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Migros magazin 45 2014 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 www.migrosmagazin.ch

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Schaf-Krimi

Herbert Zurbriggen wurden 14 seiner seltenen Schafe gestohlen. Eine Spurensuche im Saaser Tal. I 16

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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

INHALT | 7

EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Endspurt im Garten

Es war ein tragischer und zugleich selten dummer Fall: Als im September einige Saaser Züchter ihre Schafe von den Alpweiden ins Tal treiben wollten, waren 103 Tiere verschwunden. Was besonders tragisch war: Alle Schafe gehörten der fast ausgestorbenen Rasse der Saaser Mutten an. Eine tagelange Suche brachte nichts, die wunderschönen Schafe mit den langen Ohren und dem traurigen Blick blieben verschwunden.

Bild: Herbert Zimmermann

Polizeiermittlungen führten schon bald zur Verhaftung zweier italienischer Schafhirten, Vater und Sohn. Offensichtlich haben die beiden die seltenen Tiere verkauft, um ihre Schulden zu begleichen, und damit einen Viertel der gesamten Rasse ausgelöscht. Es ist zu befürchten, dass die Schafe beim Metzger gelandet sind. Wie die Züchter mit dem fast unersetzlichen Verlust umgehen, lesen Sie ab Seite 16.

156 | MEINE WELT Mit «Der rote Seidenschal» hat sie sich in die Herzen einer ganzen MädchenGeneration geschrieben: Seither hat Federica de Cesco fast 100 Bücher verfasst.

MIGROS-WOCHE

SAISONKÜCHE

Mehr Freude am sich schliessenden Jahr hatten viele Gartenfreunde. Zum Abschluss der Saison hat unsere Garten-Community-Betreuerin Almut Berger die Leserschaft aufgefordert, Bilder von ihrem gelungensten diesjährigen Projekt einzuschicken. Hereingeschneit kam ein kunterbuntes Potpourri an herrlichen Blumenfeldern, gepflegten Gemüsegärten, renovierten Sitzplätzen oder hübschen Rabättli. Die schönsten präsentieren wir Ihnen auf Seite 130 und viele weitere im Internet.

GENERATION M

IHRE REGION

MENSCHEN

LEBEN

An der Einsendung von Christiane Bartosch aus Dielsdorf ZH hatten wir besondere Freude. Sie schreibt: «Im April verschenkte unsere Migros-Filiale Blumensamen von Alnatura. Ich habe vier Blumenkisten besät, und die Blumen haben sich erfreulich entwickelt. Wir mussten eine zweistufige Blumenkistentreppe anschaffen, damit man die Pracht richtig präsentieren konnte.»

AKTUELL

Das Resultat kann sich sehen lassen. Da freuen wir uns gleich auf den nächsten Frühling! Aber erst einmal gehen die Gärten und damit auch unser Gartenblog in die wohlverdiente Winterpause.

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

8 | Aktuelles

10 | Bioreis aus fairem Anbau.

16 | 24 | 31 | 32 | 38 |

Schafraub im Wallis Schwarz, schwul und auf der Flucht Kolumne: Der Hausmann. Studium von zu Hause aus Interview: Honeckers Leibwächter.

44 | Die neuen Fitness-Studios 47 | Rudolf Strahm zur Berufsbildung

SCHAUFENSTER

55 | 61 | 63 | 97 | 98 | 101 | 103 | 105 | 107 | 109 | 111 | 113 | 115 |

Weihnachtsbäckerei ist eröffnet Kräftiger und aromatischer Kaffee Apérogebäck bleibt länger frisch Bratbutter für alle Fälle Drehverschluss: Gewusst wie! Bio-Eier zurückverfolgen: So gehts Extraknuspriges Müesli Caramelnougat-Seasalt-Kugeln Lasagne wie hausgemacht Naturreine Säfte von Anna’s Best Für Hals, Herz und Gaumen Mega-Jackpot: 1 Million zu gewinnen Für Schneehäsli und Tiger-Meitli

116 | Paolo Basso, Sommelier

123 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

130 | 134 | 138 | 140 |

Das war das Gartenjahr 2014 So erziehen die Franzosen ihre Kinder Eingebildete Freunde Das neue iPad Air 2 im Test

MEINE WELT

156 | Schriftstellerin Federica de Cesco

RUBRIKEN 13 | 145 | 147 | 154 |

Forum: Leserbriefe/online Glücksgriff Rätsel/Impressum Cumulus

EXTRA AUTO

68 | Verbrauch senken: Die Plug-inHybrid-Technik solls richten 73 | Ein Wiedersehen mit Legenden 76 | Autoland Schweiz: Die Zahlen 86 | Die Smart-Chefin im Interview 91 | Sparsam fahren und gewinnen 94 | Welcher Golf passt zu Ihnen?

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MIGROS-WOCHE 8 |

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AKTUELLES

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

NEWS

«Migros KIDS School» wird unabhängig

Eine berühmte Schule wird unabhängig: 15 Jahre lang haben die Migros, die Stiftung «KIDS Köln» sowie viele Spender den Aufbau der «Migros KIDS School» in der südindischen Stadt Tirupur unterstützt. Diese Institution soll in der Textilmetropole ein Zeichen gegen Kinderarbeit setzen, und dies ist ihr auch gelungen: Heute besuchen 1500 Kinder die Privatschule, die in der Region einen ausgezeichneten Ruf geniesst. Aufgenommen werden nur Mädchen und Buben aus Familien, die im Monat nicht mehr als rund 100 Franken verdienen. In Zukunft wird die Schule durch Beiträge von lokalen Textilproduzenten sowie durch bescheidene Schulgebühren finanziert.

Von rauer Natur umgeben: Die zertifizierte Zuchtanlage in Nordnorwegen.

Mit gutem Gewissen Lachs essen REGION BASEL

Elvis’ Stimme in Basel

Am 8. Januar 2015 würde Elvis 80 Jahre alt. Zwar ist er seit 37 Jahren tot, aber seine Musik lebt. Bis heute kommt niemand am King of Rock ’n’ Roll vorbei. Weltweit wird er gecovert, geremixt und imitiert. Sein Anwesen Graceland ist heute eine Elvis-Pilgerstätte. Am 21. November kommt The Voice of Elvis, der dreifache Imitationseuropameister, mit seiner Show «One Night in Vegas» nach Basel. Weitere Infos zur Show und zu den Vergünstigungen nächste Woche auf den Regionalseiten www.topact.ch

S

chroffe Felsen und Fjorde mit eiskaltem, klarem Wasser – die Landschaft im Norden Norwegens ist ebenso schön wie rau. Mitten in dieser wilden Natur befindet sich die Lachszuchtanlage Lerøy Aurora, die im Frühling von der internationalen NonProfit-Organisation Aquaculture Stewardship Council (ASC) zertifiziert worden ist. Das ASC-Gütesiegel garantiert, dass die Fischzucht nachhaltig ist: So muss unter anderem die Wasserqualität regelmässig kontrolliert werden, und das zur Fütterung verwendete Fischmehl und -öl darf nicht aus überfischten Bestän-

den stammen. Neu hat die Migros Rauchlachs aus dieser norwegischen Zucht im Sortiment. Sie ist damit die erste Schweizer Detailhändlerin, die Rauchlachs mit dem ASC-Gütesiegel anbietet. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem ambitionierten Ziel: Bis ins Jahr 2020 will die Migros nur noch Fischprodukte aus nachhaltigen Quellen anbieten. Bereits heute ist diese Vorgabe bei 94 Prozent der Fische und Meeresfrüchte im Migros-Sortiment erfüllt. Die betreffenden Produkte stammen also aus nachhaltigen Zuchtanlagen oder aus schonendem Wildfang.

Neu in der Migros: Rauchlachs mit ASC-Gütesiegel.

Bilder: Norwegian Seafood Council, Monika Flückiger, StockFood

Als erste Schweizer Detailhändlerin führt die Migros Rauchlachs aus garantiert nachhaltiger Zucht ein.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

MIGROS-WOCHE

AKTUELLES | 9

RÜCKRUF

Bibi-Excellence- und Milette-Nuggis

FRISCH IN DER MIGROS

Süsse Winterfrucht

Sie ähnelt im Aussehen einer Tomate, erinnert im Geschmack an Pfirsich oder Zuckermelone, und man kann sie samt Schale essen: Die Kaki Persimone enthält anders als andere Kakisorten kein Tannin und keine Kerne, dafür viel Vitamin A und C. In der Küche passt sie zu Pouletfleisch, in süss-scharfe Currysaucen oder zu Chutney verarbeitet. Anzeige

Die Schweizer Firma Lamprecht AG ruft 15 Nuggisorten der Marke Bibi Excellence zurück, da diese eine europäische Norm zur Zugkraft nicht erfüllen. Ebenfalls vom Rückruf betroffen sind zwei Milette-Nuggis des gleichen Herstellers. Die Tests haben gezeigt, dass sich bei entsprechender Belastung der Saugteil vom Mundschild lösen könnte. Die insgesamt 17 Nuggivarianten sind seit April 2014 im Verkauf. Die Migros bittet darum, diese Nuggis nicht mehr zu verwenden. Sie können gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in die Migros-Filialen zurückgebracht werden. Nicht betroffen sind sämtliche Nuggis der Marken Mam und Avent.


GENERATION M 10 |

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BIOREIS

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Reis, von dem alle profitieren

Der M-Industriebetrieb La Riseria lässt in einem Pionierprojekt Biobasmatireis in Nordindien anbauen. Die lokalen Kleinbauern erhalten spezielle Abnahmegarantien.

R Stolz auf das Pionierprojekt: Daniel Feldmann, Leiter La Riseria.

eis stellt für rund die Hälfte der Erdbevölkerung das Hauptnahrungsmittel dar. Eine der edelsten Reissorten – Basmati – wird auch heute noch hauptsächlich von indischen Kleinbauern angebaut und ist vor allem für den Export bestimmt. Um die hohen Ertragsziele zu erreichen, setzen Bauern in den traditionellen Anbaugebieten in Zentral- und Südindien oftmals Düngemittel und Mittel zur Schädlingsbekämpfung ein, was später im Reis nachweisbar ist. 2010 standen die Verantwortlichen der zur M-Industrie gehörenden La Riseria vor einer Grundsatzentscheidung: Wie stellt man eine langfristige, nachhaltige Beschaffung von qualitativ hochklassigem Basmatireis für die Migros sicher? «Uns war klar: Wir mussten neue, unbelastete Anbaugebiete finden», erinnert sich RiseriaChef Daniel Feldmann.

Ein Bauer aus Jammu und Kashmir bringt seine getrockneten Reispflanzen zum Dreschplatz.

Strenge Kontrollen ermöglichten die Biozertifizierung

Seit Anfang Oktober im Migros-Sortiment: Der Basmati mit Biogütesiegel.

Fündig wurden die Reisexperten der Riseria schliesslich in Nordindien, konkret im Bundesstaat Jammu und Kashmir. Bereits nach der ersten Ernte stand fest: Der Basmatireis hat die geforderte, hohe Qualität und wird nach biologischen Grundsätzen angebaut – auf den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden wird verzichtet. Im Mai 2012 kam der Basmati unter der Marke Mister Rice in die Migros-Filialen. Und neu ist er nun seit Anfang Oktober mit dem Biogütesiegel im Sortiment der Detailhändlerin zu finden. Um die Biozertifizierung zu erlangen, wurden in den letzten Jahren Aussaat, Anbau und Ernte des Basmatireises von unabhängigen lokalen Kontrollinstanzen ständig überwacht. Unabhängig davon besuchten die Spezialisten der Riseria regelmässig das Anbaugebiet und entnahmen zum Beispiel Bodenproben, die in der Schweiz untersucht werden. «Wir haben hier Pionierarbeit geleistet und gingen Risiken ein», hält Feldmann fest. Die lokalen Bauern bauten das erste Mal Basmatireis an, der für den Export bestimmt war. «Wie werden

die Erträge ausfallen, erfüllen sie die hohen Qualitätskriterien? Werden die Liefertermine eingehalten? Diese Fragen stellten sich damals, aber der Aufwand hat sich gelohnt.» Die Bauern in Jammu und Kashmir bauen den Reis auch heute noch wie ihre Vorfahren an. «Doch diese vermeintliche Rückständigkeit war für uns eine Chance», hält Feldmann fest. Konkret: Da der Reis dieser Region nie für den Export bestimmt war, kam es hier auch nie zu einer exzessiven Bodenbewirtschaftung. Die Erde ist unbelastet. Ein weiterer ökologischer Pluspunkt: Die Felder werden durch Schmelzwasser aus dem nahen Himalaya bewässert, hinzu kommt die natürliche Bewässerung durch den Monsun – die künstliche Bewässerung entfällt.

Traditioneller Anbau: Jede einzelne Reispflanze des Biobasmati wird von Hand gesetzt.


GENERATION M BIOREIS | 11

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In Handarbeit werden die Pflanzen gedroschen. Die Reiskörner fallen durch ein Gittersieb.

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Text: Christoph Petermann

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Madeira

Für das mehrjährige Aufbauprojekt ist die Riseria eine Partnerschaft mit rund 750 Bauern eingegangen. Diese bewirtschaften rund 1200 Hektaren. Die Riseria hat sich verpflichtet, den Bauern eine bestimmte Anzahl Ernten abzunehmen und allfällige Verluste zu decken. Die Reisbauern erhalten zudem einen Mehrpreis. Im Idealfall verbessert sich so ihre wirtschaftliche Situation. «Vor allem können wir einen Beitrag leisten, um die Landflucht zu bremsen», so Feldmann. In ein paar Wochen wird der Riseria-Chef erneut nach Nordindien reisen. Durch die persönlichen Kontakte sei in den letzten Jahren ein Vertrauensverhältnis zu den Bauern entstanden. «Sie wissen: Die Migros steht zu ihrem Wort», hält Feldmann fest. In Zukunft soll das Modell des nachhaltigen Reisanbaus und der direkten Zusammenarbeit mit lokalen Kleinbauern ausgeweitet und auf andere Reissorten übertragen werden. Im Nordosten Thailands etwa wird bereits Bio-Jasminreis angebaut und ist in den Migros-Filialen unter der Linie Mister Rice erhältlich.

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

LESERBRIEFE | 13

MM 44: Spezialausgabe Nacht.

«Vor Jahren war die Fahrt im Schlafwagen noch ein Vergnügen»  Mit Vergnügen habe ich die verschiedenen Artikel über «Nachtmenschen» gelesen. Beim Zugchef für den «City Night Line» (CNL) wurde ich allerdings stutzig, haben wir doch letzthin die Bedienung im Schlafwagen nicht so rosig erlebt. Vor Jahren war das noch ein Vergnügen, aber der jetzige Zustand wie auch die Abschaffung des Speisewagens bestätigen nur den steten Niedergang des CNL. Hans und Ursi Baur 8197 Rafz

 Vielen Dank für die interessanten Nachtgeschichten. Natürlich hat mich vor allem der Artikel mit den schönen

Bildern «Vorsicht, es spukt» interessiert. Zur Allerseelennacht wird immer gerne gruselig über verstorbene, ruhelose Seelen berichtet. Wohl deshalb, weil sich vielerorts auf der Welt die Tradition hält, in der Nacht auf den 1. November der Ahnen zu gedenken – also die Verstorbenen zu ehren und um Zwiesprache zu halten. So sind zur Zeit des Allerseelenfestes, wie auch in der Dämmerung und nachts, die noch nicht «gegangenen» Seelen besser wahrzunehmen, und der Kontakt zu den Ahnen ist besser herzustellen. Es ist wie ein Schleier, der dann diffuser ist als sonst. Maja Anna Rössler-Oswald 8750 Glarus

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MM 44: Lesermeinungen zum Artikel über Sozialhilfeempfänger in der Schweiz (MM 43).

«Wir haben kein Recht, über Menschen zu urteilen»  Wenn ich die Leserbriefe dieser Ausgabe lese, werde ich wütend. Ich finde, wir haben kein Recht, über Menschen zu urteilen, die wir nicht kennen. Wir wissen nichts über die Lebensumstände von Menschen wie Astrid Zihlmann. Wir lesen einen Zeitungsbericht, und schon haben wir das Gefühl, Bescheid zu wissen. So einfach ist es aber nicht. D. Buchli 7000 Chur

 Ich staune sehr, welche Leserreaktionen auf dieses grosse Thema gekommen sind. Die Lesermeinungen zeigen, wie unerwünscht Kinder sind respektive dass nur reiche Leute Kinder haben sollten und nicht jeder ein Recht dazu hat. André Müller 4051 Basel

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im MigrosMagazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder Mail an leserbriefe@ migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

MIX | 15

USER-KOMMENTARE

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Kinderzeichnungen im Spiegel der Zeit

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Migrosmagazin.ch zeigte Kinderzeichnungen, die 1912 bis 1984 für den Wettbewerb des Pestalozzi-Kalenders eingesandt wurden. Jetzt die Bilder nochmals ansehen unter: www.migrosmagazin.ch/pestalozzi

Machen Sie mit beim Fotowettbewerb, und gewinnen Sie eine Woche Ferien in einem Schweizer Chalet nach Wahl.

Magdalena Mumenthaler: Ich finde die Zeichnungen super, bin ich doch in diese Zeit zurückversetzt worden. Christine Roetschi: Diese Kinderzeichnungen sind nicht nur gekonnt und witzig, sie dokumentieren eine Zeit, die unsere Kinder nicht mehr kennen. Rita Münst: Wenn es ein Buch mit diesen Zeichnungen gäbe, würde ich es sofort kaufen. Ingrid Tomkowiak: Ja, es wird ein Buch geben! Anna Lehninger verfasst es als Abschlussarbeit zu ihrem Forschungsprojekt am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich.

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MENSCHEN 16 |

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REPORTAGE

Herbert Zur足 briggen holt die wenigen Saaser Mutten, die dem Dorf Saas足Balen geblieben sind, von der Alp herunter.

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

MENSCHEN REPORTAGE | 17

B

rav trotten die 35 weissen Schafe Herbert Zurbriggen hinterher. Der 76-jährige Walliser Hobbyschäfer war am frühen Morgen in die Höhe gestiegen, um die verbliebenen Tiere von der untersten Alp noch ganz zurück ins Tal zu bringen. Zur Teilet. «Das ist normalerweise ein freudiger Tag», sagt er, aber dieses Jahr ist alles anders. Denn anstatt über 130 Schafe, die hätten nach Hause kommen sollen, sind es nur gerade 35.» Sie gehören sechs Besitzern aus Saas Balen. Herbert Zurbriggen ist einer von ihnen. Von 26 Tieren sind ihm 12 geblieben. Und schuld ist nicht der Wolf. Die Schafe folgen dem pensionierten Elektromonteur. Ihre grossen Hängeohren baumeln im Takt ihrer Schritte. Zwischen sanft dreinblickenden Augen dominiert bei jedem eine mächtige, krumme Nase das Gesicht. Sie haben etwas Anmutiges, diese Schafe, und sie sind selten, heisst es. Seit diesem Herbst noch seltener. Denn um den 3. September trieb ein Fremder zusammen mit seinem Hund eine ganze Herde in der Nähe des Monte-Moro-Passes Richtung Italien nach Macugnaga. So etwas habe er noch nie erlebt, sagt Herbert Zurbriggen, «vor rund 20 Jahren wurden zwar auch einmal ein paar Schafe geklaut, aber über 100!» Etwas verloren blickt er hinüber zu der winzigen Herde, die noch da ist und jetzt für die Teilet ins Gatter getrieben wird. Es ist bereits Mitte Oktober, und der Grossteil der Schafe ist seit über einem Monat verschwunden.

103 Schafe wie vom Erdboden verschluckt

Ein Walliser Schaf-Drama

Direkt von der Alp weg wurde eine ganze Herde der seltenen Saaser Mutten geklaut. Die Schafe stammten alle aus dem Walliser Dorf Saas-Balen. Für die Besitzer ist der Krimi noch nicht zu Ende.

Noch schlimmer als Herbert Zurbriggen hat es Franz Andenmatten getroffen: Von seinen 30 Schafen, die er im Sommer auf die Alp geschickt hat, kann er heute gerade noch zwei entgegennehmen, die anderen 28 bleiben vermisst. Andenmatten ist ein kräftiger Mann, der sehr leise spricht. An dem Tag, an dem die Schafe von den verschiedenen hoch gelegenen Alpen hinunter nach Saas Almagell und dort zur ersten Trennung in Gatter getrieben wurden, konnte er nicht dabei sein. «Aber ein Schwager von mir, der beim Kraftwerk arbeitet, hat zugeschaut. Am Abend erzählte er mir dann, es seien nur fünf oder sechs von mir da gewesen. Schliesslich stellte sich heraus, dass sogar nur zwei dabei waren. Und dass noch viele weitere fehlten, von anderen Besitzern. 103 insgesamt. Wir vermuteten sie noch immer im Gelände oben.» Gemeinsam suchte man Mitte September das Gebiet ab, zuerst mit


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

einem gemieteten Helikopter, dann zu Fuss. «Als wir nach mehreren Tagen noch immer keine Schafe fanden, wuss­ ten wir mit Sicherheit, dass keines mehr da oben sein kann.» Franz Andenmatten ist wie Herbert Zurbriggen und die anderen Besitzer der Saaser Mutten Hobbyzüchter. Er ar­ beitet hauptberuflich als Postauto­ chauffeur. Ursprünglich hätten die Menschen im Tal von der Natur und den Tieren gelebt, berichtet er, «heute arbeiten die meisten im Tourismus oder im Rhonetal und sind wenn überhaupt nur noch nebenbei Bauern.» Einigen seiner Schafe hat Andenmatten Namen gegeben – Marina, Chiara, Susi etwa. Wo sie sich jetzt befinden, ob sie noch leben, weiss er nicht. Andenmatten vermisst sie seit über einem Monat und geht da­ von aus, dass sie es, falls sie noch leben, nicht so schön haben wie bei ihm. Der Verlust sei sicher auch finanzieller Art, bei seinen vielen Schafen mache das über 10 000 Franken aus, und versichert war er nicht. Aber das sei alles zweit­ rangig: «Am meisten trifft es einen emotional. Man kann es nicht begreifen. Man fragt sich andauernd, wie es ihnen geht. Man hängt ja auch an diesen Tieren, hat eine Beziehung zu ihnen und umgekehrt: Sie kennen einen. Ich habe zwei Wochen wenig geschlafen.» Heute kann er zwei Schafe nach Hause bringen, «wie sagt man noch mal? Mit einem la­ chenden und einem weinenden Auge.»

REPORTAGE | 19

Franz Andenmatten (links oben), Urban Kalbermatten (rechts oben) und Herbert mit Antonia Zurbriggen (links): Sie sind alle stolz auf ihre sanften, zutraulichen Schafe lokalen Schlags.

Die Saaser Mutten gehören zur Walliser Kultur Dem gemeinsamen Picknick mit Käse, Trockenfleisch, Wein und Bier bleibt Andenmatten fern. Dafür greift Urban Kalbermatten herzhaft zu, man sitzt im kurzen Gras am Hang oberhalb von Bidermatten, das zu Saas­Balen gehört, das Wetter ist traumhaft, die Nadeln der Lärchen leuchten in Gelb und Orange. 5 Schafe kann Kalbermatten heute nach Hause bringen, von einst 26. Seit 1973 hält der 59­Jährige hobbymässig Saaser Mutten, einst zusammen mit seinem Vater, heute allein. Neffe Pascal Burge­ ner hilft ihm, und er ist auch gekommen, um die letzten verbliebenen Schafe nach Saas­Balen zu bringen. Burgener arbei­ tet bei der Lonza, Kalbermatten bei den Bergbahnen in Saas­Fee. Von den vermissten Schafen sind zwei Mutter­ schafe. «Ein herber Verlust», sagt der Hobbyschäfer, «sie fehlen nun für die Zucht.» Schon bis anhin haben die Besitzer der selten gewordenen Saaser Mutten aufpassen müssen, dass es nicht zu

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«Man fragt sich dauernd, wie es den Schafen geht.» Franz Andenmatten, Hobbyzüchter

Inzucht kommt – jetzt wird es noch schwieriger. Denn der gesamte Bestand im Tal ist um rund einen Viertel dezimiert. Zurbriggen, Andenmatten, Kalbermatten und die anderen Züchter hoffen zusammen mit der Organisation Pro Specie Rara (siehe Seite 21), dass mehr Menschen sich für die Saaser Mut­ ten begeistern mögen und sogar selber züchten wollen, am liebsten im Tal sel­ ber oder in der Nähe. Sie hätten sich zu einem «Lokalschlag» entwickelt, sagt der Verantwortliche bei Pro Specie Rara, Philippe Ammann. «Sie haben sich per­ fekt an die Gegend angepasst, und neben der genetischen Rechtfertigung für ihre Erhaltung gibt es auch eine kulturhisto­ rische: Dieses Schaf gehört einige Gene­ rationen zurück zu diesem Tal.» Gäbe es genetisch Engpässe, wäre es immerhin denkbar, wieder frisches Blut aus Italien einzukreuzen. Gut möglich, dass der Dieb beim An­ blick der Saaser Mutten fand, die gehör­ ten ohnehin auf die andere, seine, Seite der Grenze. Aber wahrscheinlich ist es so, wie es die Saaser sagen: dass er sie sich holte, um offene Rechnungen zu be­ gleichen. Als Franz Andenmatten und Kollegen in Macugnaga ennet des Bergs sechs der Schafe ausfindig machen und den Dieb zur Rede stellen konnten, wollte dieser ihnen nichts über den Verbleib der weiteren 97 Tiere sagen.


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MIGROS-MAGAZIN|

se i e r d n enru

Grupikpanische Republik. Domin

Der Dieb hatte die sechs Schafe an einen Restaurantbesitzer verkauft, um Schulden zu tilgen. Ende September war das. Die sechs Schafe sind mittlerweile zurück in Saas-Balen, aber über den Verbleib der anderen ist auch Wochen später nichts Genaueres bekannt. Man vermutet, dass zumindest die für die Zucht wertvollen Weibchen und Widder noch leben. Die Walliser Polizei ist eingeschaltet worden, kann aber bis Redaktionsschluss nichts über den Verbleib sagen. Die Schäfer haben Anzeige gegen den geständigen Dieb erstattet. Der ist weiterhin auf freiem Fuss. «Schon verrückt», meint Pascal Burgener, «100 Schafe wie vom Erdboden verschluckt. Und das in der heutigen Zeit.» So was würde nicht einmal der Wolf zustande bringen. Apropos: Der hätte auf den Alpen, wo die Saaser Mutten den Sommer verbringen, leichtes Spiel gehabt. Der Dieb musste weder gegen einen Hirten ankämpfen, noch sah er sich einem Herdenschutzhund gegenüber. Text: Esther Banz

Mit den wenigen verbliebenen Schafen wird die Zucht schwierig.

Bilder: Isabelle Favre

Züchter gesucht Die Schafbesitzer in Saas-Balen sind sich nicht einig, wann die ersten Bergamasker Schafe ins Tal gekommen sind – die einen sagen, in den 60er-Jahren, andere sind überzeugt, dass es schon viel länger her sei. Sicher ist, dass der Bestand der im Saastal gezüchteten Tiere nur noch rund 400 Tiere umfasst und weiter am Abnehmen ist, unter anderem weil der züchtende Nachwuchs fehlt. Pro Specie Rara hat zur Erhaltung des Saaser Mutten nun just dieses Jahr eine Kampagne gestartet – und welch trauriger Zufall: Am 29. August ging man mit einem Team von «10vor10» auf der Alp filmen. Als der Beitrag aber am 8. September ausgestrahlt wurde, waren die Tiere bereits entführt. Allerdings wusste

man das zu dem Zeitpunkt noch nicht. Dafür sind die Schafe jetzt schweizweit bekannt, über die noch bis vor Kurzem selbst im Saastal wegen deren lustigen Aussehens gelacht wurde. Bei Pro Specie Rara haben sich etliche Leute gemeldet, die interessiert sind mitzuhelfen, den Bestand wieder zu vergrössern. Aber, so Philippe Ammann, der bei der Organisation für die Nutztiere zuständig ist, «fast niemand aus dem Wallis. Es wäre toll, wenn sich aus dem Saastal und der näheren Umgebung Leute bei uns melden würden, geht es doch um den Erhalt der Saaser Mutten als Teil der Walliser Kultur». www.prospecierara.ch/de/tiere/ saaser-mutten

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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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AUF EIN WORT | 23

FRAU DER WOCHE

Bewegtes Leben Die Jodtabletten verhindern, dass die Schilddrüsen radioaktives Jod aufnehmen – aber sie sind kein allgemeiner Strahlenschutz.

JODTABLETTEN FÜR DEN NUKLEAREN STÖRFALL

«Sie müssen die Tabletten nicht ständig mittragen»

Bis Ende November erhalten gut 4,9 Millionen Einwohner, die im Umkreis von 50 Kilometern um die Schweizer Kernkraftwerke wohnen, ihre persönliche Packung Jodtabletten. Tony Henzen, alle zehn Jahre werden im Umkreis der fünf Schweizer KKWs Jodtabletten an die Bevölkerung verteilt. Neu ist, dass der Radius von bisher 20 auf 50 Kilometer ausgeweitet wurde. Wieso?

drüsen füllen, damit diese kein radioaktiv verseuchtes Iod aufnehmen können. Kritiker sagen, die Tabletten schaden Personen ab 45 mehr, als sie ihnen nützen, weil sie eine Überfunktion der Schilddrüse bewirken könnten.

NachderNuklearkatast­ rophe in Fukushima hat Diese Theorie ist selbst bei Fachleuten sehr um­ der Bundesrat eine Ar­ Tony Henzen (55) beitsgruppe beauftragt, ist Co-Projektleiter stritten. Richtig ist, dass Jodtabletten bei Kindern die Situation in der bei der KaliumSchweiz zu analysieren. iodid-Versorgung wichtiger sind. Wir haben den Auftrag, die Um sicherzustellen, in Bern. Tabletten bei der Bevöl­ dass die Tabletten im kerung zu verteilen –un­ Ereignisfall der betrof­ fenen Bevölkerung rechtzeitig zur abhängig vom Alter. Verfügung stehen, wurde der Ra­ dius ausgedehnt. Immer wieder wird betont, dass die

Bilder: Keystone, Reuters, Vegafilm

Was nützt mir das, wenn ich von Zürich nach Bern pendle und sich ein Störfall just dann ereignet, wenn ich in der Hauptstadt bin?

Wenn Sie in Bern arbeiten, wird Ihr Arbeitgeber ebenfalls mit Jodtab­ letten ausgerüstet sein. Sie müssen die Tabletten also nicht ständig mittragen. Wenn Sie sich in einem Störfall ausserhalb des Radius be­ finden, sollten Sie via Radio die Informationen abwarten. Die Tabletten sollen im atomaren Unglücksfall die Joddepots in den Schild-

Kernkraftwerke sicher sind. Weshalb werden Jodtabletten verteilt?

Die Verteilung heisst ja nicht, dass die Kernkraftwerke weniger sicher sind. Aber ein Restrisiko kann man nicht aus der Welt schaffen. Wenn beispielsweise ein Reaktor nach einem Flugzeugabsturz explodiert, nützen die Tabletten nichts gegen Strahlung oder Radioaktivität.

Wir haben nie etwas anderes behauptet. Die Tabletten schützen lediglich die Schilddrüsen. Sie sind deshalb kein allgemeiner Strahlen­ schutz.

Die Verteilung der Jodtabletten kostet den Bund rund 30 Millionen Franken. Wer bezahlt diese Rechnung?

Was es effektiv kostet, wissen wir erst, wenn wir die Verteilung ab­ geschlossen haben. Aber Sie haben recht: Anhand von Eckdaten haben wir ein Budget von 30 Millionen Franken errechnet. In der Jodtablet­ tenverordnung Artikel 10 steht: «Die Betreiber von Kernkraftwer­ ken tragen in den Gemeinden ge­ mäss Anhang die Gesamtkosten und in den Gebieten ausserhalb von 50 Kilometern um ein schweizeri­ sches Kernkraftwerk die Hälfte der Gesamtkosten …»

Vom Popsternchen zur respektierten Modefrau: Bis anhin war Victoria Beckham (40) vor allem als ehemalige Sängerin und Frau des Ex-Fussballers David Beckham berühmt. Die Designerin hat jedoch den Wandel vom Spice Girl zur prominenten Geschäftsfrau geschafft. So führte sie letzte Woche die Liste der erfolgreichsten Unternehmer Grossbritanniens an. Der Umsatz ihrer Firma stieg innert fünf Jahren von 1,5 Millionen auf knapp 46 Millionen Franken.

MANN DER WOCHE

Bewegte Bilder

Wo lagern Sie Ihre Jodtabletten?

Ich erhalte diese demnächst und werde sie in meinem Schlafzimmer deponieren. Wir empfehlen, sie an einem gekühlten und trockenen Ort zu lagern – ausserhalb der Reich­ weite von Kindern und sicher nicht im Badezimmer. Was passiert, wenn ein Kind die Tablette trotzdem versehentlich schluckt?

Geben Sie dem Kind viel Flüssig­ keit. Eine Arztkonsultation ist in der Regel nicht nötig. Interview: Reto E. Wild

www.kaliumiodid.ch Hotline 0848 44 33 00 (Mo.–Sa., 8–18 Uhr)

Ein Grosser tritt ab: Der Urner Filmemacher Fredi M. Murer (74), der mit «Höhenfeuer» einen der bekanntesten Schweizer Filme gedreht hat, hört auf. «Liebe und Zufall», der in diesen Tagen in den Kinos zu sehen ist, ist sein letzter Streifen. «Ich habe keinen Altersfrust. Ich habe meine Filme gemacht, habe Familie und Freunde», sagt Murer in einem Interview mit der «Nordwestschweiz». Er gilt auch als leidenschaftlicher Zeichner. Nun hat er mehr Zeit dafür.


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PORTRÄT

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Schwul, schwarz und

In über 80 Ländern wird Homosexualität mit Gefängnis oder sogar mit dem Tod bestraft. In der Schweiz nehmen Asylgesuche von Personen zu, die aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung verfolgt werden. Auch Jonathan und David aus Uganda warten auf einen Entscheid.


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

PORTRÄT | 25

J

onathan (26) und David (29)* sind Kuchus. In ihrer Heimat Uganda ist das die umgangssprachliche Abkürzung für die weltweite Bezeichnung LGBTI: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle. In Uganda ein Kuchu zu sein bedeutet, kein lebenswertes Leben zu haben. Dort werden Kuchus wie Hexen zu Zeiten der Inquisition gejagt und öffentlich angeprangert. David und Jonathan mussten das am eigenen Leib erleben und sind deshalb in die Schweiz geflüchtet. David, ehemaliger Journalismusstudent, merkte mit 22, dass er schwul ist. Für die Studentenzeitung verfasste er einen Beitrag, in dem er Rosseau zitierte: «Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten.» Bald darauf wurde er beim Sex mit seinem Freund im Studentenheim erwischt und von der Polizei verfolgt. Die Schulleitung informierte seine Eltern darüber, «wer» er eigentlich sei. Später erzählte man David, sogar seine jüngste Schwester habe seinen Tod gefordert. Er floh in sein Heimatdorf, wo ihn bald darauf der Geheimdienst aufspürte. Er sei gefangen genommen, mit heissem Wasser gefoltert und an den Geschlechtsteilen verletzt worden, erzählt David mit Nachdruck. Ihm ist es wichtig, über die Ereignisse in Uganda zu sprechen. Sein Ex-Freund hat die Flucht organisiert. Sie endete in einem Auffangzentrum im Waadtland. An vieles erinnert sich David nur verschwommen. Ob er ursprünglich nach Paris oder Genf geflogen ist, weiss er nicht mehr genau. Während der ganzen Zeit sei er wie betäubt gewesen. Hauptsache weg.

verfolgt

Im August dieses Jahres demonstrierten Homosexuelle in Uganda für ihre Rechte.

Bild: Reuters

Haftstrafen für «fleischliche Beziehungen wider die Natur» In einem Asylzentrum im Kanton Luzern lernte er Jonathan aus Uganda kennen. Auch ihm war es nicht anders ergangen. Schon als 15-Jähriger merkte Jonathan, dass er sich zu einem Mitschüler hingezogen fühlte. Jahre später wurde er in einer Bar festgenommen. Nach seiner Festnahme sei er 43 Tage im Gefängnis gesessen, geschlagen und vergewaltigt worden. Ein ehemaliger Freier, ein Engländer, habe ihm zur Flucht verholfen. Jonathan starrt ins Leere, muss die Tränen zurückhalten, wenn er von seinen Erlebnissen erzählt. Er hat immer noch Albträume, schlaflose Nächte, geht regelmässig zu einem Therapeuten. Er habe sein Herz verschlossen, sagt Jonathan. Er habe jeden Abend gebetet, man möge ihm diesen «bösen Zauber» wegnehmen.

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni hat im Februar 2014 ein neues Gesetz gegen Homosexuelle unterzeichnet. Zu den Medien sagte er, dass «diejenigen, die unsere Kinder rekrutieren, um sie zu Homosexuellen zu machen, hart bestraft werden» müssen. Das Gesetz sah bis Juli 2014 vor, Homosexuelle mit lebenslanger Haft zu bestrafen. Auch wer LGBTI unterstützt oder homosexuelles Verhalten von Bekannten nicht anzeigt, riskiert ein Gerichtsverfahren. Im JulierklärtedasugandischeVerfassungsgericht das Gesetz auf internationalen Druck hin für ungültig, das Parlament will aber erneut darüber abstimmen. Strafbar ist und bleibt Homosexua-

David und Jonathan wurden in Uganda wegen ihrer Sexualität verfolgt.

lität in Uganda seit der Kolonialzeit: Paragraf 149 im ugandischen Strafgesetzbuch schreibt lange Haftstrafen für «fleischliche Beziehungen wider die Natur» vor. Die staatlich unabhängige Boulevardzeitung «Rolling Stone», mittlerweile eingestellt, hatte mit «Hang them» eine eigene Rubrik, in der Fotos von Homosexuellen abgedruckt wurden, die Zeitung «Red Pepper» zog mit der Liste «Entlarvt!» nach. «Homophobie ist in Uganda ein Lied, das jeder singt», sagt eine Protagonistin im Dokumentarfilm «Call me Kuchu». Das Lied der Homophobie ist auch für Jonathan und David zu einer eingängigen Melodie geworden. Zu oft haben sie den Refrain gehört. So haben sie auch in ihrer neuen Heimat, der Schweiz, Angst davor, ihre Homosexualität offen auszuleben. Darauf angesprochen, ob sie ein Paar seien, drucksen die beiden herum. * Namen der Redaktion bekannt.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

Irgendwie schon, vielleicht auch nicht. Sie bezeichnen sich als «boyfriends», eine Beziehung wollen sie es aber nicht nennen. Zu sehr sei der Gedanke in ihnen verankert, dass es gegen die Natur ist. Sie haben Angst, ihre Freunde zu ver­ lieren, haben genug vom Getuschel anderer. Und so gehen sie als Kumpel in den Ausgang, schlendern durch die Stadt. Kein Händchenhalten, keine Küsse in der Öffentlichkeit. All das pas­ siert hinter verschlossenen Türen im Asylheim. Am liebsten verbringen die beiden ihre Zeit in der Bibliothek und lesen englischsprachige Bücher. Jonathan und David werden von Queeramnesty unterstützt, einer Unter­ organisation von Amnesty Internatio­ nal. Aus Spendengeldern finanziert die Organisation ÖV­Abos für sie, bietet Deutschkurse und Freizeitbeschäftigun­ gen an. Jeden Freitag steht für die beiden zum Beispiel Yoga auf dem Programm. Die Ugander warten auf einen Asyl­ bescheid. Seit den 80er­Jahren an­

«Die Haltung der Schweizer Behörden ist relativ restriktiv.» Stefan Frey, Flüchtlingshilfe

erkennen Behörden und Gerichte welt­ weit, dass Verfolgung aufgrund von Ho­ mosexualität ein Asylgrund sein kann. In der Schweiz herrscht jedoch keine ein­ heitliche Regelung, wie diese Asylge­ suche behandelt werden. «Die Haltung der Schweizer Behörden ist relativ rest­ riktiv. Es wäre wünschenswert, dass die überholte Praxis in Bezug auf das Erfor­ dernis, die sexuelle Orientierung im Verborgenen leben zu müssen, über­ dacht wird», sagt Stefan Frey von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Das heisst, bis vor Kurzem wurden Homo­ sexuelle mit dem Rat zurückgeschickt, ihre Sexualität versteckt zu leben.

LGBTI-Asylgesuche werden immer häufiger Martin Reichlin vom Bundesamt für Migration (BfM) bestätigt: «In den letz­ ten Jahren haben die Asylgesuche aufgrund Verfolgung betreffend sexuel­ ler Orientierung zugenommen.» Das BfM führt keine Statistik über LGB­

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PORTRÄT | 27

TI­Asylgesuche, im Asylgesetz gehören sie zur Gruppe der «geschlechtsspezifi­ schen Gründe». Der Jurist Martin Bert­ schi geht in einer eigenen Erhebung davon aus, dass es zwischen 1993 und 2007 90 Asylgesuche von Homo­ und Transsexuellen gab. Er schätzt, dass nur jedes vierte Gesuch bewilligt wurde. Da­ vids Asylgesuch wurde 2011 bereits einmal abgelehnt, er hat ein Wiederer­ wägungsgesuch gestellt. Jonathan hat noch nichts von den Behörden gehört. In den Interviews mit dem BfM muss­ ten sie ihre Geschichte erzählen, immer und immer wieder. Jakob Keel arbeitet als Freiwilliger bei Queeramnesty und weiss: «Für jemanden, der aus einer Kultur kommt, in der Homosexualität ein Tabu ist, ist das Gespräch mit den Behörden schwierig.» Viele seien traumatisiert und wollen auch im Geiste nicht mehr an diesen dunklen Ort zurückgehen. Früher behalfen sich Migrationsäm­ ter bei der Beurteilung dieser Fälle mit Klischees wie dem Aussehen. In Tsche­


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

chien wurden homosexuelle Asylsuchende bis 2009 gar mit Schwulenpornos getestet. Heute werden die Mitarbeiter des BfM speziell geschult. Für LGBTI-Asylsuchende gilt das Gleiche wie für andere Asylbewerber: Sie müssen glaubhaft darlegen können, dass sie verfolgt werden, ob vom Staat oder von Drittpersonen. Genau das ist das Problem bei David: Er hat keine Papiere und kann nicht glaubhaft belegen, dasservondenugandischenSicherheitsbehörden verfolgt worden ist. Das Bundesverwaltungsgericht urteilte, in seinem Fall bestünden Hinweise auf Verfolgung. Nun wartet David auf einen weiteren Entscheid, Jonathan auf den ersten. Auch in ihrer neuen Heimat haben sie Träume: David würde gern Chauffeur werden. Jonathan möchte studieren. Marketing zum Beispiel. Er will wieder über eine Tätigkeit definiert werden. Und nicht darüber, ein Kuchu zu sein. Text: Silja Kornacher Bild: Herbert Zimmermann

Quelle: International Gay and Lesbian Association (ILGA), Mai 2014

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PORTRÄT | 29

Gleichgeschlechtliche Partnerschaften weltweit gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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KOLUMNE | 31

DER HAUSMANN

Fluchtpunkt Mittelmeer Bänz Friedli erinnert sich an die Wieder­ vereinigung.

«Fast im Mittelmeer ersaufen …» Plötzlich war der Satz wieder da, vor einigen Wochen, als ich barfuss im Mittelmeer stand und leise Brandung meine Knöchel umspielte. Dann, klatsch!, diese unerwartet hohe Welle … Und meine knielange Hose tropfnass. «Fast im Mittelmeer ersaufen …» Eine Liedzeile von Stephan Krawczyk aus dem Jahr 1987. Sie war unversehens wieder in meinem Kopf, die ganze Strophe: «Jetzt im Zug nach Genua sitzen, endlich auf dem Sprung ins Freie! Fast im Mittelmeer ersaufen, in Sandstürmen trocken drehen, sprachlos übern Abgrund gehen. Dann die Rückfahrkarte kaufen.» Hurtig ans Meer und wieder nach Hause, für uns eine Selbstverständlichkeit – für Liedermacher Krawczyk, den DDR-Oppositionellen, der in seinem Land gleichsam eingesperrt war, ein Traum. Ihm war das Mittelmeer Fluchtpunkt, eine Metapher für ersehnte Exotik, und darin «fast zu ersaufen» war ihm ein Gleichnis für: Freiheit. Als Musiker mit Berufsverbot belegt, vom eigenen Anwalt beschattet, von der Stasi drangsaliert, konnte Krawczyk nur noch im Schutz der Kirche auftreten. Der DDR-Geheimdienst versuchte gar, ihn und seine Frau, die Regisseurin Freya Klier, mittels Nervengift umzubringen. An einem Protestmarsch wurde Krawczyk verhaftet, in Berlin-Hohenschönhausen in Isolationshaft gesetzt, der «landesverräterischen Beziehungen»

Die Wende! Nie vergesse ich, wie gebannt und ungläubig ich vor 25 Jahren an dem Abend, da die Berliner Mauer fiel, am Radio hing. Die Kinder fragen: «Was, wie?!» Dass es mal zwei Deutschländer gab, ist für sie surreal. Kunde aus einer versunkenen Zeit. Einer Zeit vor ihrer Zeit.

«Plötzlich ist die Liedzeile wieder da.» angeklagt und vor die Alternative gestellt: zwölf Jahre Gefängnis oder freiwillige Ausreise. Im Februar 1988 wurde er schliesslich abgeschoben. «Ausgebürgert», wie das damals hiess. Ich sah ihn spätabends auf der ARD, war fasziniert, besorgte mir die LP «Wieder stehen» und traf ihn wenige Tage nach seiner Ankunft in der anderen Welt. Da war er nun, dieser hagere Mann mit kurzgeschorenem Kopf und einem alterslosen Gesicht. Ich war ein ahnungsloser, aber eifriger junger Radioreporter, er sprach ein drahtiges, mir fremdes Deutsch und sagte, nach seinen ersten Eindrücken im Westen gefragt, er sei fassungslos, dass hier niemand still sitzen könne. Jeder greife in der S-Bahn, im Bus, im Park stets fahrig nach der nächsten Illustrierten – «… und pumpt sich schon wieder voll mit neuen Bildchen.»

Stephan Krawczyk wurde noch kurz vor der Wende in den Westen verjagt. Es gab noch keine Handys, keine Gratiszeitungen, nichts. Dennoch fiel ihm an unserem Wesen als Erstes auf, wie wir uns dauernd «mit neuen Bildchen vollpumpen.» Himmel! Was würde er heute sagen, da in jedem Vorortszug ein Newsschirm mit läppisch kurzen Informatiönchen flimmert? «Die Nase der Europäerin ist im Durchschnitt 5,1 cm lang … ‹Manhattan-Transfer›-Gründer stirbt mit 72 … Islamischer Staat plant Angriffe auf …» Und dann Reklame für Hustenbonbons. Ich habe Krawczyk gegoogelt, er sieht noch fast genauso aus wie vor 25 Jahren, vielleicht sogar ein wenig jugendlicher, und er tut etwas, was er damals nie tat: Er lächelt. Doch er hat nie angefangen, das Loblied auf den freien Westen zu singen. «Schöne wunde Welt», hiess seine erste Platte diesseits der Mauer. Ein geteiltes Land? Das interessiert Anna Luna und Hans sehr. Sie wollen die Berliner Mauer sehen. Nur: Da gibts nicht mehr viel zu sehen. Live: 5. 11. Rubigen BE, 7. 11. Spreitenbach AG

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FERNSTUDIUM

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Wir Telestudenten

Laptop statt Hörsaal: Obwohl Mirjam Schäfer seit dreieinhalb Jahren Psychologie studiert, hat sie die Uni kaum je von innen gesehen. Sie hat sich für ein Fernstudium entschieden. Und sie ist nicht die Einzige: Immer mehr Studenten entscheiden sich für einen Fernlehrgang. DARUM GEHTS

Unis im Wandel Zwei Bedürfnisse scheinen sich zu treffen: Hier Studenten, die Lerninhalte aus der Ferne konsumieren möchten, und da die Hochschulen, die aus allen Nähten platzen. Noch tun sich Universitäten aber schwer mit den neuen digitalen Wegen. Videoübertragungen und -mitschnitte, wie sie immer öfter angeboten werden, sind noch von zweifelhafter Qualität und kosten viel Geld. Mancherorts sind diese Angebote deshalb nun kostenpflichtig.

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etzt gehts wieder los», sagt Mirjam Schäfer (47) und schmunzelt, «immer nach der Klausur wird heftig diskutiert im Studierendencafé.» Die Psychologiestudentin hat gerade das Modul «Arbeits- und Organisationspsychologie» mit einer Prüfung abgeschlossen – und mit ihr zahlreiche Studienkollegen, die sich nun im virtuellen Café über die Klausur austauschen: Erleichterung über die absolvierte Prüfung hier, Zweifel über die richtigen Antworten dort. «Es wird getratscht und auch mal abgelästert – sehr unterhaltsam», sagt Schäfer, loggt sich aus dem Forum aus und klappt den Laptop zu. Der silberne flache Computer ist sozusagen ihre kleine Universität, denn die Leiterin einer Stabsstelle bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat sich vor dreieinhalb Jahren für ein Studium bei der Fernuni Hagen (D) entschieden. Studienbriefe, Betreuung durch Dozenten, Diskussionen, Schwarzes Brett, ja sogar Gruppenarbeiten: Alles findet virtuell statt. Skype und die Lernplattform Moodle kommen regelmässig zum Einsatz. Mirjam Schäfer ist alleinerziehende Mutter eines Sohnes, der bei Studienbeginn elf Jahre alt war, und arbeitet 70 Prozent. Ein Präsenzstudium kam für sie nicht infrage. Tatsächlich hält sie sich nur für Prüfungen und einzelne Vorlesungen an einer Uni auf. «Das ist perfekt für mich», sagt Schäfer, «ich erarbeite mir sowieso den Stoff am liebsten alleine.» Diese Vorliebe teilt die berufstätige Mutter aus Rüschlikon ZH mit vielen Studenten, und es werden immer mehr.

Die Fernuni Schweiz mit Sitz in Brig VS, die universitäre Abschlüsse für vier Studienrichtungen anbietet, verzeichnet mit 1288 Immatrikulationen diesen Herbst dreimal so viele Studenten wie vor zehn Jahren. Ähnlich sieht es bei der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) aus, die Zentren in Basel, Bern, Zürich und Brig betreibt und nach dem Bologna-System sogenannte anwendungsorientierte Fachstudien für Berufstätige in fünf Bereichen anbietet: Innert sechs Jahren hat sich die Zahl der FFHSStudenten von 624 auf 1234 praktisch verdoppelt. Philippe Wampfler (37), Experte für Lernen mit Neuen Medien, findet diese Entwicklung erfreulich. «Durch Fernstudien haben mehr Menschen Zugang zu höherer Bildung als früher», sagt der Kantonsschullehrer aus Wettingen AG, «je nach Wohnort und Lebensumständen würden diese Studenten eher auf eine Weiterbildung verzichten, als ein Präsenzstudium zu wählen.» Die geringere zeitliche Beanspruchung sei denn auch einer der Hauptgründe für ein Fernstudium, erklärt Wampfler.

Nicht jeder hat den Biss, ein Fernstudium durchzuziehen Das war auch bei Renato Herrmann (29) aus Langnau im Emmental nicht anders. Er hat seit dem Februar den Bachelor of Science in Finance in der Tasche, für den er viereinhalb Jahre gearbeitet hat: Jeden zweiten Samstag Unterricht an der Fernfachhochschule in Bern, zusätzlich wöchentlich sechs bis sieben Stunden Selbststudium zu Hause und ein 80-Prozent-Pensum als Vermögens-

berater bei einer Bank. Gerade hat sich Herrmann als Belohnung für den Abschluss ein neues Velo gekauft und die letzten Schachteln mit Schulunterlagen in den Keller geräumt. Aus Herrmanns ursprünglicher 24-köpfiger Klasse haben 15 Studenten den Bachelor geschafft. Auch Herrmann kämpfte nach zwei Jahren mit einem Durchhänger: «In der Halbzeit hat man schon viel erreicht, ist aber noch lange nicht angekommen.»

Wichtig ist, den Kontakt zu den Mitstudenten zu pflegen Obwohl Disziplin nicht seine Stärke ist, fiel dem Finanzfachmann das Studieren überraschend leicht – zumal er rasch herausfand, wie es ihm am angenehmsten war: Frühmorgens am Esstisch, mit viel Ruhe, null Ablenkung und stets online, um sich im Internet mit Dozenten und anderen Studenten auszutauschen. Experte Philippe Wampfler hält dies für sehr wichtig. «In Online-Communities können sich Studenten gegenseitig Feedback geben, und jeder sieht, wo er selbst mit dem Stoff steht.» Etwas, das in einem Präsenzstudium regelmässig automatisch stattfindet. Auch Psychologiestudentin Mirjam Schäfer steht in regem Online-Kontakt mit ihren E-Kommilitonen, aber sie gehört zudem einer Lerngruppe an, die sich neben regelmässigen Skype-Sessions hie und da auch physisch trifft, um einzelne Themen durchzugehen. Ansonsten büffelt sie immer dann, wenn sie grad Zeit und Lust hat – egal, ob spätabends zu Hause oder morgens auf dem Weg zur Arbeit im Zug. So arbeitet sie durchschnittlich zwei Stunden


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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«Ein Leben ohne Studium kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.» Mirjam Schäfer

Mirjam Schäfer geniesst es, dass sie studieren kann, wann und wo immer sie Lust hat.


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«Die Studenten können sich online Feedback geben, und jeder sieht, wo er selbst mit dem Stoff steht.» Renato Herrmann

pro Tag – und in den Wochen vor der Klausur einige mehr. Dies sind dann jeweils die Tage, in denen die motivierte Studentin alles in eine Ecke schmeissen möchte. «Dann ist plötzlich anderes viel interessanter – Sport, Haushalt, eigentlich alles», sagt sie und lacht. Dennoch: Es ist für sie jetzt schon undenkbar, in zwei Jahren mit dem Studieren aufzuhören, wenn sie voraussichtlich den Bachelor in der Tasche haben wird. «Ein Leben ohne Studium kann ich mir nicht mehr vorstellen», sagt Schäfer, «es ist zum Hobby geworden.» Ines Follador-Breitenmoser (53) aus Chur GR geht es genau gleich. Sie studiert seit 23 Jahren, zur Zeit gerade Strafrecht. «Je mehr man lernt», sagt die Bündnerin, «desto mehr neue spannende Themen entdeckt man.» Mit 30 war Follador-Breitenmoser noch Telefonistin bei der damaligen PTT. Heute leitet sie die Justizvollzugsanstalt Sennhof in Chur. Dazwischen liegen die Geburt ihres Sohns, die Erwachsenenmatura und je der Magister in Literaturwissenschaft, Pädagogik und Psychologie – alle im Fernstudium an der Uni Hagen (D) erworben. Nach dem Telefonistinnenjob gab Follador-Breitenmoser Deutschkurse in der Klubschule Migros und wurde deren pädagogische Leiterin. Das Studium hätte sie niemals unterbrochen – auch wenn phasenweise zu rund 125 Prozent Berufstätigkeit monatlich gut 40 Stunden Studium hinzukamen.

Die Zukunft gehört den Hochschulen, die Fern- mit Präsenzstudium kombinieren Die Ostschweizerin studiert einfach gern und am liebsten ausserhalb einer Hochschule. Meist zieht sie sich dafür in ihr Büro mit Blick auf den Garten zurück, schlürft ihren Grüntee und vertieft sich in die Materie. Den meisten Stoff lernt sie, weil er sie persönlich interessiert. Allerdings hätte sie ihren heutigen Job im Gefängnis ohne das Studium von Arbeits- und Organisationspsychologie wohl nicht bekommen. Beinahe wäre Follador-Breitenmo-

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Pro Woche hat Renato Hermann sechs bis sieben Stunden zu Hause gelernt. Viereinhalb Jahre lang.


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FERNSTUDIUM | 37 Ideale Lernbedingungen für Ines Follador-Breitenmoser: Blick ins Grüne und eine Tasse Grüntee.

«Je mehr man lernt, desto mehr spannende Themen entdeckt man.»

ser dieses Jahr nun doch noch in einem Hörsaal gelandet. Dann stellte sich in einem Gespräch mit der Fernuni Schweiz heraus, dass sie weiterhin via Internet zu ihren Lerninhalten kommt und nur alle drei bis vier Wochen an der Uni Fribourg anwesend sein muss. Noch gibt es ausser der Uni Luzern, die ein Fernstudium in Theologie anbietet, keine Schweizer universitäre Hochschule mit ganzen Lehrgängen im Fernstudium. Das elektronische Aufbereiten der Lernhinhalte ist noch zu aufwändig und zu teuer. Anderseits platzen einige Universitäten aus allen Ines FolladorNähten. Um überfüllte Hörsäle zu entlasten, bieten Breitenmoser erste Unis seit ein paar Jahren in der Schweiz sogenannte MOOCs an (Massive Open Online Courses, siehe auch Online-Artikel). MOOCs kennt man im Ausland schon länger, doch der Wert dieser Videomitschnitte ist umstritten. Und sie führen nicht wie ein Fernstudium zu einem Hochschulabschluss. «Noch sind Fernstudien deshalb eine Konkurrenz für traditionell arbeitende Universitäten, wo insbesondere ältere Professoren sich noch schwer damit tun, ihren Stoff

im Internet anzubieten», sagt Experte Philippe Wampfler. Doch die Studienlandschaft sei im Umbruch, und progressive Kräfte sähen in Fernstudien eine grosse Chance. Wampfler räumt ein, dass sich nicht jedes Studium für den virtuellen Konsum eignet. «Naturwissenschaften etwa verlangen viele Faceto-face-Gespräche und zum Teil praktische Laborarbeit.» Die Zukunft gehöre deshalb jenen Instituten, die so viel Fernstudium wie möglich und so wenig Präsenzstudium wie nötig miteinander verbinden. Text: Yvette Hettinger Bilder: Lea Meienberg

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INTERVIEW

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«Honecker sagte: Macht doch euren Mist alleine!» Vor 25 Jahren läutete der Fall der Berliner Mauer das Ende der DDR ein. Bernd Brückner war 13 Jahre lang der persönliche Leibwächter von DDR-Staatschef Erich Honecker. Nun hat er seine Erlebnisse in einem Buch publiziert.

«Es wäre schön gewesen, wenn wir mit einem etwas höher erhobenen Kopf in die Einheit hätten gehen können.»

Bernd Brückner, in Ihrem Buch entsteht der Eindruck, dass Sie Erich Honecker mochten. Verglichen mit anderen Exponenten des DDR-Regimes kommt er recht gut weg.

Mochten ist vielleicht ein bisschen viel gesagt. Dadurch, dass ich ihm so lange so nah war, kannte ich ihn einfach ziemlich gut. Und es hat mich wütend gemacht, was ihm nach der Wende alles in die Schuhe geschoben worden ist, nicht nur von den ewigen Feinden, sondern auch von den bis eben noch guten Freunden. Alle waren sie unschuldig, nur einer nicht. Kurz vorher haben sie «den Erich» noch bei jeder Gelegenheit gefeiert. Sie fanden das unfair?

Das wäre vielleicht ein bisschen naiv. Natürlich trug er die politische Verantwortung für alles – auch dafür, dass ein Land, ein Volk und ein Ideal untergegangen ist. Das hat er ja auch zugegeben. Sein Fehler war, dass er sich auf die inkompetenten Fachidioten an seiner Seite verlassen hat. Für die Wirtschaft war Günter Mittag zuständig, für die Sicherheit Erich Mielke. Beide waren massgeblich für die Misere verantwortlich. Wenn die Leute wegen unsinniger Weisungen von Mittag aufbegehrten, brachte Mielke sie mit dem Sicherheitsapparat wieder unter Kontrolle. Beide hofierten ihn jahrelang und fielen ihm nach seinem Sturz sofort in den Rücken. Nehmen Sie es Honecker nicht übel, dass er ein System der Unfreiheit geleitet hat, eines mit Spitzeln und paranoider Kontrolle? Mit Todesschüssen an der Grenze?

Honecker ist ja nicht persönlich mit einer Flinte der Grenze entlanggelaufen. Er hat auch bei den Verhandlungen mit dem damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauss sofort eingelenkt, als der Wirtschaftshilfe angeboten hat, wenn die Minen an der Grenze weggeräumt werden. Ich will ihn nicht vertei-

digen, aber ich habe mehrmals mitbekommen, wie er mit sich reden liess, wenn hochgestellte Personen ihm auf Augenhöhe ins Gewissen redeten. Im Buch entsteht der Eindruck, dass Sie die DDR ganz okay fanden.

Ich hatte mich mit ihr arrangiert. Aber auch auf Veränderungen gehofft und nicht darauf, dass es so weitergeht, wie sich die alten Herren das vorstellten. Weil ich Honecker immer begleitet habe, war ich viel im Ausland und habe dort einiges mitbekommen. Auf einer meiner ersten Reisen, nach Holland, war ich ganz perplex, dass es da Protestierende gab, die vor Honeckers Hotel Plakate mit Forderungen hochhielten. Da dachte ich mir: Warum sollte es so was nicht auch bei uns geben? Es fliegen keine Steine, es gibt keine Drohungen, es geht nur um eine Meinungsäusserung. Ich hätte mir für die DDR gewünscht, dass die friedliche Revolution zu einem besseren Staat führt – später schon auch zur Wiedervereinigung, aber es wäre schön gewesen, wenn wir mit einem etwas höher erhobenen Kopf in die Einheit hätten gehen können. Als Leibwächter von Honecker lebten Sie privilegierter als die meisten anderen, oder?

Ich hatte eine schöne Vierraumwohnung mit Balkon im achten Stock eines elfstöckigen Gebäudes, ausserdem eine Datscha nördlich von Berlin und einen Trabi-Kombi. Und ich war mit Honecker regelmässig im Ausland und brachte meinen Kindern von dort Dinge mit, um die sie im Alltag beneidet wurden. Hatten Sie sonst Zugang zu Westprodukten?

Indirekt. Es gab da diesen berühmten Laden in Wandlitz, wo viele Politbüromitglieder wohnten. Dort holte ich täglich Westwaren ab, allerdings nicht für mich, sondern für die Honeckers. Wobei

Margot Honecker den Laden gehasst hat und kaum nutzte – für sie symbolisierte er das Eingeständnis, dass die DDR nicht in der Lage war, ähnlich attraktive Produkte so günstig herzustellen wie der Westen. Ich hatte aber keinen Zugang zu diesen Waren, das hatten nur die Angehörigen des Politbüros und der sowjetische Botschafter. Bei vielen ehemaligen DDR-Bürgern gibt es so was wie Ostalgie. Vermissen Sie etwas aus DDR-Zeiten?

Ich kann die Ostalgie nachvollziehen. Nur schon der nachbarschaftliche Zusammenhalt und das Vertrauen in unserem Wohnblock – so was gibt es heute nicht mehr. Da konnte man jederzeit abends weg, und die Nachbarn kümmerten sich selbstverständlich um die Kinder. Die Wohnungstüren waren nicht nur nicht abgeschlossen, oft liessen die älteren Bewohner sogar ihre Schlüssel von aussen stecken. Es gab einfach ein anderes Zusammengehörigkeitsgefühl, vielleicht auch durch die besondere Situation, in der wir halt waren. Kennen Sie Serien oder Filme wie «Weissensee» oder «Das Leben der Anderen»?

Ich weiss, dass es sie gibt, habe sie aber nicht gesehen. Das Bild, das dort vom Leben in der DDR gezeichnet wird, ist nicht realistisch. Es ist sehr komprimiert und aufs Negative fokussiert, das wollte ich mir nicht antun. Das Stichwort Stasi führt heute zu einer Fülle von negativen Assoziationen. Es gab 85 000 Mitarbeiter beim Staatssicherheitsdienst, die sassen nicht alle mit Kopfhörern in Lieferwagen und hörten Leute ab. Viele waren einfach bei der Verkehrspolizei oder der Feuerwehr. Die grosse Ironie ist ja, dass wir heute mit der NSA ein effektiveres Spionagesystem haben, als es die Stasi je war – und dahinter steht der freie, demokratische Westen.


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Ehemaliger Leibwächter Der Ex-Stasioffizier Bernd Brückner (65) war von 1976 bis 1989 persönlicher Leibwächter von Erich Honecker. Heute führt er eine Firma für die Ausbildung von Sicherheitsleuten und Altenpflegern. Brückner lebt in zweiter Ehe in der Schorfheide nördlich von Berlin. Aus erster Ehe hat er zwei Kinder. www.bib24.com Bernd Brückner, «An Honeckers Seite», bei Ex Libris für Fr. 17.50

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Bernd Brückner mit der russischen Limousine, in der Erich Honecker einst gefahren wurde. Sie steht heute im Deut­ schen Technik­ museum Berlin.


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«Die ganze politische Spitze markierte Distanz zu Gorba­ tschow, vielen war er zu westlich.»

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Zur 40-Jahr-Feier empfing Honecker 1989 den sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow (links). Bernd Brückner (Bild links) diente 13 Jahre lang an Erich Honeckers Seite.

Sie waren 13 Jahre lang an Honeckers Seite. Wie würden Sie ihn charakterisieren?

Er hatte eine persönliche Integrität und war geradlinig und ehrlich. Direkte Lügen wie bei Mielke oder Mittag gab es nicht. Er hatte ein hervorragendes Gedächtnis und war ein grosser Filmfan, allerdings nicht besonders humorvoll. Führten die Honeckers eine glückliche Ehe?

Wie gut ihre Beziehung war, hat sich nach der Wende gezeigt: Da stand Mar­ got vorbehaltlos zu Erich und war ihm eine enorme Stütze. Vorher war sie eine recht unabhängige Frau. Anders als er hatte sie einen Führerschein und wollte selbst fahren. Gemacht hat sie ihn bei der Fahrschule der Staatssicherheit. Deren Fahrlehrer kam ziemlich panisch zu mir, als er erfuhr, dass er Margot Honecker das Fahren beibringen sollte. Ich musste ihn dann erst mal beruhigen (lacht). Sie war auch die Einzige, die es wagte, sich öffentlich gegen Mielke zu äussern. «Der Mielke spinnt», sagt sie einmal vor einer grösseren Menschenmenge. Gab es Staatschefs anderer Ostblockstaaten, mit denen er sich gut verstanden hat?

Mit Fidel Castro und Yassir Arafat verbandihneinerichtigeMännerfreund­ schaft. Gut verstand er sich auch mit

Todor Schiwkow aus Bulgarien und Gustàv Husàk aus der Tschechoslowa­ kei. Die Freundschaft zum sowjetischen Staatschef Breschnew war mehr insze­ niert und nicht besonders inniglich. Ganz schwierig war es mit Nicolae Ceausescu aus Rumänien. Den habe ich bei einem DDR­Besuch abgesichert und stand mal direkt neben ihm im Fahr­ stuhl. Ein derart unruhiges Augen­ flackern hatte ich noch nie gesehen, mit dem hätte man eine ganze psychiatri­ sche Klinik beschäftigen können. Das gleiche Augenflackern habe ich später bei Gaddafi erlebt.

treten sollen, aber der machte so gut wie nichts. Und wir hatten die Weisung: kein Fernsehen, kein Radio, keine Zeitungen. Sie haben ihn wochenlang von jeglichen Informationen abgeschnitten. Ich hoffte, das niemand auf die Idee kam, Erich Mielke an die Spitze zu setzen. Egon Krenz stand in den Startlöchern, wollte auch, aber durfte noch nicht. Die DDR­Führung zeigte in dieser schwie­ rigen Phase nicht nur keine Flagge, die Flagge existierte nicht mal. Honecker bekam erst kurz vor den Feiern zum 40. Jahrestag am 7. Oktober 1989 mit, wie dramatisch die Lage war.

Hat Honecker realisiert, dass mit Gorba­ tschow ein neues Zeitalter angebrochen ist?

Hat er bei diesen Feiern wirklich nichts geahnt vom drohenden Kollaps? Oder ging es darum, den Schein zu wahren?

Ein anderes ja – ein neues nicht. Und es war klar, dass ihm nicht lag, was da passierte. Die gesamte politische Spitze markierte Distanz zu Gorbatschow, vie­ len war er zu westlich, machte zu viele vage Versprechungen, die sich kaum halten lassen würden. Das Verhältnis zu Gorbatschow war extrem viel schlechter als vorher zu Breschnew. Während der Demonstrationen 1989 war Honecker schwer krank. Wie viel hat er über­ haupt mitbekommen?

Eigentlich hätte Günter Mittag ihn ver­

Er glaubte wohl, dass sich die DDR bewahren lässt. Viele glaubten das, auch wenn ihnen klar war, dass Veränderun­ gen unvermeidlich waren. Ich denke aber, Honecker realisierte, dass seine Ära zu Ende ging, nur schon wegen seiner Krebserkrankung. Nach der Politbüro­ sitzung, in der er abgesetzt wurde, kam er aus dem Saal und sagte laut einem meiner Kollegen von damals: «Macht doch euren Mist alleine.» Er habe auch richtig erleichtert gewirkt, die Verant­ wortung los zu sein.


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INTERVIEW

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Am 9. November 1989 öffnete die DDR die Grenze. Ein Jahr später war ein Grossteil der Berliner Mauer verschwunden.

Der Tag des Mauerfalls war für viele ein Tag der Freude, wie war das für Sie?

Ich sass zu Hause vor dem Fernseher und fragte mich, was denn nun los war. Mir war schon vorher klar, dass Veränderungen kommen, aber als die Mauer fiel, war klar, dass sich alles ändern würde. Es war für mich also eher ein Tag der Sorge. Vielen Mitgliedern des gestürzten Regimes begegneten die Leute mit Verachtung oder Wut – Ihnen auch?

Oh ja, meine Wohnungstür wurde eingetreten, mein Auto beschmiert, man hat auf der Strasse bewusst weggeschaut – auch jene, die Wochen vorher noch auf gut Freund gemacht hatten. Besonders bösartig fand ich, dass meine 13-jährige Tochter im Unterricht von Lehrern verbal attackiert worden war.

Wie schwierig war es, wieder Fuss zu fassen, für Sie, für Ihre Familie?

Meine Ehe ist daran zerbrochen. Auch beruflich war es lange schwierig. Mein erster Job nach der Wende war Busfah-

rer, aber fest einstellen wollte man mich nicht. Der Chef sagte, die Kollegen wollten mit einem von Honeckers Leuten nicht zusammenarbeiten. Und so ging es mir mehrfach. Erst als ich 1996 meine heutige Frau kennenlernte, besserte sich die Situation. Sie kommt aus Bayern und verhalf mir zu neuem Selbstbewusstsein. 1997 bekam ich einen Job als Dozent und Ausbildner beim TÜV.

ein bisschen was machen. Sie schimpft zwar darüber, andererseits sagt sie auch: Wenn du den ganzen Tag zu Hause wärst, rennst du da doch nur rum wie ein Tiger im Käfig (lacht). Und damit hat sie vermutlich recht. Interview: Ralf Kaminski Bilder: Annette Hauschild

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Meine Frau schon, aber ich möchte noch

Bilder: Keystone (3)

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Trainieren – aber richtig Die Migros engagiert sich auf vielfältige Art für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. Im neuen Fitnesspark Glattpark in Zürich sorgt Valeria Leone dafür, dass ihre Kunden richtig trainieren.

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uf dem Bildschirm vollführt eine weisse Kugel entlang einer vorgezeichneten Linie eine Berg-undTal-Fahrt. Was aussieht wie ein Computerspiel, ist in Wahrheit ein topmodernes Trainingsgerät. «Langsam hoch und jetzt schnell runter! Und wieder langsam hoch. Sehr gut, Lorenz!», ruft Valeria Leone (33). Die Fitnesstrainerin zeigt ihrem Kunden Lorenz Joss (61) gerade den richtigen Gebrauch des E-Gym-Zirkels. Die kreisförmig angeordneten High-Tech-Geräte sind komplett computergesteuert. Auf einem Chip, den die Sportler am Handgelenk tragen, sind alle Trainingsdaten gespeichert. Berührt man damit das Lesegerät, stellt die Kraftmaschine automatisch das richtige Programm und Gewicht ein. Joss scheint sichtlich Spass zu haben am Training mit seiner charmanten Trainerin. Er ist eines der ersten Mitglieder im neuen Fitnesspark Glattpark der Migros in Zürich Nord. Auf einer Gesamtfläche von 3300 Quadratmetern bietet die Anlage eine Sauna- und Bäderwelt an zur Entspannung und eine 1000 Quadratmeter grosse FitnessArena. Sie ist das Reich von Valeria Leone. Sie ist Leiterin des Sportbereichs und betreut mit ihren Kollegen die Freizeitsportler. «Momentan sind wir sechs Leute im Sportbereich», sagt Leone,

«aber wir sind noch dabei, das Team auszubauen.» Denn obwohl der neue Fitnesspark erst am 20. Oktober seine Tore geöffnet hat, herrscht bereits reger Betrieb.

Das Körperbewusstsein hat zugenommen Die Fitnessbranche in der Schweiz boomt. Mit aktuell 68 Fitness-, Wellness- und Aquaparks ist die Migros Schweizer Marktführerin (siehe Box und Interview). «Das Körperbewusstsein hat in den letzten Jahren zugenommen», meint Leone. «Gesund und fit zu sein, ist heute ein Lifestyle.» Dass die Freizeitsportler richtig und damit gesund trainieren, dafür sorgt Leone mit ihrem Team. «Wenn jemand bei uns zu trainieren anfängt, machen wir als Erstes eine Anamnese», erklärt die Trainerin. Man prüft den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System, misst den Körperfett-, Muskel- und Wasseranteil. «Dann legen wir gemeinsam mit dem Kunden die Trainingsziele fest und stellen ein auf ihn zugeschnittenes Trainingsprogramm zusammen.» Beim Einführungstraining erklären die Coaches die Übungen und achten darauf, dass alle Bewegungsabläufe stimmen. Aber auch nach der Einführung stehen die Mitarbeiter beratend zur

Gut betreut: Valeria Leone erklärt ihrem Kunden Lorenz Joss ein topmodernes Fitnessgerät mit Computersteuerung.

Fitness für die ganze Schweiz ■ Fitnesspark 16 Standorte in der ganzen Schweiz, www.fitnesspark.ch ■ Activ Fitness 27 Standorte in der Region Zürich der Westschweiz und im Tessin, www.activfitness.ch ■ FlowerPower Fitness & Wellness, 7 Standorte, in der Region Bern, Solothurn, Aargau, www.flowerpower.ch ■ ONE Training 8 Standorte in der Zentralschweiz, www.one-training.ch ■ MFIT 6 Standorte, Region Ostschweiz und Chur, www.mfit.ch

■ Migros Fitnesscenter 1 Standort in Frenkendorf BL, www.migrosfitnesscenter.ch ■ Aquaparks 3 Standorte, Säntispark Abtwil, Bernaqua Bern, Vitam Neydens (F), www.saentispark.ch, www.bernaqua.ch, www.vitam.fr ■ Medbase 12 Standorte in der Deutschschweiz, www.medbase.ch ■ Intercity-Card Ein General-Abo für Fitness und Gesundheit. Für 1420 Franken pro Jahr hat man Zugang zu allen Fitness- und Wellnessanlagen der Migros (ohne Medbase). www.intercity-card.ch


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

FITNESS | 45

NACHGEFRAGT

«Einzigartiges Netzwerk schaffen»

Marcus Schwedhelm (41) ist Leiter Freizeitanlagen bei der Koordination Klubschulen/Freizeitanlagen des Migros-Genossenschafts-Bunds (MGB). Marcus Schwedhelm, warum engagiert sich die Migros im Fitness- und Wellness-Bereich?

In den Migros­Statuten ist festgehalten, dass wir die Gesundheit der Bevölkerung fördern wollen. Ganz im Sinne unseres Gründers Gottlieb Duttweiler, der stets den Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt hat. Wie sieht diese Gesundheitsförderung aus?

Seite, sagt Valeria Leone. «Zudem setzen wir uns bis zu fünf Mal pro Jahr mit den Kunden zusammen, prüfen die Fortschritte und passen das Trainings­ programm an.» Der Mensch steht für Leone im Mittelpunkt ihrer Arbeit: «Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten und sie dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.» Seit zehn Jahren arbeitet die sympa­ thische Aargauerin als Fitnesstrainerin. «In diesen Beruf bin ich eigentlich eher reingerutscht», erzählt sie lachend. «Mein damaliger Freund ging oft ins Fitnessstudio. Und so habe ich auch damit angefangen.» Seither hat sie die Begeisterung für den Fitnesssport nicht mehr losgelassen. Sie absolvierte stu­ fenweise die Ausbildung zur Fitness­ trainerin und legte die eidgenössische

«Der Mensch steht im Mittelpunkt meiner Arbeit.» Fitnesstrainerin Valeria Leone Valeria Leo

Fachprüfung ab. Zurzeit strebt sie berufsbegleitend einen Bachelor­Ab­ schluss in Gesundheitsmanagement an. «In unserem Beruf ist es sehr wichtig, sich laufend weiterzubilden», sagt Leone. Denn es gebe immer wieder neue Trainingstrends, vor allem aus den USA. «Deshalb lesen meine Kollegen und ich viele Fachmagazine und besuchen Kon­ gresse, an denen neue Sportarten vor­ gestellt werden.» Aber auch intern werden die Mitarbeitenden geschult und können sich bei der Klubschule Migros weiterbilden. Diese bietet zahlreiche Aus­ und Weiterbildungen im Bereich Bewegung und Gesundheit an, zum Bei­ spiel eine Ausbildung zum Personal Trainer oder Ernährungscoach. Text: Andreas Dürrenberger Bilder: Tanja Demarmels

Das fängt schon beim Migros­Sortiment an, das gesunde Produkte zu einem guten Preis­Leistungs­Verhältnis bietet. Unse­ re über 60 Fitness­ und Wellnessanlagen sind ein weiteres wichtiges Element. Mit den Medbase­Gesundheitszentren bie­ ten wir auch medizinische und präventi­ ve Dienstleistungen, wie etwa Physiothe­ rapie an. Dazu kommen unsere Golf­ und Sportparks, Parks «Im Grünen», die An­ gebote der Klubschule Migros, die Unter­ stützung von Volksläufen und so weiter. Die Migros ist bereits heute die grösste Anbieterin für Fitness in der Schweiz. Gibt es weitere Expansionspläne?

In Losone hat Activ Fitness vor wenigen Tagen das erste Trainingscenter im Tessin eröffnet. Weitere Activ Fitness im Tessin werden folgen. Und auch in der Romandie bauen wir das Angebot weiter aus. Dort sind wir zurzeit noch weniger präsent als in der Deutschweiz. Auch mit Medbase wollen wir weiter wachsen. Unser Ziel ist es, ein einzigartiges Netz­ werk für die Gesundheitsförderung zu schaffen.


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BERUFSLEHRE | 47

«Wer ausbildet, ist top»

Früher galt eine Lehre als Karrieresackgasse. Heute ist das komplett anders, sagt Rudolf Strahm. Er ist überzeugt, dass es der Schweiz vor allem wegen der Berufsbildung so gut geht.

B

undesrat Johann Schneider-Ammann hat das Jahr 2014 zum Jahr der Berufsbildung erklärt. Aus diesem Anlass hat das Migros-Magazin in einer losen Serie über Themen rund um die berufliche Grundbildung berichtet. Zum Abschluss dieser Serie spricht das Migros-Magazin mit Rudolf Strahm. Der ehemalige Preisüberwacher und alt Nationalrat setzt sich seit Jahren stark für die Berufslehre ein. Mit diesem Thema befasst sich auch sein Buch «Die Akademisierungsfalle». Darin erklärt er den Wert der Berufsbildung für die Schweiz und warum es sich lohnt, die Lehre zu pflegen und zu fördern. Rudolf Strahm, am Anfang Ihrer Karriere steht eine Lehre als Laborant. Wie hat dieser Einstieg in die Berufswelt Sie geprägt?

Es sind vor allem drei Dinge, die ich gelernt habe. Als Erstes die Zuverlässigkeit, denn man trägt schon als Lehrling eine Verantwortung für die eigene Arbeit. Dann hat man in der Lehre mit zahlreichen Leuten zu tun. Da braucht es eine verständliche Sprache. Und als Drittes die Ausführungskompetenz, um Gelerntes in der Praxis anwenden zu können.

Bilder: Marco Zanoni, Ruben Wyttenbach

In Ihrem jüngsten Buch sprechen Sie von der Akademisierungsfalle. Was meinen Sie damit?

Zahlreiche europäische Länder leiden unter einer dramatischen Jugendarbeitslosigkeit. In vielen Staaten der EU ist jeder vierte Jugendliche nach Abschluss seiner Ausbildung ohne Arbeit. Nicht einmal Universitätsabgänger sind arbeitsmarktfähig. Betroffen sind jene Länder, die nur eine vollschulische, akademische Ausbildung ohne Berufslehre kennen. Diese Staaten sind auch weniger konkurrenzfähig und haben eine tiefere Wirtschaftsleistung. Länder mit Berufslehre wie Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen viel besser da. Welche wirtschaftlichen Vorteile bietet das duale Bildungssystem mit der Berufslehre?

Leidenschaftlicher Verfechter der Berufslehre: Der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm.

Dieses System ist für mich der Grund, warum wir so reich sind. Die Berufslehre gibt der Schweizer Wirtschaft eine


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BERUFSLEHRE

«Das ist die Stärke dieses Systems: Man kann auch später noch den Knopf aufmachen.» Der Migros-Auftritt an den Swiss Skills hat Rudolf Strahm beeindruckt.

besondere Qualifikation, sie sorgt dafür, dass unsere Betriebe reibungslos funk­ tionieren. Obwohl wir ein Hochlohnland sind, haben wir die höchste Industrie­ produktion pro Kopf und sind das inno­ vativste Land Europas. Es braucht Akademiker und Ingenieure, die Dinge erfinden. Aber es braucht eben auch Praktiker, die diese Innovationen um­ setzen können. Ist die Schweiz demnach nicht von der Akademisierungsfalle betroffen?

Die Schweiz als Ganzes nicht. Aber es gibt auch bei uns universitäre Ausbil­ dungen, die sich in diese Richtung ent­ wickeln. Die Universitäten bilden zur Zeit 9400 Psychologen, 4200 Historiker und 4500 Politologen aus. So viele die­ ser Spezialisten brauchen wir gar nicht. Andererseits haben wir aber zu wenige Mediziner, Informatiker und Ingenieure. Das ist eine gefährliche Entwicklung.

Bilder: Marco Zanoni, Ruben Wyttenbach

Für technische Berufe wie Informatiker und Ingenieur ist eine rein akademische Ausbildung nur ein möglicher Werdegang. Hier gäbe es auch die Möglichkeit einer Berufslehre.

Das stimmt, und hier braucht es mehr Angebote. Informatiklehrstellen etwa gibt es eindeutig zu wenig. Aber auch neue Berufe wie Mediamatiker müssen gefördert werden. Noch immer ist die Idee verbreitet, dass eine Karriere nur mit Uni-Abschluss möglich ist. Was spricht gegen dieses Vorurteil?

Früher war eine Berufslehre eher eine Karrieresackgasse. Das haben vor allem

viele Eltern noch im Hinterkopf. Das System ist heute jedoch ganz anders und viel durchlässiger geworden. Das Motto heisst: Kein Abschluss ohne Anschluss. Das bedeutet, dass jede Bildungsstufe eine weitere Karrierestufe erlaubt. Wer eine Lehre mit Berufsmatur absolviert hat, kann an einer Fachhochschule stu­ dieren. Solche Leute verdienen übrigens gleich gut wie Universitätsabsolventen, sind auf dem Arbeitsmarkt sogar begehrter und nehmen früher leitende Funktionen ein. Aber eine Lehre mit Berufsmatur ist leider nicht für alle machbar.

Wer keine Berufsmatur hat, kann heute trotzdem eine höhere Berufsbildung absolvieren und einen eidgenössisch an­ erkannten höheren Abschluss erreichen. Diese Leute – Rayonchefs, Wirtschafts­ prüfer, Poliere – sind die tragenden Kader der Wirtschaft. Solche Abschlüsse kann man auch mit 30 oder 40 Jahren noch machen. Und das ist die Stärke dieses Systems: Man legt nicht im Alter von 15 Jahren seinen beruflichen Werde­ gang mit dem Entscheid Gymnasium ja oder nein fest, sondern kann auch später noch den Knopf aufmachen. In der letzten Session hat der Nationalrat beschlossen, höheren Berufsabschlüssen die Titel Professional Bachelor und Master zu verleihen. Warum ist das nötig?

Diese Abschlüsse sind auf dem Niveau eines ausländischen Bachelors, lassen sich aber teilweise schwierig einordnen. Mit den neuen, plakativen Titeln wollen

Der Vielseitige

Rudolf Strahm (71) ist Ökonom und Politiker. Nach einer Laborantenlehre in Basel absolvierte er ein Chemie- und später ein Volkswirtschaftsstudium. Während 13 Jahren sass er für die SP im Nationalrat. Von 2004 bis 2008 war er Eidgenössischer Preisüberwacher. Er hat einen Lehrauftrag an den Universitäten Bern und Freiburg, ist Präsident des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) und Buchautor. Sein jüngstes Buch «Die Akademisierungsfalle» ist beim hep-Verlag, Bern, erschienen und bei Ex Libris für 28 Franken erhältlich.

wir sie stärker anerkennen und aufwer­ ten. Der Entscheidungsprozess läuft, im Ständerat wird das Geschäft wohl noch abgelehnt. Aber ich gehe davon aus, dass die neuen Titel kommen. Vorläufig vielleicht nur auf privater Basis aus der Wirtschaft. Sie haben Mitte September die Schweizer Berufsmeisterschaften Swiss Skills in Bern besucht. Welche Eindrücke haben Sie dort gewonnen?

Das war eine eindrückliche Lehrschau der praktischen Intelligenz. Ich hätte mir gewünscht, dass jeder Akademiker, der noch seinen Bildungsdünkel pflegt, gesehen hätte, was da an hohen Quali­ fikationen gefördert wird. Nicht nur handwerklich,sondern auch an Wissens­ qualifikation in technischen Berufen. Auch die Migros war mit einem Messestand vor Ort. Wie hat Ihnen der Auftritt gefallen?

Die Migros hatte wohl den grössten und auch besten Auftritt. Ihr Stand war immer voll mit Jugendlichen. Man hat gesehen, dass die Migros die grösste Lehrstellenanbieterin der Schweiz ist. Und was sie dort gezeigt hat, war wirk­ lich top. Sowieso gilt für mich: Wer ausbildet, ist top. Ich glaube, dass es auch bei der Schweizer Bevölkerung als Qualitätsmerkmal gilt, wenn eine Firma Lernende ausbildet. Das zeigt: Die habens im Griff und kommen draus. Interview: Andreas Dürrenberger

Lesen Sie alle Artikel der Berufsbildungsserie auf www.migrosmagazin.ch/migros-welt


Mit Musik ins neue Jahr

Musikflussfahrt mit der Excellence Royal ****+ auf der Seine

Reisedatum: Fr 26.12.2014 bis Do 01.01.2015

Die Excellence Royal auf der Seine

Mit der Excellence Royal entdecken wir entlang der Seine die landschaftlichen Schönheiten der Normandie, die normannische Hauptstadt Rouen und die Weltmetropole Paris. Wunderschöne Musikprogramme stimmen uns auf den Jahreswechsel ein. In Rouen verzaubert uns das bekann­ te Orchestre Opus 76. Der Palais Garnier in Paris mit seinem neobarocken, im Innern üppig aus­ geschmückten Stil ist ein architektonisches Meisterwerk. Hier wird uns das Ballett «La Source» in eine andere Welt entführen. Wunderbare Musik – sanft, einfühlsam und überragend der Pas de Deux. In der Opéra Bastille erwartet uns eine schöne, ins moderne transferierte Fassung der Oper «La Bohème» mit den beiden Weltstars Nicole Cabell und Dimitri Pittas in den Hauptrollen. Ihr Reiseprogramm 1. Tag, Fr 26. Dez.: Schweiz–Caudebec­en­Caux. Anreise über Basel, Beaune, Paris nach Caudebec-en-Caux. Einschiffung auf unser Flussschiff Excellence Royal. 2. Tag, Sa 27. Dez.: Caudebec­en­Caux–Rouen. Heute morgen geniessen wir die Fahrt auf der Excellence Royal durch die Windungen der Seine und lassen Burgen und Abteien gemütlich an uns vorbeiziehen. Später entdecken wir auf einem geführten Rundgang die normannische Hauptstadt Rouen. Die Stadt ist einer der bedeutendsten Häfen Frankreichs, denn bis hier ist die Seine mit Seeschiffen befahrbar. Einen besonderen Charme versprühen die unzähligen Fachwerkhäuser und prächtigen gotischen Kirchen. Am Abend musikalischer Auftakt unserer Reise: Konzertsaal Sainte­Croix­des­Pelletiers Rouen, 20.00 Uhr Kammermusik­Konzert des Orchestre Opus 76 Dirigent: Tristan Benveniste Werke von: Mozart: «Grand Partita» Ausschnitte für Blasinstrumente Dvořák: Serenade für Blasinstrumente Grieg: «Holberg Suite» für Streicher 1 ­ 5 Dvořák: Serenade für Streicher, Ausschnitte Brahms: «Ungarische Tänze» Nr. 1 für Orchester 3. Tag, So 28. Dez.: Rouen–Les Andelys. Am heutigen Vormittag unternehmen wir einen reizvollen Ausflug entlang der Seine und entdecken die «Route der Abteien». Mit einer kundigen Reiseleitung besichtigen wir die Abteien Bocherville und Saint Wandrille. Bei der Abtei Jumièges, eines der eindruckvollsten Bauwerke der Romanik, legen wir einen Foto-Halt ein. Glaubt man Victor Hugo, ist Jumièges zugleich Frankreichs schönste Ruine. Anschliessend setzen wir mit der Excellence Royal unsere Fahrt nach Les Andelys fort. Nach dem Abendessen haben wir Zeit für einen Spaziergang durch das romantische Städtchen mit seinen hübschen Fachwerkhäusern. 4. Tag, Mo 29. Dez.: Les Andelys–Paris. In der Nacht legt die Excellence Royal wieder ab und wir fahren weiter seineaufwärts. Wir verbringen den Tag gemütlich an Bord und geniessen die abwechslungsreiche Landschaft. Gegen Abend treffen wir in der französischen Hauptstadt Paris ein. Im prunkvollen Palais Garnier lassen wir uns verzaubern:

Palais Garnier Paris, 19.30 Uhr «La Source» Romantisches Ballett in drei Akten nach Charles Nuitter und Arthur Saint­Léon Choreographie: Jean­Guillaume Bart Musik: Léo Delibes und Ludwig Minkus Orchestre Colonne / Corps de Ballet Opéra Paris 5. Tag, Di 30. Dez.: Paris. Paris ist in der ganzen Welt für seine Schönheit und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt. Die Türme, Kirchen, Paläste, Triumphbögen, Brücken und Brunnen sind Meilensteine der Kulturgeschichte. Nicht zu vergessen natürlich auch die Museen: Da Vinci, Raphaël, Monet, Rodin, Delacroix und Picasso, alle Genies sind in Paris vertreten. Stadtrundfahrt mit kundiger Reiseleitung. Rest des Tages zur freien Verfügung für eigene Entdeckungen. In der Opéra Bastille erwartet uns der musikalische Höhepunkt der Reise: Opéra Bastille Paris, 19.30 Uhr «La Bohème» Szenen aus Henri Murgers «La vie de bohème» in vier Bildern Musik: Giacomo Puccini Mimi: Nicole Cabell Rodolfo: Dimitri Pittas 6. Tag, Mi 31. Dez.: Paris, Ausflug Versailles. Schloss Versailles ist eine der grössten Palastanlagen Europas und gilt als eine der schönsten Errungenschaften französischer Schlossbaukunst. Mit dem Um- und Ausbau des Jagdschlosses seines Vaters setzte sich Sonnenkönig Louis XIV. ein eindrückliches Denkmal, das seinem königlichen Stand entsprach. Geführte Besichtigung. Am Mittag kehren wir zurück aufs Schiff und haben noch etwas freie Zeit bevor wir ins Neue Jahr hineinfeiern.

Gala­Abendessen an Bord der Excellence Royal 7. Tag, Do 01. Jan.: Paris–Schweiz. Nach einem gemütlichen Frühstück an Bord schiffen wir aus und treten die Rückreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten an.

7 Tage inkl. Vollpension an Bord Reisedatum 2014/2015 26.12.–01.01.15 Freitag–Donnerstag Preise pro Person in Fr. Kabinentyp

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PREISBAROMETER | 51

PREISBAROMETER Informationen zu Preisänderungen Die Migros senkt die Preise von diversen Mundhygieneprodukten um durchschnittlich 12 Prozent. Preissenkungen gibt es ebenfalls bei über 40 Leuchtmitteln, im Schnitt um über 16 Prozent. Auch diverse M-BudgetTafelgetränke und Alnatura-Hafer-Crunchy-Schoko werden günstiger. Zu einer Preiserhöhung kommt es bei einem Pflaumengetränk – aufgrund der hohen Nachfrage sind die Rohstoffpreise gestiegen. Auch bei vegetarischen AlnaturaBratwürstchen steigen die Preise, da die Nachfrage nach Bio-Soja das Angebot übersteigt und die Rohstoffpreise bei Weizeneiweiss gestiegen sind. Ebenfalls teurer werden Alnatura-Gelbe-Linsen. Grund hierfür sind höhere Analysekosten: Um die Reinheit der Rohware zu gewährleisten, wird diese permanent auf ihre Qualität überprüft.

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An Bord finden sich drei Schwimmbecken, eines davon mit ausfahrbarem Glasdach, so dass auch bei kühleren Temperaturen Spass am Pool täglich möglich ist. Natürlich fehlen an Bord auch die sonstigen Einrichtungen wie diverse Boutiquen, Internetcafé und WLAN (gegen Gebühr), Bibliothek und Fotogalerie nicht. Alle geräumigen Kabinen bieten Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage und TV, Telefon, Minibar, Safe, 24-StundenZimmerservice und Föhn. Mini-Suiten, Suiten und Samsara-Spa-Kabinen gehören ebenfalls zum Angebot. Neben Hauptrestaurants, Buffet und Poolgrills finden Sie an Bord, gegen Gebühr und auf Reservierung, das bekannte Club-, das Samsara-Wellness- und ein japanisches Tepanyaki-Restaurant sowie eine Pizzeria. 15 Bars und Lounges, unter anderem mit Bierbrauerei und Vinothek, lassen die Auswahl zusätzlich nicht einfach werden. Shows im Theater, Livemusik, 4-D-Kino, Formel 1 Simulator, Videospielarkaden mit Laser Galerie und Disco für Nachtschwärmer sorgen für Unterhaltung. Im Star Lazer erleben Sie zudem Abenteuer wie im Film Mission Impossible. Ebenfalls neu an Bord findet sich der CountryRock-Club. Das grösste Samsara-Spa der Flotte (gegen Gebühr) erstreckt sich über drei Decks auf mehr als 6200 m2. Thermalbad, Thalassotherapie-Pool, Räume für Anwendungen, Sauna, Türkisches Dampfbad und Solarium gehören zur Ausstattung. Für sportlich Aktive steht neben dem Fitnesscenter mit modernsten Geräten auch ein Joggingparcours im Freien zur Verfügung.

Preise in CHF pro Person Saison Bei Doppelbelegung A

Saison B

Saison C

Reiseroute Westliches Mittelmeer

1. Tag: Flug Zürich–Genua, Transfer und Einschiffung in Savona, Italien ab 17.00 Uhr 2. Tag: Marseille, Frankreich an 08.00 Uhr, ab 18.00 Uhr 3. Tag: Barcelona, Spanien an 09.00 Uhr, ab 19.00 Uhr 4. Tag: Palma de Mallorca, Spanien an 08.00 Uhr, ab 18.00 Uhr 5. Tag: Erholung auf See 6. Tag: Neapel, Italien an 08.00 Uhr, ab 14.00 Uhr 7. Tag: La Spezia (Pisa, Florenz, Toscana) Italien an 09.30 Uhr, ab 23.30 Uhr 8. Tag: Savona, Italien an 08.00 Uhr, Transfer zum Flughafen und Rückflug Genua–Zürich

Neu: Direktflug nach Genua

Einfach und unkompliziert zum Schiff. In nur 50 Minuten fliegen Sie von Zürich nach Genua. Das Gepäck wird nach dem Check-In in Zürich direkt zum Schiff und auf Ihre Kabine geliefert. Für die Rückreise können Sie bereits an Bord einchecken und Ihr Gepäck abgeben und bequem in Zürich am Flughafen wieder entgegennehmen.

Reisedaten 2015

Saison A: 10.1.*, 17.1.* Saison B: 24.1.*, 31.1.*, 7.2.*, 14.2.* Saison C: 21.2.*, 28.2., 31.10., 7.11., 4.11., 21.11. Saison D: 7.3., 14.3. Saison E: 21.3., 28.3., 4.4., 11.4., 24.10. Saison F: 18.4., 25.4., 2.5., 9.5., 16.5., 23.5., 12.9., 19.9. Saison G: 30.5., 6.6, 13.6., 20.6., 26.9., 3.10., 10.10., 17.10. Saison H: 27.6., 4.7., 29.8., 5.9. Saison I: 11.7., 18.7., 25.7., 1.8., 8.8., 15.8., 22.8. Saison D

Saison E

Saison F

Saison G

Saison H

Saison I

Innen Classic 699 749 899 999 1149 1249 1349 1449 Innen Premium 769 819 969 1069 1219 1319 1419 1519 Aussen Classic 899 949 1099 1199 1349 1449 1549 1649 Aussen Premium 969 1019 1169 1269 1419 1519 1619 1719 Balkon Classic 1099 1149 1299 1399 1549 1649 1749 1849 Balkon Premium 1169 1219 1369 1469 1619 1719 1819 1919 SPA-Kabinen, Suiten, Einzel- und Mehrbettbelegung sowie Preise ab/bis Hafen auf Anfrage.

1699 1769 1999 2069 2299 2369

Inbegriffen

• Flug Zürich–Genua–Zürich in Economy Class • Transfer Flughafen–Hafen–Flughafen • 23 kg Freigepäck pro Person • Kreuzfahrt gemäss Programm und gebuchter Kabinenkategorie • Vollpension • Bordguthaben an markierten (*) Daten • Vielfältige Unterhaltung an Bord • Gratis Kinderbetreuung • Flughafen- und Hafentaxen • Betreuung durch mehrsprachige Bordhostessen

Nicht inbegriffen

• Getränke und geführte Landausflüge • Serviceentgelt an Bord (EUR 8.50 pro Erwachsener und Nacht) • Kombi-Versicherungspaket • Evtl. Bearbeitungsgebühren Ihrer Buchungsstelle

Wichtige Informationen

Bordwährung: Euro Bordsprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch Einreisebestimmungen für Schweizer Bürger: Ein gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte Es gelten die Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen der MTCH AG. Bei Annullation gelten die Bedingungen der Reederei. Preisstand Oktober 2014. Limitierte Verfügbarkeit bis maximal 30.11.14. Weitere aktuelle Costa-Angebote: www.hotelplan.ch/Kreuzfahrten

Jetzt buchen!

Tel. 0848 82 11 11 www.hotelplan.ch Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 9–12 Uhr In jeder Hotelplan- und Travelhouse Filiale, Globus Reisen Lounges und in jedem Reisebüro.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

SCHAUFENSTER WEIHNACHTEN | 55

Bunte Pops mit Stil

Bilder: Jorma Müller, Veronika Studer (Rezepte); Styling: Monika Hansen; Projektleitung: Sonja Leissing

Brunsli oder Spitzbuben gehören zur Adventszeit, keine Frage. Doch diesen Winter bekommen sie Konkurrenz, denn mit ihren kreativen Verzierungen ziehen die Cake-Pops die Blicke auf sich. Geschenk- und Rezeptideen finden Sie auf den nächsten Seiten.

Cake-Pops mit dunkler Kuchenglasur glasieren und mit Zuckerdekoration aus verzierten Marzipansternen garnieren. Rezept auf www.migros.ch/backen


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WEIHNACHTEN

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Gemeinsam mit Kindern oder Freunden zu backen und Cake-Pops zu verzieren, macht Spass und stimmt auf die Weihnachtszeit ein.

M

an muss ja nicht von jedem Trend begeistert sein, der aus den USA oder von England zu uns kommt. Doch Cake-Pops, die kunterbunten Biskuitkugeln, haben es uns angetan. Schön, sind sie nun auch in unsere Weihnachtsbackstuben eingezogen. Der Teig ist im Nu hergestellt, und die Kugeln werden ruckzuck in einer Silikonform im 12er-Set gebacken. Dann werden die ausgekühlten CakePops auf einen Lollistiel gesteckt und individuell verziert – zum Beispiel mit einer bunten Zuckerglasur, ausgestochenen Marzipansternen oder verschiedenen Nonpareilles. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch wenn die fröhlichen Engelchen mit ihrem Heiligenschein und die mit Marzipan verzierten Schokokugeln fast zu schade sind, um vernascht zu werden: Originell verpackt, sind sie ein sehr persönliches Geschenk und bereiten zudem Gaumenfreude. SL

Geschenktipp 1: Ein kleines Kuchenwellbackblech mit Backtrennpapier auslegen und die fröhlichen Engel der besten Freundin zum 1. Advent schenken.

Geschenktipp 2: Kleine Vasen mit Kristallzucker füllen und je ein Schoko-Pop hineinstellen. Mit Tannenzweiglein und Motivbildchen verzieren.


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SCHAUFENSTER

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Cake-Pops-Engeli Ergibt 24 Stück ZUTATEN 2 Rollen weisses Marzipan Butter zum Einfetten 100 g Butter, weich 100 g Zucker 1 Prise Salz 2 Eier 125 g Mehl 1 TL Backpulver 1 Zitrone Garnitur 50 g weisse Schokolade 24 Holzspiesse oder Lollipopstiele 1 Stück Styropor, ca. 5 cm dick 450 g Puderzucker ca. 6 EL Zitronensaft 24 Tropfen Gel-Lebensmittelfarbe (pink) Zuckerdekoration, nach Belieben 24 rosarote Pralinépapierchen ZUBEREITUNG 1. Marzipan ca. 2 mm dünn auswallen, 24 Herzen von ca. 6 cm ausstechen. Herzen auf ein Backpapier legen, ca. 4 Stunden trocknen lassen. Aus restlichem Marzipan 24 kleine Ringe von ca. 1,5 cm formen. 2. Für die Cake-Pops Backofen auf 160 °C vorheizen. Cake-Pops-Form einfetten. Butter, Zucker und Salz mit einem Handrührgerät ca. 5 Minuten schaumig rühren. Eier nacheinander beigeben und verrühren. Mehl und Backpulver daruntermischen. Zitronenschale dazureiben, Zitrone auspressen, 1 EL Saft unter den Teig mischen. Teig in einen Spritzsack geben, die Hälfte in die vorbereitete Form füllen, gut verschliessen und in der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen. Cake-Pops aus dem Ofen nehmen, in der Form ca. 5 Minuten abkühlen lassen, herausdrücken. Restlichen Teig gleich verarbeiten. 3. Für die Garnitur Schokolade hacken, über einem heissen Wasserbad schmelzen. Spiesse ca. 1 cm tief in die Schokolade tauchen und die Cake-Pops aufstecken, ca. 30 Minuten kühl stellen. 400 g Puderzucker mit Zitronensaft und Lebensmittelfarbe verrühren. Cake-Pops mit Glasur überziehen, gut abtropfen lassen, wenig Zuckerdekoration darüberstreuen. Spiesse in die Styroporplatte stecken. Marzipanringe auf die Cake-Pops legen und mit Zuckerdekoration verzieren. Restlichen Puderzucker mit einigen Tropfen Wasser zu einer dickflüssigen Glasur verrühren, in kleine Spritzbeutel füllen. Gesichter aufspritzen, Augen verzieren. Wenig Glasur auf die Mitte der Marzipanherzen spritzen, Herzen auf der Rückseite an die Cake-Pops kleben, mit Zahnstochern fixieren, trocknen lassen. Pralinépapierchen auf die Spiesse stecken. Zubereitungszeit: ca. 70 Minuten + ca. 50 Minuten backen + ca. 30 Minuten kühl stellen + auskühlen lassen. Pro Stück ca. 2 g Eiweiss, 6 g Fett, 33 g Kohlenhydrate, 820 kJ/200 kcal

Rezepte

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WEIHNACHTEN

HefeschneckenWeihnachtstanne

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Schnecken auslegen: Die Nussschnecken werden auf dem Blech so angeordnet, dass die Teigränder nach innen liegen.

Ergibt 11 Portionen ZUTATEN Teig 300 g Mehl 3 EL Zucker ½ TL Salz 50 g Butter, weich 1 dl Milch, lauwarm 20 g Hefe 1 Ei Mehl zum Auswallen Füllung 100 g Hagebuttenkonfitüre 100 g geschälte, gemahlene Mandeln 50 g Butter, weich 25 g Zucker 2 TL Zimt Garnitur 100 g Puderzucker ca. 15 g Eiweiss 1 EL gehackte Pistazien 80 g weisser Marzipan Zuckerdekorationen, nach Belieben Puderzucker zum Bestäuben ZUBEREITUNG 1. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen und eine Mulde bilden. Butter, Milch, Hefe und Ei beigeben. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt ca. 1 Stunde um das Doppelte aufgehen lassen. 2. Konfitüre, Mandeln, Butter, Zucker und Zimt mischen. Teig auf wenig Mehl 30 x 40 cm gross auswallen. Füllung darauf verteilen, dabei an einer Längsseite ca. 1 cm Rand frei lassen, Teig einrollen. Rolle in 11 Scheiben schneiden. Nussschnecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, sodass eine Tanne entsteht. In die Mitte des kalten Backofens schieben ca. 30 Minuten bei 180 °C backen. Herausnehmen, auskühlen lassen. 3. Für die Garnitur Puderzucker und Eiweiss mit einem Handrührgerät schaumig schlagen, Masse in einen Spritzsack mit Sterntülle (ca. 5 mm) geben. Glasur auf den Tannenrand spritzen, mit Pistazien bestreuen. Marzipan zu 9 Kugeln formen, in wenig Glasur, anschliessend in Zuckerdekoration wenden. Kugeln mit wenig Glasur auf die Tanne kleben. Mit Puderzucker bestäuben. Zubereitungszeit ca. 45 Minuten + ca. 30 Minuten backen + auskühlen lassen Pro Stück ca. 7 g Eiweiss, 14 g Fett, 47 g Kohlenhydrate, 1480 kJ/350 kcal

Marzipankugeln: Die Marzipankugeln können mit gehackten Pistazien (25 g, Fr. 2.80), Mandeln, Kokosnussraspeln (M-Classic, 200 g, Fr. 1.–) oder bunten Zuckerperlen verziert werden.


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Das braucht es für die Weihnachtsbäckerei

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Zucker ist ewig haltbar und versüsst nicht nur jeden Teig. Cristal Feinkristallzucker, 1 kg Fr. 1.10

Am besten gleich Vorrat anlegen und einfrieren. Die Butter, Schale à 250 g Fr. 3.65

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Schöne Teigschüsseln kann man nicht genug haben. Melamin Schüssel Fr. 12.80

Mit den bunten Smarties lassen sich Cakes und Guetsli verzieren. Smarties Riesenrolle, 150 g Fr. 2.75

Zum Verfeinern und Süssen von Gebäck und Tees. Blütenhonig cremig, 1 kg, Fr. 9.80

Die Cake-Pop-Formen gibt es als Kugeln, Cup-Cakes oder Herzen. Cake-Pop-Set inklusive Stiele Fr. 19.80

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Die Gel-Lebensmittelfarben sind speziell für fettige Massen wie Buttercremes oder Rollfondant. Gel-Lebensmittelfarben Fr. 13.80

Kinder stechen liebend gern Sterne, Herzen und andere Formen aus. Mäiländerli-Teig ausgewallt, 660 g Fr. 5.70

Für luftiges Gebäck und Guetsli. Bio Schweizer Eier aus Freilandhaltung, 6 Stück 53 g+ Fr. 4.75


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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CARUSO | 61

Caruso Oro, gemahlen*, 500 g, Fr. 9.50 20% auf Caruso Oro Bohnen und gemahlen im Triopack 3 x 500 g + 1 Kaffeedose gratis vom 4. bis 10. 11.

Caruso Espresso, ganze Bohnen*, 500 g, Fr. 8.–

Ob zu Hause oder unterwegs: Zeit für eine gute Tasse Kaffee sollte man sich immer nehmen.

Caruso Mocca, ganze Bohnen*, 500 g, Fr. 9.50

Die Vorratsdose gibt es im Rahmen der Aktion für den Caruso Oro kostenlos.

* in grösseren Filialen

Kräftig aromatisch Bild: plainpicture/Johner

Liebhaber starken Kaffees kommen jetzt gleich mehrfach auf ihre Kosten.

B Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch der Caruso-Kaffee.

esonders kräftig und aromatisch – italienisch also – soll der Kaffee sein? Mit Caruso kein Problem, denn die Migros-Eigenmarke umfasst hochwertige Sorten und Mischungen für jede Zubereitungsart und jeden Geschmack. Der Caruso Mocca besteht zu 100 Prozent aus Arabicabohnen. Die

Sorten Oro, Imperiale Crema, Ristretto und Espresso basieren jeweils auf einer Mischung aus Arabica- und Robustabohnen und unterscheiden sich durch ihre spezielle Röstung. Bedeutsam für den Kaffeegenuss ist neben der Qualität der Bohnen und der Zubereitung auch die Lagerung. Am besten bewahrt man Kaffee kühl, dun-

kel und luftdicht auf. Zum Beispiel in der goldenen Dose, die es im Rahmen der Migros-Aktion für Triopacks der Sorte Caruso Oro gratis gibt. Bei optimaler Lagerung sorgen die für Caruso gerösteten Bohnen noch länger für das gewünschte kräftige Aroma in der Tasse – zu jeder Zeit und passenden Gelegenheit. CS


Langarm-Shirt 19.95

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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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PARTY

Mehr Spass am Knabbern Die Beutel der Party-Apérogebäcke haben ein neues Verschlusssystem. Sie lassen sich leichter öffnen und halten die Gebäcke länger frisch.

S

Bild: Dora Gruber

chere und Messer haben jetzt ausgedient: Dank einer Daumenlasche am oberen Rand der Verpackung braucht man weder Hilfswerkzeuge noch übermässig viel Kraft in den Fingern, um den Beutel der Party-Apérogebäcke zu öffnen. Ausserdem ist jeder Beutel an der Aussenseite mit einem Verschlusskleber ausgestattet. Man zieht ihn einfach ab und kann damit angefangene Packungen problemlos wieder verschliessen. Cracker & Co. bleiben so im Beutel viel länger frisch und knusprig. Für die Aufbewahrung ist ein Umfüllen in separate Behälter nicht mehr nötig.

Die Apérogebäcke bieten Knabberspass für Gelegenheiten aller Art. Was wäre ein Spieleabend, wenn neben dem Spielbrett und all den Würfeln, Jetons und Spielkarten nicht auch diverse Schälchen mit den würzigen Pizza-Crackern, knusprigen Turtles und salzigen Brezeln Platz hätten? Dabei lassen sich diese sogar wunderbar ins Spiel einbinden. Etwa so: Nur wer gerade am Zug ist, darf sich bedienen. Und auch nur ein Mal pro Runde. Ausnahme beim Monopoly: Wer im Gefängnis landet und aussetzen muss, darf so lange knabbern, wie er will. Ganz nach Lust und Laune. AW

Dank der ausgesparten Daumenlasche (Mitte) lässt sich die Packung kinderleicht und ohne Hilfsmittel öffnen. Der praktische Wiederverschlusskleber befindet sich seitlich an der Verpackung. Party Pizza Crackers, 150 g, Fr. 2.40

Bitte zugreifen: Knabberspass mit den Party-Gebäcken kennt weder Sieger noch Verlierer.

Party Crackers gesalzen, 180 g, Fr. 1.60

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Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Party-Apérogebäck.


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Nr. 45 | 3. November 2014

EXTRA AUTO

Bild: Raffael Waldner

Wir suchen Sie!

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Macht das Unmögliche möglich.

DER NEUE FORD FOCUS Aktive Einparkhilfe

Wie parkiert man in eine Parklücke, die man nicht einmal sehen kann? Vertrauen Sie dem neuen Ford Focus. Dank aktiver Einparkhilfe findet er auch die unmöglichsten Parklücken und hilft Ihnen zielsicher hinein­ zumanövrieren. Entdecken Sie diese und weitere Ford Technologien im neuen Focus jetzt auf einer Probefahrt bei Ihrem Ford Händler.

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ford.ch


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EXTRA

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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AUTO | 67

Für einen Franken tanken, bitte!

Hans Schneeberger, Chefredaktor

76

Autoland Schweiz

Informatives und Amüsantes von den hiesigen Strassen.

73 Was wurde eigentlich aus …?

Ein Wiedersehen mit legendären Autobauern und ihren Modellen.

Illustration: Nils Kasiske/Kombinatrotweiss

91 Wettbewerb

Zeigen Sie uns, wie sparsam Sie fahren können, und gewinnen Sie den tollen Hauptpreis.

94 Generation Golf

Den VW Golf gibts ab sofort in fünf Antriebsvarianten. Wer wählt welchen? Eine Typologie.

Gut möglich, dass der Alternativen in Zukunft weniger sein werden. Der Plug-in-Hybrid hat mittelfristig das Zeug zum Renner. Plug-inHybride können über Nacht, am Arbeitsplatz oder an Schnelltankstellen aufgeladen werden. Die Ladung reicht für bis zu 50 Kilometer rein elektrische Fahrt. Fährt man weiter, wird der Benzinmotor zugeschaltet. Die Stromkosten für die «Tank»-Füllung betragen nur einen bis zwei Franken. Der Verbrauch liegt selbst bei Autos mit hoher Leistung teils bei nur einem oder zwei Litern pro 100 Kilometer. Dass dieser Verbrauch aber nur mit kleinen Tricks zu erreichen ist, zeigt das MigrosMagazin in seinem Artikel über die Plug-inHybride auf Seite 68. Lesen Sie rein!

86 Interview

Smart-Chefin Annette Winkler über die neuen Modelle Fortwo und Forfour.

Zugegeben: Ob der Fülle von Antriebsvarianten in neuen Autos könnte man die Übersicht verlieren. Was wird nicht alles verwendet, um von A nach B zu kommen: Neben Benzin und Diesel gibts alternativ Hybrid, Plug-inHybrid, Elektro, Naturgas und Bioethanol. Die Verkaufszahlen sind aber bei fast allen Alternativantriebsvarianten noch bescheiden.

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Plug-inHybride

Was bringt die Technik? Und welche Modelle sind auf dem Markt?

Impressum Sonderheft Auto Migros-Magazin 45 www.migrosmagazin.ch Auflage: 1 558 467 Exemplare (WEMF 2013) Chefredaktor: Hans Schneeberger Redaktion: Andreas Engel, Rafael Künzle, Timothy Pfannkuchen, Raoul Schwinnen (Bärtschi Media) Koordination: Bettina Langenbach Produktion: Susi Zihler Layout: Nicole Gut, Doris Oberneder, Tatiana Vergara Bildredaktion: Franziska Ming

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EXTRA 68 |

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AUTO

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Zukunft ist ansteckend Von vielen Autoherstellern wird die Plug-in-Hybrid-Technik mittlerweile als kurzund mittelfristige Lösung für niedrige Verbrauchswerte eingesetzt. Was also hat dieses Verfahren anderen Antriebsarten voraus? Ein Überblick.

N

ur gerade 1751 Elekrofahrzeuge wurden 2013 in der Schweiz zugelassen. Das entspricht einem Marktanteil von mageren 0,6 Prozent. Dabei ist die Geschichte des E-Mobils so alt wie jene des Autos selbst. Schon Ende des 19.Jahrhunderts konstruierten pfiffige Ingenieure die ersten elektrisch angetriebenen Fahrzeuge. Doch auch damals hat die Technik die Entwickler vor die gleichen Probleme wie heute gestellt: Die Akkus sind zu gross und zu schwer, die Reichweite zu gering. Angesichts sinkender Erdölvorkommen und wachsender Luftverschmutzung haben die grossen Hersteller in den letzten 20 Jahren viel in die lange vernachlässigte Weiterentwicklung von Akkutechnologie und Elektroantrieben gesteckt. Besonders seit bekannt ist, dass in Europa ab 2015 der für Neuwagen geltende CO2-Grenzwert von 130 g/km bis 2020 auf nur noch 95 g/km sinkt.

Den E-Autos fehlt es noch immer an genügend Reichweite Doch bei den Konsumenten scheint der Trend zum Elektroauto noch nicht so richtig angekommen zu sein. Der Grund ist einfach: Ausser Teslas Model S, das rein elektrisch 390 bis 500 Kilometer weit kommt, aber mit mindestens 76 100 Franken auch teuer ist, schaffen die E-Mobile der Konkurrenz nur zwischen 130 und 180 Kilometer. Das reicht fürs tägliche Pendeln, doch für längere Strecken haben die heutigen Batterien zu wenig Saft. Kommt dazu, dass E-Mobile im Vergleich zu konventionellen Autos bei der Anschaffung meist deutlich teurer sind – und so als Zweitwagen für viele nicht infrage kommen. In den nächsten zehn Jahren wird sich die Kapazität der Akkus verdoppeln,

Batterie (oben) und E-Motor

Anschluss zum Laden am Stromnetz

Konventioneller Verbrennungsmotor

Treibstofftank für Benzin oder Diesel

versprechen Brancheninsider. Und der Preis für dieselbe Speicherkapazität soll sich halbieren. Bis reine E-Fahrzeuge also auch für längere Strecken geeignet und gleichzeitig günstiger sind, dauert es noch. Deshalb setzen Hersteller wie Toyota schon seit geraumer Zeit auf eine Mischform, die den konventionellen Antrieb mit der Elektrotechnik vereint. Das Zauberwort heisst Hybrid. Letztes Jahr wurden in der Schweiz 7103 Fahrzeuge mit diesem Antriebskonzept verkauft, ein Marktanteil von immerhin 2,3 Prozent. Dabei lassen sich zwei verschiedene Typen von Hybridautos unterscheiden. Da wären zum einen die herkömmlichen Hybride wie der Toyota Prius, der Vorreiter dieser Antriebsart. Er kommt mit seinem relativ kleinen Akku rein elektrisch bis zu zwei Kilometer weit, bevor sich bei leerer Batterie oder unter Last der Verbrennungsmotor dazuschaltet. Man kann sagen: Herkömm-

Plug-in: So funktionierts Unter einem Plug-inHybrid versteht man ein Fahrzeug, das sowohl mit einem konventionellen Benzinoder Dieselaggregat als auch mit einem zusätzlichen E-Motor angetrieben wird. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Hybrid kann die Batterie nicht nur während der Fahrt, sondern auch per Kabel über das Stromnetz geladen werden. Dank der grösseren Akkus sind so auch längere Distanzen rein elektrisch möglich.

liche Hybride sind letztlich Benziner mit geringerem Verbrauch. Das E-Aggregat unterstützt den Antrieb lediglich. Die Batterien können nur mittels Bremskraftrückgewinnung (Rekuperation) während der Fahrt aufgeladen werden, nicht aber an der heimischen Steckdose. Und genau dort liegt der Vorteil der sogenannten Plug-in-Hybride. Diese können am Stromnetz aufgeladen werden. Die Akkus sind mit einer Kapazität von rund 7 bis 12 kWh auch bedeutend grösser als jene der herkömmlichen Hybride mit 1 bis 2 kWh. Grössere Batterien bedeuten mehr Reichweite: So sind bei den Plug-in-Hybriden je nach Hersteller durchschnittlich 35 bis 50 Kilometer rein elektrisch möglich.

Audi wirbt mit einem Verbrauch von nur 1,5 Litern ‒ bei 200 PS! Entsprechend tief ist denn auch der Verbrauch der Plug-ins – zumindest in der Theorie. Audi etwa gibt bei seinem eben lancierten A3 e-tron einen Durchschnittsverbrauch von nur 1,5 l/100 km an, gleich viel wie der Konzernbruder VW Golf GTE. Und dies trotz einer Systemleistung von über 200 PS! Mit ähnlich beeindruckenden Werten werben die Premiumhersteller BMW und Mercedes. Beide setzen auf dem Weg zu geringeren Verbrauchswerten auf die Plug-in-Technik. So lanciert BMW im Frühjahr 2015 den SUV X5 E-Drive Plug-in-Hybrid, der mit 3,8 l/100 km auskommen soll – trotz eines Gewichts von rund 2,2 Tonnen! Und Daimler-Chef Dieter Zetsche hat kürzlich verkündet, bis 2017 zehn neue Plug-in-Hybride auf den Markt zu bringen. Die MercedesLuxuslimousine S-Klasse soll als schon erhältlicher S500 Plug-in-Hybrid den Anfang der Modelloffensive machen und lediglich 2,8 l/100 km verbrauchen.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

Wer sein E-Auto h채ufig nutzt, installiert am besten eine Wallbox, denn damit ist das Auto deutlich schneller aufgeladen. Allerdings kostet eine solche Box rund 1200 Franken (Installation nicht eingerechnet).

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EXTRA 70 |

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AUTO

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Die Benützung einer Garagensteckdose muss dem Vermieter gemeldet werden.

NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Hersteller investieren viel in die Entwicklung von leistungsfähigeren Batterien (hier eine aus Nickelmetall).

GEMIETETE PARKPLÄTZE

Darf ich mein E-Auto in der Tiefgarage laden? Grundsätzlich sind Steckdosen in Tiefgaragen für Unterhaltsarbeiten gedacht und dürfen von den Mietern nur in Ausnahmefällen benutzt werden, so etwa für kleinere Arbeiten wie das Aussaugen des Autos. Anders sieht es beim Laden von E-Fahrzeugen aus, wie Beat Gmünder von Livit, einem der grössten Immobilienverwaltungsunternehmen der Schweiz, weiss. «Schon vor dem Kauf eines E-Autos sollte der Mieter die Verwaltung oder den Hauseigentümer kontaktieren und abklären, ob eine Benützung pauschal abgerechnet werden kann oder ob der Einbau eines individuellen Zählers erforderlich und möglich ist. Letzteres ist sicher die ideale Lösung.» Der Nachteil hierbei: Die Kosten für den Einbau müssen vom Mieter übernommen werden. Während im öffentlichen Raum bei der Planung neuer Gebäude diese Ladeinfrastrukturen immer öfter berücksichtigt werden, ist dies bei Mietshäusern noch selten der Fall. «Das Thema wird bei den Bauherrschaften aber vermehrt eingebracht», sagt Gmünder. «Das Bedürfnis ist erkannt, und die Umsetzung erfolgt immer öfter.»

MIGROS-TOCHTER M-WAY

Orange in die Zukunft Als Tochterunternehmen der Migros ist M-way 2010 mit dem Ziel gegründet worden, sich mit eigenen Fachmärkten frühzeitig im Bereich der Elektromobilität zu spezialisieren. Neben einem ausgewählten Angebot an Elektrofahrzeugen (E-Bikes, E-Scooter, E-Autos) bietet M-way auch Infrastrukturlösungen, Zubehör sowie einen umfassenden Service rund um das Thema neue Mobilität an. Zudem engagiert sich M-way in verschiedenen E-Car-Sharing-Projekten, unter anderem in Zusammenarbeit mit Mobility, den SBB und Siemens. www.m-way.ch

Ihre Stärken spielen die Plug-inHybride auf der Kurzstrecke aus.

Dass diese Traumwerte im Alltag kaum zu schaffen sind, liegt nicht zuletzt am Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), nach dem der Normverbrauch aller Neuwagen auf dem Rollenprüfstand unter Laborbedingungen ermittelt wird. Dort dürfen die Hersteller ganz legal tricksen, was das Zeug hält: Es werden besonders eingefahrene Prüffahrzeuge verwendet, rollwiderstandsarme Reifen auf maximalen Luftdruck gepumpt, Hochleistungsschmierstoffe eingesetzt und – für eine bessere Aerodynamik – Türschlitze und Kühlergrill verklebt.

ride hingegen, wenn sie unter der Woche als Elektroauto auf Kurzstrecken eingesetzt werden: Der Weg zur Arbeit und wieder nach Hause kann allein mit dem E-Motor zurückgelegt werden, und abends wird der leere Akku via Steckdose oder Wallbox wieder aufgeladen. Nach rund vier Stunden (Wallbox circa zwei Stunden) ist der Stromtank für rund ein bis zwei Franken (je nach Tarif und Akkugrösse) gefüllt, und man kann am nächsten Morgen wieder zur Arbeit stromern.

Beim Normverbrauch wird tief in die Trickkiste gegriffen Dazu haben die Plug-in-Hybridautos einen mathematischen Vorteil bei der Ermittlung des Normverbrauchs. Gemäss NEFZ dürfen zunächst einmal die Batterien leer gefahren werden, bevor der Verbrenner einsetzt und Kraftstoff verbraucht. Der Strom, der für die zuvor zurückgelegten Kilometer benötigt worden ist, fliesst nicht in die Gesamtrechnung ein. Fährt man im Alltag dann auf längeren Strecken, ohne zwischendurch die Akkus wieder nachzuladen, unterstützt der Elektromotor den Verbrenner nur noch bedingt. Zwar kann das System die Batterien auch während der Fahrt laden, doch die meiste Arbeit verrichtet der Diesel- oder Benzinmotor – und der Verbrauch steigt. Dort fällt dann auch ein klarer Nachteil der Plug-in-Technik sprichwörtlich ins Gewicht: Batterien und E-Motor bedeuten Zusatzkilos, sodass die Autos im Vergleich zu konventionell angetriebenen Modellen schnell einiges mehr auf die Waage bringen. Richtig punkten können Plug-in-Hyb-

Der Akku wird mit einem Spezialstecker (im Bild ein Typ 2) geladen.

Auf Dauer ist man mit Plug-in-Hybridautos zwar nicht emissionsfrei, aber bei richtiger Anwendung deutlich emissionsärmer unterwegs als mit einem konventionellen Verbrenner. Im Gegensatz zu Elektroautos sparen Plug-ins zumindest einen Teil des Gewichts von schweren Batterien, können Kurzstrecken aber trotzdem rein elektrisch mit Strom aus der heimischen Steckdose zurücklegen. Und: Aufgrund des hohen Anteils an Strom aus Wasserkraft ist man in der Schweiz klar CO2-günstiger unterwegs. Text: Andreas Engel


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Diese Plug-in-Hybride sind in der Schweiz erhältlich Reichweite

Normverbrauch

elektrisch/gesamt

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1.4-TFSI (150 PS) + E-Motor (102 PS)

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170 km/300 km

0,6 l + 13,5 kWh

ab 46 900 Franken

BMW i8

1.5-3-Zyl.-Turbo (231 PS) + E-Motor (131 PS)

37 km/600 km

2,1 l + 11,9 kWh

ab 162 200 Franken

Mercedes S500 Plug-in Hybrid

3.0-V6 (333 PS) + E-Motor (116 PS)

33 km/>900 km

2,8 l + 13,5 kWh

ab 146 200 Franken

Mitsubishi Outlander PHEV

2.0-4-Zyl.-Benzin (121 PS) + 2 x E-Motor (je 82 PS)

52 km/824 km

1,9 l + 13,4 kWh

ab 49 999 Franken

Opel Ampera

1.4-4-Zyl.-Benzin (86 PS) + E-Motor (150 PS)

80 km/>500 km

1,2 l + 13 kWh

ab 46 900 Franken

Porsche Cayenne S E-Hybrid

3.0-V6 (333 PS) + E-Motor (95 PS)

36 km/ k.A.

3,4 l + 20,8 kWh

ab 108 800 Franken

Porsche Panamera S E-Hybrid 2

3.0-V6 (333 PS) + E-Motor (95 PS)

36 km/ k.A.

3,1 l + 16,2 kWh

ab 139 100 Franken

Toyota Prius PHV

1.8-4-Zyl.-Benzin (99 PS) + E-Motor (82 PS)

25 km/1200 km

2,1 l + 5,2 kWh

ab 45 900 Franken

Volvo V60 Plug-in-Hybrid

2.4-5-Zyl.-Diesel (215 PS) + E-Motor (68 PS)

50 km/900 km

1,8 l + 11,2 kWh

ab 68 500 Franken

VW Golf GTE

1.4-TSI (150 PS) + E-Motor (102 PS)

50 km/939 km

1,5 l + 11,4 kWh

ab 46 650 Franken

Marke/Modell

Antrieb

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Was wurde eigentlich aus …? Unverhofft und quasi unversehrt wieder aufgetaucht: Ferdinand Porsches erster Wurf, der P1.

… dem ersten Porsche der Welt?

Lange vor dem legendären VW Käfer und der Gründung seines Unternehmens baute Ferdinand Porsche (1875–1951) Autos. 1898 rollte der erste Porsche über die Strassen Wiens – eine Kutsche mit Elektroantrieb! Die drei gebauten Prototypen galten lange als verschollen – bis kürzlich ein Exemplar des P1 wieder auftauchte und nun das Porsche-Museum in Stuttgart bereichert.

… Bob Lutz?

Weltweit bekannt wurde der Zürcher als charismatischer Chrysler-Vize in den 80er-Jahren. Robert Lutz war damals der einzige einflussreiche Schweizer Manager an der Spitze eines Weltkonzerns. Auch mit 82 Jahren gibt er Vollgas: Der Boss des US-Herstellers VL Automotive lanciert den Supersportwagen Destino Karma.

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… der Schweizer Automarke Monteverdi? Nach einem Zerwürfnis mit Ferrari gründete Peter Monteverdi 1967 seine eigene Automarke, die Automobile Monteverdi AG. Zwischen 1967 und 1984 produzierte er in Binningen BL acht Fahrzeugtypen. 1998 starb Monteverdi, die Firma existiert aber weiter und gehört seinem Lebensgefährten Paul Berger. Glaubt man Gerüchten, will Berger am Genfer Autosalon 2017 die Marke mit einem neuen Modell wieder aufleben lassen.

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Autoland Schweiz

Wussten Sie, dass in der Schweiz 5,7 Millionen Motorfahrzeuge unterwegs sind und 900 Radarkästen blitzen, was das Zeug hält? Seriöse und amüsante Zahlenspielereien von den hiesigen Strassen. Text: Rafael Künzle Illustration: Nils Kasiske/Kombinatrotweiss

Wirtschaftsmotor Auto Importeure, Garagisten, Transporteure, Tankstellen und Versicherungen bieten zusammen rund 230000 Arbeitsplätze. Die Autoindustrie erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von mehr als 95 Milliarden Franken. Dies entspricht knapp 15 Prozent des gesamten Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Heiligs Blechle Kontrollschilder sind für viele Schweizer mehr als eine Nummer. So ersteigerte letztes Jahr ein anonymer Bieter das Schild SG 1 für 135 000 Franken und machte das Teil damit zum wohl teuersten Stück Blech der Schweiz.

Hartes Pflaster Bern Über 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer halten gemäss einer Umfrage die Aargauer für die schlechtesten Autofahrer. Auf Platz zwei folgen die Zürcher mit 7 Prozent. Dass diese Einschätzung wohl ein altes Klischee ist, zeigt die Statistik. Danach kracht es im Kanton Bern mit 2462 Unfällen am häufigsten, während sich im Kanton Appenzell Innerrhoden pro Jahr lediglich 27 Unfälle ereignen.

Jenseits nach Afrika Schweizerische Autos sind wegen ihres noch relativ guten Zustands im Ausland sehr begehrt. 2013 verliessen 125 300 Fahrzeuge als Gebrauchtwagen die Schweiz: 63 Prozent Richtung Afrika, 15 Prozent nach Osteuropa, 10 Prozent verblieben in Westeuropa.


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Kaki, Italien, per kg 3.30 statt 4.80 30% Mini-Feigen getrocknet, Spanien, Beutel à 500 g 3.10 statt 4.20 25%

Weihnachtsstern Busch, «Aus der Region.», pro Pflanze 13.90 statt 19.90 30%

WEITERE LEBENSMITTEL

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Kalbfleischwurst oder Kalbfleischwurst, TerraSuisse, z.B. Kalbfleischwurst, TerraSuisse, hauchdünn geschnitten, per 100 g 1.95 statt 2.80 30% Hinterschinken im Duo-Pack, TerraSuisse, per 100 g 1.95 statt 2.80 30% M-Classic Landjäger, Schweiz, 3 x 2 Stück, 300 g 4.30 statt 6.15 30% Optigal Poulet ganz, Schweiz, z.B. Nature, 2 Stück, per kg 6.60 statt 9.50 30% Wildlachs Sockeye im Duo-Pack, Wildfang aus Alaska, 2 x 100 g 10.30 statt 14.80 30% * Rindsentrecôte am Stück, Uruguay, per 100 g 3.95 statt 6.60 40% Rindshuft am Stück, Uruguay, per 100 g 3.95 statt 6.60 40%

Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

Grana Padano, z.B. Stück, per 100 g 1.60 statt 2.05 20%

Alle Frey Mahony Mini im 840-gBeutel, UTZ, Milch oder assortiert, z.B. Milch Mini 8.10 statt 11.60 30% Frey Tafelschokoladen à 100 g im 10er-Pack, UTZ, z.B. Milch-Nuss, 10 x 100 g 11.90 statt 17.– 30% Alle Frey Pralinés in Schachteln und Adoro Kugeln, UTZ (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.40 statt 15.50 20% Alle V6, Stimorol und Trident Kaugummi in Mehrfachpackungen, z.B. Stimorol Spearmint, 7 x 14 g 4.– statt 5.– 20% M-Classic Konfektwaffeln oder Taragona im Duo-Pack, z.B. Konfektwaffeln, 2 x 150 g 2.40 statt 3.– 20%

Bündnerfleisch, Schweiz, 97 g 6.80 statt 8.60 20%

Caruso Oro Bohnen oder gemahlen im 3er-Pack, UTZ, mit gratis Kaffeedose, z.B. gemahlen, 3 x 500 g 22.80 statt 28.50 20%

M-Classic Kalbshaxen, Schweiz, per 100 g 2.55 statt 3.20 20%

Blütenhonig cremig oder flüssig, z.B. cremig, 1 kg 9.80

Hirschpfeffer gekocht, Neuseeland, 600 g 10.65 statt 17.80 40%

Alle Feinkristallzucker à 1 kg, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.30 günstiger, z.B. Cristal Feinkristallzucker –.80 statt 1.10

M-Classic Pouletschnitzel, Import, per 100 g 1.60 statt 2.– 20%

BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Pain Création (ohne Kleinbrote), z.B. Knusperbrot, 400 g 2.95 statt 3.70 20% Bifidus Drink Erdbeer, 500 ml 1.95 NEU *,**

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Die Butter, Mödeli à 250 g, –.20 günstiger 2.95 statt 3.15 Coupe Chantilly im 4er-Pack –.45 günstiger, z.B. Coupe Chocolat, 4 x 125 g 1.55 statt 2.–

Denny’s Rösti Frites, tiefgekühlt, 500 g 4.60 NEU **

20x

Alle Happy Hour Backwaren, tiefgekühlt, z.B. Schinkengipfeli, 12 Stück, 500 g 4.95 statt 6.20 20% Buon Gusto Lasagne Verdi oder Bolognese im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Bolognese, 2 x 600 g 7.25 statt 10.40 30% Lasagne, Bio Weide-Beef, tiefgekühlt, 360 g 4.95 NEU *,**

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M-Classic Saucisson im Teig, tiefgekühlt, 2 x 150 g 20x 7.80 NEU *,** M-Classic Cevapcici, tiefgekühlt, 420 g 6.90 NEU *,**

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Hamburger Rind, Bio, tiefgekühlt, 2 x 100 g 4.80 NEU *,**

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Alle Rivella in Packungen à 6 x 1,5 Liter, z.B. Rivella rot 11.50 statt 14.40 20% Alle Sirupe in PET-Flaschen 75 cl und 1,5 Liter, z.B. Himbeer, 1,5 Liter 3.50 statt 4.40 20% Ice Tea Chai Tea, Bio, 1 Liter oder 6 x 1 Liter, z.B. 1 Liter 1.70 NEU *,**

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Ice Tea Pulver CranberryChai, 70 g 1.20 NEU *,**

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Gesamtes Bischofszell Sortiment (ohne bereits reduzierte Artikel), z.B. Butterrösti, 20x 400 g 2.60 NEU ** Alle Tomatensaucen Salsa all’italiana, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Napoli, 250 ml 1.10 statt 1.60 Alle M-Classic Teigwaren, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.30 günstiger, z.B. Hörnli gross, 500 g 1.20 statt 1.50 Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20% Gesamtes Condy Essiggemüseund Antipasti-Sortiment, z.B. Gewürzgurken, 270 g 1.50 statt 1.90 20% Alle Knorr Beutelsuppen im 3er-Pack, z.B. Fidelisuppe, 3 x 78 g 4.90 statt 6.30 20% Malbuner Schinken-, Trutenoder Delikatess-Fleischkäse im 6er-Pack, 6 x 115 g, z.B. Delikatess-Fleischkäse 7.20 statt 9.– 20% Bischofszell Ravioli, Tortellini, Rindsragout, Apfelmus oder Gemüsesuppe im 3er-Pack, z.B. Apfelmus Jonagold, 3 x 300 g 5.– statt 7.50 33% Subito Polenta Ticinese, 2 x 94 g 2.50 NEU *,**

Sun Queen Premium Nuts Wasabi oder Thai Chili im Duo-Pack, z.B. Wasabi, 2 x 150 g 5.10 statt 7.30 30%

Anna’s Best Spätzli im 3er-Pack, z.B. Eierspätzli, 3 x 500 g 6.70 statt 8.40 20% M-Classic Lasagne Bolognese, 400 g oder 900 g, 20x z.B. 400 g 4.50 NEU *,** Anna’s Best Pizza im Duo-Pack, z.B. Prosciutto, 2 x 380 g 10.30 statt 13.80 25% Schweizer Eier aus Freilandhaltung, 15 Stück à 53 g+ 7.20 statt 9.– 20%

NEAR-/NON-FOOD Gesamtes M-Classic TierprodukteSortiment, z.B. Freiland-Mix, 1,2 kg 1.90 statt 2.40 20% Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Revital Reinigungsmilch, 200 ml 6.30 statt 7.90 20% Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Effect Day Rich Cream, 50 ml 17.90 statt 22.40 20% Gillette Venus & Olaz Sugarberry Klingen, 6 Stück 29.80 statt 35.60 15% ** Gillette Basis Gel im Duo-Pack, 2 x 200 ml 6.35 statt 7.50 15% ** Rexona Deo Shower Fresh, ohne Aluminiumsalz, 150 ml 4.– NEU **

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150 Mal zum Mond Durchschnittlich knapp 10 000 Kilometer legen wir Schweizer jährlich mit einem Motorfahrzeug zurück ‒ pro Person! Damit kämen wir in einem Ruck von Zürich nach Singapur. Addiert man die jährlich zurückgelegte Strecke aller 5,7 Millionen hierzulande eingelösten Motorfahrzeuge, würde dies etwa 150 Mal der Entfernung von der Erde zum Mond entsprechen.

Manche mögens lieber heiss Herr und Frau Schweizer achten bei den Autofeatures auf unterschiedliche Dinge. So wünschen Männer mehrheitlich Assistenzsysteme (70 Prozent) und Bordcomputer (52 Prozent), während Frauen eher auf 4x4-Antrieb (42 Prozent) und Standheizung (35 Prozent) stehen. Wenn der Blitz einschlägt Wer auf unseren Strassen allzu flott unterwegs ist, steht schnell im Rampenlicht der insgesamt rund 900 Radarkästen. Mit 259 Stück verfügt der Kanton Zürich über die höchste Zahl blecherner Fotografen, während in den Kantonen Jura und Appenzell Innerrhoden gerade mal deren zwei existieren.

Güldener Schrott Die Schweizer Shredderwerke konnten im letzten Jahr gut 107 000 Altfahrzeuge verwerten und daraus über 75 000 Tonnen Metalle zurückgewinnen, darunter rund 20 Kilo Gold (mit einem Wert von über 800 000 Franken) und 365 Kilo Silber (230 000 Franken).


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«Ein Smart muss immer polarisieren»

Breiter, forscher, aufmüpfiger: Auch die dritte Generation der Smart-Modelle setzt wieder Akzente. Smart-Chefin Annette Winkler über die neuen Fortwo und Forfour, die ungewöhnliche Kooperation mit Renault und ihre Liebe für Elektroautos.

Annette Winkler, es ist wohl kein Zufall, dass wir Sie ausgerechnet in Zürich treffen?

Natürlich nicht! Ich habe mir als erstes Reiseziel mit dem neuen Smart die Schweiz ausgesucht, weil der Smart hier erfunden wurde. Ausserdem hat Zürich die grösste Smart-Dichte, noch vor Rom. Hier fällt 1 Smart auf rund 36 Einwohner. Und ich liebe Zürich – den See, die Oper, die Confiserie Sprüngli … Sie sind demnach mit dem neuen Smart Fortwo direkt aus der Böblinger Konzern­ zentrale bei Stuttgart hierhergefahren?

Ja, ein grossartiges Erlebnis! Und der beste Beweis dafür, dass man im neuen, gleich kurzen, aber etwas breiteren und dadurch geräumigeren Zweiplätzer auch auf Langstrecken richtig gut aufgehoben ist. Privat fahren Sie allerdings eine grosse Mercedes­Limousine?

Nein! Ich fahre die ganze Woche über mit grosser Begeisterung den Smart Electric Drive. Es macht einfach riesig viel Spass, wenn ich einem tiefergelegten Sportwagen beim Ampelstart meinen nicht vorhandenen Auspuff zeigen kann. Ich habe zwar einen Mercedes, den ich ebenfalls sehr mag, nutze ihn aber eigentlich nur am Wochenende für sehr lange Fahrten. Den neuen Smart gibts aber nicht mit Elektro­ antrieb.

Noch nicht. Wir bieten den aktuellen Electric Drive ja erst seit zwei Jahren an. Und ihn jetzt bereits wieder zu ersetzen, macht weder wirtschaftlich noch ökologisch Sinn. Wir führen nun erst unsere neuen Modelle Fortwo und Forfour in Europa ein, dann liefern wir die Varianten für den US- und den chinesischen

Markt aus, danach folgt unser neues Cabrio – und in zwei Jahren bringen wir den E-Antrieb auch für die neuen Smart-Modelle. Auf wie hoch schätzen Sie mittel­ und lang­ fristig den Anteil an E­Smarts?

Ihnen jetzt eine Zahl zu nennen, wäre unseriöses Kaffeesatzlesen. Würde sich die E-Mobilität insgesamt so entwickeln wie ursprünglich erhofft, würde ich mich freuen. Nur so viel: Letztes Jahr lag unser Anteil an E-Smarts bei rund fünf Prozent. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Herstellern ein sehr guter Wert. Können Sie uns kurz die wichtigsten Vorzüge des neuen Smart Fortwo nennen?

Wir sind die Marke für urbane Mobilität. Folglich ist der Fortwo das konsequenteste Stadtauto, wie gemacht für Zürich, Bern, Basel oder Genf. Er ist schnell, wendig und praktisch. Trotz einer Länge von nur 2,69 Metern ist er ausserordentlich geräumig. Zudem bietet er sehr hohe Sicherheit, innovative Konnektivität für jedes Portemonnaie, neue Getriebe und einen weltmeisterlichen Wendekreis von nur 6,95 Metern. Das sind fast zwei Meter weniger als beim Vorgänger. Ihnen ist aber schon bewusst, dass das Design, vor allem die Front, nicht bei allen gleich gut ankommt?

Der neue Fortwo gefällt sehr vielen Menschen auf Anhieb ganz hervorragend. Aber Smart will auch gar nicht Everybody’s Darling sein. Wie schon seit Geburt der Marke muss ein neuer Smart polarisieren. Und so streckt der Neue seine Nase nun forsch in den Wind, guckt eher fröhlich-frech als lieb und

Die smarte Chefin

Annette Winkler (55) aus Wiesbaden möchte ursprünglich Pianistin werden, studiert dann aber Betriebswirtschaft. Bereits mit 24 Jahren führt die Deutsche die Baufirma ihres Vaters, steigert in zehn Jahren den Umsatz von 4 auf 60 Millionen Euro und wird Unternehmerin des Jahres. Mit 36 steigt sie als Kommunikationschefin bei Daimler ein und leitet danach unter anderem deren Vertriebsgesellschaften in Belgien und Luxemburg. Seit September 2010 steht sie an der Spitze von Smart. Die viersprachige Managerin ist verheiratet und lebt abwechselnd in Stuttgart und Überlingen.

hinterfragt alles. Ähnlich wie Menschen mit Persönlichkeit will er sich nicht anbiedern. Das war schon immer so und soll auch so bleiben. Obwohl der Smart­Viersitzer vor zehn Jahren ein Flop war, lancieren Sie nun neben dem Zweisitzer wieder einen grösseren Forfour. Warum?

Viele Fans unserer Marke würden zu gern einen Smart fahren, konnten bislang aber nicht, weil sie eben doch regelmässig eine zweite Sitzreihe brauchen. Also haben wir beschlossen, wieder einen Forfour zu bauen. Wir haben Smart-Fahrer und -Händler nach ihren Erfahrungen mit dem ersten Forfour befragt und was es brauche, damit der neue Viersitzer ein Erfolg werde. Die Antwort: Auch ein Forfour muss – wie der Zweisitzer – ein perfektes Stadtauto sein und alle Smart-Eigenschaften besitzen. Das haben wir durch die Entwicklung beider Fahrzeuge auf einer einzigen Plattform nun erreicht. So ist er mit seinen 3,49 Metern für einen Viersitzer überraschend kurz und bietet jede Menge smarte Lösungen, gerade auch, was die supereinfache Beladung betrifft. Unsere Kunden erhalten viel Nutzen und Wertigkeit, kurz: viel Smart für ihr Geld. Der Forfour ist in Kooperation mit Renault entstanden und teilt sich mit dem Twingo die Technik. Eine Kostenfrage?

Schon, aber nicht nur. Durch die gemeinsame Plattform können wir den Smart zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis ab 15 400 Franken anbieten. Insgesamt sind zwar 60 bis 75 Prozent der Fahrzeugarchitektur identisch. Aber alles, was man im Smart Forfour Lesen Sie mehr auf der nächsten Seite


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Unweltbewusst: Smart-CEO Annette Winkler f채hrt privat einen Smart Electric Drive.


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sehen und berĂźhren kann, unterscheidet sich zu rund 95 Prozent vom Renault Twingo. Schauen Sie, es ist ein bisschen wie beim Confiseur: Wenn er den gleichen Boden, aber andere Zutaten fĂźr die FĂźllung nimmt, kann dabei eine vĂśllig andere Torte herauskommen. Wie wird der Modellmix zwischen Zwei- und Viersitzer sein?

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ÂŤDer neue Smart guckt eher frĂśhlichfrech als lieb.Âť

Schwer zu sagen, vielleicht zwei Drittel Fortwo und ein Drittel Forfour. Generell sicher mehr Zwei- als Viersitzer. Mit Fortwo, Forfour, CoupĂŠ und Roadster gabs mal eine richtige Smart-Familie. Ă&#x153;berlebt hat nur der Fortwo. Wird die Familie nun wieder wachsen?

Klar, jetzt haben wir ja schon mal zwei Modelle. Zusätzlich bringen wir später ein neues Fortwo Cabrio sowie elektrische Versionen des Zwei- und Viersitzers auf den Markt. Und natßrlich haben wir noch viele weitere Ideen. Lassen Sie sich ßberraschen! Genauso wichtig wie die Entwicklung unserer Modellfamilie ist

uns aber auch, intelligente und praktische Dienstleistungen rund um die urbane Mobilität zu entwickeln, womit Kunden Zeit oder Geld oder beides sparen kÜnnen: von der bequemen Navigation zu immer mehr Smart-spezifischen Parkplätzen bis hin zu grossen Mobilitätsdienstleistungen, wie etwa unserem Daimler-Carsharing-Unternehmen Car2go. Smart pflegt ein jugendliches Image. Der heranwachsenden Smartphone-Generation ist das Handy aber wichtiger als ein eigenes Auto. Wie treten Sie dieser Entwicklung entgegen?

Zunächst einmal ist vielen jungen Menschen ihr eigenes Auto auch heute noch äusserst wichtig. Und gerade diese nachkommende Generation, fßr die das Smartphone immer mehr ein zentraler Teil des täglichen Lebens und ihrer Verbindung zu anderen Menschen darstellt, schätzt es besonders, wenn sich ihr Fahrzeug perfekter, einfacher und unterhaltsamer vernetzen lässt. Die MÜglichkeiten, die wir in unseren neuen

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Modellen Fortwo und Forfour hierfĂźr schaffen, sind einzigartig. Nicht umsonst werden die mobilen Geräte von heute ja Smartphones genannt â&#x20AC;Ś Aber die Einbindung des Smartphones ins Fahrzeug ist nur die eine Seite.

Stimmt, neben der Vernetzung im Auto selbst bieten diese Smartphones auch ganz neue MÜglichkeiten, die Mobilität mit Autos neu zu organisieren. Bestes Beispiel dafßr ist unser vorhin erwähntes Carsharing-Angebot Car2go, womit Sie per Smartphone in immer mehr Städten einfach einen freien Smart finden, nutzen und ihre Fahrt auch gleich per Handy bezahlen kÜnnen. Eine Idee, die erst dank der Existenz und Bezahlbarkeit der modernen Telefone und deren ausgiebigen Nutzung umsetzbar geworden ist. Und Smart, dem eigentlichen Erfinder der urbanen Mobilität, natßrlich jede Menge zusätzliches Potenzial verschafft. Interview: Raoul Schwinnen Bild: Basil Stßcheli

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Smart Forfour

Masse: 3,50 x 1,67 x 1,55 m. Motor: 3-Zylinder-Benziner, 71 PS. Antrieb: Heck, 5-Gang-Getriebe. 0–100 km/h: 16,9 s. Spitze: 151 km/h. Verbrauch: 4,2 l/100 km. CO₂-Ausstoss: 97 g/km. Energieeffizienz: B. Gewicht: 975 kg. Kofferraum: 185 bis 975 Liter. Preis: ab 15 400 Franken.

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TESTEN UND GEWINNEN

Sind Sie unser Eco-Drive-Champion?

Bild: Raffael Waldner

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as Migros-Magazin sucht zusammen mit TCS und Mazda den sparsamsten Autofahrer der Schweiz. Also machen Sie mit und gewinnen Sie bei unserem exklusiven Sparwettbewerb eine Woche Ferien in der Surselva! Einen Mazda für den ganzen Aufenthalt inklusive An- und Rückreise gibts gleich dazu. Die Fahrzeugindustrie betreibt einen immensen Aufwand, um Autos umweltfreundlicher und sparsamer zu machen. Aber auch die Autofahrer selber können mit entsprechender Fahrweise viel zur Verbrauchsreduktion beitragen. «Allein durch die konsequente EcoFahrweise lassen sich locker zehn Prozent Sprit sparen», sagt TCS-Zentrumsleiter Christof Schlatter. Dabei hat Eco-Drive entgegen der verbreiteten Meinung nichts mit Langsamfahren zu tun. «Eco-Drive ist vielmehr eine

sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Art, zügig zu fahren, den Schwung sinnvoll zu nutzen und locker im Verkehrsstrom mitzuschwimmen», so Schlatter weiter. Hält man sich daran, zügig zu beschleunigen, früh hochund spät herunterzuschalten sowie im höchstmöglichen Gang vorausschauend und gleichmässig zu fahren, ist man nicht nur sparsamer, sondern auch entspannter und sicherer unterwegs. Haben wir Ihr Interesse für die Eco-Drive-Fahrweise geweckt? Dann versuchen Sie sich doch gleich selbst und machen Sie bei unserem schweizweiten Wettbewerb mit. Profitieren Sie von einem Gratis-TCS-EcoDrive-Fahrkurs, und setzen Sie danach das Gelernte in der Praxis mit verschiedenen Mazda-Modellen um. Mitmachen auf Seite 92.

Er steht bereit: Simon Stähli ist einer der Experten, die Ihnen den Eco-Drive-Fahrstil auf dem TCS-Testgelände Stockental vermitteln und Sie danach prüfen werden.

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Das gibts zu gewinnen Der Sieger des Wettbewerbs gewinnt für sich und seine Familie eine Woche Ferien im bündnerischen Surselvagebiet. Für An- und Abreise sowie während des ganzen Aufenthalts steht Ihnen ein Mazda 3 gratis zur Verfügung. Übernachtet wird mit Vollpension im Biohotel Ucliva in Waltensburg GR. Im Gewinnpaket inbegriffen sind ein betreuter Abenteuertag mit Bogenschiessen, Wandern, Klettereinführungskurs und Picknick rund um den Stausee in Pigniu, ein Wellness-Spa-Programm im Bergspa Hotel Brigels sowie ein Gourmetnachtessen im 15-Gault-Millau-Punkte-Restaurant Casa Fausta Capaul, ebenfalls in Brigels GR.

Und so machen Sie mit Entscheiden Sie, an welchem Datum und in welchem TCS-Verkehrssicherheitszentrum in Ihrer Nähe Sie gern teilnehmen möchten. Wir wünschen viel Glück ‒ und dann natürlich gute Fahrt!

www.migrosmagazin.ch

GEWINNEN SIE ONLINE Teilnahme und Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.migrosmagazin.ch/ sparwettbewerb. Teilnahmeschluss ist Sonntag, 9. November 2014, 24 Uhr. Dazu weitere Infos zu Eco-Drive-Kursen und Sparbemühungen der Autohersteller.

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■ 1. Dezember 2014, 8 bis 17 Uhr, Betzholz Hinwil ZH ■ 2. Dezember 2014, 8 bis 17 Uhr, Niederstocken BE ■ 4. Dezember 2014, 8 bis 17 Uhr, Plantin GE ■ 5. Dezember 2014, 8 bis 17 Uhr, Lignières NE Unter den Bewerbern werden je drei Teilnehmer für die vier Qualifikationsanlässe ausgelost. Diese werden vom TCS aufgeboten, absolvieren am Vormittag auf dem entsprechenden TCS-Gelände einen Eco-Fahrkurs und fahren am

Nachmittag mit drei verschiedenen Mazda-Modellen und je einem TCS-Experten als Schiedsrichter drei Mal eine vorgegebene Route. Der Tagessieger jedes Zentrums qualifiziert sich für das Finale am Samstag, 13. Dezember 2014 (12 bis 17.30 Uhr im TCS-Zentrum Derendingen SO). Dort fahren die Finalisten mit vier verschiedenen Mazda-Modellen vier vorgegebene Eco-Runden. Und dann wird abgerechnet: Der sparsamste Fahrer gewinnt den attraktiven Hauptpreis. Text: Raoul Schwinnen

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Generation Golf Als erstes Auto überhaupt gibts den VW Golf jetzt in allen fünf aktuellen Antriebsvarianten. Welche passt zu Ihnen? Eine Typologie mit Augenzwinkern. Text: Timothy Pfannkuchen, Illustrationen: Silke Werzinger

VW Golf TDI

Diesel für Hemdsärmelige

Das Auto: Im Golf für alle Fälle bekommt man für den kleinsten Preis die populärsten Motoren. Dank Turbotechnik beherrschen die Benziner heute auch viel Zug aus tiefen Drehzahlen und sind in den letzten Jahren deutlich sparsamer geworden. Vorteil: Günstiger golfen geht nicht. Nachteil: Ein Schritt in die Zukunft ist das nicht wirklich. Die Fahrerin: Sie ist die Durch­ schnittsfrau schlechthin: Einfami­ lienhaus, gepflegter Garten, zwei Kinder und Funktionskleidung. Frisur und Kleidung stechen so wenig ins Auge wie ihr Auto. Die Familienfrau und Teilzeiterzieherin nutzt den Benziner auf Kurzstrecken: Schule, Migros, Tante Ursi.

Das Auto: Längst sind Diesel nicht mehr nur für Schwer­ hörige mit viel Zeit. Heute laufen die Selbstzünder leise, sparsam und sind durchzugs­ stark geworden. Vorteil: Bei gleich vielen PS wirken Diesel souveräner, der Durst versöhnt mit dem Preis. Nachteil: Diesel kosten mehr (was sich erst ab vielen Kilometern lohnt) und stossen mehr Abgase aus. Der Fahrer: Der Dieseltyp trägt karierte Hemden, Fleece­ westen und das Handy im Gürtelhalfter. Sein Schnauz steht für wenig Worte, aber zupackende Taten. Funktio­ nieren muss er, nicht stylisch sein. Er hilft beim Zügeln, bastelt gern – und fährt dazu meilenweit zu Bekannten.

VW Golf TSI (inkl. GTI und R): 85 bis 300 PS. Verbrauch: 4,7 bis 7,1 l/100 km. CO₂-Ausstoss: 110 bis 165 g/km. Energieeffizienz: A bis F. Preis: ab 23 360 Franken.*

VW Golf TDI (inkl. GTD): 105 bis 184 PS. Verbrauch: 3,2 bis 4,7 l/100 km. CO₂-Ausstoss: 85 bis 122 g/km. Energieeffizienz: A bis B. Preis: ab 30560 Franken.*

VW Golf TSI

Benzin für Normalas

VW Golf TGI

Erdgas für Ökofundis

Das Auto: Im E­Auto­Boom gehen die Erdgasmobile derzeit ein wenig unter. Zu Unrecht: In Sachen Abgase sind sie besser als jeder Benziner, können notfalls mal Benzin tanken, und Erdgas ist ein Drittel billiger. Vorteil: Hier fährt man wie gewohnt, spart Geld und schont die Umwelt. Nachteil: Nicht immer ist die Tank­ stelle da, wo man sie gerade braucht. Der Fahrer: Sein Erdgas­Golf steht neben dem Schopf mit den Holz­ pellets. Lange hat der Gasfahrer über­ legt: Öko ja, Akku nein. Auto ja, Status nein. Nun blickt er auf seinen Gas­Golf und sinniert, ob er ihn nicht besser in Dunkelblau gewählt hätte: Passt besser zur Peter­Lustig­ Latzhose – und ist noch unauffälliger. VW Golf TGI: 110 PS. Verbrauch: 3,4 bis 3,5 kg/100 km. CO₂-Ausstoss: 92 bis 94 g/km. Energieeffizienz: A. Preis: ab 31 750 Franken.*


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VW Golf GTE

Plug-in-Hybrid für Trendsetterinnen

VW E-Golf

Strom für Umweltpioniere Das Auto: Flüsterleise und rasant summt der rein akkuelektrische Golf über unsere Strassen. Strom für 100 Kilometer kostet nur drei Franken. Aber nach theoretisch 190, real 150 Kilometern muss er wieder an die Steckdose. Vorteil: Hier fährt man angenehm und emissionsfrei. Nachteil: Der Akku macht den E­Golf teuer, und in die Ferien fährt er ihn nicht. Der Fahrer: Irgendwie sieht er wie ein Triathlet aus, aber auch Rohkost macht schlank und sehnig. Die Solaranlage auf seinem Dach wiederum füllt nachts den Akku des E­Golf. Geringe Reichweite? Als Antwort zieht der Physiklehrer den ÖV­Fahrplan aus der Ledermappe. Sein Motto: Pionier muss man im Kleinen sein. Er kann sich das leisten. VW E-Golf: 85 kW (115 PS). Verbrauch: 12,7 kWh/100 km. CO₂-Ausstoss: 0 g/km. Energieeffizienz: A. Preis: ab 39 950 Franken.*

Das Auto: Im Golf GTE fährt man mit dem zu Hause ge­ ladenen Strom bis zu 50 Kilo­ meter vollelektrisch. Geht der Akku zur Neige, schaltet der Hybridantrieb ein und sorgt mit Benzin­ plus Elektromotor und 204 PS für Vortrieb. Vorteil: Der GTE vereint das Beste beider Welten. Nachteil: Viel Technik kostet auch viel Geld. Die Fahrerin: Gottlob hat ihr Golf ein feines Multimedia­ system – könnte sie weder iPad noch iPhone ankoppeln, fiele der noch nicht mal 30­jährigen Werberin glatt ihre trendige Retrobrille von der Nase. Durchgestylt und kosmopo­ litisch tritt sie auf, die Gross­ städterin. Sie weiss: Sie fährt das Beste aller Welten. Auch, weil sie das Kleingeld dazu hat. VW Golf GTE: 204 PS. Verbrauch: 1,5 l + 11,4 kWh/100 km. CO₂-Ausstoss: 35 g/km. Energieeffizienz: A. Preis: ab 46 650 Franken.*

* Alle Preise für 5-Türer (Serie TGI/E/GTE). TSI/GTI/R/TDI/GTD 3-türig minus 1260 Franken.


«PERFEKT AUF JEDEM TERRAIN. EBEN DEUTSCHE QUALITÄT.» CLAUDIA SCHIFFER

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DER Opel MOKKA

ALLRADAUTO DES JAHRES. EINMAL MEHR. Erhältlich mit intelligentem 4x4-Antrieb, Berg-Abfahr-Assistent, Rückfahrkamera und Frontkollisionswarner. Opel Mokka 4x4: Gewinner der Leserumfrage der AUTO BILD ALLRAD Deutschland 2013 und 2014.*

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Preisbeispiel: Mokka 1.6 ECOTEC® mit Start/Stop, 1598 cm3, 85 kW (115 PS), 5-Türer, Basispreis CHF 24’400.–, Kundenvorteil (Eintauschprämie, Flexbonus) CHF 2’250.–, neuer Verkaufspreis CHF 22’150.–. 153 g/km CO2, Ø-Verbrauch 6,5 l/100 km, Energieeffizienzklasse E. Abb.: Mokka 1.4 ECOTEC® Cosmo mit Start/Stop 4x4, 1398 cm3, 103 kW (140 PS), 5-Türer, Basispreis inkl. Swiss Pack CHF 36’200.–, Kundenvorteil (Eintauschprämie, Flexbonus und Swiss Pack) CHF 4’560.–, neuer Verkaufspreis CHF 31’640.–. 149 g/km CO2, Ø-Verbrauch 6,4 l/100 km, Energieeffizienzklasse E. Ø CO2 aller verkauften Neuwagen in CH = 148 g/km. *Zweifacher Gewinner in der Kategorie «Offroad und SUV bis € 25’000.–» (in der Leserumfrage «4x4 des Jahres» der AUTO BILD ALLRAD Deutschland, Hefte 05/2013 und 06/2014).


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BRATBUTTER | 97

Drei für alle Fälle

Bratbutter gibt es in der Migros in grosser und kleiner Packung sowie neu auch in Bioqualität.

Bild: Christian Dietrich; Styling: Mirjam Käser

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Bratbutter.

«Bio ist klasse»

«Perfekte Schnitzel»

«Für alle Gerichte»

Sonja Mulitze (47) aus Illnau ZH setzt auf Biobratbutter: «Meine Kinder lieben es, wenn ich mit der Schweizer Biobratbutter eine Gemüsepfanne brutzle oder eine knusprige Rösti brate.» Die Fotoredaktorin schwört allgemein auf Bioprodukte aus der Schweiz: «Bio ist einfach klasse.» Bio Bratbutter, 250 g, Fr. 6.90

Simi Simonet (51) aus Nussbaumen AG ist gelernter Koch. Für sein Catering-Unternehmen verwendet er nur beste Zutaten. «Zu meinen Spezialitäten zählen Wienerschnitzel und Cordon bleu. Mit der Bratbutter werden sie herrlich küstig. Perfekt! Die Grosspackung schätze ich sehr.» Bratbutter, 450 g, Fr. 7.90

Madeleine Grabherr (52) aus Lommiswil SO kocht für ihr Leben gern: «Ich verwende die Bratbutter praktisch für alle Gerichte, ob Hacktätschli, Fischfilets, gebratenen Reis oder gedünstetes Gemüse. Die Bratbutter schmeckt wie reine Butter und gehört für mich zur feinen Küche.» Bratbutter, 250 g, Fr. 4.85


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BISCHOFSZELL

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Auf den Dreh kommts an

Schluss mit Schwappen! Ein kleiner Trick – und schon hat man den Getränkekarton im Griff.

K

leine Ursache, grosse Wirkung: Die im Sommer neu eingeführten Drehverschlüsse der Einliterkartons für den Kult-Eistee, M-ClassicFruchtsaft und den Orangensaft von Max Havelaar sind vorteilhaft, haben aber auch eine kleine technische Tücke. Beim Ausschenken kann es passieren, dass der Inhalt unkontrolliert herausschwappt. Ein physikalisches Problem, das sich leicht beheben lässt: Hält man die Packung nämlich waagrecht statt – wie gewohnt – senkrecht und dreht man die Öffnung dabei auf die obere Seite, ist für genügend Luftzufuhr gesorgt, und das Getränk fliesst gleichmässig heraus. Ansonsten vermag der neue Drehverschluss durchaus zu überzeugen. Er lässt sich einfach öffnen und immer wieder tropfsicher verschliessen. Das bedeutet, dass eine angebrochene Packung nicht mehr zwingend stehen muss. Auch horizontal gelagert bleibt sie garantiert dicht. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die individuelle Logistik im Kühlschrank aus. Und natürlich kann man die Getränkekartons nun auch gefahrlos im Rucksack oder in der Tasche transportieren. JV

So besser nicht: Bei senkrechter Position mit der Öffnung unten dringt zu wenig Luft in die Packung. Folge: Das Getränk schwappt unkontrolliert heraus.

 M-Classic Orangensaft, 1 l, Fr. 1.15  Kult Ice Tea Zitrone, 1 l, Fr. –.75

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Getränke der Bischofszell Nahrungsmittel AG.

Illustrationen: Konrad Beck

So funktionierts: Hält man die Packung waagrecht mit der Öffnung oben, gelangt genügend Luft in den Karton. Das Getränk kann gleichmässig herausfliessen.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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BIO-EIER | 101

Schweizer Bio-Eier aus Freilandhaltung, 4 Stück à 63 g+, Fr. 3.30

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Familie Iten inmitten einiger ihrer 2000 Legehennen auf ihrem Biobauernhof im Zugerland: Roland Iten (34), Lian (4), Carina (9), Lewin (7) und Nicole Iten (35).

Wer sich detailliert über die Herkunft der Eier informieren möchte, gibt auf www.migros.ch/eier den Code des Stempels ein, und schon erscheint das Porträt des Bauernhofs.

Nichts bleibt verborgen So lässt sich die Herkunft der Bio-Eier aus der Migros zurückverfolgen.

D

ie Konsumenten wollen heute genau wissen, woher ihr Essen kommt. Diesem Bedürfnis wird die Migros einmal mehr gerecht und bietet ein Onlinetool, mit dem sich

Bild: Daniel Kellenberger

Bio steht für strengste Massnahmen beim Rohstoffanbau. Oberste Priorität haben der schonende Umgang mit der Natur, die Naturbelassenheit der Rohstoffe und Produkte sowie das Tierwohl.

die Herkunft der Eier lückenlos zurückverfolgen lässt. Dazu dient der Code, der auf jedem einzelnen Ei aufgedruckt ist.

Das geht so: Man ruft die Website www.migros.ch/eier auf, gibt dort den Code ein, und schon erfährt man in Wort und Bild Wissenswertes über den Eierproduzenten und seinen Hof. «Wir haben nichts zu verstecken und sind stolz auf unsere Biolegehennen. Den Tieren geht es prächtig. Sie haben viel Auslauf ins Grüne», sagt Biobauer Roland Iten. «Und sie haben sogar Sicht auf den Ägerisee», wie er augenzwinkernd ergänzt. Tatsächlich ist der Iten-Hof in Unterägeri ZG ein Vorzeigeobjekt. Quicklebendig «hühnern» hier die gefiederten Bewohnerinnen auf der Weide herum. Nur der eine oder andere Raubvogel am Himmel vermag die Idylle vorübergehend zu stören.

Dann rennt die ganze Schar in den Stall, bis die «Güggel» Entwarnung geben und das Scharren und Picken weitergehen kann. Nebst dem grosszügigen Auslauf erhalten die Hennen Biofutter und die uneingeschränkte Möglichkeit, sich in einem artgerecht gestalteten Lebensraum mit Sitzstangen, Scharrmaterial und Sandbädern zu bewegen. Noch gut zu wissen: Wer in diesem Monat die Website www.migros.ch/ eier besucht, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen. AKR Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Die Bioprodukte leisten dazu einen wertvollen Beitrag.


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Ihr Reiseprogramm in bester Gesellschaft: 1. Tag, Freitag 27. Februar 2015 – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus an die Blumenriviera, wo uns die Küche unseres Hotels mit einem feinen Nachtessen erwartet. 2. Tag, Samstag 28. Februar 2015 – Karneval in Nizza Nach dem ausgiebigen Frühstück führt uns eine wunderschöne Panoramafahrt entlang der berühmten Corniches bis nach Nizza. Dabei erleben Sie die wohl schönste Küste Europas mit atemberaubender Aussicht auf malerische Buchten und Orte. Nizza empfängt uns dann mit den typisch farbigen Häusern, den bekannten Blumenmarkt und den vielen hübsche Cafés, Restaurants & Boutiquen. Die „Promenade des Anglais“ mit dem berühmten Casino ist Mittelpunkt des jährlichen Karnevals, dessen Geschichte auf das Jahr 1294 zurückgeht. Freuen Sie sich auf den wunderschönen Blumencorso mit den bunten Blumenwagen, fröhlich kostümierten Menschen und Figuren aus einer scheinbar anderen Welt! Wir haben für Sie tolle Tribünenplätze reserviert. Am Abend Nachtessen im Hotel!

Zitronenfest

3. Tag, Sonntag 1. März 2015 – Monaco, Bioves Gärten & Zitronenfest in Menton Den heutigen Tag beginnen wir mit einem Besuch im Fürstentum Monaco. Entdecken Sie dabei die pittoreske Altstadt auf eigene Faust und tauchen Sie in eine Welt voller Glamour und Lebensgefühl ein. Später fahren wir nach Menton – geschützt durch die Seealpen im Hintergrund erfreut sich das Städtchen dem mildesten Klima an der Côte d’Azur. Gerade deshalb bezaubert der Ort mit vielen wunderschönen Gärten, in denen schon früh Orangen und Zitronenbäume wachsen. Davon können Sie sich bei unserem Besuch in den bekannten Bioves Gärten überzeugen. Auch die hübsche Altstadt erwartet uns mit fantastischen Nachbildungen und Mosaike aus Zitronen und Orangen. Abschliessender Höhepunkt bildet dann der fantastische„Korso der goldenen Früchte“! Lassen Sie die gigantischen - mit Orangen und Zitronen geschmückten - Umzugswagen an sich vorbeiziehen – Sie werden begeistert sein. Am Abend Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Montag 2. März 2015 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Frühlingseindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Dublin Flug nach Dublin. Nach Ankunft unternehmen Sie eine informative Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Irlands. 2. Tag: Dublin – Belfast (Nordirland) Auf dem Weg Richtung Nordirland besuchen Sie Monasterboice, wo Sie einige der schönsten keltischen Hochkreuze bewundern können. Anschliessend lernen Sie die Hauptstadt Nordirlands, Belfast, während einer Stadtrundfahrt besser kennen. 3. Tag: Belfast – Giant’s Causeway – Donegal (Irland) Heute fahren Sie entlang der Küstenstrasse «Antrim Coast» zum Giant’s Causeway (UNESCO Naturerbe). Auf der Weiterfahrt machen Sie einen weiteren Fotostopp bei der Dunluce Castle Ruine, welche über den tosenden Wellen des Nordatlantiks thront. Sie überqueren die Grenze zu Irland und erreichen Ihr heutiges Tagesziel Donegal. 4. Tag: Donegal – Slieve League – Glenveagh Nationalpark – Donegal Der Tag beginnt mit dem Besuch der beeindruckenden Slieve League Klippen. Im Anschluss erfolgt die Fahrt in den Glenveagh Nationalpark – dem grössten Nationalpark Irlands.

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5. Tag: Donegal – Carrowmore – Westport – Galway Nach dem Frühstück fahren Sie in Richtung Carrowmore, eine der grössten und ältesten megalithischen Ausgrabungsstätten. Nach der Weiterfahrt erreichen Sie Westport, wo Sie Zeit zur freien Verfügung haben und die Stadt auf eigene Faust erkunden können. 6. Tag: Galway – Connemara – Clifden – Galway Ausflug in die Region Connemara, eine der reizvollsten Gegenden des Landes. Unterwegs machen Sie Halt und nehmen eine kleine Kostprobe einer lokalen Spezialität zu sich. In Clifden besuchen Sie das Dan O’Harras Heritage & History Center. 7. Tag: Galway – Killarney Heute erreichen Sie das Burrengebiet. Die grösste Karstlandschaft Irlands bietet etwa 2000 Arten seltener Pflanzen und Blumen zum bestaunen. Nach einem Spaziergang bei den Klippen von Moher überqueren Sie mit der Fähre den Shannon River und fahren weiter nach Killarney. 8. Tag: Killarney – Dingle – Killarney Von Killarney aus unternehmen Sie einen Tagesausflug auf die Dingle-Halbinsel. Bevor es wieder zurück nach Killarney geht, haben Sie Zeit das Fischerdörfchen Dingle Village selbstständig zu erkunden. 9. Tag: Killarney – Bantry – Cork Die heutige Tour führt Sie entlang atemberaubender Aussichtspunkte wie «Ladies View» und «Molls Gap». Anschliessend besuchen Sie ein klassisches Herrenhaus mit seinen beeindruckenden Gartenanlagen. Später gelangen Sie entlang der wunderschönen Südwestküste nach Cork. 10. Tag: Cork– Cashel – Dublin Am Morgen besichtigen Sie in Midleton eine

Whiskydestillerie (inklusive kleiner Kostprobe). Bei der Weiterfahrt, machen Sie einen Halt beim berühmten Rock of Cashel, einst herrschaftlicher Sitz keltischer Könige. In Dualla steht ein Besuch einer lokalen Schaffarm inklusive «Tea Time» in einem georgianischen Landhaus auf dem Programm. 11. Tag: Dublin Den heutigen Tag können Sie ganz nach Ihren Wünschen in der Hauptstadt Irlands gestalten. 12. Tag: Dublin – Zürich Transfer zum Flughafen Dublin und Rückflug nach Zürich.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

Fröhliches Naschen Die neue Sternenkugel-Limited-Edition wurde im letzten Jahr von Migipedia-Usern gewählt und ergänzt jetzt das Weihnachtssortiment. Sie eignet sich nicht nur zum Naschen, sondern auch wunderbar zum Dekorieren.

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GEWINNSPIEL

LESEREXPERTIN

Auf jeder Packung Sternenkugeln finden Sie einen Gewinncode, den Sie auf der Website www.chocolatfrey.ch/xmas eingeben. Es gibt Preise im Gesamtwert von 36 000 Franken zu gewinnen. Welche das sind, erfahren Sie ebenfalls auf der genannten Website.

Anita Andres (51), Hausfrau aus Ostermundigen BE Geschmack: Bei den neuen Sternenkugeln passen das Süsse und Salzige ausgezeichnet zusammen. Die kleinen Caramelstückchen mag ich besonders

gern. Diese Sorte kann ich nur empfehlen. Süsse: Für mich gerade richtig. Design: Schön mit den Sternen.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Sternenkugeln von Frey.


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BUON GUSTO

Der Tisch ist gedeckt, alle Gäste sind versammelt. Gross und Klein freut sich auf die Lasagnen, die heute in vier Varianten serviert werden.

Als hätte sie die Nonna gemacht

In die Lasagne Bolognese von Buon Gusto kommen frische Teigwaren und Schweizer Fleisch.

Lasagne ist ein Dauerbrenner. Gut, gibt es den vielschichtigen Genuss jetzt in vier Tiefkühlvarianten: Buon appetito!

E Bilder: Ruth Küng; Picture Press

ine Lasagne selbst zuzubereiten, ist immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Bequemer geht es mit den tiefgekühlten Lasagnespezialitäten von Buon Gusto, die in 30 bis 40 Minuten genussfertig sind. Dafür wurden die Rezepturen der ehemaligen M-Classic-Lasagne verbessert. Die neue Linie Buon Gusto steht für

Buon Gusto Lasagne Bolognese, 360 g, Fr. 3.40

typisch italienische Lasagne aus hochwertigen Zutaten wie Schweizer Rindfleisch. Der Teig und die Saucen werden von der Bischofszell Nahrungsmittel AG frisch zubereitet, sogleich in die Backschalen geschichtet und tiefgefroren. So bleibt der Teig auch nach dem Backen schön al dente. Buon-Gusto-Lasagnen gibt es in den vier Varianten Bolognese,

Buon Gusto Lasagne Verdi, 600 g, Fr. 5.20

Buon Gusto Lasagne Fiorentina, 600 g, Fr. 5.20

Verdi mit Spinatteigwaren und Bolognese, Fiorentina mit Ricotta und Spinat sowie Méditerranée mit Tomaten, Zucchetti, Peperoni und Oliven. Es wäre zu schade, bliebe diese beliebte italienische Spezialität nur dem Sonntagsessen vorbehalten. Deshalb bringt Buon Gusto eine Portion Italianità in den kulinarischen Alltag. DH

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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NONFOOD | 115

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Mit der Mehrkämpferin Ellen Sprunger. Weil ich sie viel zu selten sehe und sie einen guten Geschmack hat. Interview: Yannick Dolman


SAISONKÜCHE 116 |

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PAOLO BASSO

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Störe meine Kreise nicht: Wenn Paolo Basso den Archimedes am Herd mimt, bleibt für «Saisonküche»-Köchin Erica Bänziger nur die Zuschauerrolle. Sie nimmt es mit Humor.

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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

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«Kochen ist eine Wissenschaft»

Paolo Basso ist einer von nur 14 Sommeliers weltweit, die den Titel «Meilleur Sommelier du Monde» tragen. Da verwundert es nicht, dass er sich rund um die Uhr mit Wein beschäftigt. Trotzdem zieht es ihn regelmässig auch an den Herd, um der Kochkunst zu frönen. Diesmal sogar exklusiv fürs Migros-Magazin.

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ie Stille, die am Morgen in seinem Haus in Ligornetto, einem Ortsteil von Mendrisio TI, herrscht, ist wie die Ruhe vor dem Sturm. Paolo Basso ist schon früh auf, um sich später Zeit für seine Gäste nehmen zu können. Seit der Weinexperte zum besten Sommelier der Welt gekürt wurde, ist sein Weinwissen gefragter als zuvor. Dass sich heute «Saisonküche»-Köchin Erica Bänziger zu den Gästen gesellt, ist dem Hausherrn ein besonderes Vergnügen: Schliesslich ist man zum Kochen verabredet. Und das bereitet Paolo Basso nach eigenem Bekunden viel Freude. Es gibt Lammbraten mit Steinpilzen. Für den Einkauf der Zutaten war seine Kochpartnerin zuständig: Frisches Alplamm bekam sie an der Migros-Fleischtheke. Ebenfalls aus der Migros holte sie frische Steinpilze und Kräuter sowie rote Polenta, die sich in den Tessiner Filialen ausgesprochen gut verkauft. «Die rote Polenta ist etwas gröber als die herkömmliche. Bei uns steht immer welche im Kühlschrank», erklärt Basso. «Sie sollte stets luftdicht verpackt sein, denn die Motten lieben Polenta», gibt Erica Bänziger noch rasch einen Tipp, bevor der Braten mariniert wird.

«Die Jury fragt nach Dingen, die man nicht im Internet findet» 1. Grundzutaten sind Polenta, Steinpilze, Lamm und Kräuter. 2. Die Steinpilze werden in feine Scheiben geschnitten. 3. Das Polenta-Rühren wird im Hause Basso mechanisch erledigt. 4. Der Braten ist bereit für den Ofen.

Seit 2013 ist Paolo Basso Weltmeister. Da gewann er den Titel «Meilleur Sommelier du Monde», bester Weinkellner der Welt. Der Wettbewerb fand in Tokio statt und wurde dort zur besten Sendezeit live im Fernsehen übertragen. In der Halle verfolgten 4000 Zuschauer, wie die Anwärter ihre Aufgaben bewältigten. Alle drei Jahre wird der Titel an den nächsten Aspiranten vergeben, wobei die früheren Gewinner ihren Titel aber auf Lebenszeit behalten.

Viele Jahre intensiver Vorbereitung lagen hinter ihm, bis Paolo Basso endlich jubeln konnte, nachdem er mehrmals als Vizeweltmeister nach Hause gekommen war. Dabei ist die Teilnahme per se schon eine Auszeichnung, weil jede Nation nur ihren besten Weinkenner entsenden darf. 70 Fragen habe er in Tokio beantworten müssen, erzählt der Champion und sagt, dass man dort nur mit gutem Allgemeinwissen oder als versierter Weinliebhaber nicht weit gekommen wäre. Wer weiss

denn schon, welche die erste geschützte Herkunftsregion für italienischen Wein war? Oder welche besonderen Merkmale einzelne Hanglagen in Portugal haben? «Die Jury fragt nach Dingen, die man nicht im Internet findet. Da muss man dort gewesen sein und sich mit Winzern unterhalten haben», erklärt Basso. In der Vorbereitung gehe es also nicht ums Auswendiglernen, sondern darum, dass man sich mit Leib und Seele dem Wein widmet. «Und ohne die Unter-

AUFGETISCHT

Paolo Basso, Sommelier und Weinberater An der Hotelmanagement-Schule im italienischen Sondalo legte Paolo Basso (48) den Grundstein für eine Karriere in der Gastronomie, mit einer Ausbildung an der Schule der Schweizer Sommelier-Vereinigung komplettierte er sein Weinwissen. Doch das meiste lernte Basso als Sommelier in Sterne-Restaurants sowie als Angestellter im Handel für rare Weine. Heute führt er seine eigene Weinberatungsfirma. 1997 wird Paolo Basso erstmals die Auszeichnung «Bester Sommelier der Schweiz» verliehen. Und seit er vor eineinhalb Jahren in Tokio den Wettkampf «Meilleur Sommelier du Monde 2013» gewonnen hat, grüsst er sogar als Weltmeister.

Was haben Sie immer auf Vorrat? Wein, Reis, Teigwaren, gutes Olivenöl, Parmesan und eine besonders gute Tessiner Schokolade. Was würden Sie nie essen? Innereien. Mit Ausnahme von Leber. Wie of kochen Sie pro Woche? Wenn ich zu Hause bin, immer.

Wein ist sein Geschäft: Der Tessiner Paolo Basso ist «Meilleur Sommelier du Monde 2013».

Kochen ist für Sie …? … eine Wissenschaft und eine Kunst, Zutaten geniessbar zu machen. Mit wem würden Sie gern einmal essen gehen? Mit Émile Peynaud, dem Vater der modernen Önologie. Oder mit Salvatore Dalí, der sagt: «Wer geniessen kann, trinkt keinen Wein mehr, sondern kostet Geheimnisse.»


-Tipp für heute Abend:

Lesen Sie ein Buch. Die TV-Highlights von heute können Sie auch morgen schauen: – die 5-Minuten-Webshow auf tele.ch


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stützung meiner Frau Helene hätte ich das sowieso nicht geschafft», sagt Basso und bekennt, er habe für den Erfolg nicht nur ein kleines Vermögen ausgegeben, sondern zu Trainingszwecken auch immer viele Flaschen auf dem Tisch gehabt. Im beruflichen Alltag verkostet Basso rund 200 Weine pro Monat. Themawechsel: Kann man als Weinfachmann abschätzen, ob sich ein Wein gut lagern lässt? Basso lächelt. Darüber habe er sich schon viele Gedanken gemacht: «Es ist nicht einfach. Aber ja doch, man kann es herausschmecken. Solchen Weinen fehlt eine Geschmackskomponente, die auch etwas mit der Mineralität des Weins zu tun hat.»

Keinen Wein zur Consommé oder zur Tomatencremesuppe! Während der Braten im Ofen schmort, gibt Paolo Basso auch noch gern die eine oder andere Anekdote aus seiner Zeit als Weinkellner zum Besten: «Da war jener Afrikaner, der einen Château d’Yquem bestellte – den teuersten und herausragendsten Süsswein der Welt. Dann fand er den Wein aber zu süss und bat um eine Flasche Wasser. Zum Verdünnen.» Bevor man sich zu Tisch begibt, rückt die Frage nach dem passenden Wein zum Essen in den Fokus. Gibt es Gerichte, bei denen er grundsätzlich von einer Weinbegleitung abrät? Basso: «Ja, bei einer Tomatencremesuppe oder einer Consommé. Dazu passt Wein einfach nicht.» Im Gegensatz zum Lammbraten, der jetzt angerichtet ist. Basso öffnet eine Flasche «Il Rosso di Chiara». Es ist sein eigener Rotwein, mit dem er sich einen Traum erfüllt habe. «Rosso» sei der Wein nämlich im doppelten Sinn, denn er spiele auch auf die roten Haare seiner Tochter Chiara an. «Auf den Wein, die Tochter und das gute Essen» lautet der Trinkspruch. Und zum Abschluss gibt es noch Bassos Lieblingsschoggi. Wäre doch schade, wenn man den feinen Geschmackssinn nur auf den Wein beschränkte. Text: Claudia Schmidt Bilder: Claudio Bader

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Lammbraten mit Steinpilzen ZUTATEN 1½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Thymian, Rosmarin, Majoran, ½ EL Senf, 3 EL Olivenöl, Fleur de sel, Pfeffer, 1,2 kg Lammschulter ohne Knochen (vom Metzger binden lassen), 2 Rüebli, 2 Stangensellerie, 1 Zwiebel, 2 Lorbeerblätter, 2 EL Bratbutter, 2 EL Haselnuss- oder Olivenöl, 2 Knoblauchzehen, 3 dl Weisswein, z. B. Merlot bianco Steinpilze: 750 g frische Steinpilze, ¾ Bund glattblättrige Petersilie, 4 EL Olivenöl, 3 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG 1. Je 2 Thymian- und Rosmarinzweige beiseitelegen. Für die Marinade restliche Kräuter fein hacken. Mit Senf und Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch damit einreiben. Sellerie und Rüebli in Würfelchen schneiden. Zwiebel halbieren. Lorbeerblätter an die Zwiebel stecken. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Bratbutter und Haselnussöl in einer Pfanne erhitzen. Fleisch rundum darin anbraten, in eine ofenfeste Form legen. Gemüse, Zwiebel und Knoblauch im Bratsatz kurz andünsten. Mit beiseitegelegten Kräutern rund um das Fleisch verteilen. Wein dazugiessen. Das Fleisch in der Ofenmitte ca. 1 Stunde braten, es darf noch leicht rosa sein. Fleisch vor dem Servieren mit wenig Pfeffer würzen. 3. Ca. 15 Minuten vor Ende der Garzeit Pilze putzen. Petersilie hacken. Steinpilze in feine Scheiben schneiden. Im Öl bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten braten. Knoblauchzehen beigeben und kurz mitbraten. Petersilie beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren Fleisch in Tranchen schneiden. Mit Gemüse und Pilzen anrichten. Dazu passt Polenta, z. B. rote Tessiner Polenta.

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4. Tag: Caudebec-en-Caux–(Honfleur). Ganztagesausflug (*). Das Städtchen Honfleur besitzt den wohl schönsten Hafen der Normandie, mit einer einzigartigen Lage an der Blumenküste, der Côte Fleurie. Auf einem Stadtrundgang entdecken Sie das romantische Viertel am alten Hafenbecken. Mittagessen in einem typischen Restaurant. Anschliessend Fahrt durch die Normandie und Zwischenhalt in einer Calvados-Brennerei, inkl. Führung und Degustation. Die Fahrt über den Pont de Normandie, ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst, bietet Ihnen freien Blick aufs offene Meer. Die Schrägseilbrücke ist mit einer Spannweite von 856 m eine der grössten Europas und verbindet Honfleur mit Le Havre. 5. Tag: Caudebec-en-Caux–(Étretat)–Rouen. Ausflug zur Alabasterküste mit ihren hoch aufragenden Kreideklippen und den faszinierenden Steilfelsen «Aiguelle» (die Nadel) und dem «Felsentor» (*). Das Seebad Étretat hat seinen mondänen Reiz bis heute bewahrt. Fakultativer Genuss eines Gourmet-Mittagessen der besonderen Art. Der Spitzenkoch David Görne verwöhnt Sie mit einem 6-Gang-Menu (Fr. 160.–) in seinem Manoir. Am Nachmittag nimmt Ihr Schiff wieder Kurs ins Landesinnere. Geniessen Sie die Fahrt durch die Windungen der Seine, wo sich wieder und wieder die Kulissen der Normandie verändern, vorbei an Burgen und Abteien bis nach Rouen. Die Stadt in der Seineschleife blickt auf eine lange Tradition als Seehafen zurück. Die alten Quais sind bis heute lebendige Flaniermeilen. 6. Tag: Rouen. Stadtrundrundgang in Rouen (*). Seine Fachwerkbauten,

enge Pflasterstrassen und die Kathedrale machen Rouen fast schon zu einem gotischen Freilichtmuseum. Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit zu einem fakultativen Ausflug entlang der Seine (Fr. 45.–). Auf der «Route der Abteien» besuchen Sie die Abtei Jumièges, eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Romanik. Glaubt man Victor Hugo, ist sie zugleich Frankreichs «schönste Ruine». 7. Tag: Les Andelys–Paris. Busfahrt nach Lyons la Forêt – eines der schönsten Dörfer in Frankreich. Spaziergang und Zeit zur freien Verfügung. Nach dem kurzen Abstecher bringt Sie der Bus zurück nach Les Andelys. Das romantische Städtchen liegt in einem Flussbogen der Seine, bewacht von seinem seltsam-verwüsteten, elfenbeinfarbigen Schloss Gaillard, das hoch über dem Städtchen thront, über Fachwerkhäusern, die aus der Flussperspektive wie abgebrochene Zähne wirken. Unweit der Ruine entdecken Sie auf einem Rundgang die Kirche NotreDame mit Architekturen aus nahezu allen Epochen (*). Nachmittags Weiterfahrt nach Paris. 8. Tag: Paris–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückfahrt mit modernem Komfort-Reisebus zu Ihren Einstiegsorten.

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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

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Rosemarie nervt Der Goldfisch soll mit Badehose baden, das Huhn sich wegen eines gelegten Eis nicht laut freuen, der Hund muss ordentlicher essen, und das Schwein darf sich nicht wie eins aufführen. Die Kuh Rosemarie nervt. Ihre Intoleranz veranlasst den Bauern, die Kuh zum Flughafen zu bringen. Soll sie doch die Tiere in Afrika terrorisieren. Ob das gut geht? «Die Kuh Rosemarie» ist

BASEL

ein unterhaltsames Gleichnis für Menschen ab fünf Jahren. Aufführungen: ab dem 1. 11. samstagnachmittags 14. 30 Uhr Ort: Förnbacher Theater Com­ pany, Badischer Bahnhof Basel Ermässigung: Fr. 10.‒ Rabatt pro Ticket für Genossenschaftsmitglie­ der an Migros­Vorverkaufsstellen www.foernbacher.ch

Schön könnte es sein, wenn nur die Kuh Rosmarie nicht alle nerven würde.

Ein Kater sorgt für ein Happy End

Ab dem 1. November bringt «Der gestiefelte Kater» im Theater Fauteuil Kinderaugen zum Leuchten. Die Migros Basel offeriert drei Vorstellungen zum Spezialpreis.

Bilder: Dudarev Mikhail – Fotolia.com. Theater Fauteuil

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or über 200 Jahren erschien das Märchen vom gestiefelten Kater in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Damals begann der stolze Kater mit den schicken Stiefeln, seinen Siegeszug um die Welt anzutreten. Er wurde in Stein gemeisselt, in Öl gemalt, kam als Zeichentrickfilm ins Kino und auf die Theaterbühne. Auch die Märchenbühne im Theater Fauteuil nimmt sich in dieser Saison des Themas an und erzählt vom sympathischen Schnurrdiburr, der das Leben von Prinzessin Violanda und Müllerbursche Hans gehörig durcheinander wirbelt. Zusammen mit der lustigen Dienstmagd Sabinchen und dem immer zu Spässen aufgelegten Küchenburschen Rugeliblitz gelingt es ihm in einer abenteuerlichen Geschichte, den Zauberer Abrakarax zu besiegen. Kleine Theaterbesucher werden in eine faszinierende, lustige und spannende Märchenwelt entführt und erleben zum Schluss – wie es sich gehört – ein Grimmsches Happy End. Text: Janine Wagner

Damit sich die schöne Prinzessin Violanda in den Müllerburschen Hans verliebt, muss der gestiefelte Kater tief in die Trickkiste greifen.

Was? Wann? Wo? Der gestiefelte Kater Daten: 1. November bis 14. Februar, Vorstellungen jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag (diverse Zeiten) Ort: Theater Fauteuil, Spalenberg 12, Basel Vergünstigung: Für die Vorstel­

lungen vom 22., 23. und 30. November (jeweils 14 Uhr) gibt es im Claramarkt und im MParc Basel Tickets zum Spezialpreis von 11 bis 22 Franken pro Person. www.fauteuil.ch


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MIGROS BASEL

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Balletttänzerin Kamila Terpilowska zeigt Elevinnen an der Klubschule, wie perfekte Körperbeherrschung funktioniert.

Port de bras statt Cordon bleu

Zeit für etwas mehr Bewegung im Leben, dachte sich die Redaktorin des Migros-Magazins und besuchte einen der zahlreichen Mittagskurse der Klubschule Basel.

D

ie Frage aller viel beschäftigten Menschen, die nicht von Natur aus mit einem Bewegungsmotivationsgen ausgestattet sind, lautet: Wann, bitte schön, soll ich in meinem straffen Tagesplan noch Sport unterbringen? Wer nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, ist oft zu müde – oder ja: zu bequem –, um noch aufs Fahrrad zu steigen. Und morgens um fünf Uhr aufzustehen, um sich todmüde über den Asphalt zu hieven, erscheint manch einem als unnötige

Quälerei. Die Lösung ist einfach und heisst: Mittag. Wir würden es natürlich an dieser Stelle nicht propagieren, hätten wir es nicht selbst ausprobiert: Donnerstag, 12.15 Uhr, Klubschule Migros Basel, Ballett. Zehn erwachsene Frauen mit normalen, erwachsenen Figuren stehen an der Stange und versuchen sich in Plié, Port de bras und Relevé. Rundherum Spiegel, sodass wir unsere ungelenken Oberkörper, die wabbeligen Arme, die krummen Beinchen und die mit manch

feinem Cordon bleu antrainierten Speckringe in tausendfacher Spiegelung vor Augen haben – von hinten wie von vorn. Aber wir kommen nicht dazu, darüber schockiert zu sein.

Bürogummis werden zu Elevinnen mit aufrechtem Gang «Bauch rein! Pobacken zusammen! Rücken gerade! Kopf hoch! Schultern runter!» Schon die ersten Anweisungen der Kursleiterin, die eine echte Primaballerina ist – zierlich und unfassbar muskulös –, bringen uns ins Schwitzen. Die Redaktorin hat noch keinen Schritt getanzt, da spürt sie bereits, dass sie die vergangenen Jahre mit krummem Rücken vor dem Computer verbracht hat. Höchste Zeit also, diesen steifen Körper etwas in Schwung zu bringen. Was die Ballettlehrerin zeigt, sieht alles ganz einfach und grazil aus. Die Umsetzung beweist dann jedoch, dass es quasi unmöglich ist, die Schultern nicht hochzuziehen, wenn man gleichzeitig bei geradem Rücken und ausgedrehten Füsschen ein Développé machen soll. Vor allem, wenn man keine Ahnung hat, was ein Développé eigentlich ist. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 - 575 55 44.


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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Letzte Ausgabe der M-Aktion In dieser Woche erscheint die «M-Aktion», die Migros-Genossenschaftern vergünstigte Angebote für Freizeiterlebnisse ermöglicht, zum letzten Mal. Künftig werden ausgewählte, attraktive Angebote den Genossenschaftsmitgliedern direkt zugestellt. Erstmals mit dem Versand der Urabstimmung im Mai 2015. Genossenschaftsmitglied werden: www.migros.ch/genossenschafter

Unter einer Decke

Herbstzeit ist Kuschelzeit. Mit adäquaten Bettwaren macht das SichVerkriechen unter der warmen Bettdecke gleich noch mehr Spass.

W

enn draussen der Wind um die Häuser zieht und die letzten Blätter von den Bäumen fegt, wenn trübe Tage einen ermüden und die Kälte in die Glieder kriecht, dann gibt es nur eins: Ab unter die warme Bettdecke! Doch ist das Duvet tatsächlich so kuschelig, wie es sein könnte? Trotz Bettbezug nimmt eine Decke Nacht für Nacht unseren Körperschweiss auf und ist schon nach kürzerer Zeit ein idealer Nährboden für Milben. Dennoch muss es nicht immer gleich eine neue Bettdecke sein. Regelmässige Hygiene hilft, das Bettzeug lange schön zu erhalten. Moderne Materialien können oftmals ganz bequem zu Hause in der Maschine gewaschen werden, Daunendecken sind in der Reinigung bestens aufgehoben. Die Migros bietet einen vollständigen

Man ist in einer anderen Welt in diesem Ballettsaal, und die klassische Klaviermusik hat etwas ungemein Meditatives. Hier gibt es keine Hektik, hier geht es nur darum, sich selbst etwas Gutes zu tun. Auf dem Rückweg ins Büro ist die Redaktorin komplett mit sich im Reinen. Der Rücken ist gerade, und die Füsse zeigen ein ganz klein wenig mehr nach aussen als noch eine Stunde zuvor. Text: Janine Wagner

Es muss nicht unbedingt Ballett sein. Die Klubschule hat ein grosses Angebot an Bewegungskursen, die über Mittag stattfinden. Auch Power Yoga, Pilates, Zumba, Tai Chi oder Country Line Dance gibt es und weitere Fitness- und Konditionsangebote – alle zu sehr moderaten Preisen. Die Mittagskurse dauern jeweils 50 Minuten, so ist man am Nachmittag auch zeitig wieder im Büro. www.klubschule.ch.

E-Mail: mitglieder.reg@migrosbasel.ch

Bilder: Janine Wagner, drubig-photo – Fotolia.com

Mittagskurse in der Klubschule Migros Basel

Grauslige Herbsttage sind unter einer kuscheligen Bettdecke von Micasa gar nicht mehr so schlimm.

Schlafwoche mit 20 Prozent Rabatt Vom 3. bis am 8. November ist die Albis Bettwaren Fabrik AG, die einen Grossteil der Bettwaren bei Micasa produziert, im MParc Dreispitz vor Ort und berät die Kundinnen und Kunden zum Thema Schlafen. Während dieser Woche gibt es 20 Prozent Reduktion auf sämtliche Duvets und Kissen.

Reinigungsservice inklusive Ergänzung der Füllung mit neuen Daunen und Federn an. Ist es Zeit für ein neues Duvet, so gibt es heute von Kunstfaser über Wolle und Naturfasern bis hin zu Daunen und Seide eine vielfältige Auswahl an hochwertigen Duvets für jeden Schlaf und jedes Portemonnaie. Gut zu wissen, dass sämtliche Federn in den Bettwaren von Micasa nur von Gänsen und Enten stammen, die im Freien gehalten werden und die für den Verzehr bestimmt sind. Sie werden erst nach dem Schlachten gerupft. Überhaupt wird ein Grossteil der Bettwaren bei Micasa in der Schweiz produziert und unterliegt strengen Kontrollen in Bezug auf Hautfreundlichkeit und umweltschonende Produktion. So werden die Stunden unter der Bettdecke gleich noch entspannter, und wir können den garstigen Novembertagen gelassen entgegenblicken. Text: Janine Wagner


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

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Die exotischste Stadt Brasiliens besuchen

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Untaugliche Vorbilder: Fotos im Internet sind oft geschönt und kein Abbild der Realität .

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Perfekte Selfies, aufregende Erlebnisse, idealisierte Wirklichkeit: Die geschönte Welt im Web setzt Jugendliche unter Druck. Tipps, wie man Selbstwertverlust vermeidet.

Bilder: Pro Juventute, Reto E. Wild

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it Photoshop geschönte Selfies, gestellte Partyfotos, Posts vom Kurztrip an den Traumstrand: Soziale Medien wie Facebook vermitteln oft Bilder eines perfekten Lebens der Online-Freunde. Die geschönten Wirklichkeiten attackieren das Selbstbewusstsein der Jugendlichen und provozieren Selbstzweifel mit teils gravierenden Folgen wie Depressionen, Ängsten und Essstörungen. Die neue Kampagne «Echtes Leben» von Pro Juventute macht dies zum Thema. Tipps zur Stärkung des Selbstwertgefühls in der geschönten Online-Wirklichkeit gibt Moana Crescionini (32), Beraterin bei der Notrufnummer 147 von Pro Juventute: «Ich rege Jugendliche an, sich zu überlegen, was sie besonders gut können, und es auf einen Zettel zu schreiben.» Das können Fähigkeiten sein wie Klavierspielen und Zeichnen oder Charaktereigenschaften wie Hilfsbereitschaft und Mitgefühl. «Zur Ergänzung dieser Liste lohnt es sich, gute Freunde oder die Familie zu befragen und sich so bewusst zu machen: Persönlichkeit ist so viel mehr als ein hübsches Gesicht oder eine perfekte

Figur», sagt Crescionini. Ebenfalls hilfreich sei, den Blick auf andere Jugendliche zu richten. «Ich frage, was sie an ihrer besten Freundin am meisten schätzen. Damit versuche ich ihnen aufzuzeigen: Jeder Mensch hat positive Seiten, die ihn einzigartig und liebenswert machen.» Gepostete Bilder sind sehr häufig mit Filtern bearbeitet, auch das erklärt Moana Crescionini den Ratsuchenden: «Es ist mir wichtig, bewusst zu machen: kein Mensch ist perfekt, auch wenn es auf Fotos manchmal so aussehen mag. So versuche ich, den Druck zu reduzieren, unter dem Jugendliche oft stehen.» Infos und Unterstützung finden Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen auf den Merkblättern unter projuventute. ch/echtesleben Text: Daniel Schifferle www.migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE ONLINE AB Geschönte Wirklichkeit Veröffentlichen Sie regelmässig Selfies und nutzen dabei Fotofilter?

Die Präsidentschaftswahl in Brasilien ist vorbei. Meine erste Wahl in Brasilien ist die Stadt Salvador. Nirgendwo zeigt sich Brasilien exotischer als in dieser Metropole mit fast drei Millionen Einwohnern. Der ehemalige Sklavenumschlagplatz ist Zentrum afrikanischer Kultur geblieben. ■ Meine liebsten Adressen: 1. Das Pelourinho-Viertel ist Teil der Altstadt Salvadors und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Tipp: Spaziergang vom Praça da Sé über kopfsteingepflasterte Gassen bis zum Pelourinho-Platz (Vorsicht vor Taschendieben!).

2. Mittags Krabben-Moqueca im einfachen und stets gut frequentierten Restaurant Donana (Stadtteil Brotas, Rua Teixeira Barros) essen. Moqueca steht für den im ganzen Land bekannten afro-brasilianischen Eintopf aus Fisch, Maniok, Kokosmilch und Tomaten. 3. Für den Sonnenuntergang zum Leuchtturm Barra. Diverse Beizli in der Nähe. Jogger laufen von dort dem Meer entlang Richtung Flughafen (Bild). 4. Abendessen im Coco Bahia (Avenida Professor Magalhães Neto 1273, PitubaViertel). Das Restaurant ist stadtbekannt für typisch regionale Küche. ■ Gut zu wissen: Wunderschöne Strände um das Dorf Imbassaí, 70 Kilometer nördlich von Salvador. Bilder und Tipps zu ganz Brasilien: www.migrosmagazin.ch/ wildswelt


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GARTEN

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Ihr Gartenjahr 2014

Das Migros-Magazin hatte seine Leser aufgefordert, Fotos von ihren Gartenhighlights zu schicken. Das Echo war gewaltig – wie auch die Vielfalt der eingereichten Projekte.

Platz zum Sünnele Um an ihrem Teich auch sonnenbaden zu können, hat Susanne Sandmeier aus Staufen AG im Frühling einen kleinen Holzsteg gebaut. Für ihr Do-it-yourselfProjekt hat sie übrig gebliebene Hölzer vom Terrassenbau verwendet.

Migrosmagazin.ch

ONLINE Eigene Äpfel geerntet, ein Hochbeet gezimmert, einen Sitzplatz gebaut: Welche Träume sich die Leser sonst noch erfüllt haben.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

FünfsterneResidenz Ein selbst gebautes Geschenk ihres Mannes ist das Insektenhotel von Nelly Oberbühler aus Döttingen AG. Inzwischen sind Wildbienen, Spinnen, Ohrengrübler und viele weitere kleine Insekten eingezogen. Ein buntes Treiben, das die stolze Hotelbesitzerin gern und oft beobachtet.

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BLICK ÜBER DEN GARTENZAUN

Endspurt! Allgemeine Arbeiten Mit den Aufräumarbeiten fallen grosse Mengen Gartenabfälle, Laub und Äste an – warum nicht damit ein Hochbeet anlegen? Mit Häckselgut lassen sich übrigens auch gäbig Gartenwege gestalten. Spaliere und Klettergerüste auf Schäden überprüfen und gegebenenfalls ausbessern. An milden Tagen wächst der Rasen weiter, deshalb vor Winterbeginn nochmals auf vier Zentimeter stutzen. Frostgefährdete Wasserleitungen und -becken entleeren. Vor der Inbetriebnahme das Vogelfutterhaus mit heissem Wasser reinigen.

Blumen Höchste Zeit, letzte Blumenzwiebeln im Boden zu versenken. Kaltkeimer wie Enzian, Küchenschelle und Silberdistel säen. Ist das Laub abgestorben, werden die Knollen der Dahlien ausgegraben. Sie überwintern kühl und dunkel in mit Erde gefüllten Kisten. Mit den ersten Frösten ziehen auch Oleander und Agapanthus ins Winterquartier. Schwarze Flecken auf dem Rosenlaub? Der Sternrusstau ist ein Pilz und überwintert auf den abgestorbenen Blättern. Darum einsammeln und entsorgen.

Gaudí in Aarau Bunt, schräg, einfach ganz anders sollte die Feuerstelle von Mariann Landolt-Roser werden. Der Bau erfolgte mit Hilfe eines Kunststeinspezialisten, die Deko besorgte die Aarauerin allein. Dazu hat sie Glas- und Keramikteller aus der Brocki zu passenden Scherben zerschlagen und mit Spezialzement aufgeklebt. Ein Anstrich in Schwarz und Gelb soll das Werk demnächst komplettieren.

Obst und Gemüse Jetzt beginnt bei vielen Obstgehölzen die Zeit des Winterschnitts. Im Kräutergarten Salbei und Minze stark zurückschneiden. Stevia und Verbene sind nicht winterhart und müssen rein. Lauch, Feder- und Rosenkohl anhäufeln. Eine erste Frostnacht mildert den Geschmack. Wer nun neue Beete anlegt, profitiert ebenfalls vom Frost: Er macht die Erdschollen brüchig. Eingelagertes Gemüse und Obst regelmässig auf Druck- und Faulstellen überprüfen.

Sträucher und Hecken Hühner auf Rädern Tami, Tina und Traudl heissen die drei Sussexhennen von Susanne Häller aus Diepoldsau SG. Damit die Damen immer etwas Frisches zu picken und scharren haben, hat sie ihrem selbst gebauten Hühnerhäuschen Räder verpasst. So kann es leicht von der einen Gartenecke zur anderen bewegt werden.

Letzte Chance, robuste, wurzelnackte oder ballierte Ziersträucher wie Forsythie und Duftjasmin zu pflanzen. Immergrünes wie Kirschlorbeer, Buchs und Rhododendron verdunstet an sonnigen Wintertagen viel Wasser, darum regelmässig giessen. Das gilt auch für frisch gesetzte Pflanzen, die noch kein ausreichendes Wurzelwerk haben. Text: Almut Berger

www.migrosmagazin.ch/garten

LESEN SIE ONLINE Auch die «Bohne, Bluescht & Berger»-Autorin hat diesen Sommer so manch ein Gartenhighlight erleben dürfen. Eine Retrospektive.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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MIGROS-BANK-WETTBEWERB

Wahl zum Finanz-Wort des Jahres

Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank

November

Fast alles, was wir tun oder lassen, hat finanzielle Konsequenzen. Trotzdem erscheint uns das Geldwesen oft als etwas Mysteriöses, das wir nicht so recht durchschauen: Eine Tausendernote besteht aus einem Fetzchen Papier und hat dennoch einen immensen Wert. Elektronisches Geld ist überhaupt nicht sichtbar. Das Geld existiert somit in erster Linie als abstrakte Vorstellung in unseren Köpfen. Für die Menschheit ist unser Finanzsystem ein enormer Segen und zuweilen auch ein Fluch. Die Grafik zeigt, wie in den westlichen Gesellschaften der Wohlstand fast explosionsartig zugenommen hat, vor allem ab dem 19.Jahrhundert mit der Industrialisierung und der Etablierung der Marktwirtschaft. Doch wie hat das Finanzsystem an diesem Aufschwung mitgewirkt? Münzen als Zahlungsmittel existierten ja bereits früher. Der entscheidende Faktor ist das gestiegene Vertrauen der Menschen ins Geldsystem. Dadurch vergrösserte sich schlagartig der Kreis der Leute, mit denen man zusammenarbeiten konnte; ungeachtet der sprachlichen oder kulturellen Barrieren. Hinzu kam das gestiegene Vertrauen in den Fortschritt: Wer eine gute Geschäftsidee hatte, konnte das nötige Kapital auftreiben, ohne

nach dieses immaterielle Werte wie Loyalität, Moral oder Ehre geringschätze. $ 20 000 Eine lebhafte Diskussion über das Finanzsystem ist wichtig für unsere $ 5 000 Gesellschaft – weder Glorifizierung noch Verteufelung machen Sinn. Beteiligen Sie England $ 1 000 sich darum an dieser Japan China Diskussion! Welches Schlagwort charak$ 400 terisiert nach Ihrer Jahr 1500 1600 1700 1800 1900 2014 Meinung die aktuelle Lage an den FinanzIn England und Westeuropa hat der Wohlstand viel märkten besonders früher zugenommen als in Asien. Die Grafik zeigt das treffend? Beispiele reale Bruttoinlandprodukt pro Kopf der Bevölkerung. der jüngsten Vergangenheit sind «billiges Geld» oder «freiwilWucherzinsen zu bezahlen – wie noch liger Schuldenschnitt». Senden Sie uns im Mittelalter. Ihren Vorschlag für das «Finanz-Wort des Jahres 2014». Die drei besten VorDer Geldfluss als schläge gewinnen ein Essen mit der Jury. Ader der Wirtschaft Diese besteht aus dem früheren Bankier Doch wehe, wenn dieses Vertrauen ins Oswald Grübel, der Finanzprofessorin Finanzsystem Risse bekommt. Gerät der Sita Mazumder,dem Finews.ch-GrünGeldkreislauf ins Stocken, so reagiert der Claude Baumann, dem Schriftstelunsere Wirtschaft ähnlich wie ein Kör- ler Michael Theurillat sowie Albert per, in dem das Blut gefriert. Das hat die Steck von der Migros Bank. Finanzkrise eindrücklich gezeigt. Nur mit riesigen Geldspritzen konnten die Die Wahl zum «Finanz-Wort des Jahres» wird Notenbanken einen Kollaps verhindern. organisiert von der Migros Bank und dem FinanzDie Krise förderte auch grundsätzliche portal Finews.ch. Wir freuen uns auf Ihre TeilnahKritik an unserem Finanzsystem, wo- me bis am 17. November unter blog.migrosbank.ch

Steiler Anstieg des Wohlstands

Daten: Maddison Project

Welches Wort beschreibt die Lage an den Finanzmärkten besonders treffend? Diskutieren Sie mit und gewinnen Sie ein Essen mit prominenten Finanzexperten.

ALLTAGE MIT KINDERN Tipps und Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern».

Bild: Lee Jakob

Ab in die Bibliothek ■ Wenn es draussen so richtig garstig ist, ist Lesen angesagt. Holen Sie zusammen mit den Kindern neuen Lesestoff in der nächstgelegenen Bibliothek. Die Töchter und Söhne werden gern dort verweilen und mithelfen, Bücher auszusuchen. Ist es der erste Besuch in der Bibliothek, werden die Kinder von den vielen Schätzen ganz begeistert sein und sich kaum für ein paar wenige

Bücher entscheiden können. Sie werden wohl bald einen zweiten Bibliothekstag einschalten müssen …

Sabine Mandel: «365 Alltage mit Kindern. Tolle Tipps zum Spielen und Singen, Erleben und Staunen, Basteln und Backen», Werd Verlag, www.werdverlag.ch, www.exlibris.ch

Bücher sind Schätze: Die Vielfalt in Bibliotheken begeistert Kinder.


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ERZIEHUNG

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«Kinder verstehen mehr, als man denkt» Französische Mütter und Väter scheinen ihre Kinder besser im Griff zu haben als Eltern aus anderen Ländern. Die amerikanische Buchautorin Pamela Druckermann hat die Erziehungsmethoden der Franzosen studiert und ist sich sicher: Das ist der richtige Weg.

Bücher ist nicht, dass man seine Kinder in französische Kinder verwandelt. Die Franzosen haben aber gute Ideen, die man mit der eigenen Erziehungsmethode kombinieren kann, egal, ob man chinesisch, amerikanisch oder schweizerisch tickt.

Pamela Druckerman, Sie sind vor zehn Jahren aus den USA nach Paris gezogen. Haben Sie einen Kulturschock erlebt?

Am meisten überraschte mich, dass französische Babys durchschlafen. In meinem amerikanischen Umkreis war es normal, dass ein einjähriges Kind mindestens zwei Mal pro Nacht aufwacht. Was ich dann in Frankreich zu hören bekam, war: «Nach drei Monaten schlief mein Kind durch.»

Ihr Mann ist Brite. Haben Sie zu Hause einen ständigen Kulturkonflikt?

Ja, die ganze Zeit. Er ist ununterbrochen ironisch, ich bin mehr geradeaus. Ich versuche, ihn zu mehr Direktheit zu bringen, während er findet, ich müsse endlich mal einen Sinn für Humor entwickeln.

Sie schreiben, dass die Französinnen ihre Kin­ der nicht sofort aus dem Bett nehmen. Ist es nicht brutal, sein Kind weinen zu lassen?

Viele Eltern können es aber nicht ertragen, ihrem Kind beim Weinen zuzuhören.

Dann dauert es einfach länger, bis es zu schlafen lernt. Das Prinzip der Franzosen ist einfach: Wenn das Kind durchschläft, ist die ganze Familie glücklicher.

Haben Ihre Kinder auch einen britischen Sinn für Humor?

Französische Tischregel: Kinder müssen nicht alles essen, aber sie müssen alles probieren.

Ja, das haben Sie. Mein Buch heisst ja im Original «French children don’t throw food». Um mich zu ärgern, werfen meine Kinder ab und zu gern Rüebli über den Tisch. Das ist ihre Version von schwarzem Humor.

Was stellte Ihre persönliche Erziehungs­ methode auf den Kopf?

Was missfällt Ihnen inzwischen am ameri­ kanischen Familienleben?

Dass es okay ist, Entscheidungen für sich selbst zu treffen, dass ich neben der Familie auch mal an mich selbst denken darf. Das macht mich nicht zu einer grausamen, selbstsüchtigen Mutter. Sind Ihre Kinder mittlerweile französisch erzogen?

Ich würde nicht wollen, dass sie nur französisch ticken. Die Idee meiner

Mich schockiert, wie die Amerikaner ihre Kinder ständig mit Snacks füttern. Während den Hauptmahlzeiten sind sie dann frustriert, weil ihre Kinder nicht essen. Die Amerikaner haben richtig Panik, dass ihre Kinder mal hungrig sein könnten und meinen deshalb, man müsse ihnen ein Mal stündlich Snacks verabreichen. Dabei ist es wichtig, auch mal ein bisschen Hunger auszuhalten.

Bild: Getty Images

Die Franzosen finden, es ist die Aufgabe der Eltern, dem Kind beizubringen, wie es durchschläft. Wenn man das Kind sofort aufnimmt, sobald es ein Geräusch macht, verhindert man, dass das Kind seinen natürlichen Schlafrhythmus findet. Ich habe das früher auch nicht verstanden, aber Kinder schlafen in Zyklen. Zwischen diesen Zyklen wachen sie oft auf und weinen, weil sie noch nicht gelernt haben, ihre Schlafzyklen zu verbinden. Am besten wartet man einfach ein bisschen und schaut, ob das Kind von alleine wieder einschläft, wenn nicht, dann kann man es immer noch aufnehmen.


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Eine Amerikanerin in Paris Die amerikanische Journalistin Pamela Druckerman (44) studierte Philosophie und Internationale Beziehungen. Sie schreibt unter anderem für die «New York Times» und das «Wall Street Journal». Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrem britischen Mann, ihrer Tochter (8) und ihren Zwillingssöhnen (5) in Paris. Ihre Beobachtungen, Gespräche und Recherchen zum Thema «Französische Kindererziehung» veröffentlichte sie 2012 in ihrem Buch «Bringing up Bébé: One American Mother Discovers the Wisdom of French Parenting». Es wurde in 22 Sprachen übersetzt. 2014 erschien im deutschsprachigen Raum ihr zweites Buch «Was französische Eltern besser machen».

Was raten Sie?

Hier in Frankreich essen Kinder dreimal am Tag eine grosse Mahlzeit: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Dazu einen Nachmittagssnack. So entwickeln sie zwischen den Hauptmahlzeiten einen gesunden Hunger. Welche anderen Essgewohnheiten haben die Franzosen?

Mittags und abends gibt es immer als ersten Gang Gemüse. Wenn die Kinder hungrig sind, dann essen sie auch Gemüse. Ein weiteres Gebot am Tisch ist: Die Kinder müssen nicht alles aufessen, aber sie müssen alles probieren. Je häufiger man etwas probiert, desto eher mag man es auch. Das ist keine Kunst und funktioniert nach meiner Erfahrung sehr gut. Sogar mit meinen Kindern. Wie wurden Sie selber erzogen?

Pamela Drucker­ man lebt seit zehn Jahren in Paris und kennt die franzö­ sische Erziehung.

Ich bin eher so aufgewachsen wie heute die französischen Kinder. In den 90er-Jahren kam dann vielerorts in den Mittelklassefamilien die überbemühte, intensive Kindererziehung auf. Unsere Elterngeneration ist überrascht darüber, wie wir unsere Kinder erziehen. Wenn ich meiner Mutter von der französischen Kindererziehung erzähle, sagt sie: «Das ist genau das, was ich gemacht habe.» Sie hat zum Beispiel nie ein spezielles Kindermenü gekocht. Und damals hatten die Eltern noch mehr Autorität. Heutzutage haben Eltern mehr Mühe damit, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen. Als ich Kind war, war es für


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ERZIEHUNG

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Eltern klar, dass sie die Autorität in der Familie haben.

Sind französische Eltern schlicht zu faul, um sich mit ihren Kindern abzugeben?

Das ist gar nicht mein Eindruck. Wenn ich denken würde, die Franzosen würden ihre Kinder kalt lassen, hätte ich kein Buch über ihre Erziehungsmethoden geschrieben.

Sind die Franzosen überhaupt offen für neue oder andere Erziehungsformen?

Nicht wirklich. Sie haben eine sehr pragmatische, traditionelle Kultur, die sie gern so beibehalten möchten. Sie sind ziemlich veränderungsresistent.

Wie schaffen Sie es, die Erwachsenenzeit von der Kinderzeit so klar zu trennen?

Französische Eltern leben mit ihren Kinder ja auch nicht auf gleicher Höhe, sie funktio­ nieren eher autoritär.

Klar. Als Elternteil ist man der Boss. Man kann ja nicht über alles mit den Kindern diskutieren. Wenn sie das Gefühl haben, dass alles verhandelbar ist, werden sie unerträglich. «Autorität haben» heisst ja nicht, wie ein Herrscher Entscheidungen zu treffen, ohne Erklärungen abzugeben. Die Franzosen glauben, dass es wichtig ist, der Anführer der Familie zu sein und den Kindern trotzdem gut zuzuhören, für ihre Bedürfnisse und Emotionen Verständnis zu haben. Aber da ziehen sie wenn nötig die Grenzen und sagen «Non!». Diesen Rahmen nennen sie «le cadre». Man könnte zusammen mit den Kindern auch einen Kompromiss anstreben.

Es geht den Franzosen nicht darum, ständig Nein zu sagen. Aber: Was sie sagen, gilt. Die Kinder sollen sich nicht ständig herausmanövrieren können. Sie schreiben von Eltern, die vielerorts die Sklaven ihrer Kinder sind. Was bedeutet das für Sie?

Keine Zeit für sich selbst zu haben. Die Kinder ständig zu allen Freizeitaktivitäten zu chauffieren. Kinder zu haben, die nicht mal zum Spielen allein rausgehen oder sich selbst beschäftigen können. Man nennt sie auch Helikoptereltern, die ständig um ihre Kinder kreisen. Gibt es überhaupt einen Mittelweg zwischen dem Sklavendasein und der Freiheit als Elternteil?

Natürlich. Das ist genau das, was die Franzosen versuchen: das «equilibre», die Balance, zu finden. Ihr Ziel ist es, stark am Leben ihrer Kinder und deren Bedürfnissen interessiert zu sein und ihnen so viel Liebe wie möglich zu geben. Das bedeutet für sie aber nicht, jede Minute mit ihren Kindern zu verbringen. Das amerikanische und britische Ideal ist eher: Je mehr du für dein Kind opferst, desto besser bist du als Mutter. Das französische Ideal ist: Du sollst eine hingebungsvolle Mutter sein und dir trotzdem Zeit für dich selbst nehmen.

«Die Fran­ zösinnen widmen sich drei Monate ganz dem Baby. Danach versuchen sie wieder Intimität mit ihrem Partner zu haben.»

In Amerika zum Beispiel ist es normal, dass alle Eltern beim Kindergeburtstag dabei sind. Hier liefert man sein Kind ab und gönnt ihm eine gute Zeit. Die Franzosen sind weggekommen von der Vorstellung, dass das Kind nur glücklich ist, wenn es mit den Eltern Zeit verbringt. Französische Mütter sagen mir oft: «Wenn ich mit meinen Kindern bin, gebe ich 100 Prozent.» Der Unterschied ist nur, dass sie sich nicht schuldig fühlen, wenn sie ohne ihre Kinder unterwegs sind. Wie verstehen Kinder, dass ihre Eltern auch mal Zeit für sich brauchen und ihre eigenen Bedürfnisse haben?

Man erklärt es ihnen einfach. Kinder verstehen mehr, als man denkt, sie sind sehr rational. Ich sage manchmal klar zu meinen Kindern: Ich muss jetzt mal Zeit mit meinen Freunden verbringen. Sie verstehen das. Französinnen wollen ihre Weiblichkeit nicht im Gebärsaal abgeben. Wie geht das?

Für sie bedeutet das Muttersein keine Aufgabe der Weiblichkeit. Nur weil man Kinder hat, soll man nicht mehr sexy sein? Sie achten zum Beispiel darauf, in der Schwangerschaft nicht zu viel zuzunehmen. Sie lassen sich nicht gehen. Und die Französinnen haben die DreiMonats-Grenze: Sie widmen sich drei Monate ganz dem Baby, danach versuchen sie wieder Intimität mit ihrem Partner zu haben und sich wieder wie eine Frau zu fühlen. Neben dem Familienleben ist eben auch die Partnerschaft wichtig. Schwanger sein und Diät halten? Das klingt ja ziemlich grausam.

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Wie machen sie das?

In Paris gibt es garantiert viele gestresste Mütter. Aber es ist wichtig, sich das Recht herauszunehmen, auch mal eine Nacht ausserhalb zu verbringen oder wieder arbeiten zu gehen. Die Frauen, die ich kenne, die nur zu Hause sind, scheinen mir viel gestresster zu sein als diejenigen, die eine Balance haben. Ein interessantes Erziehungsparadigma der Franzosen ist, dass sie kleinen Kindern eher Soft Skills wie Empathie oder das Teilen ver­ mitteln als Fremdsprachen oder Lesen und Schreiben.

Die Kinder in Frankreich lernen frühestens mit sechs Jahren zu lesen. Klar können sie schon einzelne Buchstaben oder ihren Namen schreiben. Vorher lernen die Kinder Dinge wie Gruppendynamik, Zuhören, Höflichkeit, Geduld. In Amerika meint man, je früher man Kindern Mathematik und Grammatik beibringt, desto intelligenter und erfolgreicher werden sie später sein. Gerade hat wieder eine Studie belegt, dass es nichts bringt, wenn Kinder schon mit vier Jahren Lesen lernen. Was denken Sie eigentlich über Ihr asiati­ sches Pendant, die «Tiger Mom» Amy Chua?

Es gibt Überschneidungen mit meinem Buch. Auch sie denkt zum Beispiel, dass es schadet, wenn wir unsere Kinder ständig loben, und kritisiert wie ich die «Helikoptereltern». Im Gegensatz zu den Franzosen ist Amy Chua aber dafür, dass Eltern jeden Tag mehrere Stunden aufwenden sollten, um mit ihrem Kind Geige zu üben. Interview: Silja Kornacher Bild: Julien Benhamou

Pamela Druckerman: «Was französische Eltern besser machen», Mosaik Verlag, ab Fr. 18.30 bei Ex Libris.

www.migrosmagazin.ch

WAS MEINEN SIE?

Nein, natürlich machen sie keine Diät. Sie halten sich nur an die Empfehlung des Arztes. Erhöht dieser Stereotyp der fürsorglichen, gut aussehenden Mutter nicht den Druck, Superwoman zu sein?

Definitiv. Französische Mütter stehen unter grossem Druck. Sie wollen erfolgreich sein, arbeiten und ihren Kindern abends ein tolles Menü servieren.

