Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
MM42, 12.10.2015 | www.migrosmagazin.ch
Extra MM42
Gesundheit
Prämien sparen Wann Sie die Krankenkasse wechseln sollten Seite 5
Bild: René Ruis
Zähne gut, alles gut
Verdauung beginnt im Mund: Zahnmediziner Adrian Lussi erklärt, was die Zähne leisten und wie wir sie gesund halten.
Extra Gesundheit Verdauung optimieren, Augen operieren. 28 Seiten Tipps und Wissenswertes
So machen Sie Ihren Garten winterfest Seite 82
Neue Serie: Kinderarmut Seite 26
Bild: Lea Meienberg
Schachtalent
Die elfjährige Gohar schlägt im Schach so manche ältere Dame. Seite 18
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
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MM42, 12.10.2015 | 5
D
10
Editorial
Verwirrung pur
Die Zeitungsbranche hat einen neuen Hoffnungs träger: Total Audience. Unter diesem Begriff versteht man die Zahl der Leserinnen und Leser einer Zeitung sowie der User der dazugehörigen Online-Site. Und da bei den gedruckten Zeitungen die Zahlen seit Jahren am Sinken sind, kann man dies kombiniert etwas beschönigen (hatte ich vertuschen im Kopf?). Nur: Jetzt werden zum Teil verschiedenste Zahlen zusammengeführt. Jeder weist aus, was ihm dient. Da werden die Leserzahlen von Wochentiteln mit Monatsreichweiten kombiniert oder die Leser einer Sonntagszeitung mit den Usern des Portals der dazugehörenden Tageszeitung. Das Resultat: Verwirrung, Unsicherheit – und die Öffentlichkeit nimmt die Zahlen gar nicht mehr ernst. Das MigrosMagazin setzt auf Kontinuität: Wir publizieren die offiziellen Leserzahlen, welche die Kontrollstelle Wemf jedes Jahr erhebt. Sie zeigen, welche Zeitungen und Zeitschriften Leser gewonnen und welche verloren haben. Punkt. Und sollte das ein Thema sein: Auch das MigrosMagazin könnte noch eine Usergemeinde von mehr als 100 000 Personen zusätzlich ausweisen.
Leser 2014/2
Leser 2015/2
Veränd. absolut
Veränd. in %
Migros-Magazin
2 373 000
2 375 000
+ 2000
+0.1
Coop-Zeitung
2 700 000
2 613 000
- 87 000
-3.2
20 Minuten
1 540 000
1 468 000
- 72 000
-4.7
Beobachter
841 000
851 000
+ 10 000
+ 1.2
Sonntags-Blick
760 000
686 000
- 74 000
-9.7
Blick am Abend
736 000
669 000
- 67 000
-9.1
Schweizer Illustrierte
712 000
713 000
+ 1000
+0.1
Blick
667 000
642 000
- 25 000
-3.7
Tagesanzeiger
473 000
457 000
- 16 000
-3.4
NZZ
255 000
269 000
+ 14 000
+5.5
Bild: Universal Pictures
Quelle: WEMF
Migros-Welt
8 Diese Woche
42 Heimische MSC-Felchen 45 Schöggeli für den Kaffee
Internet-Pranger: Darf der Zweck die Mittel heiligen? 10 Dossier Der 21. Oktober 2015 ist
die Zukunft im Film «Back to the Future II». Wie visionär ist Science-Fiction? 18 Porträt
Die elfjährige Gohar Tamrazyan spielt Schach auf Topniveau. 20 Porträt
Frankfurter Buchmesse: Ohne Agenten, Übersetzer und Gestalter geht nichts. 24 Bänz Friedli 26 Interview
Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch Titel
Menschen
Unicef-Schweiz-Chefin Elsbeth Müller über Kinderarmut in der Schweiz. 36 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften
47 Saisonküche
Delikate Gerichte mit Mais. 59 Herbstliche Ausflugstipps 64 Nahrungsergänzung 67 Neue Fairtrade-Rosen 68 Suisse Mania 71 Kalk sauber entfernen 72 Hautpflege für kalte Tage 75 Frage der Woche 76 Stimmungsaufheller
Leben 82 Garten 86 Zootierärztin 88 Kinder 90 Digital 91 Ernährung 92 Auto 95 Bitte melde dich 96 Rätsel/Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt
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Unnützes Wissen
Vom Fliegen Mein Bild der Woche «Alle meine Bilder der letzten Woche habe ich durch die
Gabriel Vetter (32) ist Satiriker
und Träger des Salzburger Stiers.
violette Brille gesehen. Grund: Die AC Fiorentina, Fussballverein aus Florenz, ist seit 16 Jahren zum ersten Mal wieder Tabellenführer in Italien. Seit meiner Kindheit bin ich Fan der Fiorentina. Meine Begeisterung für die ‹Viola› war einmal so gross, dass ich 1999 mit meinem besten Freund Basil die Schule schwänzte und den Nachtzug nach Florenz bestieg, wo wir uns ins Stadion schmuggelten, nur um unser Idol Gabriel Batistuta trainieren zu sehen. Dieses Bild von Batistuta, mittlerweile eine Ikone in Italien, stammt genau aus jenem Jahr 1999. Es erinnert mich an gloriose Zeiten.»
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade?
a) Popstar Demi Lovato b) Folk-Rock-Band The Lumineers c) Berner Band Patent Ochsner
Auflösung: a) Weil das Lied «Let It Go» der Soundtrack zu «Frozen» war, und ich es immer noch heiss liebe.
Bilder: Keystone, Marco Zanoni
Andrea Baumann (20), Schülerin aus Wahlendorf BE
Die Hälfte aller Piloten ist während des Fliegens schon mal eingenickt. Der grösste Papierflieger der Welt mass knapp 14 Meter und war 60 Kilo schwer. Er flog im Jahr 2012 acht Sekunden über der Wüste von Arizona, bevor er abstürzte. 2011 starteten bei der thailändischen P.C. Air die ersten transsexuellen Stewardessen.
Die Fliegerjacke von J.F. Kennedy wurde im Februar 2013 für 570 000 Dollar versteigert. Quelle: Stern/Neon
8 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Sind Sie für den Internetpranger?
Migrosmagazin.ch
Diese Woche
Internetpranger: Das Netz vergisst nicht Immer häufiger wird im Internet nach Straftätern gefahndet. Das virtuelle Anprangern ist eine Gratwanderung, denn einen schlechten Ruf wird man nur schwer wieder los. Text: Yvette Hettinger
Umfrage Letzte Woche fragten wir:
Was bedeutet Ihnen das Auto? 83% Einfach ein nötiges Fortbewegungsmittel 8% Eine unnötige Dreckschleuder 5% Ein Liebhaber- und Sammlerobjekt 4% Mehr und mehr ein Technik-Gadget
Zahlen und Fakten
160
Fast
100
Prozent der in Luzern online gesuchten Täter werden rechtskräftig verurteilt.
8
Jahre ist es her, seit die Luzerner Polizei erstmals in der Schweiz den Internetpranger benutzte.
Quellen: Stadtpolizei Zürich, Polizei Luzern, www.zentralplus.ch
Seit Jahren stellt die Polizei Bilder von Hooligans und Vandalen zur Fahndung online. Mit Erfolg.
F
ussballchaoten, Vandalen, Steuersünder: Der virtuelle Pranger droht jedem, der gegen das Gesetz verstösst. Für Ordnungshüter ist das eine feine Sache. Ende September vermeldete zum Beispiel die Luzerner Kantonspolizei, sie bekomme fast täglich Hinweise aus der Bevölkerung, seit sie unverpixelte Bilder von Fussballhooligans online gestellt habe. Geht bei dieser Fahndung etwas schief, kann sie rasch selber ein Fall für die Justiz werden. So geschehen vor wenigen Wochen in
St. Gallen: Nachdem seine Fotos verpixelt gepostet worden waren, stellte sich dort ein Basler Fussballchaot der Polizei. Aus Versehen wurde sein Bild später dennoch zusätzlich unverpixelt gepostet. Die Anwältin des Beschuldigten spricht von einer schädlichen Art der Fahndung und einem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Wo das öffentliche Interesse an Schandtaten aufhört, und wo der Internetpranger nur einer privaten Abrechnung dient, ist nicht immer klar definierbar. Zum Beispiel wenn ein Vermieter auf Facebook
vor einer säumigen Mieterin warnt. Schlammschlacht oder nützlicher Hinweis? Und wann ist das öffentliche Zurschaustellen gerechtfertigt? Für den Strafrechtler und Kriminologen Martin Killias steht hier immer der Persönlichkeitsschutz im Zentrum (siehe Interview rechts). Er weist darauf hin, dass Betreiber von Plattformen zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn sie ehrverletzende Kommentare dulden. Und er warnt vor der inflationären Verwendung des Online-Prangers. MM
Bilder: Keystone (2)
Tausend Mal wurden die Bilder angeklickt, welche die Stadtpolizei Zürich 2011 bei ihrer zweiten Internetfahndung online stellte. Bei der letzten Fahndung im Juli 2015 waren es noch 15’700.
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 9
Strassenumfrage
Experteninterview
«Je mehr Leute angeprangert werden, desto salonfähiger wird ein Vergehen» Martin Killias, die Kantonspoli zeien finden seit Jahren straffällige Hooligans und Vandalen dank Internetfahndung. Ist damit der Internetpranger etabliert? Diese Fahndungen sind eigentlich nichts Neues. Schon immer hat man Straftäter mit Bildern gesucht. Frü her waren es Zeichnungen und Phan tombilder. Heute hat man echte Auf nahmen und stellt diese ins Netz. Das ist in Ordnung, wenn die Voraus setzungen dafür gegeben sind. Welche Voraussetzungen? Die Verhältnismässigkeit muss ge wahrt sein. Das heisst, die Straftat muss eine gewisse Schwere haben. Ausserdem darf man die Bilder erst online stellen, wenn der mutmass liche Täter vorher auf anderen Wegen gesucht wurde. Sein Bild muss dann zuerst verpixelt gepostet werden, damit der Gesuchte Zeit hat, sich zu stellen. Nur wenn das nicht geschieht, darf das Foto unverpixelt erscheinen. Die Zürcher Stadtpolizei hat vor wenigen Wochen erstmals Aufnah men eines mutmasslichen Sexual täters zwecks Fahndung ins Netz gestellt. Ist das auch hier die richtige Massnahme? Es ist zumindest eine logische Ent wicklung. Problematisch ist hier, wie bei jeder Internetfahndung, dass eine gewisse Ewigkeitswirkung besteht. Bilder können praktisch nicht gelöscht werden. Und wenn jemand noch Jahre und Jahrzehnte im Zusammenhang mit einer Straftat im Netz zu finden ist, kann das für den Gesuchten zum Problem werden. Darum befürchten viele, zum «gläsernen Bürger» zu werden. Wir werden überall gefilmt oder fotografiert. Im historischen Rahmen gesehen haben wir viel mehr Anonymität als früher. Nehmen wir einen Knecht aus Gotthelfs Zeiten. Frühstücken, Kühe melken, essen, Vieh versorgen: Er war stets unter der Aufsicht des Bauern und konnte nirgends hin – ausser ein
Mal im Jahr an die Chilbi. Heute leben wir viel anonymer und sind sehr mobil, auch dank SBahnen. Der technische Fortschritt bringt nun aber auch die Mittel, eine SBahn zu überwachen. Das öffentliche Interesse am Finden eines Straftäters rechtfertigt hier die Überwachungs kameras. Mit dem Argument öffentliches Interesse hat ein Politiker kürzlich eine säumige Mieterin auf Facebook angeprangert. Er wolle damit andere Vermieter vor dieser Person warnen. Ist das legitim? Grundsätzlich herrscht in der Schweiz Meinungsäusserungsfrei heit. Wenn aber ein Beitrag ehr oder persönlichkeitsverletzend ist, geht er zu weit. Ausserdem frage ich mich, ob es nicht effektiver wäre, eine sol che Warnung beim Hauseigentümer verband zu platzieren. Kann ein Internetpranger auch eine abschreckende Wirkung haben? Durchaus. Der Mensch fürchtet Reputationsverlust mindestens so sehr wie die eigentliche Strafe. Das Problem: Je mehr Menschen an geprangert werden, desto salonfähi ger wird ein Vergehen. Wird die halbe Stadtbevölkerung öffentlich der Steuerhinterziehung beschuldigt, kann ich mich als einzelner Steuer sünder in bester Gesellschaft fühlen. Seit einiger Zeit kann man im Inter net Hotels und Restaurants bewer ten. Nun soll im November die HandyApp «Peeple» erscheinen, mit der man Menschen bewerten kann. Macht es Sinn, öffentlich vor falschen Freunden zu warnen? Das ist eine äusserst bedenkliche Ent wicklung. Das Problem ist immer das Gleiche, die Persönlichkeitsverlet zung. Wenn öffentliche Kritik eine suizidgefährdete Person trifft, ist das besonders schlimm. Auch in Inter netforen werden zum Teil Bösartig keiten ausgelebt, für die eines Tages die Betreiber der Plattformen werden haften müssen. MM
Was halten Sie vom Internetpranger?
Martin Killias (67)
ist Strafrechtsprofessor und juristischer Berater.
Ronnie Vetterli (40), Verwaltungsangestellter, Bremgarten AG:
«Es ist heikel, jemanden online anzuschwärzen.AuchdiePolizeisollte das nur tun, wenn sie keine anderen Möglichkeiten hat.»
Mia Nold (35), Soziokulturelle Animatorin, Basel: «Ich habe Mühe
mit der Überwachungskultur und bin eher dafür, Zivilcourage zu zeigen und vor Ort einzugreifen, wenn etwas passiert. Der Pranger ist Mittelalter.»
Martin Langhard (25), Ingenieur, Winterthur: «Ich finde es gut, wenn
Straftäter online gesucht werden. Auf Facebook würde ich aber niemanden anprangern. Andere User kennen ja die Geschichte dahinter nicht.»
10 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Sieht noch smarter aus als die Smartbrille aus «Back to the Future»: Google Glass (oben). Realität geworden
Smartbrille «Back to the Future II» (1989) In diesem fiktiven 2015 gibt es nicht nur fliegende Autos und
holografische Kino werbung, praktisch jeder hat eine Smart brille, die ihn pausen los mit Unterhaltung und nützlichen Infor mationen bedient.
Anders als im Film hat sich die Smartbrille in unserem Alltag also noch nicht durchge setzt, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis eine ähnliche An wendung das tun wird. Die Brille mit integrier tem Internetzugang sieht dafür schon heu te sehr viel eleganter und cooler aus, als die Smartbrillen aus dem Film. Dennoch: Die Idee war goldrichtig!
Dossier
Zack ... und morgen ist heute
Mit einem Knall landen Marty McFly und Doc Brown im Film «Back to the Future II» (1989) in der Zukunft. Die Anzeige ihrer Zeitmaschine zeigt: 21. Oktober 2015. Was von der damaligen Hightech-Zukunft ist heute Realität? Wenig. Doch andere Science-Fiction-Filme und -Bücher waren geradezu visionär. Texte: Ralf Kaminski
Bilder: Alamy Stock Photo, Keystone
Genau das war auch der Ansatz der Ingeni eure von Google Glass – einem Minicomputer in Brillenform, der online Informationen liefert und Fotos machen kann. Doch als die Erfindung 2012 vorgestellt wurde, lie fen die Datenschützer Sturm und warnten vor weitreichenden Folgen für die Privat sphäre. Der Verkauf wurde schliesslich ein gestellt, das Produkt nun neu überarbeitet.
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 11
DVD-Boxen gewinnen! Wir verlosen 5 «Back to the Future»-DVD-Sets. Migrosmagazin.ch
Wir staunen mit Doc Brown (rechts) und Marty McFly: Die Smartbrille ist heute Realität – wie vom Film vorhergesagt.
Diese Gadgets sind leider Science-Fiction geblieben. Migrosmagazin.ch
E
rinnern Sie sich noch an 1989? Das war das Jahr, in dem die Berliner Mauer fiel und die kommunistischen Staaten reihenweise kollabierten. Jean-Pascal Delamuraz war Bundespräsident. Ayatollah Khomeini rief in einer Fatwa zur Tötung des Schriftstellers Salman Rushdie auf. Die «Exxon Valdez» löste in Alaska eine verheerende Ölpest aus. Pro 7 ging erstmals auf Sendung, Japan erfand den Game Boy, und «Back to the Future II» kam ins Kino. Die sehnlichst erwartete Fortsetzung des ZeitreiseBlockbusters von 1985 führte die Helden Marty McFly (Michael J. Fox) und Doc Emmett Brown (Christopher Lloyd) in die Zukunft, ins Jahr 2015, wo sie versuchen, die Schicksale der aus der Bahn geratenen McFly-Familie wieder ins Lot zu bringen. Sie kommen in eine bunte High-Tech-Welt mit fliegenden Autos, schwebenden Skateboards, effizienten Haushaltsgeräten und ebenso schräger wie praktischer Kleidung. Nicht viel von dieser Zukunftsvision ist bis heute Realität geworden, obwohl einige Tüftler schon länger an Martys coolem Hoverboard rumbasteln. Ein paar Gadgets aus dem Film sind aber heute Alltag (Videotelefonie, Flachbildschirme) oder mindestens in Sichtweite (Google Glass, Hologramme). Und schaut man zurück auf andere Science-Fiction-Geschichten, kommt es immer wieder mal vor, dass Autoren einen Volltreffer landen. Aber nicht nur das: Einigen gelingt es sogar, Wissenschaftler und Ingenieure dazu zu inspirieren, ihre Fantasien Wirklichkeit werden zu lassen, sagt Literaturprofessor Philipp Theisohn, der sich am Deutschen Seminar der Universität Zürich speziell mit futurologischer Fiktion beschäftigt (siehe Interview Seite 13). «Back to the Future II» ist jedenfalls überraschend gut gealtert, aber der Film zeigt auch: Zukunftsprognosen bleiben Glückssache. MM Wissenschaft und ScienceFiction Das Interview auf Seite 13
12 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Die konstante Überwachung ist heute Realität. Realität geworden
Big Brother und das Internet George Orwell: «1984» (1949) / Mark Twain: «From the London Times of 1904» (1898) Wohl nichts hat das menschliche Leben in den letzten 20 Jahren
stärker verändert als das Internet. Umso be merkenswerter, dass Mark Twain schon Ende des 19. Jahr hunderts in einem Krimi ein System erfand, das diesem sehr ähnlich ist: das Telectroscope, das über unbegrenzte Dis tanzen durch die Tele fonleitungen Bilder und Töne transpor tieren konnte, die von allen genutzt wurden.
In der Realität findet die Überwachung ver mehrt online und eher subtiler statt, dafür nicht nur in Diktaturen wie in «1984», sondern auch in freiheitlichen Demokratien. Und nicht nur durch staat liche Organe, sondern auch durch Unter nehmen. Es stellt sich die Frage, was schlimmer ist: Fiktion oder Realität?
Der allgegenwärtige «Grosse Bruder» aus George Orwells «1984».
Bilder: Alamy Stock Photo, Keystone
George Orwell erfand dann 1949 in seinem berühmten Scifi Roman noch den Überwachungsstaat, «Big Brother» genannt. Dessen Instrument sind allgegenwärtige, nicht abschaltbare Geräte, sogenannte Teleschirme.
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 13
Interview
«Technische Wissenschaften brauchen Menschen mit Visionen»
Science-Fiction-Geschichten sind nicht nur Hirngespinste, sie haben Einfluss auf die reale Welt, sagt der Literaturprofessor Philipp Theisohn.
Philipp Theisohn, «Back to the Future II» wagte sich 1989 an eine Zukunftsprognose für 2015. Wie gut haben es die Autoren getroffen? Es ist eine sehr amerikanische Vorstellung der Zukunft, und sie ist stark auf Gadgets und Technik fixiert. Auf dieser Ebene funktioniert der Film prima und hat da und dort sogar einen Treffer gelandet, etwa mit der Smartbrille. Sie repräsentiert ein Element der künftigen Gesellschaft, das heute schon erkennbar ist: Das Wissen verschmilzt mit dem Körper. Auch die sich selbst trocknende Kleidung und die hydrierte Pizza symbolisieren Entwicklungen, die wir heute real überall finden: höhere Effizienz und bessere Verfügbarkeit von Dingen. Technisch hat er es also nicht schlecht getroffen, aber gesell schaftlich erfahren wir eigent lich wenig von 2015. Stimmt. Science-Fiction funktioniert in der Regel so: Der Autor führt ein «Novum», ein neues Element, in die Welt ein – in diesem Fall die Zeitreise. Dann wird spekuliert, wie sich das auf das Leben und die Welt auswirkt. In der Hinsicht bleibt der Film relativ schwach, weil die Zeitreise zwar dazu dient, in die Zukunft zu kommen, in der dortigen Gesellschaft jedoch nicht existiert. Sie kann also durch die Zeitreise nicht beeinflusst und verändert werden. Somit bleibt eine technikfixierte, eher oberflächliche Extrapolation des US-Lebens aus dem Jahr 1989.
Gibt es jemanden, der die Zukunft besonders gut prognostiziert hat? Jules Verne und H. G. Wells sind die beiden Grossen, wenn es um technische Erfindungen und Entwicklungen geht. Vernes Reisen zum Mond und unter dem Meer waren visionär, in seinen Geschichten gab es auch schon Dinge wie Bankauto maten und Strassenbahnen. Bemerkenswert ist, dass er selbst den technischen Fortschritt als bedrohlich empfunden hat, er fürchtete den Untergang der Kultur des 19. Jahrhunderts und den Aufstieg geistloser, von Ingenieuren beherrschter Metropolen. Wells hat sich intensiv mit Kriegsmaschinen beschäftigt, er sah Panzer- und Luftkriege voraus – ein sehr reflektierter Futurologe. Waren das reine Glückstreffer? Nicht unbedingt. Oft hat die literarische Fantasie ein besseres Sensorium für das Kommende, weil sie anders als die Futurologie die Zukunft nicht errechnen will. Wie funktioniert Futurologie? Die Futurologie war – wie die Kybernetik – noch in den 1970ern eine Generalwissenschaft. Die Idee war, durch die Berücksichtigung aller möglichen Faktoren künftige Entwicklungen möglichst genau zu prognostizieren, um sie dann steuern zu können. So wollte man Krisen vermeiden, bevor sie ausbrechen. Dies geschah aufgrund von Daten, ganz ähn-
lich wie man heute versucht, mit Big Data aktuelles Verhalten zu analysieren und künftiges vorauszusagen und zu steuern. Das Problem an der Sache: Solche Daten sind immer unvollständig, und entsprechend haben die Futurologen der 1920er-Jahre weder den Börsencrash noch die Nazis noch den Zweiten Weltkrieg vorausgesehen. Voraussagen bringen nichts? Aufgrund aktueller Daten in die Zukunft zu extrapolieren ist sehr schwierig. Gute Science FictionAutoren basieren ihre Geschichten deswegen auf einem spezifischen Szenario, das sie einfach mal als gegeben voraussetzen, zum Beispiel: Im Jahr 2100 sind wir in der Lage, Menschen je nach Bedarf an Arbeitskräften zu klonen. Von dort aus entwickeln sie eine realistische Geschichte, wie sich dies auf das Leben der Menschen und auf die Welt auswirkt; ökonomisch, politisch, kulturell. Viele solcher Szenarien bleiben Science-Fiction, andere werden Realität – und die Geschichten können dann überraschend nahe an der Wirklichkeit sein. Wenn die Futurologen damals so falsch lagen, warum sollten die BigDataAnalysten heute erfolgreicher sein? Ob sie das wirklich sein werden, ist völlig offen. Sicher stehen heute sehr viel mehr und sehr viel präzisere Daten zur Verfügung, und letztlich geht es dabei ja um Korrelationen, also die Wahrscheinlichkeit, dass
Zur Person Philipp Theisohn (41)
ist Professor für Neuere deutsche Literatur wissenschaft an der Universität Zürich und Leiter des Forschungs projekts «Conditio extraterrestris». Der Deutsche lebt in Zürich, ist verheiratet und hat eine Tochter (9). Theis ohn wird vom Migros Kulturprozent unter stützt und arbeitet seit einigen Jahren eng mit digital brainstorming zu sammen, der Plattform des MigrosKulturpro zents für digitale Kultur und Medienkunst. Am 14. Oktober tritt
er an einer Konferenz über «Zukünftige Wirt schaftssysteme» in En gelberg auf. Sein Thema: «Braucht die Wirtschaft den Menschen noch?»
Academiaengelberg.ch/ programm Ds.uzh.ch/ conditioextraterrestris.html Strauhof.ch/programm/ aktuelleausstellung
14 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Captain Kirks Communicator wirkt heute etwas veraltet.
Der Communicator «Star Trek» (1967) Wenn Captain Kirk zur «Enterprise» zurückgebeamt werden wollte, klappte er
seinen Communicator auf und gab den Befehl – das funktionierte problemlos von der Planetenoberfläche bis in den Orbit. Die Astronauten auf der ISS können wir noch nicht anrufen, aber mobile Kommunikation mit Klapphandy gibt es nun schon einige Jahre. Auch wenn das Klapphandy schon fast wieder retro ist, ebenso wie das Design von Kirks Communicator aus dem Jahr 2265.
Das Buchcover von Wells’ prophetischem Roman.
Ein Atombombentest in der Wüste von Nevada im Jahr 1957.
Realität geworden
Atombombe H. G. Wells: «The World Set Free» (1914)
Erste, in dessen Romanen eine Atombombe vorkam. Aber er beschrieb nicht nur ihre Funktion, sondern auch den Horror und die ethischen Bedenken nach dem Einsatz dieser Massenvernichtungswaffe, ebenso wie die lang andauernde Strahlung. Wells beschäftigte sich generell intensiv mit dem technologischen Fortschritt; sein vermutlich bekanntestes Werk ist «The Time Machine», die jedoch leider bis heute noch niemand erfunden hat.
Bilder: Keystone (2), Zvg
Der grosse britische Science-FictionAutor war nicht der
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MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 15
sich bei einer bestimmten Datenlage ein bestimmtes Ereignis einstellt. Beunruhi gend wird es, wenn damit Vorstellungen verbunden sind wie in Philip K. Dicks «Minori ty Report» (1956), wo man Leu te auf Basis von ausgeklügelter Datenanalyse eines künftigen Verbrechens überführt und sie ausschaltet, bevor sie es bege hen können. Solche Ideen geis tern heute durchaus herum. Wurden gewisse technologische Fortschritte von Ideen der Scifi-Autoren inspiriert? Ja, sie dienten Ingenieuren und Tüftlern als wichtige Inspirationsquelle. Es gibt auch Autoren, die waren beides, wie Arthur C. Clarke. Er arbeitete gleichzeitig an Weltraum programmen mit und verfasste ScifiRomane. Technische Wissenschaften brauchen Menschen, die Visionen haben, also bedient man sich auch gern bei der ScienceFiction. Es ist eine gegenseitige Befruchtung. Können auch philosophische oder gesellschaftliche Entwicklungen in Scifi-Geschichten realen Einfluss ausüben? Absolut, insbesondere dystopi sche Fantasien werden von der Politik rege genutzt, etwa mög liche Umweltkatastrophen. Apokalyptische Zukunftsvisionen sollen uns dazu bringen, Vorkehrungen zu treffen, damit es nicht so weit kommt. Roland Emmerichs Flutkatast rophenfilm «2012» (2009) zum Beispiel hatte eine solche Wirkung. Während des Kalten Kriegs gab es immer wieder ScifiGeschichten über eine Welt nach dem Atomkrieg – gut möglich, dass auch sie dazu beigetragen haben, dass es nie so weit gekommen ist. Ein aktuelles gesellschaftliches Thema, mit dem sich auch Sci fiAutoren beschäftigen, ist die Entkoppelung von Fortpflan zung und Sex, dass Kinder also auch im Labor entstehen kön nen: Wie sieht eine Welt aus, in der sich alle Individuen gene tisch programmieren lassen? George Orwells Vision vom Big Brother aus «1984» ist
zumindest teilweise Wirklichkeit geworden. Die Abschreckung durch den Roman hat offenbar nicht gereicht. Schon, aber ohne Orwell hätten wir heute bestimmte Analyse instrumente nicht. Wir ver gleichen mit dem Roman, ist es schon so schlimm oder nicht? Nicht wenige Regierungen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, «Big Brother» zu sein, ein Negativimage, dem man zumindest als Politiker der westlichen Welt keinesfalls entsprechen möchte. Der Ro man hat eine Hemmschwelle geschaffen. Dystopien haben also Wirkung in der realen Welt, was ist mit Utopien? Weniger. Das liegt wohl auch daran, dass ScienceFiction kaum je Utopien entwirft, die nicht in irgendeiner Form gestört sind. Geschichten, in denen einfach alles gut ist, sind immer solche, in denen der Mensch erst einmal ausradiert worden ist. Die Utopie nach der grossen Katastrophe quasi. Ohnehin dominieren heute Dystopien die Zukunftsvorstellungen. Weshalb? Das liegt auch daran, dass unsere Idee von Zukunft stark auf die Technik fixiert ist, weil wir hier in Europa lange fan den, dass es uns gesellschaft lich kaum mehr besser gehen kann. Neue Gesellschaftsvisio nen gibt es kaum. Das Einzige, was man dem entgegensetzen kann, ist der radikale Bruch, und der ist nur mit Katastro phenszenarien vorstellbar. Gibt es eine aktuelle Scifi-Vision der Zukunft, die Sie für realistisch halten? Es gibt einen Essay von Diet mar Dath, «Maschinenwinter», der sich mit der Automatisie rung der Wirtschaft und seinen Folgen beschäftigt. Wir sind derzeit dabei, ein System zu schaffen, an dem wir Menschen produktiv immer weniger beteiligt sind – das wird die Arbeitswelt sehr stark verän dern. Die Frage ist, wie wir da mit umgehen. Können wir die Maschinen so einsetzen, dass
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16 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
… und in der realen Gegenwart.
Realität geworden
Videotelefonie «Back to the Future II» (1989) Im Film telefoniert Familienvater Marty McFly mit einem Freund,
»Back to the Future II»: Videotelefonie im fiktiven Jahr 2015 …
wir weniger arbeiten müssen und trotzdem gut leben können? Was machen wir, wenn wir uns nicht mehr über unsere Arbeit definieren können? Das ist für mich das grosse nächste Thema. Noch können wir entscheiden, ob wir das so gestalten, dass es angenehm ist für uns. Was ist für Sie «gute» Science-Fiction?
Storys, die sich mit den grossen globalen Fragen beschäftigen und zeigen, welche gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sich daraus ergeben, Geschichten also, die der Komplexität des realen Lebens gerecht werden. Zum Beispiel «The Left Hand of Darkness» von Ursula K. Le Guin, die darin eine Welt entwickelt, in der es keine festgelegten Geschlechter gibt, und
beschreibt wie sich das auswirkt. Auch in der Schweiz gibt es einen Autor, der sich schon lange mit komplexen gesellschaftlichen Zukunftsthemen befasst und den ich sehr schätze: Hans Widmer alias PM. Da hat «Back to the Future» keine Chance, oder? Ach, es hat doch zumindest ganz spannende Reflexionen drin
zum Thema Zeitreise. Was passiert, wenn ich Elemente aus der Zukunft wieder zurück in die Vergangenheit trage, also zum Beispiel dieses Heft mit den Baseballergebnissen der vergangenen bzw. kommenden 30 Jahre? Was passiert, wenn ich Zeit manipuliere? Davon abgesehen, ist es exzellente, gut gemachte Unterhaltung, und das ist doch auch ganz okay. MM
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Bilder: Screenshot Migros Magazin, Alamy Stock Photo
der auf einem Grossbildschirm an der Wand zu sehen ist. Skype funktioniert vom Prinzip her genau gleich, nur dass man dort nicht noch sämtliche Vorlieben des Gesprächspartners eingeblendet bekommt. Zum Glück.
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18 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Porträt
Zug um Zug an die Spitze
Die elfjährige Gohar Tamrazyan spielt Schach auf Spitzenniveau. Gegen die Schülerin haben selbst viele erwachsene Spieler keine Chance. Am 24. Oktober fährt die im Aargau lebende Armenierin an die Schach-WM nach Griechenland. Text: Andreas Bättig
A
m Ende war Gohar nur noch müde. 5 Stunden und 15 Minuten kämpfte sie. Schickte ihre Bauern in die Schlacht. Preschte mit ihren Läufern nach vorne. Und tat alles, um ihren König zu verteidigen. Nicht weniger als 116 Züge später musste sie sich jedoch gegen die amtierende arme nische Meisterin an der Europa meisterschaft geschlagen geben. Gohar war damals gerade mal neun Jahre alt. Es war die bisher längste Partie ihres Lebens. «Ich ging ohne Nachtessen ins Bett. Es war schon fast 10 Uhr abends», erinnert sich die heute Elfjährige. Die Hand habe sie ihrer Gegnerin aber schon noch gegeben, auch wenn die Niederlage bitter war. Gohar ist eine faire Spielerin. Nun steht ein weiteres Grossereignis in ihrer noch jungen Schachkarriere bevor: Gohar nimmt am 24. Oktober an der Schachweltmeisterschaft World Youth and Cadets Champion ship 2015 in Griechenland teil. Der Vater hat keine Chance mehr
Gohar ist ein Schachtalent. In der Stube in der Wohnung in Erlinsbach im Kanton Aargau sind überall Schachbretter verteilt. Auf dem Nachttisch, im Schlafzimmer neben dem BarbieSchulthek, in der Küche, in der Stube. Dort reiht sich auch ein gewonnener Pokal an den anderen. «Schweizer Vizemeisterin U12 – Genf 2015» steht auf einem. «9. Standard Open 2015 – Rheinfelden, beste Dame» auf einem anderen. Den grössten Erfolg konnte sie im letzten Jahr feiern. Sie wurde Schweizer Meisterin in der Kategorie U10.
Bild: Lea Meienberg
Die Schachspielerin entdeckte ihre Liebe zum Spiel schon früh. Bereits im Alter von 5 Jahren fing sie an, aus Spass Figuren auf dem Schachbrett herumzuschieben. Als sie 6 war, startete das Training mit ihrer Tante, einer armenischen Schach trainerin. Am Anfang spielte Vater Ararat Tamrazyan auch noch selber gern gegen seine Tochter. «Seit zwei Jahren habe ich aber keine Chance mehr», sagt der 40Jährige. Aufgewachsen ist Gohar in Arme nien. Vor vier Jahren kam die Familie in die Schweiz, zog danach ein Jahr nach Deutschland und kehrte im Februar in die Schweiz zurück. Gohars Mutter hatte eine Anstellung als Ärztin gefunden. Der Umzug nach Deutschland hat bei Gohar Spuren hinterlassen. Sie wechselt fliessend zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch. Das sind nicht die ein zigen Sprachen, welche sie be herrscht. Sie interessiert sich für Fremdsprachen wie Französisch und Englisch und bringt sich in ihrer Freizeit gerade selber Russisch auf dem Computer bei. In einem Fach brilliert die Schach spielerin aber besonders: in Mathe matik. Kein Wunder, geht es doch im Schach darum, hochkomplexe Zug abfolgen im Kopf durchzuspielen. «Gohar ist eine gute Schülerin. Sie hat in vielen Fächern eine 6 im Zeugnis», sagt Ararat Tamrazyan. Schachboom in der Schule ausgelöst
Gohar ist aber nicht nur Schülerin, sondern auch Lehrerin. Seit sie in der Schule ihren Mitschülern in einem Kurs Schach beigebracht hat, ist das Brettspiel dort äusserst beliebt. «Die
ganze Klasse spielt. In den Pausen oder vor dem Unterricht werden die Schachbretter hervorgeholt, und sie fragen mich nach Tipps», sagt sie stolz und lächelt. Mittlerweile haben sie sieben Schachbretter in der Schule. Für Gohar geht das Schachspielen auch nach der Schule weiter. Täglich zwei Stunden übt sie. «Erst nachdem die Hausaufgaben gemacht sind. Das ist uns wichtig», sagt Vater Ararat. Mit Hilfe von Schachbüchern prägt sich Gohar Spielzüge ein. Auf der Internetsite Chessbase schaut sie sich zudem Partien an und analysiert sie. «Eine gute Schachspielerin braucht Konzentration und Geduld. Man muss auch viele Fallen stellen können», sagt sie. Gohar bringt allerdings noch viel mehr Eigenschaften mit, die sie zu einer aussergewöhnlich guten Schachspielerin machen. «Sie ist enorm fokussiert und trainiert mit einer grossen Beharrlichkeit. Das gehört sicher zu ihren Stärken», sagt Gohars privater Schachtrainer Roberto Schenker, der an der Schachschule «Chess4Kids» in Horgen und Küsnacht unterrichtet. «Sie muss man nicht dauernd daran erinnern, dass sie trainieren muss.» Schenker freut sich, dass sein Schützling an die SchachWM fahren kann. «Auf diesem Niveau wird sie sicher auch die eine oder andere Niederlage einstecken müssen», sagt der 29Jährige. Aber diese Erfahrung sei für Gohars weitere Entwicklung äusserst wertvoll. Dass das kleine Schachtalent solche Niederlagen gut wegstecken kann, hat sie ja schon einmal bewiesen. MM
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 19
Gohar Tamrazyan brilliert nicht nur in Schach, auch in Mathematik ist sie klasse. Und in ihrer Freizeit bringt sie sich selbst Russisch bei.
20 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Wie bringe ich mein eigenes Buch heraus? Migrosmagazin.ch
Porträt
Im Schatten der Autoren
An der Frankfurter Buchmesse buhlen dieser Tage Hunderte von Titeln um die Gunst des Publikums. Menschen wie Heike Specht, Kim Becker, Irma Wehrli und Esther Hürlimann sorgen im Hintergrund dafür, dass ein Buch es so weit schafft. Text: Yvette Hettinger
D
as Bücherbusiness ist gnadenlos. «Wenn man mehr als zwei Sätze benötigt, um den Inhalt zu er klären, hat es ein Buch schon sehr schwer», sagt Heike Specht. Die 40Jährige arbeitet als Literaturagentin mit der Zür cher Agentur Liepman zusammen, wo jeden Monat ein paar Dutzend unangeforderte Manuskripte eintreffen. Die meisten werden umgehend abgelehnt, ganz wenige genauer geprüft und nur ein winziger Teil landet irgendwann in den Regalen der Buchläden. Heike Specht ist auf Sachbücher spe zialisiert. Sie bekommt jede Woche 10 bis 15 Buchideen und Manuskripte zu lesen: Entwürfe für LifestyleRatgeber, Biografien, Erfahrungsberichte. Die studierte Histori kerin liest sie alle mit Freude, immer auf der Suche nach dem grossen Wurf, dem Über raschungserfolg. Das Gefühl, einen solchen Knaller in der Hand zu halten, sei un vergleichlich, sagt die Agentin. «Das macht einen schon etwas nervös, denn stösst man auf ein solches Manuskript, muss man schnell handeln.» Also Verlage kontaktieren, das Buch anpreisen, den richtigen Lektor finden. Könnte gut sein, dass ihr das auf der Buchmesse in Frankfurt gelingt, wo Specht jedes Jahr Kontakte knüpft und pflegt. Hat sie einen Verlag für ihr Projekt ge funden, ist sie die Anwältin ihres Autors. Kämpft für seinen Text, das Honorar, das Cover, erträgliche Deadlines. Zuletzt hat sie diesen Kampf für Karoline Harthuns Buch gefochten: «Nicht von schlechten Müttern» ist Ende August erschienen. Die Autorin
Bilder: Gian Marco Castelberg
schildert darin, wie sie und ihre Lebens partnerin zu einem leiblichen Kind gekom men sind. Es ist eines der Themen, die ge rade gute Chancen auf eine Veröffentlichung haben: Familienformen, Gesellschaftsord nung, die Erfüllung des Lebenstraums. Liegt ein Thema in der Luft, aber kein entsprechendes Exposé auf ihrem Pult, macht sich Heike Specht auf, eine gute Idee einem guten Autor schmackhaft zu machen. Manchmal greift sie auch selber in die Tas ten. Sie hat schon mehrere Sachbücher ver fasst, so etwa eine Biografie der Schauspie lerin Lilli Palmer. Die Lebensgeschichte von Curd Jürgens erscheint dieser Tage. Privat steht Heike Specht auf Nervenkitzel. Als Mutter einer kleinen Tochter liest sie zwar gern Familiengeschichten, aber noch viel lieber Krimis vom Kaliber Hakan Nessers. Das eigene Cover im Schaufenster: Mega!
Blutrünstiges ist auch ganz nach Kim Be ckers Geschmack. Ein Glück, dass Thriller sein Beruf sind: Er hat schon mehrere Um schläge für deutschsprachige John Grisham Romane entworfen. Denn sein Arbeitgeber, die Zürcher Werbeagentur Hauptmann & Kompanie, hat sich mit einer Abteilung auf Bücher spezialisiert und über 2000 Buch cover kreiert. Für Autoren wie Federica de Cesco, Milena Moser oder Nicholas Sparks. Die Grishams und Stephen Kings landen seit etwa vier Jahren bei Kim Becker (32). Es sei schon «mega», sein eigenes Werk in einem Schaufenster zu sehen, sagt der Grafi ker. Jedes Mal zerrt er dann seine Freundin
in den Laden, hält ihr das Cover unter die Nase und sagt stolz: «Das ist von mir!», auch nach vier Jahren und mehreren Hundert Büchern noch. Im Schnitt bekommt Becker jede Woche einen Coverauftrag. Die Anga ben dazu sind oft mager: eine Zusammen fassung des Buchinhalts und rudimentäre Vorgaben des Verlages – etwa, dass mit dem Umschlag urbane Leser angesprochen wer den sollen oder dass etwas in Rot gewünscht wird. Hie und da ist eine Leseprobe dabei, bei übersetzten Büchern die Originalillust ration. «Wenn das Briefing mehr als zwei A4Seiten umfasst, ist das viel», sagt Becker. Oft erstellt er zunächst mehrere Skizzen von Hand, bevor er sie am Computer aus arbeitet. Dabei hat er den Plot der Geschich te im Kopf, den Autor und das, was er die Tonalität des Verlags nennt, dessen Stil, die Ausstrahlung, die der Herausgeber mit einem Titel erreichen will. Bei Grisham sind klare, plakative Cover gefragt, viel Schwarz und Grau, wenig Farbe. Becker freut sich immer, wenn er den Auftraggeber von einer etwas peppigeren Version überzeugen kann oder von einem Umschlag, der nicht nur besonders aussieht, sondern sich auch so anfühlt. Wie jener von Grishams «Anklage». Er ist der Oberfläche von Kohle nachempfunden, in der Mitte prangt ein glühendes Stück Stein. Eine Optik, die hauptsächlich Männer anspricht. Becker selber liest sie praktisch nie. «Ich kenne ja das Ende schon» sagt er bedauernd. In den nächsten Tagen ist der junge Gra fiker an der Frankfurter Buchmesse anzu
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 21
Bücher sind für mich: Die Möglichkeit, in eine Welt einzutauchen, zu der ich sonst keinen Zugang habe. Warum man lesen sollte: Weil es den Horizont erweitert und Freude macht. Das Buch der Zukunft: Sind Downloads, gedruckte oder Hörbücher. Egal, Hauptsache Inhalt!
Lesen, lesen, lesen: Heike Specht erhält pro Woche 10 bis 15 Manuskripte und Buchideen zu lesen.
22 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Bücher sind für mich: Das pralle Leben zwischen zwei Pappdeckeln. Warum man lesen sollte: Um einer fremden Stimme zuzuhören und sich davon beleben zu lassen. Das Buch der Zukunft: Wird die gleichen grossen Menschheitsthemen behandeln wie heute. Die ändern sich nie.
Gut 2000 Seiten Übersetzung haben Irma Wehrli jahrelang beschäftigt.
treffen. Lässt sich von neuen Buchtiteln inspirieren, spricht mit Verlagsleuten, beobachtet Reaktionen des Publikums und registriert die neusten Trends. Im deutschsprachigen Raum dominiert Zurückhaltung, hat er festgestellt. Becker würde gern mal ein englisches oder amerikanisches Cover entwerfen, da geht es etwas bunter zu. Und liebend gern hätte er den Umschlag für «Der Kleine Prinz» oder einen «Harry Potter»-Roman gemacht, wenn es die nicht schon gäbe. Fünf Jahre Arbeit für zwei Bücher
Am englischen Zauberlehrling hätte wohl auch Irma Wehrli-Rudin (61) ihre Freude gehabt. Sie übersetzt seit 30 Jahren Literatur, vorzugszweise englischsprachige. Statt mit Potter war sie aber zuletzt fünf Jahre lang mit zwei Romanen des Amerikaners Thomas Wolfe aus den 1920er-Jahren beschäftigt. «Natürlich nicht acht Stunden am Tag», räumt die Übersetzerin aus Davos GR ein, «das würde man nicht aushalten.» Im Oktober 2014 waren beide deutschsprachigen Neufassungen fertig: «Von Zeit und Fluss» und «Schau heimwärts, Engel!». Die gedruckten Bücher in der Hand zu halten, sei ein besonders schöner Moment, sagt Wehrli, «wie eine Geburt». Aber dieses Mal schwang auch Erleichterung mit, denn das
Bücher sind für mich: Leinwände, die ich bemalen darf. Warum man lesen sollte: Weil man sich mit einem Buch gemütlich in eine andere Welt zurückziehen kann. Das Buch der Zukunft: Wird immer auch zwischen zwei Deckeln daherkommen. Die braucht es, um eine Geschichte abzuschliessen.
Eintauchen in Wolfes wuchtige Klassiker hat ihren Alltag jahrelang geprägt. Seinen Stil umschreibt Wehrli als «hymnisch». Die grosse Herausforderung war, die Texte nicht pathetisch klingen zu lassen. Dazu kamen Versatzstücke in Slang, Auszüge aus Trivialliteratur, reinste Poesie sowie Parodien auf bestehende Texte – zahlreiche Stile, die es in einen deutschen Text zu packen galt. Was wie bei jeder Übersetzung half: den Rhythmus und die Leitmotive des Romans aufzuspüren und aufzugreifen. Ferner die gefühlten 1000 Bücher, die Wehrli schon gelesen hat, von Klassikern bis hin zu Schundliteratur. Und der Austausch mit anderen Übersetzern und Experten, Recherchen im Internet, geistige Reisen in die Zeit der Handlung. Die beiden Wolfes verlangten der studierten Anglistin und Germanistin alles ab, brachten aber auch viel Lob: Das Zuger Übersetzer-Stipendium ging 2011 an Irma Wehrli für «Von Zeit und Fluss». Selten wird Übersetzungsarbeit öffentlich gewürdigt; für Wehrli geht das in Ordnung. Sie arbeitet aus Freude an der Literatur und würde einen Auftrag auch ablehnen, wenn sie fände, «dass etwas nicht unbedingt übersetzt werden muss». Übersetzernamen stehen zwar immer öfter auf den Buchcovern. «Aber wir stehen im Schatten der
Hunderte Cover hat er gestaltet, auf jedes einzelne ist Kim Becker stolz.
Autoren», sagt die Übersetzerin. Damit könne sie bestens leben. Das muss und kann auch Esther Hürlimann (50), von Beruf Ghost Writerin. Sie hilft, wenn eine Persönlichkeit eine spannende Geschichte zu erzählen, aber wenig Begabung oder keine Zeit zum Schreiben hat. Gerade hat sie zwei Biografien in Arbeit, über die sie nur Andeutungen machen darf: zwei männliche Wirtschaftsgrössen aus der Schweiz; der eine sehr erfolgreich, der andere sehr umstritten. Sollten die Lebensgeschichten dieser Männer dereinst für Schlagzeilen sorgen: Hürlimanns Name wird nirgends erscheinen. «Das ist nur gerecht», sagt sie, «es sind ihre Geschichten.» Es gibt auch Bücher, bei denen Esther Hürlimann ganz offiziell mitgearbeitet hat, wie die eben erschienene Biografie der Einsiedlerin Schwester Benedikta aus der Verenaschlucht. Für ein solches Buch führt die ausgebildete Germanistin und Journalistin mit den Auftraggebern zunächst stundenlange Interviews und erstellt dann ein Probekapitel. Passt es dem Auftraggeber, schreibt sie die ganze Geschichte. Ghost Writing kann aber auch heissen, holprige Texte zu glätten oder eine etwas ausgedehnte Lektoratsarbeit zu erledigen. Die zweifache Mutter ist für alles offen, ausser für Geschichten, die sie zu sehr belasten
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MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 23
alles für ihre gesundheit.
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amavita – Sich einfach besser fühlen.
% 0 2 – Bücher sind für mich: Neben meiner Familie das Wichtigste in meinem Leben. Warum man lesen sollte:
Weil es die innere Welt anregt wie kein anderes Medium. Die Ghost Writerin Esther Hürlimann stört es nicht, im Hin tergrund zu bleiben.
Das Buch der Zukunft:
Erscheint auf Tablets und als E-Book, aber es wird nicht aussterben.
und die schlecht enden. «Ich bin keine Psychotherapeutin», sagt sie, «ich will einfach schreiben.» In letzter Zeit denkt sie öfter mal darüber nach, ihr eigenes Buch zu veröffentlichen. Die Geschichte ihrer verstorbenen Grossmutter zum Beispiel, einer Deutschen, die in den 30er-Jahren in die Schweiz kam und ein bewegtes Leben zwischen Kultur und Industrie führte. Die Alternative: Selfpublishing boomt
Ja, das eigene Buch. Es ist der Traum all jener, die ihre Manuskripte an Literaturagenturen wie Liepman senden, und jener, die ihren Roman oder Ratgeber im sogenannten Selfpublishingverfahren herausgeben, also ohne Hilfe eines Agenten oder Verlags. Die Kosten für die Veröffentlichung tragen diese Autoren selber. Einer, der sie auf dem Weg zum eigenen Buch berät und begleitet, ist Rodja Smolny, Programmleiter des Paramon-Verlags in Zug. «Selfpublishing ist eine Erfolgsgeschichte», sagt Smolny. Bereits 80 Prozent aller gedruckten und elektronischen Bücher erblickten heute auf diese Weise das Licht der Bücherwelt. An der Buchmesse in Frankfurt haben sie seit ein paar Jahren ihre eigene Halle. Und einige Erfolgsautoren haben sogar im Eigenverlag angefangen, wie etwa die deutsche Kinderbuchautorin Cornelia Funke. MM
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24 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
W Bänz Friedli
Null Bock auf Böcke
Wissen Sie noch, der Geissbock im Bauernhemd? Der verklebte diesen Sommer ja jede Plakataushangstelle. Ein Geissbock im kragenlosen, typisch blassblauen Hemd mit dem Edelweissmuster, dazu der Spruch: «Ich habe mehr Auslauf als die meisten Männer.» Sollte wohl lustig sein. War aber nur blöd. Früher stellten Werbeslogans wenigstens nur uns Männer als doof hin, neuerdings schaffen es die Texter, mit einem einzigen Satz Frauen und Männer gleichzeitig zu verunglimpfen: Schweizer Ehefrauen seien strenge Biester, sie hielten ihre Memmen von Gatten unter der Fuchtel und liessen sie kaum aus dem Haus – dieses Vorurteil ist abgestanden und bemüht längst überholte Rollenbilder. Zwar beeilte sich eine Sprecherin des Bauern verbandes zu beschwichtigen, man solle «die Plakate mit einem Augenzwinkern geniessen, deshalb streckt Konrad ja eigens noch die Zunge raus»; aber auch mit der Zusatz information, der Bock höre scheints auf den Namen Konrad, mochte ich kein Augen zwinkern aufbringen, geschweige den Bock mist geniessen.
Bänz Friedli (50) ist plakatscheu.
Denn wenn mich etwas anödet, ist es das Herumtrampeln auf Geschlechterklischees. Und ich wundere mich immer wieder, wie viele Leute sich daran laben mögen: Zeichnet eine TVSerie die Frau als shoppingsüchtig, hat sie Rekordquoten. Stellt ein Theaterstück den Mann als ach so primitiven Jäger und
Sammler hin, hat es massenhaft Zulauf. Karikiert ein Variété Frauen in den Wechsel jahren als überhitzte Hühner, die jedem Jüngling auf den Hintern starren, wird es garantiert ein Erfolg. Und immer, wenn ich auf der Post warte, bis meine gezogene Nummer drankommt, fallen mir im Regal mit den sogenannten Bestsellern schmale Bändchen auf, die Stereotypen wie diejenigen breitwalzen, wonach Männer nicht zuhören und Frauen nicht parkieren können. «Die sollten mich mal parkieren sehen …», denk ich dann. Und kaum trete ich wieder auf die Strasse hinaus, springt mir die Losung ins Auge: «Ich brauche eine Versicherung, die so einfach zu durchschauen ist wie mein Mann.» Schon wieder! Auf einen Schlag beide blöd hingestellt, Männer und Frauen, à la: Alle Typen sind furchtbar durchschaubar, sämtliche Heimchen am Herd sind halt beschränkt und daher auf eine simple Police angewiesen. Und wie war das gleich? Sie gewähren ihren Kerlen keinen Auslauf, diese Weiber! Ja, er hat mich den ganzen Sommer über geärgert, der Geissbock Konrad. Aber da war der Wahlherbst ja noch nicht angebrochen. Und ich muss sagen, gegen all die Ziegen und Böcke und deren noch weit einfältigere Sprüche, die derzeit jede Plakatwand ver kleistern und jede Wiese verunstalten, da war der Konrad noch heilig. MM
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26 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
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«In der Schweiz weiss man mehr über Kühe als über Kinder» Jedes zehnte Kind in der Schweiz gilt als arm. Die Betroffenen haben keine Lobby, kritisiert Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin der Unicef Schweiz. Und sie ist enttäuscht über die Politik, die bei der Sozialhilfe sparen will. Text: Peter Aeschlimann, Ralf Kaminski Bilder: Samuel Trümpy
MENSCHEN | MM42, 12.10.2015 | 27
Serie (1/4)
Kinderarmut in der Schweiz Anlässlich einer Spendenaktion der Migros beleuchten wir die Situation armer Kinder. Diese Woche: Was genau heisst Armut in der Schweiz? 2. Teil: Flüchtlingskinder, die allein in die Schweiz kommen 3. Teil: Infografik zur Kinderarmut 4. Teil: Porträt von Schweizer Familien, die in Armut leben
«Politiker realisieren häufig nicht, dass die Zukunft, von der sie ständig sprechen, bereits geboren ist»: UnicefSchweiz-Chefin Elsbeth Müller.
28 | MM42, 12.10.2015 | MENSCHEN
Elsbeth Müller, laut einer Unicef-Studie gilt jedes zehnte Kind in der Schweiz als arm. Das klingt nach viel, aber was genau bedeutet Armut in einem reichen Land wie unserem? In der Schweiz gilt eine allein lebende Person als arm, wenn sie weniger als 28 540 Franken im Jahr zur Verfügung hat. Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle bei 59 935 Franken. Den Kindern sind diese Zahlen allerdings egal, bei ihnen stellt sich vor allem die Frage, was Armut mit ihnen macht, welche Folgen sie hat. Das Hauptproblem ist, dass Kinder aus armen Familien von der gesellschaftlichen Teilnahme ausgeschlossen sind – sie können bei vielen Aktivitäten ihrer Schulfreunde nicht mitmachen. Es ist immer von «relativer Armut» die Rede. Können Sie das genauer definieren? Bei relativer Armut in der Schweiz geht es um die Frage, ob die Betroffenen ihr Leben mit ihrem Einkommen und entsprechender finanzieller Unterstützung einigermassen bestreiten können oder nicht. In einem städtischen Umfeld stellt sich die Situation häufig anders dar als in einer ländlichen Region. Viele Eltern, die jeden Monat rechnen müssen, ob das Geld noch ausreicht, versuchen, ihre Kinder diese Not nicht spüren zu lassen. Dennoch fehlen den Kindern die Zukunftsperspektiven, sie haben weniger Chancen, ihr Leben gemäss ihren Fähigkeiten und Wünschen zu entwickeln. Ein Strassenkind in Rio wäre vermutlich glücklich, wenn es in dieser Form der Schweizer Armut leben dürfte. Ich halte es für gefährlich, einen solchen Vergleich zu machen. Damit blendet man den Kontext aus. Zwar fokussiert Unicef primär auf Armut in Entwicklungsländern. Aber egal ob im südlichen Afrika oder in der Schweiz: Kindern aus armen Familien fehlen die Chancen, aus ihrem Leben das zu machen, was sie könnten, wenn sie in besseren Verhältnissen leben würden. Dennoch: Im Vergleich mit der offensichtlichen Armut in Afrika ist die in der Schweiz schwieriger zu vermitteln, oder? In der Schweiz weiss man mehr über die Lebensumstände von subventionierten Kühen als über Kinder. Daraus lässt sich auch schön ablesen, wo für Politik und Wirtschaft die Prioritäten liegen. Aber wie die meisten anderen Länder hat auch die Schweiz die Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Und daraus leiten sich klare Pflichten des Staats ab, sämtlichen Kindern in der Schweiz eine lebenswerte Existenz und die gleiche Rechtssicherheit zu ermöglichen – auch für Kinder im Asylverfahren, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Sans-Papiers.
sägen sind. Ich habe noch nie von Eltern gehört, dass sie ihre Kinder zu teuer finden. Interessant ist der Vergleich mit anderen Industrieländern: In Holland und Ungarn gibt es weniger Kinder, die in relativer Armut leben als in der Schweiz. Offensichtlich gelingt diesen Ländern ein Ausgleich besser. Und wie? Ganz entscheidend ist, dass die Kinder früh auch in der Peergroup aufwachsen können. Für arme Kinder ist deshalb der möglichst frühe Zugang zu Krippen wichtig. Dadurch erhalten sie die gleiche Bildungsvorbereitung wie alle anderen und können in der Interaktion mit der Gruppe ein gleichwertiges soziales Verhalten entwickeln.
Elsbeth Müller leitet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen seit bald 20 Jahren.
Welches sind die Hauptrisikofaktoren für Kinderarmut in der Schweiz? Die Eltern. Ihre Situation ist entscheidend. Risikofaktoren sind Trennung, Arbeitslosigkeit oder Sucht. Behinderungen oder plötzlich auftretende schwere Krankheiten können die Familie ebenfalls finanziell überfordern. Oft sind es Familien mit mehreren Herausforderungen, die unter die Armutsschwelle rutschen. Kinder aus betroffenen Familien tragen ein höheres Risiko, dass auch deren Kinder in Armut aufwachsen. Armut wird vererbt. Ja, das lässt sich weltweit beobachten. Besonders wenn es nicht gelingt, über Zugang zu Bildung daraus auszubrechen. Ist die zunehmende berufliche Spezialisierung ein Problem? Dass es immer weniger Jobs für weniger gut Gebildete gibt? Ja. Gleichzeitig müssen sie immer mehr leisten, um ihr Einkommen zu sichern, also etwa mehr als einen Job machen. Diese Zeit geht beim Familienleben ab und verursacht zusätzlichen Stress. Umso dringlicher ist die Frage, wie wir mit Menschen umgehen, die von der Ausbildung her auf dem Arbeitsmarkt immer weniger mithalten können. Alleinerziehende sind besonders gefährdet, in die Armut abzugleiten. Können wir uns Kinder überhaupt noch leisten? (lacht) Wenn man sich nur aufgrund finanzieller Kriterien für Kinder entscheiden würde, gäbe es auf der Welt deutlich weniger. Kinder sind eine enorme Bereicherung, auch wenn sie manchmal grosse Nerven-
Was könnte die Schweiz noch von anderen Ländern lernen? In England gibt es sogenannte Familienzentren, dort finden sich Spielplätze, Krippen, Kinderärzte – man trifft sich, der Austausch ist intensiv. Und entscheidend ist: Es sind Zentren für alle. Das erleichtert den Zugang auch für arme Familien. Niemand outet sich gern als Familie mit Problemen, deshalb fällt es gerade jenen, die so was bräuchten, viel schwerer, zu Treffpunkten zu gehen, die sich speziell an sie richten. Und natürlich gibt es auch Länder, die zahlen bessere, höhere Kinderzulagen, zum Beispiel Schweden, Luxemburg oder Dänemark. In Dänemark haben alle Familien zudem Anrecht auf kostenlose Kinderkrippen. Ein grosser Teil der Sozialhilfebezüger sind Kinder und Jugendliche. Was halten Sie von den neuen Regeln zur Sozialhilfe, die ja auch gerade sie treffen? Natürlich ist enormer politischer Druck vorhanden, diese Kosten zu senken. Dass die Bevölkerung kein Verständnis für Sozialhilfemissbrauch hat, ist nachvollziehbar. Auch mich ärgert das. Aber es gibt nicht 90 Prozent schwarze Schafe, sondern nur ein paar wenige. Es ist wichtig, dass Jugendliche arbeiten können. Man macht es sich zu einfach, wenn man ihnen das Geld streicht und sie gleichzeitig nicht beschäftigen kann. Wenn man kürzt, muss gleichzeitig die Arbeitsintegration verstärkt werden. Was ist mit den Kürzungen bei kinderreichen Familien? Da bin ich sehr skeptisch – gerade im Hinblick auf die Teilnahmemöglichkeiten in der Gesellschaft. Die Frage lautet auch hier wieder: Spart man die Gelder einfach, oder investiert man sie in Massnahmen, die dem Kind direkt zugutekommen? Die Idee, dass es in der Schweiz jeder schaffen kann, wenn er nur will, ist weit
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Spendenaktion
verbreitet – wer arm ist, ist also selber schuld, heisst es. Ist Armut hier deshalb besonders schambehaftet? Armut in der Schweiz ist ein gesellschaftliches Stigma, wer betroffen ist, versucht das meist so gut wie möglich zu kaschieren. Man redet nicht darüber – allenfalls, wenn die Probleme überwunden sind. Und dann heisst es, man habe eine Zeit hinter sich, in der man hätte «luege müesse». Inwiefern leiden die Kinder darunter? Ich vermute, dass Kinder die Einschrän kungen am häufigsten bei Äusserlichkeiten erleben. Sie bekommen aber auch den Stress mit, dem Mami und Papi ausgesetzt sind. Und manchmal spüren sie es auch direkt, etwa, wenn die Eltern ihnen erklären, dass sie nur eine halbe Stunde an die Chilbi gehen können. Die Unicef-Studie hat auch ergeben, dass der Cannabiskonsum unter Schweizer Jugendlichen besonders hoch ist – eine Flucht aus dem tristen Alltag? Ich bin überzeugt, dass eine problembela dene Kindheit zu destruktiven Formen der Stressbewältigung führen kann. Dauerstress belastet die kindliche Psyche massiv. Die Folge ist ein verändertes Sozialverhalten, und das wiederum kann sich zum Beispiel in einer Neigung zur Sucht zeigen. Wie zufrieden sind Sie mit der Politik in Bezug auf Kinderarmut? Politiker realisieren häufig nicht, dass die Zukunft, von der sie ständig sprechen, bereits geboren ist. Sie lebt unter uns, es sind unsere Kinder. Dass man sie nicht ernster nimmt, ärgert mich – vor allem auch, dass man sich darum foutiert, das Denken der Kinder bei wichtigen Entscheidungen miteinzubeziehen. Dabei wären Kinder und Jugendliche oftmals die besten Ratgeber. Dann lautet Ihre Forderung «Kinder an die Macht»? Ein adäquater Einbezug würde mir reichen. Spazieren Sie mal mit Kindern durch Zürich! Sie werden Ihnen genau zeigen können, was wo nicht funktioniert. Etwa beim Langsam verkehr: Die Kleinsten fürchten sich vor den Velofahrern, nicht vor den Autos. Bei den Autos wissen sie, dass sie aufpassen müssen, die Velofahrer aber kommen von hinten, man hört sie nicht. Kinder sehen die Proble me anders. Sie haben ein Anrecht darauf, gehört zu werden. Welche Parteien haben diesbezüglich am meisten Nachholbedarf? Mein Aufruf geht an alle Parteien. Ich habe Vertreter aus Rechtsparteien gesehen, die sich sehr stark engagieren. Und ich kenne Vertreter der Linksparteien, die überhaupt kein Verständnis für Kinder haben.
Nun ist Unicef ja hauptsächlich in Entwicklungsländern aktiv. Wie hat sich die Kinderarmut dort entwickelt, sind Verbesserungen in Sicht? Ja, es leben weniger Menschen in Armut als noch vor 15 Jahren. In Lateinamerika zum Beispiel haben enorme Veränderungen stattgefunden. Das Bruttosozialprodukt ist in vielen Ländern gestiegen, etwa in Vietnam: Vor 20 Jahren galt das ganze Land als arm, heute ist vielerorts der Aufschwung spür und sichtbar. Davon profitieren auch die Kinder. Was können wir hier tun, um global die Kinderarmut zu bekämpfen? Reicht es, einfach Geld zu spenden? Spenden sind wichtig. Aber es gibt noch einen anderen wichtigen Punkt: Die Menschen müssen ihre Einkommenssitua tion verbessern können. Dafür braucht es den Zugang zum Weltmarkt. Den müssen wir ermöglichen, umso mehr wir lange Zeit davon profitiert haben, dass gewisse Länder vom Weltmarkt abgeschnitten sind. Was leistet Unicef im aktuellen Flüchtlingsdrama? Wir sind auf der ganzen Route der Flüchtlinge präsent, sichern den Zugang zu Nahrung und medizinischer Versorgung, organisieren Familienzusammenführungen, es ist eine grosse Herausforderung. Unser Hauptfokus in dieser Krise bleiben aber Syrien und die umliegenden Länder. Nach Europa sind etwa 107 000 Kinder geflüchtet, in Jordanien, dem Libanon, im Irak und der Türkei dagegen gibt es Millionen Flücht lingskinder. Diese Länder tragen die Hauptlast. Und trotz allem haben wir für die Kinder dort nur knapp die Hälfte der eigentlich notwendigen Gelder beisammen. Sie sind in Ihrer Arbeit mit viel Leid konfrontiert – wie gehen Sie damit um? Einerseits braucht es eine professionelle Distanz, anderseits sollte einen das Schick sal der Kinder nicht kaltlassen. Wie gelingt einem das? ( lacht) Man braucht ein gutes Gemüt. Man muss sich darüber im Klaren sein, was man effektiv beitragen kann, um eine Situation zu verbessern. Was ist machbar, was bloss eine Träumerei? Man muss akzeptieren, dass es eine Arbeit der kleinen Schritte ist. Nach all meinen Reisen bleibe ich aber zuversichtlich. Ich bin überzeugt davon, dass wir noch viel mehr erreichen können. Dafür braucht es Solidarität und einen partnerschaftlichen Umgang unter allen Ländern. Und es braucht Zeit. Nochmals 20 Jahre? Ich glaube schon. Aber nicht mit mir.
Arme Familien in Industrieländern – die Zahlen und Fakten. Migrosmagazin.ch
Hilfe für bedürftige Kinder Die Migros wird auch dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit eine Spendenaktion durchführen. Diesmal soll bedürftigen Kindern in der Schweiz geholfen werden. Die Migros wird den Gesamtbetrag mit bis zu einer Million verdoppeln. Das Geld fliesst zu gleichen Teilen an die Hilfswerke Caritas, Heks, Pro Juventute und Winterhilfe, die es für ausgewählte Projekte einsetzen. Wenn Sie jetzt schon spenden möchten, können Sie ab sofort Ihren Wunschbetrag per SMS mit dem Keyword KINDER an die Nummer 455 senden. Beispiel: Für eine Spende von 50 Franken senden Sie den Text KINDER 50 an die 455. Wir danken für Ihre Teilnahme. Unicef
Einsatz für die Kinder der Welt Elsbeth Müller (59)
leitet Unicef Schweiz seit 1996. Unicef ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, mit Hauptsitz in New York. Es wurde 1946 gegründet, die Schweizer Sektion gibt es seit 1959. Für Unicef engagieren sich mehr als 10 000 Menschen in über 150 Ländern. Sie setzen sich dafür ein, dass Kinder überleben und wohlbehalten aufwachsen können. Zu den Aufgaben von Unicef gehören Programme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch und Ausbeutung. Unicef.ch
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Migros-Welt MM42
Zitat der Woche
«Das ist die nächste Revolution des Detailhandels.» LeShop.ch-CEO Dominique Locher in der «Handelszeitung» vom 5. Oktober über die Drive-Pickup-Stationen, wo Kunden online bestellte Waren per Auto abholen.
Bei der Arbeit
Bilder: Mirko Ries, Keystone
Daniela Tenger (27), Researcherin am GottliebDuttweiler-Institute (GDI)
«Während meines Geschichts studiums habe ich mich mit der Vergan genheit be schäftigt. Jetzt befasse ich mich am GDI mit der Zukunft. Zum Beispiel, wie sich die Berei che Wohnen und Bildung entwickeln. Wir verstehen uns dabei als Ideengeber und nicht als Wahrsager. Unsere Studien sollen Dis kussionen aus lösen. Deshalb schätze ich Referate. Dort kommen direkte Rück meldungen und manchmal auch Inspira tionen für neue Forschungs projekte.»
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Zahl der Woche
1191
Spielwaren gibt es neu im Onlineshop von Melectronics. Damit kann ein grosser Teil des Spielwarensortiments der Migros ab sofort via Internet bestellt werden – von Legoburgen bis zu Plüschtieren. Das Angebot wird laufend erweitert und die Bestellung gratis nach Hause geliefert.
Auf dieser ÖlpalmenPlantage in Kambodscha ist der Anbau nachhaltig. Palmöl
Versprechen bald erfüllt Die Migros hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende 2015 soll gemäss einem Gene rationMVersprechen die MIndustrie bei der Produktion von Lebens mitteln nur noch Palm öl aus nachhaltigem Anbau verwenden. Das Öl muss von zertifizier ten Plantagen stammen, deren Betreiber unter anderem auf Brand rodung verzichten und auf die Landrechte der einheimischen Bevölkerung achten. Dieses Generation MVersprechen ist nun fast vollständig erfüllt: Rund 98 Prozent des für Lebensmittel verwen deten Palmöls stammt von zertifizierten Planta gen. Neu enthalten zum Beispiel fast alle Teige des MIndustriebetriebs Jowa nur noch nachhal tig produziertes Palmöl. Die betreffenden Produkte sind mit dem Gütesiegel der Orga nisation Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) gekennzeichnet.
Jugendskilager 2016 Zum 75. Mal findet vom 2. bis 9. Januar 2016 das Jugend
skilager von SwissSki statt. Auch im Jubiläumsjahr tritt die Migros wieder als Hauptsponsorin der Lagerwoche in der Lenk BE auf. Wer sich noch für das grösste Schneesportlager des Landes einschreiben möchte, muss sich sputen – die Anmeldefrist läuft am 31. Oktober ab. Teilnehmen können Jugendliche mit den Jahrgängen 2001 und 2002, die beim letzten Juskila nicht mit von der Partie waren. Die 600 Teilnehmer werden am 7. November in Bern ausgelost.
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Infos und Anmeldung: www.juskila.ch
Fensehen
Klassiker nicht verpassen Bald gibt es ein Wiedersehen mit dem Schweizer Kinoklassiker «MarieLouise»: Das Werk aus dem Jahr 1944 läuft am Freitag, 16. Oktober, um 22.25 Uhr in einer restaurierten Fassung auf SRF 1. Die erste Wiederaufführung des Films fand zuvor schon am diesjährigen Zurich Film Festival statt. Die Geschichte des Films ist brandaktuell: Ein Flüchtlingsmäd chen entkommt den Greueln des Kriegs, es findet bei einer Schweizer Familie Zu
flucht, doch nach drei Monaten droht ihm die Abschiebung. Das Drama fand Ende des Zweiten Weltkriegs beim Schweizer Publikum zuerst keinen Anklang. Doch MigrosGründer Gottlieb Duttweiler setzte sich unermüdlich für den Film ein – unter anderem verschenkte er Kinobillette an die Kundschaft seiner Läden. Am Ende wurde «MarieLouise» nicht nur zum Kas senerfolg; das Werk gewann sogar als ers ter fremdsprachiger Film einen Oscar.
Josiane Hegg spielte das Flüchtlingskind im Film «Marie-Louise».
Bilder: StockFood, Monika Flückiger, Zvg
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 35
Mais ist nach Weizen das am meisten gehandelte Getreide und als Nahrungs mittel unentbehrlich. Das goldene Korn lässt sich vielseitig verwen den. Es steckt zum Beispiel in Brot, Corn flakes, Popkorn oder Polenta. Aber auch frisch als Gemüse oder pikante Salatbeigabe sorgt der Mais für kuli narische Abwechslung.
3.28 g Eiweiss 289 mg Kalium 83 mg Phosphor 12 mg Vitamin C
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Rezepte mit Mais auf Seite 47
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Vielseitig Das süssliche Aroma des Zuckermais passt zu vielen Gerichten. Die Körner las sen sich mit einem Messer einfach vom Kolben ab schaben und anschliessend gekocht oder gedünstet als Gemüse zubereiten. Die Kolben können auch im Ganzen in Salzwasser gekocht, mit Butter bestri chen und in Alufolie gewi ckelt im Backofen oder auf dem Grill gegart werden. Mais hat einiges an Nährstoffen zu bieten.
Er ist eine gute Protein quelle und enthält Pro vitamin A, Vitamine der BGruppe und viel Vitamin C sowie Kalium, Phosphor, Eisen und Kalzium.
Filme fürs Dorf Bereits zum 13. Mal fährt das mobile Kino «Roadmovie» dieses Jahr durch kleine Gemeinden der Schweiz und zeigt dort aktuelle Werke des Schweizer Kinos. Am Nach mittag findet jeweils eine Vor führung für Schüler statt, an den Abendaufführungen sind dann auch einzelne Protagonisten des Films, sprich der Regisseur oder Schauspieler, anwesend. Die Tournee macht momentan in der Romandie Halt und kommt ab dem 22. Oktober in die Deutschschweiz. Unter stützt wird das Filmerlebnis vom Migros Kulturprozent. Daten der Vorführungen und Filminfos gibts unter: Roadmovie.ch
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Klubschule
Kurse für die Berufsfitness In der Klubschule starten demnächst Lehrgänge im kaufmännischen und administrativen Bereich – ideal für Wiedereinsteiger und alle, die den Job wechseln möchten. Text: Denise Jeitziner
S
o wie die Welt sich stetig dreht, so verändern sich auch die Anforderungen ständig – in der Berufswelt oft besonders schnell. Wer bei kaufmännischen oder administrativen Tätigkeiten mit den Veränderungen Schritt halten oder nach der Kinderpause wieder Anschluss finden möchte, findet in der Briger Klubschule passende Aus- und Weiterbildungsmodule. Praxisnahes Wissen sowohl für Wiedereinsteiger als auch für Angestellte, die ihre Kentnisse auffrischen wollen, wird im Lehrgang «Sachbearbeiter/in Administration» (30. Oktober bis 8. April, jeweils Freitag von 13 bis 17 Uhr) vermittelt – ungezwungen und ohne Prüfungsstress. Die 82 Lektionen decken alle wichtigen Aspekte in den Bereichen Informatik, Projektmanagement, Zeitmanagement,
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 37
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis
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moderne Geschäftskorrespondenz und konstruktive Kommunikation ab, so dass sich die Absolventen mühelos in der Arbeitswelt behaupten können. Wer bereits eine Ausbildung hat, etwa in einem technischen, verkaufs orientierten, sozialen oder hand werklichen Beruf, und einen Job wechsel in den kaufmännischen Bereich erwägt, dem bietet der Lehr gang «Handelsschule mit Diploma/ ECDL Base» eine fundierte Zusatz ausbildung. Zum praxisnahen Unter richt zählen unter anderem die Fächer schriftliche Kommunikation, Rechnungswesen, Recht und BWL, im Selbststudium zu Hause wird das Wissen vertieft. Am Ende des Lehr gangs (4. Januar bis 24. Juni 2016, jeweils Montag und Freitag von 8 bis 17 Uhr) können die Teilnehmenden die international anerkannten Zerti
fikate ECDL Base sowie ECDL Typing Skills erlangen. Vom Computerprofi bis zum Erwachsenenbildner
Im Lehrgang «ECDL Base» (Start: 7. November) liegt der Fokus auf dem PC. An 16 Samstagen – der Kurs dau ert jeweils von 8 bis 12 Uhr – erlernen die Teilnehmer die Grundlagen von Textverarbeitung, Tabellenkalkula tion und Ordnerstruktur. Ein weiterer Schwerpunkt der EDCL-BasisModule liegt auf dem Internet, besonders darauf, wie man Suchmaschinen, das Mailprogramm und den Kalender optimal nutzt. Vor aussetzung für den Lehrgang ist die Teilnahme am Kurs «Einstieg in den Computeralltag» oder vergleichbare Kenntnisse. Wer unsicher ist, kann seinen Wissensstand mit einem Eig
nungstest auf www.klubchule.ch/ iknow prüfen. Nach dem Lehrgang besteht die Möglichkeit, mit den vier ECDLTests das international aner kannte Zertifikat ECDL Base zu er halten. Wer selber Wissen an Erwachsene weitergeben möchte, kann mit dem Modul «Lernveranstaltung mit Erwachsenen durchführen / Ada FA M1» den Grundstein dafür legen (112 Lektionen, Datum auf Anfrage). Es richtet sich an alle, die nebenbe ruflich Erwachsene unterrichten oder dies in Zukunft beabsichtigen. Die Grundausbildung ist das erste von insgesamt fünf Modulen auf dem Weg zum eidgenössischen Fachaus weis Ausbilder/in. MM Alle Infos zu den Lehrgängen gibt es bei der Klubschule Migros in Brig, Tel. 027 720 66 50, eclub.brig@migrosvs.ch oder www.klubschule.ch
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 39
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60 Jahre Migros
Zum Purzeltag gibts Rabatte Die Migros Wallis organisiert weiterhin
Rabattaktionen aus Anlass ihres 60. Geburtstags. In den Filialen erinnert die Verpackung des Sel des Alpes an die 50er-Jahre: Das Salz ist zum Aktionspreis erhältlich. Und der Schweinsbraten (Hals) wird zum selben Preis wie 1955 angeboten. Das Geburtstagskind wird auch mit
30 Delegierte vertreten die 79 000 Genossenschafter und Genossenschafterinnen der Migros Wallis. Genossenschaftsrat
Hinter die Kulisse blicken Bilder: Didier Bérard, Ivan Mateev | 123rf.com, Igor Mojzes | 123rf.com
Der Genossenschaftsrat der Migros Wallis tagte in Martinach. Die Delegierten erfuhren Wissenswertes zum Geschäftsgang und zu den Herausforderungen im Detailhandel.
A
m Freitag, 18. September hielt der Genossenschaftsrat in der Zentrale der Migros Wallis in Martinach seine 253. Sitzung ab. Die dreissigköpfige Versammlung, welche die 79 000 Genossenschafterinnen und Genossenschafter vertritt, tagt viermal im Jahr, um sich über das Unternehmen auf dem Laufenden zu halten, um Fragen aus der Bevölkerung einzuspeisen und der Verwaltung Vorschläge zu unterbreiten. Nach dem Wahlprozedere für die Legislaturperiode 2016 bis 2020 bot Max Alter, Geschäftsleiter der Mi-
gros Wallis, eine Tour d‘Horizon zum Geschäftsgang des Unternehmens und dem Detailhandel in der Schweiz. Laut der GfK-Studie droht diesem die stärkste Umsatzeinbusse der letzten 35 Jahre. Doch ist es erfreulich festzustellen, dass die Walliser Genossenschaft ein Umsatzwachstum verzeichnet. Max Alter präsentierte dem Genossenschaftsrat ebenfalls die zukünftigen strategischen Leitlinien. Wie ein Laden funktioniert
Auch die Vertreterinnen der sozialen und kulturellen Kommission und der Ladenkommission kamen
zu Wort. Sie stellten die vier neuen Vereine vor, die von der Genossenschaft finanziell unterstützt werden, und die Vertreterin der Ladenkommission fasste die drei letzten Lieferantenbesuche zusammen. Am Schluss hielt Christian Grognuz, Leiter Supermärkte der Migros Wallis, ein Referat darüber, wie die Ladensortimente bestimmt werden. Dieser sehr interessante Vortrag ermöglichte allen Anwesenden ein besseres Verständnis der Funktionsweise des Unternehmens und einen umfassenden Blick hinter die Kulissen des Unternehmens. MM
anderen Aktionen gefeiert, zum Beispiel im melectronics mit einem Samsung-Fernsehgerät «Curved Screen» und einem Acer-Apire-Notebook zu reduzierten Preisen. In den Restaurants gibt es die Vermicelles-Torte zum Geburtstagspreis. Zu guter Letzt erzählt eine Ausstellung im Einkaufszentrum Manoir in Martigny die Geschichte der Migros Wallis anhand von Fotos. www.migroswallisgeschichte.ch
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42 | MM42, 12.10.2015 | MIGROS-WELT
Nachhaltiger Fisch
Delikatesse aus heimischen Seen Neu gibt es in der Migros auch im Tiefkühlbereich nachhaltigen Fisch aus Schweizer Gewässern. Zum Beispiel Felchen aus dem Zürichsee. Sie sind nicht nur als Knusperli ideal für die schnelle Küche. Text: Anna-Katharina Ris
Rezept: Regula Brodbeck
Meter für Meter ziehen Bernhard Zahner und sein Mitarbeiter Johnson Chidyanga das Bodennetz aus dem Zürichsee und hoffen auf einen ertragreichen Fang.
S
tockdunkel ist es noch, wenn Bernhard Zahner, Berufsfischer aus Gom miswald SG, morgens um 4 Uhr auf den Obersee hin ausfährt. Seine Beute sind Felchen, die er mit zehn, jeweils 90 Meter langen und 2,5 Meter hohen Bodennetzen fängt. Rhythmisch zieht er die Netze an die Wasseroberfläche und holt den einen oder anderen Felchen heraus. Zahner ist etwas besorgt: «Zuletzt hatten wir keine guten Fangjahre im Zürichsee. Vermut lich ist das Wasser zu sauber und enthält zu wenig Nährstoffe. Die Fische finden daher zu wenig
Plankton zum Fressen.» Wenn sein eigener Fang knapp ausfällt, kauft er von anderen Berufs fischern Felchen dazu. Heute sind es zehn Kilogramm. Ein mässiges Resultat. Verarbeitung von Hand
Bernhard Zahner verlädt die Fische ins Auto und fährt zurück nach Gommiswald. Dort stehen seine Mitarbeiter bereit, um die Felchen weiterzuverarbeiten. Dabei ist jeder Schritt Hand arbeit. Zunächst filettieren sie die Fische und schneiden sie in Stücke. Diese werden mariniert und anschliessend in einen Back
teig getaucht. Dann kommen sie portionenweise in die Fritteuse und hernach in den Schock froster, wo der Gefriervorgang startet. Nur wenige Stunden dauert es vom Zeitpunkt des Fangs bis zum Gefrieren. Nun fehlen nur noch das Verpacken und der Transport in die Verteil zentrale der Migros. Engagement der Migros
Im Rahmen ihres Nachhaltig keitsprogramms Generation M hat sich die Migros zum Ziel gesetzt, bis 2020 nur noch Fisch zu verkaufen, der aus nachhal tigen Quellen stammt. Im Seg
ment Frischfisch an der bedien ten Theke ist dieses Ziel bereits erreicht und mit den Felchen im Tiefkühlangebot ein weiterer wichtiger Schritt getan. Denn der WWF stuft Schweizer Fische aus Wildfang generell als emp fehlenswert ein. Das Fischerei gesetz schreibt sowohl Schon zeiten als auch Schutzgebiete vor und macht Vorgaben zu Fanggerät und Mindestgrössen. Mit Fisch aus nachhaltigen Quel len ist gemeint, dass dieser min destens «akzeptabel» gemäss WWFBewertung ist, oder wenn dieser aus MSCzertifizierten Fischereien stammt. Für Zucht
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 43 Rezept www.saison.ch
Fischbrötchen mit Gurken-Dill-Sauce Kleine Mahlzeit für 4 Personen 250 g Gurke ½ TL Salz 250 g griechisches
Joghurt, nature 1 TL Senf 1 Knoblauchzehe ½ Zitrone 1 Bund Dill Salz, Pfeffer 300 g tiefgekühlte Felchenfilets im Backteig 1 Steinofen-Baguette à 260 g ca. 8 Salatblätter
fische sind die Labels Bio und ASC massgebend.
Bilder: Markus Bühler-Rasom; Veronika Studer (Food)
Auch eine Art Qualitätsgarantie
Wer sich für den globalen Schutz der Fischbestände engagieren möchte, konsumiert nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen und wird dafür auch mit Qualität belohnt. Die Felchenfilets im Backteig aus der Migros jeden falls sind ein hochwertiges Pro dukt, das aus ganzen Filetstücken besteht. Bereitet man sie fach gerecht im Backofen, in der Brat pfanne oder in der Fritteuse zu, wähnt man sich fast in einem Fischrestaurant am See. MM
Zubereitung
Gurke entkernen und in kleine Würfel schneiden. Mit Salz mischen und in einem Sieb ca. 30 Minuten abtropfen, ausdrücken. Backofen auf 250 °C Umluft vorheizen. Joghurt und Senf verrühren, Knoblauch dazupressen, Zitronenschale dazureiben. Dillspitzen und Gurkenwürfel beigeben. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Felchenfilets 10 Minuten nach Packungs anleitung aufbacken. Baguette längs halbieren. Untere Hälfte mit Salat belegen. Sauce und Fischfilets darauf verteilen. Mit der oberen Brothälfte decken und in Stücke schneiden. Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + 30 Min. abtropfen + 10 Min. aufbacken
Pro Person ca. 20 g Eiweiss, 17 g Fett, 52 g Kohlenhydrate, 980 kJ/235 kcal
Wildfang aus Schweizer Seen
Ein Teil von
Der Felchen zählt zu den beliebtesten Schweizer Speisefischen.
Schweizer Felchenfilets im Backteig, tiefgekühlt, 300 g Fr. 10.50
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 45
Frey
Kleine Tafel, grosse Auswahl Wer sich und seine Gäste mit einer Auswahl kleiner, feiner Köstlichkeiten verwöhnen möchte, ist mit den assortierten Napolitains bestens versorgt. Zumal es sie neu in zwei Varianten gibt. Während die Mischung «Selection» sieben erlesene Kreationen – Milch extra fein, Noxana, Noir Special 72 %, Giandor, Blanca, Blond und Noxana Crémant – zu bieten hat, enthält die Mischung «Classics» die sechs beliebten Tafelsorten Milch, Milch-Nuss, Crémant 47 %, Les Adorables Frelitta, Blanc Croquant und Splendor.
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Bild: Raphael Zubler; Styling: Katja Rey
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 47
Saisonküche
Der Mais ist heiss
Einfach kann so köstlich sein – dafür ist Polenta der beste Beweis. Der Maisgriess lässt sich in vielen Varianten zubereiten und harmoniert mit Süss und Salzig. Auch ganz am Kolben gegart ist das süsse Korn ein kulinarischer Verführer. Und das nicht nur vom Grill. Rezepte: Annina Ciocco
Herausnehmen und sammeln!
Text: Jacqueline Vinzelberg Bilder & Styling: Claudia Linsi
Aufwand ca. 15 Minuten Für 4 Personen
Noch mehr Rezepte Mit der 2-Minuten-Polenta mit Wirz und Gorgonzola steht schnell etwas Feines auf dem Tisch.
Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– www.saison.ch/abo
48 | MM42, 12.10.2015 | MIGROS-WELT
Blitz-Polenta mit Wirz und Gorgonzola
Maiskolben mit Limetten-Sesam-Salz
Polentaschnitten mit Tomaten und Zucchetti
Aufwand ca. 15 Minuten Für 4 Personen
Aufwand ca. 60 Minuten
Aufwand
Für 4 Personen
ca. 35 Minuten Für 4 Personen Zutaten 8 dl Bouillon 4 dl Milchdrink 250 g feiner Maisgriess (2-Minuten-Polenta) 200 g Gorgonzola Salz, Pfeffer 300 g Wirz 1 Zwiebel 2 EL Olivenöl Zubereitung
Bouillon mit der Milch aufkochen. Maisgriess unter Rühren einrieseln lassen. Unter ständigem Rühren ca. 4 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Gorgonzola in Stücke schneiden. Die Hälfte unter die Polenta mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt ca. 5 Minuten quellen lassen. Wirz und Zwiebel in Streifen schneiden. Zwiebel im Öl dünsten. Wirzstreifen beigeben. Kurz braten, sodass sie noch knackig sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Polenta und dem restlichen Gorgonzola servieren. Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 24 g Fett, 54 g Kohlenhydrate, 2150 kJ/520 kcal
Zutaten
6 8 EL 2 EL 2 100 g
Zuckermaiskolben Sesamsamen Fleur de sel Limetten Butter
Zubereitung
Zuckermaiskolben von Blättern und Haaren befreien. Reichlich Wasser in einer grossen Pfanne aufkochen. Die Kolben bei kleiner Hitze zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen. Inzwischen Sesamsamen in einer Bratpfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht Farbe annehmen. Mit dem Fleur de sel in einen Mörser geben. Von den Limetten Schale in Zesten abziehen und dazugeben. Mörsern. Maiskolben aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und rundum mit Butter bestreichen. Mit Limetten-SesamSalz bestreuen. Tipp Maiskolben im Steamer oder Dampf-
kochtopf zubereiten. Gebrauchsanweisung des jeweiligen Geräts beachten. Pro Person ca. 12 g Eiweiss, 33 g Fett, 49 g Kohlenhydrate, 2250 kJ/540 kcal
Zutaten
8 dl 4 dl 150 g 120 g 25 g 1
7 EL 1 Bund 2 4 1
Gemüsebouillon Milchdrink grober Maisgriess (Bramata) mittelfeiner Maisgriess (Polenta) Parmesan Ei Salz, Pfeffer, Muskatnuss Olivenöl gemischte Kräuter, z. B. glattblättrige Petersilie und Schnittlauch Zucchetti à ca. 200 g Tomaten Knoblauchzehe
Zubereitung
1. Bouillon, Milch und groben Maisgriess aufkochen. Mittelfeinen Maisgriess einrieseln lassen. Unter häufigem Rühren bei kleiner Hitze ca. 40 Minuten köcheln lassen. Parmesan dazureiben und Ei beigeben. Alles gut mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ein Backblech mit wenig Öl bestreichen. Maismasse darauf ca. 1,5 cm dick ausstreichen. Mindestens 1 Stunde kühl stellen, bis die Polenta fest ist.
2. Kräuter hacken. Zucchetti und Tomaten in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte des restlichen Öls erhitzen. Knoblauch dazupressen. Zucchetti und Tomaten beigeben und kurz braten, sodass sie noch etwas Biss haben. Kräuter dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Polenta in Quadrate à ca. 8 × 8 cm schneiden. Portionenweise im restlichen Öl knusprig braten und mit den Tomaten und Zucchetti anrichten. Pro Person ca. 16 g Eiweiss, 25 g Fett, 57 g Kohlenhydrate, 2200 kJ/520 kcal
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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40% M-Classic Turkey-Breast gebraten, Ungarn, per 100 g 20x 3.70 NEU *,** TerraSuisse Cervelas im 3er-Pack, 3 x 2 Stück 4.20 statt 7.05 40% M-Classic Pouletbrust hauchdünn geschnitten, Brasilien, 187 g 3.90 statt 5.60 30% Bündner Rohschinken Surchoix in Jumbo-Fresh-Schale, Schweiz, 171 g 5.90 statt 11.80 50% Optigal Poulet-Geschnetzeltes im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 222 g 15.– statt 22.60 33% ASC Crevetten Tail-on gekocht, Zucht aus Vietnam, 500 g 19.90 statt 28.50 30% TerraSuisse Kalbsbratwurst, Schweiz, 3 x 280 g 10.90 statt 15.60 30% M-Classic Prosciutto Cotto, Schweiz, Packung à 2 Stück, 2 x 172 g 6.50 statt 9.50 30% TerraSuisse Schweinsnierstück geräuchert, Packung à 600 bis 800 g, per 100 g 1.95 statt 3.30 40% TerraSuisse Schweinsfilet, Schweiz, per 100 g 4.40 statt 5.50 20% Rehgeschnetzeltes, Österreich/ Ungarn, Schale à 200 g, per 100 g 3.85 statt 5.50 30% Kaninchen ganz, Ungarn, per 100 g 1.45 statt 2.10 30% MSC Goldbuttfilet, Nordostatlantik, per 100 g 1.90 statt 2.75 30%
BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Starbucks Milchmischgetränke, z.B. Seattle Latte, Fairtrade, 220 ml 1.65 statt 2.10 20% Valflora Vollrahm UHT, 2 x 500 ml 3.90 statt 6.50 40% Mini Babybel, Netzli à 18 x 22 g 5.85 statt 8.40 30%
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BLUMEN & PFLANZEN Fairtrade Rosen, Stiellänge 40 cm, erhältlich in diversen Farben, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 Fairtrade Duftrosen Sprayrosen Bouquet, pro Stück 20x 17.90 NEU *,** Fairtrade Sprayrosen Bouquet, 20x pro Stück 15.90 NEU *,**
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Branches Classic im 60er-Pack, UTZ, 60 x 27 g 16.– statt 26.70 40% Diverse Ferrero Kinder Schokoladenartikel in Sonder- oder Mehrfachpackungen (ohne Molkereiprodukte aus dem Kühlregal), z.B. Kinder Schokoladenriegel im 4er-Pack, 4 x 100 g 4.55 statt 4.80 Napolitains Classics der Marke Frey, UTZ, 20x 750 g 17.20 NEU *,** Napolitains Selection der Marke Frey 300 g oder 750 g, UTZ, 20x z.B. 300 g 9.40 NEU *,** Frey Rêves d’or, UTZ, 45 g 20x 4.90 NEU *,** Sélection Carrés aux fruits extra-fins, 120 g 11.40 NEU *,** 20x Frey Tafelschokoladen à 100 g im 6er-Pack, UTZ, z.B. Noxana Milch, 6 x 100 g 8.60 statt 12.30 30% Sélection Tafelschokolade Nectar de coco, 80 g 20x 5.20 NEU *,** aha!, UTZ Milchschokolade mit Mandeln, 100 g 2.30 NEU ** 20x Alle Midor Biscuits im Beutel (ohne Tradition), z.B. Bärentatzen, 380 g 2.40 statt 3.– 20% Walkers Highlanders, Chocolate Chip oder Chocolate Chunk Biscuits im 3er-Pack, z.B. Highlanders, 3 x 200 g 9.95 statt 13.50 25% Caruso Oro Kaffee Bohnen oder gemahlen im Duo-Pack, UTZ, z.B. Bohnen, 2 x 500 g 8.90 statt 19.– 50% Delizio Nepal Kaffeekapseln, Limited Edition, 12 Stück 20x 7.90 NEU *,** Alle Bio, Fairtrade Kaffees, z.B. gemahlen, 500 g 6.60 statt 8.60 20% Alle Fairtrade Honige, z.B. Blütenhonig cremig, 500 g 4.75 statt 6.20 20% Farmer Croc Müesli im Duo-Pack, mit Gratis-Verschlussklammer, z.B. Waldbeeren, 2 x 500 g 7.60 statt 9.60 20% Farmer Soft Choc Marroni, UTZ, Limited Edition, 192 g 20x 4.40 NEU *,**
M-Classic Reiswaffeln, aha!, Sweet Chili oder Balsamico, z.B. Sweet Chili, 50 g 20x 1.60 NEU *,** Alle Fairtrade-Trockenfrüchte, -Nüsse oder -Rohrzucker, z.B. Migros-Bio Datteln, 200 g 1.65 statt 2.10 20% Finizza Pizza Prosciutto oder Mozzarella im 3er-Pack, tiefgekühlt, z.B. Prosciutto, 3 x 330 g 8.40 statt 12.– 30% Gesamtes Farmer’s Best Sortiment, tiefgekühlt, z.B. Rahmspinat, 800 g 2.55 statt 3.20 20% MSC Pelican Atlantische KabeljauRückenfilets, tiefgekühlt, 1 kg 15.60 statt 26.– 40% Gesamtes Costa Sortiment, tiefgekühlt, z.B. Krevetten Knoblauch, 200 g 6.– statt 7.50 20% Optigal Poulet Calzone paniert, tiefgekühlt, 2 x 125 g 20x 4.80 NEU *,** Don Pollo Cheese Chicken Nuggets, tiefgekühlt, 400 g 20x 6.50 NEU *,** M-Classic Pouletschenkel mit Frischkäse und Curry, tiefgekühlt, 310 g 7.– NEU *,** 20x Alle Crème d’or Dosen 750 ml oder 1000 ml, z.B. Grand Marnier, 750 ml 6.85 statt 8.60 20% Alle Fairtrade Fruchtsäfte (ohne M-Classic Fairtrade), z.B. Gold Orangensaft, 1 Liter 1.55 statt 1.95 20% Gesamtes Actilife Sortiment, z.B. Actilife Breakfast, 1 Liter 1.45 statt 1.85 20% Vittel im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter 2.85 statt 5.70 50% Alle Ice Tea PET in 6er-Packungen, 6 x 1.5 Liter, z.B. Zitrone 4.05 statt 8.10 50% Alle Fairtrade Trockenreis, z.B. Bio Basmatireis, 1 kg 4.70 statt 5.90 20% Original Rösti im 3er-Pack, 3 x 500 g 2.90 statt 5.85 50% Bio, Fairtrade Quinoa, z.B. Quinoa weiss, 400 g 4.45 statt 5.60 20% Alle M-Classic Teigwaren, ab 2 Packungen, jede –.50 günstiger, z.B. Hörnli gross, 500 g 1.– statt 1.50 Alle Ponti Essige oder Dressings, z.B. Aceto Balsamico di Modena, 50 cl 3.40 statt 4.25 20% Alle Fairtrade Gewürze, z.B. Safran gemahlen, 500 mg 3.55 statt 4.45 20% Gesamtes Knorr Suprême Sortiment, z.B. Eierschwämmlisuppe, 95 g 2.90 20x PUNKTE ** 20x Alle Bon Chef Beutelsaucen, ab 2 Stück, jedes –.30 günstiger, z.B. Jägersauce, 46 g 1.30 statt 1.60 Knorr Kräuterbouillon, 20x 109 g 4.75 NEU ** Knorr Steinpilzbouillon, 20x 100 g 4.75 NEU ** Zweifel Chips in XXL-Packungen, Nature oder Paprika, z.B. Paprika, 380 g 5.95 Alle Frischback-Gipfel gekühlt im Duo-Pack, z.B. M-Classic Buttergipfel, 420 g 4.50 statt 6.– 25% M-Classic Cakes oder Biskuits, z.B. Vogelnestli, 360 g 3.90 statt 4.90 20% Berliner im 6er-Pack, 6 x 70 g 3.90 statt 5.85 6 für 4
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 57
Wissenswertes Hintergrund
Rund um den Mais Herkunft Die Maispflanze ist rund 9000 Jahre alt, gezüchtet aus einer mexikanischen Grasart. Von Mexiko aus verbreitete sie sich über ganz Südamerika. Christoph Kolumbus brachte sie schliesslich nach Europa. Heute ist Mais eines der wichtigsten Grundnahrungsund Tierfuttermittel weltweit. Sortenvielfalt
Ausser dem wohlbekannten gelben Mais gibt es auch schwarze, rote, violette, weisse oder gemischtfarbige Sorten. Sie stammen meist aus Mittel- oder Südamerika.
Mehr Rezepte unter Saison.ch
Bunte Körnerwelt Prall, glänzend und hübsch aufgereiht präsentiert der Mais seine schmackhaften Körner. Die Sortenvielfalt ist gross, und auch in Sachen Zubereitung entpuppt sich der gebürtige Mexikaner als Siebesiech. Roter Tessiner* Rosso del Ticino ist eine alte regionale Maissorte, die vor gar nicht langer Zeit erst wiederentdeckt wurde. Markant ist die rote Schale der Körner. Der Rote Tessiner empfiehlt sich besonders für Polenta und wird seit 2004 speziell dafür wieder im Tessin angebaut. * als Maisgriess in der Migros regional erhältlich.
Babymais Beim Baby- oder Minimais handelt es sich um Zuckermais, der mit zehn Zentimeter Länge unreif geerntet wird. Er ist hauptsächlich sauer eingelegt in der Konserve erhältlich. Die zarten Kolben schmecken aber auch sehr gut als Frischgemüse. Zum Beispiel blanchiert und mit etwas Butter und Zucker oder Salz sautiert.
Saison
Zuckermais wird hierzulande von Mitte Juli bis Ende Oktober geernet.
Bilder: 123rf, All Mauritius, Seasons Agency
Haltbarkeit Frische Maiskolben sollten schnell verzehrt werden. Bei längerer Lagerung verwandelt sich der enthaltene Zucker in Stärke, und der Mais schmeckt mehlig. Vorgekochte und eingeschweisste Kolben halten sich hingegen gut längere Zeit im Kühlschrank. Schnelle Küche Maiskörner aus der Dose sind eine feine Salatzugabe und schmecken kurz in Butter gedünstet als Gemüsebeilage zu vielen Gerichten. Sie lassen sich ausserdem samt Flüssigkeit ruckzuck zu einer cremigen Suppenmahlzeit verarbeiten. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
Zuckermais Zum Rohessen sind nur Zuckermaissorten geeignet. Sie sind in verschiedenen Grössen, Formen und Farben erhältlich. Typisch ist ihr süsslicher Geschmack. Andere Sorten wie Körner-, Hart-, Weich- oder Zahnmais werden als Tierfuttermittel verwendet oder getrocknet zu Mehl und Griess gemahlen.
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 59
Aus der Region. Für die Region.
Herbstausflüge, die sich lohnen Einfach grandios, was jede einzelne Region unserer Schweiz an Spezialitäten zu bieten hat – kulinarisch, landschaftlich und kulturell. Die Migros-Genossenschaften geben Tipps für herbstliche Unternehmungen mit individueller Note, zum Beispiel in den Regionen Neuenburg-Freiburg, Ostschweiz und Zürich. Text: Claudia Schmidt
1. La Chaux-de-Fonds
Die Stadtlandschaft Uhrenindustrie von La Chaux-de-Fonds gehört seit 2009 zum Unesco-Weltkulturerbe. Einst wurde in der auf 1000 Meter über Meer gelegenen grössten Stadt im Hochjura rund die Hälfte aller Uhren weltweit produziert. Sie ist zudem Geburtsort von Le Corbusier. Logisch, dass sich hier neben dem internationalen Uhrenmuseum das erste vom weltbekannten Architekten gestaltete Haus befindet.
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MigrosGenossenschaft Neuenburg-Freiburg 2. Höhlenmühlen von Le Locle Im 17. Jahrhundert
Öffentliche Führungen jeden Sonntag um 14 Uhr (noch bis November).
Bilder: Keystone, Gabriel-Juergens & Zilm, Guillaume Perret; Illustration: Noël Fischer
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wurden die unterirdischen Mühlen von Le Locle gebaut, und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren sie in Betrieb. Nach der Stilllegung dienten sie zunächst als Schlachthof, bis Geschichts- und Höhlenforscher 1973 damit begannen, die alten Mühlen restaurieren zu lassen. Heute sind sie wieder funktionstüchtig und können besichtigt werden. www.lesmoulins.ch
Eine kulinarische Spezialität aus der Region Neuenburg-Freiburg sind Erdbeeren. Yannick Stabrowski baut sie für die Migros-Kunden in seinem Betrieb in Mur an.
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MigrosGenossenschaft Ostschweiz
1. Mit dem Velo auf den Hohen Hirschberg
Für eine Biketour auf den Hohen Hirschberg (1167 Meter ü. M.) braucht es zwar stramme Waden, für die Anstrengung wird man aber mit einer fantastischen Aussicht auf das Alpsteinmassiv belohnt. Die klassische Strecke führt von Oberriet SG hinauf zum Bergrestaurant und via Bildstein-Neuenalp zurück ins Rheintal.
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2. Bündner Naturmuseum
Bilder: Keystone, Gabriel-Juergens & Zilm; Illustration: Noël Fischer
Wenn das Wetter unwirtlich wird, lohnt sich ein Besuch im Bündner Naturmuseum in Chur. Dort fördert die Sonderausstellung «Das Reh. Durch Anpassung zum Erfolg» Interessantes und Überraschendes über die vertraute Wildtierart zutage und zeigt auf, weshalb das Reh aus der heutigen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2016 geöffnet.
3. Stiftsbezirk St. Gallen
Wer einen Ausflug nach St. Gallen mit der Erkundung der Kathedrale und des Stiftsbezirks auf eigene Faust verbinden möchte, kann dafür den neuen Audioguide (auf Deutsch, Französisch oder Englisch) nutzen. Das Gerät ist im Shop der Stiftsbibliothek* erhältlich. Natürlich finden nach wie vor auch herkömmliche Führungen statt. Der Stiftsbezirk ist seit über 30 Jahren Unesco-Welterbe. * Die Stiftsbibliothek ist vom 9. bis 27. November wegen Revision und Renigung geschlossen www.stiftsbezirk-sg.ch
Roman Schmid stellt in Marthalen Rauchfleischspezialitäten wie das Wyländer Zvieriplättli her. Seine Produkte sind in Migros-Filialen der Region Ostschweiz erhältlich.
www.bikefuehrer-rheintal.ch
Rheinfahrten 2015/16 mit den Luxusschiffen MSWilliam Shakespearebbbbb und MS Charles Dickensbbbbb
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Basel–Strasbourg–Amsterdam–Basel 8Tage ab Fr. 590.– (Rabatt Fr. 800.– abgezogen, Hauptdeck hinten,Vollpension) Tag Destination Ausflüge 1 Basel Individuelle Anreise nach Basel. Einschiffung ab 16.00 Uhr. Um 17.00 Uhr heisst es «Leinen los!». 2 Strasbourg Während einer Stadtrundfahrt* lernen Sie die Europastadt kennen. Die Hauptstadt des Elsass besitzt
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viele interessante Baudenkmäler. Französischen Charme verbreiten verträumte Kanäle und schöne Fachwerkhäuser. Am Mittag Weiterfahrt in Richtung Amsterdam. An Bord Geniessen Sie die schöne Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein» und entspannen Sie sich. Amsterdam Stadtrundfahrt* durch die niederländische Metropole und Besuch des Reichsmuseums (Abfahrten bis und mit 20.03.16). Ausflug* zum Keukenhof mit seiner einmaligen Blumenpracht (Abfahrten ab 26.03.16). Bei einer Grachtenfahrt* lernen Sie die Stadt vom Wasser aus kennen. Duisburg Mitten im Ruhrgebiet befindet sich die weltweit schönste und einstmals grösste Zeche und Kokerei. Ausflug* von Duisburg aus zum Welterbe Zollverein. Früher wurde hier rund um die Uhr Kohle gefördert und zu Koks verarbeitet. Heute sind Zeche und Kokerei UNESCO-Welterbestätten. Braubach– Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein», dem landschaftlich wohl schönsten Abschnitt des Rüdesheim Flusses mit der viel besungenen Loreley. In Rüdesheim Transfer mit dem Winzerexpress* zum Weingut von Adolf Störzel. Je nach Witterung findet die Weindegustation als Schlenderrundgang durch die Weinberge oder im Gewölbekeller statt. Baden-Baden Schöne Rhein-Schifffahrt. Ausflug* nach Baden-Baden. Rundgang durch die elegante Bäder- und Kunststadt mit mediterraner Atmosphäre. Start zur letzten Etappe. Basel Nach dem Frühstück Ausschiffung und individuelle Heimreise.
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MigrosGenossenschaft Zürich
1. Landesmuseum
Hinter den Fassaden des über 100-jährigen Bauwerks in unmittelbarer Nachbarschaft des Zürcher Hauptbahnhofs wird die Vergangenheit lebendig. Dabei greift das Landesmuseum auch gesellschaftlich relevante Themen auf. Aktuell und noch bis zum 3. Januar läuft eine Ausstellung, die Alois Carigiet (1902–1985), dem Vater vom SchellenUrsli und Begründer des legendären Cabaret Cornichon, gewidmet ist.
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Bilder: Keystone, Gabriel-Juergens & Zilm, shutterstock; Illustration: Noël Fischer
2. Sternwarte Urania
Die Sternwarte im Stadtzentrum ermöglicht einen Blick in die Weite des Universums. Die Phänomene, die sich hier entdecken lassen, werden von Fachleuten und mithilfe von Computersimulationen erklärt. Führungen finden bei jedem Wetter jeweils am Donnerstag, Freitag und Samstag um 21 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. www.urania-sternwarte.ch
3. Greifensee
Die Natur um den See und die idyllische Lage machen den Greifensee zu einem attraktiven Ausflugsziel. Rund um die unter Naturschutz stehenden Ufer führen bestens ausgebaute Wander- und Radwege. Privater Motorbootbetrieb ist verboten. Personenschiffe bieten jedoch Rundfahrten an. www.sgg-greifensee.ch
Auch Gemüseproduzent Fritz Meier aus Dällikon repräsentiert die Region Zürich. Seine Spezialität, die man in den Sommer monaten nur in den Filialen der MigrosGenossenschaft Zürich findet, sind Tomaten der Sorte «Red Kiss».
«Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, in jeder Region eine grosse Vielfalt an Produkten anzubieten, die in der Region hergestellt werden und auch nur in der Region erhältlich sind. Dank jahrzehntelangem Engagement umfasst das Migros-Sortiment heute rund 8000 regionale Produkte.
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Vitamin C und E Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Vitamin C ist auch wichtig für die Funktion von Haut und Knochen und erhöht zudem die Eisenaufnahme.
Viele Ballaststoffe und kein Zuckerzusatz: Actilife Crunchy Mix Fibre, 600 g Fr. 6.30
Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin E findet man hauptsächlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie in Ölen, Nüssen, Kernen und Samen.
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Proteinquelle mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen: Actilife Crunchy Mix Sport, 600 g Fr. 6.90 In grösseren Filialen
Rundum versorgt
Als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und in Kombination mit ausreichend Bewegung unterstützt Actilife die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Das Sortiment umfasst Frühstücksprodukte wie Müesli und Säfte sowie Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamine, Mineralstoffe und andere wertvolle Stoffe enthalten. Text: Anette Wolffram Eugster
Illustration: Paula Sanz
Enthält Kalzium, Magnesium und Vitamin D: Actilife Crunchy Mix Plus, 600 g Fr. 5.70
Magnesium Eine ausreichende Magnesiumversorgung trägt nicht nur zur Erhaltung normaler Knochen und einer normalen Muskelfunktion bei, sondern auch zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung. Magnesium kommt in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor, vor allem in grünem Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Kernen und Samen. Actilife Eisen Erdbeeraroma, 30 Lutschtabletten Fr. 4.60
Eisen Damit der Körper gut mit Sauerstoff versorgt ist, braucht es genug Eisen im Blut. Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Eisen aus tierischen Produkten ist für den Körper besser verfügbar als solches aus pflanzlichen.
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 65
Ballaststoffe Obwohl sie unverdaulich sind, spielen Ballaststoffe im Verdauungstrakt eine wichtige Rolle. Im Rahmen einer gesunden Ernährung wird die tägliche Aufnahme von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen empfohlen, beispielsweise über Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte.
Omega-3-Fettsäuren Omega-3-Fettsäuren tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei und sind wichtig für die Funktion des Herzens, die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und für die Sehkraft. In einigen pflanzlichen Ölen wie Raps-, Soja-, Lein- und Weizenkeimöl, in Leinsamen und Baumnüssen sowie in fettreichen Fischsorten wie Lachs, Makrele, Thunfisch oder Hering sind Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Enthält Vitamin C und E sowie Betacarotin: Actilife Breakfast, 1 l Fr. 1.85
Mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren: Actilife Omega 3, 1 l Fr. 1.85
Folsäure Für Frauen mit Kinderwunsch ist eine gute Versorgung mit Folsäure wichtig, denn Folsäure wird in den ersten Schwangerschaftswochen für die Entwicklung des Neuralrohrs des ungeborenen Kindes benötigt. Natürliche Folsäure findet man in grünem Gemüse, einigen Kohl- und Obstsorten sowie in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, aber auch in Eigelb und Leber.
Liefert Folsäure und Eisen: Actilife Good Morning, 1 l Fr. 1.85
Kalzium Für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen ist Kalzium wichtig. Es trägt auch zu einer normalen Muskelfunktion bei. Milchprodukte und einige Mineralwasser sind die besten Kalziumquellen in der Ernährung.
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Fairtrade-Rosen
Blütenzauber, fair gehandelt Auf dem Schulgelände der Waridi-Farm gibt es jetzt Trinkwasser aus einem eigenen Brunnen. Fairtrade-Prämie
So profitieren die Rosenarbeiter
Bilder: Raphael Zubler/Styling: Oriana Tundo, Natalie Betrams/Fairtrade Int.
Sie passt zu jedem Anlass und zieht die Blicke immer auf sich: die Rose. Sie ist die Königin unter den Blumen und als Geschenk für die Dame eine Erfolgs garantin. Das vielfältige Sortiment an Fairtradezertifizierten Rosen in der Migros wurde nun um zwei Bouquets erweitert, wobei das eine betörend duftet. Übrigens freuen sich über den Kauf der Rosen nicht nur die Empfänger, sondern auch die Arbeiter der Blumenfarm Waridi in Kenia, weil sie von besseren Arbeits und Lebensbedingungen profitieren (siehe Box).
Fairtrade Max Havelaar Rosen, Sprayrosen Bouquet* Fr. 15.90 * in grösseren Filialen
20 × CumulusPunkte auf die Fairtradezertifizierten Sprayrosen 13.–26. 10
Fairtrade Max Havelaar Duftrosen, Sprayrosen Bouquet* Fr. 17.90
Als Sprayrosen bezeichnet man Rosen, an deren Stiel mehrere kleine Blüten wachsen.
Ein Trinkwasserbrunnen auf dem Schulhof, eine Fussgängerbrücke über den Fluss, eine Baum schule sowie kostenlose Moskitonetze für die Arbeiterfamilien: Das sind einige der gemein nützigen Projekte, die auf der Rosenfarm Waridi in Kenia dank der FairtradePrämie realisiert wurden. Eine Prämie, welche die Beschäftigten zusätzlich zu ihrem Lohn erhalten. In welche Projekte die Gelder aus den Fairtrade-Prämien fliessen, bestimmt jeweils ein Ausschuss, den die Rosenarbeiter demokratisch wählen. Im Übrigen haben die Arbeiter auf Fairtrade zertifizierten Plantagen Anspruch auf den gesetzlichen Mindest lohn und Sozialleistun gen wie beispielsweise eine Altersvorsorge. Auch gelten für sie geregelte Arbeitszeiten.
Fairtrade Max Havelaar steht für fair gehan delte und nachhaltig angebaute Produkte. Ein Teil von
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Schul-Bastelwettbewerb
Suisse Mania
Die Gewinner
Der grosse Selbsttest
Das schönste Ausflugsziel in der eigenen Region darzustellen, war die Aufgabe des Mania-Schulwettbewerbs. Hier die drei originellsten Einsendungen:
Bald beginnt der Endspurt für die Suisse Mania. Noch zwei Wochen kann gesammelt, gespielt und getauscht werden. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Was haben die fleissigen Sammler über ihre Schweiz gelernt?
1
Der Rheinfall ist der grösste Wasserfall in Europa. In wel chem Kanton ist er? a) Thurgau b) Schaffhausen c) St. Gallen
Reichenbachfall
1. und 2. Klasse aus Meiringen BE
Dazu haben wir ein kleines Quiz anzubieten. Alle Antworten finden sich im Sammelalbum. Wer mindestens zehn Fragen richtig beantwortet, darf sich als Schweiz-Kenner betiteln. Text: Anna-Katharina Ris
3
2
Eine der berühm testen Brücken ist die Kapellbrücke. Wo findet man sie, und aus wel chem Material ist sie gebaut? a) Sie ist aus Holz und steht in Luzern b) Sie ist aus Stein und steht in Graubünden c) Sie ist aus Beton und steht in Zürich
5
Das Matterhorn ist einer der höchsten Berge der Alpen und der berühmteste der Schweiz. Zu welchem Land gehört seine Südwand? a) Italien b) Frankreich c) Österreich
Basel feiert die grösste Fasnacht der Schweiz. Wie nennt man ihren Auftakt? a) Mittagsgspass b) Abendjux c) Morgestraich
4
Was gehört in ein traditionelles Birchermüesli? a) Cornflakes, Milch und Früchte b) Hirseflocken, Joghurt und Cashewnuts c) Haferflocken, Äpfel und Haselnüsse
Hochmoor, Letzimauer
6. Klasse aus Rothenthurm SZ
Illustration: Alamy
Zweisimmen, Rinderberg 6. Klasse aus Zweisimmen BE
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Der Gotthard Strassentunnel ist der längste Strassentunnel der Alpen. Wie viele Kilometer misst er? a) 9 b) 17 c) 26
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Das Jodeln ist heute eine wohlklingende Gesangsform. Wozu diente es ursprünglich? a) Um sich in Trance zu versetzen b) Um um Hilfe zu rufen c) Um sich über weite Distanzen zu unterhalten
10
Wo steht das Schloss Chillon? a) Auf einem Hügel im Unterengadin b) Oberhalb Schaffhausen c) Auf einer Felsinsel am Ufer des Genfersees
12
Für welche Frucht oder für welches Gemüse ist der Kanton Thurgau bekannt? a) Karotten b) Äpfel c) Aprikosen
Nur am Mittwoch, 14. Oktober
4. Wochenjoker: Dampfschiff «Schiller» An diesem Mittwoch erhält jeder Kunde, der für mindestens Fr. 60.– einkauft, das Modell des Dampfschiffs «Schiller», das auf dem Vierwaldstättersee unterwegs ist.
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Wer auf der Website Suissemania.ch das Dampfschiff «Schiller» findet, nimmt an der Verlosung von MigrosGeschenkkarten teil und kann mit etwas Glück eine Ballonfahrt für zwei Personen im Wert von Fr. 600.– gewinnen.
Richtige Antworten
1b, 2a, 3a, 4c, 5c, 6a, 7a, 8b, 9c, 10c, 11b, 12b
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Im Bundeshaus in Bern … a) … arbeiten Bundesrat und das Parlament der Schweiz b) … wurde die Schweiz gegründet c) … ist der Bundesbrief archiviert
Welches ist der jüngste Kanton der Schweiz? a) Jura b) Genf c) Schwyz
11
Chocolat Frey, Schokolade produzent der Migros, hat vor drei Jahren ein grosses Jubiläum gefeiert. Welches? a) 50 Jahre b) 125 Jahre c) 250 Jahre
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 71
Hartes bis sehr hartes Wasser Mittelhartes bis ziemlich hartes Wasser Weiches bis sehr weiches Wasser
Die Beschaffenheit der Erd- und Gesteinsschichten im Quellgebiet bestimmt den Härtegrad des Wassers. Je härter das Wasser, desto höher der Kalkgehalt.
Potz und Migros Plus
Kalkspezialisten Unerwünschte Kalkrückstände in der Küche und im Bad? Durch regelmässige Reinigung mit speziellen Produkten lassen sich selbst die hartnäckigsten Spuren beseitigen. Text: Nicole Ochsenbein
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eiss verkrustete Arma turen und Küchen geräte, die frühzeitig den Geist aufgeben. Kein Zweifel: Hier hat kalkhaltiges Wasser seine Spuren hinterlassen. Je nach Konzentration der Kalzium und MagnesiumVerbindungen spricht man von weichem oder hartem Wasser. Wobei der Kalkgehalt von den geologischen Gegebenheiten im jeweiligen Quellgebiet abhängig ist. Hartes Wasser entsteht in Regionen mit viel Sand und Kalkgestein wie im Jura und Mittelland, wenn das Grund wasser durch das Gestein sickert und dabei Mineralien aufnimmt. Weicher ist das Wasser in den Voralpen und
Alpen sowie auf der Alpensüdseite, wo kristallines Gestein vorherrscht. Ungefährlich, aber hässlich und lästig
Kalk beeinträchtigt die Qualität des Trinkwassers nicht. Handlungsbedarf löst kalkhaltiges Wasser dennoch aus. Und zwar dort, wo es erhitzt wird, verdunstet oder mit alkalischen Stoffen wie Seife in Kontakt kommt und den berüchtigten Kalkstein bildet. Betroffen sind unter anderem Wasser kocher, Kaffeemaschinen und Dusch köpfe. Die Empfehlung lautet daher, gefährdete Geräte und Oberflächen regelmässig mit starken Entkalkern zu reinigen. Potz und Migros Plus bie ten die passenden Produkte an. MM
Optimal fürs Badezimmer: Potz Calc Forte, 500 ml, Fr. 3.90
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72 | MM42, 12.10.2015 | MIGROS-WELT
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2
Mit Haut und Haar bereit für den Herbst 1
1 Die Lippenpflege mit Hydro komplex, Bienenwachs und Provitamin B5 pflegt und schützt. I am face Lip Care, 2 × 4,5 g Fr. 2.30* statt 2.90 2 Die Handcreme zieht sofort ein
und spendet Feuchtigkeit, ohne zu schmieren. I am SofortPflege Handcreme, 100 ml Fr. 2.55* statt 3.20
3 Das Feuchtigkeitsshampoo mit GeléeRoyaleExtrakt und Mikro proteinen repariert die Haarstruk tur und schützt vor Spliss. I am Intense Moisture Shampoo, 250 ml Fr. 2.–* statt 2.55 4 Die Haarmaske pflegt intensiv
und sorgt mit TiefenRepairEffekt für mehr Geschmeidigkeit. I am Intense Moisture Mask, 250 ml Fr. 4.45* statt 5.60 5 Das leichte Haaröl schenkt Glanz und Geschmeidigkeit. I am Professional, Oil Repair Gold Elixir, 100 ml Fr. 7.40* statt 9.30 6 Die Bodylotion mit biologischem
Baumwollextrakt, Aloe Vera und Sesamöl spendet sensibler Haut lange Feuchtigkeit. I am Natural Cosmetics, Sensitive Bodylotion, 350 ml Fr. 7.80* statt 9.80 In grösseren Filialen
7 Die Pflegedusche mit Malven
Höchste Zeit für ein persönliches Wohlfühlprogramm, um Haut, Haare und die Seele winterfit zu pflegen.
Trockene Luft in beheizten Räumen, Kälte und Wind sind Faktoren, die Haut und Haaren jetzt wieder zusetzen. Mit Pflegeprodukten, die viel Feuchtigkeit spenden und regenerierend wirken, kann man sich jedoch optimal für die kühle Jahreszeit wappnen. Das breite Sortiment von I am verwöhnt gestresste Haut und strapaziertes Haar mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Provitamin B5, Malven- oder Baumwollextrakt. Am besten
gönnt man sich hin und wieder ein kleines Pflegeritual, etwa gemäss folgender Empfehlung: Nach dem Waschen Haarmaske auftragen, Duschhaube aufsetzen und mit einem Handtuch umwickeln. Mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen. Unterdessen bleibt genügend Zeit, um die Füsse hochzulegen, eine Tasse Kräutertee zu geniessen und mit der Lieblingsmusik im Ohr der Welt für eine kleine Weile zu entfliehen.
extrakt und Provitamin B5 reinigt sanft und macht die Haut geschmeidig und zart duftend. I am Shower Sensitive Care, 250 ml Fr. 1.65* statt 2.10 8 Die Bodylotion mit Panthenol,
Urea und Vitamin E schützt die Haut den ganzen Tag lang vor dem Austrocknen. I am Body Urea Body Milk, 250 ml Fr. 3.80* statt 4.80
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 73
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MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 75
Frage der Woche
Ich habe das Gefühl, dass die Aproz-Flaschen seit einiger Zeit dünnwandiger sind. Warum ist das so?
Sportgruppen, wie hier der Schwimmclub Winterthur, begeistern Jugendliche für Vereine. Vereine
Gemeinsam stark Seit 15 Jahren berät die Fachstelle Vitamin B Vereine. Sie zeigt den Gruppen, wie sie lebendig bleiben und neue Mitglieder gewinnen.
Dank dem neuen Design der Aproz-Flaschen werden weniger Rohstoffe verbraucht, was die Umwelt schont: Pro Jahr lassen sich 71 Tonnen des Kunststoffs PET, und damit 135 Tonnen Rohöl, einsparen. Die spezielle Form der Flaschen sorgt dafür, dass diese trotz dünnerer Wände stabil sind und Transporte unbeschadet überstehen. Der M-Industriebetrieb Aproz Sources Minérales hat die leichteren Flaschen im August 2014 eingeführt. MM
Text: Michael West
Bild : Sonja Mulitze
O
hne Vereine würde die Schweiz nicht funktionieren. Schon die jüngsten, aber auch die ältesten Einwohner unseres Landes profitieren von diesen Gruppen: Viele Kinderkrippen sind als Vereine organisiert. Das Gleiche gilt für zahlreiche Spitex-Organisationen, die pflegebedürftigen Senioren helfen. Unter den 100 000 Schweizer Vereinen finden sich bodenständige Jodelund Trachtengruppen, aber auch Leute, die in Turnhallen mitternächtliche Basketballturniere organisieren, um Jugendliche von der Strasse zu holen. Wenn ein Verein einmal selber Hilfe braucht, kann er sich an Vitamin B wenden. Seit 15 Jahren
steht diese Fachstelle des Migros-Kulturprozents den unterschiedlichsten Gruppen zur Seite. Rund 5000 Vereinsvorstände haben sich in dieser Zeit bei Vitamin B Rat geholt. Der Verein, ein Erfolgsmodell
«Wir helfen bei der Gründung von Vereinen», sagt Cornelia Hürzeler (54), Projektleiterin Arbeit und Gesellschaft beim Kulturprozent. «Und wir sind auch da, wenn einer Gruppe die Mitglieder ausgehen und ein Neustart nötig ist.» In den Vitamin-B-Workshops lernen Vereine unter anderem flexibel zu sein: Denn viele Junge zögern heute, sich langfristig für ein Amt zu verpflichten. Sie sind aber gern bereit, sich vorübergehend für ein
Projekt zu engagieren. Hürzeler ist überzeugt, dass die Vereinslandschaft in der Schweiz lebendig ist und Zukunft hat. Das zeigen allein schon die oft von Jugendlichen dominierten Sportvereine, die einen Grossteil der Gruppen ausmachen. Sie sind der Ort, wo viele Teenager und Twens zum ersten Mal die Vorteile dieser Organisationsform erleben: Ein lockerer Kreis aus Kollegen schafft es kaum, eine Turnhalle zu mieten oder Sponsoren zu finden. Im Verein gelingt dies viel besser. MM Infos zur Fachstelle: Vitaminb.ch
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
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Natürliche Lichtquelle im schmucken Design: Zylinderkerze BAL Ø 10 cm, H 10 cm Fr. 9.90 In der Micasa
Bild: Plainpicture
Zugegeben, die dritte Jahreszeit ist nicht unbedingt die fröhlichste. Morgens verlässt man das Haus im Dunkeln. Und nach Feierabend, wenn man heimkehrt, herrscht schon wieder Finsternis. Aber deshalb bitte nicht gleich zu Antidepressiva greifen! Als Stimmungsaufeller im Alltag taugen manchmal ganz banale Dinge wie ein schönes neues Licht im Wohnzimmer oder ein entspannendes Bad im Kerzenschein. Was das Wochenende betrifft, so kann das Motto sowieso nur lauten: Raus aus der Stube und hinein in die Natur! Die lässt sich vom Herbst nämlich auch niemals unterkriegen.
MIGROS-WELT | MM42, 12.10.2015 | 77
Sorgt für Stimmung: Tischleuchte Vintage, Sudbury, aus Stahl und Glas, EEK A++ bis E, H 29 cm, inkl. vRG Fr. 49.90 In der Micasa
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Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau
Excellence Flussreisen 2016 – Schweizer Flussschiffe auf Donau, Rhein und Seine kein anderes Flussreise-Produkt können wir unser Reiseangebot mit den Erwartungen unserer Kunden in Einklang bringen. Und das tun wir. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer Tradition in Sachen Personenbeförderung, die bis ins Jahr 1892 zurückreicht.
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Am Besten lernen Sie die Excellence-Schiffe auf unseren einzigartigen Routen auf der Donau, dem Rhein und der Seine – zu herrlichen Naturlandschaften, aussergewöhnlichen Städten und Orten kennen. Alles über die Excellence-Schiffe und ihre Touren finden Sie hier und in unserem neuen Flussreisenkatalog 2016. Ich wünsche Ihnen «Flussgenuss durch Qualität» an Bord unserer Excellence Flussschiffe, Ihr
Ihr Reiseprogramm – Donau – Route 1 Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Princess ab. Tag 2 Melk–Wien. Morgens erreichen Sie Melk. Sie besichtigen das Benediktinerstift* auf einem steilen Bergrücken hoch über der Donau. Die Stiftskirche gilt als schönste Barockkirche nördlich der Alpen. Flussfahrt entlang der lieblichen Weinberge der Wachau Richtung Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Besuch eines Klassischen Konzerts (Fr. 75). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Schwelgen Sie nach Herzenslust in den Zeiten der Donaumonarchie und entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt*. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 45). Tag 4 Budapest. Vormittags Ankunft in Budapest. Rundfahrt*. Die Donaumetropole entstand 1873 aus Buda und Pest. Ausflug in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda (Fr. 50). Am Abend eindrucksvolle Fahrt durch das nächtliche Budapest (Fr. 25).
Stephan Frei Geschäftsleiter
Tag 5 Budapest–Esztergom. Am Vormittag Zeit für eigene Unternehmungen. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie*. Per Bus erreichen Sie Esztergom – ein herrlicher Blick auf das Donauknie erwartet Sie. Anschliessend Besuch der Basilika. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Schlendern Sie am Nachmittag gemütlich auf eigene Faust durch die Strassen von Bratislava und erspüren Sie den Charme dieser jungen Stadt. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein – die «Perle der Wachau» – liegt inmitten von Weinbergen. Rundgang* mit Besuch des imposanten Stifts. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort.
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Ihr Reiseprogramm – Seine – Route 3
Tag 1 Schweiz–Strassburg. Busanreise nach Strassburg und Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill. Um 16:30 Uhr legt die Excellence Princess ab.
Tag 1 Schweiz–Paris. Busanreise nach Paris. Tag 2 Paris. Morgens gemütliche Bootsrundfahrt auf der Seine* und am Nachmittag eine Stadtrundfahrt* in Paris. Abends legt die Excellence Royal ab. Tag 3 Les Andelys. Busfahrt nach Lyons la Forêt – eines der schönsten Dörfer in Frankreich. Nach dem kurzen Abstecher bringt Sie der Bus zurück nach Les Andelys. Das romantische Städtchen liegt in einem Flussbogen der Seine*. Tag 4 Caudebec-en-Caux–(Honfleur). Ganztagesausflug*. Das Städtchen Honfleur besitzt den wohl schönsten Hafen der Normandie, Anschliessend Fahrt durch die Normandie und Zwischenhalt in einer Calvados-Brennerei, inkl. Führung und Degustation. Tag 5 Caudebec-en-Caux–(Étretat)–Rouen. Ausflug zur Alabasterküste mit ihren faszinierenden Steilfelsen «Aiguelle» und dem «Felsentor»*. Fakultativer Genuss eines GourmetMittagessen. Der Spitzenkoch David Görne verwöhnt Sie mit einem 6-Gang-Menu (Fr. 160) in seinem Manoir. Tag 6 Rouen. Stadtrundgang in Rouen*. Am Nachmittag fakultativer Ausflug entlang der Seine (Fr. 45). Auf der «Route der Abteien» besuchen Sie die Abtei Jumièges. Tag 7 Vernon–Paris. Sie fahren nach Giverny und besuchen Wohnhaus und Garten des grossen Impressionisten Claude Monet*. Tag 8 Paris–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort.
Tag 2 Mannheim–(Heidelberg)–Mainz–Rüdesheim–Koblenz. Ausflug nach Heidelberg*. Am Nachmittag Weiterfahrt bis Rüdesheim. Fahrt mit dem Winzerexpress und Weindegustation*. Abends geniessen Sie die romantische Rheinstrecke vorbei am sagenumwobenen Loreley-Felsen. Tag 3 Koblenz–Köln–Düsseldorf. Erkunden Sie die Rheinmetropole Köln – Kunst-, Universitäts- und Medienstadt – auf einer Stadtrundfahrt*, kombiniert mit einem Rundgang. Nach dem Mittag Weiterfahrt bis Düsseldorf, wo Sie die Stadt auf einer Rundfahrt* besichtigen. Tag 4 Amsterdam. Gegen Mittag Ankunft in Amsterdam. Nachmittags besichtigen Sie auf einem Ausflug* Zaanse Schans und Edam. Tag 5 Amsterdam. Vormittags Möglichkeit zu einem Ausflug* in den weltberühmten Keukenhof. Nachmittags entdecken Sie auf einer Grachtenfahrt* die farbenfrohe Stadt Amsterdam. Tag 6 Amsterdam–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. Amsterdam–Strassburg Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage.
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Leben MM42
Familienumfrage Wieso gehen Sie als Mutter wieder arbeiten?
35%
Für mich ist die Berufsarbeit eine schöne Abwechslung zur Kinderbetreuung.
15% 32% Um den Anschluss im Berufsleben nicht zu verlieren.
Wegen des finanziellen Zustupfs.
12%
6%
Ich betreue die Kinder, so lange sie noch klein sind.
Ich will Karriere machen, auch mit Kind.
Knigge reloaded
Ist es unhöflich, jemanden zu googeln?
Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer
Migrosmagazin.ch
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
D Mamma mia
Lausige Zeit
Das Christkind bringt Geschenke, der Oster hase Eier – und der Herbst Läuse. Alle Jah re wieder. «Bitte kon trollieren Sie die Haa re Ihres Kindes!» steht auf dem Chindsgi Zettel. Also: Kinder haare einshampoonie ren, auswaschen, Spü lung, Läusekamm her. So weit, so gut. Nur wüsste ich zu gern, wer betroffen ist, um die «Bedrohungslage» ein schätzen zu können. Müsste man nicht die Namen befallener Kinder (und von deren Läusen) veröffent lichen? In Form eines Newsletters?
Googeln Sie konsequent alle neuen Bekannten?
Philipp Tingler (44) ist Autor
In Zusammenarbeit mit
«Kommt drauf an. Als Vorbereitung für ein Abendessen seine Tischnachbarn zu googeln, kann praktisch sein. Das Gleiche gilt für die Vorbereitung eines Dates. Falls das aber erst passiert, wenn die fragliche Person schon mit einem am Tisch sitzt, ist es unmanierlich. Googeln ist ohnehin ein ambivalentes Unterfangen, denn es beeinträchtigt die Spontaneität und den Überraschungs effekt, die sowohl in Gesellschaft wie auch beim Dating reizvoll sein können. Allerdings sollte man wissen, dass heutzutage alles und jeder gegoogelt wird. Zum Beispiel auch der Preis von Mitbringseln. Passen Sie also auf, wenn Sie Geschenke weiter verwerten wollen oder bei Gaben gerne sparsam sind (was sich sowieso nicht gehört). Ich erhielt unlängst nach einer Podiums diskussion eine Flasche Wein, die ich selbstverständlich sofort gegoogelt habe: 9 Franken 90. Nie wieder.»
Im Ernst: Warum können wir das Problem nicht sachlicher angehen? Es muss niemandem peinlich sein, wenn sein Kind einen Privatzoo er öffnet hat. Kopfläuse gehören zum Men schen wie Ketchup zu Pommes frites. Ein Befall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Hören Sie auf, sich zu schämen. Wenn wir das alle machen, interessiert es nicht mehr, wer zuerst Läuse hatte. Ich gehe mit gutem Beispiel voran. Sobald wir eine ver dammte Laus finden. Bettina Leinenbach (38) ist Journalistin
und zweifache Mutter.
82 | MM42, 12.10.2015 | LEBEN
Garten
Herbstputz
Auch wenn sich das Gartenjahr langsam dem Ende zuneigt: Es gibt noch einiges zu tun! Nutzen Sie die letzten milden Tage für das Grossreinemachen. Texte: Almut Berger
S
elbst im Spätherbst blüht noch so einiges: Herbst anemonen und astern, Fett hennen, Staudensonnenblu men, Ringelblumen, Chrysanthemen und Präriekerzen leuchten mit dem bunten Laub der Bäume um die Wette. Anders als noch im Sommer werden bereits abgestorbene Blätter und Blüten jetzt nicht mehr zurück geschnitten, da sie einen ausgezeich neten Winterschutz bilden. Stiele und Halme sollten ebenfalls möglich stehen bleiben: Zum einen droht durch gekappte Halme Wasser in die Wurzelstöcke der Stauden einzudringen, mit der Folge, dass sie richtiggehend auffrieren. Zum ande ren bietet Stehengelassenes Winter quartier für diverse Kleinlebewesen. Pflanzen mit einem grasartigen Blatt schopf wie beispielsweise Pampas gras oder Fackellilie werden einfach zusammengebunden. Ende Oktober steigt die Gefahr der ersten Nacht fröste. Sensibelchen wie Rosmarin, Lavendel, Sommerflieder oder auch Hibiskus freuen sich über eine Ab deckung aus Reisig. Grössere Pflan zen lassen sich auch mit Jutesäcken einpacken. Bei Rosenbäumchen hat sich Gartenvlies bewährt, da dieses Material leicht, anschmiegsam und – ganz wichtig – luftdurchlässig ist. Im Gemüsebeet wird nun spät gepflanztes Kohlgemüse mit einer Folie abgedeckt. Diese wird über Metallbögen tunnelförmig über das Beet gespannt. Rüebli und Sellerie vertragen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, eine zu frühe Ernte mindert Haltbarkeit und Geschmack. Blumen- und Grünkohl brauchen sogar kräftigen Frost, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Gesät werden können noch Spinat, Winter und Nüsslisalat. Wer dies im Frühbeetkas ten tut, kann selbst bei hohem Schnee ernten. Ebenfalls in den Boden wol
Mit der Drahtbürste lösen sich auch harte Dreckkrusten vom Gartenwerkzeug.
len die letzten Herbststeckzwiebeln und der Knoblauch. Dieser benötigt eine Kälteperiode, um dicke Knollen zu bilden. Frisch gepflanzter respek tive geteilter Rhabarber braucht eine grosszügige Kompostgabe. Jedes jetzt noch gezupfte Unkraut ist eine Investition in die Zukunft
Noch ist Zeit für eine letzte Grün düngung. Doch aufgepasst: Während Winterroggen sich gut als Vorfrucht für Bohnen, Erbsen und Kartoffeln eignet, darf Stickstoffsammler Internatsklee weder vor noch nach Bohnen und Erbsen gesät werden. Haben Sie weiterhin ein Auge auf Un respektive Beikräuter; diese ver breiten sich leider auch bei niedrigen Temperaturen. Brombeerzweige, die dieses Jahr getragen haben, werden jetzt boden nah abgeschnitten, zu lang gewachse ne Jungtrieben eingekürzt. Bei den Herbsthimbeeren werden sämtliche Triebe bis auf einen Stummel kurz über dem Boden zurückgenommen. An Apfel und Birnbaum hängen gebliebene Fruchtmumien gehören in den Hausmüll. Damit vermindert sich die Gefahr einer Weiter verbreitung der gefürchteten MoniliaFruchtfäule.
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Laub – Fluch und Segen Ein ewiger Kreislauf
Herbstlaub liefert durch seine Verrottung viele wichtige Nährstoffe. Dazu wirkt es als Mulch- und Isolierschicht, beispielsweise unter Hecken, Bäumen und unter Stauden. Für manche Pflanzen können die anfallenden Laubberge aber auch ein zu viel des Guten werden: Immergrünes wie Lavendel, Thymian oder Salbei drohen unter einer Laubschicht regelrecht zu ersticken. Besonders gross ist die Gefahr in regennassen Wintern, wenn die Blätter zu einer luftdichten Schicht verkleben. Entfernen Sie angewehtes Laub daher laufend. Das gilt übrigens auch für den Rasen. Montbretie, Wildgladiole, Freilandfuchsie, aber auch viele Zwiebelblumen schätzen hingegen eine Laubdecke gegen die Kälte. Mit dem Rasenmäher zerkleinert, kann Laub dünn auf den abgeernteten Gemüsebeeten ausgebracht werden, wo es von Bodenlebewesen fortlaufend zersetzt wird.
Über dem Garten breitet sich Wehmut aus: Schon bald wird der Winter übernehmen.
Laubkompost ergibt eine vorzügliche Gartenerde
Bilder: Getty Images (3)
Sammeln Sie Falllaub in einem Drahtsilo, innert Jahresfrist ist der Kompost reif. Besonders wertvoll sind neben den Blättern von Obstbäumen jene von Holunder, Hainbuche, Haselnuss und Esche, da stickstoffreich. Walnuss-, Platanen- und Eichenlaub hingegen enthält viel Gerbstoff, den die
meisten Pflanzen nicht vertragen. Ausnahmen von der Regel sind die klassischen Moorbeetpflanzen wie Heidelbeere und Rhododendron. Laub bringt Topfpflanzen gut durch den Winter
Immergrüne Gehölze wie Buchs oder Korniferen leiden in Töpfen und bei sonnig-kaltem Wetter rasch an Wassermangel. Packen Sie die Töpfe in Jutesäcke und stopfen sie diese mit Laub aus. Hübsch sieht auch ein mit Laub gefülltes, um den Topf geschlungenes Gitter aus Hasendraht aus – vor allem, wenn Sie verschiedenfarbige Blätter verwenden. Laub schützt Topfpflanzen übrigens nicht nur vor der Verdunstung, sondern auch vor kalten Füssen sprich Wurzeln. Im Laub lässt es sich gut mützen
In diesen Tagen machen sich die Igel auf die Suche nach einem Schlafplatz. Ein mit Ästen fixierter Laubhaufen bietet Schutz in der kalten Jahreszeit. Tierfreunde verzichten möglichst auf die oft sehr lauten und abgasintensiven Laubbläser: Anders als der klassische Laubbesen wirbeln diese nämlich nicht nur Schimmelpilzsporen auf, sondern verletzen oder töten Käfer, Spinnen, Frösche, Nager und selbst Igel. Nehmen Sie das Laubrechen einfach von der sportlichen Seite – und schon gehts zackig!
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Gewinnen Sie eine Astschere! Damit die Blumenbeete auch in der trüben Zeit Farbe zeigen, dafür sorgen Stiefmütterchen, Hornveilchen und Vergissmeinnicht. Graben Sie gleich auch noch ein paar Tulpen- und Osterglockenzwiebeln mit ein. Dahlien und Gladiolen gehen den gegengesetzten Weg: Sorgfältig ausgegraben und abgetrocknet, überwintern die Knollen im Keller. In den Gartencentern hat momentan Wurzelnacktes Hochsaison: Heckenpflanzen, Stäucher, Obstbäume oder Rosen. Vor allem Letztere sollten nach dem Kauf rasch in den Boden. Rindenmulch verhindert ein Austrocknen. Umgraben? Lieber nicht!
Unsere Altvorderen pflegten vor dem Winter jeweils ihre Gemüsebeete umzugraben, im Wissen, dass der Frost die Schol-
le feinkrümelig zerfallen lässt. Heute weiss man aber auch, dass beim Umgraben das gesamte Leben im Boden auf den Kopf gestellt wird. Und zwar wortwörtlich: Wertvolle Kleinstlebewesen, die auf viel Sauerstoff angewiesen sind, befinden sich plötzlich unter der Erde und umgekehrt. Greifen Sie daher statt zum Spaten besser zum Sauzahn. Dieser lockert den Boden tiefgründig, ohne gleich ein Massensterben auszulösen. Nicht winterfeste Kübelpflanzen sollten zur Abhärtung möglichst lang draussen bleiben. Beachten Sie aber unbedingt die lokalen Frostwarnungen. Bevor die Pflanzen ins Winterquartier wandern, werden sie um ein bis zwei Drittel zurückgeschnitten. Ausnahme von der Regel ist der Oleander. Die meisten Kübelpflanzen schätzen einen hellen
Ort um die 10 Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Grad. Kübelpflanzen, die draussen überwintern, werden auf sogenannte Füsschen gestellt. Diese halten den Topf über Bodenniveau, sodass überzähliges Wasser abfliessen kann. Es ist nämlich tatsächlich oft so, dass «Draussenbleiber» nicht erfrieren, sondern – eben – ertrinken. Gegen ein komplettes Durchfrieren der Töpfe hilft ein Mänteli aus Luftpolsterfolie oder Laub (siehe Seite 83, «Laub – Fluch und Segen»). Nicht frostfeste Ton- und Terrakottakübel wandern mit den Gartenmöbeln in den Schopf. Gartengeräte werden gereinigt, Metallteile mit Maschinenöl eingeölt. Wissen Sie eigentlich, wo Sie letzten Frühling Ihre Schneeschaufel versorgt haben? MM
Gartenblog
Bohne, Bluescht & Berger Machen Sie mit!
Migros-Magazin-Journalistin Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog auf Migrosmagazin.ch/garten mit anderen Hobbygärtnern aus. Erzählen auch Sie von Ihren Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre eigenen Fotos.
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Zootierärztin
Bangen um Tigerin Nikkie
Alles ist organisiert für Nikkies Zahnoperation. Ist der Zahn erst mal raus, wird es der Tigerin besser gehen. Doch dann erleidet sie während der Operation einen Herzstillstand. Das Ringen um Nikkies Leben beginnt. Text: Karin Federer
Bilder: Walter Zoo
D
er Eingriff ist bis ins kleinste Detail vorbereitet, denn Narkosen bei Wildtieren sind schwierig, und wir müssen für alle Eventualitäten bereit sein. Ich gehe meine Notizen nochmals durch. Narkose- und Notfallmedikamente, Infusionen, Überwachungsgeräte, ein Defibrillator und diverses Operationsmaterial stehen parat. Ein Team von vier Tierärzten und zwei Assistenten wird den Eingriff durchführen. Mit Herzmassage und Elektroschock
Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.
Am Tag der Operation ahnt Nikkie, dass etwas passieren wird. Als sie mich mit dem Narkoseblasrohr sieht, erinnert sie sich und faucht mich unfreundlich an. Der Schuss mit dem Pfeil erweist sich als schwierig, da Nikkie genau weiss, wie sie dem Pfeil ausweichen kann. Sie ist äusserst flink. Aber schliesslich klappts, ich treffe, und Nikkie schläft ein.
Nach kurzer Zeit sind ein Katheter in die Vene und ein Atemschlauch in die Luftröhre gelegt, und Nikkie liegt auf dem Operationstisch. Die Narkose verläuft wie geplant, und Nikkie schläft ruhig. Herz- und Lungenfunktion sind stabil, das Operationsteam beginnt mit der Arbeit. Zahnarzt Stefan Grundmann beginnt mit der Entfernung des riesigen, faulenden Eckzahns. Dieser kann nicht einfach gezogen werden, er muss vorsichtig aus dem Kieferknochen herausoperiert werden, um einen Kieferbruch zu vermeiden. Nach zweieinhalb Stunden ist der Zahn fast vollständig freigelegt. Ich beginne, mich etwas zu entspannen. Der Überwachungsmonitor signalisiert mit einem regelmässigen Piepston eine stabile Herzfrequenz. Vorsichtshalber höre ich mit dem Stethoskop das Herz ab – und bekomme einen Schreck. Eben noch
habe ich den Herzschlag gehört, und nun ist es plötzlich still. Ich schaue auf den Monitor: Herzstillstand! Mein eigenes Herz rast, im Team kommt hektisches Treiben auf. Zum Glück sind wir vorbereitet: Herzmassage, Narkosegas abstellen, Beatmung und Sauerstoffzufuhr sicherstellen, Narkosegegenmittel spritzen. Die Blicke sind auf den Monitor gerichtet: immer noch Herzstillstand. Weiter mit der Herzmassage, Adrenalin über den Katheter verabreichen, Elektroschock mit dem Defibrillator. Nikkie zuckt zusammen. Wieder der Blick auf den Monitor: Das Herz beginnt wieder selbständig zu schlagen, zuerst langsam, dann immer schneller und regelmässiger. Das war gutes Teamwork. Aber jetzt haben wir ein anderes Problem: Nikkie könnte jederzeit aufwachen, da wir die Narkose kurzzeitig unterbrochen haben. Aber der Zahn muss noch raus,
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Die Wurzel des Übels: Ein abgebrochener fauler Zahn.
Tipps
Wenn Haustiere eine Narkose brauchen Vollnarkosen sind in der Tier medizin häufig unumgänglich für Diagnose und Behandlung von Erkrankungen. Mit modernen Anästhesie methoden und unter Über wachung durch Fachpersonal gelten Vollnarko sen heute auch in der Tiermedizin als sicher. 1 2
1 Die Äzte machen
Nikkie bereit für die Operation.
3
2 Zahnarzt Stefan
Grundmann (links) entfernt den Zahn. 3 Am Tag nach der
Operation schläft Nikkie immer noch.
eine weitere Narkose ist keine Op tion! 20 Minuten später ist der Zahn endlich draussen – und der Kiefer im mer noch ganz. Alle sind erleichtert. Kurze Zeit später liegt Nikkie wie der in ihrer Anlage, in der Nase ein Sauerstoffschlauch, alle Augen auf sie gerichtet. Kleine Bewegungen, ein Blinzeln, ein Zungenlecken signalisieren, dass sie nicht mehr in tiefer Narkose ist. Dennoch stimmt etwas nicht. Sie erwacht nur sehr langsam. Zu langsam. Zu zweit schie ben wir Nachtwache. Viel können wir nicht mehr bewirken, zu gefähr lich wäre es, mit Nikkie zusammen in der Anlage zu sein. Am nächsten Morgen schläft Nik kie noch immer. Das verheisst nichts Gutes. Vermutlich wurde beim Herz stillstand kurzzeitig das Hirn nicht genügend mit Sauerstoff versorgt. Es gelingt mir, nochmals Blut zu gewin nen. Die Laboranalysen sind unauf
fällig. Anschliessend verabreichen wir nochmals Infusionen und Medi kamente. Jetzt braucht Nikkie vor allem Zeit, viel Zeit. Endlich frisst Nikkie wieder
In den folgenden Tagen kommt Nikkie langsam wieder auf die Beine. Allerdings ist sie sehr schwach, hat Gleichgewichtsstörungen und ist blind. Intensive Betreuung ist notwendig. Ich bin froh und dankbar, dass mir hier im Walter Zoo so gute und motivierte Mitarbeiter zur Seite stehen. Ohne sie würde ich es nicht schaffen, Nikkie rund um die Uhr zu überwachen und zu pflegen. Ihr seid alle grossartig! Gemeinsam finden wir immer wieder Wege, Nikkie durch das Gitter hindurch mit Flüssigkeit und weicher Spezial nahrung zu versorgen. Unsere Geduld hat sich gelohnt: Von Tag zu Tag macht Nikkie kleine Fortschrit
te. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich freuen würde, wenn Nikkie mich durch das Gitter hindurch etwas unfreundlich anfaucht. Aber in diesem Fall, zehn Tage nach der Operation, ist das anders: Ich mache einen kleinen Freuden sprung. Nikkie hat heute selbständig vier Kilo Fleisch gefressen – ohne Schmerzen, denn der Zahn ist ja gezogen. Nikkie frisst! Jetzt haben wir alle Zeit der Welt. Und die brauchen wir auch. Denn Nikkie ist immer noch blind. Zum Glück kommt sie aber in ihrer Anlage gut zurecht. Die Natur muss nun ihren Lauf nehmen. Wir hoffen sehr, dass Nikkie in den kommenden Wochen weiter gute Fortschritte macht und sich schliesslich auch ihr Augenlicht wieder erholt. Das Tigerhaus ist für die Besucher momentan gesperrt, da Nikkie viel Ruhe braucht. MM
Trotzdem bleibt ein geringes Restrisiko von narkosebedingten Komplikationen, das mit etwa 1 bis 2 Todesfällen auf 1000 anästhesierte gesunde Hunde und Katzen beziffert wird. Bei schwer kranken Patienten ist das Risiko höher. Wichtig ist, vor einer Vollnarko se die tierärztlichen Anweisungen ge nauestens zu befol gen. Dazu gehört meist mehrstündi ges Fasten sowie eine etwaige Ver abreichung von Medikamenten im Vorfeld. Können die Anweisungen nicht befolgt werden, muss die Tierärztin oder der Tierarzt unbedingt vor der Narkose informiert werden.
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«Mein Name ist Patrizia. Ich bin 16 Jahre alt und mache seit dem Sommer eine Lehre als Malerin. Seit 10 Jahren bin ich begeisterte Hornusserin. Mein Vater ist Präsident des HG Utzenstorf und hat mich schon früh zu den Trainings mitgenom men, so bin ich da rein gewachsen. Auch meine Schwester ist Hornusse rin. Meine Mutter nicht, aber sie kommt manch mal zuschauen.»
Kinder
Schlagkräftiges Mädchen
Hornussen ist ein Sport, den noch nicht viele Mädchen betreiben. Aber es werden immer mehr. Das freut Patrizia, die schon seit zehn Jahren spielt – mehrheitlich mit den Jungs. Text: Andrea Fischer Schulthess Bilder: Gabi Vogt
Mein Hobby
Der Sport Hornussen ist neben Schwingen eine der beiden Nationalsportarten. Ich bin Mitglied bei der Hornusser gesellschaft Utzenstorf (HG Utzenstorf). Den Helm kann man über den Verein beziehen. Einige Sportgeschäfte bieten ihn auch an.
«Mir gefällt, dass ich beim Hornussen beides sein muss: Einzelkämpferin und Teamplayerin. Der Schläger der schlagenden Mannschaft muss mit dem Stecken den Nouss – also den Ball – möglichst weit ins gegnerische Feld hineinschlagen oder sogar darüber hinaus. Die sogenannt abtuende Mannschaft muss ihn dann möglichst schnell mit ihren Schindeln abfangen.
Hgutzenstorf.ch
Der Verband Beim eidgenössischen Hornusserverband kannst du mehr über diesen Sport erfahren und darüber, wo du ihn in deiner Nähe ausüben kannst. Ehv.ch
Die Teams wechseln sich mit Schlagen und Abfangen ab. Das Tolle an unserem Team ist, dass wir auch ausserhalb des Trainings viel miteinander unternehmen. Das gefällt mir sehr gut. Wir sind zwar ein gemischtes Team, aber auf etwa 30 Jungs kommen erst 3 Mädchen. Es werden allerdings immer mehr.
Hornussen oder Bauerntennis, wie es auch oft genannt wird, kann eigentlich jeder lernen. Es ist nicht so wichtig, ob du klein oder gross bist, stark oder schwach. Hauptsache, du bist motiviert und bereit, die Technik zu lernen. Da Hornussen im Freien gespielt wird, ist es eher ein Sommersport, aber es gibt auch Wintertrainings. Eine besondere Ausrüstung braucht es nicht, ausser einem Helm für die, die noch nicht 18 sind.» MM
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Du weisst aus den Märchen, was ein König tut. Er herrscht über das Volk, regiert das Land, kümmert sich also um die Regierung. Er allein hat die Macht. Hier in der Schweiz haben wir keinen König. Bei uns entscheidet das Volk, wie unser Land funk tionieren soll. Aber es können ja nicht alle Schweizer zusammen auf einem Thron sitzen. Darum wäh len wir 246 Vertreter, welche die wichtigen Dinge in unserem Land regeln. Sie heissen Parlamentarier.
Diese wiederum wählen alle vier Jahre den Bundesrat – im Moment vier Männer und drei Frauen. Sie stehen als oberste Landesregierung im Dienste des Volkes. In unserem Land sind die Macht und die Regierung also auf mehrere Personen verteilt. Hier kann keiner allein herrschen. Jetzt, im Oktober, wählen wir neue Vertreter. Wenn du gross bist, darfst du das auch: Jeder Schweizer und jede Schweizerin ab 18 Jahren darf wählen und abstim
Räts elspa ss
men. Dieses System nennt sich Demokratie. In einer Demokratie bringen viele Leute gute Ideen ein. Es dürfen aber auch Hohlköpfe mitentscheiden. Darum sagt man, die Demokratie sei die beste aller schlechten Regierungsformen. Ich bin dankbar, in einer Demokratie zu leben. Wenn aber mal wieder zu viele aufgeblasene Sumpffrösche mit lautem Gequake regieren wollen, dann träume ich zuweilen von einem weisen König. MM
Gabriela Bonin (48) beantwortet
die Fragen ihrer Töchter (14, 10, 7).
RINGTAUCHEN MIT NINA
gelegt. Hilf ihr und finde den Weg, Nina hat im Hallenbad einen Parcours kann, ohne eine Strecke zwei Mal zu auf dem sie alle Ringe durchtauchen einem Stift ein. mit schwimmen. Zeichne Ninas Route
FINDE DIE TIERE!
In den Bergen haben sich Tiere versteckt. Findest du sie alle? Kreise sie ein.
Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs
www.lilibiggs.ch
Lösung: Es sind zehn Tiere (ohne Tobi).
Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...
Lösung:
Bild: Keystone
(Levana, 7)
90 | MM42, 12.10.2015 | LEBEN
Ihre Frage? E-Mail genügt!
reto.vogt@ migrosmedien.ch
Ratgeber
Podcasts Wo finde ich Podcasts, was kosten sie, und wie gelangen sie aufs Handy? Werner Peter
Ein Vorteil von Podcasts ist die Möglichkeit, sie abonnieren zu können. Das heisst: Nutzer werden informiert, wenn eine neue Folge Ihrer Lieblingssendung ausgestrahlt worden ist und sie zum Download bereitsteht. Besitzer eines iPhones nutzen dazu die vorinstallierte App «Podcasts» – für AndroidGeräte heisst die beste App «BeyondPod». Beide bieten ein Suchfeld und empfehlen ausgewählte Highlights.
Reto Vogt (30),
Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt
Die Überwachungs kamera Withings Home lässt sich ganz einfach per Handy steuern.
Digital
Big Dad is watching you Babyfon war gestern. Heutige Eltern stellen eine Kamera ins Kinderzimmer, die filmt, zuhört, Schlaflieder spielt und die Luftqualität misst. Bringt es das? Text: Reto Vogt
F
rischgebackene Eltern sind ständig in Sorge: Geht es den Kindern gut? Schlafen sie ruhig, oder fühlen sie sich gestresst? Und kaum hat man sich aufs Sofa gesetzt und endlich eine gute Flasche Wein entkorkt, ertönt das nächste Geräusch aus dem Kinderzimmer – oder wars nur eine akustische Täuschung? Wer die Überwachungskamera Withings Home aufstellt, kann entspannt sitzen bleiben. Erfasst sie Bewegungen oder Geräusche, schickt sie eine Meldung an gekoppelte iPhones (Android wird derzeit nicht unterstützt) und erlaubt einen direkten Blick ins Kinderzimmer. Die Qualität der Bilder ist gut – auch nachts. Zudem bewertet die tennisballgrosse Kamera die Luftqualität im Raum und bietet klassische Babyfon-Funktionen: Übers Handy lässt sich das Nachtlicht anstellen, lassen sich Schlaflieder abspielen.
Die Installation geht leicht von der Hand. Zuerst muss eine App des Herstellers geladen und ein kostenloses Benutzerkonto erstellt werden. Anschliessend lässt sich die Kamera via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und entweder via Wi-Fi oder Netzwerkkabel ins heimische Netzwerk einbinden. Das erlaubt es, auch von unterwegs auf sämtliche Kamerafunktionen zuzugreifen. Zugriff auf gespeicherte Bilder
Anders als bei Konkurrenzgeräten wie D-Links Home Monitor lassen sich jedoch nicht nur Livebilder abrufen. Die Withings Home bietet Zugriff auf Bilder, die ihre Kamera die letzten zwei Tage erfasst hat. Doch anstatt diese Funktion deaktivieren zu können, lässt sich die Speicherung der Aufzeichnungen für umgerechnet 8 beziehungsweise 20 Franken im Monat sogar auf eine Woche oder einen Monat
erweitern. Weil aber dabei die Daten nicht auf einer Speicherkarte in der Kamera – das wäre technisch problemlos möglich –, sondern auf Servern des Herstellers landen, ist die Funktion datenschutztechnisch bedenklich. Warum? Weil es immer ein Risiko ist, die Kontrolle über seine Daten aus der Hand zu geben. Wer die Aufzeichnung verhindern will, muss die Kamera vom Strom trennen. Auch um ein Nachtlicht einzuschalten oder Schlaflieder abzuspielen, brauchen Eltern keine technische Hilfe. Withings Home ist vielmehr ein Instrument für Vater oder Mutter, um vom Arbeitsplatz aus daheim «reinzuschauen». Dabei findet möglicherweise auch die Idee Anklang, das Baby via Mikrofon die eigene Stimme hören zu lassen. MM Die Kamera Withings Home ist bei Digitec.ch für 212 Franken erhältlich.
Bild: ZVG
P
Podcasts sind in der Regel kostenlos. Zu den grössten Anbietern zählt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), das Sendungen nach ihrer Ausstrahlung gratis zum Download anbietet. Es stehen aber auch Beiträge von Privaten oder ausländischen Rundfunkstationen zur Verfügung. Eine gute Übersicht bietet www.podster.de.
LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 91
Tipps
Bewahren Sie Tee trocken, dunkel und kühl auf. Nicht in der Nähe von Gewürzen lagern, da er gern andere Aromen aufnimmt.
Genuss für den Gaumen und Wohltat für den Körper: Warum nicht wieder öfters mal Tee trinken?
So is(s)t die Jugend
W Hungerattacke!
Wer kennt das nicht? Den ganzen Tag über hat man sich Mühe ge geben, sich gesund zu ernähren und Sport zu treiben, und zu Hause schreit dann alles in einem nach Schoko lade. Das kann kein richtiger Hunger sein, zumindest wenn die Ernährung über den Tag verteilt stimmt. Meine Tipps gegen solche Attacken:
Nach dem Aufgiessen eines Tees wird in den ersten drei Minuten vorwiegend Koffein aus den Teeblättern freigesetzt. Nach einer Ziehzeit von mehr als drei Minuten geben die Teeblätter überwiegend Polyphenole und Gerbstoffe ab, die den Magen-DarmTrakt beruhigen. Trinken Sie, der anregenden Wirkung wegen, den letzten Grünoder Schwarztee spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Verzichten Sie auf Grüntee, wenn Sie schwanger sind. Hier schreiben die VivaiExperten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta.
Bild: iStock Photo
In Zusammenarbeit mit
Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.
Ernährung
Teetrinker leben gesünder Teetrinken tut gut. Nicht nur an kalten Tagen. Einige Sorten helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Text: Marianne Botta
T
eetrinken kann eine Well nessinsel im Alltag sein. Ins besondere dem Grün und Weisstee werden viele gute Eigenschaften zugeschrieben, Schwarztee gilt als etwas weniger wertvoll. Wer pro Tag 0,6 bis 1,5 Liter Grüntee trinkt, scheint besser vor HerzKreislaufErkrankungen ge schützt zu sein. Darauf weisen diverse Studien hin. Man geht davon aus, dass die bioaktiven Substanzen, aber auch das Koffein positiv wirken. Das Koffein erhöht den Energiever brauch, verbessert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Mögli cherweise sind auch die im Grüntee enthaltenen Flavonoide und Cate chine für den gesundheitsfördernden Effekt mitverantwortlich. Das Kardio logische Forschungslabor der Berliner Charité konnte nachweisen, dass sich die Blutgefässe nach dem Trinken eines halben Liters Grüntee erweitern und elastischer sind.
Ungezuckerte Kräuter und Früchte tees sind eine gute Alternative, um den Körper mit Flüssigkeit zu ver sorgen. Allerdings liefert Tee kaum Mineralstoffe und praktisch keine Vitamine. Eine Ausnahme ist lediglich das Fluor in Schwarz oder Grüntee, es hilft, Karies vorzubeugen. Grüntee wirkt in der Regel anregend. Wer das vermeiden will, greift zu RooibosTee, der ebenfalls herzschützende Eigen schaften hat, aber koffeinfrei ist. Dem Rooibos wird auch nachgesagt, dass er die Blutfettwerte verbessern kann.
1. Ein Glas Wasser trinken. Klingt komisch, doch viele Menschen haben Probleme, das Durst vom Hungergefühl zu unterscheiden. Manchmal verschwin det der Hunger, wenn der Durst gelöscht ist. 2. Langeweile vermeiden. Essen ist nämlich ein prima Zeitvertreib; vor allem wenns süss und fein ist. Dagegen hilft, aktiv zu bleiben. Das schützt zumindest mich vor Heisshunger. 3. Einmal zu oft die Zähne putzen. Die Zahnpasta verän dert nämlich den Geschmack im Mund. Mit dem Zahnpasta goût im Mund habe ich keine Lust mehr auf Schokolade.
Kräutertees mit Nebenwirkungen
Natürlich müssen im Zusammenhang mit Gesundheitseffekten auch die Kräutertees genannt werden. Sie ge hören allerdings zu den Heilpflanzen, was bedeutet, dass sie auch Neben wirkungen haben können. Am besten trinkt man sie je nach Anlass, etwa Fencheltee bei Blähungen oder Me lissentee zur Beruhigung. MM
Andrej Bärtschi (22) aus Bern hat
eine Ausbildung zum Fachmann Gesundheit absolviert – und selbst 20 Kilo abgenommen.
92 | MM42, 12.10.2015 | LEBEN
Die Details «Sitz- und Lenkradheizung, Berganfahrhilfe, Spurassistent, tolles Infotainment – das ist in der Klasse super. Schade, hat es keinen Beifahrerhaltegriff und nur hinten Parksensoren.» Ruth Imhof
Auto
Ein Kerlchen namens Karl Mit dem schon ab knapp 12 000 Franken angebotenen Karl lanciert Opel nun einen betont praktischen Kleinstwagen. Familie Imhof aus Affoltern am Albis ZH testet den kleinen Kerl. Text: Timothy Pfannkuchen
K
Bilder: René Ruis
ein Scherz. Der neue kleine Opel heisst einfach Karl. Der Name macht Spass und sogar Sinn: Karl hiess der Sohn von Gründer Adam Opel. Karl ergänzt nach Adam und Corsa Opels Kleinwagenfamilie. Ob er ausser günstig auch praktisch ist, überprüft Familie Imhof aus Affoltern am Albis ZH. Ivo (48) und Ruth Imhof (48) wollen ihren Smart Tochter Alisha (20) abgeben und mit Jaden (12) vom Peugeot 308 SW auf etwas Kleineres umsteigen. Vielleicht auf Karl? «Einfach herzig», lobt ihn Alisha, «freundliche Frontansicht, schnittig-sympathisch.» Ruth Imhof ergänzt: «Sogar hinten sitzen zwei Erwachsene angenehm – zu dritt wird es etwas eng. Einsteigen ist selbst in engen Parklücken leicht und das Parkieren bei 3,68 Meter Länge auch.» Überrascht habe, dass der Karl «so ein flotter Kerl»sei, berichtet Ivo Imhof: «In den tiefen Gängen hat er angenehm viel Kraft. In den hohen dauert es jedoch, weshalb man in der Autobahn auffahrt den dritten Gang braucht.» Positiv sieht der Bodenleger den Verbrauch: «Im Test klar unter sechs Liter, obwohl wir viel Stadt und über den Brünig gefahren sind.» Seine Gattin und Alisha loben die Handschaltung und, so sagt die Sachbearbeiterin Ruth Imhof, «die hervorragende Wendigkeit und die für solch einen Kleinwagen wirklich gute Federung. Ein Sportoder Ferienwagen ist er nicht, aber für den Alltag ideal. Er fährt angenehm leise.» Nach 600 Testkilometern ist selbst Sohn Jadens Urteil positiv, der zu Testbeginn noch entsetzt fragte: «Ihr kauft doch bitte keinen Opel?» Karl sei zwar kein Sportwagen, meint er, «aber sonst ist er ganz okay». Gibt das den Ausschlag zum Kauf? «Jein», fasst Ivo Imhof zusammen. «Für einen Erstwagen wünschen wir uns doch ein paar PS mehr. Und zu viert in die Skiferien geht mit Karl nicht. Aber: Er fährt sich gut, ist sehr günstig und der perfekte Zweitwagen.» MM
99 g/km CO2 Grenzwert 2015: 130 g/km
Das Cockpit «Hier ist alles übersichtlich, aufgeräumt und simpel zu bedienen. Man sitzt gut, und das Lenkrad ist höhenverstellbar. Etwas viel Hartplastik, aber bei dem Preis unvermeidlich.» Ivo Imhof
LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 93
Der Name «Der Opel Adam heisst nach Opel-Gründer Adam Opel – und Karl (Bild) war einer seiner Söhne. Wir finden den Namen unseres Karlchens super. Klingt sehr deutsch, also nach Qualität!» Alisha Imhof
Haben den kleinen Opel Karl auf grosser Familienfahrt an den Thunersee getestet: Familie Imhof aus Affoltern am Albis ZH. Von links: Jaden (12), Alisha (20), Ivo (48) und Ruth (48).
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Steckbrief
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Das Platzangebot «Hinten sitzt man zu zweit prima, und in den Laderaum (206 bis 1013 Liter) mit schön tiefer Ladekante passen trotzdem locker vier Migros-Taschen plus zwei GetränkeSixpacks.» Jaden Imhof
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Nicht inbegriffen: – Getränke an Bord und persönliche Auslagen – fakultative Landausflüge – oblig. Serviceentgelt (€ 9, p.P./Nacht, wird an Bord belastet) – Annullationskostenversicherung – Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person – Zuschlag 100.- für Flug ab Zürich
Flam, Norwegen
06.07. 07.07. 08.07. 09.07. 10.07. 11.07. 12.07. 13.07. 14.07. 15.07. 16.07. 17.07. 18.07. 19.07. 20.07.
Flug Basel/Zürich–Hamburg, Transfer, Einschiffung Erholung auf See Bergen, Norwegen Erholung auf See Tromsö, Norwegen Erholung auf See Longyearbyen/Spitzbergen, Norwegen Erholung auf See Honningsvag/Nordkap, Norwegen Erholung auf See Erholung auf See Hellesylt/Geiranger, Norwegen Flam, Norwegen Erholung auf See Hamburg, Ausschiffung, Transfer, Flug Hamburg–Basel/Zürich
20.07. 21.07. 22.07. 23.07. 24.07. 25.07. 26.07. 27.07. 28.07. 29.07. 31.07. 31.07.
Flug Basel/Zürich–Hamburg, Transfer, Einschiffung Erholung auf See Invergordon, Grossbritannien Erholung auf See Akureyri, Island Isafjordur, Island Reykjavik, Island Reykjavik, Island Erholung auf See Kirkwall/Orkneys, Grossbritannien Erholung auf See Hamburg, Ausschiffung, Transfer, Flug Hamburg–Basel/Zürich
Exklusive Aktionspreise
Exklusive Aktionspreise
Kategorie
Kategorie
Preise pro Person bei 2er Belegung
Frühbucherpreis bis 26.10.15 Innen Bella 2145.– Innen Fantastica 2245.– Aussen Bella 2745.– Aussen Fantastica 2895.– Balkon Bella* 3095.– Balkon Fantastica 3295.– Zuschlag 100.- für Flug ab Zürich * teilw. mit Sichtbehinderung Allegrissimo Getränkepaket
Normalpreis ab 27.10.15 2245.– 2345.– 2845.– 2995.– 3195.– 3395.– 378.–
So viel ist inbegriffen: ✔ Linienflug Basel/Zürich–Hamburg– Basel/Zürich ✔ Flughafen-/Hafentaxen ✔ alle notwendigen Transfers ✔ Kreuzfahrt gemäss Programm mit der MSC Splendida ✔ 11, resp. 14 Übernachtungen in der gewählten Kabinenkategorie ✔ Vollpension an Bord, bis zu 5 Mahlzeiten täglich ✔ Teilnahme an allen Bordaktivitäten
Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.
MSC Splendida****
Spitzbergen, Norwegen
Ihr luxuriöses und modernes Schiff verfügt über 6 Restaurants, 20 Bars, 3 Swimmingpools, 10 Whirlpools, grosser Wellness- und Spa-Bereich, Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Internet-Bereich, Diskothek und Einkaufsgalerie. Die 1637 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, und Minibar, teilweise Balkon. Die MSC Splendida wurde 2009 in Dienst gestellt, ist 333 m lang, 38 m breit, hat 138'000 BRZ und bietet Platz für max. 4'200 Passagiere.
Preise pro Person bei 2er Belegung Frühbucherpreis bis 26.10.15 Innen Bella 1495.– Innen Fantastica 1595.– Aussen Bella 1995.– Aussen Fantastica 2145.– Balkon Bella* 2445.– Balkon Fantastica 2595.– Zuschlag 100.- für Flug ab Zürich * teilw. mit Sichtbehinderung Allegrissimo Getränkepaket
Normalpreis ab 27.10.15 1595.– 1695.– 2095.– 2245.– 2545.– 2695.– 297.–
Hellesylt/Geiranger, Norwegen
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LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 95
Bitte melde dich
Klasse Schmid, Zug, 1957
Ich suche (Rita?) Bodmer, lediger Name. Sie war unsere Braut führerin vor 50 Jahren. Wer weiss etwas über sie? Doris Zogg, 8810 Horgen Telefon: 079 450 45 72
Ich suche Judith Galler, Jahrgang 1957 (auf dem Foto Zweite von rechts, neben Lehrer Herr Schmid, 5./6. Klasse, NeustadtSchulhaus, Zug). Um 1968/69 war sie wohnhaft an der Chamerstrasse 117, 6300 Zug. Ihr letzter mir bekannter Wohnort ist 4310 Rheinfelden. Ab 1974 ist sie umgezogen, mit unbekanntem Ziel. Liebe Judith, bitte melde dich. Wir würden dich gerne bei unserem Klassentreffen dabeihaben. Antoinette Gubser-Birrer, 6340 Baar, E-Mail: antoinette.gubser@databaar.ch
Marie Therese Perritaz (70) sucht Freundin Madleine Krähenbühl, die vor etwa 50
Jahren nach London gezogen ist. Therese ging nach Deutschland, wo sie noch heute lebt. Madlei ne hatte Eltern aus Deutschland und der Schweiz, sie heiratete einen Italiener und ging zurück in die Schweiz. Marie Therese lernte bei der Sparkasse und wechselte später zu einer ande ren Bank. Ich vermute, Madleine war auch bei einer Bank. Jeden falls vermisst Marie Therese Madleine sehr. Infos bitte an: Heike Egner, EMail: heike.egner@icloud.com
Ich (siehe Foto) suche Corinne Cattin (lediger Name), damals
mit Eltern und Schwester in Biel wohnhaft, in einem Block neben der Autostrasse Lyss–Biel. Ich wohnte damals in Lyss. Du hast mit mir zusammen die Gewerbeschule für Floristinnen in Lyss besucht (1993–1996). Gearbeitet hast du während der Lehrzeit in einem Blumenladen, visàvis vom Kongresshaus in Biel. Es würde mich riesig freuen, dich wieder einmal zu sehen. Fabienne Walther (lediger Name: Zenger) E-Mail: fabienne.zenger@gmail.com Telefon: 079 945 69 47
Gesucht wird Heidi Sulger. Ich lernte Heidi (Kloten) im Jahr 1981 in Bournemouth (England) ken nen, wo wir beide Englisch lern ten. Sie brauchte das Diplom, weil sie zur Swissair wollte. Daraus wurde nichts: Sie heiratete (Andy/ Andreas Wälte/Wälti?), wanderte auf die Inselgruppe Vanuatu im Südpazifik aus und bekam Kinder. Danach ging der Kontakt verlo ren. Wer kennt sie und weiss, wo sie ist? Ich suche sie schon seit Jahren, vergeblich.
Ruth Steigele, E-Mail: ruthsteigele@gmx.ch
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96 | MM42, 12.10.2015 | LEBEN
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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.10.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 41: LANDKARTE Gewinner Nr. 40: Rudolf Mäder, Kerzers FR; Brigitte Burkolter, Arbon TG; Denise Schläpfer, Biel BE; Irma Meyer, Pfeffingen BL; Barbara Weber, Subingen SO; Alice Bosshard, Volketswil ZH; Lukas Bütler, Auw AG; Heidi Schibli, Bottmingen BL; Verena Reiser, Küsnacht ZH; Barbara Gross, Schiers GR Gewinner «Zusatz» Nr. 40: Roland Ziegler, Kottwil LU; Jürg Gobeli, Untersiggenthal AG; Erich Haas, Bern; Walter Lang, Goldau SZ; Thomas Scherrer, St. Gallen
LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 97
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was kann man nicht anziehen? U Glockenhut
E
Radkappe
A Schiebermütze
2. Als was gilt ein Mensch, der alle sprachlichen «Angriffe» pariert? R stosssicher
M schlagfertig
I
druckfest
3. Was ist eines der Hauptmerkmale der Pantoffeltierchen? A Lippen
M Wimpern
N Poren
So nehmen Sie teil
4. Welche Blutgruppe kann man allen Menschen verabreichen? I
B+
H AB–
A Frankfurt a. Main
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.10.2015, 24 Uhr
F
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
E
O–
5. Welcher Kleriker herrschte de facto von 1494–1498 in Florenz? R Fra Angelico
N Savonarola
G Giordano Bruno
6. Der Monarchfalter kann bei seiner «Wanderung» bis zu … zurücklegen. I
700 km
E
1200 km
T
3600 km
7. Wo liegt einer der grössten Internetknotenpunkte der Welt? U Basel
L
Modena
8. Wie heisst die äusserste Schicht der Erdatmosphäre? L
Exosphäre
S
Mesosphäre
Troposphäre
Lösungswort: 1
2
3
Gewinner Nr. 39:
4
5
6
7
8
Elisabeth Blaser, Birsfelden BL; Sandra Kluser, Winterthur ZH; Chris Zurbrügg, Herisau
Auflösung Nr. 41: ALPINIST
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 1 4 3
Auflösung Nr. 41: GESTE Gewinner Nr. 40:
Heidi Elsener, Hochfelden ZH; Ursula Hitz, Bern ; Kathrin Dambach, Schinznach Dorf AG
E
2
ANT I STAR ANTRE T EN BAL T I SCH E I NSEHEN EP I THELE L E I STUNG SCRABBL E SE I L TANZ TURNSAAL ZERBERUS
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.10.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
2
3
4
5
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HÄSSLICHE
WARZEN
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Die schmerzlose kosmetische Lösung Warzen sind normale harmlose kleine Hauterhöhungen, die jedoch unschön und schmerzhaft werden können, wenn sie unter Schmuck oder Kleidung gelangen. Sie können Ihnen in der Öffentlichkeit auch schon mal peinlich sein, wenn sie sich an auffälligen Stellen befinden, wie z.B. am Nacken. Es gibt mehrere Wege Warzen zu entfernen: Eine schmerzhafte Operation, der Gang zum Hautarzt, chemische Behandlungen oder die Vereisung. Das Risiko und die Angst vor einer Operation und deren Kosten aber bleiben. Nun wurde eine Alternative entwickelt... Eine natürliche Alternative. Natura Star ist vermutlich die wirksamste Methode um Warzen zu entfernen. Sie ist schnell, sicher, schmerzlos, 100% natürlich und Sie können dies bequem und diskret zuhause durchführen.
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KEINE Operation KEINE Chemie KEINE Narben KEINE Vereisung KEINE Schmerzen
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Ich habe Natura Star nur ein paar mal aufgetragen und wenige Tage später war die Warze abgefallen. Es ist unglaublich! Jetzt kann ich mein Dekolleté wieder zeigen ohne mich zu schämen. Celia
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LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 99
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
8 7
9
1 9 5 7 9 4 3 5 5 1 1 3 8
3 8 6
2
Auflösung Nr. 41: 428
6
6 5
4 2 7 1 3 6 9 5 8
7 9 8
8 9 6 7 2 5 4 1 3
3 1 5 9 8 4 2 7 6
1 3 4 6 9 7 5 8 2
9 7 2 8 5 1 6 3 4
5 6 8 3 4 2 1 9 7
6 8 3 2 1 9 7 4 5
2 5 9 4 7 8 3 6 1
7 4 1 5 6 3 8 2 9
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.10.2015, 24 Uhr
Gewinner Nr. 40:
Maria Lehmann, Rheinfelden AG; Hannelore Kobel, Court BE; Silvana Stähelin, Sulgen TG; Rolf Suter, Oberrohrdorf AG; Käthy Ryser, Langenthal BE
2
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 3 3 3 2 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 2 3 sein. Verboten: Kreuzun2 3 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
3 0 4 1 2 4
Auflösung Nr. 41:
1
2 3
0 4 1 2
1
1
3
2
3
1
3
2
3
2
2 3 3
4 1 2
2 4 4
3 2 2
2
3
3 3
3 3
1 1
Auflösung Nr. 41: 1 3
2
2 2
2 1 1 3
3
2 6
2 1
3
1
4
4
1 2
3
5
3
1
3
2
2
2 1 2
2 3 3
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-1) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild
Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
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102 | MM42, 12.10.2015 | LEBEN
Meine Welt
«Ich mochte meine Locken nicht»
Die Bernerin Angélique Wälchli ist seit Juni Moderatorin der «Tagesschau». Als Kind liebte sie Gummitwist und wünschte sich glatte Haare, heute wird sie bei rotem Kopfsalat schwach – und ist nie ohne Kopfhörer und Thermosbecher unterwegs. Text: Claudia Langenegger Bilder: Paolo Dutto
LEBEN | MM42, 12.10.2015 | 103
1 Mein freier Vormittag: «Wenn ich
Spätdienst habe, geniesse ich den Mor gen im «Schichtwechsel», einem Beizli mit Industriecharme in Liebefeld BE.» 2 Mein Ecke: «Hier führte einst mein
Schulweg durch. Ich bin dieser Ecke Berns stark verbunden.»
3
3 Mein Kindheitsidol: «Kim Wilde, wegen ihrer wahnsinnigen Föhnfrisur mit Dauerwelle. Die Musik war neben sächlich. Ich mochte meine Locken nicht und habe von diesen Haaren geträumt.»
4
Name: Angélique Wälchli (39) Sternzeichen: Steinbock Karriere und Lebenslauf:
Ich bin in Bern geboren und auf gewachsen, mein leiblicher Vater stammt aus Benin. 1999 habe ich bei Radio Förderband (später: BE1) als Moderatorin angefangen, daneben absolvierte ich die Film schauspielschule in Zürich. Später arbeitete ich bei DRS Virus, war Chefredaktorin bei Canal 3 in Biel und Redaktorin bei Radio SRF. Seit Juni moderiere ich die «Tages schau» auf SRF (im Bild mit Arbeitskollege Dominik Müller). Dazwischen habe ich ein Jahr in Dublin gelebt – mein bester Entscheid: Dort habe ich meinen Partner kennengelernt, mit dem ich nun zwei Kinder habe.
1 2
5
4 Mein Rückzugsort: «Meine Mutter hat eine Wohnung in Kandersteg BE.
Dort kann ich sofort abschalten. Ich gehe raus in die Natur und merke jedes Mal, wie wenig es zum Entspannen und Zufriedensein braucht.» Mein Lieblingsprodukt:
«Hat es roten Kopfsalat, kaufe ich ihn – immer. Manchmal bin ich froh, wenn es keinen hat, so habe ich die Chance, mal anderen Salat auszuprobieren.»
Bilder: Keystone, Getty Images
6
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5 Meine Reisebegleiter: «An meinen Arbeitstagen bin ich vier Stunden am Pendeln. Ich habe immer meinen Thermosbecher mit Kafi, etwas zum Lesen und die Kopfhörer dabei.» 6 Mein schlimmstes Erlebnis: «Ich bin für eine Radioreportage in den Libanon gereist und habe dort viel und wahnsin nig spannendes Material aufgenommen. Daheim aber die böse Überraschung: Auf den Minidisks war nichts drauf!» 7 Mein Lieblingsspiel: «Als Kind war es
Gummitwist, heute ist es das Kartenspiel Tichu. Es ist eine Mischung aus Jass und Poker, nur weniger kompliziert. Und: Es ist eine Berner Erfindung.»
, H C O W T IT M N E S E I D R NU
14.10.2015:
G A T R E K O J C H I FF S F P M A D ER » « S C H I LL
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