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Migros Magazin 47 2011 d AA

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Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

NR. 47 | 21. NOVEMBER 2011 www.migrosmagazin.ch

GETEILTES VALZEINA I 10

Asylheim spaltet Dorf YVES BÉHAR I 22

Erfolgreicher Öko-Designer GIOVANNI TESTA I 30

Kampf gegen Kinderkrebs BASLER PROJEKT AMIE I 82

Lehrstellen für junge Mütter Bild: Marcus Höhn

DIE EISPRINZESSIN I 102

So lebt Denise Biellmann

Sarahs Welt

In ihrem neuen Buch schreibt die deutsche Starautorin Sarah Kuttner über die Schwierigkeit, erwachsen zu werden. Und damit letztlich über sich selbst. I 24

Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01 E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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diese woche 4 |

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inhalt

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NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 | Migros-Magazin |

editorial Hans Schneeberger, Chefredaktor

Überwältigendes Interesse Sie heissen Andrea oder Elin, Marco oder Naya. Sie sind zwischen drei und elf Jahre alt, sie stammen aus allen Teilen der Schweiz, und sie möchten nur eines: im Migros-Magazin das Advents-Engeli spielen. Es ist unglaublich! An die 10 000 Mütter oder Väter haben sich im Namen ihrer Kinder für das Advents-Shooting beworben. Aus dem Tessin machten 766 Mädchen und Jungen mit, aus der Romandie 1500. haben acht ZwillingsFast 10 000 Mütter paare,Wir zweimal Drillinge und oder Väter haben einmal gar Fünflinge notiert. sich auf den Aufruf Wir zählten Kinder aus nicht als 48 Ländern: von gemeldet. weniger China bis Indien, von Grönland bis Südafrika. Klar, dass der Ansturm meine Kollegin Jacqueline Jane Can und ihr Team kurzzeitig in arge Nöte brachte. Ganz zu schweigen von unseren Servern, die Gigabite an Fotodaten verkraften mussten. Die Auswahl fiel der Redaktion nicht leicht. So viele herzige Kinder auf einmal sieht man nicht alle Tage. Die ersten Bilder finden Sie nächste Woche im Migros-Magazin. Ich hoffe, Sie freuen sich mit uns, auch wenn es Ihr Kind nicht unter die letzten 24 geschafft hat. Und haben Sie bitte Verständnis, wenn wir keine Einzelkorrespondenz über den Wettbewerb führen können.

hans.schneeberger@migrosmagazin.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

102 | MEINE WELT Weltmeisterin Denise Biellmann ist zurück in der Eislaufgala «Holiday on Ice». Neben dem Eis liebt die Zürcherin Heidi-Milch und Spaziergänge im Wald.

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Das Engagement dieser Zeitung ermöglicht dieses Inserat.

Mit der

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beleuchtung dieses Jahr ein klein bisschen

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diese woche

Migros-Magazin | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

inhalt | 5

30 | IM KAMPF GEGEN KREBS

Das Migros-Magazin hilft mit Silvan liegt mit Nierentumor im Zürcher Kinderspital. Damit er und andere Kinder wieder gesund werden, braucht es effiziente Krebsforschung.

Migros Woche 6 | Aktuelles

10 | Reportage Ein Asylheim in einem abgelegenen Bergdorf? Da scheiden sich die Geister. Besuch im bündnerischen Valzeina. 19 | Auf ein Wort 21 | Kolumne: Der Hausmann. 22 | Porträt Weltweit ein Star, in der Heimat fast unbekannt: Yves Béhar sind in San Francisco grosse Würfe gelungen. 24 | Interview Autorin Sarah Kuttner über ihr neues Buch und ihre Lust am Stricken.

aktuell

30 | Gegen Krebs Seit seiner Krebserkrankung engagiert sich Migros-Anwalt Giovanni Testa für die Kinderkrebsforschung. Da besteht viel Handlungsbedarf.

saisonküche

40 | Frölein Da Capo Musikerin Irene Brügger isst am liebsten mit ihrer Vier-Generationen-Familie. 44 | Eiweiss Wie wichtig Proteine für unseren Körper sind und wo sie drinstecken.

schaufenster

46 | Advent im Kerzenschein 61 | Hackfleischbällchen vom Feinsten 63 | Kleine Kaffeemaschine kommt gross raus 65 | Herzhaftes für den kleinen Hunger 66 | Löwenmähne leicht gemacht 67 | Must-haves für die Piste

ihre region

69 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

leben

75 | Mix 82 | Familie Ein Basler Projekt hilft jungen Müttern, eine Lehrstelle zu finden. 90 | Auto Die Zukunft hat begonnen: M-way bietet neu den Chevrolet Volt an. Das Auto hat eine Reichweite von 500 Kilometern.

Meine Welt

102 | Denise Biellmann

rubriken

9 | Forum: Leserbriefe 93 | Glücksgriff 95 | Rätsel 99 | Impressum 100 | Cumulus

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Menschen

34 | Der Umwelt zuliebe Die Migros spart bei den Verpackungen. Zum Beispiel in der Grossbäckerei Jowa. 36 | Mundartsänger Im Februar steht der Liebling der Kinder, Andrew Bond, wieder auf der Bühne. 39 | News

40 | SAISoNKüCHE Frölein Da Capo alias Irene Brügger kreuzt für einmal die Klingen über ihrem Rehschnitzel statt in der Late-Night-Show «Giacobbo/Müller».

Bestellungen: online unter www.saison.ch/de/jahresabo oder per Telefon 0848 877 833


MIGROS-WOCHE AKTUELLES 6 |

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NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 | MIGROS-MAGAZIN |

REGION AARE

Bio-Knolle aus der Region Aus Kartoffeln lassen sich vielfältige Gerichte zaubern. Besonders in den kalten Jahreszeiten wächst die Lust auf Gschwellti zum Raclette oder einfach so — mit Butter und Käse. Mit ihren etwa 70 Kalorienpro100GrammeignensichKartoffeln hervorragend für die leichte Küche. Fest- und mehligkochende Kartoffelsorten gibt es in der Migros Aare auch in beliebter Bioqualität aus nachhaltiger regionaler Landwirtschaft. So wird mit dem Genuss der feinen Kartoffelgerichte gleichzeitig ein schonender Umgang mit der Natur gefördert. Bio-Kartoffeln sind jetzt in der Frischeabteilung der Migros Aare erhältlich.

Die Hotel-WG gewinnt

Nach einem spannenden Wettkampf gewinnt die Gruppe «Hotel Atlantis» den Titel «M-Budget WG 2011». Die neun jungen Leute können nun ein Jahr lang gratis wohnen.

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iese Wohngemeinschaft rockt, denn die neun Studentinnen und Studenten sind in Zimmern des früheren Luxushotels Atlantis einquartiert, wo seinerzeit Stars wie die Rolling Stones abgestiegen sind. Die ehemalige Topadresse am Zürcher Üetliberg ist heute eine Unterkunft für junge Leute mit schmalem Budget. Da passt es,dass die Wohngemeinschaft «Hotel Atlantis» den Titel «M-Budget WG 2011» gewonnen hat. Die neun Twens können nun ein Jahr lang auf Kosten der Migros wohnen, und sie werden gratis mit M-Budget-Produkten versorgt.Zuvor muss-

te sich die «Atlantis»Gruppe gegen diverse andere WGs durchsetzen und viele knifflige Aufgaben bewältigen. «Einmal wurden wir im Südtirol ausgesetzt», erzählt WGSprecherin Stefanie Wirth, eine 23-jährige Jus-Studentin. «Ohne Geld und Handys mussten wir den Heimweg bewältigen. Als neunköpfige Gruppe hat man es beim Autostoppen nicht leicht.» Doch dem Charme der «Atlantis»-Leute konnten die italienischen Automobilisten nicht widerstehen. Text: Michael West

Alle Infos: www.migros.ch/ m-budget-wg

NEWS Migros-Magazin neu auf Facebook

FRISCH IN DER MIGROS

Brot der Wüste Geniessen Sie jetzt die frischen Datteln in der Migros. Schon beim Hineinbeissen merkt man: Die Palmenfrüchte sind frisch viel saftiger und weniger süss als die getrockneten. Datteln sind vielseitig verwendbar, in einigen Wüstenländern werden sie so häufig gegessen wie bei uns Brot.

Das Migros-Magazin ist ab sofort auf Facebook präsent. Klicken Sie «Gefällt mir», um mit uns in Verbindung zu treten und über eine Auswahl der neusten Artikel zu diskutieren. Ebenso ist das Migros-Magazin nun auf der Plattform Twitter aktiv. Nutzen Sie die Möglichkeit, über diese sozialen Netzwerke mit uns zu kommunizieren, bringen Sie Ihre Meinung und Ihre Ideen ein. www.facebook.com/migrosmagazin www.twitter.com/migrosmagazin

Talent des Monats: Schauspieler Simon Käser.


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MIGROS-WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 47, 21. November 2011 |

AKTUELLES | 7

Glanzvoller Moment: Migros-Mann Martin Haslinger beglückwünscht WG-Sprecherin Stefanie Wirth.

bilder Keystone, vera markus

Talente kennenlernen

Das migros-Kulturprozent unterstützt den Schweizer Künstlernachwuchs. Neu stellt es auf einer online-Plattform Talente vor. Kulturveranstalter und Künstleragenturen können dort den Nachwuchs der Sparten musik, Theater, Tanz, Kleinkunst, Neue medien und Film entdecken und direkt kontaktieren. Jeden monat wird ein «Talent des monats» präsentiert – so etwa der Schauspieler Simon Käser (bekannt aus dem 3-D-Horrorfilm «one Way Trip»). www.migros-kulturprozent.ch/ talente

Mit der Migros Monopoly spielen

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ie Migros lanciert ihre eigene Variante des Klassikers Monopoly: In der neuen Edition des legendären Brettspiels geht es darum, möglichst viele Supermärkte und Einkaufscenter zu eröffnen. Erfolgreiche Spielerinnen und Spieler können sogar die Migros Bank oder den OnlineSupermarkt LeShop.ch übernehmen. Das Migros-Monopoly geht auf eine letztjährige Kampagne der Online-Plattform Migipedia zurück. Nut-

zer der Plattform konnten Vorschläge für neue Produkte einbringen. Eine der Ideen, die realisiert wurden, ist das witzige Brettspiel. Auch Vanilla Coke und die holländische Spezialität Hagelslag wurden aufgrund der Kampagne ins Migros-Sortiment aufgenommen.Das Brettspiel kostet in der Migros 49.80 Franken. Vom 22. bis 28. November gibts das Spiel für nur 29.80 Franken. Mehr zum Brettspiel unter www.migros.ch/monopoly

Ab sofort erhältlich: Die Migros-Variante des Brettspielklassikers Monopoly.


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FORUM

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

leserbriefe | 9

MM 46: «Weniger Sorgen mit dem Sorgerecht», Porträt über getrennte Eltern.

Viel Schmerz und Leid ■ Ich bin so froh, dass ich nicht erleben muss, wie sich meine Eltern trennen. Man kann doch nicht wirklich denken, dass ein geteiltes Sorgerecht wahnsinnig viel bringt. Das Kind leidet trotzdem! Wenn die Eltern ihr Kind so sehr lieben, dass sie sich den Namen auf den Arm tätowieren, warum können sie dann nicht ein bisschen versuchen, ihre Beziehung zu retten? Ist den Eltern das Wohlergehen ihrer Kinder wirklich wichtig, oder sind sie einfach egoistisch? So kommt es bei mir auf jeden Fall an. Ich kann von meinen Eltern viel lernen, was mir später in meiner Ehe behilflich sein kann. Ein Kind braucht eine Mutter und einen Vater, die zusammenleben und dem Kind etwas fürs spätere Leben mitgeben können.

Damaris Habegger (16), 3303 Jegenstorf

■ Unser Schwiegersohn hat bei der Scheidung gesagt: Eure Tochter kann die drei Kinder haben, ich will sie nicht. Wenn sie die Kinder nicht will oder diese ihr zu viel Arbeit machen, dann soll sie diese hergeben. Grausame, gefühllose Väter. I.L.* ■ Niemand trennt sich wohl leichtfertig, und es gibt bestimmt Situationen, wo eine Trennung oder Scheidung un-

MM 46: «Kinder sind nicht der Besitz der Eltern», Interview mit Ulrich Lips, Chef der Zürcher Kinderschutzgruppe.

Kinder sind auch nicht Besitz der Götter in Weiss ■ Kinder sind nicht der Besitz der Eltern! Nein — sie sind der Besitz unserer «Heiligen in Weiss», die sich anmassen zu werten, was richtig und falsch ist. Wie kann es sein, dass unsere Familie, die einen Weg ohne Antibiotika oder Chemotherapie gehen möchte, verurteilt wird? Wer ist denn hier krank?

Silvia Emmenegger 8847 Egg

ausweichlich ist. Trotzdem finde ich, dass heute viel zu schnell aufgegeben wird. Manche Ehen liessen sich retten mit gutem (Durchhalte-)Willen, wenn es mal nicht so gut läuft, mehr Toleranz, gegenseitiger Achtung und Vergebung. Man hat sich doch geliebt und Ja zueinander gesagt. Der Satz «darum prüfe, wer sich ewig bindet» wäre aktueller denn je. Jede Krise ist auch eine Chance. Das weiss ich aus bald 30-jähriger Ehe, und wir hatten einiges durchzustehen. Wie viel Schmerz, Leid und Kosten liessen sich vermeiden. Es lohnt sich zu kämpfen! Vor allem wenn noch Kinder da sind. Doch das scheint heute oft zu anstrengend, und man wählt den vermeintlich «einfacheren» Weg.

S.M.*

■ Ich bin seit August alleinerziehende Mutter. Wobei, das war ich schon vorher. Ich hatte keine Unterstützung. Er hat sich nicht dafür interessiert, was die Kinder in Schule und Kindergarten machen. Er kannte weder die Schulkollegen noch die Lehrer. Elternabend? Für was? Ist doch reine Zeitverschwendung! Wenn ich den Kindern Fernsehverbot erteilte, wer jammerte darüber? Genau, der Papi. Am Wochenende mit den Kindern zusammen etwas unter-

■ Es ist ja allgemein bekannt, dass mehrere tausend Personen pro Jahr wegen der Medikamente sterben müssen. Und, so frage ich den Herrn Doktor, warum sterben denn immer noch Menschen, die im Spital mit Medikamenten gegen die Krankheit behandelt werden? So wie Herr Lips argumentiert, müsste er mit seiner Chemie offensichtlich jeden Kranken heilen können. Erfreulich ist der Trend, dass es immer mehr Eltern gibt, die den Göttern in Weiss nicht vorbehaltlos vertrauen. Mir fällt ein sehr gutes chinesisches Sprichwort ein: «Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten,

nehmen? Für was? Das kann Mami machen. Lieber mit seinen Kumpels auf Beizentour gehen. Meine ältere Tochter (7) sagte mir, entweder sie ziehe aus oder der Papi. Inzwischen bin ich mit den Kindern in einen anderen Kanton gezogen. Ich werde das alleinige Sorgerecht bekommen. Und ich bin froh darüber. U.P.*

Christina hat mit ihrem Ex-Partner das gemeinsame Sorgerecht für Tochter Livia. Die Kleine ist aber meist bei der Mutter.

*Alle Namen der Redaktion bekannt

aber kein Wissenschafter, und von mir aus auch Arzt, kann einen herstellen.» Und noch eine letzte Frage: «Wer sollte hier einen Eignungstest machen?»

Ruth Brunschwiler, per Mail

«Wie kann es sein, dass unsere Familie, die einen Weg ohne Chemotherapie gehen möchte, verurteilt wird?» Silvia Emmenegger, 8847 Egg

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


MENSCHEN 10 |

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REPORTAGE

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Nr. 47, 21. November 2011 | MIGROS-MAGAZIN |

«Wie kommen wir nur damit z schlag?»

Ein Heim für abgewiesene Asylbewerber spaltet das abgelegene Bündner Dorf Valzeina. Die einen fühlen sich von den Fremden bedroht, die anderen helfen. Daniela Stirnimann-Gemsch, eine der Helferinnen, erhält jetzt den Paul-Grüninger-Preis für gelebte Menschlichkeit.

H

och über dem Prättigauer Ort Grüsch, abgeschieden von der Welt,throntdas140-Seelen-Dorf Valzeina. Ein einspuriges, kurvenreiches Strässchen führt hinauf. Im Sommer herrscht Steinschlaggefahr, im Winter bedrohen Eis und Schnee die Zufahrt. In Valzeina gibt es keine Bar, kein Kino, kein Restaurant. Dafür eine Kirche, ein Schulhaus, eine Post und seit Ende 2007 ein Heim für abgewiesene Asylbewerber. Im ehemaligen Ferienheim Flüeli leben Menschen, die laut Gesetz das Land verlassen müssen. Sie haben ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen und einen negativen Bescheid erhalten.Im Postauto sitzen neben Valzeiner Schulkindern und Bauern dunkelhäutige Männer. Mit dem Asylheim ist die Welt auf dem Prättigauer Berg angekommen.

Die einzigen Nachbarn der Tanners sind Asylsuchende Bäuerin Emmi Tanner (48) steht auf ihrem Balkon und blickt Richtung Asylheim Flüeli mit den roten Fensterläden. Weit und breit ist das Flüeli das einzige Nachbarhaus. Sie fühlt sich von ihren Nachbarn beobachtet. «Ich habe Angst», sagt sie und weint. Auf 1261 Meter über Meer leben Emmi und ihr Mann Gion Tanner (48) allein mit derzeit 18 Asylsuchenden. Die Tanners fühlen sich als grosse Verlierer der Asylstrategie ihres Heimatkantons. «Die haben mit dem

Asylheim unser Paradies zerstört», sagt Gion Tanner. «Aber das dürfte ich ja nicht einmal sagen. Sonst sagen sie wieder, wir seien engstirnig und unsolidarisch.» Letztes Jahr hatte Gion Tanner einen Herzinfarkt. «Der Arzt sagt, es sei der Stress.» Als der Kanton Graubünden 2006 das ehemalige Ferienheim Flüeli kaufte und es zum Asyl-Ausreisezentrum machte, gründeten die Dorfbewohner den Verein Miteinander Valzeina (VMV). Das Ehepaar Tanner war dabei. Ziel des Vereins: der Bevölkerung im Umgang mit den Asylsuchenden zu helfen. «Wie kommen wir damit nur z schlag?,fragten wir uns alle im Dorf», sagt Emmi Tanner. Die Unsicherheit gegenüber den Fremden liess die Valzeiner zusammenrücken. Heute sind Gion und Emmi Tanner mit dem Verein zerstritten, sie haben ihm und Vereinsvorstand Guido Stirnimann (53) den Rücken gekehrt. «Sie kümmern sich nur noch um die Asylanten. Unsere Probleme nimmt niemand ernst»,sagt Gion Tanner.«Einige Asylanten sind anständige Leute», sagt Emmi Tanner. «Aber wir bekommen hier oben auch die Sachen mit,die sonst niemand sieht.» Die Tochter der Tanners ist vor über einem Jahr vom elterlichen Hof weggezogen.Die 29-Jährige traute sich nachts nicht mehr allein aus dem Haus.Es sind Kleinigkeiten,die den Tanners den Alltag erschweren. «Die Menschen im Flüeli haben keine Perspektive, sie be-


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mEnschEn

Migros-Magazin | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

reportage | 11

Andreas und Ursula Hartmann mit Tochter Aninja: «Die Asylbewerber haben unseren Kindern den Horizont erweitert. Durch sie hinterfragt Aninja unser Leben.»

Das Flüeli in Valzeina: Hier leben derzeit 18 abgewiesene Asylbewerber. Der Umgang mit ihnen ist für die Dorfbewohner nicht einfach.

Emmi und Gion Tanner: «Seitdem das Flüeli ein Heim für abgewiesene Asylbewerber ist, fühlen wir uns nicht mehr sicher.»

Mona El Baradie: «Wir dürfen den abgewiesenen Asylbewerbern nicht zu viele Hoffnungen machen. Wenn wir zu sehr das Miteinander fördern, führt das zu nichts.»

Nothilfe für abgewiesene Asylbewerber

Guido Stirnimann: «Ich kann meine Augen vor dieser Ungerechtigkeit nicht verschliessen. Die Menschen im Flüeli werden krank gemacht.»

Seit Dezember 2007 leben im ehemaligen Evangelischen Ferienheim Flüeli oberhalb von Valzeina GR abgewiesene Asylsuchende. Der Standort, so abgelegen wie möglich, ist bewusst gewählt: Eine Integration der ausreisepflichtigen Flüchtlinge ist nicht erwünscht. Die Strategie, die Leute weit weg von Ballungszentren unterzubringen, ist umstritten. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International prangern diese Praxis als krank machend und unmenschlich an. In der Verfassung ist die Nothilfe als Überbrückungshilfe verankert. Menschen mit einem abgewiesenen Asylstatus erhalten die sogenannte Nothilfe, die aus einer Unterkunft, Lebensmitteln und medizinischer Notfallversorgung besteht. Geld wird keines verteilt.

Monica und Andrea Lietha: «Wir müssen menschlich sein. Wir sind Mitglieder im Verein Miteinander Valzeina, damit sich die Menschen, die so schon keine Perspektive mehr haben, nicht so alleine vorkommen. Wir schauen nicht weg.»


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reportage

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trinken sich und bekommen irgendwann einen leeren, angstmachenden Blick», sagt Emmi Tanner, und ihr Mann doppelt nach: «Und dann lassen sie sich noch von Taxis hierherfahren. Woher, wenn nicht aus kriminellen Machenschaften, haben Nothilfebezüger das Geld dafür?» Das Postauto von Valzeina nach Landquart und zurück kostet 15.20 Franken. Zu viel für die Flüelibewohner. So springen die Valzeiner als Chauffeure ein. Irgendwann hätten sie die Dorfbewohner regelrecht auf der Strasse angehalten, verlangt, einsteigen zu dürfen, berichten die Einheimischen. In der sogenannten Nothilfe ist kein Geld für den öffentlichen Verkehr eingerechnet. Die Asylsuchenden erhalten ein Dach über dem Kopf und zwei Mal pro Woche eine Ration Lebensmittel.Das hat das Schweizer Stimmvolk 2006 in einer Abstimmung über die Änderung des Asylgesetzesentschieden.Mit68Prozent Ja-Stimmen. Auch die Valzeiner stimmten damals mit 34 zu 13 Stimmen dafür.

Die Fronten zwischen Behörden und Verein sind hart wie Bündner Granit.

Damit etwas Schlimnes geschehe, reiche ein Einziger, der Böses wolle, sagt Gion Tanner.Und es gab Vorfälle,die seine Angst bestätigten: Im Asyl-Durchgangszentrum in Landquart kam es 2010 zu einer Messerstecherei. Und just derjenige, der da gewalttätig geworden sei, habe einmal im Flüeli gelebt. «Dem habe ich schon damals nicht über den Weg getraut», sagt der Bauer. Einmal ist ein Mann ausgerastet und hat randaliert. «Und einer tanzte nackt im Garten. Der hatte sicher Drogen genommen», sagt Emmi Tanner. Bis die Polizei auf dem Berg ist, vergehen rund 30 Minuten. «Es dauerte auch schon eine Stunde», betont Gion Tanner. Sicherheit fühle sich anders an. Bisher gab es in Valzeina zwar keinen Einbruch oder Angriff. Die Tanners schliessen ihre Haustüre seit Ende 2007 aber trotzdem ab. Letztes Jahr lebten Kinder im Flüeli. «Ich gab ihnen gern eine Glace oder liess sie im Garten helfen», sagt Emmi Tanner. Doch die täglichen Besuche wurden ihr

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zu viel. «So etwas zerreisst einem fast das Herz», sagt sie, und eine Träne läuft über ihre Wange. Sie sei ja selbst Mutter. «Die Asylsuchenden werden hier oben psychisch krank und fangen an durchzudrehen», sagt Emmi Tanner. «Und wir werden krank vor Angst. Eigentlich ist das Flüeli nur als letzte Station vor der Ausreise oder Ausschaffung gedacht.Trotzdem leben vier Männer aus dem Iran und Algerien seit rund vier Jahren hier. «Das darf nicht sein.» Dieser Meinung sind auch die Mitglieder von VMV.

Der Verein erhält einen preis für gelebte menschlichkeit Der VMV will ein menschliches Miteinander fördern. Treibende Kraft dabei ist Schafzüchter Guido Stirnimann. Ein Mann, der von sich selbst sagt, er könne schlecht Nein sagen. Guido Stirnimann und seine Frau Daniela (55) wurden vor ein paar Tagen in ihrer Arbeit bestätigt. Daniela Stirni-

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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

Menschen

mann-Gemsch hat am 11. November im Namen des Vereins Miteinander Valzeina den mit 50 000 Franken dotierten Paul-Grüninger-Preis erhalten. Die Auszeichung wird an Menschen verliehen, die sich durch besondere Menschlichkeit ausgezeichnet haben. «Dieser Preis bedeutet uns sehr viel und zeigt, dass wir weitermachen sollen. Egal, was ist», sagt Guido Stirnimann. Er sitzt im Büro seines Bauernhauses. Hier dreht sich alles ums Flüeli und wie man seinen Bewohnern helfen kann.«Zu Beginn versuchten wir,die Eröffnung des Heims zu verhindern», sagt er. Heute geht es ihm ums Hinschauen,Helfen und Dasein für Menschen, die eigentlich gar nicht hier sein sollten. Er organisiert Kaffeetreffs, Film- und Suppenabende, bei denen die alteingesessenen Valzeiner und die Menschen aus dem Flüeli einander näherkommen sollen. Er sorgt sich um Rechtsberatungen und hat ein offenes Ohr für die Asylsuchenden.Daneben hat Bauer Stirnimann nicht mehr viel Zeit für sich selbst. «Ja, manchmal wird

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Andrea Lietha hat sich lange Zeit dafür stark gemacht, dass die Frauen im Flüeli eine eigene Toilette erhalten. Seit Kurzem gibt es im Asylheim ein Frauen-WC.

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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

es mir schon zu viel», sagt er. Politisiert haben ihn die Menschen im Flüeli. «Solange die Asylproblematik weit weg ist, kannst du wegschauen. Bei mir spazieren die Asylsuchenden aber an der Haustür vorbei. Davor kann ich die Augen nicht verschliessen.» Guido Stirnimann sei zu gutgläubig, kritisieren ausgetretene Vereinsmitglieder. Mittlerweile müsse seine Frau Daniela, die in Zürich in mehreren Kinderhorten arbeitet,einen Tag pro Woche mehr ins Unterland fahren. Sonst würden sie finanziell nicht durchkommen. Die Stirnimanns haben schon mehrere Asylsuchende aus der eigenen Tasche unterstützt. Ein Wiedererwägungsgesuch, das sie für einen ihrer Schützlinge eingereicht haben,hat laut Guido Stirnimann 6000 Franken gekostet. Die eine Hälfte wurde mit Spenden bezahlt, die andere zahlten Stirnimanns. Wie Menschenrechts- und Asylorganisationen wie Amnesty International spricht auch Stirnimann von unzureichender Ernährung, Isolation und Perspektivlosigkeit. Die Vereinsmitglieder informierten in den Strassen Churs die Passanten über die Situation in Valzeina und skandierten: «30 Monate Dauerprovisorium sind zu viel.» Der Verein richtet happige Vorwürfe an die Behörden. Die Nothilfe ist in seinen Augen verfassungswidrig.BDP-Regierungsrätin Barbara Janom Steiner bezeichnet den Vorwurf als ungerechtfertigt und unsachlich (siehe Interview auf Seite 17). Aber Stirnimann weiss: «Mit der aktuellen politischen Konstellation in Graubünden haben wir wenig Chancen.» Von den 120 Mitgliedern des Grossen Rats gehören 13 der SP, 32 der CVP, 40 der FDP und 27 der BDP an. Die bürgerliche Mehrheit im Bergkanton ist deutlich. Einen politischen Hoffnungsschimmer hat er: «Seit Simonetta Sommaruga auf Bundesebene das Jusitzdepartement übernommen hat,habe ich etwas Zuversicht, dass für die LangzeitNothilfebezüger eine Lösung gesucht wird.» Barbara Janom Steiner wirft Stirnimann und dem Verein illegales Verhalten vor. Denn einmal im Monat erhalten die Flüelibewohner aus der Vereinskasse 20 Franken, zwischendurch ein Billett für den Zug.

ex-Banker andrea Lietha nahm eine Familie bei sich auf Andrea Lietha (67) steht vor dem Schulhaus im Dorfkern Valzeinas. Es ist Mittwochnachmittag, Kaffeetreffzeit des VMV. Obwohl der pensionierte Banker nicht auf dem Berg, sondern in Grüsch

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Mona El Baradie weiss, was es heisst, auf der Flucht zu sein. Sie floh mit ihrer Familie nach dem Sechs-Tage-Krieg Ende der 60er-Jahre in die Schweiz.

Im Postauto sitzen Bauern neben dunkelhäutigen Männern.

wohnt,sinderundseineFrauMonica(65) mit Herzblut Mitglied im VMV. «Wir fahren nach Valzeina,damit sich die Leute da oben nicht so allein fühlen», sagt MonicaLietha.VorzweiJahrenwuchsihr undihremManneinesyrischeFamiliebesonders ans Herz. Muhamina, eine Frau mit vier Kindern, wohnte im Heim, während ihr Mann in Ausschaffungshaft in Chursass.AndreaLiethaorganisiertemit dem Verein, dass die Kinder in den KindergartennachGrüschkonnten,undfuhr sie einmal pro Woche nach Chur. Als im Winter die Strasse ins Flüeli unbefahrbar war, schliefen alle im alten Patrizierhaus derLiethas.«DahabenwireinMatratzenlager aufgebaut, das war sehr schön.» Im Juli 2010 war die Familie plötzlich weg,

zwangsausgeschafft nach Damaskus.Die Umstände dieser Ausschaffung beschäftigten Guido Stirnimann und Andrea Lietha sehr. In einem offenen Brief berichteten Augenzeugen von übertriebener Grobheit während der Aktion. Die Wogen gingen hoch,so hoch,dass Regierungsrätin Barbara Janom Steiner eine unabhängige Untersuchung der Geschehnisse anordnete. Diese kam zum Schluss,dass alles rechtens verlaufen sei. Ein herber Rückschlag für den VMV. Die Fronten zwischen Regierung und Verein sind seither hart wie Bündner Granit. Andrea Lietha hat heute noch sporadisch Kontakt zu Muhamina. Er schickt ihr manchmal Geld. «Ihr und den Kindern hilft es sehr, und mir tun die


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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |

sich. «Man macht den Leuten aber unnötig Hoffnung, wenn man sie zu sehr unterstützt», ist sie überzeugt. Mona El Baradie weiss,wie es sich anfühlt,auf der Flucht zu sein.Ihre Familie floh nach dem Sechstagekrieg Ende der 60er-Jahre aus Ägypten in die Schweiz. Anfang des Jahres meldete die Kantonspolizei einen Kokainfund. El Baradie wird nachdenklich. «Wenn ich hier oben nichts zu tun und wie die Asylsuchenden nichts zu verlieren hätte, würde ich durchdrehen und vielleicht auch mit Drogen handeln. Das Leben im Flüeli ist eine Sackgasse, mit

Die Welt ist tatsächlich in Valzeina angekommen. Einspurig den Berg hinauf.

Der Paul-Grüninger-Preis ist für Guido Stirnimann der Beweis, dass er und der Verein Miteinander Valzeina auf dem richtigen Weg sind.

70 Franken nicht weh.» Warum macht er das? «Es ist mein Naturell», sagt Andrea Lietha. «Ich habe mich schon während der Zeit auf der Bank für Schwächere starkgemacht.» Lapidar wirkende Dinge könnten die Nothilfebezüger unnötig schikanieren. «Im Flüeli musste sich eine schwangere Frau mit Männern das WC teilen», sagt er. «Dabei gab es ein zweites.» Lietha schrieb einen Leserbrief an die «Südostschweiz» und das zuständige Departement. «Gerade letzte Woche haben mir die Frauen erzählt, dass sie jetzt endlich ihr eigenes

WC haben. Meine Hartnäckigkeit hat sich gelohnt.»

«Der Verein ist zur geldverteilmaschine verkommen» Das Engagement für die syrische Familie befürwortete auch Mona El Baradie (50). Lange war die Halbägypterin Mitglied im Verein.Sie organisierte einen interkulturellen Kurs für die Valzeiner.Doch mit der Zeit wurde sie skeptisch. «Der Verein ist zur Geldverteilmaschine verkommen.» Den Gedanken des Miteinanders trägt Mona El Baradie zwar nach wie vor in


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MIGROS-MAGAZIN | Nr. 47, 21. November 2011 |

oder ohne Hilfe. Die Asylbewerber müs­ sen begreifen, dass ihnen das Ausharren hier nichts bringt.» Fährt man von Mona El Baradies Haus den Berg hoch, an Kirche und Schulhaus vorbei, landet man auf dem Biobauern­ hof der Familie Hartmann. Im Sonnen­ licht leuchtet das Rot der Flüeli­Fenster­ lädenaufdemHügelobihnen.Ursula(37) und Andreas (40) Hartmann leben hier mit ihren vier Kindern Jeanine (15), And­ reas (13), Aninja (12) und Ariana (10). Ur­ sula Hartmann ist nicht Mitglied im Ver­ ein Miteinander Valzeina. Trotzdem sagt sie: «Guido und Daniela Stirnimann ver­ hindern mit dem Verein und den Anläs­ sen, dass es dort oben völlig ausartet.» Manchmal besucht sie die Kaffeetreffs desVMV.«ZumGlückhatjemanddieIn­ itiative ergriffen», sagt sie. Sie freunde­ te sich, wie auch die Liethas, mit der sy­ rischen Mutter Muhamina an. «Aber wir wahrten eine natürliche Distanz», sagt sie. Heute lädt sie ab und zu eine Frau aus Äthiopien, die bereits seit über drei Jah­ renimFlüeliwohnt,anihrenMittagstisch ein. «Sie hat Kinder in der Heimat. Es tut

ihr gut, bei uns sein zu dürfen. Aber auch da musste ich merken, dass zu viel Nähe nicht gut tut.» Ursula Hartmann zieht nach vier Jahren Asylheim in Valzeina einepositiveBilanz.«DieAsylsuchenden haben unseren Kindern den Horizont er­ weitert.»Esseischwieriggewesen,ihrem Nachwuchs zu sagen, warum die syri­ schen Kinder damals plötzlich weg wa­ ren. «Wie soll ich meinen Töchtern und meinem Sohn erklären, wer bleiben darf und wer gehen muss?» Das Haus mit den roten Fensterläden wird die Valzeiner noch lange beschäfti­ gen.Man hält am Ausreisezentrum in der Einsamkeit fest. Die Welt ist tatsächlich in Valzeina angekommen. Einspurig den Berg hinauf. Texte: Cinzia Venafro Bilder: Jorma Müller

Cinzia Venafro schliesst mit dieser Arbeit die Luzerner Journalistenschule MAZ ab.

www.migrosmagazin.ch Der Verein Miteinander Valzeina erhält den PaulGrüninger-Preis 2011: Die Infos dazu und andere Preisträger.

REpORTAGE | 17

«Die Unterstützung Illegaler ist ein Straftatbestand»

Für BDP-Regierungsrätin Barbara Janom Steiner ist klar, dass der Verein Miteinander Valzeina illegal handelt und damit die Durchsetzung des geltenden Rechts unterläuft. Barbara Janom Steiner, der Verein Miteinander Valzeina VMV hilft Asylsuchenden. Was halten Sie von dem Engagement?

willig ausreisen, zwangsweise in ihr Herkunftsland zu­ rückzuführen. Wieso geschieht dies

nicht in jedem Fall? Personen, die ihrer Pflicht zur Ausrei­ Weil einige Perso­ se nicht nachkom­ nen entweder ihre men, halten sich Identität verheim­ illegal in lichen, ihre Reise­ der Barbara Janom Schweiz auf. Die Steiner ist papiere unterdrü­ Unterstützung il­ Vorsteherin des cken oder eine legal anwesender Departements Ausschaffung Personen stellt ei­ für Justiz, mangels Flugver­ bindungen, reni­ nen Straftatbe­ Sicherheit und tenten Verhaltens stand dar. Die Be­ Gesundheit des oder fehlender mühungen des Kantons Staates zur Durch­ Graubünden. Landebewilligung setzung des Rechts für Sonderflüge werden durch das nicht möglich ist. Verhalten der Vereinsmitglie­ der unterlaufen. Für Amnesty International und Der VMV wird mit dem Paul-Grüninger-Preis 2011 ausgezeichnet.

Diesen Entscheid kann ich nicht nachvollziehen.

Die Vereinsmitglieder kritisieren die Länge der Nothilfe. Wie lange dauert ein durchschnittlicher Aufenthalt im Flüeli?

Zwei bis drei Monate. Einige bleiben einige Tage, andere länger als ein Jahr.

Eine Kirche, eine Post, ein Schulhaus, 140 Einwohner und ein einspuriges Strässchen den Berg hinauf: Valzeina ist ein typisches Dorf im bündnerischen Prättigau.

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Was passiert langfristig mit denjenigen, die seit der Eröffnung Ende 2007 dort leben?

Alle Kantone sind verpflich­ tet,die abgewiesenen Asylsu­ chenden, welche nicht frei­

denVMVist die Langzeit-Nothilfe eine Sackgasse.

Es ist fragwürdig, die Nothilfe zu kritisieren und dabei gleichzeitig nichts zu unter­ nehmen, um deren Bezug zu beenden. Nicht die Behörden, sondern die Nothilfebezüger haben es in der Hand, ihre Situation zu verändern. Am­ nesty International oder der VMV sollten ihre Kapazitäten für jene ausländischen Perso­ nen einsetzen, die sich legal in der Schweiz aufhalten, an­ statt Personen mit abgelau­ fener Ausreisefrist fälsch­ licherweise Hoffnung auf ei­ nen legalen Aufenthalt zu machen.


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MENSCHEN

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AUF EIN WORT | 19

FERNSEHQUIZ

«Auswendig lernen allein reicht nicht»

Am 29. November startet der TV-Sender 3+ mit der Quizshow «Wer wird Millionär?». Statt des Publikumjokers steht den Kandidaten bei kniffligen Fragen neu ein dreiköpfiger Rat der Weisen zur Seite. Im Rat dabei ist die erst 19-jährige Studentin Kim Borsky aus dem Zürcher Oberland. Kim Borsky, Sie sind gar jung für das Attribut weise. Aber klug genug für die Aufgabe?

Es wurde auf eine gute Durchmischung des Rates geachtet. Natürlich kann ich nicht auf allen Gebieten mitreden. Ich bin vor allem in Fragen stark, die Schulwissen oder Popkultur betreffen. Kim Borsky (19) sitzt im Rat der Weisen.

Sie bestanden die Matur mit Note sechs in allen neun Fächern. Sind Sie so intelligent, oder können Sie nur gut auswendig lernen?

Bloss Auswendiglernen reicht nicht. Ich habe das Glück, Zusammenhänge sehr schnell zu verstehen. Das spart Zeit, so kann ich mehr Stoff verarbeiten. Können Sie das Gelernte auch speichern?

Sogar relativ lange.Mathematik fällt mir besonders leicht.Fremdsprachen-Vokabeln hingegen muss ich lernen wie andere auch. Das ist reiner Fleiss.

Bilder: 3 Plus, Michele Limina, Pascal Lauener/Reuters, Herbert Zimmermann

Ist jemand,dersehrgebildet ist,automatisch auch sehr intelligent?

Nicht zwingend.Intelligenz ist ein Stück weit angeboren. Bildung hingegen kann man sich aneignen.Jemand,der nur Vierer hat,ist nicht weniger intelligent,sondern vielleicht nur fauler. Andererseits können auch Dümmere Sechser machen. Halt mit viel mehr Lernaufwand. Ich

Bei kniffligen Fragen hilft der Rat der Weisen: Hannes Bichsel, Kim Borsky und Christoph Scheidegger.

denke, ich habe eine gute Mischung aus Intelligenz und Ehrgeiz.

Ich studiere Medizin und möchte später in die Chirurgie oder die Forschung.

Was denken Sie über Leute, die dumm sind oder zumindest schwer von Begriff?

Ihr Vater ist Arzt. Liegt Klugheit bei Ihnen in der Familie?

Eigentlich kann man mit jedem Menschen über irgendwas reden. Mich stört höchstens, wenn sich jemand absichtlich dumm stellt. Zum Beispiel indem er nicht mitdenkt in einer Diskussion. Etliche Ihrer Mitmenschen sind weniger gescheit und gewitzt als Sie. Fühlt man sich da etwas einsam?

Nein, ich wüsste nicht wieso. Die Intelligenz hat keinen Einfluss auf Freundschaften oder Sympathie. Es gibt Studien,wonach gescheite Frauen seltener heiraten. Macht Ihnen das Sorgen?

Bei uns kommt sie eindeutig vom Grossvater. Er ist der einzige Mensch, der mir bisher jede Frage beantworten konnte.

Mögen Sie eigentlich Quiz-Shows?

Ja,die schaue ich gern.Selbst mitmachen wollte ich noch nie. Ich rate lieber vom Sofa aus mit.

Was würden Sie mit einem Millionen-Gewinn machen?

Anlegen,für mein Studium sparen – und einen Teil für einen guten Zweck spenden. Das ist mir wichtig.

Ach ja? Okay. Ich kann mir vorstellen, dass es etwas schwer ist für Männer, wenn die Frau intelligenter ist. Darüber mache ich mir aber keine Gedanken.

Klug, schön – und auch noch grosszügig. Sie haben hoffentlich auch irgendeinen Makel?

Spüren Sie Neid?

Letzter Versuch, vielleicht sind Sie humorlos. Wie reagieren Sie auf Blondinenwitze?

Nicht so, dass es mir gezeigt würde. Ich denke nicht, nein.

Wie werden Sie Ihre Intelligenz später beruflich einsetzen?

Ich kann überhaupt nicht Zeichnen und bin fürchterlich unordentlich.

Die finde ich sehr witzig und lache gern mit – sofern man mir nicht fünf davon pro Tag erzählt. Interview: Ruth Brüderlin

FRAU DER WOCHE

MANN DER WOCHE

Politischer Wille

Akademische Weihen

Gleichstellung bedeutet nicht nur, gleiche Rechte für Männer und Frauen, sondern auch für Väter und Mütter. Das geltende Recht missachte aber die Gleichstellung, befand Simonetta Sommaruga (51) und präsentierte die Vorschläge des Bundesrates zur Sorgerechtsrevision. Künftig ist die gemeinsame Sorge der Regelfall. Und zwar auch dann, wenn die Eltern nicht verheiratet sind. Das neue Gesetz tritt frühestens 2014 in Kraft.

Doktor Massimo Rocchi? Äuä! Momou. Sogar Dr. h. c., also Doktor honoris causa. Die Universität Freiburg verlieh dem mehrfach preisgekrönten Italo-Berner (54) die Ehrendoktorwürde für seinen ausgeprägten Sinn für Humor und sein Feingefühl für die Mentalitäten eines Landes, teilte die Uni mit. Der Komiker sei interdisziplinär und mehrsprachig und darum ein würdiger Vertreter der Philosophischen Fakultät. Item. Auguri! Excusez, Glückwunsch, Dottore.


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KoluMne | 21

der hausMann

Wir sind nicht die anderen! Bänz Friedli macht alles falsch.

Ich bin im Fall keine Supernanny. Sondern oft am Anschlag, wenns ums Erziehen geht. Aber man tut sein Bestes, nicht wahr? Schliesslich gibt es, gesellschaftlich betrachtet, nichts Wertvolleres, als Kinder auf deren Weg zu möglichst vernünftigen Erwachsenen zu begleiten.Sollten Sie das Gefühl haben,ich wiederholte mich: Das hab ich von den Politikern gelernt. Und auf die Gefahr hin, jetzt dann gleich wie einer zu tönen: Es gibt keine wichtigere Aufgabe,als den Kindern gewisse Werte zu vermitteln, Respekt vor Natur und Mitmenschen etwa (vor denjenigen jedenfalls, die ihn verdienen), ihnen zu erklären, dass Erdbeeren im Sommer Saison haben und Sellerie im Spätherbst … Und ihnen einen gewissen Anstand beizubringen. «Nicht bei Tisch Zeitung lesen!», mahne ich zum dreihundertsiebenundvierzigsten Mal, wenn Anna Luna beim Abendessen reflexartig nach einem herumliegenden Blatt greift. Und woher haben wir unsere Erziehungsmethoden? Hat sie uns jemand beigebracht? Nicht wirklich. Wir machens,wie es so schön heisst,«nach bestem Wissen und Gewissen». Will heissen: nach schlechtestem Wissen und mit schlechtem Gewissen. Kurzum, wir machens so falsch,wie die eigenen Eltern es einst machten. Wollte ich, statt frei zu zeichnen, auch mal etwas ins Poesiealbum einer Kameradin pausen, ein Mickymäuschen oder so, verbot meine Mutter es mir, 1973 wars. «Aber alle an-

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deren pausen durch!», täubelte ich; sie: «Wir sind nicht die anderen.» Wie mir das auf den Geist ging! Und was sage ich dem Hans heute,wenn er trötzelt: «Aber alle anderen haben eine ‹Nörf›Pistole!»? — «Wir sind nicht die anderen.» Alle anderen, fand er, hätten eines dieser gelben Plastikdinger, Nerf genannt. Ungefährlich zwar, weil die Geschosse weich sind, aber in Anmutung und Handhabung halt doch wie eine richtige Waffe: ziemlich kriegerisch. Als ich Anfang Jahr den Sohn von Freunden damit herumballern sah, dachte ich: «Das kommt mir nicht ins Haus. Niemals!» Daher befand ich, als Hans nun bettelte,wir seien nicht die anderen.Und

«Kommt mir nicht ins Haus. Niemals!»

äffte damit nichts als den einstigen Spruch meiner Eltern nach. Noch schlimmer: Wir sind dann doch weich geworden. Zuerst übrigens meine Frau, aber das ist unerheblich. Denn gleich darauf wurde ich noch weicher und erlaubte den Kauf einer zweiten Nerf-Waffe. Und liess, wenn ich mich recht erinnere, bei der dritten sogar die Einschränkung «… musst du dann von deinem Taschengeld bezahlen!» fallen. Sie sehen: Ich mache alles falsch. Scheints auch, wenn ich den Kindern in den Ohren liege, ich wolle dann früh Enkel, und ihnen die entsprechende Kiste im Keller zeige, wo ich lieb gewonnene Kleidchen und Spielsachen aufbewahre; Aufschrift: «Enkel». Ganz falsch, erklärte mir Priska, so würde ich frühestens als Tattergreis Grossvater! «Du musst ihnen denk einbläuen, sie sollten dann gefälligst keine Kinder bekommen, ehe sie 38 seien.» Nur so gehe mein Wunsch in Erfüllung. Montagmittag.«Vatiiii! Du sagst doch immer,man solle bei Tisch nicht Zeitung lesen!» — «Wart! Nur schnell schauen, ob Wölfli im Team der Runde ist …» Die Kinder, unerbittlich und unisono: «Vati! Leg die Zeitung weg!» Und irgendwie bin ich dann jeweils froh, dass sich in unserem Haushalt wenigstens jemand um redliche Erziehung bemüht. Bänz Friedli live: 22. 11. Luzern, «Loge»; 23. 11. Diessenhofen SH, Aula.


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porträt

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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |

«Als Zeichner war ich kein Naturtalent»

Industriedesigner Yves Béhar gehört zu den Besten seines Fachs. Seine Werke stehen im New Yorker Museum of Modern Art und im Centre Pompidou in Paris. Nur in der Schweiz kennt man den Lausanner noch kaum. Das Migros-Magazin hat den Top-Designer in San Francisco besucht.