Welcher Elterntyp sind Sie? Sich den Kindern völlig unterordnen oder sie in den Alltag integrieren: Was ist Ihr Ideal?


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GEFÄLLT MIR

Vorwitziger Zuzüger: Der junge Klippschliefer erkundet sein neues Zuhause im Zolli – und macht dabei Bekanntschaft mit langen Stachelschweinstacheln.

«Kurzinfos auf Teletext sind ideal»

Albert Baumann (55), Unternehmensleiter Micarna, Bazenheid SG

Dieses Piercing tut weh Einem Stachelschwein sollte man nicht zu nahe kommen: Das musste ein unerfahrener junger Klippschliefer schmerzhaft lernen.

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Bilder: Zoo Basel

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

Dieser sonntägliche Spezialeinsatz wird mir in Erinnerung bleiben. Soeben haben Besucher gemeldet, dass in einem Klippschliefer Stachelschweinstacheln stecken. Jetzt aber der Reihe nach. Vor einigen Wochen haben wir aus dem Zoo Zürich ein junges Klippschliefermännchen und aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg ein Klippschlieferweibchen erhalten. Ziel ist es, auf der Etoschaanlage mit dem frischen Paar eine neue Zuchtgruppe aufzubauen. Dort leben diese afrikanischen Kleinsäuger zusammen mit Borstenhörnchen, Siedelwebern und Russköpfchen, nicht aber mit den Stachelschweinen. Beim Augenschein vor Ort wird schnell klar, wo das für den Klippschliefer folgenschwere Zusammentreffen stattgefunden hat. Klippschliefer sind trotz ihrer bescheidenen Grösse sprunggewaltige Tiere mit Kletterqualitäten. Der Neuling hat offensichtlich alle Hürden bis zur nahe gelegenen Erdmänncheninnenanlage genommen, wo es sich nun zwischen den grossen Kunstfelsen versteckt. Dem nicht genug, der jugendliche Klippschliefer muss sich

durch eine enge Röhre auf die Erdmännchen-Stachelschwein-Aussenanlage gezwängt haben. Und dort muss es zum folgenschweren Zusammentreffen mit einem Stachelschwein gekommen sein. Zum Glück gelingt es uns mit einem Grossaufgebot von vier Tierpflegern und der Kuratorin im Nu, den Klippschliefer mit einem Netz zu fangen. Die Mikrochipkontrolle weist zweifelsfrei die Identität des jungen Zürcher Draufgängers nach. Ein Stachel hat sich beim Fang von selbst gelöst, ein anderer aber steckt im Bauch des Tiers fest. Behutsam ziehe ich den scharfen Stachel heraus, ganze vier Zentimeter tief sitzt er. Ich verabreiche dem Klippschliefer ein Depotantibiotikum und Schmerzmittel, denn ich befürchte eine Verletzung innerer Organe. Der Tierpfleger richtet zur Überwachung des Tiers hinter den Kulissen ein Gehege ein. Erleichtert stellen wir in den folgenden Tagen fest, dass sich der Jungspund normal verhält. So können wir ihn, nachdem der Zolli-Schreiner die erwähnte Röhre etwas enger gebaut hat, wieder springen lassen.

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 Welcher Radiosender ist Ihr Favorit? DRS 1, da weiss ich immer wo der nächste Stau ist …  Der Song meines Lebens ist … …«We are the Champions» von Queen.  Welcher Film rührt Sie zu Tränen? Es ist eher die Nationalhymne, die bei mir Tränen auslösen kann, aber nur wenn ein Schweizer zuoberst auf dem Podest steht.  Mein Lieblingsbuch heisst … …«Der Weg zu den Besten» von Jim Collins, jede Führungskraft sollte es gelesen haben.  Meine Lieblingsfernsehserie ist … …«Tatort», weil so das Wochenende spannend zu Ende geht.  Meine Lieblings-App ist … …«Runmeter» und «Cyclemeter», mit diesen weiss ich immer, wo und wie lang ich unterwegs war …  In der Freizeit liebe ich es … …sportlich zu sein, Velotouren, Jogging, aber auch einen Match des FC St.Gallen zu verfolgen macht Freude und hält fit.  Twittern Sie? Nein, ich spreche lieber.  Welches ist Ihre unterhaltsamste Fanseite auf Facebook? Ich bin nicht auf Facebook. Das kann sich aber irgendwann ändern.  Wo holen Sie sich Ihre News? Ich bin viel unterwegs, deshalb ein Teletext-Fan – hier bekomme ich kompakte, kurze Infos. Zu Hause lese ich die Tageszeitungen, da darf das «St.Galler Tagblatt» nicht fehlen.

Aufgezeichnet von: Daniel Schifferle


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FAMILIE

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Die imaginäre Freundin Superhelden, Fantasiegestalten, Wesen mit Zauberkräften: Viele Kinder haben eingebildete Freunde, die ihnen durchs Leben helfen.

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ie bald vierjährige Louise erzählt ihrer Mutter immer wieder von Selina. Die ist schon einmal in London gewesen, ist mit dem Doppel­ deckerbus gefahren und war auch schon mal im Spital: «Sie hat das Bein gebro­ chen», sagte Louise gerade erst. Zuerst dachte Mami, Selina sei ein neues Kind in der Kita. Bald merkte sie: Dieses Mäd­ chen ist der Fantasie ihrer Tochter ent­ sprungen. Das ist normal: Mehr als ein Drittel der Kinder haben imaginäre Freunde. «Unsichtbare Gefährten gehören zur kindlichen Entwicklung», sagt Corinna Martarelli (36), Psychologin an der Uni Bern. «Sie tauchen oft im Alter zwi­ schen vier und sechs Jahren auf und ver­ schwinden meist im Schulalter wieder.» Sie haben unterschiedlichste Charak­ tere, manchmal sind sie viel älter oder kleine Babys, Superhelden, Kinder mit Zauberkräften, Fantasiewesen oder Tie­ re – von fliegenden Delfinen, leuchten­ den Vögeln, Raubkatzen bis hin zu Schmetterlingen oder Flöhen ist alles möglich. Sie sind meist niedlich und nett, können aber auch frech werden oder gar herrisch sein. Warum es diese

imaginären Freunde gibt, weiss man nicht genau. Man weiss aber, dass sie eine Version des kindlichen Rollenspiels sind, dem «Tun­als­ob». Dabei erfindet das Kind eine Fantasie­ figur und spielt mit ihr, ohne dass es Requisiten dafür braucht. Teilweise spielen die Kinder mit dem imaginären Freund tatsächlich, teilweise inter­ agieren sie mit ihm auf passivere Weise, in einer Art Tagtraum.

Kinder mit eingebildeten Freunden sind kreativer Wichtig bei den unsichtbaren Gschpänli ist, dass sie eine positive Bedeutung haben, betont Martarelli. «Diese erfundenen Figuren bereichern den Alltag. Es ist nicht etwa so, dass diese Kinder unter einem Realitätsverlust lei­ den.» Im Gegenteil. «Es gibt Studien, die zeigen, dass Kinder mit imaginären Freunden Realität und Fiktion sogar besser auseinanderhalten können als andere Kinder.» Die Kinder wissen auch ganz genau, dass es diesen Fantasie­ freund nicht gibt. Auch Louise hat ihrem Mami vor Kurzem offenbart: «Weisst du, Selina gibt es gar nicht.»


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alles für ihre Gesundheit.

Erste Hilfe bei Verletzungen und Erkrankungen

amavita – Sich einfach besser fühlen.

Die amerikanische Psychologin Marjorie Taylor erforscht das Thema seit 20 Jah­ ren. Sie hat herausgefunden, dass Kinder mit imaginären Freunden kreativer sind, besser Geschichten erzählen und sich besser in andere hineinversetzen können. «Das deckt sich mit unseren Studien», sagt Martarelli. «Es braucht Fantasie, um sich in andere einfühlen zu können.» Kinder mit unsichtbaren Gschpänli haben diese Fantasie. Heutzu­ tage wird Fantasievermögen in der Psy­ chologie viel positiver bewertet als früher und mit Empathie in Zusammen­ hang gebracht.

Mal sind sie Sündenbock, mal Problemlöser Die unsichtbaren Gefährten können ver­ schiedenste Funktionen einnehmen. Sie müssen manchmal als Sündenbock her­ halten oder werden beigezogen, wenn das Kind mit den Eltern ein Problem lösen muss. Louise würde nie zugeben, dass sie Angst vor dem Arztbesuch hat. Dass Selina Angst vor dem Arzt hat, sagt sie aber deutlich. Auch wenn bei Erstgeborenen, Ein­ zelkindern und bei Kindern, die frisch umgezogen sind, der Anteil an imagi­ nären Freunden höher ist – sie werden nicht aufgrund eines Defizits erfunden, sondern aus Freude daran, Geschichten zu erfinden. Oft sind es gerade gesellige Kinder, die von einem unsichtbaren Begleiter erzählen. Mit zunehmendem Alter verschwinden sie, weil Jugendliche ihre Fantasie anders ausleben. Imaginäre Freunde können aber auch ein Leben lang erhalten bleiben. Beob­ achten kann man dies immer wieder bei Schriftstellern. Von Agatha Christie sagt man, dass sie erzählte, ein unsichtbarer Gefährte diktiere ihr die Geschichten. Text: Claudia Langenegger Illustration: Illumueller.ch

Was tun, wenn das Kind einen imaginären Freund hat? ■ Mit Gelassenheit reagieren, den ima­ ginären Freund als solchen akzeptieren. Eltern sollten sich aber nicht ein­ mischen oder versuchen, über ihn zu bestimmen. ■ Imaginäre Gefähr­ ten können zur Kommunikation zwischen Eltern und Kindern benützt wer­ den. Kinder können zum Beispiel Ängste via unsichtbares Gschpänli ausdrücken. ■ Dem Kind den unsichtbaren Freund nicht auszutreiben versuchen. Er wird weiterhin bestehen, das Kind spricht einfach nicht mehr über ihn. Migrosmagazin.ch

IHRE BESTE STORY Die witzigsten Momente, für die erfundene Freun­ de gesorgt haben. Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

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LEBEN 140 |

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

Das gesalzene Tablet

Wie ein guter Koch hat Apple die Fehler des iPad Air korrigiert und eine neue Version des Tablets auf den Tisch gezaubert. Für wen sich ein Kauf lohnt, verrät der Testbericht.

S

tellen Sie sich folgende Situation vor: Nachtessen im Spitzenrestaurant. Die schick gekleidete Bedienung bringt das bestellte Rindsfilet und wünscht «ä Guete». Sie probieren das Fleisch. Es schmeckt sehr gut, aber nicht perfekt. Erst mit etwas Salz wird das Gericht zum Gaumenschmaus. Das hinzugefügte Salz symbolisiert den Unterschied vom neuen iPad Air 2 zu seinem Vorgänger. Denn Apple hat sein Tablet nur minimal verbessert: Es ist etwa 30 Gramm leichter geworden, etwas über einen Millimeter dünner und dank neuen Prozessors einen Zacken schneller. Darüber hinaus hat Apple die von den iPhones bekannte «Touch ID» hinzugefügt: Durch Daumenauflegen lässt sich das Gerät entsperren, Apps können ohne Passworteingabe heruntergeladen und gespeicherte Logins bei Websites genutzt werden. Nicht zuletzt spendierte Apple der Kamera ein paar lustige Zusatzfunktionen – aber wer fotografiert schon mit einem Tablet?

Bei den Tablets macht Apple keinem etwas vor Weil sich weder Optik, Bauform noch Bildschirmauflösung verändert haben, lässt sich auf den ersten Blick kein Unterschied feststellen, wenn das iPad Air 2 und sein Vorgänger nebeneinander auf dem Tisch liegen. Auch auf den zweiten nicht: Im Alltag beim Surfen, Mailen, Lesen und Schreiben fallen weder die Gewichtsreduktion noch das dünnere Gehäuse wirklich auf. Einzig der neue A8X-Chip sorgt beim Spielen

sowie der Foto- und Videobearbeitung für mehr Tempo. Das beweist unter anderem der Test mit dem ressourcenhungrigen Rennspiel Asphalt 8 (siehe Apps unten), das fast doppelt so schnell startet wie vorher. Deutlich verbessert ist dank der iPad-Air-2-Hardware auch dessen Grafik: Noch selten hat ein Game auf einem Tablet schöner ausgesehen. In den detailgetreu nachgebauten Landschaften nehmen die aufwendig designten Sportwagen jede Kurve ohne zu ruckeln. Aber die alles entscheidende Frage lautet: Lohnt sich der Umstieg vom iPad Air? Die Antwort ist klar: Nein. Das Tablet zählt auch ein Jahr nach seinem Erscheinen noch zu den besten der Zunft – und ist dank dem Launch des neuen iPad Air 2 je nach Speicherkapazität erst noch um über 100 Franken günstiger geworden. Die neuen Funktionen des Nachfolgers sind das Geld hingegen kaum wert, weil davon erstens nur die wenigsten profitieren und zweitens der Preis von mindestens 549 Franken im wahrsten Sinne des Wortes zu gesalzen ist.

Migros-Magazin-Redaktor Reto Vogt hat beim neuen iPad Air 2 den Durchblick.

Texte: Reto Vogt Bild: Basil Stücheli

Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie das neue iPad Air 2 im Videotest.

DREI TOP-APPS FÜR DAS IPAD AIR 2

Storehouse Rückblick auf die letzten Ferien oder ein geglücktes Familienfest: Die Gratisapp Storehouse bastelt aus Fotos, Videos und Text Ihr persönliches digitales Tagebuch, das Sie per Fingertipp mit Freunden und Bekannten teilen. Die App überzeugt durch ein minimalistisches Design und simple, intuitive Bedienung.

Asphalt 8 Das rasante Rennspiel ist für das neue iPad Air 2 optimiert und bietet schnelle Boliden und traumhafte Rennstrecken. Es geht nicht nur darum, der schnellste Fahrer zu sein und alle Gegner zu besiegen. Der König des Asphalts ist erst, wer acht Saisons und 180 Events im Karrieremodus bestreitet und gewinnt.

Hanx Writer Remington, Hermes und Olivetti: Die Kultschreibmaschinen feiern auf dem iPad Air 2 dank Hollywood-Schauspieler Tom Hanks ihr Comeback. Er ist der Namensgeber der App, die das Aussehen, das Gefühl und die Geräusche des alten Schreibens ins Jahr 2014 zurückbringen.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

Taschenformat Gleichzeitig mit dem iPad Air 2 veröffentlichte Apple die dritte Version seines Taschentablets iPad Mini. Es ist nur ein winziges Update: Die einzig nennenswerte Verbesserung ist die Touch-ID, die der Hersteller neu hinzufügt. Damit lässt sich auch dieses Gerät endlich durch Daumenauflegen entsperren. Darüber hinaus lassen sich so kostenpflichtige Apps ohne Passworteingabe herunterladen oder gespeicherte Logins von Websites nutzen.

Preise des alten iPad Mini 2 im Sinkflug Das Positive an der Lancierung des iPad Mini 3 sind die Preise des Vorgängers, die deshalb um bis zu 160 Franken gesunken sind. So kostet das iPad Mini 2 mit 32 GB Speicherkapazität und Wi-Fi-Anschluss nur noch 389 statt 549 Franken. Da dieses Gerät noch gut genug ist, kann sein Nachfolger getrost im Regal stehen bleiben.

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NERD’S WORDS

Apples fiese Speichertaktik Ohne die zusätzliche Installation einer App, ohne Fotos und ohne E-Mails: Auf unseren Testgeräten iPad Air 2 und iPad Mini 3 mit 128 GB Speicher sind nach dem ersten Start allein durch das Betriebssystem 15 GB Speicher belegt. Dort fällt der exzessive Speicherhunger von iOS nicht so stark ins Gewicht wie bei den günstigen Geräten mit kleinem 16-GB-Speicher. Dort braucht Apple mit 5 GB von Haus aus nicht ganz so viel Platz, aber die Kapazität ist so stark eingeschränkt, dass sich schon nach kurzem Gebrauch Updates nicht mehr über W-Lan installieren lassen. Nur wer sein Gerät an Mac oder PC anschliesst und via iTunes aktualisiert, erhält keine Fehlermeldung. Und das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Oder etwa doch? Apple bietet seine neuen Produkte nur noch mit Kapazitäten von 16, 64 oder 128 GB an. Das beste Preis-LeistungsVerhältnis bot bis anhin eine Kapazität

von 32 GB. Aber die gibts derzeit nur noch bei Auslaufmodellen, und bald wohl gar nicht mehr. Die Taktik dahinter ist glasklar: Der Konzern will seine Kunden dazu «zwingen», nur noch Geräte mit hoher Kapazität zu kaufen, da sich dort wesentlich mehr Geld verdienen lässt. Das zeigen neuste Zahlen. Die Analystenfirma IHS.com hat kürzlich ein Gerät aufgeschraubt und die einzelnen Komponenten unter die Lupe genommen. Sie schätzt die Kosten von einem GB Speicher auf 35 Rappen. Apple verrechnet seinen Kunden jedoch mehr als fünf Mal mehr: Während die Erhöhung von 16 auf 128 GB den Konzern Fr. 40.– kostet, zahlt der Kunde im Laden dafür satte 220 Franken. Nicht nur eine fiese, sondern auch eine teure Speichertaktik.

Diskutieren Sie mit Ist Apples Preispolitik fair? Ihre Meinung: www.migrosmagazin.ch/nerdswords


www.wvc.ch

Neue Staffel

Wir helfen Ihnen! Zoff mit den Nachbarn, böse Überraschung beim Bauen, überhöhte Steuerrechnung, Ärger mit der Versicherung – Jürg Keim und das Beratungsteam des Beobachters helfen Menschen aus der Klemme. Die neue Staffel von Beobachter TV, Experten im Einsatz: ab 9. November 2014 jeden Sonntag um 18.15 Uhr auf SRF 1. www.beobachtertv.ch

Beobachter TV wird Ihnen präsentiert von:

ab 9. No vember auf SRF 1


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

BITTE MELDE DICH

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 Gesucht werden: MitschülerInnen der Klasse 1–4c, Bezirksschule Wohlen (1979–1983). Kurt Hartmann und im letzten Jahr Rolf Wernli waren unsere Klassenlehrer. Es fehlen noch: Anne Hof, Edith Seeholzer, Toni Valentino, Thomas Weber, Susanne Vogelsang, Silvia Ricco, Rolf Kunz, Roland Koch, Markus Baumann, Marcel Stalder, Käthi Küng, Karin Holliger, Heinz Schwab, Frank Spilling, Elvira …, Daniel Koch und Beat Stäger. Es würde uns freuen, euch nach bald 32 Jahren wiederzusehen. Eveline Stenzel-Wyss E-Mail: epwy@gmx.ch www.migrosmagazin.ch

ONLINE SUCHEN Die Onlinesuche ist ganz einfach. Geben Sie Ihre Suchannonce ein unter: www.migrosmagazin.ch/meldedich. Innerhalb weniger Tage wird jeder Eintrag im Internet veröffentlicht. Ein attraktives Bild und die Angabe der E-Mail-Adresse steigern die Erfolgschancen. Und wenn Sie etwas Glück haben, erscheint Ihre Annonce zusätzlich in der gedruckten Ausgabe des Migros-Magazins.

Anne-Marie, bitte ruf an  Gesucht wird: Anne-Marie, Buchs SG, 1962/63. Sie hat 1962/1963 im Jelmoli in Buchs SG als Dekorateurin gearbeitet und im gleichen Haus «Montana» an der Kappelistrasse ge-

wohnt, und sie hat ihre Freizeit oft mit meinen Söhnen verbracht. Dein Anruf auf die Nummer 081 756 27 72 würde mich sehr freuen Annina

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

GLÜCKSGRIFF LEGO | 145

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Lego verlosen unter allen Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins 10 Lego-Sets, bestehend aus je einem Set «Ausbruch aus der Polizeistation», «Polizei-Überwachungstruck» (beides Lego City), «Polizeiwache» (Lego Juniors), «Polizeiverfolgung» und «Grosser Bauernhof» (beides Lego Duplo) im Wert von je Fr. 329.60.

Für jede Entwicklungsstufe das richtige Spielzeug: Lego bietet Spielspass für Kinder ab eineinhalb Jahren.

Spielerisch lernen mit Lego

Das Migros-Magazin und Lego verlosen zehn Sets aus Lego-Bausätzen für Kinder jeden Alters.

K

inder lieben es zu spielen. So lernen die Kleinen ihre Umgebung kennen. Für Kleinkinder ab eineinhalb Jah­ ren hat Lego deshalb die Produktlinie Duplo entwickelt. Mit den grossen Stei­ nen und den liebevoll gestalteten Figuren können sie erste Erfahrungen beim Bau­ en und Begreifen sammeln. Wenn aus Babys Kinder werden, ändert sich auch ihr Spielverhalten: Sie beginnen zunehmend, ihre Umgebung zu begreifen. Spielsituationen werden komplexer. Neu imitieren die Kinder mit Hilfe von Rollenspielen Alltagssitua­ tionen oder bauen sich ihre eigene Fan­ tasiewelt auf. Darauf baut die Produktli­ nie Lego Juniors auf: Geeignet für Kinder zwischen vier und sieben Jahren, schla­ gen sie eine Brücke zwischen den grossen Duplo­ und den kleinen Legosteinen. Die

Steine werden kleiner, während die Hän­ de grösser werden. Die Kinder können in Themenwelten wie Superhelden, Zauberer, Polizei oder Prinzessinnen eintauchen – und das auf eine Art, die ih­ rem Alter entspricht. Denn sie haben nicht nur Spass, sondern kommen auch mit ersten Konstruktionen in Berührung. Da die Lego­Juniors­Sets nummerierte und abgepackte Beutel enthalten, kön­ nen die Kinder beim Bauen leichter den Überblick behalten. Das stärkt auch ihr Selbstbewusstsein. Ab fünf Jahren können sich die Kinder schliesslich mit den berühmten Le­ go­Spielsets, zum Beispiel von Lego City, Lego Technic oder Harry Potter, ihr eigenes Reich aufbauen – bei manchen bleibt diese Faszination sogar bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Wettbewerbsfrage: Wie viele Lego-Sets werden verlost?  Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.  Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Lego», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 9. November 2014 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner/die Gewinnerin bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Zubereitung 1. Fleisch anbraten & warmstellen. 2. Schalotten glasig dünsten. 3. Den Estragon hinzufügen, Fleisch in die Pfanne geben. 4. Mit Weißwein ablöschen. 5. Mit Salz und Pfeffer würzen, 20 Minuten köcheln lassen. 6. Senf und Rahm vermischen, hinzufügen und aufwärmen. 7. Schnittlauch darüberstreuen.

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

UNTERHALTUNG | 147

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.11.2014, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

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Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.11.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 44: UNTERSCHENKEL

Die Gewinner Nr. 43 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 149

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. In welchem Kanton leben am meisten «Heiden»? M Appenzell AR

D Glarus

L

St. Gallen

E

Wolkenmonat

T

Chur

So nehmen Sie teil

2. Was ist ein anderer Name für den Monat November? I

Regenmond

O Nebelung

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

3. Welche Stadt liegt etwa gleich weit weg von Zürich wie Bern? S Basel

H St. Gallen

4. Aus wie vielen Konsonantenzeichen besteht die thailändische Schrift? R 8

O 44

K 286

5. Das Sommergoldhähnchen gilt als eine der … Vogelarten der Schweiz. E

seltensten

R kleinsten

A grössten

Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.11.2014, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

6. Was steht für einen alkoholfreien Cocktail? S Freetail

T

Zerotail

R Mocktail

7. Welches dieser Tiere praktiziert einen Halbhirnschlaf? U Reh

I

Löwe

A Delfin

8. Von wem stammt der Ausspruch «Soldaten sind Mörder»? D Kurt Tucholsky

E

Bertolt Brecht

N Heinrich Heine

Auflösung Nr. 43: SETZLING Gewinner Nr. 42: Renée Dilitz, Basel; Rita Riolfi, Altdorf; Agnes Zurmühle, Emmenbrücke LU

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

4 5 2

A

3 1

ANTRABEN BRACH I AL E I NHAKEN FRE I ST I L HALBBLUT L EHRFACH OBERHALB RE I SRAND SCRABBLE SEEF I SCH

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.11.2014, 24 Uhr

1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 44: EMSIG Gewinner Nr. 43: Judith Trinkler, Einsiedeln SZ; Ruth Kägi, Nuolen SZ; Simon Boss, Baar ZG

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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<wm>10CFXKoQ6AMAyE4Sfq0mtv62CS4AiC4DEEzfsrBg5xyZ_ctywtJ_02zes-bw0KUrwUlGh5sESiVY1Ug_20sA5GOAYarfy8kAFXPV4jULE4YAKX3ENzVXOm-7wedzQfoXcAAAA=</wm>

Caroline G.

Teilen auch Sie der Schweiz etwas mit. Entweder auf www.SagesderSchweiz.ch oder via Hashtag. Und schon bald könnte Ihre Botschaft in einem Inserat wie diesem stehen. Weitere Teilnahmeinfos gibt’s auf der Website.

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 151

BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 4 3 2 1 cken und Verbindungen mit mehr 1 2 3 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. www.raetsel.ch/bruecken

1 0 4

3

4 3 2

3

Auflösung Nr. 43:

2

2

2

0 3

2

1 2 3

1

2

0

2

0

3

2

4

3

3

3

2

3

2 3 5

4 2 3 3

3

2

3

2

1

3

6 2

4 4 3 2

Auflösung Nr. 43: 3 3 2 2 3

1

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2 3 5 2

3

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6

3

2

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3 2 3

5 3 3

2 2 6

2 2 1

1 3 4 2 3

KINDEREGGE

TIERSPUREN IM SCHNEE

R ätsels pass

Nina hat Spuren im Schnee gefunden. Welches Tier hat welchen Abdruck hinterlassen?

2

1

WO? BT KÖPFCHEN? R LEDU WE HAST Zahnstocher sind ideal, um die Zähne zu reinigen, wenn die Zahnbürste nicht gerade zur Hand ist nach dem Essen. Aber Zahnstocher sind noch für ganz andere Dinge nützlich: nämlich zum Spielen. Kannst du die Zahnstocher-Rätsel lösen?

1

2

Wie viele Dreiecke sind in diesem Stern enthalten?

Lege ein Holz dazu und du hast eins weniger.

5

4

3

Der Hund blickt nach rechts. Lege zwei Hölzchen um, so dass der Hund nach links blickt.

a

3

6

c

b

Los! Rate mal!

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

d

e Auflösung: 1 b = Reh / 2 a =Kuh / 3 f = Krähe / 4 d = Katze / 5 e = Wildschwein / 6 c = Hund

3.

Lösungen: 1. Es sind 20 Dreiecke enthalten (12 kleine, 6 mittlere und 2 grosse).

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Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 |

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UNTERHALTUNG | 153

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 467 Ex. (WEMF 2013) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Strasse PLZ/Ort Telefon

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,

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MEINE WELT 156 |

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FEDERICA DE CESCO

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NR. 45, 3. NOVEMBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |

«Bei uns kocht mein Mann»

Autorin Federica de Cesco schreibt immer noch bis zu sieben Stunden pro Tag. Gerade ist die Verfilmung ihres Buchs «Shana, das Wolfsmädchen» auf DVD erschienen. Wie das Filmen überlässt sie auch das Kochen anderen.

Name: Federica de Cesco (76) Sternzeichen: Widder Wohnort: Luzern

MEIN ARBEITSPLATZ

«Man heiratet nicht umsonst einen Japaner. Dank meines Mannes gehörte ich zu den ersten Schriftstellerinnen, die mit einem Computer arbeiteten. Vor 30 Jahren bekam ich einen Atari zum Geburtstag mit dem Zettel: Steinzeitalter ade.»

Wieso leben Sie in Luzern?

Weil wir den See immer vor Augen haben. Weil wir viele gute Freunde hier haben und ich meinen Leserinnen und Lesern näher bin. Wo würden Sie gern leben?

Am liebsten würde ich zwischen Japan und der Schweiz hin und her pendeln. Beruf und Lebenslauf:

Als Tochter eines italienischen Vaters

und einer deutschen Mutter multikulturell in Äthiopien, Italien, Frankreich, Norddeutschland und Belgien aufgewachsen. Ich studierte Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Lüttich (B). Seit 42 Jahren bin ich mit dem japanischen Fotografen Kazuyuki Kitamura verheiratet. Aus erster Ehe habe ich eine Tochter und einen Sohn. Als ich 16 Jahre alt war, erschien mein erstes

Buch «Der rote Seidenschal», seither habe ich fast 100 Bücher geschrieben. Mein Ziel:

Bücher schreiben. Ich höre noch lange nicht auf. Eigentlich denkt man, mit Mitte 70 gilt: «Il faut mettre la pédale douce». Ich schreibe aber immer noch bis zu sieben Stunden täglich. Aktuell an einem Roman für Erwachsene, ein ziemlich kompliziertes Ding.


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 45, 3. NOVEMBER 2014

MEIN FILM

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Nino Jacusso verfilmte mein Buch ‹Shana, das Wolfsmädchen›. Ich liess ihn einfach machen und muss sagen: Der Film ist eindrucksvoller als das Buch und sehr berührend.»

«Die Geléefrüchte der Migros liebe ich heiss. Diesen feinen, natürlichen Geschmack bringt auch die beste Confiserie nicht besser hin. Wir würden sie gern nach Japan exportieren, für die Japaner ist aber die Packung etwas zu knallig.»

MEIN LIEBLINGSORT

MEIN ERINNERUNGSSTÜCK

«Dieses Schwert hat mir vor 40 Jahren der Bruder des letzten Königs der Tuareg geschenkt. Seine Schwester war eine gute Freundin von mir. Ich besuchte mit ihr oft die Sahara.»

«Mein Mann und ich spazieren jeden Morgen eine gute Stunde dem Vierwaldstättersee entlang. Zum Schwimmen gehen wir aber lieber ins Schwimmbad, im See hat es mir zu viele Entenflöhe.»

MEIN LIEBLING

«Unsere Katze Ninja stammt aus einem Tierheim bei Vevey. Sie ist sehr scheu und versteckt sich am liebsten unter unserer Bettdecke.»

MEIN ENGAGEMENT

«Ich habe ein Matronat beim Kinderhilfswerk PlanSchweiz, das die Mädchen weltweit fördert. PlanSchweiz hat Anfang Oktober einen Generationendialog organisiert. Grossmütter und Mütter haben dort von ihrer Jugend erzählt.»

Was ich mag:

schenken, ohne dass sie überschwappt.

Was ich an mir mag:

Das Kochen habe ich verlernt. Bei uns kocht mein Mann, er kocht hervorragend.

Schreiben, natürlich. Gute Filme ansehen. Konzerte besuchen, nach Japan und London reisen. Ich bin loyal und zuverlässig. Ich denke blitzschnell und sehr sachlich.

Was ich an mir nicht mag:

Ich bin ungeschickt und mache alles kaputt. Ich kann keine Tasse Kaffee ein-

Meine Kochkünste:

Mein bester Entscheid:

Meinen Mann zu heiraten. Seit 42 Jahren kleben wir 24 Stunden am Tag zusammen, ohne dass die Teller fliegen. Mein Lebensgefühl:

Lachen ist gesund. Mein Mann und ich lachen die ganze Zeit, wir sind grässliche Lästerer. Meine schlechteste Eigenschaft:

Meine Ungeduld. Gott, gib mir Geduld, aber bitte zackzack! Mein Tick:

Ich sortiere Pullover nach Farben.

Text: Silja Kornacher Bilder: Herbert Zimmermann


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Zubereitung: Fleisch im Öl rundum ca. 6 Minuten anbraten. Mit Pfeffer und Thymianblättchen bestreuen. Salz mit dem Eiweiss mischen. Mit einer Kelle ca. 1 Minute rühren, bis die Masse geschmeidig und leicht luftig ist. Backofen auf 200 °C vorheizen. Knapp die Hälfte der Salzmasse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Fleisch darauflegen und mit restlicher Salzmasse umschliessen. Masse leicht andrücken. Fleisch in der Ofenmitte 30–40 Minuten braten. Mit einem langen Kerntemperaturmesser durch die Salzkruste bis in die Mitte des Entrecôtes stechen. Das Fleisch soll innen noch rosa sein und eine Kerntemperatur von 52 °C erreichen. Zum Servieren die Salzkruste mit einem Messer rundum bis zum Fleisch durchschneiden. Salzdeckel abheben. Entrecôte aus dem Salzkrustenboden heben und am Fleisch anhaftendes Salz abpinseln. Mit Café de Paris und Pommes Noisettes servieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 40 Minuten braten


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