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Migros-Magazin-44-2021-f-VS

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Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

migros.ch/magazin | MM44, 1.11.2021

Warum Rülpsen völlig normal ist Seite 40

FONDUE – ERLAUBT IST, WAS SCHMECKT Seite 36

PET AUS CO2 – WELTNEUHEIT IN DER MIGROS

Bild: Mirjam Kluka

Seite 26

KLIMAGIPFEL Die Welt blickt nach Glasgow Seite 48 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch

Arbeit am Abgrund

Laura Bomio führt ihre Gäste sicher auf den Eiger Seite 14


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4 | 1.11.2021 | MEINE MIGROS

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schälen. Längs in 5 mm dicke Scheiben, dann in ca. 5 mm breite Stäbchen schneiden. Fett in der Friteuse auf 150 °C erhitzen. Gemüsestäbchen in kleinen Portionen im Fett ca. 2 Minuten blanchieren. Herausheben und gut abtropfen lassen. Zum Fertigstellen Fett auf 180 °C erhitzen. GemüseFrites portionenweise ca. 1 Minute knusprig ausbacken. Salz und Blütenmischung mischen. Frites damit würzen. Sofort servieren.  migusto.ch


MEINE MIGROS | 1.11.2021 | 5

Bilder: MGB Photo Studio, Ruth Küng/Migusto, lego.com/zvG

Marroni werden bei mir im Ofen immer recht trocken. Wie röste ich sie richtig?

Damit die Marroni nicht austrocknen und sich später gut ­schälen lassen, legt man sie etwa eine Stunde in kaltes ­Wasser. Dann vorsichtig über Kreuz einschneiden und auf ein Blech legen. Eine ofenfeste Tasse mit ­einem Deziliter Wasser dazustellen. In die Backofenmitte einschieben, bei 250 °C Umluft ca. 30 Minuten backen. Nach 15 Minuten mit dem Ofenhandschuh Wasser aus der Tasse aufs Blech ­giessen und im Dampf fertig backen.

Alle wollen Lego Ob Bagger oder Kipplaster – komplizierte Lego-Bausätze sind auf galaxus.ch zurzeit enorm beliebt. Im Unterschied zu manchen anderen Spielsachen sind sie nicht von der weltweiten Logistikkrise betroffen. Denn Lego kommt zu einem grossen Teil noch immer aus Dänemark, und die Bausätze enthalten keine oder wenige Mikrochips.

in kÜrze Rückruf Alnatura ruft vorsorglich das Produkt Erdmandeln gemahlen (225 Gramm) zurück, weil in einer Probe Salmonellen nachgewiesen wurden. Die betroffenen Erdmandeln haben das Haltbarkeitsdatum 22.3. und 20.5.2022 und wurden zum Preis von Fr. 4.30 verkauft. Die Kundinnen und Kunden werden gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Der Verkaufspreis wird bei Rückgabe im Laden erstattet. Berichtigung Im ­Artikel über IP-Suisse-­ Weizen, der am 18. Oktober erschienen ist, haben wir uns verrechnet: Würde man das in einem Jahr von der Migros verbackene IP-Suisse-Mehl in Einkilo-­ säcke abfüllen und diese aneinanderreihen, ergäbe sich eine Reihe von Zürich bis fast nach Mumbai. Man könnte aber keinesfalls ­eineinhalbmal die Welt ­umrunden, wie wir es geschrieben haben.

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Bild: Paolo Dutto

6 | 1.11.2021 | AUGENBLICK


AUGENBLICK | 1.11.2021 | 7

18:20 Uhr

Migros-Moment in Zürich Dirigent Robin Ticciati probt mit dem London Symphony Orchestra kurz vor dem Konzert. Der Saisonauftakt der Migros-Kulturprozent-Classics in der neu renovierten ­Tonhalle hat am 21. Oktober stattgefunden.


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INHALT | 1.11.2021 | 9

INHALT 10  Faktencheck Corona Booster-Impfung, Delta Plus – ein Infektiologe beantwortet die drängendsten Fragen

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14  In der Vertikalen daheim Bergführerin Laura Bomio kennt am Eiger jeden Stein 21  1, 2 oder 3? 22  Wie Poulet, nur vegan Was meinen die Experten?

Unverwüstlich: Diese zehn ­Zimmerpflanzen überleben auch noch den schwärzesten Daumen.

26  Innovatives PET aus CO₂ 29  Nein heisst Nein So lernen J­ugendliche, sich ­gegen Übergriffe zu wehren 32  Asylheim für Fische Zwei Brüder aus Sursee retten Zierfische in Not

Impressum

Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 840 848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Art Direktion Barbara Pastore Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 207 000 (WEMF, MACH Basic 2021-2) Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter ­www.migmag.ch/impressum

Bilder: iStock, Migusto

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen ­ Kapitals, Organ des­Migros-­ Genossenschafts-Bundes, migros.ch/magazin

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ES WIRD WIEDER GERÜHRT

Sinken die Temperaturen, steigt die Lust auf Käsefondue. Wir verraten, mit welchen Zutaten man den Klassiker aufpeppen kann und wie man ein geschiedenes Fondue rettet.

36 Käsefondue mal anders 40 Rülpsen ist ganz normal 43  Stadt, Land, Stutz 46  Bier in der Migros? Die Alkoholfrage kommt vor die Delegiertenversammlung 48  Es ist fünf nach zwölf Der Klimawandel ist schon da, warnt Klimaforscherin Sonia Seneviratne 54  Robustes Grünzeug 60  Der andere Blick Diese Woche: Sara Satir 66  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News 73  Rätsel und Spiele 78  Meine Welt Frölein Da Capo mag kerniges Müesli und Töffliausflüge


10 | 1.11.2021 | CORONA

«Früher oder später haben alle Ungeimpften Covid»

Was erwartet uns in den nächsten ­Wochen, wie gefährlich ist Delta Plus, und was nützt die Booster-Impfung? Infektiologe Manuel Battegay ­beantwortet die wichtigsten Fragen. Text: Rahel Schmucki und Rüdi Steiner

Welche Impfquote müsste denn die Schweiz erreichen, damit die Zahl der Erkrankungen wieder sinkt? Ausgezeichnet wäre eine Impfquote von 80 Prozent der Gesamtbevöl­ kerung; im Moment sind es knapp 66 Prozent, die mindestens einmal geimpft sind. Das ist ein zu tiefer An­ teil, der wieder zu Engpässen in den Intensivstationen führen kann. Nun ist auch noch eine neue Delta­ Untervariante aufgetaucht: Delta Plus. Wie gefährlich ist die? Wir wissen das noch nicht genau. Die ursprüngliche Deltavariante ist dop­

pelt so ansteckend wie das ursprüng­ liche Virus. Erste Resultate lassen vermuten, dass die neue Delta-PlusVariante noch einmal zehn Prozent ­ansteckender ist. Das heisst: Ohne Schutzmassnahmen steckt eine infi­ zierte Person mit der ursprünglichen Alpha-Variante etwa zwei bis drei Per­ sonen an. Mit Delta sind es b ­ ereits sechs bis sieben Personen und mit der neuen Delta Plus wären es dann eher sieben oder mehr Personen. Auch bereits doppelt geimpfte ­Personen stecken sich an. Nützt die Impfung nicht? Doch, die Impfung nützt sehr gut. Aber eben nicht zu 100 Prozent. Man muss zwischen Ansteckung und Erkrankung unterscheiden. Die Impfung wirkt «nur» zwischen 50 und 70 Prozent ­gegen eine Ansteckung. Gegen eine Erkrankung zu etwa 90 bis 95 Prozent und gegen einen schweren Verlauf gar zu über 95 Prozent. Das heisst, dass man sich als geimpfte Person zwar ­anstecken kann, die Wahrscheinlich­

keit eines schweren Covid-Verlaufs aber sehr klein ist. Es gibt nach wie vor praktisch keine Geimpften auf Schweizer Intensivstationen. In Basel waren es seit Mai zwei Personen, bei­ de mit schwerer Abwehrschwäche. Wie ansteckend ist eine geimpfte Person, die sich infiziert hat? Zum einen stecken sich geimpfte ­Personen viel weniger oft an. Zum ­anderen geht aus einer ersten Studie aus Israel hervor, dass selbst ange­ steckte Geimpfte das Virus viel we­ niger an Drittpersonen weitergeben. Würde eine dritte Impfung helfen? Generell ist ein grosser Teil der Be­ völkerung durch zwei Impfdosen ­geschützt. Hier muss man zwischen einer dritten Impfung und einer Booster-Impfung unterscheiden. Die dritte Impfung erweitert den Schutz für abwehrgeschwächte Menschen. Die Booster-Impfung, die vergangene ­Woche von der Swissmedic für über 65-Jährige zugelassen wurde und

Bilder: Keystone/Cyril Zingaro, zVg

Manuel Battegay, im Herbst nehmen die Ansteckungen wieder zu. Was er­ wartet uns in den nächsten Wochen? Das ist schwer vorherzusagen. Aber wenn es uns in der Schweiz nicht ­gelingt, die Impfquote zu steigern, werden die Zahlen der Ansteckungen ­weiter hochgehen, und immer mehr Erkrankte werden eine Spitalbetreu­ ung auf der Intensivstation benötigen.


CORONA | 1.11.2021 | 11

vom Bund empfohlen wird, frischt die Abwehr bei älteren Menschen auf.

noch nicht an einem Punkt, an dem wir das mit Sicherheit sagen können.

Könnte man mit Booster-Impfungen die Spitäler nicht entlasten? Nein. Eine Booster-Impfung würde die Anzahl der Hospitalisationen, vor allem auf den Intensivstationen, prak­ tisch nicht ändern, da diese in hohem Mass von der Zahl der Ungeimpften abhängt. Trotzdem hoffe ich, dass die Booster-Impfung für ausgewählte ­Bevölkerungsteile bald anläuft.

Das Ziel des Bundes ist eine höhere Impfquote. Ist das realistisch? Ja, ich glaube, das ist sehr realistisch. Ich bekomme viele Fragen von noch skeptischen Menschen zugeschickt. Viele konnte ich mit sachlichen Erklärungen von der Impfung überzeugen.

Braucht man danach jedes Jahr ­erneut eine Booster-Impfung? Viele Leute werden wohl im Lauf der Zeit eine dritte Impfung brauchen. Danach könnten weitere Booster aber unnötig werden. Das Virus wird nicht verschwinden, Geimpfte werden ab und zu damit in Kontakt kommen, das frischt die Abwehrkräfte auf. Möglicherweise ist es dann wie bei der Grippe: Impfauffrischungen für Ältere und Menschen mit erhöhtem Risiko, schwer zu erkranken. Aber wir sind

«Die Impfung wirkt zu über 95 Prozent gegen einen schweren Krankheitsverlauf.»

Gibts mehr Skeptiker als Gegner? Es gibt sicher Leute, die sich dagegen entschieden haben. Aber ich erhoffe mir von der Impfwoche (Seite 13) noch einen Anstieg bei den Impfwilligen. Kolleginnen und Kol­legen, die gute Aufklärungsarbeit leisten und impfen, spielen eine wichtige Rolle. Man muss auch sehen: In den vergangenen Wochen wurden ca. 165 000 Personen pro Woche geimpft. Es wäre hervorragend, könnten wir die Zahl noch steigern. Hat auch der nun kostenpflichtige Antigentest dazu geführt, dass sich mehr Leute impfen lassen?

In einem Anhänger wartet das Personal auf die nächsten Impfwilligen.


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CORONA | 1.11.2021 | 13

Zur Person:

Manuel Battegay (61) ist Infektiologe und befasst sich klinisch als Arzt und zugleich wissen­ schaftlich seit fast 35 Jahren mit Viruskrankheiten. Er ist Chefarzt am Universitätsspital Basel und lehrt an der Universität Basel. Er war bis zum März 2021 Teil der Taskforce des BAG und deren Vizepräsident.

Ja, das hatte sicher einen gewissen Einfluss. Hinzu kamen die Reisebestimmungen der Feriendestinationen. Mit der Impfung wird es vielerorts einfacher. Aber für mich als Arzt ist es essenziell, Menschen mit Daten und Aufklärung von der Impfung zu überzeugen. Und überzeugend finde ich erste Daten dazu, dass sie das Risiko von Long-Covid deutlich reduziert. Was sind das für Daten? Eine von uns durchgeführte Studie zeigt, dass drei Monate nach einer Covid-Erkrankung 27 Prozent der Genesenen noch Beschwerden haben. Nach einem Jahr sind es immer noch zehn Prozent. Diese befragten Personen sind fast alle zurück bei der Arbeit, haben aber zum Beispiel noch Konzentrationsstörungen. Jetzt gibt es die Impfung, und die Wahrscheinlichkeit solcher Nachwirkungen kann dadurch deutlich reduziert werden. Viele Skeptiker haben Angst, dass die Impfung unfruchtbar macht. Was ist da dran? Das sind effektiv falsche Fakten. Es wird behauptet, dass durch die mRNA Antikörper gegen ein Protein produziert werden, das auch für das Wachstum der Plazenta zuständig ist. Das heisst: Nach einer Impfung hätte man Antikörper, die das Wachstum der Plazenta hemmen würden – und das würde unfruchtbar machen. Fakt ist: Es handelt sich nicht um das gleiche Protein. Punkt. Zudem gibts mittlerweile sehr viele Studien, die keinerlei Anlass zur Annahme geben, dass der Impfstoff Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Ausserdem haben Studien mit Schwangeren gezeigt, dass der Impfstoff auch keinen Einfluss auf ein ­ungeborenes Kind im Mutterleib hat. Und Unfruchtbarkeit beim Mann? Auch da gibt es bereits Studien, die zeigen, dass die Anzahl und Funktion von Spermien nicht durch eine Impfung beeinflusst werden. Man hört auch immer wieder, die Impfung beeinflusse unsere DNA. Das sind ebenfalls Falschinformationen. Der mRNA-Impfstoff kann sich nicht in unser Erbgut integrieren. Wenn wir uns mit Covid-19 anste-

«Die grösste Frage ist für mich: Entsteht noch eine Mutation, die unsere Abwehr umgehen kann?» cken, kommt auch mRNA mit dem ­Virus in unseren Körper – und zwar in höherer Dosis als mit der Impfung. Diese Aussage macht also keinen Sinn. Junge Frauen klagen nach der Imp­ fung über eine Veränderung bei ­ihrem Zyklus. Ist das gefährlich? Es gibt einzelne junge Frauen, die stark auf die Impfung reagieren. Es ist denkbar, dass der Zyklus für kurze Zeit beeinflusst werden kann. Es gibt in den Studien aber keinen Hinweis darauf, dass er längerfristig beeinflusst wird. Was wissen wir eigentlich heute über das Virus und was noch nicht? Das Krankheitsbild, die Symptome und die Risikofaktoren kennen wir bereits sehr gut. Die grösste Frage ist für mich: Entsteht noch eine Mutation, die unsere Abwehr umgehen kann? Bis jetzt konnten wir allen Varianten mit der Impfung und Genesene mit

Die Impfwoche Um weitere Personen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen, plant der Bundesrat mit den Kantonen vom 8. bis zum 14. November eine Impfwoche . Zusätzliche ­mobile Beratungs- und Impfstellen sollen einen ­niederschwelligen Zugang zur Impfung ermöglichen. Zudem finanziert der Bund die Bereitstellung von ­Beraterinnen und ­Beratern durch die Kantone, um auf das Bedürfnis nach Information von noch nicht geimpften ­Personen ­einzugehen.

e­ igenen Abwehrstoffen entgegentreten. Das stimmt mich zuversichtlich, dass das Virus nicht unendlich viele Möglichkeiten hat. Genesene schützen bereits ihre Ab­ wehrkräfte? Wieso braucht es dann für diese Menschen eine Impfung? Hier muss man auch wieder aufpassen: Genesene erkranken recht selten ein weiteres Mal schwer an Covid-19, so wie die Geimpften. Deshalb hat man auch das Zertifikat auf ein Jahr ausgedehnt. Besser geschützt ist man aber eindeutig, wenn man sich als ­Genesener noch einmal impfen lässt. Deshalb empfehle ich Genesenen auch ganz klar eine Impfung. Erste Experten sagen, die Epidemie könnte sich in der Schweiz im Früh­ ling erledigt haben – falls es keine Mutationen mehr gibt und die Impf­ quote steigt. Was halten Sie davon? Dem stimme ich unter den zuvor ­genannten Voraussetzungen zu. Das Coronavirus wird aber nicht verschwinden. Es wird immer noch ­Hospitalisierungen und Tote geben, aber hoffentlich auf dem Niveau von anderen Infektionskrankheiten. Doch die Pandemie wird erst beendet sein, wenn wir auch weltweit eine hohe Impfquote erreicht haben. Zurzeit sind weltweit erst knapp 50 Prozent geimpft, das genügt leider noch nicht. Viele Junge sagen: «Lasse ich mich impfen, liege ich sicher ein paar Tage flach. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Corona kriege und deshalb krank werde, ist viel geringer.» Was antworten Sie auf diese Aussage? 70 bis 80 Prozent der Geimpften verspüren ein bis zwei Tage lokale Nebenwirkungen, länger anhaltende treten viel weniger häufig auf, gefährliche selten: eine schwere allergische Re­ aktion mit der Häufigkeit von 1 zu 200 000 Geimpften. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Covid anzustecken, ist sehr hoch. Fahren wir die Massnahmen in der Schweiz runter, wird es früher oder später praktisch jede ungeimpfte Person treffen. Entweder impft man sich oder man infiziert sich irgendwann. Und da ist das ­Risiko für einen schweren Verlauf oder Long-Covid viel, viel höher. MM


14 | 1.11.2021 | KLETTERN

Ein Leben auf Hochtouren Laura Bomio ist die erste Bergführerin von Grindelwald. Zu ihren Lieblingsrouten zählt der Mittellegigrat auf den Eiger. Genau 100 Jahre nach der Erstbesteigung durchklettert ihn Bomio mit einem Gast. Text: Rahel Schmucki  Bilder: Mirjam Kluka


KLETTERN | 1.11.2021 | 15

L Steiler Aufstieg: Die Bergführerin Laura Bomio (oben links und Bild rechts) hat den Mittellegigrat schon rund ein Dutzend Mal mit und ohne Gäste bestiegen.

aura Bomio blickt auf den Aletschgletscher. Sie steht auf der Aussichtsplattform des Jungfraujochs. Unter ihren Füssen ein Metallgitter, darunter das Nichts. Noch ist die Sicht gut, aber die Wolkenschwaden kriechen langsam vor den Jungfraugipfel. Neben den mit Selfiesticks bewaffneten Touristen in Turnschuhen fällt die 37-Jäh­ rige auf. Auf ihren Schultern trägt sie einen hellblauen Rucksack, an dem ein ­Pickel festgemacht ist. Darüber liegt ein senfgelbes aufgerolltes Seil. Sie trägt funktionelle Hosen und türkisfarbene Bergschuhe, ihr Gesicht und ihre Hände sind braun gebrannt. Bomio, die in den Bergen nur ­Laura genannt wird, ist nicht wie die meisten per Bahn aufs 3454 Meter hohe Jungfraujoch gelangt, die Bergführerin hat mit ­ihrem Gast den Weg zu Fuss gewählt. Nicht den direkten, nein: Sie und ihr Begleiter haben den Weg über den Mittellegigrat zum ­Gipfel des Eigers genommen, eine Route, die vor 100 Jahren zum ersten Mal begangen wurde (siehe Seite 19). Das Jungfraujoch ist das Ziel ihrer zweitägigen Bergtour.

Von Grindelwald sieht man den Mittellegigrat fast jeden Tag und kann mit dem Feldstecher die Bergsteiger beobachten, die sich auf den 3967 Meter hohen Gipfel des Eigers zubewegen. Ausgangspunkt der Tour ist die Station «Eismeer» der Jungfraujochbahn. Von dort haben Bomio und ihr Gast zunächst den Grindelwald-Fieschergletscher überquert, sind dann zur Mittellegihütte hochgeklettert und dem Mittellegigrat gefolgt – hier geht es links und rechts in die Tiefe. Immer entlang des Grates bis zum firnbedeckten Eigergipfel, immer nahe am Abgrund. Seit 20 Jahren Skilehrerin

Die Tour eignet sich nur für erfahrene Berg­steigerinnen mit guter Kondition. ­Bomio hat die Route bereits ein Dutzend Mal gemacht. «Für mich ist der Eiger eine Art Hausberg. In Grindelwald hat man ihn stets vor der Nase.» Mit den Bergen ist Laura Bomio aufgewachsen. Auch ihr Vater ist Bergführer und hat sie und ihre ­Geschwister manchmal in die Berge ­mitgenommen. «Ich hatte immer das Bedürfnis, in die Berge zu gehen»,


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Einmal die Mitternachtssonne und das ewige Eismeer erleben Nordkap - einmal im Leben muss man den atemberaubenden Blick über die unendlichen Weiten und das tiefblaue Meer im Schein der Mitternachtssonne erlebt haben. Auf dieser wohl konkurrenzlosen car-tours.ch Reise erwarten Sie herrliche Tagesetappen durch aufregende Traumlandschaften - freuen Sie sich auf unermessliche Weiten, gletscherbedeckte Berge, Wälder und imposante Hochebenen, malerische Fischerdörfer sowie schmucke Städte!

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Hannover Fahrt im komfortablen Extrabus nach Hannover. 2. Tag – Dänisches Seeland Via die sonnige Ostseeinsel Fehmarn, die Faröbrücke und das wunderbare dänische Seeland erreichen wir am Abend Schweden. Übernachtung in Växjö. 3. Tag – Stockholm Fahrt nach Stockholm mit tollen Landschaften und Inga Lindström-Romantik. Danach zeigen wir Ihnen die Höhepunkte Stockholms. Am Abend legt unsere moderne Fähre Richtung Finnland ab. Übernachtung an Bord. 4. Tag – Helsinki & finnische Seenplatte Von Turku geht es in die finnische Hauptstadt Helsinki, wo wir zu einer eindrücklichen Stadtführung erwartet werden. Später Fahrt durch die finnische Seenplatte - Traumlandschaften in grün und blau! Übernachtung im Raum Kuopio.

5. Tag – Rovaniemi & Lappland Durch die unendlichen Weiten der finnischen Wälder erreichen wir Rovaniemi, Stadt am Polarkreis und Heimat des Weihnachtsmanns. Übernachtung im Raum Levi. 6. Tag – Nordkap Wir erreichen Norwegen und die legendäre Nordkapinsel. Am Abend erleben wir hier den Höhepunkt unserer Reise – wir stehen am Nordkap und geniessen den Ausblick aufs ewige Eismeer bei nächtlicher Mitternachtssonne! 7. Tag – Nordkap - Finnisch Lappland Die Samenstadt Alta mit den berühmten Felszeichnungen und der Nordlicht Kathedrale säumt heute unseren Weg durch Norwegen, und Finnisch Lappland. Übernachtung im Raum Ylläsjärvi. 8. Tag – Umea Nach der erneuten Überquerung des Polar kreises heisst unser heutiges Etappenziel Umea, die Stadt der Birken.

9. Tag – Hohe Küste & Falun Wir überqueren die Hogakustenbron, eine der längsten Hängebrücken der Welt und erreichen entlang dem fantastischen UNESCO Weltkulturerbe „Hohe Küste“ unseren Übernachtungsort im Raum Falun.

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10. Tag – Dalarna & Vätternsee Durch die Provinz Dalarna erreichen wir am Nachmittag den wunderschönen Vätternsee mit seinem klaren Wasser. Übernachtung in Jönköping.

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11. Tag – Skövde - Hannover Heute heisst es Abschied nehmen vom Bilderbuchland Schweden und dem kleinen Königreich Dänemark. Vorbei an Malmö und Kopenhagen erreichen wir am Abend Hannover.

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KLETTERN | 1.11.2021 | 17

Auf dem Weg zum Eigergipfel klettert die Bergführerin vor, der Gast folgt ihr.

Winter arbeitet sie immer noch ab und zu als Skilehrerin und bietet vor allem Skitouren an. Sehr viele Touren von Grindelwald aus hat sie bereits gemacht, im Sommer wie im Winter. Auch die Eigernordwand hat sie zu­ sammen mit ihrem Partner durch­ stiegen. «Trotzdem entdecke ich immer wieder etwas Neues hier.» Auch Bucheli kann nicht helfen

«Erst am Morgen wussten wir, ob wir die Tour zum Eigergipfel machen können.»

erzählt sie. Deshalb wurde sie auch Skilehrerin. Bald sind es 20 Jahre her, seit sie die ersten Skilektionen erteilt hat. Irgendwann reichte ihr nur der Winter in den Bergen nicht mehr, und sie entschied sich, die mehr­ jährige Ausbildung zur Bergführerin anzupacken. Dass sie seit Herbst 2020 die erste Frau aus Grindelwald ist, die diese Prüfung bestanden hat, ist für Bomio nichts Besonderes. «Es gibt ja in der Schweiz auch andere Frauen, die das geschafft haben.» Seither ist sie mehrere Tage in der Woche in den Bergen. Im Sommer ist sie auf Hochtouren, überquert Glet­ scher, klettert Felswände hoch. Im

Auf dem Jungfraujoch hat der N ­ ebel inzwischen die Aussichts­plattform eingehüllt, nur der Aletschgletscher ist noch knapp zu erkennen. Für ­Bomio und ihre Mitstreiter der Zeit­ punkt aufzubrechen. Die rote Jung­ fraubahn fährt durch den Berg, vorbei an der Station Eismeer, wo die Tour am Tag zuvor begonnen hat. «Wir hatten am ersten Tag wenig Glück mit dem Wetter», bedauert sie. «Man sah seine Hand fast nicht mehr vor Augen, so neblig war es teilweise», erzählt auch einer ihrer «Gäste», wie sie die Teilnehmer auf ihren Touren nennt. Trotzdem sind sie bis zur ­Mittellegihütte aufgestiegen und ­haben auf den nächsten Tag gehofft. «Erst am Morgen wussten wir, ob wir die Tour zum Eigergipfel machen können», sagt Laura. Da helfe keine Wetter-App, und sogar ein Anruf bei SRF-Meteorologe Thomas Bucheli


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KLETTERN | 1.11.2021 | 19

In der Mittel­legihütte ­übernachten Laura Bomio und ihr Gast, bei bester Sicht auf den nahen Mittel­legigrat (unten rechts).

Erstbesteigung des Mittellegigrates Die heute gebräuchliche Normalroute auf den ­Gipfel des Eigers ist der Nordost- oder Mittellegigrat. Doch während fast 50 Jahren versuchten Bergsteiger aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland vergeblich, den Grat im Aufstieg zu bezwingen. Alle scheiterten spätestens am «grossen Aufschwung», einem 200 Meter hohen, sehr steilen Gratabschnitt. Erst 1921 gelang es einer Seilschaft von drei Grindelwalder Bergführern und ­einem japanischen Gast, diesen Teil des Grates teils mithilfe einer fünf Meter langen Holzstange zu überwinden. In den darauffolgenden Jahren befestigten die Bergführer an den schwierigsten Stellen Fixseile, sodass die Grattour für geübte Bergsteiger möglich wurde.

persönlich habe keine genauere ­Prognose gebracht. Das Wetter und die Bedingungen am Berg sind stets ein wichtiges ­Thema. Auf der nächsten Etappe ­zurück ins Tal, auf der Gondel vom Eigergletscher nach Grindelwald, be­ gegnet Bomio einer Nachbarin. «Wie war die Sicht?», fragt diese, nachdem sie sich nach der gewählten Route ­erkundigt hat. «Wir waren die ganze Zeit über dem Nebel. Traumhaft! Die Steigeisen haben wir noch vor dem Grossen Turm, bevor es in den Hick runtergeht, angezogen, da es in der Nacht eben ein wenig geschneit hat», berichtet Laura Bomio. Für Bergstei­ gerinnen aus Grindelwald scheinbar ein normales Gespräch, man kennt jede Kante des massiven Berges.

Die Gondelbahn wird langsamer und erreicht die Talstation. Der Gipfel des Eigers und der Mittellegigrat sind mittlerweile in den Wolken ver­ schwunden. Trotzdem dominiert der schroffe Berg noch das Ortsbild von Grindelwald. Laura Bomio schultert noch ein­ mal ihren Rucksack und macht sich auf den Heimweg. Da saust ein klei­ ner Junge mit dem Kickboard vorbei und hält an. «Ich habe dich heute mit dem Feldstecher gesehen», strahlt ihr Neffe stolz. Auf dem Mittellegigrat ist man eben nie ganz allein. MM Die Besteigung des Mittellegigrats mit Laura ­Bomio hat der Dokumentarfilmer Matthias ­Lüscher begleitet. Der Dok-Film kann wie alle der Reihe «SRF rec.» auf Youtube angeschaut ­werden: www.migmag.ch/bomio


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KOLUMNE | 1.11.2021 | 21

Im Schlaraffenland

1, 2 ODER 3 ? Wir verbringen die ersten Ferien seit über zwei Jahren wieder in einem Hotel. Der Kleine (6) und der Grosse (11) sind begeistert. In den Pool springen! Das Sofa zum Bett aufklappen! Das Buffet am Morgen! Ja, das Buffet. Da ist fast alles zu haben, wovon die ­beiden träumen. Wir vergessen, sie zu instruieren, bevor sie losrennen und sich einen Teller schnappen. Und so kommen sie zurück mit aufgetürmten Köstlichkeiten. Pancakes. Mit Schokoladesauce. Churros. Mit Schokoladesauce. Waffeln. Mit Schokoladesauce. Und dazu? Eine warme Schoggi! Schon nur das optische Erfassen all dieser Zuckerbomben sättigt mich. Ich hole aus zu einem Vortrag über Food Waste, den es zu verhindern gilt. Mit schokoladeverschmierten Gesichtern versichern sie mir, dass sie auf keinen Fall auch nur ein Brösmeli auf dem ­Teller lassen. Und so ist es. Sie rennen erneut los, bewaffnet mit ihren leeren Tellern. – Und jetzt? MM 1 Ab Tag zwei gilt ein härteres Regime:

Fruchtzwang und nur etwas Süsses.

2 Beim nächsten Zmorge füllen wir Boxen Illustration: Lisa Rock

und wappnen uns für den ganzen Tag. 3 Ich hole mir ein Pain au chocolat. Um energiemässig mithalten zu können.

Monica Müller (47) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 3: Für die Jungs sind wir im Paradies gelandet. Und sie sind in die Buffetfalle getappt. Ich hoffe mal, dass sie am zweiten Tag etwas gemässigter zur Sache gehen. Und falls nicht, ist der Zauber in einigen Tagen schon wieder vorbei ... Anzeige

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22 | 1.11.2021 | POULET-ALTERNATIVEN

Schmeckt es wie Poulet? Immer mehr Detailhändler und Restaurants bieten Pouletgeschnetzeltes in pflanzlichen Versionen an. Wir haben fünf Produkte von Experten testen lassen, darunter eine Migusto-Version zum Selbermachen. Fast alle fanden etwas, das sie überzeugte. Text: Ralf Kaminski, Dinah Leuenberger  Bilder: Veronika Studer

V-Love Plant-Based Delicious pieces

V-Love Plant-Based Geschnetzeltes

Wasser, Weizenprotein 20 %, Weizenmehl, Kartoffelprotein getrocknet 6 %, Rapsöl, Erbsenprotein 5 %, Weizengluten 3 %, natürliche Aromaextrakte, Glucose. Fettanteil: 7 von 100 g

Planted. Nature

Wasser, Erbsenprotein 32 %, Erbsenfasern, Rapsöl, Vitamin B12. Fettanteil: 2,9 von 100 g

Wasser, Sojaprotein 27 %, Sonnenblumenöl, Rapsöl, natürliche Aromen, Erbsenprotein, Kartoffelstärke, Erbsenfasern, Maltodextrin, Kochsalz, Vitamin B12, Eisenpyrophosphat, Farbstoff: Calciumcarbonat. Fettanteil: 2,4 von 100 g


POULET-ALTERNATIVEN | 1.11.2021 | 23

VIDEO ts zum Hier geh Tests: es Video d ag.ch/ igm www.m est poulett

Das sagen die Profis Die Gastroexperten haben die fünf pflanzlichen Produkte hintereinander «blind» in einem Wrap verkostet. Die Urteile waren überraschend vielfältig.

Rolf Hiltl (56), Inhaber des Restaurants Hiltl, aus Zürich Mein Favorit ist ­Planted Nature – es hat einen guten Biss und schöne Fasern, so wie ein Poulet sein sollte. Wir verwenden dieses Produkt auch in unseren Restaurants. V-Love Delicious pieces war auch recht gut, aber ich fand es etwas zu trocken. Ein Poulet so hinzukriegen, dass es aussen knusprig und innen saftig ist, ist eine grosse Herausforderung. Die MigustoEigenkreation finde ich spannend, erinnert mich aber eher an Stockfisch. Aber klar, innerhalb eines Wraps, kombiniert mit allen anderen Zutaten, sind die Unterschiede ­weniger dramatisch.

Bilder: Daniel Grieser

Migusto PlantBased Poulet Wasser, Weissmehl, Bouillon, Salz, Sojasauce

Vegane Hähnchenstreifen aus Italien Wasser, Sojaprotein, pflanzliche Ballaststoffe, Sonnenblumenöl, Salz, Aromastoffe, Kräuter und Gewürze. Fettanteil: 9,7 von 100 g I In der Schweiz bisher nicht verfügbar

Eliana Zamprogna (47), CTO Migros-Industrie, aus Küsnacht ZH Das italienische ­Produkt und V-Love­Delicious-pieces sind meine Favoriten. ­Beide haben einen ­guten Biss und sind saftig. Nicht überzeugt

hat mich V-Love­Geschnetzeltes, das hat mich eher an ­Rindfleisch erinnert und hatte einen e ­ t­was b ­ itteren Nach­ geschmack. Beim Planted mag ich den Geschmack, aber die Textur hat nicht gestimmt. Die MigustoVersion ist zwar nicht pouletähnlich, aber spannend! Mein Fazit: Wenn man als Kundin eine pflanzliche Alternative zum Poulet sucht, hat man inzwischen eine Auswahl auf gutem Niveau.

«Man hat bei diesen Produkten inzwischen eine Auswahl auf gutem Niveau.»

Nicole Hasler (37), Foodbloggerin «Nose to Tail», aus Zürich Ich habe gestaunt, wie gross die Unterschiede sind! Meine Favoriten sind V-Love-Geschnetzeltes, bei dem ich Textur, Geruch und Optik toll fand, und das Produkt


POULET-ALTERNATIVEN | 1.11.2021 | 25

aus Italien – auch wenn mich das eher an einen Döner Kebab erinnert hat. Was aber prima ist, weil es eine schöne Option wäre, um all das Billigfleisch zu ersetzen, das bei Fast Food oft zum ­Einsatz kommt. Das Migusto-Poulet hat mich am wenigsten überzeugt, und Planted habe ich erkannt. Spannend finde ich, dass all diese Produkte sich stets weiterent­ wickeln und immer besser werden. Ge­ rade beim Poulet sind solche Ersatzprodukte wertvoll, weil wir hierzulande vorwiegend nur noch Brust und nicht mehr das ganze Tier konsumieren.

Knut Schwander (58), GaultMillau Romandie, aus Pully VD Planted Nature und V-Love Delicious ­pieces finde ich essbar, wenn es sein muss. Sie sind recht neutral, ich nehme lediglich ­etwas Salz wahr und möglicherweise Cashewnuss bei Planted. Die drei anderen entsprechen gar nicht meinem Geschmack. Ich selbst esse ent­ weder Poulet oder Gemüse und käme nie auf die Idee, einen solchen Fleischersatz zuzubereiten. Mir

scheint auch, dass ich da bisher kulinarisch nichts verpasst habe.

Andrin C. Willi (45), Food- und Gastroexperte, aus Kilchberg ZH Mich hat das V-LoveGeschnetzelte am meisten überzeugt. Es ist nussig, hat eine schöne Kruste und ­einen guten Biss, sieht auch ansprechend aus. Die Kreation von Migusto hingegen sieht Poulet zwar sehr ähnlich und hat auch eine gute Konsistenz, aber der Geschmack überzeugt leider nicht. Das Produkt aus Italien hat mir gar nicht gefallen, es hat eine leichte Note von Menthol und erinnert mich nicht an Poulet. Und mit Planted habe ich schon gekocht – das ­werde ich auch weiter. Nun will ich auch das V-Love-­Geschnetzelte mal probieren, gerade für vegetarische Wraps.

«Ich werde zu Hause auch mal das Ge­ schnetzelte von V-Love probieren.»

Wrap mit selbst gemachtem Seitan Zutaten für 4 Personen SEITAN 625 g Wasser 1 kg Mehl 2 l vegane Gemüse bouillon 2 TL Salz 3 EL vegane Sojasauce

Zubereitung 1. Wasser und Mehl zu

e­ inem Teig kneten. Zu­ einer Kugel formen und für ca. 90 Minuten in ­kaltes Wasser legen. 2. Wasser abgiessen. Teig

in frischem kaltem Was­ ser kneten und so die WRAP Stärke herauswaschen, 2 EL Öl bis das Wasser weiss ist. Salz, Pfeffer Vorgang drei- bis fünfmal getrockneter wiederholen. Das so ent­ Majoran standene Weizeneiweiss 1 Bund Kräuter, (Seitan), ca. 500 g, durch z.B. Petersilie, ein Sieb abgiessen und Schnittlauch abtropfen lassen. Zu 1 Becher Joghurtalternative ­einem länglichen Strang aus Soja formen. Zweimal ein­ 1 Zitrone schneiden und die Strän­ 250 g Cherrytomaten ge straff miteinander ½ Gurke ­verflechten. Bouillon mit 1 Minilattich Salz und Sojasauce auf­ 4 Fladenbrote, kochen. Seitan hinein­ z.B. Piadine geben und auf kleinster Stufe ca. 2 Stunden zu­ gedeckt ziehen lassen. Herausnehmen und ab­ kühlen lassen. In mund­ gerechte Stücke zupfen.

3. Seitan in Öl ca. 5 Mi­

nuten knusprig anbraten. Mit Salz, Pfeffer und ­Majoran würzen. Die Kräuter fein hacken. Mit Joghurtalternative mischen. Z ­ itrone hal­ bieren. Eine Hälfte in Schnitze schneiden. Rest auspressen. Joghurt mit Salz, Pfeffer und Zitro­ nensaft abschmecken. Tomaten vierteln, die Gurken in dünne Scheiben schneiden. ­Lattichblätter abtrennen. Fladenbrot in einer ­Bratpfanne ohne Fett ­erwärmen, mit Joghurt­ sauce bestreichen. Die Tomaten, Gurken, den Lattich und Seitan darauf verteilen. Wraps einrollen und mit den ­Zitronenschnitzen ­servieren. TIPP Die Füllung kann auch in einem Pitabrot serviert werden.


26 | 1.11.2021 | NACHHALTIGKEIT

Die Migros nutzt PET aus CO₂ Neu kann aus Treibhausgasen PET hergestellt werden. Das ist für die Umwelt doppelt gut: Weniger Erdölverbrauch, weniger klimaschädliche Abgase.

PET ist aus dem Alltag nicht mehr weg­ zudenken: Flaschen, Schalen, Rucksäcke, Faserpelzjacken – sie alle enthalten die Kunststofffaser. Diese ist leicht und bruchsicher, beides für Verpackungen wichtig. Wie die meisten Kunststoffe wird neues PET auf Basis von Erdöl hergestellt.

Es gibt aber auch ökologischere Alternativen: Die wichtigste ist rezykliertes PET (rPET). Das Recycling schliesst hier den Kreislauf. In der Schweiz werden jährlich mehr als 35 000 Tonnen PET wieder­ verwendet. Und die Nachfrage nach ­re­zykliertem PET nimmt zu. Dank eines neuen Verfahrens ist die Migros als erste Händlerin weltweit in der Lage, PET zum Teil aus CO₂ herzustellen. Dafür werden Industrieabgase in einem Filter gesammelt. So wird für die PETProduktion nicht nur weniger Erdöl ­eingesetzt, sondern dazu noch CO₂, das sonst als Treibhausgas in die ­Atmosphäre gelangen würde.

40 % CO₂-PET Neu besteht die PotzFlasche mit Glasreiniger zu einem Teil aus CO₂-PET. Die Migros hat das her­­ kömmliche erdöl­basierte PET mit der neuen ­umweltfreundlicheren ­Variante ersetzt.

Neben dem Potz-Glasreiniger enthalten auch Flaschen von Smoothies und Säften CO₂-PET. Die Verpackungen von Flüssigseifen und Mundspülungen werden e­ benfalls umgestellt.

60 % rPET Die Potz-Flasche mit Glasreiniger besteht mehrheitlich aus rezykliertem PET. Wie Papier kann PET mehrfach und vollständig wiederverwertet werden.

Die Migros verwendet für Verpackungen wenn immer möglich rezykliertes PET. Wenn die Mengen nicht aus­ reichen oder die Anwendung es nicht erlaubt, greift sie neu auf CO₂-PET zurück, um die Verpackungen umweltfreund­ licher herzustellen als mit herkömm­lichem PET. Mit der Umstellung von erdöl­ basiertem PET auf CO₂-PET spart die M ­ igros im Jahr 3000 Tonnen CO₂ ein. Das entspricht den CO₂-Emis­ sionen von 150 000 Kühl­ schränken pro Jahr.

Bild: Migros

Das bringt CO₂-PET der Umwelt


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1: 25.11.–26.11. 2: 26.11.–28.11. * 3: 28.11.–29.11. 4: 02.12.–03.12. *3 Tage/2 Nächte PRO PERSON IN CHF

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1. Tag: Schweiz – Ulm – Augsburg Fahrt via Memmingen nach Ulm. Im Herzen Ulms rund um das Münster erwarten uns am Weihnachtsmarkt über 130 Buden und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln. Am späten Nachmittag fahren wir ins Hotel nach Augsburg. 2. Tag: Augsburg – Schweiz Der Augsburger Christkindlesmarkt ist einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Wir geniessen einige Stunden freie Zeit um durch die Märchenstrasse Augsburgs zu bummeln und süsse oder würzige Köstlichkeiten zu probieren. Am Nachmittag Rückfahrt in die Schweiz zu den Abfahrtsorten. Ihr Hotel & Mahlzeiten Gutes Mittelklasshotel InterCity in Augsburg inkl. 1 x Frühstück.

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1: 25.11.–26.11. 2: 26.11.–27.11. 3: 27.11.–28.11. 4: 28.11.–29.11. 5: 01.12.–02.12. 6: 02.12.–03.12.

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1. Tag: Schweiz – Sterzing – Pustertal Hinreise über Feldkirch und Innsbruck nach Sterzing. Wir schlendern durch den Christkindlmarkt. Danach Weiterfahrt ins Pustertal. 2. Tag: Meran und Bozen In den Strassen und Gassen von Meran tauchen wir in die feierliche, weihnachtliche Atmosphäre ein. Am Nachmittag geniessen wir den Weihnachtszauber in der traditionellen Handelsstadt Bozen. 3. Tag: Pustertal – Brixen – Schweiz Im Herzen von Brixen bieten die Standbetreiber traditionelles Handwerk sowie kulinarische Köstlichkeiten an. Rückreise zu den Abfahrtsorten.

1. Tag: Schweiz – Salzburg Fahrt nach Salzburg. Zeit zur freien Verfügung, um die Weihnachtsmärkte und die Stadt zu entdecken. 2. Tag: Salzburg Auf einer Führung sehen wir die schönsten Adventsmärkte und Krippen der Stadt. Später haben wir die Möglichkeit zum Besuch eines Adventskonzerts** in zauberhaftem Ambiente. 3. Tag: Salzburg – Schweiz Wir besuchen das Gut Aiderbichl in Henndorf, welches Platz für gerettete Tiere bietet. Interessante Führung und Besuch des Hof-Weihnachtsmarktes. Rückfahrt zu den Abfahrtsorten.

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1: 26.11.–28.11. 2: 29.11.–01.12. 3: 01.12.–03.12. 4: 03.12.–05.12. PRO PERSON IN CHF

5: 06.12.–08.12. 6: 08.12.–10.12. 7: 13.12.–15.12. 8: 15.12.–17.12. Katalogpreis* Sofortpreis

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SEXUELLE ÜBERGRIFFE | 1.11.2021 | 29

Nur Ja heisst Ja Muss man jemanden küssen, den man nicht mag? Was tun bei unerwünschtem Körperkontakt? Kinder und Jugendliche sind oft unsicher, was in Ordnung ist und was übergriffig. Eltern können helfen, es zu lernen. Text: Kristina Reiss  Illustration: Katrin Wolff

22 Prozent der Mädchen und 8 Prozent der Jungen ­erleben bis zur neunten Klasse mindestens einen sexuellen Übergriff mit Körperkontakt. So das Fazit der Schweizer Optimus-Studie von 2012 mit über 6000 befragten Jugendlichen. In ca. 40 Pro­zent der Fälle sind Gleichaltrige beteiligt. ­Neuere Erhebungen gibt es nicht. Die Zahl der ge­ meldeten Fälle steigt zwar, was laut ­Experten aber daran liegen könnte, dass sich Betroffene ­vermehrt trauen, sie zu melden. Übergriff? Drei Fragen stellen

Doch wann liegt ein Übergriff vor, und was ist nur Ergebnis von ungeschicktem Verhalten?

Die Palette der Möglichkeiten ist breit: Hinterherpfeifen, ­un­gebetener Körperkontakt, Komplimente, heimliche Blicke und Gefühle, die man mitteilt. Doch drei Fragen helfen beim Einschätzen: Haben Betroffene die Wahl, in dieser Situation zu sein? Haben sie eine Stimme, um ihre Interessen deutlich zu machen? Gibts einen einfachen Ausweg? Lassen sich alle Fragen mit einem «Ja» beantworten, liegt eine einvernehmliche ­Situation vor. Bei drei «Nein» handelt es sich hingegen um ­einen Übergriff. Die Experten sprechen von der sogenannten Choice-Voice-Exit-Regel (WahlStimme-Ausweg-Regel).

Beispiel 1:

Die Mädchen spielen Wahrheit oder Pflicht. Als Ronja an der Reihe ist, erhält sie die Aufgabe, Sebastian an den Po zu fassen. Ronja geht ohne lang zu überlegen ins Nebenzimmer und greift Sebastian an den Po. Einschätzung: Es handelt sich um einen Übergriff. Sebastian wird überrumpelt und hat weder Wahl noch Stimme oder einen Ausweg.

Beispiel 2:

Lukas und Francesco treffen sich auf einer Feier, sie reden ­miteinander. Ihre Freunde rufen immer wieder: «Küsst euch doch!» Lukas nervt es, er will nicht so blossgestellt werden. Francesco findet, ­Lukas solle sich nicht so anstellen und beugt sich zu ihm.

Einschätzung: Ein übergrif­figes Verhalten: Lukas hat klar signalisiert, dass er nicht will, seine Stimme wird jedoch nicht gehört. Wahl oder Ausweg liegen ebenfalls nicht vor, weil auch noch Gruppendruck hinzukommt.

Das Projekt Ja, Nein, Vielleicht dient der Prävention sexueller Übergriffe u ­ nter Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren. Im Fokus ­stehen Geschlechter­rollenbilder und das E ­ inverständnis. Bis Mitte 2022 wird der Workshop kostenlos ­angeboten. Das ­Projekt wird vom Migros-­Kultur­prozent finanziell unterstützt. Infos auf janeinvielleicht.ch


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SEXUELLE ÜBERGRIFFE | 1.11.2021 | 31

Beispiel 3:

Ümit trifft Emine auf einer Party. Nach kurzem Gespräch legt Ümit den Arm um Emine. Diese lächelt, entzieht sich der Umarmung langsam und spricht dann mit einer anderen Person. Einschätzung: Nicht übergriffig. Emine hat sich mit Stimme (Mimik), Wahl und Ausweg selbst der Situation entzogen. Tipp: Fühlt man sich mit jemandem unbehaglich und die Antworten auf die drei Fragen fallen ­gemischt aus, ­beendet man die Situation besser oder wandelt sie in eine einvernehmliche um – etwa mit der Nachfrage: «Wollen wir lieber etwas anderes machen?» Beispiel 4:

Romi (7) besucht mit den Eltern ihren Onkel. Ihr Vater sagt: «Gib dem Onkel einen Kuss.» Romi will nicht und versteckt sich hinter dem Vater. Der drängt: «Komm schon, sonst denkt der Onkel, du magst ihn nicht!» Zögernd geht Romi zum Onkel und gibt ihm einen Kuss. Einschätzung: Die Situation ist übergriffig. Romi hatte weder Wahl noch Stimme oder Ausweg.

Mehr zum gesellschaftlichen Engagement der Migros-Gruppe: migros-engagement.ch

Das sollten Jugendliche wissen Von einem sexuellen Übergriff spricht man, wenn dir jemand gegen deinen Willen anzügliche Witze erzählt oder Pornobilder zeigt. Sexuelle Gewalt ist Körperkontakt gegen deinen Willen. Weitere Infos und Tipps, wie man sich schützen kann: feel-ok.ch (Gesundheitsplattform für Jugendliche) Trau deinem Gefühl: Wenn du eine Situation nicht in Ordnung findest, ­solltest du reagieren. Lass dich nicht zwingen: Auch wenn du mal zu etwas Ja gesagt hast, darfst du später trotzdem noch Nein sagen. Wenn du sexuelle Gewalt beobachtest: Schau nicht weg. Bilde dir eine Meinung. Unterstütze die betroffene Person, bring dich aber nicht in Gefahr, sondern hole besser Hilfe. Hast du sexuelle Übergriffe oder ­sexuelle Gewalt erlebt, musst du ­wissen, dass du nicht schuldig bist. Bei diversen Organisationen findest du Unterstützung: www.migmag.ch/uebergriffe

Das können Eltern tun Präventiv Im Alltag über Beispiele sprechen: «War das jetzt zu viel für dich? Wie hast du dich in der Situation gefühlt?» Jugendliche für Grenzen sensibilisieren: Hören sie zum Beispiel oft, es sei ein Kompliment, wenn man ihnen hinterherpfeift, trauen sie ihrer intuitiven Wahrnehmung nicht mehr («ich fühlte mich nicht wohl dabei»).

Ist etwas vorgefallen Zuhören und mit ruhiger Stimme offene Fragen stellen: Was ist passiert? Wann fand es statt? Wo ist es passiert? Was hat er/sie dann gemacht? Vertrauen stärken: Etwa: «Danke, dass du mir davon erzählst. Ich glaube dir.» Sachlich Rückmeldung geben: Es stärkt Jugendliche, wenn sie hören, dass man sofort eingegriffen hätte, wäre man dabei gewesen. Dem Jugendlichen keinen Vorwurf machen: Es ist für Betroffene schon schwer genug, sich an Erwachsene zu wenden. Ordnung und Sicherheit vermitteln: Sohn oder Tochter informieren, wie die nächsten Schritte aussehen, um sie und andere vor weiteren Übergriffen zu schützen.


32 | 1.11.2021 | AQUARIUM

Asyl für Zierfische Andrin und Elias Müller betreiben im luzernischen Sursee die einzige Auffangstation für Aquarienfische in der Schweiz. Schon Tausende von Fischen haben die beiden Brüder vor dem sicheren Tod bewahrt. Text: Simon Koechlin  Bilder: Herbert Zimmermann


AQUARIUM | 1.11.2021 | 33

Andrin und Elias Müller kümmern sich um Zierfische, die überforderte Halter zu ihnen ­gebracht haben.­ Sie versorgen mehr als 150 Aquarien mit 100 Arten und benötigen deshalb viele ­Futtersorten.

Elias und Andrin Müller haben mit ihrer Idee ins Schwarze ge­ troffen. Trotzdem jubeln sie nicht. Vor knapp drei Jahren eröffneten die Brüder im Industriegebiet von Sursee LU, direkt über einer Auto­ garage, eine Auffangstation für Aquarienfische. Und erleben seit­ her einen regelrechten Ansturm. 2020 nahm AquaLuz, wie die Einrich­ tung heisst, über 17 000 Fische auf – Tendenz immer noch steigend. «Aber unser Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert», sagt Elias Müller. Denn er bedeutet nichts anderes, als dass viele Zierfischhalter überfor­ dert sind. Rund drei Millionen Fische leben laut Schätzungen in Schweizer Haushalten. «Doch viele führen ein tristes Leben», schreibt das Bundes­ amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in einer Auf­ klärungskampagne, die es kürzlich gemeinsam mit Fachverbänden lan­ ciert hat. Elias Müller bestätigt das. «Wir bekommen schlimme Sachen zu sehen», sagt der 25-Jährige. Ein­ mal habe eine Frau am Telefon an­ gekündigt, sie wolle einen kleinen Goldfisch abgeben. «Was sie brachte,

war ein 55 Zentimeter langer Koi, der sich in seinem Miniaquarium kaum drehen konnte.» Gründe, weshalb sich Menschen von ihren Fischen trennen, gibt es einige. «Viele sagen, sie würden umziehen und könnten ihr Aquarium nicht mitnehmen», so Müller. Anderen raubt das Alter die Kraft, oder es fehlt ihnen die Zeit. Und einige werden davon überrascht, wie rasant sich manche Zierfische vermehren. Dass viele der überzähli­ gen Fische in die schweizweit einzige Fischauffangstation gebracht wür­ den, sei die schöne Seite des Erfolgs, erzählt Müller. «Ansonsten würden sie die Toilette hinuntergespült oder in Seen entsorgt.» Vorbildliche Haltung und Pflege

Bereits als Jugendliche versorgten Elias und Andrin Müller bis zu 50 Aquarien im Luftschutzkeller ­ ihres Elternhauses. Irgendwann kam ihnen zu Ohren, dass eine Fisch­ auffangstation aufgebaut werde, der ­Betreiber aber die Idee nicht mehr weiterführen könne. Die beiden ­Brüder konnten – und Elias lädt nun zum Rundgang durch die Station, die sie seither ständig vergrössert ­haben. Am Eingang zeigen acht grosse Schauaquarien, wie eine vorbildliche Haltung aussehen kann. Ein Gang führt ins Innere. Links und rechts stehen Aquarien bis über Kopf­


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AQUARIUM | 1.11.2021 | 35

Tipps für Einsteiger Wer in die Aquaristik einsteigen möchte, sollte unbedingt folgende fünf Ratschläge beachten: Keine Spontankäufe Der Kauf von Aquarienfischen muss gut überlegt und geplant sein. ­Fische können bei ­artgerechter Haltung alt werden. Die Aquaristik ist deshalb ein Langzeitprojekt.

höhe aufeinander; mehr als 150 sind es insgesamt. Müller bleibt bei un­ scheinbar braungräulichen Fischchen stehen, die an einer Scheibe herum­ wuseln. «Garra rufa, meine Lieblings­ fische», verrät er. «Sie nehmen uns viel Arbeit ab.» Die fingergrossen ­Fische putzen Algen von Oberflächen. «Algenbewachsenes Aquarienzubehör werfen wir hier hinein, eine Woche später ist es sauber.» 4000 Fische – sogar Piranhas

Im nächsten Aquarium wimmelt es von kleinen Antennenwelsen. «Sie werden so oft abgegeben, ich weiss gar nicht mehr, wie viele wir haben», sagt Müller. Häufige Pfleglinge sind auch Guppys oder Black Mollys. Daneben gibt es seltenere und schwieriger zu haltende Arten. In einem Becken schwimmt ein halbes Dutzend Piran­ has. Und im Keller des Gebäudes hat Müller zwei Rotflossen-Antennen­ welse untergebracht, die knapp einen Meter lang sind. «Das Aquarium ist zu gross für den Transport nach oben.» Insgesamt, schätzt Elias Müller, be­ herbergt AquaLuz momentan um die 4000 Fische aus 100 Arten. Die meis­ ten finden rasch ein neues Zuhause; zu moderaten Preisen gibt er die Fische ab. Er verkaufe allerdings nicht an ­jedermann. «Wenn ich merke, dass sich einer nicht informiert hat oder einfach Fische will, die zur Farbe des ­Sofas passen, bekommt er sie nicht –

da bin ich knallhart.» Manche Leute würden das nicht verstehen. «An­ dere kommen nach einer Woche zurück und sagen: Du hast schon recht gehabt.» Aus dem Hobby ist längst eine Art Nebenjob geworden. Geöffnet ist die Auffangstation jeden Sonntag- und Mittwochnachmittag. «Aber ich bin jeden Tag hier», sagt Andrin Müller Der 22-Jährige füttert Fische, wech­ selt Wasser, reinigt Filter. «Und ich kon­trolliere, ob bei jedem Aquarium die Technik funktioniert oder viel­ leicht ein toter Fisch im Becken liegt.» Insgesamt wenden die Brüder mindestens je ein 40-Prozent-Pen­ sum für AquaLuz auf. Keines, das sich finanziell lohnt. Allein die Fixkosten für Miete, Wasser und Strom betragen 5000 Franken monatlich. «Mit den Einnahmen aus den Verkäufen und mit einigen Spenden können wir das knapp decken», sagt Elias Müller. Klagen will er jedoch nicht. In der Auffangstation leben die Brüder ihre Passion aus und retten gleichzeitig Tausende von Aquarienfischen. MM Infos auf aqualuz.ch und aquarienfisch.ch

Fischwissen aneignen Fisch ist nicht gleich Fisch. Vor dem Kauf sollte man sich umfassend über Ansprüche der gewünschten Arten informieren. Beim Platz nicht ­sparen Das Aquarium sollte möglichst gross bemessen sein. Elias Müller empfiehlt mindestens das Doppelte der gesetzlich vorgeschrie­ benen Minimalgrösse.

Andrin Müller ist­ jeden Tag in der Auffang­station. Er reinigt F ­ ilter, wechselt das ­Wasser und füttert ­die Fische.

Wasserwerte ­be­achten Je nach Herkunft haben Fischarten ganz unterschiedliche Bedürfnisse an Wassertemperatur, Wasserhärte oder pHWert. In ein Aquarium gehören nur Fische mit gleichen Ansprüchen an die Wasserqualität. Klein anfangen Anfänger sollten maximal zwei oder drei Arten in einem Aquarium halten. Je mehr Arten, desto grösser das Risiko, dass sie sich untereinander nicht vertragen.


36 | 1.11.2021 | GENUSS

VERFEINERT DAS FONDUE

Direkt ins Caquelon Gorgonzola oder Ziegenkäse, grobkörniger Senf, fein gehackte Baumnüsse, angebratene Speckwürfelchen, getrocknete Steinpilze (zuvor in Wasser einlegen, hacken und ins heisse Fondue mischen)

Auf Tauchkurs Jetzt wird wieder fleissig getunkt und gerührt: Wir zeigen, wie man Pepp und Kreativität ins Fondue, auf die Gabel und den Teller bringt. Es passt, was schmeckt.


GENUSS | 1.11.2021 | 37

AUFGEGABELT Statt Brot

Cocktailtomaten, gekochter Rosenkohl, Birnenschnitze, gedämpfte Raclettekartoffeln

FEINE WÜRZE

Beim Kochen beifügen

Fondue Kümmel

Hauptgericht für 4 Personen 3 dl Weisswein 2 EL Maisstärke 4 Knoblauchzehen 800 g Fonduemischung, z. B. Moitié-Moitié 800 g Fonduebrot oder Baguettes Pfeffer aus der Mühle

Bilder: Migusto, Veronika Studer, Getty Images

Zubereitung

Etwas Wein mit Maisstärke verrühren und beiseitestel­ len. Knoblauch in Scheiben schneiden. Mit restlichem Wein und der Käsemischung in ein Caquelon geben. Un­ ter ständigem Rühren erhit­ zen, bis der Käse geschmol­ zen ist. Fondue ca. 1 Minute ­köcheln lassen. Beiseite­ gestellte Maisstärke dazu­ geben und gut rühren, bis das Fondue cremig ist. Brot in kleine Stücke brechen. Das Fondue nach Belieben mit Pfeffer würzen.

Muskat

frische Kräuter

BUNTE BEGLEITER Auf dem Teller

Cornichons, Gemüsepickles (etwa Randen oder Karotten), Weintrauben, frische Feigen, Birnenweggen, Früchtebrot

Chiliflocken

Rosa Pfeffer


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6. TAG / ABU DHABI: Freizeit oder Möglichkeit für einen spannenden Ausflugstag: Fak. Halbtagesausflug 2 – „Perlen Abu Dhabis“: Besuch des Heritage Village, die Rekonstruktion eines traditionellen Oasendorfes, wo Sie mehr über das Leben in den Emiraten erfahren, bevor das „schwarze Gold“ entdeckt wurde. Sie sehen den Emirates Palace – eines der luxuriösesten Hotels der Welt – sowie die grösste Moschee der Emirate: Sheikh Sayed. Fak. Halbtagesausflug 3 – Bootsfahrt um die Insel Yas, bekannt für ihre Formel 1 Rennstrecke und den weltgrössten Themenpark: „Ferrari World“. Sie erblicken die „Kulturinsel Saadiyat“, wo sich u.a. hochkarätige Museen wie der Louvre Abu Dhabi und das berühmte Guggenheim Museum angesiedelt haben. Fak. Ausflug 4: Diner auf einer Dhow: Stimmungsvoller Abschiedsabend auf einem traditionellen Segelboot mit Abendessen vor der atemberaubenden Skyline. 7. TAG / ABU DHABI – DUBAI: Flughafentransfer am 7. Tag (abends) resp. am 8. Tag (frühmorgens). 8. Tag / DUBAI – Zürich: Rückflug nach Zürich.

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GENUSS | 1.11.2021 | 39

Bereit für die Fondueparty?

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Verschiedene Brotsorten sorgen für Abwechslung im Geschmack. Die Brotwürfel können zuerst angeröstet werden: einfach bei 200 Grad für ca. 10 Minuten in den ­vorgeheizten Ofen geben.

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Damit kein Ofen eingeheizt werden muss: die Brot­ würfel in wenig Öl rundum knusprig braten. Nach ­Belieben bereits eine Knob­ lauchzehe dazupressen. Empfehlenswert ist ein Brot mit einer schönen Kruste, damit man es gut aufgabeln kann und es nicht in den Käse fällt.

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BROT-TIPPS

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TIPPS,

UM EIN FONDUE ZU « RETTEN »

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1 Tessinerbrot Rustico, 400 g Fr. 2.80  2 Hercules classico, 410 g Fr. 3.80  3 Käsefonduegabel einzeln, ­ Kunststoff Fr. 1.60  4 Fondue Bündner, Bergkäse, 600 g Fr. 15.95  5 Fondue Moitié-Moitié, 600 g Fr. 12.95 6 Sélection Fondue mit Bier, 600 g Fr. 18.95  7 V-Love Fondue, 500 g Fr. 19.95  8 Fondue Caquelon rot Fr. 49.95

Es ist zu dünn: etwas Maisstärke in Wein oder Kirsch geben und unter Rühren auflösen. Hitze erhöhen und die aufgelöste Stärke unter ständigem Rühren in den Käse geben. Käse köcheln lassen, bis das Fondue bindet. Es ist zu dick: die Hitze erhöhen und wenig Weisswein unter Rühren zum Käse geben. Scheidet nun der Käse, das Fondue nochmals auf den Herd stellen und köcheln, bis es wieder bindet. Es scheidet: Maisstärke mit wenig Weisswein und Zitronensaft anrühren. Fondue auf die Herdplatte stellen und den Wein unter Rühren zum Käse geben. Mit Schwingbesen rühren, bis das Fondue bindet.


40 | 1.11.2021 | GESUNDHEIT

Warum Rülpsen guttut Wir rülpsen täglich bis zu 30-mal. Das ist durchaus normal und sollte niemandem peinlich sein. Text: Andrea Söldi  Illustration: Anja Wicki

Was passiert beim Rülpsen? Beim Rülpsen entweicht Luft aus der Speiseröhre oder noch häufiger aus dem Magen. Wenn sich genügend Luft angesammelt hat, entsteht ein Druckgefühl. Das führt dazu, dass sich der Magenschliessmuskel kurz öffnet und der Kehlkopfdeckel erschlafft. Die Folge: ein Rülpser. Am besten «funktioniert» das, wenn wir ganz entspannt sind …

Manchmal riechen Rülpser unangenehm. Heisst das, dass sie aus dem Darm kommen? Nein, das ist sehr selten. Allfällige Gerüche stammen von stark riechenden Nahrungsmitteln wie Knoblauch oder Zwiebeln. Methangase, die bei der Verdauung entstehen, entweichen meist auf der anderen Seite des Verdauungstrakts – also in Form von Fürzen. Findet man Gase – meist Wasserstoff – in der Atemluft, deutet dies auf eine Lebensmittelunverträglichkeit hin, zum Beispiel eine Lactose- oder Fructoseintoleranz.

Wie gelangt die Luft in den Magen? Dr. med. Dirk Bareiss Facharzt für Innere ­Medizin und ­Nephrologie, Medbase Basel, St. Elisabethen

Es ist ganz normal, dass man beim Essen immer auch etwas Luft mit schluckt. Wer die Speisen hastig hinunterschlingt oder beim Essen viel spricht, fördert das zusätzlich. Auch kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser oder Bier können zu verstärktem ­Aufstossen führen, ebenso wie Kaugummikauen oder Rauchen. In der Schwangerschaft, wenn der Magen immer stärker zusammengedrückt wird, kann es ebenfalls zu häufigerem Rülpsen kommen.

Wie viele Rülpser pro Tag sind normal? Die meisten Menschen rülpsen täglich bis zu 30-mal. In der Regel sind das nur kleine Rülpser, die man oft nicht einmal bewusst wahrnimmt. Bei geschlossenem Mund sind sie ­zudem praktisch lautlos. Von einem krankhaften Ausmass kann man erst sprechen, wenn das Aufstossen so häufig und stark wird, dass sich die Betroffenen im Alltag gestört ­fühlen und dieses Problem über einen längeren Zeitraum regelmässig auftritt.


GESUNDHEIT | 1.11.2021 | 41

Ist Rülpsen unhöflich? Heute gilt Rülpsen in den meisten Kulturkreisen als unhöflich, unanständig und unangebracht. In Ländern wie China und Indien dagegen sind Essens­geräusche weniger verpönt oder teilweise sogar ein Zeichen, dass es geschmeckt hat. Auch in Europa gibt es Menschen, die Geräusche tief aus dem Körperinneren mit Inbrunst erzeugen: Im Internet findet man – mässig appetitliche – Filmchen mit Rülpswettbewerben. Im Guinness-Buch der Rekorde ist der lauteste je gemessene Rülpser mit 109,9 Dezibel angegeben. Der stolze Rekord­ halter aus England soll seine Leistung später noch ­übertroffen haben. Mit 128 Dezibel erreichte er die ­Lautstärke eines Presslufthammers.

Was kann man gegen häufiges und störendes Rülpsen tun? Man sollte es ärztlich abklären lassen. Das Problem könnte mit ­einem undichten Magenschliess­ muskel, einer engen Speiseröhre oder Ausstülpungen (Divertikel) in der Speiseröhre zu tun haben. Manchmal helfen M ­ edikamente ­gegen Blähungen, die die Auflösung von Luftbläschen unterstützen. Auch wenn jemand gleich­zeitig viel Gewicht verliert oder häufig Bauch­ schmerzen hat oder wenn beim Auf­ stossen Speisereste oder Magensäure hochkommen, ist eine medizi­nische Untersuchung angezeigt.

Soll man versuchen, das Rülpsen zu unterdrücken? Gefährlich ist das Unterdrücken nicht. Wer es jedoch tut, wird wahrscheinlich unter einem unangenehmen Druckgefühl leiden. Und möglicherweise entweicht die Luft dann genau im ungünstigsten Moment, etwa beim Sprechen. Ausserdem kann das Unterdrücken mit der Zeit zu einem geblähten Bauch führen. Die Luft nimmt dann den entgegengesetzten Weg und tritt in den Darm über, wo Blähungen entstehen. Deshalb also: Rülpser b ­ esser dezent hinauslassen, statt sie aus Angst vor lauten Geräuschen zu unterdrücken.

Mehr zum Thema Blähungen auf migros-impuls.ch/blaehungen iMpuls ist die Gesundheits­initiative der Migros.

Wieso ist das Görpsli bei Babys so wichtig? Babys schlucken beim Trinken meist ziemlich viel Luft – besonders wenn sie im Liegen trinken. Wenn man sie direkt nach dem Stillen oder Schöppeln hinlegt, fühlen sie sich oft unwohl. Deshalb sollte man sie nach dem Trinken noch etwas aufrecht halten, bis ein Aufstossen ­hörbar wird. Man kann sie dabei unter­ stützen, indem man i­ hnen sanft den ­Rücken tätschelt oder streichelt. Ratsam ist, sich dabei ein Tuch auf die Schulter zu legen. Denn häufig kommt beim ­Aufstossen auch etwas Milch oder ­unverdautes Essen hoch. Das ist in den ersten Wochen normal, weil der Magen­ schliessmuskel noch nicht ausgereift ist.


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KOLUMNE | 1.11.2021 | 43

Illustration: Rinah Lang

Bierkäse und Zimtkäse

Lisa Stutz (28) sucht die Balance zwi­schen urban und ländlich. Und pickt von ­beidem das Beste heraus.

STADT, LAND, STUTZ Es gibt Dinge, die l­ aufen in jeder Familie anders ab. Bei der ­einen rennen alle füdliblutt herum, bei der anderen sieht man sich gegenseitig nie nackt. Das war lustigerweise bei uns damals auf dem Schulhof ein grosses Thema: ob man Mami und Papi auch mal nackt sieht. So gern ich das Thema vertiefen würde, ich will auf eine andere Familienangelegenheit hinaus: Ge­ schnittener Lauch, frische Champignons, Speckwürfeli – das gehörte bei uns zum Ra­ clette. Man tat diese Zutaten ins Pfännchen über den Käse und beides ins Öfeli. N ­ atürlich gehörten auch Klassiker wie Silberzwiebeln, Essiggurken und Birnenhälften auf den ­Raclettetisch. Zum Trinken gab es Tee. Als ich das erste Mal bei der Familie mei­ nes Freundes Raclette ass, war alles falsch: Champignons aus der Dose, weit und breit kein Lauch, zum Trinken Cola. Ich h ­ atte quasi einen Kulturschock. Noch schlimmer

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war, als ich zum Fondue chinoise bei einer Kollegin eingeladen war. Es gab Fleisch aus dem Tiefkühlpack, das erst im heissen Topf auftaute. Und wo waren das Eiersösseli und das Mango-Chutney-Sösseli, die ich mir zum Fondue chinoise gewohnt war? Mit dem Älterwerden wurde mir bewusst, dass die Gewohnheiten und Traditionen, mit denen ich aufgewachsen war, nicht die einzig Richtigen sind. Andere Familien, anderes Raclette. Ich selber versuche gerade, meinen eigenen Raclettestil zu finden. Darum expe­ rimentiere ich momentan mit speziellem Käse: Trüffelkäse, Safrankäse, KürbiskernCurry-Käse. Neulich war ich in einer Käserei, da gab es gar Bierkäse. Ich liess glatt 70 Fran­ ken für Raclettekäse liegen. Blöderweise ­waren genau an jenem Abend die Schwieger­ eltern eingeladen. Spätestens beim Zimtkäse fühlten sie sich unwohl … Und wie isst man Raclette in Ihrer Familie? MM


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46 | 1.11.2021 | MIGROS-DEMOKRATIE

Es kommt Bewegung in die Alkoholfrage Als Genossenschaft gibt die Migros ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich zu Statutenänderungen zu äussern. Dass diese Migros-Demokratie keine Alibiübung ist, beweist die Frage des Alkoholverkaufsverbots, über die schon bald abgestimmt werden könnte.

Migros-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter erhalten im Unterschied zu Cumulus-Karteninhabern nicht nur das Migros-Magazin kostenlos zugesandt und werden direkt über die Aktivitäten ihrer Genossenschaft informiert. Als Miteigentümerinnen und Miteigentümer können sie sich aktiv einbringen und so die MigrosIdee mit Leben füllen. Dies kann durch die Teilnahme an den jährlichen Urabstimmungen geschehen. Und es kann auch bedeuten, sich persönlich zu engagieren, sei dies auf regionaler ­Ebene als Mitglied eines Genossenschaftsrats oder als Delegierter auf ­nationaler Ebene. Diese Gremien ­vertreten die Genossenschafterinnen und Kunden innerhalb der Migros.

Genossenschafterinnen und Genossenschafter, die Mitglieder der Genossenschaftsräte sowie die Delegierten reden mit, wenn die Migros zu wich­ tigen Themen ihre Statuten ändert. So können keine Änderungen der MGB-Statuten ohne die Zustimmung der Delegiertenversammlung (DV) ­beschlossen werden. Ausserdem kann

«Möchten Sie das Alkoholverkaufsverbot in den Migros-Filialen aufheben?»

es vorkommen, dass die DV zu beschliessen hat, ob ein Thema in den Migros-Gremien diskutiert werden soll. Dies gäbe den Genossenschafts­ räten jeder Region die M ­ öglichkeit, sich zu einer Statuten­änderung zu ­äussern und die Entscheidung schliesslich den Genossenschaftern zur Abstimmung vorzulegen. Genau dieser Fall könnte bei der kontroversen Frage eintreten, ob das Alkoholverkaufsverbot in den Migros-Filialen aufgehoben werden soll (siehe unten). Der Entscheid der Genossenschafterinnen und Genossenschafter ist für die Migros verbindlich. Das ist Migros-Demokratie, ein in der Schweizer Wirtschaft einzigartiger Prozess zur Entscheidungsfindung. MM

2020

2021

Alkohol verkaufen? Der Fahrplan

6. November 2021

Bis 3. Dezember 2021

Auf Antrag von fünf Delegierten und nach Annahme durch die MGB-Ver­ waltung entscheidet die Delegiertenversammlung über die folgende Frage: Befürworten Sie die Änderung der MGB-Statuten und der Verträge zwischen dem MGB und den zehn ­Migros-Genossenschaften, um das ­Alkoholverkaufsverbot in stationären Filialen der Migros aufzuheben und ­damit den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern die Möglichkeit zu geben, in einer Urabstimmung diese wichtige Frage zu klären?

Sollten mindestens zwei Drittel der Delegiertenversammlung zustimmen, kommen in einem nächsten Schritt die Verwaltungen und Genossenschaftsräte der zehn regionalen Migros-Genossenschaften zusammen. Die regionalen Organe müssen dann für ihre jeweilige Genossenschaft entscheiden, ob sie der Auf­ hebung des Alkoholverkaufsverbots ebenfalls zustimmen und ob sie die Frage in einer Urabstimmung den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern vorlegen.

Die Statuten der Migros verbieten derzeit den Verkauf von alkoholischen Getränken in stationären Migros-Filialen. Die Migros-Demokratie ermöglicht eine Diskussion und einen Entscheid zu diesem Thema. Der Prozess beginnt am 6. November 2021. Nach einem einzigartigen, demokratischen und komplexen Prozess, in den am Ende nicht weniger als 32 ver­schiedene Organe der Migros involviert sein könnten, wäre eine Änderung der Statuten möglich, womit der Verkauf von Wein, Bier und Spirituosen in den Regalen der Migros erlaubt wäre.

Bild: Severin Nowacki

Text: Pierre Wuthrich


MIGROS-DEMOKRATIE | 1.11.2021 | 47

Zweimal jährlich tritt die Delegiertenversammlung zusammen und entscheidet über wichtige Fragen der Migros-­ Gemeinschaft.

Lexikon Migros-Genossenschafter: Inhaber eines Anteilsscheins und somit Miteigentümer ­einer der zehn regionalen ­Migros-Genossenschaften.­ Jedes Mitglied hat das Recht, über den Jahresabschluss ­seiner Genossenschaft oder über Statutenänderungen wie die Aufhebung des Alkoholverkaufsverbots abzustimmen. Ins­gesamt hat die Migros über 2,2 Millionen Mitglieder. Genossenschaftsrat: Regionales Gremium, das für die Genehmigung des Jahresabschlusses seiner Genossenschaft zuständig ist. Der Genossenschaftsrat bildet eine wichtige Brücke zwischen den Genossenschaftern und der Verwaltung. Delegierter: Mitglied des ­Genossenschaftsrats seiner regionalen Genossenschaft und der MGB-Delegierten­ versammlung (siehe unten), gewählt für jeweils vier Jahre.

2022

2023

Bis 4. Juni 2022

Im Verlauf von 2023

In denjenigen Genossenschaften, in ­denen mindestens zwei Drittel der Mit­ glieder der jeweiligen Verwaltung sowie mindestens zwei Drittel des jeweiligen ­Genossenschaftsrats zugestimmt ­haben, kommt es zu einer Urabstimmung. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter können nun folgende Frage mit Ja oder Nein beantworten: «Möchten Sie das Alkoholverkaufs­verbot in den ­Migros-Filialen aufheben und der ­Anpassung der regionalen ­Statuten ­zustimmen?»

Nur in den Filialen von regionalen ­Genossenschaften, deren Mitglieder sich mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen für die Aufhebung des ­Verbots aussprachen, könnten nun ­alkoholische Getränke in die Regale kommen. Je nach Ergebnis sind also ­regionale Unterschiede möglich – ­vielleicht würden Filialen der Genossenschaft Luzern in Zukunft Wein ­verkaufen, während dies in den Supermärkten der Genossenschaft Ostschweiz weiterhin nicht gestattet wäre.

Delegiertenversammlung: Nationales Gremium, das sich aus Delegierten der zehn ­regionalen Genossenschaften zusammensetzt. Die Dele­ giertenversammlung ist das ­einzige Gremium, das befugt ist, die Statuten des MGB zu ändern. Verwaltung: entspricht in etwa dem Verwaltungsrat ­einer Aktiengesellschaft. ­Insbesondere legt die Ver­ waltung die Strategie und die Geschäftsziele des Unternehmens fest und überwacht deren Erreichung. Es gibt eine Verwaltung für den MGB und je eine für die zehn regionalen Genossenschaften. MGB: Der Migros-Genossenschafts-Bund ist ein G ­ e-­ nossenschaftsverband. Die ­angeschlossenen regionalen Genossenschaften, die ihnen gehörenden Unternehmen und die Stiftungen bilden die Migros-Gemeinschaft, kurz: die Migros.


48 | 1.11.2021 | KLIMAWANDEL

Zürich, 13. 7. 2021: ­Umgestürzte Bäume nach Sturm

Alpnachstad OW, 13. 7. 2021: Starkregen überschwemmt die Uferpromenade des Vierwaldstättersees.

Rhonegletscher VS, 12. 8. 2021: Planen sollen die Schmelze ­ verlangsamen.

Nördlich von Athen, 3. 8. 2021: Tausende ­müssen vor den ­Flammen flüchten.

«Es kann schon in zehn Jahren sehr unangenehm werden»

Die globalen CO2 -Emissionen steigen und steigen. ETH-Klimaforscherin Sonia Seneviratne sieht diesen Sommer als Vorboten der Zukunft. Und sagt, was in der Schweiz und am aktuellen ­Klimagipfel in Glasgow ­passieren müsste. Text: Ralf Kaminski, Monica Müller

Sonia Seneviratne, die Schweiz hatte einen kühlen Sommer, erlebte Überschwemmungen und Sturmzerstörungen. Ist das schon der Klimawandel? Die intensiven Starknieder­ schläge auf jeden Fall. Ebenso die Hitzewellen in anderen Som­ mern. Das zeigt: Der Klimawan­ del ist keine Bedrohung in der Zukunft, er ist schon hier. Und je wärmer es wird, desto wahr­ scheinlicher werden Extrem­ ereignisse. Schon jetzt b ­ eträgt die Erwärmung gegenüber der

vorindustriellen Zeit 1,1 Grad, und sie beginnt, sich auch auf unser Leben auszuwirken. Aber ist der Zusammenhang zwischen Klima und Wetter wirklich so eindeutig? Ja, es gibt einige Ereignisse, die ohne den Klimawandel kaum stattgefunden hätten – etwa die Hitzewelle an der amerika­ nischen Nordwestküste, wo es 49,5 Grad warm wurde. Klar, starke Niederschläge wie diesen Sommer hat es schon früher ab


KLIMAWANDEL | 1.11.2021 | 49

«Das Risiko steigt, dass wir Wetter erleben werden, die wir vorher nie gesehen haben.»

Stansstad NW, 10. 2. 2020: Ein Sturm zieht über den Alpnachersee.

Zürich, 15. 1. 2021: Schwerer Schnee lässt Bäume zur Gefahr werden.

und zu gegeben. Aber heute passieren sie häufiger, intensiver und überall. Diese Zunahme ist eine Folge des Klimawandels. Sommer wie dieses Jahr werden also zur Normalität? Es dürfte eher noch schlimmer werden. Die CO2-Konzentration nimmt weiter zu, und ein Teil davon bleibt Hunderte von Jahren in der Atmosphäre. Etwa 2030 werden wir gegenüber der vorindustriellen Zeit eine Erwärmung von 1,5 Grad haben.

Bilder: Keystone

Was heisst schlimmer? Das Risiko steigt, dass wir Wetter erleben werden, die wir vorher nie gesehen haben: noch längere und heissere Hitzewellen an noch mehr Orten, noch häufigere Starkregen mit noch grösseren Mengen an Wasser, noch mehr Dürren. Oder dass miteinander verknüpfte Ereignisse das Kata­ strophenpotenzial erhöhen. Zum Beispiel? Wenn der Meeresspiegel steigt und zusätzlich mehr Stürme und

Starkniederschläge passieren, erhöht sich das Risiko massiver Überschwemmungen und Schäden. Und wenn gleichzeitig mehrere wichtige Landwirtschaftszonen von Dürren oder Hochwasser betroffen sind, könnte das sogar die globale Nahrungssicherheit gefährden. Wie ernst ist die Lage auf einer Skala von 1 (kein Problem) bis 10 (höchste Alarmstufe)? Aus meiner Sicht bei 9. Es ist wichtig, uns klarzumachen, dass wir bereits nicht mehr im si­cheren Bereich sind. Ein grosser Teil der Gletscher ist nicht mehr zu retten, das Gleiche gilt für Korallenriffe. Und schon jetzt sterben Leute wegen des Klimawandels. Es ist nicht mehr 5 vor 12, es ist bereits 5 nach 12. Wenn wir starke Massnahmen ergreifen, können wir den ­Temperaturanstieg bei 1,5 oder 1,6 Grad stabilisieren. Aber dazu braucht es bei einer breiten Mehrheit der Bevölkerung die Einsicht, dass die Lage sehr ernst ist. Was müsste an der kommenden Klimakonferenz in Glasgow entschieden werden? Die CO2-Emissionen müssen bis 2030 um mindestens 50 Prozent reduziert werden. Und danach müssen wir so schnell wie möglich auf Netto-Null kommen. Besser schon bis 2040 als bis 2050.

Sihlsee SZ, 16. 4. 2020: ­Mangels Regen fehlt dem See Wasser.

Aber diese Ziele hat doch das Pariser Abkommen 2015 schon gesetzt? Indirekt schon, aber nicht ex­ plizit. Es wurde nur eine globale Temperaturlimite als Ziel gesetzt, nämlich «deutlich unterhalb von 2 °C» – mit der Idee, die Temperaturerhöhung auf 1,5 °C zu stabilisieren. Nur sehen wir bis heute global keinen Fortschritt bei den CO2-Emis­ sionen. Im Gegenteil: Sie sind ­ungebremst weiter angestiegen. In Glasgow braucht es verbind­ liche, kontrollierbare Beschlüsse, die von den Ländern mit k ­ onkreten Massnahmen umgesetzt werden. Idealerweise mit messbaren Zwischenzielen alle zwei Jahre. Dann kann man das ­Handeln nicht einfach immer weiter hinausschieben. Es gab gar keine Fortschritte seit Paris? Ein paar kleine in wenigen ­Ländern, vor allem in Europa. Da und dort nimmt der CO2Ausstoss nicht mehr ganz im gleichen Mass zu, in dem die

Wirtschaft wächst. Aber es gab vor allem Ankündigungen, tatsächlich gemacht wurde sehr wenig. Für die Schweiz wäre es übrigens gar nicht so schwierig, die CO2-Emissionen zu halbieren. Nämlich wie? Über 30 Prozent stammen vom Verkehr, insbesondere von Benzinfahrzeugen. Ein Elektroantrieb halbiert den CO2-Ausstoss gegenüber Standardautos. Der zweite grosse Brocken sind Heizungen mit fossilen Brennstoffen. Da sollte sich die Schweiz die Landsgemeinde in Glarus zum Vorbild nehmen. Sie hat ­beschlossen, solche Heizungen zu verbieten und durch Systeme mit erneuerbaren Energien zu ersetzen. Wenn wir in diesen beiden Bereichen rasch und ­konsequent handeln, ist die ­Halbierung bis 2030 zu schaffen. Was würden Sie noch tun? Wir müssen mehr Elektrizität aus erneuerbaren Energien ­erzeugen. Wir brauchen mehr Solaranlagen, vor allem auch in den Bergen, wo es im Winter ­relativ viel Sonnenstrahlung gibt. Auch Windenergie sollten wir vermehrt nutzen. Zudem müssen wir neue Technologien entwickeln, die CO2 aus der ­Atmosphäre filtern oder sinnvoll speichern, damit es gar nicht erst in die Atmosphäre ­gelangt – etwa bei Kehrichtver-


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Die Klimaforscherin

Sonia Seneviratne (47) ist Klimawissenschaftlerin und Professorin für Land-Klima-Dynamik an der ETH Zürich. Die Tochter einer Schweizer Mutter und eines Vaters aus Sri Lanka lebt in Zürich, ist verheiratet und hat zwei Kinder (7 und 11).

brennungsanlagen. Investieren sollten wir auch in die Entwick­ lung von synthetischen Treib­ stoffen. Und wir sollten weniger Fleisch essen, das wäre nicht nur gesünder, es würde auch die ­Methanemissionen reduzieren. Wie fördern wir erneuerbare Energien am besten? Der grösste Hebel sind Investi­ tionen. Wären fossile ­Energien global nicht mehr wirtschaftlich, ginge der Übergang viel schnel­ ler. Würden weder die Schweizer Nationalbank noch die Pensions­ kassen in fossile Energien in­ vestieren, könnte rasch ein ­Umdenken stattfinden. Wie problematisch ist die ­Ablehnung des CO2-Gesetzes? Wir haben dadurch kein offiziel­ les Klimaziel für 2030 im Gesetz,

nur Absichtserklärungen. Einer­ seits war das Timing der Abstim­ mung nicht optimal, weil die Landwirtschaftsinitiativen im rechtskonservativen Lager stark mobilisierten. Andererseits ­waren im abgelehnten Gesetz wohl zu viele umstrittene Ele­ mente, die die Gegner geschickt genutzt haben. Warum ändern viele ihr Verhalten nicht, obwohl sie wissen, wie schlecht die Lage ist? Es ist schwierig, Gewohnheiten zu ändern, und die meisten ­Leute sind träge. Niemand hat grosse Lust, seinen Lebensstil fundamental zu überdenken. Ist es überhaupt richtig, beim Einzelnen anzusetzen? Natürlich können Einzelne ­etwas ausrichten. Aber um wirk­

Bern, 27. 6. 2017: Heftiges ­Gewitter über der Stadt

lich etwas zu ändern, müssen wir auch bei der Industrie und den Banken ansetzen. Deshalb sind Gesetze so wichtig. Corona hat es gut illustriert: Eigenver­ antwortung bringt uns nur bis zu einem bestimmten Punkt. ­Irgendwann braucht man auch

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KLIMAWANDEL | 1.11.2021 | 51

St. Martin SG, 16. 8. 2021: ­Schwere Regenfälle haben eine Schlamm­lawine ausgelöst.

Reichenburg SZ, 25. 7. 2021: Ein Hagelunwetter hat ein ganzes Maisfeld zerstört.

verbindliche Regeln. Natürlich sind die erst mal unbeliebt, aber langfristig werden sie akzeptiert. Man denke etwa an die Einfüh­ rung der Gurtentragpflicht beim ­Autofahren oder die Rauchver­ bote in Restaurants.

Bilder: zVg, Keystone

Es braucht also Verbote, nicht nur Anreize? Ja. Im Grunde müsste es ver­ boten sein, CO2 auszustossen. Letztlich ist das nicht weniger tödlich als Rauchen oder Auto­ fahren ohne Sicherheitsgurt. Aber selbst wenn sich alle in der Schweiz einschränken, wäre die Wirkung global ein Tropfen auf den heissen Stein. Müssten nicht die grossen Staaten vorangehen? Ein Durchschnitts-Chinese ­verursacht weniger CO2 als ein Durchschnitts-Schweizer. ­Warum sollte er etwas tun, wenn der Schweizer nichts tut? Jeder wird immer Argumente finden, um zu rechtfertigen, weshalb nicht er in der Pflicht ist, son­ dern andere. Deshalb gibt es nur eins: Alle müssen etwas unter­ nehmen. Man sollte es schlicht moralisch betrachten: Was ist richtig, und was ist falsch? Und dann das Richtige tun. Das hat durchaus auch wirtschaft­liche Vorteile. Die Leute, die recht­ zeitig in neue Technologien ­einsteigen, sind ziemlich sicher die Gewinner von morgen. Wird dieser Sommer helfen, dass nun etwas passiert?

Ich hoffe es. Weniger Reisen und Konsumieren bedeutet nicht ­automatisch weniger Lebens­ qualität! Wir hätten weniger ­Extremwetter, weniger Tote, sauberere Luft, bessere Gesund­ heit – und die Prävention beim Klima wäre am Ende auch ­kostengünstiger, als nachträg­ lich die Schäden zu bezahlen. Viele haben die Hoffnung ­bereits verloren, dass sich der Klimawandel noch aufhalten lässt, und argumentieren, wir sollten uns lieber auf die Anpassung konzentrieren. Wie sehen Sie das? An die aktuellen Extremereig­ nisse können wir uns vielleicht noch ein Stück weit anpassen. Aber wenn wir nicht gleichzeitig an einer drastischen Reduktion von CO2 arbeiten, haben wir schnell noch extremere Ereignisse – zu schnell für ausreichende Anpassungen. Es führt kein Weg daran vorbei, Netto-Null-Emissionen so rasch wie möglich zu erreichen. Dennoch müssen wir uns auf eine wärmere Welt vor­ bereiten. Wie machen wir das? Wir brauchen bessere Vorwarn­ systeme für Extremereignisse und bessere Prävention. Bei der grossen Hitzewelle 2003 in Europa sind viele gestorben, bei der nächsten 2006 waren es deutlich weniger. Aber es gibt Grenzen: Wenn es regelmässig länger 50 Grad warm ist, wird es schwierig.

Sind bald auch bei uns Klima­ anlagen Standard – wie an ­vielen Orten auf der Welt? Derzeit führt das nur zu noch mehr CO2. Es gibt bessere ­Lösungen, auch in den Städten. Etwa mehr Bäume, mehr Schat­ ten, stärker bepflanzte Gebäude. Wie bereiten wir uns auf eine Schweiz vor, die zwei bis drei Grad wärmer ist? Es ist naiv zu glauben, dass das möglich ist. Nicht nur werden dann einige Tiere und Pflanzen aussterben. Die Wahrscheinlich­ keit ist auch höher, dass wir einen Kipppunkt im Klimasystem ­erreichen – also eine drastische Veränderung mit enormen ­Folgen, die sich nicht so schnell rückgängig machen lassen. Was zum Beispiel könnte denn kippen? Nehmen wir den Regenwald im Amazonasgebiet. Dieser ­bindet heute enorm viel CO2. Doch d ­ ieses Ökosystem ist in ernster Gefahr wegen Abhol­ zung, ­Bränden und Trockenheit. Wenn das kippt, hätten wir plötz­ lich viel mehr CO2 in der Atmos­ phäre, was zu weiteren Temperatur­anstiegen führen würde – und zu weiteren Kipppunkten. Etwa eine Veränderung der ­thermischen Zirkulation der Ozeane oder dem Abschmelzen der Antarktis. Das sind Szena­ rien, die relativ unwahrschein­ lich sind, aber die Risiken sind da, und sie s­ teigen mit zuneh­ mender glo­baler Erwärmung.

Von welchem Zeithorizont sprechen wir? Leute um die 50 denken sich vielleicht, dass sie das nicht mehr erleben. Das kann man nicht mit Sicher­ heit sagen. Es kann schon in zehn Jahren sehr unangenehm werden. Wenn wir das Klima­ system aus dem Gleichgewicht bringen, passieren einige Än­ derungen vielleicht deutlich schneller, als unsere Modell­ rechnungen das vermuten lassen. Sie haben zwei Kinder. Wie sehr sorgen Sie sich um deren Zukunft? Ich mache mir schon Sorgen. Aber sie selbst äussern bisher noch keine konkreten Ängste. Trotzdem sprechen wir darüber, und es ist auch in der Schule oft ein Thema. Wie schwer fällt es Ihnen, die Dinge zu tun, zu denen Sie raten? Ich versuche wirklich, meine Emissionen einzudämmen. Wir haben kein Auto mehr, und ich bin seit der Pandemie nicht

«Die Leute, die rechtzeitig in neue Technologien einsteigen, sind die Gewinner von morgen.» mehr geflogen. Ich plane auch nicht, das bald wieder zu tun. Wenn immer möglich fahre ich Zug. Am meisten kann ich aber vermutlich bewirken, indem ich über dieses Thema spreche und versuche, damit möglichst viele Menschen zu erreichen. Gibt es etwas, dass Sie trotz ­allem hoffnungsvoll stimmt? Ich bin gespalten. Einerseits wird die Klimakrise stärker wahrgenommen, was erfreulich ist. Andererseits sehe ich noch keinen Fortschritt beim Handeln, was mich eher pessi­mistisch stimmt. MM


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Hart im Nehmen

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6. Bogenhanf

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Verzeiht alle möglichen Fehler. Mag es zwar lieber trocken als nass, kann sich aber sogar von einer Überschwemmung erholen: Wenns mal passiert ist, einfach lange nicht mehr giessen. Praktisch, wenn man verreist. Einfach vorher auf Vorrat reichlich wässern. Oder man giesst, wenn man zurück ist – egal. Gedeiht übrigens auch in dunklen Ecken.

