Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch
TRENDFORSCHERIN I 32
Für weniger Moral und mehr Ekstase MIGROS-WEIHNACHTSLIED I 40
Musik für einen guten Zweck PUBERTÄT I 96
Bild: Katarzyna Artymiak
Wieso Kinder heute früher reif werden
Gourmetpapst
David Geisser bewacht Papst Franziskus in Rom. Nun hat der Jungkoch ein Buch über die kulinarischen Vorlieben im Vatikan verfasst. Dem Migros-Magazin tischt er eine Tagliata auf. I 76
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DIESE WOCHE 4 |
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INHALT
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EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor
Basel macht Schule
NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
26 | MENSCHEN Mira Gisler jobbt und reist nur mit dem Rucksack durch die Schweiz. Auf mehr Luxus verzichtet sie bewusst. Drei Porträts von jungen Minimalisten.
Kinderrechte? Kinderrechte! Vor genau 25 Jahren haben die UN einen grossen Schritt Richtung umfassende Menschenrechte getan: Sie haben anerkannt, dass Kinder einen Schutz und eigene Rechte brauchen. In einer Konvention haben sie definiert, welches die wichtigsten sind. Zum Ersten natürlich das Recht auf Leben. Kinder dürfen nicht getötet werden, sie müssen sich entwickeln können. Nicht alle Kinderrechte sind jedoch so eindeutig und einfach umsetzbar. Das Recht auf Bildung zum Beispiel sollte einem Kind eine Ausbildung garantieren, die ihm ein Leben in einer sozialen Gemeinschaft ermöglicht. Davon sind wir in vielen Ländern noch weit entfernt. Das Recht auf Identität wiederum fordert, dass ein Kind seine Eltern kennen muss. Das hat weitreichende Folgen. So müssen Im Kinderbüro Basel engagieren in der Schweiz sich Kinder für ihre Stadt. adoptierte Kinder bei Erreichen der Volljährigkeit die Möglichkeit haben, die Namen ihrer leiblichen Eltern zu erfahren. Dabei dürfen die Adoptiveltern diese Identität aber nicht erfahren.
Ein Letztes noch: Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes haben alle Staaten der Welt unterzeichnet. Alle ausser Somalia, Südsudan – und den USA.
MIGROS-WOCHE 6 | Aktuelles
MENSCHEN
12 | 25 Jahre Kinderrechte Wie werden die Kinderrechte in der Schweiz umgesetzt? Basel machts vor. 20 | Porträt Location Scout Arnold Bucher sucht schöne Drehorte für Kinofilme. 25 | Auf ein Wort 26 | Minimalisten Wie drei junge Menschen bewusst auf Statussymbole und Besitz verzichten. 32 | Interview Trendforscherin Judith Mair fordert weniger Moral und mehr Ekstase. 37 | Kolumne: Der Hausmann.
AKTUELL hans.schneeberger@migrosmedien.ch
40 | Weihnachts-Spendenaktion Migros-Chef Herbert Bolliger im Interview.
44 | 176. Delegiertenversammlung 47 | Preisbarometer 49 | Kulturprozent
SCHAUFENSTER 52 | 55 | 56 | 67 | 68 | 71 | 73 | 75 |
Erholungsbad gegen Adventsstress Mega Jackpot: Weitere Gewinner Sanfte Gesichtspflege von Zoé Kuscheliges für die kalten Tage Neue Serie zur Kaffeekultur Neuer Sirup Zitrone-Ingwer-Honig Süsse Geschenkideen von Adoro Allerhand Knuspriges und Feines
SAISONKÜCHE
76 | Papstgardist David Geisser Der 24-jährige Zürcher kocht eine Tagliata vom Rind. Wenn er nicht in der Küche steht, bewacht er den Papst.
IHRE REGION
82 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
Bilder: Vera Hartmann, Christian Schnur, Basile Bornand, Wirz
Die Schweiz ist in Sachen Kinderrechte gut unterwegs. Die meisten Rechte sind unbestritten, obwohl gemäss dem Netzwerk Kinderrechte Schweiz «eklatante Unterschiede» in den Kantonen festzustellen seien. Eine Vorreiterrolle nimmt der Kanton Basel Stadt ein: Er hat sogar ein von einer Stiftung mitgetragenes Kinderbüro. Dort beraten Kinder über relevante Themen, die sie betreffen. Über die Abfallentsorgung etwa, oder über Pausenplätze. Ihre Vorschläge werden angehört und bestmöglich umgesetzt. Und das Kinderrecht auf Mitwirkung hat bereits Spuren hinterlassen: Die Stadt ist kinderfreundlicher geworden (ab Seite 12).
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
INHALT | 5
.ch
40 | AKTUELL Sänger Luca Hänni ist nur einer von 23 Prominenten, die an der grossen Spendenaktion der Migros mitgemacht haben. Den Song «Ensemble» kann man ab 21. November bei Ex Libris herunterladen.
■ Kindeswohl ist wie eine Torte Auch in unserem Rechtssystem werden Kinderrechte verletzt. Jetzt nimmt die Kinderanwaltschaft Schweiz das Heft in die Hand. Geschäftsführerin Irène Inderbitzin nennt die Ziele und erklärt, warum sie Kindeswohl mit einer Torte vergleicht. ■ Die fetten Jahre Warum fällt es vielen Müttern schwer, die Finger von Süssem zu lassen? Die Gene sind schuld, sagt «Mamma Mia!»-Autorin.
32 | INTERVIEW Trendforscherin Judith Mair tut vieles, was man nicht tun «sollte». Das dafür aber mit viel Genuss.
LEBEN
89 | Jugendlohn: So lernen junge Menschen ab 12 Jahren den Umgang mit Geld. 90 | In Form: Totgeburten in der Schweiz und wie Mütter mit dem Hinscheiden ihres Ungeborenen umgehen. 96 | Familie: Wieso werden Kinder immer früher reif? Und wie können Eltern den Pubertierenden zur Seite stehen? 101 | Digital: Präsentationen in 3-D. 102 | Auto: 2er Active Tourer von BMW.
MEINE WELT
118 | Langlaufstar Curdin Perl. Der Bündner Spitzenlangläufer über die Berge, Sofas und seine grössten Erfolge.
RUBRIKEN
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■ Ärger aushalten Die Gründe, weshalb Eltern trotz Ärger mit den Kindern genügend Präsenz markieren sollten.
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MIGROS-WOCHE 6 |
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AKTUELLES
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Hits für Kinder
Von Schtärneföifi bis Andrew Bond: Die musikalischen Höhepunkte aus über 40 Konzerten der Lilibiggs-Kinderfestivals gibt es jetzt auf einer CD.
D
ie diesjährige Tour der LilibiggsKinderfestivals war ein einziges grosses Musikfest für Familien. Mit dabei waren alle grossen Stars der Schweizer Kindermusikszene wie Andrew Bond, Schtärneföifi, Marius & die Jagdkapelle, Silberbüx und viele andere mehr. Diese Künstler und natürlich die vielen Tausend kleinen und grossen Fans machten die Festivals auch dieses Jahr zu einem einmaligen Erlebnis für die ganze Familie. Die musikalischen
Höhepunkte gibt es jetzt neu auf einer CD – ausgewählt aus über 40 Konzerten. Zudem erzählt Marius Tschirky von Marius & die Jagdkapelle eine lustige Geschichte von der Suche nach einer Musikband für einen etwas schrägen Wurm. Die CD ist in allen Ex-LibrisFilialen sowie im Onlineshop zum Preis von Fr. 19.90 erhältlich. Mitglieder des Migros-Familienclubs Famigros erhalten die CD fünf Franken günstiger. Online kann der Rabatt nicht eingelöst werden.
Die neue Lilibiggs-CD gibts bei Ex Libris.
Familienpässe zu gewinnen!
Marius & die Jagdkapelle sorgten an den Lilibiggs-Kinderfestivals für Furore.
Bilder: Stockfood, Getty Images, PD
Das Migros-Magazin verlost exklusiv 20 Camping-Familienpässe für 4 Personen im Gesamtwert von 5760 Franken für die Lilibiggs-Kinderfestivals der Saison 2015. Der offizielle Vorverkauf startet im Februar 2015 – die Familienpässe sind jedoch sehr begehrt. Mitmachen lohnt sich also. Teilnahme und Teilnahmebedingungen: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff. Teilnahmeschluss: Sonntag, 23. November 2014.
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MIGROS-WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
AKTUELLES | 7
Das neue ResDie geplante taurant entRiesenblume worfen von aus Stein und Mario Glas. Botta.
Monte Generoso in neuem Glanz Der Ausblick vom Monte Generoso gehört zu den schönsten des Tessins: gegen Süden das Seengebiet von Lugano und Como, im Norden das Alpenmassiv. Seit 1941 ist die Migros Inhaberin der Monte-Generoso-Bahn und engagiert sich heute mit dem Migros-Kulturprozent für das Erholungsgebiet. Momentan ist der Bahnbetrieb allerdings eingestellt, das Restaurant geschlossen. 2016 wird auf dem bekanntesten Ausflugsberg des Kantons ein neues Bergrestaurant eröffnet. Entworfen hat es der
FRISCH IN DER MIGROS
Tessiner Stararchitekt Mario Botta (mehr auf Seite 44). Einweihen wird den Neubau dann Francesco Isgrò. Der 42-Jährige übernimmt per 1. Januar 2015 die Leitung der Monte Generoso SA und wird damit Nachfolger von Marco Bronzini, der sich nach zehnjähriger Tätigkeit an der Unternehmensspitze Ende November 2014 in den Ruhestand begibt. www.montegeneroso.ch
Wintersalat
So zart seine Blätter aussehen – Nüsslisalat ist hart im Nehmen und erträgt Temperaturen unter null Grad. Die Kälte trägt dabei ihren Teil zum nussigkräftigen Geschmack bei. Sein hoher Vitamin-CGehalt macht den Salat, der rein botanisch zu den Baldriangewächsen gehört, zum beliebten Vitaminspender in der kühlen Jahreszeit. Rezepte: www.saison.ch
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FORUM
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
LESERBRIEFE | 9
MM 46: «Die Ecopop-Initiative ist ökologisch wirkungslos», Interview mit WWF-Chef Thomas Vellacott.
«Andere haben eine Limite»
MM 46: «Alles fährt Ski», Artikel über 150 Jahre Wintertourismus in der Schweiz.
«Alljährlich findet in Grindelwald eine Velogemel-WM statt»
Zuwanderung drastisch einschränken oder nicht? Am 30. November stimmt die Schweiz über Ecopop ab.
Die Wohnfläche pro Kopf wuchs gemäss Bundesamt für Statistik von 44 im Jahr 2000 auf 45 Quadratmeter im Jahr 2012. Der Anteil der Bevölkerungszunahme an der Siedlungsflächenzunahme betrug zwischen 1994 und 2006 rund 76 Prozent, seither dürfte es sogar noch mehr sein. Dass Herr Vellacott diese und andere Tatsachen falsch darstellt, um die zentrale Rolle der Menschenzahl auf die Umwelt und die Lebensqualität zu negieren, mag heute politisch opportun sein, wahr wird es deswegen trotzdem nicht. Dabei wissen alle, dass in der Schweiz die schnell wachsende Menschenzahl unsere Umwelt zubetoniert, die Artenvielfalt zerstört und die Lebensqualität senkt. Wie der WWF-Bericht vom September 2014 selbst zeigt, haben wir die Anzahl frei lebender Wirbeltiere zwischen 1970 und 2010 global um 52 Prozent reduziert. Die Artenvielfalt ist nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit im Sturzflug. Dass wir auch unseren hohen Konsum pro Kopf senken müssen, bestreitet niemand. Aber das globale Versagen der Umwelt-
politik gerade auch beim Artenschutz zeigt, dass wir es uns nicht mehr leisten können, den Faktor Menschen zu ignorieren. Deshalb hat die Uno schon 1992 in Artikel 5.31 der Agenda 21 gefordert, dass jedes Land eine Bevölkerungspolitik macht, die eine nachhaltige Nutzung der Umwelt sicherstellt. Benno Büeler Präsident Initiativkomitee Ecopop
Der Ressourcenverbrauch pro Kopf ist in der Schweiz zu hoch, aber das soll uns nicht hindern, den Wanderungssaldo einzuschränken. Sämtliche Immigrationsländer wie die USA, Kanada, Australien – aber auch die EU gegen aussen – haben sich Limiten der Zuwanderung verschrieben. Die Verknappung der Arbeitskräfte bewirkt einen achtsameren Umgang mit den hier lebenden Menschen. Die Wohnungsnot wird gelindert und die Infrastruktur muss nicht dauernd ausgebaut werden. Bruno Pfeuti 8045 Zürich
Der ehemalige Direktor des WWF Schweiz Philippe Roch unterstützt Ecopop aktiv. Warum Thomas
Vellacott nicht begreifen will, dass Einwanderung und erhöhter Ressourcenverbrauch ganz direkt zusammenhängen, ist völlig unverständlich! Es sollte endlich klar sein, dass diese Initiative weder mit Fremdenfeindlichkeit noch mit Rassismus etwas zu tun hat! Die Platzverhältnisse in der Schweiz können wir nicht vermehren.
Marcus Stoercklé jun. 4052 Basel
Wohnfläche pro Kopf: Diese ist seit Jahren stabil, aber 80 000 Menschen jedes Jahr, das ist ein Wachstum wie in Indien. Diese Menschen benötigen Land für Bahnen, Schulen, Krankenhäuser, Sportanlagen, Freizeitanlagen und vor allem Strassen! Ursula Bigler 3438 Lauperswil
Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich (UNO-Umweltpolitik). Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch pro Kopf nicht steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung. Alex Schneider 5024 Küttigen
Zum Bild «Junge Frau posiert mit Skibob» muss ich beifügen, dass es sich hier nicht um einen Skibob, sondern um einen Veloschlitten (Damenmodell) handelt. In Grindelwald wird er Velogemel genannt und wurde von Christian Bühlmann erfunden und von ihm 1911 beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum in Bern angemeldet. Er wurde und wird immer noch in derselben Schreinerei in der Schwendi bei Grindelwald hergestellt, die damals Christian Bühlmann gehörte. Heute ist es die Rubi Holzbau & Sägerei AG, die den Velogemel herstellt, in solider Handarbeit nach den Konstruktionsplänen Bühlmanns. Kurt Howald 3004 Bern
Das Gefährt wurde in Grindelwald rege benützt von den Einheimischen wie den Bauern, den Schulkinden, dem Postboten; ja sogar der Dorfarzt brauchte den Velogemel, um Krankenbesuche zu machen! Alljährlich im Februar findet in Grindelwald nun sogar eine Velogemel-WM statt. Adolf Bhend, 3818 Grindelwald
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin. ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
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ONLINE MIX | 11
USER-KOMMENTARE
Nicht nett sein fördert die Karriere Baba Hohl: Meine Vorgesetz te und der oberste Boss sind Frauen. Beide haben Kinder. Engagement in der Familie und Freiwilligenarbeit wer den in meiner Firma nicht als «unnütze» Zeit im Lebens lauf gewertet.
Frauencoach Petra Wüst sagte im Interview, dass Frauen ihre Weiblichkeit nicht aufgeben müssen, um sich durchzusetzen. Das meinen die Userinnen:
Ursula Meyer: Lieb und nett sein am Arbeitsplatz habe ich seit einigen Jahren auf gegeben. Klar bin ich dann oft «die Böse», aber das ist mir egal. Ein Minimum an Respekt und eine funktionie rende fachliche Zusammen arbeit genügen mir.
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REPORTAGE
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
25 Jahre Kinderrechte: Was Am 20. November werden die Kinderrechte 25 Jahre jung. In der Schweiz sind sie seit 1997 Wie sie im Alltag gelebt werden können, zeigt das Kinderbüro Basel: Dort reden Kinder mit.
Die Mädchen der Projektgrup pe «Saubere Stadt» erarbei ten mit Choreo grafin Regula Wyser (rechts) und Projektlei terin Cornelia Herrmann ihr zweites Stras sentheater. Die Geschichte dazu hat Zora (hinten links) erfunden.
E
ine grosse Pfanne mit Penne an «Geheimsauce» steht auf dem Tisch, rundum sitzen sechs hellwache Mädchen. Sie alle gehören zur Projektgruppe «Saubere Stadt» und haben an diesem Freitagmittag im Kinderbüro Basel Wichtiges zu besprechen. Unzählige Fragen schweben über der kleinen Runde mit den dampfenden Tellern vor sich: Soll das Umwelt-Theater in die zweite Runde gehen? Falls ja, wie? Hat ihre erste Aufführung in diesem Frühjahr auf den Strassen Basels tatsächlich etwas gebracht? «Man müsste
kontrollieren, ob die Stadtgärten sauberer geworden sind», schlägt die zehnjährige Ella vor. Für die gleichaltrige Anna ist klar: «Doch, es hat genützt. Ich sehe viel mehr Abfall in den Kübeln und weniger auf der Strasse.» Jetzt meldet sich Zehra (8): «Also meine Cousins haben unser Theater gesehen und gar nichts verstanden. Wir müssen diesmal deutlicher sprechen.» Mirjam Rotzler (36), Geschäftsführerin des Kinderbüros Basel, sitzt mit am Tisch und hört zu. «Wir beeinflussen die Kinder nicht, wir begleiten sie durch den
Prozess, arbeiten mit dem, was sie mitbringen, und übersetzen ihre Anliegen für die Behörden.» Die Gruppe «Saubere Stadt» bringt eine Menge mit. Vorschlag um Vorschlag erfüllt den Raum, die Stimmen werden lauter, die Augen blitzen, bald sind nur noch Wortfetzen auszumachen wie «Musik vorspielen», «eine richtige Bühne suchen», «eine Abfall-Geschichte erzählen». Zeit für Projektleiterin Cornelia Herrmann (49), dem Gespräch eine Struktur zu geben: «Nach dem Essen besprechen wir das neue Theater. Es gibt aber ein Problem:
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
REPORTAGE | 13
Basel besser macht
verbindlich, doch bei der Umsetzung hapert es – noch immer werden Kinderrechte verletzt. Davon profitieren auch Behörden und Verwaltung. Eine Strasse zum Spielen: In Basel gestalten Kinder ihren Spiel- und Lebensraum mit – das Kinderbüro unterstützt sie dabei.
«Unser erstes UmweltTheater hat ganz sicher schon genützt. Ich sehe jetzt weniger Abfall auf der Strasse als vorher.» Anna (10), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
Wir haben noch nicht genug Geld dafür, wir müssen erst sammeln.» Am Esstisch kehrt Stille ein, dann sagt Zora (7) ernst: «Ich könnte 100 Franken geben.»
Erweiterter Blickwinkel dank Kindermitwirkung Solche und andere Diskussionen und Projekte finden im Kinderbüro Basel schon seit 14 Jahren statt. Es ist das einzige Kinderbüro in der Schweiz, das keiner Verwaltung unterstellt ist. Finanziert wird der Betrieb mit fünf Mitarbeiterinnen durch die Christoph-
«Kinder sind ein Teil dieser Gesellschaft. Sie sind persönlich betroffen, wenn ihr Schulhaus umgebaut wird, ein Spielplatz fehlt oder der Schulweg gefährlich ist. Wir engagieren uns dafür, dass ihre Sicht einbezogen und ihre Stimme gehört wird.» Mirjam Rotzler (36), Geschäftsführerin Kinderbüro Basel
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
Merian-Stiftung sowie die Honorare für Schul-, Gemeinde- oder Vereinsprojekte. «Das gibt uns mehr Freiheit», sagt Mirjam Rotzler.
Erst 1989 wurde aus dem Objekt ein Kind mit eigenen Rechten «Saubere Stadt» ist eines von vier Projekten, des Partizipationsforums «KinderMitWirkung», die aus den Ideen der Kinder entstanden sind. Departementsvorsteher Christoph Eymann (63) persönlich hat im Februar die Vorschläge der Mädchen und Buben entgegengenommen. Das Erziehungsdepartement Basel Stadt ist Partner von «KinderMitWirkung». Er schätzt die Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro, das die «ungefilterten Wünsche der Kinder in die Politik transportiert». Und den Blick der jungen Baslerinnen und Basler auf ihre Stadt: «Er ergänzt den Horizont von Behörden und Verwaltung, das ist wertvoll. Denn mit jedem Projekt erweitert sich der Blickwinkel von uns Erwachsenen.» Und mit jedem Projekt lernen Ella, Zora,
Anna und all die anderen Kinder ein Stück Demokratie. Sie lernen, ihre Meinung zu bilden und zu äussern; lernen zuzuhören und dass sie gehört werden. Partizipation heisst der Fachbegriff dafür – ein Kinderrecht. In der UN-Konvention über die Rechte des Kindes gibt es dafür einen Artikel: «Das Kind hat das Recht, seine Meinung zu allen seine Person betreffenden Fragen oder Verfahren zu äussern und gewiss zu sein, dass diese Meinung mitberücksichtigt wird.» Erst seit diesem Übereinkommen vom 20. November 1989 werden Kinder als Subjekte mit eigenen Rechten betrachtet, vorher galten sie als schutzbedürftige Objekte. Abgesehen von Somalia, dem Südsudan und den USA haben alle Länder die Konvention ratifiziert, die Schweiz machte diesen Schritt erst im Jahr 1997. Damit sind die Kinderrechte verbindlich. In der Praxis klaffen Lücken. So stellt das Netzwerk Kinderrechte Schweiz mit seinen 43 Mitgliedorganisationen «eklatante Unterschiede bei der Umsetzung der Kinderrechte» in
den Kantonen fest. Das habe zur Folge, dass besonders verletzliche Kinder wie unbegleitete Asylbewerber, Flüchtlinge oder Sans-Papiers je nach Kanton unterschiedliche Rechte geniessen und die Chancengleichheit unter Kindern in
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«Z Basel a mym Rhy, dört sölls suber sy!»: Im Frühling engagierten sich die Kinder lautstark mit ihrem Anti-MüllTheater.
«Die ‹Saubere Stadt› war meine Idee. Am liebsten würde ich dazu noch eine App entwickeln.»
Bild: Kinderbüro Basel
Ella (10), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
«Ich habe die Geschichte für unser zweites Umwelt-Theater selber erfunden. Mir gefällt es, dass ich im Kinderbüro mitmachen kann und ich bin sicher, dass es nützt.» Zora (7), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
«Ich hoffe, dass die Leute auf unser neues Umwelt-Theater reagieren. Wir brauchen mehr Bäume und mehr Velos als Autos, damit Basel wieder besser, sauber und schön wird.» Cynthia (10), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
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Das nächste Theater ist aufgegleist, nach der engagierten Diskussion bleibt Zeit für eine kleine Pause: Ella (links) und Zora im Kinderbüro Basel.
der Schweiz generell nicht gegeben sei. Gefragt sei eine nationale Strategie: einerseits für die Umsetzung, andererseits für die Bekanntmachung der Kinderrechte. Handlungsbedarf sieht auch Unicef Schweiz: «Nach wie vor werden hierzulande Kinderrechte verletzt», sagt Fleur Jaccard (40), Leiterin Public Affairs. Zwar zeige sich zum Beispiel bei der Partizipation eine Veränderung, aber
noch sei sie nicht in allen Bereichen zufriedenstellend umgesetzt. Gemäss der druckfrischen Unicef-Studie «Von der Stimme zur Wirkung», in Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Zürich erstellt, schätzen Kinder und Jugendliche ihre Möglichkeiten zur Partizipation höher ein als noch vor zehn Jahren. Am meisten Mitwirkung bietet die Familie (2013: 88 Prozent, 2003: 50 Prozent), gefolgt von Schule (2013: 52 Prozent, 2003: 40 Prozent) und Gemeinde (2013: 18 Prozent, 2003: 7 Prozent). «In der Schule sehen die Kinder wenig Gestaltungsfreiraum, und auf Ebene der Gemeinde fällt die Partizipation gering aus, vor allem, wenn es um Bau und Planung von Pausenplätzen oder um kinderfreundliches Wohnumfeld geht», so Jaccard.
Auch Kinder sind Experten – sie liefern oft die Lösung Mirjam Rotzler kennt die Vorbehalte: «Manche Behörden befürchten, der Prozess ziehe sich unnötig in die Länge, wenn Kinder mitreden.» Doch das Gegenteil sei der Fall: «Wenn Kinder von
«Im Kinderbüro kann ich mit anderen Kindern zusammen Sachen für unsere Stadt machen und eigene Ideen bringen, das finde ich toll.» Zehra (8), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
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Anfang an einbezogen werden, entfallen nachher mühsame und kostspielige Anpassungen.» Sie hat schon mehrmals erlebt, dass der entscheidende Input für eine Lösung von einem Kind kam. Wie die Idee, dass jedes Schulkind einen Garderobenschrank erhält. Auch Irène Inderbitzin (46), Geschäftsführerin der Kinderanwaltschaft Schweiz, plädiert für die Partizipation, ob es nun um Pausenplätze oder um Gerichtsverfahren gehe: «Nicht nur, weil es im Gesetz steht. Sondern weil die ganze Gesellschaft davon profitiert.» Ein Umdenken sei nötig: «Ein Kind, das etwas bewirken kann, fühlt sich gestärkt statt ohnmächtig und kann mit schwierigen Situationen besser umgehen.» Die kindgerechte Anhörung durch ausgebildete Richterinnen, Richter und Behördenmitglieder soll Standard in jedem Verfahren, das sich auf ihr Leben auswirkt, werden und Fehlentscheide verringern. Bis zum Jahr 2020 will die Kinderanwaltschaft Schweiz ein kindgerechtes Rechtssystem realisiert haben. So weit schauen die Mädchen im Kinderbüro Basel nicht voraus. Soeben haben sie zusammen mit Choreografin und Tänzerin Regula Wyser (42) ihr zweites Umwelt-Theater aufgegleist und einstimmig verabschiedet – sie hoffen auf eine Umsetzung im Frühling. Am «KinderMitWirkung»-Fest am 21. November werden sie mit den drei anderen Projektgruppen und Christoph Eymann Rückschau halten. Der Erziehungsdirektor hat seine Bilanz bereits gezogen: «Basel ist kinderfreundlicher geworden.» Text: Franziska Hidber Bilder: Basile Bornand
www.kinderbuero-basel.ch www.kindermitwirkung.ch www.unicef.ch; www.kinderanwaltschaft.ch www.netzwerk-kinderrechte.ch www.kinderfreundlichegemeinde.ch
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE «Beim Theater mache ich mit, weil es mir sehr viel Spass macht. Und weil ich will, dass die Stadt sauberer wird.» Liv (7), Projektgruppe «Saubere Stadt», Kinderbüro Basel
Bis 2020 soll die Schweiz ein kindgerechtes Rechtssystem haben, sagt Irène Inderbitzin von Kinderanwaltschaft Schweiz.
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Diese Rechte haben Kinder Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes wurde 1989 verabschiedet. Bis heute haben alle Staaten sie unterzeichnet ausser Somalia, Südsudan und den USA.
4 Das Recht, sich zu informieren, seine Meinung zu äussern, angehört zu werden und sich mit andern zu versammeln.
SONDERFALL SCHWEIZ
Ohrfeigen sind nicht verboten
8 Das Recht auf eine
1 Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung, unabhängig von Rasse, Religion, Herkommen und Geschlecht.
Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause.
9 Das Recht auf eine
Privatsphäre und Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens.
2 Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit.
5 Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.
Illustration: Daniel Stolle
6 Das Recht auf Bildung und Ausbildung.
7 Das Recht auf
3 Das Recht auf Gesundheit.
besondere Fürsorge und Förderung bei einer Behinderung.
10 Das Recht auf Schutz
vor Gewalt und Ausbeutung, besonders bei Katastrophen, im Krieg oder auf der Flucht.
«Es ist die Pflicht des Staates, das Kind vor jeder Form von Misshandlung durch seine Eltern oder andere Betreuungspersonen zu schützen»: So verlangt es Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention, von der Schweiz 1997 ratifiziert. Dennoch sind hierzulande körperliche Züchtigungen im Rahmen der Erziehung nicht ausdrücklich verboten. Daran wird sich gemäss Catherine Moser (43) von Kinderschutz Schweiz in naher Zukunft kaum etwas ändern: «In den letzten Jahren wurde wiederholt versucht, eine gesetzliche Grundlage für gewaltfreie Erziehung zu schaffen – vergeblich. Laut Bundesrat erfüllen die bestehenden Gesetze die Forderungen der Kinderrechtskonvention.» Die Gründe ortet sie im mangelnden politischen Willen, im fehlenden Konsens und in der gesellschaftlichen Haltung: «Die Meinung, eine Ohrfeige habe noch keinem geschadet, ist verbreitet; und Erziehung wird weitgehend als Sache der Eltern gesehen, in die sich der Staat nicht einzumischen hat.» Damit bildet die Schweiz eine Ausnahme: Die meisten Länder Europas haben das Züchtigungsverbot gesetzlich verankert, in Schweden geschah dies bereits 1979. Weltweit kennen 37 Staaten ein solches Gesetz, 46 weitere Länder wollen nachziehen. «Die Erfahrungen zeigen, dass ein grundsätzliches Verbot viel bewirken kann», sagt Catherine Moser. Aber: Ein Gesetz allein reiche nicht. «Es braucht langjährige, staatliche Kampagnen und begleitend dazu Angebote wie Elternbildungskurse und Beratungen, damit Eltern in der Erziehung neue Wege gehen können.»
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Der Schatzsucher
Er fährt durchs Land, schaut sich schöne Orte an und wird dafür auch noch bezahlt: Arnold Bucher ist Location Scout und sucht passende Drehorte für Spiel- oder Werbefilme. Im Sommer war er für den neuen «Heidi»-Film im Engadin unterwegs.
A
rnold Bucher (42) steht vor der alten Kirche und strahlt. Zwei Tage ist er schon im Engadin unterwegs, um den passenden Innenraum einer Kirche für die Dreharbeiten des neuen «Heidi»-Films zu finden – und da ist er nun. «Das passiert nur alle paar Wochen mal», schwärmt Bucher. «Ich komme um eine Wegbiegung, der Blick tut sich auf, und ich sehe die perfekte Location. So was löst geradezu euphorische Gefühle aus, einen richtigen Rush, wie bei einem Schatzsucher, der endlich seine Truhe mit Gold gefunden hat.» Der Auftrag in diesem Fall war klar: Es musste eine eher ältere, schlichte Kirche sein. Und sie durfte nicht weiter weg als 30 Fahrminuten von Bergün GR sein. «Darsteller und Crew sind in Bergün einquartiert – und wenn der Fahrweg zum Drehort länger als 30 Minuten dauert, muss das als Arbeitszeit bezahlt werden», erklärt Bucher. Sein Hauptproblem: Die meisten der besichtigten Kirchen in und um Bergün wirken zu modern. Vor allem ist das Holz der Kirchenbänke fast überall zu hell. «Das wirkt neu, selbst wenn es alt ist.»
Auch US-Regisseur David Fincher war schon Kunde von Bucher Im Vorfeld seiner zweitägigen Tour ins Bündnerland hat er intensiv online recherchiert. «Von fast allen Kirchen findet man im Internet Bilder, sicher von aussen, oft auch von innen.» So hat er eine Liste von Kirchen erstellt, die er sich anschauen will. «Aber vieles passiert auch spontan unterwegs – es ist immer etwas anderes, persönlich vor Ort zu sein.» Das kleine Dorf Mon ob Tiefencastel stand auf der Liste, weil es gleich über zwei Kirchen mit Potenzial verfügte – allerdings liegt es im Grenzbereich des 30-Minuten-Radius, weshalb es sich Bucher für die Schlussphase seines Scoutings aufgespart hat. Doch schon als er sich auf dem Feldweg der Kirche St. Cosmas und Damian nähert, ist klar: Das könnte ein Treffer sein. Die kleine Kirche mit dem grossen
Ein Treffer für den neuen «Heidi»Film: der Innenraum der kleinen Kirche St. Cosmas und Damian in Mon bei Tiefencastel GR.
Turm sieht richtig alt aus und steht etwas abseits vom Dorf ganz für sich allein. «Hoffentlich ist sie offen», sagt er, stoppt seinen geländegängigen Ford und greift sein wichtigstes Arbeitsinstrument: den Fotoapparat. Bucher hat Glück, die alte Holztür ist unverschlossen und führt direkt in den kleinen Andachtsraum: schlichte Wände aus Stein mit christlichen Motiven, ein kleiner Altar, ein Blumenstrauss. Vor allem: keine Spur von Prunk wie in so vielen anderen Gotteshäusern vorher. «Ich schaue jetzt zwar noch zwei, drei weitere Kirchen an, aber nun kann ich mich entspannen», erklärt Bucher. «Ich habe jetzt definitiv etwas, das ich Regisseur Alain Gsponer präsentieren kann.» Doch selbst wenn der Location Scout einen persönlichen Favoriten hat, zeigt er seinem Auftraggeber immer eine breite Auswahl an Motiven. «Am Ende entscheidet der Regisseur, und es kommt immer wieder vor, dass der sich für einen Drehort entscheidet, der nicht meine erste Wahl war.» Deshalb ist es für Bucher auch so wichtig, von Anfang an mit dem Regisseur sprechen zu können. Oft geht es darum, kleine atmosphärische Präferenzen auszuloten. Bei richtig grossen,
internationalen Produktionen muss er sich manchmal jedoch mit der zweiten Garde aus dem Produktionsteam begnügen. Etwa als er für den US-Regisseur David Fincher Locations in Zürich für «The Girl with the Dragon Tattoo» (2011) suchte. Dort erklärte ihm ein Produktionsleiter, was gefragt sei. Wie Regisseur Fincher selbst tickt, erlebte Bucher erst, als jener mit einem kleinen Team an einem Wochenende anreiste. «Wir sind einen Tag durch Zürich gelaufen, und ich habe schnell gemerkt, was er mag und was nicht.» Die Zusammenarbeit funktionierte gut, und Bucher war während der eigentlichen Dreharbeiten auch noch Location Manager in Zürich – musste also dafür sorgen, dass Drehbewilligungen vorlagen, Drehorte abgesperrt wurden und alles reibungslos funktionierte. «Er hat etwa sieben Minuten Material in Zürich gedreht, das aber für den fertigen Film auf drei Minuten gekürzt.» Diese Art von Zusammenarbeit mit grossen Namen ist das A und O in der Branche. «Wenn man sich einen guten Ruf bei wichtigen Leuten erarbeitet, bekommt man auch immer wieder weitere Aufträge für andere spannende Projekte.» Bucher ist so gefragt, dass er
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Arnold Bucher und sein wichtigstes Arbeitsinstrument: der Fotoapparat.
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FilmLocations, die Arnold Bucher gefunden hat
mehr Anfragen erhält, als er annehmen kann. «Je nachdem, was sonst noch läuft, schaffe ich vielleicht 20 Aufträge im Jahr – und ich wähle mir die aus, die ich spannend finde.» Daneben arbeitet er als Regieassistent, etwa für die Verfilmung des Martin-Suter-Romans «Der Koch», der aktuell im Kino läuft, und als Autor. Das Drehbuch des Science-Fiction-Streifens «Cargo» (2009) stammt zum Beispiel aus seiner Feder. Seine Passion für das Scouting hat er vor rund 15 Jahren als Aufnahmeleiter entdeckt, wo er unter anderem dafür zuständig war, die idealen Drehorte zu finden. In der Schweiz gibt es nur eine Handvoll anderer Location Scouts, die auf ähnlichem Level arbeiten wie Bucher. «Und wir kennen uns alle gut.» Seinen Durchbruch hatte er mit Michael Steiners «Mein Name ist Eugen» (2005), seither kennt man ihn.
Die Krypta des Basler Münsters erwies sich in «Mein Name ist Eugen» (2005) als perfektes Double für das Historische Museum Bern. Janic Halioua als Lausbub Wrigley.
Text: Ralf Kaminski Bilder: Arnold Bucher, Laurent de Senarclens
www.motivsucher.ch
Bilder: C-Films AG, Kontraproduktion AG, © 2011 Columbia Pictures Industries, Inc. and Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc. All Rights Reserved
Seine Spezialität sind Orte auf dem Land und in den Bergen Bucher liebt es zu recherchieren und in der Natur unterwegs zu sein. «Ich scoute zwar oft auch in Zürich, aber spezialisiert bin ich auf Locations in den Bergen und auf dem Land.» Und bisher hat er noch für jeden Film etwas Passendes gefunden, auch wenn es manchmal lange dauert. «Fürs ‹Sennentuntschi› habe ich zwei Jahre lang nach der perfekten Alphütte gesucht, natürlich immer mit Unterbrüchen.» Die Ironie der Geschichte: Am Ende drehten sie auf jener Alp, die schon ganz zu Anfang im Gespräch war – dort, wo schon Fredi M. Murer für seinen Klassiker «Höhenfeuer» (1985) gefilmt hatte. Besonders gerne nimmt Bucher internationale Aufträge an, was aber deutlich seltener vorkommt als Jobs für Schweizer Produktionen. «Wenn ich darauf fokussieren wollte, müsste ich nach Los Angeles ziehen.» Er schliesst nicht aus, dass er das irgendwann mal tut. Zurzeit ist er aber ganz glücklich so, wie es ist. Er lebt mit seiner Partnerin, einer Journalistin, und ihrem Hund in Otelfingen ZH auf dem Land, wo er in Ruhe schreiben kann und sich bei der Gartenarbeit entspannt. Buchers Schatzsucher-Instinkt hat ihn auch bei der kleinen Kirche in Mon nicht getäuscht: Das «Heidi»-Filmteam hat dort Ende August die geplanten Szenen gedreht – zu sehen im Frühling 2016 in allen Schweizer Kinos.
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Die Alp spielt in «Sennentuntschi» (2010) eine zen trale Rolle. Nach vielen Recherchen drehte Regisseur Michael Steiner am Ende auf dem Mettener Butzli im Schächental UR. Joel Basman als Jungsenn Albert.
Etwa drei Minuten von David Finchers Thriller «The Girl with the Dragon Tattoo» (2011) spielen in Zürich. Rooney Mara als Lisbeth Salander auf dem Weg zu Bankgeschäften.
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AUF EIN WORT | 25
FRAU DER WOCHE
Kometenforscherin Füttern, aber richtig: Wenn die Böden gefroren sind und viel Schnee liegt, gibts Körner für den Kleiber.
SCHWEIZER VÖGEL IN GEFAHR?
«Vögel finden meist von allein genügend Nahrung»
Die Zahl der Vögel hat auch in der Schweiz stark abgenommen. Trotzdem ist es nicht immer hilfreich, sie im Winter zu füttern, sagt Michael Schaad von der Vogelwarte Sempach. Michael Schaad, der Winter kommt, wie geht es den Vögeln der Schweiz in der kalten Jahreszeit?
Jene, die bei uns im Winter nicht genügend Futter finden, sind be reits unterwegs in den Süden. Die anderen sind gut an das winterliche Klima angepasst und finden genügend Samen und Beeren. Kritisch wird es, wenn der Boden gefroren ist und richtig viel Schnee liegt.
Michael Schaad (37) ist Biologe bei der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach LU.
Bilder: iStockphoto, Keystone, www.sternschnuppe.ch
Das heisst, es wäre eigentlich nur dann nötig, Vogelfutter in den Garten oder auf die Terrasse zu hängen?
Richtig. Bei diesen Verhältnissen kann die Fütterung mit Hanfsamen und Sonnenblumenkernen eine Überlebenshilfe sein. Vögel mit feineren Schnäbeln mögen Hafer flocken und Rosinen.
Trotzdem füttern viele den ganzen Winter hindur ch.
Viele Menschen haben gern Vögel in ihrer Nähe. Auch zahlreiche Ornithologen haben ihre ersten Kindheitserfahrungen mit Vögeln am Futterhaus gemacht. Wenn man es richtig macht, schadet Füttern auch dann nicht, wenn das Wetter
mild ist. Die Rote Liste lässt sich mit Füttern allerdings nicht verkür zen, denn ans Futterhaus kommen beinahe aus schliesslich häufige, nicht gefährdete Arten.
Sicht müssen nun dringend andere Massnahmen geprüft werden, wie dieser Konflikt gelöst werden kann.
Viele füttern im Winter auch Schwäne und Enten mit Brot. Davor wird in letzter Zeit jedoch vermehrt gewarnt. Weshalb?
Ja, auch bei uns sind die Bestände vieler Arten stark zurückgegangen. Besonders problematisch ist die Lage in Landwirtschaftsgebieten. Die Vögel finden dort zu wenige Orte zum Brüten und auch zu wenig Nahrung.
Gesundheitlich schadet es ihnen wohl nicht, eine Verfettung, von der letzthin häufiger zu lesen war, konnten wir bisher nicht feststellen. Aber auch Wasservögel finden ihre Nahrung von allein. Plätze, an denen regelmässig und viel gefüttert wird, locken natürlich viele Vögel an, was an manchen Orten zu Problemen geführt hat, etwa wegen des Vogelkots. In Luzern versucht man nun, die Leu te mit Warnschildern vom Füttern abzuhalten. In Nidwalden hat man sogar schon Schwäne abgeschossen.
Der Kanton hat Vergrämungs abschüsse beschlossen, weil Land wirte konkrete Schäden beziffert hatten. Das scheint jedoch nichts genützt zu haben. Aus unserer
Eine britische Studie kam kürzlich zum Schluss, dass die Zahl der Vögel in Europa in den letzten 30 Jahren dramatisch abgenommen hat. Auch in der Schweiz?
Die Berner Physikerin und Kometen forscherin Kathrin Altwegg (62) hat aufregende Tage hinter sich. Eines ihrer Forschungsprojekte war mit der Raumsonde Rosetta unter wegs, deren Minilabor Philae am Mittwoch auf dem Kometen Tschuri aufgesetzt hat. Ob er sich dort hal ten kann, ist noch offen, aber das in Bern entwickelte Messgerät Rosina hat bereits viele Daten geliefert. Daraus lässt sich etwa schliessen, dass der Kometenschweif nach Ammoniak und faulen Eiern stinkt.
JUNGE DER WOCHE
Unihockeyspieler
Wie können wir Gegensteuer geben?
Indem wir unsere Gärten vogel freundlich gestalten und zum Bei spiel viele beerenreiche Dorn büsche pflanzen. In deren Schutz können die Vögel Nester bauen und haben erst noch Nahrung. Und als Konsument sollte man darauf ach ten, IPSuisseProdukte zu kaufen, damit unterstützt man Bauern, die sich speziell für Vögel engagieren. Wie wirkt sich der abnehmende Bestand aus? Auf die Natur? Auf uns?
Vögel sind sehr beliebt, ihr Ver schwinden ist eine Einbusse an Lebensqualität. Und weniger Vögel sind ein Warnzeichen für den schlechten Zustand der Umwelt. Interview: Ralf Kaminski
Der herzkranke Cyrill Lützelschwab (12) aus Kaiseraugst AG ist das 2000. Kind, dem die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe einen Herzenswunsch erfüllt. Der begeis terte Unihockeyspieler durfte einen Tag mit den Profis Nicolas Wolf und Samuel Zimmermann vom mehr fachen Schweizer Meister Wiler Ersigen verbringen. Die Stiftung ist seit 1993 aktiv. Bei der letztjährigen Weihnachtsaktion des Migros Magazins zu ihren Gunsten kamen 38 350 Franken zusammen.
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PORTRÄT
Moderne Nomadin: Mirjam Müller lebt mit ihrem ganzen Hab und Gut in einem Kleinbus.
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PORTRÄT | 27
Weniger ist mehr
Sie leben bescheiden und verzichten bewusst auf Statussymbole. Dafür haben sie mehr Zeit für Freunde und geniessen ihre Freiheit in vollen Zügen: Das Migros-Magazin hat drei dieser Minimalisten besucht.
E
in Raum, ein Bett, ein Spültrog und zwei Kochplatten. Das ist das Zuhause von Mirjam Müller (35). An den Wänden kleben Sprüche wie «Ich versuche, ein Teil der Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen möchte» oder «Die Freiheit, nicht MEHR haben zu wollen». Mirjam Müller lebt mit ihrem ganzen Hab und Gut auf sechs Quadratmetern, in einem Bus – und das nicht etwa aus finanzieller Not, sondern aus freien Stücken. Sie hat sich den Mercedes Sprinter vor acht Jahren für 12 000 Franken gekauft und ihn für rund 2000 Franken ausgebaut. «Meine Eltern hatten früher auch einen Bus, in dem wir unsere Ferien verbrachten. Darum träumte ich immer davon, ein Haus auf Rädern zu haben», sagt die Sozialpädagogin. Der damit verbundene Lebensstil habe ihr so gut gefallen, dass sie seither – abgesehen von einem kurzen Abstecher in eine WG, die ihr jedoch viel zu luxuriös gewesen sei – im Bus wohne. Einen Standplatz zu finden, war für Mirjam Müller noch nie ein Problem. Mal darf sie ein paar Wochen im Winterquartier eines Kleinzirkus parkieren, mal auf einem Bauernhof, mal bei Freunden, und manchmal sucht sie sich einfach ein schönes Plätzchen irgendwo am Stadtrand oder im Grünen. Hat sie keinen direkten Zugang zu sanitären Anlagen, geht die passionierte Schwimmerin in der kühlen Jahreszeit ins Hallenbad, im Sommer springt sie je-
«Freunde, Freiheit, Sinnhaftigkeit ‒ das macht mich glücklich.» Mirjam Müller
weils in den nächsten See oder Fluss. Und was die kleinen und vor allem die grossen Geschäfte betrifft, sagt die moderne Nomadin: «Ich habe inzwischen ein Auge dafür entwickelt, wo es öffentliche WCs gibt.» Mirjam Müller lebt von rund 15 000 Franken im Jahr. Ihre grössten Budgetposten sind nicht etwa Benzin und Reparaturen, sondern Essen und Krankenkasse. Denn im Nahbereich benutzt sie ausschliesslich das Velo, und geht am Bus etwas kaputt, behebt sie den Schaden in der Regel selbst oder mit Hilfe von Freunden.
Keine finanzielle Sicherheit, aber sozial sehr gut vernetzt Geld verdient Mirjam Müller mit Stellvertretungen im sozialpädagogischen Bereich. Seit Jahren hat sie sich nicht mehr beworben. Anfragen hat sie auch so genug. Sie schätzt, dass sie übers Jahr verteilt bloss 50 Tage einer bezahlten Arbeit nachgeht. Langweilig wird ihr trotzdem nie. Im Gegenteil: Manchmal ist sie sogar richtig im Stress. Sie engagiert sich ehrenamtlich in zahlreichen Organisationen, die sich für eine sozialere Welt beziehungsweise eine nachhaltigere Schweiz einsetzen – wie zum Beispiel der Erklärung von Bern oder Neustart Schweiz. «Was macht mich wirklich glücklich?», habe sie sich irgendwann gefragt. Die Antwort war: «Freunde, Freiheit und Sinnhaftigkeit.» Darum sei es für sie wichtiger, Zeit zu haben, um für
Freunde und Familie da zu sein und sich zu engagieren, als im materiellen Konsum zu schwelgen. Obwohl sie nur ein paar tausend Franken Erspartes hat, kennt die Lebenskünstlerin keine Existenzängste: «Ich habe zwar keine finanzielle Sicherheit, dafür bin ich sozial sehr gut abgefedert.» Sie habe ein super Netzwerk und schon für viele kostenlos gearbeitet: «Im Notfall würde ich immer irgendwo unterkommen.» Auch Mira Gisler (34) hat sich für einen alternativen Lebensstil entschieden, der sich eher am Menschen als am Materiellen orientiert: Seit sie im Frühjahr von einer längeren Südostasienreise zurückgekehrt ist, zieht sie mit einem 60-Liter-Rucksack in der Schweiz umher. «Was ich in Asien entdecken durfte, wollte ich irgendwie auch in der Schweiz leben: Begegnungen mit Mensch und Natur auf den Spuren von Kultur, Handwerk und Tradition.» Es sei schön, für Arbeit andere Wertträger als Geld zu bekommen – grosse Dankbarkeit, viele offene Türen und eine enorme Gastfreundschaft. In den vergangenen Monaten verbrachte die selbständig erwerbende Illustratorin und Stylistin immer wieder mal eine Nacht bei Freunden auf dem Sofa oder im Biwak im Wald. Längere Aufenthalte ergaben sich am Thunersee, wo sie ein Haus renovierte, und im Emmental, wo sie auf einem Bauernhof mit anpackte. An beiden Orten arbeitete sie gegen Kost und Logis, die laufenden
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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Ewig Reisende: Seit ihrer Rückkehr aus Asien jobbt und reist Mira Gisler mit dem Rucksack durch die Schweiz.
Ausgaben deckte sie mit Einnahmen von gestalterischen Aufträgen aus dem Verlagswesen und dem Verkauf ihrer Illustrationen.
Die Wohnung ist untervermietet, der Rucksack stets gepackt Hat Mira Gisler einen bezahlten Job in Zürich, schläft sie zuweilen auf einer Matte in der Stube ihrer Zweizimmerwohnung, die sie seit einem Jahr untervermietet hat. Hier lagern auch die
meisten Dinge, die sie besitzt: «Von meinen Möbeln und dem Geschirr, das ich über Jahre gesammelt habe, kann ich mich noch nicht trennen.» Irgendwo und irgendwann werde es eine Möglichkeit geben, diese wieder zu verwenden. Noch unklar ist, wo Mira Gisler den Winter verbringt: «Ein Job in einer kleinen Berghütte wäre toll.» Falls sich nichts ergibt, wird sie vorübergehend in ihre Mietwohnung zurückkehren oder sich ein kleines Zimmer suchen und als
Illustratorin und Stylistin arbeiten, um sich auch wieder finanziell etwas Boden zu schaffen. Auf jeden Fall sieht sie der Zukunft positiv entgegen: «Ich kann nicht von dieser Welt fallen.» Sie freue sich, ihren Weg zu gestalten, und vertraue ins Leben. Der Lebensstil von Mirjam Müller und Mira Gisler entspricht dem Zeitgeist: «The Age of Less» nennt David Bosshart vom GottliebDuttweiler-Institut (GDI) den Trend
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PORTRÄT
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Digitaler Minimalist: Dank Smartphone besitzt Ökonom Alan Frei nur noch 230 Dinge.
Bild: Philipp Rohner
MENSCHEN
in seinem gleichnamigen Buch. «Unsere Beziehung zu Materiellem scheint sich zu verändern – gerade die Generation der 20- bis 40-Jährigen empfindet Besitz zunehmend als Ballast und weniger als Statussymbol oder Glücksfaktor», so der Trendforscher. Für Bosshart sind die beiden Frauen typische «Happiness Manager»: «Selbstbewusste, gut ausgebildete Menschen, die ihr Leben ganzheitlich betrachten und Lohneinbussen zu Gunsten von Lebensqualität in Kauf nehmen.» Alan Frei (32) arbeitet viel, verdient gut und hat trotzdem reduziert: Der Ökonom und Leiter der Start-up-Plattform an der Universität Zürich besitzt nach eigenen Angaben nur noch gut 230 Dinge. Er liess sich vor rund zwei Jahren von verschiedenen Bloggern und Autoren aus dem angelsächsischen Raum inspirieren, die von ihrem Leben in selbstgewählter Einfachheit berichten. Zuerst mussten Dinge über die Klinge springen, die Alan Frei selten bis nie
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
benutzte. Ski etwa, oder Erinnerungsstücke. Das Ausmisten fühlte sich gut an. In einer zweiten Phase nahm er die Garderobe und den Haushalt in Angriff. Heute besitzt Frei unter anderem noch drei Paar Hosen und Wechselwäsche für eine Woche sowie zwei Pfannen, zwei Tassen, zwei Teller, das Besteck dazu und zwei Tupperware-Behälter: «Ich esse meistens allein, manchmal zu zweit. Für die seltenen Gelegenheiten, bei denen ich mehr Gäste empfange, extra mehr Material zu horten, wäre unnötig.» Er sage seinen Freunden bei Einladungen jeweils einfach, sie sollen anstelle einer Flasche Wein ihr eigenes Geschirr mitbringen. Ist das nicht etwas übertrieben? «Wenn man mal damit beginnt, kann Reduzieren süchtig machen», sagt Alan Frei und lacht. Krank fühlt er sich dabei nicht, im Gegenteil: «Ich kann viel besser fokussieren, mich auf das Wesentliche konzentrieren – auf Freunde, Familie und spannende Erlebnisse. Denn
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
Besitz macht das Leben unfrei, weil er die Mobilität einschränkt und viel Zeit benötigt», ist Frei überzeugt. Ein Auto etwa müsse man waschen, warten – und erst das ständige Parkplatzsuchen … Viel lieber miete er ein Fahrzeug, wenn er denn eines brauche. Wahlweise einen Kleinbus, Kombi oder Sportwagen.
Wenn das Smartphone das Leben vereinfacht Ein Objekt, das Alan Frei jedoch niemals hergeben würde, ist sein Smartphone. Denn es ist der Schlüssel zu seiner redu zierten Welt, in der er trotzdem auf nichts verzichten muss: CDs, DVDs, Bücher. Er lagert sie nicht im Regal, sondern in der Cloud, die er via Handy abrufen kann. Immer öfter greift er auch bloss auf Streamingdienste zurück. So muss er die Daten nicht mal selbst be sitzen, sondern konsumiert sie einfach über das Netz. Dank Internet hat er auch stets einen direkten Zugang zu den Por talen verschiedener Mietdienstleister
wie Carsharing oder Mietplattformen für Gebrauchsgegenstände. Der Lebensstil von Alan Frei hat einen Namen: digitaler Minimalismus. Frei sieht sich selbst allerdings nicht als Minimalisten, weil das zu sehr nach Ver zicht klinge. Er hält sich eher für einen Menschen, der sein Leben vereinfachen und Komplexität reduzieren will. Bisher hat er noch keinen seiner weggegebenen Gegenstände vermisst – ausser einem Verlängerungskabel, das er braucht, wenn der Akku leer ist und die Steckdose weit weg. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Vera Hartmann
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LESEN SIE ONLINE Der neue Luxus Besuchen Sie die Site von digitalen Minimalisten und lesen Sie das Interview mit GDI-Trendforscherin Martina Kühne.
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PORTRÄT | 31
Was mein ist, ist auch dein Die Miet- und Vermietplattform Sharley ist seit elf Monaten online. Inzwischen hat das Portal 1400 registrierte Nutzer, die rund 1000 Alltagsgegenstände anbieten. Die meisten davon finden sich in Zürich. www.sharely.ch Die Fahrzeug-SharingPlattform Sharoo vereint Fahrzeugbesitzer mit Menschen, die ein Fahrzeug mieten möchten. Die angemeldeten Fahrzeuge können via Smartphone «keyless» geöffnet und abgeschlossen werden. Inzwischen haben sich rund 6500 Nutzer registriert. www. sharoo.com
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MENSCHEN 32 |
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INTERVIEW
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Genuss und Ekstase gehören zum Menschen»
Judith Mair raucht, trinkt und tut vieles, was «verboten» ist. Die Trendforscherin beobachtet mit Sorge den heiligen Eifer, mit dem sich viele Menschen einer neuen Moral unterwerfen. Judith Mair, sündigen Sie oft?
Im Sinne des aktuellen Zeitgeists, der alles als Sünde versteht, das mit Ausschweifung, Verschwendung und Unvernunft zu tun hat, sündige ich tatsächlich häufig. Mir geht es nicht primär darum, mich und mein Leben zu optimieren, ich weigere mich sogar bewusst, alles der Vernunft unterzuordnen. Indem Sie zum Beispiel was tun?
Ich gehe wohl oft zu spät ins Bett, mache zu wenig Sport, esse zu viel Fleisch, trinke und rauche zu viel ...
Fühlen Sie sich manchmal schlecht dabei?
Warum sollte ich? Was mir mehr Sorge macht, ist die wachsende Tendenz zur moralischen Bevormundung: kein Bier mehr in der U-Bahn, Helmpflicht für Radfahrer, bitte nicht rauchen, gesund essen, am besten vegan und ökologisch sowieso. In Deutschland ist letzthin ein Kind aus einem Kindergarten geflogen, weil seine
Eltern sich nicht an das obligatorische Zuckerverbot gehalten hatten. Das sind doch alles Versuche, die Welt zu verbessern.
Natürlich teile ich die Meinung, dass der Zustand der Welt im Allgemeinen bedenklich ist. Auch finde ich die Vorstellung einer Welt ohne Prostitution, Verkehrstote, Raucherbeine, Alkoholiker, Tierversuche und Umweltsünder durchaus reizvoll. Aber ich glaube halt nicht, dass wir die Welt retten können, indem wir BioAvocados in Niedrigenergiehäusern essen, Prostitution kriminalisieren und unappetitliche Fotos auf Zigarettenpackungen drucken. Früher hat die Kirche Lust und Zügellosigkeit be kämpft ...
... und hat uns für braves Verhalten immerhin ein ewiges Leben im Paradies versprochen. Richtig. Und obwohl wir uns hier in Europa von Reli gion nicht mehr viel vorschreiben lassen, haben sich
klammheimlich lustfeindliche Normen breitgemacht, die weitherum akzeptiert sind. Was ist passiert?
Wir haben es hier wohl mit der Schattenseite der Aufklärung zu tun, die zu einer säkularisierten Askese und Selbstdisziplinierung geführt hat. Verkürzt gesagt haben wir verinnerlicht, dass der Zustand der Welt in direktem Zusammenhang mit dem Inhalt unserer Einkaufstasche steht. Wir haben, auch ganz ohne die Kontrollinstanz Kirche, ein schlechtes Gewissen, wenn wir gewisse Normen nicht einhalten. So wird es zu einer Art Ablasshandel, regelmässig im Bioladen einkaufen zu gehen – damit befreien wir uns von unserer Schuld. Zum Kirchenbild passt auch der Missionierungseifer der heutigen Moralisten, die glauben, herausgefunden zu haben, wie das vorbildliche, moralisch unbedenkliche, risikoarme Leben auszusehen hat, und es am liebsten für alle verbindlich erklären würden. Räume und Möglichkeiten für Unvorhersehbares und Unkontrolliertes beginnen zu schwinden.
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MENSCHEN
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Eine Art säkularer heiliger Eifer also?
Sozusagen. Besonders bizarr wird es, wenn sich dieser Eifer auf Teile der Welt richtet, die erst jetzt ein bisschen Wohlstand geniessen dürfen. In Deutschland haben wir auch mal ein Wirtschaftswunder erlebt wie China heute. Da kam auch keiner und sagte: Ist ja schön, dass du dir jetzt für deine Familie Fleisch und ein Auto leisten kannst, aber werde doch lieber Vegetarier und fahr mit der Bahn, das ist besser für die Umwelt. Letztlich ist das eine neue Form von Imperialismus. Warum haben sich diese Normen auch ohne formale Kontrollinstanz so weit verbreitet?
Die Kontrolle hat sich zu uns verlagert, wir haben die Disziplinierung verinnerlicht, die einst die Kirche ausübte. Das neue Gebot lautet: Du bist selbst verantwortlich für dein Leben, und du hast alle Möglichkeiten – wenn du die nicht wahrnimmst, nicht an deiner Optimierung arbeitest, bist du selber schuld. Ein sehr calvinistischer Ansatz. Und ein Scheitern ist nicht leicht zu ertragen, denn man kann niemand anderem die Verantwortung aufbürden. Wer früher nicht brav mitmachte, dem drohte die Hölle. Was droht heute?
Die Ausgrenzung: Raucher müssen vor die Tür, Dicke kriegen weniger gute Jobs als Schlanke. Unsichere, ungesunde, unökologische, nicht Werte-konforme Haltungen und Handlungen werden abgewertet, verurteilt oder gar bestraft. Individualismus und Freiheit waren mal erstrebenswert, heute gilt das nur noch beschränkt. Die Verbrüderung von Grün und Schwarz zu einem neokonservativen Wertebündnis, bei dem
Begriffe wie Heimat, Häusliches und Lokales durchwegs positiv besetzt sind, ist mir ziemlich unheimlich. Es gibt nicht wenige Alt-Linke, die frustriert beobachten, wohin sich ihre einstigen Ideale entwickelt haben. Schliesslich haben sie für jene individuellen Freiheiten gekämpft, die nun in Frage gestellt und abgeschafft werden. Paradox ist ja auch, dass wir heute zwar sexuell fast alles dürfen, unsere anderen Gelüste sollen wir aber gefälligst unter Kontrolle halten. Gibt es da einen Zusammenhang?
Diese sexuelle Freiheit gibt es zwar theoretisch, aber gerade bei den Jungen findet man heute
«Es gibt eine Tendenz zur moralischen Bevormundung.» wieder ein starkes Ideal von ewiger Zweisamkeit und Familie. Kinder haben gilt als cool. Wo bleibt das ausschweifende Gelage? Die kurzweilige sexuelle Liaison? Vergessen wird, dass Überschreitung, Entgrenzung und Ekstase zutiefst menschliche Sehnsüchte und Konstanten sind. Wir sollten Kontrollverlust und Unvernunft kultivieren, statt sie ständig massiv abzuwerten. Wer stattdessen lieber fünf Sonntagnachmittage in Folge mit selbstoptimierten, leistungsbereiten, westeuropäischen Mittelschichtspärchen bei selbstgebackenen Dinkelkeksen und Fairtrade-Tee verbringen will – auch gut!
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INTERVIEW | 33
Begründet wird die Forderung nach Askese in der Regel mit Gesundheit – ist sie der neue Gott?
Ich fürchte, ja. Gerade bei jüngeren Leuten beobachte ich eine fast schon manische Beschäftigung mit Fitness und Essen. Aber was ist das denn für ein Leben? Wollen wir alle 90 werden und dann noch möglichst lange scheintot herumvegetieren? Es kann doch nicht nur um Lebensquantität gehen. Man muss doch diese Zeit auch möglichst gut füllen, tatsächlich leben. Woher kommt die Gesundheitsobsession?
Nicht zuletzt lassen sich damit ziemlich gut Geschäfte machen – und zwar mit der persönlichen Gesundheit wie der des Planeten. Jeder kann sich mit dem Kauf einer Energiesparlampe einbilden, zur Rettung der Welt beizutragen. Öko und Bio sind ja längst nicht mehr politisch zu verstehen, sondern als Lifestyle, in den man sich einkaufen kann. Gratis dazu gibts das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen. Nun ist es gesünder und potenziell lebensverlängernd, nicht zu rauchen und kulinarisch Mass zu halten. Sind die Kritiker der Lustfeindlichkeit nur nicht diszipliniert genug, um vernünftig zu sein?
Das hat damit nichts zu tun. Natürlich ist es ungesund zu rauchen, es geht mir ja nicht darum, dafür zu werben. Aber an der Rauchverbotskultur manifestiert sich beispielhaft der Wandel hin zu einer verstärkten Normierung der Gesellschaft, in der schliesslich jeder Einzelne sich selbst kontrolliert und diszipliniert.
Das meiste ist aber noch immer freiwillig. Sorgen Sie sich, dass mehr und mehr dieser Normen staatlich verordnet werden könnten?
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
«Eine Gesellschaft, die sich darauf geeinigt hat, was gut und richtig ist, und nicht mehr verhandelt, droht zu erstarren.» Ein Stück weit schon. Aber ich glaube auch, dass der Markt hier einen sehr grossen Einfluss ausübt. Er schafft ja einen Grossteil der Idealbilder, die heute kursieren und denen viele freiwillig folgen. Der Staat hat dann leichtes Spiel, diese Normen als staatliche Verbote durchzusetzen. Es wird viel zu wenig diskutiert, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen – und in welche Richtung die gerade läuft, in der wir leben.Wer traut sich denn schon,scheinbare Gewissheiten unseres Lebens mal grundsätzlich in Frage zu stellen? Schadet es einer Gesellschaft, wenn sie zu asketisch und diszipliniert ist?
Sie verliert das Lustvolle und Genussvolle, das eigentlich Teil jeder Kultur ist. Sie riskiert auch, an Kreativität zu verlieren, wenn es weniger Räume für Unvorhergesehenes gibt, in denen sich Neues entwickeln kann. Kultur braucht ja auch Reibung und Widerspruch, um sich zu entfalten. Eine Gesellschaft, die sich darauf geeinigt hat, was gut und richtig ist, und darüber nicht mehr verhandelt, droht zu erstarren. Gut möglich, dass andere Teile der Welt längerfristig interessanter sind, dass die aufregenden Neuerungen künftig eher von dort kommen als aus unseren
Wohlstandsgesellschaften, in denen sich fast alles primär um die eigene moralisch aufgeladene Befindlichkeit und um die Bewahrung des Bestehenden dreht– also um etwas sehr Konservatives. Sehen Sie denn bei uns auch Anzeichen einer Gegenbewegung?
Zumindest lässt sich deutlich erkennen, wie die moralisch aufgeladenen Optimierungsgebote immer öfter auch auf Unmut stossen. Ich bin ja nicht die Einzige, bei der Dinge wie der zunehmend neurotisch erscheinende Umgang mit Lebensmitteln, die Überprotektion von Kindern oder die Beliebtheit von Vokabeln wie Quality-Time oder WorkLife-Balance verständnisloses Achselzucken hervorrufen. Ab wann und wie wird ein gelegentlich beobachtetes Verhalten zum Trend?
Der Trend ist ein Versuch, sich an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Am interessantesten ist immer die Phase, in der etwas auf dem Weg zum Trend ist. Unterscheiden muss man ihn auch von Moden – in Moden werden Trends sichtbar. Zum Beispiel tragen heute viele junge Männer wieder Bart. An Moden wie dieser lässt sich viel ablesen, nämlich der Trend zur Authentizität,
zum Ursprünglichen, zur Naturverbundenheit – all dies spielt natürlich auch der neuen Moral in die Hände. Ein Trend ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Er betrifft alle, und man muss sich dazu irgendwie verhalten. Können Sie als Trendforscherin neuen Trends eher widerstehen als andere?
Ich glaube, das gilt für viele Trendforscher. Wir beschäftigen uns damit, erkennen schon früher als andere, dass da was kommt. Anfänglich, wenn sie sich noch so langsam ihren Weg bahnen, mag man viele dieser Trends ja auch: Der erste Mann, der einem mit Bart entgegenkommt, ist natürlich hochinteressant. Wenn der Trend in den Mainstream kippt, entsteht bei mir aber oft der erste Überdruss und manchmal halt auch Widerstand. Interview: Ralf Kaminski Bilder: Christian Schnur
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ONLINE ABSTIMMEN Wie wichtig ist Ihnen Moral? Wie stark leben Sie Ihre Überzeugungen im Alltag: Die gängigsten Varianten im Überblick – nach welchem Modell leben Sie?
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INTERVIEW | 35
Trendforscherin und Dozentin Judith Mair (42) ist Expertin für Populärkultur, Trendforscherin und Mitbegründerin der Agentur New Potential in Berlin. Sie unterrichtet mit einem 15-ProzentPensum an der Zürcher Hochschule der Künste. Mair hat mehrere Bücher publiziert und lebt mit ihrem Partner und dem gemeinsamen Sohn in Berlin. www.newpotential.de Judith Mair und Bitten Stetter: «Moral Phobia. Ein Zeitgeist-Glossar von Achtsamkeit bis Zigarette.» Gudberg Nerger Publishing, November 2014
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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KOLUMNE | 37
DER HAUSMANN
Auf eigene Faust Bänz Friedli hatte einen Sprachdisput.
Wir sind zum Znacht bei Freunden, es gibt einen Kindertisch – wobei die jungen Menschen, die dort, ßber ihre Apps gebeugt, munter die neusten Bilder austauschen und Vierer-Selfies knipsen, keine wirklichen Kinder mehr sind. Wir Älteren reden gerade ßber Emmylou Harris, die Sängerin, die einige von uns abgÜttisch verehren. (Okay, das einige von uns betrifft nur die Männer. Hanspi und ich erwägen gar – wenn auch mehr im Scherz, aber man kÜnnte sich ja mal was gÜnnen, zu einem runden Geburtstag oder so –, item, wir erwägen gerade, ob man zu einem Konzert nach Washington D. C. pilgern mßsste, an dem die grosse Emmylou Kßnstlerkollegen von Kris Kristofferson bis Joan Baez um sich schart.) Und es gibt wohl kein ausgesprochen erwachseneres Thema als die Musik einer alternden Countrysängerin ‌ Da meldet sich plÜtzlich der Kindertisch: Sagt mal ‌! Sagt mal, fragt Anna Luna zu uns hinßber, was versteht ihr unter ‚wie die Faust aufs Auge›? Der ganze Kindertisch ist ßberzeugt: Das bedeutet passt perfekt. Die sechs Erwachsenen aber, zum Pech der Kinder von der Theaterpädagogin bis zum Journalisten allesamt solche, die sich beruflich mit Sprache beschäftigen, befinden einstimmig und niederschmetternd: Die Redewendung wie die Faust aufs Auge bedeutet passt ßberhaupt
Sie wollen die Welt neu denken. nicht. Denn was hat die Faust auf einem Auge zu suchen? Die Kinder lassen sich nicht kleinkriegen, fragen keck: Woher seid ihr euch so sicher? Man kÜnnte es den Jungen bÜsartig auslegen, à la: Da haben wir sie wieder, die verdorbene Jugend, allzeit bereit, dem Gegenßber die Faust ins Auge zu rammen! Aber sie meinen es ja nicht so. Sie finden allen Ernstes, die Faust habe in der AugenhÜhle ideal Platz, und legen zur Demonstration alle vier sanft die eigene Faust aufs Auge – passt! Die Bedeutung habe geändert, ist Anna Luna sich sicher, das sei jetzt eben der Wandel der Zeit. Aber was machst du, entgegne ich, wenn du in einem Aufsatz dieses Sprachbild gebrauchst, und dein Lehrer befindet, dass du es falsch verwendest? Sie gibt sich nicht
geschlagen: ÂŤWas macht euch denn so sicher?Âť Ich japse noch: ÂŤDer Duden! Der Duden macht mich sicher, da, schau!Âť, und habe schon mein Handy im Anschlag, um es ihr schwarz auf weiss, Buchstabe auf Touchscreen, vor Augen zu fĂźhren. Aber sie folgt ihrer eigenen Ăœberzeugung: ÂŤIhr Erwachsenen mĂźsst lernen, dass manche Dinge sich ändern.Âť Schon gut, denke ich, die mĂźssen aufbegehren, wo sie kĂśnnen. Und irgendwie gefällt mir ihre Haltung ja. Es ist gut, dass Jugendliche die Dinge neu denken, die Welt neu sehen wollen, dass sie sich nicht einfach sagen lassen: So wirds gemacht, es wurde immer so gemacht – und basta. Schliesslich ist die Welt, die wir ihnen Ăźberlassen, nicht die beste. Die Haltung ÂŤWas macht euch Alten so sicher, dass ihr recht habt?Âť ist demnach angebracht. Trotzdem bin ich mir bei der Faust auf dem Auge natĂźrlich sicher: Da liegen die Jungen falsch. Nur, um mir selber Recht zu geben, google ich es vor dem Einschlafen noch rasch nach. Und da steht: ÂŤ[1] ganz und gar nicht zusammenpassen. [2] umgangssprachlich: wunderbar zusammenpassen. Die ursprĂźngliche Bedeutung [1] ‚nicht passen› wurde häufig ironisch verwendet, woraus sich die Bedeutung [2] ‚gut passen› entwickelt hat.Âť Und jetzt sehen wir Alten – alt aus. Bänz Friedli live: 17./18. 11. ZĂźrich, Hechtplatz 20. 11. Winterthur ZH, 21. 11. Brienz BE.
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WEIHNACHTSAKTION 2014
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Wir helfen nicht nur im Advent»
Migros-Chef Herbert Bolliger über die neue Spendenaktion der Migros: Mit einem ganz besonderen Weihnachtslied sammelt die Detailhändlerin Geld für Bedürftige in der Schweiz.
Schweizer Stars auf der Alp Mit einem stimmungsvollen Spot wirbt die Migros für ihre grosse Spendenaktion. Gilbert Gress lädt Prominente zu einer turbulenten Weihnachtsfeier in eine Alphütte ein. Der Spot läuft ab 21. November im TV und auf www.migros.ch/weihnachten. Einige Impressionen aus dem Kurzfilm:
MigrosChef Herbert Bolliger über diese Spendenaktion. Herbert Bolliger, im Internet gibts zahllose Weihnachtslieder. Warum sollen sich die Leute gerade den Migros-Song herunterladen?
Weil dieses Lied mit seiner eingängigen Melodie nicht nur weihnachtliche Stimmung verbreitet, sondern auch einen besonderen Hintergrund hat. 23 Schweizer Stars sind für diesen Song zusammengekommen – darunter so verschiedene Leute wie die BigBand Legende Pepe Lienhard oder die junge Sängerin Lina Button. Alle haben auf ihre Gage verzichtet, weil sie bedürftigen Menschen in der Schweiz helfen wollen. Warum ist das Geld für Hilfsprojekte in der Schweiz bestimmt? Die Not in anderen Weltregionen ist doch viel grösser.
Die Migros schaut ja bei Katastrophen und Armut in anderen Ländern nicht weg – ganz im Gegenteil. Wir helfen auch im Ausland immer wieder. Das letzte Mal bei den Überschwemmungen im letzten Frühling in der Balkanregion. Die Migros half den Betroffenen, indem sie dem Schweizerischen Roten Kreuz
eine halbe Million Franken spendete. Das Geld wurde für dringend benötigte Massnahmen wie die Versorgung mit Trinkwasser verwendet. Mit unserer weihnachtlichen Spendenaktion möch ten wir jetzt mithelfen, die oft stille Not zu lindern, die es auch in der reichen Schweiz gibt. Welche Not meinen Sie damit?
Es geht zum Beispiel um Langzeit arbeitslose, die sich eine sinnvolle Beschäftigung wünschen. Dank dem Projekt Heks Visite bekommen solche Menschen eine ehrenamtliche Teilzeit arbeit, die ihnen Struktur im Alltag, Halt und auch wieder mehr Selbstver trauen geben. Oder denken Sie an Migrantenfamilien, die unser Bildungs system nicht kennen. Das Projekt Schul start+ der Caritas hilft den Eltern mit Workshops bei der Einschulung ihrer Kinder. Das sind nur zwei der aus gewählten Hilfsprojekte, die wir dieses Jahr unterstützen. Tatsächlich sammelt die Migros Spenden für Projekte von vier verschiedenen Hilfswerken. Wäre es nicht besser, sich auf ein einziges Hilfswerk zu konzentrieren?
Bilder: zVg
G
ilbert Gress sitzt in einer holz getäfelten Stube und bereitet eine Weihnachtsfeier vor. Vor dem Fenster wirbeln Schneeflocken, die Stimmung ist heimelig – doch der legendäre Trainer macht ein trauriges Gesicht. Denn es fehlt ihm an allem, was er jetzt brauchen würde – er hat nicht genug Geschenkpapier, keine Kerzen und auch keinen Christbaumschmuck. Doch dann klopft es an der Tür, und nach und nach trifft eine ganze Reihe prominenter Gäste ein – darunter Luca Hänni, Francine Jordi und Peter Reber. Jeder der Stars bringt einen der benötig ten Gegenstände mit. Mit diesem Werbespot startet die Migros ihre weihnachtliche Spenden aktion, bei der Geld für ausgewählte Hilfsprojekte von Caritas, Heks, Pro Ju ventute und der Winterhilfe gesammelt wird. Die Stars aus dem Werbespot haben gemeinsam ein Weihnachtslied aufgenommen, das extra für diesen An lass komponiert wurde. Wer sich dieses Lied mit dem Titel «Ensemble» im On lineshop von Ex Libris, bei iTunes oder Google Play herunterlädt, zahlt eine kleine Gebühr, die vollumfänglich in die Unterstützung der Hilfsprojekte fliesst.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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WEIHNACHTSAKTION 2014 | 41
Herbert Bolliger: «Die Migros schaut auch bei Katastrophen und Armut in anderen Ländern nicht weg.»
So können Sie eine Spende überweisen Das Migros-Weihnachtslied «Ensemble» lässt sich ab 21. November herunterladen. Wer das Lied kauft, unterstützt ausgewählte Hilfsprojekte von Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe (siehe nächste Seite). Der Download kostet bei ExLibris.ch 1.20 Franken, bei iTunes 1.10 Franken und bei Google Play 99 Rappen. Die Gebühr kommt vollumfänglich den Hilfsprojekten zugute. Die Kundinnen und Kunden können aber auch ab 22. November an den Kassen der Migros-Filialen Spendencoupons im Wert von 5, 10 oder 15 Franken kaufen. Beiträge können ausserdem auf das Spendenkonto 30-620742-6 oder per SMS mit dem Text «MIGROS (BETRAG)» an die Nummer 455 überwiesen werden. Ab 12. Dezember findet auf www.migros.ch/ weihnachten eine Online-Auktion statt: Jeder der 23 Prominenten, die an der MigrosWeihnachtsaktion beteiligt sind, stellt für diese Versteigerung einen persönlichen Gegenstand zur Verfügung oder bietet eine spezielle Aktion an. Der Erlös ist ebenfalls für die Hilfsprojekte bestimmt. Der Gesamtbetrag, der durch alle diese Aktivitäten zusammenkommt, wird von der Migros auf maximal eine Million Franken verdoppelt. Das Geld fliesst anschliessend zu gleichen Teilen an die Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
Sie alle haben mitgemacht! 18 der 23 Stars, die sich an der Weihnachtsaktion der Migros beteiligen: Erste Reihe (von links): Gilbert Gress, Sophie Burande, Luca Hänni. Zweite Reihe (von links): Marc Storace, Sebalter, Angie Ott, Francine Jordi, Jaël Malli, Pippo Pollina. Dritte Reihe (von links): Fabienne Louves, Pepe Lienhard, Léonard Gogniat, Maja Brunner, Vava Voom, Peter Reber. Vierte Reihe (von links): zwei Mitglieder der Band Dada ante Portas, Lina Button.
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WEIHNACHTSAKTION 2014 | 43
Um diese Projekte geht es Jedes der vier beteiligten Hilfswerke hat Projekte im Inland ausgewählt, denen die Spenden zugutekommen. ■ Beim Projekt der Winterhilfe geht es um Menschen in der ganzen Schweiz, die kein richtiges Bett besitzen. Sie erhalten vom Hilfswerk robuste Swiss-made-Betten.
Wir setzten bewusst auf die Zusammenarbeit mit mehreren Hilfswerken. Caritas, Heks, Pro Juventute und die Winterhilfe sind bewährte Institutionen, die auf unterschiedliche Weise helfen, Not zu lindern. So geht es beim unterstützten Projekt der Winterhilfe um bedürftige Menschen, die zwar ein Dach über dem Kopf, aber kein richtiges Bett haben. Die Winterhilfe stellt ihnen solide Swiss-made-Betten zur Verfügung.
Beispielen sind die Schokoladen unserer Eigenmarke Frey. Der gesamte Kakao dafür stammt von UTZ-zertifizierten Produzenten in Westafrika und Lateinamerika. Das UTZ-Gütesiegel auf den Schokoladen garantiert den Arbeitenden auf den Plantagen ein besseres Einkommen, medizinische Versorgung und für ihre Kinder den Zugang zu Schulbildung. Auch unser gesamtes Kaffeesortiment ist übrigens UTZ-zertifiziert.
Im Advent sind karitative Aktionen beliebt. Doch nach Weihnachten gerät das Schicksal der Bedürftigen oft wieder in Vergessenheit.
Was wünschen Sie sich eigentlich selbst zu Weihnachten?
Der Migros hilft nicht nur im Advent. Wir haben auch den Hilfsfonds, der jedes Jahr mit einer Million Franken gespeist wird. Oder denken Sie ans Migros-Kulturprozent: Pro Jahr investieren wir über 120 Millionen Franken in Kultur, Bildung und soziale Projekte. Dieses freiwillige Engagement ist weltweit einzigartig. Aber was tut die Migros für die Menschen in den Entwicklungsländern, wo die Armut am grössten ist?
Auch hier helfen wir das ganze Jahr, indem wir stark auf Produkte mit Nachhaltigkeitslabels setzen. Eines von vielen
Ich bin in einer sehr privilegierten Situation, da ich gesund bin, eine tolle Familie und für mich den interessantesten Job habe. Deshalb kann ich mir nur wünschen, dass es so bleibt. Für die Notleidenden in der Schweiz wünsche ich mir zunächst eine erfolgreiche Spendenaktion – denn je mehr Konsumentinnen und Konsumenten mitmachen, desto besser können die Hilfswerke ihre dringend nötige Arbeit leisten. Und natürlich hoffe ich auch, dass unser Weihnachtslied vielen Menschen Freude bereitet. Mir gefällts jedenfalls sehr. Ich finde es einen richtigen Ohrwurm. Interview: Michael West
■ Bei der Pro Juventute sind die Spenden für die Notrufnummer 147 bestimmt. Jeden Tag wenden sich rund 400 verzweifelte Kinder und Jugendliche an diese Nummer, um mit einem Berater über Probleme zu reden. Zusätzlich kommen die Spenden dem Ferienfonds der Pro Juventute zugute. Dieser ermöglicht es finanziell benachteiligten Familien, in einem Hotel im Oberengadin Ferien zu machen. ■ Beim Heks geht es um Hilfe für Langzeitarbeitslose in den Kantonen Zürich, Aargau sowie in der Ostschweiz: An solche Personen wird eine ehrenamtliche Teilzeitbeschäftigung vermittelt, die ihnen einen Halt gibt. Hinzu kommt ein Projekt in den Kantonen Waadt und Genf: Gut qualifizierte Migrantinnen erhalten Beratung, damit sie sich in der Schweizer Berufswelt zurechtzufinden. Das Heks wird die Spenden auch für weitere Projekte einsetzen. ■ Die Caritas hat das Projekt Schulstart+ ausgewählt: Migrantenfamilien in den Kantonen Aargau, Freiburg, Graubünden und Zürich werden auf den Kindergarten- und den Schulstart ihrer Kinder vorbereitet. Hinzu kommen die Caritas-Märkte, in denen finanziell benachteiligte Menschen in der ganzen Schweiz Produkte zu sehr tiefen Preisen beziehen können. Die Caritas will die Spenden ebenfalls für weitere Hilfsprojekte in der Schweiz einsetzen.
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DELEGIERTENVERSAMMLUNG
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Premiere im Tessin
Für einmal tagte die Delegiertenversammlung in Lugano, wo Gottlieb Duttweiler vor rund 80 Jahren die erste Migros-Genossenschaft gegründet hatte.
Präsidentin Ursula Nold eröffnete die 176. Delegiertenversammlung und moderierte charmant und kompetent das Programm.
N
icht dringliche Geschäfte und Ab stimmungen, sondern Informa tionen aus der Welt der Migros und der Austausch zwischen den Regionen prägten die 176. Delegiertenversamm lung (DV) des MigrosGenossen schaftsBunds (MGB) vom 8. November in Lugano. Die 100 angereisten Delegier ten und zahlreiche Gäste trafen bereits am Vortag ein und genossen die Gast freundschaft der Migros Tessin. Höhe punkt des Vorprogramms war der Vortrag von Stararchitekt Mario Botta in der von ihm gegründeten Accademia di architet tura in Mendrisio, wo er sein Projekt eines Neubaus des Restaurants auf dem Monte Generoso vorstellte. Das Restaurant und die MonteGenerosoBahn sind seit den 40erJahren im Besitz des MGB. Der von Botta präsentierte Neubau soll in rund zwei Jahren fertig erstellt und für das Pu blikum zugänglich sein.
Informationen zu Verhaltenskodex und Geschäftsverlauf Die Tessiner Staatsrätin Laura Sadis begrüsste am nächsten Tag die Dele gierten zur DV in ihrem Heimatkanton.
DV in Lugano: Sylvie Lathion, Delegierte der Genossenschaft Migros Wallis.
MGBPräsident Andrea Broggini infor mierte anschliessend über den Verhal tenskodex der Migros, der die elf wich tigsten Regeln für alle Mitarbeitenden der MigrosGruppe erklärt und in einem Satz zusammengefasst werden kann: Die Migros strebt nicht den Profit um jeden Preis an, sondern erreicht ihre Ziele durch verantwortungsbewusstes und gesetzeskonformes Handeln. Weiteres Thema war die Mandats entschädigung der Verwaltung, die bislang von der Verwaltung selbst festgesetzt wurde und neu der unab
hängigen GottliebundAdeleDutt weilerStiftung übertragen wird. Im Anschluss an die Ausführungen des Präsidenten erläuterte MigrosChef Herbert Bolliger seine Einschätzung zur Konsumentenstimmung und verschaff te den Delegierten einen Überblick zum Geschäftsverlauf der Migros. Neben einem guten Super und Verbraucher marktgeschäft verzeichnen auch die Ergebnisse der Eigenindustrie – sowohl im Inland als auch beim Export – ein gesundes Wachstum. Und die Kampa gne zur MigrosEigenindustrie «Von uns. Von hier» zeigt Wirkung: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer wissen inzwischen, dass die Migros rund 10 000 ihrer Produkte selbst herstellt. Die Präsidentin der Delegiertenver sammlung, Ursula Nold, verwies zum Schluss der 176. DV nochmals auf die historische Bedeutung des Tessins für die Migros: Hier gründete Duttweiler 1933 die erste Genossenschaft, und hier rettete er zehn Jahre später die Mon teGenerosoBahn vor dem Abbruch. Text: Daniel Sidler Bilder: Severin Nowacki
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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DELEGIERTENVERSAMMLUNG | 45
«Die Migros strebt nicht den Profit um jeden Preis an.» Andrea Broggini, Präsident der Verwaltung MGB.
Apéro am Vorabend der DV in Mendrisio: Der rege Austausch zwischen den Delegierten aus allen Genossenschaften schafft Verständnis für die Themen und Anliegen der Migros-Gemeinschaft.
Stararchitekt Mario Botta präsentierte den Delegierten das inzwischen bewilligte Projekt eines neuen Restaurants auf dem Monte Generoso.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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Gebäck mit Tradition Migipedia-Nutzer haben regelmässig die Möglichkeit, Produkte zu bewerten. Aktuell gilt es, ein Nussgebäck zu testen: die Bâtonnets aux noisettes von Migros Sélection. Was viele nicht wissen: Das Rezept stammt von der Ehefrau des Migros-Gründers Gottlieb Duttweiler. Adele Duttweiler besuchte 1912 eine Kochschule, wo sie sich als 20-Jährige ein Rezept für Nussstengel notierte. Bis heute wird das Gebäck vom
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AKTUELL
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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MIGROS-KULTURPROZENT | 49
Kultur ist kein Luxus
Eine Umfrage belegt: Für viele Schweizer ist Kultur unverzichtbar. Wir zeigen, wie vielfältig das Engagement des Migros-Kulturprozents ist.
Für die Metal-Band Conjonctive war m4music ein Sprungbrett.
Bilder: Monika Breitenmoser, Daniel Winkler
K
ultur ist für die Schweizer wichtig: Kunst, Musik, Literatur, Film oder Theater konsumieren sie, um dabei etwas zu lernen. Dies zeigt eine breit angelegte Umfrage, die das Migros-Kulturprozent bei 4000 Einwohnern der Schweiz durchgeführt hat und die nun als Publikation vorliegt. Das Migros-Kulturprozent ist hierzulande eine der wichtigen Institutionen zur Kulturvermittlung. Alle Sparten von Kunst und Kultur werden gezielt unterstützt und gefördert – von der Kleintheaterbühne über den Dokumentarfilm bis zum internationalen Tanzfestival Steps. Wie vielfältig die Projekte sind, zeigt das Migros-Magazin mit zwei Beispielen im Rahmen dieses Artikels sowie einem weiteren Beispiel auf unserer Website. www.migros-kulturprozent.ch
M4music – Sprungbrett für junge Bands m4music, das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozents, hat sich in den letzten Jahren zum Treffpunkt der nationalen Popmusikszene gemausert. Das Festival ist der ideale Ort, um mitreissende Konzerte zu erleben – während drei Nächten bringt das Festival jedes Jahr angesagte Musiker aus dem In- und Ausland auf die Bühne. Zudem bietet das Festival m4music mit der «Demotape Clinic», dem wichtigsten Schweizer Musiknachwuchswettbewerb, jungen Bands ein Sprungbrett, um durchzustarten. «m4music besitzt hierzulande mittlerweile ein grosses Renommee», bestätigt Randy Schaller, Sänger der Westschweizer
Band Conjonctive. Die Band aus Nyon spielt düsteren Metal – und gewann den Preis «Demo of the Year 2014». «Für uns war diese Auszeichnung enorm wichtig», sagt Schaller, «nicht zuletzt, da unser Musikstil nicht jedermanns Sache ist.» Neben dem Prestige hatte der Sieg am Nachwuchswettbewerb von m4music aber auch ganz handfeste Vorteile: «Wir sind viel öfter im Radio gespielt worden, und vor allem berichteten grosse Medien und nicht nur Fachzeitschriften über uns», erzählt Schaller. «Und nicht zuletzt erhalten wir für unsere Konzerte nun höhere Gagen», stellt Schaller fest.
www.migrosmagazin.ch
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MIGROS-KULTURPROZENT | 51
«Kultur ist wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt» Fabrice Zumbrunnen ist Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bunds
Fabrice Zumbrunnen, sind Sie überrascht, dass die Menschen Kultur für etwas so Wichtiges halten?
Brilliert im Kinofilm «Der Kreis»: Studienpreisträger Sven Schelker.
Diese Feststellung freut mich sehr, denn sie zeigt auch, dass Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig ist. Zudem wissen wir jetzt: Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung geniesst Kultur, um etwas zu lernen. Sie dient nicht bloss der Ablenkung und Unterhaltung. Das finde ich grossartig.
Bilder: Hannes Caspar, Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved
Welche Schlüsse ziehen Sie aus den Resultaten der Befragung?
Talentförderung – Schauspieler Sven Schelker startet durch Seit mehr als 40 Jahren fördert das Migros-Kulturprozent junge Talente aus den Bereichen Gesang, Instrumentalund Kammermusik, Schauspiel, Tanz und Bewegungstheater. Ein Schauspieltalent, das nicht zuletzt dank dieser Unterstützung durchstarten konnte, ist der Basler Schauspieler Sven Schelker (25), Studien- und Förderpreispreisträger des Kulturprozents. Schelker spielt eine Hauptrolle im erfolgreichen Schwulendrama «Der Kreis», das momentan mit grossem Erfolg in den Schweizer Kinos läuft und an der diesjährigen Berlinale den Publikumspreis gewann. Der Film thematisiert die Liebesgeschichte zwischen
Röbi Rapp und Ernst Ostertag, die im Zürich der 60er-Jahre mit Polizeirepressalien zu kämpfen hatten. Knapp 25 Jahre nach dem Oscar für «Reise der Hoffnung» von Xavier Koller schickt die Schweiz mit dem Doku-FiktionsDrama seit langem wieder einen aussichtsreichen Preisanwärter ins Oscar-Rennen. «In erster Linie ist da natürlich die finanzielle Entlastung, die der Studienpreis mir und meinen Eltern gegeben hat», sagt Schelker. «Diese nimmt einen gewissen Druck von den Schultern und war zudem eine tolle Bestätigung.» Vor allem aber konnte Schelker wichtige Kontakte knüpfen: «So lernte ich beim Vorsprechen für
den Studienpreis den Theaterregisseur Jan Bosse kennen, über den ich ein Vorsprechen am Thalia Theater in Hamburg bekam.» Heute ist Schelker dort festes Ensemblemitglied und spielt seine dritte Theatersaison. Auch Corinna Glaus lernte er so kennen: Ihre Agentur ist verantwortlich für die Besetzungen grosser Schweizer Kinohits wie «Die Herbstzeitlosen», «Dällebach Kari» oder aktuell «Der Kreis». Schelker resümiert: «Das Kulturprozent hat mir eine Plattform gegeben. Ich konnte mich zeigen und Kontakte knüpfen, die meinen weiteren Weg als Schauspieler sehr geprägt haben.» Texte: Christoph Petermann
Die Schweizer Bevölkerung erwartet von der Wirtschaft, dass sie sich in der Kulturförderung engagiert. Nicht nur der Staat, sondern auch die Privatwirtschaft soll diese Verantwortung wahrnehmen. Das Migros-Kulturprozent ist in diesem Zusammenhang ein hervorragendes Beispiel: Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass das Kulturprozent die Migros sympathisch und glaubwürdig macht, weil sie so der Bevölkerung etwas zurückgibt. Was wünschen Sie sich von Seiten der Politik?
Es freut mich, wenn die politischen Entscheidungsträger zur Kenntnis nehmen, dass für 72 Prozent der Befragten Kultur in ihrem Leben einen hohen Stellenwert hat. Das bedeutet nämlich, dass die Kultur auch entsprechend gefördert werden soll. Ich hoffe, dass unsere Publikation, die an Parlamentarier sowie Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Gesellschaft ging, im Idealfall eine Debatte über die Kulturförderung in Gang setzt.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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Beim Gewinnspiel Mega Jackpot wurde bereits in den ersten Tagen sechs Mal der Jackpot geknackt. Claudia R. hat Migros-Geschenkkarten im Wert von 10 819.40 Franken gewonnen. Damit lassen sich gleich mehrere Wünsche erfüllen.
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Bild: Manuel Risi, Getty Images
Claudia R. (51), selbständige Finanzplanungsexpertin «Ich sass zu Hause über meiner Buchhaltung, war etwas lustlos und habe als Erstes den Kassenzettel aus der Migros gegriffen. Ich kannte die Modalitäten des Spiels gar nicht und habe einfach mal den Win Code eingegeben, um zu sehen, ob es dafür einen kleinen Preis gibt. Dann war ich völlig verblüfft und habe mich riesig gefreut. Bis jetzt hatte ich nämlich noch nie etwas gewonnen, ausser einem Butterzopf an einem Grümpelturnier.»
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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Zoé Ultra Sensitive Reinigungsmilch, 200 ml, Fr. 7.90
Das fühlt sich gut an Die Pflegelinie Zoé Ultra Sensitive erfüllt die hohen Ansprüche einer empfindlichen Gesichtshaut.
Bild: i istockphoto
T Zoé Ultra Sensitive Anti-AgingTagescreme, 50 ml, Fr. 15.80
rockene und sensible Haut reagiert auf herkömmliche Gesichtspflegemittel oft mit Reizungen. Die Pflegelinie Ultra Sensitive von Zoé wurde eigens für empfindliche und zu Irritationen neigende Haut entwickelt. Sie umfasst unparfümierte Produkte ohne Farb- und Konservierungsstoffe, die die natürliche Hautschutzbarriere stärken. Alle Produkte der Linie enthalten den Wirkstoff Delisens, der die hauteigenen
Abwehrkräfte stärkt, den Juckreiz lindert und den Feuchtigkeitsgehalt der Gesichtshaut steigert. Die Ultra-Sensitive-Produkte von Zoé sind vom «aha! Allergiezentrum Schweiz» zertifiziert und damit auch für Personen mit Hautallergien geeignet. Das breite Sortiment bietet auch drei Anti-Aging-Produkte, die zusätzlich vor lichtbedingter Hautalterung schützen und die Fältchenbildung mindern. NO
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Pflegelinie Zoé Ultra Sensitive.
H C S I R F T K R MA
M-TIPP Gönnen Sie sich eine Portion Italianità mit einer Pizza Padrone mit Caesar Salad. Das Rezept finden Sie auf www.saison.ch/de/m-tipp und alle Zutaten frisch in Ihrer Migros.
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Don Pollo Poulet-Nuggets im Duo-Pack hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Brasilien, 2 x 500 g
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Bananen, Bio, Fairtrade Peru, per kg
Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 18.11. BIS 24.11.2014, SOLANGE VORRAT
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2.80 statt 4.80 Broccoli Italien/Spanien, per kg
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Tilsiter Surchoix per 100 g, 20% günstiger
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Äpfel Gala lose, «Aus der Region.» per kg
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Champignons weiss, «Aus der Region.» Chablais, per kg
Kaki Persimon, Bio Spanien, Schale à 4 Stück
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Trauben weiss, kernlos Brasilien, Schale à 500 g
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2.70 statt 3.60 Tomaten am Zweig Spanien, per kg
* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Genossenschaft Migros Wallis ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 18.11. BIS 24.11.2014, SOLANGE VORRAT
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Birnen Kaiser Alexander, «Aus der Region.» per kg
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Cremeschnitten 20% günstiger, z.B. M-Classic Cremeschnitten, 2 x 110 g
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Roggenbrot, AOP, «Aus der Region.» 500 g
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Optigal Poulet-Minifilets Schweiz, per 100 g
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Camembert Suisse Crémeux 300 g, 20% günstiger
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Walliser Raclette, AOP, «Aus der Region.» per kg
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M-Classic Wienerli im 5er-Pack Schweiz, 5 x 4 Stück, 1 kg
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Gesamtes norwegisches Frischlachs-Sortiment* z.B. Lachsfilet ohne Haut, Zucht aus Norwegen, per 100 g
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Schweinefleisch geschnetzelt im Duo-Pack Schweiz, 2 x 500 g, per 100 g
NOCH MEHR SPARMÖ 4.90 statt 5.90
Alle Torten im Duo-Pack 1.– günstiger, z.B. Schwarzwälder Torte, 2 x 122 g
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Alle Joghurt Drinks 500 ml 20% günstiger, z.B. Erdbeer
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Hochlandrosen, Fairtrade verschiedene Farben, Stiellänge 50 cm, Bund à 9 Stück, 20% günstiger
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Anna’s Best Lasagne im Duo-Pack 2 x 400 g, 20% günstiger
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Original Rösti im 3er-Pack 3 x 500 g
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Alle Tradition Dessert Cremen im 4er-Pack 4 x 175 g, 20% günstiger, z.B. Chocolat
Alle Buon Gusto Lasagnen, Cannelloni und Yummie Fertiggerichte tiefgekühlt, 20% günstiger, z.B. Lasagne Bolognese, 360 g
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Alle Anna’s Best oder Bio Randen gedämpft ganz M-Classic Mischpilze oder Champignons 15% günstiger, z.B. Randen, Bio, per kg im 3er-Pack 3 x 200 g, 20% günstiger, z.B. Mischpilze
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GLICHKEITEN. 3,5 kg 7.60
M-Classic Teigwaren Tragtasche assortiert z.B. 3,5 kg
5.70 statt 7.60
Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack, UTZ 25% günstiger, z.B. Milch Extra, 4 x 100 g
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Alle Agnesi Saucen beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Agnesi Basilico Sauce, 400 g
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Alle Pepsi im 6er-Pack 6 x 1,5 Liter, z.B. Regular
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Alle Zwieback 20% günstiger, z.B. Original, 260 g
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Alle Aquella im 6er-Pack 6 x 1,5 Liter, z.B. Grün
Alle Longobardi geschälten oder gehackten Tomaten 20% günstiger, z.B. gehackte Tomaten, 280 g
Gesamtes Pancho Villa Sortiment 20% günstiger, z.B. Soft Tortillas, 326 g
Alle Frites und Denny’s Kartoffelprodukte (ohne Bio), tiefgekühlt, 20% günstiger, z.B. M-Classic Ofen Frites, 500 g
DAS GROSSE . N E G Ü N G R E V R SPA 30%
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Gesamtes Cucina & Tavola Küchen- und Tischtextil-Sortiment z.B. Topfhandschuh Silikon, rot, 38 cm, gültig bis 1.12.
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Soft Toilettenpapier in Mehrfachpackungen z.B. Recycling, 30 Rollen, gültig bis 1.12.
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Elan Waschmittel beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 6.95 günstiger, z.B. Spring Time, 2 Liter
Gesamtes Migros Topline Sortiment z.B. Shaker, blau, 500 ml, gültig bis 1.12.
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Damen, Herren, Kinder und Baby Freizeitbekleidung z.B. Damen Freizeit-Jacke, Gr. S–XXL, gültig bis 1.12.
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Papeteria Kopierpapier im 3er-Pack Alle Greenpan Bratpfannen A4, weiss, 80 g/m2, FSC, 3 x 500 Blatt, gültig bis 1.12. z.B. Bratpfanne Miami Marathon flach, Ø 28 cm, gültig bis 1.12.
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Handymatic Supreme im Duo-Pack oder XXL-Pack z.B. Power Pearls Lemon im XXL-Pack, 88 Tabs, gültig bis 1.12.
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Decke David 100% Polyester, 150 x 200 cm, erhältlich in diversen Farben, gültig bis 1.12.
WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Broccoli, Italien/Spanien, per kg 2.80 statt 4.80 40% Bananen, Bio, Fairtrade, Peru, per kg 2.20 statt 3.20 30% Tomaten am Zweig, Spanien, per kg 2.70 statt 3.60 25% Kartoffeln festkochend, «Aus der Region.», Tragtasche à 2,5 kg 2.45 Champignons weiss, «Aus der Region.», Chablais, per kg 8.20 statt 11.80 30% Äpfel Gala lose, «Aus der Region.», per kg 2.50 statt 3.60 30% Birnen Kaiser Alexander, «Aus der Region.», per kg 2.70 Clementinen, Spanien, Netz à 2 kg 3.80 Trauben weiss, kernlos, Brasilien, Schale à 500 g 3.50 statt 4.70 25% Kaki Persimon, Bio, Spanien, Schale à 4 Stück 3.85 statt 5.80
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Schweinsfilet, TerraSuisse, per 100 g 3.65 statt 5.25 30% M-Classic Wienerli im 5er-Pack, Schweiz, 5 x 4 Stück, 1 kg 7.10 statt 14.25 50% Ofenschinken, Schweiz, per 100 g 2.65 statt 3.80 30% Don Pollo Poulet-Nuggets im Duo-Pack, hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Brasilien, 2 x 500 g 10.60 statt 21.20 50% M-Classic Forellenfilets geräuchert im 3er-Pack, ASC, Zucht aus Dänemark, 3 x 125 g 7.– statt 11.70 40% * Schweinefleisch geschnetzelt im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 500 g, pro 100 g 2.– statt 2.90 30% Optigal Poulet-Minifilets, Schweiz, per 100 g 2.90 statt 3.65 20% Gesamtes norwegisches Frischlachs-Sortiment, z.B. Lachsfilet ohne Haut, Zucht, aus Norwegen, per 100 g 2.90 statt 4.20 30% *
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BROT UND MILCHPRODUKTE M-Classic Kleinbrot MiniSandwiches und Weggli abgepackt –.40 günstiger, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g 1.90 statt 2.30 Alle Crème Fraîche, z.B. Nature, 200 g 2.10 statt 2.65 20% Alle Joghurt Drinks 500 ml, z.B. Erdbeer 1.55 statt 1.95 20% SiD’s Fruity, z.B. Erdbeere, 20x 150 g –.90 NEU *,** SiD’s Mixme Dessert, z.B. Vanilla Cream, 170 g 20x 2.10 NEU *,** Alle Tradition Dessert Cremen im 4er-Pack, z.B. Chocolat, 4 x 175 g 4.15 statt 5.20 20% Höhlengold Emmentaler, per 100 g 2.15 statt 2.70 20%
Tilsiter Surchoix, per 100 g 1.30 statt 1.65 20% Raccard Special Edition 20x Kräuter, 200 g 5.20 NEU *,** Camembert Suisse Crémeux, 300 g 4.40 statt 5.50 20% Roggenbrot, AOP, «Aus der Region.», 500 g 3.20 statt 4.– 20% Walliser Raclette, AOP, «Aus der Region.», per kg 19.80 statt 25.– 20%
BLUMEN & PFLANZEN Hochlandrosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 50 cm, Bund à 9 Stück 13.50 statt 16.90 20% Amaryllis Rembrandt, pro Stück 15.90 statt 19.90 20% Blumenschale Nadia für Innenbereich, pro Stück 9.90
WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack, UTZ, z.B. Milch Extra, 4 x 100 g 5.70 statt 7.60 25% Alle Frey Adoro, UTZ, z.B. Kugeln Milch, 200 g 6.30 statt 7.90 20% Frey Pralinés Prestige Edition d’or, UTZ, 256 g 17.80 NEU ** 20x Frey Tartufi, UTZ, 20x 200 g 7.80 NEU *,** Frey Truffes assortiert in Rentier-Dose, UTZ, 20x 261 g 15.80 NEU ** Frey Kugeln CaramelnougatSeasalt, UTZ, 20x 500 g 10.80 NEU ** Frey Croquettes Spruso, 20x UTZ, 130 g 4.40 NEU ** Frey Risoletto Weihnachtskugel, UTZ, 372 g 9.40 NEU ** 20x Frey Santa Sleigh gefüllt mit Schokolade, UTZ, 20x 165 g 14.80 NEU ** Créa d’Or Piemonteser, 20x 85 g 2.90 NEU *,** ChocMidor Konfektwaffeln Classico, Noir oder Diplomat im 3er-Pack (sortenrein), z.B. Classico, 3 x 165 g 5.70 statt 8.55 33% Alle Weihnachtsbiscuits im 500-g-Beutel (ohne Mischungen), 1.– günstiger, z.B. Zimtsterne 4.90 statt 5.90 Califora, Eimalzin oder Banago Frühstücksgetränk im Duo-Pack, z.B. Banago, Fairtrade, 2 x 600 g 12.60 statt 15.80 20% Alle Kaffees Bohnen 1 kg, UTZ, z.B. Boncampo 5.95 statt 8.90 33% Alle Zwieback, z.B. Original, 260 g 2.55 statt 3.20 20% M-Classic Haselnüsse gemahlen, Mandeln gemahlen, Mandeln gestiftet oder Mandelscheiben à 200 g, z.B. Haselnüsse gemahlen 2.45 statt 3.10 20%
*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 1.12.
Alle Frites und Denny’s Kartoffelprodukte (ohne Bio), tiefgekühlt, z.B. M-Classic Ofen Frites, 500 g 2.05 statt 2.60 20% Alle Buon Gusto Lasagnen, Cannelloni und Yummie Fertiggerichte, tiefgekühlt, z.B. Lasagne Bolognese, 360 g 2.70 statt 3.40 20% Pelican Seehecht-Rückenfilets im Duo-Pack, MSC, tiefgekühlt, 2 x 400 g 8.80 statt 12.60 30% M-Classic Mini Windy’s Classic 400 g oder Apfelküchlein 500 g, tiefgekühlt, z.B. Apfelküchlein 6.– statt 8.65 30% Alle Pepsi im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Regular 5.50 statt 11.– 50% Alle Gold Säfte 1 Liter und Packungen à 3 x 25 cl, z.B. Multivitamin, 1 Liter 1.40 statt 1.80 20% Alle Aquella im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Grün 1.65 statt 3.30 50% Actilife Magnesium aus dem Toten Meer, 30 Kapseln 20x 9.90 NEU *,** Actilife Medisana Heiserkeit und Halsweh, 30 Lutschtabletten, 20x 7.90 NEU *,** Actilife Medisana Husten20x stiller 200 ml 7.50 NEU *,** Sponser Lady Protein, 20x 200 g 12.30 NEU ** Sirup Zitrone Ingwer Honig, 20x 75 cl 3.50 NEU *,** Original Rösti im 3er-Pack, 3 x 500 g 4.30 statt 6.15 30% Mifloc Instant, 3 x 50 g 20x 3.50 NEU *,** Alle Agnesi Saucen, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Agnesi Basilico Sauce, 400 g 2.30 statt 2.80 Alle Longobardi geschälten oder gehackten Tomaten, z.B. gehackte Tomaten, 280 g –.70 statt 1.10 20% M-Classic Teigwaren Tragtasche assortiert, z.B. 3,5 kg 7.60 Alle Tradition Teigwaren, z.B. Tagliatelle, 500 g 3.15 statt 3.95 20% Heinz Ketchup Hot oder Classic im Duo-Pack, z.B. Classic, 2 x 700 g 4.75 statt 6.80 30% M-Classic Maiskölbchen, beim Kauf ab 2 Stück, jedes 1.30 günstiger, 190 g 1.30 statt 2.60 Gesamtes Knorr Sortiment, z.B. Gemüsebouillon, 10 Würfel, 109 g 3.25 statt 4.10 20% M-Classic Mischpilze oder Champignons im 3er-Pack, 3 x 200 g, z.B. Mischpilze 9.30 statt 11.70 20% Subito Fajita-Füllung, 20x 420 g 5.50 NEU *,** Subito al dente Fertiggerichte, z.B. Penne Basilico, 20x 350 g 4.70 NEU *,** Gesamtes Pancho Villa Sortiment, z.B. Soft Tortillas, 326 g 3.80 statt 4.80 20% Zweifel Snacketti im Duo-Pack, z.B. Onion Rings, 2 x 75 g 3.10 statt 3.90 20% Farmland Frischback Knoblauchbaguette, 20x 175 g 1.35 NEU *,**
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Alle M-Classic Biscuits, z.B. Spitzbuben, 400 g 3.90 statt 4.90 20% Sélection Grittibänz, 500 g 20x 9.50 NEU ** Cremeschnitten, z.B. M-Classic Cremeschnitten, 2 x 110 g 2.30 statt 2.90 20% Alle Torten im Duo-Pack 1.– günstiger, z.B. Schwarzwälder Torte, 2 x 122 g 4.90 statt 5.90 Alle Anna’s Best oder Bio Randen gedämpft ganz, z.B. Randen, Bio, per kg 4.15 statt 4.90 15% Kürbis-Kokos-Suppe, Bio, 20x 500 ml 4.30 NEU *,** M-Classic Pizza im 4er-Pack, z.B. Pizza Padrone, 4 x 370 g 11.50 statt 19.20 40% Anna’s Best Lasagne im Duo-Pack, 2 x 400 g 8.– statt 10.– 20%
NEAR-/NON-FOOD Max Light Entenbrust, 20x 100 g 4.90 NEU *,** Gesamtes Cesar Hundefutterund DeliBakie HundesnacksSortiment, z.B. Cesar Klassiker Selektion, Nassfutter, Schale, 4 x 150 g 3.60 statt 4.55 20% Gesamtes I am body Sortiment, z.B. Feuchtigkeits-Bodylotion, 20x 400 ml 4.90 NEU ** Gesamtes Covergirl Face Sortiment, z.B. Trublend Liquid Make-up, Buff Beige L-6 20x 16.90 20x PUNKTE ** Nivea Men Haar-Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Sport Shampoo im 3er-Pack, 3 x 250 ml 7.90 statt 11.85 33% ** Gesamtes I am young Sortiment (ohne Deodorants und DuschProdukte), z.B. Waschpeeling, 20x 75 ml 4.20 NEU ** L’Oréal Men Expert und Nivea Men Gesichtspflege, z.B. Nivea Men Milder Aftershave-Balsam, 100 ml 6.60 statt 7.80 15% ** Bic 1 Sensitive, 20 Stück + 10 Stück gratis 5.20 ** Candida Zahnpasta Orange & Cinnamon, Limited Edition, 20x 75 ml 3.60 NEU ** Diverse I am, Nivea, Axe und Rexona Duschen und Deodorants in Mehrfachpackungen, z.B. Axe Deodorant Aerosol Africa im Duo-Pack, 2 x 150 ml 8.30 statt 10.40 20% ** I am Soap lovely & delicious, Limited Edition, z.B. Apfel Karamell, Dispenser, 20x 300 ml 3.20 NEU *,** Gesamtes Sloggi Damen und Herren Tagwäsche-Sortiment , 5.– Reduktion bis 29.80, 10.– Reduktion ab 29.90, z.B. Woman Sensual Fresh Tai 5.– günstiger 12.90 statt 17.90 ** Gesamtes Sloggi Damen und Herren Tagwäsche-Sortiment, 5.– Reduktion bis 29.80, 10.– Reduktion ab 29.90, z.B. Herren Short 10.– günstiger 19.90 statt 29.90 ** Baby Velourshosen, erhältlich in diversen Farben, Gr. 50–98 19.60 statt 29.40 3 für 2 ** Alle Migros Plus im Duo-Pack, z.B. Apfelessigreiniger, 2 x 1 Liter 5.20 statt 6.50 20% **
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SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
Damit Schwarz schwarz bleibt Yvette Black mit seiner neuen Brilliant-Black-Formel reinigt dunkle und schwarze Wäsche sanft, schützt die Fasern und sorgt für ein lang anhaltendes, kräftiges Schwarz. Das Protect & Care System sorgt nicht nur für Schutz und Pflege, die schwarzen und dunklen Textilien bleiben auch länger schön und in Form. Sämtliche Yvette-Produkte sind dermatologisch getestet. Um die Lieblingsstücke schonend zu waschen, wird das Schon- oder Feinwaschprogramm empfohlen. Yvette Black, 2 l für 40 Waschgänge, Fr. 11.20
Kokosnuss und Sternfrucht Mit ihrem Duft nach Kokosnuss und Sternfrucht versprüht die neue Limited-Edition-Pflegedusche Aloha Sunshine einen Hauch von Ferienstimmung. Sie reinigt die Haut sanft und verleiht ihr Geschmeidigkeit. Der Hydra Care Nutri Complex schützt die Haut vor dem Austrocknen. I am Shower Aloha Sunshine, Limited Edition, 250 ml, Fr. 2.20 In grösseren Filialen
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NONFOOD | 67
ENTSCHULDIGUNG Im Migros-Magazin Nr. 45 vom 3. November 2014 haben wir in der Rubrik «Schaufenster/Buon Gusto» ein Bild der Familie Lo Franco veröffentlicht, ohne dass diese davon etwas wusste. Die Familie Lo Franco betreibt in Castiglion Fibocchi (Toscana) unter der Bezeichnung Fattoria la Vialla einen landwirtschaftlichen biodynamischen Betrieb und produziert dort auch Pasta, die sie auch in der Schweiz vertreibt, u.a. Tubettini, Tagliatelle, Linguine und Pappardelle all’uovo (www.lavialla.it). Mit der Verwendung des Familienbilds für den Artikel über unsere Buon-Gusto-Produkte wurde der Eindruck erweckt, dass die abgebildeten Lasagne von der Fattoria la Vialla stammen. Dieser Eindruck ist falsch. Die Fattoria la Vialla ist nicht für die Migros tätig und vertreibt in der Schweiz ihre eigene Pasta. Wir bedauern dieses Versehen und entschuldigen uns bei der Familie Lo Franco. Verlag und Redaktion
Kuschelige Babyhosen
Triefende Nasen danken
Auch die Kleinsten haben es gern bequem und mögen es, wenn der Bund nicht zwickt. Die Baby-Velourshosen sorgen mit ihrem Elast-Bund für den Wohlfühlfaktor bei den Mädchen und Buben. Die Hosen entsprechen dem Migros-Eco-Standard. Baby-Velourshosen, Gr. 50–98, Fr. 9.80
Hatschi! Im November beginnt alljährlich die Grippesaison. Typische Begleiterscheinungen sind Schnupfen und triefende Nasen. Die Taschentücher Linsoft Classic sind extrasanft zu Haut und Nase, die weiche Randprägung fixiert die vier Lagen optimal aufeinander. Linsoft Taschentücher Classic, 30 x 10, Fr. 3.20
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KAFFEE
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Mythos oder Wahrheit?
SERIE
Kaffeekultur Teil 1
1
Kaffee hilft beim Ausnüchtern
Nein. Ach, wäre das schön: abends ein paar Gläser Bier zu viel trinken und die Fahruntüchtigkeit schnell mit einem doppelten Espresso beseitigen! Das geht natürlich nicht, denn Kaffee kann den Alkoholabbau nicht beschleunigen. Allenfalls führt das Koffein dazu, dass man sich wacher und fitter fühlt, als man in Wirklichkeit ist.
2
Kaffee entzieht dem Körper Wasser
Nein. Eine der ältesten und beliebtesten Aussagen, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, stimmt nicht. Kaffee besteht selbst zu fast 100 Prozent aus Wasser. Richtig ist hingegen die harntreibende Wirkung bei Menschen, die selten Kaffee trinken. Der Körper gleicht jedoch seinen Flüssigkeitshaushalt selbst aus. Das Glas Wasser, das oft zum Kaffee gebracht wird, ist nur zum Neutralisieren der Geschmacksknospen auf der Zunge gedacht, damit das Aroma des Kaffees sich besser entfalten kann. Dieses Wasser sollte immer Raumtemperatur haben und vor dem Kaffee getrunken werden.
3
Kaffee macht die Haut strahlend schön
Wer daran glaubt ... Einfach frischen Kaffeesatz mit Olivenöl und etwas Honig vermengen. Die Masse ein paar Minuten in die Haut einmassieren und abspülen. Trockene Hautschuppen werden entfernt, die Haut und das Gewebe durch das Koffein belebt. Das Kaffeepeeling hinterlässt reine Poren und zarte, strahlende Haut.
4
Kaffeesatz tut den Blumen gut
Ja! Kaffeesatz ist wunderbar für Pflanzen geeignet, da er die Erde sauer macht. Hortensien, Azaleen oder Rhododendren bevorzugen
einen sauren Untergrund und sind Nutzniesser des Kaffeegebräus. Daher kann der Kaffeesatz bei diesen Pflanzen als Torfersatz und
leichter Dünger wirken. Den Kaffeesatz einfach unter die Blumenerde mischen und so den Pflanzen einen kleinen Düngekick verabreichen.
Bild: Cortis/Sonderegger
In einer losen Folge erkunden wir die faszinierende Welt des Kaffees. Vom Anbau in Südamerika bis zur Swiss Coffee Championship. Heute: Mythos oder Wahrheit?
NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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KAFFEE | 69
Um Kaffee ranken sich so viele Mythen und vermeintliche Wahrheiten wie um kein anderes Getränk. Höchste Zeit für eine Klärung.
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Kaffee lässt einen am Abend nicht einschlafen
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Jein. Ein leichter, dünner Kaffee ist sogar eine perfekte Einschlafhilfe. Denn in den ersten 30 Minuten nach dem Genuss hat Kaffee eine beruhigende Wirkung. Erst danach wirkt er aufputschend und hält wach. Deshalb: Kaffee am Abend am besten kurz vor dem Schlafengehen trinken.
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Cellulite ade
Wer daran glaubt ... Ob dick oder dünn, die böse Orangenhaut kann jede treffen, unabhängig von Statur, Grösse oder Gewicht. Die Geheimwaffe zur Cellulitebekämpfung ist Kaffee. Dieser gibt der Haut ihre Spannkraft zurück und wirkt in Kombination mit einer Massage durchblutungsfördernd. Auch die Beautyindustrie setzt in ihren Produkten auf den Wirkstoff Koffein, um Gewebe zu entwässern und den Fettabbau zu fördern. Einfach Kaffeesatz mit etwas Olivenöl vermischen und auf die Haut auftragen. Einige Minuten einziehen lassen, danach in die Haut einmassieren.
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Kaffee sollte im Kühlschrank gelagert werden
Nein. Kaffee sollte kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Am besten in einer Tupperdose, die luftdicht verschliessbar ist.
Dass er im Kühlschrank gelagert werden kann, hört man regelmässig. Allerdings nimmt Kaffee sehr schnell Gerüche anderer Lebensmittel an.
Und es kann zur Kondensation von Luftfeuchtigkeit kommen, wenn der Kaffee aus dem Kühlschrank kommt. Und das schadet dem Aroma.
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Kaffee kocht man mit destilliertem Wasser
Nein. Destilliertes Wasser enthält fast keine Mineralien mehr. Darum können die Kaffeearomen bei der Zubereitung nicht so gut vom Wasser aufgenommen werden. Die Geschmacksstoffe des Kaffees rutschen quasi durch das Wasser, wie auf einer Rutsche, anstatt sich an den kleinen Mineralien herausarbeiten zu können. Die Folge ist ein «geschmackloser» Kaffee. Dafür bleibt die Kaffeemaschine vom Kalk verschont.
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uf der Onlineplattform Migipedia durfte über eine neue Sirupsorte abgstimmt werden. Nicht weniger als 30 Prozent der Teilnehmer votierten per Mausklick für die Geschmacksrichtung Zitrone-Ingwer-Honig. Diese ist nun als Limited Edition in grösseren Migros-Filialen erhältlich. Das Nachsehen hatten die Geschmackskombinationen Pflaumen-Zimt,Heidelbeer-Vanille, Apfel-Caramel und Mandel-Zitrone. Frische Zitrone, würziger Ingwer und süsser Honig waren die Trümpfe, die im Fünfkampf nicht zu toppen waren. Gut möglich, dass die Entscheidungsfindung durch die Jahreszeit beeinflusst worden ist. Immerhin handelt es sich bei allen
drei Geschmacksrichtungen um solche, die sich in den kalten Monaten grösserer Beliebtheit erfreuen. Und das nicht nur bei Teetrinkern. Tatsache ist, dass die Sirupfans unter den Migros-Kunden mehrheitlich genau dieses Aroma geniessen wollten. Dabei wäre es noch spannend zu erfahren, wie viele von ihnen für die Zubereitung ihres Lieblingsgetränks die warme, heisse oder kalte Variante bevorzugen. Garantiert setzt der eine oder andere den neuen Sirup auch zum Backen ein (Geheimtipp!). Oder mischt ihn in den Kräutertee oder verfeinert ein Joghurt damit. Der Kreativität sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt. JV
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4 Tag: Ålesund–Geiranger/Geirangerfjord. Jugendstil-Stadt. Weiter nach Geiranger, Städtchen am östlichen Ende des Geirangerfjords, einer der schönsten Flecken in West-Norwegen. Steil abstürzende Wasserfälle und hohe Felsformationen faszinieren. 5. Tag: Trondheim. Besuchen Sie die alte Königsstadt Trondheim. Einen guten Überblick bietet «Gamle Bybrua». Auf Holzpfählen gebaute Speicherhäuser, hübsch wie auch der Stiftsgården im Rokoko-Stil. Vorbei an tausenden kleinen Inseln und durch malerische Schären geht es Kurs Nordwest. Nach der Stokksund-Passage macht Ihr Schiff in Rørvik fest.
6. Tag: Polarkreis und Lofoten. Polarkreisüberquerung zwischen Nesna und Ørnes. Nach dem Landegofjord, Helligvær und Vestfjord folgt die Lofotenwand, eine bis zu 1000 m hohe Gebirgskette. Gegen Abend erreichen Sie Svolvær, den Hauptort der Lofoten. 7. Tag: Tromsø. Nachts durch den schmalen Wasserweg Raftsunds. Stopp in dem pulsierenden Harstad, Inselgruppe Vesterålen, danach Finnsnes, weiter nach Tromsø – Tor zur Arktis genannt. Unbedingt anschauen: die hölzerne Domkirche, eine der grössten des Landes, und die «Ishavskatedral». Weltberühmt durch ihre eigenwillige moderne Architektur und das Glasmosaikfenster. 8. Tag: Hammerfest und das Nordkap. Hammerfest, Europas nördlichste Stadt. Nur noch 2100 km bis zum Nordpol. Ihr Schiff kreuzt durch den Magerøysund nach Honningsvåg. Besuchen Sie im Rahmen eines optionalen Landausflugs das 307 m hohe, aus dem Ozean ragende Nordkap-Felsplateau. 9. Tag: Kirkenes. Ankunft vormittags, Ausschiffung. Kirkenes, wenige Autominuten von Russland entfernt gleicher Längengrad wie St. Petersburg, Kairo und Istanbul. Lernen Sie die Gegend auf einer Rundfahrt kennen (*). Hotelübernachtung. 10. Tag: Kirkenes–Schweiz. Frühstück, Transfer zum Flughafen, Flug nach Zürich, mit Umsteigen.
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dvent ist die Zeit der Begegnung. Ob als Gastgeschenk oder Geste der Dankbarkeit: Mit ihrer ausdrucksstarken Verpackung empfehlen sich die Adoro-Kugeln, um Wertschätzung zu vermitteln. Dafür eignen sich die saisonalen Formate als Box (248 g) und Kissen (300 g) besonders gut. Die erlesene Praliné-Schöpfung von Frey wurde vor einem Jahr zu Beginn
der Vorweihnachtszeit lanciert und erfreut sich seitdem grosser Beliebtheit – auch als Geschenkoption. Mit den exklusiven neuen Formverpackungen sind die Adoro-Kugeln in dieser Saison noch attraktiver. Die anmutige AdoroStickerei, die den oberen Teil der elegant geformten Schachteln umfasst, wird durch eine festliche Goldmasche abgerundet. Die Oberfläche der Verpackung
ist mit Goldfolierungen, Lackierungen und Prägungen verziert. Es spricht natürlich nichts dagegen, die Kreation feiner Milchschokolade mit dem cremig-zarten Kern auch selbst zu geniessen. Wobei sich für den Eigenbedarf die saisonale 550-g-Grosspackung anbietet.Dennangesichtsderverlockenden Gaumenfreude werden die Kugeln schnell vergriffen sein. DH
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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FOOD | 75
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Apérobrötchen Für circa 20 Minibrötchen und rund Fr. 2.– ■ Backofen auf 225 °C vorheizen. 225 g Mehl mit 1⁄2 TL Salz in eine Rührschüssel geben. 1⁄2 TL Natron durch ein feines Sieb dazugeben. Gut mischen. In der Mitte eine Mulde formen. 1,75 dl Buttermilch nature in die Mulde geben und alles rasch zu einem weichen, aber nicht klebrigen Teig vermischen. ■ Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte rechteckig 2,5 cm dick auswallen. In Quadrate (4 cm) schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. 1 Ei verquirlen. Teigquadrate damit bestreichen. Mit Sesam, Mohn und/oder Sonnenblumenkernen bestreuen. 12–15 Minuten backen. Warm servieren. TIPP Statt mit Saaten und Kernen mit geriebenem Gruyère bestreuen.
Süsses für die Kleinen An den neuen Bonbons mit Himbeergeschmack erfreuen sich kleine Piraten und Prinzessinnen. Die fruchtigen Bärchen und Beeren sorgen für süsse Abwechslung in jedem Kindermund. Sie sind reich an Vitamin C, das zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Frambini Kinderbonbons, 220 g, Fr. 5.40 In grösseren Filialen
Mehl, Natron und Sesamsamen sind Grundzutaten für die Apérobrötchen.
Zartes Schaumgebäck auf feiner Schokolade Das Piemont ist für seine knackigen, besonders aromatischen Haselnüsse berühmt. Im zarten Schaumgebäck der Piemonteser kommt die allseits geschätzte Qualität der Baumfrüchte zu voller Entfaltung. Ein feiner Schokoladenboden macht die saisonale Kreation von Créa d’Or zu einem erlesenen Naschwerk, das ideal in die Vorweihnachtszeit passt. Créa d’Or Piemonteser, 85 g, Fr. 2.90 In grösseren Filialen
Mit Haselnuss und Marzipan Es ist wieder Lebkuchenzeit. Da kommt die neue Variante mit ihrer feinen Haselnussfüllung gerade recht. Ein herziger Samichlaus auf der Oberfläche zieht die Blicke auf sich, dient aber keineswegs nur als Deko: Er ist aus Marzipan und steuert so eine Geschmacksnote bei. Lebkuchen gefüllt, 100 g, Fr. 3.50
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SAISONKÜCHE 76 |
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DAVID GEISSER
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Als Mitglied der päpstlichen Schweizergarde macht David Geisser (3. v. l.) eine stramme und ehrenhafte Figur.
AUFGETISCHT
David Geisser, Gardist, Koch und Autor Den Sprung in die nationalen Medien schaffte Jungkoch David Geisser (24) aus Wetzikon ZH quasi über Nacht, als er mit 18 Jahren seine schulische Abschlussarbeit als Kochbuch («Mit 80 Tellern um die Welt») veröffentlichte. Kurz darauf, 2009, begann er seine Lehre im Gault-Millau-Restaurant Casale in Wetzikon unter der Leitung von Sternekoch Antonio Colaianni. Nach der Lehre wechselte er ins Direktionsrestaurant der UBS in Zürich. Seit Februar 2013 steht Geisser im Dienst der päpstlichen Schweizergarde in Rom. Soeben ist im Weber-Verlag das Kochbuch «Buon Appetito» erschienen, an dem der Gardist als Co-Autor mitgewirkt hat.
Was haben Sie immer auf Vorrat? Energie, Ideen, Gewürze, frische Kräuter. Was würden Sie niemals essen? Als Koch esse ich eigentlich alles – bis auf Gorgonzola. Wie oft pro Woche kochen Sie? Ich koche leider nicht regelmässig, da ich in Rom keine Möglichkeit dazu habe. Kochen ist für Sie ... Freude, Leidenschaft und Kreativität. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Da ich noch bis März 2015 im Vatikan bin, habe ich kaum Zeit. Darum würde ich im Moment am liebsten mit meiner Freundin und meinen Freunden ausgehen.
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1. Je nach Saison kann man die Eierschwämmli ersetzen, z. B. durch Champignons. 2. Parmesan am Stück lässt sich problemlos mit dem Sparschäler in feine Scheiben hobeln. 3. Das Rindsfilet wird gewürzt und anschliessend scharf angebraten. 4. Ein mildes Balsamicodressing harmoniert sehr gut mit frisch geerntetem Rucola.
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SAISONKÜCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
DAVID GEISSER | 77
Lustiger Zufall: Dass sie beide eine Zeitlang im Team von Sternekoch Antonio Colaianni gearbeitet haben, bemerkten David Geisser und «Saisonküche»-Köchin Anja Steiner beim gemeinsamen Kochen für das Migros-Magazin.
Mit dem Segen des Papstes
Als Gardist bewacht David Geisser den Heiligen Vater, und als Buchautor enthüllt er dessen kulinarische Vorlieben. Als Koch bereitet er Tagliata vom Rind zu. Nicht für Franziskus, aber fürs Migros-Magazin.
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ls im Jahr 1506 im Auftrag von Papst Julius II. in Rom die ersten Schweizer Söldner ihren Dienst antraten, kam dies nicht von ungefähr: Schon damals waren die Eidgenossen berühmt für ihre Tapferkeit, ihre edle Gesinnung und ihre Treue. Für viele galten sie als unbesiegbar. Früher wie heute ist es Aufgabe der Garde, den Apostolischen Palast, die Zugänge zur Vatikanstadt und das Castel Gandolfo, die Sommerresidenz des Papstes, zu bewachen. Und natürlich gilt der per sönliche Schutz des Heiligen Vaters als oberstes Gebot. Einer, der für den Papst strammsteht, ihm Treue und Ergebenheit geschworen hat und im Ernstfall sein Leben für ihn opfern würde, ist David Geisser aus Wetzikon ZH. Er dient seit 1. Februar 2013 mit 109 weiteren jungen Männern für 25 Monate als Gardist und Hellebardier in Rom.
Gleich zwei Kindheitsträume gingen in Erfüllung Schon im Alter von 13 Jahren war für David Geisser klar: Träume sind dafür da, sie zu verwirklichen. Zum Ersten wollte er unbedingt– wie 30 Jahre zuvor schon sein Vater – in der Schweizergarde dienen. Zum Zweiten war es sein innigs ter Wunsch, Koch zu werden. Beide Träume hat er sich erfüllt. Aber dass er
mit 24 Jahren auch noch als Mitglied der Schweizergarde ein Buch über die Kulinarik im Vatikan massgeblich mit gestalten durfte, ist für ihn «die absolute Krönung». Zur kulinarischen Krönung soll heute die Tagliata vom Rind werden, die David Geisser zusammen mit «Saisonküche» Köchin Anja Steiner zubereitet. Das Duo erweist sich dabei als perfektes Team: Während sie akribisch das Rindsfilet würzt, schneidet er im Rekordtempo die Zutaten für die Garnitur. Und beim Plaudern stellen sie amüsiert fest, dass sie beide schon im Team von Sternekoch Antonio Colaianni gearbeitet haben.
Freundin, Partys, Fussball – und ein Interview für die BBC «Wie lebt man als Schweizergardist? Gibt es spezielle Regeln für die Freizeit gestaltung?», will Anja Steiner wissen. «Nein, der Dienst schränkt mich nicht ein», antwortet David Geisser. «Ich bin wie jeder andere in meinem Alter, habe eine Freundin und gehe an Partys, treffe mich mit Kollegen, spiele Fussball.» Das Telefon klingelt und unterbricht den Küchenplausch. Der britische TV Sender BBC ist dran und bittet den «nun bekannten Herrn Geisser» um ein Inter view in Zürich. Anja Steiner staunt nicht schlecht und wird neugierig. Sie möchte jetzt die ganze Geschichte hören.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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DAVID GEISSER | 79
Wie war das mit der Bewerbung für die Schweizergarde? «Ich erfüllte alle Anforderungen, denn ich bin Schweizer, besitze einen einwandfreien Leumund, habe eine Kochlehre und die Rekrutenschule absolviert. Ausserdem bin ich ledig und katholisch», erzählt David Geisser. Was aber den verantwortlichen Kommandanten Daniel Anrig aufhorchen liess, war seine offenkundige besondere Begabung fürs Kochen und fürs Schreiben.
Der Gardekommandant war begeistert und eine Idee geboren Mit 18 Jahren hatte David Geisser seine schulische Abschlussarbeit als Kochbuch («Mit 80 Tellern um die Welt») verfasst. Die Publikation wurde ein Erfolg und ermutigte ihn zu einem weiteren Kochbuch («Durch die Jahreszeiten»). Oberst Anrig war begeistert vom Lebenslauf des ehrgeizigen Jungkochs aus Wetzikon, stellte ihn ein und ermöglichte es ihm, als federführender Co-Autor ein vatikanisches Kochbuch aus der Perspektive der Schweizergarde zu konzipieren und zu schreiben. Titel: «Buon Appetito». Auf 200 Seiten findet man nicht nur die Leibspeisen von Schutzpatronen wie dem heiligen Martin, dem heiligen Sebastian oder Niklaus von der Flüe. Auch die kulinarischen Vorlieben höchster kirchlicher Würdenträger wie der Kardinäle oder des Papstes Franziskus persönlich sind verewigt. David Geisser hat jedes der päpstlichen Rezepte adaptiert und teilweise modifiziert: «Viele habe ich hier und da ein wenig aufgepeppt oder mit saisonalen Produkten verfeinert», berichtet der 24-Jährige. «Und ich habe immer darauf geachtet, dass alles gut nachzukochen ist.»
Von Saltimbocca bis Wiener Schnitzel Und was kam und kommt im Vatikan alles auf den Teller? Saltimbocca, Minestrone, Piccata Milanese, Tiramisù. Aber auch Wiener Schnitzel, polnische Fleischvögel und Birchermüesli waren und sind bei den Kirchenfürsten beliebt. Was sie wohl von der Tagliata hielten, die mittlerweile in Geissers Küche so verführerisch duftet? Der Koch bittet die Köchin zu Tisch. Bevor es ans gemeinsame Schlemmen geht, hat er allerdings noch etwas auf dem Herzen: «Buon Appetito. Aber lass uns zuerst noch beten und dem himmlischen Vater für unser Essen danken.» Text: Sonja Leissing Bilder: Daniel Kellenberger
Davids Tagliata vom Rindsfilet ZUTATEN 600 g Rindsfilet grobes Meersalz Pfeffer 6 EL Olivenöl 4 Thymianzweige 1 Knoblauchzehe 1 Schalotte 200 g Pilze, z. B. Eierschwämmli 80 g Cherry-Dörrtomaten, z. B. Pomodorini ciliegia ½ Limette 1 EL Aceto balsamico 60 g Rucola Fleur de sel 50 g Parmesan am Stück
ZUBEREITUNG 1. Backofen auf 80 °C vorheizen, ein Blech miterwärmen. Filet mit ca. 1 TL Salz einreiben und mit Pfeffer bestreuen. In etwas Öl mit 2 Zweigen Thymian und dem Knoblauch 2 Minuten kräftig anbraten. Alles auf das vorgewärmte Blech geben. Im Ofen 40–50 Minuten garen lassen, je nach gewünschter Garstufe.
Hauptgericht für 4 Personen
2. Schalotte und restlichen Thymian hacken. Pilze rüsten und je nach Grösse halbieren oder vierteln. Tomaten aus dem Öl heben und abtropfen lassen. Schalotten und Pilze in 2 EL Öl bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten braten. Thymian und Tomaten kurz mitdünsten. Abschmecken.
Pro Person ca. 39 g Eiweiss 22 g Fett 6 g Kohlenhydrate 1600 kJ/380 kcal
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + 40–50 Minuten im Ofen garen
3. Kurz vor dem Servieren Limette auspressen. Saft mit Balsamico und restlichem Öl verrühren. Mit Rucola mischen. Filet in feine Tranchen schneiden. Mit Rucola und Pilzmischung anrichten. Mit Fleur de sel bestreuen. Parmesan fein darüberhobeln. TIPP Die Tagliata schmeckt auch kalt aufgeschnitten.
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Aktivwoche im Schnee mit Blockhaus-Romantik Entdecken Sie ein Winterwunderland jenseits des Polarkreises, wo der Winter noch absolut schneesicher ist. Ein sanftes Dämmerlicht, eine erholsame Stille und das Leuchten der Nordlichter bieten einen ganz besonderen Reiz. Dank dem Direktflug mit Edelweiss erreichen Sie Lappland schnell und bequem innerhalb von nur dreieinhalb Stunden. Unser Tipp: Aktivwoche mit Snowhotel-Erlebnis, mit Motorschlittensafari, inkl. Flug ab Zßrich z.B. am 3.1.2015 oder 10.1.2015
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Weihnachtsmarkt Stuttgart 06.-07.12. Fr. 189.- ZF Weihnachtsmarkt Ludwigsburg 06.-07.12. Fr. 199.- ZF Weihnachtsmarkt Mßnchen 06.-07.12./ 07.-09.12. ab Fr. 199.- ZF Weihnachtsmakrt Karlsruhe 13.-14.12. Fr. 199.- ZF Weihnachtsmarkt Dresden 15.-18.12. Fr. 399.- ZF Silvester am Gardasee 30.12.-02.01. Fr. 659.- HP Silvestergala in Karlsruhe 30.12.-02.01. Fr. 589.- HP Hier fährt der Chef noch selbst!
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
MIGROS WALLIS | 83
Ein Auto gewonnen
WALLIS
Herzlichen Glückwunsch an Michel Clausen aus Ried-Brig! An der Eröffnung des Einkaufszentrums Simplon Center in Brig-Glis im September ergriff er die Gelegenheit und füllte einen Talon für den Wettbewerb aus, der von den Shops des Einkaufszentrums organisiert worden war. Das hat sich gelohnt: Michel Clausen hat den ersten Preis
gewonnen, einen Peugeot 108 im Wert von insgesamt 16 8000 Franken! Der Preis wurde übergeben von Albert Schönenberger, Verantwortlicher der Peugeot-Flotte, und Urs Weissen, Filialleiter des «Simplon Centers» Brig-Glis.
Urs Weissen, Filialleiter, Michel Clausen, Gewinner mit Begleitung, Albert Schönenberger, Verantwortlicher Peugeot (v.l.n.r.).
Weihnachten für Anfänger
Biscuits backen, edle Menüs kochen, die Wohnung festlich dekorieren: Dank der Kurse der Klubschule Migros gelingen die Festtage bei allen daheim.
W
as kochen, was schenken, wie dekorieren? Wen der Gedanke an Weihnachten schon jetzt nervös macht, kann sich in der Klubschule Migros die nötige Musse holen. Der Abend mit der Familie und Freunden soll zu etwas Besonderem werden: festlich gekleidet zusammensitzen, etwas Feines essen, die Atmosphäre geniessen und sich schmunzelnd daran erinnern, wie man als Kind die Bescherung kaum erwarten konnte.
Bilder: Migros, Jana Engelmann/Pixelio.de
Ein mehrgängiges Menü: Für Anfänger leicht gemacht
Inspirationen für ein weihnachtliches Ambiente? Gibts im Klubschul-Kurs Floristiktrend Advent und Weihnachten.
Wer Gäste zum Festessen bei sich empfängt, kennt diese besondere Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Besonders, wenn es das erste Mal ist und man nicht das Kochtalent eines Paul Bocuse besitzt. Welcher Hauptgang soll es sein und welches Dessert? Braucht es eine Vorspeise oder besser zwei? Wie soll man aufwendig kochen und sich gleichzeitig um die Gäste kümmern? Und was, wenn alles schiefläuft? Keine Sorge: Wer den Kurs Festtagsmenüs zur Weihnachtszeit besucht, wird auch als Gastgeber oder Gastgeberin einen entspannten Abend verbringen. An nur einem Kursabend lernen alle, wie sie ein mehrgängiges festliches Menü so planen und zubereiten, dass auch noch Zeit bleibt, um sich um die Gäste zu kümmern. Vorkenntnisse sind keine nötig. Der Kochkurs wird in Brig angeboten. Für manche ist Weihnachten erst dann vollkommen, wenn der Duft von frisch
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MIGROS WALLIS
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Talente fördern, aber nicht verheizen Der Duft von selbst gebackenem Kleingebäck liegt im Kurs Weihnachtsbiscuits in der Luft.
gebackenen Biscuits in der Luft liegt. Im Kurs Weihnachtsbiscuits wird süsses Kleingebäck gebacken, das die Teilnehmenden mit nach Hause nehmen können. Auch als Mitbringsel machen selbst gebackene Köstlichkeiten Eindruck. Für Kinder ab sieben Jahren gibt es einen speziellen Kurs, in dem sie Weihnachtsbiscuits backen können.
D
Alle Infos zu den Weihnachtskursen und zu den Geschenkgutscheinen unter Tel. 027 720 66 50, eclub.brig@migrosvs.ch oder www.klubschule.ch
Bild: Andreas Hermsorf/Pixelio.de
Text: Denise Jeitziner
Herr Kronig, mit Justin Murisier hat am ersten Weltcuprennen in Sölden (A) ein Walliser für den Schweizer Hoffnungsschimmer gesorgt.
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS WALLIS, 1920 Martigny, Tel. 027 720 42 59. E-Mail: mitglieder.register@migrosvs.ch www.migroswallis.ch
Darüber haben wir uns riesig gefreut. Allerdings darf man Sölden nicht überbewerten. Der Schnee auf dem Gletscher ist völlig anders als an den übrigen Rennen. Aber Justin Murisier ist technisch so gut, dass er es Ende Saison locker unter die ersten 30 schaffen wird. Darauf wette ich. Hätte er sich nicht zwei Mal das Knie verletzt, wäre er schon jetzt ganz oben. Gibt es bei Ski Valais noch weitere vielversprechende Talente?
Ja, da wären Ramon Zenhäusern, der nach dem Slalom auch im Riesenslalom enorme Fortschritte zeigt, Elia Zurbriggen, der kurz vor dem Durchbruch steht, und Luca Aerni, der mit Laufbestzeiten im Slalom ganz vorne dabei ist. Auch Daniel Yule ist sehr gut im Slalom und Riesenslalom. Sie alle sind in unserer Struk-
Hat den Walliser Schneesportverband vor zehn Jahren gemeinsam mit Pirmin Zurbriggen professionalisiert: Alain Kronig.
tur mit den zehn Schneesportzentren gross geworden. Die Mentalitäten von Gletsch bis Bouveret sind aber völlig verschieden. Wie das?
Im Unterwallis zum Beispiel trainieren die Kinder auf der Mini-Junior-Stufe spielerisch, während im Oberwallis schon Achtjährige Stangen fahren und Konditionstraining betreiben. Ein Servicemann hat mir mal erzählt, dass die Väter solcher Kinder seine besten Kunden seien. Die schmieren ihrem Dreikäsehoch kiloweise teuren Wachs auf die Ski. Kein Wunder, dass diesem mit 16 Jahren plötzlich die Lust am Trainieren vergeht. Hier versuchen wir Gegensteuer zu geben. Olympiasieger zu züchten, hat für uns absolut keine Priorität. Dürfen Sie als CEO von Ski Valais das laut sagen?
Ganz sicher. In diesem Alter brauchen die Kinder ein gesundes Umfeld mit guter Betreuung. Klar ist es wichtig, Talente zu fördern, denn die Breite orientiert sich an der Spitze. Aber man muss aufpassen,
Bilder: Denise Jeitziner, Ski Valais, Didier Bérard
ie Zentrale von Ski Valais liegt unscheinbar in der Gamser Industriezone. Dafür, dass der Walliser Schneesportverband rund 400 junge Talente auf den Spitzensport vorbereitet, wirkt es hier überraschend schlicht: zwei Büros mit je zwei Arbeitsplätzen, ein Sitzungsraum und ein Zimmer mit Sportbekleidung, auf der neu auch die Migros Wallis als Sponsorin vertreten ist. Der CEO Alain Kronig aber führt durch die Räumlichkeiten, als wären sie feudal. «Für uns ist es ein Glücksfall. Bis vor einem Jahr haben wir alle von zu Hause aus gearbeitet», sagt der Zermatter, der die professionelle Struktur von Ski Valais vor zehn Jahren mit Pirmin Zurbriggen aufgebaut hat.
Individuelle Freizeit schenken mit einem Gutschein der Klubschule Wer daheim für weihnachtliches Ambiente sorgen möchte, kann sich im Kurs Floristiktrend Advent und Weihnachten inspirieren lassen. Alles, was es für ein festliches Dekorationsgesteck braucht, ist Moos, Tannengrün, Bänder oder Tannzapfen, die richtige Technik und die Freude, selbständig etwas Schönes zu kreieren. Fehlt nur noch das passende Geschenk für die Lieben. Wer schon alles hat, wird sich ganz bestimmt über ein paar Stunden Freizeit freuen. Ein Gutschein der Klubschule Migros trifft fast jeden Geschmack: Sprachen oder tanzen lernen, ein iPad-Kurs oder ein Rückentraining, ein Malatelier oder eine Schreibwerkstatt – die beschenkte Person kann aus der Fülle des KlubschulAngebots den persönlichen Lieblingskurs auswählen.
Die Migros unterstützt neu die jungen Schneesporttalente von Ski Valais. Der CEO Alain Kronig sagt im Interview, warum es so wichtig ist, dass Walliser es an die Spitze schaffen.
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Bereit für den Weihnachtseinkauf: Das Einkaufszentrum Simplon Center in Brig-Glis.
Weihnachtsmarkt im «Simplon Center»
Ein Nachwuchstalent, das von Ski Valais unterstützt wird: Abigaëlle Metroz aus Orsières.
dass man sie nicht verheizt. Wir hatten schon einige Supertalente, die JuniorenSchweizer-Meisterschaften gewonnen und es am Ende trotzdem nicht geschafft haben. Warum?
Weil ihnen der Biss gefehlt hat. Oft verleitet der Erfolg diese Talente dazu, zu wenig zu tun. Eines Tages werden sie von den anderen überholt, die beissen mussten, um mitzuhalten. Wie Justin Murisier. Er hat in seinen sieben Jahren als Junior nur ein einziges Rennen gewonnen, weil immer ein anderer vor seiner Nase war. Aber irgendwann hat es Klick gemacht. Gibt es zwischen den kantonalen Verbänden einen Konkurrenzkampf, wer wie viele Athleten ins Nationalkader bringt?
Es gibt Leute, die so denken. Dabei spielt es keine Rolle, denn an der Spitze fahren sie alle für die Schweiz. Der Punkt ist jedoch, dass das Wallis zum grossen Teil vom Tourismus abhängig ist. Die Zahlen bei den Schneesportlern gehen zurück, und wir haben auch je länger je weniger einheimische Kinder, die Ski oder Snow-
board fahren. Das macht mir Sorgen. Darum ist es enorm wichtig, dass es Walliser an die Spitze schaffen. Dann wird auch die Begeisterung in der Breite wachsen. Nicht nur im Ski Alpin, sondern auch in den übrigen Disziplinen von Ski Valais. Der grosse Lichtblick ist keine Skifahrerin, sondern eine Snowboarderin: Patrizia Kummer.
Ja, Patrizia ist super. Allerdings haben wir bei Ski Valais derzeit kein Alpinteam, weil wir keine Athleten haben. Die Jungen setzen alle auf Freestyle Ski oder Snowboard. Das ist ein Boom, und auch die Einschaltquoten in Sotschi haben gezeigt, dass das Interesse riesig ist. Deshalb wird der Freestyle von uns ganz klar gefördert. Unser Ziel ist aber in allen Sportarten dasselbe: die Jugend für den Sport zu begeistern, vor allem in der Breite. Interview: Denise Jeitziner
Sponsoring by Weitere Informationen über Ski Valais gibt es auf: www.ski-valais.ch
Ski Valais Der Walliser Schneesportverband begleitet rund 400 Kinder und Jugendliche im Ski Alpin, Freestyle Ski, Freestyle Snowboard, Langlauf und Biathlon auf dem Weg zum Spitzensport. Die Talente besuchen normal die Schule, sie profitieren jedoch von Kompensationsstunden. Zudem fördert Ski Valais den Breitensport und die Trainerausbildung. www.ski-valais.ch
Noch ist es zu früh, um Weihnachten zu feiern. Aber es ist wunderschön, schon jetzt in die magische Atmosphäre einzutauchen. Im Einkaufszentrum Simplon Center in Brig-Glis ist gegenwärtig ein grosser Weihnachtsmarkt eingerichtet. Er befindet sich im ersten Stockwerk und präsentiert zahlreiche Dekorationsgegenstände und Geschenkideen für ein zauberhaftes Fest. Der Supermarkt bereitet sich ebenfalls auf Weihnachten vor und bietet jetzt eine grosse Auswahl an Spielsachen an, die sogar den anspruchsvollsten Kindern glänzende Augen bescheren.
Herzlich Willkommen, Zara! Der erste Zara-Shop im Wallis öffnet bald seine Türen. Im «Forum des Alpes» an der Route des Rottes 15 in ChâteauneufConthey bietet das Modeunternehmen ab Freitag, 21. November, auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern eine grosse Kleiderkollektion und zahlreiche Accessoires an. Stilbewusste Damen und Herren finden hier die neusten Trends des eleganten und exklusiven spanischen Modelabels.
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Musikreise Marseille–Barcelona–Bilbao
Reisedatum: Do 12.02.– Sa 21.02.2015
Barcelona - die lebensfrohe Hauptstadt Katalaniens
Begleiten Sie uns auf dieser speziellen Musikreise nach Marseille, der interessanten Kultur-und Hafenstadt an der Côte D´Azur. Hier erleben wir in der Oper von Marseille einen Liederabend mit der Weltklasse-Sopranistin Patrizia Ciofi. Danach reisen wir nach Barcelona, in die lebensfrohe Hauptstadt Katalaniens. Hier steht, in einem der schönsten Operhäuser Europas, im wunderschönen «Gran Teatro de Liceu», die Oper «Norma» von Vincenzo Bellini auf dem Programm. Zum Abschluss geniessen wir in Bilbao die Oper «Madame Butterfly», mit einer Glanzbesetzung. Ihr Reiseprogramm 1. Tag, Do 12. Februar: Schweiz–Marseille. Fahrt über Genf, Lyon, Avignon, Aix-en-Provence an die Côte d’Azur nach Marseille. Zimmerbezug und Abendessen im Hotel. 2. Tag, Fr 13. Feburar: Marseille. Zu einem der Wahrzeichen der Stadt gehört die Basilique Notre-Dame de la Garde. Von der Aussichtsplattform vor der Kirche geniessen wir einen herrlichen Ausblick über die Stadt bis hinunter zum Meer. Das moderne Marseille präsentiert sich jung und einladend und hat 2013 als Kulturhauptstadt Europas enorm an Selbstbewusstsein gewonnen. Am Morgen geführte Stadtbesichtigung und anschliessend freie Zeit. Spazieren Sie zum Beispiel durch die kleinen Gässchen im historischen Zentrum, dem romantischen Quartier Du Panier. Frühes Abendessen in einem Spezialitätenrestaurant auf dem Weg zur Oper. Am Abend steht folgende musikalische Veranstaltung auf unserem Programm: Opéra de Marseille, 20.00 Uhr «Liederabend» mit Werken von Vinzenco Bellini und Gaetano Donizetti Patrizia Ciofi, Sopran von Weltklasse Clémentine Margraine, Mezzosopran Philharmonisches Orchester Marseille 3. Tag, Sa 14. Februar: Marseille–Barcelona Am Vormittag verlassen wir Marseille und fahren westwärts vorbei an Nimes, Montpellier und Perpignan nach Barcelona. Unterwegs freies Mittagessen. Am Abend Ankunft in Barcelona, Zimmerbezug und Abendessen. 4. Tag, So 15. Februar: Barcelona. Barcelona bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Flaniermeile Las Ramblas, das gotische Viertel und bekannte Museen. Vormittags geführte Stadtbesichtigung mit Besuch der Sagrada Familia. Nachmittag zur freien Verfügung. Am Abend erleben wir folgenden musikalischen Höhepunkt: Gran Teatro de Liceu, Barcelona, 17.00 Uhr «Norma» Oper in zwei Akten von Vincenzo Bellini Norma: Tamara Wilson Adalgiso: Annalisa Stroppa Orovesco: Simon Orfila 5. Tag, Mo 16. Februar: Barcelona–Bilbao. Weiterreise nach Saragossa. Die Hauptstadt der Region Aragon liegt an den Ufern des Flusses Ebro. Bei einem Spaziergang erkunden wir die monumentale Altstadt. Freies Mittagessen und anschliessend Weiterfahrt ins Baskenland nach Bilbao. Zimmerbezug und Abendessen.
6. Tag, Di 17. Februar: Bilbao. Den heutigen Tag widmen wir Bilbao mit seiner 700-jährigen Altstadt und bedeutenden Werken moderner Architektur. Nach einer Stadtführung besichtigen wir das Guggenheim Museum mit Audioguides. Das von Frank O´Gery entworfene Gebäude aus Stahl, Glas, Kalkstein und Titan hat der Industriestadt am Atlantik ein völlig neues Image gegeben. Am späteren Nachmittag gemeinsames Abendessen. Anschliessend erleben wir einen weiteren musikalischen Höhepunkt: Oper Abao-Olbe, Bilbao 20.00 Uhr «Madame Butterfly» Oper in drei Akten von Giacomo Puccini Cio-Cio-San: Barbara Frittoli B.F.Pinkerton: Piero Pretti Musikalische Leitung: Massimo Zanetti 7. Tag, Mi 18. Februar: Bilbao–Burgos–Madrid. Am Morgen verlassen wir Bilbao Richtung Burgos. Zwischenhalt in Aranda de Duero, einem der bekannten Weinanbaugebiete Spaniens. In Burgos besichtigen wir unter einheimischer Führung die geschichtsträchtige Stadt. Ein Unesco-Weltkulturerbe. Weiterfahrt nach Madrid. Zimmerbezug und Abendessen. 8. Tag, Do 19. Februar: Madrid. Am Vormittag entdecken wir auf einer Panoramarundfahrt das historische und moderne Madrid. Am Nachmittag Zeit zur freien Verfügung. Möglichkeit, die bekannten Museen wie den Prado oder das Thyssen-Bornemisza Museum mit seinen einmaligen Kunstsammlungen zu besuchen (individuell, nicht inbegriffen). 9. Tag, Fr 20. Februar: Fakultativer Ausflug Toledo. Am Vormittag halbtägiger Ausflug nach Toledo, eine der ältesten Städte Europas. Die Hauptstadt der Region Kastillien-La Mancha liegt am Fluss Tejo. Zu den Wahrzeichen gehört die mittelalterliche Brücke Alcantara, die gotische Kathedrale, die Santa Maria Blanca Synagoge und das Koster San Juan de los Reyes. In der Kirche Santo Tomé können wir eines der Meisterwerke von El Greco «das Begräbnis des Grafen Orgaz» bewundern. Rückfahrt am frühen Nachmittag.
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10 Tage gemäss Programm
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2595.–
Unsere Leistungen ■
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- Luxusbus Fahrt im Königsklasse-Luxusbus Unterkunft in ausgewählten Erstklasshotels Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 9 x Frühstücksbuffet – 6 x Abendessen im Hotel oder lokalen Restaurant – 1 x Abendessen in der ‹Posada de la Villa› mit spanischen Spezialitäten und Flamenco-Show Musikprogramm Kartenkategorie 3 Alle aufgeführten Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen (ausg.fak.Ausflug am 9. Tag) Geführte Besichtigungen in Marseille, Barcelona, Saragossa, Bilbao, Burgos und Madrid Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur
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Einzelzimmerzuschlag Fakultativer Ausflug Toledo (muss bei der Buchung reserviert werden) Kartenzuschläge (pauschal für 3 Vorstellungen): 125.– / – Kategorie 2 / Kategorie 1 Rückreise mit dem Königsklasse-Luxusbus inkl. einer Übernachtung in Frankreich Annullationskosten-und Assistance-Versicherung
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
Eigener Lohn ab zwölf Jahren
Statt Sackgeld: Mit dem «Jugendlohn» finanzieren Jugendliche auch ihren Grundbedarf. So lernen sie früh den eigenverantwortlichen Umgang mit Geld.
Bild: Corbis
Selber das Budget machen und einhalten. Die Eltern unterstützen mit Rat, aber nicht mit zusätzlichem Geld.
J
ugendliche haben es nicht leicht: Sie sollen Schule, Freizeit und das Erwachsenwerden unter einen Hut kriegen. Hinzu kommt eine der schwierigsten Herausforderungen, nämlich mit Geld umgehen zu lernen. Jugend-, Budget- und Schuldenberatungsstellen empfehlen verschiedene Konzepte. Der «Jugendlohn» ist besonders interessant: Er erzieht die Jugendlichen zu einem eigenverantwortlichen haushälterischen Umgang mit Geld. «Beim Jugendlohn erhalten Jugendliche ab zwölf Jahren pro Monat einen fixen Betrag, mit dem sie ihre Lebenskosten selber finanzieren», erklärt Andrea Fuchs (52), Präsidentin Verein Jugendlohn. Diese Lebenskosten können beispielsweise Kleider, Coiffeur, Handy, Velo und Busabonnement beinhalten. Wichtig ist, dass Eltern dem Jugendlichen genau erklären, was er alles zu finanzieren hat. Wie viel Geld dem Kind zur Verfügung steht, entscheidet jede Familie für sich. Daher ist der Jugendlohn auch für alle Einkommensklassen geeignet. «Eltern können sich daran orientieren, was sie bisher für ihr Kind ausgegeben haben», sagt Andrea Fuchs. Die Eltern stehen dem Kind beratend zur Seite. «Falls Fehler passieren und es mit dem Jugendlohn nicht gleich klappt, sollen Eltern nicht mit Geld aushelfen, höchstens mit Ideen für einen Nebenjob wie Kinderhüten oder Autowaschen», rät die Präsidentin Verein Jugendlohn.
Bereits in den 70er-Jahren entwickelte der Schweizer Psychologe und Familientherapeut Urs Abt den Jugendlohn. Nun hat das Kompetenzzentrum Prävention und Gesundheit der Hochschule Luzern Eltern zu ihren Erfahrungen befragt – und diese waren gut.
«Jugendlohn» reduziert Streit rund um Geldfragen «Viele Eltern waren anfangs unsicher, doch dann waren sie erstaunt, wie gut die Jugendlichen mit dem Jugendlohn zurechtkamen», sagt Andrea Fuchs. Die meisten hätten ihren Jugendlohn schnell im Griff gehabt. Dadurch, dass die Jugendlichen wussten, was sie sich leisten können und was nicht, hatten sie kaum Schulden: «Ein Junge wollte sich erst teure Markenschuhe kaufen, hat sich dann für ein günstigeres Modell entschieden und dieses ganz stolz getragen», erzählt die Fachfrau. Auch würden Jugendliche zu ihren Sachen mehr Sorge tragen und Geschenke mehr schätzen. Das Vertrauen, das die Eltern den Jugendlichen erweisen, brachte die Familie näher zusammen und verbesserte die Beziehung: «Viele Eltern erzählen, der Streit wegen neuen Handys oder Markenkleidern falle mit dem Jugendlohn weg, dafür könne man besser über Geld diskutieren», erklärt Andrea Fuchs. Eltern sagten sogar aus, sie hätten mit dem Jugendlohn weniger Geld ausgegeben als zuvor. Text: Priska Plump
So funktioniert der «Jugendlohn» Der Jugendlohn lehrt Jugendliche ab zwölf Jahren, verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen und mit einem beschränkten Budget auszukommen. Sie teilen ihr Geld selber ein und lernen längerfristig zu planen und überlegt Geld auszugeben. Im Gegensatz zum alt bekannten Sackgeld bereitet der Jugend lohn ab zwölf Jahren besser auf das spätere Erwachsenenleben vor. Um die Idee des Jugendlohns zu verbreiten, wurde der Verein Jugendlohn gegründet. Auf www.jugendlohn.ch fin det man unter anderem eine Anleitung, eine Berechnung des Jugendlohns wie auch Infos zu Elternveranstaltungen.
www.migrosmagazin.ch
ONLINE UMFRAGE Jugendlohn: Eine gute Idee? Halten Sie das Konzept des Jugendlohns für eine gute Idee, und wenden Sie es an?
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Nina Theurillat Faust auf dem Friedhof: Ihr erster Sohn Manuel kam tot zur Welt.
«Es war mir sehr wichtig, dass Manuel nicht allein ist.»
NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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Im liebevoll geschmückten Grab der Urgrossmutter fand der kleine Manuel seine letzte Ruhe.
Wenn der Tod vor dem Leben kommt
Jeden Tag stirbt in der Schweiz ein Baby im Mutterleib. Der Grund bleibt in vielen Fällen unbekannt – so auch bei Manuel.
M
anuel war für mich das schönste Baby der Welt.» Das sagt Mutter Nina Theurillat Faust, auch wenn ihr Kleiner nur 35 Zentimeter gross war, winzige Füsse und Hände hatte, mit 740 Gramm gerade mal etwa einen Viertel so schwer war wie andere Neugeborene. Manuel starb im Bauch der Mutter. «Das war ein Schock», beschreibt die heute 28-jährige Baslerin das Gefühl, damals im Februar 2009. «Totgeburten sind zum Glück relativ selten», so Leonhard Schäffer (42), Chefarzt für Geburtshilfe und Pränataldiagnostik am Kantonsspital Baden AG. «Wenn es aber passiert, gibt es für die betroffenen Paare wohl nichts Schlimmeres.» Neben Manuel kamen 2009 in der Schweiz noch weitere 344 Kinder tot zur Welt. Das entspricht statistisch gesehen dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre. Lebend geboren werden im gleichen Zeitraum rund 82 000 Babys.
Die Katastrophe brach in der 29. Schwangerschaftswoche über Nina und ihren Mann Christoph herein. «Ich war nach den üblichen Arztkontrollen erstmals bei meiner Hebamme», erzählt die junge Mutter, die gerne im Geburtshaus ihr erstes Kind geboren hätte. Doch diese fand die Herztöne nicht. «Mich ergriff Panik.» Sofort ging sie in die Frauenklinik des Universitätsspitals Basel, in der ihr nach einem Ultraschalluntersuch eröffnet wurde, dass ihr Kind tot sei. «Wir wussten es eigentlich bereits», so die Pflegefachfrau, «wir hofften aber, dass es ein Irrtum wäre.» Doch das war es nicht. «Ich wollte per Kaiserschnitt schnellstmöglich gebären», sagt sie. Die Vorstellung, ein totes Kind im Bauch zu tragen, sei anfänglich unerträglich gewesen. «Andererseits gab es mir die Zeit, mich mental zu verabschieden.» Ninas erste Reaktion sei typisch für diese Situation, bestätigt
Leonhard Schäffer. Die medikamentös eingeleitete normale Geburt erfolgte zwei Tage später. «Wir fielen danach erst mal in ein tiefes Loch.» Wieso Manuel gestorben ist, interessierte Theurillats zwar, eine Autopsie lehnten sie aber ab. «Er sollte nicht noch aufgeschnitten werden.» Bei rund der Hälfte der Totgeburten finden die Mediziner sowieso nicht heraus, was die Babys tötete. Leonhard Schäffer empfiehlt Betroffenen trotzdem eine Autopsie. Dabei gehe es vor allem darum, ein Wiederholungsrisiko auszuschliessen. Oft sind Fehlbildungen oder genetische Defekte, allen voran Trisomien – also ein Chromosom, das dreifach statt doppelt vorhanden ist – Auslöser für das Sterben des Fötus in der Gebärmutter. Im Sommer 2009 war Nina wieder in glücklichen Umständen. Die Schwangerschaft endete jedoch in der zehnten Woche mit Blutungen und mit der gros-
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Totgeburten nach Kantonen 2004 bis 2013 546
Totgeburten in der Schweiz 1970 bis 2013 Bis 2004 galt ein Fötus erst ab der 24. Woche als Totgeburt, vorher als statistisch nicht erfasste Fehlgeburt. Seit 1. Januar 2005 gilt ein Fötus ab der 22. Woche als Totgeburt. Daher stiegen die Zahlen ab 2005 auch etwas an.
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423 435 412 361 373 366 361 352 345 334 337 311 332 390 357 337 348 286 336 309 336 308 277 283 279 255 306 276 307 342 297 341 345 346 349 350 402
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Zahlen von 2013
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
sen Frage: «Wieso wieder ich?» Dabei ist Nina Theurillat Faust kein Einzelfall. Schätzungen gehen davon aus, dass eine von etwa sechs Schwangerschaften innerhalb der ersten 22 Wochen endet; bei Frauen über 40 Jahren ist es mehr als jede Dritte, bei Frauen über 45 Jahren sind es gar acht von zehn. «Rund 80 Prozent aller Aborte passieren in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen», so Schäffer. Die Dunkelziffer sei hoch, denn wenn eine Frau nach vier Wochen Blutungen bekommt, kann es sein, dass es sich dabei nicht um die erwartete Periode handelt, sondern um den Frühabort einer nicht bemerkten Schwangerschaft. «Risikofaktoren für eine Fehlgeburt sind das Alter der Frau, ungesunder Lebenswandel, Diabetes oder immunologische Krankheiten», erklärt der Fachmann. Entgegen immer wieder gehörten Behauptungen habe jedoch die Ernährung keinen Einfluss auf das Fehlgeburtsrisiko. Eine Fehlgeburt erhöht aber das Risiko, erneut einen Abort zu
erleiden. Deshalb stellt sich Betroffenen die Frage: schnell wieder schwanger werden oder lieber länger warten, um über den Schock hinwegzukommen? Die aktuellen WHO-Leitlinien empfehlen Letzteres. Nach Lebendgeburten verbessere eine Wartezeit bis zur nächsten Schwangerschaft von 18 bis 23 Monaten die Gesundheit von Mutter und Kind. Bei Fehlgeburten hingegen zeigt eine schottische Untersuchung mit über 30 000 Frauen: je früher, desto besser. Für Leonhard Schäffer gibt es keine feste Richtlinie, und jede Frau muss für sich herausfinden, wann sie wieder bereit ist.
«Er wird immer mein erster Sohn sein» Für das Ehepaar Theurillat Faust kam das erlösende Ereignis im September 2010: die Geburt von Benjamin. «Die Schwangerschaft war sehr belastend, ich sass neun Monate wie auf Nadeln und machte mir Sorgen.» Und im Januar 2013 das nächste Freudenerlebnis: Sohn Valentin kam gesund zur Welt. Beide
Kinder wissen, dass sie einen älteren Bruder haben, der gestorben ist. «Nur», so Nina, «können sie das noch nicht einordnen. Für Benjamin ist der Himmel ein Ort, in dem Manuel wohnt und irgendwann wieder runtersteigt.» Verarbeitet hat Nina den Verlust auch, indem sie eine Selbsthilfegruppe gründete. «So etwas gab es damals im Raum Basel nicht.» Zusätzlich betreut sie die Homepage engelskinder.ch, die sich totgeborenen Kindern widmet. Die Erinnerung an Manuel ist für Nina Theurillat Faust sehr lebendig. Geblieben sind eine kleine Schachtel mit Erinnerungsstücken, ein Foto auf dem Nachttisch und ein Grabstein auf dem Friedhof in Liestal. Er ist im Grab seiner Urgrossmutter beigesetzt. «Es war mir sehr wichtig, dass er nicht allein ist», sagt die Baslerin. «Und ich brauche den Platz, um Manuels zu gedenken, denn er wird immer mein erster Sohn sein.» Text: Thomas Vogel Bilder: Vera Hartmann www.engelskinder.ch (betreut von Nina Theurillat)
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November
Aktuell zahlt die Migros Bank auf dem Vorsorgekonto 1,25 Prozent Zins. Für ein Guthaben von 100 Franken erhalten Sie somit eine jährliche Vergütung von gerade mal 1 Franken und 25 Rappen. Die Reaktion, dass man es bei diesem Zins genauso gut bleiben lassen kann, erscheint auf den ersten Blick vernünftig. Doch sie ist falsch. Aus zwei Gründen. Erstens wirkt der Zinseszinseffekt – wenn auch abgeschwächt – noch immer. Nehmen wir an, Sie zahlen für die nächsten 20 Jahre jedes Jahr 3000 Franken in die dritte Säule ein. Dafür erhalten Sie eine kumulierte Zinsgutschrift von immerhin 8500 Franken (siehe Grafik). Und dank der gegenwärtigen Nullinflation ist die reale Verzinsung im historischen Vergleich gar nicht so schlecht. Anfang 2008 zum Beispiel war die Teuerung höher als der Zinssatz auf dem Vorsorgekonto. Zweitens profitieren Sie bei der Säule 3a von einem erheblichen Steuerabzug. Wie die Grafik zeigt, können Sie Ihre Rendite dadurch auf über 3 Prozent steigern – notabene ohne jegliche Kursrisiken. Im Beispiel mit einer jährlichen Einzahlung von 3000 Franken steigt das Vermögen nach 20 Jahren auf ansehnliche 84 200 Franken. Der Steuereffekt ist dabei gerechnet für eine alleinste-
Eine nützliche Liste mit 33 Tipps zur Säule 3a finden Sie ausFranken serdem auf blog.mi–– Vermögen inkl. Steuerersparnis 90 000 84 200 Fr. grosbank.ch. Viele –– Guthaben inkl. 1,25% Zins 80 000 der Ratschläge –– kumulierte Einzahlung 68 500 Fr. sind ganz ein70 000 fach umzu60 000 60 000 Fr. setzen: Zum % 50 000 3,1 : Beispiel lohnt es sich, e it 40 000 nd die 3a-Gelder vor der Re 30 000 Pensionierung gestaffelt über mehrere 20 000 Jahre zu beziehen. 10 000 Dadurch brechen Sie 0 die Steuerprogres1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 sion bei der KapitalJahre bezugssteuer. Im Beispiel aus der GraSo steigt das Vermögen bei einer jährlichen Einzahlung fik reduziert sich dievon 3000 Franken in die Säule 3a. Das Beispiel ist se Steuer allein durch gerechnet für eine alleinstehende Person in Basel mit das Einrichten eines einem Nettoeinkommen von 80 000 Franken. zweiten Vorsorgekontos von 3050 auf 2300 Franken – wehende Person in Basel mit einem Netto- nig Aufwand für eine Ersparnis von 750 einkommen von 80 000 Franken. Franken. Übrigens: Wer mithilfe der Säule 3a Ein zweites Vorsorgekonto spart seine Steuern senkt, darf dies mit gutem 750 Franken Steuern Gewissen tun. Der Fiskus hat diese AnWas häufig vergessen wird: In der dritten reize bewusst so gesetzt, um die BevölSäule gilt der Steuerabzug jeweils nur für kerung zum Sparen zu animieren. Denn ein Jahr. Eine verpasste Einzahlung je besser die Selbstvorsorge genutzt können Sie somit nicht mehr nachholen. wird, desto solider steht letztlich unser Deshalb würden Sie einen sicheren gesamtes Vorsorgesystem da. Vorteil preisgeben, wenn Sie nun aufgrund der tiefen Zinsen Ihre Zuwen- Jetzt aktuell auf blog.migrosbank.ch: 33 Tipps zur dungen in die Säule 3a unterbrechen. Säule 3a – so optimieren Sie Ihre Vorsorge.
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Bei den tiefen Zinsen wird Sparen immer unattraktiver. Was verliere ich also, wenn ich bis auf Weiteres kein Geld mehr in die dritte Säule einzahle?
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Kinder lieben den Wald. Im Herbst ist er besonders geheimnisvoll.
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Früh reif D
er Umbruch vom Kindes- zum Erwachsenenalter beginnt immer früher. Das verunsichert viele Eltern. Und führt zur Frage: Ist das noch normal? Die Verschiebung der Pubertät nach vorn ist vor allem seit dem 19. Jahrhundert markant. Damals bekamen Mädchen im Schnitt zwischen dem 15. und dem 17. Lebensjahr zum ersten Mal ihre Periode. Ursache für das späte Einsetzen der Geschlechtsreife waren die schlechteren Lebensbedingungen, wie fehlende Hygiene oder Mangelernährung. Diese verbesserten sich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 60erund 70er-Jahren setzte das Brustwachstum bei Mädchen zwischen dem 8. und dem 13. Lebensjahr ein, im Schnitt mit 10 Jahren; das Hodenwachstum bei Jungen zwischen 9 und 14 Jahren, im Schnitt mit 12.
Der Startschuss für die Geschlechtsreife fällt im Kopf «In den letzten Jahren hat sich dieses Durchschnittsalter nun bei Mädchen wie bei Buben um rund ein weiteres Jahr nach vorn verschoben», sagt Christa Flück (47), Leitende Ärztin an der Universitätsklinik für Kinderheilkunde Bern. Einen Grund zur Beunruhigung sieht die Hormonexpertin darin aber nicht: «Bisher verschiebt sich das Pubertätseintrittsalter nicht unter die Grenze von acht beziehungsweise neun Jahren.» Nur wenn die Pubertät noch früher eintritt, muss die Medizinerin davon ausgehen, dass etwas nicht stim-
men könnte. Den genauen Mechanismus, der die Pubertät auslöst, kennt man nicht. Eins ist jedoch klar: Der Startschuss fällt im Kopf. Im Kindesalter ist die Pubertät blockiert. Mit der Pubertät wird diese Blockade aufgehoben und veranlasst durch Freisetzen des Hormons Gonadoliberin die Hirnanhangdrüse zur Ausschüttung ihrer Signalstoffe. Diese wiederum stimulieren Hoden und Eierstöcke, Sexualhormone zu produzieren – jene Signalstoffe, die als hauptverantwortlich für die körperliche und psychische Veränderung in der Pubertät gelten: Ein Wachstumsschub setzt ein, die Scham- und andere Haare am Körper spriessen, bei den Mädchen wächst die Brust, zwei bis drei Jahre später bekommen sie das erste Mal ihre Periode. Bei Jungen wächst der Kehlkopf, irgendwann wird die Stimme tiefer. Stress, Ernährung, die zunehmende Verstädterung: Was genau dazu führt, dass diese Blockade immer früher fällt, ist noch nicht ganz geklärt. «Was man weiss: Überernährung führt zu einem früheren Pubertätsbeginn», sagt Christa Flück. Bei einer Magersucht ist es umgekehrt. Bekommt der Körper nicht mehr genügend Energie, stellt er als eine der ersten Sparmassnahmen die körperliche und sexuelle Reifung ein, Frauen haben dann keinen Zyklus mehr. Und auch chemische Substanzen kommen als Ursache in Frage, besonders Plastikbestandteile wie Bisphenol A. Diese Weichmacher, die in vielen Haushaltsstoffen enthalten sind und zum Teil
Holpriger Abschied von der Kindheit: Die Pubertät irritiert oft das Umfeld genauso wie die Jugend lichen selbst.
das Wasser und die Nahrung belasten, wirken Östrogen-ähnlich und können dem Körper das Signal vermitteln, mit dem Pubertätsschub zu beginnen. Auch wenn es medizinisch gesehen nicht bedenklich ist, mit neun Jahren in die Pubertät zu kommen, kann das aus pädagogischer Sicht doch zu Problemen führen. Dann nämlich, wenn der Kopf erst später dem Körper folgt. Auch der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl (62) gibt zu bedenken: «Kommt ein Kind sehr früh in die Pubertät, führt das nicht selten zu einer Diskrepanz zwischen körperlicher und geistiger Entwicklung. Denn oft ist es geistig noch nicht in der Lage, die körperlichen Veränderungen zu verste-
Bild: Plainpicture
Schamhaare mit acht, Busen mit neun, die Pubertät beginnt immer früher. Woran liegt das? Und wie sollen Eltern darauf reagieren? Der renommierte Pädagoge und Buchautor Allan Guggenbühl rät Müttern und Vätern zur Gelassenheit.
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«Gelassen bleiben und Präsenz zeigen»
Es gibt Hoffnung: Auch wenn sich Jugendliche in der Pubertät unmöglich benehmen, geben sie überraschend viel auf die Ratschläge ihrer Eltern. Allan Guggenbühl (62) ist Psychologe, Psychotherapeut und Buchautor.
Allan Guggenbühl, warum er schrecken viele Eltern, wenn sie bei ihren Kindern die ersten Anzeichen der Pubertät fest stellen?
Pubertät führt bei den Kindern zu einem Selbständigkeitsschub, dieser macht den Eltern Angst. Sie befürchten, dass sie in Milieus kommen, die schädlich sind, in denen Drogen oder Alkohol verbreitet sind. Internetsucht wird zu einem Thema. Eltern haben Angst, dass ihnen ihre Kinder entgleiten. Sie müssen sie in die Selbständigkeit entlassen, sehen aber gleichzeitig, dass sie nicht reif genug sind dafür. Das löst einen Zwiespalt aus.
hen.» Und ist ein Mädchen das einzige in seiner Klasse, dem schon Brüste wachsen, führt das nicht selten zur Entfremdung von den Kolleginnen, die noch mehr Kind sind. Auch aus schulischer Sicht können sich Eltern freuen, wenn es ein bisschen später losgeht. Allan Guggenbühl: «Die Pubertät kann zu einem Störfaktor in der Schulkarriere werden. Gerade im Alter von zehn, elf Jahren stehen wichtige Entscheidungen wie die Art der weiterführenden Schule an. Ablenkungen und Unsicherheiten senken die Lernbereitschaft.» Die Gefahr, dass früh pubertierende Mädchen auch gleichzeitig sexuell aktiv werden, schätzt der Psychologe als gering ein. «Sexualität muss auch mental
als Thema entdeckt werden, es muss darüber geredet und fantasiert werden, bevor man aktiv wird. Geschlechtsreife allein genügt nicht.» Generell rät der Experte den Eltern erst einmal zur Gelassenheit in Sachen Pubertät, ob sie nun früh oder später beginnt. Text: Evelin Hartmann
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Ärger aushalten Die Gründe, weshalb die Eltern trotz Ärger mit den Kindern genügend Präsenz markieren sollten.
Bei einem neunjährigen Mädchen sicher umso mehr ...
... Pubertät heisst oftmals: Es gibt Schwierigkeiten. Das Problem ist, dass die Erziehung noch nicht abgeschlossen ist. Mit neun noch weniger als mit elf oder zwölf Jahren. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass die Eltern immer noch die wichtigsten Bezugspersonen für die Jugendlichen bleiben, auch wenn sich diese unmöglich benehmen. Die Eltern erfüllen eine wichtige Funktion, an ihnen kann man Frust, Ängste und Ärger abreagieren. So sind sie für die Kinder eine wichtige Stütze.
Einem 13Jährigen, der nach Autonomie strebt, traut man sicherlich mehr Reife zu als einem 10Jährigen.
Mit Sicherheit. Wobei ein 13-Jähriger auch grössere Risiken eingeht. Er oder sie lässt sich mehr von den Gleichaltrigen beeinflussen. Der 11-Jährige hat nicht so viele Kollegen, die bis nachts Clubs besuchen oder Trinkgelage organisieren. Es gibt weniger Gelegenheiten, Risiken einzugehen und in ein problematisches Milieu zu geraten. Tröstende Worte. Aber wie sollte ich mich als Mutter oder Vater verhalten, wenn mein Kind früh in die Pubertät kommt?
Gelassen bleiben und Präsenz zeigen. Wichtig ist auch, dass man mit seinen Kindern redet und erklärt, was mit ihnen passiert. Sie sind zum Teil mehr Kind, als es den Anschein macht. Wenn nächtlicher Ausgang, Kiffen, Rauchen zum Thema werden, dann müssen wir unseren Standpunkt klarmachen. Die Jugendlichen lehnen unsere Ratschläge zwar ab, doch im Geheimen hören sie uns mehr zu, als wir denken. Buchtipp: Allan Guggenbühl, «Pubertät – echt ätzend. Gelassen durch die schwierigen Jahre», 2004, erhältlich bei Ex Libris für Fr. 12.70.
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Seltene Schönheiten
Wehmütiger Abschied: Stefan Hoby und seine Kollegen untersuchen vier Somali-Wildeselstuten vor ihrer Abreise nach England.
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Bilder: Zoo Basel
Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.
Heute Morgen fahren wir aufs Land auf die nahe gelegenen schönen Anlagen der Werner-Stamm-Stiftung in Oberwil BL, wo seit dem Jahr 1975 viele seltene Einhufer gehalten wurden. Es liegt etwas Wehmut in der Luft, denn meine Aufgabe ist es, zusammen mit dem Berufskollegen Thomas Stohler die letzten vier verbliebenen Somali-Wildeselstuten vor dem Transport in einen englischen Safaripark zu untersuchen. Somali-Wildesel sind im Freileben vom Aussterben bedroht und zählen zu den seltensten Säugetieren. Der Kurator und Verwalter der Anlage, Roland Meury, erwartet uns bereits. Aysha (13), Beyra (13), Eriba (10) und Fahra (9) sind die klingenden Namen der vier prächtigen Tiere, die zur Untersuchung einzeln in Stallboxen untergebracht sind. Wir machen uns schnell an die Arbeit, um die Wartezeit für die Tiere möglichst kurz zu halten. Nachdem wir mit dem Blasrohr die Narkosespritze verabreicht haben, dauert es durchschnittlich acht Minuten, bis wir uns einem Tier nach dem andern gefahrlos nähern können. Damit die Augen nicht austrocknen, schützen wir sie mit einer Salbe und zusätzlich mit einem Tuch, Ohrstöpsel dämpfen unbekannte Geräusche. Da die Narkosemittel die Atmung hemmen und den Sauerstoffaustausch vermindern, führen wir eine Sauerstoffsonde in eine Nüster ein. Nun folgt die Untersuchung von den Zähnen bis zu den Hufen. Bei drei Tieren korrigiere ich die Zähne mit einer elektrischen Zahnraspel. Bei Eriba und Fahra sind zur Hufkorrektur zwei Hufschmiede gefragt. Bei Fahra muss Thomas Stohler mittels Lasertechnik einen kleinen Hauttumor entfernen. Ansonsten sind die vier Stuten bei bester Gesundheit. Wir arbeiten Hand in Hand, sodass alle Untersuchungen nach durchschnittlich 30 Minuten abgeschlossen sind. Dann verabreichen wir das Gegenmittel. Kurze Zeit später können wir die eleganten Tiere schon wieder auf den grosszügigen Aussenanlagen zusammenlassen. Diesen Anblick werden wir vermissen.
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Von den Zähnen bis zu den Hufen: Stefan Hoby und seine Kollegen untersuchen eine der vier SomaliWildeselstuten der Werner-StammStiftung.
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NERD’S WORDS
Prezi-Referate könnten Powerpoint aus den Vortragsräumen der Schweiz verdrängen.
mit Reto Vogt
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och 41 Folien. Jeder, der bereits Powerpoint-Vorträgen lauschte, weiss – noch 40 Folien – genau, wie langweilig sie oft sind und wie man sich meist – noch 39 Folien – schon am Anfang ihr Ende herbeisehnt. Das muss nicht sein. Auf der Website www.prezi.com lassen sich Präsentationen erstellen, die das Publikum mit überraschenden 3-D-Effekten und dynamischen Abläufen überzeugen. Nach der Registrierung klicken Nutzer zuerst aufs Hilfsmenü «Lernen & Support». Dort werden die Grundfunktionen in aller Kürze verständlich erklärt. Anschliessend genügt ein Klick auf «Neue Prezi», um eine von zahlreichen Vorlagen auszuwählen. Kernstück von Prezi ist eine Funktion namens «Pfad», die wie ein roter Faden durch die Präsentation führt. Dort lassen sich nicht wie bei Powerpoint nur
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Spielplatz für Besserwisser «U» – drei, zwei, eins – los gehts! Automarke, Musiker, Buchautor. Wer zu jedem Oberbegriff einen passenden Namen mit dem angezeigten Anfangsbuchstaben findet, ist wie gemacht für das Gratisspiel «Stadt Land Fluss Multiplayer» für Android und iPhones. Bei der App spielt man gegen Freunde oder Zufallsgegner aus dem deutschsprachigen Raum. In einem bestimmten Zeitraum sind 10 Fragen aus 31 Kategorien zu beantworten. Der Gegner hat jeweils 24 Stunden Zeit, zu reagieren, sonst ist das Spiel verloren. Wer spielt und mehr weiss, gewinnt. Der Wortschatz des Spiels ist gut, nur sehr selten werden eigentlich richtige Antworten nicht erkannt.
Blaupausen Was eine Farbänderung alles auslösen kann, ist erstaunlich. WhatsApp zeigt seit dem letzten Update plötzlich blaue Häkchen neben verschickten Kurzmitteilungen, Fotos oder Videos, sobald diese auf den Handybildschirmen der Empfänger abgerufen werden. Bislang bestätigte der Messenger lediglich ihre erfolgreiche Übertragung. Eine gute Sache also? Datenschützer rufen entrüstet: «Nein!» Erstens weil man die Funktion nicht deaktivieren kann und zweitens weil gleichzeitig Datum und Uhrzeit des Abrufs gespeichert werden. So liesse sich WhatsApp praktisch als Überwachsungsinstrument einsetzen. Die Befürchtung: «Ab sofort weiss der ganze Freundeskreis, wer mitten in der Nacht das Handy in die Hand genommen hat.» Das stimmt so natürlich nicht. Jeder kann WhatsApp starten, ohne sich bei irgendwem zu verraten. Die Häkchen bei den Absendern nehmen die neue Farbe erst an, wenn die entsprechende Chat-Unterhaltung geöffnet wird. Perfid sind nur Gruppenchats. Dort kann jeder haargenau verfolgen, wer seine Nachrichten zu welchem Zeitpunkt gelesen hat. Aber auch hier gilt: Wer nicht klickt, bleibt unentdeckt. Weil es WhatsApp den Nutzern überlässt, wem sie ihre Aktivität verraten, ist die Änderung unproblematisch. Trotzdem soll die Aktivierung mit dem nächsten Update freiwillig werden. So oder so darf man die neu gewonnenen Informationen nicht missbrauchen und sollte sie verantwortungsvoll nutzen. Ständig beim Empfänger nachfragen und ihn zu einer Antwort drängen ist tabu.
Diskutieren Sie mit Stören Sie die blauen Haken? Ihre Meinung unter www.migrosmagazin.ch/nerdswords
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Wanderausflug mit dem neuen 2er Active Tourer von BMW ins obere Gürbetal. Von links: Kayla, Sandra, Timon und Anysha Morgenthaler.
STECKBRIEF
CO₂-RICHTWERTE
BMW 218d Steptronic Active Tourer
BMW 218d Steptronic Active Tourer
Antrieb: R4-Turbodiesel, 1995 ccm, 150 PS, 330 Nm ab 1750/min, 8-StufenAutomat, Frontantrieb. Fahrleistungen: 0–100 km/h in 8,9 s, Spitze 210 km/h. Abmessungen: L/B/H 4,34 /1,80 /1,59 m, Laderaum 468 bis 1510 l, Gewicht 1485 kg. Verbrauch: 4,1 l/100 km = 109 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte), Energieeffizienz A. Preis: ab 44 290 Franken (Basis: 216d, 116 PS, ab 38 500 Franken).
Im Jahr 2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur 130 g/km CO2 ausstossen und 2021 nur 95 g/km. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung vom letzten ermittelten Wert (2013: 145 g/km) bis 2015 aus, bedeutet das für 2014 einen Richtwert von 137 g/km. Der Testwagen liegt mit 109 g/km schon tiefer. Weitere Infos zu unserem Bewertungssystem gibt es unter www.migrosmagazin.ch.
Sandra ist begeistert : Das Head-up-Display zeigt Fahrinfos an.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
Der aktive Familienfreund
Familie Morgenthaler hat dem neuen Kompaktvan von BMW, dem 2er Active Tourer, auf den Zahn gefühlt.
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r trägt seinen Namen eben nicht umsonst: Mit dem neuen 2er Active Tourer will BMW aktive Familien ansprechen. Aktiv wie die sportlichen Morgenthalers aus Heimberg BE: Hier im Berner Oberland sind die Alpen nah, und Timon (38) und Sandra (43) Morgenthaler gehen so oft wie möglich mit Kayla (5) und Anysha (3) wandern. «Unser Auto ist uns wichtig. Wir achten auf Optik, Platz und Verbrauch», leitet Sandra Morgenthaler das Urteil über den Kompaktvan ein, «und das Design gefällt uns schon mal gut.» Auch punkto Platz meistert der Bayer die Herausforderung gut. «Vorn ist er sehr komfortabel, und der Laderaum erweist sich als gross und schön variabel», beginnt Timon Morgenthaler sein Urteil: «Hinten sitzen Erwachsene gut. Mit zwei kleinen Kindern und Kindersitzen sowie Kinderwagen im Laderaum wird es aber eng.» Immerhin: 2015 folgt ja der längere Fünf- bis Siebensitzer Grand Tourer. Vorn ist Wohlfühlen angesagt. «Das Design ist schön und innen alles sehr luxuriös und hochwertig. Die Ablagen liegen richtig. Genial ist das ‹Head-upDisplay›, das Tempo und weitere Infos auf einer Plastikscheibe innen vor der
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Das Warten geht weiter
161 155 151 144 137
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Texte: Timothy Pfannkuchen Bilder: Mirko Ries
EXPERTE
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Frontscheibe spiegelt», lobt Sandra Morgenthaler. Die Familienfrau und Coiffeuse fügt an: «Dank Rückfahrkamera sowie Parksensoren ist auch Rangieren kein Problem.» Aber wie von einem BMW erwartet, schlägt die grosse Stunde des 2er Active Tourer beim Fahren – obwohl er als erster BMW nicht auf Heck-, sondern Frontantrieb (optional gibt es 4x4) setzt. «Ob sparsam oder komfortabel oder sportlich, das Fahren macht hier einfach Freude!», stellt Timon Morgenthaler fest. Weiter erläutert der Maschinenmonteur: «Die 150 Diesel-PS sind sehr flott, der Verbrauch auf den 850 Testkilometern mit im Schnitt fünfeinhalb Litern tief. Vor allem im ‹Sport>-Modus machen Kurven enorm Spass, dennoch ist im ‹Comfort>-Modus der Komfort super. Voll alltagstauglich!» Am Ende also ein begeistertes Fazit. Bleibt die grosse Frage: Könnten sich die Morgenthalers, sonst im Renault Mégane unterwegs, den Kauf des BMW vorstellen? «Leider nein. Dazu ist das an sich gute Platzangebot mit zwei Kindern doch zu knapp und der Preis zu hoch», resümiert Sandra Morgenthaler.
109/km
100 90 80 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Kurt Egli, Umweltberater
Die Differenz zwischen Werks- und Realverbrauch gibt immer wieder zu reden. Nicht erstaunlich, da kaum jemand so fährt, wie es der Verbrauchstest vorschreibt. Z. B. wird nur wenige Sekunden lang Autobahntempo gefahren; 17 Jahre nach Einführung ist das Prüfprozedere veraltet. Daher stieg die durchschnittliche Abweichung des Realverbrauchs über die Jahre von 5 auf heute 30 bis 40 Prozent. Bei den Verhandlungen für ein neues Verfahren liegt der Teufel im Detail . Die 2014 vorgesehene Einführung des neuen Verbrauchtests verzögert sich bis mindestens 2017.
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Gesucht werden ehemalige Schülerinnen und Schüler aus dem aargauischen Fahrwangen. Kennen Sie dieses Schulhaus von 1904? Ja, es steht in Fahrwangen und wird zurzeit saniert. Vom 29. bis 31.Mai 2015 steht es im Zentrum des Jugendfestes. Eine gute Gelegenheit, sich mit ehemaligen Schulkameraden und -kameradinnen zu treffen, ein Klassenoder Jahrgängertreffen zu organisieren. Auskunft erteilen: Steffi Wernli-Sandmeier Telefon: 056 667 14 83 E-Mail: stewesa@outlook.com Heinz Wirz Telefon: 056 667 12 06 E-Mail: heinz.wirz@bluewin.ch Unter www.jugendfest-fahrwangen.ch können Sie die Planung des Jugendfestes mitverfolgen.
Die Onlinesuche ist ganz einfach. Geben Sie Ihre Suchannonce ein unter: www.migrosmagazin.ch/ meldedich. Innerhalb weniger Tage wird jeder Eintrag im Internet veröffentlicht. Ein attraktives Bild und die Angabe der E-Mail-Adresse steigern die Erfolgschancen. Und wenn Sie etwas Glück haben, erscheint Ihre Annonce zusätzlich in der gedruckten Ausgabe des Migros-Magazins.
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GLÜCKSGRIFF
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
APPENZELLERLAND | 107
Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Appenzellerland Tourismus AI verlosen zwei Schneeschuhwander-Angebote für je zwei Personen mit drei Übernachtungen im Hotel Frohe Aussicht inkl. Frühstück, Viergangmenü am Abend und Zusatzleistungen wie geführten Schneeschuhtouren für Geniesser und Anfänger im Wert von insgesamt 3000 Franken. Die Reise findet vom 15. bis 18. Januar 2015 statt. An- und Abreise auf eigene Kosten. Wettbewerbsfrage: Wie viele markierte Schneeschuhrouten gibt es im Appenzellerland?
Schneeschuh-Mekka Appenzellerland: Insgesamt zwölf markierte Routen führen durch die Winterlandschaft.
Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.
Wandern im Winter
Das Migros-Magazin und Appenzellerland Tourismus AI verlosen zwei Schneeschuhwander-Angebote für Anfänger und Geniesser für zwei Personen mit drei Übernachtungen.
D
as Appenzellerland ist auch im Winter ein Wanderparadies und bietet aktive Erholung und Entschleunigung in vollkommener Ruhe. Die sanfte Hügellandschaft am Fuss des Alpsteins ist wie geschaffen für ausgedehnte Winterwanderungen und Schneeschuhtouren. Durch den Ausbau des Schneeschuhwandernetzes auf diese Wintersaison mausert sich das Appenzellerland zu einem echten Schneeschuh-Mekka. Zwölf markierte Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf insgesamt 74 Kilometern sorgen für Abwechslung. Sie bieten sowohl routinierten und konditionsstarken Schneeschuhwanderern als auch Gästen, die das erste Mal auf Schneeschuhen stehen, ein echtes Wintererlebnis.
Im Januar und Februar kommenden Jahres profitieren Schneeschuhwanderer in verschiedenen Hotels der Region zudem von attraktiven Pauschalen. Die Angebote beinhalten drei Übernachtungen mit Frühstück, Schneeschuhe und Stöcke für drei Tage, einen Fondue-Plausch und die Appenzeller Ferienkarte. Speziell für Geniesser und Anfänger finden im Januar und Februar zudem geführte Schneeschuhwanderungen in Gruppen statt, auf denen sie viele Hintergrundinfos erfahren. Die Teilnehmer erhalten Tipps rund um das Schneeschuhlaufen und unternehmen während vier Tagen drei Wanderungen durch die Appenzeller Winterlandschaft. Weitere Infos: www.appenzell.ch/spezialangebot
Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösung, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt. Online: Gratis auf www.migrosmagazin. ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Appenzellerland», Postfach, 8099 Zürich. Einsendeschluss: Sonntag, 23. November 2014 Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, welche nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN
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UNTERHALTUNG | 109
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Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.11.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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Auflösung Nr. 46: MARGARINE Gewinner Nr. 45: Rita Blaser, Fislisbach AG; Melanie Schumacher, Huttwil BE; Tobias Bucher, Ibach SZ; Monika Knechtle, Zürich; Anton Frei-Stutz, Zürich Gewinner «Zusatz» Nr. 45: Hedy Solinger, Pragg-Jenaz GR; Kurt Thoma, St. Gallen; Claire Knüsel-Käslin, Zug; Martina Fehlmann, Aarau; Anna Gutjahr, Lyss BE
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 111
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was hat sechs Beine und musiziert? P Single
L
Ameise
K ein Trio
So nehmen Sie teil
2. Wie lautet die chemische Formel für Eis? O H 2O
I
C 1H 1
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
B O3
3. Welche Burg liegt oberhalb von Stein am Rhein? C Hohenklingen
Z
Kyburg
S Baldern
4. Zu welchem Kontinentalverband der FIFA wird Israel gezählt? Z
CAF
K AFC
H UEFA
5. Auf wen geht die Erfindung der Margarine zurück? E
Churchill
B Napoleon III.
D Otto von Bismarck
Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.11.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
6. Zu welcher römischen Provinz gehörten die Tessiner Alpen und Norditalien? R Pannonien
I
Noricum
U Rätien
7. Was transportierte man einst in einem «Ward’schen Kasten»? C Pflanzen
A Kranke
I
Pakete
8. Was fälschte der Walliser Joseph-Samuel Farinet vor allem? A 100-Fr.-Noten
H 20-Rp.-Stücke
N Goldvreneli
Auflösung Nr. 46: HITZKOPF Gewinner Nr. 45: Marlise Koppejan, Russikon ZH; Gertrud Wälti, Oberdiessbach BE; Nina Hersche, Wil SG
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
3 5 2 1
R
4
GO I SERER MA J E S T I X PEDRE T T I PROSELYT REFERENT RE I TT I ER ROTSEHEN SPRUECHE TELETEXT UNS I TTEN
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.11.2014, 24 Uhr
1
2
3
4
5
Auflösung Nr. 46: NAEHE Gewinner Nr. 45: Jutta Burckhardt, Basel; Nelly Kammler, Albligen BE; Annemarie Häfliger, Geuensee LU
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
UNTERHALTUNG | 113
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BIMARU
BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü1 4 3 3 2 cken und Verbindungen mit mehr 1 3 2 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. www.raetsel.ch/bruecken
5 1 4 1 2 1
Auflösung Nr. 46:
3
8
4
7
2
1
2 1
2
1 1
3
1
1
5
1
3
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3
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2
1
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2 4 5 3
3 1
2 4 4 2
1
3 3
4
Auflösung Nr. 46: 3
2
5 3 6
3
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2
1
2 3 1 3 4
2 3 3 1
4 2 3 3 3
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3 2 5
3
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3
3
3
2 2
2 3 3 2
KINDEREGGE
WÜRFELMAGIE?
R ätsels pass AUF DIE PISTE, FERTIG, LOS!
Nina spielt gerne Würfelspiele. Darum hat sie die Sache einmal genauer unter die Lupe genommen und sich überlegt, welche Zahl als nächste auftauchen wird, wenn sie den Würfel dreht. Findest du heraus, welche es ist? Male die richtige Anzahl Punkte auf die leere Stelle des Würfels.
A
Findest du heraus, was die Symbole bedeuten? Setze die richtigen Buchstaben unten ein, und du errätst das Lösungswort!
2 H Ski abstellen verboten P Helikopter-Landeplatz N Vorsicht Kreuzung
4
5
7
8
E Anlauf nehmen zum Absprung A Schaukeln verboten K Sessellift für 2 Personen
Lösungswort:
1
2
3
4
O 1.-Hilfe-Posten T Apotheke G Rote Piste
9
R Pisten-Absperrung L Hindernisse auf der Piste S Vorsicht Skirennen 5
C
D
6
B Vorsicht Pistenfahrzeug K Unpräparierte Piste A Abschleppdienst
F Blumen pflücken verboten Z Pisten-Abzweigung W Vorsicht Schnee-/Eisglätte
O Fahrverbot B Vorsicht Nebel U Restaurant
6
7
8
9
M Slalom fahren D Vorsicht Engpass A Schneebar Lösung: SNOWBOARD
D Empfohlene Abfahrt S Wald- und Wildschutzzone L Vorsicht Jagdgebiet
3
Lösungen: Bei einem Würfel ergeben die gegenüberliegenden Zahlen immer genau 7. Das heisst, wenn die 1 vorne ist, befindet befindet sich die 6 auf der Rückseite. Bei 3 ist es die 4 und bei 2 die 5. So kannst du problemlos herausfinden, herausfinden, welche Zahl fehlt. A=6, B=5, C=3, D=1.
1
B
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 |
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UNTERHALTUNG | 115
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 5
6 3
7
3 1 7 5
9
6
8 7 4 1 1 8 5 2
7
9 8 6 1
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
3
4
So nehmen Sie teil
7 9
Auflösung Nr. 46: 376 3 8 7 5 1 2 6 4 9 Gewinner Nr. 45: 4 1 9 6 8 3 7 5 2 Rosmarie Lüthi, 5 6 2 9 4 7 3 1 8 6 9 3 1 2 4 8 7 5 St-Prex VD; 8 2 5 3 7 6 4 9 1 Sandra Araujo, 7 4 1 8 9 5 2 6 3 2 3 6 7 5 1 9 8 4 Winterthur ZH; 1 7 8 4 3 9 5 2 6 Jrma Waelti, 9 5 4 2 6 8 1 3 7 Teilnahmeschluss: Sonntag, 23.11.2014, 24 Uhr Wohlen AG; Marlis Fehr, Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Adlikon ZH; Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Alfred Nüesch, Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Heerbrugg SG Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild
Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Online: Reto Meisser, Reto Vogt
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi
Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz
Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72
Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,
Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann
Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: DZB Druckzentrum Bern AG
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. HANSI HINTERSEER – WEIHNACHTSSHOW 2014 Für die Weihnachtskonzerte hat der gebürtige Tiroler eine stimmungsvolle und persönlich geprägte Auswahl der schönsten Winter- und Weihnachtslieder zusammengestellt: Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit seinen beliebtesten Hits, den schönsten Weihnachtsklassikern, traditioneller Stubenmusik sowie mit Mundarttexten aus seiner Tiroler Heimat. Termin: 14. Dezember 2014, Kreuzlingen Preis: Fr. 40.– bis Fr. 76.80 statt Fr. 50.– bis Fr. 96.–, je nach Kategorie Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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ELIANE & BAND
«Lady Salsa» ist eine mitreissende Tanzshow direkt aus Havanna. Die Neuinszenierung ist ein Karibikcocktail aus temperamentvollen Rhythmen, mitreissenden Melodien und farbenfrohen Kostümen. Freuen Sie sich auf die besten Tänzerinnen und Tänzer Kubas und die zehnköpfige Band «Sonora La Calle».
Celtic Legends ist zurück und feiert während zwei Stunden den ungestümen (Step-)Tanz, die rasenden Melodien der Musik und die herzzerreissende Melancholie der Balladen. Begeben Sie sich auf eine Reise ins Herz von Irland und entdecken Sie die wilde Atmosphäre einer jahrhundertealten, faszinierenden Volkskultur.
Nach der erfolgreichen «Venus & Mars»Tour im Frühling geht Eliane im Dezember mit ihrer 6-köpfigen Band auf Weihnachts-Tournee. Bekannte Songs wie «Tik Tok», «Like The Water» oder «Together Forever» aber auch die eine oder andere weihnachtliche Überraschung erwarten Sie.
Termin: 3. bis 17. Dezember 2014, Zürich Preis: Fr. 59.25 bis Fr. 81.75 statt Fr. 79.– bis 109.–, je nach Kategorie Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
Termin: 3. bis 8. Februar 2015, diverse Orte Preis: Fr. 39.20 bis Fr. 63.20 statt Fr. 49.– bis Fr. 79.–, je nach Kategorie Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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Termin: 16. Dezember 2014, Luzern / 18. Dezember 2014, Bern / 19. Dezember 2014, Hochdorf Preis: Fr. 30.– bis Fr. 56.25 statt Fr. 40.– bis Fr. 75.–, je nach Kategorie Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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Anzahl Tickets zur Verfügung. Mehrfachbestellungen werden ohne Rücksprache storniert. Weitere Events zum Vorzugspreis: www.cumulus-ticketshop.ch
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MEINE WELT 118 |
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CURDIN PERL
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NR. 47, 17. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
«Das Sofa ist Streitpunkt in unserer Beziehung»
Weltklasse-Langläufer Curdin Perl liebt die Berge, das Engadin und seine Freundin Daria. Warum er im Wettkampf als einziger Schweizer eine blaue Mütze trägt, weshalb er sein Sofa verteidigt und wie der Bündner sein Joghurt isst.
Wo würden Sie sonst gerne leben?
Name: Curdin Perl (29) Sternzeichen: Skorpion Wohnort: Pontresina GR
Früher träumte ich davon, nach Kanada auszuwandern. Der Schweiz ganz den Rücken kehren möchte ich inzwischen nicht mehr. Aber eine Weile in der kanadischen Wildnis zu leben, würde mich nach wie vor reizen. Beruf und Lebenslauf:
Ich habe eine Lehre als Zimmermann absolviert, nach der Ausbildung jedoch nur kurz auf dem Beruf gearbeitet. Bereits mit 20 Jahren wurde ich Profisportler. Während der letzten sechs Jahre war ich vom Bund in einem Pensum von 50 Prozent als Zeitsoldat angestellt. Bei Spitzensportlern ist dieser Job sehr begehrt, weil er ein festes Einkommen garantiert und gleichzeitig genügend Zeit zum Trainieren bleibt. Es gibt insgesamt nur 18 solche Stellen für Sportler. Im vergangenen Jahr ist der Vertrag ausgelaufen, deshalb bin ich derzeit auf Sponsorensuche. Mein Potenzial:
MEIN LIEBLINGSPRODUKT
«Das Mokka-Joghurt von Migros. Da es schön stichfest ist, kann ich an ihm meinen Tick perfekt ausleben.»
2004 holte ich Silber an der Juniorenmeisterschaft, 2007 bei den U 23. Seither verfolgt mich das Pech. Ich hatte fast jedes Jahr mit einer Verletzung zu kämpfen. Auch waren die Trainingsresultate oft besser als diejenigen im Wettkampf. Mein Ziel:
Den ganz grossen Durchbruch im Langlauf doch noch zu schaffen. Mein Lebensmotto:
Nach Grossem streben, aber gleichzeitig zufrieden mit dem sein, was da ist. Was ich mag:
Gemeinsam mit Freunden in den Bergen unterwegs sein.
Was ich nicht mag:
Büroarbeit.
Meine Stärke:
Ich habe Biss. Eine Eigenschaft, die man als Langläufer zwingend braucht. Meine Schwäche:
Ich kann schlecht damit umgehen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle. Mein Tick:
Die Art und Weise, wie ich stichfeste Joghurts esse. Mein Ziel ist es stets, die eine Hälfte von oben nach unten abzustechen. Wenn ich das geschafft habe, kippe ich die zweite Hälfte auf einen Teller. Habe ich sauber gearbeitet, bleibt das Joghurt in der Regel in seiner Form. Mein Team:
2010 habe ich gemeinsam mit meiner Schwester Nadja das «Team Perl» gegründet. Es ist eine Art Fanclub, bei dem man mit einem Jahresbeitrag von 50 Franken dabei ist. Als Gegenleistung laden wir unter anderem einmal im Jahr zu einem gemütlichen Abend – mein Team hat inzwischen 300 Einzelmitglieder. Mein schlimmster Moment:
Als ich mich 2011 topfit fühlte und mir kurz vor der WM die Leiste brach. Mein bester Entscheid:
Die Handynummer meiner Freundin Daria (26) ausfindig zu machen. Ich lernte sie im Ausgang kennen und wusste bloss, dass sie in St. Moritz unterrichtet – zum Glück kenne ich den dortigen Schulleiter. Mein Tipp für Breitensportler:
Langläufer werden im Sommer gemacht. Mein Geheimtipp im Engadin:
Isola am Silsersee. Der Weiler ist nur zu Fuss oder auf dem Bike erreichbar. Dort ist das Engadin noch immer so, wie es einst war. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Samuel Trümpy
MEIN GRÖSSTER ERFOLG
«2011 war bisher meine beste Saison. An der Tour de Ski schaffte ich es überraschend auf den 4. Rang. Ich hoffe, dass ich 2015 wieder unter die Top 10 laufe.»
Bild: Keystone
Wieso leben Sie in Pontresina?
Ich bin hier aufgewachsen und verwurzelt. Da ich beruflich viel unterwegs bin, ist es mir besonders wichtig, nach Hause kommen zu können: Hier fühle ich mich wohl, kann mich zurückziehen und neue Energie tanken.
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MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 17. NOVEMBER 2014
CURDIN PERL | 119
MEIN AUSGLEICH
«Ich bin ein Naturmensch und passionierter Bergsteiger. Mein Lieblingsberg ist der Piz Bernina, der Hausberg von Pontresina.»
MEIN TRAINING
«Ich trainiere um die 25 Stunden pro Woche, ausserhalb der Wintersaison vor allem auf den Rollski. Auf der Berninapass strasse darf ich inzwischen leider nicht mehr rollen, weil sie zu einer National strasse geworden ist.»
MEINE WELLNESS
«Am besten entspannen kann ich mich im Coiffeursalon meiner Schwester Ladina (26) – in ihren Händen und ihren Massagestühlen.»
MEINE SKI
«Wachsen ist nicht mein Ding. Im Wett kampf übernimmt das Präparieren zum Glück ein Service mann. Er stellt mir jeweils 6 verschie dene bereit, mein ganzes Sortiment be steht aus 24 Paaren.»
MEINE MÜTZE
«Ich bin der Einzi ge im Schweizer Team, der mit einer blauen Mütze unterwegs ist. Ich trage sie, damit mich meine Mutter im Pulk erkennen kann.»
MEIN STOLZ
«Meine wichtigsten Medaillen bewahre ich in einer Karton schachtel auf. Am liebsten ist mir die Silbermedaille an der Juniorenmeister schaft 2004. Damals entschloss ich mich, auf eine Profikarriere zu setzen.»
UNSER SOFA
«Daria und ich leben seit einem Jahr zusammen. Das Sofa ist Streit punkt in unserer Beziehung. Es ist 25 Jahre alt und stand früher bei meinen Eltern – für mich ist es ein Stück Heimat, für Daria allmählich reif fürs Brockenhaus.»
Jedes Stüecinke Versuchung.
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–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: Butter für die Förmchen, 3 Eier, 100 g Butter, 50 g Marzipan zum Backen, 80 g Puderzucker, 1 Beutel Vanillezucker, 1 Prise Salz, 200 g gemahlene Mandeln, 2 EL Mehl, 4 Clementinen, 6 EL Quittensirup, 4 Zweige Pfefferminze Zubereitung: Backofen auf 190 °C vorheizen. Förmchen ausbuttern. Eier trennen. Butter schmelzen. Eigelbe, Marzipan, Puderzucker und Vanillezucker cremig rühren. Butter dazugiessen. Eiweiss mit Salz steif schlagen. Eiweiss, Mandeln und Mehl abwechselnd unter die Masse rühren. Masse in die Förmchen füllen. In der Ofenmitte ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen, stürzen. Clementinenschnitze mit Sirup mischen. Küchlein mit Clementinen und Pfefferminzblättchen anrichten. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 15 Minuten backen