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Migros magazin 47 2016 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

Sorgen wir f체r einen Lichtblick. Mit einer Spende f체r Bed체rftige. Die Spenden kommen vollumf채nglich den Hilfswerken zugute:

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


Jeder achte Mensch in der Schweiz ist von Armut bedroht. Helfen Sie mit, diese zu lindern. Auch in der Schweiz gibt es Menschen, die von Armut bedroht sind. Die Betroffenen sind oftmals durch gesellschaftliche oder kulturelle Barrieren abgeschottet und geraten dadurch in Vergessenheit. Doch gemeinsam können wir helfen. Spenden Sie und helfen Sie mit, die Lebenssituation von bedürftigen Menschen in der Schweiz langfristig und nachhaltig zu verbessern. Die Migros leistet dabei ihren Beitrag und erhöht die erreichte Spendensumme um 1 Million Franken. Werden Sie Teil unseres Engagements und helfen Sie mit.

Spenden Sie in Ihrer Migros Filiale

Mit dem Kauf eines Schoggi-Herzens (Fr. 5.–/10.–/15.–) an der Kasse in der MigrosFiliale oder in unseren Fachmärkten (Do It, Micasa, melectronics, SportXX) – bis am 24.12.2016.

Per SMS

Per SMS mit dem Keyword «MIGROS» an die Nummer 455. Beispiel: Für eine Spende von Fr. 50.– senden Sie «MIGROS 50» an die Nummer 455 – bis am 31.12.2016.

Per Überweisung

Überweisen Sie Ihre Spende unter Angabe des Betreffs «Migros-Weihnachtsspende» bis am 31.12.2016 auf folgendes Konto: PC 30-620742-6.

Im Internet

Spenden Sie mit Kreditkarte auf migros.ch/weihnachten. Alternativ können Sie auch den Weihnachtssong «Ensemble» auf Ex Libris, iTunes oder Google Play herunterladen und damit spenden.


MM47, 21.11.2016 | www.migrosmagazin.ch

Zu gewinnen 2 Ă— 1 Familienweekend in Blatten-Belalp oder in der Aletsch Arena Seite 129

Wahlen und Abstimmungen: Warum sich Meinungsforscher so oft irren Seite 10

Robinsonspielplatz Hagberg Olten

Bild: Holger Salach

Der Robi ist Isabelles und Tabeas zweites Zuhause. Es braucht mehr solcher Orte Seite 114


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6 | MM47, 21.11.2016

22

E Editorial

Wohlig im Werte-Cocon

Es war die Woche der Selbsterkenntnis: Nach den Wahlen in den USA widmeten sich überall Journalistinnen und Prognostiker der Frage, wie sie dermassen danebenliegen konnten in der Vorhersage des Wahlresultats. Dabei ist es vielleicht gar nicht so schwierig: Immer mehr Menschen haben sich in einem selbst gewählten Cocon von Wertvorstellungen eingerichtet, der keine anderen Meinungen mehr zulässt. Im Cocon bestätigen sich alle gegenseitig der eigenen, der richtigen, Meinung, Gegenteiliges wird als Populismus, Nationalismus oder Rassismus gebrandmarkt oder negiert.

Facebook ist einer dieser Cocons. Dort klopfen sich «Friends» permanent gegenseitig auf die Schulter, andere Weltanschauungen werden ausgeblendet oder – noch problematischer – gleich von Facebook ausgefiltert. Wie alles, was uns nicht interessiert. Diese forcierte Innenschau wirkt in einer pluralistischen Gesellschaft, die von Kompromissen zwischen unterschiedlichen Ideen lebt, längerfristig zerstörerisch. Die Erkenntnis scheint zu dämmern, dass allzu viel ungesund ist. Wie schreibt doch Michèle Binswanger im «Tages-Anzeiger»: «Wir (Journalisten) müssen begreifen, dass Multikulti und Toleranz gegen andere nicht unbegrenzt gebilligt werden. Es spielt eine Rolle, wie viele Immigranten kommen und woher, welche Werte sie mitbringen und wie sie sich integrieren.» Und ich wage mal die Prognose: Wenn wir nicht alle bereit sind, Angst vor überbordender Immigration, der Globalisierung, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder gesellschaftlicher Identität ernst zu nehmen, wird sich die Teilung der Gesellschaft weiter verschärfen. Wer zum Beispiel glaubt, die Schweizer Stimmbevölkerung lasse sich einen «Inländervorrang light» als Lösung des Einwanderungsproblems verkaufen, wird bald einmal mit einem viel grösseren Problem konfrontiert – dass die Schweiz den freien Personenverkehr beerdigt. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

46

«Ich glaube immer an das Beste im Menschen» Meryl Streep, Schauspielerin


MM47, 21.11.2016 | 7

12

Menschen

59 Hotelplan Hotelplan-Chef Kurt Eberhard über die Zukunft des Reisens

10 Diese Woche Meinungsforscher liegen immer öfter falsch vor Urnengängen

61 Frage der Woche 62 So entsteht Räucherlachs 65 Saisonküche: Zitronen 80 Kohlgemüse 82 Frischer Biolachs 86 Fertiggerichte El Mundo 94 Kaugummis persönlich 97 L’Oréal-Wimperntusche 100 Geschenke für Kinder 104 Kürbis und Marroni

12 Weltverbesserer

Gutes tun und nicht nur darüber reden. Vier Schweizer zogen in die Ferne und packten mit an 21 Bänz Friedli 22 Professorin am Herd

Elisabeth Bronfen ist als Literaturwissenschaftlerin bekannt. Jetzt legt sie ein Kochbuch vor

107 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

26 Infografik

Leben

Die grössten Firmen weltweit

65

113 Alltagsknigge Auf jede SMS antworten?

28 Sterben hinter Gittern

Altern im Strafvollzug wird zur Herausforderung. Für Pflegebedürftige gibt es keinen Plan

114 Familie

Abenteuer: Besuch auf dem Robinsonspielplatz Hagberg

37 Leserforum 40 Swiss Apollo

120 Digital: iOS 10 Die 10 nützlichsten Funktionen

46 Interview: Meryl Streep

123 Beauty: immer gepflegt 125 Kinder: Landhockey

Migros-Welt

129 Glücksgriff 131 Bitte melde dich 134 Rätsel/Impressum 138 Cumulus

Bilder: Sandro Baebler, Philipp Schmidli, Daniel Aeschlimann, Contour by Getty Images

Fan trifft Apollo-Astronauten Die Schauspielerin über ihre Rolle in «Florence Foster Jenkins»

56 Spendenaktion Einsatz für Bergbauern

140 Meine Welt

Moderatorin Kiki Maeder

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM47

Darauf freuen wir uns Energy Star Night Für den Event geben sich am Freitag unter anderem Amy Macdonald und Olly Murs im Hallenstadion Zürich die Ehre. «Ariane et Barbe-Bleue» Die Oper von Paul Dukas wird am Freitag und Sonntag im Theater Basel aufgeführt. Mit der schwedischen Mezzosopranistin Katarina Karnéus (Bild).

Unnützes Wissen

Apropos gesund leben

Mein Bild der Woche «Nicht alles, was man aus Amerika hört, ist beängstigend.

Regula Bührer Fecker (38) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.

Zum Beispiel, dass im Land des Fast Foods gerade der Burger neu erfunden wird, damit in Zukunft mehr Menschen öfter auf Fleisch verzichten werden. Fake-Fleisch nennt sich das. Eine Erfindung des Start-ups Impossible Food. Elf pflanzliche Zutaten braucht es für den fleischähnlichen, aber komplett pflanzlichen Burger: darunter Weizenproteine (die das Gefühl von Fleischfasern nachahmen), Kokosnussöl (für ein gutes Mundgefühl) und Xanthangummi (ein pflanzliches Bindemittel). Ein typischer Amifurz, meinen Sie? Ich finde: toll. Man muss auch heilige Kühe infrage stellen, um weiterzukommen.»

Hörprobe

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? a) «My King» von Joseph Vincent b) «Kiss» von Prince c) «The Princess» von Parov Stelar

Antwort c): Ich mag Electro Swing. Der Stil ist eine gute Mischung aus Alt und Neu.

Bilder: Mats Bäcker, PD, Marco Zanoni

Miro Hoststettler (19), Winzer, Bern

Schweizer Einwohner nehmen pro Tag durchschnittlich 2661 Kilokalorien zu sich, rund 20 bis 30 Prozent über den empfohlenen 2010 bis 2245 Kilokalorien. Jeder fünfte Arzt, der im

Operationssaal arbeitet, ist der Meinung, dass manche Operation nicht notwendig wäre. In der Schweiz geschehen jährlich 46 000 Unfälle beim Wintersport. Acht Prozent der jugendlichen Schweizer Smartphonebesitzer zeigen Anzeichen von Handysuchtverhalten. Quelle: «Statistisch gesehen», Eugen U. Fleckenstein, Werd Verlag, 2016


10 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Trauen Sie Wahl- und Abstimmungsprognosen? www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Braucht es an grossen Bahnhöfen Leitsysteme für Fussgänger? 36% Ja, in Bern und Basel oder Zürich, aber bloss zu Stosszeiten – wenn ein Fussgängerchaos herrscht. 39% Nein, das ist völlig übertrieben – wegen der zwei Stunden mit wirklich hohen Frequenzen. 25% Das sollte überall eingeführt werden, etwa bei Treppen oder engeren Gängen.

Wahl- und Abstimmungsprognosen

Der Stimmbürger – das unberechenbare Wesen Ob US-Wahl, Brexit oder Masseneinwanderungsinitiative: Meinungsforscher liegen mit ihren Wahl- und Abstimmungsprognosen zunehmend falsch. Wie kommt es zu solchen Fehleinschätzungen? Und welchen Einfluss haben die Prognosen auf das Stimmverhalten? Text: Andrea Freiermuth, Anne-Sophie Keller

Zahlen und Fakten

57%

48%

Ja-Stimmen hat das Umfrageinstitut GfS Bern zwei Wochen vor der Abstimmung per Telefon erhoben.

6%

sind noch unentschieden. Die Unschärfe liegt bei 2,7 Prozentpunkten. Kurz: Gemäss GfS Bern ist der Ausgang der Initiative noch offen.

Schwer einzuschätzen: Manche lassen sich vor dem Urnengang nicht in die Karten blicken, andere ändern ihre Meinung.

Z

u wissen, was die Zukunft bringt, ist ein alter Mensch­ heitstraum: Die alten Griechen pilgerten einst zum Orakel von Delphi, der moder­ ne Bürger setzt auf die Resultate von Meinungsumfragen. Die Prog­ nostiker jedoch liegen mit ihren Zahlen zuweilen ziemlich daneben, wie kürzlich die US­Wahlen und in jüngster Vergangenheit auch verschiedene Schweizer Abstim­ mungen gezeigt haben. Das A und O jeder Umfrage ist die Stichprobe. Damit eine Um­ frage genug Aussagekraft für die

Meinungsbildung der Schweizer Bevölkerung hat, sollten sich mindestens 1000 Menschen daran beteiligen. Das Feld der Teilnehmenden sollte sich so zusammensetzen, dass es die Gesellschaft in Miniaturform abbildet. Relevante Faktoren sind etwa der Bildungs­ stand, das Geschlecht oder das ver­ fügbare Haushaltseinkommen. Zu grosse Unsicherheitsfaktoren

Doch nicht alle Menschen, die man um ihre Meinung bittet, wollen die­ se auch kundtun. Ausschlaggebend ist zudem, in welcher Form diese

Leute kontaktiert werden – per Telefon oder via E­Mail. Und es ist wichtig, wie der Adressenstamm zustande gekommen ist, welche Gruppen man mit dieser oder jener Methode erreicht oder nicht. Es sind also so viele Faktoren zu berücksichtigen, dass es für den Laien unmöglich ist, die Resultate selber zu interpretieren. Nicht zu unterschätzen ist zudem der Fak­ tor Mensch: Die Befragten können ihre Meinung ändern, oder aber sie geben bewusst eine Meinung kund, die nicht ihrem effektiven Wahlverhalten entspricht. MM

Bild: Steffen Schmidt/Keystone

der Stimmbürger werden gemäss der Online-Umfrage von Tamedia ein Ja für die Atomausstiegsinitiative einlegen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,2 Prozentpunkten.


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 11

Strassenumfrage

Thomas Milic

«Das Hauptproblem besteht darin, dass viele Leute das Interview verweigern» Meinungsforscher irren sich oft mit ihren Prognosen – jüngst auch bei den US-Wahlen. Warum? In Prozentpunkten gemessen, lagen die Umfragen gar nicht so stark daneben – aber sie lagen auf der fal­ schen Seite. In erster Linie unter­ schätzte man die Proteststimmen – und die waren letztlich entscheidend.

der anderen Seite sind Journalisten und Konsumenten von Umfrage­ werten an solchen vagen Zahlen nicht interessiert, weil sie keinen News­ wert haben. Wer ist schon interessiert an einer zwar korrekten, aber wenig hilfreichen Aussage wie «Partei xy wird einen Wähleranteil zwischen 12 und 16 Prozent erzielen»?

Warum wurden diese Stimmen in den Umfragen nicht erfasst? Es fällt immer schwerer, eine reprä­ sentative Stichprobe zu realisieren. Das Hauptproblem besteht darin, dass viele Leute das Interview ver­ weigern. Bei Umfragen in den USA machen zum Teil nur noch zehn Pro­ zent der Angefragten mit. Auch in der Schweiz sinkt die Teilnahmerate: Bei den Vox­Nachbefragungen Ende der 1990er­Jahre etwa nahmen 40 bis 45 Prozent der Angefragten teil – zuletzt waren es nur noch rund 20 Prozent. Ich glaube, dass sowohl beim Brexit wie auch bei den US­Wahlen vor allem Anti­Establishment­Wähler die Umfragen bewusst boykottierten, weil sie diese als ein Instrument eben dieses Establishments betrachten.

Sollte man Umfragen im Vorfeld von Abstimmungen und Wahlen vielleicht generell verbieten? Nein. Und das sage ich nicht nur, weil ich selber in diesem Geschäfts­ feld tätig bin. Denn man kann Um­ fragen kaum verbieten, höchstens deren Publikation im Vorfeld von Wahlen und Abstimmungen. Aber im letzteren Fall würden Umfragen trotzdem durchgeführt, etwa im Auftrag der Parteien.

Wie kann man diese Verzerrung ausmerzen? Entweder schafft man Anreize, sodass die Leute vermehrt an Umfragen teilnehmen, oder man gewichtet die Stichprobe, damit die Verzerrungen korrigiert werden. Mittlerweile gewichten so gut wie alle Umfrage­ institute ihre Stichproben. Aber auch das hat Tücken: Unter Umständen führt das Gewichten nicht zu einer Verbesserung, sondern zu einer «Ver­ schlimmbesserung» der Schätzung. Wie lässt sich das Problem lösen? Generell sollte man von unserer Seite her konsequenter auf die Unschärfe hinweisen, die jede Umfrage hat. Sie kann bei einer knappen Abstimmung auf beiden Seiten schnell mal bei drei Prozentpunkten liegen. In solchen Fällen müssten wir offen zugeben: «Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wer das Rennen macht.» Auf

Die Forderung nach einem Verbot entspringt der Angst, dass Prognosen Wahl- und Abstimmungsresultate beeinflussen. Können sie das? Ich denke nicht, dass Umfragen be­ einflussen können, ob jemand ein Ja oder Nein einlegt. Schwieriger zu be­ antworten ist die Frage, ob sie einen Einfluss auf die Mobilisierung haben. Dazu gibt es unzählige Studien – mit unterschiedlichen Antworten. Glaubt man den Umfragen, könnte die Atomausstiegsinitiative am 27. November angenommen werden. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass wir unsere AKWs tatsächlich nach 45 Jahren Laufzeit abschalten? Das weiss ich nicht. Ich habe keine Umfrage dazu durchgeführt. Generell können wir aber sagen, dass Initia­ tiven eine geringe Erfolgsquote haben, auch wenn diese in den vergangenen Jahren etwas angestiegen ist. Linke Initiativen haben es besonders schwer. Umweltinitiativen dagegen sind nicht ganz chancenlos. Sie haben dann Erfolg, wenn es zu einer Allianz zwischen Links und den ten­ denziell eher rechten Heimatschüt­ zern kommt – wie es bei der Zweit­ wohnungsinitiative der Fall war. MM

Glauben Sie an Umfrageresultate?

Der Politologe Thomas Milic (45)

ist Projektmitar­ beiter am Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) und Leiter des Bereichs Abstimmungen und Wahlen beim Meinungsfor­ schungsinstitut Sotomo.

Bruno Zemp (61), Taxihalter, Buchrain LU «Nein. Die linke Welt­

presse lag bei Trump komplett falsch. Warum, kann ich nicht beurteilen. Die haben vielleicht etwas gegen die­ jenigen, die etwas Ordnung wollen.»

Debora Sabo (34), Goldschmiedin, Waltenschwil AG «Umfragen sind

für mich nicht repräsentativ. Viele sagen nicht, wie sie am Schluss wählen oder abstimmen. Darum sind diese Zahlen mit Vorsicht zu geniessen.»

Hildegard Moesch (81), Pensio­ närin, Horw LU «Es kommt oft

anders, als in den Umfragen vorher­ gesagt. Darum verlasse ich mich nicht auf diese Prognosen. Man könnte sich die Arbeit durchaus sparen.»


12 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Weltverbesserer

Sie tun Gutes, statt darüber zu reden

Kriege, Flüchtlingskrise, Wasserknappheit: Hilfe wird zurzeit auf der ganzen Welt benötigt. Doch wer geht dafür schon nach Lesbos, Sambia oder gar nach Syrien? Eine Zürcherin, ein Zuger und zwei Luzerner tun genau das. Was sie antreibt und was sie vor Ort erleben. Text: Andreas Bättig, Anne-Sophie Keller

zurzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Können angesichts dieser Zahlen eine Schweizerin und drei Schweizer überhaupt etwas verändern? Ja, sie können, wie ihre Geschichten belegen. MM

«schwizerchrüz.ch»

Prix Courage für Michael Räbers Hilfswerk Einer der bekanntesten Schweizer Welt­ verbesserer ist Michael Räber (40) aus Kiesen BE. Als er im Sommer 2015 nach Griechenland reiste, wollte er dort nur seine Ferien verbringen. In Athen traf er jedoch Flüchtlinge, die in menschen­ unwürdigen Verhältnissen lebten. Zwei Tage später hatte Räber mit seiner Frau gesprochen, seinen Job als IT­Spezialist gekündigt und mit einem Bekannten das Minihilfswerk «schwizerchrüz.ch» lanciert. Momentan betreut er mit über 100 frei­ willigen Helfern rund 1000 Flüchtlinge in Griechenland. Räbers Engagement wurde nun auch hierzulande gewürdigt: Am 4. November erhielt er den Prix Courage der Zeitschrift «Beobachter». Mehr Infos: swisscrosshelp.herokuapp.com/pages/home

Bilder: ZVG

D

enen sollte man doch lieber vor Ort helfen.» Ein Satz, der oft fällt, wenn es darum geht, notleidenden fremden Menschen Schutz und Zuflucht in der Schweiz zu gewähren. Denen aus Syrien, denen aus dem Irak, denen in Griechenland oder denen in Afrika. Mit man sind jedoch meistens die anderen gemeint. Es gibt allerdings auch Schweizerinnen und Schweizer, die zieht es hinaus in die Welt. Und zwar dorthin, wo ihre Hilfe dringend benötigt wird. Der Zuger Severiyos Aydin riskiert bei seinen Hilfslieferungen nach Syrien und in den Irak nicht selten sein Leben. Die Zürcherin Raquel Herzog kümmert sich auf der griechischen Insel Lesbos um jene, die auf der Flucht am meisten in Gefahr sind: Frauen und Mädchen. Und die Brüder Morris und Lior Etter aus Luzern versorgen Menschen mit einem Gut, das es in der Schweiz im Überfluss gibt, in Afrika in manchen Regionen jedoch kaum: Wasser. Über mangelnde Arbeit können sich die Vier nicht beklagen. Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. 2015 zählte das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen 65 Millionen. Weltweit werden pro Minute 24 Menschen vertrieben, 34 000 jeden Tag. Darüber hinaus haben rund 750 Millionen Menschen


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 13

Was bewirkt die Hilfe in Syrien und Sambia?

www.migmag.ch/ besserewelt

Wasser für Sambia

«Sinnvolles machen» Name: Lior (26) und Morris Etter (30) Hilfswerk:

Wasser für Wasser

Morris (links) und Lior Etter bei einem ihrer Wasser­ infrastrukturprojekte in der sambischen Hauptstadt Lusaka.

Der plötzliche Tod ihres Bruders hatte Lior und Morris Etter aus der Bahn geworfen. Raus aus ihrem Job, raus aus ihren festen Strukturen, raus aus ihrem bisherigen Leben. Sie mussten erst mal weg, sich Raum geben, um mit dem Schicksalsschlag fertigzuwerden. Acht Monate lang reisten sie 2011 um die Welt. Touristenziele interessierten sie dabei kaum. Vielmehr befassten sie sich mit den Sorgen und Problemen der örtlichen Bevölkerung. «Der Tod unseres Bruders hat uns wach gemacht. Wir waren mit anderen Sensoren unterwegs als gewöhnliche Reisende», sagt Lior Etter. «Wir wuchsen in der Schweiz in materieller und sozialer Sicherheit auf.


14 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Der Tod unseres Bruders hat uns gezeigt, dass dies eben nur oberflächliche Sicherheiten sind, dass das Leben schnell zu Ende gehen kann», sagt Morris Etter. «Wir wollten deshalb mit unserem Leben etwas Sinnvolles anfangen.» Weil die Brüder auf ihrer Reise immer wieder sahen, dass die Wasserversorgung das grösste Problem ist, beschlossen sie, ihr Engagement auf den Wasser­ sektor zu konzentrieren. So grün­ deten sie 2012 die Organisation Wasser für Wasser. Das Konzept dahinter: Gastronomen in der Schweiz (zurzeit sind es gut 230) verkaufen in ihrem Restaurant Leitungswasser. Die daraus er­ zielten Einnahmen fliessen in Wasserprojekte von «Wasser für Wasser». Oder: Firmen (aktuell 100) verzichten im Büro auf den Kauf von Wasserflaschen, stellen stattdessen Karaffen von «Wasser für Wasser» mit Leitungswasser auf den Tisch und spenden dafür einen Betrag der Organisation. Mit dem gesammelten Geld finanziert das Hilfswerk Wasser­ projekte in Lusaka, der Haupt­ stadt von Sambia. «Wir inves­ tieren in die komplexe Wasser­ infrastruktur der Stadt, damit auch die Bewohner der Slums Zugang zu sauberem Wasser haben», sagt Morris Etter. Zudem helfen sie dabei, Einheimische als Sanitäre und Wasseropera­ teure auszubilden. Alle Einnahmen aus der Gas­ tronomie fliessen zu 100 Prozent in die Projekte in Sambia. Dank Gönner­, Stiftungs­ und Corpo­ rate Responsibility­Beiträgen können die Brüder hauptberuf­ lich für ihre Organisation tätig sein und drei Mitarbeiter beschäf­ tigen. Lior Etter: «Wir sind noch immer ein Start­up. Wir wollen noch mehr Menschen die Mög­ lichkeit geben, sich bei uns zu engagieren und so noch Hundert­ tausenden den Zugang zu saube­ rem Trinkwasser ermöglichen.»

Die Organisation Wasser für Wasser widmet sich auch der Ausbildung von Fachkräften für die Wasser- und Abwasserversorgung.

Ein von «Wasser für Wasser» finanzierter Kiosk, an dem die Bewohner von Lusaka ihr Lebenselixier beziehen können.


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 15

Gestern Eventmanagement, heute Flüchtlingshilfe: Raquel Herzog verteilt auf Lesbos Sachspenden aus aller Welt.

Dok-Serie im TV

Beseelt von ihrer Vision Die Welt zum Besseren verändern und etwas Sinnvolles tun: Dieses Ziel verbindet die Protagonisten der Dok-Serie «Die Weltverbesserer». Die Akteure: Melanie Holzgang (33), Oberärztin, Uster ZH: Sie leitet für zwei Monate die Unfallchirurgie in der äthiopischen Stadt Jimma. Ihr früherer Chef, der Schweizer Chirurg und Traumatologe Jörg Peltzer, hat dort das Gostar-Projekt ins Leben gerufen. Seine Vision ist, in Jimma ein TraumaZentrum für 20 Millionen Franken zu bauen. Manuel Bauer (50), Fotograf, Winterthur: Als Hoffotograf des tibetischen geistigen Oberhaupts Dalai Lama kennt er die Höhen des Himalayas. Bauer erfährt dort von der Not im Dorf Sam Dzong, wo das Wasser auszugehen droht. Die Menschen müssen umsiedeln. Er beschliesst, beim Neuaufbau mitzuhelfen, und sammelt Spendengelder mit Vorträgen und Fotoausstellungen. Vanja Crnojević (36), Helferin, Schlieren ZH: Als 12-Jährige flüchtete

Hilfe für Frauen auf Lesbos

«Männer können sich einfacher durchschlagen» Name: Raquel Herzog (53) Hilfswerk: SAO Association

Europa, 2016: Menschen auf der Flucht schlafen in Eiseskälte unter freiem Himmel oder in Zeltlagern, sind unterernährt, haben keine Rechte und nur selten medizinische Versorgung. Frauen sind dabei besonders gefährdet: Sie sind schlechter ausgebildet, körperlich verletz­

lich, teilweise schwanger und müssen in desolaten Zuständen ihre Monatshygiene verrichten. Die Zürcher Eventmanagerin Raquel Herzog (53) hat diese Probleme erkannt und im Feb­ ruar 2016 das Hilfswerk «SAO Association, Frauen für Frauen auf der Flucht» mitgegründet.

«Die nachhaltige Hilfe kommt bei Frauen an. Sie schauen auch für ihre Kinder. Männer sind weniger verletzlich, können sich einfacher alleine durchschlagen und müssen in der Regel auch weniger sprachliche Hinder­ nisse meistern», erklärt Raquel Herzog.

sie wegen des Balkankriegs aus Bosnien in die Schweiz. Diese Erfahrung hat sie geprägt. Im August 2015 sammelte sie über die sozialen Medien 2000 Franken und reiste nach Serbien, um Flüchtlinge zu unterstützen. Im serbischen Städtchen Prešovo, an der Grenze zu Mazedonien, errichtete sie mit Freiwilligen des Vereins Borderfree Association ein Zelt und Container. «Die Weltverbesserer», Fünfteilige Dok-Serie, SRF 1, freitags ab 25. November, jeweils 21 Uhr


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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 17

«Besonders gefährdet»: Raquel Herzog kümmert sich vor allem um Frauen.

Seit Dezember 2015 ist sie vor allem auf der griechischen Insel Lesbos im Einsatz. Dort betreibt SAO das Lagerhaus Attika, in dem Warenspenden aus der gan­ zen Welt sortiert und an Flücht­ linge sowie andere NGOs weiter­ gegeben werden. Raquel Herzog: «Im Lager arbeiten viele junge Männer, die im Flüchtlingslager Moria wohnen. Diese Aufgabe gibt ihnen eine gewisse Tagesstruktur, denn die Lethargie ist lähmend.» Hintergrund ist eine im März beschlossene Absichtserklärung der EU und der Türkei. Alle, die nach diesem Entscheid in Moria ankamen, wurden kriminalisiert, das Registrierungshauptcamp wurde zum Internierungslager. «Neuankömmlinge werden zu­ nächst 25 Tage lang eingesperrt.

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Das Lager hat eine Maximal­ kapazität von 1200 Personen, momentan leben jedoch fast 5000 dort», berichtet Raquel Herzog. Das bedeute unter anderem, dass aktuell rund 800 Kinder unter zehn Jahren quasi in Haft lebten. Neben dem Lagerhaus Attika soll in Griechenland nun auch ein Zentrum für Mütterbera­ tung entstehen. Mit dem Fonds «Back on track» möchte SAO weiblichen Geflüchteten im Ankunftsland das Fortsetzen des Studiums ermöglichen. Raquel Herzog: «Für uns haben die Menschenrechte die höchste Priorität. Unabhängig davon, ob jemand ein Kriegsflüchtling ist oder andere Beweggründe hat. Jeder hat das Recht auf Obdach, Essen und Schutz.»


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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 19

Hilfe in Syrien und im Irak

«Mein Glaube an die Nächstenliebe treibt mich an» Name: Severiyos Aydin (30) Hilfswerk: Aramaic Relief International

Manchmal schlagen neben Severiyos Aydin Mörsergranaten ein. Manchmal gerät er an einem Checkpoint auch mitten in eine Schiesserei. Dann, wenn er für sein Hilfswerk Aramaic Relief International in Syrien unterwegs ist, einer der momentan gefährlichsten Regionen der Welt. Dadurch lässt sich Aydin jedoch nicht beirren: «Natürlich gibt es viele brenzlige Situationen, wenn man sich mitten in einem Kriegsgebiet bewegt. In Aleppo kann jede Minute etwas passieren. Aber die humanitäre Lage in Syrien ist katastrophal. Ich kann da nicht einfach wegschauen.» Severiyos Aydin (30), Schweizer mit aramäischen Wurzeln, hat vor dreieinhalb Jahren das Hilfswerk Aramaic Relief International gegründet, das sich aus Gönnerund Spendengeldern finanziert. «Diese Trennung ist mir wichtig. Mit den Gönnergeldern decken wir den Verwaltungsaufwand. Die Spendengelder fliessen zu 100 Prozent in die Projekte», sagt Aydin. Von Baar ZG aus startet er regelmässig seine Hilfsaktionen. Seine Zielgebiete: Syrien und der Irak.

Severiyos Aydin hilft mit seiner Organisation insbesondere den Flüchtlingskindern.

Etwa sechs- bis achtmal pro Jahr reist der 30-Jährige in diese Länder, um beispielsweise Lebensmittel, Kleider und Heizkörper an bedürftige Menschen zu verteilen, die vor dem Terror des «Islamischen Staats» flüchten mussten. Sein neustes und bislang grösstes Projekt: Mit in der Schweiz gesammelten Spendengeldern lässt er im syrischen Homs eine Schule für 220 Kinder bauen. «In Syrien richten wir unseren Fokus auf die Kinder. Wir organisieren zum Beispiel Spielcamps, damit sie den Kriegsalltag etwas vergessen. Diese Kinder sind die Zukunft des Landes. Sie müssen es wieder aufbauen.»

Dass er sich als Westler überhaupt im Kriegsgebiet frei bewegen darf, verdankt er seinen Beziehungen zur örtlichen syrisch-orthodoxen Kirche. «Mein Glaube an die Nächstenliebe treibt mich an», sagt der gläubige Christ Aydin, der weiss, was es bedeutet, vertrieben zu werden: Seine Eltern mussten in den 70er-Jahren als verfolgte Aramäer aus der Türkei in die Schweiz flüchten. «Mein Engagement ist eine Herzensangelegenheit», erklärt Aydin, der sich hauptberuflich für sein Hilfswerk einsetzt. Auch, weil er sehe, «dass die internationale Gemeinschaft in Syrien und im Irak versagt hat». MM

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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 21

V Bänz Friedli

Es begab sich aber …

Viele Menschen im Land, stelle ich mir vor, stimmen sich in diesen Tagen, da der Advent anbricht, auf das Erzählen der Weihnachts­ geschichte ein: Pfarrerinnen, Grossväter und ­mütter, Lehrer, Kindergärtner und Alters­ pflegerinnen tragen sie Jahr für Jahr wieder und wieder vor – die Geschichte, die wir alle längst kennen. Sie geht, kurz gefasst, so: Ein Paar – zur Wanderschaft gezwungen, die Frau hochschwanger – sucht unterwegs Obdach und wird überall abgewiesen. Bis sich ein Herbergswirt ihrer erbarmt und sie in einer Scheune übernachten lässt; wo dann ihr Kind zur Welt kommt und auf Stroh in eine Futterkrippe gebettet wird.

Bänz Friedli (51) freut sich auf den Advent.

In dem Jahr, das nun zur Neige geht, war ich in Frankreich, Italien und in Deutschland. Welch Privileg, so häufig und frei reisen zu können! Mir fiel in allen Nachbarländern das rauere Strassenbild auf. Der Zustrom von Flüchtlingen, die Armut, die Not – alles sicht­ barer als bei uns. Die Afrikaner in der Innen­ stadt von Lecce, buchstäblich gestrandet in dem gelobten Land, das sich dann nicht als solches erwies. Die Frauen mit Kopftuch, die ihre Habseligkeiten in Plastiksäcken durch Aachen tragen, die Stadt in Deutschlands Westen. Die Kinder mit mattem Blick in der Nähe von Marseille. Offensichtlich sind die Menschen in all den Ländern um uns herum mehr betroffen vom Elend der Welt und helfen mehr mit, es zu lindern.

Und wir, das reiche kleine Land, bleiben nahezu verschont. Das «Asylchaos», von dem ich in Parteiprospekten lese, gibt es in Wahr­ heit nicht, die angebliche «Flüchtlingswelle» bleibt eine Behauptung. Dennoch heisst es noch immer, unser Boot sei voll. Es gibt sogar einen Nationalrat, der vorschlug, die Schweiz mit Stacheldraht einzuzäunen. (Und viel­ leicht sollten wir uns, solange wir selber solche Parlamentarier haben, nicht über ein Land lustig machen, dessen neu gewählter Präsident zwischen Mexiko und den USA eine Mauer hochziehen will.) Bald zünden wir die erste Adventskerze an. Wer weiss, ob ich sie heuer auch wieder erzäh­ len werde, die alte Geschichte? Einem Gross­ neffen oder einem Nachbarskind. Womöglich sollten wir, wollen wir in der heiligen Zeit nicht scheinheilig sein, die immer und immer wieder erzählte Geschichte beim Wort nehmen und uns erinnern, worum es in der Weih­ nachtszeit geht: um Barmherzigkeit. Damit es dereinst nicht heisst: «Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein kleines, reiches Land Bedürftigen die Herberge verweigerte …» Und sollten Sie nun in Gedanken bereits ein Protestschreiben aufgesetzt haben, dieser Friedli solle das Politisieren lassen: Ich zitiere doch nur aus der Bibel. MM Bänz Friedli live: 22. 11. Aarau, 24. 11. Sins AG, 25. 11. Niederwil SG, 26. 11. Illnau-Effretikon ZH

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22 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Elisabeth Bronfen

Die Professorin kocht Elisabeth Bronfen legt ihre Memoiren vor – übers Kochen. Darin ist die 58-Jährige ebenso gut wie in Literaturwissenschaft und Genderfragen. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Sandro Baebler

E

igentlich ist Elisabeth Bron­ fen (58) alles andere als ein Heimchen am Herd: Die Lite­ raturwissenschaftlerin ist Professorin am Englischen Seminar der Universität Zürich, hat unzählige Fachbücher geschrieben und kommt immer wieder mal in den Medien zu Wort, etwa wenn es um Genderfragen oder Wahlentscheidungen geht. Ihre Freizeit verbringt sie aber am liebsten in ihrer Küche. Nun hat sie mit «Besessen. Meine Kochmemoi­ ren» ein Kochbuch verfasst. Darin verrät sie unter anderem die Koch­ geheimnisse ihrer deutschen Mutter sowie die kulinarischen Vorlieben ihres amerikanischen Vaters.

Ist das kein Widerspruch? Erst femi­ nistische Artikel verfassen und dann ein Kochbuch schreiben? «Ich verste­ he meine italienischen Kolleginnen, die sich von den Töpfen fernhalten. Kochen kann eine Falle für Frauen sein, vor allem wenn sie aus Kulturen stammen, in denen man Frauen immer noch am liebsten am Herd sieht», gibt die Wissenschaftlerin zu bedenken, während sie am Küchen­ tisch mit Hingabe einen riesigen Sellerie mit Olivenöl und Zitronen­ saft einbalsamiert. Die Knolle soll bald in den Ofen, wo sie drei Stunden bei 190 Grad garen wird. Sich selbst sieht Elisabeth Bronfen aber nicht als italienische «Mamma»,

sondern eher in der Tradition der amerikanischen TV­Köchinnen. Eines ihrer grossen Vorbilder ist Julia Child. Die inzwischen verstorbene Expertin für French Cuisine war in den USA so prominent, dass ihre Küche heute im Smithsonian Muse­ um in Washington D.C. steht – gleich neben der Apollo 8. Leichen im Keller, Truthahn im Ofen

«Die Zurückeroberung der Küche kann durchaus als emanzipatorischer Akt verstanden werden. Mit Kochen Prestige gewinnen und richtig viel Geld verdienen: Das ist heute auch für Frauen möglich.» Zudem habe das Kochen, wenn frau mit einer beruf­


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 23

lichen Karriere genügend Abstand vom Herd gewonnen habe, nichts mehr mit dem Erfüllen der traditio­ nellen Rolle zu tun. Nicht, dass Elisabeth Bronfen etwas gegen Mütter und Hausfrauen hätte, aber sie selbst hatte mit einer wissenschaftlichen Karriere andere Ziele im Leben. Der Durchbruch gelang ihr 1992 mit ihrer Habilitation und dem daraus folgenden Buch «Nur über ihre Leiche. Tod, Weiblichkeit und Ästhetik». Darin ging sie der Frage nach, warum es so viele weib­ liche Leichen in Kunst und Literatur gibt. Die kurze Antwort: Weil Frauen lieber als Objekt denn als Subjekt be­ trachtet werden – und sich daher als

stumme Leiche besser machen denn als handelnde Person. In der Folge wurde sie nach Zürich berufen und war ein gefragter Gast in Funk und Fernsehen. Was die Lehrberechtigung im Le­ ben einer Wissenschaftlerin darstellt, ist ein gelungener Thanksgiving­ Truthahn im Dasein einer amerikani­ schen Hausfrau: Eine Auszeichnung, die zu Höherem weiht. Professorin Bronfen beschreibt über mehrere Seiten, mit einer Prise Ironie, was es mit dem Fest auf sich hat und wie sie den Vogel auswählt, präpariert und dekoriert. Wie bei den meisten der rund 250 Rezepten, die sie in ihrem Buch aufführt, liefert sie dazu nicht

nur Tipps zum Gelingen, sondern auch Anekdoten aus ihrem Leben, etwa wie ihre Mutter skeptisch war, als das studierte Kind erstmals selbst zum traditionellen Erntedankfest einlud und sie sich als Gast an den Tisch ihrer Tochter setzen musste. Sojasauce und Rahm? Kein Problem!

Man muss sich aber nicht unbedingt für die Lebensgeschichte der Autorin interessieren, um das Buch interes­ sant zu finden. Elisabeth Bronfen versteht wirklich etwas von der Kunst der Essenszubereitung und erklärt etwa, warum das Schmoren in einem Tagine­Topf besonders gut gelingt: Dank dem konischen Deckel wird das

Elisabeth Bronfen: «Kochen ist auch eine Form von Kommunikation.»


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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 25

Gericht stets mit kondensiertem Dampf beträufelt. Oder warum Backen mit Umluft die besseren Krusten gibt: weil die stets in Bewe­ gung gehaltene heisse Luft eine schön gleichmässige Hitze abgibt. Beson­ ders zahlreich sind die hilfreichen Tipps im Kapitel «Köstliches Desas­ ter». Hier verrät die Hobbyköchin etwa, wie sie Angebranntes rettet oder wie man zu penetrant gewordene Geschmacksrichtungen geschickt ausbalanciert. Aufschluss­ reich sind auch die Einflüsse aus aller Welt. Die Autorin reist gerne, ist experimentierfreudig und schwört beispielsweise auf die Kombination von Rahm und Sojasauce. Dem har­ monischen Zusammenspiel von Süss, Sauer, Bitter und Umami widmet sie gleich mehrere Seiten. Anders als man vielleicht erwarten könnte, enthält das Buch praktisch keine Querverweise zu Kochszenen

aus der Literatur. Und trotzdem kom­ men sie vor, die bekannten Namen aus dem Fachgebiet der Professorin, etwa William Shakespeare, der seinen Hamlet in «Sein oder Nichtsein» sagen lässt: «Readiness is all». Diesen Grundsatz bezieht Bronfen auch auf das Braten in der Pfanne: Eine Be­ reitschaft, seine ganze Aufmerksam­ keit dem zu widmen, was sich in der Pfanne ereignen wird, bestimmt auch das Gelingen. Dazu gehöre auch, den richtigen Augenblick abzuwarten. «Ich mag es gesellig»

Was man von Elisabeth Bronfens Kochmemoiren nicht erwarten darf, sind einfache Anleitungen im Stil von «man nehme». Die Literaturwissen­ schaftlerin erzählt Geschichten mit Gerichten, zuweilen sehr blumig und manchmal etwas ausufernd. Ein­ facher als die Rezepte Schritt für Schritt nachzukochen, ist es, die

Geschichten wirken zu lassen. «Kochen ist für mich eine Form von Kommunikation», sagt die Singlefrau, die mindestens zweimal die Woche Gäste hat. «Ich mag es gesellig und pflege gerne kultivierte Unterhaltun­ gen.» Und klar, sie erhalte gern Lob für ihre Küche, wobei es zuweilen auch frustrierend sei, mehr Kompli­ mente für einen Kürbisrisotto zu erhalten als für eine wissenschaft­ liche Abhandlung, an der sie monate­ lang geschrieben habe. Für ihr neuestes Œuvre wird sie gewiss viel Anerkennung erhalten. Schade ist einzig, dass es keine Bilder enthält und man sich all die Köstlich­ keiten vor dem inneren Auge vorstel­ len muss. Das ist ganz im Sinne der Autorin, ihre Kochmemoiren seien ein Lese­ und kein Bilderbuch. MM Elisabeth Bronfen: «Besessen. Meine Koch­ memoiren», Echtzeit­Verlag 2016, 464 Seiten. Online erhältlich: www.exlibris.ch, Fr. 38.30

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26 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Infografik

Diese Firmen beherrschen die Welt Klar, Apple ist die grösste Firma der Welt – aber nur, was den Börsenwert betrifft. Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» berücksichtigt zusätzlich die Kriterien Umsatz, Gewinn und Kapital. Dadurch verändert sich die Rangliste. Zwei Länder dominieren bei den Top-100-Firmen: die USA und China. Aber auch die Schweiz macht eine gute Figur. Text: Laurent Nicolet

Infografik: Daniel Röttele

Kanada

Die fünf grössten Unternehmen in den USA Berkshire Hathaway (4) JP Morgan Chase (5)

Wells Fargo (7)

Vereinigtes Königreich (UK)

Apple (8)

USA

ExxonMobil (9)

1 Die Top 100 der Weltwirtschaftsriesen

Frankreich

laut Forbes-Liste 2016 China Construction Bank (2) Branche

Name

Finanzen/Versicherungen Elektronik/Informatik/ Technologie/Energie Pharma/Chemie Öl/Gas/Minen/Stahl Automobile

Spanien

Brasilien

Die grössten Unter­ nehmen in Frankreich

Forbes-Rang Telekommunikation Nahrungsmittel/ Grossverteiler/Luxus Hygiene Quellen: Jährliche Unterhaltung Forbes-Liste, diverse Luftfahrt Jahresberichte

BNP Paribas (24) AXA (26)

Total (30) Sanofi (89) Und in Grossbritannien HSBC Holdings (14)

47

Prudential (66)

Die grössten Unternehmen weltweit nach Branchen 2

GlaxoSmithKline (100)

Fast die Hälfte der grössten Firmen gehören zur Finanzund Versicherungsbranche. 10

9

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6

5

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1

1

1

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12


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 27

Mehr als die Hälfte der 100 grössten Unter­ nehmen der Welt befinden sich in den USA (39) und China (15). Die ersten drei Plätze belegen chinesische Banken. Finanzunternehmen und Versicherungen sind überhaupt die am stärks­

ten vertretenen Branchen, gefolgt von Tech­ nologie­ und Pharmaunternehmen. Dies zeigt die jährlich veröffentlichte Liste des ameri­ kanischen Wirtschaftsmagazins «Forbes». Statt nur die Börsenkapitalisierung berück­

sichtigt «Forbes» auch die Kriterien Umsatz, Gewinn und Kapital. Eine gute Figur macht auch unser Land: Die Schweiz ist – gleich wie Frankreich – mit vier Unternehmen in den Top 100 gelistet.

Russland

Die fünf grössten Unternehmen in Japan Toyota Motor (10)

Die fünf grössten Unternehmen in Deutschland Allianz (21)

Niederlande

Volkswagen (22)

Mitsubishi UFJ Financial (34)

Südkorea

China

Daimler (25)

Deutschland

Belgien

Japan Post Holdings (29)

BMW (45)

Nippon Telegraph (44)

Japan

Softbank (69)

Hongkong

Siemens (51)

SCHWEIZ

688

Die fünf grössten Unternehmen in China ICBC (1)

China Construction Bank (2)

Italien

499

482

Agricultural Bank of China (3)

Australien

Bank of China (6) PetroChina (17)

246

4

265

284

BIP und Umsatz

* in Milliarden Dollar ** Angaben in Vollzeitstellen

Umsatz* Gewinn* Mitarbei­ ter 2015

Forbes­ Rang

Unternehmen

Umsatz* Gewinn* Mitarbei­ ter 2015

n

eiz chw

ede

BIP S

ar t

chw

Wa l-M

ll

laut Forbes­Liste (basierend auf Zahlen aus 2015), in Milliarden Dollar

Unternehmen

ope c

Sin

Die 10 grössten Schweizer Unternehmen

BIP S

3

She

VW

Bruttoinlandprodukt 2016 und Umsatz 2015*

Forbes­ Rang

Nestlé

92,2

9,4

335 122

33

Zurich Insurance

60,8

1,8 ca. 55 000

127

Novartis

49,4

17,6

122 966

47

Chubb Insurance

19,2

2,8 ca. 18 000

173

UBS

39,9

6,4

60 099**

54

ABB

35,5

1,9

135 800

225

Roche

50,0

9,2

91 747

80

Richemont

12,4

1,7

29 000

416

Swiss Re

35,7

4,6

12 767

118

170,5

–5

156 500

438

Glencore


28 | MM47, 21.11.2016 | MENSCHEN

Strafvollzug

Das lange Sterben hinter Gittern

Das Gehen ist schwer, Treppensteigen eine Qual: Manuel B. leidet an Krebs. Als Insasse der Strafvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH hat er es noch gut. In den meisten anderen Schweizer Gefängnissen fehlt eine Abteilung für Kranke und Ältere. Text: Anna Miller Bilder: Daniel Auf der Mauer

D

as letzte Mal über den Tod nachgedacht hat Manuel B.* am 22. Januar, als er im Operationssaal des Uni­ versitätsspitals Zürich auf dem Tisch lag: Gallenstein­OP. Als er wieder auf­ wachte, sassen zwei Polizisten in einem Aufenthaltsraum vor seinem Zimmer und schauten TV. Menschen wie Manuel B. sind «da draussen» nie unbeaufsichtigt. Allein sind sie trotz­ dem. Und allein werden sie auch alt. Betonmauern, Stacheldraht, Über­ wachungskameras: Wir befinden uns in der Roosstrasse 49 in Regensdorf ZH, Gesprächstermin mit Manuel B. Seit 2012 lebt er in der Abteilung Al­ ter und Gesundheit (AGE) der Justiz­ vollzugsanstalt Pöschwies. Nicht, weil er schon genug alt wäre, sondern, weil er krank ist. 2010 erhielt er die Diagnose Krebs, aggressiver Tumor im Oberschenkel, die Grösse von drei Kiwis. Die Treppe hinaufsteigen ist für B. fast ein Ding der Unmöglich­ keit. Er ist 59 Jahre alt, länger als zehn Jahre hier – wie lange genau will er nicht sagen. Die Zeit vergeht langsam in Haft, für einige endet sie nie. Von den ins­ gesamt 426 Gefangenen in Pöschwies sind derzeit 30 älter als 60, der älteste Gefangene ist 72. Einige von ihnen werden wohl nie wieder aus dem Gefängnis kommen. Sie werden hier alt werden – und vielleicht auch hinter Gittern sterben.

Die Zahl der über 50­Jährigen in den Schweizer Gefängnissen habe sich seit 2005 verdoppelt, besagt eine Studie der Uni Bern (siehe Seite 35). Der demografische Wandel findet auch im Gefängnis statt. «Dieser Ort hier ist nur ein Spiegel dessen, was in der Gesellschaft abläuft», sagt Roger Huber, Leiter der AGE. Auch in den hiesigen Gefängnisleitungen realisiert man langsam: Das Altern im Strafvollzug ist eine riesige Herausforderung. Wer sich nicht rasch darauf vorbe­ reitet, hat bald ein Problem. Neben der Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG ist Pöschwies derzeit das einzige Gefängnis der Schweiz, das über eine Altersabteilung verfügt.

Pöschwies ist neben Lenzburg die einzige Schweizer Strafvollzugsanstalt mit einer Altersabteilung.

Altersmilde kennt man nicht

Rund die Hälfte der Insassen der AGE sind verwahrt. «Das heisst, dass sie nicht wissen, wann sie das Gefäng­ nis wieder verlassen werden», sagt Roger Huber. Sie sind Risikotäter. Die Gesellschaft wolle das Restrisiko nicht tragen, dass einer wieder rückfällig werde – selbst nach 20 Jah­ ren Haft. Deshalb sei die Unterbrin­ gung von Strafgefangenen in Alters­ heimen oder Sterbehospizen derzeit undenkbar. «Eine Pistole kann man noch halten, auch wenn man nicht mehr selbst auf die Toilette gehen kann», sagt Huber. Altersmilde kennt man in Pöschwies nicht.

*Name der Redaktion bekannt


MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 29

Manuel B. (59) ist seit über zehn Jahren in Pöschwies; er leidet an Krebs und kann kaum noch gehen.


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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 31

«Die Frage, was mit Pflegebedürf­ tigen im Vollzug passieren soll, ist ungeklärt», sagt Roger Huber, Leiter der Abteilung Alter und Gesund­ heit in Pöschwies. Manuel B. über das Altern hinter Gitter: «Gesundheitlich ist es doch draussen wie hier auch: Der Krebs kommt, man wird alt.»

Roger Hubers Aufgabe besteht darin, die verbleibende Lebenszeit der Insassen zu planen und aktiv zu gestalten. «Natürlich ist auch Reso­ zialisierung ein Ziel. Aber irgend­ wann, wenn das Alter voranschreitet, geht es schlicht darum, die Insassen agil zu halten.» Kleine Freiheiten für die Älteren

Auf der AGE geniessen die Häftlinge mehr Freiheiten. Sie dürfen an die frische Luft gehen. Die Arbeits­ einsätze werden der jeweiligen Leistungsfähigkeit angepasst. «Man eruiert mit jedem Insassen individuell, was er noch tun kann», sagt Huber. Manuel B. zum Beispiel webt Fussmatten. Dabei arbeitet er eigens ausgedachte Muster ein. Und Sätze wie «Home, mis dihei» – Wunschtexte seiner Mitinsassen für die Matten vor den Zellentüren. Manchmal organisiert Roger Huber für Manuel B. mehrere Kilo­ gramm Zopfteig, damit dieser jedem Insassen ein Zöpfchen backen kann. «Aber Guetsli gibt es keine», sagt Huber, «alles bekommen die Leute nicht», man befinde sich hier ja schliesslich in einem Gefängnis. Manuel B. will nicht sagen, warum er im Gefängnis ist – und warum so lange. Es muss etwas Schlimmes ge­ wesen sein. Er sagt nur, dass er nicht bereue, was er getan habe, «weil ich ja schon damals wusste, dass ich mich

hätte anders entscheiden können». Er habe es trotzdem getan: «Damals war es das, was ich machen musste.» Seine Stimme ist weich und sanft, er hat warme Augen. Er hört sich oft CDs mit Musik von Strauss und Verdi an, sein Lieblingslied ist «O sole mio». Manuel B. wäre gern Werbetexter geworden, er hat einen IQ von 134, «ich habe ihn aber nicht genutzt, das war mein Fehler». Er hat 30 Jahre lang gezaubert, er hatte Auftritte in der ganzen Schweiz. Zahlenmagie war sein Steckenpferd. Einige Insassen haben grosse Schwierigkeiten damit, dass sie hier alt werden, hier drin vielleicht sogar sterben. «Sie fragen sich: Wozu noch arbeiten, wozu gesund bleiben? Ich komme hier ja sowieso nicht mehr raus», sagt Huber. Ansonsten würden sie die gleichen Sorgen plagen wie alle anderen Menschen auch, die älter werden: «Rückenweh, die Augen werden schlechter. Und man denkt öfter über sein Leben nach.» Die Jungen machen sich Sorgen wegen Drogen, Geld, Handys, und die Alten schmerzt es, dass sie hier drin ein Stück Leben verpasst haben. Die Sonne scheint in die Zelle von Manuel B., in diesen kleinen Raum mit dem Waschbecken, dem Pult und dem Einzelbett. Leise dringen Bau­ geräusche von aussen durch das Fenster: ein bisschen Leben aus der Stadt, abgedämpft durch die Weite

und die Gefängnismauer. Alles so weit weg. Manuel B. mag das, er mag Ruhe, Einkehr, Zeit für sich. Er sagt, er fühle sich hier geborgen. Er hat keine Frau und keine Kinder, ab und zu hat er Besuch von seiner Cousine. Angst davor, allein zu sterben

Manuel B. hat keine Angst vor dem Alter, auch nicht vor dem Tod. Das Einzige, was ihm Angst macht, ist, hier drin zu sterben. «Wenn man stirbt, sitzen vielleicht noch liebe Leute am Bett und begleiten einen in den Tod. Aber hier drin begleitet einen niemand, keiner merkts, man geht einfach.» Man könne hier drin ja nicht wichtig sein, nicht wichtiger als andere, die Betreuer behandeln alle gleich. Im Gefängnis ist es nicht erlaubt, die Insassen zu berühren. «Doch die Menschen sind im Alter stärker auf Zuneigung angewiesen», sagt Huber. Nähe und Distanz seien ein grosses Thema im Vollzug. Man fahre gene­ rell besser, wenn man distanziert sei, sagt Huber, auch wenn das traurig sei. «Bei einem jungen Wilden hat das alles seine Berechtigung, im Alter ändern sich die Dinge aber. Darauf müsste man eingehen. Aber dann kommen wir mit den Regeln im Voll­ zug in Konflikt.» B. sagt, er sei von seinen Eltern nie in den Arm genommen worden. «Deshalb fehlt es mir auch nicht.»

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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 33

Roger Huber hat manchmal das Gefühl, die Gefangenen wünschten sich, krank zu werden. Damit sie nochmals nach draussen kommen – nach dem Motto «Lieber im Kranken­ bett eines Spitals als hinter Gittern». Für die chronisch Kranken und die Pflegebedürftigen gibt es im hiesigen Vollzug noch kein Behandlungs­ konzept. Der Pflege hinter Gittern sind enge Grenzen gesetzt. «Es wird hier schon schwierig mit dem Legen von Kathetern oder der Verabrei­ chung von Morphin», sagt Huber. Die Aufseher sind nicht als Pfleger ausgebildet, dürfen nicht berühren. «Die Frage, was mit Pflegebedürf­ tigen im Vollzug passieren soll, ist un­ geklärt», sagt Huber (siehe auch Seite 35). Zwar sind im bündnerischen Cazis die ersten Plätze für pflegebedürftige Häftlinge geplant. Aber schon heute werden die meisten Insassen in einem Umfeld gebrechlich, das nicht auf die

Bedürfnisse älterer Menschen ausge­ richtet ist. Und es gibt keine Antwort auf die wichtigste Frage: Wie geht würdevolles Sterben im Gefängnis? «Der Krebs kommt, man wird alt»

Fragt man Manuel B., was er sich wünsche, sagt er: noch lange sein eigenes Essen schneiden können, Billard spielen, nicht inkontinent werden, laufen können, nicht zu viele Schmerzen haben nachts – «einfach gediegen leben». Hier im Gefängnis lerne man, nichts zu erwarten. «Gesundheitlich ist es draussen doch wie hier auch: Der Krebs kommt, man wird alt.» Dass die Türen um 20 Uhr zugehen, macht Manuel B. am meisten Mühe, dann ist er in seiner Zelle ein­ geschlossen, bis zum nächsten Mor­ gen. Draussen könnte man vielleicht noch in den Ausgang gehen, ein Bier trinken in einer Beiz. Das alles ist für ihn ein unerfüllbarer Traum. MM

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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 35

Ueli Hostettler

«Gefängnisse sind schlecht auf Altersfrage vorbereitet» Gefängnisinsassen werden immer älter und manche zu Pflegefällen. Der Strafvollzug habe das Thema zu lange ignoriert, sagt der Sozialanthropologe Ueli Hostettler. Es brauche neue Abläufe und Regeln – und vor allem mehr ausgebildetes Personal. Text: Anna Miller

Ueli Hostettler (56) arbeitet als

Sozialanthropologe an der Uni Bern. Er ist Leiter des Forschungsprogramms «Lebensende» (NFP 67) und, gemeinsam mit Irene Marti und Marina Richter, Autor des Buchs «Lebensende im Justizvollzug. Gefangene, Anstalten, Behörden», Stämpfli-Verlag, Bern 2016.