W

as für ein Wetter!» Der in Turnschuhe und T-Shirt gekleidete Gründer der Firma Fuseproject schüttelt seinen Lockenkopf.Yves Béhar (44) wirkt auf den ersten Blick wie ein kalifornischer Sonnyboy. Doch er ist einer der erfolgreichsten Industriedesigner der Welt. Und er ist Schweizer. Béhar wuchs als Sohn eines Türken und einer deutschen Angestellten in Lausanne auf, studierte am Art Center College of Design in La Tour-de-Peilz VD und im kalifornischen Pasadena. Seit 1992 arbeitet er in den USA. Er misst seine Erfolge nicht in Auftragsgrösse oder Prestige — das Centre Pompidou sowie das New Yorker Museum of Modern Art haben Werke von ihm in ihrer Dauerausstellung —,sondern nach langfristiger Entwicklung der Ideen und Partnerschaften, die er mit den Kunden eingeht.Partnerschaften hat er übrigens in der Schweiz keine. «Ich weiss auch nicht,wieso.Man hat mich nie gefragt.» Der international anerkannte TopDesigner wurde für seine Kreationen so oft ausgezeichnet, dass er nicht mehr weiss, wie viele Preise er schon gewonnen hat — nach 150 hörte er auf zu zählen. Ende Jahr zieht Fuseproject in San Francisco in neue, grössere Räumlichkeiten um.45 Angestellte in San Francisco und New York arbeiten für den Schweizer. Zu Yves Béhars bekanntesten Designentwicklungen gehört das Projekt «One Laptop Per Child»,der 100-Dollar-Laptop-Computer für Kinder in benachtei-

ligten Ländern. Diese kleine farbige abgerundete Maschine ist das gelungenste Beispiel dessen, was Yves Béhar in den USA so berühmt macht: die Kunst,technologische Komplexität mit einfacher Form und simpler Bedienung zu verbinden.Der 100-Dollar-Computer soll statt als Laptop bald als Tablet verfügbar sein. Bekannt ist auch die Leaf-Lampe,bei der Stärke und Farbe des Lichts geregelt werden können. Seine Inspiration für Leaf holte Béhar im Pflanzenreich. Für die Firma Jawbone wiederum hat er ein Gesundheitsarmband mitentwickelt. Es misst die Schlaf-, Ess- und sonstigen Gewohnheiten des Trägers und registriert sie auf einer iPhone-App. Auch der mexikanische Staat ist ein Partner von Béhar.Mit ihm und der NonProfit-Organisation Augen Optics entwickelte sein Unternehmen Fuseproject Sehhilfen für ein Gratis-Brillenprogramm für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren.

in 20 Jahren wird nachhaltigkeit überall die norm sein Design muss so nachhaltig wie möglich sein, ist der Industriedesigner überzeugt. Dass umweltfreundliches Design automatisch mit Mehrkosten verbunden ist, weist er vehement von sich. «Dass Kunden mehr bezahlen sollen, weil etwas bio oder ein Naturprodukt ist, ist lächerlich. Das Einzige, was umweltfreundliches Produzieren teurer macht, ist das Produktionsvolumen. Wer mehr produziert, produziert billiger. Bisher

sind es halt vor allem kleinere Firmen, die umweltfreundlich produzieren.Aber in zwanzig Jahren wird Nachhaltigkeit auch bei den grossen Firmen die Norm sein, davon bin ich überzeugt.» Yves Béhar wartet nicht so lange. Ein Beispiel: Sportartikelhersteller Puma verpackt 80 Millionen Paar Schuhe pro Jahr.BéharsneuesDesignderVerpackung verzichtet auf toxische Druckfarbe und reduziert den Kartonanteil um 65 Prozent, was wiederum beim Transport das Gewicht reduziert und Versandkosten spart. Sein erstes Designprojekt ist dem Windsurfing, seinem grossen Hobby, zu verdanken: «Ich fing im Gemeinschaftskeller unseres Wohnblocks an, Möbelstücke zusammenzuzimmern. Richtig begeistert war ich dann aber von der Idee, meine zwei Leidenschaften, Skifahren und Windsurfing, zu kombinieren.Ich baute zwei Skier,ein SkateboardTop und ein Segel zusammen und ging auf die gefrorenen Seen ausserhalb von Lausanne windsegelskifahren. Ich war 16, und meine Mutter musste mich immer noch überallhin bringen.» Als leidenschaftlicher Schwimmer und Windsurfer verbrachte er mit seinen zwei Brüdern viel Zeit auf dem Genfersee und reiste mit der Familie durch ganz Europa. «Wir fuhren mit einem alten Volvo von der Schweiz nach Istanbul, als das noch ein ziemlich schwieriges Unterfangen war», erinnert er sich. Der junge Béhar wollte Zeichner lernen. Er besuchte eine Kunstschule. «Ich war als


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Oben: Yves Béhar designt die unterschiedlichsten Gegenstände: 1 Schuhschachtel ohne toxische Druckfarbe und mit 65 Prozent weniger Kartonanteil. 2 Die «Y Water bottles» sind rezyklierbar. 3 Stuhl Sayl. 4 100-DollarLaptop für Kinder. Links: Zusammen mit Mission Motors entwickelte Yves Béhar 2009 einen ElektroTöff. Spitzengeschwindigkeit: 240 Kilometer pro Stunde.

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Zeichner kein Naturtalent, das musste ich mir hart erarbeiten. Ich zeichnete manchmal 80 und mehr Stunden pro Woche, um mich zu verbessern.» Später in Kalifornien war Yves Béhar den Amerikanern gegenüber zuerst kritisch eingestellt.«Die ersten zwei Jahre in Kalifornien war ich wie viele Schweizer,die alles mit zu Hause vergleichen und meinen, so wie man es in Europa macht, sei es besser.» Béhar arbeitete für die Computerfirma HP und Luna Design,die Firma,die den ersten Apple-Laptop kreierte, und erlebte eine Offenheit, die er aus Europa nicht kannte. «Ich war Junior Designer mit einem dicken französischen Akzent, aber das war hier egal. 55-jährige Doktorierte wollten meinen Input. Jung und ein Ausländer zu sein, das war überhaupt kein Handicap.» Und so ist Yves Béhar in Kalifornien geblieben. Inzwischen hat er den französischen Akzent praktisch verloren, ist mit einer Amerikanerin verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. Mit ihnen teilt er vor allem die Neugierde und den Wissensdurst. «Mein Sohn befasst sich jetzt mit Buchstaben und Worten. Vor Kurzem wollte er von mir wissen, was sensibel bedeutet und ob das ein positives Wort sei. Die Welt ist da, um entdeckt zu werden, um von ihr zu lernen und um heute etwas noch besser zu machen als gestern. Diesen Ansporn eines Kindes, lernen zu wollen, habe ich mir bewahrt.» Text: Marlène von Arx Bild: Sèrge Hoeltschi


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interview

Sarah Kuttner schaut der Veröffentlichung ihres zweiten Romans «Wachstumsschmerz» gelassen entgegen. Bei ihrem ersten Buch war sie noch nervös.

Berliner schnauze

Als muntere Quasselstrippe hat sich Sarah Kuttner (32) auf den musiksendern viva und mTv einen Namen gemacht. Heute ist sie auf verschiedenen deutschen Tv- und radiosendern als moderatorin zu sehen und zu hören. Kuttners erster roman «mängelexemplar» erschien 2009 und stand wochenlang auf der bestsellerliste. Der zweite roman, «Wachstumsschmerz», kommt am 25. November in die Läden. Sarah Kuttner lebt in berlin, wo sie 1979 auch geboren wurde.

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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |


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«Ja, ich stricke gern – und voll gut»

Sarah Kuttner gehört zu den Stars der jungen deutschen Literatur. Ihr neuer Roman «Wachstumsschmerz» handelt vom Erwachsenwerden. Die ehemalige MTV-Moderatorin über Kinderwünsche, Kritiken, die Fernsehwelt und ihre liebste Freizeitbeschäftigung.

SarahKuttner,inIhremneuenRoman«Wachstumsschmerz» geht es unter anderem um Liebeskummer. Kürzlich schrieb eine deutsche Zeitschrift, das sei ein unterschätztes Leiden.Was haben Ihre Recherchen ergeben?

Ich habe selbst schon zehntausend Mal Liebeskummer gehabt, ich weiss, wie sich das anfühlt. Es gibt auch Statistiken, die zeigen, dass Liebeskummer stressmässig gleich nach dem Tod eines nahen Verwandten kommt. Es ist ein ernst zu nehmender Schmerz. Leute werden krankgeschrieben oder sterben in seltenen Fällen sogar am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Ich bin ein grosser Freund davon, Liebeskummer ernst zu nehmen.

ZentraleThemen des Buches sind das Zusammenziehen und dieTrennungen.Wieviel Sarah Kuttner steckt da drin?

Relativ viel,weil ichs ja geschrieben habe. Aber diese Geschichte ist ganz klar nicht meine. Einige Anekdoten, die im Buch vorkommen, habe ich selbst erlebt, andere meine Freunde. Das habe ich alles neu zusammengesetzt. In wenigen Tagen kommt das Buch in die Läden. Sind Sie aufgeregt?

Schon, aber beim ersten Roman «Mängelexemplar» war ich viel aufgeregter. Da habe ich mich kaum eingekriegt, weil ich bis zuletzt gar nicht sicher war,ob ich das überhaupt kann,ein Buch schreiben. Ich dachte dauernd: Mensch, ich hab ein Buch geschrieben! Das hat einen Anfang und ein Ende und eine Dramaturgie. Ich

habe wochenlang heimlich das Buch in den Läden fotografiert, so stolz war ich. «Mängelexemplar» haben Sie geschrieben, weil Ihnen aufgefallen war, dass viele Freunde und Bekannte eine Depression haben.Was war jetzt der Auslöser?

Diesmal wars so, dass ich mit einer Freundin in meiner Küche sass und grad meinen Beruf blöd fand — obwohl ich den grundsätzlich liebe. Aber ich finde, die TV-Branche wird immer hässlicher und anstrengender, es geht mehr denn je um Quoten und Geld. Und immer weniger Leute trauen sich etwas. Und als ich so dachte, was für ein Drecksbusiness das ist, sagte meine Freundin: Warum machst du nicht etwas anderes? Mach doch ein Café auf, oder entwirf eine eigene Kollektion.Ich dachte zuerst nur: Hä? Nein! Aber nachher habe ich mich ein wenig geschämt. Warum?

Weil ich theoretisch tatsächlich einen Laden für Schwangerschaftsmode oder so eröffnen könnte, aber keinerlei Interesse daran habe. Ich nutze all die wunderbaren Möglichkeiten, die ich habe, kaum. Dabei scheint dies hier grad eine Zeit des Umbruchs zu sein: Viele meiner Freunde kündigen oder beginnen ein Studium oder fangen sonst neu an, tasten komplett neue Felder ab. Plötzlich müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden: neuer Job, zusammenziehen, Kinder, Heirat. Dinge ändern sich. Das habe ich aufgeschrieben.

Ihr erster Roman war mit über einer halben Million Verkäufen ein grosser Erfolg. Was, wenn der zweite nicht so gut ankommt?

Wenn es sich im Vergleich dazu so richtig, richtig schlecht verkaufen würde, sagen wir unter 100 000 Exemplare, das wäre schon doof. Dann hätte ich auch dem Verlag gegenüber ein schlechtes Gewissen, wegen des Vorschusses. Schlechte Kritiken treffen Sie nicht?

Doch,natürlich.Mit einem Buch lege ich alles hin, was ich auf diesem Feld kann, ich mache mich damit handwerklich gesehen total nackig. Ich glaube den Leuten nicht, die sagen, Kritik treffe sie nicht. Kritik schmerzt. Immer. Egal ob gerechtfertigt oder nicht. In «Wachstumsschmerz» besprechen Sie die Kinderfrage. Beschäftigt Sie die auch persönlich?

Ja. Ich werde jetzt 33 und frage mich: O Gott, müsste ich nicht langsam Kinder wollen? Und habe festgestellt, dass ich gar keine Kinder möchte.Darüber bin ich relativ erschrocken. Und dann frage ich mich: Sollte ich einfach,solange ich noch kann, eins machen und hoffen, dass ich das dann schon gut finde, wenns da ist? Oder soll ich warten, bis ich eins möchte, und dann aber vielleicht keines mehr bekommen kann? Eine drängende Frage?

Nein, aber ich denke immer wieder darüber nach. Irre ist auch meine Frauenärztin, sie schüttelt jedes Mal den Kopf

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und sagt: Frau Kuttner, es wird jetzt langsam Zeit. Sie klagt, sie habe die Praxis voll mit Mittdreissigerinnen, die grosse Probleme hätten, schwanger zu werden. Das macht mir dann schon ein bisschen Sorgen. Neulich habe ich mir die Pille verschreiben lassen und hatte fast ein schlechtes Gewissen deswegen.

Wer ist Sebastian, dem Sie am Ende Ihres neuen Buchs danken?

Das geht Sie nichts an! Alle, denen ich dort danke sage, sind Freunde oder Familienmitglieder von mir. Ich sage nur so viel: Es ist ein Mann da. Und wer der Vater meiner Kinder wird, werden wir sehen, wenn es so weit ist. Dieses Zögern in der Kinderfrage scheint typisch für Ihre Generation. Eine Schweizer

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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |

Studie zeigte kürzlich, dass viele junge Leute Mühe haben, sich festzulegen – beruflich wie beziehungsmässig.

Ich kann natürlich nicht für eine ganze Generation sprechen. Aber Tatsache ist: Man hat heute einfach tausend Möglichkeiten, kann theoretisch alles werden. Das ist toll, und das glitzert, aber das kann einen auch unter Druck setzen, einem das Gefühl geben, nicht das Beste aus seinem Leben zu machen. Auch ich selbst denke manchmal, dass ich viele Möglichkeiten habe und nicht genug daraus mache. Wäre es einfacher, weniger Möglichkeiten zu haben?

Nicht wirklich. Manchmal denke ich aber, so eine Festanstellung bei der Sparkasse hätte auch etwas für sich. Das ist wie ein Korsett, ohne Frage eher unflexibel, aber eben auch Sicherheit spendend.Aber es muss doch nicht jeder gross Karriere machen, es muss auch Men-

«Man hat mir gesagt, die Schweizer seien langsamer als wir.» schen geben, die Herrenanzüge nähen und keine eigene Kollektion haben. Und warum können Menschen,die gut singen können,nicht einfach nur singen? Warum müssen sie auch noch Superstar werden? Die wahre Stärke liegt doch darin, zufrieden zu sein mit dem, was man gut kann und gern macht. Sie gehen bald auf Lesereise. Kommen Sie auch in die Schweiz?

Ich glaube schon. Ich mochte es dort immer sehr. Zwei oder drei Mal habe ich in Zürich gelesen,und man hat mir vorher gesagt: Sei nicht enttäuscht, wenn du da hingehst, die Schweizer sind langsamer als wir. Da habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich beim Lesen ziemlich schnell bin. Ich kann dann nicht auf Lacher warten. Also habe ich mich selbst ermahnt: Sei nicht traurig, wenn die Reaktionen verhaltener sind. Und? Wars so?

Nein! Es stimmte null mit der Langsamkeit. Es war toll. Das


PUBLIREPORTAGE

«Edel»-Aufstand in der Innenstadt! Status-Schützer gehen auf die Barrikaden. Die Hintergründe.

«Status-Symbole müssen Status-Symbole bleiben!» Hubertus von H., Manager

D

ie Diskussionen um die sogenannte «Status-Demo» gehen weiter. Nach den Aufräumarbeiten beginnt nun die Suche nach den Ursachen. Die Forderung, dass Privilegien Privilegien bleiben sollen bezieht sich, so verwunderlich es klingt, auf ein Auto. Die Wut der Demonstranten richtet sich nämlich gegen den Autohersteller Dacia und insbesondere gegen dessen Modell «Duster 4x4». Dieser SUV gilt als der günstigste Geländewagen der Schweiz und wird von Dacia als AntiStatus-Auto beworben. Unter dem Motto «Unser Geld regiert die Welt» hatte der Veranstalter, der Manager Hubertus von H., die Demonstration ordnungsgemäss angemeldet – und viele waren gekommen. Die Polizei spricht von ungefähr 1 000 Teilnehmern, Herr von H. will knapp 10 000 gezählt haben: Demonstranten in Massanzügen, Pelzmänteln oder Designerkleidung, vermummt mit Seidenschals und bewaffnet mit Golfbällen. Psychologe Luca P. Hohenegger: «Das

Auto verliert als Status-Symbol an Bedeutung. Für diejenigen, die sich vor allem über den Preis ihres Autos und andere Äusserlichkeiten definieren, bricht da gewissermassen eine Welt zusammen.» Was passiert, wenn diese Verzweiflung sich Luft macht, konnte man auf den Strassen sehen. Im Innenstadtbereich eskalierte die Situation: Ein Hagel von Austern und Golfbällen ging auf die eingesetzten Beamten nieder, verletzt wurde niemand. Zahlreiche Passanten und Anwohner gaben zu Protokoll, dass ein geparkter Dacia Duster 4x4 Ursache für die Eskalation war. Hubertus von H. distanziert sich von den Ausschreitungen und schwärmt von einer «Manifestation der Selbstdarstellung». Der Manager ereifer t sich: «Champagner im Discounter und SUVs für alle – lange genug haben wir zugesehen, wie Status-Symbole karikiert, entwertet oder boykottiert werden. Status-Symbole sind so wichtig wie eh und je – für Orientierung und Abgrenzung.»

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 47, 21. November 2011 |

ganze Kaufleuten in Zürich war voll mit schlauen und schnellen Menschen.

ist einfach manchmal ein nicht so schönes Arbeitsumfeld.

Möglicherweise waren das alles Deutsche.

Wenn Sie auf Ihre Bücher üble Reaktionen bekommen, tröstet es Sie, dass Sie noch den Moderatorenberuf haben?

Nun stellen Sie mal Ihr Licht nicht unter den Scheffel! Tatsächlich hab ich aber schon gehört, dass in der Schweiz mittlerweile so viele Deutsche leben,dass das fast als Problem wahrgenommen wird. In der Schweiz kennt man Sie aus Ihrer Zeit als MTV-Moderatorin. Ihr Abgang vor fünf Jahren bei dem Sender war bitter. Ihnen sind vor laufender Kamera die Tränen gekommen.

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INTERvIEW | 29

Überhaupt nicht. Die Reaktionen auf mich sind ja in beiden Berufsfeldern zweigeteilt. Die eine Hälfte mag mich,

«Ich habe ein wenig eine Mutti in mir, räume auf und bin für andere da.»

Was viele Menschen nicht wissen: Ich weine irrsinnig schnell — vor Rührung, vor Wut, wenn ich nicht zum Ziel komme. Dass die Sendung abgesetzt wurde, habe ich nicht richtig verstanden, denn die Quoten waren nicht schlecht, es war die einzige MTV-Sendung,die überhaupt Presse hatte. Was mich aber wirklich traurig gemacht hat: Mein Team und ich waren enorm eng, wie eine kleine merkwürdige Familie. Beim Sender nannte man uns nur die Kuttners. Wir steckten jeden Tag zusammen und gingen abends zusammen weg.Das haben die einfach so zerschlagen, das tat weh. Zum Abschied gabs nicht mal einen Blumenstrauss oder ein paar Worte von MTV. Wir sollten einfach eine Woche später das Büro besenrein übergeben.So ist dieses Business. Ist es das, was Sie so doof finden?

Die Branche ist so furchtbar vorsichtig geworden, das frustriert mich am meisten. Man sendet nur, was ganz sicher funktioniert,deshalb kommen zum Beispiel viel zu viele Casting-Sendungen. Immer wieder will jemand diese Show neu erfinden und nennt sie dann «XFactor» oder «The voice of Germany» und sagt, diesmal gehts wirklich nur um die Künstler. Seit zehn Jahren läuft das so, und die tun, als würden sie dauernd das Rad neu erfinden. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die bekommen Preise,aber deren Sendung setzt man ab.Das

die andere hasst mich mit Leidenschaft. Ich polarisiere. Ich glaube aber niemandem, wenn er sagt, er polarisiere gern. Jeder Mensch möchte geliebt werden. Und es tut weh, wenn einem die Leute sagen,dass man doof ist,dass man nichts kann und nur so tut, als ob. Alles andere ist eine Lüge. Aber man darf eben auch nicht die andere Hälfte vergessen, die, welche die Bücher kauft und meine Sendungen mag. Davon gibts ja zum Glück genauso viele. Ich habe gelesen, Sie würden sich selbst als etwas altmodisch bezeichnen.

Ich habe zumindest ein eher altmodisches Wertesystem, ich möchte, dass man bitte und danke sagt und höflich ist und versucht, andere nicht zu verletzen. Ich habe auch so ein wenig eine Mutti in mir, räume auf und bin für andere da. Im Kaufhaus halte ich anderen die Tür auf und erwarte das von ihnen ebenfalls. Wenn das jemand nicht tut, kann es schon vorkommen,dass ich ihn ankacke. Sarah Kuttner ist also nah am Wasser gebaut und etwas altmodisch. Ausserdem stricken Sie auch gern, habe ich gelesen.

Ja, und zwar voll gut! Wobei das ja schon wieder ein Trend ist. Vor zwei Jahren habe ich mal meine Oma gebeten,mir das Stricken beizubringen. Bis ich zu Hause war, hatte ich aber alles wieder vergessen. Also habe ich im Internet nach-

Für Sarah Kuttner ist es frustrierend, dass die TV-Macher so wenig Mut haben und nur sichere Sachen senden.

geschaut und es mir nochmals selbst beigebracht. Inzwischen stricken viele meiner Freundinnen, wir haben einen Strickstammtisch gegründet, er heisst «All you knit is love». Wir treffen uns immer bei einem der Mädchen zu Hause. Dann rauchen wir, trinken uncoole Mädchengetränke,lästern und stricken. Ich finds ganz toll. Interview: Yvette Hettinger Bilder: Marcus Höhn

www.migrosmagazin.ch Warum sich Sarah Kuttners Generation mit dem Festlegen auf Lebensziele schwertut.

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aKtuell 30 |

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neues aus der Migros

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Nr. 47, 21. November 2011 | Migros-Magazin |

Ein Leben für kranke

Giovanni Testa hatte selbst einmal Krebs. Die Krankheit hat ihn wachgerüttelt. Heute ist der Migros-Anwalt wieder vollständig gesund und engagiert sich für krebskranke Kinder.

D

as Jahr 2009 war eine Zäsur in Giovanni Testas Leben. Geplagt von Rückenschmerzen suchte er den Arzt auf. Nach eingehenden Untersuchungen dann der Verdacht auf Krebs. Die endgültige Diagnose stand aber noch aus. «Do isch mer de Laden abe», erzählt Testa. Eine volle Woche wartete er auf den Bescheid. «Das hiess eine Woche Todesangst.» Niederschmetterndes Resultat: bösartiger Hodentumor. Entlang der Wirbelsäule hatten sich bereits Metastasen gebildet, daher die Rückenschmerzen. Doch Testa über-

wand den Schock.«Hodenkrebs ist heute zu 80 Prozent heilbar, das machte mir Mut», sagt er. Er schwor sich, dass er miterleben wollte,wie seine kleine Tochter gross würde. «Trotzdem war es eine schwierige Zeit mit vielen Tränen. Vor allem meine Frau hat mich in dieser Zeit aufgebaut», erklärt der Anwalt im Rechtsdienst der Migros. Als bei der Chemotherapie die ersten Haare ausfielen,rasierte er sich den Kopf kahl. «Ich wollte nicht aussehen wie ein gerupftes Huhn.» Nach mehreren Monaten Behandlung war Giovanni Testa

vollständig geheilt. In dieser schwierigen Zeit wurde er von Arbeitskollegen und Vorgesetzten «sehr einfühlsam» unterstützt. Nach überstandener Krankheit entschied er, sich im Kampf gegen Krebs zu engagieren.Nur wie? Er recherchierte, und ihm wurde bewusst, dass es vor allem in der Kinderkrebsforschung im Argen liegt. «Hier fehlt die systematische Unterstützung.» Kinder erkranken seltener an Krebs. Deshalb unterstützen Nationalfonds und Krebsligen die Kinderkrebsforschung nur gering. «Dasselbe gilt für die Pharmaindust-

Gewinnen und spenden Sie! Nächste Woche startet der grosse Adventskalender im Migros-Magazin. Wer mitmacht, hilft automatisch kranken Kindern. Ab nächster Woche gibt es im migros-magazin während vier Wochen einen Adventskalender mit Preisen im Wert von insgesamt 50 000 Franken. Wer mitmacht, unterstützt automatisch die Kinderkrebsforschung. Der ertrag aus SmS und Telefonanrufen geht zu gleichen Teilen an die Forschungsstiftung Kind und Krebs und an die Kantha bopha Hospitals des bekannten Arztes beat richner in Kambodscha. machen Sie mit und unterstützen Sie mit Ihrer Teilnahme kranke Kinder! Mehr dazu im nächsten Migros-Magazin am 28. November 2011.

Onkologe Felix Niggli ist für die Behandlung von Mirco verantwortlich. Der 15-Jährige hält die Therapie tapfer aus.


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Aktuell

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

neues aus der Migros | 31

Kinder rie», so Testa. «Dabei ist Forschung alles. Wäre ich vor ein paar Jahrzehnten an Krebs erkrankt, wäre dies mein Todesurteil gewesen.» Heute ist Testa Präsident der Stiftung «Kind und Krebs», die sich mit der Erforschung von Kinderkrebs befasst. Er organisiert Wanderungen für kranke Kinder,hält Vorträge,unterstützt Sponsorenläufe. Zudem haben die Migros-Golfparks Spendenboxen aufgestellt. «Neben dem Spendensammeln geht es vor allem um Aufklärungsarbeit.» Texte: Christoph Petermann, Bilder: Paco Carrascosa

Seit er geheilt ist, engagiert sich Giovanni Testa für die Forschungsstiftung «Kind und Krebs».

Mirco lässt sich nicht entmutigen

Wie kinder den krebs bekämpfen – ein Besuch im kinderspital Zürich.

K

indergelächter erklingt,ein kleines Mädchen verschwindet zusammen mit seiner Mutter in einem Zimmer. Auf dem Gang steht ein Junge, er scheint zu warten. Eines ist bei beiden Kindern gleich: Sie tragen Kopfbedeckungen. «Nach der ersten Chemotherapie hielt ich plötzlich ein Büschel voll Haar in der Hand»,sagt Mirco Baumann (15). «Als mir dann alle Haare ausfielen, entschied ich mich für eine Wollmütze. Ohne Haare ist es draussen einfach zu kalt.» Auf der Onkologie-Abteilung des Kinderspitals Zürich werden Kinder und Jugendliche mit bösartigen Krebserkrankungen behandelt und betreut. Mircos bisheriges Leben änderte sich von einem Tag auf den anderen: Der Sekundarschüler nahm im September in Olten an einem Stadtlauf für karitative Zwecke teil. Eine Woche später hatte er plötzlich starke Schmerzen im rechten

Bein. «Zuerst habe ich einfach gedacht, ich hätte das Bein angeschlagen beim Geräteturnen, mit dem ich vor Kurzem angefangen habe.» Im Verlauf des Tages wurden die Schmerzen stärker.Schliesslich konnte er kaum mehr gehen.

an diesem abend hat die ganze Familie geweint Mirco suchte einen Arzt auf, das Bein wurde geröntgt. Zuerst hiess es noch, es handle sich wahrscheinlich um eine Knochenentzündung. «Ein paar Tage später musste ich ein MRI machen.» Die Magnetresonanz-Tomografie ist ein Verfahren, um auf einfache Weise ins Körperinnere zu sehen. Dann die Diagnose: Unterhalb des rechten Knies hatte sich ein zwölf Zentimeter grosser Tumor gebildet. «Als ich das Wort hörte, war das ein Megaschock», erinnert sich Mirco. Seine Mutter Alessandra Baumann hatte ihren Sohn zu dieser

Untersuchung begleitet.«Ich habe noch im Spital meinen Mann angerufen und ihm gesagt,dass er sofort kommen müsse, weil sie von einem Tumor reden.» Mirco hat eine Zwillings- und eine jüngere Schwester. An diesem Abend «hei mer aui grännet», erinnert sich die Mutter. Eine genauere Abklärung wurde dann in der Uniklinik Balgrist in Zürich durchgeführt. Die Diagnose: Osteosarkom, ein bösartiger Knochenkrebs. Eine Computertomografie schuf wenigstens Gewissheit, dass sich in Mircos Lunge keine Ableger der Krankheit gebildet hatten,was in solchen Fällen oft passiert — die erste gute Nachricht nach der schockierenden Diagnose.«Da fasste ich das erste Mal wieder Mut.» Seitdem kommt Mirco regelmässig für jeweils einige Tage stationär zur Chemotherapie in die Onkologie-Abteilung des Kinderspitals Zürich.«Er spricht gut auf die Therapie an», sagt Professor Felix


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aktuell

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

Niggli. Kurz vor oder nach Weihnachten operieren die Ärzte den Tumor heraus. Danach wird der sportliche Mirco einen Monat lang einen Rollstuhl benötigen. «Diese Vorstellung nervt mich.» Nachher muss er einige Monate in die Physiotherapie, bis er sich wieder uneingeschränkt bewegen kann.

Mirco will ganz normal behandelt werden

fach nicht mehr so ernst. Ärger in der Schule zum Beispiel, die er nach wie vor besucht. «Gewisse Sachen gehen mir jetzt zu einem Ohr rein und zum andern wieder raus.» Ansonsten versuche er, so normal wie möglich zu leben. «Vor allem will ich nicht als Kranker behandelt werden», sagt er bestimmt. Im Freundeskreis sei das auch kein Problem. Wobei, klar habe er sich gefreut, als seine Klasse ihm

Mirco macht einen unaufgeregten, aber kämpferischen Eindruck.«Für meine Eltern und meine Zwillingsschwester ist meine Krankheit schwieriger», sagt er. «Ganz schlimm war es für meine jüngste Schwester.» Kein Wunder, ihr Götti starb vor zweieinhalb Jahren an Gallenkrebs. Hilfreich war für die Geschwister, dass sie die Onkologiestation besuchen konnten; hier wurde ihnen die Behandlung ihres Bruders bis ins letzte Detail erklärt. «Das ist nur ein kleiner Teil unseres Betreuungsangebots», sagt Felix Niggli. Ein Team von Psychologen und Sozialarbeitern stehe zur Unterstützung der Familienangehörigen bereit. Wieso Sozialarbeiter? «Wenn beide Eltern berufstätig sind, muss je nach Schwere der Krankheit ein Elternteil Silvan und Mutter Irmela im Kinderspital Zürich. Der Fünfjährige wird wegen eines Nierentumors behandelt den Job reduzieren oder und hat grosse Chancen, wieder gesund zu werden. ganz aufgeben», sagt Niggli. Gewisse Arbeitgeber hätten Verständnis, andere sprechen die Kündigung aus. extra eine CD mit seinen Lieblingssongs «Hier versuchen wir nach Möglichkeit gebrannt hat. Nur einige Lehrer behandelten ihn jetzt plötzlich übervorsichtig, zu vermitteln.» Unterdessen stürmen zwei Buben aus und das brauche er nicht. «Ich merke einem Behandlungszimmer, schnappen selbst, wenn ich mich überanstrengen sich einen Bobby-Car und fetzen über würde.» den Gang Richtung Wartezimmer. DieMirco blickt voller Zuversicht in die ses ist mit einer Giraffe bemalt, Spiel- Zukunft. Nach der Rekrutenschule will zeug türmt sich auf einem Tisch, dane- er Polizist werden. «In einem Büro hoben steht eine mannshohe Video-Game- cken wäre nichts für mich.» Es erstaunt Station. Hier ist die Kinderwelt noch in nicht, dass Mirco bereits für das Jahr der Ordnung. Wenigstens für die Länge Rekonvaleszenz eigene Pläne schmiedet, eines Games. denn Physiotherapie reicht dem aktiven Inwiefern hat sich seit der Diagnose 15-Jährigen nicht: «Sportlich will ich Mircos Leben verändert? «Man muss trotzdem etwas machen, vielleicht jede Sekunde geniessen», meint der werde ich ins Fitnessstudio gehen, 15-Jährige, «es kann so schnell alles fer- sonst wird das ja total langweilig», sagt tig sein.» Gewisse Dinge nehme er ein- Mirco.

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neues aus der Migros | 33

Spenden sind lebenswichtig

Professor Felix Niggli ist Abteilungsleiter der Kinderonkologie der Universitäts-Kinderklinik Zürich. Felix Niggli, was ist Kinderkrebs?

Ein relativ seltenes Leiden, jährlich erkranken in der Schweiz rund 220 Kinder daran. Die Ursache ist noch weitgehend unbekannt. Wie unterscheidet sich Kindervon Erwachsenenkrebs?

Erwachsene erkranken zum Beispiel an Lungen-, Brustoder Prostatakrebs.Das ist bei Kindernextremselten.Zudem bricht Kinderkrebs meistens unmittelbar aus. Eine Frühdiagnose ist sehr schwierig. Welcher Krebs bedroht Kinder?

Leukämie ist am häufigsten. Dann Lymphdrüsenkrebs und Hirntumore. Hinzu kommen typische Tumore bei Kindern, wie Nierenkrebs sowie andere seltene Krebsarten. Wie sind die Heilungschancen?

75 Prozent der Erkrankungen können wir erfolgreich behandeln, bei Leukämie sogar 80 Prozent. Bei anderen Krebsarten, wie gewissen Hirntumoren, sind die Heilungschancen aber bedeutend geringer. Wie ist der Stand der Forschung?

Die grösste Arbeit leisten Kliniken, in denen Kinder mit Krebs behandelt werden: Daten sammeln,aufzeichnen, für zukünftige Therapien auswerten. Kinder sprechen grundsätzlich sehr gut auf

medikamentöse Behandlung an. Hier muss man für jedes Kind die optimale Therapieform finden.Offiziell für Kinder zugelassene Medikamente gibt es nur ganz wenige. Warum?

Das Interesse der Pharmaindustrie in der Kinderkrebsforschung ist sehr limitiert. Weil wenig Geld zu verdienen ist?

Das ist ein wichtiger Grund. Gerade deshalb ist Krebsforschung in Kliniken mit jahrzehntelanger Forschungstradition so wichtig. Allerdings gibt es immer mehr Hürden.

Welche?

Neue Therapieformen müssen vom schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic bewilligt werden. In den letzten Jahren haben diese Auflagen jedoch immer mehr zugenommen. Natürlich braucht es Kontrollen, aber der zeitliche und finanzielle Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen.

Wie wichtig sind Spenden für die Kinderkrebsforschung?

Unverzichtbar, da sie praktisch unsere einzige finanzielle Quelle sind. In den letzten 40 Jahren sind die Heilungschancen bei Kindern von quasi null auf 75 Prozent gestiegen. Das haben wir der Forschung zu verdanken.

Wollen Sie spenden? «Kind und Krebs» befasst sich mit der erforschung von Krebs bei Kindern. Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen. Mehr Infos: www.kindundkrebs.ch Spendenkonto: PC 45-9876-3


aktuell 34 |

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neues aus der migros

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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |

Viel drin, wenig drumherum

Die Migros tut alles, um bei Verpackungen Material zu sparen und so die Umwelt zu schonen. Wie das geht, zeigt ein Besuch in der Grossbäckerei Jowa.

D

ie Hauptschicht ist vorbei in der Jowa-Grossbäckerei in Volketswil ZH. In der riesigen Produktionshalle ist es ruhig,zwischen den Backöfen und Förderbändern sind nur wenige Mitarbeiter zu sehen.Christian Pfeiffer (46) und Torben Drechsler (31) nutzen die Zeit, um einen Versuch durchzuführen. Die beiden Spezialisten, die weisse Kittel und Haarnetze tragen,spannen einen Brotbeutel in die Haltevorrichtung einer Verpackungsmaschine. Produktionsleiter Daniel Zanetti (41) sieht aufmerksam zu. Kurz darauf saust ein ofenwarmer Krustenkranz über eine Rutsche und landet ebenso rasant wie zielsicher im Papiersack. Pfeiffer und Drechsler beugen sich über das duftende Gebäck. Sie interessieren sich allerdings mehr für die Hülle als für den Inhalt. Denn die beiden Männer arbeiten als Verpackungsingenieure für die Jowa. Beim Versuch geht es um das Sichtfenster aus Kunststofffolie,das in den Papiersack integriert ist. «Die Dicke dieser Folie haben wir um Bruchteile eines Millimeters verringert», erklärt Pfeiffer. Nun muss die Verpackung beweisen,dass sie Brotlaibe am Ende der Rutsche aufnehmen kann,ohne dass das Sichtfenster reisst.

riesenmengen an kunststoff werden eingespart Nach und nach sollen alle Brotbeutel der Jowa mit der dünneren Folie ausgestattet werden.«Die Kunden werden von der Neuerung gar nichts merken», meint Drechsler. «Denn von blossem Auge betrachtet sieht die Folie gleich aus.» Wozu dann also der ganze Aufwand? Als grösster Schweizer Backwarenproduzent benötigt das Migros-Tochterunternehmen Jowa pro Jahr 120 Millionen Brotbeutel.Dank der dünneren Folie lassen sich jährlich 18 Tonnen des Kunst-

stoffs Polypropylen einsparen. Das ist nur eine von vielen Massnahmen, mit denen die Jowa Verpackungsmaterial spart. Blätterteigstängel werden in Kunststoffschalen verkauft,die zu einem Grossteil aus rezyklierten Pet-Flaschen bestehen.Die Frischpizzen der Jowa sind bereits mit einer dünneren Folienhülle im Handel, dadurch werden pro Jahr 24 Tonnen Kunststoff eingespart. Die Abmagerungskur der Verpackungen ist oft mit enormem Aufwand verbunden.«Für die dünnere Umhüllung der Pizzen haben wir extra eine neue Verpackungsmaschine angeschafft», sagt Drechsler sichtlich stolz. Jede abgespeckte Verpackung bringt einen geringeren Rohstoffund Energieverbrauch und entlastet so die Umwelt.

die Jowa-spezialisten denken ans Wohl der Wälder Eine riesige Aufgabe hat sich die Jowa beim verwendeten Papier und Karton gestellt. Alle Säcke und Schachteln sollen künftig das Gütesiegel des Waldschutzprogramms FSC (Forest Stewardship Council) tragen. Das bedeutet, dass alles Papier und aller Karton aus Holz hergestellt wird, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Anstrengungen der Jowa sind ein Teil einer ehrgeizigen Initiative, an der die gesamte Migros beteiligt ist. Die Detailhändlerin hat sich verpflichtet,im Lauf von drei Jahren die Umweltbelastung durch die meistbenutzten Migros-Verpackungen um zehn Prozent zu senken (siehe Box). Bei aller Nachhaltigkeit müssen die Verpackungen aber auch attraktiv bleiben, denn sie sollen die umhüllten Produkte im Laden optimal zur Geltung bringen. Ein gutes Beispiel ist das Sichtfenster im Brotbeutel. «Um Kunststoff zu sparen,hätten wir dieses Fenster auch einfach kleiner machen oder ganz weg-

Brotsack im Härtetest: Die beiden Experten auf ihre Reissfestigkeit. Produktionsleiter

lassen können», meint Torben Drechsler. «Doch der Kunde will das Brot, das er in der Migros-Filiale kauft, richtig sehen.» Darum entschieden sich die Jowa-Verpackungstüftler,die Folie stattdessen dünner zu machen, obwohl das technisch viel schwieriger war. Am allerwichtigsten aber ist der Schutz der umhüllten Lebensmittel. «Jede Verpackung muss das Produkt vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen», sagt Pfeiffer. «An diesem Prinzip


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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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neues aus der Migros | 35

Verpackungen: Hoch gestecktes Migros-Ziel Die migros hat sich ende 2010 ein hohes Ziel gesteckt. Im Lauf von drei Jahren will die Detailhändlerin die verpackungen der 250 beliebtesten Produkte schrittweise optimieren und so die Umweltbelastung um zehn Prozent senken. Dabei setzt die migros auf vielfältige Lösungen: einsatz von Papier und Karton aus nachhaltiger Waldwirtschaft, verzicht auf Doppelverpackungen, dünnere und dennoch stabile Hüllen, noch höhere Anteile rezyklat bei Pet- und Kartonverpackungen. Kurz gesagt: Produkte in gewohnter Qualität, aber mit weniger darum herum.

Christian Pfeiffer (Mitte) und Torben Drechsler (rechts) testen die neue Verpackung Daniel Zanetti hilft beim Versuch.

darf nie gerüttelt werden.» Die Hülle muss sicherstellen,dass das Produkt unbeschadet im Laden ankommt und dass es bis zum Ende der Konsumationsfrist frisch bleibt. Die Folie einer Pizza darf auf dem Weg vom Produktionsbetrieb in den Laden nicht das kleinste Loch bekommen.«Die grösste Strapaze sind dabei Fahrten mit dem Lastwagen», so Pfeiffer. «Ein Camion holpert auch mal über Schlaglöcher oder muss abrupt bremsen.» Auch die neuen, leichteren

Verpackungen müssen solche Belastungen überstehen.Um das sicherzustellen, führen die Verpackungstüftler auch immer wieder Transporttests durch. Bevor dieFrischpizzamitdemdünnerenFolienkleid in den Handel kam, musste sie auf Reisen gehen. Sie wurde zum Beispiel vom Jowa-Betrieb in Volketswil bis in die Migros-Filiale im Tessiner Ort San Antonino verfrachtet — und kam heil jenseits der Alpen an. Text: Michael West Bild: Ueli Christoffel

Brot: Dank dünnerem Folienfenster im Papiersack lassen sich jährlich 18 Tonnen Kunststoff einsparen. Blätterteigstängel: Die Verpackung besteht grossteils aus rezyklierten Pet-Flaschen.


aktuell 36 |

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neues aus der migros

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Nr. 47, 21. November 2011 | migros-magazin |

Die Schweiz ist im Bond-Fieber

Andrew Bond ist der Star der Schweizer Kindermusikszene. Im Februar und März geht der Zürcher wieder auf Tournee. Seine kleinen und grossen Fans singen und spielen sich schon mal warm.

A

Hauskonzert: Elia (5)und Seraina (10) spielen Lieder von Andrew Bond. Der kleine Gian sitzt eine ganze Stunde lang mucksmäuschenstill auf Mutter Isabel Lüdis Schoss.

uf den ersten Blick zählt Ursula Hunziker (73) nicht gerade zum Zielpublikum von Andrew Bond. Schliesslich ist der Sänger berühmt für seine Kinderlieder. Doch die Por­ zellanmalerin aus Nussbau­ men AG mag Bonds eingän­ gige Melodien und witzige Mundarttexte. «Er schreibt eigentlich moderne Volks­ musik», sagt Hunziker. «Es ist doch schön, dass so viele Kinder seine Lieder auswen­ dig können und nicht nur Songs von US­Popstar Lady Gaga nachsingen. Deren Texte verstehen sie sowieso nicht.» Jeden Dienstag kommt En­ keltochter Jessica Brupbacher (10) über Mittag zu Ursula Hunziker. Die beiden essen nicht nur zusammen,sondern singen auch gemeinsam.Oft­ mals Andrew­Bond­Lieder. «Am besten gefällt mir das Lied ‹Marroni›», sagt Jessica vergnügt. «Ich mag im Win­ ter ja auch den Marroniduft.» Andrew Bond ist der stille Star der Musikszene: Selten berichten die Medien über ihn. Doch der 25 Prozent rabatt auf konzerttickets 46­jährige Wädenswiler, Profitieren Sie vom Cumulus-Angebot. Für das Konzert «Grosse Kiste» von Andrew der seinen Bond und Band gibts an zwei Daten Namen engli­ 25 Prozent rabatt auf Tickets aller schen Vorfah­ Kategorien: Donnerstag, 16. Februar 2012, ren verdankt, 15.30 Uhr, Theater 11, Zürich. Sonntag, hat eine grosse 4. März 2012, 15.00 Uhr, Musical Theater Fangemeinde. Basel. eine limitierte Anzahl vergünstigter Stiller Star mit grossem Erfolg: Und schon ei­ Tickets bekommen Sie unter www.migros. Andrew Bond hat schon ne halbe Mil­ ch/cumulus im bereich «veranstaltungen». 500 000 Tonträger verkauft. lion Tonträger Nennen Sie bei der bestellung einfach den verkauft. Code «Cumulus». bitte beachten Sie, dass zu den im CumulusIm Frühjahr gibt er in Zü­ Ticketshop kommunizierten Ticketpreisen eine bearbeitungsrich und Basel mehrere Kon­ gebühr pro bestellung anfällt. maximal 6 Tickets pro Cumulus-Karte. zerte. Titel der kleinen Tour­ Tickets so lange vorrat und nicht mit anderen vergünstigungen kumulierbar.

Infos zum Konzert unter www.grossekiste.ch

sponsoring by Andrew-Bond-Konzert «Grosse Kiste»

Lieben Mundartlieder: Ursula Hunziker und Enkeltochter Jessica.

nee: «Grosse Kiste». Pflege­ fachfrau Isabel Lüdi (37) aus dem Zürcher Au wird auf je­ den Fall eines der Konzerte mit ihren zwei älteren Kin­ dern Seraina (10) und Elia (5) besuchen. «In den Liedern von Andrew Bond geht es um Themen, zu denen jedes Kind einen Bezug hat», lobt die Mutter. «Zum Beispiel Som­ merferien, Zootiere, Weih­ nachtsguetsli, Freude, Streit, Traurigkeit.» Töchterchen Seraina ge­ fällt es, dass der Sänger sein Publikum zu einem Teil der Show macht. «Manchmal singen alle Kinder für die Er­ wachsenen, dann wieder alle Erwachsenen für die Kinder. Das ist lustig.» Andrew Bond selber be­ tont, dass Kinder ein Anrecht auf gute Lieder hätten: «Es stört sie zum Beispiel, wenn ein Liedtext nicht sauber gereimt ist. Wer erfolgreich Kinderkonzerte geben will, muss auf der Bühne hellwach sein und auch gewisse Domp­ teurqualitäten haben.» Text: Michael West Bilder: Andreas Eggenberger


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aKTuell

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

rücKruF

Baby- und Kindersocken mit Qualitätsmangel Die Migros hat bei den Saisonartikeln «Baby-Rasselsocke» (rot-weiss geringelt, mit aufgesticktem Weihnachtsmann vorn, Artikelnummer 8934.094, 6.90 Franken) und «Kindersocke» (rot, mit aufgesticktem Weihnachtsmann seitlich, Artikelnummer 8024.676, 5.90 Franken) einen Qualitätsmangel bei der Verarbeitung entdeckt: Die kugelförmige Nase des Weihnachtsmanns kann abfallen. Damit besteht die Gefahr, dass Kleinkinder das Teil verschlucken. Aus Sicherheitsgründen ruft die Migros deshalb die beiden Artikel zurück und bittet ihre Kunden, sie nicht mehr zu verwenden. Selbstverständlich erhalten Kundinnen und Kunden, die den Artikel in eine MigrosFiliale zurückbringen, den Verkaufspreis zurückerstattet.

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neues aus der Migros | 39

Migros gewinnt den Schweizer Ethikpreis

90 Prozent des Kaffees der Migros ist UTZ-zertifiziert. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet. Das Label bringt den Pflanzern viele Vorteile.

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or einigen Jahren bot die Migros lediglich fünf Prozent ihres Kaffeeangebots mit einem Label, nämlich Max Havelaar, an. Doch 2005 entschloss sie sich, ihr Kaffeeangebot nach den internationalen Standards von «UTZ Certified» zertifizieren zu lassen. Dieses Programm dient der nachhaltigen Entwicklung,konkret erlaubt es,natürliche Ressourcen,wie Wasser und Boden, besser zu nutzen und die Produkteherkunft nachzuweisen.Ausserdem fördert UTZ Massnahmen, die sich positiv auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeeproduzenten auswirken.

Stichworte sind etwa Schulbildung für die Kinder, Gesundheitsvorsorge sowie Aus- und Weiterbildung für die Pflanzer. Nicht zuletzt macht es sie fit für den Markt. Mit dem Ethikpreis zeichnet die Hochschule für Technik und Wirtschaft Waadt Unternehmen und Organisationen aus, die im Bereich der Ethik, des sozialen Engagements oder der nachhaltigen Entwicklung etwas Ausserordentliches geleistet haben.«Die Philosophie, die hinter dem Projekt steht, und dessen systematische Umsetzung sind beispielhaft», begründet die Jury die Preisvergabe an die Migros. ds

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Nr. 47, 21. November 2011 Migros-Magazin

40 Kochen mit der «Saisonküche» Gute-Laune-Köchinnen unter sich mit der Frage: Genau richtig oder doch noch eine Drehung mehr Pfeffer in der Sauce? Irene brügger (links)und Janine Neininger haben sich auf eine zusätzliche Umdrehung geeinigt.

Und Erwin will nicht mitessen

Der Gartenzwerg heisst Erwin, sie Frölein Da Capo alias Irene Brügger. Gemeinsam stehen sie auf der Bühne, in der Küche aber lehnt sich Erwin zurück und überlässt dem Frölein Herd und Tisch.

H

eile Welt auf dem Bauernhof im Luzerner Hinterland: Weitblick auf die Alpen und den Jura. Nahsicht auf Hochstammbäume, sattgrüne Wiesen, einen Bauernhof mit Schindelfassade. Kurz, die perfekte Kulisse für den Heimatfilm. Auch wenn nicht das Grosi auf der Holzbank sitzt und Socken strickt, sondern Haushund Flynn und Gartenzwerg Erwin in der Herbstsonne um die Wette dösen. Wer noch fehlt, ist die Hauptdarstellerin der Geschichte, Frölein Da Capo alias Irene Brügger (32), die sich als Einfrauorchester mit ihrem unverwechselbaren «Bluepopfolkapella»-Sound in der sonntäglichen Late-Night-Show «Giacobbo/Müller» eine landesweite Popularität erspielt hat. Sie steht schweizweit mit ihren abendfüllenden Solokonzerten auf der Bühne. Und mit ihrem Filmdebüt in der erfolgreichen Schweizer Komödie «Der Sandmann» ist das Frölein seit August 2011 schweizweit in aller Munde.

Vier generationen sitzen am Mittagstisch «Wer den Berg hinaufgeht, kommt irgendwann wieder runter», begrüsst sie «Saisonküche»-Köchin Janine Neininger,die mit ihrem Flitzer die Kurven zum Hof mühelos bewältigt hat. Im Gepäck hat sie Rehschnitzel, Gewürze, herbstliches Allerlei, Honig und das Rezept. Auf gehts,rein gehts in die Bauernküche!

Irene Brügger ist eine unkomplizierte und zuvorkommende Gastgeberin, hat Charme und Witz und kann sich mühelos zwischen Kochen und Gespräch für die Fotografin in Pose werfen.Trotz ihres Erfolgs verzichtet sie weder auf ein Bier in ihrer Stammbeiz Tübali in Willisau noch auf einen Besuch am berühmten

Aufgetischt ■ Was haben Sie immer auf Vorrat? Fleisch vom Hof, Pasta, Kaffee und mehl. ■ Wie oft kochen Sie pro Woche? Täglich am Abend. ■ Kochen ist für Sie … … ein alltägliches Hobby. ■ Was würden Sie nie essen? rosenkohl, Krustentiere – und Innereien müssen auch gar nicht sein. ■ Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Das Treffen mit endo Anaconda von Stiller Has würde ich gerne nachholen. beim ersten versuch erkrankte er kurzfristig.


MIGROS-MAGAZIN Nr. 47, 21. November 2011

SaiSonKüChE IRENE BRÜGGER 41

Hunger! Achtung, fertig, los, sagt sich Irene Brügger. Nur Gartenzwerg Erwin kann es nicht fassen und hält sich den Kopf. Dabei ist Reh so fein mit Speck, Silberzwiebeln, Petersilie, Cicorino rosso, Randen und mehr. Zwei, drei Handgriffe, und schon kann es serviert werden. Petersilie hacken, Randen in Würfel schneiden, das Ganze andünsten und noch die Schnitzel braten, abschmecken, fertig.


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MIGROS-MAGAZIN NR. 47, 21. NOVEMBER 2011

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Rehschnitzel mit Herbstsalat Willisauer Jazzfestival. Wer so geerdet ist, eingebettet in eine intakte Familie mit Mann, zwei Kindern, Eltern, Grosseltern, Tieren und viel Natur, dem «wächst» weder eine steife Oberlippe, noch hebt er ab. «Im Winter waren wir als Kinder oft im Wald zum Holzen. Das Schönste kam zum Schluss, dann, wenn Grossvater ein Feuer entfachte und wir über der Glut die Cervelats grillierten. Das liebe ich heute noch.Allerdings noch mit einem kleinen Bier dazu», sagt Irene Brügger. «Was ich auch nicht missen möchte ist das gemeinsame Mittagessen. Dann, wenn vier Generationen am Küchentisch sitzen und sich über den Schweinsbraten mit Kartoffelstock freuen. Nur das Singen zum Abwaschen haben wir aufgegeben, das erledigen heute Geschirrspüler und Radio», ergänzt sie.

Frivol, frech und unbekümmert nimmt sie die Leute aufs Korn Irene Brügger spielt gerne mit Gegensätzen. Das Pendeln zwischen Trend und Tradition, zwischen gestern und heute spiegelt sich in ihren Auftritten wider. Ihre Kleidung mit buntem Petticoat ist eine Reise zurück in die 50er-Jahre. Ihre Lieder sind von heute und nehmen die Marotten der Mitmenschen aufs Korn. Nicht schulmeisterlich, sondern frivol, frech und unbekümmert. Zum Beispiel beim Lied über den «Plagööri». Beim «Tango im Schwane» singt sie von der Erdnussschale, «wo scho jede Söineggu driiglänget hed, mit ungwäschene Händ … noch em Brönzle». Die Gäste zum «Saisonküche»-Menü bekommen keine Erdnüsse, sondern erfreuen sich an zarten Rehschnitzeln mit dem herbstlichen Salat von Köchin Janine Neininger.Nur einer fehlt am Tisch! Erwin. Zwerge essen kein Reh. Text: Martin Jenni Bilder: Viktoria Loesch

Am 9. und 10.12.2011 tritt Frölein Da Capo mit siebenköpfiger Band im Luzerner Stadtkeller auf. Mehr Infos unter www.einfrauorchester.ch

ZUTATEN 100 g Speck in Tranchen ¼ Bund Petersilie 500 g Rehschnitzel Salz, Pfeffer 2 EL Sonnenblumenöl 60 g Silberzwiebeln

ZUBEREITUNG 1 Salat waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Gut abtropfen lassen. Baumnüsse grob hacken. Randen schälen und in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden. Senf, Honig, Balsamico und Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Salat: 200 g Salat, z. B. Nüsslisalat, Cicorino rosso 50 g Baumnüsse 250 g gekochte Randen 1 EL grobkörniger Senf 2 EL Honig 2 EL Aceto balsamico 5 EL Sonnenblumenöl Salz, Pfeffer

2 Speck in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden. Petersilie hacken. Rehschnitzel mit Salz und Pfeffer würzen. Im Öl rundum 3 bis 4 Minuten braten. Schnitzel herausnehmen und mit Alufolie abdecken. Speck in die Pfanne geben und anbraten. Zwiebeln beigeben und 1 Minuten mitbraten. Petersilie beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rehschnitzel anrichten. Speck und Zwiebeln darübergeben. Mit dem Salat servieren.

Jetzt an Ihrem Kiosk für Fr. 4.90 oder unter www.saison.ch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.–

Hauptgericht für 4 Personen. Zubereitung ca. 25 Minuten, pro Person ca. 36 g Eiweiss, 37 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 2300 kJ/550 kcal


KüchenKunde 44 |

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eiweiss

Was Eiweiss alles kann

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Nr. 47, 21. November 2011 | Migros-Magazin |

hülsenfrüchte Sattmacher wie grüne bohnen, Linsen oder Kichererbsen enthalten alle pflanzliches eiweiss. Sie sind besonders für vegetarier wichtige eiweisslieferanten und strotzen ebenso vor vitaminen. Aus ihnen lassen sich köstliche Salate, brotaufstriche oder eintöpfe machen.

Parmesan bei den Käsesorten liefert unter anderem Parmesan viel tierisches eiweiss und Kalzium. Gemäss einer Studie der University of Tennessee soll Kalzium aus milchprodukten die Fettverbrennung steigern. verwöhnen Sie Ihre Gäste zum nächsten Apéro mit Parmesanwürfel. Tipp: mit etwas balsamicoessig beträufeln. Schmeckt fein!

hühnereier Das Protein von eiern ist vom menschlichen Körper besonders gut verwertbar. Zudem stecken jede menge vitamine (A, b, D, e) im eigelb. Nach heutigem Wissen ist auch die Hysterie ums Cholesterin völlig übertrieben. Sie dürfen also ohne bedenken am Sonntag ein frisches vier-minuten-ei verspeisen.

Poulet – geflügel Pouletbrüstli, Pouletschenkeli ohne Haut und auch Trutenfleisch sind fettund cholesterinarm. Hühnerfleisch liefert generell viel hochwertiges eiweiss, mineralstoffe und vitamine des b-Komplexes. Wie wärs mal wieder mit einem Coq au vin?

Eiweiss ist Bestandteil einer gesunden Ernährung und dient als Energiequelle für den Aufbau von Körperproteinen. Der Powerstoff sättigt lange, macht stark und hilft sogar bei Übergewicht.

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bild: Getty Images

Food-Redaktorin Sonja Leissing

ir wissen spätestens seit dem Film «Rocky» mit Sylvester Stallone, dass unter anderem Eier und Steaks als Muskelmacher gelten.Schauspieler Stallone erledigte nach dem Genuss von sechs rohen Eiern seinen Gegner im Boxring mit KO. Während Kohlenhydrate und Fett in erster Linie Energie für die Muskelarbeit liefern, ist Eiweiss — natürlich neben hartem Training — für den Aufbau von Bizeps und Waschbrettbauch verantwortlich. Unsere Muskeln bestehen zu etwa 20 Prozent aus Protein. Aus diesem Grund wollen aktive Sportler mit einer eiweissreichen Ernährung den Muskelaufbau vorantreiben. Aber nicht nur Sportler wollen Eiweiss: Denn nach den neusten Erkenntnissen schwören auch Übergewichtige beziehungsweise Menschen, die abnehmen wollen, auf eine proteinreiche Diät, um überflüssige Pfunde rasch purzeln zu lassen.

aminosäuren braucht es für unsere zellen Dem Körper regelmässig Eiweiss zuzuführen ist lebensnotwendig, denn die Funktionen der einzelnen Proteine be-

stimmen die Form und die Struktur unserer Zellen. Proteine bestehen aus 21 verschiedenen Aminosäuren, davon sind neun essenziell, also lebensnotwendig, und können vom Körper nicht selbst hergestellt,sondern müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Aminosäuren regeln Eiweisse sämtliche Prozesse, die unser Körper für den Aufbau von Organen, Muskeln, Knochen,Haut,Haaren und Nägeln braucht.

Zudem sind diverse Eiweissverbindungen dafür zuständig, Hormone, Enzyme und relevante Stoffwechselvorgänge im Körper zu regulieren. Auch unser Immunsystem nutzt tierisches und pflanzliches Eiweiss für diverse Aufgaben. Fehlt dem Körper jedoch eine Aminosäure oder wird ein daraus gebildeter Wirkstoff, wie beispielsweise ein Hormon, nicht mehr ausreichend hergestellt, so sind wichtige Körperfunktionen eingeschränkt.


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KüchenKunde

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

Tofu Sojakäse strotzt nur so vor pflanzlichem eiweiss und ist eine tolle Abwechslung auf dem Teller. Tipp: Tofu vor dem erhitzen mit verschiedenen, gehackten Kräutern und etwas olivenöl, Sojasauce etwa zwei Stunden lang marinieren. Tofu schmeckt herrlich zu Salat, Hülsenfrüchten oder in einem Gemüsecurry.

sprossen Sprossen und Keime sind reich an pflanzlichem Protein. Zudem sind alle Sprossen reich an sekundären Pflanzenstoffen. Wie wäre es einmal mit Ziegenkäse, rucolasprossen und gerösteten Pinienkernen?

Quark und Milchprodukte Das im Quark und Joghurt enthaltene milcheiweiss ist reich an Leucin. es gehört zu den neun Aminosäuren (insgesamt sind es 21), die unser Körper nicht selbst herstellen kann. eine tolle Kombination sind Gschwellti mit Kräuter- oder Knoblauchquark.

Fleisch rindsfiletspiessli, ein mageres Steak oder Tatar weisen ein ähnliches Aminosäureprofil auf, wie die menschlichen Zellen. mageres Fleisch besteht im Schnitt zu etwa 20 Prozent aus hochwertigem eiweiss. es ist deshalb hochwertig, weil dieses tierische eiweiss fast restlos in körpereigenes eiweiss umgewandelt werden kann.

Fisch Fische enthalten hochwertiges eiweiss, omega-3-Fettsäuren und viele vitamine. ernährungstechnisch teilt man Fische gemäss ihrem Fettgehalt in drei Gruppen ein: magere Fische, wie Flunder, Zander, Kabeljau, mittelfette Fische, wie Forelle und Karpfen, und fette Fische mit mehr als zehn Prozent Fett, wie Lachs, Hering, makrelen.

Meeresfrüchte muscheln, Crevetten, Scampi und Krebse sind ebenfalls gute eiweisslieferanten und je nach Zubereitungsart kalorienarm. einziger Nachteil ist der hohe Cholesteringehalt. Aber da man meeresfrüchte nicht täglich isst, sind sie zwischendurch schon mal erlaubt.

Die grössten Eiweissquellen sind Fleisch, Milchprodukte, Hühnereier, Wurstwaren, Fische, Hartkäse, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte und Nüsse. Obwohl tierisches Eiweiss aus magerem Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und teils Milchprodukten dem menschlichen Körper ähnlicher ist, raten Ernährungsexperten pflanzliche Eiweisslieferanten in Sojaprodukten, Getreide, Linsen, Bohnen und Kartoffeln nicht zu vernachlässigen und diese regelmässig in

den Menüplan einzubauen. Gerade Vegetarier sollten bei Hülsenfrüchten tüchtig zugreifen. Pflanzliche Eiweissquellen enthalten nämlich praktisch kein Cholesterin, weniger Purine (bei deren Abbau schädliche Harnsäure entsteht), weniger Fett, weniger Kalorien, dafür aber mehr komplexe Kohlenhydrate, die rasch und anhaltend sättigen. Tierische und pflanzliche Eiweisslieferanten ergänzen sich wunderbar und lassen sich gut miteinander kombi-

nieren. Zum Beispiel eine Kartoffeltortilla mit Ei,Fisch mit Reis oder Vollkornbrot mit Käse. Um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten,empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit in Bern gesunden Erwachsenen, täglich 0,8 Gramm Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Dies entspricht etwa zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs eines Erwachsenen. Sportler dürfen jedoch schon etwas mehr zu sich nehmen.

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NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 Migros-Magazin

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Weihnachten im MigrosMagazin: ADVENT Ein Kerzlein brennt MM 48: Samichlaus Wo Geheimnisse wohnen MM 49: Schenken Das kommt von Herzen MM 50: Schlemmen Zeit für eine Einladung MM 51: Festlich geniessen Das perfekte Menü MM 52: Silvester Die Party steigt

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LichtergLanz 59

Advent ist … Geborgenheit spüren

Zeit füreinander haben, sich Geschichten erzählen, Guetsli naschen. Die Adventszeit ist eine der Traditionen die Gross und Klein glücklich macht.

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Sicherheit rund um den Lichterglanz

Kerzen ausschliesslich auf feuerfester Unterlage verwenden, niemals unbeaufsichtigt brennen lassen und nicht in der Nähe von Vorhängen oder brennbaren Materialien aufstellen. Durchzug vermeiden. Kinder nie mit brennenden Kerzen unbeaufsichtigt lassen. Ein Eimer Wasser in der Nähe sieht vielleicht nicht schön aus, hilft aber, im Notfall rasch einzugreifen.

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enn die Tage kürzer werden und es draussen ungemütlich kalt ist, wird die heimelige Wohnstube zum schönsten Zufluchtsort. Die Kerzen am Adventskranz zeigen jetzt die wenigen Wochen bis zum Fest, und die Zeit scheint fast ein wenig still zu stehen. Man verbringt besinnliche Stunden im Kreis seiner Liebsten,erzählt sich Geschichten im Kerzenschein und nascht von den duftenden Weihnachtsguetsli. Genauso geht es in der Adventszeit bei Familie Felix zu. Um ein zauberhaftes Ambiente zu schaffen, taucht Eveline (42) die ganze Stube in einen flimmernden Lichterteppich. Aufgereiht wie die Zinnsoldaten,stehen die Kerzen auf dem Ofenbänkli.Sie anzuzünden ist gar nicht so einfach, findet Anna (8). Nach dieser Herausforderung geniesst sie die Geborgenheit an Papas Seite. Er erzählt ihr von den Weihnachtsbräuchen seiner Kindheit. Luca (15) muss darüber schmunzeln,denn er hat die alten Storys schon viele Male gehört. Eveline freut sich, ihre Familie so unbeschwert zu sehen. Sie ist gespannt, welche der vielen Guetsli Peter und die Kinder am liebsten mögen: Sind es die selbst gebackenen Totenbeinli,die Chräbeli vom Grosi oder die bunte Mischung aus der Migros? Text: Jacqueline Vinzelberg Bilder: Marco Aste, Jorma Müller

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1. Tag: Schweiz–Châlon. Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus oder Königsklasse-Luxusbus bis Châlon und Einschiffung auf Ihr schwimmendes Hotelschiff «MS Excellence Rhône». Willkommenscocktail und Begrüssung an Bord zu einer wunderbaren Flussfahrt auf Ihrem luxuriösen Hotelschiff «MS Excellence Rhône». 2. Tag: Tournus–(Cluny)–Lyon. Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen Ausflug (*) zu den Burgen, Schlössern und Klöstern im Südburgund mit Weindegustation. Das Burgund war auch die Wiege der zwei grössten klösterlichen Reformbewegungen des Mittelalters mit Cluny. Abends erreichen Sie Lyon, die gastronomische Hauptstadt Frankreichs. 3. Tag: Lyon–Tournon. Vormittags steht eine Stadtbesichtigung von Lyon auf dem Programm (*). Sie entdecken dabei die drittgrösste Stadt Frankreichs, welche am Zusammenfluss von Rhône und Saône liegt. Die ehemalige Hauptstadt Galliens besitzt beeindruckende römische Ruinen, eine RenaissanceAltstadt und ein lebhaftes Zentrum. Am Nachmittag Weiterfahrt auf der Rhône. 4. Tag: Tournon–Viviers–Avignon. Heute

Ardèche zu besichtigen (*). Entdecken Sie diese unvergleichlich schöne Landschaft mit den felsigen Steilhängen, den Basaltschichten und dem tiefblauen Fluss. Geniessen Sie danach den Nachmittag an Bord und lassen Sie sich von den vorüberziehenden Landschaften verzaubern. 5. Tag: Avignon–Arles. Dank seiner berühmten Brücke ist Avignon seit dem 12. Jh. ein wichtiges Handelszentrum. Nach dem Frühstück Besichtigung des Papst-Palastes, eine wahre Zitadelle erbaut auf einem Felsvorsprung und umgeben von einem Festungswall (*). Nachmittags fak. Ausflug in die Provence. Erleben Sie das Spiel der Farben und die herrlich duftenden Lavendelfelder (CHF 35.–). Wiedereinstieg der Ausflugsteilnehmer in Arles. 6. Tag: Arles–Port St. Louis. Morgens bieten wir Ihnen einen Stadtrundgang in Arles (*) an. Nebst der römischen Arena ist Arles auch berühmt als Wirkungsstätte des Malers Vincent Van Gogh. Nachmittags steht ein Ausflug in die Camargue auf dem Programm (*). Eine unermessliche Weite – das Meer, die Sümpfe und Teiche mit einer aussergewöhnlichen Tierwelt. Besuch der hübschen Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer. Ihr Schiff fährt bis Port St. Louis am grössten

nehmer wieder an Bord steigen. 7. Tag: Port St. Louis–Arles. Am Morgen fakultativer Ausflug nach Marseille, der zweitgrössten Stadt Frankreichs (CHF 35.–). Auf einem rund 160 Meter hohen Kalkfelsen erhebt sich die von Weitem sichtbare Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-la-Garde, eines der Wahrzeichen von Marseille. Geniessen Sie am Nachmittag ein letztes Mal die Fahrt auf der Rhône nach Arles. 8. Tag: Arles–Schweiz. Nach dem Frühstück beginnt die Ausschiffung. Rückreise in die Schweiz zu Ihren Einstiegsorten.

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in Hoch auf die schwedischen Hackfleischbällchen. Es gibt viele Menschen, die allein wegen dieser unwiderstehlichen Hackfleischklösschen mit Sauce und Kartoffelstock regelmässig zu einem grossen schwedischen Möbelhaus pilgern. Kurz und bündig: Köttbullar sind Kult. Und weil sie so gut

schmecken, gibt es sie jetzt neu von Anna’s Best, ganz stilecht mit Kartoffelstock. Die schwedische Hausmannskost braucht nur noch erwärmt zu werden. Während schwedische Mütter gerne auch Elch- oder Rentierfleisch für ihre Köttbullar verarbeiten, sind die von Anna’s Best aus bestem Schweizer

Rind- und Schweinefleisch. Übrigens spricht man Köttbullar Schöttbullar aus. Aber ganz egal, wie man die feinen Klösschen nun ausspricht, schon ein Spaziergang in die nächste grössere Migros-Filiale genügt,um in den Genuss zu kommen. Text: Dora Horvath Bild: Jorma Müller


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ur die Finnen und ihre nordischen Nachbarn trinken mehr Kaffee als Herr und Frau Schweizer,die jährlich zirka 1400 Tassen konsumieren. Pius Müller ist einer von ihnen.In seiner Zürcher Galerie Art Seefeld steht die Kaffeemaschine normalerweise in der Miniküche. Dass die Delizio Uno aber eigentlich viel zu schön ist,um sie zu verstecken, zeigt sie der Galerist für einmal

in Korrespondenz mit den Bildern der Zürcher Künstlerin Eva Diener. Die Delizio Uno ist ein Paradebeispiel dafür, dass im Kleinen oft Grossartiges steckt. Ihre elegante und ultraschmale Silhouette mit einer Breite von nur 10,5 Zentimetern stellt andere Kapselmaschinen in den Schatten.Was so klein ist, findet überall seinen Platz. Doch nicht allein ihr Miniformat hebt sie aufs

Podest.Nach einer Aufwärmzeit von nur gerade 15 Sekunden ist sie startbereit, alle köstlichen elf Kaffee- und die vier Teesorten von Delizio aufzubereiten. Obendrein ist sie auch noch ein echtes Energiesparwunder.Trendige Farben unterstützen ihre attraktive Figur. Und wer hats erfunden? Ja, genau — wir Schweizer! Text: Jacqueline Vinzelberg Bild: Jorma Müller


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

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Kartoffel-Würfeli mit Wirz Hauptgericht für 4 Personen ■ 800 g Kartoffeln schälen und in 1 cm grosse Würfel schneiden. In einer beschichteten Bratpfanne, in etwas Sonnenblumenöl goldbraun braten. Salzen und warm stellen. Circa Fr. 2.– ■ 350 g Wirz halbieren, Strunk entfernen. Wirz in feine Streifen schneiden. In kochendem Wasser ca. 2 Minuten blanchieren. Wasser abgiessen. Eine fein gehackte Knoblauchzehe und eine gehackte Zwiebel in einer Bratpfanne in Bratbutter andünsten. Wirz beigeben und 3 Minuten mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Circa Fr. 3.75 ■ Eine beschichtete Pfanne mit wenig Bratbutter ausreiben, 4 Eier darin zu Spiegeleiern braten, salzen und pfeffern. Kartoffelwürfeli und den Wirz auf 4 Teller verteilen mit je 1 Teelöffel gehackter Petersilie bestreuen. Jeweils ein Spiegelei auf den Teller geben. Circa Fr. 2.70

Käse und mehr

Ein echtes Winter-Gericht: Kartoffeln mit Wirz und Spiegelei.

Häppchen für zwischendurch

Die Rezeptidee zum neuen Blévita-Gruyère AOC wurde von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, auf dem Internetforum Migipedia kreiert. Der Dinkelteig ist mit Gruyère AOC aufgepeppt und verleiht der neuen BlévitaVersion ein herzhaftes Aroma. Blévita mit Gruyère AOC, 6 x 38 g, Fr. 3.60

Heisse Sticks Manchmal überfällt einen plötzlich ein kleiner Hunger, und der «Gluscht» steht nach etwas Rezentem. Und den Bauch schön wärmen soll es auch. Da sind doch panierte Chicken Sticks von Don Pollo genau das Richtige. Die knusprigen Stängelchen sind innert zehn Minuten servierbereit. Don Pollo Chicken Sticks, 400 g, Fr. 6.20

Süsses dabei? Biberli fürs gute Gewissen Biber und Biberli sind eine St. Galler und Appenzeller Spezialität. Nun gibt es die feinen Biberli auch in Bioqualität zu kaufen. Herzstück des Lebkuchengebäcks ist die zarte Mandelfüllung. Wie auf der Homepage www.kulinarischeserbe.ch nachzulesen ist, war die Mandelmasse erst ab 1800 Bestandteil eines Bibers. In dieser Zeit hat sich nämlich das einst teure Importgut Zucker durch die industrielle Gewinnung aus heimischen Runkelrüben massiv verbilligt. Bio Biberli, 75 g, Fr. 1.50

Was will man mehr? Die neuen Bio-Vollkornreiswaffeln mit Milchschokolade gibts jetzt für unterwegs. In Einzelportionen verpackt sind sie genau richtig für den kleinen Hunger zwischendurch. Bio Vollkornreiswaffeln Schoko, 3 x 40 g, Fr. 3.30


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NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 | migros-magazin |

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ind,Nässe,Temperaturwechsel — die kältere Jahreszeit stellt das Haar vor eine echte Herausforderung. Gerade jetzt, wo das Haar oft kraftlos wirkt, sollte man es optimal mit einemVolumen-Shampoopflegen,damit es mehr Geschmeidigkeit und Volumen erhält. Im «K-Tipp» vom 21. September

2011 hat das Power-Volume-Shampoo von I am sowohl im Anwendungstest als auch bei den Inhaltsstoffen von insgesamt 12 getesteten Shampoos einen der besten Plätze erreicht. Die Kombination von Extrakten aus Frangipani und Antioxidantien schützt das Haar vor schädigenden Umwelteinflüssen. Die leichte

Formulierung befreit das Haar schonend von belastenden Rückständen und sorgt für mehr Fülle und bessere Kämmbarkeit. Das Haar erhält mehr Schwung und Geschmeidigkeit. Da das Shampoo keine Silikone enthält, verleiht es feinem Haar Kraft und Volumen, ohne es zu beschweren. Text: Anette Wolffram

Bild: Getty Images

Volles, weiches Haar ist ein Traum. Das Power-Volume-Shampoo von I am macht ihn wahr. Das hat der «K-Tipp»-Test bewiesen.


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migros-magazin | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

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miX non fooD | 67

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Davoser

Mal ehrlich: Macht es nicht viel mehr Spass, bäuchlings auf einem traditionellen Holzschlitten den Hang hinunterzufetzen, als seinen Allerwertesten auf einen Plastikrutscher zu setzen? Den unverwüstlichen Davoser Schlitten gibt es in drei Grössen in der Migros. Und der Klassiker geht mit der Zeit: Er wird in der Schweiz aus FSC-zertifiziertem Schweizer Buchenholz gefertigt.  Davoser Schlitten, 80 cm, Fr. 99.90*  Davoser Schlitten, 100 cm, Fr. 109.–*  Davoser Schlitten, 120 cm, Fr. 119.–*

Chris von Rohr, Produzent, Gründer und Bassist der Rockband Krokus stürmt die Charts mit seinem neuen Buch «Sternenstaub» – die besten Kolumnen und Texte.

* In SportXX-Filialen.

Must-haves für die Piste

Chris von Rohr, wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als kleiner Bub mit der Pflege von Hunden und Katzen, nahe Solothurn. Wofür würden Sie nie Geld ausgeben?

Hals- und Beinbruch

Für Kaviar und Tierpelze.

Was geben Sie auch fürviel Geld nicht her?

Das wichtigste Aufbaumineral für die Knochen ist Kalzium. Nicht nur Sporttreibende, sondern auch Jugendliche, Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Die Kalziumlutschtabletten von Kneipp sind mit Vitamin D3 und Fluor angereichert. Kneipp natürliches Calcium Plus, 60 Stück, Fr. 8.90

Meinen alten Steinway-&-Sons-Flügel, die Zeichnungen meiner Tochter und meine Gitarrensammlung. Was gibt es kostenlos in Ihrer Stadt?

Alpiner Dresscode

Skandinavier Der Norwegerpullover ist der Winterklassiker schlechthin. Warum gerade die Norweger bei seiner Namensgebung die Lorbeeren geerntet haben, ist nicht ganz klar: Der gemusterte dicke Strick soll nämlich seinen Ursprung auf Island haben. Wer die Stricknadeln nicht selber geschickt klappern lassen kann, kauft sich die Baumwollversion in der Migros. Das Modell ist nicht ganz so warm wie das Original aus Wolle, sieht jedoch beim Après-Ski todschick aus. Herren Norwegerpulli, Fr. 69.–

Mit der atmungsaktiven, wasserfesten Hose und den Goretex-Handschuhen kann uns selbst fieses Wetter nichts anhaben.  Obscure HerrenSchneehose, Blau (auch Grün, Braun, Rost und Schwarz), Fr. 149.–*  Ziener HerrenHandschuhe mit GoreTex-Windstopper, Schwarz, Fr. 79.90* * In SportXX-Filialen.

Zu Hause in Solothurn ein freundliches Lächeln, liebe Worte und Bücher in der Zentralbibliothek. Wo trifft man Sie abends?

In Solothurn im Kofmehl Club, in Zürich in der Rössli Bar. Am liebsten schaue ich mit meiner Freundin zu Hause ins Feuer.

Und wo garantiert nicht?

Ich mache mir nie Gedanken, wohin ich nicht gehe. Sind Sie gerne prominent?

Für mich ist es in Ordnung, dass dich alle so behandeln, als hättest du jeden Tag Geburtstag. Aber ich vergesse die Zeiten nie, als ich bei bissiger Kälte Plakate aufhängte, damit 17 Leute ans Konzert kamen. Interview: Eugen Baumgartner


5x PUNKTE

FREITAG, 25. UND SAMSTAG, 26. NOVEMBER GESAMTES MIGROSSORTIMENT*

*Am Freitag, 25. und Samstag, 26. November 2011, können Sie in den Migros-Supermärkten, MigrosRestaurants, Migros-Take Away, melectronics, Do it + Garden Migros, Micasa, SportXX, OBI, Migros-Partner und allen VOI-Filialen der Genossenschaft Migros Aare (Kt. AG, BE, SO) von 5-fachen Cumulus-Punkten profitieren. Ausgenommen sind Migros-fremde Produkte in allen Migros-Partner und VOI-Filialen, Gebührensäcke und -marken, Vignetten, Depots, Servicedienstleistungen, Taxkarten, E-Loading, Kaffeebonbüchlein, Gutscheine und Geschenkkarten.

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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

MIGROS AARE | 69

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NEWS Produkt der Woche AdR-Raclette Nature in Scheiben. Wiederverschliessbare Verpackung à ca. 800 g. Fr. 2.10 per 100 g.

Es ist ja wirklich gut gemeint, wenn Veranstalter ausführliche Gesuche um Unterstützung nach Schönbühl senden. Aber äbe – man kann es auch leicht übertreiben, selbst zur Weihnachtszeit. Dieser Tage haben wir nämlich ein mit Fr. 5.60 (über)frankiertes und wattiertes Couvert für ein Konzert erhalten, dessen Beschreibung samt Budgetunterlagen und Prospekte früherer Veranstaltungen des Absenders 1,023 kg auf

die Waage brachte. Damit wir uns richtig verstehen: Nicht, dass unsere Leute im Kulturellen + Sozialen oberflächlich über Vergabungen entscheiden würden. Sie sind aber wirklich happy, wenn ihre Post am Morgen nicht gleich mit einem Gitterpalett eingefahren werden muss, denn auch auf einigen wenigen Seiten lässt sich ein Gesuch sehr gut beschreiben. Und sonst: Ein Telefon vorab schafft Klarheit.

Zurück in die Achtzigerjahre

Am Silvester fällt auf dem Güsche der Startschuss für eine neue Eventserie: «Lost in Disco» mit DJ Küse. Nostalgiker und Partygänger müssen sich dafür aber nicht zwingend eine Dauerwelle verpassen lassen oder ein Stirnband und weisse Socken tragen. Events bis Silvester 2011

«Lost in Disco» mit DJ Küse: Die neue Eventserie im «Uptown» auf dem Gurten.

W

ersicherinnernkann,Rüeblihosen, eine Vokuhila-Frisur oder Leggins in Neonfarben getragen zuhaben,hatsieerlebt:dieAchtzigerjahre.Die Dekade war aber nicht nur geprägt von modischen Entgleisungen, sondern auch von musikalischen Höhepunkten, sagt Markus Merz alias DJ Küse: «Depeche Mode, U2 und Simple Minds sind noch immer Kult.» Er bestreitet seit acht Jahren die Achtziger-Sendung «Lost in Disco» auf dem Berner Kultursender Radio RaBe. Ab Silvester wird auf dem Gurtenregelmässigdie«LostinDisco»-Party steigen. «Diesen Namen habe ich ge-

wählt, weil ich Songs aus den Achtzigern spiele,diedamalskaumimRadiogespielt wurden, sondern quasi in der Disco verloren gingen», erklärt Küse. Da DJ Küse bei einem nicht kommerziellenRadiosenderarbeitet,mussersich um die Länge der Songs nicht scheren: «Wenn ein Stück acht Minuten lang ist, dann lasse ich es acht Minuten lang über den Sender.» Der 46-jährige Berner DJ aus Bümpliz war 1982 17-jährig. Schon damals war er als Fotograf auf der Jagd nach Rock- und Popstars: «An Wochenenden reiste ich oft mit Freunden nach London, um dort Maxisingles zu kaufen,

■ Donnerstag, 24.11.: Soirée d’amour ■ Mittwoch, 30.11./7.12.: Kids: CrazyDavids-Gurten-Club ■ Freitag, 2.12.: Eltern John Rock & Oldies Disco ■ Sonntag, 4.12.: Chlousetag ■ Silvester 2011: Uptown: Silvesterparty «Lost in Disco» Im «Bel Etage»: Silvester-Sechsgänger Im «Tapis Rouge»: Familiensilvester mit Buffet Infos & Reservationen: info@gurtenpark.ch und 031 970 33 33

die in der Schweiz noch nicht auf dem Markt waren und die wir dann in der Disco spielen konnten.» Küse ist mit der legendären Disco Medora im Berner Tscharnergut gross geworden: «In den Achtzigerjahren gab es wenige Jugenddiscos in Bern, und viele gute Songs wurden eben nicht im Radio, sondern in der Disco gespielt.» Die «Lost in Disco»Party,die auf dem Gurten zum ersten Mal am Silvesterabend steigt,wird denn auch viele musikalische Siebziger- und Achtziger-Perlen in voller Länge bieten und die Musikwünsche der Gäste erfüllen. Saskia van Wijnkoop


ihre region 70 |

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Klubschulangebot Schalten Sie ab vom Alltag mit Hatha Yoga. Die indische Lehre umfasst eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen. Dazu gehören bewusste Körperstellungen, Atem-, Entspannungs- und Konzentrationsübungen mit Meditation. Verbessern Sie durch das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist Ihre innere Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit.

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NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 | migros-magazin |

Rund um d’Wäut

Sehnsucht, Fernweh und Heimkehr nach langen Reisen ‒

Infos erhalten Sie unter www.klubschule.ch und Tel. 0844 844 900.

Alperose-Torte Von der Konditorei der Jowa AG Zollikofen wurde eigens fürs Musical eine leckere AlperoseTorte kreiert. Diese ist ab Dienstag, 22. November, täglich frisch in allen Filialen der Migros Aare zum Preis von Fr. 13.50 erhältlich.

30 Prozent Rabatt

In der Erlebniswelt, in die der Zuschauer von «Alperose» eintaucht, gibt es ein herrliches

Als Presenting-Sponsorin des Musicals «Alperose» offeriert die Migros ihren Kundinnen und Kunden 30 Prozent Rabatt auf die Tickets aller Kategorien (ausser VIP) nachfolgender Vorstellungen:

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■ Sonntag, 19. Februar, 14.30 Uhr ■ Dienstag, 21. Februar, 19.30 Uhr ■ Mittwoch, 22. Februar, 19.30 Uhr ■ Dienstag, 28. Februar, 19.30 Uhr Ticketpreise: Fr. 40.60 bis 87.50 (statt Fr. 58.- bis 125.-), zuzüglich Bearbeitungsgebühren. Die vergünstigten Tickets sind erhältlich unter Tel. 0900 101 102 (Fr. 1.19 pro Minute ab Festnetz) und www. ticketportal.com mit Angabe des Stichworts «Migros-Aktion». Max. 6 Tickets pro Kunde, gültig, solange Vorrat.

as Musical «Alperose» bringt vom 17. Februar bis 15. April 2012 eine Vielzahl von Polo Hofers berühmten Titeln wie «Kiosk», «Lotti, Lotti», «Wägem Gäld» und «Alperose» auf die Bühne des BernExpo Musical Theaters 4.1. Die vielfältigen kurzen Geschichten in diesen Liedern bilden die Textskizzen, die raffiniert in eine neue Musicalstory verwoben sind.

eine geschichte von Pesche, Lorraine und Johnny Nach mehreren Jahren abenteuerlicher Reisen durch die Welt kehrt Pesche, der ehemalige Schatz von Lorraine, wieder zurück in die Heimat. Ohne Vorankündigung war Pesche von zu Hause ausge-

rissen,hatte Freundin und Kumpels einfach so verlassen. Seine Absicht war es, nach einigen Wochen,höchstens Monaten wieder zurückzukehren. Doch aus Monaten wurden Jahre. Bei seiner Rückkehr nach Bern wird Pesche von allen mit offenen Armen aufgenommen. Von fast allen, denn Lorraine verhält sich reserviert, und obschon Pesche mit Johnny über all die Jahre in stetem Mailkontakt geblieben war, zeigt auch dieser kaum Freude am Comeback seines besten Freundes. Bald erfährt Pesche den Grund: Lorraine und Johnny sind ein Paar. Der Konflikt ist vorprogrammiert, denn einer der Gründe für Pesches Heimweh und Rückkehr waren die noch immer vorhandenen Gefühle


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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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führt das Musical «Alperose»

all dies erleben die Zuschauer in einer filmstudioartigen Kulisse mit kulinarischem Angebot.

Die Migros betreibt das VIP-Restaurant Alpeblick (Visualisierung oben). Ebenso wenig fehlt eine italienische Piazza zum Flanieren.

Bergpanorama mit einem kleinen Alpsee.

für seine Ex.Doch wie es nun weitergeht, das sei hier nicht verraten.

erlebniswelt dank «rund um d’Wäut»-Dekoration Die Geschichte des Musicals, die von der Sehnsucht handelt, aus dem Alltag auszubrechen, von Fernweh und vom Heimkehren nach langen Reisen, wird mit einer Erlebniswelt unterstützt. Es entsteht eine filmstudioartige «Rund um d’Wäut»-Dekoration, wie sie bei einer Unterhaltungsproduktion in der Schweiz wohl bisher noch nicht zu sehen war. Ein

Bergsee, ein Alpenpanorama, eine Südseeinsel, eine venezianische Piazza, ein kleines China Town und der Pilatus werden in dieser Kulisse ebenso wenig fehlen wie Impressionen aus dem Ferienland Türkei. Auch kulinarisch können sich die Besucher vor Showbeginn auf eine kleine, aber feine Weltreise begeben. Das Angebot hat für jedes Budget etwas zu bieten, vom kleinen Snack bis hin zum Gourmetmenü. Neunzig Minuten vor Showbeginn ist die Erlebniswelt geöffnet,das VIP-Restaurant Alpeblick ist für seine Gourmetgäste bereits ab 17.30

Uhr bereit. Die Besucher sollten also genug Zeit einplanen.Es gibt schon vor der Show viel zu entdecken. Und nach der Show könnte man den Abend bei einem Drink in der Karibik-Bar ausklingen lassen. jm

sponsoring by «Alperose» ‒ Das Musical. BernExpo Musical Theater 4.1. 17.2.-15.4.2012 Alle Infos auf www.alperose-musical.ch

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS AARE, 3321 Schönbühl, Tel. 058 565 84 01. E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


ENÜPLAN DER WOCHE Jede Woche finden Sie den aktuellen Menüplan vom Migros-Restaurant auf www.migros-aare.ch. Und wenn Sie möchten, auch gleich jede Woche automatisch an Sie per E-Mail verschickt. Menüplan Migros-Restaurant

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07.11.2011

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Enthält ca: 2150kj/520kcal KH 32g EW, 20g Fett, 55g

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Dienstag

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Mittwoch

09.11.2011

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Donnerstag 10.11.2011

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Freitag

11.11.2011

Grillburger gebraten mit Hörnli Hambugerrelish, dazu und Erbsli mit Rüebli

CHF 10.50

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Samstag

12.11.2011

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Gemüsesoufflé auf Rahmsauce, dazu feine alat Polenta und ein Menüs oder eine kleine Suppe

dem Kalbsschulterbraten aus e, Ofen mit Rosmarinsauc dazu Kartoffelstock und grüne Bohnen

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ze“ Schweinefleisch „7 Gewür mit feinen Nudeln Enthält ca: 2141kj/512kcal KH 34g EW, 16g Fett, 57g

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„Frisch von uns Nachmittagsangebot an

ut Spätzlipfanne mit Rotkra und Marroni, dazu Brombeer-Apfeldrink Enthält ca: 2458kj/588kcal KH 17g EW, 13gFett, 97g

CHF 10.50

CHF 14.50

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Kichererbsen Stroganoff, ein dazu Gemüsereis und Menüsalat oder eine kleine Suppe

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

MIX | 75

IT’S A WILD WORLD

Das touristische Comeback von Sri Lanka

Sport statt Zigis

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild

Jugendliche Raucherinnen und Raucher, die sportlich aktiv sind, haben eine bessere Chance, ihre Sucht zu besiegen. Das beweist eine neue Studie.

L

Bilder: Paco Carrascosa, Fotolia, Getty Images

aufen statt qualmen,so könnte kurz gefasst die Raucherentwöhnung bei Jugendlichen in der Zukunft aussehen. Das zeigt eine aktuelle Studie der amerikanischen Universität von West Virginia.233 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die sich die Qualmerei abgewöhnen wollten,nahmen daran teil. Aufgeteilt in drei Gruppen erhielt eine Gruppe lediglich gute Ratschläge, eine weitere ein zehnwöchiges Coaching und die Dritte zusätzlich ein Angebot für Fitnesstraining. Das Resultat: Aus derjenigen Gruppe, die zusätzlich ein Fitnessangebot nutzen konnte, gingen deutlich mehr Nichtraucher hervor als aus den beiden anderen Gruppen. Vor allem männliche Jugendliche sollteninRaucherentwöhnungsprogrammen zu mehr körperlicher Aktivität angehalten werden, so die Autoren der Studie. Für Sandra Lehmann, Projektleiterin Prävention bei der Lungenliga Schweiz ist das Resultat nicht überraschend: «Studien zeigten schon mehrfach, dass

Bewegung und Sport den Rauchstopp unterstützen.» Daher empfehlen Broschüren und Angebote zum Rauchstopp zukünftigen Nichtrauchern, körperlich aktiv zu sein. «Auch um eine Gewichtszunahme während des Rauchstopps zu verhindern», sagt Sandra Lehmann.

Bewegung nimmt die Lust auf Nikotin.

Präventionskampagnen drücken Raucherzahlen nach unten Ein eigentliches «Rauchfrei mit Sport»Programm für Jugendliche gibt es aber noch nicht. Dennoch scheinen die Präventionskampagnen der letzten Jahrzehnte zu fruchten: Während vor zehn Jahren noch jeder Dritte rauchte,ist heute nur noch ein Viertel der Bevölkerung abhängig vom blauen Dunst. Bei den Jugendlichen sieht die Entwicklung ähnlich aus (siehe Grafik).

Inzwischen ist das Flugangebot der Schweizer Veranstalter für die Wintersaison 2011/2012 bekannt. Neben den Direktflügen mit Edelweiss Air ab Zürich nach Kapstadt sowie nach Mauritius fallen die massiv erweiterten Kapazitäten nach Sri Lanka auf. Ab dem 23. Dezember fliegt SriLankan Airlines zusätzlich zu Edelweiss Air dreimal pro Woche Zürich—Colombo.Nach einem Unterbruch von sechs Jahren! Die Insel im Indischen Ozean gehört zu den abwechslungsreichsten der Welt und lässt sich in rund zwei Wochen bereisen. ■ Gut zu wissen: Ab dem 1. Januar 2012 wird für die Einreise ein Touristenvisum verlangt. Es kostet 50 US-Dollar. Beantragung unter www.eta.gov.lk ■ Die Hauptstadt Colombo ist idealer Ausgangspunkt. Authentisches Essen gibts im Restaurant «Curry Leaf» des Hotels Hilton. ■ Der Monolith von Sigiriya gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und begeistert mit Fresken von barbusigen Frauen. Auf dem beschwerlichen Aufstieg begegnet man Schlangenbeschwörern.

Text: Thomas Vogel

www.migrosmagazin.ch Hält Bewegung vom Rauchen ab? Die Online-Umfrage für (Ex-)Raucher.

Weniger Rauch als 2002, aber mehr als 2006 Gegenüber den Spitzenwerten um die Jahrtausendwende rauchten 2010 weniger Jugendliche (prozentualer Anteil täglich rauchender Jugendlicher 1986 bis 2010. Quelle: Sucht Info Schweiz).

Jungen 13 Jahre

15 Jahre

Mädchen 13 Jahre

15 Jahre

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■ Die alte Hauptstadt Kandy und die von

den britischen Kolonialisten errichteten Teeplantagen in Nuwara Eliya (fast 2000 Meter über Meer!) verdeutlichen die landschaftliche Vielfalt der Insel. ■ In Rundreisen oft vergessen wird der vom Tsunami betroffene Yala-Nationalpark im Südosten mit den Elefanten, Leoparden,Krokodilen und über 130 Vogelarten — ideal für Safaris.


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leben

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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5 fragen an … Stefan Goerre (52), Kardiologe und Sportmediziner mit eigener Praxis in Olten

«Blutdruck ist ein stiller Killer»

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Wer den Blutdruck zu Hause misst, muss einige Regeln beachten. Zum Beispiel die Messung vor der Einnahme von Medikamenten zu machen.

Zu Hause den Blutdruck zu messen, ist mit preisgünstigen Geräten, wie sie auch in der Migros erhältlich sind, kein Problem. Aber ist das nicht etwas für alte Männer?

Bluthochdruck tritt tatsächlich häufiger in der zweiten Lebenshälfte auf. In Ausnahmefällen,zum Beispiel nach Nierenerkrankungen oder bei gewissen Hormonstörungen, können aber auch junge Menschen einen zu hohen Blutdruck haben.Und um das rechtzeitig zu erkennen, ist es wichtig, seinen Blutdruck bereits in jungen Jahren zu messen.

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Wieso ist es wichtig, den Blutdruck zu kennen?

Der hohe Blutdruck macht oft keine Beschwerden, kann langfristig unbehandelt aber zu Streifung, Hirnschlag oder Herzinfarkt führen. Er ist also ein stiller Killer, den man nur mit der Blutdruckmessung rechtzeitig erkennen kann. Haben Sie einen Wert von 120 zu 80 ist das normal. Wenn nun der obere Wert über 140 und/oder der untere über 90 ansteigen, ist das zu viel.

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(www.suedostschweiz.ch, 9.11.2011)

Wie sieht es mit Sport,Sauna und Sex aus, wenn der Blutdruck zu hoch ist?

Sport, und da vor allem Ausdauersport, hat einen günstigen Effekt auf den hohen Blutdruck. Patienten mit hohem Blutdruck sollten deshalb unbedingt Sport treiben. Und Sauna oder Sex sind nur dann problematisch, wenn der hohe Blutdruck unbehandelt ist.

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Bedeutet behandeln, dass ich ein Leben lang Tabletten nehmen muss, um den Blutdruck im Griff zu haben?

Meistens kann der hohe Blutdruck tatsächlich nur mit Tabletten im gewünschten Mass gesenkt werden. Die Devise ist aber: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

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Wie gut messen die Haushalt-Blutdruckmessgeräte wirklich, und wie genau muss ich messen?

Messgeräte gut. Entscheidend ist die korrekte Anwendung nach Gebrauchsanweisung. Patienten mit unregelmässigem Puls sollten diese Geräte allerdings besser nicht verwenden. Für sie ist die gute alte Messung mit dem Stethoskop, zum Beispiel in der Praxis des Hausarztes, die zuverlässigere Methode. Interview: Thomas Vogel

Rein technisch funktionieren die modernen Oberarm- und Handgelenk-

Den ganzen Online-Artikel, der auf www.südostschweiz.ch erschienen ist, lesen Sie auf www.migrosmagazin.ch

Energie. Für die Frühlingsbepflanzung habe ich nun aber doch eine Vorlage gefunden, die ich abgekupfert habe. Gesehen habe ich sie beim Vorbeifahren an einer öden Verkehrsinsel in der Stadt Zürich. Es war eine liebreizende Kombination, ein ganzes Beet mit Vergissmeinnicht,Stiefmütterchen und rosa Tulpen, diedemödenBetoneinenHauchRomantik abtrotzten. Ich liess also im Frühling ein paar Vergissmeinnicht versamen, sie

vermehrten sich so prächtig, dass ich jetzt aus dem Vollen schöpfen kann. Ich kombiniere sie mit weissen, kleinblütigen Stiefmütterchen und drücke dazwischen einzelne rosa Tulpen in die Erde. Ob meine Berechnung aufgeht und der Dreiklang dann tatsächlich zur gleichen Zeit blüht, weiss ich noch nicht. Aber falls der Versuch gelingt, dann sage ich jetzt schon: Danke, liebe Stadtgärtner, für die wunderschöne Idee.

Mein garten

bild: vera Hartmann

Abgekupfert Gartenexpertin Haia Müller ist frustriert beim Kopieren.

Das ganze Jahr über sammle ich Beispiele von Beetbepflanzungen aus Gartenheftchen, die ich wunderschön finde. Meine Gartenbücher sind gespickt mit Zettelchen bei jenen Seiten,bei denen ich denke: «Wow, das könnte ich auch machen.» Nur: mit der Umsetzung hapert es. Entweder stimmen die Verhältnisse in meinem Garten nicht mit der Vorlage überein. Oder – und das ist leider meistens der Grund – mir fehlt schlicht die


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

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MIGROS-BANK-RATGEBER

Wir «Sparschwemmer»

In Ihrer letzten Kolumne haben Sie aufgezeigt, wie das tiefe Zinsniveau den Sparer seit Jahren benachteiligt. Nun frage ich mich: Könnten die Notenbanken eine solche Benachteiligung nicht verhindern?

Illustration Rebekka Heeb

Daniel Lang, Leiter Produktmanagement bei der Migros Bank.

Ihre Frage zielt auf ein brisantes Thema. Ich bin der Ansicht, dass insbesondere die mächtigste Zentralbank der Welt,die US-Notenbank, seit Jahren eine Geldpolitik betreibt, welche den Schuldner gegenüber dem Sparer bevorzugt. Wobei diese Politik den Interessen des amerikanischen Staates äusserst gelegen kommt. Weshalb? Zur Erklärung möchte ich Ihnen die Theorie der «globalen Sparschwemme» (englisch «Saving Glut») näher vorstellen. Ihr geistiger Vater und eifrigster Verfechter ist niemand geringerer als Ben Bernanke,der Präsident der US-Notenbank. Laut dieser Theorie haben zahlreiche Länder, vor allem aus Asien und Europa, im Verlauf des letzten Jahrzehnts einen grossen Überschuss an Ersparnissen angehäuft.Diese Flut an Spargeldern auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten habe den amerikanischen Kapitalmarkt überschwemmt und dort zu einer Kredit-und-Immobilien-Blase geführt.

Die Konklusion aus Bernankes Lehre der «globalen Sparschwemme» birgt Zündstoff: Die Amerikaner argumentieren, ihre 2007 ausgebrochene Finanzkrise sei nur zum Teil hausgemacht. Ebenso sehr jedoch seien die USA zu einem Opfer der «übertriebenen Sparneigung» in Asien und anderswo geworden. Und gemäss dieser Logik sollen die Gläubigerländer der USA als Mitverursacher der Krise ihren finanziellen Teil zur Lösung beitragen. Was bereits geschieht.

USA haben bei der Schweiz über 100 Milliarden Dollar Schulden Zur Entlastung ihres hoch verschuldeten Staats sowie der Immobilienbesitzer hat die US-Notenbank nicht nur die Leitzinsen auf null gesenkt, sondern zudem die Geldschleusen in einem nie gesehenen Ausmass geöffnet. Innert Kürze wurde die Notenbankgeldmenge auf 2700 Milliarden Dollar verdreifacht (siehe Grafik). Das Nachsehen haben die in- und ausländischen Sparer und Gläubiger: Während sich der Dollar laufend abwertet und die Renditen der USStaatsobligationen auf ein Rekordtief gesunken sind, ist umgekehrt die Inflation, welche die Schuldenlast reduziert, auf eine Rate von 3,9 Prozent geklettert. Zu den grossen Gläubigern Amerikas

Wohin mit den vielen Dollars? Offene Geldschleusen als Mittel gegen die Schuldenkrise. 2800* 2400 2000 1600 1200 800 400 0

1985

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2015

* Milliarden Dollar Seit 2008 hat sich die US-Notenbankgeldmenge verdreifacht.

gehört nicht nur China. Pro Kopf der Bevölkerung sind die Kredite aus der Schweiz um ein Vielfaches höher. Laut neuster Statistik hat der amerikanische Staat bei der Schweiz Schulden in Höhe von 147,5 Milliarden Dollar. Nein, falsch: Gemäss der Theorie der «Sparschwemme» haben wir Schweizer die USA mit 147,5 Milliarden Dollar überflutet. Was halten Sie von der Theorie der «Sparschwemme»? Diskutieren Sie mit unter www.facebook.com/migrosbank

ÖKOLOGIE IM HAUSHALT

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Schritt 11: Kleine Makel zum Markenzeichen machen

Am ersten Advent beginnt traditionellerweise das Guetsle. Damit der Stromverbrauch ökologisch nicht zur Bescherung wird, beachten Sie folgendes: Vorheizen wird zwar oft empfohlen, es ist aber nur bei empfindlichen Teigen nötig. Vermeiden Sie häufiges Öffnen der Backofentür.Gut zu wissen: Umluft ist effizienter als Ober- und Unterhitze. Nutzen Sie auch die Nachwärme! Je nach vorangegangener Backzeit kann der Ofen bis zu 15 Minuten vor Ende der Garzeit abgeschaltet werden. Mehr zum Thema unter: www.wwf.ch/tipps

Entdecken Sie, dass Ihre vermeintlichen Schönheitsmakel Sie zu einem einzigartigen Menschen machen. Auch Sie sind vermutlich in Ihrem Urteil mit sich selbst am strengsten, wie die meisten anderen Menschen auch. Was Sie bei sich selbst als störendes Muttermal auf der Wange empfinden, würden Sie bei einem anderen Menschen als sympathisches Merkmal betiteln. Ihre eigenen Rundungen finden Sie überflüssig,die eines anderen Menschen würden Sie wohl als sinnliche Kurven beschreiben. Üben Sie sich in gelassener Objektivität Ihrem eigenen Aussehen gegenüber. Stehen Sie vor einen Spiegel mit angenehmem Licht im Hintergrund und

betrachten Sie sich.Beschreiben Sie,was Sie sehen — objektiv und ohne zu werten. Sind Ihre Lippen voll oder schmal? Und Ihr Gesicht, ist es rund, oval oder kantig? Ist Ihr Körper feingliedrig oder füllig? Der Bauch flach oder weich? Während Sie sich selbst sorgfältig beschreiben, werden Sie feststellen, dass Ihnen da ein Mensch mit vielen interessanten Merkmalen begegnet. Schneiden Sie ein paar Grimassen, und beobachten Sie Ihre Mimik. Wie wirken Sie? Lebendig? Frech? Witzig? Zum Schluss lächeln Sie Ihr Spiegelbild an. Prägen Sie sich das Bild Ihres fröhlichen und selbstbewussten Ichs ein. In Zusammenarbeit mit www.focus.de


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leben

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

neues voM zoo-Doktor

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gefällt Mir

Handy Im Schutze der Nacht «Mein ist auf lautlos» kam das Kalb zur Welt

Natascha Obermayr (43), Leiterin Sparte Kultur und Kreativität beim MigrosGenossenschafts-Bund.

« Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (36) berichtet jede Woche aus dem Basler Zoo.

Geburtshilfe ist bei Wildtieren zum lässt sich praktisch ohne Gegenwehr Glück nur selten nötig. Auch beim vom Boden aufheben und in Ruhe unterfrisch geborenen Rappenantilopenkalb suchen. Der Nabel ist bereits abgetrockmusste ich nicht eingreifen.Oft kommen net, das Fell glänzt. Im Gegensatz zu den unsere Zootiere über Nacht zur Welt, ausgewachsenen Antilopen mit ihrem dann wenn Ruhe eingekehrt, die «Luft dunkeln Fell sind die Jungtiere auffallend rein» ist und keine Störungen zu erwar- hell gefärbt.Und: Sie verströmen keinerten sind.Ich freue mich riesig,als das Te- lei Geruch, auch das ein Trick der Natur, lefon am Morgen klingelt und mir Tier- um möglichst unentdeckt zu bleiben. pfleger Urs Tschopp die frohe Botschaft mitteilt. Junge Rappenantilopen sind sogenannte Nesthocker, wie zum Beispiel auch unsere einheimischen Rehe. Das heisst, sie verharren in den ersten Lebenstagen meist regungslos im Unterholz der Buschsavanne – und schützen sich so vor Raubtieren. Um hungrige Räuber nicht durch den Geruch auf das Neugeborene auf- Wenige Stunden alt: Tierpfleger Urs Tschopp steht mit dem merksam zu machen, Rappenantilopenkalb auf der Waage. leckt die umsichtige Mutter ihr Junges nach der Geburt soNun gebe ich dem Tier noch etwas mit fort trocken und frisst Fruchthäute und auf den Weg, das für seine gesunde EntPlazenta auf.Sie besucht ihr Jungtier nur wicklung wichtig ist: Ich spritze ihm eieinige Male täglich kurz zum Säugen und ne Dosis Selen unter die Haut. Dieses zur Fellpflege. Spurenelement kommt in unseren PflanDie meiste Zeit lässt sie ihr Kalb allei- zen und Böden in zu geringer Menge vor. ne,um möglichst keine Aufmerksamkeit Ein Mangel kann aber bei jungen Wiezu erregen. Dieses Verhalten erleichtert derkäuern, zu denen auch die Rappeanuns die Kontrolle: Wir müssen dem tilopen gehören, zu MuskelschädiJungtier nicht lange hinterherrennen, es gungen führen .

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Vorlesen macht sportlich bilder: Torben Weber/Zoo basel

Welches Musikstück holt Sie aus derKrise?

Klaviermusik von Erik Satie.

Die überflüssigste CD/Schallplatte,die Sie je gekauft haben?

Ich kaufe keine CDs mehr, ich kaufe Musik im Internet. In diesem Sinne ist jede CD in meinem Archiv überflüssig, da alle digitalisiert vorhanden sind.

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Welches war der erste Kinofilm in Ihrem Leben?

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Welcher Film rührt Sie zu Tränen?

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Haben Sie sich schon mal online verliebt?

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Wo möchten Sie auf keinen Fall von Ihrem Handy gestört werden?

«Die Zauberflöte» von Ingmar Bergmann. Ich war etwa sechs Jahre alt und es war ein ziemlicher Schock. Als Kind von 68er-Eltern war es aber ein Must. Ich bin sehr nahe am Wasser gebaut. Ein wenig emotionales Drama und ich kann die Tränen nicht mehr stoppen … Nein. Ich bevorzuge dabei den Blick in die Augen des Gegenübers.

Ich werde nie von meinem Handy gestört, da es immer auf lautlos gestellt ist. Nur ich bestimme, wann ich Telefonate, SMS und Mails entgegennehme.

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Welche ist Ihre Lieblings-Webseite?

Zur Zeit der Mama-Blog vom Tagesanzeiger (www.tagesanzeiger.ch).

babyclub

Sie möchten,dass Ihr Kind mal Fussballprofi wird? Dann lesen Sie ihm von klein auf Bücher vor. Eine deutsche Studie hat nämlich herausgefunden, dass Vorlesen nicht nur der späteren Lesefreude, sondern überraschenderweise auch der Freude an Bewegung und Sport zuträglich ist. Wenn Eltern regelmässig und

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möglichst täglich vorlesen, investieren sie in die Zukunft und Kompetenz ihrer Kinder. Es zeigte sich in der Studie, dass Kleinkinder, denen häufig vorgelesen wird, später bessere Schulerfolge erzielten, nicht nur in Deutsch und Sprachen, sondern auch in Mathematik, Sport und Musik.

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Ihre genialste App?

Hypstamatic. Eine analoge Fotoapp. Ihre Lieblingsserie am TV?

Die ist schon alt: «Ein Mädchen fällt vom Himmel» mit Pierre Brice (1974).

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Was machen Sie abends als Letztes?

Im Bett drei tiefe Atemzüge nach Hatha-Yogatechnik.


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Esmaidelyn Nu単ez geniesst die Abendstunden mit ihrem Sohn Marquis.

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Nr. 47, 21. November 2011 | Migros-Magazin |


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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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Das Baby im Arm, die Zukunft in der Hand

Wer früh Mutter wird, verpasst oft den Einstieg ins Erwerbsleben. Mit Hilfe des Projekts Amie schaffen Frauen wie Daniela Dubach oder Esmaidelyn Nuñez den Sprung in einen Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können und der ihnen auch noch Freude macht.

E

smaidelyn Nuñez (22) war 17 Jahre alt und mitten in ihrem ersten Praktikum als Pflegeassistentin, als ihr Frauenarzt beim routinemässigen Abtasten der Gebärmutter sagte: «Da ist etwas drin.» Den Rest habe sie nicht mehr mitbekommen, sagt die Baslerin. Nach dem ersten Schock über die Schwangerschaft freuten sich die junge Frau und ihr damals 19-jähriger Freund auf das Baby. Die beiden suchten nach einer gemeinsamen Wohnung und bildeten drei Jahre lang eine zufriedene Kleinfamilie. Das Einkommen des jungen Vaters als selbständiger Gastrounternehmer reichte knapp zum Leben. «Doch vor anderthalb Jahren hat er uns verlassen», erzählt Esmaidelyn. Ihr gemeinsamer Sohn Marquis ist heute vier, und seine alleinerziehende Mutter macht eine Berufslehre als Büroassistentin.

mal frage ich mich, warum ich mir das antue.» Esmaidelyns Mutter zog kurz nach der Geburt ihres Enkels zurück in die Dominikanische Republik,ihr Herkunftsland. Esmaidelyn pendelte fortan zwischen der Karibik und der Schweiz, lebte jeweils ein paar Monate in der Dominikanischen Republik und ein paar Monate in Basel. Dann hatte sie plötzlich genug vom Nichtstun.«Drei Jahre lang habe ich nur Windeln gewechselt, während andere eine Lehre machten und arbeiteten»,sagt Esmaidelyn.«Ich hatte genug davon, als faule junge Mutter zu gelten. Ich wollte festen Boden unter den Füssen und mein Leben in die Hand nehmen.»

Jeder Tag ist eine zerreissprobe. Kind, arbeit, schule! Esmaidelyn legt ihren Blazer ab und setzt sich müde an den Tisch. Seit sie im August die Lehre in einem Basler Fotostudio begonnen hat, ist ihr Alltag täglich ein Kraftakt.Dreieinhalb Tage arbeitet sie, eineinhalb Tage pro Woche besucht sie die Handelsschule. Esmaidelyn Nuñez (22) Frühmorgens bringt sie ihren Sohn Marquis ins Tagesheim und eilt zur Arbeit. Nach einem langen Tag im Büro holt sie den Vierjährigen ab,bereitet das Abendessen zu und spielt mit dem Kind. Wenn Marquis im Bett liegt, fängt die Nachtarbeit an: Esmaidelyn büffelt für die Prüfungen,manchmal bis Mitternacht.«Ich bin eine starke Person», sagt sie, «aber ich bin schon extrem erschöpft. Manch-

«Ich hatte genug davon, als faule Mutter zu gelten.»

Also zog sie definitiv zurück in die Schweiz, meldete sich bei der Sozialhilfe an und entdeckte dort ein Informationsplakat von Amie.«Amie war meine letzte Chance.» Während des einjährigen Amie-Kurses frischte Esmaidelyn ihr Schulwissen auf, erhielt Unterstützung bei der Lehrstellensuche und einen Krippenplatz für ihren Sohn.

nach 15 absagen hat esmaidelyn nuñez eine lehrstelle bekommen In Gruppengesprächen mit den anderen Teilnehmerinnen setzte sie sich mit ihrer Situation auseinander und sprach mit der Familientherapeutin Linda Altherr über Erziehungsthemen. Ausserdem

Amie ‒ ein Basler Projekt mit nationaler Ausstrahlung Seit 2007 ermöglicht das Projekt Amie in basel jungen müttern, die von der Sozialhilfe abhängig sind und kaum familiäre Unterstützung haben, den einstieg ins berufsleben. Der Kurs dauert ein Jahr und bietet bewerbungstraining, berufsberatung, Auffrischung des Schulstoffs sowie Unterstützung in erziehungsfragen. Die Frauen erhalten beim basler Frauenverein einen Krippenplatz für ihre Kinder und werden während der berufslehre individuell weiterbegleitet. Da der Kurs vom Sozialamt bezahlt wird, steht er nur Sozialhilfe beziehenden müttern offen. Das soll sich dank dem engagement von Stiftungen bald ändern. bisher hat Amie 64 Frauen zwischen 16 und 26 Jahren begleitet. Im Sommer 2011 haben die ersten Frauen eine Lehre abgeschlossen und den Absprung aus der Sozialhilfe geschafft. Das Projekt soll schweizweit Schule machen. Anfang 2012 lanciert das Schweizerische Arbeiterhilfswerk «Amie Zürich». Anfang November diskutierten Schweizer Sozialhilfe-

stellen an einer Fachtagung in basel über möglichkeiten, mehr junge mütter zu erreichen. www.amie-basel.ch www.sah-zh.ch

Familientherapeutin Linda Altherr diskutiert mit jungen Müttern über Erziehung.


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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

wurde die junge Mutter ausgebildet zur Fachfrau in sexueller Gesundheit. Ihr Wissen gab sie an Schulen im Aufklärungsunterricht weiter. Esmaidelyn lebt noch immer von der Sozialhilfe, doch sie hofft auf baldige Ablösung: Ihr Antrag auf Stipendien ist in Bearbeitung. Der Vater von Marquis weigert sich bisher, Alimente zu bezahlen. Seit über einem Monat hat er seinen Sohn nicht mehr gesehen. «Er ist ein liebevoller Vater, aber er kommt und geht, wann er will», sagt Esmaidelyn. Zum Glück ist ihr neuer Freund eine grosse Unterstützung. 15 Absagen hat sie bekommen, bevor sie endlich die Zusage für eine Lehrstelle als Büroassistentin erhielt. Die Arbeit im Fotostudio gefällt ihr, sie darf ihren Chef immer wieder auf Shootings begleiten. «Ich habe die halbe Schweiz kennengelernt», schwärmt sie. In der Berufsschule fühlt sich Esmaidelyn wohl,sie geniesst die Anerkennung ihrer Mitschüler,wenn diese fragen: «Was,du bist Mami?» Zu Marquis’ viertem Ge-

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burtstag hat die Klasse Geld gesammelt und dem Kleinen ein Geburtstagsgeschenk gemacht. «Ich habe fast geweint vor Rührung»,erzählt sie.Sie werde von ihrem Umfeld viel respektvoller behandelt, seit sie eine Lehre angefangen habe. «Ich habe allen gezeigt, dass es doch geht. Ich möchte andere junge Mütter motivieren und ein Vorbild sein.»

ivan war ein Wendepunkt in Katja Dominkovics leben Katja Dominkovic (16) wirkt wie ein schüchternes,erschöpftes Mädchen,als sie die Tür öffnet. Während zwei Stunden hat sie versucht, ihren Sohn in den Schlaf zu wiegen. Doch Ivan hatte anderes im Sinn. Das fünf Monate alte Baby liegt auf dem roten Sofa im Wohnzimmer, betrachtet mit wachen Augen die Welt und lacht. Katja war 15 Jahre alt, als sie erfuhr, dass sie von ihrem damals 18-jährigen Freund schwanger war. Zwei Monate zuvor hatte sie die Schule abgeschlossen und freute sich auf einen lange geplanten

Sprachaufenthalt in Spanien. «Es war zuerst ein Schock», sagt die Baslerin mit kroatischen Wurzeln. Aus Angst vor der Reaktion ihrer Eltern, die seit Katjas zweitem Lebensjahr getrennt sind,weihte sie als Erstes das Amt für Kinder und Jugendschutz ein.Dieses organisierte ein

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Einmal pro Woche treffen sich die jungen Mütter von Amie, um sich auszutauschen. Die Kinder sind auch dabei.


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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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«Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, erschrecke ich.»

Treffen mit Katjas Mutter. Heute teilen sich Katja und ihre Mutter eine Dreizimmerwohnung.Katja schläft im Babyzimmer auf dem Sofa. Die Mutter ist für Tochter und Enkel da,jeden Abend,wenn sie um 19 Uhr von der Arbeit als Kassierin nach Hause kommt.Als Katjas VatervonderSchwangerschaftseinerTochter erfuhr,brach er den Kontakt zu ihr ab, «bevor etwas passiert»,wie er sagte.Am Tag der Geburt rief er seine Tochter jedoch an,kam ins Spital und entschuldigte sich bei ihr. Seither haben die beiden einen guten Kontakt. Ivan war ein Wendepunkt in Katjas Leben. Vor Ivan war sie ein rebellischer, unglücklicher Teenager. Mit ihrer Familie und der Schule wollte sie nichts zu tun haben. Sie schwänzte, hing mit Kollegen auf der Strasse herum und sprach kein Wort mit den Eltern. Sie weigerte sich sogar zu essen, was ihre Mutter zubereitet hatte. «Ich dachte, alle seien gegen mich. Es war eine schlimme Zeit», sagt Katja. Doch dann gebar sie Ivan. «Mit Ivan kam das Vertrauen in meine Familie zu-

Die 16-jährige Katja Dominkovic wohnt mit ihrem Sohn Ivan und ihrer Mutter in einer Dreizimmerwohnung. Sie schläft auf dem Bettsofa neben Ivans Kinderbettchen, damit sie ihn nachts immer hört.

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Das sagt Die expertin Franziska Reinhard (41) leitet das Projekt Amie-Basel. Die soziokulturelle Animatorin hilft jungen Müttern, eine Lehrstelle zu finden.

«Väter sind oft nicht präsent» Franziska Reinhard,warum ist eswichtig,dass junge Mütter eine Ausbildung machen?

Die Frauen, die zu uns kommen, wollen denTeufelskreisderAbhängigkeitdurchbrechen. Zuerst waren sie abhängig von den Eltern, dann von der Sozialhilfe. Sie haben nie genug Geld und erleben viel Frustration. Davon sind auch die Kinder betroffen. Gemäss Studien beziehen Kinder, die mit Sozialhilfe aufwachsen, später häufig ebenfalls Sozialhilfe. Warum braucht es so viel Unterstützung?

Viele Frauen von Amie haben die Schule mit Ach und Krach beendet. Wenn ein Migrationshintergrund und ein Kind dazukommen, wird die Lehrstellensuche extrem schwierig. Die zeitliche Belastung während der Lehre mit Arbeit, Schule, Kinderbetreuung und Haushalt ist enorm. Die Mütter sind einerseits sehr reif, weil sie für ein Kind verantwortlich sind. Anderseits ist der Teenager in ihnen immer noch da. Sie wollen noch in den Ausgang, mit Kollegen Zeit verbringen. Der Ausgleich fehlt ihnen.

Vermittelt Amie auch Lehrstellen?

Die Frauen müssen selbst eine Lehrstelle suchen.Je grösser die Eigeninitiative der Frauen, desto grösser ist die Chance, dass sie die Lehre schaffen. Welche Rolle spielen die Väter?

Die jungen Mütter sind immer noch Jugendliche mit dem entsprechenden Verhalten. Ihre Beziehungen sind fragil, das ist für junge Menschen normal. Die männliche Bezugsperson des Kinds wechselt manchmal zu einem neuen Partner der Mutter. Die Kindsväter sind oft nicht sehr präsent. Warum werden Jugendliche schwanger, obwohl sie keine ökonomische Basis haben?

Den meisten passiert es ungewollt.Manche Mütter verdrängen die Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt. Andere haben eine romantische Vorstellung und glauben, ein Kind würde ihnen Geborgenheit und eine sinnvolle Aufgabe geben. Viele werden durch ihr Kind aber tatsächlich motiviert, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

rück», sagt Katja. «Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, erschrecke ich. Ich war so verantwortungslos mir selbst gegen- über.» Ihr früheres Leben hat Spuren hinterlassen, schwarz auf weiss in ihrem Abschlusszeugnis voller Absenzen und schlechter Noten.Das erschwert ihre berufliche Zukunft. Doch Katja möchte unbedingt eine Ausbildung machen. Deshalb hat sie sich im Sommer für das Amie-Projekt angemeldet, das Müttern ohne Erstausbildung beim Berufseinstieg hilft. Letzte Woche rannte Katja verspätet und mit Säugling im Arm zum AmieKurs. Ihr Freund hätte Ivan hüten sollen, doch er hat verschlafen. Der 19-Jährige spricht zwar mit Stolz von seinem Sohn, hat ihn aber rechtlich noch nicht anerkannt. Katja wünscht sich von ihm mehr Unterstützung. «Ich glaube, er ist mit sich selbst nicht zufrieden, deshalb ist er unzuverlässig», sagt Katja. Er habe keine feste Stelle, hin und wieder jobbe er temporär. Katja möchte arbeiten, sie will eine Lehre im Detailhandel absolvieren.Ihre ersten drei Bewerbungen hat sie abgeschickt, nun wartet sie auf die Antworten. «Und wenn ich Absagen erhalte, mache ich weiter. Früher hätte ich sofort aufgegeben.Jetzt nicht mehr.» Eine fröhliche junge Frau öffnet die Tür. Daniela Dubach (26) hat erreicht, wovon Katja und Esmaidelyn träumen. Die Mutter des siebenjährigen Luca hat sich von der Sozialhilfe abgelöst, eine dreijährige Lehre als Kleinkinderzieherin absolviert und sogar mit Bestnoten abgeschlossen. Rasch fand die junge Mutter eine Festanstellung. Nun arbeitet sie in der Kinderkrippe «Kids & Co» beim Basler Pharmakonzern Roche.

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Daniela Dubach arbeitet als Kleinkinderzieherin in einer Krippe. Der Abend gehört Sohn Luca. Nach der Arbeit holt sie den Siebenjährigen im Tagesheim ab und spaziert mit ihm nach Hause.

Daniela Dubach hat nur einmal pro Woche eine Hilfe Sohn Luca stürmt aus dem Kinderzimmer, gefolgt von den beiden Katzen Jojo und Stritzi. Er möchte zuhören, was Mama erzählt. «Ich wollte einen Boden schaffen für meinen Sohn», sagt Daniela. Im Sozialamt erfuhr sie vom AmieProjekt, das 2007 ins Leben gerufen wurde. «Amie war eine grosse Hilfe bei der Lehrstellensuche», sagt Daniela. «Bin ich auch eine grosse Hilfe?», fragt Luca. «Die grösste», sagt seine Mutter und lacht. Luca gebe ihr viel Motivation und Kraft. Er kam zur Welt, als Daniela 18 Jahre alt war. Einen Vater gibt es in Lucas Leben nicht, denn seit seiner Geburt besteht kein Kontakt mehr. Der Schuljunge weiss nur wenig über seinen Erzeuger. Das sei schade, sagt er, «aber dafür habe ich die beste Mama». Die be-

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rufstätige Mutter meistert ihren Alltag fast allein. Einzig Danielas Schwester holt Luca einmal pro Woche vom Tagesheim ab, wenn Daniela Spätdienst hat. «Sie ist wie deine rechte Hand,gäll,Mami?», sagt Luca. Daniela empfindet ihr 80-Prozent-Pensum als «pure Erholung». Zwei Nachmittage frei zu haben, das ist für sie Luxus. Abends freut sie sich, Luca vom Tagesheim abzuholen und mit ihm Znacht zu essen. «Nach dem Essen ist Kuschelzeit auf dem Sofa. Luca geht ohne Murren ins Bett, danach kann ich die Beine hochlegen», erzählt sie.Einzig am Morgen sei es bisweilen etwas hektisch. «Aber wir sind ein eingespieltes Team», sagt sie.

Es störe sie nicht, sich tagsüber um Kinder zu kümmern und dann abends noch ihr eigenes zu betreuen. In der Kinderkrippe sei sie professionelle Erzieherin, zu Hause einfach nur Mutter mit den gleichen Erziehungsproblemen wie alle anderen. «Das ist etwas ganz anderes.» Luca findet gut, dass seine Mutter als Kinderbetreuerin arbeitet. «Mama weiss, wie man mit Kindern umgeht», sagt der Kleine. Texte: Yaël Debelle Bilder: Matthias Willi

www.migrosmagazin.ch Hintergründe und Statistiken: Teenagermütter und ihre Herkunft, Ausbildung und Partner.


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AUTO

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Elektrisierende Partnerschaft

M-way läutet die Zukunft der Elektromobilität ein: Die Migros-Tochter kooperiert mit Chevrolet und bietet mit dem Volt das erste Elektroauto mit 500 Kilometer Reichweite an.

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or 100 Jahren gründete der Neuenburger Louis Chevrolet eine der grossen Automarken der Welt: Zum Jubiläum bestärkt Chevrolet ihre Schweizer Wurzeln und beginnt eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das kaum schweizerischer sein könnte: der Migros. Gemeinsam fahren M-way und Chevrolet ab sofort mit einem revolutionären Produkt in die Zukunft der Elektromobilität. Als Experte für vernetzte und nachhaltige Mobilität bietet M-way ausser Elektrovelos, -scooter und -töffs sowie dem Stadtflitzer Think City nun ein voll familien- und reisetaugliches Elektrofahrzeug: den Chevrolet Volt.«Es ist uns ein Anliegen,unseren Kunden sowohl im Zwei- als auch im Vierradbereich den optimalen Fahrzeugmix zu präsentieren», begründet Hans-Jörg Dohrmann, Geschäftsführer von M-way (siehe Interview unten),den Schulterschluss,der den Einstieg in die E-Mobilität für Kunden enorm vereinfacht: Gratisberatung zu Heimladestation und Ladeinfrastruktur gibt es so bei M-way wie Infos zum Volt, Probefahrten, Betriebstipps und umfassende Mobilitätsangebote. Ein zukunftsträchtiges Angebot rund um ein zukunftsträchtiges Auto: Während rein batteriebetriebene E-Autos oft keine 150 Kilometer pro Ladung schaffen, stromert der 150 PS starke Volt bis über 500 Kilometer weit. Der Trick: Der zu Hause oder an Ladesäulen geladene

Hans-Jörg Dohrmann, Unternehmensleiter von M-way (rechts), übernimmt die Schlüssel für den ersten elektrischen Chevrolet Volt Testwagen von Jens Hauer, Managing Director von Chevrolet Suisse SA.

Strom reicht jeweils für emissionsfreie 40 bis 80 Kilometer, also quasi ins Büro und zurück.Fährt man weiter weg,muss man aber nicht erst an die Steckdose. Stattdessen springt ein kleiner Benziner an, der nicht wie bei vielen Hybridautos die Räder antreibt, sondern Strom für den E-Motor erzeugt — für rund 500 Kilometer. Im Alltag sind der flotte Antritt (volle Kraft ab der ersten Umdrehung,

nur ein Gang), der flüsterleise Lauf und der exzellente Komfort die herausragenden Merkmale dieses Hightechstromers für 50 490 Franken, der übrigens mit Bestnoten im Crashtest glänzt. Der Fünftürer bietet Platz für vier Insassen, Gepäck — und der Strom kostet je 100 Kilometer E-Fahrt keine zweieinhalb Franken (Ökostrom, Nachttarif). Text: Timothy Pfannkuchen

VIER FRAGEN AN ...

«Der Volt ist ein Elektroauto der Extraklasse» Was genau ist M-way?

Hans-Jörg Dohrmann (36), Geschäftsführer, M-way

M-way versteht sich als Lösungsanbieter. Wir bieten Fahrzeuge und Lösungen für die vernetzte Mobilität an.Zum einen vertreiben wir nachhaltige E-Fahrzeuge im Zwei- und Vierradsegment.Und zum anderen bieten wir Zubehör, Infrastrukturlösungen, Onlinetools und Rundumservice an.Ökostromzertifikate sind ein fester Bestandteil des Fahrzeugangebots und machen es besonders nachhaltig.

Weshalb fiel die Wahl auf den Chevrolet Volt?

trag jedoch zwischen Chevrolet und dem Kunden zustande.So bekommt der Kunde das beste beider Partner: von uns die Top-Beratung zur Welt der Elektromobilität und von Chevrolet Zugriff auf ein engmaschiges Werkstattnetz.

Kann ich den Volt bei M-way kaufen und zum Service bringen?

Dann ist M-way also ein Bindeglied?

Mit dem Volt bieten wir ein E-Auto der Extraklasse an. Er ist das erste E-Fahrzeug, das bei Bedarf eigenen Strom erzeugt und so bei der Reichweite mit herkömmlichen Autos mithält.

Für den Kunden ist das Einkaufserlebnis so, als ob er den Volt bei M-way kaufen würde. Rechtlich kommt der Kaufver-

In gewisser Weise ja. Neue Mobilitätsformen erfordern auch neue Vertriebsansätze. Ich bin überzeugt, unser Modell wird Schule machen.


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glücksgriff

Migros-Magazin | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

Kunstwochenende | 93

Kunst in Österreich

Mitmachen und gewinnen Gewinnen Sie zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück sowie freien Eintritt in die Ausstellung für zwei Personen.

Bild PIOTR ULKANSKI, OHNE TITEL (TIGER, BURSTING), 1998

Das Migros-Magazin verlost zwei Tickets für eine kunstausstellung in der Wachau inklusive übernachtung für zwei Personen.

■ Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Franken pro Anruf aus dem Festnetz) und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse. ■ Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GLÜCK und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: GLÜCK Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt ■ Per Internet: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff ■ Mit Postkarte: Migros-Magazin, «Museum», Postfach, 8099 Zürich ■ Einsendeschluss: Sonntag, 27. November 2011

D

em Alltag entfliehen und ein Wochenende in Krems und der Wachau erleben — das MigrosMagazin bietet seinen Lesern mit dieser Verlosung die Möglichkeit dazu. Höhepunkt des Trips nach Niederösterreich ist der Besuch der Kunsthalle Krems. Diese ist eines der wichtigsten Ausstellungshäuser des Landes und zeigt vom 27. November 2011 bis 19. Februar 2012 die Ausstellung «Zeit zu handeln! Werke aus der Sammlung migros museum für gegenwartskunst Zürich». Das Arte Hotel Krems, in dem die Gewinner logieren werden,liegt nur einen Steinwurf entfernt in der Altstadt und bietet entspanntes Wohnen auf 4-Sterne-Niveau in trendigem Design.

Die Kunsthalle Krems zeigt Werke des «migros museum für gegenwartskunst Zürich».

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.

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Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

unterhaltung | 95

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

ZUSÄTZLICH: 5× eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!

Gewinnen Sie 5× eine MigrosGeschenkkarte im Wert von je 100 Franken!

Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2011, 24 Uhr

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Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel-Zusatz, Postfach, 8074 Zürich

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Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2011, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

Auflösung Nr. 46: GOLFBALL Gewinner Nr. 45: Treppenlifte www.hoegglift.ch

HÖGG Liftsysteme AG CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80

Franziska Abegglen, Gündlischwand BE; Roland Bieri, Bubikon ZH; Karin Bizzozero, Vogelsang AG; Regula Bolliger, Frauenfeld; Verena Hablützel, Zürich

Gewinner «Zusatz» Nr. 45:

Sandra Zimmermann, Fislisbach AG; Karl Schuler, Samstagern ZH; Louise Hänni, Freudwil ZH; Regula Schaller, Höfen BE; Erika Pfister, Uster ZH


rätsel & spiele 96 2 |

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unterhaltung

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Nr. 47, 21. November 2011 | Migros-Magazin |

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie 3 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was soll man angeblich nicht im Sack kaufen? R Katze

L

Hund

E

Bär

I

8

2. Wie viele Schweizer Ortschaften beginnen mit Q? A 2

O 4

3. Welcher Pass liegt nicht im Kanton Graubünden? S Julier

U Furka

M Ofenpass

4. Wo spielen die meisten Romane von Rosamunde Pilcher? E

Frankreich

B Island

L

Grossbritannien

5. Was wurde gemäss der Schöpfung am 2. Tag erschaffen? E

Himmelsgewölbe

N Mensch

B Tiere

Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2011, 24 Uhr

6. Am wenigsten Einwohner hat der Kanton …? A Jura

T

Appenzell Innerrhoden

O Uri

7. Wer trat den «Gang nach Canossa» an? R Karl der Grosse

U Eugen I.

T

Heinrich IV.

8. Welche Farbe muss die Kappe des Wasserball-Torwarts haben? Z

schwarz

E

rot

M gelb

2

3

4

5

6

7

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Auflösung Nr. 46: BERGWELT Gewinner Nr. 45: Peter Brunner, Baar ZG; Erwin Albrecht, Freienbach SZ; Rudolf Gschwend, Hausen am Albis ZH

Lösungswort: 1

Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie 3 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Raster ein. Der Lösungscode ergibt sich aus den orangen Feldern von links unten nach rechts oben. Die Lösung ist eine Buchstabenfolge, die kein Wort ergibt.

leicht

N

ANL I EGEN AUV ERGNE B EWE I S E N BR I ND I S I GENETR I X KL I NGE LN LE I TER I N OLEANDER TANGEN T E TENTAKEL

Auflösung Nr. 46: EDLRH Gewinner Nr. 45: Alessandra Baumgartner, Ebmatingen ZH; Diana Crapella, Hitzkirch LU; Ruth Hug, Schwanden GL

Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2011, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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unterhaltung | 97

BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden leicht sein. Kreuzungen, diagonale Brü4 2 1 5 2 cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. 1 2 www.raetsel.ch/bruecken

leicht

1 3 4 3 1 0

Auflösung Nr. 46:

1 0 1

2

3

1

4

0

2

6

5

3

KINDEREGGE

1 1

1 2

1

3 1

4

3 3 5

5

3 2

3

6

3

3

2

2

3

2

Auflösung Nr. 46: 3

2

5

3

4

8

4

4

4

3

4

6

3 1

1 2 3

2 3

1 3 2 2

1 4

2 4

3

2 3

3 2

2

4 3

3 3 2

KNACKNÜSSE FÜR REGENRATTEN!

RÄTSELSPASS

1. 2. 3. 4. 5.

fliessendes Wasser Tier, das den Regen liebt ohne Schirm wirst du ... gefrorenes Wasser da entspringt der Fluss

6. 7. 8. 9. 10.

QUIZ

Tropfenform rund oval

Es ist Regenzeit!

4.

3.

▼

3 Tage 10 Tage 14 Tage

7.▼

2.

▼

Kochen Duschen WC-Spülung

Welche Form hat ein Regentropfen?

▼

Wie lange kann ein Mensch ohne Wasser leben?

9.▼

Lösung: 1. Fluss 2. Regenwurm 3. nass 4. Eis 5. Quelle 6. Dusche 7. Gewitter 8. Schnee 9. Gummistiefel 10. Wolken

Wofür braucht man am meisten Wasser im Haushalt?

Regen im Badezimmer Blitz, Donner und Regen Regen bei Minustemperaturen Regenschuhe da kommt der Regen her

8.▼

1.

▼

4

4

3

2 0

4

3

5

2

3

▼ 10.▼ 10.

▼

5.

Lösung: WC-Spülung, 3 Tage, rund.

Auf dich warten Prämien, Spiele, Rätsel, das Club-Magazin und tolle Veranstaltungen. Kostenlos anmelden unter:

www. lilibig gs.ch

6.

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 47, 21. November 2011 |

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unterhaltung | 99

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie 5 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! leicht

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in

4 jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. 3 6 7 1 Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 46: 798 1 8 4 2 5 Und so nehmen Sie teil 9 1 5 7 2 4 8 6 3 Gewinner Nr. 45: Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). 7 3 8 9 1 6 4 5 2 8 2 7 Lukas Pfammatter, SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen 4 6 2 3 8 5 7 9 1 und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans 6 8 4 5 3 1 2 7 9 Mund VS; 9 8 1 6 Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen 1 7 3 4 9 2 5 8 6 Franz Bucher, 2 5 9 8 6 7 1 3 4 Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich 3 2 6 1 5 8 9 4 7 Weite SG; 1 9 5 8 9 7 2 4 3 6 1 5 Isabelle Kopp, Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel 5 4 1 6 7 9 3 2 8 Lieli LU; 4 3 5 2 9 Sandrine Hummel, Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.11.2011, 24 Uhr 4 3 2 6 Cudrefin VD; Muriel Nydegger, Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. 7 Villeneuve VD Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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iMpressuM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals organ des migrosGenossenschafts-bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 558 918 exemplare (WemF oktober 2010) Leser: 2 349 000 (WemF, mACH basic 2011-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12

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Chef vom Dienst: Philipp Jordan (pj) Produzent: Andrej Abplanalp (AA) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (sbl, Leitung), Almut berger (ALb), ruth brüderlin (brü), Nathalie bursac´ (nb, volontärin), Yvette Hettinger (YH), ralf Kaminski (rK), Daniel Schifferle (dse, verantw. besser Leben), reto e. Wild (rw) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Jean-Sébastien Clément (jsc), béatrice eigenmann (be), Andreas Dürrenberger (DÜ), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), michael West (m.W.)

Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Can (jjc, Leitung), Gerda Portner (GP), Heidi bacchilega (Hb), Anna bürgin (Ab), Dora Horvath (DH), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole ochsenbein (No), Claudia Schmidt (CS), Anette Wolffram (A.W.) Layout: Daniel eggspühler (Art Director), marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela masciadri, Tatiana vergara Lithografie: rené Feller, martin Frank, reto mainetti Prepress: Peter bleichenbacher, marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: olivier Paky (Leitung), Franziska ming, Susanne oberli, Helen van Pernis

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Danielle Schneider, Jasmine Steinmann Media-Services: Patrick rohner (Leitung), Tabea burri anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Herausgeber: migros-Genossenschafts-bund

Druck: büchler Grafino AG, bern Tamedia AG, Zürich


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.

Ein Circus mit Herz

Manege frei für das neue Programm von Salto Natale.

Gregory und Rolf Knie laden zur neuen Show «Herzblut»: ein Programm, das die beiden mit viel Herz zusammengestellt haben, damit Ihr Herz auf seine Kosten kommt. Die Artisten sorgen dafür, dass sich Ihr Herzschlag beschleunigt, die Komiker bringen Sie herzlich zum Lachen, die Musiker und die Tänzer erwärmen Ihr Herz. Was die insgesamt 57 Künstler zeigen, kommt von Herzen: Was der Wintercircus Salto Natale bietet, geht zu Das Duo Full House liefert eine rasante Show.

Herzen. Staunen Sie, lachen Sie, und vergessen Sie nicht: «Was man mit Herzblut tut, kommt meistens auch besonders gut.» Besonders gut kommt es auch, wenn Gaby Schmutz und Henry Camus auftreten. Nach zahlreichen Auszeichnungen und weltweiten Auftritten sorgt das schweizerisch-amerikanische Duo Full House dieses Jahr im Circus Salto Natale für die Lacher. Die Herzblut-Komödianten verbinden ihre eigene Form von Slapstick-Artistik mit Musik und Kabarett zu einem einmaligen Humorkunstwerk. Wer seinem Gaumen eine Freude bereiten möchte, ist im Dinnerzelt – gleich neben dem Hauptzelt des Salto Natale – am richtigen Ort. Jeden Abend verwöhnt hier der Catering-Service der Genossenschaft Migros Zürich die Besucher mit einem herzhaften Drei-Gang-Menü. An ausgewählten Sonntagen gibt es zudem einen reichhaltigen Brunch. Das grosse Dinnerzelt bietet Platz für insgesamt 500 Gäste.

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IN ACHT STUNDEN DURCH DIE SCHWEIZ

ENTSPANNEN IM OBERENGADIN

MOTHER AFRICA IST ZURÜCK

Reisen Sie im Glacier Express, der berühmtesten Bahn der Welt, von St. Moritz nach Zermatt: Geniessen Sie eine rund achtstündige Fahrt durch unberührte Berglandschaften, mondäne Kurorte, tiefe Schluchten, liebliche Täler, 91 Tunnels und über 291 imposante Brücken, bis Sie schliesslich den Fuss des Matterhorns erreichen.

Geniessen Sie ein paar Tage im Winterparadies Oberengadin. Inmitten einer beeindruckenden Berglandschaft liegt das neu eröffnete Nira Alpina Resort, Silvaplana. Das Angebot beinhaltet: • 3 Übernachtungen im Doppelzimmer Corvatsch inklusive Frühstück • Freier Zugang zum Nira Spa • 1 Teilkörpermassage pro Person à 25 Min. • Kurtaxe und Servicetaxen

Freuen Sie sich auf Mother Africa und auf ein Wiedersehen mit den schönsten und spektakulärsten Acts wie Mwangi Lazaraus Gitu aus Kenia, dem «gelenkigsten Mann der Welt» oder den Ramadhani Brothers.

Aktionsdauer: 11. Dezember 2011 bis 30. April 2012 (letztmöglicher Reisetag) Preis: Sie erhalten 50% auf die gewählte Strecke, z.B. St. Moritz – Zermatt, 2. Klasse, einfach, ohne Halbtax-Abo: Fr. 74.50 statt Fr. 149.– (inkl. Platzreservation und Zuschlag) Profitieren: Einfach den Code «Cumulus» unter www.glacierexpress.ch/de/cumulus eingeben und zum halben Preis von St. Moritz nach Zermatt oder von Zermatt nach St. Moritz reisen. Hinweis: Das Angebot ist auch auf Teilstrecken, in 1. oder 2. Klasse, mit oder ohne Halbtax-Abonnement buchbar. Das Essen kann optional ebenfalls mit 50% dazugebucht werden. Weitere Informationen: www.glacierexpress.ch

50%

VORTEIL

Aktionsdauer: jeweils Sonntag bis Mittwoch Saison A: 30. November bis 22. Dezember 2011 Saison B: 9. bis 27. Januar 2012 und 11. März bis 30. April 2012 Saison C: 28. Januar bis 10. März 2012 Preis: Pro Person im Doppelzimmer Saison A: Fr. 597.– statt Fr. 746.– Saison B: Fr. 623.– statt Fr. 773.– Saison C: Fr. 657.– statt Fr. 812.– Profitieren: Buchen Sie mit Ihrer CumulusKarte kostenlos per Telefon 00800 100 200 27 oder unter www.Myswitzerland.com/cumulus Hinweis: Das Angebot versteht sich pro Person und Aufenthalt, Verfügbarkeit vorausgesetzt. Die Buchung erfolgt über Ihre Kreditkarte. Bei Bezahlung gegen Rechnung fällt eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 30.– an. Weitere Informationen: www.niraalpina.com

20%

VORTEIL

Termine: Diverse Daten im 2012: 21. Januar, Kongresshaus Biel 22. Januar, Kongresshaus Zürich 25. Januar, Fürstenlandsaal Gossau 26. Januar, Zentrum Gersag Emmenbrücke 27. Januar, Kongresszentrum Oberwinterthur 28. Januar, Messe Basel 29. Januar, Stadthalle Chur Preis: Fr. 95.– statt Fr. 115.– / Fr. 75.– statt Fr. 95.– / Fr. 60.– statt Fr. 80.– Profitieren: Eine limitierte Anzahl Tickets erhalten Sie bis zum 16. Januar 2012 oder so lange der Vorrat reicht unter www.migros.ch/cumulus im Bereich «Veranstaltungen». Nennen Sie bei der Bestellung den Code «Cumulus». Hinweis: Bitte beachten Sie, dass zu den im Cumulus-Ticketshop kommunizierten Ticketpreisen eine Bearbeitungsgebühr pro Bestellung anfällt. Pro Cumulus-Karte maximal 2 Tickets. Mehrfachbestellungen werden ohne Rücksprache storniert. Weitere Informationen: www.nicetime.ch

20.–

VORTEIL

FÜR FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE: 0848 85 0848


MEINE wELT 102 |

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DENISE BIELLMANN

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Nr. 47, 21. November 2011 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich trainiere fünf Mal pro Woche

Die Zürcher Eisprinzessin Denise Biellmann tritt nach 15 Jahren wieder in der Eiskunstlaufgala «Holiday on Ice» in Basel ihre berühmte Pirouette dreht, hat sie Wochen harten Trainings hinter sich. Und wird sich wieder einmal

Name: Denise biellmann (48) Sternzeichen: Schütze Wohnort: Zürcher oberland

Wieso leben Sie im Zürcher Oberland? Ich habe vor 20 Jahren eine Wohnung im Raum Zürich gesucht und bin hier hängen geblieben. Die Nähe zum Flughafen und zur Trainingseishalle ist praktisch. Wo würden Sie gerne leben? Es gefällt mir, wo ich bin. Später einmal kann ich mir vorstellen, noch mehr ins Grüne zu ziehen. Andererseits finde ich aber auch das Stadtleben cool. Beruf und Lebenslauf: Profi-Eiskunstläuferin. Mit 11 Jahren Schweizer Juniorenmeisterin, mit 16 Schweizer Meisterin, mit 18 Europameisterin und Weltmeisterin. Elffache Profiweltmeisterin. Mein guter Vorsatz: Mir trotz meiner vollen Agenda Freiräume zu schaffen. Mein Ziel: Ich würde gerne später einmal junge Schlittschuhtalente trainieren und so mein Wissen und Können weitergeben. Was ich mag: Curry, möglichst scharf. Latte macchiato. Housemusik, die richtig abgeht. Was ich nicht mag: Kälte, obwohl Eis ja mein Metier ist. Ich habe wohl einfach zu viele Stunden in kalten Hallen verbracht. Angeber. Wenn etwas unfair ist. Was ich an mir mag: Ich bin eine sehr fröhliche Person, sehe überall nur das Gute — ein Charakterzug, den ich von meiner Mutter geerbt habe. Dass ich fit bin, gut durchtrainiert. Was ich nicht an mir mag: Ich wär gern direkter. Oft halte ich mich zu lang zurück, statt sofort zu sagen, was ich will. Ich arbeite aber daran. Mein Tick: Ich schnüre jeweils noch Sekunden vor dem Auftritt und zum x-ten Mal meine Schlittschuhe. Mein peinlichster Moment: Auf meiner ersten Tour mit «Holiday on Ice» riss der Träger meines Kostüms oberhalb der Brust. Seit diesem Busenblitzer kontrolliere ich jeweils mehrmals, ob alles hält. Mein bester Entscheid: Mich mit vier Jahren aufs Eis zu wagen. Text: Almut Berger Bilder: Christian Benedikt

MEIN AUSGLEICH

«Spaziergehen. Gerade bei schönem Wetter muss ich raus an die frische Luft. Die Natur verschafft mir einen Ausgleich zu meinem hektischen Leben.»

MEIN LIEBLINGSpRODUKT

«Der Heidi-erdbeerdrink. Da mein Frühstück an Trainingstagen nicht aufliegen darf, mixe ich mir jeweils eine banane mit milch und einem Gutsch erdbeerdrink zu einem flüssigen Zmorge.»


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 47, 21. NOVEMBER 2011 |

DENISE BIELLMANN | 103

drei Stunden»

auf. Wenn die Welt- und Europameisterin am 1. Dezember in den kleinen Finger schneiden.

MEINE LIEBSTE

«Meine Mutter Heidi Biellmann. Sie ist mein grosses Vorbild: Sie steht auch mit 80 Jahren noch bei jedem Training an der Bande. Anders als eine typische Eislaufmutter hat sie mich aber nie gedrängt. In ihrer Wohnung hängen überall Fotos von meiner vier Jahre älteren Schwester Silvia und mir.»

MEIN STOLZ

«Der goldene BravoOtto, den mir die Leser des ‹Bravo›Magazins 1981 zu meinem Weltmeistertitel verliehen haben, bedeutet mir sehr viel. Ich war ja damals selber eine ‹Bravo›-Leserin. »

MEIN TRAININGSORT

«Die Eissporthalle in Bäretswil ZH, eine der wenigen Ganzjahreseishallen der Schweiz. Hier trainiere ich zurzeit fünfmal pro Woche rund anderthalb Stunden. Dazu kommen täglich weitere eineinhalb Stunden Kraft- und Tanztraining und für die Kondition Tae Bo.»

MEINE CHOREOGRAFIN

«Colette Murer, die Chefin der Magic Dancers, choreografiert meine Techno-Nummern. Ich war die erste Eisläuferin, die auf elektronische Musik gesetzt hat. Während viele der Schiedsrichter erst einmal verhalten reagiert haben, hat das Publikum getobt.»

MEIN VERTRAUTER

«Mein Stylist Lee Moore vom Zürcher Salon Haarsturm. Lee kennt all meine kleineren und grösseren Geheimnisse. Kein Wunder: Ich sitze zwei- bis dreimal pro Woche bei ihm auf dem Stuhl.»

MEIN BERUFSRISIKO

MEINE SAMMLUNG

«Diese Vitrine, die einen Grossteil meiner Medaillen und Auszeichnungen beinhaltet, hat mein Vater geschreinert. Leider ist er vor acht Jahren verstorben.»

«Meine Pirouette kostet mich jeweils ein paar Blutstropfen: Ich schneide mir fast jedesmal in den kleinen linken Finger, wenn ich in die Kufe greife.»


ÜBERRASCHUNG DER WOCHE.

Rezept und Foto: www.saison.ch

MGB www.migros.ch W

ANGEBOT GILT NUR VOM 22.11. BIS 28.11.2011

30%

14.15 statt 20.25

Crevetten Black Tiger Tail-on, Pelican gekocht, hergestellt in Vietnam mit Crevetten (Zucht) aus Vietnam, tiefgekühlt, 750 g

CREVETTEN-AVOCADO-COCKTAIL

Vorspeise für 4 Personen

Zutaten: 1 Schalotte, ½ Bund Koriander, 1 Limette, 5 EL Rapsöl, 1 EL Sojasauce, Salz, Pfeffer, Zucker, 200 g Lattich, 12 gekochte, tiefgekühlte Crevetten Tail-on (vor Gebrauch aufgetaut), 2 Avocados Zubereitung: Schalotte und Koriander hacken. Limette auspressen. Wenig Öl zum Braten beiseitestellen. Restliches Öl mit Limettensaft, Sojasauce, Schalotte und Koriander mischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Lattich in dünne Streifen schneiden. Crevetten auf Spiesse stecken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Crevettenspiesse im beiseitegestellten Öl ca. 2 Minuten braten. Avocados halbieren, Kern entfernen. Fruchtfleisch in Schnitze schneiden. Mit Lattich und Crevetten anrichten. Mit Limettendressing beträufeln.

www.migros.ch/ weihnachten

Limette Brasilien/Mexiko, pro Stück Aktueller Tagespreis

Avocado Chile, pro Stück Aktueller Tagespreis

Lattich Schweiz/Italien/Spanien, pro Stück Aktueller Tagespreis


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Migros Magazin 47 2011 d AA by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu