. Die beitskultur der Klinik geschaffen. medizinische Betreuung und Aus­ bildung bleiben bei Ruedi Lüthy. Dort werden mittellose HIV-Infizierte Wie wird seine medizinische Nachfolge dereinst geregelt?

Ruedi hat sehr stark in die Aus­ bildung von Pflegepersonal und Ärzten vor Ort investiert. Deshalb wird eines Tages lokales Personal die medizinische Leitung über­ nehmen können. Geplant ist aber die Zusammenarbeit mit Schweizer HIV­Experten, die regelmässig nach Harare kommen. Inwiefern profitieren Sie von Ruedi Lüthys Arbeit?

Ruedi ist für mich hier die absolut

und Aidskranke behandelt. Sie werden Armut und Leid sehen. Warum haben Sie sich für diese Stelle beworben?

Dieses Elend ist sehr traurig, ja. Aber wenn man die Lebensqualität der Kranken verbessern kann, überwiegt die Freude. Ich behandle unsere Patienten nicht selber, aber ich sehe, dass sie wieder Appetit haben, lächeln und bald wieder ein normales Leben führen können. Das treibt mich an. Hilft es, dass Sie bisher Direktor einer Reha-Klinik in Uganda waren?

Ich habe gelernt, das Leid in den

Drittweltländern, das man fast nicht in Worte fassen kann, zu er­ tragen. Zuerst will man sehr direkt helfen und verzettelt sich in Details. Aber nun weiss ich, dass ich auch als Klinikleiter mithelfe, einem Men­ schen seine Würde zurückzugeben. Und natürlich kann ich meine Erfahrungen in Spitalmanagement und Personalführung einbringen.

Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben ganz besondere Stärken, nur sagt das nie jemand. Ausser Susanna Walitza (45). In einem Referat an der Uni Zürich betonte die Direktorin des Kinderund Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich, dass ADHS-Betroffene hartnäckig an einer Sache arbeiten können, die sie interessiert: «Sie sind begeisterungsfähig und oft besonders kreativ und fantasievoll», so Walitza.

MANN DER WOCHE

Hilfe für Nachbarn

Seit elf Jahren leben und arbeiten Sie in Afrika. Wie gestaltet sich das Familienleben in einem Entwicklungsland?

Wenn man hier als Familie einen westlichen Lebensstil pflegen will, lebt man weitgehend hinter Mau­ ern. Man kann die Kinder nicht auf der Strasse spielen lassen. Das kann auch eine Beziehung belasten, und leider ist meine Ehe zerbrochen. Vermissen Sie als Deutscher etwas aus Ihrer Heimat? Den Adventszauber?

Meine drei Kinder leben bei ihrer Mutter in Deutschland und fehlen mir sehr. An Weihnachten besuche ich sie. Und manchmal hätte ich gern am Samstagmorgen eine frische Brezen. Auf die erzwungene Weihnachtsromantik kann ich aber ganz gut verzichten. Interview: Yvette Hettinger

www.swissaidscare.ch

Seit einem Zugsunglück hat die Bauernfamilie Krieg in Niederurnen GL fast keine Rinder mehr – dafür aber immer noch hilfsbereite Nachbarn: Bauer Paul Vogel aus Mollis GL rief kurzerhand eine Sammelaktion für die schicksalsgeprüfte Familie ins Leben. 40 Bauern spendeten Geld, und zwar so viel, dass sie den Kriegs das trächtige Rind «Punika» plus einen Batzen Restgeld überreichen konnten. Erneut vergossen die Kriegs Tränen, diesmal aber aus Freude.


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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Liebe am Abgrund

Im Dokumentarfilm «Freifall» erzählt Regisseurin Mirjam von Arx ihre berührende Liebesgeschichte. Er ist Basejumper, sie hat Krebs. Mitten in ihrer Chemotherapie stürzt er zu Tode.

D

rei Monate dauert das Glück. Dann klingelt Mirjams Handy. Herbert ist tot. Dabei hatte alles so wunderbar begonnen. Der Ingenieur und die Filme­ macherin lernen sich über eine Partner­ vermittlung kennen. Er schreibt ihr: «Hallo unbekannte Frau. Da auch ich ein bewegtes Leben habe und das Spannende liebe, schreibe ich dich an.» Sie antwor­ tet: «Hallo Unbekannter. Deiner Selbst­ beschreibung entnehme ich, dass du dich offenbar noch stärker von deinem Verstand leiten lässt als ich. Ob das gut kommt?» Das Gefühl der Nähe, das in den Mails rasch aufkommt, ist nicht bloss virtuell. Beim ersten Treffen verlieben sich Mirjam von Arx und Herbert Weissmann Hals über Kopf. In derselben Woche erhält sie die Krebs­ diagnose. Ein Knoten in der Brust, bösartig. Er sagt: «Du bist jetzt nicht mehr allein, wir schaffen das.» Die Krankheit wird zur Nebensache. Ihre Operation, die Chemotherapie und anschliessend tägliche Bestrahlung sind zwar mühsam und anstrengend. Doch Mirjam und Herbert sind in einem Hoch. Sie geniessen es, sich kennenzulernen, lachen viel, haben grosse Pläne. Schon bald fragt Herbert Mirjam, ob sie ihn heiraten möchte. Klar!

Laut Statistik ist der 2317. Sprung tödlich. Bei Herbert ist es der 19. Kurz bevor sich Mirjam und Herbert begegneten, hatte er mit Basejumping angefangen, dem Fallschirmspringen von festen Objekten aus. Base ist ein Ak­ ronym. Es steht für B: building (Gebäu­ de), A: antenna (Sendemast), S: span (Brücke) und E: earth (Boden) – lauter Absprungsorte. Im Unterschied zu vielen anderen Ländern ist die Sportart

in der Schweiz legal. Zwischen 2000 und 2012 sind hier 43 Basejumper in den Tod gesprungen. Laut einer norwegischen Studie ist Basen die mit Abstand gefähr­ lichste Sportart. Statistisch gesehen endet jeder 2317. Sprung tödlich. Her­ bert, ein erfahrener Fallschirmspringer, stirbt 2010 bei seinem 19. Basejump in Lauterbrunnen BE. Als Mirjam vor Herberts offenem Sarg steht, sagt sie: «Du Idiot!» Sie fühlt nur Wut. Wie konnte er sein Leben weg­ werfen, während sie um ihres kämpfte? Wo sie doch eine gemeinsame Zukunft hatten? Zu der Wut kommt die Angst, dass ihr die Erinnerung an die kurze Zeit mit Herbert so einfach entgleiten könn­ te. Mit einer kleinen Kamera beginnt Mirjam von Arx alles, was mit Herbert zu tun hat, filmisch festzuhalten: die Be­ erdigung, die Wohnungsräumung, die Nachlassverwaltung. Dabei wird sie stets damit konfrontiert, wie kurz die gemeinsame Zeit war, wozu sie nicht gereicht hat. So lernt sie Herberts Eltern an seiner Beerdigung kennen. Als sie sei­ ne Wohnung betritt, um sie zu räumen, ist sie erst zum dritten Mal dort. Da sieht sie auch, dass Herbert, der ohne Helm gesprungen war, einen gehabt hätte. Einen Monat nach Herberts Tod steigt Mirjam von Arx (48) zusammen mit Andi Dachtler, seinem Freund und Base­ Coach, von Wengen aus zur Absprung­ stelle «Yellow Ocean». Sie binden den Hilfsschirm seines Fallschirms um einen Baum und nageln ein Foto von Herbert dazu. Es ist ein für beide einschneiden­ der Moment. An Herberts Gedenkstätte sprechen sie über Tiefgründiges. Was macht ein erfülltes Leben aus? Welche Verantwortung trägt man gegenüber sich selbst und anderen? Wann macht man sich schuldig?

An der Stelle, von der Herbert in den Tod gesprungen ist, fällt Mirjam einen Ent­ scheid: Sie möchte seine Leidenschaft für das Basen verstehen. Sie hofft, so die Wut ablegen und Abschied nehmen zu können. In Lauterbrunnen, dem Death Valley der Schweiz, will sie Antworten auf ihre Fragen finden. Vom Leben, nicht vom Tod soll ihr Film handeln.

Was die Krebsärztin geraten hat, ist die Philosophie der Baser Die Basejumper seien sich der Gefahren ihrer Sprünge sehr wohl bewusst, sagt von Arx heute, nach Abschluss der vier­ jährigen Arbeit am Film «Freifall – eine Liebesgeschichte». «Diese Nähe zum Tod erlaubt ihnen, intensiver zu leben.» Der bekannte australische Basejumper Chris «Douggs» McDougall verfolge im Grunde genau den Leitsatz, den ihr auch ihre Ärztin zu Beginn der Krebserkran­ kung nahegelegt habe: «Geniesse das Leben. Lebe jeden Tag, als ob es der letzte wäre, und verschiebe nichts, was du erleben möchtest.» Herbert und seine Freunde haben viele ihrer Sprünge auf Video festgehal­ ten. In diesen Aufnahmen sieht von Arx, wie nervös Herbert vor dem Absprung jeweils war. Wie er sich aber seiner Angst stellte, sie zu überwinden versuchte. «Wie Herbert wagte zu springen, wagte er wohl auch, sich in mich zu verlieben – trotz Krebsdiagnose.» Der Sprung wird im Dokumentarfilm zur Metapher. Jeder Mensch stehe irgendwann an einer Klippe und müsse sich entscheiden, springe ich oder lasse ich es bleiben? Für von Arx brauchte es viel Mut, die­ sen persönlichen Film zu realisieren. Sie sei eigentlich ein sehr privater Mensch. «Doch mein professioneller Instinkt sagte mir: Unsere Geschichte ist ein


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Mirjam von Arx in der Bar des Zürcher Kinos Houdini, wo «Freifall» Premiere feiert. Der Dokumentarfilm hat ihr geholfen loszulassen.


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PORTRÄT

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Filmskript.» Ihr war klar, dass es nur einen Weg gab, den Film zu machen. Sie musste absolut ehrlich sein; auch die Liebesbeziehung gehörte in den Film. Bloss, dazu fehlte das Bildmaterial. Mirjam von Arx besitzt nur ein einziges Foto von sich und Herbert. Um die Zuschauer ihre Verliebtheit, dieses Gefühl der Leichtigkeit, nachspü­ ren zu lassen, hat sie wichtige Paar­ szenen mit Ausschnitten aus kitschigen Hollywood­Filmen aus den 50er­ und 60er­Jahren illustriert. Dazu liest Mirjam von Arx ihren Mailwechsel mit Herbert vor oder erzählt. Nur ein Mal, an seinem Grab, bricht die sonst im Film gefasste Stimme der Regisseurin, und man hört sie weinen. «Das Loslassen war ein langer Pro­ zess», sagt sie. Einer, der ihren Blick fürs Wesentliche geschärft und sie gelas­ sener gemacht habe. Sie hat sich auch ganz bewusst vorgenommen, wieder glücklich zu werden – und das ist ihr gelungen. Mirjam von Arx hat den Krebs überwunden und nochmals eine grosse

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Herbert im freien Fall: Das Bild stammt aus einem Sprungvideo.

Liebe gefunden. Sie ist heute Mutter von zwei kleinen Kindern, einem 18 Monate alten Jungen und einem sieben Wochen alten Mädchen. An Schicksal glaubt sie nicht. «Mir sind einfach zwei heftige Dinge gleichzeitig passiert.» Dann lacht sie und sagt: «Vielleicht habe ich jetzt für ein paar Jahre Ruhe.»

«Freifall – eine Liebesgeschichte» kommt am 4. 12. in die Kinos. An den Vorpremieren ist Mirjam von Arx anwesend. Am 2. 12., 21 Uhr, im Kino Houdini in Zürich; am 7. 12., 11 Uhr, im kult.kino in Basel; am 9. 12., 20 Uhr, im Kinok in St. Gallen.

Text: Monica Müller Bild: Jorma Müller

Das Migros-Kulturprozent hat die Postproduktion des Dokumentarfilms «Freifall» finanziell unterstützt.

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Nein, im Gegenteil: Ich freue mich sehr auf den Winter. Durch das fehlende Licht im Winter bin ich oft müde. Mich deprimieren Schnee und Kälte. Ich fühle mich oft niedergeschlagen.

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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KOLUMNE | 37

DER HAUSMANN

«Homo Faber», wo bist du? Bänz Friedli räumt aus … und wieder ein … und wieder …

Wo sind nur die Bücher von Dan Brown geblieben? Hans hat «Illumi­ nati» gelesen und will mehr. Da es bei uns aber zu eng ist, als dass sich immer alle Bücher in ein Regal stellen liessen, bleibt ein gelesenes Buch nie lang in der Wohnung. «Vielleicht in einer Bücher­ kiste im Keller?», meint meine Frau. Kann gut sein. Aber ich ächze, denn um zu besagten Kisten vorzustossen, muss ich zunächst das ausrangierte Fit­ nessvelo aus unserem Kellerabteil wuch­ ten, dann die Kunststoffbehälter mit Kinderkleidern raustragen, beschriftet mit «Mädchenkleider 140 bis 164» und «Bubenzeugs, ca. 152», danach kommen zwei Stapel bis unter die Decke auf­ einandergeschichteter Plastikkisten, angeschrieben mit «Lego­Polizei», «Pixibüchlein», «Playmobil­Zirkus», «Bäbikleider» und so weiter … Ich bin schon schweissnass, muss aber noch eingewinterte Blumenbehältnisse, ein Fondueset, Roll­ und Schlittschuhe zur Seite räumen, dann erst stehe ich vor den Bananenschachteln mit den Büchern. Zuoberst: zwei Kisten voller «Lustiger Taschenbücher» von Walt Disney. Dann: «Jugendkrimis 2», «Teenie­Fantasy»

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Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Dessie Abate (65), Witwe aus Äthiopien

von Hermann Hesse (manche Bände davon gar doppelt, weil meine Liebste und ich uns in der «Gschpürsch mi»­Phase noch nicht kannten)? Weshalb den gesammelten Pier Paolo Pasolini, teils im italienischen Original? Als ob je eines der Kinder danach ver­ langen würde! Alles da. Nur den vom Feuilleton verhöhnten Unterhalter Brown – den haben wir nicht behalten. Mist.

«Ich ächze und werde schweissnass.» und «Bilderbücher», und ich bin schon recht matt, als ich bei der Schachtel an­ komme, in der wir Dan Brown wähnen … Ganz zu schweigen davon, dass all dies ja nachher wieder säuberlich an seinen Ort gerückt werden will, und zwar so, dass ich nächste Woche noch Zugang zu den Krippenfiguren finde! Aber, ach, da ist kein Dan Brown. Statt auf die Thriller des populären Amis stosse ich auf lauter bildungsbürgerliche Pflichtlektüre, von Friedrich Schiller bis Christa Wolf. Warum, um Himmels willen, haben wir die aufbewahrt? Wieso das Gesamtwerk

Zwei Tage später frage ich Anna Luna, was für Ufzgi sie habe. «Abklären, ob wir ‹Homo Faber› hätten» – «Ob wir was?» – «Ob wir ‹Homo Faber› von Max Frisch besitzen oder ob der Lehrer es für mich bestellen muss.» Mir ent­ fährt: «Ein tolles Buch!» Anna Luna: «Dann haben wir es also?» O ja, ich weiss sehr genau, wo. Es lagert in dersel­ ben Schachtel wie Hesse und Pasolini, hinten links im Keller, fast zuunterst. Dreiviertel Stunden Arbeit, bis ich es freigelegt hätte. Es gibt doch davon heut bestimmt ein Reclam­Bändchen, so ein kleines gelbes für die Schule, halb gratis … «Hallo, Vati?!», bohrt Anna, «haben wirs nun, oder nicht?» Und ich zögere, ihr die Wahrheit zu sagen.


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INTERVIEW

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich kämpfe um Lebenszeit»

Er kennt keine Berührungsängste: Milieuanwalt Valentin Landmann über den Fall Geri Müller, die Hells Angels und was ihn an seinen umstrittenen Mandanten wirklich interessiert.

Valentin Landmann, können Sie sich vor­ stellen, dass Ihnen unserer Meinung nach etwas Schmuddeliges anhaftet?

Na ja, ich befasse mich schon mit vielen schlimmen Dingen: Mord, schwerer Körperverletzung, Delikten an Kindern. Als Anwalt muss ich aber nicht die Tat verteidigen, sondern den Menschen, der die Tat begangen hat. Jeder Mensch hat Anrecht auf eine Verteidigung. Und ich bin nicht einer, der gleich «igitt» sagt. Sie verteidigen Bordellbesitzer und Men­ schenhändler. Typen, die Frauen ausnützen.

Prostituierte sind nicht einfach ungebil­ dete, verschupfte Frauen. Sexarbeite­ rinnen verdienen in der Schweiz bis zu 55 000 Franken in drei Monaten. Gehen Sie mal in ein Etablissement und spre­ chen Sie mit diesen Frauen. Ich bin sehr dafür, dass man Prostitution liberal handhabt. Jedes Verbot wird auf dem Rücken der Frauen ausgetragen. Frauen, die anschaffen, bieten eine Dienstleis­ tung an, das ist nichts Verwerfliches. Weht auf dem Strassenstrich ein anderer Wind?

Natürlich, wobei auch der Strassen­ strich vernünftig rentieren kann. Das Problem auf der Strasse ist, dass dort oft Typen involviert sind, die Druck auf die Frauen machen.

Einer Ihrer aktuellen Fälle ist die Affäre um die Nackt­Selfies am Arbeitsplatz, die der Bade­ ner Stadtammann Geri Müller verschickt hat. Warum haben Sie sich dem Fall angenommen und verteidigen nun seinen Widersacher, den PR­Berater Sacha Wigdorovits?

Das war ein normales, vorsorgliches Mandat, zudem kenne ich Sacha Wigdorovits. Er hat sich aus meiner Sicht einwandfrei verhalten. Die an­ gekündigte Klage von Geri Müller hat sich bisher als heisse Luft herausgestellt. Für mich sieht alles nach einer hilflosen Ankündigung aus, der wir beruhigt und mit grossem Interesse entgegensehen.

Vor Kurzem haben Sie in einem der grössten Prozesse zu Menschenhandel in der Schweiz um das Bordell «Hotel Schloss Nidau» den

Anwalt der Unterwelt Valentin Landmann wurde 1950 in St. Gallen geboren. Er galt als Klassenbester und Vorzeige-Jurastudent. 1979 ging er nach Hamburg, um seine Habilitation fertigzustellen. Dort lernte er die Welt der Hells Angels kennen: Er schredderte seine Habilitation und kehrte als Anwalt und Freund der Rocker in die Schweiz zurück. In Zürich hat er sich seither einen Namen als Strafverteidiger des Rotlichtund Rockermilieus gemacht. In mehreren Büchern hat sich Valentin Landmann mit den Hintergründen von Kriminalität befasst. Er ist Vater einer 33-jährigen Tochter und in zweiter Ehe verheiratet.

Hauptangeklagten verteidigt. Wieso gingen Sie nach dem ersten Urteil in Berufung?

Unsere zentralen Anliegen waren der Freispruch vom Vorwurf des Drogen­ handels und die Reduktion der Strafe von achteinhalb auf sieben Jahre. Das haben wir erreicht. Das klingt für Aussenstehende vielleicht nach wenig, aber wenn man die Zeit im Gefängnis absitzen muss, ist es viel. Wie war es für Sie, einen Menschenhändler zu verteidigen?

Er ist ja kein Menschenhändler. Es ist sicher ein Grenzfall, und er hat nach rechtlichen Kriterien menschenhändle­ rische Aktionen begangen, zum Beispiel

«Ich muss nicht die Tat verteidigen, sondern den Menschen.» Frauen von einem Club in den anderen verschoben. Da war er aber auch gestän­ dig. Ihm ist bewusst, dass er massive Fehler begangen hat. Mit so jemandem kann man arbeiten. Ich habe auch schon Lustmörder verteidigt. Aber noch mal: Ich muss nie Taten verteidigen, sondern Menschen. Es gibt keinen schönen Mord und keine schöne Vergewaltigung. Es gibt aber die Frage: Wie ist es zur Tat ge­ kommen? Was ist die richtige Sanktion? Nächste Woche verteidigen Sie zwei Poli­ zisten aus Schlieren ZH, die wegen Amtsmiss­ brauchs, Nötigung und Körperverletzung verurteilt worden sind. Sie sollen einen angetrunkenen Schrebergärtner verprügelt haben. Auf Antrag eines dieser Polizisten wird der Fall neu verhandelt.

Dieser Prozess wird höchstgradig heikel. Ich bin von ihrer Unschuld überzeugt und werde mich für sie einsetzen. Viel­ leicht falle ich aber auch auf die Nase. Nach welchen Kriterien übernehmen Sie ein Mandat?

Sicher nicht nach der Schwere der Tat. Ich lehne ab, wenn ich merke, dass

jemand von mir etwas will, hinter dem ich nicht stehen kann. Wenn er zum Beispiel Anträge stellen möchte, die aus meiner Sicht einfach sinnlos sind. Warum sind Sie ausgerechnet Milieuanwalt geworden?

Mich interessieren Gruppierungen, die gesellschaftlich an den Rand gedrängt werden. Ich will mich rechtspolitisch für diese Minderheiten einsetzen. Es interessiert mich, wie etwas verrutscht, warum jemand ein Delikt begeht. Sie haben einmal gesagt, Banker und Krimi­ nelle ticken gleich.

Unter­ und Oberwelt funktionieren von den Anreizen her grundsätzlich gleich: Es regiert immer die Ökonomie, ausser bei pathologischen oder bei Eifersuchtsdelikten, die keine ökonomi­ sche Komponente haben. Wenn man Delikte vermeiden möchte, sollte man ihnen die Rendite nehmen. Durch Verbote werden oft zusätzliche Anreize geschaffen. Was geht in Ihnen vor, wenn Sie im Nachhinein erfahren, dass jemand mehr Dreck am Stecken hat als vermutet?

Eine Untersuchung ist eine rollende Planung. Ich muss ständig mit dem Mandanten anschauen, was wir akzep­ tieren und was nicht. Das relativ simple Bild aus den Krimis von einem Anwalt, der weiss, dass sein Mandant schuldig ist, und trotzdem dafür sorgt, dass er freigesprochen wird, stimmt nicht. Nichts gegen Krimis, die ich sehr schätze. Sie haben die Frage noch nicht beantwortet: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie hinters Licht geführt werden?

Es ist nicht meine Aufgabe zu urteilen. Für mich ist es entscheidend, was ich Sinnvolles im Interesse von jemandem tun kann. Für uns alle ist es wichtig, dass man tatsächlich nur verurteilt wird, wenn die Schuld erwiesen ist. Man darf nicht plötzlich Beweisanforderungen senken, weil es sich um ein besonders schweres Delikt handelt.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Sie sind bekannt dafür, dass Sie immer ein Teilgeständnis anstreben. Das ist auch eine Taktik: Man gibt dem Richter ein Zückerchen, mit dem Rest kommt man dann davon.

Ein Richter, der das Verfahren ernst nimmt, muss wissen, wie alles passiert ist. Wir haben momentan eine gefähr­ liche Tendenz: die Psychiatrisierung von Fällen. Oft entscheidet nicht der Richter, sondern nur noch der Psychiater. Aber genau das ist doch auch Ihre Strategie: die Psychologie des Täters aufzuzeigen.

Eine Spezialität von mir ist es sicher zu erklären, wie es zu einer Tat gekommen ist. Aber: Eine Erklärung ist keine Ent­ schuldigung einer Tat. Sie vertreten das Rotlichtmilieu, die Hells Angels, aber auch Politiker wie SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli.

Der Mensch hat so viele Facetten. Ich habe mit Politikern verschiedenster Färbung zu tun. Auch bin ich nicht mit allem einverstanden, was die SVP for­ dert. Ich bin kein Sprachrohr. Welche Strategie verfolgen Sie als Strafverteidiger?

Meine Plädoyers haben einen hohen Anteil an Nicht­Juristischem. Alles dreht sich um den Menschen, der ein Delikt begangen haben soll. Sie sind also besonders empathisch?

Ich versuche es zu sein, es gelingt mir natürlich nicht immer. Ich bin nicht der Superanwalt. An Ihren Plädoyers schreibt auch Ihre Exfrau.

Genau. Ich mache den Grobentwurf, meine Exfrau ist in der literarischen Überarbeitung gut. Diese Symbiose schätze ich sehr. Meine Exfrau und ich haben irgendwann gemerkt, dass wir gut miteinander arbeiten, aber nicht miteinander leben können. Welche Beziehung haben Sie zu Ihrer Tochter?

Ich wünschte, wir hätten mehr Kontakt. Ich bin wahrscheinlich kein guter Fami­ lienmensch. Der Beruf ist mein Leben. Ich würde mich selber als Ehemann nicht aushalten, da ich in meinen Fällen zu sehr aufgehe. Ich bin privat schwer greifbar. Wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, können Sie sagen, alles gemacht zu haben, was Sie wollten?

Nein. Wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich vieles anders machen. Das Familienleben müsste mehr Ge­ wicht haben.

Würde sich selber als Ehemann nicht aushalten: Workaholic Valentin Landmann.

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Valentin Landmann liebt Uhren und geht regelmässig schwimmen. Gehen Sie überhaupt je in den Ruhe­ stand?

Ich werde weiterhin schreiben. Und sicher keine Guillotine auffahren, die mir sagt, wann Schluss ist. Sie umgeben sich gern mit Totenköp­ fen und haben einen Uhrentick. Was hat es damit auf sich?

Sie erinnern mich an unsere Vergänglichkeit. Ich sage mir immer: «Nimm deine Arbeit ernst, du kämpfst um die Lebenszeit der Leute!» Wie steht es um Ihre Lebenszeit?

Die kann morgen enden. Haben Sie Angst davor?

Nein. Ich kann hier nur einen meiner Hells-Angels-Freunde zitieren: «Den Tod musst du nicht fürchten. Du musst nur fürchten, zum Zeitpunkt des Todes nicht gelebt zu haben.» Sie kommen aus einem intellek­ tuellen Haushalt, Ihr Vater Philosoph, Ihre Mutter Schriftstellerin. Wie hat Sie das geprägt?

Es gab sicher einen Leistungsdruck, eher einen intellektuellen als einen finanziellen. Man sagt, Sie wollen es allen recht machen, allen gefallen.

Ich habe tatsächlich ungern Streit, obwohl ich viele Auseinandersetzungen führen muss. Die Staatsanwaltschaft weiss, dass man mit mir vernünftig sprechen kann. Ich pinkle den Leuten nicht dauernd ans Bein.

Sie passen sich an.

Das kann man nicht sagen, ich habe schon meine Standpunkte. Wir möchten mehr vom Menschen Valentin Landmann erfahren. Sie weichen immer aus.

Ich kann Ihnen von meinen Hobbys erzählen. Meine Leidenschaft ist das Schwimmen. Ich schwimme täglich einen Kilometer; egal, wo. Im Wasser kann ich meine Gedanken einfach abfliessen lassen. Und ich gehe gern mit Freunden zum Essen. Ist Ihr Abstieg in die Unterwelt eine Art Gegenentwurf zu Ihrer intellek­ tuellen Kindheit?

Ich will zeigen, dass das keine Leute sind, vor denen man Berührungsängste haben muss. Die Hells Angels zum Beispiel sind einfach ein Haufen Querköpfe. Ich habe sie sogar einmal zu meiner Mutter eingeladen. Die haben sich blendend unterhalten. Gerade meine Mutter hat sich als Schriftstellerin sehr für gesellschaftliche Fragen interessiert. Sind Sie auch tätowiert wie viele Hells Angels?

Nein, aber ich habe einmal ein Paragrafenzeichen entworfen, das aussieht wie zwei verschlungene Fleischhaken – mit einem lächelnden Totenkopf. Ich habe es zu Papier gebracht, es mir aber nicht stechen lassen. Ich mag das Pieksen nicht. Interview: Andrea Freiermuth Silja Kornacher Bilder: Basil Stücheli

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SPENDENAKTION

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Arbeit als Anker

Zehn Jahre lang war der Zürcher Jürg Friedli arbeitslos – bis er dank dem Programm «HEKS Visite» eine neue Beschäftigung fand. Die Migros fördert dieses Projekt mit ihrer Weihnachtsaktion.

D

ie Läden am Bahnhofplatz Winterthur sind weihnachtlich dekoriert und glänzen um die Wette. Etwas abseits von dieser ganzen Pracht befindet sich der Treffpunkt Vogelsang – ein Ort für Menschen, die von Armut betroffen sind. Randständige treffen sich hier, trinken einen Kaffee, gehen ins Internet, holen Rat ein. Ge­ leitet wird das Zentrum von Leuten, die sich in der gleichen Situation befinden, die sich also gut in die Besucher einfüh­ len können. Getragen wird das «Vogel­ sang» von der Stadt Winterthur und von verschiedenen gemeinnützigen Organi­ sationen.

Endlich wieder Boden unter den Füssen Seit Mitte Jahr gehört Jürg Friedli (56) zum Leitungsteam des «Vogelsang». Er ist hier für die Computer zuständig, erklärt den Besuchern auf Wunsch die Bedienung der PCs und hilft auch beim Formulieren von Mails und Briefen. «Ich arbeite offiziell 50 Prozent. Inoffiziell sind es eher 80 Prozent», sagt er. Doch das stört ihn nicht, ganz im Gegenteil. Denn an einer sinnvollen Tätigkeit hat es Friedli lange gefehlt. Zehn Jahre lang war er arbeitslos. Zur Beschäfti­ gung im Zentrum ist er durch «HEKS

So können Sie eine Spende überweisen Mit einem Chor aus Schweizer Prominenten wurde das Migros-Weihnachtslied «Ensemble» aufgenommen. Wer das Lied kauft, unterstützt Hilfsprojekte von HEKS, Caritas, Pro Juventute und Winterhilfe – darunter das hier beschriebene Programm «HEKS Visite». Der Download des Songs kostet bei ExLibris.ch 1.20 Franken, bei iTunes 1.10 Franken und bei Google Play 99 Rappen. Die Gebühr kommt den Hilfsprojekten zugute. Die Kunden können an den Kassen der Migros-Filialen Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen. Beiträge können ausserdem auf das Spendenkonto 30-620742-6 oder per SMS mit dem Text «MIGROS (BETRAG)» an die Nummer 455 überwiesen werden. Weitere Infos: www.migros.ch/weihnachten

Sinnvolle Arbeit: Im Winterthurer Treffpunkt Vogelsang erklärt Jürg Friedli Randständigen die Bedienung von PCs.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

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DREI FRAGEN

«Wir geben den Menschen ihre Würde zurück»

Ueli Locher, Direktor des Hilfswerks HEKS. Ueli Locher, wie ist man bei HEKS auf die Idee gekommen, ehrenamtliche Einsätze an Langzeitarbeitslose zu vermitteln? Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch über Ressourcen und Potenziale verfügt und diese auch einsetzen sollte. Wer aber lange vom Arbeitsprozess ausgeschlossen bleibt, kann nicht mehr richtig am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Wir bieten Menschen eine sinn­ stiftende Tätigkeit und geben ihnen etwas von ihrer Würde zurück. Wie entwickelt sich das Programm «HEKS Visite»? Es wächst langsam, aber stetig: Un­ sere Regionalstelle in Zürich bietet «HEKS Visite» seit 1998 an. Zehn Jahre später folgte die Ostschweiz, und ab 2015 werden wir in der Region Aargau­Solothurn starten. Finden Sie überhaupt genügend sinnvolle Tätigkeiten für die beteiligten Langzeitarbeitslosen? Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Einsatzorte sind etwa Altersheime, Kinderhorte, Museen, Bibliotheken oder Hilfswerke. Die Tätigkeiten reichen von der Arbeit eines Hilfskochs über Betreuung und Logistik bis hin zu Reparatur­ arbeiten. HEKS darf mit den kostenlosen Arbeitskräften aber nicht zur unlauteren Konkurrenz auf dem Markt werden. Vielmehr sollen die Teilnehmenden dem Gemein­ wesen etwas zurückgeben. Interview: Michael West


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SPENDENAKTION

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Visite» gekommen. So heisst ein Pro­ gramm des Hilfswerks der evangelischen Kirchen Schweiz. Rund 400 Langzeit­ arbeitslose im Kanton Zürich und in der Ostschweiz sind daran beteiligt. Dank «HEKS Visite» kommen sie zu einer sinnvollen ehrenamtlichen Teilzeitar­ beit. Diese kann in einem Kinderhort oder in einem Altersheim stattfinden – oder eben, wie im Fall von Friedli, in ei­ nem Zentrum für Armutsbetroffene.

Ausbruch aus einer jahrelangen Isolation «Du bist eine Erfolgsgeschichte», sagt Roland Bänziger und klopft Friedli auf die Schulter. Bänziger leitet «HEKS Vi­ site» im Kanton Zürich; vor 16 Jahren hat er das Programm initiiert. «Ziel ist es, Langzeitarbeitslose zu aktivieren und sozial wieder zu integrieren», erklärt er. Nach Jahren ohne Arbeit seien sie oft isoliert und kämen nicht mehr weiter. Die Teilnehmenden bleiben vorerst So­

zialhilfebezüger. Sie leisten im Visite­ Programm meist kleine Pensen und erarbeiten sich so einen Zustupf. «Wichtiger aber sind die sinnvolle Tätigkeit, die Wochenstruktur und das Kennenlernen von anderen Menschen», sagt Bänziger. Verbesserungen geschä­ hen fast nebenher. 20 Prozent der Teilnehmenden schafften es in weiter­ führende Programme, rund 10 Prozent kämen gar in ein Anstellungsverhältnis. Aber auch die Situation von langjähri­ gen Teilnehmenden verbessere sich. Auch für Jürg Friedli war «HEKS Vi­ site» der Ausweg aus einer langjährigen Krise. Bei einem Kaffee erzählt er sehr offen von seinem Leben. Nach einer KV­ Lehre ging er mehrere Jahre auf Weltrei­ se, jobbte da und dort, beschäftigte sich auch mit Informatik. Bis zur Jahrtau­ sendwende wechselten sich Aufenthalte in der Schweiz und längere Reisen ins Ausland ab. Als er schliesslich endgültig in seine Heimat zurückkam, fand er hier

NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

keinen Job mehr. «Für eine Anstellung in der Informatik fehlten mir die Diplo­ me, für einen KV­Job war ich zu lange vom Beruf weg», fasst er seine damalige Situation zusammen. Er wurde zum Sozialfall. Es folgten Alkoholprobleme und mehrere Entzüge. Nach zehn Jahren Arbeitslosigkeit schickte ihn die Sozialhilfeberaterin im Februar 2014 zu «HEKS Visite». Seither hat Friedli neuen Halt gefunden. Nach der langen Zeit des Stillstands ging nun alles sehr schnell: Mit seinen Fremdspra­ chen­ und Informatikkenntnissen war er der ideale Mann, um im «Vogelsang» In­ ternet­ und Schreibhilfe zu leisten. Nach drei Monaten im Visite­Einsatz wurde Friedli im Teillohn angestellt. Heute hilft er Randständigen mit Rat und Tat. «Mir gibt das die Bestätigung, nun doch noch zu etwas nütze zu sein», sagt er. Und dieses Gefühl ist mit Geld nicht auf­ zuwiegen. Text: Beat Matter Bild: Mirko Ries

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Fleisch mit klarer Herkunft

MICARNA | 47

Die Migros setzt beim Fleisch auf lückenlose Rückverfolgbarkeit und Schweizer Herkunft.

Fleischprodukte der Migros werden streng kontrolliert. Die Herkunft lässt sich bis zum Bauernhof zurückverfolgen. Dazu Micarna­Chef Albert Baumann. die Herkunft stets exakt stimmen. Ebenso wichtig ist aber, dass wir die Entstehung unserer Produkte vom Bauernhof bis in unsere Verarbeitungsbetriebe eng begleiten. Wir haben so immer die ganze Wertschöpfungskette im Blick.

Albert Baumann, zurzeit macht ein Skandal Schlagzeilen: Ein Bündner Betrieb hat falsch de­ klariertes Fleisch ausgeliefert. Müssen sich nun auch die Migros­Kunden Sorgen machen?

Bilder: Saisonküche, zVg

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Fleisch aus der Migros können die Kunden ohne Bedenken geniessen. Es gibt im Migros-Sortiment keine Albert Baumann Können Sie dafür ein konkretes Produkte des erwähnten ist UnternehBeispiel geben? Betriebs. Grundsätzlich gilt: mensleiter der Nehmen Sie zum Beispiel Die Micarna, der fleisch- Micarna-Gruppe. unser Schweizer OptigalPouletfleisch. Wir unterhalten verarbeitende Betrieb der M-Industrie, bezieht sein Fleisch zu im Wallis einen sogenannten Elternüber 90 Prozent aus der Schweizer Tierpark, aus dem die befruchteten Eier Landwirtschaft. Schweizer Fleisch in eine Brüterei im Kanton Freiburg unterliegt strengen behördlichen Kon- gelangen. Die Küken kommen anschliestrollen. Wir gehen aber noch weiter und send zu einheimischen Vertragsmästern. lassen unsere Produkte zusätzlich von Es handelt sich um überschaubare unabhängigen Inspektoren prüfen. Familienbetriebe. Die Schlachtung und Verarbeitung geschieht dann im Was genau wird bei diesen Kontrollen denn Micarna-Betrieb in Courtepin FR. So ist unter die Lupe genommen? es möglich, dass wir auf Verpackungen Es geht zum Beispiel darum, ob die sogar den Bauernbetrieb nennen, von Fleischsorte, das Schlachtdatum oder dem das Fleisch ursprünglich stammt.

Bei der Herkunft herrscht also absolute Klarheit. Kann die Micarna den Anteil an Schweizer Fleisch in Zukunft noch weiter ausbauen?

Einzelne Fleischsorten – zum Beispiel Schweinefleisch – stammen schon fast zu 100 Prozent aus der Schweiz. Beim Poulet versuchen wir, den einheimischen Anteil noch zu steigern. Wir liegen hier bei rund 80 Prozent, suchen zurzeit aber in der Ostschweiz nach neuen Mastbetrieben, um so den einheimischen Anteil weiter zu steigern. Interview: Michael West

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AKTUELL 48 |

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LOGISTIK

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

40 JAHRE MIGROS-VERTEILBETRIEB NEUENDORF AG

Knotenpunkt der Superlative

Ein Grossteil der Migros-Produkte – von der Tiefkühlpizza bis zum Flatscreen-TV – werden in der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG (MVN) zwischengelagert und dann in die Migros-Filialen und Fachmärkte weitergeleitet. Das Migros-Magazin zeigt die Dimensionen des grössten Logistikzentrums der Schweiz.

Der MVN lagert durchschnittlich Güter im Wert von rund 500 Millionen Franken.

Illustration: Jan Kruse

Auf dem Dach des MVN befinden sich über 20 000 Solarpanels. Der damit produzierte Strom könnte 95 000 LEDGlühbirnen (8 W) 24 Stunden leuchten lassen.

8400 Palette verlassen den MVN Neuendorf täglich. Dies entspricht 190 Bahnwagen.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

AKTUELL

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LOGISTIK | 49

DREI FRAGEN

«Grosse Bedeutung für die Landesversorgung» Hans Kuhn, im MVN werden über 78 000 verschiedene Migros-Artikel zwischengelagert. Wieso werden sie nicht direkt in die Migros-Filialen geliefert?

Die durchschnittlich im MVN gelagerte Anzahl Palette entspricht einer Fläche von 40 UEFAFussballfeldern.

Weil wir mit der Bünde­ lung der Warenströme die Güter effizienter und kostengünstiger trans­ portieren können. Wür­ de jeder Lieferant alle Filialen direkt beliefern, müssten viel mehr Kilo­ Hans Kuhn meter gefahren werden. ist Geschäfts- Die Belastung für das leiter der Strassennetz wäre ext­ MVN AG. rem. Bei uns trifft aufgrund der grossen Menge knapp die Hälfte der Waren in Neuendorf auf Güterzügen ein und verlässt den MVN auch wieder per Eisenbahn. Dies schont die Umwelt. Was tut der MVN sonst noch für die Umwelt?

Unsere Fotovoltaikanlage ist das leistungsstärkste Solarkraftwerk der Schweiz. Es produziert Strom für rund 1300 Haushalte. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Energiewende. Demnächst wird das Projekt Abwärme­ nutzung abgeschlossen. Dann werden wir in der Lage sein, die Abwärme des Tiefkühllagers so zu nutzen, dass wir fast alle unsere Gebäude in Neuendorf beheizen können.

Der MVN-Gebäudekomplex bietet so viel Raum wie 4000 Einfamilienhäuser zusammen.

Wie wichtig ist der MVN für den Wirtschaftsstandort Schweiz?

Der MVN hat eine grosse Bedeutung für die Landesversorgung. Allein bei den Tiefkühlprodukten besitzt die Migros einen Marktanteil von 48 Prozent. Bei Toilettenpapier und Körperhygiene­ produkten sind es zwischen 41 und 47 Prozent. Wenn wir einmal mehr als drei Tage nicht mehr funktionieren sollten, hat nicht nur die Migros, sondern die ganze Schweiz ein Problem. Text: Christoph Petermann

.ch

Im MVN sind aktuell über 78 000 Migros-Produkte eingelagert: von der Tiefkühlpizza bis zum Rasenmäher, vom Lippenstift bis zum Micasa-Polstermöbel.

QR-Code scannen und Video-Beitrag des Migros-Magazins über den MVN anschauen. Der Film zeigt, wie das grösste Logistikzentrum der Schweiz funktioniert.


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Nationale Aktion für gutes Hören.

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

40 JAHRE MIGROS-VERTEILBETRIEB NEUENDORF AG

Lebensmittel auf Reisen

Die Migros bewegt ihre Waren so umweltfreundlich wie möglich. Wir zeigen, wie Tiefkühlprodukte vom Migros-Verteilbetrieb Neuendorf in die Filialen gelangen.

