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Migros magazin 48 2017 d lu

Page 1

Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

Schoggiherzen S. 42 | Kenia S. 86 | Léa Sprunger S. 110

Tipps für Wintersportler Seite 94

MM48, 27.11.2017 www.migrosmagazin.ch

Astronomie

Wie eine Organspende vier Leben rettete Seite 14

Dirk Seidel, Sternenjäger aus Sternenberg

Bild: Michael Sieber

Seite 22

Hundehalter leben gesünder Seite 10 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 041 - 455 70 38, E-mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch


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4  MM48, 27.11.2017

110

N Editorial

Es ist Zeit zu reden

Sprinterin Léa Sprunger kennt keine Winterpause

Nichts und niemand wird Bernadette und Hans Fuchs je von ihrem Schmerz erlösen können. Vom Schmerz, ihre Tochter Marina bei einem Unfall verloren zu haben. Die Erinnerungen werden ­bleiben. An das wochenlange Bangen um die im Koma liegende Tochter und an das Ende, als sie «Hirninfarkt nach Hirninfarkt» erlitt, wie es der ­behandelnde Arzt formulierte. Nur eins macht den Schmerz erträglicher: dass Marina im Sterben mit ihren Organen noch vier Menschen das Leben rettete oder wenigstens erleich­ tern konnte. Über das Schicksal von Marina berichtet die Journalistin Barbara Lukesch berührend und ­zurückhaltend. Sie zeigt auch auf, in welchen Zwie­ spalt die Eltern gerieten. Die Vorstellung, ihre ­Tochter «aufschneiden» zu lassen, führte sie an die Grenzen. Zentral blieb für Bernadette und Hans Fuchs immer die Frage: Was hätte Marina gewollt? Sie hatte zwar eine soziale Ader, aber nie einen klaren Entscheid für oder gegen eine Organentnahme im Todes­fall gefällt. In langen Diskussionen mit den ­anderen Töchtern rang man um eine Entscheidung. Und traf sie dann, nicht zu 100 Prozent sicher, ob Marina auch so entschieden hätte.

Stephanie wirbelt am Reck und träumt von Hawaii

99

Vielen gehts wie den Eltern Fuchs: Sie wissen nicht, wie ihr Vater, ihr Sohn, ihre Schwester entschieden hätte. Weil man sich nie da­rüber ausgetauscht hat. «Rund die Hälfte der Angehörigen kennt den Wunsch des Verstorbenen nicht», sagt Franz Immer von der Stiftung Swisstransplant. Und Sie, liebe Leserin, lieber Leser? Haben Sie Ihren Wunsch Ihren Liebs­ ten kundgetan? Es wäre vielleicht sinnvoll. Egal, wie er ausfällt. 150 Herz­ patienten haben 2016 auf ein Herz ­gewartet, 13 sind unterdessen gestor­ ben. 368 Menschen sind auf der Liste für eine Lebertransplan­ tation, 29 haben eine Spende nicht mehr erlebt. Bernadette und Hans Fuchs sind heute ­überzeugt, richtig entschieden zu h­aben: «Es tröstet uns, dass vier Men­ schen weiterleben, und damit auch un­ sere geliebte Marina.» Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger @migrosmedien.ch

49 ... und ewig grüsst der Grittibänz

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MM48, 27.11.2017  5

Inhalt Menschen 6 Weihnachtskalender

Attraktive Preise im Wert von 50 000 Franken zu gewinnen

86

10  Diese Woche

Kein Missverständnis: Wer auf den Hund kommt, hat mehr vom Leben

Afrikas faszinierende Tierwelt hautnah erleben

14  Marina lebt weiter

«Den Klimawandel aufzuhalten, ist einfacher, als den Mars bewohnbar zu machen»

67  Neue Yummys für Kids 69  Apéro für Feinschmecker 71  Basteltipps für die Familie 73  Support für Magen & Darm 75  Service für Stubentiger 76 Produktempfehlungen  für den Einkaufsbummel

79  Neues aus Ihrer Region

21  Kolumne: Bänz Friedli

Leben

Im Himmelreich: Dirk Seidel liebt die Sterne – und seine private, kleine Sternwarte in Sternenberg Bilder: François Wavre/Lundi13, Silja Kornacher, Muir Vidler, Gabi Vogt, Veronika Studer

32

Den kultigen Teigmann gibts nicht nur bei uns (mit Rezept)

Organspende – ja oder nein: Der Fall Marina F. ist eine sensible Annäherung ans Thema

22  Faszination Sterne

Martin Rees, Astrophysiker

49 Grittibänz

Aktionen, Reportagen, News

85  Kolumne: «1, 2 oder 3?» 86 Reisen

29 www.migrosmagazin.ch

Insidertipp für Safarifans: der Meru-Nationalpark in Kenia

30 Leserforum

93  Kolumne: Brave New Girl

32 Interview

94 Gesundheit

Astrophysiker Martin Rees wirft einen Blick in die Zukunft und rät dringend davon ab, sich einfrieren zu lassen

Mit sportlicher Aktivität Kälte und Erkältung trotzen

Migros-Welt

99 Kinder

97  Migros Bank

222 Millionen für Neymar: clever ­kalkuiert oder gnadenlos verzockt

42 Migros-Spendenaktion

Turnen, musizieren, reisen: Stephanie ist stets in Bewegung

46  «Migros Fresca»

103 Rätsel 107 Impressum 108 Cumulus

So hilft die Caritas verzweifelten Menschen aus der Schuldenfalle Die neue Marke für Gemüse und Früchte verspricht vor allem eines: Frische

110  Meine Welt Zu Besuch bei Léa Sprunger

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6  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

Adventskalender

Holen Sie sich einen Preis! Der Weihnachtscountdown beginnt: Vom 1. bis 24. Dezember verlost das Migros-Magazin Preise im Wert von über 50 000 Franken.

I

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Caritas, Pro Senectute, Winterhilfe und Heks zugute. Die Preise werden wöchentlich im ­Migros-Magazin vorgestellt. Möchten Sie ­einen davon gewinnen? Dann nehmen Sie am ­entsprechenden Tag via SMS, Telefon ­oder online teil. Wie Sie sich den Hauptpreis schnappen können, erfahren Sie in der Box «Hauptpreis». Viel Glück! MM

Illustration: Gregor Forster; Bilder: zVg

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1

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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  7

2

Mitmachen und gewinnen

2. 12. | Rukka

3

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Sagen Sie uns, wie ­ vielen Hilfswerken die Erlöse aus dem ­Adventskalender ­zugutekommen, und nehmen Sie täglich ­zwischen 00.00 und 23.59 Uhr an der V ­ er­losung der ­Tages­preise teil. Per Telefon: Wählen Sie die Nummer 0901 100 033 (Fr. 1.–/ Anruf), nennen Sie Ihre Lösung, I­ hren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Wort KALENDER, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nr. 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: KALENDER, ­Lösung Beat Muster, Musterstrasse 1, 9999 Musterdorf Online: www.migrosmagazin.ch/ adventskalender

Die Ruf- und SMS-­ Nummern sowie das Onlineteilnahme­ formular für die Ver­ losung der Tagespreise werden ab Freitag, 1. Dezember 2017, freigeschaltet. Die Teilnahme an der Verlosung des Hauptpreises ist ab Montag, 18. Dezember 2017, möglich. Hauptpreis

Die Wichtel sind los! Die kleinen Weih­nachts­ helfer haben sich in unseren Adventskalender ­eingeschlichen. Ein paar von ihnen haben ­einen Knopf an der Uniform: Zählen Sie die Wichtel mit Knöpfen in den Advents­ kalendern der Ausgaben 48, 49, 50 und 51 zusammen. Ist Ihre Antwort richtig, dann gehört eine der vier Migros-­Geschenk­ karten im Wert von je 5000 Franken vielleicht schon bald Ihnen.

Die Erlöse aus dem ­Adventskalender kommen Pro Juventute, ­Caritas, Pro Senectute, Winterhilfe und Heks zugute. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz ­geführt. Es erfolgt keine ­Bar­auszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die ­Mit­arbeitenden der Migros-­Medien sind nicht teilnahmeberechtigt. Mehrfach­teilnahmen sind nicht erlaubt.


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Menschen MM48

Darauf freuen wir uns Yello Der erste Live-Auftritt von Yello in ihrer Heimatstadt Zürich ist fast 40 Jahre her. Am Donnerstag nun treten Dieter Meier (l.) und Boris Blank zum zweiten Mal in Zürich auf: im Hallenstadion. Wild Thing Das Aargauer ­Kunsthaus zeigt ab Samstag Schweizer Kunst der 80er-Jahre.

Unnützes Wissen

Auf den Hund gekommen

Bettina Oberli (45) ist Regisseurin. Sie arbeitet derzeit am TV-Zweiteiler «Private Banking» und am Kinofilm «Le vent tourne».

oft schön, manchmal lästig: Insekten. Sie bestäuben Pflanzen oder dienen Vögeln als Nahrung. Sie sind in unserem Ökosystem unverzichtbar und machen etwa zwei Drittel allen Lebens auf der Erde aus. Nun hat ein erschreckendes Insekten­sterben eingesetzt: Innerhalb der letzten 27 Jahre ist ihr Bestand um 75 Prozent geschrumpft. Mögliche Ursachen sind Klimaveränderungen und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Diese muss wieder ökologischer werden, um das verheerende Verschwinden der Insekten aufzuhalten. Es sollte uns ­Verbrauchern wert sein, mehr dafür zu bezahlen. Geiz ist einfach nicht geil.»

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Regula Heller (50), Musiklehrerin, Luzern

a) «Wenn ich mir etwas wünschen könnte» von Franz Hohler b) «Harry Potter – der Stein der Weisen» von Joanne K. Rowling c) «Murks Magie – Ein Stein kommt selten allein» von Sarah Mlynowski, Emily Jenkins und Lauren Myracle Lösung: Antwort c) «Murks Magie – Ein Stein kommt selten allein», weil dieses Buch einen guten Umgang mit besonderen Kindern vorlebt. Das Buch ist für meine Tochter.

Bilder: Helen Sobiralski/Universal Music, Frank Rumpenhorst/DPA/Keystone, Christof Schürpf

Mein Bild der Woche «Sie fliegen, summen, krabbeln, brummen; sie sind klein,

Die Beatles hiessen einst Johnny & The Moondogs. Bei gutem Training verstehen Hunde 1000 mensch­ liche Wörter. Wie sein Besitzer hatte auch David Bowies Hund zwei verschiedenfarbige Pupillen. Maremmen-­ AbruzzenSchäferhunde patrouillieren seit 2005 auf der australischen Insel Middle Island. Sie sollen die ört­ lichen Zwergpinguine vor Füchsen schützen, die bei Ebbe auf die Insel kommen. Quelle: Stern/Neon


10  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

Ach du dicker Hund! Haustiere, besonders Hunde, bereichern und verlängern das Leben ihrer Besitzer.

Studie

522

Tausend Hunde und rund 1,66 Millionen Katzen leb­ ten im Jahr 2016 in der Schweiz.

1,3

Milliarden Franken g­ aben Haustierhalter hierzulan­ de 2015 für ihre tierischen Freunde aus. Pro Haus­ halt mit Katze oder Hund waren das 89 Franken pro Monat.

84

Milliarden, so Konjunk­ turforscher, wird das Schweizer Gesundheits­ wesen 2017 Jahr kosten.

Quellen: Verband für Heimtier­ nahrung, BFS und KOF

Wer auf den Hund kommt, lebt gesünder Bello und Co. haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit ihrer Besitzer. Was wir schon lange vermuteten, haben nun Forscher nachgewiesen. Im Interview erklärt Psychotherapeutin Karin Hediger, warum Hunde und andere Tiere den Menschen guttun. Text: Andrea Freiermuth

Q

ueen Elizabeth (91) und Prinz Philip (96) erfreuen sich bester Gesundheit und feierten kürzlich ­ihren 70. Hochzeitstag. Dass die beiden Royals diesen Jubeltag überhaupt erleben durften, ist ­vielleicht auch ihren Corgis zu ver­ danken. Denn Hundehalter leben länger. Das zumindest berichten Forscher der Universität Uppsala. Für ihre Studie sammelten und analysierten die Wissenschaftler während zwölf Jahren Daten von 3,4 Millionen Schweden. Dabei zeigte sich, dass insbesondere

Menschen mit wenig sozialen Kontakten von tierischer Gesell­ schaft profitieren: Die Sterblich­ keit von Singles mit Hund war während der Untersuchungs­ dauer um 33 Prozent geringer, und das R ­ i­siko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, sank um 11 Prozent im Vergleich zu ­Alleinstehenden ohne Hund. Das deckt sich mit ­Befunden aus anderen Ländern, zum Beispiel China. In Peking, Schanghai und Guangzhou waren Heimtiere bis 1992 offiziell verboten. Nach Auf­ hebung des Vebots konnte dem

Halten von Hunden eine klar ge­ sundheitsfördernde Wirkung nach­ gewiesen werden. Die Hundehalter bewegten sich häufiger, schliefen besser, fühlten sich aktiver, hatten weniger Arbeitsausfälle und gingen seltener zum Arzt. Die Gesundheitskosten pro Kopf beliefen sich 2015 in der Schweiz auf knapp 10 000 Franken. Im Vergleich dazu ist ein Hund r­ elativ günstig. Laut Psychotherapeutin Karin Hediger muss es aber nicht zwingend ein eigenes Haustier sein. Jede Beziehung zu einem Tier hat einen positiven Effekt.

Bilder: Hero Images/Getty Images, zVg

Zahlen und Fakten


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  11

Karin Hediger

«Tiere sind Eisbrecher. Sie machen uns kommunikativer und sozialer» Hundebesitzer leben länger und ­erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Leiden. Wie erklärt sich das? Hunde reduzieren wahrscheinlich ­gewisse psychosoziale Stressfaktoren, wie etwa Einsamkeit. Soziale Be­ ziehungen sind ein sehr wichtiger Schutz: Sie wirken vorbeugend auf ­diverse psychische und physische ­Erkrankungen. Hunde sind soziale Tiere, die den fehlenden Kontakt zu anderen Menschen bis zu einem ­gewissen Grad ausgleichen können. Fällt es Hundebesitzern vielleicht auch leichter, dank ihres Vier­ beiners mit anderen Menschen in ­Kontakt zu treten? Das ist tatsächlich so. Tiere sind Eis­ brecher. Aus Studien ist bekannt, dass man mit Hund im öffentlichen Raum mehr angelächelt und mehr ­angesprochen wird. Allgemein wird einem mit Hund mehr Vertrauen ­entgegengebracht. Das ist aber bloss die passive Seite. Es gibt auch Stu­dien, die zeigen, dass man selber kommunikativer wird, wenn man mit ­Tieren zusammen ist. Hat man einen Hund, muss man ihn regelmässig Gassi führen. Wie gross ist der positive Einfluss der täg­lichen Bewegung? Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass man sich mehr bewegt, wenn man einen Hund besitzt. Besonders gross ist der Effekt eines Hundes auf das Bewegungsverhalten in Single­haushalten. Was eigentlich nur logisch ist, weil sich Alleinstehende nicht abwechseln können, um mit dem Vierbeiner hinauszugehen. Eine neuere These ist: Hunde ­verändern die Bakterienkultur im Körper ihrer Herrchen. Man weiss heute, dass die Bakterien in unserer Umgebung unsere Ge­ sundheit stark beeinflussen können. Menschen, die ein Tier im Haushalt haben, kommen mit anderen und mehr Bakterien in Kontakt als Menschen ohne Haustier. Man geht davon aus, dass Tiere das Mikrobiom

Strassenumfrage

Ist Ihr Hund gut für Ihre Gesundheit?

von Menschen dadurch positiv ­be­einflussen. So weiss man etwa, dass ­Kinder, die in Haushalten mit Tieren aufwachsen, weniger oft unter Asthma leiden als solche, die kein Haustier haben. Apropos Kinder: Sind Hunde auch Erziehungshelfer? Es gibt einige wenige Studien, die ­zeigen, dass sich Haustiere positiv auf das Sozialverhalten von Kindern ­auswirken. Tiere können wichtige Freunde für Kinder sein und stärken deren Fähigkeiten, sich in andere ­Lebewesen einzufühlen.

Karin Hediger (33) ist Psycho­ therapeutin und forscht an der ­Universität ­Basel zur Mensch­ Tier-Beziehung.

Rosanna Sanna (33) mit Broken, Babysitterin, Zürich «Sicher. Mein Hund bringt mich immer wieder zum Lachen. Er ist so lustig. Dank ihm habe ich meistens gute Laune. Und eigentlich ist er mein bester Freund.»

Sie selber setzen Hunde in der Psychotherapie ein. Gibt es Störungen, bei denen sie sich besonders gut als Therapeuten eignen? Nicht das Krankheitsbild ist ent­ scheidend, sondern die Beziehung zum P ­ atienten. Sehr oft setzen wir Tiere dort ein, wo der Zugang zum Pati­enten schwierig ist. Was empfehlen Sie Menschen, die sich keinen Hund halten können. Es muss nicht zwingend ein Hund sein. Eine Beziehung aufbauen kann man auch zu anderen Tieren. In unseren Therapien setzen wir etwa auch Hühner und Meerschweinchen ein. Zudem muss das Tier nicht un­bedingt im selben Haushalt leben. Man kann auch regelmässig mit einem Hund aus der Nachbarschaft spazieren g­ ehen oder sich in einem Tierheim engagieren. Was haben Sie selber für eine B ­ eziehung zu Hunden? Ich bin mit Golden Retrievern aufge­ wachsen. Tatsächlich haben sie mich dazu inspiriert, mich in tiergestützter Therapie weiterzubilden. Momentan bin ich allerdings zu oft unterwegs, als dass ich mit gutem Gewissen ­einen Hund halten könnte. Eins darf man nicht vergessen: Wir tragen mit ­einem Tier immer auch eine Verant­ wortung – und gerade weil sie uns so viel geben, sollten wir ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen. MM

Ivan Villarroel (49) mit Lucy, Faci­lity Manager, Zürich «Lucy hat unser Familienleben verändert. Wir waren vorher schon glücklich, aber jetzt sind wir irgendwie noch glückli­ cher. Sie ist einfach eine Bereicherung.»

Daniela Baumgartner (55) mit ­Jemma, Designerin, Zürich «Hunde müssen regelmässig Gassi gehen. Dank Jemma bin ich täglich rund zwei Stunden an der frischen Luft und habe genügend Bewegung.»


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14  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

Organspende

Und vier Leben gehen weiter

Als die 28-jährige Marina tödlich verletzt im Spital liegt, muss Familie Fuchs entscheiden: Sollen die Organe der Sterbenden zur Transplantation freigegeben werden? Heute ist die Familie froh, nach langem Ringen eingewilligt zu haben. Text: Barbara Lukesch  Bilder: Herbert Zimmermann

M

arina ist omnipräsent. An der Wand im Wohnzimmer, wo ein postergrosses Schwarz-Weiss-Porträt und daneben zwei Rahmen, gefüllt mit Aufnahmen aus ­ihrem 28-jährigen Leben, hängen. Auf e­ iner Kommode liegt ein aufgeschlagenes Fotobuch, das sie nach einer Reise durch Norwegen und Schweden für ihre Familie zusammengestellt hat. Das herzförmige Sofakissen ist ebenfalls mit einem Bild von ihr verziert.

Marina Fuchs muss eine strahlend schöne, temperamentvolle, fröhliche und pflichtbewusste junge Frau gewesen sein. Sie trat mit ihrem Vater, der Keyboard spielt, als Sängerin auf. Sie war sportlich und unternehmungslustig, liebte ihre Familie und war eine aufmerksame Gotte. Ihre Arbeit als Verantwortliche für den Rollstuhlsport bei der Paraplegiker-Vereinigung Nottwil LU bedeutete ihr viel. Ihre Eltern, Bernadette (64) und Hans (66), können es noch heute


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  15

Marinas Eltern und die beiden Schwestern bedrückt der Tod der Jüngsten noch heute.

nicht fassen, dass ihre jüngste Tochter gestorben ist. Sie sitzen am Esszimmertisch, neben ihnen ihre beiden älteren Töchter Monika und K ­ arin, beide Mitte 40. Monika wohnt mit ihrer Familie im zweiten Obergeschoss desselben Hauses, das am Südhang von Egolzwil steht, Karin lebt im Nachbardorf Wauwil im Kanton ­Luzern. Die Stimmung ist bedrückt. Bernadette Fuchs kämpft mit den Tränen und zerknüllt ein Taschentuch in ihrer Hand. ­Allen fällt es schwer, von dem Unfall zu erzählen, der Marina das Leben gekostet hat. Der Schock sitzt tief

Es ist ein Samstagnachmittag, ein schöner Apriltag, als Marina mit ihrem Freund eine Velotour unternimmt. Nach einer Unachtsamkeit gerät sie auf die Strasse und wird von einem Auto frontal erfasst. Beim Zusammenprall erleidet sie schwerste SchädelHirn-Verletzungen. Innert Kürze ist die Rega vor Ort und fliegt die Verletzte ins ­Inselspital Bern, wo sie mehrere Stunden lang untersucht und operiert wird. Dann versetzen die Ärzte sie in ein künstliches Koma. Als ihre ­Eltern nachts um vier Uhr erstmals zu ihr dürfen, wissen sie bereits, dass die Situation äus­ serst kritisch ist. Hans Fuchs erinnert sich: «Es hiess, wir müssten mit allem rechnen», sagt er mit leiser Stimme. Und wenn Marina überlebe, werde sie nicht mehr die sein, die sie gekannt hätten, sondern ein pflegebedürftiger Mensch mit schweren Beeinträchtigungen. Der Schock sitzt tief. In den folgenden zwei Wochen wechseln die Angehörigen sich ab: Die Eltern gehen täglich ins Spital, Karin und Monika ­immer dann, wenn ihr Familienleben mit je drei Kindern es zeitlich erlaubt. Die Ungewissheit

belastet alle schwer. Wenn sie am Spitalbett stehen, fühlen sie sich ­verzweifelt und ohnmächtig. Marinas Bewusstlosigkeit ist so tief, dass sie keinerlei sichtbaren Lebenszeichen mehr von sich gibt. Trotzdem bleibt die Hoffnung, es werde alles gut. Doch nach 14 Tagen kommt der Zusammenbruch. Der verantwortliche Arzt teilt den Eltern mit, dass ihre Tochter «Hirn­ infarkt um Hirninfarkt erleidet und im Verlauf der nächsten Stunden sterben» werde. Spenden – ja oder nein?

In dem Moment, sagt Bernadette Fuchs, sei eine Welt für sie zusammengebrochen. Man liess die Familie, die sprachlos war, einige Minuten allein. Doch schon bald kehrte der Mediziner zurück und fragte, ob Marina einen Organspenderausweis besitze. Die Eltern verneinten. Ob sie sich trotzdem vorstellen könnten, einer Organspende zuzustimmen. Bernadette Fuchs spürte, wie sich alles in ihr sträubte: «Ich dachte: Nein, das halte ich nicht aus! Da stirbt meine Tochter, und dann soll sie auch noch auf­geschnitten und verunstaltet werden.» Der Arzt, inzwischen in ­Begleitung einer Vertreterin der Fachorganisation Swisstransplant, habe sie mit viel Feingefühl behandelt und betont, dass er keinen Druck aufsetzen wolle. Die Familie solle sich zurück­ ziehen und beraten, was zu tun sei. Natürlich war allen bewusst, dass die Zeit drängte. Das Ehepaar, die beiden Töchter und deren Partner suchten sich eine stille Ecke in einem Spitalgang. Eine der wichtigsten Fragen, die sie umtrieb, lautete: Was hätte Marina gewollt? Sie hatte ja immer eine starke ­soziale Ader gehabt und war in ihrer Arbeit in Nottwil aufgegangen. Die Bindung zur


16  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

Mutter war besonders eng gewesen – sie war ihr Nesthäkchen, das 14 Jahre nach den beiden Älteren geboren wurde; Bernadette Fuchs meinte sich zu erinnern, dass Marina sich einmal «grundsätzlich positiv gegenüber ­Organspenden geäussert ­hatte». Genügte das, um einen Entscheid zu fällen? Die Familie dis­kutierte hin und her. Den Ausschlag gaben schliesslich die Schwiegersöhne, die die Familie aufforderten, sich eine junge Mutter oder einen jungen Vater vorzustellen, die oder der dank Marinas Herz oder Leber überleben könnte und sonst vielleicht sterben müsste. Jetzt war ein Entschluss gefasst. Die Familienmitglieder waren sich einig, wie wertvoll die Organe einer kerngesunden 28-Jäh­rigen sind und wie schade

es doch wäre, sie bei der Kremierung zu vernichten, statt damit das Leben einiger Menschen zu retten oder mindestens deutlich zu verbessern. Die Ängste waren unbegründet

Zurück im Spitalzimmer, eröffnete die Familie dem zustän­ digen Arzt, dass sie der Trans­ plantation von Marinas Herz, Leber und Nieren zustimmten. In der folgenden Nacht starb Marina – kurz darauf erhielten vier Menschen eins der vier gespendeten Organe. Am Mittag des folgenden ­Tages konnte die Familie von Marina Abschied nehmen. Die Angehörigen litten besonders darunter, dass sie seit dem Unfall nicht mehr mit ihr hatten sprechen können: «Wir wollten ihr doch noch so viel sagen.»

Ihr Körper war nach der Organentnahme wieder zugenäht worden, und die Ängste der Angehörigen, sie werde nach der Operation verunstaltet sein, erwiesen sich als unbegründet. Familie Fuchs weiss nicht, wer die Frauen und Männer sind, die die gespendeten Or­gane erhalten haben. Sie kann aber jederzeit bei Swiss­ transplant anrufen und sich nach deren Befinden er­ kundigen. Sie hat bereits drei Mal mit der Stiftung t­ elefoniert und erfahren, dass es den Empfängern von Marinas Herz, Leber und Nieren sehr gut gehe: «Heute wissen wir, dass wir richtig entschieden haben. Es tröstet uns, dass diese vier Menschen weiterleben, und ­damit auch unsere geliebte ­Marina.» MM

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Marinas Herz sowie Leber und Nieren ­haben vier Menschen das Leben gerettet: «Damit lebt auch Marina weiter.»


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  17

Franz Immer

«Organspende geht uns alle an» In der Schweiz sterben pro Woche durchschnittlich zwei Personen, weil keine S ­ penderorgane z­ ur Verfügung stehen. Franz Immer, Direktor von Swisstransplant, über Ausnahmesituationen und Lösungsversuche. Text: Barbara Lukesch

Wo steht die Schweiz in Sachen Organspende im internationalen Vergleich? Im europäischen Ver­ gleich befindet sie sich leider nur im hinteren Drittel. Deshalb wird unsere Warteliste immer länger. Zurzeit gibt es über 1500 Menschen,

die auf ein Spenderorgan warten. Die Anzahl Spender reicht nicht, darum sterben Jahr für Jahr 120 bis 150 Patien­ ten – Erwachsene und Kinder. Im Durchschnitt zwei pro Woche. Laut Umfragen befürworten über 80 Prozent

der Bevölkerung das Spenden von Organen. Warum werden in der Schweiz so wenig Or­gane gespendet? Immerhin werden jähr­ lich rund 200 000 Spen­ derkarten bestellt. Nur finden die wenigsten den Weg ins Portemonnaie ihres Besitzers, sei es,

weil kein Platz mehr für eine weitere Karte vor­ handen ist, sei es, weil die plastifizierten Karten nicht stabil genug sind und zu schnell kaputt­ gehen. Warum ist es für Angehörige und Partner so schwierig, sich für

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Flussreise Portugal durch das Tal des Douro

Einmaliges Douro-Tal Abendessen auf Weingut Ausflugspaket inbegriffen Mittelthurgau Reiseleitung

Die Hügel am Flussufer des Douro sind von umwerfender Schönheit. In unzähligen Windungen fliesst er durch den Norden Portugals, bis er in Porto das Meer erreicht. Rebterrassen reihen sich über- und nebeneinander. Hier gedeihen beste Weine und der berühmte Portwein.

Zuschläge

Reiseprogramm

Wählen Sie Ihre Ausflüge

Herz des Naturparks Douro Internacional.

Tag 2 Porto Panoramarundfahrt* durch die schöne Hafenstadt am Atlantik. Tag 3 Porto–Guimarães–Régua Ausflug* in die Geburtsstadt Portugals. Abendessen auf einem herrschaftlichen Weingut bei Lamego.

Tag 7 Pinhão–Porto Ausflug* nach Lamego. Die Barockkirche Nossa Senhora dos Remédios ist der Stolz der kleinen Bischofsstadt. Tag 8 Porto–Zürich Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz.

Tag 5 Barca d’Alva–(Salamanca) Ganztagesausflug (Fr. 75) in die altberühmte spanische Universitätsstadt Salamanca.

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Unsere Leistungen • Charterflüge mit TAP Zürich–Porto–Zürich • Transfer zum Schiff • Flussreise mit Vollpension an Bord • Weingutbesuch mit Abendessen • *Inklusiv-Leistungen des Ausflugspakets • Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen

* Ausflugspaket inklusive

Tag 4 Régua–Barca d’Alva Im Douro-Museum* in Régua erfahren Sie viel über die Weinbautradition am Douro.

REISEN AUF 8 DEM FLUSS 201 eit

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• Ausflug Salamanca

Tag 1 Zürich–Porto Flug von Zürich nach Porto. Transfer zum Schiff.

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• Reise 27.04., 04.05., 15.06., 21.09., 28.09. 95.– • Reise 11.05., 18.05., 25.05., 01.06., 08.06., 31.08., 07.09., 14.09. 155.– • Alleinbenützung 2-Bett-Kabine 1700.–

• Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.

Tag 6 Barca d’Alva–Pinhão Fahrt nach Castelo Rodrigo*. Weiterfahrt durch das

Die Miguel Torga verfügt über klimatisierte Aussenkabinen mit 2 getrennten Betten, die nach Bedarf zusammengestellt werden können. Dusche/WC, Föhn, TV, Safe, mit 2 kleineren Fenstern auf dem Hauptdeck und frz. Balkon auf Mittel- und Oberdeck. Rezeption, gemütliche Lounge, Bar, Bibliothek. Im Restaurant beginnt Ihr Tag mit einem Frühstücksbuffet. Mittags und abends serviert Ihnen die ebenso gastfreundliche wie aufmerksame Servicecrew mehrgängige Menüs der internationalen und landestypischen Küche. Willkommen an Bord.

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0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. +41 71 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  19

Was bleibt: Erinnerungen an das Leben mit Marina

Statistik

Die Warteliste ist lang Anzahl Patienten auf der Warteliste und durchgeführte Transplanta­tionen von Organen ­verstorbener Spender im Jahr 2016: 150 Herzpatienten (davon 13 verstorben) 41 Herzen transplantiert 99 Lungenpatienten (davon 9 verstorben) 48 Lungen transplantiert 368 Leberpatienten (davon 29 verstorben) 96 Lebern transplantiert

Bild: Melchior Burgi/FelderVogel

eine Organspende zu entscheiden, wenn sie den Willen des Verstorbenen nicht kennen? Sie befinden sich in einer existenziellen Ausnah­ mesituation, in der sie ohnehin schon bis an ihre Grenzen gefordert sind. Wenn die Frage an die Angehörigen herangetragen wird, kennt rund die Hälfte den Wunsch des Verstorbenen nicht. Hier stellvertretend ein­ zuwilligen, ist sehr schwierig. Das Nein er­ scheint ihnen psychisch weniger belastend und folgenschwer als ein Ja. Wie beurteilen Sie den Fall von Marina Fuchs und ihrer Familie? Das ist ein geradezu klassischer Fall. Die Tochter beziehungsweise Schwester war ein beson­ ders sozial eingestellter Mensch, engagierte sich in wohltätigen Institutio­ nen und wurde von allen als grosszügig erlebt. Eltern willigen deutlich

häufiger in die Organ­ spende ein, weil die Spende oftmals dem viel zu frühen Ab­leben we­ nigstens einen gewissen Sinn geben kann. Deut­ lich mehr Mühe bekun­ den Männer und Frauen, die ihre Partner oder Partnerinnen verloren haben und nun entschei­ den müssen. Sie sagen öfter Nein, da man viel zu selten darüber spricht. Viele denken, der Tod werde uns erst im hohen Alter ereilen. Im Oktober wurde die Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» lanciert. Jede verstorbene Person soll automatisch zum Spender werden, wenn sie dies zu Lebzeiten nicht ausdrücklich abgelehnt hat. Was wollen Sie zur Situation beitragen? Wir wollen ein Register lancieren, in dem alle ihren Wunsch online deponieren können, un­ abhängig davon, ob sie

Organe und Gewebe spenden wollen oder nicht. Abgesehen von Deutschland haben ja die meisten europäischen Nachbarn die sogenannte «ver­mutete Zustim­ mungs­lösung» gewählt: Dabei gilt jeder als po­ tenzieller Spender, der nicht ausdrücklich Nein gesagt hat. Eine Lösung, die in der Schweiz immer und immer wieder dis­ kutiert und im Zuge der Initia­tive wohl bald er­ neut zum Thema wird. Auch mit dieser Lösung werden die Angehörigen jedoch stets nach dem Wunsch des Verstorbe­ nen befragt, denn diesen gilt es bestmöglich zu berücksichtigen. Wer darf spenden? Das Alter spielt keine Rolle, unser ältester Spender überhaupt war 88, seine Leber und Nieren wurden erfolg­ reich transplantiert. Organspende geht uns alle an. MM

1492 Nierenpatienten (davon 26 verstorben) 185 Nieren transplantiert

Nur 13 Organspender pro Million Einwohner

Franz Immer (50) leitet seit zehn Jahren die Stiftung Swisstransplant.

Total Organempfänger: 504 (Organe von verstorbenen Spendern und Lebend­ spendern) Anzahl Spender: 111 Durchschnittliche Anzahl transplantierter Organe pro Spender: 3,4 Durchschnittsalter der ­Spender: 52 Jüngster Spender: 3 Ältester Spender: 85 Spätestens 72 Stunden nach dem Hirntod muss die Organ­ entnahme abgeschlossen sein. Ein Herz kann maximal 4 Stunden lang ausserhalb des K ­ örpers gekühlt transpor­ tiert werden. Bei Nieren sind es maximal 24 Stunden. Quelle: Swisstransplant (2016)


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Wandern in den Cinque Terre Da wo Italien am schönsten ist!

5 Reisetage, ab nur inkl. Halbpension

Fr. 599.-

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REISEHIT 136

Die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare wirken wie aus einer anderen Welt. Wie Schwalbennester kleben sie pastellfarben hoch über dem Mittelmeer. Wandern Sie bei dieser Reise auf uralten Pfaden mit grossartiger Aussicht durch Weinberge, Olivenhaine und an Steilhängen entlang, die mit Wolfsmilch, Ginster und Kakteen bewachsen sind. Zwischendurch tauchen die malerischen alten Dörfer auf, dann geht es wieder in unberührter Natur weiter – fantastisch!

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus in unser Hotel an der Versiliaküste, dem idealen Ausgangspunkt für die nächsten Tage. Nachtessen im Hotel. 2. Tag – Wanderung Vernazza – Corniglia Der heutige Wanderweg gehört zu den schönsten in der Cinque Terre. Wir fahren zunächst mit der Bahn nach Vernazza, dem reizvollsten Ort der Cinque Terre. Von hier führt Sie die Wanderung bergauf durch Weinberge und Olivenhaine bis nach Corniglia, welches als einziges Dorf nicht am Meer, sondern 90 m über den Klippen liegt. Zurück im Hotel bleibt bis zum Nachtessen noch Zeit zur freien Verfügung – wie wäre es mit einem Strandspaziergang? Dauer: ca 1 h 30min / Höhenunterscheid: 200 m

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

3. Tag - Wanderung Levanto – Monterosso al Mare Unsere heutige Tour beginnt in Levanto, dem „Tor zur Cinque Terre“. Nach einem Spaziergang durch den Ort geht es in Richtung des Castello di Levanto. Zu Beginn können wir einen herrlichen Rückblick auf Levanto und die Küste geniessen. Vorbei an der Ansiedlung Case San Carlo geht es langsam hinunter zum Rocca Spaccata, einem der schönsten Aussichtspunkte des heutigen Tages. Von hier aus spazieren wir durch Obsthaine, Weinterrassen und Mischwald. Besonders beeindruckend ist der Abstecher zur Punta Mesco, vorbei an den Ruinen der Kirche Sant’Antonio, zum Panoramapunkt weit oberhalb des Ufers. Hier überblickt man die gesamte Cinque-Terre-Küste bis zu den Felsinseln vor Portovenere – atemberaubend! Nachtessen im Hotel. Dauer: 4 h, Höhenunterschied: 400 m. 4. Tag – Wanderung Sestri Levante Nach dem Frühstück bringt uns der Bus nach Sestri Levante, wo wir nach einem Bummel

Corniglia

durch den malerischen Altstadtkern unsere heutige Wanderung beginnen. Auf Naturwegen in leichten Anstiegen geht es bis zur Aussichtsplattform Punta Manara. Der südliche Vorsprung des Monte Castello diente den Küstenbewohnern als Ausguck, um frühzeitig vor Piraten zu warnen. Geniessen Sie bei der Wanderung das überwältigende Panorama über den Golfo del Tigullio mit den weiten Buchten von Rapallo und Santa Margherita Ligure. Durch schönen Kiefernwald umrunden wir die Halbinsel und kommen auf guten Pfaden zurück nach Sestri Levante. Dauer: 3 h, Höhenunterschied 280 m. 5. Tag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an. Alle Wanderungen sind durch erfahrene Wanderführer geführt.

Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ 4 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel an der Versiliaküste ✓ 4 x Frühstück im Hotel ✓ 4 x Abendessen im Hotel ✓ Geführte Wanderung Vernazza – Corniglia ✓ Bahnfahrt Manarola – Vernazza ✓ Wanderung Levanto – Monterosso ✓ Bahnfahrt Monterosso – Levanto ✓ Wanderung Sestri Levante – Punta Manara – Sestri Levante ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reisehit 136 a: 11.-15. April 2018 (Mi-So) Reisehit 136 b: 21. - 25. April 2018 (Sa-MI)

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Fantastische Küsten-Wanderungen

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Tel. 0848 00 77 88


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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  21

Bänz Friedli

Kalenderbilder – in echt

Bild: Vera Hartmann

Eben ist wieder Post aus Übersee gekommen: der neue Wandkalender mit Landschafts­ bildern, den ich stets bestelle. Und jedes Jahr, dünkt mich, übertreibt es der Fotograf aus Maine ein bisschen mehr, lässt er die Farben der Küstenwälder noch übernatürlicher erstrahlen. Gerade wenn man hier im Novem­ bergrau hockt, wirken die Aufnahmen zu schön, um wahr zu sein. Umso lieber sähe ich den wirklichen Indian Summer: Fürs Leben gern würde ich einmal die Zeit erleben, wenn die Blätter in Amerikas Nordosten sich in alle Rotschattierungen verfärben, und darüber wölbt sich ein Himmel in unendlichem Blau.

Bänz Friedli (52) sieht einen Traum verwirklicht.

Manche wollen mit Delfinen schwimmen, andere mit Kamelen durch die Wüste trek­ ken, wieder andere träumen von der Trans­ sibirischen Eisenbahn oder davon, in Kanada durch tiefsten Pulverschnee zu sausen. Und ich möchte den Indian Summer erleben. Das habe ich hier bestimmt schon ausgeplau­ dert? Keiner, dem ich es nicht schon erzählt hätte! Ich tröste mich dann jeweils, dass ein Traum, einmal verwirklicht, ja keiner mehr ist. Jedenfalls hat es irgendwie nie gepasst. Zu viel los. Die Arbeit, die Kinder, die Ver­ pflichtungen. Und man jettet schliesslich nicht mir nichts, dir nichts rasch wegen eines Naturphänomens über den Ozean. Sonst ergeht es einem wie Monik, einer Be­ kannten, die unbedingt die japanische Kirsch­

blüte sehen wollte. Sie flog dazu eigens mal für dreieinhalb Tage nach Tokio. Nur hatte es kurz zuvor so heftig gestürmt, dass alle Blütenblätter bei ihrer Ankunft längst zu Boden gefallen waren und ihr der Anblick verwehrt blieb. Die Kirschbäume hatten sich nicht an den langjährigen Kalender gehalten. Und schon gar nicht an Moniks Terminkalender. «Dann halt ...», quittierte ich vor einigen Wochen mässig begeistert den Vorschlag, zwei Tage in der Region Melchsee-Frutt wandern zu gehen. Aber dann! Dann lag er plötzlich vor mir, in seiner ganzen Pracht und Üppigkeit: der Indian Summer. Mitten, buchstäblich mitten im eigenen Land. Diese Explosion der Farben! Die Lärchen und Laubbäume im klaren Herbstlicht! Dieses magische Zusam­ menspiel von Fels und Wasser und Sonne und Pflanzen … Ich will ja nicht Frevel am eigenen Traum begehen – aber so bezaubernd wie derjenige in Obwalden kann der wahre Indian Summer fast nicht sein. Am schönsten, habe ich gelernt, ist es, wenn ein Traum sich unverhofft erfüllt – wenn man am wenigsten damit gerechnet hat. Ob ich ihn noch immer erleben will, den sprichtwörtli­ chen Indian Summer in Neuengland? MM Bänz Friedli live: 5.12. Schlieren ZH, 7.12. Grüsch GR, 9.12. Thun BE

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Dirk Seidel zeigt seine Sternwarte:

22  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

www.migmag.ch/ sterne

Dirk Seidel

Daheim in der Sternenwelt

Dirk Seidel lebt in Sternenberg – und seine grosse Leidenschaft sind die Sterne. Der Hobbyastronom ist überzeugt, dass die Wissenschaft in naher Zukunft Leben da draussen im Universum nachweisen wird. Text: Reto E. Wild  Bild: Michael Sieber  Video: Elena Bernasconi

H

ügel, Wiesen und Wälder so weit das Auge reicht, das Nebelmeer weit unten, ein allein stehendes, 200 Jahre altes Haus, das wackelt, wenn es stürmt: Hier, in Sternenberg im ­Zürcher Oberland, leben Dirk (50) und ­Judith Seidel (37) mit ihrer Tochter Lucie (3). Vor dem Mietshaus mit angegliedertem Katzenrefugium steht ein Informations­ kasten mit der Aufschrift: «Sterne über Sternenberg». Darin ist zu lesen: «Der Nachthimmel in Sternenberg lässt tiefe ­Blicke ins Weltall zu. Die Sternwarte hier im Katzenrefugium ist auf die Fotografie des Himmels spezialisiert.» Unter dem Text ein Bild, das ein wenig an Tintenkleckse ­erinnert. Doch weit gefehlt: Das Foto zeigt eine zwei Milliarden Licht­jahre entfernte Galaxie. Dirk Seidel ist die Aufnahme mit ­seinem mittelgrossen Spiegelteleskop gelungen – nach 17-stündiger Belichtung. Leben in einer Welt voller Sterne

Sterne und das Weltall faszinieren Seidel schon seit gut 40 Jahren. «Meine Familie war in den Ferien oft an der Costa del Sol in Spanien. Auf dem Balkon des Ferienhauses schaute ich mir mit meinem Vater die Milch­ strasse durch ein Fernrohr an.» Schon als Schüler verschlang er Bücher zum Thema, und dank der Unterstützung der Grossmutter konnte er mit 13 Jahren sein erstes Tele­skop kaufen. «Die Neugierde auf das, was nicht greifbar ist, aber mit dem Fernrohr greifbar wird, war damals riesengross.» Heute ist es die Neugierde in Bezug auf das, «was da oben passiert und unmittelbar mit unserem Leben zu tun hat», die ihn nicht loslässt. Je mehr Kenntnisse er sich aneigne, desto klarer sei, wie Leben nach dem Urknall ent­

standen sei. «­ Es ist, wie wenn man aufs Meer schaut, das gross und wunderschön ist. Blickt man aber mit einer Taucherbrille unter die Oberfläche, erkennt man viel mehr.» Wenn Dirk Seidel über die Sterne spricht, ist es, als sei er in eine andere Sphäre abgetaucht. Ruhig, mit zugekniffe­ nen ­Augen, formuliert er druckreife Sätze wie: «Eins, zwei, drei, vier, fünf – bei jedem fünften Stern lässt sich ein erdähnlicher Planet finden. Das kann man nachweisen. Es gibt also viel mehr Planeten als Sterne in der Milch­strasse. Auch Wasser findet man überall im Universum.» Seidel ist überzeugt, dass Wissenschaftler in den nächsten Jahren Leben da draussen in der riesigen Sternenwelt nachweisen werden. Ein Gartenhäuschen mit Riesenteleskop

Aufgewachsen ist Dirk Seidel in Darm­stadt, wo er sich zum Augenoptikermeister und Kontaktlinsenspezialisten ausbilden liess. 2009 zog er nach St. Gallen, weil er ein Stellenangebot erhalten hatte. Dort lernte er in der Anpassungsberatung für Kontakt­ linsen s­ eine Frau kennen, eine Augen­ optikerin. Einige Monate später begegnete Dirk Seidel der zweiten Liebe: «Ich bin gern mit dem Velo unterwegs. Auf einer Ausfahrt lernte ich Sternenberg kennen – und fand es wunderschön.» Vor drei Jahren stiess er auf einer Immobilien­plattform auf das heutige Zuhause der F ­ amilie. Sternenberg sei ideal zum Beobachten der Sterne, weil es weniger Lichtsmog und kühlere Nächte gebe als in tieferen Lagen. Kühlere Nächte bedeutet eine ruhigere und klarere Luft. Neben dem Wohnhaus hat sich S ­ eidel eine Art Gartenhäuschen gezimmert – seine ­eigene Sternwarte, von wo aus er mit ­seinem

Teleskop in den Nachthimmel blickt. «Manchmal liege ich auch ohne Gerät draussen und beobachte die Sterne. Aber bei klaren Nächten bin ich kaum zu halten und verzichte auch mal auf Schlaf.» Nötig wäre das nicht, denn der Hobbyastronom hat das Teleskop so eingerichtet, dass die nächtlichen Belichtungen automatisch laufen. So versucht er, das Licht sichtbar zu machen, das Millionen oder Mil­liarden von Jahren braucht, bis es zur Erde gelangt. Astrofotografie nennt sich das. Und die Mitglieder der Sternwarte Kreuzlingen können sogar via «Team­viewer» auf dem Teleskop mitgucken. ­ Als Mitglied der Astronomischen Verei­ nigung Kreuzlingen ist Dirk Seidel der Aus­ tausch mit Gleichgesinnten wichtig. «Ich will die Begeisterung teilen und Nachwuchs he­ranziehen. Gemeinsam mit Freunden ­machen Sternenbeobachtungen noch mehr Spass.» Auch seine Frau steht gern hinter dem ­Teleskop und freut sich über die Bilder. Die kleine Tochter indes bevorzugt noch DVDs mit Biene Maja, aber in den folgenden Jahren wird bestimmt auch sie gespannt an den Lippen des Vaters hängen, wenn er ihr von den Galaxien erzählt. «Lucie wird dereinst w ­ issen, wie Gras schmeckt und wie sich ein Baum anfühlt. Dann ist sie geerdet und h ­ offentlich neugierig auf mehr.» Und ­bestimmt bereit für das Abtauchen in die Welt der Sterne: Der Name Lucie bedeutet die Leuchtende. MM Dirk Seidel bietet einen Teamviewer-Service für die Leser des Migros-Magazins an. Anfrage via E-Mail: moos.dirk@gmail.com

Fragen und Antworten rund um die Sterne: Seite 25


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  23

Private Sternwarte: Dirk Seidel hat sich in seinem Garten einen Traum erfüllt.


1.Tag Schweiz – Diano Marina Anreise über den Grossen St. Bernhard ins Aostatal und an die Küste des Mittelmeers. 2. Tag Zitronenfest in Menton Sie besuchen das Fürstentum Monaco und fahren dann nach Menton. Sie machen einen Bummel durch die malerische Altstadt und besuchen die Zitronen-Ausstellung im Jardin Biovès mit seinen hohen Palmen, Zitronenbäumen und Brunnen. 3. Tag Karneval von Nizza mit Blumenkorso Sie fahren heute nach Nizza, der «Hauptstadt» der Côte d'Azur. Zuerst unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt und besuchen danach Alt-Nizza. Hier findet auch der berühmte Blumenmarkt statt. Am Nachmittag besuchen Sie den einzigartigen und fabrenfrohen Blumenkorso auf der Promenade des Anglais, wo wir für Sie schöne Tribünenplätze reserviert haben. 4. Tag Diano Marina – Schweiz Sie kehren über die Gotthard-Route in die Schweiz zurück.

1.Tag Schweiz – Dresden Die Reise führt Sie durch das Allgäu und über Ulm und Nürnberg nach Dresden. 2. Tag Dresden Auf einer Stadtbesichtigung lernen Sie Dresden näher kennen. Die weltweite Berühmtheit Dresdens gründet sich auf die reichen Kunstsammlungen, sowie auf die eindrucksvollen Baudenkmäler, zu denen neben dem berühmten Zwinger und der erst kürzlich wieder hergestellten Frauenkirche auch die Semperoper gehört. Der restliche Tag steht für eigene Entdeckungen zur Verfügung 3. Tag Ausflug Meissen und Semperoper Am Vormittag unternehmen Sie einen Ausflug nach Meissen, der «Wiege Sachsens», wo Sie auch die weltberühmte Porzellanmanufaktur besuchen. Am Abend erleben Sie dann mit der Aufführung der Oper «Der Barbier von Sevilla» von Gioacchino Rossini in der Semperoper den Höhepunkt der Reise. 4. Tag Dresden – Schweiz Nach dem Frühstück Rückreise in die Schweiz.

4 Tage Fr. 485.– 22. – 25. Februar

Das ist alles dabei... • 4-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne--

Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc.

• 3 Übernachtungen in sehr gutem

Mittelklasshotel in Diano Marina in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC, Farbfernseher etc.

• Halbpension im Hotel

• Ausflug zum Zitronenfest in Menton, inklusive Reiseleitung

• Ausflug nach Nizza, inklusive Reiseleitung und Tribünenplatz für den Blumenkorso

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag Fr. 80.– • Annullationsschutz Fr. 22.– Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Luzern, Basel

4 Tage Fr. 745.– 22. – 25. März

Das ist alles dabei... • 4-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-

Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc.

• 3 Übernachtungen im Viersternehotel

Maritim im Zentrum von Dresden • Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Farbfernseher etc. • Frühstücksbuffet im Hotel • Nachtessen im Hotel am Ankunftstag • Nachtessen im Hotel am dritten Abend vor der Opernaufführung • Karten der Kategorie 1 für die Opernaufführung «Der Barbier von Sevilla» von Gioacchino Rossini • Geführte Besichtigung in Dresden • Geführter Ausflug nach Meissen mit Besichtigung der Porzellanmanufaktur

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag Fr. 150.– • Annullationsschutz Fr. 32.– Abfahrtsorte Bern, Basel, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen

1. Tag Schweiz – Prag Über Ulm und Nürnberg erreichen Sie am Abend Prag. 2. Tag Prag Besichtigung der Burgstadt Hradschin. Das Wahrzeichen Prags thront über der Moldau und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Abend besuchen Sie die eindrückliche Oper «Don Giovanni» von Wolfgang Amadeus Mozart im Ständetheater. 3. Tag Prag Der ganze Tag steht Ihnen für individuelle Besichtigungen zur freien Verfügung. Am Abend besuchen Sie die weltbekannte und einzigartige «Laterna Magica». 4. Tag Prag Vormittags Rundgang durch die Altstadt mit Pariser Strasse, Altstädter Ringplatz mit Rathaus und der weltberühmten Karlsbrücke. Am Abend geniessen Sie im prunkvollen Nationaltheater Giuseppe Verdis Melodram «Ein Maskenball». 5. Tag Prag – Schweiz Rückreise in die Schweiz.

1. Tag Schweiz – Toskana Anreise über Mailand an die Versiliaküste. 2. Tag Pisa und Lucca Am Vormittag besuchen Sie Pisa mit seiner Piazza dei Miracoli und dem weltberühmten Schiefen Turm. Am Nachmittag fahren Sie nach Lucca, mit seiner malerischen Altstadt und ihren schönen Plätzen. 3. Tag Volterra – San Gimignano (fakultativ) Durch die typischen, von Rebbergen gezierten toskanischen Hügel führt Sie der heutige Ausflug zuerst ins nach Volterra und dann in das mittelalterliche San Gimignano. 4. Tag Kamelienblüte Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Kamelien. Am Vormittag fahren Sie zur idyllischen Gemeinde Sant'Andrea di Compito. Der mittelalterliche Ort lädt durch die malerische Umgebung zu einem gemütlichen Spaziergang, vorbei an den prächtigen Parks der Villen, ein. Hier befindet sich auch die grösste Kamelienausstellung Italiens. 5. Tag Toskana – Schweiz Rückreise in die Schweiz.

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5 Tage Fr. 775.– 21. – 25. Februar

Das ist alles dabei... • 5-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne--

Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc.

• 4 Übernachtungen im Viersternhotel in Prag

• Alle Zimmer mit Bad oder mit Dusche/ WC, Farbfernseher etc.

• Halbpension mit Frühstücksbuffet • Alle kulturellen Abendveranstaltungen gemäss Programm

• Geführte Stadtbesichtigung auf dem Burghügel am 2. Tag

• Geführter Rundgang in der Prager Altstadt am 4. Tag

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag Fr. 175.– • Annullationsschutz Fr. 28.– Abfahrtsorte Bern, Olten, Zürich, Basel, Luzern, Winterthur, St. Gallen

5 Tage Fr. 525.– 14. – 18. März

Das ist alles dabei... • 5-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-

Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc.

• 4 Übernachtungen in gutem Mittelklassehotel

• Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Farbfernseher etc.

• Halbpension mit Frühstücksbuffet während der ganzen Reise

• Ganztägiger Ausflug zur Kamelien-Aus-

stellung in Sant’Andrea di Compito, inklusive Eintrittsgebühren und Mittagsimbiss auf einem Gutshof • Ganztägiger Ausflug nach Pisa und Lucca

Auf Wunsch: • Annullationsschutz Fr. 28.– • Einzelzimmerzuschlag Fr. 120.– • Fakultativer ganztägiger Ausflug nach Volterra und San Gimignano Fr. 48.–

Abfahrtsorte Bern, Olten, Basel, Zürich, Luzern


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  25

Sterne

Du lieber Himmel Warum haben Sterne eigentlich Zacken? Gab es den Stern von Bethlehem tatsächlich? Und was genau ist eine Sternschnuppe? Experten geben Antworten. Text: Lisa Stutz

Warum haben Sterne Zacken? «Die Zacken erscheinen nur in unserem Auge. Betrachten wir einen Stern im dunklen Nachthimmel, sind die Pupillen der Augen weit geöffnet, um möglichst viel Licht hereinzulassen. Dieses Licht bricht sich am Rand der Augenlinse, wo feine Ziliarmuskeln für deren Beugung sorgen. Auf diese Weise wird – wie beim Fokus einer Kamera – die Schärfe des Blicks eingestellt. Diese Ablenkung am Rand ist stark genug, um das eigentlich punktförmige Licht als gezackten Stern darzustellen. Fixiert man einen Stern und dreht dann langsam den Kopf, sieht man, wie sich die Zacken verändern – der Beweis, dass sie erst durch die Abbildung des Auges entstehen.»

Gibt es Sterne mit Schweif? «Nein, Sterne können keinen Schweif haben. Für den Stern von Bethlehem gibt es keine einfache Erklärung. Die Erzählung über die Ereignisse wurde wohl nicht immer exakt überliefert. Ein vorbeiziehender Komet wäre während Tagen sichtbar gewesen und hätte einen Orientierungspunkt liefern können, nur deuteten die Menschen damals Kometen als schlechtes Omen. Eine Supernova – einen sterbenden Stern – können wir ausschliessen. Sie wäre während Tagen sehr hell gewesen, aber wir könnten heute noch ihre Überreste nachweisen.» Ben Moore (51), Professor für Astrophysik an der Uni Zürich und Autor des Kinderbuchs «Gibt es auf der dunklen Seite vom Mond Aliens?»

Steht unsere Zukunft in den Sternen?

Bild: Getty Images

Georg Otto Schmid (51), Religionsexperte und Leiter der Evangelischen Informationsstelle

«Einerseits gibt es den Stern von Bethlehem. Die Weihnachtsgeschichte ­besagt, dass der Stern mit dem langen Schweif über dem Stall leuchtete, in dem Jesus Christus geboren wurde. Die drei Weisen aus dem Morgenland ­folgten dem Stern und fanden so zum ­Jesuskind. Andererseits haben Sterne generell eine religiöse Bedeutung. Sie zeigen dem Menschen, wo er steht, sind für ihn Fix- und Orientierungspunkte. Dieser Aspekt ist auch bei theolo­ gischen Fragen wichtig. Zudem feiern wir Weihnachten in der dunkelsten ­Jahreszeit, weil Jesus das Licht ist, das in die Dunkelheit hineingeboren wurde. Wie ein Stern in der Nacht.» Adrian Bolzern (38), katholischer Zirkuspfarrer der Schweiz und Kaplan in Aarau

Dominic Ramspeck (54),Optikerverband Schweiz

«Seit je versuchen die Menschen in die Zukunft zu blicken. So deuteten schon die Mayas, die Mesopotamier und die Chinesen unabhängig voneinander die Konstellationen von Planeten und Sternen: Sie erfanden die Astrologie. Andere Völker hingegen deuteten die Wolken, Eingeweide von Tieren oder die Träume. Aus vielen wissenschaftlichen Tests geht hervor, dass die Astrologie keine höhere Trefferquote hat als der reine Zufall. Wenn astrolo­gische Berater erfolgreich arbeiten, dann aufgrund ihrer Menschenkenntnis.»

Was haben Sterne mit Weihnachten zu tun?

Wie viele Sterne gibt es?

Was ist eine Sternschnuppe? «Eine Sternschnuppe ist ein Meteorit, also ein Stein aus dem Weltraum, dessen Durchmesser kleiner als ein ­Meter ist. Wenn ein Meteorit auf die Erdatmosphäre trifft, beginnt er durch die Reibung mit den Atomen der A ­ tmosphäre zu glühen, dann verbrennt er. Wir sehen dann einen Lichtstreifen am Nacht­ himmel. Obwohl wir es im Volksmund Sternschnuppe nennen, ist es darum eigentlich eine Steinschnuppe.» Ben Moore (51), Professor für Astrophysik

«Allein in unserer Galaxie gibt es etwa vierhundert Milliarden Sterne. Neben unserer Galaxie gibt es aber im sicht­baren Universum noch eine Billion weitere Galaxien. Und weil wir nur die Sterne im für uns sichtbaren Universum sehen können, wissen wir nicht, wie viele a­ ndere Sterne und Galaxien es noch gibt. Wir wissen nicht einmal, ob das Universum überhaupt ein Ende hat.» Ben Moore (51), Professor für Astrophysik


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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  29

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Redaktorin Monica Müller stellt mit ihrem Sohn (7) auf www.migrosmagazin.ch regel­ mässig Hörspiele für Kinder vor. «Globis Abenteuer auf dem ­Meeresgrunde» stiess bei einigen Leserinnen auf ebenso viel Be­ geisterung wie im Hause Müller.

24% 35%

10% 31%

Zum Artikel: www.migmag.ch/globi

35%: Nur vor Gewalt und ­psychischen Folgen. Materieller Verlust ist versichert. 31%: Kaum. Bei mir ist wenig zu holen. 24%: Ja, ganz sicher ist man nie. 10%: Gar nicht. Ich habe alles ­Erdenkliche dagegen unter­ nommen.

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30  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM47 Gesundheit Mit Würde gebären

«Der Artikel hilft mir, meine Schuldgefühle loszuwerden» Herzlichen Dank für den ­Artikel zur «Roses Revolution». Ich habe mich leider darin ­wiedergefunden und finde es mutig und höchste Zeit, über das Thema Gewalt in der ­Geburtshilfe zu sprechen. Ob ich dieses Jahr schon den Mut habe, eine Rose nieder­ zulegen, weiss ich nicht, denn nur schon die Aussage der Schweizer Hebammen, so ­etwas gebe es in der Schweiz nicht, ist eine weitere Demü­ tigung für betroffene Frauen. Simone Vetsch, per E-Mail

Ich habe vor 50 Jahren eine traumatische Geburt durch­ gemacht und diese schlimme ­Erfahrung bis heute nicht ver­ arbeitet. Ich war 18 Jahre alt und erwartete mein erstes Kind. Im Spital standen drei Gebär­ betten in einem Raum neben­ einander. Der Arzt war übel ­gelaunt, und die Geburt, bedingt durch die Steisslage des Kinds, schwierig und einfach schreck­ lich für mich. Der Arzt sagte: «Stellen Sie sich nicht so an. Es war schliesslich auch schön.» Ein Satz, den ich nie vergessen werde! Es war damals üblich, dass die Kinder separat unterge­ bracht waren und den Müttern nur zum Stillen überbracht ­wurden. Ich hatte das Pech, dass ich nicht stillen konnte, deshalb bekam ich meinen Sohn kaum zu Gesicht. Meine Brüste wurden dick mit Kampfersalbe einge­ rieben und straff einbandagiert. Eine unangenehme Prozedur. Elisabeth Böschenstein, per E-Mail Der Artikel hat mir bewusst ­gemacht, welch ungeheure psy­ chische und physische Gewalt ich während der Geburt meines Sohns vonseiten des betreffenden

«Fachpersonals» erlebt habe. Und er hilft mir, meine Schuld­ gefühle wegen meiner nachgeburt­ lichen Depression – während der ich über Monate kaum fähig war, meinen Alltag zu bewältigen – in neuem Licht zu sehen. Und vor allem: mir selber zu verzeihen und die Schuldgefühle loszuwer­ den. Ich bin zutiefst überzeugt, dass (viele) andere Frauen Ähn­ liches erlebt haben, und hoffe, dass auch ihnen durch diesen ­Artikel geholfen sein wird. Renate Wildhaber, Ostermundigen BE

Sprachwissenschaftler Roland Ris findet: «Fluchen tut gut.»

MM47: Interview Roland Ris: «Fluchen tut gut»

«Ihr Beispiel ist kein Witz, das geschieht täglich» Herr Schneeberger, in Ihrem Editorial sprechen Sie aus, was mich schon lange zur Weiss­ glut bringt. Da gibt es doch ­Leute, die so widerlich anbie­ dernde «Tegschte» schreiben wie: «Härschtelligschoste sänke ...» usw. Genau so, wie sie das ­zitieren. Ihr Beispiel ist kein Witz, das geschieht täglich! Von korrekter Grammatik ganz zu schweigen (die interessiert den Grossteil der Whatsapp-­ Gemeinde nicht. Das Buch ­«Rettet dem Dativ» hat sich wohl an eine Generation gerich­ tet, die in der Zwischenzeit auch schon wieder pensioniert ist. Peter A. Schild , per E-Mail Früher habe ich oft so geflucht. Als kindlicher Vorpubertieren-­ der und in der Pubertät. Bis mir bewusst wurde, was ich da eigentlich zum Schlechtesten gebe. Das ist doch das Problem:

Viele neu zugezogene Ausländer, in meiner Jugend die Italiener, und eben auch Kinder wie ich, übernahmen diese Aussprüche schnell. Spätestens dann, wenn man sich bewusst wird, dass «Gopferdamisiech» eben für «Gott, verdamme mich Siech» steht, sollte man die Notbremse ziehen. Das habe ich für mich schon vor Jahrzehnten getan. Heute sage ich allenfalls mal noch «huerä Siech» oder «huerä Seich». Letzteren Ausruf hat mein Vater einst gehört und mich korrigiert. Wenn schon, dann heisse das «Dirnen­urin». Jürg Frey, Teufen AR, per E-Mail MM46: Leihmutterschaft Zwei Männer und ihr Baby

«Zwei Väter ersetzen nun mal keine Mutter» Es hat mich erschreckt, wie die Leihmutterschaft rund um den Artikel schöngeredet wird. Dass das Kinder-Kaufen in ­unserem Land verboten ist, hat nämlich seinen guten Grund: Leihmutterschaft ist und bleibt

Bilder: Getty Images (2), Michael Sieber

Eigentlich sollte eine Geburt s­ tressund gewaltfrei ­ablaufen.


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  31

eine moderne Form des Men­ schenhandels. Niemand fragt, was es mit einem Kind macht, das seiner Mutter unwillentlich entrissen wird. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich in ­diesem Zusammenhang von «Kindeswohl an erster Stelle» lese. Ein Kind hat ein Recht auf seine Mutter. Und zwei Väter ­ersetzen nun mal keine Mutter. Auch wenn diese Aussage nicht politically correct ist. Ein Neu­ geborenes würde seine Mutter wählen. Aber was sich die Hilf­ losesten in unserer Gesellschaft wünschen, fragen wir schon ­lange nicht mehr. Tabitha Bender, Basel, EVP, Vorstandsmitglied Verein Mamma Auch Heteropaare oder Allein­ erziehende können eine gute, aber auch eine schlechte Voraus­ setzung für das betreffende Kind sein. Und ob Kinder in der Schule einen Mitschüler hänseln, hängt primär mit den Eltern zusam­ men. Denn diese geben dem Kind deren Ansichten mit. Wenn auch die Eltern gelassener gegenüber anderen wären und keine Frem­ denfeindlichkeit vorleben wür­ den, wäre die Schule bestimmt entspannter. Ich konnte in den hier zum Thema veröffentlichten Kommentaren keine nennens­ werten Kontrapunkte entdecken, es ging vielmehr um die persön­ liche Ein­stellung zur Leihmut­ terschaft. Schliess­lich wird es auch nicht mehr als anstössig empfunden, wenn sich eine Frau künstlich ­befruchten lässt. War­ um sollte es dem Mann verwehrt sein, sich dafür der ­Gebärmutter einer willigen Frau zu bedienen? Wir haben doch Gleichberech­ tigung! Lieber liebende ­Eltern, egal ob homosexuell oder hetero­ sexuell, als solche, die ihre Kin­ der verwahrlosen lassen. Annouk Weber, Uster ZH

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

Leihmutterschaft ist eine scham­lose Ausnützung von Frauen. Von Ausnahmen ab­ gesehen, stellt keine Frau ihren Körper freiwillig zur Verfü­gung. Nicht umsonst ist Indien die häufigste Anlaufstelle für Leih­ mutterschaften. Wo bleibt der Aufschrei der Femi­nistinnen? Marianne Schoch, Bauma ZH Tatsächlich werden die Kinder, die nur mit jeweils zwei Männern oder zwei Frauen als Eltern auf­ wachsen, grosse Schwierigkeiten in ihrem Leben haben, psychi­ sche Probleme sind sehr war­ scheinlich. Denn ein Kind hat ein Anrecht auf eine Mutter und einen Vater. Untersuchungen zeigen, dass Kinder in den ersten Lebensjahren sehr sensibel auf Abweichungen vom Normalfall reagieren. Schlussendlich sollten die Behörden auf solche Fälle ­reagieren, indem sie homosexu­ ellen Paaren die Kinder wegneh­ men und sie in normalen Fami­ lien platzieren. Martin Vetterli, Basel Ich gratuliere der Redaktion zu diesem wunderbaren Bericht. Es tönt wie ein modernes Märchen – ist es aber nicht, es ist Realität. Ich ­bewundere die Ausdauer der beiden Väter und das Engage­ ment der Mutter. Der kleine ­Silvan wird glücklich aufwachsen – ein Leuchtpunkt neben ande­ ren ­benachteiligten Kindern, die nicht geliebt, womöglich geschla­ gen und nicht liebevoll umsorgt werden. Auch der Kommentar von Barbara Bleisch gefällt mir. Hanni Müller, Basel, Mitglied des Vereins fels-eltern Wieso darf man keine Kinder haben, nur weil man einen gleichgeschlechtlichen Partner liebt? Dies kommt für mich ­einer Strafe gleich. Ausserdem stimmt mich die Aussage, dass es nicht sein soll, wenn man – aus welchem Grund auch immer – keine Kinder bekommen kann, sehr nachdenklich. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch für heterosexuelle Paare, die un­ gewollt kinderlos sind, sehr ver­ letzend ist. Wenn heute dank der modernen Medizin schwere Krankheiten äusserst kosten­ intensiv und teilweise ethisch

bedenklich geheilt werden kön­ nen, ja sogar Organe transplan­ tiert werden, wieso ist es dann verwerflich, neues Leben mithilfe einer Leihmutter zu schaffen? Und wieso glauben wir zu wissen, dass ein Kind einen Vater und eine Mutter braucht? Auch das scheint mir ein Affront zu sein, zum Beispiel gegenüber verwit­ weten Menschen mit Kindern. Kathrin Mancuso, Steckborn TG Natürlich wird in der Schule ­gehänselt ... wegen anderer ­Kleidung, anderem Aussehen, komischem Namen oder eben «nicht normaler» Familie. Wie aber soll das Gehänsel auf­ hören, wenn Erwachsene es ­vormachen, intolerant sind und Situationen verurteilen, die sie nicht selbst erleben und somit nicht kennen? Sarah Luterbacher, per E-Mail

der Familie auszieht) ist nicht selten und wird nicht in diesem Ausmass kritisiert. Diese Unter­ scheidung und dass Frauen, die sich in der klassischen Mutter­ rolle nicht wohlfühlen, auch heute noch als Rabenmütter stigmatisiert werden, erachte ich als äusserst fragwürdig, nicht zeitgemäss und diskriminierend. Insbesondere die Aussage, dass man solche Frauen im Migros-­ Magazin nicht zu Wort kommen lassen soll, ist abwertend. Umso wichtiger ist es, dass im Migros-­ Magazin auch weiter­hin Perso­ nen mit alternativen Familien­ modellen oder Lebensweisen zu Wort kommen. Melanie Gottini, per E-Mail

MM42: Menschen Mütter, die ausziehen

«Die Kommentare haben mich schockiert» Auch wenn es traurig ist, dass gewisse Eltern mit ihrer Rolle überfordert sind, ist es für mich nachvollzieh­bar und menschlich, dass sich eine solche Situation ergeben kann. Kein Mensch kann abschätzen, wie es ist, plötzlich für jemand anderen die Verant­ wortung tragen zu müssen. Es zeugt jedoch von Stärke und Fair­ ness gegenüber den Kindern und dem Partner, wenn man sich eine Überforderung eingesteht und sogar versucht, nach alter­ nativen L ­ ösungen zu suchen (wie es die im Beitrag porträtierten Frauen gemacht haben). Was mich deshalb schockiert hat, ­waren die gehässigen und feind­ seligen Kommentare zu diesen Schicksalen, zumal die Frauen im Beitrag ihre Kinder keines­ wegs vollständig verlassen ge­ schweige denn vernachlässigt haben, sondern sich nur für ein vom gesellschaftlichen Standard abweichendes Betreuungsmodell entschieden haben. Der umge­ kehrte Fall (wenn der Vater bei

Aufruf

Wer hat den schönsten Baum? Die einen freuen sich das ganze Jahr über darauf, die anderen sind froh, wenn sie davon verschont bleiben: Weihnachtsbaumschmücken. Da gibt es die klassischen ­Varianten, aber auch Kugeln, die wie Hamburger aus­ sehen, pinke Einhörner oder Essiggurken. Egal, w ­ elcher Dekostil gewählt wird, die Resultate können sich meistens sehen lassen. Deshalb: Senden Sie uns (z. B. via F ­ acebook) Bilder Ihres Weihnachtsbaums. Die schönsten Exemplare werden im Dezember in ­einer Bilder­galerie im Heft und online präsentiert.  MM


32  MM48, 27.11.2017 | MENSCHEN

«Es kommen unruhige Jahrzehnte auf uns zu» Martin Rees

Der britische Astrophysiker Martin Rees fürchtet, dass die Menschheit das 21. Jahrhundert nicht überstehen könnte. Der technologische Fortschritt mache Versehen mit fatalen Folgen wahrscheinlicher. Ein Gespräch über neue Risiken, Ausserirdische und Menschen, die sich für die Zukunft einfrieren lassen. Text: Ralf Kaminski Bilder: Muir Vidler


MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  33

Der königliche Astronom Martin Rees ist ein «techno­ logischer Optimist»; er tritt im Januar in der Schweiz auf.


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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  35

Martin Rees, im Januar nehmen Sie an der 12. Wissenschafts-Biennale in Luzern teil, die sich mit dem menschlichen ­Bewusstsein beschäftigt. Was können Sie als Astrophysiker dazu sagen? Da gibt es durchaus Berührungspunkte. Trotz aller astronomischen Forschung ­haben wir im gesamten Universum bisher noch nichts Komplexeres entdeckt als den ­Menschen, und wir wissen bis heute noch erstaunlich wenig darüber, wie unsere ­Gehirne funktionieren. Ich werde also über unsere Wahrnehmung der physischen ­Realität sprechen, über die Entwicklung von Komplexität und ob es Leben auch in ande­ ren Teilen des Universums geben könnte. Wir sind stolz auf uns und unser Bewusstsein und sehen uns gern als Krone der Schöpfung. Zu Recht? Nein. Als Astronom ist man sich bewusst, wie lange es gedauert hat, bis die Evolution an den heutigen Punkt gekommen ist. Die Zukunft dauert aber noch viel länger als die Vergangenheit. Der heutige Mensch ist also keinesfalls die Krönung, wir sind wohl nicht mal bei der Hälfte der Entwicklung der möglichen Komplexität angekommen. Sie erhalten sicher viele Einladungen, weshalb haben Sie in Luzern zugesagt? Weil ich gern die Gelegenheit nutze, diese wichtigen Themen einem breiten Publikum zu präsentieren. Und weil ich dies via Skype machen kann und nicht reisen muss. Ich bin nicht mehr der Jüngste und ohnehin zu viel auf Reisen. (lacht) Aber Sie waren schon mal in der Schweiz? Oh ja, häufig. Beim Cern in Genf, beim WEF in Davos, für Konferenzen und Präsen­ tationen an verschiedenen Universitäten, aber auch als Feriengast in Ihren wunder­ schönen Bergen. Vor über zehn Jahren haben Sie in einem Buch prognostiziert, dass die Menschheit das 21. Jahrhundert nur mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit überleben wird. Hat sich die Zahl seither verändert? Ich glaube nicht. Und ich habe auch nie ­behauptet, dass wir uns komplett ausrotten, halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass es Ereignisse geben könnte, die uns als Zivili­ sation und Gesellschaft stark zurückwerfen. Es kommen auf jeden Fall unruhige Jahr­ zehnte auf uns zu. Weshalb? Einerseits weil immer mehr Menschen auf dem Planeten leben, die immer mehr Res­ sourcen benötigen – das erhöht das Risiko eines ökologischen Desasters. Noch mehr Sorgen macht mir allerdings die Bedeutung der Technologie in der Gesellschaft und im

«Früher waren die Katastrophen lokal begrenzt, heute ist sofort die ganze Welt betroffen.»

Leben jedes Einzelnen. Die Welt ist tech­ nologisch so vernetzt und abhängig, dass eine kleine Gruppe von Leuten mit gerin­ gem Aufwand grossen Schaden anrichten könnte, der sich rasch über die ganze Welt aus­breitet. Ein tödlicher biologischer Virus etwa oder ein Cybervirus, der die Computeroder Stromnetze lahmlegt. Das wäre bewusster Terrorismus, aber es könnte auch versehentlich etwas passieren, mit dem niemand gerechnet hat. Auf jeden Fall. Während des Kalten Kriegs bestand immer das Risiko, dass es aus Ver­ sehen zu einem nuklearen Desaster kommt. Atombomben sind allerdings nicht leicht herzustellen und wurden von der Politik stark reguliert. Biotechnologie hingegen gibt es in Laboren auf der ganzen Welt, und es gibt noch kaum Regulierungen, die global greifen. Angesichts der vergeblichen Versu­ che, global funktionierende Steuergesetze

Zur Person

Kosmologe und Königlicher Astronom Martin Rees (75) ist Astrophysiker, Astronomer Royal und unterrichtet noch immer am Astronomischen Institut an der Universität Cambridge. Er sitzt als Baron Rees of Ludlow im britischen Oberhaus und ist Mitglied der Päpstlichen Aka­demie der Wissenschaften. Der Autor zahl­ reicher Bücher ist mit der Anthropologin Caroline Humphrey verheiratet und lebt in Cambridge.

einzuführen, habe ich wenig Hoffnung, dass uns das in anderen Bereichen gelingt. Ist die künstliche Intelligenz ebenfalls ein Risiko? Maschinen werden immer ­besser – irgendwann brauchen sie uns vielleicht gar nicht mehr. Schon jetzt sind ihre Fortschritte ein­ drücklich, mittlerweile bringen sie sich viele Dinge selbst bei, indem sie Tausende von Dokumenten verarbeiten, ohne dass es ­ihnen dabei je langweilig wird. Sie werden bald besser als Menschen darin sein, Lun­ genkrebs zu diagnostizieren oder den Stadt­ verkehr zu koordinieren. Problematisch wird es, wenn Maschinen Entscheide tref­ fen, die sich auf Menschen auswirken – denn je nachdem hätten diese dafür gern eine Er­ klärung, und an dem Punkt der Entwicklung sind die Maschinen noch nicht. Zudem sind sie noch immer sehr unbeholfen, wenn sie mit der physischen Welt interagieren sollen. Jedes Kind kann Figuren auf einem Schach­ brett besser und eleganter bewegen. So schnell sind wir also noch nicht überflüssig. Nein, aber wir werden immer abhängiger von Maschinen für komplexe Aufgaben. Und wenn dabei etwas schiefgeht, kann das ­massive Auswirkungen haben. Ein längerer Stromausfall etwa würde unsere Zivilisation schnell an ihre Grenzen bringen. Zudem ­waren Katastrophen früher lokal begrenzt, heute ist sofort die ganze Welt betroffen. Statistiken zeigen, dass es den meisten Menschen noch nie so gut ging wie heute. Und es gibt einige Wissenschaftler, die für Optimismus plädieren: Es werde uns auch


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MENSCHEN | MM48, 27.11.2017  37

künftig immer noch besser gehen. Dem können Sie sich nicht anschliessen? Ich bin absolut einverstanden damit, dass es für die meisten Menschen nie eine bessere Zeit als die heutige gegeben hat, dank des technologischen Fortschritts. Und tatsächlich bin ich diesbezüglich auch optimistisch: Wir werden weiterhin Fortschritte machen, im Gesundheitsbereich ebenso wie bei der guten Ernährung von immer mehr ­Menschen. Ich bin ein technologischer ­Optimist, aber kein politischer. Dort sehen Sie die Hauptverantwortung, um die von Ihnen skizzierten Risiken zu reduzieren? Genau. Wir müssen sicherstellen, dass die Regierungen sich dieser Bedrohungen bewusst sind. Und wir Wissenschaftler müssen sie mit guten, weitsichtigen Informationen beliefern und dazu beitragen zu entscheiden, welche Bedrohungen wir angehen sollten und welche eher Science-Fiction sind. Wissenschaftliche Berater in Regierungen sind aber meistens eher frustriert, weil Politiker dazu neigen, eher kurzfristige Ziele zu verfolgen, die ihnen die Wiederwahl sichern. Dem Rest des Planeten könnte allerdings kaum was Besseres passieren als weniger Menschen … Das ist wohl wahr, aber als Mensch würde ich natürlich bevorzugen, wenn es nicht so weit käme. Und es ist absolut möglich, auch neun Milliarden Menschen auf der Erde ein gutes Leben zu bieten; so viel werden es wohl bis Mitte des Jahrhunderts sein. Allerdings können die nicht alle so viel Energie verbrauchen und Fleisch essen wie zum ­Beispiel die Amerikaner heute. Gewisse ­Änderungen wird es also auch in der west­ lichen Welt brauchen. Es gibt Leute, die sagen, wir könnten ein­ fach einen neuen Planeten finden, falls wir die Erde ruinierten. Wie sehen Sie das? Ich halte es für eine gefährliche Wahnvorstellung, dass wir unsere Probleme auf der Erde lösen könnten, indem wir die Menschheit einfach evakuierten. Den Klimawandel hier aufzuhalten, ist unvergleichlich viel ­einfacher, als den Mars mittels Terra­forming für Menschen bewohnbar zu machen. Es gibt keine Alternative zur Erde. Dennoch hoffe ich, dass bis zum Ende dieses Jahrhunderts ein paar Abenteurer auf dem Mars ­leben. Aber die Bedingungen werden hart und schwierig sein. Die Erforschung des Alls wird wohl vor allem mit Robotern passieren. Rechnen Sie deshalb damit, dass eine Begegnung mit Aliens nicht direkt, ­sondern über deren Maschinen erfolgen? Selbst wenn irgendwo anders Leben existierte, ist offen, wie es aussieht und ob es sich zu

einer komplexen Form weiter­entwickelt hat. Aber allein in unserer Galaxis hat es Milliarden erdähnlicher Planeten, es ist also sehr gut möglich, dass es dort auch intelligentes Leben gibt. Und wenn es ähnlich lief wie bei uns, dann hat es sich zuerst ohne Techno­ logie entwickelt, die dann mehr und mehr dominiert – und vielleicht eines Tages übernimmt, weil Maschinen halt schneller, ­klüger und effizienter sind; sie brauchen keine Schwerkraft und viel weniger anspruchsvolle Ernährung. Ich vermute, dass die fernere ­Zukunft des Lebens auch auf der Erde elektronisch und anorganisch sein wird. Vielleicht gibt es noch Menschen, aber ins All werden vor allem Maschinen reisen. ­Ausser natürlich, wir ruinieren all das, weil wir dieses Jahrhundert nicht überstehen. Was halten Sie von Privatfirmen, die Raumschiffe entwickeln und Touristen­ trips ins All für Superreiche anbieten? An sich ist das eine gute Sache. Man sollte keine öffentlichen Gelder für bemannte Raummissionen verwenden, Roboter können so was besser und günstiger. Will man Menschen schicken, sollte man das den ­Privaten überlassen. Aber aus meiner Sicht ist es ein Fehler, von Tourismus zu sprechen, das impliziert Komfort und Sicherheit. ­Geboten wird hingegen Abenteuer und Gefahr. Ausflüge ins All sind nur was für abenteuerlustige Pioniere. Einige sind vielleicht gar mit einem One-Way-Ticket unterwegs. Trotz aller Forschung wissen wir eigent­ lich noch immer ziemlich wenig, nicht? Das ist so. Aber dennoch ist es erstaunlich, wie viel wir inzwischen verstehen, gerade auch wenn man bedenkt, wie gering der ­Wissensstand noch vor 100 Jahren war. ­Allerdings können wir nicht ausschliessen, dass unserer Fähigkeit zu verstehen eine ­natürliche Grenze gesetzt ist. So wie etwa ein Affe nicht in der Lage ist, die Quan­ten­ mechanik zu begreifen, sind gewisse Vor­ gänge im Kosmos vielleicht auch jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Derzeit gibt es eine starke antiwissen­ schaftliche Stimmung. Man scheint ­Fakten nicht mehr für so wichtig zu halten wie auch schon. Sie übertreiben. Die meisten Menschen sind sich bewusst, wie sehr sie vom wissenschaftlichen Fortschritt profitiert haben. Natürlich gibt es auch weitverbreitete Ignoranz, was bedauerlich ist, aber die gab es schon immer, sie kommt heute nur öffentlicher zum Ausdruck, weil es so viel mehr Kommunikationsmöglichkeiten gibt. Als Wissenschaftler beklage ich nicht die Ignoranz, sondern freue mich im Gegenteil, dass es ein so grosses öffentliches Interesse für meine Arbeit gibt.

Mit 75 Jahren führen die meisten ein ruhi­ ges Rentnerleben. Das ist nichts für Sie? Nein, ich habe das Glück, mich weiterhin in vielen Bereichen wissenschaftlich und politisch zu engagieren. Von einigen Funktionen habe ich mich aber schon zurückgezogen, etwa vom Präsidium der Royal Society oder der Leitung des Astronomischen Instituts hier in Cambridge. Aber solange ich gesund bin, werde ich aktiv bleiben. Es wäre doch schade, wenn ich einfach nur zu Hause rumsitzen würde. Bedauern Sie manchmal, dass das Leben endlich ist und Sie nie erfahren werden, wie das Leben auf der Erde in 50 oder 100 Jahren aussehen wird? ( lacht) Natürlich! Aber das geht bestimmt den meisten so. Es gibt Leute, die lassen sich einfrieren, in der Hoffnung, in der Zukunft wieder­ belebt zu werden – keine Option für Sie? Nein. Einerseits halte ich das für unrealistisch, andererseits für äusserst egoistisch. Angenommen, das würde klappen, würden sie in ein paar 100 Jahren in einer völlig ­anderen Welt wieder aufwachen, wären dort total fremd und nicht besonders lebens­ tauglich. Sie wären eine Belastung, am ­ehesten würden sie wohl in einen Zoo passen. Alles, worauf wir hoffen können, ist, dass wir ein paar Dinge im Leben getan haben, die auch noch Resonanz finden, wenn wir nicht mehr hier sind. Als Wissenschaftler hat man da durchaus Chancen. MM

12. Wissenschafts-Biennale

Das Rätsel des menschlichen Bewusstseins Martin Rees gehört zu den prominenten ­Gästen der 12. Schweizer Biennale zu Wissenschaft, Technik + Ästhetik, die am 20. Januar im Verkehrshaus Luzern stattfindet. Der Fokus liegt diesmal laut ­Organisator René Stettler auf Fragen wie: Was ist das menschliche Bewusstsein? Wie funktioniert es? Gibt es eine natur­wissen­ schaftliche ­Erklärung für sein E ­ ntstehen? Was ist primär: das Gehirn oder der Geist? Neben Rees sprechen unter anderem der amerikanische Kognitionswissenschaftler Donald D. Hoffman, der brasilianische ­Physiker Marcelo Gleiser sowie der frühere buddhistische Mönch B. Alan W ­ allace. Die Biennale will Geistes- und Naturwissen­ schaften eine Plattform bieten, um sich ­ einem breiten, b­ildungsorientierten Publikum näherzubringen. Infos und Tickets: www.neugalu.ch


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In nur sechs Tagen wurde der neue Weihnachts-Werbespot der Migros auf Youtube bereits über 130 000 Mal angeschaut.

Migros-Lehrberufe

Professionelles Coaching Gaël Janett (16) ist im ersten Lehrjahr zum Fach­ mann Bewegungs-und Gesund­ heitsförderung im Fitnesspark Malley in Prilly VD.

«Ich wollte einen Job mit viel Bewegung. Ich selbst spiele Eishockey und kann mein Wissen für das Coaching der Kunden einsetzen und mich selbst verbessern.»

Aus der Region

Bild: Mathieu Rod

Hausgemachter Quittengelee Wenn Katja Ottiger hört, dass ihre Konfi­türen und Gelees schmecken wie zu Hause bei der Mutter, weiss sie, dass sie alles richtig gemacht hat: Die Geschäftsleiterin von Ottiger Spezialitä­ ten in Ballwil setzt für den orangegoldfarbenen Quittengelee ausschliesslich auf Zutaten aus der Region (AdR). Seine authentische Farbe verdankt der Gelee dem «Hausgemachten». Denn im

Hause Ottiger wird der Quittensaft – anders als bei Gelees aus Quittenkonzentrat – eigenhändig aus den Früchten ausgekocht und ohne Farb­ stoffe und Geschmacksverstärker zu Gelee verarbeitet. Zu kaufen gibt es den feinen AdR-­ Quittengelee in allen Filialen der Migros Luzern. Mehr von der Migros Luzern ab Seite 79


40  MM48, 27.11.2017 | MIGROS-WELT

Dokumentarfilm

Erinnerungen an eine Diva Am 7. Dezember startet im Kino der Dokumentarfilm «Glow», der eine schillernde Künstlerin porträtiert: Es geht um Irene Staub alias Lady Shiva, die in den 70er-Jahren in Zürich als Strassenprostituierte arbeitete und den Aufstieg in die Mode- und Popszene schaffte. Sie wurde ein gefragtes Model, eine gefeierte Performance-Künstlerin und die Sängerin der legendären Underground-Band «Dressed Up Animals». 1989 starb sie erst 37-jährig bei einem Motorradunfall in Thailand, dessen genaue Um­ stände bis heute ungeklärt sind.

Regisseurin Gabriel Baur zeigt Irene Staub als grosse Diva, die sich selbst kunstvoll auf vielen verschiedenen Bühnen inszenierte und so schnell zum Mythos wurde. Sie steht auch als Symbolfigur für die politisch bewegten 80er-Jahre mit ihrem kitschig-grellen Stil. Das Migros-Kulturprozent hat den Film «Glow» unterstützt.

Meisterhaft inszenierte sich die Künstlerin Irene Staub als Diva.

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  41

Hotelplan Suisse

Bundespräsidentin Doris Leuthard und Migros-Chef Herbert Bolliger am Digitaltag.

Erfolgreiches Reisejahr Hotelplan Suisse blickt auf ein gutes Jahr zurück. Sowohl bei den Passagierzahlen als auch beim Umsatz hat das Reiseunternehmen der Migros zugelegt. Die genauen Zahlen werden im Frühling bekannt gegeben. Die Spitzen­ destination war erneut Spanien. Die Aufwärtstendenz bestätigen auch die Buchungszahlen für die aktuelle Wintersaison 2017/2018. Besonders gefragt sind die Kana­ rischen Inseln, und Ägypten erlebt ein Revival. Auch die soeben lancierten Sommer­an­gebote 2018 werden bereits rege nachgefragt.

Digitaltag Doris Leuthard weiss nun, wie sie gesund durch den Winter kommt. Die Bundes­

präsidentin besuchte anlässlich des ersten Schweizer Digitaltags am 21. November den Stand der Migros-Gesundheitsinitiative Impuls am Hauptbahnhof Zürich. Dort stellte ihr Migros-Chef Herbert Bolliger den «iMpuls Coach» vor, der verschiedene Online-Tools und Expertentipps rund um das Thema Gesundheitsprävention bietet. Veranstaltungen zum Digitaltag fanden in der ganzen Schweiz statt, mit Schwerpunkten an den Bahnhöfen Zürich, Genf, Lugano und Chur. Der Aktionstag zeigte die konkrete Bedeutung der Digita­ lisierung für die Schweiz und ihre Bevölkerung auf.

Verpackung

Käseschnitten in neuer Backschale Blickfang

Migros in Afrika «Gibt es da wirklich einen MMM im Nationalpark Masai Mara in Kenia?»

Bilder: Nik Hunger; cineworx

Rita Gruber, Urdorf ZH

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Über 260 Kilogramm Plastik spart die Migros mit der neuen Verpackung ihrer Käseschnitten pro Saison (Oktober bis ca. Mai) ein. Verantwortlich dafür ist eine Umstellung der Backschale. Die Plastikbackschale mit Deckfolie ist durch eine leichtere, ökologische Variante aus über 90 Prozent Karton ersetzt worden. Für Migros-Kunden ändert sich durch die Verpackungsoptimierung nichts: Sie können die ­Käseschnitten wie bisher in der Backschale backen.


42  MM48, 27.11.2017 | MIGROS-WELT

Migros-Weihnachtsaktion

Ausweg aus dem Teufelskreis Berater der Caritas helfen Menschen, die in die Schuldenfalle geraten sind. Eine junge Frau berichtet, wie sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen hat.

Vorschau

Die Weihnachts­ aktion der Migros In einer sechsteiligen Serie berichtet das ­Migros-­Magazin über ­einige der ausgewählten Hilfsprojekte, für die der Ertrag der Migros-­Weih­ nachts­aktion ­bestimmt ist. Teil 1: Überblick über die Spendenaktion. Teil 2: Heks – in Familien­ gärten finden M ­ igranten und Flücht­linge eine ­sinnvolle ­Tätigkeit und knüpfen Freundschaften. Diese Woche, Teil 3: ­Caritas – mittels ­Beratung führt das Hilfswerk Menschen aus der Schuldenfalle. Teil 4: Pro Juventute – über eine Helpline erhalten verzweifelte Kinder und Jugendliche rund um die Uhr Beistand. Teil 5: Pro Senectute – der Besuchsdienst ­bereichert den Alltag von ­Seniorinnen und ­Senioren. Teil 6: Winterhilfe – Weihnachtsfeiern für Menschen am Existenzminimum vertreiben die Einsamkeit.

Text: Beat Matter  Bild: Daniel Winkler

A

uf dem Heimweg von der Arbeit kommt ­Carole Schmid (Name geändert) am Schau­ fenster einer Quartiermetzgerei vorbei: Beim Anblick der Aus­ lagen läuft der 30-Jährigen das Wasser im Mund zusammen. Sie will schon durch die Ladentür gehen, als sie plötzlich stehen bleibt und sich neu entscheidet. Sie hat zu Hause noch genügend Essen für einen «Znacht». Schmid hat gelernt, sponta­ nen Gelüsten zu widerstehen und stattdessen langfristig zu planen. ­Früher tat sie das nie, sondern kaufte, was immer sie reizte. Und so häufte sie über die Jahre Tausende Franken Schul­ den an. Bis ihr schliesslich das Chaos über den Kopf wuchs und sie realisierte: «Ich schaffe das nicht mehr alleine.» Schmid wandte sich an die Schuldenund Sozialberatung der Caritas. Dank deren Hilfe ist sie nun ­dabei, ihre Schulden nach und nach abzuzahlen. Von der Schuldenberatung der Caritas gibt es kein Geld,

­ afür aber Beistand und Beglei­ d tung. «Wir s­ uchen gemeinsam mit den Klienten nach Möglich­ keiten, ihre Situationen zu ­stabilisieren und womöglich zu verbessern», sagt Silvia Bruinink, Schuldenberaterin bei der Caritas Zürich. Seit ­Jahren ­sitzen ihr Menschen aus allen Einkommens- und Alters­ klassen gegenüber, die die Kon­ trolle über ihre Finanzen ver­ loren ­haben. «Einfache Fälle sind nie darunter», sagt Bruinink. Dies nicht zuletzt, weil sich die ­Klienten in den meisten Fällen schon seit Jahren in einem Teufelskreis immer grösserer Verschuldung befinden, bevor sie endlich Hilfe suchen. So war es auch bei Carole Schmid: Nach Lehrabschluss und Berufsmatura fand die ­damals 20-Jährige einen Job mit guter Bezahlung. Doch diese ­erfreuliche Situation machte sie leichtfertig. «Ich konnte mit dem Geld nicht umgehen», ­bekennt Schmid. Sie sei sofort in eine eigene Wohnung gezogen, habe sich stets die neuesten

­ achen gekauft und Ferien nach S Lust und Laune gebucht. An Krankenkassenprämien oder Steuerrechnungen dachte sie ­jedoch keine Sekunde. Deshalb hatte sie keine finanziellen Re­ serven mehr, als diese Rechnun­ gen eintrafen. «In Panik nahm ich einen Kredit auf, um zahlen zu können», erzählt Schmid und schüttelt den Kopf. Denn wider besseres Wissen lebte sie ein­ fach weiter wie zuvor. Erst Jahre später und unter der Last von drei Krediten, ging es plötzlich nicht mehr weiter. Schmid wurde betrieben. Und gleich­ zeitig kam ihre Lebenspartnerin hinter ihr gut gehütetes Ge­ heimnis. «Da wurde mir klar: Ich brauche Hilfe», sagt Schmid. Wenig ­später sass sie im Büro von ­Caritas-Schuldenberaterin ­Bruinink. Es geht nicht nur um Zahlen

«Schuldenberatung ist nie nur Buchhaltung», erklärt Bruinink. In oft hoch emotionalen Gesprä­ chen erzählen ihr die Klienten ganze Lebensgeschichten. Erst


MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  43

Mitmachen

So können Sie spenden Jetzt gibt es an den Migros-Kassen bunt verpackte Schoggi­herzen zum Preis von 6, 10 und 15 Franken. Mit dem Kauf der Herzen ­unterstützen Sie die Migros-Weihnachts­ aktion. Der Erlös fliesst vollumfänglich in den Spendentopf.

Schritt für Schritt aus der Schuldenfalle: ­Carole Schmid (links) im Gespräch mit Beraterin Silvia Bruinink.

in einem zweiten Schritt gehe es darum, ein Budget aufzu­ stellen, mit Gläubigern zu re­ den und insgesamt das weitere Vorgehen zu planen. Schnelle Lösungen sind meist nicht möglich. «Eine Mehrheit unse­ rer Klienten hat keine Möglich­ keit, die über lange Zeit ange­ häuften Schulden abzuzahlen», sagt Bruinink. Meist geht es erst einmal darum, keine neuen Schulden zu machen. Für

Klienten mit Aussicht auf Rück­ zahlung, entwickelt die Berate­ rin Pläne, die S ­ chulden in erträglicher Frist abzutragen. Licht am Ende des Tunnels

So zahlt nun auch Carole Schmid seit bereits zwei Jahren monatlich fixe Beträge an ihre Gläubiger zurück. Zudem hat sie mit Bruinink Ansätze gefunden, die ihr das Haushalten mit dem restlichen Geld vereinfachen.

Zum Beispiel begleicht sie Steuern und Krankenkassen­ prämien jetzt monatlich. Und sie zahlt die alltäglichen Lebens­ kosten mit einem fixen wöchent­ lichen Bargeldbetrag statt mit der ­Debitkarte. Daran will Schmid auch fest­ halten, wenn sie schuldenfrei sei. Und sie weiss auch ziemlich genau, wann dieser ersehnte Tag kommen wird: «Im Novem­ ber 2018 ist es so weit.» MM

Am Ende der Aktion ­erhöht die Migros die Spendensumme um eine Million Franken. Das Geld wird anschlies­ send an die fünf Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute, Pro Senectute und Winterhilfe ­verteilt. Die Spenden kommen ausgewählten Hilfsprojekten in der Schweiz zugute. Informationen zu ­weiteren Spenden­ möglichkeiten auf: www.migros.ch/ weihnachten


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2. Tag, Dienstag 31. Juli 2018 – Bautzen – Thorn (Polen) Richtung Osten überqueren wir in der Nähe von Görlitz die Deutsch-Polnische Grenze. Unser Ziel heisst Thorn (Polnisch Torun), die Geburtsstadt des Astronomen Nikolaus Kopernikus. Das historische Altstadtensemble mit seiner originalen mittelalterlichen Anlage wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Freuen Sie sich auf einen wunderbaren Stadtrundgang - das gotische Rathaus gehört zu den interessantesten Profanbauten Europas. Ein Thorner Exportschlager sind die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Lebkuchen, die hier oftmals nach jahrhundertealten, überlieferten Rezepten nachgebacken werden. Probieren lohnt sich! 3. Tag, Mittwoch 1. August 2018 – Thorn – Masuren (Polen) Nach dem Frühstück folgt die Weiterfahrt nach Allenstein (Olsztyn), das Tor zur Masurischen Seenplatte. Auch hier werden wir zu einer spannenden Führung erwartet, ehe wir die «Perle des Barocks», die Wallfahrtskirche Heilige Linde, besuchen. Freuen Sie sich auf eine wunderschöne dreischiffige Basilika und die

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6. Tag, Samstag 4. August 2018 – Klaipeda – Berg der Kreuze – Riga (Lettland) Auf unserem Weg nach Riga halten wir am Berg der Kreuze, das bekannteste Nationalheiligtum Litauens. Seit der Zarenzeit stellen Gläubige hier Kreuze und Jesusfiguren auf – niemand kann zählen, wie viele es sind. Um die Mittagszeit werden wir in der lettischen Hauptstadt Riga zu einer eindrucksvollen Stadtführung erwartet. Freuen Sie sich unter anderem auf den Dom mit der zweitgrössten Orgel der Welt, den wunderschönen Rathausplatz, auf die Petrikirche und die Albertastrasse mit den prächtigsten Jugendstilbauten Rigas. Später probieren wir am Rigaer Zentralmarkt typisch lettische Produkte, wie das berühmte Schwarzbrot, die grauen Bohnen mit Speck sowie verschiedene Käsesorten – ein Höhepunkt. Übernachtung in Riga. 7. Tag, Sonntag 5. August 2018 – Riga – Pärnu – Tallinn (Estland) Nach dem Frühstück geht es weiter entlang der Küste nach Pärnu, wo wir als Auflockerung einen kurzweiligen Strandspaziergang unternehmen. Durch die nördlichen Wälder Estlands erreichen wir Tallinn. Kein Besucher kann sich dem Charme des mittelalterlichen Tallinns entziehen: die engen Gassen, die dicken Mauern, die bunten Häuser und das alte Rathaus werden Sie beim Stadtrundgang bezaubern. Die hohe Internationalität des ehemaligen Hanse-Hafens ist nicht anzuzweifeln


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Tour im Osten und spiegelt sich schon seit Jahren in der einzigartigen Architektur der Stadt wieder.

8. Tag, Montag 6. August 2018 – Tallinn – St. Petersburg (Russland) Gut gestärkt vom Frühstück reisen wir weiter zur russischen Grenze. In Iwangorod steigt unsere zusätzliche russische Reisebegleitung zu. Von ihr erfahren wir unterwegs bereits vieles über Kultur und Historie des Landes – der Weg nach St. Petersburg wird sicher nicht langweilig! 9. Tag, Dienstag 7. August 2018 – St. Petersburg & Eremitage Heute morgen empfängt uns die russische Zarenmetropole mit ihrer vollen Pracht. Sofort wird einem klar, dass man nicht in irgendeiner Stadt sondern in einer der wohl schönsten der Welt gelandet sein muss. Überall blitzen die goldenen Zwiebeltürme der Kirchen und Kathedralen. Um uns einen ersten Überblick zu verschaffen unternehmen wir eine interessante Stadtrundfahrt. Dabei sehen wir unter anderem den Schlossplatz mit dem Winterpalast und der Alexandersäule, die Admiralität, die Isaaks Kathedrale und den Newskij Prospekt, eine absolute Prachtstrasse von fünf Kilometer Länge. Die Besichtigung der weltberühmten Eremitage am Nachmittag ist ein grosser Höhepunkt. Das Museum beherbergt eine der grössten und berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt. Um ein Gefühl für die Grösse der Sammlung zu erhalten sei erwähnt, dass man für die fast 3 Millionen Exponate über 10 Jahre im Eremitage verweilen müsste, wenn man jedem nur 2 Minuten Zeit schenken würde.

10. Tag, Mittwoch 8. August 2018 – Katharinen-Palast mit Bernsteinzimmer & Peterhof Heute morgen fahren wir in die Zarenresidenz Puschkin, die etwas südlich der Stadt liegt. Auf einer Länge von gewaltigen 300 Meter baut sich der fantastische Katharinen-Palast vor uns auf. Freuen Sie sich auf eine sehr eindrückliche Besichtigung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auf Ihrem Rundgang sehen Sie natürlich auch den berühmtesten Raum des Palastes, das legendäre Bernsteinzimmer, welches im Original ein Geschenk Friedrich Wilhelms I. an Peter den Grossen war. Etwa 30 km entfernt, an der südlichen Küste des Finnischen Meerbusens treffen wir auf die Stadt Peterhof (auch Petrodworez genannt). Der Peterhof sollte auf Wunsch Peters des Grossen das «Versailles am Meer» werden. Heute bietet sich dem Besucher ein unglaubliches Bild, das Versailles verblassen lässt. Auf rund 800 Hektaren Fläche befinden sich hier acht Parkanlagen sowie etwa 20 Paläste und Pavillions. Der grosse Palast bietet ein überwältigendes Panorama mit 140 Fontänen, Wasserspiele, Springbrunnen und Kaskaden. 11. Tag, Donnerstag 9. August 2018 – St. Petersburg – Helsinki - Fähre Nach ereignisreichen Tagen in St. Petersburg verlassen wir die Stadt frühmorgens. Am Hafen wartet unser Fährschiff der Finnlines für die Überfahrt nach Helsinki, von wo es am späteren Nachmittag, wiederum per Fähre, Richtung Travemünde weitergeht. Nachtessen und Übernachtung an Bord.

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Tel. 0848 00 77 88

12. Tag, Freitag 10. August 2018 – Auf See – Travemünde – Lübeck (Deutschland) Nach den gewaltigen Eindrücken der letzten Tage erwartet uns heute ein erholsamer Tag auf See. Travemünde erreichen wir am späten Abend nach dem Nachtessen am Bord. Übernachtung in Lübeck. 13. Tag, Samstag 11. August 2018 – Dresden & Gewölberestaurant Vorbei an Schwerin und Berlin erreichen wir am frühen Nachmittag Dresden. Wer nach Dresden kommt, spürt sofort das Besondere, Eigentümliche und Faszinierende dieser viel gerühmten Kunst- und Barockstadt. Das Stadtbild wird geprägt von historischen Baudenkmälern wie der Semperoper, der Frauenkirche, der Hofkirche und dem Zwinger, einer kunstvollen Barockanlage, in der sich heute mehrere Museen befinden. Freuen Sie sich auf eine interessante Stadtführung. Nach dem Frischmachen in unserem Hotel halten wir am Abend noch einen letzten Höhepunkt für Sie bereit. Zum Nachtessen laden wir Sie heute ins bekannte Gewölberestaurant direkt neben der Frauenkirche. Freuen Sie sich auf einen gemütlichen Abend in den geschichtsträchtigen Gemäuern. 14. Tag, Sonntag 12. August 2018 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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46  MM48, 27.11.2017 | MIGROS-WELT

Früchte und Gemüse

«Wie immer alles frisch»

Die Gemüse- und Früchteabteilungen in den ­Migros-­Filialen vereinheitlichen die Verpackungen für viele Produkte unter dem Namen «Migros Fresca». Faik Celikovic (42), Teamleiter in der Filiale ­Brunaupark in Zürich, erklärt, was es damit auf sich hat.

Teamleiter Faik Celikovic mit den neuen Fresca-­ Verpackungen in der Filiale Brunaupark

Interview: Claudia Schmidt Bilder: Paolo Dutto

Faik Celikovic, seit ein paar Wochen haben viele Produkte in der Gemüse- und Früchte­ abteilung eine neue Verpackung. Hat das einen besonderen Grund? Ja, denn mit Migros Fresca haben wir die Gemüse- und Früchteverpackungen im Standardsortiment vereinheitlicht. Fresca löst unter anderem die Marke ­«Salatgarten» ab. Das macht sich in den ­Regalen bemerkbar: Alles wirkt jetzt ­homogener und harmonischer. Wofür steht Migros Fresca? Fresca steht für eine sehr breite Auswahl von regionalem Gemüse und frischen Früchten zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

­ isher hatten wir mehrere Brands, die B eine ähnliche Botschaft hatten. Jetzt fassen wir alles unter der neuen Marke ­zusammen. Natürlich ist wie immer alles frisch. Mit Migros Fresca können wir bereits beim Produ­zenten unsere ­hohen Qualitätsanforderungen besser ­sicherstellen. Ganz ohne Preisanstieg.

Deckt die Marke auch lose Ware ab? Nein, sie gilt nur für verpackte Waren, ähnlich wie die Marken M-Budget, Extra, Migros Sélection, Migros-Bio und TerraSuisse. Aber ähnlich wie bei loser Ware war unser Ziel, dass der Kunde sehr genau sieht, was er kauft. Die Verpackungen sind transparenter und machen bereits in der Filiale Appetit.

Das müssen Sie erklären. Durch den eigenständigen Auftritt ist bereits beim Verpacken der Ware klar, dass sie für die Migros bestimmt ist und dass höchste An­forderungen erfüllt werden müssen. Damit können wir uns von anderen Detailhändlern abheben.

Mit der Lancierung der neuen Marke wurde auch das Etikett grösser. Warum? Auch da haben wir vieles standardisiert und tragen neuen gesetzlichen Regelungen für die Auszeichnung der Produkte Rechnung. Die Lesbarkeit ist für den Kunden besonders wichtig. Alle relevanten Informationen sind


MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  47

deutlich grösser als vorher. Darüber freuen sich vor allem Kunden mit Sehschwäche.

Markenvielfalt

Zusätzlich zeigen einige Verpackungen das Label «Aus der Region. Für die R ­ egion.» Konkurrenziert sich das nicht? Nein, wir wollen es dem Kunden ja einfach machen und ihm zeigen: Dieses Produkt kommt aus der Region, ohne noch eine ­weitere Verpackung zu haben. Auf der Ver­ packung ist künftig übrigens bei ausge­ wählten Gemüse- und Obstsorten der Pro­ duzent abgebildet. Viele Menschen möchten gern Produkte aus der Region kaufen. Das erleichtern wir mit der doppelten ­Auszeichnung. MM

Diese Marken finden Sie in der ­Gemüse- und Früchteabteilung:

Gut zu wissen Sélection: Sorgfältig ausgewählte und qualitativ hochwer­tige Früchte und Gemüse, mit bestem Geschmack in ihrer Kategorie; Extra: kennzeichnet besonders grosse und schöne Exemplare von Obst und Gemüse; M-Budget: Die grün-weisse Verpackung steht für Qualität zu Tiefstpreisen mit optischer Toleranz, um «Food Waste» zu vermeiden.

Fresca Nüsslisalat «Aus der Region. Für die Region.» im Beutel (vormals «Salatgarten»)

Fresca Kopfsalat, im Beutel, (vormals «Salatgarten»)

Fresca Blondorangen, im Netz, 2 kg

Fresca Peperoni, im Beutel, 500 g

Fresca Kartoffeln, ­festkochend, in der Tragtasche, 2,5 kg

Fresca Zwiebeln, im Netz, 1 kg

Fresca Äpfel Gala, in der Schale*

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  49

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Zum Anbeissen herzig Grittibänze gehören zum Samichlaus wie das Rentier zum Schlitten – nicht nur in der Schweiz. Wir zeigen, wo Teigmänner in Europa beliebt sind und wie sie heissen.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder: Veronika Studer Rezept: Migusto  Styling: Andrea Pistorius

STEP-BY-STEP ZUM GRITTIBÄNZ IM TOLLEN VIDEO auf migusto.ch/BAENZ

Nicht nur Schablonen oder Ausstecher dienen der Herstellung e­ ines Grittibänz: F ­ ür die Gestaltung von Körper, Armen und Beinen eignet sich auch eine Schere.

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50  MM48, 27.11.2017 | MIGROS-WELT Topfgeschichte

Teigmänner hier und dort Schon seit Jahrhunderten kneten und flechten Bäcker zu besonderen Anlässen Gebäck in Form von Menschen oder Tieren. Sie werden als Gebildbrote bezeichnet – und dazu gehören auch die Teigmänner und -frauen, die wir gern an Samichlaus naschen. Aber nicht nur in der Schweiz, sondern auch im europäischen Ausland sind Grittibänze beliebt. Nur heissen sie dort ­anders, wie unsere Auflistung zeigt. Allen ist eines gemeinsam: Sie sind besonders fein, wenn sie aus der heimischen Backstube stammen.

Stutenkerle heissen die Teigmänner in Norddeutschland. Aber auch der Süden hat seine Grittibänze, dort werden sie einfach nur als Teigmänner oder als Weckmänner bezeichnet. In Bayern ist der Süsse als Krampus bekannt. In manchen ­Gegenden ist Klausenmann gebräuchlich. Die Bezeichnungen unterscheiden sich von Region zu Region. Als Ausstattung fast obligatorisch ist eine Pfeife aus Ton – allen Warnungen auf Raucherwaren zum Trotz.

Grittibänze kommen in der Schweiz in vielen Formen ­und mit unterschiedlichen Namen wie Grättimann, Grättimaa oder Elggermaa daher. Krea­tive Hobbybäcker verzieren ihre Werke mit Hagelzucker, Zweigen, Nüssen und Branches . Auch Grittifrauen sind heute beliebt.

Der Teufel («čert») ist Begleiter des St. Nikolaus («Mikuláš») in Tschechien, ebenso ein Engel («anděl»). Brave Kinder werden mit Süssigkeiten belohnt, die bösen steckt der Teufel in einen Sack und nimmt sie mit in die Hölle. Das Teufelchen gibt es auch in Teigform, zu erkennen an den Hörnern und am ange­ deuteten Schwanz. Früher wurde er mit Nelken verziert, heute ­bevorzugt man Rosinen.

Jean Bonhomme, Bonhomme oder im Elsass auch Mannela: Auch unsere französischen Nachbarn lieben die ­Teigmänner aus reichhaltigem Hefeteig. Sie verzieren sie allerdings nicht auf­ wendig, sondern gestalten sie puristisch, meist nur mit Weinbeeren. In Luxemburg werden übrigens Söhne des Nikolaus ­gebacken, genannt die Boxemännercher.


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Tipp PASTA UND SALAT VOM FEINSTEN Lasagne und Nüsslisalat mit Granatapfelkernen sind farblich und geschmacklich ein Traumpaar. Zusammen brillieren sie überdies als abgerundetes, sprich ausgewogenes Hauptgericht. Das Rezept dafür finden Sie auf migusto.ch und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.

3er-Pack

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3er-Pack

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Gelbflossenthunfisch, Wildfang aus den Malediven/Philippinen, per 100 g, 4.95 statt 6.30 20%

Alle Amaryllis-Blumenzwiebeln, z.B. rot, im Goldtopf, pro Stück, 15.90 statt 19.90 20%

Heublumenspeck «Aus der Region.», Zentralschweiz, Schale, per 100 g, 3.90 statt 4.90 20%

Bio-Weihnachtsstern, Topf, 19 cm, 19.90 statt 24.– 15%

Brot und Milchprodukte

Weitere Lebensmittel I am Hair Produkte im 3er-Pack, z.B. Intense Moisture Shampoo, 3 x 250 ml, 4.60 statt 6.90 33% **

Bio-Kohlrabi «Aus der Region.», pro Stück, 1.50 statt 2.50 40%

Alle Syoss- und SchwarzkopfColorationen, ab 2 Stück 20% **

Bio-Kürbis Oranger Knirps, Schweiz, per kg, 3.25 statt 4.90 33% Bio-Kürbis Butternuss, Schweiz, per kg, 3.65 statt 5.50 33% Bio-Kürbis geschnitten «Aus der Region.», per kg, 5.25 statt 7.90 33% Himbeeren, Spanien, Schale, 250 g, 3.80 statt 5.50 30%

Fisch, Fleisch und Geflügel

Alle Steinofen-Brote und -Kleinbrote, z.B. Bio-Twister hell, 360 g, 2.60 statt 3.30 20%

Finizza Pizza im 3er-Pack, Prosciutto, Mozzarella und Tonno, tiefgekühlt, z.B. Prosciutto, 3 x 330 g, 6.– statt 12.– 50%

Gesamtes Fatto KatzenstreuSortiment 20%

Alle Emmi Caffè Latte, z.B. Macchiato, 230 ml, 1.55 statt 1.95 20%

Agnesi Tragtasche, assortiert, 3 kg, 8.15 Hit

Alle Pial Reinigungsmittel, ab 2 Stück 30% **

Caprice des Dieux im Duo-Pack, 2 x 200 g, 5.65 statt 7.10 20%

Mini Mentos Fruit Mix, 525 g, 7.50 Hit

Anna’s Best Asia Nasi Goreng im Duo-Pack, 2 x 400 g, 9.40 statt 11.80 20% Zimt Preussen, 220 g, 2.– statt 2.50 20%

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  63

Profi-Tipp

Der Teig ist der Boss

Claudia Schmidt, Foodjournalistin

Klassiker

Grittibänze Zutaten für 2 Stück: 550 g Weissmehl 3 TL Salz 3 EL Zucker 80 g Butter, weich 3 dl Milch, lauwarm 1 Ei 20 g Hefe Mehl zum Auswallen Verzierung: Nüsse nach Belieben Hagelzucker nach Belieben getrocknete Cranberries nach Belieben 1 Ei zum Bestreichen Zubereitung

1. Mehl, Salz und Zucker mischen. Butter bei­geben. Milch, Ei und Hefe verrühren, beigeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig zugedeckt ca. 2 Stunden aufgehen lassen. 2. Teig in zwei gleich grosse Portionen teilen. Jede Portion auf wenig Mehl oval auswallen, mit einem Ausstecher oder einer Schablone ­Grittibänz ausschneiden. Aus den Teigresten ­Zöpfe für Haare und andere Verzierungen ­formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech ­legen. Grittbänze mit Nüssen, Hagelzucker und Cranberries nach Belieben verzieren. Bänze ca. 30 Minuten aufgehen lassen. 3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Ei verquirlen. Grittibänze damit bestreichen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. Tipp Die Vorlage für die Schablone gibt es gratis zum Download (URL siehe rechts).

Hefeteig umgibt die Aura des Mystischen: schwer zu hand­ haben, zickig wie eine Diva und unberechenbar. Alles Mythos! Hefeteig mag es warm und fühlt sich zwischen 23 und 34 Grad am wohlsten. Deshalb nehme ich für Hefeteig Zutaten, die Zimmertemperatur haben. Die heutigen Hefen sind recht robust und verzeihen Kontakt mit Salz oder das Auflösen in Zucker oder Milch zumeist problemlos. Wer Biohefe verwendet, muss mit einer längeren Teigruhe rechnen, denn sie ist kein Turbo­triebmittel. Generell gilt: Der Hefeteig ­benötigt so lange, wie er braucht, um aufzugehen. Optimal ist er, wenn man eine Fingerspitze leicht in den Teig drückt und die entstandene Delle nicht «zurückspringt». Springt der Teig wieder in seine Ursprungsform zurück, hat er noch nicht lange genug geruht. Man muss es ­einfach akzeptieren: Der Teig ist der Boss. Wer sich damit abfindet, wird mit herrlich luftigem Gebäck belohnt. MM

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  65

Frage der Woche

Genussreife Avocados weisen manchmal dunkle Verfärbungen im Fruchtfleisch auf. Woran liegt das, und kann ich die Früchte trotzdem essen? Avocados sind sehr empfindlich, es kann daher leicht zu­ Verfärbungen des Fruchtfleischs kommen. Dies passiert etwa durch Druck auf die Frucht. Aber auch spezielle Klimabedingungen im Produktions­gebiet können der Grund für die dunklen Flecken sein, zum Beispiel starker Regen nach einer langen T ­ rocken­periode. Wenn Pilze über den Stielansatz in die Frucht eindringen, kommt es ebenfalls zu Verfärbungen. Am besten schneidet man die dunklen Stellen aus der Frucht heraus – den Rest der Avocado kann man bedenkenlos geniessen. MM

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  67

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Jeden Tag ein Mümpfeli Alle Jahre wieder: Wer die originell ­verpackten Yummy-Schöggeli von Frey in der Adventszeit verschenkt, steigert bei den Kleinen die Vor­freude aufs Fest. Zum ­beliebten Advents­ kalender gesellen sich neu ein herziger Plüschpinguin mit Wollkäppli und ­buntem Snack-Mix, ein ­farbenfohes Häuschen mit einer süssen Weih­ nachts­mischung und ein buntes ­Kaleidoskop, das mit knisternden ­Spruso-Croquetten gefüllt ist.

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Bild: Christine Benz; Styling: Katja Rey

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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Yummy-­SchöggeliArtikel von Frey.


MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  69

Anna’s Best

Beim Apéro um die Welt reisen

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Wenn zur Weihnachtszeit ein Apéro ansteht, möchte man seinen Gästen trotz Zeitdrucks etwas Besonderes präsentieren. Mit den Beilagen von Anna’s Best gelingt im Handumdrehen eine festliche Tafel mit internationalen Favoriten: Dim Sum aus China, klassische Antipasti aus den Mittelmeerländern und drei Falafelsorten aus dem arabischen Raum bilden zusammen mit dem Fest­ tagssalat ein rundes Snackbuffet.

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Bild und Styling: Ruth Küng

... Salat?

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Anna’s Best Asia Dim Sum Sea Treasure with shrimps, 10 Stück, 250 g Fr. 6.90

Das Wort stammt wie das französische «salade» und das italienische «insalata» vom lateinischen Begriff «sallita» ab und heisst so viel wie «eingesalzen». Einst waren Salate durch Einsalzen haltbar gemachte Gerichte. Knackige, grüne Salatblätter wurden erstmals in einem Buch Ende des 17. Jahrhunderts erwähnt. Besonders beliebt waren sie damals schon in Grossbritannien und den Niederlanden.


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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  71

Vanessa Glässel ist Projekt­ leiterin Famigros und dreifache Mutter.

Vanessa Glässel

«Auch kleine Kinder haben grosse Freude am Basteln.» Vanessa Glässel, Projektleiterin Famigros

Famigros

Kreative Geschenkidee Möchten Sie und Ihre Kinder Verwandte und Bekannte an Weihnachten mit handgemachten Geschenken beglücken? Der Familienclub Famigros offeriert auf seiner Website zahlreiche Bastelideen und -tipps. Text: Angela Obrist

Bilder: Getty Images, LDD

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elbstgemachte Ge­ schenke kommen von Herzen, und das ge­ meinsame Basteln im Kreis der Familie hat grosses Spasspotenzial. In der oftmals hektischen Vorweihnachtszeit haben Eltern aber meist keine Musse, um sich kreative Bastel­ ideen auszudenken. Auch sind die jüngeren Familienmit­ glieder nicht immer motiviert, beim Basteln mitzumachen. Es geht aber auch anders. Mami und Papi entscheiden sich am besten für kleine, sinn­ volle Geschenkideen. Idealer­ weise beginnt man bereits frühzeitig mit den Bastelarbei­ ten und schliesst diese in meh­

reren Etappen ab. Dies emp­ fiehlt sich besonders, weil Kin­ der je nach Alter wenig Aus­ dauer haben (siehe Interview rechts). Bei geeigneten kleine­ ren Projekten kann das Kind das Basteln geniessen und sich bereits nach kurzer Zeit über ein Erfolgserlebnis und seine eigene Kreation freuen. Die Freude der Beschenkten ist meist am grössten, wenn sie ein handgemachtes Geschenk erhalten, das wirklich nützlich ist und ihnen im Alltag ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Famigros, der Famlienclub der Migros, hält zahlreiche krea­ tive Bastelideen bereit, die in überschaubarer Zeit und ohne

viel Aufwand umgesetzt wer­ den können. Besucher der Website www.famigros.ch finden unter dem Stichwort «Ausflüge und Freizeit» diverse Ideen für gebastelte Geschenke. Dort gibt es auch Tipps für gebastelte Dekora­ tionsobjekte, Spiele, Basteleien für Kindergeburtstage und ­vieles mehr. Die Ideen lassen sich nach geschätztem Zeit­ aufwand, Schwierigkeitsgrad und Anlass filtern. Wie wäre es beispielsweise mit tierischen Geschenkboxen, selbstgemachtem duftenden Badesalz oder dekorativen Winterlichtern? MM www.famigros.ch

«Simple, sinnvolle Bastelideen sind ideal» Wieso basteln Sie mit Ihren Kindern Geschenke? Meine Kinder möchten an Weihnachten an den Vorbe­ reitungen teilnehmen. Das gemeinsame Basteln fördert die Kreativität und ist oft eine lustige Sache. Auch kleine Kinder ab zwei Jahren haben grosse Freude am Basteln. Mit etwas Hilfe können sie mit dem Pinsel Dinge anmalen oder kleben. Wichtig ist, dass man Kleinkinder zeitlich nicht überfordert. Sie haben nicht die Ausdauer von Kinder­ garten- oder Schulkindern. Welche Tipps haben Sie, damit Basteln gelingt? Man kann sich früh über­legen, welche Bastel­arbeiten man umsetzen möchte. Eltern sollten sich nicht zu grosse Arbeiten vornehmen. Ideal sind kleine Projekte und Basteleien, die über mehrere Tage verteilt abgeschlossen werden können. Fehlende Geduld und Patzer gehören zum Basteln mit Kindern dazu. Werden die Kinder ihrer Aufgabe müde, kann man sie selber abschliessen und die kleinen Bastler zu einer Alter­ nativaufgabe motivieren, bei­ spielsweise Kärtchen zu den Geschenken zu gestalten.


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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  73

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Darm sei Dank Der Darm ist ein Wunderwerk der Natur, das gehegt und gepflegt werden will. Sanactiv bietet Produkte, die das sensible Organ bei seiner Arbeit unterstützen und dadurch unser Wohlbefinden fördern.

Verdauungsstörungen? Das ­Abführmittel mit ­Zitronengeschmack ist ein gut verträgliches Präparat, das auf natürliche Weise Verstopfung löst. Sanactiv Abführmittel, 10 Portionenbeutel Fr. 5.90

Sodbrennen und saures Aufstossen? Die Inhalts­ stoffe des Gels bilden im Magen eine schützende Barriere und verhindern das Aufsteigen der Magen­ säure in die Speiseröhre. Sanactiv Sodbrennen-Gel, 20 Stick à 10 ml Fr. 14.90 In grösseren Filialen

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Blähungen und Völlegefühl? Die Pastillen lindern die ­unangenehmen Folgen über­ flüssiger Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt. Sanactiv Magen-Darm-Pastillen, 30 Stück Fr. 7.80

Brennt und juckt es? Die Salbe lindert ­Hämorrhoidenleiden wie Brennen, Nässen oder Entzündungen und fördert die Wundheilung. Der beigefügte Applikator ermöglicht eine be­ queme Anwendung. Sanactiv ­Hämorrhoiden-Salbe, 30 g Fr. 8.20

iMpuls-Lesetipp

Wunderwerk Darm Der Darm ist ein Schwerst­ arbeiter. Mit seiner Funk­ tion steht und fällt unser gesamtes Wohlbefinden. Tipps, wie man ihn bei ­seiner Arbeit unterstützen kann, finden Sie auf www.migros-impuls.ch.

iMpuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.


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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  75

Tierwelt

... macht die Katze froh Ja, die Rede ist vom Katzenklo. Und damit das «stille Örtchen» das Büsi weiterhin glücklich macht, gilt es einiges zu beachten. Fünf Tipps dazu gibt es hier. Text: Melanie Michael

2

Privatsphäre, bitte! Das Katzenkistchen an einem vor Zugluft geschützten Ort platzieren, wo das Büsi in aller Ruhe sein Geschäft verrichten kann! Auch sollte es nicht in einem geschlossenen Raum stehen, schliesslich muss die Katze jederzeit ­Zugang haben.

Step-by-step Wenn Sie auf ein anderes Katzenstreu umsteigen, sollte es nach und nach mit dem alten Streu vermischt werden. So können sich die Katzen langsam ans neue Material gewöhnen.

Bild: Getty Images

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1

Täglich säubern Katzen sind reinliche Tiere und haben ­einen empfindlichen Geruchssinn: Daher sollten Kot und Urin täglich aus dem Kistchen entfernt werden. Das Streu sollte mindestens 10 Zentimeter dick eingefüllt werden.

Meins und deins Jede Katze sollte ihre ­eigene Toilette besitzen. Bei mehreren Katzen die Katzenklos nicht ­direkt nebeneinander platzieren – so werden Konflikte verhindert.

3

Upps ...! Sollte die Katze trotzdem einmal ausser­halb des Kistchens ihr G ­ eschäft ­erledigen, eignet sich für die Reinigung eine Lösung aus Alkohol, Wasser und Essig (zu gleichen Teilen).

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Wissenswertes

Drei Fakten über Katzen Sichere Landung Je tiefer Katzen fallen, desto höher ist ihre Chance, den Sturz zu überleben. Ab einer gewissen Fallhöhe werden sie nicht mehr schneller, entspannen sich und richten ihre Glieder optimal für die Landung aus. «Schnurrrrrr....» Studien zufolge schnurren Katzen nicht nur aus Wohlbefinden: Das Schnurren mit einer Schallfrequenz von rund 25 Hertz fördert auch das Knochenwachstum. Lieber hohe Töne Katzen bevorzugen Musik, die im selben, vergleichsweise hohen Frequenzbereich liegt, in dem sie auch untereinander kommunizieren. Quelle: Neon/Stern

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76  MM48, 27.11.2017 | MIGROS-WELT Dies und das

Praktisch, nützlich, schön Ob für ein Geschenk oder für sich selbst – die Migros überrascht mit kleineren und grösseren Produktideen für fast alle Fälle.

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

Misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit Wer die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung im Griff haben will, dem hilft dieses kleine Gerät.

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MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  77

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Er will doch bloss spielen So gross und stark wie er ist, hat der Teddy namens Felix doch nur eins im Sinn: ­kuscheln, ­kuscheln, kuscheln. ­Dabei kann man ihm auch ­Geheimnisse ­flüstern, denn er ­ist verschwiegen und treu. Felix Bär, H 150 cm* Fr. 89.–

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Genossenschaft Migros Luzern

Mit Produkten aus der Region. Für die Region.

Randen-Mousse Zubereitung: Randen schälen, 2 Scheiben zur Seite legen, den Rest in grobe Stücke schneiden. Vollrahm steif schlagen. Randen mit dem Frischkäse pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen. Schlagrahm unter das Randengemisch ziehen. Eingeweichte Gelatine ausdrücken, in einer Pfanne flüssig werden lassen und unter die Randenmasse mischen. In Gläser abfüllen und im Kühlschrank für mindestens 2 Stunden fest werden lassen. Crème fraîche mit etwas Meerrettich mischen und auch in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren restliche Randenscheiben in kleine Würfel schneiden. Das Mousse mit der Crème fraîche und den Randenwürfeln servieren.

Jeden Sonntag 18.55 Uhr

mit stündlicher Wiederholung

Alle Rezepte und alle Sendungen: www.jeannettekocht.ch

Migros-Einkaufsliste: Zutaten für 4 Personen • 1 Pack Randen, gedämpft (ca. 400 g) • 1 Becher Frischkäse (125 g) • 1 Becher Crème fraîche (125 g) • 2,5 dl Vollrahm • 2 Blätter Gelatine • etwas frischen Meerrettich • Salz, Pfeffer

Ein M regionaler.


MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  79

Menü der Woche

Rindfleisch aus der Region Rindfleischvogel an feiner Rotweinsauce mit Spätzli und glasierten Rüebli: Das ist das Wochenmenü bis 2. Dezember. Die AdR-Rindfleischvögel werden mit Fleisch aus der Zentralschweiz pro­duziert. Das Menü gibt es in allen Restaurants der Migros Luzern zum Preis von 13.90 Franken.

Freie Plätze! Kurs «Weihnachtliche Tischdekoration»: 2. Dezember, Sursee www.klubschule.ch

Bei so bunten Weihnachtsguetsli greifen Kinder gerne zu. Adventskurse

Kreative Ideen auf dem Guetsliblech Die Adventskurse der Klubschule Migros Luzern bringen Schwung in die Vorweihnachtszeit. Ein Highlight ist der Weihnachtsguetsli-Kurs. Text: Jaqueline Achermann

Bild: depositphotos

F

ür Inspiration abseits der Weihnachtshektik sorgt das Kursangebot der Klubschule Migros Luzern. In kurzweili­ gen Workshops werden Advents­ kränze gebunden, festliche Tisch­ dekorationen gestaltet und kleine Überraschungen aus der Küche kreiert. Besonders feiner Duft strömt am kommenden Samstag,

2. Dezember, zwischen 10 und 14 Uhr aus der Backstube an der Her­ tensteinstrasse in Luzern: Dann holt Remo Hecht, Bäckermeister aus Zell, seine speziellen Kreationen aus dem Ofen. «Der Weih­ nachtsguetsli-Kurs der Klubschule ist für mich ein Highlight», sagt er. «Nebst traditionellem Gebäck fertigen wir auf Wunsch auch

spe­zielle Sorten, zum Beispiel für Menschen mit Glutenintoleranz.» Ob zum Verschenken oder zum Selberessen: Die Menge, die wäh­ rend der vier Stunden produziert wird, reicht bestimmt für die ganze Familie. MM Info und Anmeldung: www.klubschule.ch, Suchwort «Advent»; Telefon 041 418 66 66

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«Wissen» schenken Lassen die Koch­ künste des Partners zu wünschen übrig? Könnte die Schwiegermutter einen Smartphone-Kurs gebrauchen? Oder möchte man den Bruder zu mehr Sport bewegen? Eine Geschenkkarte der Klubschule Migros ist das ideale Geschenk für alle, die schon alles haben – aber noch nicht alles können. Erhältlich in den Klubschulen und in grösseren Migros-Filialen. www.klubschule.ch/ geschenkkarte


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Video zur ChlaussäckliProduktion: migrosluzern.ch

Advent

BSZ-Mitarbeiterin Margrith Wintsch mit einem frisch befüllten Chlaussäckli

Handverlesen

Hilfe für den Samichlaus Bald beginnt die Adventszeit. Da darf auch der Samichlaus nicht fehlen. Und er bekommt tatkräftige Unterstützung – von Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen, die für die BSZ-Stiftung im Kanton Schwyz und die Migros Luzern Chlaussäckli pro­duzieren. «Wir freuen uns, dass wir mit der Herstellung der Säckli Menschen mit einer Beeinträchtigung eine sinnvolle Beschäftigung ermöglichen können», sagt Daniel Müller, der bei der Migros Luzern für die Backwaren zuständig ist. Weihnachtsguetsli wie Mailänderli oder Orangentaler werden von Hand gebacken und mit Nüssen und Süssigkeiten in die eigens bedruckten Jutensäcke gefüllt. Rund 34 000 handge­fertigte Chlaussäcke liefert die Stiftung an Kunden wie die Migros Luzern – neun Tonnen süsse Leckereien und rund fünf Tonnen Erd- und Baumnüsse werden dafür ver­ arbeitet. Die Chlaussäckli sind in allen grösseren Filialen der Migros Luzern erhältlich.

Bald kommt Stimmung auf

Während der Adventszeit wird in den grösseren Einkaufscentern der Region fleissig musiziert und gebacken. Die Migros Luzern sorgt mit Märlibus und Indoor-Eisfeld für Highlights. Die Aktivitäten im Überlick. Text: Christoph Riebli

Einkaufscenter Zugerland, Steinhausen • Samichlaus und Schmutzli: Am 6. Dezember, 13–16 Uhr, verteilen Samichlaus und Schmutzli auf der oberen Verkaufsebene frische Grittibänze. • Spitzbuben verzieren: Am 13. Dezember, 13–17 Uhr, und 16. Dezember, 10–16 Uhr, auf der oberen Verkaufsebene. • Weihnachtsmarkt Do it + Garden Migros Infos: www.ekz-zugerland.ch

Einkaufscenter Surseepark Programm vom 16./ 17. Dezember: • Tischdeko-Ideen: Eine Expertin zeigt viele tolle Tipps und Ideen für Adventstischdekorationen. 1. OG im Surseepark I, 10–16 Uhr

• Guetsli verzieren: Kleine Besucher dekorieren ihre eigenen Mailänderlisterne. Kostenlos für Kinder von 5 bis 12 Jahren. 2. OG im Surseepark I, 10–16 Uhr • Weihnachtsmusik: Die Gruppe «The Band of Santa Claus» sorgt für Weihnachtsstimmung. Erdgeschoss im Surseepark I, um 11, 13 und 15 Uhr • Kerzenziehen: Die Jungwacht Sursee lädt zum Kerzenziehen ein. Zwischen Surseepark II und III, 10–16 Uhr • Weihnachtsmarkt Do it + Garden Migros Infos: www.surseepark.ch

Einkaufscenter Länderpark, Stans • Märlibus: Vom 25. November bis

23. Dezember tauchen die Kinder im Märlibus während der rund 40-minütigen Fahrt in eine weihnachtliche Märchenwelt ein. Gratistickets sind beim MigrosKundendienst erhältlich • Indoor-Eisfeld: Vom 4. Dezember bis 2. Januar 2018 ist auf der untersten Verkaufsebene Schlittschuhplausch für Gross und Klein auf dem Indoor-Eisfeld angesagt. • Weihnachtsmarkt Do it + Garden Migros Infos: www.laenderpark.ch

Einkaufscenter Urnertor, Bürglen • Samichlaus und Schmutzli: zu Besuch am 8. Dezember, 13–16 Uhr. Für Kinder gibts gratis


MIGROS-WELT | MM48, 27.11.2017  81

Tickets für die Weihnachtskonzerte www.migrosluzern.ch

Der Weihnachtsbaum bei der Luzerner Hofkirche ist ein Engagement des MigrosKulturprozents. Kulturprozent

Unterstützung im Advent Das Kulturprozent der Migros Luzern unterstützt auch dieses Jahr diverse Anlässe in der Weihnachtszeit und verlost Eintrittskarten für Weihnachtskonzerte. Eine Auswahl. Auch im Länderpark Stans zieht Adventsstimmung ein.

eine Runde auf dem Karussell. Infos: www.urnertor-buerglen.ch

Einkaufscenter Sarnen-Center • Samichlaus und Schmutzli: zu Besuch am 3. Dezember, 13–15 Uhr. Es gibt Glühwein, Punsch und heisse Marroni . Infos: www.sarnencenter.ch

Bilder: Urs Naef, zVg

Einkaufscenter Dorfmärt, Wolhusen • Samichlaus und Schmutzli: Am 6. Dezember, 14–18 Uhr, erhalten alle Kinder ein fein gefülltes Chlaussäckli. Infos: www.dorfmaert.ch

Einkaufscenter Seetal-Center, Hochdorf • Engel-Schlüsselanhänger basteln:

am 6. Dezember, 13–17 Uhr, für Gross und Klein. Das Angebot ist kostenlos. Infos: www.seetalcenter.ch

Mythen Center, Schwyz • Samichlaus und Schmutzli: Am 2. Dezember, 10–12 Uhr und 14–17 Uhr • Schoggi-Adventsbasteln: Am 8. Dezember, 9–12 Uhr und 14–17 Uhr, (Unkostenbeitrag: 2 Franken) • Weihnachts-Truck: Am 9. Dezember, 13.30–18 Uhr, ist der Coca-Cola-WeihnachtsTruck zu Besuch. • Schlagerkonzert: mit Leonard am 17. Dezember um 11, 13 und 15 Uhr Infos: www.mythen-center.ch

Kulturadventskalender in Baar:

Jeden Tag eine kulturelle Überraschung – von Kulturschaffenden aus der Region und Vereinen aus Baar. Das ist das Motto des Baarer Kulturkalenders, der mit Darbietungen vom 1. bis 23. Dezember ( jeweils 18– 18.30 Uhr in der Z-Galerie) den Adventsalltag bereichert. Im Anschluss an die Vorstellungen gibt es selbstgemachten Punsch und Guetsli. Märlisunntig in Zug:

Der Zuger Märlisunntig findet am 10. Dezember, von 14 bis 18 Uhr, statt. An diesem Tag verwandelt sich die Altstadt von Zug in ein Märchenland. Rund 30 Märchenstuben, Gaukler, Zauberer, Musikanten, Samichlausgruppen, Feuerschlucker und viele Darbietende mehr laden zum Staunen ein. Zum Abschluss gibt es einen Umzug mit

«Geissle­chlöpfer» und sogar ein kleines Feuerwerk. Winterkonzerte in Uri:

In der Mehrzweckhalle in Seedorf veranstalten die Kreisprimarschule Seedorf-Bauen und der Musikverein Seedorf am 15. und 16. Dezember (19 Uhr respektive 14 und 19 Uhr) drei Weihnachtskonzerte. 230 Kinder der Kreisprimarschule Seedorf werden gemeinsam mit dem über 60-köpfigen Blas­ orchester musikalische Weihnachtsstimmung verbreiten. Weihnachtskonzert im KKL: Am 23. Dezember, 17 Uhr,

führt das Bach-Ensemble Luzern mit Chor, Orchester und Solisten das festliche Weihnachts­oratorium im KKL Luzern auf. Ein stimmungs­ voller Abend, an dem man dem Vorweihnachtsstress entfliehen kann. MM


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Leben MM48

Richtig oder falsch?

Das richtige Umgraben von Beeten dämmt die Schneckenplage ein.

1, 2 oder 3?

Monica Müller (43) hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Als Kind liebte ich den selbst gebastelten Adventskalender meiner Mutter. Also gestaltete ich für den Grossen, als er drei Jahre alt war, auch einen. Übers Jahr sammelte ich Kleinigkeiten und verpackte sie liebevoll. Ich war sehr angetan vom Resultat. Leider fand der Grosse (7), er hätte lieber einen Schoggikalender – wie der Nachbars­bub. Ein Jahr später machte ich mich erneut ans Werk. Diesmal sagte er, der Lego-«Star Wars»-Kalender des Nachbarsbuben sei cooler. Beleidigt kaufte ich zweimal in Folge den gleichen «Star Wars»-Kalender. Der Grosse fands toll. Kürzlich fragte er mich überraschend: «Bastelst du mir wieder einen Adventskalender wie früher?» Und jetzt? 1   Die Chance hat er sich verspielt. Es gibt den Lego-«Star Wars»-Adventskalender

zum Dritten. Dann hat Yoda auch endlich wieder sein Laserschwert.

2   Ich mache wieder einen Adventskalender, gehe aber pragmatischer vor. Die neue

Zahnbürste kommt ebenso rein wie die verbliebenen Halloween-Süssigkeiten. 3   Endlich darf ich wieder ans Werk! Ich lege so munter los wie beim ersten Mal.

Antwort 2: Ich mache den Kalender gern nochmals, auch ein bisschen für mich. Aber ich möchte nicht Dinge verschenken, die einfach nur rumliegen. Vielleicht packe ich auch ein paar Legos aus dem «Star Wars»-Universum ein, ob er es wohl merkt?

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Adventskalender

Richtig! Die gefürch­ teten roten Weg­ schnecken sind bestrebt, ihr Gelege möglichst tief in die Erde zu bringen, wo sie auch selber überwintern. Bei umgestochenen Schollen wird das für sie besonders leicht, da sie hier gut zwischendurchschlüpfen können – und das gilt es zu ­vermeiden. Denn tief in der Erde sind Schnecken und Schnecken­eier vor Frost und natürlichen Fressfeinden geschützt. Darum ­erscheinen sie im Frühjahr umso zahl­ reicher. Wer dagegen seine Beete erst nach den ersten Frösten ­lockert, befördert überwinternde Schnecken und Eier an die Ober­ fläche, wo sie der rauen ­Witterung erliegen. Darum gilt: Wer im ­folgenden Jahr ­schneckenfrei gärtnern will, checkt vor dem Umgraben seiner Beete den Wetterbericht.

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86  MM48, 27.11.2017 | LEBEN

Reisen

Auge in Auge mit Kenias Riesen Safari abseits grosser Touristenströme? «Hakuna Matata!» – «kein Problem!» Im M ­ eru-Nationalpark und um den legendären Mount Kenya lässt sich Afrikas faszinierende Tierwelt noch ganz ungestört beobachten. Text und Bilder: Silja Kornacher

S

chon beim Aussteigen aus dem Flugzeug schlägt einem der Ge­ ruch von nassen Äckern und Rauch entgegen. So riecht also Afrikas rote Erde während der Regenzeit. Trockene Step­ pen, gelbe Landschaft? Fehl­ anzeige! Im November und von März bis Mai ist Kenia ausser­ gewöhnlich grün. Teeplantagen, Reisfelder, Palmenwälder und üppige Wiesen prägen die Land­ schaft. Dafür birgt die Regenzeit eine andere Gefahr: «Black ­cotton soil», schwarze Erde, die durch den Regenfall rutschig

wie Schmierseife wird. Im Meru-­ Nationalpark im Zentrum des Landes, bringt sie den Jeep ordentlich ins Schlingern. «African massage!», scherzt Fahrer Julius Okatch (48). Er verliert auch nach einem platten Reifen und einer Strassensperre wegen Demonstrationen seine gute Laune nicht. Sogar als der Jeep dann endgültig in der Erde stecken bleibt, ist Julius die Ruhe selbst. «Hakuna Matata», Suaheli für «kein Problem», meint er dazu nur, befestigt den Wagen mit einem Seil an der nächsten Akazie und zieht ihn

so aus dem Schlamm. «Das ­haben die Geister so gewollt», meint der Familienvater. Und tatsächlich: Als wir an einem Kontrollposten im Park halten, deutet der Ranger, bewaffnet mit einem Gewehr, plötzlich aufgeregt zum Himmel. Und da bietet sich ein atemberaubendes Spektakel: Ein Feuerball zischt über den klaren Sternenhimmel und verglüht erst nach zehn ­Sekunden. Julius ist zufrieden. Die Geister wollten also, dass wir einen Kometen sehen. Jetzt dauere es nur noch zehn Minu­ ten bis zur Lodge, versichert uns

der Ranger. Doch wie sich her­ ausstellt, muss man kenianische Zeitangaben besonders nach Sonnenuntergang nicht beson­ ders ernst nehmen. «Wir orientieren uns am Schatten. Ist der weg, verlieren wir unser Zeitgefühl», erklärt Julius. Und so werden aus «only ten minutes» 50 Minuten. Das «Rhino River Camp» liegt mitten im Busch und grenzt an ein Nashorn-Reservat. Besucher der Lodge übernachten in einem der sechs Zelte, die komfortabel eingerichtet und mit Holzboden unterlegt sind. Nur ein Moskito­


LEBEN | MM48, 27.11.2017  87

Tipps

Punkten Sie mit Suaheli Anreise: Swiss fliegt täglich von Zürich nach Nairobi. Der Flug dauert rund acht Stunden und kostet ab 650 Franken. Planen Sie genug Zeit ein, um mit dem Auto von A nach B zu kommen: Der Verkehr ist zäh, unvorher­ gesehene Ereignisse werfen den Fahrplan oft über den Haufen. Wenn es das Budget erlaubt, empfiehlt sich ein In­ landflug von Nairobis Wilson-Airport in einen der Nationalparks oder an die Küste.

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Sie wollen mit ein paar Wörtern Suaheli punk­ ten? Begrüssen Sie die Menschen mit «Jambo» («Hallo, wie gehts?») und bedanken Sie sich mit «Asante sana». Und: «Hakuna matata» geht immer.

3

4

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netz schützt vor den Tieren. Und zum Glück sind da auch noch die Askari, die Wächter, die man notfalls mit einem ­Taschenlampenschwenk zu sich rufen kann. An die nächtliche ­Geräuschkulisse im Camp muss man sich erst gewöhnen: Der Fluss rauscht, Vögel zwitschern, Grillen zirpen, Affen streiten sich, und ab und zu kreischt ein Bush-Baby, eine Art Lemur, das auch mal abends beim Znacht das Brötchen vom Teller stibitzt, wenn man nicht aufpasst. Am nächsten Morgen beginnt dann im Meru-Nationalpark die

1 Neugierige Giraffen im Solio Reservat; 2 Guide Daniel mit traditionellem Massai-Schmuck; 3 Elefant im Meru-Nationalpark; 4 Oase im Naturschutzgebiet: das Rhino River Camp

Suche nach den Big Five. Der Name stammt aus der Zeit der Grosswildjäger: Büffel, Löwe, Leopard, Elefant und Nashorn waren am gefährlichsten zum Jagen, brachten aber als Trophäen umso mehr Ruhm und Ehre. Afrikanische Kopfmassage

Der Meru-Nationalpark ist ein Insidertipp unter Safarifans. Im Gegensatz zum touris­tischen Masai Mara trifft man hier ­selten auf einen anderen Jeep. In das 870 Quadratkilometer grosse Naturschutzgebiet kommen auch in der Hauptsaison täglich

nur rund 20 Besucher. So ist man auf einem «Game Drive», einer Safari-Tour, ganz ­allein mit der Wildnis. Und bekommt einiges zu sehen: Hier trabt eine Z ­ ebra­herde vorbei, da kratzt sich ein Elefant an einer Palme, zwei Wasserbüffel kreuzen krachend ihre Hörner, und in der Ferne sieht man Löwenköpfe aus dem Steppengras lugen. Unser Safari-Guide Daniel gehört zum Stamm der Massai. Das verrät sein auffälliger Kopfschmuck aus bunten Perlen. Seinen Geburtstag kennt er nicht genau, er weiss nur, dass

Ornithologen kommen zwischen Oktober und April voll auf ihre Kosten. Wenn Sie die üppige Pflanzenwelt ­bewundern möchten, reisen Sie besser in der Regenzeit nach Kenia, zum Beispiel im Novem­ ber. Wollen Sie die Tiermigrationen erleben, empfiehlt sich die Zeit von Juni bis November. Kenia exportiert hauptsächlich Kaffee und Tee. Wenn Sie sich fragen, wie das geliebte Morgengetränk vom Strauch in die Tasse kommt, dann schauen Sie auf einer Kaffee-­ plantage vorbei. Schützen Sie sich in Kenia gut gegen ­Mücken. Lange Kleider, Mückenspray und ­Medikamente gegen Malaria gehören ins ­Reisegepäck.


88  MM48, 27.11.2017 | LEBEN

er zur Dürrezeit im Jahr 1990 geboren wurde. Kenianer haben zwei Vornamen: Einen englischen, meist biblischen Namen, und ­einen traditionellen Namen in Suaheli. Dieser bezieht sich meist auf die Regen- oder Dürre­ zeit. Viele Kinder werden aber auch nach Prominenten benannt, erzählt uns Daniel. 2008 wurden zum Beispiel viele Babys Obama genannt. Und jetzt heis­ sen die ersten Kinder Trump. In Kenia leben 42 Stämme mehr oder weniger friedlich ­nebeneinander. Jeder Stamm hat seine eigenen Merkmale. Die Kukuyu zum Beispiel, der grösste Stamm, gelten als tüch­ tige Geschäftsleute, während die Massai vor allem als Viehhirten bekannt sind. So fragt uns Daniel, wie viele Kühe für eine

Schweizer Braut gezahlt werden. «10? 15?», will er wissen und versteht das Gelächter der Schweizer Touristen nicht. In den Dörfern sorgen alle 100 Meter Bodenwellen dafür, dass die Autos nicht zu schnell fahren. Übersieht man eine davon, riskiert man, sich am Überrollbügel des Jeeps eine Beule zu holen. Afrikanische Kopf­ massage, sozusagen. So etwas wie öffentlicher Verkehr existiert in Kenia kaum. Zwischen den Dörfern verkehren bunte Minibusse. Sie sind oft rappelvoll und werden aufgrund der Verspätungen und Pannen ­«Matatu» («Probleme») genannt. Kampf gegen die Elfenbeinmafia

Die Fahrt zur nächsten Unterkunft führt uns über die Äqua­

torlinie, vorbei an Kaffee- und Teeplantagen, Jugendlichen auf viel zu grossen rostigen Fahr­ rädern, fröhlich winkenden ­Kindern, Geschäftsmännern in ­Anzügen oder mit schwerer Holzfracht beladenen Frauen. Vier (Schweizer) Autostunden entfernt von Meru liegt ­Solio, ein Nationalpark am F ­ uss des 5199 Meter hohen Mount Kenya. Die Landschaft hier ist atem­ beraubend. Ein Nashorn grast unter den Gelbfieberbäumen, prächtig gefiederte Vögel fliegen in S ­ charen um die Dornbüsche. «Ein Nashorn rennt schneller als Usain Bolt!», e­ rzählt uns der Wissenschaftler F ­ elix Patton abends am Kamin­feuer in der Rhino Watch ­Lodge. Er muss es wissen, schliesslich begann die Liebesgeschichte zwischen ihm

und seiner Frau Petra, als sie vor 16 Jahren auf der Flucht vor einem Nashorn auf denselben Baum kletterten. Felix und Petra Patton haben sich ganz dem Tierschutz verschrieben. Sie gleichen abends die Fotos, die ihnen die Touristen geben, mit ihrer Datenbank ab. Anhand von kleinen Merkmalen identifizieren sie Nashörner, ­Löwen oder Giraffen. Nashörner zum Beispiel haben eine einzigartige Augenpartie, ihre Augenfalten sind so unverwechselbar wie ein menschlicher Finger­ abdruck. Löwen erkennt man an der Anordnung ihrer Schnurrhaare. So merkt das ­Ehepaar schnell, wenn eines der Tiere fehlt – ein An­zeichen dafür, dass Wilderer unterwegs sein könnten. Seite 91

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1 Typisch Kenia: Mofas fehlen auf keinem Marktplatz. 2 Kamen sich auf der Flucht vor einem Nashorn näher: Petra und Felix Patton. 3 Beeindruckende Tiere: Breitmaulnashörner grasen im Solio-Nationalpark.

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Zum Glück gibt es Menschen wie die Pattons, die sich für den Nashornschutz einsetzen. Zwar wurde die Grosswildjagd in ­Kenia 1977 verboten. Doch die Wilderei lässt sich nicht so einfach verhindern. ­Besonders auf Nashörner und Elefanten haben es die Wilderer abgesehen. Das Horn eines Nashorns gilt zum Beispiel in Vietnam als Statussymbol und wird ausserdem in der Chinesischen Medizin verwendet. Auch die Jagd auf Elfenbein ist mafiös organisiert. Alle 15 Minuten wird ein Elefant ­getötet. Wenn das so weitergeht, werden die Dickhäuter dieses Jahrhundert nicht überleben. Kenias Regierung hat reagiert: Mittlerweile gibt es auf Wilderei lebenslange Gefängnisstrafen. Als Zeichen gegen den Schwarzmarkthandel ­verbrannte die Regierung Ende April 2016 rund 105 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein. Doch um die Wilderei einzudämmen, ist eine kostspielige technische Aufrüstung mit Nachtsichtgeräten und Drohnen nötig. Die Park-Ranger riskieren für den Schutz der Tiere ihr Leben, denn Wilderer schrecken nicht vor Gewalt zurück. Zu lukrativ ist das Geschäft. Verliebt in die Wildnis

Es sei schade, dass die Kenianer im Naturschutz wenig vorausgedacht hätten, meint die Schweizerin Elvira Wolfer (57). Seit 1999 lebt sie als Safari­ veranstalterin in Nairobi. Ihre

Kenia

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Lebt seit 1999 als Safariveranstalterin in Kenia: Elvira Wolfer

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Firma «Bush Trucker Tours » hat drei Angestellte und ist vor allem auf Individualreisen spezialisiert. Die ehemalige UBS-Bankerin verliebte sich 1993 bei ihrer ersten Zeltsafari in Kenias Wildnis. Eine Tier­ freundin sei sie schon immer gewesen, sagt sie. Sie ist auf ­einem Bauernhof im Zürcher Oberland aufgewachsen, war 20 Jahre lang eine passionierte Reiterin und hat Hunde trainiert. Die Anforderungen von Elvira Wolfer an ihre Safari-­ Guides sind hoch: «Wer nichts über das Sozialverhalten von Zebramangusten oder drei Unter­schiede zwischen Ameisen und Termiten weiss, fällt durch», sagt sie. Sie selbst hat sich ihr Wissen vor allem ­lesend an­geeignet. «Die Kenianer strahlen eine Ruhe aus, die wir nicht haben», stellt Elvira Wolfer fest. «Sie

leben die Hakuna-­MatataMentalität: Mach dir keine Sorgen, Gott wird es schon lösen.» Dafür hätten sie es mit der Planung nicht so. «Wenn wir zelten gehen, schreibe ich lieber eine Pack­liste nach Schweizer ­Manier», schmunzelt sie. In der Schweiz war Elvira Wolfer seit 13 Jahren nicht mehr: «Es zieht mich einfach nicht zurück!» Nur die Giandor-Schoggi der Migros vermisse sie. Dafür wird sie mit einzig­ artigen Erlebnissen entschädigt. Das speziellste Tier, das sie in Kenia je gesehen hat, ist der Honigdachs. Er bricht mit seinen langen Krallen gern in die Küchen der Lodges ein, wenn man nicht entsprechend vorsorgt. Aber eben, auch beim grössten Durcheinander gilt in Kenia: Hakuna Matata. MM Die Recherche dieser Reise wurde ­unterstützt vom Kenya Tourism Board.

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Schlechtes Grosskind Ich besuche meine Grosis viel zu selten und fühle mich furchtbar deswegen. Vor allem, weil ich nicht mal wirklich eine ­anständige Entschuldigung dafür habe. Die beiden wohnen eineinhalb Stunden von ­Zürich entfernt. Ich habe ein GA. Ich kann gehen. Und ich könnte mir – rein ­theoretisch – auch ab und zu mal einen Nachmittag für die Frauen, denen ich notabene mein Leben verdanke, ­freischaufeln.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (28) glaubt an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

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Zugegeben: Besuche bei Grosseltern ­kommen bezüglich Action und Nerven­ kitzel nicht gerade an einen Thriller heran. Und ja, das v­ orübergehend beruhigte schlechte Gewissen wird einem mit der Standard­verab­schiedung «Wann kommst du denn wieder?» gleich wieder mitgegeben. Aber so ein Besuch gibt einem viel. Mein Ostschweizer Grosi macht die besten Apfelküchlein der Welt und hat vor einigen Jahren noch gelernt, einen Computer zu ­bedienen – seither sind ihre Weihnachtskarten next level. Das andere Grosi riecht nach Lavendel und sieht aus wie eine Fee. Wenn ich mit beiden spreche, lerne ich meine ­Wurzeln, meine Familiengeschichte und mich selbst besser kennen. Das dürften 90 Zugminuten wert sein. MM

Mit meiner wenig ehrenhaften Zeit­­ein­teilung bin ich nicht allein. Fragt man die Menschen in seinem ­­ Umfeld, wie oft sie ihre Grosseltern ­besuchen, kann man z­ usehen, wie sich das schlechte Gewissen auf ihren ­Gesichtern breitmacht. Die Entschul­digungen sind ­immer dieselben. Meistens ists der Stress im Büro.

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Busfahrt am Morgen nach Genua Civitavecchia/Rom, Italien 07.00 – 18.00 08.10.18 Marseille, Frankreich 12.00 – 18.00 09.10.18 Barcelona, Spanien 08.00 – 18.00 11.10.18 Cadiz, Spanien 08.00 – 18.00 12.10.18 Lissabon, Portugal 09.00- 18.00 15.-16.10.18 Ponta Delgada, Azoren 08.00 – 14.00 20.-22.10.18 King’s Wharf, Bermuda 18.00 – 12.00 24.-25.10.18 New York, USA 08.00 – 18.00 28.10.18 Miami, USA, Ausschiffung, Stadtrundfahrt in Miami,

So viel ist inbegriffen: • Busanreise Schweiz– Genua • Erlebnis-Kreuzfahrt • deutschsprachige Bordhostess • Vollpension an Bord • Unterhaltungsprogramm • Stadtrundfahrt Miami • Nonstopflug mit Swiss nach Zürich • Alle Hafen-/ Flughafentaxen.

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Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen biometrischen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss.

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94  MM48, 27.11.2017 | LEBEN

Tipps

Bewegung bei kalten Temperaturen Intensität: Die Intensität der ­Betätigung sollte der Aussentem­ peratur an­gepasst werden. Wer an Asthma oder Herz-Kreislauf-Er­ krankungen leidet, sollte intensive Trainings zuerst mit dem Arzt ­besprechen. Bekleidung: Mütze, Handschu­ he, Funktions­ kleidung und gutes Schuhwerk sind wichtige Begleiter. Sonnenschutz: Wer in der Höhe trainiert, sollte auf entsprechenden Sonnenschutz achten.

Dr. med. Walter Kistler, Allgemeine Innere Medizin FMH, Sportmedizin SGSM, Leiter Medizin ­Medbase St. Gallen Einstein

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Gesundheit

Aktiv der Kälte trotzen

Die Tage sind kurz und kalt, der Nebel drückt auf die Stimmung. Und mit den fallenden Temperaturen sinkt oft auch die Motivation, sich im Freien zu bewegen. Dabei wäre genau das die beste Prävention gegen Grippe und Erkältung. Text: Walter Kistler

D

er Mythos hält sich ­hartnäckig in vielen ­Köpfen: Körperliche ­Betätigung bei tiefen Temperaturen sei nicht gut für die Gesundheit. Doch was könnte ­dabei passieren? Man weiss heute, dass regelmässiges Ausdauer­ training bei k ­ älteren Tempera­ turen das Risiko, an einer Grippe oder Erkältung zu erkranken, ­deutlich senkt. Zudem stabilisiert sich das seelische Gleichgewicht – depressiven Verstimmungen k ­ ann man auf diese Weise erfolgreich begegnen.

Es gibt doch nichts Besseres, als bei frisch gefallenem Schnee und klirrender Kälte die Schön­ heiten der Natur zu Fuss oder mit den Skiern zu erkunden. Einige Ratschläge sollte man sich aber trotzdem zu Herzen nehmen. Dehnen im Warmen

Je tiefer die Temperaturen sind, desto mehr sollte man die Bewe­ gungen drosseln. Bei rund fünf Grad bestehen in der Regel keine Probleme, bei Temperaturen darunter sollte man das Training leicht reduzieren. Ab minus

15 Grad ist es besser, auf intensive Belastungen zu verzichten. Einem ausgedehnten Winterspaziergang steht aber auch dann nichts im Weg. Wer Lust auf etwas Intensiveres hat, sollte sich indoor aufwärmen und auch Dehnübungen im War­ men ausführen. Weil die Luft sehr trocken ist, belasten tiefere Temperaturen die Lungen und den NasenRachen-Raum stärker. Wer an Asthma oder Herz-KreislaufErkrankungen l­ eidet, sollte des­ halb im Winter mit intensiven ­Belastungen ­vorsichtig sein und


LEBEN | MM48, 27.11.2017  95

Stundenlanges Fernsehen steigert das Risiko von Lungenembolien. Gesünder wäre es, sich beim TV-Konsum zu bewegen. News aus der Welt der Medizin

Darum schadet zu viel Fernsehen Personen, die viel TV schauen, haben ein fast doppelt so hohes Risiko für eine Lungenembolie wie die­ jenigen, die selten oder nie gucken. Dies gilt auch für TV-­Konsumenten, die sich ansonsten ausreichend bewegen. Denn das Ungesunde am Fernsehkonsum sind die Snacks, die dabei gern verzehrt werden, und das lange Stillsitzen. Eine Studien­autorin rät, beim Fernsehen auf dem Hometrainer zu trainieren. Quelle: «American Heart Association Meeting» Link zur Studie: www.migmag.ch/embolie

Kälte, Schnee und Eis sind kein Grund, auf Outdoorsport zu ­verzichten.

Bilder: Tim Robberts/Getty Images, zVG, Getty Images

Jetzt auf iMpuls

die Situation mit seinem Arzt besprechen. Wichtig ist zudem eine den Temperaturen angepasste Sportbe­kleidung. Bewährt haben sich Funktionskleider, die man nach dem Zwiebelschalenmodell an- und ausziehen kann. Ideal sind auch Windstopper und g­ rif ­fi ge, wasserdichte Schuhe. Und wer sich in der Dunkelheit sportlich betätigt, sollte auf jeden Fall Stirnlampe und Reflektoren tragen. Dann steht dem winter­lichen Outdoor-Vergnügen nichts mehr im Weg. MM

Sport treiben in feuchter Luft Sport bei Kälte ist das eine. Ist es neblig, kommt noch Feuchtigkeit hinzu. Was es dabei zu beachten gilt, lesen Sie auf www.migros-impuls.ch/sport-trotznebel

Unnötige Behandlungen

Ein Fünftel von dem, was Medi­ ziner machen oder verordnen, ist überflüssig und unnötig – sagen die Ärzte selbst in einer Umfrage. Ein Grund, warum sie es trotzdem tun, sei häufig Druck vonseiten der Patienten. Über zwei Drittel der rund 2100 in den USA befragten ­Mediziner sind zudem davon überzeugt, dass mehr Unnöti­ ges gemacht werde, wenn der Arzt daran verdient. Quelle: «PLoS ONE» Link zur Studie: www.migmag.ch/aerzte

Wann man im Schlaf lernt iMpuls ist die neue Gesund­ heitsinitiative der Migros.

Während der sogenannten REM-­ Phase im Schlaf, also wenn sich die Augen unter den Lidern ­bewegen, können Schlafende

das, was sie hören, ins Gedächt­ nis aufnehmen. Das gilt auch während des leichten NichtREM-Schlafs. In diesen beiden Phasen lässt sich das Gedächtnis trainieren, nicht aber im tiefen Nicht-REM-Schlaf. Quelle: «Nature Communications» Link zur Studie: www.migmag.ch/rem

Falsche ADHS-Diagnosen

Die jüngsten Kinder einer Schul­ klasse bekommen häufiger die Diagnose «ADHS» als die älteren Klassenkameraden. Vermutlich sind aber etliche der Jüngeren gar nicht ADHS-krank, sondern haben nur aufgrund ihres Alters mehr Mühe, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Quelle: «Lancet Psychiatry» Link zur Studie: www.migmag.ch/adhs


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LEBEN | MM48, 27.11.2017  97

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Der Transfer von Fussballstar Neymar lanciert die Diskussion über horrende Ablösesummen im Fussball aufs Neue

Bild: Michel Euler/AP Photo/Keystone

Für die Rekordsumme von 222 Mil­ lionen Euro hat der Fussballprofi ­Neymar jüngst vom FC Barcelona zu Paris Saint-­Germain (PSG) gewechselt. Die immer höheren Ausgaben für Gehälter und Transfers beim «König Fussball» sollten dank Financial ­Fairplay (FFP) im ­Verhältnis zu den Einnahmen der ­betreffenden Fussballklubs stehen. Das FFP wird als ­Re­glement des euro­päischen Fussballverbands Uefa verstanden, das bei der Klublizenzierung für die Teilnahme an den europäischen Klubwettbewerben der Uefa gilt. ­Vereinfacht gesagt, soll das FFP sicher­stellen, dass die ­Vereine nicht mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen. ­Dabei gilt, salopp ­be­urteilt, ein Minus von 35 Millionen Euro über drei Jahre als legal. Mit dem Fall Neymar steht das FFP nun vor einer Zerreissprobe.

Aline Martinoli arbeitet bei der Migros Bank als Spezialistin Online-Kommunikation.

Eine weitere Frage betrifft den ­wirtschaftlichen Sinn des Transfers. Dieser scheint bei einer Ablöse­ summe von 222 Millionen Euro und geschätzten 30 Millionen Euro Jahresgehalt auf den ersten Blick nicht ­gegeben. Verschiedene mögliche Mehr­einnahmen könnten aber den hohen Übernahmepreis rechtfertigen:

Neymar (rechts) und PSG-Präsident ­Nasser Al-Khelaifi feiern den Transfer.

Wichtiger Bestandteil der ­Rechnung sind auch die Mehr­ einnahmen durch den sportlichen ­Erfolg. In d ­ ieser Hinsicht ist vor ­allem der langersehnte Gewinn der Champions ­League die treibende Kraft des Neymar-Transfers. Der ­Sieger der Champions League ­erhält zirka 60 Millionen Euro ­Leistungsprämie. Nicht mit ­eingerechnet sind die zusätzlichen, durch die Uefa a­ usbezahlten Erlöse der TV-Marktgelder, da diese ­starken Schwan­kungen unterliegen. Ein weiterer, j­ edoch s­ chwierig zu beziffernder Wert ist die angestrebte Internationa­lisierung des Klubs. So kann der ­Global Player ­Neymar den Markenwert des Vereins steigern.

Die am meisten zitierte Einnahmequelle bei Spielertransfers sind die zusätzlichen Erlöse durch Merchandising. Manchester United erzielte etwa mit der Verpflichtung von Zlatan Ibrahimović 2016 innerhalb von sieben Tagen ­Einnahmen von 99 Millionen ­Franken. Allerdings ist die Auftei-­ lung des Umsatzes zwischen Trikot­ hersteller und Klub nicht bekannt.

Diese Messgrössen lassen erahnen, dass der Deal nicht zwingend in ­einem Verlustgeschäft enden muss. Auch ein Weiterverkauf des Spielers ohne massiven Wertverlust könnte das Investment rechtfertigen. Allerdings muss festgehalten werden, dass die erwarteten Mehrwerte allesamt extrem spekulativer Natur und in ­hohem Mass vom sportlichen Erfolg von PSG abhängig sind. MM

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LEBEN | MM48, 27.11.2017  99

«Ich heisse Stephanie, bin 14 Jahre alt und habe einen Zwillingsbruder. Wenn ich gross bin, möchte ich Ärztin wer­ den und Menschen ­helfen. Mich interessie­ ren sehr viele Dinge. ­Neben dem Geräte­ turnen spiele ich noch Klavier, singe in einer Band und zeichne mega­ gern. Ganz besonders gut gefällt mir das Reisen. Ich war schon in vielen Ländern, aber am aller­ liebsten möchte ich einmal nach Hawaii.»

Kinder

Aus Freude an der Bewegung

Bei Stephanie (14) läuft immer etwas. Die Aargauerin mag Abwechslung und ist gern in Bewegung – beim Geräteturnen, beim Musizieren, beim Reisen. Text: Andrea Fischer-Schulthess Bilder: Gabi Vogt

«Seit einem Jahr bin ich im Turnverein. Dort mache ich Geräteturnen. Das habe ich früher bereits gemacht, deshalb durfte ich bei den Fortgeschritte­ nen in der Stufe K3 einsteigen. Inzwischen bin ich schon in Stufe K4. Man muss immer gut aufgewärmt sein, damit man sich beim Geräteturnen nicht verletzt. Darum spielen wir zuerst Spiele und dehnen unsere Muskeln.»

Mein Hobby

Mein Klub Ich bin Mitglied beim Turnverein Muri AG. Dort kann man unter anderem auch Ge­ räteturnen machen. Wir gehen auch an Wettkämpfe und hie und da zusammen in ein Lager. www.turnverein-muri.ch

Der Sport

«Zum Training gehört na­ türlich auch das Aufstellen der Geräte, etwa des Mini­ trampolins. Dafür haben wir nur fünf Minuten Zeit! Wir turnen nicht jedes Mal in allen Disziplinen, sondern meistens in zwei davon. Zum Beispiel trai­ nieren wir einmal Reck und Sprung, ein anderes Mal Ringe und Boden.»

«Bodenturnen mache ich am liebsten. Als Nächstes möchte ich den Salto können. Auf dem Minitrampolin klappt er schon gut. Damit nichts passiert, helfen wir einander. Letzten Sommer durften wir beim Aargauer Kantonal­ turnfest mitmachen. Das Motto lau­tete «Us puurer Froid». Und darum geht es auch. Deshalb unternehmen wir manchmal auch etwas ausserhalb der Turnhalle. Dann gehen wir zusammen in den Wald oder Glace essen. Das finde ich super.»­­  MM

Ins Geräteturnen kannst du praktisch jederzeit einsteigen. Am wichtigsten ist, dass du Lust darauf hast, Elan mitbringst und all­gemein beweglich bist. Geräte­ turnen ist eine kosten­ günstige Sportart, du brauchst keine teure Ausrüstung. Wenn du einen Verein suchst, kannst du dich an ­deine Schule oder den Schweizerischen Turnverband wenden. www.stv-fsg.ch


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LEBEN | MM48, 27.11.2017  101

Damian (3), Winterthur ZH

Hast du hier den runden Bauch deiner Mamma gezeichnet? Da warst du drin, bis sie dich zur Welt brachte. Was aber war zuvor? Nichts? Oder ein Geheimnis? Du kleiner, kluger Mann hast hier eine grosse Frage gestellt. Millionen von Menschen haben sich auch schon gefragt, wo sie vor ihrer Geburt waren. Sie f­ anden die unterschiedlichsten Antworten dazu. Das sind nur drei von vielen Erklärungen, die ich ­gehört habe: Einer witzelte, er sei in e­ inem

f­ rüheren Leben ein Piratenprinz gewesen. Eine ist sich sicher, dass vorher «nichts war» und sie nirgends war. Eine sagte, sie sei «ein Gedanke von Gott» gewesen.

bevor er uns in nur ein einziges ­Erdenleben schickt.

Viele Menschen glauben, dass wir eine Seele haben, die immer ­wieder in neuen Formen auf die Welt kommt. Ein Wesen stirbt, die Seele «überlebt». Sie wird wieder­ geboren: mal als Prinz, mal als Wurm, mal als kleiner Junge in Winter­thur. Andere glauben, dass Gott uns in seinem Herzen trägt,

Was denkst du? Lass dir Zeit mit der Suche nach einer Antwort. ­Such stets weiter! Es lohnt sich, weil die Antwort grossen Einfluss darauf hat, wie du dein Leben lebst. Nutze dabei dein kluges Köpfchen, höre zugleich auf dein Herz. ­Irgendwann reift in dir eine ­Erkenntnis. «Richtig» ist sie aber nur für dich. Du kannst sie mit ­anderen teilen – sollst sie aber ­niemandem aufzwingen. MM

Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin ­Gabriela Bonin (50) beantwortet ­Kinderfragen.

Brrrr, ist die Winterzeit kalt! Im unteren Raster haben sich 8 winterliche Begriffe versteckt. Suche sie, und markiere sie mit einem Leuchtstift!

I J L P T G C W Z C U B I K E U O O E B S G M P T V Z E

I J L P T G C W Z C U B I K

S K J S S C H N E E M A N N

Z W H F I T L P R R H V E Z

A J A G O K I C H F F T O X

P Q N C F C T V C V T E C P

F S D O F H T R O R I I P N

E A S Y R S E I S T K S V M

N G C E O O N C C V L B M U

W Z H P S X P T H Z G Ä P V

N C U L T C L P N P R R A O

I I H Z G Y P V E W X V P B

2. Siehst du schwarze Punkte auf den gelben Punkten auftauchen und wieder verschwinden? Was passiert, wenn du einen davon fixierst?

E U O O E B S G M P T V Z E

S K J S S C H N E E M A N N Z E B W Z H T Z N T Z U U I

1. Welcher Streifen setzt den weissen fort?

Z E B W Z H T Z N T Z U U I

Y N V T U E G R L P S I Z V

Tobi hat den Kopf angeschlagen und muss deshalb einen Test beim Augenarzt machen. Hilfst du ihm dabei? Schau dir die drei Sehtests aus ca. 50 cm Entfernung an.

Y N V T U E G R L P S I Z V

Z W H F I T L P R R H V E Z

A J A G O K I C H F F T O X

P Q N C F C T V C V T E C P

F S D O F H T R O R I I P N

E A S Y R S E I S T K S V M

N G C E O O N C C V L B M U

W Z H P S X P T H Z G Ä P V

N C U L T C L P N P R R A O

I I H Z G Y P V E W X V P B

G L E R I Z R I E C T T C I

X C W I N T E R P G R P C P

R ätsels pass

X C W I N T E R P G R P C P G L E R I Z R I E C T T C I

Lösung: Lösung: 1. Die gelbe Linie setzt die weisse fort, nicht die rote, blaue oder grüne. 2. Die schwarzen Punkte sind eine optische Täuschung, die Punkte sind immer gelb. 3. Die farbigen Linien sind gerade. Es handelt sich hier um eine optische Täuschung, die durch die schwarzen Kästchen entsteht.

3. Schau dir die Kanten der bunten Bänder genau an. Sehen sie gewellt aus?

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Gewinner Nr. 46: Irene Sommer, Othmarsingen AG; René Bohni, Wallenwil TG; Beatrice Naef, Gossau SG; Marlis Minder, Luzern; Irmgard Kälin, Wilen SZ Gewinner «Zusatz» Nr. 46: Theres Arnold, Bachenbülach ZH; Petra Mack, Arlesheim BL; Patrick Agostini, Adlikon ZH; Marcel Bühlmann, Wangen SO; Alfred Girsperger, Winterthur ZH


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LEBEN | MM48, 27.11.2017  105

Quiz

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S

M ruhen

stillen

2. Wie nennt sich die Herstellung von Garnen? T

E

Spinnen

C Mücken

Fliegen

3. Was macht man, wenn man «die gute alte Zeit» verherrlicht? L

A glorifizieren

verifizieren

H provozieren

So nehmen Sie teil

4. Wo im Bündnerland steht das Gelbe Haus? I

Zernez

N Chur

U Flims

D Online-Banking

E

Zeitmessung

C Erde

I

Jupiter

O Island

M Niederlande

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.12.2017, 24 Uhr

M Fangschrecke

N Violinenart

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 47: WAHRHEIT

Gewinner Nr. 46: Ursula Schürmann, Luzern; Peter Stettler, Basel; Sue Mosimann, Burgdorf BE

5. Wofür werden TAN benötigt? G Aktienkursindex

6. Welcher Planet dreht sich im Uhrzeigersinn um die Sonne? A Venus 7. Wo liegt die Ortschaft Ee? K Spanien 8. Was ist eine Wandelnde Geige? E

Sanddüne

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

E in das O MWörter O Nzehn T die A USie Füllen Rätselgitter H I C LösungsR Das E N T Eein. wort ergibt sich aus den E R I T R E E R Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. G R I MA S S E KONSORT E LE I TER I N MA U L T I E R SCHUBERT STE I ER I N Aufl A U47:B E R N S Nr. Uösung TREUE

Gewinner Lösung:Nr. 46: Veronika Eberhart, Winznau SO; Karin Zbinden, Guggisberg BE; 1 2 3 4 5 Silvia Reiter, Grindelwald BE

1

R

2 3

5 4

So nehmen Sie teil

A U T O N OME ENTER I CH ER I TREER G R I MA S S E KONSORT E LE I TER I N MA U L T I E R SCHUBERT STE I ER I N UNSAUBER

Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann 1 Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, R 2 Postfach, 8074 Zürich 3 Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.12.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort:

Lösung: 1 2 1

3 2

3

4 4

5 5

4

5


Herzhaft geniessen.

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25.50 statt 37.– M-Classic Quick Poulet-Rollbrüstli Herkunft siehe Verpackung, per kg, gültig bis 18.12.2017

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Schulter-Rollschinkli geräuchert, ohne Schwarte M-Classic Schulter-Rollschinkli geräuchert, «Aus der Region.» ohne Schwarte Zentralschweiz, per kg, gültig bis 1.1.2018 Schweiz, per kg, gültig bis 1.1.2018 Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 28.11. BIS 18.12.2017, SOLANGE VORRAT

30%

16.50 statt 24.– M-Classic Quick Schüfeli geräuchert, gekocht Schweiz, per kg, gültig bis 1.1.2018


LEBEN | MM48, 27.11.2017  107

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 47: 586

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 3.12.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 46: Peter Negri, Belp BE; Elisabeth Roos, Wallisellen ZH; Rosina Kreuzer, Kriens LU; Fernande Berthoud, Troistorrents VS; Toni Spreng, Bützberg BE

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 4 2 4 2 miteinander verbunden 2 3 2 sein. Verboten: Kreuzun2 gen, diagonale Brücken 2 2 2 und mehr als zwei Linien.

3

Auflösung Nr. 47:

3 2 2

5

4 3 1

1

2 3

2 1

3

2

Conceptis Puzzles

2

3

3

1

Auflösung Nr. 47: 2

4

2

4 2

2

3

4 2

11010002604

1 1 3

2 3 3

2 2 3 2

3 6 3 3

3

3

3

2 1 3

1

2 4 3

1 2 3 2

2 3 2 3 2 11010002603

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chef­redaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin Projekt­ Hans Schneeberger management), Heidi ­Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien ­Clément, Andreas Remo Leupin (Leitung), ­Dürrenberger, Dora Horvath, Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Melanie Michael, F ­ atima ­Nezirevic, Yvette Hettinger (Koordinatorin ­Angela ­Obrist, Kian ­Ramezani, ­Leben), Sabine Müller (Produzentin), ­Anna-Katharina Ris, C ­ laudia Schmidt, Gerda Portner (Produzentin), Thomas Tobler, ­Jacqueline ­Vinzelberg, Ursula Trümpy (Produzentin), Michael West Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Ressort Menschen: Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Sabine Lüthi (Leitung), Susanne Oberli, Helen van Pernis Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (­ Volontärin), Layout: ­Monica Müller, Lisa Stutz, Reto E. Wild Laetitia Buntschu Signer Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

(Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann ­ edia-Services: Patrick Rohner M (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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110  MM48, 27.11.2017 | LEBEN Meine Welt

«Meine langen Füsse sind mein Kapital»

Léa Sprunger ist derzeit die grösste Leichtathletikhoffnung der Schweiz. Für die nächste Saison trainiert die 183 Zentimeter grosse Sprinterin am Genfersee und in Südafrika.

2

Text: Reto E. Wild Bilder: François Wavre/Lundi 13

Mein Lieblingsprodukt «Ich trinke jeden Morgen Delizio-Kaffee aus der M ­ igros, wo ich auch die Kaffee­ maschine gekauft habe. Pro Tag gibt es zudem ein- bis zweimal Espresso Classico.»

1

4


LEBEN | MM48, 27.11.2017  111

1 Mein Training «In der Schweiz trai­niere ich vor allem auf der 400Meter-Bahn des Stade Olympique de la Pontaise in Lausanne. Als Sprinterin renne ich maximal 30 Minuten lang.» 2 Mein Wohnzimmer «Mit meinem Freund Jonas Addor (27) lebe ich seit ­einem Jahr im Zentrum von Lausanne. Wir haben gern viel Platz, damit wir ­unsere Freunde einladen können.»

3

3 Meine Trainingsschuhe «Ich bin kein komplizierter Mensch und habe nur zwei Paar Trainingsschuhe, die ich zweimal pro Saison wechsle. Ich laufe immer mit Name: Léa Sprunger (27) Wohnort: Lausanne VD Sternzeichen: Fisch Lebenslauf: «Ich bin in Nyon geboren und in Gingins VD aufgewachsen. An einer Privatschule in Genf habe ich Management und Kommunikation studiert, seit 2013 arbeite ich für eine Sporteventagentur und organisiere den Strassenlauf Romande Energie Run. 2007 startete ich im tschechischen Ostrava zum ersten Mal an ­einem internationalen Wettkampf, an der U-18-EM. Bei den Schweizer Meisterschaften in Genf stellte ich 2016 mit 22,38 Sekunden einen neuen Schweizer Rekord über 200 Meter auf, am 2. Juli 2017 gelang mir mit 51,09 über 400 Meter ein weiterer ­Rekord. Und an der diesjährigen WM in London wurde ich mit 54,59 über 400 Meter Hürden Fünfte.»

5 6

dem gleichen Modell, das mir wie an­ gegossen passt. Meine langen, schmalen Füsse sind mein Kapital.» 4 Mein Ding «Diese Giraffe ist ein Souvenir aus Südafrika, wo ich fast jeden Winter trainiere.»

Bild: Martin Rütschi

5 Mein Trainingslager «In den Wintermonaten trainiere ich elf Wochen lang in Potchefstroom, rund eineinhalb Fahrstunden südwestlich von Johannesburg entfernt. Der Alltag besteht hauptsächlich aus Trainieren, Essen und Schlafen.» Mein neuestes Buch «Ich lese rund zehn Bücher pro Jahr. Dieser Roman ­erzählt von Bruce, der ein Spenderherz erhält und sich plötzlich m ­ it Menschen verbunden fühlt, die mit dem Spender verwandt waren.»

6 Mein Lieblingscafé «Als ich 2013 nach Lausanne zog, entdeckte ich als Erstes das gemütliche Café Coccinelle, das sich auf drei Stockwerke ausdehnt. Hier trinke ich gern einen Kaffee, geniesse ein Lachsbrötchen mit Salat und zum Dessert am liebsten die Tarte au Citron mit Eiweissschaum.» MM


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Migros magazin 48 2017 d lu by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu