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Migros magazin 47 2017 d os

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Ausgabe Ostschweiz, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent.bez.A 44631

Entdecken Sie die Welt der Migroswichtel. Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 0041(0)71 – 493 24 51, E-Mail: mireg@gmos.ch


Die geheime Welt der Migroswichtel. Haben Sie schon mal einen Wichtel gesehen? Nein? Dann geht es Ihnen nicht anders als den meisten Menschen. Wichtel sind liebe kleine Wesen, die eine Riesenfreude daran haben zu helfen. Sie reparieren Dinge, räumen auf und machen sauber. Wichtel findet man aber nicht nur dort, wo man es vermuten würde: also bei den Menschen zu Hause. Es gibt noch einen Ort, wo sie den Menschen unentdeckt helfen können: in den Kassen der Migros. Dort leben die Migroswichtel. Sie machen den ganzen Tag nichts anderes, als mit ihren roten Helmlampen die Produkte auszuleuchten, die über ihren Köpfen vorbeigezogen werden. Dann tippen sie schnell den Preis ein, rechnen alles zusammen, und schon rattert der Kassenbeleg heraus. Die Migroswichtel lieben ihre Arbeit und haben es sich in den Kassen so richtig gemütlich gemacht. Sie basteln nämlich für ihr Leben gern und haben ihre ganze Einrichtung selbst gebaut. Ein Sessel aus einem Eierkarton, eine Kommode aus Streichholzschachteln oder eine Leiter aus Bleistiften und Ohrenstäbchen – all das ist keine Seltenheit unter den geschickten Migroswichteln. Was sie dazu brauchen, sammeln sie nachts in den Gängen der Migros.

Die Migroswichtel sind sehr schüchterne Wesen. Sie kommen nur dann aus ihren Kassen heraus, wenn ganz bestimmt niemand mehr da ist. Nicht einmal andere Migroswichtel. Deswegen begegnen sie sich eigentlich nie. Vielleicht wissen sie nicht mal, dass es noch andere Migroswichtel gibt. Jeder von ihnen ist einzigartig. Manche sind ganz stark, andere besonders schlau. Einige sind schon ganz lange Migroswichtel und denken, sie hätten schon alles gesehen. Die Jüngeren sind hingegen recht neugierig. So auch Finn, der den grossen Wunsch hegt, endlich einmal Weihnachten zu feiern. Was er dabei erlebt, können Sie im neuen Weihnachtsfilm sehen.

In Finns kleinem Heim unter der Migros-Kasse gibt es ganz viel zu entdecken. Aus den verschiedensten Gegenständen hat er eine richtig schöne Weihnachtsdekoration gezaubert. Schliesslich sind Migroswichtel leidenschaftliche Bastler.

Jetzt QR-Code scannen und den neuen Migros-Weihnachtsfilm anschauen.


Gopfridstutz! Warum Fluchen guttut Seite 36 DNA-Test: Woher wir Schweizer wirklich kommen

MM47, 20.11.2017 www.migrosmagazin.ch

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Flight-Attendant-Casting

Vivianne Fischer ist in ihrem Traumjob gelandet Bild: Anne Gabriel-Jürgens

Seite 14

Luca Hänni S. 46 | Chäschüechli S. 57 | Glücksgriff S. 115


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MM47, 20.11.2017

Editorial

Wo ist der Galööri?

W Es ist − Himmuheiterefahne − ein Jammer: Wir haben verlernt zu fluchen. Hörte man früher je nach Region, Stadt oder Kanton unterschiedliche Flüche, Schimpfwörter oder Verwünschungen, so scheint sich die Auswahl heute auf einige Allerweltsausdrücke wie «Shit» oder «Scheisse» reduziert zu haben. Kreativität, Fantasie, ein Bewusstsein für alte Flüche − nada. Das Interview mit Fluchforscher Roland Ris lesen Sie auf Seite 36.

57 Währschafter Klassiker: Chäschüechli

Aber das Problem liegt eigentlich viel tiefer: Nicht nur beim Fluchen findet ein kulturelles Austrocknen statt, auch unsere Dialekte verkümmern. Das Berndeutsche etwa hatte einmal eine Kraft und Urtümlichkeit, die faszinierte. Heute verschwinden wunderschöne Begriffe immer mehr aus dem Sprachgebrauch. So, wie der Dialekt abgeschliffen wird, so leidet auch die Wortvielfalt. Oder wissen Sie noch, was mit «Kabuff» gemeint ist? Was ein «Galööri» ist? Wie man jemanden «ringgelet»? Weshalb früher so viel «karisiert» wurde? Oder warum es nichts bringt, den «Chamme z stelle»?

Der Rückzug ins Schweizerdeutsche auf den sozialen Medien ändert an der Verarmung unserer Sprache nichts. Was wir auf Whatsapp posten, ist meist nichts anderes als ins Schweizerdeutsche übersetzte Schriftsprache. Und zudem u-mühsam zu lesen: «Ned jede Tegscht, wo bem erschte Heblicke aus Schwitzerdütsch chönnt wohrgno wärde, esch au eine.» Da bocken schon beim Schreiben alle Tasten … Es ist ein Kreuz mit dem Schweizerdeutschen: Auf der einen Seite verarmt es, auf der anderen Seite überfordert es uns, wenn wir es denn zu Papier respektive zu Smartphone bringen wollen. Ich habe mich entschieden: Es mögen mich noch so viele Leute auf Schweizerdeutsch anschreiben («Gäu, du mäudisch di be mehr?») − ich antworte in gepflegtem Hochdeutsch («Aber sicher, ich rufe dich morgen an»). Ein Rest schriftlicher Contenance muss sein … Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@ migrosmedien.ch

Weniger Saft fliesst

Nadeln fallen ab

124

Helmi Sigg sucht den Weitblick

111

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M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MM47, 20.11.2017

Inhalt

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Menschen

Posieren für den Starfotografen: bei Walter Pfeiffer im Studio

10

Diese Woche Winterzeit ist Einbruchszeit: aktuelle kriminalistische Befunde

12 Herbstwettbewerb Der Gewinner steht fest! 14

Traumjob Flugbegleiterin?

23

Kolumne: Bänz Friedli

24

Mit der Kamera auf Jagd

29 33 34

Migrosmagazin.ch Kolumne: Jaël Leserforum

Wenn Bewerber Schlange stehen: ein Castingtag bei der Swiss

Der Modefotograf Walter Pfeiffer ist mit 71 Jahren so gefragt wie nie

«Ich mag Flüche wie Stärnelatärne» Roland Ris, Sprachwissenschaftler

Bilder: Michael Sieber (2), Daniel Winkler, Veronika Studer; Illustration: Jan Kruse

36

36 Interview Der Sprachwissenschaftler Roland Ris über Schimpfwörter und ihre befreiende Wirkung 46

Luca Hänni zeigts allen

Der Teeniestar hat schon wieder bei einer Talentshow abgeräumt

Migros-Welt 52

Migros-Spendenaktion Heks hilft Migranten, ein Stück Schweizer Erde zu bewirtschaften

55

Frage der Woche

57

Migusto

73

Label für Lachs

Ein Klassiker der Schweizer Küche: herzhafte Chäschüechli Marine Harvest setzt auf ASC

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ASC-Lachs zum Festapéro Anna’s Best: neue Suppen Raccard: Pfefferkäse in Bio Schmuck fürs Gebäck Torino: Liaison mit Cake Esthetic: sinnliche Pflege Neues im Migros-Regal

91 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 97

Kolumne: «1, 2 oder 3?» So ein «kleines» Gottengeschenk bereitet (nicht nur) Freude ...

98

Familie Wie viel Afrika steckt in mir? Das Migros-Magazin hat den genetischen Check gemacht!

105 Kolumne: Brave New Girl Es war Zukunftstag – und Zeit für ein paar bittersüsse Gedanken 106 Gesundheit Trauma statt Glückseligkeit: Ein Aktionstag widmet sich dem Tabuthema Gewalt bei der Geburt 109

Digital Brillante Neuheit: Das iPhone X setzt neue Massstäbe

111

Kinder Richtig schlau: Lärchen

115 Glücksgriff Panoramafahrt mit dem Bernina-Express zu gewinnen! 117 124

Rätsel, Impressum Meine Welt

Comedian Helmi Sigg

7


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Menschen MM47

Darauf freuen wir uns Dirty Dancing Die Romanze von «Baby» und Johnny aus dem Kult­ film kommt im Musical Theater Basel auf die Bühne. 21. 11. bis 3. 12. Laternliweg Fackeln säumen

nachts den Weg vom Berghotel Säntis zum Gasthaus Passhöhe. Unterwegs gibts Punch. Bis 17. März, jeweils Do, Fr und Sa

Unnützes Wissen

Über den Wolken Mein Bild der Woche «Es ist wieder Weltkindertag. Der perfekte Zeitpunkt also,

Regula Bührer Fecker (39) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommuni­ kation und zweifache Mutter.

um Kinder zu feiern. Ein Mädchen hat mir kürzlich besonders imponiert – Mikaila Ulmer (13) aus Austin, Texas. Sie verkaufte mit vier Jahren an einem selbstgebastelten Stand Limonade, um ihr Sackgeld aufzubessern. Dabei wurde sie von einer Biene gestochen. Statt eine Angst vor Bienen zu entwickeln, lernte sie alles über die wertvollen Insekten und wollte dabei helfen, ihre Zukunft zu sichern. Mit elf Jahren begann sie, eigene Limonade mit Honig herzustellen, die heute in ganz Amerika verkauft wird. Ein Teil des Erlöses kommt Bienen zugute. So schliesst sich der Kreis. Man sollte Kinder nie, wirklich gar nie unterschätzen.»

Hörprobe

Julia Wiedmer (20), Schülerin, Luzern

a) «Abendstern» von Marka Koda b) «Wild Thoughts» von DJ Khaled und Rihanna c) «Shape of you» von Ed Sheeran

Auflösung: a) «Dieses Lied macht gute Laune, darum hatte ich gerade Lust darauf.»

Bilder: Jens Hauer, Josh Huskin, Christof Schürpf

Entschuldigung, was hören Sie gerade?

Freitags sind Flugtickets am teuersten. Der kürzeste Linienflug der Welt dauert bei

guten Bedingun­ gen nur 47 Sekun­ den – und ver­ bindet zwei Orte auf den schotti­ schen Orkney­ inseln.

Im Jahr nach dem Film «Top Gun» stiegen die Anmeldungen für das Flug­ programm der US Navy um 500 Prozent. Schildkröten

stellen für Flug­ zeuge eine grös­ sere Bedrohung dar als Drohnen. Quelle: Neon/Stern


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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Viele Türen und Fenster lassen sich mit wenig Werkzeug leicht knacken.

Diese Woche

127

Einbrüche pro Tag registrierte die Polizei vergangenes Jahr. 2012 lag die Zahl noch bei 201 polizeilich registrierten Einbrüchen täglich.

1/3

aller Diebstähle stehen in Zusammenhang mit einem Einbruch.

15

Prozent beträgt die Aufklärungsrate der Polizei bei Einbruchsdiebstählen.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik der Schweiz (PKS) 2016, «Beobachter».

Viele wähnen sich in falscher Sicherheit Mehrfamilienhäuser sind beliebter bei Einbrechern als Einfamilienhäuser, Parterrewohnungen weniger gefährdet, als viele denken. Und mit der Winterzeit schnellt die Zahl der Einbrüche wieder nach oben. Die meisten schützen sich zu wenig davor. Text: Monica Müller

A

lle elf Minuten schlagen Einbrecher in der Schweiz durchschnitt­ lich zu. Die meisten Einbrüche geschehen tagsüber, wenn die Bewohner wahrschein­ lich bei der Arbeit sind. Werden die Uhren im Herbst auf Winterzeit gestellt, häufen sich die Vorfälle. Die Statistik zeigt auch eine Reihe von überraschenden Be­ funden. So sind nicht etwa Ein­ familienhäuser besonders gefähr­ det, es wird im Gegenteil häufiger in Mehrfamilienhäuser eingebro­ chen. Auch werden nicht zwingend

Parterrewohnungen besonders oft heimgesucht, sondern genauso oft Wohnungen in den mittleren Stockwerken: Sie lassen Einbre­ chern mehr Fluchtwege offen. Wohnungen im obersten Stock sind dann besonders gefährdet, wenn für die Diebe klar ersichtlich ist, dass die Bewohner in den Feri­ en sind und sie ungestört bleiben. Gebiete in der Nähe eines Auto­ bahnanschlusses sind für Einbre­ cher attraktiver, weil es mehrere Fluchtwege gibt. Sicherheits­ systeme, die gut sichtbar sind, schrecken Einbrecher ab. Hinge­

gen schätzen sie dichte, hohe He­ cken, weil sie Sichtschutz bieten. Rolf Mohn (62) von der Kan­ tonspolizei Aargau hält es aller­ dings für äusserst schwierig, Ein­ brüche in Statistiken zu packen. Je nach Personen oder Gruppe variierten Tageszeit und Taktik. «Wer von einem Einbruch betrof­ fen ist, dem ist die Statistik egal.» Grundsätzlich bedauert Mohn, dass sich die meisten im Alltag zu wenig vor Einbrechern schützten. Viele Ängste seien durch Filme inspiriert, die Realität sei banaler (siehe Interview).

Bilder: Getty Images, zVg (4)

Zahlen und Fakten


MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

Strassenumfrage

Rolf Mohn

«Einbrecher können einem heutzutage schon fast leidtun» Wie gross ist die Angst vor Einbrüchen in der Bevölkerung? Grundsätzlich sorgen sich die meisten im Alltag zu wenig und schützen sich entsprechend schlecht. Die Angst ist allerdings nicht von der Zahl der Einbrüche abhängig, sondern davon, wie die Polizei informiert und wie die Medien das aufnehmen. Greift eine Zeitung auch nur einen einzelnen Vorfall gross auf, sind die Ängste vorübergehend jedenfalls gross. Entsprechen denn die Ängste den realen Risiken? Nein. Vor dem Naheliegendsten fürchten sich die Leute nicht. In der warmen Jahreszeit sind bis zu 20 Prozent der Einbrüche Einschleichdiebstähle: Die Leute lassen Balkon- und gar Wohnungstüren offen oder gehen ins Bett, ohne die Läden vor den offenen Fenstern zu schliessen. Sie sind sich zu wenig bewusst, dass Gelegenheit Diebe macht. Dafür fürchten sie sich vor Delikten, wie sie die Sendung «Aktenzeichen XY» zeigt. Doch da geht es um die schwersten Verbrechen, die zum Glück absolute Einzelfälle sind. Auch Krimis oder Serien schüren diese Ängste. Würden sie Einbrecher zeigen, wie sie tatsächlich vorgehen, würden alle wegzappen. Wie gehen sie vor? Seit Jahren im Grunde genommen gleich. Die Diebe brechen eine Tür oder ein Fenster immer noch mit Schraubenzieher oder Brecheisen auf. Oder sie bohren ein Loch in den Fensterflügel, um mit einem Drahtwerkzeug an den Fenstergriff zu gelangen. Vereinzelt gibt es immer auch neue Vorgehensweisen, die einzelne Einbrecher beherrschen. Angenommen, man ist zu Hause und hört Einbrecher. Wie sollte man reagieren? Wie der Hund, der bellt, oder die Alarmanlage, die schrillt. Licht machen, Radio aufdrehen, poltern, rufen, sich bemerkbar machen. Da wir nicht wollen, dass uns die

11

Fürchten Sie sich vor Einbrechern?

Einbrecher nahekommen, müssen wir ihnen schnell zu verstehen geben, dass wir sie gehört haben. Dann ergreifen sie die Flucht. Schnellstmöglich sollte man danach die Polizei über den Notruf 117 informieren. Seit 2012 hat die Zahl der Einbrüche in der Schweiz stark abgenommen. Worauf führen Sie das zurück? Zum einen ist die Gangart der Polizei beim Ermitteln, Fahnden und Festnehmen härter geworden. Die gesetzlichen Möglichkeiten werden maximal ausgeschöpft. Zum anderen ist die mögliche Beute weniger attraktiv geworden. Frauen tragen weniger Gelbgoldschmuck, der sich früher einfach einschmelzen oder veräussern liess. Die Fernsehgeräte sind zu gross und schwer geworden zum Stehlen. Die Leute ziehen Bodenbeläge wertvollen Teppichen vor. Bargeld liegt kaum herum. Auf Tablets und Smartphones sind meistens Ortungsdienste aktiviert, die zu den Dieben führen können. Oder die Geräte sind gesperrt. Einbrecher können einem heutzutage schon fast leidtun. Was nehmen sie denn mit? Selten verpflegen sich Einbrecher an einem Tatort oder stehlen ein Kleidungsstück. Hauptsächlich haben sie es abgesehen auf Bargeld, Schmuck, Uhren und teure, kleine Elektronikgeräte wie Fotoapparate. Was empfehlen Sie den Leuten, um sich optimal zu schützen? Alle Türen und Fenster schliessen, auch wenn man tagsüber schnell zur Nachbarin geht. Bargeld, Schmuck und Uhren sowie wertvolle Briefmarken oder Münzen in einem Tresor aufbewahren. Wer einen Neubau plant oder sich zu Hause unsicher fühlt, sollte eine Sicherheitsberatung in Anspruch nehmen, die Schwachstellen aufzeigt. Alle kantonalen Polizeistellen bieten diese an, meistens kostenlos. Und bereits ab etwa 2000 Franken kann über Sicherheitslösungen vom Fachmann diskutiert werden. MM

Rolf Mohn (62)

leitet die polizei­ liche Beratungs­ stelle der Kantons­ polizei Aargau.

Susi Studer (76), Pensionierte, Bremgarten AG «Angst habe ich nicht,

aber Respekt schon. Wir leben im Parterre und haben ein Alarmsystem. In den Ferien in Spanien wurde unser Miethaus einmal ausgeräumt.»

Fredi Lienhardt (45), Innovator, Bonstetten ZH «Nein. Aber ich

habe ein Smarthome. Damit kann ich Heizung, Elektronik und Sicherheits­ anlage von überall aus mit dem Handy steuern. Das ist praktisch und cool.»

Vanessa Rimann (35), Lehrerin, Zürich «Gar nicht. Aber das liegt

wohl auch daran, dass wir im 4. Stock eines Neubaus wohnen, der einer Festung gleicht. Im Parterre würde ich mich wohl weniger sicher fühlen.»


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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Leserwettbewerb

Adieu, schöner Herbst Mehr als 1500 Fotografen reichten beim grossen Wettbewerb auf Migrosmagazin.ch ihr bestes Herbstfoto ein. Eine grosse Leserjury bestimmte die Gewinner: Die Kamera sichert sich Jörg Hunziker, die Fotoservice-Bons erhalten Monika Kaiser und Michelle Weber. Wir gratulieren.

Ü

ber 20 000 Fans von Naturbildern wählten vom 29. Oktober bis 12. November ihre Favoriten. Schon die bestklassierten zehn Herbstaufnahmen zeigen die Vielfalt der Werke: Nahaufnahmen neben Panoramen, Wege neben Seen, Natur pur neben menschlichen Spuren. Auf dem Siegerbild hat der Fotograf das Fotografieren der herbstlichen Natur in den Fokus gestellt. Für die gelungene Aufnahme erhält Jörg Hunziker den Hauptpreis, das Digitalkamera-Kit Canon EOS M5 von Digitec im Wert von 999 Franken. Monika Kaiser bringen eine in Herbstfarben strahlende Allee, Michelle Weber die frühmorgendlichen Spielungen des Sees je einen 200-Franken-Gutschein des Migros Fotoservice. MM www.migmag.ch/herbstbild

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Das Siegerbild von

Jörg Hunziker zeigt eine

Bilder: zVg

Holzbrücke mit Fotografen im Oktober auf dem Gebiet des Schweizer Nationalparks.


MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

4

Anita Tschopp: Ihr Bild

eines spiegelnden Sees entstand in der Höhe: Es zeigt den Lac Bleu im Val d’Hérens VS.

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Sandra Buhl: Ein reifer Pilz auf dunklem Waldboden, vor ein paar Artgenossen.

6

Cesar Quesada:

Der Baum mit dem eindrücklichen Wurzelwerk steht für den «Herbst in Bern».

2

7 Das Foto von Monika Kaiser mit den leuchtend roten Blättern einer Allee entstand im Kanton Bern und zeigt «das Schwarz­ bubenland in voller Pracht».

Martin Leu: Der Weg im bayrischen Ingolstadt zeigt eine feucht­kühle Spätherbststimmung.

8

Claudia Maag präsentiert die Herbstfarben mit spannenden Lichteffekten aus der Nähe.

9

Sandra Zemp: Schönes

Farbenspiel im Blätterdach eines herbstlichen Waldes.

3

10

Annemarie Fankhauser:

Michelle Weber schoss das Bild am frühen Morgen am Burgäschisee SO/BE. «Mit den ersten

Sonnenstrahlen lösen sich die Nebelschwaden auf.»

Der Blick auf den Silsersee, aufgenommen etwas südwestlich von Sils GR.

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Impressionen vom Casting als Video

www.migmag.ch/ casting

Flight Attendants

Anstehen für den Traumjob

Schwierige Passagiere, lange Arbeitstage, tiefer Lohn: Dem schlechten Job-Image zum Trotz wird die Swiss von Flight-Attendant-Bewerbern überrollt. Ist Flugbegleiter wieder zum Traumjob geworden? Das Migros-Magazin hat ein Casting besucht und bei den Kandidatinnen und Kandidaten nachgefragt. Text: Yvette Hettinger

E 1 Castingtag

bei der Swiss: Potenzielle Flugbegleiter in Kloten fluten schon am Morgen den Hauptsitz. 2 Passt die Körper-

grösse? Sind keine auffälligen Tattoos zu sehen? Die Kandidaten warten auf den Visual Check. 3 Immer freundlich

lächeln: Das gilt auch beim Casting. Cabin-Crew-Teamleader Wolfram Schillig begrüsst eine Bewerberin. 4 Chefrecruiter Fabrice Wisler führt Protokoll über das Casting.

in Samstagmorgen in Zürich Kloten. Es herrscht kühles Nieselwetter. Für zehn Mit­ arbeiter der Swiss steht ein langer Tag an. Nicht, weil sie mit einer Flugzeugladung Menschen dem grauen Einerlei in Richtung Süden entfliegen werden. Es ist Castingtag, und sie sind als Recruiter im Einsatz und müssen im Verlauf des Tages im Schnelldurchgang Dutzende von Bewerbern beurteilen. Bereits um acht Uhr herrscht im Empfangsraum im zweiten Stock am Hauptsitz der Swiss in Kloten ZH Gedränge. Gut 50 Menschen zwängen sich an die runden Stehtische und in die Sofaecken, um Formulare aus­ zufüllen: Frauen in Hosen­ oder Rockanzügen, Männer in Jeans und Sakkos. Da und dort ist ein weisses Hemd zu sehen, ein Foulard, roter Lippenstift, Pumps. Manche dieser jungen Menschen sehen bereits aus wie Flugbegleiter. Dabei sind sie alle hier, um sich erst mal bei der Swiss zu bewerben. Sie mussten sich nicht anmelden, nur den Pass und einen Lebenslauf mitbringen. Etwa im Monatsrhythmus führt die Schweizer Fluggesellschaft solche Castings durch: meist in Kloten, aber auch in St. Gallen, Chur, Lugano, Kon­ stanz und sogar in Rust (D). Letztes Jahr waren es gar zwei Anlässe pro

Bilder: Anne Gabriel-Jürgens

Monat, denn die Airline suchte drin­ gend neue Flugbegleiter, «Cabin Crew Member» im Fachjargon. Die Gründe: Flottenausbau, Absenzen wegen Umschulung, Abgänge ins Freelance­Corps, plus die normale Fluktuation. Ausserdem werde Personal aufgestockt «im Zusammen­ hang mit Qualitätsoffensiven», wie es die Fluggesellschaft formuliert. Das Konzept Casting funktioniert

880 neue Flugbegleiter konnten 2016 eingestellt werden, über 400 weitere bereits dieses Jahr, 2018 sollen es nochmals 400 sein. Einen schönen Teil des Nachschubs liefern die Cas­ tings: 80 bis 100 Kandidaten folgten zu Beginn jeweils den Aufrufen, in­ zwischen kommen bis zu 160. «Die Anziehungskraft des Berufs ist merklich am Steigen», sagt Reto Schmid (51). Er ist Chef der rund 4500 Mitarbeiter starken Cabin Crew und damit der halben Swiss. Nach dem Grounding der Swissair 2001 sei die Verunsicherung gross gewesen. «Junge Leute fragten sich zu Recht, ob dieser Beruf Zukunft habe.» Schmid hat ausgerechnet: «Inzwi­ schen haben wir so viele Bewerber, dass wir nur etwa jeden Fünften ein­ stellen können.» An diesem Samstag haben sich 140 Frauen und Männer für das

Casting eingefunden. Um neun Uhr fluten sie sämtliche Gänge. Die erste Schlange führt zum Empfangsdesk: Hier geben die Kandidaten ihr aus­ gefülltes Formular ab, dem die Recruiter zunächst zwei Informatio­ nen entnehmen: Kann der Kandidat schwimmen, und hat er einen Schwei­ zer oder EU­Pass? Denn Schwimmen ist bei einer Notwasserung über­ lebenswichtig. Und Arbeitsbewilli­ gungen für Drittstaatsangehörige zu bekommen, ist kompliziert. Einige Männer und Frauen werden daher bereits vom Empfangsdesk direkt wieder nach Hause geschickt. Alle anderen stehen für die zweite Station an. Unter ihnen Vivianne Fischer (siehe auch Box Seite 17). Die 22­Jährige spricht vier Sprachen, hat einen FMS­Abschluss in Kommuni­ kation und einen Traumberuf: Flight Attendant. «Ich möchte die Welt sehen und mit Menschen zu tun haben», sagt sie, bevor sie hinter einem Paravent verschwindet. Den Visual Check dort besteht sie prob­ lemlos: Sie hat keine Tattoos im Gesicht, am Hals oder an den Unter­ armen und erreicht die Mindest­ grösse von 1,58 Metern offensichtlich. Fischer wedelt mit ihrem Formular, lacht fröhlich und reiht sich in die nächste Schlange ein. Jetzt geht es zum Kurzinterview.


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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

Hier wechseln die Recruiter von einem Satz zum anderen ins Englische und wieder zurück. Denn gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung. Genauso wie körperliche Fitness, Teamfähigkeit, nervliche Belastbarkeit und Flexibilität. Flugbegleiter als Einstiegsjob

1

Vivianne Fischer (22), Baden AG

Am Castingtag: Mit sieben war sie auf ihrer ersten Flugreise, seither ist Berufsfliegen ihr Traum. Vivianne Fischer hat gerade die Fachmittelschule in Kommunikation abgeschlossen. Jetzt will sie die Welt sehen. Die Aussicht auf schwierige Passagiere kann sie nicht schre­ cken: «Jeder Beruf hat Schatten­ seiten. Und ich bin ‹en herte Siech›», sagt sie. Fischer spricht neben Deutsch Englisch, Fran­ zösisch und Mandarin. Sie ist eine Frohnatur und geht locker durch das Casting. Das attrak­ tive Gesamtpaket der jungen Frau kommt bei der Swiss an, Fischer kriegt ein Jobangebot. Update: Die Uniform war

schnell angepasst, die Basis­ ausbildung zur Flugbegleiterin ist abgeschlossen – inklusive Schmink­ und Stylingschulung. Vivianne Fischer hat auch bereits mehrere Langstrecken­ flüge begleitet. «Ich bin über­ rascht, wie freundlich und hilfsbereit die Crew­Mitglieder miteinander umgehen», sagt sie. Nun freut sie sich auf die Weiterbildung.

«Für die meisten jungen Menschen ist Flugbegleiter kein schlechter Einstieg ins Berufsleben», sagt Konrad Baumann (64). Er ist bei der Aargauer Laufbahnberatungsstelle «ask!» zuständig für Aviatikberufe und rät selten jemandem davon ab, sich als Flight Attendant zu bewerben. «So ein Einsatz ist wie eine lange Schnupperlehre», erklärt er. Zudem sei eine 20-prozentige Chance auf den Job hoch, verglichen mit zwei Prozent in vielen kaufmännischen Berufen. Das Interesse für den Job werde von den Fluggesellschaften bewusst gesteuert, erklärt Baumann. «Wenn die Swiss Cabin Crew Members sucht, schreibt sie uns einen Brief.» Ist genügend Personal da, werden die Berufsberatungen gebeten, ihre Kunden entsprechend zu informieren. Die Begeisterung fürs Fliegen sei ungebrochen, seit der Schock über das Grounding überwunden sei, sagt Baumann. «Da ist Fernweh im Spiel sowie der Wunsch nach etwas Jetsetleben.» Dass die Realität etwas anders aussehe, sei für die meisten Interessenten kein Problem. Am Casting in Kloten ist man an diesem Samstagmorgen noch weit vom Realitäts-Check entfernt. Um 10 Uhr wird der geplante Informationsteil kurzfristig um etwa 20 Minuten verschoben. Denn noch immer verstopfen Bewerber die Gänge und warten auf den Check am nächsten Posten. Kurz vor halb elf sind 85 der 140 angereisten Kandidaten in einem lichtdurchfluteten Saal versammelt und werden über die Swiss im Allgemeinen und das Casting im Besonderen informiert. Die anderen 55 Bewerber sind gescheitert: an der Körpergrösse, der Staatsangehörigkeit, den Sprachkenntnissen oder den unklaren Vorstellungen, die sie mit dem Beruf des Flugbegleiters in Verbindung bringen. Wer glaubt, gutes Aussehen und ein Dauerlächeln genügten für diesen Job, wird hier eines Besseren belehrt:

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«Die Flugbegleiter tragen viel Verantwortung», erklärt Cabin-Crew-Chef Reto Schmid, «sie sind für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Fluggäste zuständig – manchmal bei medizinischen Problemen oder Angstzuständen.» In seltenen Fällen sogar für Kinder, die im Flieger geboren werden, oder für Menschen, die dort sterben. Bei einer Evakuierung sei das Vorgehen der Flugbegleiter entscheidend für einen guten Ausgang. Geschult werden neue Angestellte zunächst theoretisch. Bereits in der ersten Woche gehts aber auf einen Schnupperflug. Es folgen rund fünf Wochen im Trainingszentrum in Kloten, eine mehrwöchige Phase von Europaflügen und schliesslich die Einführung auf Langstreckenflüge. Alles in allem geht die Ausbildung bis zur Qualifikation für Business-ClassLangstreckenflüge neun bis elf Monate. FA2 nennt sich das Level. Ewiges Thema sind die Löhne

Der Lohn der Neueinsteiger nimmt sich in Anbetracht der beschriebenen Verantwortung eher bescheiden aus: Alle Zulagen einberechnet, beträgt er maximal 4000 Franken. Ein Maître de Cabine, der in Europa fliegt, kann es auf 6000 Franken bringen, interkontinental fliegend auf 8000. Die Gehälter sind ein ständiger Stein des Anstosses für die Kapers, die Gewerkschaft des Kabinenpersonals. Präsident Denny Manimanakis sagt: «Die Entlöhung entspricht definitiv nicht den Leistungen.» Er war an den letzten Lohnerhöhungen entscheidend beteiligt und kündigt weitere Verhandlungen an. Denn auch die Anforderungen an die Cabin Crew steigen stetig: Vor zehn bis 15 Jahren waren noch fünf Flugbegleiter für 180 Passagiere zuständig, jetzt müssen sie das zu viert stemmen. Aufenthalte nach Langstreckenflügen sind von mehreren Tagen auf eine Nacht geschrumpft. Innerhalb Europas macht ein Flugbegleiter bis zu vier sogenannte Legs am Tag, etwa zwei Flüge nach Frankfurt und zurück. 12-Stunden-Einsätze sind keine Seltenheit, regelmässige freie Wochentage hingegen schon. Fortsetzung Seite 21 Vier weitere Bewerber Seite 18 Interview Seite 21


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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

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Felipe Ramos

(26), Brasilien

Barbara Kern

(49), Oberwil-Lieli AG

Am Casting-Tag: Der gebürtige

Brasilianer mit italienischer Mutter hat sich extra fürs Swiss-Casting einen EU-Pass besorgt und fünf Tage freigenommen. Er hat bereits bei einer brasilianischen Fluggesellschaft als Flight Attendant gearbeitet und ist kürzlich privat mit der Swiss geflogen. Seither weiss er: «Für diese Airline will ich arbeiten.» Ramos hat Betriebswirtschaft studiert und einen sechsmonatigen Stage bei Mercedes-Benz in Deutschland absolviert. Von da und aus Büchern stammen seine guten Deutschkenntnisse. Ausserdem spricht er Englisch und Portugiesisch. Probleme zu lösen liebe er, sagt Ramos, er finde es schön, den Fluggästen ein gutes Gefühl

Am Casting-Tag: Diese Frau ist im

zu geben. Bei der Swiss hinterlässt der Strahlemann einen guten Eindruck, sie bietet Felipe Ramos einen Job an. Update: Bereits hat Ramos fünf

Wochen Training und die ersten Flüge absolviert. «Herausfordernd und bereichernd», fand er es. Der Brasilianer lebt jetzt glücklich in einem Schweizer Dorf und sagt, sein Leben habe sich um 180 Grad geändert. «Die Swiss ist wie eine Mutter für mich.»

Moment offen für alles, flexibel und unabhängig. «Vogelfrei», sagt Barbara Kern und lacht. Bis vor Kurzem hatte sie eine eigene Kommunikationsagentur. Das bedeutete viel Arbeit und viel Verantwortung. Sie sei bereit, total Neues auszuprobieren – warum nicht Flight Attendant? Immerhin ist Reisen ihr liebstes Hobby. Fröhlich und unaufgeregt beobachtet Kern an diesem Samstag das hektische Treiben um sich herum. Sie ist froh, nicht mehr so viel von der Jobwahl abhängig machen zu müssen wie viele jüngere Menschen. Entsprechend gelassen nimmt sies, als sie nach der Gruppenarbeit erfährt, dass sie nicht mehr im Rennen ist. «Dann kommt halt Plan B zum Tra-

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gen», sagt Barbara Kern. Will heissen: Sie fährt mit ihrer Ausbildung zur Yogalehrerin fort und gründet eine Firma. Sie verlässt den Hauptsitz der Swiss auch mit einem Hauch Erleichterung. Das mit der Flugbegleiterin, ahnt sie, wäre wohl nicht ganz einfach geworden. Update: Inzwischen hat Barbara Kern die Firma gegründet: Pura Vida, Wellbeing & Adventure Retreats. Damit bietet sie bereits die ersten Yoga-Ferien an.

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

4 Cyril Nacht

(20), Winterthur ZH Am Casting-Tag: Eigentlich will

Cyril Nacht ja Pilot werden. Der Job als Flight Attendant wäre ein Einstieg in die Aviatik, die ihn so sehr fasziniert. Als er von den Swiss-Castings hörte, dachte er: Ich geh einfach mal hin. Machte sich im Internet über die Details schlau und übte Bewerbungsgespräche. Nacht hat im Sommer 2016 die Matura mit Sprachprofil

gemacht. Das zweisprachige Kurzinterview läuft gut. Doch am Nachmittag ist für Nacht vorläufig Endstation, er wird mit einem «Leider Nein» nach Hause geschickt. «In der Gruppenarbeit war es unmöglich, sich ohne penetrantes Dreinreden einzubringen», sagt Nacht. «Da ich das nicht mag, konnte ich hier wohl zu wenig von mir zeigen.» Er wird es nie erfahren, denn die Swiss gibt kein detailliertes Feedback. Nacht ist etwas enttäuscht, aber ein Weltuntergang sei es nicht. Update: Kurz nach dem Casting

hat Cyril Nacht eine Praktikumsstelle beim Bundesamt für Zivilluftfahrt erhalten. Dann bestand er die Aufnahmeprüfung für die Piloteneignungsabklärung und absolvierte einen zweiwöchigen Flugkurs. Er ist also auf Flug-Kurs.

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Isolde Faber

(24), Weggis LU

Am Casting-Tag: Auf Facebook hat Isolde Faber gesehen, dass sich 400 Menschen für das SwissCasting an diesem Samstag interessieren. Das hat sie im Vorfeld schwer beeindruckt. Doch am Castingtag selber fühlt sie sich ganz entspannt. Die SchweizHolländerin hat eine Hotelfachschule abgeschlossen und auf Jamaica an einer Reception ge-

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arbeitet. Sie liebt es zu reisen und fremde Kulturen kennenzulernen. Über die Swiss hat sie sich gut informiert und ist überzeugt: Der Job als Flugbegleiterin würde ihr Spass machen. Neugierig und mit einem steten Lächeln absolviert sie die Casting-Stationen. Dass die Airline keine berauschenden Löhne zahlt, stört Isolde Faber nicht: «Das ist Nebensache.» Faber übersteht die Phase Gruppenarbeit nicht. Ihr Deutsch, sagt sie selbstkritisch, sei noch nicht sehr gut. Falls sie sich nochmals bewerben möchte, wird sie vorher daran arbeiten. Update: Für kurze Zeit hat

Isolde Faber als «Food & Beverage»-Fachfrau in einem Hotel in Weggis gearbeitet. Danach ist sie für unbestimmte Zeit in die USA abgereist, für Ferien und für die Jobsuche.


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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Ein Flugbegleiter berichtet

Kommt hinzu: Seit ein Ticket nicht mehr ungefähr einen Monatslohn kostet, kann sich jedermann das Fliegen leisten. Statt grenzenloser Freiheit herrscht Dichtestress. Es wird gepöbelt, gestritten, gestresst und geklaut, wie ein langjähriger Flight Attendant der Lufthansa berichtet (siehe Interview). Die Ansprüche an den Service sind nicht mit den Ticketpreisen gesunken, im Gegenteil: «Die Werbung preist das Fliegen als Erlebnis an», sagt Manimanakis. Allerdings könne die Crew dieses Versprechen aufgrund der knappen Ressourcen nicht einlösen. So mancher Fluggast nimmt die Flight Attendants als Servicepersonal wahr, das unter erschwerten Umständen arbeiten muss. Das kann auch der KapersPräsident nachvollziehen. Warum dennoch so viele junge Menschen diese Arbeit machen wollen, weiss Stefan Eiselin (50), Chefredaktor des Luftfahrtportals AeroTelegraph: «Die Internationalität, das abwechslungsreiche Leben, das Gefühl, die Welt zu sehen – das reizt die Leute», sagt er. Für viele sei es ein cooler Zwischenjob. «Und er macht sich im Lebenslauf gut. Es zeigt, dass sich jemand für nichts zu schade ist.» 30 von 140 Bewerbern kommen weiter

Auch die Bewerber am Casting in Kloten beeindruckt die Aussicht auf den glanzlosen Stressberuf wenig. Es fallen Sätze wie «Schwierige Passagiere sind eine tolle Herausforderung», «Es macht mir Spass, Menschen glücklich zu machen» oder «Ich will einfach in der Aviatik arbeiten». Am Nachmittag werden sie in Gruppenarbeiten nochmals gesiebt – ebenso beim schriftlichen Englischtest. Um 17.30 Uhr ist das Assessment zu Ende: Von 140 Kandidaten sind 30 übrig geblieben. Sie werden in den kommenden Tagen eingeladen, ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen sowie einen Strafregisterauszug einzureichen und einen medizinischen Test zu absolvieren. Wenn hier keine Unregelmässigkeiten auftauchen, bekommt der Bewerber einen Vertrag und in wenigen Monaten eine eigene Uniform. Vivianne Fischer ist eine von ihnen. Sie ist in ihrem Traumjob gelandet und wird bald abheben und die Welt sehen.

«Viele können nicht mehr»

Kai Neumüller (45)* ist seit 21 Jahren Flight Attendant, zurzeit bei der Lufthansa. In dieser Zeit hat er immer mehr Schattenseiten des Berufs kennengelernt. Er erzählt, was den einstigen Traumjob manchmal zum Albtraum macht. Interview: Yvette Hettinger

Sie sind 1996 Flugbegleiter geworden. Würden Sie heute gleich entscheiden? Nein. Aber in meiner jetzigen Situation ist es das beste, wenn ich im Beruf bleibe. Denn auf dem Arbeitsamt hat man mir gesagt, ich sei unvermittelbar. Es ist ja auch ein schöner Beruf, wenn man Teilzeit arbeiten kann. Allerdings hätte ich gerne jeweils im Winter drei Monate frei – stattdessen muss ich das ganze Jahr 72 Prozent arbeiten. Warum würden Sie den Beruf nicht mehr wählen? In erster Linie wegen des Gehalts. Mein Einstiegslohn betrug damals bei der Lufthansa 925 Euro. Inzwischen ist er etwas höher. Auch die Spesen wurden nur minim angepasst. Für einen 24-Stunden-Aufenthalt gibt es heute 48 Euro. In einer Stadt wie etwa New York genügt das einfach nicht. Wie kommen Sie über die Runden? Als ich noch bei einer ausländischen Airline arbeitete, verdiente ich drei- bis fünfmal so viel wie heute. Ich konnte etwas Kapital anlegen, dadurch kommt etwas zusätzliches Geld rein. Das Gehalt ist bei der Lufthansa Kündigungsgrund Nummer eins. Inzwischen ist auch die Arbeit an Bord oft eine Zumutung. Viele Flugbegleiter melden sich häufig krank. Sie können nicht mehr. Was macht die Arbeit so unangenehm? Viele Passagiere buchen einen möglichst billigen Flug. Mit der gleichen Mentalität wollen sie auch auf dem Flug so viel wie möglich rausholen. Ihre Sätze beginnen oft mit «Bringense mal ...». Sie rufen die Flugbegleiter mit «Hey» und duzen sie. Wenn es ihnen zu lange dauert, kommen sie in die Galley, also die Flugzeugküche, und bedienen sich gleich selber. Kürzlich sind einer Kollegin Pralinés entwendet worden, die sie privat geschenkt bekommen hat. Ein Gast hat mal eine ganze Flasche Wein aus der Galley mitgenommen. Einmal habe ich tatsächlich auch einem Fluggast mit einer

Klage gedroht. Er hat beleidigende, rassistische Bemerkungen gemacht. Man hört immer wieder von Fällen von Air Rage – Wut, die die Passagiere in der Luft überfällt. Kennen Sie das auch? Ja. Kürzlich hat sich auf einem Flug von Dubai nach Frankfurt eine Passagierin beschwert, weil die Dame vor ihr den Sitz nicht senkrecht stellte. Ich sagte: «Gute Frau, Sie haben noch mindestens 15 Zentimeter Platz zwischen den Knien und dem Vordersitz.» Sie wurde wütend, beschimpfte die Purserette und gab dem vorderen Sitz einen Stoss. Die Dame davor knallte mit dem Kopf an den Monitor. Zum Glück blieb sie ruhig, sagte aber «das wars, ich fliege nie wieder mit Lufthansa». Übrigens versteh ichs manchmal durchaus, wenn Passagiere genervt sind – besonders in der Businessclass. Worüber ärgern sich diese? Der Business Class Signature Service der Lufthansa sieht ein Fünfgängemenü vor. Dafür deckt man direkt das Klapptischchen vor dem Passagier. Und das eilt, denn jeder Flugbegleiter bedient bis zu 14 Passagiere statt wie früher sechs. Die Gäste werden dauernd gestört, Porzellan und Gläser klappern, Besteck fällt den Gästen auf den Schoss. Und auf Nachtflügen rauben wir den Passagieren mit diesem Service den Schlaf. Dabei wollen sie einfach ihre Ruhe haben. Was ist das Schöne an Ihrem Job? Es gibt immer wieder nette Passagiere. Einige bedanken sich sogar am Ende des Flugs. Man lernt Menschen und Kulturen aus aller Welt kennen. Die Aufenthalte an den Destinationen sind zwar heute kurz, aber als alter Hase weiss ich, wie ich sie optimal nutzen kann. Ich schlafe dann wenig, treffe Freunde und gehe da shoppen, wo ich mich auskenne. Diese schönen Stunden verdiene ich mir mit den Flügen. MM * Name der Redaktion bekannt


MAX

Zu Besuch in Napoleons Heimat

Frühling auf Korsika Willkommen auf Korsika, der Heimat von Napoleon Bonaparte. Er behauptete, er könne die Insel allein am Duft erkennen. Auf dieser Reise nehmen wir uns Zeit, auf Napoleons Spuren zu wandeln, freuen uns an unvergesslichen Landschaftsbildern und schnuppern den Duft der wilden, blütenreichen Macchia.

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4. Tag, Freitag 27. April 2018 – „Schwalbennest“ Bonifacio und Kaiserstadt Ajaccio Bonifacio empfängt uns mit seiner atemberaubenden Aussicht: die Altstadt liegt in schwindelnder Höhe auf einem überhängenden weissen Kreidefelsen. Bummeln Sie durch die hübschen, verwinkelten Altstadtgassen. Anschliessend fahren wir weiter nach Ajaccio, die Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte. Hier erwartet Sie Grossstadtflair mit breiten Boulevards, geselligen Cafés und Restaurants. Abendessen und Übernachtung im Raum Ajaccio/ Propriano. 5. Tag, Samstag 28. April 2018 – Spektakuläre Naturschönheiten „Les Calanches“ ist ein fantastischer Märchenwald aus Stein. Endpunkt ist die hübsche Hafenstadt Porto. Kurvenreich und mit stets herrlichen Fotomotiven fahren wir durch die Spelunca-Schlucht, weiter über den höchsten Pass der Insel und durch die grandiose „Scala di Santa Regina“. Durch das Inselinnere geht es dann in Richtung Küste. Abendessen und Übernachtung für die nächsten 2 Nächte im Raum Calvi / Ile Rousse.

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6. Tag, Sonntag 29. April 2018 – Malerisches Calvi Heute fahren Sie nach Calvi, den Hauptort der Region Balagne. Höhepunkt unseres Streifzuges durch die Stadt ist ein Bummel durch die verwinkelten Gassen der Zitadelle. Sie thront imposant auf einem dem Meer vorgelagerten Granitfelsen, früher war sie nur über eine Hängebrücke zu erreichen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 7. Tag, Montag 30. April 2018 – Die alten Dörfer der Balagne Der heutige Ausflug führt uns ins Landesinnere. Charakteristisch für diesen „Garten Korsikas“ sind die mittelalterlichen Dörfer, die malerisch hoch oben auf den Hügelkuppen liegen. Über Pigna, Sant’ Antonino und St. Florent fahren wir nach Bastia. Abends Einschiffung auf die Nachtfähre nach Savona bzw. Toulon. 8. Tag, Dienstag 1. Mai 2018 – Heimreise Nach dem Frühstück erreichen wir Savona/Toulon, von wo aus wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise antreten.

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Ü

MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

Bänz Friedli

Der Grüntee und die Billag

Über die Frage «Wofür geben Sie unvernünftig viel Geld aus?» wundere ich mich immer wieder. Ist sie nicht möglicherweise falsch gestellt? Wenn ich für, sagen wir, einen raren chinesischen Grüntee viel Geld ausgebe – und zwar so viel, wie andere Leute für Grünzeugs bezahlen, das sie dann eher rauchen als mit 90-grädigem Wasser aufgiessen, für ein Säckchen à fünfzig Gramm nämlich so viel, dass ich dafür 34 Schachteln Lipton-Beuteltee hätte kaufen können –, dann ist das vielleicht in den Augen anderer unvernünftig. Nicht in meinen. Denn was macht mir den Kopf klarer als dieser Tee namens Long Jing Shi Feng? Kein Red Bull, keine Tablette, nichts. Ich finde, ich gebe vernünftig Geld dafür aus.

Bild: Vera Hartmann

Manches gönnt man sich halt: Eine Ausgabe der literarischen Zeitschrift «Oxford American», die mir vier Mal pro Jahr zugeschickt wird, kommt mich auf etwa 26 Franken zu stehen. Die Tickets fürs Konzert meiner lebenslangen Lieblingsband BAP, die ich soeben für einen Freund und mich gekauft habe, kosteten zusammen Fr. 173.80. Viel Geld. Aber wenig, wenn man bedenkt, dass ich mich bis zum 23. Oktober 2018 jeden Tag darauf freuen kann.

Bänz Friedli (52)

rechnet sich einen Vorteil aus.

Und in manchem hat man ja, was die Ausgaben betrifft, nicht die Wahl. Fürs Wohnen bezahlen meine Familie und ich 87 Franken

am Tag, und wenn wir das Gedankenspiel «Wie viel bezahle ich täglich wofür?» mal weitertreiben: für die Krankenkasse Fr. 46.60, fürs Generalabonnement des öffentlichen Verkehrs Fr. 17.25, für Internet, Kabel-TV und Telefonieren Fr. 8.10 am Tag. Abonnierte Zeitungen kosten uns täglich Fr. 5.40. Dazu kaufen wir reichlich Heftli am Kiosk, meine Liebste zum Beispiel wöchentlich den «Spiegel», Fr. 7.40, weil gute Information uns teuer ist. Die Mitgliedschaft in zwei verschiedenen Fussballvereinen kostet mich, heruntergerechnet, jeden Tag einen Franken; Fr. 2.75 bezahle ich pro Tag fürs Fitnessabo. Für Kaffee, wenngleich der mir wesentlich weniger guttut als Grüntee, gebe ich täglich mindestens zehn Franken aus. Und neulich schaute ich mir bei einem kommerziellen Anbieter am Fernsehen ein einzelnes YB-Spiel an, ehrlich gesagt sogar nur eine Halbzeit davon. Kostenpunkt: fünf Franken. Da dünkt mich nun dieser eine Franken, den wir künftig täglich an Radio- und TV-Gebühren zu entrichten haben, eine Kleinigkeit. Die Frage ist doch nicht, ob einzelne Moderatorinnen oder Sendungen mir in den Kram passen. Die Frage ist, ob das ein fairer Preis fürs Gesamtpaket an Information, Sport, Unterhaltung und Hintergrund ist. Es ist. Vernünftig wenig Geld. MM Bänz Friedli live: 23. 11. Meikirch BE, 24. 11. Adliswil ZH

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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Walter Pfeiffer in Aktion: Fotoshooting in Zürich für eine Modekampagne

Walter Pfeiffer

Im Sucher die Schönheit

Mit Männerporträts startete Walter Pfeiffer in den 70er-Jahren durch. Heute arbeitet er als Starfotograf für die bedeutendsten Modemagazine der Welt. Von seiner aussergewöhnlichen Karriere handelt der Dokumentarfilm «Walter Pfeiffer – Chasing Beauty». Text: Ralf Kaminski

Bilder: Michael Sieber


MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Fotoshooting mit Walter Pfeiffer und seinen «Bubis»: www.migmag.ch/ pfeiffer

Die entspannte Sitzhaltung täuscht: Walter Pfeiffer jettet als gefragter Fotograf um die Welt.

S

uchend schaut Walter Pfeiffer sich um: «Wo sind die Bubis?» Der 71-Jährige ist bereit für das Fotoshooting, aber die beiden Models sitzen nicht mehr auf der Couch. Schliesslich findet er sie beim Rauchen draussen vor der Tür. Die attraktiven jungen Männer kommen eilig rein und ziehen sich auf Pfeiffers Bitte hin ohne Zögern bis auf die Unterhosen aus. Um die wohlgeformten, athletischen Körper drapieren Assistenten ein paar Stoffe, die ein wenig verhüllen, aber nicht zu viel. Dann kommt Pfeiffer, knipst, charmiert mit den Jungs, knipst – es ist ganz locker und geht ziemlich schnell. «Mit einem so berühmten Fotografen zu arbeiten, ist eine Ehre», sagt Rapha-

el Maz Niño (20) später, als die beiden Models wieder angezogen sind. Sie hätten erst einen Tag zuvor von ihrer Agentur One Time Management vom Auftrag erfahren und dann quasi «über Nacht realisiert, wer er wirklich ist», erzählt Nicola Troxler (19). Beide betrachten es als Kompliment, für die Fotos ausgewählt worden zu sein. «Und er ist auch total locker und herzlich mit uns; es geht nicht nur um unser Aussehen», sagt Nicola. Überhaupt: Wenn alles professionell bleibe und klar sei, wo die Bilder landen, wären sie auch bereit, sämtliche Hüllen fallen zu lassen – wie einst einige ihrer Vorgänger. Gerade genug Geld für Katzenfutter

Damals war Walter Pfeiffer mit seinen Fotos nur einem kleinen Kreis bekannt und lebte von der Hand in den Mund. «Ich hatte gerade genug Geld, um Futter für meine Katzen kaufen zu können, mehr lag nicht drin.» Nach einer Lehre als Dekorateur arbeitete Pfeiffer als freischaffender Illustrator, Plakatgestalter und Künstler. Daneben begann er ab 1972 zu fotografieren – und dies bald so erfolgreich, dass seine künstlerischen Fotos von starken, schönen Frauen und attraktiven jungen Männern schon bald in Magazinen und Büchern, später auch in Kunstausstellungen gezeigt wurden.

Von 1974 bis 1976 unterhielt er auf einem Stockwerk einer halb zerfallenen Jugendstilvilla ein offenes Haus, in dem eine ähnliche Atmosphäre herrschte wie in Andy Warhols berühmter Factory in New York. Mitte der 80er-Jahre begab er sich für eine Ausstellung in der Kunsthalle Basel auf die Suche nach dem Ideal männlicher Schönheit und fotografierte Hunderte von jungen Männergesichtern in Zürich und Paris. Die Models zu finden, war nicht immer leicht. «Ich fragte nie selbst, dafür bin ich viel zu schüchtern. Ausserdem mag ich es gar nicht, abgewiesen zu werden.» Stattdessen war er mit Freunden unterwegs, die für ihn fragten. Und machte einer mit, erzählte der oft im Kollegenkreis weiter, dass da einer war, der coole Fotos schoss: Plötzlich hatte Pfeiffer eine ganze Schar für seine Kamera. Dem Regisseur Iwan Schumacher (70) ist es gelungen, ein paar dieser Models vor die Kamera zu bringen und sie in seinem Dokumentarfilm «Walter Pfeiffer – Chasing Beauty» erzählen zu lassen, wie das damals war. Fast alle waren heterosexuell. «Aber das war kein Problem», erzählt eins der damaligen Models, «denn Walter wahrte immer professionelle Distanz.» War es leicht angesichts so vieler halb bis ganz nackter attraktiver Jungs? «Nein», sagt Walter


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Reisedaten 2018 08. – 16. Juni 15. – 23. Juni 14. – 22. Juli 1. Tag Schweiz – Hannover Anreise in die bekannte Messestadt Hannover. 2. Tag Hannover – Kopenhagen – Lund Reise nach Puttgarden zur Überfahrt nach Dänemark. Durch Lolland und Falster erreichen wir Kopenhagen. Auf einer Stadtrundfahrt lernen wir die Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt näher kennen. Am Abend erleben wir die spektakuläre Fahrt über die Oeresundbrücke. 3. Tag Lund – Südschweden – Stockholm Wir durchfahren das von unzähligen Seen geschmückte Südschweden. Vielen wird diese idyllische Gegend bekannt vorkommen, spielen doch hier viele der populären Inga Lindström-Filme. Nach Besuchen im beliebten Ferienort Gränna und im Freilichtmuseum von Gamla Linköping erreichen wir am Abend Stockholm.

4. Tag Stockholm Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Zentrum von Stockholm, der grössten Stadt Nordeuropas. Nach einer Stadtrundfahrt bleibt noch viel Zeit, die schwedische Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir dann unsere Kabinen auf einem modernen Fährschiff beziehen.

5. Tag Turku – Helsinki Am Morgen legt das Schiff in Turku an. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland erreichen wir Helsinki. Auf einer Stadtrundfahrt zeigt man uns die Sehenswürdigkeiten der finnischen Hauptstadt. Danach bleibt auch genügend Zeit für eigenen Entdeckungen. Abends Einschiffung zur Überfahrt nach Schweden. 6. Tag Stockholm – Örebro – Oslo Nach der Ausschiffung Fahrt ins malerische Mariefred, wo auch das berühmte Schloss Gripsholm steht. Durch das Södermanland erreichen wir Örebro mit seinem beeindruckenden Renaissance-Schloss. Am Nachmittag Weiterfahrt entlang dem Vänernsee, dem grössten See Schwedens, und über Karlstad in den Raum Oslo. 7. Tag Oslo Nach dem Frühstück werden wir zur Stadtrundfahrt erwartet. Natürlich darf dabei ein Besuch des HolmenkollenGebiets ebenso wenig fehlen, wie ein Spaziergang durch den berühmten Vigelandspark. Auch für eigene Erkundungen und Besichtigungen ist genügend Zeit. Am Abend beziehen wir die Kabinen auf einem Fährschiff und geniessen dann die Fahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord. 8. Tag Frederikshavn – Hannover Am Morgen legt das Schiff in Dänemark an. Wir durchfahren nun die Halbinsel Jütland und Schleswig Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands und erreichen vorbei an Kiel und Hamburg wiederum Hannover. 9. Tag Hannover – Schweiz Rückreise in die Schweiz.

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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1 «Umbrella»: eine

1 2

Inszenierung für eine Kampagne von Fogal, auf­ genommen in Sorrento, Italien, im Sommer 2013 (Filmausschnitt)

2 Pfeiffers Porträt

von Gus Wüste­ mann, früher Fotomodel, heute Architekt (aus dem Bildband «Welcome Aboard. Photographs 1980–2000», Edition Patrick Frey, 2001)

3

3 Im Auftrag der

Migros: die Trag­ taschen­Designs Perlenkette (oben) und Faden

Pfeiffer und lacht. «Aber es war notwendig, um gute Arbeit zu leisten.» Zudem hätte er ja bei den meisten ohnehin keine Chance gehabt. Sein Privatleben sei generell nicht besonders interessant, erklärt er. Er lässt sich aber entlocken, dass es langjährige Beziehungen oder eine grosse Liebe nie gegeben habe. «Leider. Aber das kommt vielleicht noch.» In den späten 80er-Jahren zog Walter Pfeiffer sich aus dem Rummel um seine Fotos und Ausstellungen zurück, fokussierte aufs Zeichnen und Malen und auf seine Lehrtätigkeit an der F+F, der Schule für Kunst und Design in Zürich.

Bilder: Look Now (2), Migros Museum für Gegenwartskunst (2)

Erfolg dank Wandel des Zeitgeists

Dass sein Leben sich im Alter nochmals derart änderte, kam auch für ihn überraschend. Der Verleger Patrick Frey überredete ihn, ein Buch mit seinen fotografischen Werken von 1980 bis 2000 herauszugeben. Danach kamen allmählich die ersten Aufträge. «Es passierte nicht auf einen Schlag, wurde aber nach und nach immer mehr.» Und seit er von der US-Agentur Art + Commerce vertreten wird, reissen sich internationale Modemagazine und -labels um ihn. Anfang Jahr erhielt er von der Photo 17 in Zürich den Lifetime Award. «Ich mache nichts anderes als früher», sagt Pfeiffer, «aber der Zeitgeist hat sich

verändert – plötzlich ist diese künstlerische Art der Fotografie populär.» Die «NZZ» vermutete in einem Porträt über ihn, dass er als Modefotograf so gefragt sei, weil er die perfekte Oberfläche unterlaufe, indem er etwas unbeschwert Alltägliches einbaue, das die üblichen exaltierten Supermodelinszenierungen vermissen liessen. Pfeiffer hört sich das an, nickt und sagt: «Ich will einfach Spass haben am Set. Die Models müssen gut aussehen, klar, aber das reicht nicht. Es sollte inspirierend sein, damit der Funke überspringt – so entstehen gute Bilder, glaube ich.» Vor zwei Jahren meldete sich die Migros bei ihm und fragte, ob er nicht einen Papiersack für sie designen würde. «Das hatte ich ihnen schon früher mal angeboten, als ich das Geld wirklich sehr gut hätte brauchen können. Aber damals wollten sie nicht.» Seine Migros-Künstlertragtasche gilt heute als Sammlerstück, signierte Exemplare gibt es noch im Webshop des Migros-Museums für Gegenwartskunst. Heute führt der 71-Jährige ein Jetsetleben, verbringt mal eine Woche in Mailand, mal eine in New York, residiert in Erstklasshotels und fotografiert berühmte Models für grosse Namen. Anders als früher aber verbringt er ab und zu eine schlaflose Nacht. «Vor dem ersten Tag eines

grossen Fotoshootings habe ich Lampenfieber. An mir hängt so viel, dass ich sehr nervös bin und mich frage, ob wirklich alles gut geht. Man ist in diesem Job immer nur so gut wie die letzte abgelieferte Arbeit.» Bisher sei aber noch nie etwas schiefgegangen. Manchmal wird es zu viel

Auch wenn es ihm heute finanziell besser geht: «Ich lebe immer noch relativ bescheiden. Wenn ich zu Hause in Zürich bin, koche ich immer selbst für mich, eine alte Gewohnheit von früher, als ich noch jeden Rappen umdrehen musste.» Anders als damals hat er heute jedoch weder Katzen noch Pflanzen, «dafür bin ich einfach zu oft unterwegs». Manchmal wird es ihm auch ein bisschen zu viel. «Ich bin halt nicht mehr 40.» Kürzlich hat er eine grosse Kampagne abgelehnt, weil es ihm neben allem anderen zu stressig geworden wäre. Gleichzeitig geniesst er sein Leben und den späten Ruhm in vollen Zügen. Dazu gehört auch weiterhin das Fotografieren von attraktiven Jungs, die er übrigens konsequent «Bubis» nennt: «Eine Freundin sagte früher mal zu mir: ‹Ach, du immer mit deinen Bubis!›. Da dachte ich: Jetzt erst recht. Und so nenne ich sie nun also bis heute.» MM «Walter Pfeiffer – Chasing Beauty»: ab 23. November im Kino


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Fotos: Alexandra Wey

Gleiche Chancen für alle Kinder 76 000 Kinder sind in der Schweiz von Armut betroffen, weitere 188 000 leben nur knapp oberhalb der Armutsgrenze. Kinder, die in einer Familie mit vielen Geschwistern oder nur einem Elternteil aufwachsen, tragen ein besonders grosses Armutsrisiko. Einkommensarmut hat für Kinder und Jugendliche verheerende Folgen: Sie werden häufig stigmatisiert und sozial ausgeschlossen, haben öfter gesundheitliche Beschwerden und mangelnde Perspektiven aufgrund fehlender Bildungschancen.

Olivia Keller *, 7 Jahre: Wünsche dürfen nichts kosten Arm in der reichen Schweiz: Olivia ist eines von etwa 76 000 Kindern, die kaum das Nötigste zum Leben haben. Beim Einkaufen mit ihrer Mutter achtet sie auf den roten Rabatt-Punkt. Trotzdem ist am Ende des Monats häufig kein Geld mehr da für Lebensmittel. Die Frage purzelt plötzlich aus ihr heraus: «Mami, die anderen Kinder haben Spielsachen in ihrem Adventskalender. Wieso habe ich nur Schoggi?» Olivia (7) wohnt mit ihrer Mutter Sarah* und ihrem Bruder Alex* (3,5) in Baar – mitten im Steuerparadies. Doch die Kleinfamilie lebt alles andere als paradiesisch in einer beengten

Mehr Informationen über Olivia finden Sie unter: dasrichtigetun.caritas.ch

Dreizimmerwohnung. Olivia trägt Secondhand statt Markenkleider und fährt Rad statt im Auto mit. Immer ist zu wenig Geld da und wenn Olivia und Alex Medikamente benötigen gegen ihr Asthma, reichen das kleine Einkommen aus dem Teilzeitjob im Fitnesszentrum und die Sozialhilfe kaum mehr zum Leben. «Wir essen dann Ravioli aus der Büchse», sagt die gelernte Kauffrau. Olivia weiss, dass der Preis den Unterschied macht, und achtet beim Einkaufen auf die roten Rabatt-Punkte. Als sie auf der Strasse Geld findet, drückt sie es ihrer Mutter in die Hand und sagt: «Hier Mami, damit kannst du etwas zu essen kaufen.» In Olivias Welt ist wenig Platz für Wünsche – auch weil ihr Vater auf Jamaika lebt und nicht für sie da ist. Um ihr kleine Wünsche zu erfüllen, spart Sarah Keller, wo sie kann, und steckt für ihre Tochter zurück. Unermüdlich suchte sie im Internet nach einem für sie bezahlbaren Schreibtisch, damit Olivia endlich ungestört lernen kann. Die Hausaufgaben muss sie aber vorerst noch im Stehen erledigen – für den Stuhl hat das Geld nicht gereicht. «Den wünsche ich mir zu Weihnachten», sagt Olivia. * Namen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert

Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb braucht es eine Sozialpolitik, die gleiche Chancen für alle Kinder schafft. Eine gute Familienpolitik muss aus Sicht der Caritas unter anderem die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf auch für Armutsbetroffene garantieren, ihren Kindern den Zugang zu früher Förderung ermöglichen und Ergänzungsleistungen für Familien einführen.

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Letzte Woche wollten wir wissen: Leiden Sie unter FOMO, der Angst, etwas zu verpassen?

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65%: Nein, das ist noch nie vorgekommen. 24%: Ab und zu sehe ich auf Social Media Bilder von Events, bei denen ich gerne dabei wäre. 11%: Ja, das passiert mir häufig. Ich empfinde Dinge, die andere unternehmen, als spannender, als was ich selbst tue.

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Migros-Magazin-Projektleiterin Melanie Michel liebt praktische Gadgets und Programme. Und doch: Durch Digitalisierung geht manches verloren. Etwa spontanes Einladen im Restaurant. Denn die Bezahl-App ermöglicht sofort gegenseitiges Geldüberweisen, wenn nur eine(r) zahlt. www.migmag.ch/einladen Roberto Müller: Es liegt weder an mangelnder Grosszügigkeit, den Digitalamigos oder diesen Bezahl-Apps. Es sind die horrenden Preise, die man heute auf die Rechnung geknallt bekommt im Schweizer Restaurant. Nichtsdestotrotz: sehr guter Artikel. Florian Riner: Ich mache es auf die «alte» Art und frage, wenn ich Zeit habe: «Hat jemand Lust auf eine feine Gemüsesuppe?» Meistens ergibt sich daraus gemeinsames Kochen, Diskutieren und Geniessen. Joel Da Costa: Cooler Beitrag. Es stimmt einfach:

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Eine wunderbare Sommerreise wie aus dem Bilderbuch

Zwei grossartige Exklusiv-Reisen: a) 30. Juni - 10. Juli 2018 oder b) 11. - 21. August 2018 Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise nach Lille Gemütliche Fahrt vorbei an den herrlichen Landschaftsbildern der Champagne und der Königsstadt Reims nach Lille. Nachtessen im Hotel. 2. Tag – Dover, «Romney Hythe & Dymchurch Railway» Bei der Überquerung des Ärmelkanals geniessen wir schöne Blicke auf die Cliffs von Dover. Wieder an Land fahren wir entlang der Küste bis nach Hythe, wo uns ein erstes spannendes Eisenbahnerlebnis erwartet. Mit der Liliputbahn «Romney, Hythe and Dymchurch Railway» geht es auf nur 381 mm Spurweite durch die schöne Landschaft von Kent bis nach New Romney. Via den hübschen Ferienort Rye erreichen wir unseren Übernachtungsort im Grossraum Brighton. 3. Tag – Brighton, Watercressline & Stonehenge Wir starten den Tag mit einer kurzen Rundfahrt durch Brighton, das uns mit eleganten Häuserzeilen und dem Royal Pavilion verzaubert. Vorbei an der imposanten Burg von Arundel fahren wir zum Heimatbahnhof der Watercressline, wo uns eine romantische Dampfzugfahrt durch die schöne Hügellandschaft erwartet. Letzter Tageshöhepunkt sind die sagenumwobenen Steinkreise von Stonehenge – das berühmteste steinzeitliche Denkmal Europas. Bis heute gibt der

Polperro

Steinkreis Rätsel auf. Die nächsten Nächte schlafen wir im Raum Devon. 4. Tag – Dartmouth Steam Railway Wir starten den Tag am Hafen von Brixham und besuchen den bekannten Fischmarkt. Nächster Halt ist Paignton, wo uns der Dampfzug der Dartmouth Steam Railway erwartet. Lassen Sie die atemberaubenden Landschaftsbilder an sich vorüberziehen! In Kingswear angekommen setzen wir mit der Fähre über nach Dartmouth, eine alte Hafenstadt an der Mündung des Dart River. Nach einer Hafenrundfahrt und einem individuellen Aufenthalt geht es per Fähre zurück nach Kingswear. Übernachtung im Hotel vom Vortag. 5. Tag – Exeter & Polperro Auf unserem Weg nach Cornwall entdecken wir die schöne Universitätsstadt Exeter mit der fantastischen Kathedrale. Entlang des Dartmoor Nationalparks führt unser Weg nach Polperro. Freuen Sie sich auf ein Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch, das uns mit verwinkelten Gassen, hübschen Häusern und herrlichen Fotosujets erwartet. Vorbei an St. Austell erreichen wir unser Hotel in der Grafschaft Cornwall. 6. Tag – Cornwall & St. Ives Bay Line Heute erwartet uns Rosamunde Pilcher Romantik auf Schritt und Tritt. Freuen Sie sich auf den Anblick von St. Michael’s Mount, den 80m aus dem Meer ragenden Granitfelsen

Stonehenge

mit dem Castle auf der Spitze oder auf Land’s End, dem westlichsten Punkt Englands und natürlich auf das zauberhafte St. Ives mit seinen hellgrünen Dächern, kleinen Gässchen, Cottages und exotischen Gärten. Standesgemäss geniessen wir zwischendurch einen feinen „Cream Tea & Scones“. Zum Abschluss erleben wir auf der kurzen Fahrt mit der St. Ives Bay Line eine traumhaft schöne Bahnstrecke entlang der Küste. 7. Tag – Exmoor Nationalpark & West Somerset Railway Entlang der bezaubernden „Küste der Träume“ und durch die wunderschönen Landschaften des Exmoor Nationalparks führt uns der Weg nach Minehead. Ab hier erleben wir die herrliche Landschaft Sommersets bei einer 90 minütigen Fahrt mit dem legendären Dampfzug der West Somerset Railway. Anschliessend bummeln wir durch die Gässchen von Wells und besichtigen die bekannte Kathedrale. Übernachtung in Bristol. 8. Tag – Cotswolds & Windsor Heute fahren wir durch die Cotswolds – die hügelige Traumlandschaft im Herzen Englands wird Sie begeistern. Viele Dörfer bezaubern mit ihren malerischen Häusern aus typisch honigfarbenem Sandstein. So auch das besonders hübsche Bourton-OnThe-Water, das wir um die Mittagszeit erreichen. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung, fahren wir nach Windsor, dem Sommersitz der englischen Königin. Freuen Sie sich auf

St. Ives-Line

eine spannende Besichtigung des grössten und ältesten noch bewohnten Schlosses der Welt. Weiterfahrt zu unserem Übernachtungsort im Raum Kent. 9. Tag - Leeds Castle & Sissinghurst Castle Halten Sie heute Ihren Fotoapparat bereit, wir starten den Tag mit dem idyllisch gelegenen Märchenschloss Leeds Castle – einfach ein atemberaubender Anblick. Das Schloss aus dem 12. Jahrhundert wird oft als das «schönste Castle der Welt» bezeichnet. Im Anschluss erwartet uns Sissinghurst Castle - ein Traum in Weiss: der berühmte „White Garden“, der in England so populär ist wie kein zweiter. Übernachtung im Hotel vom Vortag. 10. Tag – Dover-Lille Wir fahren zurück nach Dover, wo wir am Nachmittag zur Fährüberfahrt nach Calais erwartet werden. Nachtessen und Übernachtung in Lille. 11. Tag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise in Richtung Schweiz an.

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Romney, Hythe & Dymchurch Railway In den 20er Jahren war es in Mode die Lokomotiven, Waggons und Strecken in der Größe 1:3 nachzubauen. Die bekannteste und noch heute im Betrieb stehende Liliputbahn ist die„Romney, Hythe & Dymchurch Railway“. Die Spurweite beträgt schmale 381 mm – die Gesamtstrecke misst 22,5 km. Strecke: Hythe-New Romney

•

Watercressline: Kraftvolle Dampfloks ziehen die Waggons der Watercressline rund 16 km durch die grünen Hügel von Hampshire. Der bekannte Name der Bahn kommt aus den Tagen, wo sie noch dafür benutzt wurde, in der Region gewachsene Kresse zu den Märkten nach London zu transportieren (Strecke wurde 1865 eröffnet). Strecke Alresford-Alton

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Darthmouth Steam Railway: Die 11 km lange Strecke entlang der Küste von Süd-Devon ist traumhaft schön – sie führt über Viadukte und Tunnels (einer davon führt unter Agatha Christies ehemaligen Sommerhaus Greenway durch) ins malerische Mündungsgebiet des Flusses Dart. Strecke Paignton- Kingswear

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St. Yves Bay Line Am Bahnhof St. Erth, bekannt aus vielen Rosamunde Pilcher Filmen, steigen wir in die St. Ives Bay Line. Die Fahrt mit dem Dieseltriebwagen dauert nur knapp eine Viertelstunde, aber die haben es in sich. Die Fahrt führt vorbei an der Kirche von Lelant, an endlosen Stränden und traumhaften Buchten bis zum Bilderbuchort St. Ives. Strecke: St. Erth - St. Ives

•

West Somerset Railway Die West Somerset Railway wurde 1862 eröffnet und ist mit 32 km die längste der südenglischen Museumsbahnen. Ein 90 minütiges Dampfzugerlebnis der Spitzenklasse mit liebevoll hergerichteten Bahnhöfen und Waggons. Strecke: Minehead-Bishops Lydeard

Weitere Reisehöhepunkte:

Watercressline

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Universitätsstadt Exeter und Bilderbuch Fischerdorf Polperro

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

A

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Jaël

Veränderungen Adèle sagt, sie könne ihren Song «Skyfall» nicht mehr live singen. Sie schrieb ihn in der Schwangerschaft, als ihre Stimme tiefer war. Ich freute mich darauf, tiefer zu singen, bin aber stattdessen nur kurzatmig geworden, da mein kleiner Untermieter die Hälfte meines Lungen­ volumens stibitzt. Ansonsten alles beim Alten. Das Zwerchfell arbeitet, Buebli wird durch­ geschüttelt, scheint es aber zu mögen, denn wenn ich singe, ist er ruhig. Die Gitarre dagegen mag er gar nicht; er trommelt dagegen wie ein Nachbar mit Besenstil an die Wand.

Die Leute lachen, wenn ich die Bühne betrete. Ich spüre, es ist kein Aus­, sondern ein «Jöö»­ Lachen, darum schmunzle ich mit. Mein Kleiner stiehlt mir jetzt schon die Show. Grossartig, ich bin nicht alleine auf der Bühne, wir sind ein Duo.

Bilder: Ruben Wyttenbach, zVg

Im ersten Trimester waren gemeinsame Auf­ tritte wegen der Übelkeit mühsam. Oft besserte es aber, sobald das Konzert begann. Das Adrena­ lin? Die Singatmung? Singen gegen Schwanger­ schaftsübelkeit – das gilt es noch zu erforschen.

Sängerin Jaël (38)

erwartet im Dezember ihr erstes Kind.

Die Veränderung ist im Alltag omnipräsent. Ich entwickle Muttergefühle für die ganze Welt. Im Zirkus sorge ich mich um die Schlangenfrau, weil mir bewusst ist, dass sie ihrem Körper mit ihrer eindrücklichen Performance langfristig schadet. Im Bauch hüpfts derweil begeistert. Wird mein Sohn Akrobat? «Das wärs!», flüstere ich meinem Mann zu, der die Stirn runzelt:

«Tschaupimoorä» Jaël interessiert sich für Babyschueli.

«Du hättest keine ruhige Nacht mehr!» Wo er recht hat, hat er recht. Tags darauf wedelt ein Mann mit seinem Gehstock nach mir, weil ich, in Tagträumen ver­ sunken, am Schaufenster Babyschueli bestaune, genau da, wo er durchzugehen beschlossen hat. Er nennt mich eine «Tschaupimoorä»*. Ab dieser Feindseligkeit schiesst das Adrenalin durch meinen Körper, und sofort lege ich – Löwenmutter – beschützend die Hand auf den Bauch. «Dieser Mann ist unglücklich und nicht gesund», erkläre ich beruhigend, sage: «Geits no?», denke: «Idiot!», und hoffe, dass Buebli das nicht merkt. Im Lift schmettert mir jemand «I muess i Erscht» entgegen. Artig drücke ich den Knopf für den ersten Stock, erkläre aber dem Bauch später, dass man eigentlich sagt: «Chönntet dir mir äch ds Eis drücke?» Erziehung fängt schon früh an. MM * Wohl eine Saumoore, die herumtschalpt?

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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM46: Leihmutterschaft Zwei Männer und ihr Baby

Es ist extrem, wie normal es geworden ist, eine Leihmutter zu haben. Wie kann eine Frau ein Kind neun Monate im Bauch tragen, gebären und es dann freiwillig weggeben? Wie ab­ gestumpft ist man, dass man unter solchen Bedingungen überhaupt eine Schwanger­ schaft plant? Die Väter verste­ hen nicht, wie wichtig die leibliche Mutter für das Kind ist.

Das homosexuelle Paar Arne und Àlvaro mit Crystal, der Leihmutter ihres Kindes.

Naemi Nitsche, Rüti ZH

Leihmutterschaft ist richtiger­ weise in der Schweiz verboten und soll es auch bleiben. Dass Paare keine Kinder bekommen, hat einen Sinn, und den muss man akzeptieren, auch wenn es für die Betroffenen schwer und traurig ist. Wer fragt die Kinder, ob es ihnen passt, wie und wo sie gezeugt wurden? Die Selbst­ bestimmung beim Sterben ist immer noch verpönt und wird, gerade von den Ethikern, infrage gestellt; der Zeugung von neu­ em Leben werden Tür und Tor geöffnet. Dass eine Ethikerin die Leihmutterschaft befürwortet, mutet befremdlich an. Dass es kein Geschäft sein soll, ist für

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«Der Zeugung von neuem Leben werden Tür und Tor geöffnet»


MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

mich mehr als fragwürdig. Wie soll es kein Geschäft sein, wenn man die Finanzen sieht, die dafür aufgebracht werden müssen? Rita Frey, Aarau Rohr Herzlichen Dank für den Beitrag über die Leihmutterschaft. Aber was ist mit all den Paaren, die keine Familie gründen können oder inmitten einer Kinderwunschbehandlung stecken? Die werden vergessen oder verschwiegen, dabei sind so viele in der Schweiz davon betroffen. Ich fände es toll, wenn die MMRedaktion einen Beitrag über die Kinderwunschbehandlung (Insemination, IVF oder ICSI), die kein Tabuthema sein sollte, machen würde. Als Mutmacher für die Betroffenen, deren Anliegen mehr Verständnis verdient. Melanie Mächler, per E-Mail

Homosexuelle und lesbische Paare, die ein Kind wollen, sind in meinen Augen totale Egoisten und Egoistinnen, die nur an sich und nicht an das Wohl des Kindes denken. Ob sie wohl auch daran denken, dass das Kind vielleicht später in der Schule deshalb gehänselt werden und darunter leiden könnte? Ein Kind braucht auch in der heutigen Zeit immer noch ein Mami und einen Vater. Remo Meier, Uster ZH Für ein solches Baby/Kind sind dies keine optimalen Erziehungsgrundstöcke. Es soll doch das Wohl des Babys/Kindes im Vordergrund stehen. Durch diese Konstellation ist dies sicher nicht gewährleistet. Andreas Martini, Hunzenschwil AG

«Was ist nun wirklich tolerant?» Wenn ich die Meinung vertrete, dass jeder seine Meinung frei vertreten darf, sind praktisch alle mit mir einverstanden. Wenn ich dabei aber alles gutheissen muss, wird die geforderte Toleranz zur Meinungsdiktatur. Im Migros-Magazin stelle ich genau diese Tendenz fest: Gehäuft erscheinen Artikel aus Sicht der LGBT- und Gender-Lobby, die uns subtil daran gewöhnen will, dass alle diese Ausrichtungen, Ansichten und Lebensformen ganz normal seien; weil sie einfach zur heutigen Gesellschaft gehörten. Und wenn ich mich dagegen ausspreche, werden mich viele «tolerante» Mitmenschen als ewiggestrig, intolerant

und homophob beschimpfen. Wohlgemerkt: Ich wende mich nicht gegen Andersdenkende, sondern habe schlicht und einfach eine andere Überzeugung. Was ist nun wirklich tolerant? Meine dringende Bitte an die MM-Redaktion: Geben Sie dem Erfolgsmodell der traditionellen Familie mehr Raum! Heinz Schelb, Gsteigwiler BE

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Roland Ris

«Fluchen tut gut» Wer den Ärger in sich hineinfrisst, wird neurotisch, sagt der Berner Sprachwissenschaftler und Fluchforscher Roland Ris. Dann doch lieber fluchen. Ein Gespräch über gesellschaftliche Tabus, kreative Schimpfworte und Erziehungsstrategien. Interview: Ralf Kaminski Bilder: Michael Sieber


MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

Sprachwissenschaftler Roland Ris kennt viele lustige Flüche und bedauert den Verlust der Kreativität bei den Schimpfwörtern.

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Roland Ris, Sie haben kürzlich die abneh­ mende Kreativität beim Fluchen bedauert. Was beobachten Sie dazu im Alltag? Vor 50 Jahren gab es hierzulande eine sehr vielfältige Fluchlandschaft. In der Ost­ schweiz klang es ganz anders als in Bern und dort ganz anders als in der Innerschweiz. Das ist praktisch verschwunden, ersetzt von einem international gebräuchlichen Misch­ masch. «Shit» und «Scheisse» sind heute die mit Abstand am häufigsten verwendeten Schimpfwörter. Daneben gibts schon noch andere wie «Gopfridstutz», aber insgesamt erleben wir eine starke Vereinheitlichung. Das gilt übrigens generell für die Mundarten: Die sprachliche Vielfalt schwindet. Geben Sie uns ein paar Beispiele für kreativere Fluchformen, die bei uns einst verbreitet waren. Oft entstanden aus einem Fluchwort mehrere neue. Etwa «Heiligdonner», «Himmeldonner­ tüüfelchrisascht», «Himmelstärnedonner­ wätter», «Hunderttuusigdonnerwätter». Oder «Stärne», «Stärnelatärne», «Stärnelatudere». Es wucherte immer weiter. «Stärne» ist ein Fluch? Früher mal, ja. Die Sterne sollten auf die Erde fallen und zum Beispiel die Ernte eines Rivalen zerstören. Eine verwandte Verwünschung ist das heute noch vertrautere «Der Blitz soll dich treffen!». Dahinter steht ein archaisches, magisches Weltbild. Woher kommt die kreative Verarmung? Der Bruch passierte nach dem Zweiten Weltkrieg, als die amerikanische Kultur Europa zu erobern begann. Die einst starken französischen Einflüsse sind dadurch fast völlig verschwunden. Damit haben wir ein Stück unserer eigenen Kultur aufgegeben. Wie entstand das Fluchen überhaupt? Es begann mit dem Verfluchen, das man in praktisch allen Kulturen findet. Schon aus dem alten Ägypten kennen wir Hieroglyphen, mit denen man dem Nachbarn etwas Böses wünschte: Sein Feld solle verrotten, seine Frau solle davonlaufen, er solle impotent werden. Dies wurde später mehr und mehr abgelöst vom Fluchwort zur Entladung von Ärger. Auf dem Balkan und im Nahen Osten schimpft man aber immer noch gern «der Teufel soll dich holen» oder verflucht die Familie des anderen. Beeinflusst die mangelnde Kreativität die Entladung von Ärger? Es kommt schon darauf an, welche Worte man verwendet. Grundsätzlich ist klar: Fluchen tut gut. Wir wissen aus der Psycho­ logie, dass jede Art von Triebunterdrückung negative Folgen hat. Trotzdem gibt es grosse Widerstände gegenüber dem Fluchen, weil

Wer sich wissenschaftlich mit dem Fluchen beschäftigt, riskiere seinen akademischen Ruf, sagt Roland Ris. Deshalb gebe es weltweit nur so wenig Malediktologen.

einige sich Sorgen machen, damit Negatives auszulösen, für sich selbst und für andere.

anerkennend eingesetzt werden: «Donner­ wetter, das hast du aber gut gemacht!»

Tut es denn nun gut oder nicht? Ja und Nein. ( lacht) Wenn man sich damit emotional entlastet und Ärger abbauen kann, dann tut es gut. Man kann sich dabei aber auch in etwas hineinsteigern. «Die da oben in Bern machen ja sowieso, was sie wol­ len, denen zeigen wir es jetzt mal!» So etwas verfestigt sich dann in ein Weltbild und produziert nichts als Aggressionen gegen alles und jeden. Schlecht sind auch Selbst­ erniedrigungen wie «Gopfverdammi», also: Gott verdamm’ mich. Es hat eine Rück­ wirkung, wie man mit sich selbst spricht. So gesehen ist es also nicht egal, welche Worte man beim Fluchen verwendet.

Man kann für Fluchwörter aber auch verklagt werden. Oh ja, besonders in Deutschland, das kann schnell ins Geld gehen. Auch in der Schweiz gab es schon erfolgreiche Klagen, es lohnt sich also, vorsichtig zu sein.

Und je grösser der Ärger, desto heftiger muss der Fluch sein, damit er wirkt? Ganz klar, Tonfall und Lautstärke variieren ebenfalls. Es gibt aber auch Flüche, in denen der Weg zur Versöhnung schon integriert ist. «Himmelarschundzwirn» zum Beispiel. Was soll denn der Zwirn da? Er trägt mit sei­ ner Harmlosigkeit zur Beruhigung bei – man kann über den Ärger schon fast wieder lachen. Einige Fluchwörter können sogar positiv­

Zur Person

Sprachwissenschaftler und Fluchforscher Roland Ris (78) ist emeritierter Germanistikprofessor der ETH Zürich und hat

sich nebenbei auf die Fluchforschung spezialisiert – er ist einer der wenigen Malediktologen im deutschsprachigen Raum. Ris ist verheiratet, hat vier Kinder und zwei Enkel und lebt in Wilderswil BE.

Aus dem Alltag verschwunden ist das posi­ tive Gegenstück des Fluchens, das Segnen. Ganz weg ist es nicht, aber sehr zurück­ gedrängt. Tatsächlich gehörte Fluchen und Segnen lange zusammen. Im Islam ist auch Letzteres noch sehr präsent: «Baraka» (Segen, Gnade) findet sich etwa in den Namen Barack Obama oder Hosni Mubarak, den Ex­Präsidenten der USA und Ägyptens. In der westlichen Welt gibt es den Segen noch ritualisiert bei Gottesdiensten und bei Wünschen wie «Hals­ und Beinbruch» oder «Toi, toi, toi». Auch in der Landwirtschaft wird noch «Glück im Stall» gewünscht. Weshalb segnen wir fast nicht mehr? Das hat viel mit unserer kulturellen Befind­ lichkeit zu tun, es gibt eine fast schon sadis­ tische Lust am Negativen. Als junger Germa­ nist habe ich mal etwas geschrieben übers Segnen, das hat niemanden interessiert. Kaum schrieb ich übers Fluchen, ging ein riesiger Rummel los, der bis heute anhält. Auch in der Zeitung verkaufen sich die schlechten Nachrichten viel besser als die guten. Hinzu kommt der Reiz des Tabu­ verstosses beim Fluchen, es ist ein Ventil gegenüber politischer Korrektheit und sterilen Sprachnormierungen, die heute weitverbreitet sind. Segnen wir auch deshalb nicht mehr, weil uns durch die Säkularisierung der Glaube an die Wirkung verloren gegangen ist?


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Welches ist Ihr Lieblingsfluch?

MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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Das spielt sicherlich auch eine Rolle. Gleichzeitig gibt es immer noch Nischen, etwa die Freikirchen, wo sehr intensiv gesegnet wird. Ein Risiko, dass das Fluchen jemals ver­ schwindet, besteht kaum, oder? Das ist wohl so. Aber es gab immer wieder Versuche, es zu bekämpfen. Schon um 1900 lief in Bern eine grosse Antifluchkampagne, an den Olympischen Spielen in Lake Placid 1980 war das Fluchen ganz verboten, auf manchen Pausenplätzen versucht man dies auch heute. Bewirkt hat das alles nicht viel. Die Art des Fluchens ist kulturabhängig. Was steht bei uns im Zentrum? Das, was in einer Gesellschaft tabuisiert ist, eignet sich immer besonders gut. Fluch­ wörter zeigen also, was in einer Kultur die empfindlichen Punkte sind. In den traditionellen katholischen Kulturen fluchte man gern religiös, das ist fast verschwunden. Dafür war früher das heute verbreitete Sexuelle und Fäkale kein Thema. Im Barock hat man hierzulande noch Furzwettbewerbe gemacht. Das galt als natürlich und war – anders als heute – überhaupt nicht tabuisiert. Wie fluchen unsere Nachbarn? In der von der US-Kultur beeinflussten westlichen Welt klingt es heute tendenziell überall ziemlich ähnlich. Es gibt aber noch immer Unterschiede: In der englischen Oberschicht flucht man eigentlich gar nicht. In Frankreich ist das Sexuelle viel weniger tabuisiert als bei uns, entsprechend wird es beim Fluchen weniger verwendet.

Illustration: Vectorstock

Flüche aus anderen Kulturen klingen in unseren Ohren manchmal eher lustig als böse: «Du Sohn einer Gurke» (Türkei), «Ich furze in deines Vaters Bart» (Iran). Vermutlich lachen die Leute dort auch über unsere seltsamen Flüche. Im Orient ist die Familie heilig, deshalb ist eine derartige Beleidigung von Familienmitgliedern des anderen sehr effektiv. Das Schlimmste, das man einem Araber antun kann, ist, seine Mutter als Hure zu bezeichnen. Fluchen Bauarbeiter mehr als Professoren? Männer mehr als Frauen? Junge mehr als Alte? Geflucht wird überall, aber in sozial tieferen Schichten und handwerklichen Jobs eher mehr und mit rabiateren Worten. Zwischen Frauen und Männern sowie Jung und Alt gab es früher sicher Unterschiede, das hat sich aber heute stark angeglichen – einzig das Repertoire ist noch verschieden. Eltern ärgern sich zuverlässig, wenn ihre Kinder Fluchwörter verwenden. Macht sie das für die Jugend gerade deshalb so unwiderstehlich?

Himmelstärnestäckelatärne Himmeldonnertüüfelchrisascht Nundepipp Himuheilanddonnergopferdamisiechnoeinisch Stärnelatärne Sie wollen einfach so klingen wie ihre gleichaltrige Peergroup. Deshalb taugen Verbote in dem Bereich genauso wenig wie pädagogische Tricks. Was raten Sie Eltern, die ihre Sprösslinge nicht fluchen hören wollen? Jedes Kind wählt je nach sozialem Umfeld unterschiedliche Sprachen: Daheim spricht es anders als in der Schule oder auf einer Party. Da kann man ansetzen und ihm bewusst machen, dass es nicht jede Sprachform in jeder Situation benutzen kann. Viele Junge haben heute Mühe, eine der Situation angemessene Sprache zu finden. Beim Bewerbungsgespräch sollte es anders klingen als unter Freunden. So verbietet man das Fluchen nicht pauschal, sondern versucht, ein Gespür zu vermitteln, wann es drinliegt und wann nicht. Wie haben Sie es selbst gehandhabt? Da gab es eigentlich nie Probleme. Einer meiner Söhne ist heute Spengler auf dem Bau und ein grossartiger Lieferant für Schimpfwörter. ( lacht) In den USA werden Fluchwörter im Fernsehen mit einem «beep» überblendet. Dennoch hat man nicht den Eindruck, dass es dort weniger vulgär zugeht. So ein Filter bringt wenig. Es ist auch ein Irrglaube, man könne alleine über Sprache gesellschaftliche Einstellungen verändern. Dann kann ein vulgärer Präsident wie derzeit Donald Trump in den USA auch nicht zu einer sprachlichen Verrohung beitragen? Kaum mehr als sonst schon. Dass Donald Trump trotz aller Kritik bei einer bestimmten

Wählergruppe noch immer so beliebt ist, hängt ganz stark mit seiner Sprache zusammen. Er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und foutiert sich um jegliche Form sprachlicher politischer Korrektheit, die ansonsten alle Bereiche des öffentlichen Lebens in den USA erfasst hat. Das gefällt den Leuten, sie empfinden es als befreiend. Gibt es Flüche, bei denen auch Sie unangenehm berührt zusammenzucken? Oder kann Sie nichts mehr schrecken? Persönlich mag ich «Scheisse» und alles in dem Bereich gar nicht, das finde ich unappetitlich. Aber jeder Mensch hat seine eigene Fluchgeschichte. Flüche, die einen treffen, merkt man sich, andere gehen vergessen. Am Gymnasium wurden meine Schulkollegen und ich von einem Lehrer mal als «trübe Molchengesellschaft» beschimpft – klingt harmlos, blieb aber hängen. Wohl, weil es was hatte. In der RS sagte mir ein Korporal: «Sie tun ja dümmer als eine schwangere Bergente!» Heute amüsiere ich mich darüber, es war aber durchaus böse gemeint. Welche Worte verwenden Sie, wenn Sie fluchen? Es gibt sehr kreative Menschen, die spontan die tollsten Kettenflüche hinkriegen, das kann ich nicht. Im Emmental heisst es, fluchen könne man nicht lernen, das sei eine Gottesgabe. ( lacht) Es kommt heute auch nicht mehr oft vor, dass ich mich derart aufregen muss. Aber ich sage vielleicht mal «du Büffel», wenn ich im Verkehr stecke und der vor mir nicht fährt. Welches sind Ihre persönlichen Lieblingsflüche?


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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

Ich mag poetische, sprachlich verspielte Flüche wie «Stärnelatärne», «Donnerli donnerli» oder «Tusigdotzetintehüsli». Und solche, wo man aus dem Ärger schon wieder ein bisschen rauskommt wie «Himmelarsch­ undzwirn» oder «Potzhimmelgüegeli». Ein Güegeli ist übrigens ein Käferchen.

ständiges interessiert. Die Mundartliteratur in der Schweiz ist wunderbar reichhaltig. Allein auf Berndeutsch gibt es 2500 selbstän­ dige Publikationen, das ist mehr als in vielen europäischen Sprachen überhaupt. Fluch­ wörter finden sich landesweit rund 3500, davon stammen 1500 aus dem Berndeutsch.

Fluchforscher gibt es offenbar weltweit nur sehr wenige. Weshalb haben Sie sich gerade darauf spezialisiert? Es gibt schon andere, die sich damit beschäf­ tigt haben, aber kaum so lange und syste­ matisch wie ich. Es war ein Hobby, das bei den Kollegen nicht immer gern gesehen war. Ich konnte mir das erlauben, weil ich mir mit meiner offiziellen Tätigkeit in der Sprach­ und Literaturwissenschaft genügend Res­ pekt erarbeitet hatte. Weil man mit diesem Thema seinen akademischen Ruf riskiert, gibt es wohl so wenige, die sich ernsthaft damit beschäftigen – umso mehr in der heutigen Zeit der politischen Korrektheit. Aber ich habe mich schon immer für Rand­

Arbeiten Sie noch immer an Ihrem grossen berndeutschen Wörterbuch? Ja, die 84 000 Stichwörter sind beisammen, aber die Fleissarbeit, sie nun aufzuarbeiten, würde ich gern jemand anderem überlassen, dafür fehlt mir einfach die Kraft. Dann spüren Sie doch langsam das Alter? Noch nicht allzu sehr, vielleicht weil ich regelmässig Sport treibe. Ich mache aber lieber Dinge, die auch kreative Aspekte haben. Zum Beispiel beschäftige ich mich mit Sans­ krit und der indischen Kultur. Ausserdem arbeite ich an einem Buch über den Dichter Rainer Maria Rilke. Das alles macht mir Spass und hält mich jung. MM

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MM47, 20.11.2017 | MENSCHEN

Luca Hänni

Ein Multitalent

Luca Hänni hat ein Talent für Talentshows: Seine Karriere als Sänger begann mit dem Sieg bei «Deutschland sucht den Superstar», und eben erst hat er auch die RTL-Tanzshow «Dance Dance Dance» gewonnen. Dass dem Berner nicht immer alles in den Schoss fällt, davon handelt sein neuer Song. Eine Auseinandersetzung mit dem harten Showbusiness. Text: Lisa Stutz

Bild: Gian-Marco Castelberg

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MENSCHEN | MM47, 20.11.2017

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ow, was für ein Riesenbrot!» Luca Hännis Blick geht an seiner Gesprächspartnerin vorbei. Eine Kellnerin schneidet hinten im Café gerade ein tatsächlich sehr grosses dunkles Brot. «Ich habe noch nie ein so riesiges Brot gesehen!» Er lacht ungläubig. «Sorry – ich lasse mich schnell ablenken, Konzentration ist nicht meine Stärke. Wie war nochmals die Frage?» Warum sein neuer Song der persönlichste sei, den er je geschrieben habe. Hänni fährt sich mit der Hand durch das braune Haar, setzt sich aufrecht hin, ein letzter Blick zum Brot. «Nun», sagt er, wieder voll professionell, wie man es vom 23-Jährigen kennt, «ich erzähle in ‹Powder›, wie hart das Musikgeschäft ist. Vor allem in jungen Jahren dauert es lange, bis man ernst genommen wird.» Mit gerade mal 17 Jahren gewann der damalige Maurerlehrling bei der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» – als erster Nichtdeutscher überhaupt. «Für manche Leute war es schwierig, dass nun ein Jungspund mit am Tisch sitzt, der mitreden will und kann», schildert er. So musste Luca Hänni schnell erwachsen werden, lernen, wie man sich durchsetzt. Und das im knallharten Showbusiness. In seinem neuesten Song verarbeitet er die Erfahrung, dass er in seinem Leben schon oft an falsche Leute geraten ist. Firma klaute seine Identität

Zum Beispiel nach seinem Karrierestart, als auf seiner offiziellen FacebookSeite plötzlich Pornoinhalte gepostet wurden. «Es meldete sich eine Internet-Security-Firma, die mich vor solchen Posts schützen wollte», erinnert sich Luca Hänni. Er vertraute dem Inhaber der Firma, der Zugriff zu Internetkonten und diversen Passwörtern erhielt. Ein Fehler, wie sich später herausstellte. In seinem Namen korrespondierte der vermeintliche Geschäftsführer mit fremden Leuten und verbreitete Lügengeschichten. «Als wir das heraus-

fanden, schalteten wir die Polizei ein. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Hochstapler mit Scheinfirma handelte.» Es tat Luca Hänni gut, solche Erlebnisse in einem Song zu verarbeiten. Er heisst «Powder» – auf Deutsch: Puder – weil alles Schlechte zu Staub zerfallen soll. «Zu Staub, den ich von mir abschüttle», erklärt Luca Hänni. Im Videoclip wirft der Teenieschwarm tanzend farbigen Puder in die Luft. Karriere als Prüfstein für die Beziehung

Tanzen kann Luca Hänni erst seit Kurzem. Als er in diesem Jahr von RTL für die Tanzshow «Dance Dance Dance» angefragt wurde, musste er sich die Zusage lange überlegen. «Ich konnte vorher wirklich überhaupt nicht tanzen. Ich war seit etwa drei Jahren nicht mehr in einer Disco und bewegte mich echt wie ein Brett. Ich hatte Angst, mich zu blamieren.» Trotzdem machte er mit. Vier Monate lang durchlief er ein tägliches Tanztraining. Und holte sich schliesslich vergangenen Monat mit seinem Tanzpartner den Siegerpokal. «Ich glaube, dass mir ein gewisses Taktgefühl in die Wiege gelegt wurde», sagt Hänni. «Den Rest musste ich mir erarbeiten.» Mit einem Sieg habe er dennoch nicht gerechnet. Luca Hänni hat eine intensive Zeit hinter sich. Eine Zeit, in der auch die Beziehung zu seiner langjährigen Freundin Tamara oft zu kurz kam. «Wir sahen uns sehr wenig. Auch beim Finale konnte sie nicht dabei sein», bedauert er. Besser ist es seither nicht geworden. Letzten Freitag feierte Tamara ihren 25. Geburtstag. «Leider konnten wir uns nicht einmal dann sehen. Wir feierten am Samstag zusammen.» Sein Geschenk an sie: gemeinsame Zeit, in der sie etwas Tolles unternehmen. Für das Paar, das seit sieben Jahren zusammen ist (wenn auch mit kurzen Unterbrüchen, wie Hänni sagt), ist das etwas Besonderes. Auch für Freunde hat der Star nicht viel Zeit. «Freunde? Ich habe keine Freunde», sagt er und fügt

lachend hinzu: «Nein, nein. So schlimm ist es nicht.» Einen sehr guten Kumpel aus der Schulzeit habe er immer noch. «Meine restlichen Freunde oder Bekannten habe ich alle durch meinen Beruf kennengelernt.» Auch mit seinem Stiefbruder Cyril ist er oft unterwegs. Er ist sein Manager und gleichzeitig sein Freund. Mutter und Stiefvater erledigen das Administrative und das Merchandising rund um den Star. «Wir sind ein Familienbetrieb. Dadurch liegen die wichtigen Entscheide bei uns, wir geben sie nicht in fremde Hände. Eben weil ich nicht an falsche Leute geraten will.» Und weil er auch keinen Streit mag. Er wisse nicht, wann er sich zum letzten Mal mit jemandem gestritten habe. «Ich bin kein Streiter», sagt er, «sondern eher der lockere Typ.» Ohne Smartphone geht es nicht

Ist Luca Hänni durch seinen Erfolg eigentlich reich geworden? «Reich an Erfahrungen sicher. Und ja, ich kann davon leben.» Materielles habe für ihn keinen grossen Wert, sagt er. Das Einzige, ohne das er nicht leben könnte, sei sein Smartphone. Kürzlich habe er es einen halben Tag lang nicht gefunden – «ich war echt aufgeschmissen». Zurzeit wohnt Luca Hänni für anderthalb Wochen in einem Hotel in Zürich. Danach kehrt er in seine Wohnung in der Nähe von Bern zurück, in der er mit Tamara lebt. Doch auch diesmal bleibt er nicht lange: Bereits im Januar zieht es ihn für fünf Wochen nach Australien, wo er eine Sprachschule besuchen wird. Im Frühjahr sollen zwei bis drei weitere Singles erscheinen, bevor er dann sein neues Album herausgibt. Über den Zeitpunkt des Erscheinens und den Namen des Albums kann er noch nichts verraten. Fest steht hingegen, dass er wieder auf Tour gehen wird. «Darauf freue ich mich unheimlich», sagt er. Denn dann ist er wieder bei den «Fännis» – so nennen sich seine Fans – und voll in seinem Element, voll beim Publikum. MM

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MS Douro Spiritbbbbk by Thurgau Travel und Partner Das moderne, komfortable, 2011 gebaute Schiff bietet Platz für 124 Gäste. Alle 65 Kabinen verfügen über französischen Balkon, kleinen Tisch und Stühle, Dusche/WC, Föhn, TV, Telefon, Safe und individuell regulierbare Klimaanlage. Die Kabinengrösse beträgt bei den 2-Bettkabinen sowie den 1-Bettkabinen Mitteldeck ca. 16 m², 2-Bettkabine Mitteldeck vorne ca. 15 m² und 1-Bettkabinen Mitteldeck vorne ca. 14 m². Die Junior Suite auf dem Mitteldeck (ca. 20 m²) und die Suiten auf dem Oberdeck (ca. 24 m²) sind zusätzlich mit einer Badewanne ausgestattet. Zur Bordausstattung gehören elegantes Restaurant, Panorama-Salon mit Bar/Tanzfläche, Spa, Fitnessraum, Réception und Boutique/Souvenirshop, teilweise überdachtes Sonnendeck mit Sitz- und Liegegelegenheiten und kleinem Pool. Lift zwischen Haupt- und Oberdeck. WLAN nach Verfügbarkeit (gegen Gebühr). Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Leistungen: Kreuzfahrt inkl. Vollpension, Getränkepaket, ohne Flug. Weitere Details im Internet oder Hauptkatalog 2018 verlangen.

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Migros-Welt MM47

Zahl der Woche

2 000 000

Über zwei Millionen Fahrten auf den Rutschbahnen verzeichnete die Migros Ostschweiz seit der Wiedereröffnung des Säntisparks in Abtwil.

Migros-Lehrberufe

Saubere Sache Joan Suter (17) absolviert das zweite Lehrjahr zur Büroassistentin beim M­Industriebetrieb Mibelle Group.

«In Frenkendorf stellen wir Wasch- und Reinigungsmittel her. Ich erhalte Einblick in viele verschiedene Abteilungen – vom Einkauf bis zu Marketing und Verkauf.»

Standortwechsel

Bild: Daniel Kellenberger

Neueröffnung mit Kundenrabatt und Überraschungen Das Outlet Migros Gossau ist ab 23. November an der Industriestrasse 135 zu finden, rund einen Kilometer vom alten Standort entfernt. Zur Er­ öffnung gibt es vom 23. bis 25. November zehn Prozent auf das gesamte Sortiment und diverse Überraschungen für die Kundschaft. Die Migros Ostschweiz betreibt insgesamt drei Outlets in Buchs, Gossau und Rüti ZH. Der Schwerpunkt des Sortiments liegt auf Restanzen und Liqui­

dationsartikeln aus dem Migros­Sortiment. Dazu gehören Haushaltsartikel, Kleider, Schuhe, Spielwaren und vieles mehr. Zudem findet die Kundschaft ein begrenztes Sortiment an Lebensmitteln zu vergünstigten Preisen. Diese werden vorwiegend in Grosspackungen an­ geboten oder stammen aus Überproduktionen der Migros­Industrie und Zulieferanten. Mehr von der Migros Ostschweiz ab Seite 91


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MM47, 20.11.2017 | MIGROS-WELT

Ferien-Studie

Schweizer bleiben zu Hause

Rückruf

MiletteHolzrassel Die Migros ruft aus Sicherheitsgründen die Milette-Holzrassel (Artikelnummer 7471.050) mit dem Motiv «Pirat-PelikanSchiff-Fisch» zurück. Einzelne Komponenten der Rassel sind nicht stabil genug und könnten zerbrechen. Darum besteht die Gefahr, dass Kinder Kleinteile verschlucken. Der Artikel war seit 1. Januar 2017 im Verkauf. Die Migros bittet ihre Kundinnen und Kunden, die Holzrassel mit dem erwähnten Motiv nicht mehr zu benutzen. Sie kann gegen Rückerstattung des Verkaufspreises (Fr. 8.90) in die Migros-Filialen zurückgebracht werden. Alle anderen MiletteHolzrasseln sind einwandfrei und können weiterhin verwendet werden.

Zweimal pro Jahr wertet der Migros-Ferienhausvermittler Interhome die Buchungen seiner Gäste aus und erstellt aus den Daten den sogenannten Ferienhausreport. Und so zeigt die vergangene Sommersaison (Mai bis Oktober), dass sich 54 Prozent der Schweizer Interhome-Gäste für ein Ferienhaus im eigenen Land entschieden – favorisiert wurden dabei die Regionen Tessin, Wallis und Graubünden. Auch in der kommenden Wintersaison zieht es Herr und Frau Schweizer mehrheitlich in die heimischen Berge. 91 Prozent der Buchungen bei Interhome betreffen Schweizer Objekte. Mehr Infos: www.interhome.ch

Bike World

Velos im Netz Ende Oktober eröffnete die Migros-Tochter «Bike World» ihren neuen Onlineshop. Damit ist das Sortiment des Velohändlers auch per Mausklick erreichbar und bietet beispielsweise eine Auswahl an 190 verschiedenen Fahrradmodellen von 12 unterschiedlichen Marken. Das passende Zubehör ist selbstverständlich ebenfalls auf der Website zu finden. Ein digitaler Bikeberater gibt zudem

Tipps und Ratschläge, die beim Kauf eines Fahrrads von Bedeutung sind – beispielsweise die zentralen Unterschiede verschiedener EBike-Typen oder die zu den Körpermassen passende Rahmengrösse. Dazu gibt es Sicherheitshinweise für Velohelme oder die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Kinderbikes. Zum neuen Onlineshop von Bike World: www.bikeworld.ch

Preisbarometer

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Gomz Gummibärli, 500 g

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2.40

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Gomz Fröschli, 200 g

2.20

1.70

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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

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Blickfang

Mittendrin «Wir wohnen seit 41 Jahren im Zürcher Industriequartier und gehören ebenso lang zu den Migros-Stammkunden am Limmatplatz. Wir erinnern uns auch noch an den ersten MM-Markt der Schweiz, der dort 1952 eröffnet wurde.» Robert Schönbächler, Zürich

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei.

Bilder: Arno Balzarini / Keystone, zVg (4)

Bild hochladen: www.migmag.ch/blickfang

Hausarzt- und Notfallmedizin

Klassische Musik

Medbase übernimmt Permanence

Russischer Abend

Die zur Migros-Gruppe gehörende Medbase übernimmt die Permanence am Hauptbahnhof Zürich und erweitert so ihr Angebot im Bereich der Hausarzt- und Notfallmedizin. Sämtliche Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt, die Leitung bleibt unverändert. Die 1997 gegründete Permanence ist privat organisiert und unabhängig von Versicherungen und Krankenkassen. Patienten mit akuten Beschwerden können sich ohne Voranmeldung untersuchen und behandeln lassen. Die Permanence deckt einen wesentlichen Teil des Notfalldienstes der Stadt Zürich ab.

Das Russische Nationalorchester (Bild) kommt in die Schweiz: Es wird im Rahmen der Konzertreihe Migros-KulturprozentClassics am 30. November in Luzern und am 2. Dezember in Genf auftreten. Die berühmte Formation spielt Werke der Klassiker Rachmaninow und Skrjabin. Das 1990 gegründete Spitzenorchester ist berühmt dafür, dass es musikalische Brücken zwischen den Kulturen schlägt: So war es das erste russische Orchester, das Konzerte in Israel und im Vatikan gab.

Als Solist mit dabei ist der russische Starpianist Nikolai Lugansky (45). Er hat sein ganzes Leben der Klassik gewidmet: Schon als Fünfjähriger begann seine Ausbildung, nachdem seine Eltern – ein Forscherehepaar – sein herausragendes Talent und sein absolutes Musikgehör erkannt hatten. Weitere Infos und Tickets: www.migros-kulturprozentclassics.ch


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MM47, 20.11.2017 | MIGROS-WELT

Familie R. auf der Landparzelle in Therwil BL. HeksMitarbeiterin Inge Banovic (2.v.r.) hilft tatkräftig beim Gärtnern mit.

Vorschau

Die Weihnachtsaktion der Migros In einer sechsteiligen Serie berichtet das Migros-Magazin über einige der ausgewählten Hilfsprojekte , für die der Ertrag der Migros-Weihnachtsaktion bestimmt ist. Teil 1: Überblick über

die Spendenaktion

Diese Woche, Teil 2: Heks – in Familiengärten finden Migranten und Flüchtlinge eine sinnvolle Tätigkeit und knüpfen Freundschaften.

Migros-Weihnachtsaktion

Wurzeln schlagen

Das Hilfswerk Heks bietet Migranten die Möglichkeit, ein Flecklein Schweizer Boden zu bewirtschaften. Eine afghanische Familie erzählt, wie viel ihr das Projekt «Neue Gärten» bedeutet. Text: Beat Matter

Teil 3: Caritas – mittels

Beratung führt das Hilfswerk Menschen aus der Schuldenfalle. Teil 4: Pro Juventute –

über eine Helpline erhalten verzweifelte Kinder und Jugendliche rund um die Uhr Hilfe. Teil 5: Pro Senectute –

der Besuchsdienst bereichert den Alltag von Seniorinnen und Senioren.

Teil 6: Winterhilfe – Weihnachtsfeiern für Menschen am Existenzminimum vertreiben die Einsamkeit.

D

Bild: Daniel Winkler

er sechsjährige Jan breitet die Arme aus und sagt strahlend: «So gross war er.» Das sei übertrieben, findet Jans Mutter (40). Der Bub aber beharrt darauf: Der Kürbis im Garten sei riesig gewesen. Gediehen ist er auf einer Gartenparzelle in Therwil BL, die die aus Afghanistan stammende Familie R. dieses Jahr erstmals bestellt hat. Die vollständigen Namen der Familienmitglieder sollen auf Wunsch der Eltern hier nicht preisgegeben werden. Es war vor allem der 56-jährige Vater, der den Garten von Frühling bis Spätherbst täglich

pflegte. Derweil genoss seine Frau mit Jan und Bruder Keihan (13) die Wochenenden im Grünen. Herr R. ist ein hagerer, ruhiger Mann. Jetzt, da der Garten in den Winterschlaf versinkt, denkt er gerne an die Zeit in der grünen Oase in seiner Heimat zurück. Und wenn er von «Radieschen, Karotten, Tomaten und ganz vielen Blumen» erzählt, dann beginnen seine Augen zu leuchten. Familie R. hat Afghanistan wegen der Gewalt und der Unterdrückung in der Region verlassen. Ihre Flucht führte zuerst in den Iran und schliesslich, vor drei Jahren, über Griechenland in die Schweiz. Hier gelten

die Familienmitglieder als vorläufig aufgenommene Ausländer. Als solche haben sie, wie auch Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge, kaum Aussicht auf eine Parzelle in Schweizer Familiengärten. Dass Familie R. trotzdem mitten in ihrer Wohngemeinde ein Stück Schweizer Boden bestellen kann, ist dem Programm des Hilfswerks Heks, «Neue Gärten», zu verdanken. Im Garten gedeihen auch Freundschaften

Vor gut zehn Jahren hat Heks das Programm in Basel ins Leben gerufen. Mittlerweile pachtet das Hilfswerk an rund


MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

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Mitmachen

So können Sie spenden Ab sofort gibt es an den Migros-Kassen bunt verpackte Schoggiherzen zum Preis von 6, 10 und 15 Franken. Mit dem Kauf der Herzen unterstützen Sie die Migros-Weihnachtsaktion. Der Erlös fliesst vollumfänglich in den Spendentopf.

30 Standorten in der Deutschund Westschweiz Parzellen in Familiengärten und bewirtschaftet das Land gemeinsam mit Flüchtlingsfamilien. «Ziel ist die bessere soziale und sprachliche Integration der Migrantinnen und Migranten», erklärt Ariane Mollenkopf, die das Programm in der HeksRegionalstelle beider Basel operativ leitet. Die Gärten böten den Teilnehmenden eine willkommene Tagesstruktur und die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen. Gleichzeitig geben ihnen Heks-Mitarbeiter bei Bedarf Tipps zum biologischen Gärtnern – aber auch Ratschläge zur

Bewältigung des Alltags in der Schweiz. Familie R. hat von der Sozialarbeiterin ihrer Wohngemeinde vom Heks-Programm erfahren. Die Ankunft und die erste Phase in der Asylunterkunft seien schwierig gewesen, erzählt Frau R. «Der Garten hat uns dann geholfen, Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, die gesellschaft­ lichen Regeln des Landes kennenzulernen und die Spra­ che zu üben», sagt ihr Mann. Er hat in seiner Heimat in der Landwirtschaft gearbeitet – und so ist das Gärtnern für ihn eine vertraute Tätigkeit in einer noch immer neuen Welt.

«Die Gartenarbeit ist in der ganzen Schweiz sehr gefragt», sagt Christine Giustizieri, die das Programm in beiden Basel übergeordnet leitet. Rund 70 Erwachsene mit über 80 Kindern bewirtschaften allein an den acht Basler Standorten ihre Beete. Doch nicht nur die Teilnehmerzahlen sind für Giustizieri wichtig. Besondere Freude bereiten ihr die vielfältigen positiven Erlebnisse und Entwicklungen in den Gärten. Herr R. bringt es auf den Punkt: «Wenn ich mich am Abend im Garten auf die Bank setze und sehe, was ich den ganzen Tag geleistet habe, macht mich das glücklich.» MM

Am Ende der Aktion erhöht die Migros die Spendensumme um eine Million Franken. Das Geld wird anschliessend an die fünf Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute, Pro Senectute und Winterhilfe verteilt. Die Spenden kommen ausgewählten Hilfsprojekten in der Schweiz zugute. Informationen zu

weiteren Spendenmöglichkeiten auf: www.migros.ch/ weihnachten


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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Haben Sie eine Frage?

Frage der Woche

Was bedeutet der Name Migros, und wie ist das Unternehmen dazu gekommen? Firmengründer Gottlieb Duttweiler hat den Namen Migros erfunden. Er enthält Teile der beiden Worte «demi» und «en gros». Das erinnert daran, dass die Migros bei ihrer Gründung im Jahr 1925 eine neuartige Mittelposition zwischen Klein- und Grosshandel («en detail» und «en gros») einnahm. Die Artikel in ihren Läden waren fast so günstig wie im Grosshandel. Die Migros bezog ihre Artikel direkt bei den Herstellern – sie schlug eine Brücke zwischen Produzenten und Konsumenten. Darum konnte sie von der ersten Stunde an gute Produkte konkurrenzlos günstig anbieten. MM

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MM47, 20.11.2017 | MIGROS-WELT

Step-by-step

Chäschüechli mit Speck 1

Für den Kuchenteig Mehl und Salz mischen.

Butter in kleinen Stücken dazuschneiden. Alles zwischen kalten Händen krümelig reiben. Wasser beigeben. Alles rasch zu einem Teig zusammenfügen.

5

Käse an der Röstiraffel reiben. Eier verquirlen.

Milch und Rahm dazugeben. Zum Käse geben und mischen. Lauch und Speck darunterheben. Käsemasse mit Muskatnuss, Safran, Salz und Pfeffer würzen.

2

Förmchen mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Überschüssiges Mehl

ausklopfen.

6

Backofen auf 180 °C vorheizen. Käsemasse

gut umrühren und auf die Teigböden geben. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten goldbraun backen. Warm oder kalt geniessen. Dazu passt ein Nüsslisalat.

3

Teig auf wenig Mehl ca. 3 mm dünn auswallen. Rondellen à ca. 12 cm Ø ausstechen. Teig in die

Förmchen legen. Teigböden mit einer Gabel dicht einstechen. Ca. 30 Minuten kühl stellen.


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Kalbs-Bratspeck, Schweiz, per 100 g, 2.80 statt 3.50 20% MSC Kabeljaurückenfilet, Wildfang Nordostatlantik, per 100 g, 3.40 statt 4.30 20%

Tilsiter mild «Aus der Region.», nur in Bedienung, per 100 g, 1.40 statt 1.65 15%

Mostbröckli «Aus der Region.», nur in Bedienung, per 100 g, 7.95 statt 9.40 15%

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Thomy Tomatenpurée im Duo-Pack, 2 x 300 g, 4.30 statt 5.40 20% Fairtrade Minirosen im Bund, 20 Stück, Stiellänge 40 cm, erhältlich in diversen Farben, z.B. orange, 10.95 statt 12.90 15%

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M-Classic Mini Windy’s Classic 400 g und M-Classic Apfelküchlein 500 g, tiefgekühlt, z.B. Mini Windy’s Classic, 400 g, 5.60 statt 8.– 30%

M-Classic-Mischpilze und -Champignons im 3er-Pack, 3 x 200 g, z.B. Mischpilze, 9.30 statt 11.70 20%

TerraSuisse Rindsfilet, nur in Bedienung, per 100 g, 8.20 statt 9.70 15%

Weihnachtsstern im Korb, pro Pflanze, 19.90 statt 24.90 20%

Baby Kisss im Duo-Pack, UTZ, Milk oder Noir, z.B. Milk, 2 x 120 g, 5.10 statt 6.40 20% Alle Stapelchips und Jumpy’s Sour Cream im Duo-Pack, z.B. Chips Paprika, 2 x 175 g, 3.20 statt 4.– 20%

Near-/Non-Food

Weitere Lebensmittel

PUNKTE

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Brot und Milchprodukte

Konfektbiberli, 634 g, 6.60 Hit

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Neuheiten

Frey Tafelschokoladen 400 g, im 3er-Pack, UTZ, Crémant, Milch extra und Milch-Nuss, z.B. Crémant, 3 x 400 g, 9.65 statt 14.40 33%

Alle TerraSuisse-Rösti und -Maisgriess, z.B. aha! Polenta Maisgriess fein, 500 g, 1.40 statt 1.80 20%

Blumen und Pflanzen

TerraSuisse Rindsbraten, per 100 g, 2.70 statt 3.40 20% TerraSuisse Fleischkäse, nur in Bedienung, per 100 g, 1.85 statt 2.20 15%

Pelican Fischstäbchen Dorsch im 3er-Pack, MSC, tiefgekühlt, 3 x 300 g, 7.50 statt 11.25 33%

Gesamtes Selina KatzenfutterSortiment, z.B. Ragout mit Rind, 100 g, –.50 statt –.65 20%

Bon Chef Spargelsuppe, 500 ml, 2.80 Neu **

M-Classic-Senf, -Mayonnaise und -Tartare im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise Classic, 2 x 265 g, 2.15 statt 3.10 30%

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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

71

Profi-Tipp

Das Gegenteil von süss 4

Zutaten für 4 Personen, ergibt 8 Kuchenbleche à ca. 10 cm Ø

Kuchenteig: 250 g Weissmehl ½ TL Salz 125 g Butter, kalt 0,8 dl Wasser

Lauch in dünne Ringe, Speck in 5 mm breite Streifen schneiden. Speck in einer beschich-

Butter für die Förmchen Mehl für die Förmchen und zum Auswallen 100 g Lauch 100 g Bratspeck 150 g Appenzeller surchoix 200 g Emmentaler 3 Eier 1,5 dl Milch 1 dl Halbrahm 1 Prise Muskatnuss ½ BriefchenSafran 1 TL Salz Pfeffer

teten Pfanne anbraten, Lauch beigeben und kurz mitbraten. Etwas abkühlen lassen.

Andrea Pistorius,

Rezeptautorin

Während in den meisten deutsch­ sprachigen Ländern der Name Käsekuchen eher ein süsses Gebäck aus Quark oder Frischkäse beschreibt, steht in der Schweiz der Name Chäschüechli für eine salzige Käsespezialität. In der Romandie nennt man sie Ramequin au fromage, und die Appenzeller backen aus ähnlichen Zutaten ihren grossen Chäsflade. Variationen gibt es zuhauf: Wer es mild mag, verwendet jungen, milden Käse – etwa einen Rahmkäse. Wer es würzig wünscht, nimmt einen rezenten und gut gereiften Käse. Für eine sämigere Variante ersetze ich Halbrahm und Milch durch Crème fraîche. Dafür reduziere ich dann die Käsemenge. Dieser Tipp ist übrigens auch prima, wenn man nicht mehr genügend Käse im Haus hat. Das hier vorgestellte Rezept mit Lauch und Speck kann natürlich nach Belieben variiert werden: als vegetarische Variante ohne Speck, dafür mit Gemüse wie beispielsweise Broccoli oder – etwas raffinierter – mit Birnenstücken. MM

Wenn es ganz schnell gehen soll, kann man

auch fertigen Kuchenteig oder Blätterteig verwenden. Noch schneller geht es mit den vorbereiteten Teigböden in der Backschale. Die oben beschriebene Menge der Zutaten reicht für ca. 2 Teigböden mit Backschale.

Viele weitere REZEPTE MIT KÄSE

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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

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Die norwegische Küste bietet ideale Bedingungen für die Lachszucht, wie hier im Nogvafjord.

Fischzucht

Im Land der Lachse Das norwegische Unternehmen Marine Harvest ist der grösste Zuchtlachsproduzent der Welt. Bis 2020 werden alle seine Lachsfarmen nach den Nachhaltigkeitsvorgaben des Labels ASC produzieren. Das Migros-Magazin hat eine der zertifizierten Lachsfarmen, die auch die Migros beliefert, in Norwegen besichtigt. Text: Andreas Dürrenberger

M

Bilder: Thor Brødreskift

it dröhnendem Motor prescht das weisse Motorboot in hohem Tempo durch den norwegischen Fjord. Die klare, kühle Luft riecht nach Salz und Meer. Das Ziel der Fahrt: der Weiler Steinsvik, ganz am Ende des Fjords. In dieser idyllischen Szenerie liegt eine Aufzuchtstation für Junglachse des norwegischen Unternehmens Marine Harvest. Die moderne Anlage ist in zwei unauffälligen Gebäuden untergebracht.

Bevor man sie betreten darf, heisst es aber erst mal Schuhe ausziehen. Stattdessen trägt man als Besucher Gummifinken und einen weissen Laborkittel. Dreck und Keime von draussen sollen auch dort bleiben. Die Vorsichtsmassnahmen sind angebracht, denn hier lagert der grösste Schatz von Marine Harvest. «Wir betreten nun die Eierauf­ bewahrung, quasi unseren Tresor», sagt Geir Holen, Kommunikationsverantwortlicher bei Marine Harvest. «Hier drin lagern

zwei Millionen Lachseier mit einem Marktwert von mehreren Millionen Euro.» Die Eier stammen aus eigener Züchtung, erzählt Holen. «Wir haben in den 60er-Jahren mit wild gefangenem Atlantischem Lachs unseren Brutbestand gestartet. Seither stammen alle Tiere von diesem Bestand ab.» Im Lagerraum ist es kalt, ein leises Plätschern ist zu vernehmen. Den Wänden entlang reihen sich Regale, die mit Schubladen bestückt sind. Ein Mitarbeiter zieht


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MM47, 20.11.2017 | MIGROS-WELT

vorsichtig eines der Kunststoffbecken heraus, das permanent mit Frisch­ wasser versorgt wird. Im Wasser sind Tausende wenige Millimeter lange Fischlein zu sehen. Diese Alevin ge­ nannten Lachse sind bereits aus den Eiern geschlüpft, tragen aber noch immer ihren rötlich gefärbten Dottersack, der sie während der ersten vier bis sechs Lebenswochen mit Nährstoffen versorgt. Haben die Lachse ihren Dottervor­ rat aufgebraucht, sind sie rund sechs Gramm schwer. Über ein Rohrsystem gelangen sie in die ersten Aufzucht­ becken. Metallstege führen über die 2,5 Meter tiefen, runden Becken. Es riecht ein wenig nach Fisch und Fluss, das konstant einströmende Frischwasser rauscht dezent. Geir Holen sagt: «Das Wasser wird in einer Aufbereitungsanlage ständig rezykliert. Nur ein Prozent ist Frischwasser vom nahen Bach.» Im grün schimmernden Wasser, beleuch­ tet von Tageslichtlampen, tummeln sich rund zwei Millionen Lachse. Sie sind wenige Zentimeter gross und in der Strömung ständig in Bewegung. Dank Impfung keine Antibiotika mehr

Sind die Lachse gross genug und etwa 60 Gramm schwer, sind sie bereit für die nächste Stufe. Langsam wird der Salzgehalt des Wassers durch Zugabe von Meerwasser erhöht, bis er iden­ tisch ist mit demjenigen des Meer­ wassers im Fjord. Bevor das ge­ schieht, werden die Lachse geimpft. In einer voll automatisierten An­ lage erhält jeder Fisch eine Injektion, die ihn resistent macht gegen ver­ schiedene Krankheiten. «Die norwe­ gische Lachsindustrie hat in den 90er­Jahren mit den Impfungen be­ gonnen», erzählt Holen. «Bis zu die­ sem Zeitpunkt wurden präventiv und zur Behandlung von Krankheiten oft Antibiotika eingesetzt. Dank der Impfung ist das nicht mehr nötig.» Marine Harvest hat in Norwegen seit rund zehn Jahren keine Antibiotika mehr eingesetzt. Die nun rund 200 Gramm schwe­ ren Junglachse werden per Spezial­ schiff zur Lachsfarm transportiert. Diese Aquakulturen sind an vielen Orten Norwegens zu finden. Die lang gezogene Küste mit ihren zahlreichen Fjorden und das warme Wasser des Golfstroms bieten ideale Vorausset­ zungen für die Lachszucht. Was macht einen guten Standort für eine Lachsfarm aus? «Eine starke Strö­ mung, Wind und ein hoher Sauer­

stoffgehalt des Wassers», erklärt Holen. Solche Bedingungen bietet zum Beispiel der Standort Nogva­ fjord. Die Rogne­Farm erfüllt die Vor­ gaben des Aquaculture Stewardship Councils (ASC) für eine verantwor­ tungsvolle Lachszucht (siehe Box). Sie liegt eine halbe Stunde per Boot von der Stadt Ålesund entfernt und ist die grösste Lachsfarm von Marine Harvest, bestehend aus neun Gehe­ gen und einer Versorgungsplattform. Diese schwimmenden Plattformen sind das Herz der Lachsfarmen. Sie beherbergen Aufenthaltsräume und Büros für die Mitarbeiter, Werkstatt­ räume und Silos für die Futteraufbe­ wahrung. Zwei Mitarbeiter sitzen ent­ spannt vor einer Reihe grosser Moni­ tore. Auf den Live­Videobildern zu se­ hen: Tausende und Abertausende von Lachsen. Sie sind in ständiger Bewe­ gung, schwimmen im Kreis und bil­ den einen Wirbel aus silbergrauen, stromlinienförmigen Körpern. «Wir überwachen die Fütterung der Lachse permanent», erklärt Geir Holen. «Schwimmen die Tiere weiter unten, sind sie satt und wir drosseln oder stoppen die Futterzufuhr.» So werde verhindert, dass Futterreste auf den Meeresboden sinken. Die Futterpel­ lets treten über mit Löchern versehe­ ne, dünne Rohre aus, die vertikal in den Gehegen hängen. «Das Futter besteht zu 20 Prozent aus Fischmehl und ­öl. Die verarbei­ teten Fische stammen aus wilden Beständen, die verantwortungsvoll und nachhaltig befischt werden», sagt Holen. Die Verwendung von wild ge­ fangenen Fischen als Futter führte immer wieder zu Kritik. Bis 1990 be­ stand das Futter zu 65 Prozent aus Fischanteilen. Die zunehmend schwierige Versorgungslage und Nachhaltigkeitsbedenken führten bei der norwegischen Fischindustrie zu einem Umdenken. «Der Fischanteil im Futter ist seit Jahren am Sinken», so Holen. «Stattdessen verwenden wir pflanzliche Zutaten wie etwa Soja und Weizen. Derzeit läuft auch ein Forschungsprojekt, Algen zu verwen­ den.» Um ein Kilogramm Lachs zu produzieren, braucht es 0,77 Kilo­ gramm Fischmehl und ­öl. Etwas mehr als ein Jahr verbrin­ gen die Lachse im Meer. Ihre runden Netzgehege haben einen Durchmes­ ser von 50 Metern und sind schwim­ mend verankert. Steht man auf dem schmalen Steg, erspäht man immer wieder springende Lachse. Jedoch würde man niemals ahnen, wie viele

Tiere wirklich in den 40 Meter tiefen Gehegen leben – rund 105 000 sind es. Ausreichend Platz haben sie den­ noch. Per Gesetz schreibt Norwegen vor, dass ein Gehege zu mindestens 97,5 Prozent aus Wasser bestehen muss. Nur 2,5 Prozent des Platzes wird von den Lachsen eingenommen. Putzerfische gegen Lachsläuse

Ganz für sich allein haben sie das Gehege aber nicht: Eine Kolonie von 18 000 Putzerfischen bildet mit den Lachsen eine Wohngemeinschaft. Auf dem Speiseplan der Putzerfische ste­ hen Lachsläuse. Diese Parasiten befal­ len die Haut der Lachse und schwä­ chen insbesondere jüngere Tiere und machen sie anfällig für Krankheiten. «Die Lachslaus ist derzeit für die Lachsindustrie das grösste Problem», meint Holen. Die Läuse kommen auch bei Wildlachsen vor. In einer Lachs­ farm mit ihren vielen Tieren kann der Befall schnell Überhand nehmen und auch die Wildlachse in der Region in Mitleidenschaft ziehen. Nur wenige Medikamente sind nach ASC­Richtlinien zur Behand­ lung unter bestimmten Bedingungen zugelassen. Als Präventivmassnahme sind sie verboten. «Wir setzen deshalb auf nicht-medizinische Massnahmen wie die Putzerfische. Wir testen aber auch neue Gehege­ konstruktionen wie zum Beispiel ein geschlossenes System, welches das Eindringen von Parasiten erschwert.» Ein weiterer Vorteil des geschlos­ senen Systems: Das Ausbrechen von Zuchtlachsen wird verhindert. Ent­ kommen sie aus dem Gehege, besteht die Gefahr, dass sie sich mit Wildlach­ sen paaren und das Ökosystem stö­ ren. Deshalb müssen Lachsfarmen je­ den entkommenen Fisch den Behör­ den melden und hohe Bussen zahlen. Zudem müssen die Lachsfarmen gemeinsam mit lokalen Fischern alle Anstrengungen unternehmen, um die Lachse wieder einzufangen. Haben die Lachse ihr Marktge­ wicht von 4,5 bis 5,5 Kilogramm er­ reicht, gelangen sie per Schiff zu einem der Verarbeitungsbetriebe von Marine Harvest. Die Reise darf dabei höchstens 12 Stunden dauern. Damit sich die Fische vom Transport er­ holen können, bleiben sie nochmals mindestens so lange in einem Gehege im Meer vor dem Betrieb. Die nach Grösse und optischer Qualität sortier­ ten ganzen oder filetierten Lachse lie­ fert Marine Harvest in die ganze Welt, darunter auch an die Migros. MM


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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

ASC-Standard

Verantwortungsvolle Lachszucht 2

3

Norwegen ist der grösste Produzent von Zuchtlachsen, verantwortlich für 55 Prozent der globalen Produktion. Um die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten, hat der norwegische Staat zahlreiche Vorschriften erlassen. Sie gelten als die strengsten weltweit. Dennoch übertreffen die Anforderungen des ASC-Standards (Aquaculture Stewardship Council) die staatlichen Vorschriften nochmals. Einige Beispiele: Flora und Fauna Jedes Mal, wenn eine Farm geerntet hat – im Schnitt alle ein bis zwei Jahre, muss sie den Meeresgrund analysieren und die Auswirkungen der Zucht auf die Tiere und Pflanzen dokumentieren. Transparenz

1

4

1 In der Aufzuchtstation Steinsvik

wachsen die jungen Lachse zuerst in Süsswasser heran. 2 Zu jeder Lachsfarm gehört eine

Versorgungsplattform mit Büros, Werkstatt und Futtersilos. 3 Geir Holen vom Unternehmen

Marine Harvest.

4 Proteinreiche Nahrung: Die

Futterpellets enthalten u.a. Soja, Weizen und 20 Prozent Fisch. 5 Die Fütterung wird von der

Versorgungsplattform aus per Video überwacht und gesteuert. 5

6

6 Die frischen Lachsfilets werden

aus Norwegen weltweit exportiert.

Für jeden Standort müssen die Lachsproduzenten verschiedene Parameter öffentlich zugänglich machen. Dazu gehören die Sterblichkeitsrate der Lachse, die Anzahl der Lachsläuse, die Wasserqualität und Vorfälle mit Wildtieren. Die Angaben sind auf der Website der Produzenten im ASC-Dashboard ersichtlich. Tiergesundheit

Während der Wanderzeit der Wildlachse darf nur eine weibliche Lachslaus – die Weibchen sind aggressiver als die Männchen – pro zehn Fische vorkommen. Die staatlichen Vorschriften erlauben das Doppelte. Die Einhaltung der ASC-Vorschriften wird von unabhängigen Prüfinstituten überwacht. Hält eine Farm die Anforderungen nicht ein, riskiert sie den Verlust des Zertifikats. Kleinere Abweichungen müssen bis zur nächsten Kontrolle wieder korrigiert sein. Bei grossen Abweichungen wird das ASC-Zertifikat aberkannt. Alle Infos: www.asc-aqua.org


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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Fischsortiment

Lachs für Feines Fische und Meeresfrüchte bezieht die Migros seit Oktober 2016 ausschliesslich aus nach­ haltigen Quellen, zum Beispiel aus der ASC­ zertifizierten Lachszucht Marine Harvest in Norwegen. Von dort stammen auch die Lachse für die beiden abgebildeten Rauchlachspro­ dukte. Sie schmecken besonders gut auf Toast­brot – ein Klassiker am festlichen Apéro. Mit Kapern, Zwiebeln, Sprossen und etwas Meerrettichschaum oder Feigensenf wird der Lachstoast zum exquisiten Gourmethäppchen.

ASC Herzhaft geräucherter Lachs, 100 g Fr. 6.80

Bild: Guilia Marthaler; Styling: Andrea Mäusli

ASC M-Classic Rauchlachs, 200 g Fr. 9.30

Fische und Meeresfrüchte mit dem ASCGütesiegel (Aquaculture Stewardship Council) stammen aus verantwortungsvoller Zucht. Tierwohl und faire Arbeitsbedingungen sind gewährleistet.

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Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

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Limited Edition.

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MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Anna’s Best

Noch mehr Auswahl für alle Suppenfans Anna’s Best bietet neue schmackhafte Suppen im Becher, die im Nu in der Mikrowelle oder im Kochtopf aufgewärmt sind. Wer es exotisch mag, wählt Tom Kha Gai, den Klassiker aus der Thai-Küche mit Schweizer Pouletfleisch, oder die Kidneybohnensuppe mit Tomaten und Sauerrahm. Beide empfehlen sich als nahrhafte, aber leichte Verpflegung über Mittag, denn sowohl Poulet als auch Kidneybohnen sind wertvolle Eiweisslieferanten. Ebenfalls neu im Sortiment von Anna’s Best ist die vegane Tomatensuppe in Bioqualität, die mit Basilikum und Pfeffer abgeschmeckt ist.

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Bild und Styling: Claudia Linsi

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Anna’s Best Tomatensuppe, Bio, 300 ml Fr. 3.90

Anna’s Best Tom Kha Gai, 300 ml Fr. 4.40

Anna’s Best Kidneybohnensuppe, 300 ml Fr. 3.90 In grösseren Filialen

Suppe (Tom) mit Galgant (Kha) und Huhn (Gai). Die Galgantwurzel ist mit dem Ingwer verwandt, schmeckt zwar weniger scharf, jedoch zitroniger und aromatischer. Im Verbund mit Kaffirlimettenblättern und Zitronengras verleiht sie der Kokosmilchsuppe eine angenehm säuerliche Note. Natürlich lässt sich für diese Suppe anstelle von Galgant auch Ingwer verwenden. Allerdings heisst sie dann Tom Khing Gai.

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festgehalten werden.

Unsere Reise in die Antarktis

Zuhause angekommen, machte Alexandra sich an die Erstellung des CEWE FOTOBUCHES. Das ging schnell und einfach. «Man

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lexandra Weber

reiste mit Ihrer Mutter Moni aus Bellikon in die Antarktis und hat ihr damit einen Lebenstraum erfüllt. Eine aussergewöhnliche Geschichte von einer Reise ans andere der Welt. Mutter und Tochter erlebten eine einzigartige Reise miteinander. Die Eindrücke, wie die tollen Farben des Wassers, mussten einfach in Bildern

hat einen Ordner mit Bildern drin und diesen zieht man dann in die Software. Es geht ganz leicht und schon kann man mit der Gestaltung beginnen». Sie konnte es kaum abwarten ihrer Mutter das CEWE FOTOBUCH von dieser Reise zu schenken. «Durch das hochwertige Papier kommen die Bilder sehr gut zur Geltung» schwärmt Alexandra. Moni war sehr gerührt über das persönliche Geschenk ihrer Tochter. Für

«Das CEWE FOTOBUCH ist das tollste Geschenk, das man machen kann» Monika Meyer-Burger aus Bellikon

kleine Reise zurück nach Ushuaia. Sie ist unheimlich stolz darauf, einmal dort gewesen zu sein. Deshalb blättert Sie immer wieder gerne in Ihrem CEWE FOTOBUCH und erinnert sich an diese schöne Zeit.

Sie ist das Buch immer wieder wie eine

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Raccard

Zum Dahinschmelzen Das Raclette-Sortiment ist um eine Spezialität reicher: Neu gibt es den Pfefferkäse von Raccard in Bioqualität. Der würzige, leicht nussige Käse wird aus Biomilch hergestellt und mit feinen grünen Pfefferkörnern verfeinert. Danach reift der Käse rund 100 Tage lang und entfaltet so sein volles Aroma.

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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch der Raclettekäse von Raccard.

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Bild und Styling: Claudia Linsi

20-fache Cumulus-Punkte für den Pfefferkäse in Bioqualität von Raccard

Migros-Bio Raccard Pfeffer, 2 × 4 Scheiben, 225 g Fr. 6.10

Biobauern arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie gehen sorgsam um mit Tieren, Pflanzen, Böden und Wasser. Ein Teil von

vom 21. 11 bis 4. 12. Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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Cucina & Tavola

Für Guetslikünstler Raffinierte Verzierungen verwandeln Weihnachtsguetsli in kleine Kunstwerke. Mit den Dekorartikeln von Cucina & Tavola geht es schnell und einfach von der Hand. So wird aus jedem Guetsli ein feines Unikat. Text: Heidi Bacchilega

Verzierte Guetsli lässt man gut trocknen und bewahrt sie anschliessend in einer geschlossenen Dose auf. So bleiben sie lange frisch.

So gehts: Die gebackenen Guetsli

auf einem Gitterrost auskühlen lassen. Anschliessend mit Zuckeroder Schokoladenglasur bestreichen und mit Zuckerstreuseln verzieren. Achtung: Die Glasur muss noch feucht sein, sonst kleben die Sterne, Kügeli oder Stäbchen nicht. Tipp: Geben Sie Lebensmittelfarbe in die Glasur für mehr Farbe oder etwas Orangen- oder Zitronensaft für mehr Geschmack.

* in grösseren Filialen

Cucina & Tavola Keksdose rund mit Einhorn-Sujet, 15 × 15 × 8 cm* Fr. 5.90

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Bild und Styling: Christine Benz; Foodstyling: Sonja Leissing

MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Cucina & Tavola Mini-Ausstechformen im Säckchen, 16-teilig* Fr. 12.80

Cucina & Tavola Ausstechformen Smiley Herz* Fr. 5.90

Cucina & Tavola Deko-Glitzer-Stifte gold und silber, 2 × 2 g* Fr. 7.90

Cucina & Tavola Ausstechformen Smiley Stern* Fr. 5.90

Cucina & Tavola Wallholz mit 9 Ausstechformen* Fr. 14.80


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Das Adventsquiz mit Schweizer Butter. Feiern Sie die Adventszeit mit feinen Guetzli aus Schweizer Butter. Gewinnen Sie jetzt mit etwas Glück eines von 444 Überraschungspaketen oder eines von 9999 Adventssets mit exklusiver Guetzlisterndose und Ausstechförmchen. Jetzt am Quiz teilnehmen und viele Guetzlirezepte entdecken: www.butter.ch


MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Torino

Schokoriegel trifft Kuchen Der Name Torino steht seit Jahrzehnten für feine Milchschokolade-Branches mit cremiger Praliné-Füllung. Auch der neue Choco Cake mit Torino ist eine köstliche Wahl – zum Beispiel für die Feier einer bestandenen Prüfung, die Kaffeepause im Büro oder einfach nur aus Freude am Genuss. Der kleine Schokoladenkuchen ist schön feucht und überrascht mit zwei Torino-Branches in seinem Inneren.

Aktion 20-fache Cumulus-Punkte für den Choco Cake mit Torino

Bild: Christine Benz; Styling: Sonja Leissing

vom 14. bis 27. 11.

Kleiner Kuchen mit grossem Geschmack: der neue Choco Cake mit Torino

Choco Cake mit Torino, 225 g Fr. 6.40 In grösseren Filialen

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Frühlingserwachen im Süden Direktflug & Königsklasse-Luxusbus vor Ort

Traumreise des Jahres

«Weltrundflug» 5.–27. September 2018 Alle Infos oder Prospekt: www.twerenbold.ch

Marokko und Andalusien Höhepunkte Ihrer Reise Flug mit Swiss und Reise mit twerenbold-Bus Von Marrakech bis granada Königsstädte und Palmengärten 1. Tag: Hinflug Zürich–Málaga – Tarifa– Tanger. 2. Tag: Tanger–Meknès–Volubilis–Fès. Wir besuchen die ehem. Residenzstadt Meknès. Besuch von Volubilis und Fès. 3. Tag: Fès. Die älteste der marokkanischen Königsstädte bezaubert ihre Besucher mit engen gassen und farbenprächtigen Souks. 4. Tag: Fès–Midelt–Erfoud, fakultativer Ausflug Merzouga. Panoramafahrt über das Atlasgebirge. Fak. Ausflug Merzouga (Vorausbuchung notwendig). 5. Tag: Erfoud–Tinerhir–Aït Ben Haddou. Ein Höhepunkt ist die Fahrt durch das tal der 1000 Kasbahs zum Riad bei Ouarzazate. 6. Tag: Aït Ben Haddou–Marrakech. Besuch der Kashbahstadt Aït Ben Haddou und der Königsstadt Marrakech. 7. Tag: Marrakech. Wir sehen u.a. den Bahia Palast, die Saadier gräber und den Platz Djemma El Fna. 8. Tag: Marrakech–Casablanca–Rabat. Am Morgen Fahrt nach Casablanca. Unser letzter Etappenort ist die am Atlantik gelegene Haupt- und Königsstadt Rabat. 9. Tag: Rabat–Tanger–Tarifa–Marbella. Fahrt nach tanger, Einschiffung nach tarifa und anschliessend Weiterfahrt nach Marbella. 10. Tag: Marbella–Ronda–Granada. Fahrt in die «Weisse Stadt» Ronda. Danach Besichtigung der weltberühmten Alhambra in granada. 11. Tag: Granada–Málaga – Rückflug Zürich.

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Portugal – im Land der Seefahrer Höhepunkte Ihrer Reise Flug mit tAP und Reise mit twerenbold-Bus Städteperlen lissabon, Coimbra, Porto Faszinierendes Unesco-Weltkulturerbe 1. Tag: Hinflug Zürich–Lissabon. Flug nach lissabon. Kleine Panoramafahrt. 2. Tag: Lissabon und fak. Sintra mit Cascais. Stadtbesichtigung von lissabon. Nachmittags fak. Ausflug über Cascais nach Sintra. Besuch des Palácio Nacional von Sintra, ehem. Sommerresidenz der portugiesischen Könige. 3. Tag: Lissabon–Évora–Tomár. Fahrt nach Évora. Weiterfahrt nach tomár, Heimat des Convento do Christo, der grossartigen Burg des templerordens. 4. Tag: Tomár–Fatima–Coimbra–Porto. Am Morgen besichtigen wir in tomár das Christusritterkloster mit seinen verschiedenen Kreuzgängen. Zudem besuchen wir die prächtige Bibliothek von Coimbra. 5. Tag: Porto. Stadtbesichtigung Porto mit Degustation des berühmten Portweins. 6. Tag: Porto, Ausflug Douro-Tal mit Amarante. Panoramafahrt durch das Douro-tal (Unesco-Welterbe), eines der ältesten Weinbaugebiete der Welt. Besuch einer Weinkellerei mit Weindegustation und lokalen Spezialitäten. 7. Tag: Atlantisches Portugal, Porto–Batalha–Lissabon. Fahrt nach Aveiro, bekannt für die kunstvollen Azulejos am Bahnhofsgebäude. In Batalha bestaunen wir die Klosterkirche und stoppen im Fischerdorf Nazaré, bevor wir lissabon erreichen. 8. Tag: Rückflug Lissabon–Zürich. Fahrt zum Flughafen, Rückflug nach Zürich.

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8 tage im DZ 2085 1875 Einzelzimmerzuschlag 305 Reduktion Reise 1 – 80 Zuschläge: Fakultativer Ausflug Sintra mit Cascais 55 Annullierungskosten- & Assistance-Versicherung 79 So fliegen Sie Direktflug mit tAP Portugal Zürichlissabon-Zürich in Economy-Klasse. Reisedauer pro Weg 2h 50min. Online buchen,Bussitzplatz wählen und Fr. 20.– sparen! Buchungscode

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Esthetic

Wohltat für Körper und Sinne Mit ihrem ästhetischen Design zaubern die Produkte der Körperpflegelinie Esthetic einen Hauch Spa-Atmosphäre ins heimische Bad. Ihre sinnlichen Düfte laden zu exotischen Traumreisen ein. Bodylotion, Schaumseife, Duschgel und Peeling enthalten hochwertige Rohstoffe, um anspruchsvolle Haut optimal zu pflegen. Die Flüssigseife India Bliss und das Asia Bloom Body Sorbet, eine besonders leichte Lotion, sind jeweils in limitierter Auflage erhältlich. Nicht nur das Geschenkset, sondern alle Esthetic-Produkte eignen sich sehr gut zum Verschenken, insbesondere zu Weihnachten. Esthetic Amazon Forest Shower Gel, 250 ml Fr. 2.90* statt 4.20

Esthetic Asia Bloom Body Sorbet Limited Edition, 250 ml Fr. 5.50* statt 7.90

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Esthetic India Bliss Foam Soap, Limited Edition, 250 ml Fr. 2.90* statt 4.20

auf das Esthetic-Sortiment (ohne Mehrfachpackungen, Wellness-Set und Badesterne) vom 21.11. bis 4.12.

Bild: Heiko Hoffmann; Styling: Esther Egli

Esthetic Wellness-Set, Vanilla-Allmond, Liquid Soap, Shower Gel, Body Lotion, je 250 ml Fr. 14.90 Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Esthetic vereint hochwertige Körperpflege und intensive Dufterlebnisse.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Körperpflegeprodukte von Esthetic.


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Dies und das

Schon entdeckt?

Ein innovativer Lautsprecher, würziges Feigen-Chutney oder ein klassisches Porridge zum Zmorge: Die neuen Produkte der Migros wärmen in der kalten Jahreszeit Herz und Bauch.

Weiss, weisser ...

Sorgt ab der ersten Anwendung für strahlende Zähne, fördert das natürliche Weiss und remineralisiert den Zahnschmelz: Candida White Optic Zahnpasta, 75 ml Fr. 4.50

It’s Partytime Der tragbare, wasserdichte Bluetooth-Lautsprecher vereint 360°-Sound in hoher Klangqualität mit einer 360°-LED-Lightshow. JBL Pulse 3 Bluetooth Speaker, schwarz Aktion Fr. 239.– statt 269.– vom 21. 11 bis 4. 12. Im Melectronics sowie auf www.melectronics.ch

* in grösseren Filialen erhältlich

Lässiges Outfit Mit dem trendigen Pingu-Pullover mit Karomuster an Kragen und Saum kommen kleine Männer richtig schick und salopp daher. Eine pflegeleichte Jeanshose komplettiert das Set. Baby Knaben Ensemble, 2-teilig, Gr. 68–98* Fr. 35.–


MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Alles glatt und gepflegt

Für alle Männer, die für eine ebenso sanfte wie gründliche Rasur die traditionelle Handarbeit bevorzugen: I am men Shave System Rasierer (inkl. 2 Ersatzklingen) Fr. 4.95 Fiesta mexicana Die weichen Tortillaschalen im mundgerechten Kleinformat sind ideal, um sie mit mexikanischen Köstlichkeiten zu füllen. Pancho Villa Mini Easy Fill Tortillas, 145 g* Fr. 5.90

Bye-bye Trockenheit Das reichhaltige Pflegeöl mit Argan- und Kamelienöl eignet sich für Körper, Gesicht und Haare. Es lässt sich einfach aufsprühen und zieht schnell ein. Kneipp Nährendes Trockenöl, 100 ml* Fr. 12.80

Klassiker neu entdeckt Der fixfertige Haferbrei aus Schweizer Milch und Hafer gilt als Frühstücksklassiker. Der zuverlässige Ballaststofflieferant ist sowohl kalt als auch warm geniessbar. Porridge, 200 g Fr. 1.90

Goldköpfchen Schützt vor dem kühlen Winterwind und setzt dabei noch einen modischen Akzent: Damen Mütze im Metallic Look* Fr. 14.80 Für gefiederte Freunde

Wer daheimgebliebene Vögelchen bei der täglichen Nahrungssuche im Winter unterstützen möchte, füttert sie artgerecht – zum Beispiel mit gehackten Erdnüssen. Happy Bird Erdnüsse, 500 g Fr. 2.90

Exotische Note Das würzige Chutney mit Feigen und Senfsamenöl überrascht als kulinarisches Multitalent, denn es passt zum Beispiel zu einer klassischen Käseplatte genauso wie zu einem indischen Gericht. Migros Sélection Chutney Feigen, 200 g* Fr. 4.70

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Cordon-bleu-Wochen

in der Bedienungstheke

Bernhard Spiess MM Frauenfeld

10 x

PUNKTE *

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ASC Pangasius Cordon bleu per 100 g, Zucht aus Vietnam

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Schweins Cordon bleu vom Nierstück per 100 g, Schweiz

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2.45

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TerraSuisse Kalbs Cordon bleu per 100 g, Schweiz

Fleischkäse Cordon bleu per 100 g, Schweiz

Genossenschaft Migros Ostschweiz * 10-fache Cumulus-Punkte auf das gesamte Cordon-bleu-Sortiment an der Fleisch- und Fisch-Bedienungstheke ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 21.11. BIS 27.11. 2017, SOLANGE VORRAT.

Schweins Cordon bleu vom Stotzen per 100 g, Schweiz

Pouletbrust Cordon bleu per 100 g, Schweiz


MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

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Wissen aus der Region

Rund 10 000 Bienen bilden einen Schwarm und verlassen das Nest, wenn es ihnen zu eng wird. Dieser Schwarmtrieb ist ein eindrückliches Naturschauspiel, verringert aber die Honigpro­ duktion. Die Stadtimkerei Wil, die den AdR­Honig liefert, versucht deshalb, den Schwarmtrieb zu verhindern oder die Schwärme einzufangen.

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Ihre Region

Neues aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz

Klubschule

Russisch für Fussballfans und Geniesser

Textilreinigung Kompetent, professionell und zeitsparend: Wer seine Kleidung bei Textilfresh, dem Reinigungsservice der Migros, reinigen lässt, muss keinen weiten Weg auf sich nehmen. Neu können Hemden, Blusen, Sakkos, Jacken und vieles mehr in fast 40 Supermärkten und Fitnesszen­ tren der Migros Ostschweiz abgegeben werden. Getragene Kleidungsstücke werden unter anderem in den Fitness­ parks Einstein St. Gallen und Banane Winterthur sowie in den MFIT­Trainingszentren in Buchs und Chur entgegengenom­ men. Schon zwei Tage später kann man die sauberen Teile zum Beispiel bequem nach dem Training wieder abholen. MM Das komplette Angebot von Textilfresh und die Liste aller Aufgabestandorte sind auf der Website einsehbar: www.textilfresh.ch

Die Schweizer Fuss­ ballnationalmann­ schaft hat sich für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Wer sie im Sommer begleiten möchte, belegt am besten jetzt einen Russischkurs. Die Klubschule Migros bietet an fast allen Standorten entspre­ chende Anfängerkurse an. Und wer sich nicht sprachlich, sondern kulinarisch auf das sportliche Gross­ ereignis einstimmen will, hat Gelegenheit, in Lichtensteig oder Schaffhausen den Kurs «Russische Küche» zu besuchen. Infos: www.klubschule.ch


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Seit Ende Oktober gibt es in den Haus­ bäckereien der Migros Ostschweiz 13 zu­ sätzliche Brote aus regionalen Zutaten, dazu zählt der urchige Buurezopf.

Neuer Auftritt

Hausbäckereien verdoppeln regionales Sortiment Seit Ende Oktober haben die 23 Hausbäckereien der Migros Ostschweiz ein neues Label: «Frisch & Handgemacht». Damit verbunden ist eine Verdoppelung der Brote aus dem Programm «Aus der Region. Für die Region.» (AdR). Text und Bilder: Christian Possa

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egionale Rohstoffe, Wertschöpfung in der Region und gelebtes Bäckerhandwerk sind Werte, die die Migros Ostschweiz hochhält. Mit dem Ausbau des AdR-Sortiments in ihren 23 Hausbäckereien geht die Genossenschaft den nächsten Schritt in diese Richtung. Seit Ende Oktober werden weitere zehn beliebte Brote aus AdR-Zutaten hergestellt. Zudem bereichern drei neue Brotsorten die regionale Angebotspalette: der Krustenkranz dunkel, der Silserkranz

und der Buurezopf. Parallel zur Erweiterung der Auswahl lanciert die Migros Ostschweiz den Auftritt «Frisch & Handgemacht», der die lokale Produktion und die Handwerkskunst in den Hausbäckereien unterstreicht. Durchsichtige Brotbeutel

Mathias Steinhauer, Leiter des Bereichs Backwaren/Convenience, bringt es auf den Punkt: «Wo ‹Frisch & Handgemacht› draufsteht, ist frisch und handgemacht drin.

So weiss unsere Kundschaft sofort, welche Produkte von unseren über 260 Bäckern und Konditorinnen täglich vor Ort hergestellt werden.» Eine weitere Orientierungshilfe bietet die neue Verpackung. So sind die Brotbeutel zu einem grossen Teil transparent, sodass man das Produkt in der Verpackung begutachten kann. Zusätzlich zum prägnanten Produktnamen liefern die Beutel auch Informationen zum jeweils verwendeten Mehltyp und zum Ausmahlungsgrad.


MIGROS-WELT | MM47, 20.11.2017

Quendresa Nuredini, Fachleiterin Backwaren MM Seepark

Martina Sarisin, stellvertretende Geschäfts­ führerin, Fachleiterin Backwaren MM Säntispark

«Das Zusammen­ spiel mit der Haus­ bäckerei ist top»

«Wir arbeiten eng «Jetzt merkt man, mit der Haus­ dass es eine bäckerei zusammen» Hausbäckerei gibt»

Quendresa Nuredini, welche Aufgaben beinhaltet Ihre Funktion als Fachleiterin? Mir obliegt die fachliche Führung des Bereichs Backwaren/Convenience. Dazu gehören die Verkaufsförderung wie auch das Bestellwesen inklusive Warenkontrolle und -präsentation. Und natürlich bin ich für die Kunden da, wenn sie Fragen zum Sortiment oder zu einzelnen Produkten haben.

Martina Sarasin, welches ist Ihr Lieblingsbrot? Das Pane Passione Rustico. Es ist ein ausgewogenes und sehr knuspriges Brot, das ich zum Frühstück mit feiner Konfitüre geniesse. Aber auch zum Zmittag mit einem Salat oder abends mit etwas Käse und Aufschnitt schmeckt es mir sehr gut.

Wie haben Sie die Umstellung auf «Frisch & Handgemacht» erlebt? Es ist viel besser aufgegangen, als ich vermutet hatte. Kundenstimmen gab es zum Krustenkranz oder zum Sortiment allgemein, wo gewisse Sorten durch AdR-Brote ersetzt wurden. Insgesamt sind die ersten Wochen normal gelaufen. Für mich ist die Umstellung gelungen, der Auftritt wirkt schöner. Dank der neuen Verpackung sieht der Kunde, wie das Brot aussieht, das er kaufen möchte.

Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Ihnen als Fachleiterin Back­ waren und der Hausbäckerei? Wir arbeiten immer schon eng mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Hausbäckerei zusammen. In den vergangenen Wochen hat sich die Kommunikation zusätzlich intensiviert. Die Flexibilität ist auf beiden Seiten gross. Die Haus­ bäckerei backt täglich fünf Chargen. So kann unsere Kundschaft fast zu jeder Tageszeit warmes Brot geniessen. Das wird sehr geschätzt.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der internen Hausbäckerei? Einfach top! Die Mitarbeitenden der Hausbäckerei kamen auch nach vorn in die Filiale und fragten nach. Es ist wirklich megagut gelaufen.

Wie ist Ihr persönlicher Eindruck von «Frisch & Handgemacht»? Mir gefällt der neue Auftritt gut. Ich habe das Gefühl, dass er bei der Kundschaft gut ankommt, da die Produkte frisch und modern daherkommen.

Larissa Wingeyer, Fachleiterin Backwaren MM Gäuggeli

Larissa Wingeyer, wie sind die ersten Wochen der Umstellung in Ihrer Filiale gelaufen? Erstaunlich gut. Wir hatten mit mehr Kundenreaktionen gerechnet. Die Hausbäckerei liegt bei uns im dritten Stock und ist damit vom Supermarkt getrennt. Mit der Umstellung auf «Frisch & Hand­ gemacht» merken unsere Kunden jetzt: Hier gibt es eine Hausbäckerei. Welche Bereiche ihrer Arbeit hat die Umstellung am meisten tangiert? Wir haben neue Gestelle, die ganze Abteilung sieht neu aus. Aufgrund des veränderten Sortiments gab es bei den Bestellungen viele Umstellungen. Zum Teil hatten wir von einzelnen Sorten zu wenig, dann waren unsere Kollegen in der Hausbäckerei gefordert. Wie gefällt ihnen persönlich der Auftritt mit «Frisch & Handgemacht»? Sehr gut, vor allem die grossen Sichtfenster im neuen Brotbeutel. Die Farbkodierung der Brottypen ist nicht überall selbsterklärend und hat uns und unsere Kunden ein wenig gefordert. Das wird jetzt aber noch angepasst, und danach ist alles super. MM

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Für Familien

Famigros Ski Day

rem mit den Famigros Ski Days. Dann haben Familien die Möglichkeit, für nur 85 Franken einen Tag auf der Piste zu verbringen. Gemeinsam absolvieren drei bis fünf Familienmitglieder mit Ski oder Snowboard ein Plauschrennen. Die Zeit wird gestoppt, sobald das letzte Familienmitglied die Ziellinie passiert hat. Im Startgeld inbegriffen sind die Tageskarten für alle Startenden, Mittagsverpflegung, ein Rivella, eine Erinne­ rungsmedaille für jedes Kind, ein Familien­ geschenk sowie Spiel und Spass im Village. Die Famigros Ski Days in den Flumserbergen, in Wildhaus und am Pizol sind für diese Saison bereits ausgebucht. Für den Skitag in Arosa am 24. März sind allerdings noch Plätze frei. Anmeldung: www.famigros­ski­days.ch Die Plätze sind begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Bei der Ski-WM im Februar hat das Schweizer Frauenteam die Unterstützung der Fans mit Medaillen verdankt.

St. Moritz

Ein Skifest mit der Migros Die alpine Kombination der Frauen an der Ski-WM in St. Moritz endete für die Schweiz mit einem Doppelsieg. Vom 8. bis 10. Dezember kehren Weltmeisterin Wendy Holdener und Co. nun für Weltcuprennen ins Engadin zurück. Die Migros ist dabei. Text: Natalie Brägger

D

as Engadin und speziell St. Moritz gelten zu Recht als Wintersportmekka mit bemerkenswerter Tradition. 1934 fanden hier erst­ mals Alpine Skiweltmeisterschaf­ ten statt, 2017 bereits zum fünften Mal. An Letzteren war die gast­ gebende Skination äusserst erfolg­ reich: Insgesamt sieben Medaillen heimsten die Schweizerinnen und Schweizer ein. Eine davon war Wendy Holdeners Goldmedaille in der alpinen Kombination; Michelle Gisin sorgte mit Silber für den Doppelsieg in dieser Disziplin. Im Dezember sind die beiden erneut in St. Moritz am Start, wobei es diesmal um Weltcup­Punkte geht. Zum Auftakt am Freitag, 8. Dezember, findet eine alpine Kombination statt, gefolgt von je

einem Super­G am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Dezember. Für Fans lohnt sich die Anreise auch wegen des Rahmenprogramms: Täglich sorgt DJ GiGi ab 16 Uhr im House of Fans für Stimmung, ab 21.30 Uhr gibt es an allen drei Tagen ein Gratiskonzert mit Schweizer Acts wie Nickless, Kunz und Hecht. Catering Services Migros dabei

In St. Moritz mit von der Partie ist erstmals auch das Catering­ Services­Migros­Team. Es ist ver­ antwortlich für das Wohl der Gäste im VIP­ und Clubbereich. Dort werden an allen drei Renntagen ein Frühstücks­ und Mittagsbuffet sowie ein Nachmittagssnack an­ geboten. Auf rund 2000 Metern über Meer ist das Catering eine besondere Herausforderung.

«In dieser Höhe reagieren gewisse Produkte in der Küche anders», erklärt Sales­Managerin Marion Rein, «die Eier beispielsweise müs­ sen wir sieben Minuten lang ko­ chen, bis sie so hart sind wie hier im Flachland nach fünf Minuten.» Neu ist das Catering an einem Wintersportevent für die Migros nicht: An der Tour de Ski 2016/17 im Val Müstair konnte das Team wertvolle Erfahrungen sammeln. VIP-Tickets zu gewinnen

Das Migros-Magazin verlost für das Weltcup-Rennen am 8. Dezember in St. Moritz zehn Mal zwei VIP-Tickets. Wer dabei sein möchte, sendet eine E­Mail mit dem Betreff «St. Moritz» an wettbewerb@gmos.ch. Teilnahme­ schluss ist am 27. November. MM

Bilder: Agence Zoom

Die Migros unterstützt den Skisport in der Schweiz – unter ande­


Wir geben alles für regionale Produkte.

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Neu 2018


Leben MM47

Richtig oder falsch?

Wäsche lässt sich nur im Sommer draussen trocknen. Falsch! Das geht auch

1, 2 oder 3?

Gottengeschenke

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Ein ganz klarer Fall für ein Rachegeschenk: Ich weiss, dass sich das Mädchen im Gegensatz zu den Eltern über Prinzessinnen-Kitsch freut. He, he ... Ich suche ein Geschenk aus, über das ich mich als Mädchen in ihrem Alter gefreut hätte. Ich schenke der Tochter etwas, das ins Erziehungskonzept der Eltern passt.

Antwort 1: Mit einem Anna-und-Elsa-Fun-Kit und einer dazu passenden rosa glitzernden Handtasche sind wir wieder quitt. Und das Gottenmädchen ist glücklich.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (43)

Vor dem Geburtstag des Kleinen (2) fragte mich seine Gotte, mit was sie ihm eine Freude bereiten könnte. Etwas Kleines, das ihn beschäftigt, war meine Antwort. Ich dachte dabei an ein Buch. Als seine Gotte am Geburtstag vor der Tür stand, hatte sie ein Riesenpaket im Arm. Und lächelte schelmisch. Der Kleine war hingerissen von Winnie-the-Poohs Honiggarten. Der Plastiktisch mit farbig leuchtenden Figuren, die per Knopfdruck singen, hat uns in den Wahnsinn getrieben. Der Singsang «Ich bin Pooh, wer bist du?» hallte ohne Ende durch unsere Wohnung. Die Gotte des Kleinen fand das unglaublich lustig. Nun naht der Geburtstag ihrer Tochter. Ich bin die Gotte. Und jetzt?

im Winter, und sogar bei Frost. Zwar werden die Teile dann erst klamm und steif. Lässt man sie aber noch etwas hängen, verflüchtigt sich das Eis. Dann ist die Wäsche kalt, aber trocken. Ist sie vorher geschleudert worden dauert das Trocknen weniger lang. Schleudern verbraucht rund hundertmal weniger Energie als das Trocknen im Tumbler. Weil Letzteres aber schnell geht und Wäschetrockner wenig Platz benötigen, sind sie sehr beliebt. Allerdings verbrauchen sie allein in der Schweiz rund 800 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Darum gilt: Wer keine

Angst vor klammen Fingern und drinnen keinen Platz hat, hängt seine Wäsche auch im Winter draussen auf. Das spart nicht nur Energie und Stromkosten, sondern schont übrigens auch die Stoffe.

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Irland, Italien, Griechenland: Die Mitarbeiter der Migros-Medien haben ihre Wurzeln in vielen Ländern.

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Hans Schneeberger

(58), Chefredaktor Migros-Magazin «Überraschend: «Welcher Westasiate hat sich hier eingeschlichen? Zweitens: Kein Wunder, habe ich immer zu heiss. Ich stamme ja zu mehr als einem Drittel aus dem Norden. Interessant: Die meisten mit ähnlichem Stammbaum leben in den USA in den klassischen Milchverwertungsregionen.»

Heidi Bacchilega-Schätti

Reto E. Wild

(50), Projektleiterin und Redaktorin Migros-Magazin «Jetzt weiss ich, woher mein Sohn die Sommersprossen und die helle Haut hat. Da hat sich die irische Abstammung eingeschlichen. Ich bin dunkelhaarig wie eine Italienerin (jetzt blond gefärbt), leidenschaftlich wie eine Griechin und trinke gern ein kühles Bier wie die Iren. Meine blauen Augen und meine Grösse (177 cm) habe ich wohl von meinen Ahnen aus Westeuropa.»

(49), Reiseredaktor Migros-Magazin «Ich bin überrascht vom hohen Anteil Italien/Griechenland, denn ich wusste nicht, dass ich in dieser Region Wurzeln habe. Andererseits ist mein Wert von 68 Prozent Westeuropa im Vergleich zu den Ergebnissen meiner Kolleginnen und Kollegen überdurchschnittlich hoch. Und offenbar bin ich Europäer durch und durch, obwohl ich mich nicht immer so fühle.»


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Nicole Thalmann (46), Leiterin Lesermarkt und Aboservice Migros-Medien «Dass meine Wurzeln hauptsächlich in Grossbritannien liegen, hat mich sehr erstaunt. Da meine Eltern beide von Zürcher Bauernfamilien abstammen und ich keine Informationen über reisefreudige Vorfahren habe, war ich von Westeuropa ausgegangen. Mein nächstes Reiseziel müsste also Grossbritannien sein. Ich bin gespannt, ob dann ein Heimatgefühl aufkommt.»

Ahnenforschung

Von wegen «echte» Schweizer

Wer sind meine Vorfahren? Wo haben sie gelebt? Immer mehr Menschen versuchen, das per Speichelanalyse herauszufinden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Migros-Magazins wollten wissen, woher sie stammen. Und sind verblüfft ... Texte: Reto E. Wild

Länderlegende Benin/Togo Elfenbeinküste/Ghana Grossbritannien Iberische Halbinsel Irland Italien/Griechenland Kamerun/Kongo Mali Mittlerer Osten Nigeria Nord-/Südamerika Osteuropa Senegal Skandinavien Westasien Westeuropa Diverse

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er viel zu früh verstorbene Mani Matter erweist sich mal wieder posthum als Trendsetter: Schon vor rund 50 Jahren besang er in seinem Lied «Ahnenforschung» den «Gouner» Bernhard Matter, der – genau wie der Berner Liedermacher selbst – aus dem Kanton Aargau stammte. Mani Matter thematisierte in diesem Chanson seinen Stammbaum. Ein Thema, das auch heute viele Menschen interessiert: Der Videoclip «The DNA Journey» der Reisesuchmaschine «momondo» wurde weltweit über 575 Millionen Mal angeschaut. Hauptbotschaft des Kurzfilms: Reinrassige Menschen gibt es nicht. Wir sind alle gemischt, migriert und irgendwie verwandt. Nationalismus ist Unsinn. Private und individuelle Ahnenforschung mit einem DNA-Test ist nicht nur ein boomendes, sondern auch ein lukratives Geschäft. Zahlreiche Anbieter wollen damit Geld machen. Und das läuft

Bilder: Jorma Müller

so: Man bekommt ein Paket mit zwei Plastikröhrchen zugesandt. Diese füllt man mit Speichel und sendet sie ein. Einige Wochen später erfährt man das Ergebnis. Die Kosten variieren, wobei es online Analysen schon ab 65 Franken gibt. Die Probanden der Migros-Medien liessen sich über das Online-Tool «AncestryDNA» testen. Fragwürdige Ergebnisse, aber es macht Spass

Manche Wissenschafter bezeichnen die Tests als nicht wirklich seriös. Auch Natasha Arora vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich zeigt sich skeptisch: «Firmen, die auf DNA-Tests spezialisiert sind, versprechen Ergebnisse, die irreführend sind.» Letztlich muss jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm die Forschung über seine eigene Herkunft ist. Spass macht das Forschen aber allemal. Interview mit Natasha Arora auf Seite 101


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Robert Rossmanith (58), Chef vom Dienst Migros-Magazin, geboren in Franken (D)

«Da schau her! Mein seliger Paps und seine Vorfahren waren gentechnisch derart dominant, dass herkunfts­ bestimmende DNA­Teil­ chen von Mama und deren Ahnen keinen Platz mehr fanden. Denn gemäss Ancestry­Analyse liegen meine Wurzeln im heutigen Tschechien (wo das Stamm­ geschlecht Rossmanith bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs tatsächlich beheimatet war, was durch die Herleitung des Namens belegt ist). Allerdings nur dort! Kaum zu glauben, angesichts der Tatsache, dass mir die Altvorderen der Mutter stets als Ur­ Westfalen vorgestellt wurden. – Fazit: Mein fränkischer Akzent ist nur Fake. Doch warum nur kann ich überhaupt kein Wort Tschechisch?»

Laetitia Dürst (25), Marketing Manager Online Migros-Medien

«Ich habe meine Eltern gefragt, ob sie mich adop­ tiert haben (lacht). Denn laut Test soll ich weder aus der Karibik (meine Mutter ist in Haiti geboren) noch aus Westeuropa (mein Vater ist halb Schweizer, halb Deutscher) kommen. Ich erkläre mir den hohen Afrikaanteil damit, dass meine Mutter ursprünglich von Sklaven aus Afrika abstammt. Die 13 Prozent Osteuropa könnten von meiner Grossmutter herkommen, die dort ihre Wurzeln hat.»

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Gerda Portner

(45), Online-Redaktor Migros-Magazin

(59), Produzentin Migros-Magazin «Ich bin ja eine richtige Euro­ päerin! Ein Mischmasch von Genen aus Ost und West. Das heisst wohl auch, dass meine Urahnen gereist sind und übers Kreuz geliebt haben. Irgendwie macht es mich stolz zu wissen, dass ich ein Geschöpf der Weltengemein­ schaft bin. Einzig einen Spritzer blaues Blut hätt ich noch gern.»

«Dass viel Unbekanntes auftaucht, wenn man Tausende von Jahren zurückforscht, hab ich erwartet. Dennoch: Wenn man väterlicher­ seits 500 Jahre mit Stammbaum in und um Graubünden zurück­ verfolgen kann, überrascht es schon, dass dieser Anteil an Genmaterial maximal zwei Pro­ zent beträgt, sobald man drei­ oder viermal weiter zurückblickt.»


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Marianne Hermann (26), Manager Lesermarketing Migros-Medien «Den Test fand ich sehr enttäuschend. Ich hatte ein viel genaueres Ergebnis erwartet. Dass die Skandinavier als Seefahrer und die Römer früher viel unterwegs waren, ist ja allgemein bekannt.»

«Es ist möglich, dass Brüder verschiedene genetische Varianten aufweisen»

Patrick Rohner

Haben Sie auch schon einen DNA-Test gemacht? Ja, bei «23andME», einem US-amerikanischen Unternehmen im Bereich «Personal Genomics». Es kam heraus, dass ich meine Wurzeln zu über 87 Prozent in Südasien habe. Das hat mich nicht überrascht. Ich stamme von dort. Und Südasien umfasst ein grosses Gebiet mit Ländern wie Nepal, Sri Lanka, Pakistan und Indien.

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Länderlegende Benin/Togo Elfenbeinküste/Ghana Grossbritannien Iberische Halbinsel Irland Italien/Griechenland Kamerun/Kongo Mali Mittlerer Osten Nigeria Nord-/Südamerika Osteuropa Senegal Skandinavien Westasien Westeuropa Diverse

(39), Leiter Mediaund Marketingservice Migros-Medien «Es passt: Ich bin in Westeuropa und damit in der Schweiz zu Hause, auf klassisch griechischem Fuss unterwegs und fahre, wenn nötig, für eine gute Pizza bis nach Neapel. Eine solche Distanz lege ich aber doch lieber mit der Eisenbahn zurück – einer britischen Erfindung. Der Vorname stammt aus Irland und die Haut aus Skandinavien. Im Ernst: Bis jetzt wusste ich eigentlich nur von Verwandten aus der Innerund Ostschweiz, entsprechend überrascht bin ich von diesem Resultat. Aber wenn man sucht, findet man schon einen Bezug.»

Natasha Arora

Natasha Arora (37) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Sie befasst sich unter anderem mit Populationsgenetik, also den Mustern genetischer Diversität in biologischen Populationen.

Was bringt ein solcher Test? Gerade die Amerikaner interessieren sich für dieses Thema, weil die USA ein klassisches Einwandererland sind. Auch Afroamerikaner wollen mehr über ihre Herkunft wissen. Wirklich sinnvoll sind solche Tests, weil man damit auch Haar- und Augenfarbe oder Dinge wie Laktoseintoleranz identifizieren kann. Zusätzlich kann man auch das Alter eines Menschen und seine biogeografische Herkunft mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bestimmen. Dies, zusammen mit den äusserlichen Merkmalen, sind die Anknüpfungspunkte für die Arbeit in der Forensischen Genetik. Wie genau ist ein Test mit dem Ergebnis, eine Person stamme zu 50 Prozent aus Skandinavien? Das Resultat sagt, dass die Person genetische Varianten

Natasha Arora

mit der heutigen Population in Skandinavien teilt. Dies kann, muss aber nicht auch der Bevölkerung in der Vergangenheit entsprechen. Ausserdem ist es schwierig, Populationen aus nahe liegenden Regionen zu unterscheiden, weil sich genetische Muster kontinuierlich über Distanzen verändern. Einigermassen zuverlässig lässt sich deshalb nur bestimmen, von welchem Kontinent jemand stammt. Es gibt also keine Familien mit beispielsweise 100 Prozent skandinavischen Wurzeln? Das kommt darauf an, wie weit man zurückschaut. Die Eltern und Grosseltern stammen vielleicht zu 100 Prozent aus Skandinavien. Aber vorher sind Vorfahren aus verschiedenen Regionen nach Skandinavien eingewandert. Die Wissenschaft weiss ja, dass sich der anatomisch moderne Mensch vor 100 000 bis 50 000 Jahren von Afrika aus ausgebreitet hat und anschliessend auf verschiedenen Wegen und in mehreren Wellen nach Europa eingewandert ist. Seite 103


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103 «The DNA Journey»

Gegen Intoleranz Sind die verschiedenen Länder der Welt unterschiedlich durchmischt? Es gibt in allen Regionen auf der Welt eine Durchmischung. Das ist das Ergebnis vieler Migrationsbewegungen im Laufe der Jahrtausende. Nationale Grenzen sind ein modernes Phä­ nomen und widerspiegeln nicht unbedingt die Genetik. Es gibt Ausnahmen wie die Aborigines in Australien. Sie blieben mehr­ heitlich unter sich, bis Ende des 18. Jahrhunderts Europäer einwanderten. Was bedeutet es, wenn ein Gentest ein Prozent Südasien aufweist? Wir haben durch die Migrations­ bewegungen Anteile von vielen verschiedenen Populationen. Diese Aussage hat also überhaupt

keine Relevanz. Beispielsweise kann es sein, dass der Bruder denselben Test macht und keinen asiatischen Anteil aufweist. Wie ist das möglich? Man erhält seine DNA je zur Hälf­ te von der Mutter und vom Vater. Deshalb können Brüder verschie­ dene genetische Varianten auf­ weisen. Sie können sich ähneln oder gar nicht gleichen. Aber wenn beim Gentest zum Beispiel 95 Prozent Kontinentaleuropa herauskommt, müsste das unter Geschwistern in etwa überein­ stimmen, sofern sie die gleichen biologischen Eltern haben. Die Genauigkeit der Analyse der geografischen Herkunft einer Person hängt offenbar von der Referenzdatenbank ab. Hauptsächlich davon, wie viele

und welche Regionen in der Datenbank berücksichtigt wer­ den. Datenbanken und Algo­ rithmen können von Unterneh­ men zu Unternehmen variieren. Es kann also sein, dass verschie­ dene Firmen, die DNA­Tests anbieten, zu unterschiedlichen Resultaten kommen. Einige Firmen versprechen, eine Verwandtschaft mit histo­ rischen Figuren herausfinden zu können – etwa mit Dschingis Khan. Ist das seriös? Es ist irreführend. Dschingis Khan kann mit vielen von uns verwandt sein. Genaueres verrät die DNA von Müttern und Vätern. So konnte beispiels­ weise anhand von drei lebenden Nachfahren das Skelett des Bündner Freiheitskämpfers Jörg Jenatsch identifiziert werden.

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2016 hat die Reisesuchmaschine «momondo» die Kampagne «The DNA

Journey» lanciert. Damit wollte sie ein Zeichen gegen Intoleranz setzen. Über 575 Millionen Mal wurde der Videofilm dazu an­ geschaut. Bei «The DNA Journey» unterzogen sich zunächst 67 Menschen aus aller Welt einem DNA­Test, um die Spuren ihrer Her­ kunft zu ergründen. 16 von ihnen wurden beim Öffnen ihrer Testergebnisse ge­ filmt und wurden so Teil der Kampagne. Die Pro­ tagonisten im Kurzfilm waren überrascht vom Ergebnis, glaubten doch die meisten, sie hätten nur Wurzeln in ihrem jeweiligen Herkunftsland. MM


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LEBEN | MM47, 20.11.2017

D Brave New Girl

Zukunftstag

Damals, als wir klein waren und gross träumten. Als wir Räuber und Poli waren. Als wir als mutige Entdeckerinnen auf zu hohen Bäumen rumkletterten und uns die Knie aufschürften. Als wir Prinzessinnen waren, die eigentlich wussten, dass sie sich auch selber befreien konnten.

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

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Als wir als Ärztinnen die Leben unserer Stofftiere retteten und als Detektivinnen die Rätsel verschollener Gegenstände im unaufgeräumten Kinderzimmer lösten. Als wir als Astronautinnen zum Mond fliegen wollten. Oder uns als Meeresbiologinnen bis zu den Monstern in dunkelste Meerestiefen hinuntergewagt hätten. Am 9. November war Zukunftstag. Und all die Träume meiner Kindheit kamen in Form von gwundrigen Knirpsen in mein Büro und

meinen Kopf zurück. Der unschuldige Grössenwahn. Das naive Gefühl der Unbesiegbarkeit. Der Wunsch, es später den Superheldinnen gleichzutun. Auf dem Nachhauseweg fragte ich mich: Was wollte wohl die Anzug tragende Bankfrau auf dem Zürcher Paradeplatz mal werden, als sie klein war? Wovon träumte der Steuerbeamte, als er noch verwegen war? Wann hat die Konzernleiterin entschieden, dass sie wohl doch kein Rockstar wird? Und wann wurde aus dem Postmann doch kein Prinz? Irgendwann wurden aus strahlenden Augen müde Blicke morgens im Tram. Aus selbstgemachten Verkleidungen irgendwelche Uniformen. Raus aus der Illusion, rein in die Realität. Und das ist okay. Und doch an jedem Zukunftstag wieder bittersüss. MM

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Gesundheit

Mit Würde gebären

Die Mehrheit der Frauen erlebt eine glückliche Geburt ihrer Kinder. Es gibt aber auch Berichte über physische und psychische Gewalt durch die Geburtshelfer. Ein Aktionstag nimmt sich des Tabuthemas an. Text: Sabine Müller

W

ir nennen die Geburt eines Kindes ein freudiges Ereignis, was es auch ist. Die Strapazen der Niederkunft sind in dem Augenblick, in dem eine Mutter ihr Neugeborenes in den Armen hält, vergessen. Meistens. Für manche Frauen trifft das nicht zu. Für sie ist das freudige Ereignis, drastisch gesagt, eine Horrorerfahrung, die ihnen manchmal ein Leben lang nachhängt. Sie können die Geburtsschmerzen einfach nicht vergessen und sich über ihr Kind freuen. Dies, weil ihnen während der Geburt von den Geburtshelfern Gewalt angetan wurde, psychisch oder physisch, oft beides. Betroffene Frauen sind dann so schwer traumatisiert, dass sie therapeutische Hilfe beanspruchen müssen. Mit dem erlittenen Trauma gehen viele Probleme einher: Von der Angst, als Mutter zu versagen, über eine gestörte Mutter-Kind-Bindung bis zur

Posttraumatischen Belastungsstörung oder Depression. Um diese Frauen geht es am 25. November, dem «Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen». Gleichzeitig ist es der Tag der «Roses Revolution», an dem Frauen vor den Türen der Kliniken, in denen ihnen Schlimmes widerfahren ist, eine Rose ablegen (siehe Spalte rechts). Aber was muss passiert sein, dass es so weit kommt? Und was soll man sich unter physischer und psychischer Gewalt in der Geburtshilfe überhaupt vorstellen? Entwürdigendes Verhalten Eine Geburt beginnt ganz normal, scheinbar: Die Wehen setzen ein, die Fruchtblase platzt, die Herztöne des Kindes stimmen. Dann ist auf einmal nichts mehr wie erwartet. Die Wehen sind zu schwach, der Wehentropf bewirkt nichts, die Herztöne flachen ab. Und Geburtshelfer – Routiniers sollte man meinen, die täglich Kinder auf die Welt holen – verlieren die

Fassung: Je nach Situation wird die vor Schmerzen schreiende Gebärende angebrüllt, sie solle Ruhe geben, sich zusammenreissen, nicht peinlich werden, zum Psychiater gehen – die Liste der Beschimpfungen ist lang. Neben dem, dass man ihr entwürdigende Sätze zubrüllt, zwingen Geburtshelfer eine Frau möglicherweise in eine schmerzhafte Position, um den Wehenschreiber besser ablesen zu können, verabreichen ihr Medikamente, ohne zu erklären, welche, oder nehmen ohne ihre Einwilligung Eingriffe vor. Auf jeden Fall gibt man ihr zuverlässig in jedem Moment das Gefühl, eine absolute Dilettantin in Sachen Gebären zu sein. Rückschritt durch Fortschritt Wie soll man unvorstellbare Vorgänge wie diese einordnen? «Es ist ein Rückschritt, der auch durch die fortschreitende Technisierung in der Medizin bedingt ist, aber eben nicht ausschliesslich», sagt Katharina Hartmann,

Eigentlich sollte eine Geburt stress- und gewaltfrei ablaufen.

Katharina Hartmann

Initiantin der Roses Revolution Deutschland, dreifache Mutter, Lehrerin und Geburtsaktivistin


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«Roses Revolution»

Weltweiter Aktionstag Am 25. November ist

der weltweite Aktions­ tag für eine gewaltfreie Geburt. Betroffene Frauen legen vor der Tür, hinter der sie eine traumatische Geburt erlebten, eine rosa Rose ab. Ergänzend können sie einen Brief mit einem Geburtsbericht dazu­ legen. Wer sich nicht in der Lage fühlt, dies allei­ ne zu tun, kann hier um eine Begleitung bitten: Roses Revolution Deutschland auf Facebook, hier sind auch Schweizerinnen aktiv. Eine Schweizer Site gibt es nicht.

Bild: Anonyme Teilnehmerin der Roses Revolution/www.gerechte­geburt.de, Thanasis Zovoilis/Getty Images, zVg

Hilfe finden:

Lehrerin und Initiantin der «Roses Revolution» in Deutschland. Die Geburten ihrer drei Kinder waren alle glücklich, umso mehr war und ist sie über die Erlebnisse anderer Frauen entsetzt. Tatsächlich mache sich der Kostendruck hier bemerkbar, auch wenn das abgestritten werde. Bei einer Geburt «einfach nur da sein, ist eine verschwindende Kunst», sagt sie. Der Einsatz von Technik bringe eben Geld. Das Verhalten solcher Geburtshelfer demonstriere aber auch ein «riesiges Machtgefälle», so Katharina Hartmann. Und noch etwas komme hinzu: «In unserer Gesellschaft geht es um das Leben des Kindes, die physische und psychische Müttergesundheit steht hintenan.»

Betroffen sind zwischen 10 und 50 Prozent aller Mütter. Die Forschung dazu ist noch sehr jung, deshalb schwanken die Zahlen. Das Problem ist ein globales. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fällte 2010 dazu ein Urteil: «Gebärende haben ein grundlegendes Menschenrecht, die Umstände, in denen sie ihr Kind zur Welt bringen, frei zu wählen.» Geklagt hatte eine ungarische Mutter, deren Hebamme wegen ihrer Unterstützung bei Hausgeburten verhaftet und zu Hausarrest verurteilt worden war. «Roses Revolution», die es seit 2013 gibt, zählt Aktivistinnen aus 30 Ländern, zuletzt schlossen sich Kuwait, Griechenland und die rumänischen

Sinti-Frauen an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte 2014 in einem Bulletin die «Vermeidung und Beseitigung von Geringschätzung und Misshandlung bei Geburten in geburtshilflichen Einrichtungen.» Inwieweit die Schweiz betroffen ist, wird noch zu prüfen sein. Als Katharina Hartmann das Thema im Herbst auf einer Hebammen-Fachtagung in Luzern vorstellte, sei sie «auf extreme Ablehnung gestossen und stark kritisiert worden», sagt sie. So etwas gebe es in der Schweiz nicht. – Ganz kann es nicht stimmen, denn wenigstens eine Rose wird an diesem 25. November vor einer Schweizer Gebärklinik abgelegt werden. MM

Rosesrevolution.com, Humanrightsinchild­ birth.org, Gerechte­geburt.de, Mother­hood.de Roses Revolution wurde von der spani­ schen Aktivistin Jesusa Ricoy gegründet. www.matriactivist.com Weitere Links zum

Thema wie Definition von «Gewalt in der Geburtshilfe», Erklärung der WHO auf Deutsch, O­Töne von Beschimp­ fungen und Sendehin­ weise finden Sie unter www.migmag.ch/ roses-rev


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Knossos – Meisterleistung der Minoer

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Küste von Georgioupolis. Zum Abschluss besuchen Sie Kretas drittgrösste Stadt Rethymnon mit dem prägnant erhaltenen venezianischen und osmanischen Erbe im Stadtbild. Fast 90 Prozent der historischen Bauten sind bis heute erhalten. Bei einem Besuch im Teppichgeschäft erhalten Sie einen Einblick in das Kunsthandwerk. 4. Tag / Palast von Knossos – Archäologisches Museum: Besuch der weltberühmten Ausgrabungsstätte des minoischen Palastes von Knossos. Älteste Siedlungsspuren stammen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Minoer – die älteste europäische Hochkultur – haben hier um 1900 v. Chr. Grossartiges erbaut. Der auf einer Fläche von knapp 8km2 erbaute Königspalast von Knossos überwältigt durch seine gigantischen Ausmasse sowie seine beeindruckende Bauweise mit fliessend Wasser und einem ausgeklügelten Lüftungssystem. Was blieb sind die heutigen Ruinen aus dem Zeitraum um 1450 v. Chr. Erfahren Sie spannende Sagen der Antike – über Minos, der Sohn des Zeus und der Europa – und erster König von Kreta. 5. Tag / Venezianische Festung & Altstadt Heraklion: Besuch der bezaubernden, von Wehrmauern umgebene Altstadt von Heraklion mit ihrem Labyrinth von vielen kleinen Gassen. Bummel durch die Ladenstrasse mit Besuch eines Lederateliers und vorbei an zahlreichen, typisch griechischen Tavernen, Cafés sowie dem Wahrzeichen der Stadt – der Koules Festung aus dem 16Jh. Heraklion war in

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Ursprüngliches Landesinnere minoischer Zeit der Hafen der Palastsiedlung von Knossos. Einige Jahrhunderte später erhielt die Stadt ihren heutigen Namen – abgeleitet vom mythischen Helden Herakles (Herkules). 6. und 7. Tag / Freie Zeit: Zeit zu Ihrer freien Verfügung zum Ausspannen oder für weitere fak. Ausflüge (vor Ort buchbar). 8.Tag / Heraklion (Kreta) – Zürich: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich.

Allfällige Änderungen der Reihenfolge der Ausflüge bleiben vorbehalten.

Charmantes Städtchen Rethymnon

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LEBEN | MM47, 20.11.2017

109

Das iPhone X lädt auch kabellos – eine entsprechende Ladestation (siehe Bild) machts möglich.

Wichtige Funktionen im Videotest: www.migmag.ch/ iphone

Digital

Das Neue brilliert Zehn Jahre nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen ist, verändert Apple das Design erstmals grundlegend. Das iPhone X legt den Grundstein für die nächste Dekade. Text: Reto Vogt

Fazit

Teuer, aber top

Bilder: PD, Elena Bernasconi

S

o sicher, wie der FC Basel jedes Jahr Schweizer Meister im Fussball wird, so sehr war das Aussehen jedes neuen iPhones von Apple in Stein gemeisselt: Der Bildschirm hat einen grossen Rand, und unten sitzt ein runder Knopf, der Homebutton. Beides gibts beim neuen iPhone X – gesprochen «zehn» – nicht mehr. Das Gerät hat einen nahezu randlosen, qualitativ hochwertigen 5,8-Zoll-Bildschirm; der erwähnte Knopf, bisher zentrales Steuerelement, fehlt komplett. Optisch ist die Veränderung ein Gewinn. Das iPhone X kommt wie aus einem Guss, ist fehlerfrei verarbeitet und zumindest aus subjektiver Sicht des Autors das schönste, das Apple je gebaut hat. Die Bedienung hingegen geht – zumindest anfangs – nicht mehr so leicht von der Hand. Doch die Umgewöhnung auf die Gestensteuerung – von unten nach oben wischen schliesst die App, in die andere Richtung öffnet sich das Kontroll-

zentrum – klappt erstaunlich gut. Selbst langjährige Apple-Nutzer werden in weniger als einem halben Tag problemlos mit dem neuen System zurechtkommen. Mit dem Gesichtsscanner bezahlen

Wenn der Homebutton fehlt, fehlt auch «Touch ID», also die Möglichkeit, das Telefon per Fingerabdruck zu entsperren. Stattdessen führt Apple «Face ID» ein: einen Gesichtsscanner, der sowohl zum Entsperren des Geräts als auch zum Zahlen mit Apple Pay oder für Käufe im iTunes-Store verwendet werden kann. Im Test funktionierte «Face ID» äusserst präzis, in zweierlei Hinsicht: Erstens erkennt es den Besitzer innert eines Wimpernschlags, zweitens verweigert es Unberechtigten den Zugang. Anders als bei Konkurrenzprodukten war es zum Beispiel nicht möglich, das Gerät mit einem Foto zu entsperren, und auch der Test mit zweieiigen Zwillingen war nicht von Erfolg gekrönt.

Face ID ist unter anderem nur so gut, weil die verbaute Kamera von höchster Qualität ist. Bemerkbar macht sich das bei einer Fotografie unter schlechten Lichtverhältnissen, die für ein Smartphone hervorragende Ergebnisse liefert. Auch bei Porträtfotos und Selfies beeindruckt die Qualität, weil der Hintergrund automatisch verschwimmt und nur das Gesicht scharf gestellt wird. Das kommt auch einem «Spass-Feature» zugute: Emojis lassen sich neu mit Kopfbewegungen animieren. 1400 Franken kostet das Gerät mit 256 GB Speicherplatz – ein stolzer Preis. Konkurrenzgeräte von Samsung oder Huawei gibts für rund die Hälfte. Apple spielt knallhart damit, mit dem iPhone X kommende Gerätegenerationen zu definieren, und positioniert sich mit dem neuesten Wurf zuoberst im Preissegment. Ebenfalls fies: Ein Gerät mit 128 GB Speicherplatz, was für die meisten Nutzer optimal wäre, wird nicht angeboten. MM

Apple läutet mit dem iPhone X eine

neue Handy-Ära ein. Die Hardwareausstattung gehört zum Besten, was es derzeit auf dem Smartphonemarkt zu kaufen gibt. In vielen Haushalten dürfte das Gerät gleichermassen der schnellste Computer und die beste Kamera sein. Erstmals lässt sich ein iPhone drahtlos aufladen, im Lieferumfang fehlt aber eine Ladestation. Das wäre in dieser Preisklasse angemessen gewesen. Positiv: Design,

Kamera, Ausstattung Negativ: Preis; Ladestation ist nicht dabei. Preis: 1200 (64 GB) oder 1390 (256 GB) Franken; Ladestation ab ca. 40 Franken Erhältlich bei: Digitec


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LEBEN | MM47, 20.11.2017

Kinder

Goldene Böden Im Gegensatz zur Tanne verliert die Lärche ihre Nadeln, wenn der Winter naht. Es ist eine reine Überlebensstrategie. Die gelben Nadeln bilden hübsche gelbgoldene «Teppiche» am Boden. Text: Laurent Nicolet

Illustration: Jan Kruse

Ganz schön schlau Die Lärche ist anders als alle anderen Nadelbäume Europas:

Während etwa die Tanne ihre Nadeln das ganze Jahr behält, ist die Lärche das einzige sogenannt winterkahle Nadelholz. Das heisst, dass sie ihre Nadeln im Herbst verliert.

Dabei geht es dem Baum ums Überleben. Denn über die Nadeln

verliert er viel Wasser. Und neues Wasser aus kalten gefrorenen Böden zu gewinnen, ist schwierig. Damit die Lärche im Winter nicht vertrocknet, wirft sie ihre Nadeln ab. Damit löst sie gleich ein weiteres Problem: Ihre empfindlichen Nadeln sind nämlich dem Gewicht des Schnees nicht gewachsen. Die Nadeln fallen ab, weil der Baum weniger Saft produziert,

wenn die Lufttemperatur sinkt. Dadurch verschliessen sich die Stellen, an denen die Nadeln am Ast befestigt sind. Die Nadeln werden gelb, werden vom Wind weggeweht und bilden einen goldenen Teppich. Daraus wird Humus, der das Wachstum von Pflanzen fördert. Nadelbäume wie die Tanne haben eine andere Strategie:

Ihr Nadelkleid ist dank einer schützenden Wachsschicht robuster und verliert weniger Wasser. Darum braucht es im Winter nicht abgeworfen zu werden.

Temperatur sinkt

15 10 5 0

Weniger Saft fliesst

Kontaktstellen verschliessen sich

Bild: iStockphoto

Ohne ihre Nadeln und mit

ihrer dicken Rinde ist die Lärche gut gegen Kälte, Frost und ungünstige Witterung gewappnet. Man findet Lärchen sogar in sehr kalten Regionen, zum Beispiel in Sibirien.

Nadeln fallen ab

Wind

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Von Kuppeln bis Porschefahren: www.migmag.ch/ auto-ab18

Elonit (10), Hitzkirch LU

Das Lenken eines Autos ist kinderleicht. Du könntest rasch lernen, wie man auf einer ein­ samen Strasse herumkurvt. Viel schwieriger aber ist es im echten Strassenverkehr: Da muss man sich enorm konzentrieren, viel Rück­ sicht nehmen und tausend Regeln beachten, weil ja viele andere auch auf der Strasse unterwegs sind.

einem Zehnjährigen einen geladenen Revolver in die Hand geben? In der Regel lassen Kinder noch hie und da ihr Znünibrötli zu Hause liegen, rasten aus, wenn jemand sie ärgert, und haben Mühe, verlässlich für ihr Haustier zu sorgen. Das hat mit Voraus­ denken, Besonnenheit und Verant­ wortungsbewusstsein zu tun. Diese Eigenschaften habt ihr Kinder durchaus, aber sie sind noch nicht voll entwickelt. Auch gehen junge Menschen mehr Risiken ein als Erwachsene.

Da kann das Auto sogar zur tödlichen Waffe werden. Schon die kleinste Unachtsamkeit kann fatal sein – und wer würde schon

Wer Auto fährt, muss aber vernünftig handeln können. Die Fähigkeit dazu ist ungefähr ab 18 Jahren ausgereift. Darum darf man kurz vor dem 18. Geburtstag den Lernfahrausweis beantragen. Die Schweizer Politiker prüfen derzeit aber, ob Jugendliche ab Mitte 2019 schon mit 17 Jahren den Lernfahrausweis erhalten sollen. Das gäbe ihnen mehr Zeit zum Üben, nämlich ein Jahr lang. Die Autoprüfung würden sie aber weiterhin erst mit 18 Jahren machen dürfen. MM

Eine Mutter erklärt die Welt

Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.

NINAS LIEBLINGSFACH Wir gehen durch dick und dünn!

Räts elspa ss Ui, das sind aber viele Zahlen. Erkennst du die Logik der folgenden Zahlenreihen? Hilf Tobi, sie fortzusetzen!

C D

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Rechne aus, welches Ninas Lieblingsfach ist. Schreibe die Resultate der Rechnungen jeweils als Buchstaben in die Felder.

9+9= 4×6= 15 : 5 = 16 – 7 = 5 + 12 = 1 × 10 = Lösung: TURNEN

B

10 11 9 10 8

Lösung: A: 8 (+1–2), B: 16 (+2), C: 3 (–1), D: 24 (+3)

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Gesundheit

ALLES IST BESSER

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GESCHÜTZT

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LEBEN | MM47, 20.11.2017

Zu gewinnen

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10 Billetts für eine

Mitmachen und gewinnen

Panoramafahrt mit dem Bernina Express für je zwei Personen

Das Migros-Magazin und die Rhätische Bahn verlosen zehn Billetts für eine Panoramafahrt mit dem Bernina Express für je zwei Personen. Der Gewinn umfasst folgende Leistungen: • Fahrt im Bernina Express von Chur oder Davos nach Poschiavo, Le Prese oder Tirano • Sitzplatzreservation für Hin- und Rückfahrt • Mittagessen, bestehend aus Vorspeisensalat und Pizzoccheri Preisfrage: Über wie viele Brücken führt die Bahnstrecke Albula/Bernina?

Wer die Alpenüberquerung mit dem Bernina Express gratis miterleben möchte, macht beim Glücksgriff mit.

Glücksgriff

Vorbei an Gletschern hinunter zu Palmen Das Migros-Magazin und die Rhätische Bahn verlosen zehn Fahrkarten für je zwei Personen für die spektakuläre Panoramafahrt mit dem Bernina Express.

Bild: Christoph Benz

D

er berühmte Bernina Express fährt auf der Bahnlinie Albula/Ber­ nina durch 55 Tunnels und über 196 Brücken. Auf dem Weg von Norden nach Süden bewältigt er dabei Steigungen von bis zu 70 Promille. Kein Wunder muss man sich rechtzei­ tig um ein Billett bemühen, um einen Platz in einem der komfor­ tablen Panoramawagen zu be­ kommen. Es geht allerdings auch einfacher und noch dazu gratis: Machen Sie diese Woche mit beim Glücksgriff! Die Strecke ist bezüglich Bau­ technik und Linienführung eine Meisterleistung. Dank der einzig­ artigen, harmonischen Einbet­ tung in die Natur gehört der Abschnitt zwischen Thusis und

Tirano seit 2008 zum Unesco­ Welterbe. Bautechnische High­ lights sind unter anderem der Landwasserviadukt und die Kehrtunnels zwischen Bergün und Preda. Die Panoramafahrt von Chur nach Tirano und zurück, die es für je zwei Personen zu gewinnen gibt, garantiert Staunen auf der ganzen Linie – im wahrsten Sinn des Wortes. Gaumenschmaus à la Italianità

Den kulinarischen Höhepunkt Ihrer Reise geniessen Sie ganz nach Ihrem Gusto in Poschiavo, Le Prese oder Tirano. Poschiavo, der malerische Hauptort des Puschlavs, begrüsst Sie mit itali­ enischem Charme. Am südlichen Ende des Lago di Poschiavo liegt die idyllische Ortschaft Le Prese.

Im italienischen Tirano lädt die romantische Altstadt zum Flanieren ein. Sie treffen die Wahl: An einem der drei Orte geniessen Sie zum Zmittag ein Gericht mit Pizzoccheri. Nach dem Mittagessen führt die Reise zurück über die Alpen in den Norden. Sie passieren nochmals die drei Sprachregio­ nen. Die kulturellen Gegensätze sind auch auf der Strecke zu ent­ decken, etwa an den italienisch angehauchten Dörfern im Pusch­ lav und den Häusern mit den typischen Sgraffito­Malereien im Engadin. Nach der Fahrt über den 136 Meter langen Landwas­ serviadukt trifft der Zug schon bald in Chur ein, der Endstation eines spektakulären Tags mit nachhaltigen Eindrücken. MM

So machen Sie mit Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf)

und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS:

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Einsendeschluss: 26. 11. 2017 Die Gewinner werden benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach der Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM47, 20.11.2017

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

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117

… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 26.11.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 26.11.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Gewinner Nr. 45: Theodor Zehnder, Davos Platz GR; Rosmarie Betschart, Feldbach ZH; Walter Felix Jungi, Wittenbach SG; Dominik Steinmann, Aarau; Brigitta Zellweger, Bremgarten AG Gewinner «Zusatz» Nr. 45: Louise Hug, Wädenswil ZH; Elisabeth Schenkel, Stäfa ZH; Daniel Waser, Neftenbach ZH; Gabriele Gehrt, Therwil BL; Silvana Seiler, Ittigen BE


LEBEN | MM47, 20.11.2017

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Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wer Durst hat, bestellt eine … Bier. R Bohle

W Stange

E

Stütze

2. Wie heisst die zweitgrösste Stadt im Kanton Bern? O Spiez

M Köniz

A Biel

3. Ein Computerprogramm aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz heisst …? S

Stetson

H Watson

M Ratsam

So nehmen Sie teil

4. Wo ist die Fantasy-Fernsehserie «Games of Thrones» angesiedelt? R Mittelalter

E

Urzeit

I

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 26.11.2017, 24 Uhr

Antike

5. Wo fand Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, seine letzte Ruhe? N Basel

H Dornach

T

Krakau

E

Seesterne

6. Wer gehört zur Klasse der Stachelhäuter? A Lemuren

O Igel

7. Wie hiess das erste (inoffizielle) Maskottchen der Olympischen Winterspiele? I

Schuss

R Fritz

L

Flash

8. Unter Karl dem Grossen wurde für den November der Begriff … eingeführt. N Winterhard

S

Novus novum

T

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Windmond

Lösungswort: 1

2

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4

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7

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Gewinner Nr. 45: Susanna Widmer, Schaffhausen; Urs Grossmann, Zürich ; Yvonne Burri, Eglisau ZH

Auflösung Nr. 46: BETTSOFA

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 2 4

I Auflösung Nr. 46: TRITT Gewinner Nr. 45: Hans Luz, Wettingen AG; Manfred Kurz, Thun BE; Madeleine Knüsel, Buochs NW

5 3

BENOTUNG BLAT T ERN BRUNE I ER ERNEUERN GUERN I CA OE L STAND STOERUNG TORL I N I E UNNOE T I G VORTR I TT

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 26.11.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 46: 641

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Gewinner Nr. 45: Bettina Hofstetter, Baar ZG; Annelis Kaiser-Weder, Diepoldsau SG; Monique Court, Genf; Louis Schmid, Rütihof AG; Annina Weber, Chur

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 2 3 3 2 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 3 3 1 1 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 4 2 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 46:

2 4 2

1 3

2 3

3 2

3

6 3 3

2

1 3

1

2 4 3

2 3 2

3 2 3 2

Auflösung Nr. 46: 2 3 3 4 3

2

3

2

1

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4 2 1

3 1 2

3 3

3 4

4 2 1 2

2 1 2 3

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2

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3 2 2

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Andreas Remo Leupin (Leitung), Dürrenberger, Dora Horvath, Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Melanie Michael, Fatima Nezirevic, Yvette Hettinger (Koordinatorin Angela Obrist, Kian Ramezani, Leben), Sabine Müller (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Gerda Portner (Produzentin), Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Ursula Trümpy (Produzentin), Michael West Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Ressort Menschen: Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Sabine Lüthi (Leitung), Susanne Oberli, Helen van Pernis Andrea Freiermuth, Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger (Volontärin), Layout: Monica Müller, Lisa Stutz, Reto E. Wild Laetitia Buntschu Signer Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Elena Bernasconi, Reto Meisser

(Art Director), Werner Gämperli, Saskia Goslings, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Alina Bühler Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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MM47, 20.11.2017 | LEBEN

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Meine Welt

Trio-Eden-Comedian Helmi Sigg tritt bald an der 1000. Aufführung des Musicals «Ewigi Liebi» als Murmeli Martha auf. Privat geniesst er Kopfkino, Weitsicht – und die täglichen Spaziergänge mit Hund Chti. Text: Andreas Bättig Bilder: Daniel Winkler

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Bild: Andy Juchli/inkognito.ch

«Mein Hund ist ein kleiner Napoleon»


LEBEN | MM47, 20.11.2017

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1 Mein Hund «Mit Chti gehe ich jeden Morgen um halb sieben Uhr eineinhalb Stunden lang im Wald spazieren – bei jedem Wetter. Chti (9) ist ein kleiner Napoleon und hat seinen eigenen Kopf.» 2 Meine Bibliothek «Ohne Bücher

könnte ich nicht leben. Lesen ist für mich Kopfkino und Soulfood. Besonders Science-Fiction- und Horrorgeschichten haben es mir angetan.» 3 Mein Schreibort «Zum Schreiben 2

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setze ich mich gern auf dieses Bänkli in meinem Wohnort Oberrieden ZH. Die Weitsicht gibt mir Raum zum Denken.» Name Helmi Sigg (64) Sternzeichen Schütze Lebenslauf «Geboren und auf-

gewachsen bin ich in Thalwil im Kanton Zürich. Ursprünglich habe ich Schriftenmaler gelernt, dann aber landete ich als Kulissenschieber beim Theater. Dort arbeitete ich zuerst als Regieassistent hinter der Bühne, bevor ich es als Murmelimutter Martha im Musical ‹Ewigi Liebi› vor den Vorhang schaffte. Am 7. Dezember geben wir die 1000. Vorstellung. Ich bin aber nicht nur als Martha bekannt, sondern auch als Mitglied der Zürcher Comedytruppe Trio Eden und mit der Fernsehshow ‹Eden-TV›. Neben meiner Schauspielerei schreibe ich Bücher, unter anderem Hotelnovellen wie ‹Sherlock Holmes und der Giessbach-Fall›, ‹Dolderherz› und ‹Widder Blues›.» 7

4 Mein Zeichenbuch «Fast immer vor

dem Einschlafen zeichne ich im Bett mit dem Füllfederhalter ins Zeichenbuch. Das ist meine Meditation und Psychohygiene.» 5 Mein Fitnesscoach «Laut diesem Schrittzähler habe ich innerhalb eines Jahrs insgesamt 3,5 Millionen Schritte zurückgelegt – das sind etwa 2700 Kilometer – und so 15 Kilo abgenommen.»

Mein Lieblingsprodukt

«Das Carameljoghurt ist mein tägliches Bettmümpfeli. Mit seiner Stichfestigkeit ist es für mich das beste Joghurt überhaupt.»

6 Meine Küchenkreation «Nachdem ich 60 geworden war, wollte ich noch mal etwas ganz anderes machen. Gemeinsam mit einem Metzger habe ich eine Pastramikreation erfunden: Heute beliefere ich auch die Gastronomie.» 7 Meine Frau «Barbara (59) ist Foto-

grafin. Mit ihr habe ich zwei inzwischen erwachsene Kinder. Barbara hilft mir, Ziele im Leben zu finden, und ist mein Qualitätsfilter für meine Arbeiten.» MM


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Spenden wir gemeinsam für alle, die unsere Hilfe brauchen. Vergessen wir diejenigen nicht, die sich mit ihren sozialen oder fi finanziellen nanziellen Sorgen alleingelassen fühlen. Spenden wir für Menschen in der Schweiz – mit den Schoggi-Herzen der Migros. Die Spendensumme kommt vollumfänglich den teilnehmenden Hilfswerken zugute, die so Menschen in Not nachhaltig ein besseres Leben ermöglichen. Die Migros leistet dabei ihren Beitrag und erhöht die erreichte Spendensumme um 1 Million Franken.

Damit insbesondere während der Feiertage niemand alleine ist, führt die Winterhilfe ein Weihnachtsfest für jene durch, die am Existenzminimum leben. Sie spendet in der dunklen und kalten Zeit so ein wenig Wärme für viele Menschen – unabhängig von Herkunft oder Religion.

HEKS leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von sozial benachteiligten Menschen. «HEKS Neue Gärten» bietet Migrantinnen und Migranten eine sinnvolle Beschäftigung und unterstützt sie beim Aufbau eines sozialen Netzwerkes.

Ältere Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, gehen kaum noch aus dem Haus und drohen so zu vereinsamen. Und auch Alltagsverrichtungen wie Einkaufen fallen ihnen deutlich schwerer. Pro Senectute sorgt für diese Senioren und organisiert regelmässige Besuche und Unterstützung der Senioren.

Menschen mit finanziellen Sorgen müssen in allen Bereichen des Lebens Einbussen hinnehmen, auch gesellschaftlich. Die KulturLegi wirkt dem entgegen, indem sie diesen Menschen Zugang zu Kultur, Sport und Bildung ermöglicht.

Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass kein junger Mensch mit seinen Sorgen alleingelassen wird. «Beratung + Hilfe 147» von Pro Juventute unterstützt darum Kinder und Jugendliche, die nicht mehr weiterwissen, bei Fragen jeglicher Art per Telefon, SMS, E-Mail und Chat oder über www.147.ch. An 365 Tagen, rund um die Uhr – schweizweit und kostenlos.

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Migros magazin 47 2017 d os by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu