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Migros-Magazin-45-2018-d-BL

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

Junge Jodler: Ja, die gibts! Seite 102

MM45, 5.11.2018 www.migrosmagazin.ch

«Fremde Richter»: Wirklich schlecht für die Schweiz?

Zwillinge

Zweierkiste fürs Leben Seite 18

Seite 27

Die Migros hilft Bedürftigen – so helfen Sie mit Seite 48

Bild: Désirée Good

Migros-Wichtel Finn ist zurück Leserwettbewerb auf Seite 54

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MM45, 5.11.2018  5

A Editorial

Bilder: Jorma Müller, John Angelillo/Newscom/Keystone

Es geht um viel

Inhalt

Am 25. November kommt die Selbstbestimmungs­ initiative der SVP vor das Volk. Es geht dabei um nichts weniger als unsere Souveränität. Sagen die Initianten. Die Gegner kontern: Es geht mitnichten um Selbstbestimmung, vielmehr ist das Begehren ein Angriff auf die Menschenrechte und die Zu­ver­ lässigkeit der Schweiz als Vertragspartner.

Menschen

Sache ist: Die Selbstbestimmungsinitiative will in der Bundesverfassung den Grundsatz «Landesrecht vor Völkerrecht» verankern. Vereinfacht gesagt heisst das: Geraten nationale Rechtsnormen in Kon­ flikt mit völkerrechtlichen Verträgen, sollen automa­ tisch ­Erstere vorgehen. Zahlreiche internationale Ver­träge, die der Verfassung widersprechen, müssten entweder neu verhandelt oder aufgekündigt werden.

18  Schöner zu zweit

Speziell im Fokus steht dabei die Europäische Men­ schenrechtskonvention (EMRK) – der für den einzelnen Bürger und seine Grundrechte mit Abstand wichtigste völkerrechtliche Vertrag. Mit der EMRK haben sich 47 europäische Staaten einer gemeinsamen Gerichtsbarkeit – dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg – unterworfen. Das Schweizerische Bundesgericht in Lausanne räumt der EMRK denn auch Vorrang vor der Bundesverfas­ sung ein. Bei einem Ja zur Initiative wäre diese Praxis obsolet, die Schweiz müsste die EMRK womöglich ganz kündigen.

Magdalena Martullo-Blocher

Es geht am 25. November also tatsäch­ lich um viel. Weshalb wir uns mit dem Urnengang eingehender befassen (ab Seite 27). Mein Kollege Ralf Kaminski rekapituliert in diesem Zusammen­ hang zwei aufsehenerregende Schweizer Fälle, die in Strass­ burg verhandelt wurden. Daneben geben wir Magda­ lena Martullo-Blocher das Wort. Die Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin setzt sich für die Annahme der Selbst­ bestimmungsinitiative ein. Franz Ermel, Leiter Redaktionen

8  Donald Trump – wie weiter? Amerikanisch-schweizerische Doppelbürger ziehen Bilanz

15  Bänz Friedli

8

Eineiige Zwillinge bleiben ihr Leben lang verbunden

27  Abstimmung am 25.11.

81  Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

32  Interview

Leben

Was bedeutet eine Annahme der Selbstbestimmungsinitiative?

39 Leserforum

Migros-Welt 48 Spendenkampagne

Mit dem Kauf von Weihnachtsschokoladen Bedürftigen helfen

54 Leserwettbewerb

Ideen für die Fortsetzung von Finns Abenteuer gesucht!

69 Migusto: Christstollen 75 Vegan: Lupinenaufstrich 76 M-Classic-Vogelfutter

87  «1, 2 oder 3?» 88  Herbstlicher Garten 95  «Stadt, Land, Stutz» 96  Reisen: drei Tage Lausanne 98 Gesundheit: Wintersport 101 Tierarztfrage 102 Kinder: Jodlerin Amélie 107 Glücksgriff:

Reisenecessaire 109 Glücksgriff: Monster Energy Supercross 111  Rätsel und Spiele 116 Cumulus

118  Meine Welt

Jürg Halter alias Kutti MC

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Menschen

Darauf freuen wir uns Carmen aus Kuba Noch bis 11. November gastiert «Carmen La Cubana», das erste Musical aus Kuba, im Theater 11 in Zürich.

MM45

Sounds of Silence heisst die neue Ausstellung im Museum für Kommunikation in Bern: Ab dem 9. November erlebt man dort Stille – sie kann schön und schrecklich sein.

Unnützes Wissen

Sex in der Tierwelt

«Man solle jeder Situation etwas Schönes abzugewinnen versuchen, rät die Lebenshilfe. Ich kann mit Herbst und Halloween wenig anfangen, mit Kürbis und Kunst schon mehr. Der amerikanische Künstler Marc Evan schnitzt Gesichter oder Landschaften in das orangefarbene Gemüse. Für das Museum of Modern Art in New York stellt er jedes Jahr einen Kürbis mit einem Bild aus der Sammlung des MoMA her. So leuchtet einem anstelle der typischen Fratze ein Escher, Dalí oder Picasso entgegen. Die Originale bleiben noch eine Weile bestehen, der Kürbis wird bald verrotten. Die Vergänglichkeit macht in diesem Fall das Kunstwerk besonders poetisch, einmalig und schön.» Mein Bild der Woche

Bilder: Sven Creutzmann, Maniac Pumpkin Carvers, Herbert Zimmermann

Bettina Oberli (45) ist Regisseurin. Sie präsentiert derzeit ihren Film «Le vent tourne».

zweipunktnull

Entschuldigung, wie digital sind Sie? Hildegard Küng (72) Rentnerin, Luzern So informiere ich mich «Durch Tages- und Sonntagszeitungen.» Dafür bin ich zu alt «Ich habe Facebook und Instagram, aber kein Snapchat.» Da bin ich analog «Ich kaufe lieber im Laden ein.»

Liebste App: WhatsApp

Beutelmäuse paaren sich so häufig, dass die Männchen oft vor Stress und Erschöpfung sterben.

Weibchen der Art Grosse Anakonda haben mit bis zu zwölf Männchen gleichzeitig Sex. Manchmal dringen die Männchen versehentlich in einen Rivalen ein. Rollentausch bei den brasilianischen Staubläusen: Die Weibchen haben eine Art Penis, mit dem sie sich das in der Vagina des Männchens gelagerte Sperma abholen. Kreuzt man Zebra und Pferd, entsteht ein Zebroid. Quelle: Neon/Stern


8  MM45, 5.11.2018 | MENSCHEN

US-Wahlen

Donald Trump – eine erste Bilanz

Vor zwei Jahren fragte das Migros-Magazin fünf wahlberechtigte Auslandschweizer in den USA, ob sie ihre Stimme Hillary Clinton oder Donald Trump geben. Vor den Parlamentswahlen diese Woche ziehen die fünf Doppelbürger ein erstes Fazit aus Trumps bisheriger Regierungszeit und sprechen über ihre Hoffnungen für die sogenannten Midterms. Text: Gabriela Tscharner Patao

D

ie fünf Doppelbürger, die wir 2016 zu den US-Präsidentschaftswahlen befragten, erwiesen sich als repräsentative Auswahl. Da war zum Beispiel der frustrierte Trump-Wähler Tom Kuhne aus dem ländlichen Wisconsin, einem amerikanischer Bundesstaat, der sich in der Wahlnacht als schicksalsträchtiges Zünglein an der Waage erwies. Oder der überrumpelte Hillary-Wähler Jean François DeBuren, den Trumps

Sieg wie aus heiterem Himmel getroffen hatte. Nun stehen in den USA ­erneut Wahlen an, die Midterms, bei denen ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus sowie viele Gouverneure neu bestimmt werden. Wir haben d ­ ieselben fünf Schweizer Wahlame­rikaner noch ­einmal besucht und sie nach i­ hren Hoffnungen für die Midterms sowie ihrer Bilanz über Trumps bisherige Regierungszeit befragt.


MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  9

Isabelle Meyer (68)

«Ich bin sehr deprimiert»

Bilder: Michael Reynolds/EPA/Keystone, David Zentz

Wohnort: Glendale, Kalifornien Stammt aus: Basel Wählte 2016: Hillary Clinton

«Die USA befinden sich in einem ideologischen Bürgerkrieg. Unsere Nation ist gespalten, und wer weiss, wie lange das noch gut geht.» Isabelle Meyer, Clinton-Wählerin

Zu Beginn dieses Jahres reiste Isabelle Meyer für drei Monate in die Schweiz, wo sie alle nötigen Schritte einleitete, um im Notfall ihre ganze Familie in die Schweiz bringen zu können. «Ich habe ­allen Schweizer Pässe besorgt. Wenn die Demokraten bei den Midterms nicht das Repräsentantenhaus übernehmen, ist meine Geduld erschöpft», erklärt Meyer, die Trumps Präsidentschaft als noch ­unglaublicher erlebt als in ihrer Vorstellung vor der Wahl. «Die USA befinden sich in einem ideologischen Bürgerkrieg. Unsere Nation ist gespalten, und wer weiss, wie lange das noch gut geht.» Meyer fühlt sich nach zwei Jahren Trump, als wäre sie plötzlich auf einem anderen Planeten gelandet. Die einst so gesellige Präsidentin der Schweizer Klubs in Los Angeles hat vor Kurzem ihr Amt nieder­ gelegt. «Ich will meine Zeit und meine

Kraft nicht in eine Gruppe von Leuten investieren, die ich nicht respektieren kann», sagt sie, während ihr Tränen in die Augen schiessen. Die Mitglieder dieser Klubs seien sehr konservativ, das habe das Zusammensein für sie schwierig gemacht. «Seit den Wahlen habe ich die Tendenz, mich zurückzuziehen. Es hat mir richtig den Mumm genommen. Ich bin sehr ­deprimiert.» Für die Midterms erhofft sie sich zwar einen Linksrutsch, aber das ständige Hin und Her in diesem Zwei-Parteien-­ System ist für sie keine Lösung. «Was Obama acht Jahre aufgebaut hat, macht Trump in kürzester Zeit wieder zunichte. Ich glaube, wenn mehrere Parteien wie die Grünen oder die Sozialisten zur Wahl stünden, würden auch mehr Leute zur Urne gehen. Viele von uns haben den Glauben in das System verloren.»


10  MM45, 5.11.2018 | MENSCHEN

«Wir fühlten uns als Teil einer vergessenen Mehrheit. Wir sahen Jobs ins Ausland abziehen, die unsere Eltern ein Leben lang ausübten.» Tom Kuhne, Trump-Wähler

Tom Kuhne (54)

«Ich wähle Politiker, die für meine Familie gut sind» Wohnort: Madison, Wisconsin Stammt aus: Olten SO Wählte 2016: Donald Trump

Trump köderte Wähler wie ­Kuhne mit Versprechen, die er zum Beispiel der Carrier-Firma

in Indiana machte, damit sie ihre Produktion nicht ins Ausland verlegt. «Über 1000 Jobs blieben dank diesem Deal im Land, das hat uns Hoffnung gegeben.» Letztlich jedoch halfen auch Trumps Versprechen nicht: Obwohl er der Firma, die Heizund Kühlgeräte produziert, über sieben Millionen Dollar in Steuer­anreizen gewährte, beschäftigt diese heute laut der Stahlarbeitergewerkschaft in den USA nur noch 700 Leute. Dennoch bereut Kuhne es nicht, Trump gewählt zu haben. «Ich

bin egoistisch. Ich wähle Poli­ tiker, die für mich und meine ­Familie gut sind.» Zwar wurde Kuhnes Job als Anzeigenleiter in den letzten zwei Jahren wegrationalisiert, doch arbeitet er nun für eine Firma, die eine Software für Architekten von Grossbauten vertreibt. Geht es ihm heute besser als vor zwei Jahren? «Etwa gleich», antwortet er nach kurzem Zögern. Er habe beim Jobwechsel zwar eine Honorareinbusse erlitten, gesteht er, aber die viel kürzere Anfahrt mache das wett. Eine schwere Krankheit hat ihm zu-

dem einen Schuldenberg ein­ gebracht, den er noch während Jahren wird abzahlen müssen. «Ich kann wohl erst in etwa zwei Jahren sagen, wo wir stehen.» Bei den Midterms will er aber Kurs halten und Republikaner zum Gouverneur und in den ­Senat wählen. «Ich möchte nicht, dass das Repräsentantenhaus zu sehr nach links schwingt und Trump nichts mehr durchbringt. Sollte das eintreten, wird er Schwierigkeiten bekommen, ­seine Basis für eine Wiederwahl im Jahr 2020 zu begeistern.»

Bilder: Darren Hauck, Stephen Voss, Stephen Lam

Wisconsin war bei den Wahlen 2016 das sprichwörtliche Zünglein an der Waage, ein Staat, der seit den 80er-Jahren nur Demokraten ins Weisse Haus gewählt hat, bis Donald Trump ins Rennen stieg. «Wir fühlten uns als Teil einer vergessenen Mehrheit», erklärt Tom Kuhne. «Wir sahen Jobs ins ­Ausland abziehen, die von ­unseren Eltern ein Leben lang ausgeübt wurden.»


MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  11

Jean François DeBuren (48)

«Ein Test für dieses Land» Wohnort: Novato, Kalifornien Stammt aus: Büren an der Aare BE Wählte 2016: Hillary Clinton

Jean François DeBuren spielte 2016 mit dem Gedanken, den USA den ­Rücken zu kehren, wenn Hillary ­Clinton nicht gewählt würde. «Rückblickend habe ich das wohl etwas zu impulsiv gesagt», gesteht der Grafiker, der nach wie vor in Nordkalifornien wohnt. So gerne er eines Tages wieder in der Schweiz leben würde, seine schulpflichtigen Kinder und ein gewisses Pflichtgefühl seiner Wahlheimat gegenüber haben ihn seine Meinung ändern lassen. «Ich glaube, die TrumpPräsidentschaft und alles, was sie ­repräsentiert, ist ein Test für dieses Land.» DeBuren hat sich nach der Wahl gefragt, ob er die Werte selber auch lebt, die er als Liberaler für so wichtig hält. Unter Präsident Obama hätten viele Amerikaner in einem naiven Glauben

gelebt, dass das Land Fortschritte gemacht habe. Trump beweist nun, dass dem nicht so ist. Das hat DeBuren dazu veranlasst, eine Art moralische Bestandesaufnahme zu machen. «Es ist einfach zu sagen, alle Trump-Wähler seien ignorant. Aber es ist nicht okay, von ­allen anderen zu erwarten, sich zu ändern – die Wende beginnt mit uns.» DeBuren will künftig empfänglicher sein für die Meinungen anderer L ­ eute, auch wenn sie von seiner abweichen. Am 6. November wird er für jeden ­Demokraten stimmen, der zur Wahl steht, aber die Zukunft der USA sieht DeBuren in den Händen von Frauen und Kandidaten anderer Ethnien. «Dieses Land muss heilen können, und das wird nur passieren, wenn alte, weisse und reiche Männer nicht mehr an der Macht sind.»

Sabrina Engeli (21)

«Goodwill ist aufgebraucht» Wohnort: Fairfax, Virginia Stammt aus: Bellinzona TI Wählte 2016: Hillary Clinton

Als Donald Trump gewählt wurde, wollte ihm die Medizinstudentin und Anhängerin des Demokraten Bernie Sanders erst einmal eine Chance geben. Aber nach zwei Jahren ist ihr Goodwill für den Präsidenten aufgebraucht. «Seine Temperamentsausbrüche auf Social Media sind einfach lächerlich», regt sich Engeli auf. «Der Führer unseres Landes sollte ein Vorbild sein. Ich will keinen Idioten als Präsi­denten.» Am meisten Sorgen macht sich ­Engeli über Trumps Einwanderungspolitik. Ihr Vater ist Schweizer, aber ihre Mutter stammt aus Peru, und immer häufiger hört sie negative Kommentare, wenn sie mit ihrer Mutter Spanisch spricht. «Mit Trump kamen all diese Leute

aus der Versenkung, die grundlos Latinos angreifen. Als hätte er ihnen die Erlaubnis gegeben, ihrem Rassismus freien Lauf zu lassen. Rassismus ist nichts Neues, aber vorher hat sich keiner getraut, ihn so offen auszuleben.» Engeli gehört zu den Millennials, die bei den Midterms zahlenmässig eine enorme Rolle spielen könnten. Nur schien sich bei der Generation der 18- bis 29-Jährigen 2016 eine gewisse Wahlträgheit eingeschlichen zu haben. Engeli glaubt aber, dass sich das am 6. November ändern wird. «Auf Social Media wird von Promis und Musikern ganz schön mobilgemacht. Viele meiner Freunde haben sich zum ersten Mal als Wähler registrieren lassen. Wir werden sicher zur Urne gehen.»


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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  13

Toni Luisoni (81)

«Es könnte nicht besser sein»

Bild: David Zentz

Wohnort: Granada Hills, Kalifornien Stammt aus: Zürich Wählte 2016: Donald Trump

Für Toni Luisoni hätten die letzten zwei Jahre nicht besser sein können. «Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief, Trump hat eine Million Jobs kreiert und Firmen zurück in die USA gebracht», frohlockt der Sportschütze. Laut dem Bureau of ­Labor Statistics hat die US-­ Wirtschaft 2018 zwar etwa eine Million Arbeitsplätze geschaffen, Obama jedoch hat in seiner zweiten Amtszeit jedes Jahr mehr Jobs kreiert als Trump in

seinem ersten Jahr. De facto ist das Jobwachstum also rückläufig. Solche Statistiken will Lui­soni aber nicht gelten lassen. «Die meisten Medien sind Lautsprecher der Demokraten, die Lügen und Gerüchte verbreiten.» Das Einzige, was Luisoni stört an «Trumpf», wie er den Präsidenten auf Schweizerdeutsch nennt: dass er die Mauer zu Mexiko noch nicht gebaut hat. «Einem grossen Teil der

I­ llegalen und Kriminellen wie Schmuggler und Schwindler könnte so die Einreise verunmöglicht werden», wiederholt der pensionierte Baumeister die Parolen des Präsidenten. Dass Migrantenkinder ihren E ­ ltern entrissen und in s­ eparate Auffanglager gesteckt werden, tut Luisoni zwar weh. «Aber die Eltern, die illegal über die Grenzen kommen, kennen das Gesetz und müssen die Konsequenzen ihres Handelns tragen.» MM

«Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief, Trump hat eine Million Jobs kreiert und Firmen zurück in die USA gebracht.» Toni Luisoni, Trump-Wähler


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Stadt der Superlative gezeigt. In Venedig fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt und die Stadt ist ein wahres Fest für alle Sinne. Danach tauchen wir in das fantastische Karnevalsprogramm ein. Freuen Sie sich auf die zauberhafte Märchenwelt rund um den Markusplatz – Sie werden begeistert sein. Am Abend Rückfahrt per Boot und Bus zu unserem Hotel. 3. Tag, Sonntag 3. März 2019 – Murano, Burano & Karneval Venedig Heute morgen erleben Sie bei einem tollen Ausflug die Pracht der venezianischen Lagune. Dabei schauen wir auf der Insel Murano, auf der ganzen Welt für die Glasherstellung bekannt, einem Glasbläser über

die Schultern und bewundern die bunten Häuser sowie die weltberühmten Spitzenstickereien in Burano. Unser Ausflug endet wiederum am Markusplatz, wo Sie noch einmal in die bunte Karnevalswelt eintauchen können. Am Abend erwartet uns das Hotel mit dem Nachtessen. 4. Tag, Montag 4. März 2019 - Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  15

Bänz Friedli

Revival am Sonntag

Bild: Vera Hartmann

Der Moment, in dem … So beginnen Memes, sprich «Miims», nicht wahr? Ein Webphänomen aus den USA. Meist mit den Worten «That moment when …» eingeleitet, umschreibt ein Meme eine absurde Alltäglichkeit, die jeder kennt. Und jetzt schreib ich mal eins! «Der Moment, in dem der Sohn fragt: ‹Haben wir was von Clearwater Revival?› – ‹CCR?› ­frage ich zurück. ‹Ssiii, ssiii-was?›, fragt wiederum er. Ich präzsisiere: ‹Creedence Clearwater Revival.› – ‹Ja, von denen.›»

Bänz Friedli (53) durfte Rock ’n’ Roll hören.

Natürlich geht es in dem Moment auch ums Älterwerden, um ein allmählich ­vergilbendes Koordinatensystem, das man nur noch mit einigen teilt: Tags zuvor habe ich einen Bewohner unseres Quartiers als «eine Mischung aus Winnetou und Les Humphries» beschrieben und nur Stirn­ runzeln geerntet. Denn es ist nicht mehr selbstverständlich, sich auf Gesichter aus der Zeit zu beziehen, in der zwischen einem Puch Maxi und einem Ciao Welten lagen und man noch einen Lieblings-Beatle hatte (in meinem Fall: George Harrison, der coolste von allen, der sagte, nein, eine Wiedervereinigung gebe es «nicht, solange John Lennon tot ist»). Diese Dinge halt, die – obzwar belanglos – meiner Generation etwas bedeuten.

Es geht also, kurz gesagt, um den Moment, da man ihm umgehend 15 CDs der Band und spätere Solowerke des Songschreibers John Fogerty auf den Tisch legt und raunt: «Im unteren Stock hats sonst von den meisten Alben noch die LP-Version.» Und es ist … Kein Triumph, nein. Eine Genugtuung? Auch nicht. Einfach ein schöner Augenblick. Weil das CD-Gestell, das den ganzen Flur in Anspruch nimmt und seit Jahren nur noch im Weg steht, wieder mal von Nutzen und all das Sammeln und Horten von Schallplatten doch nicht ganz für nichts war. (Auch wenn ich dem Zeiten­ wandel, der diese Tonträger nun mal hinfällig macht, unverkrampft gegenüberstehe.) Eine leise Freude ist es, dass der Heranwachsende sich für die Helden von damals interessiert, und ich werde hier nicht zu einem Exkurs ansetzen, warum ich CCR und nicht die Rolling Stones, sondern höchstens noch The Clash für die wichtigste Rockband aller Zeiten halte.

Einen Sonntag lang liess unser Sohn es durch die Wohnung dröhnen: «Who’s Gonna Stop the Rain», «Proud Mary», «Travellin’ Band» … Umwerfend, wie sie gegen den Vietnamkrieg und die Atomkraft ansangen – beides leider unvermindert aktuell – und gleich darauf ­unbeschwerte Reiter-und-Pferd-Romantik servierten. Diese Wucht, diese Stimme! Genug der Worte für eine kleine Gefühls­ regung. Der Witz eines Memes liegt in der Kürze, fertig – alles andere bleibt der Assoziation des Einzelnen überlassen: «Der Moment, in dem der Sohn nach CCR fragt und du ihm 15 CDs hinlegst.» MM

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Wie Pech und Schwefel In der Schweiz kommen immer mehr Zwillinge zur Welt. Drei ganz unterschiedliche Paare haben uns aus ihrem Leben erzählt. Eins haben alle gemeinsam: Sie können nur schwer ohne einander sein. Text: Maren Meyer  Bilder: Desirée Good

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ie sehen absolut identisch aus und scheinen es auch zu sein – bis auf den Fingerabdruck. Immerhin der ist bei eineiigen Zwillingen verschie­ den. Sonst haben sie ein fast identisches Erbgut und folglich auch das gleiche Ge­ schlecht. Denn im Mutterleib entstehen sie aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich erst später teilt. 1566 Zwillinge wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz geboren. Das sind fast 30 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. 2017 kamen auf 1000 Geburten 35 Zwillings­ paare. Eineiige Zwillinge kommen hingegen seltener vor, hier sind es nur rund vier von 1000 Geburten. Ein Grund dafür: Frauen werden heute später schwanger: über 30 Prozent erst mit 34 Jahren oder älter. 1970 lag der Anteil der späten Erstgebärenden noch bei elf ­Prozent. Und je älter eine Frau ist, desto eher besteht die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillings­geburt. Das hängt mit dem sich ­verändernden Hormonspiegel zusammen, der pro Zyklus mehrere Eier produziert. Auch künstliche Befruchtung erhöht die Chance auf Mehrlingsgeburten. Für die Forschung sind eineiige Zwillinge hochinteressant. Denn trotz der identischen Gene finden sich Unterschiede, seien es Charaktereigenschaften, Interessen oder Einstellungen. Sie hängen vom Umfeld ab, in dem die Zwillinge aufwachsen, und von den Erfahrungen, die sie im Leben machen. Denn so identisch, wie sie erscheinen, sind eineiige Zwillinge eben doch nicht.

Sie machen fast alles gemeinsam Stefan und Freddy Fankhauser (37), Rohrbach BE

Sie waren schon immer unzertrennlich. Als Stefan und Freddy Fankhauser nach der Lehre bei ihrer Mutter im bernischen Oberaargau ausziehen, ist klar, dass sich ihre Wege noch lange nicht trennen wer­ den. Die gesamte Schulzeit verbrachten die Brüder in einer Klasse und absolvierten später die gleiche Lehre: erst als Last­ wagenmechaniker, dann als Kältetechniker. Heute arbeiten die 37-Jährigen zwar nicht im gleichen Betrieb, dafür teilen sie sich


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Werden oft vom gleichen Schicksal ereilt: Freddy Fankhauser (l.) und sein Bruder Stefan

eine Wohnung und verbringen die Freizeit gemeinsam. Auch ihre Hobbys gleichen sich: Reisen, Motorradfahren, Countrymusik – und das idealerweise in Kombination. Regel­ mässig packt sie das Reise­fieber: Neusee­ land, Australien, Süd­afrika, Namibia oder die USA haben sie mit ihren Töffs schon durchquert. Als eineiige Zwillinge fallen sie immer auf und haben so schon viele Bekanntschaften gemacht. «In den USA werden wir regelmässig an­gesprochen, uns gefällt das», erzählt Stefan Fankhauser. Seit sie Mitglieder in diversen Zwillingsvereinen sind, gehen sie das Leben im Doppel­ pack bewusster an. «Wir leben das Zwilling­ sein.» Damals in der Schule herrschte zwi­ schen den Brüdern Konkurrenz, der eine versuchte den anderen in guten Noten zu

überbieten. Das ist heute nicht mehr so. Und wenn sie aus ihrem Leben erzählen, beendet einer den Satz des anderen. «Man weiss, was der andere denkt und kann sich in ihn hineinversetzen. Eine bessere Freundschaft als die zu meinem Bruder kann ich mir nicht vorstellen», sagt Stefan. Streiten würden sie sich natürlich trotzdem – «wie ein altes Ehepaar, sagen unsere Freunde». Eine feste Partnerschaft hatte bisher keiner von beiden. Aber die suchen sie auch nicht. «Wir sind uns so nah, dass es für eine dritte Person schwierig wird, uns näherzukom­ men», sagt Freddy Fankhauser. Auch den Wunsch, eine Familie zu gründen, haben sie nicht. Sollte sich dennoch mal eine Bezie­ hung ergeben, würden sie sich aber nicht wehren. «Sobald der eine jemanden kennen­

lernt, wird es bei dem anderen auch nicht lange dauern», davon ist Freddy überzeugt. Dass die Brüder oft das gleiche Schicksal er­ eilt, wissen sie aus Erfahrung: bekommt der eine eine Busse für zu schnelles Töfffahren, flattert beim anderen mit Sicherheit zwei Tage später auch eine ins Haus. Ist der eine krank, erwischt es den anderen gleich mit. Wer die Fankhausers das erste Mal trifft, braucht eine Weile, um sie zu unterscheiden. Ohnehin werden Zwillinge von ihrem Um­ feld oft nicht als Einzelpersonen wahrge­ nommen. Trifft sich Stefan alleine mit Freunden, fragen die sofort, wo denn Freddy sei. Aber das stört die Brüder nicht, auch mal mit dem falschen Namen angesprochen zu werden, finden sie nicht schlimm. «Wir müssen uns nicht vom anderen abgrenzen.»


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Teilen auch die Leidenschaft für Volleyball: Alessia (l.) und Larissa

Noch nie länger als eine Woche voneinander getrennt Alessia und Larissa Meyer (13), Wolhusen LU

«Wir werden oft komisch angeschaut, weil wir so gleich aussehen», erzählt Alessia. «Und dann fragen viele, ob wir Zwillinge sind», ergänzt Larissa. Die beiden 13-jäh­ rigen Mädchen sind eineiige Zwillinge und wirklich nur schwer auseinanderzuhalten. Früher, als sie klein waren, war es noch schwieriger. «Unsere Mutter hat die Armbändchen, die wir im Krankenhaus bekamen, drei Monate drangelassen, bis sie uns unterscheiden konnte.» Heute versuchen sich die Teenager voneinander abzugrenzen: Larissa trägt die Haare länger und natürlicher als die Schwester, die ihre mit Bedacht glättet. Auch für Make-up hat Larissa wenig übrig, Alessia hingegen trägt gerne Mascara. «Unsere Freunde sagen, ich sei eher das Püppchen und meine Schwester die Naturschönheit», erzählt Alessia. Mit ihren Eltern und einer kleinen Schwester leben die beiden auf einem Bauernhof im Kanton Luzern, in der Schule gehen sie in die gleiche Klasse. Doch wenn sie wählen könnten, wären ihnen getrennte Klassen lieber. Zu gross sei der Konkurrenzdruck untereinander. Zu Hause teilen sie sich ein Zimmer und erzählen sich vor dem Ein-

schlafen immer alles, was sie erlebt haben. Auch die Freizeit verbringen sie meistens im Doppelpack. Doch hat jede Schwester ein eigenes Hobby: Larissa liebt Tiere und reitet gerne, Alessia ist grosser FCL-Fan, besitzt sogar ein Saisonabo. «Ich begleite sie aber oft,obwohl ich Fussball nicht so spannend finde», sagt Larissa. Eine gemeinsame Leidenschaft haben die Mädchen aber doch: Volleyball. Seit fünf Jahren trainieren sie zweimal die Woche in Wolhusen. «Nächstes Jahr wollen wir auch im Beachvolleyball Turniere spielen.» Auch bei der Kleidung sind sich die Schwestern einig. Derzeit tragen beide gerne enge Jeans, die hoch in der Taille sitzen. Dazu T-Shirt. Shoppen gehen sie wenn möglich zusammen – die gleichen Kleider kaufen sie aber nie. Aber beide haben fast die gleiche Grösse und das gleiche Gewicht, sodass sie sichHosen und Pullis gegenseitig ausleihen können. Ungefragt Teile bei der Schwester aus dem Schrank zu nehmen, kommt jedoch gar nicht gut. «Dann streiten wir auch schon mal», sagt Alessia. Sonst sind die 13-Jährigen eine verschwo­rene Einheit. Werden sie von ihrer kleinen Schwester ­geärgert oder haben Streit mit der Mutter, halten sie immer zu­sammen.

Alessia ist die Erstgeborene. Zwei Minuten vor der Schwester kam sie auf die Welt. Das merke man, finden die beiden. «Alessia ist lauter als ich und organisiert alles», sagt Larissa. Manchmal wäre sie gern ein bisschen mehr wie sie. «Und ich mehr wie du», sagt Alessia, beide lachen. Die zwei waren in ihrem Leben noch nie länger als eine Woche voneinander getrennt. «Es ist auch mal ganz schön, ohne die Schwester zu sein», sagt Larissa. «Ja, aber dann vermissen wir uns schon. Und in dieser einen Woche haben wir jeden Abend geface­timed», ergänzt Alessia. Nach der Schule wollen die Siebtklässlerinnen eine Lehre machen: Alessia als Sportartikelverkäuferin oder Kosmetikerin und Larissa als Kindergärt­ nerin oder «was mit Pferden». Sie wollen sich bewusst voneinander abgrenzen und sind doch oft derselben Meinung. Wie beim elterlichen Bauernhof. Den wollen beide nicht übernehmen. «Das kann die kleine Schwester machen», sind sie sich einig. Einen Freund hat keine der Schwestern. Aber da würden sie sich auch nie in die Quere kommen, sie stehen auf ganz unterschiedliche Typen. «Nur in der ersten Klasse standen wir mal auf den gleichen Jungen», erzählen die beiden und kriegen sich vor Lachen kaum ein.


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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  23

Nach einer langen Trennung wieder vereint Hildegard Harder (77), Schwarzenbach SG, und Elfriede Schönenberger, Balterswil TG

Zerreissprobe überstanden: Elfriede Schönenberger (l.) und ihre Schwester Hildegard Harder

Die Schwestern wurden 1941 im österreichischen Landeck geboren. Der Vater war Italiener, die Mutter Österreicherin. Bis zu ihrem 9. Lebensjahr verbrachten sie ihre Kindheit im Dorf, zusammen mit e­ iner Schwester und einem Bruder. Dann starb die Mutter an Brustkrebs. Und plötzlich war alles anders. Der Vater führte ein Geschäft, und die vier Geschwister waren für ihn einfach zu viel. Also sollten die Zwillingsschwestern für sechs Wochen in die Schweiz zu einer Tante. Aus den sechs Wochen wurden über 60 Jahre.

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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  25

«Wir sollten in der Schweiz bleiben, doch die Tante wollte nur eine von uns behalten», erinnert sich Hildegard Harder. Für die Schwestern war der Gedanke, getrennt zu werden, unerträglich. «Wir haben sehr geweint», sagt Elfriede Schönenberger. Sie setzten sich durch. Doch die Jahre bei Tante und Onkel waren hart, die Schwestern mussten viel auf dem Hof helfen. In der Schule wurde ihnen mit Schlägen gedroht, wenn sie nicht Schweizerdeutsch sprachen. Das verband sie umso mehr. «Wir waren all die Jahre immer zusammen, unsere Beziehung war fest wie eine Kette», erzählen die Schwestern. Nach der Schule fingen die zwei in einer Zwirnerei an. Mit 19 lernte Hildegard ihren Mann kennen, der eigentlich ihre Schwester heiraten wollte. «Sie hatte aber kein Interesse, und so fing ich an, mit ihm auszuge-

hen.» Nach der Hochzeit zog sie weg. Doch auch Elfriede lernte zur gleichen Zeit ihren Zukünftigen kennen – ein Freund des Mannes der Schwester. Und so verschlug es die beiden ins gleiche Dorf, nach Balterswil, wo sie 25 Jahre lang lebten. «Wir wohnten so nah, dass wir uns praktisch in die Küche schauen konnten», sagt Hildegard Harder. Elfriede Schönenberger ergänzt: «Wir haben uns jeden Tag gehört oder gesehen, das war die schönste Zeit unseres Lebens.» Beide bekamen Kinder – nur neun Monate nacheinander. «Als meine Schwester in den Wehen lag, hatte auch ich starke Schmerzen», erinnert sich Hildegard Harder. Sie fühlten sich immer miteinander verbunden, standen alles gemeinsam durch, unterstützten und halfen einander. Bis Hildegard Harder eine Entscheidung traf: Nach 26 Ehejahren liess sie

sich von ihrem Mann scheiden, zog mit einem neuen Partner nach Winterthur und lebte danach 20 Jahre lang in Aadorf TG. Für die Schwestern ­begann eine schwere Zeit. «Ich habe es persönlich genommen, dass Hildegard gegangen ist», sagt Elfriede Schönenberger. «Für mich war es die schlimmste Zeit in meinem Leben.» Sie fühlte sich alleingelassen. Am schlimmsten sei es gewesen, wenn man sie im Dorf versehentlich mit dem Namen der Schwester ansprach. «Das tat jedes Mal weh, und mir kamen die Tränen.» Auch für Hildegard Harder war die Zeit eine Zerreissprobe. «Wir hatten doch so eine enge Beziehung.» Aber langsam fanden die Schwestern sich wieder. Heute wohnen die beiden nicht weit voneinander entfernt und kümmern sich gemeinsam um ihre erkrankte Schwester. «Wir haben wieder täglich Kontakt.» Die Erleichterung darüber ist nicht zu übersehen. MM

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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  27

«Etwa 1000 Menschen haben schon profitiert vom Strassburger Gerichtsurteil, das im Fall meines Sohns gefällt wurde.»

Hans Glor (70) kämpfte für seinen Sohn.

Abstimmung

Ein besseres Leben dank «fremder Richter» Hans Glor und Isabelle Neulinger wandten sich erfolgreich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil sie mit der Schweizer Rechtsprechung nicht einverstanden waren. Die Strassburger Urteile waren in beiden Fällen wegweisend. Mit der Annahme der Selbstbestimmungsinitiative könnte dieser Weg künftig blockiert sein .

Bild: Roger Hofstetter

Text: Ralf Kaminski  Illustrationen: Ambroise Héritier

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ans Glor (70) sympathisiert immer wieder mal mit den po­ litischen Positionen der SVP. Die Selbstbestimmungsinitiative je­ doch lehnt er ab. Denn er befürchtet, dass nach einer Annahme der Weg zum Euro­ päischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg (F) versperrt wäre. «Das wäre ein grosser Verlust», sagt er aus eigener Erfahrung. Denn dank seines Ein­

satzes wurde die Schweizer Rechtsprechung durch die Strassburger Richter zum Besse­ ren verändert. Glors Sohn Sven war 19, als er 1997 zur Militäraushebung ging. Er freute sich schon sehr auf die Rekrutenschule und wollte sich dort unbedingt zum Lastwagenfahrer ausbilden lassen. «Svens erstes Wort war nicht ‹Mama› oder ‹Papa›, sondern ‹Auto›», erzählt der ehemalige Personalchef eines


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grossen Schweizer Industrieunternehmens lachend. Doch er hatte seinen Sohn schon vorgewarnt, dass er vermutlich gar keinen Militärdienst würde leisten können: Sven hatte mit 17 Jahren Diabetes bekommen und musste sich täglich vier Spritzen setzen. «Genau so kam es dann auch. Sven war bitter enttäuscht. Nicht mal zum Zivildienst wollte man ihn zulassen, obwohl er auch das gern getan hätte.» Stattdessen kam 1999 die erste Rechnung für den Wehrpflichtersatz: 700 Franken pro Jahr sollte er zahlen, obwohl er dienstwillig war. «Wir schrieben viele Briefe an Politiker und Behörden», sagt Glor. Ohne Erfolg. Und einige der Antworten erbosten ihn so sehr, dass er beschloss, vor Gericht zu gehen. «Es war einfach nicht gerecht!» Allein und ohne Anwalt bis nach Strassburg Dabei hatte er von Anfang an den EGMR vor

Augen. «Mir war klar, dass die Schweizer Gerichte einfach der bestehenden Recht­ sprechung folgen würden.» Dennoch musste er erst einmal durch sämtliche Schweizer Instanzen, damit er den Entscheid des Bundesgerichts nach Strassburg weiter­ ziehen konnte. «Ich sehe noch heute das Gesicht meiner Frau, als sie zu mir sagte: ‹Spinnst du?›, aber irgendwie war mein Sportsgeist geweckt. Ich wollte sehen, wie weit ich gehen konnte.» Also arbeitete Glor sich ganz allein und ohne anwaltliche Unterstützung durch die Gerichtsinstanzen. Mit dem erwarteten Re­ sultat: 2004 lehnte auch das Bundesgericht seine Beschwerde ab. Im Internet hatte er sich darüber informiert, wie er vorgehen musste, um den Entscheid an den EGMR weiterzuziehen. Auch das tat er ohne recht­ lichen Beistand. «Doch dann passierte erst mal gar nichts. Ich dachte schon: Na gut, das wars – als plötzlich, nach einem Dreiviertel­ jahr, die Nachricht kam, der Gerichtshof habe den Fall angenommen.» Fünf weitere Jahre vergingen, bis ein Urteil gefällt wurde. «Ein Mal pro Jahr kam vom Gericht eine Frage, sodass ich ­immerhin mitbekam, dass sie noch damit beschäftigt waren.» Vom Urteil im Jahr 2009 erfuhr er im Büro, nachdem ein ­Arbeitskollege die Nachrichten im Radio ­gehört hatte. «Er kam ganz aufgeregt zu mir und sagte: ‹Du hast gewonnen!›» Sieben Richter aus sieben verschiedenen Ländern waren zum Schluss gekommen, dass es möglich sein sollte, leicht behin­ derten Menschen entweder in der Armee eine Funktion anzubieten, die sie trotz ihres Gebrechens ausüben können, oder zum Zivildienst zuzulassen. «Die Schweiz rekurrierte, verlor aber auch vor der Grossen Kammer des Ge­ richts», erzählt Glor. Die Rechtsprechung wurde angepasst – seither haben leicht

«Wer mit der Schweizer Rechtsprechung nicht zufrieden ist, kann sich heute an eine weitere Instanz wenden – selbst als einzelner Bürger.» Hans Glor, ehemaliger Personalchef

behinderte Männer die Wahl zwischen Ersatz­zahlungen oder Militärdienst. «Etwa 1000 Menschen haben schon davon profi­ tiert», resümiert Glor sichtlich befriedigt. Eine Frage des Prinzips

Glors Sohn hingegen, mittlerweile 40 und glücklich als Chauffeur tätig, hatte die 700 Franken jahrelang zahlen müssen; nur die letzte Zahlung blieb ihm dank des Ge­ richtsentscheids erspart. Der persönliche Profit hält sich also in Grenzen, aber Hans Glor geht es ohnehin ums Prinzip: «Wer mit der Schweizer Rechtsprechung nicht zufrie­ den ist, kann sich heute an eine weitere In­ stanz wenden, um etwas zu bewegen, selbst als einzelner Bürger. Das muss unbedingt


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«Das Urteil des Bundesgerichts hätte mein Leben und die Zukunft meines Sohns in höchste Gefahr gebracht.»

Sabbat verbieten wollte, mit dem 2003 geborenen Sohn notfallmässig ins Kran­ kenhaus zu fahren, um ihn wegen hohen Fiebers untersuchen zu lassen, war eine Grenze überschritten. «Es hatte schon ­viele andere Vorfälle gegeben, aber da rea­ lisierte ich, dass es nicht mehr so weiter­ gehen konnte.» Sie liess sich scheiden. Doch auch danach ging der Religions­ terror weiter, und als ihr Exmann sie eines Tages mit dem Tod bedrohte, war ihr klar: Sie musste weg, mit ihrem Sohn Noam raus aus Israel. Den Sohn in der Sporttasche geschmuggelt

Isabelle Neulinger (59) riskierte für den Sohn ihre Freiheit.

auch weiterhin möglich sein.» Deshalb enga­ giert er sich im Rahmen seiner Möglichkei­ ten gegen die Selbstbestimmungsinitiative.

Bild: Jeremy Bierer

Filmreifes Fluchtdrama

Das macht auch Isabelle Neulinger (59) aus Lausanne. Auch sie hat ein Urteil in Strass­ burg erwirkt und damit die Schweizer Rechtsprechung zum Besseren verändert. Seit dem Entscheid in ihrem dramatischen Fall steht das Wohl des Kindes bei Kindes­ entführungen im Zentrum richterlicher Erwägungen. «Das hat sich inzwischen bereits in Dutzenden von Fällen in ganz Europa ausgewirkt», sagt sie stolz. Was Neulinger erlebt hat, ist Stoff für einen Thriller. Und tatsächlich wird das Buch, das sie vor ein paar Jahren darüber verfasst hat, nun auch verfilmt: von «Contrast Film Zürich» und der schweizerisch-kana­dischen Regisseurin Léa Pool. Wer die kämpferische Mutter spielen wird, ist noch offen, aber Neulinger hat Ideen: «Natalie Portman oder Charlize Theron wären super.» Isabelle Neulinger wurde in Belgien gebo­ ren, hat einen Schweizer Pass und jüdische Wurzeln. Diese führten sie nach Tel Aviv, wo sie sich im Jahr 2000 in ihren Nachbarn ver­ liebte, einen gutaussehenden, charmanten Sportlehrer. Doch nach der Hochzeit geriet er in den Bann einer ultraorthodoxen jüdi­ schen Gemeinschaft und begann sich dras­ tisch zu verändern. «Er bestand darauf, dass auch ich all die religiösen Regeln einhalte», erzählt sie. Zu Beginn kam sie ihm entgegen, in der Hoffnung, dass die Lage sich dann schon beruhigen werde. Das jedoch tat sie nicht, im Gegenteil. Und als er ihr eines Tages am

Legal jedoch konnte sie das Land nicht verlassen, weil sie ein gerichtliches Verbot erwirkt hatte, Noam aus dem Land zu bringen – aus Angst, ihr Exmann könnte dies versuchen. Nun stand ihr das Verbot selbst im Weg. Also erwog sie verschiedene Szenarien, eins wilder als das andere. Schliesslich fuhr sie im Juni 2005 mit ihrem Auto an die israelisch-ägyptische Grenze und schmuggelte ihren kleinen Sohn in einer Sporttasche unter einer Tauchausrüstung in die Freiheit. Noch heute erinnert sie sich an jedes Detail der abenteuerlichen Nacht. Nicht nur, dass der israelischen Mafia naheste­ hende Kreise involviert waren, auch Noams plötzliche Fiebererkrankung und ein temporärer Streik ihres Automotors hätten in letzter Sekunde fast alles schei­ tern lassen. «Wäre ich von den israelischen Grenzwächtern erwischt worden, hätten mir 20 Jahre Gefängnis gedroht.» In der Schweiz sei sie mit Noam sicher, hatte ihr ein Beamter in Bern versprochen, bei dem sie sich zuvor telefonisch erkun­ digt hatte. Mutter und Sohn liessen sich in Lausanne nieder, wo sie auch heute noch leben. Doch als Noams Pass erstmals erneuert werden musste, realisierten die Schweizer Behörden, dass seine Mutter von Interpol gesucht wurde – wegen ­Kindesentführung: Der Vater und die israelischen Behörden wollten den Jungen zurück. Präzedenzfall für die Rechtsprechung

Isabelle Neulinger kämpfte weiter, diesmal vor Gericht. Die unteren Instanzen gaben ihr Recht, doch das Bundesgericht ent­ schied 2007, dass sie mit dem Sohn inner­ halb von fünf Wochen nach Israel zurück­ zukehren habe; das sei zumutbar. Neulinger war schockiert und versuchte, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und Unterschriften zu sammeln. «An einer Veranstaltung sprach mich ein Mann an, der mir riet, den Fall an den EGMR weiter­ zuziehen, dort hätte ich gute Chancen.» Es handelte sich um jemanden, der dort selbst als Richter einsass.

Selbstbestimmungsinitiative

Abstimmung am 25. November Die Vorlage der SVP sieht vor, dass die Bundesver­ fassung immer Vorrang hat gegenüber internationalen Verträgen. Würde das Volk einer Initiative zustimmen, die einem bestehenden völ­ kerrechtlichen Vertrag wider­ spricht, müsste die Schweiz diesen Vertrag neu aushan­ deln – oder kündigen, falls dies misslingt. Davon ausge­ nommen sind nur zwingende Bestimmungen des Völker­ rechts (etwa Folterverbot, Sklaverei, Genozid). Die Gegner der Initiative sehen darin einen direkten Angriff auf die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), mit der schon einige frühere Initiativen der SVP der EMRK würde es einfacher werden, auf Kosten von Min­ derheiten Politik zu machen», hält Amnesty International Schweiz fest. Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) warnte im «Tages-Anzeiger», dass die breit gefasste Ini­tia­ tive jeden internationalen Vertrag treffen könne: neben der EMRK auch Freihandels­ abkommen, die bilateralen Abkommen oder das WTORecht. Deshalb spricht sich auch die Wirtschaft gegen die Initiative aus: Sie schaffe zu viel Unsicherheit. Dagegen argumentiert die SVP: Die Wahrung der Men­ schenrechte sei vollumfäng­ lich durch die Bundesverfas­ sung garantiert. Zudem er­ mögliche die Initiative, die «verfassungs­widrige Ent­ machtung» der Stimmbürger rückgängig zu machen. Heute heble eine kleine Zahl von Be­ amten und Richtern regel­ mässig Volksentscheide aus.

Ja-Parole: SVP, SD, AUNS Nein-Parole: SP, Grüne, FDP, CVP, GLP, BDP, Bundes­ rat und Parlament, Econo­ miesuisse, Swissmem, Ope­ ration Libero sowie zahlrei­ che NGOs


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Isabelle Neulinger fand einen Anwalt, der sich mit solchen Fällen auskannte, und zwei Tage vor der vom Bundesgericht ­gesetzten Ausreisefrist erreichte sie die ­Nachricht, dass die Strassburger Richter ­ihren Fall angenommen hätten. Sie und ihr Sohn hatten eine Galgenfrist bekommen. Im Jahr 2010 kippte die Grosse ­Kammer des EGMR den Entscheid des Bundes­gerichts mit 16:1 Stimmen, was die erwähnte fundamentale Änderung der Rechtsprechung bei Kindesentführungen bewirkte – nicht nur in der Schweiz. Der Kampf ist noch nicht zu Ende Noam ist mittlerweile 15 und alt genug,

um zu verstehen, was seine Mutter für ihn getan hat. «Er ist dankbar, dass ich ihm ein Leben in Freiheit ermöglicht habe.» Mit seinem Vater, der inzwischen zum dritten Mal verheiratet ist und noch sechs weitere Kinder gezeugt hat, hatte er vor ein paar Jahren im Rahmen einer israelischen Talkshow eine Skype-Konversation, ansonsten

«Eine Annahme der Initiative würde künftig verunmöglichen, den Weg einzuschlagen, den ich gegangen bin.» Isabelle Neulinger, Forschungsadministratorin

gebe es leider keinen Kontakt zu ihm, sagt Neulinger. Sie werde wohl nie wieder nach Israel zurückkehren können, da ihr dort eine Gefängnisstrafe drohe. Aber sie erwartet, dass Noam sich in ein paar Jahren für diesen Teil seiner Wurzeln stärker zu interessieren beginnt. Ihr jahrelanger Kampf hat Isabelle Neulinger auch viel Geld gekostet. «Ich werde bis an mein Lebensende damit beschäftigt sein, Schulden abzuzahlen.» Und das, obwohl sie als Forschungsadministratorin im

Bereich Neurowissenschaften am Lausanner Universitätsspital einen guten Job hat. In diesen Wochen kämpft sie erneut – diesmal gegen die Selbstbestimmungs­ initiative. «Eine Annahme würde es künftig verunmöglichen, den Weg einzuschlagen, den ich gegangen bin», ist sie überzeugt. Doch der Zugang zum MenschenrechtsGerichtshof sei zentral – er schütze die Leute vor den Konsequenzen gewisser Entscheide im eigenen Land. «Das Urteil des Bundesgerichts hätte mein Leben und die Zukunft meines Sohns in höchste Gefahr gebracht.» In eine solche Situation könne jeder eines Tages geraten, betont Neulinger. «Was, wenn wir dann keine Instanz mehr haben, an die wir uns wenden können?» MM Buchtipp: Adrian Riklin (Hg.): «Frau Huber geht nach Strassburg: Die Schweiz vor dem Gerichtshof der Menschenrechte», Verlag «Wochenzeitung», 2018 Infos Völkerrecht: http://svir-ssdi.ch/media/1105/droit-internat-de-web.pdf

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32  MM45, 5.11.2018 | MENSCHEN

«Mir sagen viele Frauen, ich sei ein Vorbild für sie» Magdalena Martullo-Blocher

Die Selbstbestimmungsinitiative sei trotz schlechter Umfragewerte noch zu gewinnen, glaubt Magdalena Martullo-Blocher. Ein Gespräch über den aktuellen Zustand der SVP, Frauen im Bundesrat, das Verhältnis zu ihrem Vater und die legendären «Seven Thinking Steps». Text: Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger Bilder: Christian Schnur


MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  33

Magdalena Martullo-Blocher vor den Büros der EMS-Gruppe in Herrliberg ZH


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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  35

Magdalena Martullo-Blocher, nach den ersten Umfragen zeichnet sich ein Nein für die Selbstbestimmungsinitiative (SBI) ab. Weshalb zieht das Thema nicht? Wir stehen noch im Meinungsbildungspro­ zess. Und da sich die SVP als einzige Partei dafür engagiert, braucht es von uns noch mehr Einsatz, um die Bevölkerung zu infor­ mieren. Dabei ist es ganz einfach: Es geht um die Frage, ob der Stimmbürger weiterhin das letzte Wort hat in der Schweiz.

tun – oder halt kündigen, wenn man sich nicht einigen kann. Über die Personen­ freizügigkeit stimmt das Volk aber sowieso noch separat ab.

Können Sie überhaupt noch gewinnen? Ja, wir haben den Eindruck, dass unsere Ar­ gumente im Volk gut ankommen. Schweizer sind es gewohnt, über Sachthemen selbst zu entscheiden. Doch 2012 hat das Bundes­ gericht leider seine Praxis geändert und beschlossen, dass anderslautende interna­ tionale Regelungen vorgehen. Das wollen wir rückgängig machen. Aus unserer Sicht soll die Schweizer Verfassung von Volk und Ständen wieder Priorität erhalten.

Nur gerade die Schweizer Demokraten und die AUNS unterstützen Sie. Das stimmt nicht. Es gibt viele Unterneh­ mer, auch aus anderen Parteien, die nicht die gesamten EU-Regulierungen über­ nehmen wollen.

Eine Mehrheit macht sich Sorgen, dass eine Annahme geschätzte internationale Verträge aufs Spiel setzen könnte, etwa die Europäische Menschenrechtskonvention. Aber auch die Wirtschaft bekämpft die Initiative. Das ist Angstmacherei. Keiner der 600 Wirt­ schaftsverträge müsste heute angepasst werden. Auch die Europäische Menschen­ rechtskonvention braucht nicht gekündigt zu werden. Aber das Volk muss weiterhin die Möglichkeit haben, Verträge zu verbessern oder sogar zu kündigen, wenn es das will. Aber plötzlich sagt das Volk Ja zu einer SVP-Initiative, die einem dieser Verträge widerspricht – wäre nicht das erste Mal. Genau in solchen Fällen soll die Volks­ meinung wieder Vorrang erhalten. Wir dürfen doch keinen internationalen Verträgen ­Vorrang geben, die Volk und Stände so ausdrücklich nicht wollen. Nur hat sich das Volk beim Abstimmen gar nicht direkt zu dem fraglichen Vertrag geäussert. Wo sehen Sie denn Potenzial für Konflikte bei einem Ja zur SBI? Im Abstimmungsbüchlein werden solche Konflikte immer behandelt. Schon jetzt gibt es einen Widerspruch bei der Ausschaf­ fungsinitiative. Das Volk wollte schwer kriminelle Ausländer ausdrücklich aus­ weisen, laut Bundesgericht jedoch hat nun die Personenfreizügigkeit Vorrang, sodass diese bleiben. Das geht doch nicht! Wer also der SBI zustimmt, gefährdet die Personenfreizügigkeit und damit die bilateralen Verträge mit der EU. Man könnte sie auch neu verhandeln, einen Vorbehalt anbringen, wie andere Länder das

Und doch stehen Sie bei dieser Abstimmung wieder mal fast allein da ... Leider haben die meisten Parteien nicht den Mut, sich gegenüber dem Ausland klar zu positionieren. Wir sind die einzige Partei, die noch für die Volksrechte einsteht.

«Zusätzlich zu wachsen, wird für die SVP wohl schwierig. Es ist schon eine Herausforderung, unseren Wähleranteil und die Anzahl Sitze zu halten. Das ist unser Ziel für 2019.» Magdalena Martullo-Blocher SVP-Vizepräsidentin

Ihr Vater sagte bei einem Streitgespräch im Migros-Magazin, dass es für die Gegner leicht sei, Abstimmungserfolge zu erzielen, bei denen fast alle gegen die SVP sind. Es wird also schwer für Sie. Klar. Aber wir setzen uns ein, weil wir wol­ len, dass das Volk das letzte Wort behält. Ein Jahr vor den Wahlen geht es der SVP weniger gut als auch schon: Bei kantonalen und lokalen Wahlen hat sie in letzter Zeit mehr Sitze verloren als gewonnen. Ein temporäres Formtief oder ein Stimmungswechsel im Land? Auch gemäss den letzten Umfragen bleiben wir mit Abstand die stärkste Partei im Land. Aber zusätzlich zu wachsen, wird wohl schwierig. Es ist schon eine Herausforde­ rung, unseren Wähleranteil und die Anzahl Sitze zu halten. Das ist unser Ziel für 2019. Und dank unserer klaren Positionierung haben wir eine stabile Wählerbasis. Besonders viele negative Schlagzeilen gab es in der Romandie, wo sich einige prominente Parteiexponenten zurückgezogen haben. Zufall, hiess es offiziell. Wirklich?

In der Westschweiz sind wir tatsächlich noch schwach; dort fehlen uns die Partei­ strukturen. Viele Kantonalsektionen sind relativ neu und personell noch nicht stabil. Aber wir arbeiten daran. Bis zu den nächsten Wahlen wird sich das wohl noch nicht auswirken. Als Unternehmerin weiss ich, dass eine solche Aufbauarbeit Zeit braucht. Einen Erd­rutsch in Richtung SVP werden wir 2019 wohl kaum erleben – aber wer weiss! ( lacht) Wirtschaftlich läuft es derzeit rund für die Schweiz – auch für die EMS-Chemie? Ja, aber die ersten Anzeichen einer gene­rellen Konjunkturabkühlung sind unübersehbar. Inzwischen auch an den Börsen. Bei der EMS haben wir uns schon Anfang Jahr mit weltweiten Effizienzprogrammen vor­ bereitet. Wir hatten nun viele Jahre lang eine gute Konjunktur und trotzdem tiefe Zinsen. Nun ändert sich das halt wieder. Vielen sorgen sich wegen des protektio­ nistischeren Wirtschaftsklimas seit der Wahl Donald Trumps. Was halten Sie von seiner Strategie? Die USA und China ringen um die Vor­ machtstellung in der Welt. Dabei geht es nicht nur um die Wirtschaft, sondern auch um politische und militärische Anliegen. Wenigstens gibt es mit den USA noch ein Land, das China auch mal die Stirn bietet. Europa fehlt dazu offensichtlich die Kraft. Weil China selbst sehr protektionistisch ist, sind Trumps Argumente nachvollziehbar. Seine extreme Zollpolitik – na ja, ich denke, das ist eine Einschüchterung in der Hoff­ nung, Verhandlungen zu erzwingen. Auf jeden Fall bringt diese Politik viel Unruhe in den globalen Handel, und das ist nicht gut. Also auch nicht für die Schweiz. Wir sind von diesem Handelskrieg nicht di­ rekt betroffen, das eröffnet uns auch gewisse Chancen. Die USA haben uns nun Interesse an einem Freihandelsabkommen auch ohne den Bereich Landwirtschaft signalisiert, was ich sehr begrüsse. Es wäre für die Schweiz das wichtigste Freihandelsabkommen über­ haupt, und die Chancen für einen Erfolg standen wohl noch nie so gut wie heute. Muss sich die Wirtschaftswelt generell auf schwierigere Rahmenbedingungen einstellen? Überall kommen Politiker an die Macht, die der Globalisierung skeptisch gegenüberstehen. Weil das Volk zunehmend skeptisch ist. Vor allem in den entwickelten Ländern fragen sich immer mehr Leute, was ihnen die Glo­ balisierung eigentlich bringt. Vor allem der Lohndruck durch Zuwanderung oder von Billiglohnländern macht ihnen zu Recht


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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  37

Zur Person

Angst. Sie haben den Eindruck, dass sie verlieren. Auch wenn die Schweiz von der Globalisierung stark profitiert, müssen wir diese Ängste ernst nehmen. Bei uns bringt die Personenfreizügigkeit bei schlecht Qualifizierten über zehn Prozent Arbeits­ lose und Lohndruck. Mittlerweile werden auch Stellen im Bürobereich ins Ausland verlagert. Unser Lehrlingswesen und unsere Hochschulen sind wichtig; so können wir sicherstellen, dass wir weiterhin innovativ, schnell und flexibel bleiben. Immer mehr Regulierungen sind da Gift!

Unternehmerin und SVP-Vizepräsidentin Magdalena Martullo-Blocher (49) hat von ihrem Vater Christoph Blocher 2004 die Leitung der EMS-Gruppe in Graubünden übernommen. Seit 2015 ist sie SVP-Nationalrätin, zudem seit vergangenem Frühling eine der Vize­ präsidentinnen der Partei. MartulloBlocher ist verheiratet, hat drei Kinder im Teenageralter und lebt in Meilen ZH. Um den Haushalt kümmert sich ihr Mann.

Aber reicht das? Angesichts der grossen Zuwanderung hat auch die Wirtschaft eine gewisse Verpflich­ tung, sich bei der Integration zu engagieren. Bei EMS-Chemie haben wir kürzlich ein Pilotprojekt durchgeführt und fünf Men­ schen ohne Ausbildung in unsere Lehrlings­ ausbildung integriert. Einzige Vorausset­ zung war, dass sie Deutsch verstehen. In­ zwischen sind vier von ihnen bei uns fest an­ gestellt – ein grosser Erfolg. Wir sind bereit, weitere auszubilden. Es wäre schön, wenn die Behörden solchen Pilotprojekten nicht noch Steine in den Weg legen würden. Sie haben nicht nur in der Firma, sondern auch politisch die Nachfolge Ihres Vaters angetreten. War es schwer, in so grosse Fussstapfen zu treten? In der Firma eigentlich nicht. Natürlich gab es am Anfang ein paar wenige, die manchmal behaupteten, mein Vater hätte sicher anders entschieden. Ich habe mich davon aber nicht beirren lassen. Nun sind es bereits 14, zum Teil schwierige, aber auch sehr erfolgreiche Jahre geworden. Und politisch? Ich habe natürlich noch nicht die Erfahrung meines Vaters. In Graubünden sagte einmal ein Parteikollege, mein Vater sei ein Mythos, ich aber sei die Realität. Eine andere Partei wäre für Sie nie infrage gekommen? Wirtschaftlich wäre ich eigentlich mit der FDP in vielem einig. Aber ihre mangelnde Durchsetzungskraft und ihr fehlender Mut, aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben, stören mich sehr. Man muss auch Unange­ nehmes ansprechen und Knochenarbeit verrichten, sonst verbessert sich nichts. Hatten Sie in Ihrer Jugend auch mal eine rebellische Phase? Mein Vater und ich führen auch heute noch grosse Diskussionen! (lacht) Als Teenager dachte ich allerdings, dass ich nie politisch aktiv sein würde, denn die Belastung ist auch für die Familie gross. Nun konnte ich es doch nicht lassen – ich ärgerte mich zu stark.

Wie kommen Ihre Kinder klar mit der prominenten Rolle ihrer Verwandten? Es ist nicht einfach, vielleicht war es früher sogar noch schwieriger. Zur Zeit der EWRAbstimmung studierte ich in St. Gallen. Alle Professoren waren für den EWRBeitritt und wetterten pausenlos gegen meinen Vater. Meine Kinder müssen auch vieles über sich ergehen lassen. Aber sie haben damit umzugehen gelernt. Meine Tochter fragt dann zurück: Was hat denn dein Grossvater oder deine Mutter für die Schweiz getan? Dann sind die Diskussionen schnell zu Ende. In welchen Punkten sind Sie nicht der gleichen Meinung wie Ihr Vater? Bezüglich der Grundwerte gibt es keine Dif­ ferenzen. Eher in puncto Herangehensweise an gewisse Probleme. Er hat Erfahrung, ich habe neue Ideen. Das müssen wir oft aus­ diskutieren. Ich bin wohl auch ungeduldiger, fordere viel und sage, was alles noch nicht gut ist. Er ist eher ruhiger, weiss, dass nicht alles schnell geht. Er sagt mir dann, ich müsse auch mit Unvollkommenheit leben können.

Ihr Vater hat es bis zum Bundesrat ge­ bracht – streben Sie das ebenfalls an? Etwa wenn Ueli Maurer zurücktritt? Noch ist er im Amt und macht eine gute Arbeit. Ausserdem haben wir in der SVP viele gute Leute, die Bundesrat werden möchten. Ich hingegen müsste die Firma abgeben. Das würde mir schwerfallen, denn im Herzen bin ich zu 95 Prozent Unter­ nehmerin und nur zu 5 Prozent Politikerin. Würden Sie sich über zwei neue Frauen im Bundesrat freuen? Das Geschlecht ist für mich nicht entschei­ dend. Wir hatten mal eine Frauenmehrheit im Bundesrat, und die Politik war nie so schlecht wie damals ( lacht). Bei Karin Keller-Sutter haben wir am 5. Dezember wohl gar keine Wahl – ob ich für sie stimme, weiss ich aber noch nicht. Entscheidend ist doch, dass jüngere Frauen inzwischen wissen, dass sie auch Bundesrätin werden können. Diese Vorbildfunktion gibt es, und das ist gut so. Mir sagen viele Frauen, ich sei für sie ein Vorbild, das finde ich schön. Wie handhaben Sie die Gleichberech­ tigung? Kümmert sich Ihr Mann um die Kinder? Ja, das hat sich so ergeben. Früher waren wir beide berufstätig und hatten eine Nanny. Inzwischen hat mein Mann die Kinderbe­ treuung und den Haushalt übernommen. Zu Beginn war ich etwas skeptisch – ich habe natürlich auch zu Hause Ansprüche; die Sachen müssen erledigt sein. Aber er macht es gut. Ich finde, dass jede Familie für sich selbst entscheiden soll, was für sie am bes­ ten funktioniert. Mir fällt daheim die Decke auf den Kopf. Ich koche zwar gern, aber putzen mag ich gar nicht. Zum Glück habe ich beruflich etwas gefunden, das ich gerne mache und auch recht gut kann. 2015 wurden Sie auf einen Schlag in der ganzen Schweiz bekannt: mit einer Filmszene im Schweizer Fernsehen über die «Seven Thinking Steps». Bei vielen ist das die erste Assoziation, wenn sie Ihren Namen hören. Wie gehen Sie damit um? (seufzt) Das fand alles ganz anders statt, als es im Film zusammengeschnitten wurde. Alles nur, um mich in die Pfanne zu hauen. Wäre das Arbeitsklima bei uns so, hätten wir nicht so viele treue Mitarbeiter. In der ver­ gangenen Woche habe ich einen Mitarbeiter verabschiedet, der 50 Jahre lang bei uns tätig war! Aber inzwischen ist der Film für mich höchstens noch eine Anekdote. Hat Ihnen der Streifen eher geschadet oder eher genützt? Am Ende vielleicht eher genützt – wenn die Menschen mich treffen, sagen sie immer: So schlimm sind Sie ja gar nicht! ( lacht) MM


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MENSCHEN | MM45, 5.11.2018  39

Leserforum MM 44: Dossier Halloween

«Ich würde mir zu Weihnachten 20 Seiten über den Gott der Liebe wünschen.»

Der 31. Oktober ist nicht nur der Tag von Halloween, sondern auch der Reformationstag. Davon lese ich im Migros-Magazin und auch in den meisten anderen Zeitungen nichts. Liegt es vielleicht daran, dass sich mit dem Reformationstag im Gegensatz zu Halloween kein Geld machen lässt? Johannes Vogel

Bild: Fotostudio MGB, Illustration: Isabelle Bühler

Ihr Artikel über Halloween ist recht interessant. Bei «Druiden und der Tod des Sommers» ist der letzte Satz eine nicht bewiesene Unterstellung. Menschenopfer waren in dieser Zeit auch bei den Römern und vielen anderen Völkern aktuell, doch für Kinderopfer bei den Kelten sind keine Beweise vorhanden, reine Spekulation des Autors. Anton A. Jaeggi, Wetzikon ZH Es ist sehr umsichtig, dass die porträtierten Ghosthunter keine übernatürlichen Ursachen für alles Unerklärliche suchen. Naiv und verharmlosend erscheint mir hingegen die Aussage, es gebe keine bösen Geister. Erfahrungen in der Schweiz und in Afrika lehren mich das Gegenteil. Böse Impulse sind leider Teil unserer menschlichen Innenwelt und auch des Unsichtbaren ausserhalb von uns. Schön wäre es, ich hätte nur edle Gedanken und hilfreiche Schutzengel! Paul Kleiner via E-Mail Ich halte die heutige Ausgabe des Migros-Magazins vom 29. 10. in den Händen und bin schockiert, wie eklig diese

­ usgabe gestaltet ist. Einfach A nur grusig und abstossend! Was bezwecken Sie wohl mit diesen Beiträgen? Ich bin ­enttäuscht, dass die Migros auf diesem Niveau spielt. Ich wünsche Ihnen kreative und ­positive Ideen für Ihre weitere Arbeit! Claudia Baumgartner via E-Mail 20 Seiten über das Böse, ­Finstere und Eklige, ist das das Papier wirklich wert? Ich würde mir zu Weihnachten 20 Seiten über den Gott der ­Liebe und des Lichts wünschen, der den Frieden schenkt. Oder ist es zu privat, zu peinlich, darüber zu schreiben? Andrea Techand via E-Mail

renziert und kritisch aufgreifen. Mein persönliches Highlight ist die Kolumne «1, 2 oder 3?». Daher erst einmal ein grosses Lob. Leider hat die Ausgabe 43 bei mir Un­verständnis ausgelöst. Auf Seite 37 kündigen Sie die ausser Frage notwendigen Massnahmen an, mit denen die Migros auf das zunehmende Plastikmüllproblem reagiert: immer weniger Plastik bei der Verpackung von Obst und Gemüse. Gleichzeitig bewerben Sie ein paar Seiten weiter die ­Produkte von Cathedral City: Dort werden 14 Ministückchen

MM 43: Immer weniger Plastik

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«Bio­gemüse ist in Klarsichtfolie verpackt»

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Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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1. Tag Zürich/St. Margrethen–Passau Individuelle Anreise, Busfahrt, Einschiffung und «Leinen los!». 2. Tag Wien Rundfahrt/-gang(1) Kaiserstadt. 3. Tag Puszta Ausflug(1) mit Reitvorführung. 4. Tag Belgrad Rundfahrt/-gang(1) mit Festung. 5. Tag Eisernes Tor Passage Kataraktenstrecke. 6. Tag Bukarest Ausflug(1) mit Rundfahrt/-gang. 7. Tag Donaudelta Ab Tulcea Rundfahrt(1) mit Ausflugsbooten durch das obere Donaudelta oder Delta intensiv(3) mit kleinen Schnellbooten. Ausflug(2) zum Schwarzen Meer. Abendessen in Constanta. 8. Tag Rousse Rundfahrt/-gang(1) Hafenstadt. 9. Tag Eisernes Tor Passage Kataraktenstrecke. 10. Tag Belgrad–Novi Sad Ausflug(1) Novi Sad. 11. Tag Mohács Ausflug(1) ins mediterrane Pécs. 12. Tag Budapest Rundfahrt/-gang(1). 13. Tag Bratislava Rundfahrt/-gang(1). Fahrt zur imposanten Burg. Rundgang durch die Altstadt. 14. Tag Weissenkirchen Ausflug(1) zum barocken Benediktinerstift Melk. Führung durch die Anlage. 15. Tag Passau–St. Margrethen/Zürich Ausschiffung, Busrückfahrt und individuelle Heimreise.

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  45

Kultiges Design, tiefer Preis: Das Hotelzimmer im Säntispark ist komplett im M-Budget-Look eingerichtet. Säntispark Abtwil

Ein Hotelzimmer von M-Budget Im Hotel Säntispark in Abtwil bei St. Gallen gibt es ab sofort das erste M-Budget-Hotelzimmer der Schweiz. So kann man im Vier­ sternehotel zum M-Budget-Preis übernachten. Das Zimmer kostet für zwei Personen nur Fr. 99.90, ohne Frühstück, aber inklusive Eintritt in die Bäder- und Saunawelt mit den acht spektakulären

Rutschbahnen und dem Sole- und Wellenbad. Auch der Besuch des Fitnesscenters ist inbegriffen. Eingerichtet ist das Zimmer im kultigen M-Budget-Look in Grün-Weiss mit vielen witzigen Details. Als Sofa dienen zwei grosse Sitzsäcke in Form eines M-Budget-Kaugummibeutels, Licht

spenden Nachttischlampen in Form von Energy-Drink-Dosen. Auch Teppich, Wände, Bettwäsche und sogar der WC-Deckel sind im M-Budget-Design gehalten. Da nur ein solches Zimmer verfügbar ist, lohnt sich eine frühzeitige Buchung. Buchung: hotel-saentispark.ch oder Tel. 071 313 11 11

Sozialpartnerschaft

Mehr Lohn für Migros-Angestellte

Bilder: Peter Ruggle; zVg

Die Migros-Gruppe hat mit ihren internen Sozial- und Vertragspartnern und dem Metzgereipersonal-­ Verband eine Einigung bezüglich Lohnrunde 2019 erzielt. Die Lohnsumme wird per 1. Januar 2019 um 0,5 bis 1,0 Prozent erhöht. Dieses Verhandlungsergebnis gilt für die Mitarbeitenden und Branchen, die dem Migros-Landes-Gesamt­ arbeitsvertrag unterstellt sind. Im Vorjahr war die Lohnsumme um 0,5 bis 0,9 Prozent erhöht worden.

Zusätzlich wendet die Migros im Rahmen der Reglementsrevision der Migros-Pensionskasse (MPK) per 1. Januar 2019 0,5 Prozent der Lohnsumme für ihre Versicherten auf. Dies entspricht einem Zuschuss von 16 Millionen Franken. Die MPK untersteht unverändert dem Leistungsprimat.

Blickfang

Katzenpfännli «Einfach zum Anbeissen, unsere Katze in ihrer M-Budget-Pfanne.» Thomas Metzker, Lausanne VD

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Migros Basel

Musical Anatevka in Pratteln Anlässlich ihres 40-Jahr-Jubiläums bringt die Laienbühne Pratteln das Musical Anatevka (auch bekannt als «The Fiddler on the Roof») auf die Bühne. Die Geschichte spielt um 1905 in einem ukrainischen Dorf im russischen Zarenreich. In diesem Dorf lebt der arme Milchmann Tevje mit seiner Frau Golde und seinen fünf Töchtern. Trotz drohender Auseinandersetzungen mit dem zaristischen Russland behält Tevje seinen Witz, sein grosses Herz und seinen Lebensmut. Vom 9. bis 18. November ab 20 Uhr (Sonntag ab 15 Uhr) wird «Anatevka» im Kultur- und Sportzen­ trum (Kuspo) in Pratteln aufgeführt. Weitere Infos: laienbuehne-pratteln.ch

Mehr von der Migros Basel ab Seite 81


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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  47

Artisan Confiseur

Chocolat Frey eröffnet Boutique am Flughafen «Artisan Confiseur» von Chocolat Frey steht für die Fusion aus Tradition und Handwerkskunst zu hochwertigem Schokoladengenuss. In der Migros-­ Filiale am Flughafen Zürich ist nun die schweizweit zweite derartige Schoggi-­Boutique der Migros-Tochter aufgegangen. Der erste Standort wurde im vergangenen Jahr in der Migros Schweizerhof in Luzern eröffnet. Das Sortiment umfasst 30 edle «Praliné maison» sowie acht verschiedene Arten Bruchschokolade «Chocolat maison», die von Hand aus hochwertigen Zutaten gefertigt und frisch geliefert werden. An der bedienten Theke kann jedermann sein Praliné-Ballotin oder Bruchschokoladen-Sachet nach Belieben zusammenstellen. Wer auf dem Sprung ist, findet zudem eine grosse Auswahl an liebevoll verpackten und gestalteten Pralinés-Boxen.

Online-Handel

Galaxus.de ist gestartet Nach gut einem Jahr Vorbereitung ist es soweit: Ab sofort können auch deutsche Online-Käufer bei Galaxus shoppen. Die Ländertochter des Schweizer E-Commerce-­ Marktführers Digitec Galaxus, an dem die Migros die Mehrheit hält, hat die Verkaufsplattform live geschaltet und geht mit rund 50 000 Qualitätsprodukten rund um IT, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation an den Start. «Im deutschen Online-Handel gibt es ein Segment, das mit dem bisherigen Angebot nicht glücklich ist», erklärt Frank Hasselmann,

Geschäftsführer von Galaxus Deutschland. Hier will er an­setzen: «Erstens haben wir eine unabhängige 20-köpfige Redak­tion, die ­unser Sortiment mit Fach­artikeln, Testberichten und Reportagen ­erklärt, eine klare Meinung vertritt und die User bei der Produkt-­ suche inspiriert. Zweitens nehmen wir unsere Kunden mit cleveren Produkt­filtern und Vergleichsmöglichkeiten an die Hand. Und drittens ­haben wir eine aktive Community, die über enormes Fachwissen verfügt und das auch gerne teilt.»

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48  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT

Migros-Weihnachtsaktion

Für jene im Schatten

Jetzt läuft die neue Migros-Spendenaktion. Mit dem Kauf einer Finn-Schokolade helfen Kunden bedürftigen Menschen in der Schweiz, die mit ihren Sorgen oftmals allein bleiben. Text: Michael West  Illustration: Patrick Oberholzer

M

anche Menschen arbeiten ein ­Leben lang und haben am Ende doch nichts davon: Im Alter fehlt es ihnen am Nötigsten, und es ist niemand mehr da, dem sie von ihrer Not erzäh­ len könnten. In der reichen Schweiz sind solche Schick­ sale erstaunlich häufig. «Etwa zwölf Prozent aller Seniorin­ nen und Senioren in unserem Land sind von ­Armut direkt betroffen oder zumindest ­bedroht», sagt Werner ­Schärer (64), Direktor von Pro Senectute. Schuld kann zum Beispiel eine Scheidung sein, die eine Lücke in die Altersvorsorge gerissen hat. Zum materiellen Mangel kommt oft die Ein­ samkeit hinzu: Wer jeden Franken umdrehen muss, fehlt bald regelmässig beim Jassabend in der Stammbeiz oder beim Wanderausflug mit Kolleginnen und Kollegen. «Gerade alte Menschen, die vor dem Zweiten Welt­ krieg geboren wurden, haben häufig Mühe, Unterstützung zu beantragen», meint Schä­ rer. «Sie schrecken davor zu­ rück, sich an Behörden oder Hilfswerke zu wenden. Denn sie sind dazu erzogen worden, sich selber zu helfen.» Oft

schämen sich die Betroffenen sogar für ihre Bedürftigkeit und versuchen, sie zu ver­ stecken. So werden sie samt ­ihrer Armut unsichtbar. Aber auch in jungen Jahren können Menschen in schlim­ mer Not sein, ohne dass dies jemandem auffällt. «Unsere Berater haben immer öfter mit Mädchen und Jungen zu tun, die unter schweren per­ sönlichen Problemen leiden», sagt Katja Wiesendanger (46), Direktorin der Pro Juventute. «Der Leistungsdruck ist in den Kinderzimmern ange­ kommen. Schon Primarschü­ ler machen sich Sorgen über ihre berufliche Zukunft.» Durch Cybermobbing in Not

Hinzu kommen die sozialen Medien, die heute zum Auf­ wachsen dazugehören. «Zwar haben sie für viele Kinder und Jugendliche einen positiven Effekt», versichert Wiesen­ danger. «Sie helfen ihnen, sich zu vernetzen. Wird ein Mädchen oder Bub jedoch ausgegrenzt, so verstärken die neuen Medien seine Probleme. Zum Mobbing kommt Cyber­ mobbing hinzu.» In solch verzweifelten ­Situationen hilft die Pro Ju­ ventute mit ihrer kostenlosen Helpline, die rund um die Uhr

zur Verfügung steht. Neu ­bietet die Organisation auch eine Beratung durch Teenager und Twens an, die früher selbst mit Problemen zu kämpfen hatten. Denn manchmal fällt es Jungen in Not leichter, sich einem Gleichaltrigen anzu­ vertrauen. Dieses Angebot gehört zu den ausgewählten Hilfsprojekten, die von der diesjährigen Weihnachts­ aktion profitieren. Es wird mit dem Kauf einer Spenden­ schokolade aus der M ­ igros unterstützt. Ein weiteres Beispiel ist der Einzelhilfefonds der Pro Senectute, der Senioren in Not etwa dringend nötige Zahnbehandlungen ermög­ licht. Die Kleiderspende der Winterhilfe geht an bedürf­ tige Familien, die sich mitten im Schweizer Wohlstand ­keine Winterjacken leisten können. Dank des Projekts «MosaiQ» der Heks finden gut qualifizierte Migranten eine angemessene Arbeit. Die erwähnten Projekte stellt das Migros-Magazin in den kommenden Wochen vor. Ein weiteres Hilfsprojekt wird auf den folgenden Seiten beschrieben: Freiwillige Helfer der Caritas kochen in Neuenburg täglich Mahl­ zeiten für Bedürftige. MM

Die Spenden aus der Migros-­ Weihnachtsaktion fliessen in Hilfs­ projekte von Pro Juventute, Pro Senectute, Caritas, Heks und Winterhilfe. Einige ­Projekte hat unser Zeichner ­abgebildet.


MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  49

Kleiderspenden für Menschen in Not

Rat für verzweifelte Jugendliche Spendenkampagne

So können Sie helfen Warme Mahlzeiten für Bedürftige Hilfe für Migranten auf Arbeitssuche

Beistand für Senioren mit Geldsorgen

Jetzt gibt es in der ­Migros die Weihnachts­ schokoladen mit dem Bild von Wichtel Finn. Sie sind für 5, 10 oder 15 Franken erhältlich. Der Erlös fliesst vollumfänglich in den Spendentopf der Weihnachtsaktion; zusätzlich zahlt die Migros für jede ver­ kaufte Schokolade einen Franken ein. Am Ende geht der Gesamtbetrag zu gleichen Teilen an die Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juven­ tute, Pro Senectute und Winterhilfe. Die fünf Organisationen setzen die Spende für aus­ gewählte Hilfsprojekte in der Schweiz ein.

Weitere Infos auf migros.ch/spenden


50  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT

Caritas-Projekt

Hochbetrieb in der Küche Die Caritas gibt Sozialhilfeempfängern in Neuenburg eine neue Perspektive: Sie bereiten täglich bis zu 600 Mahlzeiten zu. Die Migros unterstützt das Projekt mit ihrer Spendenaktion. Text: Pierre Wuthrich  Bilder: Roger hofstetter

D

as «Hôtel des associations» in Neuenburg ist ein ehemaliges Altersheim und mit ­seinen teilweise engen Räumen nicht gerade der ideale Ort für eine Grossküche. Dennoch kochen hier Mitarbeiter des Caritas-­ Projekts «Espaces des Solidarités» täglich Hunderte von Mahlzeiten. Die meisten Gerichte sind für Schulen und Privathaushalte bestimmt. Doch im Erdgeschoss des früheren Heims werden auch jeden Mittag rund 40 Mahlzeiten zum Preis von jeweils nur fünf Franken serviert. Zuvor herrscht in der Küche Hochbetrieb: Die Helfer rüsten Gemüse; in Bratpfannen brutzelt Fleisch. Da nicht viel Platz vorhanden ist, wird ­jeder Winkel sinnvoll genutzt. «Täglich ­arbeiten hier zwischen 18 und 20 Menschen», sagt Caritas-­ Mitarbei­terin Vanessa Falciola. «Etwa die Hälfte beziehen Sozialhilfe. Wir stellen sie an, indem wir einen Vertrag zur ­sozioprofessionellen ­Integration mit ihnen abschliessen.» Dieser sogenannte SPI-Vertrag ist auf drei Monate ­befristet, lässt sich aber verlängern. Die Mitarbeiter in der Grossküche kommen aus verschiedensten Lebensbereichen. Sie alle müssen flexibel sein, beim Kochen und auch beim ­Abwaschen helfen. «Unsere Haupt­ aufgabe ist aber nicht, ihnen einen

­ eruf beizubringen», erklärt Falciola. B «Wir bieten vor allem eine Arbeitsstruktur und soziale Kontakte.» Die Arbeit gibt Halt

Mitarbeiterin Amanda (26), die ihren Nachnamen nicht preisgeben möchte, schneidet gerade Kaninchenfleisch, das später mit Polenta und Spinat ­serviert werden soll. Die alleiner­ ziehende Mutter eines dreijährigen ­Kindes konnte ihre Ausbildung zur Köchin nie abschliessen. «Hier kann ich an meine berufliche Vergangenheit anknüpfen», meint sie. «Wir helfen uns immer gegenseitig. Der Austausch mit Menschen und die festen Termine tun mir gut.» Die Stimmung hat nicht darunter gelitten, dass die Arbeitsbelastung im Lauf der Zeit immer grösser wurde. «Nach der Gründung des Projekts im Jahr 2000 bereiteten wir pro Tag 30 Mahlzeiten zu», erinnert sich ­Caritas-Mitarbeiter Patrick Bersot. «Heute sind es bis zu 600 Mahlzeiten. Damit erreichen wir die Grenze des Machbaren.» Die Zuwendung aus der MigrosWeihnachtsaktion soll darum nicht in einen weiteren Ausbau des Caterings fliessen, stattdessen soll d ­ amit eine neue Küchenausrüstung angeschafft werden. Auch Freizeitangebote am Nachmittag sind geplant. Inzwischen nehmen die ersten G ­ äste im Speise­

saal Platz. Ein regelmässiger Besucher ist Antonio Mourao, ein ehe­ maliger Wächter des Völkerkundemuseums Neuenburg. Trotz Rückenschmerzen sucht der 57-jährige Arbeitslose un­ermüdlich nach einer neuen Stelle. Der Besuch im Haus des «Espace des Solidarités» ist für ihn eine Atem­pause. «Das Essen hier ist immer gut, und die Leute sind sehr freundlich», sagt er. Mit der Zeit finden sich im ­Speise­saal über 40 Menschen ein, ­darunter Schüler, Eltern mit ihren Kindern, Migranten und Schweizer. Sie sitzen an grossen Tischen und ­unterhalten sich a­ ngeregt miteinander. Alle ­scheinen sich hier geborgen zu fühlen. Die ­warmen Mahlzeiten stillen nicht nur den Hunger; sie wärmen auch die S ­ eele. MM


MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  51

1 Gute Stimmung trotz Zeitdruck: Die C ­ aritas-Mitarbeiter Alan ­Mendes und V ­ anessa Falciola helfen beim Kochen. 2 Antonio Mourao ist ein treuer Stammgast im Speisesaal. 3 Mitarbeiterin N ­ oémie, die ihren Nachnamen nicht n ­ ennen möchte, ­serviert die guten und günstigen Menüs.

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«Espaces des Solidarités»

Das Projekt in Kürze Der Speisesaal des «Espaces des Solidarités» an der rue ­Louis-Favre in Neuenburg ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Um 12.15 Uhr gibt es dort für nur fünf Franken ein Menü mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Infos: caritas-neuchatel.ch/ espace-des-solidarites oder ­unter Telefon 032 721 11 16


Die Forscher in der ganzen Welt sind sich einig: Zimt steckt voller gesundheitsfördernder Eigenschaften! Dieses köstliche Gewürz wird gemeinheim in Keksen, auf Toastbrot oder im Tee genossen. Nach dem schwarzen Pfeffer ist Zimt das meistverwendete Gewürz weltweit. Zimt – ein Alleskönner für die Gesundheit. Wer hätte das gedacht? Der Zimt, das einst noch begehrter war als Gold, wird seit Jahrhunderten in China verwandt, um den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten. In einer in Pakistan durchgeführten Studie senkte Zimt den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Altersdiabetes um bis 29%. Schon seit Jahrhunderten wird Zimt genutzt, um arthritisbedingte Schmerzen zu lindern. Eine kürzlich an der Universität von Kopenhagen durchgeführte Studie hat ergeben, dass die kombinierte Gabe von Zimt und Honig nach nur einer Woche für eine deutliche Linderung der Beschwerden von Arthritispatienten sorgte. Was für eine wunderbare Neuigkeit! Zimt enthält mehr als 80 Nährstoffe, ist aber frei von Fett, Zucker, Cholesterin oder Natrium. Ein Teelöffel Zimt hat gerade mal 6 Kalorien. Das Buch vom Zimt verblüfft mit 350 Heilwirkungen und überraschenden Anwendungsbereichen von Zimt. Zimt kann: ● Bauchfett abbauen ● das Gedächtnis anregen ● den Blutdruck regulieren ● Falten glätten ● Pilzinfektionen vorbeugen ● Arthritis verbessern ● den Blutzuckerspiegel regulieren ● Magenschmerzen beruhigen ● Blutgerinnseln entgegenwirken ● den Appetit zügeln ● Husten und Schnupfen abklingen lassen ● Grippe behandeln ● Entzündungen eindämmen ● Müdigkeit entgegenwirken ● die Verdauung fördern ● Krämpfe lösen ● Übelkeit beseitigen ● Durchfall bekämpfen ● Energie verleihen ● die Nerven beruhigen ● Akne behandeln Zimt wirkt antibakteriell, pilzabtötend, antiseptisch und entzündungshemmend und stellt somit eine effektive natürliche Alternative zur Behandlung zahlreicher Krankheiten dar. Jetzt haben Sie die Gelegenheit, sich dieses Werk 30 Tage lang zu Hause kostenlos anzuschauen. Beeilen Sie sich! Die Vorräte sind begrenzt. Handeln Sie jetzt! WARNUNG: Zimt enthält Cumarin. Der Verzehr von grösseren Mengen Cumarin kann gesundheitsschädlich sein.

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keit und Menstruationsbeschwerden Sexualität: die jahrhundertealte absolute Waffe gegen Impotenz oder mangelnde Libido So überwinden Sie Ihre Schlafstörungen Wirken Sie einer Übersäuerung Ihres Körpers entgegen, die ebenso gefährlich ist wie der übermässige Konsum von Alkohol oder Nikotin Die ultimative Hilfe gegen einen Kater Bringen Sie Ihr Immunsystem auf Hochtouren und geben Sie dem Schnupfen keine Chance Ingwer-Rezepte für Ihre Hausapotheke. In dem Buch «Ingwer, der in Vergessenheit gerateneSchatz» entdecken Sie Dutzende Heilmittel und Rezepte (wieder), mit denen sich dank der aussergewöhnlichen Wirkung von Ingwer zahllose gesundheitliche Probleme lindern und heilen lassen. Und was das Beste ist: Ingwer finden Sie in jedem Supermarkt. Er ist günstig, wirkungsvoll und frei von Nebenwirkungen. Hat Ihnen Ihr Apotheker nichts davon erzählt?

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  53

Farm Fries

Rustikale Kartoffelliebe Wer Farm Chips mag, wird die neuen Farm Fries lieben. Beide Sorten, ­Nature und Rosmarin, zeichnen sich wie die Chips durch ihren rustikalen Charakter aus. Sie werden aus un­ geschälten Kartoffeln hergestellt und ­dicker geschnitten als die meisten herkömmlichen Pommes frites. Das sorgt für einen i­ ntensiven Kartoffel­ geschmack. ­Natürlich werden auch die tiefgekühlten Farm Fries aus Schweizer Kar­toffeln hergestellt. Die Kombination mit Rapsöl garantiert eine schnelle Zubereitung im Back­ ofen – mit vergleichsweise wenig Fett.

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Für den Randenketchup 300 g Randen klein ­schneiden. 200 g Tomaten hacken. Mit einer roten Zwiebel in Öl anschwitzen. Zucker dazugeben und ­caramelisieren lassen. Mit Himbeeressig und Orangensaft ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Zugedeckt ein­ kochen. Fein pürieren. Heiss in G ­ läser füllen.

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Aioli-Mayonnaise und ­Randenketchup passen ­ausgezeichnet zum Kartoffel­geschmack der Farm Fries.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Farm Fries.


54  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT

Weihnachten

«Miep!» – Finn kehrt zurück

Erinnern Sie sich an Finn? Der Wichtel und seine Freunde waren vor einem Jahr die Stars in der Adventszeit. Der Weihnachtsspot mit dem liebenswürdigen Kerlchen berührte Tausende. Jetzt kommt Finn zurück. Wie geht seine Geschichte weiter? Wer eine Idee hat, kann am Wettbewerb des Migros-Magazins teilnehmen.

Bild: zVg

Text: Andreas Dürrenberger


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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  67

W

enn die Migros-Kasse beim Scannen piepst, ist dafür nicht etwa ein elektronisches Bauteil verantwortlich. Nein, es sind behelmte Wichtel, die in den Kassen wohnen. Das weiss man, seit die Migros im vergangenen Jahr ihre Weihnachtskampagne lanciert hat. Im Zentrum des Werbespots steht Migros-Wichtel Finn: Tag für Tag verrichtet er zuverlässig seine Arbeit und scannt mit seiner Helmlampe und einem herzigen «Miep!» die Ware. Abends verlässt er seine Kasse und streift durch die Migros-Filiale. Als er aus dem Fenster blickt, sieht er, wie die Menschen sich gemeinsam auf Weihnachten vorbereiten. Das wünscht sich Finn auch.

Bald aber merkt er, dass Weihnachten nicht schön ist, wenn man allein feiern muss. Eine Kassenangestellte hört sein trauriges «Miep!» – und gemeinsam entdecken sie, dass Finn nicht einsam feiern muss: In den anderen Kassen wohnen auch Migros-Wichtel! Die Fortsetzung ist noch geheim

Finns Geschichte berührte Tausende von Menschen, wie zahlreiche Onlinekommentare beweisen. Kinder sammelten fleissig die Hörspielfiguren. Nun kehrt Finn mit einem neuen Abenteuer zurück. Wie seine Ge­ schichte weitergeht, sei noch nicht verraten. Wer eine Idee dazu hat, macht am besten beim Wettbewerb des Migros-Magazins mit. MM

Wettbewerb

Wie geht Finns Geschichte weiter? Schicken Sie uns Ihre Idee: Wie stellen Sie sich die Fortsetzung des Wichtel­abenteuers vor? Ihre Geschichte sollte maximal 120 Wörter umfassen. Per Post: Migros-Magazin, Wichtelgeschichte, Postfach, 8099 Zürich Per E-Mail: gewinner@ migrosmagazin.ch

Bitte Name, Adresse und Telefonnummer angeben. Einsendeschluss: 14. November (Poststempel)

Unter allen Teil­neh­ menden verlost das Migros-Magazin eine Migros-Geschenk­ karte im Wert von 500 Franken.

Gesellige Wichtel: Im vergangenen Jahr hat Finn Freunde gefunden. Was erlebt er wohl dieses Jahr?

Der Gewinner oder die Gewinnerin wird schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehrfachteil­nahmen sind nicht möglich. Preise, die drei Monate nach der Ziehung nicht bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Tag 11 Xian–Peking. Besichtigung Stadtmauer, Altstadt und grosse Moschee in Xian*. Fahrt mit dem Schnellzug nach Peking. Transfer zum Hotel. (F/A) Tag 12 Peking. Besuch Verbotene Stadt/Kaiserpalast mit Tiananmen-Platz. Besichtigung Sommerpalast inkl. Bootsfahrt auf dem Kunming See*. (F/M) Tag 13 Peking. Ausflug zur Grossen Mauer*. Anschliessend Olympiagelände und Himmelstempel*. (F/M) Tag 14 Peking–Schweiz. Rückflug in die Schweiz. (F)

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  69

So schmeckt Advent Migusto

Wer in der Vorweihnachtszeit einen fruchtig-nussigen Christstollen geniessen möchte, sollte in den kommenden Wochen mit dem Backen beginnen. Denn ein Stollen will gut durchgezogen sein. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie er zubereitet wird. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder & Styling: Veronika Studer Rezept: Andrea Pistorius

Das Geheimnis eines guten Stollens liegt in der richtigen Menge Butter und Puderzucker. So bleibt er saftig und ist lange haltbar.

EINSTIMMEN AUF DEN ADVENT: Viele Weihnachtsrezepte auf migusto.ch/ weihnachten

Das Kochmagazin der Migros Für Clubmitglieder gratis per Post. Jetzt anmelden: www.migusto.ch


70  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step

Aprikosenstollen    1

Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde bilden. Hefe, Zucker und Milch hineingeben. Kurz gehen lassen, bis sich Bläschen bilden. Von der Orange die Schale fein abreiben.

5

Obere Teighälfte darüberklappen und festdrücken, untere Teighälfte darüberschlagen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem Kellenstiel oder der Hand eine längliche Vertiefung eindrücken. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten goldbraun backen.

2

Geriebene Orangenschale, Vanillezucker, Salz, Eier, Bittermandelaroma und Butter zum Vorteig geben. Alles rasch zu einem ge­ schmeidigen Teig kneten. Zugedeckt bei Zim­ mertemperatur ca. 1 Stunde aufgehen lassen.

6

Butter schmelzen. Stollen aus dem Ofen nehmen. Noch heiss abwechselnd mit Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben, bis er mit einer dicken weissen Schicht über­ zogen ist. Auskühlen lassen.

3

Die Hälfte der Aprikosen in kleine Stücke schneiden. Vom Studentenfutter die Nüsse heraussuchen und hacken. Aprikosen, Rosinen und Nüsse zum Teig geben und nochmals gut durchkneten. Zugedeckt eine weitere Stunde aufgehen lassen.


MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  71

Profi-Tipp

Ganz nach Gusto Zutaten für 1 Stollen à 600 g

4

350 g Weissmehl 1 Päckchen Trockenhefe 40 g Zucker 0,8 l Milch, lauwarm 1 Orange, unbehandelt 1 Beutel Vanillezucker 1 Prise Salz 2 Eier Andrea Pistorius, ½ TL Bittermandel­Rezeptautorin aroma 140 g Butter, weich 60 g getrocknete Aprikosen 100 g Studentenfutter 35 g Puderzucker Weissmehl zum Formen 30 g Butter zum Bestreichen 30 g Puderzucker zum Bestäuben

Backofen auf 180 °C vorheizen. Restliche Aprikosen mit dem Puderzucker im Cutter fein hacken, bis eine marzipanähnliche Masse entsteht. Diese zu einer Stange formen. Teig auf wenig Mehl oval, ca. 2 cm dick, auswallen. Aprikosenstange in die obere Hälfte legen, Seitenränder etwas umschlagen.

Am Stollen scheiden sich die Geschmäcker. Einige lieben ihn und geniessen das aus Deutschland stammende Weihnachtsgebäck, solange es erhältlich ist. Andere hingegen lehnen diese Spezialität ab. Grund dafür sind meist die Trockenfrüchte, vor allem Orangeat und Zitronat. Ich per­ sönlich gehöre zu einer dritten Gruppe, den «Rauspickern». Zwar liebe ich den Teig und Geschmack des Stollens, lege aber die kandierten Zitrus­ schalen immer dezent beiseite. Aprikosen und Rosinen hin­ gegen mag ich sehr. Sie werden durch das Backen weich und verleihen dem Gebäck die opti­ male Süsse und Feuchtigkeit. Aprikosen ver­arbeite ich mit Puder­zucker zu einer fruch­ tigen Füllung. So passt jeder seinen Stollen nach Gusto an. Sie mögen keine Rosinen? Neh­ men Sie stattdessen Cranberrys, getrocknete Sauerkirschen oder Dörrpflaumen und -birnen. Wie sonst auch gilt: ganz nach Ihrem Geschmack. MM

TIPPS

Den Stollen in Folie verpackt kühl lagern. Anstelle von Studenten­ futter ca. 70 g Rosinen und ca. 30 g Baumnüsse oder Mandeln verwenden.

Viele weitere Rezepte aus der Adventsbackstube jetzt auf migusto.ch Honiglebkuchen: www.migusto.ch/honiglebkuchen Orangen-Zimt-Leckerli: www.migusto.ch/zimtleckerli Nusstännchen: www.migusto.ch/nusstaennchen


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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  73

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  75

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76  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT

M-Classic

Hungrige Gäste Sie sind klein oder gross, bunt oder einfarbig, laut oder leise. Und sie futtern in den Wintermonaten in Vogelhäuschen oder von Futterbrettern. Bei der Migros steht das passende Winterfutter für zahlreiche Vogelarten im Regal. Text: Thomas Tobler  Illustration: Bunter Hund

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Gimpel

vom 6. bis 12.11.

Buntspecht Das Trommeln des Buntspechts vernimmt man nicht nur im Wald, sondern auch in städtischen ­Parkanlagen. Die in der Schweiz am weitesten verbreitete Spechtart schafft es, in zwei Sekunden ­ungefähr 15-mal mit dem Schnabel gegen einen Baum zu trommeln. Buntspechte tun das, um I­ nsekten aus der Baumrinde zu picken – aber auch, um andere Spechte auf sich aufmerksam zu machen.

Im Gegensatz zur Blaumeise, die sich in Laubwäldern w ­ ohlfühlt, lebt der Gimpel lieber in­ Nadelwäldern. Das schwarz­ gefärbte Haupt hat dem Gimpel-­ Männchen den Spitznamen «Dompfaff» eingebracht. Er ­ernährt sich hauptsächlich von ­Samen und Knospen, die er mit seinen scharfen Schnabelkanten aus den Schalen herauspickt.

Amsel

Gut zu wissen

Amseln zählen hierzulande zu dem am weitesten verbreiteten Brutvögeln. Die Amsel kündet mit ihrem ­melodiösen Pfeifen von Haus­dächern und Baumwipfeln als eine der ersten Vogelarten den Frühling an. Die Vögel brüten in Bäumen, Sträuchern und auch Gebäuden. Sie essen Würmer, ­Insekten und Früchte.

Vögel bei der Nahrungsaufnahme am Futterbrett oder beim Vogelhäuschen zu beobachten, ist eine tolle Sache. Man sollte aber die Futter­mengen massvoll ver ­ teilen. Vögel sind be­sonders am Morgen hungrig. Deshalb sollte man darauf achten, dass die ­Futterstellen dann gefüllt sind. Um die Übertragung von Krankheiten unter den Vögeln zu verhindern, ist darauf zu achten, dass die Futterstellen von Kot befreit sind und ein allfälliges Körner-Kot-Gemisch am Boden regelmässig weggeräumt wird. Das Futter sollte vor Nässe und Schneefall geschützt sein, und die ­Futterstellen sollten so kon­ zipiert sein, dass sich Vögel nicht ­hineinsetzen und ihr Geschäft im Futter verrichten können.


MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  77

Blaumeise Blaumeisen sind neugierige, zutrauliche Vögel und im Winter oft in Vogelhäuschen und auf Futterbrettern anzutreffen. Sie fühlen sich in Siedlungen zu Hause, in Parks oder Obstgärten, aber auch in Laubwäldern. Zwischen 200 000 und 300 000 Blaumeisenpaare leben in der Schweiz. Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehören Insekten, Spinnen und Samen.

Buchfink Während die Buchfink-Weibchen in den Wintermonaten in wärmere Gefilde ziehen, b ­ leiben die Männchen im Land und sind ­regelmässige Gäste in den Futter­ häuschen. Bis zu einer M ­ illion Buchfinkenpaare be­völkern in der Brutzeit von April bis Juli die Schweiz; keine andere Brut­ vogelart tritt hierzulande so ­zahlreich auf. Ihr Lebensraum ist der Wald, sie lieben aber auch Gärten mit Bäumen.

Rotkehlchen Kleiber

Der Name kommt vom ­orange-rot gefärbten Gefieder, das von Gesicht bis Brust reicht. Der Brutvogel ernährt sich von Beeren, Insekten und Spinnen. Die Vögel sind sehr zutraulich und bei der Nahrungssuche im Garten keineswegs menschenscheu. Ihr Zwitschern ist von Sonnen­ aufgang bis in die Nacht hinein zu hören – auch im Winter.

Der Kleiber ist ein ziemlich ­geschickter Zeitgenosse. Er ­verklebt den Eingang zur Bruthöhle mit Lehm (daher der Name «Kleiber»), sodass nur er und keine anderen Vögel, die ihm den Brutplatz streitig machen, hindurchpassen. Seine Nahrung besteht aus Insekten und Samen. Letztere klemmt er in Baumrinden ein und hackt mit seinem Schnabel so lange darauf herum, bis sie sich spalten.

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Zaunkönig Von vorn betrachtet, sieht der Zaunkönig mit seinem fast ­senk­recht in die Luft ragenden Schwanz aus wie ein Indianer. Sein Lebensraum sind Hecken, Wälder und Siedlungen, in ­denen er über den Boden ­huschend auf Nahrungsjagd geht und es dabei auf Insekten und Spinnen abgesehen hat. Sein «Gesang» ist – für einen so kleinen Vogel – sehr schrill und laut.

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  79

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MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  81

Theater

Voller Vorurteile

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Das Häbse-Theater bringt die französische Filmkomödie «Monsieur Claude und seine Töchter» in einer Dialektfassung auf die Bühne. Darin werden die Nerven eines konservativ-katholischen Ehepaars ordentlich auf die Probe gestellt, da alle ihre Töchter multikulturelle Ehen eingehen. Die Häbse-­ Version der Komödie spielt auf dem Bruder-

holz; die Vorurteile gegenüber anderen Kulturen werden mit Humor präsentiert. Die Migros Basel verlost 10 × 2 Tickets für die Vorstellung am Donnerstag, 13. Dezember. Beginn: 19.30 Uhr. Teilnahme: E-Mail mit dem Stichwort «Monsieur Claude» bis 12.11. an verlosung@migrosbasel.ch senden. Infos: www.haebse-theater.ch

Lehrling des Jahres

Einer wird gewinnen Endspurt für den Wettbewerb «Lehrling des Jahres 2018». Die zehn Besten mussten sich schon in einer strengen Prüfung beweisen, nun können die Leser in einem Online-Voting mitbestimmen, wer am 27. November den Preis bekommen soll. Theater

Text: Moritz Weisskopf

Heisse Zeiten im Musical Theater

Bilder: Peter Derron, zVg

I

m Jahr 2009 starteten der Gewerbeverband Basel-Stadt, die Basler Zeitung und das Migros-Kulturprozent den schweizweit einmaligen Wettbewerb «Lehrling des Jahres». Nun feiert das Projekt sein 10-Jahr-Jubiläum. Die Suche nach dem «Lehrling des Jahres» hat zum Ziel, die berufliche Grundbildung in der Region einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Image der Berufslehre weiter zu steigern. Ausserdem bietet das Projekt eine Plattform für leistungsstarke und engagierte Lernende und deren Ausbildungsbetriebe. In diesem Jahr sind insgesamt 58 Bewerbungen eingegangen, zehn Finalisten wurden auserkoren. Einer von ihnen ist Joel Bhend, Logistiker im 3. Lehrjahr beim Obi Dreispitz. «Ich fühle mich geehrt, zu den zehn Fina­listen zu gehören, und bin gespannt, wie weit ich kommen werde. Über den Titel würde ich mich natürlich freuen», sagt der 19-Jährige. Nachdem die zehn Besten am Contest-Tag ihr Können bereits unter Beweis gestellt haben, dürfen nun Sie, liebe Leserinnen und Leser, den Lernenden ihre Stimme geben. Ab heute bis spätestens 12. November kann man abstimmen. Wer den Wettbewerb gewinnt, entscheidet sich an der grossen Preisver­ leihungsshow vom 27. November im Congress Center Basel. Informationen und Online-Voting: lehrlingdesjahres.ch

Joel Bhend, Logistiker im 3. Lehrjahr bei Obi Dreispitz, ist unter den zehn Finalisten.

In einer Abflughalle treffen vier Damen in den besten Jahren aufeinander: die gestresste Karrierefrau, die trotz aller Terminnot immer noch Zeit für einen OneNight-Stand findet, die naive Hausfrau, deren Gedanken immer bei ihrem Mann und ihrer Familie sind, die vornehme Dame, für die Contenance das Wichtigste im Leben zu sein scheint, und die in die Jahre gekommene Verlobte, die beseelt ist von ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Im Stück «Heisse Zeiten» bietet diese Situation Zündstoff für ein komödiantisches und musikalisches Erlebnis der besonderen Art. Mit bekannten Popund Rocksongs, aber auch Schnulzen und Disco-Hits rocken die Damen vom 13. bis 18. November zusammen mit einer LiveBand das Musical Theater Basel. Cumulus-Karteninhaber profitieren von 20% Rabatt auf alle Tickets, erhältlich an den M-Vorverkaufsstellen oder online im Cumulus-­ Ticketshop. Weitere Infos: heisse-zeiten.ch


82  MM45, 5.11.2018 | MIGROS-WELT Do it + Garden

Es wird wieder gebastelt Basteln liegt wieder im Trend. Isabelle Kessler vom Do it + Garden Sternenhof in Reinach weiss warum. Text und Bilder: Moritz Weisskopf 1

H

eutzutage ist es eigentlich ganz einfach, an Weihnachtsgeschenke zu kommen. Ein Klick im Internet, ein paar Stunden auf dem Flohmarkt oder ein Besuch in einem Geschäft genügen, um sich das Nötige zu besorgen. Auch dass Kinder vermehrt Geschenke für ihre Eltern einkaufen, anstatt welche zu basteln, kam in den letzten Jahren immer häufiger vor. Doch nun sieht es ganz danach aus, dass dieser Trend abflaut und man wieder vermehrt selbst Hand anlegt. Das kann auch Isabelle Kessler bestätigen. Seit

zehn Jahren arbeitet sie im Do it + Garden Sternenhof in Reinach. Sie hat das zunehmende Desinteresse am Selbstgebastelten mitbekommen und erlebt jetzt das wieder erwachende Interesse. «Im vergangenen Jahr deckten sich wesentlich mehr Kundinnen und Kunden bei uns mit Basteluten­silien ein. Und auch jetzt, wenn es langsam auf Weihnachten zugeht, spüren wir, dass die Kundschaft die Freude am Basteln wiederentdeckt hat», sagt die Teamleiterin. Doch warum setzt man wieder mehr auf Selbstgebasteltes? «Basteln för-

dert nicht nur die Fantasie und Feinmotorik von Kindern, sondern stärkt auch das Wir-­ Gefühl. Dieses Wir-Gefühl rückte durch die Verbreitung von Smart­phones wahrscheinlich immer mehr in den Hintergrund. Nun sehnt man sich wieder danach», erklärt Isabelle Kessler. Verständ­licher­weise, denn es ist doch immer auch schön, wenn sich Gross und Klein um einen Tisch herum versammeln und im Teamwork hübsche Basteleien entstehen, die nachher voller Stolz verschenkt werden können. Etwa als Weihnachtsgeschenk für den Götti oder das Grosi,


MIGROS-WELT | MM45, 5.11.2018  83

Mehr Wissen Basteln unterscheidet sich vom Handwerk in­ sofern, als die Tätigkeit an sich bereits den Zweck der Tätigkeit erfüllt – ­nämlich Spass dabei zu haben.

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4

1 Seit zehn Jahren arbeitet Isabelle Kessler im Do it + Garden Sternenhof in Reinach.

3

2 Schon kleine Kinder können Salz- und Pfefferstreuer mit verschiedenen Farben bemalen. 3 Egal ob Kerzen, Bilderrahmen, Stempel, Bügelperlenformen oder Stempel; die grosse Auswahl ermöglicht der Kundschaft, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. 4 Beliebte Produkte müssen von Isabelle Kessler regelmässig in den Regalen aufgefüllt werden.

zum Geburtstag oder einfach so, ohne einen bestimmten Anlass. Statt Finger­fertigkeit auf dem Smartphone ist nun also wieder hand­ werkliches Geschick gefragt. Geschick und Kreativität kann an ganz unterschiedlichen Materialien aus­probiert werden. Grosse Auswahl an Möglichkeiten

Insgesamt sechs Regale sind im Do it + Gar­ den Sternenhof dem Thema Basteln ge­ widmet. Dort ist alles zu finden: von Porzellan zum Bemalen, verschiedenen Holzformen, Textilien über Zutaten für selbstgemachte Seife, die Modelliermasse oder auch Backk­ nete «Fimo», bis zu den fast schon klassischen Bügelperlen und Pailletten. Wer von der grossen Auswahl überfordert ist, kann sich jederzeit an Isabelle Kessler und ihr Team wenden. «Wir kennen die Pro­dukte und werden regelmässig im Umgang mit den verschiedenen Materialien geschult», sagt

Isabelle Kessler. Die Ergebnisse der Schulun­ gen werden regelmässig im Laden als Inspi­ra­ tionshilfe ausgestellt. Die Kunden können sich im Vorfeld auch auf dem «Do it + Garden»-­ Blog informieren oder inspirieren lassen. Man wird staunen, wie wenig Material es braucht, um mit den Kindern einen tollen kreativen Nachmittag zu Hause zu verbringen. Dabei spielt das Alter der Kinder keine Rolle. Auch Basteln mit Kleinkindern kann viel Spass ma­ chen: An einem gut bestückten Basteltisch hantieren bereits Zweijährige begeistert mit Pinsel, Stiften oder Karton. Also warum nicht einmal, wenn einem das schlechte Wetter einen Strich durchs geplante Programm macht, sich mit Bastel­ material eindecken und der Kreativität freien Lauf lassen? MM Informationen und Inspirationen: blog.doitgarden.ch

Klubschule

Arbeiten mit Holz In der neuen Kursserie «Holzwerkstatt» der Klub­ schule Basel (in enger Zu­ sammenarbeit mit der «neuen Freizeitwerkstatt») erlernt man anhand von unterschied­lichen thema­ tischen Angeboten die Grundlagen der Techniken für die Verarbeitung von Massivholz und die korrek­ te Bedienung der jeweiligen Werkzeuge und Maschinen. Die einzelnen Kurse sind dabei inhaltlich voneinander unabhängig und können einzeln oder in Serie besucht werden. Im nächsten Kurs «Learning Tower», vom 21. bis 29. November beispielsweise, wird das persönliche handwerkliche Rüstzeug vielschichtig er­ weitert. Die Kursbesucher setzen sich mit verschie­ densten Techniken und Arbeitsschritten auseinan­ der: mit dem Anzeichnen der Einzelteile, der Bearbei­ tung mit der Bandsäge, dem Lamellieren, dem Setzen von Clamex-­Beschlägen, dem Bohren mit Stand­bohr­ maschinen und dem Hobeln. Weitere Infos: klubschule.ch


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88  MM45, 5.11.2018 | LEBEN

Zu gewinnen Do it + Garden Migros und das Migros-Magazin verlosen zehn ­Gartenscheren: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Garten

Ein Hort für Mensch und Tier Ihren verwunschenen Garten von 5000 Quadratmetern teilt Ingrid Ritter gern: mit wildfremden Gästen, angekündigten Besuchern, aber auch mit vielen Tieren. Sogar Hirsche naschen mit Vergnügen bei ihr. Text: Yvette Hettinger  Bilder: Tina Steinauer

W

er Ingrid Ritter in ihrem Garten besucht, sollte reichlich Zeit mitbringen: Bäume, Blumen, Büsche, Wiesen und Gemüse nehmen ganze 5000 Quadratmeter ein – fast so viel wie ein Fussballfeld. Diese 50 Aren zu begehen, dauert ein Weilchen. Kommt hinzu: Es gibt viel zu sehen. Viel zu berühren, zu probieren. Ein wenig zu studieren und viel zu geniessen. Gerade an diesen letzten warmen Tagen im Jahr, wenn die Sonne den Garten in goldenes Licht taucht und noch ein paar Trauben an der Hauswand ihren süssen Duft verströmen. Auf einem Rundgang passiert man Ulmen, Obstbäume und Brennnesselrabatten, ein eingefasstes Beet mit Federkohl, einen

Weiher, eine Kräuterschnecke, die in Regenbogenfarben erscheint, wenn alle Gewächse darin blühen, ein wogendes lilafarbenes Meer von Herbstastern, ganze Büsche mit leuchtend roten Hagebutten, wilde Wicken, ein hellgrünes Gewächs, das aussieht wie ... wie etwas, das man noch nie gesehen hat. An den filigranen Trieben hängen Früchte, quietschgrün, kegelförmig und etwa so lang wie eine Essiggurke. Gurke als Stichwort ist nicht schlecht. «Inkagurken», klärt Ingrid Ritter auf und pflückt eine der Früchte, «oder auch Hörnchenkürbis.» Es stellt sich heraus: Sie sind knackig, schmecken zart süss-säuerlich und sind unheimlich erfrischend. Die 61-jährige Hobbygärtnerin hat gern Gäste in ­ihrem Demeter-Garten. Sie mag es

sehr zu ­zeigen, was da wächst und blüht, ­duftet oder vor sich hin welkt und was besonders gern gefressen wird – von Vögeln, die ihren Garten besuchen, aber auch von Füchsen, Dachsen und sogar Hirschen: Der Garten, an e­ inem sanft abfallenden Hang ­gelegen, befindet sich zwar mitten im Bündner Weiler Cumpadials, doch das winzige Dorf selber ist in weite, grüne Matten ein­ gebettet und von dichten Wäldern beschützt. Da kann sich schon mal das eine oder andere Tierchen in einen Garten verirren. Manchmal ists ein Kindergarten

Da also, wo sich Fuchs und Hirsch gute Nacht sagen, hat die gebürtige Baslerin den Flecken Erde gefunden, an dem sie viele


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1 Am geschützten Sonnenhang von Cumpadials GR herrschen im Herbst oft noch milde Tempe­raturen. 2 Ein Staketenzaun umgibt den Weiher. Das hält Kinder und Tiere fern, die ansonsten barrierefrei in den Garten ­­­ge­langen. 3 Neuestes Verwertungsprojekt von Ingrid Ritter: Safran. Er ist bald erntereif.

Gartenblog

Bohne, Bluescht & Berger

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Unzählige Tipps: Migros-Magazin-­ Journalistin Almut Berger hat sich jahrelang mit L­ esern und Usern über die Freuden und Leiden der Hobbygärtnerei aus-­ getauscht. Alle Bei­träge finden sich auf ­migmag.ch/ garten.

Do it + Garden ist Sponsor der ­Gartenverlosung auf migmag.ch/ wettbewerbe


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i­ h­rer Interessen vereinen kann: Pflanzen säen, pflegen, ernten und schneiden ist nur ein Teil davon. Hinzu kommt das Ver­ arbeiten von Früchten wie Johannis- ­ und Wildbeeren, Trauben, Misteln oder Äpfeln, aber auch von Weideruten oder verblühten ­Blumen. Ingrid Ritter öffnet ihren Garten gern für Gäste: Im Frühling und Sommer darf einmal pro Woche jeder kommen und sich umschauen, immer mittwochs von 10 bis 14 Uhr. Auf Anmeldung können Besucher das ganze Jahr hindurch hereinschauen. Dann führt die ausgebildete Bäuerin und Garten­therapeutin durch ihr Reich und be­ antwortet Fragen wie: Warum liegt da Wolle auf dem Beet? Das ist Dünger, Mulch und Schnecken­schutz in einem. Was sind das für pinselartige weisse Knäuel an diesem Busch? Es sind Samenstände einer verblüh­ ten Clematis. Und steht da etwa ein Pfirsich­ baum, hier oben, auf 900 Metern? Ja, tat­ sächlich, denn es ist die mediterrane Ecke, vom Hang geschützt und von einer besonn­

ten Wand gewärmt. Wer mag, kann in einem Workshop lernen, wie man aus Weidenruten Gefässe flicht, mit Johanniskrautblüten heilendes Öl herstellt oder Zieräpfel und Karden zu Dekorationen verarbeitet. Und dann die Kinder! Ingrid Ritter lächelt. Kin­ der lässt sie besonders gern in ihren Garten. «Was ich ihnen am liebsten beibringe, ist das Verweilen», sagt Ritter. Stehen bleiben, schauen, neugierig werden. Riechen, lauschen, gern mit geschlossenen Augen. Ihre Hoffnung: ansteckende Gartenlust

Ingrid Ritter ist Teil eines Projekts mit dem Namen Schaugarten. Sie und zurzeit acht weitere Bündner Frauen wollen damit wie­ der das Interesse am Gärtnern entfachen, Zusammenhänge in der Natur greifbar ma­ chen und demonstrieren, wie viel Genuss ein Garten mit sich bringt. «Ein paar eigene Beete scheinen einigen Menschen zu viel Mühsal am Ende des Tages», sagt Ingrid Ritter. Darum engagiert sie sich hier: um zu zeigen, dass das Betätigen im Grünen so

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1 Letzte Arbeiten im Herbst: Laub von der Wiese sammeln und auf den Beeten ausbringen

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2 Ein Gang durch Ritters Garten ist reinstes Lustwandeln. Zwischen den Gewächsen blitzt da und dort Deko hervor, wie dieser selbstgeflochtene kleine Korb. 3 Verblühte ­Cle­matis sieht aus wie ein Strauch voller ­weisser Pinsel.


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Winter-Garten

Herbstschnitt Nicht alle verblühten Pflanzen müssen im Winter gestutzt werden. Im Gegenteil:

Auf ihrer Veranda geniesst Ingrid Ritter an den letzten warmen Tagen die seltenen Momente der Musse auch gern zusammen mit Gästen.

viel mehr Lust als Last ist. Nicht, dass sie eine Beschäftigung gesucht hätte. Als Religionslehrerin und Betreuerin von trau­ matisierten Familien ist sie schon gut aus­ gelastet. Daheim kümmert sie sich um das Haus und den Garten. Hier bietet sie auch betreutes, therapeutisches Arbeiten an. Und weiter oben über dem Dorf hilft sie hie und da ihrer Tochter, die dort einen Bauernhof betreibt. Woher sie die Zeit nimmt für alles? «Ich stehe zwischen vier und fünf Uhr morgens auf», sagt Ritter. Das gäbe lange,

strenge Tage, aber irgendwie könne sie nicht anders. Wenn in ein paar Wochen der Garten eingewintert ist, gehts im Haus weiter. Dort flicht sie Kränze, taucht Pflanzenteile in Wachs, um daraus weitere Dekora­tionen zu formen. Oder sie färbt Wolle ein, um sie auch gleich zu Garn zu spinnen. Was nach viel Arbeit klingt, ist für sie auch eine Energie­ quelle. «Aus diesen Dingen schöpfe ich Kraft», sagt Ingrid Ritter.  MM Schaugarten: landfrauen-gr.ch/schaugarten; Ingrid Ritter und ihr Garten: speruolm.ch

Für Vögel und Insekten stehen lassen: Früchte von Schlehe, Wild- und Hundsrose, Berberitze, Holunder, Pfaffenhut, Stechpalme. Ebenso die Samen- und Blütenstände von Sonnenhut, Mohnblume, Sonnenblume – hier eventuell Stängel stützen oder Blüte abschneiden und an geschützte Ort legen. Hohle, starke Staudenstängel. Fürs Auge: Blüten von Hortensien, Clematis und Herbstanemonen. Samenstände von Pfingstrosen. Ziergräser, Fetthennen. Geschnitten werden: weiche Stängel, die bei Nässe faulen. Alle kranken Pflanzenteile. Samenstände von Pflanzen, die sich nicht ausbreiten sollen.

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Stadt, Land, Stutz

Ein Wollknäuel zu wenig

Illustration: Rinah Lang

Wird es draussen kälter, beginnt ganz langsam meine Verwandlung in eine Grossmutter. Es fängt damit an, dass ich freitag­ abends um 21 Uhr finde, dass Schlafenszeit sei. Am Morgen wache ich natürlich in aller Herr­ gottsfrühe auf und gehe dem Haushalt nach. Vielleicht backe ich noch eine Apfel­wähe. Perfekt geht der Tag weiter, wenn ich mich da­ nach mit meinen Freundinnen zum «Käfele» treffe. Wir tratschen ein bisschen über die jungen Mädis, die untenrum knöchelfrei sind und obenrum zehn Meter Schal um sich ge­ wickelt haben. Ach, die Jugend heutzutage ...

Lisa Stutz (25) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

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Wieder zu Hause, setze ich mich in meinen Sessel vor dem Fernseher. Ich schalte ir­ gendein Programm ein. Dann hole ich meine «Lismete» hervor. Daraus soll mal ein hüb­ sches Wolljäckchen werden. Weil ich ein mo­ dernes Grosi bin, habe ich mir die Utensilien zum Stricken im Set liefern lassen. Es enthält

Stricknadeln, Wollknäuel, Anleitung. Darin steht zum Beispiel: «Schlagen Sie 72 Maschen an. Stricken Sie Reihe 1 bis 24 rechts. Reihe 25: Nehmen Sie eine Masche ab.» Und so weiter. Weil ich mir nie merken kann, wie viele Reihen ich schon gestrickt habe, notiere ich mir nach jeder vollendeten die Zahl in ­einem Notizbuch. So habe ich den Überblick. Fertig sind bereits das Rückenteil, die Vorderteile und ein halber Ärmel. Leider bin ich trotz allem Anfängerin im Gross­ muttersein: Mir ist die Wolle ausgegangen. Obwohl die Anzahl benötigter Knäuel eigent­ lich genau hätte passen sollen, fehlt mir ein ganzer zum Granny-Glück. Gopf! Ich könnte jetzt die ganze Stadt nach der identischen Wolle absuchen. Ist mir aber zu mühsam. Also muss ich wohl doch wieder den Digital Native raushängen und im Internet danach suchen. Granny bleibt am Ball, äh, Knäuel. MM

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Die Kathedrale mit dem Beffroi-Turm bietet eine grossartige Aussicht über Lausanne.

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Aquatis

Das grösste Süsswasseraquarium Europas wurde im Herbst 2017 eröffnet und dürfte der derzeit wohl spektakulärste Schweizer Tierpark sein. Gäste tauchen in diverse Süsswasserwelten von allen fünf Kontinenten ein, erleben See- und Landlebewesen in grosszügig nachgebauter Umgebung und erhalten nützliche Informationen.

10 000 Fische sowie 100 Reptilien und Amphibien gibt es zu sehen, darunter Piranhas, einen Komodowaran und eine ErdmännchenSippe, die sich das Gehege mit Krokodilen teilt. Aquatis versteht sich als wissenschaftliches und pädagogisches Projekt, macht aber vor allem viel Spass und ist technologisch beeindruckend.

Hotel vor Ort: Teil des AquariumVivariums im Norden Lausannes ist ein neues Dreisternehotel. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet kann man gleich um 9 Uhr die Fische und Echsen beobachten, wenn sich erst sehr wenig Publikum eingefunden hat.

Das Hotel ist modern und zweckmässig eingerichtet und verfügt praktischerweise über einen eigenen MétroAnschluss (Station Vennes). Eindrücklich ist die grosse Aussichtsterrasse des Restaurants. Das Hotel eignet sich für Familien, Paare und Geschäftsleute.

Kosten: aktuelles Spezialangebot für eine Übernachtung im Doppelzimmer inkl. Frühstück und Eintritt ins Aquatis: 89 bis

99 Franken pro Person. Ansonsten zwischen 120 und 180 Franken pro Zimmer und Nacht. www.aquatis.ch


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Tipps für ein Wochenende in Lausanne, das Wellen schlägt von Ralf Kaminski, Redaktor Migros Magazin

Der Lac Léman, die hügelige Altstadt, Echsen, Fische und Charlie Chaplin sorgen für Spass am und unter Wasser.

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Stadtzentrum

Natürlich, die Seepromenade in Lausanne ist ein Muss. Beim richtigen Wetter und im Abendrot kommt man sich am kleinen Segelboothafen beim Quai des Savoyards fast vor wie an der Côte d’Azur. Und im Park am Place du Vieux-Port lässt sich herrlich entspannen oder picknicken, falls einem die vielen Lokale am See zu teuer

Bilder: LT/www.diapo.ch, Ralf Kaminski (6)

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sind. Die eigentliche Attraktion ist jedoch die hügelige Altstadt. Ihre belebten Gassen erheben sich im Norden des Bahnhofs. Hier buhlen viele Läden und Restaurants um Aufmerksamkeit, aber man kann auch einfach gemütlich durch das Auf und Ab der Strassen flanieren, die grösstenteils autofrei sind. Sogar eine Kathedrale «Notre Dame» gibt es. Nicht

ganz so mächtig wie das Pendant in Paris, aber in besserer Lage hoch über dem See: Der BeffroiTurm bietet eine herrliche Aussicht über Stadt und See. Und wer eine Nacht in einem Lausanner Hotel bucht, erhält dort eine Gratisfahrkarte für den öffentlichen Verkehr am An- und Abreisetag.

Chaplins World Nicht weit von Lausanne entfernt befindet sich die Villa des legendären Komikers Charlie Chaplin. Der 1977 verstorbene Engländer lebte seit 1952 mit seiner grossen Familie in Corsier-sur-Vevey VD. Das Anwesen ist seit Frühling 2016 als «Chaplin’s World» für das Publikum geöffnet. Nicht nur kann man sehen, wie der grosse Meister einst in seiner Villa hauste, man erfährt auch vieles über die Entstehungsgeschichte seiner wichtigsten Filme. Kulissen, Filmszenen und alles über Chaplin selbst und sein politisches Engagement runden die Ausstellung ab. «Chaplin’s World» ist ab Bahnhof Lausanne via Vevey in einer guten halben Stunde mit Zug und Bus zu erreichen.  www.chaplinsworld.com


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Tipps

Verletzungen vorbeugen • auf solide Ausrüstung achten (Helm und ­Rückenpanzer) • Skibindung richtig ­einstellen lassen • die erste Fahrt gemütlich nehmen (Stichwort ­aufwärmen) • Tagesform, Pistenzustand und Wetter beachten • Piste so wählen, dass sie dem Können entspricht • Pausen einlegen und ­reichlich (Nichtalkoho­ lisches) trinken • Geschwindigkeit richtig einschätzen: Bei 30 km/h etwa beträgt der Reaktionsweg ­sieben Meter, bei 60 km/h sind es 15 Meter. • bedenken, dass der Körper gegen Ende des Skitags erschöpft und eventuell an den folgenden Skiferientagen noch nicht vollständig regeneriert ist Schneesporttyp ermitteln: migmag.ch/schneesportcheck Hier findet sich auch ein auf den persönlichen Fitnesszustand ab­ gestimmtes Trainingsprogramm.

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Gesundheit

Fit auf die Piste Jedes Jahr verletzen sich über 50 000 Menschen in der Schweiz beim Wintersport. Das muss nicht sein: Mit einfachen, aber wirkungsvollen Übungen, gezielter Regeneration und einer angemessenen Ernährung lässt sich das Verletzungsrisiko minimieren. Text: Michael Schwarz

Übungen für Ihre Schneefitness So einfach gehts:

• Discover in der Migros-App öffnen • Diese Seite scannen oder Direktlink: migros-impuls.ch/ piste

iMpuls ist die Gesundheits­ initiative der Migros.

U

m körperlich gut gerüstet für Winteraktivitäten zu sein, sollten Hobbysportler min­ destens vier bis sechs Wochen vor dem ersten Skitag mit den Vorbe­ reitungen beginnen. Aber Achtung: Wer den ganzen Sommer lang in­aktiv war und plötzlich drauflostrainiert, riskiert, sich zu überlasten. Klassisches Athletiktraining lässt sich gut zu Hause anwenden und bietet alles, was Skifahrer, Langläufer und Snow­

boarder brauchen: Rumpf­stabilität, kräf­ tige Hüft- und Ober­schenkel­muskeln, stabile Beinachse, gutes Gleichgewicht und Ausdauer. Effektives Präventivtraining

In den ersten zwei bis drei Wochen sollte man sich quasi ans Training herantasten: Dreimal pro Woche jeweils 30 Minuten sind gut, 60 Minuten noch besser. Wer seltener trainiert, läuft Gefahr, dass der Effekt bis zur nächsten Trainingseinheit

Dr. rer. nat. Michael Schwarz Sport- und Bewe­ gungswissen­ schaftler, Leiter Medbase Checkup Center, Zürich In Zusammenarbeit mit


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Übungen

So bereiten Sie sich vor:

wieder verpufft. Empfehlenswert sind auch intensive Ausdauereinheiten wie beim Zirkeltraining oder Krafttraining an Geräten – Abwechslung ist ausdrück­ lich erwünscht.

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Mit Wackelbrett oder Balance-Pads das Gleichgewicht ­trainieren

Bild: iStockphoto; Illustrationen: Impuls

Erholung während der Skitage

Mit der Vorbereitung ist schon viel ge­ tan. Doch auch während der Aktivferien gilt es einiges zu beachten: Oft fördert Überlastung das Unfallrisiko. Wer am Schreibtisch arbeitet und in den Ski­ ferien den ganzen Tag lang auf den Bei­ nen ist, abends beim Après-Ski feiert, trinkt und spät ins Bett geht, verlangt seinem Körper zu viel ab. Alkohol und Schlafmangel verhindern eine angemes­ sene Regeneration – der Körper schafft es dann nicht, die Energiereserven wie­ der aufzu­füllen. Besser: ein Teller Pasta, der die Kohlenhydratspeicher versorgt, eine Massage, ein Saunagang oder ein Sprudelbad, Stretching mit der Black Roll und eine gute Portion Schlaf. MM

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Kniebeugen

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Theraband am Stuhlbein befestigen und damit die Oberschenkelabduktoren, also die «Abspreizmuskeln», und ihre Gegenspieler, die Adduktoren («Heranzieher»), trainieren

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Den Körper in Seitenlage auf dem Unterarm abstützen, Becken heben, dabei den Rumpf in gerader Position halten, 30 bis 45 Sekunden lang so verharren

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«Käfer-Crunches»: auf dem Rücken ­liegen, Hände hinter den Ohren an den Kopf halten, Knie und Ellbogen im W ­ echsel über Kreuz ­zusammenbringen

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Tipps vom Tierarzt

Wann dürfen Katzen raus? Frage «Unsere zwei Busle sind fünf Monate alt. Bis jetzt waren sie drinnen. Wann können wir sie rauslassen?»

Illustration: illumueller.ch; Bild: zVg

Reto Vogt, Winterthur

Antwort Es ist gut, dass Sie mit dem Gang in die Freiheit zuwarten. Zuerst ­sollten die Kätzchen wissen, wo sie zu Hause sind, sodass sie wieder zurück­finden. Das geschieht über ­Geräusche, visuelle ­Eindrücke und ­Gerüche und braucht etwas Zeit. Die Büsi merken sich auch, wo sie ihr Essen be­kommen. Am besten lässt man sie erst raus, wenn sie kastriert sind, um einer Katzenüberbevöl­

kerung vorzubeugen. Die Tiere sollten sich vor dem ersten Freigang eine ­gewisse Reaktionsfähigkeit ­angeeignet haben und gechippt sein. Dann lassen Sie Türen oder Fenster offen, sodass die Katzen einen Ausflug wagen ­können, wenn sie so weit sind. Bleiben Sie bei ihnen. Oder Sie begleiten sie: • Tragen Sie die Katzen im Korb nach draussen. Er vermittelt den Tieren Sicherheit. • Öffnen Sie die Klappe. • Bieten Sie ein wenig Futter an. • Bleiben Sie bei den ersten Aus­flügen bei ihnen und bringen Sie die Katzen selber wieder ins Haus.

Haben Sie auch eine tierische Frage? Schreiben Sie uns! tierarzt@ mgb.ch

Katzentörli sind eine gute Sache, besonders die, die sich via Chip nur für die eigenen Tiere öffnen. Ein Tipp: Wenn Katzen das Füttern mit einem Geräusch verbinden – zum Beispiel mit einem l­ eisen Pfeifen –, können sie mit diesem Geräusch ­wieder nach Hause gelockt werden. Inte­ressant übrigens, was kürzlich das Tracking von Katzen in England ­ergeben hat: Die Katzen teilen sich das ­Revier nicht nur geografisch, ­sondern auch zeitlich. Sie gehen also zeitlich gestaffelt raus und rein. Maya Bräm (42), Verhaltenstierärztin mit ­eigener Praxis in Möhlin AG und ­wissenschaftliche M ­ itarbeiterin an den ­Tierspitälern Bern und Zürich

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Hobby

Jodlerin Amélie weiss, was sie drauf hat Seit fünf Jahren jodelt sie im Chor und übt in der Freizeit mit ihrer Freundin. Für die zehnjährige Amélie ist klar: Ländlermusik und die volkstümliche Kultur gefallen auch Kindern und Jugendlichen. Text: Nora Zukker  Bilder: Gabi Vogt

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Jodeln

Mein Hobby «Beim Jodeln kommst du mit Ländlermusik in Kontakt und vielleicht auch mit der Kultur, zu der Trachten und Volksfeste gehören. Ausserdem singst du gemeinsam mit anderen. Wenn dir das gefällt, könnte Jodeln auch etwas für dich sein. Einen Chor in deiner Nähe findest du auf jodel-kurse.ch.»

Mein Chörli «Ich lerne an der Musikschule Einsiedeln bei der Lehrerin Agi ­Kälin jodeln. Da übt man zum Beispiel, wie man die Lippen zu einem O formen muss beim ­Singen. Zudem ist das richtige Atmen wichtig. Sonst klingt es, als ­würde man nach Luft schnappen. Das Chörli besteht aus 30 Kindern. Manchmal treten wir auch auf.» musikschuleeinsiedeln.ch

«Im Jodelchörli ist auch eine gute Freundin von mir dabei. Zusammen mit ihr habe ich in der Schule schon einmal vor der ganzen Klasse ge­jodelt, nur wir beide. Das brauchte viel Mut, aber ich traute es mir zu. Gemeinsam üben wir auch in der Freizeit. Für diese Proben habe ich ein Keyboard zu Hause, damit ich die Töne treffe.»

Das gehört zum Jodeln: Texte auswendig lernen. Sich M ­ elodien merken. Eine gewisse Sympathie für ­Volkstümliches wie etwa Trachten. (1)

2

«Viele denken, die Jodeltexte ­seien alle in Mundart. Das ist aber überhaupt nicht so. Mein ­Lieblingslied ist zum Beispiel dreisprachig: deutsch, englisch und ­französisch. Die Musik ist sehr traditionell – Handörgeli, Schwyzerörgeli und Hackbrett sind aus der Ländlerkultur nicht wegzudenken.»

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«Ich finde es gut, dass wir im ­Jodelchörli gleich viele Mädchen wie Buben sind, weil so die ­Mischung der verschiedenen Stimmlagen interessanter klingt. Meine ­eigene Stimme mag ich sehr, weil ich sehr tiefe, aber auch ganz hohe Töne treffe. Darauf bin ich stolz, denn dafür habe ich sehr viel geübt.»

Lesetipp Das Jodelheft mit CD «Neue und alte Schweizer­ melodien» gibts für 36 Franken auf nadjaraess.ch/shop.

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«Ich jodle beim Wandern» «Ich heisse Amélie und bin 10 Jahre alt. Seit fünf Jahren jodle ich jeden Dienstag im Chor. Zum ersten Mal habe ich bei ­meinem Grossmami Ländlermusik gehört und bin sofort Fan geworden. Wenn wir mit dem Jodelchörli auftreten, trage ich eine Tracht und bin stolz, darin ein Teil der Schweizer Kultur zu sein. Ich gehe daneben auch ins Schwingen und ins Ringen. Mit meiner Familie lebe ich auf einem Bauernhof in Einsiedeln SZ. Ich bin sehr gern in der Natur. Manchmal gehe ich wandern und jodle dabei.»


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Kinder fragen

Wie gefährlich ist

Kaugummischlucken wirklich?

Meine Tante hat mir Schlimmes erzählt. Es gibt die Vorstellung, dass ­verschluckte Kaugummis mit der Zeit im Magen einen riesigen Klumpen bilden. Und dieser ­irgendwann für Bauchschmerzen sorgt. Dem ist aber nicht so. Ein verschluckter Kaugummi ist völlig ungefährlich. Kaugummi klebt, weil er sich bis ins kleinste Detail anderen Oberflächen anpassen kann. ­Aufgrund seiner Zusammen­ setzung kann er in die kleinsten Vertiefungen einer unebenen

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Oberfläche eindringen. Er schmiegt sich so perfekt in die Rillen einer Jeans oder in die ­kleinen Kratzer eines ­Holztischs, sodass er scheinbar damit verschmilzt.

Schleim und Ver­dauungs­säfte auf den Kaugummi, sodass er stets mit einem Feuchtigkeitsfilm überzogen ist. Dadurch kann er im Körper nirgends kleben ­bleiben, auch nicht im Magen.

Im Körper hat er dazu keine Chance. Denn der menschliche Verdauungstrakt ist – mit Aus­ nahme der Zähne – komplett mit Schleimhaut überzogen: der Mund, die Speiseröhre, der Magen und der Darm. Wenn man einen Kaugummi schluckt, legen sich

Je nach seiner Beschaffenheit und der Zusammensetzung wird der Kaugummi entweder ­völlig verdaut – das heisst, er löst sich im Körper auf, oder er wird auf dem natürlichen Weg über den Darm wieder ­aus­­geschieden. MM

Schreib an: kinderfragen@ migrosmedien.ch

Diese Frage wurde beantwortet von Georgios Zografos, Facharzt für Kinderund Jugendmedizin.

Nina ist ein grosser Fan der Schweiz. Du auch? Teste dein Wissen mit den unten stehenden Fragen. Es gibt jeweils vier Antwortmöglichkeiten. Kreuze die richtige Antwort an!

Räts elspa ss

1. Wie heisst die Hauptstadt der Schweiz?

Mmmmh, so viele feine Sachen. Doch nur etwas davon isst Tobi super, super gern. Du findest es heraus, indem du die Hinweise unter dem Tisch ganz genau liest.

2. Wie viele Einwohner hat die Schweiz?

A: Salzburg

B: Zürich

A: ca. 8 Mio.

B: ca. 5 Mio.

C: Wien

D: Bern

C: ca. 12 Mio.

D: ca. 20 Mio.

3. Wie gross ist die Schweiz?

4. Womit bezahlt man in der Schweiz?

A: 28 225 km²

B: 41 285 km²

A: Schweizer Lire

B: Euro

C: 59 235 km²

D: 62 275 km²

C: Schweizer Franken

D: Schweizer Rubel

5. Wie heisst der höchste Berg der Schweiz?

6. Welches ist kein Kanton in der Schweiz?

A: Dufourspitze

B: Matterhorn

A: Wallis

B: Graubünden

C: Eiger

D: Mönch

C: Lugano

D: Zug

Lösung: Tobi isst Chips super, super gern.

Tobi liebt ... ... etwas, das nicht auf einem Teller liegt. ... etwas, das sich nicht neben dem Apfel befindet.

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LEBEN | MM45, 5.11.2018  107

Das Pfnüselwetter hat seinen Namen nicht ohne Grund. Jetzt sind stabile Abwehrkräfte gefragt.

Verlosung

Preisfrage Die Erkältung ist eine Virusinfektion welcher Organe?

Glücksgriff

Das Migros-Magazin und die Rotpunkt Apotheken verlosen unter den Leserinnen und Lesern 20 Wintersets im Wert von je 150 Franken. Darin enthalten sind Produkte wie Multivitamine, Handcreme, Sonnencreme, Bodylotion und Halspastillen.

Glücksgriff

Rotpunkt Apotheken, Ihr Erkältungsspezialist

Egal ob Halsschmerzen, Schnupfen oder Kopf- und Gliederschmerzen – gegen die typischen Erkältungssymptome stehen unterschiedliche rezeptfreie Arzneimittel aus den Rotpunkt Apotheken zur Verfügung. Diese können helfen, die Beschwerden zu lindern und den Genesungsprozess zu unterstützen.

scheiden: Eine Erkältung ist harmlos, eine Grippe kann schwerwiegende Folgen haben. Gegen Grippeviren können Sie sich in Ihren Rotpunkt Apotheken impfen lassen. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger können sich die Viren verbreiten. Das BAG hat deshalb den 9. November 2018 zum nationalen Grippeimpftag ausgerufen. Eine Impfung schützt nicht nur das Individuum, sondern auch das private und berufliche Umfeld – und damit vor allem Personen, die sich nicht impfen lassen können. Eine kompetente Beratung und wertvolle Tipps, wie Sie und Ihre Familie die kalte Jahreszeit gut überstehen, erhalten Sie in Ihren Rotpunkt Apotheken. MM

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In den Wintermonaten schwächeln die körpereigenen Abwehrkräfte und Erkältungen haben Saison! Die Erkältung ist eine Virusinfektion der oberen Atemwege. Kalte Luft draussen und trockene Heizungsluft drinnen sorgen dafür, dass die Durchblutung und damit die Abwehrkraft der Schleimhäute abgeschwächt sind. So können Viren die Schleimhäute entzünden.

So machen Sie mit: • Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr. / Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr. / SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Post­karte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Rotpunkt», ­Postfach, 8099 Zürich • Online: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 11. November 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM45, 5.11.2018  109

Sport, Spannung, Adrenalin: Am Monster Energy Supercross Geneva geht es hoch her.

Verlosung

Preisfrage Wie viele Zuschauer werden am Monster Energy Supercross Geneva erwartet?

So machen Sie mit:

Glücksgriff

Bild: Jey Crunch

Das Migros-Magazin und Monster Energy Supercross Geneva verlosen zwei Mal 35 Tickets für den 30. November.

Glücksgriff

Gewagte Sprünge auf der Palexpo-Piste Die 30 000 Zuschauer, die am 30. November und 1. Dezember am 33. Monster Energy Supercross Geneva erwartet werden, können sich freuen: Auf der Palexpo-Piste, einer der grössten Europas, werden der vierfache Sieger Justin Brayton und sechs weitere Amerikaner ihr Bestes geben. Drei von Braytons Landsleuten waren noch nie in Genf zu sehen: Aaron Plessinger, zweifacher US-Champion 2018, Cole Seely, Zweiter im Supercross von Paris 2017, und Christian Craig, Sohn des berühmten Mike Craig. Besonders anstrengen müssen wird sich Justin Brayton wohl gegen Justin Barcia, der bei seiner bisher einzigen Teilnahme in Genf 2016 den vierten Rang belegte, aber auch gegen Zach Osborne, Titelverteidiger von der USA-Ostküste,

und Showman Malcolm Stewart, der die Zuschauer ganz bestimmt in seinen Bann ziehen wird. Auch bei den Europäern mischen Grössen mit: So Dylan Ferrandis, der französische Gipfelstürmer, der eine atemberaubende erste Saison in den USA vorgelegt hat. Oder die zu «Princes de Genève» gekürten Schweizer Valentin Guillod und Killian Auberson sowie die Fahrer der Französischen Supercross-Meisterschaft. In der Freestyle-Kategorie wird Mat Rebeaud seine Figuren auf einem elektrischen «Alta Motors» vorführen und gegen Edgar Torronteras und Kyle Demelo antreten. Auf die Zuschauer wartet eine Neuheit: Sie können ElektroMountainbikes testen. MM www.supercross-geneve.com

• Per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Fr. / Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GLÜCK, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr. / SMS). Beispiel: GLÜCK, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Post­karte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Supercross», ­Postfach, 8099 Zürich • Online: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 11. November 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Godafoss

Prächtige Wasserfälle Extreme und Gegensätze charakterisieren das Land und haben einzigartige Naturschauspiele entstehen lassen. Während der Reise werden Sie von wild schroffen Landschaften, eigenartigen Lavafeldern sowie idyllischen und imponierenden Wasserfällen in den Bann gezogen. Wir nehmen Sie mit auf ein eindrückliches und unvergessliches Erlebnis rund um die ganze Insel. 1. Tag: Zürich – Reykjavik Flug von Zürich nach Reykjavik. Anschliessend machen Sie eine Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Islands. Transfer zum Hotel. 2. Tag: Reykjavik – Thingvellir – Vik Sie verlassen die Stadt Richtung Osten zum Thingvellir Nationalpark und erkunden das historische Parlament, welches bis ins Jahr 930 zurück geht. Die Bruchzone zwischen den Kontinentalplatten Amerikas und Eurasiens ist hier gut sichtbar. Danach besichtigen Sie den beeindruckenden Gullfoss

Bootsfahrt in der Gletscherlagune Wasserfall und den berühmten Geysir «Strokkur». Zudem prägen fast unzählige heisse Quellen und sprudelnde Schlammlöcher die Gegend. Zum Abschluss lernen Sie im neu erbauten Lavacenter etwas über Islands Vulkane und deren Aktivitäten. 3. Tag: Vik – Höfn Am heutigen Tag werden Sie die beiden Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss bewundern können. Vorbei an einem riesigen Lavafeld fahren Sie in den Skaftafell Nationalpark; ein kontrastreicher Park mit Gletscherzungen, Wasserfällen und gezackten Bergkämmen. Weiter geht es zur Gletscherlagune. Hier erleben Sie eine eindrückliche Bootsfahrt vorbei an schwimmenden Eisbergen und mit etwas Glück sehen Sie auch Robben. 4. Tag: Höfn – Egilsstadir Heute führt die Reise vorbei an der anmutigen Küste und den faszinierenden Bergen, welche den östlichen Fjord bilden. Bevor Sie nach Egilsstadir weiter fahren, lernen Sie Petra’s Steinsammlung kennen. 5. Tag: Egilsstadir – Mývatn – Akureyri Ein Höhepunkt des Tages ist der viertgrösste See Islands, der Mývatn. Die Gegend bietet einiges zu entdecken; seien es bizarre Lavaformationen, blubbernde Schlammlöcher in vielen Farben oder die Pseudokrater. Nach einem Stopp beim spektakulären Wasserfall Godafoss geht es weiter in die Metropole des Nordlandes, nach Akureyri.

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6. Tag: Akureyri – Borgarnes Der Nordwesten Islands ist bekannt für die Züchtung der berühmten Islandpferde. Bestimmt erblicken Sie während Ihrer Reise ein paar dieser robusten Geschöpfe die auf Feldern weiden. Im Gegensatz zu anderen Pferderassen beherrscht das kleine Islandpferd eine fünfte Gangart, den Tölt. Gegen Ende des Tages geht die Fahrt weiter nach Borgarnes. Hier verbringen Sie auch die Nacht.

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7. Tag: Borgarnes – Reykjavik Sie sehen heute die beiden malerischen Lava-Wasserfälle Hraunfossar und Barnafoss. Sie bilden auf einer Länge von 700 Metern über hundert kleine Wasserfälle. Zudem besichtigen Sie eine der wasserreichsten heissen Quellen der Erde. 8. Tag: Reykjavik – Zürich Den Vormittag haben Sie zur freien Verfügung. Erleben Sie Reykjavik mit seinen Museen, Galerien und historischen Gebäuden oder den unzähligen Geschäften und Kaffees. Transfer zum Flughafen und Flug nach Zürich.

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel.: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/ MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.11.2018, 24 Uhr

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Gewinner Nr. 43: Hauptpreis: Ernst Scheiwiller, Bazenheid SG; Urs Bachofer-Stoll, Erlinsbach SO; Jacqueline Staub, Sternenberg ZH; Hans Feuz, Gimmelwald BE; Bruno Müller, Reinach BL Zusatzpreis: Beat Gabler, Kriens LU; Hedy Horat, Aadorf TG; Jacqueline Rusterholz, Honau LU; Iris Streisguth, Wichtrach BE; Peter Häusermann, Immensee SZ

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Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Eine musikalische Darbietung, die meist im Freien stattfindet, ist ein … A Platzkonzert

T

Marktkonzert

B Stellkonzert

Stupsnase

L

Pechnase

T

wohlgemerkt

2. Was bezeichnet keinen Körperteil? R Hakennase

I

3. Was meint man mit «notabene»? O unsere Beine

U unnütz

4. Wie nennt sich eine Sonderform des Mozzarellas? D Bagna cauda

S

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.11.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

A Bramata

Burrata

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5. Welche Ortschaft liegt am Lago Maggiore? T Minusio

B Melide

N Morcote

6. Wen heiratete Albert Einstein 1919? I

A seine Cousine

seine Halbschwester

G seine Tante

7. Wie nennt sich ein Gebäude für verschiedene christliche Konfessionen?

Auflösung Nr. 44:

M Plusabtei

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S

D Simultankirche

Zweier

8. Was gehört nicht zu den «nichtnewtonschen Flüssigkeiten»? L

T

Ketchup

destilliertes Wasser

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Lösungswort : 1

2

3

4

5

6

7

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Paroli

Blut

Gewinner Nr. 43: Eva Steigrad-Merki, Embrach ZH; Eduard Megert, Embrach ZH; Dominik Adam, Oberdorf SO

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Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.11.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Lösungswort : 1

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Auflösung Nr. 44: PAKET

Gewinner Nr. 43: Josef Schacher, Alberswil LU; Sara Fritz, Birsfelden BL; Rosemarie Crosina, Seuzach ZH


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Gewinner Nr. 43: Elsbeth Ackermann, Mels SG; Daniel Wuthrich, Neuenburg; Julia Rieder, Liestal BL; Stéphanie Trinchan, Givisiez FR; Ruth Arnold, Wolfenschiessen NW

Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.11.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 2 3 2 2 mehr als zwei Linien

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Auflösung Nr. 44:

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© raetsel.ch 1317

© raetsel.ch 1318

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Publizistische Gesamtleitung Sarah Kreienbühl

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Yvonne Zurbrügg

Leitung Business Thomas Brügger Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG

Leitung Ressort Health & Beauty Rüdi Steiner Leitung Redaktionen Franz Ermel

Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00


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118  MM45, 5.11.2018 | LEBEN

2

Mein Souvenir «Mit dem 86-jährigen Dichter Shuntaro Tanikawa habe ich zwei Gedichtbände geschrieben. Deshalb war ich in Japan auf Lesetour. In Tokio habe ich diese Figur aus einem traditionellen Familienbetrieb geschenkt bekommen. Man legt darauf die Essstäbchen ab.»

1

Meine Welt

«Die Sprache ist mein Medium»

4

Text: Dinah Leuenberger Bilder: Bruno Karl Stebler

5

Der Berner Jürg Halter stellte schon immer kritische Fragen – früher als Rapper «Kutti MC», heute als Autor in seinem ersten Roman. Unverändert geblieben ist sein Revier: die Berner Altstadt.


LEBEN | MM45, 5.11.2018  119

1 Mein Ort «Früher gab es Plattenläden, die ich aufgesucht habe, einfach um zu sein. Heute tue ich das bei Tattoo 32. Ich bin gern hier und schätze die Gesellschaft. Tattoos habe ich selbst keine.» 2 Mein Bling «Ich habe es in New York gekauft, es steht für meine Liebe zur Musik – ich höre fast alles. Ich ziehe es aber nur zum Spass an. Mir gefällt das Spiel mit Klischees und der Mode.» 3 Mein Daheim «Die Berner Altstadt ist mein Wohnzimmer. Sie ist über­schaubar, und an jeder Ecke treffe ich auf bekannte Gesichter.»

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Name Jürg Halter (38) Sternzeichen Krebs Wohnort Bern Lebenslauf «Ich komme aus einer Künstlerfamilie und habe Kunst studiert. Aber schon in der Schule schrieb ich gern Aufsätze und las viel. Mich faszinierte es schon früh, dass man auch mit Worten Bilder kreieren kann. Die Sprache wurde zu meinem Medium, weil sie alles verbindet, was ich mag. Zuerst habe ich als Kutti MC Rapmusik gemacht, danach widmete ich mich mehr dem geschriebenen Wort. Ich habe fünf Gedichtbände veröffentlicht und diesen Herbst den ersten Roman. Literatur ist für mich ein weiter Begriff: Sie kann auch auf Facebook und Twitter passieren – deshalb äussere ich meine Gedanken auch auf diesen Kanälen. Aus Alltäglichem wird Literatur.» 6

4 Mein Roman «Der Roman ‹Erwachen im 21. Jahrhundert› ist für mich ein nächster Schritt. Ein Gedicht kann spontan entstehen, ein Roman nicht. Für mich ist es eine Erleichterung, dass das Buch jetzt da ist und dass so etwas Unkonventionelles so viele Menschen bewegt. Ich bin gern auf Lesetour!»

Bilder: MGB, Johannes Puch/ORF

5 Mein Andenken «Dieses Bild hat mir meine Grossmutter mit 90 gezeichnet, leider ist sie kürzlich gestorben. Die Leidenschaft für das Zeichnen und das Aufmerksamsein habe ich von ihr geerbt.» Mein Lieblingsprodukt «Ich liebe Bananen. Da bin ich ganz Durchschnittsschweizer, denn die Banane war das meistverkaufte Produkt 2017.»

6 Meine Kollegin «Selina (36) und ich kennen uns von vielen langen Nächten. Wir sind beide Nachtmenschen, die leider auch am Tag funktionieren müssen.Sie kocht manchmal Fischstäbchen für mich – das finde ich super. Jetzt eröffnet sie den Laden Onyx 2 in der Berner Altstadt – an einmalig schöner Lage.» MM


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