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ie Reise beginnt an einem eisigen Ort. Im riesigen Tiefkühllager des Migros-Verteilbetriebs Neuendorf (MVN) im Kanton Solothurn ist es immer minus 26 Grad kalt. Fast alle Tiefkühlprodukte, die schliesslich in den Supermärkten in den Verkauf kommen, werden hier gelagert. Wenn eine der rund 570 MigrosFilialen im ganzen Land zum Beispiel Fischstäbchen oder Glace braucht, gelangt die Bestellung über die Betriebszentrale der zuständigen regionalen Migros-Genossenschaft zum MVN. Hier werden die Bestellungen nach Regionen gebündelt bearbeitet. Gekühlte Lastwagen bringen dann die bestellten Waren vom Verteilbetrieb in die Gebiete der zehn Migros-Genossenschaften. Die Migros wickelt ihre Transporte so ökologisch wie möglich ab. Sie setzt Lastwagen ein, die den strengsten Abgasnormen entsprechen. Vor allem befördert sie einen möglichst grossen Teil ihrer Waren mit Güterzügen, die das umweltfreundlichste Transportmittel sind. Die Detailhändlerin ist daher seit Jahren die grösste Kundin von SBB Cargo. Im ersten Halbjahr 2014 hat sie ihre Bahntransporte erneut ausgebaut: Die Summe aller Streckendistanzen betrug 5,6 Millionen Bahnkilometer – ein Zuwachs um zwei Prozent. Solche Steigerungen sind nur möglich, weil die Migros ständig nach Lösungen sucht, um Warenströme von der Strasse auf die Schiene umzulenken. Ein Beispiel sind Transporte von Tiefkühlprodukten zur Genossenschaft Migros Ostschweiz. Seit rund zwei Jahren wird dieser Transport teilweise per Zug abgewickelt: Mitarbeiter des MVN beladen gekühlte Container mit den bestellten Produkten. Die Behälter gelangen danach auf Güterwaggons nach Gossau SG; erst dort werden sie von Kränen direkt auf Lastwagen verladen, die dann die Verteilung der Waren auf die Filialen übernehmen. Wir zeigen Ihnen in Bildern, wie die Reise der Produkte in die Ostschweiz abläuft. Text: Michael West Bilder: Basile Bornand

1. Beladen der Container: In der Ostschweiz sollen 100 MigrosFilialen mit Tiefkühlprodukten beliefert werden. Am Vorabend des Transports verladen MVN-Mitarbeiter die Artikel aus dem riesigen Tiefkühllager in acht gekühlte Container auf vier Güterwaggons.

2. Bahntransport: Um 4.30 Uhr holt eine Rangierlok die Waggons mit den Containern im MVN ab, das durch eigene Geleise mit dem SBB-Streckennetz verbunden ist. Um 5 Uhr werden die Waggons in Oberbuchsiten SO an eine Streckenlok angekoppelt (im Bild).

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

3. Fortsetzung des Bahntrans­ ports: SBB­Cargo­Lokführer Roland Niggli sitzt im Führer­ stand der Streckenlok. Diese zieht die vier Waggons mit den Containern mit bis zu 120 Stundenkilometern Rich­ tung Ostschweiz. Um 8.36 Uhr trifft der kleine Güterzug beim Bahnhof Gossau ein.

Eine grüne Lokomotive als Symbol

Bild: Christian Schnur

Weil die Migros ihre Waren wenn immer möglich auf der Schiene transportiert, sind die Detailhändlerin und SBB Cargo be­ währte Partner. «Der Transport für den Detailhandel ist ein anspruchsvolles und zeitkritisches Geschäft», sagt Nicolas Perrin, CEO der SBB Cargo. «Wir tragen gern unseren Teil dazu bei, dass die Kunden der Migros ihre Produkte zuverlässig in den Regalen finden.» Bernhard Metzger, Leiter Logistik Transport bei der Migros, ist überzeugt von der Partner­ schaft. «Die Bahn ist für lange Strecken unser bevorzugtes Transportmittel, denn wir möchten unsere Waren klimafreundlich befördern.» Als Symbol der Partnerschaft rollt eine Lok im Design von Generation M, dem Nachhaltigkeitsprogramm der Migros, seit Sommer 2014 über das Streckennetz der SBB. Die grüne Lok zieht allerdings Personen­ und keine Güterzüge, denn schliesslich soll sie von einem möglichst grossen Publikum gesehen werden.

Starke Partner: Cargo­CEO Nicolas Perrin (rechts) und Bernhard Metzger vor der Generation­M­Lok.

Gewinnen Sie eine Fahrt im Führerstand! Bei einem Wettbewerb der Migros, gibts fünf Fahrten im Führerstand der Gene­ ration­M­Lok zu gewinnen: Während eines halben Tages können jeweils zwei Personen im Cockpit der Lok mitfahren. Zudem verlost die Migros 20 Märklin­ Modellbahnwagen im Migros­Design. Mitmachen: www.generation­m.ch/ lokomotive

4. Verladen der Container auf Lastwagen: Spezialkräne der SBB verladen die Container von den Güterwaggons auf vier Camions der Migros Ost­ schweiz. Jeder der LKW kann zwei Container aufnehmen – einen auf der Ladefläche und einen auf dem Anhänger.

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AKTUELL 54 |

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LOGISTIK

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

5. Strassentransport: Um 9.15 Uhr beginnt in Gossau der LKW-Transport der Tiefkühlprodukte zu den 100 Migros-Filialen. Einer der Fahrer ist Thomas Hofstetter. Wie alle Chauffeure im Dienst der Migros hat er in Kursen einen Fahrstil erlernt, der möglichst wenig Treibstoff verbraucht. Anzeige

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

6. Belieferung der Filialen: Bis am Mittag erhalten alle 100 Filialen die bestellten Produkte. Die LKW-Chauffeure entladen die Container jeweils an den Rampen der Supermärkte. Eine der belieferten Filialen ist die Migros in Sirnach TG (grosses Bild). Anzeige

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AKTUELL

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LOGISTIK | 55

7. Vermeiden von Leerfahrten: Am nächsten Morgen werden die Container beim M-Industriebetrieb Bischofszell mit dort hergestellten Tiefkühlprodukten neu beladen (kleines Bild). Per LKW und Bahn gelangen sie zum MVN. Dort werden die Produkte eingelagert.


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Viele dieser Angebote auch nach Hause geliefert durch LeShop.ch Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Sélection Geschenkkörbe sind von der Aktion ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 2.12. BIS 15.12.2014, SOLANGE VORRAT


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

SCHAUFENSTER WEIHNACHTEN | 57

Samichlaus, du guete Maa

Samichlaus und Schmutzli werden alle Jahre wieder freudig erwartet. Schliesslich bringen die beiden Nüsse, Mandarinli und ganz viel Schoggi.

Grand-Mère Zimtsterne, 230 g, Fr. 3.90* statt 4.50 Grand-Mère Mailänderli, 200 g, Fr. 3.40* statt 4.– * Aktion: vom 2. bis 8. 12. alle Grand-Mère-Weihnachtsbiskuits beim Kauf ab 2 Produkten jedes Produkt Fr. –.60 günstiger Solange Vorrat

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Bilder: Jorma Müller; Styling: Monika Hansen; Bilder (Food): Veronika Studer; Projektleitung: Sonja Leissing

Solange Vorrat

I

mmer um den 6. Dezember herum kommen Samichlaus und Schmutzli aus dem tiefen Wald, um kleinen und grossen Kindern eine Freude zu bereiten. Während des Jahres haben sie in ihrem goldenen Buch notiert, ob alle Kinder schön brav waren. Wer den beiden ein Sprüchli aufsagen kann und verspricht, im nächsten Jahr wieder so folgsam zu sein, wird grosszügig belohnt. Aus dem Gabensack kullern saftige Mandarinli, würzige Lebkuchen, feine Schokolade, Grittibänze und Nüsse. SL


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WEIHNACHTEN

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Süsses Grittibänz-Meitli Ergibt 2 Stück

ZUTATEN 500 g Zopfmehl 1 TL Salz 60 g Blütenhonig 75 g Butter, weich 20 g Hefe 3 dl Milch, lauwarm 1 Ei Weinbeeren Hagelzucker ZUBEREITUNG 1. Mehl, Salz, Honig und Butter in eine Schüssel geben. Hefe in der Milch auflösen, zur Mehl­ mischung giessen, zu einem weichen, geschmei­ digen Teig kneten. Zugedeckt ca. 1 Stunde um das Doppelte aufgehen lassen. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teig in 2 Portionen teilen, zu Kugeln formen. Beide Kugeln oval auswallen, mit einer Schablone Grittibänze ausschneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 3. Aus den Teigresten lange Zöpfe für die Haare oder andere Verzierungen formen. Ei verquirlen, Verzierungen damit bestreichen und auf die Figuren setzen. Figuren mit Ei bestreichen. Weinbeeren als Augen in den Teig drücken. Beine mit Hagelzucker bestreuen, jedes Bein ein Mal längs einschneiden. Mund einschneiden. 4. Grittibänze in der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen, auf einem Kuchen­ gitter auskühlen lassen. Zubereitung: ca. 35 Minuten + ca. 1 Stunde aufgehen lassen + ca. 30 Minuten backen Pro Stück ca. 38 g Eiweiss, 43 g Fett, 226 g Kohlenhydrate, 6090 kJ/1460 kcal

Wie wärs mit einem Grittibänz, der Ihrer Tochter ähnelt? Die Überraschung wird Freude bereiten. Mehr Rezepte unter www.migros.ch/rezepte


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Salziges Grittibänz-Grosi Ergibt 2 Stück

ZUTATEN 2 EL Thymian 50 g Specktranchen 500 g Zopfmehl 1½ TL Salz 50 g Butter, weich 20 g Hefe 3 dl Wasser, lauwarm Haselnüsse für die Garnitur Wenig Mehl zum Bestäuben ZUBEREITUNG 1. Thymian fein hacken, Speck in feine Streifen schneiden, mit Mehl, Salz und Butter mischen. Hefe im Wasser auflösen, zur Mehlmischung geben, zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt ca. 1 Stunde um das Doppelte aufgehen lassen. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teig in 2 gleich grosse Portionen teilen, zu Kugeln formen, beide Kugeln oval auswallen, mit einer Schablone Grittibänze ausschneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 3. Aus den Teigresten Rolle für Haare und andere Verzierungen formen. Haselnüsse für die Augen tief eindrücken, Grittibänze mit wenig Mehl bestäuben. Mund einschneiden. 4. Grittibänze in der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen, auf einem Gitter auskühlen lassen. Zubereitung: ca. 35 Minuten + ca. 1 Stunde aufgehen lassen + ca. 30 Minuten backen Pro Stück ca. 34 g Eiweiss, 32 g Fett, 186 g Kohlenhydrate, 4940 kJ/1180 kcal Rezepte

Das Rezept für den feinen Grittibänz, der wie das Grosi aussieht, geht ganz einfach.

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WEIHNACHTEN | 59


MAX

Tolle Exklusivreise mit Einkehr bei Volksmusik-Legende Slavko Avsenik

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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Dienstag, 21. April 2015 Anreise im komfortablen Extrabus in die slowenischen Alpen nach Bled. Das romantische Städtchen Bled mit seinem märchenhaften See übt schon seit Jahrtausenden einen besonderen Reiz auf seine Besucher aus! Die Küche unseres Hotels erwartet uns mit einem feinen Nachtessen. 2. Tag, Mittwoch, 22. April 2015 Nach dem Frühstück lernen wir Bled bei einer interessanten Stadtführung näher kennen. Wir besichtigen unter anderem die wunderschöne Burg von Bled, von wo aus man eine wundervolle Aussicht auf den See und die Berge hat. In einem der Burgräume ist ein Museum mit archäologischen und historischen Sammlungen zu sehen. Das Burgrestaurant hat eine Aussichtsterrasse mit Blick auf das Gebirgsrund der Karawanken und Julier. Danach bringt uns eine idyllische Schifffahrt auf dem zauberhaften Bleder See zur Insel Pletna. Auf dem Felsen, der sich 100 m über dem See erhebt, ruht die mächtige Burg. Am späten Nachmittag fahren wir nach Begunje, dem Heimatort von Slavko Avsenik und seinen„Orginal Oberkrainern“. Viele Jahrzehnte begeisterte Slavko Avsenik mit seiner Band, den „Original Oberkrainern“, die Menschen mit seiner herzlichen Musik. Das

Abendessen wird in seinem Gasthaus serviert, umrahmt mit Oberkrainer Melodien, gespielt von seinen Nachwuchsmusikanten. Ein gelungener Abend mit Musik und Tanz erwartet Sie! 3. Tag, Donnerstag 23. April 2015 Gleich nach dem Frühstück erwartet uns heute eine grandiose Panoramarundfahrt durch den Triglav Nationalpark. Der Park gehört zweifelsohne zu den schönsten Alpenregionen und ist ein wahres Freilichtmuseum! Klare Bergseen, schäumende Bäche, rauschende Wasserfälle, geheimnisvolle Schluchten und jede Menge von eindrucksvollen Lichteffekten! Vom Triglav aus öffnen sich fächerförmig nach allen Seiten tiefe und steile Täler, die überwiegend in der Zeit der großen Eisgletscher entstanden sind. Die Täler und Hochebenen sind von einem Teppich grüner Wälder und Weiden bedeckt, über dem sich die hohen, spitzen Gipfel erheben. Ein besonderer Höhepunkt ist der wunderschöne botanische Alpengarten Juliana im Trenta Tal, wo Sie viele seltene Pflanzen bestaunen werden. Nach einem Tag voller Naturschönheiten erwartet uns der Hotelier mit einem feinen Abschlussessen im Hotel. 4. Tag, Freitag 24. April 2015 Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an!

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

SCHAUFENSTER

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HAUSBÄCKEREIEN | 61

Wo die kleinen Kerle wohnen

Weihnachtszeit ist Grittibänz-Zeit, und die Bäcker der Hausbäckereien werden zu Künstlern.

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örper, Arme und Beine entstehen aus einem rechteckigen Teigstück. Eine Kugel des süssen Hefeteigs aus TerraSuisse-Mehl wird zum Kopf, und schnell nimmt der Grittibänz in der Hausbäckerei in Conthey VS Gestalt an. Alain Ferrari und sein Bäckerteam formen in der Weihnachtszeit rund 3000 verschmitzt guckende Grittibänze. Während ein Zopf in wenigen Sekunden gezöpfelt ist, benötigt die geübte Bäckerhand fürs Formen eines Grittibänzes gut eine Minute.

Sélection-Grittibänze erfordern besonders viel Aufmerksamkeit «Wir müssen schnell sein bei so vielen kleinen Kerlen. Sie werden uns noch warm fast aus den Händen gerissen», sagt Ferrari mit einem Lächeln. Worauf ist beim Formen der Teigmännchen zu achten? 25 Jahre Erfahrung als Bäcker machen die Antwort leicht: «Man darf die Rosinen nicht zu tief in den Teig drücken, sonst sehen die Augen nicht schön aus.» Besonders viel Geschick erfordern die neuen Sélection-Grittibänze. Sie sind filigraner modelliert, mit Mandeln dekoriert und wiegen stattliche 500 Gramm. Entsprechend imposant ist ihre Grösse. Zwischen zwei und drei Minuten benötigt der Bäcker für diese Teigkerle. Da bleibt selbst manch Erwachsener einen Moment länger stehen und staunt. CS

Bild: Marvin Zilm

Alain Ferrari mit drei seiner kleinen Zöglinge, die er mit viel Liebe zum Detail geschaffen hat.

 TerraSuisse Grittibänz, 100 g, Fr. 1.90  Sélection Grittibänz, 500 g, Fr. 9.50 In grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Brote der Jowa.


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BIO-QUINOA

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

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Bio Fairtrade Max Havelaar Quinoa rot*, 400 g, Fr. 5.60 1 Quinoa wächst auf bis zu 4300 Meter Höhe und verträgt Frost und Dürre. 2 In Südamerika gehört das Inkakorn schon seit über 6000 Jahren zu den Grundnahrungsmitteln. Hauptanbauländer sind Peru, Bolivien und Ecuador. 3 + 4 Die senfkorngrossen Samen müssen aus den verzweigten Fruchtständen gedroschen werden. 4

Bio Fairtrade Max Havelaar Quinoa weiss*, 400 g, Fr. 5.60

Mehr Kornvielfalt

Eine neue Pasta bereichert jetzt das Angebot von Bio-Quinoa-Produkten.

Q

uinoa ist in Südamerika schon seit6000Jahren Grundnahrungs­ mittel. Hierzulande bereichert die auch Inkakorn genannte Pflanze erst seit einigen Jahren die abwechs­ lungsreiche Küche.Das Fuchsschwanz­ Bio steht für strengste Massnahmen beim Rohstoffanbau. Oberste Priorität haben der schonende Umgang mit der Natur, die Naturbelassenheit der Rohstoffe und Produkte sowie das Tierwohl.

gewächs gedeiht in einer Höhe von bis zu 4300 Metern. Seine senfkorngrossen Samen haben eine getreideähnliche

Zusammensetzung, schmecken nussig und können wie Reis oder Hirse ver­ wendet werden. Auch Guetsli, Brot und Kuchen lassen sich gut damit backen, wenn man sie mit Mais­ oder Weizen­ mehl mischt. Quinoa hat einen überdurchschnitt­ lich hohen Nährstoffgehalt.Bemerkens­ wert ist der Gehalt an hochwertigem Eiweiss, aber auch Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren sind gut vertreten. Das Inkakorn stellt damit eine gute Alternative und Ergänzung zum Grundnahrungsmittel unserer Breitengrade, dem Weizen, dar. Die Migros bietet Quinoa ausschliess­ lich in Bioqualität sowie in zwei Sorten

an. Sowohl die rote als auch die weisse Sorte tragen ausserdem das Gütesiegel Fairtrade Max Havelaar. Eine Pastaneuheit bereichert jetzt das Sortiment und bringt Abwechslung auf den Teller: Bio­Penne mit Quinoa. Sie basiert auf Hartweizengriess und Quinoamehl und lässt sich wie jede andere Penne verarbeiten. Besonders fein ist sie mit frischen Zutaten, wie in unserem Rezept. JV

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Bio leistet einen wertvollen Beitrag dazu.

Bio Penne mit Quinoa*, 500 g, Fr. 2.70 20-fache Cumulus-Punkte vom 2. bis 15. 12. * in grösseren Filialen

Bilder: Getty Images, dpa Picture; (Food) Claudia Linsi

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Penne Quinoa mit Lauch-Orangen-Sauce Hauptgericht für 4 Personen ZUTATEN 400 g Bio-Penne mit Quinoa Salz 4 EL Zedern- oder Pinienkerne* 3 Blondorangen* 2 EL Butter, weich* 1 EL Weissmehl*/** 800 g Lauch*/** 3 dl Gemüsebouillon* Petersilie zum Bestreuen * erhältlich in Bioqualität ** in grösseren Filialen

ZUBEREITUNG 1. Bio-Penne mit Quinoa in siedendem Salzwasser al dente kochen. Zedernkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten. 2. Eine Orange auspressen. Restliche Orangen samt weisser Haut schälen, die Orangenfilets mit einem scharfen Messer aus den Trennhäuten herauslösen. Den dabei entstehenden Saft auffangen. Die Hälfte der Butter und Mehl miteinander verkneten. 3. Lauch schräg in Ringe à ca. 7 mm schneiden. Restliche Butter erhitzen, Lauch beigeben und ca. 4 Minuten dünsten. Orangensaft und Bouillon dazugiessen, aufkochen. Mehlbutter unter Rühren beigeben, ca. 10 Minuten köcheln lassen. Orangenfilets beigeben, warm werden lassen. Penne mit der Sauce anrichten. Petersilie fein hacken und mit den Zedernkernen darüberstreuen. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten Pro Portion ca. 9 g Eiweiss 13 g Fett 21 g Kohlenhydrate 1000 kJ/ 240 kcal Rezept

SCHAUFENSTER

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BIO-QUINOA | 63


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präsentierten Preise gewinnen, müssen Sie am entsprechenden Tag via Telefon, SMS oder Internet an der Verlosung teilnehmen. Mehrfachteilnahmensinderlaubt.Zusätzlich gibt es jede Woche vier Fluggutscheine von Easyjet zu gewinnen. Der Erlös aus dem Adventskalender kommt Caritas, Heks, Pro Juventute und der Winterhilfe zugute.

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Heute geht endlich das grosse Törchen­ öffnen los. Vom 1. bis am 24.Dezember 2014 verlost das Migros­Magazin täglich tolle Preise. Zusätzlich gibt es wöchentlich Flugtickets von Easyjet zu gewinnen. Jeden Tag neue Preise – lassen Sie sich überra­ schen, was unser Adventskalender für Sie bereithält. Wollen Sie einen der im Kalender

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Kalbshohrückensteak, TerraSuisse, 2 Stück, per 100 g 3.90 statt 5.60 30% Schweinsgeschnetzeltes, TerraSuisse, per 100 g 1.65 statt 2.40 30% Walliser Cordon bleu, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.60 statt 3.30 20% Optigal Poulet-Geschnetzeltes, Schweiz, per 100 g 2.80 statt 3.30 Kabeljaurückenfilets, MSC, Wildfang aus dem Nordostatlantik, per 100 g 2.90 statt 4.20 30% * Lachsfilet Rückenstück, Norwegen, Zucht, per 100 g 3.90 statt 4.70

BROT UND MILCHPRODUKTE Haselnussbrot, Bio, 320 g 20x 3.40 NEU *,** Bratbutter, Bio, 250 g 5.50 statt 6.90 20% Alle Bio Butter –.50 günstiger, z.B. Butter in Schale, 200 g 3.60 statt 4.10 Valflora Vollmilch UHT, 12 x 1 Liter 11.30 statt 16.20 30% Alle Flan im 6er-Pack –.50 günstiger, z.B. Chocolat, 6 x 125 g 2.50 statt 3.– Emmentaler Surchoix, per 100 g 1.50 statt 1.90 20% Alle Sélection Produkte, z.B. Brie de Meaux, 200 g 4.70 statt 5.90 20% M-Classic Käsekuchenmischung im Duo-Pack, 2 x 250 g 7.10 statt 8.90 20% Alle Excellence Joghurt, 150 g, z.B. Truffes –.75 statt –.95 20% Käse in Bedienung: Maxx 365, per 100 g 2.60 statt 3.10 Käse in Bedienung: Appenzeller Surchoix, per 100 g 1.85 statt 2.20 Appenzeller extra, per 100 g 1.75 statt 2.20 20% *

BLUMEN & PFLANZEN Rosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 50 cm, Bund à 15 Stück 14.90 Weihnachtsstern, im 17-cm-Topf, pro Pflanze 14.90 Amaryllis mit Grün, Bund à 3 Stück 11.90 statt 14.90 20% Weihnachtsstern Midi im Übertopf, «Aus der Region.», pro Pflanze 6.50

WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Pralinés in Schachteln und Adoro Kugeln, UTZ (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.40 statt 15.50 20% **

Alle Frey Schokoladen-Kugeln im 500-g-Beutel, UTZ, z.B. Giandor Milch 8.60 statt 10.80 20% Alle Blévita Stangen, 4er- und 6er-Portionen sowie Minis, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Kräuter, 216 g 4.70 statt 5.30 Alle Grand-Mère Weihnachtsbiscuits, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger, z.B. Weihnachtsmischung, 380 g 5.40 statt 6.– Alle Kaffees Bohnen oder gemahlen, UTZ, z.B. Boncampo Bohnen, 500 g 3.90 statt 4.90 20% Bio Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Kernen-Nuss-Mix, z.B. Kürbiskerne, 400 g 4.95 statt 6.20 20% Alle Backmischungen und Dessertpulver (ohne Alnatura), z.B. Brownies, 490 g 4.25 statt 6.10 30% Delicious Pommes Duchesse, tiefgekühlt, 1 kg 5.35 statt 7.65 30% Buon Gusto Lasagne Verdi Bolognese oder Fiorentina, tiefgekühlt, z.B. Verdi Bolognese, 20x 600 g 5.20 NEU *,** Alle Bio Fische und Meeresfrüchte, tiefgekühlt, z.B. Pangasiusfilets, 300 g 5.10 statt 6.40 20% Finest Tartar, tiefgekühlt, 6 x 70 g 14.– statt 21.– 6 für 4 Alle Bio Mifloc und Rösti, z.B. Mifloc, 2 x 95 g 3.15 statt 3.95 20% Alle Trockenpilze in Beuteln, z.B. Steinpilze getrocknet, 30 g 2.90 statt 3.65 20% Agnesi Mini Krawättli Kürbis oder Zöpfli Spinat, z.B. Krawättli Kürbis, 400 g 20x 2.90 NEU *,** Penne mit Quinoa, Bio, 20x 500 g 2.70 NEU *,** Bio Tomatenkonserven, z.B. gehackte Tomaten, 280 g 1.05 statt 1.35 20% Alle Bio Essige und Bio Öle (ohne Alnatura), z.B. Apfelessig, 0,5 Liter 1.75 statt 2.20 20% French Dressing, Migros-Bio, 450 ml 2.85 statt 3.60 20% Alle Bio Senf, Mayonnaise, Tartare oder Ketchup, z.B. Senf mild, 200 g 1.15 statt 1.45 20% Gesamtes Condy Essiggemüseund Antipasti-Sortiment, z.B. Gewürzgurken, 270 g 1.50 statt 1.90 20% Alle Migros-Bio Konserven, z.B. Apfelmus, 445 g 1.35 statt 1.70 20% M-Classic Chips Nature oder Paprika im XL-Beutel, 400 g, z.B. Paprika 3.– statt 6.– 50% Alle Frischback-Artikel gekühlt, z.B. M-Classic Semmeli, 400 g 1.90 statt 2.40 20% M-Classic Marmorcake, 20x 700 g 5.90 NEU *,** Alle San Antonio Pandoro und Panettone, z.B. Panettone, Schachtel, 1 kg 8.80 statt 11.– 20% Anna’s Best Pastasalat Pomodoro, 300 g 5.90 NEU *,** 20x Anna’s Best Orangensaft, 2 Liter 3.80 statt 7.60 50%

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NEAR-/NON-FOOD Alle Gourmet Gold oder Perle im 8er-Multipack, Dosen oder Beutel, z.B. Gold Pastete, 8 x 85 g 6.55 statt 8.20 20% Alle Covergirl Mascara, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 2.50 günstiger, z.B. Professional 3 in 1 Mascara Very Black Curved 200, 9 ml 8.40 statt 10.90 ** Alle Essence Ultîme Haar-Produkte, z.B. Repair Shampoo, 20x 250 ml 6.90 20x PUNKTE ** Alle Nivea Hairstyling-Produkte im Duo-Pack, z.B. Diamond Volume Styling Mousse, 2 x 150 ml 8.80 statt 11.– 20% ** Gesamtes Garnier Skin Sortiment, z.B. Ultra Lift straffende Anti-FaltenTagespflege, 50 ml 13.10 statt 16.40 20% ** Alle Candida Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Zahnpasta Fresh Gel im 3er-Pack, 3 x 125 ml 5.90 statt 8.85 33% ** Alle Garnier Deodorants, z.B. Mineral Roll-on Ultra Dry, 50 ml 3.60 statt 4.50 20% ** Molfina Damenhygieneprodukte im Duo-Pack, z.B. Slipeinlage Bodyform Air, 2 x 36 Stück 2.70 statt 3.20 15% ** Primella Watteprodukte im Duo-Pack, z.B. Watterondellen, 2 x 80 Stück 3.– statt 3.80 20% ** Herren Socken im Duo-Pack, z.B. grau 9.90 ** Herren Socken in Mehrfachpackung, z.B. Socken im 3er-Pack 12.90 ** Kinder Wäsche und Winterwäsche, z.B. Boxer im 3er-Pack, blau, Gr. 134/140–170/176 9.90 ** Total Waschmittel, z.B. Pulver, 2,475 kg 7.95 statt 15.90 50% Alle Total Wasch- und Bügelhilfen, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.– günstiger, z.B. Color Protect Farb- und Schmutzfänger, 30 Stück 6.60 statt 7.60 ** Soft Toilettenpapier in Mehrfachpackungen, z.B. X-mas mit Weihnachtsduft, FSC, 16 Rollen 8.90 ** Gastro und Antares KochgeschirrSerien, z.B. Gastro Bratpfanne, Ø 28 cm, aus Edelstahl, auch für Induktion geeignet 19.90 statt 39.80 50% ** Schneeschuh Alpin Alu inkl. Tasche Einführungspreis 119.– statt 199.– 40% ** Alle Cucina & Tavola TrinkglasSerien (ohne Glasgeschirr), z.B. Superiore Bianco im 3er-Set, 3 x 32,5 cl 6.40 statt 12.80 50% **


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Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der MigrosMedien sowie der beteiligten Partner sind nicht teilnahmeberechtigt. Mehrfachteilnahmen sind möglich, Computergesteuerte Massenteilnahmen sind ausgeschlossen.

Per Telefon: Wählen Sie die Nummer 0901 100 033 (Fr. 1.–, Anruf ab Festnetz), nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Wort KALENDER, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nr. 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: KALENDER Lösung Beat Muster, Musterstrasse 1, 9999 Musterdorf Online: www.migrosmagazin.ch/ad ventskalender

Beantworten Sie die folgende Frage und nehmen Sie teil, täglich zwischen 00.00 und 23.59 Uhr: Welche Farbe hat der Bart des Samichlaus?

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Teilnahmeschluss: 7. Dezember 2014, 24 Uhr

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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BISCHOFSZELL | 75

Die Butterrösti der Marke Bischofszell wird aus Schweizer Kartoffeln hergestellt. Die Äpfel für das Apfelmus Jonagold stammen aus der Ostschweiz.

Bequem und köstlich

Fertiggerichte mit klassischer Rezeptur sind eine Spezialität der Marke Bischofszell.

I

Bild und Styling: Claudia Linsi

n der kalten Jahreszeit finden sich wieder mehr und mehr währschafte Gerichte und fruchtige Kompotte auf dem Speiseplan. Doch um dafür die klassischen Rezepte aus früheren Tagen nachzukochen, fehlt im Alltag oft die Zeit. Vor allem über Mittag kann es Berufstätigen gar nicht schnell genug gehen. Für sie und alle anderen Fans einer stilvollen, aber bequemen Küche leistet die Bischofszell Nahrungsmittel AG willkommene Vorarbeit.

Schweizer Kochkultur mit Produkten aus der Region Das Thurgauer Traditionsunternehmen bietet ein Sortiment an vorgekochten Speisen, das auch eine gute Portion Schweizer Kochkultur repräsentiert. Die Auswahl ist reichhaltig und aus ökologischer Sicht vorbildlich, weil für

Produkte der Marke Bischofszell vorzugsweise Rohstoffe aus der Schweiz und nach Möglichkeit sogar aus der Region verarbeitet werden. Dies gilt vor allem für Früchte, die als Kompott im Glas angeboten werden. So reifen zum Beispiel die Jonagold-Äpfel für das Apfelmus an Bäumen in der Ostschweiz. Beliebte Gerichte wie die Ravioli Napoli oder Tortellini Verdure aus der Dose müssen lediglich erhitzt werden. Nur wenige Minuten braucht es, bis die Butterrösti goldbraun und knusprig aus der Pfanne kommt. Wer noch ein paar frische Kräuter, Cherrytomaten, geröstete Zwiebeln oder Speckwürfel hinzufügt, hat im Nu ein sättigendes Hauptgericht à la Grosi parat. Dazu passt ein Apfelmus – natürlich auch von Bischofszell. Warum? Weil es delikat und schon fertig ist. JV

Bischofszell Ravioli Napoli*, 430 g, Fr. 3.10

Bischofszell Tortellini Verdure*, 430 g, Fr. 3.90

Bischofszell Butterrösti* 400 g, Fr. 2.60

Bischofszell Apfelmus Jonagold*, 300 g, Fr. 2.50

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Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Fertiggerichte der Bischofszell Nahrungsmittel AG.


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Frühlings-Hit Apulien Die Höhepunkte Ihrer Reise

Ihr Reiseprogramm

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1. Tag: Hinflug Zürich–Brindisi, Fahrt Brindisi–Ostuni–Savelletri di Fasano. Am frühen Morgen individuelle Anreise oder fakultativer Twerenbold-Bustransfer (muss im Voraus reserviert werden) zum Flughafen Zürich-Kloten und Direktflug mit Air Berlin nach Brindisi. Empfang durch die lokale Reiseleitung und Fahrt mit unserem Twerenbold-Bus ins malerische, weisse Städtchen Ostuni, das auf drei Hügeln in der Nähe der Adriaküste liegt. Besuch der Altstadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer und dem einzigartigen Ausblick. Anschliessend Fahrt in eine typisch apulische Masseria, wo wir ein Mittagessen mit lokalen Spezialitäten geniessen. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Savelletri di Fasano zu unserem Hotel. 2. Tag: Bari und Castel del Monte. Am Vormittag Fahrt nach Bari, die Hauptstadt Apuliens. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die Altstadt mit ihren engen, winkligen Gassen zur romanischen Basilika des Heiligen Nikolaus, wo dessen sterbliche Überreste aufbewahrt werden. Am Nachmittag Weiterfahrt zum imposanten Stauferschloss Castel del Monte (1240 n. Chr.). Geführte Besichtigung des im frühgotischen Stil erbauten Schlosses. Rückfahrt ins Hotel. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Altamura und Matera*. Fahrt in die Kleinstadt Altamura, die bekannt ist für ihre Kathedrale und das dort hergestellte Brot. Anschliessend erreichen wir die malerisch über einer tiefen Felsschlucht gelegene Stadt Matera. Das Stadtbild wird geprägt von der lebhaften Oberstadt mit prächtigen Plätzen, breit angelegten Strassen und der Unterstadt Sassi, deren Behausungen und Kirchen in den Fels geschlagen wurden. Geführte Stadtbesichtigung. Gegen Abend Rückfahrt zum Hotel. 4. Tag: Fakultativer Ausflug Lecce und Salentinische Halbinsel*. Lecce ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und wird wegen ihrer Architektur gern als das «Florenz des Barocks» bezeichnet. Geführter Altstadtrundgang. Die Salentinische Halbinsel setzt die landschaftlichen Akzente des heutigen Tages. Via Gallípoli erreichen wir Leuca, die südlichste Spitze der Halbinsel, den «Stiefelabsatz». Rückfahrt über Otranto mit Besichtigung der Altstadt und der Kathedrale mit dem berühmten Bodenmosaik.

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Flug mit Air Berlin und Reise mit Twerenbold-Bus Fünf Übernachtungen im komfortablen Hotel direkt am Meer Ostuni, Bari und Castel del Monte inbegriffen Fak. Ausflugspaket mit 3 Ausflügen

Der Frühling ist die schönste Reisezeit, die Höhepunkte Apuliens zu erleben. Mit Di­ rektflug von Air Berlin erreichen wir be­ quem unser Ferienziel in Süditalien. Wir wohnen fünf Nächte im guten Mittelklass­ hotel direkt am Meer und geniessen die apulische Frühlingssonne. Mit unserem fa­ kultativen Ausflugspaket erkunden wir im Twerenbold Komfortklasse­Bus die schön­ sten Plätze Apuliens: Die einzigartigen Trul­ li in Alberobello, die Landschaft der Salenti­ nischen Halbinsel und die Sassi in Matera sind nur einige Höhepunkte der Region. Am Hafen von Bari

Sonntag – Freitag 1: 05.04.–10.04. 2: 12.04.–17.04. 3: 19.04.–24.04. 4: 26.04.–01.05. Unsere Leistungen ■

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5. Tag: Fakultativer Ausflug Castellana­ Grotten und Alberobello*. Heute Vormittag besuchen wir die Castellana-Grotten, den bedeutendsten Tropfsteinhöhlenkomplex Europas. Weiterfahrt nach Alberobello, der Stadt der «1000 Trulli». Die eigenartigen weiss gekalkten Steinhäuser mit ihren kegelförmigen Dächern sind hier überall zu sehen. Geführte Besichtigung. 6. Tag: Rückflug Brindisi–Zürich. Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Brindisi und Rückflug mit Air Berlin nach Zürich. Individuelle Heimreise oder fakultativer Bustransfer zurück zu den Einsteigeorten. *Das Ausflugspaket mit drei Ausflügen ist im Voraus buchbar. Sie sparen min. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich.

5: 03.05.–08.05. 6: 10.05.–15.05. 7: 17.05.–22.05.

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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus ab/bis Brindisi Linienflug mit Air Berlin Zürich–Brindisi–Zürich in Economy-Klasse 1 x 23 kg Freigepäck Aktuelle Treibstoffzuschläge sowie Flughafen- und Sicherheitstaxen Unterkunft im guten Mittelklasshotel La Sorgente, Basis Doppelzimmer Parkseite Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 5 x Halbpension im Hotel (Abendessen und Frühstücksbuffet) – 1 x Mittagessen in einer typischen Masseria (1. Tag) Lokale, deutsch sprechende Reiseleitung (1. und 2. Tag) Eintritt Castel del Monte Erfahrener Reisechauffer ab/bis Brindisi

Nicht inbegriffen ■

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Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 130.– Zuschlag Zimmer zur Meerseite 35.– Fakultativer Flughafentransfer (Hin- und Rückreise) ab Basel – Baden-Rütihof oder Wil – Winterthur (muss im Voraus gebucht werden) 90.– Fakultatives Ausflugspaket mit drei Ausflügen (muss im Voraus gebucht werden) 125.– Annullierungskosten- und Assistance Versicherung 49.–

Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch Zimmer im Hotel La Sorgente

Ihr Hotel Wir wohnen fünf Nächte im guten Mittelklass­ hotel La Sorgente T­U U U+ (off. Kat. ****) in Savelletri di Fasano. Das Hotel liegt direkt am Meer im Zentrum von Savelletri, ein pittoreskes Fischerdorf. Die 42 Zimmer sind alle mit Dusche oder Bad/WC, Klimaanlage, Minibar, Safe, TV und Telefon ausgestattet. Weitere Einrichtungen des Hotels: Restaurant, Bar und Aussenschwimmbad (saisonal geöffnet).

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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FARM CHIPS | 77

Mehr als nur ein Snack

Zum Fondue Chinoise sind spezielle Beilagen willkommen. Zum Beispiel die Farm Chips.

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eit die frittierte Kartoffelscheibe vor über 150 Jahren in den USA auf den Speisekarten besserer Restaurants aufgetaucht ist, hat sie eine steile Karriere hingelegt. Heute werden allein bei der Bischofszell Nahrungs­ mittel AG jährlich rund 11 000 Tonnen Kartoffeln zu Chips verarbeitet. Man knabbert sie bevorzugt zum Apéro oder am entspannten TV­Abend. Aber auch als Beilage stehen Kartoffelchips hoch im Kurs, zum Beispiel zu Grilliertem oder zum Fondue Chinoise.

Kartoffeln und Kräuter aus Schweizer Produktion

Bild: Claudia Linsi

Passend zum festlichen Ambiente eines Fondue­Chinoise­Abends sollte es hin­ sichtlich der Qualität der Zutaten keine Kompromisse geben. Das gilt nicht nur für das Fleischangebot, sondern auch für die Beilagen. Schon deshalb sind die Farm Chips eine sehr gute Wahl, denn für deren Herstellung werden nur hoch­ wertige Rohstoffe verarbeitet. Sowohl die Kartoffeln, die in einem speziellen Verfahren frittiert werden, als auch die Kräuter für die Würze stammen aus Schweizer Produktion. Und weil sie aus ungeschälten Kartoffeln hergestellt werden und die Scheiben etwas dicker geschnitten sind als für herkömmliche Pommes Chips, sehen die goldgelben Farm Chips wie hausgemacht aus. Das Auge isst ja bekanntlich mit – so auch beim Fondue Chinoise mit all seinen delikaten Dips und Saucen, die sich mit den Farm Chips vortrefflich naschen lassen, während das Fleisch im Caquelon gart. NO

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Farm Chips .

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Schon wegen der feinen Saucen und Dips, die zum Fleisch serviert werden, passen die Farm Chips ausgezeichnet zum Fondue Chinoise.


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KAFFEE

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

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Die faszinierende Welt des Kaffees vom Anbau in Südamerika bis zur Swiss Coffee Championship. Heute: Latte Art

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Schaumkünstler

Aus Kaffee macht er Kunstwerke: Der Barista Micha Schranz gehört zu den Besten seines Fachs und erklärt, wie Latte Art perfekt zubereitet wird.

Delizio Espresso Macchiato, 12 Kapseln, Fr. 5.10 www.migros.ch/kaffee

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch ein grosser Teil des Kaffeesortiments.

L

atte Art ist eine Kategorie der Schweizer Barista-Meisterschaften, die seit 2000 von der Swiss Speciality Coffee Association of Europe (SCAE) ausgerichtet werden. Dabei giesst man cremigen Milchschaum auf einen kräftigen Espresso und versucht eine möglichst kunstvolle Verzierung herzustellen – einen Cappuccino. Einer, der dies besonders gut macht, ist Micha Schranz, Schweizer Meister 2012 und 2013 und nun als Jurymitglied zuständig für die Beurteilung der Baristas, die an der Meisterschaft

teilnehmen. Seine Leidenschaft für den Kaffee entdeckte der Ostschweizer vor acht Jahren. Damals fragte er sich, was im Kaffee eigentlich drin ist, den er morgens so gern trinkt. Nun bietet er im Barista-Atelier in Rorschach SG verschiedene Kurse und Ausbildungslehrgänge für zukünftige Baristas an.

Der Milchschaum darf nicht wärmer als 65 Grad sein Als Grundlage dient ein cremiger Espresso. Hier ist die Qualität des Kaffees ein wichtiger Faktor, damit

ein feiner Kaffeeschaum, auch Crema genannt, entsteht. Die Mahlung, die Röstung und die Brühtemperatur müssen stimmen. Für den perfekten Cappuccino ist die Form der Tasse massgebend. Nach oben hin sollte sie immer breiter werden. Wenn die Milch dann eingegossen wird, vergrössert sich die Oberfläche, und die Crema wird gedehnt. Der feinporige Milchschaum darf nicht wärmer als 65 Grad sein. Und die Konsistenz sollte nicht zu dünn, aber auch nicht zu fest sein. Laien mühen sich mit Elektrostäben


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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KAFFEE | 79

EXPERTE

Micha Schranz, Schweizer Meister Latte Art

Der Espresso aus der Siebträgermaschine rinnt dickflüssig und ölig in die Tasse.

Der Barista Micha Schranz (32) zeichnet Blätter, Herzen und Vögel in den Milchschaum. Dafür investiert der Kaffeeliebhaber viel Zeit und Leidenschaft.

Mit der Hand wird die Temperatur des Milchschaums gefühlt.

Wie wird man Schweizer Meister in Latte Art?

Die Crema wird leicht geschwenkt und so am Rand der Tasse verteilt.

Durch meine Ausbildung als Servicefachmann hatte ich schon immer mit Kaffee zu tun. Ich wollte jedoch mehr darüber wissen. Darum machte ich bei der Speciality Coffee Association of Europe (SCAE) die Ausbildung zum Barista. Danach folgten eine Weiterbildung zum Coffeologen in Mannheim und viele Stunden an der Sieb­ trägermaschine, einer professio­ nellen Kaffeemaschine. Und dann nimmt man an den Schweizer Meisterschaften teil.

Für das Fundament muss man die Milch zügig von oben unter die Crema giessen.

«Ab und zu mache ich mir auch am Abend noch einen Cappuccino», sagt Micha Schranz. Zuletzt wird die Kanne immer näher zur Tasse geführt, und das Zeichnen beginnt.

Das Herz ist eine «einfache» Einsteigerzeichnung und perfekt für den Start.

Welche Kategorien werden geführt?

Vier: Barista, Latte Art, Brewers Cup und Cup Tasting. Welche Milch eignet sich am besten für Cappuccino?

Empfehlenswert ist frische Vollmilch mit 3,8 Prozent Fett.

Trinken Sie selber gern Cappuccino?

Ja, sehr gern sogar. Manchmal zum Frühstück, aber ab und zu mache ich mir auch am Abend noch einen Cappuccino. Während des Tages trinke ich meistens Espresso. Schnell und unkompliziert, ohne Zucker oder Milch. oder Milchschäumern ab, der Profi schwört auf die Dampfdüse der Kaffee­ maschine. Der grösste Fehler passiert, wenn man zu lange schäumt oder zu viel Milch verwendet. Das Giessen von Kunstwerken erfor­ dert Übung, ist aber sicher ein schöner Hingucker für die nächste Cappuccino­ Runde. Filme dazu findet man im Inter­ net. Hilfreiche Utensilien gibt es in Form von Stäbchen, Kakaopulver oder Schab­ lonen. Versuchen Sie es, Spass macht es bestimmt. Text: Heidi Bacchilega Bilder: Tina Sturzenegger

Wohin geht der Kaffeetrend?

Das Bewusstsein für guten Kaffee hat sich verändert. Man geniesst den Geschmack. Ein neuer Trend ist der Filterkaffee, der gerade sein Revival erlebt.

Diese Motive benötigen etwas mehr Zeit und Übung.

www.latteart.ch www.swissscae.ch


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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OPTIGAL | 81

Pouletschnitzel mit Rohschinken im Teig ZUTATEN 4 Pouletschnitzel à ca. 150 g, Salz, Pfeffer, Öl zum Braten, 4 Dörrfeigen, 500 g Blätterteig, Mehl zum Auswallen, 8 Tranchen Rohschinken, z. B. Culatello, 100 g Feigensenf, 2 Zweige glattblättrige Petersilie, 1 kleines Ei, 2 EL Mandelscheiben, 1 Schalotte, 1 dl Weisswein, 2 dl Hühnerbouillon, 1 Prise Zimt, 1,5 dl Rahm ZUBEREITUNG: 1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Pouletbrüstchen mit Salz und Pfeffer würzen. In etwas Öl beidseitig ca. 2 Minuten anbraten. Aus der Pfanne heben, abkühlen lassen. Feigen in dünne Scheiben schneiden. Blätterteig auf etwas Mehl ca. 2 mm dünn auswallen. Aus dem Teig 4 Quadrate à 18 cm schneiden. Teigreste für die Garnitur beiseitestellen. Rohschinken auf den Quadraten auslegen, dabei den Rand frei lassen. Pouletbrüstchen darauflegen. Mit je 1 EL Senf bestreichen. Feigenscheiben darauf verteilen. Petersilienblättchen abzupfen, über das Fleisch streuen. Ei trennen. Ränder mit Eiweiss bestreichen. Teig zu einem Päckchen verschliessen, Ränder gut andrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Päckchen nach Belieben mit Teigresten verzieren. Eigelb verquirlen, Päckchen damit bepinseln. Mit Mandelscheiben bestreuen. Pouletbrüstchen ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Alltagstauglich und doch sehr raffiniert: Poulet im Teig. Rezept

Inspiration Poulet Einwandfreie Qualität aus tiergerechter Haltung: Pouletfleisch von Optigal ist ein echter Genuss.

Bild: Claudia Linsi

V

om Brüstchen bis zum Flügeli, mariniert oder nature: Unter der Migros-Marke Optigal findet man ein umfangreiches Sortiment an Geflügelprodukten. Hühnerfleisch ist leicht verdaulich, abgesehen von der Haut fettarm, und mit

seinem hohen Eiweissanteil eine gute Proteinquelle. Die Optigal-Produkte werden nach strengen Richtlinien in der Schweiz hergestellt und verarbeitet, die hohen Standards für Aufzucht, Haltung und Fütterung der Tiere genau kontrolliert. NO

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte von Optigal.

2. Inzwischen Schalotte hacken. Im Bratsatz ca. 3 Minuten andünsten. Mit Wein ablöschen. Bouillon und Zimt dazugeben. Sauce auf ca. 1,5 dl einkochen. Rahm und restlichen Senf dazugeben, Sauce köcheln lassen, bis sie leicht bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pouletbrüstchen mit Sauce anrichten. Dazu passen Salat und Reis. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + ca. 30 Minuten backen Pro Person ca. 44 g Eiweiss, 60 g Fett, 37 g Kohlenhydrate, 3700 kJ/880 kcal

Optigal Poulet ganz, Fr. 9.50 per kg

Optigal Pouletschnitzel, 2 Stück, Fr. 3.30 per 100 g


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TERRASUISSE

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Luzi Stuckis K채lber bekommen im b체ndnerischen Turisch oberhalb von Valendas viel frische Luft. In der Ruhe der Bergwelt f체hren sie ein stressfreies Dasein.

Bild: Daniel Kellenberger; Illustrationen: Rahel Eisenring

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Frische Luft macht die Kälber robuster Wer TerraSuisse-Fleisch kauft, hat die Garantie, dass die Tiere artgerecht gefüttert und gehalten werden. Neu haben ab 2015 alle Kälber ständig Auslauf ins Freie.

B

eim Fleischkauf hinterfragen immer mehr Konsumenten die Herkunft des Produkts: Unter welchen Bedingungen hat das Tier gelebt? Was hat es gefressen? Nachhaltige Labels wie TerraSuisse schaffen Transparenz. Für die Kälber garantiert TerraSuisse Folgendes: Die Tiere werden in Gruppen

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft. Das Nachhaltigkeitslabel stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse, der Schweizer Vereinigung integriert produzierender Bauern, die 12 000 Mitglieder zählt. Weitere Infos unter www.migros.ch/terrasuisse

gehalten. Im Stall haben sie genügend Stroh, um bequem zu liegen. Wann immer sie Lust haben, spazieren sie in den Laufhof an die frische Luft.

Auch ein Chälbli liebt die wärmenden Sonnenstrahlen Die Erkenntnis, dass frische Luft den Kälbern guttut, ist relativ neu. Früher dachte man sogar, es würde sie schwächen; heute ist klar, dass Frischluft und auch das Sonnenlicht die Tiere robuster machen. Sie sind in der Folge gesünder. Luzi Stucki aus Turisch in der bündnerischen Surselva erzählt, dass seine Kälber das Sonnenlicht sogar regelrecht suchen: «Vor allem im Winter halten sich die Chälbli immer wieder gern im Laufhof auf, um sich an der Sonne aufzuwärmen.» Er ist davon überzeugt, dass der Auslauf auch ausgeglichener macht. «Positiv wirkt sich ja nicht nur

die frische Luft aus, sondern auch die Bewegung», glaubt der Landwirt, für den der Entscheid, in einen Laufhof zu investieren, schnell getroffen war. Die Migros sichert ihm Sonderprämien über fünf Jahre zu. Damit hat er längerfristige Planungssicherheit. Nebst dem Auslauf steht TerraSuisse für weitere Massnahmen fortschrittlicher Kälberhaltung. So bekommen die Tiere strukturreiche, artgerechte Nahrung wie mindestens 1000 Liter frische Kuhmilch pro Jahr sowie Wasser und Heu zur freien Verfügung. Durch das Heu werden sie mit Eisen versorgt, das wie die Frischluft das Immunsystem stärkt. Früher, als noch kein Heu verfüttert wurde, war das Kalbfleisch fast weiss, was als Merkmal hoher Qualität galt. Gemäss heutiger Erkenntnis ist aber weisses Fleisch sogar ein Indiz für eine Mangelernährung, während Fleisch mit rosa bis roter Färbung auf eine korrekte Fütterung hinweist und als hochwertig eingestuft wird. Auf die Zartheit hat die dunklere Färbung keinen Einfluss. Die Massnahmen zur Stärkung des Immunsystems haben auch den Vorteil, dass weniger Medikamente benötigt werden. Nur im äussersten Notfall und nur unter tierärztlicher Kontrolle werden Antibiotika verabreicht. «Ich hatte Glück», sagt Luzi Stucki, «denn meine Tiere waren noch nie ernsthaft krank.» Kein Wunder bei der guten Bergluft, die seine Kälber Tag für Tag atmen dürfen.

Grundsätze des Programms von TerraSuisse

Auslauf Die Kälber haben jederzeit Zugang zum Laufhof an der frischen Luft.

Nahrung Nebst 1000 Litern Kuhmilch pro Jahr gibt es Wasser und Heu à discrétion.

Anna-Katharina Ris

Generation M steht für das nachchaltige Engagement der Migros. TerraSuisse leistet dazu einen wertvollen Beitrag.

Medizin Antibiotika sind nur in Ausnahmefällen zugelassen.

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TERRASUISSE | 83

EXPERTE HANSUELI HUBER

«Die Migros tut mehr für das Wohl der Kälber» Kälber im TerraSuisse-Programm dürfen täglich raus. Gehört frische Luft nicht zum Standardprogramm konventioneller Kälberhaltung? Hansueli Huber: Leider

nein. Das Gros der Kälber wird leider ständig im Stall gehalten. Hingegen gehen IP-Suisse-Landwirte, die für die Migros unter dem Label TerraSuisse produzieren, mit gutem Beispiel voran.Sie lassen ihre Kälber raus, ohne dass dies im schweizerischen Tierschutz Pflicht ist. Ich schätze, dass ein Viertel der schweizerischen Kalbfleischproduktion auf IP-Suisse/TerraSuisse fällt. Somit hat rund jedes vierte Kalb in der Schweiz Auslauf. Ich wünsche mir, dass irgendwann alle Schweizer Kälber Auslauf haben. Insofern nimmt die Migros eine Vorreiterrolle ein.

Warum brauchen die Kälber Auslauf?

Frische Luft tut den Kälbern gut. Sie werden robuster und sind weniger krank. Kälber sind zudem verspielte Tiere und bewegen sich gern, was sich auch positiv auf ihre Gesundheit auswirkt. Ebenso die UV-Strahlung, die eine desinfizierende Wirkung hat und die körpereigene Produktion von Vitamin D ankurbelt. Was schätzen Sie besonders am Engagement der Migros?

Die Migros verkauft im Frischfleischbereich ausschliesslich TerraSuisseKalbfleisch. TerraSuisse ist also ein Standard- und kein Nischenprogramm. Das könnten sich andere Detailhändler und die Metzger als Beispiel nehmen. Zudem hat die Migros mit ihrem Tierwohlversprechen 2020 ein starkes Signal gesetzt, dass sie bestrebt ist, im Inland und bei Importen das grösstmögliche Tierwohl zu erreichen. Das betrifft nebst der Haltung der Tiere auch den Transport und das Schlachten. Hansueli Huber (59) ist Geschäftsführer des Schweizer Tierschutzes.


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Saftiges und nachhaltiges TerraSuisse-Kalbfleisch Die artgerechte Haltung mit Auslauf sowie Milch und Heu als Nahrung hat nebst gesundheitlichen Aspekten den unverfälschten delikaten Geschmack als Resultat.

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Mit dem Label TerraSuisse setzt sich die Migros für Bestes vom Schweizer Bauernhof ein. Das Label steht für eine naturnahe, tierfreundliche Schweizer Landwirtschaft.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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FOOD | 87

GUT & GÜNSTIG

Marroni-Mousse mit Orangen Dessert für 6 Personen und circa Fr. 9.– ■ 2 frische Eier trennen. Eigelbe mit 2 EL Zucker schaumig schlagen. 200 g Marronipüree, 100 g Mascarpone und 1 EL Kirsch unterrühren. ■ 1 dl Vollrahm und die 2 Eiweisse separat steif schlagen. Je einen Esslöffel davon unter die Marronimasse rühren, dann den Rest unterheben. Mousse in Dessertschälchen oder weite Trinkgläser füllen. Mindestens 2 Stunden kühl stellen. ■ 3 Orangen samt weisser Haut schälen, Filets aus den Trennwänden herauslösen. Orangenfilets auf der Mousse verteilen. TIPP Orangenfilets vor dem Servieren mit 1 EL Honig und einer Prise Zimt aromatisieren.

Drei Zutaten für ein winterliches Dessert: Marronipüree, Orangen und Mascarpone.

Santa liefert Schoggi auf vier Rädern Spielspass kombiniert mit feiner Schokolade zum Naschen: Nach einem Jahr Pause kehrt der lustige Santa-Schlitten von Frey zurück ins vorweihnachtliche Migros-Sortiment. Weil er Crispies-Chläuse, silberne

Croquetten und Napolitains geladen hat, ist er ein ideales Geschenk zum Samichlaustag. Frey Santa Sleigh, gefüllt mit Schokolade, 165 g, Fr. 14.80 In grösseren Filialen, solange Vorrat

Wie vom Marronistand Je tiefer die Temperaturen fallen, desto höher klettert der Kurs der Esskastanie. Die gefrorenen M-Classic-Marroni sind bereits eingeschnitten und vorgeröstet. Sie müssen nur noch für etwa zehn Minuten in den Backofen, dann sind sie genussfertig. Die saisonale Spezialität findet man noch bis zum Februar im Tiefkühlsortiment. M-Classic Marroni geröstet, fixfertig, 450 g, Fr. 6.80 In grösseren Filialen

Knusprige Begleitung für cremiges Joghurt Für alle, die ihr Bifidus-Joghurt gern mit einem knusprigen Müesli kombinieren, gibt es jetzt das Crunchy Classic. Der Becher enthält das milde, cremige Joghurt, während der durchsichtige Deckel als Behälter für eine Portion Cerealien dient. Damit man beides zu jeder Zeit und überall bequem mischen und sofort geniessen kann, ist auch ein Löffel dabei. Die Joghurts der Marke Bifidus enthalten spezielle probiotische Bakterien, welche die Verdauung unterstützen. Bifidus Joghurt Crunchy Classic, 175 g, Fr. 1.95


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MEGA JACKPOT

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Glücksmomente

NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Unverhofft kommt oft: Obwohl sie nicht daran geglaubt hatten, beim Mega Jackpot auch nur einen Franken zu gewinnen, haben Gilda L., Claudia T., Jean-Marc R. und Thea W. den Jackpot geknackt. Mit ihrem Gewinn erfüllen sie sich grössere und kleinere Wünsche. «Ich wünsche mir ein Wochenende im Tessin. Mit ganz viel PralinorSchokolade im Gepäck.»

«Mein Sohn wünscht sich ein iPhone zu Weihnachten. Aber auch Lego Technics steht auf seiner Wunschliste. Mal schauen, welchen Wunsch ich ihm erfüllen werde.»

Gilda L., pensionierte Hausfrau

Claudia T., Spezialistin für Verkauf, Investitionen und Vorsorge

«Meine Tochter hat am Samstagabend den Win Code im Internet eingegeben. Ich war sehr überrascht, dass ich den Jackpot geknackt habe. Normalerweise bin ich ein Pechvogel in solchen Dingen. Mit einem Teil des Gewinns werde ich sicher meinen Lieben während der Festtage eine Freude bereiten.»

«Am Sonntagabend sass ich auf dem Sofa und gab auf meinem iPad die Win Codes ein. Ich habe nicht sofort realisiert, dass ich gewonnen habe. Zuerst dachte ich, es sei Spam. Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint, denn ich hatte kurz zuvor ein paar unerwartete Ausgaben.»


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

SCHAUFENSTER

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MEGA JACKPOT | 89

Machen Sie mit beim Mega Jackpot und versuchen Sie Ihr Glück auf www.megajackpot.ch oder auf der Migros-App. Bis zum 29. Dezember trägt jeder Migros-Kassenzettel Win Codes auf der Rückseite.

«Von meinem Gewinn werde ich mir einen Laptop kaufen.»

«Einen Teil meines Gewinns werde ich für eine Reise verwenden. Schön wäre eine Mittelmeerkreuzfahrt.»

Glückwunsch allen bisherigen Gewinnern* 1. Ramon I., Oberönz BE 1037.50 Franken 2. Claudia R., Trogen AR 10 819.40 Franken 3. Sarah L., Lajoux JU 38 222.40 Franken 4. Trudy S., Zürich 50 000 Franken 5. Thea W., Gentilino TI 17 489.80 Franken 6. Roberto C., Carouge GE 4351.30 Franken

Thea W., Immobilienverwalterin

7. Anita W., Rickenbach BL 50 000 Franken 8. Gilda L., Troistorrents VS 2850.20 Franken

«Das kann doch nicht wahr sein», war mein erster Gedanke, als ich den Jackpot geknackt hatte. Natürlich lasse ich auch andere an meinem Glück teil­ haben. Meiner Tochter Daniela, die in einem Behindertenheim lebt, und ihrer Gruppe spendiere ich ein Nachtessen. Meine Tochter Michelle kriegt eine Geschenkkarte von der Migros. »

9. Claudia T., Pambio TI 22 375.10 Franken 10. Jean-Marc R., Crans-Montana VS 5746.80 Franken 11. Alison D., Vevey VD 42 412.30 Franken 12. Sandra S., Winterthur 2060 Franken

im Gewinne on wert v Gesamt

Bild: Manuel Risi

Jean-Marc R., Handelsvertreter «Eigentlich wollte ich den Kassenzettel gar nicht mitnehmen. Doch die Kassiererin meinte, ich solle doch die Chance nutzen und mitmachen. Und tatsächlich habe ich den Jackpot geknackt. Was war ich überrascht! Normalerweise gewinne ich nie etwas.»

io. 1M Franken

Gratisteilnahme und weitere Informationen auf www.megajackpot.ch

13. Till E., Zürich 50 000 Franken 14. Sonia B., Opfikon ZH 10 128.10 Franken 15. Denise S., Winterthur 46 207.90 Franken 16. Herbert H., Wädenswil ZH 19 334.50 Franken 17. Sabine Z., Aesch BL 41 712.30 Franken * bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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M-FANSHOP | 91

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Der M-Fanshop hat viele Accessoires aus der Welt der Migros, die sich als Weihnachtsgeschenk anbieten.

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Individuelle Anreise nach Basel. Einschiffung ab 16.00 Uhr. Stadtrundfahrt* am Vormittag. Die Hauptstadt des Elsass besitzt viele interessante Baudenkmäler. Am Mittag Weiterfahrt. Bingen–Bonn Am Vormittag eindrucksvolle Schifffahrt entlang dem Mittelrhein. Am Nachmittag Ankunft in Bonn. Rundfahrt* «Stadt-Land-Fluss». Dordrecht–Rotterdam Ausflug* am Vormittag zu den Mühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Am Nachmittag Stadt- und Hafenrundfahrt* durch Rotterdam. Amsterdam Am Morgen Ausflug* zum Keukenhof. Grachtenfahrt* am Nachmittag. Düsseldorf Weiterfahrt nach Düsseldorf. Rundfahrt* am Nachmittag. Am Abend weiterfahrt in Richtung Rüdesheim. Braubach–Rüdesheim Am Vormittag nochmals Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein». In Rüdesheim am Nachmittag Fahrt mit dem Winzerexpress* ins Zentrum. Baden–Baden Am Vormittag schöne Rhein-Schifffahrt. Am Nachmittag Ausflug* nach Baden-Baden. Rückfahrt nach Kehl, letzte Etappe in Richtung Basel. Basel Nach dem Frühstück Ausschiffung und individuelle Heimreise.

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EXELIA | 93

Düfte, die bleiben

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üfte stimulieren die Sinne, wecken Sehnsüchte und beeinflussen das Wohlbefinden. Mit der spannenden Welt des Parfüms ist Exelia eng verknüpft. Renommierte Parfümeure haben für die Linie drei exklusive Dufterlebnisse kreiert: Pink Pleasure – ein fruchtiger Duft mit einer blumigen

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Mit dem Auflesen von Kartoffeln auf des Nachbars Feld. Als zusätzliche Belohnung gabs Spiegeleier und Bauernbrot. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

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Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

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SAISONKÜCHE 96 |

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RUTH BREITENMOSER

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Das Heu in der Suppe

In der Sendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» hat sich Ruth Breitenmoser aus Mosnang SG mit einem Rehrücken den Sieg erkocht. Für das Migros-Magazin bereitet sie die Vorspeise ihres Siegermenüs zu: eine Heusuppe mit Pastete.

B

ei schönem Wetter kann man bis zum Säntis schauen», schwärmt Ruth Breitenmoser vom Blick aus ihrem Wohnzimmer. Die Gewinnerin der diesjährigen «Landfrauen»-Staffel im SRF ist im toggenburgischen Mosnang daheim. Knapp 3000 Seelen zählt die Gemeinde. Hier kennt jeder Ruth Breitenmoser – und das nicht erst, seit sie im Fernsehen bewiesen hat, dass sie die beste Landfrauenköchin der Schweiz ist. Gut drei Jahrzehnte lang hatte sie mit ihrem Mann Mario die örtliche Poststelle geführt, bevor sie sich vor sieben Jahren dazu entschloss, das Abenteuer Älplerin zu wagen.Gemeinsam mit Mario und einigen fleissigen Helfern bewirtschaftet sie in den Sommermonaten die Meiersalp, die auf 1131 Meter Höhe im Toggenburg an der Grenze zum Zürcher Oberland liegt. Während ihr Mann als Alpsenn über 80 Rinder betreut, führt

Ruth das Alprestaurant, in dem auch Übernachtungsmöglichkeit besteht. An sonnigen Tagen kehren hier bis zu 100 Gäste und manchmal sogar mehr ein, wobei die Alp nur zu Fuss erreichbar ist. Entsprechend gross ist die Nachfrage für grosse Portionen. «Rösti mit reichlich Speck und Zwiebeln ist der Renner bei uns. In einem Sommer verarbeiten wir zwei Tonnen Kartoffeln», erzählt die Mutter von vier erwachsenen Töchtern und fügt hinzu, dass sie die Entscheidung, die sichere Anstellung bei der Post aufzugeben, nie bereut habe.

Souveräne Darbietung trotz aller Hektik in der Alpküche Mit Bergheusuppe, Rehrücken und Toggenburger Schlorzifladen eroberte Ruth Breitenmoser in der «Landfrauenküche» die kulinarischen Herzen ihrer sechs Konkurrentinnen, die gemäss dem Kon-

zept der Sendung gleichzeitig als Jury fungierten. Und das unter erschwerten Bedingungen, denn gekocht wurde auf der Meiersalp. «Ich wollte beweisen, dass man selbst mit einfachen Mitteln auf einem Gasherd eine gute Küche bewerkstelligen kann.» Auch dank der Mithilfe ihrer ältesten Tochter Corina ist ihr das vortrefflich gelungen. Aufgeregt gewesen sei sie nicht, sagt sie, auch wenn das Mutter-Tochter-Team manchmal in heftige Diskussionen verwickelt war, weil Ruth eher aus dem Bauch heraus kocht, während Corina als Perfektionistin gern jedes Gramm abwiegt. «Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete», erklärt die Landfrau und ist rückblickend froh, dass ihre Tochter vorher ein 16-seitiges Drehbuch verfasst hat, in dem Punkt für Punkt jeder Arbeitsschritt beschrieben wird. Denn ausser den beiden Frauen tummelten sich noch ein Kameramann, ein Tontechniker und ein Redaktor in der kleinen Alpküche. «Zudem waren die Fenster waren verdunkelt, die Kameras liefen, und überall lagen Kabel herum. Kein Wunder, vergass ich in der Sendung, die Eier an die Pastete zu tun», erklärt Ruth Breitenmoser.

Wer kein frisches Heu hat, nimmt Hasenfutter

1 1. Auch Knoblauch und Zwiebeln kommen in die Suppe. 2. Das Heu wird fünf Minuten geköchelt. 3. Den Käse schneidet man in kleine Würfel. 4. Für den Teig für die Pastete braucht es Mehl, Eier, Butter, Käse und Schinken.

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Für das Migros-Magazin kocht sie die Heusuppe mit Schinken-Käse-Pastete heute noch einmal. Diesmal mit Eiern. Auf dem Herd steht ein Topf, gefüllt mit Heu von der Meiersalp. «Die frischen Kräuter von unserer Alp sind köstlich. Aber man kann auch das Heu aus der Migros verwenden, das als Hasenfutter verkauft wird», empfiehlt Ruth Breitenmoser all denjenigen, die keine eigene Wiese zum Heuen vor der Tür haben. Dann lässt sie die schmackhaften Gräser fünf Minuten lang köcheln und anschliessend noch eine Stunde im Topf ziehen. Den Sud giesst sie ab; er dient als Grundlage für die würzige Suppe, die mit Zwiebeln, Knoblauch, Butter, Wein, Mehl, Gemüsebouillon und Rahm verfeinert wird.


MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

SAISONKÜCHE RUTH BREITENMOSER | 97

Bild: SRF/Ueli Christoffel

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Die Siegerin strahlt am schönsten: Ruth Breitenmoser (Zweite v. r.) gewann die «Landfrauen»-Staffel.

AUFGETISCHT

Ruth Breitenmoser, beste Landköchin «Ich bin vom Erfolg noch heute über­ wältigt», sagt Ruth Breitenmoser (59), die am 8. November in der Sendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» triumphierte. Fast 700 000 Zuschauer waren Zeuge. Die Toggenburgerin ist verheiratet und Mutter von vier Töchtern. Als Siegprämie bekam sie einen Gutschein über 6000 Franken, gesponsert von der Migros im Rahmen der Kampagne «Aus der Region. Für die Region.». Davon will sie sich eine Reise nach Indien gönnen.

Was haben Sie immer auf Vorrat? Kartoffeln für Rösti. Was würden Sie niemals essen? Innereien und Muscheln. Fürs Migros-Magazin hat Ruth Breitenmoser ihre Toggenburger Sonntagstracht angezogen.

Wie oft pro Woche kochen Sie? Ich koche jeden Tag. Mittags kommt mein Mann immer zum Essen heim. Kochen ist für Sie … … Leidenschaft und Kreativität. Ich koche aus dem Bauch heraus und am liebsten für viele Menschen. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit dem Mann für gewisse Stunden: Richard Gere. Seine Ausstrahlung und sein Aussehen gefallen mir.


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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RUTH BREITENMOSER | 99

Nach 45 Minuten Backzeit holt Ruth Breitenmoser die Pasteten aus dem Ofen.

Während Ruth Breitenmoser nun den Pastetenteig in Förmli abfüllt, erzählt sie, wie sie ins Fernsehen gekommen ist – praktisch wie die Jungfrau zum Kind: «Ich kannte die Sendung nicht, weil ich auf meiner Alp kein TV-Gerät habe.» Eine Freundin ihrer Tochter habe sie auf die Idee gebracht. «Nachdem ich ein paar Aufzeichnungen gesehen hatte, wollte ich die Herausforderung annehmen und bewarb mich mit einem Rezept für ein gefülltes Kaninchen. Aber das wurde abgelehnt.» Daraufhin habe sie es mit drei Vorschlägen für einen Rehrücken versucht. «Dabei mag ich Wild gar nicht und koche keinen Rehrücken», betont die Landfrau, die schliesslich aus über 100 Bewerberinnen ausgewählt wurde.

Tag für Tag mit der Jugendliebe am Mittagstisch Dass sie heute in ihrer Toggenburger Sonntagstracht am Herd steht, ist eine Ausnahme fürs Migros-Magazin. «Aber für euch mache ich das gern», lacht sie. Inzwischen sind die Pasteten fertig, die Suppe steht schon auf dem Tisch. Ihr Mann Mario, der in den Wintermonaten als Pöstler in Mosnang arbeitet, kommt jeden Mittag zum Essen heim. Mit 16 hatten sie sich kennengelernt. Inzwischen währt die Ehe 39 Jahre, und Mario Breitenmoser ist nach wie vor entzückt von seiner Frau – einschliesslich ihrer Kochkünste. Und was ist das Geheimnis ihrer glücklichen Ehe? «Dass wir uns gegenseitig Freiräume lassen», sagt er. Und weil seine Gattin gern reist, er aber unter Flugangst leidet, lässt er sie schon mal allein nach Indien fliegen. Auch auf die Gefahr hin, dass ihr dort ein Richard Gere begegnen könnte. Text: Anette Wolffram Eugster Bilder: Daniel Kellenberger

Heusuppe mit Schinken-Käse-Pastete Originalrezept von Ruth Breitenmoser ZUTATEN Bergheusuppe: 2 l Wasser, 4 Handvoll Bergheu, 6 Zehen Knoblauch, gepresst, 1 Zwiebel, gepresst, etwas Butter, 6 EL Mehl, 4 dl Weisswein, 3–4 EL Gemüsebouillon, 4 dl Rahm, etwas geschlagener Rahm Schinken-Käse-Pastete: 250 g Mehl, ½ Päckli Backpulver, 250 g Schinken, in Würfeli 150 g Emmentaler, in Würfeli 50 g Appenzeller, in Würfeli 1–2 EL Petersilie, gehackt, 1 dl Rahm, 1 TL Senf, 3 Eier, 125 g Butter, flüssig, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

2. Knoblauch, Zwiebel in etwas Butter andünsten. Mehl dazugeben und mit Weisswein ablöschen. Heusud dazu­ geben. Mit der Gemüsebouillon würzen und 10 Minuten köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren den Rahm dazu­ geben. Nach Belieben mit etwas geschlagenem Rahm garnieren. 3. Für die Schinken­Käse­Pastete etwa zehn Cake­ förmchen von ca. 14 cm gut ausbuttern oder mit Back­ trennpapier auskleiden. Ofen auf 180 oC vorheizen. 4. Alle Zutaten bis und mit Petersilie vermischen. Rahm, Senf, Eier und flüssige Butter vermischen und mit den Gewürzen abschmecken. In Förmchen füllen und 45 Minuten backen.

Vorspeise für 4 bis 6 Personen Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten + 1 Stunde den Sud der Suppe ziehen lassen. Pro Person bei 6 Personen 30 g Eiweiss 65 g Fett 45 g Kohlenhydrate 3900 kJ/930 kcal

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Die Einkaufscenter der Migros Aare (im Bild: «Shoppyland» Schönbühl) glänzen um die Weihnachtszeit im festlichen Kleid.

Weihnachten in der Migros Wettbewerbe, Adventskalender, Basteln: Es weihnachtet in den Einkaufscentern.

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ür wen auch immer man ein Geschenk sucht: Die Einkaufscenter der Migros Aare sind voller origineller und überraschender Geschenkideen. Und mit etwas Glück wird man gleich selber beschenkt: Im «Westside» sorgt ein riesiger Adventskalender für tägliche Überraschungen, im «Wynecenter», «Centre Brügg» sowie im «Ladedorf» findet an zwei Tagen die Adventskalenderaktion statt, wo der gesamte Einkauf zurückgewonnen werden kann. Auch von daheim aus hat man Gewinnchancen: Das «Shoppyland», das «Zentrum Oberland» und das «Panorama-Center» bieten im Internet jeden Tag einen attraktiven Gewinn an. Die Preise haben einen Gesamtwert von 15 000 Franken.

Für längeres Shoppingvergnügen sorgen auch dieses Jahr die Sonntagsverkäufe.

Eisbären, Wintereisenbahn und ein Weihnachtstruck An beiden Sonntagen vor Weihnachten ist in den Shoppingcentern so viel los, dass man die Qual der Wahl hat: So kann man im «Wynecenter», «Centre Brügg» und im «Ladedorf» seinen eigenen Weihnachtstee mischen und vor dem «Shoppyland» ein Fondue geniessen. Im «Gäupark» gibt es Eisbären zu bestaunen und im «Westside» kann man mit Glühwein den Sonntag ausklingen lassen. Auch in Thun Süd sorgt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für vergnügliche Sonntagsstunden.

Adventszeit ist auch Bastelzeit: Im «Westside» entsteht in Grossmutters Backstube Weihnächtliches und im «Shoppyland» können bei Beck Glatz Lebkuchen verziert werden. Wers gemütlicher mag, fährt im «Panorama-Center» auf der Wintereisenbahn und hört sich ein Märchen an. Am Samstag, 20. Dezember, wird der Coca-Cola-Christmas-Truck von 11 bis 14 Uhr vor dem «Shoppyland» halten – Staunen erlaubt! Text: Andrea Bauer

Infos und Sonntagsöffnungszeiten: www.westside. ch, www.shoppyland.ch, www.gaeupark.ch, www. zentrumoberland.ch, www.panoramacenter.ch, www.ladedorf.ch, www.wynecenter.ch, www. centrebruegg.ch, www.lyssbachpark-center.ch


IHRE REGION

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MIGROS AARE

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Volksmusik im Pavillon

Der Start ist geglückt: Die «Pavillon-Stubete» auf dem Gurten, eine neue Veranstaltungsreihe des Migros-Kulturprozents, kommt so gut an, dass man Tickets frühzeitig reservieren muss.

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icolas Senn und Oesch’s die Dritten, zwei über die Schweizer Landesgrenzen hinaus bekannte Namen, machten den Auftakt: Sie traten an der «Pavillon-Stubete» auf, einer neuen Veranstaltungsreihe des Migros-Kulturprozents auf dem Gurten. Diese Konzerte finden noch bis Februar statt, jeweils am letzten Sonntag des Monats. Sie kombinieren einen Sonntagsbrunch mit volkstümlichen Klängen – kulinarische Leckerbissen treffen auf musikalische Leckerbissen. Dies in einem einzigartigen Ambiente mit herrlichem Ausblick und hautnah bei den Stars, denn die maximale Kapazität für die «Pavillon-Stubete» beträgt 150 bis 200 Personen. Kein Wunder, waren die Tickets für die ersten beiden Anlässe innert Stunden ausverkauft.

Brunch, Musik und Bahnfahrt: Alles im Ticketpreis inbegriffen Sehr begehrt sind auch die Tickets für die verbleibenden drei Anlässe – zumal das Angebot überaus attraktiv ist: Die Billette kosten 60 Franken – ein unschlagbares Angebot, denn im Preis inbegriffen sind ein grosszügiger Brunch, das Konzert sowie Hin- und Rückfahrt mit der Gurtenbahn. Dieses attraktive Paket ist dank des Migros-Kulturprozents möglich, das die «Pavillon-Stubete» veranstaltet. Eine sofortige Reservation wird empfohlen. Mit den Swiss Ländler Gamblers steht am 28. Dezember der nächste Höhepunkt an. Die Formation besteht aus fünf Amateurmusikern aus den Kantonen Bern, Freiburg und Graubünden. Wie der Name bereits andeutet,handelt es sich nicht um eine reine Volksmusikgruppe. Mit ihrem vielseitigen Repertoire, das von der traditionellen Volksmusik über mitreissenden Dixielandjazz bis hin zur Unterhaltungsmusik aus aller Welt reicht, sind die Swiss Ländler Gamblers seit 1998 erfolgreich und mit unverminderter Spielfreude unterwegs und begeistern ihr Publikum immer wieder aufs Neue. Im Januar folgt ein weiterer grosser Name aus der Volksmusikszene: Seit

Einer der bekanntesten Namen der Schweizer Volksmusikszene: Die Streichmusik Alder aus Urnäsch AR.

über 100 Jahren zählt die Streichmusik Alder aus Urnäsch AR zu den berühmtesten Volksmusikensembles der Schweiz. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland zeugen von ihrer ungebremsten Popularität. Mit viel Können und einer grossen Portion Leidenschaft spielen sie traditionelle oder neue Appenzeller Volksmusik, aber auch Eigenkompositionen werden präsentiert. Am 25. Januar 2015 treten sie an der «Pavillon-Stubete» auf.

Den Abschluss der Stubete-Serie macht am 22. Februar 2015 der Sohn eines Innerschweizer Käsers, der in einer idyllischen Landschaft aufgewachsen ist, wo Berge, Stadt und See sich verbinden und die Ruhe der Natur sich mit dem Pulsierenden der Zivilisation ergänzt. Er nennt sich Dr Eidgenoss und hat früh die Welt der Heu- und Stimmgabeln entdeckt, den Klang des Alphorns und das Urchige der Schweizer Volksmusik. Wo immer er mit seiner Huismusig auftritt, entste-

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS AARE, 3321 Schönbühl, Tel. 058 565 84 01.


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Begeistert Jung und Alt mit urchigem Sound: Dr Eidgenoss.

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Offen an den Feiertagen

Spielen Unterhaltungsmusik aus aller Welt: Die Swiss Ländler Gamblers (unten rechts).

Das Bernaqua Erlebnisbad und Spa hat auch während der Festtage und über den Jahreswechsel geöffnet und zwar zu folgenden Uhrzeiten: 24.12.2014: 9 bis 18 Uhr 25.12.2014: 9 bis 18 Uhr 26.12.2014: 9 bis 22 Uhr 31.12.2014: 9 bis 18 Uhr 1.1.2015: 9 bis 22 Uhr 2.1.2015: 9 bis 22 Uhr

Was? Wann? Wo? «Pavillon-Stubete» des Migros-Kulturprozents Ort: Gurten 28.12.2014: Swiss Ländler Gamblers 25.1.2015: Streichmusik Alder 22.2.2015: Dr Eidgenoss Eintritt: 60 Franken pro Person Im Ticket inbegriffen sind Brunch, Konzert sowie Hin- und Rückfahrt mit der Gurtenbahn. Für Kinder bis vier Jahre gratis. Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre bezahlen die Hälfte. Die «Pavillon-Stubete» findet jeweils von 10 bis 14 Uhr statt. Reservation per E-Mail an pavillon@gurtenpark.ch oder via Telefonnummer 031 970 33 33. Mehr Infos: www.gurtenpark.ch/de-CH/ Events

hen magische Momente: Tradition trifft auf Herz. Dr Eidgenoss begeistert mit seiner bodenständigen Art und seiner Interaktion mit dem Publikum. Insgesamt wird die sonntägliche «Pavillon-Stubete» auf dem Gurten fünf Mal stattfinden. Danach wird das Migros-Kulturprozent den Erfolg der Reihe auswerten und entscheiden, ob diese Ende 2015/Anfang 2016 fortgeführt werden soll. Text: Reto Wüthrich

E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch

Perfekt für kalte Wintertage: Aufwärmen im Bernaqua im «Westside».

Abtauchen und auftauen Im Bernaqua Erlebnisbad und Spa im «Westside» kann man sich auch während Weihnachten und Neujahr verwöhnen lassen.

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enn die klirrende Kälte den Körper schwächt und die Stimmung trübt, wird es Zeit, etwas für sich zu tun. Wärme tanken, sich bewegen und entspannen an einem Ort, wo dicke Mäntel und Handschuhe überflüssig sind. Wo man einfach nur abtauchen und kalte Finger und Zehen dauerhaft aufwärmen kann. Genau so ein Ort ist das Bernaqua Erlebnisbad und Spa im Berner Westside. Hier gibt es für jedes Alter ein Freizeitangebot, das die winterliche Anspannung dahinschmelzen lässt.

Freizeitprogramm für alle, ob gross oder klein Während die einen ihren Körper in Groupfitnesskursen oder an modernen Geräten formen, finden andere den Ausgleich im Nebelmeerdampfbad oder bei einer Massage. Die Jüngsten toben sich auf der Wasserrutsche aus, während die Eltern im Aussenbecken die Zeit geniessen. Die Plauderrunde mit Freunden macht im warmen Solewasser noch mehr Spass und wer seinen Extrapfunden mit

guten Vorsätzen zu Leibe rücken möchte, ist in den Fitnessräumen unter Gleichgesinnten bestens aufgehoben. Das Bernaqua ist auch über die Feiertage geöffnet und bietet jede Menge Abwechslung zum üblichen Weihnachts-Trubel. Vom 26. bis zum 29. Dezember 2014 sowie vom 1. bis zum 4. Januar 2015 werden die Kinder jeweils zwischen 10 und 18 Uhr bei einem speziellen Spiel- und Bastelprogramm betreut.

Wohlbefinden schenken: Mit einem Gutschein Wer seinen Liebsten etwas Besonderes gönnen möchte, legt ihnen einen Bernaqua-Gutschein unter den Christbaum. Ein Erlebnisbadeintritt fürs Patenkind, ein Römisch-Irisches-Ritual für den Schatz und sich selbst oder einen Massagegutschein für den gestressten Kollegen – für jedes Gemüt gibt es den passenden Gutschein im Bernaqua. Text: Sarah Baur

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Klasse mit Hund im luzernischen Rain: Pudel Balou ist in der Deutschstunde mit dabei.

Lernhilfe auf vier Pfoten


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

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S

Ist ein Schulhund im Unterricht anwesend, sind die Schüler konzentrierter und arbeiten besser. Das Migros-Magazin hat zwei Schulklassen besucht.

chwarzglänzend krauses Fell, haselnussbraune Augen und ein treuherziger Hundeblick – kein Wunder, lieben die Sechstklässler ihr tierisches Gschpänli. Der Vierbeiner heisst Balou, ist sechs Jahre alt und an fünf Stunden pro Woche in der Klasse 6b im Schulhaus in Rain LU in der Schul­ stunde mit dabei. «Er ist ein Kollege auf vier Pfoten», sagt Nadja. «Ein richtiges Klassenmitglied. Wie ein Bruder, ein­ fach viel netter.» – «Ja, viel netter», findet Olivia, ihre Pultnachbarin. «Eigentlich ist er fast ein bisschen zu nett, um unser Bruder zu sein.» Und während die elfjährigen Mädchen erklä­ ren, was Balou ihnen bedeutet, trottet dieser seelenruhig durchs Klassen­ zimmer und lässt sich hier am Rücken streicheln und dort am Hals kraulen. Balou ist der Schulhund der Heil­ pädagogin Kerstin Cattin (35), die seit einem Jahr für die integrative Förderung in der Klasse 6b zuständig ist. Ihr Spe­ zialgebiet: tiergestützte Pädagogik. Den Vierbeiner nimmt sie aus therapeu­ tischen Zwecken mit in die Schulstuben. «Tiere wirken sich positiv auf die emo­ tionale, soziale und kognitive Entwick­ lung von Kindern aus», erklärt sie. «Die Kinder sind motivierter und gehen kon­ zentrierter an die Arbeit.» Der Schul­ hund akzeptiere jedes Kind so, wie es sei, leistungsschwachen Kindern wende er sich gleichermassen zu. «Dies stärkt das Selbstvertrauen beim Kind, was sich wiederum positiv auf die Schulleistung auswirkt», sagt Kerstin Cattin. Nach der grossen Pause stehen Deutsch und Mathe auf dem Programm. Wenn Balou da ist, unterrichten Klas­ senlehrerin Sarah Fuchs (36) und Kerstin Cattin die Klasse gemeinsam. Dank Ba­ lou wird es nach dem lärmigen Trubel der Pause rasch still im Schulzimmer. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält von Kerstin Cattin eine Dose mit einem Hundeguetsli. Dann schüttelt ein Kind nach dem andern sein Döschen. Balou muss das jeweils lärmende Döschen auf­ spüren. Hat er es gefunden, darf er als Belohnung das Guetsli fressen. Und was erleben die elfjährigen Kin­ der, lernen sie besser, wenn ein Hund in der Schulstunde dabei ist? «Nein, aber das Lernen ist cooler», sagt der blonde Timo. «Es ist locker und lustiger in der Schule», findet Olivia, die an einem Viererpult mit drei anderen Mädchen sitzt. Und Selina meint: «Man kann sich besser konzentrieren.» – «Wir sind motivierter», sagt Carmen. «Man ist nicht so gestresst, weil wir den Hund stressen, wenn wir nervös sind», sagt

Olivia. «Seit Balou da ist, erzähle ich zu Hause mehr von der Schule.» – «Und ich habe bessere Noten», berichtet Nadja. Auch die Buben finden ihr Hundegschpänli super. «Endlich etwas Ablenkung im Schulzimmer!», sagt Si­ mon. «Wenn es langweilig ist, kann ich ein bisschen den Hund streicheln.»

Balou ist nicht einfach nur zum Knuddeln da Man versteht nicht genau, wie dies alles funktioniert, doch klar ist: Die Spiele mit Balou machen Spass, auch wenn es um Rechnen oder Sprachübungen geht. Und die Kinder sind offensichtlich mit Freude dabei. Wird ein Schulhund eingesetzt, kommen aber ebenso schnell kritische Fragen und Vorbehalte. «Es gibt Leute, die empören sich und finden: Warum nun auch noch ein Hund? Andere mei­ nen, in einer ländlichen Gegend brauche

«Der Schulhund akzeptiert jedes Kind so, wie es ist.»

Kerstin Cattin, Heilpädagogin, www.schulhunde-schweiz.ch

es keine Schulhunde. Da hätten die Kin­ der schon genug Kontakt mit Tieren», erzählt Kerstin Cattin. Doch hier lernen sie einen anderen Umgang mit dem Tier. «Der Hund ist nicht einfach zum Knuddeln da. Bei Balou gelten strikte Regeln, welche die Kinder befolgen müssen», sagt die Heilpädagogin. Die Kinder rufen ihn nicht, halten ihn nicht fest und rennen in seiner Nähe nicht. Sie fragen Frau Cattin, bevor sie ihm ein Kommando oder etwas zu fressen geben. Er hat einen Ruheplatz, an den er sich zurückziehen kann. Ist er dort, dürfen ihn die Kinder weder rufen noch


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TIERGESTÜTZTE THERAPIE

In der Schule für Hörbehinderte in Zürich ist die Labradorhündin Diandra regelmässig mit Lorena Bettin auf Besuch.

streicheln. «Damit ein Hund wirklich etwas nützt, muss er gezielt eingesetzt werden», weiss die Heilpädagogin. Dazu gehört die Schulung des Hundes und fundiertes Wissen in tiergestützter Pädagogik. Die Erfahrungen in Rain LU sind durchwegs positiv. Die Kinder sind nicht nur ruhiger und besser konzent­ riert», sagt die Klassenlehrerin. «Sie freuen sich auch mehr auf die Schule, wenn Balou kommt.» Auch am Zentrum für Gehör und Sprache, der Schule für hörbehinderte Kinder und Jugendliche in Zürich, ist immer wieder ein tierisches Gschpänli in den Klassenräumen anzutreffen. Die dreijährige Labradorhündin heisst Diandra und gehört zu Lorena Bettin (26). Die Gebärdensprachdolmetscherin unterrichtet seit drei Jahren hier. «Ich fand, dies ist eine ideale Gelegenheit, hier eine Schulhündin mitzubringen.» Heute unterrichtet sie in der Förder­ klasse Oberstufe. Fünf Kinder zwischen 13 und 18 Jahren sitzen im Schulzimmer, sie alle haben Probleme mit dem Gehör und zusätzliche Beeinträchtigungen. Lorena spricht langsam und deutlich zu ihren Schülerinnen und Schülern und benützt parallel die Gebärdensprache mit ihren Händen. In der Deutschstunde heute gehts um Adjektive: gross, klein, lang, kurz, lang­ sam, schnell. Diandra würfelt mit einem grossen Schaumgummiwürfel. Jeder Zahl ist ein Adjektiv zugeordnet. Die Schülerinnen müssen reihum aus dem gewürfelten Adjektiv einen Satz bilden. Sarah (14) fragt sofort: «Darf ich Diand­ ra streicheln, wenn ich eine Sechs

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Lange Tradition

würfle?» «Ja», sagt Lorena Bettin. Die Hündin lässt den Würfel fallen, er rollt – und bleibt prompt mit der Sechs stehen. Das Mädchen mit den braunen Haaren und dem karierten Hemd springt freudig auf und streichelt Diandra.

Ein Schulhund muss mehr aushalten als ein normaler Hund «Schläft Diandra heute nicht?», fragt Sarah. «Nein», meint Lorena Bettin. «Sie arbeitet ja mit uns.» – «Aber vor­

Wörter würfeln in der Deutschstunde: Schulhündin Diandra schubst den Würfel an, die Kinder müssen Sätze bilden.

her hat sie geschlafen.» Etwas später holt Diandra aus einer Kiste einen Buch­ staben, die Schüler müssen Adjektive damit bilden. Es gibt kein Maulen, kein Zicken. Alle helfen bei den Aufgaben mit. Ob das ein Verdienst von Diandra ist? «Grundsätzlich sind die Kinder konzentrierter», sagt Lorena Bettin. «Zudem fördert das Tier die Motivati­ on, und man kann die Schüler via Hund belohnen – etwa mit Streicheleinheiten. Und Kinder machen Aufgaben lieber. Wenn sie beispielsweise etwas schreiben

oder zeichnen müssen, kommt es oft vor, dass sie dem Hund zuerst die Aufgabe zeigen, wenn sie fertig ist.» Mit dem Tier kann sie besonders viele positive, therapeutische Wirkungen beobachten. «Unkonzentrierte Schüle­ rinnen holen Ruhe und Energie beim Streicheln», erzählt Lorena Bettin. «Und die Schüler haben ein gemein­ sames Thema, mit welchem sie zueinan­ derfinden. Es gibt Schüler, die können via Hund überhaupt erst Kontakt mit­ einander knüpfen.» Nicht jeder Hund eignet sich als Schulhund. Er muss menschenfreund­ lich sein, sehr ruhig und wesensstark. «Schulhunde müssen mehr aushalten als normale Hunde. Wird es zum Beispiel im Schulzimmer mal laut, müssen die lärmempfindlichen Tiere ruhig bleiben», sagt Lorena Bettin. Es kommt zwar selten vor, doch es kann wirklich laut werden. Vereinzelt äussern autis­ tische Kinder Frust oder Unzufrieden­ heit mit Schreien. «Gerade wenn jemand aufgebracht ist, ist ein Schulhund super», sagt Lorena Bettin. Diandra wie auch Balou sind perfekte Schulhunde: Sie sind sehr menschenbezogen, gern unter Kindern und kommen mit Lärm klar. Balou hat einen besonderen Vorteil: Sein Fell besteht aus der krausen Pudel­ wolle, er lässt also keine Haare – das ist ein Vorteil angesichts allfälliger Aller­ gien unter den Schülern. Texte: Claudia Langenegger Bilder: Elisabeth Real

Lesen Sie dazu auch das Interview auf Seite 113

Bereits im 18. Jahrhundert kam die Ansicht auf, dass man die Entwicklung und Erziehung von Kindern mit der Präsenz von Tieren fördern kann. Ab Ende des 18. Jahrhun­ derts hat man in ver­ schiedenen Ländern Europas Tiere bei der Behandlung von Menschen mit geisti­ gen Behinderungen oder in Spitälern und Gefängnissen ein­ gesetzt. Das Konzept der tiergestützten Therapie kam Ende der 60er­Jahre auf, nachdem der amerikanische Kin­ derpsychotherapeut Boris Levinson in Therapiestunden die positive Wirkung der Anwesenheit eines Hundes bemerkt hatte und begann, Tiere in sein Behand­ lungskonzept einzubeziehen. Aus- und Weiterbildungen in tier­ gestützter Therapie und Pädagogik bieten das Freiburger Insti­ tut für tiergestützte Therapie (FITT) und das Institut für an­ gewandte Ethologie und Tierpsychologie (IET) in Hirzel ZH an. migrosmagazin.ch

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4. Tag: Lyon. Vormittags Stadtbesichtigung (*).Die ehemalige Hauptstadt Galliens besitzt beeindruckende römische Ruinen, eine Renaissance-Altstadt und ein lebhaftes Zentrum. Am Nachmittag Möglichkeit die Stadt Lyon auf eigene Faust zu entdecken oder am Ausflug Beaujolais und Oingt mit einem Besuch eines Weinkellers mit Weinprobe (Fr. 40.–) teilzunehmen.

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5. Tag: Le Pouzin–(Ardèche)–Viviers–Avignon. Entdecken Sie die unvergleichlich schöne Landschaft mit

den felsigen Steilhängen, den Basaltschichten und dem tiefblauen Fluss der Ardèche (*). Geniessen Sie danach den Nachmittag an Bord und lassen Sie sich von den vorüberziehenden Landschaften verzaubern. 6. Tag: Avignon–Arles. Dank seiner berühmten Brücke ist Avignon seit dem 12. Jh. ein wichtiges Handelszentrum. Nach dem Frühstück Besichtigung des Papst-Palastes, eine wahre Zitadelle erbaut auf einem Felsvorsprung und umgeben von einem Festungswall (*). Nachmittags bietet sich die Möglichkeit, die Schönheiten der Provence während eines Ausflugs zu erkunden (Fr. 35.–). 7. Tag: Arles–Port St. Louis. Nebst der römischen Arena ist Arles auch berühmt als Wirkungsstätte des Malers Vincent Van Gogh. Stadtrundgang in Arles (*). Nachmittags steht ein Ausflug in die Camargue auf dem Programm (*). Eine unermessliche Weite – das Meer, die Sümpfe und Teiche mit einer aussergewöhnlichen Tierwelt. Besuch der hübschen Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer Ihr Schiff fährt bis Port St. Louis am grössten Mündungsarm der Rhône, wo die Ausflugsteilnehmer wieder an Bord steigen. 8. Tag: Avignon–Schweiz. Ausschiffung und Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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DAS SAGT DIE EXPERTIN

«Bei Kindern ist der Effekt oft grösser als bei Erwachsenen» Nur schon seine Anwesenheit wirkt: Ein Schulhund reduziert Schul-, Lese- und Prüfungsangst, erklärt die Psychologin Karin Hediger. Karin Hediger, ist der Einsatz von Hunden in der Schule sinnvoll?

Wissenschaftliche Stu­ dien belegen, dass the­ rapeutisch eingesetzte Hunde auf biologischer, psychologischer und sozialer Ebene eine posi­ tive Wirkung haben. Das Sozialverhalten verbes­ Karin Hediger* sert sich, die Motivation wird gesteigert, die Ausschüttung von Stresshormonen nimmt ab. Und Prüfungs­, Schul­ und Leseangst können vermindert werden. Für welche Schulen eignen sich Schulhunde am ehesten?

Positive Effekte kann man sowohl bei normal begabten als auch lernbehinder­ ten Kindern beobachten. Tiere werden aber vor allem bei Therapien eingesetzt. Bei Kindern ist der positive Effekt oft grösser als bei Erwachsenen, weil sie

offener sind und sich einfacher moti­ vieren lassen. Welche Tiere eignen sich?

Domestizierte und speziell geschulte Tiere. Hunde eignen sich besonders, weil sie gut trainiert werden können. Sie müssen sozialisiert sein und gut auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Kleintiere wie Meerschweinchen oder Mäuse kön­ nen ebenfalls im Unterricht eingesetzt werden, doch da muss man den Tier­ schutz gut beachten. Sind Schulhunde ein neues Phänomen?

Tiergestützte Pädagogik ist in den ver­ gangenen 20 Jahren stark aufgekommen. Der Einsatz von Hunden in der Päda­ gogik wurde aber schon vor über 100 Jahren thematisiert. Und auch in der Psychotherapie hat man die positive Wirkung entdeckt: Die Tiere sind im emotionalen Bereich förderlich, die Menschen sprechen offener und kom­

men lieber in die Therapie, wenn wäh­ rend der Sitzung ein Hund anwesend ist. Gibt es negative Punkte?

Nur ein richtig eingesetzter Schulhund hat einen positiven Effekt. Pädagogen, die Schulhunde einsetzen, müssen ent­ sprechend ausgebildet sein. Es gibt aber kein eidgenössisch anerkanntes Zertifi­ kat für Therapeutinnen. Organisationen wie die International Society for Ani­ mal­Assisted Therapy, ISAAT, oder der Europäische Dachverband für tierge­ stützte Therapie, ESAAT, zertifiziert je­ doch betreffende Ausbildungen. Worauf sollten Schulen achten, die einen Schulhund einsetzen wollen?

Schulen müssen Konzepte entwickeln, wie ein Hund eingesetzt wird. Es müs­ sen Allergien abgeklärt, die Lehrer und Eltern informiert und Einwände bespro­ chen werden. Je besser Konzept und Vorbereitung, desto besser die Wirkung.

* Karin Hediger (30) ist Psycho­ login FSP und Therapeutin, Forscherin am Institut für Interdisziplinäre Erforschung der Mensch­Tier­ Beziehung (IEMT) und Swiss TPH Uni Basel

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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MIGROS BANK: FINANZ-WORT DES JAHRES

Gewählt ist: «Nullzinspolitik»

Eine Jury aus Finanzexperten hat «Nullzinspolitik» zum Schweizer Finanz-Wort des Jahres gekürt. Die Wahl aus 250 Einsendungen erfolgte unter Federführung des Finanzportals Finews.ch und der Migros Bank.

U

rsprünglich war die Nullzinspolitik der Notenbanken als kurzfristige Feuerwehrübung auf dem Höhe­ punkt der Finanzkrise gedacht. Deut­ licher denn je zeigt sich nun aber: Die Nullzinspolitik wird unsere Wirtschaft noch auf Jahre hinaus dominieren. Jury­ mitglied Oswald Grübel begründet die Wahl zum Finanz­Wort des Jahres 2014 so: «Die Nullzinspolitik bedeutet eine tiefgreifende Veränderung für uns alle.» Als wichtigste Folge bezeichnet der ehemalige CEO von UBS und Credit Suisse die riesige Umverteilung: «Wer Schulden macht, profitiert. Ganze Staa­ ten geraten so in Versuchung, sich prak­ tisch zum Nulltarif weiter zu verschul­ den.» Als warnendes Beispiel nennt Grübel Japan.

Zu hohe Ansprüche an die Geldpolitik Finanzprofessorin Sita Mazumder be­ tont den negativen Effekt für Sparer und Rentenempfänger: «Die Nullzinspolitik führt über kurz oder lang zu einer Geld­ entwertung.» Die Ökonomin gibt ausserdem zu Bedenken, dass eine ultra­ lockere Geldpolitik die wirtschaftlichen Probleme nicht lösen könne.Der Schrift­ steller und Ökonom Michael Theurillat vergleicht die Nullzinspolitik mit

Dezember

Die Jury (von links): Michael Theurillat, Claude Baumann, Oswald Grübel, Sita Mazumder und Albert Steck.

einem Schmerzmittel: «Es lindert die Symptome. Deshalb könnten wir leicht der Illusion verfallen, dass der Patient davon auch gesund wird.» Ein Trug­ schluss. Für Claude Baumann, Chef­ redaktor des Finanzportals Finews.ch, ist die Nullzinspolitik eine Absage an die Tugend, Geld auf die Seite zu legen. «Was uns seit der Kindheit eingeschärft worden ist, nämlich ‹Spare in der Zeit, dann hast du in der Not›, soll nun plötz­ lich nicht mehr gelten.» «Die Notenbanken selber haben dazu beigetragen, dass die Erwartungen in

ihre Politik immer höher geschraubt wurden», erklärt Albert Steck, der bei der Migros Bank für die Markt­ und Produktanalyse zuständig ist. «Enttäu­ schungen sind damit programmiert.» Das beste Zeichen für die Überwindung der Krise wäre es daher, wenn die Geld­ politik ihren übermächtigen Status wie­ der verlieren würde. Noch aber läuft der Trend in die umgekehrte Richtung. Ihre Meinung interessiert uns! Jetzt können Sie mitdiskutieren auf blog.migrosbank.ch: Wie be­ urteilen Sie die Nullzinspolitik der Notenbanken?

ALLTAGE MIT KINDERN Tipps und Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern».

Bild: Lee Jakob

Ein Samichlaushaus bauen ■ Material: Tücher, Tische, Stühle, Lichter­ kette ■ Und so gehts: Die Figur des Samichlauses eignet sich gut für Rollenspiele und Theater. Mädchen und Knaben schlüpfen gern in diese Rolle. Die Kinder bauen ein Haus für den Sa­ michlaus. Das Haus sollte so gross sein, dass die Kinder sich darin einigermassen bewegen können. Vielleicht haben ein kleiner Arbeits­ tisch und ein Stuhl darin Platz, sodass der Samichlaus seine Büroarbeiten (Wunschlisten abtragen, Namensschilder für die Geschenke

schreiben usw.) verrichten kann? Oder er braucht den Tisch, um Guetsli und Grittibänze zu backen. Kleine elektrische Lämpchen im Hausinnern geben dem Ganzen eine heimelige Atmosphäre. Als weitere Spielutensilien kön­ nen den Kindern ein Jutesack, ein Stoffesel und eine kleine Laterne gegeben werden. Sabine Mandel: «365 Alltage mit Kindern. Tolle Tipps zum Spielen und Singen, Erleben und Staunen, Basteln und Backen», Werd Verlag. www.werdverlag.ch, www.exlibris.ch

Im Chlaushaus: Kinder leben sich in die Aufgaben des Samichlauses ein.


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Assistent am Handgelenk

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Samsung Gear S (links) und LG G Watch R: Schlaue Uhren mit integriertem Computer.

Navi, News und SMS: Smartwatches sind bereit für den Alltag.

Bilder: zVg

B

eim Blick aufs Handgelenk heisst es heute nicht mehr «Ui, schon so spät?», sondern «Ach, schon wieder so viele neue E-Mails!» Smartwatches beinhalten kein mechanisches Uhrwerk mehr, sondern einen Minicomputer, der im Prinzip genau dasselbe macht wie ein Handy – nur eben am Handgelenk. Nachdem in den letzten Jahren viele Prototypen erschienen sind, bringen die Hersteller erstmals gelungene Armband-PCs auf den Markt: LG die G Watch R und Samsung seine Gear S. Funktional unterscheiden sich die schlauen Uhren kaum voneinander.

Beide zeigen neue E-Mails, Nachrichten oder anstehende Termine. Zudem lassen sich Kontakte abrufen, Musik abspielen oder der schnellste Weg nach Worb anzeigen.

Die Touchscreens lassen sich erstaunlich gut bedienen Anders ist die Bedienung: Zwar verfügen beide über einen Touchscreen, der sich trotz des kleinen Displays erstaunlich gut bedienen lässt. Aber das Modell von LG ist auf Sprachsteuerung ausgerichtet. Wer diese Uhr benutzen will, muss wie Knight Rider mit seinem Armbandhelfer sprechen. «OK, Google, wie ist

das Wetter in Bern?», und die richtige Antwort folgt postwendend. Optimisten nennen das gewöhnungsbedürftig, alle anderen: unbrauchbar. Samsung hats besser gelöst, und nicht nur das: Im Gegensatz zum LG-Modell, das stets eine Verbindung zu einem Android-Telefon benötigt, funktioniert die Gear S selbständig. Möglich machen das SIM-Karten-Einschub (eine zweite Karte mit derselben Rufnummer kostet extra) und integriertes W-Lan. Käufer müssen trotzdem ein Galaxy-Telefon von Samsung besitzen, um die Uhr einzurichten.

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LEBEN 118 |

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AUTO

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

STECKBRIEF VW Passat Variant Antrieb: R4-Turbobenziner, 1.4/ 125 und 150, 1.8/ 180, 2.0/ 220, R4-Turbodiesel 2.0/ 150, 190 und 240 PS; Front- oder 4x4-Antrieb, 6-/7-Gang-Schaltung/-Automat. Umwelt: Norm 4,1 bis 6,6 l/100 km = 109 bis 153 g/km CO2-Ausstoss. Energieeffizienz A bis C. Masse: ab 1395 kg, Laderaum 650– 1780 Liter. Preis: ab 35 400 Franken.

DER ERSTE PASSAT

VW war ein Audi Das war knapp: Anfang der 70er war VW quasi pleite. Zu lange hatte VW am veralteten Käfer-Prinzip festgehalten und Millionen in die Heckmotorentwicklung fehlinvestiert. In letzter Minute kam der rettende Schwenk zum Frontmotor: Der Golf revolutionierte und rettete 1974 die Marke. Aber nicht allein: Zuvor trug der Passat (1973), dann der Polo (1975) bei. Diese zwei Erfolgs-VWs waren freilich Audis: Entwickelt von der VW-Tochter, wurde der Audi 50 zum Polo, der Audi 80 mit neuem Heck zum Passat – der Start des Baukastensystems. Ironie des Erfolgs: Als VW verkauften sie sich viel besser denn als Audi.

RATGEBER

Fremde Autos sind tabu

Aufgepasst: Auf Auslandsreisen darf kein Ausländer dort das Schweizer Auto fahren.

Es klingt harmlos: Mal kurz das Auto des Besuchs aus Italien fahren oder auf Besuch in Deutschland dem dortigen Cousin das Auto leihen? Bloss nicht! Wer im eigenen Land (laut Wohnsitz, nicht Pass!) ein im Ausland immatrikuliertes Auto lenkt und gestoppt wird, einen Unfall baut oder die Grenze überquert, zahlt neben einer enormen Busse die Verzollung, also Mehrwert- und Autosteuer – denn sobald man dieses Auto lenkt, gilt es

als importiert. Achtung: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Doch warum ist das in Europa so? Dürfte man dauerhaft ausländische Autos fahren, könnte man sie zum Beispiel günstiger im Ausland kaufen und zulassen, statt zu importieren. Tipp: Genehmigung zur vorübergehenden unverzollten Verwendung besorgen. Gut zu wissen: Im Ausland dort immatrikulierte Autos fahren (etwa Ferienmietwagen) ist natürlich erlaubt.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

Gesichtsgewinn: Der VW Passat, hier der Variant, wird eleganter und bleibt doch dezent.

Das Volk fährt Business

Die achte Generation des VW Passat will Klasse haben statt nur Mittelklasse sein: Der Kombi bleibt sich treu, doch er strebt sicht- und fühlbar nach oben.

A

ls «gehobene Mittelklasse» Hand nimmt. Ebenso bei der Flut von kannten wir einst Autos wie Ford Hightech, wobei neben dem in Kolonnen Scorpio oder Opel Omega – noch selbst lenkenden (!) Radartempomaten nicht Oberklasse à la Mercedes, aber oder Anhängerrangierassistenten die nobler als die Mittelklasse. Jetzt füllt optionalen Digitalinstrumente aufAltmeister Passat den Begriff neu mit fallen: Frei konfigurierbar machen sie Leben: Nummer acht will Business statt Nachbarn neidisch. nur Eco sein. Obwohl seine Länge mit Unterwegs erinnert der VW an eine 4,77 Metern (Variant) gleich bleibt, Mercedes C-Klasse: Eher seidig als wirkt er gestreckt und elegant, aber wohl dynamisch, und zwar nicht gar so schwespätestens dann unauffällig, wenn er bend, aber klasse und leichtfüssig. Diewieder zu Tausenden über die Strassen se Ausgewogenheit ist das typische rollt. Übrigens fast nur als Variant, also VW-Rezept: Auch der Passat kann nichts Kombi: Neun von zehn Passat tragen bei überragend, aber alles sehr gut. uns das Kombiheck. Das wird sich kaum Der riesige Laderaum und der enorme ändern, obwohl die Limousine viel Fond tragen das Ihre zum souveränen schöner ist als zuvor. Gefühl bei. Ebenso wie die breite Palette mit zumeist bewährten Dem Testwagen in Highline-Ausstattung Antrieben. Und 2015 gelingt das Nobelthema folgt der Plug-in-Hybrid GTE für elektrische eindrucksvoll: Fasziniert streicht die Hand Kurzstrecken. Fazit: über ausgesucht hochKompliment! Ein wertige Materialien Schnäppchen ist der edle VW mit vielen und sehr liebevolle Details. Hier müssen Optionen weniger denn selbst Audi, BMW und je, aber beeindruckend Co. aufpassen, dass der Edel: Die digitalen Instrumente nahe der Perfektion. Texte: Volkswagen ihnen nicht (Option) und edles Ambiente Timothy Pfannkuchen das Luxusheft aus der haben Oberklasseniveau.

Neustart: Mit dem 4,39 Meter langen Pulsar ist Nissan wieder in der Golf-Klasse dabei.

Am Puls der Kompaktklasse Bei allem Erfolg des Qashqai – ganz ohne ein Auto in der Golf-Liga geht es nicht: Mit dem Pulsar mischt Nissan wieder in der klassischen Kompaktklasse mit. Der Fünftürer ist so quasi Nachfolger des Almera und Tiida, dürfte aber mit mehr Schick und seinem im Konkurrenzvergleich enormen Platzangebot im Fond und viel Laderaum für mehr Furore sorgen. Eher bieder wirkt das Cockpit. Dafür gefallen das komfortable Fahrwerk und ein günstig-gutes Multimediasystem sowie Preise ab 20 990 Franken. Antriebe: 115-PSTurbo und 110-PS-Diesel mit Normwerten ab 3,6 l/100 km (ab 94 g/km CO2, Energieeffizienz A).

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AUTO | 119


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 Wo ist Nico? Er wird seit dem 4. Oktober 2014 in Spreitenbach AG vermisst. Er ist ein roter Kater, kastriert und gechipt. Wer hat einen solchen Kater gefüttert, aufgenommen oder beobachtet? Finderlohn zugesichert. Es wäre schön, Nico könnte wieder nach Hause kommen. Herzlichen Dank! Janine Meyer

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

VENEDIG | 123

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Warner Bros. Pictures verlosen eine Reise für zwei Personen nach Venedig. Im Preis inbegriffen sind:  Hin- und Rückflug von Zürich nach Venedig (Economy)  Transfers vom Flughafen zum Hotel und zurück  2 Hotelübernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück  Eine private Bootstour auf dem Canale Grande  Eine geführte Tour durch die Strada Nuova und Rialto mit Lunch  Reiseversicherung Bedingungen:  Reiseantritt zwischen 3. April und 26. Oktober 2015. Ausgeschlossen sind Feiertage sowie der Carnevale. Mindestens eine reisende Person muss 18 Jahre alt sein.

Dank seiner Enkelin Tilda (Emma Schweiger) erlebt Amandus (Dieter Hallervorden) eine unvergessliche Zeit in Venedig.

Aus Liebe zum Grossvater Bild: 2014 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Am 25. Dezember startet Til Schweigers neuer Kinofilm «Honig im Kopf». Das Migros-Magazin und Warner Bros. Pictures verlosen zum Filmstart eine Reise nach Venedig für zwei Personen.

D

er Film «Honig im Kopf» erzählt die Geschichte der besonderen Liebe zwischen der elfjährigen Tilda (Emma Schweiger) und ihrem Grossvater Amandus (Dieter Haller­ vorden). Seit dem Tod seiner Frau lebt Amandus bei seinem Sohn Niko (Til Schweiger) und dessen Familie. Doch leider wird der humorvolle Grossvater zunehmend vergesslich und schafft es nicht mehr, den Alltag allein zu bewältigen. Obwohl es Niko das Herz bricht, muss er einsehen, dass für Amandus der Weg in ein Pflegeheim bald

unausweichlich ist. Doch Enkelin Tilda will sich auf keinen Fall damit abfinden. Denn sie hat sich fest vorgenommen, sich um ihren Grossvater zu kümmern und ihm Aufgaben zu stellen, damit er sich gebraucht und nicht so allein fühlt. Sie entführt Amandus auf eine chaotische und spannende Reise, um ihm seinen grössten Wunsch zu erfüllen: noch ein­ mal Venedig zu sehen. Die einfühlsame Tragikomödie von Til Schweiger startet am 25.Dezember in den Schweizer Kinos. Infos zum Film: www.honigimkopf.de

Wettbewerbsfrage: Wie heisst die Rolle von Emma Schweiger? Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Honig im Kopf», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: So., 7. Dezember 2014 Der Gewinner/die Gewinnerin wird schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis am 26. Oktober 2015 bezogen werden, verfallen ersatzlos. Der Gewinner/die Gewinnerin muss über gültige Reisepapiere verfügen.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

UNTERHALTUNG | 125

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Auflösung Nr. 48: WOCHENZEITUNG

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 127

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Ein beliebtes Samichlausversli beginnt mit «Es dunklet scho im …»? E

Tannewald

Z

Schtall

R Hus

So nehmen Sie teil

2. Von welchem Pass aus erstreckt sich das Misox? I

Simplon

U San Bernardino

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

A Furka

3. Wie viele vierstellige natürliche Zahlen beginnen mit 5? S 995

R 1000

D 1005

4. Durch welchen Kanton fliesst die Thur nicht? K St. Gallen

T

Zürich

A Aargau

5. Wie nennt sich die Sedimentation eines Jahres in Seen? S Warve

A Ablaktion

E

Sentenz

Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.12.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

6. Wo wurde in Europa schon 1498 Erdöl gewonnen? R Jura

P Harz

I

Elsass

7. Welcher Entdecker brach zur «Zimtland-Expedition» auf? N V. da Gama

E

G. Pizarro

P F. Magellan

8. Der erste Akt von Verdis Oper «Don Carlos» spielt im Wald von …? G Caures

E

Belleau

N Fontainebleau

Auflösung Nr. 47: KOCHBUCH Gewinner Nr. 46: Daniela Scoppetta, Zürich Barbara Zimmermann, Brunnen SZ; Marcel Gloor, Winterthur ZH

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

I

2

4 5 1 3

E I NLEGER ERL I EGEN GLASKLAR JEDERLE I KR I T I KER L E I MT O P F ME S T I Z I N RE T I RADE VERE I NTE V I G I LANT

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1

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3

4

5

Auflösung Nr. 48: STIEL Gewinner Nr. 47: Alice Christen, Oberterzen SG; Gottfried Kunz, Rüti ZH; Lucia Bannwart, Luzern

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989 1‘079 1‘119 Innen IC 1‘079 1‘149 1‘199 Innen IP Aussen EC 1‘209 1‘259 1‘319 Aussen EP 1‘319 1‘379 1‘439

1‘169 1‘259 1‘399 1‘499

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Costa neoCollection Ihre Vorteile:

13 Tage ab/bis Hamburg 20.05 13.06 10.07 06.08 18.08 30.08

Costa neoClassica ★★★★

Costa neoRomantica

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Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

Östliches Mittelmeerr

a

989 1‘219 1‘399 Innen IC 1‘079 1‘319 1‘469 Innen IP Aussen EC 1‘239 1‘469 1‘646 Aussen EP 1‘359 1‘579 1‘759 ----- 1‘839 ----Balkon BC 1‘819 ----- ----Balkon BP Suite Balkon 2‘319 2‘359 ----An-/Rückreise ab Schweiz 240.-

‘7 ab 1

15.08 Innen IC 779 1‘259 Innen IP 849 1‘329 Aussen EC 1‘069 1‘549 Aussen EP 1‘149 1‘639 Suite Balkon ----- 1‘369

9.b 98

28.10

1‘349 1‘379 1‘699 1‘889 Innen IC 1‘459 1‘479 1‘819 1‘999 Innen IP Aussen EC 1‘619 1‘599 1‘919 2‘099 Aussen EP 1‘729 1‘739 2‘059 2‘239 ----- ----- 2‘739 2‘919 Balkon BC 2‘744 ----- 3‘059 2‘339 Mini Suite Suite Balkon 2‘879 ----- ----- 3‘379 An-/Rückreise ab Schweiz 240.-

799.

Wesstl. & Östl. Mittelm meer

13 Tage ab/bis Savona

14.06 25.06 17.07 28.07 08.08 19.08

13.10 04.11 Innen IC 1‘029 1‘169 1‘259 Innen IP 1‘129 1‘239 1‘349 Aussen EC 1‘289 1‘369 1‘479 Aussen EP 1‘399 1‘479 1‘589 Balkon BC 2‘019 ----- 2‘199 Mini Suite ----- 2‘299 2‘429 Suite Balkon 2‘249 2‘479 2‘599 An-/Rückreise ab Schweiz 240.-

.-

49 b 1‘3

Innen IC Innen IP Aussen EC Aussen EP Balkon BC Balkon BP Suite Balkon

1‘754 1‘869 2‘149 2‘279 3‘374 3‘579 3‘939

★★★★

1‘799 1‘889 1‘869 1‘999 2‘169 2‘279 2‘279 2‘399 3‘329 3‘549 3‘539 3‘719 3‘849 4‘079

044 289 81 81

3 Kleinere Schiffe – grössere Flexibilität 3 Bessere Routenvielfalt 3 Destinationen, wo grosse Schiffe nicht anlegen können 3 Längere, attraktivere Anlegezeiten 3 Flexible Essenszeiten

www.cruisetour.ch (Gültig pro Kabine in Kategorie O2/S2) Bus ab/bis Schweiz 240.-

General-Wille-Str. 8002 Zürich Bordguthaben: 500.- (Kat. 10, S2) pro Kabine info@cruisetour.ch Bus ab/bis Schweiz 240.-

Alle Preise pro Person bei Doppelbelegung. Inbegriffen: Kreuzfahrt mit Vollpension, Hafentaxen Nicht inbegriffen: Persönliche Ausgaben an Bord, Serviceentgelt von 15% auf Dienstleistungen, Trinkgelder, Landausflüge während der Kreuzfahrt, Annullationskosten Versicherung.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

UNTERHALTUNG | 129

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BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 cken und Verbindungen mit mehr 4 2 3 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 1 4 2 www.raetsel.ch/bruecken

2 3 2 1

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Auflösung Nr. 47:

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KINDEREGGE

GUETZLI SUDOKU

R ätsels pass WINTERLABYRINTH

Tobi ist eifrig am Backen. Ein Guetzliblech nach dem anderen nimmt er aus dem Ofen und verpackt die Guetzli sorgfältig in drei Kartonschachteln. In jedem Schachtelabteil (4 der 16 Felder) darf jede Guetzlisorte nur ein Mal vorkommen. Auch in jeder senkrechten (von oben nach unten) und waagrechten (von links nach rechts) Linie darf jedes nur ein Mal enthalten sein. Kannst du Tobi helfen, die Boxen richtig zu füllen?

2

1

Nina möchte Hugo etwas ins Ohr flüstern. Das kann sie aber erst, wenn sie den Weg durchs Winterlabyrinth gefunden hat. Hilf ihr!

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3 1

2

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 131

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 8

9

6

4

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

Auflösung Nr. 48: 362 3 So nehmen Sie teil 5 4 7 9 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 7 5 1 2 3 8 9 6 4 Gewinner Nr. 47: 8 9 3 6 5 4 2 7 1 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 4 7 6 Paul Niedermann, 2 6 4 1 7 9 5 3 8 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 4 7 8 3 6 2 1 5 9 Oberhelfenschwil SG; Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 5 6 8 1 1 3 5 9 8 7 4 2 6 Rudolf Gubser, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 6 2 9 4 1 5 3 8 7 5 1 2 8 9 6 7 4 3 Schänis SG; 8 9 2 Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 3 4 6 7 2 1 8 9 5 Maria Mahler, 9 8 7 5 4 3 6 1 2 Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.12.2014, 24 Uhr Urdorf ZH; 9 1 2 5 8 Mario Adamini, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 7 2 4 Cortaillod NE; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Blandine Bissig, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden 5 schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Fribourg Anzeige

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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MEINE WELT 134 | Name: Katerina Stoykova (29) Sternzeichen: Löwe Wohnort: Zürich

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DUO WOLFMAN

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NR. 49, 1. DEZEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Name: Angelo Repetto (31) Sternzeichen: Schütze Wohnort: Zürich

UNSER STOLZ

«Wir sammeln die Badges all unserer Wolfman­Konzerte, etwa 60 sind es bis anhin. Seit wir 2013 am m4music den Nachwuchs­ wettbewerb Demotape Clinic im Genre Pop gewonnen haben, häufen sich die Auftritte.»

UNSER LIEBLINGSORT

KATERINAS MASKOTTCHEN

«Beluga ist aus dem Tierheim und etwa zwei oder drei Jahre alt. Sie ist ein richtiges Action­ hündchen und will immer dabei sein. Sie kommt auch mit an Konzerte – backstage.»

«In unserem Studio fühlen wir uns extrem wohl. Hier vergessen wir die Zeit beim Sounden, Tüfteln und Reparieren von Inst­ rumenten. Oder wir setzen uns aufs Sofa und quatschen. Ohne Tageslicht spielt die Zeit keine Rolle.»


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 49, 1. DEZEMBER 2014

DUO WOLFMAN | 135

UNSER FLUCHTORT

«In der Bäckeranlage im Zürcher Kreis 4 ma­ chen wir Pause, trinken Kaffee, legen uns auf den Rasen oder tollen mit Hündin Beluga her­ um und versuchen, sie zu erziehen.»

UNSERE LIEBLINGSPRODUKTE

ANGELOS WOHNUNG

UNSERE BAR

«Die Sportbar ist unsere dritte Stube. Wir lieben den Kaffee und die Bedienung. Angelo würde gern selbst hinter den Tre­ sen. Manchmal fragt der Barkeeper, ob ich arbeitslos sei, weil ich so oft da bin.»

«Der Kräutereistee und die Mandel­ Chüechli von der Migros sind unsere liebsten Stärkungen für zwischendurch.»

«Bis vor Kurzem waren wir Nachbarn. Wir haben uns im Treppenhaus an­ gefreundet und beiläufig begonnen, Musik zu machen. Auf Kates Sofa entstand unser allererster Song ‹Koi Li E Toi›.»

«Musik muss an der Seele kratzen»

Wolfman haben 2013 einen m4music-Award gewonnen. Seither hat das Zürcher Elektropop-Duo einen steilen Aufstieg hinter sich. Geprobt wird nun nicht mehr im Wohnzimmer, sondern im eigenen Studio. Wieso leben Sie in Zürich?

Katerina: Ich bin in Bulgarien auf­ gewachsen und habe als Teenager jeweils ein Jahr bei meiner Mutter in den USA und dann eines bei meinem Vater in Zürich gelebt. Das Hin und Her kann ich niemandem empfehlen. Jetzt bin ich froh, hier zu sein. Zürich ist cool. Angelo: Ich bin ursprünglich aus Bern. Mir ist es egal, wo ich wohne, solange meine Freunde und Instrumente in der Nähe sind. Beruf und Lebenslauf:

Katerina: Ich habe Jus studiert, dann Teilzeit in einer Kanzlei und als Überset­ zerin gearbeitet. Nun unterrichte ich Erwachsene in Deutsch und konzentrie­ re mich auf die Musik. Angelo: Ich habe schon jeden Drecksjob gemacht. Ich war Velokurier, Callcenter­

agent, Spendensammler. Nun habe ich ein 50­Prozent­Pensum als Seklehrer, das fägt. Je mehr Zeit ich für die Musik habe, desto besser. Mein Ziel:

Katerina: Ich möchte mein Hobby Musik zu meinem Beruf machen. Angelo: Bloss nicht. Dann müsste ich Kompromisse eingehen. Für mich ist der Weg das Ziel. Ich will gute Musik machen und mich weiterentwickeln.

Mein Motto:

Katerina: Nicht viel überlegen, einfach machen. Angelo: Das Leben ist kurz – tanze slow. Was ich mag:

Katerina: Alles mit vier Pfoten. Angelo: Wenn der Kopf frei ist und es einfach passiert, dass ich etwas Neues spielen kann. Das ist magisch.

Meine schlechteste Eigenschaft:

Katerina: Faulheit, und manchmal bin ich zu stolz. Angelo: Ich bin ein rechter Arsch. Sehr launisch und dazu ein Ordnungsfreak. Meine Lieblingsmusik:

Katerina: Alles mit einer Emo­Note. Musik muss an der Seele kratzen. Angelo: Musik, die mich an nichts er­ innert, mit einer eigenen Handschrift. Mein bester Entscheid:

Angelo: Meinem Bruder die Gitarre zu klauen. Er war 9 und ich 16. Das war schon fies und tut mir auch leid. Katerina: Mit Angelo Musik zu machen. Text: Monica Müller, Bilder: Paolo Dutto Gesucht: die besten Demos der Schweizer Nachwuchsmusiker 2015. Jetzt anmelden unter www. m4music.ch/de/demotape­clinic

UNSER DING

«Das Klebeband mit Batman­Muster kaufen wir in den USA. Das kleben wir auf unsere ganze Ausrüstung: Key­ boardständer, Mik­ rofonkabel, Synthi.»


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Migros magazin 49 2014 d aa by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu