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Migros-Magazin-48-2018-d-LU

Page 1

Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

Chips unter der Haut: Was bringts? Seite 18

MM48, 26.11.2018 migrosmagazin.ch

Susanne Brunner: Auf riskanter Radio-Mission in Nahost Seite 12

Vorfreude Feines und

Ausgabe 1 von 2, 2018

Überraschendes zur Adventszeit

Tolle Tipps fürs Zubereiten und Anrichten

+15 Rezepte

Festlich

Attraktive Angebote zur Vorweihnachtszeit

Liebevoll

Selbstgemachtes zum Verschenken

Susanna Niehaus

Die Psychologin sagt: Lügner sind sozial kompetent Seite 28

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Advent, Advent 24 Seiten Inspirationen für den kulinarischsten Monat im Jahr

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MM48, 26.11.2018  5

W Editorial

Spenden wir zusammen!

Wir finden es toll zu erfahren, mit welchen Geschichten wir Sie bewegen, liebe Leserinnen und Leser. Am allermeisten Reaktionen haben wir dieses Jahr auf ein Porträt im grossen AltersDossier im April bekommen. Zwei Rentner – einmal reich, einmal arm – erzählten uns, was das (fehlende) Geld mit ihrem Lebensabschnitt macht.

Die Schilderung von Franziska, die anonymisiert darlegte, wie stark die Altersarmut sie isoliert, hat viele Leute mitten ins Herz getroffen. Wie können wir die Frau aus dem Seeland unterstützen?, haben uns Dutzende von Lesern gefragt.

Altersarmut ist ein grosses Thema. Insbesondere betroffen sind Frauen. So auch Beatrix Pretsch. Sie hat immer gearbeitet, trotzdem reicht die Pension nicht aus. Als Alleinerziehende musste sie in ihrem Leben schon mehrmals um Hilfe bitten.

Bilder: Jorma Müller, Thilo Remini

Aus einer Seniorenzeitschrift erfuhr die 72-Jährige vom Einzelhilfefonds der Pro Senectute. Dieser hilft, wenn ­keine staatliche oder private Unterstützung mehr greift. Genau das war bei Pretsch der Fall: Die teure Wurzelbehandlung für die Zähne wollte niemand bezahlen. Ohne den Fonds könnte sie heute kaum mehr essen. Die Migros setzt sich ein gegen Altersarmut in der Schweiz. Sie unterstützt mit ihrer diesjährigen Spendenaktion u.a. den Einzel­ hilfefonds der Pro Senectute. Mit dem Kauf der Wichtelschokoladen vergrössern Sie den Spendenbetrag. Spenden wir zusammen! (S. 40) Yvonne Zurbrügg, Redaktionsleiterin yvonne.zurbruegg@mgb.ch

Inhalt

12

Menschen 8  Diese Woche

Countdown für Heiligabend

11 Adventskalender-Aktion 12  Unsere Frau in Amman Susanne Brunner berichtet seit April für SRF aus Nahost

17  Bänz Friedli 18  Superkräfte per Chip

Mike Schaffner trägt Mikrochips unter der Haut, um sich selbst und sein Leben zu optimieren

24 Über Kontinente hinweg

Coach Waldemar Krupski berät Pflegefamilien in der Schweiz. Un­ abhängig davon, wo er gerade ist

28  Ohne Lügen geht es nicht

Psychologin Susanna Niehaus im Interview, warum Lügen wichtig und ab wann es problematisch ist

Migros-Welt 40  Hilfe von Pro Senectute

Geld für eine Zahnbehandlung

45 Mehrwegverpackungen 47  Neue Käsesorten

49 Migusto Rezept mit Algen 68 «aha!»-Mehlmischungen

und -Weihnachtsgebäck 76 Weihnachtswettbewerb

79  Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 85  «1, 2 oder 3?» 86 Reisen Hawaii 92  Gesundheit Wie geht Glück? 95  Stadt, Land, Stutz 96  Kinder und Kinderfrage 99  Migros Bank 101 Glücksgriff 102  Rätsel und Spiele 107 Leseraktion 108 Cumulus 110  Meine Welt Jungschauspielerin Zsofia Körös

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). migros.ch/kundendienst; migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen

Darauf freuen wir uns Liebe in Vietnam Das Erfolgs­ Musical «Miss Saigon» gastiert ab 28. November in der eng­ lischen Originalversion im Zürcher Theater 11.

MM48

Winterwunderwelt Die Bieler Esplanade wird ab 1. Dezember zur Eispla­nade – mit Eisbahn ­und Polardorf.

Unnützes Wissen

Spielhits mit Geschichte Monopoly wurde 1930, zur Zeit der Weltwirtschafts­ krise, als Zeit­ver­ treib für Arbeits­ lose entwickelt.

Haben Sie kalte Füsse? Vielleicht sollten wir uns im Winter ein Beispiel an den Pinguinen nehmen. Sie kühlen ihre Füsse bewusst auf wenige Grad Celsius herunter. So verlieren sie auf dem Eis nicht unnötig Wärme und frieren nicht fest. Der Zügelpinguin im Kopfsprung erinnert sogar daran, dass Pinguine vor 50 Millionen Jahren einmal Flugkünstler gewesen sein sollen. Der Französisch-­Brasilianer Sebastião Salgado zeigt mit seinen Fotografien in «Genesis» die überwältigende Schönheit unseres Planeten und wie bedroht die letzten Paradiese sind. Die Bilder sind im Zürcher Museum für Gestaltung zu sehen. Ein inspirierender Ort, um sich spazierend die Füsse aufzuwärmen. Bilder: iStock, Sebastião Salgado/Amazonas images, Herbert Zimmermann

Bild der Woche

zweipunktnull

Entschuldigung, wie digital sind Sie? Sacha Portmann (18), Kaufmännischer Angestellter, Buchrain LU So informiere ich mich «Über Social Media» Dafür bin ich zu alt «Nichts. Ich bin ja noch jung.» Da bin ich analog «Nirgends. Sobald es etwas in einer ­digitalen Variante gibt, wechsle ich.»

Liebste App: Instagram

Als Fidel Castro 1959 in Cuba an die Macht kam, liess er alle Monopoly-­ Sets im Land ­vernichten. Das Brettspiel Spiel des Lebens wurde bei seiner Erfindung 1860 auf einem umgewan­ delten Schachbrett gespielt und hiess «The Checkered Game of Life».

Das chinesische Strategiespiel Go gilt als das ­älteste und zu­ gleich als das komplexeste Brettspiel der Welt. Es eröffnet Spielern mathe­ matisch klar mehr Möglichkeiten als Schach. Quelle Neon/Stern


8  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN Diese Woche

2. Dezember: Jingle Bells Am ersten Advent wird es Zeit für musikalische Einstimmung. Wem davor graut, die Weih­nachts-­CDs zu suchen: Spotify und Co. b ­ ieten fertige Wiedergabelisten. Wem ­generell davor graut, Weih­ nachtslieder zu hören, der muss jetzt unverzüglich die Reise zum Mond antreten. 5. Dezember: der moderne Chlaus Spätestens heute muss der ­Samichlaus bestochen werden. Wer will schon vor Publikum s­ eine Sünden eingestehen? Diese Angst hat jene vor der Rute ersetzt, denn die hat ein Chlaus 2018 eh nicht mehr dabei: Zu #metoo-­Zeiten schickt es sich nicht mehr, Hintern zu versohlen. Die Be­stechungsvorschläge für den m ­ odernen Chlaus: Bart-Öl, Samt-Mantel, Schlitten-Navi, ­Toffee-Nut-Latte mit Gingerbread-­Streusel und Low-Fat-Milk wegen der überflüs­ sigen Pfunde. 7. Dezember: das Tenü Stricken entschleunigt und hilft ­gegen Stress. Wie wäre es mit ­einem lustigen Weih­nachts­ pulli? Mit Elfenmotiv oder als Spezialeffekt für Experten mit eingestrickten LED-­ Lämpchen. 9. Dezember: die Geschenke Vielerorts findet heute der erste Sonntagsverkauf statt. Theore­ tisch eine gute Gelegenheit fürs Geschenkekaufen. Aber: Die Idee hat jede(r). Entsprechend voll sind die Kaufhausgänge. Wer kann, ­sollte besser auf den Dienstag­ morgen ausweichen. Wer nicht kann, erstellt eine Einkaufsliste, die jeder Ablenkung trotzt, und plant mit Google Maps den kürze­sten Parcours. Einfacher fällt die Online-­Bestellung. Aber Vorsicht:

Im Countdown bis Weihnachten Stressfrei durch den Dezember kommen und zugleich schon möglichst viel Weihnachtszauber spüren? Mit diesen Tipps gelingt beides. Text: Dinah Leuenberger

Bilder: iStockphoto (11), Shutterstock, 2018 Universal Pictures International all rights reserved

1. Dezember: der Weihnachtsfilm Wer bisher noch keinen gesehen hat, fängt am besten heute an. Hier ein paar Empfehlungen. Der Beste: «Love Actually», der Schlechteste: «A Christmas Prince», der Über­ raschende: «Gremlins», der Böse: «Bad Santa», der Neue: «The Grinch» und der Klassiker: «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel».


MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  9

Webshops benötigen vor Weihnachten bis zu zwei Wochen länger für die Lieferung. So oder so: Den Glühwein nach getaner Shopping-­ tour haben Sie sich verdient! 11. Dezember: die Büro-Sause Für die einen das Highlight des ­Jahres, für die anderen ein Graus. Wenn sich das Büro zum Weihnachtsessen trifft, gelten viele ­Regeln nicht mehr. Sehen Sie es als Chance: Nur heute kann man so ungezwungen mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden diskutieren und lernt andere Seiten von ­ihnen kennen. Und: Hüllen Sie sich in glitzernde Kleidung! Wann erhalten Sie sonst die ­Gelegenheit, so zu glänzen? 13. Dezember: «ab die Post!» Haben Sie Freunde in Ecuador? Eine Cousine in den USA? Dann

müssen Sie Ihr Geschenk spätestens heute per Post verschicken. Lebt die Verwandtschaft in Europa, haben Sie noch bis zum 17. Dezember Zeit. Sind alle in der Schweiz, reicht sogar der 22. Dezember. 15. Dezember: die Guetzli Ihnen ist schon ganz schwindlig vor lauter Weihnachten? Keine Sorge: Backen Sie Guetzli und essen Sie mindestens drei pro Tag. Damit sorgen Sie für das innere Gleichgewicht. Die schnellsten Guetzli? Wir empfehlen Kokosmakrönli. Das Rezept hat migusto.ch, in 40 Minuten können Sie sie geniessen! 17. Dezember: Ho Ho Ho! Die letzte Bürowoche ist lanciert. Damit alle in Stimmung kommen, sollten Sie Ihre Sprache feierlich aufpeppen: Aus jedem «Ho» wird ein «Ho ho ho». Hier eine Einstiegs-

hilfe: «Hohohoffentlich schneit es an Heiligabend», «Hohohoi zäme», «Hohoholst du mir einen Kaffee?» 19. Dezember: die 3. Säule Bei allem Weihnachtswahnsinn sollten Sie nicht vergessen, in die ­ 3. Säule einzuzahlen. Das geht für das aktuelle Jahr nur noch bis Ende Monat. Erledigen Sie es heute! 20. Dezember: der Baum nadelt Auch wenn Sie ihn am liebsten schon Anfang Monat installieren möchten: Ein echter Baum hält das nicht durch. Am besten kaufen Sie ihn um den 15. Dezember – aus ­lokalem Anbau beim nächsten ­Verkäufer. Stellen Sie ihn fünf Tage draussen ins Wasser, erst heute kommt er in die Wohnung. Ungeduldige können sich zuvor mit der Lektüre von Robert Gernhardt trösten: «Erna, der Baum nadelt».

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22. Dezember: Pause Spätestens heute sollten Sie nochmals den Tipp vom 1. Dezember beherzigen. Es ist zwar Samstag, aber einen gemütlichen Abend können Sie jetzt gut gebrauchen. Tanken Sie Energie – etwa mit dem Tipp vom 15. Dezember (Guetzli). 24. Dezember: die Familie Reden Sie zuvor miteinander! So wird klar, wer wen wann sehen will und kann. Klärt man dies im Vorfeld, wird die Familiensause viel angenehmer. Auch hilft es, ein Spiel in der Hinterhand zu haben, falls die Diskussion zu eskalieren droht. Zum Beispiel britische Weih­ nachts-­­­Cracker als Tischdeko (mit Witzen, Weisheiten und Spielzeug zum Tauschen drin) oder ein weihnächtlicher Lückentext, bei dem ein Präsent erhält, wer das richtige Wort zuerst errät. Merry X-mas!


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MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  11

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Das Migros-Magazin und seine Partner ­verlosen im Dezember unter allen Leserinnen und Lesern tolle Preise. Beantworten Sie die ­unten stehende Frage und nehmen Sie bei für Sie interessanten Tages­preisen an der Ver­losung teil.

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12  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN

Susanne Brunner

Die neue Stimme aus Nahost

Seit April arbeitet die Radiojournalistin Susanne Brunner als SRF-Nahostkorrespondentin in der jordanischen Hauptstadt Amman. Zur Vorbereitung hat sie gelernt, was sie tun muss, falls sie in die Hände von Rebellen fällt. Angst hat sie trotzdem nicht. Text: Reto E. Wild  Bilder: Thilo Remini

D

ie warme Stimme mit dem typisch melodischen Glarner Dialekt ist seit gut 30 Jahren das Marken­ zeichen von Susanne Brunner. In der Deutschschweiz kennt man die 54-jährige Radio­journalistin durch die Mittagssendung «Tagesgespräch» auf SRF 1. Über 1200 Interviews hat sie von 2006 bis 2018 dort geführt: mit Bundesräten, Wirtschaftsfüh­ rern, Sportstars und Kulturschaffen­ den; kritisch, hartnäckig, aber auch einfühlsam. Ein gutes Gespräch entstehe im­ mer dann, wenn jemand wirklich etwas erzählen möchte, erklärt Brun­ ner. «Ich bin ehrlich und frage, was ich wissen möchte. Aber ich mache das immer mit Respekt.» Nun begeg­ net sie ganz anderen Interviewpart­ nern: Seit dem 1. April arbeitet Brun­ ner als SRF-Nahostkorrespondentin und lebt allein in einer Zweizimmer­ wohnung in der jordanischen Haupt­ stadt Amman, weit weg von ihrem Ehemann, der nach wie vor in Glarus wohnt. «Vier Flugstunden von der

Schweiz entfernt ist ja nicht so weit», findet die Radiojournalistin. «Wäre es kein Risikojob, wäre er wohl eher mitgekommen.» Richtiger Moment fürs Abenteuer

Ihre Schweizer Freundinnen vermu­ teten die ultimative Midlife-Crisis, als sie von dem Jobwechsel in den Nahen Osten erfuhren. Die Vollblutjourna­ listin sieht das anders: «Mein Herz schlägt für das Medium Radio. Von 2000 bis 2005 war ich bereits als Kor­ respondentin in den USA – so etwas ist unglaublich horizonterweiternd.» Das sei es, was Journalismus ausma­ che. «Und in zehn Jahren wäre ich zu alt für einen Neuanfang im Ausland.» In ihrem neuen Job berichtet sie über Ägypten, Israel, den Irak, Jordanien, Libanon, Syrien und die palästinensischen Autonomiegebiete. Ihre Vorgänger Iren Meier und Philipp Scholkmann haben von der libanesischen Hauptstadt Beirut aus gearbeitet, Brunner entscheidet sich für Amman, weil die Israel-Bericht­ erstattung von dort aus einfacher sei.


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«Einkaufen auf dem Markt ist hier immer ein Erlebnis.» Susanne Brunner bei einer ihrer liebsten Freizeit­ beschäftigungen in ihrem neuen Leben in Jordanien


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«Ich lernte, dass eine scheinbar harmlose Situation innerhalb von wenigen Sekunden gefährlich werden kann.» Susanne Brunner

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Und: «In Amman kann nicht mal mein Hausabwart Englisch. So bin ich gezwungen, Arabisch zu reden.» Parallel zum Job büffelt sie wöchent­lich drei Stunden Arabisch. «Inzwischen werde ich im Taxi nicht mehr betrogen.» Ein Taxifahrer, ein ehemaliger Lehrer, habe sie während der Fahrt sogar aufgefordert, ein Verb zu konjugieren. Trotzdem nimmt Brunner zu Gesprächen mit Arabern immer einen Übersetzer mit. Angst, aus dieser geopolitisch in­ stabilen Region zu berichten, hat sie nicht. Das sei eben auch eine Frage der Perspektive, findet sie. «Erzähle ich Jordaniern von einer geplanten Reise nach Europa, werde ich ge­ warnt. Die Einheimischen halten die­ sen Kontinent wegen der zahl­reichen Selbstmordattentate für gefährlich.» Brunner hat einen Teil ihrer Jugend in Kanada, Schottland und Deutsch­ land verbracht, sie glaubt, dass es ihr gerade wegen dieser vielen Wechsel leichtfällt, auf Menschen zuzugehen. «Meine Anpassungsfähigkeit ist ­etwas vom Besten, das mir meine ­Eltern mitgegeben haben.» Auf brenzlige Situationen vorbereitet

Sie lebt mit einem Journalistenvisum in Jordanien und ist sich bewusst, dass sie wohl unter Beobachtung des Geheimdiensts steht. Als Vorberei­ tung auf ihren anspruchsvollen Job im Nahen Osten besuchte sie einen Kurs bei der deutschen Bundeswehr. Sie lernte, einen Druckverband anzu­ legen, oder wie sie r­ eagieren müsste, falls sie in die Hände von Rebellen

fällt. Tatsächlich geriet sie auch schon in eine heikle Situation: Einen Tag nach der Eröffnung der neuen US-Botschaft in Jerusalem war sie in der Stadt Ramallah im palästinensi­ schen Westjordanland unterwegs, wo vermummte Palästinenser demon­ strierten. Die israelische Armee schoss Tränengaspetarden. «Ich lernte, dass eine scheinbar harmlose Situation ­innerhalb von nur wenigen Sekunden gefährlich werden kann. Mit tränen­ den Augen rannte ich davon, während mein Mikrofon noch lief.» Wie liesse sich der ewige Konflikt zwischen Juden und Palästinensern lösen? «Ehrlich gesagt, bin ich sehr pessimistisch. Dazu müssten wohl die alten Männer auf beiden Seiten in den Ruhestand gehen und Junge und Frauen mitreden lassen. Dann würde die Welt hier anders aussehen.» Normalerweise beginnt Susanne Brunners Tag um 6.30 Uhr; sie klickt sich eine Stunde durch die Medien und kontaktiert anschliessend das Radiostudio in Bern, um allfällige Beiträge für die Sendungen «Rendez-­ vous» und «Echo der Zeit» zu bespre­ chen. Meist folgen weitere Telefonge­ spräche, ab und zu auch Recherchen in ­Geschichtsbüchern, um sich weiteres Hintergrundwissen über die Region anzueignen. Dazwischen kocht sie sich etwas. «Ich bin aber keine Star­köchin, bei einem Besuch in Ägypten habe ich erst einmal gelernt, wie man eine Omelette zubereitet.» Natürlich ist Susanne Brunner auch viel unterwegs. Kürzlich machte sie eine S ­ endung aus Tel Aviv über

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ultra­orthodoxe Juden, die ein Startup führen. Und demnächst reist sie ins Kurdengebiet im Irak und ins Grenzgebiet von Syrien. Zum Ausgleich geht die Journalis­ tin zwei Mal pro Woche ins Yoga. «Wenn meine Freundinnen aus der Schweiz das l­ esen, werden sie losprusten, denn e­ igentlich bin ich ein Mensch, der sich gern in der freien Natur bewegt.» Still in einem Raum zu sitzen, das l­ iege ihr gar nicht. «Aber Yoga ist g­ enau richtig, um den Kopf zu leeren und die unterschwel­ lige ­Gewalt zu verdauen, mit der ich ­immer wieder konfrontiert bin.» Selbstverständlich ­vermisst sie auch e­ iniges aus der Schweiz, vor ­allem ­ihren Mann, ihre Freunde und die Glarner Berge. MM

1 Interview mit einem Unternehmer in ­Jordanien 2 Arbeitsplatz zu Hause: Austausch mit der Redaktion in der Schweiz 3 Fatima Salman, Mitarbeiterin eines Hilfswerks, spricht über ein Trauma-­ Bewältigungsprogramm für Kriegsverwundete.


