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Migros magazin 48 2015 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

Eine Aktion der Migros f端r:

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch


Es liegt in der DNA der Migros, der Bevölkerung etwas zurückzugeben und einen Beitrag an das Allgemeinwohl zu leisten. Aus diesem Grund setzt sich die Migros in diesem Jahr für bedürftige Kinder in der Schweiz ein und sammelt gemeinsam mit zahlreichen Schweizer Künstlern Spendengelder. Die Migros selbst wird diese Spende um bis zu 1 Million Franken verdoppeln. Helfen Sie mit und ermöglichen Sie bedürftigen Kindern in der Schweiz ein besseres Leben.

IN DER MIGROS

Mit dem Kauf eines Schoggi-Herzens (Fr. 5.–/10.–/15.–) an der Kasse in der Migros-Filiale – bis am 24.12.2015. PER SMS

Per SMS mit dem Keyword «MIGROS» an die Nummer 455. Beispiel: Für eine Spende von Fr. 50.– senden Sie «MIGROS 50» an die Nummer 455 – bis am 31.12.2015.

PER ÜBERWEISUNG

Überweisen Sie Ihre Spende unter Angabe des Betreffs «Migros-Weihnachts-Spende» bis am 31.12.2015 auf folgendes PC-Konto: 30-620742-6.

IM INTERNET

Spenden Sie mit Kreditkarte oder per Paypal auf migros.ch/spenden Laden Sie den Song «Ensemble» auf Ex Libris, iTunes oder GooglePlay herunter.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Die Spendengelder kommen zu 100% den Hilfswerken zugute, die das Geld für nachhaltige Projekte zur Bekämpfung von Kinderarmut in der Schweiz einsetzen.


MM48, 23.11.2015 | www.migrosmagazin.ch

OnlineWettbewerb Gut ger체stet in den Advent. Seite 41

Mundart-Rap

Grosse Spr체che, starke Songs: der Berner Rapper Greis Seite 42

Bild: Michael Sieber

Terror: Wie die Angst uns ver채ndert. Seite 10 Krankenpflege: Ohne die Familie geht nichts. Seite 14


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MM48, 23.11.2015 | 7

D

Menschen

Editorial

Thermometer und Megafon

Terrorangst und Hysterie gefährden den Zusammenhalt. 14 Reportage

Was es bedeutet, Angehörige rund um die Uhr zu pflegen: Drei Familien berichten.

Die Anschläge in Paris haben den Diskurs in den sozialen Medien so stark beeinflusst wie wohl noch kein Ereignis bisher. Die Diskussionen darüber, ob man sich mit einer Stadt solidarisieren dürfe (und mit anderen nicht) und ob das nicht heuchlerisch sei, wurden in einer bislang un­ bekannten Schärfe geführt. Mütter, die sonst höchstens mal ihre Tochter im Halloweengwändli posten, Männer, die sich vor allem über Fussball oder Ferienflirts auslassen, lieferten sich leiden­ schaftliche Diskussionen über Sinn und Unsinn von Solidaritätsbekundungen im Netz. Soziale Medien, Facebook vorab, sind ein Turbo für die gesellschaftliche Gefühlslage. Sie verdichten, definieren die allgemeine Befindlichkeit, sind so Thermometer und Megafon zugleich. Je stärker die Betroffenheit oder Unsicher­ heit, desto grösser das Bedürfnis, sich der Umwelt mitzuteilen. Und die Verunsiche­ rung ist zurzeit gross: Es gibt Gefahren im Alltag, an die wir uns gewöhnt haben. Menschen, die nur darauf aus sind, möglichst viele Unschuldige mit in den Tod zu reissen, gehören definitiv nicht dazu (Seite 10).

26 Infografik: Freizeit 28 Porträt

Vom Aussterben bedroht: Brockis, die Horte der Nostalgie. 36 Porträt

85 Lange frisch: Happy bread 90 Schonend waschen 92 Einkaufen, aber subito!

39 Bänz Friedli

95 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften

Wie Hans Luder sein Zuhause mit 700 Hornissen teilte.

42 Interview

Rapper Greis über Halbwissen, Fremdenhass und Hunde in parkierten Autos.

Migros-Welt 52 Charity

Armut in der Schweiz: MigrosChef Herbert Bolliger über die Spendenaktion «Zeig Herz».

Wenn Sie sich fragen, weshalb das Migros­Magazin zu den Ereignissen von Paris vorletzte Woche nichts veröffentlicht hat: Der Redaktionsschluss ist bei uns jeweils am Donners­ tagabend, die Zeitung erscheint aber erst am Montag. Wie dramatisch sich die Weltlage in dieser Zeitspanne verändern kann, hat sich hier wieder ein­ mal deutlich gezeigt.

59 Saisonküche: Rosenkohl 70 Fondue im Freien 74 Guetslen mit Anna’s Best 79 Spielzeug online bestellen 81 Kaugummi mit Widmung 82 Genuss auf Amerikanisch

Leben 102 Reisen

Geniessen, schmauchen und abtauchen in Key West. 109 Digital: Tablets

iPad Pro versus Surface Pro 4 110 Auto: Hyundai Tucson 115 Glücksgriff: Schlitten 116 Kinder: Manchester 124 Meine Welt Feuerartistin Jennifer Gasser

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Bild: Jorma Müller

124

10 Diese Woche

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM48

Darauf freuen wir uns Wiehnachtsmärit Huttwil Liebevoll dekorierte Holz­ häuschen, ein Lichtermeer und der beste Glühwein der Schweiz: von Mittwoch bis Sonntag. Die Schöne und das Biest

Das erfolgreiche Disney­Musical kommt endlich nach Basel. Ab Mittwoch bis Mitte Dezember.

Unnützes Wissen

Haarige Wahrheiten

Bilder: Stefan Malzkorn, Simon Dawson/Bloomberg via Getty Images, Daniel Ammann

ist der bekannteste Schweizer Sportreporter und schrieb als Moderator von «Benissimo» und «Tell­Star» Schweizer TV­Geschichte.

Mein Bild der Woche «Jedes Land hat seine eigene Zeit, die seiner Lage auf dem

Globus entspricht. Überall geht am Morgen die Sonne auf und am Abend unter. Die USA sind so gross, dass sie ihr Land sogar in vier Zeitzonen unterteilt ha­ ben. China hätte sogar die Grösse für fünf Zeitzonen, demonstriert aber seine Einheit durch eine einzige! An einigen Orten wird es da ganz spät Tag oder auch ganz früh Nacht. Ist wenigstens weltweit eine Stunde immer gleichzeitig voll? Nicht einmal das: Indiens Zeit weicht um eine halbe Stunde ab! Dies alles muss der Banker wissen, der auf diesem Foto durch den Londoner Finanzdistrikt eilt, denn für ihn gilt ganz besonders: Time is money!»

Hörprobe

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? Katharina Haas (65), Kinästhetik­Expertin aus Trogen (AR)

a) «Stan» von Eminem b) «Baby» von Justin Bieber c) das Spiritual «Go Tell It on the Mountain»

Auflösung: c) Ich übe für ein Konzert in der Kirche. Auf meinem iPhone läuft die Alt­Stimme.

Bernard Thurnheer (66)

In den 60er­Jahren wurden Männer mit Beatles-Pilzkopffrisuren am Eingang von Disneyland abgewiesen. Männer mit kahlrasierten Köpfen werden als dominanter wahrgenommen. Laut amerikani­ schem Lebens­ mittelrecht dürfen 100 Gramm Schokolade im Schnitt sechzig Insektenteile oder ein Nagetierhaar enthalten. Weil er nach west­ licher Mode glatt­ rasierte Gesichter schöner fand, belegte Zar Peter der Grosse das Tragen traditionell russischer langer Bärte 1699 mit einer Bartsteuer. Quelle: Neon/Stern


10 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Umfrage

Haben Sie nach den Anschlägen Angst?

Christine Buchecker (52), Hausfrau, Luzern: «Genau das ist ja das

Ziel der Terroristen: dass wir Angst haben. Deshalb muss man jetzt seine Ängste bekämpfen. Sonst spielt man den Terroristen in die Hände.»

Der Eiffelturm als Friedenszeichen: Weltweit verleihen Menschen ihrem Mitgefühl Ausdruck.

Terror in Paris

Josef Zholi (24), Bauspengler, Luzern: «Angst habe ich nicht. Ich

finde aber, dass man bei der Zuwanderung aufmerksam sein muss, wer da alles zu uns kommt. Hier braucht es eine bessere Überwachung.»

Wie man jetzt die Hoffnung nicht verliert Eine Gesellschaft, die sich einpanzert, wird schwerfällig, sagt der Soziologe Ueli Mäder und rät zu mehr Besonnenheit. Text: Peter Aeschlimann

Fabienne Weidmann (22), Studentin, Weisslingen ZH: «Ich vertraue

den Behörden. Zudem wäre Angst die falsche Reaktion. Wenn wir unsere Freiheit einschränken, lassen wir die Terroristen gewinnen.»


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 11

Was die Angst mit uns macht

«Die soziale Brisanz dürfte sich eher verschärfen» Ueli Mäder, Fussballspiele werden abgesagt, Basel will die Sicherheits­ kontrollen bei Konzerten verstär­ ken. Ein Sieg für die Terroristen? Wenn das unsere Antwort auf die Anschläge in Paris ist, verlieren wir alle. Ein paar Beamte mehr an der Grenze führt im besten Fall zu einer kurzfristigen Selbstberuhigung. Wirksame Schritte sind das nicht. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass die Gesellschaft durch diese Aufrüstung militanter wird und noch mehr Aggressionen geschürt werden. Eine Beruhigungspille, deren Wir­ kung sich ins Gegenteil verkehrt? Das ist ein bekanntes Muster: Man stellt mehr Detektive an, um Sozialhilfebezüger zu kontrollieren, obwohl das hauptsächlich zu einer Verteuerung des Systems führt. Weshalb tun wir diese Dinge, obwohl sie kontraproduktiv sind? So funktionieren einige Politiker: Populäre Massnahmen erhöhen die Chancen, wiedergewählt zu werden.

Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

Die Menschen sind verunsichert, manche haben Angst. Wie ver­ ändert das unsere Gesellschaft? Eine gewisse Verunsicherung muss nicht per se schlecht sein. Wer sich eingesteht, dass er Angst hat, macht den ersten Schritt: Er setzt sich mit der Situation auseinander und lässt Gefühle zu. Wer sofort den Gockel stellt, um den Anschein zu erwecken, dass jetzt etwas unternommen wird, schiesst am Ziel vorbei. Wie wirkt die Angst auf die Psyche? Entweder ich ziehe mich zurück und nehme eine Abwehrhaltung ein. Oder ich trete die Flucht nach vorn an. Beides ist nicht produktiv. Eine Gesellschaft, die sich einpanzert, wird schwerfällig. Wer sich einen Köcher mit Giftpfeilen zulegt, um im Notfall sofort losschiessen zu können, wird über kurz oder lang selbst von diesen

Pfeilen vergiftet. Wir müssen die Gepflogenheiten aushandeln, wie wir miteinander auskommen wollen. Sind die Ängste denn gerechtfer­ tigt? Schliesslich ist die Gefahr viel grösser, im Verkehr zu verunfallen. Die Ängste sind gut nachvollziehbar. Mit dem TGV sind wir von Basel aus in drei Stunden in Paris. Der Angriff ist sozusagen vor unserer Haustür erfolgt. Dennoch dürfen wir den Blick fürs Ganze nicht verlieren. In Syrien leiden täglich Tausende Unbeteiligter an den Folgen des Krieges. Das muss auch den Westen betreffen, der in erheblichem Masse dazu beiträgt, dass sich die Lebenssituation der Men­ schen in Krisenregionen verschlech­ tert. Wir müssen uns fragen, was wir unternehmen können für eine gerechtere Ressourcenverteilung. Welche Politik braucht es, welchen Umgang mit der Migration? Mit den Flüchtlingen importiere man die Gewalt, behaupten jetzt manche Politiker. Ist die Verunsicherung gross, ver­ leitet das zum Gebrauch einfacher Bilder. Dass man pauschalisiert und reflexartig Ruhe und Ordnung postu­ liert, als ob das hilfreich wäre. Es gibt keine Alternative: Wir müssen diffe­ renzieren. Leider werden Politiker, die weniger auf den Putz hauen, sogar als Schwächlinge diffamiert. Wie behalten wir in dieser Situation eine Willkommenskultur? «Its getting better all the time», haben die Beatles gesungen, und ich möchte dem zustimmen. Ich habe aber auch den Eindruck, dass sich die soziale Brisanz in den nächsten Jahren eher verschärfen dürfte. Was mich positiv stimmt: Menschen sind lernfähig. Wenn wir auf die Welt kommen, realisieren wir, dass andere schon da sind. Das kann fast eine narzisstische Verletzung sein, verleiht uns aber auch eine soziale Orientierung.

Brigitte Muggler (55), Bibliothekarin, Effretikon ZH: «Ich habe keine

Angst. Ich vertraue und glaube an Gott. Alles liegt in seiner Hand. Was immer passiert: Wir sollten uns die Freiheit nicht nehmen lassen.»

Ueli Mäder (64)

ist Professor für Soziologie an der Universität Basel. Er beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Konfliktforschung.

Zeno Fischer (73), pensionierter Staatsangestellter, Luzern: «Zum

Glück ist der Fanatismus noch nicht bei uns angekommen. Ich wünsche mir, dass die Jungen genauso frei aufwachsen können, wie ich das konnte.»

Radenka Milovanovic (30), Kindergärtnerin, Weinfelden TG: «Ich wür-

de derzeit sogar nach Ägypten reisen. Auch Autofahren ist gefährlich. Überall auf der Welt kann einem etwas passieren. Aber das Risiko ist gering.»


12 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Damit die Terroristen ihre Ziele nicht erreichen, müssen wir unser gewohntes Leben einfach weiterführen. Einverstanden? Es hilft auf jeden Fall, wenn wir ge­ lassen bleiben und eine verstehende Haltung einnehmen. Weshalb han­ delt jemand so und nicht anders? Diese Bereitschaft, etwas verstehen zu wollen, gehört für mich zu einer offenen Gesellschaft.

Haben Sie nach den Anschlägen in Paris Angst?

Migrosmagazin.ch

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Für wie gut halten Sie die Englischkenntnisse der Schweizer? 49 % Geht so. Wir müssen noch viel daran arbeiten. 28 % Mittelmässig. Aber das genügt. 15 % Peinlich. Wenige könnten sich im Alltag durchschlagen. 8 % Sehr gut, ich sehe keinen Handlungsbedarf.

Inwiefern können wir dabei aus der Geschichte lernen? Im Kalten Krieg fürchtete man sich vor der Atombombe. Es ist keines­ wegs selbstverständlich, dass diese Eskalation ausblieb. Es gab Momen­ te, da schrammte die Welt haar­ scharf an einer Katastrophe vorbei. Nur weil einzelne Entscheidungs­ träger besonnen reagiert haben, blieb uns das Schlimmste erspart. Eine Besonnenheit, die man dieser Tage bei Politikern vermisst. Das ist für mich in der Tat schwer nachvollziehbar. Frankreich hat als Kolonialmacht vor gar nicht so langer Zeit schlimmste Verbrechen in Nordafrika begangen. Was nach der Intervention der USA im Irak passierte, ist ebenfalls bekannt. Wer jetzt Kriegsrhetorik bemüht, unter­ liegt einem Selbstbetrug. Es scheint,

Verstärkter Polizeischutz: Bewaffnete Beamte markieren Präsenz vor einem TGV im Zürcher Hauptbahnhof.

als ob viele Mächtige nicht aus der Geschichte lernen wollten. Was nützt es zu sagen: «Jetzt erst recht!» Damit setzt man primär ein Zeichen: Wir lassen uns keine Angst machen, singen gemeinsam die «Marseillai­ se» und klatschen dem Militär zu, das es schon richten wird. Nur wie? Indem man ein paar Terroristen in die Luft sprengt, während anderswo bereits eine neue Zelle entsteht? An der sozialen Situation der Menschen in den Krisengebieten und Vorstäd­ ten, die Ursache für die Radikalisie­ rung ist, ändert sich so nichts. Einer Gesellschaft geht es dann gut, wenn es möglichst vielen gut geht.

Welche Rolle spielen Solidaritätskundgebungen auf öffentlichen Plätzen oder auf Facebook? Jeder Schritt in die richtige Rich­ tung, sei er auch noch so klein, ist grundsätzlich positiv. Es zeigt, dass Menschen sich berühren lassen. Ich unterstelle niemandem, der auf Twitter den Hashtag #jesuisparis verwendet, dass er es nicht ernst meint. Aber manchmal wirkt es schon etwas oberflächlich. Viele Leute sind nun bereit, Freiheiten aufzugeben. Wohin führt diese Entwicklung? Das bereitet mir Sorge. Denn es steht viel auf dem Spiel. Wenn plötz­ lich überall Kameras stehen, verlei­ tet das unter Umständen dazu, sich nur noch dann sozial zu verhalten, wenn man unter Beobachtung steht – und sich überall sonst gehen lässt. Menschen sollen sich aber nicht nur sozial verhalten, weil ihnen sonst eine Busse droht. Ich habe das noch in der Schule erlebt, wo ich vom Lehrer geprügelt wurde. Es war ein Segen, als es allmählich wenigstens Argumente brauchte, weshalb etwas so und nicht anders war. Heute be­ steht die Gefahr, dass wir in stark disziplinierende Verhaltensmuster zurückfallen. Der Schutzmechanis­ mus wird zur Bedrohung.

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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 13

Terror in Paris

«Wenn wir jetzt unsere Werte mit Bomben und Drohnen verteidigen, treten wir sie mit Füssen»

Thomas Hüsken (48) ist Ober­

assistent am Ethnologischen Seminar der Uni­ versität Luzern und spezialisiert auf Libyen und Ägypten.

Thomas Hüsken, im September sagten Sie in einem Interview mit dem Migros-Magazin, den Kampf der Kulturen gebe es nicht. Sind Sie immer noch dieser Meinung? Unbedingt. Wir dürfen uns keine falschen Rückschlüsse erlauben. Der IS steht nicht für alle Muslime dieser Welt. Er propagiert eine extremis­ tische Lesart des Islam. Der Kampf der Zivilisationen ist eine Freund­ Feind­Metapher, die empirisch falsch ist. Sie kanalisiert Angst und verwandelt diese in Vorurteile. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von den Anschlägen erfuhren? Zunächst war ich schockiert. Meine ersten Gedanken galten den Opfern und ihren Familien. Mir wurde aber auch sofort klar, dass diese Ereignisse die Debatte beeinflussen werden, wie wir mit den Problemen im Nahen Osten umgehen wollen.

Billder: Arnd Wiegmann/Reuters, Samuel Trümpy

Frankreichs Präsident François Hollande spricht von einem Krieg. Das ist verheerend. Gerade weil es die Gewaltspirale beschleunigt, in der wir uns befinden. Die Attentäter von Paris waren französische und belgische Staatsbürger, das dürfen wir nicht vergessen. Beide Länder müssen sich die Frage gefallen lassen, weshalb sich ein kleiner Teil ihrer Bürger radikalisieren lässt. Wie lautet Ihre Antwort? Frankreich hat massive gesellschaft­ liche Probleme, und zwar schon lange. Nicolas Sarkozy, selbst ein Einwande­ rerkind, hat in den 2000er­Jahren zu wenig für die Integration getan. Als es in den Vorstädten zu Aufständen kam, interessierte er sich kaum für die Ursachen der Unzufriedenheit. Er schlug vor, die Banlieues mit dem Dampfstrahler zu säubern. Also handelt es sich um eine reine Machtdemonstration? In den Zeitungen heisst es: «Wir schlagen zurück!» Das lässt sich poli­ tisch gut vermarkten. Letztlich führt es jedoch nur zu einer Eskalation.

Frankreich muss zur Kenntnis neh­ men, dass die Probleme teils haus­ gemacht sind. In den Banlieues sind dschihadistische Milieus entstanden, die man nicht mehr so leicht los wird. Was schlagen Sie vor? Für Personen, die sich bereits radi­ kalisiert haben, sehe ich wenig Hoffnung. Da muss der Staat sämt­ liche Rechtsmittel aufbieten, um die Bevölkerung zu schützen. Die Mehrheit stellen aber Jugendliche mit Migrationshintergrund aus der Unterschicht. Diese Menschen brau­ chen Arbeit und eine Perspektive.

Moritz Durrer (16), im Zwischenjahr, Luzern: «Wir sind kein Ziel

dieser Terroristen. Ich wüsste nicht, warum sie die Schweiz angreifen sollten. Ich würde nach wie vor sogar in ein muslimisches Land reisen.»

Was treibt die Terroristen an? Ihr Ziel ist primär die Eskalation. Sie wollen destabilisieren und Angst verbreiten. Der IS will einen Keil in unsere Gesellschaften treiben. Gelingt ihm das? Wenn wir uns vereinnahmen lassen, ja. Ein Vorbild könnte Norwegen sein. Nach den Anschlägen von Oslo und Utoya antwortete die Gesellschaft mit noch mehr Offenheit und Toleranz. Wenn wir hingegen unsere Werte mit Bomben und Drohnen verteidigen, treten wir sie mit Füssen. Dass solche Anschläge nichts mit dem Islam zu tun hätten, ist zum Mantra geworden. Es stimmt aber. In der Gleichsetzung der Muslime mit Gewalt steckt eine Form der Entmenschlichung. Das widerspricht den Werten der Auf­ klärung. Es sind die gesellschaftlichen Bedingungen, die Chancen und Prob­ leme von Menschen, die die Lesart und Praxis einer Religion bestimmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Extremisten unser Verständnis des Islam bestimmen. Ist es dafür nicht zu spät? Nicht, wenn man endlich ernsthaft Lösungen für eine funktionierende multikulturelle Gesellschaft erar­ beitet. Ein Ansatz wäre: rein in die Banlieues, Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen! MM

Eva-Maria Daldrop (35), Architektin, Zürich: «Das Risiko, bei einem

Autounfall zu sterben, ist grösser, als Opfer eines Terrorakts zu werden. Schlimm wäre, wenn wir deswegen in einen Krieg verwickelt würden.»

Fabian Würsten (32), Bauplaner, Frauenfeld TG: «Angst macht mir

höchstens, dass man nun alle Muslime in einen Topf wirft. Und dass jeder, der einen Bart trägt, plötzlich als Terrorist gilt.»


Was ist Ihre Erfahrung bei der Pflege Angehöriger?

14 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

Pflegende Angehörige

Unbezahlbare Hingabe

Ohne die Hilfe von Familienmitgliedern würde das Gesundheitswesen zusammenbrechen. Angehörige erbringen über 60 Millionen Stunden Pflegeleistungen pro Jahr. Die tägliche Rundum-Betreuung ist eine finanzielle Belastung – und sie fordert den Familien viel Kraft ab. Text: Andreas Bättig

W

er Angehörige selber pflegt, stösst nicht selten an Grenzen. An die eigenen, an finan­ zielle. Trotzdem gibt es viele, die sich um ihren Ehemann oder ihre Ehe­ frau, den Vater, die Mutter oder das eigene Kind kümmern, die aufgrund einer Krankheit, einer Behinderung oder eines Unfalls intensive Pflege benötigen. Die konkreten, gewaltigen Zahlen liefert eine Studie des Spitex Ver­ bands Schweiz. Im Jahr 2013 haben Angehörige Pflege­ und Betreuungs­ leistungen im Umfang von rund 64 Millionen Stunden im Wert von 3,55 Milliarden Franken erbracht – 2010 waren es noch 53 Millionen Arbeitsstunden. Insgesamt 171 000 Personen haben im Jahr 2013 ihre Angehörigen gepflegt und betreut. 64 000 von ihnen lebten dabei im selben Haushalt, 107 000 betreuten ihre Angehörigen ausserhalb. Wie wichtig pflegende Angehörige für das Schweizer Gesundheitswesen sind, hat auch der Bundesrat erkannt. Er hat einen «Aktionsplan zur Unter­ stützung von betreuenden und pfle­

Bilder: Daniel Auf der Mauer

genden Angehörigen» lanciert. Darin heisst es unter anderem: «Wenn Erwerbstätige ihr Arbeitspensum vorübergehend reduzieren oder eine Auszeit nehmen wollen, sollte dies ermöglicht werden, ohne dass sie da­ durch ihre wirtschaftliche Grundlage oder ihre berufliche Laufbahn gefähr­ den.» Der konkrete Umsetzungsplan soll im Herbst 2016 vorliegen. Viele Angehörige zögern, sich bei der Betreuung unterstützen zu lassen

Viele der pflegenden Angehörigen nehmen professionelle Hilfe in Anspruch, etwa die Spitex oder Organisationen wie den Entlastungs­ dienst Schweiz. «Einige tun sich schwer einzugestehen, dass sie Hilfe brauchen. Sie haben das Gefühl, sie schieben den Pflegebedürftigen ab, wenn sie die Betreuung teilweise jemand anderem überlassen», sagt Marco Müller, Geschäftsführer des Entlastungsdienstes Schweiz. Das sei aber keineswegs der Fall. Wer sich die Unterstützung des Entlastungsdiens­ tes holt, zahlt mit IV­Unterstützung 25 Franken in der Stunde – ohne IV sind es zwischen 35 und 40 Franken.

Laut Marco Müller arbeiten mehr­ heitlich Frauen zwischen 20 und 70 Jahren als Pflege­ und Betreuungs­ personen beim Entlastungsdienst. «Sie alle bringen viel praktische Erfahrung in der Betreuung oder Pflege und oftmals auch Ausbil­ dungen in diesen Bereichen mit», sagt Müller. Doch nicht immer finden Angehörige gleich auf Anhieb Unter­ stützung. So sagt zum Beispiel Iren Bischofberger, Expertin im Bereich Pflege und Betreuung: «Vielen Ange­ hörigen wird erst geholfen, wenn sie an die eigenen Grenzen stossen.» (siehe Seite 16). Hilfe haben sich auch die Familien Kuhn und Lenz sowie Sandra Gurtner ins Haus geholt. Sie betreuen min­ destens einen Angehörigen im eigenen Haushalt selber. Sei es das Kind, das an einer schweren Form von Epilepsie leidet, die mittlerweile erwachsenen Kinder, die seit Geburt an einer cerebralen Störung erkrankt sind, oder den Vater, der nach einer Hirnblutung einseitig gelähmt ist. Wie die nachfolgenden Porträts zeigen, tun sie dies mit viel Hingabe und grossem Engagement. MM


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 15

Porträt

Familie Lenz aus Waldkirch mit Patricia (25), Jonas (23) und Miriam (21)

Bernhard Lenz mit Jonas, der an einer cerebralen Störung leidet.

Die schönsten Momente erlebt die Familie Lenz aus Waldkirch SG in den Ferien. Auf dem Campingplatz in der Toskana, wenn sie am Sandstrand entspannen und einfach mal nichts machen. Oder in Venedig, wenn sie mit ihren Kindern Patricia, Jonas und Miriam Kirchen und Museen besu­ chen. «Klar, für uns ist es immer mit grossem Aufwand verbunden, möglichst barrierefreie Reiseziele zu finden, und auch logistisch ist so eine Reise eine Herausforderung», sagt Vater Bernhard Lenz (53). In Venedig hiess das: Auskundschaften der bes­ ten Anlegestelle des Vaporettos zum gewünschten Stadtteil, unüberwind­ bare Treppen ausfindig machen, Rampen suchen. «Aber das nehmen wir gern in Kauf», sagt Mutter Berna­ dette Lenz (51). Mit dem Tixi-Taxi zur Arbeit in die geschützte Werkstatt

Sowohl Miriam als auch Jonas haben seit Geburt eine cerebrale Störung. Das heisst, dass gewisse Hirnregio­ nen nicht richtig miteinander ver­ ästelt sind, was Auswirkungen auf die Motorik hat. Miriam und Jonas sind nur sehr eingeschränkt gehfähig und sitzen deswegen mehrheitlich im Rollstuhl. «Die Erkenntnis, dass mit den beiden etwas nicht stimmt, war psychisch sehr belastend», sagt Ber­ nadette Lenz, die sich Vollzeit um die Kinder kümmert. Die Betreuung von Jonas und Miriam ist auch ausserhalb der Ferien intensiv. Je älter die Kinder wurden, desto schwieriger wurde die Wohnsitua­ tion. «Die Kinder wurden gross und schwer, sodass man sie nicht mehr einfach herumtragen konnte», sagt Bernhard Lenz, der zu 100 Prozent als KV­Angestellter arbeitet. «Deshalb haben wir die Liegenschaft letztes Jahr behindertengerecht umbauen lassen.» Miriam und Jonas arbeiten


16 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Experteninterview

«Man muss ehrlich zu sich selber sein» Iren Bischofberger, die Pflege von Angehörigen ist anspruchsvoll. Welches sind die grössten Probleme für pflegende Angehörige? Im Gesundheits- und Sozialsystem überblickt niemand den gesamten Behandlungsverlauf von kranken oder behinderten Personen. Deshalb werden Angehörige zu «wandelnden Patientenakten». Zudem wird vielen Angehörigen erst geholfen, wenn sie an die eigenen Grenzen stossen. Beratungsstellen müssten proaktiver für pflegende Angehörige da sein.

Bernadette Lenz mit Miriam, die wie ihr Bruder mehrheitlich an den Rollstuhl gebunden ist.

in der Tagesstruktur einer geschützten Werkstatt und werden täglich vom Tixi-Taxi zur Arbeit und wieder nach Hause transportiert. Damit sich Bernhard Lenz und seine Frau auch mal Zeit für sich selbst gönnen können, haben sie sich professionelle Hilfe beim Entlastungsdienst Schweiz geholt. «Seit sechs Jahren haben wir eine Frau vom Entlastungsdienst, die mit Jonas ins Schwimmbad oder mit Miriam in die Pferde-Physiotherapie geht», sagt Bernadette Lenz. «Wichtig ist, dass die Chemie zwischen den Betreuern und Betreuten stimmt. Deshalb sollte man die Kennenlernphase bis zur definitiven Zusage der Betreuungsperson gut nutzen», rät sie. «Sollten wir uns selbst mal aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um unsere Kindern kümmern können, müssten diese wohl in ein Wohnheim oder eine Wohngruppe ziehen», sagt Bernhard Lenz. Aber so lange es noch geht, sollen sie daheim wohnen können. «Denn hier haben sie das gewohnte familiäre Umfeld und die entsprechenden Möglichkeiten, mobil zu sein.» MM

Wie kann proaktive Hilfe aussehen? Zum Beispiel mit vermehrter Beratung zu Hause oder mit modernen Kommunikationsmitteln, damit Angehörige weniger reisen müssen. Dafür sind vor allem berufstätige Angehörige dankbar oder diejenigen, die nicht gut zu Fuss sind. Zudem sollten Angehörige sich nicht scheuen, ihre eigene Gesundheit anzusprechen, wenn sie in der Arztpraxis sind oder die SpitexMitarbeiterin nach Hause kommt. Der Bluthochdruck oder Schlafschwierigkeiten könnten so vorbeugend überprüft werden. Was raten Sie Angehörigen, die neu in die Situation kommen, sich um jemanden kümmern zu müssen? Man muss ehrlich zu sich selber sein und sich fragen: Was will ich und was kann ich? Und man sollte regelmässig Standortbestimmungen machen mit Vertrauenspersonen, mit denen man die Situation bespricht. Wichtig sind auch die räumlichen Begebenheiten. Geht die Pflege zu Hause so? Was muss verändert werden? Da helfen auch Fachstellen wie Pro Infirmis oder Pro Senectute.

Weitere Porträts ab Seite 19

Was unternimmt die Politik, um den Status der pflegenden Angehörigen zu verbessern? Der Bundesrat veröffentlichte im Dezember 2014 einen Aktionsplan, weil er die Bedeutung der Angehörigen im Gesundheitswesen erkannt hat. Nun geht es an die Umsetzung, beispielsweise wie die Regeneration von

Angehörigen finanziert werden kann. Auch die Gemeinden sind hier gefragt wegen ihrer Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der lokalen Bevölkerung. Welchen Trend beobachten Sie bei der Pflege zu Hause? Patienten in jedem Alter treten immer schneller aus dem Spital aus und brauchen technisch und organisatorisch anspruchsvolle Pflege. Auch steigt die zeitaufwendige Betreuung, zum Beispiel bei Menschen mit Demenz. Hier werden vermehrt Frauen aus osteuropäischen Ländern, sogenannte Care-Migrantinnen, in Schweizer Privathaushalten angestellt und kümmern sich hier um Pflegebedürftige zu Hause. Das kostet oft 4000 bis 5000 Franken pro Monat, die selber bezahlt werden müssen. Wie wird sich die Pflege grundsätzlich verändern? Die 68er-Generation überlegt sich intensiv, wie sie im Alter selbstbestimmt leben kann. Hier braucht es flexible und moderne Formen von Alterswohnen. Zum Beispiel, indem sich Nachbarschaften in Siedlungen zusammenschliessen und eigene Betreuerinnen und Pflegefachpersonen anstellen. MM

Iren Bischofberger (40) ist

Pflegefachfrau und Professorin für Pflegewissenschaft und Versor­ gungsforschung an der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit in Zürich und Programmleiterin beim hochschuleigenen Forschungs­ institut Careum Forschung.


Bilder: Pia Zanetti, Andreas Schwaiger

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«Unsere Kinder sollen es einmal besser haben» In der reichen Schweiz ist es ein Armutsrisiko, eine Familie zu gründen. Silvana Suter erzählt, warum der Lohn für die fünfköpfige Familie nicht ausreicht, wie sich die Armut auf das alltägliche Leben auswirkt und was ihre Hoffnung ist. Flucht vor der Armut und zurück – so lässt sich die Geschichte von Silvana Suter und ihrer Familie zusammenfassen. Der Vater der 32-jährigen Argentinierin war Schweizer. Angesichts der wirtschaftlichen Not nutzte die Familie vor vier Jahren Silvana Suters Schweizer Pass, um einen Ausweg zu finden. Hier hat die Familie zwar ein Dach über dem Kopf, zu essen und warme Kleider – und doch zählen sie zu den Ärmsten.

Erfahren Sie mehr über Silvana Suter: www.dasrichtigetun.caritas.ch

Ohne Ausbildung muss sich Silvana Suters Mann mit einer Vollzeitstelle als einfacher Arbeiter begnügen, die der Familie nicht genug zum Leben einbringt. Silvana Suter bezieht Sozialhilfe und arbeitet, vermittelt von der Sozialhilfe, halbtags beim CaritasMarkt. Die Wohnung ist eng und Lebensmittel werden im Caritas-Markt bezogen. Ausflüge oder Ferien kommen nicht in Frage. «Was uns helfen würde, ist eine richtige Anstellung für mich», sagt Silvana. Doch eine solche zu finden, ist schwierig mit schlechten Deutschkenntnissen und ohne Berufsabschluss. «In Argentinien mussten wir Hunger leiden, wenn die Kinder Schuhe brauchten», erzählt Silvana Suter. «Schulsachen konnten wir nicht bezahlen.» Sie seien dankbar, dass sie vom Staat so unterstützt würden. «Doch die Abhängigkeit macht uns traurig», sagt sie. Trotzdem würde die Familie wieder gleich entscheiden: «Hier werden unsere Kinder jene Ausbildung machen, die uns selbst versagt blieb. Dass sie es besser haben, das ist unsere Hoffnung.»

Armutsgefahr für Familien Kinder sind in der reichen Schweiz für viele Familien ein Armutsrisiko. Rund 250 000 Eltern und Kinder leben unter der Armutsgrenze: Sie wohnen oft in kleinen, lärmbelasteten Wohnungen, müssen mit gesundheitlichen Einschränkungen kämpfen, konnten keine berufliche Ausbildung absolvieren, haben keinen festen Arbeitsplatz und können nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Im internationalen Vergleich investiert die Schweiz wenig in die Unterstützung von Familien. Dabei sind die Kosten für Kinder hoch und die soziale Absicherung ist besonders bei tiefen Löhnen oder bei Teilzeitarbeit ungenügend.

Eine gute Familienpolitik muss aus Sicht der Caritas unter anderem die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf auch für Armutsbetroffene garantieren und den Zugang zu früher Förderung für Kinder sowie zu Berufs- und Weiterbildung für die Eltern verbessern. Spendenkonto: 60-7000-4 Für Online-Spenden: www.dasrichtigetun.caritas.ch/ familienarmut


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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 19

Léon mit seiner Mutter Janine Kuhn (links). Trotz seiner schweren Epilepsie ist er ein fröhlicher Junge.

Porträt

Familie Kuhn aus Baden mit Léon (3 ½) und Julian (5 ½) Léon ist ein kleines Wunder. Eigentlich müsste der 3½-Jährige schon mehrmals gestorben sein. Léon leidet, seit er fünf Monate alt ist, an schwerer Epilepsie. Erst im Dezember vor einem Jahr kämpfte ein Team von zwölf Leuten im Spital 75 Minuten um sein Leben. Denn wenn Léon einen Anfall hat, setzt nicht selten die Atmung aus. «Am nächsten Tag ist er aufgestanden, als ob nichts passiert wäre, und wollte nach Hause. Die Ärzte konnten es kaum glauben», sagt Léons Mutter Janine Kuhn (39). Der Junge muss wegen der Epilepsie 24 Stunden am Tag überwacht werden. «Er kann beispielsweise nicht im Nebenzimmer allein für sich spielen. Wenn er einen Anfall hat, müssen wir schnell reagieren, ihm Medikamente geben und allenfalls einen Krankenwagen rufen», sagt Léons Vater Philippe Kuhn (39). Das alles war sehr belastend für die Eltern. «Wir haben nur noch funktioniert. Wir hatten keine Zeit mehr für uns selber, unsere Beziehung. Auch Julian, unser 5½jähriger Sohn, kam zu kurz», sagt Janine Kuhn. Eine Lösung musste her. Léon hat einen neuen vierbeinigen Freund: Querido

Die Lösung fand die Familie aus Baden AG bei der Kinderspitex, beim Entlastungsdienst Schweiz, Kanton Aargau, sowie der Organisation «EpiDogs for Kids». Jeden Mittwoch und Freitag bringt eine Betreuungsperson des Entlastungsdienstes Léon in die

Spielgruppe. In einer Notfallsituation ist es die Aufgabe der Betreuerin, die Spielgruppenleiterin zu unterstützen und die Ambulanz zu organisieren. «Ich musste zuerst lernen loszulassen, Verantwortung abzugeben und zu vertrauen. Aber es ist auch schön, wieder mehr Zeit für sich zu haben», sagt Janine Kuhn. Ihr Ehemann verdient den Unterhalt für die Familie. «Ich kann zu 60 Prozent als Klavierlehrer und zusätzlich als freischaffender Musiker arbeiten», sagt Philippe Kuhn. Klar sei es für die betreuende Person nicht immer einfach. «Sie hat

ein Notfallset dabei und weiss, was bei einem Anfall zu tun ist. Wir sind zu jeder Zeit auf dem Handy erreichbar», sagt Janine Kuhn, die sich Vollzeit um die Kinder kümmert. Dank dem gemeinnützigen Verein «EpiDogs for Kids» hat Léon einen neuen Freund, den 2½-jährigen Golden-Retriever-Rüden Querido. Dieser wird darauf ausgebildet, einen Epilepsieanfall im Vorfeld zu erkennen und davor zu warnen. «Nach einem Anfall legt er sich zu Léon und beruhigt ihn», sagt Janine Kuhn. «Er tut der ganzen Familie gut.» MM

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20 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Den eigenen Vater mit 52 Jahren ins Heim geben? Das kam für Sandra Gurtner nicht in Frage. Sie lebt mit ihm und ihren Kindern im Elternhaus.

Porträt

Sandra Gurtner (45) und ihr Vater Roland Krähenbühl (67) aus Jens Im Sommer 1999 fährt Roland Krähenbühl, damals 52 Jahre alt, mit seinem Boot über den Bielersee. Als er im Hafen anlegen will, wird ihm plötzlich sturm im Kopf. Krähenbühl erleidet eine Hirnblutung, knallt mit dem Kopf auf den Bug und fällt ins Wasser. Dort bleibt er liegen. Dank seinem Appenzeller Hund, der laut bellt, wird Krähenbühl entdeckt. Doch seine Lungen haben sich schon mit Wasser gefüllt. Er wird ins Spital in Biel BE gefahren und Tage später ins Inselspital nach Bern gebracht. Dort muss er ein halbes Jahr bleiben. Seither leidet Krähenbühl an epi­ leptischen Anfällen, und seine linke Seite ist gelähmt. Heute wohnt Krähenbühl in sei­ nem eigenen Haus in Jens BE. Dass er sich dort zurechtfindet, hat er seiner Tochter Sandra Gurtner zu verdan­

ken. «Ich bin nach dem Unfall mit meinen Kindern im Sommer 2000 ins Elternhaus gezogen. Meinen Vater holten wir Ende 2000 zu uns. Er braucht 24 Stunden am Tag Betreu­ ung.» In einem Heim war Krähen­ bühl nur kurz. Dort bleiben kam für ihn nicht in Frage. Nicht schon im Alter von 52 Jahren. «Es ist nicht einfach, mit jemandem zusammenzuwohnen, der pflegebedürftig ist. Man hat fast keine Privatsphäre mehr», sagt Sandra Gurtner. Trotzdem habe sie keine Sekunde gezögert, ihren Vater zu pflegen. «Er hat jahrelang zu mir geschaut. Ich wollte ihn keinesfalls in ein Heim geben. Er hatte ja erst das halbe Leben hinter sich.» Für sie war es die richtige Entscheidung. «Hier kann er auf mehr Besuch hoffen, der auch länger bleibt. Sie können zum

Beispiel gemeinsam im Garten sit­ zen.» Finanziell sei eine Heimbetreu­ ung anspruchsvoll. «Wir haben das Ersparte aufgebraucht», sagt Gurt­ ner. Deshalb habe sie sich von der pri­ vaten Spitex anstellen lassen. «So bin ich wenigstens für die Betreuung be­ zahlt.» Seit 15 Jahren kümmert sich zudem eine Freundin der Familie zwei Mal pro Woche um Krähenbühl. Sie ist vom Entlastungsdienst Schweiz, Kanton Bern, angestellt, und geht mit Krähenbühl spazieren oder hilft ihm bei der Alltagsbewälti­ gung. Sie begleitet ihn zum Arzt, geht einkaufen oder kocht für ihn. Für die Zukunft hat Krähenbühl noch ganz andere Betreuungspläne. «Ich habe jemanden von den Philip­ pinen auf Facebook kennengelernt», erzählt er. «Sie könnte bei mir im Gästezimmer wohnen.» MM

Praktische Informationen –

bitte umblättern


Konventionen brechen, um Dinge besser zu machen: Das war schon immer der Mazda Spirit. Wie wäre es, wenn wir alle dieses Jahr ein paar Dinge anders machen als jedes Jahr? Und damit viel besser? Weihnachten wieder in die eigenen Hände nehmen. Uns Zeit nehmen für gemeinsame Erlebnisse. Wäre das nicht schön? In diesem Sinne wünscht Ihnen Mazda von Herzen: Noch bessere Weihnachten! MAZDA. LEIDENSCHAFTLICH ANDERS.


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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 23

Praktische Informationen

Anlaufstellen, Literatur, Film und ein Aktionstag Zahlreiche Organisationen stehen pflegenden Angehörigen mit Rat und Tat zur Verfügung: Entlastungsdienst Schweiz:

Schweizweite Betreuung von Kin­ dern, Erwachsenen und Senioren mit einer Behinderung, psychi­ scher oder körperlicher Einschrän­ kung (www.entlastungsdienst.ch) Spitex Verband Schweiz:

Abklärung und Beratung von Pfle­ gedienstleistungen, Pflege, haus­ wirtschaftliche Leistungen, Bera­ tung in Gesundheitsfragen und Prävention (www.spitex.ch) Pro Infirmis: Unterstützung von

Menschen mit Behinderung und

ihren Angehörigen bei der Lebens­ gestaltung und der Teilhabe in wichtigen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit oder Freizeit Pro Senectute: Sozialberatung

und Finanzhilfe für ältere Men­ schen (www.prosenectute.ch) Procap: Sozialversicherungs­

beratung für Menschen mit einer Behinderung (www.procap.ch) Schweizerisches Rotes Kreuz:

Unter www.pflege­entlastung.ch gibts Tipps sowie ein Kursangebot für die Pflege von Angehörigen. Alzheimervereinigung: Diverse

Unterstützungsangebote für

Angehörige und andere Betreuen­ de von Menschen mit einer Demenz (www.alz.ch)

Buch «work + care»: Berufstätige erzählen aus ihrem Alltag mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Selbsthilfe Schweiz: Praktische Übersicht zu allen regionalen Selbsthilfezentren, die Betroffene vernetzen und unterstützen (www.selbsthilfeschweiz.ch)

DVD «Zwischen Wunsch und Verpflichtung»: In diesem Film der FFG­Videoproduktion kom­

Literatur- und Film-Tipps Buch «Pflegend begleiten»:

«Tag für pflegende und betreuende Angehörige» Am Dienstag, 24. November 2015,

Ein Ratgeber für Angehörige und Freunde pflegebedürftiger Men­ schen. Er enthält viele praktische Tipps, Informationen und Adres­ sen, die Betroffenen, pflegenden Angehörigen oder Bezugs­ personen den Alltag erleichtern.

men Betroffene zu Wort, die offen über Gefühle, Sorgen, Nöte und alltägliche Freuden sprechen.

findet zum ersten Mal in der Deutschschweiz der «Tag für pfle­ gende und betreuende Angehöri­ ge» statt. Mehr Informationen auch für pflegende Angehörige unter: www.angehoerige­pflegen.ch

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26 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

44,3 % der

Freizeit

Freizeit ist Medienzeit Was tun wir, wenn wir nicht arbeiten? Vor allem fernsehen, Radio hören und Zeitung lesen. An vierter Stelle folgt die Beschäftigung mit der Familie. Frauen setzen dafür wöchentlich zehn Stunden mehr ein als Männer.

35,8 % Schwimmen 35,4 % Skifahren

38,3 % Radfahren

Befragten gehen ab und zu wandern.

Recherche: Andrea Freiermuth

Illustrationen: 1 kilo

Schweizer sind Ausdauersportler

23,3 % Jogging, Laufen

19%

5,1 % Snowboarding

4,9 % Krafttraining

7,5 % Walking

25%

52%

en les er in deit iz Freerne g er. h Büc

netz 5 r e t t s Inuf Pla sten a D t a bte lieg belieigun- t derschäftrozen Be : 52 Pagten. gen Befr glich derfen tä sur

86%

5,2 % Tennis

7,8 % Tanzen

Quelle: Sport Schweiz 2014

7,1 % Yoga 6,3 % Mountainbiken

9,8 % Turnen, Gymnastik 7,8 % Fussball

19,8 % Fitnesstraining

1

Fast die Hälfte der Schweizer geht gerne wandern. Sehr beliebt sind auch Radfahren und Schwimmen. Fragt man allerdings nach der Hauptsportart, so liegt das Fitnesstraining an erster Stelle, gefolgt von Jogging.

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7


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 27

6,7 Stunden Putzen, Waschen, Die Freizeit der Frauen Bügeln Frauen verbringen im Schnitt zehn Stunden mehr Zeit pro Woche mit der Familie als Männer. Die Zeit dafür finden sie unter anderem, indem sie weniger im Internet surfen und weniger in den Flimmerkasten schauen als Männer.

2

1,7 Stunden Handwerkl. Tätigkeiten 1,5 Stunden Administration 1,8 Stunden Haustiere, Garten 1,8 Stunden Einkaufen 1,7 Stunden Abwaschen, Einräumen, Tisch decken 3,3 Stunden Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen 2,4 Stunden Putzen, Waschen, Bügeln 3,4 Stunden Mahlzeiten zubereiten

13%

ent roz ast P 13 en f gehlich de täg Stun e ein aus. g n la

Am liebsten bildet man sich sprachlich weiter. Danach folgen Sport, Spiel, Persönlichkeitsbildung, Kreative Aktivitäten und Gesundheit.

13 %

5,1 Stunden Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen

6%

16 %

74%

t teh s n öreeuen er h io r n in d d a R tz de och ent tro dien h Proz Menst: 74gten Gu Befraglich ne deren tä ns ei hör desteadio. minnde R Stu

2,5 Stunden Abwaschen, Einräumen, Tisch decken

Männer verbringen pro Woche 17,6 Stunden in der Woche mit der und für die Familie.

12 %

2,5 Stunden Einkaufen

en uchrs e b ultu lK nsta a . verngen tu

9%

2,2 Stunden Haustiere, Garten

Frauen verbringen pro Woche 27,7 Stunden ihrer Freizeit mit der und für die Familie.

23 %

0,8 Stunden Handwerkl. Tätigkeiten 1,1 Stunden Administration

Quelle: Univox Freizeit 2009, SAKE 2013

6,8 Stunden Mahlzeiten zubereiten

11%

78%

und n ge en n u ft t Zeitschri och leZeirden nrn get we er gerozen imm: 78 P gten lich sen Befraen täg mit. derbring de da vere Stun ein

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Weiterbildung in der Freizeit

57%

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3

Im Schnitt bildet sich die Schweizer Wohnbevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren rund 15 Stunden pro Jahr in der Freizeit weiter. Rund ein Viertel der Zeit investieren die Lernenden in ihre Fremdsprachenkenntnisse. Quelle: Mikrozensus Ausund Weiterbildung 2011.


28 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

Die Alles-Sammlerin

Hanni Weber Hanni Weber lebt auf einem idyllischen Bauernhof in Egg im Zürcher Oberland.

Doch wie bei vielen Nachbarn sind bei Webers die Zeiten des Bauerns vorbei. Die 56-Jährige hat das KV gemacht, ihr Mann arbeitet in einer Telekomfirma. Tausende Objekte im Stall und der zweistöckigen Scheune erinnern an vergangene Epochen: Biergläser, Kochbücher, Puppen, Lampenschirme, Laternen, Spritzkannen, ein Kinderschlagzeug. Auf den ersten Blick ein einziges Chaos. Doch dann wird klar: Hier liegt die Elektronik, dort sind Babysachen. Weber stellt ihre Kollektion mit dem Wechsel der Jahreszeiten um. Im Winter lagern im Eingang der Scheune Ski und Schlitten, im Sommer Liegestühle. Hanni Webers Sammelsurium lebt. Donnerstags öffnet sie ihre Sammlung

neugierigen Besuchern. «Manchmal kommen schon am Vormittag zehn Leute», erzählt Weber, «manchmal auch niemand.» Andere Sammler suchen hier nach Trouvaillen, wie der Mann, der Weber erzählte, schon 1000 Bleistiftspitzer zu besitzen. Ihre eigene Karriere als Sammn beginnt mit dem Bauernhaus, das ihr Vater vor 20 Jahren von einem Freund erbte. In der Diele entdeckte Hanni Weber Spitzen und wertvolle Stoffe. Das Sammelfieber war ausgebrochen. Die Sammlung tut Weber gut. «Hier habe ich meine Ruhe. Wenn ich wütend bin, komme ich hierher, um wieder runterzukommen.»


Ausgesuchte OnlineFlohmärkte auf einen Blick:

MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 29

Porträt

Hüter der vergessenen Schätze

Ob legendäre Rennvelos, technische Raritäten, Möbel oder Kleider: Bei Martin Skripsky, Erich Bindschädler und Hanni Weber finden Kenner kleine und grosse Preziosen aus längst vergangenen Zeiten. Text: Joel Bedetti

Bilder: Holger Salach

Migrosmagazin.ch

D

er Wert, den eine Gesellschaft ihren Überbleibseln bei­ misst, ändert sich mit den Jahren. Die ersten Brocken­ häuser, die vor rund einem Jahr­ hundert entstanden, dienten dazu, die Armen mit günstigen Kleidern und Möbeln zu ver­ sorgen. In der Nachkriegszeit deckte sich der wachsende Mit­ telstand in den neuen Möbelhäu­ sern ein, die «Brockis» drohten unterzugehen. Erst in jüngster Zeit erleben sie ein Comeback: Studenten und Sammler stöbern auf Flohmärkten nach Fund­ stücken, die ihre Garderobe oder Wohnung aufhübschen sollen. Der Retrokult ist längst Teil unserer Alltagskultur. Das Zür­ cher Museum für Gestaltung lancierte kürzlich eine Vintage­ Ausstellung. Das Schweizer Fernsehen produzierte im Früh­ ling eine Sendung namens «Die Brocki­Profis», und auf dem Lo­ kalsender «ZüriPlus» präsentiert Erich Bindschädler (Seite 27) jede Woche einen neuen Gegen­ stand aus seinem Sammelsurium. Vom Aussterben bedroht

Ist Hanni Weber genervt, findet sie in ihrer Sammlung wieder zur Ruhe.

Aktuell verkaufen sich Möbel und Kleider aus den 60ern und 70ern, die lange vor sich hin moderten. Dagegen ist der Antik­ markt völlig eingebrochen. «Die Jungen wollen kein schnörke­ liges Zeugs mehr», sagt Markus Good (60) vom Brocki Pfannen­ stil ZH. Einige Brockenhäuser werden zu Vintage­Boutiquen. Sie stellen weniger Gegenstände aus, dafür ausgewählte. Gleich­ zeitig ist ihr Einkauf schwieriger geworden, viele Boutiquen und Sammler reissen sich um die schönen Zeitzeugen. Olivier Kathriner (33), ein ehemaliger Heilsarmee­Brockenhaus­ manager, der in Bern einen gros­ sen Vintageladen führt, meint, dass seine Branche sowieso dem Untergang geweiht sei: «Die Ge­ neration, die ihre Sachen in guter Qualität kaufte, stirbt aus. Was wird von der Generation unserer Eltern und von uns übrigbleiben? Conforama­ und Ikea­Möbel, die niemand will.» Doch bevor es so weit ist, tauchen wir in die Schatzkammern von drei passio­ nierten Sammlern ein. MM


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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 31

Der Kommerzsammler

Erich Bindschädler Erich Bindschädler (70), Inhaber des Vintage Brocki in Uster ZH, empfängt in einem seiner fünf Warenlager. Er bahnt

sich den Weg durch die vollgestellten Räume. Immer wieder fallen ihm Geschichten zu den Gegenständen ein. Sein Wissen über sie ist fast noch beängstigender als deren Anzahl und Exotik: Modelle von Dampflokomotiven, ein PTTBriefmarkenautomat, zig Gabeltelefone und historische Aktien.

Erich Bindschädler sammelt seit 1993 Kuriositäten und Originale.

Bindschädler kaufte bereits als Jugendlicher in den Trödelläden in der Zürcher Altstadt ein, wo er aufwuchs. Mit 17 erwarb er eine Kutsche, mit der er samstags seinen Schulschatz ausführte. Um die Pferde ausleihen zu können, mistete er jede Woche einen Pferdestall im Zürcher Unterland. Mit 19 schloss er seine Ausbildung als Eisenwarenhändler ab, später eröffnete er einen der ersten Baumärkte der Schweiz, das «Hobbyrama» in Dübendorf ZH. 1993 verkaufte er nach 20 Jahren sein Unternehmen und machte seine Leidenschaft zum Beruf. Doch nun sucht er einen Käufer für das VintageBrocki und drei seiner Lager. «Ich will endlich mal mit dem Boot auf dem Greifensee segeln gehen, mit meiner Frau Asien bereisen.» Sein viertes Lager in Kloten ZH will er aber seinen Söhnen vermachen. Der eine Sohn, Finanzchef einer Firma, soll die historischen Aktiensammlung erhalten. Der andere, ein Ingenieur, das technische Sammelsurium.


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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 33

Der Rennvelosammler

Martin Skripsky Dutzende Rennvelos stehen sauber aus­ gerichtet im Lager­ schuppen von Martin Skripsky (41) in Cham ZG. An den Wänden

hängen Velorahmen, an einem Balken Dutzende Lenkstangen, in einer Ecke stapeln sich alte Reifen. Skripsky, ein Ju­ rist, der für ein Software­ unternehmen arbeitet, ist Sammler und Tüftler. Schon als Kind kaufte er alte Uhren und Fotoka­ meras und reparierte sie. Seine Leidenschaft entdeckte Skripsky,

als er in Zürich studierte und sich in einem Brocki einen Kristall­Renner kaufte. Ein zweiter, ein dritter folgten. «Dann lief es irgendwie automa­ tisch weiter.» Die wach­ sende Beliebtheit von alten Rennvelos zeigte sich am Preis. «Anfangs kosteten Räder 150 Fran­ ken, irgendwann waren es 500.» Mittlerweile hat er rund 40 Velos zusam­ men. 70 Prozent seien aus Schweizer Produk­ tion. «Hierzulande gab es viele kleine Betriebe, die eigene Räder bauten.» Weil sich der Lager­ raum füllt, verkauft

Ein Sammler, der loslassen kann: Martin Skripsky mit seiner Rennvelo-Kollektion.

Skripsky ab und zu Fahr­ räder. Das teuerste kos­ tet bei ihm 1100 Franken. Weil seine Räder ge­ braucht werden sollen, repariert er nicht nach historischen Vorgaben, sondern funktional: Alte Colli­Reifen ersetzt er durch Gummipneus und geschwungene Lenk­ stangen durch die heute beliebteren geraden Versionen. Es mache ihm nichts aus, sich von den Fahrrädern zu trennen. Er verfolge am Fernse­ hen auch nicht stunden­ lang Tour de France. «Ich schaue lieber Tennis», sagt er und grinst.


36 | MM48, 23.11.2015 | MENSCHEN

65 Zentimeter lang, etwa einen halben Meter breit: das Zuhause eines Hornissenvolks bei Hans Luder zu Hause.

D

as Problem wäre schnell beseitigt gewesen, wenn man es denn so bezeichnen möchte. Im Mai beobachtet Hans Luder (80), wie eine Hornisse sich an der Decke seines Schlafzimmers zu schaffen macht. Das Fenster ist immer einen Spaltbreit offen. Und so kommt es rein, dieses Insekt, eine Königin. 35 Millimeter gross, rötlich um den Kopf, schwarz-gelb der Körper. Hans Luder beobachtet und sagt zu sich selbst: «Noch interessant». Der 80-Jährige will eine Zeit lang zuschauen, was die Hornisse in seinem Zimmer treibt. Zuerst entsteht nur ein kleiner Stiel an der Decke, dann eine Zellstruktur, so gross wie eine Eichel, darüber ein kleiner Schirm. Man hätte das alles mit dem Besen leicht wegwischen können. Doch dann hätte Hans Luder nicht den Sommer erlebt, als das Abenteuer zu ihm kam. Ein kleines, aber eines, das seinen Blick auf die Welt nochmals ein wenig veränderte.

Der 80-Jährige ist einer, der sich für Neues begeistern kann

Porträt

Eine Königin samt Hofstaat zu Gast Zuerst kam die Anführerin, dann das ganze Volk: Hans Luder überliess den Insekten sein Zimmer, begann sie zu erforschen – und suchte schliesslich anderswo im Haus einen Ort zum Schlafen. Text: Erika Burri Bilder: Daniel Winkler

Die Königin kommt und geht. In ihrem Mund transportiert sie kleine Bällchen, Baumaterial aus morschem Holz. Mit ihrem Speichel spinnt sie Fäden und vergrössert ihren Bau. Hans Luder holt seine Kamera und schiesst die ersten Bilder. Bis im Herbst sollen es über 200 werden, die dokumentieren, wie das Nest täglich grösser wird. Nun, Mitte November, klebt es an der Wand, braun-weiss meliert. Es breitet sich über die Vorhangstange aus und ragt ins Fenster. Rund 65 Zentimeter lang ist es und etwa einen halben Meter breit, ein ungewöhnlich grosses Nest. Hans Luder startet in seinem Büro den Computer. Am Sonntag vor 80 Jahren kam er in diesem Zimmer in Oetwil am See ZH zur Welt. Vor Kurzem musste er das Knie operieren lassen, es wollte nicht mehr. Abgesehen davon ist Luder jemand, der noch nicht alles gesehen hat. Seine Frau Nelly, ein Jahr jünger, sagt, ihr Mann sei schon immer einer gewesen, der sich für etwas begeistern liess. Vor


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 37

für die Drohnen und die jungen Königinnen. Wenn die Maden Hunger haben und warten müs­ sen, bis sie die Arbeiterinnen mit Insekten füttern, knabbern sie an den Zellwänden. Das töne dann, als würde es regnen, sagt Luder. Es wird Oktober, bis sie schlüpfen, zusammen tanzen, sich beim Begatten am Boden wälzen. Er filmt auch das mit seiner Kompaktkamera.

40 Jahren war es das Kochen. Wenn sich die Mitglieder des Kochclubs treffen, teilt er noch heute mit denselben drei Män­ nern den Herd. Diese scherzen, der Luder schlafe jetzt mit einer Königin. Hans Luder lacht, als er das erzählt, seine Frau auch. Sie bringt Kaffee, er erzählt weiter. Ob Drohnen oder Königinnen – Hans Luder kennt sie alle

Seine Sätze beginnen mit: «Da habe ich beobachtet, dass …». Er spricht klar, die Stimme fest. Und dann kommen Details, viele Details. In wenigen Wochen wurde Hans Luder zum Hornis­ senexperten. Er kann selbst­ verständlich die Arbeiterinnen von den Drohnen, den männ­ lichen Hornissen, und den jun­ gen Königinnen unterscheiden (an der Grösse und den Füh­ lern), er weiss, wie lange ein Ei reift, bis eine Larve schlüpft (5–8 Tage), wie oft eine Wabe nach der Verpuppung wieder­ belegt wird (bei den Arbeiter­ innen bis zu vier Mal). Es ist nun nicht nur die Köni­ gin, die das Nest baut. Die ersten Arbeiterinnen sind längst ge­ schlüpft. Es ist Juni, und es geht schnell voran. Ein Stockwerk nach dem anderen entsteht.

Der Einzug der Königin weckte das Interesse an Insekten

Bis zu 700 Hornissen lebten in Hans Luders Hornissennest.

«Eine fängt an, die nächste ar­ beitet weiter», sagt Hans Luder, «ziemlich chaotisch.» Aber alle wüssten, was sie zu tun hätten. Wieso, das wisse er nicht. Was er aber wisse, sei, dass die Men­ schen so was nie fertigbrächten. Die Waben so regelmässig, die Struktur so fein.Der gelernte Mechaniker staunt. Am Anfang traut Luder sich nicht, sich der Königin zu nä­ hern.Dann, mit der Zeit, wird er mutiger. Mit einer Lampe

beleuchtet er das Nest von un­ ten, schaut hinein. Die Hornissen, vom Licht angezogen, fliegen ihm um den Kopf. Er bleibt ruhig. «Die ma­ chen nichts», sagt er. Obwohl das nicht ganz stimmt. Einmal wird er in den Kopf gestochen. Nachts in die Zehe. Bis Ende Juni schläft er noch im Zimmer. Dann überlässt er es den Hor­ nissen. Die Waben werden gegen Ende Sommer grösser und tie­ fer. Hier legt die Königin die Eier

Für Insekten hatte Luder sich zuvor nie interessiert – bis die Königin bei ihm einzog. Er sagt, er sei achtsamer geworden. Im Leben die kleinen Dinge sehen, das habe ihn das Hornissenvolk gelehrt. Die letzten sind noch da, vermutlich Drohnen. Jeden Morgen liegen tote Hornissen unter dem Nest. Bald verstummt das Surren im Zimmer ganz. Die jungen Königinnen sind längst ausgeflogen, um sich einen Ort zum Überwintern zu suchen. Sie werden nächsten Frühling ihr eigenes Nest bauen. Ende September hat er seine Königin das letzte Mal gesehen. Was ihm bleibt, ist das Nest. Hans Luder wird versuchen, es sorgfältig von der Wand zu lösen. MM

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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 39

A Bänz Friedli

Duell am Greifensee

Ach, Roger, du warst ein Lustiger, als ich dich kennenlernte vor vielen Jahren, es müssen über zwanzig sein. Listig lugtest du hinter dicken Brillengläsern hervor, ein Sprücheklopfer warst du, nicht brillant, wie nun alle einander abschreiben, aber lustig. Auch streitlustig. Wir schrieben für verschiedene Zeitungen, damals; ich attestierte der US-Rockband Pearl Jam «liturgische Feierlichkeit», du mokiertest dich: «Die Kritik faselt von liturgischer Feierlichkeit.» Und frästest die Band in einer Konzertbesprechung in Grund und Boden. Weil mir das Konzert gefallen hatte, protestierte ich – worauf du mich zum Duell am Greifensee im Morgengrauen auffordertest.

Stattdessen wurde es dann ein Zmittag im «Sprüngli» – wir beide waren viel zu jung für das Lokal an der Bahnhofstrasse, aber das gefiel dir: das Klassische, Noble –, wir redeten über alles Unmögliche, nur nicht über Pearl Jam. Und heute muss ich gestehen, dass du vermutlich recht hattest: Es war ein bisschen anstrengend, wie feierlich die Band sich gebärdete, wie ergriffen sie ob der eigenen Ernsthaftigkeit war. Aber dir ging es ohnehin nie um das, worüber du gerade berichtetest, sondern um Aufmerksamkeit, Kitzeln, Provokation. Dir gefiel es, eine andere Meinung zu vertreten.

Bänz Friedli (50) schreibt an Roger Köppel.

«Man soll sich nicht zu wichtig nehmen.» Passt. Zu Pearl Jam. Und zu dir, Roger Köppel. Den Satz hat deine neue Kollegin Natalie Rickli

über dich gesagt. Nun rückst du kommende Woche zu deiner ersten Session ein. Und mich dünkt, du habest die Lustigkeit verloren. Mit heiligem Ernst hast du dich im Wahlkampf in Märtyrerpose geworfen, hast du betont, du hättest ja eigentlich gar keine Zeit für Politik, du wollest nur kurz nach Bern: für eine Kurskorrektur. Ganz à la «Wenn ich es nicht mache, machts ja keiner». In der Nationalratswahl magst du abgeräumt haben. Aufräumen wirst du nicht in Bern. Wer in testosterongeladenem, herkulischem Heldenstil als Einzelner eine «Richtungskorrektur» vornehmen will, verkennt unser System. Mehr noch: Er denkt undemokratisch. Niemand kann allein den Gang der Schweiz ändern, unserem ausbalancierten System sei Dank. Umso mehr betrübt es mich, dass du künftig noch weniger Zeit mit deinen drei kleinen Kindern verbringst. «Ich muss daheim auf mein Wahlplakat schreiben ‹Papi hat euch lieb›, damit sie nicht vergessen, wie ich aussehe», hörte ich dich am Fernsehen sagen. Das mag kokett gewesen sein, aber es ist auch traurig. Du willst in Bern den Retter spielen – und verpasst die besten Jahre, die man mit Kindern erleben kann. Schade. Man kann so viel lernen von Kindern. Und es so lustig mit ihnen haben. MM Bänz Friedli live: 25.11., Zug; 28.11., Zürich

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Interview

«Ich bin ein Dilettant, der mit Halbwissen um sich wirft» Grégoire Vuilleumier (37) alias Greis zählt zu den erfolgreichsten Rappern der Schweiz. Über die Musikszene hinaus berühmt geworden ist der Berner wegen seiner spitzen Sprüche gegen den Rechtspopulismus. Mit dem Album «Hünd i parkierte Outos» will er jetzt wieder ein musikalisches Zeichen setzen. Text: Anne-Sophie Keller, Andrea Freiermuth Bilder: Michael Sieber


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 43

Greis will Geschichten erzählen: «Für mich ist das Album eine Rückkehr zu meinen Stärken.»


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MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 45

Grégoire Vuilleumier, seit Sie 20 sind, nennen Sie sich Greis. Warum? Dafür habe ich keine gute Erklä­ rung. Mein Lehrer hatte uns in der Schule am Beispiel «alter Greis» mal erklärt, was ein Pleo­ nasmus ist. Ich fand das so cool, dass man da einfach ein Adjektiv geschenkt kriegt. Wie ein Sham­ poo, bei dem es noch ein kleines Duschgel dazugibt.

Zur Person

Der junge Alte mit der grossen Klappe Grégoire Vuilleumier (37) alias Greis ist seit 15 Jahren als

Rapper unterwegs. Letzte Woche hat er sein sechstes Solo­ album veröffentlicht: «Hünd i parkierte Outos». 2010 zeich­ nete der Sender MTV ihn als besten Schwei­ zer Künstler mit einem European Music Award aus und nomi­ nierte ihn als Besten Europäischen Act. Der Berner mit West­ schweizer Wurzeln hat Publizistik, Polito­ logie sowie Wirt­ schafts­ und Sozial­ geschichte studiert und mit einem Master abgeschlossen. Er lebt von seiner Musik und verdient sich ein Zubrot mit Rap­Work­ shops für Jugendliche.

Ist der Titel Ihres neusten Albums «Hünd i parkierte Outos» ähnlich zufällig entstanden? Hunde in parkierten Autos zu sehen, ist für mich ein intimer Moment mit Fremden. Man schaut sich an, geht weiter, aber man hat sich getroffen. Egal, ob er dich herzig anschaut oder dich anbellt. Das klingt nicht nach viel Tiefgang. Haben Sie Ihren Biss verloren? Für mich ist das Album eine Rückkehr zu meinen Stärken: Geschichten erzählen. Primär will ich mich selber verwirk­ lichen. Aber es hat immer auch militante Songs auf meinen Alben. Mit dem Lied «Teil vom Ganze» will ich einen anderen Blick auf die Schweiz werfen. Einen, der auf dem aktuellen Forschungsstand beruht. Und was sagt die Forschung zur Lage der Schweiz? Die ganzen Mythen um 1291 – der Rütlischwur, die drei Kanto­ ne, eine Verteidigung gegen Invasoren von aussen oder die Schweiz, die organisch wächst – stimmen nicht. 1291 ist eigent­ lich nicht viel passiert. Manche Kantone hatten damals sogar Bündnisse mit Habsburg; andere Kantone waren Eidgenossen von Ländern wie Savoyen oder Schwaben. Die Loyalität zu de­ nen war oft grösser als die Loya­ lität gegen innen. Es gab viele Bürgerkriege, und wir brauchten sogar Hilfe vom Ausland, um Frieden zu finden. Was uns aus­ zeichnet sind nicht das Réduit oder die Abschottung. Was uns auszeichnet, ist unsere Diver­ sität, der Kontakt zur Aussen­ welt und dass wir ein aktiver Teil von Europa waren.

Greis rechnet mit Schweizer Mythen ab: «1291 ist eigentlich nicht viel passiert.»

Wir hatten Migrationsströme gegen aussen wie auch gegen in­ nen – und sind darum eines der vielfältigsten Länder dieser Welt. Das ist ein Potenzial. Je politischer Ihre Songs sind, desto schlechter laufen die CDs. Wie schwer ist der Spagat zwischen Gesellschaftskritiker und Hip-Hop-Prolet? Das Politische ist bloss ein Teil von mir. Das geht also ganz gut einher. Aber es ist logisch, dass sich politische Alben schlechter verkaufen. Denn mit einer klaren Positionierung spreche ich nur einen kleinen Teil der Leute an. Wenn Oskar Frey­ singer von der SVP einen Ge­ dichtband herausgäbe, würde ich mich da auch nicht draufstürzen. Sie sind nicht der einzige Rapper, der sich gesellschaftskritisch äussert. Ist das Aufzeigen von Missständen ein fester Bestandteil der Hip-Hop-Kultur?

Das Aufzeigen schon, aber nicht das Aufdecken. Wenn ich Lieder mit politischem Hintergrund schreibe, basieren die Texte auf Büchern von Leuten, die mehr verstehen als ich. Meine Infos nehme ich von links und rechts. Ich glaube, Gesellschafts­ kritik hat im Hip­Hop durchaus Tradition. Ignorante Texte aber genauso. Bringt es überhaupt etwas, sich zu engagieren? Wenn man sich für etwas einsetzt, muss man sich gleich­ zeitig bewusst sein, dass die Wirkung meist nicht messbar ist. Man wird für sein Engage­ ment kein Diplom per Post erhalten. Aber ich habe den Traum, meinen ganz kleinen Teil dazu beizutragen, dass die Welt nicht schlechter wird. Sie haben auf Facebook intensiv dazu aufgerufen, wählen zu gehen. Die Wahlbeteiligung lag

jedoch bei unter 50 Prozent. Sind Sie enttäuscht? Ich finde die Beteiligung nicht wahnsinnig tief. Sie entspricht der Wahlbeteiligung eines west­ europäischen Landes, das über Dinge abstimmt, die einen nicht direkt betreffen. Wählen zu gehen, ist ein Recht und keine Pflicht. Man kann die Leute schliesslich nicht aus ihren Wohnungen prügeln. In Ihrem Song «Teil vo der Lösig» werfen Sie dem Parlament vor, Fremdenhass zu vertreten. Was meinen Sie damit? Fremdenhass ist ein universelles Phänomen, das in jeder Kultur und in jedem Kulturkreis vor­ handen ist. In einem so vielfälti­ gen Land wie der Schweiz ist es bezeichnend, dass Fremdenhass dort verbreitet ist, wo der Kon­ takt mit Fremden selten ist. Räubergeschichten haben aber keinen Platz, man muss über die Realität reden. Der Zweite Welt­


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krieg als ultimatives abschreckendes Beispiel von Fremdenhass rückt immer weiter weg. Die rechtspopulistischen Parolen, die heutzutage in der «Weltwoche» propagiert werden, waren vor zehn Jahren undenkbar. Fremdenhass ist salonfähig geworden.

eine einfache Erklärung für alle Probleme – die Ausländer.

Sie teilen nach allen Seiten aus. In der «Weltwoche» sagten Sie 2007, dass es die Linke nach den sozialdemokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte verschlafen habe, neue Themen zu besetzen. Dass wir eine Altersvorsorge haben, ist eine der grössten Errungenschaften der Sozialdemokratie. Genauso wie das Frauenstimmrecht oder die Chancengleichheit. Es ist viel einfacher, für diese Errungenschaften zu kämpfen, als sie zu verteidigen. Wir leben heute in einem Sozialstaat, den es zu bewahren gilt. Das ist eine sehr komplexe Aufgabe, wie etwa die Reform der AHV zeigt. Das ist nicht sexy. Und darum sprechen auch viele Jugendliche weniger darauf an. Da hat es der rechte Flügel einfacher: Die haben

Sie haben auch die Aktion von Donat Kaufmann unterstützt, der mittels Crowdfunding eine Titelseite von «20 Minuten» kaufte – als Reaktion auf die SVP-Werbung an derselben Stelle. In der Medienwissenschaft gibt es die Theorie der Schweigespirale. Sie besagt, dass Menschen ihre Meinung tendenziell zurückhalten, wenn sie glauben, in der Minderheit zu sein. Die Folge davon ist, dass die Mehrheit – selbst wenn es sich nur um eine vermeintliche Mehrheit handelt – immer lauter wird. Schweigen ist gefährlich. Zudem hat Donats Kampagne verdeutlicht, wie viel Geld die SVP in ihren Wahlkampf steckt. Gegen die SVP wettern Sie besonders gern. Wie kommt das? Ich finde diese Partei nicht transparent. Sie geht mit der Angst vor Ausländern und

Europa auf Stimmenfang. Aber eigentlich geht es ihr vor allem darum, Steuern zu senken. Die SVP war früher die Partei der kleinen Leute, fordert heute jedoch Kürzungen der staatlichen Budgets. Diese betreffen alle Bereiche, sei es die Polizei, das Sozialwesen oder eben die Landwirtschaft. Sind Sie gern Schweizer? Absolut. Ich bin ein stolzer Waadtländer, Berner, Basler und Schweizer. Und zwar weil ich extrem dankbar bin, im schönsten und vielfältigsten Land der Welt geboren worden zu sein. Im Land mit den besten Aussichten. Das ist mehr wert als ein Sechser im Lotto. Die SVP würde hier sagen, dass es eben gilt, diesen Reichtum zu bewahren und ihn nicht aufs Spiel zu setzen, indem man «Sozialschmarotzer» duldet und mit einem EU-Beitritt liebäugelt. Natürlich müssen wir unseren Reichtum erhalten. 2050 werden zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung über 60 sein.

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Lipoflex 2015 – setzt neue Massstäbe in der Fettabsaugung

BODYSTYLING

Dr. Schaffer, Sie waren vor 17 Jahren weltweit der erste Arzt, der sich ausschliesslich mit der Fettabsaugung befasste und Sie gehören international zu den erfahrensten Spezialisten auf diesem Gebiet. Sie optimieren ihre Fettabsaugmethode von Jahr zu Jahr. Dr. med. R. B. Schaffer zum LifestyleThema Nr. 1:«Bodystyling»

Was ist neu an Lipoflex® 2015? Neu ist eine weitere Verbesserung der Flexibilität der gesamten Methode. Wir haben die Integration der flexiblen Kanülen, Behandlungsliegen und -lampen, sowie die Behandlungstechnik und die Kombination der Nachbehandlungsmethoden wiederum deutlich verbessern können. Das Geheimnis von Lipoflex® 2015 liegt also in der Kombination der Methoden? Ja, das ist richtig. Fettabsaugen alleine genügt oft nicht. Es ist die optimale Kombination von Bodystyling, Fatburning und Cellustyling, die es ausmacht. Welche Vorteile entstehen mit Lipoflex® 2015 dadurch? Eine massiv höhere Arbeitsgenauigkeit, da bei dieser Methode die Silhouette auch im Stehen beurteilt und geformt werden kann, eine bessere Gewebeschonung, eine deutlich schnellere Wundheilung, ein kürzerer

Arbeitsausfall, ein signifikant besseres Preis-LeistungsVerhältnis und vor allem überdurchschnittliche Resultate (siehe Bilder).

verkalkt. Damit sind unbefriedigende Resultate vorprogrammiert. Zudem wird bei dieser Methode ein erhöhtes Brustkrebsrisiko diskutiert.

Ist das Stehen zwischendurch während des Eingriffs kein Problem? Wenn man ausschliesslich auf Fettabsaugen spezialisiert ist und die lokale Betäubungstechnik beherrscht, so ist dies, wie ich es in einer Live-Operation im Schweizer Fernsehen gezeigt habe, sehr gut machbar (siehe Website). Natürlich ist Ärzten, die neben der Fettabsaugung noch andere Eingriffe vornehmen von dieser Technik abzuraten.

Kann Lipoflex® 2015 von jedem Arzt angewendet werden? Nein. Diese Methode erfordert viel Übung und Erfahrung. Zudem sind zeichnerisches Talent, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, manuelles Geschick und ein ästhetisches Auge erforderlich. Facharzttitel nützen hier wenig wie die zunehmende Zahl an missratenen und leider oft nicht mehr korrigierbaren Fettabsaugungen in unserer Sprechstunde zeigt.

Sie besitzen mit Lipoflex® 2015 weltweite Patente. Welche Vorteile beinhalten diese genau? Es handelt sich um ein Instrument, mit dem wir die Haut von innen straffen können. Damit können wir zunehmend auch Leute mit schlaffer Haut operieren.

Wie viele Eingriffe haben Sie bisher durchgeführt? Es kommt darauf an wie man zählt. Wenn man die behandelten Zonen zählt – was immer mehr Ärzte tun, um auf höhere Fallzahlen zu kommen – dann sind es über 20´000. Wenn aber der Eingriff selbst gezählt wird, was ich für deutlich transparenter und ehrlicher halte, dann sind es zwischenzeitlich mehr als 5´000.

Wo kann Lipoflex® 2015 angewendet werden? Grundsätzlich überall. Am Kopf, an den Armen, am Rumpf und an den Beinen. Hat Lipoflex 2015 neben der Ästhetik auch Auswirkungen auf die Gesundheit? Absolut. Zum gesteigerten Wohlbefinden kommt eine wissenschaftlich gesicherte Tatsache: weniger Bauchfett reduziert die Gefahr von Bluthochdruck und das Blutzuckerrisiko erheblich. ®

Warum verwenden Sie Lipoflex® 2015 nicht um Brüste zu vergrössern? Weil die Methode nicht hält, was sie verspricht. Das eingespritzte Fett bleibt nie dort, wo man es einbringt. Es verschiebt sich nachträglich, stirbt teilweise ab und

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Ein 48-jähriger Mann vor und 3 Monate nach der Behandlung. Bauch und Hüfte sind gestrafft, die Fettpolster restlos verschwunden.


MENSCHEN | MM48, 23.11.2015 | 47

Im Video: Die grössten Hits von Greis.

Migrosmagazin.ch

Schon heute haben wir nicht genügend Pflegepersonal. In den 60er-Jahren rekrutierten wir Leute aus Italien oder Spanien. Ohne sie wären später die goldenen 80er-Jahre nicht möglich gewesen. Auch Flüchtlinge hocken uns nicht bloss auf der Tasche. In den 70erJahren nahmen wir Libanesen auf. Und einer davon hat unsere Uhrenindustrie gerettet: Nicolas Hayek. Sie haben als einer der Ersten die RasaInitiative, «Raus aus der Sackgasse», unterzeichnet. Warum? Rasa war eine Reaktion auf die Initiative gegen die Masseneinwanderung. Sie gibt der Bevölkerung nochmals die Möglichkeit, über ihren Entscheid nachzudenken. Das Abstimmungsresultat vom 9. Februar 2014 hat einen direkten Einfluss auf den zukünftigen Wohlstand der Schweiz. Die Bilateralen Verträge sind ein wichtiger Aspekt unseres Wirtschaftswachstums. Darum dürfen wir sie nicht gefährden.

Dass die Bilateralen durch ein Ja gefährdet werden, war doch immer klar. Die Konsequenzen waren einem Teil der Bevölkerung vor dem 9. Februar 2014 nicht bewusst. Mittlerweile ist das Stimmvolk besser informiert – und würde sich vermutlich anders entscheiden. Es entsteht der Eindruck, dass Sie alles besser wissen. Was macht Sie so sicher, dass Sie recht haben? Das ist bloss meine Meinung. Ich bin ein Dilettant, der mit gefährlichem Halbwissen um sich wirft. Ich bin weder Berufspolitiker noch Berufsliterat. Und doch mischen Sie sich gern in politische Diskussionen ein. Warum? Weil das mein gutes Recht ist. Und weil in meinen Worten gleich viel Wahrheit steckt, wie in den Worten anderer. Ich bin zwar ein Riesenklugscheisser, aber das darf man in der Schweiz sein. In anderen Ländern würdest du dafür eingesperrt werden.

Warum gehen Sie eigentlich nicht selber in die Politik? Nein, Politik zu machen, ist viel schwieriger, als Musiker zu sein und einfach etwas zu plappern. Das gilt übrigens auch für Journalisten: Es ist einfacher gegen etwas anzuschreiben, als selber an konstruktiven Lösungen zu arbeiten. Mal schauen, wie oft Roger Köppel dann wirklich im Nationalrat sitzt und die Kommissionsarbeit macht. Ich möchte das nicht machen. Sie sind jetzt 37 Jahre alt. Wie fühlt es sich an, als Rapper zu altern? Ich lebe seit 15 Jahren vom Rap. Und zwar immer besser. Ich habe als Chaot gelernt, meinen Tagesablauf zu strukturieren. Aber ich habe enorm Bock darauf, mal irgendwo angestellt zu sein und Sozialleistungen zu erhalten. Ich würde gern für eine Nichtregierungsorganisation in der Kommunikation arbeiten oder auch in der Pädagogik mit schwierigen Kinder – die sind meist einfacher als die vermeintlich einfachen. MM

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Migros-Welt MM48

Zitat der Woche

«Die Heirat zwischen Ökologie, Ökonomie und Ergonomie kann funktionieren.» Aproz-Unternehmensleiter Michel Charbonnet in «Le Nouvelliste» vom 13. November über die Auszeichnung der umweltfreundlichen Aproz-Flasche durch den Walliser Unternehmensverband Vuvex.

Bei der Arbeit

Fabrice Christmann (44), Lastwagenchauffeur bei der Migros Basel.

Konzert

Summerstage 2016

Bild: Bettina Mathiessen

Das Open Air im Park im Grünen geht vom 14. bis 16. Juli 2016 in die sechste

Runde. Dieses Mal ist als OpeningHeadliner der deutsche Rapper Cro mit dabei. Nach seiner erfolgreichen Mello Tour mit über 200 000 Besuchern geht der Mann mit der Pandamaske 2016 mit seinem Orchester auf die grosse

Unplugged-Open-Air-Tour. Sein MTVUnplugged-Album stieg jüngst direkt auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ein. Die Single «Bye Bye» landete ebenfalls auf Platz 1 der Charts. Weitere Informationen auf www.summerstage.ch. Mehr von der Migros Basel ab Seite 95

«Ich war Feuerwehrmann beim französischen Militär, bevor es mich als Chauffeur zur Migros zog. Der Storch auf dem Armaturenbrett ist ein Andenken an diese Zeit und mein ständiger Begleiter. 300 Kilometer fahren wir jeden Tag zusammen. Abfahrt ist um 5.30 Uhr. Die Lebensmittel sollen schliesslich frisch in die Filialen kommen. Jeder Morgen ist wieder anders. Der Verkehr und das Aufund Abladen der Produkte sorgen für Abwechslung.»


50 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Kinder drehten für den Wettbewerb mehr als 100 Kurzfilme. x-hoch-herz

Ein Herz für andere Seit neun Jahren findet jährlich der Schulwettbewerb von x-hochherz statt, der vom Migros-Kulturprozent getragen wird. Schülerinnen und Schüler werden dadurch sensibilisiert, sich für andere Menschen zu engagieren. Über 100 Werbespots zum Thema «Guets tue tuet guet» wurden bei der letzten Ausschreibung eingereicht, 20 davon ausgezeichnet. Dazu gehört der Kurzfilm «mitenand» der 1. Primarklasse von St. Antoni (Bild). Aktuell hat x-hoch-herz wiederum einen Foto-Wettbewerb für Schulen ausgeschrieben. Eingabeschluss ist der 31. März 2016. Mehr Infos auf: www.xhochherz.ch

Klimaschutz Eine neue Web-App mit Kochtipps für umweltbewusste

Feinschmecker: Auf App.eaternity.org finden sich Rezepte für Leute, die ihren Gaumen verwöhnen und zugleich das Klima schonen möchten. In Kürze wird die App um eine Funktion erweitert: Bald können die Nutzer die Zutaten eines eigenen Menüs eintippen, und das Programm errechnet, wie gross die CO2-Belastung des Essens ist. Die App ist für zu Hause ebenso geeignet wie für Restaurants. Dahinter steht das Zürcher Start-up-Unternehmen Eaternity, das vom Förderfonds Engagement Migros unterstützt wird.

Auszeichnung

Zahl der Woche

Lorbeeren für zwei Migros-Apps Viele Funktionen, grosse Bedienungsfreundlichkeit – die Fachjury des Wettbewerbs «Best of Swiss Apps 2015» war voll des Lobes für die Migros-App. Sie erleichtere im Alltag das Einkaufen und fördere die Bindung der Kunden an das Unternehmen.

«Die App hat eindeutig Gold verdient», lautete das Fazit. Insgesamt erhielt die App drei Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien. Auch die Sprach-Lern-App «PodClub» der Klubschule Migros bekam zwei Auszeichnungen.

100 000 Kilowattstunden werden mit der neuen Kälteanlage im Mythen-Center Schwyz jährlich eingespart. Das würde reichen, um 20 Familien, 2 Erwachsene und 2 Kinder, in einem Einfamilienhaus ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Die Migros Luzern wurde für die Anlage mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 51

Gehasst und geliebt: Kaum ein Gemüse polarisiert wie der Rosenkohl. Allen Verweigerern sei gesagt: Rosenkohl hat heute nichts mehr mit den verkochten Kügelchen vergangener Tage zu tun. Zum Beispiel in Blättchen gezupft, wird der schnöde Kohl richtig schick. Das zeigen unsere Rezepte.

Die Klubschule tut etwas gegen den Fachkräftemangel in der Betreuung. Klubschultipp

Respektvoller Umgang in der Betreuung Im Bereich Betreuung herrscht Fachkräftemangel, und mit Blick auf die zunehmende Überalterung der Bevölkerung wird sich die Lage nicht entspannen. Die Klub­ schule Migros reagiert auf diese wichtige gesellschaftliche Heraus­ forderung und bietet ab Dezember 2015 einen Basiskurs für die Betreuung von älteren und hilfs-

bedürftigen Personen an. Der Kurs vermittelt ein breites Fachwissen und erhöht die Chancen der Absolventen auf eine Festanstellung bei Spitex­ Organisationen, Heimen oder in privaten Haushalten.

411 mg Kalium 77 mg Phosphor 1,1 mg Eisen 110 mg Vitamin C

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Vitamin C Die kleinen Kohl­ köpfe übertrumpfen Zitrusfrüchte beim Vitamin­C­Gehalt: Sie enthalten rund doppelt so viel des wichtigen Vitamins. Doch auch bei den B­Vitaminen punktet Rosenkohl und steht weit besser da als die meisten anderen Gemüsesorten.

Basiskurs Pflege, 10 halbtägige Module inkl. Lehrmittel, 875 Franken. Mehr In­ formationen unter www.klubschule.ch

Kapseltest: Giovanni Alberti, von Total Capsule Solution, M-Industriechef Walter Huber und der Tessiner Staatsrat Christian Vitta (v. l.)

Firmeneröffnung

Bilder: Getty Images, Keystone, iStockphoto, zVg

Kapseln aus dem Tessin Seit Oktober verlassen täglich Tausende Kaffeekapseln die neuen Produktionshallen der «Total Capsule Solution AG». Gegründet wurde der in Stabio TI beheimatete Hersteller diverser Kaffee­ und Getränkekapseln vom M­Indus­ triebetrieb Delica im Januar. Vor wenigen Tagen fand die offizielle Eröffnung statt. Das Unternehmen

produziert zum Beispiel die M­Budget­Kaffeekapseln – auch die Kapseln der Denner­Eigenmar­ ke Nero stammen aus dem Tessin. Der Fokus liegt allerdings auf dem Exportgeschäft. In Zukunft sollen Kunden in Deutschland und Frankreich beliefert werden. Durch die Gründung konnten 2015 bereits 21 Stellen geschaffen werden.

Rosenkohl enthält deutlich weniger Wasser als andere Kohlsorten. Des­ halb enthält er auch mehr Kalorien. Aber keine Angst: Fett enthält er keines, dafür aber viele Ballaststoffe. Rezepte mit Rosenkohl auf Seite 59


52 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Interview

«Viele kleine Beiträge bewirken Grosses» Migros-Chef Herbert Bolliger über die weihnachtliche Spendenaktion, die bedürftigen Kindern in der Schweiz zugute kommt. Text: Michael West

Armut

Jedes zehnte Kind in der Schweiz betroffen Kinderarmut gibt es nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in der Schweiz: Laut einem Bericht des Uno-Kinderhilfswerks Unicef sind in unserem Land 9,4 Prozent aller Mädchen und Buben betroffen. Die Unicef hat eine Reihe von Faktoren berücksichtigt, um Bedürftigkeit von Kindern festzustellen. Es ging ihr dabei nicht nur um Wohlstand, sondern etwa auch um den Zugang zu Bildung, die Impfrate oder Erfahrungen mit Gewalt und Mobbing. Im Vergleich von 29 Industrienationen kam die Schweiz beim Ausmass von Kinderarmut auf den neuntbesten Platz. Am besten ist die Situation in den Niederlanden, Norwegen und Island, am schlimmsten in Rumänien. Im Bericht wird festgehalten, dass Armut sogar in einem reichen Land wie der Schweiz das Leben von Kindern prägt: «Kinder, die materiell zurückfallen, tun dies von Geburt weg und tragen die Konsequenzen dieser sozialen Ungleichheit ein Leben lang.» Mit anderen Worten: Not muss in der Kindheit bekämpft werden, damit sie nicht zum Dauerzustand wird.

Bild: Daniel Winkler

Herbert Bolliger, in ihrer diesjährigen Spendenaktion sammelt die Migros Geld für bedürftige Kinder in der Schweiz. Viele Kinder in unserem Land leben doch eher im Überfluss. Ist Kinderarmut bei uns überhaupt ein Thema? Leider ja! Die Kinderarmut ist natürlich nicht so sichtbar wie in armen Ländern. Deshalb sind wir alle erstaunt, wenn wir im Bericht der Unicef lesen, dass in der Schweiz jedes zehnte Kind in Armut lebt. Das darf nicht sein! Denn gerade die Kinder sollten uns doch ganz besonders am Herzen liegen. Versagt hier unser gut ausgebauter Sozialstaat? Bei uns geht es um die sogenannte relative Armut. Nicht ums nackte Überleben, sondern vor allem um soziale Ungleichheit. Es handelt sich oft um Kinder, deren Eltern Schwierigkeiten haben, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Diese Kinder werden weniger gefördert, erleben Nachteile in der Schule, haben später ein tieferes Bildungs­ niveau, schlechtere Einstiegs­ chancen ins Erwerbsleben und schliesslich ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Diese Spirale gilt es zu durchbrechen. Auch um zu verhindern, dass aus diesen Kindern Erwachsene werden, die von der Sozialhilfe abhängig sind. Das Geld übergibt die Migros dann vier grossen Hilfswerken, die damit verschiedene Projekte finanzieren. Dabei geht es zum Beispiel um neue Schultheks

oder Gratisferien im Engadin. Reicht diese Art von Unterstützung, um die Situation einer bedürftigen Familie zu ändern? Viele kleine Beiträge können auch Grosses bewirken. Trotzdem braucht es unbedingt auch struktu­ relle Veränderungen. Wir müssen armen Familien dringend mehr günstigen Wohnraum und Betreu­ ungsangebote anbieten. Da ist die Politik gefordert. Ist es nicht unverständlich, wenn Sie ausgerechnet jetzt für die armen Kinder in der Schweiz sammeln, während wir jeden Tag mit erschütternden Bildern von Menschen konfrontiert werden, die vor den Mördern des IS und Assads Bomben flüchten? Alle Menschen sollen nicht nur Hoffnung auf ein Leben in Würde haben, sondern auch ein Leben in Würde leben können. Deshalb müssen wir überall mithelfen, Elend zu verhindern. Das heisst aber auch, dass wir hier bei uns nicht wegschauen oder tatenlos zusehen dürfen. In der Weihnachtszeit finden viele Spendenaktionen statt. Was tut die Migros während des restlichen Jahres, um Menschen in Not zu helfen und Armut zu lindern? Unser Hilfsfonds unterstützt jedes Jahr mit einer Million Franken gemeinnützige Anliegen. Zudem setzt das Migros­Kulturprozent, das jedes Jahr über 120 Millionen Franken zur Verfügung hat, einen Teil für soziale Projekte ein, und die


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 53

Artikelserie

Hilfe für bedürftige Kinder Das MigrosMagazin widmet der Spendenaktion eine fünfteilige Artikelserie. Der erste Teil ist das Interview mit Herbert Bolliger. In den nächsten Wochen stellen wir ausgewählte Hilfsprojekte vor, die von den Spenden profitieren sollen. Teil 2, Pro Juventute: Nächste Woche geht es um das Hotel Chesa Spuondas, in dem bedürftige Familien Ferien machen. Teil 3, Winterhilfe: Sie beschenkt Kinder unter anderem mit neuen Schulrucksäcken. Teil 4, Heks: In einem Haus dieses Hilfswerks in Neuenburg finden Väter und Mütter Rat. Teil 5, Caritas: Dank eines Patenschaftsprojekts können Kinder aus armen Familien in ihrer Freizeit mehr erleben.


54 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Spendenaktion

So können Sie mitmachen Alles Geld, das bei der Migros-Spendenaktion gesammelt wird, geht zu gleichen Teilen an Pro Juventute, Winterhilfe, Heks und Caritas. Die Hilfswerke setzen die Spenden für ausgewählte Projekte ein, mit denen benachteiligten Kindern in unserem Land geholfen wird. Die gesamte Spendensumme wird die Migros am Ende der Aktion mit bis zu einer Million Franken verdoppeln. So machen Sie mit:

Im Werbespot zur Spendenaktion erleben arme Kinder ein glückliches Weihnachtsfest. Mit dabei sind 13 Schweizer Prominente, darunter Gilbert Gress.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre eigene Kindheit? Sind Sie damals jemals mit Armut in Berührung gekommen? Ich bin in bescheidenen Verhält­ nissen aufgewachsen, hatte aber das grosse Glück, fürsorgliche Eltern zu haben, und das Privileg, studieren zu dürfen. Mein Vater war Metzger und als solcher oft auch auf Bauernhöfen. Ich konnte manchmal mitgehen. Dabei habe ich

immer wieder kinderreiche Familien gesehen, die gerade genug zu essen hatten, sich aber darüber hinaus nichts leisten konnten. Haben solche Erlebnisse Sie geprägt? Ja, sicher. Ich habe nie vergessen, dass Wohlstand nicht selbstverständ­ lich ist und wir ihn mit anderen teilen sollten. Wie werden Sie dieses Jahr das Weihnachtsfest verbringen? Im Kreise meiner Familie. Darauf freue ich mich ganz besonders. MM

In den Migros-Filialen:

Bild: Simon Spiegel

Klubschulen bieten ein breites Angebot für vergünstigte Weiter­ bildung.

An den Kassen gibt es bis 24. Dezember Schoggiherzen für 5, 10 und 15 Franken. Der Erlös kommt vollumfänglich den vier Hilfswerken zugute. Per SMS: Das Key Word «Kinder» und der Spenden-

betrag werden an die Nummer 455 gesendet. Für eine Spende von 50 Franken senden Sie also «Kinder 50» an die 455. Diese Spendenmöglichkeit besteht bis am 31. Dezember. Per Song-Download: Das Migros-Weihnachtslied «Ensemble», das schon 2014 die Hitparade stürmte, kann wieder heruntergeladen werden. Der Song kostet bei Ex Libris 90 Rappen, bei iTunes 1.10 Franken und bei GooglePlay 99 Rappen. Der Verkaufspreis fliesst in den Spendentopf. Online auf Migros.ch/ spenden: per Kreditkarte oder Paypal. Per Überweisung: Unter Betreff «MigrosWeihnachtsspende» bis 31. Dezember auf das PC-Konto 30-620742-6.

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Milchersatzprodukte Milch: für’s Leben gut

Vorbei die Zeiten, in denen auf den Tisch kam, was der Bauer produziert und geerntet hat: Die Auswahl an Produkten und Nahrungsmitteln aus aller Welt ist riesig, die Industrie dahinter auch. Deshalb werden auch immer wieder Milchersatzprodukte angepriesen. Aber sind Sojadrinks & Co. wirklich ein Ersatz für Kuhmilch? ihrer Freundin. Und Sarah grinst: «Wie immer kann ich mich auf deine Meinung verlassen. Danke, das werd’ ich machen.» Einige Wochen später sitzen die beiden wieder im Café, als Sarah berichtet: «Hab ich dir schon erzählt, dass ich zwar auf Milchzucker reagiere, aber trotzdem eine gewisse Menge davon konsumieren kann?» Corinne entgegnet: «Das freut mich! Nun kannst du bewusst damit umgehen.» Und die beiden freuen sich auf viele weitere Samstage mit richtigem Cappuccino und ausgelassenem Kaffeeklatsch.

Wettbewerb

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Sarah schlendert am Samstagmorgen oft mit ihrer Freundin Corinne über den Gemüsemarkt, danach gibt’s im Lieblingscafé einen grossen Cappuccino. «Seit einigen Wochen vertrage ich die Milch irgendwie schlecht», vermutet Sarah. «Meine Arbeitskollegin erzählte mir von Soja- und Reisdrinks, ich probiere das mal aus.» Corinne, die den Dingen gerne kritisch auf den Grund geht, warnt ihre Freundin: «Pass auf mit solch voreiligen Selbstdiagnosen. Milchersatzprodukte decken den Kalziumbedarf keineswegs, ein Mangel ist da vorprogrammiert.» Besser natürliche Milchprodukte als verarbeitete Ersatzprodukte Corinne hat nicht unrecht: Ersatzprodukte wie Reis-, Soja-, Hafer- oder Mandeldrinks mögen zwar laktosefrei sein – und damit für Menschen mit einer bestätigten Laktoseintoleranz verträglich. Auch fürs Müesli und den Kaffee sowie zum Kochen und Backen lassen sie sich verwenden. Die Inhaltsstoffe dieser Produkte sind jedoch nicht vergleichbar mit dem reichen Nährstoffgehalt der Kuhmilch. Gemäss Schweizer Lebensmittelrecht dürfen diese Drinks auch nicht Milch genannt werden, da sie pflanzlichen Ursprungs sind. Und ob sie besonders gesund sind, sei dahingestellt:

Viele der pflanzlichen Drinks sind fettund eiweissärmer und enthalten mehr Kohlenhydrate als Milch. Häufig sind sie mit Zucker angereichert und ein Teil der Getreidestärke wird zu Zucker abgebaut während der Verarbeitung. Auch aus ökologischen Überlegungen sind sie keine sinnvolle Alternative zu Milch: Sogenannte Milchersatzprodukte werden generell sehr stark verarbeitet und die Rohstoffe haben lange Transportwege. <wm>10CE3KIQ7DMBBE0ROtNRPPau0ujMyigircJCru_VHdooBPvt5xpBf828fzHK8kKFltrSvS-1YkZkOUFkqSdQP9gVCg-yJ3b1KwAvNnjDTWiXXd3CeE8rneX26CpDlyAAAA</wm>

«Essen ist für viele Menschen zur Religion geworden. Dabei ist die ausgewogene Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit.» Marianne Botta Diener, dipl. Lebensmittelingenieurin ETH «Lass deine Vermutung doch fachlich abklären, dann weisst du, ob du den feinen Cappuccino weiterhin mit Milch trinken kannst – und deine Beschwerden vielleicht ganz woanders herkommen», rät Corinne

Beantworten Sie bis am 13. Dezember 2015 auf www.swissmilk.ch/irrtum die Wettbewerbsfrage und gewinnen Sie ein Wellness-Wochenende für zwei Personen.

? Gesund mit Milch Milch gehört in eine ausgewogene Ernährung. Dank ihrer Nährstoffe unterstützt sie die körperliche und geistige Fitness und hilft, die Knochen gesund zu halten. Drei Portionen Milch täglich decken den Kalziumbedarf zu zwei Dritteln und den Eiweissbedarf zur Hälfte. Das Kalzium und Eiweiss aus der Milch wird auch besser vom Körper aufgenommen als das aus Pflanzendrinks. Milch liefert zudem lebenswichtige Fettsäuren sowie die Vitamine A, D und E. Drei Milchportionen sind zum Beispiel ein Glas Milch, ein Becher Jogurt und ein Stück Käse. Wissenswertes Mehr Informationen zu Unverträglichkeiten unter www.swissmilk.ch/irrtum


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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 57

Frage der Woche

Ich habe gehört, dass der Hand- und Nagelbalsam der Migros-Marke I am Plastikkügelchen enthält. Ist das nicht schädlich für die Umwelt? Für Marlis Koller-Tumler spielt die Schule eine wichtige Rolle in der Ausbildung kritischer Konsumenten. Interview

«Lesen und Verstehen sind essenziell»

Die Eidgenössische Kommission für Konsumentenfragen (EKK) feiert ihr 50. Jubiläum. Präsidentin Marlis Koller-Tumler über gut geschulte Konsumenten und die Tücken des Teilens mit Hilfe des Internets. Text: Thomas Tobler

Bild: Severin Nowacki

Marlis Koller-Tumler, Sie betonen stets, dass man Konsumenten schulen muss. Was verstehen Sie darunter? Es geht darum, den Konsumenten, zu denen wir alle gehören, möglichst frühzeitig die nötigen Kompetenzen zu vermitteln, um als kritische, eigenverantwortliche Personen zu handeln. Und wie eignen wir Konsumenten uns diese nötigen Kompetenzen an? Im Idealfall beginnt das schon zu Hause über die Eltern und in der Schule. Dort sollten vermehrt Fächer angeboten werden, die praktischen Bezug zum Konsumentenalltag haben. Zum Beispiel der Umgang mit Geld oder der Werbung und allgemeinen Geschäftsbedingungen. Aber das ist wohl in der Realität nicht so einfach umsetzbar. Eine wichtige Rolle nehmen daher die Medien ein, die über Konsumentenfragen kritisch und kompetent berichten sollten. «Sharing Economy» ist das Thema Ihrer Jubiläumsveranstaltung. Dabei wird der Konsument sozusagen zum Unternehmer. Was muss er dabei beachten? In den letzten Jahren sind Konsumenten tatsächlich zunehmend auch zu Anbietern

geworden. Die Rollen vermischen sich. Sharing in diesem Ausmass ist aber nur in der digitalen Welt möglich. Das heisst, der Konsument gibt so relativ viele private Daten preis, und zwar an ein unbekanntes Gegenüber. Oft ohne zu wissen, was damit gemacht wird. Wenn dann aber beispiels­ weise die gebuchte Ferienwohnung in London doch nicht zur Verfügung steht, weiss er nicht, wie und gegen wen er sich wehren muss. Und hier schliesse ich den Kreis zur ersten Frage: Es ist sehr wichtig, dass die Konsumenten geschult sind im Umgang mit Geschriebenem wie AGBs. Lesen und Verstehen sind essenziell. MM

Die Kunststoffpartikel, die als Peelingkörner in manchen Kos­ metikprodukten enthalten sind, belasten tatsächlich die Umwelt. Sie können zum Beispiel Meer­ und Süsswassertieren schaden. Der Hand­ und Nagelbalsam aus der Pflegelinie I am enthielt jedoch nie Plastikpartikel. Stattdessen verwendet die Herstellerin Mibelle Kügelchen aus dem Rohstoff Cellulose. Diese Partikel sind biologisch abbaubar und für Mensch, Tier und Umwelt unproblematisch. Generell verzichtet die Mibelle bei all ihren Produkten seit über einem Jahr auf die Bei­ mischung von Plastikkügelchen.

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Veranstaltung Chancen und Risiken des Teilens Die EKK wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Die Jubiläumsveranstaltung findet am nächsten Donnerstag, 26.11., an der Unitobler in Bern (Lerchenweg 36, Raum F023) zum Thema «Sharing Economy – Chancen und Risiken» statt. Ab 14.30 Uhr stehen verschiedene Referate und eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Der Eintritt ist gratis.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.


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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 59

Saisonküche

Kleine grüne Wucht

Kohl gilt als das Wintergemüse schlechthin. Die kleinste Sorte, der Rosenkohl, schmeckt ab dem ersten Frost besonders gut. Drei Rezepte liefern den Beweis. Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Christine Benz Rezepte: Annina Ciocco

Budget mittel Herausnehmen und sammeln!

für 4 Personen

Noch mehr Rezepte Wenn man den Rosenkohl zerzupft, kommt sein Aroma besonders gut zur Geltung.

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– Saison.ch/abo


60 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Teigwaren mit Rosenkohlblättern und Crevetten

Kartoffelgratin mit Rosenkohl und Speck

Kalbsgeschnetzeltes mit Rosenkohl und Eierschwämmli Budget gehoben

Budget mittel

für 4 Personen

für 4 Personen

Budget niedrig für 4 Personen Zutaten 400 g Rosenkohl 300 g Hartweizenteigwaren, z. B. Penne ricce Salz 1 Zwiebel 6 EL Olivenöl ½ Zitrone 400 g gekochte Crevetten Tail-on Pfeffer Zubereitung

1. Rosenkohl rüsten. Blätter ablösen. In reichlich Salzwasser ca. 1 Minute bissfest garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Teigwaren in Salzwasser al dente garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. 2. Inzwischen Zwiebel fein hacken. In der Hälfte des Öls dünsten. Zitronen­ schale fein dazureiben. Crevetten zur Zwiebel geben und ca. 2 Minuten mit­ braten. Teigwaren und Rosenkohlblätter beigeben und mitbraten. Zitrone aus­ pressen. Saft beigeben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Restliches Öl darüberträufeln und heiss servieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 27 g Eiweiss, 17 g Fett, 58 g Kohlenhydrate, 2100 kJ/500 kcal

Zutaten 500 g Rosenkohl

Zutaten 600 g Rosenkohl

50 g 5 dl 1 dl 800 g

200 g 800 g

Salz Specktranchen Milch Halbrahm mehligkochende Kartoffeln Pfeffer 2 Prisen geriebene Muskatnuss Butter für die Form 80 g Greyerzer Zubereitung

1. Rosenkohl rüsten. In reichlich Salz­ wasser ca. 8 Minuten fast bissfest garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Vierteln. Speck in Streifen schneiden. In einer grossen Pfanne anbraten. Mit Milch und Rahm ablöschen. Kartoffeln in ca. 2 mm dünne Scheiben dazuhobeln. Unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen. Rosenkohl beigeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Ofen­ feste Form ausbuttern. Kartoffel­Rosenkohl­ Masse in die Form geben und glatt streichen. Greyerzer darüberreiben. Gratin in der Ofen­ mitte ca. 40 Minuten garen. Ofen auf Ober­ hitze schalten und Gratin 5 bis 10 Minuten überbacken. Garprobe: Lässt sich ein spitzes Messer ohne Widerstand in die Kartoffeln stechen, sind sie gar. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 40 Minuten garen + 5 – 20 Minuten überbacken

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 25 g Fett, 41 g Kohlenhydrate, 2000 kJ/480 kcal

4 EL 1 2 dl 5 dl

Salz Eierschwämmli Kalbsgeschnetzeltes Pfeffer HOLL-Rapsöl Knoblauchzehe Kalbsfond Vollrahm

Zubereitung

1. Rosenkohl rüsten. In reichlich Salzwasser ca. 8 Minuten bissfest garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Halbieren. Eierschwämmli putzen und je nach Grösse halbieren oder vierteln. 2. Kalbsgeschnetzeltes mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Fleisch portionenweise bei grosser Hitze anbraten. Knoblauch dazupressen. Fleisch herausheben, zugedeckt warm halten. Brat­ satz mit Kalbsfond ablöschen. Gut zur Hälfte einkochen lassen. Rahm beigeben und zu einer dickflüssigen Sauce einkochen lassen. 3. Rosenkohl und Pilze beigeben und kurz mitkochen. Fleisch beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passen Rösti oder Tagliatelle. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 52 g Eiweiss, 66 g Fett, 10 g Kohlenhydrate, 3550 kJ/840 kcal


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M-Classic Pouletschnitzel produziert nach Schweizer Tierschutzverordnung, Deutschland/Ungarn, per 100 g

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Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten oder Felino Salame geschnitten in Jumbo-Fresh-Schale Italien, z.B. Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten, per 100 g

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Anna’s Best Nüsslisalat im Duo-Pack 2 x 100 g, 20% günstiger

Cornatur im Duo-Pack 25% günstiger, z.B. Quorn Schnitzel Mozzarella, 2 x 240 g

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. e t o e e Weit Angeb FRÜCHTE & GEMÜSE

Anna’s Best Nüsslisalat im DuoPack, 2 x 100 g 5.40 statt 6.80 20% Cherrytomaten am Zweig, Schweiz/Spanien/Italien, Schale à 500 g 1.60 statt 3.20 50% Blondorangen, Spanien, Netz à 2 kg 2.50 statt 4.20 40% Blumenkohl, Italien/Schweiz, per kg 2.30 statt 3.60 33% Champignons weiss und braun, «Aus der Region.», per kg 9.60 statt 13.– 25% Birnen im Offenverkauf, Schweiz, per kg 2.45 statt 3.70 33% Papayas, Brasilien, pro Stück 2.50 statt 3.50 25% Kaki, Italien, Schale à 4 Stück 2.40 statt 3.20 25% Erdnüssli, Ägypten, Beutel à 2.5 kg 12.–

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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL

Rindsentrecôte oder Rindshuft am Stück, Uruguay, per 100 g 3.65 statt 7.30 50% M-Classic Wienerli im 5er-Pack, Schweiz, 5 x 4 Stück 7.10 statt 14.25 50% Ofenschinken, Schweiz, per 100 g 2.55 statt 3.70 30% Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten oder Felino Salame geschnitten in Jumbo-FreshSchale, Italien, z.B. Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten, per 100 g 4.55 statt 6.50 30% M-Classic Pouletschnitzel, produziert nach Schweizer Tierschutzverordnung, Deutschland/Ungarn, per 100 g 1.30 statt 1.90 30% Bio Rauchlachs, Zucht aus Schottland/Irland, 260 g 14.50 statt 20.80 30% American Favorites Pulled pork, TerraSuisse, per 100 g 2.35 statt 2.95 20% Rapelli Trüffelpastete, Schweiz, 300 g 10.90 statt 13.90 20% Olma-Bratwurst im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 2 Paar, 640 g 7.90 statt 11.80 33% Optigal Poulet-Roasty, Schweiz, per 100 g 1.80 statt 2.30 20% Optigal Poulet ganz, 2 Stück, Schweiz, per kg 6.60 statt 9.50 30% TerraSuisse Rindsbraten Schulter, per 100 g 2.60 statt 3.50 25% M-Classic Lammnierstück, Neuseeland, per 100 g 4.05 statt 5.40 25% M-Classic Fleischvögel, Schweiz, per 100 g 1.75 statt 2.50 30% Eglifilet mit Haut, Zucht aus Irland, per 100 g 4.70 statt 6.75 30%

BROT UND MILCHPRODUKTE

Valflora M-Drink UHT im 12er-Pack, 12 x 1 Liter 10.90 statt 15.60 30% M-Classic Früchtequarks im 4er-Pack, 4 x 125 g, –.40 günstiger, z.B. Himbeere 2.– statt 2.40 Le Gruyère rezent, per 100 g 1.45 statt 1.85 20% Camembert Suisse Crémeux, 300 g 4.30 statt 5.40 20% San Gottardo, per 100 g 2.– statt 2.90 30%

BLUMEN & PFLANZEN

Fairtrade Minirosen, erhältlich in diversen Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 10 Stück 5.90 Phalaenopsis 2 Rispen, im 12-cmTopf, pro Pflanze 9.90 statt 16.90 40% Adventskranz, Ø 25 cm, pro Stück 14.90 statt 19.90 25% Dekozweige Nordmann und Nobilis, Bund à 500 g, z.B. Nordmann 3.60 statt 4.50 20%

WEITERE LEBENSMITTEL

Frey Branches Classic im 50er-Pack, UTZ, 50 x 27 g 11.– statt 22.25 50% Alle Tafelschokoladen à 100 g der Marke Frey, UTZ, ab 3 Stück (ohne Suprême, M-Classic, Eimalzin, Bio, Sélection oder Mehrfachpackungen), jedes –.30 günstiger, z.B. Milch-Nuss 1.55 statt 1.85 ** Frey Rentier mit Milchschokolade, UTZ, erhältlich in Rot, Grün oder Blau, z.B. rot, 170 g 20x 6.80 NEU ** Frey Santa Moments Festliche Mischung im Beutel, UTZ, 1 kg 13.90 statt 19.90 30% Gesamtes M&M’s oder Celebrations Weihnachtsortiment, z.B. M&M’s & Friends Adventskalender, 361 g 12.10 20x 20x PUNKTE Tradition-Zitronenherzli oder -Spitzbuben im Duo-Pack, z.B. Zitronenherzli, 2 x 200 g 5.10 statt 6.40 20% Alle Grand-Mère Weihnachtsbiscuits, –.60 günstiger, z.B. Zimtsterne, 230 g 3.90 statt 4.50 Caruso Oro Kaffee Bohnen oder gemahlen im 3er-Pack, UTZ, z.B. gemahlen, 3 x 500 g 18.40 statt 27.60 33% Alle Delizio Kapseln, UTZ, z.B. Espresso Classico, 48 Kapseln 19.80 10x PUNKTE 10x Alle Bio Yogi Tees, ab 2 Packungen, jede 1.– günstiger, z.B. Ingwer Zitrone, 17 Stück 3.95 statt 4.95 Alle Favorit Konfitüren, z.B. Aprikosen, 350 g 2.80 statt 3.50 20% Nutella im 1-kg-Glas 5.60 Kellogg’s Cerealien im Duo-Pack, z.B. Choco Tresor, 2 x 600 g 10.20 statt 12.80 20%

M-Classic-Mandelkerne oder -Haselnusskerne, 200 g, z.B. Mandelkerne 2.55 statt 3.20 20% Sun Queen-Datteln 300 g oder -Feigen 500 g, z.B. Datteln, 300 g 2.15 statt 2.70 20% Alle Finizza oder M-Classic Pizzen, tiefgekühlt, z.B. Finizza Tonno, 355 g 2.85 statt 4.10 30% Farmer’s Best Schweizer Edamame, tiefgekühlt, Limited Edition, 20x 240 g 4.90 NEU ** MSC Pelican Fischstäbchen Hoki im 3er-Pack, tiefgekühlt, 3 x 450 g 8.80 statt 13.20 33% Optigal Poulet Sticks paniert, tiefgekühlt, 400 g 6.90 NEU *,** 20x Finest Tartar, tiefgekühlt, 6 x 70 g 14.– statt 21.– 6 für 4 M-Classic Hamburger Spicy, tiefgekühlt, 4 x 90 g 5.70 NEU ** 20x M-Classic Cheeseburger Gruyère AOP, tiefgekühlt, 2 x 120 g 20x 5.40 NEU *,** Finest Mini Burger Kalb, tiefgekühlt, 8 x 50 g 9.60 NEU *,** 20x Perldor-Spritz oder -Hugo 3 x 20 cl, z.B. Hugo 5.10 NEU ** 20x Alle Gold Säfte 1 Liter oder 3 x 25 cl, z.B. Orangensaft, Fairtrade, 1 Liter 1.55 statt 1.95 20% Vittel im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter 2.85 statt 5.70 50% Alle Ice Tea PET im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter, z.B. Zitrone 4.05 statt 8.10 50% Alle Ponti-Essige oder -Dressings, z.B. Aceto Balsamico di Modena, 50 cl 3.40 statt 4.25 20% Alle Gourmet-Fonduesaucen, z.B. Curry Sauce, 192 ml 1.90 statt 2.40 20% aha! Streuwürze, 90 g 2.80 20x NEU ** Zweifel-Wave Chips oder -Corn Chips Original im Duo-Pack, z.B. Wave Chips Inferno, 2 x 120 g 4.55 statt 5.70 20% Alle American Favorites, z.B. Blueberry Muffin, 115 g 1.40 statt 1.80 20% Alle Jowa-Panettone oder -Pandoro, z.B. Pandoro, 800 g 9.20 statt 11.50 20% Schwedencake Weihnachten, 20x 350 g 7.80 NEU ** Schweizer Freiland-Eier, 9 Stück à 53 g+ 4.50 statt 5.40 15%

NEAR-/NON-FOOD

Gesamtes Exelcat Sortiment, z.B. Knusper-Menu mit Rind, 950 g 3.95 statt 4.95 20% Gesamtes Sheba Sortiment, z.B. Duett Geflügel Variation, 4 x 85 g 3.85 statt 4.85 20% Gesamtes Catsan Sortiment, z.B. Hygienestreu, 10 Liter 5.65 statt 7.10 20% Gesamtes Cesar Sortiment, z.B. Landküche Mini-Filets Pute/Rind, 4 x 150 g 3.30 statt 4.15 20% Kneipp Aroma-Pflegedusche Lebensfreude, 75 ml 20x 2.40 NEU ** Alle Covergirl-Lippenstifte, -Lipliner oder -Lipglosse, ab 2 Stück (ohne Lipcare), jedes 2.50 günstiger, z.B. Colorlicious Lip Color Succulent Cherry 295, pro Stück 10.– statt 12.50 **

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 7.12. Genossenschaft Migros Basel ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 24.11. BIS 30.11.2015, SOLANGE VORRAT

Alle Syoss oder Schwarzkopf Colorationen, ab 2 Packungen, jede 2.– günstiger, z.B. Syoss Honigblond 8-7, pro Packung 6.40 statt 8.40 ** Fanjo, I am oder pH Balance Duschen in Mehrfachpackungen, z.B. I am Shower Milk & Honey im Nachfüllbeutel, im Duo-Pack, 2 x 500 ml 6.05 statt 7.60 20% ** Diverse Seifen im Duo-Pack, z.B. I am Soap Milk & Honey, 2 x 300 ml 5.10 statt 6.40 20% ** Always oder Tampax in Mehrfachpackungen sowie Sonderpackung, z.B. Always Ultra Binden Normal Plus in Sonderpackung, Packung à 38 Stück 5.05 statt 5.95 15% ** Kneipp Badekristalle, Hab dich lieb oder Lass dich nicht hängen, z.B. Hab dich lieb, 20x Beutel à 60 g 1.70 NEU ** Kneipp-Badekristalle Waldspaziergang im Glas oder -Matschmonster Schaumbad, z.B. Badekristalle Waldspaziergang, 500 g 20x 7.80 NEU ** Kneipp Aroma-Pflegedusche, Schönheits-Ritual oder ich. einzigartig., z.B. Schönheits-Ritual, 20x 200 ml 5.90 NEU ** Kneipp-2 in 1 Dusche Männersache 2.0 oder -Basen-Balance Kräutertee, z.B. Basen-Balance Kräutertee, Packung 20x à 20 Beutel 4.80 NEU ** Kneipp-Sekunden-Handcreme oder -Nachtcreme Regeneration, z.B. Sekunden-Handcreme, 20x 75 ml 5.90 NEU ** Ellen Amber Damen-Unterwäsche im 3er-Pack, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. Hipster, rohweiss, Gr. S 9.90 ** John Adams Herren-Slip im 3er-Pack, erhältlich in Bordeaux, Marine oder Grün und diversen Grössen, z.B. marine, Gr. M 14.90 ** John Adams Herren-Short im 3er-Pack, erhältlich in diversen Farben und Grössen, z.B. marine, Gr. M 14.90 ** John Adams Herren-Boxershorts im 3er-Pack, erhältlich in Marine, Gelb oder Grau und diversen Grössen, z.B. marine, Gr. M 19.90 ** Alle Spielwaren, z.B. Playmobil Piraten-Kampfschiff, pro Stück 45.50 statt 65.– 30% Total Excellent Power Waschmittel, Classic oder Color, z.B. Color, 1.69 kg 15.90 NEU ** 20x Elan Waschmittel in Sonderpackung, Active Powder oder Color Powder, z.B. Color Powder, 7.5 kg 23.10 statt 46.30 50% ** Alle Elan Waschmittel im Duo-Pack, z.B. Summer Breeze im Nachfüllbeutel, 2 x 2 Liter 22.20 statt 27.80 20% ** Alle Migros Plus Reinigungsmittel im Duo-Pack, z.B. Apfelessigreiniger, 2 x 1 Liter 5.05 statt 6.35 20% ** Migros Fresh Duftkerzen im Duo-Pack, z.B. Winter Vanilla 9.90 ** Cleverbag Herkules Kehrichtsäcke im 5er-Pack, 35 Liter, 5 x 20 Stück 12.90 statt 17.– 25% ** Cucina & Tavola Geschirr-Set Basic oder Swing, z.B. Basic, 20-teilig, pro Set 19.90 statt 39.80 50%


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M-Classic Cheeseburger Gruyère AOP* tiefgekühlt, 2 x 120 g

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*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 24.11. BIS 7.12.2015, SOLANGE VORRAT

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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 69

Wissenswertes

Mehr Rezepte unter Saison.ch Hintergrund

Rund um Rosenkohl

Bitter war gestern Am Geschmack des Rosenkohls scheiden sich die Geister, denn speziell ist er allemal. Wer jedoch behauptet, er sei von Grund auf ziemlich bitter, hat womöglich schon lange keinen mehr gegessen.

Wintertauglich

Schweizer Rosenkohl ist ein ständiger Begleiter durch die kalte Jahreszeit. Er ist rund sieben Monate lang stets frisch erhältlich: von September bis Ende März. Strunk einschneiden Frischer Rosenkohl lässt sich im Gemüsefach des Kühlschranks rund fünf Tage lagern. Seine Zubereitung ist einfach: Man entfernt die äusseren Blätter und schneidet den Strunk zurück. Damit der Rosenkohl schneller gart, schneidet man den Strunk über Kreuz ein. Ein ganzer Rosenkohl wird rund 15 Minuten in Salzwasser gegart. Damit Rosenkohl von unterschiedlicher Grösse gleichzeitig gar wird, halbiert oder viertelt man die grossen Exemplare. Frost zaubert Süsse

Bild: Stockfood

Wer meint, dass Rosenkohl bitter schmeckt, ist nicht up to date. Denn heute handelsübliche Sorten sind kaum noch bitter. Probiert man die zarten Röschen, nachdem sie etwas Frost abbekommen haben, wird man von einem süsslichen Aroma überrascht. Wem der Rosenkohl dennoch zu kräftig schmeckt, gibt eine Prise Zucker ins Kochwasser oder kocht die Röschen in Gemüsebouillon.

In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Vitaminbömbchen Rosenkohl enthält rund doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen oder Orangen. Damit ist er in seiner Familie, den Kreuzblütlern, der absolute Spitzenreiter. Darüber hinaus liefern seine Röschen Vitamin E und B-Vitamine sowie Folat, die natürliche Form der Folsäure.

Belgische Wurzeln

Knospenwunder Was wie kleine Blütenknospen aussieht, sind in Wirklichkeit Blattknospen, die an dem rund 70 Zentimeter langen Stängel spiralförmig angeordnet sind. Ein besonders feines Aroma erhält man, wenn man die Blättchen einzeln abzupft. Sie eignen sich dann auch für pfannengerührte Speisen, da sie schnell garen.

Choux de Bruxelles heisst der Rosenkohl im Französischen, Brussel Sprouts im Englischen. Den Namen der belgischen Hauptstadt trägt er aus gutem Grund, denn ab Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er zunächst in der Nähe von Brüssel kultiviert und man bezeichnete ihn auch im deutschsprachigen Raum als Brüssler Kohl. Heute wird er hauptsächlich in den Niederlanden und in Grossbritannien angebaut.


70 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Weihnachten: draussen feiern

Es ist angerührt

Lichterketten zaubern vorweihnächtliche Stimmung in den Garten. Und ein Käsefondue im Feuertopf gibt selbst bei eisigen Temperaturen der geselligen Familienrunde schön warm. Text: Sonja Leissing

Bilder: Jorma Müller, Daniel Aeschlimann

Draussen im grossen Fonduetopf den Käse zu rühren, macht auch bei tiefen Temperaturen Spass. Die Gastgeberin muss für einmal nicht am Herd stehen, sondern kann mitfeiern, denn ein Käsefondue lässt sich hervorragend vorbereiten. Und wer keine Zeit hat, besorgt sich eine fixfertige Fonduemischung. Dazu gibt es Beilagen für jeden Gusto. Ideal für das Outdoorfest ist der grosse, mit Holz beheizbare Fondueofen. Aber auch mit einem gewöhnlichen Caquelon macht Fondueessen im Garten Spass. Für ein zauberhaftes Ambiente sorgen Lichterketten.

Warm eingepackt, macht der Outdoor-Fondueplausch der ganzen Familie Freude.

Styling: Monika Hansen


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 71

Outdoor Lichterketten Serie 600 Zur Auswahl stehen verschiedene Lichterketten, Vorhänge, Schläuche und Netze. Alle Artikel sind bis zu 600 LEDs erweiterbar und können untereinander kombiniert werden. Einsteigerset ab Fr. 39.80

Sicherheit rund ums Fest Lichterketten

Outdoor Ofen für Fondue/Risotto/Punsch, 6 Liter Fr. 199.– In grösseren Filialen

Käsefondue Moitié-Moitié* Zutaten für 6 Personen 1200 g Brot

2 4,5 dl 3 EL 1200 g 8 cl

Knoblauchzehen trockener Weisswein Maisstärke Fonduemischung Moitié-Moitié* Kirsch nach Belieben Pfeffer aus der Mühle Muskatnuss

Zubereitung

Brot in Würfel schneiden. Caquelon mit dem Knoblauch ausreiben. Wein und Maisstärke mischen und im Caquelon erwärmen. Käsemischung beigeben und bei guter Hitze unter Rühren schmelzen. Nach Belieben Kirsch dazugiessen und weiterrühren, bis das Fondue sämig ist. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken. Tipps für den Outdoor-Ofen:

* Die Fonduemischung Moitié­ Moitié gibt es auch als Fertig­ mischung (siehe Seite 73).

Entfachen Sie aus kleinen Holz­ scheiten ein Feuer und warten Sie, bis eine schöne Glut entsteht. Und dann heisst es das Fondue rühren, rühren, rühren.

In der Migros gibt es auch in diesem Jahr wieder Lichterketten für draussen und drinnen. Damit es keine bösen Über­ raschungen gibt, sind diese unterschiedlich verpackt und klar gekennzeichnet: Orange steht für innen, Blau für aussen. Indoor­Lichterketten dürfen nur im Haus verwendet werden, weil Kurzschlussgefahr besteht, wenn der Netzstecker feucht wird. Outdoor­Lichter­ ketten hingegen sind relativ wetterfest. Bevor sie nach den Feiertagen wieder ver­ packt werden, müssen sie absolut trocken sein. Andernfalls könnte die Kunststoff­ isolierung brüchig und somit die komplette Kette unbrauchbar werden. Im Übrigen ist darauf zu achten, dass Lichterketten generell niemals an leicht ent­ flammbarem Material befestigt und für Klein­ kinder unerreichbar sein sollten. Brennende Kerzen Echte Kerzen dürfen nicht unbeaufsichtigt abbrennen. Auch hier gilt es, Sicherheits­ abstand zu Vorhängen und sonstigen brenn­ baren Stoffen zu wah­ ren und Durchzug zu vermeiden. Wer Kinder mit brennenden Kerzen oder einem Feuerzeug allein lässt, handelt grob fahrlässig. Für den Fall, dass dennoch ein­ mal etwas Feuer fängt, sollte eine Löschdecke griffbereit sein.


72 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Ideale Käsefondue-Begleiter

Damit lässt es sich gut tunken 1 Gschwellti harmonieren gut mit geschmolzenem Käse:

Kartoffeln festkochend, Tragtasche à 2,5 kg aktueller Tagespreis

2 Artischockenherzen setzen einen aromatischen Akzent:

Polli Artischocken geschnitten, 285 g Fr. 4.95

1

3 Nicht nur für Vegetarier eine schmackhafte Alternative:

Broccoli, per kg aktueller Tagespreis

4 Silserbrötli, in mundgerechte Stücke geschnitten, bieten Abwechslung zu dunklem Brot:

2

Frischback Silserbrötchen, gekühlt, 250 g Fr. 3.20 5 Birnenstücke im Speckmantel sind eine besonders pfiffige Variante:

3

Birnen Kaiser Alexander, per kg aktueller Tagespreis Heidi Alpenkräuterspeck, Schweiz, 100 g* Fr. 4.25 * in grösseren Filialen

4

5


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 73

Produkte

Alles für den Fondueplausch Für ein klassisches Käsefondue braucht es nur klein geschnittenes Brot, eine geschmackvolle Käsemischung, ein paar Beilagen nach eigenem Gusto – und natürlich gut gelaunte Gäste.

Bekömmlich: Bio Fairtrade Schwarztee, 20 Beutel Fr. 2.70

Wie hausgemacht: Swiss-Style Fondue Moitié-Moitié, 800 g Fr. 14.–

Prickelnder Genuss auch ohne Alkohol: Perldor Classic, 75 cl Fr. 4.80

Für mehr Würze: LeChef Raclette & Gratin, 60 g Fr. 3.50

Saurer macht lustig: Condy Essiggurken, 270 g Fr. 1.90 Cherrytomaten am Zweig, Schale à 500 g aktueller Tagespreis

Ohne gehts nicht: Ruchbrot, dunkel, 500 g Fr. 1.15

Eingelegte Perlen: Condy Silberzwiebeln, 125 g Fr. 1.–

Passt einfach immer: Bündnerfleisch, Schweiz Maxi-Schale, 110 g Fr. 9.60


74 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Anna’s Best

Auswallen, ausstechen, backen

Anna’s Best Zimtsternteig, Block à 500 g Fr. 4.70

Anna’s Best Choc-Herzli-Teig, Block à 500 g* Fr. 3.30

Anna’s Best Spitzbubenteig, Block à 500 g* Fr. 4.20

Anna’s Best Zitronenherzteig, Block à 500 g* Fr. 4.20

Bilder: Claudia Linsi; Illustratorin: Mira Gisler

So einfach und schnell lässt sich verlockender Guetsliduft verbreiten: Die fertigen, gekühlten Guetsliteige von Anna’s Best mit Backanleitung müssen nur noch ausgewallt werden, und schon kann es mit dem Ausstechen losgehen. Perfekt also für alle Nachwuchs- und Hobbybäcker, die in kurzer Zeit und ohne grossen Aufwand viele verschiedene Guetslisorten herstellen wollen. Die Sortenauswahl ist vielfältig. Das Angebot reicht von Klassikern wie Zimtstern- und Mailänderli- bis hin zu Stracciatellateig. Erfreulicher Nebenaspekt für umweltbewusste Guetslifans: Weil die Anna’s-Best-Teige in einer dünnen Spezialfolie verpackt sind, fallen pro Jahr 2000 Tonnen Kunststoff weniger an als bei den meisten handelsüblichen Verpackungen. AKR


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 75

Wie hausgemacht: Weihnachtsguetsli aus Fertigteig von Anna’s Best.

n iere t p a u p ack enso g B i b : zwe niert e p p n i e . T isch unktio Mehl h na’s w n z f c r A Teig llen, er ode ich au n De zuwa uck n s man e Z s h n c au auf ma o kan e i i l w örm gut. Sel mit F e Di Deko eispi ndern als zum Ben Bä ngen. sie muck er hä sch Fenst ans

Tipps zum Verzieren auf der nächsten Seite

Anna’s Best Buttermailänderliteig, Block à 500 g Fr. 4.20

Anna’s Best Vanillekipferlteig, Block à 500 g* Fr. 4.20

Anna’s Best Stracciatellateig, Block à 500 g Fr. 4.40

Die M-Industrie stellt viele Migros Produkte her. Dazu gehören auch die Guetsliteige von Anna’s Best.

Anna’s Best Mandelguetzliteig, Block à 500 g Fr. 4.20

* in grösseren Filialen


76 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Famigros

Mit Kindern bunt verzieren In der Vorweihnachtszeit mit den Kindern zu backen, ist ein Vergnügen, das allerdings gut vorbereitet sein will. Je kleiner die Kinder sind, umso kürzer sollten die Arbeitsschritte sein. Schon die Teigherstellung oder das Ausstechen könnte ihnen langweilig werden. Deshalb: Wenn es ums Verzieren geht, am besten die Guetsli schon am Vortag backen und in aller Ruhe mit Glasur und Tütli hantieren. Tipps rund ums Backen und das bunte Verzieren mit Kindern gibt es auf www.famigros.ch/guetsle.

Tipp Präzise Tüpfli und Linien lassen sich am einfachsten mit einem Einweg-Plastikspritzbeutel gestalten, Flächen mit einem trockenen Pinsel.

Puderzuckerglasuren lassen sich auf einfache Weise selber gestalten.


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Liparische Inseln und Sizilien Abwechslungsreiches Inselhüpfen auf Italiens Vulkanen!

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Das ist alles inbegriffen P Direktflüge mit Edelweiss Air in Economy-Klasse

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Programm

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seln ! n I 8 gen a T in 8 Nördlich von Sizilien liegen die beeindruckenden Liparischen Inseln. Alle vuklkanischen Ursprungs, bieten sie eine interess a n t e Ve r g a n g e n h e i t u n d beeindruckende Landschaften. Entdecken und vergleichen Sie die vielfältigen Vulkaninseln im Mittelmeer.

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Catania – Milazzo – Lipari Direktflug nach Catania. Transfer zum Hafen Milazzo, wo Sie mit der Fähre Lipari erreichen. Transfer zu Ihrem Hotel. 2. Tag: Lipari Sie besichtigen die beschauliche und friedliche Hauptinsel Lipari. Die gleichnamige Stadt wird von einer imposanten Burganlage dominiert, welche Sie neben der Kathedrale und dem Archäologischen Museum besuchen werden. Der Tag wird mit der Besichtigung einer Weinkellerei abgerundet, wo Sie bei einer atemberaubenden Aussicht den Wein kosten können. Stromboli

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3. Tag: Lipari – Alicudi – Filicudi – Lipari Von Lipari fahren Sie mit dem Ausflugsboot über Filicudi, an den Felsklippen Pietre Lunga und Pietra Menalda vorbei nach Alicudi. Vom kleinen Hafen aus haben Sie genügend Zeit für einen Spaziergang auf der Insel. Wie ein Kegel ragt Alicudi aus dem Meer, wo die Häuser wie Schwalbennester an den Hängen kleben und der Esel das einzige Transportmittel ist. Anschliessend geht es mit dem Boot zurück nach Filicudi, vorbei an der besonderen vulkanischen Felsklippe La Canna (71 Meter). Vom Hafen Filicudi aus besichtigen Sie eine prähistorische Siedlung. 4. Tag: Lipari – Panarea – Stromboli – Lipari Nach dem Frühstück besuchen Sie die kleinste bewohnte Insel der Liparen. Nachdem Sie die schönen Strände und Buchten von Panarea, die von der italienischen Schickeria wieder entdeckt wurde, besucht haben, fahren Sie weiter nach Stromboli, wo Sie einen entspannten Spaziergang unternehmen können. Spät Nachmittags fahren Sie mit dem Schiff bis zur Feuerzunge, wo häufig Lava und glühende Gesteinsbrocken ins Meer rollen. 5. Tag: Lipari – Salina – Lipari Vorbei an Canneto, dem Bimssteinstrand, erreichen Sie mit dem Boot Santa Marina auf Salina, wo Sie die Ortschaft besichtigen und die kleinen Gässchen zum shoppen einladen. Anschliessend fahren Sie mit dem Boot weiter nach Lingua. Von hier aus können Sie den kleinen See sehen, aus dem früher Salz gewonnen wurde und der Insel ihren Namen gab. 6. Tag: Lipari – Vulcano – Lipari In der griechischen Mythologie war Vulcano die Werkstatt des Feuergottes Hephaistos, der die Waffen der Götter schmiedete. Die aufsteigenden Dämpfe

und warmen, men natürlichen Schlammbäder zeigen auch heute die Aktivität des Vulkans und weshalb die Werkstatt auf dieser Insel vermutet wurde. Auf Wunsch können Sie ein Schlammbad nehmen, bevor Sie bei einer Wanderung den Gran Cratere (391 Meter) besteigen und einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Inseln geniessen können. 7. Tag: Lipari – Milazzo – Taormina – Ätna – Raum Catania Heute geht es zurück nach Sizilien. Vom Hafen Milazzo aus fahren Sie nach Taormina, wo Sie individuell Zeit haben das griechische Theater zu besuchen oder einen Spaziergang über den Corso Umberto zu machen. Anschliessend geht es weiter zum Ätna, dem höchsten aktiven Vulkan Europas. Auf 1900 Meter über Meer durchwandern Sie den erloschenen Silvestri Krater, bevor es wieder bergab zu Ihrem Hotel in der Nähe von Catania geht. 8. Tag: Raum Catania – Zürich Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen kleinen Stadtrundgang durch Catania. Anschliessend Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich.

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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 79

www.melectronics.ch

Geschenke online bestellen Nur keinen vorweihnachtlichen Stress aufkommen lassen: Neu kann man Spielwaren aus dem MigrosSortiment auch ganz bequem per Mausklick im Online-Shop unter www.melectronics.ch bestellen und sich die Geschenke kostenlos nach Hause liefern lassen. Und damit es an Weihnachten beim Auspacken keine unnötigen Enttäuschungen gibt, liegt in den Migros-Filialen nun gratis ein Geschenkbuch auf – inklusive Wunschzettel und Stickerbogen.

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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 81

Anleitung www.myskai.ch

Kaugenuss mit einem lieben Gruss Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, das mit dem Prädikat «originell und einzigartig» besondere Aufmerksamkeit weckt, wird auf der Website www.myskai.ch fündig: Hier kann man Kaugummis bestellen und mit eigenen Fotos, Texten oder Symbolen bedrucken lassen. Dazu lädt man einfach die gewünschten Daten hoch, wählt noch die Geschmacksnote aus und bekommt die bedruckten Kaugummis wenige Tage nach der Bestellung per Post zugestellt. Jetzt nur noch stilvoll als Präsent verpacken, und schon sind die Very-special-Gums parat für die Bescherung.

Bedruckte Kaugummis bestellen Schritt 1: Bis zu drei verschiedene Kaugummis kann man mit eigenen Fotos, Texten und Symbolen gestalten. Die Motive werden zu gleichen Teilen auf den 51 Kaugummis platziert.

1

Schritt 2: Man wählt aus den fünf MyskaiGeschmacksrichtungen Skai Air Boost, Skai Fantastic Berry, Skai Peppermint, Skai Spearmint und Skai Watermelon Mint die Sorte aus, die man bestellen möchte.

2

Nur wenige Tage nach der Bestellung im Briefkasten.

Bild: Lucas Peters; Styling: Katja Rey

Schritt 3: Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine persönliche Botschaft hinzuzufügen. Sie wird in das Paket geklebt und ist nur für den Beschenkten sichtbar.

3 4

Schritt 4: Die Bezahlung erfolgt einfach über das Internet. Die Bestellung liegt bereits nach wenigen Tagen im Briefkasten. myskai Kaugummis, personalisiert, 51 Stück Fr. 19.80 Erhältlich nur unter www.myskai.ch

Der Aufdruck auf dem Kaugummi besteht aus Lebensmittelfarbe, die absolut ungefährlich ist.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch myskai.


82 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

American Favorites Toni Marroni Muffin, 115 g Fr. 1.80

American Favorites Cheesecake, 580 g Fr. 14.â&#x20AC;&#x201C;

American Favorites Cookie, 76 g Fr. 1.80

Bild: Siome Vogel; Styling: Katja Rey

American Favorites Brownie, 70 g Fr. 1.60


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 83

American Favorites

So schmeckt Amerika Wenn sich an Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, Familien und Freunde begegnen, ist Geselligkeit Trumpf. Es wird ausgiebig gefeiert, wobei dem Anlass entsprechend die Kulinarik eine tragende Rolle spielt. Als Hauptgericht kommt ein möglichst stattlicher Truthahn auf den Tisch. Und auch was als Vorspeise und Dessert serviert wird, darf an diesem Tag opulenter als üblich ausfallen. Mit American Favorites führt die Migros eine um­ fassende Produktlinie mit typisch amerikanischen Köstlichkeiten aus den Bereichen Feinbackwaren, Convenience Food und Molkereiprodukte, die auch zum traditionellen Thanksgiving­Festessen passen. Sie sind nach Originalrezepten und in Schweizer Qualität hergestellt.

American Favorites Blueberry Muffin, 100 g Fr. 2.–

American Favorites Mini Donuts Black, 80 g Fr. 2.60

American Favorites Club Sandwich, 360 g Fr. 7.80

Thanksgiving wird jeweils am letzten Donnerstag im November gefeiert. An diesem Tag darf so richtig geschlemmt werden.

American Favorites Quick Pulled Pork, per 100 g Fr. 2.95


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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 85

Brot

Stets frisch wie am ersten Tag «Happy bread» ist das erste klassi­ sche Frischbrot auf dem Schweizer Markt, das bis zu fünf Tage haltbar bleibt – und das ohne jegliche Konservierungsstoffe. Zudem ist es schon in Scheiben geschnitten und eignet sich auch aus diesem

MO

Grund besonders für Personen, die alleine oder in Kleinhaus­ halten leben. Hauptzutaten für den Teig sind TerraSuisse­Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Die lange Haltbarkeit wird durch die Rezep­ tur, das Herstellungsverfahren

Gerade noch das letzte «Happy bread» in der Migros gekauft.

DI

und dem speziell beschichteten Beutel erreicht. Mit dem «Happy bread» nimmt die Migros die Kundenbedürfnisse nach mehr Komfort wahr. Das neue Brot gibt es aktuell in einer hellen und einer dunklen Sorte.

Sogar der Anschnitt ist fein und schmeckt besonders mit Butter und Konfi.

MI

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das «Happy bread».

Heute zwei Scheiben für ein Schinkenbrot im Büro eingepackt.

Bild: Daniel Aeschlimann; Styling: Mira Gisler

Happy bread hell 350 g Fr. 2.40 Happy bread dunkel 350 g Fr. 2.40

DO

Es schmeckt immer noch köstlich frisch wie am ersten Tag.

FR

Zum Znacht gibts heute «Kafi Complet» mit Brot und Käse.

SA

Oh, leider schon leer … ein neues «Happy bread» muss schleunigst her!


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Die Kaiserschätze Chinas mit Yangtse Flussreise Ihr Reiseprogramm

hölzerne Pagode gilt als Perle des Yangtse. (F/M/A)

Unsere Leistungen

Tag 1 Schweiz–Peking. Flug mit Swiss nach Peking.

Tag 9 Yangtse-Flussreise: Drei Schluchten. Heute durchfahren Sie die imposante Qutang- (Blasebalg-) Schlucht, Wu-Schlucht und Xiling-Schlucht*. (F/M/A)

• Flüge mit Swiss Zürich–Peking / Shanghai–

Tag 2 Peking. Die Hauptstadt Chinas lockt mit einzigartigen historischen Sehenswürdigkeiten, hypermoderner Architektur, einer lebendigen Kulturszene und erstklassigen Einkaufsmöglichkeiten. Besichtigung des Himmelstempels*. (F/A)

Tag 10 Yichang–Shanghai. Besuch des weltgrössten Staudamm-Projekts*. Danach bringt Sie Ihr Flussschiff weiter bis Yichang. Flug nach Shanghai. (F/A)

Tag 3 Peking. Besuch des weltgrössten Kaiserpalastes in der Verbotenen Stadt. Weiter besuchen Sie den bekannten Sommerpalast*. (F/M)

Tag 11 Shanghai. Stadtrundfahrt* und Besichtigung des Jadebuddha-Tempels*. Der Yu-Garten lockt mit der berühmten Zick-Zack-Brücke*. (F/M)

Tag 4 Peking. Besichtigung der Grossen Mauer*. Anschliessend besuchen Sie das Olympiagelände und den Lamatempel*. (F/M)

Tag 12 Shanghai. Ausflug nach Zhujiajiao. Das Kulturdorf steht unter Denkmalschutz. (F/M)

Tag 5 Peking–Xian. Fahrt mit dem Schnellzug nach Xian. Besuch der imposanten Stadtmauer. Xian wird auch Tor zum Westen genannt. (F/A)

Tag 13 Shanghai–Schweiz. Transfer mit dem Transrapid zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz. (F)

Tag 6 Xian. Ausflug zur weltberühmten Terrakotta-Armee*. Anschliessend besuchen Sie die Grosse Wildgans-Pagode*. (F/M) Tag 7 Xian–Chongqing. Besuch der Grossen Moschee* und Flug nach Chongqing. Früh abends legt die President 7 ab. Beginn der inspirierenden Yangtse-Kreuzfahrt. (F/A) Jetzt bestellen: Katalog «Flussreisen 2016»! FLUSSREISEN 2016

Tag 8 Yangtse-Flussreise: Shibaozhai. Landgang in Shibaozhai (Edelsteinfestung)*. Die zwölfstöckige Die President 7 wird Sie begeistern. Das Flussschiff besticht durch geräumige Kabinen mit privaten Balkonen und grosszügigen öffentlichen Bereichen. Im Hauptrestaurant verwöhnt Sie der Küchenchef mit einem gelungenen Mix aus europäischen Spezialitäten und chinesischen Gaumenfreuden. Auf dem Sonnendeck lässt sich die eindrucksvolle Landschaft bestens geniessen. Die gut geschulte Servicecrew bietet Ihnen allen Wohlfühlkomfort. Das vielfältige Bordprogramm lässt keine Langeweile aufkommen.

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Xian und Shanghai

• Mahlzeiten gemäss Programm • * Inklusiv-Leistungen des Ausflugspakets • Deutschsprachige Bordreiseleitung • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung ab

18 Gästen**

Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt

bei Buchung über www.mittelthurgau.ch)

• Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder • Kombinierte Annullationskosten- und

Extrarückreiseversicherung auf Anfrage

Reiseformalitäten, Wissenswertes Schweizer Gäste benötigen einen gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und ein Visum für China. Das Visum holen wir gerne für Sie ein.

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* Deutschsprachig geführte Ausflüge inbegriffen. Inbegriffene Mahlzeiten gemäss Programm: F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen

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88 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 89

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Mit den Flüssigwaschmitteln von Yvette bleibt Wäsche länger schön und in Form. Und weil Lieblingskleidung nicht gleich Lieblings­ kleidung ist, gibt es für die unterschiedlichsten Ansprüche und Gewebearten ein speziell darauf abgestimmtes Yvette. Alle sechs Wasch­ mittel reinigen auch bei tiefen Temperaturen effizient und pflegen dabei die Fasern.

Tipp: Das entsprechende Yvette stets mit dem Schon­ oder Feinwaschprogramm (respektive Wollprogramm für Wolle und Seide) benutzen, starke Flecken vorbehandeln und dafür die Temperatur besser eine Stufe herunterschalten. Denn auch die Mechanik der Waschmaschine und zu heisses Wasser können den Fasern Schaden zufügen. JV


MIGROS­WELT | MM48, 23.11.2015 | 91

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Yvette ist die meistgekaufte Feinwaschmittel­ marke der Schweiz*

Yvette Black sorgt für dauerhafte Brillanz von Schwarz, ideal für schwarze und dunkle Textilien. 2 l Fr. 9.80

* Quelle: Marktanalyse AC Nielsen, August 2015

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Waschmittel von Yvette.


92 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Subito

Schneller einkaufen

Vom Regal in den Wagen, von dort aufs Kassenband und erst dann in die Tasche für den Heimweg: Beim Einkaufen nimmt man jeden Artikel mehrmals in die Hand. Das Subito Self-Scanning und die Self-Checkout-Kassen machen es einfacher. Text: Claudia Schmidt

Über 200 Migros-Filialen verfügen bereits über die Subito-Systeme Self-Checkout und Self-Scanning. Anfang Oktober wurde in Frick AG die 200. Filiale mit Subito eröffnet. Filialleiter Thomas Nadler berichtet über die Erfahrungen, die er und sein Team gemacht haben. Thomas Nadler, wie gestaltete sich die Einführung der Subito-Systeme? Wir haben zwei Wochen lang Mitarbeitende an der Self-Scanning-Station Hilfestellung geben lassen. Sie haben das Einscannen erklärt und gleichzeitig viele Kunden vom System überzeugt. Wir konnten auch Kunden mit nur wenigen Artikeln und ohne Cumulus-Karte dafür begeistern, den Self-Checkout zu nutzen. Welche Erfahrungen machen die Kunden mit dem Self-ScanningSystem? Die Mehrheit ist begeistert. Weil es kinderleicht ist und viel Zeit spart. Und sie erkennen einen weiteren Vorteil: Die Produkte werden viel weniger angefasst. Früher legte man einen Artikel nicht gleich in die Tasche, sondern erst mal in den Korb, dann aufs Kassenband und dann erst in die Tasche.

Was könnte Kunden davon abhalten, ihre Einkäufe selbst einzuscannen? Manche tun sich vielleicht am Anfang noch etwas schwer im Umgang mit den Systemen. Auch dank der Unterstützung unserer Mitarbeitenden wechseln immer mehr Kunden an die Subito-Kassen, vor allem während der Stosszeiten. Werden durch Subito Mitarbeitende eingespart? Nein, im Gegenteil. Mit Subito konnte eine interessante neue Stelle geschaf-

fen werden: die Serviceangestellten, die den Kunden an den Zahlstationen behilflich sind und auch per Stichprobe Einkäufe kontrollieren. Es wird spekuliert, dass Diebstähle durch Self-Scanning zunehmen. Wird mehr geklaut? Nein. Seit der Einführung von Subito gab es keine negative Entwicklung in diesem Bereich.

Neu kann man auch mit der MigrosApp mobil bezahlen. Wie funktioniert das? In der App gibt es unter anderem die Funktion «Portemonnaie». Dort kann der Kunde alle gängigen Kreditkarten sowie Migros-Bankkonten hinterlegen und damit direkt bezahlen. Neu sind auch die blauen Cumulus-Bons in der App hinterlegt. Auch damit kann man bezahlen. MM

Filialleiter Thomas Nadler in der Migros-Filiale Frick. Seit Oktober kann man auch hier seine Einkäufe selbst scannen.

Bilder: Daniel Kellenberger; MGB Dokumentation

Wie reagieren ältere Kunden? Viele probieren es gern aus und bleiben dabei. Und es erfüllt sie sogar ein wenig mit Stolz, wenn sie mit der neuen Technologie klarkommen.


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 93

So funktionieren die Subito-Systeme Self-Checkout

Migros-Geschichte

Selbsttipp-Kassen anno 1965

Praktisch für kleine Einkäufe: Beim Self-

Checkout scannt man alle Artikel aus dem Einkaufskorb direkt an der Subito-Zahlstation. Eine Anmeldung ist dafür nicht notwendig. Der Touchscreen führt durch den gesamten Bezahlvorgang. Ein weiterer Vorteil: Man umgeht lange Schlangen an den herkömmlichen Kassen. Bezahlt wird mit Kredit- oder MaestroKarten, Migros-Geschenkkarten oder Cumulus-Bons. Es war einmal: Ein MigrosMitarbeitender unterstützt eine Kundin beim Eintippen der Preise. Innovation wurde in der Migros schon immer grossgeschrieben. So startete 1965 in der Migros

+ Besonders für

kleine Einkäufe geeignet. + Kein langes Anstehen an der Kasse. + Keine Anmeldung erforderlich. Subito Self-Scanning Stress beim Einkaufen, ade:

Wer grössere Einkäufe erledigen möchte, wird am Self-ScanningSystem Gefallen finden. Nach der kurzen Anmeldung mit der Cumulus-Karte am SubitoTerminal schnappt man sich einen Scanner und kann sofort loslegen. Alle Artikel werden schon beim Gang durch die

Filiale eingescannt und in der Einkaufstasche verstaut. Das Auflegen an der Kasse und das anschliessende Einpacken entfallen. Zum Schluss bezahlt man am Terminal. Als Zahlungsmittel werden Kreditund Maestro-Karten sowie Cumulus-Bons und MigrosGeschenkkarten akzeptiert.

+ Für alle Einkäufe geeignet.

+ Einkäufe werden gleich nach dem Einscannen in die

Einkaufstasche gelegt.

+ Der Gesamtbetrag ist während des Einkaufs ständig

auf dem Display des Scanners sichtbar.

Zürich-Wollishofen ein Projekt mit den ersten Selbsttipp-Kassen. Zeitersparnis für die Kunden war schon damals das Motiv für die frühe Form des Self-Checkout. Statt Bezahlen per Karte (was es damals noch nicht gab) ging man nach dem Eintippen der einzelnen Preise mit einem Bon zur Kassiererin, die dann nur noch den Endbetrag eintippte und das Geld in Empfang nahm. Doch die Sache hatte einen Haken: Damit man

alle Preise selbst eingeben konnte, musste man diese natürlich kennen. So verwundert es nicht, dass sich die Selbsttipp-Kassen letztlich nicht durchsetzen konnten. Immerhin zeigt das Projekt, dass die Migros bereits vor 50 Jahren innovative Ideen umsetzte, um den Einkauf zu erleichtern.


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MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 95

Kinder

Zolli Niggi-Näggi

Bald kommt der Santiglaus wieder in den Zolli Basel.

«Santi Niggi Näggi, hinterem Ofe stegg i, gib mir Nuss und Bire, denn kumm i hinde füre.» Nicht mehr lange, und man hört diesen und viele andere Verse im Zolli Basel. Denn bald macht sich der Santiglaus auf den Weg. Am Samstag, 5. Dezember, ist er im Zolli Basel zu Gast. Auch in diesem Jahr sind alle Kinder herz-

lich eingeladen, dem Santiglaus einen Vers aufzusagen. Das braucht etwas Mut, doch es lohnt sich, denn der Santiglaus hat für jedes Kind ein Geschenk dabei. Neben dem Gratis-Zolli-Eintritt für die Kleinen gibts im Zolli-Restaurant Grättimänner und warme Schoggi zu vergünstigten Preisen.

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel

Laufsport

33. Basler Stadtlauf Egal, ob in kurzen Hosen oder in wär-

menden Leggings und Mütze: Richtige Läuferinnen und Läufer lassen sich von der Witterung nicht abschrecken. Vor allem dann nicht, wenn der Basler Stadtlauf auf dem Programm steht. Jahr für Jahr zählt der Lauf mehr Teilnehmer. 2014 gingen rund 9500 Läuferinnen und Läufer an den

Rabatt M-Genossenschafter erhalten Fr. 10.– Rabatt auf Tickets vom 29. 11.

Start. Wenn die Basler Innenstadt am 28. November wieder in eine weihnachtlich beleuchtete Laufstrecke verwandelt wird, ist nicht auszuschliessen, dass die 10 000erMarke geknackt wird. Man ist vorbereitet: Für die Läuferinnen und Läufer stehen ausreichend Säckli mit Migros-Produkten am Münsterplatz bereit. Weitere Infos: www.baslerstadtlauf.ch

Vorverkauf: MParc Dreispitz und Claramarkt.

Musical Professor Higgins, ein angesehener Philologe und Phonetiker, trifft auf die Blumenver-

käuferin Eliza Doolittle. Er glaubt, dass der Mensch sich nicht über die Herkunft, sondern seine Sprache definiere. Selbst ein einfaches Blumenmädchen wie Eliza könnte mit der richtigen Sprache zur High Society gehören. So wird Eliza zum wissenschaftlichen Objekt von Professor Higgins und muss Tag und Nacht ungewöhnliche Sprachübungen über sich ergehen lassen. Seit der Verfilmung des Broadway-Klassikers mit Audrey Hepburn gehört «My Fair Lady» zu den populärsten Bühnenwerken des 20. Jahrhunderts. Einzigartige Lieder wie «Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht» oder «Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh’n» machen «My Fair Lady» zu einem unvergesslichen Klassiker. Weitere Informationen auf www.actnews.ch

Das Wetter spielt keine Rolle: Der Basler Stadtlauf zieht Tausende an.


96 | MM48, 23.11.2015 | MIGROS-WELT

Über 300 AlnaturaProdukte sind neu in den Regalen der Migros Breitenbach zu finden. Auch das Fisch-, Fleischund Käsesortiment wurde erweitert.

D Schöner, heller,

Wiedereröffnung

reichhaltiger

Seit 1964 ist die Migros in Breitenbach vertreten, seit 1977 am aktuellen Standort. In den vergangenen Monaten wurde die Filiale umgebaut – am 26. November ist die feierliche Wiedereröffnung. Text und Bilder: Moritz Weisskopf

ie letzten Kabel werden durch Wände gezogen und Regale langsam wieder an ihren rechtmässigen Platz gestellt. In manchen Regalen erkennt man bereits neue Produkte, andere Abteilungen sind noch durch eine weisse Trennwand abgesperrt. Doch man merkt: Es dauert nicht mehr lange, bis die Migros Breitenbach wiedereröffnet wird. Rund drei Monate dauerten die Umbauarbeiten. In dieser Zeit ist viel passiert: Die Verkaufsfläche ist nun viel heller und bietet mehr Platz zum Einkaufen. Zudem sind viele neue Produkte in den Regalen zu finden. So wurde etwa das


MIGROS-WELT | MM48, 23.11.2015 | 97

Lehrling des Jahres

Möge der Beste gewinnen Jedes Jahr kämpfen Lernende aus der ganzen Region um den Titel «Lehrling des Jahres». Dieses Jahr auch Nico Provenzano von der Migros Basel. Text: Moritz Weisskopf

D

Biosortiment um 300 AlnaturaProdukte ergänzt. Dazu kommt eine grössere Auswahl bei Käse, Fleisch und Fisch. Rabatt als Dankeschön

Auch Kundinnen und Kunden, die es eilig haben, können dank Self-Scanning und SelfCheckout-Kassen ihren Einkauf schnell abwickeln. Filialleiter Wolfgang Friedrich und seine über 40 Mitarbeitenden sind froh, dass der Umbau abgeschlossen ist und sie die Kundschaft ab dem 26. November in einer topmodernen Filiale begrüssen dürfen. Als kleines Dankeschön für die Geduld und Treue während der Umbauphase erhält die

Kundschaft an den Eröffnungstagen vom 26. und 27. November 10 Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment. Neben einigen Überraschungen für Gross und Klein können an diesen zwei Tagen auch die neuen Alnatura- und Chocolat-Frey-Produkte degustiert werden. Damit nicht genug: Nur wenige Wochen nach der Wiedereröffnung der Migros Breitenbach wird eine weitere Filiale im Laufental umgebaut: Ab Mitte Januar bekommt die Migros Laufen ein neues Gewand und glänzt schon bald so sehr in neuem Licht wie die Migros Breitenbach. MM

er Gewerbeverband Basel-Stadt, das Migros-Kulturprozent und die «Basler Zeitung» starteten im Jahr 2009 den schweizweit einmaligen Wettbewerb und küren jedes Jahr einen «Lehrling des Jahres». In den letzten Jahren sind jeweils um die 80 Bewerbungen eingegangen. Die Suche nach dem «Lehrling des Jahres» hat zum Ziel, die berufliche Grundbildung in der Region einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Image der Berufslehre weiter zu steigern. Ausserdem bietet das Projekt eine Plattform für leistungsstarke und engagierte Lernende und deren Ausbildungsbetriebe. Bewerbung auf Stoff gedruckt

So zum Beispiel für Nico Provenzano, Detailhandelsfachmann im 3. Lehrjahr beim MParc Dreispitz im Bereich Textil. Bei der Bewerbung zur Teilnahme am grossen Finale war Kreativität gefragt. Kein Problem für den modebegeisterten Lehrling – kurzerhand hat er seine Bewerbung auf Stoff gedruckt und in einem stoffigen Umschlag verschickt. Mit Erfolg: Er konnte sich gegen über 70 weitere Bewerber durchsetzen und durfte zum ContestTag. Dort stellten er sowie neun weitere Lernende ihr Können in den Bereichen ökologisches und ökonomisches Denken, Team-

Hat ein gutes Gefühl: Nico Provenzano (19) vom MParc Dreispitz.

arbeit, logisches Denken, Allgemeinwissen sowie Sozialkompetenz unter Beweis. «Es ist schwer einzuschätzen, wie gut ich und die anderen waren, aber ich habe ein gutes Gefühl», sagt der 19-Jährige. Die Jury hat ihre Punkte bereits vergeben. Nun liegt es an Ihnen, liebe Leserinnen und Leser: Auch Sie können Nico Provenzano Ihre Stimme geben. Aus der Jury ist zu vernehmen, dass es ein enges Rennen wird, das Voting ist also wichtiger denn je. Ab heute und bis spätestens 30. November kann man für den «Lehrling des Jahres» voten. MM Weitere Informationen sowie den Zugang zum Online-Voting finden Sie unter www.lehrlingdesjahres.ch


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Was ärgert Sie am meisten in Zügen?

Darf man sich in der vollen S-Bahn auf die Treppe setzen?

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Als ich vier Jahre alt war, mussten sich

meine Eltern fest schä­ men. Schuld war der Himbeersirup. Den gabs im Überfluss. Doch leider nicht bei uns, sondern bei den Nachbarn. Die kleine Bettina lief dauernd nach nebenan, um dort Unmengen Sirup zu trinken. Irgendwann wurde es der Nach­ barin zu bunt: «Euer Kind ist immer so durstig …» An jenem Tag wurden Süss­ getränke bei uns salonfähig. Wenige Jahre später ein Déjà-vu: Meine

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Schulfreundin Caro­ line läutete oft bei uns, lief zielstrebig in die Küche. Da starrte sie auf die Süssigkeiten­ dose. Ich konnte ihre Faszination nur be­ dingt nachvollziehen, meine Eltern hatten ja ihre Lektion gelernt. Bei Caroline daheim setzte man hingegen auf Baumnüsse und Lageräpfel …

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Bei Benutzung jeder Art von öffentlichen Verkehrsmitteln geht es vor allem darum, den Raum der Mitreisenden zu respektieren. Die Treppen in doppelstöckigen Zugwagen sind nicht zum Sitzen gedacht. Wer sich trotzdem setzt, sollte Passagiere nicht behin­ dern, die die Treppe benutzen wollen, womöglich mit Gepäck. Besagten Passagieren hingegen fällt kein Zacken aus der Krone, wenn sie ‹Äxgüsi› oder ‹Entschuldigung› sagen, um ihr Vorbei­ kommen anzukündigen. Hier gilt wie stets die Grundregel der Manierlichkeit: Ein wenig guter Wille auf allen Seiten macht beinahe alles möglich. Übrigens sind die Treppen in Zügen Teil der jeweiligen Reiseklasse – dies nur als Hinweis, damit Sie nicht in Schwierigkeiten mit dem Kondukteur geraten, falls Sie als Passagier der 2. Klasse auf einer 1.­Klasse­Treppe sitzen. Alles schon passiert.»

Obwohl es 30 Jahre her ist, sind Caros

Gelüste immer noch legendär. Wenn meine Kinder besonders gierig sind, erzähle ich, wie meine Spielkame­ radin damals bei uns Schoggipudding ass – und dann das Schäleli ausschleckte. Minu­ tenlang. Bettina Leinenbach (38)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


Die besten Tipps für Key West und Florida:

102 | MM48, 23.11.2015 | LEBEN

Migrosmagazin.ch

Reisen

Die Welthauptstadt der Taucher

Einst war das türkisblaue Naturparadies rund um Key West Zufluchtsort von Abenteurern, Schmugglern und Freidenkern. Heute ist es ein Magnet für Wassersportler und Sonnenanbeter – hier geniesst man karibische Langsamkeit in Reinform. Text und Bilder: Jacqueline Vinzelberg


LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 103

Miami USA

Die Seven-MilesBridge ist die längste Brücke auf den Florida Keys.

Key West

Ueli Wälchli und seine Familie haben ihr Herz an die Florida Keys verloren und hier ein Stück Paradies auf Erden gefunden. Das Meer ist die grösste Leidenschaft des Schweizers.

Bild: Mike Theiss/Getty Images

D

as Segelboot wiegt sich sanft auf dem Wasser. Eine leichte Brise entlockt der Takelage ein Klim­ pern. Bis auf dieses Geräusch ist alles still. «Das ist für mich der schönste Platz auf Erden», sagt Ueli Wälchli (71) und meint damit sein Häuschen in Tavernier auf den Florida Keys. Von seiner Terrasse aus blicken wir über den Bootsanleger hinweg zum Mangroven­ wald am gegenüberliegenden Ufer des Kanals. «Nur dank Henry Flagler», sinniert der Schweizer, «können wir hier sitzen.» Der visionäre Unternehmer initiierte einst den Bau der Eisenbahnlinie, die ab 1912 vom Festland in Florida bis hinunter nach Key West reichte – wohin man zuvor nur per Boot gelangte. «Anstatt Brücken liess Flag­ ler in diesem Streckenabschnitt Dämme bauen und alle zehn Meilen ein Riesenloch buddeln, um das Material dafür zu beschaf­ fen», weiss Wälchli. «Über die Jahre wuchs alles zu, und es entstand dieses herrliche Fleckchen.» Ein Hurrikan zerstörte 1935 grosse Teile der Bahntrasse, die danach nicht wieder her­ gestellt wurde, weil der Bau des parallel lau­ fenden Overseas Highway bereits lief. Über den lässt sich seither das tropische Insel­ paradies am besten mit dem Auto erkunden. Fast jedes Wochenende machen sich Ueli und seine Frau Mary (65) von Miami aus auf den Weg Richtung Süden, um ihre Freizeit auf den Keys zu verbringen. Oft kommen Kinder, Enkelkinder und Freunde zu Besuch. Seit 1980 hat Familie Wälchli in Floridas Megacity Miami ihren Wohnsitz und ein eigenes Geschäft, das Ausrüstung und technischen Service für Fischerboote und Schlepper anbietet.


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LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 105

Tipps

Auf den Keys ist das ganze Jahr Saison Anreise:

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2

Reisezeit:

1

3

1 Im Islander Resort in Islamorada wohnt man direkt am Strand. 2 In dieser Villa lebte der berühmte Schriftsteller Ernest Hemingway von 1931 bis 1940. 3 Zigarren wie in Kuba – sie sind die Leidenschaft von Carlos-Emanuel.

Warum die Wälchlis, wie so viele andere, ihr Herz an die Keys verloren haben, wird an diesem Ort, wo es mehr Boote als Häuser oder Autos gibt, schnell spürbar. Hier scheint die Zeit einem anderen Rhythmus zu folgen, man lebt das Laisserfaire der Karibik. Das Meer ist Lebensinhalt

Alles dreht sich dabei ums Meer und jegliche Aktivitäten auf, im und unter Wasser. Hier verbirgt sich auch der eigentliche Schatz der Region, das drittgrösste Korallenriff der Welt. Key Largo vermarktet das für sich und nennt sich selbstbewusst Welthauptstadt der Taucher. Der John Pennekamp Coral Reef State Park ist nur einer der unzähligen Ausgangspunkte, von wo aus sich beim Schnorcheln oder Tauchen die Unterwasserwelt hautnah erfahren lässt. Jährlich besucht rund eine Million Gäste den 1963 zum Schutz der Korallenriffe gegründeten Statepark. Die Problematik liegt auf der Hand: Zwar werden die Besucher durch eine direkte Erfahrung für den Schutz der Meere sensibilisiert, und die Eintrittsgelder sind wichtige Einnahmequelle, um diverse

Schutzprojekte zu unterhalten. Zugleich ist klar, dass ein solcher Gästeansturm nicht spurlos an der Natur vorübergeht. Wälchli erinnert sich: «Vor 30 Jahren waren die Riffe hier noch viel schöner als heute. Sie haben unter der Umweltverschmutzung sehr gelitten, auch wenn man sich stark für deren Schutz engagiert.» Je weiter wir auf der schnurgeraden Panoramastrasse Richtung Süden fahren, destso grösser werden die Abstände zwischen den Inseln und umso atemberaubendere Aussichten tun sich auf. Unterwegs lockt der Bahia Honda State Park mit weissem Sandstrand und türkisblauer Lagune zu einem Abstecher. Der dazugehörende Campingplatz bietet übrigens auch Übernachtungsmöglichkeiten. Auf den kilometerlangen schmalen Brücken bekommt man schnell das Gefühl, die Strasse müsse irgendwo zwischen Himmel und Meer enden. Das tut sie dann aber erst in einer Sackgasse in Key West, am südlichsten Punkt der Landmasse der USA. Hier angekommen, hat man rund 240 Kilometer und 42 Brücken hinter sich gelassen. Die ersten spanischen

Siedler nannten die Insel Cayo Hueso, Insel der Knochen, da sie, wie vermutet wird, indianischen Ureinwohnern als Friedhof diente. Die englische Sprache machte daraus Key West. Vom Festland abgeschnitten, lebte man vom Handel mit den Bahamas und dem nur 140 Kilometer entfernten Kuba sowie dem Ausplündern versunkener Schiffe. Heimat Hemingways

Immigranten, Schmuggler, Abenteurer, Aussteiger und Freidenker zog es her und mit ihnen Künstler und Schriftsteller. Ernest Hemingway war wohl der berühmteste unter ihnen. Von 1931 bis 1940 verbrachte er hier seine produktivsten Jahre, inspiriert vom karibischen Flair des Orts und seinen Charakteren. Im Gartenhäuschen hinter seiner Villa gegenüber dem alten Leuchtturm entstand unter anderem die Novelle «Der alte Mann und das Meer». Beim Rundgang durch das Anwesen begegnet man nicht nur Nachfahren seiner Katzen, die wegen eines vererbten Gendefekts sechs Zehen haben, sondern erfährt auch allerlei Skurriles über sein Leben. Dass sein Haus

Das Klima ist sub­ tropisch und daher ganzjährig warm. Die Hauptsaison geht von Mitte Dezember bis Ende April. In den feucht­heissen und schwülen Sommer­ monaten regnet es zu­ weilen kurz und heftig. Hotel:

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Kermit in seinem Shop anbietet, darf man vorher degustieren. Dazu gehört auch der Nationalkuchen Key Lime Pie.

beispielsweise von den hier häufigen Überschwemmungen verschont bleibt, liegt daran, dass es sich mit knapp 5 Meter über Meer auf der zweithöchsten Erhebung der ganzen Keys befindet – die höchste liegt bei 6 Metern. Deshalb ist die Inselgruppe übrigens besonders vom Ansteigen des Meeresspiegels infolge der Klimaerwärmung bedroht. Ob man sich darüber Gedanken mache, fragen wir Wälchli. «Wir sind hier in den USA, da wünscht man sich Probleme weg.» Das quirlige Städtchen, einst reichster Ort Amerikas, strotzt vor Lebensfreude, und der Charme vergangener Tage ist in den Strassen mit den viktorianischen Villen und deren blühenden Gärten voller exotischer Vögel immer noch spürbar. Mit einem der kleinen Trolleybahnen lässt es sich bequem entdecken. Viel schöner ist das allerdings auf eigene Faust mit dem Velo am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Hühner streunen wie andernorts Katzen durch die Strassen. Und das Leben der Einwohner, denen Gelassenheit und Frieden über alles geht, findet in der Hauptsache

ab

draussen statt. Sie bezeichnen sich selbst als «Conchs» (sprich Konks) nach einer hiesigen Seeschneckenart und kulinarischen Spezialität, die es von gekocht bis frittiert fast überall zu probieren gibt. An der Ecke dreht Carlos-Manuel kubanische Zigarren, und ein paar Strassen weiter lässt sich in der kleinen Destillerie der ehemaligen Coca-Cola-Fabrik Rum degustieren. Und wenn beim Bummeln durch Galerien und Kunsthandwerkershops der Nachmittag im Nu verflogen ist, tut man es am besten den Einheimischen gleich und stimmt sich beim Apéro in einer der vielen Bars auf den Abend ein. Im «Blauen Himmel»

Die vielleicht schönste Art, in Key West den Tag zu beginnen, ist mit einem Frühstück im Garten des «Blue Heaven». Dazu gehört ein Stück Key Lime Pie. Dabei erhitzt die Frage nach dem Originalrezept des Nationalkuchens aus gesüsster Kondensmilch und dem Saft der kleinen Limettenart Key Lime regelmässig die Gemüter. Wir staunen nicht schlecht, als wir meinen, am Nachbartisch Ernest Heming-

way zu sehen. Wally Collins heisst der Mann, wie sich herausstellt, und er kommt aus Arizona. Er ist einer von rund 150 «Papas» – wie man Hemingway hier nennt –, die den Ort jährlich zu den Hemingway-Days im Juli auf den Kopf stellen. Die nicht mehr ganz jungen, aber munteren Herren sind Kandidaten beim grossen Ähnlichkeitswettbewerb. Als Höhepunkt wird in SloopyJoe’s Bar, der einstigen Lieblingskneipe des echten Hemingway, unter Jubel der zum neuen, offiziellen Papa gekürt, der die Jury mit verblüffender Ähnlichkeit, Charme und Witz überzeugt. Nicht nur während dieser Zeit wird rund um die Duval Street das Leben gefeiert. So versammeln sich allabendlich zur blauen Stunde Gaukler, Kartenleger, Kunsthandwerker, Musiker und Menschen aus aller Herren Länder am Mallory Square, um das Naturschauspiel zu zelebrieren, das sich bietet, wenn die Sonne im Meer versinkt. MM Die Reise wurde unterstützt vom Fremdenverkehrsbüro der Florida Keys und Key West (www.fla-keys.de) sowie Air Europa (www.aireuropa.com).

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Mit demselben Gerät auf dem Sofa surfen und am Schreibtisch arbeiten: Mit iPad Pro von Apple und Surface Pro 4 von Microsoft geht das. Welches Gerät überzeugt mehr? Text: Reto Vogt

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amit ein Tablet sich in ein Notebook verwandelt, ist weder Fachwissen noch Magie gefragt – sondern lediglich ein Bündel Geld: Die zum iPad Pro (Apple) und zum Surface Pro 4 (Microsoft) passenden Tastaturen sind nicht im Kaufpreis inbegriffen, sondern kosten über 150 Franken extra. Eine Magnet­ schnittstelle sorgt jeweils für eine stabile Verbindung der beiden Geräteteile. Im Gegensatz zur Tastatur des Surface Pro 4 verfügt die des iPad Pro über einen guten Druckpunkt – das erleichtert das Tippen. Dafür lässt sich beim Microsoft­Gerät der Winkel des Bildschirms flexibel neigen. Wer die Tastaturen nicht an­ schliesst, nutzt die etwa DIN­A4­ grossen, rund 700 Gramm leichten Bildschirme als Tablets und steuert sie mit dem Finger. Auch das ge­ lingt beim iPad Pro dank iOS 9 bes­ ser – das Betriebssystem ist auf diese Funktion ausgelegt. Microsoft

setzt auf Windows 10: Hier hilft bei Bedarf ein Mauszeiger. Der Hersteller liefert dafür einen Eingabestift mit, der sich für Skiz­ zen oder handschriftliche Notizen eignet; dank der Handschrift­ erkennung lassen sie sich in digi­ talen Text umwandeln. Weitaus mehr ist beim iPad Pro möglich, allerdings kostet der «Pencil» zusätzliche 110 Franken. Diese Investition kann man sich sparen: Steuern mit dem Finger klappt ebenso, wenn auch weniger präzise als mit dem Stift. So oder so ein teurer Spass

Genauigkeit ist für kreative Köpfe wichtig, die auf dem Bildschirm zeichnen, modellieren oder malen möchten. Unter zwei Vorausset­ zungen lassen sich mit dem Stift schöne Porträts, 3­D­Objekte oder Organigramme kreieren: Erstens braucht es eine Begabung dafür, zweitens eine App. Letzteres ist Stärke und zugleich Schwäche des

Geräts: Zwar bietet ein schier endloser Fundus das richtige Pro­ gramm für fast jede Situation, Software lässt sich jedoch nur aus dieser Quelle beziehen. Surface Pro 4 erlaubt es, beliebige Windows­ Programme zu installieren. So betrachtet, wäre das Micro­ soft­Gerät die bessere Wahl. Allerdings sind gute Computer auch leistungsstark: Apple ermög­ licht ruckelfreien Videoschnitt, flüssiges Spielen und professio­ nelle Bildbearbeitung. Wer dieses Niveau beim Surface Pro 4 errei­ chen will, muss mindestens 2000 Franken ausgeben. Mit Zubehör ist das iPad Pro zwar rund 700 Franken günstiger, trotzdem kann man es immer noch als teuer bezeichnen. Eine günstigere Alter­ native ist das MacBook Air oder ein vergleichbares Windows­ Modell: Diese Geräte zählen im­ mer noch zu den besten Compu­ tern, als Spielzeug bieten sie aller­ dings weniger Spass. MM

Unerwünschte E­Mail­Werbung heisst Spam und wird seit den 80er­Jahren en masse verschickt. Heute fallen in der Schweiz rund 75 Pro­ zent aller verschickten Nachrichten in diese Kategorie. Um den Empfang zu unterbinden, müssen Sie die Nachricht als solche kennzeichnen. In den meisten Pro­ grammen (z.B. Micro­ soft Outlook) klappt das so oder ähnlich: Klicken Sie die E­Mail mit der rechten Maus­ taste an und wählen Sie «Junk­E­Mail/Ab­ sender sperren».

Präventiv schützen können Sie sich, in­ dem Sie bei Registrie­ rungen im Web statt Ihrer persönlichen E­Mail eine einmalig gültige Wegwerf­ adresse verwenden. Wie das funktioniert, erfahren Sie auf www.instant­mail.de.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


110 | MM48, 23.11.2015 | LEBEN

Fuhr im Hyundai Tucson unter anderem in den Europa-Park im deutschen Rust: Familie Nickel aus Täuffelen BE. V.l.: Olivia (13), Christoph (44), Silvio (9) und Karin (42) Nickel.

Das Cockpit «Das Ambiente ist gediegen, die vielen Assistenzsysteme oder das Multimediasystem sind bedienfreundlich, aber vor allem sind die Haptik und die Qualität wirklich erster Güte.» Christoph Nickel

Die Auto-Testfamilie

Eine Woche gratis testen! Testen Sie den neuen Opel Astra! Bewerben Sie sich bis 29. 11. unter Migrosmagazin.ch und fahren Sie den Kompaktflitzer als Fünftürer vom 11. bis 18. 1. 2016. Bedingung: Sie sind mindestens zu dritt und erscheinen später im Migros-Magazin. Wir wählen die Familie aus.

Auto

«Man fährt wie auf Wolken»

Glück muss man haben: Für die Nickels aus Täuffelen BE fiel der Autotest genau auf eine Ferienwoche. So wurde das Fahren mit dem neuen Hyundai Tucson für die vierköpfige Familie zu einem doppelten Vergnügen. Text: Timothy Pfannkuchen

J

Steckbrief

Opel Astra 1.6 CDTI Antrieb: 1.6-R4Turbodiesel, 136 PS,

6-Gang-Getriebe, Frontantrieb. Umwelt: Normverbrauch 3,7 l/100 km = 99 g/km CO2, Energie A. Listenpreis: ab 28 700 Franken (Basis: 1.4 l, 100 PS, ab 20 900 Franken).

Die Ausstattung «Schade, dass das Testauto nicht das optionale grosse Glasdach drin hatte – aber dafür habe ich hinten meine eigene Sitzheizung und kann der coolen Rückfahrkamera zuschauen.» Olivia Nickel

Bilder: Tomas Wüthrich

üngst sorgt der Hyundai Tucson für Verwirrung. Weniger, weil dieser Kompakt-SUV einst Tucson, dann ix35 hiess und sich neu wieder Tucson nennt. Sondern vor allem, weil er in Vergleichstests der Fachpresse nicht nur sehr gut, sondern oft als Sieger abschneidet. Nicht verwirrt ist Leserfamilie Nickel aus Täuffelen BE nach 900 absolvierten Testkilometern, sondern einfach nur voll des Lobes. Inklusive der beiden Kinder. «Man fährt wie auf Wolken», lobt Silvio (9), und Olivia (13) geniesst das enorme Raumangebot. «Selbst mit fünf Personen gibt es genug Platz für alle», betont Karin Nickel (42)

und lobt: «Erstaunlich, wie handlich er mit 4,48 Meter Länge ist, und die angenehme Sitzposition sowie die feine Lenkung machen Rangieren leicht.» «Vor allem aber», so erläutert die Coiffeuse, «fühlen wir uns im Tucson pudelwohl.» Keine Rakete, aber verblüffend spritzig bei niedrigem Verbrauch

«Das Fahrwerk ist genau so, wie man es sich wünscht», bestätigt Christoph Nickel (44) und ergänzt: «Als 136-PS-Diesel ist er keine Rakete, aber leise. Dennoch wirkt er bei etwas Arbeit mit der feinen Schaltung gerade bei tiefen Drehzahlen verblüffend spritzig. Den ebenfalls erhältlichen Allradantrieb

vermissen wir nicht: Für uns reicht der Frontantrieb.» Zum Verbrauch berichtet der Informatiker und passionierte Töfffahrer: «Obwohl wir sogar auf deutschen Autobahnen unterwegs waren, liegt unser Schnitt bei 6,2 Litern auf 100 Kilometer.» Gar keine Kritik? «Scheint die Sonne, sieht man die Anzeige der Klimaautomatik kaum», nennt Christoph Nickel ein Detail – und bilanziert: «Der Tucson bietet ein tolles Paket aus viel Ausstattung und fünf Jahren Garantie zum fairen Preis. Zwar sind wir mit dem Mazda 6, dessen Leasing noch läuft, hoch zufrieden. Aber man soll nie nie sagen, denn der Tucson ist ein Vergnügen.» MM


LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 111

127 g/km CO2

Das Design «Wir alle finden den Tucson richtig cool. Schaut man von vorne, wirkt er mit den Voll-LED-Leuchten wuchtig. So gut, wie der aussieht, muss er sich vor keinem Auto verstecken.» Silvio Nickel

Grenzwert 2015: 130 g/km

Steckbrief

Hyundai Tucson 2.0 CRDi 2WD Antrieb: 2.0-R4-Turbodiesel, 136 PS, 373 Nm ab 1500/min,

6-Gang-Getriebe, Frontantrieb. Fahrwerte: 0–100 km/h in 10,6 s, Spitze 186 km/h. Gewicht: 1770 kg. Umwelt: Normverbrauch 4,8 l/100 km = 127 g/km CO2 , Energie B. Listenpreis: ab 32 950 Franken (Basis: 1.7 CRDi, 115 PS, ab 24 950 Franken).

Der Laderaum «Mir gefällt, dass der Laderaum mit 513 bis 1503 Liter gross und die Ladekante tief ist und auch das Umklappen der Rücksitze im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht geht.» Karin Nickel

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So profitieren Sie vom Rabatt Leserinnen und Leser des Migros-Magazins erhalten den original Davoser Schlitten auf Galaxus.ch zum exklusiven Sonderpreis von 199 Franken (statt 249 Franken).

Leseraktion

er Davoser Schlitten ist der absolute Klassiker unter den Schlitten. Seit Generationen gehört er für viele Schweizer Familien zur winterlichen Grundausstattung. Seinen Ursprung hat der traditionelle Renner aus Holz im 19. Jahrhundert, als leichte Holzschlitten aus Norwegen in die Schweiz importiert und mit einheimischen Materialien zur heutigen Form weiterentwickelt wurden. Der Name «Davoser Schlitten» taucht erstmals im Jahr 1883 auf – im Rahmen des ersten historisch belegten Schlittenrennens von der Schatzalp nach Davos. Schon da-

Bestell-Infos

mals wurde der Davoser Schlitten aus Eschenholz gefertigt. Exklusiv für die Leserinnen und Leser des Migros-Magazins bietet das Online-Warenhaus Galaxus einen original Davoser Schlitten für zwei Personen zum Sonderpreis von 199 statt 249 Franken an. Nur ein paar Klicks entfernt

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ist der Winterspass nur wenige Klicks entfernt. Neben dem schönen Schlitten offeriert das Online-Warenhaus viele weitere Sport- und Freizeitartikel für die kalte Jahreszeit: Von Handschuhen über warme Funktionswäsche, Jacken und Hosen bis hin zu Mützen und Winterschuhen ist alles dabei für unvergessliche Wintertage. Lassen Sie sich inspirieren auf www.galaxus.ch/winterspass. Der Davoser Schlitten zum Sonderpreis von 199 Franken kann ebenfalls über diese Adresse bestellt werden (einfach Gutscheincode DAVOSER50MM eingeben). So kann der Winter kommen. MM

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116 | MM48, 23.11.2015 | LEBEN

Ausgewandert

Von Lausanne nach Manchester Die Familie von Aiyana ist sehr abenteuer­ lustig. Weil ihre Mutter

Claudia einen neuen Job suchte, beschloss sie, mit der Familie nach England auszuwandern. Ausserdem wollte sie, dass die Kinder Englisch lernen. Mit auf die Reise gingen Claudias Partner, Aiyanas Schwester Louve und die Katze Lima. Insgesamt drei Jahre wollen sie dort bleiben. In Manchester hat Aiyana auch am Sams­ tagvormittag Schule.

Regelmässig besucht sie Kurse für Food-Technologie und bringt von dort ab und zu Kuchen mit nach Hause. Beim letzten Osterwettbewerb hat sie mit ihren Skifahrer-Ostereiern sogar einen Kreativpreis gewonnen.

Aiyana (10) muss in ihrer Schule in Manchester eine Uniform tragen.

Kinder

«Seit ich in England lebe, reite ich jeden Sonntag»

Die zehnjährige Aiyana wurde in der Schweiz geboren, hat aber kolumbianische Wurzeln. Heute lebt sie in Manchester in England. Ihr neues Leben gefällt ihr. Text: Patricia Brambilla

Illustration: Olaf Hajek

«Am 1. August 2014 habe ich mit meiner Familie in Calais in Frankreich die Fähre genommen, um nach England auszuwandern. Wir hatten viele Koffer und Kartons für unser neues Leben dabei. Die Schule hier ist toll. Überall hat es iPads, und ich liebe die Schinken-Käse-Sandwiches in der Kantine, wo ich jeden Tag esse. Meinen 10. Geburtstag habe ich dieses Jahr mit Sushi gefeiert. Als Geschenk gab es eine E-Gitarre.

Seit ich in England lebe, reite ich jeden Sonntag. Und ich habe einen Hund bekommen, einen Shih Tzu namens Milo. Als er klein war, sah er aus wie Chewbacca aus «Star Wars». Manchester ist eine sehr dreckige Stadt, und die Museen sind langweilig. Aber unser Haus

gefällt mir sehr. Ich habe ein Bett mit zwei Matratzen, das wie ein Trampolin aussieht. Als Englän­ derin fühle ich mich noch nicht, aber ich mag Manchester. Besonders weil es so viele Restaurants gibt. Ausserdem hat es hier ein Sealife, wo Meerestiere gezeigt werden, und ein Legoland. Aus der Schweiz vermisse ich meine Freunde und die Migros.» MM


LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 117

Elena, 15

Fangen wir beim Gegenteil an, bei «Fast Fashion»: Das ist Mas­ senware aus Billigländern, so kurzlebig und wertlos wie nur möglich – damit noch mehr Mode­ hungrige noch mehr einkaufen. Daran klebt so viel Gift und Leid, dass man die Augen fest verschliessen muss, wenn man sich seinen Spass bewahren will: Dafür sorgen die Marketingmärchen gewisser Modeketten, neu auch im grünen Eco­Tarnmäntelchen. Willst du die Hintergründe kennen? Dann schau dir den neuen Dok­Film «The True Cost» an:

Da reden wunderbare, mutige Müt­ ter und vergiftete Kinder. Du siehst, wie sie an immer mehr Textilmüll, toxischen Stoffen und fiesesten Arbeitsbedingungen zugrunde gehen. Das magst du dir nicht an­ tun? Ist eigentlich auch nicht nötig.

sein, muss es aber nicht. Denn zu «Slow Fashion» gehören auch das Selbermachen, der Kauf von Secondhandkleidern und die sogenannten Swappings, das sind schicke Kleidertauschpartys. «Slow Fashion» ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Es könnte aber in der Modeindustrie das erreichen, was Bio, Fair Trade und Slow Food in der Lebens­ mittelbranche bereits geschafft haben – nämlich faire Produk­ tionsbedingungen: für Gesündere Ware und Arbeitsbedingungen sowie für einen bewussten, acht­ samen Verbrauch. MM

Es reicht, wenn wir jene Leute und Firmen unterstützen, die Verantwortung übernehmen: Sie haben mit «Slow Fashion» eine Ge­ genbewegung angestossen und set­ zen auf fair produzierte, «saubere» Mode. Sie sorgen mit individueller Kreativität und langlebiger Quali­ tät für echten Style. Das kann teuer

Gabriela Bonin (48) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (15, 10, 7).

WAS GEHÖRT ZUSAMMEN?

GUETSLI SUDOKU

ch nach dem anderen nimmt er aus Tobi ist eifrig am Backen. Ein Guetslible fältig in drei Kartonschachteln. In sorg sli Guet die dem Ofen und verpackt jede Guetslisorte nur einmal darf r) Felde jedem Schachtelabteil (4 der 16 und waagrechten Linie darf jedes vorkommen. Auch in jeder senkrechten helfen, die Boxen richtig zu füllen? Tobi du st Kann sein. nur ein Mal enthalten

1

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Verbinde die richtigen zwei Bilder und schreibe die entsprechenden Buchstaben auf. Es ergibt sich ein Wort, das zur Winterzeit passt.

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Lösungen:


118 | MM48, 23.11.2015 | LEBEN

Kreuzwortr채tsel

Gewinnen Sie eine von 10 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Gesamtwert 1250 Franken!


LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 119

So nehmen Sie am Kreuzworträtsel links teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 29.11.2015, 24 Uhr

Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

oder gewinnen Sie eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 29.11.2015, 24 Uhr

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Gewinner Nr. 46: Edgar Ambauen, Küssnacht SZ; Rosmarie Züger, Wangen SZ; Elisabeth Steiner, Jona SG; Dorly Straubhaar, Niederstocken BE; Annemarie Jenni, Zug Gewinner «Zusatz» Nr. 46: Hans Peter Wagner, Läufelfingen BL; Edgar Lemmel, Rothenburg LU; Therese Bruggmann, Düdingen FR; Daniel Moser, Gossau SG; Max Leibundgut, Basel

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LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 121

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

1

2 8 3 4 3 6 9 3 5 8 7 6 7 4

Auflösung Nr. 47: 864 9 5 3 7 4 1 2 8 6

5 8 7 2 1 8 7 6 6 7 9 6 4 2 8

2 8 4 3 6 5 9 1 7

4 7 1 8 3 2 6 5 9

1 6 7 2 9 8 5 3 4

3 2 6 4 5 9 1 7 8

5 9 8 6 1 7 3 4 2

8 3 5 9 7 6 4 2 1

6 4 2 1 8 3 7 9 5

7 1 9 5 2 4 8 6 3

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 29.11.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 46: Elisabeth Borer, Biel BE; Françoise Zumbach, Biel BE; René Zürcher, Crissier VD; Luana Meyer, Niederbipp BE; Theres Marti, Zug

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 5 1 3

Auflösung Nr. 47: THESE

4

N

Gewinner Nr. 46: Marita Winkler, Netstal GL; Arthur Huber, Basel; Maria Kuratli, Altstätten SG

ANT I L L EN B I ATHLET DAGESTAN EHESTAND G R A UWA L E H E B E B A UM H I NWA G E N J AMB I S C H MA N I T O B A SC I L I CET

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 29.11.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor)

Ressort M-Aktuell: Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung a. i.), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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124 | MM48, 23.11.2015 | LEBEN

Meine Welt

«Ich spiele gerne mit dem Feuer»

Sie ist ein echtes Zirkuskind: Aufgewachsen im Zirkus Royal, ist Jennifer Gasser heute Feuerartistin, Mutter und Managerin. Die nächsten zwei Monate ist die 29-Jährige in Roggwil BE stationiert, wo sie ihr Weihnachts-Varieté «Unikat» präsentiert. Text: Laila Schläfli Bilder: Jorma Müller 1


LEBEN | MM48, 23.11.2015 | 125

1 Meine Faszination «Mit dem Feuer spielen, ohne sich zu verbrennen – das fasziniert mich. Es passt auch gut zu mir als Frau: Das Spiel mit dem Gefährlichen. Ich spiele gerne mit dem Feuer.»

2

2 Mein Lieblingskünstler «Seit ich hören kann, bin ich Michael-Jackson-Fan. Mit vier bekam ich den ersten Walkman, die erste Kassette – ‹Bad› – hörte ich hoch und runter, bis sie kaputt war.»

Mein Lieblingsprodukt

«Jeden Morgen gibt es für meine Kinder eine Tasse warme Ziegenmilch. Die wirke natürlich antibakteriell, sagte mir ein Bekannter. Früher hatten meine Kinder oft Bronchitis, Husten oder Fieber.»

3

3 Meine Kinder «Mit knapp 23 wurde ich Mutter, das war ein bewusster Entscheid. Für Miley (5) und Zoé (6) habe ich mich drei Jahre völlig zurückgezogen Name: Jennifer Gasser (29) Sternzeichen: Wassermann Beruf und Lebenslauf: Aufgewach-

sen bin ich im Zirkus Royal, den mein Grossvater vor rund 50 Jahren gründete. Das war die schönste Kindheit, die man sich wünschen kann: Ich hatte Grosseltern, Tanten, Onkel und Cousins die ganze Zeit um mich. Als mein Grossvater starb, gründeten meine Eltern den Zirkus «Liliput». Eine Lehre machte ich nicht, es gab genug zu tun zu Hause, im Zirkus: Ich trat als Hula-Hoop-Künstlerin auf, jonglierte oder balancierte auf dem Drahtseil. Jedes Jahr musste ich mir was Neues einfallen lassen. Vor etwa drei Jahren machte ich mich selbständig mit meiner Feuershow, und letztes Jahr gründete ich zusammen mit meinem Mann das WeihnachtsVarieté «Unikat» in Roggwil BE.

4 5

6

und lebte als Hausfrau und Mutter in einer Wohnung.» 4 Mein Tick «Ich liebe Premieren: Da

kann ich mich schick machen. Ich habe einfach Freude an schönen Kleidern, und ich liebe Bling-Bling in der Show.»

7

5 Mein Stolz «Das Weihnachts-Varieté ‹Unikat› ist ein Schmuckstück mit Kapazität für 128 Personen. Das ist mein Projekt, hier ziehe ich die Fäden. Mein ganzes Herzblut steckt darin.» 6 Meine Leidenschaft «Mit neun war ich schon auf allen Kontinenten, da habe ich Blut geleckt.» 7 Mein Glücksbringer «Es war Liebe auf den ersten Blick: Mein Mann und ich sahen uns, heirateten und gründeten eine Familie. Er stammt nicht aus der Zirkuswelt, ist aber ein Zirkusmensch wie ich.»


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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist: Selbst bei uns in der wohlhabenden Schweiz gibt es bedürftige Kinder. Jedes zehnte Kind ist von Armut betroffen. Viele von ihnen wachsen am Rande der Gesellschaft auf und sind durch soziale und kulturelle Barrieren abgeschottet. Armut wird in der Schweiz massgeblich vom Bildungsniveau beeinflusst. Das grösste Problem dabei ist, dass die Betroffenen die Konsequenzen dieser Ungleichheit ein Leben lang spüren werden. Denn ungleiche Startbedingungen beim Eintritt in den Kindergarten können im Laufe der Schulkarriere nur schwer wettgemacht werden. Das ist besonders tragisch, weil die Kinder die Zukunft der Schweiz sind. Nur wenn alle Kinder dieselben Chancen haben, kann Armut überwunden werden. Darum ist es wichtig, die Kinder, aber auch die Eltern, von Anfang an zu fördern, zu informieren und zu integrieren.

Hierzulande leistet HEKS einen Beitrag zur Integration von sozial Benachteiligten – Menschen, die besonders gefährdet sind, in ihren Rechten verletzt und diskriminiert zu werden. Das Hilfswerk unterstützt bedürftige und benachteiligte Kinder und deren Eltern mit diversen Angeboten in den drei Bereichen Gesundheit, Sprache und Erziehung.

Gemeinsam mit dem Netz der regionalen CaritasOrganisationen setzt sich Caritas Schweiz konkret dort ein, wo Menschen von Armut betroffen sind. Die Spendengelder fliessen in zahlreiche Projekte, die bedürftige und benachteiligte Kinder unterstützen, beispielsweise beim Schulstart, bei Freizeitprojekten oder bei Familienplatzierungen.

Pro Juventute setzt sich mit gezielten Projekten für die Erfüllung der Bedürfnisse und die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen mit deren Eltern in der Schweiz ein. So ermöglicht Pro Juventute armen Kindern Ferien, leistet Hilfe beim Start ins Berufsleben oder bietet Kindern Hilfe über die Notrufnummer «147» an.

Unabhängig von der Jahreszeit hilft die Organisation dort, wo die Leistungen der öffentlichen Hand nicht beansprucht werden können. Mit dem Spendengeld wird die Aktion «Schultheks für alle» lanciert, damit alle Kinder einen guten Start in die Schulzeit haben.

Wenn Sie sich genauer über die Projekte der Hilfswerke informieren und selber spenden möchten, dann besuchen Sie unsere Spendenseite auf migros.ch/weihnachten


HELFEN SIE MIT DEM SCHOGGI-HERZ. Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe – und nichts symbolisiert das besser als ein Herz. Darum können Sie in Ihrer Migros für den Betrag von Fr. 5.–, 10.– oder 15.– feine SchoggiHerzen kaufen. Den gesamten Betrag aus dem Verkauf dieser Herzen spenden wir an unsere Spendenpartner Caritas, HEKS, Pro Juventute und die Winterhilfe. Helfen war nie süsser. Auch in diesem Jahr sind wieder viele bekannte Gesichter aus der letztjährigen Migros-Spendenkampagne mit dabei, z.B. Francine Jordi, Luca Hänni oder Gilbert Gress, um nur einige zu nennen. Daneben sind mit Chris von Rohr und dem Walliser Sänger Marc Aymon zwei neue Künstler Teil der Spendenaktion.

«Ich helfe mit, weil ich die Kinder unterstützen will.»

Weitere Informationen zu den Künstlern und unserer Spendenaktion finden Sie auf migros.ch/weihnachten «Ich helfe mit, weil alle Kinder gleiche Chancen haben sollen.»

«Ich helfe mit, weil die Kinder unsere Zukunft sind.»


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