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Migros magazin 45 2015 d vs

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MM45, 2.11.2015 | www.migrosmagazin.ch

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Wie viel Religion ist gut fürs Kind? Seite 92 Gymnasiasten mischen Youtube auf. Seite 18

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6 | MM45, 2.11.2015

22

P Editorial

Keiner sieht mehr hin

Philipp Jordan, Produzent beim MigrosMagazin, ist ein eher stiller Mensch. Keiner, der übertrieben emotional wird, eher pragmatisch veranlagt ist, bescheiden und ruhig. Letzte Woche aber war dem 41-Jährigen die Erschütterung deutlich ins Gesicht geschrieben. Er war über das Wochenende als freiwilliger Helfer mit Tsüri hilft an die slowenisch-kroatische Grenze gereist und hatte das Flüchtlingsdrama, das sich dort unten abspielt, mit voller Wucht zu spüren bekommen. Tausende von Menschen auf einem endlosen Zug durch den Balkan, frierend, hungernd. Offenbar gab es erste Todesfälle von Kindern, Tuberkulosefälle drohen, Kälte, Nässe und Schlafentzug setzen allen zu. Der Schock bei den motivierten Helfern sitzt tief. Sie sind vor Ort, können zwar helfen, aber irgendwie bliebe immer noch so viel zu tun. (Seite 20). Die Flüchtlingsströme im südeuropäischen Niemandsland zeigen klar: Die europäische Flüchtlingspolitik hat versagt. Seit mehr als einem Jahr hat man Kenntnis von den Zeltlagern in Jordanien, im Libanon und in der Türkei. Hunderttausende, ja Millionen von Menschen, die nur zwei Optionen haben: zurück in die versehrte Heimat oder weiter nach Europa. Es war klar, dass weder hastig hochgezogene Grenzzäune noch die Gefahren des Mittelmeers den Flüchtlingszug wirklich würden stoppen können. Nur eine Befriedung Syriens würde eine wirkliche Entspannung bringen. Syrien hatte vor Ausbruch des Krieges 21 Millionen Einwohner. Rund 11,5 Millionen sind irgendwie auf der Flucht, 3,9 Millionen von ihnen harren in den Nachbarländern aus. Hinzu kommen Hunderttausende aus Afghanistan und anderen Staaten. Was passiert nächstes Jahr, wenn der Krieg in Syrien nicht beendet wird? Wann realisiert Europa, dass der Friede in Europa eng mit dem Ende dieses Krieges verbunden ist? Zurzeit geht es aber vor allem um eines: den Menschen vor Ort so gut wie möglich zu helfen. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

116


MM45, 2.11.2015 | 7

12

Menschen

55 Saisonküche Ingwer – die raffinierte Wurzel.

10 Diese Woche

68 Gebäck ganz ohne Gluten 72 Vielfalt für Fonduefans 75 Knochengereift und edel 77 Obstgenuss aus der Dose 79 Megawin: die Siegerin 80 Frage der Woche 81 Öle für eine seidige Haut 82 Spieleabend gefällig?

Schweizer Casinos sollen künftig Onlinespiele anbieten dürfen – das hat Folgen. 12 Reportage

In der Heilpädagogischen Lebensgemeinschaft finden Mütter in Not eine Heimat.

85 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften.

18 Porträt

Zwei Gymnasiasten starten mit ihren Youtube-Clips durch.

Leben

20 Reportage

Flüchtlinge: Private Helfer springen ein, wo die EU versagt.

Bilder: Gian-Marco Castelberg, Beat Schweizer (2), Dan Cermak, Jérémy Bierer

«Wenn ich durch ein Attentat sterbe, dann soll es so sein.»

82

92 Familie Wie viel Religion braucht das Kind? Zwei Ansichten.

22 Reportage

Zu Allerseelen: Einblicke in den Abeitsalltag von Bestattern.

96 Beauty

29 Bänz Friedli

Neue Helfer gegen Falten.

30 Porträt

99 Digital

Krankenkassenprämien: verwirrende Onlinevergleiche.

Virtuoser Wechsel: Pascal Häring hat den Managerkoffer gegen Jonglierbälle getauscht.

101 Gesundheit

Impfungen – ja oder nein?

36 Interview

Carla Del Ponte über Syrien, Sendungsbewusstsein und Schreckensmomente.

36

104 Kinder 107 Glücksgriff 109 Rätsel 114Cumulus

Migros-Welt 47 Es ist Backzeit! 52 Zeit der süssen Sterne

116 Unsere Welt

Das Designertrio Big-Game.

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus

92

30

Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM45

Darauf freuen wir uns 007: James Bond ist wieder da!

Das neueste Abenteuer des Agenten Ihrer Majestät heisst «Spectre» – ab 5. 11. im Kino.

Gespenster: Zu Kulinarik und Grusel lädt am 6. 11. das Schlosshotel Wartegg in Rorschacherberg TG mit «Böse Nacht Geschichten» von Poe bis Dahl.

Unnützes Wissen

Unheimliche Welt

Mein Bild der Woche «Die Untervertretung von Frauen ist nicht nur in der Wirtschaft,

Pascale Bruderer Wyss (38) ist

Ständerätin des Kantons Aargau.

sondern auch in der Politik ein Dauerbrenner. So schien die ‹gläserne Decke› im eidgenössischen Parlament bei 30 Prozent zu liegen – den Frauenanteil darüber hinaus zu steigern, gelang lange nicht. Aus demokratischer Sicht ist das ein störender Mangel, denn das Parlament hat die Bevölkerung angemessen zu repräsentieren. Was brachte der 18. Oktober 2015? 64 Frauen schafften den Sprung in den Nationalrat. Das entspricht einem historisch hohen Anteil von 32 Prozent. Klar, der Weg zur Parität ist weit, ein Durchbruch der gläsernen Decke sähe anders aus. Und doch: Es sind erste Risse, die unserer Demokratie gut anstehen.»

Hörprobe

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? a) Sänger Zakaria b) Berner Komiker Müslüm c) Sängerin Adele

Auflösung: a) Weil diese Musik aus Kurdistan ein Stück Heimat repräsentiert.

Bilder: Keystone(2), Marco Zanoni

Shorsh Rasoul (39), Magaziner aus Toffen BE

Auf Madagaskar werden Tote regelmässig ausgegraben und gewaschen. Man feiert mit ihnen ein rauschendes Fest und begräbt sie wieder. Im menschlichen Verdauungstrakt leben mehr als 5600 Lebewesen. Nach den Dreharbeiten zu Hitchcocks «Psycho» konnte Hauptdarstellerin Janet Leigh nicht mehr mit zugezogenem Duschvorhang duschen. Rod Stewart hat als Totengräber gearbeitet. Wenn man einem weiblichen Borstenwurm das Gehirn amputiert, verwandelt er sich in ein Männchen. Quelle: Stern/Neon


10 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Haben Sie schon einmal online um Geld gespielt?

Migrosmagazin.ch

Umfrage Letzte Woche fragten wir:

Diese Woche

Bald Online-Poker auch in Schweizer Casinos? Schweizer Casinos stehen finanziell unter Druck. Nun will der Bundesrat ihnen erlauben, Online-Glücksspiele anzubieten, die bisher strikt verboten waren. Im Kampf gegen die Spielsucht ist der Entscheid von Vorteil, sagt Suchtforscherin Suzanne Lischer. Text: Ralf Kaminski, Reto E. Wild

Was denken Sie über Sonderschüler in Regelklassen? 42% Andere Kinder profitieren von ihnen, zum Beispiel in Sachen Sozialkompetenz. 29% Sie stören andere Schüler, da sie mehr Aufmerksamkeit benötigen. 29% Solange sich eine zweite Lehrperson um sie kümmert, stört es mich nicht.

Zahlen

709

Millionen Franken Bruttogewinn erzielten die 21 Schweizer Spielbanken im Jahr 2014.

weniger Umsatz als 2007 machen die Spielbanken inzwischen – auch wegen ausländischer Online-Casinos.

331

Millionen Franken der Casinoeinnahmen flossen in den letzten Jahren im Schnitt durch die Spielbankenabgabe direkt in die AHV.

Quelle: Schweizer Casino Verband, Bundesamt für Statistik

Das Glücksspiel im Internet soll bald auch hierzulande legal sein – auch zum Wohl der Spielsüchtigen in der Schweiz.

R

und 300 Millionen Franken pro Jahr verlieren die Schweizer Spielbanken an ausländische InternetCasinos, an illegale Spielclubs in der Schweiz und an Spielhallen im grenznahen Ausland, schreibt der Schweizer Casino Verband. Darunter leiden nicht nur die Umsätze der Casinos. Auch die Abgaben an die AHV, die daraus gespeist wird, verringern sich. Nun hat der Bundesrat ein neues Gesetz verabschiedet, das neben einigen anderen Änderungen den Casinos auch erlauben würde,

selbst Geldspiele im Internet anzubieten. Dies war bisher strikt verboten – mit der Folge, dass Tausende Schweizerinnen und Schweizer ganz legal bei aus­ ländischen Anbietern ihr Glück versuchten. Gleichzeitig mit der Legalisierung des Angebots im Inland sollen ausländische Glücksspiel-Websites blockiert werden. Die Schweizer Casinobranche begrüsst diese Pläne grundsätzlich, beklagt aber, dass das Gesetz frühestens 2019 in Kraft treten kann. Dies sei in diesem schnelllebigen Geschäft viel zu spät.

Ein wichtiger Aspekt ist auch der Kampf gegen die Spielsucht. Ende letzten Jahres waren in der Schweiz rund 43 000 Spielerinnen und Spieler von den Casinos gesperrt. Online-Glücksspiele gelten wegen ihrer Anonymität als besonders problematisch – erst recht bei ausländischen Anbietern, wo es gar keine Kontrollmöglichkeiten gibt. Glücksspielsucht-Forscherin Suzanne Lischer beurteilt die Gesetzesänderung positiv, weil Schweizer Casinos zu Präventionsmassnahmen verpflichtet sind, die nun auch online greifen können. MM

Bild: iStock by Getty Images

30%


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 11

Umfrage

Experteninterview

«Casinos können das Verhalten beim Online-Glücksspiel sehr genau verfolgen» Suzanne Lischer, bisher konnten Schweizer nur auf ausländischen Websites Online-Glücksspiele betreiben. Nun will der Bundesrat sie neu den Schweizer Casinos erlauben. Dabei gelten Internet-Spieler als besonders suchtgefährdet. Gefährdung hin oder her: Es ist eine Realität, dass auch in der Schweiz Glücksspiele im Internet gespielt werden. Dieser Gesetzesentwurf berücksichtigt schlicht die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Und für die Spielsuchtprävention ist die Revision ein Vorteil: Im Ausland lässt sich der Spielerschutz nicht kontrollieren, bei Online-Glücksspielen von Schweizer Anbietern hingegen schon. Werden sich die gesperrten Spieler nicht einfach andere Sites suchen? Das ist tatsächlich eine Gefahr: Es gibt unzählige Anbieter. Deshalb will man ausländische Websites blockieren. Ist das realistisch? Das kann ich nur schwer beurteilen, aber es dürfte sicher eine Herausforderung sein. Ein Spieler, der unbedingt spielen will, findet einen Weg. Die Eidgenössische Spielbankenkommission arbeitet jedoch mit Experten zusammen, die es für machbar halten. Wie gut sind Online-Spieler für die Spielsuchtprävention erreichbar? Eigentlich sehr gut. Die Frage ist, ob der Anbieter am Spielerschutz interessiert ist oder nicht. Wenn ja, kann er online das Spielverhalten sehr genau verfolgen: Was alles wird gespielt, wie häufig, mit welchen Einsätzen? Er kann Spieler für bestimmte Games sperren oder finanzielle Limiten setzen, und er kann per Mail oder Telefon auch kommunizieren. Mails kann man ignorieren. Wenn Spielsperren angedroht werden, melden sich die Leute schon.

Und die Schweizer Anbieter werden tatsächlich so intensiv beobachten? Sie werden keine andere Wahl haben;

Haben Sie schon online Glücksspiele gespielt?

das Sozialkonzept fürs OnlineGlücksspiel wird kaum weniger streng sein als in den Casinos. Und die Behörden werden es kontrollieren. Welche Online-Glücksspiele sind besonders beliebt? Welche sind problematisch, welche weniger? Alles, was es im Casino gibt, wird auch online angeboten; besonders beliebt sind Poker, Slot-Maschinen und Sportwetten. Das Gefährdungspotenzial ist dort höher, wo verschiedene strukturelle Merkmale der Glücksspiele zusammenkommen: Je höher die Spielfrequenz, je höher die Einsätze, je schneller der Gewinn realisierbar ist, desto höher ist das Risiko. Grundsätzlich kann bei Online-Glücksspielen von einem höheren Gefährdungspotenzial ausgegangen werden, da das Spielen in der Anonymität und ohne soziale Kontrolle stattfindet. Wie viele Spielsüchtige gibt es in der Schweiz? 1,1 Prozent der Bevölkerung gilt als akut spielsuchtgefährdet, die Zahl ist im Übrigen seit Jahren mehr oder weniger stabil. Da ein grosser Teil der Einnahmen beim Staat landet, hat dieser natürlich ein Interesse daran, dass das Geschäft der Schweizer Casinos läuft. Notfalls auch auf Kosten der Spielsuchtgefährdeten? Natürlich bewegt man sich da in einem Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen und dem Spielerschutz. Aber es gibt präventive Massnahmen, es gibt die Spielsperren, und bei Verstössen müssen die Casinos mit Sanktionen rechnen. 2022 werden die Konzessionen neu vergeben. Das sorgt auch für einen gewissen Druck bei den Casinos, die Massnahmen adäquat umzusetzen. Grundsätzlich scheint mir die gesetzliche Lösung ziemlich pragmatisch. Trotzdem: Es gibt Spielsüchtige, und die Folgen sind für sie und ihr Umfeld sehr belastend und schmerzhaft. MM

Suzanne Lischer (40) ist Glücks-

spielsucht-Expertin sowie Dozentin und Projektleiterin an der Hochschule Luzern.

Annina Fröhlich (25), Studentin, Zürich: «Nein. Wenn man Glücks-

spiele online legalisiert, muss das klar geregelt werden. Wie bei den Drogen könnte eine Legalisierung auch hier zu besserer Kontrolle führen.»

Kilian Käppeli (28), Fitnessinstruktor, Zug: «Ja. Und ich habe

dabei sogar ein paar Franken gewonnen. Danach habe ich mit dem Spielen jedoch aufgehört, weil ich das Geld nicht verlieren wollte.»

Claudio Dellagiacoma (33), Ingenieur, Zürich: «Nein. Eine Legalisierung

betrifft mich deshalb nicht. Aber mein Grossvater war spielsüchtig. Eine Änderung des Gesetzes ist also nicht zum Vorteil von allen Menschen.»


12 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Reportage

Eine ziemlich andere Familie

Mütter in Not und deren Kinder finden in Bern nicht nur ein temporäres Zuhause, sondern ein richtiges Daheim. Die Heilpädagogische Lebensgemeinschaft von Terry und Paul Hofmann ist rund um die Uhr für offen – ein Ort mit Herz und viel Nestwärme. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Beat Schweizer


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 13

T

erry und Selina sitzen auf dem Ofen und sortieren Bébé­ kleider aus, die hochschwan­ gere Melina wählt Kleidchen für ihr Baby aus, gegenüber liest Liane ihrem Sohn Teo eine Geschichte vor, auf dem Boden spielt ein Mädchen mit Klötzchen. Aus der offenen Küche riecht es nach Mittagessen, es ist bald zwölf. Die Idylle wird jäh gestört, ein Kind hat angefangen zu schreien, doch das geht schnell wieder vorbei. «Es leben zurzeit 15 Mütter, Kinder und junge Erwachsene bei uns», sagt Terry Hofmann. Die 65­jährige Frau mit dem langen blonden Haar hat die Heilpädagogische Lebensgemeinschaft (HPLG) mit ihrem Ehemann Paul (64) vor 30 Jahren in Bern gegründet. Zu ihnen kommen sogenannte Risiko­ mütter: frischgebackene Mütter, die es nicht allein schaffen, für ihr Kind zu sorgen – weil der Partner fehlt, wegen psychischer oder physischer Beein­ trächtigungen, Sucht, labilen Seelen­ lebens oder weil sie sehr jung sind. Bei Terry und Paul finden sie nicht nur ein temporäres Zuhause, sondern ein neues Daheim.

Christina (31) und ihre anderthalbjährige Tochter Lilly in der Waschküche der HPLG.

Ohne Mitarbeit läuft nichts Etwa die hochschwangere Melina (27), die mit grünem Faden Bébékleider für ihr Kind kennzeichnet, das in zwei Monaten auf die Welt kommen soll. Es ist ihr drittes. Der Name steht schon fest: Sandro. «Der Vater von Sandro hat mich sitzen lassen», erzählt die Frau mit den dunklen Haaren, der kräftigen Stimme und klaren Worten. «Dabei fing es so romantisch an, ich dachte, er ist der Richtige.» Als sie plötzlich allein dastand, kam sie zu Terry und Paul. Wie schon damals vor vier Jahren, mit ihrem zweiten Kind Leander. «Hier fühlst du dich schon heimisch, wenn du ganz neu ankommst. Nicht so verloren wie an anderen Orten», sagt Melina. Ihre beiden ers­ ten Kinder leben bei einer Pflegefami­ lie, weil es so besser sei. Melina zählt auf, welche Aufgaben sie an welchem Tag hat – ohne mit­ anzupacken läuft nämlich nichts in ihrem neuen Zuhause. «Ich finde es gut, bei der Hausarbeit mitzuhelfen. Das gibt mir Struktur. In einer eigenen Wohnung könnte ich auch nicht einfach mit dem Bébé spielen und die Wohnung dreckig lassen.» In der Heilpädagogischen Lebens­ gemeinschaft arbeiten neben Terry und Paul zehn Betreuerinnen und Betreuer. Eine von ihnen ist Rosa (32), eine junge Frau mit blonden Rasta­


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MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 15

zöpfen und sympathischem Lachen im Gesicht. Sie kümmert sich um die Kinder, macht Nachtwache, Haushaltsarbei­ ten, hilft in der Küche und sorgt sich um anfallenden Papierkram. «Mir gefällt es hier, weil es so familiär ist», sagt sie. «Hier wird stärker auf die Bewohner eingegangen als in anderen Institutionen.» Rosa war vor 16 Jahren zum ersten Mal hier – als Bewohnerin, hoch­ schwanger. Mit 15 war sie abgehauen und in der Notaufnahme für Jugend­ liche im Berner Ostring gelandet. Sie wurde schwanger und fand in der HPLG den Ort, wo sie mit ihrem Kind bleiben konnte. «Ich wusste sofort: Hier bleibe ich.» Rosa war 16, als ihre Tochter zur Welt kam. Sie selbst trug noch die ganze Last ihrer eigenen, zerrütteten Kindheit mit sich, die sich in Verwahr­ losung und mit drogenabhängigen Eltern abgespielt hatte. Sie war un­ fähig, ihr Kind liebevoll zu umsorgen. «Wenn sie einen Schoppen hatte und saubere Windeln, dachte ich, jetzt ist sie versorgt, was will sie denn noch mehr?», erinnert sie sich heute. Betreuerinnen als Ersatzmütter

Doch Terry war da. Sie sorgte sich nicht nur um die Kleine, sie zeigte Rosa auch, dass sie mit ihrem Kind eine Beziehung aufbauen kann. Und: Sie liess den Teenager ihre wilden Phasen leben. Rosa hat heute eine gute Beziehung zu ihrer Tochter Silvia. Terry, Franka und all die anderen Betreuerinnen waren Ersatzmütter für Rosa und Mila, sie gaben ihnen Wärme, Liebe, Halt und Antworten auf die vielen Fragen, die auftauchten. «Wir zwingen die Mütter nicht, eine Mutterschaft zu leben, zu der sie nicht fähig sind. Wir geben den Müttern Zeit», erklärt Terry. «Wir lassen aber offen, wie sich dies entwickelt. Manche Frauen sind von der Mutterschaft überfordert.» Im Zentrum steht die Entwicklung des Kindes: «Die Kinder sollen in geschütztem Rahmen aufwachsen. Im Leben eines Kindes ist Kontinuität etwas vom Wichtigsten», sagt Terry. Rastet etwa die Mutter aus oder muss sie ins Gefängnis, dann geht für das Kind das Leben in der vertrauten Um­ gebung der HPLG weiter. Die 33­jährige Mila wohnt seit Februar mit ihrem vier Monate alten Andres hier. Ihr Noch­Ehemann war sechs Wochen vor der Geburt abgehau­ en. «Ich merkte, allein komme ich mit

1 Terry und Paul Hofmann haben die HPLG vor 30 Jahren gegründet. 2 Rosa kam mit 16 Jahren schwanger ins Haus und arbeitet seither als Fachfrau Betreuung Kinder. 3 Mila (33) mit Andres (4 Monate). In der HPLG lernt sie, eine fürsorgliche Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen.

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dem Kind nicht zurecht, und mel­ dete mich beim Jugendamt.» Sie kam hierher. «Ich fühle mich sehr wohl», sagt sie und lächelt ihren Buben an, während sie erzählt. «Ich erhalte gute Unterstützung.» Die frischgebackene Mutter, die von der IV lebt, lernt hier viel. Eine wichtige Methode zur Begleitung der jungen Mütter heisst «MarteMeo». Dabei werden Alltagssituationen von Mutter und Kind gefilmt, die Betreuerin wählt aus den Aufnahmen positive Situationen aus und schaut diese zusammen mit der Mutter an. «Diese Methode zeigt den Müttern und uns, was an Res­ sourcen vorhanden ist, verstärkt das Gute und führt zu erstaun­ lichen Ergebnissen. Negative Selbstbilder werden durch die

Kraft der guten Bilder korri­ giert», sagt Terry. «Durch die positiven Situationen kann es zu entsprechenden neurologischen Bahnungen kommen, die Altes verblassen lassen und Raum für Neues schaffen.» Während Mila im ersten Stock ihren Kleinen schöppelet, dringt fröhliches Gelächter aus dem Wohnzimmer herauf. «Ich bin froh, nicht mehr in der Wohnung mit meinem Mann zu leben», sagt Mila. Er war gewalttätig. Die Nachfrage ist gross Die HPLG nahm ihren Anfang vor 30 Jahren in einem 10­Zimmer­ Einfamilienhaus an der Wernerstrasse 15 im Berner Brunnadernquartier. Terry und Paul nahmen die ersten Kinder bei sich auf und zogen sie zusam­ men mit ihren leiblichen Kindern

auf. Bald kam die erste Mutter dazu. Als das Haus vor 20 Jahren zu klein wurde, kam das Haus an der Brunnadernstrasse 36a dazu: Es liegt einen Katzensprung und drei Gärten von der Werner­ strasse 15 entfernt. Neben dem «15i» und «36i», wie die Häuser im internen HPLG­Jargon genannt werden, gehören zudem vier Wohnungen im Quartier dazu sowie die «Aussenstation» in Münsingen BE. «70 Prozent der Mütter können nach etwa zwei Jahren auf eigenen Füssen stehen und ziehen mit ihrem Kind aus. Bei 30 Prozent brauchen wir mehr Zeit und suchen nach einer Lö­ sung.» Das kann heissen, dass die Kinder in der HPLG wohnen bleiben und die Mütter sie regel­ mässig besuchen kommen. Franka Rothen (41), die schon

zwei Jahrzehnte bei Terry und Paul arbeitet, hat mit ihrem Mann in Münsingen eine neue Kernfamilie gegründet. Genau so, wie Terry und Paul vor 30 Jahren anfingen. Sie haben vier Kinder, die leiblichen 13­jährigen Zwil­ linge sowie Martin (10) und Ella (5). Sie sind ebenfalls ihre Kinder. Von Pflegekindern oder Halb­ geschwistern reden sie nie. Derzeit verbringen Annina (3) und Emily (6) die Wochenenden oft bei Frankas Familie. Franka war schon von ganz klein auf ihre Ersatzmutter und hat Windeln gewechselt, Schoppen gegeben und war dabei, als sie die ersten Worte brabbelten. So wechseln die Mädchen von der einen ver­ trauten Umgebung in die andere. «Wir wollen Brüche und das Herausreissen aus dem vertrau­ ten Umfeld möglichst vermei­


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1 Fabian (26) ist in der HPLG auf­

gewachsen, arbeitet heute als Mit­ erzieher und kümmert sich um die Kinder Annina (3) und Emily (6). 2 Mütter, Kinder und Mitarbeiter

essen zusammen am grossen Tisch.

3 Franka arbeitet seit 20 Jahren in der HPLG mit. Inzwischen nimmt sie selber Kinder bei sich zu Hause auf. 4 Beziehungsaufbau: Melina bei der Auswahl von Babykleidern. 2

3

den», sagt Terry. Denn darunter leiden Kinder oft stark. «Wir können reichlich geben», sagt die Heilpädagogin. «Wir selber haben seit unserer Kindheit immer genug gehabt. Davon können wir abgeben.» Mit Genughaben meint sie nicht Materielles, sondern Emotionen, Fürsorge, Aufmerksamkeit, Zeit. Die Kleinfamilie, das war nie ihr Ding gewesen. Sie hatte schon in ihrer ersten Ehe einzelne Pflegekinder aufgenommen, doch erst mit ihrem zweiten Ehemann Paul konnte sie ihre Idee der etwas anderen Familie realisieren. In den ersten neun Jahren arbeiteten sie auch auswärts, damit sie ihre Familie mit den zusätzlichen Kindern und Müttern, die bei ihnen wohnten, durchbringen konnten. «Ohne unsere Freunde, die an den

5 Das Haus befindet sich in einem friedlichen Wohnquartier in Bern.

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Wochenenden zu Besuch kamen und mithalfen, hätten wir das nicht geschafft.» Seit 1994 haben sie einen Leistungsvertrag mit dem Kanton Bern. Terrys und Pauls Arbeits­ platz ist gleichzeitig auch ihr Zuhause. «Wir sind 24 Stunden am Tag hier.» Dass ihr Engage­ ment und ihre Institution etwas Besonderes ist, wissen nicht nur die Bewohnerinnen. 2013 erhielt die HPLG den Sozialpreis der Berner Burgergemeinde. Während Terry die Frau an der Front ist, kümmert sich Paul um das Administrative, ums Geld und um Gutsprachen, führt Ge­ spräche mit Ämtern und kämpft, wenn nötig, mit den Behörden für seine Bewohnerinnen. Es sind auch schwere und belastende Sachen, die sie aushal­ ten müssen. Wenn eine Mutter

plötzlich verschwindet, in die Psychiatrie eingeliefert wird oder im Gefängnis eine Strafe absitzen muss. Wenigstens ist in diesen Fällen den Kindern das Daheim gesichert, es kommt nicht zur doppelten Entwurzelung. Von der Psychi zu Terry und Paul Christina (31) hat heute Morgen

die ganze Wäsche gemacht und im Keller aufgehängt. Nun hilft sie beim Backen. Sie kennt Terry und Paul seit über zehn Jahren. 2001 lebte sie mehrere Jahre mit ihrer ersten Tochter hier. Vor einem Jahr kam sie wieder. «Ich sah den Weg nicht mehr, hatte einen Zusammenbruch und wurde in die Psychiatrie einge­ liefert», erzählt sie. Die drängende Frage war: Wohin mit dem Kind? Ihre zwei­ te Tochter war damals ein paar

Monate alt. Terry und Paul nah­ men sie auf. Danach half sie als Teilzeitangestellte bei den Haus­ arbeiten mit, kümmerte sich um die Betriebswäsche und erhielt Unterstützung, um ihr Leben neu zu ordnen. Die Frau mit dem hübschen Gesicht hat ein dankbares Lachen im Gesicht, wenn sie davon erzählt, wie Terry ihr geholfen und sie in schwieriger Situation ein Daheim gefunden hat. Man kann nur erahnen, welch schlim­ me Geschichte sie mit sich her­ umtragen muss, eine Geschichte von Missbrauch, Inzest, Ver­ trauensmissbrauch und fehlen­ der Liebe. Dass Familie etwas Schönes sein kann, hat sie bei Terry und Paul erfahren. MM Die Namen der Bewohnerinnen sind teilweise geändert.


Die drei besten Videos der TyphoonCinemaGründer:

18 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

Porträt

Dick im Geschäft dank Youtube

Niemand in der Schweiz hat derzeit mehr Erfolg auf Youtube als die beiden Gymnasiasten Nicola Petersen und Ken Rotaris. Sie lassen Animations-Clips zu populären Videogames herstellen und verdienen damit richtig viel Geld. Text: Ralf Kaminski

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yphoon Cinema heisst ihr YoutubeKanal. Er generiert täglich 1,5 Millionen Klicks und monatlich einen fünfstelligen Betrag an Werbeeinnahmen. Wer kein Teenager mehr ist und sich die verspielten, teils düsteren Animations-Clips anschaut, kratzt sich verwirrt am Kopf: Mit so was erreicht man über 840 000 Abonnenten? Doch wer so denkt, unterschätzt die Videogame-Leidenschaft der 13- bis 16-Jährigen. Sie sind die Zielgruppe von Ken Rotaris (20) aus Magden AG und Nicola Petersen (20) aus Muttenz BL. «Wir haben uns sehr genau angeschaut, was auf Youtube die meisten Clicks generiert», sagt Rotaris. Es steht also mehr geschäftliches Kalkül als persönliche Leidenschaft für die Inhalte hinter ihrer Geschäftsidee, wie er offen zugibt. «Gaming hat enorm zugenommen in den letzten Jahren, und auch Animationen sind sehr gefragt.» Mit ihrem Typhoon Cinema führen sie beides zusammen, indem sie Zusatzmaterial rund um populäre Videogames herstellen: animierte Clips, die mit den Figuren und der Handlung der Games spielen. Jeden Tag zwei neue Clips online

«Youtube-Kanäle, die als Plattformen für Videos verschiedenster Leute dienen, gibt es schon lange», sagt Petersen. «Wir haben dieses Konzept übernommen und bieten freien Animationsdesignern einen Kanal für ihre Clips.» Als sie im April 2014 damit anfingen, fokussierten sie auf das extrem erfolgreiche Videogame «Minecraft»; mittlerweile sind sie umgestiegen auf «Five Nights at Freddy’s», ein Survival-Horrorgame, in dem man die Rolle eines Nachtwächters in einer Pizzeria übernimmt, der von diversen Robotern attackiert wird. Das Ziel ist zu überleben. Pro Tag stellen die beiden zu diesem Game zwei neue Clips online, immer um 20 Uhr und um 1.30 Uhr nachts.

Bilder: Mirko Ries

Ihre Geschäftsidee schlug ein wie eine Bombe. «Wir sind extrem schnell gewachsen», sagt Petersen, «und inzwischen gibt es einige, die uns zu kopieren versuchen, aber wir sind mit Abstand die grössten – weltweit.» Niemand in der Schweiz hat derzeit mehr Clicks auf Youtube als ihr Typhoon Cinema. Inzwischen haben die beiden sogar einen festen Angestellten. Das alles funktioniert nur dank der internationalen Vernetzung: Die Abonnenten kommen aus der ganzen Welt. «Zu Beginn hatten wir vor allem Zugriffe aus den USA, mittlerweile aber auch viele aus Russland und der spanischsprachigen Welt.» Genauso international wie ihr Publikum sind auch ihre bis zu 20 Animatoren. Die stammen aus Schweden, Norwegen, Serbien, England und anderen europäischen Ländern. Gefunden haben sie ihre Designer online, der Kontakt läuft über Skype und auf Englisch. «Die jüngsten sind 13 Jahre alt, und das sind die besten von allen», so Petersen. «Die sind extrem motiviert und kreativ.» Die ältesten sind Mitte 30. Das Honorar ist Verhandlungssache und hängt von Alter und Erfahrung des Animators ab, aber auch von der Grösse des Auftrags. Die Bandbreite liegt zwischen zwei- und vierstelligen Beträgen. Ideen für die Clips entwickeln sie selbst, schreiben kleine Drehbücher und komponieren Songs. «Manche Animatoren sind nicht so kreativ, die arbeiten gern mit Vorgaben», erklärt Rotaris. Andere sind sehr selbständig. Der kreative Teil ist das, was ihnen am meisten Spass macht. Es kann aber auch vorkommen, dass Videos nicht ihren Qualitätskriterien entsprechen, dann müssen die Designer nochmals ran. «Manchmal ist es nicht so leicht, den Jüngeren das beizubringen und sie zu motivieren, nochmals einen Anlauf zu nehmen.» Kennengelernt haben sich die beiden vor zweieinhalb Jahren im Fitnesscenter. Dort

kamen sie ins Gespräch, entdeckten gemeinsame Interessen. Mittlerweile sind sie Geschäftspartner. Aber die Freundschaft gehe vor, versichern beide. Sie sind gemeinsam im Ausgang, gehen ins Kino, treffen Freunde. Aber sie haben deutlich weniger Zeit als früher, nicht mal für Freundinnen. «Das Business hat Vorrang», erklärt Petersen das Singledasein der attraktiven Jungs. Erst die Matura, dann ein neues Projekt

Ihr Umfeld hat von ihrem Unternehmen lange gar nichts mitbekommen. Ein Artikel in «20 Minuten» hat dann allerdings viele Reaktionen ausgelöst. «Die meisten waren sehr positiv, aber ab und zu bekamen wir auch ein bisschen Neid zu spüren», sagt Rotaris. Zudem würden sie im Ausgang jetzt gern aufgefordert, eine Runde zu bezahlen; aber nur im Scherz, ergänzt Petersen. Das meiste Geld legen sie ohnehin auf die hohe Kante, denn wenn die Schule nächstes Jahr abgeschlossen ist, wollen sie ein noch professionelleres und grösseres Unternehmen gründen. Derzeit denken sie darüber nach, ihren Kanal zu verkaufen, um so Startkapital für eine weitere Idee zu generieren, zu der sie sich aber noch bedeckt halten. Vorerst müssen sie beide noch die Matura hinter sich bringen. Bei Rotaris stehen jetzt im Herbst die Prüfungen an, bei Petersen im Frühling. Ein Ziel wollen sie mit ihrem YoutubeKanal aber auf jeden Fall noch erreichen: die Millionenmarke knacken. Als sie Anfang April 100 000 Abonnenten erreichten, bekamen sie von Youtube eine Gratulationsplakette. Die nächste gibt es bei einer Million Abonnenten, die sei dann grösser und wertvoller, erklärt Petersen. «Wenn wir in diesem Tempo weiterwachsen, ist es spätestens im Laufe des Novembers so weit.» MM http://typhooncinema.com www.youtube.com/user/TyphoonCinema


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 19

Gerade mal 20 und bereits global erfolgreich: Ken Rotaris (links) und Nicola Petersen mit ihrem wichtigsten Arbeitsinstrument.


Hope for Brežice: Wer die Helfer sind, was sie tun:

20 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

Nach stundenlangem Warten in Rigonce an der kroatisch-slowenischen Grenze werden die Flüchtlinge in ein Auffanglager eskortiert (kleines Bild); das Camp Brežice liegt rund 15 Kilometer entfernt. Reportage

Helfen, wo Europa versagt Für die Flüchtlinge an der slowenisch-kroatischen Grenze wird die Situation immer schlimmer. Eine internationale Gruppe von Freiwilligen hilft, so gut es geht. Die Lebensmittel, die die Helfer verteilen, kaufen sie selber ein.

D

icker Nebel hängt über dem kroatisch-slowenischen Grenzort Brežice. Es ist vier Uhr morgens. Das Thermometer zeigt drei Grad an. Beim Grenzübergang in Rigonce machen sich gegen 3000 Flüchtlinge bereit. Nach sechs Stunden Aufenthalt im Dreck, eingekreist von schwer bewaffneten Soldaten, dürfen die mehrheitlich syrischen Flüchtlinge endlich weiter in das 15 Kilometer entfernte Auffanglager. Zu Fuss. Bis zu zwei Stunden wird ihr Marsch dauern. Nirgendwo wird das Versagen der europäischen Politik so sichtbar wie an den Grenzen Europas. Brežice passieren täglich Tausende von Menschen. Während Hilfswerke wie das Rote Kreuz mit bürokratischen Hürden und stockender medizinischer Versorgung kämpfen, wächst das Elend. «Hier in Brežice nimmt eine humanitäre Katastrophe ihren Lauf», sagt Philipp Jordan. Der 41-jährige Migros-Magazin-Produzent reiste Mitte Oktober als Helfer an die

Grenze zu Kroatien. Vermittelt wurden er und weitere Freiwillige von Tsüri hilft!, einer privaten Hilfsorganisation. Im Krisengebiet angekommen, schlossen sie sich der Westschweizer Gruppe Hope for Brežice an, die dort bereits Nothilfe leistete. Überforderte Behörden

«Letzte Woche berichtete ein Arzt von Totgeburten, Tuberkulosefällen und Menschen, die massiv unterernährt sind», erzählt Jordan. Das Rote Kreuz, die Armee und die Polizei vor Ort seien überfordert. «Es braucht die Hilfe von Privaten, sonst kümmert sich niemand um die Flüchtlinge ausserhalb der Camps.» Zwischen 3000 und 5000 Menschen stehen jeweils an der serbisch-kroatischen Grenze. «Sie kommen von Zagreb mit dem Zug im kroatischen Ključ Brdovečki an, wo sie aussteigen und über die Grenze nach Slowenien marschieren müssen.» Dort warten sie, bis sie in die Camps von Brežice und Dobova kommen. Die Polizei verhindert

zeitweise die Abgabe von Essen, da die Gefahr einer Eskalation zu hoch sei. «Bis jetzt haben wir Brot, Wasser und Medikamente selber organisiert und finanziert. Bis die EU endlich aktiv wird, liegt es an uns, die Würde Europas zu verteidigen», sagt Jordan. Gebraucht werden Isoliermatten, Decken, Zelte, Hygieneartikel, Konserven, Babynahrung und Winterkleidung. Auch Geldspenden sind nötig. Zurückgekehrte Helfer sammeln bei Freunden und Familienangehörigen. «Ein österreichischer Grenzpolizist erzählte, dass sein Einsatz bis Ende Januar verlängert wurde. Man kann also davon ausgehen, dass die Katastrophe in diesem Ausmass weitergeht.» Hilfe von der EU ist nicht zu erwarten; die Behörden scheinen anderweitig beschäftigt zu sein. Nachts ist es in Brežice gegen null Grad. Um stundenlang in der Kälte auszuharren, dafür sind die Flüchtlinge nicht ausgerüstet. MM Mehr Informationen: Tsuerihilft.allyou.net

Bild: Srdjan Zivulovic/Reuters; Hope for Brežice

Text: Anne-Sophie Keller


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22 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Bestatter

Gefährten für die letzte Reise Tot sind doch nicht alle gleich: Vier Bestatter aus unterschiedlichen Kulturkreisen erzählen aus ihrem Alltag. Eine Reportage zu Allerseelen. Text: Andrea Freiermuth

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anchmal ist von einer Minute auf die nächste alles anders: Der Vater, die Partnerin oder im schlimmsten Fall das Kind ist tot. Neben der emotionalen Bewältigung eines solchen Schicksalsschlags gibt es nach einem Todesfall auch viel Organisatorisches zu erledigen. Enver Fazliji, die Geschwister Koch und Pierre Gottheil sind Bestatter und unterstützen die Trauerfamilien. Dabei müssen sie ganz unterschiedliche Regeln und Rituale befolgen, denn ihre Kunden gehören unterschiedlichen Religionen an. Der muslimische Bestatter

Wenn bei Enver Fazliji (30) das Telefon klingelt, beginnt in der Regel ein Wettlauf gegen die Zeit: Der gebürtige Kosovo-Albaner ist einer von zwei muslimischen Bestattern in der Schweiz. Wer bei ihm anruft, hat einen Todesfall in der Familie – und will den Verstorbenen innerhalb von 48 Stunden unter der Erde wissen. «Nach dem Tod schwebt die Seele über dem Körper des Menschen. Erst wenn der Leichnam beerdigt ist, kann der Geist Ruhe finden», erklärt der gelernte Dokumentationsassistent den Zeitdruck, unter dem die Angehörigen nach einem Todesfall stehen. Was den Stress erhöht: Die letzte Reise führt die meisten Muslime zurück in ihr Heimatland. Das heisst, Enver Fazliji muss für seine Kunden innerhalb von wenigen Stunden einen Flug organisieren und die Formalitäten erledigen – Totenschein, Einreisegenehmigung und eine Bestätigung des Rechtsmediziners, dass es sich beim Leichnam um die deklarierte Person handelt und keine Schmuggelware im Sarg versteckt ist. «Es gibt nur wenige Friedhöfe in der Schweiz, die Muslimen die Ausrichtung des Grabes nach Mekka und die ewige Totenruhe gewähren können und wollen», erklärt Enver Fazliji die aufwendige Repatriierung. Auch die emotionale Bindung zur Heimat spielt eine Rolle: «Drei Viertel der Särge,

Bilder: Gian Marco Castelberg

die von Zürich aus verfrachtet werden, gehen auf den Balkan. Das sind Migranten der ersten Generation, die während der Kriegswirren in die Schweiz gekommen sind und immer von einer Rückkehr träumten.» Wegen der Kinder und Enkel blieben die meisten dann doch und kehrten erst im Sarg zurück. Vor neun Jahren verstarb Enver Fazlijis eigene Grossmutter. Seine Familie stand vor der Herausforderung, ihr einen würdigen Abschied zu bescheren. Diese Erfahrung motivierte ihn, gemeinsam mit seinen Eltern das Bestattungsunternehmen Ahireti, arabisch für Jenseits, zu gründen. Ein wichtiges Element einer muslimischen Bestattung ist das Waschen des Leichnams, meist in der Gegenwart von Familienmitgliedern. Um das Ritual in der Nähe des Flughafens durchführen zu können, hat Enver Fazliji eine Vereinbarung mit der Gemeinde Wallisellen ZH, wo er in einem Lagerraum des Friedhofsgebäudes einen Edelstahltisch mit Abfluss aufstellen durfte: «Ich bin der Gemeinde sehr dankbar. Es war nicht einfach, einen Raum zu finden.» Meist kann Bestatter Fazliji seinen Job ohne Probleme erledigen: Hin und wieder jedoch stösst er auf Menschen, die ihm Steine in den Weg legen. Wie etwa kürzlich im Tessin, wo er den Verstorbenen erst nicht direkt im Spital abholen durfte, und die Friedhofsmitarbeiter ihm dann dessen Pass nicht aushändigen wollten: «Da ging es aber wahrscheinlich nicht nur um Diskriminierung, sondern auch um Geld, zumal der Verstorbene ein griechisch-orthodoxer Mazedonier war.» So habe das örtliche Bestattungsunternehmen auch noch eine Rechnung stellen können. Und hätte er schliesslich den Verstorbenen nicht ohne Papiere mitgenommen und die Botschaft verständigt, hätte die Familie auch noch Kühlkosten bezahlen müssen. Enver Fazliji selber verrechnet für seine Dienstleistung in der Regel rund 3000 Franken – inklusive Flugticket für den Verstorbenen.


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 23 1

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1 Der ehemalige Lagerraum, wo Enver Fazliji ge-

meinsam mit der Trauerfamilie die Toten wäscht.

2 Das Sargtuch mit einem Vers aus dem Koran. 3 Auslandtransporte von Verstorbenen sind nur

mit Särgen erlaubt, die mit einer Zinkwanne ausgekleidet sind – um unangenehmen Geruch und das Auslaufen von Flüssigkeit zu verhindern.


24 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Der jüdische Bestattungsbeamte

Einfühlungsvermögen und diplomatisches Geschick sind die wichtigsten Eigenschaf­ ten, die Pierre Gottheil (68) in seiner Funk­ tion mitbringen muss: Er ist Bestattungs­ beamter der israelitischen Cultusgemeinde Zürich, einer Einheitsgemeinde, die allen Juden von liberal bis orthodox offensteht. Wird der ehemalige Optiker bei einem Todesfall um Hilfe gebeten, muss er erst herausfinden, welcher Glaubensrichtung die Familie angehört – und was ihr wichtig ist. «Orthodoxe Juden möchten ihre Toten innerhalb von 24 Stunden bestatten.» Zu­ dem würden sie mehr traditionelle Regeln befolgen, etwa die Totenwache beim Leich­ nam oder das siebentägige Trauersitzen nach der Bestattung. Pierre Gottheil selber lebt seinen Glauben in einer eher liberalen Form, misst den Ritualen rund um den Tod aber durchaus eine wichtige Bedeutung zu: «Durch die Totenwache und das Trauersit­ zen wird die Gemeinschaft gestärkt. Familie und Freunde kommen zusammen und unterstützen sich gegenseitig.» Zudem sei dadurch ein klarer Zeitraum für die Trauer definiert – und so sei es unter Umständen einfacher, den Verlust zu verarbeiten und ins Leben zurückzufinden. Für eine jüdische Bestattung braucht es mindestens zehn Männer. Sie sprechen ein Lobgebet für Gott, das sogenannte Kaddisch. Die Beerdigungen sind schlicht und einfach, ohne Blumen. Ein anderes Be­ stattungsritual, das alle Juden, egal welcher Glaubensrichtung, einhalten, ist die rituelle Waschung des Leichnams, wie sie auch von den Muslimen vollzogen wird: «Die haben bei uns abgekupfert», sagt Pierre Gottheil und lacht. Schliesslich sei das Judentum älter als der Islam. Mohammed habe wohl einfach das übernommen, was für ihn sinn­ voll war. So zum Beispiel auch die ewige Totenruhe und die Ausrichtung des Grabs. Bei den Juden ist dies natürlich nicht Richtung Mekka gewandt, sondern nach Jerusalem – was aber hierzulande keinen Unterschied macht, beide Städte liegen Richtung Südost. Die ewige Totenruhe erklärt unter ande­ rem, warum vielen jüdischen Friedhöfen ein besonderer Charme anhaftet und zum Bei­ spiel jene in Prag oder Vilnius als Sehenswür­ digkeiten gelten. Dort stammen die ältesten Grabsteine aus dem Mittelalter. In Zürich, wo sich das Friedhofsgelände im Privatbesitz der jüdischen Gemeinde befindet, sind die ältes­ ten Gräber aus dem vorletzten Jahrhundert und damit vergleichsweise jung. Probleme mit den Behörden sind Pierre Gottheil nicht bekannt. Im Gegenteil: «An Schabbat und den jüdischen Feiertagen füh­ ren wir keine Beerdigungen durch. Die Stadt erlaubt unserer Gemeinde aber, auf den Sonntag auszuweichen.»


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 25 1

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1 Der Abdankungs­ raum auf dem jüdischen Friedhof in Zürich. 2 Jüdische Gräber sind schlicht, oft ohne Blumen und fast immer ohne Motive auf dem Stein. 3 Der Bestattungs­ beamte Pierre Gottheil im Waschraum der israelitischen Cultus­ gemeinde Zürich.


«Bestatter» Mike Müller im VideoInterview:

26 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Migrosmagazin.ch

«Unsere Branche ist kein Tummelfeld für unseriöse Geschäftemacher» Rolf Arnold, mit welchen Fragen gelangen Angehörige von Verstorbenen an die Ombudsstelle? Meistens betrifft es die Kosten. Oft erkennen die Leute auf den Abrechnungen nicht, was ge­ nau verrechnet wurde. Oder sie haben das Gefühl, dass zu viel verrechnet worden oder dass das Ganze zu teuer ist. Gibt es viele Fälle, in denen die Leute wirklich übers Ohr gehauen wurden? Eigentlich nicht. Das Problem ist höchstens, dass die Preise je nach Region stark variieren. Daher kann man nicht generell sagen: So viel darf es kosten. Wie kommt es zu diesen regionalen Unterschieden? Das ist kulturell bedingt. Im Tessin oder im Wallis etwa legt man grösseren Wert auf die Bestattung. Da leistet man sich einen schöneren und teureren Sarg, die Trauerfeier wird auf­ wendiger gestaltet, mehr Gäste sind eingeladen, und die Blu­ menbouquets sind üppiger. Bestatter ist keine geschützte Berufsbezeichnung: Zieht das nicht schwarze Schafe an? Im Prinzip kann jeder ein Bestattungsunternehmen eröffnen. Das stimmt. Aber ein Tummelfeld für unseriöse Geschäftemacher ist unsere Branche nicht. Wer einen schlechten Service bietet und überrissene Rechnungen stellt, überlebt nicht lange: Die Kon­ kurrenz ist gross. Zudem gibt

Rolf Arnold (48), Vizepräsident und Ombudsmann des Schweizerischen Verbands der Bestattungsdienste

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Bestatterinnen für Christen und Atheisten

es eine höhere Fachprüfung, die von unserem Verband orga­ nisiert und durchgeführt wird. Damit fördern wir die Qualität. Haben alle Verbandsmitglieder die Fachausbildung absolviert? Die vom Verband durchgeführ­ te Fachprüfung ist keine Auf­ nahmebedingung. Viele Mit­ glieder aber haben die drei Mo­ dule absolviert und die Prüfung bestanden. In insgesamt sechs Tagen lernt man so das Wich­ tigste rund um Trauer und Tod. An welchen Kriterien kann man sich orientieren, um an einen seriösen Anbieter zu gelangen? Von einem Todesfall Betroffe­ ne können zum Beispiel einen Bestatter über die Homepage unseres Verbandes auswählen. Unsere Mitglieder müssen sich an einen Ehrenkodex halten und arbeiten alle bereits mindestens zwei Jahre auf dem Beruf. Legitim ist sicher auch, dass man sich über die Preise informiert und verschiedene Angebote vergleicht. Dabei gilt: Je klarer man kommuniziert, desto besser lassen sich die Kosten berechnen. Kürzlich machte ein Bestatter aus Seedorf BE Schlagzeilen. Er ist erst 15 Jahre alt. Von diesem Fall haben wir ge­ hört. Jeder kann sich da selber ein Urteil bilden. Um unseren Beruf seriös auszuüben, sind Lebenserfahrung und ein gewisses Alter unabdingbar.

Die Schwestern Karin Koch (49) und Doris Hochstrasser (60) kamen zum Geschäft mit dem Tod durch ihren Grossvater. Der Trans­ portunternehmer hatte nebenbei als Bestat­ ter gearbeitet. Die Schwestern übernahmen die Firma vor 16 Jahren und spezialisierten sich auf Dienstleistungen rund um den Tod. Im Ausstellungsraum ihres Bestattungs­ instituts in Wohlen AG finden sich nur we­ nige Kreuze. Neben einigen Sargmodellen hat es viele Urnen, die oft mit Engeln oder Vögeln verziert sind. «Die Bedürfnisse än­ dern sich. Heute wird zunehmend kremiert, und viele Leute haben den Bezug zur Kirche verloren», sagt Karin Koch, die als ehema­ lige KV­Angestellte unter anderem für das Administrative zuständig ist. Der gesellschaftliche Wandel verändert den Beruf des Bestatters. «Früher waren wir vor allem für die Überführung der Ver­ storbenen und den Sarg zuständig, heute begleiten wir die Angehörigen bei der Trauerarbeit», sagt Doris Hochstrasser, die als Bäuerin gearbeitet hat und sich zur Lebens­ und Trauerbegleiterin und, wie ihre Schwester, zur Bestatterin mit eidgenös­ sischem Fachausweis weitergebildet hat. Beide haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Menschen, die keiner Glaubens­ gemeinschaft mehr angehören, dankbar für Unterstützung sind. «Zu Beginn wollen manche alles möglichst schnell hinter sich bringen und den Verstorbenen nicht mehr sehen, geschweige denn berühren», sagt Doris Hochstrasser. Man brauche aber Rituale, um den Tod einer nahestehenden Person und die damit verbundene Trauer zu bewältigen. Die Herausforderung sei, in jedem Fall das Passende zu finden. Koch und Hochstrasser bieten den An­ gehörigen zuweilen an, dem Verstorbenen Briefe in den Sarg zu legen. Oder laden diese ein, beim Ankleiden und Einbetten des Leichnams zu helfen. Sind Kinder involviert, schlagen sie vor, dass sie den Sarg oder auch die Urne bemalen. Für Kinder seien Rituale besonders wichtig: «Erwachsene haben oft das Gefühl, sie müssten den Tod von den Kindern fernhalten. Dabei können die Kleinen relativ gut damit fertig werden, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, sich kindgerecht zu verabschieden.» Oft sei für Kinder, die sich später kaum mehr an den Verstorbenen erinnern können, ein Anden­ ken wichtig: etwa ein Anhänger mit einem Fingerabdruck des Verstorbenen. Seit Kurzem sind die Bestatterinnen übri­ gens auch Autorinnen. Sie haben mit einer Ghostwriterin ein Buch geschrieben. Darin thematisieren sie den Tod und zeigen, wie viel Leben im Sterben eigentlich steckt. MM Karin Koch Sager und Doris Hochstrasser-Koch: Die Bestatterinnen. Gestorben wird immer. Wörterseh 2015, 208 Seiten, bei ExLibris für 26.55 Franken.

1 Bestatterinnen Karin

Koch (49) und Doris Hochstrasser (60, r.). 2 Die Ausstellungs­ objekte im Showroom des Bestattungs­ instituts Koch.

«Der Bestatter»

Mike Müller ermittelt wieder Anfang 2016 strahlt SRF sechs neue Folgen der Serie «Der Bestatter» aus. Auch in der vierten Staffel unterstützt Luc Conrad die Aargauer Kriminalpolizei bei ihren Fällen. Ob Hauptdarsteller Mike Müller Angst vor dem Tod hat und ob er dereinst überhaupt begraben werden möchte, lesen Sie im Online-Interview. Dort blickt der beliebte Schauspieler ausserdem auf die abgeschlossenen Dreharbeiten zurück und sagt, auf welchen Fall er sich am meisten freut. Interview lesen: Migrosmagazin.ch/ MikeMueller

Bild: SRF

Das sagt der Experte


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 27

Bestattung

So viel kostet die Beisetzung Die Ausgaben für eine Bestattung unterscheiden sich regional stark. Das vorliegende Beispiel stammt aus der Stadt Luzern. Urnenbestattun­ gen sind in der Regel günstiger als Erdbestat­ tungen. Zudem gibt es Bugetposten, die in jedem Fall anfallen, und solche, die individuell sind: Einen Sarg braucht jeder, aber nicht unbedingt eine Todesanzeige. Nach oben sind die Preise offen. Man kann für einen Sarg ein paar Hundert oder ein paar Tausend Franken ausgeben, untenstehend die jeweils günstigste Variante.

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Kremationssarg 750 Franken inklusive Innenausstattung und Kissen Erdbestattungssarg 850 Franken inklusive Innenausstattung und Kissen Verstorbene einbetten 210 Franken inklusive hygienische Grundversorgung Totenhemd 90 Franken Aufbahrung pro Tag 60 Franken Urne 70 Franken Urnenschmuck 60 Franken Sargbouquet 150 Franken Kremation* 550 Franken Transport pro Fahrt** 170 Franken Grabkreuz 170 Franken mit einfacher Inschrift Reihengrab für 20 Jahre* 2600 Franken Urnenreihengrab für 10 Jahre* 800 Franken Grabstein 2500 Franken mit Inschrift und Motiv Text für die Todesanzeige 60 Franken Satz und Druck 300 Franken Trauerzirkulare, bei 100 Briefen * für Einheimische kostenlos. **abhängig von Anzahl Kilometer

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W Bänz Friedli

Wenn es nach früher riecht Wandern? Da gehören einige Dinge mit in den Rucksack, die man sonst nie, nie mit sich führt: ein Sackmesser, möglichst mit Schwei­ zerkreuz, dann diese altmodische Art von blecherner Getränkeflasche, die den Tee – was gerade in dieser Jahreszeit vonnöten wäre – in keiner Weise warmhält, nein, sie ist einfach nur altmodisch und erinnert einen vage an die Schulreise auf die Kleine Scheid­ egg anno 1974, dazu eine Tüte Tuttifrutti und … ein Landjäger. Besser gesagt: zwei. Weil es die ja nur im Pärchen gibt. Nicht, dass es ei­ nen gelüsten würde. Ich mag Landjäger eigentlich nicht und esse sie sonst nie. Die Gewohnheit ist es, die über den kulinarischen Geschmack triumphiert. Seit ich auf besagter Schulreise zum ersten Mal mit meinem Sack­ messer – Victorinox! Samt Gravur: Bänzli Friedli – einen Landjäger auf der Kniepartie meiner Jeans tranchierte (und die entspre­ chenden Einschnitte des Messers waren auf der Hose fortan deutlich zu erkennen), ver­ binde ich mit der Tätigkeit Wandern einen Landjäger. Genauer: zwei.

Bänz Friedli (50) kann nicht widerstehen.

Manche Rituale haben sich einem so eingeprägt, dass man ihnen immer wieder erliegt. Und kommt dann noch der Geruch hinzu, bin ich vollends wehrlos. Verströmt irgendwo ein Grill den Duft gebratener Würste – am Match, an der Chilbi oder schon bald wieder am Adventsmärt –, kann ich selbst dann nicht widerstehen, wenn der Tag noch jung ist. Wo ich doch sonst vor elf Uhr kaum einen Bissen herunterbekomme!

Der Kopf wüsste es besser, doch vom Ge­ ruch einer grillierten Kalbsbratwurst lasse ich mich verführen. Immer. Scheint ganz, als sei die nostalgische Erinnerung mit nichts so verknüpft wie mit dem Riechen. Fragt sich nur: die Erinnerung woran? Ich mochte Kalbsbratwürste nämlich nie. Nach ein, zwei Bissen wird es mir jeweils wieder bewusst. Aber dann ist es zu spät, und es hilft nur noch reichlich Senf. Manchmal reicht freilich schon die falsche Bezeichnung, um einem den Appetit zu ver­ derben. Wenn wir mit unseren Young Boys wieder mal in Basel verloren haben, was eher die Regel ist, und man sich hernach am Verpflegungsstand in der bitteren Niederlage wenigstens noch einen Cervelat gönnen möchte, dann … Dann lasse ich es bleiben. Weil ich nie vergesse, wie ich nach der bittersten aller Niederlagen «meines» Teams – YB hatte während fünfunddreissig Runden die Tabelle angeführt, tat dies nach der sechsund­ dreissigsten und allerletzten aber nicht mehr – am Grillstand noch eins auf den Deckel kriegte: Ich bat freundlich um einen Cervelat, «we dir weit so guet sy …». Und er­ hielt schnippisch zur Antwort: «Joo, maine Sii, e Klöpfer?» MM Bänz Friedli live: 3. 11. Eschlikon TG, 6. 11. Bolligen BE (ausverkauft).

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30 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Liebe auf den ersten Blick: Auf seinem Monorad f체hlt sich der Sissacher Pascal H채ring am wohlsten.


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 31

Pascal Häring und sein Monorad – die Videos:

Migrosmagazin.ch

Porträt

Nach der Kündigung liefs plötzlich rund Mit 31 gab Pascal Häring seinen gut bezahlten Managerjob auf und erfüllte sich einen Kindheitstraum: Er wurde Zirkusartist. Seither tourt er mit seinem Roue Cyr um die Welt. Text: Andreas Bättig

Bilder: Dan Cermak

E

in Reifen, 15 Kilogramm schwer, 181 Zentimeter Durchmesser, aus Metall, mit PVC überzogen: ein sogenanntes Roue Cyr – mehr braucht Pascal Häring (37) nicht, um los­ zulegen. Der 1, 72 Meter grosse Artist klam­ mert sich mit Händen und Füssen am Ring fest und dreht sich rasend schnell um die eigene Achse. Er hebt zwischendurch eine Hand hoch, geht in die Hocke oder stemmt sich spektakulär über den Reifen. Im Licht glitzern die Swarovski­Steine seines Kos­ tüms. Häring lässt die akrobatischen Kunst­ stücke lässig und elegant aussehen. Doch wenn er eine Pause macht, schnappt er nach Luft – das Ganze kostet Kraft. Pascal Häring ist professioneller Zirkus­ artist. Im Gegensatz zu vielen anderen Akro­ baten trainiert er nicht seit seiner Kindheit, sondern erst seit sechs Jahren. Vor dieser Zeit beschäftigte er sich vor allem mit sei­ nem Kopf: Er studierte Physik und Mathe­ matik und arbeitete nach dem Studium als Key Account Manager in einer international tätigen Firma. Mit 31 Jahren wurde ihm klar, dass er sein Leben komplett verändern möchte. Er kün­ digte seinen Job. «Ich jonglierte bereits als Kind zum Spass. Später traf ich mich regelmässig mit Leuten aus der Jonglier­ szene», sagt Häring. Auch sonst ist er ein be­ geisterter Sportler: Er arbeitete als Skilehrer und spielte Unihockey. Roue-Cyr-Training übers Internet

Häring fand kurze Zeit später in der Zirkus­ schule CircoArts in Christchurch in Neusee­ land Unterschlupf. «Es war nicht einfach, eine Schule zu finden. Vielen war ich schlicht zu alt, eine Ausbildung kam nicht mehr in Frage.» Doch am anderen Ende der Welt fand er genau das, wonach er so lange gesucht hatte. «Es war das schönste Jahr meines Lebens. Ich konnte tun, was ich liebte, mit Leuten, die alle gleich tickten wie ich, die offen und kreativ waren.»

mehr trainiert werden. Man hatte Angst um das Gebäude.» Zum Glück nahm das National Institute of Circus Arts im australischen Melbourne die Artisten aus Neuseeland auf. «Die hatten sogar ein höheres technisches Level.» Ein Jahr blieb er in Australien und konnte die Zirkusschule mit einer eigenen Nummer, einem australischen und einem neuseelän­ dischen Diplom in der Tasche abschliessen. Kunststücke auf hoher See

Vielseitig begabt: Das Jonglieren ist eine von Pascal Härings Spezialdisziplinen.

Pascal Häring trainierte von früh bis spät, übte Kunststücke ein, arbeitete an seinem Programm. Hier entdeckte er auch das Roue Cyr. «Es stand in einer Ecke. Als ich das erste Mal damit übte, hat es mich gleich begeistert.» In der kleinen Zirkusschule gab es jedoch keinen Roue­Cyr­Experten, der Häring hätte trainieren können. Also suchte sich der Sissacher einen Trainer übers Inter­ net und wurde in Los Angeles fündig. «Er war bereit, mich zu coachen. Ich schickte ihm jede Woche Videoaufnahmen meines Trainings. Er gab mir, ebenfalls per Video oder in langen Mails, Feedback, wie ich mich verbessern konnte.» So war Häring auf dem besten Weg, die Zirkusschule mit Diplom und einer eigenen Nummer abzuschliessen. Zwei schwere Erd­ beben machten ihm 2011 jedoch einen Strich durch die Rechnung. «In unserem Haus kollabierten zwei Hauptmauern. In der Zir­ kusschule konnte wegen der Schäden nicht

Seither ist er auf das Roue Cyr, Jonglage und Partnerakrobatik spezialisiert und führt ein für Zirkusartisten typisches Nomadenleben. So war Häring mit dem Circus Aotearoa auf Neuseelandtournee, spielte in den Weih­ nachtsshows «Swiss Christmas» in Zürich und «Noël en Cirque» in Valence d’Agen sowie auf einem Kreuzfahrtschiff, das zwi­ schen Kiel und Oslo verkehrt. «Ich war Teil einer Tanz­ und Musicalshow. Bei hohem Wellengang war es manchmal schwierig, die Nummer durchzuführen.» Häring hat kein Problem damit, ständig un­ terwegs zu sein. «Unter den Artisten bildet sich an jedem Ort eine kleine Familie. Ausserdem habe ich zu Hause in Basel ja noch meine Freunde.» Im Moment hat er sich in Bristol niedergelassen. Bis vor Kurzem tourte Häring durch Grossbritannien mit dem Musical «Barnum», einer erfolgreichen Show des weltbekannten Produzenten Sir Cameron Mackintosh, der Musicalhits wie «Cats», «Das Phantom der Oper» und «Les Misérables» produziert hat. Sollte er im fortgeschrittenen Alter nicht mehr in der Lage sein aufzutreten, möchte Häring eine Zirkus­Compagnie oder ­schule managen. Denn ein Leben ausserhalb der Manege kann er sich kaum vorstellen. «In der Zirkuswelt kann man das neugierige Kind in sich bewahren. Das möchte ich bis zu meinem Lebensende tun.» MM Nächster Auftritt am 14. 11., «Art on Stage» in Biel BE.


Christa C Rigozzi «Excellence « Flussreisen – Das ist Flussgenuss» D

Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

Donau und Donaudelta 2016 mit dem Schweizer Luxus-Flussschiff Excellence Princess

3. Tag: Budapest. Das malerische Budapest, eine Stadt voller Lebensfreude, erleben Sie auf einer Stadtrundfahrt (*). 4. Tag: Vukovar. Ab Vukovar haben Sie die Möglichkeit zu einem Ausflug (*) in den Naturpark Kopacki rit .

Liebe Flussfahrt-Freunde Die Flusslandschaften der Donau kann man immer wieder neu entdecken. Keine Reise ist wie die andere. Die Donauländer auf dem Weg zum faszinierenden Delta am Schwarzen Meer erfinden sich immer neu. Auch das Wetter und die Jahreszeit zeigen den Fluss in stets neuem Licht. Ich freue mich, Ihnen heute zwei besondere Flussreisen anzubieten. Dies zu einem erstaunlichen Preis, denn mit der Excellence Princess ist ein elegantbehagliches Luxusschiff Ihre Gastgeberin. Ich darf Ihnen ein Willkommen auf der Donau. Wir, die Schweizer Schiffsreisenmacher der ersten Stunde haben drei fantastische Routen für Sie kreiert. Flussreisen wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Herzliche Grüsse, Ihr

FLUSSREISEN 2016

Stephan Frei Geschäftsleiter

5. Tag: Belgrad. Eine Stadt macht sich auf in die Moderne. Erleben Sie Belgrad auf einer Rundfahrt (*). Nachmittags Ausflug nach Topola und Oplenac (Fr. 35.–). 6. Tag: Passage Eisernes Tor. Ein genussvoller Tag an Bord der Excellence Princess und Passage des «Eisenen Tors». Geniessen Sie die ruhige Fahrt vom Sonnendeck aus und lassen Sie die landschaftlich reizvolle Kataraktstrecke an den Ausläufern der Karpaten an Ihnen vorbeiziehen. 7. Tag: Rousse. Entdecken Sie die viertgrösste Stadt Bulgariens mit dem grössten Donauhafen des Landes auf einer Stadtrundfahrt (*). 8. Tag: St. Georgs-Kanal/Donaudelta–Tulcea. Am Morgen passiert die Excellence Princess den Stromkilometer Null der Donau. Der St. Georgs-Kanal ist der längste, windungsreichste und einer der schönsten Mündungsarme im Delta. Nachmittags Bootsfahrt im Donaudelta ab Meile 35 (*). 9. Tag: Oltenita–(Bukarest)–Giurgiu. Auf der Überlandtour fahren Sie mit dem Bus nach Bukarest – in das «Paris des Ostens». Die Stadtrundfahrt führt vorbei an der Patriarchie, dem Parlamentsgebäude und dem Freiheitsdenkmal (*). 10. Tag: Kreuzen in der Walachei. Die Donau strömt breit und gemächlich durch die Walachei. Auf der rumänischen Seite ist die Landschaft flach und reich an

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11. Tag: Novi Sad. Unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt (*) mit Besuch des Klosters Krusedol. 12. Tag: Fajsz–Ordas. Ab Fajsz starten Sie einen Ausflug in die Puszta mit Besuch einer Czarda und dem Paprikamuseum (*). 13. Tag: Bratislava. Entdecken Sie die von vielen Kulturen geprägte Altstadt Bratislavas auf einer Führung (*). 14. Tag: Krems–Melk. Ausflug Wachau (Fr. 35.–). In Melk besichtigen Sie das hoch über der Donau liegende Benediktinerstift (*). Die Stiftskirche gilt als die schönste Barockkirche nördlich der Alpen. 15. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise zu Ihrem Abfahrtsort. (*) Ausflüge des Ausflugspakets. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mind. 20 %. Buchung von einzelnen Ausflügen an Bord möglich.

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Dürnstein

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Melk Wien Bratislava

ÖSTERREICH

Esztergom Budapest

UNG ARN

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Vukovar

RUMÄNIEN

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Novi Sad Eisernes Tor

KROATIEN

Belgrad

Tulcea elta

2. Tag: Wien. Wien steckt voller Charme. Entdecken Sie die Donaumetropole auf einer Stadtrundfahrt (*). Am Abend Klassisches Konzert (Fr. 75.–).

schilfreichen Ufern. Auf der Seite Bulgariens erheben sich beeindruckende Steilküsten. Auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer hat die Donau gewaltige Hindernisse zu überwinden. Sie hat sich in Millionen von Jahren durch Gebirgsbarrieren genagt und so den spektakulären Durchbruch erschaffen – die berühmte Kataraktstrecke.

Donau

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1. Tag: Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17.30 Uhr legt die Excellence Princess ab.

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Ihr Reiseprogramm Donau (8 Tage)

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1. Tag: Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17.30 Uhr legt die Excellence Princess ab.

Donau: Abreise 03.07., 10.07., 17.07., 31.07., 02.10. –125.–

2. Tag: Melk–Wien. Am Vormittag Ankunft im Städtchen Melk. Besuch Benediktinerstift (*). Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35.–) oder ein Klassisches Konzert (Fr. 75.–).

Ausflugspaket mit 6 Ausflügen 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung Mittel-/Oberdeck Königsklasse-Luxusbus

Zuschläge Donau 184.– 795.– 255.–

Zuschläge Donaudelta

3. Tag: Wien. Entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt (*). Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation (Fr. 45.–). Abends Weiterfahrt Richtung Budapest.

Ausflugspaket mit 11 Ausflügen 412.– 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung Mittel-/Oberdeck 1895.– Unsere Leistungen

4. Tag: Budapest. Vormittags Ankunft in Budapest. Stadtrundfahrt (*). Nachmittags Ausflug in die nahe gelegene Apajpuszta (Fr. 50.–). Abends Ausflug Budapest by night (Fr. 25.–).

• An-/Rückreise im Komfort-Reisebus • Excellence-Flussreise mit Vollpension an Bord • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

5. Tag: Budapest–Esztergom. Das malerische Budapest erleben Sie auf einer Rundfahrt (*). Am Nachmittag Ausflug (*) zum Donauknie mit Besuch von Esztergom mit Basilika.

Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen und Getränke • Trinkgelder, Ausflüge • Kombinierte Annullations- und Extrarückreiseversicherung (auf Anfrage) • Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe

6. Tag: Bratislava. Morgens Ankunft in Bratislava und Führung (*). Am späten Nachmittag geht die Fahrt weiter Richtung Dürnstein. 7. Tag: Dürnstein. Am Vormittag erreichen Sie Dürnstein, die «Perle der Wachau». Entdecken Sie die Schönheiten des Städtchens auf einem Rundgang mit Besuch des imposanten Stifts (*). Am Mittag Weiterfahrt Richtung Passau.

Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf p; 06:45 Basel SBB; 07:20 Aarau SBB; 08:00 Baden-Rütihof p; 08:30 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal p; 08:55 Winterthur-Wiesendangen SBB; 09:15 Wil p

8. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise zu Ihrem Abfahrtsort.

Reiseformalitäten, Wissenswertes

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34 | MM45, 2.11.2015

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36 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Interview

«Mein GolfHandicap ist nicht unter 20 – daran ist Syrien schuld» Als Uno-Chefanklägerin machte sie acht Jahre lang Jagd auf Kriegsverbrecher. Seit September 2012 untersucht sie Menschenrechtsverletzungen in Syrien. Carla Del Ponte über den Kampf gegen einen hoffnungslosen Krieg und ihr Engagement für mehr Menschlichkeit. Text: Anne-Sophie Keller, Reto E. Wild

Bilder: Gian Marco Castelberg


MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 37

In ihrer Kindheit verfolgte sie Giftschlangen, als Erwachsene die grossen Fische: Carla Del Ponte.


38 | MM45, 2.11.2015 | MENSCHEN

Carla Del Ponte, am 15. Oktober haben Sie den von der Tertianum-Stiftung verliehenen Preis für Menschenwürde erhalten. Was machen Sie mit den 10 000 Franken Preisgeld? Das Geld verwende ich für ein Schulprojekt in der libane­ sischen Bekaa­Ebene, wo die ärmsten Flüchtlinge aus Syrien leben. Man darf nie vergessen: In Syrien wächst eine verlorene Generation heran. Der Preis ist eine besondere Ehre, weil es die erste Auszeichnung ist, die ich in der Schweiz erhalten habe. Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Der Anlass bot mir zudem die Gelegenheit, über Syrien zu sprechen. Die Uno hat zum vierten Mal Ihr Syrien-Mandat verlängert. Was nützt Ihre Arbeit der syrischen Bevölkerung? Seit September 2012 untersuche ich als Mitglied der unabhän­ gigen Syrien­Kommission der Uno Menschenrechtsverletzun­ gen und Kriegsverbrechen im syrischen Bürgerkrieg. Die Kommission schreibt alle sechs Monate einen Bericht zuhanden des UN­Menschenrechtsrats und des UN­Sicherheitsrats. Normalerweise interveniert der Sicherheitsrat nach dem ersten Bericht. Doch hier ist er blockiert, denn Russland hat das Veto eingelegt und einen Reso­ lutionsentwurf zur Zuweisung des Falls an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag ver­ weigert. Wir waren sogar vor dem Sicherheitsrat und der Ge­ neralversammlung in New York. Ich habe alle meine Beziehun­ gen genutzt. Doch es geschieht nichts. 2012 sagte die Schweizer Regierung, mein Mandat würde sechs Monate dauern – nun sind wir im vierten Jahr. Ist der Konflikt in Syrien überhaupt lösbar? Jeder Konflikt ist lösbar. Die Frage ist bloss, wann. Der Flüchtlingsstrom nach Europa erhöht den Druck, einen schnelleren Weg in Richtung Frieden zu finden. Ich persön­ lich finde es gut, dass Russland interveniert und mit militäri­ schen Aktionen gegen terroris­ tische Gruppen wie den Islami­

Zudem stehen 14 Personen zur Verfügung, die wir für Ermitt­ lungen in die Nachbarländer schicken können. Solange ich dabei bin, weiss ich, dass die Kommission gute Arbeit leistet. Wie ermitteln Sie? Sie reisen ja nicht persönlich nach Syrien. Wichtig sind Befragungen von Flüchtlingen. Wir reisen in die Nachbarländer und versuchen, so viele objektive Zeugeneinver­ nahmen wie möglich durchzu­ führen, um Beweise zu sam­ meln. Via Skype und Telefon ste­ hen wir in Kontakt mit Zeugen in Syrien. Ausserdem erhalten wir Dokumentationen von ver­ schiedenen Staaten oder stützen uns auf Informationen von Nichtregierungsorganisationen. 1999 wurden Sie Uno-Chefanklägerin. Wie war das damals? Für unsere Aussenpolitik war eine Schweizer Kandidatur gut. Ruth Dreifuss, die damalige Bundespräsidentin, und Uno­ Generalsekretär Kofi Annan wollten unbedingt, dass ich den Posten annehme. Ich jedoch wollte zuerst einen wichtigen Prozess abschliessen. Natürlich musste ich schliesslich zusagen und den Fall abgeben.

«Ich muss das tun»: Carla Del Ponte über ihren (Un-)Ruhestand.

schen Staat (IS) oder die Al­ Nusra­Front vorgeht. Es ist jetzt besonders wichtig, dass Russ­ land mit den USA ein Abkom­ men darüber schliesst, wie der Krieg gegen den IS durchgeführt werden soll. Wenn die terro­ ristischen Gruppen vernichtet sind, wird es einfacher sein, eine politische Lösung zu finden. Um Frieden zu erzielen, muss man sich mit dem institutionellen Präsidenten zusammensetzen – in diesem Fall mit Assad. Doch die USA wollen nicht mit ihm verhandeln. Und mit terroris­ tischen Gruppen kann man erst recht nicht verhandeln. Also geht der Krieg weiter und fordert Tausende von Men­ schenleben. Bis jetzt gibt es über 200 000 Tote und 11 Millionen Vertriebene. Einige halten Assad für das kleinere Übel als die Söldner des IS. Wie sehen Sie das? Assad steht derzeit nicht mehr

im Mittelpunkt. Was der IS macht, ist strafrechtlich gesehen schlimmer. Doch auch Präsident Assad muss «kriminelle Verant­ wortung» übernehmen. Was kann die Schweiz in diesem Konflikt tun? Direkten Einfluss kann sie natürlich nicht ausüben, dafür ist sie zu klein. Aber sie hat die nötigen Ressourcen und das nötige Wissen, um Hilfe im humanitären Bereich leisten zu können. Eigentlich wären Sie pensioniert. Was treibt Sie an? Wir machen etwas Wichtiges. Wir haben eine grosse Daten­ bank mit Beweisen und arbeiten weiter in der Hoffnung, dass diese Arbeit irgendwann zu mehr Gerechtigkeit führen wird. Ich muss das tun. Ich bin die Einzige in der Kommission, die Erfahrung im Ermitteln hat. Die anderen sind Professoren.

Als Chefanklägerin waren Sie unter anderem für das ehemalige Jugoslawien zuständig. Radovan Karadžić und Ratko Mladić konnten Sie nicht festnehmen; Slobodan Milošević starb während des Prozesses. Schmerzen Sie diese Niederlagen heute noch? Nein. Natürlich war ich anfangs wütend. Aber an solchen Dingen darf man sich nicht aufhängen – man muss sich an guten Dingen festhalten. Zudem stehen Karadžić und Mladić mittler­ weile vor Gericht und werden ohne Zweifel zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Nach Ihrer Zeit in Den Haag waren Sie Botschafterin in Argentinien. Sie gelten jedoch als kompromisslos − keine optimale Voraussetzung für einen Posten in der Diplomatie. Ich bin ehrlich und sage immer die Wahrheit. Das war schon im­ mer so. Als Botschafterin habe


ich gelernt, diplomatisch zu sein. Und ich hatte einen guten Stellvertreter, der sich um den Papierkram kümmerte. Bei der Kommunikation mit Bern war schon ein Komma zu viel oder zu wenig ein Thema – dafür hätte ich keine Energie gehabt. Seit sieben Jahren war man damit beschäftigt, über Rechtshilfe in Strafsachen zwi­ schen der Schweiz und Argen­ tinien zu verhandeln – ich habe den Vertrag innert weniger Monate durchgepeitscht. Das war mein Fachgebiet. War Ihnen die Arbeit dort nicht zu langweilig? Nein, ich konnte viele span­ nende Arbeiten erledigen. Zudem stand ich in engem Kontakt mit der Präsidentin von Argentinien, ich arbeitete mit den dortigen Staats­ anwälten zusammen oder hielt Vorträge an Universitäten. Und an freien Wochenenden spielte ich fleissig Golf. Ihr Handicap soll noch immer nicht unter 20 sein. Nein, daran ist Syrien schuld! Ich wäre schon längst unter 20, wenn ich mehr Zeit hätte. Nebst dem Golfsport mögen Sie auch Bridge, ausserdem schnelle Autos, Schmuck und teure Handtaschen: Haben Sie überhaupt genug Zeit, um all diese Dinge geniessen zu können? Jetzt, da ich eigentlich pensio­ niert bin, schon eher. Aber ich halte nebenbei immer noch einige Vorträge. Meinem Agenten habe ich gesagt: Noch das nächste Jahr, dann basta. Ich möchte einen Roman schreiben, einen Krimi. Haben Sie schon damit angefangen? Das Golfen, meine Enkelkinder und Syrien halten mich auf Trab. Aber ich habe bereits einen Titel für das Buch und viele Ideen; ich habe ja Er­ fahrung mit Kriminalität. Die Geschichte wird in der Schweiz spielen und natürlich auch auf internationalem Parkett. Mal schauen, ob ich Zeit dafür finde.

Apropos Schauplatz Schweiz: Solange bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs­ initiative keine Lösung in Sicht ist, bleiben auch andere Dossiers liegen. Nun soll Jacques de Watteville als EU­Chefunterhändler der Schweiz in Brüssel die Ver­ handlungen koordinieren. Was halten Sie davon? Als Chefanklägerin des Inter­ nationalen Gerichtshofs ging ich oft nach Brüssel. Dort gibt es eine grosse europäische Karte mit einem winzig kleinen, weissen Punkt … Die Schweiz muss sich entscheiden, ob sie draussen bleiben will oder nicht. Wir können nicht bloss die Vorteile geniessen. Früher oder später muss die Schweiz der EU beitreten. Wir müssen mitreden. Aber ja, ich bin eine Schweizerin im Ausland, und die Situation ist sehr verzwickt. Stichwort verzwickt: Hatten Sie nie Interesse, der Fifa auf die Finger zu schauen? Wissen Sie, vor zwei oder drei Jahren fragten mich die Amerikaner, ob ich der Fifa­ Kommission beitreten wolle. Sie sagten, sie bräuchten mich. Ich sagte Ja, aber es kam dann doch nicht so weit. Mittler­ weile verstehe ich, warum … Umso wichtiger ist es, dass die Bundesanwaltschaft in dem Fall nun ermittelt. Als Sie gegen die Mafia er­ mittelten, standen Sie unter ständiger Lebensgefahr. Wie gingen Sie damit um? Nun, das ist kein Zustand, der von heute auf morgen eintritt. Man kann sich anpassen. Natürlich brauchen wir Sicher­ heitsleute. Doch ich habe immerhin das 68. Lebensjahr erreicht – bis jetzt habe ich alles überlebt. Also machen wir weiter! Ich bin Fatalistin: Wenn ich eines Tages durch ein Attentat sterbe, dann soll es um Gottes Willen so sein. Wenn es nicht passiert, umso besser. 1989 entgingen Sie im Ferien­ haus auf Sizilien nur knapp einem Sprengstoffanschlag.

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MENSCHEN | MM45, 2.11.2015 | 41

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«Im Namen der Anklage» Der Werdegang einer Wirts­ tochter aus einem kleinen Tessiner Ort zur weltweit gefürchteten Anklägerin:

In ihren Memoiren schildert die Juristin Carla Del Ponte (68) ihren resoluten und unermüdli­ chen Kampf gegen das Verbrechen. Immer forderte sie im Namen der Justiz, auch dann zu richten, wenn es gegen alle Spiel­ regeln der Politik und der Diploma­ tie ging: Als Staats­ und Bundesan­ wältin kämpfte sie gegen die Mafia – was ihr den Spitz­ namen «Carlita la pesta» (Carlita, die Pest) eintrug. Sie fror russischen Oligarchen und dem pakistani­ schen Bhutto­Clan das Geld ein, jagte die gefährlichsten Kriegsverbrecher, kritisierte offen die USA und stellte sich allein gegen die Nato. Carla Del Ponte, Chuck Sudetic: Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbre­ cher und die Suche nach Gerechtigkeit Verlag S. Fischer; bei Ex Libris für Fr. 11.55

Ja, ich erinnere mich noch genau. Zuerst denkt man natürlich ans Aufhören. Drei Jahre später wurde mein Freund, der italienische Richter Giovanni Falcone, getötet. Wenn so etwas geschieht, hat man Angst und denkt: basta! Aber mit der Zeit wägt man Pro und Kontra ab und entscheidet sich anders. Jemand musste die Arbeit ja fortsetzen. Ihrem Vater wäre es lieber gewesen, Sie hätten geheiratet und ihn keine Studien­ gelder gekostet. War das Jurastudium eine Trotzreaktion? Er hatte schon drei Söhne, die an der Universität studierten. Er verstand nicht, warum ich auch noch studieren wollte, wenn ich später doch ohnehin heiraten und die Arbeit aufgeben würde. Zuerst wollte ich Medizin studieren, doch das hätte 8 Jahre gedauert. Also habe ich mich für Recht entschieden, da dieses Studium nur 4 Jahre dauert. Es war sozusagen ein Kompromiss. Mein Vater war später natürlich stolz auf mich. Gesagt hat er es allerdings nie. In Ihrem Buch «Im Namen der Anklage» beschreiben Sie Ihre Mutter als selbst­ bewusste Frau mit einem freien Geist. Sie betreute Ihren Sohn wochentags. Inwiefern hat Sie das beeinflusst? Meine Mutter hat mich enorm geprägt. Sie sagte, dass man, wenn man im Recht sei, dieses verteidigen müsse. Und dass man Kraft habe, solange man der Wahrheit treu bleibe. Sie hatte einen starken Charakter – wie alle in unserer Familie. Sie sagen, Ruanda hätte Ihr Vertrauen in die Menschheit erschüttert. Ich besuchte dort die Ntarama-Kirche, wo am 15. April 1994 rund 5000 Zivilisten getötet worden waren. Heute ist es eine Grabstätte voller Knochen. Bei meinem Besuch war dort kein Leben mehr. Als ich die Massengräber sah, begann ich innerlich bereits mit der Arbeit. In Gesprächen mit Angehörigen der Opfer oder mit Überlebenden spürt man jedoch, welches Leid diesen Menschen widerfahren war. Das lässt keinen kalt. Auch die Frauen von Srebrenica werde ich nie vergessen. Eine Frau erzählte mir, dass sie vor ihren drei Kindern vergewaltigt worden war und anschliessend zusehen musste, als diese getötet wurden. Das immense Leid dieser Mutter und wie sie weiterleben kann kann man sich nur schwer vorstellen. Darum müssen Kriegsverbrecher verurteilt werden – als Genugtuung für die Opfer. Sie haben Grausames gesehen. Hat das Ihren Glauben verändert? Meinen Glauben und meine Arbeit habe ich immer getrennt. Glauben ist kompliziert genug. MM

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Migros-Welt MM45

Zitat der Woche

«40 Prozent der M-way-Kunden ersetzen mit dem Kauf eines E-Bikes den Zweitwagen.» Hans-Jörg Dohrmann, CEO der Migros-Tochter M-way, in der «Lebensmittel Zeitung» vom 23. Oktober.

Sonja Epp (38), Familienfrau aus Seedorf UR, kann manchmal einfach nicht aufhören, Chips zu essen.

Fr. 50.– gewinnen! Schicken Sie uns ein Bild von sich und Ihrem Lieblingsprodukt aus der Migros. Migrosmagazin.ch/ migros-welt

Bilder: Mirko Ries, zVg

Eingekauft*

«Die einen essen Schokolade, andere trinken Cola – meine kleine Sünde sind Zweifel-Chips. Pro Woche schaffe ich sicher eine bis zwei Packungen. Ob vor dem TV oder zum Aperitif: Pommes chips passen einfach immer. Meine liebste Sorte? Salt & Vinegar! Die haben einfach das gewisse Etwas. Die schmecken so fein, dass ich manchmal erst aufhören kann, wenn die Packung leer ist.» *in der Migros-Filiale in Bürglen/Altdorf UR


44 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Zahl der Woche

2060 Kinder haben kürzlich dank der Migros gratis am Murtenlauf teilgenommen. Das sind 15 Prozent mehr Mädchen und Buben als im letzten Jahr – ein neuer Rekord. Die Migros unterstützt über 20 Volksläufe in der ganzen Schweiz.

Rückruf

FondueCaquelon mit Schweizerkreuz Die Migros ruft eines ihrer Fondue-Caquelons zurück. Es handelt sich um das rot-weisse Porzellanmodell mit weissem Kreuz (Artikelnummer 7025608, Verkaufspreis Fr. 29.80). Das Produkt ist seit September 2015 im Verkauf. Bei diesem Caquelon könnte durch einen Spannungsriss der Boden wegbrechen und der heisse Käse auslaufen. Dadurch besteht die Gefahr einer Verbrennung. Die Kunden können das Produkt in eine MigrosFiliale zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet. Alle anderen Caquelons im MigrosSortiment sind nicht betroffen und funktionieren einwandfrei.

Verpackungen Kult ist er schon, trotzdem sind an ihm noch Verbesse-

rungen möglich, zumindest äusserlich. Die Ice Teas Zitrone und Pfirsich stehen seit letzter Woche mit einer optimierten Verpackung in den Migros-Regalen – die restlichen Sorten bis Ende Jahr. Für die Herstellung der 5-dl-PET-Flasche wird insgesamt 15 Prozent weniger Material benötigt. Eine kleine Anpassung, mit der aber 48 Tonnen PET pro Jahr eingespart werden. Bis Ende des Jahres 2020 möchte die Migros gesamthaft 6000 Tonnen Verpackungsmaterial optimieren.

Ein Teil von

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros.

Hotelplan

Abheben ab Bern Hotelplan bietet ab sofort Flüge vom Berner Flughafen Belpmoos an zahlreiche Ferienorte im Mittelmeerraum an. Für Sonnenhungrige sind Ziele wie die griechischen Inseln, Mallorca oder Zypern im Angebot. Mehr Infos: Hotelplan.ch/flug

Digitale Cumulus-Bons

Problem behoben Die digitalen Cumulus-Bons in der Migros-App können nun auch von iPhone-Usern genutzt werden. Nach der Lancierung der digitalen Cumulus-Bons Anfang letzter Woche sind technische Probleme mit dem ebenfalls neu eingeführten QR-Code aufgetaucht. Der Code konnte auf dem iPhone nicht gelesen werden

und führte zu einer Fehlermeldung an den Migros-Kassen. Mittlerweile wurden diese Schwierigkeiten behoben. Im App Store ist nun auch die neue Version der Migros-App für iPhones verfügbar. Bei Android-Geräten funktionierten die digitalen Cumulus-Bons stets einwandfrei. Mehr Infos: Migros.ch/digitale-bons

Auch iPhone-Besitzer können die neuen digitalen Cumulus-Bons an der Migros-Kasse nutzen.


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 45

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderung Die Migros senkt die Preise bei verschiedenen Feigenprodukten. Grund dafür ist eine deutlich bessere Feigenernte als noch im vergangenen Jahr.

Ausgewählte Beispiele

Preis alt*

Preis neu*

in %

Sun Queen Feigen getrocknet, 500 g

6.10

5.60

–8,2

Bio Feigen getrocknet, Beutel, 400 g

5.40

5.00

–7,4

M-Classic Feigen getrocknet, 400 g

5.20

4.65

–10,6

Bio Feigen getrocknet, Schale, 400 g

5.90

5.50

–6,8

Ingwer wird für seine unverwechselbar exotische und leicht scharfe Note geliebt. Ob für Herzhaftes oder Süsses, die geschmacksintensive Wurzel kann vielseitig in der Küche verwendet werden und lässt sich gut mit Gemüse und anderen Gewürzen kombinieren. 2,5 g Eiweiss 415 mg Kalium 43 mg Magnesium 5 mg Vitamin C

ca. 60 kcal pro 100 g

* in Franken

Ein erfahrener Mentor hilft bei der Stellensuche: Das Programm Tandem 50 plus gibts nun in vier Kantonen. Arbeitslosigkeit

Bilder: iStockphoto, Getty Images, zVg

Zu zweit einen Weg finden Wer über 50 Jahre alt ist, hat es in vielen Branchen schwer auf dem Arbeitsmarkt. Das Programm Tandem 50 plus, das vom Migros-Kulturprozent mitlanciert worden ist, hilft älteren Stellensuchenden: Sie erhalten Unterstützung von einem Mentor oder einer Mentorin mit viel Lebensund Berufserfahrung. Die beiden bilden ein Team, das sich regelmässig austauscht. Gemeinsam suchen sie nach einem Weg, um dem Stellensuchenden wieder zu einer Beschäftigung zu verhelfen.

Seit Kurzem wird das Programm auch im Kanton Baselland angeboten. Damit gibt es Tandem 50 plus bereits in vier Deutschschweizer Kantonen, nämlich auch im Aargau, in St. Gallen und in Schaffhausen. Weitere Infos unter www.tandem-schweiz.ch

Harmoniert mit Süss und Salzig Ingwer ergänzt sich ideal mit Kokosnussmilch, Zitronengras und Chili, aber auch mit Honig, Knoblauch und Orangen. Statt frisch lässt sich Ingwer genausogut als Pulver einsetzen. Es ist oft in Gewürzmischungen enthalten, wie für Currys oder für Lebkuchen.

Die frische Wurzel kann geschält, in Scheiben geschnitten oder gerieben den Gerichten beigegeben, mitgekocht, gebraten und grilliert werden.

Rezepte mit Ingwer auf Seite 65


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MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 47

Weihnachten: Backen

Süsse Vorboten Wenn die Küche wieder öfter zur Backstube wird und es nach Zimt, Zitrone und Schoko­ lade duftet, ist der Advent nicht mehr fern. Zeit für die ersten Weihnachtsguetsli. Text: Sonja Leissing Bilder: Jorma Müller/Daniel Aeschlimann Styling: Monika Hansen

Für Familien mit kleineren Kindern sind Fertigteige ideal. Denn die Kleinen lieben es, mit Ausstechformen wie Sternen, Tannenbäumchen oder Herzen zu hantieren. Sind die Guetslis dann gebacken, werden

Für die Glasur Zitronensaft und Puder­ zucker verrühren sowie für die Verzierung Lebensmittelfarbe und Kokosraspel gut mischen. Die Guetsli mit Glasur bepinseln und mit den bunten Kokosraspeln bestreuen. Die Glasur trocknen lassen.

sie mit Zuckerguss bemalt oder mit Streuseln dekoriert. Fortgeschrittene haben ihren Spass an luftigem Spritzgebäck oder schneiden Taler aus Teigrollen (siehe Rezepte nächste Seiten).

Anna’s Best Zitronenherzteig, 500 g Fr. 4.20


48 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Pistazien-Sablés «Home Made» Ergibt ca. 30 Stück

1 50 g 175 g 100 g 1 TL 1 Prise 250 g 1 EL 1

Zitrone Pistazien Butter, weich Puderzucker Kardamompulver Salz Mehl Puderzucker rund ausgewallter Fondant à 300 g Runde Prägestempel, z. B. Home Made

Zubereitung

1. Die Hälfte der Zitronenschale fein abreiben, Zitrone beiseitestellen. Pistazien im Cutter fein hacken. Butter mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Puderzucker, Zitro­ nenschale, Kardamom und Salz dazu­ geben. Alles 2–3 Minuten weiter­ rühren. Mehl und Pistazien beigeben und rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen. Teig zu einer Rolle à ca. 5,5 cm Ø formen. Rolle in Klar­ sichtfolie wickeln und ca. 1 Stunde kühl stellen.

Der Rollfondant ist ausgewallt erhältlich (Patissier, Fondant Decke, weiss, 300 g, Fr. 5.20*) und der Guetzlistempel sorgt für ein witziges Detail (Gebäckstempel Home Made, Fr. 5.90). * in grösseren Filialen

2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teigrolle in ca. 6 mm dicke Rondellen schneiden. Mit etwas Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Bleche legen. Sablés pro Blech nacheinander in der Ofenmitte ca. 8 Minuten backen. 3. Beiseitegestellte Zitrone halbieren, eine Hälfte auspressen. Puderzucker mit einigen Tropfen Zitronensaft zu einer dickflüssigen Paste verrühren. Fondant ausrollen. Mit dem Stempel Muster in den Fondant prägen. Mit einem gewellten Ausstecher Rondel­ len à ca. 6 cm Ø ausstechen. Wenig Glasur auf die Sablés streichen, Fondant aufkleben. Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

+ ca. 1 Stunde kühl stellen + ca. 16 Minuten backen

Pro Person ca. 2 g Eiweiss, 6 g Fett, 16 g Kohlenhydrate, 500 kJ/145 kcal

Tipp Gebäckstempel gibt es in diversen Varianten.


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 49

Tipp Statt Kakao fein geschnittene Pistazien darüberstreuen.

Orangen-SchokoladenSchümli Ergibt ca. 35 Stück Zutaten

2 1 Prise 120 g 1 100 g wenig

Eiweiss à je ca. 35 g Salz Zucker Orange Milchschokolade mit Zimt Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung

1. Eiweisse mit Salz sehr steif schlagen. Zucker portionenweise einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis die Masse fest ist und glänzt. Orangenschale fein abreiben, daruntermischen. Backofen auf 90 °C Umluft vorheizen. Masse in einen Spritzbeutel mit einer Tülle à 8 mm Ø füllen. Eischnee zu kleinen Meringues à ca. 3 cm Ø auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Schümli im Ofen ca. 90 Minuten trocknen lassen, dabei Ofentür mit einer Holzkelle einen Spalt offen halten. Ofen ausschalten, Schümli darin auskühlen lassen. 2. Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben. Im heissen Wasser­ bad langsam schmelzen. Schümli­ bödeli in die Schokolade tauchen, etwas abtropfen lassen und auf einem Backpapier an einem kühlen Ort trocken lassen. Schümli mit Kakao­ pulver bestäuben. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + ca. 90 Minuten trocknen lassen

Pro Person ca. 1 g Eiweiss, 1 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 150 kJ/30 kcal


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MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 51

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Weihnachtsbäckerei eröffnet

Butter, Zucker und Eier sind meist vorrätig. Wer sich noch mit buntem Streudekor, Ausstechformen und Zimtschoggi ausrüstet, kann mit der grossen Backerei loslegen.

Für das ultimative Finish: Patissier Streudekor Mix, 115 g Fr. 5.30

Für die gewünschte Süsse: Feinkristallzucker, 1 kg Fr. –.60* statt 1.– Aktion

Für Schaumiges: Die Butter, 250 g Fr. 3.05

Für Gourmets: Frey Suprême Tafelschokolade Zimt, 100 g Fr. 2.90 Solange Vorrat

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Für Luftiges: Bio Schweizer Eier aus Freilandhaltung, 6 Stück à 53 g+ Fr. 4.75

Für alle Naschkatzen: MeringuesSchalen, 107 g Fr. 1.95

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52 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Frey

Unter einem guten Stern

Mocca Milchschokolade mit Moccafüllung

Ristretto Dunkle Schokolade mit Ristrettofüllung

Sie sind die Stars der Weihnachtszeit und versüssen die Wochen vor dem Fest: die gefüllten Schokolade­ kugeln von Frey. Dieses Jahr stehen sieben Sorten zur Auswahl. Neu ist die Limited Edition Pistacchio.

Hazelnut Crunch

Ob man sie zu einem grossen Stern auslegt, in eine Schale füllt oder einfach lose über den Tisch kullern lässt: Dekorativ sind die Sternenkugeln allemal. Die kultigen Pralinés sind neu unter der Linie Freylini erhältlich. Auch dieses Jahr komplettiert eine Limited Edition die sechs Standardsorten: Pistacchio, eine Kreation aus feiner Milchschokolade mit einer cremigen Pistazienfüllung. Sie wurde im letzten Jahr von den Migipedia-

Usern in einer Abstimmung zum Sieger gekürt. Die vier Klassiker Hazelnut Crunch, Hazelnut Cream, Mocca und Praline & Nuts werden jetzt auch in einer attraktiven, transparenten Freylini-Box angeboten. Vorteil: Sie sind in zwei Grammaturen (250 und 380 Gramm) und zudem mit einem einfach zu öffnenden Twist-Wickel festlich verpackt. Ideal zum Verschenken oder für ein stilvolles Naschen zu zweit. Dora Horvath Hazelnut Cream

(vormals Pralinor) Milchschokolade mit Haselnusscreme-Füllung

Caramelnougat-Seasalt Milchschokolade mit einer Caramel-Mandel-NougatFüllung und einer feinen Prise Meersalz

Bild: Raphael Zubler; Styling: Katja Rey

(vormals Extra) Milchschokolade, gefüllt mit Haselnusskrokant


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 53

Praline & Nuts (vormals Torrone) Milchschokolade mit Pralinenfüllung und Haselnusssplittern

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Saisonküche

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Ingwer ist in den Küchen der Welt zu Hause. Er peppt Gemüse auf, gibt Fisch und Fleisch eine rassige Note und veredelt Desserts, Kuchen und Gebäck mit pikanter Frische. Text: Jacqueline Vinzelberg Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Annina Ciocco

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für 4 Personen

Jetzt neu am Kiosk Ingwer gibt den gedämpften Fischröllchen mit Gemüse einen asiatischen Hauch.

Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo


56 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Ingwerfond mit Chinakohl, Gedämpfte Fischröllchen Pilzen und Seidentofu mit Ingwer

Ingwercookies mit weisser Schokolade Dessert für 4 Personen

Vorspeise für 4 Personen

Hauptspeise für 4 Personen

Zutaten 80 g Ingwer 1,2 l Gemüsefond oder Bouillon 2 Knoblauchzehen Sojasauce 1/2 Blatt Nori 40 g Chinakohl 40 g frische Shiitake-Pilze 150 g Seidentofu oder Tofu nature Zubereitung

1. Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Gemüsefond ca. 15 Minuten köcheln lassen. Knoblauch dazu pressen und ca. 5 weitere Minuten ziehen lassen. Absieben. Ingwerfond mit wenig Sojasauce abschmecken. 2. Inzwischen Noriblatt längs halbieren und in dünne Streifen schneiden. In einer Bratpfanne ohne Fett knusprig rösten. Abkühlen lassen. Chinakohl längs vierteln und in dünne Streifen schneiden. Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden. Seidentofu in mundgerechte Würfel schneiden. Alles ausser die Noriblattstreifen in Suppenteller verteilen und mit dem heissen Ingwerfond übergiessen. Kurz ziehen lassen. Noriblattstreifen darüberstreuen und sofort servieren.

Zutaten

Zutaten für 8 Stück 50 g weisse Milchschokolade 100 g kandierter Ingwer 120 g Butter, weich 60 g Puderzucker ½ Zitrone 160 g Weissmehl 2 Prisen Salz

Zubereitung

Zubereitung

2 6 EL 12

Limetten Sojasauce Fischfilets, z. B. echte Rotzungenfilets à ca. 70 g 6 Frühlingszwiebeln 1 Peperoncino 40 g Ingwer 1/2 Bund Koriander

1. Die Hälfte der Limetten in dünne Scheiben schneiden und halbieren. Rest auspressen. Limettensaft und die Hälfte der Sojasauce über die Fischfilets geben. Ca. 20 Minuten marinieren. Inzwischen Frühlingszwiebeln längs in ca. 7 cm lange und 2 mm dicke Streifen schneiden. Peperoncino längs halbieren, entkernen und in gleichgrosse Streifen schneiden. Ingwer schälen und in gleich grosse Streifen schneiden.

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

2. Gut die Hälfte der Frühlingszwiebeln in Dampfsiebe verteilen. Fischfilets mit den restlichen Frühlingszwiebel-, den Peperoncino- und den Ingwerstreifen belegen und zu Röllchen einwickeln. Filet nach Belieben mit einem Zahnstocher fixieren. Auf die Zwiebeln ins Sieb geben. Je nach Dicke der Röllchen 10–12 Minuten zugedeckt dämpfen. Inzwischen Koriander grob hacken. Fischröllchen mit Koriander, Limettenscheiben und restlicher Sojasauce servieren. Dazu passt Langkornreis.

Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 2 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 250 kJ/60 kcal

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

Pro Person ca. 40 g Eiweiss, 3 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 950 kJ/230 kcal

1. Schokolade und Ingwer in kleine Stücke schneiden. Butter und Puderzucker mit dem Schwingbesen verrühren. Zitronenschale fein dazureiben. Zitrone auspressen und 1 EL Saft beigeben. Mehl und Salz mischen und beigeben. Mit der Schokolade und dem Ingwer rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen. 2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teig zu Kugeln à ca. 60 g formen. Flachdrücken und zu Cookies à ca. 8 cm Ø formen. Mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In der Ofenmitte ca. 10 Minuten backen, sodass sie etwas Farbe annehmen. Auf dem Blech abkühlen lassen und auf dem Gitter auskühlen lassen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 2 g Eiweiss, 16 g Fett, 34 g Kohlenhydrate, 1200 kJ/280 kcal


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Fondue Moitié-Moitié im Duo-Pack, 2 x 400 g 13.10 statt 16.40 20% Caprice des Dieux, 330 g 3.95 statt 5.65 30% AOP Walliser Raclette, per 100 g 1.95 statt 2.50 20%

BLUMEN & PFLANZEN Fairtrade Rosen, Stiellänge 60 cm, erhältlich in diversen Farben, Bund à 7 Stück 14.90 statt 19.90 25% Christrosen, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 9.90 statt 12.90 20% Weihnachtsstern, «Aus der Region.», im 10-cm-Topf 4.90 statt 5.90

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack oder 10er-Pack, UTZ, z.B. Noir Special 72%, 10 x 100 g 14.70 statt 21.– 30% Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro Kugeln, UTZ (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.60 statt 15.80 20% Gesamtes Frey Santa Moments Schokoladen-Sortiment, UTZ, z.B. Festliche Mischung, 1 kg 20x 19.90 20x PUNKTE Créa d’Or Mandelplätzli, Nobile oder Buttersnack im 3er-Pack, z.B. Mandelplätzli, 3 x 103 g 6.80 statt 10.20 33% M-Classic-Taragona oder -Konfektwaffeln im Duo-Pack, z.B. Konfektwaffeln, 2 x 150 g 2.55 statt 3.20 20% Alle UTZ Kaffees 1 kg, z.B. Boncampo Bohnen 5.70 statt 8.50 33% Blütenhonig cremig, 1 kg 9.80 Diverse Farmer Getreidestängel im Duo-Pack, z.B. Brombeer/Apfel, 2 x 234 g 7.– statt 8.80 20% Alle Feinkristallzucker 1 kg (ohne Aarberg Zucker), z.B. Cristal –.60 statt 1.– 40% Gesamtes Happy Hour Sortiment, tiefgekühlt, z.B. Gourmet-Chüechli, 12 Stück 3.70 statt 4.65 20% Migros-Bio Pangasius Fischstäbchen, tiefgekühlt, 20x 300 g 7.50 NEU ** Pelican Crevetten Tail-on gekocht, ASC, tiefgekühlt, 750 g 17.– statt 24.30 30% Pelican Black Tiger Crevetten ganz, roh, Migros-Bio, tiefgekühlt, 500 g 13.30 NEU ** 20x Don Pollo Chicken Nuggets, Beutel à 1 kg, tiefgekühlt 7.05 statt 14.10 50% Sélection Verrines assortiert Mango und Himbeer, tiefgekühlt, 4 x 50 g 6.90 NEU *,** 20x M-Classic Mini Windys Classic 400 g oder Apfelküchlein 500 g, tiefgekühlt, z.B. Apfelküchlein, 500 g 6.– statt 8.65 30%

Alle Pepsi oder Schwip Schwap im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter, z.B. Pepsi Max 5.50 statt 11.– 50% San Pellegrino San Bitter im 10erPack, 10 x 10 cl 5.15 statt 7.40 30% Alle Apfelsaftgetränke 1.5 Liter oder 6 x 1.5 Liter, z.B. TerraSuisse Apfelsprudel, 1.5 Liter 1.45 statt 1.85 20% Sirup Chai Tee, Limited 20x Edition, 75 cl 3.50 NEU ** Alle Garofalo Teigwaren, z.B. Rigatoni, 500 g 2.– statt 2.50 20% Alexis Olivenöl, 75 cl 7.60 statt 9.50 20% Heinz Ketchup Classic oder Hot im Duo-Pack, z.B. Classic, 2 x 700 g 4.40 statt 5.50 20% Migros-Bio, Fairtrade Ingwer gemahlen, 25 g 20x 1.50 NEU ** Migros-Bio Kardamom 20x gemahlen, 27 g 2.10 NEU ** Migros-Bio Salbei getrocknet, 12 g 2.30 NEU ** 20x Migros-Bio Thymian getrocknet, 15 g 1.60 NEU ** 20x Alle Thomy oder Bon Chef Flüssigsaucen in Kartonverpackungen, z.B. Thomy Sauce Champignons, 250 ml 2.80 statt 3.50 20% Subito Reisgerichte im 3er-Pack, Tomaten, Steinpilze oder Milanese, z.B. Risotto Milanese, 3 x 250 g 5.40 statt 8.10 33% Gesamtes Chop Stick, Jaipur oder Al Fez Sortiment, z.B. Chop Stick Crevetten-Chips, 75 g 1.25 statt 1.60 20% Zweifel Chips 170 g, 280 g oder 300 g, 1.– günstiger, z.B. Paprika, 280 g 4.70 statt 5.70 Stapelchips oder Jumpy’s Sour Cream im Duo-Pack, z.B. Stapelchips Paprika, 2 x 175 g 3.20 statt 4.– 20% TerraSuisse Fonduebrot, ungekühlt, 300 g 3.40 NEU *,** 20x Dessertpreussen, 500 g 3.20 Pandoro mit Schokolade, 20x 500 g 9.90 NEU *,** Mini-Diplomat, 6 Stück 20x 5.20 NEU *,** Vermicellestörtli im Duo-Pack, 2 x 120 g 4.30 statt 5.40 20% Bio oder M-Classic Sauer- sowie Rotkraut, gekühlt, z.B. M-Classic Sauerkraut gekocht, 500 g 2.05 statt 2.60 20% Anna’s Best Ravioli mozzarella e pomodoro oder Fiori rucola e mascarpone im 3er-Pack, z.B. Ravioli mozzarella e pomodoro, 3 x 250 g 9.80 statt 14.70 33% Anna’s Best Pizza im Duo-Pack, z.B. Prosciutto e mascarpone, 2 x 395 g 9.60 statt 13.80 30% Bio Gemüse-Tofu-Medaillon, 20x 180 g 4.90 NEU *,**

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Mehr Rezepte unter Saison.ch

Hintergrund

Rund um Ingwer Revival

Als Gewürz und auch als Heilmittel wurde die Ingwerwurzel schon vor mehr als 4000 Jahren im tropischen Asien und pazifischen Raum geschätzt. Auch im antiken Rom und bis ins Mittelalter war sie als Gewürz sehr beliebt, verlor dann aber an Bedeutung. Vor wenigen Jahrzehnten feierte der Ingwer mit wachsender Beliebtheit der asiatischen Kochkunst sein Comeback in Europa.

Wissenswertes

Wurzel mit Charakter Ob frisch, getrocknet gemahlen, eingelegt oder kandiert: Ingwer behält immer seinen markanten Geschmack: aromatisch würzig, teils zitronig und pikant.

Frischer Ingwer* wird in Stücke oder Scheiben geschnitten und in Suppen, Saucen und Gemüse mitgegart oder mit heissem Wasser zu Tee aufgegossen.

Ingwerpulver* ist etwas schärfer als frischer Ingwer. Es kann wie frischer Ingwer verwendet werden und ist praktisch zum Würzen von Desserts, Kuchen, Gebäck und Getränken.

Lagerung

Frischer Ingwer ist fest und hat eine glänzende, dünne Schale. In Papier gewickelt, bleibt er im Kühlschrank bis zu drei Wochen frisch. Geschält und im Plastiksack eingefroren, hält er bis zu 6 Monate. Bei Bedarf kann er auch gefroren gerieben werden. Wohltäter Der Ingwer vereint gleich mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften. So wird ihm unter anderem eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung nachgesagt. Zudem soll er sich als Mittel gegen Übelkeit bewähren und die Magensäfte anregen.

Illustration: bpk-images

Heissgetränk

Ist eine Erkältung im Anflug, schwören viele auf Ingwertee, weil er das Immunsystem stärken und schleimlösend bei Husten wirken soll. Ingwertee gibt es im Aufgussbeutel. Man kann auch Stücke der frischen Wurzel mit heissem Wasser aufgiessen und mit Zitrone und Honig verfeinern. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Gari** heisst der süss-sauer eingelegte Ingwer, der aus der japanischen Küche stammt. Man reicht ihn zu Sushi und Meeresfrüchten. Ihm wird eine verdauungsfördernde Wirkung attestiert.

* in grösseren Migros-Filialen erhältlich ** im Delikatessgeschäft erhältlich

Kandierter Ingwer* ist eine süsse Köstlichkeit, die es in verschiedenen Schärfegraden gibt. Er eignet sich auch zum Backen und Kochen.


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Von fair bis chic, von Besserschlafen bis Fettverbrennen, von Trainieren bis Faulenzen – Vivai, das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der Migros, inspiriert mit Ideen und Trends.

Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der

05/2015

In der neuen Ausgabe:

ERNÄHREN Perfekte Paare: Die richtige Kombination macht das Essen noch gesünder und wertvoller.

BEWEGEN Den Gemsen nacheifern: Wie das Klettern die Beweglichkeit von Körper und Geist fördert.

Macht schön, gesund und klug – das beste Gesundheitsmittel der Welt: Schlaf Perfekte Paarungen: Besser ernähren dank der richtigen Kombination der Lebensmittel

Hilft gegen fast alles

Wir sind kurz weg: Inspirierende und erholsame Tagesausflüge

Guter und ausreichender Schlaf ist so wichtig wie die richtige Enährung oder Sport. Wie man im Schlaf fitter und schöner wird

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n ie m ä r P n e ll o t Jet zt von Sie n le h ä W ! n e r ie t p r ofi . Schweizer Käse

Senden Sie uns Ihre Kaufbelege von Schweizer Käse und Sie erhalten Ihre gewünschte Prämie zum Vorzugspreis. Weitere Infos finden Sie auf: www.schweizerkaese.ch

Caquelon Appenzeller ® je 10 Belege + CHF 88.– Menge/Stk.

Caquelon Le Gruyère AOP je 10 Belege + CHF 68.– Menge/Stk.

Caquelon Vacherin Fribourgeois AOP je 10 Belege + CHF 68.– Menge/Stk.

Caquelon Tilsiter je 10 Belege + CHF 58.– Menge/Stk.

Rechaud aus Glas je 10 Belege + CHF 95.– Menge/Stk.

Mütze «Swissness-Style» je 5 Belege + CHF 10.– Menge/Stk.

Multifunktionstuch je 5 Belege (Gratis) Menge/Stk.

Tageskarte 2 für 1, Skiregion Lötschental* je 10 Belege + CHF 55.– Menge/Stk.

Familienangebot Skiregion Lötschental* je 10 Belege + CHF 88.– Menge/Stk.

Tageskarte 2 für 1, Skiregion Ebenalp-Horn* je 10 Belege + CHF 34.– Menge/Stk.

Tageskarte 2 für 1, Skiregion Moléson* je 10 Belege + CHF 30.– Menge/Stk.

Talon bitte ausfüllen und zusammen mit den Kaufbelegen von Schweizer Käse einsenden an:

Schweizer Käse, Postfach, 3001 Bern Alle Preise inkl. MwSt. und Versandkosten. Angebote gelten solange Vorrat. Bezahlung gegen Rechnung. Einsendeschluss der Prämienbestellung ist der 31.01.2016 (Poststempel). * Pro Haushalt können maximal zwei gleiche Wintersportprämien eingelöst werden.

Schweiz. Natürlich.

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Name/Vorname Adresse PLZ/Ort E-Mail Telefon Ja, bitte informieren Sie mich über Wettbewerbe und Promotionen von Schweizer Käse.

Unser Schweizer Käse. www.schweizerkaese.ch

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Caquelon «Schweizer Käse» je 10 Belege + CHF 78.– Menge/Stk.


68 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

aha!

Gluschtig ohne Gluten Wer auf eine glutenfreie Ernährung Wert legt, darf auch in der Vorweihnachtszeit ohne Bedenken Gebäck naschen. Zwei Neuheiten in aha!-Qualität machen es möglich: Neben Mailänderli gibt es auch feine Lebkuchen und – für alle Hobbybäcker – eine spezielle Backmischung für einen Zitronencake. Alle drei Produkte enthalten statt Weizen Reis- und Maisoder Sojamehl. Die Mailänderli und Leb-

Ungetrübte Gaumenfreuden für alle, die sich gluten- oder laktosefrei ernähren, bieten die Lebkuchen und Mailänderli in aha!-Qualität. Auch die Backmischung für den Zitronencake ist glutenfrei.

kuchen sind zudem auch laktosefrei. Die Backmischung hat bereits einen festen Platz im Sortiment, während die Mailänderli und Lebkuchen saisonal im Angebot sind. Wer selbst eine schmackhafte glutenfreie Süssspeise zubereiten möchte, findet auf der übernächsten Seite ein Rezept für fruchtige Christmas Cubes mit Clementinen. Anna-Katharina Ris

aha! Mailänderli, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 3 × 50 g* Fr. 4.90 * in grösseren Filialen

aha! Lebkuchen, glutenfrei, ohne Weizen, laktosefrei, 85g* Fr. 1.90


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 69

Gluten- und laktosefreie Ernährung

Viele verzichten ganz bewusst Immer mehr Menschen verzichten auf Lebens­ mittel mit herkömm­ lichen Inhaltsstoffen und ernähren sich aus Überzeugung laktose­ und/oder glutenfrei. Sie fühlen sich dadurch einfach besser. Andere, die von einer Intoleranz oder Allergie betroffen sind, konsumieren die Produkte notgedrun­ gen. Sie sind darauf angewiesen. Die Migros engagiert sich

Im Rahmen ihres Nach­ haltigkeitsprogramms Generation M hat die Migros versprochen, ihr Sortiment für Allergiker bis 2016 um 30 Prozent zu erwei­ tern. Seit 2008 arbeitet sie in diesem Bereich mit der Stiftung aha! Allergiezentrum Schweiz zusammen und versteht dies als Beitrag zum Thema Gesundheit. Schliess­ lich sollen auch jene Kunden, die an einer Unverträglichkeit leiden, von einem attraktiven Angebot an Lebensmitteln profitieren.

aha! Zitronencake Backmischung, glutenfrei, 530 g* Fr. 4.30

Bilder & Styling: Veronika Studer

durch p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

Das Gütesiegel von aha! kennzeichnet Produkte, die auch bei einer Allergie oder Intoleranz besonders verträglich sind.

Ein Teil von


Zusatzreise aufgrund grosser Nachfrage

Unser Musikprogramm Neue Oper Bratislava, 19.00 Uhr «Rigoletto» Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi Konzerthalle Budapest, 20.00 Uhr «Symphoniekonzert» Donau Symphonie Orchester, und Ballett Ensemble Budapest Wiener Konzerthaus, 19.00 Uhr Wiener Neujahrskonzert «Beethoven Symphonie Nr. 9» Wiener Symphoniker Karlskirche Wien, 20.15 Uhr Mozarts Requiem* Orchester 1756

Silvesterflussfahrt mit der MS Maxima****

*(fakultativ, muss bei Buchung reserviert werden)

+

Mit Musik ins Neue Jahr Ihr Reiseprogramm 1. Tag, So 27. Dez.: Schweiz–Linz. Anreise nach Linz und Einschiffung auf unser Flussschiff Maxima. Abfahrt Richtung Bratislava. 2. Tag, Mo 28. Dez.: Linz–Bratislava. Wir entdecken während einer Stadtrundfahrt die Schönheiten von Bratislava. Am Abend geniessen wir den ersten musikalischen Höhepunkt «Rigoletto» in der Neuen Oper Bratislava. Danach Weiterfahrt mit der Maxima nach Budapest. 3. Tag, Di 29. Dez.: Bratislava–Budapest. Am Morgen wird uns die Hauptstadt Ungarns während einer Stadtrundfahrt näher gebracht. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Am Abend erwartet uns ein ungarisches Abendessen mit musikalischer Untermalung auf dem Schiff. 4. Tag, Mi 30. Dez.: Budapest, Fakultativer Ausflug Puszta. Nach einem reichhaltigen Frühstück besuchen wir einen typischen ungarischen Bauernhof. Wir werden von einem Pferdehirten mit einem Schnaps empfangen, bestaunen während dem Pferdeschauprogramm seine Meistertricks und unternehmen eine Kutschenfahrt (wetterabhängig, Ausflug muss bei Buchung reserviert werden).

Abends erwartet uns das Konzert des Donau Symphonie Orchester in der Konzerthalle Budapest. Wir fahren anschliessend mit der Maxima weiter flussaufwärts Richtung Wien. 5. Tag, Do 31. Dez.: Budapest–Wien. Heute geniessen wir die Annehmlichkeiten des Schiffes und die wunderschöne vorbeiziehende Landschaft. Wir verbringen die Silvestergala auf der Maxima und erreichen Wien am späten Abend. 6. Tag, Fr 01. Jan.: Wien. Nach einem ausgiebigen Neujahrsbrunch erkunden wir die Altstadt, welche die Unesco zum Welt-

MS Maxima****+ – Ihr Hotelschiff

kulturerbe erklärt hat, zu Fuss. Am Abend geniessen wir Beethovens 9. Sinfonie im Wiener Konzerthaus 7. Tag, Sa 02. Jan.: Wien–Melk. Stadtrundfahrt unter fachkundiger Führung. Abends können Sie das «Mozarts Requiem» in der Karlskirche Wien erleben (fak., muss bei Buchung reserviert werden). Nach dem Konzert Abfahrt Richtung Melk. 8. Tag, So 03. Jan.: Melk–Schweiz. Ausschiffung und Rückreise zu den Einsteigeorten. Programm- und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten.

1695.–

Reisedatum: 8 Tage 27.12.–03.01.16 Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp

Katalog- SofortPreis Preis

2-Bett-Kabine, Hauptdeck 2-Bett-Kabine mit frz. Balkon, Mitteldeck 2-Bett-Kabine mit frz. Balkon, Oberdeck

1895.– 1695.– 2225.– 1995.– 2575.– 2295.–

Zuschläge Fahrt im Königsklasse-Luxusbus 2-Bett-Kabine zur Alleinbenutzung – Hauptdeck – Mittel- & Oberdeck Unsere Leistungen ■

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Kabinenausstattung Alle geschmackvoll eingerichteten Zweibett-Kabinen sind 14,5 m2 gross und liegen aussen. Auf Mittel- und Oberdeck bis zum Boden reichende Panoramafenster zum Öffnen, mit französischem Balkon, grossflächige ovale Fenster auf dem Hauptdeck, Dusche/WC, Föhn, individuell regulierbare Klimaanlage, Radio, Sat-TV, Minikühlschrank, Safe, Telefon, Stromspannung 220 V. Bordausstattung Restaurant auf dem Oberdeck mit bodentiefen Panorama-Fenstern auf zwei Seiten, elegante Aussichtslounge mit Bar, Bibliothek, Café, kleine Boutique, Wellnessbereich mit Fitnesscenter, Sauna, Whirlpool und Ruhebereich, grosses Sonnendeck mit Schattenplätzen, Liegestühlen, Tischen, Windschutz, Seiten- und Frontpromenade auf dem Oberdeck.

*SOFORT-PREISE ca. 50 % der Plätze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum KATALOG-PREIS.

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Twerenbold Reisen AG · CH-5406 Baden-Rütihof

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240.– 295.– 745.–

Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord Gebühren und Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausg. fak. Ausflug Puszta am 4. Tag) Musikprogramm Kartenpaket Kat. C Audio-System auf Rundgängen Erfahrene Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

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Kartenzuschläge Kartenpaket für 3 Vorstellungen 95.– – Kategorie A 45.– – Kategorie B Mozart Requiem in der Karlskirche* 55.–/45.–/35.– Kat. 1/ Kat. 2/ Kat. 3 Ausflug Puszta* 60.– *(muss bei Buchung reserviert werden) Annullierungskosten- und Assistance 49.– Versicherung

Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf , 06:45 Basel, 07:20 Aarau, 08:00 Baden-Rütihof , 08:30 Zürich-Flughafen , 08:55 Winterthur, 09:15 Wil

InternetBuchungscode

isfmaxi


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 71

Christmas Cubes Ergibt 16 Stück Für 1 quadratische Springform à 24 cm Zutaten

100 g 3 0,5 dl

1 TL 80 g 100 g 170 g ½ Beutel 1 TL ½ TL 8

Zubereitung

1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Formboden mit Backpapier auslegen, Rand ölen und be­ mehlen. Crème fraîche, Eier, Öl Öl und Mehl* und Zitronenschale verrühren. für die Form Puderzucker, Mandeln, Mehl, Crème fraîche* Backpulver, Zimt und Kardamom kleine Eier mischen. Mit dem Handrührge­ Sonnenblumen­ rät alles vermischen. Teig gleich­ oder Rapsöl mässig in der Form verstreichen. Zitronenschale, In der Ofenmitte ca. 20 Minuten fein gerieben backen. Herausnehmen, gleich­ Puderzucker mässig einstechen und in der Mandeln, geschält Form auskühlen lassen. und gemahlen Mehlmischung* 2. Von den Clementinen oben Backpulver à 7,5 g und unten Deckel abschneiden. Zimt Kardamom Clementinen à ca. 130 g Pfefferminze für die Garnitur

Schale rundum samt weisser Haut wegschneiden. Clemen­ tinenfilets vorsichtig zwischen den Trennhäutchen auslösen (filetieren), dabei Saft auffangen. Mindestens 32 Mandarinenfilets für die Garnitur und 0,5 dl Saft für die Quarkcreme beiseitestel­ len. Restliche Mandarinenfilets und Saft gleichmässig auf dem gebackenen Boden verteilen. 3. Für die Quarkcreme Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Quark, Puderzucker und Joghurt verrühren. Beiseitegestellten Mandarinensaft erwärmen.

Gelatine darin auflösen. Unter die Quarkmasse rühren, Masse auf den Boden verteilen. Min­ destens 4 Stunden kühl stellen. Kuchen aus der Form lösen, in 16 Stücke schneiden. Mit den beiseitegestellten Mandarinen­ filets und Pfefferminze garnieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 20 Minuten backen

+ auskühlen lassen + mind. 4 Stunden kühl stellen Pro Stück ca. 8 g Eiweiss, 10 g Fett, 25 g Kohlenhydrate, 950 kJ/ 230 kcal

Quarkcreme 4 Blatt Gelatine 500 g Magerquark* 300 g Joghurt, nature* 40 g Puderzucker

Rezept: Katrin Klaus

* in aha!­Qualität erhältlich

Bitte zugreifen: Dank der speziellen Zutaten aus dem aha!-Sortiment sind die Christmas Cubes das perfekte Dessert für ein gluten- oder laktosefreies Menü.

aha! Mehl­ mischung, glutenfrei, ohne Weizen, 1 kg Fr. 5.80 In grösseren Filialen


72 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Käsefondue

Köstliche Vielfalt aus dem Caquelon 1768 schrieb der Genfer Philosoph JeanJacques Rousseau einem Freund, er würde gern mit ihm ein Fondue geniessen, sofern er ein Stück Greyerzer auftreiben könne. Seither sind über zwei Jahrhunderte ins Land gezogen, und die Rezeptur des Schweizer Nationalgerichts wurde auf vielfältige Weise verfeinert.

Die Migros bietet eine Auswahl verschiedener Fonduevariationen für jeden Geschmack an. Ob allein oder in Gesellschaft: Dem käsigen Ritual sind keine Grenzen gesetzt. Wie wärs zur Abwechslung mit einem kultigen Fondue über offenem Feuer an einem milden Novemberabend im Freien?

Frisch und schnell Die neue Fonduemischung aus Gruyère und Vacherin fribourgeois gibt es fixfertig mit Maizena, Weisswein und Kirsch. Ideal für blitzschnelle Zubereitung und frischen Genuss: Fondue Moitié-Moitié Fixfertig, 600 g* Fr. 12 .80

Für zwischendurch Wenn die Lust auf den Fonduegenuss nicht warten kann, bis mal wieder Gäste kommen: Swiss Style Mini Fondue Moitié-Moitié, 200 g Fr. 4.10


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 73

Tipps

Es muss nicht immer Brot sein Anstelle von Brot eignen sich zum Beispiel auch gekochte Kartoffeln, Marroni, blanchiertes Gemüse wie Broccoli und Obst wie Ananas oder Birnen zum Eintau­ chen in den geschmol­ zenen Käse. Do it yourself Für alle, die ihr Fondue gern selbst anrühren, aber sich das Käsereiben sparen möchten: Fondue Moitié-Moitié 2 × 400 g Fr. 13.10* statt 16.40 Aktion * 20 % vom 3. bis 9. 11.

Bild und Styling: Christine Benz

Für Feinschmecker Feinem Trüffelaroma können die wenigsten widerstehen. In diesem Fondue sorgt feiner Sommertrüffel für besondere Genussmomente: Sélection Fondue mit Sommertrüffel, 600 g* Fr. 17.80

Auch Kaffee und Essig gehören zum Fondue.

Denn was nicht jeder weiss: Eine Schale mit Kaffeepulver oder Essig auf dem Esstisch neut­ ralisiert über Nacht den Fonduegeruch im Raum.

Für die Vorratskammer Fertigfondues sind perfekt, wenn man spontan Besuch bekommt. Die Mischungen halten sich auch ungekühlt und sind schnell zubereitet. Swiss Style Fondue Tradition, 800 g Fr. 13. 50

Für die gewünschte Würze im Fondue: LeChef Gourmet Mix Raclette & Gratin, 60 g Fr. 3. 50

Das Fonduebrot in Terra­ Suisse­Qualität hat vorgestanzte Quadrate, sodass es nicht mehr geschnitten werden muss. Stücke bricht man einfach ab.

* in grösseren Filialen

An der Frischtheke kann sich jeder seine eigene Lieblingsfondue-Mischung zusammenstellen lassen.

Neu Fonduebrot Terra­ Suisse, ungekühlt, 300 g Fr. 3.40 20 × Cumulus vom 3. bis 9. 11.


NEU IN IHRER MIGROS. NEU

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Pandoro mit Schokolade 500 g

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TerraSuisse Fonduebrot ungekühlt, 300 g

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Bio Gemüse-Tofu-Medaillon 180 g

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Beauty Face Beauty-Blender 1 Stück

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Happy Bird Stäbchen mit Erdnüssen 1 kg

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 3.11. BIS 16.11.2015, SOLANGE VORRAT

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Mini-Diplomat 6 Stück

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I am Ansatz-Set erhältlich für sehr dunkle oder hell- bis mittelbraune Nuancen, 1 Packung

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M-Classic Meisenknödel Eimer à 16 Stück, 1440 g


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 75

TerraSuisse

Pure Fleischeslust

Fleischliebhaber aufgepasst: In der Bedienungsmetzgerei ausgewählter Migros-Filialen gibt es knochengereiftes Rindfleisch in TerraSuisse-Qualität. Dabei handelt es sich um hochwertiges Fleisch, das sich speziell zum Kurzbraten eignet und mit seiner Zartheit, seiner Saftigkeit und seinem unverfälschten Aroma überzeugt. Die Entrecôtes, Hohrückensteaks und Côte-de-bœufStücke reifen während mindestens drei Wochen in speziellen

Kühlräumen bei einer Luftfeuchtigkeit von 82 Prozent. Bei dieser herkömmlichen Art der Trockenreifung werden Enzyme freigesetzt, die für das typische Aroma und die zarte Struktur des Fleisches verantwortlich sind. Dann kommen die Stücke für zusätzliche drei Wochen in den Reifeschrank. Die angetrocknete Oberfläche ist übrigens ein Qualitätsmerkmal von knochengereiftem Fleisch und wird vor dem Verkauf weggeschnitten.

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft und stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse.

Bild und Styling: Ruth Küng

Haben Sie Fragen zum knochengereiften Rindfleisch? Ihr Chefmetzger beantwortet sie gern!

Ein Teil von

Die Fleischstücke werden auf beiden Seiten gebraten und erst vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Meersalz gewürzt.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die TerraSuisse-Fleischprodukte.


mte a s e g s a auf d nt e m i t r o S FLEXA

1

Gültig vom 3.11. bis 16.11.2015 auf das gesamte FLEXA-Sortiment. Erhältlich in allen Micasa Filialen und im Online-Shop. Der Preisvorteil gilt nur bei Neuaufträgen. Nur solange Vorrat.

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Halbhochbett FLEXA WHITE

512.10 statt 569.–

015 bis 16.11.2 . 1 .1 3 m o V

2

Kinderhocker FLEXA PLAY

62.90 statt 69.90

3

5

Box FLEXA

26.90 statt 29.90

4

Schrank FLEXA CABBY

853.20 statt 948.–

6

Sitzsack Tivoli FLEXA

80.90 statt 89.90

7

Bett FLEXA

233.10 statt 259.–

1 Halbhochbett FLEXA WHITE, individuell zusammenstellbar, inkl. Lattenrost und Leiter, ohne Matratze und Textilien, z.B. MDF weiss lackiert, Pfosten Birke massiv weiss, 109 x 210 x 120 cm, 512.10 statt 569.– 2 Kinderhocker FLEXA PLAY, MDF, weiss, coral oder mint lackiert, Füsse Esche massiv, natur, Ø 30 cm, Höhe 30 cm, 62.90 statt 69.90 3 Box FLEXA, 2-er Set, diverse Muster z.B. Prinzessin, 31 x 31 x 32 cm, 26.90 statt 29.90 4 Schrank FLEXA CABBY, 2-türig, 2 Schubladen, 1 Kleiderstange, 4 Tablare, MDF, weiss lackiert, 101 x 56,5 x 186,7 cm, Soft-Close Funktion, 853.20 statt 948.– 5 Wickelkommode FLEXA CABBY, MDF, weiss lackiert, inkl. Wickelaufsatz, 72 x 43,5 x 96 cm, Soft-Close Funktion, 386.10 statt 429.– 6 Sitzsack Tivoli FLEXA, 100% Baumwolle, Füllung Granulat, weiss/türkis/rosa, Ø 60 cm, Höhe 30 cm, 80.90 statt 89.90 7 Bett FLEXA, ohne Matratze, inkl. Lattenrost, Kiefer, natur, 90 x 200 cm, Massivholz, 233.10 statt 259.–

Wickelkommode FLEXA CABBY

386.10 statt 429.–


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 77

Sun Queen

Fruchtgenuss, wann immer du willst

Überbackene Pfirsiche Zutaten

8

Pfirsichhälften aus der Dose*, ca. 400 g Abtropfgewicht 30 g Cranberries* 30 g getrocknete Kokosschnitze* 30 g Mandeln 2 EL Haferflocken 1 Eiweiss 40 g Zucker

Mit den Pfirsichen aus der Sun-Queen-Konserve lässt sich auch im Herbst im Nu ein feines sommerliches Dessert zaubern.

Zubereitung

1. Je zwei Pfirsichhälften mit der Rundung nach unten in hitzebeständige Portionenförmchen legen. Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. 2. Cranberries, Kokos und Mandeln hacken. Mit den Haferflocken mischen, 2 Esslöffel der Mischung beiseitestellen. Eiweiss steif schlagen, Zucker dazurieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Masse der Nussmischung unter­ ziehen. Masse auf die Pfirsiche geben und mit der beiseitegestellten Mischung bestreuen. Ca. 9 Minuten über­ backen. Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + ca. 9 Minuten überbacken

Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 9 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 1000 kJ/240 kcal

Rezept

* in Sun-Queen-Qualität erhältlich

Bild und Styling: Claudia Linsi; Rezept: Regula Brodbeck

www.saison.ch

Ob Pfirsich, Birne oder Ananas: Seit es die Konserve gibt, sind Früchte aller Art saisonal unabhängig stets verfügbar. Bei den Sun-Queen-Produkten sorgt ein spezielles Pasteurisierungsverfahren auf besonders schonende Weise dafür, dass Pfirsich & Co. lange haltbar und aromatisch bleiben. Neben Dosenfrüchten führt die Migros-Marke auch diverses Trockenobst und Nüsse im Sortiment. Fürs Müesli, zum Knabbern oder als Zutat für eine fruchtige Süssspeise.

Sun Queen Wasabi Nuts, 150 g Fr. 3.65

Sun Queen Cranberries, 150 g Fr. 2.15

Sun Queen Kokosschnitze, 100 g Fr. 2.10 In grösseren Filialen

Sun Queen Pfirsich Hälften, 250 g Fr. 1.50

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte der Marke Sun Queen.


Weihnachten

mit Alnatura erleben!

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Alnatura Fruchtpunsch Holunder 750 ml

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Erh채ltlich in ausgew채hlten Migros-Filialen in der deutschen Schweiz.

Alnatura Mini-Schoko-Lebkuchen 140 g


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 79

Mega Jackpot

Danielle hat den Jackpot geknackt Bis zum 1. Dezember 2014 hatte Danielle M. aus Chavannes VD kaum jemals Glück im Spiel gehabt. Kein Wunder also, dass sie ein paar Tage brauchte, um zu realisieren, dass sie beim Gewinnspiel Mega Jackpot der Migros 50 000 Franken gewonnen hat. «Als erstes habe ich meinen Lieben Geschenke gemacht und sie zur Silvesterfeier eingeladen.» Zudem reiste sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern nach Rom. Bis heute nutzt Danielle die Geschenkkarten für den Einkauf und zum Tanken, was das Familienbudget massiv entlastet.

So funktioniert es:

Jede Quittung eine Chance

Jeder Kassenzettel

der Migros-Supermärkte, -Fachmärkte (exkl. Obi) und -Restaurants trägt ab morgen auf der Rückseite einen Win Code.

Über die Website oder die GratisMigros-App kann

dieser Win Code eingegeben werden. Man erfährt sofort, ob man den Mega Jackpot geknackt hat.

Bild: Jeremy Bierer; zVg

Zu gewinnen gibt es Geschenkkarten im Wert von insgesamt 1 Million Franken. Der Jackpot beginnt bei 1 000 Franken und steigt bis auf maximal 50 000 Franken. Jedes Mal, wenn der Jackpot bei Eingabe des Win Codes nicht geknackt wird, erhöht sich dieser um 10 Rappen. Kostenlose Win Codes und weitere Informationen gibt es auf www.megajackpot.ch.

Mega-Jackpot-Gewinnerin Danielle M. gönnte sich und ihrer Familie eine Reise nach Rom.


80 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Frage der Woche

Unter welchen Bedingungen wird eigentlich M-Budget-Rindfleisch produziert? M-Budget-Rindfleisch stammt zu rund 90 Prozent von konventionellen Schweizer Bauernbetrieben. Bei der Tierhaltung werden stets die Schweizer Tierschutzgesetze eingehalten, die zum Beispiel die Platzverhältnisse im Stall betreffen. Etwa 10 Prozent des M-Budget-Rindfleischs werden importiert – vor allem aus dem EU-Raum. Bis ins Jahr 2020 will die Migros bei allen ausländischen Fleischlieferanten die Schweizer Tierwohl-Standards einführen. Dies gilt auch für die Lieferanten von importiertem M-Budget-Rindfleisch.

Haben Sie eine Frage?

Sorgte 1948 für Schlagzeilen: Die erste automatische Migros-Tür an der Zürcher Goethestrasse wurde von der Presse «Zauberpforte» genannt.

Kontaktieren Sie uns!

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

Zeitreise

Magische Tür Eine Kundin verlässt die Migros-Filiale an der Goethestrasse in Zürich. Die Frau trägt in beiden Händen Einkäufe – doch das macht nichts, denn die Ladentür öffnet sich ganz von selbst, als werde sie von einer unsichtbaren Hand bewegt. Das Bild stammt aus dem Jahr 1948; eine automatische Tür mit Sensor ist damals noch eine Sensation. Der neue Eingang der frisch umgebauten Filiale sorgt für Aufsehen; die Zeitungen berichten von einer «Zauberpforte». Die «Zürcher Woche» schreibt, die Kunden seien «überrascht, bisweilen sogar erschrocken über die für sie neuartige Erscheinung». Die automatische Tür an der Goethestrasse tut ihren Dienst bis Mitte der 50er-Jahre. Dann erhält die Migros-Filiale stattdessen einen Luftvorhang, der im Winter die Kälte vom Laden fernhält. Die verlockende Einkaufswelt ist nun noch leichter zugänglich. MM

Bild: Bildarchiv Migros Genossenschaftsbund

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 81

L’Oréal Paris

Pflegende Kraft ätherischer Öle Die neuen Hautpflegeprodukte der Oil-Beauty-Linie «Einzigartiges Öl» von L’Oréal Paris nähren die Haut sorgfältig mit der Kraft ätherischer Öle. Im Fall der Öl-Creme sind es Perlen von Lavendel- und Rosmarin-Öl sowie Extrakte aus weissem Jasmin, die auf schonende Art wirken und die Haut beleben. Das Gesichts-Öl enthält sogar acht ätherische Öle, die jeweils für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind: Lavendel, Majoran, Geranie, Kamille, Rose und Orange sowie Rosmarin und Lavandin. Eine mit Ölen der Rose und Passionsblume angereicherte, sanft pflegende Reinigungsmilch komplettiert die Linie. Das Besondere an allen drei Produkten: Sie basieren auf einer Textur, die nicht fettet, und sie erzeugen ein seidiges Finish. Sie sind dermatologisch getestet und für alle Hauttypen geeignet.

L’Oréal Paris Einzigartiges Öl, Nährende Öl-Creme, 50 ml* Fr. 19.80

Bild: Lucas Peters; Styling: Regula Wetter

L’Oréal Paris Einzigartiges Gesichts-Öl, 30 ml* Fr. 19.80 * in grösseren Filialen

Die neuen Hautpflegeprodukte von L’Oréal Paris pflegen intensiv mit ätherischen Ölen und fetten nicht.

L’Oréal Paris Einzigartiges Öl, Reinigungsmilch, 200 ml* Fr. 8.90


82 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

Spieleabend

Geselligkeit ist immer Trumpf

Setzt die Käsehäppchen für zwischendurch prominent in Szene: Etagere Gautier aus Schiefer Fr. 9.90 In der Micasa

Treffen sich Erwachsene zum geselligen Spieleabend, geht es lustig zu und her. Wie jeder sein Glück herausfordert und dabei mehr oder weniger Geschick an den Tag legt, sorgt allein schon für Heiterkeit in der Runde. Da wird nach Herzenslust gewürfelt und geknobelt, gefiebert und gegrübelt, zwischendurch geplaudert und gefeixt, genascht und geknabbert. Für einmal sind alle Alltagssorgen ver­ gessen, was zählt, sind Punkte (für den Tagessieg) sowie feine Snacks und Drinks (für das leibliche Wohl). Und wer immer nur verliert, darf sich wenigstens damit trösten: Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

Auch eine Art Gesellschaftsspiel: Den fixfertigen Pizzateig mit Tomatensauce verfeinert jeder mit seinem Lieblingsbelag. Anna’s Best Pizza Kit (Teig + 2 Beutel Tomatensauce), 550 g Fr. 4.–

Verströmt 50 Stunden lang den Wohlgeruch von Jasmin und Honig: Duftkerze Pink Lace, H: 10 cm Fr. 19.90 In der Micasa

Die eine Hand würfelt, die andere greift in den Beutel: Jumpy’s Sour Cream, 100 g Fr. 2.30 In grösseren Filialen

Hier gehts um die teuersten Strassen auf der ganzen Welt: Monopoly World Fr. 49.80


MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 83

Hier drin steht es Schwarz auf Weiss, wer heute die meisten Punkte hat: Notizbuch A5, FSC Fr. 4.90

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84 | MM45, 2.11.2015 | MIGROS-WELT

1955-2015

Happy Birthday!

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

Zum 60. Geburtstag der Genossenschaft finden am Freitag, 6. November, in den Supermärkten der Migros Wallis zahlreiche grosse Feste statt. Text: Mélanie Zuber

J

etzt wird gefeiert! In wenigen Tagen zelebriert die Migros Wallis offiziell ihren sechzigsten Geburtstag. In den Supermärkten läuft der Countdown zum Grossereignis schon seit mehreren Wochen. Seit Mitte September werden mehrere Artikel zum gleichen Preis wie 1955 verkauft, und einige Produkte sind ähnlich verpackt wie früher. Zudem gab es starke Preisreduktionen. Am Jubiläumstag selbst, Freitag, 6. November, werden die Sonderangebote noch attraktiver sein.

Alle Supermärkte, Restaurants und Fachmärkte der Migros gewähren 15 Prozent Rabatt auf das ganze Lebensmittelund das Non-Food-Sortiment. Kaffee, Raclette, Verlosungen und weitere Überraschungen

An diesem besonderen Tag sind die Migros-Läden im Kanton von 7.30 bis 20 Uhr geöffnet (die Einkaufszentren Forum des Alpes Conthey, Siders Rossfeld und Collombey bis 21 Uhr). Frühaufsteher erhalten in der ersten Stunde einen Gratis-Kaffee. Und ab 17 Uhr werden sich die Filalleitenden

persönlich an den Herd stellen, um den Kundinnen und Kunden ein Raclette zu offerieren. Alle zwei Stunden kann man in jeder Verkaufsstelle bei einer Verlosung eine Geschenkkarte im Wert von 100 Franken gewinnen. Ausserdem warten an diesem Jubiläumstag weitere schöne Überraschungen auf die Kundinnen und Kunden, wie zum Beispiel die Abgabe von Mustern. Der ganze Tag wird unter dem Motto: günstige Preise, Geselligkeit und Freude stehen. Kommen Sie und feiern Sie mit! MM 2

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MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 85

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So sah es in den Anfängen der Migros Wallis in den 50ern aus: 1 Dank der Migros hielt der SelfService Einzug. 2 Am 20. Dezember 1951 eröffnete die erste Migrosfiliale in Sion. 3 Strassenwerbung zur Eröffnung der Migros Manoir in Martigny 1981. 4 Von Anfang punktete das Migros-Verkaufspersonal mit Freundlichkeit. 5 Die Migros-Verkaufswagen rollten von 1956 bis 2007 durchs Wallis.


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MIGROS-WELT | MM45, 2.11.2015 | 89

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Erste Schritte zur emotionalen Intelligenz Jede Emotion ist auch eine Quelle von Informationen. Gezielt eingesetzt verwandelt sie sich in eine enorme Energie, die uns vorwärts trägt. In diesem Kurse lernen Sie, die wichtigsten Gefühle zu erkennen und als zuverlässige Informationsquelle zu nutzen. Sie entdecken Muster, in die Sie immer wieder reflexartig zurückfallen, wenn Sie mit bestimm-

ten Gefühlen konfrontiert sind. Sie lernen mit Hilfe von situationsbezogenen Übungen, aus diesen Verhaltensmustern auszubrechen. Zum Schluss können Sie ein persönliches Trainingsprogramm erstellen, um Ihren künftigen Weg selbst bestimmen können. Samstag, 5. Dezember, 9-17 Uhr, in der Klubschule Brig; Klubschule.ch

1955 - 2015 Seit fünf Wochen folgen bei der Migros Geburtstagsaktionen Schlag auf

Bild: madllen | 123rf.com, belchonock | 123rf.com, Ruslan Kokarev | 123rf.com; Migros Wallis

Schlag. Nun gibt es eine weitere Salve, die letzte zur Feier des 60-Jahr-Jubiläums der Migros Wallis: In den Supermärkten sind rote und weisse Rosensträusse zum Preis von 16.90 Franken erhältlich – sie sind ähnlich verpackt wie einst in den 50er-Jahren. Und die Take-aways bieten eine Schwarzwälder-Torte mit Geburtstagsschild für vier bis fünf Personen an, zum Spezialpreis von 9.60 Franken. Zudem können sich die Kundinnen und Kunden auf weitere attraktive Aktionen Ende der Woche freuen – unter anderem 15 Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment. Und zu guter Letzt: Die Klubschule nimmt ab sofort Anmeldungen für einen Nähkurs entgegen, der am Samstag, 14. November, von 9 bis 12 Uhr in allen Walliser Klubschulen stattfindet. Er kostet lediglich 9 Franken.


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Leben MM45

Familienumfrage Wie oft dürfen Ihre Kinder gamen? 1 Nie – Gamen ist doch Verblödung pur 5% 2 Ein ausgewähltes Spiel ab und

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Welche Peinlichkeiten passierten Ihnen? Und wie reagierten Sie?

Wie überbrückt man peinliche Momente?

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Richtig oder falsch?

Die Waschtemperatur muss so hoch sein wie auf dem Etikett der Kleidung angegeben.

Illustrationen: Andreas Klammt, Alice Kolb; Bild: Stefan Sulzer

Falsch!

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Egal wie. Hauptsache überbrücken. Die Überbrückung von Peinlichkeiten ist das Fundament der Gesellschaft. Ich empfehle hier das, was ich auch immer empfehle auf die Frage: ‹Wie soll ich jemanden ansprechen, den ich interessant finde?› – nämlich: egal wie. (Okay, nahezu egal.) Ihr Gegenüber, sofern es einigermassen taktvoll ist, wird Ihren Einsatz schätzen und keinen grossen Wert darauf legen, ob Sie besonders originell sind. Es passiert ja bei Unterhaltungen, gerade wenn mehrere Personen an ihnen teilnehmen, immer wieder, dass jemand etwas Unpassendes sagt – oft ohne dies zu ahnen. (Die absichtliche Provokation hingegen ist eine Kunstform für sich und sollte als solche respektiert werden.) In solchen Momenten tritt oft eine Pause ein, die Sie sofort füllen sollten. Ich selbst zeige meist in unbestimmte Richtung und rufe: ‹Da! Karl Lagerfeld!›»

Auf dem Etikett von Kleidern ist in der Regel ein maximaler Temperaturwert angegeben. Wenig verschmutzte Wäsche kann auch kälter gewaschen werden und wird trotzdem sauber. Da die meiste Energie beim Waschen für das Erwärmen des Wassers verbraucht wird, reduziert man so seinen Energiebedarf. Darum gilt:

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92 | MM45, 2.11.2015 | LEBEN

Familie

Und plötzlich wird Jesus cool

In vielen Familien ist Religion kein Thema, für andere gehört sie zum Alltag. Brauchen Kinder religiöse Werte, um behütet und sicher aufzuwachsen? Zwei Familien, zwei Ansichten. Text: Martina Gradmann

D

Bilder: Beat Schweizer

ominic ist nicht so begeistert. Er möchte lieber gamen, als über Religion zu reden. Er setzt sich auf den äussersten Rand des Sofas, wirft seine blonde Haarmähne zurück und meint: «In den Unti wollte ich vor allem we­ gen meines Freunds gehen.» Der Zehnjäh­ rige ist im ländlichen Grüningen im Zürcher Oberland aufgewachsen und bis zu seiner Schulzeit kaum mit Religion in Berührung gekommen. Er wohnt in einer Einfamilien­ haussiedlung mit vielen Kindern und geht im Dorf zur Schule. Weder er noch seine drei Geschwister sind getauft, und auch in die

Familie Scharrenberg verbringt den Sonntagmorgen lieber im Garten als in der Kirche.

Kirche geht er nur selten. Als dann aber all seine Schulkameraden in den Religions­ unterricht geschickt wurden, wollte der wissbegierige Dominic auch wissen, um was es da gehe. Jetzt ist er nicht nur auch dabei, er findet die Geschichten von Jesus cool, und den lieben Gott stellt er sich als alten Mann mit weissem Bart vor. «Eigentlich ist es ganz schön, wenn einer von da oben zu uns schaut», sagt er verschmitzt. Die Vorstellung, dass eine höhere Macht aufpasst, wenn die Eltern schlafen, könne einem Kind Sicherheit geben und sein Selbst­

bewusstsein stärken, sagt Familientherapeut Henri Guttmann (siehe Interview, Seite 95). Auch Dominics neunjährige Schwester Jana findet den Unterricht cool und lustig. Ihr gefallen nicht nur die Geschichten von Jesus, ihr gefällt auch, dass sie so viel basteln können. «Ich glaube an Gott und bete manchmal auch ganz für mich allein.» Mit den Eltern rede sie aber nicht darüber und auch nicht über das im Unterricht Gehörte. Die Eltern, das sind Mutter Esther (38) und Vater Christoph (37) Scharrenberg. Im Nachbardorf aufgewachsen, stellen sie mit ihren vier Kindern eine junge, moderne


LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 93

Die Kinder sind nicht getauft, Religionsunterricht und biblische Geschichten finden Dominic und Jana aber trotzdem spannend.

Familie dar. «Mir ist es in Kirchen nicht so wohl», sagt Esther, zu ruhig und zu andächtig sei ihr die Atmosphäre. Auf irgendeine Weise glaube sie aber schon an eine höhere Macht, doch meistens helfe das ja auch nicht weiter. Starke Familiengemeinschaft statt Religion

Im Leben der Familie Scharrenberg lief nicht immer alles nach Plan. Esther verlor schon früh ihren Vater, und ihre Schwester kam schon als Teenager mit harten Drogen in Berührung. Mehr als der Verlust des Vaters machte ihr die Trauer der Mutter zu schaffen, sagt Esther. Mit Freunden habe sie

das Gläserrücken ausprobiert, doch das sei ihr schnell zu unheimlich geworden. Esther glaubt an das, was sie sieht, und daran, dass man der Natur Sorge tragen müsse. Ihre vier Kinder hätte sie dennoch gern getauft. «Ich finde das ein schönes Ritual, das auch für die Paten verbindlicher ist», sagt sie. Taufen, das wollte ihr Mann Christoph aber auf keinen Fall. «Wenn sich meine Kinder später einmal taufen lassen wollen, stelle ich ihnen das frei. Jetzt aber finde ich es unnötig.» Der selbständige Schreiner Christoph ist zwar selbst getauft und mit Religionsunter­

richt aufgewachsen, konfirmieren liess er sich aber nicht. «Ich bin nie gern in die Kirche gegangen. Dieses ewige Gerede, dass alles schön und gut sei, ist doch heuchlerisch, und auch wenn die Geschich­ ten aus der Bibel für Kinder sicher spannend sind, irgendwann ist man erwachsen, und es ist Schluss mit den Märchen». Christoph ist in einem grossen Familien­ verbund aufgewachsen, und diese Familie mit Grosseltern, Eltern und Geschwistern sind ihm wichtiger als irgendeine Kon­ fessionsgemeinschaft. «Der Religionsunter­ richt ist für unsere Kinder sicher gut, sie


Wo gibt es noch Religion in der Schule?

94 | MM45, 2.11.2015 | LEBEN

Migrosmagazin.ch

lernen etwas. Wenn sie allerdings plötzlich anfangen, am Tisch zu beten, dann hätte ich Mühe», sagt der vierfache Familienvater. «Eltern sollen ihren Kindern nur religiöse Werte vermitteln, wenn sie selbst auch daran glauben», sagt Guttmann. Eine heile Welt lässt sich nicht erbeten

Ganz anders steht die Walliser Familie Biderbost im Leben. Hohe, teils noch schneebedeckte Berge, dazwischen blühende Wiesen und grasende Kühe prägen das Obergoms im Wallis. Wie zufällig hingeworfen, wirken die vereinzelten Häuser, die mit einer Kirche oder Kapelle eine Dorfgemeinschaft bilden. So auch Grafschaft, das Heimatdorf der Familie Biderbost-Schnydrig. «Man kann hier gut leben», sagt Toni Biderbost (56). «Auch wenn viele abwandern, ins Wallis kommt man immer gern zurück». Der gebürtige Grafschafter ist im Obergoms verwurzelt. Hier hat er mit seiner Frau Eleonora (50) sein Walliser Haus gebaut

und seine Familie gegründet, hier arbeitet er bei der Post, Bahn und im Tourismusbüro. «Wenn man die Berge und die Natur anschaut, dann muss man doch an eine höhere

Macht glauben», sagt der passionierte Jäger. Glaube und Religion ist für die Familie wichtig, denn Glaube bedeute auch Hoffnung, sagt Eleonora Biderbost. «Der Glaube

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 95

Das sagt der Experte

«Religiöse Werte können einer Familie Halt geben» Religion ist zentral im Leben der Walliser Familie Biderbost. Die Kinder Jean-Elie und Ann-Sophie schöpfen aus dem Glauben Hoffnung und Kraft.

an Gott gibt uns Halt, auch wenn man sich eine heile Welt nicht erbeten kann.» Das sehen auch die beiden Kinder Ann­ Sophie (20) und Jean­Elie (18) so. «Als Kind gab mir der Glaube Verbundenheit und Hoffnung, und der Gedanke, dass nach dem Tod noch etwas kommt, finde ich schön», sagt Jean­Elie. Sie hätten eine schö­ ne und behütete Kindheit gehabt, ergänzt Ann­Sophie und der Glaube habe einfach dazu gehört. Obwohl beide nicht mehr regelmässig in die Kirche gehen und Religi­ on weniger wichtig ist, sind beide froh, dass Religion einen Platz hat in ihrem Leben. «Glaube kann helfen», ist Jean­Elie über­ zeugt, deshalb solle man ihn Kindern nicht vorenthalten. Während sich die beiden Ju­ gendlichen noch vor ihren Studien schon bald zu Auslandaufenthalten in den USA und in Schottland verabschieden, kümmert sich Mutter Eleonora als pastorale Mitarbeiterin um das Seelenwohl der Gemeinde. «Nicht mehr in die Kirche zu gehen bedeutet nicht, dass man nicht religiös ist. Und wenn man alles erklären könnte, würde es ja nicht Glaube heissen.» Religion zeigen als Teil der Alltagskultur

Eleonora findet es wichtig, dass man Kin­ dern Religion näherbringt. «Wenn man ihnen diesen Weg nicht zeigt, verkümmert etwas. Etwas, das im Menschen angelegt ist, eine Fähigkeit, ein Talent wird nicht geför­ dert, nicht geweckt. Das ist, wie wenn man ihnen Musik vorenthält.» In ihrer Dorf­ gemeinschaft gibt es nur eine Kirche, und da hätten eben alle mitgemacht, auch die Jugendlichen aus anderen Kultur­ und Reli­ gionskreisen. «Doch auch bei uns wird keine Strichliste über den Kirchgang geführt», sagt sie lachend. Im Obergoms ist Religion ein Teil des Lebens im Dorf. Und wenn Toni auf die Jagd geht, zündet er vorher jeweils eine Kerze an. «Auch wenn meine ganze Familie schmunzelt, mir ist das wichtig.» MM

Religionsunterricht mache Jugendliche mit ethischen Grundwerten vertraut, sagt der Psychologe Henri Guttmann. Die Schule dürfe aber nicht missionieren.

Henri Guttmann, immer häu­ figer wenden sich Menschen vom Glauben ab und treten aus den Landeskirchen aus. Ist Atheismus modern geworden? Man muss das differenziert be­ urteilen. Die Freikirchen und andere spirituell religiöse Gemeinschaften haben regen Zulauf. Und ich behaupte mal, dass Atheisten auch an etwas glauben, im Sinne von: «Gott sei Dank, bin ich Atheist!» Viel­ leicht können sie mit den bibli­ schen Vorgaben in der heutigen Zeit nicht mehr so viel anfangen. Soll man als Eltern seinen Kindern diesen «unmodernen» Glauben vermitteln? Religiöse Werte können einer Familie viel Halt, einen Rahmen und Kraft geben, wenn es einmal schwierig wird im Alltag, was ja immer wieder vorkommt. Eltern sollen ihren Kindern religiöse Werte vermitteln, wenn sie selbst daran glauben. Welche Rolle soll die Schule spielen? Sie soll über die grossen Welt­ religionen informieren und zeigen, welche Werte sie ver­ mitteln. Sie sollte sich allerdings neutral verhalten, was nicht heisst, dass die Lehrerin in der Weihnachtszeit keine Weih­ nachtsgeschichte erzählen darf. Was kann einem Kind der Glaube geben? Kürzlich zeigte mir ein zwölfjäh­ riges Mädchen einen Brief, mit dem Titel: «An den lieben Gott». Darin schreibt es, dass es Gott danken möchte, dass die Eltern, obwohl sie jetzt getrennt lebten, es ganz fest liebhaben würden, und auch, dass es so gute Freun­ dinnen habe, körperlich gesund

sei und Spass am Ballett habe. Auch wenn die nächste Zeit für alle in der Familie schwierig werde, sei es froh, dass Gott bei ihm sei und ihm Kraft gebe. Braucht ein Kind überhaupt den Glauben? Wenn die Eltern abends am Bett mit dem Kind beten, geben Sie ihm mit in den Schlaf: Da ist eine höhere Macht, die auf dich schaut und auf dich aufpasst, wenn die Eltern tief schlafen. Das kann dem Kind eine innere Grundsicherheit geben, die es als hilfreich erlebt und sein Selbstbewusstsein stärkt. Brauchen Kinder Religion oder «nur» Rituale? Bei allen Religionen gibt es Rituale für Geburt, Heirat, Krankheit und Tod. Ohne Ritua­ le wäre unser Leben langweilig, ohne Religion ein Stück ärmer. Und wie ist es zum Beispiel mit der Konfirmation? Konfirmationsunterricht hat mit Initiation zu tun. Viele Pfar­ rer machen das sehr gut und führen mit den Jugendlichen tiefe Gespräche über Ethik und Werte. Eine Gruppe von Jugend­ lichen kann so ohne Druck über wichtige Themen diskutieren und eine Gemeinschaft bilden.

Henri Guttmann (60) ist

Psychologe und Familien­ therapeut in Winterthur ZH.


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Beauty

Neue Rezepte gegen Falten

Der Alterungsprozess der Haut beginnt bereits mit 25. Die Forschung sucht gezielt nach neuen Wirkstoffen im Kampf gegen Falten. Sigrid Schneider, Leiterin Produktentwicklung Gesichtspflege bei Mibelle, über die neuesten Erkenntnisse in Sachen Anti-Aging. Text: Andrea Vogel

Sigrid Schneider, welches sind die neuesten Ergebnisse im Kampf gegen Falten? Es wird immer wieder versucht, neue Wirkstoffe am Markt zu etablieren. Derzeit wird intensiv über Alterungsprozesse der Haut geforscht und darüber, wie die Aktivität der Haut- und Hautstammzellen stimuliert werden kann. Vereinfacht gesagt, kommunizieren die Zellen miteinander. Wir erforschen, was diese Prozesse auslöst.

Ab wann sollten Anti-AgingProdukte verwendet werden? Verschiedene Faktoren beeinflussen die Hautalterung. Lebensweise, Ernährung, Alkohol und Rauchen spielen ebenso eine Rolle wie das biologische Alter oder die Gene. Man kann aber sagen, dass sich die Regenerationsprozesse der Haut ab 25 verlangsamen und Elastizität und Spannkraft abnehmen. Sinnvoll ist, ab etwa 30 Jahren Anti-Aging-Produkte zu

verwenden. Früherer Gebrauch ist nicht schädlich. Aber ist die Creme zu reichhaltig, kann sie die sehr junge Haut belasten. Daher sollte jede Kundin immer darauf achten, dass sie die Creme gut verträgt. Anti-Aging ist primär ein Marketingbegriff. Wie garantieren Sie, dass es wirkt? Indem wir Wirkstoffe suchen, die in vitro, im Reagenzglas, und in vivo, auf der Haut, eine sehr

gute Wirksamkeit zeigen. Das Kosmetikrecht schreibt vor, dass die Wirkung nachweisbar ist. Sonst wäre es nicht lauter im Sinne des Konsumentenschutzes. Mibelle führt ausgedehnte wissenschaftliche Wirkungsnachweise durch, um die Wirksamkeit der Cremes zu beweisen. Aber wie gewährleisten Sie eine Wirkung, zumal Cremes ja gar nicht in tiefere Hautschichten eindringen können?

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 97

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Falten gehören zum Älterwerden. Doch mit geeigneter Pflege lässt sich das Hautbild verbessern.

Die Kosmetik wirkt an der Oberfläche und in den oberen Schichten der Epidermis. Es gibt aber durchaus spezielle Wirkstoffe, die einen Einfluss auf die Zellmechanismen in den tieferen Hautschichten haben, wie zum Beispiel der von Mibelle-Biochemie entwickelte Wirkstoff DermCom. Sein Schlüssel liegt wie erwähnt in der sogenannten Zellkommunikation, durch welche die Neubildung von

Kollagen und Elastin angekurbelt wird. Wie wirkt es auf die Haut, wenn man nur eine Feuchtigkeitscreme benützt? Eine Feuchtigkeitscreme hat eine begrenzte Wirkung, weil sie nur über eine feuchtigkeitsspendende Wirkung verfügt. Eine Anti-Aging-Creme enthält zusätzliche Wirkstoffe, die längerfristig das Hautbild stärken und verbessern. MM

Innovation

Zellkommunikation hilft gegen Falten und Furchen Das Geheimnis liegt in der Krokuszwiebel: Die Forscher von MibelleBiochemie haben aus dieser Pflanze eine Essenz extrahiert, die nachweisbar die Neubildung von Kollagen und Elastin in der Haut ankurbelt. Unter dem Namen DermCom nutzt dieser Extrakt die Zell-zu-Zell-Kommunikation, um eine Wirkung in den tieferen Hautschichten zu erzeugen. DermCom bildet die Matrix der Haut, aktiviert die hauteigenen Wachstumsfaktoren und sorgt schlussendlich für ein glattes und pralles Aussehen. Das alles tönt ungemein wissenschaftlich. Merken müssen Sie sich darum nur etwas: Das Zoé Revital Anti-Falten Intensiv Balsam ist eine konzentrierte Pflege gegen die Hautalterung und glättet nachweisbar die Falten. Das ist doch das Wichtigste!

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 99

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Ratgeber

Doppelte E-Mails

Online­Kranken­ kassenvergleich: Smartie und Verivox machen Platzhirsch Comparis das Feld streitig.

Digital

Irrfahrt durch den Prämiendschungel Bis Ende November können Versicherte ihre Krankenkasse wechseln, um Prämien zu sparen. Bei den Rankings der Vergleichsdienste ist aber Vorsicht angezeigt. Text: Reto Vogt

O

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Illustration: Supertotto/2 Agenten

hne Aufwand viel Geld sparen: Einfacher als durch einen Kranken­ kassenwechsel ist das kaum möglich. Wer bis 30. Novem­ ber 2015 kündigt und dem bis­ herigen Anbieter gleichzeitig den neuen Krankenversicherer mit­ teilt, zahlt fortan dessen Prämien. Um den günstigsten Anbieter zu finden, war bis dato ein Besuch auf Comparis.ch unumgänglich. Ein lohnendes Geschäft für den Platzhirsch, hat er im vergangenen Jahr doch 10,8 Millionen Franken mit über 3,7 Millionen Prämienvergleichen der Kranken­ kassen­Grundversicherungen umgesetzt. Das bestätigt Com­ paris­Sprecher Felix Schneuwly. An diesem Kuchen wollen seit diesem Jahr Smartie.ch und Verivox.ch knabbern. Sie verdie­ nen das meiste Geld mit dem gleichen Geschäftsmodell wie der Marktführer und lassen sich von den Krankenkassen für die Ver­

mittlung von Kunden bezahlen. Thomas Löhrer, Marketingchef von Smartie.ch, erklärt: «Anders als Comparis erhalten wir nur dann eine Provision, wenn unsere Kunden tatsächlich einen neuen Vertrag abschliessen.» Auch Verivox bestätigt, nur an zustande gekommenen Abschlüssen zu ver­ dienen. Wie hoch diese sind, wol­ len beide Anbieter nicht verraten. Provision beeinflusst Ranking

Trotzdem müssen Nutzer in Kauf nehmen, dass Vergleichsportale ihnen nicht immer den günstigsten Anbieter nennen: An erster Stelle rangiert oftmals die Kasse, die die höchste Provision zahlt – das legt ein Vergleichstest anhand fünf erfundener Kundenprofile mit verschiedenen Altersklassen, Wohnorten, Versicherungsmodel­ len sowie Franchisen nahe: Nur gerade in zwei Fällen preisen Comparis, Smartie und Verivox dieselbe Kasse als die günstigste

Seit ich Outlook einge­ richtet habe, zeigt das Programm alle E­Mails doppelt an. Kann ich das korrigieren? Beat Nobel

an. Ansonsten liegen die angezeig­ ten Ergebnisse Fr. 9.30 bis Fr. 32.60 pro Monat auseinander – das sind bis zu 400 Franken im Jahr. Bei einem Wechsel sind womög­ lich aber nicht nur die Kosten entscheidend. Weitere Kriterien sind zum Beispiel die Kulanz, die Schnelligkeit bei Auszahlungen oder die Abwicklung von Krank­ heitsfällen. Dem tragen Comparis und Smartie Rechnung, indem sie ihre Nutzer die einzelnen Kran­ kenkassen nach verschiedenen Gesichtspunkten bewerten lassen. So ergibt sich eine Mischung aus harten und weichen Faktoren, aus denen die Kunden die für sie passenden wählen können. Auf diese Kriterien verzichtet Priminfo.ch, der Prämienrechner des Bundesamts für Gesundheit (BAG), genauso wie auf die Ver­ mittlung von Kundenkontakten. Dafür listet die neutrale Website in jedem Fall die günstigste Prämie immer zuoberst. MM

Die Duplikate unterscheiden sich von den Originalen durch das Änderungsdatum. Sortieren Sie die Nachrichten im ge­ wünschten Ordner (etwa Posteingang oder gesendete Ele­ mente), um Dubletten zu identifizieren.

Der Befehl Sortieren findet sich in Outlook 2007 und älteren Ver­ sionen unter: Ansicht/ Anordnen nach/Be­ nutzerdefiniert; in neueren Versionen unter: Ansicht/Anord­ nung/Ansichtseinstel­ lungen. Wählen Sie im Menü «Verfügbare Felder» die «Datums­/ Uhrzeitfelder» und sortieren Sie die Mails nach «Geändert». Be­ stätigen Sie mit Okay. Kontrollieren Sie kurz, markieren Sie sämtli­ che Dubletten mittels Maus und Tastatur und eliminieren Sie sie mit der Delete­Taste.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 101

Gesundheit

Impfung – ja oder nein? Beim Thema Impfen gehen die Meinungen auseinander: Wann sind sie sinnvoll, wann sogar geboten? Die wichtigsten Fakten und medizinischen Empfehlungen auf einen Blick. Die Tetanusimpfung ist schon im Kindesalter ratsam. Die Imp-

fung gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) empfiehlt sich in der Regel schon bei Kleinkindern, und zwar in sinnvoller Kombination mit den Impfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und Haemophilus influenzae, einen Erreger, der komplizierte Erkrankungen wie Hirnhaut- und Lungenentzündung hervorrufen kann. Wichtig sind regelmässige Auffrischimpfungen, bei Erwachsenen etwa alle zehn Jahre. Der HaemophilusImpfanteil ist ab dem fünften Lebensjahr nicht mehr nötig. Kontrovers diskutiert wird der Keuchhusten-Anteil, da Pertussis bei Erwachsenen zwar zunimmt, aber nur im Säuglingsalter lebensgefährlich ist.

Bild: Fotolia

Eine Masernimpfung senkt das Risiko lebensgefährlicher Komplikationen um das 500-Fache.

Die Masern bergen ein erhebliches Risiko: Bei bis zu zehn Prozent der Fälle tritt eine Hirnoder Lungenentzündung auf, wobei vor allem die Entzündung des Gehirns (Meningitis, Enzephalitis) bleibende Schäden oder gar den Tod (ein Todesfall pro 5000 Erkrankungen) verursachen kann. Eine Impfung verringert diese Risiken immerhin um das 500-Fache. Die Masernimpfung respektive die kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfiehlt sich im Alter von 12 Monaten, die Wiederholungsimpfung mit 15 bis 24 Monaten. Bei Mumps ist das Komplikationsrisiko übrigens deutlich geringer: 15 bis 20 Prozent der erkrankten Männer trägt eine Hodenentzündung davon, und einer von 10 000 Betroffenen erleidet eine Schädigung des Innenohrs mit Taubheit. Röteln sind ein grosses Risiko für Schwangere: Das Kind kann schwerste Schädigungen wie Herzfehler oder Sehstörungen

Impfen im Erwachsenenalter: auch eine Frage der Risikoabwägung.

davontragen. Frauen sollten sich deshalb in der Kindheit, spätestens aber im Jugendalter impfen lassen. Schwangere, die in der Kindheit an Röteln erkrankt sind, sollten einen Antikörpernachweis vornehmen lassen. Eine routinemässige Impfung gegen Hepatitis B empfiehlt sich bereits im Kindesalter. Denn

Hepatitis B birgt ein erhebliches Risiko: Bei zehn Prozent der Betroffenen verläuft die Krankheit chronisch. Pro Jahr sterben rund 800 000 Menschen an den Folgen der Erkrankung . Bei anderen Krankheiten wie Hepatitis A, Zecken-Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis hängt die Impfempfehlung von Faktoren wie Reisetätigkeit, Wohngebiet oder Beruf ab. Windpocken (Varizellen) sind eine typische Kinderkrankheit, weshalb sich eine Impfung

höchstens bei Erwachsenen empfiehlt, die keine Erstinfektion in der Kindheit durchgemacht haben. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs respektive humane Papillomaviren. Bei weitem nicht jeder grippale Infekt wie Schnupfen, Halsweh

oder Kopfschmerzen ist durch die richtige Grippe (Influenza) verursacht und kann deshalb auch bei Geimpften auftreten. Dies wird dann fälschlicherweise als unwirksame Impfung interpretiert. Tatsächlich ist die Impfung die wirksamste Vorbeugung gegen Grippe, vor allem bei entsprechendem Risiko wie Immunschwäche, chronischen Krankheiten, hohem Alter oder Gesundheitsberufen. MM Grippe-Impfcheck des BAG: www.impfengegengrippe.ch

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 103

Migros Bank

Welcher Begriff charakterisiert die Lage in der Finanzwelt am besten? Helfen Sie mit bei der Wahl des «Finanzworts des Jahres». Der «Frankenschock» im Januar oder auch die Griechenlandkrise im Sommer verdeutlichen es: An den Finanzmärkten herrschen unruhige Zeiten. Doch woher kommt diese Nervosität? Weltweit leidet die Wirtschaft unter einer hartnäckigen Wachs­ tumsschwäche. Die nebenstehende Grafik zeigt den konstant negativen Trend während der letzten 50 Jahre. Seit der Finanzkrise stellt sich im­ mer dringlicher die Frage, ob dieser Trend bald wieder dreht oder ob die wirtschaftliche Stagnation zum Normalzustand wird. Drei grosse ökonomische Experimente ver­ folgen das ambitionierte Ziel, neue Wachstumskräfte freizusetzen – vorerst mit ungewissem Ausgang. 1. Geldpolitik. Weltweit stehen die Geldschleusen so weit offen wie nie zuvor. Die Notenbanken haben damit Neuland betreten. Deshalb gibt es kaum Erfahrungs­ werte zu den Folgen: Kann die Geldpolitik die Konjunktur effektiv ankurbeln? Und wie gross ist die Gefahr, dass dadurch neue Finanz­ blasen entstehen? Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

2. Europäische Währungsunion. Der Euro ist ebenfalls ein Expe­ riment auf unbekanntem Terrain. Schafft die Einheitswährung die Basis für neues Wachstum?

A

Beunruhigend: Der Wachstumstrend zeigt nach unten 8% 6% 4% 2% 0% –2% –4% –6%

65 70 75 80 85 90 95 00 05 10 15

Das jährliche Wirtschaftswachstum der G7-Staaten (USA, D, F, I, JP, CA und GB)

Oder bremsen die Spannungen unter den Mitgliedsländern vielmehr die wirtschaftliche Entwicklung? 3. Transformation in China. Bei­ spiellos in der Geschichte ist auch der Übergang des chinesischen Milliardenreichs von der Plan­ zur Marktwirtschaft. Doch der sagen­ hafte Aufschwung ist ins Stocken geraten: Kann die Kommunistische

Partei einen Einbruch des Wachs­ tums verhindern? Mit unserer Wahl des «Finanz­ worts des Jahres» wollen wir diese offenen Fragen rund um die Finanzmärkte ausloten. Dazu in­ teressiert uns Ihre Einschätzung: Welches Schlagwort charakterisiert Ihrer Meinung nach die aktuelle Lage in der Finanzwelt besonders treffend? Beim Thema sind Sie völlig frei, die oben genannten Beispiele sollen lediglich der Inspiration dienen. Teilen Sie uns Ihren Vor­ schlag mit auf der Internetsite www.blog.migrosbank.ch. Die Einsender der drei besten Vor­ schläge gewinnen ein Mittagessen mit der Jury. Diese besteht aus dem früheren Bankier Oswald Grübel, der Finanzprofessorin Sita Mazum­ der, dem Schriftsteller Michael Theurillat, dem Finews.ch­Gründer Claude Baumann sowie Albert Steck von der Migros Bank. Den von der Jury gewählten Begriff stellen wir am 30. November an dieser Stelle vor. Übrigens: Unser «Finanzwort des Jahres 2014» lautete «Nullzins­ politik» – kurz darauf wurden in der Schweiz Negativzinsen eingeführt. Die Wahl zum «Finanzwort des Jahres» wird organisiert von der Migros Bank und dem Finanzportal Finews.ch. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme bis am 15. November unter Blog.migrosbank.ch.

Mamma mia

Brust raus!

«Am Anfang machten wir es nur daheim, doch mit der Zeit fielen die Hemmungen. Einkaufszentrum, Café, S­Bahn – dauernd sass ich oben ohne an einem öffent­ lichen Ort und stillte mein Baby. Meine Brüste haben die Welt gesehen …»

öffentlich stillten. Voller Stolz, voller Selbstbewusstsein – und manchmal auch mit der nötigen Portion Trotz. Es gab auch negative Reaktionen. Nackte Busen gehörten nur ins Schlafzimmer, schrieb Herr W., und Frau S. sprach von Exhibitionismus.

Mit diesen Worten begann eine meiner ersten Kolumnen. Der Text entwickelte sich zum Hit. Ich erhielt etliche Mails von Müttern, die ebenfalls

Obwohl das erst drei Jahre her ist, hat sich viel getan. Gerade gestern sah ich ein stillendes Mami mitten im Kaufhaus. Manche Passanten

guckten dezent weg, um nicht zu stören, andere guckten gerührt hin. Hochgezogene Augenbrauen sah ich keine. Es dauert, bis sich die Ge­ sellschaft an neue Bilder gewöhnt. Aber irgendwann ist es soweit. Dazu passt diese Pressemeldung: Der amerika­ nische «Playboy» will neu auf Fotos von nackten Damen ver­ zichten. Das ist klug. Nackte Brüste ohne Baby sind nämlich out – und nackte Brüste mit Baby sind keine Meldung wert.

Bettina Leinenbach (38)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


104 | MM45, 2.11.2015 | LEBEN

Kinder

Zuckersüsser Riese Gesund und sehr fein ist der Saft des Zuckerahorns. Jetzt im Herbst leuchten seine Blätter farbig. Im Frühling kann man seinen süssen Saft abzapfen. Text: Patricia Brambilla

Während des Indian Summer spielt diese süsse Ahornart die Hauptrolle. Wenn die Nächte kühler werden und die Tage noch schön sonnig sind, färben sich die Blätter bunt: von Grün über Gelb und Orange bis hin zu Scharlachrot – bevor sie braun werden und zu Boden fallen.

Illustrationen: bunterhund.ch

Sein helles Holz mit der feinen Maserung lässt jedes Schreiner­ herz höherschlagen. Besonders gern wird es auch für die Hälse von E-Gitarren verwendet.

Auf der kanadischen Flagge ist das Blatt eines Zuckerahorns zu sehen, der ur­ sprünglich aus Nord­ amerika kommt und nicht mit dem euro­ päischen Spitzahorn zu verwechseln ist.

Die Ahornfrüchte ha­ ben zwei lange Flügel und werden deshalb auch Flügelfrüchte genannt. Im Herbst lieben es die Kinder, diese propellerartigen Gebilde aufzusam­ meln und fliegen zu lassen.

Man muss nur einen Zapfhahn in die Rinde stecken, und schon fliesst der Sirup …

Der Zuckerahorn erreicht eine Höhe von bis zu 45 Metern und kann bis zu 250 Jahre alt werden! Er wird angebaut, um den berühmten Ahorn­ sirup zu gewinnen. Wie sein Name sagt, pro­ duziert der prächtige Baum über die Photo­ synthese Zucker. Diese Saccharose wird den Winter über in den Wurzeln in Form von Stärke

gespeichert. Um den Stoffwechsel im Frühling anzukurbeln, pumpt der Baum Wasser aus dem Boden und transportiert dieses von den Wur­ zeln in die Knospen, wobei es auf dem Weg mit dem gespeicherten Zucker angereichert wird. Dieses gezuckerte Wasser wird gewonnen, in­ dem man die Rinde anschneidet. Nun braucht man nur noch das Zuckerwasser in einem Eimer aufzufangen. Damit aus der Flüssigkeit Ahorn­

sirup wird, kocht man diese ein. Und jetzt: ein Holzfällerhemd anziehen, Crêpes zubereiten und diese mit einer tüchtigen Portion Ahornsirup servieren. Und das mit gutem Gewissen, denn das Süssungsmittel enthält weder Zusatz­ noch Farbstoffe, dafür viele Mineralstoffe und ist erst noch kalorien­ arm. Und dem Caramelaroma kann man einfach nicht widerstehen, oder? MM


LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 105

(Luana, 10)

Ein Tesla ist ein Auto aus Amerika, ein edles «Smartphone auf Rädern». Es ist viermal so teuer wie unser Opel, beschleunigt dop­ pelt so schnell und ist anders als alle Autos, die du kennst: Es fährt mit Strom statt Benzin. Es hat also keinen Verbrennungsmotor, der Lärm und Gestank produziert. Lei­ se surrend flitzt es als «Strom­ rakete» in eine neue Auto­Zukunft. So sind die Tage der Autos mit Aus­ puff gezählt. Die alten Stinker, mit denen wir heute noch herumkut­ schieren, werden bald vergessen

sein – so wie die Fax­ und Videoge­ räte, die du gar nicht mehr kennst. Es gibt auch andere Marken, die Elektro-Autos produzieren, aber Tesla hat als erstes Unternehmen das E­Auto so richtig chic gemacht. Promis wie Johnny Depp, Jay Z und Cameron Diaz fahren Tesla. Unsere Bundesrätin Doris Leut­ hard ebenso. Ausserdem setzt Tes­ la siegesgewiss auf volles Risiko. Die Firma investiert immense Summen in die Lösung der Proble­ me, die den E­Autos bisher im

Rätselspass KENNST DU DIE SPIELREGELN? Nina, Hugo und Tobi spielen für ihr Leben gern Karten. Doch manchmal kommt es im Baumhaus zu Meinungsverschiedenheiten. Hugo will sich einfach nicht an die drei Spielregeln halten, die für fast alle Kartenspiele gelten. Kennst du sie? Dann kreuze sie für Hugo ganz deutlich an.

die Fragen ihrer Töchter (14, 10, 7).

Leo schläft im Unterricht. Der Lehrer weckt ihn: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der richtige Platz zum Schlafen ist!» Darauf Leo: «Es geht schon. Sie müssen nur leiser sprechen!»

ert.

pielsweise eine Murmel) Der Preis für ein verlorenes Spiel (beis en. werd hlt muss, wie vorher abgemacht, beza en zu schauen, ist nicht erlaubt.

de schlägt. onnen, wenn die Uhr eine volle Stun Lösung: 1, 4, 5

Ein Spiel ist dann gew

Gabriela Bonin (48) beantwortet

Nina: «Wieso ist die CD, die ich dir geliehen habe, so zerkratzt?» Tobi: «Ich habe die besten Lieder markiert!»

nicht gegessen werden, Schoggikuchen darf beim Spielen das gibt Flecken auf die Karten.

Einem anderen Spieler in die Kart

Da fehlte nur noch der Betrug von VW: Du erinnerst dich, die haben mit ihren Dreckmotoren alle angelogen. Dieser Skandal brachte den E­Autos erst recht Aufwind. Wollen wir wetten, wer von euch drei Schwestern als erste die Fahr­ prüfung in einem Tesla ablegt? MM

«Seraina, wie viel ist sieben mal sechs?», fragt die Lehrerin. Seraina: «Keine Ahnung, die Batterie in meinem Taschenrechner ist leer!»

von allen Die Rundenzahl, die vor dem Spiel gilt. e, gemeinsam festgeleg t wurd

Der Ältere gibt immer nach und verli

Wege standen: Sie baut ein riesiges Netz an Elektro­Tankstellen auf, entwickelt neuartige Batterien und bringt demnächst einen Mittel­ klassewagen auf den Markt, den sogar wir uns leisten könnten.

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 107

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er überwiegende Teil heutiger Lampen besteht aus Alumi­ nium, Edelstahl, Chrom oder Glas. Deshalb hat Stückholz es sich zur Aufgabe gemacht, moderne Leuchten aus dem Naturmaterial Holz zu fer­ tigen. Das Resultat ist eine neu­ artige Symbiose aus hochwer­ tigem Massivholz, schlichter Eleganz und der aktuell fort­ schrittlichsten LED­Technik. Die Ständerleuchte Eiger aus amerikanischem Nussbaum wird in der Schweiz hergestellt und sorgt mit einem hochwer­ tigen LED­Streifen über die ganze Höhe für angenehmes Licht in der Wohnung. Gemeinsam mit Galaxus.ch verlosen wir drei dieser trendi­

gen Schmuckstücke im Wert von je 1148 Franken. Die Steuerung der LEDs geschieht über den Touch­Dimmer auf der Obersei­ te der Leuchte. Durch Berühren des Sensors kann das Licht gedimmt sowie ein- und aus geschaltet werden. Der Dimmer verfügt ausserdem über eine Memory­Funktion und merkt sich den vorher eingestellten Dimmwert auch nach erneutem Einschalten. Ideal für indirekte Beleuchtung

Hochwertige Samsung­LED­ Chips leuchten über die gesamte Lampenlänge von 152 Zentime­ tern hinter einer matten Kunst­ stoffabdeckung. Zudem sind die LEDs so nahe aneinanderge­ reiht, dass ein unterbruchfreies

und durchgängiges Licht ent­ steht. Die Lichtfarbe Warmweiss (2700 Kelvin) ist ähnlich an­ genehm wie die Lichtfarbe einer herkömmlichen Glühbirne. Das LED­Profil ist an einer der vier Ecken im amerikanischen Nussbaumholz angebracht. In einer indirekten Beleuchtungs­ situation schafft die Leuchten­ kreation Eiger eine besonders schöne Lichtatmosphäre. Wir empfehlen darum, die Ständer­ lampe mit dem Lichtstreifen gegen eine Wand zu stellen. Versuchen Sie Ihr Glück und nehmen Sie an der Verlosung dieser einzigartigen Stehleuchte teil. Dann können die dunklen Wintertage kommen. MM Weitere Stückholz-Leuchten finden Sie unter: www.galaxus.ch/stueckholz

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Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 109

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 111

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Füsse

W Arme

U Achseln

2. Wer gewann die Fussball-Weltmeisterschaft 2015 bei den Frauen? N Schweiz

O Deutschland

I

USA

L

Baar

E

Lac des Brenets

3. Wo befinden sich die Höllgrotten? T

Vitznau

G Schwyz

So nehmen Sie teil

4. Welcher dieser Seen entstand erst 1749? D Lac de Derborence

I

Lac de Joux

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5. Welche Muttersprache wird in der EU am häufigsten gesprochen? S

Spanisch

B Deutsch

R Französisch

6. Nach einem Freiheitskämpfer ist … benannt. E

Mexiko

T

Brasilien

A Bolivien

7. Wie werden im Internet Menschen ohne Internetzugang beschrieben? I

pacem

C pona

R proutz

8. Wo sprach man 1989 von der «samtenen Revolution»? H Tschechoslowakei

M Bulgarien

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

K Ungarn

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 42: Bachmann Verena, Menziken AG; Elia Wahlen, Lommiswil SO; Jörg Zurkirchen, Zürich

Auflösung Nr. 43: ROTSTIFT

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 2 1

E Auflösung Nr. 44: REGAL Gewinner Nr. 43: Bernhard Frutig, Oftringen AG; Lothar Litzel, Balgach SG; Rösi Iten, Unterägeri ZG

3 4

ANGURT EN AT T ENDRE EKKLES I A JUL I ENNE LASVEGAS P I PETTEN STURHE I T UNT ENHER VERNUNF T WU E S T U N G 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.11.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


PLANTO-SLIM Sättigungskapselnn helfen Ihnen beim Bekämpfen von

Übergewicht, Bierbäuchen und Reiterhosen! Qualvolle Entbehrungen sowie langwierige Diäten entfallen PLANTO-SLIM ist ein in Deutschland unter strengen Kontrollen hergestelltes, zertifi ziertes Medizinprodukt, das sowohl der Behandlung von Überge-

wicht, wie auch der Gewichtskontrolle dient. Erfahren Sie jetzt, wie Sie mit PLANTO-SLIM Ihr Wunschgewicht erreichen können.

Das sind die zwei Hauptgründe zur Bekämpfung von Übergewicht VORHER V Unterhaut-Fett Überschüssiges Fett ausserhalb der Bauchwand Unterbauch-Fett Überschüssiges Fett um die inneren Organe herum

Um ganze Arbeit zu leisten, muss überschüssiges Fett im Unterhaut- und im Unterbauchbereich beseitigt werden. Durch eine Fettabsaugung lässt sich zwar das Unterhaut-Fett chirurgisch entfernen, nicht aber das für die Gesundheit potentiell gefährliche UnterbauchFett. Das Unterbauch-Fett ist nur durch den körpereigenen Fettstoffwechsel abbaubar. PLANTO-SLIM kann dazu beitragen, dass Sie nebst Unterhaut-Fett AUCH Unterbauch-Fett abbauen.

D

ie Basis von PLANTO-SLIM bildet ein pflanzlicher Inhaltsstoff namens Konjak-Glucomannan, der in Japan seit jeher in der Küche verwendet wird und sehr wahrscheinlich mit ein Grund für das fast gänzliche Fehlen übergewichtiger Personen in Japan ist.

=

Unterhaut-Fett Fett-Reduktion ausserhalb der Bauchwand Unterbauch-Fett Fett-Reduktion um die inneren Organe herum

Natürlicher Wirkstoff mit erstaunlicher Wirkung Das für die PLANTO-SLIM Kapseln speziell aufbereitete Pulver Konjak-Glucomannan, wird aus der Konjak-Wurzel gewonnen. Mit Wasser eingenommen, quillt das Pulver im Magen sofort um ein Vielfaches auf. Dies ermöglicht ein vorzeitiges Sättigungsgefühl. Gleichzeitig reguliert es als wertvoller Ballaststoff die Verdauung. Zu guter Letzt wird es unverdaut auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

PLANTO-SLIM wird aus der Knolle der in Asien beheimateten Pflanze Amorphophallus Konjak gewonnen.

PLANTOSLIM – und der Hunger ist weg!

+

NACHHER

1

Vor dem Essen 2 bis 3 Kapseln Planto-Slim

2

mit einem grossen Glas Wasser einnehmen.

3

Der Kapsel-Inhalt kann die 50-fache (!) Wassermenge seiner Eigenmasse binden und sorgt so für ein vorzeitiges Sättigungsgefühl.

Regulieren Sie Ihr Körpergewicht Sie können den Sättigungsgrad ganz einfach regulieren, indem Sie einfach vor jeder Mahlzeit zwei bis drei Kapseln einnehmen. Die Gewichtsreduktion ergibt sich daraus, dass Sie weniger essen. Es funktioniert – Sport ist nicht zwingend Personen mit ernährungsbedingtem Übergewicht können dank diesen Sättigungskapseln, indem Sie weniger Essen, kontrolliert Gewicht verlieren. Sport ist nicht zwingend - wir empfehlen Ihnen jedoch einen täglichen Spaziergang zum Erhalt der Beweglichkeit. Idealgewicht PLANTO-SLIM Sättigungskapseln sind eine mögliche Lösung zur Behandlung des Übergewichts und zur Gewichtskontrolle. Bei krankhafter Fettsucht kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

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Einfach und sofortwirkend abnehmen! Nur 2 bis 3 Kapseln PLANTO-SLIM vor jeder Mahlzeit mit Wasser eingenommen, bewirken ein vorzeitig eintretendes Sättigungsgefühl, wodurch Sie automatisch weniger essen. Dadurch können nicht nur das schwabbelige Unterhaut-Fett, der Hüftspeck und die Reiterhosen verschwinden, sondern auch das für die Gesundheit potentiell gefährliche Unterbauch-Fett, was den “Bierbauch“ verursacht.

BESTELLSCHEIN JA, ich will mein Übergewicht durch eine natür-

liche Gewichtskontrolle kontrollieren und bestelle gegen Rechnung (10 Tage) und Versandkostenanteil (Fr. 6.90): (Bitte ankreuzen)

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LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 113

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

4

7

Auflösung Nr. 44: 138

3 4

1 4 5 9 3 7 2 6 8

5 8 6 9 3 1 7

8 8 6

2 3 9 5 7 4 3 1 2

1 6 2 5

3 9 2 6 8 1 4 7 5

7 8 6 5 2 4 3 1 9

2 6 9 1 4 5 8 3 7

5 1 8 3 7 6 9 4 2

4 3 7 8 9 2 6 5 1

9 2 1 4 5 3 7 8 6

6 7 3 2 1 8 5 9 4

8 5 4 7 6 9 1 2 3

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.11.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 43: Trudi Stettler, Bern; Susi Würsten, Gstaad BE; André Sorber, Monthey VS; Claudia Tinguely, Onex GE; Hans Wüst, Thal SG

1

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 2 3 2 miteinander verbunden 3 2 sein. Verboten: Kreuzun1 gen, diagonale Brücken 2 4 und mehr als zwei Linien.

1 1 2 3 2 4

Auflösung Nr. 43

1

4 4

4 1 1 3

1

1

3

1

1

0

4

2

3

4

1 2

2 1

2 4

3

4 3 2

3

4

1

2

5

Auflösung Nr. 43: 2

2 3

6 2

1 2

4 1

3 4 1

3

1

2

2 3 3

2

4 2

2

3

3

2

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1

2 4

1

2

2 3 3 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild

Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor) Ressort M-Aktuell: Prepress: Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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116 | MM45, 2.11.2015 | LEBEN

Unsere Welt

Auf der Kundenliste des Designertrios Big-Game stehen Firmen wie Alessi oder Nespresso und seine Werke werden im New Yorker MoMa und im Pariser Centre Pompidou ausgestellt. Jetzt haben Elric Petit, Augustin Scott de Martinville und Grégoire Jeanmonnod den Design Preis Schweiz erhalten. Text: Claudia Langenegger Bilder: Jeremy Bierer 2

Bilder: iStock, Getty Images

«Wir sind grosse M-Budget-Fans»


LEBEN | MM45, 2.11.2015 | 117

1 Unsere Lieblingsbar «Die Bar Tabac

in Lausanne hat ein zeitgemässes Flair, ein grosses Fenster auf die Strasse hin. Und es hat klassisches Schweizer Design, Stühle von Max Bill. Wir mögen das ge­ mischte Publikum: Es treffen sich Einhei­ mische und internationale Bewohner.» 2 Unser Hirsch «Unser erstes Produkt!

Jagdtrophäen sind oft schwere Objekte, die man vererbt. Uns gefiel die Idee, dass man seinen Hirsch in einer Schachtel kaufen und zusammenstecken kann.» 3 Unser Fluchtort «Wir müssen nur raus

aus der Stadt, und schon sind wir in den

3

Name: Grégoire Jeanmonod (37)

ist aus dem Waadtland, Elric Petit (37) aus Belgien, und Augustin Scott de Martinville (35) ist Franzose (in Peking und Hongkong aufgewachsen). Beruf und Lebenslauf: Kennen­ gelernt haben wir uns an der École Cantonale d’art in Lausanne (écal) und wurden gute Freunde. 2004 begannen wir zusammen­ zuarbeiten und gründeten Big­Game. Lausanne ist der ideale Ort: nahe Paris und Mailand, wo wir oft an Messen sind. Wir reisen viel: an Ausstellungen in Barcelona und Mexiko­City sowie zu Kunden nach Japan. Wir arbeiten seit elf Jahren zusammen und haben das Glück, von unserer Arbeit leben können. Es freut uns sehr, dass wir für unsere Leistung den Design Preis Schweiz in der Kategorie Merit erhalten haben.

Unser Lieblingsprodukt

1

«Wir sind grosse Fans der M­Budget­Linie. Wir lieben die Kohä­ renz von Grafik und all­ täglichem Produkt. Das Loch in der Mitte der Rolle ist einzigartig.» 4

5

Rebbergen des Lavaux. Die Gegend ist der ideale Ort, um sich zu entspannen oder auch um feinen Wein zu trinken. Das ist der beste Gegensatz zur Betriebsam­ keit an Messen oder im quirligen Japan.» 4 Unser Atelier «Da wir alles zu dritt

entwickeln, ist es sehr wichtig, einen gemeinsamen Arbeitsplatz zu haben. Das hier war eine alte Schreinerei. Wir ziehen in grössere Räumlichkeiten um.» 6

5 Unser Vorbild «Der italienische

Designer Achille Castiglioni hat ikonische Gegenstände geschaffen, die sehr funktional und zugänglich sind.» 6 Unsere Tiere «Die Eulen, ‹Les Chouet­

tes›, haben wir für eine französische Fir­ ma entwickelt: Eichenholz, eingestanzte Augen, ein Loch als dunkle Pupille. Die Augen sind mit phosphorisierender Far­ be gemalt und leuchten in der Nacht.»


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