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Migros magazin 48 2014 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

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Eine Aktion der Migros f端r: Schweizer Musiker singen f端r die Bed端rftigen der Schweiz. Alle Infos zur Weihnachtsaktion unter migros.ch/weihnachten


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Schweizer Musiker singen für die Bedürftigen der Schweiz und helfen mit, dass Weihnachten für alle ein Fest wird. Unterstützen auch Sie die Aktion der Migros mit einer Spende oder dem Download des Weihnachtsliedes. Die Migros verdoppelt den gesammelten Spendenbetrag mit bis zu 1 Million Franken. Spenden Sie direkt mit den Coupons oder per SMS. Geben Sie die untenstehenden Coupons an der Kasse in Ihrer Migros, Micasa, SportXX, Melectronics oder Do it + Garden Filiale ab. Der Betrag wird Ihnen direkt in Rechnung gestellt. Oder senden Sie Ihren Spenden-Wunschbetrag per SMS mit dem Keyword «Migros» an die Nummer 455. Ein Beispiel: Für eine Spende von 50 Franken senden Sie: «Migros 50» an die 455.

Alle Infos zur Weihnachtsaktion finden Sie unter migros.ch/weihnachten.

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch

FAMILIE I 14

Wieso Kinder den Beruf der Eltern wählen INTERVIEW I 46

Warum das Böse in uns allen lauert WEIHNACHTEN I 56

Bild: Vera Hartmann

Geschenke, die man nie vergisst

Keine Angst vor blauen Flecken Roller-Derby, ein Sport für starke Frauen auf Rollschuhen. Marisa von Weissenfluh fährt mit ihrem Team an die Weltmeisterschaft in den USA. I 32

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01 E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch Anzeige

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DIESE WOCHE 6 |

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EDITORIAL

EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Milliarden von Bäumen

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

14 | MENSCHEN Der Beruf ihres Vaters Daniel hatte Marina Wetli immer fasziniert, deshalb ist sie auch Polizistin geworden.

«Jetzt sei nicht so ein Holzkopf», liess mich Kollegin Désirée Strassmann in ihrer gewohnt charmanten Art per Mail wissen, «und zeig für ein Mal etwas Begeisterung!» Die verantwortliche Koordinatorin für den Spendensong «Ensemble» bei der Migros hatte mich angepfupft, weil ich – ebenfalls in gewohnt trockener Art – geschrieben hatte, der Song sei «schon noch gut». Ich als kritischer Journalist konnte ihr doch nicht gestehen, dass es mir beim ersten Mal Anhören kalt den Rücken herunter und wieder hinauf lief. Der Song, den Lina Button, Luca Hänni, Francine Jordi, Peter Reber und Co. eingespielt haben, schleicht sich schon beim ersten Mal Hören mitten ins Herz. Das sympathische Video tut ein Übriges dazu. Mit dem Song und der Weihnachtsaktion geht die Migros neue Wege. Sie will statt einer aufwendigen Weihnachtskampagne möglichst viele Menschen ermutigen, Bedürftigen zu Weihnachten zu helfen. Sie selber wird den gespendeten Betrag bis zu einer Million verdoppeln. Also: Helfen Sie mit! Laden Sie den Song herunter und spenden Sie für Caritas, Heks, Pro Juventute oder die Winterhilfe! Felix Finkbeiner hat seine Helferader früh entdeckt. Und seine Pläne sind so gross wie sein Engagement: Felix will die Klima­ erwärmung stoppen. Mit Kindern, die Bäume pflanzen. Nur grosse Träume eines kleinen Jungen? Vielleicht. Aber welcher Bub hat schon mit 9 Jah­ ren vor dem Europaparlament und mit 13 Jahren in der Uno gesprochen? Welcher Jugendliche hat 30 000 Kinder in 40 Ländern, die ihn unterstützen, und Helfer wie Harrison Ford oder Gisele Bündchen im Rücken? Welcher Junge will 1000 Milliarden Bäume pflanzen? Lesen Sie das Porträt eines unglaubli­ chen Jungen auf Seite 41.

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

106 | LEBEN Verrenkungen sind beim Yoga nicht nötig. Auch leichte Übungen tun Körper und Geist gut.

MIGROS-WOCHE 8 | Aktuelles

MENSCHEN

14 | Porträt Polizist, Lehrer oder Hebamme: Warum Kinder denselben Beruf wie Vater oder Mutter ergreifen. 23 | Auf ein Wort 24 | Porträt Beat Christen lobbyiert im Bundeshaus – für den lieben Gott. 26 | Interview Erdbebenforscher Stephen A. Miller über das Erdbebenrisiko in der Schweiz und die Chancen der Geothermie. 32 | Porträt Blaue Flecken gehören dazu: Erstmals reist ein Schweizer Roller-Derby-Team an eine Weltmeisterschaft.

41 | Porträt Mit nur neun Jahren hat Felix Finkbeiner ein Projekt lanciert, um die Klimakrise zu bekämpfen. Dank ihm pflanzen Kinder in allen Ländern der Erde Bäume. 45 | Kolumne: Der Hausmann. 46 | Interview Mordlust ist etwas ganz Menschliches, sagt Biochemiker Hans Günter Gassen.

AKTUELL

52 | Spendenaktion der Migros

SCHAUFENSTER 56 | 60 | 71 | 73 | 75 | 77 |

Schön verpackt ist halb geschenkt Abgeräumt bei Mega-Jackpot Cover Girl präsentiert sich neu Humorvolle eCards von Famigros Sich selbst verwöhnen mit I am Joghurt mal ganz anders

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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

INHALT | 7

.ch

88 | SAISONKÜCHE Miss Schweiz Laetitia Guarino hat lang geübt, bis sie das Lieblingsgericht ihres Freundes kochen konnte.

79 | 81 | 85 | 86 |

Feiner backen mit Sanissa au beurre Feine Pasta, aber subito! Festlich verpackte Pralinés von Frey Allerlei Neuheiten

SAISONKÜCHE

88 | Miss Schweiz Laetitia Guarino Die Miss Schweiz hat kaum Zeit zum Kochen. Fürs Migros-Magazin und ihren Freund macht sie eine Ausnahme.

IHRE REGION

93 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

98 | Reisen Dominikanische Republik – die unbekannte Seite der Karibikinsel 106 | In Form So bringt Yoga wirklich etwas.

108 | Digital Fifa 15 gegen Pro Evolution Soccer: Der grosse Game-Test. 111 | Tipps gegen Winterblues So kommen Sie unbeschwerter durch die kalten Tage.

MEINE WELT

124 | Tiziana Gulino «The Voice»-Gewinnerin Tiziana Gulino über ihre erste CD, ihre Wünsche und den Weg zum Erwachsenwerden.

RUBRIKEN

10 | 13 | 112 | 115 | 116 | 122 |

Leserbriefe Online-Mix Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel und Spiele/Impressum Cumulus

Bilder: Basil Stücheli, Getty Images, Nicolas Righetti / Rezo.ch, Ornella Cacace, Paulo Dutto

■ Die Dominikanische Republik mal anders Welche Esswaren darf man am Strassenrand kaufen, wo sind die Strände noch nicht überbevölkert, und wie kommt man sicher durch die nicht ganz ungefährliche Hauptstadt? Neue Tipps und Adressen zur karibischen Reisedestination Nummer eins. ■ «Mamma Mia!» weiss Rat Erwachsene sind zu schnell mit Floskeln wie «Ist doch nicht schlimm!» zur Stelle. Trösten funktioniert aber anders.

■ Sprachrohr der Jugend Das «Youth Rep Team» hat die Jugend an der Uno-Generalversammlung vertreten. Sehen Sie seine Botschaft im Video.

■ Rollergirlz in Action Migrosmagazin.ch zeigt im Video, wie ein Roller Derby funktioniert. Es ist nichts für zarte Frauen.

■ Griff nach den Sternen Der Circus GO serviert Akrobatik und Artistik – mit Fondue chinoise. Gewinnen Sie zwei Plätze für die Weihnachtsshow!

■ Echt oder gut erfunden? Mörderisch gute Geschichten basieren oft auf Tatsachen. Die besten Killer aus Film und Literatur, die es wirklich gab.

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M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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MIGROS-WOCHE 8 |

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AKTUELLES

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

REGION AARE

Chlausen-Knabberei Wer nicht mehr auf den Samichlaus war­ ten mag, bekommt in den Supermärkten der Migros Aare schon jetzt alles, was ins traditionelle Chlaussäckli gehört. Baumnüsse und frisch geröstete ExtraErdnüsse, im 500­g­Beutel oder im Offen­ verkauf erhältlich, sind der ideale Knabber­ spass für gesellige Runden und gemütliche Abende. Saftige Clementinen, Mandarinen und Orangen versorgen einen bei kalten Aussentemperaturen mit wichtigen Vitaminen und guter Laune. Kleine und grosse Geniesser versüssen sich die Warte­ zeit bis zum Chlausentag mit Datteln und Feigen.

Dank der schönsten Weihnachtskugeln eine Woche in die Ferien gehen.

Ihr Bild ist gefragt

Scannen Sie den QR-Code und schicken Sie das Foto für Ihre Wettbewerbsteilnahme per Handy ein.

Mitmachen und gewinnen: Fotografieren Sie Ihren originellsten Adventskranz, Ihre schönste Christbaumdekoration oder Ihre ausgefallenste Guetslikreation und machen Sie mit beim Foto­ wettbewerb des Migros­Magazins: So gehts: Laden Sie bis zum 30. November auf Migrosmagazin.ch/weihnachten ein Foto zum Thema Advent hoch. Das Bild, das bis zum 10. Dezember von den Usern die beste Bewertung erhält, gewinnt diesen Hauptpreis: eine Woche Ferien in einem Schweizer Chalet nach Wahl im Wert von 5000 Franken. Für die Plätze zwei bis zehn verlosen wir je vier Tageskarten in einem Skigebiet nach Wahl im Wert von maximal 320 Franken.

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Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit, wenn wir uns am meisten nach Sonne sehnen, haben Orangen Saison und leuchten uns strahlend entgegen. Mit den saftigen Blondorangen lässt sich ein ganz einfaches Dessert zubereiten: Orangen samt weisser Haut schälen und in runde Scheiben schneiden. Auf Desserttellern anrich­ ten, mit Honig beträufeln und wenig Zimt bestreuen.

Durch den Kabelsalat in die weite Welt. Die Attachment-Maschine machts möglich.

55 000 Franken für die digitale Kultur Bereits zum achten Mal vergab das Migros­Kulturprozent die Werkbeiträge zur Förderung von digitaler Kultur. 39 Arbeiten wur­ den eingereicht und sechs davon prämiert. 20 000 Franken sprach die Jury der Wanderausstellung «Seismographic Sounds» des Vereins Norient zu. Die Ausstel­ lung dokumentiert und kommen­ tiert die musikalische Vielfalt globaler Popmusik im Zeitalter von sozialen Medien wie Youtube,

Facebook und Soundcloud. 10 000 Franken gingen an das Projekt «Attachment» von David Colombini. Mit seiner Maschine werden am Computer verfasste Texte ausgedruckt, automatisch an biologisch ab­ baubare Luftballons gehängt und dann in die reale Welt verschickt. www.migros­ kulturprozent.ch


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MIGROS-WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

AKTUELLES | 9

RÜCKRUF

Certa Rauchwarnmelder

verheerende Folgen haben könnte. Der betroffene Certa Rauchwarnmelder FMR 4030 ist auf der Geräterückseite unter dem Data-MatrixCode mit der Chargen-Nr. 1304A gekennzeichnet. Verkauft wurde er seit einem Jahr in ausgewählten Do-it+Garden-Filialen mit der Art. Nr. 6140.759 zum Preis von 9.95 Franken. Bei OBI Schweiz war der Artikel als 1er- und 4erSet mit den Art. Nr. 469861 und 469862 erhältlich. Die fehlerhaften Geräte können gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in die Verkaufsstellen zurückgebracht werden.

Das Bundeshaus wird Projektionsfläche für eine grandiose Lichtshow.

Lichtshow und Rekordversuch

Am Sonntag findet das Finale des Lichtspektakels «Rendez-vous Bundesplatz» statt. Gleichzeitig will der M-Industriebetrieb Mifroma mit einem riesigen Racletteofen einen Weltrekord aufstellen.

Bilder: Getty Images, Fotolia, Starlight Events/Spectaculaires , PD, StockFood

Die deutsche Gutkes GmbH ruft den Certa Rauchwarnmelder FMR 4030 aus Sicherheitsgründen zurück. Von diesem Rückruf sind auch Do it + Garden Migros und OBI Schweiz betroffen. Durch einen Materialermüdungseffekt des Batterie-Blockierhebels im Rauchmelder kann der gesetzlich vorgeschriebene Schutz des Rauchwarnmelders nicht mehr gewährleistet werden. Der Blockierhebel soll gemäss EU-Norm verhindern, dass der Melder ohne Batterie – also funktionslos – an der Montageplatte fixiert werden kann. Der fehlerhafte Rauchwarnmelder kann jedoch problemlos auch ohne Batterie wieder geschlossen werden. Erfahrungen haben gezeigt, dass dadurch das Einlegen einer neuen Batterie häufig vergessen wird, was bei einem Brand

A

m Sonntag, den 30. November, gehen auf dem Bundesplatz die letzten fünf Vorstellungen des Lichtspektakels «Rendez-vous Bundesplatz» über die Bühne. Nach Einbruch der Dunkelheit werden schillernd bunte Riesenbilder auf die Fassade des Regierungssitzes projiziert. Das Thema ist diesmal eine märchenhafte und verrückte Zeitreise. Der Grossanlass findet zum vierten Mal statt. Dank der Unterstützung durch das Migros-Kulturprozent ist das Lichtspektakel für das Publikum gratis. Gleich nebenan, auf dem Bärenplatz, organisiert das M-Industrieunternehmen Mifroma zu seinem 50. Geburtstag einen Weltrekordversuch: Die «Raccard-Challenge», mit dem längsten Racletteofen der Welt. Im Mittelpunkt des Anlasses steht der firmen-

eigene Raclettekäse Raccard. Er wird in 870 Raclettepfännchen mit Hilfe von rund 2600 Teelichtern erhitzt und ist nach sechs Minuten «Kochzeit» für die Besucher zum Essen bereit – kostenlos. Dazu bekommen die Besucher, wie beim Raclette üblich, Kartoffeln serviert. Ob der Weltrekordversuch schlussendlich gelingt, wird sich nach der notariellen Beglaubigung zeigen.

870 Raclette­ pfännchen sollen beim Rekordversuch erhitzt werden.


FORUM 10 |

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LESERBRIEFE

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

MM 47: «Genuss und Ekstase gehören zum Menschen», Interview mit Trendforscherin Judith Mair über Genuss, Moral und Kontrolle.

«Wo bleiben die Genüsse für Geist, Herz und Seele?»  Judith Mair fokussiert ihre Genüsse ausschliesslich auf Bauch und Lunge. Genüsse für Geist, Herz und Seele fehlen – finden diese in ihrer Vorstellungswelt keinen Platz? Diese Genüsse generieren für die Allgemeinheit auch bei längerem Gebrauch keine Kosten, sondern wirken heilsam. Veronika Egli, 9479 Oberschan  Judith Mair nennt die wahren Probleme unserer Gesellschaft beim Namen: zu viele Vorschriften, Verbote oder zumindest Einschränkungen von Genuss und Spass. Unser gesamtes Han­ deln soll von «Vernunft» und Ökologie geprägt sein. Letzte Freiheiten, wie ich sie in meiner Kindheit noch erleben durfte, werden wegreguliert. Ein Kind darf heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf einen Baum klettern, sondern muss sich auf einem (selbstverständlich zertifizierten!) Spielplatz bewegen. All dies geschieht in der hehren Absicht, eine bessere Welt zu schaffen. Dabei bleiben Genuss und Spass auf der Strecke, was für ein frohes Leben doch mitentscheidend ist. Reinhard Müller

Trendforscherin Judith Mair kritisiert die neue Moral in der Gesellschaft.

9552 Bronschhofen

 Dass Frau Mair mit dem Begriff «Rau­ cherbeine» so nonchalant umgeht, finde ich bedenklich. Wahrscheinlich hat sie keine Ahnung, was dieses Leiden bedeutet. Es handelt sich hier um eine schwere periphere arterielle Verschluss­ krankheit, die nicht zwingend mit dem Rauchen zusammenhängen muss. Weil der Arzt meiner Mutter, die an Diabetes litt, vor über 30 Jahren nicht heraus­ gefunden hatte, dass sie Antikörper gegen das damalige tierische Insulin entwickelte, mussten ihr beide Beine oberhalb des Knies amputiert werden. So war sie 66­jährig an den Folgen gestorben, obwohl sie gar nie geraucht hatte. Ursula Grünig, 3400 Burgdorf  Ein solcher Beitrag ist Balsam auf meine gebeutelte Seele, mit der ich als Raucherin, die Wein liebt und auch

Süssigkeiten keineswegs ablehnt, bei vielen Gesundheitsfanatikern im Abseits stehe. Ich nehme mir die Freiheit, so zu leben, dass es Spass macht. Mit 90 scheintot dahinzuvegetieren (Zitat aus dem Beitrag), liegt mir mehr als nur fern. Renate Ammann, 8716 Schmerikon

 Das heisst doch im Klartext: Für weni­ ger Wir und mehr Ich. Und so wollen wir eine gerechtere Welt aufbauen? Stefan Fleischer, 2540 Grenchen

 Das ist einer der besten Artikel, die ich in letzter Zeit im Migros­Magazin ge­ lesen habe. Mich freut besonders, dass Judith Mair sich getraut, Dinge auszu­ sprechen, über die im privaten Umfeld zwar diskutiert wird, aber nicht in der Öffentlichkeit und schon gar nicht in der Politik oder im Mainstreamjournalis­

mus. Sie sagt, dass eine Gesellschaft, die sich geeinigt hat, was (moralisch) gut und richtig ist, zu erstarren droht. Das sehe ich genauso. Auf der anderen Seite ist die Gesellschaft völlig zerstritten und völlig unsicher, bis hin zur Wissen­ schaft, die eigentlich Klarheit schaffen sollte (Gentechnik, Klimawandel, Atom­ energie, Impfen …). Judith Mair sieht die Dinge so realistisch, dass sie eine neue Bewegung ins Leben rufen sollte, zum Beispiel die Bewegung GMV (gesunder Menschen Verstand). Ich würde mich sofort anschliessen. Erwin Husmann 6214 Schenkon

 Natürlich gehören Genuss und Ekstase zum Menschen – Gott sei Dank! Doch der Trend zu gesundem, suchtfreiem Lebensstil hat nichts mit Antigenuss respektive Antiekstase zu tun, sondern

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin. ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


FORUM LESERBRIEFE | 11

damit, dass wir als heutige Konsumen­ ten mit Konsumangeboten bombardiert werden, sodass uns der Genuss dabei vergeht. Genuss ergibt sich nicht durch Konsum, sondern durch Kultivierung: Vorfreude, Auswählen, Daraufwarten, Einsatz, Feiern und Auskosten, Nach­ klingenlassen. Genuss ist eine Überwin­ dungsprämie. Zu glauben, man könnte ihn sich mit Konsum kaufen, ist eine Illusion. Pfarrerin Dr. Gina Schibler Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde 8703 Erlenbach

MM 47: «Weniger ist mehr», Artikel über Minimalisten, die mit wenig leben.

«Egoistisches Verhalten zulasten anderer»  Bescheidener zu leben und zu verzich­ ten ist lobenswert und dringend notwen­ dig. Es strapaziert in der dargestellten, extremen Form jedoch langfristig die Solidarität in der Gesellschaft. Unsere Altersvorsorge ist darauf aufgebaut, dass in jungen Jahren gespart wird, um davon im Alter leben zu können. Wer bewusst von nur 15 000 Franken im Jahr lebt, wird weder für sich (2.Säule) noch für die Gemeinschaft (AHV) etwas an diese Vor­ sorge leisten können. Auch die öffent­ lichen WCs gibt es nicht umsonst. Wenn der gewählte Lebensstil im Alter nicht mehr möglich ist, wird der Anspruch auf einen Platz in einer Alterswohnung, auf AHV und Zusatzleistungen kommen. Deshalb ist dies ein egoistisches Verhal­ ten zulasten aller, die langfristig denken und handeln. Thomas Steinebrunner 8803 Rüschlikon

KORRIGENDUM

Verwirrende Vogelwelt Mehr als 50 Leserinnen und Leser haben uns darauf hingewiesen: Im Migros-Magazin Nummer 47 von letzter Woche haben wir einen Fehler gemacht. Auf Seite 25 verwechselten wir einen Kleiber (Bild oben) mit einem Eisvogel (Bild unten). Dabei hätten wir eigentlich wissen müssen, dass der Eisvogel sein Futter nicht in einem Vogelhäuschen sucht. Er frisst nämlich Fische, Wasserinsekten und Flusskrebschen. Für den Fehler möchten wir uns entschuldigen.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

MIX | 13

Feine Kakis

WÖCHENTLICHE UMFRAGE

Ist das Konzept des Jugendlohns eine gute Idee? Wenden Sie es an?

Migros-Magazin-Leserin Michèle Keller erntete vor dem grossen Regen im Tessin ihre Kakis und dörrte sie im Backofen. Nach fünf bis sieben Stunden sind sie zuckersüss und haben ihren pelzigen Geschmack gänzlich verloren.

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USER-KOMMENTARE

Bild: Getty Images

Wie wichtig ist Ihnen Moral?

Schnecken auf dem Teller? Auch das Essen ist eine Frage der Einstellung.

Vreni Bisig: Wie Menschen ihr Leben geniessen, ist sehr individuell. Gemäss meiner Erfahrung ist Genuss intensiver und wird mit allen Sinnen wahrgenommen, wenn beim Konsum Mass gehalten wird.

Wie stark leben Sie Ihre Überzeugungen, wollten wir wissen: Gar nicht, bewusst in allen Lebenslagen oder sogar bis zur Beeinflussung des Umfelds?

Gabriele Zimmermann: Moral ist sehr wichtig, wenn es darum geht, Schaden und Leid zu verhindern und zu lindern. Wer das ignoriert und nur Lust und Spass wählt, während andere leiden, handelt verantwortungslos, auch wenn er sich nicht strafbar macht.

Michael Schmidt-Purrmann: Unsere Gesellschaft brandmarkt menschliche Sehnsüchte nach freudvollen Handlungen schnell als «Schwäche», weil Menschen zunehmend nur noch Schwarz und Weiss denken.

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Grosse Ausgaben zu decken, ist die Aufgabe der Eltern. Sackgeld für Kinder genügt. Eine sehr gute Idee, die wir bei unseren Kindern anwenden (werden). Nein, Kinder sollten nicht zu früh über ihr eigenes Geld verfügen.

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Leiden auch Sie unter dem Winterblues – wenn ja, wie äussert sich der?

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MENSCHEN 14 |

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PORTRÄT

In den Fussstapfen der Eltern

Wie der Vater, so die Tochter: Wieso Kinder oft den gleichen Beruf wie ihre Eltern ergreifen.

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enau das Gleiche tun wie Mami: senschaften Hamburg, sagt: «Wenn Claudia Stark (33) wusste schon die Eltern den Kindern das Gefühl im Kindergarten, dass sie einmal vermitteln, in ihrem Beruf etwas Sinn­ wie ihre Mutter Hebamme werden volles und Befriedigendes zu tun, dann wollte. Das medizinische Wörterbuch erscheint den Kindern dies auch «Pschyrembel» war ihr Lieblings­ erstrebenswert.» Zusätzlich sind die bilderbuch, und ein Hausbesuch bei Eltern bei der Berufswahl von Jugend­ Frauen im Wochenbett war damals für lichen die Bezugspersonen Nummer das kleine Mädchen das Grösste. Heute eins, wie Markus Neuenschwander von leitet sie Geburten im Gebärsaal, ihre der Fachhochschule Nordwestschweiz Mutter arbeitet in der herausfand: «Sie bera­ Wochenbettabteilung. ten, geben Ratschläge, initiieren und ermutigen «Ich bin stolz auf mein Berufswahlaktivitäten Mami und bin gern ihrer Kinder.» Der Leiter dasselbe wie sie. Wir können viel voneinander des Forschungszentrums lernen», sagt sie. Adrian Lernen und Sozialisation hat verschiedene Unter­ Zweifel (32) ist wie sein suchungen zur Berufs­ Vater Lehrer und findet es bereichernd, mit Markus Neuenschwander wahl und dem Einfluss seinem Vater Mathema­ der Familie gemacht und tikprüfungen zu erarbei­ weiss: Jugendliche über­ ten oder sich im Lehrerzimmer mit ihm nehmen in hohem Ausmass die beruf­ auszutauschen. «Durch meinen Vater lichen Aspirationen ihrer Eltern. habe ich schon als Kind gesehen: Auch die Gene und die Erziehung Lehrer sein ist ein toller Job. Das wollte tragen ihren Teil bei. Andreas Hirschi, ich auch», sagt er. Arbeits­ und Organisationspsychologe an der Universität Bern, bestätigt: Tun die Eltern Sinnvolles, «Eltern vererben ihren Kindern Inter­ erscheint das erstrebenswert essen und Persönlichkeitseigenschaf­ Wenn Kinder in die Fussstapfen ihrer ten und erziehen sie mit gewissen Eltern treten, kann das manchmal auch Werten. Auch das hat Einfluss auf die mehr Fluch als Segen sein. Speziell Berufswahl.» Marina Wetli (24) zum bei Familienunternehmen sind die Beispiel hat noch heute die Polizei­ Erwartungen an die nachfolgende Ge­ geschichten präsent, die ihr Vater beim neration hoch. Und trotzdem kommt Abendessen erzählte. Als er einmal ein es vor, dass Söhne und Töchter sich für vermisstes Mädchen wiederfand, die Laufbahn ihrer Eltern entscheiden. wusste Marina: Das war es, wovon sie Das ist besonders der Fall, wenn die träumte. Nun ist sie in die Fussstapfen Nachkommen in der Kindheit positiv ihres Vaters getreten, fährt auf der mit dem Elternberuf in Kontakt kom­ Autobahn Patrouille und wünscht ihm men. Wolfgang Hantel­Quiltmann, abends über Polizeifunk «Guet Nacht, Texte: Silja Kornacher Familienpsychologe und Professor an Päpu!». Bilder: Basil Stücheli der Universität für angewandte Wis­

«Eltern sind in der Berufswahl Bezugs­ personen Nummer eins.»

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MENSCHEN PORTRÄT | 15

«Wir sind uns ziemlich ähnlich»

Daniel Wetli (49), Bezirkschef auf dem Kantonspolizeiposten Burgdorf, ist seit 24 Jahren Polizist, verheiratet und Vater zweier Kinder. Marina Wetli (24) arbeitet seit zwei Jahren in Bern bei der mobilen Polizei. Auch ihr Freund ist Polizist.

Daniel Wetli: «Es war nicht mein Bubentraum, Polizist zu werden. Ich habe Mechaniker gelernt. Irgendwann wurde mir klar: Das ganze Leben in der Werkstatt zu verbringen, konnte es nicht sein. Schon am ersten Tag in der Polizeischule hat es mir dann den Ärmel reingenommen. Nach 24 Dienstjahren kann ich immer noch voll hinter dem Beruf stehen.» Marina Wetli: «Genau, es sind ja schon 24 Jahre, Päpu! Du erzählst immer, dass du mitten in den Abschlussprüfungen ins Spital musstest, weil ich auf die Welt kam. Ich weiss auch noch genau, wie Mami früher sagte: ‹Du musst leise sein, der Päpu hatte Nachtdienst.›» Daniel Wetli: «Der Beruf lässt sich nicht immer leicht mit der Familie verbinden. Da braucht es die ganze Familie als Rückhalt. Wir müssen nur aufpassen, wenn am Familientisch drei begeisterte Polizisten (Marinas Freund ist auch Polizist) fachsimpeln, dass der Schreinerlehrling und die Mutter nicht vernachlässigt werden.» Marina Wetli: «Es ist ein lustiges Gefühl, den eigenen Vater im Polizeifunk zu hören. Ich höre bei dir immer mit, auch wenn ich ganz woanders bin. Oder schicke dir abends mal ein ‹Pfuus guet› über den Funk.» Daniel Wetli: «Es war auch für mich speziell, als ich dich das erste Mal über Funk hörte. Wenn du zu einem Einsatz gerufen wirst, bin ich gedanklich immer dabei. Ich kenne diesen Beruf und weiss, welche Gefahren man antreffen kann.» Marina Wetli: «Ein mulmiges Gefühl hatte ich damals, als ich bei der Demonstration ‹Tanz dich frei› an der Front war.» Daniel Wetli: «Als du an der Polizeischule warst, hörte ich öfter von Kollegen: ‹Spinnst du? Wieso redest du ihr

das nicht aus?› Das wäre mir aber nie eingefallen. Wir haben immer offen miteinander diskutiert, und du kennst die Risiken des Jobs. Mich freut es total, dass du bei der Polizei bist. Obwohl der Beruf sich über die Jahre verändert hat. Früher war ab ein Uhr morgens niemand mehr unterwegs. Die Gesellschaft ist ein 24-Stunden-Betrieb geworden. Da sind auch die Anforderungen an die Polizei gestiegen.» Marina Wetli: «Ich weiss noch genau, wie du damals am Znachttisch erzählt hast, wie du dieses vermisste Meitli gefunden hast. Diese Aktion verkörpert genau das, was man von der Polizei erwartet: dass sie für die Leute da ist. So was wollte ich auch. Klar, in der Grundschule war es nicht so cool, dass ich einen Polizisten als Vater habe. Ich wurde ‹Schmierlatztochter› genannt. Aber ich habe dich immer verteidigt.» Daniel Wetli: «Damals war ich halt noch im gleichen Ort Polizist. Da haben eben viele schon mal Bekanntschaft mit dem Polizisten Wetli gemacht. Und jetzt gibt es zwei davon.» Marina Wetli: «Wir sind uns ziemlich ähnlich. Wir haben beide einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und mögen das Organisieren.» Daniel Wetli: «Du bist kreativer als ich. Aber es stimmt schon, wir sind beide Teamplayer. Für mich fägt es total, mit dem Team zu arbeiten. Besonders die Arbeit mit den Jungen.» Marina Wetli: «Ich habe das Gefühl, in den zwei Jahren schon so viel erlebt zu haben. Manchmal würde ich am liebsten mitheulen. Ich liebe es, wenn eine Geschichte ein Happy End hat. Zum Beispiel, als es mir gelang, drei ausgesetzte Kätzchen an einen Platz zu vermitteln.» Daniel Wetli: «Wir sind ja auch nur harmoniebedürftige Menschen.»


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«Ich finde es schön, dass du auch Hebamme bist» Claudia Stark: «Bei mir kam der Wunsch für den Beruf Hebamme ganz klar durch dich, Mami. Ich war vier Jahre alt, als du mich als freiberufliche Heb­ amme zu Besuchen mitnahmst. Ich wollte immer zusehen, was du mit den Müttern und den Neugeborenen machst. Mir war schon im Kindergarten klar, dass ich einmal Hebamme werden will.» Dora Stutz: «Ich finde es schön, dass du auch Hebamme bist. Aber es war nicht mein Traum, dass du den gleichen Beruf lernst wie ich.» Claudia Stark: «An diesem Beruf fas­ ziniert mich die Abwechslung: Ich habe über 200 Geburten begleitet, und doch ist keine gleich. Da sind wir total unter­ schiedlich: Du bist auf der Wochenbett­ abteilung geblieben, ich brauche den Gebärsaal.» Dora Stutz: «Ich habe mich damals nach meiner Lehre nicht getraut, in den Gebärsaal zu gehen. Dann wurde ich schwanger und kam nicht mehr dazu. Im Gebärsaal ist alles kurz und heftig, der Moment zählt. In der Wochenbettab­ teilung kann man eine längerfristige Beziehung aufbauen, das liegt mir. Du bist mehr der spontane Typ.» Claudia Stark: «Das Begleiten über mehrere Tage liegt wirklich in deiner Begabung. Dir macht es nichts aus, 1000 Mal das Gleiche zu erzählen.» Dora Stutz: «Nein, überhaupt nicht. Ich trage gern Verantwortung und schätze es, auf der Familienabteilung selbständig arbeiten zu können.» Claudia Stark: «Ich finde es schön, dass wir am gleichen Ort arbeiten. Es ist völlig normal geworden, dass wir uns an Weiterbildungen und an Teamsitzungen sehen. Der einzige Nachteil ist, dass man privat anfängt, über Berufliches zu reden. Dann fühlen sich unsere Fami­ lienmitglieder auch mal ausgeschlossen. Wenn ich mal etwas Belastendes habe, kann das aber auch helfen, mit dir dar­ über zu reden. Du stehst ja unter Schweigepflicht.» Dora Stutz: «Ich bin seit 40 Jahren Hebamme. In der Geburtshilfe hat sich seither viel verändert. Wir haben damals allen Frauen die Fruchtblase gesprengt, jeder Frau eine Infusion gelegt, jedem Kind eine Kopf­Elektrode gemacht. Da stehen einem die Haare zu Berge, wenn man das hört. Heute ist die Geburtshilfe viel individueller. Dafür ist die Kaiser­ schnittrate gestiegen, es gibt ein grösse­ res Bedürfnis nach Sicherheit.»

Dora Stutz (57) arbeitet seit 23 Jahren auf der Familienabteilung des Spitals Uster. Sie wohnt in Greifensee ZH, ist verheiratet und hat drei Kinder. Claudia Stark (33) arbeitet seit acht Jahren im Spital Uster. Sie wohnt in Nänikon ZH, ist verheiratet und hat drei Kinder (1, 3 und 5).

«Ich bin wahnsinnig gern das Gleiche wie mein Mami.» Claudia Stark

Claudia Stark: «Heute darf nichts mehr passieren. Früher wurde man gar nicht nach seinen Bedürfnissen gefragt. Heute können Frauen eine Wassergeburt wünschen – sie haben viele Optionen.» Dora Stutz: «Ich wüsste selber nicht mehr, wie ich gebären würde.» Claudia Stark: «Als ich selbst im Wochenbett war, konnte ich sehr von deinem Wissen profitieren. An die Tests hätte ich nie gedacht, ich war einfach Mami. Nach ein paar Tagen kamst du und meintest, mein Kind sei etwas gelb. Ich hätte das nie gesehen. Ich wusste: Du merkst, wenn was nicht stimmt.»

Dora Stutz: «Mir hat dafür deine Aus­ bildung viel gebracht. Ich hatte beim Abfragen immer wieder selber Aha­ Erlebnisse.» Claudia Stark: «Wir sind uns sehr nah. Gleichzeitig fühle ich mich in unserer Beziehung total frei. Wenn du mir einen Tipp gibst, meine ich nicht, ihn umset­ zen zu müssen. Beim Arbeiten hatte ich nie das Gefühl, dass unsere Verwandt­ schaft mit Erwartungen gekoppelt ist. Ich bin wahnsinnig gern das Gleiche wie du. Du bist mir ein grosses Vorbild. Wenn die Leute sagen: ‹Du bist wie dein Mami.› ‹No so gern!›, sage ich da.»


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Siegfried Zweifel (59), Lehrer für Mathematik, Werken und Informatik in der Mädchenschule der Flade im Gallusschulhaus St. Gallen, lebt in Degersheim SG, ist verheiratet und hat drei Kinder. Adrian Zweifel (32), Lehrer für Mathematik, Natur & Technik, Informatik und Sport ebenfalls im Gallusschulhaus, lebt in Degersheim, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

«Ich dachte immer, dass Lehrer ein toller Beruf ist» Siegfried Zweifel: «Als ich damals nach dem Gymnasium als Aushilfslehrer gearbeitet habe, hiess es: ‹Endlich ein zackiger Cheib, der für Ordnung sorgt.› Am Schluss des Semesters wäre ich mit allen Schülern Pferde stehlen gegangen. Aber als der ‹Fosgi› einmal einen Mitschüler angespuckt und dann den Strafaufgabenzettel zerrissen hat, habe ich ihm eine gewaschen.» Adrian Zweifel: «Was, das hast du mal gemacht? Und dass du noch alle Namen kennst!» Siegfried Zweifel: «Natürlich, die erste Klasse bleibt dir immer.» Adrian Zweifel: «Wir waren ja beide in der Jungwacht und mochten die Arbeit mit Jugendlichen. Ich wusste schon als kleiner Bub, dass ich mal Lehrer werden möchte.» Siegfried Zweifel: «Du hast mich anscheinend als sehr ausgeglichen und zufrieden empfunden.» Adrian Zweifel: «Absolut. Ich dachte immer, dass Lehrer ein toller Beruf ist. Du kamst nie gestresst heim. Und wir durften mit in die Ski- oder Wander-

lager. Gleichzeitig wusste ich durch dich, wie viel harte Arbeit hinter dem Beruf steckt.» Siegfried Zweifel: «Weisst du noch, als du vor eineinhalb Jahren an die Flade gekommen bist? Ich war mächtig stolz und wusste sofort: Wenn mit jemandem, dann mit dir. Für mich ist jeder Junglehrer eine Bereicherung. Das war in meinen Anfängen vor 40 Jahren anders: Da unterrichteten noch die Nonnen, die sich fast totkrampften und im Türmli wohnten. Als Junglehrer hätte ich mich nicht getraut, sie um Hilfe zu bitten.» Adrian Zweifel: «Heute werden Junglehrer nicht ins kalte Wasser geworfen. Sie werden als wertvoll angesehen.» Siegfried Zweifel: «Was ich nicht so gut finde, Adi: Bei der Auswahl der Studienrichtung werden mehr Rosinen gepickt. In meiner Ausbildung habe ich von Mathematik über Turnen bis Werken alles belegen müssen.» Adrian Zweifel: «Ich auch. Dazu ist es wichtig, die Schülerinnen in so vielen Stunden wie möglich zu haben. So kann man erst Vertrauen herstellen.»

Siegfried Zweifel: «Wichtig ist, dass die Klasse dich als Menschen erfährt. Die Schülerinnen dürfen es auch mal wissen, wenn ich traurig bin.» Adrian Zweifel: «Ich schicke meine Schülerinnen auch mal mit meiner Postcard zum Einkaufen. Die würden mich nie übers Ohr hauen.» Siegfried Zweifel: «Heute wird viel zu viel auf die Defizite geachtet. Schon im Kindi wird zuerst geschaut: Was kann das Kind nicht?» Adrian Zweifel: «Ja, es wird sofort in 1000 Abklärungen geschickt. Es gibt auch Lehrer, die in den ersten Wochen aussortieren möchten. Ich sehe das anders, ich schaue nie vorher die Schülerdossiers an.» Siegfried Zweifel: «Bravo, ich auch nicht. Bei mir dürfen sie neu anfangen.» Adrian Zweifel: «Ich höre manchmal lustige Sprüche von den Schülerinnen. Die fragen zum Beispiel: ‹Wo ist der alte Herr Zweifel? Ääh, Zweifel senior?›» Siegfried Zweifel: «Letztens war eine herzig. Die sagte zu mir: ‹Sie händ so en coole Sohn!›»


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Ganz der Papa – ganz die Mama

Bilder: Keystone (4), RDB (1)

Diese Schweizer Promi-Kinder sind in die Fussstapfen ihrer berühmten Eltern getreten.

1&2 Vater Felix Hollenstein trainiert die Kloten Flyers, Sohn Denis spielt für sie. 3 Bundesräte unter sich: Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem inzwischen verstorbenen Vater Leon Schlumpf. 4 Nick Hayek trat das Swatch-Erbe seines Vaters Nicolas an, der 2010 verstarb. 5 Mutter-TochterGespann: Bianca Gubser ist wie ihre Mutter Raquel Marquard Model.

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AUF EIN WORT | 23

FRAU DER WOCHE

Goldmädchen

Musiker Bligg schliesst seine «Service Publigg»Tour mit einem Livealbum ab.

MUSIKER BLIGG ZIEHT BILANZ

«Nächstes Jahr gibts zwei Projekte: Album und Kind»

Für Musiker Bligg geht ein musikalisch und privat aufregendes Jahr zu Ende. Vorher tauft er am 2. Dezember im Volkshaus Zürich noch das erste Livealbum seiner Karriere. Bligg, am 2. Dezember schliessen Sie im Volkshaus Zürich die «Service Publigg»Tour mit der Plattentaufe Ihres Livealbums ab. Das Zückerchen der Tour?

Für mich ist es mehr der Abschluss einer Trilogie. Auch bei meinen zwei vorherigen Alben «0816» und «Bart aber herzlich» habe ich jeweils eine Platin-Edition herausgegeben. Bei «Service Publigg» war für mich von Anfang an klar: Die Platin-Edition soll auf das Liveerleben ausgerichtet sein. Was kann man zum Abschluss Ihrer Dreier-Reihe erwarten?

Bilder: PD, Reuters, ZVG

In meiner 20-jährigen Karriere habe ich noch nie ein Livealbum herausgegeben. «Service Publigg» war die krasseste Liveproduktion, die wir je gemacht haben. Zum Album dazu gibt es einen 40-minütigen Dok-Film, der die Zuschauer hinter die Kulissen führen wird. Was war denn das persönliche Highlight Ihrer Tour?

Mein Herzenshighlight ist auf jeden Fall, dass ich durch die Tour meine jetzige Freundin kennengelernt habe, sie war ja Choreografin und Tänzerin der Show.

Sie haben auf Ihrer Tour schweizweit 13 Konzerte gegeben und an 10 Festivals gespielt. Ihr liebster Ort?

Schwierig zu sagen. Aber BliggFans sind Big Fans, die festen überall. Klar, in der Ostschweiz ist die Stimmung Wahnsinn, aber auch sonst waren die Leute extrem dankbar. Eine persönliche Verbundenheit habe ich natürlich mit dem Volkshaus Zürich, dort spiele ich schon meine dritte Tour. Während Ihrer Tour waren Sie durch einen Bruch des Sprunggelenks, verursacht bei einem Videodreh, lädiert. Sind Sie wieder ganz fit?

Leider Gottes noch nicht ganz. Es war ein ziemlich komplizierter Bruch, dazu habe ich mir die Bänder gerissen, eine langwierige Sache also. Jetzt ist es sechs Monate her, ich kann immerhin wieder ohne Stöcke gehen und Sport machen. Aber es kann bis zu einem Jahr dauern, bis ich wieder fit bin. Vor Kurzem haben Sie sich im «Red Bull Soundclash» mit Stress duelliert und knapp verloren. Woran lags?

Leider hat die andere Partei einige Regeln nicht eingehalten und beim Dezibelduell etwas nachgeholfen.

Hat sich der Aufwand trotzdem gelohnt?

Anfangs haben wir das eher sportlich genommen. Die Vorbereitungen waren dann doch intensiver, als wir gedacht hatten. Wir haben viele Songs ganz neu arrangiert. Es hat auf jeden Fall Spass gemacht. Rückblickend ist der «Soundclash» eine unvergessliche Sache für mich. Ich denke, er wird in der Schweizer Musiklandschaft auch Spuren hinterlassen.

Die Women’s Tennis Association (WTA) ist sich einig: Belinda Bencic (17) ist die Newcomerin des Jahres. 46 Prozent der Fans gaben der Ostschweizerin ihre Stimme, auch 56 von 58 Sportjournalisten votierten für sie statt für ihre internationalen Konkurrentinnen. Die US-Open-Viertelfinalistin freut sich: «Es ist eine grosse Ehre und ein Privileg für mich, diesen Preis zu erhalten.» Auch die Weltrangliste klettert Bencic immer weiter nach oben: Aktuell belegt sie Platz 32.

GESCHWISTER DER WOCHE

Goldkinder

Was dürfen Bligg-Fans nächstes Jahr von Ihnen erwarten?

Es wird sicher ein neues Album geben. In welche Richtung das gehen soll, kann ich noch nicht sagen. Eigentlich habe ich zwei grosse Projekte für nächstes Jahr: ein neues Album und mein erstes Kind. Nehmen Sie sich eine Papi-Auszeit?

Ja, auf jeden Fall. Aber ich sage immer, wer eine solche Truppe wie mein Team managen kann, schafft das auch mit einem Baby. Interview: Silja Kornacher Gewinnen Sie Tickets für das Konzert im Zürcher Volkshaus am 2. Dezember: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff

Amir Elalfy (15) und seine Schwester Mona Elalfy (13) aus Spreitenbach AG sind echte Karatekas. Und das mit Erfolg: Am Wochenende haben die Geschwister an der Schweizer Meisterschaft für Kimura Shukokai Karate in Adliswil ZH in ihren jeweiligen Kategorien zwei Mal Gold geholt. Ihre Mutter Lamia Elalfy ist mächtig stolz auf ihre Kinder und findet: «Die beiden sind ein tolles Beispiel, wie gut Muslime integriert sein können!» Das nächste Ziel der beiden Bez-Schüler ist die Kanti.


MENSCHEN 24 |

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PORTRÄT

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Der Beter im Bundeshaus

Während der Sessionen in Bern tummeln sich diverse Interessenvertreter in der Wandelhalle, unter ihnen auch Beat Christen – er ist der Lobbyist Gottes.

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eit drei Jahren ist Beat Christen (68) pensioniert, doch seine Mission kennt keinen Ruhestand. Der Oberaargauer, der einst Maschinen­ mechaniker, Ingenieur und Mittelschul­ lehrer war, ist nämlich seit 35 Jahren im Auftrag Gottes unterwegs. Einer seiner wichtigsten Tätigkeitsorte: das Bundes­ haus. Während der Sessionen ist er täglich dort anzutreffen und leistet Lobbyarbeit in Sachen Glauben. «Das ist mein Vorgänger», sagt Beat Christen und zeigt auf Niklaus von der Flüe, dessen mächtige Statue in einer der Nischen in der Eingangshalle des Bun­ deshauses thront. Dieser habe, so erzählt er, beim Stanser Verkommnis 1481 mit seinen Worten den Bund der Eidgenos­ senschaft gerettet. Dies ist tatsächlich aus Chroniken so überliefert. Heute ist es Beat Christen, der sich mit seinem direkten Draht zum lieben Gott um das Wohlergehen der Nation sorgt. Er betet für Bundes­, National­ und Ständeräte, redet während der Sessionen in der Wandelhalle mit Parla­ mentarierinnen und Parlamentariern und hat ein offenes Ohr, wenn jemand ihm seine Sorgen anvertrauen will.

Ein Bundeshausbadge von CVP-Nationalrat Büchler «In der Bibel steht, betet für die Obrig­ keit – ich bin diesem Ruf gefolgt», erklärt Christen. 1992 kam er dafür erst­ mals ins Bundeshaus und setzte sich während der Session einen Tag lang auf die Besuchertribüne, um für die poli­ tische Führung des Landes zu beten. Drei Jahre später erhielt er eine ganzjährige Zutrittsberechtigung vom damaligen SVP­Nationalrat Walter Schmid (61), heute hat Christen den begehrten Bundeshausbadge von CVP­Nationalrat Jakob Büchler (62). Jeder Parlamentarier kann zwei Zutritte vergeben – oft gehen sie an Lobbyisten aus der Wirtschaft. «Ich bin Lobbyist Gottes», meint Christen und schmun­ zelt. So habe ihn einst der 2009 verstor­ bene SP­Ständerat Ernst Leuenberger genannt.

Sein Draht zum Allmächtigen ist ein ganz direkter: «Ich bin sozusagen 24 Stunden online mit dem Zentral­ server des Universums.» Er ist zudem Sekretär der parlamentarischen Gruppe «Christ+Politik» und hat mitgeholfen, den Eidgenössischen Bettag wieder­ zubeleben. Der umtriebige Mann mit den weissen Haaren und dem wachen Blick vermittelt auch gern. Er stellte etwa für die christliche Ostmission den Kontakt zu Politikern her, was den Anstoss zum Postulat «Stopp dem Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung» gab. 2001 war er Heraus­ geber des Buchs «La Suisse existe – Die Schweiz: Geschichte, Identität, Vision». Vor ein paar Jahren hatte er die Idee, eine Gebetskompanie zu gründen. «Diese Eingebung hatte ich auf dem Rütli, als ich dort für die Schweiz betete. Zuerst dachte ich, die halten mich für verrückt, wenn ich dies dem VBS­Chef vorschlage.» Dem war nicht so. «Ich erhielt die Einladung des Generalstabs. Gerade in der Armee ist ein christliches Engagement willkommen.» Seine Idee: eine unbewaffnete Kompanie, die nur betet und sozusagen für die geistliche Landesverteidigung zuständig ist. Es kam zu keinem offiziellen Auftrag, doch mittlerweile engagieren sich Armee­ angehörige privat in dieser Sache. Im oberaargauischen Lotzwil BE in der Käserei als eines von vier Kindern aufgewachsen, hatte Beat Christen mit Bibel und Religion lange nichts am Hut. «Ich war Atheist, antiautoritär, ein 68er», erinnert er sich. Bis er in den 70er­Jahren die Bibel las. Es war eine Offenbarung. Sie gab ihm Antworten, die er gar nicht gesucht hatte, sie zeigte ihm einen Lebensentwurf, der ihn in seinem Innersten überzeugte, und er fand in Gott eine Autorität, die er akzep­ tieren wollte. «Gott hat mich berufen.» Er gab den Beruf als Lehrer auf und arbeitete ab 1979 für die Vereinigten Bibelgruppen in Mittelschule, Univer­ sität und Beruf (VBG). Dort war er an der Gründung von Mittelschul­Bibelgrup­ pen und über 200 Firmen­Gebetsgrup­

pen beteiligt. Die Organisation ist bibel­ treu und hat eine freikirchliche Ausrich­ tung. Christen hingegen sieht sich nicht als Freikirchler. «Ich bin frei­sinnig», sagt er. Wenn jemand ihm vorwirft, er wolle missionieren, nimmt er das ge­ lassen. «Ja, klar habe ich eine Mission», antwortet Christen. Nämlich die, dass Politik und Glaube sich einander annähern und die Politiker ihre Verant­ wortung wahrnehmen. Aber: «Ich will niemanden denkerisch vereinnahmen», sagt er. «Ich will für den Glauben gluschtig machen.»

Die Gebete für Hans-Rudolf Merz wurden erhört Nicht alle Parlamentarier und Parla­ mentarierinnen mögen seinen Aktivis­ mus im Bundeshaus. Aber das stört ihn nicht. Der Oberaargauer ist gern Provokateur. «Jesus Christus hat auch provoziert – nicht?» Skeptische Stim­ men gibt es in fast allen Regierungs­ parteien. Man bezweifelt etwa, ob die Wandelhalle der richtige Ort für Beat Christens Mission ist, oder kritisiert seinen Glaubenseifer. Viele schätzen ihn aber – unabhängig von ihrer parteipoli­ tischen Zugehörigkeit. Christen gehört keiner Partei an, seine politische Gesin­ nung ist eine Mischung aus konservativ, freisinnig, sozial und grün. Ihm sagen traditionelle Werte zu, denn: «Diese sind meist biblisch begründet.» Von seiner Mission ist der Ober­ aargauer nicht abzubringen. Er glaubt auch zu wissen, dass Beten viel bringt. «Die Gebetserhörung, ja, die gibt es», sagt er und wirft einen geheimnisvollen Blick nach oben. Das prominenteste Beispiel: die schnelle und gute Genesung von alt Bundesrat Hans­Rudolf Merz, der 2008 einen Herz­Kreislauf­Still­ stand erlitt. Beat Christen sagt, er habe damals täglich für Merz gebetet. Er schliesst aber nicht nur die Politiker und Wirtschaftsführer ins Gebet ein. «Seit einiger Zeit bete ich auch für Journalis­ ten», sagt er zum Abschied. Text: Claudia Langenegger Bild: Marco Zanoni

LOBBYISTEN

Gäste mit Interessen Jedes Ratsmitglied kann zwei Personen den Zutritt zum Parlamentsgebäude ermöglichen. Heute sind dies um die 420 Personen, über drei Viertel davon sind an Lobbyisten vergeben. Besonders stark vertreten sind Bau- und Immobilienwirtschaft, Wirtschaftsdachverbände, Industrie und Energie, danach folgen die Interessenvertreter in den Bereichen Umwelt, Soziales, Hilfswerke, Gesundheit, Landwirtschaft und Pharma. 19 Parlamentarier vergeben keine Zutritte, dazu gehören, Chantal Galladé (SP), Andrea Caroni (FDP), Pirmin Schwander (SVP) oder Ruth Humbel (CVP).


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Direkter Draht nach oben: Beat Christen, Lobbyist Gottes, im Nationalratssaal.


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INTERVIEW

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«Nicht Erdbeben töten Menschen, Gebäude töten Menschen»

Der beste Schutz vor Erdbeben sind gute Bauvorschriften, sagt Stephen A. Miller. Der amerikanische Erdbebenforscher über den Schock, wenn sich die Erde plötzlich bewegt, über die Risiken in der Schweiz und die Chancen der Geothermie.


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INTERVIEW | 27

Stephen Miller, angenommen, wir würden jetzt hier in Zürich von einem starken Erd­ beben überrascht, was würden Sie tun?

Erdbebenforscher

Der Amerikaner Stephen A. Miller (54) hat an der ETH Zürich dissertiert und ist heute Erdbebenforscher und Professor für Geothermie an der Universität Neuenburg. Er lebt mit seiner deutschen Frau und den drei Kindern in Zürich.

Ich würde mir keine so grossen Sorgen machen, denn wir sind in der Schweiz, wo Gebäude nach sehr hohen Standards erstellt werden. Trotzdem würde ich mir irgendeine stabile Struktur suchen – etwa einen Torbogen oder einen Tür­ rahmen – und dann schauen, dass ich so schnell wie möglich rauskomme. Könnte es auf der Strasse nicht auch gefähr­ lich sein?

Klar, aber grundsätzlich ist es am besten, rasch ins Freie zu flüchten und sich dann von allen Häusern so weit wie möglich zu entfernen. Nicht Erdbeben töten Menschen, Gebäude töten Menschen. Wie viele Erdbeben haben Sie selbst schon erlebt, und wie war das?

Zwei. Das erste war 1989 das Loma­ Prieta­Erdbeben in Kalifornien, das die Bay Bridge bei San Francisco zum Ein­ sturz brachte. Ich war damals an der Stanford University in Palo Alto und stand gerade im Türrahmen bei einem Studienkollegen, um etwas mit ihm zu besprechen, als ich einen gewaltigen Knall hörte. Wir wunderten uns noch, was das war, als die Erde sich plötzlich zu bewegen begann. Alles schüttelte und rüttelte, Risse entstanden in den Wän­ den. Es dauerte kaum mehr als zehn Se­ kunden. Als es vorbei war, gingen wir raus – und wie immer in den USA, wenn etwas nicht stimmt, setzen sich die Leute in ihre Autos und fahren los. Mit dem Ergebnis, dass wir alle in einem endlosen Stau standen (lacht). Und das zweite?

Oktober 2011: Zerstörungen nach einem Erdbeben der Stärke 7,1 in der osttürkischen Stadt Van.

Bilder: SPL/Keystone, Mirko Ries

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Das erlebte ich 2012 bei einer wissen­ schaftlichen Expedition in Chile. Ich hatte meine Tochter dabei, wir machten nach dem offiziellen Teil noch ein biss­ chen Ferien und hatten eine kleine Hütte am Strand gemietet. Wir sahen uns den Sonnenuntergang an, und ich sagte zu ihr, dass wir hier sofort verschwinden müssten, falls es ein Beben gebe, weil dies Tsunami­Gebiet sei. Wenige Stun­ den später, um 2 Uhr nachts, weckte uns ein 6,7­Beben. Wir rannten sofort zu un­ serem Auto und fuhren den Hügel hoch, aber am Ende gab es keinen Tsunami. Die Schweiz assoziiert man nicht mit Erd­ beben, obwohl es praktisch jeden Tag ein paar kleine gibt. In der Vergangenheit gab es aber auch schon grössere, die Todesopfer forder­ ten. Wie hoch ist das Risiko, dass so was wieder mal passiert?


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INTERVIEW

Das Risiko ist nicht zu vernachlässigen. Die Alpen sind ja schliesslich Teil der Schweiz, und die entstanden wie alle Bergketten durch solche Erdbewegungen. 1356 gab es das grosse Erd­ beben von Basel, mit einer geschätzten Stärke von 6 bis 7. Die Erdplatten unter der Schweiz be­ wegen sich langsam, aber sie bewegen sich. Und über die Jahrhunderte können sich da durchaus Spannungen aufbauen, die sich in einem gros­ sen Beben entladen können. Gibt es Gebiete, die bedrohter sind als andere?

Basel auf jeden Fall, schlicht, weil es dort schon mal ein grosses Beben gegeben hat. Aber Erd­ beben sind unberechenbar, das Risiko besteht also überall. Und am besten schützt man sich mit hoher Bauqualität.

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gewohnt, dass der Boden unter uns starr ist – wenn man das erste Mal spürt, wie er sich be­ wegt, kann dies das Weltbild schon erschüttern. Nun gibt es Weltregionen, wo man seit Längerem ein richtig grosses Erdbeben erwartet, es gar als über­ fällig gilt, Kalifornien oder die Türkei zum Beispiel.

Richtig, und die werden auch kommen, die Frage ist nur, wann.

Und dennoch leben dort Millionen von Menschen. Würden Sie als Erdbebenexperte nach Los Angeles oder Istanbul ziehen?

«Ohne Beben und Vulkanismus hätten wir Menschen uns gar nie entwickelt.»

Wäre die Schweiz gut genug vorbereitet?

Ich denke schon. Aber es kommt nicht nur darauf an, wie die Gebäude gebaut sind, son­ dern auch auf welchem Untergrund sie stehen. Alles in allem machen die Behörden hier jedoch einen guten Job. Klar könnte man immer noch mehr tun, es ist alles eine Frage des Geldes. Ab welcher Stärke werden Beben gefährlich?

Bei der Stärke 5,5 spürt man es schon für ein paar Sekunden, das ist rund 50 Mal stärker, als etwa das stärkste Geothermiebeben in St. Gal­ len war. Ab 6 ist es ein richtiges Erdbeben, ein Risiko für katastrophale Schäden besteht jedoch erst ab 7, was Tausende Mal stärker ist als die üblichen Beben hier. Aber klar: Wer noch nie gespürt hat, wie die Erde sich plötzlich unter einem zu bewegen beginnt, für den ist schon ein schwaches Beben ein Schock. Wir sind es

Ich persönlich würde nicht nach Istanbul ziehen und wohl auch nicht nach L. A. 1857 gab es dort ein Beben der Stärke 7,9 am Andreasgraben. Seither haben sich die Erdplatten unentwegt ein wenig bewegt, und es hat sich eine gewaltige Spannung aufgebaut, die sich mit mindestens Stärke 7,5 irgendwann entladen wird. Zu glau­ ben, man sei sicher, weil lange nichts passiert ist, ist ein fataler Irrtum: Je länger sich die Spannung aufbauen kann, desto mehr steigt das Potenzial für ein grosses Beben. Aber es könnte auch sein, dass es in Kalifornien morgen ein Be­ ben der Stärke 6 gibt und es anschliessend noch

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

30 Jahre dauert, bis das grosse 7,8­Beben zu­ schlägt. In Erdbebenzonen darf man sich also nie in Sicherheit wiegen.

Nie. Aber ohne die Beben und den Vulkanismus, diese geodynamischen, tektonischen Zyklen, hätten wir Menschen uns gar nie entwickeln können. Diese Bewegungen der Erde sind eine gewaltige Rezyklierungsmaschine. Vielleicht waren vulkanische Eruptionen auch für das grosse Sauriersterben vor 65 Millionen Jahren mitverantwortlich, und erst das ermöglichte den Aufstieg von uns Säugetieren. Gibt es andere Gebiete, die Sie meiden würden?

Ich möchte eigentlich nicht dazu raten, bestimmte Regionen zu meiden. Überall dort leben Menschen, und zwar, weil es dort schön ist – nicht zuletzt dank dieser tektonischen Ak­ tivitäten, die immer wieder Naturschönheiten hervorbringen. Potenzielle Gefahrenzonen gibt es fast überall: Neben dem gesamten sogenann­ ten Pazifischen Feuerring, zu dem Kalifornien, Neuseeland und Japan gehören, sind das Ana­ tolien, der Nahe Osten, Zentralafrika, Pakistan, Sumatra … – viele Menschen sitzen auf poten­ ziell heftigen Beben. Ist es möglich, erdbebensicher zu bauen?

Absolut. Aber je sicherer es sein soll, desto teu­ rer wird es auch. Und diese Gebäude könnten sogar Beben der Stärke 8 oder 9 überstehen?

Das kommt auf die Distanz zum Beben an. 9er­Beben entstehen nur dort, wo sich Platten


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über riesige Distanzen untereinanderschieben, und das geschieht eigentlich nur unter Ozeanen, was dann zu Tsunamis führen kann, aber selten unmittelbar bewohnte Gebiete betrifft. Japan arbeitet ja schon sehr lange an erdbebensicheren Gebäuden. Mit Erfolg?

Was Wohn- und Bürogebäude betrifft ja, weniger bei Atomkraftwerken … Ein solches ausgerechnet in einer historisch bekannten Tsunamizone hinzustellen, ist ein klassisches Beispiel menschlicher Arroganz. Weil es dort schon so lange keinen Tsunami mehr gegeben hat und früher mangels Bevölkerung keine grossen Schäden entstanden sind, ist das Risiko in Vergessenheit geraten. Generell sind Tsunamis erst seit dem grossen Beben 2004 in Südostasien in unserem Bewusstsein zurück, weil dort so viele Menschen gestorben sind. Der Bevölkerung das Verhalten in Notsituationen beizubringen kann auch hier helfen, Leben zu retten.

Japan tut sich schwer damit, aber ein vergleichbares Katastrophenereignis hat es auch noch nie zuvor gegeben. Es wird sicherlich zwei Generationen dauern, um das Gebiet wieder bewohnbar zu machen, wenn nicht noch länger. Passieren die grössten Katastrophen in der Regel, wenn zum Beben noch ein Tsunami hinzukommt?

Nicht notwendigerweise. Auch reine Inlandbeben können sehr viele Opfer fordern. In Haiti starben 2010 250 000 Menschen. Und das vor allem, weil die Gebäude dort so schlecht gebaut sind. Bei einem vergleichbaren Erdbeben 2011

Diese Karte des Schweizerischen Erdbebendiensts zeigt alle aufgezeichneten Beben von 1975 bis 2014, die mindestens die Stärke 2 hatten.

in Christchurch, Neuseeland, kamen weniger als 200 Personen ums Leben.

Wenn sich eine Platte unter eine andere schiebt, führt das zum Beispiel zu einer anderen Erschütterung, als wenn sie aneinanderreiben. Anhand der Seismogramme kann man feststellen, welche Art Beben sich ereignet hat – das Gesamtbild zeigt einen Planeten, der in konstanter Bewegung ist. Abgekühltes Gestein will runter, erhitztes Gestein will rauf, und all dies wirkt sich auf die Ränder der tektonischen Plat-

Die ärmsten Gebiete sind also die gefährdetsten.

So ist es – wie bei jeder Katastrophe.

Wie werden Erdbeben eigentlich ausgelöst?

Jedes Beben ist anders. Es kommt darauf an, welcher Teil und welche Art des Bodens bricht.

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ten aus. Nur deshalb entstanden die Kontinente wie wir sie heute kennen – früher war die gesamte Landmasse ein grosser Kontinent. Wird es je möglich sein, ein Beben früh genug vorherzusehen, dass man sich in Sicherheit bringen kann?

Eine richtig lange Vorlaufzeit ist kaum vorstell­ bar. Und die Frage ist schon, was es bringen würde, wenn wir die Bevölkerung von Los An­ geles warnen könnten, dass es in zehn Minuten ein Beben gibt. Dann flüchten alle panisch in ihre Autos und fahren los, nur um im Stau zu stecken, wenn das Beben kommt. Und es braucht nur einen Fehlalarm mit Massenpanik, schon ist der Vorwarneffekt deutlich reduziert. Am sichersten ist und bleibt, vorbereitet zu sein und qualitativ gute Gebäude zu bauen.

sen wir unbedingt nutzen. Ich finde es deshalb auch sehr bedauerlich, dass die Geothermie­ Projekte in Basel und St. Gallen nach kleinen Beben eingestellt worden sind. Ich beschäftige mich aber auch weiterhin mit Erdbeben, Vulka­ nen, Erdrutschen, Tsunamis – sämtlichen Formen von Erdbewegung. Ich mache auch regelmässig Feldexperimente, 2013 etwa auf Island und in Indonesien. Wie kamen Sie von Kalifornien in die Schweiz?

Ich hatte meinen Master in Geophysik an der Stanford University gemacht und für Rüstungs­ unternehmen gearbeitet, was mir aber äusserst unsympathisch war. Also kündigte ich und

«Die Energiequelle Geothermie müssen wir nutzen.»

Sind Erdbeben miteinander verbunden?

Beben lösen Wellen aus, die sich dann unter­ irdisch um die ganze Welt verbreiten. Wir wis­ sen noch nicht sehr viel über diese Phänomene, forschen aber intensiv daran. Ebenso an den Verbindungen zwischen Beben und Vulkan­ ausbrüchen – dass es sie gibt, ist klar. Wie genau sie funktionieren, noch nicht. Was alles beinhaltet Ihr Lehrstuhl für Geothermie an der Universität Neuenburg?

Der Fokus liegt tatsächlich auf der Geothermie und darauf, wie man diese Wärme am sichers­ ten aus dem Boden holt. 99 Prozent der Erde ist heisser als 1000 Grad Celsius, etwa 0,1 Prozent weniger als 100 Grad. Diese Energiequelle müs­

beschloss, um die Welt zu reisen, schlug mich ein paar Jahre als Fotograf durch und lernte dann meine heutige Frau in Neuseeland kennen. Sie ist Deutsche, ich folgte ihr nach Deutschland und beschloss dort, doch noch eine Dissertation zu machen, bewarb mich an diversen Hoch­ schulen und entschied mich schliesslich 1994 für die ETH Zürich, weil mir die Stadt gut gefiel, insbesondere der See. Meine Frau kam dann

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ebenfalls in die Schweiz, heute ist sie Chefärz­ tin im Spital Zollikerberg. Werden Sie irgendwann in die USA zurückkehren?

Nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Ich lebe ja nun seit 20 Jahren nicht mehr dort und finde das System in den USA unattraktiv, obwohl mir das unkomplizierte Miteinander eigentlich liegt. Aber ich mag den unkontrollierten Kapitalis­ mus nicht. Kurz bevor Bush und Cheney 2000 gewählt wurden, liebäugelte ich mit der Rück­ kehr, aber das hatte sich dann erledigt. Ich ärgere mich heute noch über diese acht Jahre. Auch persönlich habe ich sie zu spüren bekom­ men: Die Europäer mochten uns Amerikaner in dieser Zeit deutlich weniger – und ich kann das gut verstehen. Unter Obama hat sich nun vieles gebessert, aber es gibt noch viel zu tun. Und unsere Familie fühlt sich in Zürich sehr wohl. Wie sind Ihr Schweizerdeutsch und Ihr Französisch?

Mein Schweizerdeutsch ist schrecklich! Aber mein Deutsch ist nicht schlecht, und das Fran­ zösisch kommt langsam. Beruflich brauche ich aber vor allem Englisch. Die Kinder sprechen Deutsch mit ihrer Mutter, Schweizerdeutsch untereinander und Englisch mit mir. Und in der Schule lernen sie auch noch Französisch. Für amerikanische Verhältnisse ist diese Sprachen­ vielfalt unglaublich und beneidenswert. Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Kinder in Europa aufziehe und nicht in einer amerikanischen Vorstadt. Interview: Ralf Kaminski

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Harte Girls auf Rollen

Erstmals reist im Dezember ein Schweizer Roller-Derby-Team an die Weltmeisterschaft nach Dallas. Wer sind die Frauen, die mit vollem Körpereinsatz um möglichst viele Punkte kämpfen – und dabei blaue Flecken riskieren? Text: Andrea Freiermuth, Bilder: Vera Hartmann Leila de Azevedo Rodrigues (35) alias ChainHell Ist sie nicht gerade mit Zahnschutz im Bout (Spiel), wirkt die zierliche Genferin eigentlich eher wie ein schüchternes Mädchen: «Manchmal bin ich selber überrascht, was das Roller-Derby mit mir macht», sagt die gelernte Schneiderin, deren Spielername eine Hommage an die Designerin Coco Chanel ist. Bis sie vor zweieinhalb Jahren auf die Rollschuhe stieg, war sie eher ein Sportmuffel: «Nie hätte ich mir erträumt, dass ich dereinst an einer Weltmeisterschaft mitmachen würde.» Mit an die WM darf ChainHell, weil sie schnell und agil ist.


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Ann Janes (29) alias Miss Behaving «Ich bin das wohl dienstälteste RollerGirl in der Schweiz», sagt die Thunerin, die Roller-Derby vor fünf Jahren in Tattoo- und Musikheften entdeckt und gemeinsam mit gleichgesinnten die Zürich City Rollergirlz gegründet hat. Zuvor hatte die Marketingassistentin, die fünf ältere Brüder hat, Rugby gespielt: «Ich liebe Roller-Derby, weil es unser Sport ist. Ein Frauensport zu 100 Prozent – und trotzdem Vollkontakt.» Die Stärke von Miss Behaving ist unter anderem ihre Postur: Stellt sich die 1,78-Meter-Frau in den Weg, gibt es für die Gegnerinnen fast kein Durchkommen mehr.


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Eveline Trachsel (31) alias Dot Morgue «Ob du dick oder dünn bist, ist egal: Hauptsache, du hast Kampfgeist», bringt die Publizistikstudentin, die im technischen Support bei einer Bank arbeitet, das Anforderungsprofil für Roller-Derby-Spielerinnen auf den Punkt. Blockt sie die Gegnerinnen im Oval, gibt sie jeweils alles und nimmt dabei einiges in Kauf: gebrochene Finger, gerissene Bänder und gezerrte Muskeln. Die Zürcherin mit dem morbiden Derby-Namen denkt trotz zahlreicher Blessuren nicht ans Aufhören.

Nina Kuster (36) alias Malice in Wonderland «Roller-Derby kann dein Leben verändern», schwärmt die Marketingfachfrau aus Oberrieden ZH. Da der Kampf auf Rollschuhen nach wie vor als Randsportart gilt, ist die Szene klein und eingeschworen: «Jede, die RollerDerby spielt, ist eigentlich eine Freundin.» Darum habe sie inzwischen Freunde auf der ganzen Welt. «Zudem hat mich der Sport offener und selbstsicherer gemacht», ist Malice in Wonderland überzeugt. Sie ist seit vier Jahren mit dabei und reist als Co-Captain an die WM nach Dallas.

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Marisa von Weissenfluh (26) alias T. N. Tina «Ich war bis vor drei Jahren total unsportlich und koordinativ unbegabt», erzählt die Bernerin. Darum staune sie selber, dass sie jetzt sagen könne: «Ich bin in einem Nationalteam.» Es habe halt nicht wie bei anderen Sportarten von Anfang an geheissen: «Die kann ja nichts», sondern ihr Team in Zürich habe sie stets motiviert und gefördert. Faszinierend findet die Studentin in visueller Kommunikation auch die Optik rund um RollerDerby: «Ich finde die Bewegungen super ästhetisch.» Der eigentlich harte Sport habe dank der Rollschuhe trotzdem etwas Elegantes.

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So funktioniert das Spiel Roller-Derby ist eine Vollkontaktsportart auf Rollschuhen, deren Ursprung in den USA liegt und die fast ausschliesslich Frauen spielen. Auf einem ovalen und flachen Spielfeld drehen fünf Spielerinnen pro Team ihre Runden. Jedes Team hat eine Jammerin, die Punkte macht, und vier Blockerinnen. Gepunktet wird durch Überholen der Gegnerinnen, wobei die Blockerinnen mit vollem Körpereinsatz versuchen, ebendies zu verhindern. Entstanden ist der Sport vor dem Zweiten Weltkrieg. Er verschwand in den 70er-Jahren fast ganz von der Bildfläche und feiert derzeit ein Revival. Unter anderem wegen eines Films: Bei «Whip It» (2009) dreht sich alles um ein Mädchen, das Roller-Derby entdeckt und seine Mutter überzeugen muss, dass der Sport wichtiger ist als der Schönheitswettbewerb, der zur gleichen Zeit wie das Endspiel stattfinden soll. Auch einige der Schweizer Nationalspielerinnen haben durch diesen Film von Roller-Derby erfahren. www.rollerderbyworldcup.com

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1 Bub, 13 Milliarden Bäume Felix Finkbeiner hat mit neun Jahren in der Schule einen Vortrag gehalten, der die Welt verändert und ihn berühmt gemacht hat.

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elix war klein, das Thema gross: Er sollte sich vor die Klasse stellen und seinen Schulkameraden die Gefahren der Erderwärmung erklären. Bei der Vorbereitung half ihm Opa Wauwau, der so hiess, weil er einen Hund hatte. Er zeigte Felix Al Gores Dokumentarfilm «Eine unbequeme Wahrheit», und der damals Neunjährige war wie elektrisiert. Der Film eröffnete ihm eine neue Welt. Bei der Recherche stiess er auf Wangari Maathai, die Friedensnobelpreisträgerin aus Kenia, die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat – zusammen mit vielen anderen Frauen. Ihre Idee liess Felix nicht mehr los. «Wenn alle Kinder sich zusammentun und Bäume pflanzen, können wir die Klimakatastrophe verhindern», dachte er.150 Bäume pro Person würden reichen. Jeder Baum bindet CO2 und reduziert so das Treibhausgas in der Atmosphäre. Felix’ Vortrag endete mit den Worten «Also los, lasst uns Bäume pflanzen!» Er berührte seine Mitschüler und begeisterte seine Lehrerin an der Munich International School im deutschen Starnberg. Sie ermunterte Felix, seinen Traum weiteren Klassen vorzustellen. Bald luden ihn auch andere Schulen ein, über seine Gedanken zu sprechen. Dutzende Kinder meldeten sich, weil sie mithelfen wollten. So entstand die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet. Auf einmal gab es viel zu tun, und Felix fragte seine Eltern: «Darf ich jemanden anstellen, wenn ich das Geld dafür auftreibe?» Er schrieb mehrere Firmen an, und es dauerte nicht lange, da meldete sich ein grosses Unternehmen – schon war die erste Vollzeitstelle finanziert.

Finkbeiner und Federer

öfter klingelte das Telefon, auch Fernsehteams kreuzten auf. Bis eine seiner Schwestern vom Rummel die Nase voll hatte und sagte: «Wenn das so weitergeht, ziehe ich aus.» Der Moment war gekommen, um das Projekt zu professionalisieren, dachte sich Frithjof Finkbeiner, und half Felix dabei, eine Stiftung zu gründen.

Felix Finkbeiner ist einer von 25 Autoren, die im Buch «Our Promise to Youth» ihr Versprechen an die Jugend formuliert haben. Die Jacobs Foundation hat das Buch anlässlich ihres 25-Jahr-Jubiläums publiziert. Zu den Gastautoren gehören Tennisstar Roger Federer, Erfolgskoch Jamie Oliver, Installationskünstler Ai Weiwei, Nobelpreisträger für Ökonomie James Hackman. Eine Fotoausstellung zum Buch, die Geschichten aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen erzählt, ist bis Ende Jahr im Jacobs Haus in Zürich zu sehen.

Als 13-Jähriger referiert er vor den Vereinten Nationen in New York

Die erste Pressekonferenz ist ein voller Erfolg Als Felix Monate später eine Pressekonferenz im Münchner Literaturhaus organisierte, warnte ihn sein Vater Frithjof Finkbeiner (52): «Sei nicht enttäuscht, wenn niemand aufkreuzt, ja?» Doch der Raum war vollgepackt mit Journalisten, die in den folgenden Tagen bei ihnen zu Hause anriefen. «Felix hat immer unsere Nummer zu Hause angegeben», sagt Frithjof Finkbeiner. Immer

Felix Finkbeiner posiert mit Harrison Ford, Gisele Bündchen und Prinz Albert von Monaco.

Heute, rund 200 Vorträge später, ist Felix Finkbeiner (17) ein gefragter Redner. Der Deutsche hat sein Projekt immer wieder erläutert, meistens vor Erwachsenen. Mit neun Jahren referierte er vor dem Europäischen Parlament, mit 13 vor den Vereinten Nationen in New York in fliessendem Englisch, flankiert von Kindern, die Pappbäume hochhielten. Mittlerweile helfen 30 000 Kinder und Jugendliche in über 40 Ländern mit, seine Idee weiterzutragen. Bis heute haben sie zusammen mit Regierungen, Unternehmen und vielen Privatpersonen 13 Milliarden Bäume gepflanzt, von Japan bis Südamerika. Kürzlich sprach Finkbeiner auch in Zürich anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Jacobs Foundation. Ohne eine Spur von Nervosität trat er auf die Bühne und legte los. Er sprach mit grosser Ernsthaftigkeit über die Umwelt- und die Gerechtigkeitskrise («Jeden Tag verhungern 30 000 Kinder. Eine Milliarde Menschen lebt mit weniger als einem Dollar pro Tag!») und rief dazu auf, die Probleme der Zukunft gemeinsam zu lösen. «Gelingt es uns, bis im Jahr 2020 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen, können wir einen Viertel des menschengemachten CO2-Ausstosses binden», sagte er – und erntete tosenden Applaus. Finkbeiner gelingt es, die harte Kost der Weltprobleme mit Charme und Witz zu brechen. So vergleicht er die Erwachsenen gern mit Affen: Vor die Wahl gestellt, sofort eine Banane zu essen oder später sechs Bananen zu haben, würden sie sich auf die eine Banane stürzen. Dabei lächelt er schelmisch. Verlässt Finkbeiner die Bühne, legt er die Souveränität des routinierten Red-


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ners ab und ist ein schlaksiger Teenager mit Zahnspange. Nein, er hätte sich nie erträumt, mit seiner Idee so viele Menschen zu erreichen. Er bildet sich nichts darauf ein, dass er Kofi Annan und Al Gore getroffen hat und Prominente wie Harrison Ford, Gisele Bündchen und Prinz Albert von Monaco für sein Projekt begeistern konnte. Auch dass ihn die britische Zeitung «The Guardian» unter die 20 wichtigsten Umweltaktivisten wählte, quittiert er mit einem Schulterzucken. Lieber spricht er über sein Anliegen und beginnt seine Sätze mit «Wir Kinder …» Wie er sich selbst beschreiben würde? Er denkt nach und sagt: «Keine Ahnung. Normal?» Das freut Papa Finkbeiner, der seinen Sohn nach Zürich begleitet hat. Er erzählt, wie seine Frau Karolin und er bemüht waren, dass Felix nicht abhebt. «Als diese Aufmerksamkeitswelle los-

rollte, sorgten wir uns. Wir wollten nicht, dass er ein Justin-Bieber-Typ mit Starallüren wird.» Felix sei sehr sozialkompetent und bescheiden. Zu einem Thema äussere er sich erst, wenn er es durchgedacht habe. Dann aber mit Ernst und Eifer. «Das brachte ihm im Kindergarten den Spitznamen Professor ein.» Finkbeiner besucht nun das letzte Schuljahr, 20 Tage pro Jahr darf er fehlen. An allen anderen Tagen ist er einer von vielen. In der Freizeit trifft er sich gern mit seinen Freunden, fährt Mountainbike oder Snowboard. Abends beantwortet er Mails, führt Interviews. Nach dem Abitur möchte Finkbeiner in den USA Internationale Beziehungen studieren. Das Studium könne ihm bestimmt helfen, sein Ziel der 1000 Milliarden Bäume zu verwirklichen. Vergangenes Jahr hat der Teenager für weitere Schlagzeilen gesorgt. Gemein-

Mit 17 Jahren hat der Deutsche Felix Finkbeiner mehr für die Umwelt getan als viele Politiker während ihres ganzen Lebens.


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sam mit anderen Minderjährigen will er per Gerichtsbeschluss das Stimm- und Wahlalter in Deutschland auf 14 oder 16 Jahre herabsetzen. «Für die meisten Erwachsenen bedeutet Zukunft 20, 30 oder 40 Jahre. Aber für uns Kinder liegt 2100 immer noch in unserer Lebenszeit.» Für die Erwachsenen sei es eine akademische Frage, ob der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts um 2, 4 oder 6 Zentimeter ansteigt. «Für uns Kinder ist es eine Frage des Überlebens.» Für apolitisch hält Felix Finkbeiner seine Generation nicht. «Klar», sagt er, «nur eine Minderheit ist so aktiv wie wir Kinder von Plant-for-the-Planet. Wir gehen einfach voraus.» Auch wenn er sich jeden Tag mit den grossen Weltproblemen beschäftigt, ist er guter Dinge: «Da bin ich wohl eher der Optimist.» Text: Monica Müller Bild: Paolo Dutto

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DER HAUSMANN

Zoodirektor ade! Bänz Friedli hat den Überblick über die Berufswünsche verloren.

«Ich glaube, die Eltern haben einen schlechten Einfluss», befand Hans unlängst, während des Zvieris in irgendein herumliegendes Blatt vertieft. (Macht er immer: sich das nächstbeste Druckerzeugnis greifen, wenn ich «Spiegel» und «Zeit» und «NZZ» und «Tagi» und «Die moderne Hausfrau» und «Rolling Stone» nicht rechtzeitig aus seiner Reichweite entfernt habe … Und sonst liegt da bestimmt noch der «Blick am Abend», den seine Schwester auf dem Küchentisch hat liegen lassen. Er vergisst sich ob jeder Lektüre und vertieft sich selbst dann in eine Zeitung, wenn sie verkehrt herum vor ihm liegt, das Geschriebene also auf dem Kopf steht.) Item, er befindet also, die Eltern hätten einen schlechten Einfluss auf ihre Kinder: «Sonst hätten wir nicht zu we­ nige Maurer und zu wenige Lokführer! So was wollen doch ganz viele Buben werden. Aber dann raten die Eltern davon ab …» Selber ist er freilich auch von seinem Berufswunsch abgekommen, unser Sohn: Weltraumforscher wollte er wer­ den und befand, dafür müsse man ja nicht zur Schule gehen. Ich weiss noch genau, wie er als Erstklässler auf dem­ selben Triptrap sass, auf dem er gerade wieder sitzt, und fragte: «Warum muss man als Weltraumforscher lesen kön­ nen?» Er hätte seine Hausaufgaben ma­ chen sollen, doch er hatte keine Lust, mir TIMI TOMI OMI OTTO TIM vorzu­

«Er vertieft sich in jede rumliegende Zeitung.» lesen. «Man muss doch ganz viele Bücher und Forschungsberichte im In­ ternet lesen, wenn man selber forschen will», erklärte ich, «damit man weiss, was die anderen schon rausgefunden ha­ ben.» – «Dann halt.» Als er aber TIMI TOMI OMI OTTO und TIM auch noch hätte schreiben sollen, bockte er erneut: «Und warum muss man als Weltraum­ forscher schreiben können? Säg!» – «Weil, hmm … du deine Forschungs­ ergebnisse dann ja auch publizieren willst.» – «Was heisst publizieren?» Die kleine Ewigkeit von sieben Jahren ist das nun her. Schwester Anna Luna will auch nicht mehr Pizzakurierin werden. Es war ihr erster Berufswunsch, geäus­ sert, kaum konnte sie sprechen. «Es wäre spannend zu erfahren, was aus den Zirkusprinzessinnen, Bäuerin­

nen und Zoodirektoren geworden ist», schrieb mir neulich Annemarie, die diese Kolumne im Elsass verfolgt. Sie war hier mal mit den Berufswünschen ihrer Söhne zitiert: Superstar wollte der eine werden, Zoodirektor der andere … «Mittlerweile wollen sie Musiker und Architekt werden.» Mit dem Wunsch, Zoodirektor zu werden, war Annemaries Kleiner übrigens nicht allein. Fast alle Buben, ergab meine Umfrage, wollten dies werden. Und sollte das nicht klap­ pen, dann Fussballprofi oder Zirkus­ direktor oder möglichst beides aufs Mal. Was mich damals betrübte: Die Mäd­ chen waren allesamt realistischer, woll­ ten Kleinkinderzieherin werden, Floris­ tin, Arztgehilfin. Herrgott, fragte ich mich, fängt das denn so früh an, dass die Männlein sich in hochtrabende Wünsche nach einem abenteuerlichen Männerbe­ ruf versteigen und die Weiblein sich mit hergebrachten Frauenrollen bescheiden? Sollte man nicht eher ihr zur Weltraum­ forscherin samt Nobelpreis raten und ihm zum Zahnärztinnengehilfen? Was solls, es kommt sowieso anders. Hans’ Klassenlehrerin führt gerade Ein­ zelgespräche über die mögliche Berufs­ wahl. «Morgen muss ich ihr sagen, was ich werden will», erwähnt er, als er kurz von seiner Zeitschrft aufschaut. «Und?», will ich wissen. – «Keine Ah­ nung. Hat ja noch Zeit bis morgen.» Bänz Friedli live: 28. und 29. 11. Mettendorf TG

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INTERVIEW

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Kriege sind nicht die Ausnahme, sie sind Alltag»

Mord und Totschlag gehören zu unserem Leben. Denn der Impuls zu töten steckt tief in uns, sagt der Biochemiker Hans Günter Gassen. Umso wichtiger sei es, dieses evolutionäre Erbe mittels Erziehung und verbesserter Lebensumstände in Schach zu halten. Klar. Besonders die frühkindliche Erzie­ hung ist extrem wichtig für das spätere Verhalten. In uns tragen wir zwar diese Veranlagung zur Verteidigungsbereit­ schaft mit allen Mitteln, aber ob und durch was das ausgelöst wird, hängt von unserer Sozialisation und unseren Lebensumständen ab. Und auch von der Angst vor Bestrafung. Wenn der Täter weiss, dass er erwischt und hart bestraft wird, reduziert das seine Bereitschaft, ein Verbrechen zu begehen.

Hans Günter Gassen, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass in bestimmten Situationen jeder zum Mörder werden kann. Sie auch?

Wenn mein eigenes Leben in Gefahr wäre, würde ich mich mit allen Mitteln verteidigen. Auch emotionale Situatio­ nen könnte ich mir vorstellen: Wenn mich meine Frau mit meinem besten Freund betrügen würde, ich sie dabei erwischte und gerade ein Beil zur Hand hätte … ich weiss nicht, ob ich mich in so einer Situation kontrollieren könnte.

Das hiesse, je härter die Gesetze, desto weni­ ger Gewalt. Die USA sind ein Gegenbeispiel – dort ist der Strafvollzug härter als in Europa, bis hin zur Todesstrafe, aber es gibt tenden­ ziell mehr Gewalt und Tote.

Der Mordimpuls steckt in uns allen, schreiben Sie. Er diene dem Überleben, sei eine eigent­ liche evolutionäre Überlebensstrategie.

Der Mensch kann nur langsam laufen und hat auch kein starkes Gebiss mit Reisszähnen, im Grunde ist er eine Fehlentwicklung der Evolution. Er ist körperlich schwach und deshalb ständig Gefahren ausgesetzt. Diese konstante Angst hat ihn über Jahrtausende geprägt und sich in seiner DNA festgeschrieben. Die angeeigneten Überlebensstrategien sind unser evolutionäres Erbe – darun­ ter auch der Mordimpuls. Das sieht man auch daran, dass unser Hormonsystem darauf ausgerichtet ist, solche Taten auszuführen, etwa mit der Ausschüt­ tung von Adrenalin im richtigen Moment. Der Mensch verliert seine Beherrschung und tötet. Anders gesagt: Wir sind im Grunde die Nach­ fahren von erfolgreichen Mördern?

Von Menschen, die erfolgreich alles getan haben, um sich und ihre Gemein­ schaft vor dem Tod und damit dem Aus­ sterben zu schützen. Vor 10 000 bis 20 000 Jahren kam noch das Besitz­ konzept hinzu. Damals entwickelten sich Raub und Mord aus Habgier.

Aber ist es wirklich so, dass wir quasi evolu­ tionär programmiert sind und gar nicht anders können? Hängt das nicht primär von den Umständen und der Erziehung ab?

«Ich halte eine gewisse Wehr­ bereit­ schaft für wichtig.»

Das liegt einerseits an den lockeren Waf­ fengesetzen, hat aber sicher auch damit zu tun, dass die amerikanische Identi­ tätsfindung verglichen mit der europä­ ischen erst relativ kurze Zeit dauert. Eine gewisse Cowboymentalität ist noch immer präsent und bleibt wegen der Waffenlobby gesellschaftlich salon­ fähig. Für viele ist die ständige Verteidi­ gungsbereitschaft selbstverständlich. Ein Stück weit ist das in der Schweiz ja auch noch so: Wer Militärdienst leistet, hat eine einsatzbereite Waffe zu Hause. Das ist ja auch nicht unumstritten.

Dennoch finde ich, dass die Schweiz diesbezüglich das bessere System hat als Deutschland mit seiner Berufsarmee. Ich halte eine gewisse Wehrbereitschaft für wichtig. Gerade die jüngsten Ent­ wicklungen im Nahen Osten und in der Ukraine zeigen auch, dass es ohne Wehr­ haftigkeit keine Freiheit und kein Glück gibt. Unsere ungeheure Lebensqualität ist nicht geschenkt: Wir müssen bereit sein, sie zu verteidigen. Die Faszination für Waffen aller Art fängt bei männlichen Kindern schon früh an. Sehen Sie da auch genetische Gründe?

Mindestens teilweise. Ich denke, wir sehen da bereits ein gewisses Reproduk­ tionsverhalten: Jungs müssen sich gegen Rivalen durchsetzen, um das Mädchen zu bekommen, das ist quasi biologisch so programmiert. Deshalb sind sie aggressiver und können Spielzeug­ waffen nicht widerstehen. Aber auch die Mädchen sind aggressiver geworden. Trotzdem ist schon primär der Mann das Problem. 87 Prozent aller Mörder in den USA sind Männer – und 75 Prozent der Opfer.

Das ist so. Und ich denke, auch hier spielt die biologische Triebfeder der Reproduktion eine wichtige Rolle. Aber so was kann mit der Sozialisation kultu­ rell abgeschwächt und vielleicht sogar irgendwann mal aufgelöst werden. Die westeuropäischen Gesellschaften sind diesbezüglich weit fortgeschritten, auch, weil Frauen gesellschaftlich eine immer wichtigere Rolle spielen. Sie betonen im Buch weiter, dass Gewalt und Mord historisch immer wieder religiös legitimiert worden sind. In vielen Teilen der Welt funktioniert das noch immer, im säku­ laren Europa nicht mehr?

Das ist tatsächlich so – ein grosses Ver­ dienst der Aufklärung. Der reduzierte Einfluss der Kirchen hat aber auch mit der Qualität des Diesseits zu tun. Ver­ glichen mit früher leben wir sehr gut, dadurch hat die Sehnsucht nach einem glücklicheren Jenseits stark abgenom­ men. Es wäre zu wünschen, dass die Muslime durch einen ähnlichen Prozess gehen, denn die grösste Gewaltbedro­ hung geht heute von einigen Formen des Islams aus. Je geringer die Macht der Religion, desto friedlicher die Welt?

Mit Sicherheit. Wobei weniger die Religion an sich das Problem ist, schuld sind machtversessene Glaubensgemein­ schaften und Religionsführer.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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Biochemiker und Autor Hans Günter Gassen (76) ist emeritierter Professor für Biochemie an der Technischen Universität Darmstadt, zudem Autor mehrerer naturwissenschaftlicher Bücher. Er lebt mit seiner Frau in Reinheim, hat zwei Kinder aus erster Ehe sowie vier Enkelkinder in Berlin und Lörrach. In seinem Buch «Mörderisches Erbe» untersucht Gassen den evolutionären Hintergrund der ständigen Tötungsbereitschaft des Menschen. «Mörderisches Erbe. Wie das Böse in unsere Köpfe kam», Hans Günter Gassen, Primus Verlag 2013, bei Ex Libris für Fr. 29.20.

Mit Beil in der Hand: In bestimmten Situationen würde auch Hans Günter Gassen Gewalt anwenden.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

enormer Überbevölkerung. Damit sich in diesen Ländern etwas ändert, braucht es einen gewaltigen Wandel hin zum Gemeinsinn. Wenn das nicht passiert, sehe ich schwarz. Denn historisch gesehen, sind die Menschen immer irgendwann woandershin marschiert, wenn es ihnen zu schlecht ging – dorthin, wo es etwas zu essen oder zu rauben gab. Wenn sie heute marschieren, dann zu uns. Mord und Krieg sind beliebte Themen zur Un­ terhaltung in Büchern, Filmen und Computer­ spielen. Kompensieren wir so, dass wir in der Realität damit kaum mehr konfrontiert sind?

«Jeder möchte doch mal fies sein, ohne erwischt zu werden.»

Trotz aller historisch belegten Schrecklich­ keiten gibt es noch immer Kriege. Ist nicht die leichte Aufhetzbarkeit von Menschen das entscheidende Problem?

Schon, aber die Frage ist doch, weshalb es so leicht ist, Menschen zum Töten zu motivieren? Weil die Veranlagung eben da ist und von charismatischen Anführern gezielt genutzt werden kann. Aber Mörder, auch wenn sie sich als Freiheitskämpfer tarnen, muss man bestrafen. Und: Je höher die soziale Ungleichheit, desto eher gibt es gewalttätige Konflikte.

Je schlechter es den Leuten geht, desto weniger haben sie zu verlieren. In Westeuropa ist das Leben auch deshalb so friedlich, weil es dank hohen Wohlstands allen relativ gut geht. Wo die Schere zwischen Arm und Reich extrem ist, steigen die Tötungsraten. Es liegt also auch im Interesse der Wohlhabenden, dafür zu sorgen, dass diese Schere nicht noch weiter aufgeht. Im Buch klingen Sie ziemlich pessimistisch, was die Zukunft der Menschheit betrifft. Aber hat sich die Welt nicht trotz aller Morde und Kriege in den letzten 100 Jahren stets verbes­ sert, teils sogar dramatisch?

Da ist einiges, das zu Hoffnung Anlass gibt. Noch nie haben wir in Westeuropa so lange in Frieden und Wohlstand gelebt wie in den letzten Jahrzehnten. Aber die Diskrepanz zwischen unserem Leben hier und dem Leben vieler anderer ist gewaltig, das Elend dort gross. Korrupte Regierungen und katastrophale Verwaltungen sorgen dafür, dass an sich reiche Länder wie der Kongo auf keinen grünen Zweig kommen. Viele leiden auch unter

Absolut. Bei Computerspielen wie Ego-Shootern wird ein vorhandener Instinkt zur Ausschaltung des Gegners auf die virtuelle Ebene verschoben. Und Krimis scheint es immer mehr zu geben, am gewalttätigsten sind erstaunlicherweise die aus den so friedlichen skandinavischen Ländern. Vielleicht muss dort am meisten kompensiert werden. Zudem erlebt der Leser die Genugtuung, dass der Täter fast immer erwischt wird. Es gibt aber auch Bösewichte, die zu Stars geworden sind: Darth Vader aus «Star Wars», Hannibal Lecter aus «Silence of the Lambs», Freddy Kruger aus «Nightmare on Elm Street». Spielt da die Faszination des Bösen?

Ganz klar. Schon die Bibel hat uns erklärt, dass es neben Gott auch den Teufel gibt. Der hat zum Beispiel in Goethes «Faust» einen sehr prominenten Auftritt – und ist natürlich die viel interessantere Figur. Die Faszination entsteht aber auch durch die Ausstattung und Machtfülle der Bösen. Jeder wünscht sich doch, er wäre so mächtig und könnte ein Mal im Leben richtig fies sein, ohne erwischt zu werden. Sie sind ja eigentlich Biochemiker. Wie kamen Sie auf dieses Thema?

Ich wurde 1938 in Deutschland geboren, bin in der Nachkriegszeit gross geworden und dort immer wieder mit Gewalt konfrontiert gewesen. Heute hingegen finden Krieg und Mord bei uns nur noch in den Fernsehnachrichten und den Zeitungsspalten statt, wir haben keine persönliche Beziehung mehr dazu. Und mir scheint, wir drohen zu vergessen, dass Gewalt ein evolutionäres Erbe ist, das jederzeit hervorbrechen kann. Umso wichtiger ist es, Bedingungen zu schaffen, dass dies möglichst wenig geschieht. Historisch betrachtet, sind Kriege nicht die Ausnahme, sie sind Alltag – das Gleiche gilt für das Töten von Menschen. Ich wollte wissen, woher das kommt, und habe es aus der Pers-

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pektive des Molekulargenetikers und Hirnforschers untersucht. Was haben Sie in Ihren Jugendjahren an Gewalt erlebt?

Ich lebte mit meiner Mutter und meinen Geschwistern in sehr armen Verhältnissen, mein Vater kam erst 1950 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Als Zehnjähriger habe ich mittels Stehlen zum Familienunterhalt beigetragen. Wenn die Amerikaner einen erwischten, gabs jeweils Prügel mit dem Gummiknüppel. Und als 14-Jähriger arbeitete ich in einer Brauerei und musste Bierkästen stapeln. Ich war der Kleinste und Schwächste und wurde deswegen ständig gedemütigt. Diese Erfahrungen haben mich geprägt. Sie sind 76 Jahre alt. Planen Sie noch weitere Bücher?

Zwei Ideen würde ich gern noch umsetzen. Ich möchte über die Historie des Goldes schreiben, weil sich daran das irrationale Verhalten der Menschen so schön aufarbeiten lässt. Ausserdem bin ich ein grosser Fan des Mittelmeers und seiner alten Kulturen und würde gern einen spekulativen Reiseführer für die Region im Jahre 2050 verfassen. Ein Science­Fiction­Reiseführer quasi?

Genau, mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. Meine Frau wird von diesen Plänen allerdings nicht gern hören. Sie war früher Deutschlehrerin und wandelt meine mühsame naturwissenschaftliche Sprache in etwas Lesbares um. Mit ihrem geliebten Rotstift ermahnt sie mich dann: «Dies versteht kein Mensch!» In 90 Prozent der Fälle hat sie recht, und ich korrigiere brav. Interview: Ralf Kaminski Bilder: Oliver Rüther/Laif

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Die Winterhilfe schenkt bedürftigen Menschen solide Betten – so auch der Bernerin Natalie Reichenbach und ihren Vierlingen. Die Migros fördert das Projekt mit ihrer Weihnachtsaktion.

A

uf den ersten Blick scheint die Familie in einer heilen Welt zu leben. Natalie Reichenbach (42) wohnt mit ihren elfjährigen Vierlingen Leila, Jasmin, Sara und Nico in der Ortschaft Kallnach im Berner Seeland. Die Mutter hat einige Zimmer in einem Bauernhaus gemietet. Die Räume sind gemütlich und peinlich sauber. Durch die Fenster geht der Blick auf unverbaute Wiesen; dahinter sind im Dunst die Umrisse des Chasserals zu erkennen. Erst auf den zweiten Blick zeigt sich, dass es dieser Familie materiell an vielem fehlt. Die Zimmer sind karg möbliert. Es fehlt der Überfluss, der sonst in vielen Schweizer Wohnungen selbstverständlich ist. Natalie Reichenbach ist arbeitslos und auf Sozialhilfe angewiesen.

Die Vierlinge sorgen immer für geballte Action Die gelernte Telegrafistin und kaufmännische Angestellte hat viele Jahre für die Swisscom gearbeitet. Als die Vierlinge zur Welt kamen, musste sie ihre Berufstätigkeit unterbrechen. Schliesslich sind vier gleichaltrige Kinder eine besondere Herausforderung. «Alle Entwicklungsschritte kamen immer als geballte

So können Sie eine Spende überweisen Mit einem Chor aus Schweizer Prominenten wurde das Migros-Weihnachtslied «Ensemble» aufgenommen. Wer das Lied kauft, unterstützt Hilfsprojekte von Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe – darunter die hier beschriebene Bettenaktion. Der Download des Songs kostet bei ExLibris.ch 1.20 Franken, bei iTunes 1.10 Franken und bei Google Play 99 Rappen. Die Gebühr kommt den Hilfsprojekten zugute. Die Kunden können an den Kassen der Migros-Filialen Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen. Beiträge können ausserdem auf das Spendenkonto 30-620742-6 oder per SMS mit dem Text «MIGROS (BETRAG)» an die Nummer 455 überwiesen werden. Weitere Infos: www.migros.ch/weihnachten

NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |


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DREI FRAGEN

«Not rechtzeitig stoppen» Daniel Frei, Zentralsekretär der Winterhilfe, über den Kampf gegen Armut in der Schweiz. Daniel Frei, wie ist man bei der Winterhilfe überhaupt auf die Idee gekommen, Betten an bedürftige Menschen abzugeben? Unsere Bettenaktion wurde bereits 1945 gestartet; wie es seinerzeit dazu kam, ist heute nicht mehr bekannt. Vielleicht einfach darum, weil es nach den harten Kriegsjahren wieder ein wenig bergauf ging und nicht mehr nur das Allernotwendigste wie Nahrung und Bekleidung gefragt war. Seither haben wir ungezählte Betten, Leintücher, Duvets und Kissen abgegeben. Lässt sich die Lebenssituation eines Menschen in Not wirklich entscheidend verbessern, indem man ihm ein Bett schenkt? Wir geben nicht nur Betten ab, sondern er­ bringen im Inland für Menschen am oder unter dem Existenzminimum auch andere Leistun­ gen. Wir geben zum Beispiel Kleider und Lebensmittel ab, übernehmen dringende Rechnungen wie etwa jene des Zahnarzts oder sind in der Förderung benachteiligter Kinder aktiv. So gelingt es uns oft, den Dominoeffekt der Not rechtzeitig zu stoppen.

Begeistert vom neuen Kajütenbett: Natalie Reichenbach und ihre Kinder Nico, Sara, Leila und Jasmin.

Bild: Andy Mueller/freshfocus

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Es gibt in der Schweiz eine Reihe bekannter Hilfswerke. Was zeichnet die Winterhilfe aus? Die Winterhilfe engagiert sich für Armuts­ betroffene in der ganzen Schweiz. Wir sind ein Inlandhilfswerk mit einer langen und lebendi­ gen Tradition. Nach der Gründung im Jahr 1936 bestand unsere Hilfe vor allem aus Natural­ leistungen wie Wollsocken, Kohle oder Ovo­ maltine für stillende Mütter. Immer wieder berichten ältere Menschen, dass sie als Kinder einen warmen Mantel von uns bekommen haben und sich darum bis heute mit der Winterhilfe verbunden fühlen.


AKTUELL 54 |

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SPENDENAKTION

Ladung», sagt die Bernerin lachend. «Es waren zum Beispiel anstrengende Tage und Nächte, als sie alle gleichzeitig ihre Zähne bekamen. Aber auch jede Freude habe ich mit ihnen gleich vierfach erlebt.» Der berufliche Wiedereinstieg war für Natalie Reichenbach nicht einfach. Sie suchte nach Teilzeitarbeiten, bisweilen arbeitete sie als Kellnerin. Es war ihr stets wichtig, genügend Zeit für ihre Kinder zu haben. Ein zu grosses Pensum oder ein langer Arbeitsweg kam daher nicht infrage – dies schränkte die Auswahl möglicher Stellen ein und trug dazu bei, dass die vierfache Mutter heute keine Arbeit hat. Seit sieben Jahren ist Reichenbach vom Vater ihrer Kinder geschieden. Auf die Ehe folgte die Partnerschaft mit einem anderen Mann. Doch auch diese Beziehung endete vor einigen Monaten. Natalie Reichenbachs materielle Situation hat sich durch die Trennung weiter verschärft.

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Als die beiden Mädchen Jasmin und Leila dringend neue Betten brauchten, wurde der finanzielle Engpass zum schmerzlichen Problem. Die Familie konnte sich neue Möbelstücke schlicht nicht leisten. In dieser Situation wendete sich die Mutter an die Winterhilfe. Denn dieses Hilfswerk stellt von Armut betroffenen Menschen im Inland schon seit 1945 neue Betten samt Bettzeug, Duvets und Kissen zur Verfügung. Wie nötig diese Möbelspende ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Allein im vergangenen Geschäftsjahr hat die Winterhilfe rund 900 robuste Swiss-Made-Betten abgegeben.

Jasmin hat den oberen Teil des Betts in Besitz genommen. «Ich springe total gern von oben auf den Boden hinunter», erzählt das Mädchen vergnügt. Ebenso begeistert ist die Mutter: «Als das Bett bei uns ankam, hatte ich mich extrem gefreut – das war wie Weihnachten.» Die Migros unterstützt die Bettenaktion der Winterhilfe im Rahmen ihrer weihnachtlichen Spendenkampagne (siehe Box auf Seite 52). Denn die Grundidee der Bettenabgabe ist ebenso einfach wie einleuchtend: Wer zwar ein Dach über dem Kopf, aber kein richtiges Bett hat, startet nicht erholt in den neuen Tag. Es fehlt ihm an einem wichtigen Rückzugsort. «Auch von Armut betroffene Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde und Gesundheit», betont Esther Güdel, Mediensprecherin der Winterhilfe. «Und dazu gehört auch, in einem richtigen Bett schlafen zu können.»

Solides Möbelstück für den turbulenten Familienalltag Darum steht nun auch in einem der beiden Kinderzimmer der Reichenbachs ein ebenso schlichtes wie robustes Kajütenbett aus massivem Buchenholz. Leila hat sich auf der unteren Etage mit drei Kissen gemütlich eingerichtet.

Text: Michael West Bild: Mirko Ries

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WEIHNACHTEN

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Zauberhaft verpackt

Geschenke gehören unter den Weihnachtsbaum wie bunte Eier ins Osternest. Schön verpackt und mit den passenden Bändern und Päcklianhängern geschmückt, kommen selbst kleine Gaben ganz gross raus.

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icht nur Kinderaugen strahlen, wenn es ans Auspacken der Weihnachts­ geschenke geht. Ob es sich um eine kleine Aufmerksamkeit handelt oder ob ein langersehnter Herzenswunsch erfüllt wird: Mit viel Liebe und Kreativität schön verpackt und verziert, wird jede Gabe zur Attraktion. Angesichts des reichhaltigen Sortiments an Geschenkpapier und ­bändern fällt die Auswahl nicht gerade leicht. Kombiniert man Rot­Weiss mit Silber oder Gold? Oder nimmt man doch lieber das Sternenpapier mit blauen Maschen? Egal, welche Farbe: Bunte Vielfalt unter dem Weihnachtsbaum ist auch dieses Jahr willkommen. Nützliche Tipps rund um Weihnachten auf www.migros.ch/weihnachten

Bilder: Jorma Müller; Styling: Monika Hansen; Projektleitung: Sonja Leissing

Geschenkbänder, diverse Farben, ab Fr. 2.90


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

WEIHNACHTEN | 57

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SCHAUFENSTER 58 |

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WEIHNACHTEN

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Geschenke über 50 Franken Freie Auswahl für den Empfänger: Migros-Geschenkkarte, Fr. 50.–

Attraktives Sortiment für Feinschmecker: Sélection Geschenkkorb mittel, Fr. 98.– In grösseren Filialen (solange Vorrat)

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Gleich nach den Feiertagen auf die Piste: Davoser Schlitten, 100 cm, aus Schweizer FSC-Holz, Fr. 129.–


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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WEIHNACHTEN | 59

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Für Forscher und Entdecker ab 6 Monaten: Fisher Price Hündchens Lernspass-Zug, Fr. 49.80

Für modebewusste und kreative Girls ab 8 Jahren: Ravensburger Lovely Loom, Fr. 24.80

Für Zauberer und Magier ab 8 Jahren: Ravensburger Magic, Fr. 49.80


SCHAUFENSTER 60 |

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MEGA JACKPOT

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Volltreffer!

Das Gewinnspiel Mega Jackpot läuft auf Hochtouren. Fast täglich wird der Jackpot geknackt. Trudy S. aus Zürich hatte Fortuna zur Seite und räumte die Höchstsumme von 50 000 Franken ab. Welche Wünsche wird sie sich erfüllen?

Machen Sie mit beim Mega Jackpot und versuchen Sie Ihr Glück auf www.megajackpot.ch oder auf der Migros-App. Bis zum 29. Dezember trägt jeder Migros-Kassenzettel Win Codes auf der Rückseite.

«Ich möchte mir zwei schöne Stehlampen kaufen. Und einen Schreibtisch, auf dem ich auch nähen kann.»

«Eine Kultur- und Wanderreise nach Peru wäre schön, und ich freue mich darauf.»

Glückwunsch allen bisherigen Gewinnern* 1. Ramon I., Oberönz BE 1037.50 Franken 2. Claudia R., Trogen AR 10 819.40 Franken 3. Sarah L., Lajoux JU 38 222.40 Franken 4. Trudy S., Zürich 50 000 Franken 5. Thea V., Gentilino TI 17 489.80 Franken 6. Roberto C., Carouge GE 4351.30 Franken

«Weihnachten steht vor der Tür, und gern leiste ich mir einen grossen Flachbildschirm mit guter Bild- und Tonqualität.»

7. Anita W., Rickenbach BL 50 000 Franken

Trudy S. (50), Sekretärin «Ich sass zu Hause gemütlich auf dem Sofa und gab meine Win Codes auf dem Handy ein. Ausnahmsweise war ich an diesem Tag in der Migros-Filiale in Horgen gewesen. Sonst erledige ich meine Einkäufe in Zürich. Es war ein absoluter Zufall. Normalerweise mache ich bei solchen Gewinnspielen nicht mit, doch

dieses Mal wollte ich es ausprobieren. Das Glück war auf meiner Seite. Drei Kassenzettel hatte ich zum Einlösen, auf dem letzten stand dann der Gewinncode. Zuerst konnte ich gar nicht glauben, dass ich so viel Glück hatte. Die Überraschung war gross, und ich brauchte eine Weile, um es zu realisieren.»

io. 1M Franken

Gratisteilnahme und weitere Informationen auf www.megajackpot.ch

9. Claudia T., Pambio TI 22 375.10 Franken 10. Jean-Marc R., Crans-Montana VS 5746.80 Franken 11. Alison D., Vevey VD 42 412.30 Franken 12. Sandra S., Winterthur 2060 Franken * bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe

Bild: Manuel Risi

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8. Gilda L., Troistorrents VS 2850.20 Franken


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Fenchel, Italien, per kg 2.60 statt 4.40 40% Kaki Persimon, Italien/Spanien, per kg 2.20 statt 3.70 40% Eisbergsalat, Spanien, pro Stück 1.– statt 1.40 25% Champignons braun, Schweiz/ Niederlande, Schale à 500 g 4.30 statt 6.50 33% Champignons weiss, Schweiz/ Niederlande, Schale à 500 g 4.– statt 6.– 33% Rispentomaten, Bio, Spanien/Italien, Schale à 500 g 1.95 statt 2.80 30% Äpfel Jazz, Schweiz, abgepackt, per kg 4.90 Mangos, Brasilien, pro Stück 1.90 statt 3.20 40% Baumnüsse Grenoble, Frankreich, Beutel à 500 g 3.30 statt 4.80 30% Blondorangen, Spanien, per kg 1.95 statt 2.80 30% Blondorangen, Spanien, Netz à 2 kg 3.35 statt 4.80 30% Clementinen Mini, Spanien, Holzkiste à 2,3 kg 4.25 Feigen getrocknet Mini, Spanien, Beutel à 500 g 4.50

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Prosciutto cotto im Duo-Pack, hauchdünn geschnitten, Schweiz, 2 x 147 g 5.90 statt 8.45 30% Alle Gusto del Sol CharcuterieProdukte, z.B. Serrano Rohschinken, Spanien, per 100 g 4.10 statt 5.15 20% Rollschinkli Schulter geräuchert, Schweiz, per kg 9.50 statt 19.– 50% M-Classic Pouletschnitzel, Deutschland/Frankreich/Ungarn, per 100 g 1.60 statt 2.– 20% Rauchlachs, Bio, Zucht aus Schottland, 260 g 15.– statt 21.55 30% * Schweinswürstli im 3er-Pack, «Aus der Region.», 3 x 170 g 8.50 statt 11.10 20%

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Rindsbratenschulter, TerraSuisse, per 100 g 2.55 statt 3.20 20% Kalbsbrustschnitten, TerraSuisse, per 100 g 2.20 statt 2.80 20% Wintertasche, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.20 statt 2.80 20% Schweinsbraten/-plätzli Nierstück, TerraSuisse, per 100 g 2.45 statt 3.50 30% Schweinsplätzli paniert, TerraSuisse, per 100 g 2.10 statt 3.50 40% Poulet-Mini-Cordon-Bleu, hergestellt in der Schweiz mit Pouletfleisch aus Südamerika, 360 g 6.40 statt 9.20 30%

Echte Rotzungenfilets, Nordostatlantik, Wildfang, per 100 g 4.10 statt 5.90 30%

BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Bio Brote, z.B. Sonnenkranz, 360 g 2.05 statt 2.60 20% Valflora Vollrahm UHT, im Duo-Pack, 2 x 500 ml 5.30 statt 6.70 20% Alle Bio Joghurt (ohne Schafmilchjoghurt), z.B. Mokka, Fairtrade, 180 g –.60 statt –.75 20%

Alle Doetsch Grether’s Pastilles, z.B. Pastilles mit Zucker, im Nachfüllbeutel, 100 g 20x 7.30 20x PUNKTE ** Gesamtes Delizio KapselSortiment, UTZ, z.B. Crema, 48 Kapseln 19.80 10x PUNKTE

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Zweifel Chips 170 g, 280 g oder 300 g 1.– günstiger, z.B. Paprika, 280 g 4.70 statt 5.70

Alle Bio Yogi Teas, beim Kauf ab 2 Packungen, jede 1.– günstiger, z.B. Ingwer Zitrone, 17 Beutel 4.– statt 5.–

Alle Weihnachtsstollen, z.B. 720 g 3.35 statt 4.20 20%

Alle Fairtrade Honige, z.B. Blütenhonig cremig, 500 g 4.75 statt 6.20 20% Farmer Müesli im Duo-Pack, mit Gratismüeslibecher, z.B. Nature, 2 x 500 g 7.60 statt 9.60 20% Farmer Flakes im Duo-Pack, z.B. Nature, 2 x 500 g 7.30 statt 9.20 20% M-Classic Mandelkerne oder Haselnusskerne, z.B. Haselnusskerne, 200 g 2.45 statt 3.10 20%

Höhlengold Le Gruyère, per 100 g 2.10 statt 2.65 20%

Sun Queen Datteln 300 g oder Sun Queen Feigen 500 g, z.B. Datteln, 300 g 2.15 statt 2.70 20%

Alle M-Classic Früchtequark im 4er-Pack, z.B. Erdbeer, 4 x 125 g 2.– statt 2.40 Käse in Bedienung: Chaumes, per 100 g 2.80 statt 3.35 Käse in Bedienung: Brebiou Tradition, per 100 g 2.80 statt 3.35 Asiago, per 100 g 1.25 statt 1.60 20% Gruyère, Bio, per 100 g 1.80 statt 2.25 20%

BLUMEN & PFLANZEN Amaryllisstrauss Gloria, pro Strauss 17.90 Phalaenopsis 2 Rispen, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 9.90 statt 16.90 40% Adventskranz, pro Stück 14.90 statt 19.90 25% Minirosen Trio, Fairtrade, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 Weihnachtsstern im-13-cm-Topf, «Aus der Region.», pro Pflanze 5.90 statt 7.90 25%

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Alle Deliziosa oder Casa Giuliana Produkte, tiefgekühlt, z.B. Pizza Casa Giuliana Antipasti, 350 g 5.35 statt 6.70 20% Happy Hour Schinkengipfeli 24 Stück, tiefgekühlt, 1 kg 6.20 statt 12.40 50% Alle M-Classic Teigplätzli, tiefgekühlt, z.B. Käse-Plätzli, 6 Stück 3.10 statt 3.90 20% Pelican Fischstäbchen Hoki im 3er-Pack, MSC, tiefgekühlt, 3 x 450 g 8.80 statt 13.20 33% M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 350 g 6.85 statt 11.45 40% M-Classic Orangensaft im 12er-Pack, 12 x 1 Liter 6.90 statt 13.80 50% Mischung aus Traubensaft und Sauser alkoholfrei, 1 Liter oder 6 x 1 Liter, z.B. 1 Liter 2.30 statt 2.90 20% Alle Migros-Bio Getränke, Säfte, Ice Tea, Bier oder Sirupe, z.B. Ice Tea Schweizer Alpenkräuter, 1 Liter 1.15 statt 1.45 20% M-Classic Reis à 1 kg, beim Kauf ab 2 Beuteln, jeder –.60 günstiger, z.B. Carolina Parboiled 1.90 statt 2.50

Frey Branches Classic im 50er-Pack, UTZ, 50 x 27 g 10.30 statt 20.75 50%

Alle Bio Getreidekörner, Hülsenfrüchte oder Quinoa, z.B. Linsen rot, 500 g 2.– statt 2.50 20%

Alle Tafelschokoladen der Marke Frey à 100 g, UTZ (ohne Eimalzin, Bio, M-Classic, Suprême und Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 3 Tafeln, jede –.30 günstiger, z.B. Tourist 1.65 statt 1.95 **

Alle Bio Trockenreis à 1 kg, z.B. Vollreis Natura 2.60 statt 3.30 20%

Alle Celebrations und M&M’s Weihnachtsartikel, z.B. Celebrations Flasche, 320 g 20x 8.40 20x PUNKTE

Alle Bio Teigwaren, Pastasaucen oder Tomatenkonserven, z.B. Spaghetti, 500 g 2.05 statt 2.60 20% M-Classic Holl-Rapsöl, 3 Liter 11.– statt 13.80 20% Thomy Fonduesaucen im 4er-Pack, 4 x 185 ml 9.40 statt 11.80 20%

Frey Festliche SchokoladenMischung, UTZ, 1 kg 13.90 statt 19.90 30% Tradition Cremisso oder Schweizer Butterblüemli im 3er-Pack, z.B. Cremisso, 3 x 175 g 8.10 statt 10.20 20%

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 8.12.

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M-Classic Thon in Öl oder Wasser im 6er-Pack, 6 x 155 g, z.B. rosa Thunfisch in Sojaöl 9.10 statt 11.40 20%

Alle Cafino und Cappuccino Kaffees, z.B. Cafino Classic, Beutel, UTZ, 550 g 8.60 statt 10.80 20%

Fondue Swiss Style Moitié-Moitié oder Tradition im Duo-Pack, z.B. Moitié-Moitié, 2 x 800 g 22.40 statt 28.–

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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COVERGIRL | 71

Bühne frei für die Stars

Covergirl liegt seit über 40 Jahren im Trend und verbindet Tradition mit Innovation. Jetzt präsentiert sich das Sortiment im neuen, modernen Look.

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uck, zuck ein dezentes TagesMake-up auflegen oder sich in einem knalligen Abendlook stylen – Covergirl hält für jeden Anlass die passenden Schönmacher bereit. So kaufen junge Girls heute, was ihre Grossmütter und Mütter bereits seit über 40 Jahren in ihren Einkaufskorb legen: Make-up-Produkte von Covergirl. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte 1961 im US-Bundesstaat Maryland mit einem einfachen Make-up und einem Puder namens «Cover Girl». Bereits acht Jahre später zog die internationale Marke dekorativer Kosmetik in die Verkaufsregale der Migros ein und ist dort nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an hat es Covergirl geschafft, die aktuellen Modeströmungen aufzunehmen und mit einem innovativen Sortiment zu interpretieren. Bewährte Klassiker werden laufend durch frische Laufstegtrends und angesagte Farben ergänzt. Dabei ist die Angebotspalette so vielseitig, wie es die Schweizer Frauen und Girlies sind. Selbst internationale Stars wie Pink oder Katy Perry sind bekennende Covergirls. Seit kurzem präsentieren sich die Produkte im strahlenden Licht einer neuen, übersichtlichen Verkaufstheke. Sie inspiriert und macht Lust, Neues auszuprobieren. Damit wird es noch einfacher, das richtige Produkt zu finden. JV

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Modern und stilvoll präsentiert sich die Costa Favolosa. 5 Restaurants, 13 Bars, 4 Swimmingpools, 5 Whirlpools, grosser Wellnessbereich mit Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Diskothek, Internet-Café und Shopping-Center gehören zur Ausstattung. Die 1'500 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, Video und Minibar, teilweise Balkon. Die Costa Favolosa wurde 2011 in Betrieb genommen, ist 290 m lang, 35 m breit, hat 114'000 BRZ und bietet Platz für 3'800 Passagiere.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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FAMIGROS | 73

Ein Lächeln schenken

Weihnachten ist die Zeit der guten Wünsche: Die vertonten eCards von Famigros sind animiert, personifizierbar und mit einem festlichen Schuss Humor gesegnet.

M

uss man niesen, denkt jemand an einen, so will es der Mythos. Ob dieses Orakel mit Wahrheit behaftet ist, sei einmal dahingestellt. Viel lieber als ständiges Niesen ist uns letztlich eine persönliche Grusskarte, die von Herzen kommt. Ein Sternenhimmel, der sich über einer verschneiten Winterlandschaft aufspannt, eine singende und tanzende Familienbande und ein verdutzter Hase: Die animierte elektronische Weih­ nachtskarte von Famigros erzählt eine Weihnachtsgeschichte zum Schmun­ zeln. Sie ist schnell verschickt, portofrei und deshalb so amüsant, weil man

Bild: ZVG

Bei der Wahl der Bilder sollte man darauf achten, dass man solche hochlädt, bei denen die Person frontal in die Kamera blickt. So wirken die Figuren echter, was den Spassfaktor erhöht. Mittels Zoomfunktion kann das Gesicht in den Rahmen eingepasst und positioniert werden.

die Akteure personifizieren kann. Die Gesichter der illustrierten Familien­ mitglieder lassen sich mit Bildern der eigenen Familie austauschen, sodass man selbst zum Protagonisten der Animation wird. Und so gehts: Die Website famigros.ch/Weihnachtskarte aufrufen, die Figur wählen, der man ein Gesicht geben will, und ein Porträtbild hochladen. Mutter, Vater, Kinder und der Schneemann – bis zu fünf Figuren können so mit einem Foto personifiziert werden. Die animierte Weihnachtskarte wird dann mit einem persönlichen Text versehen und per E­Mail verschickt und/oder auf Facebook gepostet. NO


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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I AM | 75

Gepflegte Haut tut gut

Duschen, sprühen, cremen: Neue Produkte ergänzen das Verwöhnprogramm von I am.

D

amit man sich in seiner Haut wohlfühlt, sind manchmal nur wenige Minuten Pflege nötig. Besonders schnell geht es mit der neuen I am Shower Body Milk Caring. Sie wird beim Duschen wie ein Duschgel auf die nasse Haut aufge­ tragen. Nach dem Abduschen fühlt sich die Haut wie frisch eingecremt an. Die Lotion mit Mandelöl und dem Provitamin B5 spendet lang anhal­ tende Feuchtigkeit. Ebenfalls neu im Sortiment ist das I am Body Oil Spray 5 in 1. Seine Wirkung basiert auf einer Kom­ bination fünf natürlicher Öle. Das Body Oil zum Sprühen lässt sich leicht auftragen und zieht schnell ein. Es pflegt die Haut intensiv und sorgt dafür, dass sie nicht austrocknet. Gleiches bewirkt die I am Young Day & Night Anti­Shine Cream, die

Bild: i iStockphoto

I am Shower Body Milk Caring, 250 ml, Fr. 4.90

I am Young Day & Night Anti-Shine Cream, 50 ml, Fr. 5.50

nebst pflegendem Effekt speziell der Bildung von unerwünschtem Haut­ glanz vorbeugt. Dafür komplettieren mattierende Pigmente die Inhalts­ stoffe Provitamin B5, Vitamin E und Maracuja­Extrakt. Die Creme wird morgens und abends jeweils nach der Reinigung auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen. Für die tägliche Gesichtspflege am Morgen hält I am ein weiteres neues Produkt bereit: die Young BB Cream. Mit dem Extrakt und dem Duft der Drachenfrucht (Pitaya) unterstützt sie die natürliche Schönheit. Ihre Inhaltsstoffe mit hautverfeinernden Farbpigmenten und Vitamin E ver­ leihen der Haut einen ebenmässigen Teint und bewahren ihre Feuchtigkeit. Für alle Cremes von I am ist die Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt. AW

I am Body Oil Spray 5 in 1, 150 ml, Fr. 5.90

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MSC Magnifica ★★★★

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Ausflug Santorini - Halbtagesausflug Nr.JRT01 inklusive

Ausflug Istanbul - Halbtagesausflug Nr. IST02 inklusive

Nach kurzer Tenderfahrt erreichen Sie den Hafen Athinios und werden im Bus hinauf in das niedliche Inseldorf Oia gefahren. Die engen Gassen und blauen Kuppeldächer der weiss getünchten Kirchen sind charakteristisch für die Inselarchitektur. Die aussergewöhnliche Lage Oias hoch oben auf den Klippen ermöglicht eine fantastische Aussicht über den Golf von Santorini. Sie besichtigen ein Weingut, auf dem Ihnen bei einer Weinprobe auch ein kleiner Imbiss serviert wird. Der Ausflug endet im Dorf Fira, nahe der Metropolis Kirche an der Seilbahnstation. Ihr Reiseleiter erklärt Ihnen, wie Sie mit der Seilbahn wieder hinab zum Hafen gelangen. Die Aus- und Einschiffung erfolgt in Tenderbooten. Der Ausflug ist nicht empfehlenswert für Gäste mit eingeschränkter Mobilität und Rollstuhlfahrer.

Bei einem Besuch in Istanbul kommt man am weltberühmten Topkapı-Palast, der den Sultanen des Osmanischen Reiches in ihrer 624 Jahre langen Regierungszeit fast 400 Jahre lang als Wohn- und Regierungssitz gedient hat, schlicht und einfach nicht vorbei. Ihr Landausflug beginnt mit einer geführten Besichtigung des Topkapı-Palasts. Danach können Sie dessen vier Höfe auf eigene Faust erkunden und die traumhafte Aussicht auf den blauen Bosporus geniessen. Der Palast beherbergt bedeutsame heilige muslimische Reliquien, darunter den Umhang und das Schwert Mohammeds. Anschliessend führt Sie die Tour zum Grossen Basar, wo Sie auf Schnäppchenjagd gehen und Erinnerungstücke für Zuhause kaufen können.

(gültig für MSC Musica Kat. I1- B2 & MSC LIrica Kat. I1 - S2

Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

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Alle Preise pro Person bei Doppelbelegung. Inbegriffen: Kreuzfahrt mit Vollpension, Hafentaxen Nicht inbegriffen: Persönliche Ausgaben an Bord, Serviceentgelt von 15% auf Dienstleistungen, Trinkgelder, Landausflüge während der Kreuzfahrt, Annullationskosten Versi., Auftragspauschale CHF 20.- p.P. max. CHF 40.- (entfällt bei Buchung via www.cruisetour.ch) Kinder bis 18 Jahre reisen gratis und bezahlen nur die Hafentaxen (165.-) sowie die An-/Rückreise.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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SID’S | 77

Surprise me: Die neuen SiD’s-Joghurts halten genussvolle Überraschungen parat. SiD’s Fruity Erdbeere, 150 g, Fr. –.90 SiD’s Mix Me Choco, 175 g, Fr. 2.10 SiD’s Mix Me Vanilla, 170 g, Fr. 2.10 SiD’s Fruity Mango, 150 g, Fr. –.90 20-fache CumulusPunkte auf alle SiD’s-Joghurts bis 1. 12.

Bild: Yves Roth; Styling: Mira Gisler

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Die neuen Produkte von SiD sind alles andere als normal – und setzen sich mit Fruchttoppings, Cookies und Schokoladendragees entsprechend in Szene.

E

in kleines Monster hat sich in die Molkereiregale der Migros geschlichen: Der gefrässige SiD, der mit seinen Lieblingserzeugnissen für eine genussvolle Abwechslung im Sortiment sorgt. Die SiD’s-Produkte sind keine Schleckereien im herkömm-

lichen Sinn. Mit ihren verschiedenen Mischzugaben gehen sie durchaus auch als Dessert durch. Die SiD’s-Fruity-Produkte bestehen aus cremigem Joghurt, das von einer geschäumten Fruchtmousse aus Erdbeeren oder Mangos gekrönt wird.

Die Mix-Me-Becher werden von einem Deckel getoppt, der mit Leckerbissen gefüllt ist, die man unter die Creme mischen kann. Es gibt sie mit Vanillecreme und Schokoladencookies oder als Schokoladencreme-Variante mit bunten Schokoladendragees. Yummie! NO


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2. Tag: Erholung auf See.

2. Tag: Dubrovnik (Kroatien). Dubrovnik ist eine alte Hafenstadt an der Adria, im Süden Kroatiens gelegen. Stadtrundgang (*). Aufenthalt von 14 bis 21 Uhr.

Unsere Leistungen

4. Tag: Santorini (Griechenland)+. Durch einen Vulkanausbruch wurde die Insel Santorini erschaffen. Ausflug Oia und Weingut (*). Aufenthalt von 13.30 bis 22 Uhr. 5. Tag: Mykonos (Griechenland)+. Mykonos Stadt beherbergt den grössten Teil der Inselbewohner. Inselrundfahrt (*). Aufenthalt von 8 bis 18 Uhr. 6. Tag: Katakolon/Olympia (Griechenland). Katakolon ist ein kleiner Hafenort mit Souvenirläden. Ausflug Olympia (*). Aufenthalt von 9 bis 18 Uhr. 7. Tag: Erholung auf See. 8. Tag: Venedig (Italien)–Schweiz. Ankunft in Venedig. Ausschiffung und Rückfahrt mit modernem Komfort-Reisebus bis zu Ihren Einstiegsorten in der Schweiz.

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4. Tag: Piräus/Athen (Griechenland). Piräus ist der Hafen von Athen. Ausflug Akropolis (*). Aufenthalt von 7 bis 17 Uhr. 5. Tag: Kusadasi/Ephesus (Türkei). Hier ist der Besuch der kulturellen Freilichtstätten besonders interessant. Ausflug Ephesus (*). Aufenthalt von 8 bis 17 Uhr. 6. Tag: Erholung auf See. 7. Tag: Split (Kroatien). Die Altstadt in Dalmatien ist seit 1979 Weltkulturerbe der UNESCO. Ausflug Stadtspaziergang Split (*). Aufenthalt von 11 bis 18 Uhr. 8. Tag: Venedig (Italien)–Schweiz. Ankunft in Venedig gegen 8 Uhr. Ausschiffung und Rückfahrt mit modernem Komfort-Reisebus bis zu Ihren Einstiegsorten in der Schweiz.

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(*) Ausflüge des Ausflugspakets. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Die Durchführung ist an die Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen gebunden.

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• Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • Kreuzfahrt in der gebuchten Kabinenkategorie • Sicherheitsgebühren, Hafentaxen • Teilnahme an allen Bordveranstaltungen • Einladung ins Spezialitätenrestaurant «Cagneys» im Wert von USD 30.– • ** Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung (ab 20 Gästen)

Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen und Getränke • Trinkgelder oblig. (ca. USD 12.– p.P./Tag) • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung (auf Anfrage)

Abfahrtsorte 22:15 Wil p; 22:45 Basel SBB; 23:00 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal p; 23:55 Baden-Rütihof p; 00:25 Affoltern a.A., Autobahnraststätte Knonaueramt; 00:55 Arth-Goldau, Bahnhof SBB Reiseformalitäten, Wissenswertes Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass. Bordsprache ist Englisch.

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3. Tag: Korfu (Griechenland). Korfu Stadt liegt einladend auf einer Halbinsel in der Mitte der Ostküste. Ausflug Achilleion und Korfu Stadt (*). Aufenthalt von 8 bis 15.30 Uhr.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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SANISSA | 79

Mit Sanissa au beurre geht die Teigherstellung für Lebkuchen und andere Guetsli leicht von der Hand.

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Für ein feines Gebäck braucht es neben dem Rezept die passenden Zutaten. Mit Sanissa au beurre gelingt jeder Teig. Und sie kann noch mehr.

Bilder: René Ruis; Styling: Katja Rey

W

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Margarinen von Sanissa.

enn der Duft von Lebkuchen und Grittibänz aus der Küche strömt und sich die Guetsli­ dosen füllen, ist Weihnachten nicht mehr fern. Gesellige Backnachmittage steigern die Vorfreude auf das Fest der Feste, zu dem selbst gebackene Köst­ lichkeiten ebenso gehören wie Geschen­ ke und ein geschmückter Nadelbaum. Gut zu wissen, dass mit Sanissa au beurre jedes Gebäck garantiert gelingt. Sanissa au beurre wird mit echter Schweizer Butter in der Schweiz herge­ stellt. Sie ist vielseitig verwendbar und punktet nicht nur bei der Herstellung von Teig für Gebäcke, sondern auch bei

der Zubereitung von Füllungen und Toppings. Vorteilhaft ist die Verpa­ ckung, denn 500 Gramm Sanissa au beurre verteilen sich auf jeweils vier Stangen à 125 Gramm. Diese Portio­ nierung erleichtert das Dosieren ohne Waage, wobei Markierungen auf der Verpackung eine weitere Unterteilung in Stücke à 25 Gramm ermöglichen. Die Produkte der Sanissa­Linie ent­ halten überwiegend Rohstoffe aus der Schweizer Land­ und Milchwirtschaft. So auch das schweizerische Rapsöl, das die Struktur von Sanissa au beurre verfeinert und die Teigbeschaffenheit für das Backen optimiert. AW

ZUM NACHBACKEN

Lebkuchenfrau & Co. Die Innenseite der Sanissa-Verpackung ist mit jeweils einer Rezeptidee bedruckt. Zum Nachbacken empfohlen werden Mürbeteigguetsli, Weihnachtsstollen, Grittibänz und Lebkuchenfrau.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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SUBITO | 81

Pasta, einfach ...

Bild: Marvin Zilm; Styling: Esther Egli

Subito Penne Bolognese, 350 g, Fr. 4.90

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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... typisch italienisch

Die neue Pasta von Subito schmeckt so authentisch, als käme sie vom Italiener.

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ur drei Minuten in der Mikrowelle, und schon ist die neue Pasta al dente fertig zum Geniessen. Das macht sie praktisch fürs Büro oder wenns zu Hause schnell gehen muss. Es gibt die Penne mit drei klassischen Saucen:

Bolognese, all’arrabbiata und Basilico. Das vorgekochte Fertiggericht in der Doppelschale, die Pasta und Sauce trennt, schmeckt wie frisch zubereitet und enthält keine Geschmacksverstärker, Konservierungsoder Zusatzstoffe. JV

Wer nicht direkt aus der Schale essen mag, kann die Pasta auf einem Teller anrichten.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Pastagerichte von Subito.

SUBITO | 83


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LESEREXPERTIN Miyako Baumann Wanner (37), Zahntechnikerin aus Uzwil Erster Eindruck: Exklusiv, edel. Besonders schön finde ich die Pralinés mit Goldstaub. Geschmack: Hervorragend. Einzig das Grand Marnier sagt mir persönlich etwas weniger zu. Lieblingspraliné: Calice. Es zergeht auf der Zunge.

Zum Verschenken schön Bild: Raphael Zubler; Styling: Katja Rey

Die festlich verpackten Pralinés und Truffes von Frey machen Geschenkpapier überflüssig.

P Frey Truffes assortiert, Rentier-Dose, 261 g, Fr. 15.80 20-fache Cumulus-Punkte bis 1. 12. Solange Vorrat

ralinés sind stets ein dankbares Geschenk. Sie passen unter den Weihnachtsbaum und finden als Mitbringsel zu jeder Gele­ genheit Anklang – erst recht, wenn es sich um einen festlichen Anlass handelt. Allein schon wegen ihrer vornehmen, eleganten Verpackung eignen sich die neuen Pralinés Prestige Edition d’or und die assortierten Truffes von Frey wun­ derbar zum Verschenken. Nach Belieben kann man noch ein schmuckes Band anlegen und eine persönliche Grussbotschaft befestigen. So geschmackvoll, wie die goldene Schachtel der Pralinés Prestige Edition d’or gestaltet ist,

so genussreich präsentiert sich ihr Inhalt. Jedes der neu verzierten Pralinés ist eine Köstlichkeit für sich, sei es das Triangolo d’or mit Haselnuss­ gianduja, das Circolo Perle mit feiner Marzipan­ füllung oder das Rêve d’or mit einem Kern aus Trüffel. Zudem wurden die sechs bekannten Sorten auf sieben erweitert: Neu ist ein Truffes aus einer zarten, dunklen Schokolade, die eine aromatische Grand­Marnier­Füllung umhüllt. Wer Truffes liebt, freut sich auch über die weihnachtliche Bonbonniere mit Rentiermotiv. Sie ist mit Milch­Truffes sowie mit Truffes Irish Cream, einer Limited Edition, gefüllt. DH

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Pralinés Prestige und Truffes von Frey.


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FOOD

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GUT & GÜNSTIG

Schokoladen-Orangen-Kuchen Für einen Kuchen und circa Fr. 8.– ■ Backofen auf 175 °C vorheizen. Eine Springform (∅ 24 cm) ausbuttern und mit Mehl bestäuben. ■ 125 g Butter in einer Pfanne schmelzen. 125 g Kochschokolade darin schmelzen, dabei gelegentlich umrühren. 100 g Zucker und 340 g Bitterorangen-Marmelade unterrühren, bis die Marmelade sich aufgelöst hat. Pfanne vom Herd nehmen, Masse etwas abkühlen lassen. ■ 2 Eier verquirlen und ebenfalls unter die Masse rühren. Zum Schluss 125 g Weissmehl, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz und 2 EL gemahlene Mandeln unterrühren. ■ Masse in die Form füllen. Circa 50 Minuten backen. Nadelprobe machen. Kuchen auskühlen Ungewöhnliche Zutat für einen Kuchen: lassen und mit 2 EL Puderzucker bestäuben. Bitterorangen-Marmelade gesellt sich TIPP Dazu passt Schlagrahm oder auch griechisches Joghurt nature. zu Mehl und Schokolade.

Schneller Pastasnack

Knusprige Chips mit Rosmarin

Die Pastavariante mit Tomaten, Rahm, Petersilie, Parmesan und Pfeffer ist nun als Hot Snack Cinque Pi verfügbar. Sie ist die perfekte Sauce für die spiralförmigen Fusilli, die besonders viel Sauce aufnehmen können. Den Snack kann man überall und jederzeit geniessen. Das ist besonders praktisch im Büro: einfach kochendes Wasser in den Becher giessen, umrühren, 5 Minuten ziehen lassen, und fertig ist die kleine Mahlzeit. Subito Hot Snack Cinque Pi, 70 g, Fr. 2.60 In grösseren Filialen

Mit den Wave Chips aus der Tiefkühltruhe ist der Knabber-Hit für den Apéro oder die einfache Beilage zu Fleisch und Gemüse schnell selbst gemacht. Die fein geschnittenen Chips sind aus Schweizer Kartoffeln hergestellt und mit Rosmarin gewürzt. Sie lassen sich einfach in der Fritteuse zubereiten, werden aber auch im Backofen schön knusprig. Denny’s Rosmarin Wave Chips, 500 g, Fr. 3.90

Vegetarisch geschichtet Wer eine Lasagne schon einmal selbst gemacht hat, kennt den hohen Aufwand, der dafür nötig ist. Gut, dass es den Klassiker der italienischen Küche fixfertig aus dem Tiefkühlregal gibt – jetzt auch in einer vegetarischen Variante mit verschiedenen Gemüsen und ohne Zusatzstoffe. Diese Lasagne gelingt immer und lässt sich kinderleicht im Ofen zubereiten. Buon Gusto Lasagne Verdure, 600 g, Fr. 6.20 In grösseren Filialen

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Fürs Festtagszmorge Der Start in den Feiertag ist ohne warmen Butterzopf nur halb so schön. Damit man nicht schon am frühen Morgen zum Bäcker muss, gibt es noch bis Anfang Januar den Festtagsbutterzopf zum Aufbacken daheim. Das goldig-glänzende Prachtstück ist mit 900 Gramm ein echtes Schwergewicht unter den Zöpfen und wie geschaffen für ein ausgedehntes Frühstück mit der Familie oder Freunden. Festtagsbutterzopf, 900 g, Fr. 5.30


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Bild: Ellin Anderegg

RAPPENSPALTE

Die Hand verwöhnen

Fabian Unteregger (37) ist national als Komiker und Imitator bekannt. Im nächsten Jahr kann man den Zürcher bei «Das Zelt – Comedy Club» live erleben.

Die Cremeseife lovely & delicious mit Pflegemilch von I am reinigt die Hände mild und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl. Durch den Apfel- und Caramelduft verströmt die Limited Edition einen Hauch von Weihnachtsstimmung. I am Soap lovely & delicious, Limited Edition, 300 ml, Fr. 3.20

An Weihnachten dürfen auch Buben festlich gekleidet wie ein Gentleman daherkommen. Mit dem hellgrauen Hemd und passender oranger Krawatte gelingt dies sehr gut. Dank dem verstellbaren Elast ist die Krawatte einfach anzuziehen. Dazu eine passende Hose, und das Weihnachtsoutfit ist perfekt. Knabenhemd mit Krawatte, Grössen 98–128, Fr. 19.–

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Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

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Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Das billige T-Shirt, das ich beim ersten Theatersport-Auftritt getragen habe. Wofür geben Sie gern viel Geld aus?

Für Ersatzteile meiner ferngesteuerten Akrohubschrauber. Welche waren Ihre teuersten Ferien?

Prächtige Weihnachtsblüher Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, bildet aus ihrer dicken Knolle Blütenstiele mit grossen Blüten in verschiedenen Farben. So hat man im Winter viele Wochen lang Freude an ihr. Die Migros bietet sie als Schnittblume, vorgetriebene Pflanze oder als Knolle zum Selberantreiben an. Amaryllis im Goldtopf, Fr. 18.90 In grösseren Filialen

In der Liga der Champions Gemeinsam mit der Uefa präsentiert Adidas Body Care die limitierte Duftedition Champions League. Den Anstoss des maskulinen Dufts übernimmt ein Team aus frischer Zitrone, aromatischem Lavendel und Veilchen (Kopfnote). Die komplette Spielzeit meistern Muskatellersalbei, grüner Apfel und Cashmeran (Herznote). Für die Nachspielzeit kommen Vanille, Patschuli und Moos aufs Feld (Basisnote). Adidas Champions League Eau de toilette, 50 ml, Fr. 14.80

Fürs zweite ETH-Vordiplom haben wir uns mit einer Hawaii-Reise belohnt. Die Insel war wunderschön. Nach dem ersten Einkauf aber sah ich mich schon im Blachenzelt übernachten. Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?

Eine Liste aller Flugfunkfrequenzen des Klotener Flughafens. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

Surfen Sie nie auf Zalando oder Amazon. Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?

Für eine Spende ans Tierheim. Oder ich würde sie einem Erstklässler geben und ihm sagen, er dürfe davon nur Schleckwaren kaufen. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Schattenboxen. Dieser verflixte Schatten soll endlich mal langsamer sein. Was kann man für Geld nicht kaufen?

Liebe, Vertrauen, Leidenschaft, Gesundheit oder die Fähigkeit, seitwärts einzuparken. Interview: Yannick Dolman


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LAETITIA GUARINO

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Lasagne für den Prinzen

Das Herz ihres Freundes gewann sie mit Gnocchi. Mit dem Migros-Magazin bereitet Miss Schweiz Laetitia Guarino eine Lasagne zu.

D

ie kleine 1-Zimmer-Wohnung in der Nähe des Bahnhofs in Lausanne wirkt durchaus geräumig. Auch weil ein Hochbett darin steht, das keine Fläche beansprucht. In der Küche hat sogar ein stattlicher Esstisch Platz. «Ich hatte noch gar keine Zeit, um mich heimisch zu fühlen. Ich bin ja kaum da», sagt Laetitia Guarino, die vor wenigen Wochen mit ihrem Freund Stefano hier eingezogen ist. Kein Wunder, denn seit Mitte Oktober ist die Medizinstudentin die «Princess of Switzerland», die neue Miss Schweiz, und verbringt deutlich mehr Zeit vor der Kamera als im Hörsaal oder daheim. Entsprechend selten trifft man sie in der Küche an. Und das, obwohl sie doch sehr gern kocht.

Heute aber nimmt sie sich die Zeit und bereitet eine Lasagne zu, eine Lieblingsspeise ihres Partners. Ja, die Miss weiss, dass Liebe auch durch den Magen geht. «Als wir uns kennenlernten, fragte ich ihn nach seinem Lieblingsessen. Er sagte Gnocchi», berichtet Laetitia Guarino und erzählt, wie sie daraufhin die italienischen Kartoffelnocken heimlich mehrfach und mit wechselndem Erfolg ausprobierte, bevor sie dann endlich perfekt waren. Als der Angebetete ihre Gnocchi lobte, habe sie bescheiden und lässig getan: «Das ist doch ganz einfach!» Weil Stefano heute zu Hause ist, passt die Lasagne super. Und weil «Saisonküche»-Köchin Anja Steiner mitwirkt, kann kaum etwas schiefgehen.

AUFGETISCHT

Laetitia Guarino, Medizinstudentin und Miss Schweiz «Nie im Leben», sagt Laetitia Guarino (22), hätte sie geglaubt, die Wahl zur Miss Schweiz gewinnen zu können. Entsprechend locker blickt die Medizinstudentin aus Froideville bei Lausanne jetzt ihrem Missen-Jahr entgegen, denn danach will sie einfach nur ihr Studium fortsetzen. Die mit dem Amt verknüpfte Rolle der Botschafterin für die Kinderherzstiftung Corelina ist ihr allerdings besonders wichtig, möchte sie doch Kinderärztin werden.

Fassungslos vor Glück: Laetitia Guarino nach ihrer Wahl.

Was haben Sie immer auf Vorrat? Gemüse, frische Kräuter und alles, was man braucht, um einen Kuchen zu backen. Wie oft pro Woche kochen Sie selbst? Momentan weniger, sonst jeden Tag. Kochen ist für Sie … … eine Freude, wenn ich mit meiner Familie und Freunden an einem Tisch sitzen kann. Was würden Sie nie im Leben essen? Ich esse alles – ausser vielleicht Hundefleisch. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit dem Schauspieler Gad Elmaleh. Das wäre sicher lustig.

Prima, wenn man eine Profiköchin wie Anja Steiner an seiner Seite hat. Laetitia Guarino findet: «So gehts schneller!» 1

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SAISONKÜCHE LAETITIA GUARINO | 89

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1. Mit diesen Zutaten bereitet Miss Schweiz ihre Lasagne zu. 2. Für die Béchamelsauce wird Mehl in geschmolzene Butter gerührt. 3. Geraffeltes Gemüse gart schnell. 4. Grosses Finale: Alle Zutaten werden in die Form geschichtet.

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8. Tag: Giurgiu–Oltenita. Ankunft in Giurgiu. Sie fahren mit dem Bus nach Bukarest – in das «Paris des Ostens». Stadtrundfahrt (*). 9. Tag: Tulcea–Donaudelta. Das weitverzweigte Donaudelta mit Wasserarmen, Inseln und Seen ist die Heimat von vielen Vogelarten. Fahren Sie mit Ausflugsbooten zu diesem einzigartigen Naturparadies, wo Sie Fauna und Flora erkunden (*). Am Nachmittag passiert die «MS Melodia» den Stromkilometer Null der Donau. 10. Tag: Tulcea–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung. Transfer zum Flughafen und Rückflug in die Schweiz. Tulcea–Wien – Route 2 Reise in umgekehrter Richtung mit leicht geändertem Reiseprogramm. Details auf Anfrage erhältlich.

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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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LAETITIA GUARINO | 91

Gemeinsame Stunden sind für die Miss und ihren Prinzen sehr kostbar, Laetitias Agenda ist schon für 2015 durchgeplant. «Nach der Wahl am Abend fand gleich das erste Shooting statt», erinnert sich die 22-Jährige. «Ich war um 3 Uhr früh im Bett und zwei Stunden später wieder auf den Beinen. Fürs nächste Shooting. Und so ging es weiter.» Stärker als andere ihrer Vorgängerinnen wird sich Laetitia in ihrem MissenJahr für wohltätige Ziele einsetzen. Als angehende Ärztin ist sie geradezu prädestiniert für die Rolle der Botschafterin für die Kinderherzstiftung Corelina. Sie war sogar schon bei einer Herzoperation dabei. Ein anderes Projekt, für das die bezaubernde Waadtländerin sogar ins Ausland reisen wird, ist «Smiling Gecko». Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation,die schwerpunktmässig Hilfsprojekte für Kinder in Kambodscha unterstützt.

Verzweiflung bei Mutter Guarino über unerwünschte Wildkräuter Das Kochen mit Anja Steiner geht leicht von der Hand. Das Gemüse für das Ragout wird geraffelt. «Warum denn raffeln?», fragt die junge Miss erstaunt. «Weil so das Gemüse viel schneller gart. Nur wenn ein Ragout stundenlang köchelt, schneide ich Rüebli und Co. in kleine Würfel», erklärt die Profiköchin. Stichwort Gemüse. Laetitia Guarino erzählt noch rasch, wie sie und ihre zwei Geschwister als Kinder die Mutter zur Verzweiflung trieben, indem sie im heimischen Garten wuchernde Wildkräuter zwischen die Gemüsepflanzen setzten. Immer wieder. Ein Albtraum für jeden Hobbygärtner! Es ist Laetitias letzte Anekdote, bevor die Lasagne auf den Tisch kommt. Die Zubereitung ist perfekt gelungen, Miss Schweiz und ihr «Prinz» Stefano lächeln zufrieden. Sie geniessen das feine Essen – und den seltenen Moment der Zweisamkeit. Text: Claudia Schmidt Bilder: Nicolas Righetti

www.miss.ch

Lasagne ZUTATEN 1 kleine Zwiebel je 2 Zweige Thymian und Rosmarin 1 Rüebli 100 g Knollensellerie, gerüstet gewogen 2 EL HOLL-Rapsöl 400 g Rindshackfleisch 1 dl Rotwein 1 Dose gehackte, geschälte Tomaten à 280 g Butter für die Form ca. 10 Lasagneblätter 50 g geriebener Parmesan Béchamelsauce: 25 g Butter, 25 g Mehl, 5 dl Milch, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

ZUBEREITUNG 1. Für die Béchamelsauce Butter schmelzen. Mehl beigeben. Mit dem Schwingbesen gut verrühren. Milch unter Rühren beigeben. Aufkochen und bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce bindet. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 2. Zwiebel und Kräuter hacken. Gemüse an der Röstiraffel reiben. In einer grossen Bratpfanne Öl erhitzen. Zwiebel und Fleisch darin anbraten. Gemüse beigeben. Kurz mitbraten. Mit Rotwein ablöschen. Tomaten und Kräuter beigeben. Bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3. Backofen auf 200 °C vorheizen. Form mit Butter aus­ streichen. Béchamelsauce und Bolognese abwechselnd mit den Lasagneblättern in eine ofenfeste Form schichten. Mit der Béchamelsauce beginnen und abschliessen. Käse darüberstreuen. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten überbacken. Mit Salat servieren.

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Für 4 Personen und 1 Form à 20 x 25 cm Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten + ca. 40 Minuten im Ofen überbacken Pro Person ca. 32 g Eiweiss 26 g Fett 21 g Kohlenhydrate 1900 kJ/450 kcal


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Am Freitag, 28. November 2014 können Sie in den Migros-Supermärkten, Migros Restaurants, Migros Take Away, melectronics, Do it + Garden Migros, Micasa, SportXX, OBI, Migros-Partner und allen VOI-Filialen der Genossenschaft Migros Aare (Kt. AG, BE, SO) von 10-fachen Cumulus-Punkten profitieren. *Ausgenommen sind Migros-fremde Produkte in allen Migros-Partner und VOI-Filialen, Gebührensäcke und -marken, Vignetten, Depots, Servicedienstleistungen, E-Loading, Wertkarten, Smartboxen, SIM-Karten, Kaffeebonbüchlein und Gutscheine. Im OBI nicht kumulierbar mit anderen Rabattgutscheinen. Nicht gültig im Online-Shop.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

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Yin Yoga: Beim Yin Yoga führen Sie vorwiegend Dehnungsübungen im Sitzen oder im Liegen aus, die Sie für mehrere Minuten halten. So lösen sich tief liegende Anspannungen, und Sie erweitern Ihre Beweglichkeit. Die Übungen können Sie später auch selbständig zu Hause ausführen, um Ihren Alltag zu bereichern. Zehn Lektionen kosten 160 Franken. Weitere Infos gibt es auf www.klubschule.ch und unter Tel. 0844 844 900.

«Hier komm ich her»

In der Region wachsen viele Tannenbäume. Wenn ein solches Tännchen sprechen könnte, würde es erzählen, wie es zu einem Christbaum wird.

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ls kleines Pflänzchen kam ich von der Baumschule Utzenstorf nach Staad bei Grenchen. Wer ich bin? Ich bin eine Nordmanntanne und wachse bei der Familie Sperisen auf ihrer Christbaumkultur. Seit meiner Reise von Utzenstorf nach Staad sind sechs Jahre vergangen, in denen ich versorgt und gepflegt worden ist. Heidi Sperisen hat meine Äste jedes Jahr geschnitten und in Form gebracht, damit ich schön aussehe. Neben mir wachsen weitere Nordmanntannen, Blaufichten, Rot- und Weisstannen. Wir alle werden irgendwann einer Familie viel Freude bereiten, denn wir sind Christbäume.

Auf schnellstem Weg ins neue Zuhause Peter Sperisen meint, dass ich dieses Jahr gross genug bin, um ein Christbaum zu werden. Das heisst, dass mein Stamm im November oder Dezember geschnitten wird. Anschliessend werde ich in ein Netz verpackt und in eine Verkaufsstelle der Migros Aare geliefert. Beim Schneiden und Transportieren hilft die ganze Familie Sperisen

mit. So geht alles schnell, und ich behalte meine Frische noch viele Tage. In der Migros werde ich draussen aufgestellt, wo mich alle sehen können. Ganz bestimmt werde ich jemandem so gut gefallen, dass er mich zu sich nach Hause mitnimmt. Am besten lässt man mich noch ein bis zwei Tage in einem Kübel Wasser auf dem Balkon oder der Terrasse stehen, damit ich mich an die Wärme gewöhne und nicht austrockne.

Vorfreude aufs Geschmücktwerden Ich freue mich sehr darauf, im Dezember festlich geschmückt zu werden. Jemand wird sich viel Zeit nehmen, um mich schön zu machen. Oder eine ganze Familie wird gemeinsam Schmuck an meine Äste hängen und Geschenke unter mich legen. An meinem Platz in Staad wird schon bald ein neues junges Tännchen wachsen. Ja, wir werden alle nicht sehr gross und alt, aber wir machen viele Menschen über die Festtage sehr glücklich und sorgen für wunderbare Weihnachtserinnerungen. Text: Sarah Baur

Produzenten aus der Region Kanton Aargau Forstbetrieb BWW Theo Häfliger Hubert Keller Kanton Bern Urs Mäder Andreas Marti Hans Marti Paul Wälchli Kanton Solothurn Martin Henzirohs Peter Sperisen


IHRE REGION

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MIGROS AARE

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Eine Migros für Gebenstorf Ab Donnerstag, den 20. November, gibt es die Migros nicht mehr nur in Baden oder Brugg, sondern auch in Gebenstorf: Dort wird ein neuer Supermarkt eröffnet. Dieser bietet ein herausragendes Frischeangebot, alles für den täglichen Bedarf und eine einladende Atmosphäre. Zu den Highlights gehören die FreshPack-Käsespezialitäten, die Auswahl an Alnatura-Bioprodukten und ein gut abgestimmtes Lebensmittel- und Haushaltssortiment. Da die Tiefkühlprodukte in der Nähe der Kasse platziert sind, müssen diese beim Einkauf nicht zu lange an der Wärme sein. Ausserdem stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, und auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die neue Migros bequem zu erreichen.

Das motivierte Team der Migros Gebenstorf freut sich auf die Kundschaft und die neue Filiale. Insgesamt wurde beim Ausbau darauf geachtet, dass die Platzverhältnisse im neuen Laden grosszügig und die Zirkulationsfläche angenehm gestaltet sind. Die Kälteanlagen verfügen über eine umweltfreundliche CO₂-Technik, und sämtliche Beleuchtungsstrahler sind mit LED ausgerüstet worden. Diese weisen einen deutlich tieferen Energieverbrauch und eine längere Lebensdauer auf. Die neue Migros Gebenstorf wird die Lebensmittelvielfalt komplettieren und zusammen mit der neu eröffneten Denner-Filiale den Kundinnen und Kunden auf dem lebendigen Marktplatz im Geelig eine weitere attraktive Einkaufsmöglichkeit präsentieren. Das Team der Migros Gebenstorf ist bestens auf die Eröffnung vorbereitet. Die Mitarbeitenden sind hoch motiviert, um ihre Kundschaft zu begeistern und gut zu beraten. Öffnungszeiten Migros Gebenstorf: Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr Samstag: 8 bis 18 Uhr

Es ist wieder Zeit für

Wenn der Samichlaus kommt, haben die Jowa-Bäckerinnen und -Bäcker

R

und 161 000 Grittibänze verlassen am Chlausetag die glühenden Backöfen der Jowa. Bäcker Philipp Keller von der Jowa-Hausbäckerei der Migros Shoppyland in Schönbühl freut sich immer auf diese Tage. Mit dem Samichlaus kommen auch die allseits beliebten Grittibänze. «Am 6. Dezember nehmen wir stündlich frische Grittibänze aus den Öfen – von morgens bis zum Ladenschluss», sagt Keller und ergänzt: «Es ist immer eine besondere Stimmung am Chlausetag. Jung und Alt freut sich darauf, einen warmen Bänz zu ergattern. Und diese Freude motiviert auch uns Bäcker zu Höchstleistungen.»

Dieses Jahr bekommt das Grittibänzesortiment Zuwachs: einen stolzen Séléction-Grittibänz, gross und ein halbes Kilo schwer. Er ist besonders aufwendig geformt und mit feinen Mandeln dekoriert. «An diesem Grittibänz dürfen wir unser ganzes Bäckerkönnen zeigen», so Keller. So ist der Séléction-Grittibänz auch ausschliesslich in den Migros-Filialen mit eigener Hausbäckerei erhältlich.

Arme, Beine, Schal, Mütze, Augen: Alles Handarbeit Jeder Grittibänz wird von Hand geformt. Mit einem Teigteiler formt der Bäcker


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IHRE REGION

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Woher kommt der Name?

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Schon jetzt vormerken

Die Jowa bäckt seit über 50 Jahren den Mann mit den gespreizten Beinen – so die wörtliche Bedeutung des Namens. Gritti ist ein altes Wort für Grätsche, und Bänz ist die Abkürzung der Namen Benedikt und Bernhard.

«Anastasia, die letzte Zarentochter» als Theaterinszenierung: Die Oberländer Märlibühni inszeniert die Geschichte im November/Dezember 2015 in Thun im Zelt der ehemaligen Schadaugärtnerei. Infos: www.maerchenhaft.ch

Märchenhaftes Bilderbuch

Freut sich auf den Chlausetag mit den Bänze: Bäcker Philipp Keller.

Bänze

alle Hände voll zu tun.

aus dem länglichen Stück Teig zuerst Beine und Arme. Anschliessend schmückt er den Teigmann mit Teigschal, -schuhen und -mütze, verpasst ihm hübsche Knopfaugen, bestreut ihn mit Hagelzucker und steckt ihm eine Rute in die Hand. Die Grittibänze sehen nicht nur schön aus, sondern schmecken auch herrlich. «Es ist eine klassische Rezeptur aus TerraSuisse-Weissmehl und Butter. Der Teig muss lange geknetet werden, bis er schön geschmeidig ist. Dann lässt er sich auch gut formen. Das braucht manchmal ein bisschen Geduld, lohnt sich aber» verrät Keller. Text: Heike Zimmermann

Das Buch «Anastasia, die letzte Zarentochter» erzählt eine klassische Waisenkindgeschichte erzählt, die in traumhafte Welten abhebt.

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as weihnächtliche Bilderbuch «Ananstasia, die letzte Zarentochter» von Annemarie Stähli ist teilweise der wahren Geschichte der letzten russischen Zarenfamilie entliehen. Russland 1917: Es herrscht Krieg, Armut und Hunger. Das Volk ist in Aufruhr, stürzt den Zaren und beendet damit die tausendjährige Zarenherrschaft. Die Zarenfamilie wird ausgelöscht, nur die jüngste Zarentochter Anastasia überlebt, aber niemand weiss, was aus ihr geworden ist. Anastasia wächst in einem russischen Waisenhaus auf, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist. Doch besonders an Weihnachten träumt sie von einer sie behütenden Familie. Aber wo sind ihre Eltern? Hat

sie Geschwister und ein wahres Zuhause? Eines Tages winkt ihr ein Märchenbaum zu und ermutigt sie, das Waisenhaus zu verlassen. Sie wagt es und begibt sich mit zwei Freunden auf eine berührende und abenteuerliche Suche nach ihren Wurzeln – buchstäblich in eine Wurzelwelt, wo sie Zwergen, Elfen und sogar einem Drachen begegnet. Ihre Reise führt sie bis nach Dänemark, dort findet sie schliesslich ihre Grossmutter und erfährt, wer sie wirklich ist: die Grossfürstin Anastasia. Die von Oskar Fluri meisterhaft illustrierte Geschichte behandelt berührend und humorvoll Themen wie Identitätssuche, Familie und Vertrauen. Text: Jacqueline Mendl

Bilderbuch zu gewinnen Das Migros-Magazin verlost 40 Märchenbücher «Anastasia, die letzte Zarentochter». Schicken Sie eine Postkarte mit Ihrem Absender bis spätestens 28. November an folgende Adresse: Migros Aare, KKS/Anastasia, Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl. Online-Teilnahme: www. migros-aare.ch/verlosung. Die Gewinner werden bis am 10. Dezember das Märchenbuch im Briefkasten haben. Viel Glück!

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1. Goldfarben und noch nicht über­ bevölkert: Die Strände von Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná. 2. In Los Patos treffen sich Einhei­ mische zum Bade­ plausch, Tanzen und Picknicken. 3. Wer einen Inlandflug zwischen Samaná und Punta Cana bucht, erlebt die Dominikanische Republik aus der Vogelperspektive. 4. Im Südwesten des Landes sind die Strassen nicht immer intakt. Die Natur dafür umso mehr. 5. Las Terrenas im Norden des Lan­ des: Bunt, laut und absolut reizend. 6. Wo immer ein Fotoapparat zu sehen ist, werfen sich die Domini­ kaner in Pose. 7. Wie wird aus der Kakaofrucht Schokolade? In der «Hacienda La Esmeralda» erfährt es der Tourist.

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Blumen, Blut und Beach

Die Dominikanische Republik überrascht mit wildromantischen Küsten und kühlen Bergregionen. Kein Wunder, will die Schweizer Familie Huber gar nicht weg aus dem Paradies.


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ie Hängematte auf dem Balkon schaukelt leicht im Wind. Von hier aus geht der Blick direkt in den azurfarbenen Himmel und auf den hellblauen Ozean. Zwölf Etagen tiefer funkelt ein Pool wie ein geschliffener Aquamarin in der Sonne. Wenn das nicht der perfekte Ort zum Abhängen ist! «Oh ja, Santo Domingo ist toll», sagt Manuel Huber (46), «hier wollen wir nicht mehr weg.» Der Ostschweizer und seine Kin­ der Miriam (19), Salomé (18) und Elia (15) sitzen in den Korbsesseln ihres Wohn­ zimmers und erzählen, wie es sie in die Karibik verschlagen hat. Zehn Jahre ist es her, dass der Vater mit seinen Kindern in die Dominikani­ sche Republik gekommen ist – mit vier Koffern, einer Kiste voller Spielzeug und Schulmaterial, mit dem er seine Kinder zu Hause unterrichtete. Der Thurgauer Architekt hatte einen tragischen Ein­ schnitt in seinem Leben zu verkraften. Seine Frau war bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Fern der Heimat wollte sich der Witwer zusammen mit seinen Kleinen vom Schock erholen. Nur eine Auszeit, so der Plan. Doch kaum zurück in der Schweiz, stellte die Familie fest, dass sie das Leben in der Karibik, die freundlichen Menschen und das tro­ pische Klima vermisste.

Santo Domingo sehen – und den Wilden Westen entdecken Inzwischen hat sich Manuel Huber mit seinen Kindern in Santo Domingo niedergelassen. Er hat wieder ein eigenes Architekturbüro, mit dem er Projekte in der Karibik und in der Schweiz realisiert. Miriam studiert Publizistik und Grafik­ design und arbeitet als Model. Salomé und Elia besuchen eine Privatschule. Während Salomé in der Freizeit Volley­ ball spielt und sich mit Kunst befasst, hängen Elia und seine Freunde oft an der Spielkonsole oder sind so lange im Pool, bis sie vom Chlorwasser grüne Haare haben. Alle drei besuchen Freunde, ge­ hen ins Kino oder an den Strand. Nachts aber sind die Jungen nirgends zu Fuss anzutreffen – zu gefährlich. «In gewissen Quartieren verriegeln wir selbst am Tag die Autotüren von innen», sagt Manuel Huber. Dennoch: Die Ost­ schweizer Familie liebt die quirlige Hauptstadt heiss. Unbestritten ist die älteste Stadt der Neuen Welt mit ihren coolen Bars, schil­ lernden Einkaufszentren und der Alt­ stadt aus Kolonialzeiten einen Besuch wert. Danach darf man die ausgetre­ tenen Touristenpfade Hispaniolas – so der Name der ganzen Insel – getrost ver­

Rechts: Manuel, Miriam, Salomé und Elia Huber (von links) lieben das Leben in Santo Domingo. Unten: Eine Ent­ deckung wert sind die wilden Bergregionen wie jene von Jara­ bacoa.

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Der Gegenentwurf zu den Hotelburgen: Die malerische Region rund um Barahona. Puerto Plata

Haiti

Las Terrenas Jarabacoa

Dominikanische Republik

Samaná

Punta Cana

Santo Domingo Barahona

La Cueva

Paraiso

50 km

lassen. Denn die DomRep, wie das Land kurzerhand genannt wird, hat noch viel touristisches Neuland zu bieten. Sie ist mit fast vier Millionen Besuchern jährlich die meistbesuchte Karibikdestination, doch die meisten Touristen bleiben in den Hotelburgen von Punta Cana oder Puerto Plata (siehe Karte) hängen. Dabei bietet dieses Land so viel mehr als nur All-Inclusive-Ferien. Zum Beispiel der Südwesten: Da gibt es die Bahia de las Aguilas, die flügelförmige Bucht nahe der Grenze zu Haiti. Der Strand soll zu den schönsten der Welt gehören. Der feine Sand ist schneeweiss, das Meer glasklar und türkisfarben. Nach dem Bad im lauwarmen Meer lässt man sich vom Motorboot zum Fischerort La Cueva chauffieren und gönnt sich fangfrische Langusten oder Fisch. Und dann der smaragdfarbene Brackwassersee Laguna de Oviedo: Reiher, Eisvögel und zahlreiche weitere Vogelarten bevölkern das Naturschutzgebiet – und

Leguane: Die Echsen herrschen tatsächlich über eine eigene kleine Insel und beäugen Menschen misstrauisch: etwas unheimlich, aber ungefährlich.

Ausserhalb der Hotelburgen wartet das pralle Leben Ja, der Westen der DomRep verlangt ein wenig Abenteuerlust. Und Spanischkenntnisse. Englisch spricht hier kaum jemand, Deutsch schon gar nicht. Dies ist nicht mehr die durchorganisierte Ferienwelt des Massentourismus. Hier und dort riecht es nach Fisch. Autos müssen sich an Schlaglöchern vorbeischlängeln, da und dort hämmert ein lauter Bass, wenn sich die Landjugend zu einer Party trifft. Aber dann ist die Luft auch wieder erfüllt vom fröhlichen Schnattern auf Spanisch und heiteren Bachataklängen. Etwa in Los Patos, etwas südlich der Küstenstadt Barahona. Dort treffen sich die Einheimischen an einem kleinen Kiesstrand. Es wird ge-

flirtet, getanzt, gegessen und im kühlen, klaren Flusswasser geplanscht. Die Südküste Hispaniolas liegt an der Karibischen See und ist von ihrem feuchtwarmen Klima geprägt. Regenwälder wechseln sich mit Mangofeldern und Zuckerrohrplantagen ab. Unter den Palmen reihen sich winzige Behausungen in Lila, Hellgrün oder Gelb aneinander, so manche von ihnen mehr Holzverschlag als Hütte, doch kaum eine ohne liebevoll gepflegten kleinen Vorgarten. Mütter mit Lockenwicklern im Haar, Mädchen in Schuluniform und Buben in zerschlissenen Kleidern werfen sich strahlend in Pose, wann immer ein Fremder den Fotoapparat zückt. Ein paar Schritte dem Strand entlang, und schon ist man umzingelt von Kindern, die unscheinbare blassblaue Steine zum Kauf anbieten – es ist der Larimar, ein Halbedelstein, den es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. In geschliffenem Zustand leuchtet er genauso

«Hier wollen wir nicht mehr weg.» Manuel Huber


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Punta Cana – Garten Eden der Karibik Träume wie aus einem farbenfrohen Bilderbuch werden im Inselreich der Dominikanischen Republik wahr. Kilometerlange, blendend weisse Sandstrände, Kokospalmen und ein türkisblaues Meer ziehen Sie in Ihren Bann. In Punta Cana ist das Kunststück gelungen, moderne

Geschichtsträchtig: Die Zona Colonial von Santo Domingo ist Weltkulturerbe der Unesco.

Wo Touristen noch selten sind, begegnen ihnen die Einwohner der DomRep mit freundlicher Neugier.

hellblau wie das Meer, das man von der Strasse aus durch pinkfarbene Bougainvillea hindurch erblickt. Kitsch pur.

Reizendes Land mit blutiger Vergangenheit Das Kontrastprogramm liegt im Landesinneren, durch das sich die Hänge der Zentralkordilleren ziehen. Auf 600 Meter über Meer liegt der gepflegte Kurort Jarabacoa, Ausgangspunkt für Wanderungen, Reitausflüge und Biketouren. Fast wähnt man sich in europäischem Gebirge, und siehe da, diese Region trägt den Übernamen «dominikanische Alpen». Es gibt Pinienwälder, Wasserfälle und rauschende Flüsse, über denen an kühlen Morgen der Nebel hängt. Einmal in dieser Ecke des Landes angekommen, sollte man zwei Dinge nicht auslassen: die Kakaoplantage von San Francisco de Macoris, wo der Werdegang von der Kakaofrucht zur Schokolade demonstriert wird, und das ehemalige Anwesen der Familie Mirabal, heute ein kleines Museum inmitten blühender Gärten. Hier ist die erschütternde Geschichte der drei Mirabal-Schwestern dokumentiert, die sich in den 50er-Jahren gegen Diktator Trujillo aufgelehnt hatten und dafür mit einem grausamen Tod bezahlten. Als Zeitzeugen sind ihre blutbefleckten Kleider ausgestellt. Hier wird einem bewusst, wie schrecklich die Vergangenheit dieses bezaubernden Fleckens Erde ist. Bei aller Vielfalt bleibt die Dominikanische Republik ein Magnet für wintergeplagte Wasserratten. Und die sind im Nordosten des Landes bestens aufgehoben. Dort ist die Halbinsel Samaná

dabei, touristisch aufzurüsten. Am goldfarbenen Strand von Las Terrenas haben sich bereits kleine und mittelgrosse Hotels niedergelassen, weitere sind im Bau. Das etwas chaotische Städtchen Las Terrenas mit Boutiquen und Lokalen liegt in Gehweite der meisten Hotels. Von verschiedenen nahe gelegenen Häfen aus stechen von Januar bis März Boote zur Walbeobachtung in See, und einige von ihnen tuckern dabei an der Insel vorbei, auf welcher der berühmte Bacardi-Feeling-Spot gedreht wurde. Ob man Wale sieht, ist Glückssache. Macht nichts, die meisten Besucher kommen sowieso wieder. Auch Manuel Huber aus dem Thurgau kann sich der Faszination seiner Wahlheimat nicht entziehen und fotografiert deren Besonderheiten ohne Unterlass. Gerade arbeitet er an einem Bildband, in dem die verschiedensten Bewohner des Landes porträtiert werden. Es scheint, als ob der Architekt auch nach zehn Jahren noch versuchte, das Land in seiner verwirrenden Vielfalt zu erfassen. Text: Yvette Hettinger Bilder: Ornella Cacace

Die Reise wurde unterstützt von DomRep Tours: www.domreptours.com.

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Das Geheimnis um die Okapi-Augen

Die Lage ist ernst: Das Okapimännchen Imba leidet an einer fortgeschrittenen Hornhautentzündung. Doch das seltene Tier gewinnt die Sehkraft zurück.

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

Bilder: Zoo Basel

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Bereits gestern habe ich das Okapi­ männchen Imba (7) aus der Nähe beobachtet. Auf der Hornhaut des rech­ ten Auges stellte ich einen kleinen Defekt fest, dazu tränte das Auge stark. Ich vermutete eine Verletzung durch einen spitzen Gegenstand wie einen Ast als Ursache. Bei der heutigen Nachkontrol­ le stelle ich mit Schrecken fest, dass auch das linke Auge eingetrübt ist. Somit ist eine infektiöse Ursache wahrscheinlich. Imba hat wenig Appetit, und sein Blick ist leer. Vermutlich hat er Schmerzen. Um die Sehkraft des wertvollen Tiers nicht aufs Spiel zu setzen, müssen wir sofort handeln. Ich bin froh, dass uns die Augentierärztin Silvia Stadler vom Tierspital Zürich bei diesem ausser­ gewöhnlichen Fall unterstützt. Per Blasrohr verabreiche ich Imba eine Be­ ruhigungsspritze. Nun können wir uns dem Okapi nähern und es in Ruhe im Stehen untersuchen. Zuerst entnehmen wir mit einem feinen Bürstchen Proben von der Hornhaut, um nach Entzün­ dungszellen und Krankheitserregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen zu suchen. Dann untersucht Silvia Stadler die gros­ sen dunklen Augen mit der Spaltlampe. Unterdessen entnehme ich Blut, was bei der dicken Haut der Okapis gar nicht so einfach ist. Schliesslich nutzen wir die Untersuchung auch, um eine gezielte Behandlung in Form verschiedener Spritzen unter die Haut und Augen­ salben und ­tropfen einzuleiten. Imba leidet an einer beidseitigen bak­ teriellen Hornhautentzündung. Diese hat sich ins innere Auge ausgebreitet. Die Lage ist ernst, Imbas Sehkraft ist bereits eingeschränkt. Mit viel Finger­ spitzengefühl gelingt es den Tierpfle­ gern, Imba zweimal täglich antibiotische Augensalben ins Auge zu verabreichen. Nur dank der tollen Teamarbeit können wir bei der Kontrolle nach zehn Tagen auf eine Operation verzichten. Mittler­ weile verrät nur noch eine kleine Narbe auf der Hornhaut des rechten Au­ ges den damaligen Ernst der Lage.

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Imba lässt den Eingriff stoisch über sich ergehen: Die Augentierärztin entnimmt Proben von der Hornhaut.


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Yoga ganz persönlich Y

oga – nicht schon wieder, könnte man denken. Nicht ganz zu Unrecht angesichts der Yogastudios, die inflationär eröffnet werden, und der vielen Yogapublikationen, die zu allen Jahreszeiten in den unterschiedlichsten Ausführungen in den Buchhandlungen und dort teilweise auf den Ausverkaufstischen günstig zu haben sind. Yogabücher in allen Formaten und über jede Variante, wie Raja-Yoga, Hatha-Yoga, Mantra-Yoga, SiddhaYoga, Power-Yoga, religiöses und philosophisches Yoga, oder einfach nur gegen Stress, Dicksein und Krankheiten, für Balance, Lebensfreude und so weiter. Man gewinnt den Eindruck, dass heutzutage jeder, der sich halbwegs dazu berufen fühlt, seine persönliche Yogabegeisterung im eigens eröffneten Studio auslebt, in Buchform bringt und im besten Fall gleich eine neue Yogarichtung erfindet.

Über den Körper und das Atmen den Geist erreichen Laien sollten sich nicht verwirren lassen und kritisch sein, denn das eigentliche Anliegen des Yoga ist gut nachzuvollziehen. «Keine Esoterik, keine Religion, keine Akrobatik», steht klar und deutlich auf der Website des Schweizer Yogazentrums. Und weiter heisst es: «Wir verstehen Yoga als einen offenen Weg zu mehr Gesundheit, Gelassenheit und innerem Frieden – frei von religiösen Dogmen, transparent und hinterfragbar. Damit dieser Weg erfahrbar wird, muss sich alles, was unterrichtet wird, an den Fragen, Wünschen und Möglichkeiten des einzelnen Menschen orientieren.» Woher Yoga ursprünglich kommt, ist nicht ganz geklärt. Der Begriff tauchte vor mehr als 2500 Jahren in Indien auf und hat auch heute noch unterschiedliche Bedeutungen. So betrachtet man Yoga einerseits als philosophisches,

Gut zu wissen Erst die Begeisterung des Westens für Yoga hat im 20. Jahrhundert in Indien zu seiner Ver­ breitung beigetragen. Davor wurde Yoga nur von einer Minderheit und ausschliesslich innerhalb der Familie und in kleinen Schulen gelehrt und praktiziert. Die Bedeutung des Yoga ist in seinem Herkunftsland nun amtlich. Anfang November hat die indische Regierung ihren Tourismus­ minister Shripad Yesso Naik zum Minister für Yoga ernannt. Das Ministe­ rium kümmert sich neben Yoga allerdings auch noch um Ayurveda, Natur­ heilkunde und Homöopathie.

jedoch nicht religiöses System, andererseits als eine Möglichkeit, Konzentration zu erlernen. Und schliesslich bezeichnet man mit Yoga bestimmte Körper-, Atem- und Meditationsübungen. Um diese Bedeutung des Yoga soll es hier auch gehen. «Yoga ist eine gezielte, sehr sinnvoll aufgebaute Praxis, über den Körper unter Einbezug des Atems den Geist zu erreichen», erfahren wir von der Yogalehrerin und -therapeutin Susan Kieser Jäggi, die den Yogaraum im zürcherischen Wald leitet. Sie unterrichtete viele Jahre am Schweizer Yogazentrum und ist jetzt für die Ausbildung der Yogatherapeuten am Institut für integrative Heilpraxis (iih) zuständig.

Es ist nicht das Ziel, spektakuläre Übungen zu beherrschen Die Wirkung davon sind «Ruhe, Konzentration und grosse Klarheit», ergänzt sie. Susan Kieser Jäggi unterrichtet Hatha-Yoga nach der Viniyogamethode. So heisst traditionell die Methode, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Übungen sind normales HathaYoga, eine Praxis, die auf verschiedenen alten Yogaschriften basiert, bei der auch der Körper einbezogen wird, nur dass man diese den Übenden angepasst hat. Oft ist es umgekehrt, dass Yogaschüler die einzelnen Übungen erlernen müssen, ob sie ihnen nun liegen oder nicht. Es ist nicht das Ziel von Yoga, einem Ungeübten spektakuläre, akrobatische Übungen beizubringen. Susan Kieser Jäggi findet akrobatisches Yoga problematisch und weiss, dass in den englischsprachigen Blogs gerade grosse Diskussionen über Schäden durch Yoga stattfinden. «Yoga kann auch schaden», sagt sie, der Pflug zum Beispiel, eine Übung, bei der man die Halswirbelsäule stark abknickt, sei «per se schädlich». Jeder Mensch bringt unterschiedliche Voraussetzungen zum

Unterricht mit, deshalb müssen Yogaübungen für jeden auch anders aussehen. Wer sich von Haus aus viel bewegt und gelenkig ist, wird sicher andere Übungen brauchen als ein Schreibtischtäter, der täglich acht Stunden auf einem Bürostuhl verbringt. Susan Kieser Jäggi erzählt von ehemaligen Tänzern, die ein extrem körperorientiertes Yoga bevorzugen. Menschen, die sich allerdings nicht gewohnt sind, sich regelmässig zu bewegen, bringen schon einfache Übungen eine positive Veränderung. Yoga eignet sich für jede und jeden. Es liegt am Einzelnen, ob er wöchentlich in einer Gruppe oder mit Hilfe einer Yogatherapie regelmässig zu Hause allein üben will. Es bedarf auch keiner besonderen Voraussetzungen: Wer wirklich möchte, kann sofort mit dem Üben anfangen. Man braucht ein bisschen Zeit, eine Decke und – das ist allerdings das wichtigste – eine fachkundige Person, die einen anleitet. Die Kompetenz eines Yogalehrers oder -therapeuten ist entscheidend. Und nicht jedes Yogastudio hat einen ausgebildeten Yogalehrer. Interessierte sollten einen Yogatherapeuten gezielt suchen. In der Schweiz gibt es seit zwei Monaten etwas in Europa Einmaliges: ein eidgenössisches Diplom für Yogatherapeuten, das im Rahmen der Ausbildung «Komplementärtherapie Methode Yogatherapie» erworben werden kann. Diese Therapeuten sind entsprechend ausgebildet und dem Berufsverband Yoga Schweiz angeschlossen. Der Berufsverband hat sich personell und finanziell stark an der Entwicklung des neuen Berufs beteiligt. Yoga zu praktizieren, hat also nur dann eine Wirkung, wenn die Übungen auf die einzelne Person und ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Jeder sollte genau in sich hineinhorchen und seine Wünsche formulieren. Und erst dann damit anfangen. Text: Sabine Müller

Bild: Getty Images

Es braucht keine spektakulären Verrenkungen, um Yoga zu praktizieren: Aber es braucht eine individuelle Einführung durch einen Yogatherapeuten, damit man dem Körper nicht schadet.


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Der Baum: Eine Yoga-Übung, die das Gleichgewicht fördert und, wenn man sich zum Beispiel an eine Wand lehnt, auch von Älteren leicht praktiziert werden kann.

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Mehr Infos yogaraum.ch schweizer yogazentrum.ch Ausbildung zum Yogalehrer: yoga.ch Ausbildung zum Yogatherapeuten: heilpraxis-schule.ch Infos über die neue Ausbildung: oda-kt.ch Kompetente Yogatherapeuten: yogatherapeuten.ch Literatur: Imogen Dalmann, Markus Soder: «Warum Yoga. Über Praxis Konzepte und Hintergründe», bei Ex Libris, Fr. 14.30. Imogen Dalmann, Markus Soder: «Heilkunst Yoga. Yogatherapie heute.» bei Ex Libris, Fr. 23.60. Beide Bücher sind im Viveka-Verlag erschienen.


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Kampf um die Krone

Fifa 15 setzt zur Blutgrätsche gegen Pro Evolution Soccer an. Der Test verrät, wer gewonnen hat und wer vom Platz getragen wurde.

A Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie die Vor- und Nachteile von Fifa und PES im Video.

npfiff zum ewigen Duell. Die Fussballsimulationen Pro Evolution Soccer 2015 (PES) und Fifa 15 buhlen um die Gunst der Gamer. Die Kommentatoren begrüssen die Spieler auf dem Platz. Auch wenn die Präsentation bei Fifa etwas flotter ist und die Sprüche besser passen, erarbeitet sich das Spiel keinen Vorteil; 1:1. Optisch wirkt PES biederer und blasser als die Konkurrenz. Zwar sind dort die Spieler teils besser zu erkennen, aber Fifa ist trotzdem ansehnlicher; 1:2. Fan von den Young Boys, St. Gallen oder Schalke 04? Was im echten Leben nicht klappt, kann man sich auch bei

PES 2015 abschminken: den Meistertitel. Dort fehlt die Super League genauso wie die Deutsche Bundesliga; 1:3. Dafür bewegen sich die Polygonkicker bei PES deutlich realistischer über den virtuellen Rasen. Anders als bei Fifa 15 hat dort Zaubermaus Messi im Kopfballduell gegen einen Abwehrturm wie Per Mertesacker keine Chance; 2:3.

Fifa 15 ist mit knapp 73 Franken leicht teurer als PES 2015 Auch Pässe lassen sich exakter spielen: hart oder weich und lang oder kurz. Zocker finden den frei stehenden Mitspieler besser, das Spiel ist runder; 3:3.

Pro Evolution Soccer 2015 gegen Fifa 15: Ein

Allerdings ist das Zweikampfverhalten des Gegners bei PES selbst bei hohen Schwierigkeitsgraden eher wie beim Volleyball: praktisch ohne Körperkontakt. Gegner bleiben zu oft stehen. So ist das Toreschiessen leicht. Zu leicht; 3:4.

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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DIGITAL | 109

NERD’S WORDS

Illustration: Supertotto/2Agenten

Ciao, Nokia

hart geführter Zweikampf.

Neben dem Platz bieten beide Titel praktisch dasselbe: Onlineligen, Managerkarrieren, Freundschaftsspiele. Da bleibt kein Wunsch offen; 4:5. Das Spiel ist aus: Pro Evolution Soccer 2015 verliert knapp gegen Fifa 15. Text: Reto Vogt

Vielleicht erinnerst du dich noch ans Jahr 2000. Du warst damals das Mass aller Dinge, von Jung und Alt gleichermassen begehrt. Wir trafen an einem Tag im Sommer zum ersten Mal aufeinander, als dich ein junger Mann im orangen Handyshop über den Tresen schob. Ich zahlte für dich und packte dich sofort aus. Aufgeregt und fasziniert blickte ich dich an: wunderschön gebaut, ein schwarz-weisser Bildschirm mit drei Textzeilen, 15 silbrige Knöpfe … Nächtelang lagst du in meinen Händen, während ich auf der Jagd nach Rekorden die Schlange kreisen liess. Manchmal wurdest du auch laut, wenn jemand mit mir sprechen wollte. Viel mehr hast du nie zu meiner Unterhaltung beigetragen. Aber es hat mir stets gereicht. Damals wusste niemand, dass du nur

noch sieben glorreiche Jahre vor dir haben wirst. Schliesslich hast du auch zu dieser Zeit stets eine gute Figur gemacht und dich jedes Jahr ein Stückchen verbessert. Du wurdest farbig, hast wohlklingende Töne von dir gegeben und sogar Verbindungen zum Internet hergestellt. Dann bist du eingenickt. Als du Jahre später wieder erwacht bist, war es zu spät. Es erging dir wie einem Schüler mit Masern, der das Verpasste nicht mehr rechtzeitig nachholen kann und deshalb durch die Prüfung fällt. Trotzdem hast du nicht aufgegeben und nochmals neu angefangen. Das ist dir zwar gelungen, aber viele hatten dich in der Zwischenzeit vergessen. Es ist wohl Ironie deines Schicksals, dass jetzt ausgerechnet dein Erlöser Microsoft einen Sargnagel in den Markennamen schlug. Ich bin traurig, ein bisschen.

mit Reto Vogt

Diskutieren Sie mit Werden Sie Nokia vermissen? Ihre Meinung interessiert uns: Migrosmagazin.ch/nerdswords

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

1. Bewegung Es wirkt Wunder: Joggen, Fitness, Treppe statt Aufzug benutzen. «So halten wir den Kreislauf in Schwung», sagt Armin Bürgler (62), Facharzt für Allgemeine Medizin und Sportmedizin, Medbase Winterhur ZH.

2. Frische Luft

Bild: Getty Images

Mütze auf, Stiefel an und ab nach draussen. Spaziergänge machen munter. Sauerstoff und wechselnde Düfte erzeugen positive Sinneseindrücke und regen das Hirn an.

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TIPPS | 111

9. Winterfreuden

Zehn Tipps für Wintermuffel

Grau und kalt sind die Wintertage und wir entsprechend antriebslos und schlapp. Je mehr die Dunkelheit zunimmt, umso mehr nimmt die gute Laune ab. Mit diesen zehn Tipps kommen Sie unbeschwerter durch den Winter.

3. Licht an

4. Rhythmus

«Licht geht dem schlappmachenden Hormon Melatonin an den Kragen», sagt Armin Bürgler. Schalten Sie die Lichter an. Lassen Sie das Tageslicht rein. Sogar im Nebel ist viel Licht vorhanden.

Tanzen Sie durch Kälte und Schnee – das macht froh und hält warm. Rhythmus ist auch sonst wichtig: Ein regelmässiger Schlaf-WachRhythmus reduziert Stresshormone und macht ausgeglichener.

Endlich wieder schlitteln, Ski und Snowboard fahren. Und was ist romantischer, als zu zweit durch die verschneite Landschaft zu stapfen oder eine Kutschenfahrt zu machen?

10. Sich küssen lassen …

5. Temperatur anpassen

6. Sich fröhlich essen

7. Gemeinsam statt einsam

… von den Schneeflocken, wenn sie sanft ins Gesicht fallen. Oder vom Partner! Kuscheln wärmt, regt an und macht glücklich. «Denn das Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttet», sagt Armin 8. Wellness fürs Bürgler. Text: Priska Plump Immunsystem

Drehen Sie die Heizung nicht zu stark auf. Armin Bürgler: «22 bis 23 Grad sind ratsam.» So behält man einen klaren Kopf, und der Kälteschock beim ersten Schritt nach draussen ist nicht so gross.

Fondue und Raclette, Lebkuchen und Guetsli nur mit Mass. Vorteilhaft sind saisonales Obst und Gemüse. Gewürze wie Zimt, Ingwer, Johanniskraut regen das GuteLaune-Hormon Serotonin an.

Sich verkriechen gilt nicht. Ein Spieleabend, ein Besuch am Weihnachtsmarkt. Oder bauen Sie mit Freunden und Bekannten eine Schneebar, an der Sie dann Glühwein und Punsch ausschenken.

Gönnen Sie sich einen Wellnesstag mit Sauna oder Dampfbad. Letzteres ist eine Wohltat für ausgetrocknete Schleimhäute. Und der Wechsel von Wärme und Kälte kann das Immunsystem stärken.

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ONLINE Umfrage Leiden auch Sie unter dem Winterblues – und falls ja, wie äussert sich das? Ausserdem: Wie begründet ein Facharzt das Stimmungstief?


BITTE MELDE DICH 112 |

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 Gesucht werden Nachkommen von Else Hess-Fischer. Als junge Frau war sie von 1915 bis 1918 als Soldatenmutter in der von ihr eingerichteten Soldatenstube von Fort Gondo tätig. Nicht nur der Krieg, auch Lawinen, Felsstürze und die spanische Grippe prägten ihren Alltag, den sie später in einer Veröffentlichung festgehalten hat. Für eine Neuauflage fehlen uns Angaben zur Person von Else Hess-Fischer. Herzlichen Dank für alle diesbezüglichen Hinweise. Thomas Handschin, Mitglied der Kulturellen Vereinigung Simplon Süd E-Mail: thomashandschin@gmx.ch

Schwester von Hans, sie ist geboren im August 1920. Der jüngste Bruder hiess Werner, geboren im August 1925. Die Grosseltern von Margrith und Ruth hiessen Otto und Ottilie Faes und wohnten in Uster. Wer kennt Margrith oder Ruth? Elisabeth Burger E-Mail: miburger@gmx.ch

 Gesucht werden Margrith und Ruth geborene Faes, Schweiz/Australien. Ich, Elisabeth Burger-Müller, suche meine Cousinen Margrith und Ruth geborene Faes, Jahrgang 1950/1955. Der Vater von Margrith und Ruth hiess Hans Faes, geboren August 1921/22. Meine Mutter, Elisabeth Müller-Faes, ist die

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ONLINE SUCHEN Die Onlinesuche ist ganz einfach. Geben Sie Ihre Suchannonce ein unter: www.migrosmagazin.ch/meldedich. Innerhalb weniger Tage wird jeder Eintrag im Internet veröffentlicht. Ein attraktives Bild und die Angabe der E-Mail-Adresse steigern die Erfolgschancen. Und wenn Sie etwas Glück haben, erscheint Ihre Annonce zusätzlich in der gedruckten Ausgabe des Migros-Magazins.

NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Wer war mit mir in Afghanistan?  Vor 37 Jahren waren wir mit zwei Transportbussen, ca. 18 Teilnehmern, unter zum Teil erschwerten Bedingungen, vom 13. Juli bis 5.August 1977 in Afghanistan unterwegs. Die Reise, die Leute, die Schönheiten des Landes sind mir in tiefer Erinnerung geblieben. Ich habe damals vier Bildbände gemacht. Ich kann mich an einige Mitreisende noch sehr gut erinnern. Viele Unterlagen habe ich behalten, doch leider keine Teilnehmerliste. Auf dem Foto ist nur ein kleiner Teil der Gruppe zu sehen. Vielleicht erinnert sich noch jemand aus der Gruppe und meldet sich bei mir. Es würde mich sehr freuen. Vreny Liechti E-Mail: vrenyliechti@hispeed.ch

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

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Sek-Schüler gesucht  Ich suche meine Klassenkameraden aus der Sekundarschule Milchbuck B Zürich, 1957–1959, Klasse Hegnauer/Leuzinger. Trix Bucher-Stoffer E-Mail: b.trix.bucher@bluewin.ch Anzeige

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Keine Angst vor Krampfadern! Jede Krampfader kann schonend ambulant mit dem Laser entfernt werden. Grosse Krampfadern müssen nicht sein. Viele Menschen leiden unter Venenproblemen, haben aber Angst vor einer Operation. Kompressionsstrümpfe sind für viele Patienten keine Dauerlösung. Neueste Verfahren mit Laser, Radiofrequenz und anderen Verfahren ermöglichen eine ambulante Behandlung auch noch so grosser oder geschlängelter Krampfadern ohne Spitalaufenthalt und ohne Narkose. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir jede Krampfader, egal wie gross oder wie geschlängelt mit diesen neuen Methoden behandeln. Anstatt eines Schnittes in der Leiste oder in der Kniekehle wird die Vene von innen durch Hitze «verkocht» und somit für immer verschlossen. Dieser Eingriff ist ambulant möglich. Schon am nächsten Tag kann und darf man wieder arbeiten (je nach Ausmass vom Befund). Das Tragen von dicken Kompressionsstrümpfen entfällt. Der Eingriff findet in örtlicher Betäubung in leichtem Dämmerschlaf, also ohne Narkose oder Rückenmarksanästhesie statt. Direkt nach dem Eingriff kann man aufstehen und nach Hause gehen. Selbstverständlich behandeln wir auch Besenreiservenen mit der Schaumverödung und dem Laser. <wm>10CAsNsjY0MDA21jU0N7E0NgcAMIab9Q8AAAA=</wm>

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

MUSIKFESTIVAL | 115

Gratis ans Songbird Festival in Davos Das Migros-Magazin verlost ein Wochenende (5. bis 7. Dezember) in Davos für zwei Personen. Im Preis inbegriffen sind zwei Festivalpässe für alle Konzerte des Songbird Festivals Davos, zwei 2-TagesKarten für das Skigebiet und zwei Übernachtungen im Hotel Intercontinental im Wert von rund 2100 Franken. Zudem werden 10 x 2 Tickets für das Eröffnungskonzert am 5. Dezember im Hotel Intercontinental mit William White und The Drops im Wert von je 45 Franken verlost.

Plattform für Schweizer Musik: Das Songbird Festival Davos, im Bild Pegasus.

Das Mekka für Musikliebhaber

Das Migros-Magazin verlost ein Wochenende für zwei Personen am Songbird Festival Davos sowie Tickets fürs Eröffnungskonzert.

F

ür viele ist es das schönste Schwei­ zer Musikfestival in den Winter­ monaten: das Songbird Festival Da­ vos. Vor sechs Jahren wurde es initiiert, um talentierte Schweizer Musikerinnen und Musiker gezielt zu fördern.Jedes Konzert sollte in einer einmaligen Ambi­ ance stattfinden. Was das etablierte Filmfestival für Locarno und den Film ist, sollte das Songbird Festival für Davos und die Schweizer Musik werden. Mittlerweile ist dieses Festival kein Geheimtipp mehr, es hat sich zum wichtigsten Anlass für heimische Singer­Songwriter entwickelt. Während dreier Wochen, vom 5. bis 20. Dezember, verwandelt sich Davos in ein Zentrum für Musikliebhaber. So liest sich das Programm mit den über 40 Konzerten

auch dieses Jahr wie das Who is Who der Schweizer Liedermacher: Neben etab­ lierten Stars wie Pegasus, William Whi­ te, Jaël Malli, Ritschi oder Lea Lu bietet das Festival auch talentierten Newco­ mern wie Luca Little, Tobias Carshey oder Tobey Lucas eine Plattform. Das Besondere am Songbird Festival Davos ist die Mischung aus atmosphä­ rischen Auftritten und hochwertiger Schweizer Musik. Für etablierte Künstler ist es ein Liebhaberfestival, für den Nachwuchs ein wichtiges Sprung­ brett. Mit etwas Glück können Leser des Migros­Magazins je zwei Tickets fürs Eröffnungskonzert oder gar ein Wochenende mit Hotelübernachtung sowie Festival­ und Skipass für zwei gewinnen.

Wettbewerbsfrage: Seit wie vielen Jahren gibt es das Songbird Festival Davos?  Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.  Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt  Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff  Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Songbird Festival», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 30. November 2014 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach der Ziehung durch die Gewinnerinnen und Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos. Tickets und Infos: www.songbirdfestival.ch


RÄTSEL & SPIELE 116 |

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UNTERHALTUNG

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NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

UNTERHALTUNG | 117

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.11.2014, 24 Uhr

ZUSÄTZLICH: Eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld! Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.11.2014, 24 Uhr

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Gewinner Nr. 46: Marianne Gerber, Rüfenacht BE; Margrit Diener, Richterswil ZH; Rosmarie Tschudi, Rüti ZH; Gabrielle Bucher, Hergiswil NW; Erika Battaglia, Paspels GR Gewinner «Zusatz» Nr. 46: Ruth Wetli, Winterthur ZH; Hana Morf, Zürich; Erica Wüst, Dierikon LU; Cornelia Nauer, Grub AR; Susanne Steiger, Büron LU

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 119

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

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So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

2

I

3

4 5 1

ABST I EGE AT LANT I S CALLG I RL E I ERTANZ I NT ERNAL R I NGBUCH TORL I N I E TRAENKEN WI ENERL I ZARTL I LA

Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.11.2014, 24 Uhr 1

2

3

4

5

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 47: STUTE Gewinner Nr. 46: Hans Rudolf Meier, Lotzwil BE; Monica Zulauf, Aarau; Doris Gassner, Triesen FL

Auflösung Nr. 4: Mineralwasser

KINDEREGGE

SCHNEEMANN-QUIZ

Rät selsp ass

Nina, Hugo und Tobi haben ein paar Schneemänner gebaut. Findest du heraus, welcher Schneemann welchen Beruf hat? Die richtigen Buchstaben ergeben ein Lösungswort.

WIE VIEL?

Ich schaffe Purzelbäum es, gleich viele eh schlagen, w intereinander zu ie es in der S chweiz Bundesräte gibt! Ich kann so viele Sekunden lang de n Handstand mache n, wie eine Spinne Beine hat.

1 4

2

5

1. K Skilehrer 2. E Gärtner 3. L Buchhalter 4. R Clown S Rennfahrer T Zauberer U Apotheker B Kellner N Schweisser Ä Koch I Buschauffeur O Tigerdompteur 5. F Metzger U Elektriker E Holzfäller

Lösungen: – Nina kann 20 Mal seilspringen. – Hugo kann 7 Purzelbäume schlagen. – Tobi kann 8 Sekunden lang den Handstand machen.

Wie viele Finger und Zehen hast du insgesamt? So oft kann ich nacheinander seilspringen!

3

Lösungswort: 1

2

3

4

5

Lösung: KÄLTE

Nina, Hugo und Tobi halten eigene Rekorde im Purzelbäumeschlagen, Seilspringen und Handstandmachen. Ihre Rekorde geben sie aber nicht einfach so preis. Findest du sie trotzdem heraus?

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Aus dem Kräutergarten der Schweiz Marcel erklärt, wie man eine Lampe montiert. (Bild: zvg)

Berner Onlineportal Classery.com erfüllt Kurswünsche nach Wahl Lampen montieren, Feuerkochen, Aaresurfen: Classery.com vereint Menschen, die ihr Wissen oder Können erweitern oder weitergeben wollen. Man hat nie ausgelernt. Das findet auch Andreas, der gerne die Grundzüge des Beatboxens erlernen möchte. Mathias interessiert sich für das Segelfliegen und Michèle will länger als zwei Sekunden auf einer Slackline balancieren können. Diese und weitere Fähigkeiten können nun simpel und schnell erlernt werden: Das Berner Startup Classery.com nimmt sich den individuellen Kurswünschen an und sucht einen passenden Coach. Die einmalige Durchführung der Kurse garantiert ein gezieltes Lernen in der Gruppe – und zwar unkompliziert, ortsungebunden, schnell und auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet. Tummelplatz für Wissenshungrige Im Sinne der «Share Economy» bietet die Plattform einen Treffpunkt für Leute, die gleiche Interessen teilen und ihr Wissen erweitern oder weitergeben wollen. Dabei kann jedes Mitglied der aktuell 500-köpfigen Community Kursteilnehmer oder Coach sein. Das Prinzip ist simpel: kostenlos registrieren, Kurswunsch eingeben oder sich einem bestehenden Kurs anschliessen und an einem Abend sein Wissen erweitern. Jetzt anmelden und mitmachen! Unter Classery.com kann jedermann seinen persönlichen Kurswunsch erfassen, sich einem bestehenden Kurswunsch anschliessen oder sich als Coach eintragen.

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 121

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in

1

9 5 2 6 4 1 3

8

9 5 2 4 6 7

9 jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. 2 7 Auflösung Nr. 47: 392 8 So nehmen Sie teil 5 Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) 4 1 2 6 3 9 7 8 5 Gewinner Nr. 46: 7 8 3 5 2 1 9 6 4 SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 1 Gisele Guerin, 9 5 6 8 7 4 2 3 1 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 6 4 1 3 9 2 8 5 7 Monthey VS; Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 2 5 9 8 7 1 6 4 2 3 Rosmarie Haas, Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

6 7 4 3 9 2 6

Teilnahmeschluss: Sonntag, 30.11.2014, 24 Uhr

3 2 8 1

2 7 6 3

7 9 5 4

4 1 9 2

5 8 4 6

8 5 3 7

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Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Luftzufuhr

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

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Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

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MEINE WELT 124 |

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TIZIANA GULINO

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«Ich möchte meinen 18. Geburtstag ohne Zahnspange feiern»

«The Voice»-Gewinnerin Tiziana Gulino (17) hat mit «Find your way» ihre erste CD auf den Markt gebracht: Ihren eigenen Weg zwischen Teenageralter und Erwachsensein zu finden, ist auch privat ein grosses Thema für die lebenslustige junge Frau. Wieso leben Sie in Dielsdorf?

«Find your way» – der Name meiner CD.

In einem südländischen Land – am liebsten in Italien – am Meer. Das Rauschen des Meeres am Abend hat etwas Beruhigendes.

Leute, die alles kritisieren. Und wenn man sich zu fest anpassen muss. Ganz ehrlich: Wären alle Menschen gleich, wäre es mega langweilig.

Noch vor meinen ersten Worten trällerte ich Melodien, und als Dreijährige sang ich Lieder nach. Das liegt wohl in der Familie: Auch die Eltern singen. Mit sechseinhalb Jahren lernte ich Klavier spielen, obwohl ich eigentlich viel zu kleine Hände dafür hatte. Seither begleite ich mich selber. Notenlesen war nie meine Stärke, so konzentrierte ich mich auf Akkorde. Da ich schon immer auf die Bühne wollte, sang ich bei Wettbewerben mit – bis ich im April bei «The Voice of Switzerland» gewann. Eine Gesangsstunde hatte ich nie, es kam immer etwas dazwischen. Meine Lehre als Pflegefachfrau führe ich im Februar weiter.

Natürlichkeit, Offenheit und Lebenslust. Und ich bin immer für alle da.

Wo würden Sie gern leben?

Beruf und Lebenslauf:

Name: Tiziana Gulino (17) Sternzeichen: Steinbock Wohnort: Dielsdorf ZH

Mein Lebensmotto:

Hier bin ich geboren, und hier lebt meine Familie.

Mein Ziel:

Ich möchte meinen 18. Geburtstag ohne Zahnspange feiern! Und langfristig gesehen: um die Welt reisen – schauen, wie die Musik anderswo ist.

Was ich nicht mag:

Meine besten Eigenschaften: Was ich an mir mag:

Ich bin eine einfache Person, an mir ist nichts Erzwungenes, Verstelltes. Ich bin authentisch. Was ich an mir nicht mag:

Dass ich nicht gern tanze. Auch kann ich laut werden, wenn jemand genau meine Schwächen provoziert – doch die kennen nur die Mitglieder meiner Familie. Mein bester Entscheid:

So bleiben, wie ich bin, und Kritiken nicht zu nah kommen lassen. Mein Trick:

Negativkommentare tun im ersten Moment weh, aber man lernt damit umzugehen. Es hilft, danach auf etwas Positives zu fokussieren. Text: Laila Schläfli Bilder: Tanja Demarmels

MEIN TICK

«Ich mag Lippenpro­ dukte in verschiedenen Geschmacksrichtungen, vor allem fruchtig und exotisch. Ein bisschen farbig müssen sie sein. Mein aktueller Favorit: Guava mit Rose, Fruity Shine.»

NR. 48, 24. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 48, 24. NOVEMBER 2014

TIZIANA GULINO | 125

MEIN TATTOO

«Zielstrebig sein, sich nicht anpassen, seinen eigenen Weg gehen. Das passt zu mir. Deshalb liess ich mir den Namen meiner CD auf den Unterarm tätowieren. Weh tat es nicht wirklich, die Angst davor war schlimmer.»

MEINE LEIDENSCHAFT

«Wenn ich heimkomme, setze ich mich oft ans E­Piano im Wohnzimmer und singe etwas, auch wenn ich voll müde bin. Noten brauche ich nicht, ich schaue die Akkorde jeweils auf dem iPad nach.»

MEIN ZIMMER

MEIN AUSGLEICH

«Für den FC Oberglatt stehe ich im Goal und liebe es, Richtung Ball durch die Luft zu fliegen. Als Goalie habe ich die letzte Chance, das Spiel zu drehen – das gefällt mir. Die Mannschaft vertraut mir. Mein Fussballidol ist Gianluigi Buffon, der italienische Nationalgoalie.»

«In meinem Zimmer kann ich mich vom Rummel draussen erholen. Hierher kann ich mich verziehen und die Ruhe ge­ niessen. An der Wand hängen Fotos meiner liebsten Leute und von wichtigen Momenten in meinem Leben.»

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Palmherzen sind das Einzige, was ich aus der Dose esse. Wenn mir nicht immer jemand ein paar klauen würde, ässe ich jeweils die ganze Portion auf – ohne Sauce.»

MEINE FAMILIE

«Sie ist mein Halt und meine Unterstützung in jeder Situation. Ich kann immer auf meine Familie zählen: Papi managt vieles und motiviert mich, wenn ich mal down bin, Mami ist die Fürsorgliche, und Stefania ist einfach mein Schwesterherz. Und dann ist da noch Spagna, unser Hund.»


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f ü r i r w : n e d n Spe Das Spendengeld der Migros fliesst unter anderem in das Caritas-Projekt «Schulstart+», das Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von null bis sieben Jahren auf den Kindergarten- und Schuleintritt vorbereitet. In Kursen lernen armutsbetroffene Kinder und ihre Eltern das örtliche Kindergartenund Schulsystem kennen.

HEKS investiert das Spendengeld der Migros unter anderem einerseits in sein Programm «HEKS Visite», das Langzeiterwerbslosen regelmässige Teilzeitarbeit im Rahmen der Sozialhilfe vermittelt. Andererseits erhalten gut qualifizierte MigrantInnen im Projekt «Mentorat Emploi Migration» durch den Austausch mit MentorInnen bessere Integrationschancen.

Pro Juventute investiert das Spendengeld der Migros einerseits in ihr Projekt «Ferienfonds», das armutsbetroffenen Kindern Ferien ermöglicht. Andererseits ist Pro Juventute durch ihre Beratungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Eltern präventiv tätig und bietet in der Not ein offenes Ohr.

Das Spendengeld der Migros fliesst bei der Winterhilfe in die Bettenhilfe, denn in der Schweiz gibt es Menschen, die sich kein Bett leisten können. Hier springt die Winterhilfe ein und stellt in der Schweiz produzierte Betten, Matratzen und Bettwaren zur Verfügung.


Im Dunkle geit es Cherzli a Und es strahlt so häll und warm Äs tönt äs Lied dürs ganze Land Mir fiire Wiehnacht Mitenand

e l b m Ense

Y’a des enfants qui nous font rire E sotto l’albero i regali Äs tönt äs Lied dürs ganze Land Mir fiire Wiehnacht Mitenand Denn dr Mond ghört zu de Sterne Und es Liechtli zur Latärne On passera l’année tous ensemble Mir fiired Wiehnacht mitenand Wiehnacht mitenand O die wo’s nid geng eifach hei Niemmer fühlt sich hüt allei

Risuona la musica nell’aria Mir fiire Wiehnacht mitenand Wiehnacht mitenand

Denn z’allerschönschte Gschänk Isch wenn öpper a ein dänkt

Denn dr Mond ghört zu de Sterne Und es Liechtli zur Latärne Au das Jahr simmer alli zäme Mir fiired Wiehnacht mitenand Wiehnacht mitenand Dans les villes Les montagnes Les vallées Les campagnes Vola il ritmo E tutti sanno Che oggi nessuno Sta per sé

Comme la lune avec les étoiles Et la chandelle avec la flamme On passera l’année tous ensemble Nous fêtons Noël tous ensemble Noël tous ensemble Denn dr Mond ghört zu de Sterne Und es Liechtli zur Latärne Au das Jahr simmer alli zäme Mir fiired Wiehnacht mitenand Wiehnacht mitenand Wiehnacht mitenand

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