Sie haben eine Studie zum Thema «Altern und Lebensende im Gefäng­ nis» durchgeführt. Mit welchen Ergebnissen? Die Gefängnisse in der Schweiz sind schlecht auf die Altersfrage vorbe­ reitet. Es bräuchte Anpassungen bei der Infrastruktur und mehr Personal, auch in der Pflege. Man hat die Thematik lange ignoriert und steht jetzt vor neuen Tatsachen, die nach Lösungen rufen. Das ist kein gutes Zeugnis für den Strafvollzug. Immerhin sprechen wir heute da­ rüber. Die Frage nach dem Altern im Gefängnis wird nicht mehr ignoriert. Die entscheidende Frage wird sein, inwieweit neue Konzepte konkret ausprobiert werden können. Wie meinen Sie das? Die Frage nach dem Umgang mit dem Altern im Gefängnis ist eine praktische. Vollzugsanstalten sind jedoch nicht als Orte der Pflege und des Sterbens konzipiert. An sich hat das Sterben auch keinen Platz in der Vollzugslogik. Ausserdem können Erfahrungen aus anderen Ländern nicht eins zu eins übernommen wer­ den. Eine Möglichkeit wäre, Hilfe von aussen zu holen. Angestellte der Spitex könnten zum Beispiel dafür ausgebildet werden, Gefangene zu pflegen. Diese Pflege wäre kein Kostentreiber, weil ein Teil von der Krankenkasse abgedeckt würde. Welchen Einfluss hat die Ver­ wahrungsinitiative? Die Verwahrungsinitiative allein hat nicht dazu geführt, dass die Insassen

in den Gefängnissen älter werden. Diese Tendenz gab es schon vor der Initiative, und sie hat viele Gründe. Aber die Abstimmung hat gezeigt, dass die Gesellschaft derzeit eine eher strafende Grundhaltung hat und Sicherheit fordert. Sie verlangt von der Justiz, dass sie das Restrisiko so klein wie möglich hält. Das erhöht die Zahl der Menschen, die im Gefängnis alt werden. Welche Herausforderungen stellen sich, wenn mehr Menschen im Gefängnis älter werden? Es entsteht ein neues demografisches Problem innerhalb der Gefängnis­ mauern. Die Gefängnisse sind mit einer wachsenden Anzahl Menschen ohne realistische Entlassungs­ perspektive konfrontiert. Für die Insassen ist das Gefängnis keine Zwischenstation mehr, sondern die Endstation. Hinzu kommen all die Fragen, die mit der Pflege zusammenhängen. Woran denken Sie konkret? Es braucht neue Regeln und Abläufe in den Gefängnissen. Normalerweise wahren Aufseher und Betreuer im Gefängnis Distanz zu den Insassen und berühren sie nicht. Was macht man aber, wenn jemand Hilfe bei der Wundversorgung braucht? Oder beim Anziehen von Strümpfen? Teilweise helfen die Gefängnis­ mitarbeiterinnen und ­mitarbeiter ja heute schon. Das mag sein, aber es braucht lang­ fristige Lösungen, die nicht vom Goodwill der Mitarbeitenden abhän­ gen. Das Problem ist morgen ja nicht

weg, sondern wird sich verschärfen. Die Schweiz hat ungefähr 6000 Haft­ plätze, der Grossteil der Insassen befindet sich in Untersuchungshaft: Dort ist das Alter kein Thema. Aber im geschlossenen Vollzug, wo die Menschen über Jahrzehnte wohnen und leben, braucht es Massnahmen. Wie in den Justizvollzugsanstalten Lenzburg AG oder Pöschwies ZH? Die Altersabteilungen in Lenzburg und Pöschwies haben hierzulande Pioniercharakter. Doch sind auch sie nicht ausreichend darauf vorbereitet, intensive Pflege zu leisten. Und Neuerungen sind sehr kompliziert: Man kann nicht einfach Spitalbetten hinstellen und Pflegepersonal ein­ stellen – und die Sache ist erledigt. Die Sicherheit muss zu jedem Zeit­ punkt gewahrt bleiben. Natürlich fragen sich viele Leute, was ein dementer 80­jähriger Mann noch anstellen kann. Aber für die Ent­ scheidungsträger bleibt die Frage des Restrisikos. Warum baut man personell nicht einfach aus? Weil diese Prozesse sehr lange dauern. Auch, weil viele Stellen involviert sind. Ein Gefängnis hat eine Lebensdauer von 100 Jahren. Was heute modern ist, ist in 30 Jah­ ren vielleicht veraltet. Auch ist es politisch im Moment nicht sehr populär, sich für die Anliegen von Gefangenen einzusetzen. MM Studie: «Lebensende im Gefängnis – Rechtlicher Kontext, Institutionen und Akteure» der Universitäten Bern und Freiburg (2012 bis 2016) Weitere Infos: www.nfp67.ch


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MENSCHEN | MM47, 21.11.2016 | 37

Leserforum MM46: Kinderbetreuung Lebensmodell «Profitante»

«Für meine Jungs ginge ich durch die Hölle und zurück, wenn es nötig wäre» Taucht mit ihrem Neffen gern in andere Welten ab: «Profitante» Angela Falk

Ich bin gewollt kinderlos und Tante zweier Buben. Oft sehen wir uns häufiger als nur einmal pro Woche. Dieser Tag ist ein Fixpunkt in meinem Leben, auf den ich mich immer freue. Es ist so unglaublich erfüllend zu sehen, wie Kinder die Welt entdecken, wie sie lernen, wie sie sich entwickeln. Ein wenig kann ich dann meine eigene Kindheit nachholen. Für meine Jungs ginge ich durch die Hölle und zurück, wenn es nötig wäre.

Carmen Canosa, via www.migrosmagazin.ch

Als gewollt kinderlose Frau bin ich gern Gotte eines Mäd­ chens. Einmal pro Woche übernachtet sie bei uns. Wir haben schon gemeinsam Ferien gemacht, gehen zusammen ins Kino oder unternehmen sonst etwas. So haben wir quasi die schönen Seiten, brauchen uns aber nicht um Schwangerschaft, Schule, später um Pubertät und dergleichen zu kümmern. Regula Mäder, via www.migrosmgazin.ch MM46: Gesellschaftsspiele

Bilder: Sophie Stieger, Christian Schnur

Zauberhafte Parallelwelt der Spieler

das Zeug hält. Da kann es gut und gern Morgen um zwei Uhr werden. Regelmässig machen wir, vier Kolleginnen, auch ei­ nen Spielnachmittag mit Kaffee und Kuchen. Ich behaupte, dass solche Spieletreffen auch zum Frieden beitragen. Die Kriegs­ parteien müssten dazu gezwun­ gen werden: spielen statt sich gegenseitig umbringen. Zudem können Kinder lernen, dass man nicht immer gewinnen kann, trotzdem aber ein vollwertiger Mensch bleibt. Rita Frey, via www.migrosmgazin.ch

«Ich bin der Meinung, dass Spieletreffen auch zum Frieden beitragen» Gesellschaftsspiele sind ganz toll. Meine Schwestern und ich treffen uns regelmässig zum «Zockerabend» – nach dem Abendessen, an einem schön gedeckten Tisch, das gehört dazu. Abwechselnd bei einer der Schwestern wird gespielt, was

Gesellschaftsspiel des Jahres 2015: Colt Express

«Man hört nicht auf zu spielen, weil man alt wird, sondern man wird alt, weil man aufhört zu spielen», lautet ein Aphorismus von Oliver W. Holmes. Pro Jahr gibt es jeweils Hunderte von Spieleneuheiten, da ist für jede Zielgruppe (Kinder, Familie, Vielspieler) und alle Ansprüche (vom leichten, glückslastigen Spiel bis zum taktisch heraus­ fordernden Spiel) etwas dabei. Die Zeiten, als man sich zwi­ schen Monopoly und Eile mit Weile entscheiden musste, sind schon lange vorbei. Der neueste Trend sind die sogenannten kooperativen Spiele, bei denen die Spieler zusammen Aben­ teuer bestehen oder Aufgaben lösen müssen. Sie gewinnen oder verlieren gemeinsam. Robert Mühlebach, via www.migrosmgazin.ch Besonders toll finde ich, dass man sich als Erwachsener nicht schämen muss, wenn man Spiele spielt. In den 80er­Jahren wurde man belächelt oder sogar aus­ gelacht, wenn man dazu stand, dass man als Erwachsener gern Gesellschaftsspiele spielt! Daniel Zollinger, via www.migrosmgazin.ch

MM45: Interview mit Richard David Precht «Jeder Fisch hat

Glück, wenn er bei mir landet»

«Hält Herr Precht die Leserschaft für dumm?» In seinem neuen Buch beschäf­ tige sich Precht mit unserem widersprüchlichen Umgang mit Tieren, schreibt das Migros­ Magazin – und verschläft es, ihn auf seine eigenen Widersprüch­ lichkeiten hinzuweisen. Hält Herr Precht die Leserschaft für dumm? Oder hat er bei seinem Rundumschlag über Massen­ tierhalter, Schlächter, Jäger und Sammler den Überblick ver­ loren? Herr Precht, Sie wissen, dass es nicht nur Huhn, Reh und Fuchs, sondern auch dem Fisch in seinem natürlichen Umfeld besser gefällt als im noch so art­ gerechten Käfig respektive Aqua­ rium, jedenfalls laut den von Ihnen veröffentlichten Thesen. Und wo liegt der Unterschied zwischen der angeprangerten Jagd auf Tiere im Wald und der Jagd auf Ihre Fische im Meer? Zynismus sei jedoch nicht ange­


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sagt, Herr Precht, sondern ver­ netztes Denken: Alle Fische, die zurzeit noch nicht glücklich bei Ihnen gelandet sind, sondern in der Tierhandlung weiter­ schwimmen müssen, tragen dazu bei, dass es im Petshop keinen Nachschub braucht, der Umsatz zurückgeht und sich dieses Geschäft nicht mehr lohnt. Käthy Heiniger, Sissach BL

vorwerfen kann. Und seine Analysen, was unsere Gesell­ schaft und deren Verhältnis zu Tieren anbelangt, sind sehr treffend. Precht for President! Saoi Aebi, via www.migros-magazin.ch MM45: Altersarmut

Der tiefe Fall in die Bedürftigkeit

Danke, liebes Migros-MagazinRedaktionsteam, dass Ihr den Worten von Richard David Precht Raum gegeben habt. Wunderbar, dass dies bei Euch Platz hat. Sandra Gschwind, per E-Mail

«Wir werden uns dem japanischen Modell annähern und arbeiten, bis wir umfallen»

Herrlich! Richard David Precht schafft es einfach immer, den schmalen Grat zu gehen, ohne dass man ihm wirklich etwas

In der Schweiz, dem reichsten Land der Welt, sollte die Alters­ armut keinen Platz haben. Die Schweizer haben gegen eine

Erhöhung der AHV gestimmt – aus Angst, dass die «vielen» reichen Rentner noch reicher werden. Es gibt sie, die gut situ­ ierten, aber es gibt viele arme Rentner(innen), und darüber wurde bei der letzten Abstim­ mung nicht ausreichend aufge­ klärt. Aus Angst, die Reichen könnten noch reicher werden und die Jungen müssten auf ein wenig Luxus verzichten, wurde die Initiative abgelehnt. Eine Erhöhung der AHV hätte im­ merhin den sozial Benach­ teiligten ein paar Franken mehr im Monat eingebracht. Wir werden uns dem japanischen Modell nähern und arbeiten, bis wir umfallen, oder, da der Stellenabbau voll im Gang ist, umfallen, weil keine Arbeit und kein Geld mehr zur Verfügung stehen. Susanna Geser, Biel

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Ich bin sehr froh, dass das Migros­Magazin über dieses Phänomen berichtet. Es ist eine Schande, dass in einem Land mit so viel Reichtum überhaupt sol­ che Zustände existieren. Des­ halb ist es nötig, über die Armut in der Schweiz zu sprechen und nach praktikablen Lösungen zu suchen. Nicht jedermann will abhängig von der Sozialhilfe sein. Marc Toedtli, Boppelsen ZH MM45: Atomausstiegsinitiative

Wann ist Schluss?

«Wir brauchen mehr Zuversicht» Schalten wir unsere Kernkraftwerke aus rein ideologischen Gründen ab, drohen uns gigan­ tische Kosten; ganz besonders


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Bild: Getty Images

erstünden uns Entschädigungs­ klagen in Milliardenhöhe. Statt dieses Unsinns brauchen wir mehr Zuversicht und mehr Zukunftsglauben. Wir sind längst tüchtig daran, Energien zu sparen und den Alternativ­ energien einen realistischen Platz einzuräumen. Doch unsere Kernkraftwerke sollen so lange im Betrieb bleiben, wie sie sicher sind. Und das sind sie. Wir haben also keinen Grund für diesen rein ideologisch motivierten Ausstieg. Bruno Fäh, Baar ZG Auch ich bin wie Frau Aegerter für den Erhalt unseres Wohl­ stands. Gerade deshalb bin ich für den raschen Ausstieg aus der Kernenergie. Im Falle einer Annahme der Atomausstiegs­ initiative würden die drei AKWs

Beznau I und II sowie Mühle­ berg im Jahr 2017 vom Netz genommen. Damit würden jährlich etwa 8 TWh weniger AKW­Strom produziert. Haben wir deswegen heute ein Blackout? Nein, wir leben ohne Einschränkungen. Wir alle möchten auch zukünftig sicher und bequem leben. Kein AKW ist sicher, weder ein schweize­ risches noch ein ausländisches, solange Menschen involviert sind. Je früher die AKWs aus­ geschaltet werden, umso besser. Das angenehme Leben von heute wird durch Energie­ effizienz, Ausbau von erneuer­ baren Energien und Stromhan­ del auch künftig problemlos möglich und bezahlbar sein. Ann-Kristin Peterson, Kantonsrätin der Grünen GL, per E-Mail

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Sieht fast so aus wie auf dem Mond: Lukas Viglietti (r.) mit US-Astronaut Charlie Duke in der Kiesgrube Eschenbach LU.

Lukas Viglietti

Der Freund der Mondpioniere

Lukas Viglietti kennt fast alle US-Astronauten persönlich, die einst auf dem Mond spazierten. Drei der Herren sind auf Einladung seiner Organisation Swiss Apollo auch schon in die Schweiz gekommen – kürzlich Charlie Duke, der 1972 als drittletzter Mann auf dem Mond war. Text: Ralf Kaminski

Bilder: Mischa Christen


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N

ur gerade zwölf Menschen standen jemals auf der Oberfläche des Mondes, zehn von ihnen hat Lukas Viglietti (47) persönlich getroffen. Und die anderen beiden nur deshalb nicht, weil sie schon nicht mehr am Leben waren, als seine Leidenschaft für das amerikanische Apollo-Mondprogramm der 60er- und 70er-Jahre so richtig in Fahrt kam. Inzwischen leben nur noch sieben. «Es bleibt nicht mehr viel Zeit, diese Pioniere persönlich zu treffen, um mit ihnen zu sprechen und sich von ihnen inspirieren zu lassen», sagt Viglietti. Der Swiss-Pilot weiss, wovon er spricht. Er selbst war zwölf Jahre alt, als er die Gelegenheit hatte, Jim Irwin zu treffen, der 1971 mit Apollo 15 zum Mond geflogen war. Zehn Jahre danach war der Astronaut in Vigliettis Nachbardorf Reconvilier BE zu Gast. «Ich erwartete einen muskelbepackten Superhelden, stattdessen stand da ein bescheidener, eher kleiner Mann.Damals realisierte ich, dass sich grosse Träume auch für Menschen wie mich realisieren lassen.» Etwa der Traum, später mal selbst zu fliegen. Astronaut wollte er zwar nie werden, aber würde ihm heute jemand die Gelegenheit bieten, zum Mond zu fliegen, würde er sofort zusagen. «Der Blick vom Mond zurück auf die Erde muss unglaublich sein. Solche Fotos von Apollo 8 waren es ja auch, die uns bewusst gemacht haben, wie klein und kostbar unsere Welt ist und dass wir sorgfältiger mit ihr umgehen müssen.» Vigliettis Leidenschaft für die Mondpioniere schwelte jahrelang im Hintergrund. Er verfolgte das US-Raumfahrt-Programm mit Interesse und war zeitlebens ein grosser Science-Fiction-Fan. Aber erst als er bei seinen Langstreckenflügen als Co-Pilot regelmässig in den USA landete, kam er auf die Idee zu versuchen, noch weitere «Moonwalker» zu treffen. «Das war zu Beginn gar nicht so einfach, denn diese Leute schirmen sich natürlich ab, weil dauernd irgendwer etwas von ihnen will.» Aber nach und nach gelang es ihm, über Freunde und Bekannte Kontakte zu knüpfen. Eine grosse Hilfe dabei war der Schweizer Astronaut Claude Nicollier (72), der inzwischen ein guter Freund geworden ist.

Vigliettis Frau Bettina (41), ursprünglich aus dem Bankfach, liess sich von seiner Begeisterung anstecken, und so gründeten sie 2009 an ihrem Wohnort Winterthur die Organisation Swiss Apollo, in dessen Beratungsausschuss neben Claude Nicollier auch der Schweizer Raumforscher Johannes Geiss und der US-Astronaut Charlie Duke sitzen. Swiss Apollo soll die Erinnerung an die Pionierleistung der Apollo-Missionen aufrechterhalten, aufzeigen, wie stark die Schweiz in das Mondprogramm involviert war, und Begegnungen mit den Astronauten ermöglichen. «Ich will die Leute inspirieren», sagt Viglietti. Drei der inzwischen älteren Herren waren auf Einladung von Swiss Apollo schon in der Schweiz, Anfang Oktober gerade wieder Charlie Duke (81). «Wir haben auch in anderen Ländern Fans, aber so etwas wie Swiss Apollo gibt es sonst nirgends», sagt der Astronaut aus Texas, der 1972 mit Apollo 16 als zehnter und jüngster Mensch den Mond betreten hat. Duke ist auch immer wieder überrascht, wie viele Leute jeden Alters sich in der Schweiz für ihn und seine Erfahrungen interessieren. Gerade jüngere fragen ihn oft, was sie tun müssen, um Astronaut zu werden. «Man muss sich für Naturwissenschaften, Technik oder Medizin interessieren», erklärt Duke. «Aber ich sage immer allen, dass sie etwas machen sollen, dass sie leidenschaftlich gern für den Rest ihres Lebens tun möchten. Sonst hat man nach zehn Jahren einen Doktor in Physik, obwohl man das Fach gar nicht mag – und dann wird das Raumfahrtprogramm eingestellt.» Rivalen aus dem Kalten Krieg plaudern

Den wohl spektakulärsten Anlass organisierte Lukas Viglietti 2015 in Lausanne. Damals brachte der Romand (aus Tramelan BE) mit italienischen Wurzeln zwei Rivalen aus dem Kalten Krieg gemeinsam auf die Bühne und liess sie über die Zeit damals sprechen: US-Astronaut Buzz Aldrin (der zweite Mann auf dem Mond, bei der ersten Landung 1969) und den sowjetischen Kosmonauten Alexei Leonov (der erste Mensch überhaupt, der sich ausserhalb einer Raumkapsel im All be-

Interview mit dem USAstronauten Charlie Duke

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Verkehrshaus Luzern

Neue Raumfahrtausstellung Am 24. November wird im Verkehrshaus Luzern die neue Raumfahrtaus­ stellung eröffnet. Swiss Apollo ist Partner und hat auch einige Gegen­ stände zur Verfügung gestellt, zum Beispiel einen 2011 gepflanzten Baum, dessen Samen mit Apollo 14 zum Mond geflogen sind, oder ein grosses Panora­ ma der Mondlandschaft. Zu sehen gibt es auch eine eindrückliche Marslandschaft mit drei nachgebauten, fernge­ steuerten Fahrzeugen. Im Vergleich zu früher bietet die Ausstellung deutlich mehr Interak­ tion. Besucher können im Space Transformer am eigenen Leib erfah­ ren, dass oben und un­ ten in einer Raumstation relative Begriffe sind. Ziel ist es, die Entwick­ lung der Raumfahrt von den Anfängen bis in die Zukunft aufzuzeigen. Verkehrshaus Luzern: täglich geöffnet von 10­17 Uhr, www.verkehrshaus.ch


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wegte, 1965). «Die Halle fasste 3000 Personen und war bis auf den letzten Platz belegt, wir hätten problemlos auch einen Ort mit 5000 Menschen füllen können», sagt Viglietti sichtlich stolz. «Damit haben wir Geschichte geschrieben. Es war viel Arbeit und Vertrauen nötig, um diese beiden Männer zusammen­ zubringen, und so etwas wird wohl auch nie wieder passieren.» Aldrin ist inzwischen 86, Leonov 82. Aber Vigliettis nächste Pläne sind noch ambitionierter: Gemeinsam mit dem Genfer Regisseur Julien Dumont arbeitet er an zwei Filmen, die beide 2019 fertig sein sollen, zum 50­Jahr­Jubiläum der ersten Mond­ landung. Einen will er weltweit ins Kino bringen, ein Dokumentarfilm mit den Porträts von allen noch lebenden «Moonwalkern» und vielen persönlichen Gesprächen. Einige Stunden Material hat er in den

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Bellapais – ein Meisterwerk gotischer Archtitektur

Wanderung und Besuch des bedeutendsten christlichen Wallfahrtsort Zyperns: das orthodoxe Kloster Agios Andreas. 4. Tag / Famagusta: Heute werden Ihnen einige spannende „Steine in den Weg gelegt“. Erst mit dem Besuch des Barnabas Klosters mit der Grabkapelle des Apostels Barnabas und anschliessend mit der Altstadt von Famagusta, dessen Reichtum im Mittelalter legendär war. Um Famagustas Altstadt liegt noch immer der 3½km lange, doppelte Mauerring, den die venezianischen Herrscher im 16. Jh. vergeblich zum Schutz vor den Türken errichten liessen. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit landestypische Souvenirs zu kaufen. 5. Tag / Fakultativer Ausflug Paphos & Troodos Gebirge (Südzypern): Der heutige fakultative Ausflug führt Sie über Nikosia und das fast 2000m hohe Troodos-Gebirge nach Südzypern. Im mächtigen Troodosgebirge mit tiefen Schluchten und Bächen, duftet es herrlich nach Zedern und Kiefern und die bezaubernden Bergdörfer liegen wie gemalt an den grünen Hängen. In Paphos beeindrucken kulturhistorische Höhepunkte. Um 1400 v. Chr. gegründet, gilt

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USA bereits dafür gedreht. Den anderen Film sieht Viglietti eher im Schweizer Fernsehen. Für ihn reist er mit einem Team durch die Schweiz zu sämtlichen Orten, die einen Bezug zu den Apollo-Missionen haben.

entwickelte, das Charlie Duke 1972 auf dem Erdtrabanten aufspannte. Doch die Zeit, als der Mond der Sehnsuchtsort menschlicher Raumfahrer war, ist vorbei. Das nächste Ziel ist der Mars – bis 2030 soll der erste Mensch die Oberfläche unseres Nachbarplaneten betreten, kündigte US-Präsident Barack Obama im Oktober dieses Jahres offiziell an. Viglietti findet die Absichtserklärung ermutigend, auch wenn technologisch noch einiges passieren muss, damit das möglich wird. Für ihn sind die US-Raumfahrer, die auf dem Mond spazierten, Pioniere wie einst der Seefahrer Christoph Kolumbus, der Amerika entdeckte. «Sie stehen für mich in einer Reihe. Und der nächste Pionier dieses Kalibers ist der erste Mensch auf dem Mars. Ich freue mich schon darauf.» MM

Bild: zVg

Auf den Spuren Schweizer Pioniere

Es sind 17 Stopps geplant; dazu gehören die Heimatorte in die USA ausgewanderter Ingenieure und Techniker, die beim Raumfahrtprogramm mitarbeiteten, aber auch Omega und Rolex, deren Uhren Astronauten auf dem Mond trugen. Besuchen werden sie auch Velcro, die Schwei­ zer Firma, die den praktischen Klett­ verschluss erfunden hat, der für die Mondfahrer in ihren Raumkapseln sehr nützlich war. Und natürlich gehen sie zu den Universitäten, an denen Experimente vorbereitet wurden, etwa die Uni Bern, an der ProfessorJohannes Geiss das Sonnensegel

Buzz Aldrin, zweiter Mann auf dem Mond (links), mit Fan Viglietti

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Meryl Streep

«Länder, in denen Frauen wenig Rechte haben, sind eher arm» Die dreifache «Oscar»-Preisträgerin Meryl Streep über die Situation der Frauen nach dem Scheitern Hillary Clintons bei der US-Wahl und die tragikomische Hauptfigur ihres neuen Films: die New Yorker Society-Lady Florence Foster Jenkins, die in den 1920er- und 1930er-Jahren als «schlechteste Opernsängerin der Welt» für Furore sorgte. Text: Marlène von Arx


Bild: Nicolas Guerin/Contour by Getty Images

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Meryl Streep über sich: «Ich bin eine Optimistin und glaube immer an das Beste im Menschen.»


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Meryl Streep, in Ihrem neusten Film «Florence Foster Jenkins» von Regisseur Stephen Frears spielen Sie die New Yorker Society-Dame, die leidenschaftlich gerne Arien sang, aber selten den richtigen Ton traf. Ist es schwierig, falsch zu singen? Ich habe Gesang studiert und weiss eigent­ lich, wo die Noten sind. Sie ständig zu ver­ passen, ist daher schon nicht ganz so einfach. Meine Schauspielkollegin Audra McDonald in «Ricki and the Flash» empfahl mir ihren Gesangslehrer Arthur Levy. Mit ihm habe ich für diesen Film geprobt. Aber wahrschein­ lich will er nicht, dass die Leute das wissen (lacht). Er hat mir die Arien richtig bei­ gebracht, so gut ich es konnte. So musste ich während des Filmens nur einen Viertelton darüber, darunter oder drumherum singen. Aber darüber müssen wir jetzt ja nicht reden. Sie reden nicht gern übers Falschsingen? Es ist eben wie mit den Akzenten. Wenn ich für einen Akzent gelobt werde, denke ich immer: Der Akzent ist doch nur Teil des Babys. Wenn man ein Baby sieht, sagt man auch nicht: «Oh, was für eine tolle linke Augenbraue! Wie habt ihr die hingekriegt?» Das Singen ist nur ein Teil von Florence, von ihrem Exzess, der sie ausmacht und der sie drei Halsketten tragen lässt, wenn eine durchaus gereicht hätte. Was finden Sie denn an dieser exzessiven Person so faszinierend, die am Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem Gesang die New Yorker Society verblüffte? Sicher nicht nur das falsche Singen! In ihr steckt so viel Menschlichkeit. Da ist so viel Hoffnung, Feuer und Freude. Ich glaube, die Leute mochten sie gerade deswegen. Sie erinnert mich an meine Kinder, die an Weih­ nachten vor der Familie ein Krippenspiel aufführten – inklusive Geburt. Die Kleinen waren wirklich mit Leib und Seele dabei, und wir Grossen durften ja nicht kichern. Zudem glaube ich, Künstler haben einen be­ sonderen Bezug zu Florence Foster Jenkins. Inwiefern? Der Maler Jasper Johns erzählte mir, dass er und Robert Rauschenberg in jungen Jahren oft Florences Platten auflegten. Auch in meinem Theaterunterricht war ihr Name ein Begriff. Platten wurden herumgereicht und an Partys gespielt. Künstler verstehen, was es bedeutet, nach etwas Wunderbarem zu greifen und zu scheitern. Würden Sie nicht eine Standortbestimmung empfehlen, wenn jemand offensichtlich kein Talent hat? Ich glaube, im Leben reicht uns unser Los. Jack Nicholson sagte mir einmal, man solle nicht auf das Glück eines anderen spucken.

Das ist eine gute Devise, denn es kommt genug Negatives auf einen zu in der Welt. Es ist besser, nach vorn zu schauen und etwas auszuprobieren. Vorwärts ist überhaupt immer besser als rückwärts. Vielleicht schlägt man dann an einer Wand auf, aber das ist okay. Lieber so, als mit 50 Jahren enttäuscht aufzuwachen, weil man es nie probiert hat. Wie viele Ihrer Co-Stars hatte auch Hugh Grant angeblich grosse Ehrfurcht vor Ihnen. Gut so! (lacht) Gibt es auch Leute, die Sie nervös machen? Sehr viele sogar. Zum Beispiel Musiker, Maler und Politiker – alle, die eine gewisse Aura haben. Aber ich sage nicht, wer, sonst wissen sie es, wenn ich sie mal treffe. Apropos Leute in der Politik: Sie haben im Wahlkampf Hillary Clinton unterstützt. Haben Sie sich vom Sieg Donald Trumps schon erholt? Nein, aber wie sang Leonard Cohen, der kürzlich gestorben ist: «In allem hat es einen Riss, und so kommt das Licht hinein.» Weiter möchte ich mich dazu nicht äussern. Sie setzten sich immer für die Stimme der Frau ein und finanzieren seit vergangenem Jahr einen Workshop für Autorinnen über 40. Wie wichtig wäre es für Sie gewesen, eine Frau als Präsidentin zu haben? Die Welt kann sicher besser gemanagt wer­ den, wenn endlich mehr Ausgeglichenheit bei den Geschlechtern herrscht. Es ist doch generell so: Länder, in denen Frauen weniger Rechte im öffentlichen Leben haben, sind eher arm und von Unruhen geprägt. Sobald Frauen mehr am wirtschaftlichen Leben beteiligt werden, wird auch die Gesellschaft stabiler. Bis 1920 hatten wir in den USA kein Stimmrecht, in der Schweiz sogar bis 1971 nicht. Schockierend! Glauben Sie, dass Sie über all die Jahre das amerikanische Frauenbild via Film beeinflusst haben? Das denke ich nicht. Ich hatte das Glück, in Filmen mitzuwirken, die eine besondere Bedeutung für ihre Zeit hatten – zum Beispiel «Kramer vs. Kramer» (1978). Damals liessen sich viel weniger Leute scheiden und wenn, dann war es nicht die Frau, die Mann und Kind zurückliess. In diesem Sinn sehe ich mich als Spiegel, was in der Gesellschaft vorgeht. Aber unsere Filmindustrie ist im Gegensatz zum Fernse­ hen immer noch sehr männerorientiert. Ich sollte nicht die einzige ältere Dame sein, die noch Arbeit in Hollywood findet. Sie können sich in der heutigen Zeit doch sicher mehr Gehör verschaffen

In ihrer neuen Rolle als Florence Foster Jenkins übt sich Meryl Streep in schrägen Tönen.

als damals, als Sie noch am Anfang Ihrer Karriere standen? Das Gehörtwerden hat etwas mit Empathie zu tun. Wir Frauen fühlen eher, was jemand wirklich sagen will. Wir haben ausgefahrene Antennen, um alle Signale einzufangen. Ich glaube, das hält uns manchmal auch zurück. Männer hören nicht in dem Sinn zu. Man muss sich direkt vor sie hinstellen und das Zuhören einfordern. Den Männern geht diese Intuition ab – und da verallgemeinere ich jetzt natürlich, was doof ist. Aber ja: Vielleicht hören Männer heute etwas besser zu, einfach weil sie müssen. Ihr Mann hört offensichtlich gut zu. Seit 38 Jahren sind Sie mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet. Wie haben Sie es geschafft, dass die Ehe Ihre Hollywood-Karriere überstanden hat? Keine Ahnung. Ich kenne viele Leute, die lange verheiratet sind. Mein Mann war mit 21 verheiratet und liess sich ein Jahr später scheiden. Jeder hat sein Leben. Ich wüsste nicht, was ich für Tipps geben könnte, wie man es macht. Ich hatte einfach das Glück, dass ich einen guten Mann gefunden habe. Kümmerte sich Ihr Mann um die Kinder, als Sie auf Filmsets waren? Ja, aber ich hielt es eigentlich so, dass ich nie länger als zwei Wochen weg war. Als ich


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Der neue Film

Musikalisches Massaker Die New Yorker SocietyLady Florence Foster Jenkins (Meryl Streep) lebt für die Musik. Sie nimmt Gesangsstunden und tritt in privaten Kreisen auf. Was alle ausser ihr wissen: Sie singt völlig neben den Tönen. Ihr Lebenspartner St. Clair Bayfield (Hugh Grant) lässt sie im Glauben, eine begnadete Sopranistin zu sein, und besticht den Rest der Welt, der grosszügigen Mäzenin der Oper ebenfalls etwas vorzumachen. Ermuntert von ihrem «Erfolg», will sie ihre

Bild: Nick Wall/Paramount Pictures

«Dancing at Lughnasa» drehte, wurden aus zwei Wochen drei, und die vierte stand schon bevor. Ich wurde zum speienden Drachen. Don musste die Kinder zu mir nach Europa hinüberbringen. Das hat mich gelehrt, alle Versprechen in Hollywood vertraglich und unterschrieben festzu­ halten. Denn niemand kümmert sich einen Deut, und jeder gute Wille verpufft, wenn es um die Finanzen eines Films geht. Ihre beiden Töchter Grace und Mamie sind inzwischen erfolgreiche Schauspielerinnen. Kommen sie mit Karriere- und persönlichen Fragen zu Ihnen? Wir stehen uns als Familienmitglieder sehr nahe. Was das Berufliche betrifft, so reden wir darüber nur, wenn die Kinder das wollen. Ich fange nie damit an. Und was das Intime betrifft: Meine Mädchen haben etwas, das ich nie hatte, nämlich Schwestern. Ich hatte zwei Brüder, die ich sehr liebe. Aber das ist nicht das Gleiche, wenn man zum Beispiel Herzschmerz hat. Ich bin sehr stolz auf alle meine Kinder. Mein Sohn ist Musiker und leitet ein «After­School»­ Programm in Los Angeles, und auch die Mädchen arbeiten alle. Ich weiss nicht, auf welchem Kontinent sie gerade sind, aber sie fliegen viel herum. Und mein Mann wurde beauftragt, die neue Skulptur vor der ameri­ kanischen Botschaft in Moskau zu erstel­

Meryl Streep

Preisgekrönte Frühstarterin Mary Louise Streep wurde am 22. Juni 1949 in Summit (New Jersey) als ältestes

von drei Kindern und einziges Mädchen einer Grafikerin und eines Pharma-Managers geboren. Sie studierte Kunst und Theater an der Elite-Universität Yale und trat bereits vor dem Master-Abschluss in über 40 Theaterstücken auf. 1977 begann ihre Filmkarriere in «Julia» und das Preisesammeln mit dem «Emmy» für die TVSerie «Holocaust». Bereits ein Jahr später wurde sie im Klassiker «The Deer Hunter» zum ersten Mal für einen Oscar nominiert. Und wieder ein Jahr später gewann sie den ersten von drei Oscars für «Kramer vs. Kramer» («Sophie’s Choice», 1983, und «The Iron Lady», 2012, waren die anderen beiden). 19-mal war sie bisher nominiert und hält damit bei den Frauen wie Männern den Rekord. An der Kinokasse zählten «The Devil Wears Prada» und das Musical «Mamma Mia» zu ihren grössten Hits. 1978 verlor sie ihren Partner, den Schauspieler John Cazale, an Krebs. Noch im gleichen Jahr heiratete sie den Bildhauer Donald Gummer, mit dem sie die inzwischen erwachsenen vier Kinder Henry, Mamie, Grace und Louisa hat.

Kunst einem grossen Publikum in der Carnegie Hall vorführen und engagiert den jungen Pianisten Cosmé McMoon (Simon Helberg aus «The Big Bang Theory»). Kann Bayfield, der die Nächte diskret bei seiner Geliebten verbringt, die Illusion auch jetzt noch aufrechterhalten? Meryl Streep massakriert mit wunderbarer Überzeugung bekannte Arien, was sicherlich tragisch-komisch ist. Aber «Florence Foster Jenkins», der auf realen

Ereignissen basiert, ist vor allem auch eine rührende Geschichte über die Verwirklichung von Träumen und die Unterstützung der Liebsten, die einen gern genug haben, diese Illusionen nicht zu zerstören. «Florence Foster Jenkins» startet am 24.11. im Kino


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len. Darüber sind wir auch sehr glücklich. Das ist grosses Kino für ihn, sozusagen. Wie ist Meryl Streep zu Hause? Kochen Sie? Wenn ich arbeite und sehr müde bin, gibt es vielleicht nur noch Flüssiges (lacht). Wir drehten «Florence Foster Jenkins» in London, ich wohnte mit zwei Kolleginnen zusammen. Entweder gab es vorbereitete Gourmetmahlzeiten, oder ich kochte irgendetwas mit Gemüse, und einmal in der Woche gingen wir Fish und Chips essen. Mehr davon wäre eine Todesfalle! Zu Hause habe ich gerade ein tolles Rezept für Mee­ resfrüchtepasta entdeckt. Mit Tomaten, Kreuzkümmel, Thymian und Salbei. Man muss es lange kochen, dann erhält es einen wirklich interessanten Geschmack. Sie werden Anfang Januar an den Golden Globes in Beverly Hills für Ihr Lebens­ werk ausgezeichnet und sind mit 19 Nomi­ nationen die Rekordhalterin bei den

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Fanden Sie sich auch einmal nicht so gut in einem Film? Ja, gleich nach «Kramer vs. Kramer» drehte ich mit dem gleichen Regisseur, Roger Benton, den Noir­Thriller «Still of the Night». Darin versagte ich. Ich sollte eine geheimnisvolle Frau spielen, von der man nur wissen musste, dass sie schön und ge­ heimnisvoll war. So was hat mich eigentlich nie interessiert, und ich war entsprechend schlecht. Ich musste nur darauf achtgeben, dass mein Haar schön gestreckt blieb. Es war furchtbar langweilig, ein solches Abbild einer Frau zu spielen. Sie sind inzwischen 67. Wie bleiben Sie fit und voller Energie? Manchmal lasse ich mich gehen, und manchmal nehme ich mich zusammen und versuche, jeden Tag anderthalb Kilometer zu schwimmen. Dann spüre ich meinen Körper, was ein gutes Gefühl ist. Es ist ein Glück, gesund zu sein, und ich freue mich, solange ich gesund bleibe. MM


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Kunst zum Tragen

Die vier Künstlertaschen: Die Werke von Olaf Breuning, Alexandra Navratil, Stefan Burger und Daniele Buetti (im Uhrzeigersinn von oben links).

Das Migros-Museum für Gegenwartskunst und die Migros haben vier renommierte Schweizer Künstler eingeladen, eine Mehrwegtragtasche zu gestalten. Als Inspiration sollten Produkte dienen, die die Migros selbst herstellt. Die Künstler Olaf Breuning, Daniele Buetti, Stefan Burger und Alexandra Navratil haben diese Vorgabe auf charakteristische Weise umgesetzt. Die Mehrwegtaschen bestehen zu 100 Prozent aus rezyklierten PETFlaschen und kosten 2 Franken pro Stück. Sie sind ab Ende November in allen Filialen erhältlich.

Adventsüberraschung

Bilder: zVg, Roger Hofstetter

Jeder kann ein Chlaus sein Die traditionellen Chlaus-Säckli bereiten nicht nur Kindern Freude. In der Adventszeit sind sie auch ein ideales Mitbringsel für Freunde, ein Dankeschön für den hilfsbereiten Nachbarn oder eine Aufmunterung für gestresste Teamkollegen. Wer für seine Mitmenschen gerne den Samichlaus spielt, findet in allen Supermärkten der Migros Aare zahlreiche Leckerbissen, um

seine Chlaus-Säckli zu füllen. Frisch geröstete Extra Erdnüsse zum Knabbern, Baumnüsse, saftige vitaminreiche Mandarinen, Clementinen und Orangen, süsse Datteln und Feigen warten in der Frischeabteilung darauf, anderen eine Freude zu bereiten. Mehr von der Migros Aare ab Seite 107


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 55

TV-Kochshow In der Sendung «SRF bi de

Lüt – Männerküche» geht es heiss zu: Fünf Männer kochen um die Wette. Jeder der Kandidaten ist ein versierter Hobbykoch. Er empfängt seine Konkurrenten bei sich zu Hause und versucht, sie mit einem Dreigänger zu begeistern. Die Jury besteht aus den Müttern der Männer. Nun sind Kandidaten für die neue Staffel der Sendung gesucht. Hobbyköche und deren Mütter können sich ab sofort bewerben – auf www.srf.ch/srfbideluet oder telefonisch unter 044 305 57 20. Die Dreharbeiten finden von Ende Februar bis Ende März 2017 statt. Sponsor der Sendung ist «Aus der Region. Für die Region.», das Label der Migros für regionale Produkte.

Warenrückrufe

Falsche Stecker Die Stecker des LED-Baustrahlers «LightKING », die der

Fachmarkt Do it + Garden seit dem Sommer 2015 führt, entsprechen nicht den Schweizer Normen. Die Stecker können nur mit erhöhtem Druck in die Steckdose eingesteckt werden. Es besteht die Gefahr, dass die Steckdose beschädigt wird. Die betroffenen Baustrahler (in den Ausführungen 30 Watt à Fr. 69.90 und 50 Watt à Fr. 89.90) sollten nicht mehr benutzt werden. Sie können in jeder Do it + GardenFiliale gegen ein einwandfreies Produkt eingetauscht werden.

Bild: Ueli Christoffel/SRF

Milchproteine in Rum-Kugeln Bei einer internen Stichprobenkontrolle der Rumkugeln «Marzipan mit Rum-Sultaninen und Schokolade» (Art. Nr. 1015.645, Fr. 3.–) wurden Milchproteine nachgewiesen, obwohl dieses Produkt keine Milchbestandteile enthalten dürfte. Personen mit Milchproteinallergie oder Laktoseintoleranz werden gebeten, die Rumkugeln nicht zu konsumieren. Für alle anderen besteht keine Gefährdung. Betroffene Kunden können den Artikel in alle MigrosFilialen zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise bei verschiedenen Artikeln. Günstiger werden

unter anderem zahlreiche Produkte der Marke Knorr. Preisaufschläge gibt es bei Konfitüren und Fruchtaufstrichen der Marken Favorit und Sélection. Grund dafür sind steigende Rohstoffpreise beim Schweizer Zucker und einzelnen Früchten. Ausgewählte Beispiele

Preis alt*

Preis neu*

in %

M-Budget Zwieback, 510 g

1.70

1.65

–2,9

Knorr Mealkit Thailändisches Green Curry, 169 g

5.50

4.90

–10,9

Knorr Mealkit Indisches Curry Tikka Masala, 190 g

5.50

4.90

–10,9

Knorr Mealkit Italienische Lasagne al forno, 155 g

5.50

4.90

–10,9

Knorr Mealkit Italienischer Risotto ai Funghi, 174 g

5.50

4.90

–10,9

Knorr Mealkit Mexikanische Enchiladas, 254 g

5.50

4.90

–10,9

M-Budget Pilzmischung, 220 g

1.50

1.40

–6,7

Pedic Fussnagelzange, 1 Stück

15.80

14.80

–6,3

Glückskäferli, 200 g

8.10

8.20

1,2

Frey Suprême Friletti au lait, 200 g

8.60

8.90

3,5

Frey Suprême Friletti noir, 200 g

8.60

8.90

3,5

Favorit les suisses Aprikosenkonfitüre, 350 g

3.50

3.95

12,9

Favorit les suisses Zwetschgenkonfitüre, 350 g

3.30

3.80

15,2

Favorit les suisses Kirschenkonfitüre, 350 g

3.50

3.95

12,9

Favorit les spécialités Feigenkonfitüre, 350 g

3.50

3.80

8,6

Sélection Fruchtaufstrich Schweizer Aprikosen, 240 g

3.20

3.50

9,4

Sélection Fruchtaufstrich Schweizer Erdbeer-Rhabarber, 240 g

3.20

3.50

9,4

Rivella Rot, 50 cl

1.30

1.35

3,8

Rivella Blau, 50 cl

1.30

1.35

3,8

Rivella Grüntee, 50 cl

1.30

1.35

3,8

* in Franken


56 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Heiri Pfister (rechts) hilft dem Bergbauern Peter Borter beim Tränken der Kühe.

Spendenaktion

Aus Helfern werden Freunde

Vorschau

Serie zur MigrosSpendenaktion In einer sechsteili­ gen Serie berichten wir über einzelne Hilfsprojekte, de­ nen die Spenden zugutekommen. Teil 1: Spenden­ aktion im Überblick. Teil 2: Caritas – freiwillige Helfer unterstützen Bergbauern. Teil 3: Heks – Migranten nutzen ihre Fähigkeiten. Teil 4: Pro Juven­ tute – Jugendliche schaffen den Einstieg ins Berufs­ leben. Teil 5: Pro Senectu­ te – Unterstützung für Angehörige von Demenzkranken. Teil 6: Winterhilfe – die Last von Gesundheitskosten wird vermindert. Online-Film des Migros-Magazins:

Vertreter der fünf Hilfswerke berichten von ihrer Arbeit – und wie sie Menschen aus der Armutsfalle helfen. www.migmag.ch/ hilfswerke

Die Caritas vermittelt freiwillige Helfer,

die Bergbauern tatkräftig beistehen. Das Projekt profitiert von der weihnachtlichen Spendenaktion der Migros. Text: Beat Matter

S

ie folgen ihm aufs Wort. Die fünf Kälber trotten den steilen Hang hoch, als Bauer Peter Borter (64) nach ihnen ruft. Sie saufen aus dem frisch gefüllten Wassertrog. Mit mittlerweile geübten Handgriffen rollt Heiri Pfister (62) anschliessend den Wasserschlauch wieder auf und bringt ihn in den Schopf. Weit unten im Tal leuchtet der Brienzersee in der Herbstsonne in fast kitschigem Hellgrün. Die Arbeit in der schönen Umgebung ist jedoch knüppelhart. Das Land, auf dem der Ringgenberger Bauer Borter seine kleine Milchwirtschaft und Viehzucht betreibt, besteht aus weit verstreuten Parzellen am Südhang über dem See. Die Wiesen sind steil und die Wege lang. Viele Jahre bewältigte der Bauer den

Bild: Mischa Christen

Betrieb mit seiner Frau Heidi (82) ohne fremde Hilfe. Seit Borters Rücken heftig zu schmerzen begann und auch noch Schulter- und Knieoperationen folgten, reicht die Kraft nicht mehr. «In den strengsten Zeiten brauche ich heute wirklich Hilfe», sagt er. In dieser Herbstwoche ist es der Seeländer Heiri Pfister, der mit anpackt. Er hilft beim Misten und Tränken, baut Zäune und wäscht die frischen Käselaibe. «Die Woche ist zwar streng, aber ich mag es, wieder einmal mit den Händen zu arbeiten», sagt Pfister. Der Sozialpädagoge, der üblicherweise in einem Heim für psychisch kranke Menschen arbeitet, opfert dafür eine Ferienwoche. Rund 800 Personen leisteten im vergangenen Jahr einen solchen Bergeinsatz. Das Pro-

gramm zählt zu den Hilfsprojekten, die von der weihnachtlichen Spendenaktion der Migros profitieren (siehe Box). Entlastung im Ernstfall

Seit bald 40 Jahren können Bergbauern in schwierigen Situationen Unterstützung im Rahmen des Programms «Caritas-Bergeinsatz» anfordern. Bergbauern, die an ihre Belastungsgrenze stossen, soll unter die Arme gegriffen werden. Die Ursachen für Notsituationen sind vielfältig: Unfall, Krankheit oder ein Todesfall in der Familie, manchmal Mehrbelastungen durch nötige Bauarbeiten an Haus und Hof. Peter Borter halfen zuerst Bauernkollegen, wo es ging. Als aber auch noch Frau Heidi (82) erkrankte, war er endgültig überfordert. «Ich


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 57

Mitmachen

So können Sie spenden Mit ihrer weihnachtlichen Spendenaktion hilft die Migros Menschen, die in unserem reichen Land von Armut bedroht sind. Das Spendengeld kommt ausnahmslos den Hilfsorganisationen Caritas, Heks, Pro Juventute, Pro Senectute und der Winterhilfe zugute. Die Migros wird den erreichten Spendenertrag um eine Million Franken erhöhen. So können Sie helfen. Spenden Sie in Ihrer Migros-Filiale:

Mit dem Kauf eines Schokoladenherzens (Fr. 5.–/ 10.–/15.–) an der Kasse in einer Migros­Filiale oder in unseren Fachmärkten (Do it + Garden, Micasa, Melectronics, SportXX) – bis zum 24. Dezember. Per SMS:

musste mich schon überwinden, um Hilfe zu bitten», gesteht er. Als ihm ein Kollege von Caritas-Bergeinsatz erzählte, unternahm er den nötigen Schritt. Das ist nun sechs Jahre her. Seither bekommt Borter Jahr für Jahr Unterstützung von motivierten Helfern. Rund 100 Bergbauernbetriebe stellen jährlich ein Gesuch um Unterstützung. Auf der CaritasGeschäftsstelle wird abgeklärt, ob ein Hilfseinsatz wirklich nötig ist. Dann erscheint ein Porträt des Betriebs sowie eine Beschreibung der anfallenden Arbeiten auf der Website des Programms. Nun können sich interessierte Helfer melden. Ein Einsatz dauert mindestens fünf Tage. Für Kost und Logis sorgt der Betrieb, An- und Abreise bezahlen die Helfer selbst. Helfer Heiri Pfister ist bereits

zum zweiten Mal auf dem BorterHof. «Ich fühle mich sehr willkommen und schätze es, mich hier zu engagieren», sagt Pfister. Gleichzeitig ziehe er für sich selbst eine grosse Befriedigung aus dem Einsatz und könne vom geduldigen Lehrmeister Borter im Umgang mit Natur und Tieren immer wieder Neues lernen. Auch Bauer Borter ist zufrieden mit Pfister und den weiteren Laienhelfern, die bisher bei ihm einen Bergeinsatz leisteten: «Es kommen stets motivierte und nicht zuletzt auch sehr interessante Menschen zu uns, die eine echte Unterstützung sind», sagt er. Und mehr noch: Mit mehreren Helferinnen und Helfern verbindet ihn heute eine Freundschaft. MM Weitere Infos auf www.bergeinsatz.ch

Zitat

Das sagt eine CaritasMitarbeiterin Franziska Bundi ist

mitverant­ wortlich für die Vermitt­ lung von freiwilligen Helfern an Bergbauern. Sie sagt über das Programm: «Dank der Hilfseinsätze erhalten Berg­ bauernfamilien in prekären Lebenssituationen rasch und unbürokratisch Hilfe. So sorgen wir dafür, dass sich Notlagen nicht weiter verschärfen.»

Mit dem Keyword «MIGROS» an die Nummer 455. Beispiel: Für eine Spende von Fr. 50.– senden Sie «MIGROS 50» an die Nummer 455 – bis zum 31. Dezember. Per Überweisung:

Überweisen Sie Ihre Spende unter Angabe des Betreffs «Migros­Weihnachts­Spende» bis zum 31. Dezember auf folgendes PC­Konto: 30­620742­6 Im Internet:

Spenden Sie mit Kreditkarte auf www.migros.ch/spenden Alternativ können Sie auch den Weihnachtssong «Ensemble» auf Ex Libris, iTunes oder GooglePlay herunterladen und so spenden. Weitere Infos auf www.migros.ch/weihnachten


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 59

Tourismus

«Die virtuelle Realität wird Reisen nicht ersetzen» Trotz internationaler Krisen blickt Kurt Eberhard weiterhin optimistisch in die Zukunft. Der Chef von Hotelplan Suisse freut sich über neue Technologien, die eine Ferienplanung noch einfacher machen. Text: Pierre Wuthrich

Und die Schweiz? Wir verzeichnen immer mehr Schweizer, die mit Migros Ferien ihren Aufenthalt in Graubünden oder im Berner Oberland buchen. Diesen Kunden bieten wir exklu­ sive Angebote mit Kombipaketen aus Unterkunft und Skipass – das kommt an.

Kurt Eberhard, werden die USA mit Präsident Trump weiterhin eines der beliebtesten Reiseziele der Schweizer bleiben? Um das abzuschätzen, ist es noch zu früh. Im Moment sinken die Buchungen nicht. Der Wechselkurs ist ein sehr viel wichtigerer Faktor für die posi­ tive Entwicklung des Geschäfts­ gangs als eine Wahl. Und da der Dollar sehr günstig ist, dürften die USA auch weiterhin Reisende anziehen.

Bild: Valeriano Di Domenico

Mit dem Brexit ist auch London attraktiver geworden. Das stimmt. Die britische Haupt­ stadt hat zwar nach den Attenta­ ten von Paris ein wenig gelitten, weil die Schweizer nicht mehr in die grossen Metropolen reisen wollten. Durch den Brexit sind die Hotelpreise aber über Nacht aufgrund der Pfundabwertung um 15 bis 18 Prozent gesunken. Wir haben diesen Preisrückgang an unsere Kunden weitergege­ ben und stellen ein erneutes Interesse an London fest. Trotzdem sieht es weltweit für den Tourismus nicht rosig aus. Wir beenden gerade das Geschäftsjahr 2015/2016 und müssen einen Rückgang bei Um­ satz und Passagieren feststellen. Die Lage in der Türkei, in Tune­ sien und Ägypten wirkt sich beträchtlich auf die Bilanz aus – mit Rückgängen von, je nach Destination, bis zu 70 Prozent.

Sie arbeiten derzeit mit Google an einer neuen Buchungsplattform. Worum geht es genau? Es handelt sich um ein Pilotpro­ jekt namens Bedfinder. Es wird derzeit in den USA getestet und die ersten Ergebnisse gehen über unsere Erwartungen hin­ aus. Doch es ist noch etwas früh, um über Details zu sprechen.

Kurt Eberhard leitet Hotelplan Suisse seit 2014.

Wie lauten Ihre Prognosen für das kommende Jahr? Diesen Sommer waren viele Schweizer sehr vorsichtig und haben ihre Ferien nach hinten verschoben. Doch das ändert sich: Aktuell spüren wir eine regelrechte Reiselust. Die Buchungen für diesen Herbst und Winter sind stark angestie­ gen. In der Wintersaison sind

Ziele wie Australien, Neusee­ land, die Karibik, Costa Rica, Mauritius und Südafrika sehr beliebt. Und was den kommenden Sommer angeht, so sind die ersten Reservie­ rungsdaten schon sehr viel­ versprechend. Zypern, Kreta, Spanien und selbst Norwegen sind im Aufwind. Gleiches gilt für die Freizeitparks.

In letzter Zeit spricht man immer mehr von virtueller Realität. Könnte diese in naher Zukunft sogar das Reisen selbst ersetzen? Das glaube ich nicht. Anfassen, Fühlen, Riechen – all das kann einfach nicht ersetzt werden. Die virtuelle Realität kann jedoch den Kunden bei der Vorbereitung ihrer Reise helfen. So wäre es vorstellbar, dass das Kreuzfahrtschiff mit allen Details vom Reisebüro aus an­ und eingesehen werden kann. Der Kreuzfahrtpassagier kann dann beispielsweise eine Kabine auswählen und erhält einen Einblick in das Restaurant­ angebot. Unangenehme Über­ raschungen gehören dann der Vergangenheit an. MM


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 61

Fairer Handel

Die Herkunft im Bild Die Multipacks des M-Classic-Orangensafts erhalten ein neues Kleid. Darauf

abgebildet sind Menschen, die auf den Orangenplantagen der Migros in Brasilien arbeiten und leben. Pflücker, Lehrer, Bauern und ihre Kinder, die dort zur Schule gehen können. Insgesamt sind es 18 verschiedene Sujets. «Die Kunden erhalten einen Einblick in die Arbeit und das Leben der Produzen­ ten. Dazu sehen sie, woher die Orangen kommen und wer direkt vom Kauf des Orangensafts profitiert», sagt Arnold Graf, verantwortlicher Produktmanager bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina). 2015 stellte die Bina ihren Orangensaft der Linien Gold und M­Classic auf Fairtrade Max Havelaar um. Seither bezieht das M­Industrieunternehmen das Konzentrat für den Orangensaft von zwei kleineren Bauernkooperativen im Süden Brasiliens. Davon profitieren die Arbeiter auf den Plantagen. Sie erhalten einen garantierten Mindestlohn, generell sind die Arbeitsbedin­ gungen besser, und ihre Kinder nehmen an verschiedenen Freizeit­ und Ausbildungs­ programmen teil. Die Migros verspricht den Bauern zudem eine Abnahmegarantie ihrer Orangen. Das gibt Sicherheit und die Möglichkeit, Zukunftspläne zu schmieden.

Die neuen Multipacks mit den Porträts der Plantagenarbeiter sind ab sofort in grösseren Filialen erhältlich.

Frage der Woche

Wie lange kann ich gekochten Reis aufbewahren?

Bild: Véronique Hoegger

Gekochter Reis sollte nicht länger als ein bis zwei Tage im Kühl­ schrank aufbewahrt werden. Wichtig ist dabei eine gute Küchen­ hygiene; zudem sollten Sie den Reis vor der Aufbewahrung schnell abkühlen lassen. Im Naturprodukt Reis können vereinzelt hitzeresistente Sporen vorkommen, aus denen sich unter Umständen Bakterien ent­ wickeln. Diese vermehren sich rasch und bilden Giftstoffe. Dies kann zu Beschwerden wie Bauchschmerzen und Übelkeit führen. Erneutes Erhitzen des Reises nützt dagegen nichts. Nur schnelles Abkühlen und Aufbewahrung im Kühlschrank sind wirksam. MM

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.


62 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Salmo Fumica

Die Lachsveredler

Seit über 30 Jahren produziert Salmo Fumica im aargauischen Nussbaumen Räucherlachs von hoher Qualität. Das kleine Familienunternehmen verarbeitet monatlich zwei Tonnen Frischlachs. Text: Sonja Leissing

A

Bilder: Jorma Müller

n den leicht brennenden Rauch in der Nase und in den Augen gewöhnt man sich schnell», sagt Pamela Kuratli (37) von der Lachs­ räucherei Salmo Fumica in Nussbaumen AG. Sie kennt den Familienbetrieb von Kindes­ beinen an und liebt den typischen Räucher­ geschmack. Berührungsängste mit rohem Fisch und scharfen Messern hat sie keine. Kuratlis Räucherspezialitäten gibt es seit 1984. «Vor fünf Jahren hat sich mein Vater aus gesundheitlichen Gründen zurück­ gezogen», erzählt Pamela Kuratli, die darauf­ hin das Geschäft plötzlich alleine leiten musste. Die Schweizerin mit koreanischen Wurzeln hatte vor der Übernahme zehn Jahre lang im Finanzwesen gearbeitet. Heute führt sie vier Mitarbeiter, organisiert den Laden, packt in der Räucherei tüchtig mit an und ist für alle administrativen Aufgaben verantwortlich. Doch im Mittelpunkt steht immer der Fisch.

Schon lange bevor es Kühlschränke und Tiefkühltruhen gab, wurde das Räuchern für die Konservierung von Lebensmitteln angewendet. Während der Räucherung wird dem Fisch gleichmässig Feuchtigkeit ent­ zogen. Dabei macht es einen Unterschied, ob im Kalt­ oder Heissverfahren geräuchert wird: Kaltgeräuchertes hat einen dezenteren Geschmack – und darauf hat sich Salmo Fumica spezialisiert. Das bedeutet, dass die leicht gesalzenen und gewürzten Lachshälften etwa 24 Stun­ den lang bei konstant 25 Grad in den drei Backsteinräucheröfen hängen. Bei diesem Verfahren spielen die Aussentemperatur und der Luftdruck eine wichtige Rolle. Für die Öfen verwendet der Betrieb Räucher­ mehl aus Schweizer Buchenholz, künstliche Aromen sind tabu. Erst wenn das Fett ab­ tropft und die Lachse schön trocken sind und orange leuchten, sind sie für die Weiter­ verarbeitung bereit.

Im Gegensatz zur industriellen Lachs­ räucherei wird in Nussbaumen der ganze Fisch von Hand veredelt: Lachse waschen, köpfen, halbieren, würzen, parieren, enthäuten und entgräten, vakuumieren und ausliefern. Das Team näht sogar die Lachshälften für die Rauchkammerstöcke zusammen. «In vielen anderen Räuchereien liegt der Fisch im Ofen auf Gitter. Bei uns hängt er», sagt Pamela Kuratli. Frische Fische aus Irland und Schottland

Und sie betont, dass man schon seit vielen Jahren frischen atlantischen Zuchtlachs aus Irland und Schottland stets von den gleichen Anbietern beziehe: «Dauerhaft gleichblei­ bende Qualität ist uns sehr wichtig.» Neben Gastro­, Comestibles­ und Privatkunden beliefert Kuratli seit diesem Sommer auch Migrolino­Filialen mit feinen Lachsbagels (siehe «Fantastische Konsistenz», Spalte rechts aussen). MM www.salmo-fumica.ch


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 63

1 Jede Woche gelangen rund

500 Kilogramm PremiumFrischlachs aus Irland und Schottland nach Nussbaumen. Dort wird der frische Lachs gewaschen, geputzt, geköpft und grob in zwei Hälften geteilt. Die gesalzenen Lachsseiten lagern über Nacht im Kühllager. Die Lachshälften werden dann von Hand auf einen Holzknebel genäht und hängen bei einer konstanten Wärme von 25 Grad für 24 Stunden in den Backsteinräucheröfen. 1

2

2 Von jedem Fischfilet

werden die Gräten mit einer Pinzette entfernt. 3 Der Transtreifen wird mit einem scharfen Messer herausgelöst – ein Zeichen für erstklassige Qualität. 4 Die Mitarbeiter Thanga-

vadivel Vellimail und Anica Lazarevic verbringen viele Stunden damit, die geräucherten Lachshälften zu trimmen und die Fettränder zu entfernen.

Simon Brunner (39)

ist seit vier Jahren Leiter Gastronomie bei Migrolino. Lachsbagel

Simon Brunner: «Fantastische Konsistenz»

3

4

«Da ich in der Gourmetgastronomie als Koch gearbeitet habe, kenne ich den Räucherlachs von Salmo Fumica bestens. Für unsere ‹Freshly-made-Aktion Ready to go› haben wir diverse Räucherlachsproduzenten getestet, uns aber letztlich für die gleichbleibend hohe Qualität von Salmo Fumica entschieden. Der Lachs aus Schottland ist sanft geräuchert und von fantastischer Konsistenz. Auch das hausgemachte Lachstatar ist hervorragend. Wir bieten seit diesem Sommer in grösseren Migrolino-Filialen frische Bagels mit geräuchertem Lachs von Salmo Fumica an. Die Kunden sind begeistert.»


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 65

Saisonküche

Lust auf Saures

Ohne Zitrone wäre so manche Speise einfach langweilig. Mit ihrem Saft, ihrer Schale und ihrem Fruchtfleisch liefert die kleine gelbe Powerfrucht Frische und feinwürzige Säure für Gerichte aller Art. Text: Sonja Leissing Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Annina Ciocco

Herausnehmen und sammeln!

Erst mit Zitrone wirds besonders delikat.

Noch mehr Rezepte Im asiatischen Zitronensüppchen sind Rüebli und Crevetten die Geschmacksträger, doch das Aroma bestimmt die Zitrone.

Die Saisonküche gibt es auch im Abonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch


66 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Asiatische Vorspeise

Italienische Hauptspeise

Internationales Dessert

Zitronensüppchen mit Crevetten

Tagliatelle mit Rucola und Zitrone

Ingwercake mit Zitronensaft

Zutaten für 4 Personen 200 g Rüebli 150 g rote Rüebli 100 g Pfälzer Rüebli 1 Zitrone 1 EL Olivenöl 1l Gemüsebouillon 200 g Crevetten Tail-on Salz, Pfeffer ¼ Bund glattblättrige Petersilie

Zutaten für 4 Personen 300 g Tagliatelle, z. B. dreifarbig 2 Knoblauchzehen 2 Zitronen 4 EL Olivenöl 1 TL Zucker Salz, Pfeffer 60 g Rucola

Zutaten für 1 Cakeform à 28 cm Ergibt ca. 15 Stück 250 g Butter, weich 225 g Zucker

Zubereitung

Alle Rüebli in feine Streifen schneiden. Zitronenschale mit dem Sparschäler abzie­ hen und längs in feine Streifen schneiden. Zitrone auspressen. Rüebli und Zitronen­ schale im Öl ca. 2 Minuten dünsten. Bouillon beigeben und alles ca. 3 Minuten köcheln lassen. Hitze reduzieren. Zitronensaft und Crevetten beigeben und ca. 6 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer ab­ schmecken. Zum Servieren Petersilien­ blätter darüberzupfen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 3 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 400 kJ/100 kcal

Zubereitung

Tagliatelle in Salzwasser bissfest garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und beiseitestellen. Knoblauch in Scheiben schneiden. Von den Zitronen die Schale mit dem Sparschäler abziehen und quer in kurze Streifen schneiden. Von den Zitronen oben und unten einen Deckel abschneiden. Weis­ se Haut rundum mit dem Messer wegschnei­ den. Zitronenfilets vorsichtig zwischen den Trennhäutchen auslösen (filetieren). Aus den leeren Trennhäutchen den verbleiben­ den Saft auspressen. Knoblauch und Zitro­ nenschale im Öl kurz anbraten. Zucker bei­ geben und leicht caramelisieren lassen. Mit wenig Zitronensaft ablöschen. Tagliatelle beigeben und aufwärmen. Mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Zitronen­ filets mischen. Rucola grob hacken und un­ ter die Nudeln mischen. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 13 g Eiweiss, 10 g Fett, 53 g Kohlenhydrate, 1650 kJ/400 kcal

1 Prise 4 100 g 1 260 g 10 g Glasur 3–4 EL 250 g

Salz Eier frischer Ingwer Zitrone Weissmehl Backpulver Zitronensaft Puderzucker

Zubereitung

1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Cakeform mit Backpapier auskleiden. Für den Teig Butter, Zucker, Salz mit einem Rührgerät einige Minuten schaumig rühren. Eier nach und nach beigeben. Weiterrühren, bis die Masse hell ist. Ingwer schälen. Ingwer und Zitronenschale fein zum Teig reiben. Mehl und Backpulver beigeben, gut unter die Masse mischen. Teig in die Form füllen. Cake in der Ofenmitte ca. 50 Minuten backen. Nadel­ probe machen. Cake aus dem Ofen nehmen und in der Form etwas abkühlen lassen. 2. Zitronensaft mit Puderzucker zu einer dickflüssigen Glasur verrühren. Cake auf ein Kuchengitter geben und auskühlen lassen. Zitrone auspressen. Saft über den Cake giessen. Wenn der Saft aufgesogen ist, Cake mit der Glasur übergiessen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 50 Minuten backen

+ auskühlen und trocknen lassen

Pro Stück ca. 4 g Eiweiss, 16 g Fett, 46 g Kohlenhydrate, 1450 kJ/340 kcal


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Bio-Rindshackfleisch Schweizer Fleisch, per 100 g

Hit

3.20

Dessert-Preussen 500 g

20%

2.30 statt 2.90

Vermicelles-Becher 120 g

Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT

20%

7.95 statt 10.10

TerraSuisse Bündnerfleisch geschnitten per 100 g


Duo-Pack

40%

4.40 statt 7.35

Rindsentrecôte und -huft am Stück Uruguay/Paraguay, per 100 g

40%

3.90 statt 6.55

TerraSuisse Speckwürfeli im Duo-Pack 4 x 68 g

20%

Frischfische in Backschale Lachsfilet, Kabeljaufilet und Kalmare, z.B. Lachsfilet Koriander/Zitrone, Zucht aus Norwegen, 420 g, 12.60 statt 15.80

3er-Pack

40%

6.95 statt 11.85

M-Classic Schweinswürstchen im 3er-Pack Schweiz, 3 x 4 Stück, 600 g

25%

2.95 statt 4.–

Ofenschinken geschnitten Schweiz, per 100 g

20%

4.40 statt 5.50

Lachsfilet Rückenstück Norwegen/Zucht, per 100 g

20%

Gesamtes Gusto del sol Sortiment z.B. Jamón Serrano, Spanien, per 100 g, 3.85 statt 4.85

40%

11.80 statt 19.80

ASC Atlantik Rauchlachs Norwegen/Zucht, 330 g


Duo-Pack

–.90

günstiger

3.80 statt 4.70

Cantadou Frischkäse im Duo-Pack z.B. Kräuter, 2 x 125 g

3er-Pack

20%

4.30 statt 5.40

Tomme à la crème im 3er-Pack 3 x 100 g

20%

6.95 statt 8.70

Raccard assortiert 350 g

Duo-Pack

20%

17.60 statt 22.–

Appenzeller Fondue im Duo-Pack 2 x 800 g

25%

2.90 statt 3.90

Ananas Costa Rica/Ecuador, pro Stück

Duo-Pack

20%

13.10 statt 16.40

Fondue Moitié-Moitié im Duo-Pack 2 x 400 g

Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT

20%

4.70 statt 5.90

Extra Erdnüsse Israel, Beutel, 500 g


35%

2.90 statt 4.80

Blondorangen Spanien, Netz, 2 kg

30%

1.90 statt 2.80

Bio-Broccoli Spanien/Italien, 400 g

40%

25%

2.40 statt 3.20

–.90 statt 1.60

Rosenkohl Niederlande, Beutel, 500 g

–.30

günstiger

2.10 statt 2.40

Anna’s Best Mischsalat 260 g

Eisbergsalat Spanien, pro Stück

35%

2.90 statt 4.50

Kartoffeln festkochend «Aus der Region.», Tragtasche, 2.5 kg


Das grosse Sparvergn 20%

Alle Weihnachts-Stollen z.B. Christ-Stollen, 200 g, 1.75 statt 2.20

M-Tipp BEREIT FÜR DIE PIZZA

Stimmen Sie sich mit einer mediterranen Vorspeise ein auf die Pizza, die im Ofen brutzelt. Zum Beispiel mit gebratenem Federkohl mit Kichererbsen und Joghurtsauce. Das Rezept finden Sie auf saison.ch/m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.

3er-Pack

33%

Anna’s Best-Pizza und -Lunga in Mehrfachpackungen z.B. Lunga Prosciutto im 3er-Pack, 3 x 205 g, 9.80 statt 14.70

20%

Alle Dessert Tradition z.B. Coupe Chantilly Vanille, 2 Stück, 2 x 115 g, 1.45 statt 1.85

4er-Pack 3er-Pack

30%

M-Classic Tortelloni im 3er-Pack z.B. Rindfleisch-Füllung, 3 x 250 g, 8.10 statt 11.70

20%

Alle Anna’s Best und Bio-Randen gedämpft, ganz z.B. Bio-Randen gedämpft, 1 kg, 3.90 statt 4.90

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT

–.40

günstiger

2.– statt 2.40

M-Classic Früchtequark im 4er-Pack 4 x 125 g, z.B. Himbeere


nügen. 6er-Pack

–.40

günstiger Alle Bio-Frischbrote z.B. Sonnenkranz, 360 g, 2.50 statt 2.90

20%

7.20 statt 9.–

Alle Malbuner im 6er-Pack z.B. Delikatess Fleischkäse, 6 x 115 g

30%

7.50 statt 10.80

Agnesi Teigwaren-Tragtasche 3 kg

20%

Gesamtes Farmer’s Best Sortiment tiefgekühlt, z.B. Broccoli-Röschen, 500 g, 2.95 statt 3.70

50%

M-Classic-Pommes Frites und -Ofen Frites, Beutel, 2 kg tiefgekühlt, z.B. Ofen Frites, 4.70 statt 9.45

ab 2 Packungen

–.60

günstiger Alle M-Classic Reis 1 kg ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Risotto S. Andrea, 1.95 statt 2.55

Duo-Pack

30%

M-Classic-Käse-Plätzli und -Spinat-Plätzli im Duo-Pack tiefgekühlt, z.B. Spinat-Plätzli, 2 x 600 g, 10.05 statt 14.40


1.–

günstiger Alle Weihnachtsbiscuits im Beutel, 500 g (ohne Mischungen), z.B. Zimtsterne, 4.90 statt 5.90

20%

Gesamtes Kellogg’s Sortiment z.B. Special K, 500 g, 3.80 statt 4.75

ab 2 Stück

20%

Alle Yogi Teas, Bio ab 2 Stück, 20% günstiger

ab kungen c a P 2

20%

Alle Reis- und Maiswaffeln (ohne Alnatura), ab 2 Packungen, 20% günstiger

20%

20x PUNKTE

Frey Pralinés mit Rentier-Design und Adoro, UTZ Alle Celebrations- und z.B. Pralinés Prestige mit Rentier-Design, 235 g, M&M’s-Weihnachtsprodukte 12.20 statt 15.30 z.B. Celebrations Adventskalender, 230 g, 7.95

ab kungen c a P 2

30%

Alle Farmer Getreideriegel ab 2 Packungen, 30% günstiger

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT


50%

M-Classic Pommes Chips im XL-Beutel Nature und Paprika, z.B. Paprika, 400 g, 3.– statt 6.–

20%

M-Classic-Haselnüsse und -Mandeln gemahlen sowie -Mandelstifte und -Mandelscheiben z.B. Mandelscheiben, 200 g, 3.75 statt 4.70

50%

2.85 statt 5.70

Vittel im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter

30%

Alle Kult Ice Tea PET im 6er-Pack, 6 x 1 Liter, UTZ* z.B. Lemon, 5.45 statt 7.80

30%

Gesamtes Cucina & Tavola Küchenund Tischtextilien-Sortiment z.B. Topfhandschuh, rot, pro Stück, 8.95 statt 12.80, gültig bis 5.12.2016

25%

12.90 statt 17.–

Cleverbag Herkules im 5er-Pack 35 Liter, 5 x 20 Stück, gültig bis 5.12.2016

50%

Gesamtes Handymatic Supreme Sortiment (ohne Regeneriersalz), z.B. All in 1 Tabs, 44 Stück, 7.40 statt 14.80


20%

Gesamtes Kneipp Sortiment (ohne Mehrfachpackungen und Weihnachts-Sets), z.B. Pflegeölbad Mandelblüten, 100 ml, 6.30 statt 7.90

Duo-Pack

Duo-Pack

15%

Elseve-Shampoos und -Spülungen im Duo-Pack z.B. Color-Vive Shampoo, 2 x 250 ml, 6.– statt 7.10, gültig bis 5.12.2016

25%

29.85 statt 39.80

Trevolution Erwachsenen-Thermo-Shirt im Duo-Pack erhältlich in Schwarz und in den Grössen S–XL, z.B. Gr. M, pro Stück, gültig bis 5.12.2016

40%

Linsoft- und Kleenex-Taschen- sowie -Kosmetiktücher in Sonderpackungen z.B. Linsoft Classic Taschentücher, FSC, 56 x 10 Stück, 3.30 statt 5.50, gültig bis 5.12.2016

40%

Soft Toilettenpapier in Sonderpackung z.B. Deco, FSC, 24 Rollen, 9.60 statt 16.–, gültig bis 5.12.2016

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT

30%

7.25 statt 10.40

Elmex Sensitive Professional Zahnbürste im Duo-Pack gültig bis 5.12.2016

Hit

98.–

Titan Gate Reise-Trolley, 70 cm erhältlich in Navy, Schwarz oder Silbergrau, z.B. navy, 4-Rad, pro Stück, gültig bis 5.12.2016


Weitere Angebote. Fisch, Fleisch und Geflügel

QimiQ im 3er-Pack, 3 x 250 ml, 6.20 statt 7.80 20% Käse in Bedienung: Änneli’s Rahmkäse «Aus der Region.», per 100 g, 2.20 statt 2.60 15% Käse in Bedienung: Walliser Bergkäse, per 100 g, 2.20 statt 2.60 15%

MSC Jakobsmuscheln, Wildfang Nordwestatlantik, per 100 g, 4.60 statt 5.80 20%

Blumen und Pflanzen

Olma-Bratwurst im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 320 g, 8.40 statt 12.– 30%

Adventskranz 25 cm, pro Stück, 14.90 Hit Christrose, dekoriert im Übertopf, 13.90 Hit

TerraSuisse Schweinsbraten/ -plätzli Hals, per 100 g, 1.65 statt 2.10 20%

Amaryllis mit Grün, Bund, 3 Stück, 11.90 statt 14.90 20%

Optigal Poulet Unterschenkel, Schweiz, per 100 g, 1.20 statt 1.50 20%

Alle Amaryllis-Blumenzwiebeln, z.B. im Goldtopf, pro Stück, 15.90 statt 19.90 20%

M-Classic Fleischvogel, Schweizer Fleisch, per 100 g, 2.– statt 2.50 20%

Weihnachtssterne, «Aus der Region.», im 17-cm-Topf, pro Pflanze, 14.90 statt 17.90 15%

MSC Goldbuttfilet, Nordostatlantik/ Wildfang, per 100 g, 2.55 statt 3.05 15% nur in der Selbstbedienung erhältlich

Twist Dine & Clean, 1 Rolle, 80 Tischsets/Blatt, 1.95 statt 2.95 33% **

ChocMidor Konfektwaffeln im 3er-Pack, Classico, Noir und Diplomat, z.B. Classico, 3 x 165 g, 5.70 statt 8.55 33%

Alle Casting Crème Gloss- und Nutrisse-Colorationen 20% **

Boncampo Kaffee Bohnen und gemahlen im 4er-Pack, UTZ, z.B. Bohnen, 4 x 500 g, 12.30 statt 18.40 33%

Weitere Lebensmittel

Alle Rio Mare- und Albo-Fischkonserven, z.B. Rio Mare Tonno all’Olio di Oliva, 104 g, 3.– statt 3.80 20% Baby Kisss im Duo-Pack, UTZ, Milk und Noir, z.B. Milk, 2 x 15 Stück, 4.60 statt 5.80 20%

Neuheiten

20x PUNKTE

Pelican Fischstäbchen Hokifilet, MSC, im 3er-Pack, tiefgekühlt, 3 x 450 g, 8.80 statt 13.20 33% Sanissa au beurre im Duo-Pack, 2 x 500 g, 6.– statt 7.50 20%

Heinz Tomato Ketchup in Sonderpackung, 1.5 kg, 4.05 Hit

Tilsiter Surchoix, per 100 g, 1.30 statt 1.65 20%

Alle Café Royal Kapseln, UTZ, z.B. Lungo, 10 Kapseln, 4.10 10x PUNKTE

Alle Joghurt «Aus der Region.» im 4er-Pack, 4 x 150 g, z.B. Süssmost, 1.90 statt 2.40 20%

Alle Twin Kapseln, z.B. Chocolate, 16 Kapseln, 3.70 statt 6.20 40%

Gesamtes El Mundo Sortiment, z.B. Fairtrade, MSC Rice Mix Red Curry & Tuna, 310 g, 3.50 Neu ** Fondue Chinoise Meatballs, Schweiz, 160 g, 4.50 Neu **

Willisauer Ringli, 600 g, 5.40 statt 6.80 20%

Sélection Antipasti Schwarze Oliven, 115 g, 4.50 Neu **

M-Classic Pilze im 3er-Pack, Champignons de Paris und Mischpilze, z.B. Mischpilze, 3 x 200 g, 9.30 statt 11.70 20%

Rüebli-Torte, 255 g, 5.– Neu **

Alle Polli-, Le Conserve della Nonna-, La Trattoria- und DittmannAntipasti, z.B. Le Conserve della Nonna Getrocknete Tomaten, 340 g, 3.75 statt 4.70 20% Bio-Konfitüren und -Honige sowie Fairtrade Honige, z.B. Fairtrade Blütenhonig kristallin, 500 g, 4.95 statt 6.20 20%

Brot und Milchprodukte

Near-/Non-Food

Selina Katzenfutter in Mehrfachpackungen, Beutel und Schalen, 24 x 100 g, Catsticks, 5 x 36 g, sowie Katzenmilch, 3 x 200 ml, z.B. Adult Ragout mit Poulet im Beutel, 24 x 100 g, 10.90 statt 15.60 30%

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 5.12. Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2016, SOLANGE VORRAT

sportxx.ch

Covergirl-Make-up und -Puder (ohne Concealer) 20% **

Frey Tafelschokoladen 400 g, im 3er-Pack, UTZ, z.B. Cremant, 3 x 400 g, 9.65 statt 14.40 33%

Mortadella hauchdünn geschnitten, Schweiz, per 100 g, 1.75 statt 2.55 30% TerraSuisse Rindsplätzli à la minute, per 100 g, 3.65 statt 5.25 30%

Finest Tartar in Sonderpackung, tiefgekühlt, 6 x 70 g, 14.– statt 21.– 6 für 4

* ohne Accessoires und Langlaufbekleidung

Alle Angebote gültig vom 15.11. bis 29.11.2016, solange Vorrat.

Bio-Schinkengipfeli, tiefgekühlt, 5 x 42 g, 4.90 Neu *,** Bio-Rösti-Kroketten, tiefgekühlt, 300 g, 3.50 Neu *,** Frey Suprême L’Encyclopédie de Chocolat, UTZ, 500 g, 13.50 Neu ** Frey Pralinés Prestige Caramel, UTZ, 250 g, 17.20 Neu ** Frey Pralinés Prestige Figue & Nougat, UTZ, 130 g, 10.80 Neu **


Neu in Ihrer Migros. 3 Geschmacksrichtungen für Gross und Klein.

4.90

Mini-Burger Tischgrill Schweiz, 6 x 30 g

Schnell und einfach zubereitet.

2.50

Chop Stick Shirataki Rice-Style 200 g

Glutenfrei mit Nussgeschmack.

1.90

aha! Nuss-Muffin 75 g

Stapelbar und . spülmaschinenfest Cucina & Tavola Kunststoff-Schüsseln zweifarbig* z.B. 4er-Set, 14 cm, 9.80

Natürlicher Snack.

2.80

Mais Puffs gesalzen und ungesalzen, z.B. gesalzen, 50 g

Platzsparende Küchenbehälter. Cucina & Tavola Kühlschrank-Organiser* Small, Medium und Large, z.B. Medium, 14 x 31 x 9 cm, pro Stück, 6.90

Effektive Reinigung und zweiseitig anwendbar.

2.50

Handlich und dicht. Cucina & Tavola Kunststoff-Trinkflaschen z.B. blau, 1 Liter, pro Stück, 9.80

Lego für unterwegs. Lego-Lunch Boxen und -Trinkflaschen z.B. Lunch Box Classic, gelb, pro Stück, 14.80

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 22.11. BIS 5.12.2016, SOLANGE VORRAT

Candida Zungenreiniger pro Stück


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 79

Hintergrund

Rund um Zitronen Vielseitig verwendbar

Mit der aromatischen Säure der Zitrone lassen sich Schmorgerichte, Suppen, Saucen und Marinaden verfeinern. Schon wenige Tröpfchen intensivieren den Geschmack von Austern und Krustentieren. Profi­ köche verwenden Zitro­ nensaft, um die frische Farbe von Gemüsen und Früchten zu erhalten. In Süssspeisen dient die abgeriebene Schale einer Biozitrone als Ge­ schmacksträger. Und an der Bar ist Zitronen­ saft eine der wichtigsten Cocktailzutaten. Zitronensaft hat Kraft Beim traditionellen peruanischen Gericht Ceviche* legt man rohe Fischstücke je nach Fischart rund 15 Minuten bis zwei Stunden lang in Limetten­ oder Zitro­ nensaft ein. Die Säure reagiert wie Wärme auf den Fisch und lässt ihn langsam garen. Das Eiweiss verändert seine Struktur (es denaturiert), und der Fisch behält Biss. Lagerung

In einem kühlen Raum halten sich frische Zitronen gut mehrere Wochen. Im Kühlschrank verlieren sie schnell ihren betörenden Duft. Inhaltsstoffe 100 Gramm Zitrone enthalten 52 Milligramm Vitamin C**, das die körpereigenen Abwehr­ kräfte stärkt. Unter anderem unterstützt es die Eisenverwertung.

Bild: Stockfood

* Rezept auf www.saison.ch ** Quelle: www.sge­ssn.ch In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Mehr Rezepte auf www.saison.ch

Wissenswertes

Muntermacher Was unterscheidet Zitronen von Limetten? Nicht viel. Beide Früchte gehören zur Familie der Rautengewächse und sind aus botanischer Sicht eigentlich Beeren. Auch beim Vitamin-C-Gehalt stehen sie sich in nichts nach.

Limetten haben eine dünnere Schale, dafür aber ein saftigeres Fruchtfleisch. Sie schmecken saurer und würziger als Zitronen. Man verwendet sie bevorzugt für asiatische Gerichte, Salatsaucen und Mixgetränke.

Zitronen besitzen eine

dickere Schale und sind deshalb auch länger haltbar. Schweizer bevorzugen die Zitrone, da sie weniger sauer ist als ihre grüne Cousine. In der Küche ist sie eine Alles­ könnerin, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn ein säuerliches Aroma gewünscht wird.


80 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Kocht daheim selbst viel mit Kohl: Güllü Cirganis, Rayonleiterin in der Migros City in Zürich.

Kabis im Wok Hauptgericht für 4 Personen 500 g Rosenkohl

2 1 cm 3 EL 1 EL 300 g 300 g 2 EL 1 TL ½ Bund 1 EL

Salz Chilischoten Ingwer Sojasauce Sesam- oder Nussöl Wirz (oder Chinakohl) Rotkohl Erdnussöl Zitronen- oder Limettensaft Koriander Sesamsamen, nach Belieben

Zubereitung

1. Rosenkohl halbieren. In Salzwasser ca. 10 Minuten knapp weich kochen. Abgiessen und kalt abschrecken. Gut abtropfen lassen. Chilis nach Belieben entkernen, fein schneiden. Rosenkohl mit Sojasauce und Sesamöl beträufeln. Ingwer fein dazureiben. Alles gut mischen und 10 Minuten ziehen lassen. Güllü Cirganis

«Es herrscht ein Federkohlboom»

Frisch und saisonal: Wenn sich jemand gut auskennt mit Kabis und Co., dann die Gemüseexpertin. Interview: Claudia Schmidt

Güllü Cirganis, wie viele Kohlarten bieten Sie zurzeit in der Migros City in Zürich an? Wir haben ein grosses Kohlsortiment. Momentan sind es elf Sorten, zum Beispiel Pak-Choi, Wirz, Federkohl, Spitzkohl oder auch verschiedene Sorten Chinakohl. Dazu führen wir hier in der Migros City einige auch in Bioqualität aus der Region. Woher kommt der Kohl? Das gesamte Angebot stammt jetzt aus der Schweiz. Die meisten Kohlsorten gedeihen in unseren Breitengraden sehr gut. Gibt es eine Sorte, die besonders beliebt ist? Und ob! Zurzeit ist Federkohl gefragt, er wird sehr, sehr häufig gekauft. Es herrscht ein regelrechter Federkohlboom bei jungen Kunden. Für sie ist der Kohl ein sogenanntes Superfood, weil er sehr viele Nährstoffe enthält. Das gilt allerdings für alle Kohlsorten.

Was machen die Konsumenten damit? Ein traditionelles Federkohlgericht wohl kaum, oder? Viele bereiten damit Salate zu, andere verwenden ihn für grüne Smoothies oder auch Smoothie-Bowls. So eine Mischung aus Kohlblättern und ganzen Früchten mache ich mir daheim auch gern. Das gibt mir als berufstätiger Mutter von vier Kindern viel Energie für den Tag. Ich nehme dafür nur ein paar Blätter, sodass der Smoothie eher fruchtig schmeckt. Haben Sie einen Lieblingskohl? Ja, Kabis. Mit dem bin ich aufgewachsen, und er wird nie langweilig. Welche Gerichte bereiten Sie damit zu? Sehr gern Kabiswickel. Aber ich mache Kohl auch mit Essig ein – so habe ich immer welchen im Haus. Auch meine Kinder mögen Kohl. Aber das ist bei uns zu Hause keine Frage, denn Kohl gab es schon immer, und alle haben ihn gern gegessen. MM


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 81

2. Wirz in grosse Stücke schneiden. Vom Rotkohl Strunk entfernen, Kohl fein hobeln. Erdnussöl im Wok oder in einer Bratpfanne mit hohem Rand erhitzen. Wirz und Rotkohl 1–2 Minuten scharf anbraten. Rosenkohl samt Marinade dazugeben und bei grosser Hitze alles ca. 5 Minuten rührbraten. Mit Sojasauce und Limettensaft abschmecken. Korianderblättchen darüberzupfen. Sesam darüberstreuen. Dazu passt Jasminreis.

Jetzt aktuell

Einst sicherte das Kohlgemüse die Vitaminzufuhr im Winter, heute freuen sich

Kohlliebhaber vor allem über sein kulinarisches Potenzial. Die prallen Kohlköpfe sind vielseitiger, als Kohleintöpfe und Krautwickel vermuten lassen. Ob Pfannengerührtes oder trendige Salatvariationen: Kohl gehört dazu.

Tipp Mit dem Rosenkohl 200–300 g geschälte Crevetten beigeben und mitbraten. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Beim Rosenkohl werden die Blattröschen geerntet, die sich in den Achseln der Pflanze bilden.

Pro Person ca. 10 g Eiweiss, 10 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 700 kJ/170 kcal

Wirz eignet sich besonders gut für Krautwickel. Die gewellten Blätter machen aber auch roh im Salat eine gute Figur.

Chinakohl ist eine Kreuzung aus Speiserübe und Senf­ kohl. Er empfiehlt sich besonders für Wokgerichte.

Tipp Rosenkohl kann man in Salaten und schnellen Pfannengerichten auch in einzelne Blättchen zupfen. Das überzeugt selbst Kohlmuffel.

www.saison.ch

Bilder: Studio KiBa (Rezept), Nik Hunger; Illustrationen: Olivia Aloisi

Rezept

Federkohl ist für Ernährungsbewusste der Star am Gemüse­ himmel. Ein Rezept für Federkohlchips finden Sie auf Seite 83.

Was steckt drin?

Kohlgemüse eignet sich besonders für

fettarme Ernährungsformen, da die meisten Sorten kaum Fett enthalten. Dafür ist Kohl reich an Eiweiss, Vitaminen und Folsäure. Die Senfölglykoside, die dem Kohl seinen charakteristischen Geschmack verleihen, haben eine antibakterielle Wirkung. www.migros.ch/fruechte-gemuese


82 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Migros-Bio-Lachs

Zwei, die sich mögen Die Kombination von gebratenem Biolachs und Süsskartoffeln ist schon rein optisch eine Pracht. Und geschmacklich vereinen sich die Süsse des Härdöpfels mit dem nussigen Aroma des Lachses zu einem harmonischen Ganzen. Text: Sonja Leissing

Bilder & Styling: Ruth Küng

Haben Sie es gewusst? Biolachse aus der Migros stammen aus naturnaher, nachhaltiger Zucht. Sie wachsen unter artgerechten Bedingungen heran und fressen Biofutter. Das darin enthaltene Fischmehl und das Fischöl stammen aus der Verarbeitung von Speisefischen, und der pflanzliche Anteil stammt aus der Biolandwirtschaft. Im Krankheitsfall werden natürliche Heilmittel eingesetzt.

Rezept: Margaretha Junker

Optisch und geschmacklich ist die Süsskartoffelsuppe mit Lachs eine Vorspeisenempfehlung der gehobenen Küche.


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 83

Hauptgericht

Süsskartoffelsuppe mit Lachs* Zutaten für 4 Personen 700 g Süsskartoffeln

1 2 cm 2 EL 8 dl

2 EL

Zwiebel frischer Ingwer Rapsöl Gemüsebouillon Salz Curry, z. B. Madras-Curry Tranchen Lachsrückenfilet mit Haut à ca. 120 g* Teriyaki-Sauce

Chips 200 g 2 EL

Federkohl Olivenöl

4

* in Bioqualität erhältlich

Zubereitung

1. Kartoffeln in Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer hacken. Im Öl andünsten. Mit Bouillon aufgiessen. Ca. 20 Minuten kochen, bis die Kartoffeln sehr weich sind. Pürieren. Mit Salz und Curry abschmecken. 2. Für die Chips Backofen auf 150 °C vorheizen. Federkohl von den Blatt­ rippen zupfen. Öl darüberträufeln und sehr gut mischen. Leicht salzen. Alles auf ein Blech geben. Lachs in eine ofen­ feste Form geben, mit Teriyaki­Sauce bepinseln und mit Curry würzen. Mit dem Federkohl im Ofen 15–20 Minuten

garen. Dabei die Ofentüre einen Spalt offen lassen. 3. Zum Servieren Haut von den Lachs­ tranchen abziehen. Suppe anrichten. Je ein Lachsstück hineingeben und mit Federkohlchips garnieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten kochen und backen

Pro Person ca. 26 g Eiweiss, 15 g Fett, 45 g Kohlenhydrate, 1750 kJ/420 kcal

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.

ASC steht für eine zertifizierte, verantwortungsvolle Zucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss.

Fische und Meeresfrüchte mit dem Migros-Bio-Gütesiegel stammen aus naturnaher, nachhaltiger Zucht. Sie erhalten Biofutter und leben in grosszügig bemessenen Süss- oder Salzwasserbecken. Ein Teil von


car-tours.ch/zug

Einzigartige Bus- & Bahnreisekombinationen mit Schweizer Reiseleitung

Exklusiv-Reise vom 1. - 10. Juli 2017

Südengland – Traumküsten & Zugromantik

Eine wunderbare Sommerreise wie aus dem Bilderbuch! Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag 1. Juli 2017 – Anreise nach Lille Gemütliche Fahrt vorbei an den herrlichen Landschaftsbildern der Champagne und der Königsstadt Reims nach Lille. Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Sonntag 2. Juli 2017 – Dover & Rye Bei der Überquerung des Ärmelkanals erwarten uns herrliche Blicke auf die Cliffs von Dover. Von Dover geht es Richtung Südosten, wo wir schon bald auf den populären Ferienort Rye stossen. Nutzen Sie die Zeit für einen Spaziergang entlang der holprig gepflasterten Strassen des wunderschönen Städtchens. Übernachtung im Raum Brighton. 3. Tag, Montag 3. Juli 2017 – Brighton, Watercressline & Stonehenge Brighton erlebte im 19. Jahrhundert seine Blüte und aus dieser Zeit stammen auch die eleganten Häuserzeilen – freuen Sie sich auf eine interessante Rundfahrt. Weiter geht die Reise nach Alresford, wo uns der erste Bahnhöhepunkt der Reise erwartet. Der romantische Zug der Watercressline bringt uns durch herrliche Landschaften nach Alton. Weiter westlich treffen wir

Castle Combe

auf den sagenumwobenen Steinkreis von Stonehenge – das berühmteste steinzeitliche Denkmal Europas. Die nächsten 2 Übernachtungen sind für uns im Raum Exeter gebucht.

Bodmin and Wenford Railway unternehmen wir eine nostalgische Rundfahrt durch die schöne Wald- und Hügellandschaft – fantastisch! Die nächsten zwei Nächte übernachten wir in Cornwall.

4. Tag, Dienstag 4. Juli 2017 – Darthmouth Steam Railway Unsere erste Station für heute ist Paignton, wo uns der stolze Dampfzug der Dartmouth Steam Railway erwartet. Lassen Sie die atemberaubenden Landschaftsbilder an sich vorüberziehen! In Kingswear setzen wir mit der Fähre über nach Dartmouth. Nach einer Hafenrundfahrt und Zeit zur freien Verfügung geht es per Fähre zurück nach Kingswear. Dort wartet der Dampfzug und bringt uns wieder zurück nach Paignton.

6. Tag, Donnerstag 6. Juli 2017 – Cornwall & St. Ives Bay Line Halten Sie heute Ihren Fotoapparat bereit – in der Grafschaft Cornwall erwartet uns heute Rosamunde Pilcher Romantik auf Schritt und Tritt. Freuen Sie sich auf den Anblick von St. Michael’s Mount, den 80m aus dem Meer ragenden Granitfelsen oder auf Land’s End, dem westlichsten Punkt Englands, von wo aus man bei klarem Wetter die Isles of Scilly sehen kann – und natürlich auf das zauberhafte St. Ives mit seinen Hellgrünen Dächer, kleinen Gässchen, Cottages und exotischen Gärten. Standesgemäss geniessen wir zwischendurch einen feinen „Cream Tea“. Zur Krönung erleben wir auf der kurzen Fahrt mit der St. Ives Bay Line eine der schönsten Bahnstrecken der Welt.

5. Tag, Mittwoch 5. Juli 2017 – Lanhydrock House & Bodmin and Wenford Railway Auf unserem Weg nach Westen stossen wir südlich von Bodmin auf Lanhydrock House, ein spektalulärer Landsitz, der als «das grossartigste House Cornwalls» bezeichnet wird. Erleben Sie den Kontrast zwischen den Quartieren der Dienerschaft und den luxuriösen Gemächern der feinen Herrschaften. Danach halten wir einen weiteren Bahnhöhepunkt für Sie bereit: mit der

Stonehenge

7. Tag, Freitag 7. Juli 2017 – Clovelly & Cheddar Entlang der bezaubernden „Küste der Träume“ fahren wir zum herrlichen Fischerdorf Clovelly, wo etwas Zeit zum Verweilen

St. Ives-Line

bleibt. Die malerische Lage praktisch senkrecht über dem Meer wird Sie begeistern. Später besuchen wir die Cheddar George Cheese Company in Cheddar und lernen alles über die Herstellung des berühmten Käses. Übernachtung im Raum Bristol. 8. Tag, Samstag 8. Juli 2017 – Cotswolds & Windsor Heute fahren wir durch die Cotswolds – die hügelige Traumlandschaft im Herzen Englands wird Sie begeistern. Wir lassen uns von Castle Combe, „dem schönsten Dorf Englands“, bezaubern, welches bereits mehrfach als Filmkulisse diente. Schliesslich fahren wir über Windsor, dem Sommersitz der englischen Königin, zu unserem Übernachtungsort im Raum Kent. 9. Tag, Sonntag 9. Juli 2017 – Dover-Lille Wir fahren zurück nach Dover, wo wir am Nachmittag zur Fährüberfahrt nach Calais erwartet werden. Nachtessen und Übernachtung in Lille 10. Tag, Montag 10. Juli 2017 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise in Richtung Schweiz an.

Lanhydrock House & Gardens


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✓ Fährüberfahrten Calais-Dover / Dover-Calais

Ihre Bahnerlebnisse: •

Watercressline: Kraftvolle Dampfloks ziehen die Waggons der Watercressline rund 16 km durch die grünen Hügel von Hampshire. Der bekannte Name der Bahn kommt aus den Tagen, wo sie noch dafür benutzt wurde, in der Region gewachsene Kresse zu den Märkten nach London zu transportieren (Strecke wurde 1865 eröffnet). Strecke Alresford-Alton

•

Darthmouth Steam Railway: Die 11 km lange Strecke entlang der Küste von Süd-Devon ist traumhaft schön – sie führt über Viadukte und Tunnels (einer davon führt unter Agatha Christies ehemaligen Sommerhaus Greenway durch) ins malerische Mündungsgebiet des Flusses Dart. Strecke Paignton- Kingswear-Paignton

•

Bodmin & Wenford Railway: Eine der ersten Eisenbahnlinien Grossbritanniens und somit auch der Welt. Im Jahr 1834 wurde die Bodmin & Wadebridge Railway eröffnet – sie war einst auch bekannt für den Transport von Porzellanerde. Am Bahnhof Bodmin scheint seither die Zeit stillgestanden zu sein. Hier kann man nicht nur historische Dampf- und Dieselloks bewundern, sondern auch wertvolle Antiquitäten finden. Die Streckenlänge beträgt 10.5 km. Strecke Bodmin – Bodmin

•

✓ 9 Übernachtungen in guten und gehobenen Mittelklassehotels ✓ 9 x Frühstück im Hotel ✓ 9 x Nachtessen im Hotel ✓ Sämtliche Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm ✓ Dampfzugfahrt mit der «Watercressline» zwischen Alton und Alresford ✓ Dampfzugfahrt mit der «Dartmouth Steam Railway» von Paignton nach Kingswear ✓ Fährüberfahrt Kingswear-Dartmouth-Kingswear

St. Ives Line: Am Bahnhof St. Erth, bekannt aus vielen Rosamunde Pilcher Filmen, steigen Sie in die St. Ives Bay Line. Die Fahrt mit dem Dieseltriebwagen dauert nur knapp eine Viertelstunde – die Strecke ist ca. 7 km lang - aber die haben es in sich. Es gibt keine schönere Trasse oberhalb der See, immer am Kamm der Klippen entlang. Für viele Kenner gelten die knapp sieben Kilometer als eine der schönsten Bahnstrecken der Welt. Die Fahrt geht vorbei an der Kirche von Lelant, die inmitten eines Golfplatzes liegt, an endlosen Stränden und traumhaften Buchten bis zum Bilderbuchort St. Ives. Strecke: St. Erth-St. Ives

Weitere Reisehöhepunkte: • • • • • •

malerisches Rye & mondänes Brighton die mysteriösen Steinkreise von Stonehenge legendäres Lanhydrock House & Gardens Bilderbuch Cornwall mit St. Michaels Mount, Land’s End & St. Ives Vom weltbekannten Cheddar-Käse in Cheddar Cotswolds das Herz Englands & Windsor

✓ Hafenrundfahrt in Dartmouth ✓ Zugfahrt mit der «St. Ives Bay Line» zwischen St. Ives und St. Erth ✓ Dampfzugfahrt mit der Bodmin and Wenford Railway

Watercressline

✓ Cream Tea in Cornwall, inkl. Tee oder Kaffee, landestypische Gebäckstücke ✓ Eintritt und Besichtigung einer Käserei in Cheddar ✓ Eintritt Stonehenge ✓ Eintritt Lanhydrock House & Gardens ✓ Eintritt Clovely ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

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St. Ives

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Land’s End

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Watercress Line

Castle Combe

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Dover

Brighton

Exeter Brixham Dartmouth Steam Railway

in guten und gehobenen Mittelklassehotels Fr. 1795.Zusätzlich wählbar/nicht inbegriffen Einzelzimmerzuschlag: Fr. 450.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.

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El Mundo

Kulinarische Weltreise Zum Mittagessen peruanisches Quinoa, zum Abendessen ein thailändisches Curry? El Mundo macht es möglich. Die Fertiggerichte sind schnell zubereitet, stillen den Hunger und lassen für einen Moment Feriengefühle aufkommen. Text: Heidi Bacchilega

Bilder: Daniel Aeschlimann

Styling: Esther Egli

Thailand In Thailand ist Curry ein Saucen- oder Eintopfgericht,

bei uns versteht man darunter eine Gewürzmischung. Sie enthält 10 bis 20 verschiedene Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Paprika, Zimt und Kardamom.

Das Red Curry Thon von El Mundo ist mit MSC-Thunfisch aus dem Indischen Ozean gemacht. Übrigens: In Thailand steht auf jedem Tisch eine Schale Prik Nam Pla. Diese scharfe Chilisauce dient zum Nachwürzen der Speisen.

Fairtrade Max Havelaar steht für fair gehandelte und nachhaltig angebaute Produkte.

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang. Ein Teil von

Neu El Mundo Rice Mix, Red Curry & Tuna, MSC, Fairtrade Max Havelaar, 310 g Fr. 3.50


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 87

Haben Sie es gewusst? Mit Kaffee hat es begonnen. Inzwischen führt die Migros über 175 ver-

schiedene Produkte, die das Fairtrade-Gütesiegel von Max Havelaar tragen.

Das Ratatouille mit grilliertem Gemüse gibt es in Peru als Beilage.

Wie beim französischen Klassiker mischen die Peruaner verschiedene Gemüse. Im Ratatouille von El Mundo sind neben Artischocken, Auberginen, Tomaten, Zucchetti und Zwiebeln auch Piquillo-Peperoni. Diese etwas acht bis zehn Zentimeter kleine Peperoni ist an ihrer leuchtend roten Farbe zu erkennen. Alles Gemüse ist nach den internationalen Fairtrade-Richtlinien angebaut. Übrigens: Zum Ratatouille werden in Peru traditionell Reis, Kartoffeln und Cuy (Meerschweinchen) serviert.

Peru El Mundo Ratatouille, Fairtrade Max Havelaar, 400 g Fr. 2.40

Quinoa ist ein Grundnahrungsmittel in Südamerika und gilt

als eine der besten pflanzlichen Eiweissquellen überhaupt. Der Samen der Quinoapflanze ist auch bei uns beliebt – als Beilage oder Hauptbestandteil einer Mahlzeit. Das Quinoa-Mango-Fertiggericht von El Mundo ist eine leichte Mahlzeit, die kalt oder warm schmeckt. Der rote und schwarze Quinoa ist separat verpackt und kann nach Belieben gemischt werden. Übrigens: Peruaner essen dazu gerne Anticuchos (grillierte Rinderherzen am Spiess).

El Mundo Quinoa Mix, Mango Chutney, Fairtrade Max Havelaar, 225 g Fr. 3.50


Menüideen für Geniesser.

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Rindsentrecôte und -huft am Stück Uruguay/Paraguay, per 100 g

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Bio-Broccoli Spanien/Italien, 400 g

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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 89

Oh!

Proteinreicher Genuss Wer besonderen Wert auf eine proteinreiche Ernährung legt und Süsses liebt, wird sich freuen: Das Oh!-Yogurt Greek Style gibt es in zwei Sorten jetzt auch als Mini-Dessert. Beide Variationen sind klein, aber fein: Mit nur 100 Gramm pro Portion empfehlen sie sich auch als Zwischenmahlzeit. Die cremigen Joghurts überraschen jeweils mit einem süssen Topping am Becherboden: Das «Toffee Choco» ist mit zartschmelzendem Caramel und Splittern von dunkler Schokolade unterlegt, während das «Coco Choco» neben den Schokosplittern feine Kokosraspeln enthält.

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Bild und styling: Veronika Studer

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Klein, aber fein: Das cremige Mini-Dessert von Oh! enthält acht Prozent Proteine.

Oh! Mini Toffee-Choco, Oh! Mini Coco-Choco, 4 × 100 g 4 × 100 g Fr. 4.40 Fr. 4.40


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 91

Frey

Zum Verschenken schön Die Praliné-Kreation Adoro von Frey weckt alle Jahre wieder in der Adventszeit die Aufmerksamkeit. In der sternförmigen Verpackung mit goldfarbenen Prägungen sind sie eine attraktive Geschenkempfehlung für die Festtage. Mit dem knackigen Mantel aus feiner Milchschokolade um den cremigen Kern sind die Adoro-Pralinés Kugel für Kugel Garanten für besondere Genussmomente.

* Aktion 20% auf alle Adoro-Kugeln vom 22. bis 28. 11., solange Vorrat

Bild: Yves Roth; Styling: Urs Affolter

Die Adoro-Kugeln sind in der Weihnachtszeit festlich verpackt.

Frey Adoro-Kugeln Stern, Milch, UTZ, 120 g Fr. 5.–* statt 6.30

Frey Adoro-Kugeln Stern, Milch, UTZ, 300 g Fr. 9.40* statt 11.80

Frey Adoro-Kugeln, Milch, UTZ, 74 g Fr. 3.35* statt 4.20

Frey Adoro-Kugeln, Milch, UTZ, 550 g Fr. 12.55* statt 15.70

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Adoro-Kugeln.


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 93

M-Classic

Rezept für MultivitaminGeleewürfel www.migmag.ch/ geleewuerfel

Fruchtiges Potpourri

M-Classic Multivitaminsaft Max Havelaar, 1 l Fr. 1.40

Quadratisch, lustig, fruchtig: Wie wärs zur Abwechslung mit Multivitaminsaft als Geleewürfel? (Link zum Rezept siehe oben links.) Rezept

Bild: Christine Benz; Styling: Vera Guala

www.saison.ch

Der Multivitaminsaft von M-Classic enthält einen bunten Mix exotischer Früchte, die aus Fairtrade-zertifiziertem Anbau stammen. Vor allem an den trüben Tagen der nasskalten Jahreszeit ist das Fruchtmark- und Konzentrat-basierte Getränk beliebt, denn schon ein Glas zum Zmorge trägt dazu bei, frisch und energiegeladen in den Tag zu starten. Wer den hundertprozentigen Fruchtsaft ohne zusätzlichen Zucker einmal auf originelle Weise servieren möchte, kann Geleewürfel aus ihm machen.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Fruchtsäfte von M-Classic.

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Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


94 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

www.myskai.ch

Kaugummi mit Gruss

Mit individuell bedruckten Kaugummis hat Chocolat Frey 2015 eine Weltneuheit lanciert. Persönliche Grussbotschaften können so als Kaugummi-Privat-Edition weltweit versendet werden. Die Bestellung dafür erfolgt via Internet. Interview: Jacqueline Vinzelberg

Sandra Liechti und Michael Ewers managen seit Januar das Projekt «myskai». Im Interview geben sie Auskunft über den Kaugummi.

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finden Sie alles für schöne Weihnachten. Lassen Sie sich inspirieren: www.migros.ch/ weihnachten

Bilder: Sophie Stieger


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 95

Sandra Liechti, Michael Ewers, was ist das Besondere an myskai? Mit myskai darf man kreativ sein. Die zuckerfreien KaugummiDragees können mit individuellen Botschaften, Fotos und Symbolen bedruckt werden. So lässt sich damit ein ganz persönlicher Gruss verschenken. Wie viele Kaugummis wurden seit der Einführung von myskai im April 2015 bedruckt? Seit der Lancierung haben wir rund 1,3 Millionen KaugummiDragees bedruckt. Die Zahl umfasst sowohl die Bestellungen der Privat- als auch jene der Businesskunden. Privat- oder Businessbestellung: Worin liegt der Unterschied? Die Privat-Edition umfasst 51 bedruckte Dragees, aufgeteilt in zwei Päckli, die in unserer neuen Geschenkbox und mit einer persönlichen Botschaft versendet werden. Wer grössere Mengen für bestimmte Events wie Firmenanlässe oder Hoch-

zeiten bestellen möchte, fährt mit unserem GeschäftskundenModell günstiger. Informationen dazu gibt es auf unserer Website. Die bedruckten Kaugummis kommen dann zu je 15 Stück in kleine Runddosen mit durchsichtigem Deckel. Die Bestellung ist ab 50 Döschen möglich. Wir nehmen auch Sonderanfragen entgegen und arbeiten derzeit an der Entwicklung weiterer Bestellformate und Auflagen. Welche Geschmacksrichtung ist besonders gefragt? Zur Auswahl stehen Spearmint, Peppermint, Fantastic Berry , Airboost und ganz neu Tropical Cream. Am beliebtesten ist aber Spearmint – der klassische Kaugummigeschmack. Welche Sujets oder Boschaften sind besonders beliebt? Es können ganz individuell Fotos und kleine Texte zum Bedrucken auf die Website hochgeladen werden. Zusätzlich stellen wir dort auch eine Vielzahl von Symbolen für den Druck bereit, wobei die Sujets saisonal wech-

seln. Aktuell ist rund ein Dutzend für Weihnachten verfügbar. Was im Detail gedruckt wird, registrieren wir nicht, allein schon aus Daten- und Kundenschutzgründen. Aber sicher stehen Liebesbotschaften ganz oben auf der Hitliste. Versenden Sie myskai auch ins Ausland? Ja, oft in die Nachbarländer Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien. Wir haben myskai auch schon nach England und in die Dominikanische Republik verschickt. Wie lange ist die Lieferzeit? Eine Woche ab Bestellung ist die Sendung in der Schweiz in der Regel im Briefkasten. Vor Festtagen wie Weihnachten hilft bei Bedarf auch unser Team aus der Verwaltung beim Verpacken mit. Auf diese Weise konnten wir auch den grossen Ansturm im vergangenen Jahr prima bewältigen. Denn wir können nicht vorproduzieren und müssen jedes Päckli von Hand abfüllen und einpacken. MM

1 Fünf verschiedene Geschmacks-

richtungen stehen zur Wahl. 2 Die Abfüllung erfolgt von Hand. 3 Zum Bedrucken der Kaugummis wird Lebensmittelfarbe verwendet, die gesundheitlich unbedenklich ist. 4 Wer Symbole aufdrucken lassen möchte, hat die Qual der Wahl. Wie wärs mit lustigen Weihnachtssujets?

1

2

3

Tipp: myskai ist auch ein sehr persönliches Geschenk zu Weihnachten

4

myskai Kaugummis, personalisiert, 51 Stück Fr. 19.80 Erhältlich nur auf www.myskai.ch

Anleitung

Bestellung auf www.myskai.ch Bis zu drei verschiedene Kaugummis können mit eigenen Fotos, Texten oder Symbolen gestaltet werden. Die Motive werden jeweils zu gleichen Teilen auf den 51 Dragees platziert. Aus fünf Geschmacksrichtungen wählt man die entsprechende Sorte. Eine persönliche Botschaft kann hinzugefügt werden. Sie wird in die Geschenkbox geklebt und ist nur für den Empfänger sichtbar. Bezahlt wird einfach via Internet. Eine Woche später oder zu einem Wunschtermin liegt die Sendung dann im Briefkasten des Empfängers.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch myskai.


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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 97

L’Oréal Paris

Einfach volle Wimpern Für den grossen Auftritt sind volle Wimpern unverzichtbar. Mit den dichten Borsten der Volumen-Mascara lässt sich viel Farbe auftragen. Zugleich trennen sie die Wimpern, ohne sie zu verkleben. Vier Schritte zum perfekten Augenaufschlag. Text: Anette Wolffram Eugster Illustrationen: Nina Tiefenbach

Für mehr Schwung Wimpern bekommen durch eine Wimpernzange einen schönen Schwung. Für eine lang anhaltende Form die Zange vorher kurz mit dem Fön anwärmen. Der Effekt ist der gleiche wie bei Heizwicklern im Haar: Mit Wärme hält der Schwung länger.

1

Im Zickzack auftragen Die dichten Borsten der Mascara sorgen für Volumen. Für sauber getrennte Härchen die Bürste am oberen Wimpernkranz ansetzen und mit zügigen Zickzackbewegungen von der Wurzel bis zum Ende der Wimpernspitze ziehen.

L’Oréal Paris Volume Million Lashes Fatale, 9,6 ml Fr. 23.90

2

L’Oréal Paris Color Riche La Lip Palette nude*, 6 × 1 g Fr. 21.90

Illustration: Nina Tiefenbach

* auch im Farbton Rouge erhältlich

Spitzen optisch verlängern Für eine maximale Länge die Wimpernspitzen zusätzlich mit dem Ende der Mascara-Bürste betonen. Die versetzt aneinanderliegenden Borsten ermöglichen eine Trennung der Wimpern, ohne sie zu verklumpen.

3

Untere Wimpern betonen Zum Schluss den unteren Wimpernkranz mit ein wenig Mascara hervorheben. Sollte versehentlich etwas Farbe auf der Haut landen, ist das kein Problem: einfach ein Wattestäbchen in Augen-Make-up tränken und die Spuren entfernen.

4

L’Oréal Paris Nagellack Le Vernis à l’Huile*, 13,5 ml Fr. 12.90 * in 18 verschiedenen Farben erhältlich


Limited Edition.

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Sélection Salz & Knoblauch 100 g

4.50

Sélection Salz & Chili 80 g

6.50

Sélection Persisches Salz & Blumen 55 g

4.50

Sélection Salz & Pfeffer 100 g

4.50

Sélection Salz & Curry 100 g

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

5.50

Sélection Salz & Safran 110 g


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 99

I am

Natürlich pflegen Die neuen Gesichtspflegemittel der Linie Natural Cosmetics von I am enthalten pflanzliche Wirkstoffe, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Sie decken die individuellen täglichen Pflegebedürfnisse ab und sorgen für ein angenehmes Hautgefühl. Text: Heidi Bacchilega

Illustration: Nina Tiefenbach

Das Mizellen-Reinigungswasser mit Hyaluron und WeissteeExtrakt für jeden Hauttyp reinigt die Haut und entfernt wasserlösliches Make-up besonders schonend. Dafür morgens und abends etwas auf ein Wattepad geben und damit sanft über das Gesicht streichen. I am Natural Cosmetics Mizellen-Reinigungswasser, 200 ml Fr. 6.50

Serum morgens und abends auf die gereinigte Haut auftragen. Danach wie gewohnt Tages- oder Nachtpflege verwenden. Hyaluron und Weisstee-Extrakt spenden Feuchtigkeit und mildern erste Trockenheitsfältchen. I am Natural Cosmetics, Intensiv Gesichtsserum, 30 ml Fr. 10.80

Neue GesichtsNaturkosmetik Reinigungswasser, Gesichtsserum und Pflegeöl

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Gesichtspflegeprodukte von I am.

Das Gesichtspflegeöl für die anspruchsvolle Haut mit Alpenrosenextrakt und Traubenkern-, Argan-, Mandel-, Avocado- und Jojobaöl beugt vorzeitiger Hautalterung vor. Das Öl zieht schnell ein, mildert Trockenheitsfältchen und sorgt für ein glattes Hautbild. I am Natural Gesichtspflegeöl, 30 ml Fr. 8.90


100 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Kindersortiment

Das wünsch ich mir! Schon lange vor Weihnachten schreiben Kinder Wunschzettel. Das Spielzeugsortiment der Migros macht das Erfüllen der Kinderträume leicht. Und der Online-Wunschzettel sorgt dafür, dass das Christkind Geschenke nicht doppelt bringt. Text: Anette Wolffram Eugster

Elias (8): «Zu Weihnachten möchte ich unbedingt einen ferngesteuerten Bagger.»

Lego Technic Schaufelradbagger, Fr. 229.–

Aktion 30% auf das gesamte Spielwarensortiment vom 25. bis 27. 11.

Sina (2): «Ich wünsche mir einen grossen Freund zum Knuddeln.»

Bruno Bär, beige, Höhe 100 cm Fr. 39.80


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 101

Anouk (4): «Ich möchte unbedingt eine Puppe, mit der ich spielen kann.»

Barbie Regenbogen Prinzessin, Einhorn und Kutsche Fr. 79.–

Robin (6): «Auf meinen Wunschzettel kommt ein Hund, der nie gross wird und mir immer folgt.»

Schenken leicht gemacht

Wunschzettel online erstellen Eltern können mit ihren Kindern einen Wunschzettel online erstellen und mit allen Schenkenden teilen. So behalten die Eltern den Überblick, wer welchen Wunsch erfüllt, und vermeiden dop­ pelte Geschenke.

Chip Roboter Hund Fr. 269.–

www.migros.ch/wunschliste

Kostenloser Lieferservice

Im Onlineshop von Melectronics gibt es eine grosse Auswahl an Spielwaren. Die Lieferung erfolgt frei Haus.

Bilder: Guy Jost Styling: Jarmila Kovacovsky

Illustration: Mira Gisler

www.melectronics.ch/spielwaren

Wissenswertes

Haben Sie gewusst, ... dass die ersten Wunsch­ zettel aus dem 18. Jahrhundert stammen und Kaligrafie­ übungen für Kinder waren, in denen sie Lobeshymnen auf ihre Eltern zu Papier brachten? Diese wurden dann an Heilig­ abend vorgetragen, bevor es Geschenke gab. Erst mit der Entstehung der Spielzeug­ industrie im späten 19. Jahr­ hundert wurden zunehmend materielle Wünsche geäussert.

FurReal Friends Torch, mein kleiner Drache Fr. 119.–

Playmobil History Pyramide des Pharao Fr. 69.–

Baby Knaben Shirt, Gr. 68–98 Fr. 29.–

Mädchen Kleid aus Spitze, Gr. 104–140 Fr. 25.–


24 süsse Überraschungen.

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Frey Freylini Adventskalender gefüllt mit Schokoladenkugeln, UTZ 300 g

Alle Celebrations- und M&M’sWeihnachtsprodukte z.B. Celebrations Adventskalender, 230 g, 7.95

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Merci Adventskalender 230 g

Kinder Überraschung Adventskalender* erhältlich in diversen Weihnachts-Sujets, 480 g

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Kinder Mix Adventskalender 182 g

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Smarties Adventskalender Turm 227 g

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MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 103

Papeteria

Ein originelles Schriftstück Alle abgebildeten Utensilien sind in der Migros erhältlich.

Papeteria Doppelkarte mit Briefumschlag A6, 15 Stück Fr. 5.40

Papeteria Doppelkarte mit Briefumschlag A5, 15 Stück Fr. 8.30

Bild: Ruth Küng; styling: Anita Oeschger

Tipp Was tun, damit eine Grusskarte beim Empfänger nicht im Altpapier landet? Heutzutage ist die Freude bereits gross, wenn aus dem Stapel Rechnungen im Briefkasten ein handschriftlich adressiertes Couvert fällt. Ist dann auch noch die Botschaft selbst mit persönlichen Worten statt mit Floskeln verfasst, hat die Karte beste Chancen, nicht recycelt zu werden. Ist sie zudem mit hübschen Sujets verziert, könnte sie dem Empfänger bald sogar als Deko-Objekt mit Sonderstatus dienen. Im Papeteria-Sortiment findet man unter anderem Couverts und Bastelkarten in diversen Farben und Grössen.

Den Hirsch auf eine Bastelkarte zeichnen und ausschneiden. Dazu eine zweite Karte als Farbuntergrund kombinieren.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


104 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Schmeckt mit gerösteten Kürbisschnitzen noch feiner: Bon Chef Premium Kürbiscremesuppe, 55 g* Fr. 1.70

Ideal für die Zubereitung des herbstlichen Dessertklassikers: Vermicelles-Presse Fr. 5.80

Marroni und Kürbis

Heiss begehrt Jetzt prägen wieder Kürbisse und Marronistände das Strassenbild. Während die farbenfrohen Melonenfrüchte als kunstvolle Schnitzereien Hauseingänge und Fensterbänke zieren und vor allem Kinderherzen erfreuen, erhellen die Marronibratereien so manch trüben Novembertag mit ihrem fast schon betörenden Duft. Ob im Ganzen frisch geröstet als Snack oder fein püriert als Beilage oder Dessert, ist die Marroni aus der herbstlichen Küche kaum noch wegzudenken. Ebenso der Kürbis, der allein wegen seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralien im Reigen der kulinarischen Superstars ganz weit oben rangiert. Fast zu schade, um als Dekor zu dienen ...

Motive und Anleitungen zum Kürbisschnitzen findet man im Internet: Cucina & Tavola Kürbis-Schnitzset, 4-teilig Fr. 8.90

Damit lassen sich Marroni einfach über dem Feuer rösten: Cucina & Tavola Marroni-Pfanne, Ø 26 cm* Fr. 7.90


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 105

Kulinarisches Highlight mit einem herbstlichen Akzent: Crème d’or Marrons, 750 ml* Fr. 7.30

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Kulturschür Gurten

Musik zum Anfassen Bastian Baker, Seven, Philipp Fankhauser: Die Gurten Sessions auf dem Berner Hausberg bieten in den Wintermonaten berührende Konzerte in einem intimen Rahmen. Text: Sarah Baur

W

ährend der kalten Jah­ reszeit wird Musiklieb­ habern auf dem Berner Hausberg warm ums Herz werden: Im Rahmen der Gurten Sessions finden in der Kulturschür UPtown kleine, aber feine Konzerte von einheimischen Künstlern statt. Eine Gurten Session beginnt bereits mit der Standseilbahnfahrt zum Konzertlokal auf 858 Meter über Meer. Um 19 Uhr werden die Besu­ cher nämlich erst einmal kulinarisch mit einem Apéro riche nach Noten verwöhnt, bevor auf der Bühne der musikalische Hauptgang folgt. Das Spezielle an den Konzerten im UPtown: Die Acts treten in reduzier­ ter Formation auf, sind zum Greifen nah und lassen sich von der beson­ deren Atmosphäre auch gerne zu Überraschungen inspirieren. So wird jede Gurten Session ein einzigartiges Erlebnis, bei dem sich die Musiker von einer ganz persönlichen Seite zeigen. Talente und Legenden

Die Gurten Sessions versprechen besondere musikalische Leckerbissen: Am 10. Dezember füllen die Singer/ Songwriter Damian Lynn und Henrik Belden den Raum mit melancholi­ scher Wärme. Der erste Auftritt im neuen Jahr gehört Bastian Baker, die Session vom 21. Januar ist leider aus­ verkauft. Allerdings gibt es weitere Highlights: die Auftritte der Berner Blues­Legende Philipp Fankhauser am 11. Februar und des Ausnahmetalents Seven am 25. März 2017. MM Mehr Infos: www.gurtenpark.ch/gurtensessions oder 031 970 33 33. Tickets: www.starticket.ch

Vorverkauf empfohlen: Seven tritt am 25. März 2017 bei den Gurten Sessions auf.

Klubschulangebot

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vor der Arbeit, Englischkonversation in der Mittagspause oder Rhetoriktraining am Feierabend – kurze Lektionen passen auch in einen gut gefüllten Terminkalender. Die Kurzlektionen der Klubschule Migros sind effizient und auf ein aktives Tagesprogramm zugeschnitten. Infos: www.klubschule.ch, Stichwort «Kurzangebote» oder Tel. 0844 844 900


108 | MM47, 21.11.2016 | MIGROS-WELT

Fitness

Schöner schwitzen

Mehr Platz, eine erweiterte Infrastruktur und ein angenehmes Ambiente: Nach 27 Jahren erhielt der Fitnesspark Time-Out in Ostermundigen ein umfassendes Facelifting. Text: Andrea Bauer

S

Bilder: Michèle Büschi

eit 2005 ist der Fitnesspark TimeOut in Ostermundigen ohne grosse Veränderungen in Betrieb. Jetzt bietet er dank eines grosszügigen Umbaus mehr Platz und viele attraktive Neuheiten: Die Fitnessfläche ist um 100 Quadratmeter erweitert und mit einer Functional-Zone sowie einem Queenax-

Frame – das ist ein multifunktionales Trainingssystem – ergänzt worden. Die Queenax-Elemente nutzen den ganzen verfügbaren Raum. Ob an der Decke, der Wand oder dem Boden: Überall und in zahllosen Varianten können so Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination Flexibilität und Stabilität trainiert werden.

Der neu gestaltete Aussenbereich und ein zusätzlicher Ruheraum laden zum Entspannen ein. Ebenfalls im Aussenbereich befindet sich nun eine der grössten Aufgusssaunen der Schweiz. Hier finden regelmässig spezielle Aufgusszeremonien statt, die in kleineren Saunen gar nicht möglich sind.


MIGROS-WELT | MM47, 21.11.2016 | 109

Keiner zu jung, ein Tüftler zu sein...

Bug’n’Play

Festival für kleine Tüftler Selbstgemachte Audiocollagen, Games, Trickfilme, Webseiten: Beim digitalen Jugendwettbewerb Bug’n’Play des Migros-Kulturprozents können junge Kreative zeigen, was sie draufhaben. Text: Dominik Landwehr

D In der neuen grossen Sauna im Aussenbereich finden regelmässig spezielle Aufguss-zeremonien statt. Ein neuer Begegnungsraum lädt zum Entspannen ein.

Im KidzClub sorgen neue Spielgeräte für viel Bewegung, und Center- und IntercityMitgliedern stehen die Türen jederzeit offen. Tagesgäste erhalten mit einem Einzeleintritt zum attraktiven Preis Zugang zu diesem Angebot. MM Mehr Infos: www.fitnesspark.ch/timeout

er Jugendwettbewerb Bug’n’Play vergibt dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Museum Tin­ guely Basel zum ersten Mal einen Spezialpreis für die beste Musikmaschine – den Music-MachineAward. Ideale Vorbereitung darauf ist der Workshop «Motörheadz» vom 26. November in Basel (siehe Box). Zusätzlich locken viele Spezialpreise: Beurteilt werden die Projekte für Weltraumforschungs­ projekte zusammen mit dem Swiss Space Office, eingereichte Anima­ tionsfilme zusammen mit dem Animationsfilmfestival Fantoche und die Games zusammen mit dem Zürich­Game­Festival Ludicious. Geldpreise von bis zu 1500 Franken

Anmelden können sich Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 20 Jahren bis zum 31. Januar. Das Projekt muss bis zum 31. März fer­ tiggestellt sein. Die Preisverleihung findet am 10. Juni in Zürich statt. Zu gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 1500 Franken pro Team! MM Infos und Anmeldung: www.bugnplay.ch

Workshop

«Motörheadz» Im Workshop «Motörheadz» vom 26. November basteln Kinder und

Jugendliche eine Musikmaschine. Grundlage dafür ist ein Bausatz bestehend aus einem Motor, einem Schlägel, einem Klangkörper und einem Mikrocontroller. Der Schlägel, der an einem Motor befestigt wird, schlägt in selber programmierten Rhythmen an beliebig gewählte Materialien und Klangkörper. Und mit einem Sensor wird das Ganze interaktiv. Im Anschluss an den Workshop im Museum Tinguely in Basel wird ein 10-minütiges Konzert im Museum stattfinden. Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen, Kosten: 15 Franken Anmeldung bis 25.11. unter Tel. 061 688 9270


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Leben MM47

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Familienumfrage Wie stehen Sie zum Adventskalender? 1 Ich liebe es, 24 Geschenklein zu suchen und sie dann herzig zu verpacken. 59% 2 Ich kaufe jedes Jahr einen. Zum Selberbasteln fehlt mir die Zeit. 22% 3 Ich nehme mir jedes Jahr vor, für meine Liebsten einen selber zu basteln. Wird wahrscheinlich wieder nicht klappen. 18% 4 Das interessiert mich nicht. Das ist nur Geldmacherei. 1%

Knigge reloaded

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Muss man auf jede Textnachricht antworten?

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

In Zusammenarbeit mit

Mamma mia

A

«Nein. Bei SMS-Nachrichten existiert in der Regel eine Beziehung zwischen den Beteiligten – immerhin muss der Absender irgendwoher die Mobiltelefonnummer haben. Doch auch hier gibt es wie bei Anrufen prinzipiell die Freiheit, nicht zu reagieren. Das hängt erstens mit dem grundsätzlich informelleren Wesen der Textnachricht zusammen; zweitens damit, dass Textnachrichten zu jeder Tages- und Nachtzeit zulässig sind – der Absender darf davon ausgehen, dass der Empfänger sein Mobiltelefon zu Ruhezeiten abschaltet. Kommt schliesslich hinzu, dass manche Menschen aus Müssiggang endlose Textkonversationen über Nichtigkeiten anstrengen. Noch schlimmer sind sogenannte Gruppentexte, die, wenn sie als unpersönliches Bulletin verschickt werden, schlechterdings als Störung einzustufen sind. Hier ist Schweigen sogar angebracht.»

Rappadoli

«Am liebsten esse ich Rappadoli», sagt Eva. Ihre Kolleginnen gucken hilflos. «RAPPADOLI!» Ich kann mich kaum halten vor Lachen. Die gibts nämlich nur bei Leinenbachs. Ein raffiniertes Gericht, das gekocht wird, wenn es schnell gehen muss. Dosenöffner raus, Büchse auf – und fertig sind die Rappadoli. Ida ist schuld. Sie konnte anfangs nicht «Ravioli» sagen. Wir waren entzückt, seither sagen bei uns alle Rappadoli. Oder «Simpressin» statt «Prinzessin» und «Kackisonne» statt «Caprisonne».

Manchmal gehen die Kreationen sogar auf Wanderschaft. Evas Freundin war fasziniert von diesen pinken Vögeln, den «Flammbingos». Heute wissen die Kinder, wie die Viecher heissen. Aber Traditionen sind eine feine Sache. Neulich im Züri-Zoo: «Mami, lueg, d Flammbingos!» Eine ältere Dame beugte sich zu einem Zweijährigen und posaunte: «Schätzeli, das sind Flamingos.» Sie hatte keine Ahnung. Bettina Leinenbach (40) ist Journalistin

und zweifache Mutter.


114 | MM47, 21.11.2016 | LEBEN

Mehr Freiräume für Kinder! Pro Juventute freiraum. projuventute.ch

Studie

Wo Kinder gern spielen Stadtkinder spielen länger draussen, je kinderfreundlicher ihre Umgebung ist. Das zeigt eine aktuelle Studie von Pro Juventute. In kinderfreundlichen Stadtteilen sind dies pro Tag durchschnittlich zwei Stunden, in schlechter Umgebung nur eine Viertelstunde. Weitere Infos: https://freiraum. projuventute.ch Blog:

Spielplätze & Freiraum für Kinder: blog.projuven tute.ch Spielplätze:

Robinson Hagberg, www.robiolten.ch Robinson Muttenz, www.robinsonspielplatz.ch Spielbrache Wyssloch Bern, www.wyssloch.ch Kinderbaustelle Biel, www.kinderbau stelle.ch Holzwurm Uster, www.holzwurmuster.ch Terrain d’Aventure Lausanne, www.terrain aventure.ch


LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 115

Spielplatz-Mitarbeiterin Vera sägt mit Abdelwassa Holzscheite fürs Lagerfeuer. Duru lernt, wie man die Scheite fürs Feuer stapelt (Bild links).

D Familie

Ein Paradies für kleine Abenteurer

Spielplätze sind oft nicht mehr als eine lieblose Anordnung von Schaukeln und Rutschbahnen. Es gibt aber auch aufregende Orte wie den Robinsonspielplatz Hagberg in Olten: Hier können sich Kinder so richtig austoben. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Holger Salach

er Spielplatz Hagberg liegt, etwas versteckt, mitten im nebligen Stadtgrau von Olten SO – ein kleines Kinderparadies mit grossen Bäumen und vielen Büschen im Spätherbst. «Laurin, zeig den Gästen den Spili», sagt Selina Landolt (29), Mitarbei­ terin und soziokulturelle Animatorin. Und schon springt der Neunjährige flink den wurzeligen Hang hoch, zeigt die Schaukel, die aus einem Kajak gebaut wurde, führt an Büschen und Hecken vorbei zum Kanin­ chenstall, zeigt das Wasser­ becken und erklärt: «Hier kann man im Sommer Schiffchen fahren lassen.» Danach geht es den Wall hinauf zu den Baum­ hütten, zur Seilbahn und dann weiter zum Tipi auf der Anhöhe, inmitten von Baumkronen. Hier stand vor Jahrhunderten eine Burg, übrig sind nur noch von Erde bedeckte Ruinen. Wo einst die ritterliche Herrschaft thronte, toben sich heute Kinder aus. Heute Nachmittag haben sich trotz des trüben Wetters fast zwei Dutzend Kinder einge­ funden. Auf dem Gemeinschafts­ platz stapelt Mitarbeiterin Vera Sidler (31) bei der gedeckten Feuerstelle mit Duru (7) einen kleinen Turm aus Anzündholz auf. «Ich mache gern Feuer», sagt das Mädchen mit dem


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 117

türkisfarbenen Pulli. Wie auch Abdelwassa (8): Auf dem Robinsonspielplatz hat er gelernt, wie das geht. Heute sägt er dicke Scheiter zu Feuerholz. Durus Schwester Nilay (11) ist ebenfalls da, sie bereitet auf der dicken Matte mit anderen Kindern eine Wrestlingshow vor. Daneben üben Isabelle (12) und Tabea (11) auf dem Fass ein Kunststück ein, denn diese Woche ist das Thema Zirkus angesagt. Mitmachen kann, wer will.

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2 3

Ein Stück Natur für Stadtkinder

Der Robinsonspielplatz Hagberg entstand vor 43 Jahren. «Es war eine Initiative von Eltern», erzählt Selina Landolt. «Man wollte für die Kinder in der Stadt einen Ort schaffen, wo sie ein Stück Natur haben, sich austoben und ihrer Fantasie freien Lauf lassen können.» Es sollte ein Ort werden, der mehr bietet als nur eine Schaukel und eine Rutschbahn auf ein paar Quadratmeter Gummiboden. Hier können die Kinder werken, bauen, mit Blättern und Ästen spielen, klettern, schaukeln oder lernen, Feuer zu machen. Beim Hauseingang hat es zudem eine Werkstatt sowie ein Bastel- und Malatelier. «Die Kinder haben hier viele Möglichkeiten, sich auszuleben», sagt Selina. «Der Raum ist unstrukturiert, die Kleinen dürfen ihre eigenen Projekte verwirklichen, experimentieren, Abenteuer erleben.» Hier gibt es kein piepsendes Handy, kein Wi-Fi. Die beiden Leiterinnen haben auch keine Mühe, mit den möglichen Gefahren umzugehen. Es gibt kein Mindestalter für die Seilbahn. «Wenn ein Kind sich getraut, dann ist es alt genug.» In der Schweiz gibt es rund 60 Abenteuerspielplätze, die meist «Robinsonspielplätze» oder «Robi» heissen. Sie kamen in den 1950er-Jahren auf, inspiriert von den sogenannten Bauspielplätzen in Dänemark. Man wollte den Kindern den Freiraum zurückgeben, der durch die Verstädterung verloren gegangen war. Das ideelle Vorbild: Robinson Crusoe. Wie dieser sollte sich der Nachwuchs in

1 Tabea und Isabelle probieren

4

Kunststücke aus. 2 Materiallager für alles: Basteln, Malen, Handwerken und, und, und 3 Holz spalten kann Laurin besonders gut. 4 Roshan, Eliva, Fatima und Silas bereiten ihre Wrestling-Show vor. 5 Keine Abenteuer ohne Regeln: der Robi-Knigge 5


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 119

Zur Person:

Nathalie Herren (45) ist Geschäftsleiterin des Dachverbands für Offene Arbeit mit Kindern in Bern Nathalie Herren

«Kinder sind von Natur aus kreativ»

Timo gleitet auf der Seilbahn über das Gelände des Robi Hagberg.

naturnahen Räumen ungezwungen seine eigene Welt schaffen können. Der erste Robinsonspielplatz entstand 1953 in Zürich Wipkingen. Es folgten zahllose weitere, oft unterstützt und angetrieben von Alfred Ledermann, der von 1958 bis 1979 Zentralsekretär der Pro Juventute war. Der Robinson­Spili in Muttenz BL aus dem Jahr 1959 besteht noch heute. Er ist bekannt für seine Feuerspektakel, das sommerliche Kinderfest, die Sommerlager und die Fahrten mit der spielplatzeigenen Bahn. In der Zwischenzeit wurde er moder­ nisiert, doch das ursprüngliche Flair ist geblieben. In den 1970er­ und 1980er­Jahren gab es eine zweite Robinson­Welle. Damals entstand Hagberg in Olten. Oder der Holzwurm in Uster ZH, der weitherum bekannt ist als Ort für Freiheit und Erfindergeist. Selbstgebaute Geräte und Skulpturen regen zu kreativem Spiel an, in verschiedenen Werkstätten können Kinder werken und basteln, im Hütten­ dorf an eigenen Häusern bauen, in der Metallwerkstatt Seraphine schweissen. Wenn immer möglich selbständig und eigenverantwortlich. Eine erwachsene Person ist immer erreichbar. Doch ständige Hilfe durch Eltern ist weit­ gehend unerwünscht. Damit der Betrieb funktioniert, sind die meisten Abenteuerspielplätze als Vereine organisiert, die von Freiwilligen unterstützt werden. Nebst Vätern, Müt­ tern, Bekannten sind es nicht selten ehe­ malige Kinder, die sich heute für «ihren» Spielplatz engagieren und mit dabei sind, wenn neue Projekte umgesetzt werden. Das Konzept des fantasiereichen Freiraums fiel auch jenseits des Rösti­ grabens auf fruchtbaren Boden. Genf war Pionier mit dem ersten Jardin Robinson.

In Lausanne VD wurde 1995 der erste Terrain d’Aventure eröffnet. Auch hier findet man einen vielfältigen, verspielten Ort mit unterschiedlichen Gestaltungs­ elementen für Kinder. Zwischennutzungen für Kinder

Derzeit erobert etwas Neues die Welt der kreativen Spielplatzkonzepte: Zwischennutzungen wie die Kinder­ baustelle in Biel BE, die im Frühling 2015 erstmals für das Sommerhalbjahr eröff­ net wurde, oder die Wyssloch­Brache in Bern. «Das ist der Lieblingsspielplatz meines Sohns», sagt Petra Stocker (34). Der Dreijährige findet immer wieder etwas anderes spannend hier. Das Konzept ist einfach: Ein unstrukturierter Raum mit Hügel, Wasser und Sand, eine Spielkiste mit Schaufeln stehen zur freien Verfügung. Petra Stocker schätzt an diesem Ort vor allem die Offenheit und das variable Gelände, das sumpfig, hügelig und sandig ist. Die Wahlbernerin ist bei Pro Juven­ tute für die Kampagne «Mehr Platz für Kinder» aktiv, die die schwindenden Kinderräume im städtischen Raum thematisiert und mobilisieren will, damit wieder vermehrt solche Räume geschaffen werden. Auch langweilige Spielplätze lassen sich einfach auf­ peppen. «Ein paar lose Gegenstände, ein Baumstamm, der anregt zu spielen, darü­ berzuspringen oder zu balancieren, ein paar Steine – und schon hat man einen Ort, der die Kinder aufmuntert.» Heute sind solche Räume wichtiger denn je. Sie müssen kreativ um ihre Aufmerksamkeit buhlen, um gegenüber der Konkurrenz von Games und Apps bestehen zu können: Fehlt der die Fantasie anregende Freiraum, bleiben die Kinder lieber im Haus. MM

Was ist ein guter Spielplatz? Ein guter Spielplatz ermöglicht Begeg­ nungen zwischen Kindern. Der Raum soll frei zugänglich, gut erreichbar, veränderbar und vielfältig sein. Ausser­ dem muss er unterschiedlich nutzbare Bereiche und Topografien besitzen – zum Beispiel flache und hügelige Bereiche, Gras, Sand, Kies, Wasser, Pflanzen und Orte zum Sitzen. Ist es wichtig, dass Kinder kreativ sein können? Kinder sind von Natur aus kreativ, sie brauchen dafür fast nichts, nur den Raum, um sich auszuleben. Im freien Spiel ent­ wickeln sie ihre Fähigkeiten, das stärkt ihr Selbstvertrauen und ihre Selbständigkeit. Sie erfahren, wie es ist, etwas herzustellen, zu entwickeln und zu kreieren. Brauchen Kinder überhaupt Spielplätze – oder nicht eher ein Stück Natur? Kinder brauchen Orte, wo sie etwas tun können – und vor allem, wo sie etwas tun dürfen. Nicht alle haben Zugang zur freien Natur, Abenteuerspielplätze bieten Freiraum mitten in der Stadt. Wie sieht es aus mit der Spielplatzkultur? Widersprüchlich. Einerseits will man Kin­ dern das Wilde und Unkontrollierte zu­ gestehen – die Robinsonspielplätze sind ein Renner. Andererseits beobachte ich die Ten­ denz, dass Sicherheit und Sauberkeit einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Wie sehr sind die Anliegen der Kinder in Neubausiedlungen berücksichtigt? Es gibt kantonale Vorschriften und Emp­ fehlungen. Ab einer gewissen Siedlungs­ grösse müssen Spielplätze eingeplant wer­ den. Anforderungen zur Qualität gibt es aber nicht. Darum ist es wichtig, dass Eltern oder Quartiervereine sich für Spielräume ein­ setzen. Vorbildlich vorgegangen ist man im Tscharnergut in Bern West: Bei der Projekt­ planung für die Erneuerung des Spielplatzes wurden die Anliegen von Kindern und den Quartierbewohnern einbezogen. MM


iOS 10 installieren und nutzen

120 | MM47, 21.11.2016 | LEBEN

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Digital

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Gratis telefonieren Kostenlose Anrufe sind einfacher geworden: Mit iOS 10 lassen sich neu Telefonate über WhatsApp direkt aus dem Adressbuch tätigen. Voraus­ setzung für Gratistelefonie ist, dass der Gesprächspartner die Chat­Applikation ebenfalls installiert hat und dass die Nutzer entweder genug Datenguthaben besitzen oder mit WLAN verbunden sind.

iOS 10 – die Top Ten Apple hat das erste Update für iOS 10 veröffentlicht und damit das neue Mobile-Betriebssystem für iPhones und iPads massentauglich gemacht. Die zehn nützlichsten Funktionen im Überblick.

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Text: Reto Vogt

Illustration: supertotto/2Agenten

Kamera plus Tippt man auf das Kamera­Icon auf dem Homescreen und hält es gedrückt, nimmt man ein Selfie oder ein Video auf. Via «Allgemein/ Bedienungshilfen» unter den Einstellungen lässt sich auch eine «Lupe» aktivieren, die nach dreimaligem Drücken der Home­Taste zur Verfügung steht.

Einfach entsperrt Der Slider zum Entsperren des Bildschirms fehlt unter iOS 10. Stattdessen muss man die Home-Taste drücken, um zum Startbildschirm zu gelangen. Besitzer eines neueren iPhones mit Touch­ID (Fingerabdruckerkennung) können unter «Allgemein/Bedienungs­ hilfen/Home­Taste» die Option «Zum Öffnen Finger auflegen» aktivieren. Zusätzlich empfiehlt sich die Aktivierung der Funktion «Bei Anheben aktivieren» unter «Einstellungen/Anzeige & Helligkeit».

4 Schlaue Siri Die Apple­Sprach­ assistenz Siri ist neu auch kompatibel mit anderen Apps. Dazu genügt zum Beispiel die Ansage: «Hey Siri, schreib eine Nachricht in Whats­ App an Andrea!»


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Aufgemotzte Foto-App Die Foto-App verfügt über eine Funktion, die es erlaubt, Bilder zu filtern nach abgebildeten Objekten (z.B. «Wasser», «Kaffee») oder Aufnahmeort («Winterthur», «Bern»). Dafür tippt man auf das Lupensymbol. Neu findet sich unter der Rubrik «Alben» der Ordner «Personen», der die Fotos mittels Gesichtserkennung nach abgebildeten Menschen sortiert. In Erinnerungen schwelgen können wir mit der Funktion «Andenken», die Fotos per Algorithmus zu kurzen Filmen zusammenstellt – inklusive Hintergrundmusik und der Möglichkeit, sie zu teilen.

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Noch mehr 3-D-Touch Besitzer eines iPhone 6s oder eines iPhone 7 können direkt vom Sperrbildschirm auf SMSoder WhatsApp-Nachrichten antworten, ohne sie vorher öffnen zu müssen: Durch Antippen und Gedrückthalten erscheint ein Eingabefeld, in dem die Replik erfasst und abgeschickt werden kann.

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Wunderbare Widgets Ein Widget – im Gegensatz zur App kein geschlossenes Programm – liefert nützliche Infos, beim Kalender etwa anstehende Termine. Um die Widget-Anzeige zu öffnen, streicht man vom Sperr- oder Startbildschirm nach links. Dort tippt man auf «Bearbeiten», um die zur Verfügung stehenden Widgets via «+»-Symbol hinzuzufügen. Als nützlichste Widgets gelten unter anderem «Google Maps», «Als Nächstes» und «Erinnerungen».

LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 121

Über- und Durchblick Das Kontrollzentrum und die Mitteilungszentrale, die sich durch einen Wisch von unten oder oben zur Mitte hin öffnen lassen, sind verbessert worden. Ersteres ist jetzt übersichtlicher. Ausserdem können bei neueren iPhones Zusatzfunktionen durch Halten der Icons angezeigt werden, um etwa die Helligkeit der Taschenlampe zu regulieren. In der Mitteilungszentrale kann man einzelne Benachrichtigungen mit einem Fingerstrich nach links löschen. Alle auf einmal verschwinden durch Halten des X-Symbols.

Adios, unnütze Apps! Endlich kann man auch Standard-Apps entfernen, die ohne persönlichen Nutzen sind, etwa «Aktien», «Kontakte» oder «Facetime». Dazu hält man das Symbol gedrückt und löscht die App über das X-Symbol. Um sie wieder zu installieren, lädt man sie ganz einfach vom App-Store herunter.

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Mehr als nur SMS Statt nur Text einzutippen, kann man mit dem Finger Notizen oder Zeichnungen erfassen. Ausserdem lassen sich Fotos verzieren (Freihand, Text, Symbole) und Bildausschnitte mittels Zoom hervorheben. Kommunizieren iPhone-Besitzer, können sie über die Funktion «Digital Touch» per Fingertip Feuerbälle, Kussmünder oder Herzschläge verschicken. Und nicht zuletzt lässt sich jede Nachricht animiert – als «Wucht», «Auffällig», «Unauffällig» oder «Geheimtinte» – versenden. Dafür den weiss-blauen Pfeil drücken, das Gewünschte markieren und senden.


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 123

Styling – das gehört in Ihre Handtasche

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Auf dem Langstreckenflug

Eine unterschätzte Disziplin, denn im Flugzeug hat man nicht nur viel Zeit zum Beobachten – man wird auch von den Mitpassagieren inspiziert. Vorbilder sind die Flight Attendants: wie aus dem Ei gepellt. Mit gewaschenem Haar einzusteigen, lohnt sich – auch auf die Gefahr hin, dass man das Flugzeug zerzaust verlässt. Im Handgepäck immer mit dabei: Lippenbalsam, Feuchtigkeitscreme für das Gesicht sowie Handcreme. Und: Verzichten Sie auf Parfüm.

Beauty

Das A und O des gepflegten Auftritts In jeder Situation das richtige Styling – beim Vorstellungsgespräch, in der Sauna, auf der Herbstwanderung oder auf dem Langstreckenflug: Das sind die wichtigsten Beauty- und Stilregeln. Text: Martina Bortolani

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Illustrationen: Corina Vögele

Beim Candle-Light-Dinner

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Verzichten Sie ganz auf Make-up und tragen Sie nur eine Feuchtigkeitscreme auf – ein Saunagang ist ein wahrer Schönheitsturbo: Die Poren sind geöffnet, die Haut ist gut durchblutet. Machen Sie sich das zunutze. Nach dem letzten Duschen eine Haarmaske ins Haar – und das Gesicht nach einem sanften Peeling mit einer Feuchtigkeitsmaske verwöhnen. Damit für 15 Minuten in den Ruheraum.

Setzen Sie Akzente, aber verwenden Sie nicht zu viel Farbe. Bei Kerzenlicht empfehlen sich eine Foundation mit Schimmereffekt und ein zarter Blush auf den Wangen. Für einen sinnlichen Mund ein matter Lippenstift in einem intensiven Rot oder Beerenton.

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Beim Vorstellungstermin

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Bei ein Vorstellungsgespräch sollten lange Haare zusammengebunden sein; ein Dutt oder ein Pferdeschwanz wirken seriöser als offenes Haar. Wer schnell errötet, sollte ein gut deckendes Make-up verwenden. Gepflegte, lackierte Fingernägel sind Pflicht. Und bloss keine roten Lippen!

In der Sauna

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Auf der Herbstwanderung

Hier braucht es nur wenig: einen wirksamen Sonnenschutz für das Gesicht und die Arme, eine nährende Lippenpflege, wasserfeste Mascara. Die Haare werden zusammengebunden. Den Rest wird die Natur schon richten.

Die Tipps stammen von der Zürcher Visagistin Snesha Bloom, Agentur Call List. In Zusammenarbeit mit


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 125

Ich heisse Lisa und bin elf Jahre alt. Ich spiele

fürs Leben gern Landhockey. Blöderweise wachse ich im Moment zu schnell, und darum sind meine Muskeln und Bänder überdehnt. Das tut oft sehr weh, und ich darf für ein Weilchen nur wenig trainieren. Das ist schon hart. Gut, hab ich noch meine Bratsche und bin in einer Fastnachtsclique, wo ich Piccolo spiele.

Kinder

«Mein Ziel ist die Jugendauswahl» Wenn sie erwachsen ist, möchte Lisa (11) gern etwas mit Kindern machen, zum Beispiel als Lehrerin oder als Kitaleiterin. Und weiterhin Landhockey spielen natürlich. Text: Andrea Fischer Bilder: Gabi Vogt

Mein Klub

Teamgeist und gute Kondition

«Nachdem ich den Film ‹Hanni & Nanni› gesehen hatte, wollte ich unbedingt einmal Landhockey ausprobieren. Es hat mich einfach interessiert, und ich fand es spannend. Vor zwei Jahren habe ich dann damit angefangen; jetzt spielt auch mein Bruder mit. Mein Vater ist im Vorstand unseres Klubs für den Nachwuchs zuständig.

Ich bin Mitglied beim Basler Hockey Club (BHC). Hier gibt es

Teams von U8 bis zu den Nationalliga-A-Teams für Damen und Herren. Mehr erfährst du unter: www.bhc.ch Wenn du einen Klub in deiner Nähe suchst, findest du auf www.bhc. ch/links eine Liste mit solchen in der Schweiz. Ist Landhockey etwas für dich?

Du solltest gerne in einer Mannschaft spielen, Teamgeist und eine gute Kondition haben. Ob du eher klein und wendig oder gross und kräftig bist, spielt keine Rolle. Je nachdem bist du dann als Stürmer oder als Verteidiger geeignet. Wie fast alles, lernst du auch Landhockey am einfachsten auf spielerische Art.

Im Moment bin ich Verteidigerin bei den U14. Am liebsten mag ich Turniere, das Spielen überhaupt. Wir machen auch Sponsorenläufe oder viele andere Vereinsanlässe. Das gefällt mir sehr – ich mag einfach das Zusammensein im Klub. Irgendwann möchte ich es mal bis in die Damenmannschaft schaffen.

Am schwierigsten fand ich, dass man nur mit der einen Seite des Schlägers spielen darf. Er hat nämlich eine flache und eine runde Seite, und man darf nur die flache benützen. Wie im Unihockey benützt man einen Ball, er ist aber schwerer. Die Ausrüstung ist recht schlicht: Es braucht Schienbeinschoner, Schuhe mit speziellen Noppen, die aber etwas anders sind als die Noppenschuhe im Fussball, Handschuhe und einen Zahnschutz.» MM


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 127

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede

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Nadja Lehner (11), Gossau SG

Die Strapazen unserer Gross­ eltern waren gewiss gross: Die meisten von ihnen mussten körperlich anstrengende Arbeiten verrichten. Viele schufteten auf Bauernhöfen oder in Fabriken. Der Zweite Weltkrieg forderte von ihrem meist bescheidenen Leben zusätzliche Entbehrungen. Auch viele Kinder hatten harte Pflichten im Haus oder auf dem Hof. Heute ist das Leben auf andere Weise sehr fordernd. Damals regierte der Verzicht – heute der

Überfluss. Beides fordert seinen Preis und ist «streng». Vor hundert Jahren arbeiteten rund je ein Drittel der Schweizer in der Landwirtschaft und in der Industrie. Weniger als ein Drittel war im Dienstleistungsbereich tätig, also zum Beispiel im Büro. Dann ging der erste und zweite Bereich massiv zurück und der dritte stieg an: Heute arbeiten über zwei Drittel der Schweizer in der Dienstleistung. Das ist körperlich locker, aber geistig anstrengend, und zwar je länger, je mehr.

Wir arbeiten heute immer schneller, flexibler und konzen­ trierter. Das ist sogar in den Schulen so. Zudem haben viele Leute verlernt, echte Pausen zu machen, und stressen auch in der Freizeit herum. Immer mehr Menschen sind geistig ausgelaugt. Mein Rezept dagegen heisst «Sonntag»: Er verspricht mir geistige Nahrung und Freude – sofern ich ihn mir entschieden (zurück)erobere. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende ein Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

Die Lilibiggs wollen in der Nacht mit ihren Laternen spazieren gehen. Tobi geht zuerst los und möchte Nina und Hugo unterwegs abholen. Finde heraus, welchen Weg er nehmen muss, um die beiden einzusammeln!

ZIEL

R ätsels pass BLÄTTER-SUDOKU

lt. Nun möchte er sie so hinlegen, dass Tobi hat viele Blätter im Wald gesamme unten) und in jeder waagrechten Linie nach oben (von in jeder senkrechten Linie n asten jedes Blatt nur einmal zu finde 6er-K jedem (von links nach rechts) sowie in ein. Stelle gen richti der an er Blätt die ne ist. Kannst du ihm dabei helfen? Zeich

3 2

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 129

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Valais/Wallis Promotion verlosen 2 × 1 Wochenende für 2 Erwachsene und 2 Kinder in BlattenBelalp oder der Aletsch Arena im Gesamtwert von 3000 Franken. Beantworten Sie folgende Frage:

Welches Label garantiert familienfreundliche Ferien und ist ein besonderes Qualitätsmerkmal von Blatten-Belalp und der Aletsch Arena?

Zu gewinnen 2 × 1 Familienwochenende in Blatten-Belalp oder in der Aletsch Arena Gesamtwert: Fr. 3000.–

So nehmen Sie teil:

Neben zahlreichen Pisten und Snowboardparcours hat das Wallis fantasievoll gestaltete Schneeländer für die Kleinsten zu bieten. Zum Beispiel das Hexenland in Blatten-Belalp. Sind die Kinder schon älter, ist die Aletsch Arena mit dem Grossen Aletschgletscher ein lohnendes Ausflugsziel für Familien. Glücksgriff

Magischer Schneespass

Bilder: Christian Pfammatter Visp/Schweiz (2); Dolores Rupa

Wintervergnügen mit Hexenskischule oder Gleitschirmfliegen: Das Migros-Magazin und Valais/Wallis Promotion schicken zwei Familien für ein Wochenende in die Aletsch Arena und nach Blatten-Belalp.

M

it mehr als 2400 Kilo­ meter Skipisten ist das Wallis ein Paradies für Schneesportler. Darüber hinaus überrascht der Kanton mit den höchsten Schwei­ zer Alpengipfeln mit einer breiten Palette perfekt auf Familien zu­ geschnittener Winterangebote. Die betreffenden Orte und Ski­ gebiete sind leicht zu finden, denn sie sind mit dem Label «Family Destination» ausgezeichnet. Neben Bellwald, Crans­Montana, Grächen­ St. Niklaus, Nendaz, Saas Fee und Zermatt Matterhorn gehören auch die Aletsch Arena und Blatten­ Belalp dazu.

Im Hexenland Belalp dürfen sich kleine Schneehasen nach Herzens­ lust austoben. Sie können auf spielerische Art das Skifahren lernen oder einfach nur Spass haben. Denn was gibt es hier nicht alles zu entdecken: schwebende Zaubertep­ piche, Hüpfurgen, ein magisches Labyrinth und sogar eine Tubing­ bahn. Und gut zu wissen für alle Eltern von Kleinkindern: Auch einen (kostenpflichtigen) Kinder­ hort gibt es im Hexenland. Für winterliche Familienferien der besonderen Art empfiehlt sich die Aletsch Arena. Unter anderem besteht hier die Gelegenheit zu einem Gleitschirmpassagierflug,

selbstverständlich in Begleitung eines erfahrenen Profis. Eingeladen sind mutige Kids im Alter von vier bis zehn Jahren. Wer es wagt, wird mit dem Gefühl grenzenloser Freiheit und dem Blick aus der Vogelperspektive auf den Grossen Aletschgletscher, Teil des Unesco­ Welterbes, belohnt. Ein einmaliges Erlebnis! Interessiert? Das Migros­Maga­ zin und Valais/Wallis Promotion verlosen zwei Wochenenden für je zwei Erwachsene und zwei Kinder in Blatten­Belalp oder der Aletsch Arena. (Teilnahmebedingungen in der gelben Box rechts.) MM Infos: www.wallis.ch/familien

Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf), nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt. Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an: Migros-Magazin, «Wallis», Postfach, 8099 Zürich Online: gratis auf www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 27. 11. 2016 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach der Ziehung bezogen werden, verfallen ersatzlos.


Klassik in Prag 1. Tag Schweiz – Prag Über Ulm und Nürnberg erreichen Sie am Abend Prag.

leben Sie den Weltklassetenor Pavel Cernoch in der Aufführung von «Fausts Verdammnis».

2. Tag Prag Besichtigung der Burgstadt Hradschin. Das Wahrzeichen Prags thront über der Moldau und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Abend besuchen Sie die Oper «Figaros Hochzeit» von Wolfgang Amadeus Mozart im Ständetheater.

4. Tag Prag Vormittags Rundgang durch die Altstadt mit Pariser Strasse, Altstädter Ringplatz mit Rathaus und der weltberühmten Karlsbrücke. Am Abend geniessen Sie Anton Dvoraks Oper «Rusalka» in einer märchenhaften Inszenierung im Musiktheater Karlin.

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erleben Sie dann mit der Aufführung der Oper «Don Giovanni» von Wolfgang Amadeus Mozart in der Semperoper den Höhepunkt der Reise.

3. Tag Sächsische Schweiz Am Vormittag Ausflug in die Sächsische Schweiz mit Besuch der Festung Königstein und der Bastei. Der restliche Tag steht für eigene Entdeckungen zur freien Verfügung. 4. Tag Dresden – Schweiz Nach dem Frühstück Rückreise in die Schweiz.

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2. Tag Zitronenfest in Menton Sie besuchen das Fürstentum Monaco und fahren dann nach Menton. Sie machen einen Bummel durch die malerische Altstadt und besuchen die Zitronen-Ausstellung im Jardin Biovès mit seinen hohen Palmen, Zitronenbäumen und Brunnen.

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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 131

Bitte melde dich!

Wer kennt ihre Adressen? Gesucht: JOler SAC Burgdorf, Burgdorf und Umgebung, circa 1985–1989. Für eine Ge­ burtstagseinladung suche ich Judith Leuenberger (lediger Name), Thomas und Peter Grossen. Vor 30 Jahren waren wir eine sehr aktive Jugend­ organisation des SAC Burgdorf. Fast jedes Wochenende waren wir unterwegs zum Klettern und auf Skitouren. Das gesellige Zu­ sammensein hatte einen grossen Stellenwert. Leider haben wir uns aus den Augen verloren.

Gaby Friedli, sf@quicknet.ch

Bläsi-Schulhaus, Basel, Klasse 1c–4c (1967–1971): Wir suchen die Adressen von Doris Denoth, Ester Gerber, Rosmarie Hodel, Ines Marelli, Karin Rowagni, Beatrice Schmid, Marlise Steinacher, Beatrice Walker, Denise Wüthrich (alles Ledignamen) sowie von Urs Brönnimann, Philip Benaze, Edgar Stöhr, Marc Seiler und Luigi Ridghiero. Wer weiss die Adressen? Bitte meldet euch: René Hug, hugr@gmx.ch

Gesucht: Familie Steiner. Die Eltern heissen Maria und Walter, die Kinder Beatrice, Beat, Priska und Liselotte. Die Familie wohnte in Neuhausen, dann (ab 1966) in Hallau, später in St. Gallen. Ich war 1965/66 als Hausangestellte bei euch und wünsche mir Kontakt mit euch. Wer erinnert sich an mich? Judith Leuzinger-Good, Ziegelbrücke, Tel. 055 610 36 53, judithleuzinger@gmail.com

Gesucht: Rathauser Kinder. Die Zeit vergeht wie im Flug ... Es ist Zeit für ein Rathauser Treffen: Ich suche Ehemalige vom Kinderdorf Rathausen – bitte meldet euch!

Trixli Steger, kiefi@gmx.ch

Gesucht: Susanne Tièche, geboren am 8.12.1980 in Basel. Susanne ist verheiratet und hat zwei oder drei Kinder. Leider habe ich seit vielen Jahren nichts mehr von ihr gehört. Weiss irgendjemand etwas von Susi und kann mir weiter­ helfen (mit Name, Adresse etc.)?

Susi, bitte melde dich, deine Gotte Ruth würde sich riesig freuen! Ruth Jätzold, ruthli@broggingen.ch


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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 133

Gesucht: Ferruccio. Dank des Umzugs eines Kollegen bin ich zu diesem Bild gekommen: Es zeigt mich mit Ferruccio (r., der Nachname ist mir entfallen). Wir trafen uns entweder in Bern oder – etwas unwahrscheinlicher – in Ittigen. Später sah ich Ferruccio rein zufällig noch mal als Autostopper. «Aller guten Dinge sind drei» wäre jetzt fällig: Ich würde mich freuen, diesen Buben von damals als Erwachsenen wiederzusehen.

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134 | MM47, 21.11.2016 | LEBEN

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So nehmen Sie am Kreuzworträtsel links teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2016, 24 Uhr

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LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 137

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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

5

3 8 6 5 6

9

4 5 7

8 3

4 6

4

6

9 5

Auflösung Nr. 46: 958

6 3 1 5

1

7 5 2 9 3 8 1 4 6

4 2

8 6 3 7 1 4 2 9 5

1 4 9 2 6 5 8 7 3

3 2 1 6 9 7 5 8 4

6 9 8 4 5 2 7 3 1

4 7 5 3 8 1 9 6 2

2 1 6 8 7 3 4 5 9

5 3 7 1 4 9 6 2 8

9 8 4 5 2 6 3 1 7

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2016, 24 Uhr

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2 9 4

Teilnahmebedingungen: Auf der zweiten Rätselseite

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Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 4

E 3 1

Auflösung Nr. 46: SOHLE

2

Gewinner Nr. 45: Therese Bill, Jegenstorf BE; Josy Jähn, Seon AG; Walter Barmettler, Weggis LU

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Lösungswort: 1

2

3

4

5

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 386 000 (WEMF, MACH Basic 2016-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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140 | MM47, 21.11.2016 | LEBEN

Meine Welt

«Das sind einfach glatte Viecher»

Mit «Jetzt oder nie – Lebe deinen Traum» erhielt die Schauspielerin Kiki Maeder ihre eigene Samstagabendshow auf SRF 1. Ihren eigenen Traum lebt sie schon lange: mit Kind, Karriere und komischen Vögeln. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Tanja Demarmels 2

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1


LEBEN | MM47, 21.11.2016 | 141

1 Mein Tick «Flamingos. Das sind einfach glatte Viecher. Vor allem wenn der Alltag gerade etwas grau ist, habe ich grosse Freude an ihnen.» 2 Meine Lieblingsbeiz «Die Brasserie Freilager in Altstetten ZH. Ich finde es hier sehr gemütlich, zudem hat es eine Spielecke für meine Kleine.» 3 Mein Partner «Mark Strähl (44) habe ich 2011 am Festival da Jazz in St. Moritz kennengelernt. Inzwischen sind wir nicht nur privat ein Paar, sondern auch beruflich. Gemeinsam betreiben wir die Eventagentur Komvent.»

3

Name Christina «Kiki» Maeder (35) Sternzeichen Steinbock Lebenslauf Ich bin in Zürich auf­

gewachsen. Von Kindesbeinen an steckt die Schauspiellust in mir. Nach der Matura entschloss ich mich, die­ sen Traum zu leben, und bewarb mich an der Schauspielschule EFAS in Zürich. Im Anschluss erhielt ich Rollen in deutschen Telenovelas. Wieder zurück in der Schweiz, spielte ich am Bernhard­Theater und am Theater am Hechtplatz. Seit 2013 bin ich als Aussenmoderatorin mit «Happy Day» unterwegs. Im vergangenen Jahr erhielt ich mit «Jetzt oder nie – Lebe deinen Traum» (Bild) meine eigene Samstagabendshow auf SRF1. Am 26. November ist es wieder so weit. Dieses Mal begleite ich etwa Baldi Wehrli (70), der den Traum hat, sich nochmals zu verlieben. 6

4 Meine Kleine «Die Schuhe meiner 15 Monate alten Ava. Sie ist mein Super­

girl und bereits super schnell unterwegs: Ich muss schauen, dass ich sie jeweils noch erwische, bevor sie irgendeine Dummheit anstellen kann.» 5 Mein Souvenir «Diesen Schlüssel­

Mein Lieblingsprodukt

Bild: SRF

«Kürbis. Schon die Farbe finde ich schön. Und dann kann man all die guten Dinge daraus machen. Selbst Ava mag mein Kürbiscurry.»

anhänger habe ich von Erich Vock und Hubert Spiess, den Leitern der Zürcher Märlibühne, erhalten – zum Andenken an meine Rolle als Pippi Langstrumpf. Ich habe die sympathische Rotzgöre während zweier Jahre gespielt, und das mit grosser Leidenschaft.» 6 Mein Sport «Ich surfe seit sechs

Jahren. Nicht wahnsinnig gut, aber sehr gern. Der Sport macht mich extrem glücklich, selbst wenn ich durchgespült werde. Zugegeben, ich bevorzuge warmes Wasser. Hier waren wir auf der indonesischen Insel Lombok.»


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Dank Ihrer Hilfe können wir helfen. Gemeinsam unterstützen wir bedürftige Menschen. Seit ihrer Gründung setzt sich die Migros für die Schweizer Bevölkerung ein und auch dieses Jahr sammeln wir für Bedürftige in der Schweiz. Das Spendengeld kommt ausnahmslos den Hilfsorganisationen Caritas, HEKS, Pro Juventute, Pro Senectute und der Winterhilfe zugute. Zusammen mit ihnen unterstützen wir Menschen in Not und lassen ihnen Hilfe zukommen. Mit Projekten in der ganzen Schweiz, die ihnen nachhaltig ein besseres Leben ermöglichen.

Gemeinsam mit dem Netz der regionalen Caritas-Organisationen setzt sich Caritas Schweiz ein, wo Menschen in der reichen Schweiz von Armut betroffen sind: Familien, Alleinerziehende, Betagte, Arbeitslose oder Working Poor. Caritas vermittelt unter anderem auch Freiwilligeneinsätze bei Bergbauernfamilien, die Hilfe benötigen.

Die Inlandarbeit von HEKS leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von sozial benachteiligten Menschen, die besonders gefährdet sind, in ihren Rechten verletzt oder diskriminiert werden. Das Hilfswerk unterstützt Bedürftige und Benachteiligte in allen Lebensbereichen. Etwa mit Wohnraum, Sprachkursen, Integrationskursen und der Vermittlung von Arbeitsplätzen.

Pro Senectute bietet Beratung, Begleitung und Unterstützung für Senioren sowie deren Angehörige. Sie setzt sich unter anderem aktiv für die Sensibilisierung rund um Demenzerkrankungen ein, sodass Betroffene besser in die Gesellschaft integriert werden und auch deren Angehörige in dieser schwierigen Situation unterstützt werden.

Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche ein gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft sind, ihr Umfeld mitgestalten, eigene Erfahrungen machen und glücklich aufwachsen. Pro Juventute unterstützt sie dabei, kompetent mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen, und bietet ihnen Hilfe über die Notrufnummer «147».

Unabhängig von der Jahreszeit hilft die Organisation dort, wo die Leistungen der öffentlichen Hand nicht beansprucht werden können. Mit dem Spendengeld wird beispielsweise auch die Aktion «Gesundheitskosten» unterstützt, die erkrankten und verunfallten Menschen finanzielle Hilfe leistet.

Mehr Informationen über die einzelnen Hilfsprojekte erfahren Sie auf migros.ch/weihnachten.


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