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1. Tag – Mailand Fahrt im komfortablen Extrabus nach Mailand, der ersten Etappe unserer tollen Städtesafari. Nutzen Sie den freien Aufenthalt, um die italienische Wirtschaftsmetropole auf eigene Faust zu erkunden. Besuchen Sie den berühmten Dom oder flanieren Sie durch das elegante Modeviertel mit seinen unzähligen Einkaufsmöglichkeiten. Am späten Nachmittag Weiterfahrt zu unserem Hotel in der Region Gardasee! 2. Tag – Florenz Auf unserer Weiterfahrt Richtung Süden erreichen wir bald die schönen Hügellandschaften der Toskana und deren Hauptstadt Florenz. Freuen Sie sich auf eine tolle Stadtführung mit vielen Höhepunkten. Das Ensemble von Kirchen und Palästen, von Plätzen und Gassen, Brunnen und Statuen – kurz ein über Jahrhunderte gewachsenes Gesamtkunstwerk, das Sie begeistern wird. Nach

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3. Tag – Rom Alle Wege führen nach Rom – auch wir machen uns auf Richtung Süden und freuen uns auf ein paar unvergessliche Stunden in der ewigen Stadt. Rom fasziniert unheimlich und die fantastische Kulisse der 3000 jährigen Geschichte ist einfach atemberaubend. Spanische Treppe, Fontana di Trevi, Kolosseum, Forum Romanum - ein wahres Feuerwerk von Höhepunkten! Die Rundfahrt endet am Vatikan, wo wir die Peterskirche, die grösste Basilika der Weltchristenheit, bewundern werden. Danach Rückfahrt in die Südtoskana. 4. Tag – Ravenna Heute fahren wir durch die zauberhafte Emilia Romagna bis zur Kunststadt Ravenna. Während des Stadtrundgangs sehen wir die wichtigsten Baudenkmäler aus der gotischen und byzantinischen Zeit. Weltberühmt ist Ravenna vor allem für die ältesten noch vollständig erhaltenen Wandmo-

saiken. Wir sehen die Basilika San Vitale, die von Kunstkennern ehrfürchtig als das „Wunder von Ravenna» bezeichnet wird. Am Abend erreichen wir den bekannten Badeferienort Lido di Jesolo. 5. Tag – Venedig Nach dem Frühstück fahren wir durch schöne Landschaften zum Bootsanleger Punta Sabbioni, von wo uns eine herrliche Bootsfahrt durch die venezianische Lagune direkt zum Markusplatz bringt. Freuen Sie sich auf eine beeindruckende Stadtführung mit vielen Höhepunkten. Die auf 118 Inseln und von 100 Kanälen durchzogene Stadt der Superlative ist ein Fest für alle Sinne und man fühlt sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Am Nachmittag bleibt Ihnen genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren. Am frühen Abend Rückfahrt per Boot und Bus ins Hotel. Nachtessen im Hotel. 6. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  17

Bänz Friedli

Erklärung einer Liebe Sie hat ein altes Handy aufbewahrt, weil ­darauf Nachrichten ihres verstorbenen ­Vaters gespeichert sind. Sie hat sie noch nicht wiedergelesen, aber sie könnte – einer der Gedanken, die Salome Müller in «Love, Pa. Briefe an meinen Vater» festhält. Wiewohl kein Schnellleser, habe ich das Buch am e­ rsten Tag zweimal durchgelesen. Nicht nur, weil es bloss ein Büchlein ist. Sondern weil ich selten zuvor etwas so Inspirierendes, so Trauriges, Schönes gelesen hatte.

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (53) empfiehlt ein Buch.

Das ist das Hinreissende an Müllers Buch: Sie zeichnet ein uns unbekanntes Land und hält uns doch den Spiegel vor, weil in dem ganz ureigenen Verlust ihres geliebten Vaters jeder Tod mitschillert. Ihr «Pa» ist zuweilen gegenwärtig – «Du, tänzelnd, zwischen dem Fenster, durch das du nach Mama Ausschau hältst, und dem Kochherd, wo du das Mittagessen zubereitest» –, zuweilen fern: «Wo war ich gerade, und wo bist du schon wieder?» Die 128 Briefe, meist Mikrogramme, weise und lustig, fügen sich in ihrer Knappheit zu einer grossen Liebeserklärung. Durch das Bruchstückhafte wird das Bild der Familie umso vollkommener. Und die Weglassungen ­lassen mir Raum, mich wiederzufinden. Als Sohn. Als Vater: «Dein ganzes Leben seist du auf der Suche gewesen, erzählt Mama. Erst als du Vater wurdest, kamst du zur Ruhe. Weil du etwas in uns wiedergefunden hast – dich?»

Eine junge Frau schreibt ihrem toten Vater Briefe. «Du, meine drei Väter: der lebende, der kranke, der tote. Immer drängt sich der kranke in meine Träume, immer macht mir der tote die Tür auf, wo ich auch hingehe, und der lebende schrumpft, schrumpft, schrumpft.» Gegen dieses Schrumpfen schreibt sie an, und nie seit Büne Hubers Lied «Vater», das mich 1991 sprachlos machte und mir noch heute die Tränen in die Augen treibt, hat jemand die Beziehung zum eigenen Vater so berührend beschrieben. Auch meiner starb früh, und manches passt genau so, wie Salome Müller es formuliert, auch für meine Empfindungen: «Du hast nicht ­gesehen: meine erste Wohnung in Zürich, meine zweite Wohung, meine Texte, meine Liebe.» Und auch mir geht noch nach all den Jahren durch den Kopf: «Wenn wir ­miteinander reden könnten, würde ich dich fragen: …»

Ein Buch wider das Verlieren, das Vergessen. «Immer wieder Anfälle von unbestimmtem Heimweh.» Ich erkenne meinen Vater in Regentropfen wieder, Salome Müller den ihren in Bildern, Büchern, Sätzen. Der kürzeste Brief beschreibt, wie das Loslassen nie aufhört, und lautet einzig: «Dauernd stirbst du.» Gut, es gibt einen noch kürzeren, den vielleicht schönsten von allen, aber den verrate ich hier nicht. Lesen Sie das Buch! Verschenken Sie es! Bald ist Weihnachten. MM

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18  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN

Fasziniert davon, sich selbst zu optimieren und so vielleicht sein Leben zu verlängern: Mike Schaffner


MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  19

Selbstoptimierung

Der gechippte Supermensch

Biohacker lassen sich Mikrochips oder Magnete einpflanzen. Mit implantierter Technik soll der Mensch robuster und leistungsfähiger werden – ein Cyborg. So heisst die Kombination aus Mensch und Maschine. Wie weit kann man überhaupt gehen? Text: Andreas Bättig  Bild: Kostas Maros

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äuft alles nach Plan, wird Mike Schaffner bald Superkräfte haben. Der gebürtige Basler will aus seinen Menschenaugen Adleraugen ­machen, sozusagen. Mit einer Operation sollen seine ­natürlichen Linsen durch künstliche ersetzt werden. Sofern der Eingriff erfolgreich verläuft, kann er drei Mal besser sehen, als es für einen Menschen von Natur aus möglich ist. Klingt nach Science-­Fiction? Ist es laut Mike Schaffner nicht. «In Kanada könnte das bald möglich sein. Die erste Testphase ist abgeschlossen. Die Technik ist keine andere als die, die beim grauen Star angewendet wird», sagt er. 3200 Dollar koste der Eingriff pro Auge. Risiken gäbe es zwar, sie seien aber gering.

«Welches Kind träumt nicht davon, Superkräfte zu haben? Ich wollte aber nicht einfach nur träumen.» Mike Schaffner, Schulleiter

Es wäre nicht die erste aussergewöhn­liche Veränderung, die er an sich v­ ornehmen lässt. Der 27-Jährige ist ein sogenannter Biohacker. Mithilfe der Technik verbessert oder modifiziert er seinen Körper. Der Leiter einer Schule für hochbegabte Kinder sitzt in der Stube seiner Zweizimmerwohnung. Die sieht so aus, wie man sich die Wohnung eines Biohackers vorstellt: die Regale vollgestellt mit Action­figuren populärer Serien und Filme wie «Game of Thrones», «Star Wars» oder «Matrix». In der Ecke steht ein lebensgrosser L ­ ego-Batman. «Für mein Umfeld war ich immer ein bisschen ein Freak», sagt Mike Schaffner. Dass er nicht ganz der

Norm entspricht, demonstriert er gleich selber und fährt mit seiner Hand über eine Büroklammer, die vor ihm auf dem Tisch liegt. Die Klammer springt an seinen Finger und bleibt kleben. Magie? Keineswegs. Magnete. Magnete in den Fingerkuppen

Unter seine Ringfinger hat der junge Mann kleine Magnete einsetzen lassen. Damit kann er nicht nur den Büroklammertrick vorführen, sondern auch Magnetfelder ­spüren. Fährt er beispielsweise über eine ­Lampe, fangen die Magnete an zu vibrieren. «Sehr aufregend ist es in U-Bahn-Stationen. Da sind die Magnetfelder besonders stark.» Auch zum menschlichen Leitungssucher kann Mike Schaffner werden. Will er an der Wand ein Bild aufhängen, ist das Loka­ lisieren von Elektroleitungen für ihn ein Leichtes. Für die einen ist der Biohacker ein Freak, für andere ein Pionier. Die Biohacking-­ Szene wächst zurzeit rasant. Das hängt auch damit zusammen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die sich zunehmend selbst optimiert. Der mit Sensoren vermessene Schlaf, die mit Uhren aufgezeichnete Be­ wegung und die mit Nahrungsergänzungsmitteln auf­gepeppte Hirnleistung gehören bei vielen schon zum Alltag wie Zähneputzen. Mikrochips im Gehirn

Schaffner geht noch deutlich weiter. Spätestens bei Veränderungen wie bei den Superaugen stellen sich aber medizin­ethische Fragen. Geht es in der Medizin doch darum, Krankheiten zu heilen und nicht etwa, einen gesunden Menschen vermeintlich zu verbessern. «Wir müssen die Debatte darüber führen, welche Grenzen wir solchen Ein­ griffen setzen wollen. Es ist höchste Zeit», sagt Nikola Biller-Andorno, Professorin am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Univer­sität Zürich. Glaubt man Technologiegrös­sen wie

Ray Kurzweil, dem Chefingenieur von ­Google, entwickeln sich die technischen Möglichkeiten im Bereich Biohacking ­rasant: «Was für eine Wahl haben wir schon, als immer weiterzumachen? Die Liste der Dinge, die der Mensch besser kann als ein Computer, wird immer kleiner», wird Kurzweil im Männermagazin GQ zitiert. Schon in den 2030er-Jahren soll es Hy­bridwesen zwischen Mensch und Maschine geben, prophezeit Kurzweil. Mini­ roboter, sogenannte Nanobots, sollen in unseren Blutbahnen schwimmen und Bak­ terien und Viren bekämpfen. Auch unser Gehirn soll keine Offline-Oase bleiben: Einmal ein­gepflanzt, könnten Mikrochips direkten Zugang auf unseren Verstand haben und Gedanken in eine Cloud laden. Bei solchen Zukunftsszenarien wird es selbst Mike Schaffner etwas unheimlich. «Implantate im Gehirn, die zum Beispiel künstliche Erinnerungen erzeugen können, halte ich für höchst problematisch», sagt er. Das Manipulationsrisiko sei dabei enorm. Ansonsten hat er keine grossen ­Berührungsängste, wenn es darum geht, sich neueste Technik in seinen Körper einsetzen zu lassen. Operation am Küchentisch

Bereits als Kind habe er davon geträumt, Menschen mit Maschinen zu vereinen. Initialzündung sei der Film «Six Million Dollar Man» gewesen, den er als Sechsjähriger gesehen hat. Darin verletzt sich ein Pilot bei einem Flugzeugabsturz so schwer, dass man ihm infolgedessen künstliche Beine und ein künstliches Auge einsetzt, wodurch er übermenschlich stark wird. «Welches Kind träumt nicht ­davon, Superkräfte zu haben. Ich aber wollte nicht einfach nur träumen.» Als Mike Schaffner das erste Mal las, dass es möglich ist, sich einen Chip implantieren


Sind implantierte Chips vertretbar?

20  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN

www.migmag.ch/ cyborg

zu lassen, sei nicht die Frage gewesen, ob er das macht, sondern wann. Er besorgte sich den Chip aus den USA, schaute sich Opera­ tionsvideos auf Youtube an und liess sich das Ding am Küchentisch ein­setzen. Schwierig sei das nicht ge­wesen. Man müsse nur da­rauf achten, dass der Chip nicht zu tief im Muskel­ ge­webe sitzt. Sonst sei der Empfang schlecht. Die Operation ist geglückt, mit dem Chip kann Mike Schaffner sein Handy entsperren. Fast gestorben

Kurze Zeit später kam ein zweiter, noch stärkerer Chip dazu. In die Hand implan­ tiert, konnte er damit mithilfe eines Spezial­ schlosses seine Tür aufschliessen. Ironi­ scherweise hat dieser Eingriff sein Leben nicht erleichtert, sondern ihm fast ge­ nommen. Als Mike Schaffner sich nach der gelungenen Operation die Fäden zog, ge­ rieten Bak­terien in die Wunde. Die Hand entzündete sich so stark, dass er ins Spital musste. Die Infektion war zu diesem Zeit­

punkt schon soweit fortgeschritten, dass er nicht nur um seine Hand, sondern auch um sein Leben bangen musste. «Wenige Stun­ den später wäre ich wohl gestorben», sagt er. Den Chip mussten die Ärzte entfernen. Mike Schaffner konnte ihn mit nach Hause neh­ men. Abgeschreckt hat ihn der Vorfall nicht. Den nächsten, noch leistungs­fähigeren Hightechchip hat er bereits im Visier. Damit wird er bezahlen können. Auf die Frage, warum er sich irgendwelche Chips und ­andere Implantate in seinen Körper ein­ setzen ­lasse, antwortet er mit einer Gegen­ frage: «Warum s­ ollte ich das nicht tun?» Unsterblichkeit als Ziel

Für Mike Schaffner ist der menschliche Körper nämlich zu fragil. Man müsse ihn für die ­Zukunft mithilfe der Technik robuster ­machen, sonst stehe das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. «Es wird wegen der Klimaerwärmung ziemlich ungemütlich auf dem Planeten.» Auch bei allfälligen

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Reisen ins All sei ein Cyborg – also eine Kom­bination aus Mensch und Maschine – den ­Anforderungen besser gewachsen. In Mike Schaffners Utopie soll der Mensch gar unsterblich werden. «Es wird aber noch lange dauern, bis es so weit ist.» Schon heute tut er viel dafür, um möglichst lange gesund leben zu können. Er geht um neun Uhr abends ins Bett, steht um vier Uhr auf, treibt Sport, stemmt Gewichte, klettert, ernährt sich ve­gan, mixt sich Gesundheits­ shakes. Sein Leben klingt anstrengend, ein bisschen nach Selbstoptimierungszwang. Unter einem solchen leide er aber keines­ wegs, betont er. «Es ist mein freier Wunsch, so zu leben. Ich liebe das Leben, wa­rum soll ich nicht alles dafür tun, um es so lange wie möglich geniessen zu können?» Noch gelte er als Freak. «Aber mal schauen, was die Men­ schen in ein paar Jahren über mich d ­ enken.» Vor zehn Jahren hätte auch niemand ge­ glaubt, dass man von einem Smartphone abhängig werden könnte.  MM


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24  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN

Virtuelles Arbeiten

Wenn guter Rat online kommt Waldemar Krupski berät Schweizer Familien mit

Pflegekindern, besonders solche in abgelegenen Regionen. Er selbst wohnt auch nicht um die Ecke, sondern in Dakar. Dank Internet spielt sein Arbeitsort keine Rolle mehr. Text und Bilder: Katja Müller

D

akar. Es ist heiss und s­ tickig, auf den san­digen Strassen von Sene­ gals ­Metropole kämpfen A ­ utos, überfüllte Busse, Pferdekarren, Händler und Fussgänger um jeden Zenti­ meter. Am Strassenrand liegen Schafe, eine Frau verkauft auf einem wackligen Holz­ tisch Gemüse. ­Waldemar Krupski ist auf dem Weg nach Hause. Seit ­einem Jahr lebt der Urner in der Vier-Millionen-­Stadt. Das Amt seiner Frau, sie ist die Schweizer Botschafterin, brachte ihn hierher. Rain, ein Dorf im Seetal. Der Hof der ­Familie Schüpfer liegt weitab vom Kantons­ hauptort Luzern. Die Nachbarn sieht man kaum. In der Ferne erkennt man die Rigi. Es ist ruhig, von den 6500 Hühnern, die zum Hof ­gehören, ist kaum ein G ­ ackern zu vernehmen. Schön ­geordnet reiht sich Birnbaum an Birnbaum. Obwohl sich die Welten, in denen die ­Familie Schüpfer und Waldemar Krupski ­leben, radikal unterscheiden, sind sie mit­

einander verknüpft. Krupski ist seit Anfang Jahr Coach der Familie, die seit 15 Jahren Pflegekinder aufnimmt – bisher rund 30. Sie stehen regelmässig online in Kontakt. Für das Pflegekind ist ein Sozial­pädagoge verant­ wortlich, der in der Regel ein Mal pro Woche nach Rain kommt. Bei Krupski steht die Pfle­ gefamilie im Mittelpunkt. «Man nimmt sich bewusst Zeit, über sich und sein Umfeld zu reden», sagt Urs Schüpfer. Doch wie kommt eine Bauernfamilie aus Luzern dazu, sich aus dem Senegal beraten zu lassen? Das Coaching durch Krupski wird von der Firma Subito Kriseninterventionen, die Pflegekinder plat­ ziert und begleitet, e­ rmöglicht. Schüpfer war von der Idee einer Internetbe­ratung sofort begeistert, obwohl er «kein Computertyp» sei. Ein Berater aus Senegal betrachte ein An­ liegen anders als ­einer, der ­nebenan wohne. Probleme visuell darstellen

«Waldemar Krupski kommt von a­ us­sen und kennt unsere Situation nicht, deshalb muss


MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  25

man alles e­ rklären. Das allein bringt schon ­einen Denkprozess in Gang», sagt Irène Schüpfer. Die Technik und der Online-Kontakt seien ungewohnt, aber sie vereinfachen vieles. Man öffne sich schneller und gebe mehr preis als in einem herkömm­lichen Gespräch. Wer sich online beraten lässt, kann dies in den eigenen vier Wänden tun. Ein entscheidender Vorteil. Für Bauern wie die Schüpfers wäre es fast unmöglich, jede Woche zu einem Coach zu fahren. Dasselbe gilt für die anderen fünf Fami­lien aus der ganzen Schweiz, die Krupski betreut. Bei der Beratung kommt ein Programm zum Einsatz, das speziell für das Online-­ Coaching entwickelt wurde. Die Kunden ­bestimmen, ob sie mit Krupski sprechen wollen – mit oder ohne Video – oder ob sie nur schriftlich kommunizieren möchten. Mithilfe von Bildern und Figuren visualisieren sie gemeinsam ihr Anliegen. Diese Form ist ausdrucksstark, es kann sein, dass sich in einer Eis­landschaft der Teufel und ­ein Pirat begegnen. Die Beratungsdaten werden anonym und verschlüsselt der Zürcher Hochschule für an­ge­wandte Wissenschaften (ZHAW) übermittelt, wo sie bezüglich Wirksamkeit der Beratung ausgewertet werden. Krupski ist von der Methode so begeistert, dass er sie in Fachkreisen bekannt ­machen will, insbesondere für die Jugend­ arbeit. Will man die Jungen abholen, muss man ins Netz. «Bei traditionellen Beratungsangeboten ist bereits viel Geschirr zerschlagen, bevor sich Jugendliche Hilfe holen», sagt der Coach. Könnten sie sich online melden, würden sie sich früher be­raten lassen. Unkompliziert und niederschwellig

Der Familienberater Waldemar Krupski in Dakar. Von hier aus betreut er über das Internet Pflegefamilien in der g ­ anzen Schweiz .

Online durchgeführte Beratungen und ­Therapien sind im Aufwind. ­Gemäss der ­Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) gibt es Berater, die auf ­einzelne Formen wie Mail, Chat oder ­Video setzen. Andere wie Krupski verwenden ein spezielles Programm. «Die Online-­ Interventionen sprechen auch Personen an, die sonst keine Beratung in Anspruch ­nehmen würden, weil sie sich schämen oder an abgelegenen Orten wohnen», sagt Jean-­ Baptiste Mauvais, Projektleiter des FSP-­ Projekts «Online-­Interventionen». Die


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MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  27

1 Die Pflege­eltern Irène und Urs Schüpfer in ­ihrem grünen Zuhause in Rain LU.

1

­ ontaktaufnahme sei unkompliziert K und niederschwellig. In a­ kuten Krisen­­ situationen stosse Online-­Beratung hingegen an Grenzen. Dann könne nicht angemessen r­ eagiert werden. So wirksam wie klassische Beratung

Einige Therapeuten zweifeln jedoch, ob die Web-Angebote etwas nützen. «Studien haben aber gezeigt, dass ­Online-Beratungen und -Therapien genauso wirksam sind», erklärt Hansjörg Künzli, Co-Leiter der Fach­ gruppe Diagnostik und Beratung am Departement Angewandte Psycho­ logie der ZHAW. Ist es für Berater schwieriger, eine Beziehung zu Klien­ ten aufzubauen, wenn er ihnen nicht persönlich gegenübersitzt? Die erfah­ renen Berater hätten anfangs Mühe, weil sie nicht mehr gleich intuitiv vorgehen können und die Körper­ sprache ihrer Klienten meist nicht sichtbar ist. Daran gewöhne man sich aber und achte beispielsweise mehr auf die Stimme des G ­ egenübers. Mit der Zeit erkenne man auch Vorteile im Online-Kontakt: So konzentrieren sich die Klienten laut Künzli oft mehr auf das Thema als auf den Berater. Als Krupski zum ersten Mal von Online-­Coaching hörte, war er genau­

so skeptisch wie viele Kollegen. Der Sozialpädagoge und Familienberater erlebt Menschen gern in ­ihrem Um­ feld. «Aber dann hat es mir den Ärmel reingenommen.» Die Beratungen ­fordern seine ganze Konzentration, die ­Sinne sind stets geschärft. Hinzu kommt, dass die Online-­ Beratung perfekt zu seinem Lebensstil passt, da seine Frau im diplo­matischen Dienst arbeitet. Krupski ­kümmert sich neben den Coachings um die drei Kinder. Alle paar Jahre zieht die Familie an einen neuen Ort. In den ver­gangenen Jahren haben sie auf vier ­Kontinenten gelebt – von Washington über Neuseeland bis B ­ erlin. Ein Bergler geblieben

Und nun Dakar. Aber ein ­Nomade, nein, das sei er nicht, betont der 54-Jährige. Seine Familie lebt seit Gene­ra­tionen in der Innerschweiz, Zürich lag für ihn als Kind weit weg. Erst mit 17 Jahren reiste er erstmals ins Ausland, mit 21 Jahren zum ersten Mal in einem Flugzeug. «Ich bin ­immer noch ein Bergler, ein Urner. Auch nach Jahren im Ausland bleibe ich in der Schweiz verankert.» Auch sein Beratungsstil hat sich in Afrika nicht verändert. Aber der

2 Arbeit am Coaching-­ Programm: Waldemar Krupski stellt am ­Bildschirm Alltags­ situationen mit ­Pflegekindern nach.

2

Aufenthalt prägt. Er ist gelassener ­geworden, entschleunigter. Durch die Distanz sieht er Probleme in der Schweiz mit anderen Augen. Schliesst er die Tür zu seinem Büro, lässt er das chaotische Treiben in Dakar draus­sen: «Ich kann in die Welt meiner Klienten eintauchen, wo auch immer ich bin.» So trifft er sich mit Irène und Urs Schüpfer, die gerade im Seetal vor dem Laptop ­sitzen. Nur die Palmen vor dem ­Fenster erinnern in dem Moment ­daran, wo er gerade ist. MM


28  MM48, 26.11.2018 | MENSCHEN

«Lügen erleichtern das soziale Miteinander» Susanna Niehaus

Es ist verpönt. Dennoch tun es alle täglich – besonders oft Werber und Politiker. Anlässlich einer neuen Ausstellung im Stapferhaus Lenzburg erklärt die Psychologin Susanna Niehaus, weshalb das Lügen so wichtig ist und ab wann es problematisch wird. Interview: Ralf Kaminski Bilder: Désirée Good


MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  29

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MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  31

Susanna Niehaus, alle Menschen lügen regelmässig, oder? Ja. Lügen sind ein alltägliches Phänomen. Meist geht es darum, Konflikte zu vermeiden oder das eigene Gesicht oder das des ­Gegenübers zu wahren. Nur selten will man damit jemandem schaden oder ihn hinters Licht führen.

«Es wird heute deutlich weniger gelogen als früher.» Susanna Niehaus, forensische Psychologin

Die Lüge ist also ein wichtiges soziales Schmiermittel? Richtig, sie ist Teil der Sozialkompetenz und erleichtert das soziale Miteinander. Würde man sich immer offen sagen, was man denkt, wäre das Zusammenleben unerträglich, es käme dauernd zu Kränkungen. Etwa wenn man einer jungen Mutter ehrlich sagen würde, dass man ihr Baby genauso gewöhnlich findet wie jedes andere. Wer solche Ehrlichkeit mal eine Woche lang ausprobiert, wird schnell sehr einsam werden. Lügen ist also oft nützlich, wann wird es problematisch? Moralisch betrachtet, wenn es aus Eigennutz oder Bösartigkeit passiert; rechtlich, wenn jemand falsch beschuldigt wird. Klinisch-psychologisch ist es problematisch, wenn es sehr häufig passiert, quasi patho­ logisch ist. Dies ist ein Merkmal einiger psychischer Störungen. Auch bei Suchtkranken gehört das Lügen über den eigenen Zustand dazu. Und es gibt krankhafte Lügner, die regelmässig Geschichten erfinden. Aber ist Wahrheit nicht oft eine Frage der Perspektive? In vielen Bereichen lässt sie sich nicht end­ gültig festnageln, wird zur Glaubens­ frage oder ist nur temporär gültig. Natürlich gibt es Bereiche, in denen es gar nicht um Fakten und damit auch nicht um wahr oder falsch geht, beispielsweise bei ­religiösen Fragen. Auch dann, wenn es um die Einschätzung einer Situation geht, gibt es Grauzonen, sie kann sich je nach Perspektive unterschiedlich darstellen. Zudem ­können sich wissenschaftliche Erkenntnisse über die Zeit verändern. Wenn aber etwas ganz klar bewiesen ist und jemand trotz aller Evidenz anderes behauptet, dann ist das falsch – und wenn dies bewusst geschieht, ist es eine Lüge. Oft beharren Menschen auf falschen Positionen, weil sie damit bestimmte Interessen verfolgen. Es kommt dann vor, dass faktisch Falsches als berechtigte Mei-

nung verkauft wird, so kann fälschlicher­ weise der Eindruck entstehen, Wahrheit sei nur eine Frage der Perspektive. Aber in den letzten Jahren haben Wahr­ heit und Fakten in Politik und Gesell­ schaft doch enorm an Gewicht verloren. Das sehe ich nicht so. Es wird heute sogar deutlich weniger gelogen als früher. Unsere Gesellschaft ist viel diverser und freier ­geworden, es gibt weniger sozialen Druck, in eine bestimmte Norm zu passen. Früher mussten viele Menschen verschleiern, dass sie dieser Norm nicht entsprachen. Heute hingegen dürfte es zum Beispiel nur noch selten vorkommen, dass ein schwuler Mann eine Frau heiratet, um den Schein zu wahren. Doppelleben und Doppelmoral spielten früher eine viel grössere Rolle. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Leute, die anderen Fake News vorwerfen, wenn sie eine andere Meinung vertreten. Begriffe wie Fake News oder Lügenpresse sind eng mit Donald Trump und anderen Rechtspopulisten verbunden. Und eigentlich gehts dabei nicht ums Lügen, vielmehr ist es ein Versuch, die öffentliche Meinung zu dominieren und mit Emotionen Stimmung zu machen. Das gelingt besonders gut, wenn man ein Feindbild aufbaut und mit einem «wir» gegen «die» operieren kann. Natürlich ist es auch eine Strategie, sich nicht mit Gegenpositionen auseinandersetzen zu müssen. Wer als Fake News abtut, was ihm nicht passt, muss nicht argumentieren. Ist dies nicht eine problematische Ent­ wicklung für unsere Gesellschaft? Wenn jemand, der so mächtig ist wie ­Donald Trump, es so gezielt einsetzt, ist das schon problematisch. Seine systematische Diskreditierung der

Ausstellung

«FAKE. Die ganze Wahrheit» Noch bis November 2019 beschäftigt sich das Stapferhaus in Lenzburg AG mit lügenden Politikern, dopenden Sportlern, schummelnden Konzernen, Fake News und anderen Lügen. Es nimmt damit ein gesellschaftlich relevantes und hoch aktuelles Thema auf. Die umfangreiche Ausstellung, die viele Interaktionsmöglichkeiten bietet, sammelt sogar Lügengeschichten aus dem Publikum, die unter meineluege@ stapferhaus.ch eingereicht werden können. «FAKE. Die ganze Wahrheit» wird vom Migros-Kulturprozent unterstützt. Weitere Infos: stapferhaus.ch

Medien führt auch immer wieder zu Übergriffen auf Journalisten. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und ausbreiten, wäre das schon eine Gefahr für die Demokratie. Aber es gibt ja auch Gegenbewegungen, so haben sich die Auflagen einiger amerikanischer Qualitätszeitungen erhöht, seit er im Amt ist. Letztlich sind die Anhänger rechtspopulistischer Parteien zwar sehr laut, aber doch nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Politiker haben schon immer gelogen. Ist es heute schlimmer als früher? Die Klage, dass alles immer schlimmer wird, kannten auch schon frühere Genera­ tionen. Ich bin da eher skeptisch. Schon im 16. Jahrhundert sagte Machiavelli: «Ein kluger Fürst darf sein Wort nicht halten.» Politiker sind stark abhängig von der Bewertung der Ö ­ ffentlichkeit. Ihr Versuch, Menschen zu überzeugen, führt zwangsläufig zu einer strategischen Kommunikation, und zu der gehört auch die taktische Lüge. Donald Trump schaden seine viele Lügen nicht nur nicht, seine Fans scheinen ihm sogar jedes Wort zu glauben. Trump polarisiert und mobilisiert dadurch eine Anhängerschaft, der er verspricht, knallhart ihre Interessen durchzusetzen. Darum geht es. Lügen sind ein Mittel zur Durchsetzung dieser Interessen. Und so­

«Wer als Fake News abtut, was ihm nicht passt, muss nicht argumentieren.» lange sie den Eindruck haben, dass er ihre Interessen vertritt, ist seinen Anhängern dieses Mittel recht. Für sie und Trump gibt es keine neutralen Fakten, sondern nur solche, die der Erreichung ihrer Ziele dienen oder schaden; was sie als Fake News ­bezeichnen, sind also keine falschen, sondern störende Informationen. Es gibt ganze Berufsgruppen, deren Kar­ riere auf der Lüge basiert, Werber zum Beispiel. Dort jedoch ist es eigentlich allen klar, und es ist breit akzeptiert. Genauso wie bei Autoverkäufern und Ver­ sicherungsvertretern. Wir wissen, dass wir nicht alles für bare Münze nehmen müssen, wenn uns jemand etwas verkaufen will. Da gehört es einfach dazu, dass die Wahrheit ­gebogen wird. Besonders tragisch sind Lebenslügen. Wie kommt es, dass man sich selbst so lange ­etwas vormachen kann? Wenn die Wahrheit so schlimm ist, dass man sie nicht ertragen könnte, legt man sie sich


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MENSCHEN | MM48, 26.11.2018  33

Zur Person

Psychologin und Lügenexpertin eben anders zurecht. So halten viele Men­ schen bis zum bitteren Ende an den abstru­ sesten Überzeugungen fest. Oft sitzen die so tief, dass Fakten, die dagegensprechen, gar nicht mehr wahrgenommen werden. So funktioniert unser Gehirn: Was nicht sein darf, ist auch nicht. Warum haben viele Menschen ein schlech­ tes Gewissen, wenn sie lügen? Ehrlichkeit ist eben als wichtiger Wert ­kulturell tief verankert und wird bereits in den Zehn Geboten angemahnt. Täuschungs­ verhalten wird zudem von den Eltern meist streng geahndet; sie unternehmen einige Anstrengungen, es zu unterbinden, etwa mit ängstigenden Geschichten wie «Pinocchio», dessen Nase jeweils wächst, wenn er lügt. Ab wann können Kinder überhaupt lügen? Emotionsvortäuschung beginnt schon mit zwei Jahren, manchmal sogar früher. Da wird zum Beispiel künstlich geweint, um ­damit etwas zu erreichen. Etwa mit drei bis vier Jahren beginnt das verbale Lügen – besonders zu Beginn zeigen Experimente aber auch das schlechte Gewissen: Die Kin­ der rennen dann zum Spiegel, um zu sehen, ob ihre Nase gewachsen ist. Und lernen dabei: Diese Drohung ist gelogen – Lügen haben gar keine Konsequenzen. Mit zuneh­ mender Erfahrung werden sie dann immer besser, dies oft auch zur Erleichterung der Eltern, weil die Kleinen dann gegenüber Fremden nicht mehr alle Peinlichkeiten aus­ plaudern, die sie gerade gesehen oder gehört haben. Unehrlichkeit ist dann quasi zur sozialkompetenten Routine geworden. Und so ab acht Jahren und mit etwas Übung gelingt es auch langsam, den Rest einer Aus­ sage so zu formulieren, dass er zur Lüge am Anfang passt. Wobei auch Erwachsenen da­ bei noch Fehler unterlaufen können. (lacht) Gibt es klare äussere Anzeichen, dass jemand lügt? Nein, Pinocchios Nase gibt es nicht – entge­ gen allen Behauptungen und Vorstellungen.

«Lügendetektoren funktionieren nicht. Man könnte genauso gut eine Münze werfen.» Es gibt weder körperliche Merkmale noch bestimmtes Verhalten, weder Mimik noch Gestik, mit der sich eine Lüge zuverlässig feststellen lässt. Lediglich wenn man jemanden sehr gut und lange Jahre kennt und ­bestimmte Verhaltensweisen beim Lügen beobachtet hat, kann das funktionieren. Aber es gibt nichts, das man verallgemeinern

Susanna Niehaus (46) ist Professorin am Institut für Sozialarbeit und Recht der Hochschule Luzern. Die forensische Psychologin ist dort verantwortlich für das Kompetenzzentrum Devianz, Gewalt und Opferschutz, zudem verfasst sie regelmässig Glaubhaftigkeitsgutachten in Strafverfahren. Sie hat einen Partner und drei Kinder.

e­ twas tatsächlich erlebt hat, klingt das viel detaillierter und unmittelbarer, als wenn man sich etwas ausdenkt oder von einer Filmszene inspirieren lässt. Es ist dann auch schwieriger, sich nicht in Widersprüche zu verwickeln. Eine Herausforderung sind ­Leute, die überzeugt sind, etwas Bestimmtes erlebt zu haben, obwohl das gar nicht der Fall ist. Bei denen lassen sich dann natürlich ­keine Täuschungsstrategien erkennen. Lügt eigentlich nur der Mensch, oder gibt es das auch im Tierreich? Es gibt schon einige Verhaltensweisen, die wie strategische Täuschungen wirken. Das Kurzschwanzwiesel hat zum Beispiel eine erstaunliche Jagdstrategie entwickelt: Unter normalen Umständen wäre es viel zu langsam, um ein Kaninchen zu erlegen. Statt sich nun geradezu auf sein Opfer zu stürzen, führt es einen seltsamen Tanz auf, schlägt Purzelbäume, macht Kapriolen. Dies hat zur Folge, dass Kaninchen nicht flüchten, weil sie dieses irre Verhalten wohl nicht als ­Gefahr wahrnehmen – bis das ­Wiesel so nahe rangetanzt ist, dass es das Kaninchen mit dem nächsten Sprung ­erwischt. Das ist ­natürlich kein reflektiertes Täuschen, wohl eher ein Verhalten, das sich entwickelt hat, weil es biologisch von Vorteil ist.

könnte. Weder ein Vermeiden des Blick­ kontakts noch das Fassen an die Nase und Zappeln oder Schwitzen sind brauchbare Anzeichen. Funktionieren Lügendetektoren? Nein, auch wenn man sie in so vielen Filmen sieht. Diese Maschinen messen physiolo­ gische Veränderungen, etwa den Herzschlag, den Blutdruck, das Schwitzen – klassische Stressreaktionen also. Man stellt Fragen und schliesst aus den Reaktionen auf die Be­ deutsamkeit für die Person. Natürlich gibt es ­viele Gründe, warum jemand mit Stress ­reagieren könnte: zu Unrecht beschuldigt sein zum Beispiel oder weil einem etwas peinlich ist. Zum Feststellen einer Lüge ist das Verfahren so unzuverlässig, dass man genauso gut eine Münze werfen könnte. Sie verfassen auch Gutachten in Straf­ fällen. Wie gehen Sie dort vor, um heraus­ zufinden, ob jemand die Wahrheit sagt? Ich spreche mit Opfern von Straftaten und beurteile die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen. Im Grunde geht es darum, Alternativen zur wahrheitsgemässen Aussage auszu­ schliessen. Ich versuche also herauszufin­ den, ob es auch anders hätte gewesen sein können – sich jemand seine Aussage zum Beispiel ausgedacht haben könnte und sie dann so präsentieren würde. Wenn man

Täuschungsmanöver sind also eine Art biologische Grundkonstante? Es scheint so, aber niemand ist darin so ­versiert wie wir Menschen. Was war denn Ihre letzte Lüge? Heute hatte ich noch gar keine richtige Gelegenheit. Ich habe im öffentlichen Verkehr darauf verzichtet, jemandem zu sagen, wie sehr mich sein Telefonieren am Handy ge­ nervt hat. Bedeutungslose Alltagslügen sind natürlich auch meine ständigen Begleiter. Haben Sie schon eine Lüge bereut? Ja, mehr verrate ich Ihnen jedoch nicht. Viel häufiger aber bereue ich, dass ich nicht den Mund gehalten habe. Ich bin ein eher impul­ siver Mensch und lasse immer mal was raus, worüber ich mich hinterher ärgere. Gibt es eine, auf die Sie stolz sind? Als Forscherin braucht man für die Daten­ erhebung oft eine Coverstory – man gibt also offiziell ein ganz anderes Interesse an als das, um das es eigentlich geht; aber mit dem hehren Ziel, möglichst unverzerrte Ant­worten zu erhalten, um ein bestimmtes Phänomen untersuchen zu können. Das ist eine ­gezielte Täuschung und gar nicht so leicht. Wenn mir das gelungen ist, hat es mir sogar Spass gemacht. Mittlerweile sind die ethischen Richtlinien aber so streng, dass der Spielraum dafür sich sehr reduziert hat. MM


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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  37

Blickfang

Milch macht stark Migros Luzern

«Diese Aufnahme entstand im Marin Centre. Die Milchpackung war Teil der Aussendekoration einer Mini-Migros für die Kinder.»

Kinder abgeben und Kurse besuchen

Alessandro Bena, Neuenburg

Frühmorgens sein Eng­ lisch auffrischen, über Mittag ins Faszien-Yoga, und sich am Nachmittag entspannt seinem Nähprojekt widmen, während die Kinder in besten Händen sind: Für Eltern, die sich zwischendurch mal eine Pause gönnen und sich etwas Gutes tun wollen, kommt die Partnerschaft zwischen der Klubschule Migros Luzern und dem Kinderparadies Altstadt wie gerufen.

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Kosmetiksortiment

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Viele neue Produkte Mittlere und grosse M ­ igrosFilialen bieten nun noch mehr Platz für Körperpflege- und Kosmetikprodukte. Das Sortiment in diesem Bereich ist um fast tausend Artikel gewachsen. Dazu gehören neue Marken­ artikel von Essie, Sally Hansen oder Le Petit Marseillais. Aber auch die schon früher geführten

Marken- und Migros-Produkte werden nun auf einer grösseren Fläche präsentiert. Zusätzlich sind die Nahrungsergänzungsmittel der Marke Actilife s­ owie Sport­nahrung und Produkte zur ­Gewichtskontrolle jetzt im ­Kosmetikbereich zu finden. Diese Artikel waren bisher in der Lebensmittelabteilung platziert.

Sekunden lang wurde die mit Spannung erwartete Fort­ setzung der Geschichte um Wichtel Finn auf Facebook bislang insgesamt angesehen. Im Mitte November veröffentlichten Film verlässt der Kleine seine Filiale und begibt sich auf eine Reise auf der Suche nach zwei ganz besonderen Migroswichteln. Finns Geschichte soll daran erinnern, dass es viele Menschen gibt, die sich allein gelassen fühlen – und dazu animieren, gemeinsam etwas dagegen zu tun: weihnachten.migros.ch

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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  39

Demotape Clinic

Sprungbrett für Bands Peppaward 2018

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Hitzberger ausgezeichnet Der Fast-Food-Anbieter Hitzberger, eine Gastronomiesparte der Genossenschaft Migros Zürich, hat den diesjährigen Peppaward der besten Lieferrestaurants der Schweiz in der Kategorie «Best of Healthy» gewonnen. Hitzberger verzichtet wenn immer möglich auf ungesunde Kalorien, Fette und Konservierungsstoffe und achtet stattdessen auf Fairtrade-Produkte, wenn möglich aus der Bioproduktion regionaler Schweizer Anbieter. Neben den Standorten in und um Zürich, Basel sowie Bern ist das Unternehmen auf der Suche nach zusätzlichen Lokalitäten in der ganzen Deutsch- und Westschweiz.

Das Migros-Kulturprozent bietet unbekannten Bands eine einmalige Chance: Jeweils im Vorfeld des Pop­ festivals M4Music können sie Songs einreichen. Im Rahmen des Festivals findet dann der Anlass D ­ emotape Clinic statt: Gestandene Vertreter der Schweizer Musikbranche bewerten die Demos und geben den Bands Tipps für ihre Laufbahn. In den vier Kategorien Pop, Rock, Electronic und Urban vergibt die Jury je 3000 Franken. Der aussichtsreichste Newcomer unter den vier Gewinnern erhält zusätzlich 5000 Franken. Im vergangenen Jahr gewann die ­experimentierfreudige Berner Electronic-Künstlerin Jessiquoi (im Bild)

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den Hauptpreis. Ab sofort können Bands ihre Demos für den Wett­ bewerb im nächsten Jahr einreichen. Mehr Infos: m4music.ch/demotape-clinic


40  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT

Migros-Spendenaktion

Die Freude ist zurück Für Beatrix Pretsch war eine dringende Zahnbehandlung unerschwinglich – bis ihr die Pro Senectute half. Jetzt hat die Rentnerin wieder Freude am Leben. Text: Beat Matter  Bilder: Roger Hofstetter

E

in kühler Frühherbsttag in Turben­ thal ZH: Über dem alten Bauernhaus von Beatrix Pretsch hängt eine triste Hochnebel­decke. Doch die 72-Jährige erklärt mit viel Begeisterung, was in ihrem Garten alles wächst. Anschliessend führt die Rentnerin zur Tür. Über ihre ge­ sundheitlichen und fi ­ nanziellen Probleme spricht sie lieber im Haus. Beatrix Pretsch studierte Biologie und arbeitete in ihrem Leben in ganz verschie­ denen Berufen: in Labors, Büros, in einer Bibliothek, in verschiedenen Küchen – als alleinerziehende Mutter zeitweise in einem kleinen Pensum. So blieb nach einem be­ wegten Arbeitsleben finanziell wenig übrig. Als Beatrix Pretsch in Rente ging, lagen nur wenige Tausend Franken in ihrer Pensions­ kasse. Auch gesundheitlich steht die Senio­

rin vor grossen Herausforderungen: Vor allem leidet sie an einer Osteoporose, die ihre Knochen zunehmend brüchig werden lässt. Daher hat ihr Gebiss an Stabilität eingebüsst. «Ich habe schon mehrere Zähne verloren und kann immer schlechter beis­sen», sagt sie. Prothesen kommen für sie nicht infrage, da sie darauf allergisch reagiert. Und so kann sie mittlerweile nur noch vorsichtig in einen schönen Apfel aus ihrem Garten beissen. Entsprechend verzweifelt war sie, als ihre Zahnärztin vor rund einem Jahr einen Backenzahn entdeckte, dessen Wurzel ab­ gestorben war. Ein mehrtausendfränkiger Eingriff war nötig, den sie sich aber nicht leisten konnte. In dieser Notsituation fand sie Unterstützung bei der Pro Senectute. «Mit Geldleistungen können wir in Fällen

helfen, in denen sonst keine staatliche oder private Unterstützung mehr greift», erklärt Natascha Frauenknecht. Die 48-Jährige ist Sozialberaterin bei der Pro Senectute. Für solche Not­lagen führt die Stiftung ihren Ein­ zelhilfefonds. Mit Beiträgen daraus kann sie einen wichtigen Beitrag gegen Altersarmut leisten. Die Migros unterstützt den Fonds mit ­ihrer diesjährigen Spendenaktion. Ausweg aus der Not

Aus einer Seniorenzeitschrift erfuhr Beatrix Pretsch vom Hilfsangebot der Pro Senectute. Trotzdem rang sie lange mit sich, bevor sie den Telefonhörer in die Hand nahm. «Ich musste in meinem Leben schon mehrfach um Hilfe bitten und entsprechende Ab­ klärungen durchlaufen. Es fiel mir enorm schwer, diesen Schritt wieder zu machen»,


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  41

Spendenkampagne

So können Sie helfen

Beatrix Pretsch im G ­ espräch mit Pro-Senectute-Beraterin Natascha Frauenknecht. Die Rentnerin kann die Zeit in ihrem Garten und selbst­ gebackene Krapfen heute ­wieder mehr geniessen.

bekennt die Seniorin. Am Ende sass sie doch Natascha Frauenknecht gegenüber und schilderte ihre Notlage. In solchen Fällen klären die Experten der Pro Senectute nach einem persönlichen Gespräch zuerst ab, ob Ansprüche auf Pflichtleistungen von staatlichen Kassen oder Versicherungen bestehen. Ist das nicht der Fall, stellt die zuständige Sozialberaterin einen Antrag für Unterstützung, in dem sie die Situation exakt schildert. Abgestützt darauf entscheidet ein Gremium, ob Leistungen aus dem Einzelhilfefonds möglich sind. Im Fall von Beatrix Pretsch war die Antwort positiv. Die Wurzelbehandlung konnte also in Angriff genommen werden. Die Zahnärztin stiess dabei allerdings auf verkalkte Wurzelkanäle. Dieses Problem macht die Überwei-

sung an einen Spezialisten nötig und zieht noch höhere Kosten nach sich. Natascha Frauenknecht stellte einen weiteren Unterstützungsantrag, der ebenfalls bewilligt wurde. Beatrix Pretsch ist froh, dass der Zahn gerettet werden kann. «Es bedeutet mir viel, diese Unterstützung zu erhalten», sagt sie. So bleibt sie zuversichtlich, dass sie später wieder ohne Angst in einen Apfel beissen kann. MM

Jetzt gibt es in der ­Migros die Weihnachts­ schokoladen mit dem Bild von Wichtel Finn. Sie sind für 5, 10 oder 15 Franken erhältlich. Der Erlös fliesst vollumfänglich in den Spendentopf der Weihnachtsaktion; zusätzlich zahlt die Migros für jede ver­ kaufte Schokolade einen Franken ein. Am Ende geht der ­Gesamtbetrag zu gleichen Teilen an die Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute, Pro Senec­tute und Winterhilfe. Die fünf Organisationen setzen die Spende für aus­ gewählte Hilfsprojekte in der Schweiz ein.

Weitere Infos: migros.ch/spenden


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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  45

2000 Kilo Plastik wurden bisher mit den Mehrweg­schalen eingespart – etwa so viel, wie ein aus­gewachsenes ­Panzernashorn wiegt.

Bei 30 Grad lässt sich der Veggie Bag in der ­Maschine waschen.

Wer den Veggie Bag mehr als sechs Mal verwendet, nützt bereits der Umwelt.

Die Mehrwegschale konnte seit der ­Einführung rund 60 000 Wegwerfbehälter ersetzen. ­Aneinandergereiht wären sie über acht Mal so lang wie die Zürcher Bahnhofstrasse oder etwa ­doppelt so lang wie der Albula-­Eisenbahntunnel.

In 220 Migros-­Restaurants und -Take-aways in der ganzen Schweiz ist die Mehrwegschale ­erhältlich.

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Behalten statt fortwerfen Die Migros setzt auf wiederverwendbare Verpackungen wie Veggie Bag und Mehrwegschale. Sie sind praktisch für die Kunden und entlasten die Umwelt. Text: Michael West  Illustrationen: Corina Vögele

D

er durchsichtige Beutel ist federleicht, aber hart im Nehmen. Zum Beispiel lässt er sich randvoll mit Kartoffeln oder Orangen füllen. Gemeint ist der Veggie Bag, der seit April 2017 zum Sortiment der Migros gehört. Kundinnen und Kunden können Obst und Gemüse aus dem Offenverkauf in dem wiederverwendbaren Beutel aus

schadstoff­freiem Polyester verstauen. Er lässt sich bei 30 Grad in der Waschmaschine reinigen. Und er ist nicht nur robust und praktisch, sondern vor allem auch ökologisch: Wer ihn mehr als sechs Mal verwendet, tut der Umwelt bereits etwas Gutes. Nützlich ist auch die grüne Mehrwegschale, die schon seit Januar 2017 landesweit in den Restaurants und an den Take-away-­

Theken der Migros erhältlich ist. Mit dem Deckel lassen sich Speisen damit gut transportieren; sie ist ausserdem für den Mikrowellenherd und den ­Geschirr­spüler geeignet. Und auch dieses Utensil entlastet die Umwelt: Seit seiner Einführung konnten bereits ­Plastikabfälle im Gesamt­gewicht von zwei Tonnen vermieden ­werden. MM


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  47

Felix Oster vor der Degustation ­einen spanischen Halbhartkäses

3472 Laibe aus 41 Nationen und 250 Juroren: die Käsewelt zu Besuch in Norwegen

World Cheese Awards 2018

Für die Migros die besten Käse testen 250 Juroren haben in Norwegen die besten Käse der Welt prämiert. Unter ihnen war auch Felix Oster, Sortimentsverantwortlicher Käse der Migros. Seine Entdeckungen möchte er schon bald in die Regale bringen.

Bilder: World Cheese Awards - The Guild of Fine Food (2), Felix Oster

Text: Kian Ramezani

V

on vielen Eindrücken ist Felix Oster zuerst ein Anblick in Erin­ nerung geblieben: 3472 verschiedene Käse, alle säuberlich aufgereiht in einer Veranstaltungshalle. «Glückli­ cherweise musste ich nicht alle selbst probieren, sondern nur eine Auswahl von rund 80», lacht der Sortimentsverantwort­ liche für Käse bei der Migros. Als einer von 250 Juroren prämierte er an den World Cheese Awards 2018 im norwegischen Bergen die weltbesten Käse. «Wir muss­ ten blind degustieren, ohne zu wissen, welchen Käse wir gerade

bewerten. Einzig das Herkunfts­ land war uns bekannt.» Positiv überrascht haben ihn primär ein südafrikanischer Cheddar sowie ein italienischer Büffel-Blau­ schimmelkäse. Auch zwei eidgenössische Produkte, eines davon ein Gruyère, schafften es in die engere Auswahl der besten 78. Und prämiert wurde der in der ­Migros erhält­liche ­Manchego. Das Finale der letzten 16 Käse fand hingegen ohne Schweizer Be­teiligung statt. «Für uns als ­Käseland schlechthin gibt es noch grosses Potenzial, um bei ­solchen Events eine wichtigere

Rolle zu spielen», findet der ­Käseexperte der Migros. Die Skandinavier kommen

Der erste Platz ging dieses Jahr an den halbfesten Gouda des Norwegers Jørn Hafslund, den er gänzlich aus der Milch seiner eigenen zwölf Kühe herstellt. Oster sass während des Finals neben ihm im Publikum. «Er konnte es nicht fassen, seine Frau musste ihn fast zwingen, auf die Bühne zu gehen.» Der Gewinner gab sich bescheiden: «Die Rezeptur ist holländisch, wir haben sie etwas angepasst, und wir haben gute Milch.» Z ­ u

Der Norweger Jørn Hafslund ist ­Käseweltmeister 2018.

gern hätte Oster den Gewinner­ käse probiert, auch wenn er es nicht in die Migros schaffen wird – dafür reichen die Kleinst­ mengen des Norwegers bei Wei­ tem nicht aus. «Spannend wäre es natürlich, denn in unseren Regalen gibt es Gouda bisher nur in Scheiben und als M-Budget.» Anstelle des Goudas ist Oster in Norwegen auf andere interes­ sante Produkte gestossen. Nun fangen in der Heimat die Ab­ klärungen an: Welche Sorten sind in der nötigen Menge ver­ fügbar? Welche stossen bei den Kunden auf genug Interesse? Lohnt es sich, für ausgezeich­ nete neue Käse etablierte Sorten aus dem Sortiment zu nehmen? «Die Antworten werden schon bald den Käseregalen unserer Filialen zu entnehmen sein», verspricht Oster. Nur eines sei verraten: Er hat unter anderem Skandinavier im Visier. MM


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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  49

Meeresgemüse Migusto

Algen können mehr als nur Sushi zusammenhalten. Wir erklären, welche Arten sich wofür eignen und wie man einen delikaten Salat an Nori-Dressing zubereitet.

Text: Claudia Schmidt Bilder: Christine Benz Styling: Vera Guala Rezept: Andrea Pistorius

Mehr zum Thema Algen Herausnehmen und sammeln!

auf migusto.ch/ ALGEN-Glossar

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Nori-­Algen tragen einen Hauch von Meer in sich. Das passt erstaunlich gut zu Früchten.


50  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT Topfgeschichte

Beliebte Algen

Eingeweicht

Salat

Wakame Hierzulande bekommt man die Braunalge kaum frisch, sondern meist in getrockneter Form oder zu Salat verarbeitet. Die Alge ­gehört nach den Nori-Algen zu den beliebtesten Meeresgemüsen. Auch in Frankreich ist Wakame sehr beliebt, sie wird dort mittlerweile auch angebaut. Man weicht die getrockneten Algen ein, bis sie ihr Volumen verdreifacht haben. Sie eignen sich für Suppen, Salate und Wokgerichte.

Nori Die Nori-Alge ist eine Rotalge. Sie wird hauptsächlich an ­japa­nischen und koreanischen Küsten angebaut. Für die ­Nori­-Blätter wird die Meeresalge zerkleinert, gepresst und ­getrocknet, oft auch geröstet. Die Nori-Alge wird aber auch zu Pulver oder ­Flocken verar­beitet, die für viele asiatische Gerichte und Suppen als W ­ ürze dienen.

Getrocknet

Spirulina und Chlorella Die Microalgen geben Smoothies und Burgern eine leuchtend grüne Farbe. Verwendet werden sie ­getrocknet als Pulver. Spirulina ist streng genommen ­keine Alge, sondern eine Cyanobak­ terie. ­Chlorella kommt im Süsswasser vor. Beide Algen werden in kontrollierten Anlagen gezüchtet. Sie enthalten viele Nährstoffe. ­Aufgrund der ver­ wendeten Mengen ist ihr Beitrag zur ­Ernährung jedoch gering.


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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  63

Profi-Tipp

Ideale Suppeneinlage

Claudia Schmidt, Foodjournalistin Leichtes Abendessen

Spinatsalat mit Edamame, Kaki und Nori-Dressing Zutaten für 4 Personen 250 g tiefgekühlte, geschälte Edamame 2 festfleischige Kakis, z. B. Persimone 2 festfleischige Birnen, z. B. Williams 40 g Cashewkerne 125 g Spinatsalat frisch gemahlener roter Pfeffer 8 Scheiben Knäckebrot Nori-Dressing: ½ Nori-Algenblatt 4 EL Rapsöl 3 EL Apfelessig Salz Zubereitung

1. Für das Dressing Noriblatt kurz in einer ­beschichteten Bratpfanne ohne Fett rösten. ­Auskühlen lassen und in kleine Stücke reissen. Mit Öl und Apfelessig mischen und mit einem Stabmixer pürieren. Mit Salz abschmecken. 2. Edamame in kochendem Wasser ca. 2 Minuten blanchieren. Herausheben und mit kaltem ­Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen. Kakis erst in Scheiben, dann in Streifen schneiden. Birnen vierteln, entkernen und ebenfalls in Streifen schneiden. Cashewkerne grob hacken und in ­einer Bratpfanne ohne Fett rösten. 3. Spinatsalat, Kaki, Birnen und Edamame auf Tellern anrichten. Mit Cashewkernen und ­Pfeffer bestreuen. Mit Nori-Dressing beträufeln und mit Knäckebrot servieren.

Algen probierte ich zum ersten Mal vor gut 25 Jahren. Zu den ersten eigenen Sushi-­Kreationen gesellten sich später Temaki (gefüllte Nori-Päckchen). Dank ­Internet und wachsender Neugier, wie und was in weit entfernten Ländern gekocht wird, kamen ­bald auch Suppen mit Algen sowie Algensalate und in jüngster Zeit natürlich Poke-­ Bowls auf den Tisch. Ich liebe frische, knackige Stir Frys! Die rührgebratenen Gemüse­gerichte mag ich gern mit Algenspaghetti, Wakame oder auch einfach nur Nori-­ Flocken (Nori-Blätter, in sehr kleine Flocken zerteilt). Oder ich variiere eine klassische Hühnersuppe: Zitronengras, ­Ingwer und Algen (Nori-­oder ­Wakame-Algen) verleihen der Suppe eine asia­tische Note. Die getrockneten Algen gibt man direkt in die Suppe – separates Einweichen ist nicht nötig. Übrigens: Das Eigenaroma der Algen kommt in Gerichten mit ­Eiern gut hervor, etwa in einer Omelette. MM

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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  65

Apéritiv

Coole Drinks für Mixologen Zur festlichen Apéro-Zeit schlägt auch die Stunde der Apéritiv-Getränke. Neu gibt es das alkoholfreie Ginger Beer, das mit Ingwer und ­Chiliextrakt eine würzig-­scharfe Note im Glas entfaltet. Mit dem Tonic Water zero zieht eine ­zuckerfreie Variante des be­liebten Drinks ins Sor­timent ein. Beide Apéritiv­ Getränke schmecken fixfertig aus der Flasche und eignen sich darüber hinaus für Drinks wie den Ginger-Beer-Mule oder den Tonic-Cocktail. Die Klassiker Bitter Lemon, Tonic Water und Ginger Ale gibt es neu in 1-Liter-Flaschen – ­ideal für unbeschwerte Apéro-Runden mit Freunden und Familie.

Apéritiv Ginger Beer, 0,5 l* Fr. 1.50

Tipp Tonic-Cocktail

Eiswürfel, Limettensaft, Orangen­saft, Zitronensaft und Granatapfelsirup in einen ­Shaker geben. Ca. 20 Sekunden schütteln. Durch ein Sieb in ­Gläser mit Eiswürfeln giessen. Mit Tonic Water aufgiessen. Mit Orangenschale dekorieren.

Apéritiv Bitter Lemon, 1 l* Fr. 1.35

Apéritiv Tonic Water zero, 0,5 l* Fr. 1.35

Bild: Christine Benz; Styling: Esther Egli

Tipp Ginger-Beer-Mule

Würzig-aromatische und prickelnde Drinks ohne Alkohol

Minze zerreiben und mit ­Zuckersirup in ein Glas ­geben. Crushed Ice in ­Gläser geben. Ginger Beer und ­Apfelsaft dazugiessen. Mit einem Löffel umrühren. Mit Minzezweig dekorieren.

Apéritiv Ginger Ale, 1 l* Fr. 1.30 * in grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Apéritiv-­ Getränke von Aproz.


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MOGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  67

Frey

Schenken ist süss Im Samichlaussäckli, als Mitbringsel zum Weihnachtsapéro oder unter dem ­Christbaum – die weihnachtlichen Schokoladen­spezialitäten von Frey kommen immer gut an. Geniesser f­ reuen sich über die Geschenkbox ­voller Adoro-­ Kugeln in den Sorten Noir, Blond und Milch; Freylini-Fans über das Tännchen, gefüllt mit den b ­ eliebtesten Sorten der Schokoladenkugeln. Für Praliné-Liebhaber ist mit den Prestige Créations Exquises ­etwas dabei, und zum Weihnachtsmann würde bestimmt auch der Samichlaus höchstpersönlich nicht Nein sagen.

Aktion 20-fache Cumulus-Punkte für alle abgebildeten Artikel (ausser Freylini Kugeln Classic Mix Tanne) 20. 11.– 3. 12.

Gewinnspiel Jetzt beim grossen Wettbewerb von C ­ hocolat Frey mit­machen und eine von drei Hotelübernachtungen gewinnen! Teilnahmebedingungen auf freylini.ch

Frey Freylini Kugeln Classic Mix Tanne, 340 g* Fr. 9.60

Bild: Fotostudio MGB; Styling: Miriam Vieli-Goll

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Einpacken nicht nötig: Die Schoggi­ spezialitäten sind ­bereits weihnachtlich verpackt.

Frey Weihnachtsmann, 100 g* Fr. 3.70

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Frey Adoro Kugeln ­assortiert, 250 g* Fr. 9.80


68  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT aha!

Nach Herzenslust guetzle Frohe Botschaft für alle, die von einer Milchzucker- oder Glutenunverträglichkeit betroffen sind: Adventsgebäcke in «aha!»-Qualität dürfen sie unbeschwert geniessen – oder mit speziellen Teigen selber backen. Text: Melanie Michael  Bild & Styling: Veronika Studer

Personen mit einer Nahrungsmittel­ allergie oder -intoleranz finden in der Migros ein b ­ reites Sortiment an ver­ träglichen Produkten. Das viel­fältige Angebot wird ständig ­erweitert. So sind in der Advents- und Weihnachts­ zeit knusprige Brunsli, fluffige Lebku­ chen und weitere Klassiker aus

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aha! Mailänderliteig, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 400 g Fr. 4.90

Christchindlis Backstube e­ rhältlich. Zu erkennen sind die Artikel jeweils am «aha!»-Label auf ihrer Verpackung. Die Produkte werden vom aha! Aller­ giezentrum Schweiz empfohlen und durch die unabhängige Zertifizie­ rungsstelle Service Allergie Suisse (SAS) kontrolliert.

aha! Mailänderli, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 3 × 50 g Fr. 4.90

aha! Bio Elisen-­Lebkuchen, glutenfrei, ohne Weizen, 200 g* Fr. 5.–

aha! Spekulatius Muffin, ­glutenfrei, mit Hafer, ohne Weizen, laktosefrei, 75 g Fr. 2.20


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  69

Migros-Besitzerin Edith Frischknecht (36) hat seit über zehn ­Jahren Zöliakie. Edith Frischknecht

«Ich schätze die Auswahl an glutenfreien Produkten» «Ich schätze das breite Sortiment der Migros, insbesondere die ­glutenfreien ­Produkte, sehr. Weil es vor Weih­ nachten viele glutenfreie Süssig­keiten gibt, kann ich die Advents­ zeit ohne gros­sen Ver­ zicht genies­sen. Dank des Mailänderli­teigs ohne Gluten bleibt auch mir das ‹Guetzle› nicht vorenthalten, und mit der glutenfreien Mehlmischung kann ich noch weitere Guetzli­ teige herstellen. ­Viele Produkte der Marke Patissier sind ebenfalls glutenfrei. Damit macht mir das Verzie­ ren der Guetzli noch mehr Spass.»

iMpuls-Lesetipp

Wie leben mit Zöliakie? Erfahren Sie mehr:

durch p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

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aha! Lebkuchen glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 85 g Fr. 1.90

aha! Brunsli glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 55 g Fr. 2.10

aha! Mehlmischung, glutenfrei, ohne Weizen, 1 kg* Fr. 5.80

Das Label aha! kennzeichnet Produkte, die bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind.

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.


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MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  71

Sanactiv

Gutes Bauchgefühl Der Darm ist ein Wunderwerk der Natur. Er verdaut die Nahrung und hat damit grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Schlechte Verdauung und Magenprobleme sind weitverbreitet. Blähungen, Unwohlsein und Verstopfung sind Signale dafür, dass wir die Ernährung umstellen sollten.

Die Häufigkeit der D ­ armentleerung kann variieren. Wenn der Stuhl mal einige Tage ausbleibt, ist dies meist noch kein Grund zur ­Beunruhigung. Viele ­leiden ab und zu u ­ nter Verdauungsproblemen, etwa auf Reisen, bei ­ungewohnter Ernährung oder Stress. Wenn es ­unangenehm wird, hilft das Sanactiv-Abführmittel. Es löst auf schonende Weise Verstopfung und wirkt gegen Darmträgheit. Sanactiv Abführmittel, 10 Stk. Fr. 6.20

Medizinische Kohle in ­verschiedenen Formen kommt bei Durchfall zum Einsatz. Wer mehrmals pro Tag aufs stille Örtchen muss und wässrigen Stuhl feststellt, sollte dem Körper ausreichend ­Flüssigkeit und Elektrolyte zuführen. Medizinische Kohle ist ein seit Langem bewährter natürlicher Wirkstoff. Sanactiv Kohlekapseln, 30 Stk. Fr. 6.90 In grösseren Filialen

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Bild: Fotostudio MGB; Styling: Miriam Vieli-Goll

Was tut dem Darm gut? Essen im geselligen Kreis hebt die ­Stimmung. Manchmal treten allerdings in der Folge ­Bläh­ungen und Völlegefühle auf. Zum Beispiel wenn beim Essen Luft v­ erschluckt wird, durch Gasbildung im Darm oder durch unge­ nügende Abfuhr der Gase aus dem Darm. Der Wirkstoff Simeticon löst eingeschlossene ­Gasblasen auf und bringt rasche Linderung.

Leichtes Sodbrennen kennen viele. Es tritt oft nach dem Konsum von viel Kaffee oder sehr ­fettigem Essen auf. Auch Alkohol, Zigaretten und Stress können das Brennen im Oberbauch und im Hals auslösen. Sodbrennen entsteht, wenn ­saurer Magensaft in die Speiseröhre ­zurückfliesst. Sanactiv-Sodbrennen-Tabletten wirken hier schnell und zuverlässig.

Sanactiv Magen-Darm-Pastillen, 30 Stk. 7.90

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So erfahren Sie es:

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iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.


72  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT Ellen Amber und John Adams

Immer wohlig warme Füsse Ob beim Chillen auf dem Sofa oder beim Spaziergang durch den Herbstwald – die warmen und kuscheligen Socken von Ellen Amber und John Adams heizen den Füssen garantiert ein.

John Adams Herren Wollsocken, grau Fr. 7.65* statt 12.80

Ellen Amber Damen Strumpfhosen, Wolle, anthrazit Fr. 8.85* statt 14.80

Ellen Amber Damen Leggins Keep Warm, marine Fr. 10.65* statt 17.80

Ellen Amber Damen Socken Keep Warm, grau Fr. 5.85* statt 9.80

Bilder: Christian Dietrich; Styling: Mirjam Käser

Genau richtig zum Kuscheln: Die flauschigen Damen­socken halten die Füsse warm. Die «Homesocks» sind aus ­extraweichem ­Polyestergarn ­gestrickt und verfügen über eine Anti-Rutsch-­ Sohle. Bequem und mit einem ­besonders ­weichen und ebenso warmen ­Innenfutter ver­ sehen sind die Hausschuhe von John Adams. Die Socken dazu sind aus Wolle.


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  73

Entspannt pausie­ ren statt frieren: Die Leggins für Sie sind weich wie Kaschmir, aber formbeständiger. Sie sind aus einem speziellen Garn gefertigt, das dank kleinen Luft­ kammern Wärme speichert. Auch die Strumpfhosen von Ellen Amber, mit einem Woll­ anteil von 50 Pro­ zent halten die­ ­Beine schön warm. Aber auch die Männer müssen nicht frieren: Die dicken Rippen­ socken bestehen zu 85 Prozent aus feiner Schurwolle.

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Lily Lane Damen ­Homesocks, rosa Fr. 7.05* statt 11.80

John Adams Herrensocken, Baum­ wolle/Wolle, braun Fr. 4.70* statt 7.90

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Um die Wimpern perfekt in Szene zu setzen, eignen sich falsche Wimpern von Revlon oder auch das Augenbrauen- und Wimpernfärbeset für zu Hause.

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Wettbewerb

Wichtel Finn im Glück

Im neuen Migros-Werbespot wird Wichtel Finn mit seinen Eltern vereint. Unsere Leserinnen und Leser haben sich Kurzgeschichten ausgedacht. Lesen Sie hier die Siegergeschichte – und gewinnen Sie ein Plüschfigurenset. Text: Michael West

N

ormalerweise ist Migroswichtel Finn unglaublich fleissig und pflichtbewusst: Den ­ganzen Tag sitzt er in einer ­Kasse und scannt W ­ aren ein. So kennen viele Fernsehzuschauer den winzigen Helden. Nun aber nimmt seine ­Geschichte eine unerwartete Wendung: Im neuesten Weihnachts-Werbespot verlässt der Winzling seinen ­Supermarkt. Weil er während der Festtage seine Eltern furchtbar vermisst, sucht er in der ganzen Stadt nach ihnen. Unterwegs muss er viele Gefahren überstehen: So begegnet er einer Katze, die für ihn so gross und bedrohlich wie für die Menschen ein Tiger ist. Doch schliesslich erlebt er ein wunderschönes Wieder­ sehen mit Vater und Mutter. Im Migros-Magazin vom 5. November baten wir unsere

Leser, ihre eigene Finn-Kurz­ geschichte zu schreiben. Viele originelle Texte sind bei uns eingetroffen. Maja Haldemann beschreibt, wie ein silberner Dekorationshirsch zum Leben erwacht und Finn im nächtlichen Laden Gesellschaft leistet. Daniela Böhm stellte sich vor, dass Finn und die anderen Wichtel ein Weihnachtsfest in einem Kinderheim veranstalten. Und Susanne Gasser schildert, wie sich der Migroswichtel nach Ladenschluss in der Spiel­ warenabteilung mit Lego und Playmobil-Figuren vergnügt. Bei unserer Verlosung ­gewann Bernadette Scherrer eine Migros-Geschenkkarte im Wert von 500 Franken. Ihre herzige Finn-Geschichte hat sie zusammen mit ihren Töchtern Chanelle und Aurélie geschrieben. Sie finden sie gleich rechts auf dieser Doppelseite. MM

Bilder: zVg

76  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  77

Wichtel im Heft zählen und gewinnen

Sammelaktion

Die Plüschwichtel sind da!

Wir verlosen fünfmal ­herzige ­Plüschfiguren

Ab 27. November können Sie beim Einkauf in der Migros ­Sticker sammeln und eine volle Sammelkarte gegen einen ­Plüschwichtel eintauschen. Zur Auswahl stehen Finn, dessen ­Eltern sowie Finns Freundinnen Eli und Lucy. Die Wichtel haben eine Piep- und Leuchtfunktion.

Ein kleiner Held erlebt ein grosses Abenteuer: Finn sucht in der verschneiten Stadt nach seinen Eltern und kann sie nach vielen überstandenen Gefahren endlich umarmen.

Die Kurzgeschichte

Finn rettet Weihnachten An Heiligabend schliesst die Migros die Türen, und alles ist still. Da entdecken die Wichtel draussen einen Bettler, der friert und Hunger hat. Sie sind ganz traurig. So sollte weder ein Wichtel noch ein Mensch den Weihnachtsabend verbringen. Die Wichtel sammeln in der Migros Getränke, feines Essen und eine warme Decke. Alles bringen sie leise und heimlich zu dem armen Mann und stellen eine leuchtende Kerze dazu. Später ­erwacht der Mann und entdeckt die tollen S ­ achen. Voller Freude und Dankbarkeit verbringt er nun Heiligabend mit einer warmen ­Decke und ohne Hunger. Und mit ihm freuen sich die Wichtel, die alles hinter der Scheibe der Eingangstür beobachtet haben. Weihnachten ist gerettet! Eingesandt von Bernadette Scherrer und ihren Töchtern

Verlosung

Gewinnen Sie eines von fünf Plüschfigurensets Auf einigen Seiten dieser Ausgabe des Migros-Magazins sind Finn und andere Wichtel platziert. Zählen Sie alle diese Figuren (die auf dieser Doppelseite zählen nicht!) und teilen Sie uns die Gesamtzahl mit. Unter ­allen richtigen Einsendungen verlosen wir einen Preis, mit dem Sie speziell Kindern eine grosse Freude machen können: ein Set mit allen fünf ­Plüschwichteln. Onlineteilnahme auf migrosmagazin.ch/wettbewerbe; Einsendeschluss: 2. Dezember Der Gewinner oder die Gewinnerin wird schriftlich benachrichtigt. Es ­erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ­Mehrfachteilnahmen sind nicht ­möglich. Preise, die drei Monate nach der V ­ erlosung nicht bezogen werden, ­verfallen ersatzlos.

So einfach gehts: Bis 24. Dezember gibt es pro Einkauf im Wert ab Fr. 20.– an jeder Migros-Supermarktkasse oder bei L­ eShop.ch einen Sticker (maximal 15 Sticker pro Einkauf, solange Vorrat, Käufe von Gutscheinen und Geschenkkarten ausgeschlossen).

Bis 31. Dezember können die mit ­20 Stickern gefüllten Sammelkarten gegen einen GratisPlüsch­wichtel ein­ge­tauscht­­ ­werden. (Angebot nur solange Vorrat, nicht käuflich erwerbbar.) Mehr Infos: migros.ch/wichtel


Geniessen Sie unsere Region g mit einem Ausflu auf die Rigi!

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Mit der Winter-Tageskarte reisen Sie unlimitiert mit den beiden Zahnradbahnen ab Vitznau und Goldau, den beiden Luftseilbahnen Weggis–Rigi Kaltbad sowie Kräbel–Rigi Scheidegg, können die Skilifte Gratalp, Rotstock, Trainer und Ständli benützen und alle Schlittelwege befahren. Flyer mit Rabattgutscheinen für Winter-Tageskarten und Schlittenoder Schneeschuhmieten zum Spezialpreis finden Sie in allen Filialen der Migros Luzern am Kundendienst.

S ie ssen G e n ie R e g io n u g se re m Au s fl n e u i e n S oitn eing i u R ig i! s se gm flie nie R e a uufsd ne G e eriee m A ts chei s e S iv ! g i klus e Gu inn lui gin uenn eio e f sm iet g diuesR ein h s c e ts f ni e R aum A ! e Gu G e ser ine kigluisiv eine R ch un it e ie in ts u m fd G e a u lusiv in

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Kein anderer Detailhändler bietet Ihnen so viele regionale Produkte wie die Migros. Und keine andere Region bietet Ihnen so viele lohnende Ausflugsziele wie die Zentralschweiz.

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Genossenschaft Migros Luzern, www.migrosluzern.ch


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  79

Produkt der Woche

Grösser, cremiger, süsser: Medjoul Die Medjoul-Dattel ist um einiges grösser als ihre Artgenossen und war früher dem königlichen Hof vorbehalten. Daher ist sie auch heute noch als Königin der Datteln bekannt. Nebst vielen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen überzeugt diese Dattelart durch ihre Süsse und Cremigkeit. In einen Speckmantel gehüllt, macht sie sich auch hervorragend auf dem Grill. Die Medjoul-Datteln sind in allen Filialen der Genossenschaft Migros Luzern erhältlich.

Gestohlene Zeit – darum geht es im Stück «Momo» des Vollgastheaters Luzern. Im Bild die düsteren Agenten der «Zeitsparkasse».

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Verlosung von Tickets und Tonträgern auf migrosluzern.ch

Migros-Kulturprozent

Advent im Zeichen der Kultur Das Kulturprozent der Migros Luzern unterstützt auch in der Weihnachtszeit spezielle Anlässe und Produktionen – und verlost Eintrittskarten und Tonträger. Eine Auswahl. 1.–23. Dezember: Kulturadventskalender in Baar Jeden Tag eine kulturelle Überraschung

von Kulturschaffenden und Vereinen aus der Region: Das ist das Motto des Baarer Kultur­ kalenders, der mit überraschenden Darbie­ tungen (jeweils 18–18.30 Uhr im Schwestern­ haus) den Adventsalltag bereichert. Im An­ schluss an die kostenlosen Vorstellungen gibt es Punsch und Guetzli.

Bild: zVg

2./16./20. Dezember: «Mose Oratorium» in Buochs und Engelberg Ein Oratorium ist

die dramatische Vertonung einer Lebens­ geschichte; hier die von Moses, der sein Volk aus Ägypten führt. Pfarrer Josef Zwyssig hat

dem biblischen Text eigene Reflexionen hinzugefügt, wodurch das Werk an Aktualität gewinnt. Das Projekt des Kirchenchors St. Martin Buochs und des Stiftschors Engel­ berg wird von rund 150 Mitwirkenden in Buochs und Engelberg aufgeführt. 8.–22. Dezember: «Momo»-Theater in Luzern Im Theaterpavillon Luzern führen

Menschen mit und ohne geistige Beeinträch­ tigung Michael Endes «Momo» auf. Das Vollgastheater ist ein Projekt von insieme Luzern, einer 1963 gegründeten Selbsthilfe­ organisation. Nach dem Erfolg von «Der kleine Prinz» 2016 bringt das Vollgastheater

mit «Momo» eine ebenso zeitlose, freche, unterhaltsame und dennoch besinnliche Ge­ schichte auf die Bühne. 10./15. Dezember – Filmtage Menschenrechte in Luzern: Im Stattkino zeigt Comundo mit

den 9. Filmtagen Menschenrechte Luzern, wie sich Menschen weltweit für Gerechtigkeit einsetzen: auf der Flucht nach Europa oder auf der grössten Elektronikschrott­halde der Welt in Ghana. Es sind Frauen, die in Amerika für ihre Rechte kämpfen und Fami­lien, die im Irak trotz Feindschaft neben­einander leben. Im Anschluss findet jeweils ein Podium mit Fachpersonen statt. MM


80  MM48, 26.11.2018 | MIGROS-WELT

Advent

Viel mehr als nur einkaufen ...

Während der Adventszeit wird in den grossen Einkaufscentern der Zentralschweiz fleissig musiziert und gebacken. Die Migros Luzern sorgt mit Märlibus und Indoor-Eisfeld für Highlights. Die Aktivitäten im Überblick.

Einkaufscenter Dorfmärt, Wolhusen Samichlaus und Schmutzli: am 5. Dezember, 13.30–18Uhr, erhalten alle Kinder einen fein gefüllten Chlausstiefel. Infos: dorfmaert.ch Einkaufscenter Länderpark, Stans Märlibus: Bis 23. Dezember tauchen Kinder im Märlibus während der kostenlosen und rund 40-minütigen Fahrt in eine vorweihnächtliche

Märchenwelt ein. Im dekorierten Oldtimer-­Bus erzählt Märlifee und Kinderbuchautorin Bernadette Marfurt berührende Geschichten. Gratis­tickets sind beim Migros-­ Kundendienst im Länderpark solange Vorrat erhältlich (Tag und Abfahrtszeit angeben). Indoor-Eisfeld: Vom 5. Dezember bis 5. Januar 2019 ist auf der unteren Verkaufsebene Schlittschuhplausch für Gross und Klein an­ gesagt. Und zwar unabhängig von

Wetterkapriolen auf dem 180 Quadratmeter grossen Indoor-Eisfeld. Coca-Cola-Weihnachtstruck: An Maria Empfängnis, 8. Dezember, 12–18 Uhr, besucht der leuchtende Coca-Cola-Weihnachtstruck den Länderpark. «Santa Claus» posiert auf dem Vorplatz für Fotos. Diverse Livekonzerte: Chöre und Bands sorgen für ein stimmungs­ volles Einkaufserlebnis. Infos: laenderpark.ch

Einkaufscenter Sarnen-Center Samichlaus und Schmutzli: zu Besuch am Sonntag, 2. Dezember, von 13 bis 15 Uhr. Alle Kinder, die ein Sprüchli vortragen, werden mit einem Chlaussäckli beschenkt. Infos: sarnencenter.ch Einkaufscenter Seetal-Center, Hochdorf Weihnachtsbasteln: am Mittwoch, 5. Dezember, von 13 bis 17 Uhr, für Gross und Klein. Gestaltet werden Weihnachtsdeko­rationen aus Filz.


MIGROS-WELT | MM48, 26.11.2018  81

Ideal als Deko für die Adventszeit 1. OG im Surseepark I Weihnachtsmusik: Die Jugend­ musik Sursee (15.12 /11 Uhr) und das Panflöten­ensemble «Panini» (16.12./13.30 und 15.30 Uhr) sorgen für Weihnachtsstimmung. EG im Surseepark I Infos: surseepark.ch Einkaufscenter Urnertor, Bürglen Samichlaus und Schmutzli: zu Besuch am Samstag, 8. Dezember, 13–16 Uhr. Alle Kinder, die ein Sprüchli vortragen, werden mit einem Samichlaussäckli beschenkt.

Nostalgie-Karussell: am 8. Dezem­ ber ab 10 Uhr können die Kinder gratis ihre Runden auf dem Karussell drehen. Infos: urnertor-buerglen.ch Einkaufscenter Zugerland, Steinhausen Samichlaus und Schmutzli: zu Besuch am Mittwoch, 5. Dezember, 13–16 Uhr. Im ganzen Center werden frische Grittibänze verteilt.

Weihnachtsbasteln: LED-Glaslicht dekorieren für Kinder am Mittwoch, 12. Dezember, 13–17 Uhr, und Samstag, 15. Dezember, 10–16 Uhr. Infos: ekz-zugerland.ch

Bilder: zVg, Adrian Zumbühl, Rigi Bahnen AG / Gaudenz Danuser

Auch im Länderpark Stans zieht Advents­ stimmung ein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Infos: seetalcenter.ch Einkaufscenter Surseepark 15./16. Dezember, 10–16 Uhr: Guetzli verzieren: Kleine Besucher dekorieren ihre eigenen Mai­ länderlisterne. Kostenlos für Kinder von 5 bis 12 Jahren. 2. OG im Surseepark I

Blumen-Tischdeko basteln: Erwach­ sene und Kinder können ein Glas mit hübschen Blumen basteln.

Weihnachtsmärkte für Deko-Fans Christbaumkugeln & Co.: Jeweils fünf Themenwelten laden in den «Do it + Garden»-Weih­nachts­­ märkten zum Entdecken ein: Mall of Switzerland Ebikon, Länderpark Stans, Zugerland Steinhausen, Mythen-Center Schwyz und Surseepark

Schneespass auf der Rigi: Beim Kauf eines Schlittens gibts bei SportXX bis 28. Februar 2019 gratis eine Wintertageskarte dazu. Schlittelspass

Gratis auf die Rigi mit SportXX Wer bis 28. Februar 2019 bei SportXX einen Schlitten oder Bob kauft, erhält eine Winter­ tageskarte für die Rigi-Bahnen geschenkt. Vom klassischen Davoser Schlitten über schnelle Rodler bis zum Kinderbob: Im SportXX findent Gross und Klein das ­passende Gefährt für den Spass im Schnee. Eine Winter­tageskarte

für die Rigi-Bahnen im Wert von 50 Franken gibt es kostenlos dazu. Die Tageskarte umfasst die ­Nutzung der Rigi-­Bahnen und der fünf Schlittel­pisten für einen ganzen Tag. Die Aktion gilt in den Zentralschweizer SportXXFilialen im Zugerland Steinhausen, Länderpark Stans, Surseepark, Mythen-­Center Schwyz und Mall of Switzerland Ebikon.

Klubschule

24 Adventskurse für Kreative Vom 1. bis 24. Dezember ist auch in der Klubschule Migros Luzern heiteres Türchenöffnen angesagt. Die Kreativitätsabtei­ lung hat speziell für die Advents­ zeit neue und einmalige Kurse kreiert. «Jeden Tag etwas Neues entdecken» lautet die Devise. Und sich nebenbei in guter Ge­ sellschaft auf Weihnachten ein­ stimmen. Unter den Kursen sind viele Überraschungen dabei: Zum Beispiel wie macht man ein Leder­ armband mit einem Silberlöffel? Was sind japanische Sternknöpfe? Und was hat es mit dem Stecken­ elch auf sich? Die Workshops dauern jeweils zweieinhalb Stun­ den und kosten 60 Franken. Der Mittwoch ist für die Kinder reserviert. Während die Er­ wachsenen ihre Weihnachtsein­ käufe tätigen, können sich Kinder zwischen 7 und 12 Jahren in der Klubschule Luzern kreativ aus­ toben. Am 5. wird Knetseife gemacht, am 12. mit Knetbeton gebastelt, und am 19. Dezember

Rope-Bowl: einer der Gegenstände, die man in den Adventskursen der Klubschule herstellen kann zaubern die Kinder eine hübsche Winterlandschaft ins Glas. Die Kinderkurse finden von 14 bis 16.30 Uhr an der Töpferstrasse 3, gleich hinter der Migros Schwei­ zerhof, statt. Infos und Anmeldung: klubschule.ch (Suche: 24x)


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18.– statt 30.– M-Classic Nuss-Schinkli geräuchert Schweiz, per kg

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25.50 statt 37.– M-Classic Quick Poulet-Rollbrüstli, gekocht Ungarn/Deutschland, produziert nach Schweizer Tierschutzverordnung, per kg

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Kombinieren Sie Ihre persönlichen Favoriten.

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Eine einmalige Einführungsaktion zum Superpreis in Zusammenarbeit mit dem beliebten und frisch renovierten Falkensteiner Hotel Park in Punat. Erleben Sie die vier kroatischen Inselperlen Cres, Losinj, Krk und Rab auf einer Reise! Die vier grössten Inseln in der Kvarner Bucht stehen für ungetrübte Ferienfreuden. Jede hat ihre besondere Schönheit: vom kahlen Gebirge auf der Insel Krk zur subtropischen Vegetation auf Losinj. Rab, die beliebte Badeinsel sieht auf der Karte klein aus, bietet aber eine grossartige Landschaft. Verlockende Strände mit azurblauem Wasser findet man ebenso wie steinige Küsten mit rauem Charme.

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Kroatien. Dank der Brücke auf die Insel Krk gelangen wir unkompliziert vom Festland zu unserem ausgezeichneten Falkensteiner Hotel im hübschen Ferienort Punat. Nachtessen im Hotel. 2. Tag – Insel Krk Gehören auch Sie zu den Menschen, die Krk nicht aussprechen können? Macht nichts, die gastfreundlichen Menschen auf der Insel werden es Ihnen gerne beibringen. Die Insel ist ein Juwel unter den kroatischen Inseln. Die herrliche Natur mit ihrem mediterranen Flair wird Sie während unseres Ausfluges umgeben. Zum Schluss erobern wir die quirlige Hauptstadt Krk, die aus einer alten Römersiedlung entstand. Zurück in Punat, das

wunderschön umgeben von Olivenhainen und Weingärten liegt, bleibt Zeit für eigene Entdeckungstouren oder Erholung am Meer. 3. Tag – Insel Rab Rab, die beliebte Badeinsel mit ihrer 2000 Jahre alten Hauptstadt, bietet eine grossartige Landschaft. Verlockende Strände mit azurblauem Wasser findet man ebenso wie steinige Küsten mit rauem Klima. Nicht umsonst gilt Rab als schönste der vier Inseln in der Kvarner Bucht. Viele Künstler haben auf der reizvollen Insel ihre Ateliers. Lebhaftes Zentrum Rabs ist das gleichnamige Städtchen mit den bekannten vier Kirchtürmen, welches wir bei einem Spaziergang entdecken. 4. Tag – Inseln Cres & Losinj Am Vormittag bringt uns die Fähre vom südlichen Valbinska nach Merag auf die steinige Insel Cres, die fast 750 Jahre lang von den

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Venezianern beherrscht wurde. Der hübsche Ort Cres hat eine autofreie Altstadt mit verwinkelten, romantischen Gässchen und pastellfarbenen Häuserfronten. Nur 9m breit ist der Kanal, der Cres von Losinj trennt. Die Insel ist grüner und stimmt heiter. Wunderschön ist ein Spaziergang auf dem Promenadenweg am Meer entlang. Wussten Sie, dass die Gewässer um die Insel zum Schutzgebiet für Delfine erklärt wurden? 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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Leben MM48

Umfrage

Wann besorgen Sie die Geschenke? Ich sammle über das ganze Jahr Ideen und passende Weih­ nachtsgeschenke.

47%

Während der Adventszeit 1, 2 oder 3?

Monica Müller (44) hat zwei B ­ uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Den Grossen (8) beschäftigt stets Drängendes. So fragt er noch vor meinem ersten Kafi: «Gibt es Orte auf der Welt, wo immer Herbst oder Frühling ist?» Ich murmle etwas vom Äquator, dass es dort keine Jahreszeiten gebe und wie toll ich Frühling, Sommer, Herbst und Winter finde. Dann lasse ich meine Antwort verklingen. Als er nachhakt, verweise ich auf Papi. Am nächsten Tag fragt er: Wie war das genau mit der Atombombe? Auch hier bleibe ich vage: Zweiter Weltkrieg, Hiroshima und Nagasaki, die Bombe, das Ende. Er will es genauer wissen. Frag Papi, sage ich. Denn der hat ein ­Gedächtnis wie ein Elefant und kann alles abrufen, was er mal ge­ lernt hat. Der Grosse schaut mich irritiert an. «Hat Papi eigentlich eine bessere Schule besucht als du?», fragt er. Und jetzt? 1   «Stimmt», sage ich. Legt Papi das nächste Mal los, google ich unter dem Tisch. 2   Ich lese alles über Klima, Weltall, Kriege und Dinosaurier nach und bringe selbst neue Fragen auf, die ich dann schnörkellos und packend auch gleich beantworte. 3   Ich bluffe mit meinem Halbwissen und fülle meine Bildungslücken heimlich.

46%

Ich flitze noch am 24. Dezember panisch durch die Stadt.

5% Bei uns gibt es keine Weihnachts­ geschenke.

2% 256 Abstimmende famigros.ch Eine Umfrage von

Antwort 3: Ein guter Bluff ist die halbe Wahrheit. Die ganze kann ich ja nachliefern – und den Grossen vielleicht sogar bei der Suche einbeziehen. So lernen wir beide dazu.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Fragen über Fragen


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Mehr ­Infos und Tipps zu Hawaiis ­Inselwelt

www.migmag.ch/ hawaii

Reisen

Reif für eine Hawaii-Insel? Fünf Inseln, fünf Welten: Hawaii bietet Regenwälder, Shoppingmalls, Walsafaris, Vulkane und unberührte Natur. Finden Sie Ihre ideale Destination. Text und Bilder: Reto E. Wild

S

o also sieht sie aus, die weltberühmte Waikiki-Beach: ein seichter Einstieg ins türkisfarbene Meer, ein schmaler Sandstreifen, direkt dahinter Hotelturm an Hotelturm. Man muss diesen Ort durchaus gesehen haben. Aber nur deswegen auf die Hawaii-Insel Oahu zu reisen, braucht man nicht. Niklaus Schweizer (79) ist vor über 50 Jahren von Zürich nach Honolulu gezogen und weiss, dass seine Wahlheimat mehr zu bieten hat: in Honolulu etwa die ehemalige königliche Residenz, den Iolani-­ Palast, Chinatown sowie den Diamond Head, der eine atemberaubende Aussicht auf die Hauptstadt bietet. Der Auslandschweizer vernahm an einer 1.-August-Feier in den 1960er-Jahren, dass sich die Schweizer Kolonie auf der Haupt­ insel Oahu vernachlässigt fühlte; er beschloss spontan, auf die Pazifikinsel aus­


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1 Big Island Hawaii zeigt sich weitgehend ländlich und ursprünglich. 2 Eine der schönsten Ecken von Oahu: die Makapuu Beach in der Nähe von Waimanalo 3 Kekaha State Park auf Big Island: Eine Mönchsrobbe liebkost ihr Baby.

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zuwandern. Der Anglizist und Germanist ­wurde 1972 Honorarkonsul, eine Art Bot­ schafter. Das blieb er bis 2009. Zum Pflichtprogramm auf Oahu zählt Schweizer auch Pearl Harbor an der Ost­ küste mit dem Besucherzentrum über den Angriff der Japaner im Zweiten Weltkrieg. «Reisen Sie auch an die Nordküste ins ­Surferstädtchen Haleiwa mit seinen Beizli und Kunstgalerien», rät er, «und ins typisch hawaiianische Waimanalo im Südosten der Insel.» Die gleichnamige Beach hat einen schwach frequentierten weissen Sandstrand und gilt als schönste Stelle der Insel. Über­ haupt ist Oahu abseits von Honolulu erstaun­ lich unberührt. Schweizer lebt heute ausserhalb der Hauptstadt und gibt an der Universität ­Vorlesungen über die Geschichte des Pazifiks – auf Deutsch, Englisch und Hawaiianisch.

«Die hawaiianische ­Sprache wird bei den Einheimischen immer populärer», sagt Schweizer, «das Volk findet wieder zu seinen Wurzeln.» Die Hawaii-­Inseln waren ein Kö­ nigreich, bis sie 1893 von den USA eingenom­ men und 1959 zum 50. Staat erklärt wurden. Englisch war fortan die Landessprache. Erst 1993, unter dem damaligen US-Präsidenten Clinton, wurde es der Bevölkerung im Aloha State wieder erlaubt, die hawaiianische Sprache zu benutzen. Auf Molokai ists mit Kreditkarten schwierig

Und auf der Nachbarinsel Molokai eröffnet sich das Kontrastprogramm zu Honolulu: Molokai zählt jährlich nur 79 000 Besucher, 70 Mal weniger als Oahu. Es gibt keine Ein­ kaufscenter, keine Lichtsignale, keine Ver­ kehrsstaus. Nur ein paar der ohnehin weni­ gen Restaurants akzeptieren Kreditkarten,

und im besonders ursprünglichen Halawa-­ Tal im äussersten Osten der Insel hat man keinen Handyempfang. Weisse Sandstrände sucht man auf der fünftgrössten hawaiianischen Insel vergeblich. Trotzdem bietet sie das perfekte Entschleunigungsprogramm. «Slow down» lautet das Motto. Als Haupt­attraktionen gelten die Wellen und der Sonnenuntergang an der Kapukahehu-Beach im Westen. Die Zahl der Einwohner auf ­Molokai ist in den letzten zehn Jahren von 8000 auf gegen 7000 geschwunden, weil sich die Jungen das teure Leben nicht mehr leis­ ten können oder den ruhigen Lifestyle nicht mögen. 60 Kilometer lang ist «friendly ­island» und hat kaum touristische Infra­ struktur (ein einziges Hotel!). Der dunkle Fleck in der Geschichte der Insel: Auf der Kalaupapa-Halbinsel wurden bis Anfang des 20. Jahrhunderts Leprakranke zwangsiso­


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Tipps

Das Wichtigste zu Hawaii Anreise: Am bequems­ ten nonstop mit Swiss nach San Francisco (Flugzeit rund 11 Stun­ den) und weiter nach O’ahu, Maui oder Kauai, etwa mit United Airlines (rund 5 Stunden), Re­ tourtickets ca. Fr. 2000.– 1 3

1 Zeuge der hawaiianischen Architektur der 1920erJahre: die Kalanianaole-Halle auf Molokai. 2 Im Halawa-Tal auf Molokai führen Pilipo Solatorio und sein Sohn Greg Wanderungen durch. 3 Dominique Martin fühlt sich in Kihei auf Maui zu Hause. 4 Weltbester Ort für Walsafaris: Lahaina

liert. Noch heute muss man auf der Strasse entlang der K ­ lippen 26 Serpentinen hinter sich bringen, um zur ehemaligen Lepra­ kolonie zu gelangen. Der beste Strand Amerikas

Die Weiterreise zum touristischen Schwer­ gewicht Maui kommt einem Kulturschock gleich: An der fünf Kilometer langen Kaana­ pali-Beach im Nordwesten – laut dem Reise­ magazin «Condé Nast Traveler» der «Beste Strand Amerikas» – tummeln sich massen­ haft Touristen. Hotel reiht sich an Hotel, dazwischen Golfplätze und Einkaufszentren. Und doch verströmt auch Maui mit den üppig bewachsenen Bergen, Wasserfällen, Toprestaurants und springenden Buckelwalen vor der Küste eine eigene Magie. Des­ halb wanderte Dominique Martin (52) aus Sissach BL 1992 nach Kihei an der Westküste aus, nachdem er die Insel als surfender Tou­ rist für sich entdeckt hatte. Der gelernte Schlosser führte zuerst ein Café, heute ein Gästehaus mit mehreren Zimmern. «Als ich vor über 30 Jahren hier ankam, gab es keine Shoppingmalls, keine Fussgän­

Inselhüpfen: Das wich­ tigste Verkehrsmittel ist das Flugzeug. Das dich­ teste Netz zwischen den Inseln bieten die zu­ verlässigen Hawaiian ­Airlines. Wer sich auf ­Hawaiianairlines.com als Vielflieger registriert, bezahlt für 25 kg Gepäck 15 statt 25 Dollar pro ­Inselflug.

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gerstreifen, viel weniger Verkehr und viel weniger Touristen», erzählt Martin. Mit der Ruhe sei es vorbei. Trotzdem sei für ihn Maui noch immer die schönste Insel, weil Regenwald, sonnige Strandabschnitte und Berge in zwei Stunden erreichbar seien. Martin sagt: «Hier lebe ich viel entspannter als in der Schweiz, nehme mir tagsüber mal Zeit für einen Kaffee oder abends, um den Sonnenuntergang zu geniessen.» Er schwärmt von Wanderungen rund um den Haleakala-Krater auf 3000 Metern und von vulkanischen «Mondlandschaften». Fisch, Schokolade und 600 Kurven

An der nördlichen Westküste von Maui liegt das ehemalige Walfängerdorf Lahaina, in desssen Bucht bis zu 550 Walfängerschiffe überwinterten. Heute dominieren Galerien und Restaurants. Das beste auf Maui heisst Lahaina Grill des Schweizers Jürg Münch (60). Neben Ossobuco und Filet Mignon steht der Inselklassiker Ahi Poke auf der Speisekar­ te. «Ahi» steht für Thunfisch, «poke» für ge­ schnitten oder gestückelt. Zum Fisch werden scharfe Mayonnaisen, Sojasaucen, Ingwer

Beste Reisezeit: Die In­ seln haben zwei Jahres­ zeiten: eine feuchtere, kühlere (Tagestempera­ turen rund 25 Grad) von Ende Oktober bis An­ fang Mai und eine tro­ ckenere, wärmere (30 Grad). Die Feiertage im Dezember sowie ­Januar/Februar sollte man meiden, dann sind Preise und Touristen­ zahlen am höchsten, und das Wetter kann lau­ nisch sein. Die sonnigen Regionen befinden sich immer im Süden, ­Westen oder Südwesten der Inseln. Kosten: Hawaii ist teuer. Ein Bier im Strandhotel kann 8 Dollar kosten, eine heimische Ananas vom Strassenstand 7 Dollar und 24 Stunden «Valet Parking» 38 Dollar. Restaurants sind teuer, es wird Trinkgeld von 15 bis 20 Prozent erwar­ tet. Tipp: Das Essen der Immigranten aus China und Thailand ist ­preiswert und sehr schmackhaft! Allgemeine Infos: gohawaii.com/de


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Acht Inseln bilden die hawaiianische Inselkette.

Kauai

Hawaii

Oahu

Molokai Maui

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Hawaii Bestehend aus 137 Inseln und Atollen – alle vulkanischen Ursprungs – bietet die Inselkette Hawaii viel, was entdeckt werden will. Zum Beispiel hawaiianische Kultur auf Oahu, Vulkanerlebnisse auf Hawaii Island, Canyonsicht auf Kauai und Strandvergnügen auf Maui. Auf abwechslungsreichen Ausflügen und individuellen Streifzügen lassen sich die schönsten Sehenswürdigkeiten des Inselparadieses erkunden.

Die gezackten ­Klippen im Norden der Garteninsel Kauai können nur zu Fuss, mit Boot oder Helikopter ­besucht werden.

Unsere Empfehlung KAUAI

Lihue OAHU Honolulu MOLOKAI LANAI

MAUI

Kahului Kona

und Sesamsamen gereicht. Wer Schokolade mag, sollte hier «Road to Hana» bestellen. Der Name des ­Desserts beruft sich auf die Fahrt vom historischen Surferstädtchen Paia durch 600 Haarnadelkurven und über 50 ein­ spurige Brücken nach Hana im Osten der Insel, in ein Dörfchen mit stillen Gärten und einsamen Buchten. Regenwälder, riesige Farnbäume und Wasserfälle machen die Route zur spektakulärsten der Insel. Ein paar Geh­minuten von Jürg Münchs Bistro entfernt, im kleinen Hafen von Lahaina, starten von ­November bis Anfang April Walsafaris. Maui gilt als bester Ort der Welt, um Buckelwale zu beobachten. Die Insel der Promis

Auf der südlichsten Insel, Big Island, sind elf der weltweit insgesamt 13 Klimazonen an­ zutreffen, und hier befinden sich die aktivs­ ten Vulkane der Welt. Im Mai wars wieder so weit: Lava floss aus dem Vulkan K ­ ilauea und bis weit ins Meer hinaus. Solche Ausbrüche lassen die Landmassen von Hawaii stetig wachsen. Kilauea spuckt aber fast jede Nacht ein wenig Feuer und sorgt so für optische Spektakel, sich ständig verändernde Land­ schaften und oft gesperrte Strassen. Ganz anders zeigt sich die Westseite der ­Insel rund um Kona, dem Start des legen­

dären Ironman. Diese Gegend ist bekannt für ihre Strände und eine der teuersten Kaf­ feesorten der Welt, den Kona Coffee. Insge­ samt wirkt die grösste hawaiianische Insel gemütlicher und weit provinzieller als Maui. 30 000 Dollar kostet ein Stück Land auf Big Island – auf Maui muss man für eine schäbige Hütte eine halbe Million hinblättern. Für Naturliebhaber ist Kauai im Norden der Inselgruppe perfekt. Nur 20 Prozent der Garteninsel sind mit dem Auto erreichbar, es empfiehlt sich eine Bootsfahrt entlang der bekannten Napali-Küste. Sängerin Bette Midler, «Mr Facebook» Mark Zuckerberg und James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan besitzen hier Anwesen. Der Wailua River auf Kauai ist der einzige hawaiianische Fluss, den man mit grösseren Booten befahren kann. Auf der Insel befinden sich auch drei der fünf tropischen botanischen Gärten der USA. Die wichtigste Einnahmequelle von Kauai war bis Mitte der 1980er-Jahre der Anbau von Zuckerrohr. Heute sind es die jährlich 1,2 Millionen Touristen. Viele von ihnen ­lernen im Südosten der Insel ausser­ halb von Lihue die Zuckerseite der Insel auf berauschende Art kennen: Auf der Kilohana Plantation gibt es Rumdegustationen. MM Die Recherche dieser Reise wurde unterstützt von ­Hawaii Tourism Authority, gohawaii.com

Hilo

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Zufriedenheit

Willibald Ruch

«Glück ist lernbar» Was ist «Glück»? Das «Glück», das die positive Psychologie meint, umschreibt am besten der eng­lische Aus­ druck «Happiness». Er meint langfristige Zufriedenheit mit seinem Leben. 50 Prozent davon sind genetisch ­bedingt, den Rest kann man jedoch bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Wie geht das? Indem man seine Stärken ­fördert. Fünf Charakter­ stärken tauchen besonders häufig auf, wenn es um das subjektive Glücksempfinden geht: ­Bindungsfähigkeit, ­Neugier, Tatendrang, Opti­ mismus und Dankbarkeit. Und wie fördert man diese? Es ist wie im Kraftraum: Stän­ diges Training stärkt eine Eigenschaft. Optimismus zum Beispiel lässt sich trainieren, indem man Niederlagen dazu nutzt, es das nächste Mal besser zu machen, und sich an Menschen orientiert, die es geschafft haben. Was macht unglücklich? Der Vergleich mit anderen. Wer auf den eigenen Mass­ stab achtet und nicht schaut, was die anderen ­machen, ist glücklicher. Haben Sie auch einen Tipp gegen den N ­ ovemberblues? Jeden Tag etwas unterneh­ men, das positive Gefühle auslöst. Sei es, schöne Musik zu hören, gut zu essen, sich mit angenehmen Gerüchen zu umgeben oder sich bei Interesse zu engagieren.

So geht Glück Alle wollen langfristig zufrieden sein. Aber kann man selbst etwas dazu beitragen? Die positive Psychologie konzentriert sich stark auf die individuellen Stärken. Text: Silvia Schütz  Illustrationen: Tomas Fryscak

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er den Duft von frischem Kaffee liebt oder sich freut, wenn Schneeflocken vom Himmel rieseln, macht schon etwas richtig. Denn der «Sinn für das Schöne» und das Geniessen mit allen Sinnen ist eine von 24 Charakter­ stärken, die Men­ schen zufrieden machen und zu Wohlgefühl führen. Das sagt Willibald Ruch, Professor für Persönlich­ keits­psychologie und Diagnostik an der Universität Zürich im Interview (links). «Zum Leben gehören nicht nur die Krankheiten, mit ­denen sich die Psycho­logie lange Zeit in erster Linie be­ schäftigt hat, sondern auch positive ­Aspekte wie Stärke, Wachstum, Glück oder Kre­ ativität», sagt Glücksforscher Ruch. Zufrieden oder «glücklich» ist, wer mehr positive als negative Ge­ fühle hat – was die Vergan­ genheit, das Leben in der Gegenwart oder die Zukunft betrifft. Dabei geht es nicht darum, Trauer oder melan­ cholische Stimmungen zu verdrängen oder sich gar einzubilden, Krankheiten liessen sich durch «Positive

Thinking» kurieren. Viel­ mehr sollte man solche ­Gefühle und Zustände zu­ lassen. «Sie bilden immer die Startbahn zu neuem Glück, sofern sie nicht zu lange dauern», so Ruch. Lebenslänglich lernen

Gute Gefühle – so die Ver­ treter der positiven Psycho­ logie – sind nicht nur Schicksal, sondern lassen sich antrainieren. Dies ­bestätigt die Neurowissen­ schaft, die nachgewiesen hat: Das Gehirn bleibt ein Leben lang formbar. Was abstrakt klingt, ­gewinnt durch Beispiele schnell an Anschaulichkeit. Ein posi­tives Gefühl, das die Vergangenheit betrifft, ist Dankbarkeit: «Dank­ barkeit können wir trainie­ ren, indem wir ­einer Person, der wir ­dankbar sind, einen Brief schreiben, um ihr zu danken. Den Sinn für das Schöne kann ich fördern, ­indem ich jeden Tag auf­ schreibe, was ich Schönes gesehen habe», führt Willi­ bald Ruch aus. Fotos aus der Kindheit können ein Schlüssel sein, um seine Stärken heraus­ zufinden. Denn Neugierde, Ausdauer beim Spielen, Freude am L ­ achen oder ein ruhiges und besonnenes ­Wesen zeigen sich bereits in jungen Jahren. Ein

­ eiterer Ansatz sind gute w Bekannte: Sie können Stär­ ken oft besser benennen. Wer lieber Fragebögen aus­ füllt, kann dies auf der ­Website des Psychologischen ­Instituts der Uni ­Zürich, ­charakterstaerken.org, tun. Der Glücksforscher rät allen, die nach Lebenszufrie­den­ heit streben, die Gegensätze des Lebens zu akzeptieren und wegen trauriger Phasen nicht zu erschrecken. Aus­ serdem: Die Glückssuche gelte es entspannt anzu­ gehen: Wenn man sie über­ strapaziert, «wird sie zur ­Retourkutsche». MM Jetzt auf iMpuls

Das sagt der Glücks­forscher

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iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

Renate Szinyei/UZH

Willibald Ruch ist Professor am Psychologischen Institut der Universität Zürich und Experte für positive Psychologie.


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Charakterstärken: 1 Sinn fürs Schöne und Tatendrang 2 Ruhen in der eigenen Lebensphilosophie und in Freundschaften 3 Wissensdurst 4 Neugierde

Wie helfen die Glücksbringer? Allein der Glaube, eine Herausforderung dank eines Talismans bewäl­ tigen zu können, setzt Kräfte frei. Dies bewies die Wissenschaftlerin Lysann D ­ amisch in einer Studie 2010. Glücks­ bringer steigern das ­Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die ­Bereitschaft, sich mit Ausdauer für eine Sache einzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Talismane bekannt sind wie die japanische Winkekatze Maneki-­ neko oder ob sie aus ­alten ­Socken ­bestehen.

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24 Stärken für das «gute Leben» Weisheit und Wissen: Neugier, Wissensdurst, Urteilskraft (Dinge von allen Seiten betrachten), Kreativität, Soziale Intelligenz, Weitblick Mut: Tapferkeit, ­Ausdauer, Integrität Gerechtigkeit: ­Loyalität, Fairness, ­Führungsqualitäten Menschlichkeit: Freundlichkeit, ­Bezie­hungs­fähigkeit Mässigung: ­Selbst­kontrolle, Klug­ heit, ­Bescheidenheit Transzendenz: Sinn für das Schöne, Dank­ barkeit, Hoffnung ­(Opti­mismus), Spiri­ tualität, Bereitschaft zur Ver­gebung, Humor, ­Engagement


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Stadt, Land, Stutz

Keine Teeniemütter

Illustration: Rinah Lang

Momentan sind alle schwanger. Oder waren es gerade. Oder werden es sein. Fast täglich verkündet eine Bekannte auf Facebook oder Instagram mit den Hashtags #mommytobe (werdendes Mami) und #ssw16 (Schwangerschaftswoche 16), dass sie guter Hoffnung ist. Dazu wird stolz der kleine Bauch präsentiert. Am Anfang freute ich mich bei jeder Verkündigung. Süss, da ist ein klitzekleines ­Wesen in Entstehung! Mittlerweile denke ich nur noch: «Die also auch. Habe ich noch Käse im Kühlschrank?»

Lisa Stutz (25) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

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Ich bin abgestumpft. Es ist wie bei der 23-sten Pushnachricht über eine sexistische Bemerkung von Donald Trump – irgendwann fühlst du nichts mehr. Aber nachdenklich macht es mich schon. Ist bei der Produktion der marktführenden Anti­babypille etwas schiefgelaufen? Oder liegt es daran, dass jetzt alle natürlich verhüten? Dann merke

ich es: Die wollen diese Babys. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem schwan­gere Altersgenossinnen nicht mehr als T ­ eeniemütter gelten. Diese Erkenntnis hat mich ehrlich schockiert. Während ich zum ersten Mal die Steuererklärung ohne Papas Hilfe ausfülle, pressen sie zum ersten Mal e­ inen anderen Menschen aus ihrem Körper. Die schwangeren Ex-Klassenkameradinnen beeindrucken mich. Sie machen mir aber auch Angst. Müsste auch ich schon an den Erhalt meiner Gene denken? In der Stadt hat man da keinen Stress. Hier stecken die Um-die-30-Jährigen tagsüber mitten in der Doktorarbeit, und nachts stillen sie ihren Durst an der Langstrasse. Die Alternative: tagsüber beim Babydoktor und nachts lange stillen. Ich befinde mich irgendwo dazwischen. Und das ist gut so. Eines Tages werde auch ich ein #mommytobe sein. MM

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Ausgewandert

Von Männedorf nach Heisdorf Die Stadt: Luxemburg City ist eine von Europas Hauptstädten mit sehr stark aus­geprägtem Multi­kulti-­Charakter. Hier lebt die 12-jährige Michelle mit ihrer Schwester Elena (10) und ihren Schweizer ­Eltern. Michelles Familie ist in Heisdorf zu Hause, einem Vorort der Stadt. In den Nachbarhäusern wohnen unter anderem Italiener, Dänen und ­Österreicher. Der Geist der Europäischen Union (EU) ist allgegenwärtig, weil mehrere EU-Orga­ nisationen i­ hren Sitz in Luxemburg haben. Michelle besucht die achte Klasse in einer ­internationalen, eng­ lischsprachigen Schule, zusammen mit Jugend­ lichen aus den USA, Sri Lanka und Tschechien. Ihre besten Freundin­ nen kommen aus Eng­ land und Skandinavie­n. Michelles Mutter arbei­ tet in einer Anwalts­ kanzlei, ihr Vater bei ­einer Schweizer Bank. Sie sind vor 12 Jahren von Männedorf ZH nach Luxemburg ge­zogen.

Michelle mag Ballsport. Zu Hause spielt sie gern Basketball.

Kinder

«Alle mögen Baumkuchen»

Michelle (12) hat Schweizer Eltern, kennt aber deren Heimat nur aus den Ferien. Sie lebt in Luxemburg, einer sehr international geprägten Stadt. Dort vermisst sie eigentlich nur Schoggi-Joghurt und die Berge. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek

«In Luxemburg gibt es etwas, das fast jeder liebt: die Letzebuerger Grillwurst. Auch ich esse sie sehr gern. Es gibt sie an jedem öffent­ lichen Fest und an jeder Grillparty. Auch Baumkuchen mögen hier alle. Er heisst so, weil er mehrere Schichten hat und mit seinen ­Ringen aussieht wie ein gefällter Baumstamm. Leider gibt es hier kein Schoggi-Joghurt. Darum esse ich das immer, wenn ich in der Schweiz bin.»

«Nach der Schule habe ich immer viel vor: Ich gehe ein Mal pro Woche mit einer Freundin ins Ballett, singe im Schulchor, spiele Klavier und lese gern Bücher. Ich besuchte einmal ein Golflager. Der Sport gefällt mir, weil er so ruhig ist und es nicht nur ums Gewinnen geht.»

«Das Land Luxemburg ist klein. Am Wochenende können wir schnell mal nach Belgien, Deutsch­ land oder Frankreich fahren, weil die Nachbarländer so nahe liegen. Kürzlich besuchten wir die Burg Vianden im Norden des Landes. Leider hat es in Luxemburg keine Berge. Darum fahren wir jedes Jahr einmal für Skiferien in die Schweiz.»


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Kinder

c h?»

«Ist das Weltall

Distanzen im Weltall misst man auch in Lichtjahren. Ein Licht­ jahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Ein Lichtstrahl schafft in einer Sekun­

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Fülle die Zahlen von 1 bis 4 in die Felder ein. In allen Reihen (waagrecht und senkrecht) und allen Kästchen kommt jede Zahl genau ein Mal vor.

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WINTER SUDOKU

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Diese Frage wurde beantwortet von Ben Moore (52), Astro­ physiker an der Universität Zürich.

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Mann weiss also bereits viel über das Weltall. Aber Ben Moore sagt: «Wir werden wohl nie wis­ sen, wie gross das Universum wirklich ist. Es misst mindestens 1 000 000 000 000 000 000 000 000 Kilometer! Das ist eine Quadril­ lion. Und vielleicht geht es danach noch viel weiter.» MM

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Hast du auch eine Frage?

de rund 300 000 Kilometer. ­Proxima Centauri ist somit mehr als vier Lichtjahre von uns ent­ fernt. In kosmischen Massstäben ist das ein Katzensprung.

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Das Weltall ist so gross, dass wir uns kaum vorstellen können, wie weit Sterne und Planeten ­von­einander entfernt sind. Der ­Abstand zwischen Erde und Sonne beträgt beispielsweise etwa

150 Millionen Kilometer. Das ist so weit wie 3750 Mal um die Erde. Der Stern, der der Sonne am näch­ sten ist, heisst Proxima Centauri. Er liegt rund 40 000 000 000 000 Kilometer (= 40 Billionen Kilo­ meter) von uns entfernt. Für eine Reise dorthin bräuchte ein Raum­ schiff etwa 75 000 Jahre.

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«Wir wissen nicht, ob das Weltall unendlich ist», sagt Ben Moore, Professor für Astrophysik. Er ­erklärt: «Wir können nur so weit sehen, wie das Licht gereist ist, seit unser Universum vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden ist. Diese Entfernung ist aber riesig.»

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LEBEN | MM48, 26.11.2018  99

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«Strafzoll» ist das Finanzwort des Jahres

Bild: Sabine Rock

Kein anderes Thema hat die Wirtschafts- und ­Finanzwelt im Jahr 2018 so stark bewegt wie das Strafzoll-Programm, das die gegenwärtige US-Regierung ­unter Donald Trump durchzieht. Eine fünfköpfige Jury aus Finanzexperten hat ­daher den Begriff «Strafzoll» zum Schweizer Finanzwort 2018 gekürt. Zu Jahresbeginn waren es noch tiefe und harmlose Sonderzölle auf Solarmodule und Waschmaschinen, die ­Washington gegen seine ­Han­dels­partner verhängte. Doch die nächste Runde mit ­höheren US-Importzöllen auf Stahl und Aluminium löste ­bereits welt­weit Empörung aus. Seither überziehen sich vor allem die Vereinigten Staaten und China gegenseitig mit Strafzöllen, und die Fronten zwischen Peking und Washington verhärten sich zusehends. Doch auch in den europäisch-­ amerikanischen ­Beziehungen rumort es. Die protektionisti-

Mit Blick auf den Brexit dürften auch im Verhältnis zwischen der EU und Grossbritannien Zölle zum wichtigen Thema werden.

Die fünfköpfige Jury (von links): Schriftsteller Michael Theurillat, Fintech-­ Unternehmer Adriano B. Lucatelli, Finanz-Professorin Sita Mazumder, ­Thomas Pentsy, Markt- und Produktanalyst der Migros Bank, sowie­ finews.ch-­Gründer Claude Baumann

schen US-­Schutzzölle haben das Klima der globalen Wirtschafts- und Handelspolitik ­generell ver­giftet. Eng ver­bun­ den mit den Strafzöllen ist daher ein weiteres geflü­geltes Wort, das 2018 die Runde ­machte: Handelsstreit.

Die Strafzölle stellen einen Richtungswechsel in der Weltwirtschaft dar. Denn bis vor ­Kurzem wurden Zölle und ­Handelsschranken über Jahrzehnte hinweg abgebaut. Nun werden durch Strafzölle aber neue Schutzwälle errichtet.

Um sein Strafzoll-Programm zu rechtfertigen, verweist Trump oft und gern auf Ame­ri­ kas bilaterale Handelsdefizite gegenüber bedeutenden US-­ Handelspartnern. Die Leistungsbilanz der USA ist negativ: Die Importe von Waren und Dienstleistungen sind höher als die ­Exporte, was gemäss Trump auf unfaire ­Praktiken der Partner zurückzuführen ist. Tatsächlich können Zölle Handelsströme lenken und verändern. Aber sie haben wenig Einfluss auf die Leistungsbilanz eines Landes. Denn diese wird primär durch die nationalen Ersparnisse und Investi­tionen bestimmt. Hinken die ­Ersparnisse den Investi­tio­ nen hinterher – so wie in den USA –, fällt eine Leistungsbilanz zwangsläufig defizitär aus. MM Text: Thomas Pentsy

Was sagen Sie zu den Strafzöllen? ­Dis­kutieren Sie mit auf blog.migrosbank.ch

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Die Ruhe und Kraft des Sees und das Bergpanorama der Berner Alpen machen das ­Beatus Wellness- & Spa-Hotel zu einem einzigartigen Ort.

Glücksgriff

Verlosung

Preisfrage An welchem See liegt das Beatus Wellness- & Spa-Hotel?

So machen Sie mit:

Bilder: PD, Moritz Hager

Das Migros-Magazin und das Beatus ­Wellness- & Spa-Hotel verlosen vier Übernachtungen für zwei Personen in der Junior-Suite «Eiger».

Glücksgriff

Wellness-Seehotel mit Charme Die Gäste den Ort erleben lassen – abseits der üblichen Touristenpfade: Das liegt den Gastgebern des Beatus Wellness- & SpaHotels am malerischen Thunersee besonders am Herzen. Weil Winter in der Schweiz viel mehr ist als nur Skifahren. Und weil viele Gäste sowohl Aktivität als auch Ruhe suchen. Beides finden sie hier bei diversen See-Wellnesserlebnissen, einer Glühwein- oder Fondueausfahrt mit dem Hausboot auf dem winterlich stillen Thunersee oder bei regelmässigen Kulturevents mit Konzerten und Lesungen.

Das Beatus lädt unter anderem zum Kneippen im Seewasser mit Aufwärmen im 35 Grad warmen Erlebnis-Frei-Solbad oder zum Tautreten in der 12 000 Quadrat-

meter grossen Parkanlage. Darüber hinaus können sich die Gäste im Spa-Bereich mit den vielfältigsten Anwendungen verwöhnen lassen sowie in der 2000 Quadratmeter grossen Wellnessoase mit zwei Saunawelten entspannen. Eine rundum erlesene Kulinarik rundet das Verwöhnprogramm ab: Im «Le BelAir» zelebriert Küchenchef Tim Adolphs moderne Gourmetküche, indem er regionale Lebens­ mittel mit internationalen Ingre­ dienzien ergänzt. Im Preis enthalten sind vier Übernachtungen für zwei Personen in der Junior-Suite «Eiger», eine Vitalmassage à 50 Minuten pro Person sowie eine Kopfmassage à 25 Minuten pro Person. MM Weitere Infos: beatus.ch

• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr. / Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr. /SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Post­karte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Beatus», ­Postfach, 8099 Zürich • Online: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 2. Dezember 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel.: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/ MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.12.2018, 24 Uhr

TEILUNG

Gewinner Nr. 46: Hauptpreis: Martha Güntert, Mumpf AG; Heidi Grossniklaus, Toffen BE; Elsa Python, Bern; Yvonne Arnold, Wil ZH; Ursula Götte, Dielsdorf ZH Zusatzpreis: Doris Stutz, Othmarsingen AG; Julia Schärer, Bern; Heidi Schmid, Ausserberg VS; Ernst Lieb, Luzern; Manuela Rüesch, Buchrain LU

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Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


LEBEN | MM48, 26.11.2018  103

Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

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Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. S

Unglücksrabe

M Pechpilz

2. Was ist ein Körper, der Wärme abgibt? O Gladiator

E

P Radiator

Mediator

3. Was wird in einem Beinhaus aufbewahrt? L

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Steine

A Schuhe

Knochen

Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.12.2018, 24 Uhr

4. Wer ist für die Komposition eines Tanzes zuständig? T Organist

R Choreograf

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

1. Wie nennt man einen Menschen, der ein Missgeschick erleidet? H Galgenvogel

3 × 100 Franken zu gewinnen

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

N Regisseur

5. Was ist die «Parker Solar Probe»? A Sonde

E

Erdbebenmessgerät

S

Ionenzähler

6. In welcher TV-Serie spielte 2009 Meghan Markle, heutige Duchess of Sussex, mit? R Midnight in Paris

T

The Spirit

L

Knight Rider

7. Wie hiess eine humoristische Schweizer Zeitschrift, die von 1845 bis 1875 erschien?

Auflösung Nr. 47:

I

KRITIKER

O Klüpperlisack

Zwätschgewasser

E

Postheiri

8. Von welcher Stadt leitet sich der Name Baldachin ab? T

N Bagdad

Beirut

R Bilbao

Lösungswort : 1

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Paroli

Gewinner Nr. 46: Hubert Haefeli, Mümliswil SO; Anita Pichler-Hofmann, Kleindöttingen AG; Sophia Rubischung, Zürich

3 × 100 Franken zu gewinnen

Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.12.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

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Auflösung Nr. 47: KNABE

Gewinner Nr. 46: Barbara Kägi-Sulser, Goldach SG; Lea Stamm-Hohl, Schleitheim SH; Martin Wälti, Merzligen BE


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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

Auflösung Nr. 47: 387

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Gewinner Nr. 46: Jean-Daniel Weber, Kirchberg BE; Josef Jutz, Hochdorf LU; Irene Hess, Rapperswil SG; Andrea Rütsche, Flawil SG; Denise Zosso, Meyrin GE

Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.12.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 2 3 3 1 3 mehr als zwei Linien

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© raetsel.ch 1321

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Publizistische Gesamtleitung Sarah Kreienbühl

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Yvonne Zurbrügg

Leitung Business Thomas Brügger Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner Leitung Redaktionen Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00


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Im Webshop ­galaxus.ch ­finden Sie viele Spielsachen für Gross und Klein – davon einige, die koordinative Fähigkeiten oder das räumliche Vorstellungsvermögen fördern. Ziel des Geschicklichkeitsspiels Bonk ist es, eine ­Holzkugel im gegnerischen Tor zu versenken. Für die ­Leserinnen und Leser des Migros-Magazins ist Bonk jetzt zum Sonderpreis von 50 statt 65 Franken erhältlich. Am besten wird Bonk zu viert in zwei Teams gespielt. Jeder Spieler erhält eine Rampe und drei Stahlkugeln. Die beiden Teams sitzen sich gegenüber, und der grosse hölzerne Zielball

wird in der Mitte des Spielfelds positioniert. Alle ­Mitspieler starten gleichzeitig und versuchen, mit den Stahlkugeln die Holzkugel in das gegnerische Tor zu schiessen. Erzielt ein Team ein Tor, erhält es einen Punkt. Das Spiel ist rasch aufgebaut, kurzweilig und macht nach mehrmaligem Spielen immer noch Spass – perfekt für ein schnelles Spiel mit den Kindern oder eine kurze Ablenkung während der ­Pause im Büro. Man kann Bonk auch eins gegen eins spielen, kommt dann aber garantiert ins Schwitzen, denn dieses Spiel ist unglaub­ lich schnell.  MM

So profitieren Sie vom Angebot Leserinnen und Leser des Migros-Magazins profitieren im Webshop von galaxus.ch/bonk beim Kauf des Geschicklichkeitsspiels Game Factory Bonk von einem Spezialpreis: 50 statt 65 Franken. Beim Bestellprozess geben Sie einfach den Gutscheincode BONK50 ein. Dann wird der Rabatt von 15 Franken auto­matisch abgezogen. Das Spiel Bonk • wird empfohlen für Kinder ab 8 Jahren. • eignet sich für zwei bis vier Spieler. • hat eine Spielzeit von ab 10 Minuten.

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110  MM48, 26.11.2018 | LEBEN

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Meine Welt

«Eine weitere Filmrolle wäre cool» Zsofia Körös spielt die Hauptrolle in «Glaubenberg», dem neuen Film des Regisseurs Thomas Imbach. Die 19-Jährige mag Volleyball, ungarisches Essen und ihre Cousine.

Meine Cousine «Meine Cousine begleitete mich nach Locarno an die Premiere von ‹Glaubenberg›. Sie lebt in Budapest und kam speziell für diesen Anlass in die Schweiz. Wir haben seit unserer Kindheit eine enge Beziehung und sprechen uns häufig via Skype.»

Text: Sabine Lüthi Bilder: Christian Schnur

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LEBEN | MM48, 26.11.2018  111

1 Mein Zuhause «Wir leben in einem dreistöckigen Reihenhaus im Norden der Stadt Zürich. Mein Zimmer befindet sich zuoberst. Dort schlafe und lerne ich, und ich fühle mich darin mega wohl.»

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2 Mein Sport «Ich trainiere drei Mal pro Woche Volleyball beim VBC Rämi Zürich. Vergangenes Jahr absolvierte ich die Schiedsrichterausbildung. Zuvor habe ich intensiv Eiskunstlauf gemacht.» 3 Mein Studium «Ich studiere Pharma­ zie an der ETH. Biologie und Chemie waren immer meine Lieblingsfächer – Pharmazie ist die perfekte Schnittstelle.»

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Name Zsofia Körös Alter 19 Sternzeichen Zwillinge Wohnort Zürich Lebenslauf «Ich wurde in Ungarn geboren und habe zwei Schwestern (23, 14) und einen Bruder (21). 2014 lebte ich mit der Familie sechs Monate in Pennsylvania. An meiner Kantons­ schule Zürich Nord machte der Regis­ seur Thomas Imbach ein Casting für seinen neuen Film ‹Glaubenberg›. ­Darin geht es um eine verbotene Liebe zwischen Geschwistern (im Bild Bruder Noah, gespielt von Francis Meier). Ich, erst 16, überzeugte ihn. Als ich den Film am Filmfestival in Locarno im Sommer zum ersten Mal sah, war ich überwältigt und emo­ tional gefordert. Es wäre cool, erneut in einem Film zu spielen. Das Studium hat nun aber Priorität.» 6

4 Mein Parfüm «Ich mag die Süsse und den Namen des Dufts ‹Girl of Now› des libanesischen Modedesigners Elie Saab. Im Sommer war ich einen Monat lang in Nizza in einer Sprachschule und kaufte das Parfüm am Flughafen.»

Bilder: imageBROKER/Keystone, zVg (2)

5 Meine Serie «‹Game of Thrones› – Jeden Morgen trinke ich meinen Kaffee aus dieser Tasse. Ich habe alle DVDs letz­ tes Jahr von meinen Eltern zu Weihnach­ ten erhalten. Ich liebe Fantasy-Filme, ‹Harry Potter› und Serien wie ‹Friends›.»

Mein Lieblingsprodukt «Diese getrockneten Mangos schmecken un­ glaublich gut. Ich habe fast immer welche dabei.»

6 Mein Lieblingsland «Wir r­ eisen jedes Jahr ein Mal nach Ungarn und b ­ esuchen meine Grosseltern, die dann gerne für uns kochen. Mein Vater stammt aus Keszthely, meine Mutter aus einem ­kleinen Ort in der Nähe. Zu Hause spre­ chen wir Ungarisch und haben nur ­ungarisches Fernsehen. Deutsch lernte ich im Kindergarten.» MM


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