7. Pilea peperomioides

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5. Monstera deliciosa Raumgreifendes Gewächs. Egal ob zu nass oder zu trocken, diese Pflanze wächst einfach immer weiter. Wenn man sie kurz hält, sind die Blätter herzförmig und eher klein. Macht man aber alles richtig, schenkt die Pflanze einem monströse Blätter mit vielen Fenestrierungen (Löcher und Schlitze). Noch Fragen, woher der Name kommt?

Auch Ufopflanze oder Geldbaum genannt. Seit ein paar Jahren angesagte Modepflanze und perfekt für Einsteiger. Wenn sie vernachlässigt wird, lässt sie manchmal beleidigt die Blätter fallen. Sie erholt sich aber schnell wieder, wenn man sie hätschelt. Braucht nicht viel Substrat und gedeiht deshalb auch in ­ ungewöhnlichen Gefässen wie Muscheln, Schnecken oder Kokosnusshalbschalen.

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PFLANZEN | 1.11.2021 | 57

9. Oxalis triangularis

Gut zu wissen

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Mit ihren violetten dreieckigen Blättern tolle Ergänzung zum üblichen Grünzeug. An sich praktisch unverwüstlich, hat nur eine Bedingung: nie ins Wasser stellen! Hingegen geht sie über längere Durststrecken grosszügig hinweg. Danach einfach die trockenen Blätter entfernen, giessen, als ob nichts gewesen wäre, und die Oxalis wächst wieder. Das reinste Stehaufpflänzchen.

Tipps von Plantfluencerin Sue Cleo Amazonia (Instagram)

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8. Zamioculcas

10. Grünlilie

Optisch einiges exotischer als der Bogenhanf (siehe Punkt 6), ansonsten ­­ genauso anspruchslos und schattentolerant.

Ist genauso bescheiden, wie sie aussieht. Kann mit Trockenheit wie auch mit Nässe umgehen und passt sich sogar den Lichtverhältnissen an. Man hört von Exemplaren, die ziemlich dunkel stehen und trotzdem «Babys» machen (so nennen Pflanzenliebhaber die Ableger, die an der Mutterpflanze wachsen).

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Der grosse Dienst der Kühe Milchkühe gehören in die Schweizer Landschaft. Nicht nur, weil sie auf Weiden ein schönes Bild abgeben. Sondern auch, weil sie in einem komplexen Ökosystem eine wichtige Rolle spielen.

Wertvolle Landschaftspflege Wiesen und Weiden sind Horte der Biodiversität. Viele Insekten, aber auch Säugetiere und Kleinlebewesen finden hier Nahrung und Lebensraum – auch unter der Erde. Gleichzeitig sind Grasflächen ein wichtiger Schutz gegen Bodenerosion, da sie gut durchwurzelt sind und Regenwasser versickern lassen. Milchkühe helfen dabei, dass dies so bleibt. Indem sie auf Grasflächen weiden, formen sie die Oberfläche vielfältig um und helfen beim Humusaufbau. Das ist kein unbedeutender Beitrag: Zusammen mit dem Sömmerungsgebiet in den Alpen und im Jura macht das Grasland 81 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in der Schweiz aus.

Grasland nutzbar gemacht Menschen essen kein Gras, Kühe schon. Das ist wiederum auch für uns Menschen gut, denn Milchkühe können aus dem für uns unverdaulichen Gras viele Nährstoffe holen. Das zeigt die sogenannte Proteineffizienz, ein Wert, der angibt, wie effizient das Futter in qualitativ hochwertiges Nahrungsprotein umgewandelt wird. Bei Kuhmilch beträgt dieser Wert rund 25 Prozent. Das heisst, ein Viertel des umgewandelten Futterproteins von der Kuh wird in Milchproteine umgesetzt, was ein im Vergleich zu anderen Nutztieren beachtlicher Wert ist. So entsteht aus dem Grasland in der Schweiz, das sich aufgrund seiner Topografie häufig für keine andere Nutzung anbietet, ein für Menschen wertvolles Nahrungsmittel.

Für mehr Humus! Böden sind erstaunliche Ökosysteme. In ihnen leben viel mehr Arten, als der Blick mit dem blossen Auge vermuten lässt. Besonders artenreich und wertvoll sind Böden mit einem hohen Anteil an Humus. So wird abgestorbenes Material bezeichnet wie zum Beispiel Wurzeln, Blätter, tote Insekten – oder ein Kuhfladen. Humus ist nicht nur ein wichtiger Nährstofflieferant für Pflanzen, er ist auch ein Speicher von Kohlenstoff – den «C» im CO2. Denn ein Teil des Kohlenstoffs, das die Pflanzen aus der Atmosphäre entnommen haben, wird im Humus gebunden (Stichwort CO2-Bindepotenzial). Der Boden wird damit zu einer sogenannten CO2-Senke. Eine humusaufbauende Landwirtschaft, wie sie in der Schweiz von vielen Landwirten mit ihren Kühen betrieben wird, sorgt dafür, dass dieser Effekt erhalten bleibt.

Emissionen gehören dazu CO2-Emissionen entstehen an verschiedenen Stellen. Auch Lebewesen stossen beim Stoffwechsel Kohlendioxid aus, etwa bei der Atmung oder der Verdauung. Das gilt für uns Menschen ebenso wie für Kühe, mit dem Unterschied, dass diese beim Wiederkäuen sehr klimawirksames Methan ausstossen. Milchkühe sind in der Schweiz für 3,8 Prozent der Brutto-Emissionen verantwortlich. Ein winziger Anteil verglichen mit den Emissionen, die Industrie, Verkehr oder Wohnen verursachen. Zudem muss man bedenken, dass die Emissionen der Milchkühe nicht aus fossilen Quellen stammen, sondern aus biologischen: Heu und Gras. Pflanzen also, die der Atmosphäre CO2 entnommen haben, das anschliessend durch die Kühe als Methan freigesetzt wird. Die Emissionen der Milchkuh sind also Teil eines ökologischen Kreislaufs. Weiter Informationen auf swissmilk.ch/nachhaltigkeit


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60 | 1.11.2021 | KOLUMNE

Keine Powerfrau DER ANDERE BLICK Laut ­Duden steht das Wort Powerfrau für eine tüchtige Frau voller Kraft und Stärke. Auf die Diagnosen meines Sohnes reagierte ich genauso. Mit einer positiven Einstellung und mit viel Engagement stellte ich mich all dem, was mit seiner Be­ hinderung auf uns zukam. Mit ­meinen damals 25 Jahren verfügte ich über viel Energie und den festen Glauben, dass ich fast alles schaffen kann. Selbst hätte ich mich damals wohl als Powerfrau bezeichnet.

Als eine Ärztin nach einer Unter­ suchung meines Sohnes mir den ­Flyer eines Entlastungsdienstes ­überreichte, schaute ich sie ratlos an. «Ihr Kind braucht viel, es ist ­wichtig, dass Sie Ihre Kräfte gut ein­ teilen und Entlastung annehmen», erklärte sie mir mit einem besorgten Blick. Andere haben vier Kinder, ich eins mit einer Behinderung, kommt schon gut, dachte ich, als ich mich verabschiedete. «Ich brauche doch keine Ent­lastung, mein Sohn ist ein Geschenk, meine grösste Freude.»

Die ersten vier Jahre vergingen, ich schaffte unglaublich viel, gleichzeitig stiess ich immer wieder an meine Grenzen. Es schien mir, als ob meine innere Powerbatterie sich immer mehr leerte und mir die Möglich­ keiten fehlten, sie wieder aufzuladen. Als mein Vater schwer e­ rkrankte und starb, kam ich an einen Punkt, an dem ich keinen Zugriff mehr auf meine inneren Reserven hatte. Ich fühlte mich einfach nur erschöpft und s­ pürte, dass wir es als Familie nicht mehr allein schaffen.

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KOLUMNE | 1.11.2021 | 61

Meine innere Powerfrauhaltung war zu meiner persönlichen ­Falle geworden, wenn es darum ging, Grenzen zu erkennen und Hilfe anzunehmen. Der Druck, alles zu schaffen, der in diesem Begriff mitschwingt, machte es mir nun schwer, meine vermeintliche Schwäche einzu­­ge­stehen. Ein Prozess des Um­ denkens stellte sich ein, und ich getraute mich, in meinem Umfeld über meine Erschöpfung zu sprechen und um Hilfe zu bitten. Sara Satir (42) wünschte sich früh eine Familie. Ihr erster Sohn Cem (17) kam mit einer Behinderung zur Welt – alles wurde ­anders als im Traum.

«Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen oder ein Kind stark zu machen», besagt ein afrikanisches Sprichwort. Doch damit dieses Dorf entstehen kann, brauchte es eine mir damals noch unbekannte Kraft. Die Kraft, Grenzen zu erkennen, Hilfe anzunehmen und anderen

die Behinderung des Kindes zuzumuten. Als ich mich getraute, dies einzugestehen, erhielt ich Unter­stützung von Seiten, an die ich zuvor nie gedacht hätte. Das Dorf, das daraus entstand, ist heute riesig, die Bewohner wechseln immer mal wieder so, wie sich auch die Bedürfnisse meines Sohnes verändern. Doch alle Menschen, die meinen Sohn und uns unterstützend auf unserem Lebensweg begleitet haben, sind für mich Teil dieser Gemeinschaft. Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Eine Powerfrau möchte ich heute nicht mehr sein, vielmehr möchte ich Mut machen, mehr über die Kraft zu sprechen, die in einem wächst, wenn wir uns getrauen, um Hilfe zu bitten, und anderen Menschen zutrauen, mitzutragen. MM

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Bild: Getty Images

Keine Chance für Kalk Starker Schutz für Ihre Wasch­maschine

Kalkablagerungen und Schmutz können eine Waschmaschine langfristig ruinieren. Doch schon bevor es zu den ersten Defekten kommt, sorgen lästige Ab­lage­ rungen oft für schlechte Gerüche, die sich in der Maschine fest­ setzen. Ausserdem ist der Wasch­ vorgang dann weniger ­effizient und nicht mehr vollkommen ­hygienisch. Calgon-­Produkte ­beugen solchen Problemen zu­ verlässig vor. Sie sind als Gel in der Flasche, als praktische Tabs oder auch als Pulver erhältlich.

Das sind die Vorteile von Calgon Hygiene+ Das Gel aus der Flasche hat eine dreifache Wirkung: Es beseitigt in der Waschmaschine Schmutz

und Seifenreste und schützt wich­ tige Bestandteile der Maschine, beispielsweise die Heizstäbe, Schläuche oder die Trommel vor schädlichen Kalkablagerungen. Und es verhindert, dass in der ­Maschine unangenehme Gerüche entstehen. Calgon Hygiene+ Gel ist der einzige Wasserenthärter, der 99,9 Prozent der Bakterien in der Maschine entfernt und so für perfekte Waschbedingungen sorgt*. Das gilt auch für Wasch­ gänge mit t­ iefen Temperaturen.

So wirken die Calgon ­Hygiene+ Tabs

Auch die Tabs schützen vor Schmutz und bringen die Wasch­ trommel zum Glänzen. Sie garan­ tieren eine Sauberkeit, die man ­sehen und riechen kann. Dank ­ihrer Hygieneformel beseitigen

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sie zuverlässig unangenehme ­Gerüche. Besonders in Regionen mit so­genanntem harten Wasser sind die Tabs empfehlenswert: Sie ­bekämpfen nicht nur wirksam Kalkablagerungen, sondern ­sorgen auch für eine Wäsche, die sich weicher anfühlt.

Tipp für den Alltag in der Waschküche

m Ihre Waschmaschine be­ U sonders effizient zu schützen, verwenden Sie am besten bei j­ eder Wäsche Calgon-Produkte. Zur Desinfektion führen Sie zusätzlich einmal im Monat einen Leer­ waschgang mit Calgon Hygiene+ Gel durch. So entfalten die antibakteriellen Aktivstoffe ihre volle Wirkung und sorgen für eine ­ hygienisch saubere Waschmaschine.

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* Biozidprodukte vorsichtig ver­ wenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.


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PA I D C O N T E N T

Vorher

«Meine Kinder fragten mich: Mama, was sind das für Punkte in deinem Gesicht?»

Nachher: nach acht Wochen Anwendung (im Oktober 2020)

Nina (46), Bloggerin und Familienmensch

Sich wohl in seiner Haut fühlen, strahlend und schön Neu mit NIVEA LUMINOUS630®: eine Lösung zur Reduktion von ­Pigmentflecken, im Einklang mit dem natürlichen Prozess der Haut Entspannt und munter für das Ferienfoto in die Kamera zu ­ ­blicken oder sich zufrieden im Spiegel zu betrachten, wünschen sich viele. Ein frischer und eben­ mässiger Teint steht für Gesund­ heit und Wohlbefinden. So ist es der Wunsch von vielen Frauen, dass dieses Strahlen der Haut ­jeden Tag spürbar und erlebbar gemacht werden kann. Durch eine ungeschützte ­Sonnenexposition, durch hormo­ nelle Schwankungen und zuneh­ mendes Alter können im Gesicht, am ­Dekolleté und an den Händen Pigmentver­schiebungen ent­ stehen, die auch als Altersflecken bekannt sind. Sie sind das Er­ gebnis einer unausgeglichenen Melaninproduktion und können als besonders störend empfunden werden. Oft werden sie deshalb mit dekorativer Kosmetik über­ schminkt. Die betroffenen Frauen wünschen sich jedoch eine natür­ liche und schonende Anwendung, um zu einem ausbalancierten Hautbild zurückzukehren und die Pigmentflecken verblassen zu lassen. Die Hautexperten von

­ IVEA haben sich deshalb auf die N Suche nach einem Wirkstoff ge­ macht, der auf möglichst natürli­ che Weise einen ausgleichenden Einfluss auf Pigmentflecken hat.

Die Geburtsstunde von LUMINOUS630®

Es ist das Ergebnis einer zehn­ jährigen intensiven Forschung: Das entdeckte Molekül mit der Nummer 630 gab dem mittler­ weile patentierten Wirkstoff den Namen. Es war der Durchbruch und eine Revolution in der Anti-Pigmentflecken-Forschung. Über 50 000 Moleküle wurden ge­ testet, um den Wirkstoff LUMINOUS630® zur effizienten und natürlichen Regulierung der hauteigenen Melaninproduktion zu finden: die Geburtsstunde für LUMINOUS630®. Die Pflegeserie von NIVEA wirkt vorhandenen Pigmentflecken entgegen und hilft der Haut, der Entstehung neuer ­Pigmentflecken vorzubeugen. Bei regelmässiger Anwendung wirkt der Teint ebenmässiger und ­strahlender. Dies bestätigen auch

unsere Kundinnen, die unsere Produkte in ihr tägliches Pflege­ ritual aufgenommen haben. Das NIVEA CELLULAR ­LUMINOUS630® Anti-Pigmentflecken Intensiv-Serum reduziert von der Sonne hervorgerufene Pigmentflecken, die bei Schwan­ gerschaft oder in den Wechseljah­ ren entstanden sind, sowie Alters­ flecken. Bei täglicher Verwendung sind ­Ergebnisse bereits nach vier ­Wochen sichtbar. Nach acht Wo­ chen reglmässiger Anwendung wird die Intensität der Pigment­ flecken um bis zu 50 % gemildert. Das mattierende NIVEA CEL­ LULAR LUMINOUS630® AntiPigmentflecken Tagespflege F ­ luid LSF 50 ist die ideale Ergänzung zum Intensiv-Serum, angereichert mit Hyaluronsäure und Vitamin E. Es enthält auch schützende UVA-/ UVB-Filter mit LSF 50 und beugt so der Neuentstehung von ­Pigmentflecken vor. Integriert in der täglichen Pflegeroutine ein unschlagbares Duo für ein natür­ lich strahlendes Aussehen.

Das NIVEA ­CELLULAR ­LUMINOUS630® Anti-­Pigmentflecken Intensiv-Serum redu­ ziert von der Sonne hervorgerufene Pigmentflecken, die in der Schwanger­ schaft oder den Wechseljahren ­entstanden sind, sowie ­Altersflecken. Auch beugt es der Neuentstehung vor.


Die Brisolée ist da.

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Genossenschaft Migros Wallis


1.11.2021 | 67

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s ro is ig ll M

10 Prozent Famigros-Rabatt

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In der Wintersaison 2021/22 erhalten bei SportXX alle Famigros-Mitglieder 10 Prozent Rabatt auf die Saisonmiete für Ski und Snowboards.

Christine Schnidrig und das Team des SportXX im Simplon Center Brig-Glis beraten alle Ski- und Snowboardfans gerne.

Bis Ski und Schuh passt Es ist nicht immer einfach, das richtige Material für die Piste zu finden. Im SportXX des Simplon Centers Brig-Glis berät fachkundiges Personal. Christine Schnidrig sagt, worauf es bei der Leihe ankommt. Text: Fabien Lafarge Bild: Loris Perruchoud

Christine Schnidrig, welche Ausrüstung kann man bei Ihnen für den Winter ausleihen? Bei uns wird Flexibilität gross­ geschrieben: Man kann Ski, ­Stöcke und Schuhe respektive Snowboard und Boots zu einem pauschalen Paketpreis ausleihen. Natürlich steht das Material aber auch einzeln zur Verfügung. Und die Ausrüstung ist nach Wunsch für eine ganze Saison, nur eine Woche oder einen Tag zu mieten: Alles ist möglich. Für welches Niveau eignet sich denn welches Angebot?

Wir bieten verschiedene Preis­ kategorien an. Die «Best Price»Kategorie umfasst Allround-­ modelle, die bereits seit zwei oder drei Saisons im Einsatz sind. Sie eignen sich für Ski- und Snowboardfahrer aller Niveaus und für alle Pisten. Unsere ­«Comfort»-Modelle sind neuer, und in der «Performance»-Kate­ gorie finden erfahrene Ski- und Snowboardfans ihr Glück. Und welche Beratung erhalten die Kundinnen und Kunden? Zuerst einmal gilt es ja, ein ­passendes Modell auszusuchen.

Dafür messen wir zuerst die ­Körper- und Schuhgrösse. Die Schuhe fallen zum Beispiel nicht bei allen Marken gleich breit aus. Um das richtige Modell zu finden, muss man das wissen. Während des Kundengesprächs können wir dann herausfinden, wie oft und intensiv Ski gefahren wird, um den richtigen Schuh auszuwählen. Wichtig ist dabei doch auch, wie man vermeiden kann, dass die Füsse schmerzen? Dafür müssen die Schuhe der Morphologie des Fusses ent­

sprechen. Neben der richtigen Wahl der Schuhmarke, ab­ gestimmt auf die für die Fahrerin oder den Fahrer relevanten ­Eigenschaften, kann man zu­ sätzlich noch auf eine spezielle Einlage für mehr Komfort ­zurückgreifen. Mein Tipp dazu: Die Schuhe besser am Abend als an einem Morgen anprobie­ ren, weil die Füsse dann etwas ­angeschwollen sind. So stellt man sicher, dass man wirklich genug Platz im Schuh hat. Und natürlich kann man das Material auch jederzeit umtauschen, wenn es Probleme gibt. MM


Herbst ist angerichtet.

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Rollschinkli M-Classic geräuchert Schweiz, per kg

Kabiswurst Tradition Schweiz, per 100 g

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Mini Schüfeli gekocht Quick, IP Suisse Schweiz, per 100 g

Geräucherter Speck zum Kochen IP Suisse Schweiz, 1/3, per 100 g

Genossenschaft Migros Wallis


1.11.2021 | 69

s ro is ig ll M

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Die auberginefarbenen Boxen von Recircle sind ab sofort in den MigrosRestaurants erhältlich.

Für Essgenuss ohne Wegwerfgeschirr Die Migros-Restaurants bieten eine neue ökologische Lösung für den Take-away an: Auberginefarbene Boxen von Recircle ersetzen die grünen Generation-M-Behälter. Text: Fabien Lafarge

Bild: Franziska Rothenbühler / Recircle

Recircle Ziel des fünfjährigen Berner Start-ups ist es, möglichst ­allen die unterschiedlichen Take-away-Angebote ohne das bisher anfallende ­Wegwerfgeschirr zugänglich zu machen. Die Recycling­ behälter bestehen zu 70 Prozent aus Plastik und zu 30 Prozent aus Fiberglas. Sie sind einfach zu reinigen und deshalb lange verwendbar. Zudem enthalten sie ­keine tierischen Fette und keinerlei schäd­liche Stoffe – und sind nach Rückgabe und ­Zerkleinerung in Granulat wiederverwertbar.

Schön sehen sie aus, die Behälter des Schweizer Mehrwegsystems Recircle für weniger Ressourcen­ verschwendung. Seit dem 1. Sep­ tember gibt es die aubergine­ farbenen Boxen des Start-ups aus Bern in allen 232 MigrosRestaurants der Schweiz. Wie beim grünen Vorgänger der «Generation M» verfolgt die ­Migros das Ziel, vom umwelt­ schädlichen Einweggeschirr wegzukommen. Aber es ändert sich mehr als nur die Farbe, denn die neue Partnerschaft ermöglicht es, Teil einer grösseren Kreislauf­ wirtschaft zu werden. Während das grüne Geschirr nämlich aus­ schliesslich Migros-Restaurants

vorbehalten war, kann man die neuen Recircle-Behälter in den 1750 Partner-Take-aways ­zurückgegeben oder sein Geld zurückerhalten. Einfacher gehts nicht

Die neuen Boxen sind in allen Migros-Restaurants verfügbar, und das Personal hilft gerne, wenn man sie nicht sofort ­findet. Bei der ersten Nutzung erhält man gegen eine Kaution von 10 Franken zusätzlich zum ­Behälter auch auberginefarbe­ nes Geschirr. Im Take-Away ­seiner Wahl kann man dann alles wieder gegen ein neues Set eintauschen oder kriegt sein ­Depotgeld zurück. MM

BROT DER WOCHE

Mit Weizen und Roggen Diese Woche bietet die Migros Wallis das Alpenbrot an. Dieses Weizenbrot mit beigemischtem Roggen trägt das Label «Terra Suisse» und wird für Fr. 2.45 angeboten.


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❚ Halbpension Nachtessen am 1. Tag + 2. Tag und Gala-Nachtessen am 3. Tag

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❚ Schlittenfahrt in Seefeld (Kutschenfahrt wenn kein Schnee)

Ihr Reiseprogramm in Kürze: 1.Tag: Anreise / Weihnachtsmarkt Konstanz Einstieg an verschiedenen Ladeorten im Oberwallis. Während der Fahrt im Car servieren wir Ihnen unser bekanntes GBS Frühstück. Gegen Mittag erreichen wir Konstanz, Besuch des Weihnachtsmarkts am See. Um 16:00 Uhr Weiterfahrt nach Landeck in unser Hotel Schrofenstein. 2. Tag: Seefeld Schlittenfahrt & Weihnachtsmarkt Heute fahren wir nach Seefeld. Geniessen Sie bei einer Schlittenfahrt die Landschaft im verschneiten Seefeld. Anschliessend Besuch des romantischen Weihnachtsmarkts in der Seefelder Fussgängerzone.

3. Tag: Swarovski Kristallwelten Wattens und Weihnachtsmarkt Innsbruck Fahrt nach Wattens in die Swarovski Kristallwelten. Am Nachmittag besuchen wir den berühmten Innsbrucker Weihnachtsmarkt. Gegen Abend Rückfahrt ins Hotel, wo uns ein Gala Dinner erwartet. 4. Tag: Heimreise / Weihnachtsmarkt St. Gallen Nach dem ausgiebigen Frühstück nehmen wir Abschied vom Hotel und treten die Rückreise an, mit Halt in St. Gallen zum Weihnachtsmarkt. Am Nachmittag Heimfahrt ins 13 Sterneland.

❚ Besuch der Swarovski Kristallwelten in Wattens ❚ EU-Strassensteuer

Preise Standard Doppelzimmer p. Pers. CHF 598.EZ Zuschlag 1x 45.- CHF pauschal (auf Anfrage) Comfort Doppelzimmer p. Pers. CHF 648.EZ Zuschlag 1x 75.- CHF pauschal (auf Anfrage)

Zimmerbeispiel im Hotel Schrofenstein in Landeck Programm Änderungen unter Vorbehalt

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10.–

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Erwachsene Comfort

15.–

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Erwachsene

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20.–

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RÄTSEL | 1.11.2021 | 73

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

Was

koche ich heute? migusto.ch

So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.11.2021, 24 Uhr Gewinner Nr. 42 Hauptpreis: Janine Christen, Rombach AG; Gertrud Aebischer-Leu, Niederlenz AG Zusatzpreis: Brigitte Knöpfel, Bonstetten ZH; Michelle Knupfer, Romanshorn TG Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.11.2021, 24 Uhr


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Ja, ich bin einverstanden, dass mir die Ringier AG sowie Gesellschaften der Ringier Gruppe und Ringier Axel Springer Schweiz AG Informationen zu Angeboten und anderen Wettbewerben per E-Mail und SMS zustellen dürfen. Ihre Personendaten können durch die Ringier AG für Telefonmarketing und postalische Werbung verwendet werden. Die Ringier AG ist befugt, die Personendaten zu diesen Zwecken an die Gesellschaften der Ringier Gruppe weiterzugeben. Der Teilnehmer kann Ringier jederzeit mitteilen, wenn er die Bearbeitung und Weitergabe zu diesen Zwecken nicht möchte: blick.ch/datenschutz

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RÄTSEL | 1.11.2021 | 75

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wenn man eine gute Chance nutzen will, muss man alle … ziehen. Z Register

H Karten

G Orgeln

Was ist ein Anagramm? E Vorname

W Wortspiel

A Gewichtseinheit

In Zweilütschinen treffen sich die Flüsse Weisse und … Lütschine. S Graue

I Schwarze

N Helle

R América

E Rind

Wo fand 1925 eine der grössten Falschgeldaffären statt? N Dänemark 1

2

L Portugal 3

4

S Libanon

5

6

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

5 5 3

2 2

3 3

4 4

5 5

Bimaru Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Bimaru Lösung Nr. 43

Sudoku Lösung Nr. 43

Was

koche ich heute? migusto.ch

E

2

4 1

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.11.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 43

N

Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.11.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

T Drop City

A Schwein

Krokodil

1 3

So nehmen Sie teil:

Welches Tier hat ein Flotzmaul? I

1 1

E sardonisches Lachen

Wie heisst der erste Roman von T. C. Boyle? B Water Music

4 2

Lösung: Lösung:

Wie nennt man ein unheimliches, finsteres Gelächter? U römisches Lachen O Zürcher Lachen

ALLERLE I ABSENZEN ANF L EHEN BEKENNER BORUSS I A BR I KE TTS BOTSUANA E I NBLAT T D E Z I MA L E I NSEL G EW E I SKANAL N I N LEA H E EL M L NG RU K I ELER I N SENFGLAS OOTEN REB T E ENAGER TOL ERANT URKANTON Z I MT O E L E

P R E M S T E I E M E E R S Paroli

A N L A E Lösung Nr. 43 S S E ALARM

S P O R T F A N

S I Z C I A N O A L R I E D E L E R I T A O Quiz T Lösung Nr. 43 T A BESTECK

Sudoku Gewinner Nr. 42

Paroli Gewinner Nr. 42

Quiz Gewinner Nr. 42

Anita Hauser, Thal SG; Stéphanie Bruneau, Pully VD

Franz Krattiger, Liestal; Elisabeth Müller, Eglisau ZH

Erwin Kabis-Bucher, Allschwil BL; Hanni Streuli-Kuhn, Luzern


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78 | 1.11.2021 | MEINE WELT

«Ich bastle seit meiner Kindheit» Musikerin und Schauspielerin Irene Brügger alias ­Frölein Da Capo lässt in «Freddie – die Mundartshow» die Musik von Queen wieder ­aufleben. Next Stops: Arbon und W ­ interthur. Text: Manuela Enggist Bilder: Jorma Müller

1 Mein Hobby «Seit meiner Kindheit ­liebe ich es zu basteln. Ich habe für ­unsere Mundartshow unter anderem ein Pop-up-Buch entworfen, das live auf der Bühne zu sehen ist. Dasselbe habe ich auch schon für unser BeatlesProgramm gemacht.» 2 Meine Herausforderung «Ich habe überhaupt keinen grünen Daumen und bin stolz, dass dieser kleine Apriko­ senbaum noch lebt. Das Gärtnern reizt mich trotzdem. Vielleicht auch, weil ­meine Mutter sehr gut mit Pflanzen ­umgehen kann.» 3 Meine Schwäche «Ich bin phasen­ weise eine sehr regelmässige Joggerin, lasse aber meine Sportschuhe auch ­wieder für Monate hängen. Mittlerweile habe ich deswegen noch nicht einmal mehr ein schlechtes Gewissen.» 4 Mein Ehemann «René und ich haben am vergangenen 8. August unseren 12. Hochzeitstag gefeiert und mit ­unseren Töffli einen Ausflug in ein ­nahegelegenes Restaurant gemacht.»

5 Mein Ausgleich «Bei uns sind am ­Mittag sowohl meine beiden Kinder a­ ls auch mein Mann, der unseren Bauern­ hof führt, zu Hause. Also gibt es bei uns immer einen Familienmittagstisch. Da es oft schnell gehen muss, würde ich sagen, dass ich vor allem eine effiziente Köchin bin.» 6 Meine Lektüre «Ich komme derzeit nur bei Zugfahrten zum Lesen. Aktuell ist es das Buch ‹Der Suboptimist› von Christoph Simon. Wenn ich es am Abend im Bett probiere, schlafe ich immer gleich ein. Was aber definitiv nicht an der Lektüre liegt.» 7 Mein Zeitvertreib «Da mein 2021 ­virusbedingt eher ruhig war, habe ich – als grosser Rätselfan – einen Abreiss­ kalender in Form von Kreuzworträtseln entworfen. Darin gibts jeden Tag ein ­alternativ gelöstes Rätsel.»


MEINE WELT | 1.11.2021 | 79

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Name Irene Brügger (41) alias Frölein Da Capo Wohnort Willisau LU Das läuft bei mir «Ich habe lange gebibbert und bin nun sehr froh, dass wir trotz dieser Pandemie mit ‹Freddie – Die Mundartshow› auf den Bühnen der Schweiz stehen können. Gemeinsam mit Adrian Stern, Roman Riklin und Daniel Schaub lasse ich die Songs von Freddie Mercury und Queen in Schweizerdeutsch wieder aufleben. Für mich als Soloartistin ist es enorm bereichernd, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten. Ich konnte auch viel von ihnen lernen. So spiele ich im Stück auch mal E-Bass oder Schlagzeug und bin froh um ihre Tipps. Ich habe zwar ein gewisses Grundtalent, was ­In­strumente anbelangt, aber am Euphonium fühle ich mich auch heute noch sicherer als an den Drumsticks.»

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Mein Lieblingsprodukt «Meine Tochter Lena und ich lieben Farmer Croc mit K ­ ernen und Nüssen. Deswegen haben wir das Müesli zu Hause immer auf Vorrat.»


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